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und Kreuzgewölben in Höfen, Kellern - Verbandsgemeinde Alzey ...

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Künstler präsentieren sich <strong>in</strong> Erbes-Büdesheimer <strong>Höfen</strong>, <strong>Kellern</strong> <strong>und</strong> <strong>Kreuzgewölben</strong><br />

<strong>in</strong> <strong>Höfen</strong>, <strong>Kellern</strong><br />

<strong>und</strong> <strong>Kreuzgewölben</strong><br />

12.09.2010


Begrüßung<br />

Liebe Bürger<strong>in</strong>nen <strong>und</strong> Bürger von Erbes-Büdesheim, liebe Gäste,<br />

„Kunst <strong>in</strong> <strong>Höfen</strong>, <strong>Kellern</strong> <strong>und</strong> <strong>Kreuzgewölben</strong>"–unter diesem Motto steht <strong>in</strong> diesem Jahr zum vierten Mal die Ausstellung e<strong>in</strong>heimischer<br />

<strong>und</strong> befre<strong>und</strong>eter Künstler<strong>in</strong>nen <strong>und</strong> Künstler. Ganz bewusst haben wir diesen Term<strong>in</strong> mit dem Tag des „Offenen Denkmals“ auf<br />

Landesebene verb<strong>und</strong>en.<br />

Der gute Besuch <strong>und</strong> das Interesse <strong>in</strong> den vergangenen Jahren hat uns ermutigt, wieder bekannte, aber auch neue Exponate auszustellen<br />

dabei jedoch auch Künstler<strong>in</strong>nen <strong>und</strong> Künstler anzuregen, sich künftig aktiv zu beteiligen.<br />

E<strong>in</strong>heimische <strong>und</strong> Gäste können aber auch <strong>in</strong> die Geschichte des Ortes e<strong>in</strong>tauchen. Die alten Wehrtürme <strong>und</strong> <strong>in</strong>sbesondere das Schloss<br />

zeugen von e<strong>in</strong>er lebhaften <strong>und</strong> <strong>in</strong>teressanten Vergangenheit.<br />

Erbes-Büdesheim war zur Zeit der Kurpfalz neben Fre<strong>in</strong>sheim/Pfalz e<strong>in</strong>es der zwei Unterämter des Oberamtes <strong>Alzey</strong>, dem mehr<br />

als 100 Geme<strong>in</strong>den angehörten <strong>und</strong> das vor Heidelberg <strong>und</strong> Mannheim das wirtschaftlichste Zentrum war.<br />

Me<strong>in</strong> Dank gilt allen Aussteller<strong>in</strong>nen <strong>und</strong> Ausstellern, aber natürlich auch allen die Höfe, Keller <strong>und</strong> Kreuzgewölbe zur Verfügung stellen<br />

<strong>und</strong> den Vere<strong>in</strong>en, die das Programm gestalten.<br />

Ich hoffe <strong>und</strong> wünsche, dass wir auch <strong>in</strong> diesem Jahr wieder zahlreiche Gäste begrüßen können <strong>und</strong> b<strong>in</strong> sicher, dass Sie zusammen mit<br />

unseren Bürger<strong>in</strong>nen <strong>und</strong> Bürgern e<strong>in</strong>ige schöne <strong>und</strong> <strong>in</strong>teressante St<strong>und</strong>en <strong>in</strong> unserer Geme<strong>in</strong>de verleben können.<br />

Fre<strong>und</strong>liche Grüße<br />

He<strong>in</strong>z-Hermann Schnabel, MdL<br />

Bürgermeister der Ortsgeme<strong>in</strong>de<br />

Erbes-Büdesheim


Teilnehmer<br />

1 – Hof Sailler, Hauptstr. 6<br />

2 – Hof Fries, <strong>Alzey</strong>er Str. 2<br />

3 – We<strong>in</strong>gut Zahn, Nacker Str. 11<br />

4 – We<strong>in</strong>gut Karl & Jens Lawall, Nacker Str. 18<br />

5–<br />

6–<br />

7–<br />

8–<br />

9–<br />

10 –<br />

11 –<br />

12 –<br />

13 –<br />

14 –<br />

Hof Brack, Obere Kirchgasse 16<br />

Evangelische Kirche, Hauptstr. 8<br />

Katholische Kirche, Hauptstr. 22<br />

We<strong>in</strong>gut Rehn, Untere Kirchgasse 15<br />

Hof Tovar, Hauptstr. 28<br />

Töpferatelier Solga, Pankratiushofstr. 19<br />

Hof Flörcks, Hauptstr. 35<br />

Hof Madarasz, Niedergasse 31<br />

Keller Blätz, Hauptstr. 33<br />

14+15<br />

Riedertal<br />

Motorsägearbeiten He<strong>in</strong>er Euler, Selitstr. (Gewerbegeb.)<br />

15 – Bonsai- Ausstellung, Klaus u. He<strong>in</strong>er Euler, Selitstr.<br />

12<br />

Gartenstr.<br />

4<br />

Selitstr.<br />

3<br />

Selit<br />

Nacker Str.<br />

Hauptstr.<br />

Grabengasse<br />

10<br />

Pankratiushofstr.<br />

Rathaus<br />

Ev. Kirche 6<br />

1<br />

Obere Torstr.<br />

11<br />

13<br />

9<br />

Untere Kirchgasse<br />

Niedergasse 7<br />

Kath. Kirche<br />

Offenheimer Str.<br />

8<br />

5<br />

Obere Kirchgasse<br />

Hauptstr. Weedeplatz<br />

<strong>Alzey</strong>er Str.<br />

2<br />

Am Schloss<br />

Eröffnung: 10.30 Uhr<br />

We<strong>in</strong>gut Rehn, Untere Kirchgasse 15<br />

im Anschluß Öffnung der Höfe, Keller <strong>und</strong> <strong>Kreuzgewölben</strong><br />

unter Beteiligung der mitwirkenden Künstler<br />

Historische Dorfführung:<br />

11 Uhr ab We<strong>in</strong>gut Rehn,<br />

15 Uhr ab Rathaus<br />

ab 14 Uhr Kaffee + Kuchen<br />

bei den Landfrauen im Hof Sailler<br />

Abschluss: 18 Uhr<br />

We<strong>in</strong>gut Zahn, Nacker Str. 11<br />

mit dem Kath. Kirchenmusikvere<strong>in</strong><br />

20 Uhr Harfenkonzert<br />

<strong>in</strong> der Evangelischen Kirche<br />

Orientierungshilfe


Dorfgeschichte<br />

Zwei Burgen zwei Kirchen zwei Friedhöfe<br />

<strong>und</strong> e<strong>in</strong>e spannende Geschichte<br />

Warum die Erbse? Erbes-Büdesheim hat e<strong>in</strong>e Erbse im Wappen,<br />

die e<strong>in</strong>e Umdeutung des Namensbestandteils "Erbes" darstellt.<br />

767 <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Schenkungsurk<strong>und</strong>e an das Kloster Lorsch erstmals<br />

als „Bot<strong>in</strong>esheim“ erwähnt, ersche<strong>in</strong>t der Doppelname<br />

„Erweisbudensheim“ im 14. Jahrh<strong>und</strong>ert, wahrsche<strong>in</strong>lich zur Unterscheidung von<br />

Büdesheim bei B<strong>in</strong>gen <strong>und</strong> Biedesheim <strong>in</strong> der Pfalz.<br />

Berühmt <strong>und</strong> berüchtigt. Sogar der berüchtigte „Sch<strong>in</strong>derhannes“ machte 1801<br />

e<strong>in</strong>en Überfall auf e<strong>in</strong>en jüdischen Bürger <strong>und</strong> 1794 wohnte der berühmte<br />

Marschall Blücher im Pfarrhaus<br />

Drei untergegangene Weiler. In der heutigen Gemarkung von Erbes-Büdesheim<br />

lagen <strong>in</strong> der Zeit vor dem 15. Jahrh<strong>und</strong>ert drei kle<strong>in</strong>e Dörfchen: Rode, Eich <strong>und</strong><br />

Aulheim, deren Bewohner, soweit sie die Pestjahre des 14.Jahrh<strong>und</strong>ert überlebten,<br />

sich <strong>in</strong> das befestigte <strong>und</strong> größere Erbes-Büdesheim flüchteten. Nur von Aulheim,<br />

das am Weg nach Flonheim liegt, s<strong>in</strong>d zwei Mühlen übriggeblieben<br />

Die Burgen. Erbes-Büdesheim hatte ursprünglich zwei Burgen. Von der „Blauen Burg“<br />

existieren noch Turmreste im Hof des Ateliers Solga-W<strong>in</strong>ter, Pankratiushofstrasse.<br />

Die im Zentrum des Dorfes gelegene „Weiße Burg“ manchmal auch „Rote Burg“<br />

oder „Schloss“ genannt, hatte vom Mittelalter bis heute 32 Besitzer. So gehörte<br />

sie im 18. Jahrh<strong>und</strong>ert der Familie de La Roche. Heute ist sie Wohnhaus <strong>und</strong><br />

Werkstatt des bekannten Kirchenrestaurators Vitus Wurmdobler.<br />

Ställe mit Kreuzgewölbe gibt es <strong>in</strong> großer Zahl <strong>in</strong> Erbes-Büdesheim. Sie stammen<br />

aus dem 18. <strong>und</strong> 19. Jahrh<strong>und</strong>ert. Wegen der Ähnlichkeit dieser Bauform mit<br />

mittelalterlichen Räumen <strong>in</strong> Klöstern <strong>und</strong> Burgen werden die Kreuzgewölbeställe<br />

allerd<strong>in</strong>gs oft für älter gehalten, als sie <strong>in</strong> Wirklichkeit s<strong>in</strong>d.<br />

Zwei Kirchen, doch wem gehört der Turm? Freifrau de La Roche legte im Jahre<br />

1733 durch e<strong>in</strong>e größere Spende, den Gr<strong>und</strong>stock für den Bau der evangelischen<br />

Kirche, unter deren Altar sie sich e<strong>in</strong>e Familiengruft errichtete. Drei Jahre später<br />

wurde die alte Bartholomäuskirche, die zuvor von beiden Konfessionen benutzt<br />

worden war, wegen Baufälligkeit abgerissen <strong>und</strong> durch e<strong>in</strong>en neuen barocken<br />

Kirchenbau ersetzt. Der Kirchturm neben dieser neuen katholischen Kirche wurde<br />

durch die bürgerliche Geme<strong>in</strong>de errichtet <strong>und</strong> ist bis heute <strong>in</strong> ihrem Besitz.<br />

Sehenswert s<strong>in</strong>d das Heiligenhäuschen (Heljerheisje) mit e<strong>in</strong>em Flachrelief der<br />

Kreuzigungsgruppe (um 1770) am Feldweg nach Aulheim, <strong>und</strong> e<strong>in</strong> Relief an der<br />

ehemaligen Dorfschmiede aus dem Jahr 1654, das den Schmied der damaligen<br />

Zeit bei der Arbeit zeigt (siehe Keller Blätz/Kellergärten).


Dorfgeschichte<br />

5


Ausstellungen<br />

Dorfführung <strong>in</strong> historischen Kostümen durch<br />

die Jugendlichen der Geschichtswerkstatt.<br />

Die Geschichtswerkstatt gibt durch historisch<br />

authentische Szenen e<strong>in</strong>en E<strong>in</strong>blick <strong>in</strong> die<br />

Geschichte von Gebäuden <strong>und</strong> Plätzen.<br />

E<strong>in</strong>bezogen werden: das Rathaus, der<br />

Pankratius-Hofplatz, die katholische Kirche<br />

<strong>und</strong> die evangelische Kirche.<br />

Aus der Erbes-Büdesheimer Geschichte<br />

werden folgende Personen auftreten:<br />

Der Franke Egilof (767 n. Chr), Graf Berthold<br />

(1074 n.Chr), Ritter Dietz Birkenfelder,<br />

der erste bekannte Besitzer des Weißen<br />

Schlosses ( 1354 n. Chr.), W<strong>in</strong>zer aus der Zeit<br />

nach dem dreißigjährigen Krieg <strong>und</strong> die<br />

Freifrau von La Roche zusammen mit ihrer<br />

Tochter (1742 n. Chr).<br />

Zum Abschluß der Führung kann die wieder<br />

geöffnete Gruft unter dem Altar der<br />

evangelischen Kirche besucht werden,<br />

die letzte Ruhestätte der Freifrau von La Roche.<br />

Dorfführungen:<br />

11 Uhr ab We<strong>in</strong>gut Rehn<br />

15 Uhr ab Rathaus<br />

Die Führungen s<strong>in</strong>d kostenlos <strong>und</strong><br />

dauern etwa e<strong>in</strong>e St<strong>und</strong>e.


Ställe mit Kreuzgewölbe<br />

gibt es <strong>in</strong> großer Zahl <strong>in</strong> Rhe<strong>in</strong>hessen. Wegen der Ähnlichkeit dieser Bauform mit mittelalterlichen<br />

Räumen <strong>in</strong> Klöstern <strong>und</strong> Burgen werden die Kreuzgewölbeställe für wesentlich älter gehalten, als sie<br />

<strong>in</strong> Wirklichkeit s<strong>in</strong>d. Pferdeställe mit Kreuzgewölbe <strong>in</strong> Adelsbauten gab es seit dem 16. Jahrh<strong>und</strong>ert<br />

In der rhe<strong>in</strong>hessischen Landwirtschaft hielt diese Bauform im großen Stil um 1830 E<strong>in</strong>zug.<br />

Das hatte mehrere Gründe:<br />

- Seit ca. 1800 war die Stallhaltung des Viehs e<strong>in</strong>geführt worden, um durch Fütterung mit<br />

Klee mehr Milch <strong>und</strong> auch Mist zu erhalten.<br />

- Durch festgebaute Ställe mit Ste<strong>in</strong>decken sollte die Brandgefahr herabgesetzt werden.<br />

- Durch die Möglichkeit diese Ställe jährlich zu kalken, wurden die hygienischen<br />

Bed<strong>in</strong>gungen verbessert.<br />

- Über dem Stall konnte man Heu aufbewahren, das durch die Ausdünstung des Viehs<br />

nicht verdarb.<br />

Der landwirtschaftliche Vere<strong>in</strong> für das Großherzogtum Hessen (1830 gegründet) gab e<strong>in</strong>e Zeitschrift<br />

heraus, <strong>in</strong> der 1839 e<strong>in</strong> Artikel des Gutsbesitzers Best aus Osthofen erschien, <strong>in</strong> dem die Errichtung<br />

<strong>und</strong> die Kosten der Kreuzgewölbeställe beschrieben werden. Die Kosten für e<strong>in</strong>en derartigen Stallbau<br />

waren fast so hoch, wie für e<strong>in</strong> Wohnhaus! Bis ca. 1850 entstanden auf diese Art viele Ställe <strong>in</strong> unserem<br />

Raum. Die Säulen <strong>und</strong> Kragste<strong>in</strong>e kamen meist aus den Sandste<strong>in</strong>betrieben von Nack <strong>und</strong> Flonheim,<br />

Backste<strong>in</strong>e wurden <strong>in</strong> der Gemarkung gebrannt, oder es wurden leicht behauene Naturste<strong>in</strong>e<br />

verwendet. Die Erbes-Büdesheimer Ställe sche<strong>in</strong>en jedoch z.T. älter zu se<strong>in</strong>. So Trägt die Scheune des<br />

ehemaligen Unteramtes die Jahreszahl 1724. Ab 1870 wurden die Kreuzgewölbe durch preußische<br />

Kappendecken mit Doppel-T Trägern abgelöst.<br />

Hof Sailler, Hauptstr.6<br />

Ehemaliges kurpfälzisches Unteramt (Kellerei)<br />

7


Ausstellungen<br />

Fotografien von Liesel Dauscher mit dem Thema „Rost“.<br />

Liesel Dauscher, geb. 1943 <strong>in</strong> Sprendl<strong>in</strong>gen, wo sie auch ihre K<strong>in</strong>dheit<br />

verbrachte, wohnt seit 1993 <strong>in</strong> Erbes-Büdesheim.. Bis 2001 war sie an der<br />

Gr<strong>und</strong>schule <strong>in</strong> Sprendl<strong>in</strong>gen als Lehrer<strong>in</strong> tätig. Sie <strong>in</strong>tensivierte ihr Hobby<br />

fotografieren nach ihrer Pensionierung <strong>und</strong> gestaltete Ausstellungen <strong>in</strong><br />

Obermoschel, Göllheim, Gau Algesheim, Gens<strong>in</strong>gen, Sprendl<strong>in</strong>gen, <strong>und</strong><br />

Erbes-Büdesheim, Ihre Vorliebe gilt der Naturfotografie <strong>und</strong> Aufnahmen<br />

<strong>in</strong> Rhe<strong>in</strong>hessen.<br />

Gemälde von Ruth Frenzel<br />

Die 94-jährige Hobbymaler<strong>in</strong> ist erst vor drei Jahren aus Darmstadt nach<br />

Erbes-Büdesheim gezogen. Die Motive ihrer Bilder f<strong>in</strong>det sie auf Fotos<br />

oder Postkarten oder Zeichnungen, die ihr gefallen, die sie freihändig<br />

auf Bildformat vergrößert <strong>und</strong> nach ihrer Vorstellung farblich gestaltet.<br />

Vorrangig s<strong>in</strong>d das Landschafts-, Pflanzen- <strong>und</strong> Tiermotive, aber auch<br />

Kopien gefälliger Zeichnungen.<br />

Kul<strong>in</strong>arisches: Landfrauencafé ab 14 Uhr


Ehemaliges kurpfälzisches Unteramt (Kellerei)<br />

E<strong>in</strong>er der ältesten Gewölbeställe von Erbes-Büdesheim<br />

bef<strong>in</strong>det sich im ehemaligen Unteramt von Erbes-Büdesheim,<br />

das 1712-1737 gebaut wurde.<br />

Die Sandste<strong>in</strong>säulen waren schon <strong>in</strong> den 50iger Jahren so<br />

porös geworden, dass sie mit Beton ummantelt werden<br />

mussten. Boden <strong>und</strong> Krippen stammen aus der Zeit um 1914.<br />

Das Wohnhaus , das heute noch Fenstergitter aus dem<br />

18. Jahrh<strong>und</strong>ert aufweist, war ursprünglich e<strong>in</strong> W<strong>in</strong>kelbau mit<br />

fränkischem R<strong>und</strong>bogen als Tore<strong>in</strong>fahrt <strong>und</strong> barockem Garten<br />

im Hof. E<strong>in</strong> solcher R<strong>und</strong>bogen existiert noch <strong>in</strong> der Scheunene<strong>in</strong>fahrt.<br />

In der Unteramtszeit wird es nach se<strong>in</strong>em Besitzer<br />

oder Erbauer das“ Stengel'sche Haus“ genannt.<br />

Dieser Hofgerichtsrat Ernst Freiherr von Stengel war Leiter der<br />

Oberstaatsbaubehörde <strong>in</strong> Mannheim <strong>und</strong> hatte se<strong>in</strong> Anwesen<br />

wahrsche<strong>in</strong>lich an den Unteramtmann verpachtet. E<strong>in</strong> Plan von<br />

1760 zeigt den damaligen Gr<strong>und</strong>riss des Hofes. Nach e<strong>in</strong>er<br />

Versteigerung im Jahre 1770 kam er wohl <strong>in</strong> den Besitz der<br />

Kurpfalz. Jedenfalls wurde der Hof nach der Eroberung durch<br />

die Franzosen verstaatlicht. Unter der Herrschaft Napoleons<br />

wurde das ehemalige kurpfälzische Amtsgebäude schließlich<br />

als französisches Nationalgut wiederum versteigert <strong>und</strong> kam<br />

1840 <strong>in</strong> Besitz der Vorfahren der Familie Sailler.<br />

Die Außenrenovierung des Wohnhauses mit teilweiser<br />

Freilegung des barocken Fachwerks erfolgte 2006.<br />

1 Hof Sailler, Hauptstr.6<br />

9<br />

Ehemaliges kurpfälzisches Unteramt (Kellerei)


Ausstellungen<br />

Tanja Jakobs zeigt ihr selbstgefertigtes K<strong>in</strong>derspielzeug aus Holz.<br />

Die gebürtige Flonheimer<strong>in</strong> fertigt seit Jahren K<strong>in</strong>derspielzeug aus Holz. Sie entdeckte<br />

ihre Leidenschaft bereits <strong>in</strong> der Schulzeit. Tanja Jakobs fertigt Holzspielzeug,<br />

Teelichthalter, Puppenhäuser <strong>und</strong> ganze Bauernhöfe aus Holz. Im Keller des Hauses<br />

Jakobs wird gehobelt, gesägt, geschliffen <strong>und</strong> gefräst. Bereits im Frühjahr beg<strong>in</strong>nt sie mit<br />

ihrer Produktion für die zahlreichen Bauern-, Handwerker- <strong>und</strong> Adventsmärkte, auf denen<br />

sie ab September vertreten ist.<br />

Kul<strong>in</strong>arisches: Putengeschnetzeltes mit Spätzle, Nierenspieß, Bratwurst <strong>und</strong> Pommes<br />

Musikalische Unterhaltung mit Vera <strong>und</strong> Michael Frieß <strong>und</strong> der<br />

Gruppe „Rhoihessisch Herzblut“. Vera <strong>und</strong> Michael machen seit ihrer<br />

frühen K<strong>in</strong>dheit Musik. Michael spielt Schlager <strong>und</strong> Unterhaltungsmusik<br />

an der elektronischen Orgel <strong>und</strong> se<strong>in</strong>e Schwester s<strong>in</strong>gt dazu.


Der W<strong>in</strong>zerhof besteht aus zwei<br />

Wohnhäusern mit Nebengebäuden<br />

Das ältere Wohnhaus, das um 1880<br />

erbaut wurde, diente später als<br />

Ges<strong>in</strong>dehaus <strong>und</strong> ist heute vermietet.<br />

Das Haupthaus entstand um 1900<br />

<strong>und</strong> wurde gemäß e<strong>in</strong>er Inschrift am<br />

Kellere<strong>in</strong>gang 1921 renoviert.<br />

Die Stallungen, die 1936 neu<br />

errichtet wurden, s<strong>in</strong>d mittlerweile<br />

zu Wohnzwecken umgebaut.<br />

1959 wurde der Hof von den<br />

jetzigen Besitzern, Familie Fries,<br />

erworben, <strong>und</strong> 2005 <strong>in</strong> den heutigen<br />

schmucken Zustand mit neuem<br />

Hoftor versetzt.<br />

2 Hof Wenzel-Frieß, <strong>Alzey</strong>er Str. 7 11


Ausstellungen<br />

Gemälde von Karol<strong>in</strong>a Frase. Fotografien von Jürgen Porth.<br />

Die Bäuer<strong>in</strong> <strong>und</strong> Mutter von fünf Söhnen ist Hobbymaler<strong>in</strong> aus Überzeugung.<br />

Ihr Repertoire reicht von Stilleben über Landschafts- <strong>und</strong> Tierbilder bis zum<br />

Portrait. Am liebsten malt sie Blumenbilder, denn ihre große Liebe gilt der<br />

Natur. Nicht nur die Motive, auch die Techniken <strong>und</strong> die e<strong>in</strong>gesetzten<br />

Materialien wechseln. Sie probiert gern Neues aus <strong>und</strong> wenn ihr e<strong>in</strong> Gemälde<br />

gefällt, dann versucht sie den Stil nachzuempf<strong>in</strong>den. Auch <strong>in</strong> der Farbgebung<br />

legt sich die Künstler<strong>in</strong> auf frohe <strong>und</strong> <strong>in</strong> der Natur vorkommende Farben fest.<br />

Wichtig für Karol<strong>in</strong>a Frase ist, dass die Harmonie der Darstellung stimmt, was<br />

sich auch <strong>in</strong> den außergewöhnlichen Bilderrahmen manifestiert.<br />

Sammlung von Elisabeth Landfried:<br />

Seit ca. 2003 sammelt Elisabeth Landfried alle Zeitungsartikel, die über das<br />

Ortsgeschehen berichten <strong>und</strong> klebt diese sorgfältig <strong>in</strong> Alben e<strong>in</strong>.<br />

E<strong>in</strong> Nachschlagewerk der besonderen Art <strong>in</strong> Erbes-Büdesheim.<br />

Kul<strong>in</strong>arisches: We<strong>in</strong> aus eigenem Anbau, Schnitzel m. Kartoffelsalat<br />

Der gelernte Gestalter für visuelles Market<strong>in</strong>g <strong>und</strong> Werbefachmann ist <strong>in</strong> Erbes-Büdesheim<br />

der Ansprechpartner für künstlerische Ausgestaltung von Sälen <strong>und</strong> Veranstaltungen, sowie<br />

für ansprechende Plakate, Broschüren <strong>und</strong> Karten für jeden Anlass. Die H<strong>in</strong>weisschilder an<br />

den Ortse<strong>in</strong>gängen werden von ihm entworfen <strong>und</strong> hergestellt <strong>und</strong> alle offiziellen<br />

Veranstaltungen der Geme<strong>in</strong>de im Bürgerhaus tragen se<strong>in</strong>e Handschrift. Seit e<strong>in</strong>igen<br />

Jahren gibt er den Erbes-Büdesheimer Kalender heraus, der mit se<strong>in</strong>en von ihm selbst<br />

fotografierten Impressionen aus dem Ort sich großer Beliebtheit erfreut. Die Suche nach<br />

stimmungsvollen Fotomotiven <strong>in</strong> se<strong>in</strong>er Heimat <strong>und</strong> die fotografische Dokumentation des<br />

Ortsgeschehens s<strong>in</strong>d zu e<strong>in</strong>em leidenschaftlichen Hobby geworden. Se<strong>in</strong>e Fotografien<br />

wurde schon bei vielen Anlässen <strong>in</strong> Erbes-Büdesheim gezeigt.


Der W<strong>in</strong>zerhof mit Flaschenwe<strong>in</strong>vermarktung<br />

präsentiert sich<br />

e<strong>in</strong>ladend mit viel Sichtmauerwerk<br />

<strong>und</strong> liebevoll gepflegtem<br />

Pflanzenschmuck.<br />

Der um 1875 aus Sandste<strong>in</strong>en<br />

errichtete Hof stellt die Hofreite<br />

e<strong>in</strong>es typisch rhe<strong>in</strong>hessischen<br />

Gemischtbetriebes dar. In die<br />

zum Teil noch genutzten Stallungen<br />

wurde e<strong>in</strong>e We<strong>in</strong>probierstube<br />

e<strong>in</strong>gebaut.<br />

Im Herbst werden im Keller des<br />

We<strong>in</strong>gutes Bremserfeste abgehalten<br />

<strong>und</strong> es besteht natürlich<br />

die Möglichkeit zu e<strong>in</strong>er We<strong>in</strong>probe.<br />

Am ersten Wochenende<br />

im Juli f<strong>in</strong>det traditionell e<strong>in</strong><br />

Hoffest statt.<br />

3 We<strong>in</strong>gut Zahn, Nacker Str. 11 13


Ausstellungen<br />

Die kle<strong>in</strong>en Künstler der Gr<strong>und</strong>schule Erbes-Büdesheim präsentieren ihre Bilder.


Das Anwesen wurde vom<br />

Ur-Ur-Großvater des jetzigen Besitzers<br />

um 1850 erbaut, h<strong>und</strong>ert Jahre später<br />

von Fritz Lawall erweitert <strong>und</strong> das<br />

Wohnhaus aufgestockt. Auf dem<br />

Hof befand sich bis 2003 e<strong>in</strong> landwirtschaftlicher<br />

Gemischtbetrieb<br />

mit We<strong>in</strong>bau, Kartoffelvermehrung,<br />

Saatgetreide <strong>und</strong> Schwe<strong>in</strong>ezucht.<br />

Zur Zeit wird noch We<strong>in</strong>bau mit<br />

Flaschenwe<strong>in</strong>vermarktung betrieben.<br />

Kul<strong>in</strong>arisches: Lammbraten<br />

4 Hof Karl u. Jens Lawall Nacker Str. 18 15


Ausstellungen<br />

Künstlerische Arbeiten


Künstlerische Arbeiten 17


Ausstellungen<br />

Skulpturen aus Ste<strong>in</strong> <strong>und</strong> Stahl von Klaus Walter<br />

Der 1961 geborene selbständige Handwerker<br />

fertigt se<strong>in</strong>e witzigen Kunstobjekte aus Edelstahl.<br />

Die meisten von ihnen s<strong>in</strong>d Fantasievögel von 20<br />

Zentimetern bis zu 1,5 Metern Höhe, für deren<br />

Körper er gerne Naturste<strong>in</strong>brocken verwendet.<br />

Gefragt, woher er die Ideen für se<strong>in</strong>e Plastiken<br />

bekommt, erzählt Klaus Walter:“ Ich gehe <strong>in</strong> me<strong>in</strong><br />

Materiallager, schaue mir die Metallstücke an <strong>und</strong><br />

habe dann spontan Ideen, was für e<strong>in</strong>e Figur das<br />

werden könnte.“ Außer unzähligen Vogelvarianten<br />

nimmt er auch auf lustige Art menschliche Typen<br />

<strong>und</strong> Tätigkeiten aufs Korn.<br />

Kul<strong>in</strong>arisches: Lauchsuppe, Siedewürstchen, Kaffee <strong>und</strong> Kuchen.<br />

Wo wohnt der Wullebauguss?<br />

Buchlesung mit der<br />

K<strong>in</strong>derbuchautor<strong>in</strong> Susann Balog


Das Gr<strong>und</strong>stück der Familie Brack<br />

bestand früher aus drei verschiedenen<br />

Anwesen, e<strong>in</strong>em Bauernhof<br />

aus dem Jahre 1700 (früher<br />

Fam. Frase), e<strong>in</strong>em Garten mit<br />

We<strong>in</strong>- <strong>und</strong> Kartoffelkeller der<br />

Familie Jakobs <strong>und</strong> e<strong>in</strong>em weiteren<br />

Garten mit Gewölbekeller der<br />

Familie Strack. 1980 wurde der<br />

Bauernhof durch e<strong>in</strong> neues<br />

Wohnhaus ersetzt, 1999 <strong>und</strong> 2005<br />

wurde das Gr<strong>und</strong>stück <strong>und</strong> die<br />

beiden oben erwähnten Gärten<br />

zu fast 1000qm Gesamtfläche<br />

erweitert.<br />

Der ehemalige We<strong>in</strong>- <strong>und</strong><br />

Kartoffelkeller ist nach liebevoller<br />

Restaurierung zu e<strong>in</strong>em modernen<br />

Freizeitraum geworden.<br />

Der alte Gewölbekeller wird bis auf<br />

weiteres <strong>in</strong> se<strong>in</strong>em Urzustand<br />

belassen.<br />

5 Hof Brack, Obere Kirchgasse 16 19


Ausstellungen<br />

Evangelische Kirche, Hauptstr. 8<br />

Geöffnet von 11 bis 17 Uhr<br />

6<br />

Geöffnet von 11 bis 17 Uhr<br />

20 Uhr Harfenkonzert<br />

mit Rito Petersen <strong>in</strong> der Ev. Kirche<br />

Rito Petersens Harfenklänge verzauberten<br />

schon viele Menschen.<br />

1988 wurde er <strong>in</strong> Buenos Aires sogar<br />

als bester Harfenspieler Südamerikas<br />

ausgezeichnet.<br />

Se<strong>in</strong>e Konzerte führten ihn <strong>in</strong> fast<br />

alle Länder Südamerikas, Europas<br />

<strong>und</strong> auch <strong>in</strong> den nahen Osten,<br />

nach Israel. Die Organisation der<br />

Vere<strong>in</strong>ten Nationen für Erziehung,<br />

Wissenschaft <strong>und</strong> Kultur - UNESCO –<br />

verlieh ihm <strong>in</strong> Anerkennung der<br />

außergewöhnlich professionellen<br />

Qualität se<strong>in</strong>er Musik auf der<br />

Paraguay-Harfe das Diplom Maestro.<br />

Lassen auch Sie sich von<br />

se<strong>in</strong>en Harfenklängen verzaubern


7 Katholische Kirche, Hauptstr. 22 21<br />

Geöffnet von 11 bis 17 Uhr


Ausstellungen<br />

Bilder von Norbert Gelfort,<br />

Architekt <strong>und</strong> Freizeitmaler.<br />

Er bevorzugt Öl auf Le<strong>in</strong>wand, malt Blumen, Landschaften <strong>und</strong> Akt.<br />

Der <strong>in</strong> Heimersheim geborene, seit 1976 Erbes-Büdesheimer Bürger,<br />

befasst sich erst seit 4 Jahren mit dieser Maltechnik. Noch <strong>in</strong>tensiver will<br />

er sich se<strong>in</strong>em Hobby nach Beendigung se<strong>in</strong>er Berufstätigkeit widmen.<br />

Er bevorzugt großformatige Bilder mit großflächigen Darstellungen.<br />

Se<strong>in</strong> malerisches Talent offenbarte sich schon <strong>in</strong> der Gr<strong>und</strong>schule<br />

<strong>und</strong> war mitentscheidend für se<strong>in</strong>en beruflichen Werdegang.<br />

Bilder von Benno Rehn<br />

Der 1961 geborene Künstler lebt <strong>in</strong> Flonheim<br />

<strong>und</strong> hat sich schon immer für Kunst, Malerei,<br />

Musik <strong>und</strong> Tanz <strong>in</strong>teressiert. Daher fährt er gerne<br />

nach Italien, e<strong>in</strong> Land, das geradezu die Kunst<br />

zum Lebensstil erhebt. Für ihn ist Kunst die<br />

Sehnsucht nach etwas e<strong>in</strong>maligem <strong>und</strong> unverwechselbarem,<br />

die jeder Mensch kennt <strong>und</strong> die<br />

er so für sich erschließen <strong>und</strong> besitzen kann.<br />

Er versteht sich als Künstler <strong>und</strong> dennoch ist das<br />

nicht se<strong>in</strong> Beruf, sondern se<strong>in</strong>e Leidenschaft. Er<br />

malt <strong>und</strong> tanzt aus Leidenschaft um sich selbst<br />

auszudrücken <strong>und</strong> über se<strong>in</strong>e Werke mit denen<br />

<strong>in</strong> Dialog zu treten, die e<strong>in</strong> Stück von sich<br />

selbst dar<strong>in</strong> erkennen.


Kul<strong>in</strong>arisches:<br />

- belegte Baguette-Brötchen,<br />

- W<strong>in</strong>gertsknorze,<br />

- eigene We<strong>in</strong>e,<br />

- alkoholfreie Getränke<br />

Das landwirtschaftliche Gehöft, dessen Wohnhaus aus dem<br />

frühen 18. Jahrh<strong>und</strong>ert stammt, ist seit 1914 <strong>in</strong> Familienbesitz.<br />

Familie Rehn betreibt seit über 100 Jahren We<strong>in</strong>bau <strong>und</strong> seit<br />

dem Jahre 1973 Flaschen-we<strong>in</strong>vermarktung. Im<br />

alten We<strong>in</strong>keller<br />

aus dem Jahre 1828 reift der Rotwe<strong>in</strong> <strong>in</strong> Barrique-Fässern.<br />

Die We<strong>in</strong>probierstube steht zu We<strong>in</strong>proben nach Anmeldung<br />

zur Verfügung.<br />

8 We<strong>in</strong>gut Rehn, Untere Kirchgasse 15 23


Ausstellungen<br />

Bilder von Steffi Hosefelder<br />

Geboren 1967, aufgewachsen<br />

<strong>in</strong> <strong>Alzey</strong>. 1984–87 Ausbildung<br />

zur Schauwerbegestalter<strong>in</strong>.<br />

Seit 1992 freischaffende Dekorateur<strong>in</strong>.<br />

1991- 96 Unterricht <strong>in</strong> Malerei<br />

<strong>und</strong> Zeichnen bei dem Künstler<br />

Johannes Müller-Franken<br />

im Eisenturm Ma<strong>in</strong>z.<br />

Teilnahme an versch. Ausstellungen<br />

im Burggrafiat <strong>Alzey</strong>. In<br />

Arztpraxen, We<strong>in</strong>gütern, Sparkassen,<br />

Banken, Schaufenstern,<br />

ect.. Auftragsmalerei für Gaststätten,<br />

z.B. Eiscafe Cort<strong>in</strong>a<br />

(REAL Markt).<br />

Von 1999-2006 Dauerausstellung<br />

im <strong>Alzey</strong>er Rathaus.<br />

Zweimalige Teilnahme am<br />

Kunstpreis des Landkreises<br />

<strong>Alzey</strong>-Worms. Ausgestaltung<br />

des Standesamtes <strong>Alzey</strong> mit<br />

Bildern.<br />

Bilder von Barbara Masurat Bilder von Christ<strong>in</strong>e Seibel<br />

Die 1965 geborene Künstler<strong>in</strong>,<br />

die durch viele Ausstellungen<br />

<strong>in</strong> Frankreich, Schottland <strong>und</strong><br />

im Inland, u.a. <strong>in</strong> Ma<strong>in</strong>z,<br />

bekannt ist, lebt <strong>und</strong> arbeitet <strong>in</strong><br />

Eltville im Rhe<strong>in</strong>gau. Sie ist die<br />

Cous<strong>in</strong>e des Hausherrn<br />

Dr. Karl-He<strong>in</strong>z Tovar.<br />

In ihren Bildern verb<strong>in</strong>det sie<br />

traditionelle Maltechniken mit<br />

modernen Multimedia-<br />

Anwendungen.<br />

Das Entwickeln von aktuellen<br />

Designs br<strong>in</strong>gt immer neue<br />

Impulse, die sich auf die<br />

malerische Bildentwicklung<br />

auswirken.<br />

Gezeigt werden Arbeiten auf<br />

Le<strong>in</strong>wand <strong>und</strong> Papier.<br />

Geboren 1968, aufgewachsen<br />

<strong>in</strong> <strong>Alzey</strong>. 1984 - 87 Ausbildung<br />

zur Vergolder- Fassmaler<strong>in</strong> bei<br />

Restaurator Rudolf Müller <strong>in</strong><br />

<strong>Alzey</strong>.<br />

1987-97 berufliche Tätigkeit<br />

bei derselben Firma. In diesem<br />

Beruf lernt man viel über historische<br />

Maltechniken <strong>und</strong> Untergründe.<br />

1991-96 Abendunterricht <strong>in</strong><br />

Malerei <strong>und</strong> Zeichnen bei dem<br />

Künstler Johannes Müller-<br />

Franken im Eisenturm Ma<strong>in</strong>z.<br />

1997/98 Vergolder-Meisterprüfung<br />

<strong>und</strong> Restaurator im<br />

Handwerk <strong>in</strong> München.<br />

Seit 1999 tätig als freischaffende<br />

Restaurator<strong>in</strong> <strong>in</strong> <strong>Alzey</strong>.<br />

Seit 2000 Mitglied der <strong>Alzey</strong>er<br />

Künstlergruppe "impuls(e)" <strong>und</strong><br />

an den jährlichen Ausstellungen<br />

im Burggrafiat beteiligt.


Haus Tovar Hauptstrasse 28<br />

Auf e<strong>in</strong>e wechselvolle Geschichte blickt<br />

der Hof <strong>in</strong> der Dorfmitte neben dem<br />

Rathaus zurück: Die Gebäude wurden<br />

immer wieder der jeweiligen Funktion<br />

des Hofes angepasst: Dem landwirtschaftlichen<br />

Betrieb genauso wie dem<br />

Landwarenhandel; e<strong>in</strong>ige E<strong>in</strong>schusslöcher<br />

im Fachwerk zeugen von der<br />

Beteiligung im2. Weltkrieg.<br />

Nach vorübergehendem Leerstand ist<br />

seit 2003 wieder Leben auf den Hof<br />

zurückgekehrt. Es vergeht kaum e<strong>in</strong><br />

Wochenende ohne Klopfen <strong>und</strong><br />

Hämmern als Zeichen der voranschreitenden<br />

Renovierung unter dem Motto<br />

„Altes erhalten <strong>und</strong> mit Modernem zu<br />

e<strong>in</strong>er zweckmäßigen E<strong>in</strong>heit verb<strong>in</strong>den“.<br />

Genießen Sie die fre<strong>und</strong>liche Atmosphäre<br />

des Hofes mit stilvollen Bildern der<br />

<strong>in</strong>ternational renommierten Künstler<strong>in</strong><br />

Barbara Masurat <strong>und</strong> den beiden aus<br />

<strong>Alzey</strong> stammenden Künstler<strong>in</strong>nen<br />

Steffi Hosefelder <strong>und</strong> Christ<strong>in</strong>e Seibel 9 Hof Tovar, Hauptstr. 28 25


Ausstellungen<br />

Millenium-Reiter<br />

Skulptur im Ortsbereich<br />

Hauptstr./Nacker Str.<br />

Ausstellung:<br />

Töpferwaren aus eigener Herstellung<br />

von Kathar<strong>in</strong>a Solga.<br />

Bronzeskulpturen von Bendikt Solga<br />

Silberschmuck von Lioba Solga


Töpfer-Atelier Solga-W<strong>in</strong>ter<br />

Das Künstlerehepaar Solga-W<strong>in</strong>ter organisierte jedes Jahr den Töpfermarkt <strong>in</strong> <strong>Alzey</strong>.<br />

Se<strong>in</strong> Atelier liegt <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em alten Bauerngehöft, dessen Wohnhaus, mit frommen<br />

Inschriften über Fenstern <strong>und</strong> Türen, 1708 erbaut wurde. Ursprünglich besaß es e<strong>in</strong>en<br />

Erker über dem Kellere<strong>in</strong>gang. In den Wirtschaftsgebäuden gibt es H<strong>in</strong>weise auf den<br />

früher angrenzenden mittelalterlichen Ravengiersburger Hof.<br />

Im Hof bef<strong>in</strong>den sich noch Turmreste der ehemals Blauen Burg von Erbes-Büdesheim.<br />

10 Töpfer-Atelier Solga-W<strong>in</strong>ter, Pankratiushofstraße 19 27


Ausstellungen<br />

Hof Madarasz, Niedergasse 31 12<br />

Hof Madarasz<br />

Gegenüber des damaligen Betonmischwerkes Seitner, steht das Wohnhaus <strong>und</strong> die<br />

Werkstatt der ehemaligen Wagnerei Steegmann (Schwiegervater von Josef Seitner †).<br />

1976 wurde<br />

das Haus mit Garten von Bernd <strong>und</strong> Kar<strong>in</strong> Madarasz käuflich erworben<br />

<strong>und</strong> bis heute immer wieder den eigenen Bedürfnissen angepasst. Es entstand<br />

dadurch e<strong>in</strong> gepflegtes Anwesen mit schönem Garten, den e<strong>in</strong> Teich mit Seerosen,<br />

Fröschen <strong>und</strong> Goldfischen ziert.<br />

Kar<strong>in</strong> Madarasz<br />

"Farbkleckse s<strong>in</strong>d nicht me<strong>in</strong>e Welt, man soll erkennen was e<strong>in</strong> Bildmotiv aussagt", so<br />

die Worte der 1957 geborenen Hausherr<strong>in</strong>. Ihre<br />

Tochter nutzte das Talent ihrer Mutter<br />

für schulische Zwecke, <strong>und</strong> so wurde die Malerei zur größten Freizeitbeschäftigung der<br />

Künstler<strong>in</strong>. Ihre Vorliebe gilt dem Zeichnen mit Bleistift. Andere Maltechniken werden<br />

ebenfalls angewandt, wenn e<strong>in</strong> Motiv mit<br />

Farbe e<strong>in</strong>e bessere Wirkung erzielt.<br />

Ihr kreatives Talent zeigt sich auch <strong>in</strong> der<br />

Bearbeitung von Weichholzmöbeln, <strong>in</strong> der<br />

liebevollen Gestaltung ihres Gartens sowie<br />

ihren Perlenschmuck-Kreationen. Die Ausstellung<br />

zeigt alle Varianten ihrer Talente.<br />

Kul<strong>in</strong>arisches: Sekt + Saft, verschiedene Dips


Hof Flörcks<br />

Im diesem Hof haben sich die Familien Paul <strong>und</strong> Markus Flörcks ihr<br />

Zuhause geschaffen. Ursprünglich gab es hier zwei verschiedene Häuser<br />

<strong>und</strong> e<strong>in</strong>e kle<strong>in</strong>e Scheune, die von Paul Flörcks erworben <strong>und</strong> zu e<strong>in</strong>em<br />

modernen Wohnbereich umgebaut wurden . Das vordere Haus an der<br />

Hauptstrasse, steht unmittelbar neben dem früheren Dorftor, dem Untertor.<br />

Es hatte noch bis <strong>in</strong> die 50iger Jahren des vorigen Jahrh<strong>und</strong>erts vergitterte<br />

Fenster zum Heimersheimer Weg h<strong>in</strong>, der sich außerhalb der Dorfbefestigung<br />

befand, was vermuten lässt, dass es sich um das im Geme<strong>in</strong>dearchiv<br />

öfter erwähnten Wachthäuschen handelt, <strong>in</strong> dem sich zwei Wachtstuben<br />

befanden. Das Haus gehörte noch 1803 der Geme<strong>in</strong>de <strong>und</strong> war<br />

1795 an e<strong>in</strong>en Häfnermeister vermietet worden. Der Brennofen des<br />

Häfners befand sich vor dem Dorftor.<br />

Anne-Christel Kruse<br />

Tischdecken <strong>und</strong> Schürze im Landhausstil.<br />

mit Krautsalat <strong>und</strong> Pommes<br />

B<strong>und</strong>esliga-Live-Übertragung! Ma<strong>in</strong>z 05 - 1.FC Kaiserslautern<br />

Kul<strong>in</strong>arisches: W<strong>in</strong>zergeschnetzeltes<br />

Für alle<br />

Fussball-Fans!<br />

11<br />

Hof Flörcks, Hauptstr. 35<br />

29


Ausstellungen<br />

Keller Blätz, Hauptstr. 33/Kellergärten<br />

14<br />

Keller Blätz, Hauptstrasse 33<br />

Da im Dorfkern um die Kirche herum e<strong>in</strong> sehr<br />

hoher Gr<strong>und</strong>wasserstand zu verzeichnen ist,<br />

s<strong>in</strong>d dort viele Bauernhöfe nicht unterkellert.<br />

Aus diesem Gr<strong>und</strong> wurden an der Unterpforte<br />

viele Keller <strong>in</strong> den Fels geschlagen, die als<br />

We<strong>in</strong>- oder Kartoffelkeller dienten. Über den so<br />

entstandenen <strong>Kellern</strong> wurden Gärten angelegt.<br />

Der Keller von Dieter Blätz präsentiert sich<br />

noch im Urzustand mit Fels- oder gemauerten<br />

Wänden <strong>und</strong> e<strong>in</strong>er meterlangen Nische mit<br />

Kellerfenster zur Belichtung des Raumes.<br />

Kul<strong>in</strong>arisches: We<strong>in</strong> aus eigenem Anbau.<br />

Kellergarten<br />

Utech/Kohorst<br />

Relief<br />

an der ehemaligen Dorfschmiede


Motorsägenkunst <strong>und</strong> Bonsai-Ausstellung<br />

Am Imbiss Ritzheim im Gewerbegebiet sägen He<strong>in</strong>er Euler<br />

<strong>und</strong> e<strong>in</strong>ige Kollegen mit der Motorsäge ihre Objekte aus<br />

Baumstämmen heraus. He<strong>in</strong>er Euler hatte vor e<strong>in</strong>igen Jahren<br />

bei Baumfällarbeiten diese Idee, weil schöne Baumstämme zu<br />

schade zum Verbrennen seien <strong>und</strong> machte sich mit se<strong>in</strong>er<br />

Motorsäge Figuren an die Arbeit. So entstehen Spechte, Eulen,<br />

Totempfähle, Bären, H<strong>und</strong>e die wegen ihrer Größe <strong>und</strong><br />

meisterhaften Ausführung imponieren.<br />

Bonsaiausstellung: Die Brüder Klaus <strong>und</strong> He<strong>in</strong>er Euler<br />

stellen ihre liebevoll gezogenen Bonsaibäume aus.<br />

14 15 Freigelände im Gewerbegebiet 31


Impressum:<br />

Herausgeber/Verantwortlich: Ortsgeme<strong>in</strong>de Erbes-Büdesheim<br />

Texte: Karl-He<strong>in</strong>rich Sailler<br />

Fotos: Karl-He<strong>in</strong>rich Sailler, Jürgen Porth,<br />

design-layout-gestaltung: Jürgen Porth, Erbes-Büdesheim<br />

druck: Rontax P.O.S. Solutions GmbH, <strong>Alzey</strong><br />

Stand: September 2010

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