Wandern - conrat | agentur für marketing und kommunikation

conrat.org

Wandern - conrat | agentur für marketing und kommunikation

Wandern – ankommen bei sichDer Trend kommt auf leisenSohlen. Immer mehr Menschensuchen beim Wandern den Wegin die Natur. In den vergangenenJahren hat sich das Wandernzur beliebten Natursportart entwickelt.Eine Massenbewegungist es deswegen noch lange nicht.Denn Wanderinnen und Wanderersind zumeist Individualisten.Die Wissenschaft hat die Neuentdeckungdes Wanderns nicht ruhenlassen. Sie weiß Interessantes überdie neuen Wanderinnen und Wandererzu berichten. So zum Beispiel,dass der Anteil der Zwanzig- bisVierzigjährigen unter ihnen stetigwächst, oder dass sie überdurchschnittlichgebildet sind. Auch darüber,was sie draußen in der Natursuchen, klärt uns die Statistik auf.Ihre Ergebnisse sagen eindeutig:Gewaltmärsche und Kilometerfressereisind von vorgestern.Für die heutigen Wanderinnen undWanderer muss der Weg nicht mehrauf einen Gipfel führen.Zeitgemäße Wandersleute haltennichts von Leistungsdruck. Fürsie ist Wandern ein Sport, beidem es nicht um Gewinnenoder Verlieren geht. Siehaben ganz andere Ziele vorAugen. Wanderinnen undWanderer suchen heute denintensiven Kontakt mit derNatur, schöne Landschaftenund weite Aussichten. Siebevorzugen individuelleTouren in kleinen Gruppen,mittlere Streckenlängen und eingemächliches Tempo.Foto: Getty ImagesUnterwegs mit allen SinnenBeim Wandern spricht die Umweltalle Sinne an. Während der Blickim Horizont ruht oder der Silhouetteeiner Hügelkette folgt, spüren dieFüße die Beschaffenheit desBodens, labt sich das Ohr an Vogelstimmenoder am Flüstern desLaubs, atmen wir die salzgesättigteoder vom Blumenduft geschwängerteLuft. Die eigenen Schrittegeben den Takt vor, in dem wirLandschaft und Natur erfahren.Innehalten zum Schauen oderLauschen ist keine Unterbrechung,es gehört zum Rhythmus dieser einfachstenaller Fortbewegungsarten.So bringt das Wandern den Körpermit dem Geist und uns mit unsererUmwelt wieder in Übereinstimmung.Wer diese Form der Naturerfahrungsucht, findet in Schleswig-Holsteinbeste Voraussetzungen. Unser Landbietet mit seinen zahllosen Lebensräumen,Tier- und Pflanzenartenunerschöpfliche Möglichkeiten, dieNatur zu erleben.Aber auch in Schleswig-Holstein istder Bestand dieser Natur gefährdet.So sind von den ehemals 84Schmetterlingsarten in Schleswig-Holstein 13 bereits ausgestorbenund 35 weitere vom Aussterbenbedroht. Mit jeder Art, die wir vertreiben,mit jedem Lebensraum,den wir zerstören, geht uns einweiteres Stück vom Reichtum undvon der Schönheit der Natur verloren.Und jedes Mal bedeutet einsolcher Verlust auch ein Verarmenunserer eigenen Erfahrungsmöglichkeiten.4


Foto: BZHSNATURA 2000:Schutz für Europas NaturerbeDie Europäische Union fasste 1992den zukunftsweisenden Entschluss,unser europäisches Naturerbe durchein zusammenhängendes Netz vonSchutzgebieten für die Zukunft zuerhalten. Dieses Netz bekam denNamen NATURA 2000.Die Maschen, aus denen es geknüpftwird, sind die VogelschutzundFFH-Gebiete in den Mitgliedsstaatender Union.Schon 1979 hatte die EuropäischeGemeinschaft die Richtlinie über dieErhaltung der wildlebenden Vogelarten(kurz: EU-Vogelschutzrichtlinie)verabschiedet. Mit dem Ziel, wildlebendenVögeln ihre Lebensräumezu erhalten, verpflichtet diese Richtliniealle Mitgliedsstaaten, geeigneteGebiete zu benennen und zu schützen.1992 folgte die Richtlinie über dieErhaltung der natürlichen Lebensräumeund der wildlebenden Tiereund Pflanzen. Mit den Anfangsbuchstabender Fachbegriffe Fauna(Tierwelt), Flora (Pflanzenwelt) undHabitate (Lebensräume) wird sieabgekürzt FFH-Richtlinie genannt.Vorrang für die NaturMit NATURA 2000 soll das europäischeNaturerbe auf Dauer gesichertwerden. Hinter dieses vorrangigeZiel müssen andere Belange zurücktreten.Die Auswahl der Gebieteerfolgt allein nach naturschutzfachlichenKriterien. BestehendeNutzungen dürfen aber fortgesetztwerden. In vielen Fällen – mandenke an die Knicks oder dieGrünländer – hat die menschlicheNutzung die Lebensräume überhaupterst geschaffen, die heutegeschützt werden.Wandern mit NATURA 2000Schleswig-Holsteins Beitrag zumeuropäischen Netz NATURA 2000besteht aus rund vierhundertGebieten. Auf den Wanderungen,die wir Ihnen hier vorstellen, könnenwir Sie nur mit einigen wenigenbekannt machen. Das gilt auchfür die rund fünfzig verschiedenenLebensraumtypen, diein Schleswig-Holsteingeschützt werden.Mit unseren Tourvorschlägenmöchtenwir Sie zu weitereneigenenEntdeckungenanregen.Wege und StegeAuch auf den einzelnenWanderungen gibt es rechts undlinks vom Weg noch viel mehrInteressantes, Sehenswertes undUnterhaltsames zu entdecken.Darum finden Sie bei den einzelnenWanderungen Hinweise auf weiterführendeInformationen. Zusätzlichhaben wir im Kapitel „Das bringt sieweiter“ Adressen rund um Naturund Freizeit zusammengefasst. Beiden angegebenen Institutionen undVerbänden hilft man Ihnen gerne,Ihren Wochenendausflug oder IhrenUrlaub in Schleswig-Holstein erlebnisreichzu gestalten.Hinten im Heft finden Sie zu jederWanderung eine Karte, die Sie einzelnheraustrennen können. Auf derRückseite stehen die Hinweise zuStreckenlänge, Anfahrt und Rastgelegenheitensowie die Wegbeschreibung.So müssen Sie nichtdas ganze Heft auf Ihrer Wanderungmitnehmen.Empfehlungen für Wanderkartenfinden Sie im Serviceteil.Sie tragen auf Ihrer Wanderung zumSchutz der Natur bei, wenn Sie einigeRegeln beherzigen: Bleiben Siein Naturschutzgebieten, im Waldund im Moor auf den Wegen.Führen Sie Ihren Hund an der Leineund vermeiden Sie alles, was Tierebeunruhigen könnte. Graben Siebitte keine Pflanzen aus. Baden Sienur an ausgewiesenen Badestellenund nehmen Sie Abfälle am Endeeiner Rast wieder mit.Wer wandert, sucht die Tuchfühlung mitder Natur. Dafür braucht es kein High-Tech-Equipment, nur ein Paar festeSchuhe und bequeme Kleidung. DenkenSie daran, dass zum gesunden KlimaSchleswig-Holsteins zu jeder Jahreszeitüberraschende Regenschauer gehörenkönnen. Noch wichtiger als die Regenhautist im Sommer, besonders an der Küste,der Sonnenschutz. Eine Wanderkarteöffnet Ihnen den Blick über den Kartenausschnitt,den wir Ihnen hier mit auf denWeg geben, hinaus.Das Wichtigste: Nehmen Sie sich Zeit,und die Natur wird Sie mit unvergesslichenEindrücken belohnen.6


anderung 1Zwanzigtausend Schritteunter dem MeerSpazierengehen auf dem Meeresgrundund sich dabei eine frischeMeeresbrise um die Nase wehenlassen – das ist eine Wanderung imWatt. Wo sich vor ein paar Stundennoch die Fische getummelt haben,stehen Sie und genießen den freienBlick zum Horizont.Oder Sie lassen sich von IhremNationalpark-Wattführer die faszinierendeWelt des Schlicks erklären.Denn auch bei Ebbe herrscht imWatt das pralle Leben.Weg und StegViele Wege führen durchs Watt,aber immer gilt: Gehen Sie nie ohneortskundige Führung! Auch nicht,wenn Sie glauben, den Weg voneiner früheren Tour schon zu kennen.Das Watt ist immer inFoto: NPA / WernickeFoto: NPA / M. StockBewegung. Priele und Sandbänkeverändern ihre Lage. Von einerMinute zur anderen kann SeenebelIhnen die Orientierung rauben.Vertrauen Sie sich einem derNationalpark-Wattführer an, dannmüssen Sie keine unnötigen Risikeneingehen. So wird aus IhrerWattwanderung ein spannendesAbenteuer – egal, ob Sie zwanzigtausendSchritte machen oder miteiner kürzeren Strecke zufriedensind.Die Nationalpark-Wattführer sinderfahrene Küstenbewohner undkennen ihr Revier genau. DieZertifizierung durch den Nationalparkbedeutet, dass sie sich inZusammenarbeit mit demNationalparkamt ständig weiterbildenund in Sachen Watt undNationalpark immer auf dem neuestenStand sind. Von ihnen erfahrenSie alles Wissenswerte überLandschaft und Natur, über dieGeschichte der schleswig-holsteinischenWattenmeerküste und überden Nationalpark.Auf Schritt und TrittDas Wattenmeer an der dänischen,deutschen und niederländischenNordseeküste ist weltweit der größteLebensraum seiner Art, eine derbedeutendsten und eindrucksvollsteneuropäischen Naturlandschaften.In Schleswig-Holstein steht dasWattenmeer seit 1985 als Nationalparkunter Schutz – eine Fläche von4.400 Quadratkilometern, auf derdie Natur Vorrang hat. Das Nationalpark-Gebietist zugleich Teil deseuropäischen NATURA 2000-Netzes.Auf den ersten Blick scheint dasWatt nur eine gleichförmige Schlickflächezu sein. Aber auf den zweitenBlick lassen geringelte Sandhaufenauf der Wattoberfläche und andereeigenartige Spuren erahnen, dass esmit der Welt von Sand und Schlickmehr auf sich haben muss. Wennder Wattführer einen Spaten vollWattboden ans Tageslicht befördertzeigt sich: Unter der Oberfläche tobtdas Leben. Optimal angepasst andie extremen Bedingungen vonEbbe und Flut haben sich im Wattbodenkomplexe Lebensgemein-schaften aus Würmern, Muschelnund Schnecken gebildet. Die kleinenSandhaufen sind die Ausscheidungendes Wattwurms, der aus demSand Nährstoffe filtert und so denWattboden umgräbt. Und Urheberder Kriechspuren auf dem Sandsind die Wattschnecken. So atemberaubendwie die Artenvielfalt istdie Zahl der einzelnen Tiere. Vonder nur wenige Millimeter großenGemeinen Wattschnecke findensich bis zu hunderttausend Exemplareauf einem einzigen Quadratmeter.Die Vögel haben natürlich schonlange vor den Menschen entdeckt,wie attraktiv das Watt ist. Austernfischer,Strandläufer, Knutts undandere Watvögel nutzen das reichhaltigeNahrungsangebot und lassensich in großer Zahl auf den trockengefallenenWattflächen beobachten.Für ihren Lebensrhythmus ist derWechsel von Ebbe und Flut bestimmend,die Nahrungssuche wird sofür diese Vögel oft zur Nachtarbeit.Über den Wattenmeer-Nationalpark erfahrenSie mehr im Internet unterwww.wattenmeer-nationalpark.de.Die Wattführergemeinschaft Dithmarschenhat Ihren eigenen Internet-Auftritt unterwww.watterleben.de.Mit seinen Infozentren und einem breitenVeranstaltungsangebot bringt das Teamder NationalparkService gGmbH Ihnendas Watt nahe. Zum Angebot gehörenauch individuell gestaltete Wattführungenfür Gruppen.Die Adresse:NationalparkService gGmbHSchloßgarten 125832 TönningTelefon: (04861) 616-70Fax: (04861) 616-79service@wattenmeer-nationalpark.deInsgesamt zwanzig zertifizierte Nationalpark-Wattführer zeigen Ihnen zwischen List undFriedrichskoog das Watt. Wo genau, daszeigt Ihnen die Übersichtskarte.Die Führerinnen und Führer bieten zusätzlichzu ihren öffentlichen FührungenWatterlebnisse für Gruppen an, die sieganz auf Ihre individuellen Wünscheabstimmen. Rufen Sie an und vereinbarenSie Ihren Ausflug unters Meer.1. Georg Albrecht-de Jong(04671) 4555 und (0173) 43698722. Birgit Andresen(04667) 4663. Dark Blome(04682) 4511, Fax (04682) 967914. Rainer Borcherding(04841) 879195. Boy Boysen(04668) 9200-0, Fax (04668) 9200206. Ellen Brodersen(04671) 930515 und (0172) 7519422Fax (04671) 9305137. Johann-Georg Carstensen(04671) 4555 und (0170) 8889264Fax (04671) 45558. Johann P. Franzen(04857) 239, Fax (04857) 9022399. Sine Ingwersen-Schmidt(04841) 835930, Fax (04841) 83595910. Gerd Jegminat(04681) 367911. Werner Jensen(0431) 526404 und (04674) 153612. Georg Kullik(04842) 8529 und (04344) 30488513. Werner Mansen(04651) 44421 und 4253814. Gerhard Marienfeld(04832) 1353, Fax (04832) 135315. Hubert Marquardt(04861) 547116. Walther Petersen-Andresen(04667) 466 und (0172) 4221959Fax (04842) 90309117. Siegmund Pfingsten(04638) 8251 und (0171) 3635315Fax (04638) 825618. Dierk Reimers(04833) 539 und (0171) 3631240Fax (04833) 42420519. Anne Segebade(04841) 72154, Fax (04841) 80257520. Bernd Strasser(04846) 1047, Fax (04846) 693747oben links: Brandgänselinks: Schafe auf dem DeichFoto: NPA / M. Stockrechts: Kotsandhaufen vom WattwurmFoto: NPA / M. Stock9


anderung 2Zwischen Wind und WellenLänge:13 KilometerMarkierung:Die Strecke ist nicht markiert, aberauf der Insel fällt die Orientierungnicht schwer: Das Meer ist immerin der Nähe und der Leuchtturm istvon überall zu sehen.Anfahrt:Vom Bahnhof Niebüll bringt Siedie NVAG-Kleinbahn nach DagebüllMole. Die Überfahrt nach Wittdünauf Amrum mit den Fähren derReedereien W.D.R. und Adler dauertrund eineinhalb Stunden.Von März bis Oktober verbindetdie Adler-Fähre Nordstrand undWittdün.Fahrplaninformationen der W.D.R.unter www.wdr-wyk.deund Telefon (04681) 80-0.,der Adler-Fähren unterwww.adler-schiffe.deund Telefon (04651) 98700.Rast:Einkehrmöglichkeiten finden Sieunterwegs am Amrumer Leuchtturm,an der Aussichtsdüne undin Wittdün.Foto: H.-J. AugstAmrum ist eine Insel der landschaftlichenVielfalt. Zwischen demWattenmeer im Osten und demKniepsand im Westen liegen Dünen,Heide, Wald und Salzwiesen. VieleNaturliebhaber zieht es jedes Jahrauf die Insel zu Robben, Vögeln,Ruhe und Einsamkeit.Weg und StegUnsere Wanderung beginnt amFähranleger Wittdün. Rechtsherum– also Richtung Westen – geht esan der Wattküste entlang bis auf dieHöhe des Seezeichenhafens. AmSpielplatz links abbiegen und kurzvor der Hauptstraße wieder rechts.Auf dem „Weg durch die Marsch“geht es an der Vogelkoje vorbei.Wir halten uns Richtung Leuchtturm,überqueren am Leuchtturmdie Hauptstraße und folgen demWanderweg, der parallel zur Straßeverläuft. Nach gut einem Kilometerzweigt links der Weg zur Aussichtsdüneab.Foto: H.-J. AugstVon der Höhe der Düne können Sieeinen eindrucksvollen Rundblicküber die ganze Insel genießen.Bleiben Sie in den Dünen immerauf den befestigten Wegen, um dieempfindliche Vegetation nicht zubeschädigen und die Tiere nicht zubeunruhigen! Weiter geht es aufdem Kniepsand. An der Wasserkanteoder, wenn es uns hier zuwindig wird, näher an den Dünengeht es zurück Richtung Südosten.Sobald linker Hand die Dünenzurückweichen, wenden wir unsvom Wasser weg und gelangen aufeinen Bohlenweg, der uns vorbeiam Nehrungssee Wriak Hörn zurücknach Wittdün führt.Auf Schritt und TrittMit seinen vielfältigen Landschaftenhat Amrum eine ganze Reihe vonLebensräumen aufzuweisen, diewichtige Bausteine im Netz vonNATURA 2000 sind. An der Wattküste,die wir auf unserer Wanderungnur streifen, zieht sich einSaum von Salzwiesen entlang.Von Zonen mit einjähriger Vegetationbis hin zum Grünland zeigt ihrePflanzenwelt vielfältige Übergänge.Sie wurden vom Menschen kaumgenutzt und sollen so erhalten bleiben.Bis in die dreißiger Jahre des letztenJahrhunderts wurde an der Vogelkojeden Vögeln, vor allem Enten,nachgestellt. Das ist inzwischenanders. Enten und Gänse, unteranderem die Graugans, brüten hieroder sie rasten im Frühjahr undHerbst auf ihren Wanderungen zwischenBrut- und Winterrevieren.Foto: K. QuedensDas größte NATURA 2000-Gebietauf Amrum ist der Kniepsand. Er istrund zwölf Quadratkilometer groß.Ohne Beeinträchtigung durchKüstenschutzmaßnahmen ist derKniepsand ein Schauplatz der natürlichenDünenentstehung. DieDynamik von Wind und Wasserlässt neue Dünen und Strandseenentstehen. Sie werden zunächstvon Pionierpflanzen wie der Strand-Quecke, später von Stranddistel undStrandhafer besiedelt, es entstehendie stabileren Weißdünen. Auf keineranderen der nordfriesischenInseln ist dieser Prozess auf einerso großen Fläche zu beobachten.Neben den allgegenwärtigenMöwen sind auf dem KniepsandZwergseeschwalben oder Watvögelwie Austernfischer oder Sanderlingezu beobachten. Gelegentlich vertreibtim Winter das Hochwasserdie Kegelrobben der Kolonie aufdem Jungnamensand von ihrenangestammten Wurf- und Säugeplätzen.Dann lassen sich dieRobben mit ihren Jungen auch aufdem Kniepsand sehen.Das letzte NATURA 2000-Gebiet,durch das uns unsere Wanderungführt, ist das Dünental „WriakHörn“. Das Tal ist durch natürlicheDünenbildung, wie sie sich auf demKniepsand immer noch entfaltenkann, entstanden. Bis heute führenhohe Sturmfluten dem See frischesSalzwasser zu, so dass sein Lagunencharaktererhalten bleibt. DieseForm der Lagunenbildung ist aufden nordfriesischen Inseln sehr selten.Daher wird das Gebiet von„Wriak Hörn“ besonders geschützt.SeitenwegeAn der Nordspitze Amrums liegt dasVogelschutzgebiet Odde. Der VereinJordsand, der das Gebiet betreut,bietet während der SaisonFührungen an: Täglich außer montags,um 10.00 Uhr. Treffpunkt istdie Vogelwärterhütte an derWattseite.Eine besondere Amrumer Attraktionist die Kegelrobbenkolonie.Von Wittdün aus können Sie eineBootsfahrt zu den Seehundbänkenunternehmen.Auskunft: Telefon (04651) 98700und www.adler-schiffe.de.Amrum im Internet: www.Amrum.deDie Touristen-Information finden Siedirekt am Fähranleger in Wittdün.AmrumTouristikAm Fähranleger25946 Wittdün/AmrumTelefon: (04682) 94030Fax: (04682) 940320info@amrum.deSchutzstation Wattenmeer auf AmrumMittelstraße 3425946 Wittdün/AmrumTelefon (04682) 2718Naturschutzverein Öömrang Ferian i.F.und Naturzentrum NorddorfStrunwai 3125946 NorddorfTelefon: (04682) 1635www.oomram.deWenn Sie länger auf Amrum bleibenmöchten, hilft Ihnen der Amrum-Reservierungsdienst, das passendeQuartier zu finden: Im Internet unterwww.amrum-reservierung.de oder telefonischunter (05682) 19433 und 94640.Foto: H.-J. AugstLinks: Bohlenweg in den DünenMitte: SanderlingeOben: Weg am Watt10 11


anderung 3Meilen im MoorMoosbeere und Gagelstrauchmit blühenden KätzchenFoto: H.-J. AugstLänge:11 KilometerMarkierung:Die Wege im Krempeler undSchlichtingermoor sind nicht markiert;durch den WanderparkLundener Moor führt Sie dieMarkierung „Roter Faden“.Anfahrt:Lunden liegt an der BahnlinieHamburg-Westerland zwischenHeide und Husum. Fahrplanauskunftunter www.bahn.deRast:Am Grünen Weg im Wanderparkdes Naturerlebnisraums laden zweikomfortable Grillhütten zur Rast ein.In Lunden gibt es ein Gasthaus(vom Bahnhof aus durch die Süderbahnhofstraßeund in Verlängerungin die Straße Am Gänsemarkt).Die Natur in der Lundener Niederunghat eine bewegte Geschichte. DerSandrücken, auf dem sich heute dieOrte Lunden, Krempel und Rehmaneinanderreihen, war vor fünftausendJahren noch die Landzungeeiner Nehrung. Die Küstenlinie verlagertesich mit der Zeit nachWesten. Auch die Nehrung östlichvon Lunden trennte sich vom Meer,der Nehrungssee verlandeteschließlich. In dem Gebiet, daskeine natürlichen Zu- oder Abflüssehat, wuchsen Niedermoore und späterHochmoore auf.Das Lundener Moor ist lange Zeitintensiv vom Menschen genutztworden. Schon 1529 regelt dasLundener Stadtrecht den Torfabbau.Nach den Hochmoorschichtenwurde der Niedermoortorf abgebautund in großen Holzrahmen zu Torfbrikettsgebacken. Die Entwässerungmachte eine Nutzung desGebietes als Weide- und Ackerlandmöglich.Foto: J. JacobsenWeg und StegVom Bahnhof Lunden geht es denSchwarzen Weg ein kleines Stücknach Süden, dann biegen wir linksin die Moorchaussee ein. Wir folgendem nördlichen Rand des LundenerMoors. Nach rund zwei Kilometernbiegen wir rechts ab. Unser Weggeht nach anderthalb Kilometern inden Krempeler Moorweg über. Hierbildet der Weg die Ostgrenze desNATURA 2000-Gebietes „LundenerNiederung“. Nach einem Kilometertreffen wir auf eine Straße, der wireinige Schritte nach rechts folgen,bei nächster Gelegenheit biegen wirlinks wieder ab und sind jetzt aufdem Weg ins Schlichtingermoor.Nach einem weiteren Kilometerbiegt unser Weg nach rechts abund führt auf einen Aussichtsturmzu. Wir lassen den Turm rechts liegenund folgen weiter dem Weg,der jetzt einige Kurven beschreibtund uns in den Ort Rehm führt.Über den Birkenweg gelangen wirauf die Verbindungsstraße nachKrempel, auf die wir nach rechtseinbiegen. In Krempel zweigt rechtsdie Moorchaussee ab (eine andereals die in Lunden). Wir folgen ihrzunächst und nehmen dann direkthinter der Bahnlinie linker Hand denVerbindungsweg, der uns zurückzum Eingang des Wanderparks führt.Foto: J. JacobsenAuf Schritt und TrittTorfabbau und Entwässerung habendie ursprüngliche Pflanzen- undTierwelt in der Niederung stark beeinträchtigt.Seit rund zehn Jahrenarbeiten Naturschützer daran, denWasserstand wieder anzuheben.Die Wasserfläche des Mötjensees,der im Zentrum des Gebiets liegt,hat sich dadurch wieder vergrößert.Der Röhrichtgürtel, der den Seeumschließt, breitet sich aus. DasGebiet ist wieder zum Anziehungspunktfür Vögel geworden.Bekassine, Uferschnepfe undKiebitz lassen sich auf den Wiesensehen. Im Frühjahr können wirsogar den seltenen Kampfläufer beiseiner imponierenden Balz beobachten.Vom Aussichtsturm am südlichstenPunkt unserer Wanderung könnenwir einen guten Überblick über dieverschiedenen Vegetationszonengewinnen, die sich rund um denMötjensee gebildet haben. Auf deman das Schilf anschließenden Grünlandfinden sich feuchtigkeitsliebendeBinsen und Seggen. Wo wir inder Landschaft Weidengebüschoder Erlen sehen können, gedeihenauch Torfmoose und das Moorbeginnt sich zu regenerieren.Zahlreiche moortypische Pflanzenartenhaben sich vom Menschennicht völlig verdrängen lassen underobern das Gebiet nun zurück.Darunter sind auch Rote-Liste-Artenwie das Sumpfveilchen, die GelbeWiesenraute und die Krebsschere.SeitenwegeIm NaTour-Centrum in Lunden könnenSie alles über die Entstehungund die Geschichte des LundenerMoors erfahren. Auch die Kulturgeschichte,die in Lunden immermit dem Moor und seiner Nutzungverbunden war, wird in der Ausstellungbeleuchtet.Die Adresse:Verein für Heimatgeschichtedes Kirchspiels Lunden e.V.Wilhelmstraße 1825774 LundenTelefon (04882) 1425 und 5545Fax (04882) 603095e-mail:info@natourcentrum-lunden.dewww.natourcentrum-lunden.deZum NaTour-Centrum gehört derNaturerlebnisraum „WanderparkLunden“. Die Pflanzen- und Tierweltauf dem zum größten Teil kultiviertenund aufgeforsteten nördlichenTeil der Lundener Niederung wirddurch einen Moorerlebnispfaderschlossen. Zugang von Lundenüber den Grünen Weg oder überdie Krempeler Moorchaussee.Sehenswert ist der berühmteGeschlechterfriedhof an derLundener Kirche. SeineGrabkammern und Grabsteinelegen beredtes Zeugnis vomSelbstbewusstsein der freienDithmarscher Bauern ab. DieGrabkammern können besichtigtwerden.Mehr über die Lundener Niederungerfahren Sie im Internet unterwww.lunden.de.oder vor Ort im Haus des GastesTannenweg 2a25774 KrempelTelefon: (04882) 61010Foto: H.-J. Augst12 13


anderung 4Marsch-MarschLänge:11 KilometerMarkierung:Die Wege sind nicht markiert.Anfahrt:Krempe erreichen Sie mit der Bahnaus Richtung Elmshorn oder ItzehoeRast:In Krempe finden Sie mehrereGasthäuser, ein weiteres inBorsfleth.Landschaft von Menschenhand –das ist die Marsch. Die Landschaftverdankt ihre heutige Gestalt demJahrhunderte langen Bemühen, denfruchtbaren Boden urbar zu machen.Deiche schützen das Land, das zugroßen Teilen unter dem Meeresspiegelliegt, vor Überflutung.Binnendeichs sorgen Entwässerungsgräbenund Pumpen für niedrigeWasserstände. Die ursprünglichePflanzen- und Tierwelt wurdezurückgedrängt. In zahlreichenNischen hat sich die Natur jedochbehaupten können: auf denMorgennebel über der StörDeichvorländern, in den Mündungsbereichender Flüsse, die noch vonden Gezeiten beeinflusst sind,und sogar in den zahllosen vomMenschen angelegten Gräben undWettern. Die Gewässersäume bildenVerbindungen – „Biotopachsen“– zwischen verschiedenenLebensräumen. Sie erfüllen damiteine wichtige Funktion für dieVerbreitung von Tier- und Pflanzenartenund für den Austausch zwischenverschiedenen Populationeneiner Art.Foto: RegionNord, ItzehoeWeg und StegAusgangspunkt unserer Wanderungist der Kremper Bahnhof. Wir lassendas Städtchen Krempe in unseremRücken und machen uns auf denWeg Richtung Borsfleth. Zu unsererLinken fließt die Kremper Au undbegleitet uns bis Borsfleth.In Borsfleth biegen wir an derKirche nach rechts ab, von hier anfolgt der Weg dem Stördeich.Nach rund drei Kilometern trennensich Deich und Weg wieder. Wirkommen durch den Flecken Kleinwischund gehen weiter geradeausbis wir an einer T-Kreuzung auf dieKreisstraße treffen. Hier rechtsabbiegen, weiter bis zur Bahnlinieund dort wieder rechts. Der Weg,der uns jetzt nach Krempe zurückbringt, verläuft auf den Resten einesalten Deichs und hat darum denNamen „Hoher Weg“.Auf Schritt und TrittVom Stördeich nördlich von Borsflethhaben wir einen guten Blickauf die Mündung der Kremper Au.Die mäanderförmigen Kurven unddie schmalen Schilfröhrichte an denUfern sind typische Merkmale einesnaturnahen Marschenflusses. Wieauf der Stör lässt sich der Wechselvon Ebbe und Flut erkennen. Aufder schmalen Landzunge zwischenKremper Au und Stör gibt es heutekeine Nutzung durch den Menschenmehr, hier kann sich die Natur freientwickeln. Die Mündung derFoto: BZHSKremper Au ist ein guter Platz, umVögel zu beobachten. Graureiher,Mäusebussard und Turmfalke sinddas ganze Jahr über zu sehen.Während der Brutzeit zwischenMärz und Juni finden sich dieWiesenbrüter auf dem Vorland ein:Austernfischer, Uferschnepfe,Rotschenkel und der Kiebitz mitseinen unüberhörbaren „Kie-witt“-Rufen.Weiter störaufwärts wird das linksseitigeVorland sehr schmal und wirkönnen auf das andere Ufer zumWewelsflether Vorland hinübersehen. Das Wewelsflether Vorlandist der wichtigste Brutplatz fürWiesenbrüter an der Störmündung.Gut versteckt im hohen Schilf bautdie Rohrweihe ihr Nest. Wegenihrer Bedeutung als Brutplätze sinddie Vorländer bei Borsfleth undWewelsfleth als NATURA 2000-Gebiete geschützt.Zu allen Jahreszeiten lassen sich aufder Stör verschiedene Entenartenund Kormorane sehen.Wenn im April und Mai die Wildtulpeblüht, sind die Deichböschungengelb gesprenkelt.Diese alte Kulturpflanze ist heuteselten geworden. Sie ist charakteristischfür alte Deiche, auf die siewahrscheinlich vom Hochwassergetragen worden ist.SeitenwegeIn Krempe erinnert das eindrucksvolleBackstein-Rathaus an dieBlütezeit im 16. Jahrhundert, als dieStadt Krempe ein bedeutenderHandelsplatz war. Über die damalsnoch schiffbare Kremper Au hatteihre Flotte Zugang zur Nordsee undtrieb Handel bis in die Häfen Westeuropas.Einige Kilometer südöstlich vonKrempe, am Rand der KremperMarsch bei Kollmar findet sich dasgrößte bislang bekannte Vorkommendes Schlammpeitzgersin Schleswig-Holstein. Der vomAussterben bedrohte Fisch hatungewöhnliche Strategien entwikkelt,um mit Sauerstoffarmut undniedrigen Wasserständen zurechtzukommen.Er kann an der WasseroberflächeLuft schlucken und überden Darm atmen. Bei sehr niedrigenWasserständen und im Winter vergräbter sich im Schlamm und verfälltin eine Art Dauerschlaf. Um dasVorkommen dieses bemerkenswertenÜberlebenskünstlers zu sichern,wird das Grabensystem im Südender Kremper Marsch als NATURA2000-Gebiet geschützt.Mehr über Krempe erfahren Sie imBürgermeister-Amtim historischen RathausTelefon (04824) 816,oder im Internet unter www.krempe.de.Alles über die touristischen Angebotein der Stör-Region erfahren Sie hier:Touristik Süd-West-HolsteinViktoriastraße 1425524 ItzehoeTelefon: (04821) 69472Fax: (04821) 69313touristik.sued-west-holstein@t-online.dewww.touristik-sued-west-holstein.de14


anderung 5Wandernzwischen GegensätzenFoto: J. KastrupLänge:14 KilometerMarkierung:Nur ein Abschnitt unseres Wegesist mit dem Andreaskreuz für denSchlei-Eider-Elbe-Weg beziehungsweiseden Europäischen Fernwanderweg9 gekennzeichnet.16Anfahrt:Quickborn erreichen Sie mit derRegionalbahn-Linie A1 aus RichtungNeumünster oder aus RichtungHamburg-Eidelstedt.Rast:Das nächstgelegene Gasthaus liegtim Naherholungsgebiet Waldfriedennordöstlich des Himmelmoores, einAbstecher von gut drei Kilometern.Falls Sie mit dem Auto unterwegssind, können Sie die Wanderungvon hier aus (direkt an der B 4)beginnen.Foto: H. MordhorstWeg und StegVom Bahnhof Quickborn geht esRichtung Westen durch dieBahnhofstraße. Wir biegen rechtsauf die Kieler Straße (B 4) ein, derwir ein kurzes Stück folgen bis linksdie Donathstraße abzweigt. Hier einbiegenund am Ende der Donathstraßewieder rechts, in denKlingenberg. Die dritte Abzweigunglinks ist die Himmelmoorchausse,die uns zum Himmelmoor führt. Anihrem Ende kreuzen wir die Pinnauauf einer kleinen Brücke. An derübernächsten Kreuzung (T-Kreuzung)halten wir uns rechts. Dieser Wegführt uns gegen den Uhrzeigersinnums Himmelmoor. Nach der Hälfteder Strecke geht der Weg in denSchlei-Eider-Elbe-Weg über. DessenMarkierung können wir folgen bisder Weg aus dem Wald heraustrittund wenig später eine Neunzig-Grad-Kurve nach rechts beschreibt.Hier biegen wir im spitzen Winkelnach links ab und wenden unszurück zum Moor. Das letzte Wegstückführt uns schnurgerade aufdas Torfwerk zu. Fünfhundert Meterhinter dem Werk treffen wir wiederauf die Himmelmoorchausse.Der Weg durchs Himmelmoor isteine Wanderung voller Gegensätze.Das Himmelmoor ist eines der größtenund eindrucksvollsten Hochmoorein Schleswig-Holstein.Gleichzeitig sind die Spuren derZerstörungen, die die intensiveNutzung des Moores angerichtethat, nicht zu übersehen.Foto: J. KastrupAuf Schritt und TrittDie Hochmoore mit ihren hochangepasstenund seltenen Tier- undPflanzenarten gehören mittlerweilezu den seltensten und bedrohtestenLebensraumtypen überhaupt.Trotzdem wird das Himmelmoorimmer noch industriell abgetorft.Der industrielle Torfabbau begann inden zwanziger Jahren des vorigenJahrhunderts. Die Genehmigungzum Torfabbau ist erst vor kurzembis zum Jahr 2020 verlängert worden.Obwohl das Himmelmoor durchdiese Nutzung und die sie begleitendeEntwässerung geschädigt ist,sind die Restflächen mit degenerierterMoorvegetation und die Flächen,auf denen sich das Moor regeneriert,sehr bemerkenswert. Rund umdas Zentrum des Moores hat sich,seit hier nicht mehr von den BauernTorf als Brennstoff gestochen wird,ein Ring von Moorbirkenbruchwäldernentwickelt, die seit Jahrzehntennahezu unberührt gebliebensind.Wegen des ökologischen Wertesder wenig beeinträchtigten Flächenund der Perspektiven für eineRenaturierung des gesamtenGebietes nach dem Ende der industriellenTorfproduktion ist dasHimmelmoor als NATURA 2000-Gebiet ausgewiesen worden. Deretwa anderthalb Quadratkilometergroße Kernbereich, in dem der Torfabgebaut wird, bleibt dabei allerdingsausgespart.SeitenwegeDen wenigsten Autofahrerinnen und-fahrern dürfte bewusst sein, dasssich hinter dem Namen einerAutobahnraststätte südöstlich vonQuickborn ein bedeutendes Biotopverbirgt. Wer ein bisschen mehrZeit als nur für einen Tankstopp hat,kann direkt neben der Autobahn imHolmmoor auf Entdeckungsreisegehen. Im Holmmoor finden wirnicht nur die typische Fauna undFlora eines Hochmoores, es lassensich auch die verschiedenen Stadienseiner Degeneration aufgrund vonEntwässerung und Torfabbau studieren.Aber auch die Erfolge, dieNaturschützerinnen und -schützerbei der Renaturierung des Moorserzielt haben, sind gut sichtbar.Spuren des TorfabbausDie Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein fördert den Naturschutz imHimmelmoor und im Holmmoor.Mehr dazu unterwww.stiftung-naturschutz-sh.de.Wenn Ihr Weg Sie das nächste Malins Gartencenter führt, achten Sie auftorffreie Garten- und Blumenerden,die inzwischen von vielen Herstellernangeboten werden.Sie leisten damit einen Beitrag zumErhalt unserer einzigartigen Moorlandschaften.


anderung 6Auf dem Deich durchs WattFoto: H.-J. AugstFoto: H.-J. Augstlinks: Binsenschneiderunten: Wiesenschaumkrautund weiße SchachblumeLänge:19 Kilometer. Sie können dieStrecke verkürzen, indem Sie abHetlingen mit dem Bus (Linie 589)nach Wedel zurückfahren. Der Busfährt montags bis samstags stündlich,am Sonntag im Zwei-Stunden-Takt. Fahrplan-Information unterwww.geofox.de, www.hvv.deoder Telefon (040) 19449.Markierung:Die Strecke ist nicht als Wanderwegmarkiert, Orientierung bietet dieBeschilderung für Radwanderer.Anfahrt:Mit der Hamburger S-Bahn-Linie 1bis Endstation Wedel.Rast:Einkehrmöglichkeiten in Fährmannsand,an der Hetlinger Schanze undder Louisenhöhe.Für ein Picknick eignet sich derzum Betreten freigegebene Strandabschnittan der Hetlinger Schanze.Die Wanderung führt uns an dasFährmannssander Watt und aufdem Rückweg durch die WedelerWeg und StegVom Wedeler Bahnhof kommen wirüber Bahnhofstraße, Gorch-Fock-Straße, Am Freibad und Marinedammzum Elbdeich.Unser weiterer Weg führt auf demDeich elbabwärts bis zur HetlingerSchanze. Dort verlassen wir denDeich nach rechts und gelangenan die alte Deichlinie, der wir inMarsch. Das Süßwasserwatt an derUnterelbe ist das größte in Europa.Ein faszinierender und vielfältigerLebensraum, der aber auch besondersschutzbedürftig ist.In Haseldorf nimmt darum im Jahr2004 die Integrierte Station Unterelbedes Landes ihre Arbeit auf.Mit der Station geht der staatlicheNaturschutz direkt auf seine Partnerzu – die Bürgerinnen und Bürger,die Verbände, die Landwirtschaftund die Kommunen – in dieser fürunser Naturerbe bedeutendenRegion.Gegenrichtung – also wieder rechtsherum– folgen. Wir lassen dasKlärwerk rechts liegen und nehmendie Brücke, die linker Hand dieHaseldorfer Binnenelbe quert. AmOrtsrand von Hetlingen geht es wiederrechts, der Weg schlängelt sichdurch die Wiesen bis zur Louisenhöhe.Von dort geht es geradenWegs zurück nach Wedel.Foto: NABU SchutzgebietsbetreuungAuf Schritt und TrittDer Weg auf dem Elbdeich bietetein Kontrastprogramm. Linker Handliegt die mächtige, über einen Kilometerbreite Elbe, rechter Hand dasvon der Binnenelbe, zahlreichenGräben und kleinen Wasserläufengegliederte Grünland. Auf demDeich und den parallelen Deichverteidigungswegenfinden SieKilometermarken. Im Hermann-Kroll-Haus des Naturschutzbundes, beiDeichkilometer 4, können Sie sicherklären lassen, was es an den einzelnenPunkten des Deiches alleszu sehen gibt. Dort können Sie auchein Fernglas leihen, um den Vögelnnäher aufs Gefieder zu rücken.Gleich hinter dem Wedeler Yachthafenbeginnt mit dem FährmannssanderWatt das NaturschutzgebietHaseldorfer Binnenelbe.Das Süßwasserwatt ist ein Rastplatzfür zahllose Zugvögel, unterihnen Graugans, Brandgans undKrickente. Sie finden im Watt einreichhaltiges Nahrungsangebot anMuscheln, Schnecken undWürmern. Insgesamt können imSüßwasserwatt über zweihundertVogelarten beobachtet werden.Die ausgedehnten Grünlandflächenan der Hetlinger Schanze sindBrutgebiete für Bekassine undRotschenkel. Noch etwas weiterelbabwärts liegt der TwielenfletherSand, wo im Februar und MärzHunderte von Zwergschwänenrasten. Binnendeichs findet sich aufHöhe des Sandstrands ein kleinerTeich, auf dem Sie Zwergtaucherbeobachten können. An der HetlingerSchanze können Sie den vordem Deich gelegenen Strand betreten.Seit dieser Strandabschnitt freigegebenist, haben die MenschenRegenpfeifer und Zwergseeschwalbeverdrängt, die hier ihre Brutrevierehatten. Eine andere Beeinträchtigungfür die Vögel ist dergigantische Strommast, mit über200 Metern der höchste in Europa,dessen Starkstromkabel Vögeln zurtödlichen Falle werden können.Der Rückweg führt uns durch dieWiesen der Wedeler Marsch.Seitdem die Elbe eingedeichtwurde, ist die Marsch vom Einflussder Gezeiten abgetrennt. Mit dengesunkenen Wasserständen ist dieSchachblume hier seltener geworden,haben sich die Lebensbedingungenfür Wiesenvögel verschlechtert.Die binnendeichs gelegenenWiesen sind aber auch als Rastflächefür die durchziehendenZugvögel wichtig, die auf dem Wattihre Nahrung finden. Darum werdendie an das Naturschutzgebiet derHaseldorfer Binnenelbe anschließendenFlächen der Marsch undder Wedeler Au als NATURA 2000-Gebiete vor weiterer Beeinträchtigunggeschützt.SeitenwegeSie können Ihren Weg auf demDeich über die Hetlinger Schanzehinaus bis zum Naturzentrum desNABU in Scholenfleth fortsetzen.Auf dem Weg durchs Naturschutzgebietgibt es beiderseits desDeichs eine vielfältige Vogelwelt zubeobachten. Östlich von Haseldorfhat sich die größte Graureiher-Kolonie Schleswig-Holsteins angesiedelt.280 Brutpaare sind hiergezählt worden. Für den Rückwegab Scholenfleth oder ab Haseldorfnehmen Sie den Bus der Linie 589nach Wedel.Informationen über das NaturschutzgebietHaseldorfer Binnenelbe finden Sieim Internet unterwww.nabu-sh.de/haseldorfer-binnenelbeDas Hermann-Kroll-Hausist dienstags, donnerstags,an Wochenenden und Feiertagenvon 9 bis 17 Uhr geöffnet.Telefon (04103) 3049Das Naturzentrum Scholenflethhat die AnschriftHafenstraße25489 HaseldorfTelefon (04129) 574Fax (04129 (1226)Öffnungszeiten: mittwochs 14 bis 17 Uhr,sonntags und an Feiertagen 11 bis 16 UhrTouristeninformation der Stadt WedelRathausplatz 3-522880 WedelTelefon: (04103) 7070Fax: (04103) 707300Naturfreunde-Haus des Verbandesfür Umweltschutz, Touristik und Kulturin WedelEinsteinstraße 1322880 WedelTelefon: (04103) 83504UferschnepfeFoto: H.-J. Augst18


anderung 7Das Tunneltal,eine Attraktion seit zehntausend JahrenGraureiherFoto: NABULänge:8 KilometerMarkierung:Kein ausgeschilderter Rundweg;an markanten Punkten im Gebietsind Informationstafeln aufgestellt.Anfahrt:Mit der Hamburger U-Bahn-Linie 1Richtung Großhansdorf bisAhrensburg-West. Die Bahn fährtalle zehn bis zwanzig Minuten,Auskunft unter www.hvv.de,www.geofox.deund unter Telefon (040) 19449.Rast:Mehrere Einkehrmöglichkeiten inder Nähe der U-Bahn-Station inAhrensburg. Oder Sie nutzen dieFreizeitfläche im benachbartenNaturschutzgebiet Höltigbaum fürein gemütliches Picknick.Wollte man ein Miniaturmodell derschleswig-holsteinischen Landschaftsformenanlegen, es würdekaum anders aussehen als dasAhrensburger Tunneltal. Geestrückenmit Hochwaldungen, Bruchwälder,Hochmoorreste, Schilfflächen,Wiesen und Teiche sindhier auf engstem Raum versammelt.Jede Landschaftsform beherbergtihre eigene Lebensgemeinschaftvon Pflanzen und Tieren.In unmittelbarer Nachbarschaft zurGroßstadt Hamburg ist das AhrensburgerTunneltal ein Refugium fürviele seltene oder vom Aussterbenbedrohte Pflanzen und Tiere.Diese erstaunliche Formenvielfaltverdankt das Gebiet seiner ungewöhnlichenEntstehungsgeschichte.Am Ende der letzten Eiszeit vorrund fünfzehntausend Jahren flosshier Schmelzwasser in einemFoto: H.-J. AugstWeg und StegNur wenige Schritte von derU-Bahn-Station Ahrensburg-Westführt eine Fußgängerbrücke überdie Bahnlinie und bringt uns direktins Ahrensburger Tunneltal. Wirhalten uns links und folgen parallelzur Bahnlinie dem nördlichen Randdes Naturschutzgebiets. An derHagener Allee wechseln wir aufdie andere Talseite und gehenin Gegenrichtung einen halbenKilometer weit bis der Talhangnach Süden abknickt. Wir biegenlinks ab und nach zweihundertMetern wieder links. Der Wegführt bis an den Rand der SiedlungHagen und dann in einem Rechtsbogenum die Martenberge, diehier das übrige Gelände um einigeTunnel unter dem Eis ab. Unter demDruck des über hundert Metermächtigen Gletschers entstand einunregelmäßig gestaltetes Talsystemmit Becken, Schwellen und starkschwankender Talbreite.Vor zehntausend Jahren zogenRentierherden durch das Tunneltal.Ihnen folgten steinzeitliche Jäger.Der Moorboden hat Waffen, Geräte,Knochen und andere Zeugnisseihres Alltagslebens konserviert, dieuns heute viel über das Leben derFrühmenschen erzählen können.So scheinen die Jäger von Ahrensburgdie ersten in Europa gewesenzu sein, die ihrer Beute mit Pfeilund Bogen nachstellten. Im Naturschutzgebietweisen beschrifteteFindlinge auf die Fundstellen hin.Viele Fundstücke aus Ahrensburgwerden im schleswig-holsteinischenLandesmuseum in Gottorf ausgestellt.Meter überragen. Wir biegen nachrechts ab und durchqueren denWald in Richtung Westen. DemWaldrand folgen wir nach rechtsbis links der Weg zur BurgruineArnesvelde abzweigt.Auf diesem Weg geht es durch dieTalsohle und zurück zu unseremStartpunkt.Auf Schritt und TrittDas Ahrensburger Tunneltal isteines der wichtigsten Kammmolch-Gebiete in Schleswig-Holstein. Esist deshalb Teil des europäischenNetzes NATURA 2000. Die Laichplätzedes Molches liegen imAhrensburger Teich, im Hopfenbachtalund im Hagener Forst. DieRöhrichte und Nasswiesen sagenauch anderen Amphibien zu, demMoorfrosch, der Knoblauch- und derErdkröte. Für den Graureiher bietendie Teiche eine reich gedeckte Tafel.Im unteren Hopfenbachtal schließensich Bruchwälder mit Schwarzerle,Birke und Traubenkirsche an. Siewerden von Farnen, Moosen undder seltenen Sumpf-Calla begleitet.Foto: HL, Bereich NaturschutzNoch weiter südlich finden wir aufden Drumlins, flachen, länglichenSandhügeln, die sich über die Talsohleerheben, den ganz gegensätzlichenLebensraum der Trockenrasen.Er bietet dem Heufalter unddem Schwalbenschwanz, beidesvom Aussterben bedrohte Schmetterlinge,Lebensbedingungen, dieihnen zusagen.Einige der Lebensräume im Tunneltalverdanken sich der Naturnutzungdurch den Menschen und müssenweiter gepflegt werden, damit sieihre Funktionen für die Tierwelterfüllen können. Aus den Weidengertender alten Kopfweiden wurdenfrüher Körbe geflochten. IhreSpalten und Höhlen sind idealeNistgelegenheiten für Vögel undLebensraum für Insekten. DieKnicks dienen Fasan und Rebhuhn,Dorngrasmücke und Sumpfrohrsängerzum Aufenthalt. Alle zehnJahre müssen sie „auf den Stockgesetzt“, also zurückgeschnittenwerden, damit sie nicht überalternund verarmen.SeitenwegeAn das Ahrensburger Tunneltalgrenzt im Süden das HamburgerNaturschutzgebiet StellmoorerTunneltal an, östlich liegt dasNaturschutzgebiet Höltigbaum.Höltigbaum bietet seinen Besuchernneben spannenden Naturerlebnissenauch eine Freizeitfläche,die zum Ausspannen, Sonnen undSpielen einlädt.Das Haus der Natur in Ahrensburgist eine erste Adresse fürNaturfreunde.Der Verein Jordsand, der dasNaturschutzgebiet AhrensburgerTunneltal betreut, hat hier seinenSitz.Naturerfahrung mit allen Sinneneröffnet der Naturerlebnisraum imPark des ehemaligen Gutshauses.Die Adresse:Verein Jordsand e.V.Haus der NaturBornkampsweg 3522926 AhrensburgTelefon: 041 02 / 3 26 56Fax 041 02 / 3 19 83e-mail: info@jordsand.dewww.jordsand.deBei einem Besuch im SchlossAhrensburg, wo ehemals die GrafenRantzau und Schimmelmann residierten,wird die adlige Wohnkulturdes 18. und 19. Jahrhunderts wiederlebendig.Schloss AhrensburgLübecker Straße 122926 AhrensburgTelefon: 041 02 / 4 25 10Das Schloss ist von April bisSeptember geöffnet,täglich außer montags und freitagsvon 11 bis 17 Uhr.Mehr über Ahrensburg unterwww.ahrensburg.de.Laubfrosch2021


anderung 9Vor den Toren KielsFoto: Augstalte Buchen und Erlenam Ahrenseeoben: Nagelfleckunten: SumpfdotterblumenLänge:12 Kilometer. Sie können dieWanderung um die Hälfte verkürzen,indem Sie oberhalb desAhrensees nach Felde zurückgehen.Markierung:Bis Hohenhude keine Markierung,ab Hohenhude bis Wrohe als Nord-Ostsee-Wanderweg ausgeschildert.Anfahrt:Mit der Bahn aus Richtung Kiel oderRendsburg bis Felde. Fahrpläneunter www.nord-ostsee-bahn.deoder Telefon (0180) 1018011.Rückfahrt mit dem Bus von Wrohe.Erkundigen Sie sich vor IhrerWanderung nach dem Busfahrplan,besonders am Wochenende fahrendie Busse selten. Busfahrplan unterwww.autokraft.de, telefonisch beiAutokraft Kiel (0431) 71070 oderAutokraft Rendsburg (04331)131471.Rast:Gasthaus mit Seeblick in Wrohe;in Felde am Bahnhof und, wenn Siedie kürzere Rundstrecke nehmen,in Achterwehr beim Bahnübergang.Bademöglichkeiten am Ostufer desAhrensees, am Westensee beiHohenhude und in Wrohe.Beim Blick über den abendlichenWestensee möchte man kaum glauben,dass die Landeshauptstadt Kielnur einen Katzensprung entfernt ist.In unmittelbarer Nähe zur Stadt hatsich hier ein vielfältiges, noch weitgehendintaktes System von Lebensräumenerhalten. Das spüren nichtnur Städter, die gerne hierher kommen,um beim Spaziergang im Waldund am Seeufer den Alltag abzuschütteln.Im Westensee und denGewässern in seiner Nachbarschafthaben viele seltene Tiere undPflanzen ein Refugium gefunden.Foto: Redderhuus HolzbungeDie obere Eider, die Seen, die vonihr gespeist werden, und einigeandere Biotope am Westenseesind darum wichtige Knotenpunkteim NATURA 2000-Netz.Der Westensee stand im Mittelalterim Zentrum des Handels zwischenNord- und Ostsee. Die Eider wardamals von ihrer Mündung in dieNordsee bis hinauf in den Westenseeschiffbar. Erst hier mussten dieSchiffer ihre Ladung löschen undfür das letzte Stück des Weges aufKarren verladen. Flämische Kaufleutegründeten dafür am Eiderufereinen Stapelplatz, das heutigeFlemhude.Weg und StegVom Bahnhof Felde gehen wir aufder Straße Am Bahnhof parallel zurBahnlinie nach Osten, Richtung Kiel.Auf einer kleinen Brücke geht esüber die Eider, die vom Westenseeherkommt. Wir biegen rechts abund sind auf dem Wanderweg, deruns zwischen dem Westensee unddem kleineren Ahrensee hindurchführt.Wir halten uns ans Süduferdes Ahrensees bis wir an seinemöstlichen Ende rechts in den querendenWeg einbiegen. (Um vonhier nach Felde zurückzugehen, biegenSie links ab. Der Weg führt bisan die Rendsburger Landstraße, derSie auf dem parallelen Rad- undFußweg nach links folgen. ÜberAchterwehr kommen Sie nach Feldezurück.)Über Marutendorf kommen wir wiederan die Eider, die wir diesmal einStück oberhalb ihrer Einmündung inden Westensee überqueren. BeiHohenhude treffen wir auf denNord-Ostsee-Wanderweg.Rechtsherum geht es zum Westensee.Wenn der Weg sich vom Uferetwas entfernt, kommt linker Handder Kleine Schierensee in Sicht.Bei Wrohe erreichen wir wiederdas Ufer des Westensees.Auf Schritt und TrittDie schmale Landbrücke zwischenWestensee und Ahrensee, die wirzu Beginn unserer Wanderung überqueren,sagt vielen seltenenPflanzen und Tieren als Lebensraumzu. Zwischen Gräsern und Binsengedeihen die Kuckucks-Lichtnelkeund das Breitblättrige Knabenkraut.Das Schilf ist ein begehrter Brutplatzfür Vögel. Bekassine, verschiedeneEntenarten und eine großeHaubentaucher-Population sind imRöhricht zu Hause. Sogar die Rohrdommel,die in Schleswig-Holsteinvom Aussterben bedroht ist, brütethier. Am Ahrensee und in denBuchten des Westensees findetder scheue Vogel die breiten Schilfgürtel,die er braucht, um sich zumBrüten niederzulassen.An das Schilfröhricht schließen sichSeerosen und Teichrosen an, die imSommer leuchtend weiß und gelbblühen. Sie weisen auf Flachwasserzonenhin, in denen sich viele Fischegerne aufhalten. Im Westenseefinden sich die seltenen ArtenSchlammpeitzger und Steinbeißer,Güster und Ukelei. Die Unterwasserweltder Westensee-Region birgtnoch weitere Schätze. Oberhalb desSees findet sich in der Eider einVorkommen der Kleinen Flussmuschel;sie ist in Schleswig-Holstein sonst nur noch an zweianderen Stellen zu finden.SeitenwegeWenn Sie Eider und Westenseeaus einer ganz neuen Perspektiveerleben möchten, können Sie inAchterwehr ein Kanu mieten.Auskunft unterTelefon (04340) 8057.Der Naturpark Westensee gehörtzur „Modellregion: NatürlichErleben“. Das Projekt des schleswig-holsteinischenUmwelt- undLandwirtschaftsministeriums bietetden Rahmen für viele Aktivitätenrund um Wellness und Gesundheit,Freizeit, Kultur und Sport. Dennintakte Umwelt und gutes Lebengehören zusammen. Mehr dazuunter www.natuerlicherleben.de.Informationen über die Westensee-Regionerhalten Sie hier:Tourismus Mittelholstein e.V.Niedernstraße 624589 NortorfTelefon: (04392) 89610Fax: (04392) 89611e-Mail: info@mittelholstein.comwww.mittelholstein.comFremdenverkehrsverein WestenseeTelefon (04392) 89620Fax: (04392) 89611e-mail: info@amt-nortorf-land.de24 25Foto: BZHS


anderung 10Die große Stilleunten: Wollgrasrechts: Großer BrachvogelFoto: H.-J. AugstFoto: H.-J. AugstLänge:12 Kilometer.Markierung:Die Wege im Dosenmoor sind nichtmarkiert; wir können uns aber leichtam Moordamm orientieren, derdurch das Moor verläuft.Anfahrt:Der Bahnhof von Einfeld liegt an derBahnlinie Hamburg-Kiel.Weg und StegWir starten am Einfelder Bahnhof.Auf dem Wanderweg rechts derBahnlinie geht es Richtung Norden,stadtauswärts. Nach gut einemKilometer zweigt rechts der Wegins Dosenmoor ab. Dieser Moordammführt schnurgerade durch dasMoor. Wir biegen nach etwa achthundertMetern links ab und laufeneinen annähernd U-förmigen Bogen,der uns an den Rand des Mooresund dann, kurz bevor wir wieder aufden Hauptweg treffen, an die höchsteStelle mit der Besucherplattformführt. Auf dem Hauptweg setzenwir unseren Weg bis zum östlichenRand des Moores fort. Hier geht eslinks herum und am Rand des Naturschutzgebietesentlang. Wir folgenden knickgesäumten Wegen amGehege Wattenbek und wendenuns an dessen Ende, wieder auffreiem Feld, nach links. Auf demWeg parallel zur Bahnstrecke gehtes zurück bis zur Bahnunterführung,durch die wir zum Einfelder Seekommen. An dem Seeufer entlanggeht es zurück zum Ausgangspunkt.Rast:Das letzte Stück der Wanderungführt uns am Ostufer des EinfelderSees entlang. Sie können dort aufdem Strand picknicken oder insGasthaus am Seeufer einkehren.Auch eine Badestelle gibt es amEinfelder See.Das Moor hat seine eigene Zeit. Eswächst beständig – in einem Jahrum einen Millimeter. Im Dosenmoorbei Neumünster ist der Torfkörperseit der Eiszeit zu einer Mächtigkeitvon über zehn Metern aufgewachsen.Was so lange braucht, um zuentstehen, ist umso schneller zerstört.Besonders der industrielleTorfabbau im vergangenen Jahrhunderthat den Mooren tiefeWunden geschlagen. Nur zweiProzent des Dosenmoors sind heutenoch im ursprünglichen Zustanderhalten. Trotzdem ist es das ambesten erhaltene und zugleich dasgrößte Hochmoor in Schleswig-Holstein. Seit einem Vierteljahrhundertarbeiten Naturschützerinnenund -schützer inzwischen daran, seinenursprünglichen Zustand wiederherzustellen.Foto: H.-J. AugstAuf Schritt und TrittDas Moor ist ein extrem nährstoffarmerStandort. Nur wenige Pflanzenkommen mit diesen Bedingungenzurecht. Die wichtigsten Spezialistenund die typischen Pflanzendes Moores sind die Torfmoose. Siebilden über Jahrtausende hinwegden Torfkörper. Weil das Moor imZentrum schneller wächst als anden Rändern, wölbt es sich allmählichzur charakteristischen Uhrglasformauf. Blickt man von der Beobachtungsplattformim Dosenmoor,kann man sich von dieser ursprünglichenForm gut eine Vorstellungmachen. An dieser Stelle ist dieursprüngliche Pflanzengemeinschaftdes Moors noch weitgehend intakt.Neben den Torfmoosen finden wirverschiedenen Heidenarten, Moosbeereund Krähenbeere. Im Frühjahrleuchten die weißen Büschel derWollgräser vor dem dunklen Hintergrundder Moose. Unscheinbar undspektakulär zugleich ist der RundblättrigeSonnentau, der mit seinenklebrigen Blättern Insekten fängt.Den Mooren hat in der Vergangenheitnicht nur der Torfabbau zuschaffen gemacht. Entwässerunghat im Dosenmoor wie in vielenanderen Mooren dazu geführt, dassder Torfkörper abgesackt ist. Heutewird versucht, durch Aufstauen desRegenwassers den Torfkörper wiederzu durchfeuchten und so dasWachstum des Moors wieder inGang zu bringen.Foto: H.-J. AugstNiedriger Wasserstand und Nährstoffeintragaus der Landwirtschaftbegünstigen standortfremdePflanzen. Seit einigen Jahren hatder Naturschutz Hilfe von tausendMoorschnucken. Sie weiden zweimalim Jahr im Dosenmoor. Ihrebevorzugte Nahrung sind Birkenschösslingeund Pfeifengras. DieSchafe tragen dazu bei, diesePflanzen zurückzudrängen und wiederRaum für die ursprünglicheMoorvegetation zu schaffen.Typische Moorbewohner sind dieKreuzottern, Ringelnattern undEidechsen. Einige Insekten findetman nur im Moor, unter denLibellen die verschiedenen Artender Mosaikjungfer, oder den auffälligenMoorbläuling. Die Vogelwelt imDosenmoor wird heute durch Artenbereichert, die ursprünglich nichthochmoortypisch sind. Das liegt einerseitsan den Veränderungen imMoor selbst, andererseits werdenviele Vögel aus ihren angestammtenLebensräumen verdrängt und nutzendas Moor als Rückzugsraum.Zu den Vögeln, die heute im Dosenmooranzutreffen sind, gehören derNeuntöter und die Sumpfohreule,der Große Brachvogel und seit einigenJahren auch der Kranich.SeitenwegeGegenüber der Badestelle am EinfelderSee liegt das Naturschutzgebiet„Westufer des EinfelderSees“. Von den angrenzendenUfern aus lassen sich die Vögel desGebietes gut beobachten. UmPflanzen und Tiere nicht zu beeinträchtigen,darf das Gebiet selbstnicht betreten werden.Natur macht vor der Stadt nicht halt.Das können Sie auf einem ganzbesonderen Wanderweg erfahren,dem „Stadtökopfad“ in Neumünster.Unter dem Motto „Wegeverbinden...“ zeigt er an 23Standorten im Stadtgebiet auf informativenTafeln Schwerpunkte derStadtökologie und führt zu einzelnenMaßnahmen des Modellprojektes„Biotopverbund Neumünster“.Einen Wanderführer für den Stadtökopfaderhalten Sie beimFachdienst Natur und Umweltder Stadtverwaltung,Telefon (04321) 942-0.Die Stadt Neumünster präsentiert sichim Internet unter www.neumuenster.de.Weitere Informationen erhalten Siebei der Tourist Information NeumünsterGroßflecken 34a (im Pavillon)24534 NeumünsterTelefon: (04321) 43280Fax: (04321) 43291e-Mail: touristinformation@neumuenster.deKreuzotter, Foto: H.-J. Augst26Röhricht amEinfelder See27


anderung 11Im Herzender Holsteinischen SchweizLänge:17 Kilometer. Sie können die Wanderungum rund ein Drittel verkürzen,indem Sie von Uklei mit demSchiff nach Malente zurückfahren.Markierung:Der Weg um den Kellersee ist alsRundwanderweg 4 der StadtMalente gekennzeichnet (weiße 4auf rotem Grund), zwischen demFissauer Fähranleger und Malentefinden Sie auch das Andreaskreuzdes Europäischen Fernwanderwegs 1.Anfahrt:Malente liegt an der BahnlinieLübeck-Kiel.Rast:Einkehrmöglichkeiten: FissauerFährhaus und Uklei-Fährhaus; amEnde der Wanderung auf demSeeufer beim Ohlenhof und weiterezahlreiche Möglichkeiten inMalente. Badestellen am Süduferbei Fissau und am Ostufer nahedem Zulauf vom Ukleisee.In Malente gibt es eine Seebadeanstalt.Am Kellersee hat alles angefangen.Von hier hat der Ruhm der HolsteinischenSchweiz als einer derschönsten norddeutschen Landschaftenseinen Ausgang genommenund später ihre Entdeckung alsUrlaubsgebiet. Das Verdienst darumteilen sich ein berühmter Dichterund ein findiger Hotelier. 1795 veröffentlichteJohann Heinrich Voßseine Dichtung „Luise“, derenHandlung am Kellersee angesiedeltist. Das Werk, das Goethe zu„Hermann und Dorothea“ angeregthaben soll, machte den Kellersee inder literarischen Welt der Zeitberühmt. Im 19. Jahrhundert wurdender Kellersee und der benachbarteUkleisee zu beliebten Motivender Landschaftsmaler. Die Kunstsammlungim Eutiner Schloss zeigteinige ihrer Gemälde.1885 öffnete das „Hotel HolsteinischeSchweiz“ auf dem Norduferdes Kellersees seine Tore für zahlendeGäste. Der Name Schweiz,schon damals ein Synonym für landschaftlicheSchönheit, wurde baldauf die ganze Gegend übertragen.Das stattliche Hotelgebäude blicktimmer noch vom Nordufer über denKellersee. Ein Luxushotel ist esschon lange nicht mehr, den Hangzum großen Geld hat es sichbewahrt: heute beherbergt es dieLandesfinanzschule.Foto: H.-J. AugstWeg und StegDie Wanderung beginnt am Bahnhofvon Malente. Wir gehen auf derBahnhofstraße etwa zweihundertMeter in Richtung Stadtzentrum undbiegen rechts in die Lindenallee ein,die uns zum Seeufer bringt. DerRothensander Weg führt uns aufeiner Brücke über die Schwentineund weiter zur Eutiner Straße. Fürein kurzes Stück müssen wir aufdem Rad- und Fußweg der starkbefahrenen Straße folgen. Hinterdem Hof Rothensande biegen wirnach links von der Straße insPrinzenholz ab. Der Wanderwegfolgt bis zum Fissauer Fährhausden Kurven des Seeufers. AmFissauer Fährhaus beginnt dieMarkierung des EuropäischenFernwanderweges (EFW 1).Der Seeuferweg führt nun nachNorden. Nach einem Kilometer entfernter sich etwas vom See, an derfolgenden Weggabelung halten wiruns links. In Uklei müssen wir unszwischen der Wanderung auf demNordufer und der Rückfahrt mit der„Luise“ entscheiden. Auf demNordufer führt das letzte Stück desWeges vor Malente wieder an derStraße entlang. Am Ortsrand derSiedlung Eichkamp biegen wir linksin die Kellerseestraße ein.Schließlich kommen wir auf derSeepromenade über die MalenterAu und wieder an unseren Ausgangspunkt.Foto: BZHSAuf Schritt und TrittRund die Hälfte des Kellersee-Ufersist bewaldet. Ökologisch besonderswertvoll sind die Erlenbruchwälderauf dem Südufer und die Quellwälderdes Ostufers mit ihren Schwarzerlen.Diese feuchten Standorte bietenzahlreichen Amphibien Lebensraum.An vielen Stellen säumtSchilfröhricht die Ufer. Die größtenzusammenhängenden Schilfbeständefinden sich am Südufer in derBucht beim Gut Rothensande. ImSchilf finden Wasservögel Brut- undRückzugsmöglichkeiten. Hier sindReiherenten und Haubentaucherheimisch.Bemerkenswert ist die noch weitgehendintakte Unterwasservegetationdes Kellersees. Um sie zu erhalten,wird der See als NATURA 2000-Gebiet geschützt. Auf großenzusammenhängenden Flächen desSeegrundes gedeihen Armleuchteralgenund die verschiedenen Artendes Laichkrauts. Von Mai bis Augustreckt es seine ährenförmigen, blassgrünenBlütenstände über dieWasseroberfläche. Wasserpflanzenund Schilfzonen bieten den Fischen,darunter auch gefährdete Arten wieBachneunauge oder Bachforelle,gute Lebensbedingungen.SeitenwegeVon April bis Oktober fährt die„Luise“ zwischen Malente, FissauerFährhaus und Uklei-Fährhaus überden See. Fahrplan-Informationenerhalten Sie unter Telefon (04523)2201 oder www.5-seen-fahrt.de.Unter derselben Adresse erfahrenSie alles über die Fünf-Seen-Fahrt,die von Malente aus über die Seender Holsteinischen Schweiz führt.Foto: H.-J. AugstVon Uklei aus erreichen Sie in wenigenGehminuten den Ukleisee, dasKleinod unter den Seen der HolsteinischenSchweiz. Der fünfKilometer lange Rundweg ist abUklei-Fährhaus mit einer weißen5 auf rotem Grund gekennzeichnet.Alles über den Naturpark HolsteinischeSchweiz erfahren Sie beimNaturpark Holsteinische Schweiz e.V.Schloßgebiet 924306 PlönTelefon: (04522) 749380Fax: (04522) 749377e-mail:info@naturpark-holsteinische-schweiz.dewww.naturpark-holsteinische-schweiz.deIhr Ansprechpartner für Übernachtungenund touristische Angebote in derHolsteinischen Schweiz ist derHolsteinische Schweiz Tourismus e.V.Bahnhofstraße 4a23714 Bad Malente-GremsmühlenTelefon (04523) 200100Fax: (04523) 2001022e-mail: service@holsteinischeschweiz.dewww.holsteinischeschweiz.deund für Malente:Tourismus-Service MalenteBahnhofstraße 323714 Bad Malente-GremsmühlenTelefon: (04523) 9899-0Telefax: (04523) 9899-99e-mail: touristinfo@bad-malente.dewww.bad-malente.devon links: Leberblümchenblühende PestwurzSumpfdotterblumenFoto: H.-J. Augst2829


anderung 12Hinter den sieben Bergen- GüldensteinFoto: Getty ImagesLänge:13 KilometerMarkierung:Der Wanderweg ist nicht markiert.Anfahrt:Den Waldort Lensahn erreichen Siemit dem Bus Linie 5804 ausRichtung Oldenburg in rund zehnMinuten und aus Richtung Neustadtin einer halben Stunde.Fahrplaninformationen unterwww.bahn.de.Rast:In der Ortsmitte von Lensahnfinden Sie mehrere Gasthäuser.Die östlichen Ausläufer derHolsteinischen Schweiz bieten einabwechslungsreiches Landschaftsbild.Wiesen und Felder wechselnmit kleinen Gehölzen und Wäldern,zahlreiche Bäche suchen sich talwärtsihren Weg. Der Bungsberg,das Dach von Schleswig-Holstein,liegt wenige Kilometer entferntim Westen. Das Profil unsererWanderung ist wellig: Es ist einHöhenunterschied von immerhinsiebzig Metern zu bewältigen.Die Wälder und Bachschluchtenbei Güldenstein halten auch ausder Nähe vielfältige Naturschönheitenfür den Wanderer bereit.Weg und StegIn der Ortsmitte von Lensahn beider St.-Katharinen-Kirche machenwir uns auf den Weg. Die EutinerStraße führt uns Richtung Westen,am Großen Mühlenteich vorbei, ausdem Ort hinaus. Unser Weg läuftnoch rund einen Kilometer nebender Straße her, dann biegen wir beiLensahnerhof in den Hofweg ein.Er führt um einen kleinen Weiherherum, dann queren wir die EutinerStraße und gelangen aufs freie Feld.Wo sich am Rand eines kleinenWäldchens der Weg gabelt, haltenwir uns rechts. Wir gehen weiterbergauf durch ein größeres Waldstück,bis wir auf ein Sträßchen treffen,in das wir rechts einbiegen.Foto: BZHS Foto: BZHSNach einem Kilometer sind wir wiederan der Landstraße, der wir kurznach rechts, in Richtung Lensahnfolgen, um sie nach fünfhundertMetern nach links zu verlassen. DieWaldstücke rechter Hand gehörenzum NATURA 2000-Gebiet. Auf demmeistens von Knicks begleitetenWeg kommt bald das Gut Güldensteinvor uns in Sicht. Unser Weglässt Güldenstein links liegen undführt in den Wald. An der Kreuzunggeht es links zum Gut. Wir nehmendie entgegengesetzte Richtung undfolgen dem Bachlauf bergab. AmOrtsrand von Lensahn treffen wirwieder auf die Eutiner Straße.Auf Schritt und TrittDrei Waldstücke zwischen Lensahnund dem Gut Güldenstein bildenzusammen das NATURA 2000-Gebiet „Wälder um Güldenstein“.Auf den steilen Hängen der Bachschluchtenwar eine wirtschaftlicheNutzung der Wälder nicht möglich,so konnten sie sich über lange Zeitungestört entwickeln. Im feuchtenGrund an den Bachufern wurzelnEschen- und Erlen-Auwälder. Höherdie Hänge hinauf wachsen Buchenwälder,an einigen Stellen sehr alteBestände von Rotbuchen undEichen. Unter den Bäumen bedecktduftender Waldmeister der Boden.Im Frühjahr blühen das Buschwindröschen,das Gelbe Windröschenund der Hohle Lerchensporn.Sogar das Leberblümchen, das inSchleswig-Holstein nur noch sehrselten anzutreffen ist, hat sich inden Wäldern bei Güldensteinbehauptet.Der letzte Abschnitt unseresWeges, von Güldenstein die Bachschluchtder Mühlenau hinab nachLensahn, ist der interessanteste Teilder Wanderung. Der urtümlicheLauf des Bachs, der sich frei seinenWeg durch das Tal sucht, begleitetuns. Das Plätschern des Wassersschmeichelt den Ohren. Mit seinenMäandern, Stromschnellen undNebenbächen bietet er ein ständigwechselndes Bild. Die starkenStrömungen, klares Wasser undkiesiger Grund haben es auch derElritze, der Bach- und der Meerforelleangetan. Alle drei gehörenzu den gefährdeten Arten inSchleswig-Holstein.SeitenwegeGegen Ende der Wanderung lohntsich der kurze Abstecher zum GutGüldenstein. Güldenstein ist einHauptwerk spätbarocker Baukunstin Schleswig-Holstein. Herrenhausund Wirtschaftsgebäude liegen voneinem breiten Wassergraben eingeschlossenin einer Parkanlage nachenglischem Vorbild. Der Park ist fürdie Öffentlichkeit zugänglich.In Lensahn sollten Sie einen Besuchauf dem Museumshof nicht versäumen.Der Museumshof hat es sichzur Aufgabe gemacht, selteneHaustierrassen, alte Nutzpflanzenund Obstsorten zu erhalten und seinenBesuchern diese Artenvielfaltnahe zu bringen. Im Museum könnenSie historische Werkzeuge undAckergeräte nicht nur besichtigen,Sie können sie auch selbst ausprobieren.Foto: BZHSVom Start- und Zielpunkt unsererWanderung ist der Museumshofnur wenige hundert Meter entfernt.Die Adresse:Museumshof LensahnPrienfeldhof23738 LensahnTelefon (04363) 91122Fax (04363) 91144museumshof@t-online.dewww.museumshof-lensahn.deWeitere Informationen erhalten Sie hier:Amt LensahnEutiner Straße 223738 LensahnTelefon (04363) 5080Fax: (04363) 50847von links:FuchsEisvogelSumpfohreuleFoto: BZHS30 31


anderung 13Ein beinaheverlorenes ParadiesFoto: HL, Bereich NaturschutzLänge:7 KilometerMarkierung: Die Wege im Schellbruchtragen Namen, an denen Siesich gut orientieren können.Anfahrt:Mit dem Bus Linie 12 oder Linie 24bis Haltestelle Eichenweg.Fahrplanauskunft überwww.scout-sh.de oder telefonischunter (0451) 888-2828.Rast:Gasthäuser finden Sie in der Näheder Busstation im Buchenweg undin der Waldstraße; in Gothmundrund 500 Meter östlich vom Naturschutzgebiet(in Verlängerung desTreidelpfads) direkt am Traveufer.Foto: F. LammertIn der Niederung der Untertravezwischen den Lübecker OrtsteilenKarlshof, Israelsdorf und Gothmundliegt das Naturschutzgebiet Schellbruch.Es hat eine bewegteGeschichte. Erst Anfang des vergangenenJahrhunderts wurde hier amTraveufer der Erlenbruchwald gerodetund das Gebiet als Streuwieseund Weide genutzt. Als in den sechzigerJahren die Grünlandnutzungaufhörte, blieb der Schellbruch sichselbst überlassen. Das Gebiet entwickeltesich zu einem Paradies fürTiere und Pflanzen.Im Jahr 1968 wäre es um diesesParadies fast geschehen gewesen:Die Hansestadt plante, Schlamm,der bei der Trave-Vertiefung anfällt,in den Schellbruch zu spülen. Eswurden Dämme angelegt, um dasGebiet in riesige Spülfelder aufzuteilen.Die Proteste von LübeckerNaturschützerinnen und -schützernund der Druck der Öffentlichkeitstoppten das Projekt schließlich.1981 wurde der Schellbruch alsNaturschutzgebiet ausgewiesen.Seit 1992 ist er EuropäischesVogelschutzgebiet und damit Teildes Netzes NATURA 2000.Weg und StegVon der Busstation im Eichenweggeht es nach links in den Buchenweg.Die Verlängerung desBuchenweges ist der SchwarzeDamm, der uns ins Naturschutzgebietund dort zunächst ein Stückdurch den Wald führt. Am Waldsaumunterquert die Medebek vonlinks den Damm und fließt parallelzu unserem Weg. Wo die Medebekeinen Bogen nach rechts beschreibt,biegen auch wir ab inden Mövenstieg. Zwischen demSüßwasserteich links und derGroßen Lagune rechts hindurchkommen wir ans Traveufer. Auf demTreidelpfad geht es anderthalbKilometer traveabwärts und dannrechts in den Gänsepfad. Kurz vorder Einmündung der Medebekzweigt der Sonnenweg nach linksab und führt uns wieder auf denSchwarzen Damm. Linksherum gehtes zurück zum Ausgangspunkt.Foto: F. LammertAuf Schritt und TrittDie Trave, zwei Lagunen, Süßwasserteiche,Bachlauf, Gräben, zeitweiligüberschwemmte Wiesenflächenund Waldtümpel liegen imSchellbruch auf einer Fläche von nuranderthalb Quadratkilometern dichtbeieinander. Diese Vielfalt bietetTier- und Pflanzenarten mit höchstunterschiedlichen AnsprüchenLebensraum. Außergewöhnlich sinddie beiden größten Wasserflächen,die Große und die Kleine Lagune.Sie sind über die Trave mit derOstsee verbunden. Bei den winterlichenNordoststürmen ergießt sichein Schwall salzhaltigen Brackwassersin die Lagunen. Darumzieht der Schellbruch - trotz seinerLage im Binnenland - Pflanzen undTiere an, die sich sonst nur an denKüsten finden lassen. Auf denSalzwiesen an den Lagunen gedeihender Strand-Wegerich und dieStrand-Aster mit ihren auffälligenblassvioletten Blüten. Im Sommerüberragen die Blütendolden derKüsten-Erzengelwurz das Röhricht.Nur wenige Schritte von denLagunen entfernt finden wir an denSüßwasserteichen Rohrkolben undgelb blühende Wasser-Schwertlilien.Hier fühlen sich der Moorfrosch undder Wasserfrosch wohl sowie verschiedeneLibellenarten, die dasFoto: HL, Bereich NaturschutzSalzwasser auf der anderen Seitedes Damms meiden.Von den ausgedehnten Auwäldernmit ihren Eichen und Ulmen, diehier noch vor hundert Jahren standen,sind nur wenige Reste geblieben.Wo der Boden weniger feuchtist, treten Buchen und Hainbuchenauf. Sie werden von den schon frühim März blühenden Buschwindröschenund dem Aronsstab mitseinen leuchtend roten Früchtenbegleitet.In den ausgedehnten Röhrichten findenzahlreiche Vögel Brutplätze, dieflachen Gewässer bieten ihnenreichhaltige Nahrung. NeunzigBrutvogelarten werden im Schellbruchgezählt. Im Schilf brütenWasserrallen und Rohrsänger undsogar die selten gewordene GroßeRohrdommel. Eine große Besonderheitsind die sehr seltenen Bartmeisen.Der Schellbruch ist wohlder bedeutendste Lebensraumdieses Singvogels in Schleswig-Holstein.Die Dämme, die den Schellbrucheinmal in Spülfelder aufteilen sollten,dienen heute als Wege, diedem Besucher das Gebiet erschließenund ideale Beobachtungsmöglichkeitenbieten. Weil es imSchellbruch keine Störungen durchBoote oder durch Angler gibt, sinddie Wasservögel hier wenig scheu.SeitenwegeJenseits der Travemünder Alleegrenzt an das NaturschutzgebietSchellbruch das Lauerholz. In demrund dreieinhalb Quadratkilometergroßen Laubwald wechseln sichEichen-Hainbuchenwälder undBuchenwälder mit imposanten altenRotbuchen ab.Das Waldgebiet ist wegen seinerGeschlossenheit und wegen seineshohen Alters bemerkenswert undwird als NATURA 2000-Gebietgeschützt. Unter den Ulmen gedeihenWaldmeister, Buschwindröschenund Frauenfarn. In den vonEichen und Hainbuchen dominiertenTeilen des Walds finden sich auchUlmen, Vogelkirschen und Eschen.Um den ökologischen Wert desLauerholzes zu erhalten, wird esvon der Stadt Lübeck nach denGrundsätzen naturnaher Waldwirtschaftbewirtschaftet.Spannende Einblicke in die artenreicheTierwelt und die NaturgeschichteSchleswig-Holsteins bietet das Museumfür Natur und Umwelt. Attraktionen sinddie fossilen Wale und der gläserneBienenstock. Die Adresse:Museum für Natur und UmweltMusterbahn23552 LübeckTelefon: (0451) 122-4122Fax: (0451) 122-4199e-mail: naturmuseum@luebeck.deAuf der Internet-Seite www.luebeck.definden Sie auch Informationen überNaturschutz und Naturerleben in derHansestadt.Auskunft über touristische Angebotegibt es bei der Lübeck- und TravemündeTourist Service GmbHBeckergrube 9523552 LübeckTelefon: (01805) 882233e-mail: info@luebeck-tourismus.dewww.luebeck-tourismus.de32PlattbauchlibelleFoto: Bereich Naturschutz Hansestadt Lübeck33


anderung 14Wo der TeufelFische verkauftunten: Fischotterrecht: Seeadler und WasserfroschFoto: BZHSLänge:15 KilometerMarkierung:Die Wegmarkierung zeigtein blaues Fischsymbol.Anfahrt:Salem erreichen Sie per Bus vonRatzeburg aus. Busfahrpläne undweitere Informationen unterwww.salem-dargow.de undwww.amt-gudow-sterley.de.Rast:Bei den Campingplätzen amSalemer See und am Pfuhlseefinden Sie in der Regel eine Badestelleund einen Imbiss. Eine weitereBadestelle in Seedorf, auf demOstufer des Seedorfer Werders einschöner Rastplatz mit Blick überden See. Restaurants, in denen Sieauch der Großen Maräne begegnenkönnen, finden Sie in Salem und inSeedorf.Warum die Große Maräne ihr einzigesnatürliches Vorkommen inNorddeutschland im Schaalsee hat,erklärt uns eine alte Sage. Der Fischist eng verwandt mit den Bodensee-Felchen. Vor Zeiten soll nun dasKloster Zarrentin eine Äbtissingehabt haben, die vom Bodenseestammte. In der Fastenzeit „het dieson groten Jieper up Maränen kregen“,dass sie einen Handel mitdem Teufel abschloss: Er sollte ihrbis Mitternacht vom Bodenseeeinen Korb mit Felchen bringen,dafür verschrieb sie ihm ihre Seele.Als die Mitternacht näher kam, plagtendie Äbtissin aber Gewissensbisseund sie schickte eine Nonne,die Uhr eine Stunde vorzustellenund die Betglocke zu läuten. Da warder Teufel mit seiner Last schon amsüdlichen Schaalseeufer angelangt.Als er das Läuten hörte, warf er vollWut die Fische in den See, die seitdieser Zeit dort leben.Nicht alle seltenen Tiere im und umden Schaalsee haben eine solcheGeschichte zu erzählen. Sie verdankenihre Existenz irdischerenMächten. Die jahrzehntelangeAbgeschiedenheit im Grenzraumzwischen beiden deutschen Staatenbegünstigte das Überleben zahlreichergefährdeter Arten. In derSchaalseeregion findet man einenReichtum an Tierarten, der anderenortsbereits verschwunden ist.Foto: H.-J. AugstFoto: Getty ImagesWeg und StegUnsere Wanderung beginnt an derSeestraße in Salem. Von hier folgenwir der Kreisstraße K 48 dreihundertMeter in Richtung See, bis rechtsein Weg zum Ufer abzweigt. DieMarkierung führt uns am Seeuferentlang, zunächst am Salemer, dannam Pipersee. Zwischen Piperseeund Pfuhlsee wechseln wir auf dasgegenüberliegende Ufer. Nacheinem Kilometer gabelt sich derWeg; wir halten uns rechts undkommen entlang dem Westuferdes Küchensees nach Seedorf.Weiter am Seeufer entlang erreichenwir die Halbinsel des SeedorferWerders. Rechtsherum gehtes in einem großen Bogen über denWerder, den wir über eine zweiteschmale Landbrücke wieder verlassen.Von hier aus geht es auf dem gleichenWeg über Pfuhlsee, Piperseeund Salemer See zurück nachSalem.Foto: H.-J. AugstAuf Schritt und TrittDie Schaalseeregion versammelteine beeindruckende Vielfalt vonTier- und Pflanzenarten. Für einigeist sie ein sehr wichtiges oder sogardas wichtigste Verbreitungsgebietin Schleswig-Holstein, weil sich hierihre größten oder stabilsten Populationenfinden. Das gilt für den auffälligstenBewohner des Gebietes, denKranich, der mit einer Höhe vonüber einem Meter der größte unserereinheimischen Vögel ist. Er hatam Schaalsee die sicherstenBrutvorkommen an seiner westlichenVerbreitungsgrenze inMitteleuropa. Ein eindrucksvollesSchauspiel bieten die Kraniche imHerbst, wenn sich hunderte vonihnen auf den abgeernteten Feldernsammeln und abends mit lautemTrompeten zu ihren Schlafplätzen anden flachen Buchten des Ostufersfliegen.Eine weitere Kostbarkeit ist derSeeadler, der an den Seen derSchaalseeregion brütet. Mit etwasGlück können wir auf unsererWanderung seine imposanteSilhouette mit den zweieinhalbMeter messenden, brettartigenSchwingen am Himmel sehen.Gäste, die im Spätsommer auf demSchaalsee rasten und mausern,sind Haubentaucher, Graugänseund Reiherenten.Weil der Fischotter auf unverbauteUfer angewiesen ist, hat er esheute an den meisten Gewässernschwer. Im Schaalsee und denangrenzenden Gewässern bis in dieWakenitz hinein wird seit einigenJahren ein stabiler Bestand dieserflinken Fischer beobachtet.SeitenwegeDas Pahlhuus in Zarrentin bietetInformationen und ein buntesVeranstaltungsprogramm rund umdie Schaalsee-Region und denNaturschutz.Die Adresse:PAHLHUUSWittenburger Chaussee 1319246 ZarrentinWeniger spektakulär, aber nichtweniger wichtig sind die Amphibien-Vorkommen rund um den See. Einbedeutendes Vorkommen derRotbauchunke gibt es im SalemerMoor. Weiter finden sich Kammmolchund Knoblauchkröte, Moorfroschund Laubfrosch. Um dieLaichplätze und Nahrungsrevieredieser Tiere zu schützen, sind großeFlächen in der Schaalseeregion alsNATURA 2000-Gebiete ausgewiesen.Im Internet erfahren Sie dazu mehrauf den Seiten des Amts für dasBiosphärenreservat Schaalseewww.schaalsee.deund des Fördervereins für dasBiosphärenreservatwww.foerderverein-biosphaereschaalsee.deSchlehenbeerenFoto: H.-J. Augst35


Das bringt Sie weiter:Adressen, Karten und LinksWenn Sie Lust haben, noch mehrvon Schleswig-Holsteins einmaligerNatur zu erwandern: Hier findenSie Anschriften, Internetadressenund Hinweise aufWanderkarten, die Ihnen bei derPlanung Ihrer nächsten Tour oderIhres Urlaubs in Schleswig-Holstein nützlich sein können.Landkarten für WandererDie Landes-Vermessungs-Anstalt(LVA) Schleswig-Holstein legt eineneue Kartenserie „Freizeit undWandern in Schleswig-Holstein“im Maßstab 1:50 000 auf.Ob Sie zu Fuß, mit dem Rad oderauf dem Wasser unterwegs sind,hier finden Sie neben Wegen undRoutenvorschlägen eine Fülle vonInformationen für die aktive Freizeitgestaltung.Die zwölf Karten werdenim Laufe des Jahres 2004 komplettvorliegen. Weiterhin erhältlich sinddie Sonderkarten „Wandern undErholen“ und „Radfahren undWandern“ im Maßstab 1:50 000 mitWegen, Ausflugszielen und touristischenInformationen für Wandererund Radfahrer. Von den Inseln Sylt,Amrum, Föhr und Fehmarn und voneinigen beliebten Wandergebieten(Holsteinische Schweiz, Lütjenburg,Sachsenwald, WeißenhäuserStrand) gibt es Karten im Maßstab1:25 000. Alle Karten erhalten Sieüber den Vertriebsservice derLandes-Vermessungs-Anstalt in Kiel,Telefon (0431) 383-2015, oder imFachhandel.Die Kompass-Wander- und Radtourenkartenim Maßstab 1:50 000werden jeweils von einem handlichen,etwa 50 Seiten starken illustriertenReiseführer begleitet. Elfverschiedene Karten erschließenAusflugs- und Erholungsgebietein ganz Schleswig-Holstein.Beim Studio Verlag in Hamburgerscheinen die offiziellen Rad-, ReitundWanderkarten für die KreiseSegeberg (Ost und West) undStormarn, den NaturparkLauenburgische Seen und dasBiosphärenreservat Schaalseeim Maßstab 1:50 000.Foto: H.-J. AugstwwwAdressen im InternetDer Internet-Auftritt von Schleswig-Holstein heißt:www.schleswig-holstein.deAktuelles aus dem Wirtschaftsministeriumund dem Ministeriumfür Umwelt und Landwirtschaftfinden Sie auf den Seiten derSchleswig-Hoslteinischen Landesregierungwww.schleswig-holstein.de/landshDas Umwelt- und Landwirtschaftsministeriuminformiert unter derAdresse www.natura2000-sh.deüber die Ziele von NATURA 2000und über die schleswig-holsteinischenNATURA 2000-Gebiete.Die Web-Adresse für alleUmweltinteressierten in Schleswig-Holstein ist das InfoNet Umwelt,die gemeinsame Internet-Plattformvon Umweltverwaltung, Verbändenund Vereinen:www.umwelt.schleswig-holstein.deHier finden Sie über Sitemap undSuchfunktionen auch jede MengeWissenswertes und Nützliches zurFreizeitgestaltung in und mit derNatur.Das Schleswig-HolsteinischeWattenmeer im Internet hat dieAdressewww.wattenmeer-nationalpark.deDer gemeinsame Internet-Auftrittder Schleswig-HolsteinischenHeuhotels heißt www.heuhotelschleswig-holstein.deInformationen über Bahn- undBusverbindungen in Schleswig-Holstein gibt’s bei www.bahn.de,auf der Homepage der schleswigholsteinischenNahverkehrsbetriebewww.nah-sh.de und unter derAdresse www.scout-sh.deDas Internet-Portal für alleWanderinnen und Wanderer istwww.wanderbares-deutschland.deWeitere Web-Adressen finden Siebei den unten aufgeführtenOrganisationen und Verbänden.Informationen zum Urlaub inSchleswig-Holstein finden Sie unterwww.sh-tourismus.de36 37


iAdressenTourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH (TASH)Walkerdamm 1724103 KielTelefon: (01805) 600604Fax: (01805) 600644www.sh-tourismus.deNordsee-Tourismus-Service GmbHPostfach 161125806 HusumTelefon: (01805) 066077Fax: (04841) 4843www.nordseetourismus.deOstseebäderverbandSchleswig-Holstein e.V.Strandallee 75a23669 Timmendorfer StrandTelefon: (01805) 700708Fax: (01805) 700709www.ostsee-schleswig-holstein.deSchleswig-Holstein BinnenlandTourismus e.V.Stapelholmer Weg 1324963 TarpTelefon: (04638) 2108880Fax: (04638) 2108881www.schleswig-holstein-binnenland.deHolsteinische SchweizTourismus e.V.Bahnhofstraße 4a23714 Bad Malente-GremsmühlenTelefon: (04523) 200100Fax: (04523) 2001022www.holsteinischeschweiz.deHerzogtum Lauenburg Marketingund Service GmbHJunkenstraße 723909 RatzeburgTelefon: (04541) 802110Fax: (04541) 802112www.hlms.deMarketing Kooperation Städtein Schleswig-Holstein e.V.Beckergrube 9523552 LübeckTelefon: (01805) 882233Fax: (0451) 1221919www.sh-roterosen.deArbeitsgemeinschaft Urlaubauf dem Bauernhofin Schleswig-Holstein e.V.Holstenstraße 106-10824103 KielTelefon: (0431) 9797345Fax: (0431) 9797107www.bauernhof-erlebnis.deDeutsches JugendherbergswerkLandesverband Nordmark e.V.Rennbahnstraße 10022111 HamburgTelefon: (040) 6559950Fax: (040) 65599552www.djh.de/nordmark/Verband derCampingplatzunternehmer e.V.(VCSH)Kiefernweg 1423829 WittenbornTelefon: (04554) 7056533Fax: (04554) 4833www.vcsh.deHotel- und GaststättenverbandSchleswig-Holstein e.V.Hamburger Chaussee 34924113 KielTelefon: (0431) 651866Fax: (0431) 651668www.dehoga-sh.deGeschäftsstelle der KäsestraßeSchleswig-Holstein e.V.LandwirtschaftskammerSchleswig-HolsteinHolstenstraße 104-10824103 KielTelefon: (0431) 9797356Fax: (0431) 9797130www.kaesestrasse-sh.deWanderverbandNorddeutschland e.V.Spaldingstraße 160 B20097 HamburgTelefon: (040) 23686587Fax: (040) 23686588www.wanderverband-norddeutschland.deLNV – LandesnaturschutzverbandSchleswig-Holstein e.V.Burgstraße 424103 KielTelefon: (0431) 93027Fax: (0431) 92047www.lnv-sh.deBUND – Bund für Umwelt undNaturschutz Deutschland LandesverbandSchleswig-Holstein e.V.Lerchenstraße 2224103 KielTelefon: (0431) 66060-0Fax: (0431) 66060-33www.bund-sh.deNABU – NaturschutzbundSchleswig-HolsteinCarlstraße 16924537 NeumünsterTelefon: (04321) 53734Fax: (04321) 5981www.nabu-sh.de3839


anderung 2 Wanderung 3Zwischen Wind und WellenMeilen im MoorUnsere Wanderung beginnt amFähranleger Wittdün. Rechtsherum –also Richtung Westen – geht es ander Wattküste entlang bis auf dieHöhe des Seezeichenhafens. AmSpielplatz links abbiegen und kurzvor der Hauptstraße wieder rechts.Auf dem „Weg durch die Marsch“geht es an der Vogelkoje vorbei.Wir halten uns Richtung Leuchtturm,überqueren am Leuchtturm dieHauptstraße und folgen demWanderweg, der parallel zur Straßeverläuft. Nach gut einem Kilometerzweigt links der Weg zur Aussichtsdüneab. Von der Höhe der Dünekönnen Sie einen eindrucksvollenRundblick über die ganze Inselgenießen. Bleiben Sie in den Dünenimmer auf den befestigten Wegen,um die empfindliche Vegetationnicht zu beschädigen und die Tierenicht zu beunruhigen! Weiter gehtes auf dem Kniepsand. An derWasserkante oder, wenn es uns hierzu windig wird, näher an den Dünengeht es zurück Richtung Südosten.Sobald linker Hand die Dünenzurückweichen, wenden wir unsvom Wasser weg und gelangen aufeinen Bohlenweg, der uns vorbeiam Nehrungssee Wriak Hörn zurücknach Wittdün führt.Vom Bahnhof Lunden geht es denSchwarzen Weg ein kleines Stücknach Süden, dann biegen wir linksin die Moorchaussee ein. Wir folgendem nördlichen Rand des LundenerMoors. Nach rund zwei Kilometernbiegen wir rechts ab. Unser Weggeht nach anderthalb Kilometern inden Krempeler Moorweg über. Hierbildet der Weg die Ostgrenze desNATURA 2000-Gebietes „LundenerNiederung“. Nach einem Kilometertreffen wir auf eine Straße, der wireinige Schritte nach rechts folgen,bei nächster Gelegenheit biegen wirlinks wieder ab und sind jetzt aufdem Weg ins Schlichtingermoor.Nach einem weiteren Kilometerbiegt unser Weg nach rechts ab undführt auf einen Aussichtsturm zu.Wir lassen den Turm rechts liegenund folgen weiter dem Weg, derjetzt einige Kurven beschreibt unduns in den Ort Rehm führt. Überden Birkenweg gelangen wir auf dieVerbindungsstraße nach Krempel,auf die wir nach rechts einbiegen.In Krempel zweigt rechts dieMoorchaussee ab (eine andereals die in Lunden).Wir folgen ihr zunächst und nehmendann direkt hinter der Bahnlinie linkerHand den Verbindungsweg, deruns zurück zum Eingang desWanderparks führt.Länge:13 KilometerMarkierung:Die Strecke ist nicht markiert, aber aufder Insel fällt die Orientierung nichtschwer: das Meer ist immer in derNähe und der Leuchtturm ist von überallzu sehen.Länge:11 KilometerMarkierung:Die Wege im Krempeler und Schlichtingermoorsind nicht markiert; durch den WanderparkLundener Moor führt Sie die Markierung„Roter Faden“.Anfahrt:Vom Bahnhof Niebüll bringt Sie dieNVAG-Kleinbahn nach Dagebüll Mole.Die Überfahrt nach Wittdün auf Amrummit den Fähren der Reedereien W.D.R.und Adler dauert rund eineinhalbStunden. Von März bis Oktober verbindetdie Adler-Fähre Nordstrand undWittdün. Fahrplaninformationen derW.D.R. unter www.wdr-wyk.deund Telefon (04681) 80-0., der Adler-Fähren unter www.adler-schiffe.deund Telefon (04651) 98700.Anfahrt:Lunden liegt an der Bahnlinie Hamburg-Westerland zwischen Heide und Husum.Fahrplanauskunft unter www.bahn.deRast:Am Grünen Weg im Wanderpark desNaturerlebnisraums laden zwei komfortableGrillhütten zur Rast ein. In Lunden gibt es einGasthaus (vom Bahnhof aus durch dieSüderbahnhofstraße und in Verlängerung indie Straße Am Gänsemarkt).1 kmRast:Einkehrmöglichkeiten finden Sie unterwegsam Amrumer Leuchtturm, an derAussichtsdüne und in Wittdün.1 km40 41


anderung 4 Wanderung 5Marsch-MarschWandern zwischen GegensätzenAusgangspunkt unserer Wanderungist der Kremper Bahnhof. Wir lassendas Städtchen Krempe in unseremRücken und machen uns auf denWeg Richtung Borsfleth. Zu unsererLinken fließt die Kremper Au undbegleitet uns bis Borsfleth. InBorsfleth biegen wir an der Kirchenach rechts ab, von hier an folgt derWeg dem Stördeich. Nach rund dreiKilometern trennen sich Deich undWeg wieder. Wir kommen durchden Flecken Kleinwisch und gehenweiter geradeaus bis wir an einerT-Kreuzung auf die Kreisstraße treffen.Hier rechts abbiegen, weiter biszur Bahnlinie und dort wiederrechts. Der Weg, der uns jetzt nachKrempe zurück bringt, verläuft aufden Resten eines alten Deichs undhat darum den Namen „HoherWeg“.Vom Bahnhof Quickborn geht esRichtung Westen durch dieBahnhofstraße. Wir biegen rechtsauf die Kieler Straße (B 4) ein, derwir ein kurzes Stück folgen bis linksdie Donathstraße abzweigt. Hier einbiegenund am Ende derDonathstraße wieder rechts, in denKlingenberg. Die dritte Abzweigunglinks ist die Himmelmoorchausse,die uns zum Himmelmoor führt. Anihrem Ende kreuzen wir die Pinnauauf einer kleinen Brücke. An derübernächsten Kreuzung (T-Kreuzung)halten wir uns rechts. Dieser Wegführt uns gegen den Uhrzeigersinnums Himmelmoor. Nach der Hälfteder Strecke geht der Weg in denSchlei-Eider-Elbe-Weg über. DessenMarkierung können wir folgen bisder Weg aus dem Wald heraustrittund wenig später eine Neunzig-Grad-Kurve nach rechts beschreibt.Hier biegen wir im spitzen Winkelnach links ab und wenden unszurück zum Moor.Das letzte Wegstück führt unsschnurgerade auf das Torfwerk zu.Fünfhundert Meter hinter dem Werktreffen wir wieder auf die Himmelmoorchausse.1 kmLänge:11 KilometerLänge:14 KilometerMarkierung:Die Wege sind nicht markiert.Anfahrt:Krempe erreichen Sie mit der Bahn ausRichtung Elmshorn oder ItzehoeMarkierung:Nur ein Abschnitt unseres Weges ist mitdem Andreaskreuz für den Schlei-Eider-Elbe-Weg beziehungsweise denEuropäischen Fernwanderweg 9 gekennzeichnet.Rast:In Krempe finden Sie mehrere Gasthäuser,ein weiteres in Borsfleth.Anfahrt:Quickborn erreichen Sie mit der Regionalbahn-LinieA1 aus Richtung Neumünsteroder aus Richtung Hamburg-Eidelstedt.1 kmRast:Das nächstgelegene Gasthaus liegt imNaherholungsgebiet Waldfrieden nordöstlichdes Himmelmoores, ein Abstechervon gut drei Kilometern. Falls Sie mit demAuto unterwegs sind, können Sie dieWanderung von hier aus (direkt an der B4) beginnen.4243


anderung 6 Wanderung 7Auf dem Deich durchs WattDas Tunneltal,eine Attraktion seit zehntausend JahrenVom Wedeler Bahnhof kommen wirüber Bahnhofstraße, Gorch-Fock-Straße, Am Freibad und Marinedammzum Elbdeich. Unser weitererWeg führt auf dem Deich elbabwärtsbis zur Hetlinger Schanze.Dort verlassen wir den Deich nachrechts und gelangen an die alteDeichlinie, der wir in Gegenrichtung– also wieder rechtsherum – folgen.Wir lassen das Klärwerk rechts liegenund nehmen die Brücke, die linkerHand die HaseldorferBinnenelbe quert. Am Ortsrand vonHetlingen geht es wieder rechts,der Weg schlängelt sich durch dieWiesen bis zur Louisenhöhe. Vondort geht es geraden Wegs zurücknach Wedel.Nur wenige Schritte von der U-Bahn-Station Ahrensburg-West führteine Fußgängerbrücke über dieBahnlinie und bringt uns direkt insAhrensburger Tunneltal. Wir haltenuns links und folgen parallel zurBahnlinie dem nördlichen Rand desNaturschutzgebiets. An der HagenerAllee wechseln wir auf die andereTalseite und gehen in Gegenrichtungeinen halben Kilometer weitbis der Talhang nach Süden abknickt.Wir biegen links ab und nachzweihundert Metern wieder links.Der Weg führt bis an den Rand derSiedlung Hagen und dann in einemRechtsbogen um die Martenberge,die hier das übrige Gelände um einigeMeter überragen. Wir biegennach rechts ab und durchquerenden Wald in Richtung Westen.Dem Waldrand folgen wir nachrechts bis links der Weg zur BurgruineArnesvelde abzweigt.Auf diesem Weg geht es durch dieTalsohle und zurück zu unseremStartpunkt.Länge:19 Kilometer. Sie können dieStrecke verkürzen, indem Sie abHetlingen mit dem Bus (Linie 589)nach Wedel zurückfahren.Der Bus fährt montags bissamstags stündlich, am Sonntagim Zwei-Stunden-Takt. Fahrplan-Information unter www.geofox.de,www.hvv.de oderTelefon (040) 19449.Markierung:Die Strecke ist nicht als Wanderwegmarkiert, Orientierung bietetdie Beschilderung für Radwanderer.Anfahrt:Mit der Hamburger S-Bahn-Linie 1bis Endstation Wedel.Rast:Einkehrmöglichkeiten in Fährmannsand,an der Hetlinger Schanze undder Louisenhöhe. Für ein Picknickeignet sich der zum Betreten freigegebeneStrandabschnitt an derHetlinger Schanze.Länge:8 KilometerMarkierung:Kein ausgeschilderter Rundweg;an markanten Punkten im Gebietsind Informationstafeln aufgestellt.Anfahrt:Mit der Hamburger U-Bahn-Linie 1Richtung Großhansdorf bisAhrensburg-West. Die Bahn fährt allezehn bis zwanzig Minuten, Auskunftunter www.hvv.de, www.geofox.deund unter Telefon (040) 19449.Rast:Mehrere Einkehrmöglichkeitenin der Nähe der U-Bahn-Stationin Ahrensburg. Oder Sie nutzendie Freizeitfläche im benachbartenNaturschutzgebiet Höltigbaumfür ein gemütliches Picknick.1 km1 km44


anderung 8Wanderung 9Schöner als im Fernsehen: die Schlei Vor den Toren KielsDie Wanderung beginnt in Kappelnan der Drehbrücke. Am Hafenkaientlang geht es mit der Schlei zurLinken nach Süden. In Höhe desYachthafens beginnt der ausgeschilderteWanderweg nach Arnis.Hinter Königstein verlässt der Wegfür einen kurzen Abschnitt das Ufer.In Arnis können wir die Halbinselumrunden oder direkt zum Fähranlegergehen. Mit 360 Einwohnernin 128 Häusern ist Arnis die kleinsteStadt Deutschlands.Wir setzen mit der Fähre über dieSchlei. Auf dem Ostufer geht eszunächst einen knappen Kilometerlandeinwärts und dann links nachKopperby, wo wir auf den markiertenWanderweg nach Kappeln treffen.Der letzte, etwas höher gelegeneAbschnitt der Wanderung bietetnoch einmal schöne Ausblickeüber die Schlei und das gegenüberliegendeUfer.Vom Bahnhof Felde gehen wir aufder Straße Am Bahnhof parallel zurBahnlinie nach Osten, Richtung Kiel.Auf einer kleinen Brücke geht esüber die Eider, die vom Westenseeherkommt. Wir biegen rechts abund sind auf dem Wanderweg, deruns zwischen dem Westensee unddem kleineren Ahrensee hindurchführt.Wir halten uns ans Süduferdes Ahrensees bis wir an seinemöstlichen Ende rechts in den querendenWeg einbiegen. (Um vonhier nach Felde zurückzugehen, biegenSie links ab. Der Weg führt bisan die Rendsburger Landstraße, derSie auf dem parallelen Rad- undFußweg nach links folgen. ÜberAchterwehr kommen Sie nach Feldezurück.)Über Marutendorf kommen wir wiederan die Eider, die wir diesmal einStück oberhalb ihrer Einmündungin den Westensee überqueren.Bei Hohenhude treffen wir aufden Nord-Ostsee-Wanderweg.Rechtsherum geht es zumWestensee. Wenn der Weg sichvom Ufer etwas entfernt, kommtlinker Hand der Kleine Schierenseein Sicht. Bei Wrohe erreichen wirwieder das Ufer des Westensees.1 kmLänge:13 Kilometer. Zwischen Kappeln und Arnisgibt es keine weitere Schlei-Querung.Verkürzen können Sie die Wanderung nur,indem Sie auf dem Westufer den gleichenWeg zurückgehen.Markierung:Die Strecke ist als Wanderweg markiert(auf dem Westufer mit einem blauenBalken, auf dem Ostufer mit einemgrünen). Nur der Abschnitt zwischender Fähre Arnis und Kopperby ist ohneMarkierung.Anfahrt:mit dem Bus aus Richtung Schleswig,Flensburg, Eckernförde oder Süderbrarup.Die nächstgelegene Bahnstation istSüderbrarup auf der Strecke Flensburg-Kiel.Rast:Einkehrmöglichkeit in Arnis direkt an derFähre. Eine Badestelle gibt es ebenfallsin Arnis rund 500 Meter südlich vomFähranleger.Länge:12 Kilometer. Sie können die Wanderungum die Hälfte verkürzen, indem Sie oberhalbdes Ahrensees nach Felde zurückgehen.Markierung:Bis Hohenhude keine Markierung, abHohenhude bis Wrohe als Nord-Ostsee-Wanderweg ausgeschildert.Anfahrt:Mit der Bahn aus Richtung Kiel oderRendsburg bis Felde. Fahrpläne unterwww.nord-ostsee-bahn.de oder Telefon(0180) 1018011. Rückfahrt mit dem Busvon Wrohe. Erkundigen Sie sich vor IhrerWanderung nach dem Busfahrplan,besonders am Wochenende fahren dieBusse selten. Busfahrplan unterwww.autokraft.de, telefonisch beiAutokraft Kiel (0431) 71070 oder AutokraftRendsburg (04331) 131471.Rast:Gasthaus mit Seeblick in Wrohe; in Feldeam Bahnhof und, wenn Sie die kürzereRundstrecke nehmen, in Achterwehr beimBahnübergang. Bademöglichkeiten amOstufer des Ahrensees, am Westenseebei Hohenhude und in Wrohe.1 km4647


anderung 10 Wanderung 11Die große Stille Im Herzen Holsteinischen SchweizWir starten am Einfelder Bahnhof.Auf dem Wanderweg rechts derBahnlinie geht es Richtung Norden,stadtauswärts. Nach gut einemKilometer zweigt rechts der Wegins Dosenmoor ab. DieserMoordamm führt schnurgeradedurch das Moor. Wir biegen nachetwa achthundert Metern links abund laufen einen annähernd U-förmigenBogen, der uns an den Randdes Moores und dann, kurz bevorwir wieder auf den Hauptweg treffen,an die höchste Stelle mit derBesucherplattform führt. Auf demHauptweg setzen wir unseren Wegbis zum östlichen Rand des Mooresfort. Hier geht es links herum undam Rand des Naturschutzgebietesentlang. Wir folgen den knickgesäumtenWegen am GehegeWattenbek und wenden uns an dessenEnde, wieder auf freiem Feld,nach links. Auf dem Weg parallel zurBahnstrecke geht es zurück bis zurBahnunterführung, durch die wirzum Einfelder See kommen. Andem Seeufer entlang geht es zurückzum Ausgangspunkt.Die Wanderung beginnt am Bahnhofvon Malente. Wir gehen auf derBahnhofstraße etwa zweihundertMeter in Richtung Stadtzentrum undbiegen rechts in die Lindenallee ein,die uns zum Seeufer bringt. DerRothensander Weg führt uns aufeiner Brücke über die Schwentineund weiter zur Eutiner Straße. Fürein kurzes Stück müssen wir aufdem Rad- und Fußweg der starkbefahrenen Straße folgen. Hinterdem Hof Rothensande biegen wirnach links von der Straße insPrinzenholz ab. Der Wanderwegfolgt bis zum Fissauer Fährhaus denKurven des Seeufers. Am FissauerFährhaus beginnt die Markierungdes EuropäischenFernwanderweges (EFW 1). DerSeeuferweg führt nun nach Norden.Nach einem Kilometer entfernt ersich etwas vom See, an der folgendenWeggabelung halten wir unslinks. In Uklei müssen wir uns zwischender Wanderung auf demNordufer und der Rückfahrt mit der„Luise“ entscheiden. Auf demNordufer führt das letzte Stück desWeges vor Malente wieder an derStraße entlang. Am Ortsrand derSiedlung Eichkamp biegen wir linksin die Kellerseestraße ein.Schließlich kommen wir auf derSeepromenade über die MalenterAu und wieder an unserenAusgangspunkt.Länge:12 Kilometer.Markierung:Die Wege im Dosenmoorsind nicht markiert; wirkönnen uns aber leicht amMoordamm orientieren, derdurch das Moor verläuft.Anfahrt:Der Bahnhof von Einfeld liegtan der Bahnlinie Hamburg-Kiel.Rast:Das letzte Stück der Wanderungführt uns am Ostuferdes Einfelder Sees entlang.Sie können dort auf demStrand picknicken oder insGasthaus am Seeufer einkehren.Auch eine Badestellegibt es am Einfelder See.Länge:17 Kilometer. Sie können die Wanderungum rund ein Drittel verkürzen, indem Sievon Uklei mit dem Schiff nach Malentezurückfahren.Markierung:Der Weg um den Kellersee ist alsRundwanderweg 4 der Stadt Malentegekennzeichnet (weiße 4 auf rotem Grund),zwischen dem Fissauer Fähranleger undMalente finden Sie auch das Andreaskreuzdes Europäischen Fernwanderwegs 1.Anfahrt:Malente liegt an der Bahnlinie Lübeck-Kiel.Rast:Einkehrmöglichkeiten: Fissauer Fährhausund Uklei-Fährhaus; am Ende derWanderung auf dem Seeufer beimOhlenhof und weitere zahlreicheMöglichkeiten in Malente. Badestellen amSüdufer bei Fissau und am Ostufer nahedem Zulauf vom Ukleisee. In Malente gibtes eine Seebadeanstalt.1 km 1 km48


anderung 12 Wanderung 13Hinter den sieben Bergen – Güldenstein Ein beinahe verlorenes ParadiesIn der Ortsmitte von Lensahn beider St.-Katharinen-Kirche machenwir uns auf den Weg. Die EutinerStraße führt uns Richtung Westen,am Großen Mühlenteich vorbei, ausdem Ort hinaus. Unser Weg läuftnoch rund einen Kilometer nebender Straße her, dann biegen wir beiLensahnerhof in den Hofweg ein.Er führt um einen kleinen Weiherherum, dann queren wir die EutinerStraße und gelangen aufs freie Feld.Wo sich am Rand eines kleinenWäldchens der Weg gabelt, haltenwir uns rechts. Wir gehen weiterbergauf durch ein größeres Waldstück,bis wir auf ein Sträßchen treffen,in das wir rechts einbiegen.Nach einem Kilometer sind wir wiederan der Landstraße, der wir kurznach rechts, in Richtung Lensahnfolgen, um sie nach fünfhundertMetern nach links zu verlassen. DieWaldstücke rechter Hand gehörenzum NATURA 2000-Gebiet. Auf demmeistens von Knicks begleitetenWeg kommt bald das Gut Güldensteinvor uns in Sicht. Unser Weglässt Güldenstein links liegen undführt in den Wald. An der Kreuzunggeht es links zum Gut. Wir nehmendie entgegengesetzte Richtung undfolgen dem Bachlauf bergab. AmOrtsrand von Lensahn treffen wirwieder auf die Eutiner Straße.Von der Busstation im Eichenweggeht es nach links in den Buchenweg.Die Verlängerung desBuchenweges ist der SchwarzeDamm, der uns ins Naturschutzgebietund dort zunächst ein Stückdurch den Wald führt. Am Waldsaumunterquert die Medebek vonlinks den Damm und fließt parallelzu unserem Weg. Wo die Medebekeinen Bogen nach rechts beschreibt,biegen auch wir ab in den Mövenstieg.Zwischen dem Süßwasserteichlinks und der Großen Lagune rechtshindurch kommen wir ans Traveufer.Auf dem Treidelpfad geht es anderthalbKilometer traveabwärts unddann links in den Gänsepfad. Kurzvor der Einmündung der Medebekzweigt der Sonnenweg nach linksab und führt uns wieder auf denSchwarzen Damm. Linksherum gehtes zurück zum Ausgangspunkt.1 kmLänge:13 KilometerMarkierung:Der Wanderweg ist nicht markiert.Anfahrt:Den Waldort Lensahn erreichen Sie mitdem Bus Linie 5804 aus RichtungOldenburg in rund zehn Minuten und ausRichtung Neustadt in einer halben Stunde.Fahrplaninformationen unter www.bahn.de.Rast:In der Ortsmitte von Lensahn finden Siemehrere Gasthäuser.Länge:7 KilometerMarkierung:Die Wege im Schellbruch tragen Namen,an denen Sie sich gut orientieren können.Anfahrt:Mit dem Bus Linie 12 oder Linie 24 bisHaltestelle Eichenweg.Fahrplanauskunft über www.scout-sh.deoder telefonisch unter (0451) 888-2828.Rast:Gasthäuser finden Sie in der Nähe derBusstation im Buchenweg und in derWaldstraße; in Gothmund rund 500Meter östlich vom Naturschutzgebiet(in Verlängerung des Treidelpfads) direktam Traveufer.1 km5051


anderung 14Wo Teufel Fische verkauftUnsere Wanderung beginnt an derSeestraße in Salem. Von hier folgenwir der Kreisstraße K 48 dreihundertMeter in Richtung See, bis rechtsein Weg zum Ufer abzweigt. DieMarkierung führt uns am Seeuferentlang, zunächst am Salemer, dannam Pipersee. Zwischen Piperseeund Phulsee wechseln wir auf dasgegenüberliegende Ufer. Nacheinem Kilometer gabelt sich der Weg;wir halten uns rechts und kommenentlang dem Westufer des Küchenseesnach Seedorf. Weiter amSeeufer entlang erreichen wir dieHalbinsel des Seedorfer Werders.Rechtsherum geht es in einem großenBogen über den Werder, denwir über eine zweite schmale Landbrückewieder verlassen. Von hieraus geht es auf dem gleichen Wegüber Phulsee, Pipersee und SalemerSee zurück nach Salem.Länge:15 KilometerMarkierung:Die Wegmarkierung zeigt ein blauesFischsymbol.Anfahrt:Salem erreichen Sie per Bus von Ratzeburgaus. Busfahrpläne und weitere Informationenunter www.salem-dargow.de undwww.amt-gudow-sterley.de.Rast:Bei den Campingplätzen am Salemer Seeund am Phulsee finden Sie in der Regeleine Badestelle und einen Imbiss.Eine weitere Badestelle in Seedorf, aufdem Ostufer des Seedorfer Werders einschöner Rastplatz mit Blick über den See.Restaurants, in denen Sie auch der GroßenMaräne begegnen können, finden Sie inSalem und in Seedorf.1 kmImpressumHerausgeber:Ministerium für Umwelt,Naturschutz und Landwirtschaftdes Landes Schleswig-HolsteinMercatorstraße 3 · 24106 Kielin Zusammenarbeit mit demMinisterium für Wirtschaft,Arbeit und Verkehrdes Landes Schleswig-HolsteinDüsternbrooker Weg 94 · 24105 KielText und Redaktion: Arne LauingerGestaltung:conrat, agentur für marketingund kommunikation, KielTitelfoto:Holsteinische Schweiz Tourismus e.V.Kartengrundlage:Topographische Karte 1:50 000Vervielfältigung mit Genehmigungdes LandesvermessungsamtesSchleswig-Holstein vom 04.12.2003Geschäftszeichen: 1-562.6 S 463/03Druck: A. C. Ehlers, KielAuflage: #0.000Diese Broschüre wurde ausRecyclingpapier hergestellt.Diese Druckschrift wird im Rahmen derÖffentlichkeitsarbeit der schleswigholsteinischenLandesregierung herausgegeben.Sie darf weder von Parteiennoch von Personen, die Wahlwerbungoder Wahlhilfe betreiben, im Wahlkampfzum Zwecke der Wahlwerbung verwendetwerden. Auch ohne zeitlichen Bezug zueiner bevorstehenden Wahl darf dieDruckschrift nicht in einer Weise verwendetwerden, die als Parteinahme derLandesregierung zu Gunsten einzelnerGruppen verstanden werden könnte. DenParteien ist es gestattet, die Druckschriftzur Unterrichtung ihrer eigenen Mitgliederzu verwenden.Die Landesregierung im Internet:www.landesregierung.schleswig-holstein.de52

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine