Nike BDA-Architekturpreis 2013 - BDA Nike 2013

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Nike BDA-Architekturpreis 2013 - BDA Nike 2013

NikeBDA-Architekturpreis2013


NikeBDA-Architekturpreis2013


InhaltDer BDA-Architekturpreis NikeJury46Klassik-NikePreisträgerOlympiapark München. Anlagen und Bautenfür die Olympischen Spiele 1972ShortlistKanzlerbungalow, BonnRathaus Bensberg, BensbergGroSSe NikeKolumba Kunstmuseum des Erzbistums Köln, KölnNike für AtmosphärePreisträgerKolumba Kunstmuseum des Erzbistums Köln, KölnShortlistMuseum der Bayerischen Könige, HohenschwangauSchutzhütte am Fichtelberg, OberwiesenthalNike für SymbolikPreisträgerSchneekirche, MitterfirmiansreutShortlistMarco-Polo-Tower, HamburgPräsentation der mittelalterlichen Mikwe, Erfurt91213141922232528292


Nike für FügungPreisträgerErweiterung Nya Nordiska, DannenbergShortlist0113 Brunnenstraße, BerlinWohnhaus Paradiesgasse 13, Frankfurt am MainNike für KompositionPreisträgerTannerhof, BayrischzellShortlistBesucherzentrum Herkules, KasselMuseum Folkwang, EssenNike für NeuerungPreisträgerErweiterung Städel Museum, Frankfurt am MainShortlistUmgestaltung Kirche St. Augustinus, HeilbronnMuseum für Naturkunde: Ostflügel, BerlinNike für soziales EngagementPreisträgerBetriebsrestaurant mit Auditorium, DitzingenShortlistPfadfinderhaus, OttobrunnKronenraumforschungsturm, Hörnungstal (Pfälzer Wald)NOMINIERUNGENder BDA-LandesverbändeBildnachweisImpressum3134353740414346474952535471723


Der BDA-Architekturpreis NikeDie Siegesgöttin Nike ist die Namensgeberin des BDA-Architekturpreises. Der von ihr überbrachten Botschaftvon Sieg und Frieden sagt man eine beflügelndeWirkung nach.Zum dritten Mal würdigt der BDA mit der „Nike“Architek ten und Bauherren für vorbildhafte Beiträge zuArchitektur und Städtebau. Sein besonderes Anliegenist es, mit diesem Preis die Fülle und Vielfalt architektonischerQualitätskriterien zu verdeutlichen.Sechs Preiskategorien veranschaulichen, wie Qualitätin Architektur und Städtebau entsteht, wie sie wahrgenommenwird und was sie bewirkt. Die prämiertenArbeiten sind alle Beispiele für hervorragende Gestaltungund zeichnen sich darüber hinaus jeweils durcheine Besonderheit aus. Sie erhalten in den KategorienSymbolik, Atmosphäre, Fügung, Komposition, SozialesEngagement und Neuerung eine „Nike“ und werdeneinzeln in dieser Publikation vorgestellt.Mit der „Großen Nike“, einer Plastik des BildhauersWieland Förster, ehrt der BDA zusätzlich eines dieserBauwerke, das allen Nike-Preiskategorien in ganz besondererWeise gerecht wird.4


Von den BDA-Landesverbänden wurden jeweils herausragendeGebäude und städtebauliche Arbeiten ihrerBundesländer aus den letzten Jahren für den ArchitekturpreisNike 2013“ nominiert. Mit diesen über 60 Pro -jekten wird eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dassArchitektur und Städtebau in sehr positiver Weise Einflussauf die Lebensbedingungen in unserer Gesellschaftnehmen. Eine unabhängige Jury wählte aus den vorgeschlagenenProjekten zunächst die Shortlists und danndie Preisträger in den sechs Kategorien sowie den Preisträgerder „Großen Nike“ aus.Die „Große Nike 2013“ würdigt den Schweizer PeterZumthor als Architekten und das Erzbistum Köln als Bauherrnfür das Kunstmuseum Kolumba in Köln. Mit diesemMuseum hat Peter Zumthor ein „Gesamterlebnis“ ge -schaffen, das seine ästhetische Kraft aus der meisterlichenEntwurfsarbeit schöpft, die sich mit der Geschichtedes Ortes auseinandersetzt und den Dialog mit derkünstlerischen Sammlung eingeht.Deutschland ein idealer Anlass, diesen Anspruch in derArchitektur zum Ausdruck zu bringen. Auch heute noch,nach vier Jahrzehnten, hat der Olympiapark mit demOlympiastadion nichts von seiner zukunftsweisendenWirkung verloren.Die Göttin Nike versinnbildlicht nicht nur den Sieg imästhetischen Wettstreit. Sie ist auch Symbol dafür, etwasfür andere zu erreichen und zu schaffen. Die in dieserPublikation vorgestellten Bauwerke und städtebaulichenProjekte verdeutlichen, wie Architekten und Bauherrendurch sinnstiftende Ideen lebenswerte Wohn- und Arbeitsweltenfür die Gesellschaft schaffen können.Michael Frielinghaus,Präsident Bund Deutscher Architekten BDAErstmalig verleiht der BDA in diesem Jahr die „Klassik-Nike“für den besonderen Wert eines Bauwerks oder städtebaulichenProjekts, das sich über mehrere Jahrzehnte –mindestens 25 Jahre und höchstens 50 Jahre – in derNutzung bewährt hat und noch immer als vorbildhaftgilt. Insbesondere ist das Bauwerk sowohl ein Zeugnisseiner Zeit als auch wegweisend für die Architektur derfolgenden Jahrzehnte.Ausgezeichnet wird mit der „Klassik-Nike 2013“ derOlympiapark mit dem Olympiastadion und dem Olympiazeltdachin München. Wie kein anderes Gebäudeverkörpert die Sportstätte das gesellschaftliche Bedürfnisnach Freiheit, Demokratie und Weltoffenheit. DieOlympischen Spiele 1972 waren für die Bundesrepublik5


JuryProf. AndreasEmmingerjohannsraum,Atelier für Architektur,NürnbergAndreas Emminger, 1971 geboren,studierte Architektur an derTU Dresden, am IUAV Venedigund an der EAPB Paris. Seit 1999 arbeitet er als freierArchitekt in Nürnberg. 2009 gründete er das Architekturbürojohannsraum mit Hans Hesselbach, das er seit2011 als alleiniger Inhaber führt. Er ist seit 2011 Professorfür Entwerfen und Konstruieren an der OstbayerischenTechnischen Hochschule Regensburg und dort seit 2012Prodekan. 2002 erfolgte seine Berufung in den BDA, woer derzeit im Präsidium tätig ist. Er ist u. a. Mitglied imBeirat für Baukultur der Stadt Coburg sowie im Baukunstbeiratder Stadt Augsburg.Michael FrielinghausBLFP FrielinghausArchitekten undPräsident BDAMichael Frielinghaus, 1951 geboren,studierte an der TechnischenHochschule Darmstadt.1977 Berufstart im ArchitekturbüroHohmann, Bremmer, Lorenz + Partner in Friedberg.1990 wurde er Partner im Architekturbüro Bremmer-Lorenz-Frielinghaus, und seit 2002 ist er geschäftsführenderAlleingesellschafter von BLFP Frielinghaus Architekten.Zu den Projekten des Büros zählen Sport- und Freizeitzentren,Büro- und Verwaltungsbauten, Wohnungsbautenund die Entwicklung städtebaulicher Konzeptionen.Michael Frielinghaus ist seit 2007 Präsident des BundesDeutscher Architekten BDA.Dr. Roman HOLLENSTEINNeue ZürcherZeitung, ZürichRoman Hollenstein, 1953 geboren,studierte Kunst- und Architekturgeschichtean der UniversitätBern. Nach seiner Promotion1983 war er für die Sammlungendes Fürsten von Liechtenstein in Vaduz und Wien sowieam Kunstmuseum Basel und am Schweizerischen Institutfür Kunstwissenschaft in Zürich tätig. Seit 1990 ist er beider Neuen Zürcher Zeitung und dort als Feuilleton-Redakteurfür die Gebiete Architektur, Denkmalpflege undDesign verantwortlich. Darüber hinaus hat er zahlreichePublikationen veröffentlicht. Roman Hollenstein ist assoziiertesMitglied des Bundes Schweizer Architekten undwurde 2012 mit dem Preis für Architekturkritik des BDAausgezeichnet.Prof. Françoise-Hélène JourdaJourda Architectes, ParisFrançoise-Hélène Jourda, geboren1955, diplomierte 1979 ander Ecole d‘Architecture de Lyon.Heute praktiziert sie Architekturin ihrem Pariser ArchitekturbüroJAP (Jourda Architectes Paris) und unterrichtet als Professorinan der Technischen Universität in Wien. Zusätzlichleitet sie das Unternehmen EO.CITE, eine Beratungsfirmafür Architektur und Städtebau. Alle drei Aktivitätenbasieren auf dem Prinzip der Nachhaltigen Entwicklung.Françoise-Hélène Jourda war Kuratorin des französischenPavillons der Architekturbiennale in Venedig 2004 unterdem Thema „Nachhaltige Metamorphosen“. Sie publiziertund hält Vorträge weltweit.6


Anne KaestleDuplex Architekten,ZürichAnne Kaestle, geboren 1975,studierte Architektur an der TechnischenUniversität Karlsruhesowie an der Königlichen KunstakademieKopenhagen und ander Architekturakademie in Mendrisio bei Peter Zumthor.Anschließend Mitarbeit bei M / SG / S / S / S (Buenos Aires)und Marcel Meili, Markus Peter (Zürich). 2007 gründetesie zusammen mit Dan Schürch das Büro Duplex Architektenin Zürich. Für den Entwurf des Quartiers „Mehr alsWohnen“ in Zürich Leutschenbach wurden sie mit demDEUBAU-Preis für junge Architektinnen und Architektenausgezeichnet. Seit 2012 führt Duplex Architekten weitereBüros in Düsseldorf und Hamburg.Ulla LutherSTADTPLANERIN UNDStaatsrätin a.D., BerlinUlla Luther, 1944 geboren, absolviertenach ihrem Studium derArchitektur an der TechnischenUniversität Hannover ein Städtebaureferendariatin Hannoverund arbeitete als Entwicklungshelferin auf Jamaika. Danachwar sie als beamtete Planerin in unterschiedlichenPositionen in Hannover, Hamburg, Lübeck, Berlin undBremen tätig und zudem Geschäftsführerin der BerlinerLandesentwicklungsgesellschaft (BLEG), Gastprofessorinan der BTU Cottbus und Partnerin im Büro H.O. DieterSchoppe, Freiraumplanung, Hamburg. Heute ist sie freiberuflichtätig als Stadtplanerin, Architektin, Gutachterinund Vorsitzende des Gestaltungsrates Potsdam.Peter Cachola SchmalDirektor desDeutschen Architekturmuseums,FrankfurtAm MainPeter Cachola Schmal, geboren1960, studierte Architektur ander Technischen HochschuleDarmstadt. Nach seiner Tätigkeit bei Behnisch & Partner(Stuttgart) und ABE Architekten (Zeppelinheim) arbeiteteer als freier Architekt, Publizist und übernahmverschiedene Lehrtätigkeiten. Seit 2000 ist er als Kuratoram Deutschen Architekturmuseum Frankfurt/Main tätig,dessen Leitung er seit 2006 inne hat. Er ist u. a. Mitglieddes Kuratoriums der Schelling Architekturstiftung, desSteering Commitee des Mies van der Rohe Awards unddes Beirats Kunst am Goethe-Institut München. Er hatzahlreiche Bücher und Aufsätze zu aktuellen Themen derArchitektur veröffentlicht.7


Die Klassik-Nike ehrt ein Bauwerk, dessen besonderer Wert inGestalt und Funktion sich über Jahrzehnte in der Nutzung bewährthat und immer noch als vorbildhaft gilt.Klassik-Nike8


OlympiaparkPreisträgerOlympiapark München.Anlagen und Bautenfür die OlympischenSpiele 1972München, 1972ArchitektenBehnisch & Partner,Stuttgart/MünchenGünter Behnisch, Fritz Auer,Winfried Büxel, Erhard Tränkner,Karlheinz Weber – Wettbewerbmit Jürgen Joedicke, StuttgartLandschaftsgestaltungmit Günter Grizmek,Kassel/MünchenÜberdachung derHauptsportstättenBehnisch & Partner, Stuttgart,Frei Otto, Warmbronn, Leonhardt +Andrä mit Jörg Schlaich, StuttgartVisuelles ErscheinungsbildOtl Aicher, Ulm/RotisBauherrOlympiabaugesellschaft mbH,München10


Mit dem Ensemble zu den Olympischen Spielen 1972 hat sich die jungeBundesrepublik Deutschland als eine freie Gesellschaft einen gebauten Ausdruckgegeben, der weltweit große Anerkennung erfahren hat. Das Brillanteam Olympiapark ist die herausragende Architektur des damals mit fast75.000 Quadratmetern größten Zeltdachs der Welt und dessen Einbettungin eine wunderbar bewegte Parklandschaft – den renaturierten Olympiapark.Unter dem transparenten, mit Plexiglas bedeckten Dach befinden sich dasOlympiastadion, die Olympiahalle und die Olympiaschwimmhalle.Als gebauter Ausdruck politischer Repräsentation ist seit dieser Zeit inDeutschland nichts Vergleichbares mehr geschaffen worden. Zudem zeugtdas Olympiagelände von dem großen Vertrauen, das die politischen Auftraggeberden jungen Architekten, Ingenieuren, Landschaftsarchitekten undGrafikdesignern entgegengebracht haben. Insgesamt kann die Entste -hungsgeschichte dieses Baukomplexes als eine besonders glückliche Fügungin der Geschichte Deutschlands gesehen werden. Auf allen Ebenen konnteder Welt gezeigt werden, dass Deutschland nichts mehr mit der nationalsozialistischenVergangenheit und der Olympiade 1936 in Berlin zu tun hat.Nach wie vor wirken Olympiapark und Olympiadach zeitlos schön und sind –im Gegensatz zu vielen anderen Olympiastätten weltweit – mit Lebengefüllt. Mit dieser hohen Wertschätzung durch die Bevölkerung erfüllen dieMünchner Sportstätten das Kriterium der ästhetischen Nachhaltigkeitwie kein anderes Bauwerk unserer jüngeren Vergangenheit. Daher ist dieWürdigung durch die erstmals verliehene „Klassik-Nike“ eine wichtigeEntscheidung, die vielleicht nicht überrascht, aber auf diese Weise die außergewöhnlichhohe und in all den Jahren der Nutzung bewährte Qualitätdes Olympiadachs und des Olympiaparks hervorheben möchte.Diese außerordentliche geistige und architektonische Leistung ist jedoch inihrer Existenz durch die geplante Bebauung in den Randbereichen des Olympiaparksbedroht. Daher ist die Auszeichnung mit der „Klassik-Nike“ auchals politisches Zeichen zu verstehen, um die herausragende Bedeutung desOlympiageländes für München wie auch als nationales Symbol zu betonen.Votum der Jury11


KANZLERBUNGALOWShortlistDer Kanzlerbungalow in Bonn, Wohn- und Empfangsgebäudedes amtierenden Bundeskanzlers von 1964bis 1999, wird in seiner weltoffenen und niveauvollenSprache den gesellschaftspolitischen Intentionen derBundesrepublik Deutschland gerecht. „Das ist imwahrsten Sinne unser Haus, das unser innerstes Wesenausstrahlt“, charakterisierte Ludwig Erhard zur Schlüsselübergabe1964 den von Sep Ruf geschaffenen Bungalow.„Nicht die Repräsentation ist das Entscheidendehier, sondern die menschliche Begegnung.“Einfühlsam in die Topographie des Parks eingebettet,vereint der Bungalow ein fein austariertes Raumgefüge,das gleichermaßen zur offiziellen Repräsentation wiezum privaten Rückzug einlädt. So wird die Architekturdem Moment der politischen Begegnung und des vertrauensvollenGesprächs in besonderer Weise gerecht.KanzlerbungalowBonn, 1964ArchitektSep Ruf, MünchenBauherrBundesrepublik DeutschlandEin Glücksfall war nach Jahren des Leerstandes dievorbildliche Sanierung des Kanzlerbungalows dankder Unterstützung durch die Wüstenrot-Stiftung. Dieexzellente Betreuung dieses architektonischen Meisterwerkesdurch die „Stiftung Haus der Geschichte derBundesrepublik Deutschland“ ermöglicht, die Zeit derBonner Republik in der Lebens- und Arbeitswelt seinerKanzler authentisch zu studieren.12


RATHAUS BENSBERGShortlistDas Rathaus in Bensberg wurde auf dem Gelände desalten Bensberger Schlosses errichtet. An der Stelle einesverlorenen Wahrzeichens entstand ein neues markantesSymbol, dessen expressive Architektur Teile der altenBurgruine integriert. Kraftvoll entfaltet das Gebäudeseine skulpturale Wirkung in der Kombination ausSichtbeton und horizontal gegliederten Fensterbändern.Heute zählt das Rathaus zu den geschätzten und identifikationsstiftendenBauwerken des Bergischen Landes.2001 wurde das Gebäude, das nach der Eingemeindungder Stadt Bensberg zu Bergisch Gladbach als Sitz derStadtverwaltung dient, denkmalgerecht saniert.Gottfried Böhm hat in Bensberg ein prägnantes öffentlichesGebäude geschaffen, dessen baukulturelleBedeutung eine auch über die ursprüngliche Repräsentationsfunktionhinaus anhaltende Anerkennung undWertschätzung bei den Bürgern erfährt.RATHAUS BENSBERGBensberg, 1967ArchitektGottfried Böhm, KölnBauherrStadt Bensberg13


Die Große Nike ehrt ein Bauwerk, das mit Atmosphäre undSymbolik, in Fügung und Komposition, im Anspruch aufSoziales und auf Neues in besonderer Weise die Intentiondes Architekturpreises Nike erfüllt.Große Nike14


Kolumba KunstmuseumPreisträgerKolumba Kunstmuseumdes Erzbistums KölnKöln, 2007ArchitektenAtelier Peter Zumthor & Partner,HaldensteinBauherrErzbistum Köln,Generalvikariat, Köln16


Es ist ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Ort: Kolumba, das Kunstmuseumdes Erzbistums Köln. Peter Zumthor schuf hier eine Raumkomposition,die – in der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes – ganzunterschiedliche Elemente zu einem Ganzen, Unverwechselbaren zusammenfügt.Der Besucher dieses Museums betritt eine eigene Welt, in derunmittelbar die laute umgebende Stadt vergessen ist und die Zeugnisseder gebauten Vergangenheit, erhellt durch vereinzelt einfallende Lichtstrahlen,in den Dialog mit dem anspruchsvollen Konzept des Kunstmuseumsfür das Erzbistum treten.Exakt nimmt der Neubau die Fluchtlinien der gotischen Kirche St. Kolumbaauf und integriert das Bestehende: Die Fassade des neuen Museums wächstauf den vorhandenen Grundmauern. Die von Gottfried Böhm erbauteKapelle „Madonna in den Trümmern“ aus den fünfziger Jahren wird miteinem separaten Eingang eingehaust. Sie steht in einer Ruinenlandschaftmit Fundamenten der Vorgängerkirchen. Diese Ruinenlandschaft, alsgrößter und einzigartiger Ausstellungsraum, wird durch die perforierteFilterstruktur der Klinker-Fassade beleuchtet. Über diesem zentralen Raumscheint das eigentliche Museum, getragen von zwölf Meter hohen Stahlstützen,zu schweben und verwandelt dadurch das Ausgrabungsfeld ineinen sakral wirkenden Ort der Andacht und Einkehr. So fügt sich das Alte,Gerettete mit dem Neuen zu architektonisch gefasster Geschichte.Erhaben präsentiert sich das Innere des Ausstellungshauses im Obergeschossals eine Komposition aus Licht, Material und Raum. In helles Tageslichtgehüllte Ausstellungssäle und künstlich beleuchtete Kabinette, weiteund enge Öffnungen, intime Kunstbetrachtungen und gezielte Ausblickeauf die Stadt wechseln sich ab.Peter Zumthor trifft in dem Gebäude Kolumba auf die grundlegendenFragen der Architektur, bezogen auf Raum, Zeit, Material und Stadtgestalt.Seine Antwort inspiriert auf wunderbare Weise zum Sehen, zum Fühlen,zum Erleben und zum Nachdenken.Kolumba ist zu einem würdevollen Ort geworden durch Schlichtheit undeine sehr präzise Architektur, die in jedem Detail überzeugt.Votum der Jury17


Auszeichnung für ein Bauwerk, das durch Gestalt undAnmutung, durch Licht und Raum, durch Material und Farbeeinen besonderen atmosphärischen Eindruck erreichtNike für Atmosphäre18


Kolumba KunstmuseumPreisträgerDas Kunstmuseum des Erzbistums Köln versteht sich als „lebendesMuseum“: Das Präsentationskonzept zeigt Arbeiten aus verschiedenenKunstepochen in wechselnden „Gegenüberstellungen“, unabhängigvon stilgeschichtlichen oder medialen Zusammenhängen. Im Zentrum derRezeption des Betrachters steht der direkte Dialog mit der Kunst.Die Architektur des Gebäudes spiegelt diese anspruchsvolle Idee desDialogs mit ihren Mitteln. Sie ist eine atmosphärisch dichte Kompositionaus Geschichte und Gegenwart, die mit starken Raumeindrücken undsorgfältig ausgeführten Details eine große Faszination hervorruft.Kolumba Kunstmuseumdes Erzbistums KölnKöln, 2007ArchitektenAtelier Peter Zumthor & Partner,HaldensteinBauherrErzbistum Köln,Generalvikariat, KölnDen Ausstellungsräumen gemeinsam ist die Schlichtheit der Materialien:Backstein, Mörtel und Lehmputz sowie Naturstein, Terrazzo und geglätteterEstrich auf den Böden. Die Askese und die Eleganz des Inneren setzensich im Stadtraum fort. Hier entfaltet das Museum gestalterische Kraftmit seinem perforierten Fries und den großen Glasflächen. Für die Fassadewurde eigens ein Ziegel im Römerflachformat entwickelt, der sich andem ockergrauen Sandstein der Ruinenreste von St. Kolumba orientiert.Materialwahl, Lichtführung und sorgfältig komponierte Raumfolgen ladendie Besucher des Museums zum meditativen Sehen der Räume, derKunst und der Stadt ein.Votum der Jury20


Museum der Bayerischen KönigeShortlistZur Präsentation der Geschichte der Bayerischen Königewurde das Grandhotel Alpenrose zu einem Museumumgebaut. Herzstück der Ausstellung ist der einstigeSpeisesaal, der von einer dreischiffigen, filigranen Stahlkuppelkonstruktiongekrönt wird. Durch den behutsamenUmbau und die mutige Erweiterung ist es StaabArchitekten gelungen, ein Museum mit einer bemerkenswertenatmosphärischen Dichte zu schaffen. DenBesuchern bietet sich ein reizvolles Wechselspiel aushistorischen Innenräumen und grandiosen Ausblickenauf die Alpenlandschaft. Das Tonnengewölbe mit derornamental anmutenden Farbgestaltung im Äußerenund dem zurückhaltenden Gestus der Moderne im Innerenschlägt dabei die Brücke zwischen Alt und Neu.MUSEUM DERBAYERISCHEN KÖNIGEHohenschwangau, 2011ArchitektenStaab Architekten, BerlinBauherrWittelsbacher Ausgleichsfonds,vertreten durch seine TGSchlosshotel Lisl GmbH & Co. KG,Hohenschwangau22


Schutzhütte am FichtelbergShortlistJahrelang war die Schutzhütte am Fichtelberg dem Verfallpreisgegeben. AFF Architekten erwarben das Grundstückund integrierten das Vorhandene in poetischerWeise in den Neubau: Die ehemalige Fassade, in Betonals eindeutige Kopie bewahrt, bildet nun als reliefartigeOberfläche den Innenraum der neuen Schutzhütte.Details wie Fenster und Holzmaserung zeichnen sichim Betonabguss der Wände ab. So avanciert die alteHütte zu einem archäologischen Artefakt, das Fragen zuVergangenem und Künftigem evoziert.Reduziert auf das Elementare in Gestalt und Funk -tion, entsagt die Schutzhütte am Fichtelberg den konventionellen Vorstellungen von Ferienhäusern. Dochgerade aus dieser spartanischen Haltung entwickelt dieArchitektur ihre atmosphärische Wirkung und überzeugtmit einem charakteristischen Auftritt an diesementlegenen Ort.SCHUTZHÜTTE AMFICHTELBERGOberwiesenthal, 2010ArchitektenAFF Architekten, BerlinBauherrprivat23


Ehrung eines zeichenhaften Bauwerks, das den städte -baulichen Kontext in besonderer Weise betont, weiterdenktoder neu strukturiertNike für Symbolik24


SchneekirchePreisträger1911 errichteten Dorfbewohner von Mitterfirmiansreut im BayerischenWald die Skulptur einer Kirche aus Schnee und Eis, um auf ihre Kirchenlosigkeitund die damit verbundenen Mühen des weiten winterlichen Kirchgangsnach Mauth hinzuweisen. Sie hatten Erfolg mit diesem Zeichen des stillenProtests und konnten bereits 1923 mit dem Bau einer eigenen Kapelle ausSpendengeldern beginnen. Zum hundertjährigen Jubiläum der Schneekircheließ der Förderverein „100 Jahre Schneekirche Mitterfirmiansreut“ dieseIdee mit finanzieller Unterstützung durch private Sponsoren sowie durch dieGemeinden Philippsreut und Strážný wieder aufleben.Köberl Döringer Architekten haben in Zusammenarbeit mit bulicek + ingenieure,beide aus Passau, mit der Schneekirche des Winters 2011/ 2012 nichtnur ein symbolträchtiges Zeichen auf dem oberhalb von Mitterfirmiansreutam Schneekirchenweg liegenden Hügel geschaffen, sie haben dies auch ineiner einzigartigen Weise getan.SchneekircheMitterfirmiansreut, 2011ArchitektenKöberl Döringer Architekten, PassauBauherrVerein 100 Jahre SchneekircheMitterfirmiansreut e.V.Die Kirche, 26 Meter lang und elf Meter breit, mit einem knapp 19 Meterhohen Turm ausgestattet, wurde einer Schneewehe über vom Eis geschliffenenFelsen nachempfunden und aus Schnee und Eis über einem metallenenLeergerüst erbaut. Weit über ihre symbolische Wirkung hinaus stehtdie Schneekirche für die Sinnhaftigkeit der Zusammenarbeit von Architektund Ingenieur, die sich beide der Herausforderung des Umgangs mit demsonderbaren Baustoff Schnee gestellt und die Aufgabe gemeinsam durch einineinandergreifendes Konzept von Entwurf und Tragwerk gelöst haben.Entstanden ist eine erlebbare und doch vergängliche Schneekirche, ein wundervollinspirierender, spiritueller Ort der Versammlung und der Gemeinschaft,zugleich eindrucksvolles Symbol für das Engagement der Bürger ausPhilippsreut und der tschechischen Nachbargemeinde Strážný. Architekturbewirkt auch in ihrer Vergänglichkeit Veränderungen einer Gemeinschaft –das hat die Schneekirche als Grenzgängerin zwischen Architektur und Kunstbewiesen. Sie hat die Region des Bayerischen Waldes weiter mit Tschechienverwoben – und mit einer temporären Wirklichkeit aus Schnee und Eisviele Spuren hinterlassen.Votum der Jury26


MARCO-POLO-TOWERShortlistWOHNTURMMARCO-POLO-TOWERHamburg HafenCity, 2010Mit der Hamburger HafenCity entsteht ein neuesStadtquartier, das Wohnen und Arbeiten, Kultur undBildung, Freizeit und Tourismus miteinander verbindet.Den Aufbruch zu neuen Ufern symbolisiert an exponierterStelle – zwischen Elbphilharmonie und ScienceCenter gelegen – der Marco-Polo-Tower. Ausdrucksstarkund durchaus selbstbewusst tritt er auf und wirdzum einprägsamen Wahrzeichen für die HafenCity. Auf17 Geschossen bietet das Hochhaus 58 Wohneinheitenmit weiten Ausblicken über die Hamburger Elb- undStadtlandschaft. Sanft geschwungene Terrassen undvariierende Grundformen in den einzelnen Etagenverleihen dem Wohnturm eine skulpturale Anmutung.Seine Eleganz bezieht er aus der feinen plastischenWirkung der Betonfertigteile, die den Turm von allenHimmelsrichtungen aus anders erscheinen lassen.ArchitektenBehnisch Architekten, StuttgartBauherrProjektgesellschaft Marco-Polo-Tower GmbH & Co KG, Hamburg28


Präsentation der mittelalterlichen MikweShortlistSicherung und Präsentationder Bauresteder MittelalterlichenMikweErfurt, 2011Architektengildehaus.reicharchitekten BDA, WeimarBauherrLandeshauptstadt ErfurtBei Grabungen in Erfurt wurden im Jahr 2007 Über -reste eines mittelalterlichen Ritualbades der jü dischenGemeinde freigelegt, dessen Ursprünge bis ins12. Jahrhundert reichen. Würdevoll präsentiert der vongildehaus.reich architekten konzipierte Schutzbau fürdie Anlage diese herausragenden Zeugnisse jüdischenLebens in Erfurt im öffentlichen Raum. Eine ausdrucksvollebronzefarbene Stele verweist auf die baulichenReste der Mikwe und gewährt Einblicke in das unterirdische,ursprünglich intim genutzte rituale Bad. Sensibelist der unterirdisch gelegene Innenraum inszeniert, derdie vorhandenen Baureste in eine Bronzeoberflächehüllt. Mit dem Gesamtwerk ist ein symbolischer Ort entstanden,der für die wertvollen archäologischen Fundeein eindrucksvolles Symbol schafft.29


Prämierung eines Bauwerks, bei dem Material, Form und Funktionbesonders wirkungsvoll zu einer Einheit gefügt werden und sodas Prägende des Ortes weitergebaut wirdNike für Fügung30


ERWEITERUNG NYA NordiskaPreisträgerDie Firmenerweiterung für den Textilverlag Nya Nordiska ist auf vielen Ebe nenbemerkenswert, allem voran die Bauaufgabe selbst: Über 4.000 Qua dratmeterProduktionsfläche wurden in einen Kontext von zwei- bis dreigeschossigenFachwerkhäusern in die historische Altstadt von Dannenberg integriert – einemutige Entscheidung der Auftraggeber und eine echte Herausforderungfür die Architekten bezüglich Maßstab, innerer Organisation, Brandschutz,Denkmalpflege und Logistik.ErweiterungNya NordiskaDannenberg, 2010ArchitektenStaab Architekten, BerlinBauherrNYA Nordiska VerwaltungsGmbH, DannenbergMit erstaunlicher Selbstverständlichkeit fügt sich das Neubauvolumen in diebestehende Situation ein. Das kleinteilige Grundmuster der Bestandsbautenist virtuos und verblüffend schlüssig zugleich mit den neuen Programmteilenverwoben. Vielfältige Innenraumsequenzen gehen Hand in Hand mitdifferenzierten stadträumlichen Nischen, Gassen und Hofsituationen. EineVariation von Sheddächern nimmt das Bild unterschiedlicher Giebelfassadenaus der Umgebung auf und verweist gleichzeitig auf die gewerblicheNutzung im Innern. Die rötlich eloxierte Metallfassade erinnert entfernt annordische Holzhäuser und bildet einen zeitgenössischen Kontrapunkt inder Gesamtwirkung von Neu und Alt. Das Ergebnis ist ein Gebäude, dasbehutsam, aber ohne Berührungsängste mit dem stadthistorischen Kontextumgeht und dabei zurückhaltend und selbstbewusst zugleich ist.Es ist diese Haltung der Wertschätzung und des Weiterbauens, welche dieArbeit von Volker Staab auszeichnet. Mit dem Projekt in Dannenberg gelingtder exemplarische Beweis, dass sogar Produktionsstandorte an innerstädtischenLagen mittels Verdichtung zur städtebaulichen Aufwertung beitragenkönnen. Das heutige Gebäudeensemble aus drei Jahrhunderten ist auchin Zukunft ein lebendiger Teil des Stadtkörpers, der die Geschichte des Ortesweitererzählt.Votum der Jury32


0113 BrunnenstraSSeShortlistDas Galerie- und Ateliergebäude schließt auf denFundamenten einer Investorenruine aus den 1990erJahren eine der letzten Baulücken in Berlin-Mitte.Die Struktur des Bestandes – das Kellergeschoss sowieder Aufzugsschacht – wurde in die neue Planung integriert.Konsequent setzen die Architekten ihre Konzeptioneines nutzungsoffenen Gebäudes vom scheinbarunfertigen Inneren bis zu den flexibel austauschbarenFassadenelementen um. Dabei erreicht das Gebäudein Materialität, Haltung und Programm eine hohe Eigenständigkeitgegenüber seiner urbanen Nachbarschaft,gleichwohl deren Geschoss- und Traufhöhe fortgeführtwird. So fügt sich die Radikalität im Erscheinungsbildin das bestehende Straßenbild ein.0013 BRUNNENSTRasseGALERIE- UNDATELIERGEBÄUDEBerlin, 2010ArchitektenBrandlhuber+ERA, Emde,Schneider, BerlinBauherrProf. Arno Brandlhuber, Berlin34


Wohnhaus Paradiesgasse 13ShortlistAn die Stelle eines kriegszerstörten Gebäudes im historischenKern von Frankfurt-Sachsenhausen, auf einemlange als unbebaubar geltenden Grundstück, setztenMarie-Theres Deutsch Architekten ein Stadthaus. Dassich über sechs Etagen erstreckende Wohnhaus fügtsich als zeitgenössische Interpretation der umgebendenTypologie wie selbstverständlich in das Stadtbild ein.Ohne in den Stilmix der Retroarchitektur zu verfallen,bewahrt das Gebäude die Tradition und transformiertdie Formensprache der benachbarten Fachwerkhäuserin die Gegenwart. Entstanden ist ein vielfältig undflexibel nutzbarer Lebensraum mit Garten und Dachterrasseinmitten der Stadt.Wohnhaus Paradiesgasse 13Frankfurt am Main, 2012ArchitektenMarie-Theres Deutsch Architekten BDA,Frankfurt am MainBauherrEigentümergemeinschaft vertretendurch Babo Graf von Harrach,Frankfurt am Main35


Auszeichnung für ein Bauwerk, das mit Proportionund Raumwirkung eine besondere korrespondierendeGesamtkomposition erreichtNike für Komposition36


TannerhofPreisträgerTannerhofBayrischzell, 2011ArchitektenFlorian Nagler Architekten,MünchenBauherrTannerhof GmbH & Co. KG,BayrischzellDer Tannerhof ist ein Traditionshaus in den Bayerischen Alpen, das seitseiner Gründung im Jahr 1904 in Familienbesitz geführt wird. Und derTannerhof ist ein Haus, das mit der Zeit geht: Mit der anstehenden Sanierungsollte die Sanatoriumsanlage um einen Hotelbetrieb erweitert werden.Die Bauherren stellen gemeinsam mit Florian Nagler Architekten ausMünchen unter Beweis, wie eine regionale Bautradition auf hohem Niveauweiterentwickelt werden kann, ohne dabei auf museale Elemente zurückgreifenoder das vorhandene Erbe verleugnen zu müssen.38


Umfangreich ist der Eingriff in die bauliche Struktur des Tannerhofes – unddoch schreibt der neue Dachstuhl den ursprünglichen Bauernhauscharaktermit viel Gespür für das traditionelle Erscheinungsbild fort. Die behutsameErweiterung, die mit dem neuen Dach weitere Gästezimmer in der oberenEtage entstehen ließ, kombiniert mit großem Verständnis für handwerklicheQualitäten das Vorhandene mit dem Hinzutretenden. Materialwahl undAusführung bleiben traditionell, lassen jedoch durchaus selbstbewusst zeitgenössischeVerarbeitung und Anmutung erkennen. Auch im Inneren setztsich das sensible Verknüpfen der in Material, Form und Gestalt ablesbarenZeitschichten zu einer durchgehenden Einheit fort.Ergänzend zum Umbau der Hofanlage entstanden vier zusätzliche Lufthütten,die – verteilt auf dem rückwärtigen Hanggelände – das Zimmerangebotdes Hofes erweitern. Gemeinsam mit den bestehenden Hütten setzt sichdas im Haupthaus ausgeglichene Verhältnis von Alt und Neu im Garten fort.Auch hier interpretiert die Architektur das Vorhandene: Das Konzept der benachbartenhistorischen Turmhäuser aus der Gründerzeit wird in das Raumgefühlunserer Zeit überführt. Die Zimmer in Quaderform mit eingeschnittenenFenstern und Balkon stapeln sich zu „Hüttentürmen“ übereinanderund bilden so Kontrapunkte zum Bestand und zur umgebenden Landschaft.Einfache Materialen wie Brettsperrholz auf betonierten Sockelgeschossenzeigen bewusst einen schnörkellosen und zeitgemäßen Materialeinsatz.So bewahrt sich der Tannerhof in Bayrischzell den Charme der regionalenBaukultur. Das neue „alte“ Ensemble wird durch die gelungene Kompositionvon Materialien und Proportionen unter Einbeziehung der umgebendenLandschaft in einzigartiger Weise geprägt und im Hier und Jetzt verankert.Votum der Jury39


Besucherzentrum HerkulesShortlistDer Bergpark Wilhelmshöhe ist eine bedeutendeGartenanlage von europäischem Rang. Dessen Besucherzentrumliegt wie ein gewaltiger Findling im Landschaftsparkin direkter Nachbarschaft zum Herkules,einem mächtigen Bauwerk am höchsten Punkt derhistorischen Sichtachse. Die grobe Reliefstruktur derFassade passt sich dem porösen Felsgestein und derbarocken Auffassung des archaisch wirkenden Herkules-Bauwerks an, die Dachform korrespondiert mit demansteigenden Gelände.So nimmt das Besucherzentrum in Form und Gestaltden umgebenden Kontext auf und kombiniert virtuosdessen bauliche und landschaftliche Besonderheiten.Mit inszenierten Ausblicken in die Parklandschaft undauf den Herkules verbinden sich Innen- und Außenraumdes Besucherzentrums zu einem ganzheitlichen Erlebnis.BESUCHERZENTRUM HERKULESKassel, 2011ArchitektenStaab Architekten, BerlinBauherrLand Hessen, vertreten durch dasHessische Ministerium für Wissenschaftund Kunst, vertreten durch HessischesBaumanagement, Kassel40


Museum FolkwangShortlistFür den steigenden Bedarf an Ausstellungsfläche wurdeder denkmalgeschützte Altbau – entworfen von WernerKreutzberger, Erich Hösterey und Horst Lo – durch einenErweiterungsbau ergänzt. Das neue Ausstellungsgebäudevon David Chipperfield Architects zeichnet sichdurch eine elegante Zurückhaltung gegenüber demBestehenden aus. Sehr behutsam wird das Grundmotivdes traditionsreichen Museumsbaus der Nachkriegszeitaufgenommen und die Abfolge von Sälen und Innenhöfenzu einem großzügigen Gesamtkonzept komponiert.Hier spielt das Neue das Alte nicht aus, sondernschafft durch das Weiterschreiben des architektonischenVokabulars eine harmonische Einheit.MUSEUM FOLKWANG(NEUBAU)Essen, 2009/2010ArchitektenDavid Chipperfield Architects,Berlin / LondonBauherrNeubau Museum FolkwangEssen GmbH, Essen41


Auszeichnung für architektonische Positionen und städtebaulicheStrukturen, die mit Kreativität und Ideenreichtumneue Antworten auf technische und gesellschaftlicheHerausforderungen formulierenNike für Neuerung42


ERWEITERUNG STÄDEL MuseumPreisträgerEs zählt zu den heitersten Architekturfotos überhaupt: das Bild eines Picknicksvor dem Städel Museum in Frankfurt am Main. Jung und Alt sitzenvergnügt auf dem sich zu einem Hügel aufwölbenden, durch Kreisflächengerasterten Rasen. Erinnerungen an die Punkt-Arbeiten von John Armlederoder an Daniel Burens Intervention im Park des Palais Royal in Paris werdenwach. Doch der Grasteppich, dessen Lochmuster perfekt zur strengen neuklassizistischenGartenfassade des Städels passt, ist kein Kunstwerk, sonderndas grüne Dach des neuen Ausstellungstrakts.ErweiterungStädel MuseumFrankfurt am Main, 2012Architektenschneider+schumacher,Frankfurt am MainBauherrStädelsches Kunstinstitut,Frankfurt am MainDas vom Semper-Schüler Oskar Sommer 1878 am südlichen Mainufererrichtete Städel Museum erlebte 1921 mit dem Gartenflügel und 1990mit Gustav Peichls Westflügel bereits bedeutende Erweiterungen. Im Herbst2007 führte dann der Wunsch nach einem Neubau für die Gegenwartskunstzur Ausschreibung eines internationalen Wettbewerbs, den die FrankfurterTill Schneider und Michael Schumacher für sich entscheiden konnten.Statt ganz naheliegend die von Gartenflügel, Peichl-Bau und Städelschuleu-förmig gerahmte Grünfläche mit einem neuen Trakt an der Dürerstraßezur Hofrandanlage zu schließen, schlugen sie eine unterirdische, die offeneSituation respektierende Erweiterung vor.Um Katakomben-Atmosphäre zu vermeiden, waren zwei Punkte entscheidend:die Besucherführung und die Lichtregie. Schneider + Schumacherfügten ihren Museumstrakt direkt an den Altbau an und erschlossen ihnganz logisch über die vom Haupteingang ausgehende Symmetrieachse.Beim Aufstieg zu den Ausstellungsgeschossen öffnen sich auf dem erstenTreppenabsatz zwei helle Rundbogengänge, die abwärts weisen ins silberglänzendeMetzler-Foyer. Dort führt eine skulpturale, in Terrazzo gegosseneFreitreppe weiter hinab in den 48 mal 55 Meter großen neuen Saal, dessenwie genoppt wirkende Decke sich zur Mitte hin aufwölbt. Die sechs bis achtMeter hohe wolkenweiße Grotte empfängt gefiltertes Tageslicht durch 195ungleich schräg gestellte Bullaugen, die im Bereich der zentralen Flachkuppelgrößer werden. Hier tragen zwölf Stützen das perforierte Dach. Sie sindfast unsichtbar, weil sie in die Stellwände eingebunden sind, mit denendie weite Halle von den Ausstellungsgestaltern Kühn Malvezzi labyrinthischunterteilt wurde.44


Der Gartensaal genannte Trakt bereichert das Städel Museum um eine formal,funktional und ökologisch neuartige Architektur. Seine äußere Erscheinungordnet sich dem Stadtbild unter und verweigert sich dem allgemeinenTrend zum spektakulären Solitär, ohne auf eigenen Ausdruck zu verzichten.Und die bis auf die Decke ganz neutrale Halle bietet trotz unterirdischerLage ideale Bedingungen für die Präsentation zeitgenössischer Kunst.Votum der Jury45


UMGESTALTUNG KIRCHE St. AugustinusShortlistDie Kirche St. Augustinus, 1926 von Hans Herkommermit einer raumprägenden Zollinger Holzschale errichtetund nach Kriegszerstörungen 1957 wiederaufgebaut,wurde im Laufe der Jahre zu groß für die schrumpfendeKirchengemeinde. Als gestalterisch überzeugende undenergetisch zukunftsweisende Modernisierung erfolgteder notwendige Umbau.Mit neuen Materialien und zurückhaltender Eleganzdes Tragwerks wurde das historische Raumgefüge desKirchenschiffs in einen sakralen Ort moderner Prägungtransformiert. Die energetische Sanierung ist beispielgebend,da sie konsequent aus Form und Material entwickeltwurde: Die zerstörte hölzerne Raumschale wirdnicht einfach wiederhergestellt, sondern in materialerund energietechnologischer Hinsicht völlig neu interpretiert.So kann hinter der transluzenten Schicht aus Poly -carbonatplatten die einfallende Sonnenenergie mit einemausgeklügelten Energiekonzept zur passiven Wärme -versorgung genutzt werden; im Sommer wird die überschüssigeWärme über eine Umluftanlage abgeführt.Die innovative und ganzheitliche Verbindung technischerModernisierungsmaßnahmen mit dem gestalterischenKonzept ist ein vorbildlicher Beitrag für die anstehendenSanierungsaufgaben im Bestand.UMGESTALTUNG KIRCHEST. AUGUSTINUSHeilbronn, 2010ArchitektenPfeifer Kuhn Architekten, Freiburg i.Br.BauherrKatholische KirchengemeindeSt. Augustinus, Heilbronn46


MUSEUM FÜR NATURKUNDE: OSTFLÜGELShortlistMit dem wiederaufgebauten Ostflügel wird das Naturkundemuseumdurch ein wunderbares Raumerlebnisergänzt, das die umfangreiche Sammlung der in Glaszylindernaufbewahrten Tierpräparate inszeniert. Dabeireduzieren die Architekten ihr Schaffen nicht auf dasreine Ausbessern von Kriegsschäden, sondern verführenden Betrachter mit einem poetischen wie intellektuellenSpiel aus Rezeption und Interpretation: Die fehlendenFassadenbereiche wurden nach Abdrücken der originalenFassaden in Beton gefertigt. Eindrucksvoll zeigen dieErgänzungen wie neue architektonische Gestaltungsfreiräumedurch neue Technologien – in diesem Fall zurHerstellung der Betonabdrücke – erschlossen werden.„Bauen ist Forschen“ wird somit zur Trittstufe für einesensible Architektursprache, die die Geschichte des Museumsohne nachahmende Ergänzungen erzählt.MUSEUM FÜR NATURKUNDE:NEUBAU DES OSTFLÜGELSBerlin, 2010ArchitektenDiener & Diener Architekten, BerlinBauherrHumboldt-Universität zu Berlin,Technische Abteilung47


Auszeichnung für ein Gebäude oder ein städtebaulichesProjekt, das gesellschaftliche Entwicklungen sensibelreflektiert und signifikante, auch experimentelle LösungsansätzeerprobtNike für sozialesEngagement48


BetriebsrestaurantPreisträgerBetriebsrestaurantMit AuditoriumDitzingen, 2008ArchitektenBarkow Leibinger, BerlinBauherrTRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen50


Es gibt sie noch, die Unternehmen, die ihre soziale Verantwortung ernstnehmen. Zum Selbstverständnis des mittelständischen MaschinenbauunternehmensTrumpf gehört es, dass die Mitarbeiter „durch die Architekturerbaut und erhoben werden“. Für den Weiterbau der DitzingerFirmenzentrale als eine moderne Arbeitswelt wünschte sich der Bauherr eininspirierendes Betriebsrestaurant, das „die Pause mit einem besonderenLebens gefühl“ verbindet.Spektakulär öffnet sich das lichtdurchflutete Restaurant unter einerweit aufgespannten Stahl-Holz-Konstruktion. Die wabenartige Struktur,konstruktiv wie technologisch eine Innovation, scheint nahezu stützenfreiüber der Halle zu schweben und prägt mit ihrer starken ästhetischenPräsenz das kunstvoll gestaltete Raumgefüge.Neben dem atmosphärischen Raumerlebnis sind die klimatischen undakustischen Bedingungen im Raum vorbildhaft. Für eine geringe Lärmbelastungund eine herausragende Akustik – das Restaurant können700 Mitarbeiter gleichzeitig nutzen und es dient zudem als Auditorium –wurden spezielle Schallabsorber entwickelt.Dank der vom Bauherrn angestrebten Qualität ist durch die Symbiose vongestalterischer Sorgfalt, technologischer Innovation und handwerklicher Prä -zision ein Betriebsrestaurant entstanden, das die Mitarbeiter mit ihren Bedürfnissennach einer gute Arbeitsumgebung ganz in den Mittelpunkt stellt.Votum der Jury51


PfadfinderhausShortlistDen Kindertraum vom Haus im Wald hat die GemeindeOttobrunn mit einem Pfadfinderhaus umgesetzt. Trotzklammer Gemeindekassen wurden klare gesellschaftspolitischePrioritäten für die Jugend gesetzt – und diesmit einem hohen architektonischen Anspruch. Währenddas Untergeschoss des Gebäudes als offener Unterschlupfgestaltet und in seiner Farbgebung den traditionellenschwarzen Pfadfinderzelten nachempfundenist, scheint das Obergeschoss wie ein Baumhaus überdem Erdboden zu schweben. Die Holzkonstruktion istmit transluzenten Polycarbonat-Stegplatten verkleidet,große Glaselemente geben weite Ausblicke in den Waldfrei. Mit vielfältigen Freiräumen eröffnet das Waldhauseine attraktive Erlebniswelt für seine jungen Besucherund zeigt, wie Architektur im Alltag zu einem sozialenBindeglied werden kann.PFADFINDERHAUSOttobrunn, 2009ArchitektenPalais Mai Architekten BDA,MünchenBauherrGemeinde Ottobrunn52


KronenraumforschungsturmShortlistMitten im Biosphärenreservat „Pfälzerwald-Nordvogesen“steht der Turm zur Erforschung des Baumkronenraums– ein gelungenes bauliches Experiment,um die Fragilität des ökologischen Gleichgewichts inden Kronen des Waldes zu studieren: Aus Fichtenholzerrichtet, kommt das 36 Meter hohe Bauwerk ohnegiftige Imprägnierungen aus und testet die Grenzen desökologischen Baumaterials. Zudem dient der Turm denForschern des Fachbereichs Biologie der TU Kaiserslauternzur Grundlagenforschung.In Form und Proportion zitiert der Turm auf subtile Weisedie massiven Bäume des Buchenwalds und erreicht dabeieinen eigenständigen Charakter. So ist das Forschungszentrumals ein ausdrucksstarkes Symbol im Biosphärenreservaterkennbar, das für ein besonderes Engagementzum Schutz unserer Umwelt steht.KRONENRAUMFORSCHUNGs -TURM DER TechnischenUniversität KaiserslauternHörnungstal (Pfälzer Wald), 2010ArchitektenKirchspitz.pg1 Architekten,KaiserslauternBauherrTechnische UniversitätKaiserslautern53


Nominierungen55


JustK. Wohnraum für4 Kinder und 2ErwachseneTübingen, 2010Architekten architektenmartenson und nagel theissen,StuttgartBauherren Katrin Martenson undDr. Dominik Bless-Martenson,TübingenWohnhaus auf demRotenberg inDenkmalensembleStuttgart, 2009Architektin Christine RemenspergerArchitektin BDA, StuttgartBauherren Heike und Marcus Berner,StuttgartGalerie Stihl undKunstschule UnteresRemstalWaiblingen, 2008Architekten hartwig schneiderarchitekten, StuttgartBauherr Stadt Waiblingen,Baudezernat56


Kloster HegneMarianumAllensbach-Hegne, 2009Architekten Lederer +Ragnarsdóttir + Oei, StuttgartBauherr Kloster Hegne,Allensbach-HegneSanierung und Umbauder Aussegnungshalleauf dem WaldfriedhofAalen, 2009Architekten kaestle ocker roederArchitekten BDA, StuttgartBauherr Stadt AalenErweiterungHochschule fürGestaltungPforzheim, 2010Architekten MGF Architekten,StuttgartBauherr Land Baden-Württemberg57


Turnhalle plus XMannheim, 2008Architekten schollarchitekten partnerschaftscholl.balbach.walker, StuttgartBauherr Stadt Mannheim,GBG MannheimerWohnungsbaugesellschaft mbHBusbahnhof + P+R-GebäudeNördlingen, 2010Architekten MORPHO-LOGICArchitektur + Stadtplanung, MünchenBauherr Stadt NördlingenFinanzamt Garmisch-PartenkirchenGarmisch-Partenkirchen, 2011Architekten Reinhard BauerArchitekt BDA, MünchenBauherr Bayerisches Staatsministeriumder Finanzen, vertreten durchdas Staatliche Bauamt Weilheim58


Pfarrzentrum SanktNikolausNeuried, 2009Architekt Prof. Andreas Meck,OttobrunnBauherr KatholischePfarrkirchenstiftung St. Nikolaus,NeuriedInterims AudimaxGarching, 2011Architekten Deubzer König + RimmelArchitekten, MünchenBauherr Bayerisches Staatsministeriumfür Wissenschaft, Forschung und Kunst,vertreten durch Staatliches BauamtMünchen 2BetriebsgebäudeArtis GmbHBerlin, 2012Architekten RoswagArchitekten, BerlinBauherr Artis GmbH, Berlin59


KunstmuseumDieselkraftCottbus, 2008Architekten AnderhaltenArchitekten, BerlinBauherr Stadtverwaltung Cottbus,Hochbauamt, heute: Stadt Cottbus,Fachbereich ImmobilienSanierung der Aula,KunsthochschuleBerlin-WeiSSenseeBerlin, 2012Architekten baukanzleifiel.jennrich, BerlinBauherr Kunsthochschule Berlin-Weißensee und Wüstenrot Stiftung,LudwigsburgSITZ DER BundesstiftungBaukulturPotsdam, 2011Architekten Heidenreich undSpringer Architekten, BerlinBauherr LandeshauptstadtPotsdam, vertreten durchSanierungsträger Potsdam GmbH60


Erweiterung und UmbauKunsthalle BremenBremen, 2011KontorhausAltenwallBremen, 2010Architekten Hufnagel PützRafaelian Architekten, BerlinBauherr Der Kunstvereinin BremenArchitekten Schulze PampusArchitekten BDA, BremenBauherr GrundstücksverwaltungsgesellschaftSchwachhausenmbH & Co., BremenMEHRFAMILIENHAUS + KitaNeue HamburgerTerrassenHamburg-Wilhelmsburg, 2012Architekten Hauschild + Siegelarchitecture, HamburgBauherr Neue Hamburger TerrassenoHG – c/o H.Fischer & Co, Hamburg61


WestendDuoFrankfurt am Main, 2006Architekten KSP Jürgen EngelArchitekten, Frankfurt am MainBauherr HochtiefProjekt entwick lung GmbH,Frankfurt am MainEcolea InternationaleSchule SchwerinSchwerin, 2011Architekten Petersen PörksenPartner Architekten und StadtplanerBDA, LübeckBauherr Das Schelfhaus GmbH,Weitendorf OT KaarzArchiv Bistum FuldaFulda, 2007Architekten Sichau & WalterArchitekten BDA, FuldaBauherr BischöflichesGeneralvikariat, Fulda62


Supermarktin HudeHude, 2009Architekten 9° architecture,OldenburgBauherr Aktiv & IrmaVerbrauchermarkt GmbH,OldenburgWohnanlage Neue BurgWolfsburg-Detmerode, 2011Architekten KSP Jürgen EngelArchitekten, BraunschweigBauherr NeulandWohnungsgesellschaft mbH,WolfsburgStadthäuserSt. Leonhards GartenBraunschweig, 2011Architekten AHAD ArchitektenBDA, BraunschweigBauherr Bauherrengemeinschaft:Inse und Lars Hilgers, BettinaReschke, Markus Bieber, Katja undSascha Ahad, Braunschweig63


Hörsaal PhysikRWTH AachenAachen, 2008Architekten gk.mk bauen(heute: grafen kleuters architekten /frye architekten), AachenBauherr Bau- undLiegenschaftsbetrieb NRW, AachenErweiterung DeutschesBergbau-MuseumBochum, 2009ArchitektenBenthem Crouwel GmbH, AachenBauherr DMT Gesellschaft fürLehre und Bildung mbH, BochumWohnhausSchlegelstraSSeKöln, 2006Architekten jäck_molinaarchitekten, KölnBauherren Antje Flucke undEduard Gutermann, Köln64


ZWEI BERUFSKOLLEGSund SporthalleKreis RecklinghausenRecklinghausen, 2008Architekten scholl architektenpartnerschaft scholl.balbach.walker,StuttgartBauherr Kreis Recklinghausen,RecklinghausenGesamtsanierungGrundschuleRolandstraSSeDüsseldorf, 2006Architekten ArbeitsgemeinschaftProf. Klaus Legner + Michaelvan Ooyen, DüsseldorfBauherr LandeshauptstadtDüsseldorf, Dezernat für Planenund Bauen, DüsseldorfAaseeterrassen mitSegelclub und RestaurantMünster, 2007Architekten Peter BastianArchitekten BDA, MünsterBauherr WBG WohnungsbauträgergesellschaftmbH & Co. KG,Münster65


Haus HundertachtBonn, 2007Architekten Uwe SchröderArchitekten, BonnBauherr Villa FaupelGmbH & Co. KG, Bonnhw rod, Lagerstätte fürHochwasserschutzelementeKöln, 2009Architekten Trint + Kreuder d.n.a., KölnBauherr StadtentwässerungsbetriebeKöln AöR, KölnAussegnungshalleIngelheim in Frei-WeinheimIngelheim, 2012Architekten Bayer & StrobelArchitekten BDA, KaiserslauternBauherr Stadt Ingelheim a. Rhein66


Pfarrheim undMensa St. StephanMainz, 2011Architekten AV1 Architekten,KaiserslauternBauherr Bistum MainzBürogebäude ERGOSIGNSaarbrücken, 2009Architekten FloSundKarchitektur+urbanistik, SaarbrückenBauherr ERGOSIGN GmbH,SaarbrückenUmbau UND ErweiterungGrundschule FolsterhöheSaarbrücken, 2009Architekten baubarurbanlaboratorium, SaarbrückenBauherr LandeshauptstadtSaarbrücken, vertreten durch GMS -Gebäudemanagement der LandeshauptstadtSaarbrücken67


Zentrum Taufe St. PetriLutherstadt Eisleben, 2012Architekten AFF Architekten, BerlinBauherr KirchengemeindeSt. Andreas-Nicolai-Petri, LutherstadtEislebenAmtsgericht DresdenDresden, 2012Wohnhaus Dr. H. GesellaSaarbrücken, 2008Architekten Markus OttArchitekt BDA, SaarbrückenBauherr Dr. Heiko Gesella,SaarbrückenArchitekten Pussert und KoschArchitekten, DresdenBauherr Freistaat Sachsen,vertreten durch das SächsischeImmobilien- und Baumanagement,Niederlassung Dresden68


Johann-Sebastian-Bach-Saal, Schloss KöthenKöthen, 2008Sitz der Kulturstiftungdes BundesHalle an der Saale, 2012Architekten Dannheimer & JoosArchitekten, MünchenBauherr Kulturstiftung des Bundes,Halle an der SaaleArchitekten BHBVT, BerlinBauherr Stiftung Domeund Schlösser in Sachsen-Anhalt,LeitzkauMühlenbergklinikHolsteinische SchweizBad Malente-Gremsmühlen, 2006Architekten Petersen PörksenPartner Architekten und StadtplanerBDA, LübeckBauherr Deutsche Renten -ver sicherung Nord / Baudezernat,Hamburg69


Atelierhaus LübeckLübeck, 2009Architekten EllinghausArchitekten + Designer, LübeckBauherr Uwe Ellinghaus, LübeckBus & BahnterminalGotha, 2007Architekten Osterwold°Schmidt –EXP! ANDER Architekten BDA,WeimarBauherr Stadt Gotha, Amt fürGrundstücks-und Gebäudemanagement,Abteilung HochbauErinnerungsortJ.A.Topf und SöhneErfurt, 2011Architekten Kastner PichlerArchitekten, KölnBauherr Stadt Erfurt70


BildnachweisS.4: Nike-Plastik von Wieland Förster, S. 5/6: privat / MichaelFrielinghaus: Fotograf Klaus Knuffmann, S.9: Presseamt München,S.10,11: Christian Kandzia, Stuttgart, S. 12: Haus der Geschichte,Bonn / Axel Thünker, S. 13: Michael Hecker, Köln, S.15-17: HélèneBinet, London , außer S. 17 oben: Pietro Savorelli, Florenz,S. 19-21: Hélène Binet, London, S. 22: Markus Ebner, Berlin,S. 23: Sven Fröhlich / Hans Christian Schink, Berlin, S. 25-27:Köberl Döringer Architekten, Passau, S. 28: Behnisch Architekten,Stuttgart, S. 29: Andreas Reich, Weimar, S. 31-33: Marcus Ebener,Berlin, S. 34: Nathan Willock, Berlin, S. 35: Barbara Staubach,Frankfurt am Main, S. 37-39: Stefan Müller-Naumann, München,S. 40: Jens Achtermann, Kassel, S. 41: Christian Richters,Münster, S. 43-44: Norbert Miguletz, Frankfurt am Main, S. 45:Marc Jacquemin, Frankfurt am Main, S. 46: Ruedi Walti, Basel,S. 47: Christian Richters, Münster, S. 49: David Franck, Ostfildern,S. 50: David Franck, Ostfildern, S. 51: Christian Richters, Münster,S. 52: Florian Holzherr, München, S. 53: Sven Paustian, PirmasensS.56: Antje Quiram, Stuttgart / Brigida Gonzalez, Stuttgart / hartwigschneider architekten, Stuttgart, S. 57: Brigida Gonzalez, Stuttgart /Lederer + Ragnarsdóttir + Oei, Stuttgart / Dirk Altenkirch, Karlsruhe,S. 58: Michael Heinrich, München / Roland Halbe, Stuttgart / JensWeber, München, S. 59: Florian Holzherr, München / HenningKoepke, München / Daniela Friebel, Berlin, S. 60: baukanzlei fiel.jennrich, Berlin / Ursula Böhmer, Berlin / Bernd Hiepe, Berlin, S. 61:Stefan Müller, Berlin / Stefan Müller, Berlin / Archimage: MeikeHansen, Hamburg, S. 62: Sichau & Walter Architekten BDA, Fulda /Jean-Luc Valentin, Frankfurt am Main / Stephan Baumann, Karlsruhe,S. 63: Archimage: Meike Hansen, Hamburg / Adrian Schulz, Berlin /Jürgen Voss, Hannover, S. 64: Benthem Crouwel GmbH , Aachenund Udo Kowalski, Wuppertal / Kim Zwarts, Maastrich / VeitLandwehr und Faust Molina, Köln, S. 65: Lutz Hirschmann, PeterBastian, Münster / Jens Willebrand, Köln / Hans Jürgen Landes,Dortmund, S. 66: Christian Richters, Münster / Stefan Müller,Berlin / Christian Köhler, S. 67: Michael Heinrich, München / AndréMailänder, Saarbrücken / baubar urbanlaboratorium, Saarbrücken,S. 68: Angelika Klein / Hans-Christian Schink, Berlin / Christ ophReichelt, S. 69: Werner Huthmacher, Berlin / Jens Passoth, Berlin /Stephan Baumann, Karlsruhe, S. 70: Nicolaus Herrmann, Hamburg /Kastner Pichler Architekten, Köln / M. Miltzow, Weimar71


ImpressumHerausgeberBund Deutscher Architekten BDAKöpenicker Straße 48 / 4910179 Berlinkontakt@bda-bund.dewww.bda-bund.deRedaktionDr. Olaf Bahner und Lena Witte, BerlinEINSATEAM, BerlinLayout und SatzJudith Keller, Berlin / WürzburgBILDBEARBEITUNGSimon Adrian, BerlinLEKTORATChristl Schneider, BerlinBDA-ArchitekturpreisNike 2013ProjektkoordinationDr. Olaf Bahner und Lena Witte, BerlinVorprüfung, AusstellungsgestaltungEINSATEAM, BerlinPreisverleihung21. Juni 2013im Deutschen Filmmuseum,Frankfurt am MainAusstellung22. Juni bis 17. August 2013im Deutschen Architekturmuseum,Frankfurt am Mainwww.bda-nike.deDruckKönitzers Druck, Berlin© 2013Das Copyright für die Abbildungen liegt beiden Fotografen / Inhabern des Bildrechts.Alle Rechte vorbehalten.72

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