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Miklos Nemeth - Frühe Werke Band 1

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Miklós Németh

Bilder ab 1950 aus der Sammlung Szalay


Miklós Németh

Miklós Németh, der sich selber „Maler des Vulkans“ bezeichnete, hat viele Gesichter. Sie

spiegeln sich nicht nur in seinen zahlreichen Selbstportraits, sondern in seinen vielfältigen

Farben, Formen sowie Ausdrucksformen in seinen Bildern und Zeichnungen wieder. Gerade

diese Tatsache war für mich faszinierend und der Grund dafür, Schritt für Schritt eine Sammlung

von Werken Miklós Németh´s aufzubauen.

Der vorliegende Fotoband zeigt einen kleinen Ausschnitt aus meiner Sammlung und soll Bilder

zeigen, die in der in der bisherigen Literatur noch nicht bzw. noch nicht so fokussiert

herausgestellt wurden. Meine Intention ist es (noch) nicht, in kunsthistorisch-wissenschaftlicher

Weise eine Aufarbeitung des Werkes zu vollziehen, sondern habe mich bei der Auswahl der

Bilder ausschließlich nach meinem persönlichen Empfinden leiten lassen und versucht, einer

thematischen Einteilung zu folgen, die sich in der bestehenden Literatur gefestigt hat.

Nichtsdestotrotz hoffe ich, dem Leser näherbringend zu können, welche Kraft bereits in den

Bildern des 16 jährigen Némeths innewohnen und nicht ohne Grund seinen damaligen Meister

Ödön Marffy zu dem Auspruch „Höre nur auf Dein Herz und Du wirst ein großer Künstler“

bewegten (Mag. Trappenberg, in „Miklós Németh-Maler des Vulkans“, St. Pölten, 2008)

Ich freue mich, wenn der Betrachter dieses Fotobands Anregung findet, in die Welt Miklós

Németh´s einzutauchen und sich -wie ich es auch getan habe- der Farben- und Formenwelt

hinzugeben.

Viel Freude wünscht Ihnen

Stefan Szalay

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Der „Maler des Vulkans“

Bereits im Alter von 16 Jahren wurde Miklós Németh in der freien Malschule

von Ödön Marffy (1878-1959) aufgenommen. Dort hatte er von 1950-1954

das große Glück, im Umfeld bereits etablierter Maler wie Istvan Szönyi,

Oskar Glatz, János Kmetty oder Menyhért Toth, seinen ganz eigenen Stil

entwickeln zu können.

„Németh kann nicht anders, es wird einfach alles durch die Farbe veredelt,

nichts ist vor ihm sicher, nichts kann bunt genug sein, so tief ist die Farbe in

ihm verborgen“ schreibt der Kunsthistoriker Detlev Kreidl in „Nemeth

Miklós, Expressionismus aus dem Garten in Buda“, Edition Ihmof, Volume 1.

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Portrait, Tinte auf Papier, um 1955, Nachlass Miklós Németh.


Frau und Zweisamkeit

Der Akt und die Darstellung von Frauen sind ein zentraler Fixpunkt im Werk

von Miklós Németh.

Es geht Németh dabei nicht nur um die Darstellung der Objekte an sich,

sondern vielmehr um die Darstellung seiner inneren Stimmung und

Erlebenswelt: Aktmodelle, Portraits und Paare. Der Bezug zu Schönheit

oder zur realen oder gewünschten Zweisamkeit taucht immer wieder auf -

und manchmal lädt er den Betrachter ein, in seine Traumwelten

einzutauchen.

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Aktmodell, Pastell , ca. 43x30 com, signiert 1950


Darstellung einer Dame, Tuschzeichnung, ca. 20x8,5 cm, um 1950 9


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Aktmodell, Aquarell, 14x11cm, signiert 1955


Liegende Frau, Öl auf Papier, ca. 60x43cm, signiert 1956 11


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Akt, Öl auf Papier, ca. 43x31 cm, signiert, um 1955


2 Frauenportraits: Zeichnung um 1955, mixed media, 1990 13


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Tusche auf Papier, ca. 18x17cm, um 1960 15


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Traumwelten, mixed media auf Papier, ca. 60x42cm, signiert um 1970


Paarträume, mixed media auf Papier, ca. 55x60cm, signiert 1981 17


Natur und Lanschaft

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Landschaft, Aquarell auf Papier, 43x30,5 ,um 1950, Nachlass Miklós Németh. 19


Die Landschaft ist es, wohin es Miklós Németh zieht - auf seinen

Spaziergängen rund um Budapest - und natürlich in seinem Heimatstadtteil

Pasarét, in dem er bis ca. 1970 mit seiner Familie wohnte.

Kraftvoll werden Blüten wiedergegeben, die Sonne lodert oder der Himmel

scheint übermächtig zu werden. Schon in den Werken zu seiner Lehrzeit an

der freien Kunstschule von Ödön Marffy - ist diese innere Kraft, diese

vulkanische Energie in den Bildern deutlich erkennbar und mündet in

späteren Arbeiten in sehr abstrakten Naturbildern.

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Frühlingserwachen, Aquarell, 61x43 cm, signiert 1952 21


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Gewitter, Aquarell, ca. 42x31cm, signiert 1952


Landschaft mit Haus, Aquarell, ca.43x31cm, signiert 1950 23


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Feuersonne, Aquarell, ca. 43x31 cm, signiert 1952


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Landschaft, Aquarell, ca. 43x31 cm, signiert 1952


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Blumenfeld, Aquarell, signiert 1950 29


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Menschen bei der Arbeit, Aquarell, signiert 1950 31


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Baumallee, Öl auf Papier, ca. 30x43 cm, signiert 1954 39


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„Zum Namenstag“, Tusche auf Papier, ca. 19x28 cm, datiert 1953


Felder, mixed media auf Papier, ca.59x60 cm, signiert 1977 41


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Landschaft am Balaton, Aquarell, ca. 30x21 cm, signiert 1991


Portrait und Stilleben

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Stilleben, Öl auf Papier, 26x41 cm, signiert, um 1955


Stilleben

Das scheinbar „normale“ rückt in den Mittelpunkt der Betrachtung. Das

Interieur, der Radio auf dem Esstisch, die Blumenvase am Schrank. Die

Familie, Menschen, aber auch Tiere werden in diesen Alltag mit einbezogen

und mit den Farben beschreiben, die der Stimmungslage des Malers zu

diesem Zeitpunkt gerecht werden.

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Stilleben, Öl auf Papier, 26x41 cm, signiert, um 1955


Alltag, Aquarell, ca. 19 x16 cm, signiert 1956 47


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Blumen am Schrank, Tuschezeichnung, ca. 20x23 cm, signiert 1954


Rote Rosen, Aquarell, ca. 31x43 cm, signiert 1952 49


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Gartenansicht, mixed media auf Papier, signiert 1954


„Hortensien“, Aquarell, ca.11x 15 cm, signiert, 1955 51


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In der Küche, mixed media auf Papier, ca. 31x43 cm, signiert 1956


Flasche und Töpfe, Pastell, ca. 28x40cm, um 1950 53


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Enten, Öl auf Papier, ca. 44x33 cm, signiert 1957


„Zsuzsi“ Aquarell, signiert 1950 55


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Beleuchtetes Intérieur, Aquarell, signiert 1955


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Portraits

Während in früheren Werken die gegenständliche und natürliche

Darstellung eines Gesichtes im Vordergrund steht, sind mit der Zeit mehr

expressionistische Einflüsse in Németh´s Werken erkennbar. Lila- und

orangefarbene Gesichter: die gewählten Farben spiegeln die „Wahrheit des

Künstlers“ wieder (vgl. Carmen Trappenberg in „Miklós Németh -Maler des

Vulkans“, S. 12 ff.).

Diese von Miklós Németh gelebte „Wahrheit“ erinnert sehr an das „Wesen

der Wahrnehmung“ welches Oskar Kokoschka in seiner „Schule des

Sehens“ seinen Teilnehmern stets vermitteln wollte.

Die vielfachen Selbstportraits, die Miklós Németh anfertigte (siehe auch am

Anfang dieses Kataloges), unterstreichen diese von innersten Gefühlen

geleiteten Darstellung seiner unterschiedlichsten Stimmungslagen

eindrucksvoll.

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„Meine Großeltern“, Tusche auf Papier, ca. 24x17cm, signiert 1954 59


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„Németh Péter“, mixed media auf Papier, ca. 30x42 cm, signiert .


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Portrait, Mixed media auf Papier, ca. 35x50cm, um 1960,


Halbbild, Aquarell, 18x24 cm, signiert 1955 63


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Paar, Öl auf Papier, 47x60 cm, signiert, um 1965


Portrait eines Mannes, Öl auf Papier, ca. 70x100cm, signiert um 1965 73


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Portrait, Öl auf Papier, 37x53 cm, signiert, um 1960


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Salvador Dali, Aquarell, ca. 28x30 cm, signiert, um 1992


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Miklós Németh

1934: geboren in Budapest

1950-1954: Studium an der freien Kunstschule von Ödön Marffy

1957-1980: Arbeit in verschiedenen Künstlerkolonien in Ungarn

Meister

Ödön Marffy (1878-1959)

István Varga Ilosvai (1895-1978)

Ausstellungen

Neben zahlreichen nationalen und internationalen Gruppenausstellungen , eine Auswahl

seiner wichtigsten Einzelausstellungen

1957 Honvéd tiszti Ház, Budapest

1963 Jokai Club, Budapest

1981 Kunsthalle Budapest

2000 Ernst Museum Budapest

2007 arten gallery, Budapest

2008 Stadtmuseum St. Pölten (Östereich)

2012 Profeta Galerie, Budapest (Retrospektive)

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Impressum:

Der Katalog erscheint anlässlich der Ausstellungsreihe

Miklós Németh

Frühe Arbeiten ab 1950

Umschlag: Selbstbildnis Miklós Németh, 1956

Herausgeber:

Stefan Szalay

Tel.: +43 660 1436347

Sämtliche Abbildungen in diesem Katalog sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur in Absprache mit dem

Herausgeber veröffentlicht oder in anderen Medien (Web oder andere) weiter verwendet werden.

© 2016. All rights reserved

Redaktion: Stefan Szalay

Gestaltung: Stefan Szalay

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