Weihnachtsbrief_MüSiWa

chrluig

Der Weihnachtsbrief des Kirchspiels Mülheim-Sichtigvor-Waldhausen

Weihnachtsbrief

2016


Weihnachtsgottesdienste

vom 24.12.2016 – 06.01.2017

Heiligabend, Sa. 24.12.

15.00 h Weihnachtl. Gottesdienst f. Kleinkinder St. Barbara

bis zum Grundschulalter

16.00 h Krippenfeier für Kinder ab St. Margaretha

dem Grundschulalter

18.30 h Christmette St. Margaretha

1. Weihnachtstag, So. 25.12.

9.00 h Festhochamt St. Barbara

2. Weihnachtstag, Mo. 26.12.

09.00 h Hochamt St. Margaretha

Samstag, 31.12. - Sylvester

16.30 h Jahresschlussgottesdienst St. Margaretha

Sonntag, 01.01.2017 - Neujahr

10.30 h Festhochamt St. Barbara

Freitag, 06.01.2017 – Hochfest Dreikönige

08.15 h Festmesse St. Margaretha

Unsere kleinen und großen Sternsinger besuchen die Gemeinden

in Mülheim - Sichtigvor am Sa., dem 7.1.2017 und

in Waldhausen am So., dem 8.1.2017.

Impressum:

Herausgeber: Kath. Pfarrgemeinde St. Margaretha, Mülheim/Möhne

Red./Layout: Albert Schröder

Auflage: 1750 Stück

Druck: Christoph Luig, Mülheim

Titelbild: Ordensritterdenkmal Mülheim; Foto: Albert Schröder

2


Liebe Gemeindemitglieder

Liebe Gemeindemitglieder,

liebe Leserin, lieber Leser,

ein zentraler Vers aus der Verkündigung der Weihnachtstage,

auf den ich mich jedes Jahr wieder

freue, lautet: „Das Volk, das imDunkeln lebt, sieht

ein helles Licht; über denen, dieimLand der Finsternis

wohnen, strahlt ein Licht auf“ (Jes 9,1).

Weihnachten ist das Festder Lichter.Daserleben

wir jedes Jahr bereits ab Mitte November, wenn nach und nach die Vorgärten

mit allerlei Lichterketten geschmückt werden. Schade nur, dass dieses

Licht gerade dann, wenn wir das Festgefeiert haben, schlagartig wieder

erlischt. Der Sinn der Adventszeit ist doch eigentlich, dass wir auf das Licht

zugehen, dass es Richtung Weihnachten immer heller wird und dass dann,

wenn in der Naturdiedunkelste Zeit im Jahr da ist, wir uns insLichtder

Krippe stellen können. Vondort werden die Tage wieder heller, und wir

dürfen mit dem inneren Licht der Weihnacht ins neue Jahr und unseren

Alltag gehen.

Dunkelheiten erleben wir weltweit (die Aufzählung kann ich mir an dieser

Stelle ersparen) und auch im persönlichen Leben immer wieder. Wie hoffungsvoll,

tröstlich und Mut machend ist doch da die Botschaft der Heiligen

Nacht: „Es strahlt ein Licht auf ... denn es ist ein Kind geboren, einSohn ist

uns geschenkt“ (Jes 9,4f). - Das ist der Kerndes Festes,den wir uns selbst

und der Welt immer wieder sagen müssen: Gott lässt uns nichtimDunkeln

sitzen, er möchte, dass die Menschheit auflebt, Hoffnung und Leben in

Fülle hat.

In diesem Heft gewähren uns die unterschiedlichen Gruppen, Vereineund

Verbände unserer Gemeinde einen Einblick in die Aktivitäten der letzten

zwölf Monate. Allen, diedazu beigetragen haben, das Lichtdes menschenfreundlichen

Gottes durch Wort und Tat zu den Menschen zu tragen, sage

ich hiermit meinen aufrichtigen Dank. Auch in unserer Zeit möchte die katholische

Kirche im Kirchspiel Mülheim-Sichtigvor-Waldhausen ein verlässlicher

Partner füralle Menschen in unseren Dörfern sein - immer eingedenk

dessen, für den wir gehen.

Im Namen der Gemeindereferentinnen Beatrix Jakobi und Renate Bracht,

der PastöreJosefSauerwald und Raoul van Lieshout sowiedes Diakons

Winfried Heine wünsche ich Ihnen und euch ein gesegnetes Weihnachtsfest

und für das neue Jahr Glück und Segen!

Pfr. Markus Gudermann

3


4

Zum Titelbild

Vor 750 Jahren kamen die Ritter des Deutschen Ordens ins Möhnetal

Die Anwesenheit der Brüder und Ritter vom Deutschen Orden über mehr

als 500 Jahre hat das Werden und Wachsen des Kirchspiels Mülheim

nachhaltig geprägt.

Noch heute zeigen sich unübersehbar dieSpuren vom Wirken des Deutschen

Ordens imOrtsbild. Aus diesem Grund fand am19. November eine

Feierstunde verbunden mit einer Ausstellung von Zeugnissen aus der Zeit

der Ordensritter in der St. Margaretha Kirche in Mülheim statt.

Die Ankunft der Ordensritter im Jahr 1266 in Mülheim ist verbürgt.

Das sagt eine Urkunde aus, die im Original im

Landesarchiv Münster aufbewahrt wird. Der in

lateinischer Sprache abgefasste und auf Pergament

geschriebene Text aus dem 13.Jahrhundert

erklärt, dass Graf Gottfried (III.) und Gräfin Adelheid

von Arnsberg mit Zustimmung ihrer Kinder

Gottfried, Friedrich, Ludwig und Johannes für26

Mark und im Tausch gegen das Obereigentum an

einem HofinAnröchteden Edelhof zuMülheim

dem Deutschen Orden übertragen. Die Schrift

nennt dieOrdensbrüder Dietrichvon Vilarich und

Bernhard und den Herrn Theodericus von Volmestein

als Vertragspartner. Herr von Volmestein

- der Stammsitz der Familie wirdnördlich von Soest am Hinderking vermutet

- ist der Lehnsträger. Er besitzt das Nutzungsrecht am Haupthof zu

Mülheim. Die Urkunde benutzt die zeitlich üblichen Floskeln. Heute würde

man Textbausteine dazu sagen. Soheißt es, dass „den Brüdern der glückseligen

Maria und Christi Ritter vom Deutschen Haus zu Lande und in

Übersee die in dem OrtMülheim gelegenen Güter mit Mühle, Gericht, Gewässern,

Fischrechten, Viehzucht, Wiesen, Ödland, bebauten und unbebauten

Äckern und mit allen fruchtbaren Holzungen und mit allem sonstigen

Besitz zu immerwährendem Eigentum übergeben und übertragen

wird“.

Der Deutsche Orden wird noch mit seinem ursprünglichen Namen benannt:

Brüder vom Deutschen Haus St. Marien (zu Jerusalem). Er widmete sich in

seiner Anfangszeit rein caritativen Aufgaben, nämlich der Pflege kranker

Ritter.

Die Urkunde beginnt miteinem christlichen Anruf: „Im Namen der heiligen


unteilbaren Dreieinigkeit Amen.“ Sie endet ebenfalls mit einem christlichen

Bezug: „Gegeben und verhandelt zu Arnsberg im Jahr 1266 nach der Geburt

des Herrn, drei Tage vor dem Fest des glückseligen Martyrers Georg

(20. April), unter der Regentschaft des Engelbert in der Kölner Kirche.“

Neben der hl. Maria ist der hl. Georg der zweite Schutzheilige der Ordensbrüder.

Es heißt, man habe bereits im Heiligen Land am Grab des hl.

Georg gebetet. Die Wahl des Beurkundungstages mit der Nennung des hl.

Georg in der Urkunde ist also nicht zufällig.

Der Deutsche Orden hatte sich um diese Zeit anderen Zielen zugewandt.

Er verfolgte weniger caritative Aufgaben, sondern widmete sich in verstärktem

Maße der Heidenmission. Die Ordensbrüder verstanden sich

mehr und mehr als Streiter Christi.

Der Schutzheilige Georg wird um diese Zeit als Kämpfer dargestellt, der

das Böse (den Drachen) mit der Lanze bekämpft. Die Siegfried-Legende

wird auf den hl. Georg übertragen.

Mit der Urkunde von 1266 erlangten die Ordensbrüder jedoch noch nicht

die freie Verfügbarkeit über den Haupthof in Mülheim. Das Lehnsrecht erlaubte

es, dass ein Lehnsnehmer ein Landgut weiter verlehnen konnte.

Ritter Hermann von Mülheim und seine Ehegemahlin besaßen das Afterlehen.

Sie hatten auf ihren Todesfall dem deutschen Orden den Hof zu

Mülheim geschenkt. In der Urkunde vom 27. November 1267 bestätigten

Diederich I. von Volmestein und Theoderich von Volmestein die Schenkung

und übertrugen alle ihre Rechte dem Deutschen Orden.

Mit dem Erwerb des Obereigentums von Graf Gottfried und Gräfin Adelheid

von Arnsberg und dem Antritt der Schenkung des Nutzungsrechtes des

Hermann zu Mülheim und seiner Ehegemahlin gelangte der Deutsche Orden

in den vollständigen Besitz des Haupthofes in Mülheim.

Eine der wesentlichen mittelalterlichen Ordensaufgaben, die von der westfälischen

Ordensprovinz wahrgenommen wurde, war die Erhaltung und

militärische Sicherung der Ordensgebiete im Baltikum. Im Gefolge der Ordensritter

waren auch Kaufleute, Bauern und Handwerker aus norddeutsch-westfälischen

Ländern nach Livland gezogen.

Noch im Verlauf des 16. Jahrhunderts blieb der Zuzug junger Ordensritter

aus Westfalen bestehen. Dabei spielten die Landkommende Mülheim und

der aus Welver–Meyerich stammende Meister Wolter von Plettenberg eine

bedeutende Rolle. Der letzte Landmeister in Livland, Gotthard Ketteler,

begab sich 1561 in die Lehnsabhängigkeit des polnischen Königs und legte

sein Ordenskleid ab. Damit hatte die Ordensherrschaft in Livland aufgehört

zu existieren.

Das bedeutsamste und nachhaltigste Ereignis in der 543-jährigen Geschichte

des Deutschen Ordens im Möhnetal zeichnete sich nach dem

5


Ende des Dreißigjährigen Krieges ab. Diestraffe hierarchische Gliederung

des Deutschen Ordens mit Hochmeister, Deutschmeister, Balleien (Ordensprovinzen)

mit ihren Landkomturen und den Kommenden mit ihren

Komturen war in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges nicht mehr wirksam

gewesen. Eine Aufsicht über die einzelnen Kommenden durch die

Ordensregierung in Mergentheim war über mehrere Jahre nicht mehr möglich.

Überhaupt gab es in der Ballei Westfalen insgesamt nur noch zehn

Ritter.

In Mülheim war 1651 der Landkomtur Rab Luther Schilder verstorben. Das

Balleikapitel hatte seinen Bruder ErnstSchilder zuseinem Nachfolger gewählt.

Beim Tode eines Landkomturs war eine Visitation durch Regierungsbeamte

und 2Komtureaus anderen Balleien üblich. Eine Visitation

einer Kommende war umfangreich. Das gesamte Vermögen wurde aufgelistet

und bewertet. Die Visitatoren fanden in Mülheim ein unsauberes und

verfallenes Prinzipalhaus vor. Zudem zeigte es sich, dass Rab Luther

Schilder und auch sein Nachfolger ErnstSchilder Ordensvermögen unterschlagen

hatten. Die Visitatoren mussten in einer Befragung der Bediensteten

und Ordenspriester der Kommende außerdem feststellen, dass Rab

Luther Schilder und Ernst Schilder esmit dem Gelöbnis der Ehelosigkeit

nicht so recht ernst genommen hatten.

Ernst Schilder wurde abgesetzt und in Haft

genommen. DerHochmeisterErzherzog Leopold

Wilhelm berief daraufhin 1652 Augustin

Oswald von Lichtenstein-Karneid zum Statthalter

und späteren Landkomtur nach Mülheim.

Zum ersten Mal in der Geschichte der

Ballei übernahm einRitter die Geschicke, der

nicht aus dem Westfälischen stammte. Von

Lichtenstein hatte bereits eine bemerkenswerte

Kariere im Deutschen Orden gemacht. Wie

alle Ordensritter hatte er eine militärische

Ausbildung genossen und war zum Oberst im

hoch- und deutschmeisterlichen Leibregiment

zu Pferd aufgestiegen. ErwarKomturzuHorneck

und Regensburg, Statthalter zu

Mergentheim, Statthalter zu Freudenthal und Eulenburg (Mähren), bevor er

nach Mülheim berufen wurde.

Von Lichtenstein ordnete die Vermögensverhältnisse neu. DerKommendeschreiber

Souling listete 1656 sämtliche von der Kommende abhängige

Kötter- und Bauernstellen namentlich auf und schickte einen Bericht zur

Ordensleitung nach Mergentheim. In Mülheim, Waldhausen, Echelnpoeten

und Sennhöfe nannte er insgesamt 81 Untertanen.

6


Von Lichtenstein überließ im gleichen Bericht

auf freiem Ordensgrund 6 Bediensteten

der Kommende, Johan Stainken, Mathias

Schellewalth, Schneider Neveling,

genannt Elperding, Stephan Paemken,

Dietrich im Nesselwinkel und Christoph

Schmit, ein Grundstück am Ziegelplatz zum

Hausbau und zur Eigenbewirtschaftung.

Diese Keimzelle des Dorfes Sichtigvor

erfolgte an der untersten Stelle der heutigen

Ortslage bei einem Fahrweg zum

Wald, der „die siegde Four“ oder „sichtre

Führ“ geheißen haben soll. Mithin lag die Motivierung für den Ortsnamen

offensichtlich in der alten Wegführung für die Holzabfuhr, die sich an seichter,

niedriger Ortslage befand. In der Vergangenheit wurde Ziegelplatz,

plattdeutsch Teiplaß, synonym für den Ortsnamen Sichtigvor verwendet.

Die Ansiedlung Sichtigvor auf Grund und Boden der Ordenskommende

hatte den Status der Reichsunmittelbarkeit wie der Deutsche Orden insgesamt

auch. In Sichtigvor wurde also dem Landesherrn, das war der Erzbischof

von Köln, nicht gehuldigt. Die Einwohner zahlten auch keine Landschatzung.

Sie leisteten nur den vom Landkomtur festgesetzten Pachtzins,

die Naturalabgaben und die Dienste.

Die durch Augustin Oswald von Lichtenstein-Karneid eingeleitete wirtschaftliche

Reform und die Erneuerung der Ordenszucht zeigten bald

Früchte.

Obgleich in der Folge der Landkomture noch gelegentliche Entfremdungen

von Ordensvermögen vorkamen, so zeigten sich doch Franz-Wilhelm von

Fürstenberg und Wilhelm von Plettenberg als tüchtige Ordensvorsteher, die

die Kommende zu einer wirtschaftlichen und auch geistigen Blüte verhalfen.

Landkomtur Franz Wilhelm von Fürstenberg begann 1677 mit dem

Bau eines neuen Prinzipalhauses und Wilhelm von Plettenberg begründete

eine Armenstiftung und legte 1703 den Grundstein für eine neue St.

Margaretha Pfarrkirche.

Mit dem sogenannten Reichsdeputationshauptschluss im Jahre 1803 drohte

dem Deutschen Orden wie auch den meisten Klöstern das endgültige

Aus. Mit der Begründung, der Deutsche Orden hätte ja durch Stellung von

Regimentskommandeuren dem Kaiser und dem Reich gedient, konnte

zunächst eine sofortige Enteignung verhindert werden. Durch ein Dekret

von Napoleon im Jahre 1809 musste schließlich das Gesamtvermögen

einer hessisch-darmstädtischen Regierung übergeben werden. Die Zeit

des Deutschen Ordens in Mülheim hatte damit geendet.

7


Festgottesdienst und Ausstellung am 19. November 2016

Mit einer Ausstellung und einem Gottesdienst erinnerte der Arbeitskreis für

Heimatpflege im Kirchspiel Mülheim an die Ankunft der Ordensritter vor

750 Jahren im Möhnetal.

Am Namenstag der hl. Elisabeth von Thüringen, amSamstag, dem 19.

November, hatte Pastor Sauerwald mit einem Festgottesdienst den Jubiläumsabend

in der St.-Margaretha-Kirche eingeläutet. In seiner Ansprache

würdigte er auch insbesondere die Aktivitäten, dieinder Nachfolge der

Ordensritter in Mülheim von den Salesianerinnen, den Olper Franziskanerinnen

und der Gemeinschaft der Seligpreisungen ausgegangen waren.

Rudi Martsch erinnerte daran, dass die hl. Elisabeth, Landgräfin von Thüringen,

in einer besonderen Beziehung zum Deutschen Orden stand.

Fahnenabordnungen der drei Schützenbruderschaften des Kirchspiels

Mülheim umrahmten die Szenerie. Der Chor „Mixed Voices“ gestaltete den

Gottesdienst musikalisch mit.

Der Arbeitskreis für Heimatpflege hatte eine Ausstellung mit Zeugnissen

aus der Zeit der Ordensritter in der Kirche zusammengestellt, die auch am

Sonntagnachmittag zugänglich war. Die wertvollsten, weil ältesten Exponate

bildeten zwei Schwerter, die bei der Einrichtung eines Heizungskellers

1938 in der Pfarrkirche in der Grablege der Ordensritter aufgefunden worden

waren. Zukünftig sollen sie in der Nähe

ihres Fundortes, für jedermann sichtbar

einen geeigneten Platz erhalten.

8

Bürgermeister Dr. Thomas Schöne hielt im

Anschluss an den Gottesdienst eine Festansprache,

inder erimZeitraffer die Geschichte

des Deutschen Ordens darstellte.

Zum Abschluss ging er auf das Schicksal

des Mülheimer Ordensschlosses ein. Er

kündigte einen Schritt nach vorn für das

seit acht Jahren leerstehende Klostergebäude

an. Dr. Thomas Schöne teilte mit,

dass vor wenigen Tagen die Stadt Warstein

ein Architektenbüro mit einer Machbarkeitsstudie

beauftragt habe mit dem Ziel:

„Dem Kloster soll wieder eine blühende

Phase zuteil werden.“

Helmut Fröhlich


Predigtauszug von Pfr.i.R. Geistl. Rat Josef Sauerwald anl. des Jubiläumsgottesdienstes

am 19. November 2016

Vor 25 Jahren feierten wir den Festgottesdienst auch in dieser Kirche. Rektor

Dr. Reinhard Marx war der Zelebrant und Festprediger, jetzt ist er Bischof

und Kardinal in München.

Unser Kloster war noch Mittelpunkt, zeigte sich in gewachsener Schönheit

und noch voller Leben. Die Mitte unseres Möhnetals hatte ein noch anderes

Bild. Wir erlebten Altes und Neues. Leben, das der Vergangenheit angehört,

und Leben im neuen Gewand – Leben auch des Verfalls und Untergangs.

Denken wir an die letzten Jahre mit den Olper Franziskanerinnen und deren

Abschied 1994 - mit den noch Lebenden stehen wir in Kontakt.

Denken wir an die bunten und so vielfältig beurteilten Jahre mit den Geschwistern

der „Seligpreisungen“ – 13 Jahre.

Und denken wir an die letzten acht Jahre des lehrstehenden und langsamen

inneren Zerfalls des Klosters mit den vielen unerlaubten Besuchern

und Zerstörern.

Denken wir aber auch an den Film „Nebel im August“, der zur Zeit in den

Kinos läuft, und uns eine Zeit vor Augen stellt, die auch aus der langen

Geschichte nur eine Lebenswirklichkeit vor Augen stellt, die es auch gab,

und die es in der Menschheitsgeschichte bis heute in vielen anderen Formen

gibt und gegeben hat.

Denken wir aber auch an die vielen unzähligen Werke der Barmherzigkeit,

die uns von diesem Haus aus geschenkt wurden – vielen von uns.

In diese Zeit fällt auch der Tod unserer letzten Oberin aus Mühlheim, Sr.

Margarita, fallen – gleich zwei Mal – die schmerzlichen Stunden der Entweihung

der Klosterkirche – schmerzliche Stunden, in denen wir den „im

Sakrament lebenden Herrn Jesus Christus in unserer Mitte“ aus der Klosterkirche

in die Pfarrkirche zurücktragen mussten. Stunden also, die an die

Ölbergstunden Jesu erinnern – wie viele Tränen von unseren Schwestern

geweint wurden, wissen nur Wenige.

In diese Zeit fallen aber auch Stunden, wo Lebensgeschichten aufleuchten,

wie die bunten Farben des Regenbogens. Mehrfach durfte ich das Zeichen

Gottes in doppelter Form und all seiner Pracht über dem Kloster sehen –

nicht nur nach dunklen Regenwolken, sondern auch während der Feier des

Gottesdienstes. Das Bundeszeichen Gottes lebt noch, ist noch da!

So dürfen wir in dieser Stunde auch auf das kostbare Licht schauen, das in

und aus diesem Haus heraus geleuchtet hat, die offiziellen und stillen Gebete,

die unzähligen Gottesdienste und Menschendienste, die unseren

Gemeinden, ja, unserem Kirchspiel gut getan haben.

Leben – hier im Möhnetal – ist von diesem Klostergebäude aus gelebt,

gestaltet und mitgetragen worden.

9


Pfarrgemeinderat

Mülheim – Sichtigvor - Waldhausen

„Man soll nie zuschauen,

man soll mittun und Verantwortung tragen.“

Antoine de Saint-Exupéry

„In der Mitte der Nachtliegt der Anfang eines neuen Tags“, so heißt es in

einem Liedtext von Sybille Fritsch. Einen neuen Anfang und damit verbunden

Gottes reichen Segen wünsche ich Ihnen zum neuen Jahr. Was uns

das neue Jahr beschert, wissen wir nicht, denn Neues wirdgeschehen,

Verborgenes ist noch unbekannt. Erwartungen, Wünsche und Vorsätze

werden genannt. Doch was sich erfüllt und wie sich die kommenden Tage

und Monate gestalten, das liegt allein in Gottes Hand und Walten.

Dankbar blicken wir auf vielfältige Aktionen im Jahr 2016 bei uns imKirchspiel

Mülheim, Sichtigvor, Waldhausen und imPastoralverbund Möhnetal

zurück:

15 Jahre lang war Theresia Eickhoff Küsterin der Kirchengemeinde St.

Barbara und St. Antonius Waldhausen. Wenige Tage vor Jahreswechsel

wurde sie im Anschluss an den Gottesdienst feierlich verabschiedet. Peter

Wiemann trat die Nachfolge an.

Die Sopranistin Nadja Dust aus Völlinghausen und der Organist Daniel

Tappe (Anröchte) präsentierten am 03. Januar im Neujahrskonzert in der

Pfarrkirche St. Margaretha unter dem Titel„Wieschön leuchtet der Morgenstern“,

eindrucksvoll ihr Können mit Liedern, Arien und thematisch gebundenen

Orgelwerken.

Zu den schönsten Traditionen in unserer Gemeinde gehört die Aktion Dreikönigssingen.

Insgesamt 40 Kinder

und Jugendliche zogen in königlicher

Verkleidung von Haus zu

Haus und überbrachten den Segen,

sangen das Sternsingerlied und

sammelten für Kinderhilfsprojekte in

armen Ländern. Unterstützt wurden

sie von zwölf Erwachsenen, die

ebenfalls in die Rolle der heiligen

drei Könige geschlüpft waren. Dank

10


der tollen Beteiligung konnte das komplette Kirchspiel somit abgedeckt

werden. Ergebnisse: 4.442,- € in Mülheim/Sichtigvor und 803,- in Waldhausen

(Foto).

Der Seniorenkarneval fand wegen der Belegung des Haus Teiplaßinder

schönen Schützenhalle inWaldhausen statt.

Lesenachmittag und Osterbasteln für Kinder wareine weitere Aktion des

PGRs und wurde gut angenommen.

Am Karfreitag hatten sich wieder vieleGemeindemitglieder amKalvarienberg

eingefunden, umden Kreuzweg zu beten. Krachschlagen am Karfreitag?

... Für die Messdiener des Kirchspielsistdas erlaubt. Mit selbstgebauten

Holzratschen übernahmen sie nach altem Brauchtum die Aufgaben der

Kirchenglocken, dieamKarfreitag traditionell schweigen.

16 Kinder empfingen am sogenannten Weißen Sonntag die heilige Erstkommunion:

Jannis Bret’l, Judith Claus, Linus Cramer,Sarah Feige, Dana Frigge, Natascha

Gerden, Jana Kalasch, Emma Kothe, Fabio Lux, Nic Rappenberg,

Michel Rhoden, Linda Röhre, Franziska Sander, Marie Schulz, Dane Täubert,

Amy Thörmer

11


Die Maiandachten am Bildstock in der Rofuhr,

am Dorfplatz und am Margarethenweg in Mülheim

(Foto), sowie Waldhausen wurden wieder

gut angenommen. Auchdieschlesische Maiandacht

möchte ich erwähnen.

Die Prozession an Christi Himmelfahrt führte wie

gewohnt hinauf zurHaar biszurStation in Taubeneiche

und anschließend zurück über das

Storksfeld, wo an dem Bildstock noch einmal

gebetet und der Segen gespendet wurde. Abschluss

war in der Pfarrkirche.

Auch die Fronleichnamsprozession mit Messe

auf dem Schwesternfriedhof konnte bei gutemWetter durchgeführt werden.

Die Stationen auf dem Schützenkamp (Haus Gosmann) an der Steele in

der Rofuhr und am Kinderspielplatz

im Margarethenring waren wieder in

liebevoller Weise von den Anwohnern

mit Blumenteppich, Blumen

und Büschen vorbereitet worden.

„Alle Wege führen zu Dir“, hieß das

Thema der Sternwallfahrt des Pastoralverbundes

Möhnetal am 4. Juni

nach Mellrich. Wieder eine gelungene

Aktion und sicherlich nicht die

letzte dieser Art. Insgesamt über 100 Teilnehmer aus dem Pastoralverbund,

davon 36 Pilger aus unserem Kirchspiel, hatten sich auf den Weg

gemacht.

Noch vor den Ferien fand der Familientag statt. Eine schon über mehrere

Jahre dauernde Aktion des Pfarrgemeinderates.

Der Kinderchor „Vollgas“ begeisterte

am 2. und 3. Juli mit der Aufführung

des Musicals „Bartimäus“

in der Pfarrkirche. In einfacher und

zeitgemäßer Sprache vermittelten

28 Nachwuchssänger dieMusicalinhalte.

Bei bestem Sommerwetter ging die

Prozession in Waldhausen nach

der heiligen Messe in der Schüt-

12


zenhalle dietraditionellen Wege und Stationen.

15 Mädchen und Jungen aus der Pfarrgemeinde starteten im August zu

ihrem zehntägigen Zeltlager inNieheim. Das durchwachsene Wetter konnte

die gute Stimmung nicht beeinträchtigen. DieKJGwarfürdieBetreuung

zuständig.

Weihbischof Hubert Berenbrinker spendete am 17. September in einem

feierlichen Gottesdienst folgenden 33 Jungendlichen und 1Erwachsenen

das heilige Sakrament der Firmung:

Torben Bartsch, Erik Berghoff, Dana Brüggemann, Neal Bürger, Rebecca

Claus, Dominik Fliegert, Lucienne Frauns, Julie Christin Glahe, MariaGraf,

Justin Gröne, PiaHülsmann, Ciara Marie Ising, EvelynKeberlein, Philipp

Kirchhoff, Nils Koch,Jacqueline Korff, Simon Kußmann, Maria Loesche,

Hanna Marie Luca, Alessia Lux, KiraMester,Michelle Nowka,Luisa Nübel,

Leah Prinz, Dennis Rathöfer, Sophie Roderfeld, Nina Röhre, Simon

Schmidt, Maren Schnelle, Julia Wiese, Vivien Zimmermann.

Auch in diesem Jahr beteiligte sich die gesamte Gemeinde an der Aktion

Minibrot vom 01.-02. Oktober der katholischen Landjugend. Einachtbarer

Geldbetrag konnte auf das Spendenkonto überwiesen werden.

Der Seniorennachmittag unter der Federführung des Vereinsrings fand am

Sonntag, dem 30. Oktober, inder Schützenhalle Waldhausen statt. Viele

13


Flüchtlinge aus der ehemaligen Unterkunft im Haus Teiplaß unterstützten

die Organisatoren bei der Bewirtung der Gäste.

Die diesjährige Gemeindewallfahrt nach Werl fand am 14. Oktober statt.

Begrüßt wurden die Wallfahrer an der heiligen Pforte - eine Besonderheit

im Jahr der Barmherzigkeit.

Am 22.10. fand ein Erste-Hilfe-Lehrgang für kirchlich-ehrenamtliche Mitarbeiter

statt.

Beim traditionellen Lepra- und Hilfsbasar am 19./20. November im Pfarrheim

wurden den Besuchern wieder Trödelmarkt, Tombola, Cafeteria und

vieles mehr geboten. Der Erlös vom letzten Jahr kann sich durchaus sehen

lassen: 4.484 €!

Vor 750 Jahren kamen die Deutschen Ordensritter ins Kirchspiel. Am 19.

November begann die Gedenkfeier nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche

mit einem Festvortrag von Bürgermeister Thomas Schöne. Im Turmbereich

der Kirche konnte man eine beachtliche Ausstellung von Exponaten

und Fotos aus der Zeit der Ordensritter besichtigen.

Wir sind froh und dankbar über die vielen engagierten Ehrenamtlichen, die

in unseren Gruppen und Gremien rund um die kirchliche Gemeinde aktiv

sind und damit das Gemeindeleben ganz wesentlich gestalten. Neue Gesichter

sind immer herzlich willkommen!

Am 29.01.2017 möchten wir allen Ehrenamtlichen DANKE sagen und laden

zu einem Neujahrsempfang ins Pfarrheim ein. Es ist uns ein besonderes

Anliegen, alle, die zu erreichen, die sich in unserem Kirchspiel Mü-

Si-Wa engagieren, und freuen uns, wenn wir Sie an diesem Tag begrüßen

dürfen! Näheres wird noch bekannt gegeben.

Zum Schluss noch ein paar Termine für das Jahr 2017:

07./08. Januar Sternsinger Aktion

01. April Osterbasteln 14:30 Uhr im Pfarrheim

25. Mai Kinderspaß des Pfarrgemeinderates

17. Sept. Pastoralverbunds-Pfarrfest in MüSiWa

01. Dez. Weihnachtsbacken des PGRs in der Schule

02. Dez. Nacht der offenen Kirchen im Pastoralverbund.

Frohe und gesegnete Weihnachten und ein gesundes und glückliches

Neues Jahr 2017.

14

Rudi Martsch

Vorsitzender des Pfarrgemeinderates


Überraschungsgast beimÖffnen des Adventsfensters

Als am 2. Advent 2015 das Adventsfenster

in Sichtigvor am Pfarrheim

geöffnet wurde, staunten die Zuschauer

nichtschlecht: Auch der Nikolaus

wollte seinen Beitrag leisten und

trat auf dieTreppe hinaus. Die Firmlinge,

diealles vorbereitet hatten, hatten

auch ihn eingeladen. Mitgebracht

hatte er geistige Süßigkeiten – zwei

Geschichten, die vorgelesen wurden.

Die eine erzählte von einer Kerze,die

nicht brennen will, um nicht verbraucht

zu werden. Letztlich aber lernt, dass

man sich zwar verändert, aber gleichzeitig

anderen Glück und Freude bringen

kann. Die andere Geschichte

handelte von einer lebendigen Engel-

Dekoration, diedas ganze Jahr über

die Sorgen seiner Besitzerin aufnimmt und sie in Gottes Hände abgibt –

dabei spielt es keine Rolle, wie groß die Sorgen sind. Musikalisch wurde

die Öffnung von Julia Wiesean der Posaune (links im Bild) und Maren

Schnelle mit der Trompete (Mitte) untermalt. Im Anschluss ließen sich die

Besucher gerne zu Tee und Plätzchen ins Pfarrheim einladen und bestaunten

den weihnachtlich geschmückten Eingang.

Wider die graue Kälte: Vorlesen und spielen im Warmen

40 Kinder imGrundschulalter fanden sich am Wochenende im Pfarrheim in

Sichtigvor ein und stürzten sich umgehend

auf den langen Tisch voller Bücher.

Ob Spannendes oder Lustiges, Pferdeoder

Rittergeschichten – für jeden war

etwas Passendes dabei. Wer eine Pause

vom Vorlesen machte, hatte dieMöglichkeit

aus vielen verschiedenen Brettund

Kartenspielen zu wählen. Auchgebastelt

wurde: Lesezeichen waren besonders

beliebt. Außerdem führte Rosa

Lindenberg die Kinder durch die Pfarrbücherei.

Interessierte haben dort sonntags (10.30–12 Uhr) und mittwochs

(15–16 Uhr) die Möglichkeit, kostenlos Bücher und andere Medien auszu-

15


leihen. Zwischendurch gab es

Stärkungen – und schon ging es weiter.

Auch in diesem Jahr resümiert

der PGR: „Man konnte wieder einmal

sehen, dass die Kinder es sichtlich

genießen, vorgelesen zu bekommen.“

Tatkräftige Unterstützung kam von

Sabine Schulte-Dülberg, Nathalie

Jürgens, Katharina Menke, Benedikt

Sander, Felix Sander, Maren Schnelle und Linda Stamen.

Einstimmung auf Ostern

Im Namen des Pfarrgemeinderates

hatten Agnes Schäferhoff und Eva

Menke, unterstützt von Juliane

Schwarze, zum Osterbasteln geladen.

Etwa 30 Kinder mit ihren Großeltern

oder Eltern folgten der Einladung und

basteln los. Das Ergebnis konnte sich

sehen lassen: Eier in allen Farben,

bunte Blumen, schöne Hasen und

natürlich Osternester, die nun wohl

darauf warten mit Süßigkeiten gefüllt

zu werden. Damit das hungrige Warten nicht zu lange andauerte und Groß

und Klein fleißig den Nachmittag hindurch basteln konnte, war für kleine

Snacks und Getränke gesorgt.

In Sichtigvor hatKirchewiederbewegt

16

Zusammenhalten und im Team etwaserreichen

– darum ging es beim diesjährigen Kinderspaß

des PGR MüSiWa. Zehn Stationen warteten

rund um das Pfarrheim auf die35 Kinder. Dabei

wurden auch der Schulhof der Grundschule St.

Margaretha und die dortigen Spielgeräte einbezogen:

Alle Kinder einer Gruppe sollten gemeinsam

in der obersten Etage des Klettergerüstes

sitzen und dort möglichst schnell ankommen.

Von drei Durchgängen zählte der

schnellste – und sofort wurde klar: Das schafft

man nur, wenn man sich gegenseitig unterstützt.

Bei Stationen wie Pantomime und


Hangman zeigte sich, wer besonders gut beobachten und zuhören kann.

Auch bei der Aufgabe, füreine bestimmte Strecke mindestens eine Minute

zu brauchen, war Teamarbeit gefragt: Denn manche Gruppenmitglieder

waren besser darin als andere, Zeit richtig einzuschätzen. Weiterging es

mit Dosenwerfen, Seilspringen, Stiefelweitschuss und einigem mehr. Beim

abschließenden Staffellauf waren die Anfeuerungsrufe besonders laut.

Letztlich konnte jedes der Mitglieder inden unterschiedlichen Teams etwas

besonders gut, sodass die Gesamtwertung keinen eindeutigen Sieger hervorbrachte

und alle Süßigkeiten

gewannen. Als dann die Familien

dazu stießen, wurde gemeinsam

zu Abend gegessen. Der PGR

bedankt sich bei Tobias Kinzel,

Marie Mauter, Nicolas Menke,

Sabine Schulte-Dülberg und Florian

Wirth für ihre Mithilfe.

Hurra, Hurra dieBackzeit ist wieder da!

5. November: Die Kinder

der Grundschule waren

mit ihren Eltern zum

Plätzchen backen in die

Schule eingeladen. Hier

gab es einen kleinen Vorgeschmack

auf die zukünftige

Weihnachtsbäckerei.

Juliane Schwarze

hatte zusammen mit einigen

Mitgliedern des PGR

alles vorbereitet, und so

konnten die kleinen Bäcker

gleich loslegen.

Mit viel Herz und Engagement wurde Teig geknetet, Plätzchen ausgestochen,

gebacken. Das Verzieren machte allen besonderen Spaß.

Die Kreativität der Kinder kannte keine Grenzen. Diegebackenen Naschereien

waren nicht nur schön anzusehen, sie schmeckten auch herrlich.

So kann es also dann zu Hause weitergehen. Unterstützwurde die Backaktion

von fleißigen Helfern der Firmgruppe mit Freunden. Vielen Dank.

Katharina Menke

17


Neues aus dem Pastoralverbund

Pastoralverbund Möhnetal auf „gutem Weg“

Ein besonderes Highlight diesesJahres war für unseren Pastoralverbund

die Wallfahrt am 4. Juni nach Mellrich. Sie stand unter der Überschrift „Alle

Wege führen zu Dir“. Nachdem dieFormder Sternwallfahrt im vergangenen

Jahr allen Beteiligten so gut gefallen hatte, war im Pastoralverbundsrat

die Entscheidung schnell getroffen, auch in diesem Jahr wieder eine solche

Wallfahrt durchzuführen.

Diesmal war der gemeinsame Treffpunkt für die drei Gruppen, dieinAllagen,

Mülheim-Sichtigvor und Belecke aufgebrochen waren, inWaldhausen.

Von dort ging es in großer Gemeinschaft weiter dem Zielentgegen.

Nach einer stärkenden Kaffeetafel in Mellrich feierten wir die Hl. Messe

gemeinsam mit der Ortsgemeinde.

Auch in diesem Jahr wareseine schöne Erfahrung, fürden und mit dem

Glauben unterwegs zusein-übrigens einschönes Bild fürunser Kirchesein,

denn wir erleben deutlich eine Zeit der Wandlung und Veränderung.

Wie beim Pilgern gibt es unterwegs Überraschungen und Enttäuschungen,

Ermüdungserscheinungen und neue Aufbrüche, Hoffnungen und die Freude

über das Erreichte. Sich dabei immer wieder zuvergewissern, für wen

und auf wen hin wir gehen, istandauernde Aufgabe der Pilger. So wird die

Überschrift der diesjährigen Wallfahrt eine gute Orientierung für unseren

Weg als Pastoralverbund in die Zukunft sein.

Wie ein Kompass auf diesemWeg wirkt die Bibel. Die Beschäftigung mit ihr

stand am Anfang des Jahres durch die „Werkstatt Bibel mobil“. Als gelungenes

ökumenisches Projekt dürfen wir die zweiwöchige Ausstellung im

Belecker Jugendheim bezeichnen. Viele Gruppen und Einzelpersonen

18


haben die Möglichkeit genutzt, an sieben Stationen die Entstehung der

Bibel kennenzulernen, die unterschiedlichsten Bibelausgaben zur Hand zu

nehmen oder sich kreativ mit der Bibel zu beschäftigen. Auch die jährliche

ökumenische Bibelwoche fand inmitten der Ausstellung statt, was die Teilnehmer

für die Gespräche als durchaus inspirierend erlebten.

Nachhaltigen Eindruck hat der Weltjugendtag in Krakau gemacht, zu dem

sich eine 22-köpfige Gruppe aus Warstein, Rüthen und Möhnesee auf den

Weg gemacht hatte. Einen Eindruck von den Erlebnissen vermittelten die

Jugendlichen in der Pastoralverbundsmesse am 28. August. Diese lebendige

und begeisterte Gruppe wird sich bestimmt/hoffentlich noch des Öfteren

bemerkbar machen ...

Zwei ganz konkrete Veränderungen haben wir in diesem Jahr auch erlebt.

Zum einen hat sich Frau Renate Bracht als Gemeindereferentin unserem

Weg angeschlossen. Ihr Beschäftigungsumfang beträgt 50 % - genauso

wie nach der Reduzierung der von Frau Jakobi. Die Aufgaben der beiden

liegen schwerpunktmäßig im Bereich der Kinder- und Familienarbeit.

Zum anderen mussten wir die Gottesdienstordnung an den Weihnachtstagen

anpassen. Bisher haben wir so getan, als ob Pfarrer i. R. (d. h. im Ruhestand!)

Sauerwald noch vollen Dienst tun müsste. Nun besteht durch die

Streichung der Christmetten in Waldhausen und Niederbergheim (wo stattdessen

nachmittags Krippenfeiern und am 1. Weihnachtstag jeweils ein

Hochamt gefeiert wird), sowie durch Streichung der Hochämter am 1.

Weihnachtstag in Allagen, Belecke und Mülheim-Sichtigvor die Möglichkeit,

dass alle heiligen Messen von zwei Priestern gefeiert werden können (die

genaue Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte diesem Weihnachtsbrief).

Solche Veränderungen sind nicht immer erfreulich. Aber wir haben in

den Pfarrgemeinderäten und im Pastoralverbundsrat ausführlich und sehr

einmütig darüber beraten und halten diese noch moderate Veränderung für

notwendig. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und ermutigen Sie, falls ihre

weihnachtlichen Gewohnheiten durchkreuzt wurden, sich auf die anderen

Gottesdienstzeiten oder vielleicht auch Orte einzulassen.

Für die kommenden Kar- und Ostertage stehen ebenfalls Anpassungen an.

Doch darüber muss noch beraten werden. Wir werden Sie rechtzeitig informieren.

- Veränderung ist eben eine Erfahrung des Unterwegsseins.

In diesem Sinne lade ich Sie ein, auch im neuen Jahr weiter mit auf dem

Weg zu bleiben - IHM entgegen. Lassen wir uns von seinem Geist führen,

um die richtigen Schritte zu gehen!

Pfr. Markus Gudermann,

Leiter des Pastoralverbundes Möhnetal

19


Jahresrückblick Kirchengemeinde St. Pankratius Belecke

Zahlreiche Aktivitäten und ein gutes Miteinander prägten auch in diesem

Jahr unser Gemeindeleben. Auf Einiges soll an dieser Stelle näher eingegangen

werden:

Gleich zu Beginn des Jahres waren die Kinder und Jugendlichen als Sternsinger

unterwegs. Doch nicht wie gewohnt sonntags, sondern erstmals

samstags brachten sie den Segen in die Häuser unserer Gemeinde. Begonnen

wurde die diesjährige Aktion mit einem Aussendungs-Gottesdienst

am Samstagmorgen. Abschluss der Aktion war dann am Sonntagmorgen

im Hochamt. Diese Änderung stieß auf große Zustimmung und so wird die

Sternsingeraktion im kommenden Jahr auch samstags, also am 7. Januar

2017, sein.

Eine weitere Neuerung gab es in diesem Jahr in unserer Taufpastoral. Seit

Beginn dieses Jahres stehen „Taufbäume“ in unseren Kirchen. Hieran wird

während der Tauffeier ein Blatt mit dem Namen und dem Taufdatum des

Täuflings angebracht. Unverändert bleibt in der Taufpastoral die Überreichung

des Taufgeschenks durch je einen Vertreter des Pfarrgemeinderates

und der kirchlichen Gruppen während der Tauffeier. Hierdurch heißen wir

den Täufling als neues Gemeindemitglied willkommen. Zudem hat zu Beginn

dieses Jahres wieder der traditionelle Taufnachmittag stattgefunden,

zu dem die Täuflinge des Vorjahres mit ihren Eltern eingeladen waren. Er

wurde vom Taufausschuss des Pfarrgemeinderates zusammen mit einigen

Eltern des vorherigen Taufjahrgangs organisiert.

Eine „neue“ Art, die Bibel zu entdecken – hierzu hatten wir im Februar im

Rahmen der ökumenischen Aktion „Werkstatt Bibel mobil“ die Möglichkeit.

Ein gelungenes, ökumenisches Projekt!

Bereits im Frühjahr liefen die Vorbereitungen für das Sommerferien-

Programm an. Dank der Unterstützung der Gruppierungen und Einzelpersonen

konnten wir erfreulicherweise auch in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches

Ferienprogramm für Kinder anbieten.

Vor 25 Jahren, am 27. April 1991, wurde Winfried Heine im Dom zu Paderborn

zum Diakon geweiht. Sein Silbernes Weihejubiläum haben wir im Juni

mit einem Dankgottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche gefeiert.

Seit der Errichtung unseres Pastoralverbundes ist es üblich, einmal im Jahr

zur Begegnung zusammen zu kommen. Nach den gemeinsamen Pastoralverbunds-Pfarrfesten

in 2013 in Mülheim-Sichtigvor, 2014 in Belecke und

im letzten Jahr in Allagen fand in diesem Jahr wieder eine gemeinsame

Pastoralverbundsmesse statt, die wir im August in der Heilig-Kreuz-Kirche

20


feierten. Inhaltlich und musikalisch wurde der Gottesdienst von der JungenKirche

und den Weltjugendtags-Teilnehmern mitgestaltet. Es kam etwas

„Weltjugendtags-Feeling“ auf und es wurde sogar inden Gängen der

Kirche getanzt – in doppelter Hinsicht ein „bewegender“ Gottesdienst. Im

Anschluss kamen zahlreiche Gemeindemitglieder unseres Pastoralverbundes

beim Coffee-Stop, Imbiss und kühlen Getränken (die waren angesichts

der extremhohen Temperaturen notwendig!) auf dem Kirchplatz miteinander

ins Gespräch. Im nächsten Jahr feiernwirdann wieder eingemeinsames

Pfarrfest, das am 17. September 2017 im Kirchspiel Mülheim-

Sichtigvor-Waldhausen stattfinden soll.

Neben der gelungenen Pastoralverbunds-Wallfahrt im Juni nach Mellrich

machten wir uns dann im September auf den Weg nach Altenrüthen. Seit

dem Stadt- und Pfarrjubiläum 1996 pflegen wir den Kontakt zu unserer

„Mutterpfarrei“ in besonderer Weise. Im fünfjährigen Rhythmus wird seitdem

zum„Herrgott von Altenrüthen“ gewallfahrtet und das Patronatsfest

Kreuzerhöhung gemeinsam mit der Altenrüthener Gemeinde gefeiert. In

diesem Jahr stand die Wallfahrt unter dem Thema „Gottes Garten seid ihr“

(1 Kor 3,9).

Ebenfalls im September spendete Weihbischof Hubert Berenbrinker 45

Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Sakrament der Firmung. Dieser

Tag war nicht nur fürdieGefirmten, sondern auch für unsere Gemeinde

ein besonderer Festtag.

Ende Oktober fand die Ewige Anbetung in unserer Gemeinde statt. In Anlehnung

an das von Papst Franziskus ausgerufene „Jahr der Barmher-

21


zigkeit“ stand das Thema „Barmherzigkeit“ im Mittelpunkt der Themen-

Betstunden.

Dies war nur ein kleiner Auszug aus dem diesjährigen Gemeindeleben

bzw. der Arbeit des Pfarrgemeinderates. Durch die Veröffentlichung unserer

Sitzungsprotokolle in den Schaukästen bzw. Berichten auf unserer

Homepage werden wir Sie weiterhin ganzjährig informieren.

22

Anja Werthmann, Pfarrgemeinderat St. Pankratius Belecke

Bericht des Pfarrgemeinderates Allagen/Niederbergheim

Wieder liegt ein schönes und abwechslungsreiches Jahr hinter uns. Viele

Ereignisse hier bei uns vor Ort und in der Welt haben ihre Spuren hinterlassen.

Sieben Jugendliche aus unserer Gemeinde haben sich zusammen mit

anderen Jugendlichen des Pastoralverbundes auf den Weg zum Weltjugendtag

nach Krakau gemacht. Es war schön zu sehen mit wie viel Freude

sich die Jugendlichen inhaltlich vorbereitet, aber auch durch gemeinsame

Aktionen Gelder für Ihre Fahrt gesammelt haben. Noch viel schöner war es

zu erleben, wie fröhlich und erfüllt sie zurückgekehrt sind - ein unvergessliches

Erlebnis für alle Beteiligten.

„Runter vom Sofa“ lautete verkürzt eine Botschaft des Papstes beim Weltjugendtag.

Ein Aufruf gegen Bequemlichkeit und für Engagement in Kirche

und Gesellschaft.

Wie weit kann Engagement gehen? Wie können wir uns einbringen? Wie

sieht die Kirche der Zukunft aus? Was bringt uns das Zukunftsbild? Wie

wird es sein im Pastoralen Raum?

In einer gemeinsamen Klausurtagung haben wir uns zusammen mit dem

Kirchenvorstand, Herrn Pastor Gudermann und Herrn Pastor van Lieshout

mit diesen Fragestellungen beschäftigt. Nehmen wir das Zukunftsbild des

Erzbistums Paderborn als Aufforderung oder Ermunterung, uns aktiv an

der Gestaltung der Kirche der Zukunft zu beteiligen.

Es wird zukünftig weniger hauptamtliche Kräfte in der Kirche geben, also

weniger Pastöre, Diakone oder Gemeindereferenten. Umso mehr Bedeutung

erlangt das Ehrenamt, gleichwohl wir immer wieder die Erfahrung

machen, wie schwer es sein kann, Ehrenamtliche zu finden.

Es wäre schön, wenn wir uns alle gemeinsam auf den Weg machen, die

Zukunft zu gestalten, Traditionen erhalten und miteinander Neues beginnen

- in unserer Gemeinde, im Pastoralverbund und zukünftig im Pastoralen

Raum.


Wir können uns einbringen, Angebote mitgestalten und besuchen, Miteinander

feiern und diskutieren.

Im zurückliegenden Jahr haben wir einige kirchliche Veranstaltung miteinander

erlebt. Wir haben Erstkommunion und Firmung gefeiert.

Am 10. 04. fand die Jubelkommunion statt und war auch in diesem Jahr

wieder ein besonderes Fest. Das Dankeschön, das wir von den vielen Teilnehmern

erhalten haben, ermuntert uns, auch im nächsten Jahr mit dieser

schönen Tradition fortzufahren.

Das Fastenessen wurde von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft

organisiert. Wir sind unsere Prozessionen gegangen und konnten einige

Familiengottesdienste miteinander feiern, die sehr gut - insbesondere auch

von jungen Familien - angenommen wurden.

Die Sternwallfahrt des Pastoralverbundes am 04.06. war ein besonderes

Erlebnis.

Guten Anklang fanden auch die Messen unter freiem Himmel, wie beim

Schnadezug oder die von Firmlingen gestaltete Messe am Haus Dassel.

Es muss aber nicht immer modern sein - auch die lateinische Messe am

30.10. wurde gut angenommen.

Bei all diesen Aktionen, bei der Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung

und an vielen anderen Stellen erkennen wir immer wieder, wie wertvoll

ehrenamtliche Arbeit ist.

Für all das, was wir im letzten Jahr miteinander erleben durften, an dieser

Stelle ein herzliches Dankeschön! Der unermüdliche Einsatz einzelner

Personen, Gruppen oder Vereine in unserer Gemeinde ist nicht selbstverständlich!

Wir möchten die gute Tradition des Neujahrsempfangs fortführen und laden

daher alle ganz herzlich am 14. Januar 2017 ein, um 17:00 Uhr miteinander

die heilige Messe zu feiern und anschließend im Sternsaal des Pfarrheims

ein paar schöne Stunden miteinander zu verbringen.

Es ist uns wichtig, alle zu erreichen, die sich in unserer Gemeinde engagieren,

und freuen uns, wenn Sie sich angesprochen fühlen.

Abschließend bleibt mir an dieser Stelle Ihnen im Namen des Pfarrgemeinderates

für das kommende Jahr den Segen Gottes, immer ein gutes Miteinander

und viel Freude zu wünschen.

Es grüßt herzlich im Namen des Pfarrgemeinderates,

Mirjam Kühle

Pfarrgemeinderat St. Johannes Baptist Allagen/Niederbergheim

23


Kirchenvorstand Mülheim-Sichtigvor

In 2016 hat sich der Kirchenvorstand insgesamt achtmal getroffen.

Seit März treffen wir uns monatlich.

Bei der Kirchenrenovierung gibtesleider noch keine Neuigkeiten, dieFinanzierungszusage

steht weiterhin aus.

Im Dezember letzten Jahres wurde

beim Ablesen des Wasserzählers im

Pfarrheim eine Undichtigkeit festgestellt.

Glücklicherweise lag das Leck

unter der Bodenplatte, so dass keine

größeren Schäden durch auslaufendes

Wasser im Pfarrheim aufgetreten sind.

Da der Hauptzähler recht unzugänglich

in einem Schacht in der Straße liegt,

haben wir im Gebäude einen Zwischenzähler

installiert, der jetzt leichter zu kontrollieren ist.

Im Februar wurde eine neue mobile Lautsprecheranlage angeschafft. Die

alte Anlage hatte nach 18 Dienstjahren den Betrieb eingestellt.

Im Frühjahr haben wir eingehend das Pfarrheim begutachtet, um hier anstehende

Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten aufzunehmen. Ein

Maßnahmenkatalog ist erstellt und mit den Nutzern besprochen worden.

Besonders der KfD-Raum imAnbau des Küsterhauses macht uns Sorgen.

Zurzeit sind wir noch mit dem Denkmalamt im Gespräch, um die anstehenden

Maßnahmen abzustimmen.

Der Dachboden des Pfarrheims wurde entrümpelt und im Jugendraum

haben wir die Schränke von der Wand abgenommen. Hierhatte sichim

Laufe der Jahre viel Material angesammelt, welches schon lange nicht

mehr benötigt wurde.

Als sicherheitstechnische Maßnahme haben wir außerdem Rauchmelder

für die Räume im Pfarrheim angeschafft.

Die Platten des Weges vom Parkplatz am Pfarrheim zur Kirche wurden neu

verlegt, hier waren im Laufe der Zeit einige Stolperkanten entstanden.

Im März wurde der Opferstock neben dem Schriftenstand an der Mülheimer

Seite aufgebrochen. Strafanzeige gegen Unbekannt wurde gestellt,

aber leider ergab sich kein Fahndungsansatz. Der Opferstock ist in die

Wand eingelassen, sodass ein einfacher Ersatznichtmöglich ist. Wir werden

einen neuen und dann hoffentlich aufbruchsicheren Opferstock im

24


Rahmen der Kirchenrenovierung anbringen.

In der Nachtzum1.Maiwurde unsere Kirche von wiederum Unbekannten

mit Farbe beschmiert. Für die Entfernung haben wir nach Rücksprache mit

dem Denkmalamt, einen Restaurator aus Ascheberg beauftragt. Alles recht

langwierig und mühselig, aber wir finden, dass die Kirche ohne Graffiti

schöner aussieht.

Am 22. Mainahm eine Delegation aus

MüSiWa am Jubiläum der 25-jährigen

Priesterweihe von Hubertus Rath in

Bad Driburg teil.

Nach der hl. Messe konnten wir uns im

Garten des Pfarrhauses davon überzeugen,

wiebeliebt unser ehemaliges

Gemeindemitglied bei den Bad Driburgern

ist.

Vier Außenbänke rund um die Kirche wurden maschinell abgeschliffen und

von den Firmlingen neu gestrichen. Allen Beteiligten gilt unser Dank.

Die halbrunde Hecke amKüsterhaus haben wir komplett entfernt. Ein Stutzen

mit anschließender Pflege erwies sich als aufwändiger alsdieNeuanpflanzung

einer Buchenhecke.

Der alte Weihnachtsbaumständer in der Kirche erwies sich schon länger für

die heutzutage bevorzugten Bäume als zu klein. Hier wurde uns von einem

Gemeindemitglied kurzfristig einneuer Ständer mit größerer Aufnahme und

längeren Füssen kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch ihm gilt hierfür

unser herzlicher Dank.

Im Oktober fand erstmals ein Erste-Hilfe-Lehrgang für kirchliche Mitarbeiter

im Pfarrheim statt.

Zur Erinnerung an die Gründung der Deutschordenskommende Mülheim/Möhne

vor 750 Jahren fand am 19. November 2016 eine Jubiläumsveranstaltung

statt. Im Anschluss an den Festgottesdienst war eine

Ausstellung zum Thema unter dem Turmder Pfarrkirche zu sehen.

Ende Januar 2017 findet imPfarrheim ein Neujahrsempfang für alle kirchlichen

Gremien statt.

An dieser Stelle seiausdrücklich noch einmal Dank gesagt an alle ehrenamtlichen

und freiwilligen Helfer, die rund um Kirche, Küster-, Pfarrhaus

und Pfarrheim Arbeiten zum Wohle der Allgemeinheit leisten.

Jochen Marx

25


26

Kath. Frauengemeinschaft

Der Veränderungsprozess in unserer Frauengemeinschaft wurde Anfang

2016 besonders im völlig neu gestalteten Programm sichtbar. Ein bunt

gestalteter Flyer mit kleinen Bildern erweckte die Aufmerksamkeit vieler

Leserinnen.

Auch dieses Jahr starteten wir wieder mit der allseits beliebten Krippentour.

Ziel waren diesmal die Krippen in den Pfarrkirchen von Hirschberg und

Warstein. Aufgrund der hohen Anmeldezahlen konnten leider nicht alle

Frauen mitfahren und trotzdem mußten alle Teilnehmerinnen beim gemeinsamen

Kaffee trinken im Pfarrheim eng zusammenrücken.

Auch der Seniorenkarneval in der Schützenhalle Waldhausen war sehr gut

besucht. Die neue Örtlichkeit fand viel Zuspruch, da kleiner und gemütlicher.

Nur die Garden mußten sich platzmäßig einschränken. Die neu organisierte

Kooperation mit der Karnevalsgesellschaft funktionierte einwandfrei

und an dieser Stelle möchte der kfd Vorstand noch mal ein ganz großes

Danke für die Unterstützung zum Ausdruck bringen.

Aber nicht nur die traditionellen Veranstaltungen prägten das Jahr 2016.

Neue Angebote wie die Vorträge zu den Themen „ADS/ ADHS – Fluch

oder Segen“ oder „Letztwillige Verfügung oder Übertragung zu Lebzeiten“

sollten auch Frauen in unserer Gemeinde auf die kfd aufmerksam machen,

die bisher noch nicht Mitglied sind. Auch die Angebote eines Basis Yoga

Workshops und eines Schnupperangebotes Wudang Tai Chi sollten neue

Akzente setzen. Leider konnte das letztere Angebot aufgrund mangelnder

Anmeldezahlen nicht stattfinden. Aber das prägt Veränderungsprozesse -

probieren und die Reaktionen reflektieren

Selbstverständlich war das Jahr auch durch religiös – meditative Angebote,

wie den Weltgebetstag der Frauen, den traditionellen Gemeinschaftsmessen,

der Maiandacht, der kfd Diözesanwallfahrt und unserer Rosenkranzmeditation

geprägt. Als neue Form der Meditation wurde mehrmals eine

meditative Auszeit angeboten, zuletzt Anfang Dezember. Das anschließende

gemütliche Beisammensein bei Wein und Kerzenschein war als

Möglichkeit der Begegnung und eines ruhigen Tagesausklanges gedacht.

Von der Bezirksgemeinschaft wurde ein spiritueller Rundgang im Bibertal

angeboten, der ebenfalls einige Frauen aus dem Kirchspiel neugierig

machte.

Das Muttertagsfrühstück fand nun zum zweiten Mal statt und erfreute sich

wieder regen Zuspruches. Auch einige Flüchtlingsfrauen nahmen das Angebot

an. Gemeinsam wurde geschlemmt und bei diversen Getränken viel


geredet und gelacht.

Ein weiteres kleines Highlight warimJuni unser Tagesausflug nach Emsbüren

in Europas größteGärtnerei für Beet- und Balkonpflanzen. DieFührung

durch die Anlagen und das anschließend gemeinsam genossene

Spargelbüffet fand den allgemeinen Zuspruch der Frauen. Dann ging es

weiter zum großen Shopping Vergnügen in das FactoryOutlet Center in

Ochtrup.

Unsere dreitägige

Minikreuzfahrt

war der Höhepunkt

des Jahres.

Die Hansestädte

Lübeck, Malmö

und Hamburg

standen im Mittelpunkt

der Reise.

Die Teilnehmer

nutzen die

Zeiten für den einoder anderen Stadtbummel, Stadtbesichtigungen, Rundfahrten

oder auch zum Einkaufen. Gutverköstigtund bequem geschlafen

auf dem großen Premium Fährschiff Peter Pan erfolgten die Überfahrten.

Auf der Heimfahrt waren sich alle einig–eine anstrengende, aber lohnende

Reise.

Ein letzter Höhepunkt war die Fahrt zu den Weihnachtsmärkten nach

Münster.

Der Vorstand der kfdhat sichinden letzten Wochen bereits intensiv Gedanken

zum Jahresprogramm 2017 gemacht. Dieses wird mit den Januarheften

verteilt werden. Inhaltlich werden auch wieder einige neue Angebote

enthalten sein, die auch jüngere Frauen in unserer Gemeinde attraktiv finden

könnten. DerVorstand und alle Mitarbeiterinnen würden sich freuen,

wenn diese unsere Gemeinschaft für sich entdecken würden.

Dieses Jahr konnten wir leider bisher keine neuen Mitarbeiterinnen gewinnen.

Einige der noch Aktiven möchten sich im nächsten Jahr gerne aus der

aktiven Arbeit verabschieden. Die Frage, welche Leistungen/ Angebote/

Mitgliederbesuche unsere aktiven Frauen zukünftig noch erbringen können,

wird immer akuter. Deshalb noch mal die Bitte, wenn Sie uns inirgendeiner

Form: Projekte, Angebote, Bezirksbetreuung oder ähnliches unterstützen

wollen. Bitte melden Sie sich bei Deborah Claus (4834) oder Iris Sell

(3701).

Deborah Claus

27


28

Wort-Gottes-Feiern

Dienstagabend, der letzteimMonat, manchmal auch am Mittwochabend in

Waldhausen,

da läuten die Glocken im Ort! –Warumeigentlich?

Versammelt in Seinem Namen!

Dann findet sich eine wechselnd

große Gemeinschaft zur Wort-

Gottes-Feier zusammen:

in einem Stuhlkreis unterm Turm,

mit dem Wort Gottes in der Mitte.

Das Wort Gottes feiern? – Diese

Form des Gottesdienstes gibt es in

Mü-Si-Wa nun schon mehr alszehn

Jahre, die Leiterinnen und Leiter –

ein kleiner Kreis Ehrenamtlicher –

sind eingearbeitet.

Ähnlich wie in der Hl.Messe folgtdieFeierdes WortesGottes einem bestimmten

Ablauf, der zugleich unterschiedliche Gestaltung ermöglicht. Gott

in seinem Worthören und antworten: miteinem Lied, im Betrachten durch

einen meditativen oder erläuternden Text, in Stille, mit einem Gebet oder

einer konkreten Geste ... Gemeinschaft erfahren.

So können wir mitten im Alltag, am FEIER-Abend, Gott in unser alltägliches

Leben sprechen lassen und können uns wieder auf ihn hin ausrichten

(...was im Getriebensein zwischen vielen Anforderungen, Pflichten und

Aufgaben manchmal untergeht!?).

Ich selbst habe in einer Wort-Gottes-Feier schon manches gefunden, was

ich gerade besonders brauchte:

Ruhe nach Stress und Hektik,

Gelassenheit nach Frust und Ärger,

Trost nach niederdrückenden Erlebnissen,

Stärkung in Angst,

Geborgenheit nach ablehnenden Begegnungen,

neue Kraft,

einen Ort und eine Zeit auch, um von Herzen zu danken

- in einer guten halben Stunde meines Tages!

Eingeladen ist jede/jeder!

Ankündigung der Wort-Gottes-Feier jeweils inden Pfarrnachrichten und in

der Zeitung.


Einmal am Tag,

da solltest du

ein Wort in deine Hände nehmen,

ein Wort der Schrift.

Sei vorsichtig,

es ist so schnell erdrückt

und umgeformt, damit es passt.

Versuch nicht hastig, es zu „melken“,

zu erpressen, damit es Frömmigkeit absondert.

Sei einfach still.

Das Schweigen, Hören, Staunen ist bereits Gebet

und Anfang aller Wissenschaft und Liebe.

Betaste das Wort von allen Seiten,

dann halt es in die Sonne

und leg es an dein Ohr wie eine Muschel.

Steck es für einen Tag

wie einen Schlüssel in die Tasche,

wie einen Schlüssel zu dir selbst.

Paul Roth

Im Namen der ehrenamtlichen Leiterinnen und Leiter in WGF Mü-Si-Wa,

Gundula Hecker

Flüchtlingshilfe MüSiWa

Flüchtlinge in der Notunterkunft Haus Teiplaß

Weihnachten 2015 und das darauf folgende Jahr stand für viele Menschen

in Europa und gerade in Deutschland unter dem starken Eindruck der

Flüchtlinge – mehrheitlich aus dem Nahen Osten und Eritrea.

Bei uns im Möhnetal sind fast 100 Menschen aus diesen Gebieten angekommen.

Innerhalb weniger Tage organisierte die Stadtverwaltung eine Notunterkunft

im Haus Teiplaß – für die Flüchtlinge hätte es schlimmer kommen

können – aber kaum jemand macht sich wirklich klar was es bedeutet, mit

100 Menschen, Männer, Frauen, Kinder, Moslems, Christen ohne nennenswerte

Privatsphäre über Monate hinweg zusammengedrängt leben zu

müssen. Ohne deutsche Sprache, ohne persönlichen Hausstand, ohne

Erfahrung mit der mitteleuropäischen Kultur – dafür mit vielerlei Kriegserlebnissen

im Gepäck.

Sehr schnell organisierte sich aus dem Kirchspiel heraus ein Kreis von

Flüchtlingshelfern bei einem Treffen, zu dem Krusen Heike nach Webers

eingeladen hatte.

29


An die gemeinsame Weihnachtsfeier 2015 im Haus Teiplaß werden sicherlich

alle, die dabei waren ihr Leben lang zurückdenken ! Weihnacht „at it´s

best!“

Aus der Gruppe der störenden und angstmachenden Fremden wurde in

kürzester Zeit etwas völlig Anderes - Freunde !

Mindestens einmal die Woche traf man sich bei Kaffee und Tee um sich

auszutauschen und für evtl. Probleme eine Lösung zu finden.

In ungefähr 11 Monate gelang es, zusammen mit der Stadtverwaltung, alle

aus dem Haus Teiplaß heraus, in Wohnungen zu vermitteln.

Sprachkurse, Kleidung, Umzüge, Beratung in Amtsdingen, Organisation

der Asylanträge, Schulfragen, ja sogar Unterstützung bei Geburten wurden

organisiert.

Pastor Gudermann hatte in einem Gespräch Unterstützung zugesagt – auf

Nachfrage kam diese Unterstützung auch. Die Pfarrgemeinde stellt ein

Unterkonto als Spendenkonto zur Verfügung, um die formellen Anforderungen

an das Hilfsprojekt zu erfüllen.

Aktiv und offensiv Hilfe anbieten – nicht auf den Hilferuf warten – das war

es wohl, was in dem „Wir schaffen das“ steckte. Im Möhnetal haben wir ein

„Wir machen das“ daraus entstehen lassen.

Bei der menschlichen Zuwendung, dem alltäglichen Anpacken, dem Kümmern

ist in unserem christlichen Abendland noch jede Menge Luft nach

oben – vielleicht denkt der Eine oder die Andere Weihnachten einmal kurz

darüber nach.

Man sollte unsere Neumitbürger als Zukunftschance sehen, nicht nur für

sie selber, auch für unsere Gemeinschaft! Menschen aus fremden Kulturen

sind für uns eine Bereicherung und keine Belastung!

Bezeichnend: die Flüchtlinge haben einer älteren Dame einen Umzug ermöglicht,

so daß die sich intensiv um Ihren behinderten Sohn kümmern

kann – Probleme gab´s auch; aber wer hat die nicht

Jeder und Jede ist jederzeit herzlichst eingeladen ist, bei der Flüchtlingshilfe

mitzutun.

30

Für die Flüchtlingshelfer MüSiWa,

Hartmut Peitz

Die Caritas in unserem Kirchspiel

„Barmherzigkeit – eine Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit.“

So hieß das Thema der Caritas bei der Fronleichnamsprozession. Ehrfurcht

vor den Menschen ist die Voraussetzung für Barmherzigkeit. Unser


Leben besteht aus Höhen und Tiefen, aus Sonnenund

Schattenseiten. Täglich warten Herausforderungen

auf uns. Manchmal können wir auf altbewährte

Lösungsmöglichkeiten zurückgreifen, oft müssen wir

jedoch neue Wege gehen, Wege zu den Problemen,

den Gefühlen und Bedürfnissen unserer Mitmenschen.

Gelebte Menschen- bzw. Nächstenliebe führt uns zur

Barmherzigkeit. Aus dieser erwächst dann ihrerseits

die Kraft zur Toleranz, Uneigennützigkeit und Liebe.

Wenn wir Menschen mit Toleranz und Liebe begegnen – auch den andersartigen

und fremden Menschen – dann gehen wir in den Spuren des barmherzigen

Samariters, der seinem Feind half und somit zum Inbegriff des

opferbereiten Menschen wurde.

Neben der Beteiligung an der Fronleichnamsprozession widmeten sich die

Mitarbeiter der Caritas ihren vielfältigen Aufgaben wie Kranken- und Festtagsbesuchen,

Mitgestaltung der Seniorennachmittage und der Adventssammlung.

Allen Mitarbeitern gilt mein herzlicher Dank.

Höhepunkte waren in diesem Jahr die Wanderung in einem wunderschönen

Garten und der Einkehrtag im Königsmünster in Meschede. Zum einen

haben wir die Natur als Gottes Schöpfung bewundert, zum anderen haben

wir im Kloster innegehalten, um Kraft und Ideen für unser Leben zu schöpfen.

Der Einkehrtag stand unter dem Thema „Stark wie du und ich – Frauengestalten

in der Bibel“. Die Einkehrer lernten Frauen kennen, die zwar

nicht der Norm entsprachen, die aber nie ihre Zuversicht und ihr Gottvertrauen

aufgegeben haben. Allen voran ist Eva zu nennen, die als Inbegriff

der Sünde galt, die jedoch alles andere als eine Sünderin war. Eva ist die

Krone der Schöpfung, Mutter aller Lebendigen und ein Sinnbild für die Verantwortung

der Menschen füreinander und für die Welt, für die Sehnsucht

und Gleichberechtigung und dem Wunsch, im Leben etwas Wichtiges zu

bewirken.

Manchmal müssen Menschen unbequeme Wege gehen und oftmals sind

ihre Taten erst bei genauem Hinsehen zu begreifen. Es ist nicht immer

leicht, dem Leben die Stirn zu bieten und das zu tun, was das Herz sagt.

Das Wirken der Menschen in unseren Gemeinden und ihr Einstehen füreinander

sind ein Beweis dafür, dass Gottes barmherzige Güte lebendig ist

und alle Zeit überdauert hat.

Wir wünschen allen Gemeindemitgliedern eine gesegnete Weihnachtszeit,

in der Gottes Nähe durch Liebe und Barmherzigkeit spürbar wird, und ein

hoffnungsvolles Jahr 2017.

Edeltrud Brüggemann

Vorsitzende der Caritas-Konferenz

31


Katholische öffentliche Bücherei

Zehn sehr gute Gründe füreinen

Besuch der Bücherei

1. Ab Dezember stellen wir auf einen Schlag neue Medien für 1400,- € ein.

2. Wir haben unseren Bestand für Erwachsene stark ausgebaut.

3. Die Nutzung der KÖBdurch viele trägt dazu bei, dass sie bestehen bleibt.

4. Ausleihen spart viele Ressourcen und vermindert den CO2- Ausstoß.

5. Hier kann man andere Leser treffen sowie Tipps geben und bekommen.

6. Hier findet man Bücher, auf dieman sonst niiiiiieeeee gestoßen wäre.

7. Wir sind gut sortiert: für viele Geschmäcker ist etwas dabei.

8. Neben Büchern kann man auch Hörbücher, CDs und DVDs ausleihen.

9. Wir sind (für viele) zu Fuß zu erreichen; das Pfarrheim liegt zentral.

…… und die Ausleihe ist für alle kostenlos!

Wir freuen uns, dass seit diesem Jahr Rebecca Claus (15 Jahre)

unser Team verstärkt und neue Ideen mitgebracht hat.

Weitere Helfer und Helferinnen sind herzlich willkommen!

Die Schulkinder des Kindergartens

Lippkamp haben jetzt

den Bibliotheks-Führerschein

und kommen öfters vormittags

zurAusleihe.

Öffnungszeiten: Mittwochs 15 – 16 Uhr

Sonntags 10.30 – 12 Uhr.

32

Rosa Lindenberg


Seniorenkreis des Kirchspiels 2016

„Jeder weiß,

dass die Bevölkerungsdichte

stetig zunimmt

und der Raum enger wird.

Wir müssten uns immer näher kommen.

Und doch habe ich das Empfinden,

dass die Menschen

sich zunehmend weiter

voneinander entfernen.

Und du sagst, du kannst nichts tun.“

Das lese ich in einem Textheft von Kristiane Allert-Wybranietz. Doch dieser

Text lässt michauch an ein Sprichwort denken, das heißt: „GeteiltesLeid

ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude.“

Wenn wir tief berührt

sind in unserm Innern,

über eine überraschend

frohe

Nachricht oder ein

unglaublich schönes

Erlebnis, dann brauchen

wir einen oder

mehrere Menschen,

denen wir uns mitteilen

können. Genauso

wichtig ist das,

wenn wir Sorgen und Probleme mit uns herumtragen. In einem ruhigen

Gespräch sich auseinandersetzen zu können, mit offenen Augen durch die

Welt gehen zu können und sehen, dass es noch andere und anderes gibt,

mildert oft unsere Sorgen enorm und gibt uns neuen Mut.

Die Möglichkeit, Freude zu teilen, Leid zu teilen, haben etwas mit Geselligkeit

zu tun. Oft genügt es,einfachgemeinsam an einem Tisch zusitzen,

Kaffee und Kuchen zu genießen, das Alleinsein für ein paar Stunden zu

vergessen.

Möglich ist das im Seniorenkreis des Kirchspielsbei unseren wöchentlich

stattfindenden Kaffeerunden im Pfarrheim. Wir freuen uns über jeden alten

und neuen Gast. Gut 20 Seniorinnen und Senioren nehmen regelmäßig

dieses Angebot schon wahr. Offensichtlich gefällt es ihnen bei uns. Natürlich

wird an diesen Nachmittagen nicht nur geredet. Es wird auch gesun-

33


gen, gespielt und viel gelacht.

Wie in den vergangenen Jahren jetzt ein kurzer Rückblick auf den Jahresverlauf:

27. 01. 2016: 1.Seniorentreff des Jahres im Pfarrheim; noch fast 40 weitere

folgten.

03. 02. 2016: Karnevalsfeier im Pfarrheim.

16. 03. 2016: Kreuzweggebet in der Pfarrkirche.

10. 05. 2016: Wallfahrt nach Warendorf zur „Glorreichen Jungfrau“ mit

Pfarrer Ernst Schenk, früher Pfarrer in Hirschberg.

15. 06. 2016: Ausflug nach Oberhausen mit Stadtrundfahrt.

13. 07. 2016: Ausflug nach Bad Rothenfelde mit Führung durch die Salzsaline

und den Kurpark.

04. 08. 2016: Fahrt zur Freilichtbühne Herdringen; aufgeführt wurde das

Lustspiel „Heiße Ecke“

31. 08. 2016: Fahrt ins Blaue; in Ascheberg-Davensberg mit dem Clemens-August

Express durch die Davert.

14. 09. 2016: Kaffeetrinken in der Gaststätte„AlterBahnhof“.

26. 10. 2016: Waffelnbacken mit Mia Müller.

Am 30. November feierten wirden

letzten Seniorengottesdienst dieses

Jahres mit Spendung der

Krankensalbung. Andem gleichen

Nachmittag zeigte Herr Ludwig

Marx nach dem Kaffeetrinken Dias

aus dem reichen Bestand des

Heimatvereins. Wir freuten uns

darüber, dass er wieder sein

Kommen spontan zugesagt hatte.

Zu unserer diesjährigen Adventsfeier am 14. Dezemberum14:30 Uhr im

Pfarrheim waren alle älteren Menschen des Kirchspiels wieder herzlich

eingeladen. Wir verbrachten schöne Stunden mit dem Mandolinenkreis aus

Soest und Kindern der Grundschule.

Auch in diesem Jahr bedanken wir uns fürdiegroßzügige Unterstützung in

unserer Arbeit durch die Kath. Frauengemeinschaft und die örtliche Caritaskonferenz.

Denken Sie daran, inunserm Kreis ist jeder herzlich willkommen, und wir

wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2017.

34

Ihr Ansprechpartner

Klaus Schöne


Ministranten in Mü-Si-Wa

Unsere neuen Messdienerinnen

Sieben neue Messdienerinnen wurden am 6. November imRahmen eines

Familiengottesdienstes feierlich in ihr neues Amt eingeführt und von Pfr.

Markus Gudermann für ihren Dienst gesegnet:

(v.l.) Linda Röhre, Franziska Sander, Lena Schulz, Dana Frigge, Emma

Kothe, Sarah Feige und Judith Claus.

Gut vorbereitet wurden sie von Benedikt Sander und Christina Hillebrand.

Messdiener machen das Phantasialand unsicher

35


Messdiener aus Mülheim, Sichtigvor, Waldhausen, Allagen und Niederbergheim

machten sich am frühen Morgen des 27. August auf den Weg

nach Brühl, um dort den Tag in Kleingruppen zu verbringen.

Zuvor hatte das Phantasialand noch einmal verstärkt Werbung gemacht

und neue Attraktionen angepriesen, sodass alle Kinder und Jugendlichen

gespannt waren.Dank des guten Wetters konnten alle den Tag im Park

genießen.

Während der Rückreise war es dann verdächtig ruhig im Bus, sodass sich

die Betreuer sicher seinkonnten, dass der Tag auch für die Jüngeren anstrengend

war.

Anke Hillebrand

WeltJugendTag 2016

Am 19. Juli 2016 war es endlich

soweit, 22 Jugendliche aus

den Pastoralverbünden Möhnetal,

Warstein, Rüthen und

Körbecke-Möhnesee trafen

sich an der Realschule in Belecke,

um den Reisesegen von

Pastor Gudermann zu empfangen,

und dann mit lauter

Vorfreude zur ersten Etappe

unserer langersehnten Pilgerfahrt

nach Polen zu fahren. Die

erste Etappe war der Tag der

Begegnung in Paderborn mit ca. 3.000 Franzosen. Dortfeierten wir zweisprachig

eine große Messe mit unserem Erzbischof Hans-Josef Becker,

welche als Auftakt für die große Pilgerfahrt nach Polen diente. Um Mitternacht

waren wir dann alle wieder inden Bussen verstaut und traten die 12-

stündige Busfahrt nach Rybnik, eine Kreisstadt inder Nähe von Katowice,

an. Dortwurden wir schon freudig von unseren Gastfamilien erwartet und

herzlich aufgenommen! DieVerständigung verlief erst aufgrund mangelnder

Sprachkenntnisse eher schleppend, ging dann aber ineinen lustigen

Mischmasch aus Deutsch, Englisch und Polnisch gemischt mit Pantomime

über.

Somit startete die erste Woche in Polen, die„Tage der Begegnung“ und

der Vorbereitung auf den Weltjugendtag. Direktamersten Tag in Rybnik

36


fand eine große Begegnung mit ca. 3.000 Pilgern statt. Sie begann mit

einem feierlichen Gottesdienst in der großen Basilika, anschließend ging es

mit einer langen Völkerwanderung durch die Innenstadt Rybniks zum

Campusgelände, auf dem dann einiges an Programm geboten wurde. Jede

Nation hatte dieMöglichkeit, sich vorzustellen und etwasTypisches aus

seiner Gegend vorzutragen. Sosahen wir junge Christen aus Bosnien tanzen

und Franzosen fröhlich singen. Esherrschte schon richtiges Weltjugendtagsfeeling.

Am nächsten Tag, dem 22. Juli, machten wir uns auf den Weg zur

„schwarzen Madonna“ in Tschenstochau, dem Nationalheiligtum Polens.

Hier fand am Nachmittag ein Gottesdienst in der Wallfahrtsbasilika statt,

der von den Paderborner Pilgern vorbereitet und von Weihbischof Matthias

König gehalten wurde.

Am 23. Juli fanden die „Tage

der Begegnung“ ihren Höhepunkt

in der Erzdiözese in

Katowice: der Abschlussgottesdienst

mit knapp 20.000 Pilgern

aus dem gesamten Bistum.

Nach der Besichtigung der bedeutsamen

Kathedrale in Katowice

pilgerten wir zum großen

Abschlussgottesdienstgelände,

auf dem eine Messe gefeiert

wurde. In der Predigt gab uns

Erzbischof Wiktor Skworc eine

wichtige Botschaft mit auf den Weg: "Die Liebe ermöglicht eine andere

Gerechtigkeit." Und er legt uns das Motto des Weltjugendtages ans Herz:

"Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden".

Nach dem Gottesdienst fand ein großes Festival mit regionalen und internationalen

Musikern statt, die für Stimmung sorgten.

Den nächsten Tag verbrachten wir komplett in unseren Gastfamilien, am

Abend grillten wir zum Abschied in „Pastors Garten“ und es wurde gegessen,

gequatscht, gesungen und gespielt.

Nun beginnen dieeigentlichen Weltjugendtage.

Am Nachmittag kamen wir in Chrzanow an, wasca.eine Stunde außerhalb

von Krakau liegt. Dort kamen wir in unsere Gastfamilien, dieuns, wieesin

Polen üblich ist, sehr herzlich in Empfang nahmen. Den Abend ließen wir

musikalisch ausklingen. Dernächste Tag ging mit einem Morgenimpuls in

der Gemeinde los, daraufhin fuhren wir mit dem Zug nach Krakau. Schon

die Zugfahrt war sehr eindrücklich, da man viele neue Leute kennenlernte.

In Krakau selber zogen Scharen von Jugendlichen durch die Altstadt und

37


sorgten für Stimmung. Diegrößten Pilgergruppen kamen aus Polen, Italien

und Frankreich.

Alle hatten das gleiche Ziel: den Blonia-Park. Hier wurde der Weltjugendtag

mit einem feierlichen Gottesdienst durch den Krakauer Kardinal Stanislaw

Dziwisz nun offiziell eröffnet.

Auch der nächste Tag begann mit einer Katechese, gestaltet von Weihbischof

Bernhard Hasselberger aus dem Bistum München-Freising. Das

Thema lautete "Jetzt" – „Jetzt ist die Zeit der Barmherzigkeit. Das braucht

unsere Welt jetzt. Zeigt Herz und Verstand," forderte der Bischof dieJugendlichen

auf. Anschließend fuhren wir zum Sanktuarium der Göttlichen

Barmherzigkeit der SchwesterFaustina.

Im Sanktuarium fand der deutsche Pilgerabend mit Vesper statt. Aus allen

27 Bistümern Deutschlands kamen die Pilger zusammen.

Am nächsten Tag, dem

28.07, hielt Weihbischof

Matthias König die morgendliche

Katechese.

Das Thema des Tages

lautete "Du". "Barmherzigkeit

ist nur durch uns

möglich", zeigte Weihbischof

König in seiner

Katechese auf. Am

Nachmittag ging es dann

zu den Blonia-Wiesen,

wo die Weltjugendtags-

Teilnehmer den Papst

offiziell willkommen hießen.

Nachder Begrüßung durch den Krakauer Erzbischof, stellten Jugendliche

die unterschiedlichen Kontinente vor. Aus 187 Ländern waren Pilger

nach Krakau gekommen. DerPapst hielt eine Predigt und forderte darin die

Jugendlichen auf "rebellisch zu sein" und nicht "vorzeitig in Pension zu

gehen“. Er ermutigte die jungen Christen: "DieKirche blickt auf euch und

möchte von euch lernen, umwieder neu auf dieBarmherzigkeit des Vaters

zu schauen."

Am 29.07. warder dritte und somit letzte Katechese-Tag. DasThemalautete

„Start“. Diese Katechese durfte Bischof UlrichNeymeyeraus dem Bistum

Erfurt unserer Katechese-Kirche gestalten. Ermachtesehr anschaulich

deutlich, dass Barmherzigkeit nichts anderes als Mit-Menschlichkeit ist.

Im Anschluss an die morgendlichen Katechesen folgte jeden Tag ein Gottesdienst.

38


Am Nachmittag ging es dann in die Krakauer Altstadt, die in Kleingruppen

erkundet wurde.

Am 30.07. verbrachten wir maßgeblich mit der Anreisezum"Campus Misericodiae",

dem Abschlussgelände in Brzegi vorden Toren von Krakau. Aus

den unterschiedlichen Richtungen strömten Christen aus der ganzen Welt

zur abendlichen Vigilfeier mit Papst Franziskus. Dieser forderte die Pilger in

seiner Ansprache auf: "Habt den Mut, uns zulehren, dass es einfacher ist,

Brücken zu bauen als Mauern zu errichten."

Nach dieser beeindruckenden Vigilfeier schloss sich ein Konzert mit stimmungsvollen

Liedern an.

Wir campierten die Nacht unter freiem Himmel auf dem "Campus Misericodiae",

um am nächsten Morgen den Abschluss-Gottesdienst des Weltjugendtages

mit Papst Franziskus und 1,5 – 2Millionen Christen zu feiern.

Wieder einmalberührte er mit seinen Worten die Menschen und entfachte

Feuer der Begeisterung.

Am 01.08. hieß es dann endgültig Abschied nehmen.

Wir haben eine große Gastfreundschaft in Polen erleben dürfen. Mit unendlich

vielen Eindrücken, zahlreichen Erfahrungen und neuen Freundschaften

traten wir die Heimreise an und kehrten in unsere Familien und Gemeinden

zurück.

Diese Pilgerreise war für "dieWARSTEINER" eine intensive Erfahrung und

Stärkung im Glauben.

Judith Polifke, Anna Köhne-Korte, Tobias Kinzel

Schützenbruderschaft St. Georg

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter

uns. Da wir aufgrund der Flüchtlingsbelegung

unseres Haus Teiplaßalle Feste

umlegen mussten, warvielUmstrukturierung

nötig. So wurde der Seniorenadvent

im Pfarrheim in Sichtigvor

gefeiert. Dieser war gut besucht und

wir konnten einen schönen Tag mit

Film und viel Geselligkeit verbringen.

Die Generalversammlung unserer Bruderschaft begingen wir im Feuerwehrhaus

inMülheim, nach der Abendmesse, weil wir keinen geeigneten

Raum inSichtigvor zurVerfügung hatten. Aber dieVersammlung konnten

39


wir in gewohnter Form abhalten.

Dazu folgten viele Wochen der

Vorbereitung für unser Hochfest

am letzten Wochenende im Juli.

Dieses wurde im Zelt auf dem Gelände

der Firma Busunternehmen

Möhneblitz Quente gefeiert, der an

dieser Stelle noch mal unser Dank

gilt. Viel Logistik, Organisation und

Vorstandssitzungen waren nötig

um das Festdurchzuführen. Vielen

Dank an unsere Vorstandsmitglieder, die viel zusätzliche Arbeit geleistet

haben. DasWetter spielte zwarleider nichtsomit, aber ichglaube wir haben

ein tolles Zeltfest gefeiert, wie dies in unsere Vereinsgeschichte eingeht.

Wenn auch die Festzüge recht lang waren, da unser Zelt am Ortsausgang

lag, hat es unseren prächtigen Umzügen kein „Abbruch“ getan. Vielen

Dank an die Schützen für die gute Beteiligung.

Auch unsere beiden Königspaare Christian und Regina Scobel sowieDennis

Marx und Sarah Eickhoff mussten mit der neuen Situation umgehen,

was sie bestens gemeistert haben. Danke an beide Königspaare.

Im September erfuhren wir von

der Stadt Warstein,dass unser

Haus Teiplaßgeräumt wird und

wir dieses wiederbekommen.

Im Oktober schon wurde den

Vereinen die Halle, in einem

sehr guten Zustand zurück

gegeben, so dass unser Vereinsleben

wieder den gewohnten

„Gang“ nehmen konnte. An

dieser Stelle gilt auch unser

Dank der Stadt Warstein und

unserer Ortsvorsteherin Heike Kruse für die Unterstützung und unkomplizierte

Handelsweise.

Wir haben das letzteJahr sehr gut gemeistert. Aber hoffen wir alle niewieder

ineine solche Situation zu geraten, weder fürdieFlüchtlinge, dieinder

Halle untergebracht werden müssen, noch für die Vereine, diedas Haus

Teiplaß nutzen.

Abschließend noch mal Dank an alle Beteiligten im letzten Schützenjahr

2016.

40

Thomas Schulte, Oberst


Schützenbruderschaft

St. Peter & Paul

Im kommenden Jahr istesnun bereits 250 Jahre her, das sicheinige interessierte

junge Männer im Kirchspiel zusammengetan haben, um die

Schützenbruderschaft St. Peter & Paul Mülheim 1767 e.V. zu gründen.

Seit je her steht dieSchützenbruderschaft in enger Verbundenheit zur Kirche

und zum heutigen Kirchspiel MüSiWa.

So musste im Jahre 1767 zunächst der Erzbischof und Kurfürstvon Köln,

Maximilian Friedrich, um Erlaubnis gebeten werden, ein „Schützen-

Compagnie“ zu „errichten“.

Des Weiteren ist seit dem 2.Weltkriegder Pfarrer der Pfarrgemeinde St.

Margaretha Mülheim unser geistlicher Beraterund Präses.

Hat es in den vergangenen 250 Jahren doch einige Turbulenzen im Leben

der Bruderschaft gegeben -ichmöchtehierbeispielhaft nur an die Gründungen

der Bruderschaften in Sichtigvor und Waldhausen erinnern - so

gab es doch für uns Schützen wie auch für die gesamte Pfarrgemeinde die

einschneidenden Ereignisse rund um die beiden Weltkriege.

Viele junge Männer aus dem gesamten Kirchspiel, Schützenbrüder aller 3

Ortsteile, mussten in dieser Zeit Ihr Leben lassen. DasLeid über verstorbene

Söhne, Männer, Brüder und Väter legte sich in dieser dunklen Zeit

über das gesamte Möhnetal.

Nach dem 2.Weltkrieg hielt Pfarrer Wilhelm Muder einen Vortrag über die

Aufgaben und Ziele der Erzbruderschaft des hl. Sebastianus. Unter betont

christlicher Ausrichtung startete man in Mülheim im Jahre 1947 zunächst

wieder unter dem offiziellen Namen „St. Sebastianus-Bruderschaft“ neu

durch, ehe man im Jahre 1950 wieder zumbewährten Bruderschaftsnamen

zurückkehrte.

„Wer ein schönes Fest will sehen, der

muss mit nach Mülheim geh´n“.

Dieser Ausspruch stammt von Schützenbruder

JosefEickhoff aus dem Jahre

1934 –ertrifft aber auch heute noch

den Kern des Schützenfestes.

Daher lade ich Sie alle imJahr 2017 zu

unserem Jubiläumsfest am 13. + 14.

Mai 2017 ein - nehmen Sie Teil an der

250-jährigen Tradition der Schützenbruderschaft

Mülheim:

41


Am Samstag, den 13.05. zunächst mit einem Gottesdienst am Dorfplatz

Mülheim, inkl. der Fahnenweihe der komplett erneuerten Fahne 3, dem

Vogelschießen an unserer Vogelstange auf der Külbe und dem Abendprogramm

inkl. Tanz inunserer Schützenhalle.

Am Sonntag findet dann der großeFestumzug mit ca. 1000 Aktiven der

befreundeten Schützenbruderschaften und Musikvereinigungen statt –

sicherlich ein Highlight, das Sie nicht jedes Jahr sehen können.

Der Festzug startet am Schulhof der Grundschule und endet inunserer

Schützenhalle.

Wir freuen uns sehr auf dieses Jubiläum und möchten dieses mit dem

Kirchspiel MüSiWa zusammen feiern – lassen Sie sich begeistern!

Mit den besten Wünschen für ein friedliches und gesegnetes Weihnachtsfest

sowie einen guten Start in unser Jubiläumsjahr 2017,

42

Firmung 2016

JörgRhoden, Oberst

Im Frühjahr 2015 trafen sich Volker Krone,

Agnes Schäferhoff, Christina Hillebrand,

Petra Wiese, Annette Luca und Eva Menke

zur Besprechung der Firmvorbereitung.

Angeschrieben wurden 30 Firmlinge, diesich

dann mit ihren Eltern am 08.06.15 zu einem

Informationsabend einfanden.

Zu einem Kennenlern-Wochenende starteten

wir am 15.08.16. Diejungen Leute pilgerten

mit ihren Katecheten nach Meschede zum Kloster Königsmünster.

Dort erhielten die Firmlinge Informationen zum Klosterleben. Dabei wurde

natürlich auch die Bedeutung von Gott –Kirche-Glauben besprochen und

diskutiert.

Für die Eltern der Firmbewerber gab es am 20.10.15 einen Elternabend

zum Thema: „Die Kunst einen Kaktus zu umarmen“. Nach dem Vortrag von

Albert Schröder gab es eine interessante Diskussion mit den Eltern.

Am 28.11.15 nahmen wir am Angebot der Nachtder offenen Kirchen teil

und besuchten die Kirchen in Belecke, Waldhausen und Mülheim.

Die Herbst- und Osterferien standen imZeichen der freiwilligen Aktionen

der Jugendlichen. Sieselbstentschieden sich für ihren sozialen Tag z.B.

im Kindergarten oder Altersheim.


Am 06.12.15 gestalteten die Firmlinge ein Adventsfenster – sie gestalteten

den Eingang des Pfarrheims mit adventlicher Deko,lasen Texte, spielten

Weihnachtslieder und reichten Tee und Plätzchen.

Am 12.12.15 feierten wir einen Jugendgottesdienst. Im Anschluss gab es

einen Filmabend mit dem Film „HonigimKopf“.

Am 24.01.16 gingen wir in die Waldhausener Kirche.Dorterhielten die

jungen Leute eine Menge Informationen von Albert Schröder zurArchitektur,

Gestaltung und Bedeutung verschiedener Symbole in Kirchen.

Der Jugendkreuzweg fand am 18.03.16 in Allagen statt. Mit einer anschließenden

Agape-Feier klang der Tag aus.

Der Karfreitag - 25.03.16 -wurde von den Jugendlichen an der Kreuzberg-

Kapelle auf dem Kalvarienberg noch einmal gestaltet. Texte zur Fastenzeit,

zum Glauben und zum Thema: Wie nah bin ich bei Gott-standen zur Diskussion.

Am 22.05.16 bereiteten die Firmlinge einen Jugendgottesdienst vor und

gestalteten ein christliches Symbol (Mosaikfisch).

Den Jugendgottesdienst feierten wir am 11.06.16 – anschließend legten wir

die Mosaikplatte zurErinnerung des Firmjahrgangs 2016 vor der Grotte

nieder.

Beim Sportabend am 20.08.16 sollten die

Jugendlichen noch einmal mit religiösen

Themen z.B. (ein Rate Quiz zu den sieben

Gaben des Heiligen Geistes) konfrontiert

werden. Zuvor durften sie sich sportlich

austoben, um dann mehr Muße für die

geistige Vielfalt Gottes aufzubringen.

Am Lagerfeuer beendeten wir diesen Abend mit den Gedanken zu dem

Lied Hör auf dieStimme -Siemachtdichstark!DieJugendliche beschäftigten

sich insbesondere mit der Frage, ob sie eine innere Stimme- ein

„Bauchgefühl“- wahrnehmen oder wie wir

Gott im Alltag erleben können.

Die Firmbewerber unterstützten in ihrer

Vorbereitungszeit verschiedene weitere

Veranstaltungen des PGR,soz.B.Backen

mit Kindern in der Weihnachtszeit, Leseabend

im Frühjahr und einen Spielenachmittag

im Sommer.

Am 31.08.16 unterstützten einige Jugendliche eine Aktion für unsere Gemeinde.

Gemeinsam wurden dieHolzbänke bei der Kirche gestrichen.

Volker Krone

43


44

St. Margaretha-Grundschule

Ein ereignisreiches

Jahr mit

vielen unerwarteten

Begebenheiten

liegt hinter

uns. Auch in der

St. Margaretha-

Grundschule war

das Flüchtlingsthema

dominant.

Nachdem im

vergangenen

Schuljahr mit der

Ankunft vieler

Flüchtlingskinder

in unserer Schule in vielen Bereichen Neues auf uns zukam,haben wir

unterschiedliche Projekte zur Sensibilisierung aller Schulkinder durchgeführt.

Wir denken, dass man nicht früh genug damit beginnen kann, Kindern

eine Welt ohne Hass und Gewalt näher zubringen und jeden Menschen

als gleichwertig zuachten. Gerade in der heutigen politischen Situation

finden wir eine Sensibilisierung der Kinder fürdiesesThemaäußerst

wichtig. Allen Kindern soll bewusst werden, dass kein Kind z. B. wegen

seiner Hautfarbe, Herkunft oder seiner Religion, seiner Behinderung, seiner

Leistungsschwächen und vielem mehr beschimpft oder gar bedroht werden

soll

Gemeinsam mit den Kindern haben wir Leitsätze formuliert, an die wir uns

alle halten möchten.

1. Wir schließen an unserer Schule kein Kind aus, weil es anders ist,

anders spricht, aussieht oder aus einem anderen Land kommt.

2. Wenn bei uns jemand geärgert, verletzt oder ausgegrenzt wird,

sagen wir „STOPP!“

3. Wir möchten, dass alle respektvoll miteinander umgehen.

4. Wir machen in jedem Schuljahr ein Projekt zum Thema „Gegenseitige

Achtung“, denn wir wollen uns gegenseitig helfen, achten und

alle Menschen so annehmen, wie sie sind.


In allen Klassen wurden Aktionen zum Thema „ Das Fremde ist nur fremd –

solange man es nicht kennt“ durchgeführt. Diese waren genauso vielfältig

und bunt, wie das Thema.

Am Ende erhielt die St. Margaretha-

Grundschule als erste Grundschule

im Kreis Soest die Auszeichnung:

Ulrike Theurich

45


46

Kinderkirchenchor "Vollgas"

Mit durch 2016

Auch in diesem Jahr

begannen im Januar

die Proben für unser

4. Sommermusical.

Nach dem „Barmherzigen

Samariter“,

„Der Stein ist Weg“

und „Verschleppt

nach Babylon“, ging

es dieses Jahr wieder

insneue Testament.

Genauer gesagt

in die Stadt

Jericho, in der Jesusdas Rufen des blinden Bartimäus hört und ihn heilt.

Das Musical bleibt nicht bei der biblischen Geschichte stehen; esüberträgt

die „alte Geschichte“indieheutige Zeit. „Ja, wer Jesus nicht vertraut, der

bleibt blind und kann nichts sehen, nur werganz auf Jesusbaut, der sieht

wirklich immer mehr. Drum vertrau auf JesusChristus,gibihmjetztdein

Leben hin, glaub, dass Jesus es nur gut meintund vertrau ihm wie ein

Kind.“

Die Freude und Begeisterung, mitder dieKinder bei der Sache waren,

übertrug sich auf das Publikum. Am Ende bedankte es sich mit Standing

Ovations und war gerne bereit dem Spendenaufruf zu folgen. Sokonnten

400,00 € an das Kinderhospiz Balthasar und 150,00 € an Adonia e.V., der

uns freundlicher Weise

in diesem Jahr die

Kulisse zur Verfügung

stellte, gespendet werden.

Adonia ist ein

Verein für musikalische,

christliche Jugendarbeit.

Momentan laufen die

Vorbereitungen für das


diesjährige Krippenspiel „Ich will die Hoffnung nicht verlieren“ auf Hochtouren.

Wir freuen uns auf weitere Projekte in 2017 und noch viele sing-begeisterte

Kinder.

Kerstin Zimmermann Nadja Berghoff Katrin Temmen

Weihnachtsgruß vom Familienkreis

Der Familienkreis, trifft sich einmal monatlich, um passend zum Tagesevangelium

einen interessanten Gottesdienst zu gestalten, der den Sinn

des Wortes Gottes kindgerecht vermittelt. Ein altersgerechter Zugang zum

Evangelium, zu kirchlichen Festen und auch zum Verständnis des Gottesdienstes

selbst steht dabei im Mittelpunkt.

Auch in diesem Jahr unterstützen uns die Kommunionkinder. Sie sind immer

mit Eifer und Elan dabei und übernehmen gern das Kyrie, eine Fürbitte

oder erklären in kleinen Texten oder Rollenspielen das Evangelium. Im

Familiengottesdienst stehen die Kinder im Vordergrund, aber wir freuen

uns ausdrücklich über das Miteinander der verschiedenen Generationen.

Im Oktober haben wir erstmalig den Familiengottesdienst in Waldhausen

abgehalten. Zum Thema Erntedank haben wir in der liebevoll dekorierten

Kirche in gemütlicher Atmosphäre unseren Gottesdienst gehalten. Wir würden

uns freuen, dies auch in der Zukunft wiederholen zu können.

Zum Familienkreis gehören zurzeit Günter Lenze, Anja Kopp, Anja Kiel,

Birgit Biermann, Kerstin Zimmermann, und Nadja Berghoff.

Unsere Familiengottesdienste finden einmal monatlich und zwar an jedem

ersten Sonntag des Monats um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche statt. Alle – ob

jung oder alt – sind herzlich eingeladen, mit uns gemeinsam diesen Gottesdienst

zu feiern.

Eine ruhige Adventszeit, ein besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute

für das neue Jahr und sich einfach mal

Zeit nehmen

Wenn uns bewusst wird, dass die Zeit, die wir uns für einen anderen Menschen

nehmen, das Kostbarste ist, was wir schenken können, haben wir

den Sinn der Weihnacht verstanden.

Der Familienkreis

47


Taufen und Hochzeiten

14 Kinder wurden im Jahre 2016 getauft:

Mülheim/Sichtigvor

Robin Ehmann, Lotta Zeidler, Friedrich Georg Lutterbeck

(in Oelinghausen), Jana Kalasch, Elina Kalasch, Jonas

Droste, Gesa Rinschede, Zoe Kellerhoff, Lina Arens, Paul

Scheffler, Johanna Stier

Waldhausen

Marian Strugholtz, Maya Spiegel (in Mellrich), Theo Budde (in Anröchte)

9 Brautpaare wurden im Jahre 2016 kirchlich getraut:

16.04. Stefan Kühle & Birgit Heßler

07.05. Sebastian Pilgram & Jennifer Beele, in Bergisch Gl.

28.05. Felix Rinschede & Astrid Kühle

11.06. Thomas Wirth & Anna Lena Stehmann, in Lippetal

25.06. Rouven Köhne & Gesa Kellerhoff

11.08. Werner Schmidtkord & Aloysia Schöne, in Lüdenscheid

27.08. Daniel Monzlinger & Raluca-Katharina Schulte

03.09. Tobias Görkes & Stefanie Dusny, in Störmede

01.10. David Beele & Jasmin Kowalik

Ihre Goldene Hochzeit feierten im Jahr 2016:

14.01. Günter & Marlis Straßburg, Sichtigvor

15.04. Fritz & Ilona Luig, Mülheim

11.05. Paul & Angeline Korff, Mülheim

07.06. Hans-Dieter & Doris Brüggemann, Sichtigvor

15.09. Günter & Ursula Luig, Mülheim

01.10. Wilhelm & Marlene Liedtke, Sichtigvor

Ihre Diamantene Hochzeit feierten im Jahr 2016:

25.05. Gertrud & Heinrich Jaeger, Waldhausen

01.04. Czeslaw & Adelheid Hertmann, Mülheim

48


Wir gedenken unserer Toten

Volker Schmidt, Sichtigvor (29.11.2015)

Hans-Jürgen Schröder, Mülheim (7.12.2015)

Erwin Kinzel, Mülheim (12.12.2015)

Walter Bräutigam, Mülheim

Theresia Meier, Sichtigvor

Edith Marx, Sichtigvor

Elisabeth Claus, Mülheim

Helmut Frigge, Sichtigvor

Theresia Grundhoff, Sichtigvor

Manfred Fahle, Sichtigvor

Eduard Kemper, Mülheim

Norbert Quente, Sichtigvor

Gerhard Grundhoff, Sichtigvor

Wolfgang Lutterbeck, Sichtigvor

Ruth Sell, Sichtigvor

Kläre Kramer, Sichtigvor

Eugen Arens, Mülheim

Bernhard Trahe, Sichtigvor

Ursula Puppe, Sichtigvor

Steffi Deuke, Mülheim

Hedwig Sensebusch, Sichtigvor

Ida Loesche, Sichtigvor

Martin Tiemann, Sichtigvor

Albert Schnelle, Sichtigvor

Waldhausen

Wolfgang Kohl

Maria Hermannschulte

Anni Eickhoff

Maria Schierk

Maria Beele

Evangelische Christen

Friedrich Batt, Waldhausen

Helmut Neuhaus, Sichtigvor

Waltraud Naujoks, Sichtigvor

Norbert Romeike, Mülheim

Edmund Herzog, Sichtigvor

Christian Neuhaus

( 54 J.)

( 87 J.)

( 49 J.)

( 90 J.)

( 87 J.)

( 60 J.)

(101 J.)

( 78 J.)

( 86 J.)

( 79 J.)

( 92 J.)

( 78 J.)

( 81 J.)

( 73 J.)

( 80 J.)

( 80 J.)

( 84 J.)

( 69 J.)

( 55 J.)

( 48 J.)

( 93 J.)

( 80 J.)

( 82 J.)

( 80 J.)

( 54 J.)

( 92 J.)

( 78 J.)

( 90 J.)

( 86 J.)

( 70 J.)

( 81 J.)

( 84 J.)

( 60 J.)

( 84 J.)

( 56 J.)

49


50

Kollekten und Spenden 2016


Gottesdienste und kirchliches Leben

Hl. Messen:

samstags:

sonntags:

werktags:

18.30 Uhr Vorabendmesse Pfarrkirche St. Margaretha

(jeden 2. u. 4. Samstag)

09.00 Uhr hl. Messe St. Barbara Waldhausen;

10.30Uhr Hochamt Pfarrkirche St. Margaretha

(jeden 1., 3. u. 5. Sonntag)

8.15 Uhr donnerstags, freitags - Pfarrkirche

8.15 Uhr mittwochs - Waldhausen

Familiengottesdienste: 10.30 h an jedem ersten Sonntag im Monat

Wortgottesfeiern: 1 x im Monat - Pfarrkirche oder Waldhausen

(s. aktuelle Pfarrnachrichten)

Andachten: Adventszeit, Fastenzeit, Mai und Oktober

Prozessionen: Christi-Himmelfahrt: 25. Mai 2017 - Pfarrgemeinde

Fronleichnam: 15. Juni 2017 - Pfarrgemeinde

Mariä-Heimsuchung: 02. Juli 2017 - Waldhausen

Kreuzwege: Fastenzeit (versch. Sondertermine)

Karfreitag – Gemeindekreuzweg

Ewige Anbetung: So., 19.03.2017 – 14.00 – 17.00 Uhr Pfarrkirche

Beichtgelegenheit: samstags 16.30-17.00 Uhr

Bußgottesdienste: vor Ostern und Weihnachten

Patronatsfeste:

Taufen:

Dienstag, 17.01.2017 - St. Antonius Waldhausen

Donnerstag, 20.07.2017 - St. Margaretha

Montag, 04.12.2017 - St. Barbara Waldhausen

jeden 2. Sonntag im Monat – 14.30 Uhr

Krankenkommunion: jeden 1. Freitag im Monat

Dreikönigssingen: s. S. 2

51

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine