Kroatien mit Slowenien und Bosnien-Herzegowina - SV Funkstreife ...

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Kroatien mit Slowenien und Bosnien-Herzegowina - SV Funkstreife ...

Kroatien mit Slowenien und Bosnien-Herzegowina

Auf den Spuren der UNESCO durch 3 Länder der verborgenen Schätze

Natur und Kultur mit dem Charme des mediterranen Südens

9 Tage: Sonntag, 15.04. bis Montag, 23.04.2012

Kroatien ist einer der jüngsten

europäischen Staaten - 1990 wurde

es gegründet – 1992 international

anerkannt. Zu Kroatien gehören

1.778 km Adriaküste mit 1.185

vorgelagerten Inseln, Inselchen und

Felsenriffen. Es ist die am stärksten zergliederte Küste des Mittelmeeres. Was in anderen

Ländern weit voneinander entfernt ist, liegt in Kroatien ganz nah beisammen:

kristallklares Meer, Karst, bewaldete Berge und fruchtbare Ebenen. In Kroatien gibt es

auch mehr Städte als irgendwo sonst in Südosteuropa. Jede Stadt hat ihre Eigenart und

ihr von der jeweiligen Epoche aufgedrücktes Siegel. Viele dieser Städte mit ihren reichen

Kunstschätzen sind es wert, besucht zu werden. Entdecken Sie z. B. die nicht alltägliche

Schönheit der denkmalgeschützten Stadt Dubrovnik, den antiken Diokletianpalast in Split

oder das Naturwunder der Plitwitzer Seen, die allesamt auf die Liste des Welterbes

gesetzt und unter den Schutz der UNESCO gestellt wurden. Dazu Istrien, eine Region, in

der sich antike Amphitheater, mittelalterliche Basiliken und enge Städtchen harmonisch

verflechten. Oder Zagreb: das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des

Landes blickt auf eine 900jährige Geschichte zurück. All dies und vieles mehr verspricht

einen Aufenthalt, welcher der inneren Bereicherung dient – eine Reise, die Ihnen

unvergeßlich bleiben wird. Dobro dosli – willkommen in Kroatien!


1. Tag: Ost-Slowenien und Nordwest-Kroatien

Die Etappe führt durch Slowenien und Kroatien und endet mit der Stadtbesichtigung von Zagreb. Die

Reiseroute führt durch den Karawanken-Tunnel über Bled, Ljubljana, Novo Mesto, Otocec und

Brezice nach Zagreb (223 km).

Der 7.864 m lange Karawanken-Tunnel, in dem sich die Grenze zwischen Österreich und

Slowenien befindet, wurde im Jahre 1991 eröffnet. Wir treffen in Bled unseren kroatischen

Reiseleiter und fahren vorbei an Ljubljana, Novo Mesto (10.000 Einwohner), Otocec, Brezice (4.000

Einwohner) und erreichen Zagreb, Partnerstadt von Mainz. Sie ist die größte Stadt, die wir während

der Reise besuchen werden.

In ZAGREB (1.000.000 Einwohner, ehem. Agram, ausgesprochen Sagreb) wird eine

Panoramafahrt unternommen, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Bei der Stadteinfahrt

werden wir das Internationale Zagreber Messegelände sehen, das nach der Beurteilung der

bekannten englischen Wirtschaftszeitung

"Financial Times" zu den wichtigen europäischen

Messen zählt. Bei der weiteren Stadtrundfahrt

sehen wir die National- und Universitätsbibliothek,

das Mimara-Museum, die Wirtschaftskammer

Kroatiens, das Museum für Kunst und Handwerk,

das kroatische Lexikon-Institut, das Zagreber

Rektorat mit der Fakultät für Rechtswissenschaft,

das Kroatische Nationaltheater (Opernhaus) aus

dem Jahre 1895, die Akademie für Theater, Film

und Regie und den Künstlerpavillon. Während der

Fahrt erreichen wir den alten Zentralfriedhof

Mirogoj für Adelige, der zu Fuß besichtigt wird,

und danach fahren wir hinauf zum alten

bürgerlichen Stadtteil, genannt Gric

(ausgesprochen Gritsch). Wir gehen zum Klarissen-Kloster, lernen die mittelalterlichen Adelspaläste

kennen und vergleichen ein Haus der Aristokraten mit einem Bürgerhaus. Dann folgt die Kirche zum

Hl. Markus (Stadtpatron von Gric), Sabor, das Kroatische Parlament, Sitz des Bans, des ehemaligen

kroatischen Hauptmannes, die allererste Rundfunkstation in Südosteuropa aus dem Jahre 1926, das

alte Theater, die alte Stadtgemeinde (heute Standesamt) und die Drahtseilbahn, welche die "Untere

Stadt" mit der Altstadt Grič verbindet. Von hier bietet sich eine schöne Aussicht auf das

Panoramabild der Stadt. Bei der Fortsetzung unseres Rundgangs kommen wir zur Zagreber

Akademie, die im Jahre 1669 von den Jesuiten gegründet wurde, zur schönsten Zagreber Barock-

Kirche der Hl. Katharina mit dem Jesuitenkloster und der alten Apotheke aus dem Jahre 1355.

Gleich daneben ist das Steinerne Tor, der einzige verbliebene mittelalterliche Stadteingang. Hier

befindet sich das Heiligenbild der Mutter Gottes als einzige Wallfahrtsstätte in Zagreb, und unweit

davon liegt das ehemalige Gebäude des Kultusministeriums. Wir gehen weiter zum traditionell

kirchlichen Stadtteil Kaptol, gegründet 1093. Zagreb ist Kardinalssitz und zugleich Zentrum aller

Katholiken Kroatiens. Vorbei am Theater "Komedija" erreichen wir den Kardinalssitz und den Mariä-

Himmelfahrts-Dom (im Volk bekannt als Hl. Stefans-Dom), der besichtigt wird. Im Dom befindet sich

der Sarkophag des seliggesprochenen Kardinals Alojzije Stepinac, ein riesiger Text in altkroatischer

Schrift "Glagoljica" und in der Sakristei ein Bild von Albrecht Dürer (in der Sakristei ist der Zutritt

selten erlaubt). Wir setzen unseren Spaziergang fort und erreichen den Hauptplatz "Trg Bana

Jelacica", in dessen Nähe Zagrebs größte Markthalle namens Dolac liegt. Hier gibt es jeden Morgen

ein reiches Angebot von Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Milcherzeugnissen usw. und natürlich auch

Souvenirs. Alles zusammen ergibt ein sehr lebendiges Bild. Anschließend sehen wir noch das

Gebäude der Kroatischen Akademie für Wissenschaft und Kunst aus dem vorigen Jahrhundert, die

protestantische Kirche und beenden unser Tagesprogramm im Hotel. Die Unternehmungslustigen

können nach dem Abendessen die beleuchteten Sehenswürdigkeiten von Zagreb noch zu Fuß

erleben (das Opernhaus, Mimara-Museum, Dom etc.).


2. Tag: Ein Hauch von Winnetou

Am heutigen Tag lernen wir Zentralkroatien kennen und besuchen die weltberühmten Plitwitzer

Seen. Danach fahren wir durch Lika, die am wenigsten bewohnte Region Kroatiens, und beenden

unser Tagesprogramm im Ort Sinj (360 km).

Wir fahren über die Autobahn nach Karlovac (45.000 Einwohner, ausgesprochen Karlowatz), das

an vier Flüssen liegt. Der Name leitet sich vom Großfürsten Karl von Habsburg ab, der im Juli 1579

diese südliche christliche Festung gegen den türkischen Vormarsch erbaut hat. Aus dieser Zeit

stammen noch die gut erhaltene sechseckige Renaissance-Stadtmauer sowie auch einige

Befestigungen unweit des Stadtzentrums. Leider wird uns wegen des Tagesprogramms eine

Besichtigung von Karlovac nicht möglich sein. Nach einer halben Fahrtstunde haben wir beim Ort

Slunj (1.800 Einwohner) einen malerischen Blick über die alte Wassermühle mit zahlreichen

Wasserfällen, und nach etwa 20 Minuten kommen wir zu den berühmten Plitwitzer Seen.

Dieser Naturpark liegt in der Region Lika und steht als "Weltnaturerbe" seit 1979 unter dem Schutz

der Vereinten Nationen (UNESCO).

Die PLITWITZER SEEN werden jährlich von über 700.000 Personen besucht. Da wir durch die

Natur wandern, ist festes Schuhwerk empfehlenswert. Aus den höher gelegenen Seen stürzt das

Wasser über zahlreiche Wasserfälle in die niedriger gelegenen Seen. Das und die urwaldähnliche

Umgebung machen Plitwitze zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ein italienischer Schriftsteller

brachte es so zum Ausdruck: "Ein Fest des Wassers". Zuerst fahren wir mit einem Panoramabus zu

den "Oberen Seen". Von hier aus geht unsere Wanderung an

16 blau-grünen Seen und vielen Wasserfällen entlang. Nach

Ankunft am Mittelsee, genannt "Kozjak", zugleich der größte

See mit einer Wasserfläche von 82 ha und 49 m Tiefe, fahren

wir mit einem Elektroboot (Umweltschutz) zu den "Unteren

Seen", die weiter zu Fuß besichtigt werden. Am Ende kommen

wir zum höchsten Wasserfall Kroatiens "Plitwitza" (78 m hoch).

Der ganze Park umfasst etwa 20.000 ha und ist reich an

Bären, Füchsen, Wölfen, Luchsen, Rehen und Hasen. In dem

klaren Wasser leben die Fischarten Rotauge und Rotfeder. In

diesem Nationalpark (Welterbe) ist die Jagd nicht gestattet.

Das Angeln ist nur mit einer Tagesgenehmigung erlaubt. Im

Plitwitzer-Seen-Gebiet wurden in den sechziger Jahren (1962 -

1968) Filme von Karl May wie "Der Schatz im Silbersee",

"Winnetou", "Old Shatterhand" u.a. gedreht. Die Hauptrollen spielten Pierre Brice und Lex Barker.

Danach werden wir durch das Krbava-Tal, weiter über die Berge vorbei an dem Krcic-Wasserfall bei

Knin (7.000 Einwohner) und Vrlika bis nach Sinj fahren. SINJ (9.000 Einwohner), das im Cetina-Tal

liegt, ist der berühmteste Wallfahrtsort Dalmatiens. Nach einer Legende hat 1715 die Hl. Maria den

Ort vor den Türken gerettet. Seit dreihundert Jahren veranstaltet man hier regelmäßig jedes Jahr im

August zu Ehren der Hl. Maria das berühmte Alkar-Reitkampfturnier. An einem dieser Tage wird die

goldene Ikone der Hl. Maria während einer Prozession mit Tausenden von Pilgern durch die Stadt

getragen. Diese Ikone ist in der Franziskanerkirche zu sehen. Alkar ist ein Reiter in alter Tracht, der

versucht, einen kleinen hängenden Ring, genannt Alka, mittels seiner Lanze beim schnellsten Lauf

seines Pferdes aufzuspießen. An diesen Festtagen kann man die Alkare auf sehr gepflegten

Rennpferden sehen, die von einem eigenen Begleiter durch die Stadt geführt werden. In dieser

Gegend ist es heute noch eine Ehre, Alkar zu sein. Im Ortszentrum von Sinj ist unsere zweite

Übernachtung vorgesehen.


3. Tag: Südliches Temperament und strahlende Punkte

Am heutigen Tag lernen wir das Hinterland von Dalmatien, einen kleinen Teil von Bosnien-

Herzegowina und Süddalmatien kennen. Die geplante Route führt über Imotski, Medjugorje

(Bosnien-Herzegowina) und Trsteno nach Dubrovnik (298 km).

Hinter Sinj sehen wir entlang der Straße einige

Bogomilen-Grabsteine, genannt Stecak

(ausgesprochen Stetschak), aus dem 8. - 11. Jh.,

sowie ein Haus in Form eines Schiffes, bestehend aus

Beton. Danach erreichen wir den Ort IMOTSKI (2.000

Einwohner), der im 9. Jh. noch als Festung notiert

wurde. Dort befindet sich ein Karst-Phänomen - der

Blaue und der Rote See -, die einen Naturpark bilden.

Beide Seen werden abhängig von den

Witterungsverhältnissen in Bosnien und Herzegowina

unterirdisch mit Wasser versorgt. Die beiden Seen

liegen nahe beieinander, sind aber nicht unterirdisch

miteinander verbunden. Der Rote See ist

bemerkenswert, da er mit 287 m einer der tiefsten Seen Europas ist.

Unweit von Imotski befindet sich die Grenze von Bosnien-

Herzegowina. Hier befindet sich der weltberühmte Wallfahrtsort

MEDJUGORJE (ausgesprochen Medjugorje). Man sagt, dass 1981

die Mutter Gottes sechs kleinen Kindern erschienen ist und ihnen 10

neue Gebote mitgeteilt hat. Seitdem haben diesen Ort über

27.000.000 Menschen besucht.

Entlang des Flusses Neretva reisen wir wieder nach Kroatien ein

und erreichen die Region Süd-Dalmatien. Dort bildet der Fluss ein

Delta, das das fruchtbarste Gebiet Kroatiens ist. Entlang zahlreicher

Mandarinen- und den bekannten Herzegowinaer Tabak-Plantagen

erreichen wir die Adriaküste und fahren hoch in die Berge, von wo

sich ein herrlicher Ausblick über das ganze Delta von Neretva bietet.

Es folgt eine Bucht, die von der 65 km langen Halbinsel Peljesac

(ausgesprochen Peljeschatz) gebildet wird. Da in der Bucht

wärmeres Wasser als im offenen Meer ist, ist hier eine gute Lage für

Miesmuschelzucht.

Auf der Halbinsel Peljesac liegen die Orte Mali und Veli Ston (zusammen etwa 500 Einwohner) mit

einer 5 km langen Stadtmauer aus dem Mittelalter. Mit dieser Länge ist dies die längste Stadtmauer

Europas. Diese Halbinsel Peljesac mit den Orten Veli und Mali Ston gehörten ehemals zur Republik

Dubrovnik und waren mit ihren Salzgewinnungsanlagen eine bedeutende Einkommensquelle des

Stadtstaates. Die alten Salinen erzeugen auch heute noch auf gleiche Weise Salz wie einst. In den

Ort Ston kommen die Feinschmecker gerne auf Grund der Muschelspezialitäten.

Hinter der Halbinsel Peljesac befindet sich die Insel Korcula (18.500 Einwohner, ausgesprochen

Kortschula). Auf ihr liegt der Ort Korcula (2.700 Einwohner), in dem vermutlich der berühmte

Weltenbummler Marco Polo 1254 (?) geboren wurde. Von Ston fahren wir weiter auf der Adria-

Küstenstraße entlang und vorbei an der Insel Mljet, einen Nationalpark und kommen nach

Trsteno. Im Ort TRSTENO (250 Einwohner) werden wir das Arboretum (Botanischer Garten)

besuchen. Dort sehen wir einen original erhaltenen Renaissance-Springbrunnen mit einem

Wasserspiel, das den nötigen Wasserdruck von

einem alten Aquädukt erhält. Sie werden anderen interessante Pflanzen und auch den Urbaum

Gingko sehen. Die ältesten Bäume dort sind zwei riesige Platanen aus dem Himalaja mit einem Alter

von etwa 500 und 350 Jahren.

Schließlich werden wir entlang der 15 Elafiti-Inseln den südlichsten Punkt unsere Reise, die Stadt

Dubrovnik erreichen, in der wir zwei Nächte bleiben werden. Ein gemütlicher Spaziergang durch die

Altstadt ist nach dem Abendessen zu empfehlen, um Dubrovnik nachts kennen zu lernen.


4. Tag: Die Perle der Adria

Dieser Tag ist für Dubrovnik eingeplant (1,6 km).

Dubrovnik (36.000 Einwohner), ehemals Ragusa, wird auch als "Perle der Adria" bezeichnet und

steht wegen seiner kulturgeschichtlichen Werte als "Weltkulturerbe" unter dem Denkmalschutz der

UNESCO. Zunächst genießen wir das Panorama der Stadt und beginnen dann mit der Besichtigung

des alten Stadttores "Pile". Vom "Onofrio"-Brunnen"

aus dem Jahre 1444 gehen wir über die Hauptstraße

"Stradun" zur ältesten Apotheke Südeuropas, die seit

1317 bis heute ständig in Betrieb ist und sich im

Franziskaner-Kloster befindet. Dort besichtigen wir die

ausgestellten Opfergaben, die alten Begräbnisstätten

der ehemaligen Zünfte und den Kloster-Komplex der

"Kleinen Brüder". Beim Spazieren durch kleine

Gäßchen mit mediterraner Atmosphäre werden Sie

sicher von dem 200 Jahre alten Weinstock, der auch

heute noch Trauben trägt, sowie von der sogenannten

Gummibaum-Gasse beeindruckt sein. Allmählich

gelangen wir in den Stadtteil, in dem Textilwaren mit

folkloristischer Stickerei von Verkäuferinnen in Volkstracht angeboten werden. Unweit davon

befindet sich das Dominikaner-Kloster, in dem Meisterwerke der Dubrovniker Malerschule

ausgestellt sind, die in der Zeit zwischen dem 14. und 16. Jh. entstanden. Hier befindet sich auch

ein Bild des berühmten Malers Tizian. Weiter geht es mit der Besichtigung des alten Stadthafens mit

zwei Schiffswerften - "Arsenale", dem städtischen Glockenturm, den Räumen der Stadtwache, dem

ehemaligen Zollamt mit Stadtarchiv - Sponza-Palast, der Roland-Säule, bei der die Hand das

öffentliche Längenmaß von Dubrovnik ist (eine Dubrovniker Elle). Wir sehen auch die Barockkirche

des Hl. Blasius (Stadtpatron) und besuchen den Rektoren-Palast, in dem der ehemalige Senat und

die Regierung von Dubrovnik residierten. Alle Räume sind im damaligen Stil eingerichtet. Hier

wohnte während der 30-tägigen Amtsperiode der Rektor, der für diese Dauer getrennt von seiner

Familie lebte. Den Stadtrundgang beenden wir in der Kathedrale der Mutter Gottes, in der sich eine

Schatzkammer befindet mit einem Bild von Raffael. Als wertvollste Kostbarkeit enthält sie aber nach

der Legende Kinderwindeln von Jesus Christus, außerdem Knochen von den „unschuldigen

Kindern“, die König Herodes töten ließ und einen Teil des Kreuzes, an dem Jesus Christus

gekreuzigt wurde, und viele andere wertvolle Reliquien. Um Dubrovnik in Erinnerung zu behalten, ist

am der Ende der Besichtigung eine Schifffahrt um die Altstadt und die Insel Lokrum vorgesehen,

mit herrlichen Ausblicken (wetterabhängig!).

In der Freizeit bietet sich ein Spaziergang auf der sehr gut erhaltenen 1940 m langen Stadtmauer

an. Vor allem Fotografen werden zahlreiche lohnende Motive entdecken. Ein Besuch im Aquarium,

des Museums mit der Geschichte der Dubrovniker Marine ist ebenso empfehlenswert wie auch der

Folkloreabend, der zweimal in der Woche stattfindet.

5. Tag: Bezaubernde Küstenlandschaft und antike Kostbarkeiten

Heute lernen wir Mitteldalmatien mit den Städten Split und Trogir kennen. Reiseroute: Dubrovnik,

Split, Trogir, Sibenik, Vodice (321 km).

Unsere Strecke führt am Fluß Neretva entlang, wo die Bauern ihre Erzeugnisse (Obst, Gemüse,

Wein, Obstsäfte usw.) an der Straße anbieten. Nach einigen Kilometern sehen wir auf der einen

Seite das Biokovo-Gebirge und auf der anderen Seite die Insel Hvar (12.000 Einwohner). Diese

Insel war von den alten Griechen vor mehr als 2.600 Jahren besiedelt worden und ist heute weltweit

als Luftkurgebiet, durch unendliche Lavendelfelder und das Theater bekannt, das seit 1612 bis

heute ständig in Betrieb ist. Damit ist es das älteste Volkstheater Europas. Hinter der Insel Hvar

befinden sich die Inseln Lastovo und Vis. Das sind die am weitesten entfernten bewohnten Inseln an

der Adria, die bis 1989 für die Ausländer verboten waren.

Wir fahren vorbei an malerischen Fischerdörfern, die wegen des angenehmen Klimas und der

schönen Strände den Sommerurlaubern bekannt sind. In der Ferne bemerkt man schon die Insel mit


der höchsten Erhebung der Adria, Brac (12.500

Einwohner, 940 m hoch, ausgesprochen Bratsch), berühmt durch den weißen Marmor. Gegenüber

der

Insel Brac befindet sich an der Küste der Urlaubsort

Makarska (7.000 Einwohner), bekannt durch einen 2 km langen feinsten Kiesstrand. Der Ort

Makarska ist auch wegen des Muschel-Museums berühmt, das sich in einem Franziskaner-Kloster

befindet. Diese Sammlung zählt etwa 3.000 Muscheln, wovon der größte Teil ausgestellt ist. Seltsame

Formen und wunderbare Farben faszinieren die Besucher.

Nach einer Fahrtstunde entlang der Adria vorbei an Omis erreicht man SPLIT, die Hauptstadt

Dalmatiens, die größte Stadt an der Ostadria mit

über 240.000 Einwohnern. In diesem Ort liegt der Haupthafen für alle Fähren, die zur dalmatinischen

Inselwelt fahren. Wichtigstes Besuchsziel in Split ist das Palais des römischen Kaisers und

Imperators Diokletian aus dem Jahre 305 mit einer Bodenfläche von 30.000 qm. Diokletian wurde in

der Umgebung von Split, im ehemaligen Aspalatos geboren und in der Geschichte als sehr kluger

und intelligenter Diktator und Imperator bekannt, der das ganze Römische Reich in zwei Teile teilte,

in das West- und in das Ost-Reich. Mit dieser Teilung des Reiches hat er das Römische Imperium

um 1.000 Jahre, bekannt unter dem Namen von

Byzanz, verlängert. Wir werden uns zuerst an einem

Rekonstruktionsbild des Palastes orientieren und

anschließend die gut erhaltenen Räume besichtigen.

Wegen seines spezifischen Aussehens und der

Bauart (Kaiserpalast und Militärlager) steht dieses

Palais als "Weltkulturerbe" unter dem Schutz der

Vereinten Nationen - Abteilung für Erziehung,

Wissenschaft und Kultur (UNESCO). Es handelt sich

hier um den einzigen erhaltenen römischen Palast,

der im Stil der Spätantike gebaut wurde und uns über

fast 1.700 Jahre erhalten blieb. Nach dem Rundgang

im Inneren kommen wir ins "Peristyl", in dem der

Kaiser seine Gäste zur Audienz empfing und das

zugleich der Hauptplatz des ehemaligen Palastes war. Danach gehen wir zum Mausoleum von

Diokletian. Schon seit dem Mittelalter war es die Kathedrale des Hl. Domios, eines christlichen

Märtyrers, den Kaiser Diokletian in der Nähe von Split, im antiken Salona, hinrichten ließ. Im

Mausoleum können wir auch die in Stein gemeißelten Gesichter des Kaisers Diokletian und seiner

Frau Prisce sehen. Am Ausgang sehen wir die riesigen Türen des Doms, die ein Werk von Andrija

Buvina aus dem Jahre 1214 sind. Wir kommen zum Jupiter-Tempel (seit dem Mittelalter die

Taufkapelle), wo die sogenannten "Kassettierten Dachbalken", umrahmt mit Akanthusblättern,

erhalten geblieben sind. Nach der Rückkehr zum Peristyl gehen wir durch das Palais zur Kreuzung

der Hauptgassen "Decumanus" und "Cardo" und weiter bis zum Goldenen Nordtor, bei dem die

Kriegsführung und die Verteidigung des Ortes in der römischen Zeit erklärt werden. Heute, nach

1.700 Jahren, ist dies eine sehr belebte Fußgängerzone. Wir gelangen von der äußeren Mauerseite

zum mittelalterlichen Hauptplatz von Split, wo wir das mittelalterliche Rathaus sehen (heute

Ethnographisches Museum) und spazieren wieder durch den Diokletian-Palast bis zum städtischen

Markt, auf dem man Lavendel und Rosmarin und deren Öle kaufen kann. Nach dem Verlassen der

Stadt sehen wir noch das alte Aquädukt (Wasserleitung) aus der Römerzeit, das Split teilweise noch

heute mit Trinkwasser versorgt.

Vorbei am Flughafen von Split erreichen wir nach einigen Kilometern TROGIR (7.000 Einwohner).

Der kleine guterhaltene mittelalterliche Ortskern wird von der UNESCO als "Weltkulturerbe"

anerkannt. Dort befinden sich Bauwerke aus der romanischen, gotischen und Renaissance-Epoche.

Der ganze Ort ist ein kleines Museum. Zuerst besuchen wir die Kathedrale des Hl. Laurentius

(Stadtpatron) mit dem schönsten romanischen Portal Kroatiens aus dem Jahre 1240 und einer

wunderschönen Renaissance- Kapelle des Hl. Johann. Wir sehen ebenso den Palast der adeligen

Familie Chipiko, aus der der berühmte venezianische General stammt, der als Admiral den Krieg

bei Lepanto im 17. Jh. führte. Bei Lepanto fand eine große Seeschlacht zwischen der türkischen

und der westlichen Flotte (Schiffe von Venedig, dem Papst und Spanien) statt, die katastrophal für

die Türken endete. Auf dem Hauptplatz neben dem Dom befinden sich auch das Rathaus, die Kirche


des Hl. Sebastian (des Schutzpatrons gegen die Pest), der Pranger und der nach zwei Seiten hin

offene Gerichtshof. Interessant ist ebenfalls das Benediktiner-Kloster mit der 2500 Jahre alten

Sammlung des altgriechischen Gottes Kairos. Er brachte den Teilnehmern bei den olympischen

Spielen Glück.

Nach Trogir fahren wir die Küste entlang vorbei an Primosten (1.400 Einwohner, ausgesprochen

Primoschten) und den Inseln Krapanj und Zlarin. Die Insel Krapanj ist die niedrigste Insel der Adria

mit einer Höhe von nur 7 Metern. Diese kleine Insel, die nur 0,36 qkm hat, ist durch die Taucher

nach Meeresschwämmen bekannt geworden. Unweit davon ist die Insel Zlarin, die durch das

Bearbeiten der Korallen auf traditionelle Art berühmt wurde.

Unsere Route führt weiter an der Adriaküstenstraße in den Ort SIBENIK. Hier Stadtführung mit

Besichtigung des dem Heiligen Jakob geweihten Dom (UNESCO-Weltkulturerbe).

In der Umgebung von Šibenik befindet sich VODICE (6.100 Einwohner). Dieses Städtchen hat sich

noch Anfang der 70er Jahre bei den deutschen Gästen einen Namen gemacht, da hier zahlreiche

Lokale und Pensionen nach „deutschem Geschmack“ waren. Hier ist unsere fünfte Übernachtung

vorgesehen.

6. Tag: Außergewöhnliche Schönheiten

An diesem Tag besuchen wir die Krka-Wasserfälle und die Städte Zadar, Senj und Rijeka. Unsere

Reiseroute führt von Sibenik, Zadar, Senj über Rijeka nach Opatija (357 km).

Nach 12 km Fahrt erreichen wir den NATIONALPARK KRKA. Da das ganze Adriagebiet ein

Karstgebiet ist, kann sich auf den Kalksteinen das Regenwasser nicht halten, sondern es fließt unter

die Bodenoberfläche. Das Besondere des Nationalparks

Krka ist, dass der 72 km lange Fluß an der Oberfläche

fließt, was hier ein Naturphänomen ist. Beim Spaziergang

werden wir unzählige Wasserfälle sehen und gehen durch

einen dichten Wald mit über 800 Pflanzenarten, der an

einigen Stellen urwaldähnlich wirkt. Über eine Reihe von

Brücken kommen wir zum größten Wasserfall "Skradinski

buk", der 45 m hoch ist und dessen Wasser in 17

Kaskaden herabfällt. Hier fließen in einer Sekunde etwa 43

m3 Wasser. An dieser Stelle halten sich die Fotografen

natürlich am längsten auf. Da wir durch die Natur

bummeln, ist festes Schuhwerk empfehlenswert.

Anschließend fahren wir weiter auf der Adria-Küstenstraße, vorbei an 145 unbewohnten Inseln, die

den Nationalpark "Kornaten" bilden. Bis nach Zadar befinden sich auch die bewohnten Inseln Zirje,

Murter, Pasman (Brückenverbindung) Ugljan, Iz und Dugi.

ZADAR (60.000 Einwohner, ausgesprochen Sadar), die Hauptstadt Norddalmatiens, spielte seit

jeher wegen ihrer günstigen geographischen Lage eine wichtige Rolle in Politik und Verkehr. Wir

werden die interessantesten Sehenswürdigkeiten besichtigen, wie die Kirche der Hl. Maria und die

Kirche des Hl. Donat. Anfang des 9. Jh., zur Zeit von Karl dem Großen, war Donat ein Botschafter in

Aachen. Diese Kirche wurde von ihm nach dem Vorbild des Aachener Doms errichtet und das

Baumaterial stammt aus der ehemaligen Römerstadt Iadera (heute Zadar). Nach seinem Tode

wurde Donat heiliggesprochen, und diese Kirche erhielt seinen Namen. Sie steht auf dem

ehemaligen Hauptplatz "Forum" aus der Römerzeit, der unlängst teilweise rekonstruiert wurde.

Neben der Kirche des Hl. Donat ist der Dom der Hl. Anastasia besuchenswert, der durch seine

prunkvolle romanische Fassade bekannt wurde. Unweit der mittelalterlichen städtischen Loggia und

des Uhrturms auf dem Gemüsemarkt nebenan bieten die Bauern aus der Umgebung ihr eigenes

Obst und Gemüse mit viel Lärm an. Es empfiehlt sich zu feilschen.

Nachdem wir Zadar verlassen haben, fahren wir durch einen Teil von Ravni Kotari. Danach

überqueren wir die Maslenica-Brücke. Unsere weitere Strecke führt in das Velebit-Gebirge, wo eine

wilde unberührte Natur vorherrscht. Auf dieser Route werden Sie herrliche Blicke über die hohen

Berge genießen und sich mit weiteren Karstphänomenen vertraut machen. Diese Landschaft ist

kaum bewohnt, und es herrscht eine wilde, unberührte Natur vor. Der in der Nähe liegende

Nationalpark Paklenica ist auch Ausgangspunkt zur Besteigung des längsten kroatischen Gebirges,


des Velebit. Dieses Bergmassiv ist 145 Kilometer lang und wird uns bis nach Senj begleiten.

Gegenüber dem Nationalpark befindet sich die Bogenbrücke, welche die Insel Pag mit dem Festland

verbindet. Diese Insel ist bekannt durch Handarbeiten aus Spitzen, Schafskäse und durch die

Gewinnung von Meersalz. Man kann sich wundern, warum keine Vegetation auf der Seite zum

Festland auf dieser Insel besteht, während die Seite zum Meer begrünt ist. Der starke und kalte

Wind "Bura", der vom Festland in Richtung offenes Meer bläst, ist dafür verantwortlich. Dies betrifft

nicht nur die Insel Pag (7.500 Einwohner), sondern auch die Inseln Rab (9.000 Einwohner) - bei den

Urlaubern seit je her sehr beliebt, Goli, Hl. Grgur und Prvic (ausgesprochen Prvitsch), die wir vom

Paß Vratink auf 700 m über dem Meeresspiegel aus sehen werden.

Anschließend kommen wir an Senj vorbei, wo sich die

gedachte Linie des 45. Breitengrades befindet - dies

bedeutet, dass es von hier 5.000 Kilometer bis zum

Äquator und 5.000 Kilometer bis zum Nordpol sind.

Einige Kilometer weiter erreichen wir die so genannte

Riviera von Crikvenica, die bei Novi Vindolski beginnt

und über Selce und Crikvenica (5.400 Einwohner)

nach Kraljevica (2.300 Einwohner) führt. Gegenüber

dieser Riviera liegt die Insel Krk (13.000 Einwohner),

mit einer Fläche von 408 m² die größte Insel der Adria.

Sie ist durch eine 1440 m lange und 66 m hohe Brücke

mit dem Festland verbunden. Die 1981 eröffnete

Brücke hat eine Spannweite von 390 m und ist eine der größten Bogenbrücken der Welt. Auf der

Insel befindet sich ein während der Sommermonate geöffneter Flughafen.

Vorbei an Kraljevica fahren wir durch die große Bucht von Bakar und durch RIJEKA, die Hauptstadt

von Primorje (Nordküste Kroatiens). Diese Stadt ist mit über 160.000 Einwohnern die zweitgrößte

Stadt an der kroatischen Seite der Adria und gilt als das Industrie- und Kulturzentrum der Region. In

der Stadt überqueren wir den Fluß Rijecina (ausgesprochen Rijetschina), der bis zum Ende des

Zweiten Weltkriegs die natürliche Grenze zwischen Italien und Jugoslawien war. Auf der Fahrt durch

das Stadtinnere sehen wir die Fußgängerzone "Korso", die Kapuzinerkirche und beim Verlassen der

Stadt die zweitgrößte Schiffswerft Kroatiens "3. Mai".

Nach 14 km erreichen wir den Luftkurort Opatija (9.000 Einwohner), bekannt durch zahlreiche

Hotels vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jh. aus den Periode von Belle Epoque. Die Stadt war

zur Zeit der Donau-Monarchie der vornehmste Luftkurort, so dass es während der K.u.K.-Zeit eine

Prestigefrage war, hier zu verweilen. Hier werden wir zweimal übernachten.

7. Tag: Römerwelt und venezianischer Charme Istriens

Dieser Tag ist zur Besichtigung der Halbinsel Istrien mit den Orten Pula und Porec vorgesehen, und

am Ende des Tagesprogramms können Sie Opatija noch selbst erkunden. Unsere Reiseroute führt

uns von Opatija, Pula, Vrsar, Porec, über Pazin zurück nach Opatija (272 km).

Der siebte gemeinsame Tag ist für das meist besuchte

Urlaubsgebiet Kroatiens, die Halbinsel Istrien (3.160 km²,

280.000 Einwohner), vorgesehen. Nach einer Rundfahrt

durch Opatija erreichen wir den Ucka-Tunnel

(ausgesprochen Utschka), wo sich ein schöner Blick auf

die Inseln Cres und Krk bietet. Interessant ist, dass der

"Vrana-See", der auf der Insel Cres liegt, diese Insel wie

auch die südlich anschließende Insel Losinj

(ausgesprochen: Loschinj) mit Trinkwasser versorgt. Eine

unbekannte unterirdische Verbindung zum Festland füllt

diesen 84 m tiefen See, dessen tiefster Punkt 16 m unter

dem Meeresspiegel liegt. Aus der griechischen Sage ist

Cres bekannt als Wohnsitz der bekannten Zauberin Circe. Um Odysseus ein Jahr bei sich zu

behalten, verzauberte sie seine Matrosen in Schweine. Auch in der Sage vom Goldenen Vlies wird


Cres mehrmals erwähnt. Das sind Beweise, dass diese Gegend schon in uralter Zeit bekannt war.

Hinter dem Ucka-Tunnel, dem drittlängsten Tunnel Kroatiens mit 5.020 m Länge, fahren wir unweit

von Rabac und Medulin vorbei. Vor dem Ort Pula können wir von der Straße die Inselgruppe

Nationalpark Brioni sehen, die ehemalige Sommerresidenz des Marschalls und Präsidenten Tito.

Heute ist eine von diesen 15 Inseln, die Insel Vanga, die Sommerresidenz des kroatischen

Präsidenten.

In PULA (56.000 Einwohner) beginnt unsere

Besichtigung mit dem heute viertgrößten Amphitheater

der Welt. In der Römerperiode konnte dieses Theater

25.000 Besucher aufnehmen. In der Arena werden wir

an die Lebensweise in der Antike erinnert, besonders

an die Art und Weise des Zeitvertreibs. Weiter steigen

wir hinunter in die Kellerräume zur Ausstellung alter

römischer Landkarten mit allen in der damaligen Welt

bekannten Verkehrswegen. Dort befinden sich auch

Landwirtschaftsgeräte sowie griechische und römische

Amphoren aus verschiedenen Epochen. Unabhängig

von der Form mußten die Amphoren bei den Griechen

einen Inhalt von 40 Litern und bei den Römern einen Römerkubikfuß, der etwas über 27 Liter betrug,

haben. Seit August 1950 findet hier jedes Jahr das größte jugoslawische, heute kroatische

Filmfestival statt. Danach setzen wir unsere Stadtbesichtigung zu Fuß fort, vorbei an den

Ausgrabungsstätten des Mausoleums und entlang der alten römischen Mauern vor der Porta

Gemina (Zwillingstor) und zum Herkulestor, die beide aus dem 1.Jh.v.Chr. stammen. Anschließend

folgt der Triumphbogen der Familie Sergi aus dem Jahre 29 - 27 v.Chr. Daneben steht das Haus, in

dem am Anfang des letzten Jahrhunderts der berühmte irische Schriftsteller James Joyce einige

Jahre wohnte. Durch die Innenstadt erreichen wir den Augustus-Tempel und das mittelalterliche

Rathaus aus der Zeit der venezianischen Herrschaft.

Vor Porec erreichen wir noch die Lim-Bucht, die 12 km ins Festland reicht und aussieht wie ein

Fjord, an dessen Ende der Ort Vrsar liegt. Unweit von diesem Ort befindet sich die größte FKK-

Anlage Europas für etwa 10.000 Personen.

In POREC (6.200 Einwohner, ausgesprochen Poretsch)

spazieren wir nochmals durch eine römische

Decumanus-Straße, vorbei an der venezianischen

Festung mit dem Symbol Venetiens, dem Löwen. Am

Adelspalast entlang gehen wir zur Euphrasius Basilika,

die als "Weltkulturerbe" unter dem Schutz der Vereinten

Nationen - Abteilung für Erziehung, Wissenschaft und

Kultur (UNESCO) steht. Im 4. Jh. war hier schon die

erste geheime christliche Basilika. Die von uns besuchte

Basilika wurde zwischen den Jahren 543 - 553 erbaut.

Die Kirche schmücken wunderbare Mosaiken aus der

Spätantike und Fresken von Künstlern aus Ravenna. Im

Hof steht die die älteste Taufkapelle Kroatiens (7. Jh.) und unweit von der Basilika befindet sich das

Istrische Haus aus dem 13.Jh.

Die Rückfahrt führt durch das Landesinnere über Pazin (4.800 Einwohner), der Hauptstadt Istriens,

die in der Mitte Istriens liegt. Jules Verne, der französische Schriftsteller, hatte während seines

Besuches (1885) durch die tiefe Steilwand im Ort eine Inspiration zu seinem Buch "Der Weg zum

Mittelpunkt der Erde" bekommen. Wir durchfahren den Ucka-Tunnel und erreichen eine

Panoramastraße mit wunderbaren Blicken auf die Orte OPATIJA, Lovran, Rijeka, Crikvenica und die

Inseln Krk und Cres in der Kvarner Bucht. Nach dem Erreichen des Hotels können Sie die

Atmosphäre von Opatija erleben, wo vor über 160 Jahren im Jahr 1844 der Fremdenverkehr

begonnen hat. Am Abend lassen Sie sich noch Zeit, um das beleuchtete Opatija zu genießen.


8. Tag: Riesige Tropfsteinhöhlen, Stippvisite Ljubljana und Bled

Der Tag ist vorgesehen, um Slowenien mit den Sehenswürdigkeiten der Adelsberger Grotte bei

Postojna, der Hauptstadt Sloweniens Ljubljana, sowie den Alpen-Luftkurort Bled vor der Heimreise

noch etwas kennen zu lernen.

Auf der Fahrt ins Landesinnere haben wir zum letzten Mal auf dieser Reise Gelegenheit, die Adria zu

sehen. Nach einer halbstündigen Fahrt verlassen wir Kroatien und fahren nach Slowenien.

Der erste Aufenthalt ist bei POSTOJNA (6.300

Einwohner) für die Adelsberger Grotte, die

weltberühmte Tropfsteinhöhle, die bis heute von über 32

Mio. Personen besucht wurde, vorgesehen. Von der

gesamten Höhlenlänge, die 20 km beträgt, werden 5 km

teils mit einem Schmalspurschienenzug und teils zu Fuß

besichtigt. Dieses natürliche Phänomen, das nur im

Karstgebiet auftritt, besteht aus Stalaktiten und

Stalagmiten. Neben den Plitwitzer Seen, den Roten und

Blauen Seen bei Imotski, der Meeresküste, den

Süßwasserquellen unterhalb des Meeresspiegels, den

Krka Wasserfällen, ist die Höhle einer der Höhepunkte

unserer Reise durch die Karstgebiete Kroatiens und

Sloweniens. In der Grotte sehen wir, was sich unter der Erdoberfläche in einem Karstgebiet abspielt.

Diese Tropfsteinhöhlen bestehen aus größeren und kleineren Grotten. In der größten Grotte, die

3.000 m² umfaßt, werden jedes Jahr wegen der guten Akustik Symphoniekonzerte abgehalten.

Außerdem werden wir noch die "Unterweltwesen" kennen lernen, die Grottenolme (lat. Proteus

Anguinus). Diese Tierchen sind blind, etwa 20 - 35 cm lang, mit einem hervorragenden Geruchssinn

und können durch Lungen und Kiemen atmen. Diese kleinen Wesen können bis zu 100 Jahre alt

werden und können bis zu einem Jahr ohne Essen überleben. Ihre Hautfarbe gleicht der von

Menschen, die sich nicht dem Tageslicht aussetzen. Deshalb werden sie hier auch

"Menschenfischlein" genannt.

Wir fahren weiter über die Autobahn zur Hauptstadt

Sloweniens, LJUBLJANA (ehem. Laibach), die mehr

als 230.000 Einwohner hat. Hier werden wir während der

Stadtrundfahrt das Schloß Tivoli, die Orthodoxe Kirche,

die Volksgalerie, das Nationalmuseum, das Opernhaus,

das Slowenische Parlament, die Ursulinen-Kirche und

das Haus der Slowenischen Philharmonie (hier hat

Ludwig van Beethoven gespielt) sehen.

Weiter fahren wir über die Autobahn vorbei an Kranj bis

zum Luftkurort Bled, wo bereits das Alpenvorland mit

dem Nationalpark Triglav vor uns liegt.

BLED (ehem. Veldes, 5.300 Einwohner) liegt an einem

See, der etwa 2 km lang und 1 km breit ist. Er wird durch

warme Quellen gespeist, so dass seine Wassertemperatur im Sommer bis zu 25 Grad erreicht. Wir

fahren durch den Ort und um den See. Inmitten des Sees befindet sich eine kleine Insel mit der

Wallfahrtskirche der Hl. Maria.

9. Tag: Rückreise

Bled – Villach – München ca. 18.00 Uhr


Unser Reiseleiter

So stellt sich Ihr Reiseleiter vor:

„Mein Name ist Ninoslav Andrasevic (ausgesprochen Ninoslaw Andraschewitsch). Ich bin 1951 in

Zagreb geboren und lebe auch dort. Hier ging ich in das humanistische Gymnasium und besuchte

anschließend die Universität - Fakultät für Rechtswissenschaften - von der ich auch das Diplom

erhalten habe. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Jurist habe ich mich im Jahr 1986 entschlossen, im

Tourismus zu arbeiten. Für diese Tätigkeit absolvierte ich an den Universitäten der verschiedenen

kroatischen, bosnisch-herzegowinischen und slowenischen Regionen mehrere Seminare und

schloss diese Ausbildung mit dem Titel "Staatlich geprüfter Fremdenführer" ab. Neben der

deutschen Sprache beherrsche ich auch Englisch. Meine Schulkenntnisse vertiefte ich während

meines fast einjährigen Aufenthalts in London und Cambridge.

Mein „Know-How“ in Sachen Fremdenverkehr habe ich in 24-jähriger Tätigkeit als Fremdenführer,

Reisebegleiter und Gruppenbetreuer bekommen. In den letzten Jahren habe ich bei sehr

anspruchsvollen Aufgaben umfangreiche Erfahrungen gesammelt. Es war mir eine Ehre,

weltbekannte und prominente Personen zu führen: die Außenminister von Deutschland, Japan,

Korea, Österreich und den Vereinigten Staaten von Amerika sowie zahlreiche Botschafter; ebenso

politische und wirtschaftliche Delegationen von Daimler Chrysler, MAN, Malaysia Airlines, SAS,

British Airways, Start-Amadeus, aus dem Bereich der Kunst den Hauptrepräsentanten der „Royal

Academy of Art“ aus Groß Britannien. Auch Fernsehredakteure von ARD, ZDF, NTV, BBC, ABC,

CNN, CBS, NBC, Verlagsredakteure vom ADAC, Baedeker, Boote, Travel World, TTG, Reed Group,

Fremdenverkehrsdelegationen aus Deutschland (Bayern, Hessen), Argentinien, Chile, Israel,

Kalifornien, Türkei, Washington D.C. und Fachdelegationen (RDA, ASTA, ABTA) und eine lange

Liste von Journalisten aus der ganzen Welt waren meine Gäste.“

Wussten Sie schon ...

� dass Kroatien die gleiche Zahl der von der UNESCO anerkannten

Sehenswürdigkeiten (Weltkultur- und Weltnaturerbe) hat wie Ägypten, eines der an

Kulturschätzen reichsten Länder der Welt,

� dass es in Dubrovnik schon im 14. Jahrhundert eine staatliche Krankenversorgung gab?

Bei Epidemien wurde auf Staatskosten eine Quarantäne durchgeführt, bei der die Kranken auf

einer vorgelagerten Adriainsel isoliert wurden. Diese Einrichtung bestand fast so lange wie die

eigenständige Republik Dubrovnik - viereinhalb Jahrhunderte,

� dass das Wort Krawatte eng mit dem Namen Kroatien (Kroate) verbunden ist? Warum?

Weil das kroatische Heer sich seit dem 17. Jahrhundert mit diesem Stückchen Stoff um den

Hals schmückte. Von Kroatien aus trat die Krawatte ihren modischen Siegeszug um die ganze

Welt

� an. Nachzulesen übrigens in der Französischen Enzyklopädie,

� dass Juraj Dalmatinac (Georg von Dalmatien, um 1420 - 1473), Bildhauer und Architekt der

� Kathedrale von Sibenik, Erfinder der "Fertigbauweise" mit Steinplatten war?

� dass Faust Vrancic aus Sibenik im Jahr 1595 den ersten Fallschirm konstruiert hat?

� dass Ludwig van Beethoven in Ljubljana bei der Slowenischen Philharmonie gespielt hat

und die 6. Symphonie „Pastorale“ der Stadt Ljubljana gewidmet hat?

� dass Nikola Tesla (1856 - 1943), geboren unweit von Plitwitze, einer der bekanntesten

Forscher und Erfinder des zwanzigsten Jahrhunderts im Bereich Elektrotechnik und

Radiophonik war?

� dass der Ingenieur Eduard Penkala aus Zagreb im Jahr 1906 den Kugelschreiber und den

� ersten Füllfederhalter erfunden und zum Patent angemeldet hat?

� dass Ivan Vucetic von der Insel Hvar (1858 - 1925) Erfinder der Daktyloskopie, des

� Fingerabdruck-Verfahrens war?


ca.- Preis pro Person

Bei mindestens 20 Personen: € 1095,- pro Person im Doppelzimmer

Bei mindestens 25 Personen: € 995,- pro Person im Doppelzimmer

Bei mindestens 30 Personen € 950,- pro Person im Doppelzimmer

Einzelzimmerzuschlag: EUR 130,-

Geringfügige Änderungen vorbehalten.

Im Preis sind folgende Leistungen enthalten:

� Taxi-Service, Abholung und Rücktransport im Großraum München

� Fahrt im 5-Sterne-Fernreisebus FIRST CLASS – großer Sitzabstand

mit Klimaanlage, Bordküche, Kühlbar, WC/Waschraum,

� Frühstück im Bus am Anreisetag *)

� 8 Übernachtungen mit Halbpension in guten Mittelklassehotels in Zimmern

mit Bad oder Du/WC, Sat-TV, in zentraler Lage – (1 Ü zusätzlich ggü Katalog *)

� fachkundiger, deutschsprachiger Reiseleiter

ab Bled am 1. Tag und bis Bled am 8. Tag

� alle Besichtigungen und 22 Orte + 4 Natursehenswürdigkeiten, örtliche Führungen lt.

Programm

� Schifffahrt u. Parkbahn in Nationalpark Plitzwitzer See, Kleinbahn Adelsberger Grotte

� Alle Eintritte*)

� Alle Trinkgelder für Busfahrer, Reisebegleiter und örtl. Führer *)

� Reisekostenrücktrittsversicherung bis Reiseantritt *)

Ihr Reiseleiter vor Ort: Ninoslav Andrasevic

Veranstalter: Geldhauser-Reisen, 85649 Hofolding, www.geldhauser.de

*) zusätzliche Leistungen, die nicht im Katalogpreis (z.B. Fa. Geldhauser) enthalten sind

– Wert ca. € 240 – bei uns inklusive

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