VERITAS - Das Genussmagazin / Ausgabe - 21-2017

oberkircher

Das Kundenmagazin der Oberkircher Winzer

21 // 2017

Von Rebhiesli

zu Rebhiesli

Weinquiz

Titelthema

ERLEBNIS WEIN

EINWEIHUNG VINOTORIUM

DAS KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

veritas-genuss.de


Liebe Weinfreundin,

lieber Weinfreund!

VORWORT

wenn man für ein Weinquiz (Seite

16) recherchiert, findet sich auch

Kurioses. Wussten Sie, dass es in Japan einen Roboter-

Sommelier gibt? Ob dieser R2D2 den kleinen Unterschied

kennt zwischen Pinot Noir und Spätburgunder? Ob er einem

Weißwein-Fan auch einen Rotwein empfehlen kann?

Wir bezweifeln das. Immer wenn wir unseren Kolumnisten,

Europa-Park-Sommelier Vincenzo De Biase, treffen, spüren

wir, wie wichtig der menschliche Faktor ist. Genauso

wie für das Grillen im Allgemeinen (Weinkolumne, Seite 19)

und das T-Bone-Steak im Besonderen (Leibspeise, Seite

14) muss man für Wein Feuer und Flamme sein. Zum Wein

muss man eine Beziehung aufbauen. Eine tiefe Beziehung.

Das würden wir ja gerne in Stein meißeln, haben aber stattdessen

Steine, viele Steine, aus der Erde geholt und die

Sache mit der tiefen Beziehung wörtlich genommen. Kurz

gesagt: Wir haben ein unterirdisches Vinotorium gebaut,

den perfekten Ort für eine neue Erfahrung mit Wein, um

ihn so noch besser genießen zu können. „Das Naturprodukt

Wein geht in diesem Raum weiter auf“, freut

sich unser Vorstandsvorsitzender Franz Männle. Für das

Vinotorium trafen sich Ingenieure und Architekten, Visionäre

und Macher, Winzer und Kellermeister und brachten

sich ein mit Grips, Gewitztheit, Feinsinn, Materialkunde,

Traditionsbewusstsein, Liebe und den Ehrgeiz, etwas Einmaliges

zu schaffen. Lange vor der Eröffnung war klar, hier

reift etwas ganz Besonderes heran! Wenn zwischendurch

die Erde bebte, waren das wohl die vielen, vielen Lkws

(Sie wissen schon, Steine!), aber ein bisschen fühlte es

sich auch an wie ein Vorzeichen, dass hier wirklich Neues

entsteht. Jetzt ist es da. Im Vinotorium können Sie mehr

als Weine kosten, sie können sie erleben. Auf ein weiteres

Erlebnis in Sachen Wein möchten wir kurz hinweisen:

Probieren Sie auch mal unsere Landschaft aus – Ob Sie

nun auf einer kulinarischen Weinwanderung entschleunigen

(Seite 12) oder einfach so, ist egal. Wichtig ist nur: ohne

Roboter, lassen Sie einfach die Natur oder den Weinguide

zu sich sprechen!

Herzlichst

Ihr VERITAS-Team

Gut starten. Wie jede kulinarische Weinwanderung beginnt auch diese mit

dem Winzersekt Silberstern. Auf dem Bild Weinguide Wolfgang Knopf (links).

INHALT

In Wahrheit schön »SEITE 6

Titelgeschichte »SEITE 8

Rebhiesli-Weinwanderung »SEITE 12

Leibspeise »SEITE 14

Wein-Quiz »SEITE 16

Wein-ABC »SEITE 18

Kolumne »SEITE 19

Weinbekenntnisse

von Europa-Park-Sommelier Vincenzo De Biase »SEITE 20

Gewinnspiel »SEITE 21

Termine & Kalender »SEITE 22

Unterhaltung »SEITE 23

Titelbild: Jigal Fichtner – herrfichtner.de

IMPRESSUM:

Herausgeber: Oberkircher Winzer eG I Postanschrift Redaktion: YUPANQUI, Hauptstraße 57, 77652 Offenburg I Chefredakteur (v. i. S. d. P.): Rafael Yupanqui

Redaktion: Pascal Cames I Artdirektion: Jule Stiefelhagen, Daniel Bellert I Fotos: Jigal Fichtner, Pascal Cames, privat I Produktion: YUPANQUI GmbH, Offenburg

Anzeigenleitung: Martin Benz I Druck: B&K Offsetdruck GmbH, Gutenbergstraße 4–10, 77833 Ottersweier I Auflage: 16.000

Bei dieser Ausgabe haben mitgewirkt: Markus Ell, Martin Benz, Rafael Yupanqui, Jule Stiefelhagen, Isabell Müller, Riccardo Silvva, Pascal Cames, Jigal Fichtner I

VERITAS im Abo: Heftbestellung: 0 78 02 / 9 25 80


Genussvoll

LACHEN

Foto: Jigal Fichtner

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Lachen verbindet. Das konnte das Publikum beim Auftritt von Harry G bei

der Oberkircher Comedy Night 2017 hautnah erleben. Mit spitzer Zunge

und einem Augenzwinkern machte sich der Kabarettist über das alltägliche

Leben lustig und sorgte damit für heitere Stimmung in der ausverkauften

Halle. Ein rundum gelungener Abend für einen guten Zweck: Der Erlös ging

an den Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg.

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IN WAHRHEIT SCHÖN

»Augen auf

in Straßburg!«

PANORAMA-

BOOTE

Highlight! Klassiker!

Evergreen! Seit

70 Jahren fahren

Touristen auf die

Panoramaboote ab,

mit denen sich

„Strosburi“ vom

Wasser aus bestaunen lässt. Jede Tour bietet einzigartige

Augenblicke auf eine unvergleichliche Bausubstanz vom

Mittelalter über den Jugendstil bis heute plus Informationen

in zig Sprachen, darunter auch Deutsch und Elsässisch.

Wie sich Architektur auch noch erleben lässt, zeigt sich

vis-à-vis am Münster nach Anbruch der Dunkelheit bei

der Light-Show. Beides macht den Sommer schön.

Tour ab 9,90 Euro, Batorama, www.batoramashop.com

»Immer

nur Käse!«

KÄSEBRETT

„Wie wollen Sie ein Volk regieren,

das 246 Käsesorten besitzt?“ Wahrscheinlich

hätte General de Gaulle

etwas weniger über seine Landsleute

gejammert, hätte er dieses Käsebrett

von DOIY gehabt, dann hätte er

wenigstens den Käse (kleine weiche

Stinker, Blauschimmel, Hartkäse etc.

etc.) stilvoll servieren können. Mit den

goldenen Messern und den Magneten,

um das Brett an die Wand zu hängen,

sind keine bzw. fast keine Wünsche

mehr offen. Alles, was fehlt, sind ein

paar Flaschen Wein ...

Cheeseporn, Käsebrett, 45 Euro, erhältlich über

www.doiydesign.com/product/cheeseporn

»Lust auf einen

guten Tropfen?«

WEINGUIDE

Die renommierte Weinjournalistin

Claudia Schweikard stellt die

100 besten Winzerbetriebe und Genossenschaften

Deutschlands vor, zudem

die junge Generation der Weinmacher.

Dabei porträtiert sie nicht nur Betriebe,

sondern vor allem auch die Menschen

hinter den Produkten Wein und Sekt.

Kleine Interviews mit den Profis, Weinwissen

und sogar ein paar Kochrezepte

(was passt zu Müller-Thurgau?) runden

diesen Guide ab. Auch die Fotos machen Lust auf ein Glas

oder eine Reise zum Wein.

Claudia Schweikard: „DLG WeinGuide“,

Societäts Verlag, 260 Seiten, 14,80 Euro

»O, là, là mit

OK51!«

PINOT BLANC

Oha, jetzt staunen. Die OK51-Reihe präsentiert

nach Rosé und Merlot noch einen famosen

Tropfen. Kellermeister Martin Bäuerle:

Das ist ein Wein fürs Frühjahr, den Sommer,

der passt gut zum Grillen, vielleicht sogar

noch besser zum Salat und auch einfach so.“

Eine tolle Überraschung bieten die fruchtigen

Aromen, wir schmecken Apfel und Birne und

feine Zitrusnoten. Oh, là, là, da haben Nase

und Gaumen ganz schön was vor.

OK51 Pinot Blanc, Qualitätswein trocken,

2016er, www.oberkircher-winzer.de

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»Vier für eine gute Sache«

SPENDENLAUF FÜR DEN FÖRDERVEREIN FÜR

KREBSKRANKE KINDER E. V. FREIBURG IM BREISGAU

2017

Jeder, der sich ein bisschen auskennt, schnalzt mit

der Zunge, wenn er Schliffkopf, Allerheiligen Wasserfälle

oder Ruine Schauenburg hört. Das sind Wanderziele!

Für Markus Ell, Pascal Waidele, Matthias Lerch und

Clemens Bittenbinder sind das nur einige klangvolle

Etappen ihres Spendenlaufs, den sie täglich vom

29. Juni bis zum 1. Juli meistern werden. Der Grund ist

naheliegend. Die vier laufen für ihr Leben gern, haben

den halben Schwarzwald unter den Sohlen gehabt und

waren schon in Berlin und sonst wo in Sachen Marathon.

Die vier aus dem Renchtal haben sich jetzt den Renchtalsteig

vorgenommen, das sind 100 Kilometer mit

3.600 Höhenmetern. Knackig. Diese Drei-Tage-Challenge

kommt der Freiburger Kinderkrebsklinik respektive dem

Förderverein für krebskranke Kinder e. V. Freiburg im

Breisgau zugute. Wer diese unterstützen will, kann sich

mit Kilometern beim Spendenlauf einkaufen oder auch

über eine „ganz normale“ Spende. Jeder Euro kommt zu

100 Prozent an, verspricht das laufstarke Quartett.

Mit einer kleinen Dankeschönparty auf der Schauenburg

wird der Spendenlauf am Samstag, 1. Juli (circa 15 Uhr)

zünftig gefeiert. Drei, zwei, eins, Start! Wir drücken die

Daumen!

»Die Leichtigkeit

GOLDMEDAILLE FÜR OBERKIRCHER

des Weins«

PINOT NOIR BLANC DE NOIRS

Während man beim Steak, Fisch oder Käse oftmals

ganz genau weiß, welchen Wein man kredenzt,

wird es einem im Sommer nicht ganz so leicht

gemacht. Wer zum Grillen einlädt, hat eine Vielzahl

von Salaten, Fleisch, Wurst, Spieße, ja vielleicht

auch Fisch und danach noch Obstsalat oder Käse.

Welcher Wein passt dazu? Wer sich an einem Sommerabend

einfach so trifft, hat auch Lust auf Wein.

Welcher Tropfen für diesen Anlass? Seit Jahren

werden darum vom Badischen Weinbauverband

Frühlings- und Sommerweine gekürt, die nicht

mehr als 12,5 Prozent

Alkoholgehalt haben dürfen. Zugelassen waren für

diesen Contest badische Weißweine, Roséweine und

Weißherbste. Die Oberkircher Winzer bekamen für

ihren Pinot Noir Blanc de Noirs eine Goldmedaille

und zählen somit zur Spitze des badischen Weins.

Dieser Wein ist etwas Besonderes, der Name Pinot

Noir verweist auf eine französische Note des Spätburgunders,

der aber ohne Beerenhaut vinifiziert

wird und so zum filigranen Weißwein reift.

Typisch Weißwein, ist er leicht, spritzig, frisch.

Oberkircher Winzer, Frühlings- und Sommerwein,

Spätburgunder Blanc, trocken

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TITELGESCHICHTE

GENUSS

AUS

DER

TIEFE

DES

RAUMS

VINOTORIUM:

SPANNENDER SCHAUPLATZ

FÜR WEINPROBEN UND

WEINERLEBNISSE.

Weingenuss mit Tiefgang: Die 3,6-Millionen-Euro-Investition bietet Platz für ein gigantisches Flaschenlager,

einen stimmungsvollen Barriquekeller und für bemerkenswerte Weinerlebnisse., die im Vinotorium

stattfinden. Die harmonische Architektur und die edlen Materialien sind wie geschaffen für eine Weinprobe

mit exklusiven Aha-Erlebnissen. Man fühlt sich wie in einem Weinberg!


Der würzige Duft nach

Holz, Erde und Wein

macht neugierig. Auf dem

Weg in den Barriquekeller

und das Vinotorium kündigt

sich das Thema schon gehörig an.

Es geht vorbei an 780 kleinen Barriquefässern,

die wie eine riesige Armee

im besten Licht aufgereiht sind.

Jedes Gebinde ist ein potenzieller

Schatz, in dem Weine zu exzellenten

Tropfen reifen. Jetzt sind wir 8,5 Meter

unter der Erde. Willkommen im

Vinotorium!

„Es ist wie eine Kathedrale des

Weins“, beschreibt der geschäftsführende

Vorstand Markus Ell die

Bedeutung des Raums, der für Weinproben

gedacht ist und konzeptionell

das Thema Wein ganzheitlich

würdigt. In der Ortenau hat man so

etwas noch nicht gesehen. Hinter

Markus Ell und Team liegen anstrengende,

aber auch aufregende Monate,

und ein „Endspurt“, wie er die letzte

Etappe dieses außergewöhnlichen

Projekts beschreibt. Seine Mitarbeiter

zogen mit und haben Lärm,

Dreck und Staub ausgehalten. Ein

Jahr lang war das Leben in der Renchener

Straße 42 sprichwörtlich eine

Baustelle. Jetzt sind alle Mühen vergessen

und es wird gestaunt und –

wie bei einem vielschichtigen Wein –

dieses und jenes Detail gewürdigt

oder einfach nur mal ein „gigantisch“

geraunt. „Sie sind auf der Höhe der

Zeit“, stellte Peter Hauk, Minister

für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

bei der Einweihung fest.

Unisono auch ein Lob vom Präsidenten

des baden-württembergischen

Genossenschaftsverbands,

Roman Glaser, für das „dynamischste

Unternehmen“ in der Ortenau. „Sie

finden auf die Herausforderungen

der heutigen Zeit die richtigen Antworten“,

sagte er. „Das Vinotorium

setzt Maßstäbe.“

Natürlich sind auch die Mitarbeiter

begeistert, wie zum Beispiel

Eva Harter. Die ehemalige Ortenauer

Weinprinzessin konkretisiert. Die

Deckenkonstruktion, die aus heimischen

Hölzern gezimmert wurde,

nennt sie „imposant“. Dann streicht

sie über die Wand. „Die Lehmwand

gibt dem Raum Wärme und Wohnlichkeit.

Es sieht spannend aus, wenn

das Stroh durchblitzt“, sagt sie.

Nach und nach entdeckt der Besucher

weitere Feinheiten, wie zum

Beispiel, dass sich das typische Bodenprofil

der Oberkircher Weinlagen

hier wiederfindet. Man entdeckt mit

Augen und Tastsinn das für den Riesling

und die Burgundergewächse so

wichtige Granitverwitterungsgestein,

man entdeckt die typischen Rottöne

und Gelb in vielen Schattierungen.

Das ist der Boden, in dem die Reben

tief wurzeln und ihre Mineralien

ziehen, die sich dann als Aromen

wieder in den Beeren und später im

Wein finden. Aber das ist nur ein Teil

des Terroirs, also der Lage. Die Sonne

ist ein ebenso wichtiger Faktor

für das Leben im Weinberg. Wie lässt

sich das Licht so weit unter der Erde

darstellen? Zum einen direkt durch

die Beleuchtung, zum anderen durch

die Lichtreflexe der Holzdecke, einer

speziellen Lamellenholzkonstruktion,

die dem Raum Leichtigkeit

und Weite, aber auch eine elegante

Ordnung gibt.


TITELGESCHICHTE

BAU-FAKTEN

Für das unterirdische Vinotorium und das 1.100 Quadratmeter

große Flaschenlager wurden 13.000 Kubikmeter

Erdreich bewegt – das sind 1.600 Lkw-Ladungen,

wurden 2.700 Kubikmeter Beton und 400 Tonnen

Stahl verbaut. 700.000 Flaschen können hier eingelagert

werden, dazu 1.200 Barriquefässer. Im Vinotorium

finden Weinproben der Oberkircher Winzer statt.

70 Personen haben hier Platz.


KLASSISCHE ELEMENTE,

NEUE ERFAHRUNGEN

Dazu der verantwortliche Architekt Matthias Stippich von

Echomar: „Wir verwenden die klassischen Elemente des

Holzfasses und des Gewölbes und interpretieren sie mit

digitalen Hilfsmitteln zu einer hochkomplexen geometrischen

Logik, die aber kein Fremdkörper ist“, erklärt der

Oberkircher Architekt das Novum der Ortenauer Weinwelt.

Der harmonische und edle Charakter des Raumes ruhe auf

der uralten Tradition des Gewölbes, sagt er, diese sei geradezu

typisch für Weinregionen wie die Ortenau. „Wir werden

sehen, ob er im Alter noch reift und besser wird“, schließt

der passionierte Weinkenner sein Statement ab. Für die

beteiligten Mitarbeiter und Winzer und auch die ersten

Besucher steht das jetzt schon fest.

Für den Qualitätsmanager Frank Männle, der sich oben

(Weinberg) wie unten (Weinkeller) bestens auskennt,

bietet das Vinotorium noch eine weitere Erfahrung. „Ich

fühle mich wie im Rebberg, nicht obendrauf, sondern

innendrin, in der Tiefe des fruchtbaren Bodens“, sagt

der Qualitätsmanager. Das ist nun wirklich neu. „Dieser

Raum strahlt unsere Weine aus.“

Der Name Vinotorium ist ein Kunstname, der sich zusammensetzt

aus dem italienischen VINO (Wein), TO vom französischen

tonneau, dem Holzfass, und dem lateinischen

RIUM von atrium, dem Hauptraum. Das Vinotorium ist also

der Hauptraum mit den Holzfässern, in denen Wein eingelagert

ist. Oder anders gesagt: Hier befindet sich eine Herzkammer

der Oberkircher Winzer.

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IN REBHIESLI WAHRHEIT SCHÖN

Der Weinberg ruft!

WEINWANDERUNG: VON REBHIESLI ZU REBHIESLI MIT DELIKATESSEN UND WEIN IM GLAS

Wer schon einmal im Renchtal war, kennt die

kleinen Hütten in den Reben. Diese Häuschen,

die Renchtäler sagen Rebhiesli, sind

Unterstand und dienen der Aufbewahrung

von Hacken und anderem Werkzeug. In Oberkirch verbinden

die Rebhiesli wie Perlen an einer Schnur eine Genusswanderung

mit Delikatessen und den passenden Tropfen.

Bewährter Start- und Zielpunkt ist die Straußenwirtschaft

„Moschtkeller“ im Oberkircher Ortsteil Wolfhag. Hier hat

sich eine bunte Truppe versammelt. Manch einer trägt einen

Rucksack, so gut wie jeder ein Lächeln zur Schau. „Sinner

gut druff?“, tönt es rau durch die Menge. Das wird bejaht,

aus gutem Grund. Die Sonne scheint, die Dinnele, eine Art

Flammkuchen, schmecken und der Silberstern-Sekt läuft

wie von selbst den Hals runter, wie Wolfgang Knopf ganz

richtig feststellt.

Ist eine Genusswanderung nun mehr Genuss oder mehr

Wanderung? Weinguide Wolfgang Knopf erklärt es typisch

badisch: Schwerpunkt genießen, aber auch wandern. Drei

bis vier Stunden sind für die knapp fünf Kilometer geplant.

Es geht vorbei an Ponys, Kleingärten, Obstbäumen und Wiesen

voller verblühtem Löwenzahn, der von der Sonne ausgeleuchtet

wird. Die Vögel zwitschern, die Leute schnattern

und schon hat man das urige Wolfhag hinter sich gelassen.

Zeit für ein paar Worte zu den Obstplantagen, über die auch

ein Weinguide etwas weiß.

Manche haben schon einen gelben Sonnenschirm entdeckt,

das nächste Ziel. Hier gibt es Couscous mit Monte-Ziego-

Käse, gefüllte Schinkenröllchen und ein Glas Grauburgunder.

Das Essen kommt vom Hotel „Die Alm“ in Oberkirch-

Ödsbach, der Käse von EDEKA Decker’s Frische Center

in Oberkirch. Wolfgang Knopf und seine Lebenspartnerin

Sabine Dourthe sind ein gutes Team, sie sagt etwas zum

Wein, er zum Essen. Welcher Wein zum Zuge kommt, wird

vorher besprochen, manchmal ist es aber sofort klar. „Es

kann nur ein Riesling sein!“, wussten sie bei der Riesen-

12


Nächster Termin am

16. September 2017

Anmeldung unter

Tel. 0 78 02 / 9 25 80

garnele mit exotischen Früchten.

Die Leute lauschen und genießen

Wein und Essen, Sonne und Landschaft.

Die meisten kommen aus

der Umgebung und kennen das

Panorama, lassen sich aber gerne

am Beispiel der Weinberge erklären,

warum und wie die Reben auf

Terrassen (oder auch nicht) stehen.

Beim Wein sind alle firm. So

wie Eric Lehmann, 30, der mit seinen

Freistetter Fußballerfreunden

„einen schönen Anlass“ gefunden

hat, um mit Freunden und Familie

seine Freizeit zu verbringen. Axel

Harter und seine Frau Annette aus

Oberachern sind dabei, weil sie dem

Schwager die Tour zum Fünfzigsten

geschenkt haben. Er: „Die Weine

passen gut, herrliches Wetter!“

Sie: „gigantisch!“ Zu den einheimischen

Gewächsen hat sich auch eine

bunte Weinwandergruppe gesellt,

die jedes Jahr ein Stück badisches

Wiiwegli wandert. Der Anführer

Herbert Hausin aus Bad-Säckingen

schwärmt von der badischen Küche,

die es im Glas gibt. „Das ist schon

sehr eigen“, sagt er beim Tafelspitzauslöffeln,

„das erfordert Fantasie“.

Die in Karlsbad lebende Edda

Mann, ebenfalls Weinwanderin, sagt,

dass sie normalerweise beim Wandern

keinen Wein trinkt, außer hier.

„Wein gehört dazu“, lacht sie, „das

ist die Experience!“

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LEIBSPEISE

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Text: Pascal Cames Foto: Jigal Fichtner


Fleisch gibt ein

Stück Lebenslust

GLÜCKLICH WERDEN MIT EINEM T-BONE-STEAK IN DER KRONE NESSELRIED

In Zeiten, in denen scheinbar alles im Fluss ist, gefühlt alles

schneller wird und die digitale Revolution nicht mehr aufzuhalten

ist, braucht es Oasen der Tradition, Orte, wo man aufgehoben

ist, auch ohne digitale Vernetzung. Einfach so, und

gut ist. Zum Beispiel eine Gaststätte mit Stammtisch wie die

Krone in Nesselried, wo sich Vereine treffen, wo einmal im

Monat Lieder gesungen werden oder einfach so. Die Krone

ist schon seit mehr als 200 Jahren eine Bank, solide und

herzlich wie sie ist, gehört sie zum Dorfleben dazu.

Wirt und Koch und Metzgermeister Christian Müller bestätigt

das gerne: „Wir sind jetzt in der dritten Generation“, sagt

er und freut sich schon auf die vierte, seine Kinder. Seine

Frau Agnes nickt. „Essen ist ein Bedürfnis, genießen eine

Kunst“, zitiert sie einen Wandspruch. Gastronomie ist zwar

Knochenarbeit, aber macht Freude. Agnes Müller geht das

Herz auf, wenn sie glückliche Gäste hat. Sie ist zuständig für

Blumen, den Service und auch die Beratung für Familienfeste,

die häufig in der Krone stattfinden, schließlich hat man

einen großen Raum, sogar mit Bühne.

Christian Müller wurde wie Vater und Großvater vor ihm

Metzger. Schon von klein auf wollte er in deren Fußstapfen

treten und lernte in der Metzgerei Spinner in Durbach,

die zu den besten in der Ortenau zählt. Seitdem gehört zu

seinem Erfahrungsschatz, wie man mit Fleisch umgeht, wie

man Qualität mit bloßem Auge erkennt, aber auch wie sich

gutes Fleisch anfühlen muss und vieles mehr. Oft sehe das

Fleisch super aus, erklärt er, aber es sei nicht lange genug

abgehangen, und wenn die Reife fehlt, wird ein Steak nicht

zart. Ein Jammer. Seine nächste Station führte ihn in die

Küche des Pfauen in Oberkirch. Dort war wieder das Fleisch

das große Thema, aber auch die Soßen standen in Ehren. Für

beides ist Christian Müller heute bekannt.

Die Krone ist geradezu berühmt fürs Fleisch – Rumpsteak

und das T-Bone-Steak, das etwas mehr als ein Pfund schwer

ist. „Es wird auch sehr viel Fisch gegessen“, lacht Gattin Agnes,

die Krone will ja schließlich jedem Gast etwas bieten.

Auch badische Klassiker wie gekochte Zunge in Burgundersoße

oder saure Nierle haben ihren festen Platz in der

Karte und natürlich das, was Saison hat, wie Spargel oder

Pfifferlinge. Beim Wein wird ganz klar die Heimat favorisiert,

badische Weine zu badischer Küche, das schmeckt einfach!

ZUR KRONE

Dorfstraße 42 | Appenweier-Nesselried

Tel. 07805/3351 | christian@krone-nesselried.de

www.krone-nesselried.de

Rinderkotelett

(T-Bone-Steak)

ZUTATEN (1 PERSON):

1 Rinderkotelett

100 g Zwiebeln

100 g grüne Bohnen

200 g gekochte Kartoffeln

2 dünne Scheiben Bauchspeck

Grober schwarzer Pfeffer, Salz, rotes Paprikapulver, Mehl

ZUBEREITUNG

Das Kotelett mit Pfeffer und Salz würzen, scharf auf

beiden Seiten anbraten und für ca. 10 min bei 90 °C

in den Backofen. Zwiebeln in dünne Ringe schneiden,

in Paprikapulver und Mehl wenden und frittieren.

Kartoffeln schälen, schneiden und mit Salz und Paprikapulver

gewürzt in der Pfanne braten. Bohnen 8 min

in Salzwasser kochen, in Speck rollen und kurz in

Margarine andünsten.

WEINEMPFEHLUNG: Oberkircher Winzer,

Collection O, Spätburgunder Rosé, feinherb

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WEINQUIZ

Wer wird

A, B ODER C? DAS WEINQUIZ FÜR SCHLAUMEIER,

ALLESWISSER, WEIN-FEXE UND LEUTE VOM FACH

Zehn Fragen, 30 mögliche Antworten. Leider heißt es hier nicht „Wer wird Millionär?“,

aber wer die folgenden Fragen richtig beantwortet, darf sich „Master of Wine“ nennen,

zumindest solange noch Wein im Gebinde ist. Wir wünschen viel Vergnügen mit dem

Weinquiz! (Die Lösungen finden Sie auf Seite 20.)

1 2

In welchem Land befindet sich das

Restaurant mit der größten Weinkarte?

a) Deutschland

b) Frankreich

c) Luxemburg

Was ist ein ABC-Trinker?

a) Trinkt alles außer Chardonnay

b) Novize einer Weinbruderschaft

c) Ein auf Argentinien, Brasilien, Chile, sprich

Südamerika spezialisierter Weintrinker

3

Was sind Herlinge?

a) Stahlseile zur Stabilisierung der Rebstöcke

b) Schuppenartige Trübstoffe

c) Saure Trauben der späten Nachblüte, bekannt

auch als Geiztrauben

4

„Wer Wein trinkt, betet. Wer Wein säuft,

sündigt“, sagte erstmals ...

a) Hildegard von Bingen

b) Dr. Theodor Heuss

c) Martin Elble

5

Was ist ein gemischter Satz?

a) Eine Cuvée

b) Undeutliche Aussprache nach langer Weinprobe

c) Mehrere Rebsorten in einem Weingarten

16


Master

of

Wine?

8

Im Heilig-Geist-Spital in Überlingen hatte der Kranke

anno 1589 Anspruch auf ...

a) gar keinen Wein

b) 2 Liter Wein

c) 4,5 Liter Wein

6

Die Weinlage Baden ist vergleichbar mit ...

a) Der Champagne

b) Bordeaux

c) Der Pfalz

9

Wo wird am meisten Wein pro Kopf getrunken?

a) Deutschland

b) Vatikan

c) Italien

7

Die Gesellschaft zur Bekämpfung der Nüchternheit

(Societé des Antisobres) war/ist ...

a) Stuart Pigotts Londoner Riesling-Club

b) ein exklusiver Club von sächsisch-polnischen und

brandenburgisch-preußischen Hochadligen

c) der Vorläufer der Weinbruderschaft Ortenau,

gegründet 1958 Freies Montenegro (Ortenberg)

10

Der Gründer der ersten badischen Winzergenossenschaft

war ein ...

a) Rechtsanwalt und Buddelschiffbauer

b) Hufschmied und Sänger

c) Pfarrer und Schriftsteller

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WEIN-ABC

B wie BURGUNDER,

P wie PINOT

WEIN-ABC von:

Frank Männle

Qualitätsmanager

Weinbau

Oberkircher Winzer

Baden liebt Burgunderweine.

Ein gutes Drittel der Reben

(über 5.000 Hektar) ist für den

Blauen Spätburgunder reserviert,

dazu kommen noch Weißburgunder

und Grauer Burgunder, der auch in der

süßeren und schwereren Variante als Ruländer in

den Verkauf kommt.

Wie es der Name vermuten lässt, stammt die

Traube aus Burgund, in alter Zeit ein

berühmtes Herzogtum. Von dort

kam die Rebe über Karl den Großen

und Zisterzienser-Mönche zu

uns. In Frankreich wiederum sagen

sie „Pinot“, weil die walzenförmigen

Trauben an Kiefernzapfen (frz. pin)

erinnern. Die Blattform ist bei allen drei Sorten

familientypisch gleich, erst wenn die Trauben

sich zu färben beginnen, weiß man, welche man

hat. Zu diesen drei Geschwistern kommen noch weitere

Verwandte, der bekannteste ist der Schwarzriesling (frz. Pinot

Meunier), der aber nichts mit Riesling zu tun hat und in der

Champagne ebenso wie Pinot Noir (Spätburgunder) als Grundwein

für Sekt angebaut wird.

Obwohl Burgunder/Pinot ein weltweites Phänomen ist, sind

die Ergebnisse außerhalb ihrer Heimat bescheiden. Die Traube

braucht kühl-gemäßigte Klimazonen wie in Burgund, Baden und

im Elsass, in der Schweiz und Südtirol und dort die wärmeren

Lagen. Kalte Senken oder gar allzu mediterrane Gefilde sind seine

Sache nicht, die Traube gilt darum als „mimosenhaft“, als Diva

oder einfach nur „als schwierig“. Warum? Zum einen braucht der

Blaue Spätburgunder viel Sonne, um in der Haut Farbstoffe zu

bilden. Das bedeutet, dass der Winzer im Sommer viel

zu tun hat, weil er die Blätter vor den Trauben entfernen

muss. Auch wegen der Botrytis (Grauschimmel)

tut er das, weil dieser Pilz sich auf schlecht abzutrocknenden

Beeren bildet und im Rotwein die Farbstoffe

zerstört. Auf der anderen Seite besteht die

Gefahr, dass durch zu viel Sonne und Hitze wahre Alkoholbomben

entstehen, wie im legendären Sommer 2003.

Das passt aber nicht zur Stilistik dieser Weine,

die doch so elegant und filigran sein

können. Eine weitere Herausforderung

liegt im Wachstum der Burgundersorten.

Die Reben wollen

nicht so gern nach oben, müssen

das aber, um gute Qualität hervor -

zubringen.

Auch darum sieht man Winzer im Sommer

mehr im Burgunder- als im Rieslingweinberg.

Ist aber nun alles geglückt, guter Wuchs, viel

Pflege, ausreichend Sonne, aber nicht zu viel Hitze,

dann steht der „puren Sinnlichkeit“, um Sommelière Paula Bosch

zu zitieren, nichts mehr im Wege. Doch! Was macht der Kellermeister

denn daraus? Weiß- und Grauburgunder werden fast nur

noch trocken ausgebaut, entweder im Holzfass oder auch nicht.

Beim Spätburgunder ist die Vielfalt dagegen enorm. Als weißgekelterter

„Blanc de Noir“, als süßer Weißherbst oder trockener

Rosé, als gutbadischer samtiger Rotwein oder auch kräftigfrankophil,

so wie man es im Burgund wohl machen würde.

Manche Winzer schreiben dann auch Pinot Noir aufs badische

Etikett. Ob nun so oder so, die Burgunder gelten wegen ihres

vollen Geschmacks und der harmonischen Säure als ideale

Essensbegleiter, da liegen sie weltweit im Trend.

18


In Wahrheit schön

DIE WEINKOLUMNE

MIT VINCENZO DE BIASE

Wein

Lesen

W EIN TRIFFT INS HERZ

E ST 1973

Grillen

& Wein

grillen Italiener? O ja, sehr gerne, aber nicht so oft wie

die Deutschen. Eine der ganz großen und traditionellen

Gelegenheiten, einen Grill anzufeuern, ist der Ostermontag.

Dann trifft sich die ganze Familie im Grünen. Das

Osterlamm ist unser Grill-Highlight, aber auch sonst legen

wir gerne ein gutes Kotelett und Salsiccia, das sind

scharfe, mit den typischen Kräutern gewürzte Würste,

auf den Grillrost. Wir grillen auch Gemüse. Aber so wie

in Deutschland ist es bei uns nicht, auch wenn es sich in

den letzten Jahren etwas geändert hat. Grillen wird neuerdings

zum Trend, man kennt jetzt auch den Weber-Grill

und kürt im Fernsehen Grillmeister.

Was in Italien zum guten Ton gehört, ist der Wein. Bei

uns ist Rosé der typische Wein zum Grillen, ja für die

warme Jahreszeit überhaupt. Das stelle ich auch in unseren

Restaurants fest. Sobald die Sonne scheint, weiß

ich, was die Gäste abends bestellen. Rosé. Ein guter Rosé

oder auch Weißherbst passt mit seiner Leichtigkeit, der

Säure und der Frucht ideal zu den Röstaromen des Grillguts.

Wir stellen den Wein aber nicht in den Eisschrank,

um ihn zu kühlen, sondern legen ihn auf Eis. Dann hat

er zwölf, dreizehn Grad, das ist perfekt. In Deutschland

dagegen ist Wein nicht immer und überall das Getränk

der Wahl, je nach Region gibt es nur kaltes Bier.

Ein paar andere Unterschiede gibt es auch noch. In Italien

wird viel später gegessen, das kennen die meisten

Deutschen aus dem Urlaub. In Deutschland beginnt die

Grillerei am frühen Nachmittag, ganz ungezwungen kommen

auch die Nachbarn rüber und bringen einen Salat

mit. In Deutschland grillen sie Würste oder Steaks, in

Italien lieben sie auch gegrilltes Gemüse, zum Beispiel

Zucchini, Auberginen oder Paprika. Was man mit Gemüse

alles machen kann, haben wir im Blut. Ich erinnere

mich noch gut, wie mein Vater Öl und Kräuter vermischte

und dann mit einem Büschel Oregano das Gemüse

und auch das Fleisch einpinselte. Was Deutsche und

Italiener gemeinsam haben, ist, dass sie nicht nur wegen

des Essens grillen, sondern weil es die Menschen verbindet.

Zusammensitzen, gemeinsam essen und trinken

und ungezwungen miteinander plaudern lieben sie alle.

Im Europa-Park grillen wir auch, dann können Chefs und

Mitarbeiter, die neuen und die alten Hasen, ungezwungen

miteinander einen schönen Abend verbringen. Natürlich

mit einem Glas Rosé oder auch Weißherbst. Was

Baden und Italien noch gemeinsam haben, ist die wunderschöne

Landschaft. Das ist die perfekte Kulisse für

eine Grill-party. Natürlich mit Rosé. Probieren Sie es aus!

Herzlichst

Ihr

VERITAS-Kolumnist Vincenzo De Biase stammt

aus der Basilicata in Süditalien und lebt und liebt

Wein. „Würde ich noch mal auf die Welt kommen,

würde ich es wieder machen“, sagt er über

seinen Beruf als Sommelier im Europa-Park.


WEINBEKENNTNISSE weltweit

»... zum schönen Leben sehr gut passt«

Nichts als Wahrheiten. VERITAS-Leser erzählen, was ihnen zum Wein schmeckt, und andere Bekenntnisse.

20

Name: Birgit Schmiederer-Reiser //

Alter: 49 // Leibspeise: Coq au Riesling

(mit einem feinen badischen Riesling

gekocht), Pilze und Trüffel // Wohnort:

Wellington, Südafrika // Beruf: Selbstständig,

Jacaranda Wine Estate // Wenn

ich ein Glas zu viel getrunken habe: Gehe

ich in der Küche auf Beutezug und fange

an zu kochen.

Name: Rebecca Kern // Alter: 26 // Leibspeise:

Bratkartoffeln, Maisbrot und Bohnen mit Wienerle

// Wohnort: Ohio, USA // Beruf: Wealth

Management Associate // Wenn ich ein Glas zu

viel getrunken habe: Erzähle ich viel zu viele

schlechte Witze!

Name: Andrea Springmann // Alter: 43 //

Leibspeise: Badischer Spargel mit Sauce

hollandaise, Schwarzwälder Schinken und

einem grünen Salat. // Wohnort: Hongkong

// Beruf: Diplom-Betriebswirtin // Wenn

ich ein Glas zu viel getrunken habe: Dann

war es ein herrlicher Tag oder Abend mit

Freunden und Familie.

Name: Arcilio Almeida // Alter: 55 //

Leibspeise: Salat und Muscheln in Wein

und Butter gekocht // Wohnort: Rio

Meão, Portugal // Beruf: Selbstständig

mit Handel von hochwertigen Korken

und Barriques // Wenn ich ein Glas zu

viel getrunken habe: Dann steht ein

echtes Pferd auf dem Flur.

Ich trinke Wein, weil ...

er einfach so gut schmeckt

und interessante Geschichten

von Land und Menschen

zu erzählen hat.

Ich trinke Wein, weil ...

er einfach dazugehört

an einem schönen

Sommertag mit guten

Freundinnen.

Ich trinke Wein, weil ...

er Sinnlichkeit und

Lebensfreude verkörpert

und die angenehmsten

Stunden des Tages

begleitet. Wein ist für

mich ein großes Stück

Lebensqualität.

Ich trinke Wein,

weil ...

es eigentlich zum

schönen Leben

sehr gut passt.

LÖSUNGEN: 1: a) Über 2.600 Positionen stark ist die Weinkarte des Schwarzen Adlers in Oberbergen, Kaiserstuhl. Im Guinness-Buch der Rekorde ist allerdings das Luxemburger Restaurant

Chiggeri mit 1.700 Weinen gelistet. | 2: a) Der Spruch Anything but Chardonnay (ABC) kommt aus den 1990ern, als Chardonnay besonders viel Alkohol hatte. | 3: c | 4: b) Laut „Die Wein-

Apotheke“ von Elmar M. Lorey | 5: c | 6: a) Laut EU-Verordnung sind Europas Weinbaugebiete nach klimatischen Kriterien in sieben Weinbauzonen eingeteilt, Baden ist Deutschlands einziges

Weinbaugebiet in B, wie auch das Elsass oder die Champagne. Die Pfalz liegt in einer kälteren Zone, also A. | 7: b) Gegründet zu Zeiten August des Starken (1670–1733), um diplomatisch für

gute Stimmung zu sorgen | 8: c) Laut Bruno Götz (Wein und Kultur) lag das Limit bei drei badischen Maß Wein | 9: b) Im Vatikan sind es pro Kopf 74 Liter, im Rotweinland Italien nur 42 Liter

und in Deutschland 21,1 Liter. | 10: c) Der Winzerverein Hagnau wurde am 20. Oktober 1881 vom Volksschriftsteller und damaligen Pfarrer der Gemeinde, Dr. Heinrich Hansjakob, gegründet.


Viel Glück!

TRINKEN & GEWINNEN

Familienbrunch für zwei Personen

Gewinnen Sie einen Besuch zum Familienbrunch im Hotel-Restaurant Erbprinz.

Starten Sie entspannt in den Sonntag und genießen Sie bei Pianomusik unser

reichhaltiges kalt-warmes Brunchbuffet.

FRAGE:

„Goldmedaille?“

Für welchen Wein bekamen die

Oberkircher Winzer eine Goldmedaille?

MITMACHEN BIS

24. 9. 2017

Zu gewinnen gibt es einen Besuch zum Familienbrunch im Hotel-Restaurant Erbprinz.

Und so geht’s: Einfach die Antwort auf unserer Facebook-Pinnwand (www.facebook.com/oberkircherwinzereG)

posten oder eine E-Mail an info@oberkircher-winzer.de senden.

Alternativ können Sie uns die Lösung auch auf einer Postkarte an folgende Adresse senden: Oberkircher Winzer eG, Renchener Straße 42, 77704 Oberkirch. Nur ausreichend

frankierte Einsendungen mit vollständiger Absenderadresse nehmen an der Verlosung teil. Einsendeschluss ist der 24.9. 2017. Teilnehmen kann jeder mit Ausnahme der Mitarbeiter

der beteiligten Unternehmen und deren Angehörigen. Eine Barauszahlung des Gewinnes und der Rechtsweg sind ausgeschlossen. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt.

Gewinner des letzten Gewinnspiels: Ute Fanselow aus Rösrath

SCHÖN

„Wer nicht liebt Wein,

Weib und Gesang, der

bleibt ein Narr sein

Leben lang.“

(Martin Luther)

WELTWEIT WEIN

WITWEN & CHAMPAGNER Im Frankreich

des 19. Jahrhunderts war es alleinstehenden

Frauen verboten, ein Geschäft zu

betreiben, nur Witwen (frz. veuves) war

das gestattet, bekanntes Beispiel ist

die Gründerin von Veuve Barbe-Nicole

Clicquot-Ponsardin (1777–1866).

GESAGT

21


TERMINE & KALENDER

TERMINE

THEMA DATUM ORT

Oberkirch leuchtet

mit Winzergasse

auf dem Kirchplatz

Oberkirch

14. Juli 2017 Oberkirch

Nesselried brennt 12./13. August 2017 Nesselried

Oberkircher Weinfest 1.– 4. September 2017 Oberkirch

OBERKIRCH LEUCHTET

Unter dem Motto „Oberkirch leuchtet“

wird die Innenstadt mit Leuchtkörpern

und Kerzen in ein ganz besonderes Licht

getaucht. Musikalische Unterhaltung in den

Altstadtgassen und im illuminierten Stadtgarten

sorgen dabei für ein sommerliches

Flair. Der Oberkircher Einzelhandel lädt bis

24 Uhr zum Einkaufen ein.

Kulinarische

Weinwanderung

„Von der Höll ins

Paradies“

Ortenauer Weinfest

24. September 2017 Oberkircher Winzer eG

29. September –

2. Oktober 2017

Offenburg

Nähere Infos zu den einzelnen Veranstaltungen erhalten Sie auf

unserer Website unter: www.oberkircher-winzer.de

KALENDER 2017

MUSIK & KUNST DATUM ORT

Die Fantastischen Vier

Sonntag,

9. Juli 2017

Schloss Rastatt

Roger Siffer

Sommertournee

Dienstag,

18. Juli 2017

Kleber-Platz, Straßburg

© Robert Grischek

Rea Garvey

Samstag,

22. Juli 2017

Schlossplatz

Emmendingen

FANTA VIER

Zwar gibt es von Smudo, Thomas D,

Michi Beck und Andy Ypsilon

gerade nichts Neues, trotzdem sind

sie live immer noch der Kracher.

Das Quartett aus Stuggi ist längst

ein deutscher Klassiker geworden,

die Show ist perfekt und die Songs

zünden wie eh und je. Was will

man mehr?

Sting

Fabrizio Consoli

„Poesia per Ballare“

Sascha Grammel

„Ich find’s lustig!“

Montag,

31. Juli 2017

Samstag,

19. August 2017

Donnerstag

28. September 2017

Weinmesse, Colmar

Rosengarten, Kehl

Festspielhaus

Baden-Baden

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UNTERHALTUNG

Humor

Rätsel

1

1. Bauchiges Weinglas

2

2. Alte Traubenpresse

3. Ablagerung beim Wein

4. Gerbstoff des Weins

5. Bukett des Weins

6. Älteste Weinsorte Europas

3

1

4

2

5

6

5

3

6

Lösung

1. 2. 3. 4. 5. 6.

4

Die Lösung finden Sie ab dem 24. 9. 2017 auf unserer Facebook-Seite

oder unter: www.oberkircher-winzer.de

23


ZEITUNG DER ORTENAU

Veranstaltungstipps in Oberkirch...

Oberkircher Weinfest

1. - 4. September 2017

„Nacht der Legenden“

„Midnight Ladies“

„Stefanie Hertel & Band“

„Surprise - Die Schneckenchecker“

Kulinarische

Weinwanderung

24. September 2017

„Von der Höll ins Paradies“

7 Wein- & Schlemmerstationen

Musikalische Unterhaltung

Kinderprogramm u. v. m.

Warum heiraten?

Leasing tut`s auch!

30. September 2017

Stephan Bauer präsentiert sein

schonungsloses, treffsicheres Kabarettprogramm

über Minderwertigkeitskomplexe

und Generationskonflikte.

VORSCHAU

19. - 29. Oktober 2017

www.literaturtage-oberkirch.de

19.10. 26.10. „Martinus Luther“

Tickets: Bürgerbüro Oberkirch

07802 82-700 www.oberkirch.de www.ortenaukultur.de Kostenlose Ticket-Hotline: 0800 911 811 711

Weitere Infos & Tickets: Bürgerbüro Oberkirch | Tel. 07802 82-555 | www.oberkirch.de

www.kommissar-kluftinger.de

facebook.com/kluftinger.krimis

19. OKTOBER 2017 20:00 UHR

ERWIN-BRAUN-HALLE

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