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Setting von Kindern

Setting von Kindern unter drei Lebensjahren, wird sichtbar, wie Interaktionsqualität detaillierter festgehalten werden kann. Das Kriterium „Vielfalt berücksichtigen“, welches sich vor allem durch das Aufgreifen der sprachlichen, kulturellen und individuellen Verschiedenartigkeit der Kinder in Bildungs- und Lernerfahrungen und durch die Berücksichtigung der heterogenen und familiären Bedürfnisse der Kinder äußert, ist vielmehr Teil einer pädagogisch-professionellen Grundhaltung von elementarpädagogischen Fachkräften. Vielfalt zeigt sich in unterschiedlichsten Dimensionen wie Gender, Kultur, Alter, Milieu, Disability/Ability, sexuelle Orientierung, Sprache oder Religion. Für die pädagogische Praxis ist festzuhalten, „dass Kinder immer verschiedenen Gruppierungen zugleich zugehören“ (Prengel, 2014, S. 43). Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsinstitutionen sind Schmelztegel, in denen sich die sozioökonomische, kulturelle und sozialpolitische Heterogenität widerspiegelt. Pädagogische Fachkräfte und Kinder erfahren täglich, dass es verschiedene Perspektiven, Wertvorstellungen und Deutungsmuster gibt (Oberhuemer, 2012). Um mit diesen Unterschieden professionell umzugehen, werden Strategien und respektvolle Thematisierungen benötigt. Zu vermeiden sind einerseits das Leugnen von Unterschieden und andererseits die Überbetonung dieser. Das Leugnen führt dazu, dass Kinder zwar Unterschiede wahrnehmen, sie aber keine Unterstützung bei der Benennung dieser erhalten bzw. Kindern vorgelebt wird, dass Abweichungen von der Norm nicht erlaubt werden. Genauso unprofessionell ist die Überbetonung der Unterschiede, da sie die Gefahr der Segregation mit sich bringt. Strategien zum Umgang mit Heterogenität müssen beide Aspekte inkludieren. Nämlich die Wertschätzung von Diversität und das Wahrnehmen und Abbauen von Vorurteilen bzw. Barrieren (Wagner, 2014a). Der ressourcenorientierte Ansatz und die diversitätssensible Wahrnehmung von Kindern ist ein wichtiger Grundstein Kinder individuell zu bilden und einen Beitrag zu gesellschaftlicher Toleranz und Wertschätzung zu leisten (Warnecke, 2012). Erweitert wurde das Material durch die Bonusclips „Essenssituationen gestalten“ und „Spielsituationen begleiten“ in diesem werden nahezu alle angeführten Kriterien sichtbar. 6

Das Material ist folgender Maßen aufbaut… Das vorliegende Begleitheft mit dem dazugehörigen Videomaterial (URL:...) bildet eine Brücke zwischen der Theorie und der Implementierung der Kriterien in der Praxis. Die ausgearbeiteten Good-Practice-Kriterien und die Inhalte der dazugehörigen Kurzbeschreibungen, stellen den ersten Teil des Forschungsprojekts dar. Jedem Kriterium ist im Begleitheft eine Beschreibung zugeordnet, diese sind jeweils in den grauen Kästchen, nach jedem Kriterium, angeführt. Im Anschluss zur Kurzbeschreibung wurde auf Basis aktueller theoretischer Grundlagen und Forschungen ein kurzer Theorieteil verfasst. Anschließend wurde im zweiten Teil des Forschungsprojekts, der pädagogische Alltag in ausgewählten Kinderkrippen gefilmt. Aus dem Rohmaterial wurden Filmsequenzen ausgewählt. Im dritten Teil des Forschungsprojekts wurden die ausgewählten Filmsequenzen von sechs elementarpädagogischen Expertinnen aus heterogenen Fachbereichen kommentiert: Univ.-Prof. in DDr. in Lieselotte Ahnert, hat praktische Erfahrung als leitende Psychologin von Kinderkrippen in Berlin. Sie hat an zahlreichen internationalen Forschungsprojekten im angloamerikanischen und deutschsprachigen Raum, in der Erforschung der Entwicklung von Krippenkindern mitgearbeitet und selbst geleitet. Seit Oktober 2008 ist sie Professorin für Entwicklungspsychologie an der Universität Wien. Dipl.-Soz.päd. in Susanna Fischer, hat langjährige Berufserfahrung in der Beratung von Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern. Sie leitet PEKiP-Kurse an der Fachschule Viventa Zürich. Für pädagogische Fachkräfte hält sie regelmäßig Fortbildungen und Coachings zum Thema „Frühförderung zur Chancengerechtigkeit“. Prof. in Dr. in Dorothee Gutknecht, hat 2012 das Netzwerk Qualität in Kinderkrippen und in der Kindertagespflege Freiburg Südwest gegründet. Sie ist ausgebildete Diplompädagogin mit den Schwerpunkt Heil- und Sonderpädagogik, Logopädie und Atem-, Sprech- und Stimmlehre und Professorin an der EH Freiburg mit den Arbeitsschwerpunkten Spracherwerb, Inklusion und Responsivitätsforschung. Margrit Hungerbühler-Räber, ist seit 2004 Co-Leiterin von F- NETZNordschweiz. Sie hat das Diplom in Heilpädagogik mit der Qualifizierung für Erziehungsberatung und ist in der Weiterbildung, professionellen Begleitung von Fachkräften und in der Erziehungsberatung tätig. Lic.phil. in Regula Keller, ist ausgebildete Erziehungswissenschaftlerin und Leiterin des Geschäftsbereichs Kinderbetreuung in der Stadt Zürich. Zusätzlich ist Sie in der Aus- und Weiterbildung von Kindertageseinrichtungen tätig. Irmgard Kober-Murg, ist ausgebildete Kindergartenpädagogin mit Zusatzausbildung und langjähriger Praxiserfahrung im Kindergarten und in der Erwachsenenbildung. Sie arbeitet als Fachaufsicht und pädagogische Amtssachverständige für elementare Bildungseinrichtungen beim Land Steiermark. 7

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