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E_1928_Zeitung_Nr.002

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Ausgabe: Deutsche Schweiz. BERN; Freitag. 6. Januar 1928. Nummer 20 Cts. 24. Jahrgang. — N° 2 ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrs-Interessen ABONNEMENTS-PREISE: Erscheint Jeden Dienstag und Freitag Monatlich „Gelbe Liste" Halbjährlich Fr. 5.—, jährlich Fr. 10.-. Im Ausland unter Portozuschlag, tntern nicht postamtlich bestellt. Zuschlag für postamtliche Bestellung im ADMINISTRATION: Breltenralnstrasse 97, Bern In- und Ausland 30 Rappen. Postcheck-Hechnuna 111/4)4 Telephon Bollwerk 39.84 Telegramm-Adresse: Autorevue, Bern Um aie •i ii Die Frage der Durchgangsgebühren hat schon viel zu reden und zu schreiben gegeben. Diese Gebühr ist iin Grunde nichts anderes, als was der alte, abgeschaffte Wegzoll war: sie ist ein alter Zopf und sollte überall beseitigt werden, auch schon deshalb, weil sie mit den Artikeln 28 und 30 der Bundesverfassung (dio von abgeschafften Weggeldern, Zöllen, Hausgebühren etc. sprechen) in Widerspruch steht. Wer aber diese Gebühr z. B. im Kanton Unterwaiden nicht bezahlt, der kommt mit den Gerichten in Konflikt. Das erlebte auch ein Luzorner Automobilist, der sich aber tapfer für Fortschritt und Recht einsetzte und, nach einem Missorfolg vor dem Kantonsgericht, zur Klärun? der Frage und um einen grundsätzlichen Entscheid in dieser Angelegenheit zu erzwingen, dem Bundesgericht eine staatsrechtliche Beschwerde eingereicht hat. Weite automobilistische Kreise werden die nachfolgenden Ausführungen des Uckurrenten sicher mit Interesse lesen. Dio Redaktion. Die drei Fränkli müssen bezahlt werden! «Es gaht äs nid a,» ... sprach der Herr Staatsanwalt des Kantons Unterwaiden Nid dem Wald, nämlich, «was der Bundesrot said z'Bärn. Mir händ iisi Qsetz und iönd iis die net i Giselchiibel gheie durch ergend en abdroschene Artikel vo der Bundesverfassig.» Das Kantonsgericht Nidwaiden hat dann auch dem Staatsanwalt recht gegeben und in seinem Entscheid angeführt, dass es nicht zuständig sei zu untersuchen, ob die Durchgangsgebühr durch den Kanton Unterwaiden verfassungswidrig sei oder nicht. Ergo wurde ich selbstverständlich zur Bezahlung der ausgesprochenen Busse und der Gerichtskosten verurteilt und wenige Tage darauf erhielt ich einen Zahlungsbefehl, die Busse umgehend zu berappen. Wie der Leser bereits bemerkt hat, handelt es sich bei dieser Angelegenheit um die bekannte Durchgangsgebühr im Betrage von drei Franken, die jeder kantonsfremde Automobilist in Hergiswil zahlen muss, sofern er den Genuss haben will, durch die Gauen des Kantons Unterwaiden mit seinem Automobil zu fahren. Die Vorgeschichte des oben angeführten Urteils ist folgende: «Die Kontrolle» in Hergiswil. Ich fuhr im Juli nach dem Kanton Unterwaiden und habe an der «Kontrolle» in Hergiswil vorschriftsgemäss angehalten, worauf die diensttuende Frau sofort die vorgedruckte Quittung schreiben und mir die drei Franken abverlangen wollte. Ich teilte ihr Als ich am grossen Preis von Monza fuhr ... (Fortsetzung und Schluss.) Der Sieg muss uns sicher sein. Wir winken, siegen oder sterben! Reichtum ohne Ehre und Ruhm ist wie eine glanzlose Fessel. Wenn auch Onkel Dolf über dem grossen Wasser sein Vermögen in Hosenknöpfen gemacht hat, so soll er im Grabe stolz sein auf seinen Neffen, der mit seinen Batzen Ruhm einheimst! Das Rennkomitee stürzt uns entgegen. Ein dicker, stotternder Riese allen voran. «Che cosa vuole? Sie sind nicht eingeschrieben. Aus der Bahn. Perbacco, fort, sage ich Ihnen. Avanti, via!» Ich weiche keine Radlänge. Ich erhebe mich von meinem Sitze, gehe auf den Riesen mit der weissen Rosette am Arm zu, pflanze mich vor ihn hin: «Mann, •wissen sie nicht was auf dem Spiel steht ? Sieg oder Tod ist meine Devise!» Die andern Herren scheinen einlenken zu wollen. Der Riese ist platt. Ich erhalte eine DuH*da^aira^s^^i»£lBiiB>c^ira K«ain€c»m NacflwÄMlcl