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Sport | Regional

Sport | Regional Fußball Bezirksliga 24. Spieltag, 15. April, 15 Uhr SG Sendenhorst ­ TuS Oestinghsn. RW Westönnen ­ Warendor er SU FSC Rheda ­ SuS Ennigerloh W. Rhynern II ­ SG Bockum­H. Hammer SV II ­ SuS Cappel SVW Soest ­ SC Wiedenbrück II TuS Freckenhorst ­ Tus Lohauserholz SW Hultrop ­ SV Drensteinfurt Samstag, 14. April 2018 Ein Dreier ist alternativlos Fußball: Das nächste Endspiel für die SGS 1 Bockum­H. 22 57:21 47 2 Wiedenbrück II 23 57:33 44 3 Hamm II 23 40:28 41 4 Rheda 23 52:47 40 5 Westönnen 23 55:41 38 6 Drensteinfurt 23 41:37 38 7 Freckenhorst 23 47:46 36 8 Soest 23 47:38 35 9 Rhynern II 23 60:49 34 10 Lohauserholz 23 32:35 27 11 Cappel 22 32:48 27 12 Ennigerloh 23 44:61 25 13 Oestinghausen 22 37:47 20 14 Warendorf 22 32:46 20 15 Hultrop 21 29:47 16 16 Sendenhorst 23 25:63 16 Info Im Zeichen des Abstiegskampfes Ganz im Zeichen des Abstiegskampfes stehen in der kommenden Woche gleich zwei Nachholspiele in der Fußball­Bezirksliga. Die haben es im Gerangel um den Klassenerhalt in sich, dürften für die drei beteiligten Kellerkinder richtungsweisend, wenn nicht vorentscheidend sein. Am Donnerstag (19. April) stehen sich jeweils ab 19.30 Uhr SW Hultrop und die Warendorfer SU sowie der TuS Oestinghausen und SuS Cappel gegenüber. (uni). Ob sie am Sonntag Grund zur Freude haben? – Stefan Nordhoff (v. l.), Lukas Hartleif, Dominik Mey (Nr. 3) und die SG Sendenhorst müssen jedenfalls im Kellerduell dreifach punkten. SENDENHORST. Ein Zwischenhoch sorgte für Hoffnung. Dem 2:2 und einer ansehnlichen Leistung gegen den SV Drensteinfurt folgte ein 3:1- Pflichtsieg gegen SW Hultrop – und Zuversicht für den scheinbar schon abgeschlagenen Liga- Letzten. Das 0:1 vor Wochenfrist beim TuS Lohauserholz war hingegen wieder ein Rückschritt, stoppte den Aufwärtstrend. „Die Leistungen sind schwankend und nicht so konstant, wie erhofft“, räumt auch Hubert Terbeck ein. Gleichzeitig bringt der Sportliche Leiter des Tabellenletzten so etwas wie Verständnis dafür auf: „Wir haben eine ziemlich junge Kombo. Ein Großteil der Spieler ist erst zwischen 19 und 22 Jahren alt.“ Daraus, dass die Tabellensituation „schon weh tut“, macht er keinen Hehl. Auch nicht aus der kämpferischen Einstellung der SG, bei der Rückkehrer Nikita Bassauer und Winterzugang Steffen Uphues als Hoffnungsträger gelten. Denn die weiße Fahne wird am Westtor keinesfalls gehisst. Schon gar nicht vor dem Endspiel am Sonntag. „Ein Sieg ist überlebenswichtig“, weiß aber nicht nur Terbeck um Charakter und Bedeutung der 90 Minuten. Und danach soll es weiter gehen. Wenn auch ohne Rechenschieber. „Wir haben keine Hochrechnung. Für uns heißt es nur punkten, punkten, punkten“, sagt der Verantwortliche. Siege sind alternativlos. Darüber gibt es bei der SG Sendenhorst aktuell keine zwei Meinungen. Am Sonntag (15. April, 15 Uhr) wartet auf das Schlusslicht der Fußball­ Bezirksliga mit dem Heimspiel gegen den TuS Oestinghausen das nächste Endspiel – und vielleicht auch schon die letzte Chance. „ Von Uwe Niemeyer Ein Sieg ist überlebenswichtig. „ Hubert Terbeck, sportlicher Leiter der SG Sendenhorst Gleichwohl hat er Restprogramm und Chancen auf den Klassenerhalt schon durchgespielt. Der kommende Gast soll ebenso überholt werden wie SW Hultrop. „Wir schauen nicht auf die Warendorfer SU. Aber vielleicht können wir SuS Ennigerloh noch abfangen.“ Über einen möglichen Abstieg in die A-Liga macht er sich noch keine Gedanken. Zumindest nicht offiziell. Vielmehr wü nscht sich Terbeck eine hoffnungsvolle Position bis zum 30. Spieltag: „Es kann sein, dass die Entscheidung erst am letzten Spieltag fällt. Es kann aber auch ganz schnell gehen.“ Eine Niederlage gegen den TuS Oestinghausen wü rde den Absturz wohl beschleunigen. Parallel drückt die SG dem SV Drensteinfurt die Daumen. Der Nachbar, mit fünf Siegen und drei Remis aktuell bestes Rückrunden-Team, könnte in Hultrop – allerdings eine Art Angstgegner – Schützenhilfe leisten. Beim überlegen geführten und hochverdienten 3:0-Erfolg gegen den mit drei Siegen in Folge angereisten TuS Freckenhorst passte zuletzt alles. Auf eine ähnliche SVD -Vorstellung dürfte am Sonntag auch die SG Sendenhorst hoffen. Wenngleich ein eigener Dreier für die SG Sendenhorst alternativlos bleibt. LESERREISEN KEUKENHOF/ NIEDERLANDE … MIT DER SCHÖNSTE FRÜHLINGSPARK DER WELT. TAGESFAHRT | DIENSTAG, 24.04.2018 Der Keukenhof ist das internationale Schaufenster der Niederländischen Blumenzucht. Im Park konzentriert sich der Schwerpunkt auf die 7 Millionen Frühjahrsblumenzwiebeln. In mehr als 20 Blumenschauen präsentieren 500 Blumenzüchter Schnittblumen und Topfpflanzen in all ihrer Vielfalt. In den Pavillons wechseln sich über 20 Blumen- und Pflanzenshows ab. Das Keukenhof Thema 2018 ist „Blumenromantik“. Romantik und Blumen sind untrennbar miteinander verbunden und das ist die Inspirationsquelle für das Thema in der kommenden Keukenhof Saison. Erleben Sie einen schönen Tag und nehmen neue Ideen mit nach Hause! LEISTUNGEN: • Fahrt im modernen Fernreisebus mitWC • Eintritt Keukenhof • ca. 5 Stunden individueller Aufenthalt ABFAHRTSORTE: 07.00 Uhr Münster (Busparkplatz: Hafenstr./Ecke Frie-Vendt-Platz) 07.35 Uhr Greven (Rathaus) RHODO 2018 IN WESTERSTEDE BLÜTENPARADIES FÜR PROFIS & LEIDENSCHAFTLICHE ENTDECKER pro Person €45,- pro Person € 38,- Azaleen, laden stilvolle, weiße Pagodenzelte im Herzen von Westerstede zum Stöbern ein. Schönes für Freizeit und Hobby, Dekoratives und Praktisches für Haus, Hof, Garten und Balkon und eine breitgefächerte Auswahl von regionalen und überregionalen Ausstellern erwarten die Besucher. LEISTUNGEN: • Fahrt im modernen Fernreisebus mitWC • Eintritt RHODO • ca. 5 Stunden individueller Aufenthalt ABFAHRTSORTE: 07.00 Uhr Münster (Busparkplatz: Hafenstr./ Ecke Frie-Vendt-Platz) 07.35 Uhr Greven (Rathaus) BREMERHAVEN 3. SeeStadtFest – LANDGANG BREMERHAVEN GÖNNEN SIE SICH EINEN SCHÖNEN UND ERLEBNIS- REICHEN TAG IN DER SEESTADT BREMERHAVEN TAGESFAHRT | DONNERSTAG, 24.05.2018 Seien Sie dabei und erleben das große„SeeStadtFest – Landgang Bremerhaven“. Es erwartet Sie ein abgerundetes Programm und reichlich Windjammer zum Anschauen und Anfassen. Originelle Kleinkünstler, Street Food und maritimes Kunsthandwerk sind ebenfalls zu erleben. Ein vielfältiges Musikprogramm sowie Aktivitäten für Kinder runden die erlebnisreichen Tage ab. Stars aber sind die großen und kleinen Schiffe unter Segel oder mit Motor.Vielleicht besuchen Sie die„Havenwelten“, ein maritimes Zentrum in Bremerhaven mit einzigartigen Attraktionen wie dem Klimahaus, Bremerhaven 8° Ost und der Aussichtsplattform SAIL City. Dazu das erfolgreiche Deutsche Auswandererhaus, das Deutsche Schifffahrtsmuseum und das U-Boot„Wilhelm Bauer“. LEISTUNGEN: • Fahrt im modernen Fernreisebus mitWC • Individueller Aufenthalt in Bremerhaven • Rückfahrt um ca. 18:00 Uhr ab Bremerhaven pro Person € 29,- ABFAHRTSORTE: 06.25 Uhr Münster (Busparkplatz: Hafenstr./Ecke Frie-Vendt-Platz) 07.00 Uhr Greven (Rathaus) Haddenhorst übernimmt Reiten: Der Kreisverband stellt sich neu auf WARENDORF. Der Kreisreiterverband (KRV) Warendorf stellt sich an der Spitze neu auf. Während der Jahreshauptv ersammlung wu rde Thomas Haddenhorst einstimmig als neuer Vorsitzender des Verbands gewählt. Er löst Annette Haversiek ab, die sich nicht mehr zu Wahl stellte. Nach 20 Jahren an der Spitze des KRV Warendorf zieht sich Annette Haversiek zurück. Angekündigt hatte sie das schon vor einem Jahr. Nun übernimmt Thomas Haddenhorst und freut sich auf diese „gewaltige Aufgabe“, so der Apotheker aus Oelde. „Ich trete in große Fußstapfen“, sagte Haddenhorst weiter. Erfahrungen auf Kreisebene sammelte er im vergangenen Jahr als 2. Vorsitzender. Davor führte er neun Jahre lang den Reitverein Oelde an. Ihm zur Seite steht künftig Birgit Nienkemper aus Neubeckum als 2. Vorsitzende, außerdem rückt auch der Warendorfer Stefan Schoster auf und unterstützt Nienkemper und Haddenhorst bei der Vorstandsarbeit. Verabschiedet nach langer Arbeit in der Führungsriege wu rde zudem Herbert Figgener, der sein Amt als Fachleiter Springen an Martin Fink weitergibt. An seiner Seite hat er künftig als Stellvertreter Hermann Cortemme aus Oelde, der vor allem als Parcoursbauer in der Region bekannt ist. In ihren Ämtern als Fachleiter Fahren und Ponysport wu rden Julia Gerd-Holling und Rainer Fallenberg einstimmig bestätigt. (rp) Termine Heimspiel­Tipps für das Wochenende Handball 3. Liga: Ahlener SG ­ SG Schalksmühle Halver (Sa., 19 Uhr, Friedrich­Ebert­Halle) Oberliga Frauen: SC Everswinkel ­ HC TuRa Bergkamen (So., 17 Uhr, Kehlbachhalle) Landesliga Männer: SG Sendenhorst ­ SC Münster 08 (So., 17.15 Uhr, Sporthalle der St.­Martin­Realschule) Fußball Westfalenliga: SpVg Beckum ­ SuS Stadtlohn (Sa., 17 Uhr, Römerkampfbahn) Kontakt zur Sportredaktion sportredaktion@agmuensterland.de TAGESFAHRT | DONNERSTAG, 17.05.2018 Erleben Sie Ihr blühendes Wunder! Alle vier Jahre findet in Westerstede, Europas größte Rhododendronschau statt. Mitten in der grünen Gesundheitsstadt im Herzen des Ammerlandes stehen dann die unterschiedlichsten Arten von Rhododendren und Azaleen in voller Blüte. Besonders in den Monaten Mai und Juni eines jeden Jahres verwandeln die vielen Baumschulbetriebe das Gebiet um Westerstede in eine blühende Parklandschaft. Die RHODO ist daher auch nicht mit den Blumenschauen zu verwechseln, da die„Ammerländer Rhododendronzucht“ auf ein über 225-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Eingebettet in ein farbenfrohes Blütenmeer aus Rhododendren und Informationen und Buchung 02864.8800-134 Kardinal-von-Galen-Straße 9 · 48734 Reken · info@lms-reisen.de Die neuen Vorreiter: Birgit Nienkemper (v.l.), Thomas Haddenhorst, Stefan Schoster, Hermann Cortemme und Martin Fink. Foto: rp

Sport Samstag, 14. April 2018 Augen zu und durch: Was in dieser Szene Martin Kobylanski (Münster, l.) und Ronny König (Zwickau) im Kampf um den Ball zeigen, ist für manchen Verein der Leitgedanke des Handelns. „ Jeder muss sich genau überlegen: Was habe ich zur Verfügung? „ Ronald Maul, Geschäftsführer des SV Meppen Sportnotizen Eishockey: Bullen oder Bären? BERLIN. Das Finale 2018 ist das Halbfinale der Vorsaison. Dabei setzte sich der aktuelle Titelverteidiger EHC Red Bull München gegen die Eisbären Berlin durch. Nach dem Auftakt der Best­of­Seven­Serie am Freitag in der bayrischen Landeshauptstadt, haben die Eisbären am Sonntag (15. April, 14.30 Uhr) erstmals Heimrecht. Sämtliche Begegnungen der Finals werden live auf Sport 1 übertragen. Das dritte Spiel findet am Mittwoch (18. April, 19.30 Uhr) in München statt, das vierte ist für den 20. April (Freitag, 19.30 Uhr) in Berlin terminiert. Weitere Termine – falls notwendig – wären der 22., 24. und 25. April. (uni) DFB­Pokal: Vier wollen nach Berlin 3. Liga – Pleiteliga? Fußball: Der Kampf um die schwarze Null / Viele Vereine haben finanzielle Not Mindestens neun Vereine in der 3. Liga haben finanzielle Probleme. Die Clubs riskieren viel, sie fordern gleichzeitig mehr Unterstützung vom DFB. Gemeinsam arbeitet man an einem Modell des „Financial Fairplay“. Von Nils Jewko LEIPZIG. Im offiziellen Logo der 3. Liga ist auch die kleinere Zahl problemlos zu erkennen. Am äußeren Rand steht in goldener Farbe: „10 Jahre“. Es ist ein kleiner Hinweis auf die Jubiläumssaison der höchsten Spielklasse im Deutschen Fußball-Bund (DFB). Zehn Jahre nach Gründung einer eingleisigen 3. Liga lassen sich in den Club-Bilanzen aber auch Hinweise finden, die zeigen, dass in dieser Saison erneut viele Vereine finanzielle Probleme haben. Mindestens neun sind betroffen. „Es gibt leider einige Clubs, für welche die Finanzen eine Gratwanderung sind“, heißt es aus der DFB-Zentrale. Die Verantwortlichen in Frankfurt sind sich bewu sst über eine Problematik, die sich in voller Härte beim FC Rot- Weiß Erfurt zeigt, dem vor wenigen Wochen neun Punkte aberkannt wu rden – und er somit erster Absteiger ist. Der Tabellenletzte hatte angesichts von acht Millionen Euro Schulden einen Insolvenzantrag gestellt. Am vergangenen Dienstag folgte der Chemnitzer FC mit dem gleichen Schritt. Den Weg einer geordneten Insolvenz hatten vergangene Saison bereits der VfR Aalen und der FSV Frankfurt eingeschlagen. Die Finanznöte der Vereine sind nicht neu. Sie kratzen schon länger am Image der 3. Liga, die in der öffentlichen Debatte schon mal als „Pleiteliga“ abgestempelt wird. Die Gründe werden beim Verband, aber auch bei den Vereinen gesucht. Veränderungen: Ronald Maul nimmt die Vereine in die Pflicht.Foto: mak Ronald Maul nimmt die Clubs in die Pflicht, wenn es um die Personalkosten geht. „Jeder muss sich genau überlegen: Was habe ich zur Verfügung? Und welches Risiko gehe ich ein?“, sagt der Geschäftsführer des SV Meppen. „Ich bin mir sicher, dass generell ein Umdenken in den einzelnen Vereinen stattfinden muss.“ Der ehemalige Profi spricht eine Praxis an, die sich in der 3. Liga regelmäßig beobachten lässt. Manche Vereine planen mit mehr Geld, als sie tatsächlich zur Verfügung haben. „Eine zu hohe Risikobereitschaft“, wie es vom DFB heißt. Diese ist offenbar bei Vereinen in Ostdeutschland besonders groß. Der FC Carl Zeiss Jena und der FC Hansa Rostock sind stark abhängig von Investoren, die zuletzt auf Forderungen in Millionenhöhe verzichteten. Beim Halleschen FC setzt man auf kreative Wege, wie etwa ein Benefiz-Schnitzelessen, um die Etat-Lücke von rund 1,5 Millionen Euro zu schließen. Beim Chemnitzer FC mussten schon die Stadt und ein Energiekonzern mit Millionen aushelfen. Das sind nur Auszüge einer Liste, die sich bundesweit durch Vereine wie den SC Paderborn, den Karlsruher SC oder den VfL Osnabrück ergänzen lässt. Die schwarze Null – sie scheint für manche Clubs in dieser Liga kaum realisierbar. Dahinter verbirgt sich meist ein Zusammenspiel von eigenen Fehlern und einer strukturellen Kritik, die von den Vereinen geäußert wird. „In der 3. Liga ist es nicht möglich, Gewinne einzufahren. Die Zukunft von Hansa Rostock kann nicht die 3. Liga sein“, sagte der Vorstandsvorsitzende Robert Marien während der letzten Mitgliederv ersammlung. Ein besonderes Anliegen der Vereine in dieser Strukturfrage sind die Fernsehgelder. „Ich glaube, dass wir in der 3. Liga den gleichen Aufwand haben, eher mehr – wir haben ja noch zwei Mannschaften mehr dabei. Aber die Fernsehgelder sind halt das Zehnfache weniger“, sagt der Sportv orstand des Chemnitzer FC, Steffen Ziffert. Die Drittligisten erhalten vom DFB in dieser Saison 12,8 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die Deutsche Fußball Liga verteilt an die 36 Erst- und Zweitligisten rund eine Milliarde Euro. Trotz aller Kritik beweisen einige Vereine aber auch, dass eine positive Entwicklung möglich ist. Als Vorzeigebeispiel dient oftmals der 1. FC Magdeburg, der von hohen Zuschauerzahlen profitiert. Auch beim SV Meppen schreiben sie schwarze Zahlen – das war in der Vergangenheit nicht immer so. „Wir sind in der Lage, unsere Kosten zu decken. Wenn jeder damit anfängt, wäre das sicherlich ein Schritt nach vorne“, sagt Ronald Maul. Der DFB arbeitet gemeinsam mit den Clubs am Modell eines „Financial Fairplay“. Dieses soll nach Angaben des Verbands nicht auf Strafen setzen, sondern nachhaltig wirtschaftende Vereine belohnen. (dpa) BERLIN. Vier wollen nach Berlin, doch dort ist im DFB­Pokalfinale am 19. Mai (Samstag) nur Platz für zwei Mannschaften. Diese beiden Plätze gilt es im Halbfinale in der kommenden Woche zu ergattern. Am Dienstag (17. April) erwartet im ersten Semifinale Bayer 04 Leverkusen den alten und neuen Deutschen Meister FC Bayern München. 24 Stunden später treff en am Mittwoch (18. April) der FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt aufeinander. Beide Partien – Beginn ist jeweils um 20.45 Uhr – werden in der ARD übertragen. (uni) Fußball Bundesliga TSG Hof enh. ­ Hamburger SV Sa. Hertha BSC ­ 1. FC Köln Sa. B. Leverkusen ­ E. Frankfurt Sa. VfB Stuttgart ­ Hannover 96 Sa. B. München ­ B. M’gladbach Sa. VfL Wolfsburg ­ FC Augsburg Fr. FC Schalke 04 ­ Bor. Dortmund So. Werder Bremen ­ RB Leipzig So. FSV Mainz 05 ­ SC Freiburg Mo. Ein Grund zum Feiern B.F.C. Germania 1888 Berlin: Der älteste Fußballclub wird 130 Von Uwe Niemeyer Ob es an der oft besungenen „Berliner Luft“ liegt? Fakt ist, dass sie dem B.F.C. Germania 1888 nicht ausgegangen ist. Der älteste Fußballverein Deutschlands feiert am Sonntag (15. April) seinen 130. Geburtstag. Und das mit einem Heimspiel – inzwischen in der B-Liga. BERLIN. „Wir bauen ein paar Stände mehr auf, der Stadionsprecher sorgt für Stimmung und wir präsentieren einige neue Fanartikel“, lässt der 1. Vorsitzende Heinz-Dietrich Kraschewski im Vorfeld schon Partystimmung erahnen. Der Verein, der am 15. April 1888 vom damals 17-jährigen Paul Jestram, seinen Brüdern sowie ein paar Schulfreunden gegründet wurde, ist nicht der erste Fußballverein Deutschlands. Zuvor wurden schon der Berliner Fußball-Club Frankfurt (1885) oder der SC Germania in Hamburg (1887) aus der Taufe gehoben. Allerdings bestehen diese Teams nicht mehr. Auch lässt das Gründungsjahr einiger Fußballvereine Rückschlüsse zu, sie wären vor 1888 gegründet worden. Wie der TSV 1860 München, der VfL Bochum 1848 oder der SSV Ulm 1846. Tatsächlich aber existierten sie zunächst als Sportvereine. Erst später wurden Fußballabteilungen gebildet. Anders in der Bundeshauptstadt. Da es 1888 noch keine eigenen Sportplätze gab, nutzte der B.F.C. Germania zunächst das Tempelhofer Feld, auf dem später der Flughaufen errichtet wurde. Die Anfänge waren geprägt von Streitigkeiten und Kompetenzgerangel sich ebenfalls findender und konkurrierender Verbände. Ohnehin liegt hinter dem Geburtstagskind eine bewegte Vergangenheit. Sportlich. Zunächst erstklassig, steht 1904 der Abstieg an. Zwar gelingt postwendend das Comeback, doch 1909 geht es wieder abwärts. Nur noch zwei Mal – in der Saison 1911/12 und 1917/18 – gehört der B.F.C. der obersten Berliner Spielklasse an. Erst viel später, in der Saison 1995/53, gelingt der Aufstieg in die Amateurliga, damals die zweithöchste Klasse in Berlin. Der Höhenflug dauert jedoch nur ein Jahr. Erst in jüngster Vergangenheit sorgte der B.F.C. zunächst wieder für gute Kunde. Zwischen 2000/01 und 2002/03 schafft er sogar den Durchmarsch von der Bezirks- in die Verbandsliga. Kein Höhenflug von Dauer. Aktuell spielt die erste Mannschaft des B.F.C in der Kreisliga B. Für den Vereinsboss kein Beinbruch. „Es ist doch unerheblich, wo man sich befindet. Entscheidend ist doch das Wie. So schliddern wir jedenfalls nicht in eine Pleite“, sagt Kraschewski. Für den Geburtstag hat er derweil tatsächlich einen Wunsch: „Ich wünsche mir, dass wir bald den Unterbau zusammenbekommen. Der ist unerlässlich.“ Zu dieser Das waren noch Zeiten: Die erste Mannschaft des B.F.C. Germania 1888 im Jahr 1913 vor einem Freundschaftsspiel gegen den großen Stadtrivalen Hertha BSC. Foto: B.F.C. Germania 1888 Saison mussten nämlich die A-Junioren, aus der ein Quartett in die erste Mannschaft wechselte, abgemeldet werden. Auch B-Junioren fehlen. Vorhanden sind aber zwei Senioren- und zwei Altherren- Teams. Früher prägten einige Germania-Mitglieder sogar den Fußball in Deutschland. Georg Demmler und Fritz Boxhammer waren aktiv an der Gründung des Berliner Fußball- Verbands und des DFB beteiligt. Insgesamt trugen vier Germanen das Trikot der Nationalmannschaft. Beim ersten offiziellen Länderspiel des DFB steht auch mit Torwart Fritz Baumgarten ein Germania-Spieler im Aufgebot. Selbst bei dem heute berühmtesten Verein der Metropole, Hertha BSC, hatte der B.F.C. Einfluss. Bei der Namenssuche war beim aktuellen Bundesligisten zunächst Germania erste Wahl, Hertha die Alternative. Da dieser Name jedoch seit vier Jahren verheben war, blieb nur Plan B – und Hertha. Das war sicher auch ein Grund zum Feiern. So wie am Sonntag der runde Geburtstag.