AH_CoburgerREFORMATIONSBOTSCHAFTER2017

pgoldba

ARBEITSHILFE

COBURGER

REFORMATIONS

BOTSCHAFTER

Dokumentation von

40 Projekten aus

dem Reformationsjubiläumsjahr

2017

Evangelisch-Lutherisches

Dekanat Coburg


COBURGER

REFORMATIONS

BOTSCHAFTER


Eine Arbeitshilfe zum

Thema Reformation

VORWORT

I N H A L T

2017

500 Jahre Reformation. In Deutschland gab es genug Events,

Ausstellungen, Konzerte, Gottesdienste, Vorträge, Seminare,

Bucherscheinungen. Die Profis haben sich an die Arbeit gemacht.

Wie aber erreicht man eine Wirkung in die Breite? Wie

kann man den "normalen Menschen" motivieren, in Sachen

"Reformation" selbst aktiv zu werden?

Das Evangelisch-Lutherische Dekanat Coburg entwickelte die

Idee für das Projekt der CoburgerREFORMATIONSBOTSCHAF-

TER und brachte das Antragsverfahren für eine LEADER Förderung

auf den Weg. Etwa 40 Menschen fühlten sich angesprochen,

in Stadt und Land Coburg als Botschafter der Reformation

zu wirken. Als Dekan im Ruhestand berief man mich zum

Schirmherrn. Ich durfte diese Gruppe begleiten, eine wunderbare

Erfahrung.

Schritt für Schritt fanden die Mitglieder des Projekts zueinander,

fanden ihre persönlichen Zugänge zu Thema, Methode

und Zielgruppe. Ein Echo davon ist diese Dokumentation. Alle

diese Veranstaltungen haben stattgefunden und viele können

nochmals stattfinden. Damit ist ein Schatz gehoben, der auf

Jahre hinaus Gewinn bringt.

Wieviel Arbeit, Nachforschungen, Ideenreichtum und Kreativität

hinter diesen Projekten steht, kann nur ahnen, wer sich

selbst an die Arbeit gemacht hat. Ich sage nur: Respekt! Und:

Danke!

Was hat es gebracht? Der eigene Zugang zu dem weiten Thema

Reformation, die gewonnenen Kenntnisse und Einsichten, Erfahrungen

und Begegnungen sind ein persönlicher Gewinn.

Das hat Freude gemacht. Aus Fremden ist eine Gemeinschaft

geworden, aus Zusammen-Arbeit Zusammengehörigkeitsgefühl.

Und es wurden, und darauf kann man stolz sein, Tausende

von Menschen erreicht, die offiziellen Veranstaltungen

fern geblieben wären. Und vor Ort sind die Schwellen niedriger.

Das konnten nur die lokalen Reformationsbotschafter bewirken.

Die Reformation in die Breite bringen, das ist wirklich

beeindruckend gelungen.

So danke ich allen von ganzem Herzen, vor allem für die gemeinsamen

Gespräche, Begegnungen und die vielen wunderbaren

Veranstaltungen.

A K T I O N

K U L T U R

V O R T R A G

A N H A N G

GEFÖRDERT

durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung,

Landwirtschaft und Forsten und den

Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung

des ländlichen Raums (ELER)

ab S. 7

ab S. 15

ab S. 21

ab S.31

Christoph Liebst

Dekan i.R.

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Kunstsammlung der Veste Coburg

(Ausschnitt)

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Marcus Goldbach

Dokumentation von 40 Projekten

aus dem Reformationsjubiläumsjahr 2017

Hintergrundinformationen zum Gesamtprojekt

Von Mai bis Oktober 2017 fand in Coburg die Bayerische

Landesausstellung zum Thema „Ritter, Bauern, Lutheraner“

statt - die süddeutsche Ausstellung zum Reformationsjubiläum.

Coburg als der oberfränkischen Lutherstadt kommt

dadurch eine große Bedeutung zu. Urlauber, Pilger, Radler,

Kunstliebhaber und Schulklassen – Menschen mit unterschiedlichen

Interessen fanden ihren Weg als Besucher und

Besucherinnen während der Landesausstellung in die Morizkirche

und/oder auf die Veste Coburg.

Dem Evangelisch - Lutherischen Dekanat Coburg, als Partner

der Bayerischen Landesausstellung, war es ein großes Anliegen,

die Ausstellung so zu nutzen, dass das Thema Reformation

nachhaltig über die Ausstellungsdauer hinaus in aller

Munde bleibt und Kirche als Ort der Begegnung, des Gesprächs

und der Vergewisserung für breite Gesellschaftsgruppen

wahrnehmbar wird. Durch non-formale Angebote für

unterschiedliche Zielgruppen, sollte das komplexe Thema begreifbar

und leichter verständlich gemacht werden.

Hier setzte die Arbeit des Projekts der CoburgerREFORMATI-

ONSBOTSCHAFTER in der Region an.

Umsetzung des Gesamtprojekts

Das Evangelisch–Lutherische Dekanat Coburg gewann durch

öffentliche Werbung Anfang des Jahres 2017 über 40 Ehrenamtliche

aller Altersgruppen, die sich zu CoburgerREFORMATI-

ONSBOTSCHAFTERN ausbilden ließen. Bei den Schulungen

ging es einerseits um Martin Luther und seine reformatorische

Lehre wie natürlich auch um Luthers Zeit 1530 in Coburg.

Andererseits erhielten die angehenden CoburgerREFORMATI-

ONSBOTSCHAFTER praktische Schulungen zu Themen der

Kommunikation und Präsenz wie auch dem Auftreten vor

einer Gruppe. Über den persönlichen Zugang und praktische

Übungen zur Gesprächsführung gewannen sie eine reformatorische

Sprachkompetenz, die es ihnen fortan ermöglichte,

ihren kognitiven Wissensschatz interessierten Besuchern zielgruppennah

zu vermitteln.

Die modulare Ausbildung vermittelte den CoburgerREFORMA-

TIONSBOTSCHAFTERN relevante Kenntnisse und ermöglichte

die Reflexion des eigenen Handelns. Aus dem gewonnenen

Wissen entwickelten sie Angebote und Veranstaltungen, die

das Thema Reformation auch in die heutige Zeit transferieren.

Das Ergebnis waren 40 non-formale Bildungsangebote. Diese

führten sie mit großer Begeisterung an unterschiedlichsten

Orten durch und dokumentierten sie danach. Somit wurde

das Gedankengut der Reformation in der Region in und um

Coburg für verschiedenste Zielgruppen, vom Schüler oder

Definiton Non-formales Lernen

Das über das non-formale Lernen gewonnene Wissen ist

eher interessenorientiert. Der Lernende nimmt selbstmotiviert

und freiwillig am zielgerichteten und strukturierten

Lernprozess teil. Non-formales Lernen führt üblicherweise

nicht zu einer Zertifizierung.


Kontakt und Information

Bei Interesse an einer Veranstaltung wenden Sie sich bitte

an das Evangelische Bildungswerk (EBW). Dort wird der Kontakt

zwischen Interessenten und CoburgerREFORMATIONS-

BOTSCHAFTERN vermittelt.

Adresse:

Evangelische Bildungswerk (EBW) Coburg,

Hintere Kreuzgasse 7c, 96450 Coburg

Tel: 09561/75984, Fax: 09561/ 630851

E-Mail: reformationsbotschafter.coburg@elkb.de

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Kunstsammlung der Veste Coburg

(Ausschnitt)

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Patricia Goldbach-Keim

Nachhaltigkeit

Pilger bis hin zum Einheimischen, Touristen oder Kunstliebhaber,

lebendig und neu erlebbar gemacht. Zudem wird von

der Landesausstellung ausgehend das Thema Reformation in

der Region breit und nachhaltig verankert.

Ertrag aus dem Gesamtprojekt

Die im Anschluss an die Ausbildung der CoburgerREFORMATI-

ONSBOTSCHAFTER entwickelten Angebote des non-formalen

Lernens wurden mittels eines Folders öffentlich ausgeschrieben

und im Laufe des Jahres sehr erfolgreich an unterschiedlichen

Orten in Coburg und Umgebung durchgeführt.

Diese Angebote können auch über die Beendigung der Bayerischen

Landesausstellung hinaus „gebucht“ werden. Damit das

geballte Wissen von 40 Ehrenamtlichen nicht verloren geht,

wurden die Einzelprojekte in dieser Arbeitshilfe dokumentiert

und zusammengefasst. Sie soll als Anregung zum Nachmachen

aber auch als Wissenspool zum Thema Reformation im Coburger

Land dienen.

Das Wissen wird durch kompetente und ausgebildete Reformationsbotschafterinnen

und Reformationsbotschafter erhalten

und kann bei Bedarf auch in den Folgejahren abgerufen

werden. Jährliche Austauschtreffen und das Angebot regelmäßiger

Fortbildungen, die in Zukunft vom Evangelischen

Bildungswerk (EBW) organisiert werden, gewährleisten einen

Austausch zum Thema Reformation und sind eine Auffrischung

der Lerninhalte für die CoburgerREFORMATIONSBOT-

SCHAFTER. So ist ein tragfähiges Netzwerk von Ehrenamtlichen

entstanden, die zum Thema Reformation in der Region

Coburg angefragt werden können.

Diese kostenlose Dokumentation umfasst das ganze Spektrum

der im Jahr 2017 umgesetzten Projekte, unterteilt nach den

Rubriken:

A K T I O N

K U L T U R

V O R T R A G

Schauen Sie diese bunten, vielfältig erprobten Ideen in

dieser Dokumentation an. Lassen Sie sich inspirieren und

nehmen Sie diese als Anregung für Ihr Wirken in Ihrer

Kirchengemeinde oder Gruppe.

Arbeitshilfe

Lutherkoffer


Arbeitshilfen zu einigen der hier vorgestellten Projekte

finden Sie im Anhang ab S. 31.


Ein Koffer voll mit Luther. Er hält niederschwellige Angebote

bereit, um mit Gruppen und Kreisen oder in der Schule über

Grundlagen des evangelischen Glaubens zu informieren.

Spielerisch aufgemacht, interessant und leicht zugänglich

präsentiert er unterschiedliche Zugänge mit minimaler persönlicher

Vorbereitung.

Ausleihe Lutherkoffer ebenfalls über:

Evangelisches Bildungswerk Coburg (EBW)

Tel: 09561/75984

und unter www.coburg-evangelisch.de

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A K T I O N


AKTION

AKTION

Menü

Vorspeise:

Hedgehog - Bread 1517

H

Luther is(s)t modern!

Kochen wie zu Luthers Zeiten

Vanessa Neurath

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Schnitzeljagd – auf Luthers Spuren

Lisa Bieberbach

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Idee des Projektes:

Luther hat das Essen sehr geschätzt und gleichzeitig hat das

gemeinsame Essen Menschen zu allen Zeiten verbunden. Mit

unserem Projekt möchten wir die Zutaten von damals neu erfinden

und leckere moderne Gerichte daraus zaubern.

Art des Projektes:

Mitmachaktion

Zielgruppe:

Jugendliche I Konfi–Gruppen

Dauer:

3 Stunden

Aufwand:

Terminabsprache I Recherche und Planung der Gerichte, es

werden nur Zutaten verwendet, die es zu Luthers Zeit gab I

Brotbacken am Vortag

Was wird benötigt:

Eine ausreichend große Küche mit ausreichend Geschirr etc. I

Zutaten I Raum für das gemeinsame Essen

Tipps:

• Raumbuchung

• vorherige Abfrage nach Allergien über den Gruppenleiter

Entstehung des Projektes:

Wir wollten Kindern eine Möglichkeit bieten, sich mit dem

Thema Reformation und Martin Luther auf spielerische Art

und Weise auseinanderzusetzen.

Art des Projektes:

Schnitzeljagd I Spaziergang I Mitmachaktion

Zielgruppe:

Kindergartengruppen I Vorschulkinder

Dauer:

Gut 120 Minuten

Aufwand:

Snacks und Tee für das Picknick einkaufen und vorbereiten I

Ausmalbild erstellen I Stationen vorbereiten: Lutherpuzzle-

Teile dafür anfertigen, Hinweise in Form von Bildern und

Symbolen I Geschichte über Martin Luthers Leben schreiben

Was wird benötigt:

Becher I Tee I Wasser I Saft I Gemüse I Obst I Brotbüchsen für

die Snacks I Lutherfiguren I Picknickdecken I Gummitierchen I

Luftballons I Befestigungsmaterial I Schere I Papier I Laminiergerät

I Laminierfolie I Locher I Internet I Drucker

Tipps:

• Öffnungszeiten der Kirche beachten

• Geeignet für Kinder ab 4 Jahren


Anlage A1: Anregung für ein Puzzle zur Schnitzeljagd I

Anlage A2: Anregung für ein Puzzle zur Schnitzeljagd II

Reformationsbotschafterinnen

Monique Fiedler

Vanessa Nawroth

Swetlana Repp

Julia Hager

Lisa Bieberbach

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AKTION

AKTION

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Dieter Beck

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Marcus Goldbach

Auf den Wegen von Luther

Herbstwanderung mit dem Sportverein

Entstehung des Projektes:

Angeregt durch das Reformationsjubiläum bat mich der

Sportverein, eine Aktion zu planen in der die Mitglieder etwas

über Luther erfahren können. So entstand die Idee eine Wanderung

auszuarbeiten, die neben der sportlichen Betätigung

auch die Beschäftigung mit Luther und seinem Wirken hier in

der Region in den Blick nimmt.

Art des Projektes:

Wanderung entlang eines eigens mit Lutherzitaten vorher

ausgeschilderten Weges

Zielgruppe: Alle Altersgruppen

Dauer: 3 Stunden Wanderung

Aufwand:

Sammlung von Lutherzitaten I thematische Zuordnung der

Lutherzitate zu den Stationen des Weges I Erstellen der Schilder

I Planung, Recherche und Durchführung der Stationen:

Station 1 Thüringer Blick: Luthers Stationen in Thüringen

Station 2 Callenberger Farm: Die Landwirtschaft Katharinas in

Wittenberg

Station 3 Dammhäuschen mit Blick auf die Schlosskirche Callenberg:

Eine der ersten protestantischen Kirchen, der nachreformatorische

Kirchenbau

Tanzen – wie zu Luthers Zeiten

Oh Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel

mit dir nichts anzufangen. (Aurelius Augustinus)

Entstehung des Projektes:

Da ich ausgebildete Tanzlehrerin bin und sich der Tanzstil um

1500 von den heutigen Tänzen in allen Punkten (Musik, Tanzhaltung,

Tanzrichtung, Figurenfolgen, Schrittfolgen) unterscheidet,

hatte ich die Idee, einer Gruppe von Interessierten

einen Tanz im historischen Stil zu lehren. Wichtig war mir

dabei, dass es sich um einen Tanz handelt, der zu Zeiten Luthers

modern war.

Art des Projektes:

Mitmachaktion und Tanzstunde

Zielgruppe:

Tanzbegeisterte ab 14 Jahre

Dauer:

120 Minuten

Aufwand:

Ausreichend Platz in einer Kirche I Stromversorgung für CD-

Player

Tipp:

• Um sich besser in die Zeit der Entstehung des Tanzes hinein

fühlen zu können, ist es hilfreich und gut, wenn einige teilnehmende

Personen gewandet erscheinen.

Station 4 Rückerthäuschen: Von Luther zu Rückert, der interreligiöse

Dialog und die Konfessionen

Tipps:

• Presse- und Öffentlichkeitsarbeit durch Mitglieder des

Sportvereins

• Terminveröffentlichung im Veranstaltungskalender der

örtlichen Presse und dem kommunalen Anzeiger

• Werbung mit Plakaten im Ort

Reformationsbotschafter

Dieter Beck

Reformationsbotschafterin

Cindy Flessa

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AKTION

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Patricia Goldbach-Keim

Senioren sprayen Luther

Ein Graffiti-Workshop

Entstehung des Projektes:

2016 sah ich ein Graffiti-Bild von Martin Luther, das mir nicht

gefiel. Graffiti ist eine schöne Kunstform, um die etwas „trockene”

Theorie der lutherischen Thesen spritzig in unsere Zeit

zu übertragen. So entstand die Idee, Workshops für Senioren

anzubieten. In der Folge boten dann die Senioren selbst Workshops

an. Die vier Soli von Martin Luther konnten so inhaltlich

kreativ vermittelt werden. Entstanden ist ein vierteiliges,

großformatiges Werk, das mittlerweile in Coburg öffentlich

ausgestellt wird. Zum Mitnehmen für jeden Einzelnen gab es

ein selbst hergestelltes Lutherportrait für Zuhause.

Art des Projektes:

Workshop und Mitmachaktion für bis zu 12 Teilnehmer

Zielgruppe:

Interessierte I breite Öffentlichkeit

Dauer:

6,5 Stunden

Tipps:

4 Wochen vor der Veranstaltung:

persönliches Gespräch mit dem Referenten führen

2 Wochen vorher:

Genehmigung vom Ordnungsamt/Pfarramt einholen, falls

im öffentlichen Raum gesprayt wird I ggf. Anwohner informieren

2 Wochen vorher:

Leinwände selbst herstellen aus Dachlatten und Baumwollstoff,

danach mit Raumfarbe grundieren I

Schlecht-Wetter Alternative bedenken, z.B. Unterstand im

Freien

1 Woche davor:

Werbung in der örtlichen Tagespresse I Mundpropaganda in

der Kirchengemeinde

Aufwand:

Suche nach Kooperationspartnern, Mitarbeitende, Referenten,

und Zuschussgebern (Kosten ca. 1500 Euro) I Planung und Organisation

des Ablaufs I Verpflegung der Teilnehmenden I Bau

und Aufbau der Leinwände (2500 mm x 1500 mm) mit dem

Referenten I Übersetzung der vier Soli aus dem Lateinischen in

den normalen Sprachgebrauch und Transfer der Inhalte in die

heutige Zeit I Organisation der Ausstellungsorte im Stadtgebiet

I Presseankündigung

Was wird benötigt:

• 1 Sortiment Spraydosen mit Spezialfarbe für Graffiti

• 1 Biertischgarnitur

• 2 Stehtische

• Platz im Freien mit Zaun oder Bäumen, zum Fixieren der

Leinwände

• trockenes Wetter


Anhang A3: Übertragung der "Vier Soli" in heutiges Deutsch

Reformationsbotschafterin

Patricia Goldbach-Keim

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AKTION

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Anke Kroll

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W. Wurch

Katharina von Bora

Eine Frau tritt aus dem Rahmen

Entstehung des Projektes:

Frauen der Region feiern in Abständen ein ökumenisches

Frauenfest. Bei den Festen geht es immer um ein biblisch -

christliches Thema und da das Reformationsjubiläum nahte,

entstand die Idee ein Fest über Katharina von Bora zu veranstalten.

Anhand des Lebenslaufs der Ehefrau Martin Luthers erfuhren

die Teilnehmerinnen etwas über die außergewöhnlichen Lebensentscheidungen

dieser Frau.

Beim Besuch unterschiedlicher Stationen (z.B. Mein nächster

Schritt, Tanzen, Labyrinth) hatten die Frauen die Möglichkeit,

neue Perspektiven für ihr Leben zu entdecken.

Art des Projektes:

Frauen-Open-Air

Zielgruppe:

Frauen aller Altersgruppen aus dem gesamten Stadtgebiet

Dauer: 4 Stunden

Ablauf:

Teilnehmerinnen schreiten beim Eintreten durch einen aufgestellten

Rahmen I Begrüßung mit Hinweis auf das eigens hergestellte

Katharinenbier I Katharina von Bora tritt auf und

erzählt aus ihrem Leben I Interview von zwei Ordensschwestern,

dabei erzählen sie davon, was sie bewegte den Schritt in

ein Kloster zu machen, über das Leben im Kloster und was sie

mit Katharina von Bora verbinden I nach dem Büfett standen

unterschiedliche Stationen zur Verfügung: Bibel schreiben,

Lesezeichen mit einem Bibelwort gestalten, Tanzrunde, Gesprächsrunde:

Mein nächster Schritt, ein begehbares Labyrinth,

Eine Welt Laden, Gesprächsmöglichkeit mit den beiden

Ordensschwestern, Büchertisch, Gesprächsrunde zum Buch

von Christine Brückner „Wenn du geredet hättest, Desdemona”

I kurze Andacht in der Kirche I zum Abschluss um das

Labyrinth herumstehend wurde das Lied „Der Mond ist aufgegangen“

gesungen I Luthers Abendsegen

Aufwand:

Vorbereitung auf die Person Katharina von Bora I Kontaktaufnahme

und Interview mit den Referentinnen (Ordensschwestern)

I Installation eines Organisationsteams

Was wird benötigt:

Einladender, schöner Ort I Verpflegung unter den vorbereitenden

Gemeinden aufteilen, z.B. Fingerfood I Absprache mit

Stadt, Ordnungsamt, Sanitäter I jede Gemeinde stellt Mitarbeitende

I die Stationen werden eigenständig erarbeitet, vorbereitet

und durchgeführt, bei Unkostenerstattung

Tipps:

• Konkrete Planung einer Schlechtwetter-Variante

• Auswahl bekannter Lieder

• Die Planung eines Festes dieser Größenordnung braucht

ca. ein Jahr

• Plakate etwa 2-3 Wochen vorher aushängen

• Handzettel nach Sonntagsgottesdiensten in allen Gemeinden

verteilen

• Jede Gemeinde wirbt selbst im städtischen Amtsblatt

Terminwahl:

Gleichzeitig stattfindende Veranstaltungen in der Region

beachten

Reformationsbotschafterin

Anke Kroll

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AKTION

AKTION

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Anke Kroll

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Patricia Goldbach-Keim

Kirchenkaffee mit Luthertorte

Entstehung des Projektes:

Anders als im Mittelalter, als ausschließlich Mitglieder des

geistlichen Standes als „Berufene“ galten, ist nach Martin

Luther jeder, der einen Beruf ausübt, ein „von Gott Berufener“.

Bei einem besonderen Kirchenkaffee wurde eine vom Konditormeister

und CoburgerREFORMATIONSBOTSCHAFTER gebackene

und dekorierte Luthertorte angeboten.

Art des Projektes:

Kirchenkaffee im Anschluss an den Gottesdienst

Zielgruppe:

Gottesdienstbesucher

Dauer:

60 Minuten

Aufwand:

Absprachen mit Pfarramt und Pfarrer I Kalkulation der Mengen

I Kaffee kochen I Luthertorte backen I Tische vorbereiten

Was wird benötigt:

Servietten I Geschirr I Thermoskannen I Tisch-Deko I Rollwagen

für benutztes Geschirr

Tipps:

• Ankündigung im Gemeindebrief

• Termin für das Kirchenkaffee auf einen gut besuchten

Gottesdienst legen

Luther für Einsteiger

Ein Grundkurs

Entstehung des Projektes:

Dieser Kurs vermittelt grundlegende Informationen zu Luther

und seiner Zeit, mit dem Ziel, sein Handeln besser zu verstehen.

Art des Projektes:

Drei zusammenhängende Gemeindeabende

Zielgruppe:

Interessierte, die sich auf drei zusammenhängende Abende

einlassen möchten

Dauer:

Jeder Abend 120 Minuten

Themen der Abende:

1. Abend: Luther in seiner Zeit und sein Weg ins Kloster

2. Abend: Leben im Kloster, das Turmerlebnis

3. Abend: Ablass, evangelisches – katholisches Abendmahlsverständnis

Aufwand:

Inhaltliche Vorbereitung der 3 Module I eigene Vorbereitung I

Recherche und Durchführung der Abende

Was wird benötigt:

Laptop I Beamer I Kopien der Arbeitsblätter I ein ungestörter

Raum I evtl. Getränke für kleine Pausen I jeder Abend endete

mit einem kurzen besinnlichen Impuls

Tipp:

• Die Teilnehmenden sollten möglichst auf dem gleichen

Wissensstand sein, damit nach Möglichkeit ein offenes und

fragendes Gespräch entstehen kann.


Anlage A4: Rezept einer glutenfreien Luthertorte

Reformationsbotschafter

Harry Jahnke

Reformationsbotschafterin

Anke Kroll

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AKTION

AKTION

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Iris Piper

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Anke Kroll

Luther goes Coburg

Die Reformationsstadt Coburg kennenlernen

Entstehung des Projektes:

Im Gemeindegebiet ist die Ökumenische Studierendengemeinde

angesiedelt. Zum Semesterstart soll den neuen Studierenden

aus dem In- und Ausland Coburg als

Reformationsstadt nahegebracht werden.

Die Stadt Coburg und das Haus der bayerischen Geschichte

haben im Stadtgebiet dauerhaft 13 "Wegzeichen der Reformation"

als öffentliche Informationstafeln aufgestellt. Einige

von diesen wurden für die Stadterkundung ausgewählt und

jeweils Fragen zu deren Inhalt gestellt.

Art des Projektes:

Aktive Stadterkundung anhand der „Wegzeichen der Reformation“

Zielgruppe:

Deutsche und ausländische Studierende I Konfirmanden

Dauer: 4 Stunden

Aufwand:

Planung und Konzeption der Veranstaltung I Durchführung

der Veranstaltung I Erkundigungen einholen über die Standorte

und Inhalt der „Wegzeichen der Reformation“

Was wird benötigt:

Info-Material der Stadt Coburg I Stadtplan I Arbeitsblätter

mit Fragen I Stifte und Klemmbretter I Gruppenraum I Küche

Tipps:

• Die Veranstaltung ist recht zeitaufwändig, so dass ein

Samstag am besten geeignet erscheint.

• Für die Studierenden, die noch nicht so gut deutsch

sprechen, wurden die Fragen auch auf Englisch formuliert.

Meine Geschichte mit Luther

Biographie-Arbeit

Entstehung des Projektes:

Besonders ältere Menschen haben einen reichen Erfahrungsschatz

in Bezug auf Protestantismus und das Zusammenleben

der Konfession. So entstand die Idee, sich an einem Nachmittag

in praktisch persönlicher Art und Weise dem Thema zu nähern.

Art des Projektes:

Biographie-Arbeit zur persönlichen konfessionellen Lebensgeschichte

Zielgruppe: Senioren I feste Gruppen

Dauer: 90 Minuten

Ablauf:

Beginn mit einer kurzen Andacht zum Thema „Taufe” I gemeinsames

Kaffeetrinken I praktische Weiterarbeit anhand

von Gegenständen, zu denen die Teilnehmenden aus ihrem

Leben erzählen I gemeinsames Kaffeetrinken

Aufwand:

Konzeption und Planung der Veranstaltung I Vorbereitung

des Nachmittags: Kuchen backen (Back-Mischung bei

www.kathi.de)

Was wird benötigt:

Alte Gesangbücher I Bibeln I Katechismus I Psalmen I Postkarten

I Kerze I Fotoabzüge vom Taufstein

Tipps:

• Biographie-Arbeit braucht pädagogische Erfahrung mit

Gruppen

• Die Gruppe sollte miteinander vertraut sein und die Teilnehmenden

sollten die Leitung persönlich kennen.


Anhang A5: Fragen zu den Wegzeichen in deutscher

und englischer Sprache

Reformationsbotschafterinen

Iris Piper

Dieter Beck

Reformationsbotschafterinen

Iris Piper

Dieter Beck

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AKTION

AKTION

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Anke Kroll

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Wilfriede Sindel

Reformatorisches zum Gemeindefest

Entstehung des Projektes:

Es sollte beim Gemeindefest über die Reformation informiert

und für die Bayerische Landesausstellung „Ritter, Bauern, Lutheraner“

geworben werden.

Art des Projektes:

Verschiedene Aktionen im Rahmen des Gemeindefestes

Zielgruppe:

Jung und Alt I Gäste des Gemeindefestes

Ablauf:

Beginn mit einem Familiengottesdienst I Angebot unterschiedlicher

Aktionen: Infostand zur Landesausstellung mit

Flyern und Roll Up I Thesentür zu Erwartungen, Wünsche

und Kritik an Kirche und Gemeinde 2017 I Luthertorte

selbstgemacht I Lutherquiz I Apfelbäumchen pflanzen mit

den Konfirmanden

Aufwand:

Konzeption, Vorbereitung und Durchführung der vier Stationen

Was wird benötigt:

Thesentür: Holzplatte oder echte Tür I Plakat/Wolke I Moderationskarten

und -stifte I Hammer und Nägel I die 95 Thesen

als Aushang

Lutherquiz I Gewinne I Apfelbäumchen und einen schönen

Platz I Schaufeln

Luthertorte:

Backmischung (Back-Mischung bei www.kathi.de)

Luther im Schuhkarton

Luthers Leben mit Playmobil-Figuren nachspielen

Entstehung des Projektes:

Das Leben und Wirken Luthers soll mit der Playmobil-Figur

Luther und anderen Playmobil-Figuren dargestellt und nachgespielt

werden. Meine Intention war es, den Kindern auf

spielerische Weise die Person und das Leben Martin Luthers

nahezubringen.

Art des Projektes:

Mitmachaktion

Zielgruppe:

Kinder im Kindergarten-und Grundschulalter

Dauer:

4 Vormittage, jeweils 60 Minuten

Ablauf:

Erzählen der Geschichten Luthers von seiner Kindheit bis zu

seinem Aufenthalt auf der Veste Coburg. Anschließend stellen

die Kinder die jeweilige Geschichte im gestalteten Schuhkarton

mit Playmobil-Figuren nach.

Was wird benötigt:

Aufgeschnittene Kartons für die unterschiedlichen Szenen bemalt

und beklebt I Playmobil-Figuren für jede Szene I Vorbereitungsgespräch

mit Mitarbeiterinnen der KiTa

Tipp:

• Das Projekt mündete in einem Kinderhausfest.


Anlage A6: 95 Thesen

Reformationsbotschafterinen

Iris Piper

Dieter Beck

Reformationsbotschafter

Wilfriede Sindel

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K U L T U R

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K U L T U R

K U L T U R

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Anke Kroll

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Kirchengemeinde Watzendorf

Handwerker-Gottesdienst – Anklopfen. Dranbleiben.

Das Handwerk zwischen Tradition und Moderne

Entstehung des Projektes:

Die Anregung zu diesem Gottesdienst für das Handwerk kam

von dem Kreishandwerksmeister von Coburg und Coburg Land

anlässlich des Reformationsjubiläums. Ziel war es, das reformatorische

Selbstverständnis eines jeden Handwerkers darzustellen

und ins Bewusstsein zu rücken.

Art des Projektes:

Gottesdienst mit Rahmenprogramm

Zielgruppe:

Unterschiedliche Zünfte I die Bevölkerung von Coburg Stadt

und Land I Repräsentanten von Stadt und Landkreis

Dauer:

90 Minuten

Im Anschluss an den Gottesdienst bestand die Möglichkeit zur

Kirchenführung, anschließend gab es ein gemütliches Zusammensein

mit Bratwurst und Bier.

Aufwand:

Vorbereitungstreffen für den Gottesdienst I Vorbereitung auf

das Interview zum Thema: Handwerk zwischen Tradition und

Moderne, das Handwerk vor 50 Jahren und heute I Vorbereitung

der Bewirtung im Anschluss I Absprachen mit allen Beteiligten

Tipps:

• Kooperation mit Fachstelle Kirche und Handwerk beim

Kirchlichen Dienst in der Evang. Luth. Kirche in Bayern (kda)

• Kirchengemeinde St. Moriz, Kreishandwerkerschaft Coburg

• Pressebericht

Luther, der Reformator

Ein Puppenspiel

Entstehung des Projektes:

Auf einer Kirchenvorsteher-Freizeit wurde das Thema „Was ist

evangelisch-lutherisch?“ besprochen. Daraus entstand die

Idee, ein Puppenspiel für die Gemeinde aufzuführen.

Art des Projektes:

Gemeindeabend mit Puppenspiel und weiteren Angeboten

Zielgruppe: alle Altersgruppen I Interessierte

Dauer: 90 Minuten

Ablauf:

Puppenspiel mit musikalischer Umrahmung durch den Posaunenchor

und den liturgischen Chor, anschließend: Essen und

Trinken wie zu Luthers Zeiten mit Linsensuppe, Bratwürsten,

Quarkbroten, Stockbrot am Lagerfeuer

Aufwand:

Erstellen der Handpuppen: Martin Luther, Luther-Begleiter,

Erzengel Michael, Teufel, Wally, Schorsch, Vögel (Storch und 3

Dohlen) I Proben des Puppenspiels I Organisation des Rahmenprogramms

mit Lagerfeuer, Essen und Trinken

Was wird benötigt: Bühne I Puppen I Texthefte I Musikanlage

I Headsets für die Puppenspieler I Ablaufzettel für alle Mitwirkenden

I Liedtexte und Programme für die Besucher I Mitarbeiter

für die gesamte Organisation der Veranstaltung und

Auf- und Abbau

Öffentlichkeitsarbeit: Plakate I Handzettel für den Gemeindebrief

I Werbung über Facebook und andere Social-Media-

Kanäle I Veröffentlichung in den örtlichen Tageszeitungen

Tipp: Genehmigung der Veranstaltung rechtzeitig bei der Gemeinde

einholen I Sanitäter, Helfer und Toiletten organisieren


Anlage K7: Das Puppenspiel in sechs Aufzügen

Reformationsbotschafter

Günther Beland

Reformationsbotschafterin

Regina Corfei

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K U L T U R

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Ullrich Lack

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Jörg Parsick-Mathieu

Taufe Luthers

Ein Tauffest

Entstehung des Projektes:

Zum Abschluss des Reformationsjubiläums sollte ein Gottesdienst

über die Taufe Martin Luthers am 11.11.1483 gehalten

werden. Darüber hinaus ging es um die Frage, was die Taufe

für uns heute bedeutet.

Art des Projektes:

Gottesdienst mit anschließender Tauffeier

Zielgruppe: Kirchengemeinde und Interessierte

Dauer: Insgesamt 3 Stunden

Ablauf:

Gottesdienst zum Thema: „Luthers Theologie der Taufe“ mit

der Möglichkeit, sich am Taufstein segnen zu lassen. Anschließendes

gemeinsames Essen im Gemeindehaus, mit einer deftigen

Brotzeit und Gesprächsanregungen auf den Tischen.

Aufwand: Recherche über die Bedeutung der Taufe bei Luther

und Luthers Aussagen zur Taufe I Verfassen eines Textes zur

Bedeutung der Taufe I Segnung der Gottesdienstbesucher I

Vorbereitung der Brotzeit wie zu Luthers Zeiten

Was wird benötigt:

Kärtchen mit Gesprächsimpulsen, Plakat „Das göttliche Auge“

Ein feste Burg ist unser Gott

Gottesdienst zu Luther-Liedern

Entstehung des Projektes:

Ich wurde angefragt einen Gottesdienst zum Reformationsjubiläum

zu den beiden bekanntesten Luther-Liedern zu halten.

Art des Projektes: Gottesdienst

Zielgruppe: Gemeinde und Interessierte

Dauer: 45 Minuten

Ablauf: In den beiden bekanntesten protestantischen Liedern

„Nun freut euch, lieben Christen g'mein“ und „Ein feste Burg“

spiegelt sich der Werdegang des Reformators wider. „Martin

Luther“ tritt im Gottesdienst auf und rezitiert einige Verse der

Lieder. So wird die Bedeutung der Lieder für Luther selbst und

uns heute veranschaulicht.

Was wird benötigt:

Recherche zu den Hintergründen der Entstehung der beiden

Lieder: „Ein feste Burg ist unser Gott“ (EG 362) und „Nun freut

euch, lieben Christen g'mein“ (EG 341) I eine Person, die sich

als Martin Luther verkleidet und seinen Part vorträgt

Tipp:

• Dieser Gottesdienst eignet sich für die Zeit um den

Reformationstag.

Tipps:

• Veröffentlichung im Gemeindeblatt

• persönliche Einladung im Gottesdienst vor dem Tauffest

• persönliche und schriftliche Einladung an alle Haushalte der

Kirchengemeinde mit der Bitte um Anmeldung


Anlage K8: Text für den Gottesdienst

Anlage K9: Kopiervorlage Gesprächsimpulse

Anlage K10: Bezugsquelle Plakat


Anlage K11: Literaturliste

Reformationsbotschafterin

Christine Feick

Reformationsbotschafter

Rainer Gerhardt

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K U L T U R

K U L T U R

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Anke Kroll

©

Anke Kroll

Das Treffen zu Rodach

Ein Sprechstück zum Treffen vom 6.-8. Juni 1529

Entstehung des Projektes:

Als Vorbereitung für das diesjährige Gemeindefest wurde dieses

zufällig wiedergefundene Sprechstück einstudiert. Dr.

Schubert, Lehrer, Kirchenvorstand, Hobbyhistoriker hat dieses

Stück in den 1960iger Jahren verfasst. Es sollte anlässlich des

Reformationsjubiläums wieder einmal aufgeführt werden.

Art des Projektes:

Sprechstück mit elf Sprechern

Zielgruppe:

Alle Interessierten

Dauer:

60 Minuten

Aufwand:

3 Vorbereitungstreffen I Kirche für den Abend vorbereiten I

Pressearbeit I Absprache mit Pfarramt

Was wird benötigt:

11 Sprecher I 11 gleiche Notenständer I Kopien für alle Sprecher

I Plakatentwurf für die Öffentlichkeitsarbeit

Tipps:

• Es ist wichtig, dass zu den Proben möglichst alle Sprecher

kommen können

• Einheitliche schwarze Kleidung der Sprecher

Auf der Kirchenbank – Menschen verändern

Kirche, Kirche verändert Menschen – Eine Autorenlesung

Entstehung des Projektes:

Die Geschichten hatte ich schon geschrieben, zudem lese ich

gern vor und habe auch schon Lesungen zu verschiedenen

Themen gehalten, meistens in Kombination mit Musik.

Das Thema dieser Lesung ist die Ausweitung des „Lutherblickwinkels“:

Die Reformation startete mit Martin Luther und verändert

Mensch und Kirche bis in die Gegenwart hinein. Meine

Geschichten beschreiben in humoriger und achtsamer Weise

die kleinen und oft unbeachteten Situationen des kirchlichen

Alltags.

Art des Projektes:

Autorenlesung mit musikalischem Rahmen

Zielgruppe:

Interessierte Erwachsene jeglichen Alters

Dauer:

60 Minuten

Aufwand:

Geeigneten Ort suchen – in diesem Fall die Kirche I Terminabsprache

mit Pfarramt, Messner und musikalischem Ensemble I

Üben mit den Musikerinnen I Stühle stellen I Schlüssel organisieren

Tipp:

• Eine Lesung braucht Kontakt mit den Menschen, die zuhören.

Darum muss der Raum und das Ambiente, in dem die

Lesung stattfindet, zur Veranstaltung passen.


Anlage K12: Das Treffen zu Rodach: Das Stück

Anlage K13: Das Treffen zu Rodach: Geschichtl. Hintergrund

Reformationsbotschafterin

Hedda Hanft

Reformationsbotschafterin

Birgit Krieger

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K U L T U R

K U L T U R

©

D. Aksteiner

©

Kunstsammlung der Veste Coburg

(Ausschnitt)

Luther und die Kirchenmusik

Entstehung des Projektes:

Luthers Lieder und seine Musik haben die Reformation intensiv

vorangetrieben. Das hat uns bestärkt, mit unserem Chor

Luther-Lieder einzustudieren und mit der Gemeinde Luther-

Lieder zu singen.

Art des Projektes:

Gemeinde-Nachmittag mit anschließender musikalischer Andacht

Zielgruppe:

Alle Gemeindeglieder I Evangelische Freikirche I Katholische

Kirche I Interessierte

Dauer:

3 Stunden

Ablauf:

Beginn mit Klaviermusik I kurzer Vortrag zum Thema I Lieder

singen I kurze Einleitung zu Luthers Tischreden und Vorlesen

einiger Abschnitte aus den Tischreden

Aufwand:

Historische Kleider wurden im Vorfeld aus gespendeten Stoffen

selbst geschneidert I die Hauben wurden bestellt I Deko –

Team I Kaffee und Kuchen als Spenden I für jeden Besucher

gab es eine Luther-Praline zum Abschied

Was wird benötigt:

Ausreichend großer Saal (Gemeindesaal) I Küchen Team fürs

Kaffee kochen, Kuchen schneiden, Brote schmieren I Barett

aus dem Lutherkoffer I Absprache mit Kantor, Einüben der

Lieder mit dem liturgischen Chor

Trost bei Luther

Eine Andacht zum Thema Trost

Entstehung des Projektes:

Ein Reformationsbotschafter-Kollege arbeitete gerade an Luthers

Texten aus der Zeit seines Aufenthaltes auf der Veste

Coburg. Es ist bekannt, dass Martin Luther während der Zeit in

Coburg an depressiven Verstimmungen litt. Geholfen hat ihm

immer wieder sein Glaube an Jesus Christus und die Beschäftigung

mit der Bibel. So wurde das Thema „Trost" ausgewählt.

Art des Projektes:

Andacht mit anschließender Luthervesper

Zielgruppe:

Interessierte Gemeindeglieder

Dauer:

60 Minuten

Ablauf:

Im Zentrum der Veranstaltung steht die Frage, wie ging Luther

mit seinen schwarzen Stunden auf der Veste Coburg um. Es

wurden Geschichten über ihn vorgelesen und thematisch passende

Lieder gesungen. In den Tischgruppen kamen die Teilnehmenden

angeregt durch Impulskarten miteinander ins

Gespräch.

Aufwand:

Organisation des Abends I Absprache mit dem Referenten I

Absprache mit der „Köchin” und mit den Hausmeistern I auf

jedem Tisch acht Trostworte auf Kärtchen I Auswahl der Lieder

und Weitergabe an den Organisten I vor allem zahlreiche Einladungen

in allen vier Gemeinden I runde Platte mit Bibel und

Kerzen für die gestaltete Mitte

Tipp:

• Vorab Parallelveranstaltungen im Veranstaltungskalender

der Gemeinde beachten


Anlage K14: Gesprächsimpulse: Trost bei Luther

Anlage K15: Ablauf Abendandacht: Trost bei Luther

Reformationsbotschafterinen

Christa Röder

Else Walther

Reformationsbotschafterin

Heidi Schülke

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K U L T U R

K U L T U R

©

Anke Kroll

©

R. Brabec

Katharina von Bora und ihr Leben mit

Martin Luther – Ein Zwei-Personen-Stück

Entstehung des Projektes:

Angeregt durch das Reformationsjubiläum entstand die Idee,

dieses Stück, welches wir bei einer Veranstaltung gesehen hatten,

selbst aufzuführen.

Art des Projektes:

2 Personen Stück mit Kostümen während eines Frauenfrühstücks

Zielgruppe:

Interessierte

Dauer:

45 Minuten (das Stück), 2 Stunden das gesamte Frauenfrühstück

Ablauf:

Im Anschluss an das gemeinsame Frühstück sehen die Teilnehmenden

das einstudierte Stück. Unterlegt ist die Aufführung

mit Bildern. Die Veranstaltung rundet sich ab mit einem moderierten

Gespräch. Die Reformationsbotschafterinnen stehen

danach zu einem Gedankenaustausch zur Verfügung.

Aufwand:

Lutherkoffer bestellen, abholen und zurückbringen I Raum

und Termin abklären mit der Kirchengemeinde und der Veranstalterin

des Frauenfrühstücks I Absprachen treffen I Probe

und Generalprobe des Stücks

Was wird benötigt:

Laptop I Beamer I Leinwand I Lutherkoffer I historische Kleidung

Tipps:

• Kooperation mit der örtlichen Kirchengemeinde

• rechtzeitiges Proben des Stücks

Morizer Kirchennacht

Museumsnacht 2017 Luther Lieder Lästermäuler

Entstehung des Projektes:

Die Coburger Museumsnacht gibt es seit 13 Jahren. In diesem

Jahr des Reformationsjubiläums war die Stadtkirche St. Moriz

als authentischer Lutherort ein einzigartiger Veranstaltungsort.

Entstanden ist ein niederschwelliges Angebot mit Wortwitz,

Musik und Informationen.

Art des Projektes:

Offene Kirche mit Programm

Inhalt:

In wiederkehrenden Sequenzen wird das Publikum eingeladen

zu Orgelmusik, Andachten, Führungen in Häppchen und dem

Segen zur Mitte der Nacht.

Zielgruppe:

Besucher von Nah und Fern I Interessierte

Dauer:

7 Stunden

Aufwand:

Planung und Durchführung der Veranstaltung im Team mit

Kirchenvorstand, Konfirmanden, Kirchenmusiker und Pfarrerin

I Konzeption der „Führung in Häppchen“

Was wird benötigt:

Kirchenraum St. Moriz I Andachtstexte I Texte für Sprechmotetten

I Liedtexte I Klangschale I Hinweisschilder „Stille“ I

Verpflegung für die Aktiven I Coburger Schmätzchen für die

Besucher I Orgel und CD-Player I Wasser in der Taufschale

Tipps:

• Eine im Alter gemischte Vorbereitungsgruppe ist hilfreich,

um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Besucher besser

in den Blick nehmen zu können

• Licht- und Mikrophon-Probe vor der Veranstaltung einplanen

Reformationsbotschafterinnen

Monika Stolba

Angelika Wurst

Reformationsbotschafterin

Gabi Ketteler

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20

V O R T R A G


V O R T R A G

V O R T R A G

©

Kunstsammlung der Veste Coburg

(Ausschnitt)

©

Kunstsammlung der Veste Coburg

(Ausschnitt)

Luther und die Juden

Luther und das Gewissen

Entstehung des Projektes:

In den Veröffentlichungen der Presse wurde mehrfach auf die

Problematik hingewiesen, dass in der Öffentlichkeit zu wenig

Kenntnis über das Verhältnis Luthers zu den Juden vorhanden

sei. Insbesondere werde die Rolle der „Deutschen Christen“ im

Hinblick auf dieses Thema zu unkritisch behandelt.

Art des Projektes:

Vortrag mit anschließendem Gespräch

Inhalt:

Der Vortrag gibt einen Überblick über Luthers Haltung zu den

Juden, indem er sowohl die frühen eher judenfreundlichen

Schriften wie auch die späten judenfeindlichen Schriften im

historischen Zusammenhang darstellt.

Zielgruppe:

Interessierte Erwachsene

Dauer:

90 Minuten

Aufwand:

Recherche I Quellenstudium

Tipp:

• Kooperation mit Evangelischem Bildungswerk (EBW )

Entstehung des Projektes:

Auf Anregung von Prof. Dr. G. Melville (Uni Dresden und Vorsitzender

der Historischen Gesellschaft Coburg) und weil ich

den Referenten beim Kolloquium des Vatikans in Rom selbst

zum Thema „Reformation“ gehört habe, entschloss ich mich,

diesen Vortrag zu organisieren.

Art des Projektes:

Vortrag mit anschließendem Gespräch

Inhalt:

Der Vortrag gibt den aktuellen Stand der Forschung wieder im

Hinblick auf das historische Verständnis des Gewissens im Mittelalter

und Luthers Äußerungen zum Gewissen. Zudem erhält

der Zuhörer einen Einblick in die kirchliche Tradition im Zusammenhang

mit dem Gewissen.

Zielgruppe:

Interessierte Erwachsene

Dauer:

90 Minuten

Aufwand:

Betreuung des Referenten: Führung durch die Landesausstellung,

Führung durch den Bamberger Dom und die historische

Altstadt anstatt eines Honorars für den Vortrag

Tipp:

• Kooperation mit Evangelischem Bildungswerk (EBW)


Anlage V16: Literaturliste: Luther und die Juden

Anlage V17: EKD Kundgebung

Anlage V18: Presseartikel Coburger Tageblatt

Reformationsbotschafter

Gerhard Amend

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V O R T R A G

V O R T R A G

©

Patricia Goldbach-Keim

©

Stadt Coburg

Leben und Wirken des

Coburger Reformators Balthasar Düring

Entstehung des Projektes:

Durch meine beständige Beschäftigung mit der Geschichte der

Reformation in Coburg und die reichliche Lektüre der alten

Schriften in der Landesbibliothek entstand ein Vortrag über

den Coburger Reformator Balthasar Düring.

Art des Projektes:

Vortrag mit anschließender Diskussion

Inhalt:

Ein Vortrag, der den Bogen schlägt von der Abstammung Balthasar

Dürings und der Zeit um 1509 bis zur ersten kursächsischen

Kirchenvisitation 1528 in der Pflege Coburg und im

sächsischen Ortland zu Franken.

Zielgruppe:

Erwachsene I Frauen und Männer I Interessierte

Dauer:

90 Minuten

Aufwand:

Recherche in Archiven und Bibliotheken I Verfassen des Vortrages

I Terminabsprache und Terminvereinbarung I Festlegen

des Veranstaltungsortes I Ausführung

Was wird benötigt:

Ein ungestörter Vortragsraum mit ausreichender Anzahl von

Sitzplätzen I Pult I Gliederung des Vortrages als Kopie für

jeden Teilnehmer

Tipp:

• Kooperation mit Evangelisches Bildungswerk (EBW)

Zur Geschichte der Reformation

in der „Pflege Coburg”

Entstehung des Projektes:

Durch meine beständige Beschäftigung mit der Geschichte der

Reformation in Coburg und die reichliche Lektüre der alten

Schriften in der Landesbibliothek entstand ein Vortrag über

die Entwicklung der Reformation in der Pflege Coburg.

Art des Projektes:

Vortrag mit anschließender Diskussion

Inhalt:

Dieser Vortrag beleuchtet die Veränderungen der Region in

und um Coburg vom römisch-katholischen zum reformatorischen

Glauben „um der Seelen Seligkeit“ Willen.

Zielgruppe:

Erwachsene I Frauen und Männer I Interessierte

Dauer:

90 Minuten

Aufwand:

Recherche in Archiven und Bibliotheken I Verfassen des Vortrages

I Terminabsprache und Terminvereinbarung I Festlegen

des Veranstaltungsortes I Ausführung

Was wird benötigt:

Ein ungestörter Vortragsraum mit ausreichender Anzahl von

Sitzplätzen I Pult I Gliederung des Vortrages als Kopie für

jeden Teilnehmer

Tipps

• Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk (EBW)


Anlage V19: Handout Vortrag Düring


Anlage V20: Handout Vortrag Pflege Coburg

Reformationsbotschafter

Rainer Axmann

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V O R T R A G 500 Jahre Reformation

V O R T R A G

©

S. Göckel

©

Anke Kroll

Dr. Martin Luther

Ein Gemeindeabend

Entstehung des Projektes:

Durch mein neues Ehrenamt als CoburgerREFORMATIONSBOT-

SCHAFTER habe ich einen tieferen Einblick in das Thema Reformation

in Coburg und über Martin Luther und sein Leben

bekommen. Daraus ist ein Vortrag über Martin Luther und sein

Leben entstanden.

Art des Projektes:

Vortragsabend mit anschließendem gemütlichen Beisammensein

Inhalt:

Der Vortrag mit Bildern informiert über die Reformation und

Martin Luther. Im anschließenden Gespräch steht die Frage im

Mittelpunkt: Welche Auswirkungen hat die Reformation bis

heute?

Zielgruppe:

Alle Gemeindeglieder und Interessierte

Dauer:

3 Stunden

Aufwand:

Terminabsprache mit der Kirchengemeinde vor Ort I Veröffentlichung

des Termins im kirchlichen Gemeindeblatt

und im kommunalen Amtsblatt I Einkauf von Lutherbier und

Lutherwürsten I Vorbereitung des Saals I digitalisieren der

Bilder I eigene Vorbereitung des Vortrages

Martin Luther and the Reformation

Vortrag in englischer Sprache

Entstehung des Projektes:

Im Englischkurs – Englisch für Fortgeschrittene – entstand die

Idee dieses Vortrages als Auftaktveranstaltung des neuen Semesters.

Art des Projektes:

Vortrag in Englischer Sprache

Inhalt:

Dieser fremdsprachliche Vortrag stellt Martin Luther und sein

Wirken für die Reformation in den Mittelpunkt. Dabei lernen

die Teilnehmenden neues Vokabular aus dem theologischen

Bereich.

Zielgruppe:

Teilnehmende von Englischkursen und Interessierte

Dauer:

60 Minuten

Anschließende Einkehr in einer nahegelegenen Gaststätte

Was wird benötigt:

In englischer Sprache: Liedblatt "A mighty fortress is our god",

Psalm 46, Vater-Unser, Luthers Abendsegen I Organist

Tipp:

• Dieser Vortrag sollte in einem sakralen Raum stattfinden,

in der Nähe sollte sich eine Gaststätte zur späteren Einkehr

befinden.

Tipps:

• Als Abschluss hat sich eine gemeinsame Luthervesper bewährt,

denn Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.


Anlage V21: Psalm 46 in Englisch

Anlage V22: Lied: A mighty fortress... in Englisch

Reformationsbotschafter

Günther Beland

Reformationsbotschafter

Rudolf Borzel

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V O R T R A G

V O R T R A G

© ccvision

©

Patricia Goldbach-Keim

Reformation Global

Ein Vortrag

Entstehung des Projektes:

Durch die seit Längerem bestehende Beziehung als Gemeindepfarrer

zu meiner damaligen Gemeinde entstand aus Anlass

des Reformationsjubiläums die Idee zu diesem Vortrag.

Art des Projektes:

Vortrag mit anschließendem Gespräch

Inhalt:

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Entstehung der Reformation

und der weltweiten Wirkung bis in die heutige Zeit.

Zielgruppe:

Interessierte Erwachsene

Dauer:

90 Minuten

Was wird benötigt:

Lesepult I Tische mit Stühlen in Hufeisenform I Liederbücher

Tipp:

• Kontaktpflege, wenn möglich über Jahre hinweg

Luther und seine Mitstreiter

Ein Vortrag

Entstehung des Projektes:

Aus der Gemeinde heraus wurde die Bitte an mich herangetragen,

anlässlich des Reformationsjubiläums einen Vortrag über

Luther zu halten.

Art des Projektes:

Vortrag mit anschließendem Kaffeetrinken

Inhalt:

Ein Vortrag über die Reformbestrebungen in der mittelalterlichen

Kirche sowie Luthers Vorläufer und Mitstreiter der Reformation.

Darüber hinaus wird über die Vorgänge der

Reformation im Coburger wie im Thüringer Land berichtet.

Zielgruppe:

Seniorengruppe I Frauenkreis

Dauer:

45 Minuten

Aufwand:

Recherche I Absprache mit Pfarramt

Was wird benötigt:

Ausreichend großer Raum I Tische mit Stühlen


Anlage V23: Literaturliste Reformation Global


Anlage V24: Literaturliste Luther und seine Mitstreiter

Reformationsbotschafter

Rudolf Borzel

Reformationsbotschafter

Arndt Brettschneider


V O R T R A G

V O R T R A G

©

Anke Kroll (Ausschnitt)

©

Kunstsammlung der Veste Coburg

(Ausschnitt)

Auswirkung der Reformation

auf protestantische Gestaltung von Gottesdienst und Kirchen

Die Stadtkirche St. Moriz – was hat die Reformation verändert?

Entstehung des Projektes:

Meine Auseinandersetzung mit der Baugeschichte der Morizkirche,

die "in die Reformationszeit hinein" entstanden ist, hat

das Interesse an den Auswirkungen der Reformation auf den

Kirchenbau bei mir geweckt.

Art des Projektes:

Kirchenführung, auch als Vortrag außerhalb durchführbar,

dann mit Bildern möglich

Inhalt:

Diese Führung stellt die geschichtliche Entwicklung des protestantischen

Kirchenbaus anhand des Beispiels der Baugeschichte

der Morizkirche dar.

Zielgruppe:

Senioren I Interessierte

Dauer:

60 Minuten

Aufwand:

Absprache mit Pfarramt vor Ort I Werbung in der eigenen Kirchengemeinde

I Recherche I Erstellen und Halten des Vortrags

Tipp:

Anschließendes gemeinsames Kaffeetrinken, z.B. im Gemeindehaus,

dabei Austausch über die gemachten Beobachtungen

und Erfahrungen

Wer war Luther?

Vortrag in leichter Sprache

Entstehung des Projektes:

Die Anfrage zu diesem Vortrag wurde von der Migrationsberatung

der Caritas und der Offenen Behindertenarbeit Oberfranken

(OBO) an mich herangetragen. Daraufhin entwickelte

ich einen auf die speziellen Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmten

Vortrag.

Art des Projektes:

Führung mit anschließendem Besuch einer Kulturveranstaltung

Inhalt:

Bei dieser Führung wird den Teilnehmenden die Struktur einer

evangelischen Kirche vermittelt und gleichzeitig das Leben

und Wirken Martin Luthers vorgestellt.

Zielgruppe:

Menschen mit Migrationshintergrund I Menschen mit und

ohne Behinderung

Dauer: 30 Minuten + 30 Minuten Konzert

Aufwand:

Im Vorfeld (ca. 3 Tage davor) telefonische Vor-Abfrage bzgl.

der Fähigkeiten der Teilnehmenden (Behinderungsgrad, evtl.

Verständnisschwierigkeiten) I Vorgespräch und Terminabstimmung

mit den Mitarbeitenden der Migrationsberatung und

der Offenen Behindertenarbeit Oberfranken (OBO)

Was wird benötigt:

Rote "Stopp-Karten" zum Austeilen I

geeigneter Kirchenraum I Barrierefreiheit

Tipp:

• Einteilung der Gesamtgruppe in Kleingruppen à etwa

3 Personen


Anlage V25: Bezugsquelle Handreichung „Leichte Sprache"

Reformationsbotschafter

Matthias Ernst

Reformationsbotschafter

Marcus Goldbach

Patricia Goldbach-Keim

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V O R T R A G

V O R T R A G

©

Anke Kroll

© Kellner

Luther goes Hollywood –

Der Reformator in populären Spielfilmen

Entstehung des Projektes:

Im Jahr 2003 kam der aktuellste Lutherfilm in die Kinos. Der

Film wurde zum Teil in und um Coburg gedreht, ich selbst

habe den Dreharbeiten als Zuschauer beigewohnt. Als Vorstandsmitglied

im größten oberfränkischen Geschichtsverein

Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) ist mir bekannt,

dass es wissenschaftliche Betrachtungsweisen zu den Lutherverfilmungen

gibt.

Art des Projektes: Vortrag mit Bildern und Filmausschnitten

Inhalt:

Anhand von Filmausschnitten beleuchtet der Vortrag die historischen

Lutherverfilmungen und gibt Auskunft über die jeweiligen

Besonderheiten der Filme. Darüber hinaus wirft er

einen spannenden Blick hinter die Kulissen des Filmgeschäfts.

Zielgruppe:

Öffentliche Einladung

Dauer: 90 Minuten, davon 60 Minuten Vortrag, im Anschluss

eine deftige Brotzeit im Gemeindehaus

Aufwand:

Rechtzeitige Planung I Kontaktaufnahme und Terminabsprache

mit dem Referenten I Mitveranstalter gewinnen z.B.

Posaunenchor für musikalische Umrahmung I Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit I Sicherstellen des technischen Equipments:

Leinwand, Laptop, Beamer I Imbiss besorgen I Moderation

des Vortrags I Aufräumarbeiten

Tipps:

• Das Verteilen des Geschehens auf mehrere Schultern akquiriert

automatisch ein größeres Publikum • musikalische Einlagen

lockern auf und wecken das Interesse auf andere Weise •

Honorare für Referenten können gemeinsam mit den Mitveranstaltern

getragen werden.

Die Reformation in und um Ummerstadt

Entstehung des Projektes:

Angeregt durch das Reformationsjubiläum hatte ich die Idee

einen Vortrag über die Vorgänge der Reformation in meiner

Heimat zu organisieren.

Art des Projektes:

Vortrag mit anschließendem Bratwurstessen

Inhalt:

Der Vortrag beleuchtet die Vorgänge der Kirchenvisitation im

Jahr 1528. Dies war der Startpunkt für eine komplette kirchliche

Neuordnung in Südthüringen und im Coburger Raum.

Zielgruppe:

Öffentliche Einladung

Dauer:

90 Minuten

Aufwand:

Terminvereinbarungen mit Referent und Veranstaltungsort I

Moderation des Abends I Absprache mit sonstigen Mitwirkenden

I Presseankündigung und Presseartikel I Organisation des

anschließenden Ausklangs mit Bier und Bratwurst

Was wird benötigt:

Veranstaltungsort (Kirche) I Mikrophon I Rednerpult I Bedankung

für Referenten und Beteiligte

Tipps:

• Kontaktaufnahme mit der Kommune, dem örtlichen Sportverein,

dem historischen Verein, der Ortskirche mit Kirchenchor

und dem Brauereiverein, aus diesen werden Mitveranstalter

und Besucher. Dadurch erreicht man ein breites Publikum.

Anfallende Aufgaben können an die beteiligten Vereine

delegiert werden: Sportverein macht die Bratwürste, Bierverein

schenkt das eigene Kommun-Bräu aus.

Reformationsbotschafter

Manfred Kellner

Christa Kellner

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V O R T R A G

V O R T R A G

©

Anke Kroll

©

Patricia Goldbach-Keim

Senioren-Nachmittag in Grattstadt

Luther und die Musik

Lutherzitat:

Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Fröhlichen

traurig, die Verzagten herzhaft zu machen, denn die

Musik.

Entstehung des Projektes:

Die Beschäftigung mit der Person Martin Luthers und die Liebe

zur Musik ließ mich den Vortrag zu diesem Thema entwickeln.

Art des Projektes:

Senioren-Nachmittag im Dorfgasthaus

Zielgruppe:

Interessierte

Dauer:

90 Minuten

Aufwand:

Eigene Recherche zu Luthers Liedern und seiner Musik, wie

auch der Vertonung seiner Texte durch andere Komponisten I

Termin- und Raumabsprache mit der Gastwirtschaft

Was wird benötigt:

Raum mit Tischen und Stühlen I Kuchenspenden durch Kirchenvorstände

I Karten und Bilder zu Luthers Biographie I

Gesangbücher I Instrumente

Luther – Rebell seiner Zeit

Vorbereitung eines Theaterbesuchs

Man sieht nur was man kennt (Goethe)

Entstehung des Projektes:

Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 plante der Seniorenkreis

einen Besuch der Theateraufführung „Luther – Rebell

seiner Zeit“. So entschied ich mich zu einem kurzen Referat,

um den Theaterbesuch inhaltlich vorzubereiten.

Inhalt:

Der Vortrag beleuchtet die Ursachen, die zur Reformation

führten und die Entwicklung der neuen Glaubenslehre bis zum

Augsburger Religionsfrieden 1555.

Art des Projektes:

Vortrag mit Bildern I gemeinsamer Theaterbesuch in der Folge

Zielgruppe:

Interessierte Theaterbesucher

Aufwand:

Recherche und Ausarbeitung des Vortrages I Absprache mit

Pfarramt I Durchführung des Vortrages I Planung des Theaterbesuches

Was wird benötigt:

Laptop und Beamer, es wurden Bilder der Aufführung gezeigt

I Leinwand I Kaffee und Kuchen

Tipps:

• Einladung rechtzeitig rausgeben

• den Raum ansprechend gestalten

• für gute Beleuchtung sorgen damit die Teilnehmer gut

lesen können

• gut lesbare Schriftgröße


Anlage V26: Literaturliste Luther - Rebell seiner Zeit

Reformationsbotschafterin

Brigitte Lehmann – Jacobi

Reformationsbotschafterin

Helga Lehnert

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V O R T R A G

V O R T R A G

©

Patricia Goldbach-Keim

©

Patricia Goldbach-Keim

Kunstsammlung der Veste Coburg (Ausschnitt)

Luther aktuell

6 Themen-Gesprächsabende

Entstehung des Projektes:

Bei meiner Beschäftigung und Bearbeitung von Luthers Coburger

Schriften entstand die Idee, Luthers Gedankengut in

Verbindung mit einem aktuellen Thema zu bringen.

Art des Projektes: Veranstaltungsreihe mit sechs Themen –

Gesprächsabenden

Inhalt: Was Martin Luther umtrieb, begegnet uns in unserem

Leben heute unter veränderten Bedingungen. Wir können

damit heute anders umgehen, und wir haben andere Antworten.

In sechs Themenabenden begegnet man Martin Luther

als suchendem und ringendem Menschen und kann selbst Antworten

finden auf grundlegende Fragen unserer Zeit.

Themen der Abende: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans

nimmermehr? I Ich muss Ihnen leider mitteilen… I Kein

Schwein ruft mich an I Gerechtigkeit für alle I Was baut mich

auf? I Heute schon geliket? Sein und Schein

Zielgruppe: Erwachsene

Dauer: jeweils 90 Minuten

Ablauf: Begrüßung und kurze Hinführung zum Thema des

Abends. I Nach einem historischen und einem aktuellen Impuls

von jeweils etwa 20 bis 25 Minuten schließt sich eine offene

Gesprächsrunde an. I Der Rahmen wird durch das EBW gestaltet.

Aufwand: Ideengeber I Recherche in Luthers Schriften und

Briefen und Auswahl geeigneter Textstellen I Herstellen des

Zusammenhangs mit dem Thema des Abends I Abstimmung

mit dem jeweiligen Co-Referenten

Was wird benötigt: Referenten für die aktuelle Situation: Bestatter,

KiGa-Leitung, Klinikseelsorgerin, DGB-Vorsitzender,

Mediator, Internetaktivist

Luther und die Türken

Entstehung des Projektes:

Angeregt durch einen Zeitungsartikel setzte ich mich mit dem

Thema „Luther und die Türken“ intensiver auseinander. Als Kirchenvorsteher

wollte ich dieses Thema gern der Gemeinde

vorstellen.

Inhalt:

Die "Türken vor Wien" belasteten Kaiser Karl V. außenpolitisch.

Dadurch begünstigt konnte sich das "Mönchlein aus Wittenberg"

mit seinen Thesen gegen den Ablasshandel und die Kirche

etablieren. Aktuell erleben wir in Deutschland auch wieder

eine "Türkennot" - was können wir heute aus der damaligen

Situation als Lutheraner lernen?

Art des Projektes:

Vortrag mit anschließender Diskussion

Zielgruppe:

Erwachsene

Dauer:

90 Minuten

Aufwand:

Recherche zum Thema I Erstellung und Abhalten des Vortrages

I Terminabsprache mit der Kirchengemeinde / Pfarrerin

Was wird benötigt:

Ungestörter Vortragssaal I Laptop I Beamer

Tipps:

• Kooperation mit der Kirchengemeinde

• Werbung mit eigenem Flyer

• Hinweis im Veranstaltungskalender der Kirchengemeinde

• Pressemitteilung

Tipps: • Kooperation mit Evangelischem Bildungswerk (EBW)

Reformationsbotschafter

Christoph Liebst

Reformationsbotschafter

Andreas Waltz

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V O R T R A G

V O R T R A G

©

Kunstsammlung der Veste Coburg

(Ausschnitt)


©

Patricia Goldbach-Keim

Frauen unterstützen die Reformation

durch Wort und Feder

Entstehung des Projektes:

Angeregt durch die Reformationsdekade und aufgrund meines

eigenen Interesses an der Mitwirkung von Frauen in unserer

Gesellschaft entstand dieser Vortrag. Ziel ist es, „vergessene“

Frauen ins rechte Licht zu setzen.

Art des Projektes:

Vortrag mit Gesprächsunterbrechungen

Inhalt:

Meistens sind uns nur die Namen bedeutender Männer der

Reformationszeit bekannt, wie die von Luther, Melanchthon

oder Calvin. Es gab aber auch eine ganze Reihe Frauen, die

durch eigene Schriften die Reformation beeinflusst haben.

Welche Frauen das sind erörtert dieser Vortrag.

Zielgruppe:

Erwachsene

Dauer:

90 Minuten

Aufwand:

Recherche und Erstellung des Vortrages I Abhalten des Vortrages

I Terminvereinbarung mit interessierten Gemeinden I

Honorarabsprachen

Tipps:

• Dauer der Veranstaltung ist je nach Zielgruppe variabel,

bei Seniorengruppen kann weniger mehr sein

• Flyer verteilen, der Flyer kann vorher zum jeweiligen Veranstalter

(z.B. Pfarramt) zur Vervielfältigung versandt werden,

ebenso ein mögliches Anspiel zum Thema, das von einem

Team im Vorhinein einstudiert werden kann

• Veranstaltungshinweis

Anlage V27: Frauen der Reformation, Flyer

Anlage V28: Frauen der Reformation, Anspiel


2017 – die Reformation feiert Geburtstag

Vortrag in leichter Sprache

Entstehung des Projektes:

Entstehung des Projektes: Die Anfrage zu diesem Vortrag kam

über das EBW (Evangelisches Bildungswerk) mit OBO (Offene

Behindertenarbeit) an mich heran.

Art des Projektes:

Vortrag in leichter Sprache

Inhalt:

Das Leben von Martin Luther und seine Theologie stehen im

Mittelpunkt dieses Vortrags. Im anschließenden Gespräch berichtet

die CoburgerREFORMATIONSBOTSCHAFTERIN über ihre

Tätigkeit und ihre Erfahrungen.

Zielgruppe:

Menschen mit und ohne Behinderung

Dauer:

90 Minuten

Aufwand:

Das Konzept „leichte Sprache“ im gesamten Vortrag durchhalten,

d.h. das Thema in aussagekräftigen Hauptsätzen darstellen,

inhaltliche Spannung erzeugen und die Aufmerksamkeit

und Neugier der Zuhörer wecken, aufs Wesentliche konzentrieren

und wissen, was das Wesentliche ist, geeignete Fotos

suchen zur Veranschaulichung des gesprochenen Wortes

Was wird benötigt:

ungestörter Vortragsraum mit ausreichender Anzahl von Sitzplätzen,

Mikrophon, Laptop, Beamer, CD – Player

Tipps:

• Kooperation mit Evangelischem Bildungswerk (EBW)

• Ankündigung im Gemeindebrief

• Hinweis im Veranstaltungskalender der Tageszeitungen

Anlage V29: Bezugsquelle Handreichung „Leichte Sprache"

Reformationsbotschafterin

Gudrun Wurmthaler

Reformationsbotschafterin

Irmingard Eidt

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30

A N H A N G


A N H A N G _ I N H A L T

A K T I O N

ZAHL DER

ANLAGE THEMA TITEL SEITEN

A 1 Anregung Puzzle 1 Schnitzeljagd - auf Luthers Spuren 1

A 2 Anregung Puzzle 2 Schnitzeljagd – auf Luthers Spuren 1

A 3 Übertragung der „Vier Soli“ Senioren sprayen Luther 1

A 4 Rezept glutenfreie Luthertorte Kirchenkaffee 1

A 5 Fragen zu den Wegzeichen Luther goes Coburg 1

A 6 95 Thesen Reformatorisches zum Gemeindefest 8

K U L T U R

K 7 Puppenspiel Luther – der Reformator 30

K 8 Text für Gottesdienst Taufe Luthers 2

K 9 Kopiervorlage Gesprächsimpulse Taufe Luthers 4

K 10 Bezugsquelle Plakat „Das göttliche Auge“ Taufe Luthers 1

K 11 Literaturliste Gottesdienst „Ein feste Burg“ 1

K 12 Sprechstück Treffen zu Rodach 20

K 13 Geschichtlicher Hintergrund Treffen zu Rodach 2

K 14 Gesprächsimpulse Trost bei Luther 1

K 15 Ablauf der Abendandacht Trost bei Luther 1

V O R T R A G

V 16 Literaturliste Luther und die Juden 1

V 17 EKD Kundgebung Luther und die Juden 1

V 18 Coburger Tageblatt Luther und die Juden 1

V 19 Handout Vortrag Leben und Wirken Düring 1

V 19 Handout Vortrag Zur Geschichte der Pflege Coburg 2

V 21 Psalm 46 in englischer Sprache Martin Luther and the reformation 1

V 22 Lied: A mighty fortress… Martin Luther and the reformation 1

V 23 Literaturliste Reformation Global 1

V 24 Literaturliste Luther und seine Mitstreiter 1

V 25 Bezugsquelle Handreichung „Leichte Sprache" 1

V 26 Literaturliste Luther – Rebell seiner Zeit 1

V 27 Flyer Frauen der Reformation 2

V 28 Anspiel Frauen der Reformation 1

V 29 Bezugsquelle Handreichung „Leichte Sprache" 1

BILDNACHWEIS

Dirk Acksteiner

Dieter Beck

Lisa Bieberbach

Rainer Brabec

Marcus Goldbach

Patricia Goldbach-Keim

Sabrina Göckel

Christa Kellner

Anke Kroll

Ulrich Lack

Vanessa Nawroth

Iris Piper

Wilfriede Sindel

Wolfgang Wurch

ccvision

Kirchengemeinde Watzendorf

Kunstsammlungen der Veste Coburg

morguefile

Stadt Coburg

31


A1 Anregung Puzzle 1

Schnitzeljagd – auf Luthers Spuren

32

© Evang.-Luth. Dekanat Coburg


A2 Anregung Puzzle 2

Schnitzeljagd – auf Luthers Spuren

© Evang.-Luth. Dekanat Coburg 33


A3 Übertragung der „Vier Soli“

Senioren sprayen Luther Ein Graffiti-Workshop

Martin Luthers 4 Soli- Ein Versuch der Übertragung in heutiges Deutsch


Die Erkenntnis und Rückbesinnung auf die wahren Werte.

1. Sola Fide - Allein der Glaube

Nicht das, was ich tue macht mich gerecht vor Gott. Es ist das, was Er getan hat. (Und der

Glaube daran bringt die Vergebung und Rechtfertigung.)

2. Sola Gratia - Allein die Gnade

Gott hat mich gefunden. Nicht auf Grundlage dessen was ich bin, sondern auf Grundlage

dessen, was Er ist. (Weil er ein barmherziger Gott ist. Weil es seine Eigenschaft ist zu

lieben.)

3. Sola Scriptura - Allein die Schrift

Ich lese die Schrift, um das zu tun was sie mir sagt. Deshalb tue ich das, was ich tue. (Nicht

weil andere sie auch tun oder gut finden, sondern weil das Wort Gottes es mir sagt)

4. Solus Christus - Christus allein


Gemeinde oder Kirche.) Ich lebe für Ihn, der für mich gestorben und auferstanden ist.

Patricia Goldbach-Keim

Reformationsbotschafterin

34

© Evang.-Luth. Dekanat Coburg


A4 Rezept glutenfreie Luthertorte

Kirchenkaffee mit Luthertorte

Rezept für die glutenfreie Luthertorte

Boden herstellen:

80g Butter

80g Zucker

5 Eier, getrennt

200g geriebene Nüsse/Mandeln

100g geraspelte Kuvertüre

3/4 Esslöffel Rum oder Weinbrand

1 Päckchen Vanillezucker

1 Teelöffel Backpulver

Johannisbeermarmelade auf den erkalteten Boden streichen

300g Sahne mit

1 Päckchen Sahnesteif

1 Teelöffel Zucker

steifschlagen und auf dem Boden verteilen

Verzierung:

Eierlikör

Das Bild von Martin Luther nach Vorlage von Robert Braune auf die

Marzipanplatte mit Lebensmittelfarbe aufsprayen

Profi Tipp vom Konditor Meister:

Das Eiweiß nicht allzu steif schlagen. So kann es beim Backen noch

weitertreiben und der Boden fällt dann nach dem Backen nicht

zusammen.

© Harry Jahnke

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A5 Fragen zu den Wegzeichen

Luther goes Coburg






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© Iris Piper/Dieter Beck


A6.1. 95 Thesen

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A6.2. 95 Thesen

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© Evang.-Luth. Dekanat Coburg


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© Evang.-Luth. Dekanat Coburg

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© Evang.-Luth. Dekanat Coburg

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K 7 . 2 2 . Puppenspiel

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© Pfarrer Eckhart Kollmer


K 7 . 2 3 . Puppenspiel

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© Pfarrer Eckhart Kollmer


K 8 . 1 . Text für Gottesdienst

Taufe Luthers Ein Tauffest

1

Martin Luther und die Taufe

Es herrschte finsterstes Mittelalter. Die Nacht ist kalt. In der kleinen Stadt

Eisleben schlafen die Menschen. Es ist der 10. November 1483.

Plötzlich dringt ein Schrei aus einem Haus: Ein Kind kommt zur Welt.

Gleich am nächsten Tag wird der Junge getauft. Es ist Martinstag,

deshalb tauft ihn ein Priester auf den Namen Martin. Martin nach dem

Heiligen Martin, der einem frierenden Bettler kurzerhand die eine Hälfte

seines Mantels gab.

Luther lebte in einer anderen Zeit, mit ganz anderen Fragen als wir

heute. Die Menschen quälen Fragen wie diese: Welches Urteil wird Gott

als strenger Richter beim jüngsten Gericht über mich sprechen? Bin ich

Gott recht mit all dem, was ich getan und auch nicht getan habe? Und

um Sicherheit zu erlangen, kaufen die Menschen Ablassbriefe, die der

katholischen Kirche gerade recht kamen um größere Baumaßnahmen

und sonstige Finanzlöcher zu finanzieren. Gegen diesen Handel verfasst

und veröffentlicht Martin Luther als Augustiner Mönch, Priester und

Theologe 95 Thesen und zieht damit den Zorn der röm. Kath. Kirche auf

sich. In den Thesen verurteilt er den Ablass als falschen Weg und

ermuntert die Menschen lieber in der Nachfolge Jesu zu leben.

1520 droht der Papst Luther den Ausschluss aus der Kirche an, doch

Luther ignoriert diese Drohung; im Gegenteil: Er verbrennt die Schrift

öffentlich.

Am 27.1.1521 erscheint er auf dem Reichstag in Worms und lehnt dort

einen Widerruf seiner Thesen standhaft ab: Hier stehe ich, ich kann nicht

anders, Gott helfe mir. Amen.

Die Protestantische Kirche ist geboren.

© Christina Feick

69


K 8 . 2 . Text für Gottesdienst

Taufe Luthers Ein Tauffest

2

Es kommt zur Ächtung Luthers, er wird vom Kaiser für ,,vogelfrei" erklärt.

Friedrich der Weise entführt ihn auf die Wartburg und gewährt ihm

Schutz. Luthers Schriften werden verboten.

Während dieser gesamten Zeit wird Luther immer wieder von Angst

gepackt und er fragt sich plötzlich:

Kann ich mich tatsächlich mit der ganzen Kirche, ja mehr noch, mit der

ganzen Welt anlegen?

Bin ich wirklich auf dem richtigen Weg?

Diese Angst, das merkt Luther, ist nicht durch eigenes Grübeln oder

bloße Willenskraft zu überwinden. Immer wieder hat er das Gefühl, der

Teufel würde ihn auf böse Gedanken bringen.

Was hilft Martin Luther in seinen Anfechtungen: Er erinnert sich daran,

dass er ja getauft ist. So lebt er in der beständigen Hoffnung, dass Gott

ihm bei allen Nöten und Ängsten beisteht. Durch diese geglaubte

Gegenwart Gottes, jeden Tag aufs Neue, vermag Luther der immer

wiederkehrenden Angst ihren Stachel zu nehmen.

Für Luther war klar: Taufe und Glaube gehören untrennbar zusammen.

Das gilt auch für uns.

Wir dürfen immer wieder zur Taufe zurückkehren um neue Kraft zu

schöpfen aus dem Wissen: Ich bin getauft! Ich gehöre zu Gott! Gott steht

mir bei! Das ist gewiss!

Christine Feick

70 ©

© Christina Feick


K 9 . 1 . Kopiervorlage

Taufe Luthers Ein Tauffest

Kannst Du etwas

von Deiner

Taufe erzählen?

Kannst Du etwas

von Deiner

Taufe erzählen?

Kannst Du etwas

von Deiner

Taufe erzählen?

Kannst Du etwas

von Deiner

Taufe erzählen?

Welche Geschichte

wird in Deiner

Familie zu Deiner

Taufe erzählt?

Welche Geschichte

wird in Deiner

Familie zu Deiner

Taufe erzählt?

Welche Geschichte

wird in Deiner

Familie zu Deiner

Taufe erzählt?

Welche Geschichte

wird in Deiner

Familie zu Deiner

Taufe erzählt?

© Evang.-Luth. Dekanat Coburg

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K 9 . 1 . Kopiervorlage

Taufe Luthers Ein Tauffest

Gibt es eine

Geschichte zu

Deinem Namen?

Gibt es eine

Geschichte zu

Deinem Namen?

Gibt es eine

Geschichte zu

Deinem Namen?

Gibt es eine

Geschichte zu

Deinem Namen?

Kennst Du die

Bedeutung

Deines Namens?

Kennst Du die

Bedeutung

Deines Namens?

Kennst Du die

Bedeutung

Deines Namens?

Kennst Du die

Bedeutung

Deines Namens?

72

© Evang.-Luth. Dekanat Coburg


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Taufe Luthers Ein Tauffest




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Ein feste Burg ist unser Gott

Gottesdienst zu Luther-Liedern




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© Evang.-Luth. Dekanat Coburg

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K 1 2 . 1 . Sprechstück

Das Treffen zu Rodach

440 Jahre Rodacher Artikel

Personen:

1. Sprecher

2. Sprecher

Hanns von Mingkwitz

Sigmundt von Boyneborck

Caspar von Seckendorff

Pfarrer Matthes

Christoph Kreß

Bernhard Besserer

Wahrheitssucher

Kritikaster

Heimkehrer

Das evangelische Rodach hat am kommenden Sonntag einen besonderen Grund zum Feiern. In

einem Festgottesdienst soll des Tages gedacht werden, an dem vor 440 Jahren protestantische

Reichsstände in der Kirche St. Johannis die "Rodacher Artikel" unterschrieben haben. Eine

Laudatio Luthers wird dem Jubiläum eine besondere Note geben.

So klein und bescheiden Rodach an der blutenden Grenze unseres deutschen Vaterlandes heute

sein mag, so hat es doch einmal Reichsgeschichte gemacht. Am 8. Juni 1529 wurde in Rodach

der Entwurf zu einem Bündnisvertrag unterzeichnet, der unter dem Namen "Rodacher Artikel" in

die Geschichte eingegangen ist. Unterschrieben wurde der Vertrag von Hanns von Mingkwitz für

den Kurfürsten zu Sachsen und den Herzog zu BraunschweigLüneburg, von Caspar von

Seckendorff für den Markgrafen und Kurfürsten zu BrandenburgAnsbach, von Sigmundt von

Boyneborck für den Landgrafen zu Hessen, von Pfarrer Mathis (Matthes) für die Reichsstadt

Straßburg, von Bürgermeister Christoph Kreß für die Reichsstadt Nürnberg und von

Bürgermeister Bernhard Besserer für die Reichsstadt Ulm.

Die Rodacher Tagung vom 6.-8. Juni 1529 war die wichtigste der 11 Zusammenkünfte der

protestantischen Reichsstände zwischen dem zweiten Reichstag zu Speyer und dem Reichstag

zu Augsburg von 1530. Bündnistext, Absprache über Glaubenssätze und Festsetzung des Termins

für eine Zusammenkunft in Schwabach waren Gegenstand der Verhandlungen. Einen breiten

Raum nahm die Frage ein, wie man sich zum Kaiser als der von Gott verordneten Obrigkeit zu

stellen habe. Die Bündnispartner des Rodacher Paktes waren 1529 in derselben Gewissensnot,

wie die Männer des 20. Juli.

74

© Dr. Albin Schubert


K 1 2 . 2 . Sprechstück

Das Treffen zu Rodach

Die Verhandlungspartner standen in Rodach noch ganz unter dem Eindruck der Protestation von

Speyer. Der Unterschied zwischen der protestantischen Bekenntnisrichtung Luthers und Zwinglis

spielte im Rodacher Bund noch keine entscheidende Rolle, Die Absicht, das Verhältnis zur

Mutterkirche abzustecken, hatte Vorrang. Immerhin hielt man eine gemeinsame Marschrichtung

für das evangelische Lager für wichtig genug, damit man in mit schriftlich fixierten

Glaubenssätzen Rede und Antwort stehen könnte. Deshalb wurde die Abfassung einer

Bekenntnisschrift in Rodach ebenfalls diskutiert. Diese Glaubenssätze für eine evangelische

Bekenntnisschrift, in Rodach vorbereitet und auf der Tagung zu Schwabach nach dem

Religionsgespräch zu Marburg im Oktober 1529 in 17 Artikeln zusammengestellt, wurden

während Luthers Aufenthalt auf der Veste Coburg von Philipp Melanchthon überarbeitet und in

die Augsburger Bekenntnisschrift des Jahres 1530 eingearbeitet. Rodach hat für die

Vorbereitung der Schwabacher Artikel und damit auch für deren Verankerung in der Augsburger

Bekenntnisschrift Pate gestanden. In Rodach stand auch gleichsam die Wiege des

Schmalkaldischen Bundes. Diese geschichtliche Gegebenheit hat überkonfessionale Bedeutung.

Orte der Tagungen eines sogenannten evangelischen Rumpfparlamentes zwischen den beiden

Reichstagen zu Speyer und Augsburg waren außer Rodach die Städte Memmingen, Nürnberg,

Saalfeld, Schleiz, Schwabach, Schmalkalden und Biberach. Beteiligt an den Beratungen und

Beschlüssen waren bei unterschiedlicher Beschickung der Tagungen BrandenburgAnsbach,

Sachsen, Hessen, Anhalt, BraunschweigLüneburg und die Reichsstädte Ulm, Kempten,

Memmingen, Isny, Lindau, Nürnberg, Straßburg, Biberach, Konstanz, Reutlingen, Windsheim,

Heilbronn, Weißenburg und St. Gallen. Letzteres trat zum letzten Male als Reichsstadt des

Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation in Erscheinung. Auch Magdeburg, Nördlingen,

Zürich, Bern, Frankfurt und selbst Köln waren im Gespräch. Insgesamt haben sich in Archiven

etwa 80 Schriftstücke erhalten, die die Rodacher Tagung betreffen.

In einem eigens für den 2. November verfassten Sprechspiel, das im Gottesdienst von

Mitgliedern der evangelischen Jugend dargeboten wird, wird in ökumenischem Geiste die

geschichtliche Bedeutung der Rodacher Tagung von 1529 gewürdigt werden.

Dr. Albin Schubert

© Dr. Albin Schubert

75


K 1 2 . 3 . Sprechstück

Das Treffen zu Rodach

1.Sprecher

Ich rufe Rodach! / Rodach, ich rufe Dich!

Weilet an diesem Ort / mit Andacht und ernstem (frommem) Gebet!

Suchet den Herrn aller Herren, / den Lenker auch Deines Geschicks!

Rodach, Du Heimatstadt mein, / im Bannkreis all´ meines Strebens,

trag auch in fernere Zukunft / der Ahnherrn verpflichtend Vermächtnis!

Ehrfurchtsvoll blicket empor/ zum Herren und Gott dieser Welt,

der seine schützende Hand/ auf Rodachs Bewohner auch hält!

Haus, St. Johannis genannt, / an altvertraut heimischem Ort,

stolz auf turmbewehrt' Zinnen / Jahrhunderte schauen herab.

Kirche, in Stürmen der Zeit / geboren und wiedergeborn

für ein erleuchtet´ Geschlecht / im Glauben der Väter vereint.

Luther, der Gottesmann / er baute den festen Grund,

der, ohne Werken zu trauen / im Glauben zusammen uns schweißt.

Uns zünden an die Lichter / Verfechter der Reformation

auf dem Altar Jesu Christi / hier in unserer Stadt.

Vierhundertvierzig Jahre / vergangen sind seit jenem Tag,

als Sachsens reitende Boten / verkünden Geschichte des Reichs.

Aus dem entlegenen Rodach / in Deutschlands entferntesten Gau

bringen sie trotzige Kunde / den Willen zur Standhaftigkeit.

Eingedenk seiner Bedeutung / leihet uns Euer Ohr

für die Laudatio Luthers / am Feste der Reformation.

Aus uralten Zeiten uns leuchtet herfür / ein Lichtlein am Abend; zu glauben,

dass unserer Seel' an der himmlischen Tür / kein Satan kann Gnadenheil rauben.

Und was unsre Feinde an Finten erdacht, / das hat Martin Luther zuschanden gemacht.

Der Urquell der Wahrheit, das biblische Wort / verschüttet lag er, verdorben.

Wir waren trotz Heilandes sicherem Hort / ein tausendfach Leben gestorben.

Und was uns im Gleichnis vom Sünder gebucht, / das hat Martin Luther uns wieder gesucht.

Nach dunkelen Nächten in Sturmesgebraus, / bei heftiger Brandung der Wogen

erbauten sich Christen ein stattliches Haus, / zu spannen den himmlischen Bogen.

Damit das Wort Gottes uns unverfälscht quillt, / der Geist Martin Luthers die Räume erfüllt.

76

© Dr. Albin Schubert


K 1 2 . 4 . Sprechstück

Das Treffen zu Rodach

Wir sind Jesu Christo und halten uns recht / an seine unendliche Gnade.

So bleibet das Böse in Ketten gelegt, / dass uns nicht berühret ein Schade.

Was olim(einst) der Menschheit zum Frommen gereicht, /das hat Martin Luther auch Rodach

gezeigt.

In Rodach beschlossen, nach Rodach genannt, /so sind die Artikel geblieben:

Für alle in Christo ein einigend Band, / für alle, die Gottes Wort lieben:

Den Spöttern zur Mahnung, den Feinden zum Trutz, / den Büßern zur Schonung, und Luther zum

Schutz!

Ihr Brüder in Christo im Rodacher Land, / bekennt Euch zu Luther in Treue!

Der Herrgott mag dann mit schützender Hand / Euch schirmen und hüten aufs Neue!

Denn Gottes Wort und Luthers Lehr' / vergehen nie und nimmermehr!

2. Sprecher

Worms 1521: Auf dem Reichstag wird Luthers Lehre verworfen. Das Wormser Edikt verbietet

jede Änderung der mittelalterlichen Kirche.

Auf dem ersten Reichstag zu Speyer 1526 war beschlossen worden, dass "jeder Stand des

Reiches so leben, regieren und es halten sollte, wie er es gegen Gott und den Kaiser sich zu

verantworten getraue". Dieser Beschluss stand unter dem Eindruck der Türken-gefahr, die

Ungarn besetzt hatten und somit vor die Tore Wiens gerückt waren.

Auf dem zweiten Reichstag zu Speyer 1529 forderte jedoch der Kaiser die Durchführung des

Wormser Edikts. Allen Predigern wurde aufgegeben, nur im Sinne der katholischen Kirche zu

lehren. Gegen diesen Reichstagsbeschluss legten die evangelischen Reichs-stände zwar

Verwahrung ein. Nach diesem Einspruch wurden die Evangelischen später "Protestanten"

genannt.

Kaiser Karl V. wies aber jeden Einspruch gegen den Reichstagsbeschluss zurück. Wegen dieser

kompromisslosen Haltung des Kaisers ergriffen evangelische Reichsstände die Initiative zum

Schutze und zur Verteidigung des evangelischen Glaubens.

Auf zehn Zusammenkünften im Jahre 1529 und auf einer elften im Januar 1530 wurden

Maßnahmen beraten und beschlossen, die der Vernichtung des evangelischen Glaubens

entgegentreten sollten. Orte der Tagungen eines sogenannten evangelischen Rumpfparlamentes

waren Memmingen, Nürnberg, Rodach, Saalfeld, Schleiz, Schwabach, Schmalkalden

und Biberach.

Beteiligt an den Beratungen und Beschlüssen waren bei unterschiedlicher Beschickung der

Tagungen Brandenburg-Ansbach, Sachsen, Hessen, Anhalt, Braunschweig-Lüne-burg und die

Reichsstädte Ulm, Memmingen, Kempten, Isny, Lindau, Nürnberg, Straß-burg, Biberach,

Konstanz, Reutlingen, Windsheim, Heilbronn, Weißenburg, St. Gallen. Auch Magdeburg,

Nördlingen, Zürich, Bern, Frankfurt und selbst Köln waren im Gespräch.

© Dr. Albin Schubert

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K 1 2 . 5 . Sprechstück

Das Treffen zu Rodach

Unter den 11 Tagungen nach dem zweiten Reichstag zu Speyer kommt Rodach eine besondere

Bedeutung zu. In der St. Johanniskirche zu Rodach wurde am 8. Juni 1529 der Bündnisvertrag

unterzeichnet, der die Evangelischen zur gegenseitigen Hilfeleistung verpflichtete, wenn man

des göttlichen Wortes halber angegriffen werde. Die Rodacher Artikel, wie das Bündnis fortan

ausgewiesen wurde, enthalten keine konkreten Angaben über Heeresstärken und Ausrüstung.

Das Rodacher Bündnis ist jedoch als ein Vorvertrag zum Schmalkaldischen Bund des Jahres 1530

zu werten.

Unterschrieben sind die Rodacher Artikel von:

Hanns von Mingkwitz für den Kurfürsten von Sachsen und den Herzog zu Lüneburg

Caspar von Seckendorff für den Markgrafen von Brandenburg

Sigmundt von Boyneborck für den Landgrafen von Hessen

Matthis, Pfarrer, für die Reichsstadt Straßburg

Christoph Kreß für die Reichsstadt Nürnberg

Bernhard Besserer für die Reichsstadt Ulm

Wir wollen den Abstand von 440 Jahren vergessen und die Unterzeichner der Rodacher Artikel

selbst zu Wort kommen lassen, so wie aus christlichem Verantwortungsbewusst-sein Worte

ihrer Überzeugung den Raum dieses ehrwürdigen Hauses füllen.

Hanns von Mingkwitz, Ritter, Abgesandter des Kurfürsten zu Sachsen, auch Sprecher des

Herzogs zu Braunschweig - Lüneburg

Caspar von Seckendorff, Marschalck, Abgesandter des Markgrafen und Kurfürsten zu

Brandenburg-Ansbach

Sigmundt von Boyneborck, Amtmann zu Schmalkalden, Abgesandter des Landgrafen zu Hessen

betreten gemeinsam die Kirche vom Haupteingang aus.

Mingkwitz:

Mein gnädiger Herr, Kurfürst Johann der Beständige zu Sachsen, des Heiligen Römischen

Reiches Deutscher Nation Erzkanzler, entbietet allen Teilnehmern an dieser Tagung zu Rodach

seinen Gruß. Seine Kurfürstliche Gnaden, als Sprecher auch für den erlauchten Herzog zu

Braunschweig-Lüneburg und in Übereinstimmung mit anderen protestantischen Reichsständen

und vor allem auch mit der Consens Dr. Martin Luthers, erwarten von dem Rodacher Concilium

einen Gegenabschied gegen den Beschluss von Speyer und die Wiederholung der Protestation.

Auf Euch, Caspar von Seckendorff, und auf Euch, Sigmundt von Boyneborck, vertrauen Christen,

die in Luthers Lehre das wahre Evangelium erkannt haben.

Boyneborck:

Dank Euch für den Gruß, Herr Hanns von Mingkwitz!

78

© Dr. Albin Schubert


K 1 2 . 6 . Sprechstück

Das Treffen zu Rodach

Mein gnädiger Herr, Landgraf Philipp von Hessen, ist zu einem Bündnis bereit. Er schlägt vor,

gemäß der Protestation zu Speyer auch diejenigen Glaubensverwandten in das Bündnis zu

lassen, die von der lutherischen Auffassung nicht so vollkommen durchdrungen sind.

Seckendorff:

Mein gnädiger Herr, der Markgraf und Kurfürst Georg zu Brandenburg-Ansbach möchte vor

allem die Unversehrtheit des Reiches gewahrt wissen. (Er möchte sich wohl zu Fragen hinreißen

lassen, die er noch nicht übersehen kann. Einfügung 27.5.2017 Bad Rodach.)

Boyneborck:

Das möchten wir alle. Und wer redet von der Unversehrtheit unseres Gewissens, vom Schaden an

unserer Seele?

Seckendorff: (abwehrend)

Deswegen sind wir ja auch nach Rodach gekommen: Brücken zu schlagen von der Unversehrtheit

des Heiligen Römischen Reiches zur Unversehrtheit des Reiches Gottes nach den

Worten unseres Erlösers. Ich weiß mich darin einig mit Martin Luther, der von dem Begriff des

Reiches nicht minder durchdrungen ist als von dem Begriff der Kirche.

Mingkwitz:

Ich meine, wir sollten den Sektierern und Sakramentierern im protestantischen Lager nicht zu

weiten Raum lassen. Die Unstimmigkeiten mit Zwingli sollten erst bereinigt wer-den.

Mein gnädiger Herr hegt die Hoffnung, dass ein Verständnis mit seiner Kaiserlichen Majestät

noch möglich ist.

Seckendorff:

Kaiser Karl, unsere höchste Obrigkeit, muss man ihm nicht nach den Worten der Schrift, die wir

so oft anrufen, - muss man ihm nicht in jedem Falle Gehorsam leisten, auch wenn uns Unrecht

angetan wird? Ein jedermann sei Untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat!

Das ist auch das hochwohllöbliche Anliegen der Vertreter unserer Reichsstädte, des

Hochwürdigen Vaters Matthes aus Straßburg, der Bürgermeister Christoph Kreß aus Nürnberg

und Bernhard Besserer aus Ulm.

Matthes, Kreß, Besserer:

Gelobt sei Jesus Christus!

Mingkwitz, Seckendorff, Boyneborck:

In Ewigkeit

Kreß: (Nürnberg)

© Dr. Albin Schubert

79


K 1 2 . 7 . Sprechstück

Das Treffen zu Rodach

Die hochedelgeborenen Herren als Abgesandte Eurer Fürstlichen Gnaden mögen unsere

Verspätung entschuldigen. Ein reitender Bote brachte uns vom Rate meiner Stadt Nürnberg die

Bestätigung unserer Meldung vom 6. Juni, um die wir gebeten hatten. In unserer Rodacher

Herberge haben wir über diese Meldung bis jetzt beraten.

Besserer: (Ulm)

Mit Verlaub, verehrte Herren, ich meine, wir sollten die schwerwiegenden Bedenken erst

ausräumen, die dem Abschluss eines Bündnisvertrages hinderlich sind. Wir sind mit unserem Eid

an unsere Kaiserliche Majestät gebunden. Seit der Zeit der salischen Herr-scher haben sich die

Reichsstädte immer der Gunst ihres Kaisers erfreuen dürfen, und die Städte waren immer treue

Vasallen Seiner Majestät.

Matthes: (Straßburg)

Gewiss! -- Wollte man sich gegen einen Fürsten auflehnen, der wider Gottes Gebot handelt, so

wird man sich am Ende herausnehmen, nach eignem Ermessen alle Obrigkeit zu verwerfen. So

sagt Martin Luther.

Ich meine: Wenn eine Gewalt, die rechtmäßig von Gott stammt, sich wider Gott auflehnt, so

kann man sie nicht mehr als eine rechte Obrigkeit betrachten. (Man soll Gott mehr gehorchen

denn den Menschen. Einfügung 27.5.2017 Bad Rodach.)

Wir stehen letzten Endes alle unter dem Zwang der Lehre vom leidenden Gehorsam und vom

Rechte des Widerstandes, welche beide Lehren hier einander entgegentreten.

Boyneborck: (Hessen):

Vom Kaiser haben wir nichts anderes zu erwarten denn Ungnade und Gewalt. Seine christliche

Auffassung ist von seinem Lande Spanien geprägt, wo die christliche Lehre gegen

Fremdherrschaft sich durchsetzen musste.

Seckendorff: (Brandenburg)

-tigste

den Papst an. Der Papst war einst umstrittene oder unumstrittene Autorität. Unser Kaiser sollte

aus diesen Wirren dieser Zeit gestärkt hervorgehen. Das ist möglich; denn Luthers Schriften

haben verschüttete Wahrheiten ans Licht gebracht für alle Stände, die guten Willens sind,

auch für den Kaiser. Es ist der Wunsch meines Herren, dass wir im Sinne der lutherischen

Schriften handeln und dass wir die Grundsätze lutherischer Glaubenssätze in den Bündnistext

mit aufnehmen. (Das ist gut für das weltliche Regiment und für das geistliche Regiment.

Einfügung 27.5.2017 Bad Rodach.)

80

© Dr. Albin Schubert


K 1 2 . 8 . Sprechstück

Das Treffen zu Rodach

Kreß: (Nürnberg)

Wir Nürnberger legen Wert auf die Ausschöpfung aller Möglichkeiten einer friedlichen

Auseinandersetzung mit unserer Kaiserlichen Majestät. Unsere Zusammenkunft hier in der

kursächsischen Stadt Rodach steht unter Spannung in Erwartung der Antwort, die uns unsere

Gesandten von unserer Kaiserlichen Majestät aus seinen Erblanden Italien auf unsere

Vorstellung und Protestation überbringen werden.

Ich habe den Auftrag namens des Rates meiner Stadt zu erklären, dass Nürnberg mit seinen

Glaubensverwandten in ein Bündnis treten wird.

Allerdings erwartet der Rat meiner Stadt, dass in der Urkunde der bindenden Glaubenssätze

Erwähnung getan wird.

Besserer: (Ulm)

Die Reichsstadt Ulm erklärt, dass sie sich eingedenk ihrer Tradition und ihrer Leistungen für

unsere Kirche und für unser Vaterland als im Bunde stehend betrachtet.

Matthes: (Straßburg)

Die Reichsstadt Straßburg im alemannischen Elsass ist sich ihrer Aufgabe im Westen des

Deutschen Reiches bewusst. Sie wird ihre Glaubensbrüder nicht im Stich lassen.

Straßburg hat vor Jahresfrist die Messe abgeschafft. Ich muss mich verbessern: Sie hat die

Messe nicht abgeschafft, sie wird vielmehr bei uns mit größerer Andacht gehalten als bei den

Widersachern. Wir fühlen uns geborgen in der Wahrheit der Schrift, dass es kein anderes Opfer

für die Erbsünde und für die anderen Sünden gibt als allein den Tod Christi.

Als ein verordneter Diener meiner Kirche und als Geistlicher meiner Stadt Straßburg fühle ich

mich berufen, ein deutliches Wort zu dem Glaubensstreit zu sagen, der durch die deutschen

Lande geht und die Weltöffentlichkeit zur Aufmerksamkeit ruft.

Ich rufe alle Christen im protestantischen Lager zur Einigkeit. Ich rufe in unserer Welt voller

widereinander laufender Interessen zu einer Haltung, die nur mit Gott und dem Gewissen

beraten wird.

Es gibt keinen eigenen Weg zu Gott. Nur über Jesus Christus führt der Weg zu ihm. Deshalb

bekennen wir mit Dr. Martin Luther: Es wird von uns verworfen, was als Zwischenstufe durch

irdische Vorstellungen sich zwischen Gläubige und Christus drängt. Deshalb lehnen wir ab eine

Werkgerechtigkeit, von der gelehrt wurde, dass gute Werke uns mit Gott versöhnen und dass wir

damit Gnade erwerben können.

Über diese und andere Sätze und auch über die hl. Sakramente wollen wir im August in

Schwabach beraten, so wie gestern angeregt wurde.

Wir bitten den HI. Geist, dass er für unsere Arbeit in Rodach mit seiner Kraft bei uns bleibe.

© Dr. Albin Schubert

81


K 1 2 . 9 . Sprechstück

Das Treffen zu Rodach

Mingkwitz:

Es ergeht ausdrückliche Einladung für August nach Schwabach zur Aussprache über unsere

Glaubenssätze. So lasst und denn unser wohllöbliches Werk, das wir zur Verteidigung unseres

Glaubens hier in Rodach begonnen haben, mit Gottes Hilfe auch beenden und unseren

Bündnisvertrag durch unsere Unterschrift bekräftigen.

Matthes: (Straßburg)

Dies ist der Tag, den der Herr macht. Lasst uns freuen und fröhlich drinnen sein!

0 Herr, hilf! 0 Herr, lass wohl gelingen!

2. Sprecher:

Die angekündigte Tagung zu Schwabach fand im Oktober 1529 statt. Ihre Ergebnisse sind in

er Artikel" in die Reformationsgeschichte

eingegangen.

rs

Aufenthalt auf der Veste Coburg überarbeitet und in die Augsburger Konfession den Jahres 1530

eingearbeitet.


deren Verankerung in der Augsburger Konfession Pate gestanden und dass in Rodach gleichsam

die Wiege des Schmalkaldischen Bundes gestanden hat, sollte alle Rodacher mit Stolz erfüllen

und alle Gläubigen unseres Kirchspieles zu einem Christentum der Tat verpflichten.

Hundert Jahre nach Abfassung der Rodacher Artikel wurde unsere Heimatstadt von den Truppen

Wallensteins gebrandschatzt. Auch unsere Kirche wurde in den Oktobertagen des Jahres 1632

zerstört. Der Turm jedoch, der Altarraum und die Sakristei sind dieselben Räume, in denen die

Väter der Rodacher Artikel tagten.

Die Überlieferung berichtet, dass die Kaiserlichen in der Sakristei unserer Stadtkirche St.

Johannis das Protokoll über die Rodacher Versammlung von 1529 gefunden und aus Grimm

darüber die Kirche in die Luft gesprengt und das Städtlein in Asche gelegt hätten.

(Genau 100 Jahre später, im Jahre 1732, erschütterte das Schicksal der Salzburger Emigranten

das Gewissen auch der Rodacher, und noch einmal 100 Jahre später hat Superintendent

Hohnbaum in Rodach gewirkt. Er starb 1825. (Am 27.5.2017 in Bad Rodach ausgelassen.)

Heute zum Reformationsfest des Jahres 1969 wünschen wir uns eine Gemeinde die sich der

reichen Tradition Rodachs bewusst bleibt und das Vermächtnis Martin Luthers mit gläubigem

Herzen in eine christliche Zukunft trägt. Dazu verhelfe uns unser Herre und Gott.

82

© Dr. Albin Schubert


K 1 2 . 1 0 . Sprechstück

Das Treffen zu Rodach

1. Sprecher

Immer im Glanz Deines Ruhms / bleib Du mir, mein Rodach verbunden,

weil im Geschichtsbuch des Reichs / beständig Dein Name bewahrt!

Klein in der Städte Rund' /, doch groß in des Wortes Bedeutung,

hast Deinen Platz Du gewählt, / der uns zur Ehre gereicht.

Würdig, o Rodach, hast Du / vertreten immer die Rechte

für ein beflissen Geschlecht, / in schwerer Zeit und Not.

Trauend auf unsre Zukunft / schöpfen wir neue Kräfte

aus der Vergangenheit Lehre, / aus altbewährt geistigem Gut.

Mögen die Jahre verrinnen, / mag uns die Zeit stille stehn:

Immer möge uns treffen / Gott einsatz- und opferbereit!

An der Schwelle unsrer Tage, / voller Unruh', Hetz´ und Hatz,

hören wir so manche Klage / aus des Herzens Ruheplatz.

Wahrheitssucher, Kritikaster, / wer von ferne heimgekehrt

schütten aus die schlimmen Laster / oder loben unbeschwert.

Dass die Wahrheit Wahrheit bleibe, / dass der Lüge Einhalt gescheh´:

Treu ins Buch des Lebens schreibe / deines Kummers Ach und Weh!

Christen schenken Liebe allen / Menschenkindern nah und fern.

Doch in diesen stillen Hallen / liebt die Kirche ihren Herrn.

St. Johannis, Weihestätte / sammelt Rodachs Christenschar

zu vereintem, fromm' Gebete / heut wie einst und Jahr um Jahr.

Ruft auch Dich! Drum bleibe stille / in dem Schöpfer unsrer Welt,

der Dich birgt in Gnadenfülle / und in starken Händen hält.

Rodach steht und bleibt im Bunde. / Auf der Ahnen Glaubensspur

wahret es die frohe Kunde: / Heiland, Dir gehörn wir nur!

Alle Menschen, hoch und niedrig, / alle Bürger, groß und klein,

alle, den' das Wort nicht widrig, / ladet dieser Tempel ein.

St. Johannis stehet offen. / Spendend Stärk´ und heilsam Kraft

hören wir, dass unser Hoffen / einen neuen Menschen schafft.

Kritisch möget Ihr verschenken / Eure Gunst gehörtem Wort!

Stets doch wollt die Schritte lenken / hin zu dem geweihten Ort!

© Dr. Albin Schubert

83


K 1 2 . 11 . Sprechstück

Das Treffen zu Rodach

Gefestigt in der Väter Glauben / lasst niemals Euch die Hoffnung rauben.

Denn Gottes Wort und Luthers Lehr' / vergehen nie und nimmermehr!

Schlussgespräch

Wahrheitssucher Kritikaster Heimkehrer

Wahrheitssucher:

Ich habe mich schon gewundert, was Du alter Kritikaster heute in der Kirche wolltest. Hast Dich

ja seit Jahr und Tag nicht mehr beim Gottesdienst sehen lassen.

Kritikaster:

Was soll ich auch? Du betest ja für mich mit, wie es sich gehört für einen Wahrheitssucher,

der Du doch sein willst.

Ich bete in meinem stillen Kämmerlein, wenn Ihr frommen Leute mit viel Getöse in der Kirche

auf die Pauke haut.

Wahrheitssucher:

Von Deinen Gebeten habe ich eine Vorstellung, und von Deinem stillen Kämmerlein auch.

Noch besser kenne ich Dein Gesangbuch. Dein Gesangbuch mit Henkel, weißt Du? Und erst

Dein Glaubensbekenntnis!

Kritikaster:

Was ich glaube? Das will ich Dir sagen:

Ich glaube, dass ein Pfund Rindfleisch eine gute Suppe gibt.

Wahrheitssucher:

Jetzt kenne ich Dein Glaubensbekenntnis. So genau wollte ich es jedoch auch wieder nicht

wissen.

Aber sag ehrlich: Was wolltest Du heute mit einem solchen Glaubensbekenntnis in der Kirche?

Du musst doch wenigstens noch eine blasse Ahnung haben aus der Zeit Deines

Konfirmandenunterrichtes, dass in der Kirche von Jesus Christus, vom Kreuz, von der

Auferstehung der Toten und vom Heiligen Geist gepredigt wird.

Kritikaster:

Hohles, nichtssagendes Gerede! Du magst das ja alles glauben. Du bist ja ein Wahrheitssucher.

Aber ich wette: Viele Christen und fleißige Kirchgänger haben ihre liebe Not mit

Deinem Kreuz, Deiner Auferstehung der Toten und mit Deinem Heiligen Geist.

84

© Dr. Albin Schubert


K 1 2 . 1 2 . Sprechstück

Das Treffen zu Rodach

Wahrheitssucher:

Jetzt muss ich Dir einmal wirklich recht geben. Ein rechter Christ setzt sich immer wieder mit

Kreuz übrigens auch mit Deinem Kreuz und mit Auferstehung auseinander. Es ist keine

Schande, wenn ein Gottsucher irgendwann einmal im Leben in Glaubensnot gerät.

Kritikaster:

Da bin ich doch wirklich glücklicher dran als Du und Deinesgleichen.

Bei mir gibt es keine Glaubensnot. Ich tue niemandem unrecht, habe noch keinem etwas

weggenommen, bin ein guter Ehemann und Familienvater, bin freundlich und gut mit meinen

Nachbarn und Arbeitskameraden. Ich gebe sogar regelmäßig meine Mark für die Innere Mission.

Wahrheitssucher:

Ein Maulwurf hört in seinem Loch / ein Lerchenlied erklingen

und sprach: Wie töricht ist es doch, / zu fliegen und zu singen!

Ich freue mich, wenn Du glücklich bist. Aber ich möchte trotzdem nicht mit Dir tauschen. Ich

möchte in meiner Haut bleiben, möchte mit Christus leben und vor allen Dingen auch mit

Christus sterben.

Kritikaster:

Hast mir doch wenigstens nicht mit gesalbten Bibelsprüchen geantwortet, wie es die Mode so

vieler Frömmler ist.

Wahrheitssucher:

Du siehst, auch mit Leuten meines Schlags kann man manchmal vernünftig reden.

Kritikaster:

Das ist die neue Masche; Kirche und Theologie in Revolution!

Da werden selbst Marx und Mao Tse Tung, Ho Tschi Mhin und Che Guevara zu Gevattern

gebeten!

Wahrheitssucher:

Jesus Christus war schon ein Revolutionär. Aber er ist nicht in die Welt gekommen, um eine

neue Gesellschaft zu errichten, sondern um den Menschen neu zu machen.

Aber deswegen weiß ich immer noch nicht, warum Du heute den Gottesdienst besucht hast.

Rückversicherung? Könnte vielleicht doch etwas an der Geschichte von dem auferstandenen

Christus und vom Weltgericht sein?

© Dr. Albin Schubert

85


D

K 1 2 . 1 3 . Sprechstück

Das Treffen zu Rodach

Kritikaster:

Wenn ich ehrlich sein soll: Die Neugierde ist es gewesen, die mich zum Besuch des Gottesdienstes

veranlasste. Ich habe in der Zeitung den Beitrag gelesen: 440 Jahre Rodacher Artikel.

Darüber wollte ich mir Klarheit verschaffen.

Wahrheitssucher:

Und welche Meinung hast du jetzt?

Kritikaster:

Von Luther hatte ich schon immer keine schlechte Meinung. Seine revolutionäre Haltung, mit

welcher seine grobe Faust die Schale der Autorität und das Gefäß des Herkommens

zertrümmerte und wodurch er dem bis dahin blockierten Fortschritt des europäischen Geistes

freie Bahn schuf, hat mir immer stark imponiert.

Heimkehrer:

(Und ich meine, dass Luther auch noch 1969 zu den kraftvollsten Persönlichkeiten der modernen

Welt zählt. Er war nach meiner Meinung die mächtigste Gestalt in Deutsch-lands Geschichte,

und seine Landsleute lieben ihn, weil er der deutscheste aller Deutschen war. Am 27.5.2017 in

Bad Rodach ausgelassen)

Ich habe Eurem Gespräch schon eine ganze Weile zugehört. Es ist erfreulich, dass es auch in

Rodach noch Menschen gibt, die miteinander reden wollen.

Wahrheitssucher:

Wir leben in einem Zeitalter in welchem sich die Wirklichkeit nur im lebendigen Gespräch

miteinander verwirklichen lässt.

Es hat die junge Generation gewiss recht, wenn sie in stürmischer Weise Diskussionen über

Lebensfragen und soziale Daseinsfragen fordert, sofern sie dabei nach der Wahrheit forscht.

Heimkehrer:

Gewiss! Wenn die menschliche Gesellschaft an Reife, Weisheit und Gerechtigkeit zuneh-men

will, so kann das nur über den einzelnen Menschen geschehen.

Wahrheitssucher:

Wir sind uns einig. Wir brauchen Menschen. Menschen mit einer neuen Seelenhaltung und mit

der unbestechlichen Bereitschaft zur Gewissensforschung, wenn wir in unserem

wirtschaftswundergesättigten Land nicht an seelischer Unterernährung zugrunde gehen wollen.

Heimkehrer:

Und die Sehnsucht nach der Heimkehr zu Gott!

Ich habe das Stahlgewitter des letzten Krieges über mich ergehen lassen müssen. Ich bin wieder

glücklich heimgekehrt. In Polen, in Frankreich, auf dem Balkan und in den unendlichen Weiten

Russlands habe ich aber auch heimgefunden zu Gott.

I

86

W

© Dr. Albin Schubert


K 1 2 . 1 4 . Sprechstück

Das Treffen zu Rodach

In einem unstillbaren Heimweh während der Sturmangriffe an den Fronten habe ich begriffen,

dass wir den Himmel nicht erst zu stürmen brauchen; denn er hat sich uns schon geöffnet.

Wir müssen nicht verzweifelt schweigen; denn Christus hat uns eingeladen, dass wir mit ihm

reden.

Das ist die Form der Diskussion: Herr, sei Du das Maß meines Gebets!

Unsere Gesellschaft von 1969 wird auf die weltanschaulichen und religiösen Beiträge der

Heimkehrer aus den letzten Kriegen nicht verzichten können. Das ist meine Überzeugung.

Kritikaster:

Wenn man Dich so reden hört, könnte man fast selber zum Wortführer Deiner Überzeugung

werden.

Vor allem beeindruckt mich Deine Überzeugung aus Deinem Erleben heraus.

Wahrheitssucher:

Gott zwingt niemand, an ihn zu glauben. Gottes Güte ist auch an keine Bedingung gebunden.

Aber Gott ist und bleibt auch für Dich da: für den Kritikaster mit seinem Glaubensbekenntnis für

ein Pfund Rindfleisch.

Heimkehrer:

Dem Menschen von heute fehlt die Orientierung, weil alles menschliche Wissen Stück-werk ist.

Christus ist die Wahrheit und das Leben.

Daran muss ich immer denken, wenn die Abendglocke die Verirrten ruft, die noch nicht

heimgekehrt sind.

Aber zu einer Erneuerung gehören Menschen der alten Welt mit neuen Prinzipien.

Wahrheitssucher:

Davon sollten die Sechs aus Sachsen, Hessen, Brandenburg, Straßburg, Ulm und Nürnberg

überzeugen, die am 8. Juni 1529 hier in diesem Gotteshaus die Rodacher Artikel unterschrieben

haben.

Die Glaubenshaltung der Unterzeichner und Ratifikanten der Rodacher Artikel sollte uns Respekt

abfordern. Sie sind überaus modern geblieben. In ihrer Anschauung über das weltliche Regiment

standen sie vor ähnlichen Problemen wie die Männer des 20. Juli 1944.

Es gehört mehr als Lokalpatriotismus dazu, wenn Rodach seiner Verpflichtung aus dem

Reformationsgeschehen für das protestantische Deutschland und für die protestantische Welt

eingedenk bleibt.

Ich rufe Rodach zur Besinnung und Einkehr:

Gotten Wort und Luthers Lehr´ / vergehen nie und nimmermehr.

© Dr. Albin Schubert

87


K 1 3 . 1 Geschichtlicher Hintergrund

Das Treffen zu Rodach

Rodacher Abschied (Rodacher Notel)

1521

Reichstag

zu Worms

5. bis 8.

Juni 1529

Das Wormser Edikt

So erließ der Kaiser das Wormser Edikt. In dieser Anordnung verhängte er die

Reichsacht über Luther. Zum Ausschluss aus der Kirche kam also nun auch der

Ausschluss aus der weltlichen Gemeinschaft. Das Wormser Edikt verbot auch das

Lesen und die Verbreitung von Luthers Schriften. Sie sollten sogar verbrannt

werden. Luther selbst durfte von niemand beherbergt werden. Wer ihn fände,

sollte ihn ausliefern.

Auf dem ersten Reichstag zu Speyer 1526 war dieser Beschluss teilweise revidiert

worden, indem die Ausführung des Wormser Edikts den Reichsständen überlassen

wurde. Jeder Fürst sollte es mit der Religion so halten, wie er es vor Kaiser und

Gott verantworten könne. Auf dem zweiten Reichstag zu Speyer 1529 wollte nun

Kaiser Karl V. durch die Aufhebung der Beschlüsse von 1526 die religiöse

Uneinigkeit zwischen katholischer Mehrheit und evangelischer Minderheit

beenden.

Die protestantischen Fürsten wollten sich aber nicht damit abfinden, durch

Mehrheitsbeschluss zur katholischen Konfession gezwungen zu werden. Diese

Protestation der Fürsten und Städte gilt mittlerweile als Geburtsstunde des

Protestantismus.

Verabredung in Speyer zu einem Treffen in Rodach

Abgeordnete der Fürstentümer: Kursachsen und Hessen und Brandenburg-

Ansbach

Abgeordnete der freien Reichsstädte: Straßburg , Nürnberg und Ulm

trafen sich in Rodach

6 Abgeordnete

11 Gesandte

Sachsisch botschaft: Her Hans von Myngwitz, ritter

Brandenburgk:

Heßen:

Caspar von Seckendorf, marschalk

Sygmund von Goyneburgk, amtmann von Schmalkalden

Johann Nordeck, chammersekretarius

Nurmberg:

Christof Kreß, burgermeister

Christoff Tezel, burgermeister

Georg Hipler, ratschreiber

Ulm:

Bernhard Besserer, burgermeiste

Daniel Schleicher, statschreiber

Conrad Aytinger, statschreiber

Straßburg:

Matheis, Pfarrher, amtmeister

88

© Dr. Albin Schubert


K 1 3 . 2 . Geschichtlicher Hintergrund

Das Treffen zu Rodach

Das Ziel

Das Problem

Die

Vereinbarung

Oktober 1529


verfasst

Bündnis zur Verteidigung des Glaubens

Die Wittenberger Theologen wollten ein politisches Bündnis nur mit einem

gemeinsamen Glaubensbekenntnis das lag aber noch nicht vor

Straßburg und Ulm waren der Abendmahllehre des Schweizer Reformators Zwingli

nahe hätten daher ein Wittenberger Glaubensbekenntnis nicht akzeptiert

Bis zur nächsten Tagung gegenseitiger Beistand

Tagung in Schwabach

1531 Vertrag des Schmalkaldischen Bundes (ohne Bekenntnisvoraussetzung)

© Dr. Albin Schubert

89


K 1 4 . Gesprächsimpulse

Trost bei Luther Eine Andacht zum Thema Trost








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© Heidi Schülke


K 1 5 . Ablauf der Abendandacht

Trost bei Luther Eine Andacht zum Thema Trost




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V 1 6 . Literaturliste

Luther und die Juden


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V 1 7 . 1 . EKD Kundgebung

Luther und die Juden

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Beschlüsse

Kundgebung "Martin Luther und die

Juden –

Notwendige Erinnerung zum Reformationsjubiläum"

m

2. Tagung

der 12.

Synode

der

EKD,

8.

bis

11.

1. November

2015

Bremen

11. November 2015

Kundgebung

der 12.

Synode der Evangelischen e n Kirche

in

Deutschland

auf

ihrer 2.

Tagung

"Martin Luther

und die

Juden –

Notwendige Erinnerung zum Reformationsjubiläum"

Im Jahr 2017

feiert die

Evangelische Kirche

500

Jahre

Reformation. Dabei

fragen

wir mit

Blick auf

unser historisches und

theologisches Erbe

nach

wesentlichen

Einsichten für heute.

Bei

aller Dankbarkeit und

Freude

verschließen wir die

Augen

nicht vor

Fehlern

und

Schuldverstrickungen der Reformatoren und

der

reformatorischen orischen Kirchen.

Bedrängende ende

Einsichten

1. Die

Reformation zielte

auf

eine

e Reform der Kirche

aus

der Kraft

des

Evangeliums. Nur in

wenigen

Fällen len

kam es dabei

zu

einer er neuen

Sicht

auf

die

Juden. Die Reformatoren

standen

n in

einer Tradition

judenfeindlicher Denkmuster,

deren

Wurzeln bis in

die

Anfänge

der Kirche

zurückreichen. en.

2. Wir tragen dafür Verantwortung

zu

klären,

wie

wir mit

den

judenfeindlichen

Aussagen

der Reformationszeit

und

ihrer Wirkungs- und

Rezeptionsgeschichte

umgehen. Wir fragen,

inwieweit

sie

eine

antijüdische

Grundhaltung in

der

evangelischen Kirche

gefördert

haben und

wie

diese

heute überwunden

werden

kann.

Der Auseinandersetzung

mit

der Haltung

Martin

Luthers gegenüber Juden

kommt dabei exemplarische

Bedeutung e

zu.

3. Luther

verknüpfte zentrale

Einsichten seiner Theologie

mit

judenfeindlichen

Denkmustern. Seine

Empfehlungen en für den

konkreten

Umgang mit

Juden

waren

widersprüchlich. rüchlich. Sie

reichen

vom

Plädoyer für einen

freundlich werbenden

Umgang

bis hin

zu Schmähungen

und

Forderungen, die

auf

eine

vollständige Entrechtung

1 von 4

12.11.15 12:46

© EKD

93


V 1 7 . 2 . EKD Kundgebung

Luther und die Juden

EKD: Kundgebung "Martin Luther und die Juden – Notwendige ...

http://ekd.de/print.php?file=/synode2015_bremen/beschluesse/s...

und Vertreibung der Juden zielten.

4. Im Vorfeld des Reformationsjubiläums können wir an dieser Schuldgeschichte

nicht vorbeigehen. Die Tatsache, dass die judenfeindlichen Ratschläge des späten

Luther für den nationalsozialistischen Antisemitismus in Anspruch genommen

wurden, stellt eine weitere Belastung für die evangelische Kirche dar.

Belastendes Erbe

5. Zwischen Luthers frühen Äußerungen und seinen späten Schriften ab 1538 mit

ihrem unverhüllten Judenhass besteht eine Kontinuität im theologischen Urteil über

die Juden. Im Judentum seiner Zeit sah er eine Religion, die ihre eigene

Bestimmung verfehlt. Sie lasse sich von der Verdienstlichkeit der Werke leiten und

lehne es ab das Alte Testament auf Jesus Christus hin zu lesen. Das Leiden der

Juden sei Ausdruck der Strafe Gottes für die Verleugnung Jesu Christi.

6. Luthers Urteil über die Juden war eingebunden in die abendländische Tradition

der Judenfeindschaft. Zunächst wies er verbreitete Verleumdungen wie den

Vorwurf der Hostienschändung und des Ritualmords als Lügengeschichten ab.

Später kehrte er jedoch zu überkommenen Stereotypen zurück und blieb in

irrationalen Ängsten und Ressentiments befangen.

7. Ein Zusammenleben von Juden und Christen konnte es für Luther nur auf Zeit

und in der Hoffnung auf Bekehrung der Juden geben. In deutlicher Kritik an der

üblichen Judenhetze hoffte er 1523, dass, "wenn man mit den Juden freundlich

handelt und aus der heiligen Schrift sie säuberlich unterweist, es sollten ihrer viel

rechte Christen werden ..." ("Dass unser Herr Jesus ein geborener Jude sei"). 1543

verfasste er die Schrift "Von den Juden und ihren Lügen". Aus Angst, die Duldung

der jüdischen Religion könne den Zorn Gottes auch über das christliche

Gemeinwesen heraufbeschwören, empfahl er am Ende dieser Schrift der weltlichen

Obrigkeit u.a. die Verbrennung der Synagogen, die Zerstörung jüdischer Häuser,

die Konfiszierung von Talmud und Gebetbüchern, Handelsverbot und

Zwangsarbeit. Wenn das nicht helfe, riet er, solle man die Juden "wie die tollen

Hunde ausjagen".

8. Auf Luthers Ratschläge konnte Jahrhunderte lang zurückgegriffen werden. Zum

einen hat man sich unter Berufung auf die bedingt judenfreundliche Haltung von

1523 für die Duldung der Juden, aber auch für eine intensivierte Judenmission

ausgesprochen. Zum andern hat man sich auf Luthers Spätschriften zur

Rechtfertigung von Judenhass und Verfolgung berufen, insbesondere mit dem

aufkommenden rassischen Antisemitismus und in der Zeit des Nationalsozialismus.

Einfache Kontinuitätslinien lassen sich nicht ziehen. Gleichwohl konnte Luther im

19. und 20. Jahrhundert für theologischen und kirchlichen Antijudaismus sowie

politischen Antisemitismus in Anspruch genommen werden.

Erneuernder Aufbruch

9. Nach 1945 kam es in Deutschland zunächst zögerlich zu einem bis heute nicht

abgeschlossenem Lernprozess der Kirchen bezüglich ihres schuldhaften

Versagens gegenüber dem Judentum. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat

ihr Verhältnis zum Judentum theologisch neu bestimmt, jede Form der

Judenfeindschaft verworfen und zur Begegnung mit dem Judentum aufgerufen.

2 von 4 12.11.15 12:46

94

© EKD


V 1 7 . 3 . EKD Kundgebung

Luther und die Juden

EKD: Kundgebung "Martin Luther und die Juden – Notwendige ...

http://ekd.de/print.php?file=/synode2015_bremen/beschluesse/s...

Entsprechende Aussagen sind in die Kirchenverfassungen vieler Gliedkirchen der

EKD aufgenommen worden.

10. Luthers Sicht des Judentums und seine Schmähungen gegen Juden stehen

nach unserem heutigen Verständnis im Widerspruch zum Glauben an den einen

Gott, der sich in dem Juden Jesus offenbart hat. Sein Urteil über Israel entspricht

demnach nicht den biblischen Aussagen zu Gottes Bundestreue gegenüber seinem

Volk und zur bleibenden Erwählung Israels.

11. Wir stellen uns in Theologie und Kirche der Herausforderung, zentrale

theologische Lehren der Reformation neu zu bedenken und dabei nicht in

abwertende Stereotype zu Lasten des Judentums zu verfallen. Das betrifft

insbesondere die Unterscheidungen "Gesetz und Evangelium", "Verheißung und

Erfüllung", "Glaube und Werke" und "alter und neuer Bund".

12. Wir erkennen die Notwendigkeit eines kritischen Umgangs mit unserem

reformatorischen Erbe in der Auslegung der Heiligen Schrift, insbesondere des

Alten Testaments. Wir erkennen in der jüdischen Auslegung des Tenach "eine auch

für die christliche Auslegung nicht nur legitime, sondern sogar notwendige

Perspektive" (Kirche und Israel, Leuenberger Texte 6, II, 227); denn die

Wahrnehmung jüdischer Bibelauslegung erschließt uns tiefer den Reichtum der

Heiligen Schrift.

13. Wir erkennen, welchen Anteil die reformatorische Tradition an der

schmerzvollen Geschichte der "Vergegnung" (Martin Buber) von Christen und

Juden hat. Das weitreichende Versagen der Evangelischen Kirche gegenüber dem

jüdischen Volk erfüllt uns mit Trauer und Scham. Aus dem Erschrecken über

historische und theologische Irrwege und aus dem Wissen um Schuld am

Leidensweg jüdischer Menschen erwächst heute die besondere Verantwortung,

jeder Form von Judenfeindschaft und -verachtung zu widerstehen und ihr

entgegenzutreten.

12. "Als unser Herr und Meister Jesus Christus sagte: ‚Tut Buße, denn das

Himmelreich ist nahe herbeigekommen‘, wollte er, dass das ganze Leben der

Glaubenden Buße sei" (Martin Luther). Das Reformationsjubiläum im Jahr 2017

gibt Anlass zu weiteren Schritten der Umkehr und Erneuerung.

Bremen, den 11. November 2015

Die Präses der Synode

der Evangelischen Kirche in Deutschland

Dr. Irmgard Schwaetzer

Die Veröffentlichung der Beschlüsse erfolgt unter dem Vorbehalt der

endgültigen Ausfertigung durch die Präses der Synode!

© 1996-2015 Evangelische Kirche in Deutschland

Impressum Herrenhäuser | Newsletter Straße 12 | Datenschutz

| 30419 Hannover

Tel: 0511-2796-0 | Fax: 0511-2796-707

Internet: www.ekd.de | E-Mail: info@ekd.de

3 von 4 12.11.15 12:46

© EKD

95


V 1 8 . Handout Vortrag

Luther und die Juden















































































































































































































































































































































































































































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© Coburger Tageblatt vom 19.07.2017


V 1 9 . Handout Vortrag

Coburger Reformators Balthasar Düring


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© Rainer Axmann

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V 2 0 . 1 . Handout Vortrag

Die Reformation in der „Pflege Coburg”




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V 2 0 . 2 . Handout Vortrag

Die Reformation in der „Pflege Coburg”

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© Rainer Axmann

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V 2 1 . Psalm 46 in englischer Sprache

Martin Luther and the Reformation




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© The NIV Study Bible, 1985 by The Zondervan Corporation


V 2 2 . Lied: A mighty fortress…

Martin Luther and the Reformation











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© Martin Luther 1529; Tr. „Curch Book”, Philadelphia, 1868, alt.

Rejoice and Sing, Lutheran Publishing House, Adelaide, South Australia

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V 2 3 . Literaturliste

Reformation Global Ein Vortrag



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V 2 4 . Literaturliste

Luther und seine Mitstreiter Ein Vortrag



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© Evang.-Luth. Dekanat Coburg


V 2 5 . Bezugsquelle

Wer war Luther? Vortrag in leichter Sprache






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V 2 6 . Literaturliste

Luther – Rebell seiner Zeit

Vorbereitung eines Theaterbesuchs




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© Evang.-Luth. Dekanat Coburg

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V 2 7 . 1 . Flyer

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V 2 7 . 2 . Flyer

Frauen unterstützen die Reformation

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© Gudrun Wurmthaler

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V 2 8 . Anspiel

Frauen unterstützen die Reformation


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V 2 9 . Bezugsquelle

2017 – die Reformation feiert Geburtstag








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© Evang.-Luth. Dekanat Coburg

I M P R E S S U M

Coburger REFORMATIONSBOTSCHAFTER

Ein Projekt der Reformationsdekade

des Evang. Luth. Dekanates Coburg

Pfarrgasse 6

96450 Coburg

© Evang.-Luth. Dekanat Coburg

Evangelisch-Lutherisches

Dekanat Coburg

107


COBURGER

REFORMATIONS

BOTSCHAFTER

Schauen Sie diese bunten, vielfältigen

erprobten Ideen in dieser Dokumentation

an. Lassen Sie sich inspirieren und nehmen

Sie diese als Anregung für ihr Wirken

in Ihrer Kirchengemeinde oder Gruppe.

Evangelisch-Lutherisches

Dekanat Coburg

GEFÖRDERT

durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft

und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds

für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

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