Wirtschaftszeitung_28052018

hallomuenster
  • Keine Tags gefunden...

Branchen &Betriebe: Hohe

Kunst des Handels Seite 9/10

Geld &Geschäft: Sicher, aber

nicht zinslos. Seite 17/18

Wissen &Leben: Roboter als

Küchenhelfer Seite 22

DIE WIRTSCHAFT

Münster |Münsterland

Mit Beilage

Münsters Businessgewerbepark

Loddenheide

www.agravis.de

Aschendorf

f Medien GmbH &Co. KG

An der Hansalinie 1, 48163 Münster

ZKZ 88690 PVST

Ausgabe 4/18

www.die-wirtschaft-muensterland.de

Preis: 3,50 Euro

„Bürokratisches Monster“

Seit dem 25. Mai gilt europaweit eine neue Datenschutz-Grundverordnung –und die stellt auch die

Unternehmen im Münsterland vor eine Belastungsprobe. Bitkom warnt vor einer Abmahnwelle.

Unternehmen und Betriebe kennen

sich mit komplizierten Regelwerken

aus.Doch dieindiesen TageninKraft

getretene EU-Datenschutz-Grundverordnung

(DSGVO) stellt angesichts

der Paragrafenfülle und Komplexität

eine echte Herausforderung

dar. Ohne fachkundigen Rat sind die

Allermeisten überfordert. Und die

europäischen Bürokraten machen es

den Firmen beileibe nicht einfach:

Der Europäische Rat hat noch Mitte

April zahlreiche Korrekturen im ellenlangen

Verordnungstext vorgenommen

–neben zighundert Seiten

Verordnungstext, Erläuterungen

und Kurzbriefen zur Anwendung

weitere 23 Seiten Lesestoff.

Kritiker werfen der Europäischen

Union vor, bei der Vereinheitlichung

der DatenschutzrechtsinEuropaüber

Kas d Ziel hinausgeschossen

zu sein und ein bürokratisches

Monster geschaffen zu haben. Tatsächlich

rätseln selbst Experten an

vielen Stellen der DSGVO, wie sie

die Paragrafen auslegen und in

der Praxis anwenden sollen. Ermessensspielräume,

von denen

an vielen Stellen immer wieder

die Rede ist, machen die ganze

Angelegenheit nicht einfacher.

Über allem schwebt die Angst vor

empfindlichen Bußgeldern, die angesichts

einer Höhe vonbis zu 20 Millionen

Euro oder von bis zu vier Prozent des

weltweiten Jahresumsatzes des vorangegangenen

Geschäftsjahres enorm abschreckend

wirken. In manchen Betrieben

sorgt dies dafür,dass man einen beinahe

zweihundertprozentigen Eifer an

den Taglegt, die Datenverarbeitunginallen

Facetten auf die neue Verordnung abzustimmen.

Im Münsterland ist die Sorge in den

Unternehmen groß, dass Abmahn-Kanzleien

nur noch den Stichtag 25. Mai 2018

abgewartet haben, um dann ihre Attacken

zu starten. Sie könnten die Rechtsunsicherheit

ausnutzen, die die neue Verordnung

in der Wirtschaft verursacht,

und mit Abmahnungen Geld eintreiben.

Rebekka Weiß, Referentin für Datenschutz

und Verbraucherrecht beim Branchenverband

Bitkom, warnt voreiner Abmahnwelle.

►Fortsetzung

auf Seite 2

EDITORIAL

Angemessen?

Inzwischen ist das laute Aufstöhnen

der Betriebe unter

der DSGVO-Last bei der Kanzlerin

angekommen. Manches in

der EU-Datenschutz-Grundverordnung

sei „wirklich eine

Überforderung“, sagte Angela

Merkel kürzlich mit Blick auf

die Wirtschaft. In manchen

Ländern, wie etwa Österreich,

werde die EU-Vorschrift anders

umgesetzt als in Deutschland.

Man gewinnt aktuell tatsächlich

den Eindruck, als spiele

Deutschland imReigen der EU-

Länder beim Datenschutz den

Musterknaben. Bitte nicht

falsch verstehen: Der Schutz

personenbezogener Daten –ob

von Mitarbeiter, Kunde oder

Lieferant –und ein gesicherter

Umgang damit machen allemal

Sinn.

Doch wer sich Satz für Satz

durch die EU-Datenschutz-

Grundverordnung arbeitet,

stößt nicht nur an Verständnisgrenzen.

Ist all das, was dort

verlangt wird, im Tagesgeschäft

überhaupt umsetzbar?

Manche Dokumentations- und

Informationsvorschrift erscheinen

geradezu unsinnig. Datenschutzmanagement

nach den

Regeln der EU verschlingt Zeit

und Ressourcen.

Ganz offensichtlich wollten die

Verantwortlichen Facebook,

Google und Co. stärker an die

Kette legen. Vergessen haben

sie dabei die kleinen und mittleren

Unternehmen, Ehrenamtliche

und Vereine sowieso,

aber auch Firmen, die sehr

große Datenmengen brauchen,

um zu forschen und zu entwickeln.

wk

Ein kleiner Dämpfer

Der starke Euro bremst den Export und damit das Wirtschaftswachstum.

Bei uns ist Ihr Vertrauen gut angelegt

Gebremst vom schwächelnden

Außenhandel ist die Wirtschaft

im ersten Quartal 2018 nur halb

so stark gewachsen wie Ende vergangenen

Jahres. Das Bruttoinlandsprodukt

(BIP) stieg um 0,3

Prozent gegenüber dem Vorquartal,

wie das Statistische Bundesamt

in diesen Tagen mitteilte.

Experten rechnennicht mit

einem Ende des Aufschwungs,auchwenn

das

Wachstum etwas schwächer

ausfiel als erwartet.

„Nun ist leichtereWachstumskost angesagt

– aber bislang noch keine

4 198869 003501

2 0 0 2 2

Diät“, sagte zum Beispiel VP-Bank-

Chefv

olkswirt Thomas Gitzel. Manche

Experten sehen aber wachsende

Risiken für Europas größteVolkswirtschaft,

vor allem angesichts der von

den USA angeheizten Handelskonfl

ikte und gestiegener Ölpreise.

Das BIP stieg das 15. Mal in Folge im

Vergleich zum Vorquartal. „Das ist die

längste Aufschwungphase seit 1991“,

erklärte die Wiesbadener Behörde.

Allerdings schwächelte Deutschland

auch im europäischen Vergleich. Im

Euroraum wuchs die Wirtschaft im

ersten Quartal um 0,4 Prozent gegenüber

dem Vorquartal.

Bremsspuren hinterließ vorallem der

Außenhandel. Importe und Exporte

sanken im Vergleich zum Vorquartal.

„Das stützt unsereEinschätzung, dass

die deutsche Wirtschaft gegenwärtig

unter dem starken Euro leidet, der in

den zurückliegenden zwölf Monaten

um neun Prozent aufw

ertet wurde

und die hierzulande produzierten Güter

aus Sicht ausländischer Kunden

verteuerte“, argumentierte Commerzbank-Chefv

olkswirt Jörg Krämer.

Auch vielen der 30 Dax-Konzerne verdarb

der starke Euro den Start ins Jahr

2018.Insgesamt sanken die Erlöse im

Vergleich zum Vorjahreszeitraum um

0,5 Prozent auf zusammengerechnet

rund 343 Milliarden Euro, wie aus

einer Auswertungdes Beratungs- und

Prüfungsunternehmen EY hervorgeht.Erstmals

seit knapp fünf Jahren

sanken den Statistikern zufolge auch

die Konsumausgaben des Staates, zu

denen unter anderem soziale Sachleistungen

und Gehälter der Mitarbeiter

zählen. Das dämpfte das Wirtschaftswachstum

ebenfalls. dpa

Wohn-/ Geschäftshaus im Schützenhof Mehrfamilienhaus in Rumphorst Wohnportfolio in Münster

Wohn-/ Geschäftshaus in Emsdetten

Deutschlandweit führend in der Vermittlung von

Anlageimmobilien -vet rrauen Sie auf unser Expertenteam!

Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Dreifamilienhaus im Erphoviertel


2 MACHER &MÄRKTE

Folgeabschätzung bereitet

noch große Kopfschmerzen

Unternehmen müssen teilweise ein regelrechtes Datenmanagement einführen.

IMPRESSUM

DSGVO-Schulung: Mehr als 200 Interessierte informierten

sich dazu zum Beispiel auf Einladung der

WFG Borken in der Westfälischen Hochschule inBocholt.

DIE WIRTSCHAFT Münster /Münsterland

Verlag und Herausgeber:

Aschendorff Medien GmbH &Co. KG, Ander Hansalinie 1

48163 Münster, Telefon: 0251 690-0, Telefax: 0251 690-

804801

Redaktion: Claudia Bakker (verantwortlich)

Anzeigen

Anzeigenleitung: Herbert Eick, E-Mail: anzeigen@die-wirtschaft-muensterland.de

Objektkoordination: Frank Micheel, Lars Normann, Telefon:

0251 690-916162, Telefax: 0251 690-806190

Gestaltung/Layout: Lisa Stetzkamp

Druck: Aschendorff Druckzentrum GmbH &Co. KG, Ander

Hansalinie 1,

48163 Münster, Telefon: 0251 690-0, Telefax: 0251 690-215;

Auflage 17.000 Exemplare

www.die-wirtschaft-muensterland.de

Firmen wie der amerikanische Konzern Facebook machen mit den persönlichen Daten ihrer Nutzer

weltweit Geschäfte. Die Datenschutz-Grundverordnung erschwert dies.

Foto: imago/Ralph Peters

Nur etwa ein Viertel der

Unternehmen in Deutschland

war nach eigenen

Angaben bis zum 25. Mai

vollständig konform mit

den neuen Regeln aufgestellt. Jedes dritte

Unternehmen wollte sie laut der aktuellen

Befragung größtenteils umgesetzt

haben, ebenso viele zumindest teilweise.

„Viele Unternehmen haben sich in der

Vergangenheit zu wenig um den Datenschutz

gekümmert und haben deshalb

Nachholbedarf“, erklärte kürzlich Bitkom-Präsident

Achim Berg. Er sieht die

Aufsichtsbehörden in der Pfl

icht. „Bei der

Auslegung der Datenschutz-Grundverordnung

mangelt es von offizieller Seite

bis heute an praktischen Hilfestellungen.“

Vorallem für kleinereund mittlere Unternehmen

ist die Umsetzung der neuen

Verordnung ausBrüssel mit einem erheblichen

Aufw

and verbunden. Viele Geschäftsführer

oder gerade neu ins Amt

berufene Datenschutzbeauftragte legen

auch aktuell noch Sonderschichten ein,

um sich mit den komplizierten Anforderungen

vertraut zu machen. Immer wieder

entdecken sie dabei neue Arbeitsfelder.Die

allgemeine Unsicherheit ist groß.

Dies geht sogar soweit, dass Betriebe in

der Öffentlichkeit nur sehr zögerlich über

die Schwierigkeiten sprechen. Sie wollen

angesichts der drohenden Sanktionen bei

Verstößen und der vermuteten Abmahnungen

erst gar nicht ins Gerede kommen.

Das Interesse, sich im Vorfeld zu informieren,

wargroß. So hat Karsten Felske,

Jurist bei der Handwerkskammer Münster,

in den vergangenen Wochen 15 gut

besuchte Informationsveranstaltungen

durchgeführt. Felske sieht die größten

Probleme bei der neuen DSGVO inden

Internetauftritten der kleineren Betriebe.

Es gelte, in punctoDatenschutz viele Formalien

einzuhalten und Kontaktformulare

zu aktualisieren. Auch die Auskunftsund

Informationspflf ichten stellen eine

enorme Herausforderung dar. Experten

für Datenschutzrecht weisen seit Monatendarauf

hin,dass der Betroffene, deren

personenbezogene Daten verarbeitet

werden, im Prinzip über jeden Bearbeitungsvorgang

informiert werden. Wie

das aber im Tagesgeschäft und betrieblichen

Alltag umgesetzt werden soll, ist

vielen schleierhaft.

Und der Einsatz des Messenger-Dienstes

WhatsApp, mit dem viele Betriebe arbeiten,

um Termine abzustimmen und

schnell zu kommunizieren, ist künftig zumindest

auf den Dienst-Handys nicht

mehr möglich. Durch die Verknüpfung

mit Facebook verstößt WhatsApp nämlich

gegen die DSGVO.

Deutlich komplizierter wird es aber,

wenn man sich beim Blick auf die neue

Verordnung mit der sogenannten Datenschutz-Folgeabschätzung

(DSFA) befasst.

Hier haben sich die Macher der

neuen Verordnung etwas einfallen lassen,

das den Unternehmen und den Aufsichtsbehörden

gleichermaßen Kopfschmerzen

bereitet. Eine DSFA ist ein

spezielles Instrument zur Beschreibung,

Bewertung und Eindämmung von Risikenfür

dieRechteund Freiheiten natürlicher

Personen bei der Verarbeitung personenbezogener

Daten. So müssen Firmen

sie fortlaufend vornehmen, wenn sie

zum Beispiel im Unternehmen den Einsatz

neuer Technologien planen, die

eventuell ein Risiko für die Rechte und

die Freiheiten natürlicher Personen darstellen

könnten. Die neue Datenschutz-

Folgenabschätzung zwingt die Aufsichtsbehörden,

nach der Konsultation durch

einen Anfragenden innerhalb von acht

Wochen eine verbindliche Auskunft zu

geben, an deren Votum bei gleichbleibendem

Sachverhalt sie und auch andereBehörden

gebunden sind. Um das Verfahrenetwas

zu vereinfachen, wirdinvielen

Bundesländern an den sogenannten

Blacklists und Whitelists gearbeitet. An

ihnen soll man ablesen können, bei welchen

Verarbeitungsvorgängen man diese

Folgenabschätzung vornehmen muss

oder nicht. In NRW wird aber auch darauf

verwiesen, dass es vonjedem Einzelfallabhängen

wird, ob eine Datenschutz-

Folgeabschätzung erfolgen muss. Wer

einmal damit anfangenmuss, kommt am

Ende nicht daran vorbei, in seinem

Unternehmen ein komplettes Datenmanagement

einzuführen, das dauerhaft

diese Prozesse begleitet.

Werwissen will, wasdies bedeutet, kann

sich auf der Homepageder Landesbeauftragten

für Datenschutz und Informationsfreiheit

informieren. Das Amt hat

noch bis 2023 übrigens die gebürtige

Münsteranerin Helga Block inne. Rund

50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen

ihr zur Seite.

wk/heu

Verfürth Zeitarbeit GmbH &Co. KG

Unser guter Name und unser Konzept –für Ihren Erfolg, denn Zeitarbeit ist Vertrauenssache.

Verfürth Zeitarbeit hat durch jahrzehntelange Erfahrung bei Kunden und Mitarbeitern

Vertrauen geschaffen. Wir setzen auf unsere Mitarbeiter, deren Qualifikation,

Motivation und deren Fähigkeiten im Interesse unserer Kunden.

Als Familienunternehmen mit langjährigen Angestellten stehen wir für den persönlichen

Kontakt und garantieren effiziente und zuverlässige Personaldienstleistungen.

Die Identifikation aller unserer Mitarbeiter mit unserem Unternehmen und für den

jeweiligen Kunden wird durch eine faire, vertrauensvolle Zusammenarbeit erreicht und

wirkt sich so unmittelbar im Arbeitsalltag aus.

Verfürth Zeitarbeit GmbH &Co. KG

Hafenweg 13 ·48155 Münster

T: +49 251 68 66 15­0 ·F:+49 251 68 66 15­20

www.verfuerth­zeitarbeit.de ·hallo@verfuerth­zeitarbeit.de


MACHER &MÄRKTE 3

Der ganz besondere Reiz

Unternehmen lassen ihre tristen Firmenfassaden künstlerisch gestalten und machen damit gute

Erfahrungen. Wichtig ist es, die Balance zwischen Verschönerung und Außendarstellung zu finden.

Vom Untergrund ins Rampenlicht:

Mit knallbunten Graffiti auf sonst

tristgrauen oder verrabsackt geziegelten

Gewerbewänden geben sich

immer mehr Unternehmen ein modernes

neues Gesicht. Manchmal gezwungenermaßen,

um Fassadenschmierereien

vorzubeugen. Und sie

helfen so der Szene, aus Kunst einen

Brotjob zu machen –geballt anzutreffen

im weiteren Dunstkreis des

münsterischen Kreativ-Kais und des

Skaters Palace: Bennet Grüttner

sprühte für Agravis und die Westfalen-AG,

Philipp Scharbert malte für

Dermasence. Und als Pionierwerk

hängt auf 1400 Quadratmetern Plane

der Pellegrino-Ritter-Stier an den

Agravis-Silotürmen.

„Bei einer Gewerbeimmobilie

haben die Architekten meist keine

Einwände.“

Philipp Scharbert

Modern, spannend und

vielfältig –auch diese

Botschaft geht vondem

Ritter-Kunstwerk aus

und beschreibt Eigenschaften,

die für die heutige Landwirtschaft

und für die Industrie in Münster

ebenso gelten wie für die Agravis selbst“,

interpretiert Andreas Rickmers, Vorstandsvorsitzender

der Agravis Raiffeisen

AG, das Motiv.

Denn ein Stück weit eintauchen in die Firmenphilosophie

müssen die Künstler

schon, wenn sie sich zu kommerzieller

Auftragsarbeit entschließen. „Wir hatten

einen Entwurf mit Schweinen für die

Agravis-Silotürme erstellt –aber die Farbe

direktauf die riesigeFläche aufzubringen,

wäre um einVielfaches teurer gewesen

als die Variante

mit der Plane

von Pellegrino

Ritter“, berichtet

Philipp Scharbert,

Chef der

„Lackaffen“.

Und auch Designer

Bennet Grüttner

wurde zunächst

in die Agravis-Vorstandsetage

gebeten, bevorerimZugeder Akzeptanzoffensive„In|du|strie

–Gemeinsam. Zukunft.

Leben.“, koordiniert von der IHK

Nord Westfalen, die Wand neben der

Raiffeisen-Tankstelle am Industrieweg

gestaltet hat.

Heraus kam Kunst in Kunst: „Agravis

selbst wollte als Unternehmen nicht im

Fokus der Gestaltung, sondern ausdrücklich

nur als ein Element der Industrie

Münsters dargestellt werden, in diesem

Fall hier rechts in der Ecke mit den Silotürmenund

demPellegrino-Ritter-Stier“,

erklärt Grüttner den Werdegang des

Graffitis, bei dem ihm Kollege Björn

Schulz mit der Sprühdose zur Seite gestanden

hat.

Das Industrie-Kampagne-Motiv liegt

Industriekletterer befestigen die runderneuerte Folie mit dem Stier von Pellegrino Ritter, dessen Motiv seit 2003 den Ort prägt, anden Agravis-Silotürmen.

vis-à-vis von Grüttners Werken bei der

Westfalen-AG. Denn bei dem Technologieunternehmen

aus der Region konnte

der münsterische Sprüher mit eigenem

Grafik-Designbüroander münsterischen

Schillerstraße im Zuge der IHK-Imagekampagne

gleich weiterarbeiten: Die

Westfalen-AG hat ihre drei Standbeine

Gase, Energieversorgung und Tankstellen

im großfl

ächigen Graffiti auf den

Mauern eines Trafohäuschens verewigen

lassen. Besonderer Clou: Grüttner hat

den über 100000 gelagerten Gasfl

aschen

auf der Begrenzungsmauer ein individuelles,

lustiges Gesicht gegeben, und auf

der dem Firmengebäude gegenüberliegenden

Seite wird das Thema an der

Mauer zum Bahndamm wieder aufgegriffen,

aufdie der31-Jährige, der unter dem

Künstlernamen Auckz agiert, chemische

Formeln von Energiekomponenten wie

Acetylen gesprüht hat.

Die Balance zu wahren zwischen Unternehmensdarstellung

und wirklicher Fassadenverschönerung

im Sinne der Künstler,ist

nichtimmer ganz einfach: „Natürlich

gibt das Unternehmen bei Auftragsarbeiten

die Thematik vor, aber die

künstlerische Freiheit wird mir nicht genommen.

Nur Abmalen hätte für mich

auch gar keinen Reiz“, resümiert Grüttner.

Ganz besonderen Reiz dagegen hattefür

den Designer allerdings die Gestaltung

der Trampolinhalle an Münsters Robert-

Bosch-Straße. In einem Mammutprojekt

hat er wiederum zusammen mit Björn

Schulz monatelang gesprüht und aus

einer ehemaligen Möbelhalle innen und

außen eine urbane Welt der 50er, 60er

Jahre inSchwarz, Weiß und Grautönen

mit einigen orangefarbenen Akzenten erschaffen.

Gesprühte Metro-Trassen, die reale Geländer

in fünf Metern Wandhöhe aufnehmen;

Ladenlokale, deren heruntergelassene

Jalousien wiederum, als Bild im

Bild, mit ungezähmten Graffiti gestaltet

wurden; Häuserfassaden, die vorhandene

Fenster und Durchgänge aufnehmen.

„Mein Lieblingsprojekt in den letzten beiden

Jahren –hier waren Job und Hobby

eins“, erklärt der Designer.

Trotzdem ist es laut Bennet Grüttner geboten,

vorder Fassadenumgestaltung alle

Beteiligten in die Entwürfe miteinzubeziehen

–nicht nur den Auftraggeber,

sondern gegebenenfalls auch Bauamt

und Architekt.

„Bei einer Gewerbeimmobilie haben die

Architekten meist keine Einwände“,

schildert Philipp Scharbert von den

„Lackaffen“ seine jahrelangen Erfahrungen.

„Ganz anders sieht es bei Prestigebauten

aus, bei denen wir direkt in die

Wettbewerbsverfahren der Architekten

miteinbezogen werden.“

So lieferten die „Lackaffen“ jüngst Entwürfe

für einen Studentenwohnheimkomplex

in Berlin, der von außen –obschon

aus Stein gemauert –nur durch

Graffiti in seinerGesamterscheinung wie

ein Holzgebäude wirken soll. Und die

Unternehmen hegen Ambitionen für die

Außenwirkung ihrer Fassaden: „Industrie

und Kunst sind kein Widerspruch,

sondern bilden eine harmonische Symbiose,

einen Verbund vonWirtschaft und

Kultur“, stellt Andreas Rickmers von

Agravis klar. Sohat sein Unternehmen

die SprayerPhilipp Hörsterund Günther

Obermeier in Straubig mit einem 629

Quadratmeter großen Graffiti beauftragt:

Analog zum Agravis-Stier in Münstersprühten

die Künstler das Kraftsymbol

an den Siloturm des Futtermittelwerkes

der Agravis-Konzerngesellschaft DoFu

Donaufutter –und verbrauchten 250 Liter

Farbe in 240 Arbeitsstunden.

►Fortsetzung auf Seite 4

Mehr erfahren?

www.westermann-lettershop.de


4 MACHER &

Hingucker und optischer Brückenschlag: Das Graffiti der Lackaffen abstrahiert das Dermasence-Firmenlogo und schafft eine Verbindung zwischen den Gebäuden des Unternehmens an Münsters Hafengrenzweg

Foto: Lackaffen

„Künstlerische Dienstleistung“

Philipp Scharbert, Gründer von Lackaffen.de, gestaltet mit seinem Team seit vielen Jahren Objekte und Fassaden.

Einen echten ästhetischen

Mehrwert und eine optische

Zusammenführung des Gebäudekomplexes

am Hafengrenzweg

versprach sich Dermasence

vom Graffiti-Auftrag an die

„Lackaffen“: „Wir waren nicht nur von

dem grafischen Entw

urf und der tollen

Arbeit sehr angetan. Die Firma Lackaffen

hat uns auchmit denBaugenehmigungen

geholfen“, beschreibt Gudrun Hams-

Weinecke die Zusammenarbeit mit dem

Team von Scharbert. Die Fassade sollte

auf keinen Fall zur bloßen Werbefl

äche

degradiert werden, das Graffiti aber schon

die Würfeldes Firmenlogos abstrahieren.

Technologiepark Bocholt

Wissenschaft trifft Wirtschaft

N 10 Hektar großer Park direkt neben der Westfälischen

Hochschule

N Gewerbegrundstücke ab 1.000 m 2 ,voll erschlossen,

sofort verfügbar

N Günstige Voraussetzungen für dienstleistungs- und

technologieorientierte Unternehmen

N Günstige Verkehrslage

B67ermöglicht eine direkte Anbindung in alle Richtungen,

insbesondere: A3 Ruhrgebiet/Köln und Arnheim/NL,

A31Emden, A43Münster

N Breitbandanbindung

N Kooperationen mit der benachbarten Hochschule

Interesse?

Rufen Sie uns an!

Denkmal im Vorgarten des Firmengebäudes: Nicht nur auf Resten

der Berliner Mauer in Münster, sondern auch an der East Side

Gallery hat Philipp Scharbert sich mit Graffiti-Kunst verewigt.

Die Entwürfe für kommerzielle Graffiti

macht Scharbert nicht selbst, er greift auf

ein Team freier Grafiker zurück, das er

beauftragt, je nachdem, welche Art von

Motiv gewünscht wird. „Wir verstehen

uns eher als Handwerksbetrieb mit

künstlerischer Dienstleistung“, gesteht

der Chef der „Lackaffen“. „Kunst mache

ich in meiner Freizeit und auf meinen

Reisen durch die Welt“, schildert der 38-

Jährige, der schon in 63 Ländern der

Welt Graffiti gemalt habe –„wir in der

Szene sagen malen und nicht sprühen!“

–sogar in 5000 Metern Höhe auf dem Eis

des Kilimandscharo. „Ich musste meine

Dosen unter der Jacke hochtransportieren,

weil sie wegen der Kälte sonst nicht

funktioniert hätten. Und das wohl höchste

Graffiti der Welt hatteauchkeine lange

Lebensdauer: nach30Minuten wurde es

wieder per Eispickel entfernt“, schmunzelt

Scharbert.

Dafür ist ein anderes seinerGraffiti wohl

fürdie Ewigkeit bestimmt, zumindest im

Netz: Nicht nur dank Jay-Z, der seine

Frau Beyoncé vordem Berlin-Graffiti von

Philipp Scharbert an der East Side

Gallery fotografiert hat, ist das Kunstwerk

eines der meistgeknipsten Motive

aus der Hauptstadt –inden sozialen Medien

ein Dauerbrenner und jetzt sogar als

dreiteilige Ministellwand aus Kunststoff

erhältlich. „Das Mauer-Graffiti war eine

echtekünstlerische AuftragsarbeitimZuge

der Denkmalsanierung, bei dem sich

mein Entwurf mit den Szenegrößen der

Welt messen musste“, erläutert Scharbert.

Der Unternehmer hat zum betonierten

Manifest deutscher Geschichte ansich

ohnehin eine emotionale Beziehung:

„Beim Abbau habe ich mehrere Teile der

Mauer vor dem Schreddern retten können“,

erzählt Scharbert. Die stehen jetzt

im Vorgarten seiner Firmenlocation an

Münsters Virnkamp, Graffiti inklusive.

Graffiti nicht nur an Firmengebäude,

sondern in den echten öffentlichen Raum

bringen, lautet auch Grüttners nächste

„Mission“ –eine EisenbahnbrückeinBurbach.

Bei diesem Projekt wurde der

Münsteraner angefragt, sich an einem

Wettbewerb zu beteiligen. „Ich habe zum

ersten Mal an einer Ausschreibung teilgenommen,

und meine Entwürfe haben

überzeugt. Die Pläne dann in einer Bürgerversammlung

vorzustellen, war eine

ganz neue Erfahrung“, beschreibt Grüttner

die Herausforderungen in seinem

Job. Der extrem abwechslungsreich ist.

Denn: Wenn er nicht gerade sprüht, erstellt

der Münsteraner Firmenhomepages

und plant Events für Managerseminare.

Ein Beispiel: 175 internationale

Mitarbeiter von Google Chrome sind bei

ihm für ein paar Stunden in die Welt des

Graffiti eingetaucht. „Hier waresfast die

größteHerausforderung, die 13 Coaches,

alles Kollegen aus der Szene, pünktlich

um sieben Uhr morgens in Berlin an der

Messehalle stehen zu haben“, bekennt

Grüttner.

Maike Harhues

Wirtschaftsförderung Bocholt

Osterstraße 23 ·46397 Bocholt

Ludger Dieckhues Tel.: +49 2871 294933-0

Wendelin Knuf Tel.: +49 2871 294933-20

E-Mail:

dieckhues@bocholt-wirtschaftsfoerderung.de

knuf@bocholt-wirtschaftsfoerderung.de

Urbane Welt der 50er und 60er Jahre inder Trampolinhalle: Beim persönlichen Lieblingsprojekt

hat der Designer Bennet Grüttner vor allem die künstlerische Freiheit genossen.

Fotos (2): Maike Harhues


MÄRKTE

5

„Beratung ist unerlässlich“

BDA-Vorsitzender Peter Bastian empfiehlt auch bei der Graffiti-Gestaltung klare Regeln.

Kunst aus der Sprühdose oder eine Attacke

auf ein schlüssiges Baukonzept –bei der

Frage, ob und in welcher Form Graffiti an

Gebäuden geduldet oder gar erwünscht

sind, scheiden sich die Geister. Peter Bastian,

Vorsitzender des Bundes Deutscher

Architekten (BDA) Münster/Münsterland,

zieht enge Grenzen.

Im Gespräch mit unserer Autorin Maike

Harhues pocht er auf das Urheberrecht

seiner Kollegen, deren Entwürfe in der

Regel aus einem Wettbewerbsverfahren

hervorgehen. Ein ähnlicher Prozess müsse

auch bei der Auswahl eines Wandgemäldes gelten,

dann bietet es Chancen, Architektur als gestalterisches

Element zuergänzen

Am Beispiel der wieder entfernten Hafenkäserei-Graffiti

prallten die Positionen

von Bauherr und Architekt aufeinander.

Bedauern Sie die Kraftprobe, die Wellen

geschlagen hat, oder sind Sie als BDA-Vorsitzender

froh über die Konfrontation, die

zu Debatten alsein „reinigendesGewitter“

geführt und die Fronten geklärt hat?

Peter Bastian: Der Leserbrief zur Hafenkäserei

warnicht alsKraftprobe angelegt.Nachdem wir

mehrfach vergeblich versucht hatten, die zunehmende

beliebige Bemalung von Häusern, Mauern

und Trafostationen zu thematisieren, erschien

die Bemalung der Hafenkäserei als aktuelles

Beispiel geeignet, um einen Diskurs darüber

anzustoßen. Die Konfrontation zwischen

den Architekten und dem Bauherrn wurde unabhängig

vonunserer Thematisierung geführt. Die

Aufmerksamkeit, die das erzeugt hat, war überraschend,

aber letztendlich war esjaunsere Intention,

das Thema ins Gespräch zu bringen.

In der Bevölkerung überwog offenbar die

Auffassung, dass die Architekten im Elfenbeinturm

verharren, statt den breiten Geschmack

zumindest ein Stück weit zu akzeptieren.

Müssen sich die Baumeister und

Gestalter den Vorwurf gefallen lassen, elitär

zu sein?

Bastian: Dienegativen Reaktionen vorallem in

den sozialen Medien und den Leserbriefen spiegeln

nicht zwangsläufig die Mehrheitsmeinung

wider. Wir selber haben sehr viel persönliches

Feedback vorallem auch vonunseren Bauherren

und aus der Kunstszene bekommen, welches

durchweg positiv ausfiel. Unabhängig von diesem

Anlass ist der Vorwurf andie Architekten,

elitär zu sein, nichts Neuesund zum Teil auch berechtigt.

In unserer heutigen Gesellschaft ist,

und das spiegelt auch Ihre Frage wider, der Begriff

„Elite“ negativ besetzt. Aber bei genauerer

Betrachtung handelt es sich bei diesemVorwurf

ja um das Bestreben, Dinge möglichst gut und

perfekt zu machen. Dies wiederum ist durchaus

im Sinne des Allgemeinwohls, weil die Gebäude,

um deren Qualität wir uns so sehr bemühen, den

öffentlichen Raum prägen. Und das Ringen um

Qualität hat einen hohen Preis. Fast alle Stadtbild

prägenden Gebäude werden durch ein Wettbewerbsverfahren

entschieden. Dort reichen

zwischen zehn und 30 Architekten kostenlos ihre

vollständig ausgearbeiteten Entwürfe ein. Eine

Jury aus Bauherren und Fachleuten trifft dann

die Auswahl. Das gibt es in keinem anderen Beruf.

Bedeutet der Ausgang des Streits, dass

Hauseigentümer, obwohl Investoren und

Bauherren, keine Eingriffe an ihrer Fassade

vornehmen können? Eine Veränderung

der Bestandsimmobilien wäre also blockiert,ein

Ist-Zustand zementiert,weildie

„Schöpfer“ es so wollen?

Bastian: In diesem „Streit“ ging es um einen

schon immer geltenden Rechtsgrundsatz, dem

Urheberrecht. Das Urheberrecht, das für alle

schöpferischen Branchen, wie Musik, Literatur,

Design, Kunst, Architektur,gilt, schützt das Werk

vorVerfremdung und Plagiat. In der Architektur

gilt dies vorallem für außergewöhnliche Lösungen,

welche die Wettbewerbsergebnisse in der

Regelsind. Auch die Hafenkäserei ist das Ergebnis

einesWettbewerbs, bei dem sich der Bauherr

bewusst für eine Sichtbetonfassade, mit allen

Vor- und Nachteilen, entschieden hat.

Viele Fassaden werden ausdrücklich gestaltet,

um der willkürlichen„Verzierung“

durch die Sprayer-Szene entgegenzuwirken.

Ist dieser Schritt von Immobilieneigentümern

nicht nur verständlich, sondern

auch sinnvoll?

Bastian: SchutzmaßnahmenimSinne vonGraffitischutz

sind verständlich und sinnvoll, da die

Beseitigungvon Graffiti sehr kostenintensiv und

teilweise auch nicht zu 100 Prozent erfolgreich

ist, man denkenur an die Graffiti-Attackeauf das

LWLMuseum, wo der empfindliche und poröse

Kalkstein nur mit einem immensen Aufw

and gereinigt

werden konnte. Begrüßenswert sind diese

Maßnahmen aber nicht. Durch den Graffitischutz

ergibt sich in der Regeleine abweichende

Farbgebung der behandelten Fassadenteile und

es bildet sich ein „Sockel“, der ja je nachEntwurf

auch unerwünscht sein kann. Vorauseilende

Maßnahmen im Sinne von Fassadenbildern als

Auftragsgraffiti, um illegales Graffiti zu verhindern,

müsste man differenzierter betrachten.

IhrKollegeEckart Scholz, Vorsitzender des

Gestaltungsbeirates, hat im Zusammenhang

mit den Graffiti an der Hafenkäserei

voneiner Herabsetzung des Gebäudes „auf

ein kindliches Niveau“ gesprochen. Teilen

Sie diese Meinung?

Bastian: Absolut, Sie selber haben in der vorhergehenden

Frage Graffiti als „willkürlich“ bezeichnet.

Wenn bei einer Fassadengestaltung

durch aufw

endige Wettbewerbsverfahren versucht

wird, Willkür, Beliebigkeit, Schlechtleistung

et cetera auszuschließen,ist ein unkontrolliertes

Graffiti in diesem Sinne meistens völlig

kontraproduktiv. Dennoch kann ein Graffiti

auch richtig sein. Wir selber haben in unserem

Neubau des Hansa-Berufskollegs im zentralen

Innenhof ein zwölf Meter hohes Graffiti anbringen

lassen. Diesem Kunstwerk ist aber auch ein

Wettbewerbsverfahren vorausgegangen, an dem

sich zehn Künstler beteiligt haben. Eine unabhängige

Kunstkommission hat dann beraten,

welches Werk am besten in den Kontext passt.

Gerade für Bemalungen in öffentlichen Flächen

halten wir eine vergleichbar gelagerte, vorhergehende

Beratung für unerlässlich. Das Ringen um

gute Gestaltung im öffentlichen Raum ist wichtig

und unverzichtbar.Esist richtigerweise alles

geregelt oder einer Beratung unterworfen: Fassaden,

Materialien, Bänke, Leuchten, Werbung,

Mülleimer, warum sollte man nicht auch über

stadtbildrelevante Bemalungen vorher reden?

Moderne Architektur kann zu spannenden

Kontrasten mit dem gewachsenen oder sogarhistorischenstädtebaulichen

Bild führen,wie

sich am Hafenoder in der Altstadt

Münsters an mehreren Beispielen –Aasee,

Regensbergsche Buchhandlung, Lazzaretti,

Mukk –gezeigt hat. Sind es gerade Gebäude

und Projekte, die polarisieren, die

eine besondere Qualität mitbringen?

Bastian: Gebäude, die polarisieren, haben in

der Regeleine expliziteHaltung, auf die reagiert

wird, ob positiv oder negativ liegt dann im Auge

desBetrachters. Haltung ist eine zentrale Qualität.

Der kleinste gemeinsame Nenner, den niemand

wahrnimmt, ist meistens die schlechtere

Lösung.

An welcher „Location“ im Münsterland

fühlenSie sich als Architekt persönlich am

wohlsten?

Bastian: Ich sitze gerne an den Aaseeterrassen,

weil ich mich über die überwältigende Annahme

dieses Ortes freue, obwohl ich im Vorfeld dafür

einen sogenannten Shitstorm über mich ergehen

lassen musste...

Mitwelchen Instrumenten ließe sich erreichen,

dass Mindeststandards in Gestaltung

und Nachhaltigkeit von Gebäuden

bindendumgesetzt werden?Ist der Gestaltungsbeirat

in Münster ein funktionierendes

Beispiel, das auf andere, auch kleinere

Kommunen übertragen werden sollte?

Bastian: Gestaltungsbeiräte, die sich mittlerweile

in den meisten Kommunen etablieren

konnten, sind ein funktionierendes Instrument

Architekt Peter Bastian

für die Stadtgestaltung. Der Gestaltungsbeirat

Münster,dem ich auch fünf Jahreunter anderem

als Vorsitzender angehören durfte, hat hier eine

Art Vorreiterrolle für die Region gespielt. Hier ist

der Beirat seit 20 Jahrenein unverzichtbarer und

respektierterBaustein der BeratungsketteinVerwaltungund

Politik. Allerdings ist das Votum des

Beirats nicht bindend, weil es keinerlei Gesetzesgrundlage

zuMindeststandards für Gestaltung

und Nachhaltigkeit vonGebäuden gibt. Um eine

wirklich bindende Umsetzung von gestalterischen

Mindeststandards zu erreichen, müsste

zum Beispiel der §34 BauGB um einen entsprechenden

Passus erweitert werden. Dies empfiehlt

der BDA übrigens schon seit Jahren.








Druckluftanlagen

Vakuumtechnik

Pneumatik &Handhabung

Automatisierungstechnik

Großes Zubehörprogramm

24h Shop Sofortprogramm

Premiumservice

35.000Artikel imOnlineshop mit

Liefergarantie binnen

24 Stunden.

Wir finden Ihre Lösung.

BOGE Competence

IE3

Motoren

in jedem BOGE

Kompressor

Premium-Effizienz

Luft ist unser Element.

Kevin Wedepohl

Verkaufsberater

Pneumatik &Druckluftzubehör

Lösungen für Ihren Erfolg.

Vielfältige Kompetenz

in einmaliger Kombination

Das Produktprogramm von Wecker

Druckluftwurde jahrzehntelang gezielt

ausgebaut und erweitert.

Mit den Bereichen Druckluft, Vakuum,

Pneumatikund Automatisierungbietet

Wecker Druckluft heute eine imMünsterland

einmalige Kompetenz-Kombination.

Umfassendes Fachwissen, individuelle

Beratung, unschlagbare Schnelligkeit

und vertrauensvolle Partnerschaft.

IhrWeckerDruckluft Team

wecker.net

OFFEN GESAGT

Alles Käse?

Alles Käse, unappetitlich anzuschauen

und jedenfalls keine Kunst? Der

Streit um die „Dekoration“ einer Produktionsstätte

fachte weit mehr an als

nur einen Sturm im Wasserglas. Der

Zwist um die Hafenkäserei ließ die

Wellen hochschlagen –weil er stellvertretend

steht und auch noch an Münsters

prominentester Lage für Gewerbeadressen

spielte.

Wie viel kreativen Wildwuchs verträgt

der Kreativ-Kai? Die eindeutige Antwort:

wenig. So spießig es klingen mag

–zur Gestaltung, nicht nur dort, gehören

Grenzen und Gremien. Beliebigkeit

könnte mit Beliebtheit verwechselt

werden. Doch der vermeintliche Wille

einer ach so toleranten Mehrheit muss

nicht zum besten Ergebnis führen.

Wer dieses bestimmt, darin liegt die

Schlüsselfrage. Architekten alleine dürfen

sich auch nicht als die einzigen

Gralshüter des „guten“ Geschmacks

aufschwingen.

Die Gestaltung an städtebaulich relevanten

Standorten kann ebenfalls nicht

allein in der Hand der Eigentümer liegen.

Insoweit gehören Fachleute wie

Architekten und Stadtplaner, aber auch

Vertreter bürgerschaftlicher Gruppen

an einen Tisch oder in eine Jury, wenn

es um die Auswahl von Kunst im öffentlichen

Raum geht.

Dass Graffiti sehr wohl das Zeug haben,

nicht nur triste Wände aufzuwerten,

dafür gibt es reichlich Beispiele.

Urbane Ausdrucksformen, die naives

Niveau oder plumpe Werbung längst

überwunden haben, bieten eine Chance

auf neue Sichtweisen und visuelle

Erlebnisse. Sie sollte, mit Maß und hohen

Standards, ergriffen werden.

Maike Harhues

Ventile

Druckschalter

Vakuum

Schläuche

Zylinder

Verschraubungen

Wecker Druckluft

20170922 IHK


6 MACHER &MÄRKTE

Ökologie wird zum Normalfall

Handwerklich hergestellt ist das Design der Zukunft auf jeden Fall –und zunehmend ökologisch geprägt.

Davon sind die gestaltenden Handwerker überzeugt. Hinzu kommt eine soziale Komponente.

Erkennbare Formensprache: Anna-Lena Nicolaus mit ihrer Abschlussarbeit zur Projektgestalterin

Foto: Akademie für Gestaltung

Die „Designwoche Handwerk Münster

2018“ der Akademie für Gestaltung

setzte sich diesmal intensiv mit

Zukunftsfragen auseinander. Eine

Kernbotschaft aus den Veranstaltungen:

Ökologie muss nicht mehr etwassein,

wasman besonders erwähnen

muss. Knapper formuliert: Ökologie

muss normal werden –auch in

der Gestaltung

Mit „Öko, weil es gerade

chic ist“ habe das allerdings

überhaupt nichts

zu tun. Da sind sich

nicht nur die Tischlerin

Lea Heider, die Goldschmiedin Anna

Voneinander lernen und Neues ausprobieren: Constanze Unger

leitet die Akademie für Gestaltung der Handwerkskammer Münster

Foto: Hubertus Kost

Wunderlich und der Tischler Marvin Roberteinig.Sie

bereiten sich in der Akademie

auf den Abschluss „Designer (HWK)“

vor. Ökologisch denken und arbeiten bedeutet

für die drei jungen Handwerker

zunächst einmal, eine generelle Wertschätzung

gegenüber den alltäglichen

Dingen zu entwickeln und das auch mit

den Kunden zu kommunizieren. „Wir zeigen,

wie ein Produkt entsteht“, sagt Lea

Heider. Dazu gehört das Gespräch darüber,

was ein Produkt langlebig macht,

wie es zeitgemäß gestaltet werden kann

und welches Material verwendet wird.

Wichtigseien auch die lokale Produktion

(der Handwerker „vor Ort“), die Konzentration

auf Einzelfertigung und dadurch

auch die Vermeidung von „Überproduktion“,

denn „es werden immer

noch zu viele Dinge einfach weggeworfen“,

meint Marvin Robert.

Wasgehört noch zu den „Zukunftsaufgaben“?

Anna Wunderlich nennt ein Beispiel:

Den Kunden zu überzeugen, dass

ein handwerklich gestaltetes Produkt,

das unter ökologischen Gesichtspunkten

entstanden ist, „auf Dauer“ nicht teurer

sei als zum Beispiel ein Möbelstück

(„oder auch ein Schmuckstück“) aus

Massenproduktion.

Ökologie und Gestaltung sind für Designer

im Handwerk kein Gegensatz. Das

machte die Designwoche deutlich. Und

ökologisch hergestellte Produkte sehen

auch längst nicht so aus, wie sich Kritiker

das immer noch vorstellen. „Öko-Kram

macht das Handwerk nicht“, sagt Anna

Wunderlich.

Ökologie wird gern als Verkaufsargument

genutzt, weiß Jan Eisermann. Der

Akademie-Dozent sagt auch: „Ökologie

ist keine Marketing-Veranstaltung.“ Der

Gestalter und Designer im Handwerk

müsse durch seine Arbeit überzeugen,

Prozesse hinter der Gestaltung erläutern

und auf die Kunden zugehen.

„Normal werden“: Was für die Ökologie

in der Gestaltung gilt, das hat sich für die

Gestaltung selbst bereits entwickelt. „Als

die Akademie 1991 gegründet wurde, da

waren wir künstlerisch orientiert“, erinnert

sich Constanze Unger. ImLauf der

Jahre wurde ein neuer Weg beschritten.

„Heute arbeiten wir anwendungsorientiert“,

sagt die Leiterin der Akademie:

„Das bedeutet in der Praxis die Zusammenarbeit

mit Betrieben und zum Beispiel

die Entwicklung von Möbeln mit

den Kunden. Das kann zum Beispiel auch

eine Kita sein.

Bleibt noch ein Blick auf die soziale Komponente,

die im Programm der Designwoche

angekündigt war: Das ist der Einsatz

für faire Arbeit und für fairen Lohn und

auch das Wissen darüber, unter welchen

Bedingungen Zulieferprodukte hergestellt

werden (zum Beispiel Holz aus nachhaltiger

Forstwirtschaft)–alsoinsgesamt

ein nachdenklicher verantwortungsvoller

Umgang mit den täglichen Dingen des Lebens.

Hubertus Kost

DESIGNWOCHEN

„Aktuelle Themen des gestaltenden Handwerks aufgreifen, darstellen und vermitteln.“ So fasst Constanze

Unger die Idee der Designwochen zusammen. Seit 2012 setzt die Leiterin der Akademie für Gestaltung

diese Idee mit ihrem Team um. Damals wurde die erste Designwoche veranstaltet –mit

Workshops für Handwerker, aber auch mit Themen für deren Kunden und für die Öffentlichkeit. In

einer Ausstellung präsentierten Absolventen ihre Arbeiten. Ein öffentlicher Teil gehört seit der Premiere

zujeder Designwoche, denn, so sagt Con-stanze Unger, „wir wollen mit den Veranstaltungen

gestalterisches Handwerk für viele Interessierte erlebbar machen“.

Ein Thema steht im Mittelpunkt. Zum Start lautete es„Erfolgsfaktor Design“. Es folgte zum Beispiel

„Handwerk und Gestaltung –digital und anlog“ (2014). „Damit wollten wir deutlich machen, dass Digitalisierung

auch in der Gestaltung eingesetzt werden kann –und zwar als Werkzeug“, betont die

Akademieleiterin. Die Individualität handwerklicher und vor allem gestalterischer Arbeit werde dadurch

nicht berührt.

In diesem Monat –bei der 7. Design-Woche –ging es um „Design der Zukunft –handwerklich, sozial,

ökologisch“.

Unterschiedliche Themen, aber ein Ansatz, den Constanze Unger zusammenfasst: „Wir wollen lernen,

uns austauschen und Neues ausprobieren.“

hko

www.service-kh.de

dsb-extern@service-kh.de

UNSER SERVICE FÜR SIE

Datenschutz fürUnternehmen

Externer Datenschutzbeauftragter

Zur Erfüllung derbetrieblichen Verpflichtungen nach der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)

WIR übernehmen für Siedie Funktion des Externen Datenschutzbeauftragtenfür IhrUnternehmenund

SIEkönnensich auf IhreKernaufgaben konzentrieren.


MACHER &MÄRKTE 7

++ TERMINE +++ TERMINE +++ TERMINE ++

29. Mai 2018: Durchblick bei Buchhaltung und Steuern,

gfw (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf),

17.30 Uhr, Komtax GbR, Splieterstraße 54, Warendorf

29. Mai 2018: Barcamp „Innovation und Region“ für das

Münsterland, 10–17Uhr, SMART.LAB der FH Münster,

Bismarckstraße 11, Steinfurt

4. Juni 2018: Treffen des Arbeitskreises „Unternehmensleitbilder

entwickeln und nutzen“, Wirtschaftsförderung

Kreis Coesfeld, 17 –19Uhr, Haus Hall, Marienburg, Borkener

Straße 74,Coesfeld

4.Juni 2018: „Die Bots kommen: Woder Digitale Wandel

dem Mittelstand hilft“, Wirtschaftsförderungs- und

Entwicklungsgesellschaft Steinfurt, 14.30 –17.30 Uhr Kulturschmiede

Greven, Friedrich-Ebert-Straße 3–5, Greven

6. Juni 2018: Wie finde ich mich zurecht im Social-Media-.

Dschungel?, 19.30 –21Uhr, Frauen &Beruf Münster im

Frauen-Forum e.V.,Warendorfer Straße 3, Münster

Das handwerkliche Design der Zukunft ist ökologisch geprägt: Anna Wunderlich, Lea Heider und Marvin Robert aneinem Beistelltisch

aus Holz und Metall, den Lea Heider gestaltet hat.

Viele anerkannte

Abschlüsse

Akademie für Gestaltung vermittelt auch Medienkompetenz.

7. Juni 2018: Azubi-Speed-Dating, 18 –20Uhr, Stroetmanns

Fabrik, Friedrichstraße 2, Emsdetten

7. Juni 2018: Baukultur imGewerbebau –Mehrwert oder

Mehrkosten?, Bezirksregierung Münster und Wirtschaftsförderung,

18 –20.30 Uhr, Freiherr-vom-Stein-Saal, Domplatz

36, Münster

12. Juni 2018: D-NL-Geschäftskontakte auf Erstliga-

Niveau, Wirtschaftsförderung Bocholt, 18 –21Uhr, Vereinsheim

1. FC Bocholt, Am Hünting, Bocholt

16./17. Juni 2018: Jobmesse Münsterland, Sa. 10 –16Uhr,

So. 10 –16Uhr, Messe- und Congresszentrum Halle

Münsterland, Münster

Die Akademie für Gestaltung

der Handwerkskammer

Münster stärkt die Gestaltungskompetenz

jungerund

engagierter Handwerkerinnen

und Handwerker und fördert

das öffentliche Interesse an gestalterischen

Produkten und Dienstleistungen

des Handwerks.

Die 1991 gegründete Akademie war

räumlich zunächst im Bildungszentrum

der Handwerkskammer angesiedelt. Im

Mai 2013 bezog die Akademie neue

Räumlichkeiten auf „Haus Kump“. Die

ehemalige Hofanlage wurde als Bildungsstätte

um- und ausgebaut und ist

Teil des Handwerkskammer-Bildungszentrums

(HBZ).

Die Akademie Gestaltung entwickelte

und etabliertesich in den Jahren 2010 bis

2014 zum „Kompetenzzentrum GMTZ –

Gestaltungs- und Medientransferzentrum“.

Dadurch wird deutlich, dass Gestaltungskompetenz

zunehmend verbunden

ist mit Medienkompetenz, zum Beispiel

mit digitaler Technik und Kommunikation.

Kerndes Angebots der Akademie sind die

gestalterischen Fortbildungsstudiengänge

(„Designschule für Handwerker“): Die

Teilnehmer können den Abschluss „Gestalter

im Handwerk“, „Designer (HWK)“

und „Meister +Designer (HWK)“ erwerben

(HWK steht für Handwerkskammer).

In einigen europäischen Ländern können

Absolventen der Akademie mit den staatlich

anerkannten Abschlüssen „Designer

(HWK)“ und „Meister +Designer (HKW)“

direkt zu einem Masterstudium an einer

Hochschule zugelassen werden. hko

www.akademie-gestaltung.de

akademie-gestaltung@hwkmuenster.de

28. Juni 2018: Hauptversammlung der Fiducia &GAD IT

AG, Messe- und Congresszentrum Halle Münsterland,

Münster

Entschleunigung durch Design: Tischler Nikolas Miranda (r.) hat eine 24-Stunden-Uhr gestaltet, die

er dem Dozenten Jan Eisermann erläutert.

Fotos: Hubertus Kost


Nur bis 30.06.

Renault Verkaufs-Offensive.

Vielestark reduzierte Aktionsfahrzeuge.

Renault Captur LifeENERGYTCe 90 Renault Kadjar LifeENERGYTCe 130

ab13.890,- € ab16.989,- €

Renault Captur Life Energy TCe 90: Gesamtverbrauch (l/100 km): innerorts: 6,4; außerorts: 4,8; kombiniert: 5,4; CO 2

-Emissionen kombiniert: 123 g/km.

Energieeffezienzklasse B. Renault Kadjar LifeENERGYTCe 130: Gesamtverbrauch(l/100 km): innerorts:6,9;außerorts:5,0; kombiniert: 5,7;CO 2

-Emissionen

kombiniert: 127 g/km. Energieeffizienzklasse B. Renault Captur und Renault Kadjar: Gesamtverbrauch kombiniert (l/100 km): 5,6 -3,8; CO 2

-Emissionen

kombiniert: 127 -99 g/km. (Werte nach Messverfahren VO [EG] 715/2007).

Renault Twingo

LifeSCe 70

ab7.649,-€

ab mtl. 69,- €

Renault Clio

Life1.2 16V 75

ab9.990,-€

ab mtl. 99,- €

Renault Mégane

LifeENERGYTCe 100

ab14.590,- €

ab mtl. 149,- €

Renault Scénic

LimitedENERGYTCe 115

ab18.990,- €

ab mtl. 185,- €

Renault Talisman

Life ENERGY dCi 110

ab23.979,- €

ab mtl. 259,- €

Fahrzeugpreis 7.615,59 €. Bei

Finanzierung: Nach Anzahlung

von0,- €Nettodarlehensbetrag

7.615,59 €, 60 Monate Laufzeit

(59 Raten á 69,- € und eine

Schlussrate: 4.125,87 €), Gesamtlaufleistung

25.000 km,

eff.Jahreszins 1,99 %, Sollzinssatz(gebunden)

1,972%, Gesamtbetrag

der Raten 8.196,87 €.

Gesamtbetrag inkl. Anzahlung

8.196,87 €.

Fahrzeugpreis 9.990,- €. Bei

Finanzierung: Nach Anzahlung

von0,- €Nettodarlehensbetrag

9.990,- €,60Monate Laufzeit

(59 Raten á 99,- € und eine

Schlussrate: 4.886,02 €), Gesamtlaufleistung

25.000 km,

eff.Jahreszins 1,99 %, Sollzinssatz(gebunden)

1,972%, Gesamtbetrag

der Raten 10.727,02 €.

Gesamtbetrag inkl. Anzahlung

10.727,02 €.

Fahrzeugpreis 14.590,- €. Bei

Finanzierung: Nach Anzahlung

von0,- €Nettodarlehensbetrag

14.590,- €,60Monate Laufzeit

(59 Raten á149,- €und eine

Schlussrate: 7.145,00 €), Gesamtlaufleistung

25.000 km,

eff.Jahreszins 2,49 %,Sollzinssatz(gebunden)

2,462%, Gesamtbetrag

der Raten 15.936,00 €.

Gesamtbetrag inkl. Anzahlung

15.936,00 €.

Fahrzeugpreis 18.990,- €. Bei

Finanzierung: Nach Anzahlung

von0,- €Nettodarlehensbetrag

18.990,- €, 60 Monate Laufzeit

(59 Raten á185,- €und eine

Schlussrate: 9.860,70 €), Gesamtlaufleistung

25.000 km,

eff.Jahreszins 2,49 %,Sollzinssatz(gebunden)

2,462%, Gesamtbetrag

der Raten 20.775,70 €.

Gesamtbetrag inkl. Anzahlung

20.775,70 €.

Fahrzeugpreis 23.979,- €. Bei

Finanzierung: Nach Anzahlung

von0,- €Nettodarlehensbetrag

23.979,- €,60Monate Laufzeit

(59 Raten á259,- €und eine

Schlussrate: 10.856,83 €), Gesamtlaufleistung

25.000 km,

eff.Jahreszins 2,49 %, Sollzinssatz(gebunden)2,462%,

Gesamtbetrag

der Raten 26.137,83 €.

Gesamtbetrag inkl. Anzahlung

26.137,83 €.

Finanzierungsangeboteder Renault Bank, Geschäftsbereichder RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland,Jagenbergstraße 1, 41468 Neuss. Gültig bis31.08.2018.

Angeboteverstehen sich inklusive Überführung, zzgl. Zulassungskosten. Abbildungen zeigen Fahrzeuge mit Sonder- oder Mehrausstattungen. Druckfehler,Irrtümer

und Zwischenverkauf vorbehalten.

Renault Twingo Life SCe 70:

Gesamtverbrauch (l/100 km):

innerorts: 6,8; außerorts: 4,7;

kombiniert:5,2; CO 2 -Emissionen

kombiniert: 125 g/km. Renault

Twingo: Gesamtverbrauchkombiniert

(l/100 km): 5,8 - 5,2;

CO 2 -Emissionen kombiniert

:132

-108 g/km. (Werte nach EU-

Messverfahren).

Renault Clio Life 1.2 16V 75: Gesamtverbrauch(l/100km):

innerorts:

7,2; außerorts: 4,7; kombiniert:

5,6; CO 2 -Emissionen

kombiniert: 127 g/km. Renault

Clio: Gesamtverbrauch kombiniert

(l/100 km): 5,9 – 3,5;

CO 2 -Emissionen kombiniert:

135 -90g/km. (Werte nachEU-

Messverfahren).

Renault Mégane Life ENERGY

TCe 100: Gesamtverbrauch (l/

100 km): innerorts: 6,7; außerorts:

4,6; kombiniert: 5,4; CO 2 -

Emissionen kombiniert: 120 g/

km. Renault Mégane: Gesamtverbrauch

kombiniert (l/100

km): 7,2 –3,7; CO 2 -Emissionen

kombiniert: 163 - 95 g/km.

(Wert

enachEU-Messverf

ahren).

Renault Scénic Limited ENERGY

TCe 115: Gesamtverbrauch (l/

100 km): innerorts: 6,8; außerorts:

4,6; kombiniert: 5,4; CO 2 -

Emissionenkombiniert: 122 g/

km. Renault Scénic: Gesamtverbrauch

kombiniert (l/100

km): 5,5–3,9; CO 2 -Emissionen

kombiniert: 123 -100 g/km.

(Wert

enachEU-Messverf

ahren).

Renault Talisman Life ENERGY

dCi 110: Gesamtverbrauch (l/

100 km): innerorts: 4,0; außerorts:

3,4; kombiniert: 3,6; CO 2 -

Emissionen kombiniert: 95 g/

km. RenaultTalisman: Gesamtverbrauch

kombiniert (l/100

km): 5,8 –3,6; CO 2 -Emissionen

kombiniert: 130 - 95 g/km.

(Wert

enachEU-Messverf

ahren).

A+

A

A+

A

A+

A

A+

A

A

A+

A

A+

B

B

B

B

B

B

C

C

C

C

C

D

D

D

D

D

D

E

E

E

E

E

E

F

F

F

F

F

G

G

G

G

G

Besuchen Sie uns im Autohaus. Wir freuen uns auf Sie.

Autohaus Hartmann GmbH

ZumKaiserbusch 25, 48165 Münster,Tel. 0251-618070

Edisonstraße 6, 48432 Rheine,Tel. 05971-96910

Gildestraße 13, 49477 Ibbenbüren, Tel. 05451-96620


BRANCHEN &BETRIEBE 9

Die hohe Kunst des Handels

Familiengeführte Modehäuser wie Ebbers in Warendorf definieren ihre Rolle neu. Sie schaffen eine

Erlebniswelt für Kunden und verlängern ihre Regale umOnline-Angebote.

Das Modehaus als Ort der Freizeitgestaltung: Auf den Shopping-Flächen von Ebbers gastierten kürzlich Akrobaten des Chinesischen Nationalzirkus und zeigten dort ihre hohe Kunst.

Foto: Jörg Pastoor

Alles begann in dem kleinen Geschäft

für „Weißwaren“ von Maria

Ebbers im Windschatten der Pfarrkirche

St. Laurentius in Warendorf.

Nicht größer als eine „gute Stube“

war der Laden, der sich in über 100

Jahren zu einer Modewelt mit rund

3000 Quadratmetern Verkaufsflf äche

in der Fußgängerzone entwickelt

hat. Die Anforderungen an ein familiengeführtes

Modehaus sind groß

und werden zunehmend von den Einfl

üssen der Digitalisierung geprägt.

Ebbers muss sich mit der Konkurrenz

im Netz messen lassen.

Die guten alten „Weißwaren“

– ehemals eine Bezeichnung

für Unterwäsche

–sind in der Dessous-

Abteilung der Ebbers Modewelt

immer noch zu finden. Auch wenn

dieWaresich optisch und qualitativ wohl

deutlich verändert haben dürfte. Doch

Digitale Regalverlängerung: Die Bestellung via Tablet eröffnet die

Chance auf die passende Größe für das geliebte Modestück, weiß

Geschäftsführer Christoph Berger.

Foto: Kaup

nicht nur die Mode, ihr Stil und ihreQualität

haben sich gewandelt.

Das Modehaus Ebbers in Warendorf ist

auf dem Weg indie Welt des digitalen

Handels. „Momentan ist gerade der Einzelhandel

in der Modewelt stark im Umbruch.

Das ist auch auf allen Messen zu

spüren“, sagt Christoph Berger, Ebbers-

Geschäftsführer.Jeder experimentierein

vielen Bereichen. Insbesondere die Großen

versuchten, alle Kanäle zu bedienen.

Hier seien Kompetenzen gefordert, die

nicht zwangsläufig in jedem Betrieb vorhanden

seien. Hohe Investitionen seien

ebenfalls nötig –ohne die Garantie, dass

sich am Ende ein neues digitales Angebot

auch durchsetze.

Bergerhat für sich die Erkenntnis gewonnen:

„Alles, was man digitalisieren kann

im Einzelhandel, muss man auch digitalisieren.“

Das begann im Modehaus Ebbers

schon vor Jahren mit der Installation digitaler

Spiegel, die eine zeitverzögerte

Rundumbetrachtung möglich machen

und zugleich auch die Nutzung sozialer

Netzwerke. Aktuell ist die digitale Regalverlängerung

ein Thema. „Jede Schnittstelle

muss mit jedem einzelnen Lieferanten

abgestimmt werden“, erläutert Berger.

Dabei dürfe die Schulung der Mitarbeiter

nicht außer Acht gelassen werden,

schließlich müsse jeder Modeberater

imHause wissen, für welchen Lieferanten

welches Tool anzuwählen sei im

Falle einer individuellen Kundenbestellung.

Stichworte wie Instore-TV, digitale

Maßschneiderei oder Individualisierung

von Produkten durch Drei-D-Druck oder

Laser sind ebenso bei Ebbers ein Thema,

und der Handel wird dabei mehr und

mehr zur spannenden Erlebniswelt.

Diese Erlebniswelt hat die Chance Akzente

zu setzen, die ein Online-Handel am

Ende kaum bieten kann. Und genau darum

geht es aus Sicht von Ebbers-Geschäftsführer

Christoph Berger. „Der

Handel muss wesentlich mehr zum Freizeitgestalter

werden.Die Stadt muss wieder

den Charakter eines Marktplatzes bekommen.

Darin liegt die Chance für den

stationären Handel und ein Mittelzentrum

wie Warendorf.“

►Fortsetzung auf Seite 10

»HERSTELLER+FACHHÄNDLER

T02581.9359-0 • info@bruns-debray.de

KATALOGBESTELLEN

»Bleiben Sie

einzigartig und

zeigen Sie es.«

Berufsbekleidung

vomHersteller

» Eigene Kollektionen

» Sonderanfertigungen

» Logoservice

» Fachhandelsware

www.bruns-debray.de

www.shop-bruns.de

BRUNS+DEBRAY GMBH

BERUFSBEKLEIDUNG

Hellegraben7 • 48231Warendorf


10 BRANCHEN &BETRIEBE

Mit mehreren Kooperationspartnern lud Ebbers imMärz zur „Women Only Night“ ein. Motto: ein

Abend mit Freundinnen.

Foto: Michèle Waßmann

Das Modehaus als Manege: „Der Handel muss Geschichten erzählen“, sagt Christoph Berger.

Foto: Jörg Pastoor

Der Handel muss

Geschichten erzählen

Der Ebbers-Geschäftsführer hat zum Beispiel eine Umbauphase genutzt, um

die Kunden bei Baustellen-Partys zu unterhalten und zu informieren.

Wie Freizeitgestaltung

in einem modernen

Modehaus aussehen

kann, das präsentierte

Christoph Berger seinen

Kunden zum Beispiel Mitte Februar.

Da wurden die Shopping-Flächen des

Modehauses einfach mal zur Bühne für

atemberaubende Akrobatik und hohe

Zirkuskunst. Wenn zwei Welten sich begegnen,

die bislang keine Berührungspunktehatten,

dann ist das spannend –

für die Organisatoren, für die Artisten

und für die Zuschauer. Vorallem für sie,

denn sie kennen das Modehaus Ebbers

ansonsten vor allem als Shopping-

Landschaft in der Welt der Mode. Der

Abend mit den Akrobaten des Chinesischen

Nationalzirkus im Modehaus

Ebbers war zügig vor der Veranstaltung

ausverkauft. Ein zahlungspfl

ichtiges

Event –aber offensichtlich eines vongroßem

Interesse. Viele haben sich auf dieses

Experiment eingelassen.

Die Gäste bummelten von einem Schauplatz

der Artisten zum nächsten, es gab

nur wenigeStühle rund um die verschiedenen

Schauplätze im Modehaus. Die

Gäste machten es sich auf den Treppenstufen

gemütlich, schauten von der ersten

Etage hinunter auf die Bühnen oder

standen eben wie auf einem Marktplatz

um den Ort des Geschehens herum. Ein

„Man kann nur aneinem

lebendigen, attraktiven Standort

sein Geschäft erfolgreich führen.“

Christoph Berger

buntes Treiben, dazwischen ein wenig

Häppchen-Küche mit Asia-Flair und viel

Zeit für Gespräche zwischen Kleidern,

Hosen, Blazern, Dessous, Pullovern und

bunten Accessoires.

Themen fallen Christoph Berger problemlos

ein –zuEvent-Veranstaltungen,

zu einzelnen Produkten, zu Persönlichkeiten,

zum Urlaub infremden Ländern

oder einfach auch zu den Kunden selbst.

„Der Handel muss Geschichten erzählen,

die zum Ort passen und den Menschen

dadurch deutlich mehr Aufenthaltsqualität

bieten“, kommentiert Berger.

Auch die fasteinjährigeUmbauphase des

eigenen Modehauses, die im Sommer

2016 begann, wurde zum Beispiel dafür,

wie ein Shopping-Erlebnis zugleich zum

Freizeit-Event werden kann. „Wir haben

Baustellen-Partys ausgerichtet und

neben der Möglichkeit zum langen Einkaufsabend

auch Besucher in Gruppen

durch die Baustelle geführt und dabei

von der Historie des Elsberghauses und

seines Gründers berichtet“, erläutert

Christoph Berger. Er fürchtet, dass die

Grundfrequenz in den Städten wegfallen

wird, wenn sich der Online-Einkauf noch

stärker entwickelt. Und dabei beschreibt

er ein überspitztes Szenario: „In den Fußgänger-Zonen

der Städte werden sich

kaum noch Menschen bewegen. Plätze,

die als soziale Treffpunkte bekannt waren,

werden zu behäbigen Orten, gezeichnet

von gähnender Leere, denn

auch die Gastronomie wärezwangsläufigbetroffen

voneiner solchen Entwicklung.“

Dann seine Sicht als stationärer

Händler: „Man kann nur an einem lebendigen,

attraktiven Standort sein Geschäft

erfolgreich führen.“

Beim 29. IHK-Unternehmerfrühstück

konfrontierte erimNovember 2017 die

Gäste mit klaren Thesen: Händler müssen

sich als „Freizeitgestalter“ verstehen.

Der Handel muss seine Nische finden und

sich dort auch digital präsentieren. Jede

Stadt braucht ein City-Management und

muss wie ein großes Einkaufszentrum

geführt werden mit abgestimmten Öffnungszeiten,

Sortiment und Marketing –

ein zentrales Content-Management inklusive.

Kreativität im Handel und auch

in den Stadtverwaltungen sind also gefragt,

um Innenstädteattraktiv zu halten.

Monika Vornhusen

Hightech im Modehaus: Beraterin und Kundin stehen bei Ebbers

vor einem digitalen Spiegel.

Foto: Monika Vornhusen

DASNEUE MAGAZIN

FÜR DEN FAHRGAST.

4xjährlich zum Lesen und Mitnehmen

in vielen Nahverkehrszügen und touristischen

Einrichtungen in Westfalen-Lippe.

Informationen und kostenloses

Abonnement unter

www.extrazeit-magazin.de

www.nwl-info.de

Jetzt auch

alsOnlinemagazin

Unterhaltung.Lifestyle.

News rund um Bus&Bahn.

WILLKOMMEN IM TEAM

Lieber Josef Grevelhörster,

wir freuen uns, dich als anerkannten Spezialisten für internationales Steuerrecht

und Experten für Betriebsprüfungen bei DWL begrüßen zu dürfen.

Dipl. Finanzwirt

HANS DÖCKER

Wirtschaftsprüfer

Steuerberater Rechtsbeistand

TOBIAS WIGGER

Wirtschaftsprüfer Steuerberater

Dipl. Finanzwirtin

ANJA SÜDHOFF

Steuerberaterin

Schön,dass du dabei bist!

Dipl. Finanzwirt

BERNWARD WIGGER

Steuerberater

BERTHOLD FIEFHAUS

Steuerberater

Dipl. Finanzwirt

PETER GÖCKING LL.M.

Steuerberater

Dipl. Kaufmann

ERNST-AUGUST LÜHRMANN

Wirtschaftsprüfer Steuerberater

SIMON DÖCKER

Rechtsanwalt Steuerberater

Fachanwalt für Steuerrecht

Dipl. Finanzwirt

JOSEF GREVELHÖRSTER

Steuerberater of Counsel

48431Rheine•Mühlenstr. 64 (Emsmühle) •Telefon 05971 9214-0•Telefax 05971 50030•info@dwl-rheine.de


BRANCHEN &BETRIEBE 11

Die halbe Elbchaussee schwört

auf Sicherheit aus Senden

Die Rincklake van Endert (RvE) Fenster und Türen Manufaktur hat sich auf Schutzfenster spezialisiert –

und die können sogar unauffällig in denkmalgeschützten Villen platziert werden.

Uneinnehmbar wie eine Trutzburg:

Diese Sicherheit ist nicht sichtbar

und gewährt perfekte Durchsicht –

aber trotzt dennoch dem Projektil

einer Kalaschnikow. Das Panzerglas

kann unter Beschuss zwar bersten,

die Scheibe an sich bleibt jedoch stabil.

„Und schützt das Leben und das

Hab und Gut der Bewohner, auch

wenn die Sicherheitskräfte erst nach

20 Minuten eintreffen“, ist Balthasar

Diekmann sich sicher.

Der Kundenstamm des Vertriebsleiters

Sicherheit der

Rincklake van Endert

(RvE) Fenster und Türen

Manufaktur aus Senden-

Bösensell ist mehr als erlesen. „Leute, die

im Fokus der Öffentlichkeit stehen, aber

über deren Namen wir natürlich Stillschweigen

bewahren.“ Oder die einfach

nur sehr wohlhabend sind und zurückgezogen

leben. „Die halbe Elbchaussee

schwört auf die zertifizierte Sicherheit

unserer Manufaktur“, verrät Uwe Kapp,

Geschäftsführer des Unternehmens.

Denn RvE bietet seine „unkaputtbaren“

Fenster, deren Rahmen aus einem Materialmix

aus Eiche und Aluminium gefertigt

sind, und Türen nicht im Standardformat

und in Serienproduktion, sondern

alsSonderlösungen in Größe, Form, Farbe,

Material, mit

und ohne Schnörkelund

Schnitzereien.

Eben die individuelle

Ausführung

für denkmalgeschützte

Villen, denen

man von außen

nicht ansieht,

welch hochmoderne

Beschlägeinder historischen Fenster-

und Türenoptik stecken. Lieferbar

sind die in sechs Widerstandsklassen. Gemessen

wirddie Zeit –„Resistance Class

1“ zehn Minuten, Resistance Class 6“ 50

Minuten –und die Werkzeugausstattung,

die ein Krimineller zum Einbruch bräuchte

–sowie die Beschusshemmung.

Nur das Gewicht gibt den Hinweis auf

eine Sonderlösung. Vier- bis fünfmal so

schwer wie ein normales sind die Sicherheitsfenster

von RvE, teilweise ist sogar

Sensortechnik in den Rahmen verbaut.

„Wir haben Kunden,dasitzt die Security

mit mehreren Personenschützern in

einerSicherheitszentrale im Gartenhaus.

Und wenn eine bestimmte Erschütterung

im Fensterrahmen gemessen wird, ruft

das die Sicherheitsleuteauf denPlan“, erläutert

Diekmann.

Das heißt aber nicht, dass die Prominenz

aus Politik und Showbiz sich bei RvE die

Klinke indie Hand gibt: „Wir erarbeiten

„Die Elitepolizisten haben nicht

mal mit dem Brecheisen oder anderem

schweren Gerät geschafft,

Fenster und Rahmen zu zerstören.“

Balthasar Diekmann

Ausreichend Platz für eine Lackierstraße bietet die neue RvE-Manufakturhalle

inBösensell. Zwei Millionen Euro hat das Traditionsunternehmen

mit 22 Mitarbeitern am neuen Standort investiert.

das Sicherheitskonzept meist mit den

Architekten, nehmen diesen mit unseren

detaillierten Plänen einen Großteil der

Arbeit ab“, erklärt Diekmann.

Wirklich in Berührung mit ihren prominenten

Kunden kommt das RvE-Team

nur, wenn Fenster und Türen an einem

bewohnten Objekt ausgetauscht werden,

die Mitarbeiter für ein paar Tage Teil des

Alltagslebens ihrer Kunden sind: „Das ist

dann immer ein enormer Vertrauensbeweis

an unsere Firma“, unterstreicht Geschäftsführer

Kapp.

Dafür liefert die Manufaktur Sonderlösungen,

die auch architektonisch echte

Herausforderungen darstellen. Aufgaben,

die dem Team aus Ingenieuren und

Tischlermeistern wirkliche Tüftelarbeit

mit manchmal „riesigem mechanischem

Aufw

and“ abfordern. „In Kroatien haben

wir eine moderne Villa ausgestattet, in

der die Fenster zur Meerseite nicht nur

faltbar, sondern diese zusammengefaltetenFenster

auch noch im Boden versenkbar

sind.Damit der Kunde einen wirklich

unverstellten Blick aufs Meer hat“, berichtet

Rudolf Rincklake van Endert. Je

schmaler bei solchenObjekten der Hochsicherheitsrahmen

des Fensters, desto

besser: „FiligraneAnsichtsbreiten ermöglichen

den möglichst freien Blick“, legt

Diekmann dar.

Das hieße aber nicht, dass die Auftraggeber

mit einem Geldkoffer in die neuen

Firmenräumlichkeiten in Bösensell spazierten,

betont Geschäftsführer Rincklake

van Endert. „Auch wir müssen uns

gegen Mitbewerber durchsetzen.“ Und

das mittlerweile weltweit. Zehn Prozent

des Umsatzes macht RvE außerhalb der

EU, Tendenz steigend, 20Prozent innerhalb

der EU und 70 Prozent in Deutschland.

„Vergangene Wochesaßen wir hier

mit einer russischen Delegation mit Dolmetscher.Und

in den USAhaben wir gerade

ein Objekt ausgestattet, dessen

Fenstervon außeneine echteBronzepatina

haben, obwohl alle aus unterschiedlichen

Materialien sind und innen Echtholz

zeigen, wegen der schöneren Haptik“,

stellt Kapp Beispiele für Sonderlösungen

vor. Kein Auftrag sei wie der andere,

das Schöne an dem Job. „Wir sind

da mehr so Bäcker“, schmunzelt Rincklake

van Endert.

Dessen Backwerk sich als unzerstörbar

erweist und sich sogar dem Härtetest des

österreichischen Sondereinsatzkommandos

in Wien stellte: „Die Elitepolizisten

haben nicht mal mit dem Brecheisen oder

anderem schweren Gerät geschafft, Fenster

und Rahmen zu zerstören“, berichtet

Sicherheitschef Diekmann.

Überhaupt sind Österreich und die

Schweiz Länder, indenen das westfälische

Unternehmen viel zu tun hat. Die

einbruchsicheren Fensterfronten der Juweliere

inBern stammen fast alle aus

Hand des RvE-Teams. Und topographische

Herausforderungen werden mit

Sportsgeist gemeistert: „Für die Chalets

auf 2000 Meter rundumSt. Moritz musstenwir

die FensterinDruckkammern den

Berg hinauf transportieren und den

Druck langsam ausgleichen, damit sie

nicht bersten“, schildert Diekmann.

Solche Anstrengungen kann die Firma

bei ihrem jüngsten Auftrag, bei dem sie

das Objekt nennen darf, hintanstellen:

Die Sanierung der Jil-Sander-Villa an

Hamburgs Milchstraße mit Blick auf die

Außenalster. Kastenfenster werden entwederbestandskonserviert

oder originalgetreu

nachgebaut. „Viel besser als vorher

bei gleicher Optik –das bescheinigt

uns die Denkmalschutzbehörde oft“, resümiert

Kapp. Maike Harhues

Sonderlösungen für Fenster und Türen sind ihr Spezialgebiet und „echte Tüftelarbeit“: Vertriebsleiter Sicherheit

Balthasar Diekmann (v.l.), Geschäftsführer Uwe Kapp und Geschäftsführer Rudolf Rincklake van Endert. Foto: ma

Der neue

Renault ALASKAN

SeineStärkeist Ihr Antrieb.

Renault AlskanLifedCi 160

ab mtl. netto

251,26 € * ab mtl. brutto

299,–€ *

*Monatliche Rate netto ohne gesetzl. USt.251,26 €/brutto inkl. gesetzl. USt.299,– €, Leasingsonderzahlung

netto/brutto, Laufzeit 60 Monate, Gesamtlaufleistung 25.000 km. Ein Angebot für Gewerbekunden der

Renault Leasing, Geschäftsbereich der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Jagenbergstraße 1,

41468 Neuss. Gültig bis31.08.2018.

•16-Zoll-Leichtmetallräder „Pasadena“ •Klimaanlage, manuell mit Pollenfilter •Nebelscheinwerfer •

Zuschaltbarer Allradantrieb

Abb. zeigt Renault AlaskanIntensmit Sonderausstattung.

Besuchen Sie uns im Autohaus. Wir freuen uns auf Sie.

AUTOHAUS HARTMANN GMBH

Renault Vertragspartner

48165 Münster,Zum Kaiserbusch25, Tel. 0251 618070

49477 Ibbenbüren, Gildestraße 13, Tel. 05451 9662-0

48432 Rheine,Edisonstrasse6,Tel. 05971 9691-0

www.autowelt-hartmann.de


Mit „Han

12 BRANCHEN

Die Agravis Raiffeisen AG start

nachhaltig wachsen und beim

„Wie wollen wir künftig leben?“ – mit dieser Frage beschäftigten sich am Vortrag der Agravis-Hauptversammlung auf einer Veranstaltung in Ilsede Experten

mit Agrarbezug. Es ging um Foodtrends, das neue Essverhalten und Auswirkungen auf Gesellschaft und Markt. Es diskutierten und sprachen (v.l.): Philipp

Schulze Esking (DLG-Vizepräsident), Andreas Rickmers (Agravis), Cathrina Class-Mühlhäuser (Claas), Hanni Rützler (Foodtrendforscherin), Franz-Josef Holzenkamp

(Agravis), Hermann Sievers (Yellow Dress Retail) und Carsten Schruck (Westfleisch).

Konzern wächst weiter in

Richtung Mitte und Süden

Seit Februar ist die Agravis Hauptgesellschafter der Rörig-Hartig GmbH in Hessen.

Seit dem 1. Februar 2018 gehört

die Rörig-Hartig &Co.

Landwarenhandel GmbH

zum Agravis-Konzern. Mit

dem Erwerb der Mehrheitsanteile

an dem nordhessischen Landhändler

verfolgt die Agravis Raiffeisen

AG weiterhin konsequent ihre Strategie,

regional im deutschen Agrarmarkt zu

wachsen.

In diese Strategie gehörten laut Unternehmensmitteilung

beispielsweise auch

die Integration der früheren Claas Hessen

GmbH als Agravis Technik Hessen-

Pfalz GmbH in die Agravis Technik Holding

GmbH und die Kooperationen im

Bereich der Raiffeisen-Märkte mit der

RWZ Rhein-Main eG im vergangenen Geschäftsjahr

–alle Aktivitäten zusammen

ließen erkennen, dass sich die AGRAVIS

deutschlandweit als Geschäftspartner

anbietet.

„Wenn wir in Deutschland wachsen wollen,

müssen wir auch über den Tellerrand

unserer angestammten Arbeitsgebietehinaus

aktiv sein. Und das wollen wir. Wir

verstehen uns als nationaler Agrarhändler“,

erläutert Andreas Rickmers, Vorstandsvorsitzender

der Agravis Raiffeisen

AG.

Im vergangenen Jahr erwarb die Agravis

Raiffeisen 56 Prozent der Unternehmensanteile

an der Rörig-Hartig GmbH von

derOttoRoth Landesproduktengroßhandel

GmbH und ist seit Februar 2018 neuer

Hauptgesellschafter. „Rörig-Hartig

grenzt unmittelbar an das Kernarbeitsgebiet

der Agravis Kornhaus Ostwestfalen

GmbH an. Der Mehrheitserwerb ist damit

ein wichtiger Baustein, um die regionale

Präsenz der Agravis zu festigen und sich

als schlagkräftiger Agrarhandelspartner

für die Landwirtschaft in Ostwestfalen

und Nordhessen im Markt zu behaupten“,

erläutert Andreas Rickmers, der

gleichzeitig aber auch die Zusammenarbeit

und den Ausbau der Zusammenarbeit

mit genossenschaftlichen Partnern

in der Region für wichtig hält.

Die Rörig-Hartig GmbH erwirtschaftet an

sieben Standorten mit zirka40Mitarbeitern

einen Jahresumsatzvon rund 30 Millionen

Euro. Die Mitarbeitergesellschafter,

die mit 21,5 Prozent an der

GmbH beteiligt sind, begrüßten den zukunftsweisenden

Schritt für Rörig-Hartig

und die Landwirtschaft in der Region,

hieß es. Auch der dritte Gesellschafter,

die Raiffeisen Emsland-Süd eG, behält

die Anteile in der bisherigen Größenordnung.

„Mit acht Mitarbeitergesellschaftern,

die alle an verantwortlichen

Stellen im Unternehmensitzen, und zwei

starken Partnern aus dem Agrarhandel

sind wir bestens für die Zukunft gerüstet“,

betont Hermann Hagen, Geschäftsführer

der Rörig-Hartig GmbH.

Die regionale Präsenz und Leistungskraft

in Ostwestfalen und Nordhessen dokumentiert

die Gruppe auch durch ihre

Landtechnik-Gesellschaften in der Region:

die Agravis Technik Saltenbrock

GmbH, die Agravis Technik Lenne-Lippe

GmbH und seit 2017 dieAgravis Technik

Hessen-Pfalz GmbH. „Unsere Agrarzentren

wie das Kornhaus Ostwestfalen und

Rörig-Hartig sowie die Technik-Gesellschaften

sind die wesentlichen Standbeine,

mit denen die Agravis das direkte Geschäft

mit der Landwirtschaft betreibt“,

erklärt Andreas Rickmers.

Ein Jahresumsatz von 6,5 Milliarden

Euro, aber nur ein bescheidener Gewinn.

Die Agravis Raiffeisen AG

(Münster/Hannover) will sich mit

diesem Zustand nicht zufriedengeben

und stellt,wie der Aufsichtsratsvorsitzende

Franz-Josef Holzenkamp

kürzlich erklärte, „den Konzern

mit allen Abläufen auf den Prüfstand“.

Nicht planlos, sondern auf

Basis einer neuen umfassenden

Unternehmensstrategie namens

„Hanse“. Vorstandschef Andreas

Rickmers präsentierte sie kürzlich

vor rund 850 Aktionären auf der

Hauptversammlung im niedersächsischen

Bockenem.

Gespräch am Rande: Vorstandsvorsitzender Andreas Rickmers begrüßte

zur Hauptversammlung die niedersächsische Landwirtschaftsministerin

Barbara Otte-Kinast. Fotos: Agravis Raiffeisen AG

Der Agrarmarkt in Deutschland

mit einem Umsatzvolumen

vonjährlich 60 Milliarden

Euro bietet aus

Sicht des großen Handelsund

Dienstleistungsunternehmens nicht

mehr allzu viele Wachstumsmöglichkeiten.

Andreas Rickmers sieht perspektivisch

sogar einenRückgang. Die Agravis,

so der Vorstandschef, wirdsich aber nicht

darauf beschränken, das Erreichtezuverwalten

dere B

len de

mitges

genoss

Das Un

stand

zwar o

gert) u

dern P

Märkte

einen

Euro(p

Steuer

nen, G

nen un

25,3 M

Plan.

Bei de

Euro l

ursprü

chen v

fand S

14 Rai

terwer

weiter

in den

sonalk

Agravi

Jahres

Im Ge

leichte

von 2,

chen D

gut, Pf

Agrare

gang v

hanne

bewerb

reichen

spürba

Im Ges

len Mis

sundhe

gleich

Milliar

Die La

nach J

Schult

Grupp

ihrePo

und b

duktum

Million

gab es

hande

Stolze –Dr. Diers –Beermann GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ·Steuerberatungsgesellschaft

Mit derzeit 18 Berufsträgern (davon 6Wirtschaftsprüfer, 2Rechtsanwälte und

18 Steuerberater) und insgesamt 55 Mitarbeitern sind wir eine der führenden

Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzleien in Westfalen.

Unser Angebot umfasst eine breite Spanne von Dienstleistungen insbesondere

für mittelständische Unternehmen und deren Gesellschafter von der Einkommensteuererklärung

über die Abschlusserstellung bis zur Jahresabschluss- und

Konzernabschlussprüfung. Weiterhin beraten wir in Fragen des Steuerrechts

–insbesondere im Bereich des Umwandlungsteuerrechts, des internationalen

Steuerrechts und der Unternehmensnachfolge. Zu unserem Dienstleistungsspektrum

zählt auch die betriebswirtschaftliche Beratung. Jeder Mandant hat

bei uns einen persönlichen Ansprechpartner, der das Unternehmen langjährig

betreut. Über unsere örtlichen Niederlassungen in Emsdetten und Rheine

hinaus kooperieren wir im Rahmen der CW &Smit anderen Praxen und sind

Mitglied des internationalen Verbundes von Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern

„AGN“, um auch überregional und grenzüberschreitend unsere Mandanten

betreuen zu können.

CW&S

Cooperation von

Wirtschaftsprüfern &Steuerberatern

www.stolze­diers­beermann.de

Neubrückenstraße 4

48282 Emsdetten

Telefon (0 2572) 40 85

Telefax (0 2572) 85647

stolze­diers@stodibe.de

Timmermanufer 142

48429 Rheine

Telefon (0 59 71) 80822­6

Telefax (0 59 71) 80822­75

info@stodibe.de

Geschäftsführer:

Prof. Dr. Fritz­Ulrich Diers

Dr. Philipp Diers

Dr. Marie­Theres Stolze

Heinz Stolze

Wilfried Beermann

Johannes Fink

Prof. Dr. Dorian Fischbach

Mitglied im Verbund

der agn International


&BETRIEBE

13

se“ auf Zukunftskurs

et in einer Zeit der großen Herausforderungen einen neuen Strategieprozess. Das Unternehmen will

Konsolidierungsprozess im deutschen Agrargeschäft eine führende Rolle übernehmen.

.Und auch eine Expansion in anranchen

steht nicht an. „Wir wolnvor

uns liegenden Wandel aktiv

talten. Als Agravis –gemeinsam im

enschaftlichen Verbund.“

ternehmen konnte laut Finanzvor-

Johannes Schulte-Althoff in 2017

perativ überzeugen (EBIT gesteind

erzielte inden Geschäftsfelfl

anzen, Tierfutter, Landtechnik,

,Baustoffhf andel und Projektbau

Gesamtumsatz von 6,5 Milliarden

lus 3,8 Prozent). Das Ergebnis vor

n blieb trotz Marktanteilsgewineschäftszuwachs

inneuen Regiodzusätzlicher

Akquisitionen mit

illionen Euro aber deutlich unter

Die Hauptversammlung der Agravis findet in jedem Jahr an einem neuen Standort des Konzerns statt. In diesem Jahr tagte sie bei der zur Agravis gehörenden Gundelach GmbH im

niedersächsischen Bockenem.

nInvestitionen mit 87 Millionen

g die Agravis deutlich über ihrer

nglichen Planung. „Auch ein Zeion

Wachstum und Solidität“, bechulte-Althoff.

ffeisen-Märkteund zwei Mischfutke

in Neuss und Wiesbaden sowie

e Technik-Gesellschaften wurden

Konzern aufgenommen. Die Perosten

erhöhten sich. Die Zahl der

s-Mitarbeiter stieg binnen eines

von 6252 auf 6685 (Ende 2017).

schäftsfeld Pfl

anzen gab eseine

Eintrübung, „Der Produktumsatz

87 Milliarden Euro inden Bereiüngemittel,

Pfl

anzenschutz, Saatlanzenbau-Vertriebsberatung

und

rzeugnisse bedeutete einen Rückon

zwei Prozent“, berichtete Jo-

Schulte-Althoff. „Die harte Wettssituation

warinnahezu allen Bedes

Geschäftsfeldes deutlich

r.“

chäftsfeld Tiere mit den drei Säuchfutter,Spezialfutter

und Tiergeit

erhöhtesichder Umsatz im Verzu

2016 um drei Prozent auf 1,17

den Euro.

ndtechnik-Branche hat sich 2017

ahren des Rückgangs stabilisiert.

e-Althoff: „Die Agravis-Technikeuntermauerte

indiesem Umfeld

sition als leistungsstarker Händler

aute Marktanteile aus. Der Prosatz

stieg um 15 Prozent auf 890

en Euro.“ Positive Nachrichten

auch aus den Bereichen Baustoffund

Projektbau (zusammengefasstals

Bauservice). Der Umsatz stieg im

Jahresvergleich um fünf Prozent auf 168

Millionen Euro. Ein gleich hohes Plus gab

es im Geschäftsfeld Märkte (Umsatz 168

Millionen Euro).

Für 2018 plant Agravis laut Andreas Rickmersmit

6,5 Milliarden Euro Umsatz und

einem Ergebnis vor Steuern von 42Millionen

Euro. Trotz eines leichten Stimmungseinbruchs

in der Landwirtschaft

sieht der Vorstandsvorsitzende das

Unternehmen nach vier Monaten für

2018 auf Kurs.

Auch 2018 wird das Ergebnis aber von

der Ceravis AG in Rendsburg –einem

Joint Venture mit den dänischen Partnern

Danish Agro und Vestjyllans Andel

(DAVA) –belastet. Die Restrukturierung

wurde eingeleitet. Rickmers: „Das bringt

keinen Spaß, das kostet Geld, ist aber

notwendig, um mittelfristig den Turnaround

zu schaffen.“

Das Strategieprogramm „Hanse“ soll den

gesamten Konzern wetter-und zukunftsfest

machen. Denn Herausforderungen

gibt es reichlich. „Wir wissen, dass die

Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe

in den kommenden Jahren deutlich

zurückgehen wird. In einer Branchenanalyse

der DZ-Bank heißt es beispielsweise,

dass von unseren aktuell 250

000 bis 300 000 Betriebenund damit

potenziellen landwirtschaftlichen Kunden

im Jahr 2040 nur noch rund 100

000übrigbleiben“, berichteteRickmers

und sprach von einer „dramatischen

Konsolidierung“ der Landwirtschaft.

Verstärkt zuwenden muss sich die Agravis

auch der ökologischen Landwirtschaft.

Rickmers: „In den vergangenen

fünf Jahren hat sich die Zahl der ökologisch

wirtschaftenden Betriebe und de-

„Jetzt gilt es, die Hausaufgaben

zu machen ... Dann schaffen wir

unsere Ziele.“

Andreas Rickmers

ren Anbaufl

ächen um ein Drittel erhöht.

Selbst wenn sich der aktuell starke Zuwachs

anBio-Höfen abschwächt, dürfte

die Zahl der Öko-Betriebe bis 2040 –und

hier zitiere ich aus einer Branchenanalyse

der DZ-Bank –auf rund 45 000zunehmen

und der Anteil ökologisch bewirtschafteter

Flächen von derzeit zehn Prozent

auf etwa ein Fünftel der landwirtschaftlichen

Nutzfl

äche Deutschlands

wachsen.“ Darüber hinaus wird sich die

Digitalisierung in der Landwirtschaft und

in der agrarwirtschaftlichen Lieferkette

aus Sicht der Agravis weiter beschleunigen.

Und auch der Konzern bekommt es

mit den Folgen des demografischen Wandels

zu tun und muss um qualifiziertes

Personal kämpfen.

Das Strategieprogramm „Hanse“ hat

eine Fülle von großen Themen, um die

sich die Agravis intensiv kümmert und

kümmern wird. Im heimischen Markt

will man Konsolidierungsführer sein

und mit ganzheitlichen Lösungen Kunden

erfolgreicher machen. Erste Ansätze,

die Prozesse zu verschlanken und digital

zu vernetzen, Kosten zu senken und

auch zu deinvestieren, gibt es bereits.

„Wir stehen am Beginn einer Reise. Hanse

verlangt den Einsatz aller Führungskräfte

und Veränderungsbereitschaft aller

Mitarbeiter“, so Andreas Rickmers.wk

Schneller, stabiler,

wirtschaftlicher.

Glasfaser für Ihr Unternehmen.

Anrufen

und Anschluss

sichern!

Wirrealisieren denGlasfaserausbau in Ihrem Gewerbegebiet. Fürschnelles Internet,für stabileDatenleitungen

undfür wirtschaftliche Kommunikationmit einem eigenenGlasfaseranschluss.

Individuelle Beratung. Mehr Informationen.

Service-Nr. 0800 281 281 2

business@deutsche-glasfaser.de

deutsche-glasfaser.de/business


14 BRANCHEN &BETRIEBE

Zwischen Murmansk

und Kasachstan

Das münsterische Unternehmen MTG handelt mit Mode und Accessoires und

hat mit Russland einen schwierigen Markt im Blick.

Schwierige Zeiten liegen hinter dem

Unternehmen MTG in Münster. Geschäftsführer

Marcus Gillsch zählt

auf: Absturz des Rubel, Krieg in der

Ukraine, die politische Instabilität,

Sanktionen sowie der Konfl

ikt mit

der Türkei. Außerdem erschwerten

Handelsbeschränkungen die Arbeit

mit Textilien. Alles Faktoren, die das

Geschäft beeinfl

usst haben, so

Gillsch, der aber heute wieder von

Wachstum spricht.

Dabei gab eseine Zeit, da

spielte Mode bei den Kunden

in Russland und in den

Gus-Staaten eine untergeordnete

Rolle. Für Händler,

mit denen die Modeagentur in Russland

zusammenarbeitet, nahm die Entwicklung

dramatische Züge an, bilanziert

Gillsch. Anfang des vergangenen

Jahres war ein Tiefpunkt erreicht.

Der 38-Jährige freut sich umso mehr,

dass MTG wieder schwarze Zahlen

schreibt. Auch Firmengründer Thomas

Gillsch blickt auf die Turbulenzen zurück

und berichtet von fast 60-prozentigen

Umsatzeinbußen. Die vergangenen fünf

Jahre seien für MTG (Martina, Thomas

Gillsch) nach eigenen Angaben ein

schwieriges Geschäft gewesen. Mitbewerber

hätten in dieser Zeit ihre Unternehmen

aufgegeben, vor allem in den

Eine starke Kombination für

einenstarken Wirtschaftsraum

Mit der Wirtschaftskombi

auf direktem Weg zu

Ihrer Zielgruppe in

Nordwestdeutschland

Bis zu

179.000 Exemplare

(Gesamtauflage)

Beratung:

Frank Micheel

Tel. 0251/690-916161

Lars Normann

Tel. 0251/690-916162

Nordhorn

Coesfeld

Papenburg

Meppen

Lingen

Rheine

MÜNSTER

Wangerooge

NORDRHEIN-

WESTFALEN

OLDENBURG

OSNABRÜCK

Delmenhorst

BREMERHAVEN

FLENSBURG

BREMEN

Minden

BIELEFELD

Verden

SCHLESWIG-

HOLSTEIN

HAMBURG

NIEDERSACHSEN

Hameln

HANNOVER

Einbeck

KIEL

GÖTTINGEN

LÜBECK

LÜNEBURG

WOLFSBURG

BRAUNSCHWEIG

SCHWERIN

Ohne Streuverluste ·Überregional ·Vorteilhafte Konditionen

Das Familienunternehmen MTG hat seine Weichen für die Zukunft gestellt. Marcus

Gillsch (M.) hat die Geschäftsführung übernommen, die Eltern Martina und Thomas

Gillsch haben sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen.

Foto: gh

Jahren 2014 und 2015.

Nicht nur,dass auch in Russland die Kleiderschränke

voll seien, auch die Politik

spiele eine große Rolle. „Wenn die Menschen

gut drauf sind, dann gönnen sie

sich etwas“, so Thomas Gillsch. Emotionale

Gründe spielten bei Einkäufen eine

Rolle.

MTG habe aufgrund einer vorsichtigen

Firmenpolitik überlebt. Seit gut 18 Monaten

befindet sich das Unternehmen in

Münster nach eigenen Angaben in der

Wiederaufb

auphase. 33 Mitarbeiter beschäftigt

MTGheute, vorder Krise waren

es noch 55.

Für den 38-jährigenGeschäftsführer war

der Start im Familienbetriebdarum auch

kein Zuckerschlecken. „Wir sind Krisen

gewöhnt“,sagt auch sein Vater, dennoch

machten auch ihn die enormen

Schwankungen nervös.

Das münsterische Unternehmen MTG

handelt mit Mode und Accessoires für

Frauen und Männer und ist Vermittler

zwischen Produzenten und knapp 550

Händlern in Russland und den Gus-Staaten.

Zwischen Murmansk und Kasachstan

verkaufen die Münsteraner ihre Mode-Brands.

„Das Netzwerk ist unsere

Kernkompetenz.“

„Wir vertreten exklusivüber 30 Marken“,

erklärt Thomas Gillsch. Darauf ist der Firmengründer

stolz. Sein Sohn erklärt den

Unterschied zu den Mitbewerbern: Eine

klassische Agentur ist vielleicht mit zwei

bis drei Marken vor Ort. „Wir fahren dagegen

das Konzept: alles aus einer

Hand.“

Größter Kunde von MTG ist nach Angaben

des 38-Jährigen eine Holding Center

AG in Moskau. MTG zählt zu den Aktionären

des Unternehmens, das mit eigenen

Geschäften in Moskau vertreten ist.

Die Holding gilt demnach auch als größter

Importeur von Mode in Russland.

Mit der Stabilisierung des Umsatzess

blickt der „neue“ Chef in die Zukunft sei-

nes Unternehmens. Er teilt sich die Auf-

gaben im Management mit Susanne Ker-

bel, Ella Lauer,Ludmila Brokhues, Vitali

Strempler, Elena Welma und der Show-

roomleiterin in Moskau, Natalia Zakha-

rova.

Der Agenturchef beobachtet, dass der

Wettbewerb aggressiver geworden sei.

Er wiederholt: „Unser Vorteil ist unser

großes Netzwerk.“ Dafür legte Firmen-

gründer Thomas Gillsch vor 25Jahren

den Grundstock. Er arbeitete zunächst

als Expertebei SchnebergerinMünsterr

für den Bereich Ostdeutschland, später

als Osteuropa-Manager für die Mode-

markeEscada. Dann wurde der gebürtige

Thüringer sein eigener Chef. Ehefrau

Martina Gillsch kümmerte sich ums Personal.

„Meine Eltern sind heutemeine wichtigsten

Berater“, erklärt der Sohn. Marcus

Gillsch, der mit einer Russin verheiratet

ist, hat inzwischen auch die russische

Sprache gelernt und kennt sich mit der

Mentalität der Menschen in dem Land

und ihrem Kleidungsstil aus. Die Frauen

in Moskau liebten es eher klassischer,

und sie schmückten sich mehr,soder junge

Familienvater, der zunächst seinen

Hotelbetriebswirt absolviert und sich auf

die Bereiche Marketing und Finanzen

konzentriert hat. Jetzt möchte ermotiviert

im eigenen Familienbetrieb neue

Impulse setzen. Momentan gründet er

eine Online-Akademie für die Händler.

Die Nachfrage nach Fortbildungen sei

hoch, so Gillsch.

Der 38-Jährigeüberrascht die Kunden im

Moskauer Showroom mit einem Novum.

Während in Münster das traditionelle

Café Kleimann zugemacht hat, lässt er

„sein“ Café Kleimann jedes Jahr zur Modewoche

in Moskau wieder aufl

eben.

Unter dem Stichwort „Münster trifft Moskau“

bietet er außerdem in seinem modernen

Moderaum in einem Kiepenkerl-

Restaurant westfälische Gerichtean. „Die

Russen lieben die deutsche Gemütlichkeit“,

sagt Marcus Gillsch.

Gabriele Hillmoth


NACHHALTIGKEIT 15

„Es geht um das Kerngeschäft“

Weiche Faktoren schaffen harte Fakten –dies wurde auf der Auftaktveranstaltung des CSR-Kompetenzzentrums

Münsterland deutlich. Gerade inZeiten des Wandels kann CSR die Attraktivität erhöhen und das Profil schärfen.

Unternehmensverantwortung –Herausforderung

und Erfolgsfaktor für

den Mittelstand. Das war Titel und

Motto des Programms von Vorträgen

und Workshops zum Start des CSR-

Kompetenzzentrums. Knapp 90

Unternehmensvertreter besuchten

den Kurzkongress im Vom-Stein-

Haus am Schlossplatz in Münster,

unterhaltsam moderiert vom Chefredakteur

der Westfälischen Nachrichten,

Dr. Norbert Tiemann.

Die Zeiten des Umbruchs

und der unternehmerischen

wie politischen Unsicherheit

skizzierte der Zukunftsforscher

Klaus Burmeister

in seinerKeynote.Das Unternehmensumfeld

sei geprägt von den Veränderungen

durch die rasch fortschreitende

Digitalisierung und den Folgen für die

Wirtschaftswelt. Sein Rat: Unternehmen

sollten die Chancen und Möglichkeiten

nutzen und Innovationen als Treiber auf

dem Weg zum verantwortungsvollem

Wirtschaften aktiv gestalten.

Dass CSR das adäquateInstrumentarium

für Unternehmen und Organisationen in

einer sich rasch verändernden Welt bereithält,

führteDr. Udo Westermann aus.

Der Leiter des CSR-Kompetenzzentrums

Dr. Udo Westermann, Leiter des CSR-Kompetenzzentrums, erläuterte

unter anderem das System der Gruppen-Workshops.

Münsterland spannteden Bogen vonder

Selbstverpfl

ichtung des „Ehrbaren Kaufmanns“

hin zum gesellschaftlich verantwortungsvollen

Unternehmen. „Bei CSR

geht es über das traditionelle Engagement

für das Gemeinwesen hinaus: Es

geht um das Kerngeschäft, um Energieeffizienz,

um eine mitarbeiterorientierte

Personalpolitik und insbesondereumdie

Verantwortung für Produkteund Dienstleistungen“,

so Westermann. Er empfahl:

„Wenn Sie systematisch die größten

Hebel identifizieren und angehen, setzt

CSR auch im kleinteiligen Alltag neue

Kräftefrei.“ Wieund wo dasinder Praxis

bereits gut funktioniert, zeigte Anne

Stührenberganhand vonUnternehmensbeispielen

aus dem Mittelstand.

Und so bestätigten die anwesenden

Unternehmensvertreterinnen und -vertreter

in einerBewertung der vier zentralen

Handlungsfelder der CSR auch, was

das Team des Kompetenzzentrums aus

der Praxis kennt: Für die meisten sind

derzeit die Qualität der Führung, die Mitarbeiterzufriedenheit,

die Innovation

nachhaltiger Produkte, Digitalisierung

und Datensicherheit, Arbeitgebermarke

sowie Klimaschutz und nachhaltige Lieferkette

die Themen, die sie intensiv beschäftigen.

Im Hinblick auf eine praktische Umsetzung

konnten die Teilnehmer in „Speakers

Corner“ die Unterstützungsangebote

der Kooperationspartner des Kompetenzzentrums

kennenlernen. „Wenn es

den Mitarbeitern gut geht, geht es auch

dem Unternehmen gut.“ Unter diesem

Informationsaustausch: Beim Auftakttermin des CSR-Kompetenzzentrums erfuhren die Besucher viel über nachhaltiges Handeln.

Motto gab zum Beispiel der Kreis Steinfurt

einen Einblick in seinen „Betriebsplus

5.0“ genannten Wettbewerb zur mitarbeiterorientierten

Unternehmensführung.

Der Arbeitskreis „Leitbildentwicklung“

zeigte, wie Unternehmen gelebte

Werte sichtbar machen und für ihre Entwicklungs-

und Personalarbeit nutzen.

Welche Wertschätzung Unternehmen erfahren,

wenn sie ihreMitarbeiter im Falle

von Fürsorge und Pfl

ege von Angehörigen

unterstützen, erfuhren die Gäste

beim „Netzwerk Pfl

egeund Betrieblicher

Pfl

egekoffer“. Das Beratungsprogramm

„Ökoprofit“ stellte vor, wie sich mit Klima-

und Umweltschutz bei Produktion

und Produkten auch die Bilanz verbessert.

Und nicht zuletzt erläuterten die Expertinnen

und Experten des Kompetenzzentrums,

wie Unternehmen die für sie

passende Strategie entwickeln können.

Gestaltet wurden die „Speakers Corner“

von der WESt Wirtschaftsförderungsund

Entwicklungsgesellschaft Steinfurt,

der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld,

der WFG für den Kreis Borken, der

gfw

Gesellschaft für Wirtschaftsförderung

im Kreis Warendorf, dem Amt für

Grünfl

ächen, Umwelt und Nachhaltigkeit

der Stadt Münster, der AIW Aktive

Unternehmen im Westmünsterland e.V.,

Competentia Münsterland sowie dem

CSR-Kompetenzzentrum Münsterland

von future e.V.

Nach dem Auftakt besteht die eigentliche

Arbeit des CSR-Kompetenzzentrums darin,

Organisationen und Unternehmen

bei der Einführung und Entwicklung

dauerhafter CSR-Strategien zu begleiten

und unterstützen.Das geschieht im Rahmen

vonGruppenworkshops, welche gezielt

für kleine und mittlere Unternehmen

entwickelt wurden. Jede Gruppe

umfasst jeweils acht bis zwölf Unternehmen

und durchläuft acht gemeinsame

Workshops inklusive eines begleitenden

Coachings. Dieser Prozess erstreckt sich

über einen Zeitraum von15bis 18 Monaten.

Start der ersten Runde der CSR-

Gruppenworkshops ist im Herbst 2018;

insgesamtsind fünf Gruppen in den Jahren

2018/19 geplant.

Der erste Meilenstein besteht für die

Unternehmen in der Durchführung einer

Selbstbewertung ihres CSR-Status. Dazu

erhalten sie vom Kompetenzzentrum im

Rahmen der ersten Workshops Basiswissen,

Material sowie methodisches Rüst-

Und? Wie halten Sie

sich fachlich fit?

Im Handwerk ist es wie im Sport:

Erfolgreich ist, wer regelmäßig trainiert.

KurzeWeiterbildungseinheiten sind ein eff

ektives Basistraining.

Wer beruflich hoch hinaus will, trainiert sein Können intensiv mit

einerAufstiegsfortbildung und holt sich denTitel.

Wir erstellen gerne einen individuellenTrainingsplan für Sie.

www.hbz-bildung.de

zeug. Bei diesem ersten Schritt besteht

die Möglichkeit, eine einzelbetriebliche

Begleitung durch Masterstudierende der

FH Münster in Anspruch zu nehmen, welche

einen wichtigen Beitrag zur Datenerhebung,

-auswertung und Dokumentation

leisten können.

Mithilfe der weiteren Gruppenworkshops

entwickeln die Unternehmen die

bestehenden Ansätze und Maßnahmen

weiter. Sie erarbeiten sich folgende Meilensteine:

CSR-Leitlinie: Positionierung von CSR

nach innen und außen

CSR-Strategie: Entwicklung einer strategischen

Vorgehensweise

CSR-Maßnahmenprogramm: Erfassung

operativer Ziele sowie Identifizierung

und Priorisierung von Handlungsansätzen

Öffentlichkeitsarbeit: Ausarbeitung und

Veröffentlichung eines vier-bis achtseitigen

CSR-Statusberichts.

Mehr Informationen finden Unternehmen

unter ww

w w.csr-muensterland.de.

Für interessierteUnternehmen gibt es zudem

eine Telefon-Hotline: Dr. Udo Westermann,

Anne Stührenberg, Tel. 0251

97316 34.

Handwerkskammer Bildungszentrum Münster

Echelmeyerstraße 1–2, 48163 Münster

Telefon 0251 705-4444

weiterbildung@hbz-bildung.de

Fotos: CSR


IHRE WERBUNG

RICHTIG PLATZIERT

TRIFFTDIREKTDIE ENTSCHEIDER

Wirtschaftskompetenz aus der Region

und für die Region!

NÄCHSTE AUSGABE

26. Juni 2018

– Relevante regionale Wirtschaftsthemen

– Reportagen, Interviews

– Hintergrundberichte und Portraits

– Standpunkte und Stimmen aus der Wirtschaftt

– Themenschwerpunkte:

Macher &Märkte

Branchen &Betriebe

Geld &Geschäft

Leben &Wissen

– Für Firmenlenker und Führungskräfte

– Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen

etwas bewegen wollen

– 10× jährlich personalisiert an 17.000

Unternehmen im Münsterland

– Anspruchsvolles Umfeld für Ihre

Kundenansprache

– Mehr wissen – besser entscheiden –

erfolgreich werben

Branchen & Betriebe: Eisen

aus einem Guss Seite 9/10

Ausgabe 3/18

Geld & Geschäft: Der „Graue

Kapitalmarkt“ Seite 17

Die Belastung wächst

Leben

auch im

DIE WIRTSCHAFT

Mit Beilage

Hoch-/Tief- &

erbebau

Komplizierte Auflagen und gesetzliche Regelungen, lange Wartezeiten bei den Behörden und auf der

Straße machen vielen Transportunternehmen das Leben schwer. Die Kosten sind explodiert.

Sie transportierenIndustrieanlagen,

Windräder und ganze Häuser. Die

Zahl der Schwertransportewächst.

Doch die Rahmenbedingungenfür

die Spezialisten, die auch für die

WirtschaftimMünsterlandsowich-

tig sind, haben sich verschlechtert.

Die Regelungengleichenmehrund

mehr einem Dickicht.

Vo Vn Behördenwillkür will

Markus Brößkampnicht unbedingt

sprechen. Als würden

die ewigen Wartezeiten

auf die Transportgenehmigungen

bis zu acht Wochen das Unternehmen

nicht schon genug ausbremsen.

Hinzu kommt eine Gesetzesänderung zur

Privatisierung des Schwertransportbegleitverkehrs,

die voll ins Kontor schlägt:

Die Einschätzung der Sicherheitslage

durch Kreis und Polizei bezüglich der

vom Firmengelände Poppensieker & Derix

in Westerkappeln rollenden Schwertransporte

zur Autobahn hinterlässt ein

riesengroßes Fragezeichen im Kopf des

Geschäftsführers.

Statt lediglich eines Streifenwagens und

einesBegleitfahrzeuges der dritten Generation

(BF3), das den Schwertransport

auch über die Autobahn ganzbisans Ziel

begleitet, muss fahrzeugmäßig aufgerüstet

werden: Drei private Schwertransport-Begleitfahrzeuge

der ganz neuen

Generation (BF4) müssen mit Verwaltungshelfern

am Steuer auf der 1,5 Kilometer

langen Strecke bis zur Autobahn

stattdes einzigen Streifenwagens mitfahren.

Ein Einsatz von zehn Minuten, der

statt 150 Euro für die Polizei den Holzleimbinder-Hersteller

jetzt 1050 Euro

kostet. Und dies jedes Mal bei rund 100

Schwertransporten pro Jahr. „Wir haben

schon große Aufträge an unsere Mitbewerber

in Österreich verloren, weil die

Transportkosten seit Änderung der Gesetzeslage

im Mai 2017 explodiert sind“,

bedauert der Poppensieker-&-Derix-Geschäftsführer.

Bei 30 Schwertransporten

mit Dachträgern aus Brettschichtholz für

nur eine Baustelle könne das Unternehmen

die Mehrkosten von über 30 000

Euro nicht einfach auf den Kunden abwälzen.

Fortsetzung auf Seite 2

Münster | Münsterland

3,6 Prozent mehr Gäste

Auch das Münsterland profitiert vom wachsenden Inlandstourismus.

Für die westfälisch-lippischeTou-

rismusbranchewar2017eingu-

tes Jahr. Die Übernachtungszahlen

legten um 910 000 gegenüber

dem Vorjahr zu – das entspricht

einem Plus von 3,6 Prozent – und

übertrafen erstmals die Marke

von 26 Millionen.

Damit lag Westfalen-Lippe

über dem Bundestrend

(plus 2,7 Prozent),

blieb allerdings

leicht hinter den Ergebnissen

aus Nordrhein-Westfalen (plus

3,9 Prozent) zurück. Das geht aus

dem jetzt veröffentlichten Infobrief

4 198869 003501

2 0 0 1 7

Aschendorf

f Medien GmbH & Co. KG

AnderHansalinie 1, 48163 Münster

ZKZ 88690 PVST

www.die-wirtschaft-muensterland.de Preis: 3,50 Euro

zum Sparkassen-Tourismusbarometer

hervor, das der Sparkassenverband

Westfalen-Lippe herausgibt.

Das Sauerland legte bei den Übernachtungen

am stärksten zu, verzeichnete

ein Plus von 353 000 Übernachtungen

auf 7,86 Mio. (plus 4,7

Prozent). Die Zahl der Übernachtungen

von Touristen aus dem Ausland

(plus 5,4 Prozent) legte im dritten

Jahr in Folge zu.

Platz zwei in der Rangliste der Zuwächse

bei Übernachtungen belegen

das Ruhrgebiet und das Münsterland.

Das Ruhrgebiet legte um 233 000

(plus 3,6 Prozent) auf 6,69 Mio. Übernachtungen

zu. Wachstumstreiber

war der Inlandstourismus mit einem

Zuwachs von 3,8 Prozent.

Das Münsterland profitierte stark von

einem Nachfragezuwachs nach Ferienwohnungen

und Campingplätzen

und verzeichnete 4,0 Mio. Übernachtungen

– das sind139 000 mehr als im

Vorjahr (plus 3,6 Prozent).

Der Teutoburger Wald legte ebenfalls

zu (plus 2,6 Prozent / plus 174 000)

und kam auf 6,8 Mio. Übernachtungen.

Die Mittelgebirgsregion Siegen-

Wittgenstein verzeichnete 808 561

Übernachtungen. Das entspricht

einem Plus von 1,4 Prozent (plus

11 000). Erstmals verbuchten die Hotels

in der Region mehr Übernachtungen

als die Vorsorge-/Rehakliniken

und setzten damit ihren Wachstumstrend

fort.

Das Stimmungshoch der westfälischlippischen

Tourismusbranche hält

weiter an: Bei der jährlichen Online-

Stimmungsumfrage zeigten sich 82

Prozent der westfälisch-lippischen

Touristiker mit der Entwicklung zufrieden

oder sogar sehr zufrieden.

Der Anzeigenschluss

OFFEN GESAGT

Slalomkurs

D

ie

ist am

8.Juni 2018.

•LaCimbali•J

•SaecoProfessional

Kesslerw

eg 48 · 48155 Mün

Telefon (0251) 6250021

www.kaff

eeautomaten-poehler.de

Elektroinstallation

Hausgeräte ·Kaff feeautomaten

www.elektro-poehler.de

Branche tritt aufs Gaspedal,

weil der Konjunkturmotor

brummt. Doch statt

mit sperrigen Gütern Meter zu

machen, geraten die Betriebe

ins Schlingern. Sie befinden

sich auf einem Slalomkurs,

dessen Kurven immer enger

werden.

Was die Logistik-Experten auch

im Münsterland ausbremst, ist

vor allem eine Bürokratie, die

sich durch immer neue Regelungen

selbst blockiert und deren

Personalansatz weder mit

dem anschwellenden Volumen

an Anträgen noch mit der immer

komplizierteren Materie

Schritt hält.

Als zweites Nadelöhr entpuppt

sich, dass sich die Straßen und

Brücken landauf und landab in

einem immer erbarmungswürdigeren

Zustand befinden. Der

Weg aus dem Münsterland

nach München führt für einen

Schwertransport mit einem

Umweg von gut 200 Kilometern

über Leipzig/Magdeburg.

Wenn dann zu allem Überfl

uss

in benachbarten Bundesländern

mit zweierlei Maß gemessen

wird, gerät den hiesigen

Betrieben noch mehr Sand ins

Getriebe. Das Wohl und Wehe

dieses Segments der Transport-

Branche schlägt aber auch auf

die Wertschöpfung in der gesamten

Region durch.

Denn ein pfiffiger Mittelstand

muss seine innovativen Lösungen,

auch wenn sie XX

L-Ausmaße

annehmen, unter fairen

Wettbewerbsbedingungen an

den Mann bringen können.

Sonst feixen andernorts die

Anbieter. Maike Harhues

Mehrfamilien-, Wohn- /Geschäftshäuser gesucht!

Mit mehr als 30Jahren Erfahrung und weltweiter Präsenz gehört Engel &Völkers

zu den führenden Dienstleistungsunternehmen für Wohn- und Gewerbeimmobilien.

Für Kunden aus unserem Netzwerk suchen wir derzeit dringend Mehrfamilien-,

Wohn- und Geschäftshäuser sowie Wohnanlagen in Münster und dem Münsterland.

Fragen Sie nach unseren Referenzen, wir freuen uns auf Sie!

Ihre Ansprechpartner:

Frank Micheel Tel. 0251/690-916161|frank.micheel@aschendorff.de

LarsNormann Tel. 0251/690-916162|lars.normann@aschendorff.de

Aschendorff Medien GmbH &Co. KG · Ander Hansalinie 1 · 48163 Münster

< DIREKT < BUSINESS TO BUSINESS > ZIELGENAU >

MÜNSTER

MÜNSTERLAND

www.die-wirtschaft-muensterland.de


GELD &GESCHÄFT 17

Sicher, aber noch zinslos

Mit geringen Zinsen, aber maximaler Sicherheit spielen Bundeswertpapiere eine wichtige Rolle unter

den Anlagemöglichkeiten für Sparer. Sie bieten die erstklassige Bonität der Bundesrepublik als Schutz.

Mit der Geldanlage in Bundeswertpapieren lässt sich derzeit quasi keine Rendite erzielen, aber es gibt erste Anzeichen einer Zinswende.

Foto: imago

„Wenn ich gezwungen wäre zu

wählen, würde ich eine Extra-

Nacht Schlaf einer Chance auf

Extra-Profit vorziehen.“

Star-Investor Warren Buffett

Dem deutschen Staat Geld zu leihen,

ist wohl eine der sichersten Anlageformen,

die es am Markt gibt. Doch

bereits imJahr 2013 wurde die Ausgabe

von Bundesschatzbriefen und

Finanzierungsschätzen eingestellt.

Welche Papiere des Bundes gibt es

als Alternative?

Was verbirgt sich

eigentlich hinter dem

Oberbegriff „Bundeswertpapiere“?

Alle

Wertpapiere des Bundes

und seinerSondervermögen, auch als

öffentliche Anleihen oder Staatsanleihen

des Bundes bezeichnet, fallen in diese Kategorie.

Siedienen zur Finanzierung von

Defiziten im Bundeshaushalt und werden

durch die Bundesrepublik Deutschland –

Finanzagentur GmbH verwaltet. Dabei

erbringt die Finanzagentur als Schuldenmanager

mit technischer Unterstützung

der Deutschen Bundesbank in Frankfurt

sämtliche Dienstleistungen, die bei der

Ausgabe der Bundeswertpapiere

anfallen.

Aktuell emittiert

die Bundesrepublik

über die Finanzagentur

folgende

Wertpapiere:

– Bundesanleihen,

Bunds genannt,

mit zehn oder 30 Jahren Laufzeit

–Bundesobligationen (Bobls) mit fünf

Jahren Laufzeit

– Bundesschatzanweisungen (Schätze)

mit zwei Jahren Laufzeit

– unverzinsliche Schatzanweisungen

(Bubills) mit sechs oder zwölf Monaten

Laufzeit

–infl fationsindexierte Bundeswertpapiere

(ILB)

–infl fationsindexierte Obligationen des

Bundes mit fünf Jahren Laufzeit

–infl fationsindexierte Anleihen des Bundes

mit zehn, 15 oder 30 Jahren Laufzeit.

Derzeit gelten alle diese Papierezwarals

vollkommen sichere Geldanlage, doch

Zinsen gibt es quasi keine.

Doch Anleger können sich am amerikanischen

Star-Investor Warren Buffett orientieren:

„Wenn ich gezwungen wäre zu

wählen, würde ich eine Extra-Nacht

Schlaf einer Chance auf Extra-Profit vorziehen“,

erklärteBuffett voreinigen Jahren.

Bekanntestes Wertpapier des deutschen

Staates war jahrzehntelang der Bundesschatzbrief.

Dessen Emission wurde jedoch

wegenzuhoher Abwicklungskosten

für Privatkunden zum 31. Dezember

2012 eingestellt. Bundesschatzbriefe

wurden 1969 zur Vermögensbildung

breiter Bevölkerungsschichten geschaffen

und von der Bundeswertpapierverwaltung

ausgegeben. Nach der Zusammenführung

mit der Bundeswertpapierverwaltung

übernahm die Bundesrepublik

Deutschland –Finanzagentur GmbH

zum 1. August 2006 dasPrivatkundengeschäft

mit Bundeswertpapieren. Am 4.

Juli 2012 gabdie Finanzagentur dann bekannt,

dass das Privatkundengeschäftab

2013 aus Kostengründen eingestellt

wird.

Die Zinssätze der Bundesschatzbriefe

stiegen –wie bei einer Stufenzinsanleihe

–über die Laufzeit an. Allerdings unterlagen

Bundesschatzbriefe keinerlei Kursrisiken.

Sie wurden garnicht in den Börsenhandel

eingeführt. Damit unterschieden

sich die Briefe von börsennotierten

Bundesanleihen und Bundesobligationen,

die vorder Fälligkeit nur an der Börse

zum aktuellen Tageskurs verkauft werdenkönnen.Dieser

Kurs kann den Nennwert

sowohl unter- als auch überschreiten.

Aktuell hat die Bundesregierung zur Finanzierung

des Bundeshaushalts und seiner

Sondervermögen geplant, im Jahr

2018 nominalverzinsliche Bundeswertpapiere

imVolumen von 183 Milliarden

€ auszugeben. Davon werden 147 Milliarden

€amKapitalmarkt und 36 Milliarden

€amGeldmarkt platziert. Außerdem

sollen im laufenden Jahr infl

ationsindexierteBundeswertpapieremit

einem

voraussichtlichen Nennbetrag zwischen

sechs Milliarden und zehn Milliarden €

begeben werden.

► Fortsetzung auf Seite 18

Heinz Steinhoff,

Gewerbekundenbetreuer,

Sparkasse Münsterland Ost.

Michael Perdun,

Perdun Gesunde Schuhe,

Everswinkel.

Einfachmit

Maß.

sparkasse-mslo.de

Wirbegleiten Sieauf Augenhöhe.

In jederPhaseIhrer wirtschaftlichen

Entwicklung. Mitmaßgeschneiderten

Lösungen.Partnerschaft

isteinfach wertvoll.

Wenn’s um Geld geht


18 GELD &GESCHÄFT

Ein beliebtes Schätzchen

Von 1969 bis Ende 2012 gab eseine beliebte Anlageform. Doch der Bundesschatzbrief wurde ab 2013

wieder vom Markt genommen. Seine Historie ist ein wichtiger Teil der deutschen Geschichte.

Mit Papieren des Bundes ließ sich lange Zeit eine attraktive Rendite erzielen.

Foto: dpa

OFFEN GESAGT

Teure Sicherheit

Lange Zeit waren Wertpapiere, die

vom deutschen Staat ausgegeben

wurden, eine sichere Geldanlage. Sie

brachten zwar keine üppige, aber dennoch

eine lukrative Verzinsung. Doch

die Lage hat sich in den vergangenen

Jahren grundlegend verändert: Wer

heute sein Geld in deutschen Staatspapieren

parkt, bekommt –wenn überhaupt

–nur einen Mini-Zins, der die

Geldentwertung durch die Infl

ation

nicht ausgleicht. Damit wird die Sicherheit,

die der Schuldner Bundesrepublik

den Anleger ohne Zweifel bietet,

teuer bezahlt.

Allerdings lassen Andeutungen der

Europäischen Zentralbank inzwischen

auf eine Zinswende hoffen, zumal eine

solche Entwicklung in den Vereinigten

Staaten schon eingetreten ist. Somit

könnten Bundeswertpapiere mittelund

langfristig wieder zur attraktiven

Anlageform werden –allerdings nur

für diejenigen Sparer, die bei ihrer

Geldanlage lieber auf Nummer sicher

gehen. Deutliche Vermögenszuwächse

können mit diesem Instrument auch

auf lange Sicht nicht erreicht werden.

Schließlich gilt auf in diesem Fall wie

bei allen Sparformen: Wer nicht wagt,

der nicht gewinnt. Mehr Sicherheit gibt

es bekanntermaßen immer nur mit

Rendite-Abschlägen.

Weiterer Nachteil: Privatanleger können

bereits seit dem Jahr 2013 ihre

Bundesschatzbriefe nicht mehr gebührenfrei

direkt bei der Finanzagentur

kaufen und deponieren. Die Alternative,

also der Kauf der Papiere bei einem

Finanzinstitut, belastet heute die Ertragsrechnung

mit Kosten.

Jürgen Stilling

Er zählt zur Generation der

Achtundsechziger: der Bundesschatzbrief.

Zeitgleich

mit den massiven Studentenprotesten

in Deutschlands

Universitätsstädten wurde 1968 eine Institution

ins Leben gerufen, die vor allem

in den siebziger und achtziger Jahren bei

den Sparern äußerst beliebt war. Anfang

2013 tratder direkt zu kaufende Bundesschatzbrief

dann gemeinsam mit vielen

Alt-Achtundsechzigern in den Ruhestand

–aus Kostengründen.

Auch wenn der Film „Zur Sache, Schätzchen“

1968 nichtauf die Geburt des Bundesschatzbriefes

anspielte, sondern

Uschi Glas in einer seichten Komödie in

Szene setzte. Bundeswirtschaftsminister

Karl Schiller (SPD) bezeichnetedas neue

Finanzprodukt ebenfalls als „Schätzchen“.

Damals schenkten viele Großväter

und Väter ihren Enkeln und Kindern Bundesschatzbriefe

als erste finanzielle

Grundausstattung. Unterstützt wurde

die enorme Nachfrage nicht nur durch

die Sicherheit des Bundes als Schuldner

und durch die damals hohen Zinsen, sondern

auch durch eine sehr niedrige Mindestanlagesumme

von lediglich 100 D-

Mark.

Inzwischen hat das Interesse an diesen

Papieren vorallem wegender momentan

sehr niedrigen Verzinsung stark nachgelassen.

Außerdem wollen immer weniger

Sparer ihr Geld für eine extrem lange

Laufzeit vonsechs oder garsieben Jahren

festlegen –vor allem dann nicht, wenn es

wie derzeit wieder Hoffnung auf steigende

Zinsen gibt.

Folglich wirdder Markt für Bundespapiere

inzwischen von Großanlegern wie

Banken, Versicherungen, Investmentfonds

und anderen institutionellen Kunden

beherrscht. Wurden in den neunziger

Jahren noch rund 15 Prozent der

Bundespapieredirekt vonPrivatanlegern

gehalten, so sind es heutenur noch minimale

zwei Prozent.

Ordnungspolitisch gab esschon immer

Bedenken. Denn die kostenlose Verwaltung

von Wertpapieren für private Anleger

war immer fragwürdig, weil sich der

Bund mit seinen Top-Konditionen in ein

Geschäft einmischte,das traditionellvon

Finanzhäusern betrieben wird.

Die Stiftung Warentest betont einen großen

Vorteil vonStaatsanleihen: „Sie werden

rege an der Börse gehandelt, und die

Handelsspanne (Spread) ist deshalb

meist gering“, heißt es bei der Stiftung.

Anleger, die Staatsanleihen kaufen oder

verkaufen wollten, erhielten dadurch

einen vergleichsweise fairen Kurs. Wer

eine Staatsanleihe kaufe und bis zur Fälligkeit

behalte, gehe sogarkein Kursrisiko

ein. Das eingesetzte Kapital zahle der

Staat komplett zurück. Zusätzlich erhalten

Anleger eine jährliche Zinsausschüttung.

Allerdings haben Anleger ein Kursrisiko

sogar bei sehr sicheren Anleihen, wenn

sie ihre Papiere vorzeitig verkaufen wollen.

Der Kurs von Anleihen hängt unter

anderem vom allgemeinen Zinsniveau

ab. Wenn das Zinsniveau steigt, gehen

die Kurse börsennotierter Anleihen nach

unten.

Als Faustregel gilt laut Stiftung Warentest:

Steigt der Zins um einen Prozentpunkt,

würde der Kurs der zehnjährigen

Bundesanleihe etwaneunProzent verlieren.

Allerdings profitierten die Anleihekurse

vonsinkenden Zinsen. Dann hätten

Anleger Aussichten auf Kursgewinne.

Jürgen Stilling

IHREWERBUNG RICHTIG PLATZIERT

TRIFFT DIREKT DIE ENTSCHEIDER

MEDIADATEN UNDBERATUNG

FrankMicheel Tel. 0251/690-916161|frank.micheel@aschendorff.de

LarsNormann Tel. 0251 /690-916162 |lars.normann@aschendorff.de

< DIREKT< BUSINESSTOBUSINESS

>ZIELGENAU >

MÜNSTER

MÜNSTERLAND

www.die-wirtschaft-muensterland.de

NÄCHSTE AUSGABE

26.6.2018

Der

Anzeigenschluss

ist am 8.6.2018


GELD &GESCHÄFT 19

Weit mehr als ein Blick über die Grenze

HLB Dr. Schumacher &Partner organisieren am 3. Juli erstmals eine Messe mit internationalen Beratern.

Andere Länder –andere Sitten. Firmen,

die daran denken, im Ausland

tätig zu werden odersich bereits jenseits

der Grenzen engagieren, können

zumeist ein Lied davon singen.

Einfuhr- und Ausfuhrfragen lassen

sich noch schnell klären, doch beim

internationalen Vertragsrecht oder

ausländischen Steuerrecht wird es

deutlich komplizierter. Wer nicht

aufpasst, tappt in eine Falle und vergibt

eine Chance.

Zum ersten Mal bietet die

Kanzlei HLB Dr.Schumacher

&Partner in Münster nicht

nur ihren Mandanten, sondern

auch anderen Beratern

und allen Interessierten aus Nordrhein-

Westfalen und dem Euregio-Raum eine

Begegnungsraum: In der Kanzlei an der Apostelkirche finden regelmäßig

Veranstaltungen statt Foto: HLB Dr. Schumacher &Partner

Messe an, auf der aus erster Hand über

das Auslandsengagement informiert

wird. „Meet your Adviser!“ (Treffe Deinen

Berater) heißt es am 3. Juli von10.30

bis 16Uhr in der Kanzlei.

Als langjähriges Mitglied des internationalen

HLB-Netzwerks konnte Dr. Schumacher

&Partner rund 20 Berater aus 13

europäischen und außereuropäischen

Ländern für die Veranstaltunggewinnen.

Sie stehen den ganzen Tagüber für persönliche

Gespräche zur Verfügung.

In der Mittagszeit –von 11.30 bis 12.30

Uhr –finden imSeminarraum der Kanzlei,

An der Apostelkirche 4, vier Impulsvorträge

auf Englisch statt. So wird dort

zunächst das 1969 gegründeteNetzwerk

HLB vorgestellt, dem weltweit 2195 Partner

mit 25 000 Mitarbeitern und 700 Büros

angeschlossen sind. In einem weiteren

Vortrag geht es um die Situation in

den USA mit Blick auf die dort von US-

Präsident Donald Trump und den Republikanern

umgesetzte umfassende

Steuerreform mit ihren vielen unterschiedlichen

Facetten. Denn nicht alle

Entscheidungen der Amerikaner sorgen

für Erleichterungen.

Das breite Thema des Weltwirtschaftshandels

wirdineinem dritten Vortrag behandelt.

Im vierten Impuls geht es um die

Wirtschaftslage inRussland und vor allem

darum, wie sich die Sanktionen und

das Embargo auswirken.

Um 16 Uhr endet die offene Veranstaltung.

Dann wissen die Besucher mehr

über das Auslandsgeschäft in Dänemark,

Frankreich, England, Italien, Niederlande,

Österreich, Russland, Schweiz, Slowakei,

Spanien, Tschechien,Ungarn und

USA. Denn Berater aus diesen Ländern

sind am 3. Juli vor Ort.

wk

Stellten stellvertretend für HLB Dr. Schumacher &Partner die Veranstaltung „Meet your Adviser!“ vor (v.l.):

Wolf Achim Tönnes, Dr. Michael Kaufmann, Heiner Röttger und Prof. Dr. Christian Jahndorf.

Foto: wk

HLB –ein globales Netzwerk

HLB steht für die drei Gründungsgesellschaften aus England, USA und den Niederlanden

–Hodgson, Landau, Brands –und ist ein Netzwerk aus unabhängigen,

rechtlich selbstständigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.

Schon 1972 haben sich in Deutschland Wirtschaftsprüfer zusammengeschlossen,

um den wachsenden Anforderungen ihrer Mandanten hinsichtlich überregionaler

und internationaler Kompetenz gerecht zu werden. Dr. Schumacher &

Partner sind seit 1985 Mitglied von HLB und engagieren sich national wie international

in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen.

Heute ist HLB Deutschland ein Netzwerk von 21selbstständigen und unabhängigen

Gesellschaften an 35 Standorten. Über das globale HLB-Netz können

Mandanten darüber hinaus auf Experten inüber 140 Ländern der Erde zurückgreifen.


20 WISSEN

„Wir brauchen mehr Frauen

in Medizin und Wirtschaft“

Die Präsidentin des Weltärztinnenbundes, Prof. Dr. Bettina Pfleiderer aus Münster, plädiert für mehr

Ärztinnen auf der Welt und für mehr gemischte Teams in der Wirtschaft.

„Ich bin eigentlich keine Verfechterin

von Quotenfrauen in der Wirtschaft

–auch wenn ich diese inzwischen

für nötig halte, weil sich immer

noch zu wenig bewegt und Frauen

zu wenige Führungspositionen innehaben“.

Prof. Dr. Bettina Pfl

eiderer

kommt gleich auf den Punkt. Die

Präsidentin des Weltärztinnenbundes

(Medical Women’s International

Association, MWIA), dem größten

internationalen Zusammenschluss

von Medizinerinnen und weiblichen

Medizin-Studierenden aus 90 Ländern,

referiert weltweit zu Themen

wie globale Gesundheitspolitik, Rolle

von Ärztinnen, Strukturen in der

Medizin und Leadership. Ihre Botschaft

als Präsidentinlautet: „Ärztinnen

sind Botschafterinnen des Wandels.

Frauen in der Medizin können

in allen Teilen der Welt die Gesellschaften

verbessern.“

Ihre Tätigkeit als Präsidentin des

Weltärztinnenbundes ist

zeit- und reiseintensiv

–aber ein Ehrenamt.

Beruflich

arbeitet die Professorin

als Hirnforscherin

am Institut

für Klinische Radiologie

der Universität

Münster, setzt sich

dort mit geschlechtsspezifischen

Aspekten

in Medizin und Alltag auseinander.

„Die Wirtschaft

braucht mehr Frauen“, macht Prof.

Pfl

eiderer unmissverständlich klar.

Damit diese Kombination erfolgreich

funktionieren kann, müssen jedoch Vorurteile

und Ängste auf männlicher Seite

aus der Welt geschafft werden. „Je mehr

Frauen in die Wirtschaft stoßen, desto

mehr scheint das einigeMänner zu stressen.

Sie sehen sich als die eigentlichen

Versorger und Macher“, sagt Pfl

eiderer.

Frauen auf gleicher Ebene oder als Chefin

seien noch sehr ungewohnt für einige

Männer, daFrauen zuvor eher nur sogenannte

„Wohlfühlpositionen“ innehatten,

wie zum Beispiel Sekretärinnen und

Mitarbeiterin der Personalabteilung. Dabei

würden Frauen viele gute Qualitäten

mitbringen.

„Frauen sind oft sehr gut in Fremdsprachen,

sind sehr präsent und tüchtig“, erläutert

Prof. Pfl

eiderer, „Sie betreiben

Strategieführung auf Augenhöhe und erkennen

es als Stärke, auch mal zu sagen,

ich kann etwas nicht.“ Deshalbist für die

renommierte Wissenschaftlerin klar:

„Wirtschaft ist viel erfolgreicher,wenn es

gemischteFührungsteams gibt.“ Und warum?

„Gemischte Teams ergänzen sich

sehr gut und kommen besser mit Krisen

und Wandlungen zurecht. Verschiedene

Sichtweisen ergänzen sich. Das wurde in

vielen Forschungsstudien gezeigt.“

Frauen seien allgemein

kompromissfähiger:

„Sie legen viel

Wert darauf, dass die

Arbeitsatmosphäre

stimmt. Der Mann

ist eher der Macher,

der sagt, das machen

wir jetzt und

einfach mal losprescht.“

Die Mutter zweier Töchter

sieht sich selbst als „reale Optimistin“:

„Ich denke meist, na ja,

das wird schon. Ich bin jemand, der sich

immer sagt: Nicht aufgeben! Rückschläge

sind mir ein Ansporn weiterzugehen.“

Prof. Dr. Bettina Pfl

eiderer versteht sich

nicht als Feministin, ihr geht es vielmehr

um Fairness und gleiche Entwicklungsmöglichkeiten

für alle unabhängig vom

Geschlecht. Dafür setzt sie sich mit großer

Leidenschaft und Engagement ein.

Die Präsidentin des Weltärztinnenbundes

spricht sich in der Wirtschaft gegen

MWIA Regional Meeting Nordeuropa und 100 Jahrfeier des britischen Ärztinnenbundes in London: Prof. Dr. Bettina Pfleiderer

schnitt die Jubiläumstorte gemeinsam mit der Präsidentin der britischen Ärztinnenschaft Dame Parveen Kumar an. Foto: Kathuna Kaladasze

„UNSER WORT GILT“

DieFirma Heckmann hat sich mit konsequenter Kundenorientierung prächtig entwickelt.

Kundenzufriedenheit steht bei der Baufirma Heckmann an erster Stelle.Und das ist

keineswegs nur ein „hübsches Etikett“, sagt Martin Karnein aus der Geschäftsführung

des traditionsreichen Unternehmens und ergänzt: „Konsequente Kundenorientierung

ist für uns eine Frageder Haltung. Und ohne diese Haltung wären wir heute nicht das

viertgrößte Bauunternehmen in der Region“.

Das kann auf eine mehr als 95-jährige Tradition zurückblicken. Die heutige Heckmann

Unternehmensfamilie ist aus einem 1921 gegründeten Familienbetrieb entstanden und

hat die Tradition ehrbarer Kaufleute und Handwerker in ein modernes,mittelständisches

Unternehmen überführt, das Bau- und Planungsleistungen im Industrie-, Kanal- und

Straßenbau erfolgreich in ganz NRW anbietet.

Die wesentlichen Grundsätze der Unternehmenskultur haben dabei Karnein und

Andreas Große Wächter (Kaufmännische Leitung) gemeinsam mit Unternehmensberater

Dr.Rüdiger Weng in einem Vertriebs- und Praxishandbuch festgehalten. Dort

Römerstraße 113 I59075 Hamm ITel. 02381.7990-0

Industrie- und Gewerbebau für alle Branchen

Die Münsteranerin Prof. Dr. Bettina Pfleiderer ist Präsidentin des Weltärztinnenbundes, dem Ärztinnen

aus rund 90 Ländern angehören.

Foto: Ulrike Dammann

sind konkrete Handlungsvorgaben festgehalten –einschließlich Checklisten etwafür

Erstkontakte,Vergabe-oder Bauabschlussgespräche.Soist darin etwafestgeschrieben,

dass es bei Heckmann-Angeboten von vornherein Kostentransparenz groß geschrieben

wird. Dort steht zudem, wasineine Angebotsmappe gehört, wie Bauabschlussgespräche

protokolliert werden und wasbei derAusrichtung von Baustellenfesten zu berücksichtigen

ist –bis hin zur Bereitstellung von Gummistiefeln für VIPs und Hinweisen zur

Sauberkeit auf der Baustelle.Hilfestellungen im Umgang mit dem Kunden, die bei der

Präsentation des Handbuches auch gut bei den Heckmann-Mitarbeitern ankamen, die

auf den zahlreichen Baustellen des Unternehmens dessen Philosophie gern leben. Als

AMS-zertifiziertes Unternehmen regelt das Praxishandbuch selbstverständlich auch die

Baustellensicherheit sowie deren Verantwortungund gewährleistet damit das die

Heckmann-Mitarbeiter auf den Baustellen unter größtmöglicher Sicherheit arbeiten.

„Unser Wort gilt“, umschreibt Martin Karnein das Unternehmensmotto.Und das ist

erfolgreich. Denn, so Karnein: „Heckmann hat sich zu einer Markeentwickelt, mit der

sich die Kunden wohlfühlen“.

ein hierarchisches System vonobennach

unten aus, plädiert für fl

achere Hierarchien.

„Frauen sind wenigerhierarchisch,

trotzdem wertschätzender,erklären, warum

man so entscheiden möchte, damit

alle Entscheidungen allgemein nachvollziehbar

und transparent erscheinen können.“

Dies sei ein großer Unterschied

gegenüber manchem Mann, der dann

sagt, ich habe so entschieden. Während

viele Männer ihrer Meinung nach dazu

neigen, Fehler seltener zuzugeben und

Misserfolge zu ignorieren, würden erfolgreiche

Frauen eher aus Misserfolgen

lernen. Sie sehen darin keine Schwäche,

diese zuzugeben, sondern eine Stärke

und neue Herausforderung, es künftig

anders anzugehen.

Bei all ihren Unterschieden:Prof. Pfl

eiderer

schätzt Frauen und Männer gleichermaßen,

in ihren Stärken und Schwächen.

GemischteTeams sind für sie sehr erfolgreich

unterwegs, und Bettina Pfl

eiderer

macht klar: „Ich bin keine Befürworterin

reiner Frauenteams.“ Peter Sauer

www.heckmann-bau.de

W

D

F

i

i

g

z

a

s

F

d

V

f

V

Au

We

6

P

Oti

tu

M

h

E

d

d

d

In

M

s

fe

d

n

m

d

S

h

a

F

a

e

e

ih

m


&LEBEN

ELTÄRZTINNENBUND

er Weltärztinnenbund wurde 1919 in New York gegründet. Damals durften

rauen invielen Ländern nicht Medizin studieren. Deshalb kamen viele Frauen

ndie USA. Doch das half nicht viel, weil beispielsweise indische Frauen trotz

hres Studiums in ihrer Heimat nicht praktizieren durften. So entstand die Aufabe,

sich gegenseitig zu unterstützen. Inzwischen gehören rund 90 Länder dau.

Die Ziele sind geblieben. Der Bund ist ein Netzwerk, in dem sich Ärztinnen

ustauschen und unterstützen. Zentrale Aufgaben sind unter anderem: Untertützung

von Ärztinnen weltweit –beruflich wie persönlich –,Beteiligung an

orschungsprogrammen zur globalen Gesundheit und geschlechtssensibler Meizin,

Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Frauen und Kindern,

erringerung von Gewalt gegen Frauen und Kindern durch Kampagnen und Inormation

von Ärztinnen durch Lehrmaterialien, Stärkung von Maßnahmen zur

ersorgung in humanitären Krisen und die Stärkung der Menschenrechte. pesa

Bessere medizinische

Versorgung und Struktur

Für die Präsidentin des Weltärztinnenbundes ist die Zeit reif für Veränderungen.

Ob in dünn besiedelten Landregionen

in Mali oder im Münsterland:Als

Präsidentin des Weltärztinnenbundes

setzt sich Prof. Dr. Bettina Pfl

eiderer

für Lösungen gegen den Ärzteschwund

und im Umgang mit demografischen

Veränderungen ein. Mit

finnischen Ärztinnen sprach sie Anfang

Mai in Helsinki darüber, wie

zum Beispiel Krankenschwestern in

Lappland mit einer sehr geringen

Arztdichte bei immobilen und älteren

Patienten auf dem Land Blut abnehmen

sowie Blutdruck messen

und die Ergebnisse per Internet dem

nächsterreichbaren Arzt übermitteln

können.

Auch das Programm des Kreises

Steinfurt, junge Medizinstudenten

mit Stipendien

zu unterstützen,damit

Aiese d nach dem Studium in

Münster ihre Facharztausbildung im

ländlich strukturiertenKreis Steinfurt absolvieren

oder sich dort niederlassen, findet

Pfl

eiderer eine von vielen möglichen

sehr guten Ideen, um dem drohenden

Mangel an Hausärzten entgegenzuwirken.

Lösungen für eine bessere medizinische

Versorgung können für die Präsidentin

des Weltärztinnenbundes nur im globalen

Austausch gelöst werden. Ärztemangel

ist nämlich kein deutsches Problem.

Das gemeinsame Ziel ist klar definiert:

21

„Wir wollen nachhaltig kurz-, mittel- und

langfristig die Arbeitsbedingungen für

Ärztinnen verbessern und dann über die

Ärztinnen die Lebensbedingungen von

Frauen weltweit verbessern. Dabei geht

es um Gewalt gegen Frauen und gegen

Ärzte und Rettungskräfte ebenso wie

zum Beispiel um Übergewicht und Diabetes.

Die „Zivilisations-Krankheit“ Diabetesist

in der ersten wie in der dritten Welt

eine Folgestark einseitiger Ernährung. In

Ghana sprach Prof. Pfl

eiderer beispielsweise

mit dem stellvertretendenGesundheitsministerübermögliche

Präventionsansätze

bei Diabetes: „Mit den Erfahrungen

unseres globalen Ärztinnennetzwerkes

können wir dort gut Unterstützung

leisten.“

Ein Thema, das alle 90 Mitgliedsländer

des Weltärztinnenbundes verbindet, ist

die dringend erforderliche Einstellung

von mehr Ärztinnen. „Das erforderebessere

Wertschätzung, angemessene Bezahlung

und mehr Führungspositionen“,

sagt Pfl

eiderer.Dies sei wichtiger denn je,

weil unter den studierenden Ärzten

Frauen inzwischen 70 Prozent ausmachen

(Erstsemester 65 Prozent). In zehn

Jahren kommen mehr Ärztinnen als Ärzte

neu in die Kliniken. „Wir müssen uns

jetzt schon überlegen, was sich an den

Strukturen ändern muss. Nicht die Frauen

sind das Problem, sondern die Strukturen,

die nicht zu ihnen passen.“ Denn

viele Ärztinnen möchten gerne eine Familie

haben und dann in Teilzeit arbeiten.

Das sollte man ihnen ermöglichen –

durch fl

exiblere Arbeitszeiten. Das habe

sich zum Beispiel in Skandinavien bewährt.

„Eine Oberarztstelle kann man

wunderbar in zwei Stellen aufteilen. Alles

eine Frageder Organisation und Kommunikation.“

Nötig seien zum Beispiel

Überlappungszeiten, in denen ein Austausch

stattfindet.

Bettina Pfl

eiderer warnt: „Wir verlieren

gut ausgebildete Fachkräfte, wenn wir

nicht das Arbeiten inden Kliniken ändern.“

Die Patienten müssten sich daran

gewöhnen, nicht jeden Tag den selben

behandelnden Arzt zu sehen. Zudem sollte

es bereits im Studium Angebote zur

Karriereplanung geben. „Junge Ärztinnen

brauchen auch Frauen in Führungspositionen

als Vorbilder, an denen sie

sich orientieren können.“ Auch die Facharztweiterbildung

müsse fl

exibler und

praxisorientierter gestaltet werden.

Eine weitereAufgabe wirdsein, ausländische

Fachkräfte in das Gesundheitssystem

zuintegrieren. „Der Weltärztinnenbund

kann gut helfen, weil wir wissen,

welche Bedürfnisse sowohl Behandler als

auch Patienten aus anderen Kulturen haben.“

Jetzt ist es für Ärztinnen eine sehr gute

Zeit, etwas zu verändern“, sagt Pfl

eiderer,

„auch bei Teilzeitjobs. Denn: Ärztinnen

werden gebraucht. Dadurch haben

sie eine gute Ausgangslage, um zu verhandeln

und Forderungen zu stellen.“

Peter Sauer

Osnabrücker Erfolgsmakler

ab

ch in der Moskauer Duma referierte Prof. Dr. Pfleiderer –auf dem Regionaltreffen der

ltärztinnenverbandes Zentraleuropa.

Foto: Kathuna Kaladasze

500 Gene sind aktiv

fleiderer: Frauen und Männer sind anders krank.

Ab dem 1.Juni finden Sie uns an der

Warendorfer Straße 60 in 48145 Münster

binden Geschlechtsorganen,

im Körperfett, den Muskeln

oder der Haut: mindestens

6500 Gene sind bei Frauen und

Männern unterschiedlich akv.

So eine Untersuchung des Weizmann Instite

of Science (Israel). Ticken Frauen und

ännereigentlich anders, wenn es um Krankeiten

geht?

in klares Ja kommt vonProf. Dr.Bettina Pfl

eierer.

Die Präsidentin des Weltärztinnenbunes

arbeitet als Hirnforscherin. Als Leiterin

er Arbeitsgruppe „Cognition &Gender“ am

stitut für Klinische Radiologie an der Uni

ünster weiß sie von Krankheiten, die unterhiedlich

verlaufen können und die eine difrenzierte

Behandlung erfordern – abseits

er klassischen Lehrbücher: „Während Mäner

beim Herzinfarkt meist typische Symptoehaben,

zum Beispiel dass der Schmerz in

en Arm ausstrahlt, können Frauen auch

chmerzen im Kiefergelenk oder im Rücken

aben. Da denkt man bei Frauen nicht gleich

neinen Infarkt.“

rauen können allgemein Infektionen besser

bwehren –bis ihre Menopausebeginnt. Fraunspringenbesser

auf Impfungen an. Männer

mpfinden Schnupfen &Co. schlimmer, weil

rImmunsystem nicht so stark ist. Autoimunerkrankungen

wie Rheuma haben Frauen

häufiger: „Frauen haben zwar eine geringere

Schmerzempfindlichkeit, können aber besser

damit umgehen“, sagt Pfl

eiderer. „Vor allem,

wenn sie schulpfl

ichtige Kinder haben, wachsen

sie über sich hinaus. Der Schmerz kommt

meist erst nach der Versorgung der Kinder.“

Burnout ist für Prof. Bettina Pfl

eiderer etwas,

„das meist eher mit Männern assoziiert ist“.

„Eigentlich verbirgt sich oft darunter eine Depression.

Männer beziehen es aber nur auf

Stress bei der Arbeit. Ursachen und Symptome

sind aber meist andere.“

Grundsätzlich passen Frauen besser auf sich

auf, gehenfrüher zum Arzt und berichten, wie

sie sich fühlen. Das hilft sehr bei Diagnose und

Therapie. Bei Männern ist es schwieriger: Im

Durchschnitt gehen sie seltener zum Arzt, erzählen

weniger von sich und betreiben weniger

Vorsorge. Männer neigen sogar dazu, vor

attraktiven Ärztinnen ihren Schmerz herunterzuspielen.

Prof. Pfl

eiderer ist eine Verfechterin der Prävention.

Sie warnt davor, dass Männer oft unregelmäßig

und erst sehr spät –oft nachdem

sie Patientenforen oder andere Gesundheitsseiten

im Internet durchforstet haben –zum

Arzt gehen und Vorsorgeuntersuchungen gerne

meiden. Die große Gefahr folgt auf dem

Fuß: „Männer haben zum Beispiel eher einen

plötzlichen Herzinfarkt.“ Peter Sauer

Immobilienvermittlung auf höchstem Niveau

▪ Über 100 Immobilien im aktiven Angebot

▪ Kostenlose Wertermittlung für Eigentümer

▪ Unser 20-köpfiges Team bietet einen

einmaligen Service für Käufer und Verkäufer

▪ Wir starten direkt mit hoch interessanten

Immobilien in Münster

Appelhans Immobilien GmbH

Dorfstraße 14 ▪ 49124 Georgsmarienhütte

Warendorfer Straße 60 ▪ 48145 Münster

05401365174-0

info@appelhansimmobilien.de

www.appelhansimmobilien.de


22 LEBEN &WISSEN

Kochkurs für PR2

Ein Bremer Institut bringt Maschinen bei, einen Haushalt selbstständig zuführen. Wenn dies gelingt,

könnten sie in Zukunft dabei helfen, den Pflegenotstand zu mildern.

Pfannkuchen wenden –für PR2 mittlerweile

so etwas wie ein Kinderspiel.

Pizza belegen –nach anfänglichen

Irritationen gleichfalls kein

Problem mehr.Und Popcorn herstellen

–auch in dieser Küchendisziplin

überzeugt der Roboter so souverän,

dassdie Wissenschaftler aus Bremen

frohlocken. Wenn die Maschine mit

dem sperrigen Namen weiterhin so

viel lernt,könnte das Forscherziel in

einigen Jahren greifb

ar sein.

Pepper, der Entertainment-Roboter des Bremer Instituts,

wurde mittlerweile schon 15 000 Mal verkauft.

Telefon0251/690-916162

lars.normann@aschendorff.de

SoesterStr.13,48155Münster

Roboter, die im Haushalt

pfl

egebedürftigen Menschen

nützlich sind. „Für

mich ist das mit einem Auto

vergleichbar. Es gibt uns

Unabhängigkeit“, sagt der Informatikprofessor

Michael Beetz. Der 57-Jährige

ist Leiter, Ideengeber und quasi

Herzstück des Instituts für Künstliche

Intelligenz an der Universität Bremen.

Roboter als Antwort oder Teilantwort

auf den Pfl

egenotstand –für Beetz ist

das ein faszinierendes Ziel. Und ein

machbares.

PR2 hat den Topf mit dem 70er-Jahre-

Blütenfl

or schon so häufig fallenlassen,

dass Gebrauchsspuren nicht mehr zu

leugnen sind. Wie soll die Maschine

auch aufAnhieb verstehen, dass ein leerer,

kalter Kochtopf in Gänze und

Schräglageergriffen werden kann –mit

Inhalt so aber auf keinen Fall transportiert

werden darf. Mittlerweile hebt der

Roboter den Topf an den Griffen an und

Telefon0251/690-916161

frank.micheel@aschendorff.de

SoesterStr.13,48155Münster

www.die-wirtschaft-muensterland.de

Pfannkuchen wenden: Das bereitet dem Roboter schon lange keine Mühe mehr.

dreht ihn kurz nach links und dann nach

rechts, um das Öl mit dem Mais zu vermischen.

„Wenn drei Minuten vorbei sind, nimmt

er den Topf vomHerd. Drei Minuten warten

–für ihn ist das Popcorn machen“,

sagt Beetz und schaut auf den Monitor

neben dem Roboter, auf dem er beobachtenkann,

wasdie Maschine gerade sieht.

Das Ceranfeld gehört eindeutig nicht dazu.

Sein Licht ist zu gleißend. PR2 muss

wissen, dass er dort Popcorn, Pfannkuchen

und Pizza machen kann.

Das Modellprojekt im Institut der Uni

Bremen wird mit EU-Mitteln finanziert

und beteiligt Forscher verschiedener

Fachrichtungen. Anders als interdisziplinär

ist die Problemstellung auch garnicht

zu lösen. Wenn Roboter wirklich eines

Tages pfl

egebedürftigen Menschen das

Weiterleben in ihrem Umfeld ermöglichen

sollen, dann müssen sie denken und

situationsangemessen reagieren können.

„Wenn jemand sagt ,Deck den Tisch’,

muss der Roboter wissen, wie das geht

und was erbraucht, um einen Tisch für

eine bestimme Zahl von Personen zu

decken.“

Menschen verfügen intuitiv über dieses

Wissen. Doch wieso ist das so? Was geschieht

imKopf eines Menschen,um sich

vereinfacht das zu merken, wastausendfach

wiederholte Handlungen im Alltag

ausmacht? „Ein Glas so abstellen, dass es

nicht herunterfällt. Wissen, wasman machen

muss, wenn jemand sagt, dass der

eine Müsli zum Frühstück möchte und

der andere Wurst.“

Beetz lächelt, weil er gerade an einige

junge Kollegenaus seinem Team denken

muss, die ihre Kleinkinder mit gründlichen

Forscherblicken beim Lernen von

Alltäglichkeiten beobachten. Wenn es gelingt,

die Formel dieser Wissensaufnahme

zu entschlüsseln, könnteauch ein Roboter

von ihr lernen. Dabei haben PR2

und die beiden anderen Maschinen, mit

denen das Team um Beetz arbeitet, schon

viel gelernt und können beispielsweise

ihre Bewegungen autonom steuern.

PR2 beweist es gerade. Die Maschine

gleitet vor den Herd, streckt den Greifarmaus

und versucht, die Herdplatteeinzuschalten.

Weil sie den Knauf in dieser

Position schlecht drehen kann, fährt sie

zurück und steuert einen neuen Standort

an.

Wenn Beetz über seine Arbeit spricht,

ahnt er, dass irgendwann eine Frage gestellt

wird, in der Angst vor der Zukunft

hörbar mitschwingt. Roboter, das stellt

heute kaum mehr jemand infrage, werden

an zahllosen Arbeitsplätzen Menschen

überfl

üssig machen.Was passiert

dann mit den Arbeitnehmern? „Die

Arbeit wird sich verändern“, glaubt

Beetz. „Sie wirdanspruchsvoller.Roboter

hingegen könnten im Umgang mit Gefahrenstoffen

eingesetzt werden oder Arbeiten

erledigen, die gesundheitsgefährdend

sind.“ Das Institut arbeitet mit Ethikern

zusammen, die die Forschungen bewerten.

Beetz ist das wichtig. „Künstliche

Intelligenz in Verbindung mit Robotik ist

ein sensibles Feld.“ Forschungen, um Programme

für Maschinen mit Emotionen

zu entwickeln, oder Roboter mit Wissen

zu füttern, das sie für Militäreinsätze befähigen

würde –„das sind Bereiche, die

für uns auf keinen Fall infragekommen“.

PR2 scheint derweil abzuwarten. Die

Maiskörner wirbeln hörbar durch den

Topf. Exakt drei Minuten nachdem die

Maschine die Herdplatte eingeschaltet

hat, nimmt sie den Topf vomheißen Feld

und legt den Deckel beiseite.

Michael Neumann achtet schon seit Wochen

nicht mehr darauf. Aufder anderen

Seitedes Raumes sitzt der Doktorand vor

einem Bildschirm und wertet Daten aus,

die sein Programm gerade durch ein

Spiel mit Virtual Reality (VR) gewonnen

hat. Durch seine Spezialbrille sieht er das

Bild auf dem Monitor,eineKüche und darin

zwei Hände, die einen Kühlschrank

öffnen, Milch aus dem Getränkefach nehmen

und in ein Glas schütten. Die Hände

steuert der 28-Jährige mit seinen Handcontrollern.

Die Aufgabe des jungen Wissenschaftlers

wird esspäter sein, seine

Handlungen in für den Roboter lesbare

Daten zu übersetzen.

Beetz schaut ihm zu und erzählt, dass

mittlerweile auch die Industrie und die

Medizinforschung auf das Projekt aufmerksam

geworden sind. „Für die Demenzforschung

bietet es viele Möglichkeiten.

Bei dieser Krankheit geht der Kontext

verloren. Mitten in einer Handlung

hält man inne.“ Wenn es der Forschung

nun gelänge, die Formeln des Lernens zu

entschlüsseln ... –welche Möglichkeiten

täten sich auf. Annegret Schwegmann

Dem Roboter gelingt es mittlerweile, den Kochtopf richtig und sicher

anzuheben.

Fotos: dpa


LEBEN &WISSEN 23

Grachtenromantik Fehlanzeige

Bei einem Besuch im niederländischen Nimwegen, Europas „Grüner Hauptstadt 2018“, kann man aber sehen,

wie eine Kommune sich Gedanken um die Natur und die dort lebenden Menschen macht.

In dieser Stadt hat jeder Einwohner

1,4 Fahrräder. Und 65 Prozent aller

Fahrten indie City und zur Universität

werden mit dem Drahtesel zurückgelegt.

Bis 2020 soll das Netz

der Rad-Highways in der 175 000-

Einwohner-Stadt 80 Kilometer lang

sein. Kein Wunder, dass sich dort

auch das nationale Fahrradmuseum

Velorama angesiedelt hat.

Natürlich spielt diese Geschichteinden

Niederlanden,

und zwar in der ältestenStadt

des Landes. Nimwegen,

acht Kilometer von

der Grenze zum deutschen Niederrhein

entfernt, kennen die meisten nur vom

Vorbeifahren auf dem Weg zur Küste

oder nach Amsterdam. In diesem Jahr

lohnt der Besuch auch deshalb, weil die

Stadt den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“

trägt und damit Nachfolgerin von

Essen ist. Um diesen seit 2010 von der

Europäischen Kommission und mehrerenUmwelt-Institutionen

verliehenen Titel

zu bekommen, muss man deutlich

mehr leisten, als häufig aufs Fahrrad zu

steigen. Abfallmanagement, Energieeffizienz

oder nachhaltigeEntwicklungen in

der Forschungsind aller Ehren wert,aber

nicht unbedingt ein Reiseanlass.

Doch in Nimwegen hat man auch an Touristen

gedacht. Am zentralen Platz vor

demValkhof-Museumliegt der Besucherpavillon

–natürlich aus Holz errichtet.

Dortsindkostenlose Routenpläne erhältlich,

die zu einer fünf Kilometer langen

Wanderung oder auf einen 20-Kilometer-

Radweg einladen. Die Stationen weisen

auf bereits realisierte „grüne“ Projekte

hin.

Man startet im erhöht liegenden Valkhof-

Park, der einen Ausblick auf den Fluss

Waal bietet. Da sich der Rhein gleichhinterder

Grenze teilt, fl

ießt er sowohl unter

diesem Namen als auch als Nederrijn in

Richtung Nordsee. Von der Waalkade,

der Promenade mit ihren Cafés und Restaurants,

sind es nur wenigeSchrittevorbei

am neuen Naturmuseum DeBastei

und dem Velorama bis zu einer steilen

Fußgängerbrücke. Hinter der erstreckt

sich ein Naturraum, umden wohl die

meisten Kommunen Nimwegen beneiden,

ein Schutzgebiet mit wilden Eseln

und Bisons in Sichtweite der City: der

Ooijpolder. Spazieren erlaubt.

Bei der Stadtentwicklung spielt das Thema

Wasser eine Hauptrolle. Die Natur des

Ooijpolders profitiert von ihrer Lage am

Ufer des Waal.Gegenüber sieht man eine

neue Promenade für Fußgänger und

Radler. Und die Strände der neuen Insel

Veur-Lent sind im Sommer beliebteTreffpunkte.

Die Stadt als einen Erholungsund

Freizeitraum für ihre Bewohner zu

entwickeln –das ist der Leitgedanke.

Auf Grachtenromantik muss man allerdings

verzichten, ebenso auf monumentale

Hinterlassenschaften der römischen

Gründer.Zeugnisse dieser Epoche findet

Nachhaltiger Holzbau: Hier gibt es Informationen über die „Grüne

Hauptstadt 2018“.

Spazieren erlaubt: Impression auf dem Ooijpolder, dem Naturschutzgebiet am Ufer des Waal.

man nur im Het Valkhof, einer frühen

Arbeit des Architekten Ben van Berkel,

der auch das Mercedes-Benz-Museum in

Stuttgart gebaut hat. In diesem Museum

gelingt der Sprung vonder Römerzeitzur

Moderne mühelos.

Um die City Nimwegens zu erkunden,

muss man ein paar Treppen steigen. Typisch

ist ein Mix aus alter und neuer Bausubstanz.

Vom historischen Marktplatz

mit dem 400 Jahre alten Gebäude der

Stadtwaage sind es nur wenige Kopfsteinpfl

aster-Schrittebis zur gotischen St.

Stevenskerk, die am höchsten Punkt der

Stadt errichtet wurde. Um das Gotteshaus

drängen sich Hausanlagen, die zeigen,

wie man auf engstem Raum Wohnraum

schaffen kann.

Überrascht steht man plötzlich voreinem

alten Gebäude, der Commanderie van

Sint Jan, deren Ursprünge bis ins 12.

Jahrhundert zurückreichen. Heute wird

hier Kaffee geröstet und Bier gebraut –

und ausgeschenkt. Unterhalb der Stevenskerk

verläuft die Hezelstraat mit individuellem

Einzelhandel. Sie gilt als ältesteEinkaufstraße

der Niederlandeund

mündet inden Kronenburgerpark, einer

weiteren grünen Oase.

Rund um den sogenannten Plein 1944,

der an die versehentliche Bombardierung

der Stadt durch US-Truppen erinnert, die

glaubten, ihreBomben über Deutschland

abzuwerfen, wartet die moderne Einkaufsstadt.

Auf dem Platz selbst erwehrt

sich ein Antikriegs-Denkmal der neuen,

aufragenden Geschäftshausarchitektur.

Hinter dem historischen Rathaus verläuft

eine Fußgängerzone auf Kellerniveau,

damit unter freiem Himmel auf zwei Etagen

geshoppt werden kann. Im anschließenden

ehemaligen Waffendepot Arsenaal

werden Speisen und Getränke serviert.

Und in der gegenüberliegenden

Marienburg-Kapelle informiert das

Stadtmuseum über die lange Geschichte

Nimwegens.

Alt und Neu finden in der früheren Hansestadt

so zusammen, als wäre esdas

Normalsteder Welt.Das muss man nicht

immer schön finden, es fühlt sich aber

sehr urban an. Wasauchanden unzähligen

jungen Leuten liegt. Ulrich Traub

WWW.HANDWERK.DE

AufjederPosition

die besten

Talenteeinsetzen.

Daskannaußer

unsnur Jogi.

Fotos: Ulrich Traub


Willkommen aufunserer

internationalen Veranstaltung

Meet your Adviser!

3. Juli 2018

Wenn Sie planen im Ausland tätigzuwerden

Wenn Sie schon im Ausland tätig sind und Ihr Auslandsengagement

mit unseren ausländischen HLB Kolleginnen

und Kollegen erörtern möchten

Im Rahmen unserer Messe stehen Ihnen dafür Berater aus 13*verschiedenen

europäischenund außereuropäischenLändern fürdie BereicheSteuerberatung

und Wirtschaftsprüfungals Ansprechpartner zur Verfügung.

*Die Länderübersicht finden Sie auf unserer Homepage.

10.30 –16.00 Uhr Messe mit persönlichen Gesprächen

11.30 –12.30 Uhr Impulsvorträge (englisch)

Impulsvorträge zu aktuellen weltwirtschaftliche

Voranmeldungen zu individuellen Beratungsgesprächen bereits jetzt

unter +49 (0) 251/ 2808-115 möglich!

Member of

HLB International

Weitere Informationen unter:

www.schumacher-partner.de


Sonderveröffentlichung

Münsters Business

Gewerbepark

Loddenheide

DIE WIRTSCHAFT

Münster |Münsterland

Foto: Bernhard Fischer Luftbildfotografie

Mit Köpfchen fürs Handwerk

Entsorgungskonzepte

für Gewerbekunden:

Eine von 101 sauberen

Lösungen für Münster.

StarkeStimmen für Münster

Hans Hund

Präsidentder Handwerkskammer

Münster

Gemeinsam für

das große Ziel


2 GEWERBEPARK LODDENHEIDE

„Ein Segen

für die Stadt

Münster“

Der Gewerbepark Loddenheide hat sich in den

vergangenen Jahren prächtig entwickelt.

DerStart verlief schleppend, doch in

den vergangenen Jahren hatsich der

Gewerbepark Loddenheide im Süden

des münsterischen Stadtzentrums

prächtig entwickelt.

Insbesonderedie zunächst nur wenig

gefragten Bürofl

ächen waren

und sind stark gefragt. Als letzte

verfügbare Fläche wurde erst

jüngst das

noch freie Areal an

der Kreuzung des

Albersloher Wegs

mit der Straße An

den Loddenbüschen

vermarktet.

Dort wird der

Campus Loddenheide

entstehen

(siehe Seite6). Erfreut

über den Fortschritt

zeigte sich

Dr. Thomas Robbers,

Geschäftsführerder

Wirtschaftsförderung

Münster Dr. Thomas Robbers

im Gespräch mit Redakteur Peter Imkamp:

Vor20Jahren begann die Vermarktung

der Loddenheide. Nun wurde

das letzte Bürogrundstück veräußert.

Wiezufriedensind Sie mitdem

Ergebnis?

Dr. Thomas Robbers: Sie legen mir die

Antwort in den

Mund. Selbstverständlich

bin ich mit

dem Vermarktungsergebnis

zufrieden.

Es spricht für die Attraktivität

des Wirtschaftsstandorts

Münster. Ich mache

mein Fazit aber

nicht am Vermarktungszeitraum,

sondern

an dem damals

gesteckten und heute

erreichten Vermarktungsziel

fest:

Unternehmen aus

Erfolgreich vor den Toren der Stadt: Der Gewerbepark Loddenheide bietet Flächen für

Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistung.

Foto: Peter Imkamp

den Branchen Industrie, Gewerbe, Handel

und Dienstleistung passgenaue Flächen

zu vermitteln, dadurch ihreWettbewerbsfähigkeit

zu stärken und sie so an

den Standort Münster zu binden.

Die Loddenheide war seinerzeit ein Segen

für die Stadt Münster, weil ein zirka

86 Hektar großes Militärgelände stadtnah

zu einemGewerbe-und Industriegebiet

für unterschiedliche Branchen entwickelt

werden konnte. Basierend auf

einem Public PrivatePartnership vonder

Stadt Münster, der Sparkasse Münsterland

Ost und der Westdeutschen Immobilien

Bank, kaufte die 1996 gegründete

Gewerbepark Münster-Loddenheide

GmbH (GML) das Gesamtareal zur Ansiedlung

vieler wettbewerbsfähiger

Unternehmen. Und heute wissen wir,

dass das Konzept aufgegangen ist. Viele

Mittelständler und Behörden haben hier

ihren idealen Standort gefunden.

Im Gewerbegebiet Loddenheide boten

sich vielfältige Möglichkeiten

zur stadtnahen Ansiedlung von

Unternehmen. Wo finden Interessenten

aktuell Alternativen?

Dr. Thomas Robbers: Ein weiteres Gewerbegebiet

wie die Loddenheide, das

zum Beispiel die Nachfrage nach Dienstleistungsfl

ächen im citynahen Segment

bedienen kann, gibt es momentan nicht.

Ein attraktiver Bürostandort in zentrumsnaher

Lage stellt der Stadthafen 1

dar, dessen Preisniveau aufgrund seiner

Lagequalität aber höher liegt.

Fortsetzung auf Seite 3

Allesfür eine sichere Fahrt.

DEKRA Hauptuntersuchung.

Wenn dieFahrt beginnt,ist die Freudegroß. Damit Sieauchgut ankommen,prüfenunsereDEKRA

Experten beider Hauptuntersuchung,

ob IhrFahrzeugnochsicher undumweltverträglich ist. Kommen Sie

gerne beiuns vorbei –ganzohneTermin undlanges Warten!

DEKRAAutomobilGmbH

Rösnerstr. 1a,48155 Münster, Telefon 0251.5347338-0

Mo –Fr: 8.00 –18.00 Uhr, Sa:9.00–12.00

www.dekra.de/muenster-loddenheide

Neue Räumlichkeiten am Martin-Luther-King-Weg 8a bezieht SCHÜTT INGENIEURBAU am1.Juni.

„Mit großer Sorgfalt“

SCHÜTT INGENIEURBAU GmbH &Co. KG wächst kräftig und beständig

Sichtverhältnisse

Motor

Bremsen

Lenkung

Aktive/passive

Sicherheit

Abgasanlage

Beleuchtung

Räder/Reifen

Karosserie

„Die uns übertragenen Projekte behandeln

wir mit großer Sorgfalt“ –

das ist das Motto von Christian

Schütt und seinem Team.

■ Es ist ein sehr erfolgreiches Motto.

Denn nachdem Christian Schütt 2004 das

Unternehmen SCHÜTT INGENIEURBAU

GmbH &Co. KG gründete, ist es kräftig

gewachsen. Aus anfänglich zwei Projekten

mit einem Gesamtvolumen von rund

zwölf Millionen Euro ist heute eine Vielzahl

geworden. Das Projektvolumen

wuchs kräftig, ebenso die Zahl der Mitarbeiter.

70Beschäftigte hat das Unternehmen

heute an mittlerweile sieben

Standorten. Und auch die Zentrale am

Martin-Luther-King-Weg 26 in Münster

ist beständig größer geworden. Deshalb

zieht das Unternehmen am 1. Juni in neue

Räumlichkeiten in der Nachbarschaft um

–amMartin-Luther-King-Weg 8a.

Das kompetente Team setzt sich aus erfahrenen

Bauingenieuren und Architektenzusammen,

diejeweils als Projektleitertätig

sind und je nach Umfang und Anforderung

durch weitere Mitarbeiter ergänzt

werden. Zudem unterstützt ein

motiviertes BackOffice-Team die Projektteams

und ermöglicht damit die volle

Konzentration auf die Tätigkeitsschwerpunkte

Bauleitung und Projektsteuerung.

„So können wir die uns anvertrauten

Aufgaben gemeinsam kompetent,

qualifiziert und termingerecht erfüllen“,

so Christian Schütt.

Die Projektesindsovielfältig wie die Auftraggeber.

Sie reichen von Sanierungs-,

Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen

an denkmalgeschützten Altbauten über

den Neubau von Wohn- und Bürogebäuden

bis hin zum Industriebau. Das Leistungsspektrum

von SCHÜTT INGE-

NIEURBAU umfasst die Steuerung, Überwachung,

Führung und Motivation aller

Beteiligten. „Unsere Auftraggeber schätzen

uns als partnerschaftlich handelnden

Dienstleister mit einem außergewöhnlichen

Team,das sich durch Fach-und Sozialkompetenz

auszeichnet“, so Schütt.


GEWERBEPARK LODDENHEIDE 3

Fortsetzung von Seite 2

Wie groß ist das „Reservoir“anGewerbefl

ächen inMünster derzeit?

Dr. Thomas Robbers: Aufgrund der

hohen Nachfrage von leistungsstarken

Unternehmen hat sich der Flächenmangel

zugespitzt. Größere zusammenhängende

Flächen finden sich noch im Hansa-BusinessPark

im Süden der Stadt, im

südöstlich gelegenenGewerbegebiet Östliche

Münsterstraße in Münster-Wolbeck

und am Hessenweg im Norden. Die Zeiten,

in denen Unternehmen bei einem

großen Angebot die Qual der Wahl hatten,

sind im Moment vorbei. Neue Gebiete

werden aber in den nächsten Jahren

ausgewiesen.

Wie sehen die Pläne für mögliche

neue Gewerbe- und Industriegebiete

in Münster aus? Gibt es da konkrete

Pläne und Vorstellungen?

Dr. Thomas Robbers: Voraussetzung

für eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik

der Stadt Münster ist die Verfügbarkeit

über attraktive Flächen in ausreichender

Quantität und bedarfs- sowie nachfragegerechter

Qualität. Angesichts der großen

Interesses vonInvestoren und Unternehmen

wird also mehr Gewerbegrund

benötigt und im Zuge des vom Rat beschlossenen

Gewerbefl

ächenentwicklungskonzepts

auch geschaffen. Dabei

geht es um die Sicherstellung und Verstetigung

der „Manövriermasse“ an baureifen

Gewerbe- und Industriefl

ächen im

Eigentum der Stadt beziehungsweise

WFM, die für Vermarktungszwecke unmittelbar

zur Verfügung stehen werden.

Im Fokus der künftigen Gewerbefl

ächenentwicklung

stehen im Wesentlichen vier

Gebietemit einer Gesamtfl

äche vonzirka

30 Hektar: das stadtnahe Gewerbegebiet

Gebaut wird noch immer in vielen Bereichen des Gewerbeparks Loddenheide. Doch die zur Verfügung stehenden Flächen für Industrie, Gewerbe, Handel und

Dienstleistung sind in den letzten Jahren erfolgreich vermarktet worden.

Fotos: Peter Imkamp

Auch große Industrieunternehmen haben sich im Gewerbepark Loddenheide mit Lagern

und Produktion niedergelassen.

zwischen Albersloher Weg, Heumannsweg

und Umgehungsbahn (etwa vier

Hektar), ein Areal nahe dem Bahnhaltepunkt

Roxel (ca. 1ha); der so genannte

Stadthafen II (zwischen Jovelund Hafengelände/ca.

4ha) und ein Bereich an der

Steinfurter Straße (nördlich Austermannstraße/11,2

ha).

Es ist nun eine Frage des anstehenden

Planungsprozesses, wann die Gewerbefl

ächen am Heumannsweg an den Markt

gehen. Darüber hinaus bleibt abzuwarten,

wie die Stadtverwaltung mit drei

weiteren Standorten verfährt, die im so

genannten Flächennutzungsplan als

potenzielle Gewerbefl

ächen ausgewiesen

sind. Sicher ist aber: Es wird etwas

getan, um die Versorgung münsterischer

Unternehmen mit Grundstücken mittelund

langfristig sicherzustellen.

„Für jede Anforderung“

Opel Berkemeier mit umfangreichem Fahrzeug- und Serviceangebot

Vom Kleinwagen bis hin zum großen

Transporter –„für jede Anforderung

haben wir ein passendes Produkt“,

sagt Jan Berkemeier.

■ Der Geschäftsführer Verkauf des

gleichnamigen Opel-Autohauses im Gewerbegebiet

Loddenheide hat dabei besonders

auch Gewerbekunden im Blick.

Denn neben der breiten Fahrzeugpalette

bietet Berkemeier attraktive Finanzierungsmöglichkeiten

–vom Full-Serv

ice-

Leasingbis hin zu interessantenKonditionenbeim

Barkauf –und ein umfassendes

Serv

iceprogramm.

„Wir wissen um die Wichtigkeit der Mobilität

für Geschäftskunden“, so Jan Berkemeier.

Und so stehen in der Regel auch

kurzfristig Serv

ice- und Reparaturtermine

zur Verfügung, bietet das Opel-Autohaus

Ersatzfahrzeuge in allen Klassen

und zudem einen 24-Stunden-Notdienst.

Dank der Präsenz an vier Standorten im

gesamten Münsterland bietet das Unternehmen

zudem alle Reparaturdienstleistungen

bis hin zu Karosserie- und Lackarbeiten

an. „So haben die Kunden nur

einen Ansprechpartnerbei allen Fragen“,

erklärt Berkemeier. Die Opel-Fahrzeugpaletteist

zudem nicht nur groß, sondern

auch sauber. Denn alle aktuell erhältlichen

Benzin- und Dieselmotoren erfüllen

bereits heute die Anforderungen der Abgasnorm

Euro6dtemp, diefür Neuwagen

ab September 2019 verpfl

ichtend ist und

die weniger Spielraum in punkto Grenzwerten

lässt.

Zudem sind einige Modelle wie etwa der

Corsa ab Werk auch für den Betrieb mit

Autogas (LPG) erhältlich. Dank Steuerermäßigung

für den Treibstoff eine attraktive

Alternative insbesondere für

Unternehmen mit vielen Kleinwagen, wie

Jan Berkemeier betont.

Der ist auch bereits gespannt auf die Neuaufl

age des erfolgreichen Combo, der ab

Juni in der Pkw-Version mit bis zu sieben

Sitzen und ab September auch als Kastenwagen

inzwei Längen bestellt werden

kann. Der neue Combo zeigt dabei weiterhin

ein Opel-Gesicht, wird aber auf der

gemeinsamen Basis mit dem PSA-Konzern

entwickelt. Eine bereits bewährte

Zusammenarbeit vonder sich Berkemeier

„ein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis“

erhofft.

Leiter

Logistik

Teamassistent

Disponent

Lagerleiter

Industriekaufmann

Controller

Einkaufsleiter

Konstrukteur

Vertriebsassistent

manager

Außendienstmitarbeiter

Bürokaufmann

Exportsachbearbeiter

Assistenz Bilanzbuchhalter

Geschäftsleitung

Key Account Manager

Fertigungsleiter

Einkäufer

Betriebsleiter

Metallbaumeister

Produkt-

Personal

referent

Groß- und Außenhandelskaufmann

Supply

Chain

Manager

Personalentwickler

Lohnund

Gehaltsbuchhalter

Speditionskaufmann

Qualitätsmanager

Fertig ungsleiter

Marketingassistent

Finanzbuch

halter

Personalleiter

Leiter Materialwirtschaft

Personal ist unser Geschäft

Wir wissen, worauf es ankommt

Der Bedarf an MitarbeiternimkaufmännischenBereichist vielfältig

–die Bandbreite reicht von allgemeinen administrativen Tätigkeiten

bis hin zu Spezialisten mit fundiertem Branchen-Know-How.

Vertriebssachbearbeiter

IT Administrator

IhreAnsprechpartnerinnen

für den kaufmännischen

und kaufmännischtechnischen

Bereich:

MS:

Rosaria Vaccaro

Tel. 0251 41847-46

Das Autohaus Berkemeier an der Rösnerstraße bietet Gewerbekunden eine große Fahrzeugpalette sowie umfangreiche

Serviceleistungen.

Foto: Matthias Ibeler

Wir vermitteln die richtige Persönlichkeit in die entsprechende

Position und nehmen uns Zeit dafür, unsere Bewerber genau

kennenzulernen. Neben der fachlichen Qualifikation achten wir

ganzbesonders auf die „Soft Skills“, die für die jeweiligen Positionen

wichtig sind.

COE: Marie Brunnemann

Tel. 02541844 62-11

WAF: Shejnaz Sopi

Tel. 02581789 45-12

www.personaldienst.de


4 GEWERBEPARK

Attraktiv für Unternehmen

und die Münsteraner

Vielfältige Möglichkeiten auf ehemaligem Militärgelände

Vor 20 Jahren begann die Wirtschaftsförderung

Münster im Auftrag

der Gewerbepark Münster-Loddenheide

GmbH (GML) mit der Vermarktung

der Flächen auf dem ehemaligen

Militärgelände im Süden

des münsterischen Stadtkerns.

Im Deilmann Park wurden bereits früh Büroflächen angeboten.

Heute ist hier die Agentur für Arbeit zu Hause. Foto: Oliver Werner

Ein zu Beginn schleppendes

Geschäft ließ zunächst nicht

erahnen, dass das einstige

Militärgelände zum erfolgreichsten

Gewerbe- und Industriegebiet

der Stadt Münster entwickeln

würde. Denn in den vergangenen

Jahren nahm die Vermarktung gehörig

an Fahrt auf. Heute zeugen zahlreiche

Kräne und nur noch wenige Freifl

ächen

von der Beliebtheit des Geländes bei

Unternehmen. So wurde im vergangenen

Monat die letzteFlächefür Büroimmobilien

an exponierter Stelle an das Projekt

Campus Loddenheide verkauft.

Die stadtnahe Lage und die verkehrsgünstige

Anbindung waren und sind dabei

sicherlich die wichtigsten Argumente

für die Ansiedlung im Gewerbepark Loddenheide.

Zudem wurde das Gebiet von

Beginn an für zahlreiche Nutzungen freigegeben,

die das Interesse sowohl vonIndustrie,

Gewerbe, Handel, Handwerk

und Dienstleistung weckte.Durch die Erschließung

unterschiedlicher Bereiche

für jeweils gleiche Nutzungen entstand

im Laufe der Jahre eine bunt gemischte

Vielfalt –vom Handwerkerbetrieb über

Verwaltung, Autohäuser und Industrieproduktion

bis hin zum Großmarkt. Und

auch einigegastronomische Betriebe sorgen

neben dem grünen Friedenspark im

Herzen des Areals für Aufenthaltsqualität

im Gewerbegebiet. Denn nicht nur für

Unternehmen sollte das Gelände attraktiv

sein, sondern auch für die Bürgerschaft.

Deshalb wurden neben den Gewerbefl

ächen auch der frei zugängliche

Friedenspark mit Grünfl

ächen, Teichen

und Spazierwegen ausgewiesen und angelegt.

Das ist keineswegs selbstverständlich.

Auch nicht, dass etwa kleineren Betrieben

beispielsweise im Handwerkerpark

die Möglichkeit geboten wurde, dort

eine neue Heimat zu finden. Betriebe mit

zukunftsweisender Architektur sowie

nachhaltigen Produktions- und Vertriebsstrukturen

fanden Platz im Bereich

„Arbeitsstättenmit Zukunft“, erste Büroimmobilien

entstanden bereits kurz nach

Vermarktungsstart im Areal „Arbeiten

am Park“.

Viel Aufw

and wurde nicht nur bei der

Konzeption für den Gewerbepark betrieben.

Bereits im Vorfeld leisteten die Verantwortlichen

bei der Aufb

ereitung des

Areals Vorbildliches. Altlasten aus jahrzehntelanger

militärischer Nutzung, die

das Grundwasser gefährdeten, wurden

mit großem Aufw

and beseitigt, um das

Gelände überhaupt wieder nutzen zu

können. Abbruchmaterialien wurden

aufb

ereitet und beim Straßen- und Gebäudebau

direkt wieder eingesetzt. Das

innovative Regenwasserkonzept – das

Wasser wirdüberein dezentrales Regenwassermuldensystem

in einem zentralen

See inmitten der Grünanlagen gereinigt,

gespeichert und gedrosselt in das Gewässersystem

eingeleitet –ist ein weiterer

Pluspunkt des Gewerbeparks Loddenheide.

So steht das Gebiet auf sprichwörtlich„sicherem

Grund“. Eine solide Basis, die den

langfristigen Vermarktungserfolg der

vielfältig nutzbaren Flächen in Innenstadtnähe

sicherlich mitbegründete. Und

auch bei den Münsteranern erfreut sich

die Loddenheide großer Beliebtheit –als

Arbeitsplatz, wegenvielfältiger Einkaufsmöglichkeitenaber

auch für die Freizeitgestaltung.

pi

Die Firma Mosecker siedelte sich im Jahr 2000 als erstes Unternehmen im

Betriebe im Handwerkerpark (Bild unten links) und eine private Hochschule

Mitten im Grünen

Echte

DAS TAGUNGSHOTEL

IM MÜNSTERLAND

Unternehmen präs

Ein Gang durch den G

dort ansässigen Firm

lungsreichen Archite

■ Wie etwa der Neuba

deutschen Textil- und B

hülle erinnert an ein gr

Bild), die sich dem

bersloher Weg

der Auße

es m

c

• helle, moderne Konferenzräume

• moderne Präsentationstechnik

• Lichtkonzept

• Rednerpult

• Mikrofontechnik

• individueller Sekretariatsservice

• Parkplätze direkt vor unserem Haus

Das ***-Sterne-

Hotel-Restaurant Münnich

Heeremansweg 13 · 48167 Münster

Telefon (0251) 6187-0

Telefax (0251) 6187-199

E-Mail: info@hotelmuennich.de

www.hotelmuennich.de


LODDENHEIDE

5

ewerbepark Loddenheide an und erweiterte seitdem kräftig. Mit Flächen für Unternehmen aus Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistung bietet das Areal Angebote für einen vielfältigen Mix. Dazu zählen beispielsweise auch kleinere

Bild unten rechts)

Fotos: Peter Imkamp

ZAHLEN UND FAKTEN

·Insgesamt stehen imGewerbepark Loddenheide rund 86 Hektar Fläche für Industrie,

Gewerbe, Handel und Dienstleistung zur Verfügung.

·Etwa 200 Firmen haben sich imGewerbepark und im unmittelbaren Umfeld

an gesiedelt.

·Das Gelände imSüden des münsterischen Stadtgebietes hat eine lange Geschichte,

geprägt vor allem durch militärische Nutzung. 1993 zogen die zuletzt

hier stationierten britischen Streitkräfte ab, 1998 startete die Vermarktung

durch die dafür gegründete Gewerbepark Münster-Loddenheide GmbH (GML),

einer Kooperation von Stadt Münster, Sparkasse Münsterland Ost sowie der

Westdeutschen ImmobilienBank.

·Herzstück des Geländes ist der Friedenspark, der symbolisch für die friedliche

Nutzung des einstigen Kasernengeländes steht. Deshalb wurden sämtliche Straßen

des Areals nach Friedensnobelpreisträgern benannt.

Hingucker

entieren sich mit interessanter Architektur

ewerbepark Loddenheide lohnt – und das keineswegs nur wegen der

en und des Friedensparks, sondern auch wegen der recht abwechsktur,

die mehr bietet als gewöhnliche Gewerbebauten.

Wir fördern

das Gute inNRW.

u des Verwaltungsgebäudes des Verbandes der Nordwestekleidungsindustrie.

Denn dessen geklinkerte Gebäudeoßes

Tuch. Oder auch die Oberfinanzdirektion (großes

Betrachter mit „zwei Gesichtern“ präsentiert. Zum Alhin

mit kleinen, schießschartenähnlichen Fenstern in

nfront und großen Glasflächen im Innenbereich. So ist

it vielen Gebäuden im Gewerbegebiet, die mit ansprehender

Architektur und auch auffälligen Farbtupfern

für echte Hingucker sorgen.

pi

Sabine Baumann-Duvenbeck und ihr Kraftpaket –

unterstützt durch die Fördermittel der NRW.BANK.

Die Stärke mittelständischer Unternehmen ist ein wichtiger Motor der Wirtschaft in unserer Region.

Eine Eigenschaft, die es wert ist, gefördert zu werden. Z.B. durch den NRW.BANK.Effizienzkredit:

Zinsgünstige Darlehen von 25.000 bis 5 Millionen Euro für Modernisierungen,

die Ihre Anlagen zukunftsfähig machen. Sprechen Sie mit uns über Ihre

unternehmerischen Ziele.

www.nrwbank.de/staerke


6 GEWERBEPARK LODDENHEIDE

Modern und flexibel

An prominenter Stelle soll mit dem „Campus Loddenheide“ ein moderner Bürostandort entstehen –Mieterwünsche

dank variabler Innenräume realisierbar

„Das Projekt scheint zu überzeugen“,

sagt Kolja Linden, Pressesprecher

der Landmarken AG. Gemeint

ist der „Campus Loddenheide“, den

der Projektentwickler gemeinsam

mit der münsterischen Grimm Holding

an prominenter Stelle realisieren

möchte.

Moderne und fl

exible

Arbeitsfl

ächen für Büronutzer

und Dienstleister

sollen mit dem

neuen Projekt direktan

der Kreuzung des Albersloher Wegs mit

der Straße An den Loddenbüschen entstehen.

„Wenn alles glatt läuft“, so Linden,

könnte Anfang 2020 der erste Bauabschnitt

bezogen werden.Denn die Projektentwickler

treiben den Campus voran.

Im April wurde der Kaufv

ertrag über

das Grundstück unterzeichnet, MitteMai

der Bauantrag gestellt.

„Mit den beiden L-förmigen Bürobaukörpern

haben wir eine raffinierte städtebauliche

Lösung gefunden, dank der alle

Flächen im Projekt gleichermaßen attraktiv

sind“, freut sich Landmarken-Projektleiter

Christian Hehemann. Zudem

besticht der Baugrund direkt neben der

neuen Oberfinanzdirektion durch hervorragende

Sichtbarkeit und guteAnbindung

an die öffentlichen Verkehrswege.

„Mit dieser Variantebringen wir eine hohe

Qualität an diesen Kreuzungspunkt“,

so Christian Hehemann.

Die beiden Gebäude werden über etwa

An prominenter Stelle bietet der neue Campus Loddenheide flexible Arbeitsflächen für Büronutzer und Dienstleister im Gewerbepark Loddenheide in Münsters

Süden.

Visualisierung: Landmarken AG

6400 und 6900 Quadratmeter Brutto-

Grundfl

äche verfügen, hinzu kommen

rund 220 Stellplätze im Parkhaus sowie

20 Parkplätze vor den Gebäuden. Aufgrund

ihrer L-förmigen Anordnung können

beide Gebäude je zwei Adressen mit

separaten Eingängen bilden. Über je fünf

Geschosse besteht die Möglichkeit, diese

sowohl zusammenhängend und großfl

ä-

chig an einen Einzelmieter mit großem

Raumbedarf als auch an mehrere Mieter

zu vergeben. Die fl

exible, moderne Büroarchitektur

lässt die Teilbarkeit der Innenräume

nach Mieterwünschen offen.

Das Joint Venture aus Landmarken AG

und Grimm Holding ist bereits mit mehrerenInteressenten

im Gespräch, die Bedarfangroßflf

ächigen Mietangeboten haben.

So dürftesich der neue Campus gut in die

Loddenheide einfügen, die sich in den

vergangenen Jahren zu einem Hot Spot

in Münsters Büro- und Dienstleistungsszene

entwickelt hat.

pd/pi

Wenn das passende

Personal fehlt

pd Personaldienst hilft Unternehmen bei der erfolgreichen Suche

Wenn Unternehmen bei der Suche

nach neuen Mitarbeiternselbstnicht

fündig werden, kurzfristig zusätzliches

Personal benötigen oder eine

spezielle Stelle zubesetzen haben,

kann pd Personaldienst dabei unterstützen.

Die Firmen können aber

auch gleich die komplette Stellensuche

an die Experten delegieren.

01

02

03

04

05

06

07

08

09

10

11

Unsere Leistungen

Vorbereiten der Vergabe

Mitwirken bei der Vergabe

Objektüberwachung

Objektbetreuung

Projektsteuerung (Bauherrenseite)

Projektsteuerung (Generalplanerseite)

Kostenmanagement

in allen Leistungsphasen

Terminmanagement

in allen Leistungsphasen

Inbetriebnahmemanagement

Baucontrolling

Baulogistik

Standorte

Standorte im Aufbau

Projektbüros

Unsere Standorte

Ibbenbüren

Münster

www.sib-ms.de

SCHÜTT INGENIEURBAU GmbH &Co. KG ·Martin-Luther-King-Weg8a·48155 Münster

Telefon: +49 251322 656-0 ·Telefax: +49251 322656-20 ·E-Mail: info@sib-ms.de

Kiel

Bedburg-Hau Verl

Paderborn

Dortmund

Düsseldorf

Köln

Mannheim

Bietigheim-Bissingen

Mainkofen

Stuttgart

Konstanz

Hannov

Der pd Personaldienst ist bereits seit 33 Jahren im Gewerbepark

Loddenheide in Münster ansässig.

Foto: pd

■ Mit 13 Standorten ist pd Personaldienst

in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen

vertreten, in der Region präsent

sowie gut vernetzt und verfügtüber

mehr als 1200 externe Mitarbeiter, die

die unterschiedlichsten Berufsfelder abdecken.

Dabei liegt der Fokus vonBeginn

an auf dem gewerblichen Bereich, in dem

das Modell der Arbeitnehmerüberlassung

zu zirka 90Prozent greift.

Seit 33 Jahren ist pd in Münster ansässig

und hat sich mit den Zweigstellen in

Coesfeld und Warendorf auch in dem

kaufmännischen Bereich sehr professionell

etabliert.

„Die Unternehmen können erwarten,

dass wir sehr gut ausgebildete Mitarbeiterempfehlen

und dies positions-, hierarchie-

und branchenübergreifend“, sagt

Rosaria Vaccaro, bei pd für Personal-und

Kundenberatung imBereich kaufmännische

Berufe verantwortlich.

Sei es, dass die potenziellen Mitarbeiter

direkt aus Ausbildung oder Studium

kommen, über adäquate Berufserfahrung

verfügen oder als Fachspezialisten

gefragt sind –jenach Anforderung. Und:

sie sollen nachhaltig vermittelt werden,

das heißt dauerhaft in der neuen Position

tätig sein.

Dies gilt grundsätzlich für die direkteVermittlung,

alternativ werden bei dem Modell

„Try &Hire“ potenzielle neue Mitarbeiter

Unternehmen für eine mit allen

Beteiligten vereinbarten Testphase zur

Verfügung gestellt. Auch hier heißt das

Ziel Festanstellung.

Und dabei wird zudem der hohe Qualitätsanspruch

bei pd deutlich: Das Unternehmen

kann eine Übernahmequotevon

nahezu 100 Prozent vorweisen.

Im Umgang mit beiden Parteien –Bewerbern

und Unternehmen –setze man auf

„absolute Seriosität, Transparenz und

Wertschätzung zuallen Seiten“, so Vaccaro.

Es gelte stets, individuell und zielgerichtet

die Bedürfnisse und Wünsche

der Beteiligten zusammenzuführen, passend

in der fachlichen Qualifikation, den

Soft Skills und der Unternehmenskultur.

Und, so sagt Rosaria Vaccaro: „Bewerber

und Unternehmen spüren, dass wir unsere

Arbeit mit Leidenschaft und großem

Engagement tun“, dafür sprechen auch

Empfehlungen von beiden Seiten.


GEWERBEPARK LODDENHEIDE 7

Als Friedenskirche erhielt die alte britische Garnisonskapelle eine neue Zukunft. Sie ist aufwendig renoviert heute

eine Begegnungsstätte für kulturelle und gesellschaftliche Anlässe.

Foto: Rudolf Schubert

Grün sorgt für Kontrast

Friedenspark lädt zum Verweilen und Erinnern ein



Viel Grün gehört zum besonderen

Konzept des Gewerbeparks Loddenheide.

So trennen Grünfl

ächen die

einzelnen Bereiche voneinander und

bieten zudem einen interessanten

Kontrast zu den Gebäuden.

Der Dalai Lama pflanzte imJuni 1998 im Friedenspark diese

Rosskastanie.

Foto: Peter Imkamp

IMPRESSUM

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

„GEWERBEPARK LODDENHEIDE“

„Die alte Schießmauer“ von Gabriele

Staarmann im Friedenspark. Foto: Peter Imkamp

■ Rund 18 Prozent der Gesamtfl

äche

sind dem Friedenspark vorbehalten –so

der Name für die AnlageimZentrum des

gesamten Areals, der auch an die einst

militärische Nutzung der Loddenheide

erinnern soll. Deshalb finden sich auch

einige „Friedenslinden“ und eine am 7.

Juni 1998 vom 14. Dalai Lama (Tendzin

Gyatsho) gepfl

anzte Rosskastanie mit

einem Gedenkstein in diesem Bereich.

Ebenso wie die Betonskulptur „Die alte

Schießmauer“ der HamburgerKünstlerin

Gabriele Staarmann. Das auffällige Ensemble

besteht insgesamt aus 15 rosafarbenen

Kolossen mit einem Gewicht von

jeweils bis zu fünf Tonnen. Laut der

Künstlerin habe sie Kunst zum Anfassen

und Anlehnen schaffen wollen.

Letztes Überbleibsel aus der Zeit als britische

Kaserne und Übungsgelände ist die

Friedenskapelle. Sie wurde 1953 vom

deutschen Architekten Gerd Heidmann

für die Briten gebaut. Der offizielle Name

warAll Saints Chapel und sie warfür alle

Konfessionen offen. Das verfallene Gebäude

solltenach dem Abzug der Engländer

als Denkmal einer für Münster bedeutsamen

historischen Zeit erhalten

bleiben. Und so erstrahlt die ehemalige

englische Garnisonskirche am Friedenspark

seit 2004 in neuem Glanz und bietet

Raum fürkulturelle Veranstaltungen und

gesellschaftliche Begegnungen.

Neben dem abwechslungsreichen Kulturprogramm

können auch Privatpersonen,

Firmen und Vereine den stimmungsvollen

Saal für eigene Veranstaltungen nutzen.

In den Sommermonaten ist der Saal

eine beliebte Hochzeitslocation und zunehmend

wird die Örtlichkeit durch Firmenund

Unternehmen gebucht –sowohl

für Weihnachtsfeiern, Vorträge, Jubiläen

als auch für Tagungen oder Hausmessen.

Bei Konzerten oder Vortragsveranstaltungen

finden 250 Besucher in der ehemaligen

Kirche Platz, bei Hochzeiten und

anderen Feierlichkeiten können 50 bis

160Personen an runden Tischen die besondereStimmung

der Räume genießen.

MOVANO

FUNKTIONAL

BISINS DETAIL.

Abb. zeigt Sonderausstattungen.

DerMovano schontIhr Budget, überzeugtmit Komfortund passt sich Ihren Bedürfnissen an.

flvier Fahrzeuglängen und drei Dachhöhen

flStereo-Radio mit Bluetooth ® -Schnittstelle¹, USB-Anschluss, Aux-In, Klimaanlage

UNSERPREIS FÜR GEWERBEKUNDEN

fürden Opel Movano KastenwagenL1H1

2,8t,2.3 Diesel, 81 kW (110 PS) 6-Gang-

Schaltgetriebe

Angebotnur für Gewerbekunden, zzgl. MwSt.und

668,– €Überführungskosten (exkl. MwSt.).

16.390,–€

(inkl. MwSt.19.504,10 €)

Kraftstoffverbrauchinl/100 km, innerorts: 9,0-8,8; außerorts: 7,2-7,0; kombiniert: 7,9-7,7; CO 2

-

Emission, kombiniert: 207-201 g/km (gemäßVO(EG)Nr. 715/2007).Effizienzklasse -

¹Bluetooth ® ist eine registrierteMarkeder BluetoothSIG,Inc.

Verlag &Herausgeber: Aschendorff Medien GmbH &Co. KG

An der Hansalinie 1, 48163 Münster,

Telefon: 0251 690-0, Fax: 0251 690-80 48 01

Anzeigenleitung: Herbert Eick (Anschrift wie oben)

Verantwortliche Redakteurin: Claudia Bakker (Anschrift wie oben)

Redaktion: Peter Imkamp

Gestaltung/Titelseite: Lisa Stetzkamp

Druck: Aschendorff Druckzentrum GmbH &Co. KG,

An der Hansalinie 1, 48163 Münster, Telefon: 0251 690-0,

Fax: 0251 690-215

www.die-wirtschaft-muensterland.de

SAERBECK

Ibbenbürener Straße 19-23

Telefon: 02574 /87-0

STEINFURT

Wettringer Straße 64

Telefon: 02551 /70470-0

GREVEN

Zum Wasserwerk 9

Telefon: 02571 /9195-0

www.opel-berkemeier.de

MÜNSTER

Rösnerstraße 1

Telefon: 0251 /97821-0


–Anzeige –

CAMPUS MÜNSTER

Firmen-/ Bürogebäude

MARTIN-LUTHER-KING-WEG 6

48155 Münster

Neues Schulungszentrum

für das Bechtle IT-Systemhaus

Münster

Bechtle steht seit über drei Jahrzehnten für

IT-Kompetenz, Stärke, Partnerschaft und den

Blick nach vorn. So ist die Bechtle-Gruppe einem

der erfolgreichsten IT-Dienstleister Europas

geworden. Mit 70 IT-Systemhäusern in

Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie

IT-Handelsgesellschaften in 14 Ländern

Europas ist Bechtle immer ganz nah dran am

Kunden. Diese Nähe macht den Konzern zu

einem starken Partner in der hiesigen Region,

denn die Solidität eines finanzkräftigen, internationalen

Unternehmens wirdmit der Nähe, persönlichen

Betreuung und Flexibilität eines regionalen

Dienstleisters verbunden.

So sprechen die über 90 Mitarbeiter des Bechtle

IT-Systemhauses Münster am Martin-Luther-

King-Weg 4–6 die Sprache der Kunden. Um ein

noch größeres Portfolio anzubieten, eröff

net

Bechtle im September ein neues IT Schulungszentrum

in dem Neubau am Martin-Luther-

King-Weg 6, genau gegenüber des jetzigen

Standorts. „In Zeiten der Digitalisierung ist es

unersetzlich, Know-how und Qualifikationen

kontinuierlich weiterzuentwickeln. Da bilden gut

ausgebildete und geschulte Mitarbeiter das

Fundament des unternehmerischen Erfolgs“,

sagt Silke Dall. Als zertifizierter Trainingspartner

namhafter Hersteller berät das Schulungsteam

in Münster bei der Auswahl passender Schulungen

und Zertifizierungen. Zudem plant und

setzt es IT- und Softskill-Trainings für Kunden

um. So bereitet Bechtle die Mitarbeiter der Kunden

auf die Zukunft vor und begleitet diese auf

dem Weg zunoch größeren Erfolgen als regionaler

Partner im Münsterland und als größtes

konzernunabhängiges IT-Systemhaus Deutschlands.

Auf den rund 850 Quadratmetern imkompletten

Untergeschoß des Gebäudes am Martin-

Luther-King-Weg 6wird derzeit ein hochmoderner

Schulungsbereich geschaff

en. In den

neuen Räumen stehen den Kunden dann insgesamt

acht komplett ausgestattete Trainingsräume,

ein großer Konferenzraum und acht

VUE-Testcenterplätze zur Verfügung. Somit

verfügt das Bechtle IT-Systemhaus Münster

über das größte Schulungszentrum des gesamten

Münsterlandes und weit über dessen

Grenzen hinaus. „Damit sich die Schulungsteilnehmerwährend

der Kurse und Seminareauch

rundum wohlfühlen sind die neuen Räumlichkeiten

mit aktueller Hardwareund modernstem

Equipment ausgestattet. Im gesamten Bereich

steht den Teilnehmern zudem kostenfreies

WLA

Nzur Verfügung“, verrät Silke Dall, die gemeinsam

mit ihrem Kollegen Frank Pleimann

die Leitung des Schulungszentrums übernimmt.

Als Team arbeiten die beiden schon seit

nunmehr 18 Jahren im IT-Trainingsumfeld zusammen.

Bis zum offiziellen Eröff

nungstermin im September

wirdinden neuen Räumlichkeiten noch ein

großzügiger Pausenbereich mit komfortabler

Innenausstattung geschaff

en. „Derzeit wählen

wir dafür Lounge-Möbel, Kommunikationstische,

Kaff

eevollautomaten etc. aus“, sagt Frank

Pleimann. Zu diesem Komfort stehen den Kursteilnehmern

vor dem Gebäude auch zahlreiche

kostenfreie Parkplätze zur Verfügung, die

eine stressfreie Ankunft –ganz ohne lästige

Parkplatzsuche –zuden Seminaren garantieren.

Die Trainings, die ab September in den neuen

Räumen stattfinden, können als off

ene Seminare,

als Firmenschulungen, Zertifizierungen,

Workshops oder Einzelcoachings durchgeführt

werden. Dabei können die Kunden aus über

500 unterschiedlichen Themenfeldernauswählen.

Das Angebot reicht von Standard-Schulungen

bis zu Microsoftanwendungen wie Azure,

SharePoint, Office 365, Exchange, Windows

10, SQL, PowerShell, Skype for Business,

Windows Server, SCCM und Office (www.training.bechtle.com).

Darüber hinaus werden

Softskill-Themen im Zuge der Seminare bedient.

„Ein weiterer Schwerpunkt ist das digitale

Lernen. Hier bieten wir unseren Kunden Angebote

von Webinaren, Lernplattformen, LMS

und E-Learning-Modulen bis hin zum 3-D-Filmstudio

an“, erklärt Silke Dall.

Im Zuge der räumlichen Erweiterung verstärkt

Bechtle noch die Anzahl seiner Mitarbeiter,

„Denn kompetente und gut ausgebildete Kräfte

sind die Basis unseres Erfolges“, sagt Frank

Pleimann. Unsere aktuellen Stellenangebote

finden Sie auf unserer Homepage www.bechtle.

com.

Seien Sie dabei –wir laden Sie herzlich ein: Am

29. Juni 2018 gibt es ab 9.00 Uhr am Martin-

Luther-King-Weg 4spannende Vorträge zu interessanten

Microsoft-Themen wie z. B. Server

und Datacenter, Windows 7end of Support,

Skype Room Systems und Office 365. Im Anschluss

laden die Consultants Stephan Verstegen

und Phillip Kraft gegen Mittag zum gemeinsamen

Grillen und Erfahrungsaustausch

ein. NähereInformationen zu dieser und weiteren

Veranstaltungen erhalten Sie in Kürze auf

unserer Bechtle Eventseite www.bechtle.com/

events.

Bechtle GmbH &Co. KG

Martin-Luther-King Weg4·48155 Münster

Telefon (0251) 14133-0

Silke Dall und Frank Pleimann

E-Mail: schulung.muenster@bechtle.com ·www.bechtle.com

Weitere Magazine dieses Users