09.11.2018 Aufrufe

Kreuzbund Münster Jubiläumsmagazin

Unser Magazin gibt einen Einblick in die Sucht-Selbsthilfe des Kreuzbund Münster. Lesenswerte Berichte von Betroffenen und Angehörigen, Buchtipps, wichtige Adressen und persönliche Einblicke mit viel Lebensfreude!

Unser Magazin gibt einen Einblick in die Sucht-Selbsthilfe des Kreuzbund Münster. Lesenswerte Berichte von Betroffenen und Angehörigen, Buchtipps, wichtige Adressen und persönliche Einblicke mit viel Lebensfreude!

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30 Jahre Kreuzbundgruppe Münster-Roxel

Lebensfreude!

Sucht-Selbsthilfe mit


DIE SELBSTHILFE-

KONTAKTSTELLE MÜNSTER

GRATULIERT!

In Selbsthilfegruppen schließen sich

Menschen mit gleichen Problemen

zusammen, um sich gegenseitig zu

unterstützen und Verantwortung für das

eigene Leben zu übernehmen. In der

Gruppe finden sie Austausch und Zuspruch

von anderen und merken, „ich

bin nicht allein“. Dies ist die Grundidee

der Selbsthilfe. Selbsthilfe als gelebte

Solidarität und aktives Miteinander ist

auch für die Zukunft ein großer Wert.

Wir gratulieren ganz herzlich zum

30jährigen Jubiläum des Kreuzbund

Münster-Roxel. 30 Jahre sind eine wahrlich

lange Zeit! Für uns ist es schön zu

sehen, dass Sie bereits so lange erfolgreich

arbeiten und eine große Bereitschaft

haben, Neues auszuprobieren und

sich dem Wandel der Zeiten zu stellen.

Für die Zukunft wünschen wir weiterhin

viel Erfolg, viele lebendige Begegnungen,

Freude, Elan und Kreativität.

Ihr Team der

Selbsthilfe-Kontaktstelle

selbsthilfe-muenster.de



Don’t worry, be happy!

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer

der Kreuzbund Gruppe Münster Roxel,

liebe „Weggefährtinnen und

Weggefährten“!

Genau vor 30 Jahren hat Bobby Mc Ferrin den Song

„Don´t worry, be happy“ geschrieben, in dem er immer

wieder Mut macht, bei Problemen und Ärger im Leben

aufzustehen und fröhlich zu sein. Diese Haltung

vermitteln auch Sie in Ihrer Selbsthilfegruppe.

Traditionell gibt es eine langjährige Zusammenarbeit mit

dem Kreuzbund, nicht nur als Fachverband der Caritas,

sondern auch durch unzählige persönliche Begegnungen

von Betroffenen, Angehörigen und Gruppenleitungen

mit unserem Team der Caritas Beratungsstelle. Ihre

wichtige Arbeit der Suchtselbsthilfe ergänzt unsere

professionelle Suchthilfe in der Beratungsstelle und ist

damit ein unverzichtbares Angebot mit eigenständigem

Profil.

Gemeinsam entwickeln wir uns weiter, um den

Veränderungen in der Gesellschaft gerecht zu werden:

Ambulante Behandlungsmodelle, neue Suchtformen

und eine wachsende Individualisierung der Menschen.

Hier heißt die große Aufgabe, bisherig Erfolgreiches zu

bewahren und mit Neuem zu bereichern.

Ganz herzliche Glückwünsche zum 30-jährigem Jubiläum,

für die Zukunft viel Erfolg bei Ihrer Arbeit und uns

gemeinsam eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Ihre Caritas Suchtberatung

Annette Lünnemann (Sekretariat),

Andreas Duttmann, Verena Fieke,

Fabian Gottschlich, Jennifer Marr


caritas-ms.de/suchtberatung


Inhalt

Seite

GLÜCKWÜNSCHE

EDITORIAL, INHALT

2-3

Liebe Weggefährtinnen

und Weggefährten,

Seit dreißig Jahren treffen sich in unserer Gruppe jede Woche

Frauen und Männer, die entweder selber von einem Suchtmittel

abhängig sind oder die Angehörige haben, die suchtkrank sind.

Sie alle haben ein Ziel: sie wollen ihr Leben zukünftig ohne das

Suchtmittel gestalten, das bislang ihr Leben einschränkt.

Und das ist in den vergangenen dreißig Jahren den meisten

Gruppenbesuchern gelungen. Oft gehört eine Therapie dazu,

stationär oder ambulant, nicht wenige schaffen es aber auch

lediglich durch die Unterstützung der übrigen Gruppenmitglieder.

Denn wir alle sind diesen Weg gegangen. Wir wissen, wie es ist,

abhängig zu sein UND wie befreiend das Leben ohne Alkohol ist.

Und wir können mit Überzeugung sagen: ja, es gibt ein Leben in

zufriedener Abstinenz! Ein Leben, das wieder von Lebensfreude

geprägt ist und nicht von Heimlichkeiten, Lügen, verstecken und

schlechtem Gewissen.

Ich lade daher jeden herzlich ein, der selber betroffen ist oder

Fragen zu diesen Themen hat sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Ein erster Gruppenbesuch ist jederzeit möglich, ist kostenlos

und unverbindlich. Auch für persönliche Gespräche außerhalb

der Gruppenabende stehen wir zur Verfügung.

Wir geben unsere Erfahrungen gerne weiter, denn wir wissen:

das Leben ist viel zu schön, als es nur benebelt wahrzunehmen!

Dieter Babetzky

LEITER KREUZBUND STADTVERBAND MÜNSTER

KREUZBUND ALLGEMEIN

UNSER MOTTO / UNSER ZIEL

GESCHICHTE DES KREUZBUNDS

GRUPPE WIRKT! WAS GUTE

GRUPPENARBEIT AUSMACHT

SELBSTHILFE -

WIE GEHT DAS EIGENTLICH?

KREUZBUND MÜNSTER

WIR VOR ORT

ZITATE

DAS SIND WIR

MULTIMEDIA

KOMMENTAR

UNHEILBAR KRANK.

UND GESÜNDER DENN JE.

KLARAKTERSTARK

BUCHTIPPS

ANGEHÖRIGE

FAMILIENKRANKHEIT

ALKOHOL

DER LANGE WEG

ZUM KREUZBUND

BUNTES

BULLSHIT BINGO

MYTHEN & IRRTÜMER

ADRESSEN & HILFEN

IMPRESSUM

4-5

6-7

8-9

10-11

12-13

14-15

16-17

18-21

22-23

24-27

28-31

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34-35


ÜBER UNS

UNSER MOTTO:

gemeinsam. suchtfrei. leben.

SUCHT – vor allem Alkoholsucht – ist eine

Krankheit, die sich in allen Alters- und

Gesellschaftsschichten findet und meist

lange Zeit gar nicht auffällt.

SUCHT KANN JEDEN TREFFEN.

Dennoch ist das Eingeständnis, süchtig zu

sein, ein Schritt, der erst einmal riesige

Überwindung kostet. Doch erst nach

diesem ersten Schritt kann die Genesung

beginnen.

In unseren Gruppen findest Du Betroffene,

die die Krankheit mit all ihren Tiefen am

eigenen Leib kennengelernt haben und

von ihren individuellen (und oft sehr unterschiedlichen)

Genesungswegen berichten

– ganz offen und ungeschönt.

Diese Fülle an persönlichen Erfahrungen,

die sich nicht nur auf die Bereiche Sucht

und Abhängigkeit beschränkt, sondern

auch häufige „Begleitkrankheiten“ wie

Depression oder Ängste mit einschließt,

kann Dir nicht nur wertvolle Tipps im

Umgang mit der eigenen Erkrankung,

sondern auch zu Therapiemöglichkeiten

und weiteren Hilfsangeboten geben.

KEINERLEI VERZICHT

Und das Wichtigste: Ein Leben ohne

Alkohol bedeutet keinerlei Verzicht,

sondern hält ungeahnte Bereicherungen

parat! Zufriedene Abstinenz ist möglich

und dafür sind unsere Gruppenmitglieder

der sichtbare Beweis.

4


UNSER ZIEL:

Hilfe auf Augenhöhe

Der Kreuzbund ist ein Fachverband des

Deutschen Caritas-Verbandes, der als

Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft Hilfe

für Suchtkranke und deren Angehörige

anbietet.

Rund 24.000 Menschen treffen sich

wöchentlich in den Kreuzbundgruppen.

Damit ist der Kreuzbund der zahlenmäßig

größte deutsche Sucht-Selbsthilfeverband.

Deutschlandweit gibt es rund 1.400

Kreuzbund Selbsthilfegruppen, die JEDEM

Menschen unabhängig seines Alters,

seiner Konfession, seiner politischen

oder privaten Ansichten offenstehen.

Als Reaktion auf den Alkoholmissbrauch

bei Jugendlichen wurde der Arbeitsbereich

„Junger Kreuzbund“ gegründet.

Unser gemeinnützige, eingetragene

Verein finanziert sich aus Eigenmitteln

(Mitgliedsbeiträgen), Spenden und zweckgebundenen

Drittmitteln öffentlicher und

kirchlicher Stellen.

Weitere Details zu unseren Verbandsstrukturen

und Organisationsform,

können auf der Webseite des Kreuzbund

Bundesverbandes eingesehen werden:

kreuzbund.de

5


GESCHICHTE

Der schwedische Arzt Magnus Huss definierte als

erster die Auffassung von Alkoholismus als Krankheit.

1849

Rektor Josef Neumann gründet am 23.2.1896 den

Katholischen Verein gegen den Missbrauch

„geistiger Getränke“ und legte damit den

Grundstein des Kreuzbundes.

1896

Gründung der ersten katholischen

Trinkerheilanstalt” - das


Kamillus-Haus in Essen - durch

den Kamillianer-Orden .

1901

Die Ge

Pater Elpidius Weiergans OFM

beginnt seine Aufsehen

erregenden Werbepredigten

für das

Kreuzbündnis und gegen

den Elendsalkoholismus.

1905

des Kre

Das St. Anna-Haus in Mündt (Kreis Jülich) wird als erste

katholische “

Trinkerheilstätte” für Frauen eröffnet.

1906

Das Kreuzbündnis wird erstmals offiziell als Fachorganisation

des Deutschen Caritasverbandes (Freiburg) genannt.

1917

6


2018

30 Jahre Kreuzbundgruppe St. Pantaleon. Die Gruppe

umfasst 26 Mitglieder im Alter von 33 - 83 Jahren und

beweist jede Woche aufs Neue, dass abstinentes Leben

richtig viel Spaß machen kann!

2006

Eintragung des Kreuzbund Diözesanverband

Münster als gemeinnütziger Verein.

1996

100 Jahre Kreuzbund

1988

schichte

uzbundes

1968

Die Kreuzbundgruppe

St. Pantaleon in Münster-Roxel

wird gegründet.

Das Bundessozialgericht

erkennt Alkoholismus als

Krankheit an, d.h. Krankenund

Rentenversicherung

müssen für die Behandlung

aufkommen.

1952

Die Weltgesundheitsorganisation

(WHO) erkennt Alkoholismus

als Krankheit an.

1964

Angehörige ausdrücklich willkommen!

Einführung der modernen

Gruppenarbeit im Kreuzbund unter

Einbeziehung der Partner/innen

von Betroffenen.

1930er

1951

Dr. Elvin Morton Jellinek stellt sein Einteilungsmodell der Trinkertypen vor. Seine

Schlussfolgerung ist, dass eine Alkoholabhängigkeit in vier Phasen (Voralkoholische

Phase, Anfangsphase, Kritische Phase, Chronische Phase) verläuft und es fünf

Trinkertypen gibt (Alpha, Beta, Gamma, Delta, Epsilon).

Die Anonymen Alkoholiker entwickeln

ihr bekanntes 12-Schritte-Programm.

7


DAS SIND WIR

GRUPPE WIRKT!

Die Selbsthilfegruppe als mein Anker.

Text: Gunhild Ahmann,

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Kreuzbund e.V.

Zusammengehörigkeit, Vertrauen, Respekt und

Toleranz – das kennzeichnet eine gute Gruppe.

Und sie macht auch Freude! So formulieren es die

ca. 20 Mitglieder der Kreuzbund-Gruppe Münster-

Roxel. Die Altersspanne der Gruppenbesucher/

-innen reicht von 33 bis 83 Jahre. Auch die

Dauer der Mitgliedschaft ist sehr unterschiedlich

- von sechs Monaten bis zu 28 Jahren. Diese

Mischung empfinden alle als belebend, denn sie

können von ihren jeweiligen Erfahrungen lernen.

„Jeder kommt zu Wort, darf seine Probleme

vorbringen und wird ernst genommen. Dabei

achten wir auf eine ausgewogene Sprache und

Diskussionskultur“, sagt Werner. „Wir sehen den

Menschen als Ganzes, die Suchtkrankheit ist zwar

das verbindende Thema und bleibt immer präsent,

wir sprechen aber auch über andere Probleme und

haben offene Ohren für alles“. Insofern bedeutet

die Gruppe echte Lebensbegleitung und eine

Unterstützung bei der Problembewältigung. Nur

ein Thema ist tabu, und das ist Politik.

8


Alle Gruppenmitglieder sind gleichberechtigt, eine

Cliquenbildung wird vermieden. „Die Gruppe gehört

einfach dazu und ist fester Bestandteil meines

Lebens“, bekräftigt das langjährige Gruppenmitglied

Erich. Renate war zehn Jahre trocken ohne

eine Gruppe zu besuchen, mit der Gruppe findet

sie es aber einfacher.

„Die Gruppe ist auf jeden Fall

eine Bereicherung, und sie ist

gut für die Seele“.

Auch Thomas, der die Gruppe seit einem halben

Jahr besucht, fühlt sich dort gut aufgehoben. „Die

Gruppe gibt mir Mut und Kraft für die nächste

Woche ohne Alkohol, sie stärkt mich. Außerdem

erhalte ich hilfreiche Informationen über die Alkoholabhängigkeit

und Tipps zur Überwindung

des Suchtdrucks, denn das Suchtgedächtnis kann

jederzeit wieder zuschlagen“, betont er.

Natürlich wird die Gruppenarbeit auch von äußeren

Faktoren beeinflusst. Das Sitzen im Stuhlkreis

erleichtert den Austausch, ist die Gruppe überzeugt.

Dass die Gruppenstunde pünktlich beginnt

und pünktlich endet, ist selbstverständlich, ebenso,

dass es keine Ablenkungen gibt durch Kaffee oder

Süßigkeiten, die herumgereicht werden. In den

Sommerferien trifft sich die Gruppe unter freiem

Himmel im Botanischen Garten hinter dem Schloss

in Münster – ein Gruppenraum der besonderen Art

unter Palmen in einer prächtig blühenden Kulisse!

Damit die Gruppe auch über einen längeren Zeitraum

interessant und anregend bleibt, ist es wichtig,

dass auch neue Gruppenbesucher kommen,

die die gemeinsame Suchtproblematik für alle in

Erinnerung rufen. „Hinter einer lebendigen Gruppe

steckt auch viel Vorbereitung“, erklärt Verena, die

sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Wenn

niemand ein aktuelles Thema vorbringt, hat die

Gruppenleitung ein Thema in Petto, das zur Diskussion

gestellt wird. Außerdem gibt es neben

den Gruppenstunden noch gemeinsame Freizeitaktivitäten,

z.B. ein Besuch der Parklandschaft von

NaturaGart in Ibbenbüren. Insofern ist eine aktive

Gruppenleitung notwendig.

Eine Sucht-Selbsthilfegruppe unterscheidet sich

von anderen Selbsthilfegruppen. Bei anderen chronischen

Krankheiten geht es vorrangig um die Vermittlung

von Informationen, z.B. über medizinische

Neuigkeiten und Forschungsergebnisse, Therapieansätze

sowie behördliche Angelegenheiten. „In

anderen Selbsthilfegruppen herrscht eine andere

Mentalität – oft weit entfernt von Lebensfreude,“

hat Verena beobachtet. Die Gruppe muss auch

Spaß machen, findet sie.

Björn sieht noch einen weiteren wichtigen Unterschied:

„Hinter jeder Sucht steckt ja etwas, z.B.

Ängste, mangelndes Selbstwertgefühl oder eine

Depression, und deswegen ist es notwendig, über

Gefühle zu sprechen, anders als bei Rheuma. Und

das macht es bei uns so vertraut“.

Im September 2018 hat die Gruppe ihr 30-jähriges

Bestehen gefeiert. Auch wenn es immer schwieriger

wird, Gruppenmitglieder zur ehrenamtlichen

Mitarbeit zu motivieren, und die katholische Kirche

im Umfeld des Verbandes weiter Mitglieder verliert,

sind die Gruppenbesucher/innen zuversichtlich,

was die Zukunft des Kreuzbundes betrifft.

„Einen gewissen Stamm wird es auch in 30 Jahren

noch geben, denn bei uns steht der Mensch im

Mittelpunkt“ – so die übereinstimmende Meinung.


9


GRUPPEN

SELBSTHILFE?

WIE GEHT DAS

EIGENTLICH?

10


WIE IST DER ABLAUF EINER

GRUPPENSTUNDE?

Der Beginn der Gruppenstunde erfolgt pünktlich (!) mit Begrüßung durch

den/die Gruppenleiter/in. Wer ein aktuelles Problem hat, beginnt dann und

bekommt so viel Redezeit wie nötig. Anschließend erzählt jede(r) von der

letzten Woche, von seinen Nöten und Probleme – und von seinen Erfolgen,

nämlich wie er die letzte Woche trocken überstanden hat. Wenn es die Zeit

zulässt wird dann noch über ein Thema, das in der Regel mit der Suchtkrankheit

zu tun hat, gesprochen.

Niemand MUSS etwas sagen oder erzählen. Jeder gibt nur soviel von sich

preis, wie er/sie mag. Es findet kein Verhör statt. Du allein bestimmst, was

Du mit uns teilen möchtest. Und alles Gesagte BLEIBT auch innerhalb der

Gruppe!

GIBT ES VORAUSSETZUNGEN FÜR DEN

GRUPPENBESUCH?

Obersten Wert legen wir darauf, dass niemand alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss

in die Gruppenstunde kommt. Dies ist zum Schutz der anderen

Gruppenbesucher unabdingbar. Sollte Dir dies nicht gelingen, Du hast aber

Redebedarf, so sind wir immer auch telefonisch erreichbar.

Unsere Gruppenbesucher sind entweder selbst suchtkrank oder Angehörige

eines Suchtkranken. Es sind keine Therapieerfahrungen erforderlich, auch

keine ärztlichen Berichte, Krankenversicherung oder ähnliches. Ein Gruppenbesuch

ist kostenlos und unverbindlich möglich.

WAS PASSIERT BEI EINEM RÜCKFALL?

Wir sprechen über die Ursache(n) dieses Rückfalls und überlegen gemeinsam,

was getan werden kann, um zukünftige Rückfälle zu vermeiden. Niemand soll

sich für einen Rückfall schämen! In der Gruppe findet KEINERLEI Verurteilung des

Gruppenmitglieds statt, denn für viele gehörte ein Rückfall auch zur eigenen

Genesungsgeschichte. Wichtig ist uns daher ein konstruktiver Austausch, um

weitere Rückfälle zukünftig zu vermeiden.

Weitere häufige Fragen beantworten

wir auf unserer Webseite:

kreuzbund-muenster.de/faqs-haeufige-fragen/

11


GRUPPEN

SELBSTHILFE VOR ORT

WIR SIND DORT, WO DU BIST!

Wohnortnähe ist ein wichtiger Faktor, damit sich der Gruppenbesuch gut in den Lebensalltag

integrieren lässt. Neben unserer mitgliederstärksten Gruppe in Roxel, gibt es noch weitere

fünf Kreuzbundgruppen in Münster, die sich quer über das Stadtgebiet verteilen.

Sicher auch in Deiner Nähe!

Der Kreuzbund-Gruppenfinder zeigt Dir anhand

deiner Postleitzahl alle Gruppen in Deiner Nähe:

12

http://bit.ly/gruppenfinder


WARUM GEHST DU IN DIE KREUZBUNDGRUPPE?

„Weil ich dort ganz offen

über meine Probleme

reden kann und wirklich

verstanden werde.“

"Weil ich seitdem

meinen suchtkranken

Partner besser

verstehen kann!“

„Der regelmäßige

Gruppenbesuch

hilft mir, trocken

zu bleiben!“

„Hier treffe ich

wundervolle Menschen,

die es schaffen zufrieden

UND abstinent z u le b e n .“

"Hier erwartet

man auf die Frage

‘wie geht es dir?’ kein

simples ‘gut’, sondern

eine ehrliche Antwort.“

„In der Gruppe kann

ich einfach ICH sein.“

"Weil`s mir

einfach

gut

tut!“

„Weil ich dort

kein Bücherwissen,

sondern praktische Tipps

zum Umgang mit meiner

Sucht bekomme.“

13


ÜBER UNS

Immer ein Platz

für DICH frei!

14


Gruppenausflüge -

Kreuzbund on tour

Das Gruppenleben findet auch

außerhalb der Gruppenstunden

statt. So gehen wir auch mal

zusammen Eis essen, grillen

oder unternehmen Tagesausflüge,

wie hier z.B. 2017 ins

Naturkundemuseum oder den

Mühlenhof.

Weihnachtszeit,

schwere Zeit?

Selbsthilfe hat keine

Öffnungszeiten, sondern ist

das ganze Jahr über für Hilfesuchende

erreichbar. So gibt

es auch Treffen zwischen den

Jahren. Gemütlich mit selbst

gebackenen Plätzchen, Tee und

sogar Kaminfeuer. Damit auch

in dieser krisenanfälligen Zeit

niemand alleine ist.

Reden unter freiem

Himmel

Es muss nicht immer das Pfarrheim

sein. In den Sommerferien

zieht es uns z.B. gerne in die

traumhafte Kulisse des Botanischen

Gartens. Laue Sommerabende

mitten im Grünen, tolle

Menschen und offene Gespräche.

Was will man mehr?!

15


INTERNET

KREUZBUND

MULTIMEDIAL

IMMER GUT VERNETZT

16


kreuzbund-muenster.de

Auf unserer Webseite findest Du nicht nur alle

Kontaktdaten und unsere Gruppen inkl. Wegbeschreibung,

sondern erfährst im Bereich


Aktuelles” auch, was es gerade Neues

gibt. Unter


FAQs” beantworten wir

häufige Fragen zum Kreuzbund allgemein, zu

Gruppenbesuchen u.v.m. Unsere Buchtipps, Doku-

Empfehlungen und was sonst so sehens- und lesenswert

ist, findest Du mit einem Klick auf “Medien &

Empfehlungen”.

TIPP:

Nichts mehr verpassen? Aboniere unseren Newsletter

und erhalte alle Neuigkeiten einfach per E-Mail!

facebook.com/KreuzbundMuenster

Auf unserer Facebookseite posten wir regelmäßig

Interessantes und Wissenswertes rund um

(Alkohol-)Sucht, Suchthilfe, unsere Aktivitäten

u.v.m. Folgen lohnt sich!

TIPP:

Du willst nicht, dass Deine Freunde sehen, dass

Dir “

Kreuzbund Münster” gefällt? Kein Problem.

Das kannst Du unter Deinen Einstellungen verhindern,

indem Du dort die Sichtbarkeit Deiner Gefällt-mir-Angaben

deaktivierst. Oder Du klickst einfach

auf “

abonieren” und hast unsere Beiträge in

deiner Timeline.

FILM AB!

Die besondere Stimmung in einer gut funktionierenden

Selbsthilfegruppe ist für Außenstehende

schwer greifbar. Die Lebendigkeit, das Vertrauen

und die Offenheit sind einfach etwas ganz Besonderes.

Daher sind wir besonders stolz auf unseren eigenen

Image-Film, der nicht nur

Infos zum Kreuzbund vermittelt,

sondern vor allem den Zauber

und den emotionalen Kern

unserer Gruppenarbeit auf einzigartige

Weise verdeutlicht.

Anschauen lohnt sich!

17


KOMMENTAR

UNHEILBAR KRANK.

UND GESÜNDER DENN JE.

Das Paradoxon trockener Alkoholiker/innen.

Sucht zählt zu den Krankheiten, die unveränderliche

Spuren im Gehirn hinterlassen und die als unheilbar

gelten. Noch gravierender als die neurologischen

Veränderungen wiegen allerdings die Auswirkungen

auf die eigene Identität und das Selbstbild.

Sucht zersetzt Stück für Stück die eigene Persönlichkeit.

Sie merzt Vorlieben aus, trägt einst vorhandene

Fähigkeiten ab, neutralisiert Interessen und

den inneren Antrieb. Nein, letzteres beseitigt sie

nicht, sondern absorbiert jegliche noch vorhandene

Motivation zum Zwecke ihrer Selbsterhaltung.

Bis ich nicht mehr die gute Freundin bin, die ich

einmal war. Oder die fürsorgliche Mutter. Der engagierte

Kollege. Oder der liebevolle Ehemann. Bis

ich völlig das Gefühl für mich selbst verliere, mich

frage, wer ICH eigentlich bin. Und schließlich vor

dieser Frage kapitulieren muss. Ein unaushaltbarer

Zustand. Nur erträglich mit Alkohol. Betäubung für

ein inneres Loch, in dem ich zu versinken drohte.

Und in dem ich auch ganz sicher versunken wäre,

hätte ich nicht den Schritt in den Entzug gewagt.

Ein letzter kleiner Rest Überlebenswille, der

dank etablierter Hilfsstrukturen im deutschen


19


KOMMENTAR

Gesundheitswesen, engagierter Pfleger/innen,

kompetenten Therapeut/innen, sowie einem

15- wöchigem Klinikaufenthalt wieder wachsen

konnte. Eine Chance, die Süchtige übrigens erst

seit 50 Jahren haben.

Denn erst seit dem 18. Juni 1968

erhalten wir den sozialgesetzlichen

Diagnosestempel „Krankheit“.

Das ist zum einen die Zugangsberechtigung zu

lebensrettenden Behandlungen. Zum anderen

erhalten wir ‒ egal wie erfolgreich die Behandlungen

abgeschlossen werden ‒ niemals den

Stempel „gesund“ oder gar „geheilt“. Wir sind

und bleiben Süchtige. Ein Leben lang.

Nun kann man sich dagegen sträuben, denn die

meisten trockenen Alkoholiker/innen fühlen

sich gesünder denn je und strahlen so vor Stolz

und vor Freude über ihr abstinentes Leben, dass

niemand auf die Idee käme, sie als „krank“ zu

bezeichnen.

Doch diese „Unheilbarkeit“ bewahrt

auch vor dem Fehler, eine

Sucht als abgehakt zu betrachten.

Denn das ist sie niemals.

Sie begleitet mich und ich tue gut

daran, stets ein wachsames Auge

auf sie zu haben.

Und was meine Sucht noch ist? Ein Teil meiner

Identität! Sie hat mich komplett zersetzt. Mich

herunterradiert bis auf einen Berg voller Fragezeichen.

Aber sie hat mir auch die Chance

gegeben, mich zu finden und neu aufzubauen.

Voller Stärke. Und mit einem „JA!“ zum Leben.

MEINEM Leben! Ein Prozess, der sich jeden Tag

fortsetzt und genauso wenig einen Abschluss

findet wie meine Diagnose.

Es werden immer mal wieder Stimmen laut, die

Suchtkrankheiten nicht als „Krankheit“ eingestuft

sehen wollen. Und als „unheilbare“ schon

mal bitte gar nicht. Selbstheilung sei außerdem

die Regel. Wenn man nur wolle.. Ein Schlag ins

Gesicht aller, die durch den mühsamen und

aufreibenden Prozess einer monatelangen

Therapie gegangen sind. Und für mich auch ein

Angriff auf meine Identität.

Eine Krankheit sollte nichts sein,

unter dem man sein Haupt senken

und sich schämen muss!

20


ZUR PERSON

Sucht ist weder eine Willensschwäche, noch

eine schlechte Angewohnheit. Sie ist eine

Krankheit. Und zwar eine, die man überwinden

kann, wenn man (professionelle) Hilfe annimmt

und den Mut hat, sich seinen inneren Fragezeichen

und Ängsten zu stellen.

Ein Mut, der sich lohnt! Mir hat er eine gehörige

Portion Resilienz verschafft und wahre Lebensfreude

überhaupt erst ermöglicht. Daher bin ich

dankbar für die gesetzliche Anerkanntheit der

Krankheit, sehe aber starken Nachholbedarf in

der gesellschaftlichen Akzeptanz.

Ein Umstand, den wir selbst ändern können,

indem wir uns nicht schamhaft hinter unserer

Diagnose verstecken, sondern mit erhobenem

Haupt ein Beispiel sind, für zufriedene

Abstinenz und die Möglichkeit, einer unheilbaren

Krankheit gehörig in den Hintern zu treten!


Verena

Text: Verena Krotoszynski

Hi, ich bin Verena

und ich bin KLARakterstark!

Ich finde diese Wortneuschöpfung aus “

Klar(heit)”

und “

charakterstark” treffender als zu sagen, ich

lebe “

abstinent” oder “

trocken” etc., da jene

Begriffe gedanklich oft lediglich mit Verzicht und

Entbehrung assoziiert werden.

Dass ein klares und nüchternes Leben jedoch eine

immense Bereicherung birgt, weiß jeder, der es

geschafft hat, von seiner Sucht loszukommen. Und

dafür ist ebenfalls eine gehörige Portion Charakterstärke

und Mut nötig!

Im Laufe meiner Therapie habe ich jedenfalls sehr

viel Stärke gewonnen und möchte auch andere

dazu inspirieren, sich ihrer Sucht, ihren Sorgen und

Ängsten zu stellen. Es lohnt sich! Und Du bist auf

Deinem Weg nicht alleine!

Ich habe aus den Erfahrungen meiner härtesten Zeit

nicht nur eine Stärke gemacht, sondern inzwischen

sogar eine berufliche Existenz. Denn KLARakterstark

ist auch der Name meiner Werbeagentur, die speziell

auf Öffentlichkeitsarbeit für Selbsthifegruppen

ausgerichtet ist.

Ich ermögliche es gesundheitlichen Selbsthilfe-gruppen

krankenkassengefördert (!) und risikofrei, mithilfe

ihrer eigene (neuen) Webseite, Flyer,

Newsletter u.v.m. bekannter zu werden und neue

Gruppenmitglieder zu finden.

Ja, Selbsthilfe wirkt und macht Spaß! Probier´s aus!

klarakterstark.de

verena@klarakterstark.de

Verena

21


BUCHTIPPS

DER SCHWERSTE SCHRITT

Bin ich´s oder nicht? Die Angst vor dem

Ja” verlängert das Leiden!


Bis zur Krankheitseinsicht und Therapiestart vergehen

bei Betroffenen im Schnitt 15 Jahre. Dabei

ist ein frühes Erkennen und Behandeln von Suchterkrankungen

immens vorteilhaft für die erfolgreiche

Behandlung.

Doch das Sträuben gegen die Tatsache, Alkoholiker

oder Alkoholikerin zu sein, ist menschlich. So

stellt das Bekennen oft erst einmal eine Identitätskrise

dar. Wer wollte in seinem Leben schließlich

mal süchtig werden?? Eben. Und die befürchtete

Stigmatisierung als Süchtiger tut ihr übriges.

Bist Du

ALKOHOLIKER?

22

Ja

Nein

Vielleicht

Dabei wird es von Betroffenen sogar oft als unglaublich

befreiend empfunden, endlich nicht

mehr zwanghaft ein Selbstbild aufrecht erhalten

zu müssen, das eigentlich schon längst nicht mehr

die ganzen Lügen, Entzugserscheinungen und Entgleisungen

leugnen kann.

Ja, ich bin Alkoholiker/in. Vier Worte, die den

Beginn der eigenen Genesung einläuten. Doch

dahin erst einmal zu kommen, ist ein Kraftakt. Wir

empfehlen jedem, der unsicher ist oder mit sich

ringt, eine Selbsthilfegruppe zu besuchen. Die Erfahrungen

unserer Gruppenmitglieder können eine

gute Orientierung und Hilfe sein.

Wer sich dies jedoch (noch) nicht

zutraut, kann auch versuchen, mit

Hilfe folgender Bücher für sich

Antworten zu finden:

i

Diese und weitere Buchtipps

findest Du auch auf unserer Webseite!


Pflichtlektüre und

Einsteigerwerk

Jetzt ist es genug!

Leben ohne Alkohol

“Ich habe bisher noch kein Buch zum Thema

Alkoholsucht gelesen, das es geschafft hat, so

grandios und effektiv die Denkweisen von Süchtigen

auf den Punkt zu bringen. Die unzähligen

Momente, in denen das süchtige Denken längst

das Leben bestimmt hat und die Argumentationsketten

des jahrelangen Selbstbetrugs werden

bestens nachvollziehbar dargelegt. Absolute

Leseempfehlung für Betroffene, Angehörige und

Interessierte!“

Verena

Autor:

Viktor Sommer

ISBN-13:

978-3423342223

ALK - Ein fast

medizinisches Sachbuch

Autor:

Simon Borowiak

ISBN-13:

978-3453600485

Lachen ausdrücklich

erlaubt!

Der Humor von Alkoholikern - gerade untereinander

- ist mitunter speziell. Aber es ist für einen

Betroffenen so wichtig und befreiend AUCH die

lustigen Seiten seiner Krankheit zu sehen und

das eigene Schicksal einfach mal mit Humor zu

betrachten. Und wenn sich einer mit trockenem

Humor auskennt, dann doch wohl WIR! ;-)

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen!

Werner

Lesetipp für Angehörige

“Woher kennt die Autorin mich so genau??” Das

war mein Gedanke beim Lesen dieses Buches.

Lange hatte ich nach Erklärungen für meine Verhaltensweisen

im Umgang mit meinem alkoholkranken

Vater gesucht, bis ich während meiner

Therapiezeit auf dieses zeitlose Buch stieß. Nun

konnte ich endlich so vieles verstehen und war

froh, dass es sogar einen Namen dafür gibt:

Co-Abhängigkeit.”

Bernhard

Co-Abhängigkeit

Die Sucht hinter der Sucht

Autor:

Anne Wilson Schaef

ISBN-13:

978-3453095397

23


ANGEHÖRIGE

Das Leben mit

ihm war die Hölle

24


Familienkrankheit

Alkohol

Während Betroffenen vielfältige

Therapieangebote und Unterstützung

zustehen, sie in Kliniken viel über

ihre Erkrankung lernen und neue

Verhaltensweisen trainieren können,

erfahren ihre Angehörigen zu Hause

kaum etwas über ihren Beitrag

zur Genesung und Abstinenz ihres

Familienmitglieds.

Ein destruktives, dysfunktionales

Familienumfeld ist eines der größten

Rückfallrisiken für Suchtkranke. Doch

auch wenn Partnerschaft und familiäre

Verbundenheit vorhanden sind, stellt

die wiedererstarkte Selbständigkeit

und Aktivität des Betroffenen das

Rollensystem der Familie vor neue

Herausforderungen.

Hat z.B. die Ehefrau jahrelang die

Aufgaben mitübernehmen müssen,

die früher einmal der Betroffene

abgedeckt hat, so lässt sie sich diese

Aufgabenfelder nur schwerlich wieder

nehmen. Sei es aus Misstrauen in

die ungewohnte Stabilität ihres

Mannes oder weil ihr das größere

Maß Verantwortung ein Gefühl von

Selbstvertrauen und Wichtigkeit gibt,

das sie nicht mehr missen möchte.

Es ist wichtig, solches Konfliktpotenzial

frühzeitig zu erkennen, um dauerhafte

Lebensqualität für ALLE Beteiligten

zu ermöglichen. Daher raten wir

Angehörigen, sich umfassend über die

Krankheit zu informieren und selbst

auch Beratungsstellen und/oder eine

Selbsthilfegruppe zu besuchen!

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ANGEHÖRIGE

Unser Angebot richtet sich ausdrücklich

auch an Angehörige von Suchtkranken!

Und in unseren Gruppen gibt es einen enormen Erfahrungsschatz von

Menschen, die ihr Leben und ihre familiären und sozialen Beziehungen

neu definieren und aufstellen mussten. Wie sie und ihre Angehörigen

das geschafft haben, erzählen sie Dir gerne!

Komm´einfach vorbei!

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Partner/in eines Süchtigen - Priorität: Selbstfürsorge

So deprimierend es ist, Du kannst ihn nicht vom Trinken abhalten. Egal was Du tust. Das kann nur er

selbst. Das einzige, was DU als Partner/in oder Angehörige/r eines Suchtkranken in der Hand hast ist,

Dich um Dich selbst zu kümmern. Nicht im Sinne von Egoismus, sondern im Sinne von Selbstschutz

und Selbstfürsorge. Das Leben eines Süchtigen dreht sich völlig um das Suchtmittel und Angehörige

müssen stark aufpassen, dass sie selbst nicht ebenfalls mit in diesen Abgrund gezogen werden. Du

siehst völlig klar und nüchtern, was mit Deinem Partner geschieht. Du siehst die Wesensveränderungen

und erkennst sie/ihn oft nicht mehr wieder. Er/sie nimmt das nicht wahr, sondern hält sich für

völlig normal. Und Dich für lästig/störend, wenn Du versuchst, Dich zwischen ihn und sein Suhtmittel

zu stellen. Das hat NICHTS mit DIR zu tun! Nimm das auf keinen Fall persönlich! Dein Partner ist

krank. Nicht willensschwach oder gar böse.

Gehen oder bleiben? Konsequenzen sind wichtig. Wenn Du seine/ihre Sucht als Co-Abhängige/r unterstützt,

verlängerst Du nur euer beider Leiden! Stattdessen informiere Dich über Alkoholismus/Sucht

und rede mit Menschen, die ebenfalls betroffen sind. In unseren Reihen sitzen Männer und Frauen,

die gemeinsam mit ihrem Partner die Sucht überwanden, solche, die sich schweren Herzens getrennt

haben oder auch jene, dessen Partner die Sucht nicht überlebte. Alles Erfahrungen, die auch Dich ein

Stück auf Deinem Wege weiterbringen können. Daher: komm´einfach vorbei!

Kinder von Suchtkranken - Du bist ok!

Kinder aus Suchtfamilien sind eine Hochrisikogruppe für Sucht. Wenn sich das Leben der Eltern nur

um die eigene Sucht dreht, wird das eigene Kind mitunter zum Störfaktor und/oder Ziel von Wut und

Aggressionen. Die Bedürfnisse der Kinder fallen häufig unter den Tisch, Versprechen werden gebrochen.

Sie fühlen sich für ihre Eltern verantwortlich und übernehmen früh Aufgaben, für die sie noch

viel zu klein sind. So erledigen sie z. B. den Haushalt, versorgen jüngere Geschwister, kontrollieren den

Alkoholkonsum des süchtigen Elternteils, besorgen Alkohol oder gießen Alkohol in den Abfluss. Oft

verhalten sich die Kinder, als wären sie die Eltern ihrer Eltern.

Sicher ist nur die Unsicherheit. Die Stimmungsschwankungen der Eltern versucht das Kind oft auszugleichen,

reagiert hochangepasst, überloyal und ungeachtet seiner eigenen Emotionen. Das prägt.

Kein Wunder, dass es im späteren Leben kaum möglich ist, gesunde und funktionierende Beziehungen

zu Freunden und Partner/-in aufzubauen. Oft fällt dabei die Wahl auf einen alkohol-/suchtkranken

Partner, wodurch sich die Geschichte quasi wiederholt. Nicht verwunderlich, denn die Unsicherheit

und Labilität eines suchtbelasteten Zuhauses ist ja nun einmal das gewohnte Lebensumfeld.

Du bist ok! Deine Eltern sind/waren krank. In unseren Gruppen findest Du Menschen mit ähnlichen

Erfahrungen, die Dir das Gefühl geben können, nicht alleine zu sein. Wie sie ihre Kindheit erlebt haben

und wie sie heute zufrieden und suchtfrei leben können, erzählen sie Dir gerne.

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ANGEHÖRIGE

DER LANGE WEG

ZUM KREUZBUND

Bericht einer Angehörigen

Wie ist das eigentlich alles angefangen mit dem Alkohol

und dem Alkoholismus meines Mannes? Das frage

ich mich heute (7 Jahre nach seinem Tod) immer noch

manchmal. In unseren beiden Familien war Alkoholkonsum

normal, nicht übermäßig, aber bei Feiern,

beim Grillen, auf Geburtstagen etwas mehr, beim

Kegeln, mit Freunden, nach dem Kino, in der Woche

eigentlich nur im Sommer auf der Terrasse. Und am

Wochenende zum Essen, dann auch schon mal Wein.

Also nichts Außergewöhnliches – alle hatten ja auch

einen Beruf und einen wertvollen Führerschein.

Ein paar Jahre nach dem Studium hatten wir beide

zwei gute Jobs, zwei Kinder, zwei Häuser, zwei Autos,

mindestens zwei Mal Urlaub im Jahr (zu viert) - kurzum:

uns ging’s richtig gut.

Alkohol gehörte auch zu diesem Leben. Selbstverständlich

hatten wir immer und reichlich Alkohol im

Haus. Bier und Wein wurde kastenweise gekauft und

die sonstigen Alkoholika hatten ihr festes Fach im Kühlschrank

und von Sherry bis Cognac präsentierte man

alles mit passenden Gläsern im Wohnzimmer: das war

Lifestyle! Wie in „Schöner Wohnen“!

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Selbst berufstätig habe ich nicht so schnell gemerkt,

dass mein Mann sich gerne selbst bediente

– auch wenn kein Besuch da war. Die ersten Hinweise

von außen habe ich noch mit großer Empörung

zurückgewiesen und meinen Mann in Schutz

genommen vor so viel Missgunst. Mehr noch: ich

habe sein Trinken weitestgehend gerechtfertigt.

Aber der Samen der Skepsis war gesät und die Saat

ging auf. Ich beobachtete meinen Mann und merkte

schnell, dass er immer früher und somit immer

mehr „Feierabendbierchen” trank oder schon getrunken

hatte, wenn ich später nach Hause kam.

Zur Rede stellen nutzte nichts, es wurde immer

alles als „normal“ oder sogar „verdient“ hingestellt.

Seine Heimlichtuerei wurde schnell schlimmer als

von Bier auf Härteres gewechselt wurde. Der Gipfel

war erreicht als ich im Schuppen im Altpapier eine

Schnapsflasche fand und mir plötzlich völlig klar

wurde, warum er ständig jeden kleinen Papierfitzel

in die große Tonne brachte und nicht wie üblich in

der Kiste in der Küche sammelte.

Die Alkoholabhängigkeit war da! Mein Mann war

ein Trinker – warum es nicht bei seinem volkstümlichen

Namen nennen? Alle hatten Recht und nur

ich – ich blöde Kuh – merkte es als letzte. Zu diesem

Zeitpunkt war mein Mann selbst meilenweit davon

entfernt sich abhängig oder krank oder benachteiligt

zu fühlen – das sollte sich aber ändern. Der

Abstieg kündigte sich schon an.

Es folgten Jahre der (lautstarken) Auseinandersetzungen,

Streitigkeiten, gegenseitigen Schuldzuweisungen

und Vorwürfe, Tränen und verheulten

Sonntage und ja, auch immer einer gewissen

Maskerade nach außen.

Irgendwann war ich so weit, dass ich die Scheidung

einreichte. Das rüttelte meinen Mann dann

plötzlich wach. Er flehte mich an (war es Liebe

oder eher der Selbsterhaltungstrieb?), sich nicht

von ihm zu trennen, er würde nun einen Entzug

machen usw. usw. usw. usw.

Vielleicht ein bisschen naiv, auf jeden Fall gutgläubig

zog ich die Scheidung zurück und er machte

eine sechs Wochen lange Entwöhnung. Da ich mich

„medizinisch“ bis dahin noch nicht mit Alkoholismus

und Sucht beschäftigt hatte, war ich in dem

festen Glauben, in sechs Wochen seien wir mit dem

Problem fertig. Es folgte auch die bis zu seinem Tod

längste trockene Phase, die über ein Jahr dauerte,

so dass ich mein Gefühlschaos beim Rückfall hier

nicht mehr beschreiben will.

Nach theoretischer Beschäftigung

mit dem Thema Alkoholismus, vielen

Gesprächen und Internetrecherchen

war mir nun schon etwas klarer, um

was es sich hier handelt und dass wir

beide da allein nicht rauskommen.

Bei einer zweiten Therapie bei der Caritas wurde

mein Mann auf Selbsthilfegruppen aufmerksam,

die auch aufgrund ihrer Kostenlosigkeit interessant

für uns geworden waren.

Nach einem kurzen Gastspiel bei den Anonymen

Alkoholikern sind wir auf den Kreuzbund gekommen.

Da es sich dort um eine Gruppe handelt, in

die der Partner/die Partnerin mitgeht, war ich nun

auch in die Pflicht genommen und auch bereit

dazu. Meine Einstellung dazu war recht fatalistisch:

schlimmer konnte es ja nicht mehr werden… Das

war 2006. Was dann folgte, klingt wie ein Märchen.


ANGEHÖRIGE

Die 5 Jahre im Kreuzbund, die Menschen und ihre

Geschichten, ihre Hilfe und Unterstützung werde

ich mein Leben lang nicht mehr vergessen.

Auf die ersten vorsichtigen Wochen, in denen man

dann Stückchen für Stückchen sein Leben preisgab

und keine Verachtung erntete, sondern echtes

Mitgefühl, folgte nach und nach die Erkenntnis

wirklich nicht allein zu sein mit dieser Problematik

und als Mitbetroffene endlich mal einen Platz gefunden

zu haben, an dem man aus seinem Herzen

keine Mördergrube machen musste.

Es gab tatsächlich Menschen, die das

gleiche katastrophal-klägliche Leben

mit einem alkoholabhängigen Partner

hatten und die dieselben ‘

asozialen’

(so kam ich mir zuhause oft

vor) Erfahrungen gemacht

haben.

Manchmal habe ich mich auf die Gruppenabende

richtig gefreut – es wurde Gott sei Dank – auch

nichts verlangt. Es gab keinen Druck, keine Erwartungshaltung,

(fast) keine Hausaufgaben, aber es

gab viel Hilfe: auch außerhalb der Gruppenabende

konnte man die anderen Mitglieder anrufen, was

ich mehrmals bei den immer wieder auftretenden

Alkoholeskapaden meines Mannes in Anspruch

genommen habe.

Mittlerweile gab es nur

noch sogenannte Trinkpausen

– und ich besuchte

auch manches Mal die

Gruppe allein.

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Durch die ständige Beschäftigung mit dem Problem

und besonders mit der Prävention habe ich

auch viel gelernt über Alkoholismus.

Zusammenleben deutlich erträglicher gemacht.

Ich hatte mehr Verständnis für ihn (nicht für seine

Trinktouren) und er wurde – ebenfalls ermutigt

durch die Gruppe – auch offener und hat schon

mal über seine Gefühle geredet. Leider musste

ich auch lernen, dass diese Krankheit nicht

heilbar ist im klinischen Sinne,

sondern dass

man schon

IMMER an

der Prävention

bzw.

Rückfallvermeidung

arbeiten muss.

Aber auch, dass das

gut gehen kann.

Bei uns ging es nicht gut.

Mein Mann ist 2011 gestorben.

Kontakte zum Kreuzbund

habe ich immer noch.

Das Wichtigste

ist für die

Ewigkeit, nämlich dass es

sich um eine Krankheit handelt und der

Partner krank ist und nicht willensschwach.

Dieses Wissen hat mich insgesamt in meiner

Situation milder gestimmt und unser alltägliches

Im Nachhinein: Ich möchte diese Zeilen

als Appell an alle mitbetroffenen Partner/

-innen verstanden wissen, das Selbsthilfe-

Angebot des Kreuzbunds wenigstens auszuprobieren.

Gerade die Mitbetroffenen erhalten hier

den oft so notwendigen Beistand, den Familie,

Freunde und Nachbarn in dieser Form nicht leisten

können. Aus meiner Sicht ist gerade für die mehr

oder weniger co-abhängig reagierenden Partner

immer ein Mehrwert drin.

Regina R.


TRAUT EUCH – GEHT ZUR GRUPPE!

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HUMOR

Alkoholiker Bullshit Bingo

Aus eigener Erfahrung wissen wir, die Palette von Ausreden und Beispielen von nassem Denken ist lang und

Alkoholiker/innen entwickeln eine äußerst rege Phantasie, wenn es darum geht, ihr Trinkverhalten zu beschönigen

oder zu leugnen. Dahinter steckt die Angst vor der Krankheitseinsicht und den Auswirkungen, die es mit

sich bringt, wenn man sich seinen (Lebens-)Problemen stellen muss.

Ich hab

alles im

Griff!

Mein Chef /

Kumpel hat einen

ausgegeben,

da MUSSTE ich

mittrinken.

Den Alkohol

hab ich hier

nur für Gäste /

hat mir jemand

geschenkt.

MORGEN

hör´ ich auf,

versprochen!

Der Schnaps

war nur wegen

meiner Prüfungsangst.

Ach, die

ganzen leeren

Flaschen sind

noch von der

Party neulich.

Ich könnte

jederzeit

aufhören!

Das letzte Mal

hab ich vor

drölfzigtausend

Jahren was

getrunken.

Morgens ´n

Sektchen is ja

NUR wegen

meinem

Kreislauf.

Zum Fisch /

Spargel/Grillen

passt nur

Bier / Wein.

Ich hab nichts

getrunken, das

ist das neue

Rasierwasser /

Parfüm.

Ich trink ja

auch nix

Hartes.

Meine Oma ist

157 geworden

und hat jeden

Tag 3 Schnaps

getrunken.

Na das

Gläschen hab

ich mir jetzt

verdient!

Mein Nachbar

/ Kollege /

Freundin / Onkel

(...) trinkt doch

viel mehr als ich.

´n Feierabendbierchen

werd´

ich doch wohl

noch dürfen!

Ich trinke nur

wegen des

guten

Geschmacks.

Rotwein

ist gut

fürs Herz.

Fußballmannschaft

hat

verloren / Beziehungsprobleme

/

Stress im Job, ....

Ein

Gläschen

in Ehren....

Jetzt sei kein

Spielverderber,

trink lieber

einen mit!

Die Flasche war

schon offen /

den Rest wegzuschütten

wäre zu

schade gewesen.

Ich hab grad nur

ein Mon Cherie /

Weinbrandbohne

/ Rumkugel

gegessen.

Der Alkohol

war grad im

Angebot, sonst

hab ich NIE

was daheim.

Ich hab kein

Problem mit

Alkohol -

nur ohne!

Treffer? Du erkennst Dich oder Deine(n) Angehörigen wieder? Dann ist´s Zeit, mal

mit jemandem drüber zu reden. Dir und Deiner (eurer) Gesundheit zuliebe.

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Alkohol Mythen

& Irrtümer

Tabak macht Krebs, aber


Alkohol doch nicht!”

Im Gegenteil: Experten rechneten Alkoholkonsum

sogar zu den weltweiten „Top Ten“ der Krebsrisikofaktoren.

Besonders häufig sind durch Alkohol verursachte

Tumore im oberen Verdauungstrakt (Speiseröhre,

Mundhöhle und Rachenraum), an der Leber

und im Dickdarm/Enddarm sowie bei Frauen in der

Brust. Über eine chronische Entzündung und Verfettung

der Leber kann Alkohol zu einer so genannten

Schrumpfleber führen, die wiederum ein hohes

Krebsrisiko darstellt.

Rotwein ist gesund für´s Herz”


Es ist nicht der Rotwein, der eine schützende

Wirkung für das Herz hat, sondern die darin enthaltenen

Flavonoide, die auch im Tee oder Traubensaft

enthalten sind. Eine lebensverlängernde

Wirkung ist Experten allerdings nicht bekannt.

Also lieber hoch die Tee-Tassen! ;-)

Meine Kinder merken


nicht, wenn ich trinke”

Kinder merken mehr als man denkt! Auch

wenn Erwachsene versuchen, den Alkoholkonsum

zu verstecken. Kinder haben feine

Antennen dafür, wenn etwas mit ihren Eltern

nicht stimmt oder es ihnen s

chlecht geht. Gerade in

alkoholbelasteten Familien

bestimmen Stimmungsschwankungen,

Unsicherheit, Verlassenheit,

Ablehnung, Enttäuschung, Verrat und Misstrauen

– sowie als das andere Extrem:

Momente übergroßer Zuwendung – das

Zusammenleben. Schuld- und Schamgefühle

sowie Versagensängste sind fatale Folgen

und bewirken Entwicklungsdefizite.

Alkohol verkocht im Essen”


Ein Schuss Likör oder ein ganzes Glas Wein - alkoholische Getränke

können Speisen ein besonderes Aroma verleihen. Dass

der Alkoholgehalt beim Kochen verdampft, ist jedoch eine

Mär: Zwar verdunstet Alkohol bei 78 Grad Celsius, doch der

Alkohol verbindet sich mit Fett. Und das hält die Alkoholmoleküle

fest. Daher ist eine Rotweinsauce, Coq au Vin,

Herrencreme, etc. weder für Alkoholiker noch für

Schwangere oder Kinder unbedenklich! (Trockene)

Alkoholiker sollten auf JEDE Art Alkohol - auch im

Essen - verzichten!


Zufriedene Abstinenz gibt´s nicht”

Vonwegen! Komm einfach vorbei,

wir beweisen Dir gerne das Gegenteil!

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ADRESSEN

PROFESSIONELLE UND

EHRENAMTLICHE HILFEN

So wichtig und hilfreich die Besuche von Selbsthilfegruppen sind,

die wenigsten Erkrankten schaffen den Absprung aus der Sucht ohne

Unterstützung von professionellen und medizinisch/therapeutischen

Angeboten. Daher ist bei der Behandlung von Suchterkrankungen gut

zu wissen, wo man Hilfe findet.

(lacht) Na, wenn einer weiß, wie man trocken

bleibt, dann wohl wir! Dieser Schnappschuss

entstand auf unserer Jahresfahrt zum Möhnesee

2018. Aber ja, mein Rettungsring ist seit

über 17 Jahren tatsächlich der Kreuzbund. Und

mein Wille zur Abstinenz natürlich.

Dieter

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Wo findest Du in Münster Hilfe?

Nur keine Scheu! Niemand muss sich für seine

Erkrankung schämen! Sucht ist keine Endstation,

wenn man sich Hilfe sucht und nicht aufgibt.

Ganz wichtig: NIEMALS einen kalten Entzug

durchführen! Das ist lebensgefährlich!

Offene Sprechstunde

Online-Beratung!

Caritas Münster

Josefstraße 2, 48151 Münster

Annette Lünnemann

0251 / 53 00 93 41

suchtberatung@caritas-muenster.de

www.caritas-muenster.de

IMPRESSUM

Diözesanverband Kreuzbund e.V.

Stadtverband Münster


KREUZBUND

Münster

c/o Pfarrbüro St. Pantaleon

Alte Dorfstraße 6

48161 Münster

Offene Sprechstunde!

Münster

Suchtambulanz

LWL Klinik Münster

Friedrich-Wilhelm-Weber-Str. 30

48147 Münster

0251 / 91 555-2601

www.lwl-klinik-muenster.de

Notaufnahme, 24h

Tel.: 0251 91555-0

Kreuzbund Münster

0151 / 10 71 74 16

kb-muenster@web.de

www.kreuzbund-muenster.de


KREUZBUND

gemeinsam. suchtfrei. leben.

Sucht ist KEINE Endstation.

Hol´ Dir Dein Leben zurück!

Worauf wartest du?

kreuzbund-muenster.de

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