360 GRAD - alles rund ums Arbeiten

career.center.uni.graz

Sommer 2019

Alles rund ums Arbeiten

Fokus

Lust und Frust in

Change Prozessen

Wie man Veränderung

ins Rollen bringt

Univ.-Prof. Dr. Otto Krickl

Campus.Life

Tipps für den perfekten

Sommer am Campus

1 | GRAD


Die einzige

Konstante

im Universum

ist die

Veränderung

2 | GRAD


Inhalt

4 Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

... und wie man Veränderung trotzdem ins

Rollen bringt

6 Wenn der Wind der Veränderung weht

Lust und Frust in Change Prozessen

Willkommen

Liebe Leserin,

Lieber Leser,

es gibt Veränderungen im Leben, die leicht gelingen, weil sie

beflügeln und uns glücklich machen. Und dann gibt es jene,

die Angst bereiten, weil sich das Leben verändert, obwohl

wir das eigentlich nicht möchten. Weil der Verlauf des Weges

Ungewissheit mit sich bringt.

Der Wechsel vom Studium ins Berufsleben zählt für manche

zum positiv besetzten Abenteuer, für andere zur emotionalen

Achterbahnfahrt. Doch auch im weiteren Verlauf des

(Berufs-)Lebens sind wir stets von Veränderungsprozessen

umgeben – gewollt oder ungewollt, vorbereitet oder unvorbereitet.

Mit all diesen Gedanken im Kopf, entstand die Idee zu dieser

Sommer-Ausgabe. Das ist inzwischen einige Monate her. Damals

wusste ich noch nicht, wie sehr mich das Thema Veränderung

selbst betreffen würde, denn auch ich werde nach

mehr als elf Jahren Career-Center-Tätigkeit die beruflichen

Segel neu setzen. Auf meinem Notizbuch in der Tasche steht

„Adventures“. Die persönliche Abenteuer-Reise hat soeben

begonnen – mit einem Rucksack voll schöner Erlebnisse und

Beziehungen, die an der Universität Graz entstanden sind.

Das Allerbeste und viele beflügelnde Momente wünscht

(c) career center

8 Campus Life

Tipps für den perfekten Sommer

am Campus

12 Hochprozentig und hocherfolgreich

Philipp Landerl über mutige Entscheidungen

14 Wordrap

Rektorin Neuper im Gespräch

16 Career Center Q&A

Wie gehe ich mit „Lücken“ in meinem

Lebenslauf um?

18 Test, Test, Test ... eins, zwo

Intelligenz am Prüfstand

20 Anstoß

Oder warum 90 Minuten nicht immer

ausreichend sind

22 Upcoming Events

Impressum

Medieninhaber und Herausbeger: Career Center,

Karl-Franzens-Universität Graz - Geidorfgürtel 21/1,

8010 Graz | Hersteller: Servicebetrieb ÖH-Uni Graz

GmbH, Harrachgasse 23, 8010 Graz | Verlags- und

Herstellungsort: 8010 Graz | Bildnachweis: Alle Bilder

dieser Ausgabe stammen von www.pexels.com,

Abweichungen wurden gesondert gekennzeichnet.

Sigrid

3 | GRAD


Der Mensch ist ein

Gewohnheitstier

... und wie man Veränderungen

trotzdem ins Rollen bringt

Egal, ob wir unseren Arbeitsort

wechseln, neue Aufgaben übertragen

bekommen oder personelle

Veränderungen im Team notwendig

sind - Veränderungen sehen

wir oft wenig gelassen entgegen.

Jeder kennt das Gefühl, lieber bei

dem alten, gewohnten Zustand

bleiben zu wollen, denn da kennen

wir uns aus. In unserer Komfortzone

ist es einfach gemütlich!

Im Gespräch

a.o.Univ.-Prof. Mag. Dr. Ing. Otto Krickl, Institut

für Organisation und Institutionenökonomik an der

Universität Graz und Leiter des Mastserlehrangs

Change Management bei Uni for Life über den Umgang

von Betroffenen in Veränderungsprozessen.

Unbehagen, Zweifel, Angst – meist

sind es genau diese Gefühle, die

uns im Nacken sitzen, wenn eine

Veränderung auf uns zurollt. Aus

diesem Grund wurde der Tätigkeitsbereich

„Change Management“ ins

Leben gerufen, um die Prozesse,

die mit einer Veränderung einhergehen,

gezielt einzuleiten und zu

begleiten.

Wir haben Herrn Univ.-Prof. Dr. Otto

Krickl, Experte auf diesem Gebiet,

befragt, warum denn Veränderungen

einen solch negativen Beigeschmack

haben und wie diesem

entgegengewirkt werden kann. Er

definiert Change Management als

„geplante und gesteuerte Durchführung

von Veränderungsprozessen

in Unternehmen oder Organisationen

aller Art“. Aber nicht nur ein

Unternehmen kann sich verändern,

Was sind plausible Gründe dafür?

Es reicht nicht, den MitarbeiterInnen

zu erklären, dass die Veränderungen

aufgrund von Einsparungsmaßnahmen

im Unternehmen

notwendig sind. Laut Prof. Krickl

stehen die Betroffenen gerade diediese

Definition gilt beispielsweise

auch für die öffentliche Verwaltung

oder die Universität als Bildungseinrichtung.

„Wichtig ist“, betont

Krickl, „dass eine Veränderung

geplant und gesteuert ist. Niemand

sollte sich zufällig an neue Umfeldentwicklungen

anpassen müssen,

sondern diese Entwicklungen sollte

man möglichst früh erkennen“. So

kann die Anpassung an Veränderungen

gezielt herbeigeführt werden.

Interessant ist die Tatsache, dass

es aktuell immer mehr Veränderungen

gibt, vor allem tiefgreifende

Veränderungen und Veränderungen

in kürzeren Zeiträumen. „Früher hat

sich zum Beispiel die Universität

alle 20 Jahre einem Wandel unterzogen,

jetzt müssen wir uns alle

fünf Jahre verändern.“

Und genau aus diesem Grund ist

ein Management von Veränderungen

so notwendig. Denn „Veränderungsprozesse

sind für Menschen

immer schwierig, weil es längere

Zeit dauert, bis sie sich an die Veränderung

gewöhnen.“ weiß der

Experte. Das ist der Fall, weil „Menschen

Gewohnheitstiere sind! Und

immer, wenn eine Veränderung

auf einen zukommt, hat das den

Effekt, dass sie die Wirkung einer

Veränderung weit überschätzen.“

Aus diesem Grund ist es besonders

wichtig zu verdeutlichen, weshalb

diese Veränderung notwendig ist.

4 | GRAD


Eine geplante

Vorgangsweise,

... auch in zeitlicher Hinsicht,

ist in Veränderungsprozessen

sinnvoll, um den Rahmen

abzustecken und das

Ziel im Auge zu behalten.

Das gezielte Herbeiführen

und Begleiten von Veränderungsprozessen

ist notwenig,

um die MitarbeiterInnen

mit ins Boot zu holen. Daher

muss es in der Kommunikation

auch erlaubt sein,

Zweifel und Ängste offen

anzusprechen.

ser Begründung skeptisch gegenüber

und schenken ihr oft keinen

Glauben.

„Wenn die Menschen den Sinn

in der Veränderung sehen, dann

machen Sie auch gerne mit!“

Vor allem die neue Generation Z

hat andere Zugänge und fragt nach

dem Sinn dahinter. „Und wenn der

Sinn erklärt und verstanden wird,

dann sind sie zu Höchstleistungen

bereit! Diese Generation lässt sich

aber nicht darauf ein, irgendetwas

zu tun, worin sie keinen Sinn

sieht.“.

Es muss an dieser Stelle betont

werden, dass Konflikte bei Veränderungsprozessen

schon immer

dagewesen sind. Meistens können

70-80% der Betroffenen überzeugt

werden und diese tragen in Folge

die Veränderung mit. Der Rest der

Personen wird eine Veränderung

einfach nicht akzeptieren. Aber je

klarer kommuniziert wird und je

nachvollziehbarer dieser Schritt

für die Betroffenen ist, mit desto

weniger Konfliktpotential kann man

in einem Veränderungsprozess

rechnen. Wenn es tatsächlich zu

unabwendbaren Konflikten kommt,

dann sollte man diesen auf jeden

Fall Aufmerksamkeit schenken und

auf die Ängste und Sorgen der

Personen eingehen.

Jedoch, so Prof. Krickl, kann es

relativ leicht passieren, dass ein geplanter

Veränderungsprozess nicht

zum gewünschten Ergebnis führt.

Zum einen, weil der Prozess länger

dauert und sich in der Zwischenzeit

der Markt weiterentwickelt hat. Es

ist aber auch möglich, dass man

zum Beispiel auf mehr Kompromisse

als gedacht eingehen muss, die

das gewünschte Ergebnis in Folge

abändern. So ein Change Prozess

ist also als ein permanenter Prozess

zu begreifen. Man kann zum

Beispiel innerhalb eines Jahres eine

große Veränderung bewirken, sollte

aber auch danach immer wieder

kleinere Veränderungen „nachziehen“,

solange, bis man dort ist, wo

man eigentlich sein möchte.

Es macht also keinen Sinn, auf das

„alte Modell“ bzw. auf den Zustand

vor dem Veränderungsprozess zurückzugreifen.

„Das wäre ganz klar

ein Rückschritt. Der Versuch, mit

alten Dingen etwas zu erreichen,

funktioniert nicht!“ so der Experte.

Als Tipp für alle Betroffenen einer

Veränderung, welcher Art auch

immer, gibt uns Prof. Krickl mit auf

den Weg: „Man sollte sich intensiv

mit den Veränderungsgründen beschäftigen.

Was ändert sich denn

im Umfeld oder an den Rahmenbdingungen?“

Wenn man allen Beiteiligten klarmacht,

dass Veränderungen nicht

nur nachteilig sind, sondern durchaus

Vorteile bringen, dann wird der

Prozess gelingen!

5 | GRAD


Wenn der Wind

der Veränderung weht

Lust und Frust in Change Prozessen

Menschen freuen sich über eine Tätigkeit, die sie befriedigt

und herausfordert. Sie gründen Unternehmen,

starten neue Projekte und nehmen dazu auch teils

enorme Anstrengungen in Kauf. Sie haben folglich

Lust auf Veränderung, Freude an neuen Entwicklungen.

Jedoch mit einer großen Ausnahme: Menschen

wehren sich, wenn es heißt gewandelt oder verändert

zu werden, und das völlig unabhängig von der Hierarchie-Ebene.

Doch woher kommt dieser Mechanismus?

Mitarbeitende erleben oft, dass sich Dinge verändern,

aber nicht unbedingt zum Besseren. Eventuell geben

die gleichen Personen wie vorher den Ton an, es

kommt zu „mehr vom selben“, aber qualitativ ohne

Verbesserung. Veränderer sind oft zentraler Bestandteil

dieser Herausforderung: Sie können ungeduldig bis

ignorant sein oder ohne Einfühlungsvermögen agieren.

Widerstand kann aus folgenden Gründen entstehen:

• Veränderungen erzeugen eine Art von Spannung -

das Neue ist mit Ungewissheit verbunden. Diese

Ungewissheit erzeugt Angst.

• Teilweise können Betroffene Ziele und Hintergründe

der Veränderung nicht verstehen. Eventuell

wurden die Gründe auch gar nicht erklärt.

• Menschen haben zwar verstanden, worum es geht,

aber sie glauben nicht, was man ihnen sagt.

• Betroffene haben es verstanden, versprechen sich

aber von den vorgesehenen Änderungen negative

Konsequenzen. Dieser Aspekt ist der häufigste und

gleichzeitig schwierigste.

Eine Veränderung ohne Widerstand wäre aber genauso

verkehrt. Bedenken und Befürchtungen können nämlich

wichtige Aspekte für eine Veränderung beinhalten. Es

ist also wichtig dem Widerstand Raum zu geben und

MitarbeiterInnen in Veränderungsprozesse mit einzubeziehen.

Sieben Typen der Veränderung

Das Verhalten gegenüber Veränderung kann ganz

unterschiedlich ausfallen. Wirtschaftswissenschaftler

Dietmar Vahs hat dazu sieben unterschiedliche MitarbeiterInnen-Typen

in Veränderungsprozessen beschrieben.

Je nach Grad der Veränderungsbereitschaft gibt

es auf der einen Seite die großen WidersacherInnen.

Er nennt sie EmigrantInnen, offene GegnerInnen und

UntergrundkämpferInnen, die sogar feindlich agieren.

Am anderen (positiven) Ende stehen InnovatorInnen,

die Wandel initiieren und mit ihrer Energie andere

6 | GRAD


7 Phasen der Veränderung

in Anlehnung an Elisabeth Kübler-Ross

Emotionales

Energielevel

2. Verneinung & Ablehung

„Das stimmt nicht“

3. Rationale Akzeptanz

„Es ist furchtbar, aber es ist

schon klar, dass ...“

1. Schock

„Das kann doch nicht

wahr sein“

5. Test- & Ausprobierphase

„Wir können es mal versuchen“

4. Emotionale Akzeptanz

„Es stimmt eigentlich doch“

6. Erkenntnisphase

„So könnte es tatsächlich gehen“

7. Integrations- &

Konsolidierungsphase

„Das ist schon selbstverständlich“

Zeit

Emotionen in Veränderungsprozessen

Sowohl negative, als auch positive

Emotionen in Veränderungsprozessen

sind vorhersehbar und folgen bestimmten

Mustern. Die Psychiaterin Elisabeth

Kübler-Ross entwickelte ein Modell der

soziologischen Trauerforschung, das sich

auch als Grundmodell für die emotionalen

Ebenen in Veränderungsprozessen heranziehen

lässt. Voraussetzung dafür ist eine

überraschende, neue Situation, für die zunächst

keine steuerbare Lösung existiert.

Daher folgt Verneinung und Ablehnung.

Die Grafik zeigt alle sieben Phasen, die es

gilt zu identifizieren, um demnach besser

agieren zu können.

überzeugen können, gefolgt von frühen und späten

FolgerInnen. Zwischen diesen Polen steht die Mehrheit

der Personen, nämlich die sogenannten Abwartenden.

Nehmen diese den Verlauf der Veränderung positiv

wahr, so engagieren sie sich sogar bei der Durchführung.

Insgesamt hat man im Wandel mit allen sieben

Typen zu rechnen.

„Wenn der Wind der Veränderung

weht, bauen die einen Mauern und

die anderen Windmühlen.“

Zitat aus China.

Change Management und weitere Ansätze

Da Veränderungen im Laufe der Zeit immer häufiger

und komplexer wurden, war es erforderlich, diese

bewusst und planerisch zu gestalten. Damit rückte

Change Management in den Fokus: das aktive, planvolle

Management stetiger Veränderung. Dies beinhaltet

neben der gezielten Veränderung von Strategien,

Strukturen und Prozessen, auch die aktive Veränderung

von Menschen und ihren Einstellungen bzw. Verhaltensmustern.

Neben Change Management zählen zwei

weitere Veränderungsansätze zu den besonders gängigen,

nämlich Organisationsentwicklung und Transformationsmanagement.

Im Gegensatz zu Change Management, das als expertInnenorientiert,

top-down, rasch und radikal

beschrieben wird, sollen beim Organisationsentwicklungs-Ansatz

betroffene Personen bzw. Gruppen selbst

am Veränderungsprozess mitwirken. Dadurch wird

die Umsetzung von Veränderungs-Vorhaben wesentlich

vereinfacht. Der Nachteil liegt jedoch im großen

(zeitlichen) Aufwand. Beim sogenannten Transformations-Management

werden schließlich beide Ansätze

kombiniert.

Veränderungsprojekte managen

Um einen Zugang zum Thema Veränderung zu eröffnen,

kann man anhand der folgenden Beschreibung für

eine Situation eine Verbesserung entwickeln. Hat man

alle vier Schritte durchgeführt, ist das „Veränderungsprojekt“

abgeschlossen:

Schritt 1: Orientierungsphase - „Ist etwas zu tun?“

Aktuelle Situation analysieren, ev. mit jemanden darüber

sprechen. Was sieht, riecht, hört man, wenn man

an diese Situation denkt?

Schritt 2: Diagnose - erste Ansatzpunkte für

Veränderung finden

Was möchten Sie verändern? Analysieren Sie Probleme

und Möglichkeiten der Veränderung genauer.

Schritt 3: Veränderung planen, Entscheidungen

herbeiführen

Schreiben Sie konkrete Verbesserungsvorschläge

nieder. Denken Sie besonders daran, was Sie selbst

beeinflussen können.

Schritt 4: Erfolgskontrolle

Wie hat sich die Situation verändert? Was war gut und

sollte beibehalten werden? Wo sollte man nachjustieren?

Teilweise kann auch eine Rückkehr zu einem vorangegangenen

Schritt erforderlich sein, weil sich wichtige

Bedingungen geändert haben.

Zum Nachlesen ...

Handbuch Organisation gestalten. Glatz Hans,

Graf-Götz Friedrich

Veränderungskompetenz und Agilität stärken - Praxisleitfaden

für Mitarbeiter und Führungskräfte. Freyth Antje

https://blog.myconsult.de

7 | GRAD


Campus Life

Tipps für den perfekten Sommer am Campus

Tote Hose im Sommer am Campus? Gähnende Leere in den

Ferien im Uni-Viertel? Wir beweisen euch hier das Gegenteil!

Für die, die es in den Sommermonaten etwas ruhiger angehen

möchten, kann man auch in Campusnähe die Seele so

richtig baumeln lassen. Denn Ferien brauchen sowohl Körper

als auch Geist! Für alle, die mehr Action brauchen ist auch

gesorgt – rund um den Campus ist für alle etwas dabei.

#2

#1

USI Fest

Der Sommer wird jedes Jahr mit dem legendären

USI Fest eingeleitet. Auch heuer

bietet DAS Studentenfest Europas am

28.06. einen wahren 12-Stunden-Party

Marathon.

Mangolds vis-a-vis

Hier herrscht die Devise “Summertime is Spritzer-Time”!

Im Lokal in der Zinzendorfgasse lässt es

sich dauf alle Fälle auch an einem sonnigen Nachmittag

aushalten, denn zu jedem Spritzer gibt es manchmal

in den Ferien einen Zweiten umsonst dazu!

unikid-Ferienspaß

am Campus

Du studierst oder arbeitest an der Uni

Graz und brauchst in den Ferien einen

Betreuungsplatz für dein Kind? unikid &

unicare organisiert Sommer-Kinderbetreuungsangebote.

Diese Services können

auch wochenweise gebucht werden.

So kannst du ohne Sorgen die Ferienzeit

überbrücken.

#3

# 4

(c) stockfour / shutterstock.com

# 5

(c) Café Harrach / facebook

Café Harrach

Es ist quasi schon eine Institution am

Campus und man muss während der

Studienzeit mindestens einmal im

Harrach gewesen sein! Geheimtipp:

Pizza vom Italiener „Galliano“ gegenüber

bestellen und einfach einmal

den Abend gemütlich im Gastgarten

ausklingen lassen.

Karriere Kick-off

Wenn du die freie Zeit nützen möchtest,

um deine Karriere in Schwung

zu bringen, dann bist du bei uns im

Career Center genau richtig. Unser Beratungsangebot

steht dir auch in den

Ferien zur Verfügung. Hast du Fragen

zum Lebenslauf oder möchtest du Infos

zu Bewerbungsgesprächen, dann

vereinbare einfach einen Termin mit

uns! Details: careercenter.uni-graz.at

8 | GRAD


9 | GRAD


#6

Sport ist kein Mord!

Du möchtest dich in den Ferien so

richtig auspowern? Dann nutze das

Sportanalagen-Angebot am Campus.

Das Uni Sportzentrum Rosenhain hat

4 Tennisplätze bis Ende Oktober und 3

Beach Volleyball-Plätze bis Ende September

geöffnet.

Propeller Schuberthof

Ganz und gar nicht zum Abheben,

sondern zum stundenlangen Verweilen

– der Gastgarten vom Propeller in

der Zinzendorfgasse ist die Entspannungsoase

schlechthin. Wer einen

Liegestuhl ergattert, kann es sich

dort im Sommer so richtig gut gehen

lassen.

#7

16.7.

Where

To Go

Wir zeigen euch, welche Veranstaltung

ihr auf keinen Fall versäumen

sollt. Lest hier in kompakter Form, was

außerhalb des Campus los ist.

Rock in Graz

Die Premiere für dieses Festival in

der Innenstadt in Graz verspricht

laut Veranstalter der heißeste

Tag des Sommers zu werden.

Freiluftarena B, Messeplatz Graz

#8

(c) Café Global Graz/ facebook

(c) PropellerSchuberthof/ facebook

Café Global

Bei diesem Essen wirst du glauben,

dass du in der Ferne auf Urlaub bist! Die

Küche ist international - einmal indisch

oder auch einmal arabisch… abwechslungsreich

und sehr empfehlenswert,

wenn man sich im Sommer das Urlaubsflair

nach Hause holen möchte.

ab

26.7.

ab

27.7.

La Strada

Das Festival rund um Produktionen

des Straßen- und Figurentheaters,

des Neuen Zirkus und

der Community Art setzt die

Stadt in Bewegung.

Stadt Graz

Jazzkonzerte

Jeden Mittwoch verwandelt

sich der Generalihof in eine

einzigartige Musik-Kulisse.

Grazer Generalihof

#9

#10

ab

14.8.

Food Festival

Spitzenköche, Tastings, inspirierende

Think-Dinners, Workshops,

kulinarische Straßenbahnfahrten

und vieles mehr wird an diesen

Tagen in Graz geboten!

Grazer Innenstadt

Quelle: www.spirit55.net

Exit the Room

Ganz in Campus-Nähe findest du

die ultimative Spannungshochburg.

Wenn du Abwechslung

liebst und den Nervenkitzel in den

Ferien brauchst, dann schnapp dir

deine Freunde und wage das Escape

Game.

Golfst du schon, oder…

Du wirst es nicht glauben, aber Minigolf

erfreut sich immer größerer Beliebtheit

bei Studierenden. Bei der Minigolfanlage

Milkowski in der Heinrichstraße kann

man sich mit einem kühlen Getränk so

manchen Sommernachmittag vertreiben.

24.8.

Bilderbuch

Die Band mit dem Zukunftssound

kommt für ein einzigartiges Open-

Air-Konzert nach Graz.

Freiluftarena B, Messeplatz Graz

10 | GRAD


KARRIERECHANCE

Schützen, was zählt.

IHR PROFIL

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Sie haben Freude daran, in einem

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Sie verfügen über interkulturelle

Kompetenz und Affinität für den Raum CEE

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Arbeitsweise und eine Hands-on-Mentalität

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bei der VIG erfahren? vig.career

11 | GRAD


Hochprozentig und

hocherfolgreich

Philipp Landerl, Gründer von 1310 - The Spirit of the

Country - über mutige Entscheidungen

Heute in Österreich, morgen für ein halbes Jahr im Ausland: Philipp Landerls Karriere als Unternehmensberater

war so erfolgreich wie unberechenbar. Vor neun Jahren brach der gebürtige Oberösterreicher

mit dem „alten Leben“ und kehrte auf den über 700 Jahre alten Bauernhof der Familie zurück.

Heute produziert er dort feinsten Bio-Wodka aus Weizen. Im 360 GRAD-Interview spricht der studierte

Jurist über seinen ungewöhnlichen Karriereweg und warum er das Abenteuer Selbständigkeit

jedem empfehlen würde.

Herr Landerl, Sie haben an der

Universität Graz Jus studiert. War

das Ihr Wunschstudium?

Das war definitiv ein Wunschstudium.

Ich habe davor die Landwirtschaftsschule

gemacht und komme

selber von einer Landwirtschaft.

Jus war eine schöne Ergänzung,

Erweiterung des Horizonts und

dann in weiterer Folge auch eine

schöne Basis für zukünftige andere

Schritte.

Was war Ihr kuriosestes Erlebnis

während der Studienzeit?

Ich hatte einen Prüfungstermin. Bei

meinem Studium bedeutete das immer,

dass wir in Anzug und Krawatte

antreten müssen. Ich habe die

Prüfung bestanden – glücklicherweise.

Im Anschluss hatte ich nicht

die Möglichkeit, mit meinen Freunden

zu feiern, weil das genau während

der Prüfungszeit war und alle

anderen auch Prüfungen hatten. Ich

beschloss dann einfach, meinen

Bruder zu besuchen, der damals

auf der TU studierte. Als ich dann

in den Zeichensaal hineinspazierte,

hielten mich seine Mitstudierenden

für den Professor – mit Anzug und

Krawatte (lacht).

Wie ging der berufliche Weg nach

dem Studienabschluss weiter?

Der berufliche Weg führte in die

Unternehmungsberatung bei

großen, deutschen, international

tätigen Unternehmen. Das war eine

sehr spannende Zeit. Ich habe in

kurzer Zeit sehr viel gelernt. Aber

die Liebe war dann irgendwann

enden wollend.

Vor 9 Jahren haben Sie Ihr eigenes

Unternehmen gegründet. Was

war der Gedanke hinter diesem

Schritt?

Mit den Füßen fest verwurzelt,

kann der Geist frei sein. Mit diesem

Grundgedanken bin ich zurück auf

den Bauernhof der Familie. Mir war

es wichtig, aus den eigenen Rohstoffen

etwas zu machen, aber den

Geist frei leben zu lassen. Da fiel

dann die Entscheidung, Wodka aus

den eigenen Rohstoffen zu produzieren,

weil man da einerseits das

selbstgewachsene Korn verwenden,

aber andererseits international

tätig sein kann.

Was waren die größten Schwierigkeiten

während der Gründungszeit?

Es gab ein paar Hürden, ein paar

Herausforderungen, ein paar Rückschläge.

Die größeren Rückschläge

waren eher die Einstellungen der

anderen Personen, die immer sagten:

„Das haben eh schon so viele

probiert, das schaffst du eh nicht.“

Und dann, wenn man erfolgreich

wird, was wir zum Glück mit unseren

Produkten auch sind, hieß es:

„Das haben wir eh immer gewusst,

dass er das schafft.“ Es war also

eher die Meinung der anderen problematisch,

denn ich war selbst von

den Produkten und der Idee sehr

stark überzeugt.

Wie sehen Sie diesen Trend:

Junge UnternehmerInnen, die sich

wieder auf die Herstellung von

12 | GRAD


(c) alumni UNI graz

ursprünglichen Produkten spezialisieren?

Ich würde es vielleicht nicht Trend

nennen, sondern einen eigenen

Spirit – dieser Gedanke, dass man

nicht nur Marken nachläuft, Produkten

nachläuft, sondern dass

Geschichten wichtig werden, dass

es eine Bereicherung für die Seele

ist, zu wissen, woher das Produkt

kommt, wer es herstellt und man

sich dem Produkt etwas anders

hingibt als wenn man einfach „nur“

konsumiert.

Würden Sie einer Jungabsolventin/einem

Jungabsolventen den

Schritt in die Selbstständigkeit

empfehlen?

Selbstständigkeit kann man nur

empfehlen – oder ich kann es nur

empfehlen. Es ist eine schöne

Aufgabe, man ist sein eigener Herr

oder seine eigene Frau. Man hat al-

les selbst in der Hand. Natürlich ist

man abhängig von wirtschaftlichen

Strömungen, von Mitbewerbern,

aber nichtsdestotrotz kann man

seinen eigenen Weg gehen, seine

eigenen Ideen umsetzen. Dass das

nicht alles beim ersten Mal passiert,

das ist vollkommen klar.

Dass das nicht im Rahmen eines

9-to-5-Jobs passiert, mag auch klar

sein, ist auch so. Ich kann es trotzdem

nur empfehlen.

Für mich war es eine gewisse

Befreiung, nicht mehr von meinem

ehemaligen Boss zu hören: „Philipp,

ich habe eine super Nachricht

für dich, ab morgen bist du dann

ein dreiviertel Jahr in Leipzig.“ Jetzt

bestimme ich meinen Weg selbst.

Vielen Dank für das Gespräch!

Philipp Landerl

Studium: JUS an der Universität Graz;

Economics an der California State

University - East Bay

Gründer von 1310 -

The Spirit of the Country

Weitere spannende Interviews mit

AbsolventInnen der Uni Graz finden Sie

hier zum Nachsehen:

13 | GRAD


(c) Uni Graz / Kanizaj

3

4

Während meiner Amtszeit als

Rektorin veränderte sich, …

dass eine Frau in Führungsposition nicht

mehr als etwas ganz so Ungewöhnliches

wahrgenommen wird.

Mein liebster Ort am

Uni-Campus ist …

der historische Lesesaal in der Bibliothek,

der nach sorgfältiger Renovierung bald

wieder zur Verfügung stehen wird.

1

2

Word

RAP

10 Fragen an ...

Christa Neuper

Rektorin der Universität Graz

Meine eigene Studienzeit

verbinde ich mit …

einem besonders guten Zusammenhalt

unter den Studierenden: Mit meinen

KollegInnen von damals treffe ich

mich auch heute noch gerne.

Besonders gerne blicke ich

auf die Rektorinnen-Tätigkeit

zurück in Hinblick auf …

den Umstand, dass ich die Universität

auf diese Weise aus vielen unterschiedlichen

Perspektiven kennenlernen

konnte.

5

6

7

8

9

10

Die größte Herausforderung

als Rektorin war …

immer wieder Überzeugungsarbeit zu leisten,

um Entscheidungen umzusetzen.

Überrascht hat mich zuletzt …

dass sich über unsere alumni-Chapter

in Metropolen wie London, Moskau und

Washington so viele AbsolventInnen der

Universität Graz, die im Ausland Karriere

gemacht haben, vernetzen.

Mein Studium der Psychologie

war im Rahmen der Rektorinnen-Tätigkeit

eine gute Basis, …

um ein Gespür für die Interaktion mit unterschiedlichen

Persönlichkeiten zu entwickeln.

Veränderungen gelingen mir

leicht, wenn …

ich von einer Sache überzeugt bin.

Wenn meine Amtszeit als

Rektorin beendet ist, …

werde ich wieder mehr Zeit für meine

Familie haben.

Heute in 5 Jahren möchte ich …

mir alles offenhalten: Ich lasse die Dinge

lieber auf mich zukommen, als so weit im

Voraus zu planen.

14 | GRAD


Karrierechancen für Talente!

EY ist einer der globalen Marktführer in der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Transaktionsberatung und

Managementberatung und ist in Österreich mit rund 1.000 MitarbeiterInnen an den Standorten Wien, Linz,

Salzburg und Klagenfurt vertreten. Unsere hochqualifizierten und motivierten Teams sind das Herzstück

unseres Unternehmens – denn erst die Leistungen jedes einzelnen Mitglieds formen unseren Erfolg.

Wir suchen laufend engagierte neue Kolleginnen und Kollegen, die mit unserer Organisation wachsen und sich

weiterentwickeln möchten. Für unsere Teams suchen wir aktuell:

Assistant für die Wirtschaftsprüfung (w/m/d) | alle Standorte

Berufsanwärter für die Steuerberatung (w/m/d | Indirect Tax | Wien

Consultant Corporate Finance (w/m/d) | Wien

Consultant Digital Transformation (w/m/d) | Wien

Praktikum in der IT-Beratung (w/m/d) | Wien, Linz | ab Herbst 2019

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15 | GRAD

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Q:

Wie gehe ich mit "Lücken“

in meinem Lebenslauf um?

Veranstaltungstipp

Erfolgreich bewerben im englischsprachigen Raum

Mo, 17. Juni 2019, 15.00 - 16.30 Uhr

kostenfrei, Details und Anmeldung unter

https://careercenter.uni-graz.at

16 | GRAD


Career Center Q & A

Die Reihe „Questions & Answers“ beschäftigt sich mit all den Fragen, die Studierende oder

AbsolventInnen im Zuge des Berufseinstiegs wissen wollen. Diesmal geht es um mehr

oder weniger lange „Lücken“ im Lebenslauf.

A:

Da bei lückenhaften Angaben im Lebenslauf

die Alarmglocken der RecruiterInnen

läuten, ist es sinnvoll „Lücken“, die mehr

als drei Monate umfassen, direkt zu begründen.

Damit leitet man auch bereits

Vorarbeit für mögliche Nachfragen im

Zuge des Bewerbungsgesprächs.

Auszeit und Ehrenamt

Das Studienende ist der perfekte Zeitpunkt

für ein letztes großes Abenteuer

vor dem Start ins Berufsleben. Die hier

gewonnene Erfahrung kann, wenn die

Reise länger als zwei Monate dauert, im

Lebenslauf auf jeden Fall in der Rubrik

„Zusatzqualifikationen“ angeführt werden,

beispielsweise unter „Sprach- und

Auslandsaufenthalt“. Falls in sozialen

Projekten mitgearbeitet wurde, ist eine

Nennung unter „Ehrenamtliches Engagement“

sinnvoll. Die genaue Zeitspanne

sollte unbedingt angeführt werden, ebenso

Näheres zu den Tätigkeiten bzw. gewonnenen

Erfahrungen, da diese für die

zukünftige Stelle durchaus relevant sein

können.

Jobsuche/Arbeitslosigkeit

Nach Abschluss des Studiums braucht

es im Schnitt drei Monate, um einen

passenden Job zu finden. Eine länger

andauernde Lücke wird idealerweise

mit sinnvollen Tätigkeiten gefüllt, um

den Lebenslauf so zu ergänzen. Denkbar

ist eine Weiterbildung in fachlicher Hinsicht,

im Bereich sozialer Kompetenz und

Führungsqualifikation oder Computer-/

Sprachkurse. Auch eine ehrenamtliche

Mitarbeit ist eine gewinnbringende Ergänzung.

Neuorientierung

Haben Sie keine Scheu davor die Lücken,

die im Zuge einer berufliche Neuorientierung

entstehen als solche im Lebenslauf

zu benennen. Auch ein Studienabbruch

oder Berufswechsel kann direkt angeführt

werden, dabei sollte aber genauer

beschrieben werden, in welche Richtung

man sich entwickeln wollte bzw. entwickelt

hat.

Karenz

Ebenso wie eine Bildungskarenz (unter

„Ausbildung“) gehören auch Kinderbetreuungszeiträume

mit aufgenommen:

Entweder direkt in der Rubrik „Persönliche

Daten“ (ergänzend zu den Kindern),

oder an geeigneter Stelle unter „Berufserfahrung“.

Krankheit

Auch auf länger andauernde Krankheitszeiträume

kann im CV Bezug genommen

werden, ohne zu sehr ins Detail zu gehen.

Denkbar wären beispielsweise die

folgenden beiden Varianten:

„Erholung nach Krankheit“ – diese Formulierung

impliziert auch gleich, dass Sie

wieder gesund sind.

„Berufliche Pause aus privaten Gründen“

– darunter fallen sowohl die eigenen gesundheitlichen

Belange als auch Zeiträume,

in denen Angehörige gepflegt wurden.

Job zur Finanzierung

Häufig werden zur Überbrückung von

Stehzeiten Jobs ausgeübt, die auf den

ersten Blick nicht zum angestrebten Berufsfeld

passen. Trotzdem werden hier

wichtige persönliche Fähigkeiten ausgebildet,

die für die spätere Laufbahn relevant

sind. Bei Bedarf kann man diese von

der fachrelevanten Berufserfahrung trennen,

indem sie in einer eigenen Rubrik

mit dem Titel „Jobs zur Studien-/Lebensfinanzierung“

o.ä. angeführt werden.

17 | GRAD


Test, Test, Test, eins zwo ...

Intelligenz am Prüfstand

Schriftliche und computerbasierte Auswahlverfahren enthalten meist eine Reihe

von Test-Modulen, die Ihre Allgemeinbildung erfragen wollen. Eines dieser Module

ist der Test zur Erkennung von Implikationen.

Konkret geht es darum, formallogisch richtige Schlussfolgerungen zu erfassen.

Jede Aufgabe beginnt mit einer Feststellung bzw. Prämisse, die von den TeilnehmerInnen

als wahr angenommen werden sollte, auch wenn diese inhaltlich absurd

erscheint. Aus einer Reihe von möglichen Schlussfolgerungen müssen nun jene

angekreuzt werden, die man aufgrund der vorangegangenen Feststellung für

zutreffend hält.

1. Feststellung:

Alle Würfel sind oval. Viele Würfel sind rot.

Vorgeschlagene Schlussfolgerungen:

a) Alle roten Würfel sind oval.

b) Alle Würfel sind rot.

c) Sofern es grüne Würfel gibt, sind diese oval.

d) Einige Würfel, die rot sind, sind nicht oval.

e) Wenn etwas oval ist, ist es ein Würfel.

f) Keine der vorherigen Schlussfolgerungen trifft zu.

2. Feststellung:

Einige Computer können laufen. Alle Messer können laufen, sind aber keine Computer.

Wasser kann nicht laufen, dafür aber schwimmen. Manche Messer können auch schwimmen.

Vorgeschlagene Schlussfolgerungen:

a) Computer können schwimmen.

b) Manche Messer können schwimmen und laufen.

c) Einige Messer sind Computer.

d) Messer sind fortschrittlicher als Wasser und Computer.

e) Keine der vorherigen Schlussfolgerungen trifft zu.

3. Feststellung:

Wenn es brennt, schreien alle »nein«. Wenn jemand »nein« schreit, fühlt er sich wohl.

Vorgeschlagene Schlussfolgerungen:

a) Wenn es brennt, fühlt man sich wohl.

b) Wenn man sich wohlfühlt, brennt es.

c) Nur wer »nein« schreit, darf Feuer legen.

d) Wenn es nicht brennt, fühlt man sich auch nicht wohl.

e) Immer wenn es brennt, schreit man »nein«.

f) Keine der vorherigen Schlussfolgerungen trifft zu.

4. Feststellung:

Alles, was blau ist, ist ein Baum. Jeder Baum kann trinken.

be

informed

Wer kennt das nicht: Ein Fragenkatalog,

so umfangreich wie ein

dreiteiliger Bestseller, wird zum

einfacheren Lernen auf Karteikarten

übertragen. Und dann in der

Prüfungsvorbereitungs-Gruppe

bemerkt man, dass man diese zu

Hause vergessen hat? Wir haben

dafür digitale Hilfe gefunden:

Mit der kostenfreien BRAINYOO

Karteikarten App können sowohl

Prüfungsfragen, als auch

Vokabel digital angelegt werden.

Zur Aufbereitung der Lerninhalte

kann man außerdem auf eine Anwendung

am PC oder Tablet zurückgreifen,

um die Inhalte formschön

und mit Bildern versehen,

abzuspeichern und somit den

Lerneffekt zu maximieren.

Die einzelnen Modi der App sorgen

dafür, dass vom „einfachen

Durchlesen“ bis zum „Prüfung

simulieren“ alle Stadien der Vorbereitung

durchlaufen werden

können.

Und das Beste: Die gespeicherten

Inhalte sind auch offline verfügbar.

So kann man während der

Prüfungsvorbereitung getrost in

den Flugmodus wechseln, um

sich voll und ganz auf die Fragen

zu konzentrieren.

Viel Erfolg!

Vorgeschlagene Schlussfolgerungen:

a) Alle Bäume trinken Wasser.

b) Jeder Baum ist blau.

c) Wasser ist blau.

d) Wenn man kein Baum ist, kann man auch nicht trinken.

e) Alles was nicht blau ist, kann nicht trinken.

f) Keine der vorherigen Schlussfolgerungen trifft zu.

Lösung: 1 - a,c | 2 - b | 3 - a,e | 4 - f |

Weitere Informationen und Beispiele zu Testaufgaben im Rahmen des Auswahlprozesses

erhalten Sie gerne im Career Center. https://careercenter.uni-graz.at

Quelle: www.assessment-center-erfolgreich-bestehen.de, © by Johannes Stärk

18 | GRAD


Alumni Career

Mentoringprogramm

Dein Kick-off für den Übergang

vom Studium ins Berufsleben!

Infotermine

17.10.19 | 14.11.19 | 12.12.19

jeweils 16-17 Uhr

alumni UNI graz & Career Center

Geidorfgürtel 21, 1. Stock, 8010 Graz

Details zum Programm

alumni.uni-graz.at

Impressum: Universität Graz, Abteilung Fundraising und Alumni, Geidorfgürtel 21, 1. Stock, 8010 Graz (c) 2019, Foto: Shutterstock, pressmaster

19 | GRAD


Anstoß.

Oder warum 90 Minuten

nicht immer ausreichend sind.

Gastkolumne von Philipp Schöller

„Du bist also derjenige, der den

sicheren Job im öffentlichen Dienst

gegen die Privatwirtschaft getauscht

hat. Hast du dir das auch gut

überlegt?“, waren die ersten Worte,

die mein neuer Kollege zu mir sagte

und mich dabei unbewusst mit der

Frage konfrontierte, die mich die

letzten Tage ständig beschäftigte.

Mein Vertrag war gerade erst

verlängert worden und ich mochte

meinen Job im Marketing an meiner

Alma Mater sehr. Die Kolleginnen

waren wunderbar - und nein,

das schreibe ich nicht, weil ich mir

dessen bewusst bin, dass sie das

lesen werden, sondern weil es

stimmt. Egal, ob bei den gemeinsamen

Mittagspausen oder den

kurzen oder längeren Besprechungen

in der Kaffeeküche, wir verstanden

uns hervorragend und die

Arbeit machte so noch mehr Spaß.

„Jackpot“ könnte man meinen und

mich für verrückt halten, wenn ich

das alles aufgeben würde. Dennoch

habe ich mich dazu entschlossen,

all das gegen eine neue Herausforderung

zu tauschen.

Vom „Marketeer“

zum „Roadmap-Manager“

Früher läutete mein Wecker montags

um 6:30 und nach drei bis

vier erfolgreichen „Snooze-Phasen“

machte ich mich gemütlich auf

den Weg zum Sport, um mir im

Anschluss zu Hause einen Kaffee

zu kochen und die Zeitung zu lesen,

bevor ich dann in die Arbeit ging.

Gleitzeit und Teilzeit sei Dank!

Mittlerweile habe ich mit dem

Morgensport aufgehört, mein Wecker

klingelt um 5:30 und das mit

den Snooze-Phasen habe ich auch

schon lange überwunden. Der Kaf-

fee wird gleich getrunken und die

Zeitung online am Weg zur Arbeit

gelesen. An meinem Schreibtisch

erwarten mich dann schon drei

Bildschirme, die mich am Anfang

verunsichert haben, aber mittlerweile

auf mich hören. Ich kann mir

nicht mehr vorstellen, wie ich zuvor

mit nur einem einzigen ausgekommen

bin. Der Laptop wurde zudem

zu meinem treuesten Begleiter,

nachdem ich in meiner ersten Woche

bei einer Besprechung mit Stift

und Block erschienen bin und alle

um mich herum ihre Laptops aufklappten

und zu tippen begannen.

In der ersten Woche fühlte ich

mich stets überwältigt, egal ob

es an den vielen Namen lag, die

ich mir versuchte zu merken, den

verschiedenen Stockwerken, in

den alles gleich aussah oder an

20 | GRAD


(c) Philipp Schöller

der überdimensionalen Kantine,

die zu Mittag von allen gestürmt

wird. Dieses Gefühl schwappte in

der zweiten Woche in eine leichte

Überforderung über. Habe ich

wirklich die richtige Entscheidung

getroffen?

In meinem bisherigen Beruf wusste

ich, was ich zu tun hatte, die

Interaktionen über die Social-Media

Kanäle machten mir Spaß, die

Organisation der Excellence war

aufregend und als Schnittstelle zu

den Unternehmen war ich stets

gefordert und bemüht für beide

Seiten das Beste herauszuholen.

Und was mache ich jetzt? Zu

Beginn konnte ich mir weder unter

Roadmap, noch unter meinen zukünftigen

Aufgaben etwas vorstellen.

Doch das legte sich ziemlich

schnell und es machte sich auch

hier eine neue Routine bemerkbar,

mit der auch Sicherheit kam. Zum

Sport gehe ich jetzt abends, und

den Snooze-Knopf drücke ich nur

mehr am Wochenende. Es hat

sich einiges verändert in meinem

Leben, von einer kreativen Tätigkeit

bin ich in einen technischen

Familienbetrieb mit internationalen

Niederlassungen gewechselt und

habe eine Aufgabe übernommen,

die eine exakte Struktur und Prozesse

verlangt. Statt mit „Likes“

beschäftige ich mich heute unter

anderem mit „Puffertrichter“,

Philipp Schöller

hat an der Universität Graz seinen

Bachelor in Soziologie absolviert und

nebenbei diverse Erfahrungen im

Kulturbereich, wie zum Beispiel am

Schauspielhaus Graz, gesammelt, bevor

er das Team des Career Centers

im Bereich Marketing und Kommunikation

unterstütze. Vor wenigen

Monaten hat er mit dem Wechsel in

die Privatwirtschaft eine große Veränderung

erlebt.

„Sortern“ und „Steamtunneln“.

Auch wenn ich am Anfang verunsichert

und mir nicht sicher war,

worauf ich mich eingelassen habe,

habe ich auf die Frage meines

Kollegen mit: „JA! Und ich freue

mich auf das Abenteuer“, geantwortet,

worauf er mich anlachte,

mir auf die Schulter klopfte und

mich im Team willkommen hieß.

Ich bereue es nicht, einen Teil

meines Lebens auf den Kopf

gestellt zu haben - ohne genau

zu wissen, wohin mich die Reise

führt. Veränderung mag für viele

erschreckend wirken, da geregelte

Bahnen einen gewissen „Wohlfühlfaktor“

mit sich bringen. Aber

mit ein bisschen Flexibilität und

Mut kann ganz schnell ein neues

Kapitel im Leben beginnen. Mit

dem beruflichen Wechsel kam

dann auch die private Veränderung,

mit einer neuen Wohnung

sowie einem Interesse für Fußball.

Zumindest haben meine neuen

Kollegen versucht, mir den Sport

näher zu bringen. Auch wenn dies

(aktuell) noch nicht wirklich gelungen

ist, haben sie in einem Punkt

recht: Jeder Anstoß in einem

Spiel ist eine neue Möglichkeit,

an der man wächst und so ist es

auch mit den Veränderungen, nur

dauern die meistens länger als

neunzig Minuten…

Life Hack

Reality Check

Das Internet ist voll mit kleinen und

auch großen Tipps und Tricks, die

dabei helfen sollen, den Alltag zu erleichtern

- ob das Haarshampoo aus

Wodka für mehr Glanz, oder die Cola

als Lösung für schmutzige Fenster.

Wir wagen den Test und probieren

Hacks aus.

#6 Glas-Topper

Wer sitzt nicht gerne an einem lauen

Sommerabend draußen und genießt

einen kühlen Drink?

Leider gesellen sich aber immer lästige

Tierchen mit dazu. Wie du dein

Getränk von unliebsamen Gästen

wie zum Beispiel Wespen schützen

kannst, siehst du hier:

Du brauchst dazu nur ein Muffinförmchen

aus Papier und einen Strohhalm.

Stecke einfach den Strohhalm durch

das Förmchen und setze es nun verkehrt

auf dein Glas. Auf diese Weise

haben es Wespen schwer und du

hast dein Getränk für dich allein!

Wenn ihr verschiedenfärbige Muffinförmchen

oder Strohhalme verwendet,

gibt es bei der nächsten

Grillparty auch garantiert keine Verwechslung

mehr bei den Getränken!

Fazit: Ganz einfach, aber genial –

alle Punkte!

Unsere Bewertungsskala:

5 von 5 Punkten

21 | GRAD


Upcoming

Events

Bevor an der Universität Ruhe einkehrt und alle Studierenden

in die wohlverdiente Sommerpause starten,

haben wir noch ein paar Ideen kurz vor Semesterende:

17.6.

1.7.

Erfolgreich bewerben im

englischsprachigen Raum

Assessment Center Training

Gezielte Vorbereitung durch

praktische Übungen

Infos und Anmeldung unter:

https://careercenter.uni-graz.at

Save the date:

5.11.

EXCELLENCE19

Dein Karriere-Festival

9.30 - 16 Uhr, Universität Graz

Details unter:

https://excellence-messe.uni-graz.at

Die neue Ausgabe von 360 GRAD erscheint

am 9. Oktober 2019 - zu diesem Thema:

20 Jahre ist es her, dass sich durch die Unterzeichnung der Bologna-Erklärung das Hochschulsystem

grundlegend verändert hat: Der Grundstein für die Umstellung auf Bachelor und Master-Abschlüsse war

gelegt. Als drei Hauptziele benannten die Unterzeichnenden die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit

des europäischen Bildungssystems, die Steigerung von Mobilität und Beschäftigungsfähigkeit. 20 Jahre

danach widmen wir die 360-GRAD-Ausgabe dieser Reform-Bewegung: Wie hat sich die Umstellung in beruflicher

Hinsicht ausgewirkt? Welche Perspektiven bringt ein Bachelor-, Master- oder Doktoratsstudium?

Wann macht was beruflich Sinn? Wir gehen den Themen auf den Grund

Sie haben Anregungen und Tipps zu diesem Magazin?

Wir freuen uns über Ihre Nachricht an careercenter@uni-graz.at.

22 | GRAD


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23 | GRAD


MEIN JOB MIT MEHRWERT

Regionalverkaufsleiter/in

• Ihre ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit für die Stärke in der Führung

• Ihre Empathie für ein erfolgreiches und respektvolles Miteinander

• Ihr ganzheitlicher Überblick für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Filialen

• Ihre Flexibilität für schnelles Handeln bei unseren abwechslungsreichen Herausforderungen

• Ihr Engagement für das Erreichen gemeinsamer Ziele im In- und Ausland

• Ihre akademische Ausbildung für Ihren umfassenden Verantwortungsbereich

• Unser überdurchschnittlich hohes Gehalt * für Ihre Zufriedenheit

• Unsere umfangreiche Einarbeitung für Ihre rasche Verantwortungsübernahme

• Unser Führungskräfteprogramm für Ihre persönliche Entwicklung

• Unser systematisches Talent Management für Ihre Karriere

• Unsere Benefits wie Audi A4 und iPhone auch für Ihre private Nutzung

*

Brutto-Jahresgehalt (auf Vollzeitbasis) von € 67.200,–

zum Einstieg bis € 107.900,– in der Endstufe

„In meinem Job schätze

ich die Abwechslung.

Gleiches gilt für’s

Mountainbiken.“

Christian Canstein

Beruf: Regionalverkaufsleiter

Hobby: Mountainbiken

Persönlichkeit

trifft Karriere

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Vorbehaltlich Satz- und Druckfehler.

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