sporting hamburg JULI/AUGUST 2020

sportinghh
  • Keine Tags gefunden...

Hamburger Stadtsportmagazin Sommerausgabe

Juli/August 2020

monatlich & kostenlos

Hammer:

Active City

Summer

Diskus:

Mika aus Bergedorf ganz weit

Beachvolleyball:

Laura und Maggie ganz ehrlich

Surfen:

Spitzen-Foiler an der Alster ganz wow

Anzeige

Die besten Tipps gibt’s

in der Heftmitte.

präsentiert von

1


ZEIT FÜR

VERÄNDERUNGEN

© Foto: SPORTPLATZ GmbH

Editorial

Moin, liebe

Leser*innen,

© Foto: Witters © Fotos: Unsplash, Pixabay

DIE DIGITALISIERTE VEREINSWELT VON MORGEN KOMMT,

AKTUELLER UND SCHNELLER DENN JE …

… und Heimspiele bekommen für Mitglieder und Mitarbeiter im organisierten

Sport eine ganz neue Bedeutung. CLUBITY hilft gern und immer auf Augenhöhe

dabei, Sie mit modernster Software darauf vorzubereiten.

„Der ETV verwaltet seine Mitglieder seit Oktober letzten Jahres mit CLUBITY.

Unsere hauptamtlichen Mitarbeiter arbeiten mit Hilfe von CLUBITY in

diesen turbulenten Tagen auch dezentral sehr effizient im Team

zusammen und kommunizieren sicher und schnell mit Kollegen

und unseren Mitgliedern.“

Frank Fechner, 1. Vorsitzender des ETV

DSGVO konform

© Foto: Witters

Partner:

Wetter …, Sommer …,

Ferien …, Corona …

um die wesentlichen ,

aktuellen Dinge gleich

vorwegzunehmen.

Wesentlich in dieser saisongetriebenen Doppelausgabe Juli/August ist deswegen

wieder die Freude an der bunten Vielfalt, die uns hoffentlich nie verloren geht, wenn

man so die Nachrichten schaut. Bei uns startet der Active City Summer, das ist super,

weil der auch sehr vielfältig ist – und genauso kostenlos wie wir. Deswegen sind

wir auch Geschwister im Geiste. Probiert Dinge aus, seid nicht vorschnell mit Euren

Urteilen, und wahrscheinlich ist Waldbaden der Knaller schlechthin, traut Euch: raus

aus der Komfortzone. In dieser sind Hamburgs Olympia- und Spitzensportler by the

way sehr selten.

In Gesprächen mit Laura Ludwig und Maggie Kozuch, aber auch mit der Leiterin des

OSP, werden Aspekte einer „bummeligen“ Olympia-Verschiebung bewusst, die man so

nicht wirklich auf dem Zettel hatte. Bummelig ist da überhaupt gar nichts. Spannend und

hoch her geht’s auch bei den Surfern des NRV. Die foilen nicht nur über dem Wasser,

sondern springen auch spektakulär in die Höhe. Genau so spektakulär sind die Apnoe-

Taucher, die mit ihrem extrem langen Atem allerdings unter Wasser beeindrucken. Oder

Nachwuchs-Diskus-Hüne Mika Sosna, der, wenn er loswirft, wahrscheinlich bald die

Flugsicherung informieren muss. Gleichermaßen beeindruckend sind auch Mina und

Melanie, und zwar wenn sie Tischtennis spielen und dabei einfach nur richtig Spaß

haben. Und bei James Bond, das ist klar.

Viel Spaß beim Lesen und überhaupt.

Martin Blüthmann (martin@sporting-magazin.de)

© Foto: Mediaserver Hamburg/Konstantin Beck

www.clubity.com

3


sporting hamburg

Das ist

drin:

© Foto: Mediaserver Hamburg/Konstantin Beck

Editorial 3

Schuss des Monats: Zufallstreffer

Mittagspause mit SUP-Board 6/7

sporting-Lars: Laura und Maggie

Das Leben kommt von vorn! 8–10

Surfen im NRV

Jetzt noch cooler 12–14

Immer wieder toll

Surf Club Altona 16

Olympiastützpunkt

Multiple Perspektiven! 17/18

Hamburgs Vereine

ETV: Wer aufsteigt … 20/21

SUP-Yoga

Neu auf der Oberalster 22

Active City Summer

Tschakka: Mit neuem Partner 23

Sport in C.-Zeiten…

…von A bis Z 26/27

Handball Sport Verein Hamburg

Irgendwie unerschrocken 28/29

Bäderland

Schwimmen lernen 30/31

Hamburgiade 2020

Abgespeckt ist auch sexy 32

Leichtathletik: Mika Sosna

Zu gefährlich für Bergedorf! 34/35

Appgrade

Hamburg Active City App 36/37

Reset

Grundsteinlegung bei SCALA 38/39

sporting-Katharina, Mina & Melanie

Struktur, die Mut macht 40/41

Schwer zu bremsen

Hajo Schulke im Gespräch 42/43

Wieder in

Inlineskaten 44/45

Halt mal die Luft an!

Apnoe-Tauchen 46/47

sporting-Marco: Lauftraining

Pimp your Run! 48–50

Impressum 50

Anzeige

*

* Zieh durch!

Tel.: 040/432084520 • www.steuermann-hamburg.com


Eimsbüttel,

Dienstag, 13:00 Uhr.

© Foto: sporting hamburg

Irgendwie gefällt uns dieser Zufallstreffer.

Was sagt der uns?

Wir sind Sport, Corona-Home-Office-Mittagspause-auf-SUP-Brett,

Sport in der City,

öffentlicher geht der Raum ja kaum, wir

machen das Beste draus.

Locker bleiben und weitermachen.

In diesem Sinne.

6


sporting-Lars

© Fotos: Pedro Serra/Vitesse Kärcher

Das Leben kommt

von vorn!

Dennoch leben wir häufig so, als

wäre alles planbar. Zum Anfang

eines Olympia-Zyklus setzten sich

Sportler*innen und Trainer*innen zusammen,

schmieden Makro-/Meso-/Miokrozyklen,

überlegen, wie es bei den nächsten Spielen dann

sein wird und starten das Training. Die Pläne werden

in diesem Zeitraum natürlich den Gegebenheiten

angepasst, aber das große Ziel Olympische Spiele

ist definitiv immer in 4 Jahren! Dass es so nicht

immer laufen kann, mussten nun alle Sportler

erfahren. Der gesamte 4-Jahreszyklus ist dahin, die

Form des Lebens muss ein weiteres Jahr Bestand

Dass es für das Leben keine Garantie gibt und Dinge

häufig nicht planbar sind, ist uns nicht erst seit der

gesamten Corona-Thematik bewusst.

haben, oder man versucht,

noch mal alles aufzubrechen

und nutzt die Zeit, die einem

zwangsweise aufgedrückt

wurde, als Chance, sich als

Team zu entwickeln. Die

Top-Beachvolleyballerinnen

Ludwig/Kozuch sind so ein Team, seit 2019 spielen sie gemeinsam

im Sand, mit dem Ziel einer olympischen Medaille. Laura Ludwig,

die Titelverteidigerin der olympischen Goldmedaille, zusammen mit

einer der besten Hallenspielerinnen. Maggie kann es aber auch auf

dem Sand, das bewiesen beide im letzten Jahr, als sie die Saison

beim World Tour-Finale gegen die besten Teams der Welt mit dem

Sieg krönten. Der Fahrplan stimmte also! Jetzt (Ende Juni) sollten sie

die Qualifikation für Tokio in der Tasche haben, doch beide bereiten

sich im Unwissen, wie es weitergehen soll, schon auf die kommende

Saison vor. 2021 sollen bekanntlich die Olympischen Spiele nach der

Verschiebung stattfinden, sofern alles mitspielt, wir wissen ja, wie

das so mit der Planung ist.

Beide Athletinnen sind ganz unterschiedlich mit der Situation

umgegangen. Während Laura zunächst eine Leere empfand, nahm

Maggie die Situation gelassen, „denn egal was passiert, man muss

sich Herausforderungen stellen“, so Maggie. „Es gibt keine Garantie für

irgendetwas, deshalb lasse ich meine Emotionen im Moment laufen

und lebe im Jetzt. In dem Sinne erst mal einfach nur sein“, sagt sie

weiter. Dass der Lockdown auch echte Probleme mit sich bringt, hat

Maggie jedoch auch erfahren müssen, denn die Fernbeziehung zu

ihrem italienischen Freund war durchaus auch auf die Probe gestellt,

ein Treffen war aufgrund der Grenzschließungen nicht möglich. „Die

Entscheidung, ob ich noch ein weiteres Jahr bis zu den Olympischen

Spielen mache, habe ich schon mit meinem Freund getroffen. Er

unterstützt mich sehr, auch weil er weiß, dass ich meinem Traum

folge“, sagt Maggie. Ende Mai konnten sie und ihr Freund sich nach

einer gefühlten Ewigkeit dann endlich wiedersehen.

Bei Laura hingegen sah der Plan

für 2021 auch komplett anders

aus, Stichwort: Familienplanung.

„Natürlich war ich erst mal in einem

Loch, die Verschiebung hat so

einiges durcheinander geworfen.

Nicht nur sportlich, auch privat

mussten mein Freund und ich noch

mal anders planen. Wir

hatten uns auf jeden Fall

ein Geschwisterchen für

Teo gewünscht “, sagt Laura, deren

Sohn gerade 2 geworden ist. Jetzt

– mit etwas Zeit dazwischen – ist für

sie gerade aber auch eine wunderschöne

Zeit: „Es ist geschenkte Zeit

zu dritt, ich nehme das Aufwachsen

Die Beacherinnen nutzen die turnierfreie Zeit als Chance, arbeiten unter anderem

an Bewegungsmustern.

sehr intensiv wahr und bin auch

froh, dass ich die Eingewöhnung für

die Krippe mitmachen kann“, meint

Laura.

Sportlich und privat hat es alles ein Für und Wider. Die Zeit mit

dem Partner, sofern man sich sehen kann, ist intensiver. Ab dem

intensiven Trainingsbeginn wird sich das aber wieder ändern, ein

weiteres Jahr auf dem Hochleistungsniveau zu trainieren, alles andere

hintanstellen, wird nicht leicht werden. Sportlich sieht es für beide

gleich aus, sie sind ja ein Team. Das eine Jahr mehr, so sind sie sich

einig, bringt viel Gutes mit sich. »

Laura (li.) und Maggie sind erst seit einem guten Jahr ein Team.

9


sporting-Lars

Der erste gemeinsame Titel: Laura und Maggie triumphierten beim World-Tour-Finale 2019 in Rom

gegen die Brasilianerinnen Agatha/Duda.

Es kann an den individuellen Schwächen gearbeitet werden und dafür

können sie sich die Zeit nehmen. Die Bewegungsmuster können

ganz ohne Druck aufgebrochen werden und in Kleinarbeit richtig

zusammengesetzt werden, zumal sie im Grunde ja noch gar nicht

so lange zusammen spielen. „Wir können tiefgreifend an unserer

Bewegung arbeiten, ohne dass wir an das nächste Turnier denken

müssen“, erklärt Maggie. Wie es für die Tokio-Quali aussieht, dafür

gibt es noch keinen Plan, die FIVB wird dies wahrscheinlich in den

kommenden Monaten präsentieren, und dann wird auch wieder

ein Plan gemacht, wie diese gewonnen wird. Aktuell werden keine

Turniere gespielt, um Zeit für den Aufbau zu haben. Ab Ende Juli in

Richtung Deutscher Meisterschaft wird dann auf nationaler Ebene

nach langer Zeit wieder gegen den Ball geschlagen, das Ganze dann

wahrscheinlich auf vier Turnieren. Bis dahin sind beide mit absoluter

Leidenschaft im Training dabei, genießen den Moment „im Jetzt“,

um dann für die wichtigen Momente alles an Bord zu haben. Aus

meiner Sicht klingt das doch nach einem Plan.

© Foto: Pedro Serra/Vitesse Kärcher

© Foto:FIVB

Geballte Power bei der Beachvolleyball-WM 2019 in Hamburg.


Surfen

Leonie Meyer und ihr Kite-Partner Florian Gruber haben sich „echt gefunden“

(siehe auch großes Bild linke Seite).

© Fotos: Sven Jürgensen

Jetzt noch

cooler.

dann ist es unser Auftrag, talentierten Athleten mit Vision zur Seite zu

stehen. Und die Vision bei diesen Freaks heißt Olympia 2024“, ergänzt

Sven Jürgensen. Denn Freaks, sehr nett gemeint, sind sie schon: Flo

berichtet, er sei gerade für einen Film-Dreh in Namibia gewesen, „ich

war nicht ganz fit", aber auf 80

Sachen sei er wohl gekommen.

Leonie, seine Kite-Partnerin und

Flo fliegt. Und hat offensichtlich Mörderspaß.

jetzt auch Vereinskameradin, hat 70 Sachen auch schon hingebracht

(über sie hatten wir auch schon berichtet), hängt im Training dann

inzwischen auch ihren Freund ab. Zurück zu Flo. Er kitet seit 18 Jahren,

lebt in Bayern, scheint ein echter Allrounder zu sein und vor allen Dingen

hat er, als der liebe Gott die Angst verteilt hat, nicht wirklich aufgepasst

oder gepennt: Er fährt sensationell Snowboard, spielt Eishockey und

fährt mit Schlittschuhen mehr oder weniger eine Bob-Bahn runter

(Ice Cross Downhill), dagegen ist Leonie, mit ihrem Medizinstudium

im 8. Semester, fast spießig (natürlich nicht). Flo und Leonie haben

bei den World Beach Games im letzten Jahr in Doha den 4. Platz im

Team-Wettbewerb belegt. „Wir haben uns echt gefunden“, sagt Leonie,

„und starten jetzt sogar für den gleichen Verein.“ »

Anzeige

Man könnte ja meinen, der NRV erfindet sich gerade neu. Stimmt

aber nicht wirklich. Wir würden mal sagen, er wird seiner Adresse

gerecht: Schöne Aussicht(en).

Nach dem Helga Cup, der ersten, besten, größten Frauenregatta, nach

Inklusions- und Umweltprojekten, geht es auch leistungssportlich richtig

zur Sache: Das NRV Olympic Team stellt nach den letzten Erfolgen aktuell

sogar in zwei Booten internationale Medaillenkandidaten, mal ganz von

Tokio 2021 abgesehen, das NRV Segel-Bundesliga-Team wurde im letzten

Jahr ausnahmsweise nicht Meister, und nun rüstet der NRV auch im

Surfsport ordentlich auf. Drei Surf-Disziplinen werden in Paris olympisch

sein: Windsurfen (iQFoil) und Kiten im Team (m, w), alles gefoilt, alles

schnell, alles super und vor allen Dingen beeindruckend und cool. So

cool, dass wahrscheinlich Flip-Flops im NRV zur Clubkleidung werden.

Und tatsächlich haben die Macher des NRV Olympic Teams (Chef ist

Klaus Lahme, gleichzeitig

Geschäftsführer

des NRV, zusammen

mit Tobias König, dem

NRV-Vorsitzenden,

und Tausendsassa

Sven Jürgensen)

gefühlt nahezu die

komplette Surf-Nationalmannschaft

in

ihren Reihen.

Leonie Meyer, als Kiterin, surft im Team mit

Florian (Flo) Gruber, und bei den foilenden

Windsurfern bringt der NRV sogar die nationale

Konkurrenz gleich mit, denn jeweils nur ein

Sportler startet bei Olympia. Bei den Frauen

und Männern bietet das NRV-Team jeweils nämlich gleich je zwei

Sportler*innen auf, inkl. aller Sparring-Opportunitäten. Das sind bei den

Frauen Lena Erdil und Helena Wanser. Die zweimalige Weltmeisterin

Lena Erdil startete bislang für die Türkei, dreht dieser aber den Rücken

zu und startet schwer euphorisch, weil auch in Hamburg lebend, neuerdings

für Deutschland und den NRV. In die gleiche Klasse gewechselt

ist Helena Wanser, die aktuelle Junioren-Weltmeisterin ist bislang 470er

mit Schwester Luise gesegelt. Bei den Männern sind das Nico Prien aus

Kiel, aktueller Deutscher Meister, er surft, seitdem er 13 ist, ursprünglich

war er Wave-Windsurfer, wurde dann zu schwer, sowie Sebastian Kördel,

ein Freund von Lena, er lebt aktuell

in Tarifa, weil da mehr Wind ist. Eine

stolze Truppe, braun gebrannt und

neu eingekleidet, weil jetzt NRV.

Warum das alles Sinn macht, erklärt

Klaus Lahme: „Wir bieten den

Sportlern ein Gefüge, wir bieten

Support und ein Team, das letztlich

auch durch gemeinsame Trainings

fachlich, seglerisch unglaublich gut

voneinander profitieren kann.“ „Und

12

Helena Wanser, bisher mit ihrer Schwester Luise im 470er unterwegs, ist aufs iQFoil-Brett umgestiegen.


Surfen

© Fotos: Sven Jürgensen

Lena Erdil spricht 5 Sprachen, hat Politik und Philosophie studiert, ist zweifache Weltmeisterin. Hut ab!

„Der Teamwettbewerb ist wie eine Staffel“, erklärt sie: „Flo brettert

über die Ziellinie und genau zu diesem Zeitpunkt kann ich los“, und das

wie gesagt bei extremen Geschwindigkeiten, „es ist schon schwierig,

ihn zu erkennen, draußen auf dem Wasser, bei dem Stress.“ Hammer!

Was sie alle eint, egal ob mit Kite im blauen Himmel oder mit Segel auf

dem Brett: Sie waren bislang nahezu alle Einzelkämpfer*innen, autark, im

Surf-Bulli unterwegs zu den Stränden mit dem richtigen Wind, morgens,

abends, egal, Hauptsache Wind. Sponsorensuche, Regattaplanung,

Vermarktung, Social Media, alles selbstgemacht und richtig gut. Auch

das komplette Material ist jeweils ihr eigenes, aber Trainer? Nope.

„Hier und da findet man Trainingsgruppen“, erklärt Nico. „Man hilft sich

gegenseitig, gibt sich Tipps“, ohne jeglichen Konkurrenzgedanken. „Das

hilft schon ’ne Menge“, sagt Nico. „Und die Taktik-Ideen holen wir uns

aus dem Internet, vielfach von den Seglern“, schildert Flo, und auch,

wie man am besten als foilender America’s-Cupper in San Francisco

nach dem Start loslegt. Alles abgespeichert, falls man das mal braucht.

Nun beginnt im Grunde in diesem Jahr eigentlich der Olympiaturnus für

Paris, sie wollen da alle hin, sind nun auch gebunden, nur der Verband

sei leider noch nicht so weit. Derweil die Segel-Perspektivkader für

Paris schon stehen, Trainer-Zuständigkeiten schon verteilt sind, auch

schon konsequent trainiert wird, so gut es Corona-mäßig geht, flitzen

die Surfer noch deutlich abseits vom Verband übers Wasser und bitten

mehr oder weniger lediglich um Einfahrterlaubnis in den Hafen DSV.

„Wir brauchen auch Support“, sagt Leonie, die tatsächlich, um Flagge

zu zeigen, teilweise in Kiel-Schilksee morgens um 8:00 Uhr bereits über

das Wasser nagelt, damit sie auch vom DSV (hat seinen Sitz u. a. auch

dort, mit Blick aufs Wasser) gesehen wird. „Wir können uns natürlich

nur das wünschen, was die olympischen Segler auch kriegen. Aber

das wünschen wir uns aber auch“, sagt sie, bei den Segler*innen gibt

es je Bootsklasse einen Bundestrainer. Und alle sind sie absolut davon

überzeugt, dass sie auch von nicht-surfenden Segeltrainern erheblich

profitieren können. „Gerade taktisch können die uns richtig weiterhelfen.“

„Auch in Sachen Revierkunde und Technik haben wir echten

Bedarf“, sind sie gleichermaßen offen wie ehrlich. Bislang gibt es einen

sehr netten Koordinator („cooler Typ“) und gab es ein paar Gespräche,

that’s it. Nun übernimmt der NRV zwar ein Stück weit Verantwortung,

bietet ein wenig Halt und auch erfahrene Segler*innen als Support, ein

spürbares WIR-Gefühl inklusive, er kann und will aber natürlich nicht

die Aufgaben eines Verbandes leisten. „Wir freuen uns natürlich sehr

über den Zuwachs, über im Grunde neue Disziplinen im NRV, wo auch

immer das hinführt, denn Surfen auf der Alster ist ein No-Go. Und wir

hoffen, dass unsere neuen Sportlerinnen und Sportler bereits auf den

Challenges, die hoffentlich noch in diesem Jahr stattfinden (Surf-WM

Gardasee, Kite-EM Polen, Team-WM Sardinien, Anm. d. Red.), punkten

und weiter auf sich aufmerksam machen können. Wir werden sie

dabei unterstützen“, sagt Klaus Lahme, und wir leiern ihm schnell und

bestimmt die erste, so es eine Medaille gibt, Surf-Party im NRV aus

dem Kreuz, mit Flip-Flops und so …

14


Tolles Projekt

Olympiastützpunkt OSP

© Fotos: Surf Club Altona

© Foto: Sven Jürgensen

Die perfekte

Welle

Der Surf Club Altona ist uns eine echte Herzensangelegenheit. Er verdient

Öffentlichkeit, Anerkennung und Freunde, weil er sowieso alles

verdient – aber Geld nicht, das braucht er nämlich.

Das Social Surf Projekt von diversen Spitzen-Hobby-Wellenreitern ist

erwachsen geworden und will, C. hin oder her, im nächsten Jahr sogar

kräftig wachsen. Die Idee: mit Kids aus sozial benachteiligten Familien

zu surfen zu gehen, Kindern und Jugendlichen, die Probleme (Kim spricht

von „Herausforderungen“) haben, die wir keinem wünschen, bis hin

zu Missbrauchsfällen. Wellenreiten tatsächlich als Therapie zu nutzen,

ist beeindruckend und so wunderbar basisch zugleich, dass wir immer

total euphorisch werden, wenn wir mit Kim Birtel, einem der Initiatoren,

über den Stand der Dinge schnacken. „Vor fünf Jahren sind wir mit ein

paar Kids gestartet“, sagt Kim, „inzwischen haben wir die Schallgrenze

erreicht“, was nach dem nächsten Schritt schreit. Jedes Jahr fahren

sie mit einer Gruppe von inzwischen gut 20 Kindern für 2 Wochen ins

Sommercamp nach Dänemark, mit von der Partie fast ebenso viele

Betreuer*innen. „Die

Kids, die wir mitnehmen,

brauchen absolute

Aufmerksamkeit,

das haben sie verdient.“

Es geht in den

Sommercamps nicht

nur um das Surfen an

sich, es geht um die

Idee dahinter, die

Idee, Natur und ihre

Wer jemanden kennt,

Kraft zu erfahren, sich

der unbedingt die Welle des Lebens kennenlernen

sollte, wendet sich an:

dem Leben zu stellen,

hierbei sinnbildlich

kim@kcbplanning.com

Herausforderungen

anzunehmen und sie

Und wer Geld loswerden möchte, auch.

bestenfalls zu meistern.

„Du kannst die

Infos: www.surf-club-altona.org

Welle nicht anhalten,

aber Du kannst lernen, zu surfen“, ist das Mantra des SCA,

und es geht einem ein riesengroßes Licht auf. „Wir sind nicht

nur quantitativ gewachsen, sondern die Herausforderungen

unserer Kids wurden so vielfältig, dass wir uns zwingend weiter

professionalisieren mussten“, erklärt Kim, „wir haben da eine

große Verantwortung. Und der wollen wir immer gerecht werden.“

Diverse bestens ausgebildete Kinder- und Jugendtherapeuten sind mit

dabei, begleiten die Familien auch im Nachgang in Hamburg. Fokus ist

aber die Gemeinschaft am Meer. „Es wird zusammen gekocht, Yoga

gemacht, gesungen, gebouldert und eben gesurft.“ Kim betont: „Jeder

hilft jedem, niemand lacht über die Angst des anderen“, denn natürlich

ist die Welle für das eine oder andere Stadtkind schon mal die erste

große Challenge, geschweige denn auf ihr zu surfen …

Alle Betreuer*innen spendieren ihren Jahresurlaub und begleiten

den Surf Club Altona und seine Rasselbande unentgeltlich. Woher die

Kohle kommt? Spenden, Mitgliedsbeiträge, vielleicht ja auch von Euch.

Multiple

Perspektiven!

Für uns machte es mehr als Sinn, wenn schon die Olympischen und Paralympischen Spiele

verlegt werden, einmal mit der Leiterin des Olympiastützpunktes hier in Hamburg zu

sprechen. Und es ist erstaunlich, mit wie viel Einblicken Ingrid Unkelbach uns ins Boot

holt, die Tragweite dieser Verschiebung aus unterschiedlichen Perspektiven aufzeigt.

Dabei sprechen wir jetzt gar nicht von den unvorstellbaren, administrativen

Herausforderungen vor Ort in Tokio, sondern es geht im

Wesentlichen um die Sportler*innen, denn die liegen ihr und natürlich

auch uns am Herzen. Na

klar, wir reden über Sport,

es gibt auch Wichtigeres

im Leben; Gesundheit, all

das geht vor. Und dennoch

stimmen viele Aspekte

auch im Sport nachdenklich,

denn da sind junge

Menschen, die sich

Ziele gesetzt haben,

langfristig natürlich,

die ihr komplettes

Leben auf diese Ziele

abgestimmt haben

– und plötzlich sind

die weg. Nun könnte man sagen, was ist schon ein Jahr. Und wenn

Laura Ludwig mit ihrem Partner die Familienplanung überdenken

muss, wenn Edina Müller zusehen muss, dass sie ihren Jobstart

mal eben um ein Jahr

verlegt, dann kann man

ja fast sagen, „das kriegt

man irgendwie verarbeitet

und bewerkstelligt“. Maggie

Kozuch übt sich da in

© Foto: www.bravestories.de/

Close Distance Productions

echter Gelassenheit, „nicht

zu ändern, fertig“. »

Kinder und Jugendliche ohne Urlaubsbudget erwerben im Surfcamp über das Wellenreiten wichtige Kompetenzen,

aktivieren persönliche Ressourcen, haben vor allem Spaß.

Ingrid Unkelbach, seit 2001 Leiterin des OSP in Dulsberg.

17


Olympiastützpunkt OSP

Wenn die im Zuge der Leistungssportreform

hier zusammengefassten Spitzen-

Beachvolleyballer*innen oder -Rudernden,

die seit geraumer Zeit übergangsweise ihren

Wohnort nach HH verlagern mussten, ihre

deswegen teils nur befristeten Mietverträge

verlängern mussten, ihre mit im Boot sitzenden

Lebenspartner*innen nun mal eben ein Jahr

länger im Exil leben müssen (obwohl HH ja die

schönste Stadt ist), alles irgendwie machbar.

Denn sie sind i.d.R. lange dabei, entsprechend

erfahren, um nicht zu sagen senior. Ingrid Unkelbach

sagt aber auch: „Obwohl es mich sehr

mitnimmt, wenn ein Sportler mit Ambitionen

Tokio dann doch jetzt die Reißleine zieht und nach so vielen Jahren

Training einfach aufhört.“ Wie zum Beispiel beim Rudern mit dem

lange sehr erfolgreichen Lars Hartig geschehen, ohne Endpunkt,

ohne Finale, nur eben einfach wegen C. Mal abgesehen davon,

dass Tokio 2021 auch schon jetzt wahrscheinlich noch immer eine

große Corona-Herausforderung sein wird, wenn man die Presse

verfolgt. Und was passiert, wenn auch 2021 ausfällt? Wir mögen

nicht drüber nachdenken.

Ingrid liegen bei der Bewertung der Gesamtlage die Sportler*innen

„in der 2. Reihe“ fast noch mehr am Herzen. Gemeint sind die Perspektivkader

Paris 2024, L.A. 2028. Sie sind seit geraumer Zeit im

Aufbau, mussten alle natürlich zurück in ihre Heimatorte, denn das

an den OSP angeschlossene Internat wurde natürlich auch am 16.

März geschlossen. „Und es gibt Eltern, die ihre Kinder hier gerade

wieder abmelden, denn zu Hause kann man ja auch trainieren“,

stellen die nämlich fest, „was für die Leistungsentwicklung natürlich

fatal ist, auch aus Betreuungssicht“, erklärt Ingrid. Perspektiven

sind das Stichwort. Nahezu anderthalb Jahre Training ohne echte

Wettkämpfe, das ist wirklich bitter. „Und wer über einen längeren

Zeitraum aus dem Tritt kommt, nicht nur physisch, sondern auch

kopfmäßig, der hat es sehr schwer, den alten Rhythmus wieder zu

finden.“ Man bedenke: Wir sprechen von dauerhaft körperlichen

und mentalen Leistungen am Limit. Die Sportpsychologen haben

Schwerstarbeit geleistet in den vergangenen Wochen und Monaten.

Und die Ungewissheit wird alle Beteiligten schon auch noch begleiten.

„Leistungssportler*innen und wir natürlich auch waren und sind es

gewohnt, vier Jahre im voraus verplant zu sein, jetzt fahren wir auf

Sicht und die ist manchmal zu allem Überfluss noch neblig“, so Ingrid.

Die Lockdown-Phase rein administrativ haben sie am OSP – so

bescheiden das alles war – gut gemeistert. Home Office und dergleichen.

„Aber wir sind ein richtig gutes Team.“ Und, ganz wichtig:

„Wir haben, bei aller Dramatik, uns immer komplett an die Auflagen

gehalten.“ Sie fährt fort: „Auch als, zwischenzeitlich gab es ja eine

Ausnahmegenehmigung für Kaderathleten, diese wieder aufgehoben

wurde und sogar der Eingangscode zur Schwimmhalle geändert

war“, beschreibt sie, „das haben wir alles sportlich genommen.“

© Fotos: Sven Jürgensen

Tim Ole (oben rechts) arbeitet am OSP regelmäßig an seiner Kraft.

Oben links: Tobias Hauke (Hockey) bei der Leistungsdiagnostik.


Hamburgs Vereine

Grund zum Freuen hatten sie als Tabellenzweiter durchaus öfter, das können sie auch richtig gut.

Die Aufstiegsfeier müssen sie allerdings nachholen.

© Fotos: ETV/Niklas Heiden

Wer aufsteigt


einen Artikel verdient, und zack, da ham’ wir den

Salat :-) – es ist schon wieder der ETV. Nach den Volleyballerinnen

und den Basketballern rauschen nun

…hat

auch die A-Junioren des Eimsbütteler Turnverbandes

in die erste A-Junioren-Bundesliga und empfangen zukünftig die Junioren von

Hertha, Werder, Holstein, Pauli, HSV und Co … in Eimsbüttel.

Dass das keine Eintagsfliege ist, stellt sehr nachhaltig der sozusagen

Head of Fussi, Loïc Favé (cooler Name, seine Mutter und sein

Anspruch an Esskultur stammen aus der Bretagne), gleichzeitig

der Trainer der Truppe, im Gespräch mit uns unter Beweis. Mit

von der Partie ist Frank Fechner, 1. Vorsitzender des ETV und ob

der vielfältigen Aufstiege mit einem Dauergrinsen unterwegs. Loïc,

27 Jahre alt, ist selbst ein echtes ETV-Eigengewächs, studierte in

einem dualen Studium Sportmanagement, machte beim ETV dann

seinen Master – und dann jetzt eben Meister, bzw. Vizemeister.

Er leitet hauptamtlich zusammen mit dem 1. Vorsitzenden der

Fußballabteilung Michael Richter und dem Liga-Manager Koray

Gümüs die 1.200 Mann- und Mädchen-starke Abteilung. Er ist

verantwortlich für die Strategie der gesamten Abteilung, er

strukturiert den gesamten Fußballbetrieb, koordiniert und führt

90 bis 100 Übungsleiter*innen, die gemeinsam in jedem Fußball-

Jahrgang mindestens drei Mannschaften am Start haben, vor allen

Dingen auch inhaltlich und menschlich. Und das offensichtlich

mit großem Erfolg. Es gibt monatlich Fortbildungen, bei denen

er selbst ans Pult tritt, aber auch Pros von extern dazukommen:

Mental Coaches, Referenten der Uni Hamburg. Es gibt einen

internen ETV-Trainerschein, „den man eigentlich auch extern

vermarkten könnte“, wirft der 1. Vorsitzende-Fuchs-Fechner

ein. „Wir sind auf einem guten Weg“, freut sich Loïc, übt sich

aber eher in Bescheidenheit. „Seit ein paar Jahren spielen wir in

den A- und B-Ligen oben mit“, und es scheint auch kein Zufall zu

sein, dass regelmäßig Spieler vom ETV in die

Nachwuchsleistungszentren der Bundesligisten

wechseln. „Aktuell haben wir 15

bis 20 Spieler bei Profi-Vereinen am Start.

Da sind wir stolz drauf“, beschreibt Frank

Fechner, Kaderschmiede kommt uns in den

Sinn. „Wir sind ein Stadtteilverein, machen

Breiten- und auch erfolgreich Leistungssport,

aber wir werden nie Profi-Fußball spielen“,

erklärt er hingegen die Maxime des ETV. „Aber weil Profi-Fußball

ein Traum vieler Kids ist, würden wir immer versuchen, sie dahin

zu begleiten.“ Selbst Gesprächspartner Loïc ist in Gesprächen

mit anderen Vereinen, aber aktuell will er „Glücksgriff“ beim ETV

bleiben. Er mag Kennzahlen: „Die Verweildauer der Trainer ist

deutlich höher als bei anderen Vereinen“, sagt er. Er steht offensichtlich

auf Kontinuität, viele beste Freunde sind auch Trainer, auf

Gemeinschaft auch. „Wir bauen aus, brauchen mehr Spielzeiten,

Trainingsplätze.“ Auch für seine Bundesliga-Aufsteiger, sein eigenes

Team, ist die Platzfrage noch nicht geklärt. Schön und erreichbar

soll es, wenn’s geht, sein. Die Wolfgang-Meyer-Sportanlage in

der Hagenbeckstraße ist Favorit, da muss die Stadt aber noch

nicken. Der Aufstieg an sich erfolgte natürlich C.-bedingt eher

unspektakulär und auf dem Papier, die Feier wird nachgeholt, denn

krachen lassen wollen die Jungs es sicher auch mal. Um es dann

in der Bundesliga krachen zu lassen? „Klassenerhalt“, grinst Loïc

bescheiden. Er setzt auf die Individualität seiner Spieler, findet

sehr deutliche Worte über den Erfolg einzelner Ansprachen im

Vergleich zu Kollektiv-Parolen. „Jeder Spieler braucht eine andere

Ansprache, ist ein anderer Mensch, so auch ein unterschiedlicher

Spielertyp, auf den muss und möchte ich eingehen, ehrlich, klar

und immer transparent“, sagt Loïc, tatsächlich wohl ein Glücksgriff

für den ETV.

Unterstützt von: ETV

20


SUP-Yoga

Active City Summer

© Fotos: SPORTPLATZ GmbH

Neu auf der

Oberalster

© Foto: MOIA

Überall in der Stadt –

und MOIA wird Partner.

Yoga ist ja inzwischen nahezu ein Gattungsbegriff, als dass

es derart viele Formen und Variationen gibt, bei denen sich

im Einzelfall wahrscheinlich die indischen Philosophen wie

Brummkreisel im Grabe drehen würden.

Im Grunde genommen. Vielleicht wären sie

aber auch total happy bei ihrem Hibiskus-

Tee, als dass ihre Idee nun endlich auch

auf einem SUP-Board auf der Oberalster

angekommen ist und gefeiert wird. Rein

marketingtechnisch ein großer Erfolg. Der

OBERALSTER Verein für Wassersport e. V.,

sozusagen eine der Außenstellen des

Active City Summers, trägt nämlich unter

anderem seine Yoga-Kurse zum gemeinsamen

Gelingen der drei sportlichen Sommermonate

bei. Vereinsvorsitzender Nizar

Müller: „Wir erweitern aktuell hier und

da unser Sportangebot und Yoga gehört

definitiv dazu.“ Und weil die Kolleg*innen

nun direkt an der Alster beheimatet sind,

Wassersport eben, so richtig schön unter Bäumen, mit netter

Vereinsgastronomie zum Schorletrinken und Zuschauen, dann

eben deswegen auch Yoga auf den nigelnagelneuen SUP-Boards

des Vereins. Trainerin ist Frida von Schorlemer, sie studiert

Physiotherapie, kommt aus dem Leistungsturnen, ist Fitness-

Trainerin und mag die Idee, Fitness-Akzente und Yoga-Elemente

zu verknüpfen. Ihre zweimal die Woche

stattfindenden Kurse sind immer ein schöner

Mix. „Was auf den Brettern eben dazu

kommt, ist das Thema Stabilisierung“, ist ja

klar. Das Ding wackelt eben. By the way, wir

waren zunächst nicht so unglücklich, dass

kein Brett mehr frei war. Das notwenig

zu haltende Gleichgewicht fordert und

fördert somit die Rumpfmuskulatur. Das

ist schwer – positiv. „Und das Element

Wasser kommt auch als Spaßfaktor hinzu“,

Anmeldung

grinst Frida. „Mal was anderes“, ergänzt

muss sein, denn die Zahl der Boards ist

sie und fordert alle lachend auf: „Raus

begrenzt, siehe oben.

aus der Komfortzone!“ Jetzt hätten wir

www.activecitysummer.de

dann doch gern ein Brett gehabt.

Der Active City Summer geht in diesem Jahr in seine dritte Runde

und startet am 01. Juli gleichzeitig mit den weiteren Lockerungen

in Sachen Corona, was ja herrlich zufällig ist.

Und weil das ganze Spektakel sowieso draußen stattfindet, ist alles

erst recht gut. Die Idee: ALLEN Hamburger*innen über die nächsten 3

Sommermonate ein kostenloses Sportangebot zu bieten. Das Großartige

daran, neben kostenlos: Dieses Sportprogramm wird von etlichen

Hamburger Sportvereinen angeboten, eine professionelle Betreuung

ist also unbedingt sichergestellt, flächendeckend, professionell, niederschwellig.

Aktuell sind es 38 unterschiedlichste Sportarten: von Boxen

über Cricket, Pilates, Drachenboot bis Latin Dance und Waldbaden. Und

um mehr als ein Drittel ist das Angebot gegenüber 2019 auch gewachsen.

Neu im Programm sind u. a. Parkour, Breakdance, SUP-Yoga, Rudern,

Skateboard, Inline. Soll uns niemand sagen, für sie*ihn wäre nichts

dabei gewesen. Neu dabei ist auch MOIA als Partner. Für MOIA passt

das Sportangebot wie die Faust aufs Auge, flitzen doch die MOIAS

auch durch die ganze Stadt. Pressesprecherin Jennifer Langfeldt: „Wir

freuen uns sehr, in diesem Jahr das erste Mal Partner des Active City

Summers der Stadt Hamburg zu sein. Als Teil von Hamburg sehen wir

uns der Hansestadt sehr verbunden und wollen die Initiative der Stadt

unterstützen, die über die Sommermonate kostenlose und

professionell begleitete Sportangebote im Freien anbietet.

Da sich die Sportangebote über Hamburg verteilen, wollen

wir innerhalb unseres Servicegebietes gewährleisten, dass

Sportbegeisterte sicher und entspannt zu den Sportstätten

kommen, bei denen sie weitere Strecken zurücklegen müssen.” Und

wir freuen uns darüber, wenn Hamburger Unternehmen den Hamburger

Sport unterstützen und es vorangeht. Frau Langfeldt ergänzt dazu

lachend: „Wir sind da nicht ganz neu. Bereits seit Januar unterstützt

MOIA als Mobilitätspartner die Nachwuchsmannschaft des HSV Handball

und bringt die jungen Spieler sicher und komfortabel einmal quer

durch die Stadt von der Schule zur Trainingshalle.“ Und auch bei der

aktuellen Solidaritätsaktion der Handballer „Corona kontern“ ist MOIA

natürlich unterstützend an der Seite seines Partners. Mit dem Active

City Summer folgt nun die zweite Kooperation im Sportbereich. „Die

Sportstadt Hamburg zu unterstützen, sehen wir als eine gesellschaftliche

Verantwortung und möchten auf diesem Weg etwas an die Stadt und die

Hamburger zurückgeben.“ Hat alles was mit Mobilität zu tun. Finden wir

gut. Also, liebe Hamburger*innen: Das wird Euer Active City Summer!

Infos unter: www.activecitysummer.de

Unterstützt von: MOIA

© Foto: MOIA

Extrem kompetent, super ausgebildet, hat sich Frida sehr schnell eine gute Kombinette von Yoga und SUP erarbeitet.

© Foto: SPORTPLATZ GmbH


Anzeige

SPORT FOR FREE

Draußen und für alle

Hamburg – eine aktive Stadt – soll noch aktiver werden.

Im Rahmen der Strategie „Active City“ investiert die

Hansestadt in den Sport und nimmt zahlreiche Projekte

in Angriff. Eins dieser Projekte geht in diesem Jahr in

seine dritte Runde:

Der Active City Summer, initiiert durch Innensenator

Andy Grote und das Sportamt und konzeptioniert,

organisiert und veranstaltet durch die Eventmarketing

Agentur SPORTPLATZ GmbH. Letztes Jahr nahmen

mehr als 9.000 HamburgerInnen an den rund 1.000

Trainingsstunden teil.

Tägliche Kurse,

mehr als

50 Sportarten

Für jedes

Alter und

Trainingslevel

Juli-September

2020

Nachdem durch das Corona-Virus die Sportvereine

und Fitnessstudios lange Zeit geschlossen bleiben

mussten, geht es nun wieder los. Immer noch

hauptsächlich draußen. Da kommt der Active City

Summer genau zur rechten Zeit. Denn auch in diesem

Jahr, wird allen HamburgerInnen ein wohnungsnahes

und vielfältiges Bewegungsangebot zur Auswahl

gestellt.

Die professionellen Trainer der Partnervereine

zeigen auf Hamburgs Parks, Grünflächen,

Sportanlagen und auf dem Wasser verschiedene

Sportarten für jedermann zum Mitmachen. Von

Functional Training in Eimsbüttel bis Qigong in

Wandsbek – von Yoga im Inselpark Wilhelmsburg

bis Beach-Volleyball in Bergedorf und Kneipp

Gesundheitssport in Harburg – die HamburgerInnen

bekommen Einblicke in die unterschiedlichsten Welten

des Sports.

Unter activecitysummer.de können alle

Bewegungsangebote eingesehen werden.

Es ist das Ziel so viele HamburgerInnen wie

möglich 1-2 mal pro Woche zu einer Aktivität im

Freien zu animieren, in Bewegung zu bringen,

und einen Eindruck zu vermitteln, was für

verschiedenartige Bewegungsräume die Stadt

Hamburg ihren BürgerInnen bietet und welch ein

abwechslungsreiches Sportangebot durch

die Vereine und Clubs angeboten wird.

In jedem

Bezirk

Kursplan auf activecitysummer.de

01.07. - 30.09.2020

Exklusiver

Ernährungspartner

Veranstalter

SPORTPLATZ Gesellschaft

für Eventmarketing mbH

Entdecke tolle Kurse und neue

Sportarten. Mach mit, wir freuen

uns auf dich!


Sport von A bis Z in Corona-Zeiten,

präsentiert von LOTTO Hamburg:

ATMEN

„Hamburg atmet“: Atemzentrierte Körper- und Bewegungsarbeit zum kostenlosen Mitmachen

auf der Wiese. 05.07.20 (11–12 Uhr), Planten un Blomen.

Infos: www.hamburg-atmet.de

BASKETBALL

Die Hamburg Towers bleiben in der Bundesliga, Saisonstart 20/21 aktuell noch ungewiss.

Zum Überbrücken der Wartezeit gibt’s u. a. den Basketball-Podcast Got Nexxt.

www.gotnexxt.de

CYCLASSICS

Nach der Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis mind. Ende Oktober kämpfen

die Organisatoren bei Redaktionsschluss um den neuen Termin am 03.10.20.

News: www.cyclassics-hamburg.de

DERBY

Neuer Termin für das Derby-Meeting:10.–12.07.20, zwar ohne Zuschauer an der Bahn,

aber live online.

Infos: www.galopp-hamburg.de

ENTSPANNUNG

… muss auch mal sein. Und kann geübt werden: Einfach „Entspannung Übung“ in die

Suchmaschine eingeben. Und Euch von der Riesenauswahl nicht stressen lassen.

NORDIC WALKING

Von vielen belächelt – zu Unrecht, lest z. B. mal bei www.nordic-walking.de.

Und: Ein Walkingstock am langen Arm = mindestens Mindestabstand ;-)

OBERALSTERLAUF

30 Jahre Volkslauf durchs schöne Alstertal, die Strecken: Halbmarathon, 10 km, 4 km, Schnupper-

und Bambini-Strecke. 27.09.20.

Anmeldung: www.oberalsterlauf.de

PETANQUE

Wenn schon kein Urlaub, dann wenigstens Frankreich-Feeling. Und Pétanque (oder Boule) geht

auch mit Abstand super. Bahnen in HH z. B. auf dem Altonaer Balkon, in der HafenCity und im

Schanzenpark.

QUIDDITCH

Den rasanten Ballsport mit Quaffel, Schnatz und Co haben wir Euch schon vorgestellt.

Wann’s wieder losgeht und Infos zum Sport erfahrt Ihr unter:

www.quidditch-hamburg.de

ROTHENBAUM

Die Hamburg European Open 2020 fallen aus, Mitte Juli wird eine Entscheidung über den

weiteren Spielbetrieb erwartet.

www.hamburg-open.com

FUSSBALL-BUNDESLIGA

Es werden diverse Modelle für den Ligen-Start 20/21 diskutiert (frühester Termin: 11.09.20,

Einstieg der Europapokal-Teams am 02.10.). Oder: Start Ende September mit verkürzter

Winterpause.

www.bundesliga.de

GANZKÖRPERTRAINING

Wohltuendes Ganzkörpertraining per Skype, Schwerpunkt Nacken-Schulter-Rücken, Dehnung.

07.07.20 (09:30–10:30 Uhr).

Anmeldung: www.touch-your-soul.com

SLACKLINE

Heißt zwar übersetzt „Schlaffseil“, ist aber absolut nix für Schlaffis: Das Balancieren

auf dem Kunstfaserband fordert Balance, Konzentration und Koordination. Und kann Coronakonform

im Park praktiziert werden.

TRIATHLON

Der neue Termin am 05.09.20 ist Stand Ende Juni nicht abgesagt, ein Hygienekonzept liegt vor,

die Anmeldung ist aber gestoppt.

Infos: www.hamburg.triathlon.org,

Fragen an wtshamburg@ironman.com

HANDBALL

Handball-Bundesliga Start: 01.10.2020.

Das Final Four um den DHB-Pokal wird am 27./28.02.21 nachgeholt (Barclaycard Arena).

HBL-History und Highlights der Saison 19/20:

www.youtube.com/user/DKBHBL

IRONMAN

Nachholtermin bei Redaktionsschluss: 06.09.20. Bereits registrierte Teilnehmer*innen erhalten

eine Email mit weiteren Infos.

Fragen an: hamburg@ironman.com

JOGGEN…

... geht quasi immer und überall. „Pimp your Run!“ ab S. 48 beachten! Damit keine

Langeweile aufkommt.

URBAN MARSCH

Der 3. Hamburger Urban Marsch (15/25/42/55 km Wandern durch Hamburg) wurde auf den

26.09.20 verlegt.

Infos unter: www.nord-marsch.de

VIDEOS

Legendäre Sportmomente (Videos):

www.hamburg.de/erlebnis-sport/13729984/

hamburgs-legendaere-sport-momente/

WASSERSPORT

Ist im Sommer sowieso immer eine gute Idee. Voraussetzung: sicheres Schwimmen. Dazu

gibt’s von Bäderland jetzt ein neues Konzept, das Seepferdchen ist zurück!

siehe Seite 30

KAMPFSPORT

Vormerken, noch steht der Termin: We love MMA, 17.10.20, Barclaycard Arena.

Infos: www.welovemma.de

LAUFEN

Der Oberalsterlauf findet statt (s. u.), viele Läufe sind aber abgesagt (u. a. B2RUN,

Wilhelmsburger Insellauf, hella hamburg halbmarathon, Spreehafenlauf Veddel, Inselparklauf,

Heldenlauf...). Der Heldenlauf ist jetzt umgewidmet, für den guten Zweck:

www.heldenlauf4u.de

MARATHON

Bei Redaktionsschluss stand der Termin für den 35. Haspa-Marathon noch: 13.09.20, und das

Scherheitskonzept liegt vor.

Infos: www.haspa-marathon-hamburg.de

X-GOLF

Jaaa, es gibt einen Sport mit X: Cross-Golf, auch X-Golf bzw. Urbangolf. Wird überall gespielt, nur

nicht auf dem Golfplatz: auf Grünflächen, auf industriellen Brachflächen, in verlassenen Tagebaugruben.

YOGA

Tut einfach gut und geht sogar auf dem SUP-Brett,

siehe S. 22 und unser Titelfoto

ZUMBA

Die Kombination aus Aerobic und lateinamerikanischen Tänzen ist ist die größte internationale

Tanz-Fitnessmarke. Fun-Fact: Angeblich hat der Erfinder nur aus Verlegenheit seine Latino-

Musik für einen Aerobic-Kurs genutzt, weil er seine CD vergessen hatte. Der Rest ist Geschichte.

Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

© Foto: HASPA Marathon Hamburg

© Foto: Mediaserver Hamburg/Escape Filmproduktion

27


Handball Sport Verein Hamburg

© Fotos: HSVH/Thorge Huter

Unser Gesprächspartner HSVH-Präsident Marc Evermann (li.) und Nachwuchskoordinator Schrödi Schröder.

Irgendwie

unerschrocken.

Wir treffen einen der Bigger Player im

Hamburger Sport, der es eigentlich aber

vorzieht, im Hintergrund unterwegs zu sein:

Marc Evermann.

Marc ist der Mann hinter dem Handball Sport Verein Hamburg, der –

gemeinsam mit Martin Schwalb als Sportlichem Obermufti, Everybody’s

Darling Schrödi Schröder, Cheftrainer Toto Jansen und Sebastian Frecke

als GF – angetreten ist, den Hamburger Handballsport wieder auf

Vordermänner zu bringen. Im Grunde kann man ja auch sagen, das

gelingt ihnen durchaus, so far, aber irgendwie wird es stiller, hat man

das Gefühl …? „Wenn Corona nicht wäre, wären wir vielleicht sogar 5.

oder 6. geworden“, sagt Marc, wir sitzen in seinem Office nahe Flughafen,

und er bestätigt somit, dass der 8. Tabellenplatz durchaus in Ordnung

geht. Aktuell läuft nun fieserweise das zwar durchaus kreative Kontrastprogramm,

die Kampagne „Corona kontern“: Die Spieler bitten die

Fans persönlich am Phone, auf Eintritt-Rückerstattungen zu verzichten,

erhoffen sich Solidarität, die sie zum Glück erfahren, denn die Luft wird

dünner, so finanziell. Und dann hat sich deutlich vor Corona auch noch

Martin Schwalb temporär nach Mannheim verabschiedet, sagen wir

mal Heidelberg, klingt noch besser, und zwar zu den Rhein-Neckar-

Löwen. „Das ist noch einmal eine tolle Sache für Martin“, sagt Marc und

bestätigt: „Er hatte immer angekündigt, dass, wenn noch eine echte

Herausforderung auf ihn zukäme, er die wahrnehmen wollen würde“,

beklagt Marc den Weggang nicht, sondern akzeptiert ihn aufrichtig,

was nützt es. „Wir sind befreundet und in Dauerkontakt, er ist immer

noch an Bord, wir haben regelmäßig Videokonferenzen, sein Sohn ist

sehr talentiert und spielt bei uns, und er kommt danach zu uns zurück“,

sagt Marc. Safe? „Safe!“ In der ersten Saison warmgelaufen, nicht

abgestiegen, in der zweiten Saison (s. o.), da kann man durchaus von

Planerfüllung sprechen, sogar fast mehr als das, denn „.. gerade das

letzte Spiel gegen Bietigheim, wir waren mit lauten Youngsters am Start,

hat richtig Spaß gemacht“, offensichtlich auch Mut. Die jungen Männer

vom HSVH siegten völlig unerschrocken gegen die Favoriten

34:28. Marc ist unerschüttert zuversichtlich und irgendwie

werden sie Corona auch wegatmen, wobei er sich so oder so

eine durchaus wichtige Unterstützung der Stadt erhofft. Auch

ohne Corona sollte der aufstrebende Vereinssport, müsste

auch der Profi-Sport der 2. Reihen (leider im Grunde alles nach

Fussi), durchaus breiter unterstützt werden, findet er.

„Wir bieten alle regelmäßige, sportliche

Highlights, und zwar mit echtem

Identifikationspotential, großer Leidenschaft

sowieso. Wir arbeiten darüber

hinaus absolut engagiert am Unterbau,

sind in der Jugend extrem

erfolgreich, sind ein tolles, aufstrebendes

Aushängeschild für die Active City.“

Er fährt fort: „Wir zahlen Abgaben an den öffentlichen Nahverkehr,

Hallenmieten, Sicherheit, es geht um Sportstätten überhaupt, … wir

bräuchten, wie die Towers auch, eine Halle mit einem Fassungsvermögen

von ungefähr 8.000“, erklärt er. „Und auch das eine oder andere

städtische Unternehmen könnte sich ja engagieren, das geht in anderen

Metropolen ja auch“, stellt er dann fest. Aber er klagt nicht, stellen wir

hingegen fest. Wäre auch irgendwie nicht sein Stil. Die paar Hamburger

Mannschaften, die nach dem HSV und Pauli den Ballsport voranbringen

wollen, könnten, so sagt er, „auch an der einen oder anderen Stelle

zusammenarbeiten.“ Aber am Ende des Tages lässt sich dann doch keiner

in den Topf gucken, schade eigentlich. „Der Kreis der aktuell engagierten

Unterstützer bzw. Unternehmen ist leider endlich in Hamburg, nicht weil

es nicht mehr gäbe, viele potenzielle Kandidaten und Unternehmen

ziehen aber geflissentlich den Kopf ein.“ Und dank Corona tauchen die

wahrscheinlich aktuell noch tiefer ab. „Es braucht ein sportliches Wow“,

sagt Marc. „Das waren im letzten Jahr die Towers, die müssen sich jetzt

erst mal akklimatisieren.“ Wir finden, die Wow-Aufgabe könnten dann

jetzt seine Handballer übernehmen. „Wir wollen in Hamburg wieder

Erstliga-Handball realisieren. Das muss jetzt nicht im nächsten Jahr

losgehen, wir lassen uns die Zeit, aber das Spiel gegen Bietigheim hat

wirklich Spaß gemacht …“ Is’ klar.

Vor-Corona-Zeiten:

Leif Tissier im Zweikampf gegen die Konstanzer Joschua Braun und Tom Wolf.

Oben: Schlussjubel vor den Fans nach dem Sieg gegen Konstanz.

Martin Schwalb (li.) lässt sein Amt als Vizepräsident ruhen und haut bei den Rhein-Neckar-Löwen

auf die Tonne. Rechts: Trainer Toto Jansen, immer schwer konzentriert. 29


© Foto: Bäderland

© Foto: Bäderland

Bäderland Hamburg

Schwimmen

lernen.

© Foto: Shutterstock

Schwimmt nicht, geht nicht. Und natürlich eint uns das mit Bäderland,

so gesehen in Hamburg die „Go-to-Guys“ in Sachen Schwimmenlernen.

Damit die Barrieren möglichst niedrig, die Strukturen

möglichst einfach sind, hat sich Bäderland nun entschlossen, den

Bäderland-eigenen Pinguin zurück in die Antarktis zu schicken und

die Bäderland-Schwimmschule neu aufzusetzen. Die Corona-Pause

kann ja auch tatsächlich mal Vorteile bringen. Und Altbekanntes

zurück, wie in diesem Fall das Seepferdchen!

Michael Dietel, Pressesprecher von Bäderland, lacht über unser

Frohlocken, weil wir wieder mitreden können.

Er wird sachlich: „Wir hatten ein sehr

kinderfreundliches, aber im organisatorischen

Ablauf komplexes System,

um am Ende von mehreren Modulen

das Ziel ‚Sicher schwimmen können’

erreicht zu haben. Das haben wir nun

einfach vereinfacht.“

Doppelbingo. Aus neun Modulen mach die vier bekannten Kursstufen

(Seepferdchen, Bronze, Silber, Gold). Das Seepferdchen ist überall

und in ganz Deutschland gelernt, und wie cool ist das bitte, wenn

man auch in München an der Isar als Schwimm-Anfänger erkannt

wird. Dann hat man alles richtig gemacht. Und wer denkt, da wird

das Maskottchen gewechselt und fertig, täuscht sich gewaltig, erst

Sichernder Körperkontakt ist für kleine Schwimmanfänger nötig, leider aktuell wegen

Corona-Auflagen noch nicht möglich.

Kaum ein anderes Thema liegt uns hier in Hamburg mehr am Herzen

als das Schwimmenlernen. Isso. Man kann kein Tennis spielen oder

spielt ganz schlimm Hockey, hat zwei linke Füße, … so what. Man

kann nicht schwimmen … ist echt gefährlich.

© Foto: Shutterstock

recht, weil zudem auf BRONZE, SILBER, GOLD umgeswitcht

wird. „Gold im Schwimmen" klingt auch schlichtweg besser

und durchaus erfolgreich. Muss ja nicht jeder sein oder

werden wollen. Aber erst mit mindestens Bronze zählt man

als sicherer Schwimmer. Neue Kursstrukturen

implizieren neue Inhalte, Schulungen, eine

angepasste Organisation, vieles mehr an Umstellung.

Michael Dietel: „Wichtig ist, dass wir

die kinderfreundlichen Aspekte natürlich fortführen,

aber die organisatorischen Barrieren

senken, die Komplexität reduzieren, mit dem

Ziel, noch mehr Hamburger*innen, allen voran

natürlich den Kids, das Schwimmenlernen zu

ermöglichen.“ Jeder kennt die etablierten Abzeichen und weiß daher

genau, was für sich oder die Kids zu erwarten ist. Sogar noch etwas

günstiger ist der Weg zum sicheren Schwimmer (Bronze ;-)) durch

die Ablaufänderung geworden, wobei Bäderland ohnehin und qua

Auftrag schon preislich sozialverträglich unterwegs ist. „Und jetzt

haben wir dann die Ausgangslage geschaffen, das Thema Schwimmenlernen

noch weiter in Hamburg auszurollen“, führt Michael aus.

Die Stadt wächst, also müssen mehr Kurse her. Und auch die im

Zuge der Inhaltsumstellung und -anpassung erfolgte Diskussion

um das Thema Erstschwimmart war offensichtlich spannend. Ist

man früher mit Hohlkreuz und bloß-kein-Wasser-schlucken Brust

geschwommen – extrem nackenbelastend und gar nicht förderlich

für zügige Schwimmlern-Erfolge – ist Rückenschwimmen heute

mehr Common Sense: richtige Wasserlage (Torpedo statt Boje,

wechselseitige Arm-Bein-Bewegung wie vom Krabbeln oder Gehen

bekannt) und Gesicht aus dem Wasser, wegen leichterer Atmung

und so. Brustschwimmen wird danach natürlich auch gelehrt, es

gibt ja mehr als einen Weg, voranzukommen, und so schnackt es

sich später auch gemütlicher.

Und nun, nachdem gute drei Monate kein Hamburger Kind mehr

schwimmen lernen konnte (das geht ja eigentlich gar nicht), startet

Bäderland in ersten geöffneten Hallenbädern zumindest mit den

Bronze-, Silber- und Gold-Kursen, bei denen der sichernde Körperkontakt

zum Schwimmschüler nicht mehr nötig ist. Und wenn C.

das wieder zulässt: Hoch lebe das Seepferdchen!

© Foto: Shutterstock Unterstützt von: Bäderland Hamburg

© Foto: Shutterstock

Frei- und Kombibäder durften im Juni wieder öffnen, auch erste Hallenbäder sind ab dem 01. Juli geöffnet –

mit Abstands- und Hygieneregeln.

31


Hamburgiade

© Fotos: Hamburgiade

Abgespeckt ist

auch sexy.

Mit den voranschreitenden

Lockerungen in der Corona-

Krise kommt nämlich auch

der Sport in Hamburg wieder

in Schwung. So steht der auf

den Zeitraum 05. bis 27. September

2020 verschobenen Hamburgiade Nr. 5 wohl nichts mehr im

Wege (wehe, C.!!!). Das notgedrungen um ein paar Sportarten reduzierte

Programm ist fast komplett. Hut ab vor den Verantwortlichen! Und hurra:

Anmeldungen sind bereits wieder möglich. „Wir freuen uns, dass es wieder

losgehen kann, und dass unsere Kooperationspartner wie die Active City

Hamburg, die DAK-Gesundheit, aber auch die Sportstätten in Hamburg

sowie viele Betriebssportgemeinschaften früh signalisiert haben, dass

sie bei einer Verschiebung weiter mit an Bord sind“, so Organisationschef

Alexander Jamil. „Die Hamburgiade wird im Spätsommer in etwas

abgespeckter Form stattfinden.“ Abspecken hat ja durchaus auch was

mit Sport zu tun.

Auch die Hamburgiade 2020 musste sich vertagen.

Umso mehr steigt die Vorfreude auf den

September, dann geht es nämlich los. Und

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.

Gerade nach den vielfältigen Einschränkungen mit den langen Schließungen

nahezu aller Sportstätten war es dem Orga-Team sehr wichtig, den

Sportler*innen eine hochwertige Plattform zu bieten, auch in der Freizeit

möglichst schnell wieder in einen Zustand der Normalität zu kommen.

„Ich denke, dass wir mit der Hamburgiade eine hervorragende Möglichkeit

bieten, nach dieser schwierigen Phase wieder in den Wettkampfsport

einzusteigen“, so Jamil weiter. „Gemeinsam für seinen Arbeitgeber um

Bestleistungen zu kämpfen, ist nicht nur

wichtiger Bestandteil des Gesundheitssports

in Unternehmen, sondern auch eine ideale

Teambuilding-Maßnahme.“ Gerade nach

so viel Home Office und Individualsport.

Das ohnehin sehr modulare und dezentrale

Format der Hamburgiade, mit den vielen einzelnen Events an verschiedenen

Standorten, hat es vereinfacht, die Veranstaltungen entsprechend

umzuplanen. Die Organisatoren betonen ausdrücklich, dass man sich

auch im neuen Veranstaltungszeitraum an die dann vorgegebenen

Rahmenbedingungen bezüglich Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen

anpassen werde. Dafür wurden z. B. Sportarten neu gebündelt,

teils an andere Standorte verlegt. Dennoch bleiben einige Hotspots der

letzten Jahre erhalten, wie der Inselpark in Wilhelmsburg, wo u. a. die

Schwimmwettbewerbe, Beachvolleyball und Disc Golf stattfinden sollen,

und der BSV Sportpark (Wendenstraße) mit SUP, Tennis, Streetball oder

Indoor-Golf. Neu als Highlight ist dank der Kooperation mit der Evangelischen

Stiftung Alsterdorf die barrierefreie Barakiel Halle, wo Tischtennis,

Floorball, Basketball auch inklusiv stattfinden können. Nun müsst Ihr Euch

nur noch anmelden und auch damit C. ’ne lange Nase zeigen, vor allen

Dingen Spaß und Erfolg haben.

Anmeldungen für die Hamburgiade 2020 sind ab

sofort unter www.hamburgiade.de möglich!

Unterstützt von: Hamburgiade

dabei!

05.–27. September 2020

50 Sportarten – 50 Möglichkeiten

zu zeigen, was Ihr drauf habt!

alle Infos und anmelden unter: www.hamburgiade.de

Szenen von der Hamburgiade 2019, auch in diesem Jahr sind 50 Sportarten geplant.


Leichtathletik

© Fotos: privat

Weltranglistenplatz 1 in seiner Altersklasse – heißt Weltklasse.

(U18) wurde nämlich mit der 1,5 kg-Scheibe geworfen. Mika trainiert

aber schon mit der 1,75-Variante, für den älteren Jahrgang. Denn 2021

stehen die U20-Europa- und Weltmeisterschaften (EM in Tallin, WM in

Nairobi) an. „Die 1,75 kg-Scheibe fliegt sowieso besser“, findet Mika,

was ja schon mal hoffen lässt, dass das bei den beiden großen Männern

so erfolgreich weitergeht.

hat, trotzdem lächelnd und absolut überzeugt. Denn auch Mika hat

seinen Plan: „Olympia ist das Größte, das ist mein Langfristziel“, ohne eine

Jahreszahl zu nennen. Er will sich die Zeit nehmen, in kleinen Schritten

aber mit großen Würfen vorankommen, da sind sie sich einig. „Ich muss

tatsächlich auch noch zunehmen“, sagt Mika, er braucht NOCH mehr

Masse. „Die Weltspitze wiegt über 120 kg“, erklärt Juri, heißt: Mika muss

noch so 20 Kilöchen draufpacken. Und auf den kommenden Deutschen

Meisterschaften, wo er in seiner Altersklasse startet, wollen sie jetzt

erst mal „ein paar Leute (mit Leistung) beleidigen“, grinsen beide. So aus

Spaß. Und wir lachen uns schlapp, weil man das ja eigentlich so nicht

sagt, sich ggf. höchstens denkt. Und dass sie beim Training Malle-Mucke

hören, muss ja eigentlich auch nicht jeder wissen. Kann aber, alles gut.

Zu gefährlich

für Bergedorf!

Als Diskuswerfer konnten sie während der ersten C.-Phase nämlich

zwar nicht im Stadion, aber umzu wunderbar alternativ trainieren.

Diskuswürfe im Vorgarten des Stadtparkkindergartens, und für die

Beine: Treppensprünge am Planetarium-Portal, bis zum Abwinken.

„Seine Beine waren einfach zu schwach“, kommentiert Juri knapp und

seeeehr bestimmt. „Juri ist streng,

er fordert viel“, bestätigt Mika, der Wir haben jetzt mal nicht nachgemessen, aber was Mika hier so an Spannweite präsentiert,

kann sich schon mal sehen lassen.

jetzt also keine Spargelbeine mehr

Anzeige

Wie schick ist eigentlich immer wieder die Jahnkampfbahn

im Stadtpark?! Wir treffen uns da bei strahlendem

Sonnenschein mit Mika Sosna und seinem Trainer

Juri Minor von der TSG Bergedorf.

Wir schnacken darüber, was einen noch 16-Jährigen dazu bewegt,

Leichtathletik zu machen und sich schon eine so spezielle Disziplin wie

Diskuswerfen auszusuchen, wo er seine Schuhe kauft (Schuhgröße

51,5!) und was er sonst so auf dem Zettel hat. (Derweil die versammelte

Hamburger Leichtathletik-Spitze Corona-konform um uns herum flitzt,

springt und offensichtlich viel Spaß hat.) Anlass für unser Gespräch ist

die Jahresweltbestleistung (U18), die Mika kurz zuvor auf einem, Coronabedingt

kurzfristig organisierten, Wurf-Meeting in Neubrandenburg

geworfen hat. By the way: Juri, ehemaliger russischer Zehnkampfmeister

und seit 2005 Leichtathletik-Trainer bei der TSG, ist mehr als ein Original

und noch mehr einen Artikel wert, der kommt auch noch. Zurück zu

Mika, knapp 2 Meter, 102 Kilo,

immer gut gelaunt, immer

hungrig. Aber von vorn: „Ich

hab’s früher auch mal mit

dem Rudern probiert“, sagt

er, „aber dafür war ich zu

pummelig“, und: „Ausdauer?

No!“, grinst er. Was nicht mit

Faulheit gleichzusetzen ist.

Er trainiert nämlich schon

jetzt 8-mal die Woche, guckt

abends auf YouTube Diskus-Filme alter Meister (Schult,

Riedel, Harting), geht auf die Eliteschule des Sports, ist

sehr konzentriert und hat deswegen sogar sein Abi, wie

viele Hamburger Spitzensportler dort, auf 14 Jahre getaktet.

„Wir sind die Strecker-Klasse“, erklärt er. So richtig

intensiv ist er mit dem Diskus tatsächlich erst seit knapp

2 Jahren unterwegs: „Ich habe lange überlegt, was machen“,

erklärt er, denn Mika ist auch Hamburger Meister

im Kugelstoßen, selbst Weitsprung hat er mal probiert. Wahrscheinlich

waren es die Gene, denn sowohl Mikas Mutter als auch sein Großvater

können bzw. konnten ebenfalls mehr als ordentlich und erfolgreich mit

der Scheibe umgehen. Mika und Juri trainieren am Stadtpark, weil die

Anlage in Bergedorf zu klein ist, und weil Mika sowieso zu weit wirft. „Das

ist zu gefährlich für Bergedorf“, lachen beide, und wir haben Kopfkino

und freuen uns, wie rücksichtsvoll man sein kann. Also Jahnkampfbahn.

Außerdem trainiert Mika in der Leichtathletik-Trainingshalle und am

OSP. Die Tatsache, dass er erst seit zwei Jahren mit der Diskusscheibe

unterwegs ist, impliziert offensichtlich auch noch einiges an Potenzial,

Juri zwinkert: „Da steckt noch viel drin“, freut er sich, „körperlich und

technisch.“ Die beiden zusammen fühlen

sich super an. Zwei Riesentypen, große

Herzen, Grinse-Mimik, ein gutes Team,

sie haben gemeinsam viel vor: Der Wurf

in Neubrandenburg (64,05 m) war nicht

wirklich geplant, aber hat beide auch nicht

überrascht. „Das war ohne Wettkampfvorbereitung,

einfach nur so“, sagt Mika, der

vergleichbare Weiten nämlich auch schon

im Training abgeliefert hat. Was natürlich

umso mehr beflügelt. In Neubrandenburg

© Foto: sporting hamburg

Super-Mika mit Trainer Juri Minor (links) und mit Jürgen Krempin, Abteilungsleiter Leichtathletik bei der TSG Bergedorf.


Active City

Appgrade

© Großes Foto: Flash Alexander auf Pixabay, kleine Fotos: Active City/Landessportamt

Es geht voran. Das ist ja im Sport bestenfalls immer

so, man wird schneller, fitter, gesünder, entspannter,

elastischer, beweglicher. So ist das auch mit der

Active City App, die wir ja schon im vergangenen

Herbst, als sie an den Start ging, vorgestellt haben.

Fleißig wurde an der App und der dazugehörigen Website gearbeitet,

und die Ergebnisse sind spürbar, sichtbar, zeigen Vielfalt, Bewegung,

und sie aktivieren hoffentlich immer mehr die ganze Stadt, und zwar

an unterschiedlichsten Stellen. Neu ist zum Beispiel, dass Ihr Euch zu

jeder Zeit informieren könnt, was im Hamburger Sport gerade so läuft.

Und wenn man dann nicht selbst den Turnbeutel dabei hat, kann man

die besten Angebote teilen, weiterleiten und seine Best Buddies in die

Pflicht nehmen und motivieren. Das Schöne ist, dass sich die Angebote

an einer interaktiven Karte festmachen lassen. Und wenn ein richtig

gutes Angebot bei Euch um die Ecke stattfindet, gibt es eigentlich

gar keine Entschuldigung mehr, dann kann man nämlich noch schnell

den Turnbeutel von zu Hause holen. Erwischt, sozusagen. Selber kann

man ab Ende Juli auch Angebote einstellen, eine private Yoga-Gruppe

oder Sport-Kniffeln, oder wenn man Bock hat, sportlich wandern zu

Hamburger Sportlern und Vereinen,

Active City Hacks, bekannt

und beliebt aus den vergangenen

Corona-Wochen, sowie vielfältige

Infos zu den Top-Hamburger Freizeitangeboten.

Nicht ganz wertfrei

sind wir da jetzt, denn auch wir

liefern schwer motiviert unter sporting-schnackt-kompakt schöne

Geschichten aus dem Hamburger Sport. Ihr kennt uns ja.

Richtig spannend wird es im Laufe des Julis. Allein der Begriff „Challenge“

birgt ja in gewisser Weise einen Thrill, und ja, jetzt wird es persönlich,

denn wir fordern Dich auf, jemanden per Link aufzufordern, thrilliger

noch, herauszufordern. Denn die sogenannten Challenges werden an

den Start gebracht. Released, auf neudeutsch. Ob in offenen Gruppen

oder in geschlossenen: Ihr könnt aktiv werden, indem Ihr Andere

herausfordert – Ihr solltet natürlich mitmachen, so fair könntet Ihr sein

:-). Wer sitzt länger im Sattel? Wer macht am längsten Cross-Training?

Unterstützt von Hamburg Active City

gehen, im Park zu buffen. Here we go, run, swim. Sport-Staatsrat

Gradmesser ist der Active City-Puls, die Idee ist klar: Spaß und Spannung

Christoph Holstein: „Wenn jeder in der App eintragen kann, wann er

als sportlicher Reiz. Sport-Staatsrat Christoph Holstein: „Die Hambur-

Laufen geht oder Yoga im Park macht, eröffnet sich die Möglichkeit,

gerinnen und Hamburger sind von sich aus schon sehr sportaffin und

Leute zu finden, die mit einem gemeinsam Sport machen wollen. So

bewegen sich unglaublich viel. Mit der neuen Funktion der Challenge

wächst die Active City Community immer weiter.“ Über die Schnittstelle

kann man sich aber mit seinen Freundinnen oder Freunden messen.

zum Verband für Turnen und

Oder aber auch mit den Arbeitskolleginnen und -kollegen.“ Heißt, Ihr

Freizeit sind bereits mehr als

könnt einen oder mehrere Nutzer herausfordern mit dem Ziel: „Wer

5.000 Angebote integriert.

schafft zuerst x Pulspunkte?“ oder „Wer schafft in x Tagen die meisten

Inzwischen wurden dort

Pulspunkte?“

auch alle öffentlichen und

vereinseigenen Sportstätten

Und jetzt wird es richtig spannend: Auch das Active City-Team kann Euch,

integriert. Komplett ist nett.

uns, auffordern, irgendwelche Dinge zu tun. Aktionen, Maßnahmen, die

dann für alle sichtbar sind, an denen alle Hamburger*innen teilnehmen

Natürlich liefert die App auch

können. „Wir wollen auch sogenannte öffentliche Challenges anbieten,

Informatives, und falls man

gerne gemeinsam mit Partnern der Active City, um zu zeigen, wie

gerade vom Sport kommt,

aktiv Hamburg ist“, freut sich Holstein. Wie cool ist das denn?! Uns

ist ein wenig Lektüre ja

würde da schon die eine oder andere schräge, witzige, gern auch fies

durchaus erlaubt, aktive

anstrengende Idee einfallen. Wir sind gespannt. Wir wünschen Euch

Erholung ist das dann ja

einen Appsolut schönen Sommer.

irgendwie. Und zwar findet

Ihr im Newsfeed Porträts von

36

Sport-Staatsrat Christoph Holstein freut sich auf die öffentlichen Challenges,

mit denen die Stadt die Hamburger*innen noch besser motivieren will.


Hamburgs Vereine

© Fotos: Antonia Stripp

Reset:

Grundsteinlegung

bei

SCALA

Den Sportclub Alstertal-Langenhorn mit Dornröschen zu vergleichen,

fühlt sich kitschig an, schlafender Riese klingt auch irgendwie blöd

und märchenhaft – schlafen, wachküssen könnten aber trotzdem

treffliche gemeinsame Nenner sein.

Mit ca. 7.800 Mitgliedern, Tendenz steigend,

ist SCALA durchaus ein Big Player in der

Stadt. Nur: So richtig wahrnehmen tut man

den Stadtteilverein im Bezirk Nord, in Flughafennähe,

Einzugsgebiet von den Walddörfern

über Groß-Borstel bis Eppendorf, nicht.

„Wir hauen nicht so viel auf die Tonne“, sagt

Christoph Blöh, neuer Vorstandsvorsitzender seit einem guten Jahr.

„Zurzeit gibt es allerdings auch nicht so wirklich viel zu trommeln“,

bekennt er. Vor kurzem gab es bei SCALA den Generationenwechsel

schlechthin, und Christoph ist aufrichtig beeindruckt, was seine

Vorgänger über die letzten Jahrzehnte geschaffen haben. „Die Basis

ist richtig gut“, sagt er. „Wir stehen sehr solide da, inklusive sowohl

gefühlter als auch emotionaler Rücklagen.“ „Aber für nächste Schritte

müssen Strukturen her“, pflichtet ihm Ann-Christin Schwenke bei,

die ehemalige, aufstrebende Geschäftsführerin vom SV Lurup, nun

ein Teil von Christophs „Wir-wollen-mehr-Team“ bei SCALA. Dritter

im Kreis der Macher*innen ist Tim Cramer, er ist ehrenamtlich tätig,

Ann-Christin Schwenke, Tim Cramer, Christoph Blöh (v. l. n. r.), die Next-Generation-Neudenker von SCALA.

aber für die Finanzen und das Controlling verantwortlich. Derweil

Ann-Christin sich inhaltlich und administrativ dem Thema Sport

widmet, hier die Strukturen belebt oder auch mal grunderneuert, ist

Christoph schlichtweg operativ gesamtverantwortlich, gibt durchaus

eine Richtung in Sachen Strategie, Personal, Orga vor. Insgesamt sehen

die drei ein Riesen-Potenzial, zum einen, weil die demographische

Entwicklung im Bezirk Nord sehr positiv ist, zum anderen, weil man

eben lange eher reagiert denn agiert hat.

„Wir sind in 16 Abteilungen mit über

30 Sportarten am Start, hier gab es

in der Vergangenheit teilweise eine

deutliche Eigendynamik, die auch

super ist, weil Power, die aber

anderer seits auch ideell in den

Gesamtverein einzahlen soll“, erklärt

Ann-Christin.

„Wir sind sportlich durchaus auch gut unterwegs, gerade im Handball

und Volleyball, aber der Unterbau muss wieder her. Wir haben einen

hohen inhaltlichen Anspruch. Gepaart mit dem langfristigen Aufbau

2. und 3. Mannschaften, den Jugendmannschaften, sollte uns auch

sportlich wieder einiges gelingen.“ „Im Freizeit- und Gesundheitssport

sind wir gut aufgestellt, aber wir haben Trends bislang einfach nicht

wirklich beachtet. Triathlon, Boxen sind so Themen, die uns gut zu

Gesicht stehen würden“, erklärt Christoph, „da wollen wir ran.“ Wichtig

ist beiden zu betonen, dass sie sich absolut auf ihre Gesprächspartner

im Verein verlassen können, nur jetzt kommt’s eben neu, und da

müssen alle mitziehen. Und wir ahnen auch, dass jeder ehrenamtliche

Job auch Grenzen hat, das liegt in der Natur der Sache. „Auf den

Reset-Button kann man nicht so oft drücken“, ergänzt er. An vier

Standorten unterhält SCALA fünf Immobilien. Die Tennisanlage („... ist

der absolute Geheimtipp, sagen alle!“) und auch der Fußballplatz

(„Der schönste Fußballplatz Hamburgs!“(!!!)) sind bahnbrechend,

wunderschön und sehr gepflegt. Es gibt eine vereinseigene Kita und

das Fitness-Studio wurde in der Coronazeit renoviert. „Über große

Neubau-Themen denken wir hier aktuell aber erst mal nicht nach, wir

sprechen von schrittweisen Modernisierungen.“ Grundsätzlich erst

mal die Hausaufgaben machen. Im Wesentlichen gehen diese, geht

die Neustrukturierung mit einer kompletten Digitalisierung einher.

„Wenn, dann gleich richtig“, und was das Schnittstellenmanagement

anbelangt, sind die Strukturen als Folge der Digitalisierung durchaus

hilfreich. Form follows function, könnte man sagen. Und dann wollen

die Kollegen mehr Präsenz im Stadtteil. „Wir wollen und müssen uns

mehr einbringen, da sind andere der TopSportVereine durchaus aktiver.

Aber das können wir hier auch. Auch für diese Schritte legen wir gerade

die administrativen Grundsteine.“ Ein weiterer schöner Grundstein für

alles, was da kommt: „Während der vergangenen drei Corona-Monate

erfuhren wir eine beispiellose Solidarität unserer Mitglieder.“

unterstützt von: Sportclub Alstertal-Langenhorn

Der „schönste Fußballplatz Hamburgs“ (großes Bild links), supergepflegte „Geheimtipp“-Tennisanlagen,

über 30 Sportarten.

39


© Fotos: Katharina Pohle

sporting-Katharina

Martin spricht mit Mina und Melanie

© Foto: sporting hamburg

Mina sagt: Ich mag am liebsten Tisch-Tennis.

Struktur,

die Mut macht.

Sie freut sich.

Sie ist super fröhlich.

Und sie lacht über meinen Vornamen mit M:

Mina, Melanie, Martin, drei M.

Wir sind ein gutes Team.

Melanie und Mina sind beide sehr sportlich.

Schon immer sind wir Freunde, seit einer Ausgabe

kooperieren wir nun sogar mit der Evangelischen

Stiftung Alsterdorf (ESA), wir berichteten in der

letzten Ausgabe. Uns ein großes Anliegen, weil wir

nämlich Sport in seiner kompletten Breite feiern.

Also finden wir es auch total okay, wenn Marvin

während seiner Stunde Freizeitsport am Donnerstag

in der Barakiel-Halle eigentlich nur mit einem großen Reifen spielt. Er

hat Riesenspaß und ist stolz. Fertig. Das Herz geht auf. Wir schnacken

mit Celeste und Beate, den Müttern von Melanie und Mina (beide 33,

was man ihnen nicht ansieht), die da fleißig Tischtennis spielen. Ihr

Liebstes. Beide haben das Down-Syndrom – und sich offensichtlich

gefunden. Best Buddies, seitdem sie acht sind. Tagsüber arbeitet Mina

im Café und in der Küche, Melanie in der Wäscherei. „Sie gehen total

gern zur Arbeit“, sagen die Mütter, „während Corona ging das nicht.

Das war traurig.“ Beide haben’s nicht so mit Hektik, haben im Job

lieber ihre Ruhe. Gemeinsam schnacken ist aber gar kein Problem.

Erst seit anderthalb Jahren sind sie hier in den Sportkursen, Dienstag

Fitness, aktuell outdoor, Donnerstag Freizeitsport, aktuell natürlich

auch unter Einhaltung aller Regeln der Kunst.

Strukturen sind für Mina und Melanie das A und O, „sie müssen sich

absolut verlassen können“, eigentlich ja sowieso eine Selbstverständlichkeit.

sporting-Katharina, von der ESA, ist zu Recht stolz auf das, was

sie den Sportler*innen anbieten können. „Wir haben vor drei Jahren

sogar eigens einen Verein

gegründet, kooperieren

aber auch und supergern

mit diversen Sportvereinen.“

Denn eines fällt natürlich

auf: Erst seit einem guten

Jahr nutzen die beiden jungen

Frauen das Angebot,

machen sowohl in einer Gruppe mit anderen Menschen mit Behinderung

Sport, als auch in einer gemischten Gruppe aus Menschen mit und

Menschen ohne Behinderung. Beides hat seine Besonderheiten für

die beiden und beides macht ihnen Spaß. Mutter Beate: „Wir haben

extrem lange nach solchen Freizeitmöglichkeiten für unsere Töchter

gesucht.“ Die Zahl der Vereine, die sich für Sportler*innen mit Handicap

engagieren, ist noch sehr übersichtlich. „Mina traut sich dank

des Sports viel mehr zu, ist deutlich selbstbewusster geworden“,

unterstreicht Beate die Wichtigkeit. „Auch körperlich hat das natürlich

klasse Effekte, Körperspannung und so, Gelenkigkeit“, und, extrem

wichtig: Spaß, Freundschaften, Miteinander. „Einerseits unterstützen

sich die Sportlerinnen und Sportler alle klasse gegenseitig, und wenn

sie gefordert werden, sind sie damit nicht allein, das macht viel aus“,

beschreibt Katharina, derweil wir beobachten, wie liebevoll Betreuer

Johannes mit seinem Team agiert.

Wir wechseln dann jetzt zur Leichten Sprache, denn wir wollten

natürlich von Melanie und Mina hören, ob das alles so stimmt, was

die Mütter und Co so sagen.

Melanie (links) und Mina lieben Sport, turnen hier mit der Fitnessgruppe, das sind Menschen mit und ohne Behinderung. Ganz oben die Trainerin Sabrina Fuchs.

unterstützt von: Evangelische Stiftung Alsterdorf

Melanie geht gern Schwimmen.

Und sie mag Tanzen.

Sie spricht gerne mit bekannten Menschen.

Am liebsten spricht sie mit ihrer tollen Freundin Mina.

Und sie spricht am Telefon mit ihren Verwandten in Portugal.

Sie kann nämlich auch portugiesisch.

Mina sagt: Tanzen mag ich auch.

Und puzzeln.

Sie liebt alles, was man mit dem Schläger spielt.

Nur Hockey war doof.

Melanie und Mina gehen beide sehr gern zur Arbeit.

Sie haben einen vollen

Termin-Kalender, das ist klasse.

Abends hören sie Musik oder gucken Fernsehen.

Am liebsten guckt Mina:

Mord ist ihr Hobby und James Bond.

James Bond kann auch so viele tolle Sachen wie Melanie und Mina.

Leichte Sprache geprüft von Timo Hampel

Der ISV Alsterdorf heißt ausgeschrieben: Inklusions-Sportverein-Alsterdorf e. V.

Infos zu den Sportangeboten des ISV Alsterdorf unter www.isv-alsterdorf.de

41

© Infografiken: clipart-library.com


Im Gespräch

© Fotos: privat

© Foto: Wikipedia/macromedia

Schwer

zu bremsen.

Wir schreiben von und sprechen mit Hans-

Wer sich im Hamburger Sport tummelt, mehr so im Funktionärs-

Backstage-Experten-Bereich, der kommt an ihm nicht vorbei.

Und seitdem wir am Markt sind, begleitet er uns und kommentiert

das, was wir und andere so tun.

Jürgen Schulke, er ist 75 Jahre alt, eigentlich

schon längst im Ruhestand. Aber das sind

wohl zwei Dinge, die nicht so richtig super

zusammen gehen. Geboren 1945 in Naumburg

an der Saale, ist seine Familie eigentlich

schon immer Bergedorf. Er studierte in

Hamburg (unter anderem mit einem seiner vielen Weggefährten, Willi Lemke) Erziehungswissenschaften, die Fächer

Sport und Soziologie auf Lehramt. In der TSG Bergedorf spielte er Handball, schaffte es bis in die Landesauswahl,

wechselte dann in die Leichtathletik, Mittelstreckler, war hier und da Hamburger Meister, zuletzt mit 40 sogar in

Bremen Marathonmeister (2:20). Er war mit 14 schon Übungsleiter, lange Handball-Trainer, und er war und ist politisch.

Während seines Studiums trieb er nebenbei als Referent im Hamburger Sportbund schon sein „Unwesen“, das

war Ende der 1960er-Jahre. Mit einer alternativen Olympiade in der Spitalerstraße machten er und seine Mitstreiter

auf sich und ihre Ideen aufmerksam (hallo 68). Schon immer ist er ein heftiger „Verfechter

des Breitensports“, hatte mit Willi Lemke die Idee, über seine Fachschaft den Hamburger

Hochschulsport voranzutreiben.

„Wir Studenten haben den Hamburger Sport ganz

schön mit aufgemischt“, bekennt er, in dem Zusammenhang

hat er offensichtlich einen beträchtlichen

Anteil an der Entstehung des Hochschulsport-Campus

am Rothenbaum.

Siehste wohl. „Wir waren die Avantgarde“, sagt er, der immer wieder Sport für alle propagierte

und nach dem Olympiaboykott 1980 in der Initiative „Sportler für den Frieden“ mitwirkte –

u. a. mit Thomas Bach. „Ich habe mit dem Leistungssport meinen Frieden geschlossen“, sagt

er heute, aber sein größeres

Anliegen war: „...

der Sport für die Dicken,

die untalentierten und

älteren Menschen.“ Alle

eben. „Immerhin ist die

Olympische Bewegung

offen für alle und größer

als die UNO.“ Im Zuge

Dezember 1968: „Notstandsolympiade“ der Studierenden in der Spitalerstaße.

dessen, er war inzwischen

(1971) als Assistenzprofessor

an die Uni

in Bremen gewechselt,

baute er dort an der damals neuen Uni den Hochschulsport aus, Prozesses der Ausbau des Olympiastützpunktes mit Beachhallen

öffnete eben diesen für die ganze Stadt und passte offensichtlich und der Eliteschule des Sports. Neben dem OSP ergaben sich in der

auch politisch ganz gut an die Weser. Von 1973–82 war er im Vorstand Zeit Bauvorhaben wie die Leichtathletikhalle oder der Ausbau des

des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes, förderte Millerntor-Stadions. Die Stiftung Leistungssport wurde ins Leben

Bildung und Gesundheit auch im Wissenschaftlichen Beirat des gerufen, der Triathlon- und Judo-Weltcup kam in dieser Zeit nach

Weltstudentensportverbandes. Bis Anfang des neuen Jahrtausends Hamburg undundund. „Diese Stadt hat so unglaublich viel Potenzial“,

war er durchgehend in Bremen, organisierte als Renndirektor den findet er, „nicht zuletzt begründet durch die Traditionen gerade im

Bremer Marathon, war Vizepräsident des Bremer Turnverbandes, dann Hockey, Tennis, Turnen, Rudern, den internationalen Veranstaltungen,

im Präsidium des Deutschen Turner-Bundes, und er organisierte als der starken Vereine, …“, er kriegt sich gar nicht wieder ein. Und

Generalsekretär das Deutsche Turnfest in Hamburg 1994, dafür hatte wer jetzt denkt, dass der Mann sich nun einfach mal auf eine Bank

ihn die Uni in Bremen frei gestellt. Er schien organisieren zu können, setzt und zu Hause den Garten auf Vordermann bringt, der hat

verfolgte dabei immer wieder neue, eher radikaldemokratische Ansätze. sich getäuscht. Daher auch die treffliche Überschrift: Seit Jahren

Für ihn ist das Deutsche Turnfest „eine der größten Sportmessen engagiert sich Hans-Jürgen Schulke für die Special Olympics, das

weltweit“, nebenbei verbreitete er seine Konzepte und Erfahrungen, ist (eigentlich wünschen wir uns, dass wir das nicht mehr erläutern

schrieb etliche Bücher und Aufsätze – Wissenstransfer würde man müssen) Sport für Menschen mit geistiger Behinderung. Er sieht vor

auf neudeutsch sagen. Aus dem Turnfest entstand deswegen unter allem hier „die uneingeschränkte Kraft des Sports, jedem Menschen

anderem die Turnfestakademie, inzwischen eher ein Bildungsträger, in seiner Eigenart Möglichkeiten zu Bewegung und gesellschaftlicher

nebst Veranstaltungen, ist klar. Im Jahr 2000 holte man ihn dann von Teilhabe zu bieten“, schwärmt von seinen Erlebnissen im SO-Umfeld,

der Weser weg und er wurde Direktor im Hamburger Landessportamt. organisierte regionale und nationale Spiele und ist aktuell Teil des

Ein Jahr später übernahm er die Planung für Hamburgs Olympia- verantwortlichen Orga-Teams der SO-Weltspiele in Berlin 2023. Dann

Bewerbung 2012. Schon damals war seine Idee „Olympia im Herzen ist er 78 und hat wieder Spuren hinterlassen. Bremsspuren wohl nicht.

der Stadt“, was aus bekannten, vielfältigsten, auch politischen Gründen Schaun wir mal, was er sich dann vornimmt.

schon national nicht hinhaute. „Wir haben Hamburg damals aber

wachgeküsst, den Sport auf alle Fälle.“ Immerhin war ein Teil des

„Hajo“ Schulke, Hochschullehrer, Sportsoziologe und -funktionär. Oben mit Ex-Bundespräsident Gauck beim Festakt zur Eröffnung der Special Olympics 2012.

Schulke beim Triathlon 2002, Zieleinlauf Rathausmarkt (links) und als Eröffnungsredner beim Kongress „Gesundheitssport“ 1995.


Inlineskaten

© Fotos: Hamburger Inline-Skating Schule

Wieder

in – line

Hatte man ja fast vergessen, dass es die noch gibt. Aber da sind sie wieder. Ein

44

(weiteres) Comeback das Jahres: Inlineskater. Auf Deichen, durch Parks, auf

Radwegen, am liebsten auf glattem Asphalt. Und auch die Freude ist wieder

da, an der Bewegung, am mühelosen Vorwärtskommen, am Rhythmus: Rollen,

Gleiten, Schweben. Und alles extrem safe, die 1,5 m sind kein Thema.

Vorsprung durch Technik,

das gilt auch beim Inlineskaten. Fortgeschrittene

beherrschen Bremsarten wie

Schneepflug- oder Halbmondbremse. Für

alle gilt: super Ganzkörper- und Ausdauertraining.

Infos: www.hisev.de

Corona, mehr Zeit zu Hause, da könnte

man ja mal den Schrank ausmisten, Keller

aufräumen, und – Inliner, wie cool war das

immer?! Und dann, weniger los auf den Straßen,

Fitnessstudio eh zu, da könnte man ja

mal wieder…! Frische Luft, immer gut, vor

allem nach dem staubigen Keller. „Auch mir fällt auf, dass auf den Asphaltwegen wieder mehr

Inliner unterwegs sind“, sagt Volker Nagel, „und wenn man mal bei Stilbruch schaut, die haben

kaum noch gebrauchte Skates im Angebot.“ Volker ist so was wie der „Papst“ der Hamburger

Inlineskater. Würde er selbst so natürlich nicht sagen, aber da ist schon was dran. Er weiß wie

kaum jemand sonst, wie das geht. Der Sportwissenschaftler von der Uni Hamburg hat seit

den 1990er-Jahren einen nachhaltigen Ansatz zum Vermitteln der grundlegenden Techniken

der Sportart entwickelt. Seit 25 Jahren bildet der „Förderverein an der Universität Hamburg

Hamburg Inline-Skating Schule (HIS) e. V.“ nach seinem Konzept aus. Jede*r kann es lernen,

alle, vom Kind bis zum Senior, denn, so der Dozent: „Es gibt für die unteren Extremitäten

keine bessere Unfallprophylaxe.“ Heißt: Trainierste Gleichgewicht, Wadenmuskulatur und

stärkst das Sprunggelenk, knickste weniger leicht um. Das gilt übrigens auch für optimales

Skivorbereitungstraining oder präventives leistungssportliches Ergänzungstraining.

So Ende der 90er bis Anfang der 2000er waren Inliner ja mal total angesagt. Einmal im Monat

wurden sogar die Straßen rund um die Alster gesperrt, damit tausende Inliner um unseren

schönsten Stausee gleiten konnten. Das gibt es nun schon länger nicht mehr, warum eigentlich?

„Reine Geldsache“, meint Volker, der die Runde ins Leben gerufen hatte. Die Stadt hatte

kein Geld, um die aufwendigen Absperrungen zu zahlen, das mussten Sponsoren machen.

Die sind irgendwann ausgestiegen, auf der Suche nach einem neuen Trend. „Wir waren ein

Modesport. Und irgendwann kommt halt ein anderer Modesport, das ist normal“, erklärt Volker,

„im Erwachsenenbereich waren wir in einem Wellental.“

Bei den Kids war das nie so. „Die kümmern sich

nicht um Trends, die haben Bock auf die Bewegung

und das schnelle Flitzen.“ Die Kids-Kurse

in der Inline-Skating Schule sind weiter gut

nachgefragt, es gibt Kooperationen mit Schulen

und Vereinen – alles gut. Und bitte: „Wir sind

nach wie vor mit dem Bereich Rollen & Gleiten

das größte Fach in der Sportlehrerausbildung.“

Und: Wer es einmal gelernt hat, der kann’s

eben. Ist wohl wie Fahrradfahren, ein bisschen

Üben auf sicherem Terrain, und dann geht es

schnell wieder. Volker: „Ich schätze die Zahl

der Inlinefahrer auf insgesamt etwa 200.000.“

Die meisten sind nicht in Sportvereinen organisiert.

Boots an die Füße, Schützer umgeschnallt,

fertig, los. Aber natürlich gibt es in Hamburg die Institution

HIS e. V., auch Vereine wie TSG Bergedorf, Walddörfer SV, VfL 93, ETV

oder Altonaer TV haben Inline-Abteilungen. Und nun tun sich für alle

auch neue Perspektiven auf: Der politisch gewollte

Ausbau des Radwegenetzes ist natürlich auch für In Hamburg sind geschätzt etwa 200.000 Menschen jeden Alters auf 8 Rollen unterwegs.

die Inliner ein Fest. So fein asphaltierte Radtrassen

durch die Stadt – das hat was. „Ich sehe eine neue

Welle kommen“, ist sich Volker sicher, „was uns im Moment noch fehlt,

ist ein Forum, eine dauerhafte Veranstaltung, wie sie die Alsterrunde

war.“ Und wo fährt der Experte in Hamburg am liebsten? „Der ehemalige Klövensteen-Runde, 8,5 Kilometer auf asphaltierten Wegen im Forst

Truppenübungsplatz am Höltigbaum ist super“, sagt Volker, „und die Klövensteen, ist fantastisch.“ Also dann: Holt die alten Inlines raus.

Anzeige

CORONA

KONTERN!

Kauf jetzt dein Unterstützer-

Ticket und bring den Handball in

Hamburg zurück auf Kurs:

www.corona-kontern.de


Apnoe-Tauchen

© Fotos: Erhard Schulz

Fürs Tieftauchen lassen sich die Taucher per „Schlitten“ (max. 30 kg) in die Tiefe ziehen.

Don’t panic, sind die Schwimmmeister*innen eigentlich immer vorinformiert.

Trotzdem kann man nicht nur von Berufs wegen einen

großen Schreck kriegen und reagieren wollen, wenn Typen einmal

tief Luft holen, um dann erst mal nicht wieder aufzutauchen …

man so will, kann man das mit Freeclimbern

vergleichen: Auch in der Bergsteigerszene

„ohne Hilfsmittel“ ist gegenseitiges Sichern

ein absolutes Must-have. „Die Leute in der

Apnoe-Szene sind alle total vernünftig“, so

Klaus, „die Kameradschaft ist bemerkenswert.“

Halt mal die

Luft an!

Klammheimlich freut sich Klaus Handschuh dann ein bisschen.

Und ja, seine Leidenschaft, und die seiner Mitstreiter*innen, ist

schon auch speziell. Klaus und seine Freunde vom Verein Freediver

Hamburg können eben länger als andere. Vor allen Dingen länger die

Luft anhalten. Und deswegen könne sie auch länger unter Wasser

bleiben, das ist eigentlich folgerichtig. Sie sind Apnoe-Taucher. „Wir

haben den Atemreiz wegtrainiert“, erzählt er, was ja komisch klingt,

„Apnoe ohne Geräte ist das wahre Tauchen, keine Flaschen, das

Feeling ist unbeschreiblich.“ Okay – das glauben wir mal. Nichts für

Flaschen, können wir auf alle Fälle nachvollziehen, und nehmen aus

Spaß mal einen tiefen Atemzug, halten die Luft an. So wie früher auf

dem Schulhof, beim Battle mit den Kumpels. So nach 70 Sekunden

wird es eng, da ist dann schon Druck, ein bisschen geht noch, aber...

ich so – keuch, was mache ich hier eigentlich? Knapp anderthalb

Minuten, heißt es, kann jeder erwachsene Mensch. „Fünf bis sechs

Minuten schaffen sehr viele von uns“, sagt Trainer Klaus und beeindruckt

uns massiv, „man muss dafür aber trainieren.“ Viel und

hart, dreimal in der Woche machen sie das, bis zu fünf Stunden lang.

„Es geht darum, wie der Sauerstoff im Blut verwaltet wird, welche

Bereiche des Körpers durchblutet werden“, erklärt der erfahrene

Trainer. „Hirn und Herz müssen versorgt werden, Arme und Beine

nicht. Große Muskeln werden abgeschaltet, die Herzfrequenz wird

gesenkt.“ Whaaaat? „Das kann man erlernen.“

Apnoe – klingt gefährlich! Liest man immer wieder, von Ohnmachten

und auch von dramatischen Todesfällen bei Rekordversuchen wird

geschrieben. Das passiert. Muss aber nicht. Größte Ursache bei

Komplikationen ist tatsächlich, wenn sich Taucher schlichtweg nicht

an die sehr strengen Regeln halten. Oder irgendwelche Extremsportler

leichtsinnig auf der Jagd nach neuen Rekorden sind. „Unser Sport

ist nicht gefährlich, wenn man sich gegenseitig sichert“, erklärt

Klaus, „ohne Sichern geht gar nichts, ein absolutes No-Go.“ Wenn

Klaus ist 65 Jahre, hat den Verein vor zwei Jahren gegründet. Seit

Jahren ist er in der Szene erfolgreich, er hält den Vereinsrekord mit

6,47 Minuten „Luftanhalten“ in der Disziplin „Statik“, Guillaume

Lemoine schafft 154 Meter im Streckentauchen, und den Rekord im

Tieftauchen hat Timo Frank mit 63 Metern aufgestellt. „Wir treiben

Leistungssport“, sagt Klaus. Offenbar hält Apnoe-Tauchen auch

gesund, wenn man es richtig macht. Erhard Schulz, der die Fotos

zu dieser Geschichte geschossen hat, hat schon die 80 hinter sich

gelassen, taucht aber auch noch ohne jedes Hilfsmittel 30 Meter tief.

Die Nachfrage nach Apnoe-Tauchen ist stark gestiegen in Hamburg.

Vorher gab es aber keinen Club für Apnoe, das durchaus auch in einer

gewissen „Konkurrenz“ zum Gerätetauchen steht. 70 Mitglieder sind

es inzwischen, es gibt sogar eine Warteliste – der Unerschrockenen,

würden wir sagen. Und dann sind da auch noch kommerzielle Anbieter,

die den Sport umfangreich in Kursen vermitteln. Einer der Trainer ist

Tolga Taskin, der im März mit 74,8 Metern Tiefe einen Weltrekord im

Eiswassertauchen aufgestellt hat. Mit nur einem Atemzug, is’ klar.

Für den Hamburger sind immer neue Rekorde natürlich auch ein

Stück Eigen-PR, logisch. Drei Wettbewerbe gibt es im Wesentlichen:

Streckentauchen, Tieftauchen oder Statik – dabei liegt der Taucher

mit dem Kopf nach unten so lange wie möglich völlig ruhig im Wasser.

Klar: Jede Bewegung kostet Sauerstoff. Und den wollen sie sparen.

Birgit Wesemann schafft das 6,02 Minuten lang. Sie ist zweimalige

deutsche Meisterin und im Hamburger Tauchsportbund für Apnoe

zuständig. „Mich fasziniert diese Unabhängigkeit von Technik, dieses

Ursprüngliche“, sagt sie. Das ist es wohl, was die meisten anlockt.

Schließlich ist Apnoe-Tauchen die Ur-Form, so hat der Mensch

schließlich mal begonnen mit der Erkundung der Unterwasserwelt.

So hat er gejagt und Muscheln geerntet. „Man fühlt sich der Natur

absolut näher, Du wirst ein Teil davon“, begeistert sich Klaus, „das

ist so großartig. Man wird süchtig danach.“

46

Gruppenbild mit Maske, ohne Corona.


© Fotos: Rainer Schulz

sporting-Marco

Pimp

your Run!

Hamburg hat Fieber – Lauffieber. Zumindest gefühlt,

denn gefühlt läuft gerade die ganze Stadt.

Und Achtung, es sind nicht nur lauferprobte

Runningfreaks unterwegs.

Neu am Start sind aktuell auch viele eher untrainierte Sportler*innen,

Laufdebütant*innen. Von den gesundheitlichen Benefits mal abgesehen, hat

Laufen den Riesenvorteil, dass es total unkompliziert ist, ohne Zusatzequipment

(gute Schuhe wären schon cool, wir hatten das Thema) quasi für jede*n, immer

und überall möglich. Hier kommt aber ein Aber: Gesamtkörpertraining ist Laufen

nicht, Koordination und Haltung bleiben auf der (Lauf-)Strecke. Und jetzt kommen

wir: Mit „Pimp your Run!“ helfen wir Euch, die investierte Stunde noch besser zu

nutzen, indem wir sinnvolle Übungen in den sportlichen Stadtrundgang integrieren.

Pre-Run: Warm-up-Run,

Stretching Routine

Nach dem Warm-up-Lauf (5 Minuten, moderates Tempo) starten wir mit

einer kleinen Runde Stretching, bestehend aus vier Moves, die hintereinandergeschaltet

zu einer sogenannten „Routine“ werden. Sie sollen mit

fließenden Übergängen ausgeführt werden und Runde für Runde spürbar

mehr Flexibilität erzeugen.

So geht's:

Wir eröffnen mit einer Runde Beweglichkeit,

machen auf halber Strecke den

Oberkörper fit, die Arme hübsch und

sorgen mit Core-Training für eine gute Körperhaltung.

Weiterlaufen und das Ganze

zum Abschluss mit ein paar wohltuenden

Übungen im Liegen krönen.

Breiter Tiefstand:

A Die Beine werden breit aufgestellt, Füße und Knie deutlich nach außen positioniert.

Gehe nun abwechselnd auf beiden Seiten so tief wie möglich in eine einseitige Kniebeuge.

Die Hände stützen am Boden und fixieren das Knie nach außen.

Du machst 8 Wechsel, endest auf der rechten Seite und machst einen direkten Übergang in den ...

1C

Pre-Run: Warm up-Run, Stretching Routine

(Fortsetzung)

Ausfallschritt (ca. 20 Sekunden)

Das vordere Knie steht im rechten Winkel, das

lange Bein ist gestreckt und tief. Beide Füße stehen

möglichst weit voneinander entfernt. Nun drehen wir

den rechten Arm samt Blick komplett nach oben und rotieren im

Oberkörper, der linke Arm stützt am Boden. Am Ende kommen

wir in den ...

Butterfly Reverse (30×)

B Diese umgekehrte Butterfly-Variante trainiert den

gesamten Rücken, inklusive Haltung. Während die

Beine angewinkelt und breit aufgestellt werden, wird

der Oberkörper in eine nahezu waagerechte und gerade Position

gebracht. Die Arme werden nun im rechten Winkel seitlich vom

Körper gehalten und ziehen 30-mal gen Himmel.

Spagatstand (ca. 20 Sekunden)

D Hier sind beide Beine gestreckt, so weit wie

möglich geöffnet, die Fersen nach außen

gedrückt. Der Oberkörper wird bodennah 8-mal

abwechselnd beidhändig zu den Füßen bewegt.

Jetzt beginnst Du wieder bei A und dehnst dann die linke

Seite. Wiederhole diesen Zyklus insgesamt 3-mal. Nun bist

Du „ready to run“!

Mid-Run: Core-Workout

Nach der Hälft der geplanten Laufzeit kommt das Core-Workout mit 3 Basisübungen, die Du 2–4-mal durchläufst. Wenn es Dir lieber

ist, kannst Du sie aber auch immer wieder in Deine Lauf-Intervalle integrieren. Bedeutet: Wenn Du 40 Minuten rennen möchtest,

machst Du jeweils nach 10 Minuten eine Workoutrunde.

Push-ups (15×)

A Bei den Liegestützen hast Du draußen verschiedene

Optionen: auf Asphalt, Wiese oder Sandweg?

Your Choice. Auf den Knien oder an einem

Geländer kannst Du den Push-up im absoluten Armnotfall

ein wenig entschärfen. So geht’s: Arme breit aufstellen, Körperspannung

auf Maximum und dann so weit wie möglich an

den Boden ran, ohne abzulegen.

Kosakensitz (ca. 20 Sekunden)

B Hier geht’s noch eine Etage tiefer: Den Po weit zum

Boden (Ferse) führen. Das lange Bein wird mit der

Fußspitze nach oben gedreht und von der Hand gegriffen.

Die Sohle des gebeugten Beins sollte komplett am Boden

stehen. Gerne eine stützende Hand benutzen. Anschließend

drehen wir weiter nach rechts in den ...

Elbow to Knee-Crunch (20×)

C Für diesen Bauch-Crunch ist dann doch eine Wiese

oder eine gerade Holzbank empfehlenswert.

Tipp: Häng Dir einen Pulli um die Hüfte, den Du Dir

beim Baucheinsatz unter die Lendenwirbelsäule schieben

kannst. Der Oberkörper soll ohnehin keinen Bodenkontakt

haben, die Hände sind beim Hinterkopf. Die Beine werden

rechtwinkelig in der Luft gehalten, die Ellenbogen nach

vorne gekippt. Versuche jetzt mit den Ellenbogenspitzen

Deine Kniescheiben 20-mal anzutippen. Solltest du nicht

ganz an die Knie herankommen, ist das nicht weiter schlimm.

Allerdings ist es bei jeder Wiederholung Dein Ziel.


sporting-Marco

© Fotos: Rainer Schulz

After-Run

Den Abschluss machen wir auf der Liegewiese (wenn es keine gibt oder das Wetter nicht mitspielt, zu

Hause). Die Übungen sollen nicht wirklich dehnen, dem Körper aber ein wenig „gefühlte Länge“ geben.

Seitlicher Körperöffner

A Lege Dich komplett auf die Seite, die Beine sind

rechtwinkelig am Boden abgelegt. Beide Arme

zeigen gestreckt in Blickrichtung. Jetzt dreht sich

der obere Arm ganz weit auf und erzeugt eine Oberkörperöffnung,

Dein Blick folgt der fliegenden Hand. 10-mal hin

und zurück.

IMPRESSUM

sporting hamburg

Stadtsportmagazin

c/o steuermann sport GmbH

Stresemannstraße 375

Eingang 8, 4. OG

22761 Hamburg

Telefon 040-432 08 45 20

info@sporting-magazin.de

www.sporting-magazin.de

Herausgeber

Martin Blüthmann (V.i.S.d.P.)

martin@sporting-magazin.de

Redaktion

Martin Blüthmann,

Andreas Hardt, Marco Santoro,

Manuela Tanzen, Lars Wichert

KÖNNEN SOWIESO

„FRAUEN im Sport…

verdienen mehr.

Mehr Aufmerksamkeit.

Mehr Teilhabe.

Mehr Preis gelder.

Mehr Unter stützung.

Mehr Einfluss.“

Liegender Spagat

B Diese Übung ist relativ einfach, da Du nur auf dem Rücken liegst, die

gestreckten Beine so weit wie möglich öffnest. Versuche beide Beine

mit den Händen ein wenig zu Boden zu drücken. Du kannst auch jeweils

ein Handtuch als Verlängerung zu Hilfe nehmen. Halte diesen liegenden Spagat

für 45–60 Sekunden.

Lektorat, Schlussredaktion

Manuela Tanzen

manuela@sporting-magazin.de

Art Direction und Layout

Arndt Grutke

arndt@sporting-magazin.de

Druck

Eversfrank Preetz

Frank Druck GmbH & Co. KG

Industriestraße 20

24211 Preetz

Auflage: 58.000 Exemplare

D

Banane

Körper und Arme werden langgestreckt. Nun

überkreuzt Du Deine Beine und biegst den Körper

abwechselnd in beide Richtungen. Beachte

auf dem Foto, welcher Fuß bei welcher Seite vorne steht.

Die Banane machst Du circa 5-mal in jede Richtung.

FERTIG! Du hast Dein Workout beendet. Nimm Dir

aber ruhig noch ein paar Minuten, um das

Training ausklingen zu lassen.

C

Rolle

Die macht wahrscheinlich am meisten Spaß: Du

liegst am Boden, rollst Dich zusammen wie ein

kleines Päckchen und beginnst, schwungvoll hinund

herzurollen. Rolle Dich wirklich über alle Partien Deiner

Rückenmuskeln, über das Steißbein und den Po. Mit dem

letzten Schwung kannst Du es mit viel Wumms auf die Beine

schaffen.

WICHTIG! Fühlst Du Dich unwohl, wird Dir

schwindelig: Training abbrechen. Das versteht sich.

Anzeigen, Mediadaten

Telefon 040-432 08 45 20

anzeigen@sporting-magazin.de

Leserbriefe, Termine

und Kommentare

info@sporting-magazin.de

Irrtümer und alle Rechte

vorbehalten. Nachdruck sowie

sonstige Vervielfältigungen nur

mit ausdrücklicher Genehmigung

des Verlags. Für unverlangt

eingesandtes Text- und

Bildmaterial wird keine Haftung

übernommen; der Verlag setzt

bei Eingang voraus, dass alle

Rechte und Honorarfragen

geklärt sind. Erscheinungsort

und Gerichtsstand ist Hamburg.

sporting hamburg erscheint

monatlich. Anzeigen- und

Redaktionsschluss jeweils am

15. des Vormonats.

Juliane Timmermann, 44 Jahre

Familienstand: zusammenlebend mit Mann und Kind

Beruf: Lehrerin für Mathe und Sport

Aktuelle Rolle im Sport: Sportpolitische Sprecherin

und Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der

SPD-Bürgerschaftsfraktion

Hamburger Sportsfrauen fordern Fairplay!

Kontakt: d.kuhn@hamburger-sportbund.de

frauenpowered by


idee derby-meeting 2020

10. Juli - 12. Juli auf der galopprennbahn hamburg-horn

www.galopp-hamburg.de

Follow @hamburgerrennclub

on

Danke für Ihre Unterstützung –

in diesem Jahr ohne Zuschauer auf der Bahn!

pferdewetten.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine