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4-2021

Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion - Fertigungstechnik, Materialien und Qualitätsmanagement

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November/Dezember/Januar 4/<strong>2021</strong> Jahrgang 15<br />

Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion<br />

Die Zukunft der Dosierroboter<br />

in der Fertigung<br />

Globaco, Seite 50


Höhere Aufladung bei trockener<br />

Luft im Winter vorbeugen<br />

Facility Monitoring<br />

System Interface (FMS)<br />

IR Remote Controller<br />

Automatische Reinigung<br />

der Emitterspitzen<br />

Audio + LED Alarm<br />

Auto-Stop und<br />

Auto-cleaning brush<br />

Keine Kalibrierung<br />

notwendig<br />

Offset<br />

Überwachung des<br />

elektrostatischen Feldes<br />

(ion-balanced)<br />

Einsetzbar auch in<br />

durch z. B. Stäube<br />

stark belasteten<br />

Bereichen<br />

Auch bei Ausfall oder Abnutzung<br />

der Emitterspitzen keine ungewollte<br />

Aufladung wie bisher sondern nur<br />

langsamere Entladung durch die<br />

Core Self-balanced Technology<br />

Herbstaktion<br />

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gültig bis 31.12.<strong>2021</strong><br />

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Weitere Informationen finden Sie unter www.bjz.de sowie in unserem neuen Katalog<br />

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GmbH & Co. KG<br />

Berwanger Str. 29 • D-75031 Eppingen/Richen<br />

16.-19. November <strong>2021</strong> | Messe München<br />

Besuchen Sie uns! Halle A4 Stand 102<br />

Telefon: +49 -7262-1064-0<br />

Fax: +49 -7262-1063<br />

E-Mail: info@bjz.de<br />

Web: www.bjz.de


Editorial<br />

Dr. Bärbel Götz<br />

Geschäftsführerin bei BMK<br />

Beherrschen der Vielfalt:<br />

Starke EMS-Partner sind gefragt!<br />

Vielfalt prägt unsere moderne Welt: In der Elektronik zeigt sich diese im Fächer der<br />

technischen Möglichkeiten. Das Beherrschen der technischen Herausforderungen ist<br />

für einen EMS das Fundament für eine erfolgreiche Kundenbeziehung. Er begleitet das<br />

Produkt von der Entwicklung über die Industrialisierung bis zur Serienproduktion und dem<br />

After-Sales Service. Darüber hinaus ist das weltweite Bauteilmanagement Voraussetzung<br />

für eine stabile Supply Chain.<br />

Technologische Vielfalt<br />

Die Vielfalt an Elektronikprodukten nimmt zu. Sie durchdringen alle Lebensbereiche<br />

und sind miteinander vernetzt (IoT). Innovative Produktentwickler loten die technische<br />

Machbarkeit aus. So wie wir heute ein Auto individuell mit Funktionen und Design<br />

auswählen können, fordern EMS-Kunden immer spezifischere Leistungen. Darüber hinaus<br />

muss ein EMS heute Komplettsysteme anbieten. Erforderlich dafür ist es, Technologien<br />

wie Einpress- und Schraubtechnologien bis zur Montage mit entsprechender Überwachung<br />

und Dokumentation (Worker assistance) zu beherrschen.<br />

In allen Branchen ist der Trend zur Miniaturisierung zu beobachten. Baugruppen werden<br />

immer kleiner, kompakter und empfindlicher, so dass Nutzentrennung mit Lasertechnologie<br />

erfolgt, um keine mechanischen Belastungen zu verursachen.<br />

Der EMS ist die Schnittstelle zwischen Kunde und Hersteller der Maschinen, die<br />

beim EMS im Einsatz sind. Ein starker EMS pflegt Entwicklungspartnerschaften mit<br />

Maschinenherstellern, um zukünftige Anforderungen zu antizipieren.<br />

Beim Testen der Elektronik müssen immer mehr Funktionalitäten abgeprüft werden.<br />

Verschiedene Testtechnologien kommen in Frage, um eine hohe Testabdeckung zu<br />

ermöglichen. Der EMS kann beraten welche Tests für welches Produkt sinnvoll und<br />

wirtschaftlich sind.<br />

Die Anforderungen an den Schutz der Elektronik in unterschiedlichen Einsatzbereichen<br />

steigt. Technologische Vielfältigkeit beim Ruggedizing, wie beispielsweise unterschiedliche<br />

Lacktechnologien sowie Vergießen, ist gefragt.<br />

Beherrschen der Supply Chain<br />

Die Nachrichten zu Versorgungsengpässen von Bauteilen überschlagen sich. Die<br />

Lieferketten stehen maximal unter Druck. Zu Preiserhöhungen und schwieriger<br />

Transportlage kommt weiterer Mehraufwand auf den EMS zu: flexible Schichtplanung,<br />

kleinere Losgrößen, Teillieferungen. Der EMS, der auf dieses Lowvolume-Highmix-<br />

Vorgehen nicht eingestellt ist, kommt schnell in Schieflage.<br />

BMK registriert eine Zunahme von Komponentenfälschungen (counterfeit parts) und<br />

betrügerischen Aktivitäten. Betrugsfirmen, die online Lagerbestände zu attraktiven Preisen<br />

anbieten, liefern nach Vorauskasse nie Ware. Es ist wichtig sich vor einer Beschaffung<br />

intensiv mit Lieferanten auseinanderzusetzen, um die Risiken kalkulierbar zu halten.<br />

Der EMS ist hier in einer Sandwich-Position, in der er immer mehr Themen zwischen<br />

Hersteller, Distributor und Kunden abfedert. Als Partner der Kunden kennen die größeren<br />

EMS die Supply Chain im Elektronik Markt. Gerade jetzt sind Handlungsschnelligkeit und<br />

ein gutes Krisenmanagement gefragt.<br />

Die Beherrschung der technologischen Vielfalt und der Supply Chain bei gleichzeitiger<br />

Flexibilität sind wichtige Entscheidungskriterien bei der Auswahl des passenden EMS<br />

Partners. Im Team mit dem Kunden werden die Herausforderungen der Allokation und der<br />

Technik gemeistert.<br />

Dr. Bärbel Götz<br />

4/<strong>2021</strong><br />

3


Inhalt<br />

3 Editorial<br />

4 Inhalt<br />

6 Aktuelles<br />

10 Sonderteil<br />

Dienstleistung<br />

50 Dosiertechnik<br />

58 Löt- und Verbindungstechnik<br />

65 Lasertechnik<br />

70 Produktion<br />

82 Halbleiterfertigung<br />

87 Rework<br />

91 Reinigung<br />

94 Produktionsausstattung<br />

96 Messtechnik<br />

100 Qualitätssicherung<br />

113 Speicherprogrammierung<br />

114 Rund um die Leiterplatte<br />

118 Design<br />

122 IoT/Industrie 4.0<br />

124 Software<br />

November/Dezember/Januar 4/<strong>2021</strong> Jahrgang 15<br />

Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion<br />

Die Zukunft der Dosierroboter<br />

in der Fertigung<br />

Globaco, Seite 50<br />

Zum Titelbild<br />

Die Zukunft der<br />

Dosierroboter in der<br />

Fertigung<br />

Werfen Sie einen Blick<br />

auf die Zukunft des<br />

Einsatzes von Robotern<br />

in der Dosierfertigung<br />

und ihre weitreichenden<br />

Auswirkungen! 50<br />

Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion<br />

• Herausgeber und Verlag:<br />

beam-Verlag<br />

Krummbogen 14<br />

35039 Marburg<br />

Tel.: 06421/9614-0,<br />

Fax: 06421/9614-23<br />

www.beam-verlag.de<br />

• Redaktion:<br />

Ing. Frank Sichla<br />

electronic-fab@beam-verlag.de<br />

• Anzeigenverwaltung:<br />

beam-Verlag<br />

Myrjam Weide<br />

m.weide@beam-verlag.de<br />

Tel.: 06421/9614-16, Fax: -23<br />

• Erscheinungsweise:<br />

4 Hefte jährlich<br />

• Satz und Reproduktionen:<br />

beam-Verlag<br />

• Druck + Auslieferung:<br />

Bonifatius GmbH, Paderborn<br />

www.bonifatius.de<br />

Hinweis:<br />

Der beam-Verlag übernimmt, trotz<br />

sorgsamer Prüfung der Texte durch<br />

die Redaktion, keine Haftung für deren<br />

inhaltliche Richtigkeit. Alle Angaben<br />

im Einkaufsführerteil beruhen auf<br />

Kundenangaben!<br />

Handels- und Gebrauchs namen,<br />

sowie Warenbezeichnungen<br />

und dergleichen werden in der<br />

Zeitschrift ohne Kennzeichnungen<br />

verwendet. Dies berechtigt nicht<br />

zu der Annahme, dass diese Namen<br />

im Sinne der Warenzeichen- und<br />

Markenschutzgesetzgebung als frei zu<br />

betrachten sind und von jedermann<br />

ohne Kennzeichnung verwendet<br />

werden dürfen.<br />

Entwicklung, Produktion und Service aus<br />

einer Hand<br />

Miha bodytec ist einer der Weltmarktführer für<br />

Ganzkörpergeräte im Bereich der elektronischen<br />

Muskelstimulation (EMS). Was die Elektronik- und<br />

Software-Entwicklung betrifft, arbeitet das Unternehmen<br />

seit 2014 erfolgreich mit der TQ-Group zusammen. 42<br />

4 4/<strong>2021</strong>


Kosten sparen durch<br />

Constraint Management<br />

Durch fortschreitende<br />

Miniaturisierung in der Elektronik<br />

und eine höhere Funktionsdichte<br />

sowie größere Anforderungen<br />

an die Zuverlässigkeit einer<br />

Leiterplatte steigt die Anzahl<br />

der Design-Regeln exponentiell<br />

an. Gleichzeitig werden die<br />

Entwicklungszeiten kürzer. So<br />

hat die effektive Verwaltung und<br />

Einhaltung aller Design-Regeln<br />

heute eine Schlüsselposition<br />

in der Leiterplattenentwicklung<br />

eingenommen. 118<br />

Reparatur von<br />

Goldflächen und<br />

Goldkontakten<br />

Hier wird ein innovatives und<br />

umweltfreundliches Verfahren<br />

vorgestellt, mit dem sich<br />

Goldkontakte reparieren<br />

lassen. 88<br />

Von der Idee zum Produkt<br />

Mit dem FINEPLACER pico 2 präsentiert Finetech die neue Generation der bewährten Mikromontage-<br />

Plattform für die Produktentwicklung. Die enorme Funktionsvielfalt bei einfacher Bedienung macht den<br />

Multi-Purpose-Bonder auch in Zukunft zum unverzichtbaren Werkzeug in jedem F&E-Labor. 64<br />

Parametrisches Testsystem<br />

zur Beschleunigung der<br />

Halbleiterchip-Produktion<br />

Tektronix stellte die Software KTE V7.1 für<br />

das parametrische Testsystem der Serie<br />

S530 von Keithley vor und beschleunigt<br />

damit die Herstellung von Halbleiterchips<br />

genau jetzt, wo der Weltmarkt sie am<br />

meisten braucht. 87<br />

Prototyping von vollflexiblen<br />

Sensoren<br />

Flexible Leiterplatten, komplexe Flachkabel<br />

und Sensoren sind in der Computer- und<br />

Automobilelektronik, bei Smartphone-<br />

Baugruppen, in der Medizintechnik und anderen<br />

High-Tech-Anwendungen weit verbreitet.<br />

LPKF demonstriert einen vollintegrierten<br />

Laserbearbeitungsprozess für eine umfassende<br />

Prototyping-Lösung. 66<br />

4/<strong>2021</strong><br />

5


Aktuelles<br />

Inspektionslösungen auf der productronica<br />

Halle A4, Stand 460<br />

factronix GmbH<br />

www.factronix.com<br />

Mit einem Highlight und mehreren<br />

Neuigkeiten startet Factronix<br />

ins Messegeschehen. Das Highlight:<br />

Erstmals wird Partner ALeader<br />

Europe seine Inspektionslösungen<br />

auf dem Factronix-Messestand<br />

460 in Halle A4 vorstellen:<br />

Full 3D-AOI und 5D-SPI<br />

Konkret geht es dabei um das Full<br />

3D-AOI ALD8720S und das 5D-SPI<br />

ALD6720S SPI (Kombination aus<br />

3D- und 2D-Bildanalysen). Das<br />

Flaggschiff Full 3D-AOI ALD8720S<br />

wartet mit signifikanten Leistungsmerkmalen<br />

auf, wie etwa das Autoprogramming,<br />

die IPC-Kompatibilität<br />

und eine konkurrenzlos sichere<br />

Schrifterkennung. Dadurch ist das<br />

Full 3D-AOI besonders für die hiesige<br />

High-Mix/Low-Volume-Produktion<br />

attraktiv. Es beherbergt ein telezentrisches<br />

Kameramodul mit eigenentwickeltem,<br />

innovativem Highspeed-Projektionsverfahren,<br />

das<br />

selbst stark abgeschattete Bauteile<br />

dreidimensional, schnell und<br />

präzise vermessen kann. Sogar die<br />

Verwölbung der Platine wertet das<br />

System on-the-fly aus und benötigt<br />

daher keinen separaten Prüfschritt.<br />

Die Auswertung der Messergebnisse<br />

erfolgt durchgängig in 3D<br />

ohne Beeinträchtigung der Prüfzeit.<br />

Das 3D-AOI unterstützt Elektronikfertiger<br />

bei der Qualitätssicherung<br />

Neues aus der Elektronikfertigung<br />

Bei der AAT Aston GmbH bietet<br />

der neue Bereich Additive Manufacturing<br />

(AM) ein großes Potential<br />

für sinnvolle und kosteneffiziente<br />

Prozessoptimierung. Prototypen,<br />

spezielle Trays oder Aufnahmen für<br />

die Serienfertigung müssen nicht<br />

mehr spanend hergestellt werden,<br />

sondern können schnell und direkt<br />

vor Ort gedruckt werden. Man bietet<br />

die modernsten DLP-Drucksysteme<br />

von Rapid Shape mit dem<br />

Optimum hinsichtlich Druckqualität,<br />

Produktivität & Flexibilität. Die<br />

große Varianz an Hightech-Funktionsharzen<br />

von Henkel bietet<br />

herausragende Oberflächenqualitäten<br />

und eine Reihe an besonderen<br />

Eigenschaften. Ob elastisch,<br />

transparent, mechanisch belastbar<br />

oder flammhemmend nach UL 94<br />

V-0 – so flexibel kann moderne Fertigung<br />

sein. Hinzu kommt Kompetenin<br />

in der Kabelbearbeitung: Highlight<br />

unter den Abläng- und Abisolierautomaten<br />

ist das Tischgerät<br />

Metzner AM 1000 mit starker<br />

Schnitt- und Abzugskraft. Es erweitert<br />

das bereits stark aufgestellte<br />

Portfolio der Firma Metzner um eine<br />

Anlage für Kabel, Litzen und Drähte<br />

bis ø 10 mm und 6 mm² Kabelquerschnitt.<br />

Das kompakte Design und<br />

die intuitive Bedienung per Touchscreen<br />

bieten einen besonderen<br />

Komfort. Die AM 1000 lässt sich<br />

besonders einfach in bestehende<br />

oder neue Peripherie integrieren<br />

und dies alles bei einem herausragendem<br />

Preis/Leistungs-Verhältnis.<br />

Halle B4, Stand 325<br />

AAT Aston GmbH<br />

www.aston.de<br />

6 4/<strong>2021</strong>


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Elektronik Elektrostatik GmbH<br />

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Permanentes Überwachungssystem für<br />

Handgelenkbänder an einem ESD Arbeitsplatz,<br />

alternativ können Ionisatoren kontrolliert werden.<br />

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Aktuelles<br />

elektronischer Baugruppen, da es<br />

leicht und schnell zu programmieren<br />

ist, wenig Schulungsaufwand<br />

erfordert und leicht zu bedienen ist.<br />

Nicht minder leistungsstark ist<br />

das 5D-SPI ALD6720S: Die Kombination<br />

aus einer zuverlässigen<br />

3D-Messung und hochauflösenden<br />

2D-Bildern stellt eine vollständige<br />

Inspektionsabdeckung sicher. Die<br />

präzise Messung der Höhe, Fläche<br />

und dem Volumen der Lotpastendepots<br />

ermöglicht die Phasen-Messprofilometrie<br />

(PMP). Das bidirektionale<br />

Projektionssystem erlaubt eine<br />

genaue und rauschresistente Messung<br />

der Lotpastenhöhe und dem<br />

Lotpastenvolumen. Bemerkenswert<br />

ist die automatische Verzugskompensation<br />

in Echtzeit. Auch gängige<br />

Lotstopplackfarben erkennt<br />

das SPI problemlos. Die Programmierzeiten<br />

von weniger als 5 min<br />

und einer Trainingszeit von weniger<br />

als 1 h machen das SPI besonders<br />

bedienerfreundlich. Vertrieb und<br />

Support der Inspektionslösungen<br />

von ALeader Europe erfolgen im<br />

deutschsprachigen Raum durch<br />

den Systempartner Factronix.<br />

M10V: Attraktive Bestücklösung<br />

Der Bestückautomat M10V des<br />

polnischen Herstellers Mechatronika<br />

ist eine vielseitig einsetzbare<br />

Anlage zum Platzieren von Bauelementen<br />

verschiedener Baugrößen,<br />

die von 0201-Winzlingen bis<br />

hin zu 35 mm x 35 mm großen<br />

Komponenten reicht. Die Bestückleistung<br />

beziffert Mechatronika mit<br />

bis zu 1600 BE/h. Das integrierte<br />

Visionsystem zentriert nicht nur<br />

die Bauteile, um sie in korrekter<br />

Position und Lage auf die Leiterplatte<br />

aufzubringen. Es eignet sich<br />

zudem zur Leiterplatten-Korrektur.<br />

Bis zu 32 Gurte (8, 12, 16, 24, 32<br />

und 44 mm) und bis zu 20 Stangen<br />

für SO8- und PLCC84-Bauformen<br />

kann der Bestückautomat aufnehmen.<br />

Die leistungsfähige Bildverarbeitung<br />

erlaubt auch die Zuführung<br />

der Bauteile als Schüttgut und<br />

via Matrixverpackung (Trays) sowie<br />

Gurtabschnitten.<br />

Der 300 x 400 mm große Arbeitsbereich<br />

kann auch sehr kleine Leiterplatten<br />

aufnehmen. Das Gerät<br />

wird mittels PC gesteuert. Die bedienerfreundliche<br />

Software ist innerhalb<br />

weniger Stunden zu beherrschen.<br />

Zudem erfolgt die Programmierung<br />

problemlos über Teach-in<br />

Erstmals wird Partner ALeader Europe mit dem Full 3D-AOI ALD8720S und dem 5D-SPI ALD6720S seine innovativen<br />

Inspektionslösungen auf dem Factronix-Messestand vorstellen<br />

oder CAD-Datenübernahme. Eine<br />

weitere Besonderheit ist der optionale<br />

Präzisionsdispenser für Lotpasten<br />

und SMT-Kleber. Ebenfalls<br />

optional erhältlich ist ein Untergestell,<br />

so dass das System liniennah<br />

als Batchsystem zum Einsatz kommen<br />

kann. Durch die einfache und<br />

sichere Handhabung eignet sich der<br />

M10V insbesondere für Prototypen<br />

und Kleinserien. Factronix vertreibt<br />

den Bestückautomaten M10V im<br />

deutschsprachigen Raum.<br />

Löttechnik für Klein- und<br />

Mittelserien<br />

Ebenfalls von Mechatronika<br />

schickt Systempartner Factronix<br />

den Reflowofen MR260 und den<br />

Lötroboter MSR400 ins Rennen.<br />

Der für das bleifreie Löten ausgelegte<br />

Reflowofen MR260 arbeitet<br />

nach dem Konvektionsprinzip mit<br />

zwangsgeführter Umluft. Daher<br />

benötigt er eine geringere Leistung<br />

als ein Infrarotofen und ist unempfindlich<br />

gegenüber Abschattungen<br />

und wärmereflektierenden Oberflächen.<br />

Zudem wartet er mit einer<br />

besonders kleinen Stellfläche auf,<br />

die drei Heizzonen und eine Kühlzone<br />

aufbietet. Durch die leichte<br />

Programmierung lassen sich alle<br />

Parameter wie Temperaturprofil und<br />

Durchlaufzeiten, schnell und unkompliziert<br />

einstellen. Eine 4-Kanal-<br />

Aufzeichnung der Temperatur und<br />

ein USB-Anschluss zur externen<br />

Datenspeicherung sowie ein optionales<br />

Untergestell runden das Leistungsspektrum<br />

ab. Der Lötroboter<br />

MSR400 ist für das vollautomatische<br />

Löten von THT-Komponenten mittels<br />

4-Achsenlötprozess auf Leiterplatten<br />

konzipiert. Das System<br />

stellt eine gleichbleibende Lötqualität,<br />

auch thermisch anspruchsvoller<br />

Lötverbindungen, sicher. Lötprofile<br />

lassen sich für jede Lötverbindung<br />

individuell programmieren<br />

und auch in einer Lötstellenbibliothek<br />

hinterlegen. Das integrierte<br />

Visionsystem erkennt problemlos<br />

Passmarken und BAD-Markenerkennung<br />

genauso wie Leiterplattenoberflächen.<br />

Das Einlesen von<br />

Gerber-Daten macht die Programmierung<br />

schnell und einfach. Ein<br />

manuelles Einlernen der Lötpositionen<br />

über die integrierte Kamera<br />

ist ebenfalls möglich. Die leistungsstarke<br />

Löteinheit verfügt über einen<br />

sensorgesteuerten Lötkopf mit präziser<br />

Regeleinheit und besonders<br />

langlebigen Lötspitzen. Die Reinigung<br />

der Lötspitze erfolgt automatisch<br />

nach definierten Vorgaben,<br />

wahlweise über einen rotierenden<br />

Schwamm und optional durch Abblasen<br />

mittels Druckluft.<br />

Rework-Station mit<br />

Infrarot-Heizung<br />

Die Rework-Station IR3100 des<br />

amerikanischen Herstellers Pace<br />

Worldwide sorgt mittels Pyrometer<br />

für eine berührungslose Closed-<br />

Loop-Temperaturregelung, die eine<br />

präzise thermische Prozesskontrolle<br />

in Echtzeit direkt am Bauteil ermöglicht.<br />

Der IR3100 verfügt über Mittel-/Langwellen-Infrarotstrahler<br />

mit<br />

1,5 kW für die Unter- und Oberheizung.<br />

Darüber hinaus verarbeitet es<br />

eine große Bandbreite an Bauelementen.<br />

Die auf Windows 10 basierende<br />

integrierte Software und die<br />

intuitive Schritt-für-Schritt-Anlei-<br />

Von Mechatronika sind das Bestücksystem M10V mit verschiedenen<br />

Bauteilzuführungen für Prototypen und Kleinserien ausgestellt<br />

8 4/<strong>2021</strong>


Ebenfalls von Mecatronika und auf dem Faxtronix-Messestand: der<br />

Reflowofen MR260 mit drei Heizzonen und einer Kühlzone<br />

4/<strong>2021</strong><br />

tung des IR 3100 machen es einfach,<br />

ein Multizonen-Temperaturprofil<br />

zu erstellen, das den herstellerspezifischen<br />

thermischen Spezifikationen<br />

nahezu aller Bauteile entspricht.<br />

Die Zieltemperatur und die<br />

Zeit ist für jede Heizzone einstellbar.<br />

Ebenso leicht lassen sich Zeit,<br />

Temperatur und Aufheizgeschwindigkeit<br />

für jede Heizzone programmierbar<br />

auch während der Profilentwicklung<br />

korrigieren und anpassen.<br />

Die Vision-Overlay-System (VOS)<br />

genannte automatisch gesteuerte<br />

ausfahrbare, optische Justiereinheit<br />

nutzt ein halbdurchlässiges<br />

Spiegelprisma und leuchtstarker<br />

LED-Lichtquelle für die schattenfreie<br />

Ausleuchtung des Arbeitsbereichs.<br />

Die mit 1080 Pixel hochauflösende<br />

Farbkamera ermöglicht<br />

eine genaue Ausrichtung der Komponenten<br />

in der Rotation in der X-<br />

und Y-Achse. Die Vierfachdarstellung<br />

ermöglicht es, alle vier Ecken<br />

eines großen Bauteils wie große<br />

BGAs oder Fine-Pitch-QFPs unter<br />

starker Vergrößerung gleichzeitig<br />

zu betrachten und so das Bauteil<br />

zuverlässig und exakt zu platzieren.<br />

Die neue hochsensible, durch<br />

ein Gegengewicht ausbalancierte<br />

Vakuum-Aufnahmevorrichtung nutzt<br />

einen optischen Sensor sowie eine<br />

präzise, temperaturstabile Linearführung<br />

nebst Kugellager für eine<br />

größtmögliche Genauigkeit bei der<br />

Platzierung und beim Aufnehmen<br />

von Bauteilen.<br />

Das System wird standardmäßig<br />

mit sechs Vakuumpipetten unterschiedlicher<br />

Größe ausgeliefert.<br />

Ebenso ist die Rework-Station IR<br />

3100 standardmäßig mit einer Hi-<br />

Definition-Sodr-Cam für die visuelle<br />

Prozesskontrolle in Echtzeit<br />

ausgestattet.<br />

Der Lötroboter MSR400 von Mechatronika ist für das vollautomatische<br />

Löten von THT-Komponenten ausgelegt<br />

Packaging-Lösungen für das<br />

IC-Prototyping<br />

Schwerpunkt des Messeauftritts<br />

von TopLine als Mitaussteller<br />

auf dem Messestand von Factronix<br />

sind die Ceramic Column Grid<br />

Arrays (CCGA). Diese säulenförmigen<br />

Anschlüsse lassen sich im<br />

Flächenraster auf der Chip-Gehäuseunterseite<br />

aufbringen. Säulenartige<br />

Anschlüsse fangen Stöße und<br />

Erschütterungen genauso gut ab wie<br />

Verformungen durch thermische<br />

Extreme. Ebenso verkraften sie problemlos<br />

schnelle und häufige Temperaturschwankungen.<br />

Zwischenzeitlich<br />

hält der amerikanische Hersteller<br />

auch bleifreie CCGAs bereit,<br />

die RoHS-konforme Applikationen<br />

adressieren. Diese Anschlusstechnologie<br />

hat Factronix in sein umfangreiches<br />

Produktportfolio aufgenommen.<br />

Der Systempartner vertreibt<br />

das Topline-Sortiment exklusiv in<br />

Deutschland.<br />

Dienstleistungen von Factronix<br />

Als Systemlieferant bietet Factronix<br />

hochwertige Investitionsgüter,<br />

Werkzeuge, Hilfsmittel, Verbrauchsmaterialien<br />

und Dienstleistungen<br />

für die Elektronikfertigung. Einen<br />

Schwerpunkt bildet das umfangreiche<br />

Dienstleistungsportfolio für<br />

Bauelemente. Ziel ist es, die Qualität<br />

von Bauteilen sicherstellen, die<br />

aus alternativen Beschaffungsquellen<br />

kommen. Gemeinsam mit dem<br />

schottischen Partner Retronix will<br />

Factronix mit High-Performance<br />

Services wie BGA-Laser-Reballing,<br />

der Neuverzinnung sowie Umlegieren<br />

von Bauteilanschlüssen etc. den<br />

Elektronikfertigern in ihrem Obsoleszenz-Management<br />

unterstützen.<br />

Abgerundet wird das Dienstleistungsportfolio<br />

durch das Lohnröntgen.<br />

◄<br />

Die Rework-station IR3100 des<br />

amerikanischen Herstellers Pace<br />

Worldwide sorgt mittels Pyrometer<br />

für eine berührungslose Closed-Loop-<br />

Temperaturregelung<br />

9


Dienstleistung<br />

Becktronic und Brückmann Elektronik:<br />

Premiumpartner mit gemeinsamer Vision<br />

Verlässliche Prozesse auch bei<br />

knappen Timings<br />

BECKTRONIC GmbH<br />

info@becktronic.de<br />

www.becktronic.de<br />

Aktuell sehen sich EMS-Dienstleister<br />

vielen Herausforderungen<br />

gegenübergestellt: Allgegenwärtig<br />

die Bauteilverknappung mit daraus<br />

resultierenden Lieferengpässen. Für<br />

Industrie- und Edelmetalle steigt die<br />

Nachfrage, gleichzeitig schrauben<br />

sich die Preise in die Höhe. Technische<br />

Ansprüche wachsen während<br />

sich parallel die Komplexität<br />

elektronischer Baugruppen verdichtet.<br />

Wie müssen Unternehmen<br />

jetzt die Weichen stellen, um sich<br />

für die Zukunft wettbewerbsfähig<br />

aufzustellen?<br />

Die Antwort lautet: Zusammenarbeit.<br />

Sie ist nicht nur eine Investition<br />

in die Zukunftsfähigkeit, sie ist der<br />

Schlüssel zum Erfolg. Schon Henry<br />

Ford wusste: „Zusammenkommen<br />

ist ein Beginn, zusammenbleiben ist<br />

ein Fortschritt, zusammenarbeiten<br />

ist ein Erfolg.“ Die gut eingespielte<br />

Partnerschaft zwischen der Becktronic<br />

GmbH und der Brückmann<br />

Elektronik GmbH beweist genau<br />

das. Der professionelle Hersteller<br />

lasergeschnittener SMD- Schablonen<br />

und der innovative Systemlieferant<br />

für hochqualitative Elektroniklösungen<br />

beschreiten seit vielen Jahren<br />

gemeinsame Wege.<br />

Langjährige Geschäftsbeziehung:<br />

Professionell. Präzise.<br />

Persönlich. Und immer<br />

partnerschaftlich.<br />

Die Ausgangslage gemeinsamer<br />

Projekte ist stets unterschiedlich.<br />

Dafür sind vor allem die vielfältigen<br />

Marktsegmente verantwortlich,<br />

die jederzeit neue Produktinnovationen<br />

in immer mehr Industrie- und<br />

Lebensbereichen fordern. Die elektronischen<br />

Baugruppen der Brückmann<br />

Elektronik GmbH kommen u.<br />

a. in der Optischen Industrie, in der<br />

Messtechnik, in Motion-Control-Systemen,<br />

in der Luftfahrt, in der Hochfrequenztechnik<br />

sowie im Audio- &<br />

High-End-Bereich zum Einsatz. Die<br />

hochpräzisen SMD-Schablonen der<br />

Becktronic GmbH sind dabei wichtige<br />

Werkzeuge im Fertigungsschritt<br />

Lotpastendruck.<br />

„Besonders stolz sind wir darauf,<br />

dass wir während der Corona-<br />

Pandemie auch Unternehmen im<br />

Bereich der Medizintechnik unterstützen<br />

können“, so Michael Groß,<br />

Leiter SMD-Produktion bei der<br />

Brückmann Elektronik GmbH und<br />

Thomas Schulte-Brinker, Geschäftsführer<br />

der Becktronic GmbH.<br />

Kunden treten mit den unterschiedlichsten<br />

Problemstellungen<br />

an die Kooperationspartner heran.<br />

Neben den gestiegenen technischen<br />

Ansprüchen spielt vor allem<br />

die Prozesssicherheit eine übergeordnete<br />

Rolle – auch bei erhöhtem<br />

Zeitdruck. Für solche Situationen<br />

sind Becktronic und Brückmann<br />

Elektronik bestens gerüstet.<br />

So sind beispielsweise für Brückmann<br />

Elektronik Lieferanten wichtig,<br />

die auch in schwierigen Situationen<br />

die gegebenen Herausforderungen<br />

lösen, so groß sie auch<br />

sein mögen.<br />

Kontinuität und Qualitätsansprüche<br />

bei zeitkritischen Projekten aufrechtzuerhalten<br />

ist für die Becktronic<br />

GmbH als verlässlicher Partner<br />

kein Problem.<br />

„Höchste Qualität der Produkte ist<br />

unser oberstes Gebot bei Becktronic.<br />

Mit der DIN EN ISO 9001 haben<br />

wir uns dahingehend selbst sehr<br />

strenge Standards auferlegt“, so<br />

Thomas Schulte-Brinker. Gewährleistet<br />

werden die hohen Qualitätsstandards<br />

durch die konsequente<br />

Reduktion von Störfaktoren innerhalb<br />

der Prozesse sowie die interne<br />

Machbarkeitsanalyse bei jedem Projekt.<br />

Zur fortlaufenden Prozess- und<br />

Produktoptimierung nutzen die beiden<br />

Premiumpartner eine kontinuierlich<br />

gepflegte Datenbank, in der<br />

sämtliche Auffälligkeiten dokumentiert<br />

werden.<br />

Im gesamten Prozess, von der<br />

Bestellung über die Fertigung bis<br />

hin zur Auslieferung, beweist Becktronic<br />

immer wieder den nötigen<br />

Blick über den Tellerrand. Wenn<br />

beispielsweise Sonderlösungen<br />

bei der Fertigung von Klebeschablonen<br />

gefragt sind oder eine enge<br />

Abstimmung im Produktionsprozess<br />

mit Stufenschablonen benötigt wird.<br />

Gemeinsame Prozess- und<br />

Produktoptimierung für<br />

höchste Qualität<br />

Ein besonderes Augenmerk liegt<br />

dabei auf der Problematik, mit der<br />

wohl fast alle EMS- Dienstleister<br />

10 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

zu kämpfen haben: mit den Daten<br />

unterschiedlicher Layouter und<br />

CAD- Programme gleichbleibend<br />

gute Baugruppen zu produzieren.<br />

Hierbei unterstützt Becktronic die<br />

Brückmann GmbH durch Beratung<br />

und Umsetzung von Modifikationen<br />

der Schablonendaten. Diese Optimierungen<br />

werden in kundenspezifischen<br />

Standards hinterlegt, laufend<br />

aktualisiert und Änderungen<br />

im Produktionsprozess der Brückmann<br />

GmbH angepasst. So konnten<br />

bereits erfolgreich Lötfehler, wie<br />

z. B. Grabsteineffekt, nicht gelötete<br />

Kontakte, Lötbrücken und Lotperlen<br />

nahezu beseitigt bzw. bereits im<br />

Vorfeld verhindert werden.<br />

Auch beim erstmaligen Bestücken<br />

neuartiger Bauteil- und Gehäuseformen<br />

steht Becktronic bezüglich<br />

Anpassung der Daten auf das<br />

neue Footprint beratend zur Seite<br />

und nimmt die Anpassungen der<br />

Schneiddaten µm-genau vor, um<br />

auch hier von Anfang an ein optimales<br />

Ergebnis zu sichern.<br />

Die flexible Umsetzung auch zeitkritischer<br />

Projekte wird bei der Becktronic<br />

GmbH besonders durch einen<br />

entscheidenden Vorteil betont, den<br />

die Brückmann Elektronik GmbH als<br />

Premiumpartner sehr zu schätzen<br />

weiß: schnelle Lieferzeiten. Diese<br />

liegen bei Becktronic im Standardservice<br />

bei einem Tag. Schnelle<br />

Reaktionszeiten und ein sehr gut<br />

ausgestatteter Laserpark mit entsprechenden<br />

Fertigungskapazitäten<br />

ermöglichen jedoch Auftragsdurchlaufzeiten<br />

von nur vier Stunden,<br />

wenn die bestellte Schablone<br />

wirklich dringend benötigt wird.<br />

Lieferungen per Eilexpress oder<br />

die Direktabholung bei Becktronic<br />

vor Ort gehören ebenfalls zum<br />

Rundum-Sorglos-Service des zuverlässigen<br />

Partners für lasergeschnittene<br />

SMD- Schablonen.<br />

„Entlang der gesamten Wertschöpfungskette<br />

wissen wir die<br />

Becktronic GmbH als absolut<br />

zuverlässigen Partner an unserer<br />

Seite. Dass wir uns auch bei knappen<br />

Timings auf das Team verlassen<br />

können, beweist die Tatsache,<br />

dass seit Beginn der Zusammenarbeit<br />

keine Reklamationen bei uns<br />

eingegangen sind“, so Martin Reuter,<br />

Leiter Materialwirtschaft bei der<br />

Brückmann Elektronik GmbH. Es<br />

sind diese verlässlichen Prozesse,<br />

durch die die Becktronic GmbH und<br />

die Brückmann Elektronik GmbH<br />

für die Zukunft gewappnet sind.<br />

„Als spezialisierte Hersteller in der<br />

Electronic Industry arbeiten wir auf<br />

Augenhöhe zusammen, ohne dabei<br />

den Blick für das Wesentliche zu<br />

verlieren: unsere Produkte, unsere<br />

Kunden und unsere gemeinsame<br />

Vision“, fasst Thomas Schulte-Brinker<br />

die partnerschaftliche Kooperation<br />

zusammen. ◄<br />

Neue Dosiermaschine für kleinste Mengen<br />

Elektronische Baugruppen werden oft in<br />

Bereichen mit starken Belastungen durch Vibrationen<br />

eingesetzt. Diese Belastungen verursachen<br />

im schlimmsten Fall Bauteilabrisse. Das<br />

Verkleben von „schweren“ Bauteilen wie Topfkondensatoren<br />

oder Spulen mit nur wenigen<br />

Anschlussbeinchen verringert in diesem Fall das<br />

Risiko eines Schadens der Elektronik. Die IPC<br />

A610 fordert für diese Fixierung mindestens 3<br />

Klebestellen mit einer Haftung des Klebers über<br />

25% der Bauteilhöhe. Die dafür in Frage kommenden<br />

Klebstoffe sind zumeist zweikomponentige<br />

Materialien. Für diese Anforderungen<br />

hat InnoCoat seine Produktion erweitert und in<br />

eine neue Maschine und einer Dosierpumpe mit<br />

Endloskolben-Prinzip investiert. Damit können<br />

kleinste Dosiermengen mit hoher Wiederholund<br />

Positioniergenauigkeit appliziert werden.<br />

Das notwendige Mischungsverhältnis kann präzise<br />

über zwei voneinander unabhängig regelbaren<br />

Servomotoren programmiert werden. Das<br />

Dienstleistungsangebot von InnoCoat umfasst<br />

somit aktuell:<br />

• Reinigung<br />

• Schutzlackierung<br />

• Underfill<br />

• Verguss<br />

• Hochspannungsisolation<br />

• allgemeine Dosieraufgaben<br />

• Mikrodosierung<br />

Innocoat GmbH<br />

www.inno-coat.de<br />

4/<strong>2021</strong><br />

11


Dienstleistung<br />

Bessere Verbindung zwischen PCB-Herstellung und -Bestückung<br />

Die Firma CalcuQuote hat das Ziel verfolgt,<br />

einen schnellen, genauen und effizienten Angebotsprozess<br />

für die EMS-Branche zu schaffen.<br />

Hauptthema war lange Zeit die Kalkulation und<br />

Beschaffung von Komponenten auf der Stückliste.<br />

Auch dank der Mitarbeit von Partnern ist<br />

es jetzt einfacher denn je, die Komponenten in<br />

einer Stückliste schnell zu kalkulieren und zu<br />

beschaffen. API-basierte Transaktionen, die<br />

von den größten Zulieferern der Branche übernommen<br />

wurden, haben eine nahezu sofortige<br />

Reaktion auf Stücklisten mit hunderten von<br />

Teilenummern ermöglicht. Um die Vernetzung<br />

der Supply Chain stetig zu verbessern, arbeitet<br />

CalcuQuote nun an der nächsten Evolution:<br />

die Zusammenarbeit mit Leiterplattenherstellern.<br />

Mit hunderten von EMS-Unternehmen auf<br />

der ganzen Welt, die das CQ-Ökosystem nutzen,<br />

um jeden Monat zehntausende von Angeboten<br />

zu bearbeiten, ist CalcuQuote in einer einzigartigen<br />

Position, um die Leiterplattenhersteller<br />

mit den EMS-Unternehmen zu verbinden.<br />

Als ersten Schritt auf diesem Weg baut CalcuQuote<br />

ein globales Verzeichnis von Leiterplattenherstellern<br />

auf, das innerhalb des CQ-Ökosystems<br />

durchsuchbar sein wird, damit Kunden<br />

problemlos mit ihren bevorzugten Leiterplattenlieferanten<br />

zusammenarbeiten oder neue Partner<br />

für eine stabilere Supply Chain finden können.<br />

Leiterplattenhersteller können sich kostenlos<br />

und für immer an diesem Verzeichnis beteiligen<br />

mit den zusätzlichen Vorteilen, ihre Fähigkeiten<br />

zu präsentieren, neue Möglichkeiten zu entdecken<br />

und einfacher mit ihren Kunden zusammenzuarbeiten.<br />

„Wir sehen dies als ein Win-Win-Szenario für<br />

die Elektronikindustrie“, sagt Chintan Sutaria,<br />

CEO von CalcuQuote. „Von der gesamten Branche<br />

wird erwartet, dass sie schneller, widerstandsfähiger<br />

und effizienter wird. Die einzige Möglichkeit,<br />

all diese Kriterien zu erfüllen, besteht darin,<br />

die Reibungsverluste bei der Geschäftsabwicklung<br />

durch Innovation zu verringern.“<br />

Sind Sie ein Leiterplattenhersteller?<br />

Besuchen Sie<br />

info.calcuquote.com/de/pcb<br />

um Teil dieses zukunftsorientierten globalen<br />

Verzeichnisses zu werden. Sie sind kein Leiterplattenhersteller,<br />

haben aber jemanden, den Sie<br />

gerne empfehlen würden? Besuchen Sie den<br />

obigen Link, um Ihre Kontakte zu empfehlen, die<br />

an dieser Gelegenheit interessiert sein könnten!<br />

CalcuQuote<br />

www.calcuquote.com<br />

Die cps-group – der verlässliche Partner für EMS-Dienstleistungen<br />

Bauteil-Programmierung<br />

Jede IC-Programmierung wird mit höchster<br />

Qualität in allen Programmiertechniken und<br />

Gehäuseformen mit modernsten Systemen<br />

sowie stets aktuellen Programmieralgorithmen<br />

ausgeführt. Ungleich ob es eine Musteroder<br />

Nullserie oder ein kontinuierlich hoher<br />

Bedarf für die Produktion ist.<br />

IC-Markierung (Laser/Label) und 3D-Koplanaritätsprüfung<br />

garantieren Produktionssicherheit.<br />

Zudem gewährleistet ein elektronisches<br />

Dateninterface durchgängige Prozesskontrolle<br />

und volle Transparenz mit 100% Traceability.<br />

Tape & Reel<br />

Die sortenreine Vereinzelung, Gurtung und<br />

Verpackung von Schüttgut oder kleinsten und<br />

komplexen Stanzteilen realisieren innovative,<br />

vollautomatische Gurtungsautomaten. Eine<br />

IO-/NIO-Sortierung und lagerichtige Platzierung<br />

der Teile im Blistergurt oder Tray erfolgt<br />

entweder als Quer- oder Hochvereinzelung.<br />

Für Sonderformen werden Speziallösungen<br />

entwickelt. Hochauflösende Kamerasysteme<br />

dokumentieren die 100%ige Lagerichtigkeit und<br />

Bestückung. So wird dem Kunden eine kontinuierliche<br />

Materialzuführung an der Produktionslinie<br />

gewährleistet. Bei Bedarf werden kundenspezifische<br />

Werkzeuge und Gurt material<br />

entwickelt sowie die Material-Bevorratung für<br />

kürzeste Reaktionszeiten angeboten.<br />

25 Jahre<br />

cps-Programmier-Service GmbH<br />

Engineering<br />

Die Dienstleistungen reichen von der Beratung<br />

und Planung, z.B. der Roboter-Typenauswahl,<br />

über die Simulation, Programmierung<br />

und Inbetriebnahme bis hin zu Schulung<br />

und Service.<br />

Je nach Bedarf kann direkt am Roboter vor<br />

Ort oder in einer 3D-Simulation programmiert<br />

werden. Durch die realitätsnahe Simulation<br />

mit importierten CAD-Daten der zu programmierenden<br />

Anlage kann bereits unmittelbar<br />

nach der Konstruktionsphase die Roboterprogrammierung<br />

erfolgen. Diese Vorgehensweise<br />

garantiert eine effektive, kostengünstige<br />

Inbetriebnahme- und Optimierungsphase,<br />

sowie Planungssicherheit bezüglich der Taktzeitbetrachtung<br />

und dem daraus resultierenden<br />

Durchsatz.<br />

Zusätzlich können über hauseigene 3D-Drucker<br />

Prototypen von Greifern hergestellt und<br />

anschließend bauteilspezifische Machbarkeitsstudien<br />

durchgeführt werden, um die Erfolgschancen<br />

Ihrer geplanten Automation zu steigern.<br />

cps Programmier-Service GmbH ― Gewerbestraße 1 ― 31698 Lindhorst<br />

Tel.: 05725/9444-0 ― vertrieb@cpsgroup.eu― www.cpsgroup.eu


„Zuverlässigkeit auf höchstem Niveau“<br />

Seit nunmehr über 14 Jahren<br />

beliefert die Factronix GmbH ihre<br />

Kunden neben hochwertigen Produktionsmitteln,<br />

Werkzeugen und<br />

Materialien für die Elektronikfertigung<br />

insbesondere mit speziellen<br />

Dienstleistungen, um die Zuverlässigkeit<br />

von Bauteilen und Baugruppen<br />

auf ein höheres Niveau<br />

zu heben.<br />

In langjähriger Zusammenarbeit<br />

mit dem schottischen Unternehmen<br />

RETRONIX werden Prozesse<br />

angeboten, um Bauteile vor<br />

ungewünschter Bildung von Whiskern<br />

zu schützen. Hierzu zählt vor<br />

allem das Umlegieren von hochzinnhaltigen<br />

Oberflächen, die<br />

bekannt dafür sind, schädliche<br />

Zinn-Whisker auszubilden. Die<br />

Prozesse des Umlegierens sind<br />

alle nach J-STD zertifiziert und<br />

werden in allen Bereichen hochzuverlässiger<br />

Endanwendungen<br />

eingesetzt.<br />

Plagiaten vorbeugen<br />

Hochzuverlässig, schnell und<br />

unkompliziert werden auch Bauteile<br />

aus unsicheren Bezugsquellen<br />

getestet, um Plagiaten vorzubeugen,<br />

korrekte Legierung zu prüfen<br />

und optimale Lötbarkeit sicherzustellen.<br />

Sollten Tests negativ ausfallen,<br />

können verschiedene Add-<br />

Ons angeboten werden, wie zum<br />

Beispiel ein Refreshing, das Ausrichten<br />

von Anschlusspins oder<br />

ein Umlegieren auf bleifrei bzw.<br />

bleihaltig.<br />

Lohnröntgen<br />

Im Bereich Dienstleistungen hat<br />

sich mittlerweile auch das Lohnröntgen<br />

gut etabliert. Viele Kunden,<br />

nicht nur aus dem Münchener<br />

Umfeld, schätzen diesen Service<br />

aufgrund der kurzen Durchlaufzeiten,<br />

um eine schnelle Analyse<br />

verborgener Lötverbindungen<br />

durchführen zu lassen.<br />

Reinigungsanlage<br />

HyperSWASH<br />

Auch das Gerätespektrum der<br />

Produktionssysteme hat sich deutlich<br />

erweitert. So setzt die neue<br />

Reinigungsanlage HyperSWASH<br />

bei der Reinigung von Baugruppen<br />

ganz neue Maßstäbe was Reinigungsergebnisse,<br />

Durchsatz und<br />

Zuverlässigkeit angeht. Der tschechische<br />

Partner PBT Works hat mit<br />

dieser Anlage Flexibilität, Ergonomie,<br />

Ökologie und Präzision<br />

schlichtweg neu definiert.<br />

Full 3D-AOI- und SPI-Systeme<br />

Mit einem ebensolchen technologischen<br />

Fortschritt konnten auch die<br />

neuen Full 3D-AOI- und SPI-Systeme<br />

von ALeader-Europe aufwarten.<br />

Auch hier konnten durch neueste<br />

Hard- und Software-Entwicklungen<br />

nicht nur Durchsatz und<br />

Testabdeckung deutlich verbessert,<br />

sondern vor allem die Bedienerfreundlichkeit<br />

und Programmerstellung<br />

so vereinfacht werden, dass<br />

ein Einstieg oder Umstieg mit diesen<br />

Maschinen innerhalb weniger<br />

Stunden erfolgen kann. Bislang dauerte<br />

der Einstieg in die AOI-Welt oft<br />

mehrere Wochen, was durch die<br />

komplett neu durchdachte Software<br />

nun der Vergangenheit angehört.<br />

Auch zum Lesen von Schriften<br />

kommen neue Algorithmen zum<br />

Einsatz, die auch in der Massenproduktion<br />

ohne Debug-Aufwand<br />

zuverlässig arbeiten.<br />

Neue Technologien im Markt<br />

zu etablieren wird auch weiter<br />

unser wichtigstes Ziel sein, um<br />

die Zuverlässigkeit der Produkte<br />

unserer Kunden auf höchstem<br />

Niveau zu halten.<br />

factronix GmbH • Am Anger 5 • 82237 Wörthsee/Germany<br />

office@factronix.com • www.factronix.com • Tel.: +49 (0) 8153/90664-0 • Fax: +49 (0) 8153/90664-99<br />

4/<strong>2021</strong><br />

13


Dienstleistung<br />

E²MS für Lowpower-Anwendungen<br />

RAFI GmbH & Co. KG<br />

www.rafi-group.com<br />

Der Energieverbrauch an Heizkörpern<br />

wird heute größtenteils<br />

vollautomatisch mit Smart-Meters<br />

erfasst und abgerechnet. Diese<br />

Geräte müssen bei einer geforderten<br />

Lebensdauer von zehn Jahren<br />

wartungsfrei und ohne Batterietausch<br />

präzise funktionieren. Als<br />

Anbieter von Electronic Engineering<br />

and Manufacturing Services<br />

(E²MS) fertigt RAFI solche hochwertigen<br />

elektronischen Zähler in<br />

hohen Stückzahlen und unterstützt<br />

Metering-Unternehmen darüber<br />

hinaus auch bei der Optimierung<br />

der Konstruktion für Lowpower-<br />

Anwendungen.<br />

Reserven für Lager- und<br />

Lieferzeiten<br />

Damit seine Kunden sich auf die<br />

wartungsfreie Funktion der Geräte<br />

verlassen können, sieht RAFI ausreichende<br />

Reserven für Lager- und<br />

Lieferzeiten vor. So bezieht der<br />

E²MS-Dienstleister Lithiumbatterien<br />

für Lowpower-Anwendungen<br />

ausschließlich von Lieferanten, die<br />

eine verlängerte Mindestlebensdauer<br />

von 12,5 Jahren garantieren,<br />

und prüft die Zellen zusätzlich<br />

stichprobenartig im eigenen Haus.<br />

Alle Handling- und Fertigungsprozesse<br />

sind darauf ausgelegt, verschleißfördernde<br />

Belastungen der Batterien<br />

zu vermeiden. Außer der Batteriequalität<br />

ist die energiesparende<br />

Funktion für die Standzeiten von<br />

Lowpower-Elektroniken entscheidend.<br />

RAFI empfiehlt energieeffiziente<br />

Bauteile, optimiert Leiterplatten-Layouts<br />

und die vorgesehenen<br />

Sendeleistungen und verhindert<br />

durch konstruktive Maßnahmen<br />

und hohe Fertigungsqualität das<br />

Auftreten von Leckströmen. Zum<br />

Schutz gegen elektromagnetische<br />

Störeinflüsse trifft RAFI geeignete<br />

EMV-Maßnahmen, gegebenenfalls<br />

inklusive Abschirmung. ◄<br />

cms electronics ist ein Komplettanbieter<br />

für Electronic-Manufacturing-Services<br />

(EMS): von der Entwicklung über das Design,<br />

die Musterfertigung, den Materialeinkauf, das<br />

Bestücken der Baugruppen inklusive dem<br />

Testen bis zur Endgerätemontage bekommen<br />

Kunden alles aus einer Hand. Hauptmärkte<br />

sind Automotive, Industrie, erneuerbare Energien<br />

und Medizintechnik.<br />

cms electronics bietet integrierte Lösungen<br />

über die gesamte Versorgungskette und jahrzehntelange<br />

Erfahrung in der EMS-Fertigung.<br />

Ihr Partner für die Elektronikfertigung<br />

electronics all inklusive<br />

Unser Service – Ihr Gewinn:<br />

■ Entwicklung von Hard- und Software<br />

für elektronische und mechatronische<br />

Baugruppen, Geräte und Systeme<br />

■ Kundenspezifisches Design<br />

■ Entwicklung von Testkonzepten<br />

■ Materialmanagement<br />

■ Manuelles und automatisiertes Bestücken,<br />

Testen und Montage von Baugruppen,<br />

Systemen und Geräten mittels modernstem<br />

Fertigungsequipment und State-of-the-art-<br />

Technologien<br />

■ Eigenentwicklungen von<br />

Multifunktionstestgeräten<br />

■ Roboterbasierte Testanlagen<br />

■ Auftragsbezogene und kundenspezifische<br />

Kalkulationen zu optimierten Preisen<br />

■ NPI – Produkteinführung mit etablierten<br />

Prozessen<br />

■ Null-Fehler-Philosophie<br />

Electronic-Manufacturing-Services<br />

Über cms electronics:<br />

Fertigungen in Klagenfurt am Wörthersee/<br />

Österreich (Zentrale), in Fonyod/Ungarn und in<br />

March-Freiburg (Deutschland); Vertriebsbüros<br />

in Kassel und March-Freiburg/Deutschland;<br />

zwei Trading-Offices in China (Hong Kong und<br />

Shenzhen). Gegründet 2003, 460 Mitarbeiter.<br />

Zertifiziert nach:<br />

ISO 9001<br />

IATF 16949<br />

ISO 14001 und<br />

ISO 13485.<br />

Mehrfache Auszeichnungen für Flexibilität,<br />

Liefertreue und Qualität.<br />

cms electronics gmbh<br />

Industriering 7<br />

A-9020 Klagenfurt am Wörthersee<br />

Tel: +43 0463 330 340 101<br />

www.cms-electronics.com<br />

14 4/<strong>2021</strong>


4/<strong>2021</strong><br />

15


Dienstleistung<br />

Nachhaltigkeit – Mittelständler liefern<br />

Erfolgsrezept<br />

Links: Thomas Hauser, Geschäftsführer der RCT Power GmbH, rechts Nafi Pajaziti, Geschäftsführer von BMK electronic services GmbH<br />

RCT Power GmbH<br />

www.rct-power.com<br />

BMK Group GmbH & Co. KG<br />

www.bmk-group.de<br />

Den Speichersystemhersteller<br />

RCT Power und den E2MS-Dienstleister<br />

(Electronic and Engineering<br />

Manufacturing Service) BMK verbindet<br />

seit Jahren eine enge und<br />

erfolgreiche Geschäftsbeziehung.<br />

Beide Mittelständler zeichnen sich<br />

durch nachhaltiges Wirtschaften<br />

aus. Was bedeutet das im Detail?<br />

Thomas Hauser, Geschäftsführer<br />

der RCT Power GmbH, und Nafi<br />

Pajaziti, Geschäftsführer von BMK<br />

electronic services GmbH, geben<br />

Antworten.<br />

Wie kann sich ein Mittelständler<br />

im Markt behaupten?<br />

TH: Die Erfolgsformel habe ich<br />

noch nicht, aber es braucht ganz<br />

klar ein starkes Team mit fachlichem<br />

Knowhow, großem Innovationsdrang<br />

und eine gemeinsame<br />

Vision. Unsere Motivation ist der<br />

Klimaschutz. Wir wollen den Ausbau<br />

der Solarenergie mit effizienten<br />

und nachhaltigen Solarspeichersystem<br />

vorantreiben. Unsere durchdachten<br />

Speichersysteme ermöglichen<br />

es, Sonnenenergie intelligenter<br />

zu nutzen und Eigenheime energieunabhängiger<br />

zu machen. Hinter<br />

vielen unserer Konkurrenten stehen<br />

große Konzerne. RCT Power<br />

dagegen ist ein mittelständiges<br />

Unternehmen, mit einem tollen<br />

und sehr erfahrenen Team, das<br />

langfristige Kundenbeziehungen<br />

pflegt und viel Wert auf den persönlichen<br />

Kundenservice legt. Das<br />

schätzen unsere Geschäftspartner.<br />

Noch sind wir nicht im Kreise<br />

der Größten, aber dafür gehört das<br />

RCT-Power-Speichersystem zu den<br />

Besten auf dem Markt. Das hat dieses<br />

Jahr die unabhängige Stromspeicher-Inspektion<br />

der Hochschule<br />

für Technik und Wirtschaft (HTW)<br />

Berlin erneut bestätigt.<br />

NP: Der EMS-Markt in Europa<br />

hat großes Potenzial. Die Digitalisierung<br />

schafft Wachstum. Allerdings<br />

herrscht großer Preisdruck<br />

und die Fertigungstiefe nimmt zu.<br />

Er ist vergleichbar mit einem Haifischbecken,<br />

indem kleine Fische<br />

von Großen geschluckt werden.<br />

Deshalb ist es wichtig wendig und<br />

fokussiert zu agieren. Die Unternehmensentwicklung<br />

von BMK ist<br />

seit 27 Jahren durch nachhaltiges<br />

organisches Wachstum gekennzeichnet.<br />

Im Fokus steht der Kunden,<br />

mit dem wir Langzeitpartnerschaften<br />

pflegen. Investitionen werden<br />

schnell und flexibel umgesetzt.<br />

Durch unser BU-Konzept hat der<br />

Kunde einen Ansprechpartner,<br />

mit dem er Lösungen erarbeitet.<br />

Der Unterschied zu einem fertigen<br />

Produkt besteht darin, dass<br />

wir ein umfassendes Portfolio an<br />

Dienstleistungen anbieten und<br />

dieses gemeinsam mit dem Kunden<br />

definieren. Wir haben z.B.<br />

für ein Reworkprojekt gezielt mit<br />

dem Maschinenhersteller Finetech<br />

eine neue Applikation entwickelt.<br />

Es handelt sich um eine Spezialdüse,<br />

mit deren Hilfe mehrere<br />

Speicher gleichzeitig von der Leiterplatte<br />

gelöst werden können,<br />

damit die thermische Belastung<br />

reduziert wird.<br />

Was ist Ihr Erfolgsrezept?<br />

Warum liefern gerade RCT<br />

und BMK zusammen so gute<br />

Ergebnisse?<br />

NP: Unsere Kunden kommen<br />

aus unterschiedlichen Branchen mit<br />

sehr unterschiedlichen Projektanforderungen.<br />

BMK ist so aufgestellt,<br />

dass wir flexibel und schnell kundenoptimiert<br />

handeln. Der Fächer<br />

der Möglichkeiten erweitert sich<br />

stets. Das schätzen unsere Kunden<br />

– meist Langzeitkunden. Für<br />

die Projekte von RCT hat BMK<br />

eine schnelle, aktive Supply Chain<br />

in Kombination mit einer professionellen<br />

Produktionsstruktur nach<br />

Lean Prinzipien geschaffen. RCT<br />

Power und BMK sind Partner auf<br />

Augenhöhe. Was die Unternehmensgröße<br />

und die damit verbundenen<br />

Kultur und Kommunikationsstruktur<br />

anbelangt genauso wie der<br />

gemeinsame Mindset. Sowohl für<br />

BMK als auch für RCT Power liegt<br />

der Fokus auf einem langfristigen<br />

Erfolg aufgrund von echtem Kundennutzen.<br />

TH: Unsere Kundschaft erhält<br />

ein hocheffizientes Speichersystem<br />

aus einer Hand. Sowohl die Batterie<br />

als auch der Wechselrichter sind<br />

von RCT Power und somit optimal<br />

abgestimmt. Unsere Kundinnen und<br />

Kunden können sich auf RCT Power<br />

verlassen. Unsere Systeme leisten<br />

wirklich das, was wir angeben. Das<br />

heißt, sie leisten sogar mehr. Das<br />

16 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

zeigte sich bei der Stromspeicherinspektion<br />

<strong>2021</strong> der HTW. Die von<br />

uns eingereichten Daten wurden im<br />

Labortest überprüft. Dabei stellte<br />

sich heraus, dass unsere beiden<br />

Systeme höhere nutzbare Speicherkapazitäten<br />

haben als von uns<br />

angegeben. Das ist natürlich umso<br />

besser. Für solche herausragenden<br />

Ergebnisse braucht es Partner, die<br />

unsere Vision leben und sich flexibel<br />

in Prozesse einfügen. BMK ist<br />

für uns nicht nur Dienstleister, sondern<br />

Teil des Ganzen.<br />

Wie entwickelte sich die<br />

Geschäftsbeziehung?<br />

TH: Wir arbeiten seit Mitte 2019<br />

erfolgreich mit BMK zusammen.<br />

BMK war uns stets ein zuverlässiger<br />

und schneller Partner bei<br />

Warehousing und Kommissionierung<br />

von unseren Batteriespeichersystemen<br />

für Photovoltaikanlagen.<br />

Unser Wunsch war es dann, dass<br />

BMK auch weitere Aufgaben für<br />

unsere Wechselrichterproduktion<br />

übernimmt. Wir sind begeistert von<br />

der flexiblen und professionellen<br />

Umsetzung. Unsere Time-to-Market<br />

verkürzt sich und so machen wir<br />

gemeinsam für unsere Kunden den<br />

Unterschied.<br />

NP: RCT Power war mit den<br />

ersten erbrachten Dienstleistungen<br />

höchst zufrieden und wollte weitere<br />

Wertschöpfung aus dem Haus BMK.<br />

Generell sehen wir Wachstum bei<br />

Kunden wie RCT Power, deren<br />

Produkte und Dienstleistungen im<br />

Bereich Umweltschonung und Ressourceneffizienz,<br />

also im Bereich<br />

Nachhaltigkeit, liegen.<br />

Welche Bedeutung hat<br />

nachhaltiges Wirtschaften für<br />

Sie?<br />

NP: Wir wollen unserer Verantwortung<br />

gegenüber der Umwelt<br />

sowie gegenwärtigen und zukünftigen<br />

Generationen gerecht werden.<br />

Durch ständige Verbesserung<br />

unserer Prozesse erhöhen wir die<br />

Umweltleistung von BMK kontinuierlich.<br />

Wir sind EMAS* zertifiziert.<br />

Unsere Kunden beraten wir hinsichtlich<br />

Nachhaltigkeit, damit sie<br />

ihre Produkte nicht entsorgen müssen,<br />

sondern mit wenig Aufwand<br />

wiederverwenden können – nach<br />

dem Prinzip „Umbauen statt neu<br />

produzieren“. Diese Lösungen sind<br />

sowohl ökonomisch als auch ökologisch<br />

gewinnbringend. Als aktiver<br />

Beitrag zur Ressourcenschonung<br />

wurde das nachhaltige Geschäftsmodell<br />

2020 mit dem Augsburger<br />

Zukunftspreis und <strong>2021</strong> mit dem 1.<br />

Bayerischen Ressourceneffizienzpreis<br />

ausgezeichnet. Wir wollen die<br />

Welt bewegen, ohne die Erde zu<br />

verbrauchen!<br />

TH: Nachhaltigkeit ist das A und<br />

O. Wenn wir nicht nachhaltiger wirtschaften,<br />

entziehen wir zukünftige<br />

Generationen die Lebensgrundlage.<br />

Als Hersteller liegt es daher<br />

in unserer Verantwortung, bestehende<br />

Technologien zu hinterfragen<br />

und unsere Batteriespeichersysteme<br />

kontinuierlich zu verbessern.<br />

Zudem muss sich ein mittelständisches<br />

Unternehmen täglich<br />

damit auseinandersetzten, wie es<br />

mit seinen Ressourcen umgeht.<br />

Das ist nicht immer leicht. Aber für<br />

uns ist klar, wir wollen nachhaltiges<br />

Unternehmenswachstum und dazu<br />

müssen wir jeden Tag ein kleines<br />

Stückchen über uns hinauswachsen.<br />

Wie binden Sie Ihre<br />

Mitarbeitenden darin ein?<br />

NP: Bei BMK wird die Begeisterung<br />

für Elektronik spürbar. Wir<br />

arbeiten am Puls der Zeit. Durch<br />

die fortschreitende Digitalisierung<br />

sind branchenübergreifend immer<br />

mehr Geräte intelligent. Der BMK<br />

Mitarbeitende ist zum Teil in seinem<br />

Leben umgeben von Geräten,<br />

die auch bei BMK entwickelt<br />

und gefertigt werden: Von den<br />

Schiebtüren im öffentlichen Nahverkehr<br />

über Schneekanonen bis<br />

Kuttig Electronic feiert 25-jähriges Firmenjubiläum<br />

Dipl.-Ing. Michael Kuttig<br />

Kuttig Electronic blickt auf eine<br />

25-jährige Erfolgsgeschichte<br />

zurück. Im Februar 1996 als Ein-<br />

Mann-Unternehmen gestartet,<br />

konnte Kuttig Electronic durch<br />

hochwertige Dienstleistungen rund<br />

um die Elektronik das Geschäft<br />

weiter ausbauen und das Team<br />

kontinuierlich vergrößern, sodass<br />

es bis heute auf 65 Mitarbeiter<br />

angewachsen ist.<br />

Heute ist die Kuttig Electronic<br />

GmbH eine feste Größe auf dem<br />

Markt der Fertigung und Entwicklung<br />

elektronischer Baugruppen<br />

und Geräte, beliefert Kunden in<br />

ganz Europa, China und den USA.<br />

All das wurde möglich, weil dem<br />

Unternehmen von Kunden, Partnern,<br />

Lieferanten und nicht zuletzt<br />

den hoch motivierten Mitarbeitern<br />

das nötige Vertrauen entgegengebracht<br />

wurde.<br />

„Aufgrund der konsequenten<br />

Orientierung an den Kundenbedürfnissen<br />

und um dem damit verbundenen<br />

hohen Anspruch gerecht<br />

zu werden, investieren wir fortlaufend<br />

in die modernsten Produktions-<br />

und Prüfanlagen.<br />

Im Bereich der Test- und Prüfelektronik<br />

bietet Kuttig seinen<br />

Kunden mit 2D-/3D-AOI-Systemen,<br />

einem Flying-Probe Tester,<br />

einem AXI-Röntgenprüfsystem<br />

und kunden-spezifischen Funktionsprüfungen<br />

eine bestmögliche<br />

Testabdeckung.<br />

Auch für die kommenden Jahre<br />

haben wir große Ziele. Wir wollen<br />

in einem gesunden Tempo weiterwachsen<br />

und dabei unsere Position<br />

als kundennaher Full-Service-<br />

Elektronik-Dienstleister<br />

ausbauen“, so Geschäftsführer<br />

Dipl.-Ing. Michael Kuttig.<br />

weiter<br />

Kuttig Electronic GmbH • Am Vennstein 6 • D-52159 Roetgen<br />

Fon: 02471/920 90-0 • Fax: 02471/920 90-90 • info@kuttig.de • www.kuttig.de<br />

4/<strong>2021</strong><br />

17


Dienstleistung<br />

hin zu SmartHome und Wechselrichtern.<br />

Diese Erfahrung begeistert<br />

und motiviert. Mit inhaltlich<br />

anspruchsvollen, vielfältigen Aufgabenstellungen<br />

in einem kundenund<br />

leistungsorientierten Umfeld<br />

und flache Hierarchien ermöglichen<br />

wir es schon Berufseinsteigern<br />

schnell Verantwortung zu übernehmen.<br />

Mitarbeitende werden in Entscheidungsprozesse<br />

eingebunden<br />

und haben die Möglichkeit eigene<br />

Ideen zu vertreten. Beispielsweise<br />

waren im Prozess zur EMAS Validierung<br />

von der Geschäftsführung bis<br />

zum Azubi alle eingebunden, engagiert<br />

und tragen die Ziele gemeinsam.<br />

Nur so kann sich ein Unternehmen<br />

nachhaltig ausrichten.<br />

TH: Transparenz und Vertrauen<br />

sind für uns oberste Gebote. Flache<br />

Hierarchien, eine offene Kommunikationskultur<br />

und gemeinsame Entscheidungen<br />

sind grundlegend. Das<br />

bedeutet natürlich auch, die Auseinandersetzung<br />

mit anderen Sichtweisen<br />

und Erwartungen. Manchmal<br />

ist das anstrengender. Es ermöglicht<br />

jedoch, diverse Blickwinkel<br />

einzunehmen, Mitarbeiter einzubinden<br />

und somit nachhaltige Entscheidungen<br />

zu treffen. Ich persönlich<br />

sehe Vielfalt als eine Bereicherung.<br />

Unser Team setzt sich aus<br />

verschiedenen Nationalitäten und<br />

Personen in unterschiedlichsten<br />

Lebensphasen zusammen. Einige<br />

Mitarbeiter arbeiten seit Beginn ihrer<br />

Tätigkeit im Homeoffice. Wir nehmen<br />

uns daher bewusst Zeit für den<br />

persönlichen Austausch und treffen<br />

uns regelmäßig. Letztendlich zählt,<br />

dass jeder den passenden Raum<br />

für seine Aufgaben hat und diese<br />

optimal umsetzt.<br />

Welche Rolle spielen Partner/<br />

Lieferanten dabei?<br />

NF: Das Zusammenspiel ist sehr<br />

wichtig, denn das Ganze ist mehr<br />

als die Summe der Teile. Damit<br />

meine ich, dass zwei agile mittlere<br />

Markteilnehmer es durchaus in<br />

der Performance mit den „Großen“<br />

aufnehmen können, nicht nur was<br />

die absoluten Leistungsdaten der<br />

Geräte angeht, sondern auch bei<br />

kundenrelevanten Aspekten wie<br />

Lieferzeiten oder dem Service-<br />

Angebot. BMK legt hier Wert auf<br />

nachhaltige Geschäftsbeziehungen.<br />

Kunden sind Langzeitpartner auf<br />

Augenhöhe und mit unserem Lieferantennetzwerk<br />

haben wir eine<br />

optimierte Supply Chain aufgestellt.<br />

Seit Anfang des Jahres ist<br />

BMK SMETA* auditiert. Das ist<br />

eine Bestätigung unserer Philosophie<br />

im täglichen Umgang mit<br />

Menschen. BMK nimmt seine soziale<br />

Unternehmensverantwortung<br />

ernst. Die Geschäftsbeziehung<br />

zu RCT Power ist ein gutes Beispiel<br />

für erfolgreiche Partnerschaft,<br />

die sich entwickelt und marktüberzeugend<br />

ist.<br />

TH: Ohne gute Lieferanten geht<br />

es nicht. Niemand ist allein erfolgreich.<br />

Als Mittelständler im globalen<br />

Wettbewerb müssen wir agil<br />

sein, dazu braucht es zuverlässige<br />

Geschäftspartner, die einem<br />

auf Augenhöhe begegnen. BMK<br />

ist solch ein Partner.<br />

• EMAS - das Eco-Management<br />

and Audit Scheme - ist ein Beleg<br />

für ein ganzheitlich umgesetztes<br />

Umweltmanagementsystem auf<br />

allen Ebenen des Unternehmens,<br />

welches sich durch Transparenz.<br />

Überprüfbarkeit und Dialogbereitschaft<br />

auszeichnet.<br />

• SMETA - das Sedex Members<br />

Ethical Trade Audit, ist ein weltweit<br />

anerkanntes Prüfverfahren<br />

für nachhaltiges und ethisches<br />

Verhalten in Geschäftsverhältnissen.<br />

◄<br />

Premium E²MS Solution Supplier<br />

Made in Germany<br />

RAWE Verwaltungsgebäude am Ortsrand von Weiler<br />

Blick in die Fertigung der Mair Elektronik<br />

Die RAWE Electronic GmbH<br />

ist Systemdienstleister der Elektronikbranche<br />

mit Sitz in Weiler<br />

im Allgäu. Mit 300 Mitarbeitern<br />

werden elektronische Baugruppen<br />

und Systeme für namhafte<br />

Unternehmen aus unterschiedlichen<br />

Industriebereichen entwickelt<br />

und produziert. RAWE<br />

fertigt für die Branchen Profiküchentechnik<br />

und Hausgeräte,<br />

Nutzfahrzeuge, Gasmesstechnik,<br />

Heizung und Sanitär, Industrieelektronik<br />

sowie Automotive.<br />

Letzteres in Großserien<br />

mittels vollautomatischen Fertigungs-,<br />

Montage- und Prüfanlagen.<br />

Zum Produktportfolio zählen<br />

auch Tastaturen und Eingabesysteme.<br />

RAWE entwickelt<br />

kundenspezifische HMI’s von<br />

der kostengünstigen Folientastatur<br />

bis hin zu komplexen<br />

Touch-Display Anwendungen.<br />

Neben der Produktentwicklung<br />

übernimmt RAWE auch<br />

die Rolle als Fertigungsdienstleister<br />

für Systeme, die kundenseitig<br />

konstruiert werden.<br />

RAWE übernahm in diesem<br />

Jahr 100 % der Anteile der Mair<br />

Elektronik GmbH in Schwaig bei<br />

München. Das Unternehmen mit<br />

ca. 100 Mitarbeitern und einem<br />

weiteren Standort in Lutherstadt<br />

Eisleben wurde 1986 gegründet.<br />

Roland Mair und Martin Schwaiger<br />

bleiben als Geschäftsführer<br />

im Unternehmen weiter tätig.<br />

Die RAWE Electronic GmbH<br />

ist Teil der Demmel Gruppe mit<br />

Sitz in Scheidegg im Allgäu und<br />

weltweit über 1.400 Mitarbeitern<br />

und Tochtergesellschaften<br />

in Deutschland, Schweiz, USA,<br />

China und Singapur.<br />

RAWE Electronic GmbH • Bregenzer Straße 43 • 88171 Weiler-Simmerberg • Telefon 08387/398-0 • info@rawe.de • www.rawe.de<br />

18 4/<strong>2021</strong>


Elektroniklösungen für die Welt von heute und morgen<br />

PROFECTUS ist ein international agierendes High-Tech-Elektronik-Unternehmen und Ihr professioneller Partner, wenn es um<br />

die Entwicklung und Produktion von zukunftsweisenden elektronischen Systemlösungen geht.<br />

PROFECTUS entwickelt und bestückt hochwertige elektronische Leiterplatten, Baugruppen, Geräte und Systeme. Das Resultat<br />

sind optimal auf die technologischen Anforderungen und Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmte Lösungen in jederzeit<br />

reproduzierbarer High-End-Qualität – von der Schaltung bis zum fertigen Prüfsystem.<br />

Volle EMS-Kompetenz unter einem Dach<br />

Engineering, Manufacturing und Services - PROFECTUS<br />

kombiniert als Entwicklungs- und Fertigungsdienstleister<br />

spezialisiertes Know-how mit neuester Technik. Für perfekte<br />

Ergebnisse in Qualität, Ökonomie und Ökologie setzen<br />

wir dabei auf ein flexibles Full-Service-Auftragsmanagement<br />

mit weltweiter Beschaffung und maximale Automation<br />

aller Prozesse. Alle Bereiche arbeiten Hand in<br />

Hand zusammen, um höchsten Ansprüchen an Qualität,<br />

Effizienz und Präzision zu entsprechen.<br />

EMS-Leistungsspektrum:<br />

branchenspezifische Baugruppenentwicklung<br />

individuelle Prüfsystementwicklung<br />

Prototypen- und Musterbau<br />

SMD- und THT-Serienfertigung<br />

Schutzbeschichtung und Vergusstechnik<br />

Baugruppen- und Gerätemontage<br />

Prüfmittelerstellung und Qualitätssicherung<br />

individuelle Baugruppenprüfung<br />

PROFECTUS überzeugt mit Qualität<br />

Stets erfolgreiche Upgrades und Re-Audits der<br />

Managementsysteme DIN EN ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagement),<br />

DIN EN ISO 13485:2016 (Medizinprodukte)<br />

und DIN EN ISO 14001:2015 (Umweltmanagement). Durch<br />

gelebte Qualität sichert PROFECTUS den Erfolg seiner<br />

Kunden.<br />

PROFECTUS ökologisch und nachhaltig<br />

Die Abdeckung von 2/3 des Strombedarfs durch Solarenergie<br />

aus dem eigenen Photovoltaik-Kraftwerk sorgt für<br />

eine nachhaltig positive Klima- und Energiebilanz und<br />

macht PROFECTUS als umweltbewusstes Unternehmen<br />

zukunftsfähig.<br />

Mehr über die Leistungen und Werte der PROFECTUS<br />

www.profectus-solutions.de<br />

PROFECTUS GmbH - Electronic Solutions | Sommerbergstraße 18 | 98527 Suhl | 03681 45 24 100 | info@profectus-solutions.de


Dienstleistung<br />

Innerbetriebliche Materiallogistik bei EBE<br />

Elektro-Bau-Elemente<br />

Die EBE Elektro-Bau-Elemente GmbH bietet OEM-Lösungen im Bereich der Sensortechnik, Aktorik, Mechatronik,<br />

Antriebstechnik und Magnettechnik an.<br />

EBE Elektro-Bau-Elemente<br />

GmbH<br />

www.ebe.de<br />

abp Automationssysteme<br />

GmbH<br />

info@abp-systems.com<br />

www.abp-systems.com<br />

EBE entwickelt und fertigt die<br />

Lösungen in der Regel inhouse am<br />

Standort Deutschland. EBE versteht<br />

sich als Kompetenzzentrum<br />

für die Entwicklung und Fertigung<br />

von Sensorsystemen und Antriebstechnik<br />

für preissensible Märkte.<br />

Schwerpunkte sind kapazitive<br />

und induktive Sensoren und Sensorsysteme<br />

unter anderem für die<br />

Füllstandmessung und Positionsbestimmung<br />

auf Basis der im eigenen<br />

Haus entwickelten Sensortechnologien.<br />

Ein weiterer Schwerpunkt<br />

sind intelligente mechatronische<br />

Systeme wie Türöffnungsmodule<br />

für verschiedene Anwendungen in<br />

Haushaltsgeräten, Medizintechnik,<br />

Industrie und im Bereich Mobilität.<br />

EMS-Kompetenzzentrum<br />

Am Fertigungsstandort Friedrichshafen<br />

betreibt EBE ein EMS-<br />

Kompetenzzentrum und fertigt nach<br />

modernsten Standards robuste Sensortechnik<br />

und Mechatronik, Elektronikbaugruppen,<br />

Elektroniksysteme<br />

und komplette Geräte. Dazu zählen<br />

Haushaltsgeräte, Medizintechnik,<br />

Nutzfahrzeug-, Industrie- und<br />

Heavy-Duty-Anwendungen. Als<br />

branchenneutraler Dienstleister bietet<br />

das EBE-Werk auch umfassende<br />

externe EMS-Dienstleistungen an,<br />

seien es Prototypen, kleine Lose<br />

oder Großserien.<br />

Produziert wird auf modernen<br />

Fertigungsanlagen und nach neusten<br />

Standards und nach ISO 9001,<br />

der Medizinprodukte-Norm DIN EN<br />

ISO 13485 und der aktuellen IPC-A<br />

610 zertifiziert. Seit 2020 setzt man<br />

für die interne Materiallogistik das<br />

Gigaflex-Material-Management-<br />

System des Herstellers abp Automationssysteme<br />

GmbH als Ersatz<br />

für ein älteres Produkt ein.<br />

Neue Wege<br />

Die Sicherstellung der Materialversorgung<br />

in der EMS-Elektronikfertigung<br />

ist gerade aktuell ein<br />

besonders anspruchsvolles und<br />

teilweise schwieriges Unterfangen<br />

geworden.<br />

Eine exakte Materialerfassung,<br />

Materialverfolgung<br />

sowie<br />

der geplanten und<br />

benötigten Materialverbräuche<br />

im Unternehmen<br />

wird zunehmend<br />

zu einem strategisch<br />

wichtigen<br />

Aufgabenfeld um<br />

frühzeitig für die<br />

Beschaffung notwendige<br />

und belastbare<br />

Informationen zur<br />

Verfügung zu haben.<br />

Diese Anforderungen<br />

erfordern neue<br />

und erweiterte Funktionen<br />

in der gesamten<br />

Logistikkette vom<br />

Wareneingang bis<br />

zur Verarbeitung der<br />

benötigten Materialien<br />

und Bauteile.<br />

Dieser Aufgabe<br />

hat man sich bereits<br />

vor einiger Zeit<br />

gestellt und ist jetzt<br />

in der Lage, mit einem nach aktuellem<br />

Industriestandard Industrie<br />

4.0 vollvernetzten neuen Logistikkonzept<br />

wesentlich sicherer die<br />

Materialbestände bewerten und<br />

steuern zu können.<br />

Hierbei erfasst man bereits im<br />

Wareneingang ankommende Materialien<br />

über ein Wareneingangssystem<br />

unter Verwendung der Gigaflex-Wareneingangs-Software<br />

von<br />

abp Automationssysteme GmbH bis<br />

auf Chargenebene und in Kommunikation<br />

mit dem bestehenden ERP-<br />

Warenwirtschaftssystem.<br />

Vorteilhaft dabei ist die Möglichkeit<br />

der abp-Wareneingangs-Software,<br />

alle ankommenden Materialien<br />

über ein System zu erfassen,<br />

unabhängig ob es sich um SMT-Teile,<br />

THT-Bauelemente oder mechanische<br />

Komponenten, Gehäuse,<br />

Leiterplatten oder anderes handelt.<br />

Selbst Palettenmaterial kann<br />

Gebinde- und Stückzahl genau vereinnahmt<br />

werden und wird genauso<br />

mit der Bestellung und dem Lieferschein<br />

abgeglichen.<br />

20 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

Zudem werden wichtige zusätzliche<br />

Materialinformationen zur Vereinfachung<br />

und Optimierung der<br />

Materialsteuerung, des Lagerwesens<br />

und der spätere Auftragsbearbeitung<br />

erfasst. Vorteilhaft dabei<br />

ist, dass diese Daten in Verbindung<br />

mit der ERP-Kommunikation verarbeitet<br />

werden und im Wareneingang<br />

keine nennenswerten Zusatzaufwendungen<br />

bedürfen.<br />

„Big Data“<br />

Die umfangreichen Daten der<br />

Wareneingangserfassung sind<br />

wesentlich für das weitere Handling<br />

aller Materialien. Vom aktuellen<br />

Lagerort, der Lagerverwaltung und<br />

Kommissionierung bis zur Bestandsführung<br />

und der Traceability erreicht<br />

man dann mit einem zweiten Software-Paket,<br />

dem Material-Management-System<br />

MMS 4.0- ebenfalls<br />

von abp geliefert- eine umfassende<br />

Materialverfolgung und Materialsteuerung<br />

in der Produktion.<br />

Über standardisierte Schnittstellen<br />

besteht eine Kommunikationsanbindung<br />

nicht nur zum ERP-<br />

System, sondern auch zu Lagersystemen,<br />

den SMD-Linien und dem<br />

Röntgenzähler. Damit erreicht man<br />

eine lückenlose Materialverfolgung<br />

eines jeden Gebindes, hat die Möglichkeit,<br />

Daten auf den Maschinen<br />

zu aktualisieren und abzufragen<br />

sowie eine exakte Bestandsführung<br />

vor jedem Gebindeeinsatz bzw. vor<br />

einer Einlagerung sicherzustellen.<br />

Erfasste Bestandsveränderungen<br />

werden permanent mit dem ERP-<br />

System abgeglichen.<br />

Zudem beinhaltet das MMS 4.0<br />

auch spezifische Prozessroutinen<br />

wie z.B. das gesamte MSD-Handling<br />

von Bauelementen entsprechend<br />

der Richtlinie IPC-JEDEC-J-<br />

STD-033C mit den klimabasierten<br />

Berechnungen für jedes Gebinde<br />

in Abhängigkeit des MSD-Levels.<br />

Herstellerunabhängig<br />

Die abp-Software MMS 4.0 arbeitet<br />

herstellerunabhängig und verbindet<br />

gemäß den Ideen von Industrie<br />

4.0 Fertigungsanlagen unterschiedlichster<br />

Hersteller mit den im Betrieb<br />

vorhandenen Lagersystemen, einer<br />

intelligenten Kommissionierung,<br />

den weiteren Arbeitsplätzen und<br />

der Materialbereitstellung in einem<br />

integrierten Gesamtsystem.<br />

Damit wurde eine Systemlösung<br />

installiert, die nicht an bestimmte<br />

Fabrikate und Produkte gebunden<br />

ist, was hinsichtlich der technologischen<br />

Prozesse und der benötigten<br />

Maschinen unterschiedlicher<br />

Hersteller eine sehr hohe Flexibilität<br />

und Systemsicherheit gewährleistet.<br />

Nachträgliche Systemwechsel<br />

sind durch Austausch standardisierter<br />

Kommunikationsanbindungen/<br />

Schnittstellen kein Problem.<br />

Im Lagerbereich arbeiten wir noch<br />

in größerem Umfang mit einem<br />

Regalsystem, das aber ebenfalls<br />

komplett in die Software-Systemumgebung<br />

eingebunden ist.<br />

Gelagert wird in unterschiedlichen<br />

Lagertypen wie spezielle<br />

Kundenlager, Hauptlager, Sperrlager,<br />

Canban usw. und sowohl mit<br />

und ohne Behälter. Dazu kommen<br />

unter anderem Paletten-Lagerbereiche<br />

und Bereiche in denen weitere<br />

Transportbehälter mit halbfertig<br />

und Fertigprodukten zu verwalten<br />

sind.<br />

Alle Lagerbereiche werden über<br />

das hochflexible MMS-4.0-Software-System<br />

verwaltet. Gelagert<br />

wird dabei teilweise in chaotischer<br />

Lagerhaltung, teilweise auch mit<br />

festen Lagerplätzen mit und ohne<br />

zusätzlichen Transportbehältern.<br />

Mobile PDA Scanners<br />

Im manuellen Lagerbereich werden<br />

mobile PDA Scanners eingesetzt,<br />

über die Mitarbeiter exakt zu<br />

den Lagerplätzen geführt werden<br />

und deren Kommissionierungswege<br />

vorab seitens der Software<br />

bereits optimiert wurden. So können<br />

auch mehrere Mitarbeiter gleichzeitig<br />

Material ein-/auslagern ohne<br />

das es zu Staus an den einzelnen<br />

Lagerplätzen und Regalen kommt.<br />

Unterschiedliche Materialien erfordern<br />

auch unterschiedlich große<br />

Lagerbehälter, die dann entsprechend<br />

ausgerüsteten Lagerplätzen<br />

zu geordnet werden müssen um<br />

einen reibungslosen Betriebsablauf<br />

sicherstellen zu können. Diese<br />

Optimierungen und Lagerplatzzuordnungen<br />

werden vorab von der Software<br />

ermittelt und dem Mitarbeiter<br />

als Vorgabe auf den PDA gegeben.<br />

Die PDA-Kommunikation mit der<br />

Basisstation und der Materialdatenbank<br />

erfolgt über ein hausinternes<br />

WLAN-Netz.<br />

Nach mehrmonatigem erfolgreichen<br />

Einsatz des neuen Systems<br />

war festzustellen, das sich die<br />

Erwartungen hinsichtlich der Optimierung<br />

der Logistikprozesse, der<br />

hohen Transparenz hinsichtlich der<br />

Bestände und den damit verbundenen<br />

Kostensenkungen bereits<br />

erfüllt haben.<br />

Durch die digitale Vernetzung<br />

wurde zudem ein hohes Maß an<br />

Sicherheit im Bereich der Rückverfolgbarkeit<br />

(Traceability) über<br />

die gesamte Wertschöpfungskette<br />

vom Wareneingang bis zum Endprodukt<br />

erreicht. Von der Bestellung,<br />

über die Lieferung, dem Hersteller<br />

und der Herstellercharge lässt sich<br />

bis auf den Einbauort eines Teiles<br />

exakt jedes verarbeitete Teil rückverfolgbar<br />

verifizieren. ◄<br />

4/<strong>2021</strong><br />

21


Die Motivation der Kunden, Projekte<br />

auszulagern, entspringt den<br />

unterschiedlichsten Gründen, etwa<br />

dem Fehlen von Entwicklungsressourcen<br />

bzw. dem Zukauf von<br />

Knowhow, der Konzentration auf<br />

das Kerngeschäft und damit der<br />

Effizienzsteigerung, der besseren<br />

Ausbalancierung einer volatilen<br />

Geschäftslage oder der Einsparung<br />

von Kosten bzw. der Vermeidung<br />

von Fixkosten.<br />

Einstieg mit Klippen<br />

Der Einstieg aus Kundensicht,<br />

Produktdesign oder -fertigung auszulagern<br />

– oder neudeutsch „outzusourcen“<br />

– ist dabei gar nicht so<br />

einfach. Die eigenen Herausforderungen<br />

sind vielschichtig, das Angebot<br />

am Markt schwierig zu sondieren.<br />

Nicht zuletzt ist wohl zu überlegen,<br />

an wen die Aufgabe vergeben<br />

werden soll, da das Endergebnis<br />

genau ins Gesamtkonzept passen<br />

muss.<br />

Eine notwendige Menge an Daten<br />

und Wissen herauszugeben, erfordert<br />

ein gewisses Maß an Überwindung,<br />

und als Anbieter möchte<br />

man keinen Qualitätsverlust riskieren.<br />

Passt das Resultat nicht, hat<br />

die Entscheidung weitreichende<br />

Konsequenzen.<br />

Um den richtigen Partner zu finden,<br />

müssen also einige grundlegende<br />

Fragen geklärt werden:<br />

• Welches exakte Ergebnis soll mit<br />

der Beauftragung erzielt werden?<br />

• Was genau wird benötigt, um<br />

eine problemlose Integration in<br />

das Gesamtprojekt zu erreichen?<br />

• Ist nur ein Lieferant für das<br />

Gesamtsystem gewünscht oder<br />

sind mehrere Lieferanten nötig,<br />

um die gewünschte Basis zu<br />

schaffen?<br />

• Welche Komponenten sind angesichts<br />

der riesigen Auswahl am<br />

Markt die richtigen und welche<br />

Eigenschaften müssen sie haben,<br />

damit ein optimales Produkt entsteht,<br />

beispielsweise in punkto<br />

Robustheit, Kompaktheit, Ergonomie<br />

oder EMV-Dichtigkeit?<br />

• Wieviel Entwicklungsleistung ist<br />

nötig, z.B. auch Hardware-Entwicklung?<br />

Soll die Hardware in besonders<br />

herausfordernder Umgebung laufen,<br />

müssen Anforderungen wie<br />

stabiler Betrieb bei erhöhten Temperaturen,<br />

Stoß- und Vibrationsfestigkeit,<br />

Widerstandsfähigkeit gegen<br />

Verunreinigungen und Feuchtigkeit<br />

beachtet werden.<br />

• Macht ein hoher Anteil von Standardkomponenten<br />

Sinn, muss<br />

Dienstleistung<br />

Herausforderungen der Partnersuche<br />

Spezifikation Hardware- Software- Board- Gehäuse- System-<br />

Entwicklung Entwicklung Fertigung technik integration<br />

Von der Idee zum kompletten System: Elektronik-, Mechanik- und<br />

Software-Entwicklung bis hin zur Fertigung von Komplettsystemen<br />

kundenspezifisch gedacht werden<br />

oder ist ein Mix aus beidem ideal?<br />

• Ist die Hardware auf die Montage<br />

kundeneigener Elektronik optimal<br />

vorbereitet und auf den jeweiligen<br />

Einsatzzweck zugeschnitten?<br />

Neben all den technischen Erwägungen<br />

darf die Wirtschaftlichkeit<br />

der Lösung nicht aus den Augen<br />

geraten. Für technologische und<br />

Investitionssicherheit muss außerdem<br />

die Langzeitverfügbarkeit aller<br />

Komponenten vorausgesetzt werden.<br />

Es sind also sehr viele Kriterien<br />

zu beachten, und das Design Team<br />

des Kunden kennt unter Umständen<br />

nicht die ganze Fülle an Möglichkeiten,<br />

aus denen der optimale<br />

Weg zum Produkt herauszufiltern ist.<br />

Ein Beispiel zur<br />

Veranschaulichung<br />

Nehmen wir als Beispiel ein outgesourctes<br />

Gehäuseprojekt: Der<br />

Hardware-Anbieter wird dem Kunden<br />

aufgrund seiner Erfahrung und<br />

seinem Portfolio sicherlich weitgehend<br />

Hilfestellung geben können,<br />

aber wenn der Kunde selbst nicht<br />

vollständig ermessen kann, welche<br />

Features zu priorisieren sind<br />

bzw. welche Konsequenzen für sein<br />

System durch bestimmte Entscheidungen<br />

erfolgen, wird es nicht einfach<br />

sein, ihn in allen Punkten richtig<br />

zu beraten, um ein nahtloses<br />

Zusammenspiel aller Komponenten<br />

zu gewährleisten.<br />

Eine weitere Möglichkeit: Wenn<br />

Systemspezifikation und Moduldesign<br />

fällig werden, kommt ein Design<br />

Team, also ein zweiter „Player“ ins<br />

Spiel, der eine Bedarfsanalyse vornimmt.<br />

Er muss beurteilen, wie all<br />

diese Fragen beantwortet werden<br />

können, wie die Auswahl und Anordnung<br />

der Bestandteile wie Prozessoren,<br />

Mainboards, SoCs, Grafikkarten,<br />

Netzteile, Interfaces und<br />

Verkabelung auszusehen hat und<br />

wie, falls notwendig, eine Systemintegration<br />

vorbereitet und eventuell<br />

umgesetzt werden soll.<br />

Immer im Blick bleiben muss<br />

dabei das zu erzielende Resultat,<br />

was Systemperformance, Echtzeitfähigkeit,<br />

Datendurchsatz, Ausfallsicherheit<br />

oder thermische Eigenschaften<br />

angeht, um nur einige Kriterien<br />

zu nennen.<br />

Vielleicht ist ein weiterer Experte<br />

für die Software-Entwicklung nötig<br />

und es muss dabei sichergestellt<br />

werden, dass das Zusammenspiel<br />

von Hard- und Software störungsund<br />

wirkungsfrei ist.<br />

Für ein vollständig (vor-)integriertes,<br />

performantes System werden<br />

z.B. mehrere elektronische Gruppen<br />

integriert, die vielleicht teilweise<br />

oder sogar komplett noch entwickelt<br />

werden müssen. Wichtige Aspekte<br />

sind dabei u.a. die Auswahl an<br />

Chip-Sätzen, Backplanes und die<br />

für den angestrebten Zweck optimale<br />

Anordnung der Baugruppen,<br />

zudem die Wiederverwendbarkeit<br />

der Module, IP-Kompatibilität bzgl.<br />

des Ziel-Designs, Verbreitung und<br />

passende Schnittstellen.<br />

Es kann nun sein, dass der Kunde<br />

ein Entwickler-Team hat, das über<br />

dieses Knowhow verfügt, aber<br />

gerade für eine effektive Zusammenarbeit<br />

von Mechanik und Elektronik<br />

müssen Entscheidungen getroffen<br />

werden, die richtungsweisend sind.<br />

Auch hier kann ein externer Partner<br />

entscheidendes Knowhow beitragen.<br />

Etwa, wenn das System zu jeder<br />

Zeit eine bestimmte Leistung erbringen<br />

muss, entsteht hohe Wärme,<br />

die abgeführt werden muss. Ein<br />

aktives Wärme-Management stellt<br />

jedoch hohe Anforderungen an die<br />

22 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

Systemarchitektur. Erfahrung mit<br />

Hotspot-Simulationen und -Analysen<br />

ist hier ein großer Pluspunkt. In<br />

einem hochverfügbaren System hilft<br />

ein im Betrieb austauschbarer Lüfter<br />

wenig, wenn die restlichen Lüfter<br />

nicht zuverlässig weiter funktionieren,<br />

das System Gefahr läuft,<br />

zu überhitzen oder die Entwärmung<br />

falsch konzipiert oder platziert wurde.<br />

Durch innovative Lüftungskonzepte<br />

und Anordnung von Shelf-Management<br />

können entscheidende Vorteile<br />

erreicht, durch ein ausgeklügeltes<br />

Konzept die Austauschbarkeit<br />

von Parts bei laufendem Betrieb<br />

und Wartungsfreundlichkeit realisiert<br />

werden.<br />

Weiterhin zu beachten<br />

Wenn der Prototyp in die Fertigung<br />

des Kunden oder eines weiteren<br />

Anbieters transferiert wird, können<br />

sich weitere Hürden ergeben,<br />

da sich Produktentwicklung und<br />

-fertigung der Sache häufig aus verschiedenen<br />

Perspektiven nähern.<br />

Ein Entwickler designt das Produkt<br />

nach technischen und performanceorientierten<br />

Gesichtspunkten, übersieht<br />

dabei aber vielleicht, dass es in<br />

der konzipierten Form schwierig zu<br />

fertigen ist, was hohe Kosten verursacht,<br />

der Design-for-Cost-<br />

Aspekt wird außer Acht gelassen.<br />

Die Perspektive aus der Fertigung<br />

sieht ganz anders aus: Wie ist eine<br />

kostengünstige und schnelle Herstellung<br />

möglich? Eventuell bleiben<br />

dabei aber technische Möglichkeiten<br />

und Leistungsfähigkeit<br />

des Produktes auf der Strecke. Fertigungsaspekte<br />

müssen im Rahmen<br />

des „Design for Manufacturing“<br />

von Anfang an in Betracht gezogen<br />

werden – die Lösung muss technologisch<br />

effektiv und kommerziell<br />

sinnvoll sein.<br />

Hier ist eine enge Absprache<br />

mit dem Kunden vonnöten, welche<br />

Design-Variante schlussendlich<br />

in Frage kommt. Je mehr Beteiligte<br />

entlang der Lieferkette mitwirken,<br />

desto komplexer ist diese Aufgabe.<br />

Idealerweise gehen Requirement<br />

Engineering, Herstellungs-<br />

Knowhow und Marktkenntnis eng<br />

verzahnt Hand in Hand.<br />

Um zu vermeiden, dass in letzter<br />

Minute Ausfälle auftreten, muss<br />

das System fortwährend auf Funktionalität<br />

getestet werden, etwa<br />

durch Simulationen vor und nach<br />

dem Layout-Prozess, alle Module<br />

müssen fortwährend überprüft und<br />

abschließend ein kompletter Systemtest<br />

durchgeführt werden. Nach<br />

der erfolgten Prototypenfertigung<br />

stellen weitere Tests wie Flying-<br />

Probe sowie Tests für EMV, Vibration<br />

oder Temperatur eine korrekte<br />

Herstellung sicher.<br />

Einsatz in regulierten Märkten<br />

Noch komplexer sind die Bedingungen,<br />

wenn es um den Einsatz<br />

in regulierten Märkten geht. Um<br />

die immer umfassenderen Normen,<br />

wie zum Beispiel die neue<br />

MDR auf europäischer Ebene für<br />

die Medizintechnik, zu erfüllen, reichen<br />

Inhouse-Experten oft nicht<br />

mehr aus. Zu Marktüberwachung<br />

und Meldewesen kommen die Aufgaben<br />

der Konformitätsprüfung,<br />

die Kontrolle der Einhaltung sowie<br />

die Bereitstellung und Aufrechterhaltung<br />

der Dokumentation, die<br />

Manpower binden und die gerade<br />

viele kleinere und mittelständische<br />

Betriebe nicht mehr leisten können<br />

oder wollen. Darüber hinaus muss<br />

die Prüfung der gesamten Lieferkette<br />

„wasserdicht“ sein.<br />

Nun ist noch eine letzte Hürde<br />

zu überwinden: Soll das fertige<br />

Produkt auf den Weltmarkt kommen,<br />

wird dies dem Kunden mit<br />

einer weltweiten Präsenz oder<br />

mit etablierten Vertriebspartnern<br />

gelingen, was aber immer noch<br />

das Einspeisen in deren System<br />

beinhaltet. Muss das Produkt erst<br />

„globalisiert“ werden, ist dafür ein<br />

weiterer Partner mit internationalem<br />

Footprint notwendig. Auch<br />

für Themen wie Nachverfolgbarkeit,<br />

Retouren und Repairservice,<br />

Langzeitverfügbarkeit sowie die<br />

jeweils angeschlossene Logistik<br />

müssen Lösungen gefunden<br />

werden.<br />

Zusammenfassung<br />

Der beschriebene Produktentstehungsprozess<br />

verdeutlicht die<br />

Komplexität der gesamten Prozesskette<br />

von der Produktidee bis hin zur<br />

Zulassung. Damit sich die Hersteller<br />

wieder auf ihre Kernkompetenzen<br />

und ihre Innovationsdynamik konzentrieren<br />

können, empfiehlt sich<br />

eine Partnerschaft mit Dienstleistern.<br />

Allerdings können sich entlang der<br />

Wertschöpfungskette einige Herausforderungen<br />

ergeben. Bereits in der<br />

Entstehungsphase sind Schlüsselaspekte<br />

der Anwendung zu berücksichtigen.<br />

Die Teilprozesse müssen<br />

robust sein und synchronisiert<br />

ablaufen, um technologisch hochwertige<br />

Endprodukte hervorzubringen.<br />

Gehäusetechnik, Elektronik<br />

und Software müssen störungsfrei<br />

harmonieren und Fertigungsaspekte<br />

frühzeitig in Betracht gezogen<br />

werden. Bei mehreren Beteiligten<br />

ist ein konzertiertes Projektmanagement<br />

nicht immer einfach<br />

umzusetzen. Eine Komplettlösung<br />

mit einem dedizierten Ansprechpartner<br />

ohne Multi-Partner-Management<br />

kann das Risiko reduzieren.<br />

Heitec bietet deshalb ein einzigartiges<br />

Service-Modell mit Gehäusetechnik,<br />

Entwicklung und Fertigung<br />

aus einer Hand.<br />

Autor:<br />

Roland Chochoiek<br />

Executive Vice President<br />

Business Unit Electronics<br />

Heitec GmbH<br />

www.heitec.de<br />

Als führender Dienstleister in der<br />

Elektronikindustrie stehen wir für Top-Service und<br />

höchste Qualitätsstandards. Mit S&P als Partner,<br />

zertifiziert nach DIN/ISO 9001 und IATF 16949,<br />

haben Sie die Gewissheit, dass die Qualität Ihrer<br />

Bauelemente nicht zu beanstanden sein wird.<br />

Willi-Bleicher-Str. 9<br />

D-73230 Kirchheim/Teck<br />

Tel.: 07021/5098-0<br />

Fax: 07021/5098-11<br />

info@sp-mikroelektronik.de<br />

www.sp-mikroelektronik.de<br />

4/<strong>2021</strong><br />

23


Dienstleistung<br />

Mittels Ultraschall Fehlern auf der Spur<br />

Ultraschallmikroskop bei HTV im Einsatz. Rechts der Schallkopf über einer Probe im Wasserbad<br />

Einige Fehler in elektronischen<br />

Bauteilen und Baugruppen können<br />

mit gängigen Inspektionsmethoden<br />

wie der Mikroskopie oder auch einer<br />

Röntgenanalyse nicht erfasst werden,<br />

da es sich um äußerlich nicht<br />

sichtbare und im Röntgenstrahl<br />

unsichtbare Fehlstellen handelt.<br />

So sind besonders Vergussmassen,<br />

sowohl von Bauteilen als auch<br />

Baugruppen oder Laminate wie in<br />

Leiterplatten, mit gängigen Analysemethoden<br />

nur schwer auf Fehlstellen<br />

wie Delamination zu analysieren.<br />

Für solche Problemstellungen ist die<br />

Ultraschallmikroskopie (engl. Scanning<br />

Acoustic Microscopy, SAM) die<br />

geeignete Analysemethode, bei<br />

der mittels Ultraschall alle Schichten<br />

des Prüflings durchstrahlt und<br />

kleinste Hohlräume, Risse oder Auffälligkeiten<br />

an Grenzflächen erfasst<br />

werden können.<br />

Funktionsweise des<br />

Ultraschallmikroskops<br />

Wie der Name vermuten lässt,<br />

werden beim Ultraschallmikroskop<br />

Schallwellen mit hoher Frequenz in<br />

eine Probe eingekoppelt. Ähnlich<br />

wie beim Arzt, der bei Ultraschalluntersuchungen<br />

ein Gel zum Einkoppeln<br />

des Schalls verwendet, wird<br />

bei der Ultraschallmikroskopie ein<br />

Koppelmedium (i.d.R. Wasser) verwendet.<br />

Die Proben werden daher<br />

für die Analyse in ein Wasserbad<br />

eingebracht und dort fixiert, bzw.<br />

eingespannt. Einige Millimeter über<br />

den Bauteilen wird die Probe während<br />

der Analyse mit dem Schallkopf<br />

abgerastert (daher scanning<br />

acoustic microscopy). Für die Auswertung<br />

macht sich die Ultraschallmikroskopie<br />

zunutze, dass unterschiedliche<br />

Materialien abweichende<br />

Schallgeschwindigkeiten und Dichten<br />

und somit unterschiedliche akustische<br />

Impedanzen aufweisen.<br />

Übergänge von Materialien bzw.<br />

Grenzflächen führen daher zu<br />

Reflektionen des eingekoppelten<br />

Schalls. Auf Basis der im Messsignal<br />

enthaltenen Informationen wie<br />

beispielsweise Laufzeit, Amplitude<br />

und Polarität können Grenzflächen<br />

untersucht und, falls die Schallgeschwindigkeit<br />

im Material bekannt<br />

ist, sogar Schichtdicken vermessen<br />

werden. Von entscheidender<br />

Bedeutung ist hierzu das Wissen<br />

über die akustischen Eigenschaften<br />

der in der Probe befindlichen<br />

Materialien. So ist die Schallgeschwindigkeit<br />

in Wasser beispielsweise<br />

1495 m/s, während sie in Luft<br />

343 m/s oder in Stahl (abhängig von<br />

der Legierung) ca. 5000...6000 m/s<br />

beträgt. Ist hier beim Operator nicht<br />

genügend Praxiserfahrung und physikalisches<br />

Know-How vorhanden,<br />

sind keine aussagekräftigen Messungen<br />

möglich.<br />

Der Through-Scan<br />

Während bei Ultraschalluntersuchungen<br />

am Menschen und bei simplen<br />

Ultraschallmikroskopen lediglich<br />

der reflektierte Schall erfasst<br />

wird, bietet HTV als einer der weltweiten<br />

Marktführer für Dienstleistungen<br />

rund um elektronische Komponenten<br />

den speziellen Through-<br />

Scan an, bei dem der austretende<br />

Schall zusätzlich auf der Rückseite<br />

der Probe mit einem weiteren<br />

Detektor erfasst wird. Durch diesen<br />

Autor:<br />

M. Sc. Gunter Mößinger<br />

Analytik/Forschung und<br />

Entwicklung<br />

HTV Halbleiter-Test &<br />

Vertriebs-GmbH<br />

info@htv-gmbh.de<br />

www.htv-gmbh.de<br />

Delamination im Gehäuse nach Wärmebehandlung (l.)<br />

und Riss im Gehäuse nach Feuchtigkeitsexposition mit anschließendem Reflow-Lötprofil (r.)<br />

24 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

Bauteil mit visuell nur einer erkennbaren Lasermarkierung (l.). Erst bei der Analyse mit dem Ultraschallmikroskop<br />

zeigt sich, dass das Bauteil eine tieferliegende, überdeckte Lasermarkierung besitzt und gezielt<br />

manipuliert wurde (r.)<br />

unteren, sich parallel zum oberen<br />

Schallkopf bewegenden Detektor<br />

können auch tiefere Schichten<br />

der Probe, welche regulär kaum<br />

noch Signal zum oberen Detektor<br />

hin reflektieren, erfasst und ausgewertet<br />

werden. Nur mit diesem<br />

speziellen Verfahren des „Through-<br />

Scans“ können dickere Proben mit<br />

komplexerem Lagenaufbau zuverlässig<br />

analysiert werden.<br />

Ein typischer Anwendungsfall<br />

Eine Delamination in einem IC-<br />

Gehäuse fällt oft erst auf, wenn es<br />

final zu einem Riss oder Crack im<br />

Gehäuse des Bausteins gekommen<br />

ist. Gründe hierfür sind insbesondere<br />

der Aufbau von Druck<br />

im inneren des Gehäuses bzw. in<br />

der Stelle der Delamination oder<br />

des Hohlraums. Durch äußeren<br />

Feuchteeintrag diffundiert Wasserdampf<br />

durch das Plastik-Package<br />

und gelangt dadurch in die Fehlstelle.<br />

Wird die Temperatur des<br />

Bauteils nun zu schnell erhöht, bildet<br />

sich ein Druck im Inneren des<br />

Gehäuses, welcher nicht schnell<br />

genug entweichen kann. Folglich<br />

muss sich der steigende Druck seinen<br />

Weg nach außen bahnen und<br />

kann auf seinem Weg nach draußen<br />

Risse erzeugen und das Bauteil,<br />

beispielsweise durch den Abriss<br />

eines Bonddrahts, zerstören. Dies<br />

kann z.B. sowohl bei einem Lötprozess<br />

(als Popcorn-Effekt bei<br />

nicht passend gelagerten Bauteilen<br />

bekannt) als auch im Betrieb von<br />

Leistungsbausteinen wie MOSFETs<br />

unter hoher Last und damit einhergehender<br />

starker Erwärmung auftreten.<br />

Jeder starke Temperaturwechsel<br />

erhöht somit das Risiko<br />

eines Ausfalls.<br />

Durch spezielle Algorithmen<br />

werden Fehlstellen wie Delaminationen<br />

oder Lufteinschlüsse mithilfe<br />

der Ultraschallmikroskopie sauber<br />

erkannt und können per Software<br />

zur besseren Visualisierung farbig<br />

überlagert werden.<br />

Gerade zur Qualifikation neuer<br />

Bauteile findet häufig die Norm IPC/<br />

JEDEC J-STD-020 Anwendung. So<br />

sind zuverlässige Packaging-Prozesse<br />

essentiell für die Qualität und<br />

Zuverlässigkeit von Bauteilen, weshalb<br />

auch hier die Ultraschallmikroskopie<br />

zur Überprüfung der Qualität<br />

benötigt wird.<br />

Erkennung von<br />

Bauteilfälschungen<br />

Insbesondere in der aktuellen<br />

Zeit der Bauteilknappheit ist es<br />

für Bauteilfälscher einfacher denn<br />

je, Ware über unzuverlässige Broker<br />

und Distributoren an den Endkunden<br />

zu verkaufen. Notgedrungen<br />

nutzen Einkäufer alle Quellen<br />

um Bauteile beschaffen zu können<br />

und damit die Produktion am Laufen<br />

zu halten. Im eigenen Institut<br />

für Materialanalyse hat HTV den<br />

Einsatz der Ultraschallmikroskopie<br />

für die Erkennung von Fakes<br />

oder Blacktopping spezialisiert, d.h.<br />

die gezielte Manipulation bzw. das<br />

„Überlasern“ von regulären Bauteilbeschriftungen.<br />

Leiterplattenverwindung<br />

Darüber hinaus lässt sich durch<br />

die Bestimmung der ersten Reflektion<br />

erkennen, wann der Ultraschall-<br />

Strahl auf die Probe auftrifft. Hieraus<br />

lässt sich eine topografische<br />

Karte des Prüflings erzeugen, bei<br />

dem z.B. eine Wölbung oder nicht<br />

plane Oberfläche exakt aufgenommen<br />

werden kann.<br />

Eine solche Verwindung oder<br />

auch Verbiegung von Leiterplatten<br />

ist problematisch, da sie die Zuverlässigkeit<br />

der Lötstellen negativ<br />

beeinflusst. Darüber hinaus kann<br />

es zu Problemen beim Verschrauben<br />

in Gehäusen kommen, da beispielsweise<br />

Taster oder Stößel nicht<br />

mehr sauber auf die Platine greifen<br />

oder zu viel Druck ausüben. Werden<br />

Leiterplatten als Slot-Karten<br />

ausgelegt, können diese eventuell<br />

nicht mehr oder nur mit viel Kraft<br />

in den Slot eingeschoben werden,<br />

wobei dies zu hohen Belastungen<br />

der Lötstellen führen kann. Die Ultraschallmikroskopie<br />

ist nicht nur auf<br />

Elektronikbauteile oder Leiterplatten<br />

beschränkt. Diese Messung ist<br />

natürlich auch bei anderen Werkstoffen<br />

oder Proben möglich, wenn<br />

ortsaufgelöst eine Topographie der<br />

Oberfläche (auch bei spiegelnden<br />

Flächen, bei denen andere Analysemethoden<br />

nicht geeignet sind)<br />

benötigt wird. Ebenso lassen sich<br />

in allen Arten von Verguss, Lacken,<br />

Multi-Schichtaufbauten oder auch<br />

verschiedensten Kunststoff- und<br />

Keramikproben oder auch adaptiv<br />

gefertigte Proben auf Fehlstellen<br />

(z.B. Poren, Risse im Schichtaufbau)<br />

überprüfen.<br />

Fazit<br />

Die akustische Mikroskopie bzw.<br />

Ultraschallmikroskopie ist eine sehr<br />

universelle Analysemethode, mit<br />

der verschiedenste materialwissenschaftliche<br />

Fragestellungen gelöst<br />

werden können, bei denen althergebrachte<br />

Analysemethoden wie beispielsweise<br />

Röntgen, Mikroskopie<br />

oder Schliffbilder an ihre Grenzen<br />

geraten. Als hochkomplexe und zeitaufwendige<br />

Methode erfordert SAM<br />

viel Erfahrung sowie Kenntnis der<br />

unterschiedlichen Materialeigenschaften<br />

und die Wahl geeigneter<br />

Trigger und Gates, um aus jeder<br />

Schicht die passende Reflektion<br />

oder Phasendrehung zu interpretieren.<br />

Durch verschiedenste Forschungsprojekte<br />

und Analysefragestellungen<br />

besitzt HTV einen sehr<br />

großen Erfahrungsschatz zur präzisen<br />

Interpretation der Bilder und<br />

genauen Justage der Maschinenparameter,<br />

um so auch in schwierigen<br />

Fragestellungen der Fehleranalyse<br />

verlässliche Antworten liefern<br />

zu können. ◄<br />

Leiterplatte mit gewölbter Oberfläche. Die Messdaten lassen sich in<br />

einer Falschfarben-Karte darstellen. Es zeigt sich eine leicht elliptische<br />

Erhebung in der Mitte der Leiterplatte<br />

4/<strong>2021</strong><br />

25


Dienstleistung<br />

Automatisierte EMS-Baugruppenkalkulation:<br />

Vom Zeitfresser zum Profitbringer avanciert<br />

Bild 1: Vergleich konventionelle und innovative Bauteilerecherche<br />

Der Einkauf hat es nicht leicht:<br />

Preise, Lieferzeiten und -mengen<br />

bei der Bauteilrecherche abzufragen,<br />

ist bekanntlich zeit- und personalintensiv.<br />

Der gesamte Informationsbeschaffungsprozess,<br />

den ein<br />

EMS-Dienstleister zur Angebotsgestaltung<br />

durchlaufen muss, wird<br />

zunehmend komplexer und kostenträchtiger.<br />

Abhilfe verspricht hier die<br />

automatisierte Bauteilbeschaffung<br />

und Baugruppenkalkulation. Welche<br />

Vorteile ein derart modernes<br />

Beschaffungsmanagement mit sich<br />

bringen kann, zeigt das Beispiel des<br />

Karlsruher Software-Entwicklers<br />

etit systems mit dem von ihm entwickelten<br />

Programm Smart Search.<br />

In fortwährender Anwendung durch<br />

den badischen EMS-Dienstleister<br />

Fritsch Elektronik zeigt sich, wie<br />

man prozessbeschleunigt mit wettbewerbsfähigen<br />

Angeboten Kunden<br />

und Projekte gewinnen kann.<br />

Der Markt fordert eine<br />

veränderte Einkaufspolitik<br />

„Elektronikhersteller haben es mit<br />

einem volatilen Markt zu tun. Nachfrage-<br />

und Preisschwankungen sind<br />

die Regel“, meint Matthias Sester,<br />

Geschäftsführer der Fritsch Elektronik<br />

im baden-württembergischen<br />

Achern. Seiner Erfahrung nach sind<br />

jene EMS-Dienstleister klar im Vorteil,<br />

die auf Allokationen wie auch auf<br />

einen Bauteil gesättigten Markt mit<br />

der richtigen Einkaufspolitik reagieren.<br />

Das setze optimale Markttransparenz<br />

und schnelle Reaktionsfähigkeit<br />

voraus. Eine mühsame, teils<br />

noch händisch übers Netz vorzunehmende<br />

Recherche bei den einzelnen<br />

Distributoren nach Preisen und<br />

Verfügbarkeiten wirkt dabei obsolet.<br />

Auch die schrittweise Ergebnisaufbereitung<br />

über sehr verschiedene<br />

Quellen und Informationsträger<br />

in Tabellen- und Angebotsform<br />

werde dem nicht mehr gerecht. Trotz<br />

immer wiederkehrender Muster der<br />

Nachfrageschwankungen finde die<br />

Branche nur schwer in einen standardisierten,<br />

arbeitserleichternden<br />

Workflow.<br />

Hier Abhilfe zu schaffen, sei<br />

jedoch nur ein wichtiger Aspekt für<br />

ein modern funktionierendes EMS-<br />

Unternehmen, betont Sester: „Wir<br />

müssen den gesamten Beschaffungs-<br />

und Verarbeitungsprozess<br />

integrativ bündeln, um Prozesstransparenz<br />

zu gewinnen und wirt-<br />

Autor:<br />

Rainer Schoppe<br />

Fachjournalist für<br />

Umwelt, Energie und<br />

Innovationstechnologie<br />

Bild 2: Informationsschnittstelle in der Vergangenheit und heute bzw. künftig<br />

26 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

schaftlich optimal handlungsfähig zu<br />

sein. Das braucht funktionierende<br />

IT-Schnittstellen nach innen und<br />

außen - und ein Organisationstool<br />

mit Drehscheibenfunktion.“<br />

Anforderungen an Materialbeschaffung<br />

steigen<br />

Nach eigenem Bekunden fertigt<br />

die Fritsch Elektronik als mittelständischer<br />

Dienstleister an die 1,5 Mio.<br />

Baugruppen pro Jahr für mehr als<br />

3000 aktive Produkte. Damit bedient<br />

sie rund 50 Kunden aus verschiedenen<br />

Marktsegmenten – von der<br />

Industrieausrüstung, der Haus-,<br />

Sicherheits- und Medizintechnik bis<br />

zur Mess-, Steuer- und Regeltechnik.<br />

Mehr als 15.000 Bauteile werden<br />

so gleichzeitig über ein leistungsfähiges<br />

ERP-System und verschiedene<br />

Logistikkonzepte verwaltet.<br />

Allein der Umstand, dass sich<br />

nach Gordon Moore die Komplexität<br />

der integrierten Schaltkreise<br />

rund alle zwei Jahre verdoppeln und<br />

dies Auswirkungen auf die Bauteildichte<br />

auf den Baugruppen haben<br />

wird, hat zeitlich und logistisch Auswirkungen<br />

auf den Beschaffungsprozess.<br />

Spätestens die geforderte Industrie-4.0-Integration<br />

führt jedem EMSler<br />

die notwendige Verarbeitung mit<br />

der rasant fortschreitenden Datenflut<br />

vor Augen: 90% der weltweit angefallenen<br />

Daten kamen in den letzten<br />

zwei Jahren hinzu. Auf den Einkauf<br />

wartet eine schweißtreibende<br />

Aufgabe im Wissen, dass sich der<br />

Bestand in den nächsten 18 Monaten<br />

nochmals um 100% erhöhen<br />

wird. Die Folge: mehr Bauteile pro<br />

Baugruppe und eine Verschiebung<br />

hin zur Spezialisierung.<br />

4/<strong>2021</strong><br />

Chancen der Veränderung<br />

Im Zuge der Überlegungen, den<br />

Daten-Workflow zur Bauteilbeschaffung<br />

und zur Baugruppenkalkulation<br />

zukunftsweisend auszurichten,<br />

entschied sich die Fritsch Elektronik<br />

vor fünf Jahren für ein Angebot<br />

der etit systems GbR.<br />

Dem damals noch jungen, studentisch<br />

geprägten Unternehmen<br />

stand das CIE, Center für Innovation<br />

und Entrepreneurship, des Karlsruher<br />

Instituts für Technologie beratend<br />

zur Seite, einer Idee zur Marktfähigkeit<br />

zu verhelfen: Beiden Startup-Gründern,<br />

dem promovierten<br />

Bao Ngoc An und dem 30-jährigen<br />

Aygen Selcuk, der dem Vater in seinem<br />

EMS-Unternehmen zur Seite<br />

steht, waren die zunehmend schwierige<br />

Datennutzung und der aus ihrer<br />

Sicht umständliche Beschaffungsprozess<br />

im Einkauf von EMS- und<br />

E 2 MS-Unternehmen aufgefallen.<br />

Noch im selben Jahr, 2015, entwickelten<br />

sie daraufhin eine Lösung.<br />

Das Programm Smart Search, das<br />

dem Nutzer Ersparnis an Zeit und<br />

profitableres Arbeiten versprach,<br />

war geboren.<br />

Für eine langangelegte Feldinstallation<br />

suchte das Software-Duo<br />

für Kalkulations- und Einkaufsprozesse<br />

im Elektronik produzierenden<br />

Gewerbe Probanden, die nicht nur<br />

an das Konzept glaubten. Sie sollten<br />

den gesicherten Beweis der effizienten<br />

Wirkungsweise des Smart-<br />

Search-Programms antreten und<br />

es langfristig nutzen wollen.<br />

Passenden Partner gefunden<br />

„Die Fritsch Elektronik war mit<br />

ihrem Wunsch nach einer grundsätzlichen<br />

Rationalisierung in der<br />

Bauteilbeschaffungs- und Angebotsaufbereitung<br />

für uns ein idealer<br />

Partner, unser System ins Feld<br />

zu führen und sattelfest zu gestalten“,<br />

erklärte der 34-jährige etit-systems-Mitbegründer<br />

Bao An. EMS-<br />

Unternehmen dieser Größenordnung<br />

mühen sich hier bislang von<br />

einem Lieferantenkontakt zum nächsten<br />

um Transparenz und Vergleichbarkeit.“<br />

Nicht selten, so An weiter,<br />

sei zudem telefonischer Austausch<br />

notwendig, um Fragen zu<br />

klären oder direkt zu verhandeln.<br />

Ebenso an der Tagesordnung sei<br />

es, dass Projekte sich verschieben<br />

und Angebote erneut einzuholen<br />

sind. Ein mühsamer und zeitraubender<br />

Prozess, der einer Warteschleife<br />

gleicht.<br />

Das an zentraler Stelle implementierte<br />

Smart-Search-Programm hingegen<br />

ermöglicht mit der Bündelung<br />

und Verarbeitung einer Fülle<br />

an Informationen eine direkte Datenkommunikation,<br />

mit allen gewünschten<br />

Lieferanten und Distributoren –<br />

und das in Echtzeit.<br />

Über normierte Informationsschnittstellen<br />

werden die notwendigen<br />

Daten durch den Aufbau einer<br />

Direktverbindung einfach und sicher<br />

transferiert. Die Vergleichbarkeit<br />

von Bauteilen wird so erheblich verbessert.<br />

Smart Search wird hier zur<br />

konkreten Anwendung der Industrie-4.0-Philosophie.<br />

Bild 3: Mit der zentralen Einbindung des intelligenten Recherchetools<br />

Smart Search werden EMS-Provider schneller und flexibler bei der<br />

Bauteilrecherche und der Abgabe von Angeboten.<br />

Erleichterung durch<br />

Automatisierung<br />

Durch die automatische Verarbeitung<br />

der Stücklisten entfällt die<br />

bisher zeitraubende Arbeit der bislang<br />

vom EMS-Dienstleister aufzubringenden<br />

Ergebnisanalyse und<br />

-bewertung.<br />

Auch die Abwägung, inwieweit<br />

Anfragen bei unterschiedlichen<br />

Mengen von Kondensatoren, elektromechanischen<br />

Elementen oder<br />

ICs rein wirtschaftlich noch interessant<br />

oder notwendig erscheinen,<br />

lassen sich mit den Analysen<br />

der über das Smart Search Tool<br />

aufbereiteten Daten schnell und<br />

exakt ermitteln. Das gilt auch für<br />

Bauteile, bei denen eine Anfrage<br />

sich nicht rentieren würde. Sie werden<br />

so automatisch bei jeder projektbezogenen<br />

Anfrage ohne weiteren<br />

Aufwand stets in die preislich<br />

optimierte Angebotsgestaltung<br />

einbezogen. Angesichts der geringen<br />

Marge beim Materialeinkauf<br />

von unter 5% am Ende der Supply<br />

Chain wird dem EMS-Unternehmen<br />

so die Gewissheit zuteil, beim Einkauf<br />

bestens recherchiert zu haben.<br />

Prozessoptimierung :<br />

Einbindung von ERP<br />

Die Einbindung des eigenen<br />

ERP-Systems in die Smart-Search-<br />

Schnittstelle zur Prozessoptimierung<br />

erlaubt es, bei Sammelrecherchen<br />

den EMS-eigenen Bauteilbestand<br />

in die Abfragen einzubeziehen. Er<br />

wird wie ein „selbstständiger Lieferant“<br />

geführt, mit flexibler Zuweisung<br />

und transparentem Umgang<br />

mit den vorhandenen Bauteilen. Die<br />

Stücklisten sind auf diese Weise<br />

mit einem Vorgang komplettisiert.<br />

Beim Anlegen neuer Stücklisten<br />

wird das vorhandene Portfolio<br />

automatisch mit eingebunden. Die<br />

Umsetzung erfolgt deutlich zeitverkürzt.<br />

In der Folge erscheint übersichtlich<br />

der EMS-eigene Bauteilbestand,<br />

mit Artikelnummern, Mengen-<br />

und Preisauszeichnung und<br />

dem Verwendungszweck. Fehlende<br />

Bauteile werden automatisch<br />

in die Anfragen bei den verschiedenen<br />

Lieferanten integriert. Auch<br />

die KANBAN-Bestellautomation<br />

wird erleichternd über diese Schnittstelle<br />

geführt.<br />

27


Dienstleistung<br />

Mit Blick fürs Effiziente: Beim<br />

Bauteilmanagement kommt<br />

Fritsch-Elektronik-Geschäftsführer<br />

Matthias Sester mit dem<br />

Smart-Search-Programm zeit- und<br />

kostensparender voran (Foto:<br />

IMA-Institut)<br />

Aus der Defensive in die<br />

konstruktive Position<br />

Es tritt langsam ein Wandel in<br />

der EMS-Branche ein, weg von der<br />

fremdbestimmten Position am Ende<br />

der Lieferkette. Man schreibt sich<br />

wirtschaftlich prozessoptimiertes<br />

Denken und partnerschaftliches<br />

Handeln auf die Fahnen. Möglich<br />

wird dies durch Geschäftsmodelle,<br />

die die Bildung von Einkaufsgemeinschaften<br />

zum Ziel haben.<br />

Die Anwendung von normierten<br />

Schnittstellen, bei denen niemand<br />

unter den Anfragenden benachteiligt<br />

wird, macht es möglich.<br />

Mutig, klug und hoch hinaus: etit-systems-Gründer Aygen Selcuk (l.) und Bao An vor ihrem Bürocontainer,<br />

einer Gründerschmiede in Karlsruhe (Foto: IMA-Institut)<br />

Auch durch den Umstand, dass<br />

mit der digitalisierten Recherche<br />

die Ungleichbehandlung bei der<br />

Bauteilsuche entfällt und sie den<br />

Beschaffungsprozess rationalisiert,<br />

wird der Aufwand an Zeit und Personal<br />

geringer. Ein segensreicher<br />

Umstand, der auch seitens der Hersteller<br />

und Distributoren sein Gutes<br />

hat: mehr Zeit für weitere Kunden<br />

und Aufträge beiderseits.<br />

„Unterm Strich wird mit der Einführung<br />

des Smart Search Tools im<br />

Beschaffungswesen dem Begriff Industrie<br />

4.0 ein wahres Gesicht gegeben“,<br />

resümiert Fritsch-Geschäftsführer<br />

Matthias Sester nach der<br />

nun schon über fünfjährigen partnerschaftlichen<br />

Zusammenarbeit<br />

mit den Software-Entwicklern von<br />

etit systems.<br />

Mit dem IT-gestützten Werkzeug,<br />

so Sester weiter, könne man neue<br />

Produktivitätssteigerungen ausmachen,<br />

insbesondere dort, wo der<br />

Anteil der Materialkosten bereits<br />

heute mehr als 65% an den Gesamtkosten<br />

aufwiese.<br />

Sein Resümee kam einem<br />

Appell gleich: Daraus ließen sich<br />

neue Geschäftsmodelle entwickeln,<br />

die die Branche nachhaltig<br />

verändern werden. Die Bedeutung<br />

daran würde umso größer, je<br />

mehr sich daran beteiligen und an<br />

der Umsetzung aktiv mitarbeiten.<br />

Für die EMS-Betriebe in Deutschland<br />

hieße es aber auch, sich auf<br />

ihre Stärken zu besinnen und<br />

sich mit der Rolle am Ende der<br />

Supply Chain nicht mehr zufrieden<br />

zu geben. Aktiv zu gestalten<br />

und gemeinsam Einfluss geltend<br />

machen, sei nun angesagt – sonst<br />

machten es die anderen. ◄<br />

RAWE Electronic übernimmt Mair Elektronik<br />

Die RAWE Electronic GmbH übernahm<br />

rückwirkend zum 1.1.<strong>2021</strong> 100%<br />

der Anteile der Mair Elektronik GmbH<br />

in Schwaig bei München. Die Mair Elektronik<br />

GmbH wurde 1986 von Roland<br />

Mair gegründet und beschäftigt heute<br />

an ihren beiden Unternehmensstandorten<br />

in Schwaig und in Lutherstadt Eisleben<br />

ca. 100 Mitarbeiter.<br />

Die Firma Mair ist ein erfolgreiches<br />

Elektronik-Dienstleistungsunternehmen,<br />

das sich über die Jahre eine gute Marktposition<br />

im EMS-Markt erobert hat. Mit dem<br />

Fokus auf kleine Losgrößen bei hohem technologischen<br />

Anspruch stellt Mair Elektronik<br />

eine nahezu perfekte Ergänzung zu RAWE<br />

dar. Neben Vorteilen im Produktionsbereich<br />

erwartet RAWE wertvolle Synergieeffekte,<br />

die vor allem in den Bereichen Einkauf und<br />

Vertrieb genutzt werden können. Während<br />

die Firma Mair hauptsächlich Kunden in den<br />

Branchen Lasertechnik, Sensorik, Medizintechnik<br />

und Industrieelektronik bedient, stammen<br />

die RAWE-Kunden vorwiegend aus den<br />

Bereichen Automotive, Nutzfahrzeuge, Profiküchentechnik,<br />

Sanitär und Messtechnik. Herr<br />

Roland Mair wird, gemeinsam mit dem Zweiten<br />

Geschäftsführer, Herrn Martin Schwaiger,<br />

weiterhin als Geschäftsführer für das Unternehmen<br />

tätig sein. RAWE Electronic ist ein führendes<br />

Elektronik Dienstleistungsunternehmen<br />

mit ca. 300 Mitarbeitern in Weiler-Simmerberg<br />

und hat sich im Bereich<br />

EMS eine führende Marktposition erarbeitet.<br />

Mit ihren Tochterunternehmen Tefag<br />

Elektronik AG (Mels-CH) und Mair Elektronik<br />

GmbH (Schwaig) gehört RAWE<br />

zur Demmel Gruppe und deckt in diesem<br />

Zusammenschluss erfolgreicher mittelständischer<br />

Unternehmen den Bereich<br />

„Elektronikproduktion und Elektronikentwicklung“<br />

ab. Die Übernahme der Mair<br />

Elektronik GmbH bietet für RAWE Electronic<br />

neue Wachstumschancen auf dem seit Jahren<br />

eingeschlagenen Expansionskurs. Die<br />

Umsatzerwartungen bewegen sich, mit dem<br />

jüngsten Zukauf, in der Größenordnung von<br />

80 Mio. Euro jährlich.<br />

RAWE Electronic GmbH<br />

www.rawe.de<br />

28 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

Neue digitale Dienstleistungen rund um das<br />

Kalibrieren von Mess- und Prüfmitteln<br />

Perschmann Calibration GmbH<br />

kalibrieren@perschmanncalibration.de<br />

www.perschmann-calibration.de<br />

Die Perschmann Calibration<br />

GmbH, größter Dienstleister<br />

Deutschlands für Kalibrierungen<br />

von Mess- und Prüfmitteln der produzierenden<br />

Industrie, hat die Funktionen<br />

des Online-Messmittelverwaltungsportals<br />

trendic hub noch<br />

einmal deutlich erweitert.<br />

Kunden der Perschmann Calibration<br />

GmbH erhalten ihre Kalibrierungen<br />

von einem DAkkS-akkreditierten<br />

Kalibrierlabor – und das<br />

exklusiv nach individuell definierten<br />

Bewertungskriterien. Mittels normkonformer<br />

einheitlicher Kalibrierscheine<br />

ist die Auditsicherheit der<br />

Kalibrierungen jederzeit sichergestellt.<br />

Neben den Kalibrierdienstleistungen<br />

bietet das Unternehmen<br />

eine Reihe von Zusatzleistungen wie<br />

etwa eine dauerhafte Laserbeschriftung<br />

von Messmitteln, eine auditsichere<br />

elektronisch lesbare Identifizierung<br />

sowie eine Versandbox für<br />

den sicheren Transport der empfindlichen<br />

Messmittel. Die Messmittelverwaltung<br />

trendic ist im Markt seit<br />

Jahrzehnten ein Begriff, mit trendic<br />

hub bietet Perschmann Calibration<br />

seit einiger Zeit nun auch<br />

eine moderne Online-Verwaltung<br />

an, die den Kunden weltweit schnellen<br />

Zugriff auf ihre Kalibrierscheine<br />

ermöglicht.<br />

Auditsichere<br />

Messmittelverwaltung<br />

Deutlich erweitert wurden nun<br />

die Funktionen des Portals trendic<br />

hub, mit dem die Perschmann<br />

Calibration GmbH einen direkten<br />

Online-Zugang zur Kalibrierdatenbank<br />

anbietet. Das Online-Portal<br />

hilft dabei, Kalibrierdaten auditsicher<br />

zu managen und Messmittel<br />

sicher zu verwalten. Die Ergebnisse<br />

stehen direkt nach der Kalibrierung<br />

in Echtzeit zur Verfügung<br />

und sind auch auf Mobilgeräten verfügbar.<br />

Die Kalibrierscheine werden<br />

auditsicher gespeichert. „Mit trendic<br />

hub können sich unsere Kunden<br />

direkt mit uns vernetzen. Die Applikation<br />

hilft dabei, das Messmittel-<br />

Management zu digitalisieren. Ganz<br />

aktuell haben wir eine Reihe neuer<br />

Features implementiert, um die Prozesse<br />

noch einmal zu verbessern<br />

und die Produktivität zu steigern“,<br />

sagt Lars Ahrendt, Geschäftsleiter<br />

Vertrieb bei der Perschmann Calibration<br />

GmbH.<br />

Fälligkeit von Mess- und<br />

Prüfmitteln jederzeit im Blick<br />

Zu den neuesten Funktionen<br />

von trendic hub gehört die automatische<br />

Fälligkeits-Info. Anwender<br />

des Online-Portals können für<br />

ihre Mess- und Prüfmittel eine automatische<br />

Erinnerungsfunktion einstellen,<br />

um deren Fälligkeit jederzeit<br />

im Blick zu behalten. Per Mausklick<br />

kann so ein auditsicheres Überwachungs-Management<br />

erstellt<br />

werden. Die Überwachungspläne<br />

sind individuell konfigurierbar. Per<br />

automatischer Erinnerungsfunktion<br />

können eine oder mehrere verantwortliche<br />

Personen einmalig oder<br />

regelmäßig mit einem wählbaren<br />

zeitlichen Vorlauf über die Fälligkeit<br />

informiert werden, so dass kein<br />

Prüfmittel mehr in Vergessenheit<br />

gerät. Das System arbeitet dabei<br />

zuverlässig in Echtzeit.<br />

Messmittelausgabe gibt<br />

Aufschluss über Lebenslauf und<br />

Effektivität<br />

Ein weiteres neues Feature von<br />

trendic hub ist die Messmittelausgabe,<br />

mit deren Hilfe der Lebenslauf<br />

eines Messmittels lückenlos<br />

nachvollzogen werden kann. Insbesondere<br />

bei hochwertigen Messmitteln<br />

ist die Dokumentation des<br />

Lebenslaufs sehr wichtig. Mithilfe<br />

der Messmittelausgabe ist jederzeit<br />

erkennbar, für welchen Auftrag,<br />

an welcher Maschine, in welchem<br />

Zeitraum und von welchem<br />

Beschäftigten ein Messmittel eingesetzt<br />

wurde. Das System lässt so<br />

auch Rückschlüsse auf die Effektivität<br />

der Nutzung zu. Zudem kann<br />

auch hier die Fälligkeit zum Kalibrieren<br />

oder zum Austausch automatisch<br />

konfiguriert werden. ◄<br />

4/<strong>2021</strong><br />

29


Dienstleistung<br />

EMS: Schlaglichter aus der Branche<br />

Sucht man nach Neuigkeiten bei den zahlreichen EMS-Anbietern, wird man selten fündig. Die Teile- und Bauelementeknappheit<br />

hat auch hier ihre Spuren hinterlassen. Dennoch gibt es interessantes, fortschrittliches und<br />

ermutigendes.<br />

leister für die Produktion von RoHSkonformen<br />

Baugruppen. Dabei übernehmen<br />

die Dresdener die Konzeption<br />

und Entwicklung neuer Produkte,<br />

die Fertigung von Mustern<br />

als auch die termingerechte Serienproduktion<br />

von elektronischen<br />

Baugruppen sowie die dazugehörige<br />

Gerätemontage. Neben den<br />

klassischen Technologien eines<br />

EMS-Dienstleisters verfügt man<br />

über den schnellen Zugriff auf die<br />

hauseigenen Bereiche „Entwicklung<br />

und Konstruktion“, „Mechanische<br />

Fertigung“ sowie „Materialbeschaffung<br />

und -lagerung“. Mit<br />

SMD-Bestückungslinien mit Lotpastendrucker<br />

und Reflow-Lötsystem<br />

garantiert man die termingerechte<br />

Fertigung. Zusätzlich stehen weitere<br />

Technologien zur Verfügung:<br />

• Wellenlötanlage mit Wechsellotbädern<br />

für Pb-haltiges und Pbfreies<br />

Lot<br />

• Selektivlötanlage für kombinierte<br />

oder beidseitig bestückte Leiterplatten<br />

• THT-Handbestückungsarbeitsplätze<br />

und Minischwall-Lötanlage<br />

bspw. für die Vorserienfertigung<br />

Neben der permanenten Sichtprüfung<br />

der elektronischen Baugruppen<br />

besteht die Möglichkeit einer<br />

automatischen optischen Inspektion<br />

(AOI). Weiterhin gehören Verdrahtungs-<br />

und Funktionstests einzelner<br />

Komponenten oder kompletter<br />

Endbaugruppen sowie deren<br />

Ergebnisdokumentation zum Angebotsportfolio.<br />

Am Ende jeder Fertigung<br />

steht die professionale Montage<br />

sowie das ESD- bzw. MSLgerechte<br />

Labeln und Verpacken.<br />

Bildquelle: www.binder-elektronik.de<br />

Elektronischer Gerätebau und<br />

PCB-Bestückung<br />

Seit 2004 Ihr zuverlässiger EMS-Dienstleister für alle<br />

Dienstleistungen rund um die Leiterplatte:<br />

• Hard- und Softwareentwicklung<br />

• Layout und Design<br />

• Materialbeschaffung weltweit<br />

• Bestückung in SMD und THT<br />

• Montage von Baugruppen und Geräten<br />

• Lackierung von Leiterplatten<br />

• Prüfung und Funktionstest<br />

Wir produzieren Ihre elektronische Baugruppe vom<br />

Prototypen bis hin zur komplexen Serienfertigung<br />

funktionsgeprüfter Baugruppen und Geräte.<br />

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.<br />

frimotronik GmbH • Am Kastaniengrund 4 • 19217 Rehna • Tel.: 038872-676-0<br />

Fax: 038872-676-50 • info@frimotronik.de • www.frimotronik.de<br />

Die elektronische Fertigung der<br />

A.S.T. (Angewandte System Technik)<br />

ist zuverlässiger EMS-Dienst-<br />

Agile Hardware-Entwicklung<br />

Um für die Nutzer der Elektronikprodukte<br />

der Kunden die optimale<br />

Hardware zu entwickeln, arbeitet<br />

das Entwickler-Team der alphaboard<br />

GmbH mit agilen Vorgehensweisen.<br />

Das hilft dabei, schnell und<br />

iterativ die perfekte Lösung zu finden.<br />

Gemeinsam mit dem Kunden<br />

definiert man die Entwicklungsanforderungen<br />

mit Fokus auf die Funktionalitäten<br />

aus Sicht der Nutzer.<br />

Für die Berliner bedeutet Agilität:<br />

• Transparenz<br />

Fortschritt und Hindernisse des<br />

Projektes täglich und für alle sichtbar<br />

festhalten<br />

• Überprüfbarkeit<br />

in regelmäßigen Abständen Produktfunktionalitäten<br />

liefern, testen<br />

und beurteilen<br />

• Anpassung<br />

Anforderungen an das Produkt<br />

nicht in Beton meißeln, sondern<br />

nach jeder Lieferung neu zu bewerten<br />

und bei Bedarf anzupassen<br />

Mitarbeiter in Berlin gesucht<br />

Bei Andus, einem mittelständischen<br />

Familienunternehmen mitten<br />

in Berlin-Kreuzberg stößt man<br />

auf zahlreiche verschiedene Stellenausschreibungen.<br />

Die Firma<br />

wirbt „mit flachen Hierarchien und<br />

großen Gestaltungsmöglichkeiten“<br />

und verspricht, dass Mitarbeiter<br />

nicht nur ein kleines „Rädchen im<br />

Getriebe“, sondern entscheidend<br />

für den Unternehmenserfolg und<br />

die Zufriedenheit der Kunden seien.<br />

Andus betreibt die Fertigung innovativer<br />

Leiterplatten für anspruchsvolle<br />

Elektronik seit fast 50 Jahren und<br />

sucht Mitstreiter, die sich für technisch<br />

anspruchsvolle und herausfordernde<br />

Aufgaben begeistern.<br />

Herausforderungen durch<br />

Veränderungen<br />

Covid-19 hat die Art und Weise verändert,<br />

wie Unternehmen weltweit<br />

Produktionslinien betreiben. Gesetze<br />

30 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

und Vorschriften zur sozialen Distanzierung<br />

und Isolation bedeuten,<br />

dass sich Fertigungsunternehmen<br />

nicht mehr so stark auf menschliche<br />

Arbeitskräfte verlassen können,<br />

um die volle Produktionsleistung<br />

aufrechtzuerhalten. Da sich<br />

Unternehmen immer mehr auf fortschrittliche<br />

Fertigungstechnologien<br />

(z.B. Roboter und Bildverarbeitungssysteme)<br />

verlassen und weniger von<br />

Menschen abhängig sind, müssen<br />

Fabriken gezielte Anpassungen vornehmen.<br />

Dazu gehören:<br />

• Verringerung des Einflusses des<br />

Faktors Mensch auf die Produktionsleistung<br />

• Dezentralisierung von Produktionseinheiten<br />

in mehrere Länder<br />

• Einführung des Betriebs von<br />

Produktionslinien mit Fernunterstützung<br />

• Verbesserung der Transparenz<br />

des Produktionsprozesses<br />

Um wettbewerbsfähig zu bleiben,<br />

müssen sich Unternehmen an diese<br />

Veränderungen anpassen, egal wie<br />

herausfordernd die Aufgabe auch<br />

ist. Kitov.ai hat diese Herausforderungen<br />

erkannt und bietet mit seiner<br />

Lösung für visuelle Inspektion<br />

eine Antwort. Mehr dazu erfährt<br />

man auf der Website der ATEcare<br />

Service GmbH & Co. KG.<br />

EMS-Komplettanbieter mit<br />

EMV-Labor nutzt Web Guide<br />

Bei Baudisch Electronic begleitet<br />

Web-Seiten-Besucher auf Wunsch<br />

ein elektronischer Führer im virtuellen<br />

360° Rundgang durch das<br />

Firmengebäude inklusive Produktion,<br />

EMV-Labor und Verwaltung.<br />

Der 360° Rundgang ermöglicht<br />

eine Führung durchs Gebäude –<br />

unabhängig davon, wie weit Sie<br />

vom Standort Wäschenbeuren in<br />

der Region Stuttgart entfernt sind<br />

und unabhängig von Corona-Richtlinien.<br />

Der Baudisch Experte führt<br />

Sie persönlich durch den Betrieb<br />

und geht dabei direkt auf Ihre Fragen<br />

zum Unternehmen und zu den<br />

Services ein. Kunden führt überdies<br />

ein persönlicher Ansprechpartner<br />

durch den gesamten Entstehungsprozess<br />

ihres Produktes.<br />

Dies garantiert kürzeste Zeiten von<br />

der Idee über die Markteinführung<br />

bis zur Serienfertigung.<br />

Cyber Security: Menschliche<br />

Firewall<br />

Das Thema IT Security wird<br />

immer brennender. Bei der Bavaria<br />

Digital Technik GmbH setzt man<br />

auch auf eine „Menschliche Firewall“<br />

– sprich geschulte und stets<br />

aufmerksame Mitarbeiter, die häufig<br />

auf sogenannten Social-Engineering-Techniken<br />

basierende Hacker-<br />

Angriffe selbstständig erkennen und<br />

vereiteln. Dies können z.B. fingierte<br />

E-Mails von Kollegen und Kunden<br />

mit „verseuchten“ Anhängen oder<br />

„faulen“ Links sein. Bei BDT sieht<br />

man die menschliche Firewall als<br />

vorderste Verteidigungslinie der<br />

Organisation, natürlich neben anderen<br />

und (hoffentlich) über die technische<br />

Firewall hinausgehenden<br />

Schutzmaßnahmen.<br />

Man hat in Zusammenarbeit mit<br />

der IHK Schwaben an einem Cyber-<br />

Security-Awareness-Test teilgenommen.<br />

Ziel des Tests war es das<br />

Bewusstsein des Einzelnen für das<br />

E-EMS Dienstleistung und mehr<br />

Thema Cyber-Sicherheit zu schärfen;<br />

also alle Maßnahmen, die darauf<br />

abzielen, PC, Server, Mobilgeräte,<br />

elektronische Systeme, Netzwerke<br />

und Daten vor böswillige Angriffe<br />

erfolgreich zu schützen.<br />

Das BDT-Team hat mit einem sehr<br />

guten Ergebnis an diesem Test teilgenommen<br />

und versucht, weiterhin<br />

die „Awareness“ hoch zu halten.<br />

Geschwindigkeitsabhängiges<br />

Dosieren<br />

Kürzere Taktzeiten und größere<br />

Flexibilität erreicht man bei<br />

bdtronic mit der Neuentwicklung<br />

des geschwindigkeitsabhängigen<br />

Dosierens mit dem Markennamen<br />

speedUP. Mit speedUP werden<br />

die Geschwindigkeit der Achsbewegungen<br />

und die Dosierleistung<br />

intelligent miteinander verknüpft<br />

und gesteuert, um so die kürzest<br />

mögliche Taktzeit und ein optimales<br />

Dosierergebnis zu erreichen.<br />

Mit speedUP erzielt bdtronic eine<br />

gleichbleibende Dosierkontur bei<br />

variierenden Achs- und Dosiergeschwindigkeiten.<br />

Radien oder kleine<br />

Wir, die BEK-Systemtechnik, produzieren<br />

seit über 30 Jahren Leiterplattenbaugruppen<br />

für Steuerungen, Stromrichtererzeugnisse,<br />

projektierte Anlagen und kundenspezifische<br />

Anwendungsfälle. Um unser Alles-aus-einer-<br />

Hand-Prinzip zu komplettieren, bieten wir eine<br />

individuelle, zuverlässige und hoch effiziente<br />

Schaltkreis-Programmierung und automatisierte<br />

THT Bauteilevorbereitung, die kaum<br />

Wünsche offen lässt.<br />

• Bauelementebeschaffung und Leiterplattenbereitstellung<br />

nach Kundenvorgaben<br />

• Leiterplattenbestückung mit beigestelltem<br />

Kundenmaterial<br />

• Bauteilevorbereitung THT, Biegerei<br />

• Automatische Programmierung von<br />

Schaltkreisen<br />

• Elektronikfertigung mit Hand- und Automatenbestückung<br />

nach IPC-A-610 Vorgaben<br />

• Baugruppenfertigung mit Durchsteck (THT)-,<br />

Gemischt- und SMT-Bestückung<br />

• Einpressen von Kontaktstiften und<br />

Steckerleisten<br />

• Montage und elektrische Prüfung von<br />

Komponenten und kompletten Geräten<br />

• Burn-In-Tests und Temperaturwechselprüfungen<br />

• Lackierung von elektronischen Baugruppen<br />

• Versand und Logistik nach Kundenvorgaben<br />

und Umweltschonenden-Kriterien<br />

• Aftersales Service Betreuung<br />

BEK Systemtechnik GmbH & Co. KG | Bürknersfelder Str. 5b | 13053 Berlin<br />

Tel.: 030/98 19 02 22 | bek@rutronik.de | www.bek-systemtechnik.de<br />

4/<strong>2021</strong><br />

31


Dienstleistung<br />

Bildquelle: flowCAD<br />

Punkte (Dots) werden höchstpräzise<br />

mit geringer Geschwindigkeit<br />

dosiert, lange Geraden oder große<br />

Dots mit hoher Geschwindigkeit<br />

aufgetragen. Der Kunde kann mit<br />

speedUP und der Eingabe über<br />

die Steuerung die komplette Kombination<br />

von Austragsleistung und<br />

Achsgeschwindigkeit selbst steuern.<br />

Dehnbare Leiterplatte mit<br />

hoher Funktionsdichte<br />

kombinieren<br />

Neue Technologien sind für Binder<br />

Elektronik seit je her wichtig.<br />

Zu den spannendsten Trends der<br />

letzten Jahre gehören für Binder<br />

dehnbare Leiterplatten. Diese werden<br />

auf Basis von Polyurethan gefertigt<br />

und erhalten daher ihre speziellen<br />

Eigenschaften:<br />

• dehnbar (bis zu 20%)<br />

• dauerhaft und dreidimensional<br />

verformbar<br />

• äußerst weich und beweglich<br />

(biegeschlaff bzw. forminstabil)<br />

Ihre Beweglichkeit hat die flexiblen<br />

und starr-flexiblen Leiterplatten<br />

längst salonfähig gemacht.<br />

Aber sie leiden unter dem Problem,<br />

dass sie nur in einer Achse wirklich<br />

verformbar sind, wie bei<br />

Wearables und anderen körpernahen<br />

Anwendungen gefordert.<br />

An dieser Stelle kommen die PUbasierten<br />

Leiterplatten ins Spiel.<br />

Mehr dazu erfährt man auf der Binder-Website.<br />

Cicor übertrifft Vorjahresergebnisse<br />

und blickt positiv in die<br />

Zukunft<br />

Die schweizerische Cicor Gruppe<br />

konnte ihren Umsatz im ersten Halbjahr<br />

<strong>2021</strong> um 7% steigern. Das<br />

operative Ergebnis vor Zinsen und<br />

Steuern (EBIT) legte sogar um 63%<br />

zu. Damit hat Cicor vergleichbare<br />

Ergebnisse wie im ersten Halbjahr<br />

2019, also vor Beginn der Covid-<br />

19-Pandemie, erzielt. Die Bookto-Bill-Rate<br />

erreichte 1,2 (1. Halbjahr<br />

2020: 0,85) und zeigt damit in<br />

Richtung weiteren Wachstums der<br />

Cicor Gruppe. Aufgrund der deutlich<br />

gestiegenen Kundennachfrage, die<br />

sich im sehr hohen Auftragseingang<br />

der vergangenen Monate widerspiegelt,<br />

rechnet Cicor mit einer Fortsetzung<br />

des Umsatzwachstums im<br />

Vergleich zum Vorjahr, das jedoch<br />

durch die aktuelle weltweite Materialverknappung<br />

auch in der zweiten<br />

Jahreshälfte noch gebremst<br />

werden dürfte.<br />

Eurocircuits: Lagen-Editor<br />

ergänzt PCB Visualizer<br />

Bei Eurocircuits hat man seit der<br />

Einführung des PCB Visualizers eine<br />

Reihe spezialisierter Editoren hinzugefügt.<br />

Der neuste davon ist der<br />

Lagen-Editor. Er bietet eine Reihe<br />

von Möglichkeiten, mit denen Kunden<br />

Daten nach Bedarf modifizieren,<br />

hinzufügen oder löschen können.<br />

Kürzlich wurde die Vergleichsfunktion<br />

hinzugefügt, mit der Kunden<br />

alle Änderungen, die sie an<br />

einer Lage vorgenommen haben,<br />

mit den ursprünglichen hochgeladenen<br />

Daten vergleichen können.<br />

So können sie sicher sein, dass die<br />

Änderungen korrekt waren.<br />

Der Lagen-Editor wurde entwickelt,<br />

um Zeit zu sparen, Werkzeuge<br />

zu verwenden, um die Datenausgabe<br />

zu korrigieren oder sogar<br />

Probleme zu lösen.<br />

Ein weiteres großartiges Feature<br />

ist die Gliederungsansicht, mit der<br />

Anwender die Daten nicht gefüllt<br />

sehen können. Es ist ein großartiges<br />

Werkzeug, um zu sehen, wie die<br />

Daten vom CAD-System generiert<br />

wurden, und ermöglicht es, potenzielle<br />

Fehler zu erkennen.<br />

Augmented-Reality-Plattform:<br />

Nutzung ohne Brille<br />

Die flowCAD-Lösung inspectAR<br />

ist eine Augmented-Reality-Plattform,<br />

die entwickelt wurde, um eine<br />

physikalische Leiterplatte gemeinsam<br />

mit den Designdaten als AR-<br />

Overlay anzuzeigen, ohne dass<br />

eine spezielle Brille benötigt wird.<br />

Alle gängigen Programme zum<br />

Design von Leiterplatten können<br />

Daten im IPC-2581-Format<br />

ausgeben. Diese werden dann<br />

in inspectAR eingelesen. Über<br />

eine Webcam, ein Mobiltelefon<br />

oder Tablett wird die reale Leiterplatte<br />

aufgenommen. Die Software<br />

erkennt die Abmessungen der Leiterplatte<br />

und gleicht die Koordinaten<br />

mit dem Design ab. Anschließend<br />

können die Informationen<br />

über Pins, Netze und Komponenten<br />

als Überlagerung zu den Konstruktionsdaten<br />

eingeblendet werden.<br />

Auf dem Bildschirm sieht man<br />

statisch das Foto oder dynamisch<br />

als Live Video-Stream die Kombination<br />

der Leiterplatte mit der Funktionalität<br />

des Schaltplans.<br />

Punktum: inspectAR unterstützt<br />

PCB Designer, Ingenieure und Techniker,<br />

die beim Bring-up von Prototypen,<br />

bei der Fehlersuche und<br />

Reparatur oder in der Qualitätssicherung<br />

von Leiterplatten mit dieser<br />

Ansicht viel Zeit sparen können.<br />

32 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

Betriebstreue bei Fritsch<br />

Elektronik steigt<br />

Kein anderer, als der nach Goethe<br />

frei formulierte Satz „Warum in<br />

die Ferne schweifen, wenn das Gute<br />

liegt so nah“, drückt treffender aus,<br />

wo der Mensch sich beruflich am<br />

wohlsten fühlt. Wie sehr dies auch<br />

für die in Achern ansässige Fritsch<br />

Elektronik zutrifft, zeigt sich an den<br />

Jahren der Betriebszugehörigkeit<br />

unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.<br />

Allein seit Anfang des vergangenen<br />

Jahres feierten Ende Juli<br />

dieses Jahres 40 von insgesamt<br />

110 Fachkräften des Elektronikunternehmens<br />

im Ortsteil Önsbach<br />

(Achern) eine Firmenzugehörigkeit<br />

zwischen zehn und 40 Jahren. Das<br />

Bildquelle: Fritsch Elektronik<br />

ist ein Zuwachs an Jubilaren und<br />

Jubilarinnen von 74% gegenüber<br />

dem Vergleichszeitraum 2018/19.<br />

Praktisches Helferlein zum<br />

Leiterplatten-Design<br />

Tipps und Tricks aus 30 Jahren<br />

Erfahrung in der Elektronikproduktion<br />

finden Sie im EMS Design<br />

Guide von der Ginzinger electronic<br />

systems GmbH. Der Wegweiser<br />

für fertigungsgerechtes Leiterplatten-Design<br />

zeigt, wie man Fehler<br />

in der Entwicklung am besten vermeiden<br />

kann. Der Schlüssel liegt<br />

in einem durchdachten Hardware-<br />

Design. Ein im Hinblick auf die spätere<br />

Serienfertigung durchdachtes<br />

Layout entscheidet häufig über mögliche<br />

Zeit- und Kostenersparnisse in<br />

der Produktion. Hardwareentwickler<br />

und Leiterplatten-Designer müssen<br />

über die Abläufe und Verfahren<br />

in der Produktion von elektronischen<br />

Baugruppen Bescheid wissen.<br />

So kann bereits beim Layout<br />

der Grundstein für einen schnellen<br />

und kostengünstigen Durchlauf der<br />

Serie gelegt werden. „Hochwertiges<br />

Booklet“<br />

Heitec 4.0 Lösungsportfolio<br />

Die Heitec AG in Eckental unterstützt<br />

bei der Digitalisierung von<br />

Engineering-, Produktions- und<br />

Geschäftsprozessen im industri-<br />

Leiterplatten- und Baugruppen-Prototypen<br />

aus Europa für Europa<br />

Right first time: Vom<br />

PCB-Design zur bestückten<br />

Baugruppe auf Anhieb richtig<br />

Die Eurocircuits Unternehmensgruppe<br />

mit 420 Mitarbeitern ist die<br />

beste Adresse für Hardware-Entwickler,<br />

die nicht nur einen zuverlässigen<br />

Hersteller für Musterleiterplatten<br />

und Kleinserien aus Europa<br />

suchen, sondern für Testzwecke<br />

auch schnell und kurz fristig auf<br />

die bestückte Musterbaugruppe<br />

zugreifen wollen.<br />

6 Arbeitstage für Leiterplattenfertigung<br />

und Bestückung<br />

Innerhalb von 6 Arbeitstagen fertigen<br />

wir die Leiterplatte in unseren<br />

Werken in Ungarn und Deutschland,<br />

beschaffen alle elektronischen<br />

Bauteile und bestücken<br />

Prototypen ab Losgröße<br />

1 in Serienqualität in unserer<br />

modernen Baugruppenfertigung<br />

in Ungarn.<br />

Intelligente Web-Tools und<br />

Preiskalkulation<br />

Unsere intelligenten Web-Tools<br />

prüfen die Designdaten auf Vollständigkeit,<br />

zeigen kritische Stellen<br />

im Design und geben PCB-<br />

Designern Vorschläge, um diese<br />

zu beheben. Außerdem helfen ein<br />

Stücklisten-Editor, Bauteil-Editor<br />

und viele Design for Manufacturing-Tools,<br />

Leiterplatten- und Baugruppendaten<br />

zu bereinigen bevor<br />

der Auftrag ausgelöst wird.<br />

Validierte Daten für<br />

reibungslose Fertigung<br />

Vorteil: Hardware-Entwickler<br />

und PCB-Designer erhalten ein<br />

auf Anhieb richtiges Design in<br />

Industriequalität und noch vor<br />

der Bestellung eine Übersicht<br />

über die Bauteileverfügbarkeit<br />

oder mögliche Alternativen sowie<br />

eine exakte Preiskalkulation. Das<br />

Beste daran: die validierten Daten<br />

ermöglichen die Serienproduktion<br />

bei jedem Baugruppenfertiger.<br />

Eurocircuits GmbH · Hauptstrasse 16 · 57612 Kettenhausen<br />

Tel.: +49 2401 9175 20 · euro@eurocircuits.com · www.eurocircuits.com<br />

4/<strong>2021</strong><br />

33


Dienstleistung<br />

ellen Umfeld. Mit dem Heitec 4.0<br />

Lösungsportfolio wird gezeigt, wie<br />

mit Industrie 4.0 schrittweise und<br />

nutzenorientiert die Verfügbarkeit<br />

und Produktivität von Maschinen und<br />

Anlagen im gesamten Lebenszyklus<br />

gesteigert werden kann. Daneben<br />

eröffnen sich noch vielfältige Möglichkeiten,<br />

mit innovativen Lösungen<br />

neue Geschäftsmodelle wie digitale<br />

Services erfolgreich umzusetzen.<br />

Bei der diesjährigen Messe all<br />

about automation präsentierten die<br />

Kollegen aus Auerbach und Chemnitz<br />

den Besuchern das Portfolio Heitec<br />

4.0 und die Möglichkeiten, die sich<br />

daraus in der Praxis ergeben. Egal,<br />

ob es sich um ein kleines KMU handelt<br />

oder einen Big Player der Industrie<br />

– die Vielschichtigkeit der Themen<br />

bietet für jeden eine Lösung.<br />

hema electronic auf der VISION<br />

Messe<br />

Auf der VISION Messe in Stuttgart<br />

präsentierte hema electronic<br />

Bildquelle: Heyfra AG<br />

seine Embedded-Vision-Lösungen<br />

am gemeinsamen Messestand<br />

mit Enclustra. Im Fokus stand die<br />

modulare Embedded-Vision-Plattform,<br />

die mit FPGA-Modulen von<br />

Enclustra ebenso verfügbar ist<br />

Fullservice-Werk für elektronische Baugruppen und Systeme<br />

Persönliche Unterstützung von der ersten Idee bis zum<br />

fertigen Produkt<br />

Bestückung von Leiterplatten in modernster SMD- und<br />

THT-Technologie<br />

Entwicklung und Fertigung kompletter elektronischer<br />

Baugruppen und Geräteeinheiten<br />

Prototypenbau wie auch spezielle Test und Prüfverfahren<br />

wie mit den kürzlich vorgestellten<br />

Edge-AI SoMs der Kria-Serie von<br />

Xilinx. Im Baukastenprinzip konfigurieren<br />

Kunden mit der Plattform<br />

individuelle Elektroniken, die<br />

innerhalb von nur sechs Wochen<br />

als seriennahe Prototypen entwickelt<br />

und produziert werden. Zahlreiche<br />

Demonstratoren am Stand<br />

zeigten den flexiblen Einsatz der<br />

hema Embedded Vision Platform<br />

– von Ultra-Low-Latency-Anwendungen<br />

über die Multisensor-/ Multisignalverarbeitung<br />

bis zu einer<br />

Gesichtserkennungs-Demo mit<br />

dem Xilinx Kria SoM.<br />

Industrie 4.0 ist Chance und<br />

Herausforderung<br />

Die Heyfra AG sieht Industrie 4.0<br />

als Chance und Herausforderung<br />

zugleich und hält dazu eine Info-<br />

Broschüre bereit. Industrie 4.0. -<br />

Planung, Produktion und Logistik<br />

verschmelzen dabei immer mehr<br />

zu einer Einheit und sind auf allen<br />

Ebenen miteinander vernetzt. Das<br />

schafft große Chancen für eine<br />

Effektivierung des gesamten Planungs-,<br />

Entwicklungs- und Produktionsprozesses,<br />

bringt aber auch<br />

große Herausforderungen mit sich.<br />

Denn es braucht für diese umfassende<br />

Vernetzung und die Kommunikation<br />

der Anlagen untereinander<br />

sowohl neue Technologien<br />

als auch angepasste Testverfahren.<br />

Die komplexe Technik erfordert<br />

eine enge Zusammenarbeit<br />

aller Beteiligten, damit die Einzelprozesse<br />

reibungslos ineinandergreifen<br />

können. Gemeinsam mit<br />

dem Spezialisten für Echtzeitkommunikation<br />

und Industrial Ethernet<br />

port GmbH sowie dem Schaltschrankbauer<br />

Resa liefert Heyfra<br />

als Profi für Leiterplattenbestückung<br />

und Testverfahren eine Komplettlösung<br />

für den Einstieg in das revolutionäre<br />

Zeitalter der Industrie 4.0<br />

und des IoT.<br />

Intelligente Logistikoptimierungen<br />

dank vollautomatischer<br />

Palettierungslösungen<br />

Neben den unterschiedlichen<br />

kollaborierenden Robotern von<br />

TM Robots bietet die Hilpert electronics<br />

AG auch fertige Applikationslösungen<br />

wie den TM Palletizing<br />

Operator an. Hierbei handelt<br />

es sich um eine komplett ausgestattete<br />

Cobot-Zelle, die Kartonagen<br />

palettiert und somit die Logistik<br />

in vielerlei Hinsicht optimiert.<br />

Bei dem TM Palletizing Operator<br />

handelt es sich um ein branchenübergreifendes<br />

Plug&Play-<br />

Palettierungskonzept, das aus<br />

dem Cobot inklusive Vision-System,<br />

dem Vakuumsauger, der Software<br />

sowie der Sicherheitssensorik<br />

besteht. Der Palletizing Operator<br />

kann in kürzester Zeit installiert<br />

werden und neue Aufgaben übernehmen,<br />

wodurch er dem Logistikmitarbeiter<br />

einen hohen Grad an<br />

Flexibilität und Sicherheit bietet.<br />

elektron systeme – Serienkompetenz aus der Mitte Europas<br />

www.elektron-systeme.de<br />

+49 (0) 9192 9282-0<br />

info@elektron-systeme.de<br />

Bildquelle: Hilpert electronics AG<br />

34 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

Während des Palettiervorgangs<br />

können mittels Offline-Programmierung<br />

weitere Aufgaben vorbereitet<br />

und an den Palletizing Operator<br />

übergeben werden. Die Software<br />

bietet eine intuitive Benutzeroberfläche<br />

und detaillierte Anweisungen<br />

für jeden Schritt.<br />

HTV-Analytik-Tag<br />

Beim ersten HTV-Analytik-Tag in<br />

Bensheim am 23. & 24.9.<strong>2021</strong> referierten<br />

viele Analytikspezialisten<br />

des HTV-Instituts für Materialanalyse,<br />

aber auch externe Dozenten<br />

u.a. über die Themen Bauteilalterung,<br />

Bauteilfälschungen, Fehleranalysen,<br />

Qualifikation, Obsoleszenz-Management<br />

sowie hochmoderne<br />

Analysemethoden wie z.B.<br />

Ultraschallmikroskopie oder Härteund<br />

Elastizitätsmessungen mittels<br />

Nanoindentation.<br />

Die parallelen fachbezogenen<br />

Führungen durch die Labore des<br />

HTV-Instituts für Materialanalyse,<br />

das TAB-Langzeitlager im Hochsicherheitsgebäude<br />

sowie die Testund<br />

Programmierlabore von HTV<br />

ermöglichten es den Teilnehmern,<br />

den HTV-Mitarbeitern im Arbeitsalltag<br />

über die Schulter zu schauen und<br />

ihre Fragen direkt an die jeweiligen<br />

Fachexperten zu stellen. Sowohl<br />

während der Vorabendveranstaltung<br />

als auch am Analytik Tag selbst<br />

konnten die Teilnehmer viele neue<br />

Kontakte knüpfen und spannende<br />

Diskussionen führen.<br />

Bildquelle: Kortec<br />

ILFA platzierte Multi-Millionenauftrag<br />

Die Modernisierung beim Hannoverschen<br />

Leiterplattenhersteller<br />

ILFA schreitet kontinuierlich voran:<br />

Mit der Platzierung eines Auftrages<br />

im Umfang von insgesamt mehreren<br />

Millionen Euro wurde der führende<br />

englische Anbieter für Leiterplattenservices<br />

und Maschinenausstattungen<br />

Viking Test Ltd. verpflichtet,<br />

modernste Nassmaschinen des<br />

asiaitischen Marktführers UCE für<br />

die Produktion zu liefern.<br />

Weiter erfreulich: Zum 1. Oktober<br />

hieß ILFA fünf neue Mitarbeiter für<br />

den Produktionsstandort Hannover<br />

willkommen. Denn ILFA baut weiter<br />

konsequent seine Kapazitäten<br />

in der Fertigung aus.<br />

Kortec erweiterte selektive<br />

Lötprozesse<br />

Die Elektronikfertigung der<br />

Zukunft muss flexibel und wirtschaftlich<br />

sein, auch in Bereichen, die traditionell<br />

durch manuelle Prozesse<br />

geprägt sind. Kortec sieht sich hier<br />

als Vorreiter im Selektivlötprozess<br />

durch die zusätzliche Anschaffung<br />

einer neuen SEHO SelectLine-C-<br />

Anlage.<br />

Mit dieser neuen Produktionslinie<br />

setzt Kortec einen weiteren<br />

Meilenstein für die Fertigung der<br />

THT-Flachbaugruppen. Neben<br />

einem höheren Automatisierungsgrad<br />

sowie einer durchgängigen<br />

Wir führen Technologien zusammen<br />

Die Helmut Hund GmbH in Wetzlar ist kreativer Spezialist<br />

und OEM-Partner für kundenspezifische, wissenschaftlichtechnische<br />

Innovationen. Die Kompetenzfelder sind dabei<br />

Elektronik, Optik, Glasfaseroptik, Feinwerktechnik und<br />

Kunststofftechnik.<br />

Ihr<br />

Technologiepartner<br />

Supported by HUND<br />

Customized<br />

Solutions<br />

Unsere Kernkompetenz ist die innovativen Zusammenführung<br />

dieser Technolgien als Basis von Baugruppen und Geräten nach<br />

Kundenspezifikation sowie für eigene Produkte in der Umweltmesstechnik,<br />

der Medizintechnik und der Mikroskopie.<br />

Das Unternehmen bietet je nach Anforderungen von der<br />

Entwicklung und Konzeptionierung über die Fertigung bis hin<br />

zur Logistik sämtliche Leistungen aus einer Hand:<br />

• Ideenfindung<br />

• Konzepterstellung<br />

• Machbarkeitsstudien<br />

• Entwicklung, Konstruktion<br />

• Re-Design<br />

• Prototypen<br />

• Serienfertigung<br />

• Funktionsprüfung<br />

• Logistik, After Sales Service<br />

Qualität<br />

„made in Germany“<br />

• Rückverfolgbarkeit<br />

• Risikomanagement<br />

• Change Management<br />

• ISO 13485; ISO 9001;<br />

ISO 14001; ISO/IEC<br />

80079-34 (ATEX)<br />

Helmut Hund GmbH<br />

• Artur-Herzog-Straße 2 • D-35580 Wetzlar • Germany • Tel. +49 (0) 6441 2004-0 • Fax +49 (0) 6441 2004 44 • info@hund.de • www.hund.de •<br />

4/<strong>2021</strong><br />

35


Bildquelle: p&r gerätetechnik<br />

Bildquelle: Profectus GmbH<br />

Transparenz und Traceability der<br />

Prozessparameter stand vor allem<br />

eine hohe Flexibilität bei der Verarbeitung<br />

der Baugruppen im Fokus<br />

der Planung. Die Flachbaugruppen<br />

sollten sowohl mit als auch ohne<br />

Werkstückträger gelötet werden können.<br />

Zudem sollte die Anlage vollautomatisch<br />

mit Lade- und Entladestationen<br />

betrieben werden können.<br />

ASM-Technik erweitert<br />

Fertigung<br />

Zur Absicherung und Erweiterung<br />

der Produktionskapazität im<br />

SMT-Bereich bei p&r gerätetechnik<br />

wurde die Fertigung zusätzlich mit<br />

bewährter Druck- und Bestückungstechnik<br />

von ASM erweitert. Die intelligente<br />

Anordnung des neuen DEK-<br />

Horizon-Druckers und des Bestückungsautomaten<br />

SIPlace SX erweitert<br />

einerseits die bestehende Produktionslinie<br />

und ist auch für unabhängige<br />

Projekte autark einsetzbar.<br />

Dazu verfügen Drucker und<br />

Bestückungsautomat durch speziell<br />

gewählte Ausstattungsmerkmale<br />

über eine große Flexibilität<br />

und hohe Leistungsfähigkeit.<br />

Profectus: stärkste<br />

Auftragseingänge in der<br />

Firmengeschichte<br />

Die Profectus GmbH in Suhl verbuchte<br />

seit März <strong>2021</strong> die stärksten<br />

Auftragseingänge in der Firmengeschichte.<br />

Der Wermutstropfen dabei<br />

ist die derzeit problematische Materialversorgung<br />

am Markt für elektronische<br />

Bauelemente. Dieser<br />

Ausnahmezustand ist die aktuelle<br />

Herausforderung für die gesamte<br />

Belegschaft. Einkauf und Materialwirtschaft<br />

werden in dieser Situation<br />

stark gefordert, Lieferzeiten<br />

und Preise sind nicht mehr zuverlässig<br />

und erfordern überproportionalen<br />

Einsatz und eine veränderte<br />

Prozesslandschaft. Gelingt es fehlende<br />

Materialpositionen zu beschaffen,<br />

ist die Fertigung hochflexibel<br />

und jederzeit bereit Baugruppen,<br />

Geräte und Systeme, auch in Teilmengen,<br />

in kurzer Zeit stets mit der<br />

geforderten Qualität herzustellen.<br />

Gemäß dem Motto „Nur Ware,<br />

die im eigenen Lager liegt, ist sicher<br />

verfügbar“, hat Profectus ein neues<br />

Zahlungsmodell mit Anzahlung entwickelt<br />

und baut seine Lager aus.<br />

Die neue Spezialisierung von einfacher<br />

bis hin zu komplexer Teil-,<br />

Vor- und Endmontage von Baugruppen,<br />

Geräten und Systemen komplettiert<br />

das umfassende Dienstleistungsangebot<br />

des Full-Service-<br />

Auftragsfertigers.<br />

Mitarbeiter in Höfen/Enz<br />

gesucht<br />

IT-Administrator, Montagemitarbeiter,<br />

Industrieelektroniker, Lackier-<br />

Helfer und Produktionsmitarbeiter<br />

(m/w/d) möchte die Richard Wöhr<br />

GmbH einstellen. Wenn Sie sich in<br />

einem innovativen Unternehmen mit<br />

technisch anspruchsvollem Umfeld<br />

und familiärer Atmosphäre, mit<br />

kurzen Entscheidungswegen und<br />

Gestaltungsfreiräumen wohlfühlen,<br />

dann freut man sich auf Ihre<br />

Bewerbung.<br />

Spotlight<br />

Elektronikdienstleistungen<br />

Die SMT Elektronik GmbH möchte<br />

Interessenten ihre Elektronikdienstleistungen<br />

in kompakten Videos<br />

näher vorstellen. Etwa in dem Beitrag<br />

unter www.smt-elektronik.de/<br />

artikel/spotlight-elektronikdienstleistungen<br />

steht die Leiterplattenbestückung<br />

im Mittelpunkt. Man erhält<br />

einen Überblick über die vielfältigen<br />

Technologien der SMD- und THT-<br />

Fertigung sowie der Techniken zur<br />

Baugruppenprüfung.<br />

Übrigens bietet SMT Elektronik<br />

als Systemlieferant die Möglichkeit,<br />

den Fertigungsprozess ganz<br />

nach den Wünschen der Kunden<br />

zu erweitern. Schlüssel dazu ist die<br />

EMS-Preflight-Methode.<br />

Neuer Raum für Wachstum<br />

Oberflächenmetrologie<br />

für die Halbleiterindustrie<br />

Wir bieten Ihnen zuverlässige<br />

optische Wafer-Messgeräte:<br />

vollautomatisch und flexibel.<br />

FormFactor FRT Metrology<br />

FRT GmbH<br />

Friedrich-Ebert-Straße 75<br />

51429 Bergisch Gladbach<br />

www.formfactor.com/products/metrology/<br />

Im Sommer <strong>2021</strong> erfolgte der<br />

erste Spatenstich am neuen<br />

Unternehmenssitz der Weptech<br />

elektronik GmbH. Aktuell wird an<br />

einem neuen Sitz für das E²MS-<br />

Dienstleistungsunternehmen im<br />

Gewerbegebiet nahe der A65<br />

gebaut. Geschäftsführer Oswald<br />

Maurer erläuterte bei dieser Gelegenheit,<br />

dass die zunehmende Zahl<br />

von Projekten in den Bereichen Industrie<br />

4.0 und dem Internet der<br />

Dinge zu einem jährlichen Wachstum<br />

von ca. 20% beitragen. Zurückzuführen<br />

ist dies auf die Kernkompetenzen<br />

der Weptech im Smart<br />

Metering und der Vernetzung von<br />

Objekten über neueste Funktechnologien,<br />

welche mit zu den grundlegenden<br />

Bausteinen der umgreifenden<br />

Digitalisierung gehören. (FS)<br />

36 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

1. Bayerischer Ressourceneffizienzpreis für BMK<br />

Preisverleihung, v. l.: Thorsten Glauber, Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz; Nafi<br />

Pajaziti, Geschäftsführer BMK electronic services GmbH (Quelle: StMUV)<br />

beim Kunden. Im eigenen Unternehmen<br />

hat BMK höchste technische<br />

Standards und optimierte Abläufe,<br />

beispielsweise eine Getrenntsammlungsquote<br />

von 97% bei eigenen<br />

Gewerbeabfällen.<br />

Nafi Pajaziti, Geschäftsführer der<br />

BMK electronic services GmbH,<br />

freut sich über den Preis: „Wir wollen<br />

unserer Verantwortung gegenüber<br />

der Umwelt sowie gegenwärtigen<br />

und zukünftigen Generationen<br />

gerecht werden. Durch ständige<br />

Verbesserung unserer Prozesse<br />

erhöhen wir die Umweltleistung<br />

unseres Unternehmens kontinuierlich.<br />

Unsere Kunden beraten<br />

wir hinsichtlich Nachhaltigkeit,<br />

damit sie ihre Produkte nicht entsorgen<br />

müssen, sondern mit wenig<br />

Aufwand wiederverwenden können.<br />

Wir wollen die Welt bewegen, ohne<br />

die Erde zu verbrauchen!“<br />

Das Bayerische Staatsministerium<br />

für Umwelt und Verbraucherschutz<br />

(StMUV) hat in einem Festakt<br />

im Börsensaal der IHK München<br />

und Oberbayern am 13. Juli <strong>2021</strong><br />

den BMK electronic services mit<br />

dem ersten Bayerischen Ressourceneffizienzpreis<br />

ausgezeichnet.<br />

Was ist der Bayerische Ressourceneffizienzpreis?<br />

Das StMUV vergibt im Jahr <strong>2021</strong><br />

erstmals den Bayerischen Ressourceneffizienzpreis.<br />

Prämiert werden<br />

bayerische Unternehmen, die sich<br />

mit herausragenden, zukunftsweisenden<br />

Leistungen für einen nachhaltigen<br />

Einsatz von natürlichen<br />

Ressourcen einsetzen.<br />

Der Bayerische Ressourceneffizienzpreis<br />

ist Bestandteil des Umweltund<br />

Klimapaktes zwischen der bayerischen<br />

Wirtschaft und der Bayerischen<br />

Staatsregierung, an dem<br />

BMK seit Juni <strong>2021</strong> teilnimmt.<br />

Auszeichnung <strong>2021</strong><br />

Insgesamt haben sich 29 bayerische<br />

Unternehmen beworben, aus<br />

denen vier prämiert wurden. Thorsten<br />

Glauber, Bayerischer Staatsminister<br />

für Umwelt und Verbraucherschutz,<br />

betonte in seiner Ansprache,<br />

dass die ausgezeichneten Unternehmen<br />

Spuren legen. Die Unternehmen<br />

haben einen eigenen und<br />

wirtschaftlichen Anspruch klimaschonend<br />

zu produzieren, um einen<br />

guten ökologischen Fußabdruck<br />

abzubilden. Der Preis soll ein Baustein<br />

sein, um Nachahmer zu werben.<br />

Die Herausforderung besteht<br />

darin beim Einsatz von Materialien<br />

im Verbund die Rückführung<br />

mitzudenken – einen Kreislauf zu<br />

kreieren. Das Symbol des Preises,<br />

ein fast geschlossener Ring, symbolisiert<br />

diesen Kreislauf, bei dem<br />

immer ein gewisser Verbrauch zu<br />

verzeichnen ist.<br />

Ressourceneffizienz bei BMK<br />

BMK electronic services analysiert<br />

und repariert seit 2001 elektronische<br />

Baugruppen im industriellen<br />

Umfeld auf höchstem technischem<br />

Standard nach dem Prinzip<br />

„Umbauen statt neu produzieren“.<br />

Durch das gezielte Reparieren<br />

und Austauschen von einzelnen<br />

Bauteilen werden neu zu produzierende<br />

Baugruppen eingespart und<br />

Abfälle vermieden. Der Kunde reduziert<br />

dadurch Entsorgungskosten<br />

von Altgeräten und spart gleichzeitig<br />

Anschaffungskosten von Neuwaren<br />

ein. Elektronische Bauteile und<br />

damit auch deren Vormaterialien,<br />

z.B. Konfliktrohstoffe wie Wolfram,<br />

Gold, Coltan und Zinn, werden eingespart<br />

und die Lebensdauer der<br />

Produkte verlängert.<br />

Mit Reparatur und Refurbishment<br />

leistet BMK einen wertvollen Beitrag<br />

zur Ressourceneffizienz und steigert<br />

gleichzeitig die Wertschöpfung<br />

BMK Group GmbH & Co. KG<br />

www.bmk-group.de<br />

4/<strong>2021</strong><br />

37


Die Funktionsvielfalt steigt, die<br />

Packungsdichte wird größer und<br />

die Miniaturisierung nimmt weiter<br />

zu. Hier kann ein Fertigungsdienstleister<br />

durch Prozesse und<br />

Verfahren wertvolle Zeit einsparen,<br />

die Qualität absichern und<br />

zudem die Kosten senken, sagt<br />

Dienstleistung<br />

Fünf Elemente einer Qualitäts- und Prüfstrategie<br />

Produktentwickler stehen beim Time-to-Market unter großem Zeitdruck. Gleichzeitig wird die Elektronik immer<br />

komplexer. Wie kann man dem begegnen?<br />

der EMS-Dienstleister Tonfunk.<br />

Tonfunk verfügt über 60 Jahre<br />

Erfahrung und gehört zu den<br />

TOP-15-EMS-Unternehmen in<br />

Deutschland. Der EMS-Dienstleister<br />

entwickelt auch eigene Produkte<br />

und bringt sein Entwicklungsund<br />

Fertigungs-Know-how durch<br />

ein Co-Engineering ein. Das Ziel<br />

ist, bereits in der Entwicklung die<br />

Anforderungen an das Design for<br />

Manufacturing und das Design for<br />

Testability zu berücksichtigen. „Wir<br />

gehen hier möglichst unbürokratisch<br />

vor und weisen proaktiv auf<br />

Verbesserungsmöglichkeiten hin,<br />

ohne dass wir immer einen Auftrag<br />

dafür haben“, so Mathias Haase.<br />

Die EMS-Spezialisten beraten<br />

die Entwickler und begleiten auch<br />

den Musterprozess. Für eine fertigungsoptimale<br />

Entwicklung wird<br />

das Design und die Platzierung der<br />

Bauteile für bestmögliche Lötergebnisse<br />

angepasst. Da geht es beispielsweise<br />

um Abstände und die<br />

Ausrichtung von Bauteilen, die richtige<br />

Anordnung für die thermischen<br />

Fertigungsprozesse sowie um die<br />

Optimierung der Nutzengeometrie<br />

für die Fertigungsabläufe.<br />

Bei der Testfähigkeit von Baugruppen<br />

werden Aspekte wie Testpads<br />

und deren optimale elektrische<br />

Anordnung, die Schnittstellen von<br />

Schaltkreisen für IC-Tests (Boundary<br />

Scan) und die Integration von Funktionsprüfungen<br />

berücksichtigt.<br />

Tonfunk betreut Kunden aus unterschiedlichen<br />

Bereichen der Elektround<br />

Elektronikindustrie wie Auto-<br />

Autor:<br />

Martin Ortgies<br />

Tonfunk GmbH<br />

info@tonfunk.de<br />

www.tonfunk.de<br />

38 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

motive, Medizin, Nautik, Sensorik,<br />

Industrie und anderen Branchen.<br />

„Unsere Kunden müssen bei steigendem<br />

Zeit- und Kostendruck die<br />

erhöhten Anforderungen der immer<br />

komplexeren Elektronik erfüllen.<br />

Als erfahrener EMS-Dienstleister<br />

haben wir unsere Prozesse darauf<br />

eingestellt, die Zeitspanne von der<br />

ersten Produktidee bis zum Produkt-<br />

Launch zu verkürzen. Wir haben<br />

insbesondere unsere prozessbegleitenden<br />

Qualitätskontrollen und<br />

unsere Prüftechnik darauf optimiert“,<br />

berichtet Mathias Haase, Geschäftsführer<br />

der Tonfunk GmbH.<br />

Fünf Ansatzpunkte für die<br />

Qualitäts- und Prüfstrategie<br />

„Unternehmen richten den Entwicklungsfokus<br />

auf die bestmögliche<br />

Funktionalität der Produkte.<br />

Die Eignung für die Fertigung und<br />

die Testfähigkeit können hier schnell<br />

zukurzkommen. Dies nachträglich<br />

zu korrigieren, kostet unnötig Zeit<br />

und Geld. Das können wir durch eine<br />

frühzeitige Einbindung vermeiden“,<br />

ergänzt Fred Lindecke aus Sicht der<br />

Tonfunk Entwicklungsgesellschaft.<br />

Mathias Haase und Fred Lindecke<br />

nennen deshalb fünf Ansatzpunkte<br />

für eine Qualitäts- und Prüfstrategie:<br />

• Beratung und Co-Engineering, um<br />

Design-for-X-Aspekte wie Manufacturing<br />

und Testability bereits bei<br />

der Entwicklung berücksichtigen<br />

• hohe Flexibilität und moderate<br />

Prüfkosten auch bei zunächst<br />

unklaren Stückzahlen<br />

• große Testabdeckung und Prüftiefe,<br />

um eine hohe Produktqualität<br />

abzusichern<br />

• geeignete Testlösungen für komplexe<br />

Baugruppen und Systeme<br />

4/<strong>2021</strong><br />

• frühzeitige Fehlererkennung vor<br />

der Gesamtabnahme durch den<br />

Kunden<br />

Hohe Flexibilität, große<br />

Testabdeckung und sinnvolle<br />

Prüftiefe<br />

Die Prüfingenieure von Tonfunk<br />

verfügen über viel Erfahrung bei den<br />

technischen Anforderungen, den<br />

Prüfspezifikationen und empfehlen<br />

Testabläufe. Die Herausforderung:<br />

Die Prüfstrategie ist u.a. abhängig<br />

von den Stückzahlen, die anfangs<br />

häufig noch unklar sind. So erfordert<br />

der Bau von Prüfadaptern für<br />

elektrische Tests hohe Einmalkosten,<br />

die sich nur bei größeren Fertigungszahlen<br />

rechnen. Für Fred Lindecke<br />

ist es trotzdem wichtig, von<br />

Anfang an die Prüfbarkeit sicherzustellen,<br />

auch wenn zunächst nur<br />

geringe Stückzahlen erwartet werden.<br />

„Mit Flying-Probe-Tests können<br />

wir auch Entwicklungsmuster und<br />

kleine Stückzahlen prüfen. Wird die<br />

Stückzahl später erhöht, kann der<br />

Einsatz eines aufwendigeren Prüfadapters<br />

sinnvoll sein.“<br />

Der EMS-Dienstleister verfolgt<br />

das Ziel einer höchstmöglichen<br />

Testabdeckung, damit keine Mängel<br />

unentdeckt bleiben. Gleichzeitig<br />

muss die Prüftiefe mit Blick auf<br />

die Kosten auch sinnvoll sein. Dabei<br />

erfolgen die Qualitätskontrollen prozessbegleitend,<br />

um Fehler frühzeitig<br />

zu erkennen und die Prozesse<br />

weiter zu optimieren. So kann bei<br />

stabilen Prozessen die Prüftiefe<br />

verringert und der Aufwand reduziert<br />

werden.<br />

„Wir erhöhen die Testabdeckung<br />

und senken die Prüfkosten, indem<br />

wir je nach Produkt und Stückzahl<br />

eine angepasste Kombination<br />

unterschiedlicher Prüfverfahren<br />

aus optischen, ICT- und Funktionstests<br />

anwenden“, erläutert Fred<br />

Lindecke die Vorgehensweise. Die<br />

Pastendruckkontrolle (SPI) und die<br />

automatische optische Inspektion<br />

(AOI) sind für 100% der Baugruppen<br />

obligatorisch. Bei Bauelementen mit<br />

verdeckten Lötstellen wie bei BGAoder<br />

QFN-Gehäusen wird zusätzlich<br />

die Röntgeninspektion (X-Ray) eingesetzt.<br />

Beim In-Circuit-Test (ICT)<br />

können unter Verwendung eines<br />

Prüfadapters unterschiedliche Prüfungen<br />

erfolgen. Das reicht vom<br />

klassischen ICT über die Programmierung,<br />

den im Testsystem integrierten<br />

Boundary-Scan bis zum<br />

Funktionstest bei Nutzung eines<br />

Zweistufenadapters. Bei kleineren<br />

und mittleren Stückzahlen wird ein<br />

klassischer Bauteiltest über Flying-<br />

Probe-Tests (FPT) durchgeführt.<br />

Mit Funktionstests werden ganze<br />

Funktionseinheiten der Baugruppen<br />

überprüft.<br />

Tests von komplexen<br />

Baugruppen und Systemen<br />

Die Testbarkeit von hochpoligen<br />

Schaltkreisen in Baugruppen<br />

kann durch die Nutzung eines<br />

Boundary-Scan-Tests signifikant<br />

verbessert werden. Unter Nutzung<br />

der JTAG-Schnittstelle werden<br />

logische Zustände an Schaltkreisen<br />

ausgewertet. Spezielle Prüf-<br />

ICs ergänzen bei der Erweiterung<br />

der Prüftiefe (CION-Chips). Mithilfe<br />

von speziellen Testroutinen werden<br />

auch Schaltkreise innerhalb<br />

der Prüfung unterstützt, die nicht<br />

boundary-scan-fähig sind.<br />

„Wir sehen bei den Produkten<br />

eine zunehmende Integrationstiefe,<br />

indem Funktionen in immer komplexeren<br />

Systems-on-Chips, SoC, integriert<br />

werden. Bei den Tests müssen<br />

häufig ganze Cluster mit angeschlossener<br />

Peripherie auf Funktionen<br />

getestet werden. Hier entwickeln<br />

wir dann zum Beispiel spezifische<br />

Teilfunktionstests“, beschreibt<br />

Fred Lindecke aktuelle Herausforderungen.<br />

So kann eine Baugruppe<br />

auf dem Funktionsprüfstand programmiert<br />

und anschließend der<br />

Prüfprozess abgearbeitet werden.<br />

Über ein Diagnose-Protokoll werden<br />

verschiedene Funktionsteile<br />

des Gerätes abgefragt bzw. aktiviert<br />

und nach den Vorgaben des<br />

Kunden mit externer Messtechnik<br />

bewertet.<br />

Fazit: EMS spart Zeit und senkt<br />

die Kosten<br />

Der EMS-Dienstleister Tonfunk<br />

sieht sich durch sehr geringe Fehlerquoten<br />

und positive Kundenrückmeldungen<br />

in seiner Strategie bestätigt.<br />

Das Unternehmen beschäftigt<br />

ein Team qualifizierter Prüfingenieure,<br />

die als Gesprächspartner<br />

geschätzt werden.<br />

„Wir achten bereits in der Entwicklungsphase<br />

auf fertigungs- und<br />

testgerechte Designs. Wir optimieren<br />

unsere Prozesse und investieren<br />

laufend in unsere Fertigungsund<br />

Prüfsysteme. Alle Baugruppen<br />

werden 100-prozentig geprüft.<br />

Auch Tests zur elektrischen Belebung<br />

von Baugruppen und komplexe<br />

Funktionstests erfolgen fertigungsnah.<br />

So können wir bereits<br />

frühzeitig vor dem End-of-Line-Test<br />

und der Gesamtabnahme durch den<br />

Kunden Fehler erkennen und beseitigen.<br />

Damit setzen wir unsere Nullfehlerstrategie<br />

wieder ein Stück weiter<br />

in der Realität um“, fasst Mathias<br />

Haase das Vorgehen von Tonfunk<br />

zusammen. ◄<br />

39


Dienstleistung<br />

Elektronikfertiger teilen Überbestände auf<br />

kostenlosem Bauteil-Marktplatz<br />

Auf einen Blick zeigt die automatische Verfügbarkeitsprüfung in MiG,<br />

welche Bauteile eine fristgerechte Produktion gefährden – und wie sie<br />

alternativ beschafft werden können<br />

Perzeptron GmbH<br />

www.mig-perzeptron.de<br />

„Jetzt muss die Elektronikbranche<br />

zusammenhalten“, sagen<br />

Andreas Koch und Markus Renner,<br />

Geschäftsführer der Unternehmensberatung<br />

Perzeptron. Mit<br />

der MiG Stock-DB haben sie eine<br />

kostenlose Plattform entwickelt, auf<br />

der Elektronikfertiger Überbestände<br />

Electronic Manufacturing Services<br />

(EMS) - Elektronikfertigung nach Maß<br />

HUPPERZ Systemelektronik GmbH bietet Ihnen maßgeschneiderte<br />

Lösungen für individuelle Anforderungen. Ob Muster-, Kleinoder<br />

Großserien-Fertigung - Sie bestimmen die richtige Lösung!<br />

Wir bieten Ihnen kompetenten und umfassenden Service für die<br />

Bestückung von Leiterplatten und die Fertigung von elektronischen<br />

Baugruppen, Geräten und Systemen.<br />

• SMD-/THT-Bestückung<br />

• AOI - Prozesskontrolle<br />

• Sichtkontrolle mit ERSASCOPE<br />

• Rework<br />

• Kabelkonfektion<br />

• Verguß<br />

• Komplettgerätemontage<br />

• Test nach Kundenspezifikation inkl. Protokoll<br />

• ISO 9001:2015 zertifiziert<br />

HUPPERZ Systemelektronik GmbH<br />

Industriestraße 41a, 50389 Wesseling<br />

Tel.: 02232/949130, Fax: 02232/949139<br />

info@hupperz.de, www.hupperz.de<br />

und nicht mehr benötigte Bauteile<br />

anbieten können. A+B Electronic,<br />

Eckelmann und Phytec sowie weitere<br />

Unternehmen der Branche<br />

haben bereits ihre Unterstützung<br />

zugesagt und Bauteile zum Verkauf<br />

hochgeladen. Perzeptron ruft<br />

nun weitere Unternehmen auf, sich<br />

zu beteiligen.<br />

Hintergrund<br />

Allokation und Lieferengpässe<br />

bestimmen die Situation im Einkauf<br />

von Elektronikfertigern. Wertvolle<br />

Arbeitszeit und Geld gehen durch<br />

die erschwerte Beschaffung von<br />

Bauteilen verloren – von unzufriedenen<br />

Kunden durch verspätete<br />

Lieferungen ganz zu schweigen.<br />

Gleichzeitig binden Unternehmen<br />

viel Kapital in Lagerbeständen, die<br />

sich durch große Verpackungseinheiten,<br />

nichtrealisierte Fertigungsaufträge<br />

oder aus sonstigen Gründen<br />

angesammelt haben. Beide<br />

Herausforderungen adressiert die<br />

MiG Stock-DB von Perzeptron: In<br />

der Datenbank werden nicht benötigte<br />

Bauteile erfasst und zum Kauf<br />

angeboten. Über die Verfügbarkeitsprüfung<br />

des Software-Tools MiG –<br />

Materialwirtschaft im Gleichgewicht<br />

– können sie angezeigt und direkt<br />

Kontakt mit dem Anbieter aufgenommen<br />

werden.<br />

Kritische Bauteile im Blick<br />

– und mit einem Klick zur<br />

alternativen Beschaffung<br />

MiG ist eine Andocklösung für<br />

bestehende ERP-Systeme, die mit<br />

Dashboards für Einkauf, Fertigungsplanung,<br />

Vertrieb und Geschäftsführung<br />

einen unternehmensweiten und<br />

transparenten Überblick über Kunden-<br />

und Fertigungsaufträge, Einkaufssituation<br />

und Arbeitsvorräte<br />

gibt. Seit der Version 4.00 bietet<br />

sie eine vollautomatische Verfügbarkeitsprüfung<br />

für Bauteile.<br />

Nutzer erkennen auf einen Blick,<br />

welche Bauteile die termingerechte<br />

Produktion eines Fertigungsauftrags<br />

gefährden. Mit einem Mausklick<br />

können sie sich anzeigen lassen,<br />

wo das kritische Bauteil alternativ<br />

beschafft werden kann, zu welchem<br />

Preis und in welcher Stückzahl.<br />

Neben authentifizierten, direkten<br />

Verbindungen zu den bekannten<br />

Distributoren sind auch Katalogdistributoren<br />

wie DigiKey, Farnell und<br />

Mouser direkt angebunden.<br />

Zusätzlich bietet MiG auch Zugriff<br />

auf anonyme Internet-Suchergebnisse,<br />

zum Beispiel von Octopart.<br />

Ab sofort werden jetzt außerdem<br />

Bauteile aus der MiG Stock-DB<br />

angezeigt.<br />

Kostenloser Testzeitraum für<br />

ERP-Add-on<br />

Das Update von MiG auf die aktuelle<br />

Version 4.04 wird bei bestehenden<br />

Kunden in den nächsten<br />

Wochen ausgerollt. Unternehmen,<br />

die ihre Überbestände verkaufen<br />

wollen und noch keine MiG-Lizenz<br />

nutzen, erhalten auf Wunsch eine<br />

kostenfreie 3-monatige Testinstallation<br />

des intelligenten ERP-Tools<br />

– inklusive Anbindung an ihr ERP-<br />

System. So profitieren sie ebenfalls<br />

von der Verfügbarkeitsprüfung und<br />

den weiteren Funktionalitäten der<br />

Software. MiG wird einfach und<br />

ohne Risiko angebunden und ist<br />

innerhalb kürzester Zeit anwendbar<br />

– für Sachbearbeiter ebenso<br />

wie für Entscheider.<br />

Anmeldung und Bauteil-Upload<br />

in wenigen Schritten<br />

Über das MiG-Stock-DB-Onlineportal<br />

erfolgen die Registrierung und<br />

Übermittlung der Bauteildaten in<br />

wenigen Schritten: Nach Freischal-<br />

Andreas Koch, Mitgründer und<br />

Geschäftsführer Perzeptron GmbH<br />

40 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

Statements teilnehmender Unternehmen<br />

„Die aktuelle Bauteilknappheit trifft alle Fertigungsunternehmen.<br />

Uns ist wichtig, dass wir Mittelständler in dieser Situation zusammenhalten.<br />

Die Idee für die MiG Stock-DB entstand in einem Gespräch<br />

mit Perzeptron und Phytec und es freut uns, dass sie so schnell<br />

umgesetzt wurde.“<br />

Dagmar Sünner<br />

Leitung Einkauf Phytec Messtechnik GmbH<br />

„Die MiG Stock-DB ist eine faire Plattform für den Austausch nicht<br />

mehr benötigter Bauteile in der Elektronikbranche – Anbieter und<br />

Käufer profitieren gleichermaßen. Deshalb haben wir von A+B Electronic<br />

direkt unsere Unterstützung zugesagt.“<br />

Sven Kapmeyer<br />

Kaufmännische Leitung Assmy & Böttger Electronic GmbH<br />

tung des Accounts steht eine Vorlage<br />

zum Download bereit, mit der<br />

die Bauteildaten als Excel-Liste für<br />

den Eintrag in der Datenbank vorbereitet<br />

werden können.<br />

Der Upload erfolgt dann ebenfalls<br />

über die Webseite. Mit der Registrierung<br />

von Anbietern stellt Perzeptron<br />

sicher, dass keine Händler<br />

oder Broker das Tool nutzen.<br />

„Wir stellen MiG Stock-DB kostenlos<br />

zur Verfügung, um die Solidarität<br />

in der Elektronikbranche zu fördern<br />

– die ist gerade nötiger denn<br />

Markus Renner, Mitgründer und Geschäftsführer Perzeptron GmbH<br />

je. Unfaire Preisaufschläge, mit<br />

denen weltweit manche Händler<br />

die schwierige Bauteilverfügbarkeit<br />

und die Not von Elektronikfertigern<br />

ausnutzen, wollen wir vermeiden“,<br />

sind sich Andreas Koch<br />

und Markus Renner einig. Deshalb<br />

bitten sie auch alle teilnehmenden<br />

Unternehmen um maßvolle Preisgestaltung<br />

mit Aufwandsentschädigung<br />

und nur geringen, angemessenen<br />

Margen. ◄<br />

4/<strong>2021</strong><br />

41


Entwicklung, Produktion und Service aus einer<br />

Hand<br />

EMS-Geräte-Hersteller miha bodytec setzt auf ganzheitliche Expertise von TQ<br />

TQ-Group<br />

e2ms@tq-group.com<br />

www.tq-e2ms.com<br />

Miha bodytec ist einer der Weltmarktführer<br />

für Ganzkörpergeräte<br />

im Bereich der elektronischen Muskelstimulation<br />

(EMS). Von seinem<br />

Firmenstandort in Gersthofen bei<br />

Augsburg aus beliefert das Unternehmen<br />

weltweit Personaltrainer,<br />

Mikro-Studios und medizinische<br />

Einrichtungen. Was die Elektronik-<br />

und Software-Entwicklung<br />

betrifft, arbeitet das Unternehmen<br />

seit 2014 erfolgreich mit der<br />

TQ-Group zusammen. Seit 2016<br />

läuft auch die Serienfertigung der<br />

gesamten Elektronik der Produkte<br />

Dienstleistung<br />

Bild 1: THT-Fertigung: Bestückung der Kondensatoren und Transformatoren Bilder 1-5 © TQ-Group<br />

sowie der Service über den Elektronikdienstleister.<br />

Das Ergebnis<br />

ist ein qualitativ hochwertiges und<br />

verlässliches Produkt: Seit der Produktionsübernahme<br />

vor fünf Jahren<br />

gab es bei miha kaum einen<br />

Ausfall im Feld. Und so wundert<br />

es nicht, dass das fundierte Knowhow<br />

von TQ in allen drei Bereichen<br />

Entwicklung, Produktion und Service<br />

sowie deren Flexibilität, Reaktionsschnelligkeit<br />

und transparente<br />

Arbeitsweise den Hersteller täglich<br />

aufs Neue überzeugen.<br />

Bild 2: TQMa6U (Cortex-A9 Modul mit einem leistungsfähigen<br />

i.MX6 Prozessor von NXP als Herzstück für die Gesamtapplikation<br />

mit Langzeitverfügbarkeit, hoher Energieeffizienz und geringer<br />

Leistungsaufnahme)<br />

Mit Elektrodensystemen ermöglichen<br />

die Geräte von miha bodytec<br />

Muskeltraining mit minimaler<br />

Gelenkbelastung. Sie werden<br />

sowohl im medizinischen Bereich<br />

als auch für reguläres Training im<br />

Fitnessbereich eingesetzt. Ihre erste<br />

Gerätegeneration hatte das Unternehmen<br />

noch mit einem anderen<br />

Entwicklungs- und Fertigungspartner<br />

realisiert. Aber der Hersteller war,<br />

bevor er zu TQ kam, mit der Ausführung<br />

der Produkte nicht zufrieden, da<br />

sie Performance-Probleme aufwiesen.<br />

Das führte dazu, dass Geräte<br />

aus den EMS-Studios zurückgeholt<br />

werden mussten. Ein Horrorszenario<br />

nicht nur für miha bodytec, sondern<br />

speziell auch für die Kunden<br />

– EMS-Studios, deren Existenz zu<br />

100 Prozent davon abhängt, dass<br />

die Geräte reibungslos funktionieren.<br />

Deshalb haben Produktqualität<br />

und Service sowie speziell Reaktionsschnelligkeit<br />

und Flexibilität<br />

für miha bodytec höchste Priorität.<br />

Miha bodytec kam mit einer klaren<br />

Vorstellung bzgl. der gewünschten<br />

User-Experience für die zu<br />

optimierende, zweite Generation<br />

des EMS-Geräts (miha bodytec<br />

II) zu TQ. Diese Vision technisch<br />

schnell, sicher und erfolgreich bis<br />

zum erfolgreichen Markteinstieg zu<br />

realisieren, war die Aufgabe. „Die<br />

größte Herausforderung für uns war<br />

es, dass es bzgl. der Produkt-Optimierung<br />

kein konkretes technisches<br />

Anforderungsprofil gab. Wir mussten<br />

uns dieses anhand der bestehenden<br />

Lösung und der aufgetretenen<br />

Probleme selbst erstellen“,<br />

erinnert sich Michael Zech, Leiter<br />

des verantwortlichen Kundencenters<br />

bei TQ.<br />

Reverse Engineering als<br />

größte Herausforderung in der<br />

Entwicklungsphase<br />

Ein solches so genanntes<br />

Reverse Engineering ist in der Elektronik<br />

keine leichte Aufgabe. Aber<br />

TQ stellte dem Hersteller die richtigen<br />

Fragen und meisterte diese<br />

Herausforderungen problemlos.<br />

Die 100-prozentige Transparenz,<br />

mit der die Entwicklungsschritte<br />

42 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

Bild 3: Funktionstest Mainboard am TQ-Standort Delling<br />

dded-Modul von TQ verbaut. miha<br />

bodytec profitiert davon in mehrfacher<br />

Hinsicht. Das Modul ist bzgl.<br />

Funktionsumfang, Speicher und<br />

Größe individuell auf die Lösung<br />

ausgerichtet und garantiert so den<br />

optimalen Fit für die Anwendung.<br />

Es bietet die notwendigen Schnittstellen<br />

für drahtlose Netzwerkanbindung,<br />

ebenso wie für die Sensorik<br />

und Steuerungselektronik.<br />

Darüber hinaus ermöglicht das<br />

Set-up des Moduls jederzeit ein<br />

flexibles Upgrade der Leistungsklasse<br />

– beispielsweise für kommende<br />

Gerätegenerationen, die<br />

eine höhere Rechenleistung und<br />

Speicher-Performance benötigen.<br />

Ein entscheidendes Kriterium, das<br />

laut miha bodytec für TQ sprach, ist<br />

die Tatsache, dass der Elektronikdienstleister<br />

Entwicklung und Produktion<br />

unter einem Dach vereint.<br />

Kunden profitieren damit von gebündelter<br />

Kompetenz und einem zentralen<br />

Ansprechpartner, der über das<br />

komplette Projekt Bescheid weiß.<br />

„miha bodytec war begeistert, dass<br />

wir nicht nur die Entwicklung, sondern<br />

auch die Fertigung im Fokus<br />

haben. Das heißt, wir sind verantwortlich<br />

dafür, in der Entwicklung<br />

die richtigen Entscheidungen<br />

zu treffen, damit das Produkt im<br />

Anschluss die Fertigung optimal<br />

durchläuft“, so Zech.<br />

Felix Schweigert, Produktmanager<br />

bei miha bodytec, bestätigt:<br />

„Jemanden an der Hand zu<br />

haben, der mit dir zusammen die<br />

offengelegt wurden, sorgte dafür,<br />

dass miha bodytec schnell Vertrauen<br />

zu seinem neuen Elektronikdienstleister<br />

fasste. So wurde das<br />

gesamte Elektronikteil als Herzstück<br />

des miha bodytec II neu entwickelt<br />

und damit das Projekt auf<br />

ein sicheres Fundament gestellt.<br />

„Auf der Suche nach einem Unternehmen,<br />

das in der Medizintechnik<br />

versiert ist und weitreichende Erfahrung<br />

in Entwicklungsprojekten hat,<br />

haben wir in TQ den richtigen Entwicklungspartner<br />

gefunden“, erinnert<br />

sich Felix Schweigert, verantwortlicher<br />

Produktmanager bei miha<br />

bodytec. Nachdem dieses Pilotprojekt<br />

erfolgreich abgeschlossen war,<br />

vertraute der Hersteller TQ 2018 ein<br />

weiteres Entwicklungsprojekt an:<br />

die Elektronikentwicklung für eine<br />

Variante des bestehenden Produkts.<br />

Die neue Produktvariante sollte sich<br />

genauso verhalten, wie miha bodytec<br />

II. Um das zu gewährleisten,<br />

führte TQ zunächst eine Machbarkeitsstudie<br />

durch. Als zusätzliche<br />

Herausforderung galt es, die Energieeffizienz<br />

sowie das Produktdesign<br />

in Bezug auf Gewicht so zu<br />

optimieren, dass sich mit dem Gerät<br />

möglichst lange Trainingseinheiten<br />

gewährleisten lassen.<br />

4/<strong>2021</strong><br />

Bild 4: SMD-Fertigung am TQ-Standort in Delling: Leiterplattenbestückung<br />

Entwicklung, Fertigung und<br />

Service: Alles aus einer Hand<br />

Heute ist TQ nicht nur der Entwicklungspartner<br />

für sämtliche elektronischen<br />

Baugruppen der Geräte<br />

von miha bodytec, sondern übernimmt<br />

zusätzlich auch die Serienfertigung<br />

der Elektronik-Bestandteile,<br />

die Qualitätssicherung und<br />

Baugruppenprüfung, die Beschaffungs-Logistik,<br />

den After-Sales-Service<br />

und Obsoleszenz-Management.<br />

Als eine Standardkomponente ist<br />

in den EMS-Lösungen ein Embe-<br />

Produktentwicklung anpackt und<br />

das Produkt auch in der Fertigung<br />

so auf den Punkt bringt, dass einer<br />

weltweiten Zulassung nichts mehr<br />

im Wege steht, das wird in Zukunft<br />

noch wichtiger werden im Zuge der<br />

Erschließung internationaler Märkte.“<br />

TQ produziert an den beiden<br />

Firmenstandorten in Durach<br />

und Delling für miha bodytec. Das<br />

Unternehmen schätzt dabei nicht<br />

nur die Tatsache, dass bei TQ alles<br />

Made in Germany ist, sondern auch<br />

die örtliche Nähe seines Partners.<br />

„Unsere wichtigsten, größten Lieferanten<br />

sind regional, darauf legen<br />

wir großen Wert“, so Schweigert.<br />

TQ unterstützt auch bei Service<br />

und Produktqualifizierung<br />

Und auch wenn die Produkte<br />

bereits im Einsatz beim Kunden<br />

sind, steht TQ dem Hersteller weiter<br />

zur Seite: „Für miha bodytec ist<br />

es entscheidend, dass der technische<br />

Kundendienst reibungslos<br />

agiert“, erläutert Michael Zech.<br />

„Denn hinter jedem Produkt steckt<br />

auch die Existenz von EMS-Studios,<br />

die es sich nicht erlauben<br />

können, dass ein Produkt ein paar<br />

Tage lang nicht funktioniert. Deshalb<br />

war es zentral wichtig, dass<br />

wir hier die Schnittstelle zu miha<br />

Bild 5: Felix Schweigert, Produktmanager bei miha bodytec<br />

43


Dienstleistung<br />

Bilder 6-8: © miha bodytec GmbH<br />

abbilden und mögliche Software-<br />

Probleme stets innerhalb von 24<br />

Stunden lösen können.“<br />

TQ übernimmt den Service für<br />

uns und betreut uns auf Basis eines<br />

Software-Pflegevertrags auch in<br />

diesem Bereich“, erklärt Schweigert.<br />

„Unsere Mission ist es, unsere<br />

Kunden erfolgreich zu machen, und<br />

daher ist es unabdingbar, dass die<br />

Produkte reibungslos funktionieren.<br />

Eine schnelle Problemlösung innerhalb<br />

eines Tages und die nötige Flexibilität,<br />

so wie sie TQ bietet, haben<br />

für uns höchste Priorität“, so Schweigert<br />

weiter.<br />

Versierter Partner für den stark<br />

regulierten Medizinbereich<br />

Die Anforderungen bzgl. Qualität<br />

und auch Dokumentation sind<br />

im stark regulierten Medizinbereich<br />

besonders hoch, weswegen miha<br />

bodytec von Beginn an einen Partner<br />

suchte, der speziell auch in diesem<br />

Bereich versiert ist. „Ich kann<br />

TQ besonders jungen Unternehmen<br />

– speziell im medizinischen Bereich<br />

– empfehlen, die inhouse noch keine<br />

Entwicklungsexpertise aufgebaut<br />

haben, denn TQ verfügt neben<br />

fundiertem Entwicklungs- und Produktions-Know-how<br />

auch über das<br />

nötige regulatorische Fachwissen<br />

in diesem Bereich“, so Schweigert.<br />

Mit einem eigenen Product Compliance<br />

Center in Augsburg verfügt<br />

TQ seit 2020 auch über die Ressourcen<br />

nicht nur zur Produktqualifizierung<br />

und Zulassung zu beraten,<br />

sondern diese auch selbst durchzuführen.<br />

Trotz steigendem Qualifizierungsaufwand<br />

wird es immer wichtiger<br />

die Markteinführungszeit zu<br />

verkürzen und den technologischen<br />

Vorsprung zu sichern. TQ bietet eine<br />

am Markt einzigartige Kombination<br />

von umfassenden Elektronikdienstleistungen<br />

inklusive Produktqualifizierung<br />

und Zulassungen aus einer<br />

Hand an. Damit schafft TQ einen<br />

optimal integrierten Prozess und<br />

reduziert Schnittstellen.<br />

Wo die Reise hingeht:<br />

Zukunftsmarkt Therapie<br />

Aktuell ist miha bodytec international<br />

sehr stark im Fitness-Markt<br />

vertreten. Trotzdem achtet das<br />

Unternehmen darauf, dass alle<br />

Produkte immer auch als Medizinprodukte<br />

zugelassen werden. „Im<br />

Therapiemarkt sehen wir ein großes<br />

Zukunftspotenzial“, so Schweigert.<br />

Was die nächsten Schritte<br />

der Zusammenarbeit anbelangt,<br />

meint Michael Zech: „Gemeinsam<br />

mit miha bodytec planen wir aktuell<br />

bereits die nächsten Ausbaustufen<br />

und Produktgenerationen. Und<br />

wir sind überzeigt, dass wir die avisierten<br />

Kunden sowohl in den bestehenden<br />

als auch in zukünftgen Zielmärkten<br />

weiterhin so begeistern<br />

können wie bisher.“<br />

Felix Schweigert ergänzt: „Wir<br />

verstehen uns als Marktführer, weswegen<br />

es für uns entscheidend ist,<br />

dass stets der höchste Qualitätsanspruch<br />

gewahrt wird. Bei TQ fühlen<br />

wir uns diesbezüglich in den besten<br />

Händen.“ ◄<br />

44 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

HTV-Institut für Materialanalyse ist<br />

akkreditiertes Prüflabor<br />

HTV Halbleiter-Test &<br />

Vertriebs-GmbH<br />

www.htv-gmbh.de<br />

Neben Test und Langzeitkonservierung<br />

elektronischer Bauteile<br />

und Baugruppen ist insbesondere<br />

die Analytik eine der Kernkompetenzen<br />

von HTV. Im eigenen Institut<br />

für Materialanalyse werden mit<br />

hochmodernem Equipment und<br />

verschiedensten Methoden neben<br />

fertigungsbegleitenden Qualitätskontrollen<br />

u.a. auch Fehleranalysen,<br />

Counterfeit-Screenings oder<br />

Qualifikationen an elektronischen<br />

Komponenten durchgeführt.<br />

Bereits vor einiger Zeit wurde<br />

das HTV-Institut für Materialanalyse<br />

nach internationalem Standard<br />

DIN EN ISO/IEC 17025 durch<br />

die DAkkS akkreditiert. Dort finden<br />

„Schichtdickenmessungen an<br />

MetaIlen mit dem RöntgenfIuoreszenz-Verfahren“<br />

gemäß DIN EN<br />

ISO 3497:2001-12 statt.<br />

Als eines von wenigen Laboren<br />

in Deutschland bietet HTV damit<br />

Ergebnisse für Schichtdickenmessungen<br />

mit der RöntgenfIuoreszenz-Analyse<br />

(RFA) an, die international<br />

anerkannt und weltweit<br />

vergleichbar sind.<br />

Schichtdickenmessungen mittels<br />

RFA ermöglichen beispielsweise<br />

eine schnelle und zerstörungsfreie<br />

Untersuchung von Leiterplatten-<br />

Lötoberflächen, Korrosionsschutzschichten,<br />

Chromatierungen, Hartgold-Platings<br />

auf Steckverbindern<br />

oder Schichtdicken eines Leiterplatten-Finishs.<br />

◄<br />

Mit mehr als 35 Jahren Erfahrung in den<br />

Bereichen Elektronik, Mechanik und Software<br />

entwickelt und fertigt die CGS – Computer<br />

Gesteuerte Systeme GmbH aus Markt Schwaben,<br />

östlich von München, Testsysteme und<br />

Testsoftware für elektronische Baugruppen.<br />

Unsere Kunden aus den Bereichen Automotive,<br />

Aerospace, Home Appliances und<br />

Energy schätzen unsere Lösungskompetenz<br />

aus einer Hand: Von der Planung und<br />

Entwicklung bis hin zur Fertigung und Wartung<br />

werden sie direkt von uns betreut und<br />

haben einen festen Ansprechpartner.<br />

Unsere Systementwicklung schafft Standards<br />

im Aufbau von Testsystemen für die<br />

Elektronik, entwickelt aber auch überzeugende,<br />

taktzeitoptimierte, kundenspezifische<br />

und individuelle Lösungen. Mit unserem hochmodernen<br />

Maschinenpark fertigen wir hochpräzise<br />

Mechaniken und Adapter zur optimalen<br />

Kontaktierung der Prüflinge.<br />

Bei Bedarf programmieren wir prüfzeitoptimierte<br />

Testsoftware für Ihre Prüflinge mit Lab-<br />

Windows/CVI, TestStand, LabVIEW oder anderen<br />

Software Produkten.<br />

Durch unsere Kooperationen mit namhaften<br />

Sensorherstellern kann die CGS ein extrem<br />

zuverlässiges, flexibles und zertifiziertes Programmiergerät<br />

für Sensoren anbieten, das auch<br />

für Fertigungslinien optimiert ist.<br />

CGS Computer Gesteuerte Systeme GmbH • Henleinstraße 7 • 85570 Markt Schwaben<br />

Tel.: 08121/2239-30 • Fax: 08121/2239-40 • jobs@cgs-gruppe.de • www.cgs-gruppe.de<br />

4/<strong>2021</strong><br />

45


Die rasante Entwicklung von Industrie<br />

4.0 und Digitalisierung in<br />

der Produktion führte dazu, dass<br />

die KI mittlerweile auch im Bereich<br />

der Mess- und Prüftechnik nutzbar<br />

ist. Intelligente Software-Algorithmen<br />

explorieren die erhobenen<br />

Daten, um die komplexen Zusammenhänge<br />

herzustellen, Regelmäßigkeiten<br />

zu erkennen und daraus<br />

Prognosen für die Zukunft abzuleiten.<br />

Dadurch werden, beispielsweise<br />

in der automatisierten Produktion,<br />

Fehlerpotentiale und Kostentreiber<br />

erkannt, die Prozess-Effizienz<br />

erhöht und Voraussagen in<br />

Bezug auf Produkt- und Prüfqualität<br />

entwickelt.<br />

Künstliche Intelligenz im<br />

Prüffeld<br />

Um diese Schlüsseltechnologie<br />

auch für die Ergebnisse von<br />

Prüfsystemen der MCD Elektronik<br />

GmbH nutzen zu können, wurde<br />

ein Entwicklungsprojekt gestartet,<br />

welches nun in der Reifephase<br />

steckt. Die Echtzeitverarbeitung<br />

von großen Datenmengen im Prüffeld<br />

geschieht dabei durch die KI-<br />

Funktionen schneller und genauer,<br />

als dies durch einen menschlichen<br />

Anwender jemals möglich wäre.<br />

Zusätzlich werden eine permanente<br />

Zustandsüberwachung (Condition<br />

Monitoring, CM) der Messdaten<br />

von standardisierten Prüfanlagen<br />

und dadurch Erkenntnisse für eine<br />

vorausschauende Instandhaltung<br />

(Predictive Maintenance) geboten.<br />

Im Detail umfasst die MCD Entwicklung<br />

die Kernpunkte Trenderkennung<br />

durch Clustering, Prüfschritt-Abweichungen,<br />

Testablaufund<br />

Parameteroptimierung, sowie<br />

Messsystemanalyse (MSA) und<br />

Statistikerstellung.<br />

Dienstleistung<br />

Entwicklungsprojekt treibt KI-gestützte<br />

Datenanalyse voran<br />

KI als Herzstück einer Virtual<br />

Machine<br />

Die KI wurde innerhalb einer<br />

Virtual Machine (VM) entwickelt,<br />

wodurch sowohl der lokale Zugriff<br />

auf die MCD Server als auch die<br />

Nutzung einer vorhandenen Kunden-Cloud<br />

möglich ist. Der Upload<br />

der Daten erfolgt manuell über ein<br />

HTTPS-gesichertes Webinterface<br />

und kann von jedem beliebigen<br />

Gerät vorgenommen werden. Eine<br />

automatisierte Dateneinspeisung<br />

direkt vom Testsystem ist durch<br />

einen gesicherten Kommunikationstunnel<br />

per VPN ebenfalls möglich.<br />

Die hinterlegten Datensets werden<br />

innerhalb der VM auf einer KI-<br />

Plattform algorithmisch analysiert.<br />

Mit der Constant AI Analysis werden<br />

Datensätze permanent aktualisiert<br />

und miteinander verglichen,<br />

um Muster in den Prüfergebnissen<br />

und somit zukünftige Problemstellungen<br />

zu erkennen. Vom Anwender<br />

individuell angeforderte On<br />

Demand Calculations geben beispielsweise<br />

Aufschluss über Anzahl<br />

und Größe von Messwerten, über<br />

arithmetische und geometrische<br />

Kennzahlen, empirische Varianzen,<br />

Mediane oder MSA-Daten.<br />

Je umfangreicher dabei die „eingelernten“<br />

Daten sind, umso genauer<br />

können Zeitpunkte von Grenzwertüberschreitungen<br />

oder eine notwendig<br />

gewordene Prüfmittelkalibrierung<br />

vorausgesagt werden. Die<br />

Testablaufanalyse zeigt, welche<br />

Prüfschritte ungewöhnlich lange<br />

dauern, zu keinem Ergebnis führen<br />

oder ob der Ablauf zeittechnisch<br />

optimiert werden kann, um<br />

Stillstände zu reduzieren. Durch<br />

effiziente Nutzung von sogenannten<br />

Cluster-Analysen (Clustering)<br />

lassen sich Abweichungen innerhalb<br />

von Testvorgängen mit Veränderungen<br />

der Testobjekte verbinden.<br />

So können beispielsweise<br />

abweichende Messwerte in unterschiedlichen<br />

Chargen erkannt werden.<br />

Auch der Einfluss von variierenden<br />

Umgebungstemperaturen auf<br />

denselben Prüfling kann Schwankungen<br />

und in der Folge Qualitätsmängel<br />

erzeugen, obwohl die Prüfergebnisse<br />

insgesamt positiv sind.<br />

Menschlicher Anwender nicht<br />

zu ersetzen<br />

Die KI-generierten Analysen<br />

und Optimierungsvorschläge werden<br />

dann im Nachgang durch die<br />

Messtechnikspezialisten von MCD<br />

gemeinsam mit dem Kunden ausgewertet.<br />

„Auch wenn die Möglichkeiten<br />

der Künstlichen Intelligenz<br />

und des Maschinellen Lernens für<br />

die Messtechnik ganz neue Maßstäbe<br />

setzen, wird dies nur einen<br />

Teilbereich der MCD Dienstleistung<br />

darstellen“, so MCD Entwicklungsleiter<br />

Gabor Tinneberg. „Denn wichtiger<br />

als das Analyseergebnis ist<br />

die Umsetzung der Erkenntnisse<br />

im Prüffeld.“<br />

Und diese Anpassungen von Prüfabläufen<br />

oder Grenzwerten sind<br />

nach wie vor anwendungs- und<br />

produktabhängig, weshalb selbst<br />

die klügste Intelligenz kaum das<br />

Knowhow und die Erfahrung der<br />

Produktentwickler und Prüfsystemhersteller<br />

im Feld ersetzen kann.<br />

Auf Entwicklungsprojekt folgt<br />

Dienstleistungspaket<br />

Um den Kunden des Birkenfelder<br />

Unternehmens zukünftig die weitreichenden<br />

Vorteile der Künstlichen<br />

Intelligenz bieten zu können, ist das<br />

Angebot eines Dienstleistungspaketes<br />

geplant. Dass die Software<br />

sehr flexibel genutzt werden kann,<br />

bestätigte die Inhouse-Testphase<br />

bei MCD. Die modulare Nutzbarkeit<br />

der Algorithmen und die wahre<br />

Intelligenz des Systems sollte auf<br />

die Probe gestellt werden, deshalb<br />

wurde zum Beispiel die Projektplanung<br />

von MCD durch einen Prototyp<br />

der Künstlichen Intelligenz analysiert.<br />

Dabei „fütterten“ die Entwickler<br />

die Datenbank mit realen Projektabläufen<br />

aus dem eigenen ERP-<br />

System, von der Projektanfrage über<br />

Angebotserstellung und Konstruktion<br />

bis hin zu Inbetriebnahme und<br />

Auslieferung.<br />

MCD Elektronik GmbH<br />

www.mcd-elektronik.de<br />

46 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

E²MS-Dienstleister auf den Spuren der Piloten<br />

SMT ELEKTRONIK GmbH<br />

vertrieb@smt-elektronik.de<br />

www. smt-elektronik.de<br />

4/<strong>2021</strong><br />

„Ready for Takeoff?“ – Eine hohe<br />

Prozessgenauigkeit ist bei Flugreisen<br />

lebenswichtig. Das gleiche<br />

gilt für die seriensichere Umsetzung<br />

komplexer Produktelektronik.<br />

Inspiriert vom Vorgehen der Piloten,<br />

hat SMT ELEKTRONIK daher eine<br />

zukunftsweisende Methode entwickelt.<br />

Die SMT ELEKTRONIK GmbH<br />

ist ein leistungsstarker Elektronikdienstleister<br />

und behauptet sich seit<br />

mittlerweile über 30 Jahren durch<br />

eine fundierte Fachkompetenz für<br />

E²MS (Electronic Engineering and<br />

Manufacturing Services). Die Leidenschaft<br />

für komplexe Baugruppen<br />

macht die SMT ELEKTRONIK zum<br />

Lösungspartner für Ihre anspruchsvollen<br />

elektronischen Aufgabenstellungen.<br />

Starke Ergebnis- und<br />

Prozessorientierung gewährleistet<br />

die wirtschaftliche Fertigung inklusive<br />

aller Nebenleistungen. Eigene<br />

Ingenieure, Elektroniker, Automatisierungs-<br />

und Feingerätetechniker<br />

entwickeln, testen und fertigen elektronische<br />

Baugruppen, Komponenten<br />

und komplette Geräte.<br />

EMS-Preflight<br />

Nach dem Vorbild der Piloten,<br />

die vor jedem Start persönlich die<br />

Flugtauglichkeit der Maschine checken,<br />

überprüft die EMS-Preflight<br />

Methode Kundenprojekte und sorgt<br />

für eine seriensichere Umsetzung<br />

komplexer Produktelektronik. Zu<br />

Beginn setzen sich die Experten<br />

tief mit der Idee und dem Zweck<br />

des Produktes auseinander. Hierbei<br />

werden die vier Schlüsselfaktoren<br />

des Projektes bewertet. Zur<br />

Angebotserstellung und damit noch<br />

vor Fertigungsstart sind Technologien,<br />

Arbeits- und Prüfprozesse<br />

in sinnvolle Zusammenhänge und<br />

Reihenfolgen gebracht. Regelmäßiges<br />

Monitoring der Bauteileverfügbarkeiten<br />

sowie der Mitarbeiterund<br />

Maschinenressourcen sichert<br />

die Bestückung der elektronischen<br />

Baugruppen ab.<br />

Eine Methode für die gesamte<br />

Wertschöpfungskette<br />

Egal in welchem Stadium sich<br />

das Projekt befindet: Die SMT<br />

ELEKTRONIK denkt alle Abläufe<br />

von Anfang an in Serie. Neben der<br />

Bestückung greift die EMS-Preflight®<br />

Methode auch schon bei<br />

der Entwicklung und bietet ferner<br />

die Möglichkeit, den Fertigungsprozess<br />

ganz nach Wunsch zu erweitern.<br />

Mit dem umfassenden Full-<br />

Service-Paket können auch Montage,<br />

Endkonfektion, Lager und<br />

Logistik sowie Lackierung und Verguss<br />

abgebildet werden. Ziel ist eine<br />

Punktlandung bei der Qualität, aber<br />

auch in der Einhaltung des Budgets.<br />

Die Vorteile eines<br />

mittelständischen<br />

Unternehmens<br />

Mittlerweile realisiert die SMT<br />

ELEKTRONIK GmbH über 400 Kundenprojekte<br />

im Jahr für mehr als<br />

80 Kunden u.a. aus den Bereichen<br />

Industrie, Medizin, Datentechnik,<br />

E-Mobility und LED-Technik. Die<br />

schlanke Organisation des mittelständischen<br />

und inhabergeführten<br />

Unternehmens ermöglicht eine<br />

hohe Flexibilität, kurze Entscheidungswege<br />

und ein faires Preis-<br />

Leistungs-Verhältnis. Besonderen<br />

Wert legt das Unternehmen auf eine<br />

partnerschaftliche und vertrauensvolle<br />

Zusammenarbeit mit persönlicher<br />

und vorausdenkender Kommunikation.<br />

Referenzen<br />

• Sicherheitsrelevante Steuermodule<br />

• Herzunterstützungssysteme<br />

• Safety-Boards<br />

• Batteriemanagementsysteme<br />

• Pulsoximeter<br />

• Blutdruckmessgeräte ◄<br />

47


Dienstleistung<br />

Qualifizierung für Hersteller von Stanzkontakten<br />

E.I.S. - Ihr Partner für Entwicklung,<br />

Bestückung und Montage<br />

Kostengünstige Elektronikfertigung in der EU<br />

Mit unserer langjährigen Erfahrung<br />

als EMS-Dienstleister und Systemlieferant<br />

und umfangreichem Knowhow<br />

in den Bereichen Design, Entwicklung<br />

und Fertigung von Elektroniken,<br />

bieten wir den kompletten<br />

Service aus einer Hand, entlang der<br />

gesamten Wertschöpfungskette.<br />

Weil wir in Bulgarien mit kostengünstigen<br />

Strukturen, hochqualifiziertem<br />

Personal wettbewerbsfähig<br />

produzieren und bei der Entwicklung<br />

eine effektive Fertigung im<br />

Blick haben, können wir Ihre Produktideen<br />

unter Berücksichtigung<br />

höchster Qualitätsstandards zu<br />

einem attraktiven Preis realisieren.<br />

Weitere Leistungen:<br />

Hardware- und Software-Entwicklung<br />

nach neuesten Standards und<br />

Kundenanforderungen, selektives<br />

Lackieren, Endmontage von Elektronik<br />

und Gehäuse zum Komplettsystem,<br />

Klimatest sowie Vorprüfung<br />

im hauseigenen EMV-Labor.<br />

E.I.S. GmbH, Elektronik Industrie Service<br />

Mühllach 7, D-90552 Röthenbach a. d. Pegnitz<br />

Telefon: 0911/544438-0, Fax: 0911/544438 90<br />

info@eis-gmbh.de, www.eis-gmbh.de<br />

SGS erweitert die Qualifizierung<br />

von elektrischen Kontakten um den<br />

neuen Prüfstandard IPC 9797. Dank<br />

der Qualifizierung können Hersteller<br />

von Stanzkontakten neue Kunden<br />

für anspruchsvolle Kontaktierungslösungen<br />

hinzugewinnen. Das Kompetenzzentrum<br />

für die Erprobung von<br />

Steckverbindern und Anschlusstechnologien<br />

ist Teil des Bereiches<br />

e-Mobility der SGS in Geretsried-<br />

Gelting bei München und bietet<br />

nun auch Tests nach IPC 9797 an.<br />

Diese internationale Richtlinie vom<br />

amerikanischen Branchenverband<br />

IPC gilt als Standard für die Qualifikations-<br />

und Abnahmeanforderungen<br />

für Einpressverbindungen<br />

mit hohen Zuverlässigkeitsanforderungen.<br />

Dank der Qualifizierung<br />

nach IPC 9797 können Hersteller<br />

von Stanzkontakten dies nun über<br />

die SGS nachweisen, um neue Kunden<br />

im Automobilbau und anderen<br />

Branchen mit hohen Anforderungen<br />

an Zuverlässigkeit und Robustheit<br />

hinzugewinnen.<br />

SGS prüft und qualifiziert Steckverbinder<br />

und insbesondere deren<br />

lötfreie Anbindung an Leiterplatten<br />

bereits seit den 1970er Jahren.<br />

Nachdem sich diese Anschlusstechnologie<br />

in der Telekommunikationsindustrie<br />

bewährt hat, entdecken<br />

seit einigen Jahren auch<br />

die Entwickler anderer Technologien<br />

ihre Vorteile. Die hohe Zuverlässigkeit,<br />

einfache Verarbeitung<br />

und reduzierte Bestückungskosten<br />

machen die Einpresstechnik auch<br />

für den Einsatz in anderen elektronischen<br />

Baugruppen attraktiv. Deshalb<br />

haben die SGS-Experten ihr<br />

Angebot an Belastungstests nach<br />

IEC 60068-2-XX und elektronische<br />

Messverfahren nach IC 60512, die<br />

Bestandteil der Akkreditierung nach<br />

ISO 17025 sind, erweitert. Für die<br />

zusätzliche Qualifizierung gemäß<br />

dem neuen Prüfstandard IPC 9797<br />

(Press-Fit Standard for Automotive<br />

Requirements and other High-Reliability<br />

Applications) wurde die Components-Abteilung<br />

im rund Viertausend<br />

Quadratmeter großen Reliability-Labor<br />

ausgebaut.<br />

„Mit der neuen IPC 9797 liegt<br />

erstmals ein internationaler und<br />

breit akzeptierter Standard vor, der<br />

den erweiterten Einsatzmöglichkeiten<br />

der Einpresstechnik auch<br />

im anspruchsvollen automotiven<br />

Umfeld Rechnung trägt,“ erklärt<br />

Tilman Heinisch, Head of Mobility<br />

bei der SGS in Deutschland. „Dank<br />

der Qualifizierung gemäß der international<br />

anerkannten IPC 9797 verschaffen<br />

sich Zulieferer den Marktzugang,<br />

um ihre Stanzkontakte<br />

auch außerhalb der klassischen<br />

Anwendungen wie Automatisierungs-<br />

und Telekommunikationselektronik<br />

erfolgreich platzieren<br />

zu können. Wir prüfen bereits Einpresskontakte<br />

für Leistungshalbleiter<br />

nach der neuen IPC Norm, die<br />

so auch zum Einsatz in e-Fahrzeugen<br />

kommen können,“ weiß Tilman<br />

Heinisch zu berichten. Die neuen<br />

Anwendungen bringen gleichzeitig<br />

neue Anforderungen mit sich.<br />

Höhere Einsatztemperaturen, stärkere<br />

mechanische Belastungen und<br />

größere elektrische Leistungen<br />

erfordern neue Strategien bei der<br />

Entwicklung, der Fertigung und der<br />

Qualifizierung von Einpresskontakten.<br />

Dies erklärt Heinisch ausführlich<br />

in seinem Fachbuch „Einpresstechnik“<br />

(ISBN 978-3874802529), zu<br />

dem auch zahlreiche Autoren aus<br />

den unterschiedlichsten Industriebereichen<br />

ihr Fachwissen zum Thema<br />

beigesteuert haben.<br />

SGS Deutschland<br />

www.sgsgroup.de<br />

48 4/<strong>2021</strong>


Dienstleistung<br />

Seit mehr als 15 Jahren:<br />

Startups nutzen<br />

Erfahrungswissen von Elec-Con<br />

Elec-Con, Passauer Entwicklungshaus für kundenspezifische<br />

Leistungselektronik bis 1 kVA, unterstützt<br />

seit der Unternehmensgründung 2005 vor<br />

allem hardwarenahe Startups mit seinem Erfahrungswissen<br />

bei der Bauteileauswahl, im Leiterplattendesign,<br />

bei der EMV-Entstörung sowie durch<br />

die Fertigung von Prototypen und Kleinserien. Ob<br />

dabei die Startups aus Köln, Hannover oder Graz<br />

kommen, ist nicht so wichtig. „Entscheidend ist,<br />

dass wir unser Knowhow zum Vorteil der jungen<br />

Unternehmen einbringen und bei Entwicklungs- und<br />

Fertigungsthemen unterstützen können,“ erklärt<br />

Geschäftsführer Dieter Bauernfeind.<br />

„Technisch sind die Lösungsansätze, die wir<br />

sehen, hervorragend“, fasst Dieter Bauernfeind<br />

die Erfahrungen mit Entwicklungen von Startups<br />

aus den vergangenen 15 Jahren zusammen. „Aus<br />

dem Blickwinkel der Fertigung aber sind mache<br />

Designs eher Vorentwicklungen denn industrialisierte<br />

Produkte.“<br />

Genau an dieser Stelle bringen die Passauer<br />

Spezialisten ihre Erfahrung aus hunderten von Projekten<br />

ein und unterstützen. Angefangen vom Leiterplatten-Design<br />

über die Auswahl möglichst allgemein<br />

verfügbarer, günstiger Bauteile bis hin zu<br />

EMV-Tests oder Beratung bezüglich elektrischer<br />

Sicherheit. „Unser eigenes pre-compliance EMV-<br />

Labor bietet alle Möglichkeiten zur Vorbereitung für<br />

eine erfolgreiche Zertifizierung im ersten Anlauf“,<br />

erläutert Dieter Bauernfeind.<br />

Eng mit der Maker-Szene verbunden ist das<br />

Open-Source-Entwicklungswerkzeug KiCAD für<br />

das Design elektronischer Schaltungen sowie zur<br />

Leiterplattenentflechtung. Ursprünglich an der Universität<br />

Grenoble entstanden, wird KiCAD heute<br />

maßgeblich vom CERN weiterentwickelt. Wegen<br />

seiner offenen Lizenz und der umfangreichen<br />

Schnittstellen ist es mittlerweile an Hochschulen<br />

weitverbreitet und hat seinen Eingang in den Lehrbetrieb<br />

gefunden.<br />

„Für KiCAD gibt es leistungsfähige Bibliotheken;<br />

die Performance des 3D-CAE-Werkzeugs liegt<br />

beträchtlich nahe an den bekannten hochpreisigen<br />

Profi-Werkzeugen“, fasst Prof. Dr.-Ing. Robert<br />

Bösnecker von der Technischen Hochschule Deggendorf<br />

(THD) seine Erfahrung zusammen. „Vor<br />

allem die Importschnittstellen sind recht praktikabel.<br />

Das Einlesen von Designs aus vielen bekannten<br />

Layout-Systemen ist nahezu störungs- und verlustfrei.“<br />

Bei Elec-Con ist KiCAD ebenfalls im Einsatz<br />

– neben etablierten und bewährten Werkzeugen<br />

der Elektronikentwicklung wie Eagle oder Altium.<br />

Maker aus dem Umfeld der Hochschulen finden<br />

den Weg zu Elec-Con häufig über das in Kooperation<br />

mit Prof. Bösnecker betriebene Labor<br />

für hardware-nahe Digitalisierung an der THD –<br />

oder einfach über Mundpropaganda. So hat sich,<br />

zusammen mit etlichen Gründern, über die Zeit<br />

ein kleines Ökosystem entwickelt, von dem nicht<br />

nur die regionale Maker-Szene profitiert.<br />

„Auch wir nutzen gerne die Möglichkeit, bei Elec-<br />

Con Prototypen, Muster und Kleinserien optimieren<br />

und in Industriequalität fertigen zu lassen,“ erläutert<br />

Prof. Robert Bösnecker. „Gerade für uns als<br />

Technische Hochschule ist der permanente Austausch<br />

mit innovativen Industrieunternehmen von<br />

eminenter Bedeutung. Denn am Ende gewinnen<br />

dadurch alle: Die Lehre profitiert vom Erfahrungswissen<br />

der Praktiker; die Unternehmen von den<br />

neuesten Erkenntnissen aus Wissenschaft und<br />

Forschung und die Studierenden setzen sich mit<br />

Fragestellungen auseinander, die ihnen später im<br />

Berufsleben in ähnlicher Form wieder begegnen.“<br />

Elec-Con technology GmbH<br />

sales@elec-con.com<br />

www.elec-con.com<br />

4/<strong>2021</strong><br />

49


Dosiertechnik<br />

Die Zukunft der Dosierroboter in der<br />

Fertigung<br />

Werfen Sie einen Blick auf die Zukunft des Einsatzes von Robotern in der Dosierfertigung und ihre weitreichenden<br />

Auswirkungen!<br />

Alle Bilder © Techcon<br />

Globaco GmbH<br />

info@globaco.de<br />

www.globaco.de<br />

Das produzierende Gewerbe in<br />

Europa und der übrigen Welt hat sich<br />

von den Zeiten, in denen man sich<br />

auf menschliche Arbeitskräfte verließ,<br />

um Qualität und schnelle Produktionsabläufe<br />

zu gewährleisten,<br />

enorm weiterentwickelt. Auch wenn<br />

unser Land bei der Herstellung von<br />

Produkten, die sich im Laufe der Zeit<br />

bewährt haben, gute Arbeit geleistet<br />

hat, waren Fehler immer unvermeidlich.<br />

Auch die Kosten für Löhne und<br />

Gehälter, die die Beschäftigten zu<br />

Recht fordern, sind heute höher als<br />

in den vergangenen Jahrzehnten.<br />

Vor etwa 50 Jahren befürchteten<br />

viele Beschäftigte in der Fertigung<br />

vielleicht, dass sie eines Tages ihre<br />

Arbeitsplätze an die Robotik verlieren<br />

würden. Heute befinden wir<br />

uns mitten in einem faszinierenden<br />

Industriezeitalter mit Robotern, die<br />

nach und nach Arbeitsplätze ergänzen,<br />

anstatt sie zu verdrängen.<br />

Wie viele Roboter werden derzeit<br />

in der Fertigung eingesetzt?<br />

CBS News hat kürzlich gezeigt,<br />

dass in den USA in der Automobilindustrie<br />

die meisten Roboter eingesetzt<br />

werden. Diese Tendenz gilt<br />

auch für Europa und für Deutschland<br />

im Besonderen. So berichtet<br />

„Der Spiegel“ am 17. August <strong>2021</strong>:<br />

„In Deutschlands Firmen werden<br />

mehr Roboter eingesetzt als<br />

in jedem anderen Land Europas.“<br />

Dass viele industrielle Fertigungsunternehmen<br />

im Anschluss an den<br />

Einsatz von Robotern nicht mehr<br />

Mitarbeiter in der Produktion entlassen<br />

haben, spricht dafür, dass<br />

Menschen problemlos mit Robotern<br />

zusammenarbeiten können. Ohne<br />

den Robotereinsatz und die damit<br />

verbundene Rentabilitätssteigerung<br />

hätten diese Unternehmen höchstwahrscheinlich<br />

mehr Arbeitskräfte<br />

entlassen müssen.<br />

Roboter übernehmen eine Vielzahl<br />

manueller Aufgaben, die dauerhaft<br />

als zu anforderungsreich und<br />

monoton für menschliche Arbeitskräfte<br />

sind. Die Zukunft für Roboter,<br />

die in Produktionsstätten auf<br />

der ganzen Welt helfen, sieht sehr<br />

viel versprechend aus.<br />

Mehr Arbeitsplätze erschließen<br />

Weitere Beispiele dafür, wie Roboter<br />

mehr Arbeitsplätze im verarbeitenden<br />

Gewerbe schaffen können,<br />

finden Sie in Deutschland. Hier werden<br />

bereits heute dreimal mehr<br />

Roboter in der industriellen Fertigung<br />

eingesetzt als beispielsweise<br />

in Amerika.<br />

Der Grund dafür ist, dass Roboter<br />

alle sich wiederholenden Fertigungsaufgaben<br />

übernehmen<br />

und den Produktionsbetrieben die<br />

Möglichkeit geben, andere Arbeitsplätze<br />

für menschliche Angestellte<br />

zu schaffen.<br />

Es wird erwartet, dass die konvergierende<br />

Intelligenz von Robotern<br />

und Menschen die Geschwindigkeit,<br />

Flexibilität und Effizienz erhöht, um<br />

mit den Anforderungen des 21. Jahrhunderts<br />

Schritt zu halten.<br />

Doch welche Routineaufgaben<br />

werden von Robotern übernommen,<br />

um kritische Arbeitsfehler zu<br />

vermeiden?<br />

Unterstützung bei der<br />

manuellen Dosierung<br />

Viele Fertigungsanalysten halten<br />

die manuelle Dosierung von<br />

Klebstoffen und Flüssigkeiten für<br />

eine der anspruchsvollsten Aufgaben<br />

in der Industrie. Früher wurde<br />

diese Arbeit von Menschen erledigt,<br />

was manchmal zu schwerwiegenden<br />

Mängeln führte. Ein großer Teil des<br />

Erfolgs hing davon ab, wie erfahren<br />

und geschickt die Arbeiter waren.<br />

Da wettbewerbsintensive Arbeitsabläufe<br />

ohne angemessene Pausen<br />

oft zu Schädigungen von Menschen<br />

und Material führen, ist die Robotik<br />

zu einem großen Geschenk geworden,<br />

um diese Aufgaben zu bewerkstelligen.<br />

Die manuelle Dosierung im<br />

Allgemeinen wird nun von halbautomatischen<br />

Dosierrobotern abgelöst.<br />

Wenn dies in Bezug auf die Investitionskosten<br />

entmutigend klingt,<br />

sollten Sie bedenken, dass der<br />

Return on Investment exponentiell<br />

ist. Statistiken zeigen, dass der Einsatz<br />

von Robotern in der Fertigung<br />

oft innerhalb von zwei Jahren einen<br />

erheblichen Ertrag erzielt. All dies<br />

50 4/<strong>2021</strong>


Dosiertechnik<br />

Die Roboterdosierung bietet viele<br />

Vorteile gegenüber einem manuellen<br />

Verfahren. Neben den offensichtlichen<br />

Vorteilen der präzisen Dosierung<br />

und der Einsparung von Materialien<br />

wirkt sich die Kontrolle, die<br />

sie bietet, auch auf andere Weise<br />

auf das Unternehmen aus.<br />

Sehen wir uns sechs Möglichkeiten<br />

an, wie sich die automatisierte<br />

Dosierung im Vergleich zu<br />

manuellen Methoden positiv auf<br />

das Unternehmen auswirkt.<br />

ergibt sich aus der Steigerung der<br />

Produktion und der Qualität, ganz<br />

zu schweigen von den Einsparungen<br />

bei den Energieverbrauchskosten,<br />

da die Roboter keine Beleuchtung<br />

oder Klimatisierung benötigen.<br />

Dosierung von Flüssigkeiten<br />

Wie wirkt sich die Dosierung von<br />

Flüssigkeiten mit Robotern im Vergleich<br />

zu manuellen Lösungen auf<br />

Unternehmen aus?<br />

1. Konsteneffizient<br />

Produkte, die einen komplexen<br />

Dosierprozess erfordern, sind mit<br />

der automatisierten Dosierung kosteneffektiver.<br />

Ein Sportartikelhersteller verwendete<br />

ein manuelles Verfahren zum<br />

Auftragen von schnell aushärtendem<br />

Epoxidharz auf sein Produkt während<br />

der Montage. Ein kleiner Volumenunterschied<br />

des Epoxidharzes<br />

hatte jedoch mitunter negative Auswirkungen<br />

auf die Haftfestigkeit des<br />

Werkstücks.<br />

Da das Verfahren erforderte,<br />

dass das aufgetragene Werkstück<br />

aushärtet, bevor der Rest<br />

der Fertigung stattfinden konnte,<br />

war eine Person erforderlich, die<br />

die Teile prüfte und sich vergewisserte,<br />

dass sie ordnungsgemäß<br />

verklebt waren, bevor die Fertigungslinie<br />

weiterlief.<br />

Schließlich ging der Hersteller<br />

dazu über, das Epoxidharz per<br />

Roboter aufzutragen. Da der Roboter<br />

eine genaue Menge Epoxidharz<br />

auf einer gleichmäßigen Basis liefern<br />

konnte, blieb die Haftfestigkeit<br />

konstant.<br />

Das Unternehmen entdeckte bald,<br />

dass es keinen zweiten Prüfer an der<br />

Linie brauchte, um die ordnungsgemäße<br />

Haftung zu kontrollieren. Die<br />

Kosten für die Umstellung auf ein<br />

robotergestütztes Dosiersystem wurden<br />

durch den Wegfall der beiden<br />

Bedienerpositionen ausgeglichen.<br />

Dadurch wurden nicht nur die<br />

Probleme mit der Produktionsverzögerung<br />

gelöst, sondern durch<br />

die exakte Verteilung des Epoxidharzes<br />

wurde auch eine optimale<br />

Produkthaltekraft erreicht. Dies<br />

führte zu einem besseren Endprodukt<br />

für die Verbraucher und machte<br />

viele Rücksendungen und Nacharbeiten<br />

überflüssig.<br />

Das präzise robotergestützte Auftragen<br />

von mehreren Klebematerialien<br />

ist für viele Hersteller eine gängige<br />

Anwendung.<br />

2. Vorteile über reine Flüssigkeitseinsparungen<br />

hinaus<br />

Roboterdosierung bietet Vorteile,<br />

die über reine Flüssigkeitseinsparungen<br />

hinausgehen.<br />

Ein Hersteller von orthopädischen<br />

Produkten verwendete eine manuell<br />

zu bedienende Sprühflasche,<br />

um Verunreinigungen von Bauteilen<br />

in der Endphase der Produktion<br />

zu beseitigen. Die Person, die die<br />

Sprühflasche bediente, verbrauchte<br />

bei der Reinigung des Teils eine variierende<br />

Flüssigkeitsmenge.<br />

Der Mitarbeiter, der die Sprühflasche<br />

bediente, benötigte auch unterschiedlich<br />

viel Zeit, um den Vorgang<br />

abzuschließen, und einige Teile<br />

erhielten im Rahmen des manuellen<br />

Reinigungsprozesses mehr<br />

Reinigungsflüssigkeit als andere.<br />

Dies bedeutete, dass der Zeitraum<br />

zwischen den Nachfüllungen der<br />

Sprühflaschen eine unbekannte<br />

Variable blieb.<br />

Da es sich hierbei um die letzte<br />

Phase der Montage handelte, wirkte<br />

sich die ungenaue Endbearbeitungszeit<br />

auf den gesamten Montageprozess<br />

aus, wenn es darum ging, die<br />

4/<strong>2021</strong><br />

51


Dosiertechnik<br />

Das Unternehmen verzeichnete<br />

einen sofortigen Rückgang der Ausschuss-<br />

und Nachbearbeitungsrate<br />

und sparte dadurch eine beträchtliche<br />

Menge an Geld. Der Bedarf<br />

an mehreren Personen, die mit Silikonöl<br />

arbeiten, entfiel, was zu weiteren<br />

Einsparungen führte. Die gleichmäßige<br />

Beschichtung, die mit der<br />

Roboterdosierung möglich ist, ermöglicht<br />

bei vielen Anwendungen<br />

eine präzise Verteilung dort, wo es<br />

darauf ankommt.<br />

Produkte durch das System zu bringen.<br />

Da die Zeit für den letzten Teil<br />

des Vorgangs variabel war, war es<br />

schwierig, eine genaue Messung der<br />

Gesamtproduktion vorzunehmen.<br />

Als das Unternehmen für diesen<br />

Teil des Prozesses auf ein robotergestütztes<br />

Sprühverfahren umstieg,<br />

stellte es fest, dass es nun möglich<br />

war, den gesamten Herstellungsprozess<br />

genau zu verfolgen.<br />

Das Endergebnis war ein besser<br />

kontrollierbarer Prozess und<br />

die Möglichkeit, genaue Daten zur<br />

Einhaltung von Vorschriften und<br />

Sicherheitsbestimmungen zu liefern.<br />

Die Vorteile für das Unternehmen<br />

waren weitaus größer als nur<br />

die Einsparungen bei den Betriebsmitteln,<br />

die durch die Roboterdosierung<br />

erzielt wurden.<br />

Viele Unternehmen setzen Roboter<br />

zur Dosierung von Flüssigkeiten<br />

ein, um ihren Erzeugnissen den entscheidenden<br />

Mehrwert zu verleihen.<br />

3. Nachhaltige Rentabilität<br />

Roboterdosierung sorgt für nachhaltige<br />

Rentabilität durch Beseitigung<br />

kostspieliger und arbeitsintensiver<br />

Fertigungsprozesse.<br />

Ein Diagnostikunternehmen verwendete<br />

ein manuelles Dosierventilverfahren<br />

zum Befüllen von Fläschchen.<br />

Mit dieser Methode wurden<br />

drei verschiedene Wirkstoffe dosiert,<br />

und der Bediener musste die Ventilbaugruppe<br />

zwischen den Wirkstoffwechseln<br />

reinigen. Der Reinigungsprozess<br />

war langwierig und<br />

arbeitsintensiv.<br />

Als das Unternehmen auf die<br />

robotergestützte Dosierung der Wirkstoffe<br />

in die Fläschchen umstieg,<br />

wurde die Entscheidung getroffen,<br />

für jeden der drei Wirkstoffe einen<br />

eigenen Dosiermechanismus zu verwenden.<br />

Die anfänglichen Kosten für<br />

die Umstellung waren hoch für das<br />

dreifach robotergestützte System.<br />

Die Analyse der Arbeitskosten<br />

für die Reinigung des Ventils zeigte<br />

jedoch, dass das neue System nach<br />

den ersten zwei Jahren kostendeckend<br />

sein würde. Langfristig würde<br />

die Umstellung zu höheren Erträgen<br />

führen als der bisherige manuelle<br />

Prozess.<br />

Es wurden nicht nur höhere<br />

Gewinne erzielt, sondern das Unternehmen<br />

war auch in der Lage, die<br />

strengeren behördlichen Auflagen<br />

für den Umgang mit den verschiedenen<br />

Wirkstoffen zu erfüllen.<br />

Die robotergestützte Dosierung<br />

kann den wiederholten Zusammenbau<br />

von Teilen bei Diagnose- und<br />

Nacharbeitsprozessen beschleunigen.<br />

4. Keine verdeckten Kosten mehr<br />

Robotergesteuerte Dosierung<br />

zeigt die verdeckten Kosten einer<br />

mangelhaften Flüssigkeitsabgabe<br />

auf.<br />

Ein Unternehmen für klinische<br />

Verbrauchsmaterialien trug Silikonöl<br />

manuell mit einem Wattestäbchen<br />

auf die Innenseite eines Fläschchens<br />

auf. Da es sich um einen mechanischen<br />

Arbeitsvorgang handelte,<br />

waren mehrere Mitarbeiter erforderlich,<br />

um mit den Fertigungsanforderungen<br />

Schritt zu halten.<br />

Während des manuellen Herstellungsprozesses<br />

variierte die Menge<br />

der auf das Fläschchen aufgetragenen<br />

Flüssigkeit je nach Bedienperson<br />

stark. Bei diesem Prozess<br />

kam es auch zu Verunreinigungen<br />

des Produkts und der umliegenden<br />

Arbeitsbereiche. Das Endergebnis<br />

war, dass das Unternehmen eine<br />

exorbitant hohe Anzahl von Ausschuss<br />

und Nacharbeiten zu verzeichnen<br />

hatte.<br />

Die Ursache für den Ausschussteil<br />

war nicht immer klar, da das<br />

Silikonöl ein interner Bestandteil<br />

des Verbrauchsmaterials war. Da<br />

das Unternehmen nicht in der Lage<br />

war, die Ausschussrate aufrechtzuerhalten,<br />

installierte es einen<br />

Dosierroboter als Teil eines Überarbeitungsprozesses.<br />

Der Roboter<br />

konnte jedem Fläschchen eine präzise<br />

Menge Silikon zuführen, ohne<br />

dass dabei etwas verschüttet wurde.<br />

5. Personalressourcen werden<br />

besser genutzt<br />

Roboterdosierung ermöglicht eine<br />

bessere Nutzung wertvoller Personalressourcen.<br />

Ein Unternehmen für klinische<br />

Verbrauchsmaterialien setzte mehrere<br />

Mitarbeiter für die manuelle<br />

Verteilung von Silikonöl in seinem<br />

Produkt ein. Mit der Umstellung<br />

auf ein robotergestütztes Dosiersystem<br />

entfiel der Bedarf an Fertigungspersonal<br />

für diesen Teil des<br />

Herstellungsprozesses.<br />

Das Unternehmen war dadurch in<br />

der Lage, die Mitarbeiter in anderen<br />

Fertigungsbereichen einzusetzen.<br />

Die neuen Arbeitsplätze erlaubten<br />

es den Angestellten, ohne die durch<br />

die Dosierung an der Produktionslinie<br />

entstehende Intensität zu arbeiten.<br />

Infolgedessen stieg die allgemeine<br />

Mitarbeiterzufriedenheit.<br />

Bei der Einarbeitung der Mitarbeiter<br />

wurde die Schulung der Mitarbeiter<br />

für die Ausgabe von Arzneimitteln<br />

abgeschafft und stattdessen<br />

auf Aufgaben konzentriert, die sich<br />

auf die Gesamteffizienz des Unternehmens<br />

auswirken. Infolgedessen<br />

wurde das Unternehmen mit<br />

einem besser ausgebildeten Personal<br />

rentabler.<br />

6. Höhere Genauigkeit der<br />

Prozesskontrolle<br />

Anwendungen in den Biowissenschaften<br />

erfordern in der Regel ein<br />

hohes Maß an Präzision sowohl bei<br />

der Menge der abgegebenen Flüssigkeit<br />

als auch bei der Platzierung.<br />

Ein Vertriebsunternehmen,<br />

das einen manuellen Abfüllprozess<br />

verwendete, hatte mit einem hohen<br />

Maß an Materialverlust und inkonsistenten<br />

Dosiermengen zu kämpfen.<br />

Mit der Umstellung auf einen<br />

Dosierroboter verschwanden diese<br />

Probleme. Der Roboter kann immer<br />

wieder dieselbe präzise Menge an<br />

52 4/<strong>2021</strong>


Dosiertechnik<br />

der exakt gleichen Stelle ohne Fehler<br />

dosieren. Selbst schwierig zu<br />

handhabende Materialien können<br />

mit einem Roboter präzise und wiederholt<br />

dosiert werden.<br />

Dies führt zu einer stabilen Prozesssteuerung,<br />

die bei einer manuellen<br />

Anwendung nicht erreicht werden<br />

kann.<br />

Die Rolle des industriellen<br />

Internets der Dinge<br />

Sicherlich haben Sie schon viel<br />

über das Internet der Dinge gehört,<br />

aber das industrielle Internet der<br />

Dinge wird in der Fertigungsindustrie<br />

immer mehr zum Begriff. Tatsächlich<br />

kann man davon ausgehen,<br />

dass das industrielle Internet<br />

der Dinge im kommenden Jahrzehnt<br />

zum Standard wird.<br />

Es funktioniert ähnlich wie das<br />

allgemeine Internet der Dinge, mit<br />

dem Unterschied, dass man mehrere<br />

Geräte in den Fertigungsstätten<br />

miteinander verbindet. Dadurch<br />

lassen sich nicht nur die Produktionsraten<br />

an mehreren Produktionsstandorten<br />

erhöhen. Es führt auch<br />

zu einem Dominoeffekt, indem es<br />

mehr Daten liefert und die Einarbeitungszeiten<br />

verringert.<br />

Wie Robotics.org feststellt, sind<br />

Roboter bereits von Grund auf miteinander<br />

vernetzt. Wenn sie Teil<br />

eines intelligenten Netzwerks werden,<br />

bietet sich eine Optimierungschance<br />

von ungekannter Größe.<br />

Im Bereich der Daten werden aufgezeichnete<br />

Kennzahlen über ihre<br />

eigene Leistung die manuellen Wartungsprüfungen<br />

überflüssig machen.<br />

Die Gesamtheit der Daten aus diesen<br />

Geräten wird Ihnen helfen, intelligentere<br />

Geschäftsentscheidungen<br />

darüber zu treffen, welche Dosiergeräte<br />

repariert oder ersetzt werden<br />

müssen.<br />

Am wichtigsten ist jedoch, dass<br />

die einzelnen Fertigungsroboter<br />

miteinander kommunizieren können.<br />

Ein angeschlossenes Gerät<br />

kann einem anderen angeschlossenen<br />

Gerät beibringen, wie eine<br />

bestimmte Aufgabe auszuführen<br />

ist, was eine ganz andere Ebene<br />

der Automatisierung ermöglicht,<br />

die es so noch nicht gegeben hat.<br />

Die Rolle der Bildverarbeitung<br />

in der industriellen Fertigung<br />

Wenn Roboter miteinander kommunizieren<br />

und auch komplexere<br />

manuelle Aufgaben übernehmen<br />

können, haben sie auch ihre eigenen<br />

optischen Fähigkeiten.<br />

Die derzeitige Art der industriellen<br />

Bildverarbeitung verwendet<br />

ein Markierungssystem (oder Referenzbilder)<br />

auf einem kleinen Ausschnitt<br />

eines Werkstücks. Wenn<br />

eine kleine Kamera dieses Bild aufnimmt,<br />

wird es in einer Datenbank<br />

gespeichert, damit man es leicht<br />

wiederfinden kann.<br />

Automatisierte Fertigungsanlagen<br />

sind ein gutes Beispiel dafür wie die<br />

maschinelle Bildverarbeitung heute<br />

funktioniert. Diese Maschinen nutzen<br />

Software, um integrierte Bildverarbeitungs-<br />

und Laser-Höhenmessfunktionen<br />

einzusetzen.<br />

Ein Vorteil dieser Software ist,<br />

dass sie Ihnen eine Bildschirmvorschau<br />

bietet, sodass Sie genau<br />

wissen welchen Bereich Sie bearbeiten<br />

müssen. Mithilfe des Laser-<br />

Höhensensors können Sie auch<br />

auf Höhenunterschiede der Oberfläche<br />

reagieren.<br />

Die Arbeit mit Robotertechnologie<br />

wie dieser ermöglicht eine präzisere<br />

und genauere Dosierung. Mit<br />

anderen Worten: Die Zukunft der<br />

Dosierrobotertechnik ist bereits da.<br />

Marktführende smarte<br />

Dosierroboter<br />

Techcon bietet zuverlässige,<br />

automatisierte Dosiersysteme, welche<br />

die smarten Dosierroboter der<br />

Serie TSR2000 zu einem Marktführer<br />

in der fertigungsunterstützenden<br />

Robotik macht.<br />

Die Bildverarbeitungssysteme<br />

sind überragend und ermöglichen<br />

die automatische Korrektur<br />

von Fehlausrichtungen der<br />

Teile für eine exakte Dosierung.<br />

Außerdem verfügt der Roboter<br />

über eine Mustererkennungsfunktion,<br />

die Ihnen hilft, die Programmierzeiten<br />

zu verkürzen. Er<br />

verfügt über einen Laser-Höhensensor,<br />

mit dem Sie die Oberflächenhöhe<br />

mit größerer Genauigkeit<br />

ändern können. Die Lasertechnologie<br />

unterstützt zusätzlich bei<br />

Bauteilschwankungen.<br />

Diese Maschinen werden mit<br />

sogenannten Smart Kits geliefert,<br />

die Anwendern je nach Bedarf verschiedene<br />

Optionen bieten. Einige<br />

sind mit einem Touchscreen-System<br />

ausgestattet, das die Bedienung<br />

erleichtert. Andere Versionen sind<br />

mit einem Vision-Kit ausgestattet.<br />

Robotik erschwinglich machen<br />

Trotz der Aussicht auf eine sichere<br />

Investitionsrentabilität von Robotertechnik<br />

schrecken einige Fertigungsbetriebe<br />

aufgrund der vermeintlich<br />

hohen Anschaffungskosten<br />

vor deren Anschaffung noch<br />

immer zurück. Das ändert sich<br />

jetzt, und ein Großteil davon hat<br />

mit der Erschwinglichkeit der Konsumelektronik<br />

zu tun.<br />

Viele Technologien, die als unerschwinglich<br />

galten, werden bereits<br />

jetzt in vielen privaten Haushalten<br />

eingesetzt. Dadurch haben die Hersteller<br />

einen größeren Anreiz, diese<br />

Technologie zu erwerben. Einiges<br />

davon kommt direkt von solch alltäglicher<br />

Unterhaltungselektronik<br />

wie beispielsweise der Xbox 360<br />

von Microsoft.<br />

In dem oben genannten Gerät<br />

wird das maschinelle Lernen immer<br />

häufiger eingesetzt, vor allem beim<br />

Lernen über menschliche Bewegungen.<br />

Indem sie sich den Aufbau<br />

einer Xbox 360 näher angesehen<br />

haben, haben einige Fertigungsbetriebe<br />

nun das Potenzial<br />

erkannt, das in der Verwendung<br />

von Robotern steckt.<br />

Bei Globaco setzt man seit Jahrzehnten<br />

auf die hohe Qualität und<br />

Wirtschaftlichkeit der Dosiersysteme<br />

von Techcon.<br />

Setzen Sie sich mit Techon in<br />

Verbindung, um einen konkreten<br />

Anwendungsfall zu besprechen und<br />

um herauszufinden, wie Ihr Fertigungsprozess<br />

durch eine robotergestützte<br />

Dosierlösung verbessert<br />

werden kann. ◄<br />

4/<strong>2021</strong><br />

53


Dosiertechnik<br />

Abrasive Wärmeleitpaste dosieren:<br />

Wärme-Management für Leiterplatten<br />

ViscoTec Pumpen- u.<br />

Dosiertechnik GmbH<br />

www.viscotec.de<br />

Bereits in zahlreichen Anwendungen<br />

konnten sich ViscoTec-<br />

Dosierpumpen als optimales Werkzeug<br />

zum Handling hochabrasiver<br />

Materialien beweisen. Für einen<br />

Kunden wurden Dosiertests mit<br />

einer neuen 1K-Wärmeleitpaste im<br />

ViscoTec-Technikum durchgeführt.<br />

Das extrem abrasive und zugleich<br />

hochviskose Material musste unter<br />

Einhaltung höchster Genauigkeitsanforderungen<br />

auf eine Leiterplatte<br />

dosiert werden. Die fertigen Leiterplatten<br />

werden im späteren Fertigungsprozess<br />

in diversen<br />

elektronischen Komponenten<br />

verbaut. Die Wärmeleitpaste<br />

unterstützt dort<br />

das thermische Wärmemanagement<br />

und sorgt für<br />

eine optimale Wärmeübertragung<br />

nach außen.<br />

Für die Dosiertests<br />

wurde ein 1K-Dispenser<br />

3RD8 mit Keramik rotor verwendet<br />

– angetrieben von<br />

einem Servoantrieb Visco-<br />

Pro-C. Die Materialzuführung<br />

erfolgte über ein ViscoMT-C<br />

Kartuschen Entleersystem.<br />

Herausforderungen bei<br />

der Dosierung abrasiver<br />

Wärmeleitpaste<br />

Abrasive Pasten verursachen<br />

erhöhten Verschleiß. Kommen dann<br />

Eigenschaften wie eine hohe Viskosität<br />

der Materialien hinzu, geraten<br />

viele gängige Dosiersysteme und<br />

-technologien, wie z.B. Kolbenpumpen,<br />

an ihre Grenzen. Sie können<br />

die hohen Ansprüche an Lebensdauer<br />

und Präzision nicht erfüllen.<br />

ViscoTec ist der Spezialist für genau<br />

diese Materialien. Mit dem Endloskolben-Prinzip<br />

gelingt es ViscoTec,<br />

den Verschleiß auf ein Minimum zu<br />

reduzieren und den hohen Genauigkeitsanforderungen<br />

gerecht zu<br />

werden. Und durch die Verwendung<br />

des Keramikrotors zusätzlich<br />

zum ViscoTec Standardequipment<br />

kann die Lebensdauer des Dosierequipments<br />

selbst bei der Dosierung<br />

hochabrasiver Materialien um ein<br />

Vielfaches erhöht werden.<br />

Die Dosierversuche zeigen: Trotz<br />

der hohen Viskosität und Abrasion<br />

der Wärmeleitpaste wurden die einzelnen<br />

Linien und Punkte präzise<br />

dosiert. Die Geschwindigkeiten von<br />

Dispenser und Roboter waren perfekt<br />

kombiniert. Es gab kein Nachtropfen<br />

des Materials.<br />

Neben perfekten Dosierergebnissen<br />

bedeutet das für den Kunden:<br />

Weniger Stillstandszeiten aufgrund<br />

von Wartungsarbeiten und<br />

geringerer Aufwand für Verschleißteile.<br />

Außerdem wird der Materialabfall<br />

minimiert und dem Verschmutzen<br />

von Bauteilen vorgebeugt, da<br />

ungewolltes Nachtropfen verhindert<br />

wird. Das wiederum sorgt für weniger<br />

Ausschuss. ◄<br />

Dosierversuche mit der hochabrasiven Wärmeleitpaste: www.youtube.com/watch?v=AWe_Gj2n5bQ<br />

Wärmeleitfähige Materialien prozesssicher verarbeiten<br />

Dosier- und Mischsystem vectomix TC bietet<br />

Lösungen für Anwendungen in der Elektromobilität<br />

und der Batterieproduktion. Bei der<br />

Produktion werden u.a. wärmeleitfähige Materialien<br />

verarbeitet. Diese Materialien erhalten<br />

meist einen hohen Anteil an Füllstoffen, um<br />

ihre Aufgabe – die Ableitung von Wärme – zu<br />

erfüllen. Speziell für die Verarbeitung von solchen<br />

gefüllten und abrasiven Materialien hat<br />

Dopag das Dosier- und Mischsystem vectomix<br />

TC entwickelt und konstruiert. Es verfügt<br />

über Komponenten aus verschleißfesten Materialien,<br />

die speziell auf das abrasive Verhalten<br />

von wärmeleitfähigen Materialien ausgelegt<br />

sind. So sind sie vor übermäßigem Verschleiß<br />

geschützt und sichern eine konstant zuverlässige<br />

Verarbeitung bei signifikant reduzierten<br />

Wartungskosten. Das Dosier- und Mischsystem<br />

vectomix TC besteht aus zwei Kolben-<br />

Dosiereinheiten, die in verschiedenen Baugrößen<br />

verfügbar sind und je nach Anwendung<br />

individuell konfiguriert werden können. Beispielsweise<br />

können zwei Kolbendosiereinheiten<br />

mit unterschiedlichen Baugrößen kombiniert<br />

werden. Zusätzlich kann die vectomix<br />

TC um ein Schlauchpaket und ein Doppelventil<br />

für ein geringes Handlingsgewicht bei Roboteranwendungen<br />

ergänzt werden. Für die Verarbeitung<br />

von einkomponentigen Materialien<br />

genügt auch ein einzelner Kolbendosierer. Der<br />

modulare Aufbau ermöglicht ein breites Einsatzgebiet<br />

sowie variable Mischungsverhältnisse,<br />

Schussgrößen und Ausflussraten. Beide<br />

Dosiereinheiten verfügen jeweils über einen<br />

eigenen, unabhängigen Servoantrieb, welcher<br />

separat angesteuert werden kann. Dies<br />

ermöglicht eine besonders präzise Steuerung<br />

des Mischungsverhältnisses. Der Materialaustrag<br />

kann schussweise oder als Raupe erfolgen.<br />

Mehrere Schüsse mit einem Kolbenvolumen<br />

ermöglichen kurze Zykluszeiten. Zusätzlich<br />

zeichnet sich das Dosier- und Mischsystem<br />

vectomix TC durch eine einfache Bedienung<br />

und Wartung aus.<br />

Dopag – Hilger u. Kern GmbH<br />

Dosier- und Mischtechnik<br />

www.dopag.de<br />

54 4/<strong>2021</strong>


Dosierlösungen von A bis XYZ<br />

entwickeln, wird Techcon weiterhin<br />

intelligentere, sauberere und<br />

langlebigere Lösungen für Ihre<br />

Anwendungen anbieten.<br />

von Flüssigkeiten und Pasten, ob<br />

in Linien, Bögen oder Kreisen bis<br />

hin zu wiederholten, zeitgesteuerten<br />

Punkten.<br />

Seit vielen Jahren vertreiben<br />

wir bei GLOBACO Dosiertechnik<br />

von Techcon wegen ihrer hohen<br />

Präzision und Haltbarkeit.<br />

Dosiersysteme von Techcon<br />

bieten verbesserte Arbeits hygiene<br />

und verbesserte Produktivität,<br />

machen Prozesse effizienter und<br />

schaffen damit einen Mehrwert für<br />

Sie. Mit diesen hochwertigen Produkten,<br />

unserer Entschlossenheit<br />

und langjährigem Know-how helfen<br />

wir Ihnen Fertigungsprobleme<br />

zu lösen, sei es in der Luftfahrt,<br />

beim Militär, in der Verpackungsindustrie,<br />

bei der Herstellung medizinischer<br />

Geräte, in der industriellen<br />

Montage oder in der Elektronik.<br />

Während sich Ihre Prozesse<br />

und Herausforderungen weiter-<br />

Genauigkeit, Wiederholbarkeit<br />

und Flexibilität<br />

für eine Vielzahl an Service-<br />

Industrien:<br />

• Luft-und Raumfahrt<br />

• Militär<br />

• Verpackungsindustrie<br />

• Industrielle Montage<br />

• Medizinische Geräte<br />

• Elektronik<br />

• Mobile Geräte<br />

• Automobil<br />

• Sondermaschinenbau<br />

Leistungsmerkmale<br />

Höhere Genauigkeit:<br />

Techcon Dosiersysteme und<br />

-komponenten sind so konzipiert<br />

und hergestellt, dass sie eine<br />

strenge Kontrolle und Genauigkeit<br />

für eine Vielzahl von Dosiersystemanwendungen<br />

bieten. Die<br />

Dosierroboter wurden speziell für<br />

Dosieranwendungen entwickelt<br />

und konfiguriert. Sie bieten absolute<br />

Kontrolle über die Dosierung<br />

Hervorragende Haltbarkeit:<br />

Techcon Dosierventile werden<br />

in sensiblen Fertigungsprozessen<br />

eingesetzt. Sie benötigen weniger<br />

Wartung als vergleichbare Produkte,<br />

wodurch sie in der Branche<br />

als „Arbeitspferd“ geschätzt<br />

werden.<br />

Verbesserte Arbeitshygiene:<br />

Das Ergebnis höherer Genauigkeit<br />

und hervorragender Haltbarkeit<br />

ist eine verbesserte industrielle<br />

Hygiene – ein sauberer, effizienter<br />

Prozess.<br />

Gesteigerte Produktivität:<br />

Mit Dosiertechnik von Techcon<br />

wird Ihre Produktivität gesteigert.<br />

Prozesse werden schneller ausgeführt,<br />

es entsteht weniger Abfall,<br />

die Ausrüstung hält länger – und<br />

Sie sparen Geld!<br />

Alle diese Punkte – Genauigkeit,<br />

Haltbarkeit, Arbeitshygiene<br />

und Produktivität – ergeben einen<br />

überzeugenden Mehrwert!<br />

Dosiernadeln für alle Fälle<br />

Globaco GmbH<br />

Paul-Ehrlich-Straße 16-20 • 63322 Rödermark • Tel.: 06074/86915<br />

Fax: 06074/93576 • info@globaco.de • www.globaco.de<br />

Alle Bilder © Techcon<br />

4/<strong>2021</strong><br />

Globaco bietet eine große Bandbreite<br />

an Dosiernadeln in unterschiedlichen<br />

Längen und Durchmessern.<br />

Sie sind für die verschiedensten<br />

Flüssigkeiten und Klebstoffe<br />

geeignet und für nahezu jede<br />

Dosieranwendung erhältlich. Durch<br />

das bewährte Luer-Lock- bzw. Doppelhelix-Gewinde<br />

lassen sie sich auf<br />

allen gängigen Standard Dosierkartuschen<br />

aufschrauben. Das Sortiment<br />

umfasst Standard Dosiernadeln,<br />

konische Dosierspitzen, hochpräzise<br />

Microdosiernadeln, Dosiernadeln<br />

mit UV-Blocker, Dosierpinsel,<br />

Dosiernadeln mit PTFE-Einsatz,<br />

flexible Dosierspitzen und Vollmetallnadeln<br />

sowie nadelseitige Verschlusskappen<br />

für Dosierkartuschen.<br />

Alle Dosiernadeln und Dosierpinsel<br />

sind gratfrei und ermöglichen so<br />

einen sauberen und konstanten<br />

Materialfluss. Zudem sind sie frei<br />

von Silizium und Chlorid. Anwendung<br />

finden Dosiernadeln in einer<br />

Vielzahl unterschiedlicher Herstellungsprozesse<br />

bei denen niedrig-,<br />

mittel- oder hochviskose Fluide verarbeitet<br />

werden müssen. Beispiele:<br />

• Verkleben mit Cyanoacrylaten<br />

• Doming-Auftrag<br />

• Dosieren von Kleinstmengen<br />

• Dichtungsauftrag<br />

• Dammbildende Anwendungen<br />

• Lotpastendosierung<br />

Bei der Auswahl sind Größe, Winkel<br />

und Dosierspitzentyp zu berücksichtigen,<br />

um die Genauigkeit und<br />

Effizienz der Dosieranwendung<br />

zu erhöhen.<br />

Globaco GmbH<br />

info@globaco.de<br />

www.globaco.de<br />

55


Dosiertechnik<br />

Dosierung von niedrig- bis mittelviskosen<br />

Medien<br />

Vermes Microdispensing<br />

GmbH<br />

www.vermes.com<br />

Vermes Microdispensing stellt<br />

seine neuste MDS-3050-Serie mit<br />

einzigartigen Funktionen für die<br />

Dosierung von niedrig- bis mittelviskosen<br />

Medien vor. Die modernen<br />

hochpräzisen, piezobasierten<br />

Jetter der MDS-3050-Serie dosieren<br />

kleinste Mengen im Nano- und<br />

Sub-Nano-Bereich und eignen sich<br />

für eine Vielzahl anspruchsvoller<br />

Branchen wie Mikroelektronik, Biowissenschaften,<br />

medizinische Diagnostik<br />

und Pharmazie. Zu den<br />

Topanwendungen für dieses neue<br />

System gehören die Dosierung von<br />

medizinische Zellen und Proteinlösungen.<br />

Das Ventil ist normalerweise<br />

geschlossen und bietet damit<br />

perfekte Voraussetzungen für die<br />

Dosierung von Flüssigkeiten mit<br />

niedrigerer Viskosität.<br />

Die neue Technologie liefert einen<br />

starken Aktuator und eine außergewöhnliche<br />

Schließkraft und ermöglicht<br />

somit anwendungsspezifische<br />

Einstellungen für die unterschiedlichsten<br />

Medien. Letztlich ist das<br />

System in der Lage, seine Dosierkraft<br />

und seine Verschlussfunktion<br />

an die Erfordernisse des Mediums<br />

exakt anzupassen und damit Aufgaben,<br />

wie zum Beispiel zellenüberlebende<br />

Dosierung, hervorragend<br />

zu erfüllen.<br />

Die neue Rahmentechnologie<br />

von Vermes Microdispensing verleiht<br />

dem System höchste Zuverlässigkeit<br />

und dem Ventilrahmen eine<br />

Schenken Sie sich Unendlichkeit.<br />

Mit einer Testamentsspende an EuroNatur<br />

helfen Sie, das europäische Naturerbe<br />

für kommende Generationen zu bewahren.<br />

außergewöhnliche Stabilität und<br />

Beständigkeit gegen Rahmenausdehnung<br />

und Bruchdehnung, was zu<br />

einer hervorragenden thermischen<br />

Kompensation führt. Die schlanke<br />

Bauform und die Multi-Staking-Möglichkeit<br />

des Ventils sind eine attraktive<br />

Lösung für vielfältige Anwendungsbereiche.<br />

Das MDV 3050 ist mit einem Seiten-Adjust<br />

für eine schnelle Konfiguration<br />

und mit einem austauschbaren<br />

Stößels ausgestattet. Der Anwender<br />

kann aus dem gesamten Sortiment<br />

an Stößeln und Düseneinsätzen<br />

von Vermes Microdispensing<br />

wählen, um die optimale Lösung für<br />

seine Anwendung zu erhalten. Die<br />

Systemserie ist mit bestehendem<br />

Vermes-Microdispensing-Zubehör<br />

und den Heizungslösungen kompatibel<br />

und sowohl mit (MDS 3050-AC)<br />

als auch ohne Luftkühlung (MDS<br />

3050) erhältlich.<br />

Ein Chip im Ventil bietet zusätzliche<br />

Überwachungsfunktionen, um<br />

ein konstant gleichbleibendes Dosierergebnis<br />

zu erzielen.<br />

Das VERMES Microdispensing<br />

MDS 3050 unterstützt automatisierte,<br />

schnelle und hochpräzise Produktionsprozesse,<br />

bei denen minimale<br />

Flüssigkeitsmengen prozesssicher<br />

und perfekt dosiert werden müssen.<br />

Branchen, die UV-Klebstoffe,<br />

Cyanacrylat, anaerobe Klebstoffe<br />

etc. verwenden, werden von dieser<br />

Lösung profitieren.<br />

Mit diesem System ist Vermes<br />

Microdispensing in der Lage, alle<br />

Medien berührungslos und mit<br />

höchster Präzision bis zu einer Viskosität<br />

von 8000 mPas zu dosieren.<br />

◄<br />

Interessiert? Wir informieren Sie gerne. Bitte wenden Sie sich an:<br />

Sabine Günther • Telefon +49 (0)7732/9272-0 • testamentsspende@euronatur.org<br />

56 4/<strong>2021</strong>


Dosiertechnik<br />

Dosiertechnik für prämierte<br />

Leichtbau-Innovation<br />

BMW Group Werk Landshut setzt bei der Herstellung von ultraleichten und<br />

ultrastabilen Spats des Premium-Kleinwagens Mini John Cooper Works GP<br />

auf das Kompaktdosiersystem C-DS von Rampf.<br />

Der Produktionsbereich CFK des BMW Group<br />

Werks Landshut ist mit dem JEC Europe Innovation<br />

Award <strong>2021</strong> ausgezeichnet worden. Prämiert<br />

wurden die individualisierten Kotflügelverbreiterungen<br />

(Spats) aus Sichtcarbon für das Sondermodell<br />

Mini John Cooper Works GP. Zur Verklebung<br />

der leistungsstarken Carbonteile setzt<br />

die BMW Group auf das Kompaktdosiersystem<br />

C-DS von Rampf Production Systems.<br />

Speed mit Sprats<br />

Nicht einmal acht Minuten benötigt der Mini<br />

John Cooper Works GP für eine Umrundung<br />

der legendären Rennstrecke Nürburgring Nordschleife.<br />

Das beweist: Der Premium-Kleinwagen<br />

sieht nicht nur sportlich aus, sondern ist auch<br />

pfeilschnell. Sowohl zur spektakulären Optik als<br />

auch beeindruckenden Rundenzeit tragen die<br />

großflächigen und markant ausgestellten Spats<br />

bei, die von den Experten im Landshuter Leichtbau-<br />

und Technologiezentrum (LuTZ) der BMW<br />

Group entwickelt und industrialisiert wurden.<br />

Die Spats werden in einem vollautomatisierten<br />

Nasspressverfahren auf Spritzgussträger aus<br />

Kunststoff aufgebracht. Der hierfür eingesetzte<br />

Zweikomponenten-Klebstoff wird – ebenfalls<br />

vollautomatisiert – vom Kompaktdosiersystem<br />

C-DS von Rampf Production Systems appliziert.<br />

Schnell und hochpräzise<br />

Die Anlage gewährleistet eine schnelle und<br />

zugleich hochpräzise Applizierung des reaktiven<br />

Polyurethan-Klebsystems. Der modulare<br />

Aufbau des C-DS ermöglicht eine einfache Integration<br />

in die Gesamtferti- gungslinie, die permanente<br />

Überwachung von Drücken, Temperaturen<br />

und Füllständen mit grafisch unterstützten<br />

Prozessübersichten sorgt für ein Höchstmaß<br />

an Sicherheit.<br />

Das C-DS ist mit dem von Rampf entwickelten<br />

Mischsystem MS-C 100 ausgestattet. Das dynamische<br />

Kompaktsystem deckt einen Dosierleistungsbereich<br />

von 2...120 g/s ab. Durch die kleinen<br />

äußeren Abmessungen bietet das Mischsystem<br />

mehr Freiräume bei der Applikation komplexer<br />

Bauteilkonturen, ein entscheidender Vorteil<br />

bei der Anbringung der Kotflügelverbreiterungen.<br />

Norbert Heer, Sales Manager bei Rampf Production<br />

Systems: „Wir gratulieren dem Team des<br />

BMW Group Werks Landshut zu dieser renommierten<br />

Auszeichnung. Das gelungene Design<br />

und die erstklas- sige Verarbeitung der Carbon-<br />

Spats macht den Mini John Cooper Works GP<br />

zu einem wahren Eyecatcher. Wir freuen uns,<br />

dass wir mit unserer Misch- und Dosiertechnologie<br />

sowohl zur hohen Qualität des Produkts<br />

als auch zur hohen Effektivität des Produktionsprozesses<br />

beitragen konnten.“<br />

Das kompakte Dosiersystem C-DS ist ausgelegt<br />

auf die Verarbeitung von ein- und zweikomponentigen<br />

Klebstoffen, Vergussmas- sen und<br />

Dichtmaterialien. Die Anlage ist variabel einsetzbar<br />

– vom Handarbeitsplatz über die automatisierte<br />

Teillösung bis zur vollautomatisierten<br />

Roboteranlage. Mit der servogesteuerten Ceramic-Ventiltechnik<br />

setzt das Mischsystem MS-C<br />

100 Maßstäbe in puncto Reproduzierbarkeit und<br />

Zuverlässigkeit. Aufgrund des modularen Aufbaus<br />

und der konstruktiven Trennung von Ventilebene<br />

und Mischkammerebene ist es zudem<br />

sehr wartungsfreundlich.<br />

Rampf Production Systems GmbH & Co. KG<br />

www.rampf-group.com<br />

4/<strong>2021</strong> 57<br />

57


Starke Allianz<br />

Löt- und Verbindungstechnik<br />

Weidinger und ADT Fuchs entwickeln Plug&Play-Integration einer modularen Lötroboterzelle<br />

Weidinger GmbH<br />

www.weidinger.eu<br />

Mit der Sortimentserweiterung des Bereichs „Robotik<br />

und Automation“ setzt die Weidinger GmbH zukünftig<br />

verstärkt auf den Vertrieb und die Beratung von vollautomatisierten<br />

Komplettlösungen und Lötsystemen<br />

mittels kollaborierender Roboterarme.<br />

Als Lösungsanbieter und Dienstleister für die Elektronikfertigung<br />

erarbeitet der Münchner Distributor<br />

gemeinsam mit Vertriebspartner ADT Fuchs aus<br />

Nürnberg eine Plug&Play-Integration einer modularen<br />

Roboterzelle, bestehend aus einem Roboterarm der<br />

Firma Techman Robots aus der Serie TM5-900 sowie<br />

einem Lötkopf von JBC Soldering Tools.<br />

Die Demozelle basiert auf einem stabilen und dennoch<br />

leichten Grundrahmen aus Aluminiumprofilen und<br />

vier Polycarbonat-Abdeckungen an allen Seiten. Diese<br />

sorgen für Sicherheit und freie Sicht auf die gesamte<br />

Anlage. Durch die Integration von Cobotzelle und mobiler<br />

Arbeitsstation lassen sich manuelle, sich wiederholende<br />

Handlungsschritte schnell und einfach automatisieren.<br />

Die Demozelle ist als geschlossene oder<br />

als offene kollaborative Arbeitsstation erhältlich. Als<br />

Alternative zum manuellen Löten garantiert das automatische<br />

Löten eine hohe Qualität sowie eine höhere<br />

Wiederholgenauigkeit.<br />

Perfekte Lötstellen mit geringem<br />

Wartungsaufwand<br />

Die selektive Punkt-zu-Punkt-Löttechnik erlaubt ein<br />

individuelles Parametrieren jeder einzelnen Lötstelle.<br />

Temperatur, Heizzeiten und Lötdrahtzufuhr werden<br />

über den Techman Cobot gesteuert und sind genau<br />

abgestimmt auf Masse, Größe und Benetzbarkeit jeder<br />

Lötstelle. Die Steuerung des Lötkopfes gibt ein Signal,<br />

wenn Lötspitzen verschlissen sind oder der Lötdraht<br />

aufgebraucht ist. Ebenfalls im automatischen Prozessablauf<br />

integriert sind die Spitzenreinigung und<br />

der Spitzenwechsel.<br />

„Mit dem Lötroboter können wir sowohl einzelne Lötstellen<br />

löten als auch im Schlepplötverfahren arbeiten.<br />

Durch den genauen und zuverlässigen Drahtvorschub<br />

sind wir so in der Lage, präzise Lötstellen zu erzeugen.<br />

Diese Reproduzierbarkeit stellt eine echte Alternative<br />

zum manuellen Löten dar. Prototypen, Kleinserien<br />

bis hin zu Großserien, sowie ständig wechselnde<br />

Baugruppen können problemlos umgesetzt<br />

werden“, erklärt Hans Schnurr, IPC-Trainer, Robotikund<br />

Lötspezialist der Weidinger GmbH.<br />

TMflow – intuitive Software mit graphischer<br />

Oberfläche<br />

Neben der Genauigkeit beim Löten sammelt der<br />

Lötroboter weitere Pluspunkte für die voll integrierte<br />

Programmierungsumgebung TMFlow von Techman. Die<br />

intuitiv bedienbare Software besitzt eine graphische<br />

Oberfläche, die aufgrund ihrer benutzerfreundlichen<br />

Schnittstellen zum Roboterarm auch unerfahrenen<br />

Benutzern in kurzer Zeit den Einstieg erleichtert. Die<br />

Aktionen werden, wie eine Ablaufsteuerung per Dragand-Drop,<br />

direkt am Cobot oder über eine Netzwerkverbindung<br />

am PC programmiert.<br />

Modulare Aufbauweise spart Zeit und Geld<br />

Als offenes, modular aufgebautes Modell ermöglicht<br />

die Zelle jederzeit eine unkomplizierte Erweiterung<br />

der Roboterperipherie. Zudem lassen sich<br />

Cobot- und Anwendungseinheit leicht voneinander<br />

trennen. Auf diese Weise ist ein Wechsel oder Ausbau<br />

des Anwendungsszenarios jederzeit schnell und<br />

kostengünstig möglich und reduziert dadurch den Aufwand<br />

für Projektierung, Montage und Inbetriebnahme.<br />

Weil Kabel und Druckluftleitungen für elektrische und<br />

pneumatische Anbauvarianten am Roboterarm verlegt<br />

sind, schränken diese die Bewegungsfreiheit der<br />

Apparatur nicht ein.<br />

Überdies ist die mobile oder standortgebundene<br />

Roboterzelle auch in einer ESD-Umgebung einsatzbereit<br />

und nimmt dabei weniger Platz ein als ein Handarbeitsplatz.<br />

Die Roboterzellen von Weidinger und ADT Fuchs<br />

sind portabel, arbeiten mit offenen Standards und integrieren<br />

sich flexibel in neue oder vorhandene Fertigungs-<br />

und Montagelinien – auch nachträglich. Natürlich<br />

lässt sich die Arbeitsstation auch für viele weitere<br />

Anwendungen wie Schrauben, Montieren, Pick&Place<br />

einsetzen. Eine hohe Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit<br />

unterstützen die stetige Entwicklung der<br />

Arbeitsprozesse im kontinuierlichen Verlauf des digitalen<br />

Wandels. ◄<br />

58 4/<strong>2021</strong>


Löt- und Verbindungstechnik<br />

Neuer, wieder lösbarer Underfill<br />

Panacol hat einen neuen, wieder<br />

lösbaren Underfill entwickelt, welcher<br />

Einsatz in der Unterhaltungselektronik<br />

findet. Mit den Hauptmerkmalen<br />

der Reworkability sowie<br />

Fluoreszenz trotz Schwarzfärbung<br />

des Klebstoffes Structalit 5751 geht<br />

Panacol-Elosol GmbH<br />

Member of Hönle Group<br />

info@panacol.de<br />

www.panacol.de<br />

Panacol einen wichtigen Schritt auf<br />

Hersteller und Umwelt zu. Structalit<br />

5751 ermöglicht präzise Fertigungsprozesse<br />

und gleichzeitig<br />

die Chance auf Reparierbarkeit von<br />

Elektronikkomponenten.<br />

Gleicht mechanische<br />

Spannungen aus<br />

Underfills dienen dem Zweck,<br />

Spannungen zwischen Chip und<br />

Substrat auszugleichen. Chips werden<br />

ohne Zwischenelemente direkt<br />

auf den Verbindungsstellen angebracht.<br />

Durch das Erwärmen und<br />

Abkühlen im Betrieb der Elektronikmodule<br />

entstehen Spannungen an<br />

den Lotperlen (Bumps) aufgrund der<br />

unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten<br />

der Substrate.<br />

Um diesen mechanischen Einflüssen<br />

entgegenzuwirken, wurde die<br />

Underfill-Technologie entwickelt.<br />

Niedrige Viskosität und lineares<br />

Fließverhalten<br />

Structalit 5751 ist ein schwarzer,<br />

thermisch härtender Epoxidharzklebstoff,<br />

der sich durch seine<br />

niedrige Viskosität und sein lineares<br />

Fließverhalten auszeichnet. Diese<br />

Eigenschaften ermöglichen hochpräzise<br />

Applikationen. Neben der<br />

klassischen Kontaktdosierung mittels<br />

Dispenser, ist durch das exakte<br />

Jetverhalten von Structalit 5751<br />

auch eine kontaktlose Dosierung<br />

möglich. Der epoxidharzbasierte<br />

Underfill ist halogenarm und eignet<br />

sich hervorragend zum Sichern<br />

von Elektronikbauteilen.<br />

Eine typische Eigenschaft<br />

von Klebstoffen auf PCBs ist die<br />

schwarze Einfärbung, die als visueller<br />

Schutz und zur optischen Kontrolle<br />

verwendet wird. Das optische<br />

Vermessen eines Underfills ist eine<br />

gängige Methode im Fertigungsprozess<br />

der Hersteller. Aufgrund<br />

der dunklen Chips, der geringen<br />

Schichtstärke des schwarzen Klebstoffs<br />

und einem niedrigen Spaltmaß<br />

zwischen Chip und Substrat birgt<br />

optisches Vermessen oft Schwierigkeiten.<br />

Panacol hat sich dieses<br />

Problem zur Aufgabe gemacht und<br />

eine gelb schimmernde Fluoreszenz<br />

in den schwarzen Structalit 5751 eingearbeitet.<br />

Sie wird bei kurzwelligem<br />

Licht,


Löt- und Verbindungstechnik<br />

Zugkräftige Marken auf der IPC-HSC Germany<br />

National Competition<br />

Mit den Marken Hakko Europe (Goldsponsor) und Optilia (Silbersponsor) wird die diesjährige IPC-HSC Germany<br />

National Competition unterstützt.<br />

Die IPC-HSC Germany National Competition <strong>2021</strong> findet vom 16. bis 19. November auf der productronica<br />

<strong>2021</strong> in München statt<br />

Was ist IPC?<br />

Die nationalen Handlötwettbewerbe<br />

des IPC kehren in diesem<br />

Jahr mit Veranstaltungen in Frankreich,<br />

Estland und Deutschland<br />

nach Europa zurück. Obwohl die<br />

IPC Hand Soldering World Championship<br />

<strong>2021</strong> aufgrund anhaltender<br />

Pandemiebedenken abgesagt wurde,<br />

werden qualifizierte Wettbewerber<br />

TBK Technisches Büro Kullik<br />

GmbH<br />

www.tbk-kullik.de<br />

in Europa auf geplanten Live-Messen<br />

an nationalen Wettbewerben<br />

teilnehmen. Baugruppen werden<br />

nach dem Löten gemäß den Kriterien<br />

der IPC-A-610G Klasse 3, der<br />

Geschwindigkeit, mit der die Baugruppe<br />

hergestellt wurde, und der<br />

elektrischen Gesamtfunktionalität<br />

der Baugruppe beurteilt. Für die<br />

drei Erstplatzierten werden Preise<br />

vergeben.<br />

Was macht Hakko?<br />

Hakko Europe – als Goldsponsor<br />

des Events – wird für die Teilnehmer<br />

die Highend-Löttechnik für<br />

den Wettbewerb bereitstellen und<br />

somit ein optimales professionelles<br />

Arbeitsumfeld für jeden Teilnehmer<br />

bieten. Hakko, die führende Marke<br />

für Löttechnologie aus Japan, ist<br />

bekannt für innovative Lösungen<br />

und Produkte, die in Funktionalität<br />

und Qualität die Erwartungen<br />

weit überschreiten. Die Philosophie:<br />

flexibel und innovativ auf die<br />

sich verändernden Ansprüche aus<br />

den Lötanwendungen reagieren bei<br />

einer gleichzeitigen kontinuierlichen<br />

Verbesserung und Optimierung der<br />

Standards. Über 50 Jahre Erfahrung<br />

und der enge Kontakt zu den Kunden<br />

ermöglichen Hakko, die sich<br />

stetig verändernden Herausforderungen<br />

im Löt- und Fertigungsprozess<br />

vorherzusehen und in der Produktentwicklung<br />

für die bestmögliche<br />

Lösung zu sorgen. Der weltbekannte<br />

japanische Anspruch an<br />

Qualität, Verlässlichkeit, Nachhaltigkeit,<br />

Service und Kundenorientierung<br />

und die verantwortungsvolle<br />

Haltung zu Nachhaltigkeit und<br />

Umweltschutz machen die Marke<br />

Hakko zu dem, was sie ist. Das Produktportfolio<br />

reicht von der Highend-Technologie<br />

mit IoT-Systemen<br />

über Lötrobotik oder Mikro-Anwendungen<br />

bis zu durchdachten kompakten<br />

Produkten für die Hobby-<br />

Anwendung.<br />

Hakko ist seit mehr als 30 Jahren<br />

über exklusive Partner (Hakko<br />

Europe Group) direkt in Europa<br />

vertreten.<br />

Was macht Optilia?<br />

Optilia, schwedischer Hersteller<br />

von Highend-Kamerasystemen für<br />

die On-Screen-Inspektion, sorgt<br />

für den vollständigen Duchblick in<br />

4K-Qualität und rüstet die Arbeitsplätze<br />

der Teilnehmer mit einem<br />

Highend-4K-Freesight-Kamerasystem<br />

aus.<br />

Der Anwender kann live unter<br />

der Kamera arbeiten, seine Arbeit<br />

begutachten und inspizieren.<br />

Optilia AB aus Stockholm baut<br />

und konzipiert innovative Systeme<br />

zur optischen Inspektion, Qualitätskontrolle,<br />

Messung, Überwachung<br />

und Dokumentation. Vom kostengünstigen<br />

digitalen Handmikroskop<br />

bis hin zu den vielseitigen<br />

4K-Kamerasystemen inkl. Analyse-<br />

Software bieten alle Systeme hervorragende<br />

Ergonomie, Flexibilität<br />

und Modularität.<br />

„Optilia ist bestrebt, hochmoderne<br />

Video-Imaging-Lösungen für<br />

besonders anspruchsvolle Anwendungen<br />

zu liefern, bei denen Qualität,<br />

Benutzerfreundlichkeit, Bildklarheit<br />

und exzellenter Support wesentliche<br />

Anforderungen für den Kunden<br />

sind“, so ein Unternehmenssprecher.<br />

◄<br />

60 4/<strong>2021</strong>


Löt- und Verbindungstechnik<br />

80 Jahre Lötpistolen-Patent<br />

Vor 80 Jahren wurde ein Patent angemeldet, das die Geschichte von Weller als Lötexperten begründete:<br />

der Speed Iron war die erste Weller Lötpistole.<br />

kleiner, komplexer und leistungsfähiger<br />

werden, wurden mit den steigenen<br />

Anforderunfen auch die Weller<br />

Lötstationen und Lötspitzen immer<br />

leistungsstärker, präziser und vielfältiger.<br />

Heute sind Weller Industrieprodukte<br />

in Performance, Technology<br />

and Efficiency Line unterteilt,<br />

um optimale Lösungen für jede<br />

Kundengruppe anbieten zu können.<br />

Die Weller Tools GmbH<br />

Weller Tools GmbH<br />

www.weller-tools.com<br />

www.apextoolgroup.com<br />

4/<strong>2021</strong><br />

Seitdem hat das Unternehmen<br />

als Weltmarktführer für Handlötlösungen<br />

den Lötmarkt mit seinen<br />

Innovationen immer wieder geradezu<br />

revolutioniert.<br />

Eine Erfolgsgeschichte<br />

Am 14. Juli 1941 meldete Carl E.<br />

Weller seine Lötpistole zum Patent<br />

an. Erteilt wurde es erst am 13.<br />

August 1946. Patentiert wurde eine<br />

Technolgie, die eine neue Generation<br />

des Handlötens begründete.<br />

Mit der Erfindung des Speed Iron<br />

im Jahr 1941 beginnt die Erfolgsgeschichte<br />

von Weller Tools. Ein amerikanischer<br />

Radioreparateur war es<br />

leid, auf das Aufheizen seiner Lötpistole<br />

zu warten. Er erfand eine auf<br />

einem Transformator basierende<br />

Methode zum sofortigen Aufheizen<br />

des Lötkolbens. Carl E. Weller<br />

meldete sein Patent 1941 an, doch<br />

musste er bis zum Ende des Zweiten<br />

Weltkrieges warten, bis er seine<br />

Weller Manufacturing Company in<br />

Pennsylvania in Betrieb nehmen<br />

konnte und bis 1946 die Patenterteilung<br />

erfolgte.<br />

Automation und Konnektivität<br />

Im Laufe der Jahre hat Weller<br />

kontinuierlich die Leistungsfähigkeit<br />

und Funktionalität des Lötprodukteprogramms<br />

weiterentwickelt.<br />

Die Reichweite der Lösungen rund<br />

ums Löten wurde auf die Bereiche<br />

Automation und Konnektivität ausgedehnt.<br />

Da sich die Industrie für<br />

Elektronik, Medizintechnik oder der<br />

Luft- und Raumfahrt immer schneller<br />

bewegt und Komponenten immer<br />

Der Name Weller steht für<br />

zukunftsweisende Lösungen im<br />

Bereich der Löttechnik. Das 1945<br />

gegründete Unternehmen wuchs<br />

schnell zum Marktführer im Bereich<br />

der manuellen Löttechnik. Wellers<br />

breites Produktportfolio umfasst<br />

innovative Lösungen für Industrie<br />

und Handwerk. Zum Leistungskatalog<br />

zählen die klassische Löttechnik<br />

wie auch Absauganlagen, Präzisionswerkzeuge,<br />

Schraub- und<br />

Roboterlösungen sowie viele weitere<br />

Benchtop-Produkte und Services.<br />

Apex Tool Group<br />

Seit 2010 firmiert die Weller<br />

Tools GmbH unter dem Dach der<br />

Apex Tool Group, LLC (ATG). Mit<br />

Hauptsitz in Sparks, Maryland, ist<br />

die Apex Tool Group ein weltweit<br />

größten Hersteller von Hochleistungs-Hand-<br />

und Elektrowerkzeugen,<br />

Werkzeugaufbewahrung, Bohrfuttern,<br />

Ketten und elektrischen Lötprodukten<br />

für industrielle, gewerbliche<br />

und anspruchsvolle Heimwerkeranwendungen.<br />

Eine Reihe von Eigenmarken<br />

ATG entwirft, produziert und vermarktet<br />

eigene Marken einschließlich<br />

Gearwrench, Crescent, Sata,<br />

Cleco, Weller und Apex und produziert<br />

eine Reihe von Eigenmarken<br />

für den Einzelhandel. ATG vertreibt<br />

seine Produkte über Direkt-, Einzelhandels-,<br />

Profi- und Handelskanäle<br />

an Kunden in über 115 Ländern und<br />

bedient eine Vielzahl globaler Märkte,<br />

darunter die Automobil-, Luftund<br />

Raumfahrt-, Elektronik-, Energie-,<br />

Hardware-, Industrie- und Verbrauchermärkte.<br />

◄<br />

61


Löt- und Verbindungstechnik<br />

Neues Standardzellenkonzept für die<br />

Sonderlötautomation<br />

Um eine noch höhere Präzision<br />

und Modularität anbieten zu können,<br />

hat die Eutect GmbH mit dem<br />

Automationsspezialisten Taktomat<br />

GmbH eine skalierbare Standardzelle<br />

entwickelt. Die E-Zelle umfasst<br />

einige Neuerungen, die einen noch<br />

höheren Individualisierungsgrad der<br />

Lösungen rund um die Sonderlötautomation<br />

der Eutect ermöglichen.<br />

Standardzellen<br />

„Unsere Standardzellen sind absolute<br />

Neuentwicklungen, die notwendig<br />

wurden, um die von uns<br />

gewohnte Modularität auf ein neues<br />

Level zu heben“, erklärt Matthias<br />

Fehrenbach, geschäftsführender<br />

Inhaber der Eutect GmbH. So entwickelten<br />

sich in den letzten Jahren<br />

die Eutect-Lösungen zu immer<br />

komplexeren Maschinen, in denen<br />

eine Vielzahl unterschiedlicher Prozesse<br />

integriert wurden. Hinzu kam<br />

die steigende Miniaturisierung der<br />

Baugruppen, die zu immer engeren<br />

Präzisionsvorgaben führte. „Diese<br />

Entwicklung können wir mit unseren<br />

heutigen Zellen gut abdecken. Wir<br />

gehen aber davon aus, dass sich die<br />

Trends in punkto Komplexität und<br />

Miniaturisierung weiterentwickeln<br />

werden und somit wurden neue<br />

Überlegungen bezüglich zukunftsfähiger<br />

Zellenkonzepte notwendig“,<br />

so Fehrenbach.<br />

Neues Design mit höherer<br />

Präzision<br />

Das neue Standardzellenkonzept<br />

vereint ein neues Design mit<br />

höherer Präzision sowie einer noch<br />

höheren Zellenmodularität. Des Weiteren<br />

wurde die Herstellgenauigkeit<br />

erhöht und die Stabilität der E-Zellen<br />

maximiert. Die neuen Standardzellen<br />

besitzen somit eine höhere Steifigkeit<br />

als ihre Vorgänger und ermöglichen<br />

daher auch eine höhere Präzision<br />

im Lötprozess und der Automatisierung.<br />

Das gesamte Maschinengestell,<br />

inklusive der Türen und<br />

Scheiben, ist ESD-fähig. Neben<br />

dem neuen Zellenkonzept wurde<br />

auch ein neues Schaltschrankkonzept<br />

entwickelt. Bisher enthielt<br />

jede Anlage mehrere kleine Schaltschränke,<br />

die an unterschiedlichen<br />

Stellen in der Anlage verbaut wurden.<br />

Die neuen E-Zellen beinhalten<br />

einen großen, zentralen Schaltschrank,<br />

der auch das Cradle-to-<br />

Cradle-Konzept der Eutect unterstützt.<br />

Der neue Schaltschrank ermöglicht<br />

einen schnellen Tausch<br />

der gesamten Elektronik, inklusive<br />

der Verkabelung, so dass die Zelle<br />

nach einem eventuellen Rückkauf<br />

schnell auf neue Aufgaben vorbereitet<br />

werden kann. Zudem unterstützt<br />

der Schaltschrank auch die<br />

Service- und Wartungseffizienz, da<br />

die gesamte Elektronik an einem<br />

Ort verbaut ist.<br />

Individuell anpassbar<br />

„Es gibt aber einen weiteren<br />

Vorteil, der für uns in der Entwicklung<br />

und Fertigung kundenspezifischer<br />

Lösungen ungeheuer wichtig<br />

ist“, führt Fehrenbach weiter<br />

aus. Jede einzelne E-Zelle kann<br />

um das Rastermaß von 300 mm<br />

in die Breite und Länge individuell<br />

angepasst werden. „Dadurch können<br />

wir sehr flexibel auf Kundenwünsche<br />

und Anforderungen reagieren<br />

und unsere Anlagen leicht<br />

anpassen. Diese Modularität ermöglicht<br />

auch völlig neue Umsetzungen<br />

in punkto Inline-Fertigung“,<br />

so Fehrenbach. Mehr möchte der<br />

Geschäftsführer dazu nicht verraten.<br />

„Nur so viel, wir werden dieses<br />

Jahr mit einer absoluten Neuerung<br />

in der Inline-Fertigung auf<br />

den Markt kommen. Und um diese<br />

umzusetzen sind diese neuen Zellen<br />

notwendig“, ergänzt Fehrenbach.<br />

Sämtliche Löt- und Kinematikanwendungen<br />

von Eutect lassen sich in<br />

die Zellen integrieren.<br />

Eutect GmbH<br />

www.eutect.de<br />

Wolfgang Riegelmayer:<br />

Industrie 4.0 – Vernetzungen für<br />

die digitale Fabrik: Leitungstechnik,<br />

Schnittstellen, Leistungsmerkmale,<br />

Gestaltungs- und<br />

Auslegungsprinzipien,<br />

Hanser-Verlag, April 2020,<br />

326 Seiten,<br />

ISBN: 978-3446461475,<br />

Hardcover, Format 20,4 x 27,6 cm<br />

Industrie 4.0 – alles über die Vernetzung<br />

Übertragungswege der digitalen<br />

Daten in vernetzten Fabriken können<br />

Kabel und/oder drahtlose Systeme<br />

sein. Dieses Buch vermittelt<br />

einen umfassenden Überblick über<br />

die Systeme, die Schnittstellen und<br />

die Rahmenbedingungen zum Einsatz<br />

der Netzwerktechnik. Dabei<br />

werden viele entscheidende Fragen<br />

beantwortet:<br />

• Welche vorhandenen Systeme<br />

sind zukunftsfähig, welche Alternativen<br />

gibt es und welche Vorund<br />

Nachteile haben sie, wann<br />

ist der Einsatz sinnvoll und wann<br />

nicht?<br />

• Was ist bei der Planung und<br />

Durchführung von Umbaumaßnahmen<br />

zu beachten - bis hin<br />

zum kompletten Neubau einer<br />

digitalen Fabrik?<br />

• Welche Übertragungsmedien<br />

kommen für uns in Frage, welche<br />

Netzaktiv- und Passivkomponenten<br />

werden benötigt und<br />

wie sehen die wichtigsten Einsatzparameter<br />

aus?<br />

• Welche Erfahrungen gibt es, an<br />

denen wir erfolgreich anknüpfen<br />

können, um Fehler zu vermeiden?<br />

Das Buch leitet dazu an, bestehende<br />

Festnetze in der Fertigung<br />

um funkgestützte oder optische<br />

Wireless-Alternativen zu ergänzen<br />

oder diese komplett zu ersetzen<br />

und hilft dem Leser bei der Beurteilung<br />

der Zukunftsfähigkeit bestehender<br />

Systeme.<br />

Dr.-Ing. Dipl.-Inform. Wolfgang P.<br />

Riegelmayer ist seit 1988 als selbständiger<br />

Berater, Hochschul-LBA<br />

(Nachrichtentechnik), Firmendozent<br />

und Begutachter tätig.<br />

62 4/<strong>2021</strong>


Löt- und Verbindungstechnik<br />

Hochpräzise Thermoden für das Selektivlöten<br />

Das Löten mit Thermoden ist<br />

energieeffizient und bekannt für<br />

seine lange Standzeit. Die Sauter<br />

GmbH, Spezialist und Technologiecenter<br />

im Formen- und Werkzeugbau,<br />

stellt Lötbügel mit beliebiger<br />

Geometrie im Toleranzbereich<br />

unter 10 µm her. Die Experten<br />

haben sich auf Basis jahrelanger<br />

Erfahrung eine tiefgreifende<br />

Expertise erarbeitet und berücksichtigen<br />

gezielt Besonderheiten und<br />

Kundenanforderungen. „Welches<br />

Spezialwissen die Fertigung individueller<br />

Lötbügel erfordert, lässt<br />

sich am Beispiel verschiedenster<br />

Geometrien aufzeigen. Entscheidend<br />

für die Qualität der Lötstelle<br />

ist immer die präzise geometrische<br />

Form der Thermode und somit die<br />

Prozesskenntnis und das Wissen<br />

über den Einsatz der Thermoden<br />

an der Lötstelle“, erklärt Niko Sauter,<br />

Geschäftsführer Sauter GmbH.<br />

Gerade die geometrische Form ist<br />

wichtig, da diese auf die zu verlötenden<br />

Bauteile angepasst werden<br />

muss. „So ist für unterschiedliche<br />

Lötanwendungen ein jeweils<br />

dafür designter Lotbügel notwendig,<br />

der sowohl die hohen Temperaturen<br />

beim Löten als auch niedrige<br />

Temperaturen beim Abkühlen<br />

unbeschadet überstehen muss“,<br />

führt Sauter weiter aus.<br />

Umfangreiche Kenntnisse hinsichtlich<br />

des Prozesses und der<br />

Materialbeschaffenheit sind also<br />

unabdingbar. Mit jahrelanger Erfahrung,<br />

einschlägigem Wissen und<br />

einer hohen Fertigungstiefe gewährleisten<br />

Sauter auch Dank passender<br />

Hot Bars einen passgenauen Herstellungsprozess<br />

im Toleranzbereich<br />

von unter 10 µm. Kunden profitieren<br />

von einer eingehenden Beratung<br />

und Fachkompetenz zum Anwendungsprozess,<br />

sowie dem geometrischen<br />

Verständnis.<br />

Um diese Produktqualität zu<br />

gewährleisten, verfügen die Werkzeug-<br />

und Formbauspezialisten aus<br />

Hirrlingen, nahe Tübingen, über<br />

das erforderliche Knowhow in den<br />

Bereichen CNC-Zerspanung und<br />

der Funkenerosion. Überdies bringen<br />

sie aufgrund langjähriger Erfahrung<br />

auch die Materialexpertise für<br />

die unterschiedlich zu bearbeitenden<br />

Werkstoff mit.<br />

Die Thermoden bestehen im<br />

Allgemeinen aus niedrig gekohlten<br />

Legierungen, wie zum Beispiel<br />

dem Wolfram-Kupfer-Werkstoffe,<br />

welcher sich bei den üblichen Löttemperaturen<br />

um die 300 °C nicht<br />

verformt und zusätzlich die geforderten<br />

Presskräfte von bis zu 60<br />

N auf wenige Quadratmillimeter<br />

überträgt.<br />

Sauter GmbH<br />

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4/<strong>2021</strong><br />

Elektroniklote von einem führenden Hersteller für NiGe-Elektroniklote<br />

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Die Technik zum Löten in der Elektronikfertigung<br />

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Wellenlöten<br />

HAL-Verzinnung<br />

63


Löt- und Verbindungstechnik<br />

Von der Idee zum Produkt<br />

Mit dem FINEPLACER pico 2 präsentiert Finetech die neue Generation der bewährten Mikromontage-Plattform<br />

für die Produktentwicklung. Die enorme Funktionsvielfalt bei einfacher Bedienung macht den Multi-Purpose-<br />

Bonder auch in Zukunft zum unverzichtbaren Werkzeug in jedem F&E-Labor.<br />

Halle A4, Stand 181<br />

Finetech GmbH & Co. KG<br />

www.finetech.de<br />

Seit vielen Jahren ist der FINE-<br />

PLACER pico Inbegriff des klassischen<br />

manuellen Labor-Bonders<br />

und weltweit in F&E-Abteilungen,<br />

Universitäten und sogar in der Kleinserienproduktion<br />

im Einsatz. Einen<br />

Schwerpunkt bildet dabei die Entwicklung<br />

von MEMS-basierten Sensoren,<br />

Bildsensoren und Detektoren<br />

z.B. für die Medizintechnik oder den<br />

Bereich Automotive. Darüber hinaus<br />

nutzen Anwender den FINEPLACER<br />

pico aber für ein breites Spektrum<br />

ganz unterschiedlicher Montageprozesse.<br />

Als manueller Bonder entfällt<br />

die umständliche Programmierung<br />

von automatischen Prozessabläufen,<br />

wodurch sich der FINE-<br />

PLACER pico ideal für die schnelle<br />

und flexible Produktentwicklung und<br />

das Prototyping eignet.<br />

Der FINEPLACER pico 2 verfügt<br />

standardmäßig über eine Platziergenauigkeit<br />

von 3 µm, womit er<br />

sich auch für anspruchsvolle Montageprozesse<br />

miniaturisierter Bauteile<br />

eignet. Daneben verspricht das<br />

Bond-System dank seiner modularen<br />

Systemarchitektur höchste Einsatzflexibilität.<br />

Gerade in der Aufbauund<br />

Verbindungstechnik entstehen<br />

Bedürfnisse erst im Laufe der Entwicklung<br />

oder ändern sich mit neuen<br />

Erkenntnissen. Hier bietet der FINE-<br />

PLACER pico 2 dank einer Vielzahl<br />

verfügbarer Technologie- und Prozessmodule<br />

sowie applikationsspezifischer<br />

Tools höchste Flexibilität<br />

in der Ausgestaltung von Prozessen<br />

und ermöglicht es, sämtliche<br />

Fertigungsmöglichkeiten auf ein<br />

und derselben Maschine zu testen.<br />

Je nach Konfiguration vereint der<br />

FINEPLACER pico 2 alle gängigen<br />

Verbindungstechnologien wie Löten,<br />

Kleben, Ultraschall und Thermokompression<br />

sowie unterstützende<br />

Prozesse wie z.B. den Einsatz von<br />

Prozess- und Formiergas, Dispensing<br />

oder UV-Curing. Kommen neue<br />

Anforderungen hinzu, lässt sich das<br />

System jederzeit direkt am Einsatzort<br />

umrüsten.<br />

Weitere Pluspunkte des FINE-<br />

PLACER pico 2 sind der großzügige<br />

Arbeitsbereich, der auch 300-<br />

mm-Wafer unterstützt und alle<br />

Freiheiten für Batchprozesse bietet,<br />

sowie das moderne und unverbaute<br />

Design, das es dem Anwender<br />

ermöglicht, das Bondsystem<br />

jederzeit um Drittanbieter-Funktionalitäten<br />

zu erweitern und individuell<br />

anzupassen.<br />

Höchste Prozesssicherheit<br />

Ungeachtet seiner Flexibilität bietet<br />

der FINEPLACER pico 2 eine<br />

hohe Prozesssicherheit. Dank der<br />

hohen Steifigkeit der Konstruktion,<br />

dem hochauflösenden Vision-Alignment-System<br />

sowie dem motorisierten<br />

Bondarm können Montageprozesse<br />

zu jeder Zeit genau und<br />

reproduzierbar umgesetzt werden.<br />

Dabei unterstützt auch die<br />

moderne und besonders nutzerfreundliche<br />

Steuersoftware IPM-<br />

Command, die nun erstmals für die<br />

FINEPLACER pico-Plattform verfügbar<br />

ist. ie macht es dem Anwender<br />

besonders einfach, sich auf die<br />

Kernaufgaben in der Applikationsentwicklung<br />

zu konzentrieren und<br />

Bedienfehler zu minimieren.<br />

Im Tandem mit der flexibel konfigurierbaren<br />

Hardware bietet die<br />

Steuersoftware IPM Command<br />

eine am Markt einzigartige Breite<br />

und Tiefe an Eingriffsmöglichkeiten<br />

zur Prozessoptimierung und sichert<br />

zu jeder Phase der Produktentwicklung<br />

Prozessergebnisse in höchster<br />

Qualität.<br />

Mit „Prototype to Production“<br />

aus der Entwicklung in die<br />

Fertigung<br />

Wie alle aktuellen FINEPLACER<br />

Die Bonder folgt auch der FINE-<br />

PLACER pico 2 Finetechs „Prototype<br />

to Production“- Ansatz einer<br />

maschinenübergreifend vereinheitlichten<br />

Hardware- und Softwareplattform.<br />

Dieser erlaubt es, F&E-Prozesse<br />

nahtlos in ihrer ganzen technologischen<br />

Vielfalt aus dem Entwicklungslabor<br />

in die Produktionsumgebung<br />

zu überführen. Gerade<br />

Anwendern mit begrenztem Budget<br />

oder unsicheren Entwicklungsprojekten<br />

ermöglicht das angepasste<br />

Produktentwicklungsstrategien mit<br />

minimiertem finanziellem Risiko.<br />

Entwickler starten ihre F&E-Projekte<br />

mit überschaubaren Anfangsinvest<br />

auf dem FINEPLACER pico 2<br />

und profitieren in der Kreativphase<br />

vom offenen Design und allen technologischen<br />

Freiheiten des vielfältig<br />

anpassbaren manuellen Entwicklungssystems.<br />

Hat das Produkt<br />

die Fertigungsreife erreicht, lassen<br />

sich die Prozesse 1:1 auf ein FINE-<br />

PLACER Produktionssystem transferieren<br />

und anschließend automatisieren.<br />

◄<br />

64 4/<strong>2021</strong>


Lasertechnik<br />

Mehr Effizienz mit patentiertem<br />

Schweißverfahren<br />

Schweißzeitreduzierung beim AQW-Verfahren bei Material PC nur mit<br />

Primärstrahlung (l.) und AQW (r.)<br />

Evosys Laser GmbH<br />

info@evosys-laser.com<br />

www.evosys-group.com<br />

Die Evosys Laser GmbH bietet<br />

seit kurzem ein neues, patentiertes<br />

Schweißverfahren an, das<br />

zu einer erheblichen Effizienzsteigerung<br />

führt. Mit dem sogenannten<br />

Advanced- Quasisimultan-Schweißen<br />

(AQW) können ausgewählte<br />

Kunststoffe noch wirtschaftlicher<br />

bearbeitet werden.<br />

Hintergrund: Das Laserschweißen<br />

von Kunststoffen ist bereits in<br />

seiner üblichen Form ein äußerst<br />

wirtschaftliches Fügeverfahren.<br />

Es gewinnt seit Jahren kontinuierlich<br />

an Bedeutung und wird heute<br />

in nahezu allen Branchen eingesetzt.<br />

Seit einigen Jahren tüfteln<br />

die Experten des Evosys-Teams<br />

daran, die Zuverlässigkeit und<br />

Effizienz des Laserschweißen<br />

nochmals zu verbessern. Mit dem<br />

neuen, patentierten AQW-Verfahren<br />

ist dies nun für ausgewählte<br />

Kunststoffe gelungen.<br />

In zahlreichen Versuchsreihen<br />

konnte gezeigt werden, dass sich<br />

die Schweißzeiten teilweise deutlich<br />

verkürzen lassen. Das Verfahren<br />

macht sich die Absorptionseigenschaften<br />

der Kunststoffe zu Nutze<br />

und kombiniert zwei unterschiedliche<br />

Wellenlängen, die abwechselnd<br />

in einem steuerbaren Muster<br />

über die Schweißzone geführt werden.<br />

Erfahrungen mit dem Advanced-Quasi-Simultanschweißen<br />

zeigen<br />

eine Verbesserung der Prozesszeit<br />

im Vergleich zum Standardprozess<br />

mit nur einer Laserquelle.<br />

Anwendbar ist das neue Verfahren<br />

bei Materialien wie PC, aber auch<br />

andere gebräuchliche Kunststoffe<br />

sind zukünftig denkbar.<br />

Parallel zum Patenterteilungsverfahren<br />

wurde die erforderliche Systemtechnik<br />

für das AQW-Verfahren<br />

für den Serieneinsatz entwickelt und<br />

optimiert. „Unsere Kunden können<br />

das Verfahren in unserem Technikum<br />

jederzeit ausgiebig testen und<br />

später für ihre Serienfertigung einsetzen“,<br />

erläutert Frank Brunnecker,<br />

geschäftsführender Gesellschafter<br />

der Evosys Laser GmbH. ◄<br />

Automotive Bauteile wie diese Kfz-Rückleuchte bieten sich für das<br />

neue AQW-Schweißverfahren an<br />

IoT-Anwendungen und Industrie-4.0-Konzepte<br />

Andreas Holtschulte:<br />

Praxisleitfaden IoT und Industrie<br />

4.0, Carl Hanser Verlag,<br />

Mai <strong>2021</strong>, 303 Seiten,<br />

ISBN 978-3446466838, Format<br />

17,1 x 24,1 cm, Preis 49,99 Euro<br />

Dieser Praxisleitfaden richtet sich<br />

an Fach- und Führungskräfte, die<br />

IoT-Anwendungen in der Logistik<br />

und Produktion einsetzen möchten,<br />

um ihr Unternehmen fit für<br />

die Industrie 4.0 zu machen. Er<br />

stellt Methoden, Tools und Best<br />

Practices für die erfolgreiche<br />

Umsetzung von IoT-Projekten<br />

vor. Im Wesentlichen dreht es<br />

sich dabei um folgende Themen:<br />

• IoT-Komponenten und -Begrifflichkeiten:<br />

Sensoren/Aktoren;<br />

Hot/Warm/Cold Storage, Digital<br />

Twins, DevOps<br />

• Bauplan für IoT-Systeme: Merkmale,<br />

Anforderungen und Architektur<br />

nach ISO 30141<br />

• IoT-Plattformen: PaaS, SaS<br />

und IaaS<br />

• IoT ohne Internet: Edge & Fog<br />

Computing<br />

• IoT und Unternehmens-Software<br />

(ERP, LVS, TMS, MES)<br />

• IoT im Zusammenspiel mit Künstlicher<br />

Intelligenz, Big Data, AR/<br />

VR und 3D-Druck<br />

• Konzeption und Umsetzung von<br />

IoT-Anwendungen mit Design<br />

Thinking, Scrum, Kanban & Co.<br />

Zahlreiche Use Cases, die wertvolle<br />

Anregungen für mögliche Einsatzfelder<br />

des Internets der Dinge<br />

im industriellen Umfeld liefern, runden<br />

den Inhalt ab.<br />

Der Autor Andreas Holtschulte<br />

ist Diplom-Wirtschaftsingenieur für<br />

Unternehmenslogistik sowie Vordenker<br />

in den Bereichen Logistik<br />

4.0 und digitale Transformation in<br />

der Logistik. Er berät Unternehmen<br />

in verschiedenen Einsatzfeldern<br />

und betätigt sich als Software-Architekt.<br />

4/<strong>2021</strong><br />

65


Lasertechnik<br />

Prototyping von vollflexiblen Sensoren<br />

Lösung für Sensoren auf ein- und doppelseitig kupferkaschierten Laminaten<br />

a) b) a)<br />

b)<br />

Bild 1: Laserbearbeitete Sensoren auf der Basis von Flex-Materialien.<br />

a) Demonstration der Sensorflexibilität mit lasermodifizierten Schnittstelleneigenschaften.<br />

b) Aktuelle Forschungsfortschritte bei dehnbaren<br />

elektronischen Detektionssystemen, die auf der menschlichen Haut<br />

zum Einsatz kommen. Bilder mit freundlicher Genehmigung von<br />

Prof. Xiangjiang Liu, Zhejiang University, China.<br />

Bild 2: a) Via mit 200 µm Durchmesser, das die Kontaktflächen der<br />

oberen und unteren Layer verbindet und b) Leiterbahnen und Kontaktflächen<br />

in der Kupferschicht. Die Fotos zeigen eine hohe Kantenglätte<br />

und präzise Formen, Ecken, Größen sowie eine präzise Via-Positionierung.<br />

Autor:<br />

Jaka Mur, PhD, ist Postdoktorand<br />

und Assistenzprofessor an der<br />

Fakultät für Maschinenbau der<br />

Universität Ljubljana, Slowenien<br />

LPKF Laser & Electronics AG<br />

www.lpkf.com<br />

Flexible Leiterplatten, komplexe<br />

Flachkabel und Sensoren sind in<br />

der Computer- und Automobilelektronik,<br />

bei Smartphone-Baugruppen,<br />

in der Medizintechnik und<br />

anderen High-Tech-Anwendungen<br />

weit verbreitet. Wir demonstrieren<br />

einen vollintegrierten Laserbearbeitungsprozess<br />

mit einem System<br />

zur Laser-Mikrobearbeitung,<br />

Schneiden und Bohren von vollflexiblen,<br />

doppelseitig kupferkaschierten<br />

Laminaten für eine umfassende<br />

Proto typing-Lösung. Die fertigen<br />

Muster zeigen unveränderte Flexibilität,<br />

Haftung der Kupferstruktur<br />

und ein nur geringfügig verdünntes<br />

Substratmaterial ohne erkennbare<br />

hitzebedingte Degradation.<br />

Einführung<br />

Leiterplatten (PCBs) wurden seit<br />

dem Beginn des 20. Jahrhunderts<br />

entwickelt und haben heute einen<br />

Marktumsatz von vielen Milliarden<br />

Euro. Mit der Revolution der mobilen<br />

Technologien, selbstfahrenden<br />

Autos und fortschrittlicher medizinischer<br />

Geräte werden flexible Leiterplatten<br />

weit verbreitet eingesetzt. Ihre<br />

Vorteile gegenüber herkömmlichen<br />

starren und starr-flexiblen Leiter -<br />

platten liegen in der Größen- und<br />

Gewichtsreduzierung, den nahezu<br />

unbegrenzten Form- und Größenoptionen,<br />

der hohen Temperaturstabilität<br />

durch verbesserte Wärmeableitung,<br />

der Unempfindlichkeit von<br />

Polyimid sowie in einer genau kontrollierten<br />

Impedanz und Abschirmung.<br />

Die Flexibilität ist wichtig für<br />

Anwendungen in Handheld-Geräten<br />

und Sensoren, wo Formfaktor<br />

und Design von Bedeutung sind, vor<br />

allem in der Unterhaltungselektronik,<br />

aber ebenso für Sensoren und - in<br />

der Medizintechnik - für die patientennahe<br />

Diagnostik bei sogenannten<br />

Point-of-Care-Geräten.<br />

Flexible Substrate erhöhren den<br />

Tragekomfort<br />

Auch der weitestgehende Tragekomfort<br />

moderner Wearables, der<br />

Bild 3: Mikrostrukturierte Kupferschichten auf beiden Seiten des Flex-<br />

Materials DuPont CG 185018R. Die horizontalen Leiterbahnen befinden<br />

sich oben, die vertikalen, gebogenen Leiterbahnen sind unten. Die Anordnung<br />

wurde durch eine Kombination aus transmissiver und reflektierender<br />

Beleuchtung sichtbar gemacht. Zu beobachten ist eine hohe<br />

Ausrichtungspräzision, da die unteren Bahnen hinter der Biegung alle<br />

parallel nach rechts weiter verlaufen. Maßstabsleiste: 100 µm.<br />

66 4/<strong>2021</strong>


Lasertechnik<br />

Bild 4: Bei dieser doppelseitigen Struktur sind der präzise Abtrag der<br />

Kupferschicht sowie die nahezu unbeschädigte dielektrische Schicht<br />

deutlich zu erkennen. Die Größe des Musters beträgt 25 x 25 mm 2 .<br />

eine für den Patienten angenehme<br />

Langzeitüberwachung durch elektronische<br />

Sensoren bedeutet, wird<br />

erst durch den Einsatz flexibler Substrate<br />

möglich. Das wachsende Interesse<br />

in den letzten Jahren und die<br />

Möglichkeiten zur Herstellung flexibler<br />

Sensoren, wie in Bild 1 gezeigt,<br />

führt zu einem steigenden Bedarf<br />

an einer umfassenden, universell<br />

einsetzbaren Prototyping-Lösung<br />

zur vollständigen Bearbeitung von<br />

flexiblen Leiterplatten. Ziel war es,<br />

ein solches Verfahren auf Grundlage<br />

des Lasersystems zu entwickeln.<br />

Dieses Verfahren sollte alle<br />

Schritte von der Handhabung des<br />

Schaltungsdesigns, der Laser-Mikromaterialbearbeitung<br />

der leitenden<br />

Kupferschicht, dem Bohren<br />

der Durchkontaktierungen (Vias)<br />

sowie dem abschließenden Schritt<br />

des Schneidens der gewünschten<br />

Kontur umfassen.<br />

Das Lasergerät<br />

ist mit einer ultrakurz gepulsten<br />

Laserquelle ausgerüstet, die sich für<br />

die Bearbeitung flexibler Leiterplatten<br />

als entscheidend herausstellte.<br />

Zusätzlich zu den charakteristischen<br />

Eigenschaften aller laserbasierten<br />

Bearbeitungsverfahren<br />

4/<strong>2021</strong><br />

– berührungslos und chemiefrei –<br />

ermöglichten ultrakurze Laserpulse<br />

mit Wellenlängen im grünen Bereich<br />

qualitativ hochwertige Strukturen<br />

in der Kupferschicht. Gleichzeitig<br />

wurde die Wärmebelastung und die<br />

direkte laserinduzierte Schädigung<br />

der dielektrischen Schicht minimiert.<br />

Neuartiger laserbasierter<br />

Ansatz<br />

Die meisten flexiblen Leiterplatten<br />

werden mit herkömmlichen Techniken<br />

(z. B. durch chemisches Ätzen)<br />

hergestellt. Unser Ziel für den neuartigen<br />

laserbasierten Ansatz war<br />

es daher, die Gesamtqualität der<br />

Leiter platten und die Bearbeitungstoleranzen<br />

traditioneller Methoden zu<br />

erreichen und gleichzeitig die Vorteile<br />

der hohen Flexibilität und der<br />

kurzen Umschlagzeiten für individuelle<br />

Prototypen oder Kleinserien<br />

zu erhalten.<br />

Schritte der Laserbearbeitung<br />

Die typischen ein- und doppelseitigen<br />

flexiblen kupferkaschierten<br />

Laminate bestehen aus einem<br />

dielektrischen Substrat bzw. Kernmaterial<br />

auf Polyimidbasis mit einer<br />

Dicke von 25 µm bis 150 µm und<br />

Kupferlagen mit einer Dicke von bis<br />

zu 35 µm.<br />

Für die Laserbearbeitung von<br />

doppelseitigen Materialien in mehreren<br />

aufeinanderfolgenden Schritten<br />

gibt es zwei Grundvoraussetzungen:<br />

die absolute Positioniergenauigkeit<br />

und die sichere Befestigung<br />

auf dem Arbeitstisch. Beide<br />

Voraussetzungen werden mit dem<br />

Design des Lasergerätes erfüllt:<br />

erstere durch die Kombination<br />

von Passermarkenerstellung und<br />

-lesung, letztere durch den Vakuumtisch,<br />

der das Muster stabil in<br />

Position hält. Der erste Schritt der<br />

Laserbearbeitung ist daher das<br />

Bohren von Passermarken. Damit<br />

wird sichergestellt, dass die Strukturen<br />

beider Layer korrekt ausgerichtet<br />

sind und eine feste Basis für<br />

alle weiteren Bearbeitungsschritte<br />

bieten. Bild 2a zeigt die aufeinander<br />

ausgerichteten Strukturen, die<br />

durch die Materialschichten hindurch<br />

sichtbar sind.<br />

Anforderungen dünner<br />

Substrate<br />

Das laserbasierte PCB-Prototyping<br />

ist bereits eine etablierte Technik,<br />

bei der in der Regel Nanosekunden-Laserpulse<br />

eingesetzt werden.<br />

Diese Technik erzielt eine hohe<br />

Effizienz beim Materialabtrag, setzt<br />

relativ widerstandsfähige Substrate<br />

ein und erfordert nur eine durchschnittliche<br />

Bearbeitungsqualität.<br />

Für das Bohren der Passermarken<br />

ist in der Regel keine besondere<br />

Präzision bzw. der Einsatz<br />

ultrakurzer Pulse erforderlich. Das<br />

Gegenteil gilt jedoch für die Laser-<br />

Mikromaterialbearbeitung der auf<br />

dem dünnen und flexiblen dielektrischen<br />

Substrat aufgebrachten Kupferschicht.<br />

Denn bei der Arbeit auf<br />

dünnen Substraten ändern sich die<br />

Regeln dramatisch, da das Substrat<br />

für Wärmebelastungen und – wegen<br />

der geringen Dicke – auch für die<br />

direkte Schädigung durch den Laser<br />

anfälliger ist.<br />

Systemtechnik für das Laser-Kunststoffschweißen<br />

EVOSYS liefert Systemtechnik und<br />

Prozess-Know-how für das Laserschweißen<br />

von Kunststoffen<br />

Sie suchen eine effektive Lösung<br />

um Kunststoffteile miteinander zu<br />

verbinden? EVOSYS bietet mit<br />

dem Laserschweißen von Kunststoffen<br />

das optimale Verfahren<br />

dazu – es ist sicher, präzise, hygienisch<br />

und dabei auch kostengünstig.<br />

Der Laser ist heute in vielen<br />

Bereichen der Fertigung ein etabliertes<br />

Werkzeug. Durch die lokal<br />

gut dosierbare Energieeinbringung<br />

und nicht zuletzt die Sauberkeit hat<br />

es sich einen festen Platz unter den<br />

Fügeverfahren gesichert.<br />

Unsere EVOSYS Laserschweißsysteme<br />

fügen Kunststoffteile<br />

prozess sicher. Das Verfahren arbeitet<br />

partikelfrei, ist 100 % reinraumtauglich<br />

und sichert durch eine<br />

lückenlose Nachverfolgbarkeit eine<br />

zuverlässige Produktion. Typische<br />

Anwendungen finden sich im Automotivebereich,<br />

in der Medizintechnik<br />

und der Consumerbranche.<br />

Wir liefern weltweit die passende<br />

Maschine, vom Handarbeitsplatz<br />

über Integrationsmodule bis hin<br />

zum komplexen Stand-Alone System.<br />

Dabei unterstützen Sie unsere<br />

Anwendungsexperten mit jahrzehntelanger<br />

Erfahrung und umfangreichen<br />

technischen Know-how.<br />

Das neue flexibel einsetzbare<br />

Laserschweißmodul EVO 0550<br />

garantiert einfachste Integration<br />

Evosys Laser GmbH<br />

Felix-Klein-Straße 75<br />

91058 Erlangen, Tel. 09131/4088 - 0<br />

info@evosys-laser.com<br />

www.evosys-laser.de<br />

67


Lasertechnik<br />

Bild 5: Der LPKF ProtoLaser R4 mit Pikosekunden-Laserpulsen ermöglicht<br />

die hochpräzise Strukturierung empfindlicher Substrate und das<br />

Schneiden von gehärteten oder gebrannten technischen Substraten.<br />

„Grüne“ Wellenlänge<br />

Eine Allround-Lösung für solche<br />

Aufgaben ist der Einsatz ultra-kurzer<br />

Laserpulse mit „grüner“ Wellenlänge.<br />

Wenn die Bearbeitungseffizienz<br />

durch entsprechende Parameterauswahl<br />

optimiert wird, führt die<br />

Verwendung ultrakurzer Pulse nur<br />

zu einem minimalen Wärmeeintrag<br />

auf das umgebende Material. Es wird<br />

also im Bereich der sogenannten<br />

„kalten Ablation“ gearbeitet. Andererseits<br />

wird das grüne Licht in der<br />

Kupferschicht gut absorbiert, in den<br />

polymerbasierten Trägermaterialien<br />

hingegen deutlich weniger. Dies ermöglicht<br />

einen hochpräzisen Abtrag<br />

der Kupferschicht bei gleichzeitig<br />

geringer thermischer Belastung des<br />

Substrats. Bei einer üblichen Kupferschichtdicke<br />

von über 5 µm trägt<br />

ein einzelner Laserpuls aufgrund der<br />

relativ milden Lasereinstellungen<br />

nicht die gesamte Schicht ab. Die<br />

Materialoberfläche wird in mehreren<br />

Durchgängen bearbeitet. Hierbei<br />

spielt die Wellenlänge im „grünen“<br />

Bereich eine wichtige Rolle,<br />

wenn die Kupferschicht bereits so<br />

weit abgetragen ist, dass ein Teil der<br />

Laserenergie das Substrat erreicht<br />

und es beschädigen könnte. Durch<br />

den optimierten Energieeintrag und<br />

die richtige Wahl der Wellenlänge<br />

entstehen genau definierte Strukturen<br />

und eine gleichmäßig abgetragene<br />

Kupferschicht, wie in Bild<br />

2b gezeigt.<br />

Ultrakurze Laserpulse<br />

Ultrakurze Laserpulse sind durch<br />

ihre Dauer charakterisiert, die kürzer<br />

ist als bei fast allen physikalischen<br />

Nichtgleichgewichtsprozessen.<br />

Dieser Vergleich spielt eine<br />

wichtige Rolle für das Verständnis<br />

des Laser-Abtragsverhaltens.<br />

Es wurde festgestellt, dass für die<br />

bestmögliche Abtragseffizienz ein<br />

optimaler Wert der Laserpulsfluenz<br />

existiert. An diesem Punkt erfolgt<br />

der geringste Energieeintrag an<br />

das umgebende Material. Um nahe<br />

an diesem Punkt zu arbeiten, ohne<br />

die durchschnittliche Leistung des<br />

Lasers zu verringern, habt LPKF<br />

für den Arbeitsschritt der Mikromaterialbearbeitung<br />

an der Kupferschicht<br />

einen vergrößerten Laserstrahl<br />

verwendet. Unter Berücksichtigung<br />

der Materialeigenschaften<br />

des Substrats und der erreichten<br />

Bearbeitungszeiten erwies sich ein<br />

solcher Kompromiss nicht nur als<br />

notwendig, sondern auch als entscheidend<br />

für die Wiederholbarkeit<br />

des Prozesses. In Bild 3 sind feine<br />

Leiterbahnen dargestellt.<br />

Bearbeitungsschritte<br />

Alle Schritte der Laserbearbeitung<br />

erfolgen unmittelbar nacheinander,<br />

ohne dass der Benutzer eingreifen<br />

muss (außer beim Umdrehen<br />

des Materials). Die Schritte zum<br />

Mikromaterialbearbeitung und Bohren<br />

folgen dem vorhergehenden<br />

Bohren der Passermarken und<br />

werden ggf. auf der unteren Materialseite<br />

wiederholt. Das Schneiden<br />

der Leiterplattenkontur ist der<br />

letzte Schritt, damit der Schnitt nur<br />

durch das Substratmaterial erfolgen<br />

muss. Während der Laser-<br />

Bearbeitung wird die gesamte vorgesehene<br />

Fläche der oberen Kupferschicht<br />

mit den korrekten Laserparametern<br />

entfernt.<br />

Hohe Bearbeitungsstabilität<br />

Die Konstruktionsmerkmale des<br />

Lasersystems ermöglichen eine<br />

hohe Bearbeitungsstabilität, die für<br />

eine garantierte Wiederholbarkeit<br />

und gleichmäßige Umsetzbarkeit<br />

erforderlich ist. Dies wird möglich<br />

durch eine anwendungsspezifische<br />

stabile Laserquelle und die proprietären<br />

Algorithmen für Scanfeldplatzierung,<br />

Rotation und Stitching.<br />

All dies ermöglicht die gleichmäßige<br />

Bearbeitung großer Flächen<br />

mit kontrollierten Kanten und Größen,<br />

auf Biegungen und geraden<br />

Linien, mit minimalen Schäden<br />

am Substrat und sauberem,<br />

rückstandsfreiem Materialabtrag.<br />

Letzteres ist auf die Luftstromkammer<br />

des Lasersystems, die ultrakurz<br />

gepulste Ablation, die eine<br />

Materialverdampfung und -zerstäubung<br />

bewirkt, und die Optimierung<br />

der Prozessparameter<br />

zurückzuführen.<br />

Das fertige Erprobungsmuster<br />

ist in Bild 4 dargestellt und besteht<br />

aus identischen, jedoch gespiegelten<br />

Designs auf der oberen und<br />

unteren Kupferschicht. Für die<br />

Demonstration wurde das Muster<br />

über vier Scanfelder gestitcht, die<br />

am Ende kaum noch zu sehen sind.<br />

Dies zeigt, dass die Abmessungen<br />

bei Bedarf skaliert werden können.<br />

Zusammenfassung<br />

Das Lasersystem wurde für den<br />

Machbarkeitsbeweis und die komplette<br />

Prozessoptimierung eines<br />

einstufigen Herstellungsverfahrens<br />

von vollflexiblen Leiterplatten<br />

auf ein- und doppelseitig kupferkaschierten<br />

Laminaten eingesetzt.<br />

Die optimierte Implementierung<br />

der Ultrakurzpuls-Laserbearbeitung<br />

im ProtoLaser R4 ermöglicht<br />

ein kontrolliertes, nahezu<br />

digital ausgeführtes Laser-Prozessieren<br />

der leitenden Kupferschichten.<br />

Der Prozess war sauber,<br />

präzise, und das Dielektrikum<br />

des Substrats blieb dabei intakt.<br />

Nach unserem Kenntnisstand ist<br />

dieses Verfahren eine Pionierabeit,<br />

die vollständiges Laserprototyping<br />

auf flexiblen Elektronikmaterialien<br />

ermöglicht und über die<br />

Bearbeitung speziell entwickelter<br />

Laminate, wie z. B. die TK-Serie<br />

von DuPont, hinausgeht.<br />

Die Anwendung ist nur eine<br />

der möglichen, wenn auch speziellen,<br />

Anwendungsmöglichkeiten<br />

der Maschine, die ebenso für das<br />

Schneiden, Bohren und Strukturieren<br />

von typischen Materialien für<br />

HF-Elektronik, GaN-Keramikmaterialien,<br />

PTFE, dünnen Metallschichten<br />

auf Glas, usw. geeignet ist.<br />

Weitere Informationen über Wearable-Sensortechnologie<br />

und Möglichkeiten<br />

zur Bereitstellung von universellen,<br />

empfindlichen biomolekularen<br />

Sensoren zur medizinischen<br />

Untersuchung stehen im Artikel<br />

„Wearable plasmonic-metasurface<br />

sensor for noninvasive and universal<br />

molecular fingerprint detection<br />

on biointerfaces“ (Plasmonischer<br />

Metaoberflächen-Sensor für Wearables<br />

zur nicht-invasiven und universellen<br />

molekularen Detektion<br />

an Bio-Schnittstellen), der in „Science<br />

Advances“ online veröffentlicht<br />

wurde: https://advances.sciencemag.org/content/7/4/eabe4553<br />

zur Verfügung. ◄<br />

68 4/<strong>2021</strong>


Lasertechnik<br />

Mehr Laserpower für höhere Performance<br />

Das Depaneling funktioniert mit dem neuen LPKF CuttingMaster 2122 effizienter.<br />

Mit dem neuen LPKF CuttingMaster 2122 erhält der Anwender höheren<br />

Output durch effektivere Schneidgeschwindigkeit<br />

Mit dem Einsatz einer neuentwickelten<br />

Laserquelle sorgt LPKF für<br />

eine noch höhere Performance des<br />

bewährten und gefragten Nutzentrennsystems<br />

LPKF CuttingMaster.<br />

Mehr Speed und Output<br />

Erste Applikationen belegen<br />

eine deutlich höhere Schneidgeschwindigkeit<br />

und damit einen bis<br />

zu 25% größeren Output. Im Preis/<br />

Leistungs-Spektrum ergibt sich<br />

für Anwender dadurch eine neue<br />

Dimension zur Effizienzsteigerung.<br />

Zum Preis einer Fräsmaschine können<br />

sich Leiterplattenproduzenten<br />

so die vollen Vorteile der Lasertechnologie<br />

zunutze machen.<br />

Dank ihrer langjährigen Expertise<br />

sowohl in der Lasertechnologie<br />

als auch im Nutzentrennen haben<br />

die LPKF-Ingenieure eine spezielle<br />

Laserquelle entwickelt, die nun im<br />

neusten Mitglied der CuttingMaster-<br />

Familie zum Einsatz kommt. Diese<br />

sorgt zuverlässig für Präzision und<br />

Geschwindigkeit. So wird ein Vergleichsmuster<br />

im FastCut in 0,8 mm<br />

FR4 mit der bisherigen Maschine<br />

in bereits schnellen 7,3 s durchgeführt;<br />

der neue LPKF CuttingMaster<br />

2122 schafft das in nur 5,9 s.<br />

Differenz: knapp 20 %.<br />

Beim Schnitt mit der CleanCut<br />

Technologie sind es sogar über<br />

20%. Und das bei gleichem Invest.<br />

Auch beim Schneiden von Coverlayern<br />

erreicht das neue Lasersystem<br />

eine deutliche Verbesserung<br />

für das Preis/Leistungs-Verhältnis.<br />

Anwender des LPKF CuttingMaster<br />

2122 können also eine höhere<br />

Performance und Wertschöpfung<br />

erreichen, die sich vom bisherigen<br />

Stand der Technik abhebt. Somit<br />

vereint LPKF hier die Vorteile der<br />

Lasertechnologie in einem besonders<br />

kostenef<br />

Für alle BCB-Typen geeignet<br />

Alle Lasersysteme der Serie LPKF<br />

CuttingMaster 2000 sind ideal für<br />

das Schneiden flexibler, starr-flexibler<br />

sowie starrer Leiterplatten – beispielsweise<br />

aus FR4, Polyimid und<br />

Keramik – geeignet. Es treten keine<br />

mechanischen oder nennenswerten<br />

thermischen Belastungen durch<br />

den Laserschnitt auf. So lassen<br />

sich auch empfindliche Substrate<br />

präzise bearbeiten. Ablationsprodukte<br />

werden direkt abgesaugt. Die<br />

Schneidkanäle sind lediglich einige<br />

µm breit, wodurch sich die Fläche<br />

des Panels optimal ausnutzen lässt.<br />

Der Bearbeitungsprozess<br />

ist beim LPKF CuttingMaster vollständig<br />

software-gesteuert. Die Layout-Dateien<br />

lassen sich einfach per<br />

Mausklick auf die Maschine übertragen<br />

– ohne längere Umrüstzeiten<br />

oder vorherige aufwändige<br />

Werkzeugproduktion. Wechselnde<br />

Materialien oder Schneidkonturen<br />

werden durch eine Anpassung der<br />

Bearbeitungsparameter und Laserwege<br />

direkt berücksichtigt. Die weitgehende<br />

Automatisierung des kompakten<br />

Systems ermöglicht einen<br />

hohen Durchsatz und eine hohe<br />

Wiederholgenauigkeit, wobei der<br />

Grad der Automatisierung anwendungsspezifisch<br />

modular ausgewählt<br />

werden kann. ◄<br />

LPKF<br />

Laser & Electronics AG<br />

www.lpkf.com<br />

4/<strong>2021</strong><br />

Die neue Systemvariante LPKF CuttingMaster 2122 ist auch mit Automationsmodulen erhältlich und passt<br />

sich so hervorragend in Fertigungslinien ein<br />

69


Produktion<br />

Die Zukunft des Rechenzentrums liegt in der<br />

Konsolidierung<br />

Rechenzentrums- und Netzwerks-Infrastruktur müssen veränderten Anforderungen angepasst werden.<br />

Cloudifizierungs-Strategien<br />

ausdifferenziert<br />

Autor:<br />

Matthias Reidans,<br />

Senior Project Manager<br />

Services<br />

Rosenberger OSI<br />

https://osi.rosenberger.com/de<br />

Alles in die Cloud verlagern und<br />

die eigenen Server abschalten? Das<br />

galt lange als Ausweis von Fortschritt<br />

und Zukunftsfähigkeit. Die<br />

Realität zeigt, dass es gute Gründe<br />

geben kann, die eigenen Unternehmensdaten<br />

unter Kontrolle zu halten<br />

– und womöglich ganz oder teilweise<br />

aus der Cloud zurückzuholen. Egal,<br />

welches Modell man künftig wählt:<br />

Rechenzentrums- und Netzwerks-<br />

Infrastruktur müssen den Anforderungen<br />

angepasst werden. Sicherheit<br />

zählt hier mehr als nur der Blick<br />

auf die Kosten.<br />

Lange galt Deutschland als ein<br />

Land von Cloud-Verweigerern,<br />

ja, sogar als rückständig im Vergleich<br />

zu den USA und den asiatischen<br />

Staaten, wo Cloud-Computing<br />

schnell eine große Anhängerschaft<br />

fand. Inzwischen hat sich<br />

die Lage gewandelt. Gemäß dem<br />

„Cloud Monitor“ von Bitkom und<br />

KPMG nutzen bereits drei Viertel<br />

aller Firmen Cloud Services. Zudem<br />

entwickeln sich diese immer mehr<br />

zum substanziellen Bestandteil der<br />

IT-Landschaft.<br />

Eine weitere aufrüttelnde Prognose<br />

traf das Marktforschungsunternehmen<br />

Gartner vor zwei<br />

Jahren: Bis 2025 werden 80% der<br />

Unternehmen ihre eigenen Rechenzentren<br />

schließen. Dies schien auf<br />

den ersten Blick den Kurs Richtung<br />

Cloud zu bestätigen.<br />

Doch andere Kundenbefragungen<br />

wiesen eher auf einen gegenläufigen<br />

Trend: So gaben im Nutanix<br />

Enterprise Cloud Index 2019 73%<br />

Prozent der Befragten an, dass sie<br />

Daten und Anwendungen aus der<br />

Cloud zurückholen in die eigenen<br />

Rechenzentren. Wohin die Reise tatsächlich<br />

geht, klärte sich in der Nutanix-Umfrage<br />

des Folgejahres: Hier<br />

nannten 86% eine hybride Cloud-<br />

Umgebung als das ideale Modell<br />

ihrer Unternehmens-IT. Rechenzentren,<br />

die nicht auf die Cloud-Nutzung<br />

ausgelegt waren, wurden deshalb<br />

geschlossen. Stattdessen entstanden<br />

in den Unternehmen Hyperconverged<br />

Infrastructures (HCI), die in<br />

der Lage sind, interne und externe<br />

Cloud-Services – Private und Public<br />

Clouds, aber auch Colocations, also<br />

ausgelagerte Rechenzentren – im<br />

Hybrid-Betrieb zu nutzen. Daneben<br />

ist auch ein gemischtes Modell aus<br />

Private Cloud, Public Cloud und traditionellem<br />

Rechenzentrum unter<br />

diesen Unternehmen besonders<br />

häufig zu finden.<br />

Und auch beim Blick auf die Gartner-Studie<br />

zeigt sich, dass der Trend<br />

weg vom klassischen Rechenzentrum<br />

nicht automatisch heißt, sich<br />

voll und ganz den Cloud-Providern<br />

anzuvertrauen. Die Marktexperten<br />

kommen vielmehr zu dem Schluss,<br />

dass künftig weniger die Technik als<br />

vielmehr das Business-Modell darü-<br />

70 4/<strong>2021</strong>


Produktion<br />

ber entscheidet, wo Daten und Applikationen<br />

laufen. So nennt diese Analyse<br />

neben Cloud und (zentralem)<br />

Rechenzentrum auch das Edge<br />

Computing als relevante Option.<br />

Rein in die Cloud oder raus aus<br />

der Cloud?<br />

Während die frühe Phase der<br />

Cloud-Nutzung häufig von der Vorstellung<br />

getrieben war, dass Cloud-<br />

Services das bestehende Rechenzentrum<br />

zunächst erweitern, in<br />

einer mehr oder weniger nahen<br />

Zukunft sogar vollkommen ersetzen,<br />

hat sich inzwischen auf breiter<br />

Front die Erkenntnis durchgesetzt,<br />

dass die Kooperation von lokalem<br />

Rechenzentrum, Colocations und<br />

Cloud-Services noch eine ganze<br />

Weile nötig ist. Die meisten unternehmenseigenen<br />

Data Center müssen<br />

für diese Aufgabe jedoch erst<br />

fit gemacht werden.<br />

Häufig entwickeln sich entsprechende<br />

Projekte schnell zu einer<br />

Mammut-Aufgabe. Denn alleine<br />

schon die strategische Entscheidung<br />

zum Betriebsmodell erfordert<br />

umfangreiche Vorarbeiten zu<br />

Planung und Konzeption. Je nach<br />

Gewichtung der drei grundlegenden<br />

Optionen – On Premise (inklusive<br />

Private Cloud), Colocation oder<br />

Public Cloud – sieht das weitere Vorgehen<br />

höchst unterschiedlich aus.<br />

Wann kommt Europa?<br />

Es ist kein Geheimnis, dass das<br />

Warten auf native europäische<br />

4/<strong>2021</strong><br />

Lösungen, Standards und Anbieter<br />

in diesem globalisierten IT-<br />

Markt noch viel Geduld und noch<br />

mehr Initiative erfordern. GAIA-X<br />

ist bislang nicht viel mehr als ein<br />

ambitioniertes Versprechen, während<br />

längst die Transformationen<br />

in cloudkompatiblen Umgebungen<br />

und Konsolidierungsvorhaben in<br />

Bewegung sind.<br />

Beispielsweise führt Gartner in<br />

seiner aktuellen HCI-Studie vom<br />

Dezember 2020 die Top-Ten-Anbieter.<br />

Davon sind sechs aus den USA,<br />

zwei aus China bzw. dem APAC-<br />

Raum, einer aus Großbritannien<br />

und immerhin einer aus Deutschland.<br />

Europa ist nachhaltig im Kommen,<br />

auch in führenden Technologien<br />

wie dem Quanten-Internet, das<br />

langfristig die Rechenzentrumswelt<br />

ebenso fundamental verändern<br />

wird wie mittelfristig die Cloud-<br />

Service-Strukturen die Konsolidierungen<br />

antreibt.<br />

Verweise<br />

Mischbetrieb erfolgreich<br />

managen<br />

Im Zentrum dieser Entscheidung<br />

stehen drei Überlegungen: Welche<br />

Anwendungen sollen in Public<br />

Clouds verschoben, welche in der<br />

eigenen Bestands-IT On-Premise<br />

oder in einer Private Cloud behalten,<br />

welche in eine Colocation ausgelagert<br />

werden? Werden die Ziele<br />

durch die Erneuerung der Bestands-<br />

IT oder vielmehr durch die Zusammenlegung<br />

verschiedener Standorte<br />

erreicht? Und welche Sicherheitsarchitekturen<br />

und -standards<br />

muss eine zukünftige Unternehmens-IT<br />

als balanced environment<br />

befolgen und beantworten können?<br />

Dass diese drei Optionen für das<br />

system placement optimal zusammenspielen<br />

ist nicht nur die Grundlage<br />

für einen störungsfreien Betrieb<br />

im Arbeitsalltag, sondern auch für<br />

die Flexibilität, bei sich verändernden<br />

Anforderungen die Gewichtung von<br />

On-Premise, Colocation und Cloud<br />

neu auszutarieren. Erreicht werden<br />

kann dieses Ziel zum Beispiel mittels<br />

hyperkonvergenter Systeme.<br />

Hier werden Rechen-, Speicher,<br />

Netzwerk- und Virtualisierungsressourcen<br />

zu einer Software-definierten<br />

Einheit zusammengefasst<br />

und als eine einzige Anwendung<br />

verwaltet. In der Konsequenz werden<br />

komplexe Infrastrukturen zentralisiert<br />

und vereinfacht. Optimierungen<br />

kommen nicht nur punktuell,<br />

sondern systemweit zum Tragen,<br />

sprich: Die Effizienz und Leistungsfähigkeit<br />

der gesamten IT-<br />

Infrastruktur werden verbessert.<br />

Aber auch Trends wie serverless<br />

computing erzeugen signifikante<br />

Effekte bei der Ausrichtung strategischer<br />

Betrachtungen für eine<br />

zukunftsfähige IT und optimale IT-<br />

Standortentscheidungen im Hinblick<br />

auf ein konsistentes und wohldurchdachtes<br />

Konsolidierungsvorhaben.<br />

Projektumfang oft unterschätzt<br />

Darüber hinaus ist eben jede<br />

Veränderung an der Infrastruktur<br />

– sei es, weil das Rechenzentrum<br />

geschlossen, in der Größe verändert<br />

oder einfach nur verlagert wird<br />

– Anlass zur Umsetzung neuer und<br />

aktualisierter Anforderungen.<br />

Dazu zählt beispielsweise, Strukturen<br />

grundlegend DSGVO-konform<br />

zu gestalten, das in der Corona-Pandemie<br />

verstärkt genutzte Arbeiten<br />

aus dem Home-Office zu unterstützen,<br />

Technologien wie Künstliche<br />

Intelligenz (KI/A/), Machine Learning<br />

(ML) oder Robot Process Automation<br />

(RPA) bereitzustellen oder die Absicherung<br />

der Unternehmens-IT und<br />

der Datenbestände zu verbessern.<br />

Letzteres reicht bis hin zu den Vorgaben<br />

für kritische Infrastrukturen<br />

(„KRITIS“), deren Kreis erst kürzlich<br />

nochmals ausgeweitet wurde,<br />

inklusive der branchenspezifischen<br />

Sicherheitsstandards (B3S) sowie<br />

der entsprechenden Normen wie<br />

ISO 27799.<br />

Den Erfolg des Projektes bestimmen<br />

dann zum Beispiel die Antworten<br />

auf folgende Fragen:<br />

• Cloud-Strategie verwirklicht?<br />

• Kostensparziele umgesetzt?<br />

• Standorte konsolidiert?<br />

• Sicherheit verbessert?<br />

• Digitalisierung der Geschäftsmodelle<br />

unterstützt?<br />

www.bitkom.org/sites/default/files/2020-06/prasentation_bitkom_kpmg_pk-cloud-monitor.pdf<br />

www.gartner.com/smarterwithgartner/top-10-trends-impacting-infrastructure-and-operations-for-2019/<br />

www.nutanix.com/content/dam/nutanix/resources/gated/analyst-reports/enterprise-cloud-index-2019.pdf<br />

www.gartner.com/en/documents/3994054<br />

www.kritis.bund.de/SubSites/Kritis/DE/Publikationen/Sektorspezifisch/IKT/B3S_IKT.html<br />

71


Produktion<br />

ten mittels ETSI-Racks gehören<br />

zu den Angeboten, die aus dieser<br />

Verbindung von Expertenwissen<br />

und Praxisnähe erwächst.<br />

Fazit<br />

• Anwendung Künstlicher Intelligenz<br />

integriert?<br />

• Zukunftsfähigkeit erreicht?<br />

Externe Unterstützung gefragt<br />

Die Verlagerung von Teilen der<br />

Unternehmens-IT zu einem Colocator<br />

oder in die Cloud erschien<br />

vielen Entscheidern auch deshalb<br />

attraktiv, weil der Aufbau entsprechender<br />

interner Strukturen deutlich<br />

mehr Kompetenzen benötigt.<br />

Inzwischen zeigt sich jedoch, dass<br />

mit der Auslagerung Limitierungen<br />

bei Methoden und Technologien verbunden<br />

sind, die letztendlich sogar<br />

die Weiterentwicklung des eigenen<br />

Geschäftsmodells hemmen.<br />

Als Alternative zum kostspieligen<br />

Aufbau von eigenem Knowhow<br />

empfiehlt sich daher die Zusammenarbeit<br />

mit einem externen Partner,<br />

der einerseits selbst die benötigten<br />

Kompetenzen mitbringt und<br />

andererseits die Konzeption an<br />

die im Unternehmen verfügbaren<br />

Skills anpasst.<br />

Nach diesem Prinzip arbeitet beispielsweise<br />

das Consulting-Team<br />

von Rosenberger OSI. Als Spezialist<br />

für Netzwerktechnik bietet das<br />

Unternehmen nicht nur die klassische<br />

IT-Beratung an, wie dies<br />

auch zahlreiche IT-Systemhäuser<br />

praktizieren, sondern kann auch tiefgreifendes<br />

Fachwissen in der Entwicklung<br />

und Produktion von Systemlösungen<br />

sowie umfangreiche<br />

Praxis-Erfahrung im Rechenzentrumsbetrieb<br />

vorweisen.<br />

Denn Rosenberger OSI vereint<br />

alle entscheidenden Kompetenzen,<br />

wie etwa zur glasfaserbasierten<br />

Verbindungstechnik, zu Verkabelungslösungen<br />

sowie zu Infrastruktur-Services<br />

von Rechenzentren,<br />

in seinem Team. Beratung zu<br />

Mitigation und Risikomanagement,<br />

„physik-nahe“ Services wie das Einmessen<br />

von optischen Netzwerk-<br />

Verbindungen, Performance- und<br />

Effizienzsteigerung auf Basis der<br />

Netzwerk-Infrastruktur bis hin zu<br />

platzsparenden Server-Konzep-<br />

Nach einer Phase von Cloud-<br />

Skepsis und einer anschließenden<br />

Cloud-Euphorie hält nun eine differenzierte<br />

Betrachtung dieser Technologie<br />

Einzug. Viele Unternehmen<br />

kommen – aus unterschiedlichen<br />

Gründen – zu dem Schluss, dass<br />

ihrer Geschäftsentwicklung am<br />

besten gedient ist, wenn sie die<br />

Optionen On-Premise, Colocation<br />

und Cloud neu austarieren. Hyperscaler,<br />

die aus eigenem Interesse<br />

vor allem den Einsatz von Cloud<br />

propagieren, bieten dabei wenig<br />

Unterstützung. Eigene Skills aufzubauen,<br />

ist kostspielig und kann<br />

kurzfristig nicht den Mangel an<br />

praktischer Erfahrung ersetzen.<br />

Hier kann ein externer Partner wie<br />

Rosenberger OSI wertvolle Unterstützung<br />

bieten, mit einem idealen<br />

Mix aus Fachwissen und Praxiskompetenz.<br />

◄<br />

72 4/<strong>2021</strong>


Produktion<br />

Raspberry Pi mit KI-Plattform<br />

optimiert die Elektronikproduktion<br />

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„Sie wollen in die manuelle<br />

Prototypenfertigung<br />

einsteigen? Bei uns finden<br />

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Die vierte Generation des Raspberry<br />

Pi bietet eine wesentliche höhere<br />

Rechenleistung, 32 GB Speicher und<br />

alle möglichen Schnittstellen (RS232,<br />

RS495, Ethernet, USB, KNX) und ist<br />

somit für viele industrielle Anwendungen<br />

bestens geeignet. Dieser Minirechner<br />

mit Linux eignet sich auch für die<br />

Synop Analyzer Software. Synop Analyzer<br />

ist eine umfassende, modulare<br />

Datenanalyse- und Prognose Software,<br />

welche von Fachanwendern mit geringen<br />

Kenntnissen von Data-Science,<br />

genutzt wird. Typischerweise werden<br />

KI-Anwendungen zunächst offline entwickelt.<br />

Im ersten Schritt werden möglichst<br />

lange Datenzeit reihen erzeugt,<br />

Daten aufbereitet und angereichert.<br />

Im zweiten Schritt werden für den entsprechenden<br />

Use-Case die Datenmerkmale<br />

(Feature-Engineering) in Kombination<br />

von verfügbaren Machine-Learning<br />

Methoden selektiert, getestet und<br />

validiert. Die Synop Analyzer Software<br />

bietet für alle Phasen von KI-Projekten<br />

die passenden Methoden (siehe Bild).<br />

Als Ergebnis liefert der Synop Analyzer<br />

die „Prognose-Formel“ in Python,<br />

Java oder C.<br />

Produktionsprozesse<br />

optimieren<br />

In einem Synop Systems Kundenprojekt<br />

wird die „Prognose-Formel“ in<br />

Verbindung mit einer Codesys-Applikation<br />

auf einem Raspberry Pi eingesetzt,<br />

um einen Produktionsprozess in<br />

der Elektronikfertigung zu optimieren.<br />

Die Güte des Prognosemodells (Prognose-Formel)<br />

wird durch ein erneutes<br />

Training mit aktuellen Daten regelmäßig<br />

optimiert.<br />

Synop Analyzer<br />

Hierfür sind aber umfangreichere<br />

Synop Analyzer Java-Bibliotheken<br />

auf dem Raspberry Pi zur Ausführung<br />

notwendig. In der PoC-Phase<br />

für dieses Projekt hat sich das SOM-<br />

Verfahren (Self-Organizing-Map),<br />

gehört zur Kategorie „künstliche neuronale<br />

Netze“, als bester Algorithmus<br />

herausgestellt. Der Raspberry Pi 4<br />

zeigte bei diesem rechenintensiven<br />

Verfahren keine Schwächen.<br />

Die PoC-Phase bestätigte, dass<br />

mit der KI-Anwendung die Ausbeute<br />

in der Elektronikproduktion, unabhängig<br />

vom Wissen des Bedieners,<br />

gesteigert und stabil gehalten<br />

wird. Nach dem PoC erfolgte<br />

die Pilotphase, welche hilft den KI-<br />

Prozess zu optimieren. Sobald die<br />

Pilotphase an einem Produktionsstandort<br />

erfolgreich abgeschlossen<br />

ist, wird die „KI-Box“, bestehend<br />

aus Raspberry Pi, Codesys-Applikation<br />

und Synop Analyzer Software<br />

in den weiteren Standorten<br />

des Herstellers ausgerollt.<br />

Preiswert und schnell zur<br />

Anwendung<br />

Dieses Projekt bestätigte, dass<br />

in Kombination von Prozess-Expertise,<br />

qualifizierte Datenaufzeichnung,<br />

einer out-of-the-box KI Software,<br />

Codesys und Hardware für weniger<br />

als 150 Euro eine KI-Anwendung<br />

in wenigen Wochen in den produktiven<br />

Einsatz kommt und für das<br />

Unternehmen leicht messbare signifikante<br />

Einsparungen erzeugt. ◄<br />

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4/<strong>2021</strong><br />

73


Produktion<br />

IoT und SPS als Systemverbund<br />

Um eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) in die IoT-Welt mitzunehmen, muss man sie nicht unbedingt<br />

mit der Cloud verbinden.<br />

Bild 1: Viele Steuerungsanwendungen in der Gebäudeautomatisierung haben sich trotz des Internets der Dinge kaum verändert. Ein einzelner<br />

Sensor erzeugt nach wie vor die Führungsgröße. Störgrößen werden überhaupt nicht berücksichtigt. Die Steuergröße wird lediglich nach einem<br />

in der Steuerungssoftware abgelegten Regelwerk beeinflusst. Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe sucht man vergeblich, weil die Betreiber<br />

davon ausgehen, dass wegen der nicht vorhanden Internetanbindung ja auch nichts passieren kann<br />

Sehr viel sinnvoller ist es nämlich,<br />

die Führungsgröße der SPS-<br />

Anwendung durch IoT-Sensorik zu<br />

erzeugen. Dadurch entsteht ein intelligentes<br />

System, das sich an seine<br />

Umgebung anpasst.<br />

Die Problematik<br />

Das Internet der Dinge hat zu<br />

einer bisher einzigartigen Vielfalt<br />

an preiswerten Halbleitersensoren<br />

geführt, mit welchen sich Messdaten<br />

erzeugen lassen, die vor nicht<br />

allzu langer Zeit nur mit teurem<br />

Laboraufbauten möglich waren.<br />

Im Konsumerbereich sind dadurch<br />

beispielsweise Anwendungen entstanden,<br />

die vorher nur dem Militär<br />

oder ähnlichen Spezialbereichen<br />

möglich waren. Eine Smartwatch<br />

mit GPS- und Beschleunigungs-<br />

Sensor, die darüber hinaus auch<br />

Autor:<br />

Klaus-Dieter Walter, CEO<br />

SSV Software Systems<br />

www.ssv-embedded.de<br />

die Vitaldaten, wie Blutdruck und<br />

Herzfrequenz des Trägers, messen<br />

kann, wäre ein Beispiel. IR-<br />

Sensoren messen zweidimensionale<br />

Objekttemperaturen aus der<br />

Ferne. Mit Ultraschallsensoren<br />

lassen sich sowohl beliebige Füllstände<br />

messen, als auch die Personen<br />

in einem Raum zählen.<br />

Bildsensoren erkennen Objekte<br />

und sogar Gesichter, Radarsensoren<br />

erfassen einen 3D-Raum<br />

und ermöglichen Gestensteuerungen<br />

usw.<br />

Manche IoT-Anwendungen<br />

benutzen sogar eine Vielzahl unterschiedlicher<br />

Sensoren, um ihre Aufgaben<br />

zu erfüllen. Die Sensorenanzahl<br />

ist in diesem Anwendungssegment<br />

der Gegenentwurf zu den<br />

Big-Data-Konzepten in der Business-IT.<br />

Mit anderen Worten: Sensorfusionsdaten<br />

ermöglichen im<br />

Internet der Dinge überhaupt erst<br />

den Einblick in komplexe Zusammenhänge.<br />

Sie sind auch ein wichtiger<br />

Funktionsblock für völlig neue<br />

Anwendungen, beispielsweise autonome<br />

Systeme.<br />

An einem Anwendungsbereich<br />

sind diese IoT-Sensorinnovationen<br />

bisher nahezu spurlos vorbeigezogen:<br />

den SPS-basierten<br />

Steuerungsanwendungen in der<br />

Automatisierungstechnik. Steuerungen<br />

werden zwar inzwischen<br />

durch IoT Connectivity Gateways<br />

ergänzt, um die zur Verfügung<br />

stehen Daten durch Edge- und<br />

Cloud-Applikationen weiterzuverarbeiten.<br />

Ein solcher IoT-Retrofit<br />

ändert aber nichts daran, dass die<br />

eigentliche SPS-Software nach<br />

wie vor ohne IoT-Sensorik auskommen<br />

muss. Bild 1 illustriert<br />

den skizzierte Zustand.<br />

Grundkonzept einer Steuerungsanwendung<br />

Schaut man sich beispielsweise<br />

das Grundkonzept einer typischen<br />

Lüftungs-, Klima- und Kältetechniksteuerung<br />

(LüKK-System) an,<br />

gewinnt man den Eindruck, es hier<br />

mit dem Gegenentwurf zum Internet<br />

der Dinge zu tun zu haben: Es<br />

wird vielfach versucht, mit einem<br />

einzigen Sensor zurechtzukommen.<br />

Die meisten LüKK-Anlagen<br />

sind zunächst einmal einfache Steuerungsanwendungen<br />

gemäß Lehrbuch<br />

mit einer Regel- bzw. Steuergröße<br />

x, einer Führungsgröße w,<br />

der Stellgröße y, sowie möglichen<br />

Störgrößen z. Das Ziel einer diesem<br />

Grundkonzept folgenden simplen<br />

Heizungssteuerung in einer Wohnung<br />

ist die Raumtemperatur innerhalb<br />

eines bestimmten Bereichs zu<br />

halten, welchen die Bewohner insgesamt<br />

als angenehm empfinden<br />

und der Gebäude- und Anlagenschäden<br />

durch extreme Temperaturen<br />

verhindert (z.B. Frost).<br />

Die Raumtemperatur ist in diesem<br />

Fall die Steuergröße, also die<br />

Ausgangsvariable der Steuerstrecke.<br />

Als Führungsgröße wird die<br />

jeweilige Außentemperatur vor Ort<br />

genutzt, die von der Steuereinrichtung<br />

mit einem Sensor (Außenfühler)<br />

gemessen wird.<br />

Zur Beeinflussung der Steuerstrecke<br />

kann die Steuereinrichtung beispielsweise<br />

über die Stellgröße eine<br />

elektrische Heizspirale ein- und aus-<br />

74 4/<strong>2021</strong>


Produktion<br />

Bild 2: Die Führungsgröße einer SPS lässt sich auch durch einen virtuellen Sensor erzeugen, der unter<br />

Zuhilfenahme von IoT-Funktionsbausteinen aufgebaut wird. In einer Fusions- und Analysefunktion werden<br />

verschiedene Sensordaten und externe Datenquellen (z.B. eine Wetterberichtsabfrage im Internet) zusammengeführt<br />

und ausgewertet. Dadurch entsteht eine aufgabenbezogene Zielgröße, die sich als erweitere<br />

Führungsgröße in einer Steuerungsanwendung verwenden lässt<br />

schalten sowie die Lüftergeschwindigkeit<br />

beeinflussen.<br />

Bei einer hohen Außentemperatur<br />

sind nur relativ wenig Heizzyklen und<br />

eine geringe Lüftergeschwindigkeit<br />

pro Zeiteinheit erforderlich. Eine sinkende<br />

Außentemperatur wird durch<br />

die Steigerung der Zyklenzahl und<br />

die Einschaltdauer der Heizspirale<br />

sowie eine erhöhte Lüftergeschwindigkeit<br />

ausgeglichen. Mögliche Störgrößen<br />

könnten in diesem Beispiel<br />

geöffnete Fenster sowie ein Lagerschaden<br />

am Lüfter sein. Der Zusammenhang<br />

zwischen Führungsgröße<br />

und Stell- bzw. Regelgröße ist als<br />

Heizkurve in der Steuerungssoftware<br />

abgelegt. Insofern ist prinzipiell<br />

auch nur ein einziger Sensor<br />

erforderlich.<br />

Intelligenz-Upgrade durch<br />

IoT-Sensorik<br />

Das zuvor beschriebene Steuerungskonzept<br />

hat üblicherweise<br />

keinerlei intelligentes Anlagenverhalten<br />

zur Folge. Aber wenn es<br />

draußen kalt ist und keine gravierenden<br />

Störgrößen vorliegen, wird<br />

die vorgestellte Heizung den Raum<br />

auf angenehme Innentemperaturen<br />

erwärmen. Ob überhaupt jemand<br />

zuhause ist, spielt dabei keine Rolle.<br />

Das gesamte Anlagenverhalten<br />

lässt sich grundlegend ändern,<br />

wenn die Führungsgröße der Steuerung<br />

nicht durch einen einfachen<br />

Außenfühler, sondern durch einen<br />

an die Aufgabenstellung angepassten<br />

virtuellen Sensor erzeugt<br />

wird, der mit IoT-Technik aufgebaut<br />

wurde. Ein virtueller Sensor ist ein<br />

softwarebasierter Sensor (Softsensor),<br />

der eine ausgangsseitige Zielgröße<br />

durch Verknüpfung geeigneter<br />

Datenquellen nachbildet. Mit anderen<br />

Worten: Die jeweilige Zielgröße<br />

wird nicht direkt aus realen Messwerten<br />

gewonnen, sondern mit Hilfe<br />

von Algorithmen berechnet.<br />

Eingangsseitig lassen sich verschiedene<br />

Sensorelemente, aber<br />

auch per Netzwerkschnittstellen<br />

erreichbare Datenquellen (externe<br />

Datenbanken, Cloud-Services usw.)<br />

in einen virtuellen Sensor einbinden.<br />

Für die hier vorgestellte LüKK-Steuerung<br />

könnte man folgende Datenquellen<br />

in die Zielgröße eines virtuellen<br />

Sensors einbeziehen:<br />

• Wetterbericht<br />

Die für den Steuerungsbetrieb<br />

erforderliche Außentemperatur wird<br />

nicht mehr direkt gemessen, sondern<br />

per Internet über das Application<br />

Programming Interface (API)<br />

eines Online-Wetterberichts für<br />

den jeweiligen Standort abgefragt.<br />

• Ist-Wert<br />

Der tatsächliche Wert der Steuergröße,<br />

also die aktuelle Raumtemperatur,<br />

wird über einen einfachen<br />

Funksensor gemessen. Die Steuerung<br />

kann sehr viel genauer auf<br />

Störgrößen reagieren.<br />

• Fenstersensor<br />

Das Öffnen eines Fensters zum<br />

Lüften des Wohnraums wird erkannt<br />

und von einem Funksensor weiter<br />

gemeldet.<br />

• Anwesenheitssensor<br />

Es wird ermittelt, ob sich überhaupt<br />

eine Person in der Wohnung<br />

befindet. Dafür können z.B. ein<br />

Ultraschallsensor oder der Standort<br />

einer Smartphone-App verwendet<br />

werden.<br />

• Tag/Nacht-Betrieb<br />

Für die Steuergröße lassen sich<br />

zwei unterschiedliche Zielbereiche<br />

definieren, wenn eine Steuerung<br />

zwischen Tag und Nacht unterscheiden<br />

kann.<br />

• Condition Monitoring<br />

Tritt während der Anlagenlebensdauer<br />

z.B. am Lüfter ein Lagerschaden<br />

auf, so kann man die daraus<br />

resultierende Unwucht erkennen<br />

und eine Störung anzeigen.<br />

Die Zielgröße eines virtuellen<br />

Sensors kann als (erweiterte) Führungsgröße<br />

für eine Steuerung dienen.<br />

Man erkennt, dass sich durch<br />

ELANTAS Europe -<br />

Schutz empfindlicher Elektronik<br />

Elektronische Bauteile und<br />

Platinen müssen immer größeren<br />

Anforderungen standhalten,<br />

wie z.B. hoher Feuchtigkeit,<br />

extremen Temperaturen,<br />

mechanischen Belastungen<br />

und chemischen Einflüssen.<br />

Unsere Produkte garantieren<br />

einen hochwirksamen Schutz<br />

empfindlicher Elektronik wie<br />

beispielsweise bestückte<br />

Leiterplatten (PCB‘s), Sensoren<br />

oder Module. Mit unseren<br />

Produktreihen Bectron® und<br />

Elan-glue® bieten wir ein<br />

umfangreiches Sortiment an:<br />

• Conformal Coatings<br />

(Dünnschicht- und Dickschichtlacke)<br />

speziell zum<br />

Schutz von PCB‘s<br />

• Vergussmaterialien<br />

für Anwendungen in der<br />

Elektronikindustrie<br />

• Isolier-Heißkleber<br />

zum Beschichten, Kleben und<br />

als Vibrationsschutz<br />

• Klebstoffe<br />

(1k & 2k) zum Verbinden,<br />

Dichten und Schutzversiegeln<br />

von elektronischen und<br />

industriellen Anwendungen<br />

ELANTAS Europe GmbH<br />

Grossmannstr. 105<br />

20539 Hamburg, Germany<br />

bectron.elantas.europe@altana.com<br />

www.elantas.com/europe<br />

4/<strong>2021</strong><br />

75


Produktion<br />

Bild 3: Sender (Sensor) und Empfänger (Steuerung) besitzen einen geheimen Schlüssel k. Mit Hilfe dieses<br />

Schlüssels wird für die Sensordaten x vor dem Versand an die Steuerung eine Prüfsumme m als Message<br />

Authentication Code (MAC) errechnet, die zusammen mit x an den Empfänger geschickt wird. Der Empfänger<br />

kann für die erhaltenen Daten eine eigene Prüfsumme errechnen und mit der empfangenen Prüfsumme<br />

vergleichen, um die Integrität und Authentizität der Sensordaten zu überprüfen<br />

setzt, darf auf keinen Fall die Security<br />

auf der Agenda fehlen. Bisher<br />

ist dieser Themenbereich praktisch<br />

spurlos an der SPS-Welt vorbeigezogen.<br />

Den meisten Steuerungen<br />

fehlen die elementaren kryptographischen<br />

Primitiven, wie Blockchiffren,<br />

Hash-Funktionen, Stromchiffren<br />

und sichere Zufallszahlengeneratoren.<br />

Daher ist schon das<br />

Grundkonzept mit Führungsgröße,<br />

Steuereinrichtung und Steuerstrecke<br />

hochgradig gefährdet das Ziel<br />

eines Cyberangriffs zu werden. Es<br />

ist z.B. relativ einfach, die Messdatenübertragung<br />

zwischen Sensoren<br />

und SPS anzugreifen und<br />

eine LüKK-Anlage zu manipulieren.<br />

Insofern gehört zu einer IoT-<br />

Sensorik auch geeignete Sicherheitsfunktionen,<br />

die Sensordaten<br />

mit einem Message Authentication<br />

Code (MAC) absichern (s. Bild 3).<br />

das Einbeziehen der Umgebungsdaten,<br />

wie zum Beispiel Fensterzustand,<br />

Anwesenheit, usw. die Anlageneffizienz<br />

verbessern wird, CO 2 -<br />

Emmisionen reduziert werden und<br />

dass sich insgesamt Betriebskosteneinsparungen<br />

ergeben dürften.<br />

Das integrierte Condition Monitoring<br />

erhöht darüber hinaus die Anlagenzulässigkeit.<br />

Viele Daten<br />

Bild 2 visualisiert das Funktionsprinzip<br />

eines virtuellen Sensors, der<br />

einer LüKK-Steuerung eine erweitere<br />

Führungsgröße liefert: verschiedene<br />

Eingangsdatenquellen<br />

sind mit einer Fusions- und Analysefunktion<br />

(FuAf) verbunden. Dort<br />

werden die einzelnen Daten zusammengeführt<br />

und beispielsweise mithilfe<br />

von Supervised-Machine-Learning-Algorithmen<br />

(also per überwachtem<br />

maschinellen Lernen)<br />

bearbeitet, um die jeweilige Zielgröße<br />

zu erzeugen. Für die FuAf<br />

wird eine externe Kommunikationsschnittstelle<br />

benötigt, die sich in IP-<br />

Netzwerke (LAN, WiFi, Mobilfunk)<br />

einbinden lässt. Sie ermöglicht zum<br />

einen den Zugriff auf externe Datenquellen,<br />

wie einem Wetterbericht-<br />

Service-API und zum anderen den<br />

Download und ggf. erforderlichen<br />

Remote Updates des Machine-<br />

Learning-Modells. Für den Condition-Monitoring-Teil<br />

der Aufgabenstellung<br />

eignet sich besonders ein<br />

kapazitiver MEMS-Inertialsensor.<br />

MEMS steht für mikro-elektromechanisches<br />

System. Gemeint sind<br />

damit kleine Halbleitersensoren,<br />

die mit einem speziellen Herstellungsverfahren<br />

angefertigt werden<br />

und beispielsweise kleinste Lageund<br />

Beschleunigungsänderungen<br />

erkennen können. Dafür wird auf<br />

einem Siliziumchip ein mikroskopisch<br />

kleines Feder-Masse-System<br />

realisiert. Durch eine Beschleunigungsänderung<br />

wird die Miniaturmasse<br />

für wenige Mikrometer ausgelenkt<br />

und dadurch eine messbare<br />

Kapazitätsveränderung verursacht,<br />

aus der letztendlich der Ausgangsmesswert<br />

des Sensors entsteht.<br />

Damit lässt sich ein Lagerschaden<br />

des Lüfters frühzeitig diagnostizieren.<br />

IoT Security beachten<br />

Wenn man sich mit der IoT-Fähigkeit<br />

einer Steuerung auseinander-<br />

Der Autor<br />

Klaus-Dieter Walter, kdw@ssvembedded.de,<br />

ist als CEO für die<br />

SSV Software Systems GmbH in<br />

Hannover tätig und durch zahlreiche<br />

Vorträge auf internationalen<br />

Veranstaltungen, Seminare, Workshops<br />

sowie Beiträge in Fachzeitschriften<br />

bekannt. Er hat als Autor<br />

und Coautor mehrere Fachbücher<br />

und Buchkapitel zu den Themenbereichen<br />

Embedded Linux, ARMbasierte<br />

Mikrocontroller sowie Internet<br />

der Dinge veröffentlicht. Neben<br />

seiner CEO-Tätigkeit engagiert sich<br />

Walter seit 2012 aktiv in der Expertengruppe<br />

Internet der Dinge innerhalb<br />

der Fokusgruppe Intelligente<br />

Vernetzung des Digital Gipfel der<br />

Bundesregierung. ◄<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Von Anfang an<br />

professionelle Lötungen<br />

für Protototyping und Kleinstserienfertigung, mit allen<br />

Funktionen eines "Großen", Löten auf engstem Raum zum kleinen Preis<br />

Besuchen Sie uns auf der Productronica in München vom 16. bis 19. Nov. <strong>2021</strong> in Halle 2 auf Stand A2.540<br />

76 4/<strong>2021</strong>


Produktion<br />

Optimierte E-Greifer-Variante für das Kleinteile-<br />

Handling<br />

Ideal für den Einsatz in Pharma-<br />

& Elektronikindustrie<br />

Alle Greifer der Serie GEP2000<br />

sind mit einer integrierten Steuerung<br />

und einer mechanischen<br />

Selbsthemmung, die den Verlust<br />

des Werkstücks bei Stromausfall<br />

verhindert, ausgestattet und stehen<br />

in drei Ansteuerungsvarianten<br />

zur Verfügung: mit IO-Link, mit digitalem<br />

I/O und mit digitalem I/O in<br />

Kombination mit einem analogen<br />

Ausgang zur Abfrage der Backenpositionen.<br />

Ebenfalls serienmäßig<br />

besitzen alle GEP2000-Greifer eine<br />

Notentriegelung sowie eine bidirektionale<br />

Datenübertragung (nur<br />

IL-Version). Diese oben genannten<br />

Eigenschaften und eine garantierte<br />

10 Mio. Zyklen Wartungsfreiheit<br />

prädestinieren die äußerst flexiblen<br />

und schnellen GEP2000-<br />

Greifer besonders für einen Einsatz<br />

in den Bereichen Pharma, Elektronik<br />

und Leichtbauteile.<br />

Zusatzinfo:<br />

Zimmer GmbH<br />

www.zimmer-group.de<br />

Link zum virtuellen<br />

Messestand:<br />

https://expo.zimmer-group.com<br />

4/<strong>2021</strong><br />

Mit den 2017 erfolgreich am Markt<br />

eingeführten GEP2000-Greifern<br />

hatte die Zimmer Group eine elektrisch<br />

angetriebene Kleinteilegreifer-Serie<br />

aufgelegt, die vor allem für<br />

Montageaufgaben und das Handling<br />

von Kleinteilen wie z.B. Uhrenkomponenten<br />

oder Teströhrchen<br />

in der Laborautomation konzipiert<br />

wurde. Für diese Aufgaben bietet die<br />

Serie, die in vier Baugrößen verfügbar<br />

ist, einstellbare Greifkräfte zwischen<br />

80 und 500 N und Backenhübe<br />

zwischen 6 und 16 mm. Vor<br />

kurzem wurde diese bewährte Serie<br />

nun mit der Umstellung auf -B optimiert<br />

und um die Greifer-Variante<br />

-03 erweitert.<br />

Werkstückverlustkontrolle und<br />

freie Positionierbarkeit<br />

So kommen zu den bisherigen<br />

Highlights dieser Serie – die programmierbaren<br />

32 Werkstückdatensätze,<br />

die Teileerkennung (im<br />

Bereich von +/- 0,05 mm) und die<br />

einstellbare Greifkraft – zwei weitere<br />

wichtige Funktionen bei der<br />

neuen GEP2000-B-Version hinzu.<br />

Sie verfügt jetzt über eine freie Positionierbarkeit,<br />

welche es dem Greifer<br />

erlaubt, diesen vorzupositionieren.<br />

Dadurch lässt sich der Hub ganz<br />

flexibel an das Werkstück anpassen,<br />

was im Prozess zu einer Zeitersparnis<br />

und einer Vermeidung<br />

von Störkonturen führt. Ebenfalls<br />

neu ist die Funktion der Werkstückverlustkontrolle.<br />

Sollte ein Werkstück<br />

durch äußere Einflüsse verloren<br />

gehen, erkennt dies der Greifer<br />

jetzt und sendet diese Information<br />

an die Steuerung.<br />

In der IO-Link-Variante bieten<br />

die GEP2000 Greifer alle systemtypischen<br />

Vorteile von IO-Link – also<br />

nicht nur die einfache Handhabung<br />

und Bedienung, sondern auch die<br />

problemlose Integration. Nach dem<br />

Anschluss eines einzelnen Kabels<br />

kann der Greifer Daten von der übergeordneten<br />

Steuerung empfangen<br />

oder an sie senden. Parameter wie<br />

Greifkraft und Greifgeschwindigkeit<br />

werden zentral festgelegt, über die<br />

IODD (I0 Device Description) meldet<br />

sich der Greifer an der übergeordneten<br />

Steuerung an. Das führt zu<br />

einer Zeitersparnis bei der Inbetriebnahme<br />

oder bei einem Austausch<br />

des Greifers. Mit IO-Link eröffnen<br />

sich aber auch neue Perspektiven<br />

für erweiterte Diagnosefunktionen<br />

und die vorbeugende Wartung, was<br />

sich in einer verbesserten Anlagenverfügbarkeit<br />

niederschlägt.<br />

Zusätzliche Hardware in Form von<br />

Controllern ist dank dieser hoch entwickelten<br />

Steuerung nicht erforderlich.<br />

Als Bindeglied zwischen Greifer<br />

und Feldbus genügt ein IO-Link<br />

Master, und auch in einer eventuell<br />

genutzten SPS muss keine zusätzliche<br />

Software implementiert werden.<br />

Die Zimmer Group stellt für<br />

die einfache Bedienung ein eigenes<br />

Mensch-Maschine-Interface<br />

zur Verfügung. ◄<br />

77


Produktion<br />

Automation und Effizienz<br />

Den Produktionsprozess transformieren, gemeinsam mit EMS Dienstleistern<br />

Halle A3, Stand 141<br />

JUKI Automation Systems<br />

www.juki-smt.com<br />

Der Full Service Ausrüster für<br />

EMS Dienstleister JUKI stellt auf<br />

der Productronica nahezu das<br />

gesamte Produktportfolio aus,<br />

darunter eine Erweiterung der<br />

Inspektionsproduktlinie. Im Markt<br />

bekannt ist JUKI in erster Linie für<br />

seine Hochleistungsbestücker, die<br />

nicht nur dafür stehen, besonders<br />

wartungsarm zu sein. Darüberhinaus<br />

sind sie oft selbst nach Jahrzehnten<br />

noch im täglichen Produktionseinsatz.<br />

Das Bestücker-<br />

Portfolio von JUKI reicht vom flexiblen<br />

‚Arbeitstier‘ hin zum High-<br />

Speed Bestücker für den Hochleistungsdauereinsatz.<br />

Eine Besonderheit<br />

ist der bewährte Takumi<br />

Bestückkopf, der durch seine<br />

3-Achsen-Adaption einzigartig<br />

im Markt ist. Durch die Variabilität<br />

in der Z-Achse ist ein Wechsel<br />

des Bestückkopfes für höher<br />

auftragende Komponenten unnötig,<br />

was dem EMS Dienstleister<br />

Zeit und Geld spart.<br />

THT und SMT in einem – mit<br />

verbessertem ROI<br />

Für den europäischen Markt als<br />

Alternative zur manuell durchgeführten<br />

Durchsteckmontage von<br />

Komponenten gedacht, bringt JUKI<br />

den THT-Automaten JM-50 auf den<br />

Markt. Auf der Productronica wird<br />

dieser zum ersten Mal gezeigt werden.<br />

Dabei kann der JM-50 nicht nur<br />

THT (Through Hole Technology),<br />

sondern ist optional auch universell<br />

für SMT (Surface Mount Technology)<br />

Bestückung nutzbar. Seine<br />

größerer Bruder, der bereits etablierte<br />

JM-100, ist dem JM-50 zwar<br />

in einigen Punkten überlegen, das<br />

ist jedoch für kleinere bis mittlere<br />

Serien nicht immer erforderlich. Der<br />

Hauptunterschied ist, dass auf die<br />

Clinch-Einheit, also dem automatisierten<br />

Umbiegen der Komponentenunterseite,<br />

verzichtet wurde. Damit<br />

hat der JM-50 in vielen Anwendungsfällen<br />

einen besseren ROI.<br />

Automatisierte Inspektion<br />

Das bestehende Portfolio für<br />

automatisierte Inspektion im SMT-<br />

Bereich, wiederum einem Allround-<br />

System für High-Speed 2D und 3D<br />

SPI/AOI (Solder Paste Inspection /<br />

Automated Optical Inspection), von<br />

dem europaweit schon jetzt mehr<br />

als 50 System im Einsatz sind, wird<br />

um eine Linie für non-SMT Anwendungen<br />

erweitert.<br />

Das automatisierte System<br />

SE1000 prüft mit einer Kombination<br />

von 2D und 3D-Inspektion<br />

Oberflächen. Zum Einsatz kommt<br />

diese beispielsweise zur Sicherung<br />

von funktions- oder sicherheitskritischen<br />

Qualitätsparametern.<br />

Kleinste Abweichungen in der<br />

Oberflächenstruktur oder auch von<br />

Abständen werden zuverlässig, automatisiert<br />

und konstant erkannt, nicht<br />

nur auf Metalloberflächen, sondern<br />

auch bei anderen Materialien. So<br />

können bereits zu Beginn des Produktionsprozesses<br />

kritische Teile<br />

erkannt und ausgemustert werden.<br />

Der 3D-Lasersensor in Kombination<br />

mit dem 2D-Inspektionskopf,<br />

garantiert genaueste Messergebnisse.<br />

Dieser Sensor ist der weltweit<br />

erste Sensor, der die mit dem<br />

Physik-Nobelpreis ausgezeichnete<br />

Technologie anwendet. Er verwendet<br />

hochpräzise Koaxiallaser und<br />

Entfernungsmesser.<br />

Die automatisierte Inspektionsmaschine<br />

TM1000 wurde u.a. entwickelt,<br />

um Steuerketten in Ottomotoren<br />

automatisch zu prüfen. Die<br />

Maschine misst die Koordinaten<br />

der Kettenstifte von der Ober- und<br />

Unterseite und quantifiziert zusätzlich<br />

die Haltung der Stifte relativ zur<br />

Position. Darüber hinaus kann ein<br />

Kalibrierungszertifikat generiert<br />

werden. Diese Maschine hebt den<br />

Standard der Ketteninspektion auf<br />

ein neues Level.<br />

Die integrative Kraft<br />

JUKI eigene Lösungen werden<br />

in die ausgewählten Systeme der<br />

marktführenden Softwarelösungen<br />

für Total Trace Control und Process<br />

Preparation Aufgabenstellungen<br />

integriert. Das Spannende:<br />

im Gegensatz zu anderen Playern<br />

auf dem Markt, positioniert sich<br />

JUKI hier klar integrativ und offen.<br />

Die einfache Möglichkeit zur Einbindung<br />

von Maschinen anderer Hersteller<br />

ist für JUKI ein wichtiges Ziel,<br />

das aus dem partnerschaftlichen<br />

Verständnis insbesondere mit mittelständischen<br />

Kunden herrührt.<br />

Diese Selbstverpflichtung zur Integration<br />

drückt sich auf der Productronica<br />

auch in dem Standkonzept<br />

des EMS-Ausrüsters aus: das zentrale<br />

Element des JUKI-Standes bildet<br />

eine Informationsplattform. Eine<br />

Bühne, auf der verschiedene branchenrelevante<br />

Themen diskutiert<br />

werden. Die integrative JUKI Plattform<br />

für den Austausch von Erfahrungen<br />

hinsichtlich sämtlicher Prozessschritte<br />

innerhalb des EMS Produktionsprozesses.<br />

Dabei kommen<br />

auch Partner und Kunden zu Wort.<br />

Als Full Line Solution Provider<br />

bietet JUKI natürlich auch führende<br />

Lösungen für Screen-Printing,<br />

Reflow Löten und Intelligentes<br />

Lagermanagment und Materialhandling<br />

an. Die intelligenten Lagermanagementlösungen<br />

werden am<br />

Nachbarstand bei Essegi Automation<br />

ausgestellt, an dem JUKI<br />

beteiligt ist. ◄<br />

78 4/<strong>2021</strong>


Produktion<br />

Mikro-3D-Drucker mit hoher Auflösung<br />

Boston Micro Fabrication (BMF) stellte den microArch S230 vor, der eine Reihe von 3D-Druckern mit<br />

Mikropräzision für den industriellen Einsatz vom Prototyping bis zur Kleinserienproduktion ergänzt<br />

Der neue Mikropräzisions-3D-Drucker von BMF microArch S230<br />

bietet minimalste Auflösung und ein Bauvolumen von 50 x 50<br />

x 50 mm sowie bis zu fünfmal schnelleres Drucken gegenüber<br />

Vorgängermodellen ©: BMF<br />

Boston Micro Fabrication<br />

www.bmf3d.com<br />

4/<strong>2021</strong><br />

Dieses System der nächsten<br />

Generation wurde von BMF für<br />

Anwendungen entwickelt, die Ergebnisse<br />

mit ultrahoher Auflösung,<br />

hoher Genauigkeit, Präzision und<br />

Geschwindigkeit erfordern.<br />

Für Mikroteile mit engen<br />

Toleranzen<br />

Der microArch S230 bietet Forschungslaboren<br />

und Herstellern, die<br />

Mikroteile mit engen Toleranzen als<br />

Prototypen oder Serienteile benötigen,<br />

eine nie dagewesene Design-<br />

Freiheit und Detailauflösung. Der<br />

Drucker basiert auf der patentierten<br />

Technologie der Projektions-Mikro-<br />

Stereolithografie von BMF, die eine<br />

schnelle Photopolymerisation einer<br />

ganzen Schicht flüssigen Polymers<br />

unter Verwendung eines UV-Lichtblitzes<br />

mit mikroskaliger Auflösung<br />

ermöglicht. Er bietet jedoch ein größeres<br />

Bauvolumen (50 x 50 x 50<br />

mm) und bis zu fünfmal schnelleres<br />

Drucken als die Vorgängermodelle.<br />

Zu den weiteren Hauptmerkmalen<br />

des microArch S230 gehören eine<br />

aktive Schichtnivellierung, automatische<br />

Laserkalibrierung und die<br />

Fähigkeit, Materialien mit höherem<br />

Molekulargewicht und einer Viskosität<br />

von bis zu 20.000 Cp zu verarbeiten,<br />

was die Herstellung von<br />

stärkeren Funktionsteilen ermöglicht.<br />

Neue Materialien angekündigt<br />

Der 3D-Drucker arbeitet mit<br />

einem wachsenden Portfolio an<br />

technischen und keramischen Harzen,<br />

die sich für Endanwendungen<br />

eignen. Drei neue Materialien wurden<br />

mit der Markteinführung angeündigt:<br />

• AL- (Aluminiumoxid) Keramik<br />

biokompatibles und chemikalienbeständiges<br />

keramisches Harz für<br />

Anwendungen mit hohen Temperaturen,<br />

großer Festigkeit und hoher<br />

Steifigkeit, wie im Werkzeugbau<br />

(Spritzguss), bei Gehäusen und<br />

medizinische Geräten üblich<br />

• HT 200<br />

ein haltbares, hochtemperaturbeständiges<br />

und hochfestes Harz,<br />

das gelötet werden kann und für<br />

die Endanwendung bei elektrischen<br />

Steckverbindern und elektrischen<br />

Komponenten vorgesehen ist<br />

• MT- (Magnesiumtitanat)<br />

Keramik<br />

Die Kombination aus hoher<br />

Dielektrizitätskonstante und geringem<br />

dielektrischen Verlust macht<br />

MT-Keramik geeignet für Millimeterwellenanwendungen<br />

wie Antennen,<br />

Wellenleiter und andere elektronische<br />

Komponenten.<br />

Überzeugte Anwender<br />

„Als aktueller BMF-Kunde sind wir<br />

von der Leistung unseres microArch-<br />

S130-Druckers begeistert, der uns<br />

im Mikrodruck von Keramik unterstützt<br />

und die für unsere Teile erforderliche<br />

Auflösung, Genauigkeit und<br />

Präzision bietet. Als erster Kunde<br />

des neuen microArch S230, dem<br />

Präzisionssystem der nächsten<br />

Generation, freuen wir uns darauf,<br />

unsere Teilekapazität mit dem größeren<br />

Bauvolumen zu erhöhen und<br />

unsere Druckzeiten zu verürzen. Wir<br />

freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit<br />

mit dem BMF-Team und<br />

ihrer Produktlinie von Mikropräzisions-3D-Druckern,<br />

um unsere Anforderungen<br />

an Mikroteile zu erfüllen“,<br />

sagt Toby Schaedler, Manager,<br />

Architected Materials and Structures<br />

Department bei HRL Laboratories,<br />

LLC.<br />

125 Einheiten installiert<br />

BMF hat sein microArch-System<br />

im Februar 2020 weltweit auf den<br />

Markt gebracht und inzwischen<br />

über 125 Einheiten installiert. Die<br />

Nachfrage steigt weiterhin sprunghaft<br />

an. Damit werden komplizierte<br />

Teile exakt und reproduzierbar hergestellt.<br />

Die Technologie eignet sich<br />

optimal für Endanwendungen und<br />

Prototypen in Branchen, die vorher<br />

ohne additive Fertigung auskommen<br />

mussten, wie etwa Medizintechnik,<br />

Mikrofluidik, MEMS, Biotechnologie<br />

und Pharmazeutik, Elektronik und<br />

elektrische Verbindungen sowie<br />

Forschung und Entwicklung.<br />

Trend zur Miniaturisierung<br />

„Der Trend zur Miniaturisierung<br />

zeigt sich nach wie vor in fast jeder<br />

Branche. Je kleiner die Teile werden,<br />

desto schwieriger wird die Entwicklung,<br />

desto komplizierter und teurer<br />

wird die Herstellung. In den meisten<br />

Anwendungsfällen haben technologische<br />

Barrieren die additive<br />

Fertigung bisher ausgeschlossen“,<br />

erklärt John Kawola, CEO von<br />

BMF. „Wir haben den 3D-Druck in<br />

Branchen eingeführt, die ihn bisher<br />

nicht nutzen konnten. Der microArch<br />

S230, der bisher fortschrittlichste<br />

unserer Drucker mit der höchsten<br />

Auflösung, wird noch mehr Türen<br />

für neue Anwendungen in kleinstem<br />

Maßstab öffnen.“ ◄<br />

79


Produktion<br />

Vielseitige Optionen für Techman-Cobot-<br />

Anwendungen<br />

Die Hilpert electronics AG bietet neben den verschiedenen Cobots neue, ergänzende Optionen für einen noch<br />

anwendungsspezifischeren und effektiveren Einsatz der kollaborierenden Roboter an.<br />

Linear Motion Plug & Play-Lösung Cobotracks<br />

„Wir freuen uns, dass wir zusammen<br />

mit TM Robots weitere Optionen<br />

für die Techman-Cobots in<br />

der Schweiz vorstellen dürfen“, so<br />

Raphael Burkart, Geschäftsführer<br />

der Hilpert electronics AG. Insgesamt<br />

bietet der taiwanesische<br />

Cobotanbieter drei neue Optionen<br />

an, die für noch flexibleren und<br />

anwendungsspezifischeren Einsatzmöglichkeiten<br />

sorgen. So steht<br />

mit Cobotracks eine Linear Motion<br />

Plug & Play-Lösung den Kunden zur<br />

Verfügung, mit der sich die Reichweite<br />

des kollaborierenden Roboters<br />

erweitern lässt. Die Lösung ermöglicht<br />

es, alle Cobots der TM-<br />

Serien über eine lineare Schiene<br />

zu bewegen. Die Linearachse ist<br />

in Stahl oder Aluminium erhältlich<br />

und kann sowohl horizontal als auch<br />

vertikal eingesetzt werden. Mit dem<br />

robusten Design und dem SEW-<br />

Servomotor ist diese Lösung ideal<br />

für Anwendungen wie Palettieren,<br />

Schweissen grosser Teile oder Polieren.<br />

Die lineare Schiene ist bis zu<br />

einer Länge von 50 Metern erhältlich.<br />

Eine weitere Option ist Liftkit.<br />

Cobots werden häufig zum Palettieren<br />

eingesetzt, stossen aber an<br />

ihre Grenzen, sobald der Palettenstapel<br />

eine bestimmte Höhe<br />

erreicht. Das einfach zu montierende<br />

Liftkit vergrössert die Reichweite<br />

jedes TM-Cobots. Dabei wird<br />

der Cobot entlang einer vertikalen<br />

Achse bewegt, wodurch die Basis<br />

des Cobots während des Palettierens<br />

angehoben oder abgesenkt<br />

Vertikale<br />

Achse Liftkit<br />

werden kann. Dadurch wird immer<br />

eine optimale Arbeitsposition gefunden,<br />

die den Gesamtprozess des<br />

Palettierens effizienter macht, denn<br />

die erhöhte Reichweite verbessert<br />

die Produktivität und senkt die<br />

Kosten. Das Liftkit ist ein einbaufertiges<br />

System und umfasst eine<br />

Hubsäule mit einer Montageschnittstelle,<br />

eine Steuerung und ein TM-<br />

Software-Plug-in für Roboter, so<br />

dass die Bewegungen direkt über<br />

die Cobot-Steuerung programmiert<br />

werden können. Das System enthält<br />

redundante, sicherheitszertifizierte<br />

Relais für einen sicheren Stoppvorgang<br />

während des Betriebs. Die<br />

TM-Montageplatte und die Säule<br />

sind mit zusätzlichen Gewindebohrungen<br />

ausgestattet, so dass<br />

externe Kabelfördersysteme angeschlossen<br />

werden können.<br />

Neben den Reichweitenoptionen<br />

wird auch eine neue Schutzfunktion<br />

angeboten. Nabells Robot Flex ist<br />

ein massgeschneiderter Schutzanzug,<br />

der bei allen TM-Cobots in<br />

verschiedenen Branchen einsetzbar<br />

ist. Der Schutzanzug schützt<br />

den Cobot vor Verschmutzung und<br />

Beschädigung in schwierigen Umgebungen.<br />

Dies können Feuchtigkeit<br />

und Staub, aber auch Sprühnebelrückstände<br />

beim Lackieren oder<br />

Schmauchrückstände beim vollautomatischen<br />

Schweissen sein. Für<br />

medizinische Anwendungen kann<br />

der Schutzanzug auch mit hygienisch<br />

kompatiblen Eigenschaften<br />

versehen werden.<br />

Hilpert electronics<br />

www.hilpert.ch<br />

Massgeschneiderter<br />

Schutzanzug Nabells<br />

Robot Flex<br />

80 4/<strong>2021</strong>


Produktion<br />

Roboter dosieren, fräsen, schrauben oder löten<br />

das mitgelieferte Alpha-CP-Bedienpult.<br />

Bis zu 100.000 Punkte können<br />

in 255 Arbeitsprogrammen abgelegt<br />

werden. Über die Grafikschnittstelle<br />

lassen sich DXF-, Excel- oder<br />

Gerber-Dateien importieren; die<br />

neue Funktion „Unterprogramme“<br />

erlaubt zusätzlich die schnelle Konfigurierung<br />

selbst hochkomplexer<br />

Abläufe. Für Dosieranwendungen<br />

stehen 3D-Interpolation, Kontinuierlicher<br />

Pfad sowie Automatische<br />

Kalibrierung zur Verfügung. Alleinstellungsmerkmal<br />

der Alutec-Roboter<br />

ist der optional erhältliche analoge<br />

Ausgang, über den sich bspw.<br />

volumetrische Dosierpumpen steuern<br />

lassen. Kein anderes vergleichbares<br />

System am Markt bietet diese<br />

Möglichkeit.<br />

Technische Daten:<br />

• Achsenverstellung: Kugelumlaufspindeln<br />

für drei oder vier Achsen<br />

• Arbeitsbereich: X 500 mm, Y 500<br />

mm, Z 145 mm<br />

• Programmierung: externes Selbstlernen<br />

über PC-Software. Import<br />

von Profilen über DXF, Excel- und<br />

Gerber-Dateien<br />

• Interpolation: linear und 3D-zirkular<br />

auf X, Y und Z punktweise oder<br />

in kontinuierlichem Pfad<br />

• Steuerung: Alpha CP RS232 Can-<br />

Open I/O<br />

• Ein- und Ausgänge: 16 Mehrzweck-Ein-/Ausgänge<br />

• Optional ist ein analoger Ausgang<br />

erhältlich.<br />

• Geschwindigkeit: 1...400 mm/ s<br />

für X, Y und Z<br />

• zulässiges Werkzeug: 5 (3) kg bei<br />

drei (vier) Achsen<br />

• Wiederholgenauigkeit: ±0,015 mm<br />

• min. Auflösung: 4 mm<br />

• Abmessungen: 798 x 835 x 930<br />

mm<br />

Globaco GmbH<br />

info@globaco.de<br />

www.globaco.de<br />

Wenn hohe Genauigkeit und rationelles<br />

Arbeiten bei konstanter Wiederholbarkeit<br />

gefordert sind, kommen<br />

3- bzw. 4-Achsen-Roboter zum<br />

Einsatz. Sie lassen sich sowohl als<br />

Standalone-Systeme betreiben als<br />

auch in Anlagen integrieren.<br />

Flexibel einsetzbar<br />

Die autonomen Lösungen von<br />

Alutec Robotics sind stets am richtigen<br />

Platz. Bedienung und Programmierung<br />

sind mühelos zu erlernen.<br />

Integriert sind auch Ausstattungsmerkmale<br />

zur Einbindung in komplexe<br />

Fertigungslinien. Die Elektronikkonfiguration<br />

Alpha gestattet<br />

die Einrichtung interpolierter<br />

kartesischer Achsen und bildet die<br />

Grundlage des Systems. Das Programm<br />

verfügt über Grafikschnittstelle<br />

und ist Windows-kompatibel,<br />

sodass sich auch komplexe Abläufe<br />

schnell einrichten lassen. Größenanpassungen<br />

sind jederzeit einfach<br />

möglich. Zur Kommunikation sind<br />

neben dem Bedienbildschirm selbst<br />

auch serielle Schnittstelle, Ein- und<br />

Ausgänge sowie CAN-Open nutzbar.<br />

Aufgrund des modularen Konzepts<br />

lassen sich die Roboter für<br />

eine Vielzahl von Anwendungen<br />

heranziehen, von hochpräzisen<br />

Dosieraufgaben über Schleifvorgänge<br />

bis hin zum Schrauben<br />

mit Drehmomentsteuerung. Die<br />

gesamte Serie ist gemäß ISO 9001<br />

– Vision 2000 zertifiziert.<br />

So ist beispielsweise das Modell<br />

WRa500 mit drei bzw. vier Achsen<br />

ausgestattet. Der WRa500 bietet<br />

einen Arbeitsbereich von 500<br />

x 500 mm. Wie bei allen unseren<br />

Robotern ist höchste Präzision und<br />

Wiederholgenauigkeit gewährleistet.<br />

Der robuste mechanische Aufbau<br />

aus Aluminium ist mit Linearführungen<br />

und Kugelumlaufspindeln<br />

ausgestattet.<br />

Neue Steuerungsfunktionen<br />

Die Alpha-Steuerung der neusten<br />

Generation, zusammen mit<br />

der hausintern entwickelten Software,<br />

erlaubt Bezugsfestlegungen<br />

und enthält eine Reihe neuer Funktionen.<br />

Neben autonomem Betrieb ist<br />

für alle Modelle eine Einbindung in<br />

übergeordnete Systeme über CANopen,<br />

RS232 oder 16 Ein- und Ausgänge<br />

möglich. Die Programmierung<br />

erfolgt am PC, die Steuerung über<br />

4/<strong>2021</strong><br />

81


Halbleiterfertigung<br />

Zuverlässige Gasverdünnung bis in den<br />

Billionstel-Bereich<br />

Weise lassen sich Zeit und Kosten<br />

für Kalibrierungen und Routinewartungen<br />