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GEMS ‘n‘ ROLL Frühjahr 2022

Das GEM SESSIONS Magazin für Musikfans - Musik, Jewelry & More!

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FRÜHJAHR 2022

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GRATIS

zum Mitnehmen

TITELSTORY

CREDIC

Ihre neue Single „Vermillion Oceans“

Seite 4

VORSTELLUNG

SONATA ARCTICA

Die finnische Metalband im Portrait

Seite 7

WAS MACHT EIGENTLICH..?

BRIAN MAY

Astrophysiker und Ausnahmegitarrist

Seite 9

INTERVIEW

TRAIL WAY CIRCUS

Über Ängste und Hoffnungen

Seite 6

FEATURE

GEMS ‘n‘ GOALS

Nachhaltigkeit trifft Schlagzeugbecken

Seite 8

SMALLTALK

JULIAN

Plauderstunde mit unserem Designer

Seite 10

GEMS ‘n‘ ROLL

Music, Jewelry & More

Das GEM SESSIONS Magazin für Musikfans


Anzeige

Halskette: CELTIC

Kollektion: PAGAN

Modell: Maya

Fotografin: Elena F. Barba


EDITORIAL

Von Wiedereinstiegseuphorie

und Innovationsenthusiasmus

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

obwohl Festival-Freaks & Konzert-Fans in den letzten beiden Jahren

Enthaltsamkeit üben mussten, haben die Einschränkungen auch die

Kreativität angeregt und Innovationen hervorgerufen – so auch in der

GEMS’n’ROLL-Redaktion. Endlich gibt es wieder eine Print-Ausgabe des

GEMS’n’ROLL-Magazins. Diesmal mit neuen Themen, neuen Kolumnen,

neuen Bands und neuem GEM SESSIONS-Schmuck.

In dieser Ausgabe erwarten Euch faszinierende Storys und schöne

Designs, angefangen bei einem GEM SESSIONS-Anhänger der Band

„Credic“, die im exklusiven Interview spannende Einblicke in ihr Bandleben

offenbart. Im GEMS’n’ROLL-Gespräch mit „Trail Way Circus“ erklärt

die Band ihre Zukunftspläne und die psychologischen Hintergründe ihrer

aktuellen Single. Anschließend wird die finnische Band „Sonata Arctica“

vorgestellt – und was man tun muss, um bei der Band als Keyboarder

anzufangen.

Welche Verbindung zwischen GEM SESSIONS und den Vereinten

Nationen besteht, erfahrt Ihr in der neuen Kolumne „GEMS’n’GOALS“,

die zudem den Zusammenhang zwischen Schlagzeugbecken und Klimawandel

aufzeigt.

Wie Queen-Gitarrist Brian May nicht nur im Rock-Universum zu unvergleichlicher

Berühmtheit aufstieg, sondern sich auch mit der NASA gen

Weltraum bewegt, könnt Ihr in der Rubrik „Was macht eigentlich…?“

nachlesen.

Falls Ihr Euch mal gefragt habt, wie der GEM SESSIONS-Schmuck entsteht: Ab dieser Ausgabe erfahrt Ihr in einer neuen

Kolumne, wie der Produktionsprozess abläuft – und wer für Euch die Kettenanhänger gestaltet.

Solltet Ihr von den folgenden Seiten nicht genug bekommen, haben wir noch eine Überraschung für Euch, denn: Im Heft

steht nur die halbe Wahrheit! Wenn Ihr alles wissen wollt, könnt Ihr die Artikel in voller Länge im Internet nachlesen. Über

die QR-Codes gelangt Ihr direkt zum passenden Beitrag.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen und hoffen, Euch bald wieder auf Festivals zu treffen. Bleibt neugierig!

Simon und das GEM SESSIONS-Team

IMPRESSUM:

Verlag: AMM Arts Music Media UG (haftungsbeschränkt), Schützenstraße 3 - 5, D-66123 Saarbrücken

- gleichzeitig Adresse des Verlags, des verantwortlichen Redakteurs und für den Anzeigenteil -

Telefon: 0176 45 97 85 36, Telefax: 0681 93 88 26 07, E-Mail: kontakt@artsmusicmedia.de

Geschäftsführer: Gregor Theado. Eingetragen im Handelsregister des AG Saarbrücken, HRB 104 307

Redaktion: Gregor Theado (V. i. s. d. P.), Simon Palzer, Lea Schwindt

Druck: Onlineprinters GmbH, Dr.-Mack-Straße 83, D-90762 Fürth

Erscheinungsweise: Ca. 3 Mal / Jahr

BILDCREDITS:

Cover: Thomas Kettner


TITELSTORY

CREDIC

Redaktion: Simon Palzer

Fotos: Thomas Kettner

Rohe Härte, catchy hook und Elektrosound

Foto v.l.n.r: Martin Stump, Oliver Ecke, Stefan Scheu, Andreas Steinle, Waldemar Janzen.

Stefan Scheu (Lead-Sänger) und Andy Steinle (Gitarrist) geben im Gespräch mit GEMS’n’ROLL Anekdoten aus ihrer Bandgeschichte preis, erklären

ihren – teilweise unkonventionellen – Produktionsprozess und philosophieren über die Bedeutung von Kuchen für ein funktionierendes

Bandleben.

Was inspiriert euch besonders zu eurer Musik?

Andy: Was mich inspiriert – Langeweile (lacht). Ich setz mich einfach

an die Gitarre und klimper‘ los und irgendwann entsteht was Gutes

dabei. So eine massive Inspirationsquelle, weiß ich gar nicht. Klar,

Bands die man sonst hört, die haben natürlich einen Einfluss auf

einen, aber – eigentlich ist es Langeweile.

Stefan: Und einfach die Welt auch an sich. Man nimmt halt einfach

vieles auf, den ganzen Tag. Wie so ein Schwamm, und wenn du

dann dein Instrument in der Hand hast, dann gibst du das quasi

daran wieder ab.

Stefan: Unerträglich. Dadurch steig‘ ich beim Songwriting erst

später ein, also ich muss mich quasi damit anfreunden, was das

Grundkonzept des Songs ist (lacht), weil dieses GameBoy-Gequietsche

– nicht zu ertragen.

Andy: Es beginnt an der Gitarre – in aller Regel –, nimmt den Weg

über Game-Boy-Sounds, bis es dann irgendwie mal halbwegs

vernünftig in einem Demo-Sound zur Verfügung steht, und dann

machen wir die Feinheiten.

Wie würdet ihr eure neue Single „Vermillion Oceans“ beschreiben?

Wie verläuft der Entstehungsprozess eines Songs von der ersten

Idee bis zur finalen Produktion?

Andy: Also eigentlich beginnt jeder Song mit ‘nem Riff bei uns. Dann

gehen wir den Weg über ‚GuitarPro‘, das ist so ein Tab-Programm,

wo man mit sehr schlechten MIDI-Sounds bisschen GameBoy-Revivals

feiern und ein Grundgefühl für ’nen Song vermitteln kann. In der

Regel beginnt’s damit, dass man das mal rumschickt und eigentlich

hören sich das dann alle an – außer Stefan.

4

Andy: Ich bin da ganz happy mit dem Song, und deswegen fällt mir

da einfach immer nur geil ein. Er ist ein ziemlich gutes Bindeglied

zwischen unsrem letzten Album ‚Agora‘ und jetzt dem neuen

‚Vermillion Oceans‘.

Und es hat, find‘ ich, ne total ‚catchy hook‘ im Refrain. Also meine

Freundin hört’s gerade dauernd rauf und runter zuhause und mich

nervt’s nicht – das find ich schon ganz zufriedenstellend.


Stefan: Nervt nicht ist ein super Prädikat dafür (lachen). Auf den

Sticker der CD kommt dann so drauf: ‚Nervt nicht‘.

Er hat so die rohe Härte eines Metal-Songs, aber auch die Offenheit

zu Elektro und wie Andy schon sagte, es hat so eine ‚catchy hook‘.

Welche Ziele möchtet ihr als Band erreichen?

Stefan: Wacken-Headliner. Immer. Das ist seit der fünften Klasse

unser Ziel. Ich hab mir ein kleines Credo festgelegt: Mit jeder

Veröffentlichung die wir haben, mal zehn bei allem. Seien es Viewing-Zahlen,

seien es Zuschauer-Zahlen oder was auch immer. Das

ist natürlich irgendwann ausgeschöpft, aber jetzt gerade, mit der

ersten Single, haut das bisher eigentlich noch hin.

Andy: Mein Ziel ist: Mich vor den Konzerten aufzuwärmen und mit

weniger Schmerzen am nächsten Tag zu leben.

Stefan: Da war mein Wacken realistischer. (lachen)

Was bedeutet der Bandname „Credic“?

Andy: Es ist einfach ein Kreativwort, hat keine Bedeutung. Die

Wahrscheinlichkeit, dass irgendwer dieselben Buchstaben sinnlos

aneinanderreiht wie wir, ist relativ gering. Fantasiename, der schön

klingt und gut aussieht.

Stefan: Hat nur halb funktioniert, weil es gibt eine Band die heißt

‚Cedric‘, mit denen werden wir immer wieder verwechselt.

Wie ist der Gestaltungsprozess des Kettenanhängers abgelaufen?

Stefan: Erst hatten wir nur das ‚C‘ gedacht. Da hat uns aber ein

bisschen der Charakter gefehlt, also dass es sich auf unsere Band

bezieht. Gerade dann kam eben sehr gut mit rein, wie diese beiden

Stücke aus dem ‚C‘ rausfliegen, und uns hat ein anderer Anhänger

von euch, mit diesem runden Entwurf, wahnsinnig gut gefallen.

Dann haben eure Designer all das kombiniert zu einem ganz wunderschönen

Stück, das wir jetzt haben.

Welche Fun Facts existieren in Zusammenhang mit eurer Band?

Andy: Ein Fun Fact ist tatsächlich, dass ich mit meinen Eltern damals

in die Wohnung eingezogen bin, aus der Walde mit seinen Eltern

ausgezogen ist. Und diese Wohnung befindet sich unter Olli und

seinen Eltern. Also wir haben alle drei quasi in denselben 5 Kubikmetern

gewohnt.

Stefan: Ich war mehr bei was Aktuellem, und zwar, dass wir – für ’ne

Metal-Band untypisch – einen Fokus auf Kuchen legen.

Was würdet ihr gerne der gesamten Musikszene mitteilen?

Andy: Hört Credic! Punkt. Und seid lieb zueinander; und tolerant.

Seid tolerant! Ich bin für ‚Seid tolerant!‘ und ‚Hört Credic!‘.

Stefan: Ich bin für ‚Seid lieb zueinander!‘ und ‚Gebt euch nicht auf!‘.

Corona war für die Szene, für Viele nicht so geil. Aber geht auch

wieder weiter. Und – nach vorne gucken! Und geht auf Konzerte!

Auf alle – immer.

Mehr Infos zur Band findest du online unter www.gemsessions.shop

Euer Statement zur nachhaltigen Unternehmensphilosophie von

GEM SESSIONS:

Stefan: Andy hat vorher schon den T-Shirt-Selbstdruck angesprochen,

und auch da versuchen wir, auf so etwas zu achten. Von dem

her: Großes JA auf jeden Fall von uns! Wir versuchen das, so gut es

geht, auch umzusetzen.

Andy: Volle Kanne! Mein Statement dazu ist: Mega! Also ich find‘

das grandios. Auch die Idee, nicht nur Sachen wiederzuverwerten,

sondern dieses aus der Musik, aus den Becken einen Musikanhänger

zu kreieren – ich find‘s schon total geil. Allein diese Idee hat

schon viel Wertschätzung verdient und die Umsetzung umso mehr.

Die Bandmitglieder

Stefan (Lead-Sänger): Alleinunterhalter; Sammler von CDs,

Flugmeilen, Gitarren; Metallica-Fanboy.

Olli (Gitarrist): Arbeitstier; professionell; perfektionistisch.

Andy (Gitarrist): Ruhepol der Band, der Klarheit schaffen kann;

kreativ; Haupt-Songwriter; kommt beim Erzählen nicht auf den

Punkt.

Martin (Bassist): Technik-Nerd; Techno-Liebhaber; Mietnomade;

Gute-Laune-Mensch.

Walde (Drummer): Nerd; rhythmisch; kreativ; gelassener Typ;

Multitalent.

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Redaktion: Lea Schwindt

Foto: Band

INTERVIEW

TRAIL WAY CIRCUS

Über Ängste, Fehler und Wege aus dem Abgrund

Foto v.l.n.r: Victor, Robert, Pascal.

Robert (Gesang & Producing), Pascal (Schlagzeug) und Victor (Gitarre) – Trail Way Circus macht über die Republik verteilt gemeinsam

Musik. Im Interview mit GEMS‘n‘ROLL geben sie einen Einblick in ihre Bandgeschichte, den Entstehungsprozess neuer Songs und ihre

Zukunftspläne.

Welches Lied sollte jemand hören, der euch noch nicht kennt,

aber kennenlernen möchte?

Victor & Pascal: Broken in a Million Ways.

Robert: Broken in A Million Ways ist der erste Schritt gewesen in

einem neuen Zyklus und wahrscheinlich das rock-poppigste Lied.

Sehr poppig, sehr dancy, sehr bouncy, ich glaube das kann

einem Spaß machen, wenn man uns noch nicht kennt.

King for A Day ist aber auch super repräsentativ, eine gute

Mischung aus Hip-Hop und Rap im Vers und Gesang im Refrain.

Was hat euch zu eurer aktuellen Single Broken in a Million Ways

inspiriert?

Robert: Es geht in dem Song darum, dass wir als junge Männer

auf der Suche nach Liebe und Partnerschaft viele Frauen mit

selbstzerstörerischem Verhalten kennenlernen, die auch den Leuten

um sie herum wehtun. Wenn man jemandem in die Augen schaut,

dann sieht man: Da steckt eine ganze Welt dahinter.

Für jedes schlechte Verhalten gibt es immer auch einen

Grund, hinter jeder Lüge steckt immer ein Funken Wahrheit. Das

beschränkt sich natürlich nicht nur auf Frauen. Man sieht diesen

Menschen zu, wie sie sich kaputt machen und aus Angst davor zu

scheitern immer dieselben Fehler wiederholen. Kommt man nicht

aus diesem Trott raus, wird man vom Leben abgehängt. Es

geht auch darum, dass man leider auch nicht zu nah an den

Ertrinkenden schwimmen kann, weil die einen dann schnell mit

hinab ziehen.

Der Song soll aber auch dafür sensibilisieren, dass das eine

Phase ist, durch die jeder geht. Er soll zeigen, dass es Wege gibt, da

rauszukommen, auch wenn man niemanden hat, der einem dabei

hilft. Man muss bei sich selbst anfangen und auch wenn man auf

eine Million Arten kaputt ist, gibt es auch Millionen Wege, wie man

sich reparieren kann. Das ist ein schweres Thema. Ich hatte selbst

meine Probleme und Pascal hat mich dann begleitet. Daher war ich

froh darüber reden und singen zu können.

Was habt ihr für die Zukunft geplant?

Robert: Derzeit veröffentlichen wir gemeinsam mit der Band From

Fall To Spring drei Linkin Park Cover-Songs. Musikalisch verbindet

uns viel mit FFTS, aber auch privat verstehen wir uns super. Die

Nachfrage nach einer LP Cover Collaboration war so groß,

dass wir dem Druck nachgeben mussten! Nach diesen Songs

geht es weiter mit einem eigenen Song, der bereits fertig ist,

aber noch nicht geleast wurde und einem weiteren Song, der

schon geschrieben ist, aber noch ausproduziert werden muss.

2022 möchten wir generell mehr Musik veröffentlichen.

Ihr habt Signature Anhänger von GEM SESSIONS - wie kamen sie

bei den Fans an?

Robert: Die Anhänger sind ein tolles Alleinstellungsmerkmal, insbesondere

bei Konzerten, die ein bisschen weiter weg sind. Wir

können sagen: „Wir haben übrigens Schmuck. Es gibt eine tolle

Firma, die kommt aus dem Saarland, die Anhänger sind alle handgemacht

und wir sind da dabei unter richtig namhaften Künstlern“.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg!

Trail Way Circus findest du auf gängigen Streaming-Portalen, Instagram

und Facebook.

Das komplette Interview kannst du auf unserer Website lesen!

6


BANDVORSTELLUNG

SONATA ARCTICA

Redaktion: Lea Schwindt

Foto: Band

Ein kleiner Einblick in die Band der finnischen Metal-Ikonen

Alles begann 1996 in Kemi, Finnland, als sich Tony Kakko, Jani Liimatainen, Tommy Portimo, Marko Paasikoski und Pentti Peura zusammentaten

und die Band Tricky Beans gründeten.

Mit ihrer ersten Demo überzeugte die Band die finnische Plattenfirma

Spinefarm Records, mit der sie 1999 einen ersten Vertrag

abschlossen. Bei dieser Gelegenheit benannten sie sich um in ihren

aktuellen Namen: Sonata Arctica.

Kurz darauf erschien ihre erste Single „UnOpened“ und schnell

auch ihr erstes Album „Exliptica“, welches später für einen Emma

Award (finnischer Grammy) in der Kategorie „Bestes Hard Rock/

Heavy Album“ nominiert wurde.

Im Jahr 2000 wurde Sonata Arctica dann aus 32 Bands für die

Europatournee von Stratovarius mit Rhapsody ausgewählt, wodurch

die Band zum ersten Mal außerhalb Finnlands spielen und dort neue

Fans gewinnen konnte. Mit dem zweiten Album „Silence“ erzielten

sie 2001 in Finnland, aber auch in Japan einen großen Erfolg, was

zu ihren ersten Konzerten in Japan führte. Noch im gleichen Jahr

spielten sie in Deutschland das erste Mal auf dem Wacken Open

Air. Drei Jahre später wechselte die Band zum deutschen Label

Nuclear Blast.

Ein erfolgreiches Vierteljahrhundert

Insgesamt wurde Sonata Arctica mit verschiedenen Alben einige

Male für den Emma Award nominiert, war regelmäßig in den

finnischen Charts vertreten und mit dem Album „Stones Grow

Her Name“ zogen sie 2012 zum erstem Mal in die US-Charts und

eroberten Platz 9 der Billboard Heatseeker‘s Chart. Sie spielten als

Eröffnungband für bekannte Größen wie Nightwish und Iron Maiden,

sind inzwischen weit über die finnischen Grenzen hinweg bekannt

und spielen Konzerte überall auf der Welt. Ihr erfolgreichstes Album

„Reckoning Night“ wurde weltweit 100.000 mal verkauft und ist

damit ihr bisher erfolgreichstes Album.

Letztes Jahr feierten sie ihr 25-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass

sind für 2022 mehrere Tourneen mit ihrem neusten Album Acoustic

Adventures Vol. 1 geplant.

Mehr Infos auf: https://www.sonataarctica.info

7

Fun Facts

Ein langsamer Start...

Bei der ersten Pressung ihrer ersten Single UnOpened war die

Single versehentlich verlangsamt worden - und das fiel erst nach

der Auslieferung an die Plattenläden auf! Die Single wurde zurückgerufen

und neu veröffentlicht – in der originalen Geschwindigkeit

natürlich.

Lauter als die Instrumente

Bei der Südamerika-Tour 2002 sprang der Funke richtig über:

Die Fans waren so laut, dass Sonata Arctica sich selbst auf der

Bühne nicht mehr hören konnten!

Ein etwas anderes Bewerbungsverfahren

Als die Band 2002 einen neuen Keyboarder suchte, gab es Bewerbungen

aus der ganzen Welt. Zwei Kandidaten wurden für

eine Audition nach Kemi eingeladen. Aber nicht nur ihre musikalischen

Fähigkeiten wurden unter die Lupe genommen:

Um herauszufinden, wer am besten zu ihnen passt, ging die

Band mit beiden Bewerbern einzeln in eine Bar – die Wahl fiel auf

Klingenberg.

Fakten zur Band

Genre: Powermetal mit Einflüssen aus Progressive Metal,

Melodic Rock & Symphonic Metal

Gegründet: 1996 in Kemi, Finnland

Aktuelle Mitglieder: Elias Viljanen (E-Gitarre), Henrik Klingenberg

(Keyboard), Tony Kakko (Gesang & Keyboard) Tommy

Portimo (Schlagzeug) und Pasi Kauppinen (E-Bass)

Aktuelles Album: Acoustic Adventures Vol.1 (2022)


FEATURE

GEMS ‘n‘ GOALS

Redaktion: Simon Palzer

Fotos: GEM SESSIONS

Wie Nachhaltigkeit aus Schlagzeugbecken erwächst

Gibt es eine Verbindung zwischen dem Saarbrücker Schmucklabel GEM SESSIONS und den Vereinten Nationen? Es ist eine Zielsetzung,

deren Inhalt globale Konsequenzen zur Folge hat und deren Motivation auch eine Anstrengung gegen den Klimawandel ist: „Für nachhaltige

Konsum- und Produktionsmuster sorgen.“

Hierbei handelt es sich um das 12. „Sustainable Development

Goal“ (SDG) ,welches die Vereinten Nationen in ihrer Agenda 2030

aufgestellt haben. Doch welchen konkreten Ansatz verfolgt GEM

SESSIONS, um die eigene Zielsetzung zu realisieren und folglich

einen Beitrag zur Erfüllung des genannten Nachhaltigkeitssziels zu

leisten?

Hierfür werden Produkte anhand von festgelegten Kriterien – Lokalität,

Individualität und Nachhaltigkeit – klassifiziert und mit einem

Label versehen, sodass Konsument:innen gezielt Produkte, die nach

diesen Standards erzeugt werden, erwerben können.

Letzterer findet im Zusammenhang mit dem Schmucklabel GEM

SESSIONS statt, da ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie

die ressourcenschonende und somit ökologisch

nachhaltige Produktionsweise ist. Hierbei kommt das Prinzip des

„Upcycling“ zur Anwendung, wobei es sich um die Wiederverwertung

eines Rohstoffs sowie der Aufwertung zu einem neuen Produkt

handelt.

Nachhaltig überzeugende Produktionsphilosophie

Die Tatsache, dass die Kettenanhänger bereits als Musikinstrument

gedient haben, wertet den Charakter sowie die Individualität des

Schmuckstückes erheblich auf. Insofern bietet das Konzept „Upcycling“

einerseits im Sinne einer ökologisch nachhaltigen Produktionsweise

auf materieller und andererseits auf ideeller Ebene einen

großen Mehrwert. Dies regt zur intensiven Auseinandersetzung mit

der Thematik an. An diesem Punkt findet die eigentliche Synthese

zwischen der GEM SESSIONS-Unternehmensphilosophie und der

Strategie der Vereinten Nationen, die sich in der Agenda 2030

zeigt, statt: Durch nachhaltiges Engagement wird eine gesellschaftliche

Sensibilität für dieses Thema hervorgerufen, die langfristig

zur Erfüllung des 12. SDG und zur Bekämpfung des Klimawandels

führen kann.

Weitere Infos findest du online unter www.gemsessions.shop

Das 12. SDG lässt sich in zwei Aspekte unterteilen, die in enger

Wechselwirkung stehen. GEM SESSIONS plant einerseits eine

Initiative zur nachhaltigen Entwicklung der Konsumgewohnheiten

und leistet andererseits einen Beitrag zur Stärkung nachhaltiger

Produktionsmuster. Erstere soll in Form der „LINA“-Initiative (Lokal,

Individuell & Nachhaltig) stattfinden, deren Ziel die Integration eines

ganzheitlich nachhaltigen Konsums in das Alltagsleben darstellt.

8


WAS MACHT EIGENTLICH..?

BRIAN MAY

Redaktion: Simon Palzer

Foto: David Schlom

Vom Queen-Gitarristen zum Astrophysiker – oder umgekehrt?

Vor kaum mehr als 50 Jahren hat er das Rock-Universum nachhaltig geprägt, heute ist er als promovierter Astrophysiker an NASA-Weltraummissionen

beteiligt – Queen-Gitarrist Brian May vereint in seiner Biographie zwei scheinbar grundverschiedene Passionen.

Brian May, der an der Gründung mehrerer Bands beteiligt war und

schließlich mit Queen einen einzigartigen Welterfolg erzielte, kann

auf eine außergewöhnliche Musikkarriere zurückblicken. Zusätzlich

befasste er sich bereits früh mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen,

insbesondere während seines Studiums. Die Arbeit an

seiner Dissertation zur Astrophysik unterbrach er nach vier Jahren,

da Queen im Jahre 1974 die erste eigenständige Tournee durch

Großbritannien unternahm.

In den Folgejahren erlebte die Band eine beispiellose Zunahme der

Popularität, die in der 1975 veröffentlichten Vorab-Single „Bohemian

Rhapsody“ vorläufig kulminierte. Hierbei war Brian May durch sein

andauerndes musikalisches Engagement und durch sein charakteristisches

Gitarrenspiel sowie seine Begabung als Komponist

und Songwriter maßgeblich für die Erfolgsgeschichte von Queen

verantwortlich.

May zum Astrophysiker promoviert. Der nächste Karriereschritt als

Astrophysiker erfolgte im Jahre 2015, als er offiziell zum „Scientific

Collaborator“ des NASA-Projekts „New Horizons“ deklariert wurde.

Ziel dieser Weltraummission ist die Erforschung des Pluto-Systems

mithilfe der Raumsonde „New Horizons“, die bereits im Januar 2006

ihre Reise ins Weltall antrat. Mit seinem Song „New Horizons (Ultima

Thule Mix)“, der die gleichnamige NASA-Mission thematisiert, bringt

May seine beiden Wirkungssphären zusammen.

Es bleibt die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Musik und

Naturwissenschaften, zwischen Rock und Astrophysik, zwischen

Queen und NASA. Brian May verbindet zwei außergewöhnliche

Passionen in einer faszinierenden Persönlichkeit, die durch eine

Konstante charakterisiert scheint: den Griff nach den Sternen.

Mehr Infos zum Thema findest du auf www.gemsessions.shop

Songwriter, Komponist und Promotionsstudent

Anschließend an die aktive Queen-Epoche in Ursprungsbesetzung

widmete sich May ab Oktober 2006 dezidiert der Vollendung seiner

begonnenen Promotion und immatrikulierte sich dazu erneut am

Imperial College London. Bereits im darauffolgenden Jahr reichte er

die fertige Dissertation ein, zu deren Bearbeitung und Finalisierung

er die zwischenzeitliche Weiterentwicklung der Astrophysik-Forschung

berücksichtigen und einbeziehen musste. Die Doktorschrift

mit dem Titel „A Survey of Radial Velocities in the Zodiacal Dust

Cloud“ setzt sich u. a. mit der Diffusion von Zodiakallicht durch interplanetaren

Staub auseinander. Einen Monat später und 37 Jahre

nach dem ursprünglichen Beginn seiner Dissertation wurde Brian

9

Quellen:

https://www.nasa.gov/feature/rock-starastrophysicist-dr-brian-may-goes-backstagewith-new-horizons

https://de.wikipedia.org/wiki/Brian_May

Beitragsfoto: https://www.mynspr.org/show/blue-dot/2019-02-21/blue-dot-134-alanstern-brian-may


SMALLTALK

JULIAN

Redaktion: Simon Palzer

Foto: Elena F. Barba

Wer steckt hinter den Anhänger-Designs?

Habt ihr euch bereits gefragt, wie die GEM SESSIONS-Anhänger entstehen, wie sie gestaltet und produziert werden? In dieser Beitragsreihe

sprechen wir pro Ausgabe mit einem Menschen, der einen wesentlichen Anteil am Entstehungsprozess der Anhänger hat.

Für den ersten Teil befassen wir uns mit dem Ursprung eines jeden

Schmuckstückes – dem Design. Bei GEM SESSIONS ist Julian

Cappel (24, Musikmanagement-Student an der Universität des

Saarlandes & Gitarrist) seit seinem Praktikum bei GEM SESSIONS im

Jahre 2019 für die Designs der Kettenanhänger verantwortlich.

Seine Faszination für die Umsetzung von Band-Logos in Anhänger-

Designs entwickelte er „aus Neugier“ am Design und Interesse für

die jeweiligen Bands. Dabei ist der Designprozess sehr vielfältig

und variiert je nach Band-Logo, die Schwierigkeit hierin besteht

insbesondere in der Umwandlung des grafischen Logos zum Anhänger-Design.

Der nächste Arbeitsschritt kommt dem fertigen Schmuckstück schon

wesentlich näher. Julian: „Sobald das grobe Design steht, erstelle

ich dann noch Mock-Ups (Anm. d. Red.: digitale Modelle). Damit wird

die Anhänger-Gestaltung vollendet und die finale Designvorlage an

die Produktionsabteilung weitergegeben.

10

Weit mehr als bloße Ästhetik

Neben der Gestaltung legt Julian Wert auf den Nachhaltigkeitsgedanken

des Unternehmens, der über ökologische Vorteile hinaus

auch ideellen Mehrwert hervorbringt: „Wenn man weiß, dass es von

einem Schlagzeug stammt, das gespielt wurde und immer noch dieselbe

Textur hat, gibt das dem Ganzen nochmal Leben.“

Mehr Infos zu unserem Team findest du auf www.gemsessions.net


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Halskette: ALEX LANDENBURG

Kollektion: SIGNATURE

Modell: Alex

Fotografin: Elena F. Barba

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Halskette: TRINITY

Kollektion: PAGAN

Modell: Nancy

Fotografin: Elena F. Barba

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