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sporting hamburg - SEPTEMBER 2022

Stadtsportmagazin

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September 2022

monatlich & kostenlos

Davis Cup:

Im Team für

Deutschland

Segeln:

Mit dem Ehemann

für Olympia

sporting-Lars:

Jetzt rockt er Hawaii

Basketball:

Towers aus Marketingsicht

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NEU

GANZ NÜCHTERN BETRACHTET:

EIN GROSSARTIGES PILSENER.

RATSHERRN PILSENER. JETZT AUCH ALKOHOLFREI –– 0,0 %.

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Editorial

ENTFACHE DIE

LEIDENSCHAFT

ERLEBE DEN DAVIS CUP

13.-18. SEPTEMBER

HAMBURG • ROTHENBAUM

ROAD TO MALAGA

© Foto: Thomas Hampel

Liebe

Leser:innen!

Wahrscheinlich sind es einige

Faktoren, die da zusammenkommen.

Aber geht, fährt,

läuft man mit offenen Augen

durch die Stadt, hat man, falls

man keine Sportschuhe anhat,

fast ein fieses Gefühl.

Warum? Weil sich ganz Hamburg dreht und bewegt, man selbst aber

gerade tatsächlich dummerweise arbeiten muss, oder einkaufen

oder so. Wie macht der das, der da am hellichten Dienstagvormittag

auf der Alster paddelt und nicht im Rentenalter ist? Home-Office?

Egal. Fakt ist: Hamburg ist im Aktivitätsmodus, und SUP-Bretter

unterm Arm auf Straßenkreuzungen gehören inzwischen ja zum

Stadtbild der Active City mit ihren unendlichen vielen Sport- und

Freizeitmöglichkeiten, würde unser Sportsenator sagen. Und schwerst

verschwitze Menschen in knappsten Laufhosen, Tanktops an der Käsetheke – who cares?

Hamburg gibt Gas, aus sportlicher Sicht. Ist es immer noch der Corona-Nachholbedarf,

der das forciert, sind es Sorgen um die Ukraine und eben die Gas-Preise, Sorgen … die

nach Ablenkung schreien? Oder sind es die warmen Temperaturen, die die gute Laune,

die entspannten Menschen, auch vieles mehr an Freizeit- bzw. Sportaktivitäten möglich

machen? Auffällig nämlich, wie viel und vor allem wie selbstverständlich in den Parks

nicht nur gejoggt wird: Spikeball, Slackline, Yoga, Kendo, CrossFit, ... Alles geht, macht

Spaß und ’ne tolle Atmo – und reißt irgendwie auch mit. Wenn nicht jetzt, dann am Abend,

am nächsten Morgen. Und schaut man auf die großen und kleinen Sportevents an den

Wochenenden: Ein Wahnsinn, was da geboten wird, zum Zuschauen und Mitmachen. Hin da.

JETZT

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Davis Cup-Ticket-Hotline: 01806 – 57 00 77*

und an allen EVENTIM-Vorverkaufsstellen

* 0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus allen dt. Netzen

© Titelfoto: Paul Zimmer

Partner:

All das ist großartig, ist positiv, gibt ein gutes Lebensgefühl, macht ’ne schöne Stimmung

und ist wunderbar bunt und vielfältig, forciert aber auch ein Miteinander, ein WIR.

Genau das ist unser Ding, das finden wir natürlich super, und wir sind sehr motiviert, auch

der Vielfalt im Sport immer wieder Raum zu geben: Lest in diesem Heft neben Basketball,

Segeln, Hockey, Rudern, Boxen, Fußball gern deswegen auch über Beachhandball, SUP-

Sprint und Orientierungslauf. Jeder, wie er mag, das mögen wir.

Viel Spaß beim Lesen.

Martin Blüthmann (martin@sporting-magazin.de)

© Foto: Mediaserver Hamburg/Oliver Scholl

2 3


sporting hamburg

Das ist

drin:

© Foto: Mediaserver Hamburg/Andreas Vallbracht

Editorial 3

Schuss des Monats: Golf

Remmidemmi in Falkenstein 6/7

Davis Cup

Ganz großes Tennis 8/9

Segeln: Nastya Winkel

Jetzt neu: PAARsegeln olympisch 10–12

Basketball: Veolia Towers Hamburg

Neuer Lebensabschnittsgefährte 14 –16

Hockey in Hamburg

Kira Horn am Tresen bei PECO 18–20

Ruder-Bundesliga: kommt nach HH!

Hamburg Active City steigert die Schlagzahl! 22/23

Hamburger Sportbund

Katharina, die Präsidentin 24/25

Die sporting-Tipps

im September 26/27

Fußball: HFV

Moni ist Frauen-Fußball 28/29

Boxen: Dilar Kisikyol

„Ich bin meine eigene Frau!“ 30/31

IRONMAN

Super-sporting-Lars 32/33

BEMER Cyclassics

Was sind wir erfreut! 34/35

Kletter High-pe

Event: Klettern an der Aster 36–38

Gravel Bike

Echte Überzeugungstäterin 40/41

Stand Up Paddling

Zwischen Äckern 42/43

Muskeln – und Du bleibst gesund

11. Internationaler Hamburger Sportkongress 44/45

Active City kurz notiert

Bewegung/Tennis/Festival 46/47

Beachhandball

Let’s go to the Beach 48/49

Impressum 49

Orientierungslauf

Nur für Füchse 50

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Tel.: 040/432084520 • www.steuermann-hamburg.com


Das ist FETTTTTT!

Wo gibt’s denn so was? Remmidemmi in Falkenstein:

Die Damen UND die Herren vom Hamburger Golf-Club

sind Deutsche Mannschaftsmeister 2022. Beide!

Gratulation zum Double! Läuft bei Euch.

© Foto: Frank Föhlinger

6


© Foto: Paul Zimmer

Davis Cup

© Fotos: Paul Zimmer

© Foto: Thorsten Baering

Ganz großes

Tennis

Der Davis Cup, er

hat ja immer so

seinen Spezial-

Reiz.

Denn wenn die ganzen Tennis-Recken, die um die Welt

düsen und versuchen, Weltranglisten-Punkte zu sammeln,

dabei sicherlich auch maximal Geld zu verdienen, ihre

eigenen Interessen zurückstellen und das Deutschland-

Trikot überziehen, um für ihr Heimatland anzutreten – das

hat schon was.

Und wenn das dann noch in Hamburg ist, könnte man ja

fast durchdrehen. Tatsächlich trifft sich der Davis Cup in

diesem Jahr mit seinen finalen Gruppenspielen hier in Hamburg am

Rothenbaum. Das ist toll für die Hamburg Active City, das ist klasse für

alle Hamburger Tennis-Fans und überhaupt, für die Freunde vom Team

Deutschland. Denn die Männer von Bundestrainer Michael Kohlmann

treffen auf Australien, Belgien und Frankreich. Die reisen natürlich mit

ihren Spitzenspielern an, und auch Kohlmann hat das Beste aufgeboten,

was Tennis-Deutschland so zu bieten hat, und genau dieses Team war

ja auch schon in der Quali-Runde gegen Brasilien mit 3:1 erfolgreich.

Kein Geringerer als Olympiasieger Alexander „Sascha“ Zverev führt

das Team an, mit ihm der aktuell zweitbeste Deutsche, Oscar Otte.

Tatsächlich ist Sascha, Nummer 2 der Weltrangliste, 19-maliger Sieger

von ATP-Turnieren, ein großer Freund von Mannschaftswettbewerben,

erst recht, wenn sie dann auch noch vor heimischen Publikum sind;

Das aktuell beste deutsche Doppel: Tim Pütz und Kevin Krawietz (hier in Innsbruck).

nicht nur in Deutschland, sondern am besten direkt in der alten Heimat.

Zverev und Otte waren zwar zuletzt verletzt, Zverev hat aktuell sogar

die US-Open geschwänzt, um in Hamburg spielen zu können (das liest

sich doch toll), aber Cheftrainer Kohlmann geht davon aus, dass sie

in Hamburg punkten werden und fit sind: „Ich bin überzeugt, dass

beide zum Davis Cup in Hamburg rechtzeitig fit sind.“ Und

Oscar Otte, der erstmalig im deutschen Aufgebot

zum Einsatz kommt, freut sich tierisch auf die

Chance, in Deutschland für Deutschland zu

zeigen, was er drauf hat. Immerhin stand

der Gute in diesem Jahr schon in Stuttgart,

München und Halle im Halbfinale.

Die beiden Einzelspieler werden komplettiert

durch Jan-Lennard Struff, den Kohlmann

unbedingt dabei haben wollte, weil er – wie

er sagt – ein super Team-Spieler ist und „sich

immer in den Dienst der Mannschaft stellt.“ Das

Doppel werden Tim Pütz und Kevin Krawietz spielen.

Sie sind im Davis Cup ungeschlagen, warum sollte

er da dann etwas ändern, findet Kohlmann. Wir so

als Hilfs-Bundestrainer geben ihm da Recht. Und wir

würden gern auch Sascha Zverev Recht geben, er sagt:

„Wir sind ein starkes Team. Wenn wir in Bestbesetzung

spielen, können wir weit kommen und den Davis Cup sogar

gewinnen.“ Schaun wir mal. Wir gucken uns das an.

Wenn Ihr dabei sein wollt:

Spielplan Davis Cup Group Finals

Dienstag, 13.09.2022: Belgien – Australien

Mittwoch, 14.09.2022: Frankreich – Deutschland

Donnerstag, 15.09.2022: Frankreich – Australien

Freitag, 16.09.2022: Deutschland – Belgien

Samstag, 17.09.2022: Frankreich – Belgien

Sonntag, 18.09.2022: Deutschland – Australien

Beginn jeweils um 14:00 Uhr. Tickets erhältlich bei

Eventim und unter www.daviscupfinals.com.

Das war noch nie da!!!!

Wer will die Münze

werfen?

Für das zweite Einzel Deutschland gegen Frankreich

(14.09. um 14:00 Uhr) darfst Du das Zünglein an der Waage

sein, das Quäntchen Glück, das … und die Münze werfen:

Aufschlag, Seite, Du hast es in der Hand.

Bewirb Dich bis zum 10.09.2022 formlos,

aber kreativ per Mail bei:

info@sporting-magazin.de

Betreff: Vorteil sporting.

Viel Glück!

Unterstützt von: Davis Cup

8

Alexander Zverev und Sportsenator Andy Grote bei der Kick-off-PK: Zuversicht im Blick.

Neben Zverev die zwei weiteren Einzelspieler Oscar Otte (oben) und Jan-Lennard Struff (im weiteren Kader).


© Foto: Lina Nagel (DSV)

Segeln

Jetzt neu:

PAARsegeln

olympisch

easy muss das nicht sein, wenn man immer aufeinandersitzt, in der

Intensität. Aber Heißdüse Nastya lacht: „Malte hatte keine Wahl“,

sagt sie, „und stell Dir doch mal vor, wir wären gegeneinander an

den Start gegangen, geht auch nicht! Oder einer von uns hätte,

weil das ja nicht geht, aufhören müssen, derweil der/die andere

sich auf Olympia vorbereitet, auch scheiße“, also rein faktisch: das

Ehepaar-Programm für Hartgesottene. Malte ließ sich überzeugen

und seit einem Jahr sind sie auch eine Mannschaft. Anastasiya

sieht das tatsächlich pragmatisch: „Wir müssen im Boot immer

einen Konsens finden, das schult.“ „Andererseits kann man sich,

gerade in Grenzsituationen, auch wenn es sportliche sind, sehr

gut kennenlernen“, sagt Malte sehr ruhig und strahlt, dann fährt er

fort: „Und wir haben ein festes Ritual nach dem Ablegen, gucken

uns an, und dann ist Sport.“ Verstanden. Dann werden Schalter

umgelegt. Und das scheint zu klappen, denn als Paar machen sie

einen perfekten Eindruck. Sportlich auch, bedenkt man, dass es

im Deutschen Segler-Verband 4–5 Boote gibt, die unter die Top Ten

fahren können. Und nur ein Boot kann Germany‘s next Top-470er

werden, denn jede Nation hat bei Olympia nur einen Startplatz.

Die ersten Regatten fühlten sich ganz gut bis super an. Auf Malle

im Frühjahr waren sie 8., Hyères haben sie ein bisschen verkackt,

dafür die Kieler Woche und zwei Testregatten vor Marseille (das ist

das Olympia-Revier) gewonnen. Weiter so! »

Die Crew Winkel/Winkel vor Mallorca.

© Foto: Felix Diemer

© Foto: Felix Diemer

Auch mit 470er-Seglerin Anastasiya Winkel vom Norddeutschen

Regatta Verein hatten wir einen langen

Talk im Rahmen unserer Redaktionskonferenz auf

Instagram Live.

Nastya hat aktuell richtig viel zu erzählen. Anlass am 01. August auf Insta war, dass sie ganz

spontan, mehr so als Ersatz, auf das NRV-Boot im Finale der Champions League gehüpft war

und die Truppe prompt das Ding nach Hause segelte. Dazu wollten wir mit ihr schnacken,

denn das ist WOW. Dann ist sie, weil in der Ukraine geboren, natürlich noch ganz anders

betroffen von der Katastrophe, die Putin da in ihrer Heimat verantwortet, weswegen sie

von Beginn an Freund:innen und Freundesfreund:innen eine Bleibe in Hamburg vermittelt,

dolmetscht und hilft, wo sie kann. Das verdient doppeltes WOW. Denn „nebenbei“ trainiert

Nastya für Olympia, sie will im 470er an den Start. Das ist eine schnelle, schnittige, sehr

flache Zwei-Mann-Jolle, fast wie ein großes Surfbrett zum Sitzen, aber mit Spinnaker und

Trapez, also richtig viel gesessen wird da nicht. Die Karten für den Start in der 470er-Klasse

in Deutschland werden seit kurzem komplett neu gemischt, denn: Zukünftig wird im Mixed

gesegelt. Hui.

DEIN ZEITSCHRIFTENDRUCKER

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Und nun will es der Zufall, dass Nastyas Mann Malte, er ist nämlich der Winkel von beiden,

auch 470er segelt. Bislang gab es die Bootsklasse männlich und weiblich, nun dann eben

die Mixed-Version. Wer jetzt denkt, die beiden haben sich sofort gedacht, yiiihaaa, also dann

wir, hat sich schwer getäuscht. Und dazu sprechen wir mit den beiden, auf dem Sofa des

NRV. Malte, der etwas ruhigere Vertreter, (Nastya, sagte Malte ist „deutlich impulsiver“), war

vorsichtiger, längst nicht so euphorisch. „Weil ich einfach unsere tolle Ehe nicht gefährden

wollte“, sagt er unumwunden. Und man muss wohl Spitzen-Olympia-Jollensegler sein, um

das Beziehungsgefährdungspotenzial am besten einschätzen zu können, aber nun ja: So

10

Die gebürtige Ukrainierin engagiert sich on top sehr beeindruckend für Geflüchtete und hilft ihnen dabei, in Deutschland Fuß zu fassen.

IRGENDEINE

DRUCKEREI


Segeln

© Foto: Felix Diemer

Und dann haben sie sich jetzt gerade neue Masten gekauft, klingt

wie: „Bestell mal bei Flink“, aber faktisch „… haben wir durch unser

Gewicht, unsere Körpergrößen, das Boot, das ja sehr filigran ist,

komplett neu konfigurieren müssen, auch viel Lehrgeld bezahlt.“

Jetzt scheint es zu flutschen. Sie trainieren in der Regel in Kiel gegen

ihre – eher mit ihren – ehemaligen Bootskamerad:innen Luise

Wanser (sie fuhr bis Tokio mit Anastasiya) und Philipp Autenrieth.

„Das bringt es absolut, das ist Training auf höchstem Niveau, das

nicht auszunutzen, wäre saudoof“, sagt Malte. „Wir können das

sehr gut trennen, sind mit ihnen befreundet, aber auf dem Wasser

schenken wir uns gar nichts.“ Das ist ja klar, klingt krass. Die Event-

Highlights in diesem Jahr kommen noch: Gerade haben sie beide

Boote, die braucht es schon, gleichzeitig verschifft. Das eine ging

mit dem ganzen Gelumpe in die Türkei, da ist Mitte September EM,

der zweite Container ging mit dem sozusagen komplett gleichen

Gepäck, Boot, Masten etc., nach Israel, denn da wird für die dort

in Sdot Yam stattfindende WM Ende Oktober gleich weitertrainiert.

Ein toughes Programm für das Ehepaar Winkel, aber wir glauben

an Euch. So oder so.

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© Foto:sporting hamburg

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12


Basketball: Veolia Towers Hamburg

© Foto: Home United

Neuer

Lebensabschnittsgefährte

„Die gemeinsam entwickelten Ideen müssen sowieso matchen, alle

sollen glücklich sein.“ Wenn er von „matchen“ spricht, heißt das

soviel wie: „Die Ideen, die akquirierten Partner, die potenziellen

Sponsoren müssen zu uns passen“, klingt einfach, ist es nicht

immer, in Sportdeutschland. Und nicht selten fliegt Profi-Vereinen

die Sponsorenauswahl um die Ohren, wenn die Fans keinen Spaß

an Legebatterien haben. „Die DNA des Klubs muss zur Marke des

Sponsors passen“, sagt Jan, sagen auch Lehrbücher, und Jan, aus

Wedel kommend, beschreibt noch mal die Towers-Gründungsidee:

„Wir wollten und wollen, dass Kids ihr Potenzial entfalten, dass sie

Vertrauen in sich, ein Ziel vor Augen haben und ein glückliches

Leben führen.“ Jan weiter: „Deswegen sind uns auch die Menschen

selbst so wichtig“, mit den Spielern werden dahingehend sogar sehr

ausführliche Gespräche geführt. „Raoul und Marvin legen auf den

Charakter sehr viel Wert“, beschreibt Jan die Idee, diese Auffassung

auch nachhaltig zu leben, weiterzuführen. „Und in unserem Players-

Guide erfahren alle Neuzugänge noch mal und sehr konkret, um

was es bei den Towers geht.“ Runtergebrochen auf das Thema

Vermarktung gibt es, wir würden jetzt mal sagen, eine Blacklist mit

Unternehmen und Branchen, die für die Towers als Partner nicht

infrage kommen. „Zigaretten zum Beispiel“, ist ja klar.

Und nun befragt zum neuen Hauptsponsor Veolia, der dann gleich

auch noch den Namen mitbringt: „Das waren tolle Gespräche“, erklärt

Jan, mit Matthias Harms, dem Geschäftsführer Deutschland, und

dem Marketingverantwortlichen Andreas Montag, die schon seit

2019 Partner sind. Aber einfach so den Namen hergeben …? „Zum

Beginn der Gespräche ging es zunächst darum, ob wir das

tatsächlich machen wollen“, strahlt Jan. »

Matthias Harms, Geschäftsführer Deutschland des neuen Namensgebers Veolia.

Linke Seite: Towers-Geschäftsführer Jan Fischer.

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© Foto: Veolia/www.spitzlicht.de

Da stellt sich eine Mannschaft, und zwar die der Stunde der letzten Hamburger

Sportjahre, vor Saisonbeginn nebst Trainer nahezu komplett neu

auf, ändert dann auch noch ihren Namen – und findet selbst, dass alles

bleibt, wie es ist.

© Foto: Veolia/www.spitzlicht.de

Das machte uns neugierig und wir flitzten

nach Wilhelmsburg. Das Team der

Veolia Towers Hamburg selbst arbeitete

fleißig in Polen im Trainingslager, aber wir wollten ja sowieso nicht über Sport sprechen,

sondern Marketing, die Basisarbeit. Denn ohne Geld keine neuen Spieler und kein Trainingslager

und kein … – ganz einfach. Also trafen wir uns mit Jan Fischer, gemeinsam mit Marvin

Willoughby Initiator, Gründer und Geschäftsführer der Towers; Jan weniger Sport, dafür mehr

den Rest. Und Jan holte uns mal ordentlich ab, inhaltlich.

Das Marketing an sich ist grundsätzlich dreigeteilt: Kommunikation/Werbung/PR verantworten

die Veolia Towers selbst, das machen Pressesprecher Florian Eisebitt und Medien- und

Marketingmanagerin Annie Brandt nebst weiterer Unterstützung. Die Vermarktung läuft

über die Agentur More than Sports und ist im Grunde die dritte Instanz in Sachen Marke

und Marketing. Die More than! Gruppe gehört in das Netzwerk von Immobilien- und unter

anderem Sport-Investor Tomislav Karajica, der auch Hauptgesellschafter der Veolia Towers

Hamburg ist. Inzwischen ist More than Sports auch für Austria Klagenfurt, Viktoria Berlin,

European League of Football und deren Hamburger Vertreter, die Sea Devils tätig. „Die enge

Verbundenheit macht die Zusammenarbeit deutlich einfacher“, erklärt Jan die Konstellation.

15


Basketball: Veolia Towers Hamburg

Ruder-Club Favorite Hammonia – www.rcfh.de

© Fotos: Florian Eisebitt

„Es gab einen sehr intensiven Austausch dazu“, erklärt er weiter,

und das ergibt Sinn, ist ja ein bisschen wie heiraten. „Erwartungen

wurden ausgetauscht“, strategische Ziele des französischen

Recycling-Riesen in Deutschland diskutiert. Denn der Towers-Partner

will mit seinem Engagement – und viele Ideen für eine sogenannte

Aktivierung des Veolia-Engagements werden gerade gemeinsam

entwickelt – natürlich nicht nur in Hamburg punkten.

„Bekanntheit der Marke“ zum Beispiel

war eines der Ziele, was jetzt

nicht wirklich überrascht, „aber gerade

das Thema nachhaltigkeit im Zuge

der Kooperation hat uns wirklich

überzeugt“, sagt Jan.

„Kreislaufwirtschaft, Recycling, … im Zuge dessen wollen wir auch

zur Sensibilisierung beitragen“, sagt er, „und dann werden wir für

Aufmerksamkeit für die Marke sorgen, auch an den Auswärtsspielstätten,

als Botschafter sozusagen“, erklärt er weiter. Und je besser

sie spielen, desto mehr davon, um dann mal wieder die sportliche

Komponente einzubringen. „So ist das im Profi-Sport, auch wenn

man eine sehr basische Marken-Idee hat“, meint Jan und fügt hinzu:

„Die Fans fanden´s fast ausnahmslos positiv, sie wollen ja auch, dass

wir erfolgreich sind“, sagt er, „und es bleibt ja wirklich vieles, wie

es war. Wir sind es eben.“

strong

t o g e t h e r

D e u t s c h l a n d s s c h n e l l s t e V e r e i n s - A c h t e r

p o w e r e d b y

16

Headcoach Raoul Korner hat die große Aufgabe, aus der Mannschaft ein Team zu formen. Hier im Trainingslager in Polen.

17.09.22 ab 9:00 Uhr,

Finals ab 18:00 Uhr

Final-Renntag

Ruder-Bundesliga

Binnenalster/

Neuer Jungfernstieg


Hockey in Hamburg

präsen tiert von

© Foto: T.H.W. Sport Equipment GmbH

© Foto: privat

Mit dem Team aus Amsterdam gewann Kira die European Hockey League 2022. Mitte: Zurück in Hamburg spielt sie wieder für Der Club an der Alster.

Rechts: Mit den Danas wurde sie zweimal EM-Zweite.

© Foto: DCadA / Max Hildebrandt

© Foto: Paul Hütttemann

Kira Horn

am Tresen

bei PECO

Sie ist zurück aus Amsterdam, und an dem Wochenende,

an dem wir sie treffen, hat sie gleich ihre ganze Amsterdamer

Truppe für Trainingsspiele (und für abends gute

Laune mit Musik) mitgebracht.

Wir sprechen von und mit Kira Horn (27), Spitzen-Hockey-Spielerin

vom Der Club an der Alster,

und zwar stilvollerweise am nagelneuen Tresen

bei PECO Sport. Die haben zwar keine neue

Szene-Kneipe aufgemacht, sondern „nur“ ein

riesen Sportgeschäft in Winterhude, aber das

hat tatsächlich einen Wohlfühl-Tresen – und

Kaffee gibt’s da auch.

Begonnen hat Kira ihre Hockeykarriere beim UHC, und schon in der Zeit brillierte sie

schnell, wurde zweimal Deutsche Jugendmeisterin, war in jeder U-Klasse auch als Nationalspielerin

unterwegs, alles bene. Nach dem Abi hatte sie eine einjährige Daddel-Phase,

wie sie sagt, war unter anderem in Afrika und hat dort bei der vom Hamburger Delf Ness

gegründeten Alster Grootbos Hockey Foundation geholfen, wie sich das gehört. Und

als sie zurückkam, war Alster angesagt. „Mich reizte der damals

angestoßene Neu-Anfang bei Alster, ich hatte Bock auf was Neues“,

weswegen sie da sozusagen direkt einstieg und sich mit und unter

Trainer-Legende Maus, Jens George, zu neuen Ufern aufmachte.

Das war 2014 – und das Team wurde besser und besser: 2018

waren sie Deutsche Meisterinnen Halle und Feld, 2019 Feld, 2020

Halle, „da habe ich aber nicht mitgespielt.“ Seit 2018 war sie im

Kader für Tokio. Das war dann sportlich eher eine Enttäuschung,

wahrscheinlich schrie es nach einer Zäsur, auch für Kira.

Und da kamen dann ihre Kontakte in den Niederlanden, zum

AH&BC (Amsterdam) ins Spiel: Kurz entschlossen, und das passt

zu ihr, packte sie ihre Tasche und spielte erfolgreich ein Jahr auf

holländisch. Bei Alster reagierte man verständnisvoll. Gleichzeitig,

und das ist für die konsequente Verteidigerin Programm, startete

sie in Amsterdam ihr Master-Studium, nachdem sie zuvor im dualen

Studium in Hamburg an der HSBA ihren Bachelor in Business

Administration gemacht hatte. Sie ist fokussiert, kann man sagen,

denn trotz vieler neuer Bekannt- und Freundschaften hat sie dort

auch ihr Masterstudium erfolgreich durchgezerrt, „habe immerhin

alle Klausuren bestanden“, lacht sie. „Ich hatte eine Mega-Zeit“,

führt sie fort, und nicht umsonst waren die Amsterdamerinnen

gerade zu Besuch in Hamburg. „Man muss sich eben schon auch

um die Zeit danach kümmern, sonst steht man da, ist 30, hat mit

Glück ein paar Medaillen, aber ansonsten nichts.“ No way, nicht

mit Kira. Sie schreibt ab November ihre Masterarbeit, hat gerade

eben ein Praktikum bei PWC begonnen, was auch keine ganz

schlechte Adresse ist, war bei der diesjährigen WM in Spanien/

Niederlande dabei (wegen heftig Corona leider nur bis zum Viertelfinale,

die Kolleginnen wurden 4.), und sie hat Paris 2024 festest im

Blick. Und natürlich ihre Mädels und die Mannschaft bei Alster. In

beiden Fällen mit neuen Trainern: Für die Nationalmannschaft ist

inzwischen ja Valentin Altenburg am Start, „wir haben die gleiche

Hockeyauffassung“, sagt sie und freut sich über die Zusammenarbeit;

und bei Alster hat der Niederländer Stan Huijsmans jetzt den Hut

auf. Kira zieht durch: „Halbe Sachen sind nicht mein Ding“, was

offensichtlich ist. »

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© Foto: sporting hamburg

Hockey in Hamburg

#LEISTUNGLEBEN

Neueröffnung des neuen PECO Stores am Hofweg in Winterhude.

Und wir bestellen noch einen Kaffee an der PECO-Bar. Es ist Eröffnung

und Inhaber Christian Cohrs, die gesamte Familie und GF Benni

Frucht sind am Start und stolz wie Bolle. Zu Recht. Flächenmäßig

fast verdreifacht, sortimentsmäßig eher verfünffacht, und die

Motivation kennt keine Grenzen. Christian Cohrs: „Dass wir mehr

Platz brauchten, war sowieso klar, nun sind wir aber auch gleich

direkt zu unseren Kunden gezogen“, lacht er. Der Zufall wollte es

so, und die Ladenfläche am Hofweg war einfach spannend. „Wir

wollen Winterhude für Sport begeistern“, sagt Benni Frucht, „wenn

sie das nicht schon sind; aber hier sind so viele aktive sportliche

Menschen am Start, weswegen es bei uns fortan neben einem

breiten Angebot für die Hockey-Community auch Fitness- und

Laufzubehör, Yoga- und allen voran Padel-Tennis-Equipment gibt“,

erklärt er. Und Christian Cohrs ergänzt: „Wir wollen schon immer

zufriedene Kunden, wir wollen das Gespräch mit ihnen, den

Austausch“, weswegen es wohl auch ’ne dicke Couch zum Kaffee

gibt. Good Luck!

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Rudern

Hingehen und Anfeuern!

© Fotos: Alexander Pischke/Ruder-Bundesliga

Hamburg Active City

steigert die Schlagzahl!

Die Ruder-Bundesliga kommt

auf die Binnenalster!!!!!

Direkt auf der Binnenalster, genau vis-à-vis des Hotels Vier Jahrszeiten, werden

sie sprinten, die schnellsten Vereinsachter Deutschlands, und es wird auch

noch das Finale der Bundes liga-Saison sein.

Bei den Sprintrennen sind Schlagzahlen bis zu 50/Min. Programm, heißt: maximale Erschöpfung.

sporting-Herausgeber, er ist auch Trainer des Hamburger Männer-

Achters in eben dieser Liga, freut sich tierisch: „Unser ganzer Club

gibt richtig Gas, viele helfen mit. Wir wollen unseren Gästen, den

teilnehmenden Mannschaften, eine schöne, herzliche, coole Veranstaltung

bieten, freuen uns aber auch, wenn die Zuschauer:innen

erleben, wie attraktiv Rudern ist, erst recht, wenn man den Sport so

hautnah sieht“, am besten selber praktiziert. Denn natürlich können

die Zuschauer:innen gleich Probetrainings und Schnupperkurse

vereinbaren. „Wir wollen die Hamburger:innen mit diesem Format

für unseren Sport begeistern“, führt er fort. „Umso mehr freuen wir

uns natürlich auch über die Unterstützung der Pollmann Stiftung,

die sich dem Wassersport sehr verschrieben hat, und bedanken

uns auch bei der Stadt, allen relevanten Genehmigungsbehörden

und ihren sehr freundlichen Kolleg:innen, die waren wirklich alle

sehr hilfreich.“ Mark Schreyer, er ist 1. Vorsitzender von Favorite

Hammonia: „Unser ganzer Ruder-Club ist engagiert, hilft, wo er kann,

backt Kuchen, schiebt Nachtwache in den Unterkünften, koordiniert

den Bootsverkehr auf der Alster – immerhin kostet ein Rennachter

ca. 60.000 Euro, da darf dann eben nichts passieren. Alle hängen

sich richtig rein, um unseren Gästen aus ganz Deutschland und

Österreich eine tolle Zeit in der schönsten Stadt zu bieten, natürlich

auch sportlich, faire, optimale Wettkampfbedingungen, bis hin

zur After-Row-Party, die in diesem Jahr im Landhaus Walter im

Stadtpark stattfindet.“ Und dabei ist es den Ruderern sehr wichtig

gewesen, auch ökologisch möglichst nachhaltig vorzugehen, denn

die Veranstaltung ist komplett klimaneutral, es gibt E-Boote für

Offizielle und Fotograf:innen, Schiedsrichter:innen bleiben an Land,

Fahrgemeinschaften bei Bootstransporten, bis hin zur maximalen

Vermeidung von Abfall, vor allen Dingen Plastikmüll.

Gerudert bzw. gestartet wird am 17.09. um 09:00 Uhr

mit den Time-Trials, Achtel-, Viertel-, Halbfinals sind

in Blöcken über den Tag verteilt, die wirklichen Finals

finden ab 18:00 Uhr statt.

Es wird großartig moderiert, gibt laute Musik, Würstchen, Holsten

für die Zuschauer:innen. Aus Hamburger Sicht geht bei den Frauen

der „Alstersprinter“ an den Start, die Hamburgerinnen sind aktuell

Tabellenfünfte in einem Neun-Boote-Feld, als aktuell Tabellenvierter

von 18 Booten startet der Active City XPress bei den Männern. Beide

Boote wollen es ihren Heimatclubs und Hamburger Fans natürlich

beweisen. Und Euch auch! Kommen!!

Und das Ganze nicht nur, weil die Hamburger:innen mit jeweils einem

© Foto: Mein Ruderbild/RBL

Boot bei den Herren und den Damen auch in der ersten Ruder-

Bundesliga vertreten sind. Und auch nicht nur, weil der Ausrichter

Ruder-Club Favorite Hammonia ein richtig guter Gastgeber sein will

und dafür das Rennrudern einfach mitten in die Stadt holt, sondern

auch, weil Hamburg Active City großen Spaß an echten Hingucker-

Events hat, unter anderem wegen der überraschenden Standorte.

Am 17. September steigt die Riesen-Ruder-Sause, und

Sause ist Programm. Derweil olympisches Rudern über die

Distanz von 2.000 Metern stattfindet, stellt man ja allerorts fest,

dass Sprints um einiges attraktiver sind. Schneller, athletischer,

knappere Renn-Ausgänge, mehr Action. So auch die Ruder-Bundesliga.

Denn mit bis zu 50(!!!) Schlägen in der Minute sausen, vielmehr

donnern die Frauen- und Männer-Achter über die Strecke und

bringen dann jetzt im September die Binnenalster zum Kochen.

Der ausrichtende Ruder-Club Favorite Hammonia, ohnehin sehr

Leistungssport-orientiert (aktuell sind vier Ruderer von der Fari

im WM-Aufgebot), hat sich da einiges vorgenommen. Initiator und

Orga-Chef Martin Blüthmann, u.a. Chef einer Hamburger Agentur und

© Foto: Dylan Joant

© Foto: Ingo von Schönberg

Beim Liga-Finale in Hamburg gibt es einen Tagessieger und der Liga-Champion wird gekürt.

Großes Bild: Der Hamburger Männer-Achter heißt trefflicherweise Active City Xpress.

Der Hamburger Frauen-Achter „Alstersprinter“, hier beim Renntag in Minden, ist aktuell Tabellenfünfter.

Oben: Orgachef Martin Blüthmann links, rechts: RCFH-Vorsitzender Mark Schreyer.

23


Hamburger Sportbund

© Foto: Kosinski

© Foto: Close Distance

Katharina,

die Präsidentin

Und nun zu Katharina (unter Sportler:innen

duzt man sich) von Kodolitsch, der neuen

Präsidentin des HSB. Nachdem wir mit Pia

Wilke, der neuen Geschäftsführerin der

Hamburger Sportjugend und mit Daniel

Knoblich, dem neuen Vorstand des Hamburger

Sportbundes, geschnackt haben,

kommt jetzt die Präsidentin zum Zuge.

ihre ersten Learnings. Wobei sie Verbandserfahrung mitbringt. Im

Deutschen Ruderverband ist sie im Vorstand, auch weltweit bringt

sie im Internationalen Ruderverband die Spezialdisziplin Coastal

Rowing voran, die bald olympisch wird. Sie selbst war nämlich lange

Leistungssportlerin, auch international unterwegs, weswegen ihr

unter anderem Themen wie Talentsichtung und Leistungssport sehr

wichtig sind. Sie ist regelmäßig im Austausch, ca. 2 Tage die Woche

in Sachen HSB unterwegs, unentgeltlich. „Ich möchte die Zeit und die

Kraft einbringen, die es braucht, um meinem inhaltlichen Anspruch

gerecht zu werden. Ob das anderen gerecht wird, wird sich zeigen“,

sagt sie sehr ehrlich. Tatsächlich nimmt sie repräsentative Aufgaben

wahr, sie will aber auch die bundesweite Vernetzung voranbringen,

die sie sicher aus ihren beiden anderen Verbandsjobs gelernt hat.

„Man kann so viel von anderen lernen, ich will aber auch sehr gern

Hamburger Ideen bundesweit vertreten, vorantreiben. Warum sollten

wir als Active City nicht an der einen oder anderen Stelle auch Initiator

sein“, sagt sie. „Wir werden schon gehört“, stellt sie fest.

Neben der Talentsichtung und Nachwuchsförderung sieht sie gerade

im Leistungssport überhaupt: „Da ist noch Luft nach oben.“ Das Thema

ist aber sehr komplex, fängt schon damit an, „dass in den vielen

Sportarten das jeweilige Einstiegsalter schon extrem unterschiedlich

ist, abgesehen von den vielschichtigen Anforderungen.“ Sie meint:

„Ich habe da viele Fragen.“ Sie wünscht sich Offenheit, auch über

Verbandszugehörigkeiten hinaus, „denn im ersten Schritt ist es ja

schon toll, wenn die Menschen Sport treiben“, auch wenn sie dann

vielleicht erst im zweiten Schritt in einen Verein eintreten.

Katharina ist die erste Frau als Präsidentin des HSB, sie fühlt sich

pudelwohl, aber wünscht sich schon mehr Frauen in vergleichbaren

Positionen und mehr Offenheit der männlichen Kollegen hierfür. „Denn

das nervt manchmal“, wenn sie das Gefühl hat, sie müsste sich über

Gebühr erklären. Gerade im Ehrenamt, auch im Sport, sind Frauen

stark unterrepräsentiert. „Und ich möchte da eigentlich nicht mehr

drauf hinweisen müssen. Denn das nervt nämlich auch.“ Sie macht

jetzt erstmal.

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© Foto: Close Distance

Queen Mum, könnte man sagen, machen wir aber natürlich nicht. Der

Unterschied zwischen den dreien: Die ersten beiden sind Hauptamt, so

sagt man das, Katharina ist Ehrenamt. Sie kriegt nämlich keine Kohle

dafür, dass sie, wie die anderen beiden auch, den Sport in Hamburg

vorantreiben will. Sie hat aber auch, faktisch, eine andere Verantwortung.

Einerseits repräsentiert sie den Hamburger Sport, andererseits ist

sie angetreten, Ideen einzubringen, Impulse zu geben, zu diskutieren,

mit dem geschäftsführenden Vorstand in den Austausch zu treten.

Katharina: „Letztlich wird der Unterschied zwischen Haupt- und

Ehrenamt nicht durch Befugnisse bestimmt; rein rechtlich können wir

Präsident:innen im Tagesgeschäft aber gar nichts“, grinst sie. Dann

wiederum bestellt sie aber mit ihren Präsidiums-Kolleg:innen eben

den Vorstand des Hamburger Sportbundes. Der HSB ist der freiwillige

Zusammenschluss der Sportvereine und -verbände in Hamburg mit über

522.000 Mitgliedern in mehr als 800 Vereinen. Seit Mitte November

ist Katharina nun im Amt, sie sagt: „Ich fühle mich in meiner neuen

Rolle sehr wohl, habe die ersten Monate genutzt, möglichst viel, auch

viele Akteure, kennenzulernen – der HSB ist schon ein ganz schön

großer Apparat. Und dann habe ich aber auch in vielen Gesprächen

versucht, einzuschätzen, wie da wer worauf reagiert, wie gedacht

wird. Ich habe sehr viel zugehört“, beschreibt sie die erste Phase seit

ihrer Amtsübernahme. Dieser war der Abschied von ihrem Hometurf

vorausgegangen, der Rudergesellschaft „HANSA“, sie war dort lange

1. Vorsitzende. „Inhaltlich sind wir alle sehr dicht beieinander“, sagt

sie, was ja schon mal nicht so schlecht ist. „Und na klar,

so aus einem Verein kommend, hat man auch schon mal

HSB-Präsidentin Katharina von Kodolitsch. Die Vollblut-Ruderin ist gleichzeitig auch

seine Vorurteile gegenüber Verbänden, und manches Mal

Stellvertretende Vorsitzende im Deutschen Ruderverband.

wünscht man sich sicher schnellere, individuellere Entscheidungen,

aber dafür sind wir einfach auch groß“, erklärt sie

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Die sporting-Tipps, präsentiert

von LOTTO Hamburg:

11.09. 1. FUSSBALL BUNDESLIGA: FC ST. PAULI

Nur ein Heimspiel im September: Die Profis vom FC St. Pauli treffen am Millerntor auf den

SV Sandhausen (13:30 Uhr).

Millerntor-Stadion, Harald-Stender-Platz 1, 20359 Hamburg

01.09. HANDBALL-BUNDESLIGA: HSVH

Saisonauftakt zu Hause gegen SG Flensburg-Handewitt (19:05 Uhr). Weitere Heimspiele:

11.09. (16:05 Uhr) vs. GWD Minden, 22.09. (19:05 Uhr) vs. Bergischer HC.

Barclays Arena, Sylvesterallee 10, 22525 Hamburg

11.09. LAUFEN: 39. INT. AIRPORT RACE

Die Strecke von 16,1 km (10 Meilen) rund um den Hamburger Flughafen ist amtlich vermessen,

jeder Kilometer deutlich sichtbar markiert. 11–13 Uhr.

LSV-Sportanlage, Borsteler Chaussee 330, 22453 Hamburg

02.–04.09. SEGELN: HELGAHARD CUP

Mixed-Regatta im Jede:r gegen jede:n-Modus auf gestellten Laser Bahias, einer modernen

und einfach zu segelnden Jolle.

Anmeldung: helgahard@nrv.de

11.09. HANDBALL-BL FRAUEN: BUXTEHUDER SV

Mit neuer Kapitänin Liv Süchting spielen die Buxtehuderinnen in der Halle Nord gegen HSG

Blomberg-Lippe (11.09., 15 Uhr) und gegen TSV Bayer 04 Leverkusen (24.09., 16 Uhr).

Halle Nord, Hansestraße 15, 21614 Buxtehude

02.–04.09. WURFSPORT: GORODKI-DM

Deutsche Meisterschaften im Gorodki, eine aus Osteuropa stammende Wurfsportart, die

als eines der ältesten Spiele der Welt gilt. Neugierig? Angucken!

Wilhelm-Stille-Sportanlage, Marie-Henning-Weg 2, 21035 HH

02.–11.09. SPENDENLAUF „STARK FÜR HAMBURG“

Allein oder im Team gehst/läufst/rollst Du Deine selbst gewählte Strecke und spendest mit

jedem gemeisterten km 1 Euro an die Projekte von „Stark für Hamburg“.

www.spendenlauf-alsterdorf.de

03.09. 1. FUSSBALL BUNDESLIGA: HSV

Der HSV absolviert im September zwei Heimspiele: 03.09. gegen Karlsruhe, 17.09. gegen

Fortuna Düsseldorf (beide ab 20:30 Uhr).

Volksparkstadion, Sylvesterallee 7, 22525 Hamburg

03.09. EISHOCKEY-OBERLIGA: CROCODILES HAMBURG

Saisonvorbereitung in Farmsen: 03.09. (16 Uhr) vs. MEC Halle, 11.09. (18 Uhr) vs. Hannover

Scorpions, 16.09. (20 Uhr) vs. Rostock Piranhas. Hauptrunden-Heimspiele: 23.09. (20 Uhr)

vs.EG Diez-Limburg Rockets, 27.09. (19:30 Uhr) vs. Hannover Indians, 30.09. (20 Uhr) vs.

Füchse Duisburg.

Eisland Farmsen, Berner Heerweg 152, 22159 Hamburg

11.09. STADTPARK-TRIATHLON

Die Athlet:innen aus Landes- und Verbandsliga starten zuerst, es gibt auch die „Volksdistanz“

(500 m Schwimmen im Stadtparksee, 20 km Radfahren, 5 km Laufen; auch als

Staffel) und einen Kindertriathlon.

www.stadtparktriathlon.de

13.–18.09. TENNIS: DAVIS CUP

Group Finals bei der Tennis-Team-WM, gespielt wird um den Einzug ins Finale Ende

November in Malaga. Mehr zum Davis Cup in dieser Ausgabe!

Stadion am Rothenbaum, Hallerstraße 89, 20149 Hamburg

15.–25.09. KLETTERN AN DER ALSTER

Letztes Mal haben 1.500 Menschen am offenen Klettern in der Europa Passage teilgenommen, am

18./19.09. findet hier auch der Europacup Speed statt – spektakulär! Mehr zu den Events ab S. 36.

Europa Passage, Ballindamm 40, 20095 Hamburg

16.09. LAUFEN: SUNSET MUSEUMSHAFEN

Auf dem Rundkurs (1–3 Runden à ca. 5 km) um den Museumshafen Harburg gibt’s auch

Treppen und sogar eine Schleuse, an der es wegen des Schiffsverkehrs auch mal zu Wartezeiten

kommen kann.

www.sunset-series.de/infos-museumshafen

03.09. ACTIVE CITY FESTIVAL

Sport zum Mitmachen für alle gibt’s in der Sport Area, in der Contest Area wird sich im

Skateboarding, Klettern und 3×3 Basketball gebattelt, und dann gibt’s noch die

Bühnen & Food Area. 10–18 Uhr, Wilhelmsburger Inselpark. Mehr dazu im Heft!

www.activecitysummer.de/festival

03.09. HOCKEY-BUNDESLIGA

Auch die Hockey-Bundesliga startet in die neue Saison, mit dabei je 4 Damen- und Herrenteams

aus Hamburg. Alle Spiele findet Ihr hier:

www.hockeybundesliga.de/bl1/ganzer-spielplan

03.09. HIPHOP: JUST DANCE COMPETITION

HipHop-Spektakel mit über 500 Teilnehmer:innen in 3 Altersklassen: Formationen aus

ganz D wollen sich in 3 Altersklassen in die Finals tanzen. Zwischen den Performances

gibt es Show-Acts. 10–20 Uhr.

www.justdancecompetition.de

03./04.09. DM: SPRINT-ORIENTIERUNGSLAUF

Dt. Meisterschaften im Sprint- und Sprintstaffel-Orientierungslauf auf 2 Geländetypen: Im

Einzel ein Mix aus Park, Wald und Gebäudekomplexen, bei der Sprintstaffel wird auf dem

ehemaligen Gelände der Int. Gartenschau im Wilhemsburger Inselpark gelaufen. Siehe S. 50!

www.hamburg-ol.de

04.09. RADSPORT: GROSSER PREIS VON HH-VOLKSDORF

Bei der 37. Ausgabe des internationalen Radrennens geht’s in Volksdorf wieder rund, Start

und Ziel: Im Alten Dorfe. 9–16 Uhr, Hauptrennen Elite (75 Runden à 1 km): 14:20 Uhr.

www.rg-hamburg.de

04.09. BARMER ALSTERLAUF

Die 33. Ausgabe des Klassikers: der Hamburger Zehner, einer der größten Straßenläufe über

10 km in Europa. Start (9 Uhr) und Ziel ist am Ballindamm, der Schülerlauf (1,2 km) startet

um 9:10 Uhr.

www.alsterlauf-hamburg.de

17.09. RUDER-BUNDESLIGA: FINALE

Unsere Schwester sporting etc veranstaltet spannendste Achterrennen in Hamburgs guter

Stube. Ab 9 Uhr, Finals ab 17:30 Uhr. Mehr dazu auf Seite 22/23!

Binnenalster/Neuer Jungfernstieg, 20354 Hamburg

17.09. LANDESSCHWIMMFEST

Neben den Hamburger Meisterschaften im Para-Schwimmen gibt es auch Wettbewerbe

für alle Interessierten und einen Spaßwettkampf ohne Wertung. 10–16 Uhr.

Schwimmhalle Inselpark, Kurt-Emmerich-Platz 12, 21109 HH

18.09. PSD BANK HAMBURG HALBMARATHON

Halbmarathon (21,1 km) durch Wandsbek, auch als Staffel. Für Kids (5–16 J.) gibt es das Kids

Race (2,1 km) auf eigenem Rundkurs. Start + Ziel: Wandsbeker Marktstraße.

www.halb-marathon.hamburg

24./25.09. LEICHTATHLETIK: FEST DER 1.000 ZWERGE

Die HSV-Leichtathletikabteilung feiert Saisonabschluss im Stadtpark; mit 1.000

Teilnehmer:innen ist das Fest der 1.000 Zwerge auch das größte Schülersportfest in

Deutschland.

www.leichtathletik.hsv.de/1000zwerge

25.09. VOLKSLAUF ALSTERTAL

31. Auflage des Traditionslaufs durchs Alstertal mit Bambini-, Kurzstrecken- (4 km) und 10

km-Lauf sowie Halbmarathon. Im Ziel gibt’s dann bei netter Volksfest-Atmo Essen, Trinken,

Hüpfburg & Co.

www.lauftreff-alstertal.de

28.09. BASKETBALL BUNDESLIGA:

VEOLIA TOWERS HAMBURG

Die Towers eröffnen die BBL-Saison beim amtierenden Meister und Pokalsieger ALBA

BERLIN. Das erste Heimspiel ist dann am 01.10. gegen den SYNTAINICS MBC. Wirklich

Interessantes zu den Towers siehe S. 14!

www.hamburgtowers.dee

10.09. UNIFIED SPORTFEST

Menschen mit und ohne Behinderung machen im Wilhelmsburger Inselpark gemeinsam

Sport (= Unified), haben vor allem Spaß, bei Basketball, Beach-Soccer, Hockey, Rudern, …

und an wettbewerbsfreien Spielstationen. 10–17 Uhr.

Anmeldung und Info: www.hamburg.specialolympics.de

Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Bitte informiert Euch über den aktuellen Status der jeweiligen Veranstaltung sowie die

geltenden Hygienevorschriften direkt auf der Webseite des Veranstalters.

© Foto: HASPA Marathon Hamburg

© Foto: Anya Zuchold

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Hamburger Fußball-Verband

© Foto: Torknipser.de

Die 1. Frauen des SC Eilbek spielen in der Oberliga, hier gegen ETV 2.

© Fotos: Jasmin Baumgarten

Sie ist

Frauen-Fußball.

Wir feiern Monika. Gerade eben wurde Monika Bohlin (57)

vom Hamburger Fußball-Verband geehrt, und mit ihr

der SC Eilbek (ohne C, betont sie, das ist wichtig ;-)), für

seine Arbeit in Sachen Frauen- und Mädchen-Fußball.

© Foto: sporting hamburg

„Ich heiße Moni“, sagt sie zur Begrüßung, „schon immer.“ Sie ist

eine der ganz krassen Überzeugungstäterinnen, brennt für ihren

Sport, ihren Verein, ihre Mädels, LICHTERLOH. „Alles ehrenamtlich“,

selbstverständlich. Was für eine Frage. Wahrscheinlich ist sie extramit-spezial

geprägt durch ihr Elternhaus, wie wir alle, nur damals

hieß es, und sie liebte es sehr, Fußball zu spielen: „Fußball ist nix für

Mädchen.“ Und so etwas geht nicht mit Moni. Also testete sie offiziell

diverse Sportarten aus, querbeet: Turnen, Volleyball, Tischtennis,

Tennis, Handball – aber heimlich eben Fußball. Mit 21 war dann Schluss

mit heimlich. Bis 2004 spielte sie aktiv, im Sturm, im Mittelfeld, als

Libera, zuletzt im Tor. „Aber immer Mitte“, sagt sie. „Ich bin auch

die Mittlere zu Hause“, mit links außen oder rechts hatte Moni es

nicht so: MITTE. „Ich hatte immer den Überblick“, stellt sie grinsend

fest, „aber schreib das nicht.“ Training war eigentlich gar nicht so ihr

Ding, „viel zu anstrengend und langweilig. Es ging um das Spielen,

um den Spaß, den ich genau dabei hatte“, sagt sie ernsthaft. „Das

ist für mich eine wahre Freude“, die man ihr rührenderweise bei

jedem Satz abnimmt. Auch Erfolg war gar nicht das, was bei ihr

zählte. „Wir sind zwar aufgestiegen, bis in die Oberliga“, aber was

ihr wichtig war, war das große Ganze. Mit knapp

40 war sie noch auf dem Platz aktiv, nebenher

natürlich als Jugendtrainerin, denn: „Ich liebe es,

anderen Fußball beizubringen“, war ja klar.

Seit 2001 ist Moni Abteilungsleiterin Frauen- und

Mädchenfußball, nebenbei auch im Verband aktiv.

„Wir haben alle Jahrgänge besetzt“, sagt sie stolz,

und der Verein startet die Ausbildung der Mädchen,

wenn sie fünf sind (2017er-Jahrgänge, so gerade

aus den Windeln), „da sind auch schon mal Jüngere

dabei“, lacht sie, „Geschwister, denn wir machen das bei uns

alles ausgesprochen familiär.“ Aber abgesehen davon: „Es ist eine

Kunst, eine solche Abteilung aufzubauen, sie zu halten noch mehr“,

meint sie ehrlich. Aber Moni macht das. Hat nur überhaupt keine

Lust, dafür gefeiert zu werden. „Ich stehe nie vorne“, sagt sie sehr

offen, dicke Hose ist nichts für sie, was sich beim Jahresempfang

des Hamburger Fußball-Verbands dann aber jetzt mal und sehr zu

Recht nicht vermeiden ließ. „Ich freue mich lieber im Stillen“, sagt

sie. „Mir reicht eigentlich schon das Lächeln eines Kindes“, so als

Dankeschön. Und da wir alle auch Kinder sind, lächeln wir jetzt

einfach mal.

Die Fußball-EM hat sie geliebt: „Ich war von den

Spielzügen immer sehr begeistert, liebe Wettkampf,

Tore, die Stimmung, und dann waren wir ja sehr

erfolgreich, jetzt sind wir auf der ersten Seite“,

sagt sie stolz, „denn die Medien treiben das jetzt

klasse voran“, ist sie zufrieden. „Und was da in den

sozialen Medien passiert – verrückt.“ Moni erzählt:

„Jedes Spiel haben wir geguckt, bei unserem Sponsor

Sunset Billard, das Finale dann im Vereinshaus, mit

Trikot", organisiert von allen Frauenteams gemeinsam.

Und sie freut sich, dass fast wöchentlich ein

neues Mädchen dazukommt. Die EM hat offensichtlich eine Wirkung

entfaltet, ihre Vermutung. Sie hat gerade eine Trainingsgruppe für

Nicht-Mitglieder initiiert, damit im Grunde alle Eintrittsbarrieren

wegfallen, sie plant und organisiert den Tag des Mädchenfußballs

für den Verband, ist dort stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss

für Frauen- und Mädchenfußball. Findet man SIE super, berichtet sie

lieber von ihrem tollen Vorstand, der das alles mitmacht, und von

ihrem Stellvertreter Ali Jbara, der auch so klasse ist. Ihre Vision ist,

jedes Jahr fünf neue Mädchenmannschaften an den Start zu bringen;

ihre Hoffnung, dass es genau dafür immer genug Übungsleiterinnen

gibt; und die allergrößte Vision: ein Sponsor, der für alle Mädels

einen Satz Trikots kauft. Moni, denk mal an Dich und lass Dich feiern.

Unterstützt von: Hamburger Fußball-Verband

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Moni in der sporting-Redaktion, ihr ist wichtig: „Ich mache ja nix alleine, ALLE unterstützen sich gegenseitig!“

Eine riesige Familie: die Frauen- und Mädchenabteilung des Vereins, los geht's ab 5 Jahren.


Boxen

„Ich bin meine

eigene Frau!“

© Foto: privat

© Foto: Alexander Thiel

© Foto: privat

Dilar trainiert Frauen und Mädchen, wird selber von Christian Morales trainiert. Rechts: Parkinson-Boxen

© Foto: Alexander Thiel

Wir berichteten schon mal von ihr: Dilar

Kisikyol aus Ottensen ist die erste

Profi-Boxerin mit kurdischen Wurzeln,

damals hatte sie gerade mit wehenden

Fahnen und großen Hoffnungen

den Boxstall gewechselt.

noch viel mehr: Dilar will Frauen stark machen, so oder so, ihnen Mut Frauen, inzwischen sind es elf(!!!).“ Sie schwärmt: „Das ist für mich

machen. „Dabei interessiert es mich gar nicht wirklich, woher die Frauen auch eine soooo tolle Erfahrung. Das Training läuft sehr viel ruhiger ab,

kommen. Als Kind kurdischer Eltern hatte ich es sicherlich schwerer, keine Musik, eine individuelle Betreuung ist noch essenzieller, denn

mich als Boxerin zu behaupten, aber die Herkunft der Menschen an sich die Ausprägungen von Parkinson sind eben auch sehr unterschiedlich,

ist mir völlig gleich. Ich möchte Kinder und Frauen, mit und ohne Kopftuch, aber die Atmosphäre in der Gruppe ist unbeschreiblich schön, sehr

so bunt und vielfältig wie möglich, zu mehr Kraft und Selbstbewusstsein offen, sehr hilfsbereit.“ Genau ihr Ding. Die älteste Teilnehmerin ist 72.

durch Boxen verhelfen, denn Gewaltprävention ist neben Female „Sie erreicht mit ihrer Haltung unglaublich viele Menschen, ist in den

Empowerment und Inklusion einer der wesentlichen Hintergründe sozialen Medien sehr umtriebig.“

für meinen Sport.“ Persönlichkeitsentwicklung ist das Stichwort, und

das hat ja bei ihr ganz gut hingehauen, hat man den Eindruck, wenn Und letztlich sollen auch Dilars sportliche Erfolge natürlich zu mehr

man mit ihr schnackt. Ihre Projekte fasst sie nun unter „Du kämpfst“ Öffentlichkeit verhelfen, „um anderen jungen Menschen als Vorbild zu

zusammen. „Ich bin seit etwas mehr als drei Jahren in Hamburg, habe dienen“, aber auch für mögliche Sponsoren, die sie auf dem Weg zu

mir hier auch allein etwas aufgebaut, mich durchgekämpft und möchte ihrem Ziel Weltmeisterschaft unterstützen, und auch für ihr persönliches

diesen Weg weitergehen“, und das gerne in Kooperation mit anderen, Projekt sucht sie noch nach Finanzierungsmöglichkeiten. Ihr nächster

„was ich auch schon mache.“ Seit Dezember baut sie, in Kooperation Kampf steht im Oktober an, „das ist dann die Generalprobe“ auf dem

mit dem Hamburger Sportbund, der auf sie zukam, eine Frauen-Box- Weg zur WM. Sie kämpft.

Gruppe für Frauen mit Parkinson auf. „Angefangen hat das mit zwei

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© Foto: privat

Die Hoffnungen sind geblieben, aber ansonsten „hat das nicht so

gepasst“, sagt sie. Sie kommt gerade mit sehr schweren Beinen vom

Training am Lattenkamp, ihr neuer Trainer, Christian Morales, kein

wirklich Unbekannter in der Hamburger Boxszene, hat sie offensichtlich

ordentlich geschlaucht. Ihr Weg ist nach wie vor aussichtsreich und sie

ist nach wie vor sehr selbstbewusst. Kann sie auch, denn im letzten

Jahr wurde sie sogar Internationale Deutsche Meisterin. „Ich habe alle

meine bisherigen sieben Profi-Kämpfe gewonnen, fünf nach Punkten,

zwei vorzeitig“, grinst sie. Ansonsten sagt sie, gibt es „ein neues Team,

neue Ziele, neue Projekte“. Gefühlt ist sie im organisierten Sport gelandet,

arbeitet aktuell ehrenamtlich als Frauen- und Inklusionsbeauftragte für

den Hamburger Boxverband und startet für sich, ohne Boxstall. „Ich bin

meine eigene Frau“, sagt sie, und betont: „Du kennst die Geschichte,

ich bin dritter Drilling, war winzig, musste immer kämpfen.“ Und die

Idee zu kämpfen begleitet sie unaufhörlich. Aktuell gibt es nämlich

keine Sponsoren, sie arbeitet nebenbei, trainiert in der Regel zweimal

täglich und will Ende dieses Jahres Weltmeisterin werden, und zwar

bei einem der größten Verbände, der WBA. Dort wird sie zurzeit als

No. 3 in ihrer Klasse „Superleichtgewicht“ geführt.

Die Doppelbelastung ist offensichtlich, aber die WM ist ihr

Female Empowerment durch Box-Training ist ein Schwerpunkt ihrer diversen Projekte.

großes Ziel. Sie will es sich beweisen, sportlich, sie will aber

Bewerben Sie sich bis zum 31. Oktober für den

Werner-Otto-Preis im Behindertensport

Preiswürdig sind Projekte, die zur Inklusion und Förderung behinderter Menschen im

Hamburger Sport beitragen. Insgesamt ist eine Preissumme von 30.000 Euro ausgesetzt.

Neben dem Gewinner werden weitere Projekte ausgezeichnet und mit einem Preisgeld bedacht.

Die Ausschreibungsunterlagen finden Sie unter www.alexander-otto-sportstiftung.de

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IRONMAN

Supersporting-Lars

Sportler machen lustig (links). Rechts: Im Windkanal im Specalized-Headquarter (Morgan Hill, USA).

Fuß nicht braucht ;-)) oder sich eben aufs Rad setzte, durchlief er zig Und dann kam im Juni/Juli Corona in sein Leben gegrätscht, der Verlauf

Bewerbungsstufen bei Zwift. Zuletzt gab es sogar ein Interview mit war nicht easy. „Aber ich habe keine Herz- und Lungenschädigung“,

dem weltweiten Marketing-Chef, und siehe da: Eloquent und smart, sagt er. Schluck. Warum er das betont? Weil dennoch ein fettes Nierenversagen

und ’ne fiese Blutvergiftung folgten, was ihn zurückwarf,

wie er ist, topfit sowieso, he did it – again. Krasskrass. Lars, als einziger

Deutscher für Zwift, beim IRONMAN auf Hawaii, nun auch mit Hotel leistungsmäßig natürlich. „Ich hatte kaum noch weiße Blutkörperchen“,

und schlank hingekommen, nebst dann nun Ehefrau. Im Oktober. erklärt er, da hatte der Körper ordentlich mit der Entzündung zu

Lars, der eigentlich am liebsten rudert oder Rad fährt, ist dann nun kämpfen. Das war alles nicht gut. Pause. Nun baut er sich langsam

mal für ein Jahr so richtig Triathlet. „Och, unter die Top 5 in meiner wieder auf. Und wer sporting-Lars kennt, weiß, wenn sich einer nicht

Altersklasse will ich auf Hawaii wohl kommen“, und wir wissen zum unterkriegen lässt, dann …

wiederholten Mal nicht, ob ihm die Landluft in der Nähe von Buchholz Entsprechend hofft er, dass er noch am 10. September in Almere/NL

(da lebt Familie Wichert) so richtig guttut. Seinen letztlich einzigen an den Start gehen kann, als kleiner Test, vorsichtig, Spaß haben. Das

Vorbereitungs-Triathlon, den IRONMAN 70.3 auf Mallorca, gewann gilt dann so auch eigentlich auch für Hawaii. „Ich kenne keine Gegner“,

er dann in seiner Altersklasse selbstverständlich, was soll der ganze sagt er, „aber nach wie vor will ich bei den Top 5 in meiner Altersklasse

Zauber. Inzwischen hat er dann auch ein maßgeschneidertes, Windkanalgechecktes

Turbo-Bike aus Kalifornien, vom Specialized-Headquarter.

dabei sein“, da ist er wieder. Wie gut.

Das durfte er sich persönlich abholen, wie schön.

© Foto: privat

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Dieses Mal schreibt in dieser Rubrik nicht er selber,

sondern wir. Weil es nämlich um ihn geht. Und

weil er so bescheiden ist, schreiben wir eben, was

er für ein geiler Max ist.

© Fotos: Nils Nielsen

Zuletzt hatte sporting-Lars ja den IRONMAN im letzten Jahr gewonnen;

und fragt man ihn, was danach so passiert ist, quatscht er einen richtig

tot: „Viel.“ Okay ... Wahrscheinlich liegt es daran, dass seine superaktuelle

Hochzeit sowieso alles überschattet (nach 15 Jahren kann

man mal heiraten, fand er). Glückwunsch, Ihr zwei!!!

Mit Gewinn des IRONMAN in Hamburg hatte er auch den Startplatz für

DEN IRONMAN schlechthin (den auf Hawaii) gewonnen. Das hatten

wir ja auch gebührend gefeiert. „Eigentlich ging mir das alles viel zu

schnell“, sagt er heute. Aber nun: Den Startplatz im Sack, das ist toll.

Flug, Hotel, das muss man dann sehen, oder sich eben erarbeiten.

Also hat er sich gleich schon im letzten Jahr bei Zwift beworben, einer

weltweit sehr angesagten Online-Cycling/Tri-Community-High-End-

Competition-Plattform, für einen Platz im Zwift-Team für Hawaii. Er

war einer von 150.000. Und derweil er hier in Hamburg mit einem

Ermüdungsbruch im Fuß rumschwächelte, das hieß Laufpause bis März,

und sich dennoch bzw. deswegen trainingsseitig auf die Schwachstelle

Schwimmen stürzte (wie gut, dass man da seinen

Lars auf seinem maßgeschneiderten, Windkanal-gecheckten … man mag gar nicht Fahrrad sagen.

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BEMER Cyclassics Hamburg

© Foto: sporting hamburg

© Foto: privat

© Foto: Getty Images for IRONMAN

Was sind wir

erfreut!

schunkelnd, all die sportlichen, erfolgreichen Frauen, sie hatten es

geschafft, und die Euphorie, ehrlich, war überwältigend. Die O-Töne:

zum Niederknien (WIR, sporting, werden das Ganze nächstes Jahr

zwingend wieder machen!) und eine tolle Bestätigung für die, wir

sagen jetzt mal, Co-Produktion: Active City/BEMER Cyclassics/

Radsport-Verband/sporting.

Die Stimmen aus dem Team sprechen für sich: „Ich habe die

ganze Nacht nicht geschlafen, wollte, dass es endlich losgeht“,

hieß es da. Jana: „Ich hatte die ganze Zeit fast Gänsehaut, war

überraschend nervös, es lief richtig gut, dabei hatte ich sogar

Angst vor dem Besenwagen“, lachte sie ausgesprochen happy, sie

weiter: „Es war wirklich toll und ich freue mich noch immer, Teil

dieser Gruppe und somit der Möglichkeit gewesen sein zu dürfen.“

Kiki, Larissa, Leonie und Nora waren sichtlich stolz: „Wir sind

perfekt im Vierer gefahren, Windschatten, alle 2 km gewechselt,

wie wir das mit Kathi geübt haben. Das war sooo super.“ Larissa

will gleich den Frühbucherrabatt für das nächste Jahr nutzen und

wiederkommen. Schwer angetan waren sie auch alle von der Strecke,

von der Begeisterung der Menschen, dem Zuspruch, das war so

schön, ging richtig ans Gemüt. Moni, eine der 100 km-Frauen: „Für

mich war es trotz meines sehr suboptimalen Trainingszustandes

ein wirklich tolles Rennen. Es hat einfach alles mal gestimmt, das

Wetter, mein Rennrad und meine Tages-Verfassung. Hätte mich ein

schwerer Unfall, den ich leider vor mir mit ansehen musste, nicht Zeit

gekostet, wäre ich sogar unter 3 Stunden ins Ziel gekommen. Aber

was sind schon 3 Minuten, im Gegenzug zu einem tollen Rennen,

welches man gesund und mit allerbesten Glückshormonen beenden

kann.“ Ilka fasst dankbar zusammen: „Selten habe ich so ein tolles

Radrennen erlebt. Die Volunteers, die Stimmung an der Strecke und

die Zieleinfahrt. Danke, Hamburg, dann für 100 Kilometer Spaß am

Sonntag. Ich denke, Hamburg hat gezeigt, wir sind Active City ;-).“

Annelie, zwischenzeitlich hatte sie sich während der Vorbereitungen

verletzt, ist unendlich happy: „Ohne die Vorbereitung durch Kathi

als Trainerin und die tolle Vernetzung unter den Frauen hätte ich

mich nicht getraut, mitzumachen und mir ein erstes Rennrad

anzuschaffen ... Was nach dem Event bleibt, sind sehr bewegende

Erinnerungen, gewachsener Mut in mich, Vernetzung unter Frauen

und noch mal mehr Spaß am Radsport und an Gruppenausfahrten.

Das habe ich Euch zu verdanken – Gänsehaut!!!“ Na, da haben wir

mal ordentlich was richtig gemacht.

Unterstützt von: BEMER Cyclassics Hamburg, Active City

© Foto: sporting hamburg

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Seit drei Jahren schreiben wir für die 25. BEMER Cyclassics unser

sportinghamburgActiveCity-Team aus, seit drei Jahren

bewerben sich lauter tolle Frauen, die da mal reinschnuppern

wollen.

Seit drei Jahren planen wir Rides, um zusammen

mit dem Radsport-Verband Hamburg auch wirklich

relevante Inhalte zu vermitteln, zum Rad-Training

allgemein, zu Trainings-Umfängen etc., aber auch

Topics speziellerer Natur: Wettkampfverhalten, Fahren in der Gruppe,

Windschattenfahren, jeweils gecoacht von der großartigen Kathi

Siegmund. In diesem Jahr hat es dann geklappt. Die Übungs-Rides

waren toll, bunt, ergebnis- und erlebnisreich – über die doofen

Ausfälle, weil C. immer noch nervte, reden wir jetzt nicht. Und

die Anspannung stieg so Regie-mäßig wie geplant: stetig, stark,

überproportional ;-). Am Tag der Tage hatten dann auch endlich alle

das wunderbare und gut wiederzuerkennende Turbo-Team-Trikot

am Leib. Es war alles bereitet, das Wetter, die Temperaturen, alles

chico. Die Startzeiten hingegen waren unterschiedlich, weil sich

ein paar sehr enthusiastische Frauen dann auch gleich sogar die

100 km rausgepickt hatten. Aber, am Ende vereint, gefühlt vor Glück

© Fotos: privat


Klettern

Kletter

High-pe

Und jetzt wird es noch wahnsinniger: Das Ganze könnt Ihr ab

dem 15. September bis zum 23. September einfach selber

ausprobieren. Denn wenn da schon so eine HIGH-End Kletterwand

steht, dann muss und darf zwischen 14:00 und 20:00 Uhr

täglich (Ausnahme: 18. September) ganz Hamburg da ran: ALLE

Besucher:innen der Europa Passage sind herzlich eingeladen, sich

an der 16 Meter hohen Kletterwand auszuprobieren und eine neue

Sportart kennenzulernen, sagen die Veranstalter und werden

hierbei unter anderem unterstützt vom Deutschen Alpenverein

Hamburg. Die Idee ist wirklich, dass jede:r sich mal ausprobieren

darf. Umsonst!!! Und deswegen wird sogar das Equipment, Schuhe,

Klettergurte natürlich, gestellt. Ihr müsst Euch nicht mal anmelden.

Einfach kommen und klettern, the only way is up!!!!! Auch schön,

vormittags klettern ganze Schulklassen und haben erfahrungsgemäß

extrem viel Spaß. Die müssen sich allerdings anmelden.

© Fotos: Witters

Scannen und

mehr erfahren.

Zuletzt auch bei den European Championships in München,

ist Klettern ganz, ganz groß rausgekommen. Die

Hütte war voll und alle wollten die Europäische Elite

sehen. Ein faszinierender Sport.

Thorben Perry Bloem gewann 2021 in der Europa Passage die Nordeutsche Speedmeisterschaft.

Und nun seid Ihr gefordert: Die

Kletter-Challenge für ALLE mit

Top-Gewinnen

Denn jetzt kommt der größte Knaller: Die Speedkletter-Herausforderung

in der Europa Passage am 24. September von 10:00

bis 15:00 Uhr. Für alle ok-fitten bis super-fitten Hamburger:innen.

Hamburg klettert um die Wette. Wirklich. Das Spannende am

olympischen Speedklettern ist nämlich, dass es immer und überall

vergleichbar ist. Die Strecke ist absolut genormt, die Länge, die

Neigung der Wand, Größe, Form und die Position der 20 Griffe und

11 Tritte sind weltweit gleich, weltweit an der gleichen Stelle. »

Dazu gehört auch die Disziplin Speedklettern, und tatsächlich kommt

die europäische Speedkletter-Elite dann mal gleich nach Hamburg.

Und zwar in die Europa Passage, und das nicht zum Shoppen, sondern

für den Europacup, den ultimativen Pokalwettbewerb der europäischen

Speedkletter-Szene. Wie auch in den letzten Jahren haben

Center Manager Jörg Harengerd und Hamburg Active City Spaß an

ungewöhnlichen Aktionen, weswegen mitten in der Passage eine

fulminante, 16 Meter hohe Kletteranlage aufgebaut wird. Linus Bader,

Nuria Brockfeld, Sebastian Lucke und Franziska Ritter – Deutschlands

beste Speeder:innen, die teils gerade in München am Start waren –

werden aktuell beim Europacup erwartet.

© Foto: Thomas Schermer

Das HIGH-Light geht am 25. September, das ist der verkaufsoffene

Samstag, um 9:30 mit der Eröffnung der Warm Up Area los, ab 11:00

Uhr ist Training und um 12:00 Uhr starten die Qualifikationen. Die

Finals folgen dann um 15:00 Uhr. Zeiten unter sechs Sekunden bei

den Herren und unter sieben Sekunden bei den Damen werden von

den Fachleuten erwartet. Wahnsinn.

Top-Speederin Nuria Brockfeld wird erwartet, ihr Ziel: Olympia 2024.

36


Klettern

© Fotos: Witters

Das ist wirklich speziell und spannend. Weltweit rasen die Pro’s

komplett gleich, nur eben unterschiedlich schnell, die Wände hoch.

Der deutsche Rekord bei den Herren liegt bei 5,646 Sekunden, bei

den Damen bei 7,32. Noch. Denn jetzt kommt Ihr und der Rekord

wird wackeln :-). Spaß beiseite. Ihr dürft ran, auf der Olympiastrecke

die Wand raufklettern, möglichst schnell. Probieren darf es

natürlich jede:r!!!!! Je weiter Ihr kommt. Wir feiern Euch. Wie Ihr

mitmachen könnt? Sehr easy: Am 24. September zwischen

10:00 und 15:00 Uhr in die Europa Passage kommen –und

los klettert’s. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Registrierung

zur Challenge erfolgt ruckzuck vor Ort. Kletterschuhe und einen

Klettergurt bekommt Ihr natürlich gestellt. Und als Leckerli nehmen

alle, die es ganz nach oben schaffen, an der Verlosung von drei

Einkaufsgutscheinen in Höhe von 100 Euro in der Europa Passage

teil. Also auf und rauf!

KLETTERN AN

Mehr zum

Speedklettern.

Unterstützt von: ECE

DER ALSTER

Erklimmen Sie unsere 16 Meter

hohe Kletterwand.

Sport-Staatsrat Christoph Holstein, nicht wirklich passend gekleidet, war letztes Jahr dennoch ganz fix oben.

Unten: Mit der Schule hoch hinaus.

§§ 15. §§§§§§§§§§ – 25. SEPTEMBER § §§ §§§$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$

KOSTENLOS FÜR ALLE $

*

*Anmeldung direkt in der Europa Passage.

In Kooperation mit:

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© Großes Foto: Franziska Evers

Kleine Fotos: privat

Gravel Bike

Echte

Überzeugungstäterin

Eigentlich wollte Johanna

Jahnke (verheiratet, zwei Kids)

damals, vor fast 10 Jahren,

nur mal wieder übers Wochenende

aufs Land, und das am

besten nachhaltig. Sie wollte

raus aus der Stadt, als damals

alleinerziehende Mutter –

Auszeit, Kopffrei.

8-tägige Bikepacking Tour in den spanischen Bergen: kurze Pause zum Wasserauffüllen.

auch für sich selbst. „Alleine hast du nur für Dich die Verantwortung,

im Team auch für Deine Teampartnerin. Egal wie, das Rennen ist eine

mentale Herausforderung.“ Kämpfen kann sie.

Als Wanderin zwischen den Radsportwelten ist Johanna inzwischen beim

Gravel Bike gelandet. Wettkämpfe: selten. Eher Bikepacking-Touren. Ihr

wichtiger: „Weg von der Straße“, und das kann Gravel, „rein in die Natur.“

Und ist deswegen so ’ne Mischung aus Renn- und Tourenrad. „Ich wollte

für mich mal ein wenig Druck rausnehmen“, sagt sie und liebt es, schöne

Touren zu fahren – auch mit Schwitzen, aber auch mit Muße, in genau

diese Natur zu schauen, nachzudenken, Pläne zu schmieden, denn die

hat sie. Unter anderem betreibt sie längst einen extrem

erfolgreichen Podcast (@Die Wundersame Fahrradwelt)

mit sage und schreibe 250.000 Abonnent:innen. Alle zwei

Wochen gibt es Neues, in bis zu 2-stündigen Podcast-Episoden interviewt

sie spannende Menschen aus der Ultracycling-, Bikepacking-, Gravel- und

Rennradwelt. In den Community-Episoden zwischendurch beantwortet

sie Fragen und berichtet von ihren Erfahrungen, von mentalen Herausforderungen

bis zum Touren fahren. Informativ, amüsant, oft mit Botschaft,

„sehr intensiv und emotional“. Sie macht so offensichtlich vielen anderen

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Anzeige

Menschen und besonders auch Frauen Mut, weswegen sie genau diesen

Ball gern aufgreift. „Es gibt wenige Frauen, die sich mit dem

Sport in den Medien, in verantwortungsvollen Positionen

auseinandersetzen“, findet sie. „Dabei ist es so wichtig, dass

wir Vorbilder haben.“ Beim FC St. Pauli Radsport hat sie initiiert, dass es

seit kurzem in der Abteilungsleitung auch eine Diversitäts-Koordinatorin

gibt. Diesen Posten hat sie aus Kapazitätsgründen zwar mittlerweile

weitergegeben, setzt sich aber weiterhin für geschlechtliche Vielfalt

im organisierten Sport ein. Auf thewomenallride.cc vernetzt

sie FLInTA-Gruppen, die sie als Safer Space für FLInTA

versteht, und fragt sich zu Recht, warum es in vielen Disziplinen,

auch im Radsport, so wenige Frauen-Rennen gibt.

Sie will Fairness, „Gerechtigkeit, mehr nicht“, ist dabei sehr emotional.

„Schon unterschiedliche Preisgelder sind ein Zeichen für mangelnde

Wertschätzung“, sagt sie. „Es kann nicht sein, dass auch im Sport

Menschen ausgeschlossen sind, gerade im Sport“, und sie hat sich

aufgemacht, auch mit ihrem Podcast „alte Strukturen aufzubrechen“.

Sie organisiert „FLINTA-Rides“ und trifft absolut den Zahn der Zeit. „Die

TWAR X Komoot Womens’s Bikepacking-Tour, vier Tage im Taunus, war

innerhalb von einer Minute ausverkauft!“ Es bewegt sich was, im Sport.

Und weil in ihrer Familie das Rad schon immer auch DAS Fortbewegungsmittel war, kaufte sie sich

ein erstes Rennrad, das war 2013. „Renn-“, weil sie sportlicherseits, vom Rugby kommend, durchaus

schon leistungsorientiert unterwegs war. „Eigentlich wollte ich weg vom Leistungssport“, lacht

sie. Hat nicht geklappt. „Das Rad sollte mich entspannen“, paradoxerweise landete sie aber dann

schnell beim Fixed Gear-Rad, heißt fester Gang, starre Nabe, keine Bremse. „Die Räder kommen

von der Radrennbahn und wurden von Kurierfahrer:innen genutzt, weil sie günstig und einfach zu

reparieren waren“, beschreibt sie. Sie kaufte sich ein 30 Jahre altes Sancineto und gewann gleich

ihr erstes Rennen, „meine Rugby-Schnellkraft war Gold wert“, sagt sie heute. Vielmehr aber: „Ich

mochte die Menschen“, und sie erklärt ihre Leidenschaft für die „Fixie“-Szene. Deren Rennen:

sehr technisch und schnell, weltweit (eine Serie ist benannt nach einem Stadtteil in New York,

das Red Hook Crit und findet auch in London, Mailand und Barcelona statt), die im Grunde den

Kurierfahrer:innen auf den Leib geschneidert sind: kurze Kurven, Sprint- und längere Strecken

im Wechsel. Johanna startete in unterschiedlichen internationalen Teams, fuhr regelmäßig in die

Top 10, gewann mit ihrem Team die Serie, hatte zeitweise ein eigenes Team am Start, es gab

Sponsoren, „eine krasse Zeit“. Wie sie das alles unter einen Hut bringt, wollen wir wissen. „Stellt

Ihr diese Fragen auch Männern?“, ihre Antwort. Eins zu Null für Johanna.

2018 wechselte sie die Disziplin, weg von Hardcore-Races hin zu Hardcore-Races: Transcontinental

war jetzt ihrs. Mit Bremse, Gangschaltung und allem Drumunddran. Was das sonst noch

heißt? „Unsupported“ ist das Stichwort. Frau fährt eine ellenlange Strecke und ist komplett auf

sich gestellt. Und Transcontinental meint es ernst, denn 4.000 Kilometer sind mal kein Spaß,

bei 40.000 Höhenmetern. „Die Route ist nicht vorgegeben, ohne Schlafen geht nicht“, das sagt

alles, „4 Kontrollpunkte sind anzufahren, die Schnellsten sind nach 10 Tagen fertig.“ Wahnsinn.

„Man darf sich nicht mal von Mitstreiter:innen Geld für den Bäcker leihen“, erklärt sie noch mal

„unsupported“. „Eine Disziplin, bei der nicht nur Muskelkraft und Ausdauer zählt, sondern Taktik,

Problemlösung, Planungskompetenz, … und eben der Schlaf-Faktor“, fasst sie zusammen, was

sie hier an Erfahrungen gesammelt hat, die sie offensichtlich nicht missen will. Menschlich, aber

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K

@Wundersame Fahrradwelt: Gravel oder Asphalt, Bikepacking oder Ultra-Endurance-Rennen:

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In ihrem Podcast bespricht Johanna quasi alles, was 2 Räder hat.

41


Stand Up Paddling

© Foto: Thomas Grimm

© Foto: Klotzi

© Foto: Kai-Nicolas Steimer

Das Manöver nennt sich „kleiner Cutback“. Rechts: Beachstart Tech Race bei der SUP Alps Trophy am Faaker See.

Zwischen

Äckern

fixer“, lacht er, weswegen er, ja absolut wettkampforientiert, sich

Ende 2020 zu seinem ersten SUP-Rennen in Hannover anmeldete.

Für den Alster-Canoe-Club, bei der Niedersachsen-Meisterschaft.

Und da schrappte er dann gleich haarscharf am Treppchen vorbei.

Krass. Die Lunte war gezündet.

Inzwischen ist Bastian (Insta: @bastiangrimm) unter den Top 5

in Deutschland. Niedersachsenmeister sowieso, er tritt in den

Disziplinen Long Distance (10 km), Tech Race (so Parkour-Style,

Bojen umrunden inkl. Landpassagen) und Sprint (200 m) an; Long

Distance ist sein Liebstes, dafür ist er mit 80 Kilo nur ein wenig

leicht, sagt er. Seit Anfang 2021 hat er einen Trainer, will in diesem

Jahr bei den Deutschen aufs Treppchen, fährt aktuell die Euro-Tour

mit Wettkämpfen in Spanien, Deutschland, Belgien etc., tritt jetzt

im September bei der WM in Gdynia, Polen an und will in der Welt

unter die Top 10. Er ist heiß wie Frittenfett, sagt: „Man munkelt,

dass SUPpen bald olympisch wird.“ Und das auf offenem Gewässer,

hieße: mit Welle. Für einen Ursprungs-Surfer dann mal jetzt kein

Nachteil … So kann’s kommen. „Ich mag den Mix aus Welle, Wasser,

Kraft/Ausdauer“, beschreibt er seine Leidenschaft für seinen Zufalls-

Sport, „die Kraft kommt auf Dauer vornehmlich aus Beinen und

Bauch, wenn man es richtig macht“, erklärt er. Sieht sich aber – er

zitiert die Alster an Sonnentagen – voll im Trend. „Die aufblasbaren

SUP-Bretter aus dem Discounter haben den Trend natürlich extrem

angefacht“, meint er. „Dadurch ist der Einstieg sehr leicht, zu Corona-

Zeiten ist SUPpen für viele deswegen durchaus eine Alternative

gewesen.“ Aber: „Das Ganze ist aber leistungssportlich betrachtet

technisch natürlich viel feiner, als man denkt“, schränkt Bastian ein.

„Großartig wird es, wenn das Brett ins Gleiten kommt“, schwärmt

er, „dafür muss man sehr bewusst die Beine mitnehmen, das Brett

mit ihnen nach vorn ziehen.“ Und wenn wir die hellblauen Bretter

im Garagentür-Format von der Alster im Kopf haben, er korrigiert

uns mal vorsichtshalber: „Mein Brett ist maximal 45–50 cm breit

und 4,30 m lang, Länge läuft“, lacht er. Für Neulinge und Junggesellenabschiede

eher ungeeignet, stellen wir fest. Aber gute

Überleitung: Wer es richtig lernen will, im Alster-Canoe-Club gibt

es inzwischen 2 SUP-Race-Gruppen (Insta: @acc_sup_hamburg),

Neu-Aufsteiger:innen können gerne reinschnuppern.

Fragt einfach mal bei Spartenleiter Arne

Stiller an: sup@alster-canoe-club.de

© Foto: Oliver Farys

Vor uns sitzt Heißdüse Bastian, Bastian Grimm (23), Maschinenbaustudent.

Er ist sehr sportlich, vorzugsweise auf dem Wasser, irgendwie.

Eigentlich ist er nämlich Windsurfer, wie auch seine Eltern immer Windsurfer

waren, und zwar ein richtig guter.

„Ich hatte keine andere Wahl“, lacht er, surfte

auf der deutschen Freestyle-Tour mit, war

unter den Top Ten, das kann man schon mal

lassen. Aber wenn in Hanstholm/DK, denn da

trainiert man so als Windsurfer-plus, der Wind

mau war, das kann nämlich auch passieren,

hat er sich trotzdem aufs Brett gestellt, sich

aber ein Paddel geschnappt. „Ich wollte meine Zeit auf dem Wasser

maximieren“, sagt er sehr akademisch. Also wurde er im Grunde ein

Nützt-ja-nichts-SUPper. Dann kam aber Corona ... was natürlich für

gar nix gut ist, aber C. hat aus Bastian einen Super-SUPper gemacht.

Denn weil er in der Zeit bei seinen Eltern in der Nähe von Winsen/

Luhe war (da ist es sehr ländlich), die Landesgrenzen sportlich

abgeriegelt waren, sah er sich genötigt, die Gräben hinterm Haus

zu seiner Hood zu machen. Windsurfer-Bastian bretterte seitdem

unermüdlich, Social-Distancing-getrieben, als SUPper zwischen

den Feldern rum, argwöhnisch vom Weidevieh beäugt. Die Bauern

fanden’s lustig, er hatte seinen Sport, war abgelenkt und wurde

immer schneller. „Vom Gatter bis zur nächsten Ecke ging immer

© Foto: privat

Großes Foto: Über den Beachbrake in Famara/Lanzarote.

Kleines Foto: Sprinttraining in Hannover auf dem Maschsee.

SUPpen auf der Elbe, quasi vor der Haustür.

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© Foto: Montage: PeopleImages, iStock & Carol_Anne, iStock

Der Verband für Turnen und Freizeit setzt fortwährend auch

auf Fortbildung. Das ist sein Anspruch, um die Qualität von

Sportangeboten und Vereinsentwicklung auf einem hohen

Niveau zu sichern.

© Foto: Susanne Görtz

Kongress

© Foto: privat

11. Internationaler

Hamburger Sport-Kongress

Muskeln –

und Du bleibst

gesund

Und deswegen veranstaltet der VTF in diesem Jahr schon zum 11. Mal

den Internationalen Hamburger Sport-Kongress, seit 2020 in Kooperation

mit therapie HAMBURG. Der Kongress findet am 28. und

29. Oktober statt und ist (nicht nur) für aktuelle oder angehende

Bewegungsexpert:innen und Trainer:innen. Das sehr weit gefächerte

Programm aus den Bereichen Fitness und Gesundheit ist super beeindruckend,

natürlich geht es um Trends, um Innovatives, es wird auf

NEU gesetzt: Neuroathletik, Functional Training, Tensegrity Flow, Bodyshape

Symphonica, Sports Influencer, Pertubation, REBODY ® Method,

Vagusnerv-Yoga, Achtsamkeit, Wissen zu Mikrobiom oder Sarkopenie

– um nur ein paar zu nennen. Das komplette Programm findet

ihr unter: www.hamburger-sport-kongress.de. Und das Beste:

Das Ganze wieder in Präsenz, so richtig, und das dann auch gleich an

5 Standorten (CCH, ETV-Sportzentrum, Landesinstitut für Lehrerbildung

und Schulentwicklung, Haus des Sports, Sporthallen Gustav-Falcke-

Straße). Und weil wir neugierig sind, haben wir uns einen Knaller des

Programms schon mal für Euch rausgepickt und mit der Dozentin vorab

’ne Runde geschnackt. Dr. Christine Hutterer ist promovierte Biologin und

Medizinjournalistin, aus München, ehemalige Leistungsschwimmerin

und sowieso sportlich (in den Bergen) unterwegs. Seit geraumer Zeit

beschäftigt sie sich mit dem Immunsystem. Ihre These: Zu viel Sport

kann hier deutlich nach hinten losgehen. „Grundsätzlich“, sagt sie, „ist

Sport natürlich essenziell für unser Immunsystem.“ Sogar wichtiger

als Ernährung, wagen wir zu interpretieren. „Und bei Immunsystem

Neuroathletik und Functional Training sind die Themen von Referent David Hillmer.

sprechen wir nicht nur von Zellen, sondern auch von Organen – dem

Darm, der Milz zum Beispiel – oder dem Knochenmark, einem der

größten Immunzellenproduzenten.“ Sie sagt: „Man muss deswegen

aber mit gar nichts aufhören, man muss sich nur bewusst sein, dass

man mit mehr als ca. 60 Minuten Belastung bei hohen Intensitäten und

Umfängen sein Immunsystem tatsächlich stresst, denn es kommt im

Grunde genommen zu lauter kleinen Verletzungen, Entzündungen: der

Lungenzellen, der Muskelzellen“, der gute alte Muskelkater. Gibt’s davon

dauerhaft und deutlich zu viel, passiert natürlich das mit den ständigen

Erkältungen, Verletzungen. Nicht gut. In diesem Fall sind ausreichend

Pausen sehr wichtig. Aber so grundsätzlich „sind kurzfristige kleine

Entzündungen, die durch Sport entstehen, nicht schädlich und der

Grund für die verbesserte Aktivität der Immunzellen“, was ja gut ist.

Früher hat man eine geringe Anzahl von Immunzellen im Blut nach

hohen Belastungen als Zeichen für eine Schwächung des Immunsystems

interpretiert, „das stimmt aber nicht“, sagt Dr. Christine

Hutterer, „das Gegenteil ist der Fall, die Immunzellen sind nur nicht

im Blut (wo sie leicht gemessen werden können), sondern im Gewebe

unterwegs und räumen schon mal auf.“ Ob man die Produktion von

Immunzellen trainieren kann? „Nicht primär, im klassisch sportlichen

Sinne, aber durch ausreichendes Ausdauertraining und natürlich

durch Krafttraining“, wir stutzen, sie lacht.

„Man hat nachgewiesen, dass

durch den Aufbau von Muskelmasse

die Entzündungswerte im

Körper runtergehen.“

Sie weiter: „Muskeln haben als großes Stoffwechselorgan absolut

antientzündliches Potenzial.“ Wer also athletisch unterwegs ist,

profitiert von den antientzündlichen Fähigkeiten der Muskulatur.

Spannend, „gerade wenn man bedenkt, dass die Menschen ab 30

an Muskelmasse verlieren“, erklärt sie. Heißt Krafttraining, wenn

möglich bis ins hohe Alter? „Natürlich“, ihre Antwort, weswegen

sie – wie die WHO – Krafttraining gerade auch für ältere Menschen

fordert, zweimal wöchentlich.

„Abgesehen von Mobilitäts- und

Stabilitätsaspekten, auch um im Alter

zum Beispiel Stürze zu vermeiden,

ist Krafttraining, sind Muskeln

extrem wichtig für den Erhalt eines

funktionierenden Immunsystems.“

Wichtig hierbei: „Der Effekt macht sich nur bei echter Aktivität bemerkbar.“

Also man muss schon wirklich aktiv werden. „Wenn man sich

dann noch ausreichend Schlaf gönnt, sich ok ernährt“, meint sie. Man

kann natürlich auch zu Hause mit Kniebeugen, Liegestützen, Übungen

mit dem Eigengewicht anfangen, „aber es braucht ein ausgewogenes

Training aller Muskelgruppen, man braucht den Reiz“, weswegen

fachliche Unterstützung, zum Beispiel im Verein mit gut ausgebildeten

Trainer:innen, absolut Sinn macht. Das sind jetzt mal Ansagen. Vor allem

weil wir dachten, sie kommt zur Rettung des Immunsystems mit grünen

Smoothies um die Ecke. Dr. Christine Hutterer liest Gedanken und setzt

noch einen drauf: „Noch besser sind sogar exzentrische Übungen.“

Das meint Training durch Belastung bei der Gegenbewegung. Beispiel

Liegestütz: Nicht das Hochdrücken ist es, sondern das Runterlassen.

Das ist dann mal ganz schön advanced. Um mehr zu

erfahren, besucht auch Dr. Christine Hutterer

auf dem Internationalen Hamburger

Sport-Kongress.

Wer sich für neue Bewegungsangebote und

-trends interessiert, kann auch Ausschnitte aus dem

Kongress-Programm auf der zeitgleich stattfindenden Fachmesse

therapie HAMBURG im CCH besuchen oder sich beim

VTF-Stand informieren, wie man selbst Trainer:in wird. Der

Messe-Eintritt für Kongress-Teilnehmende ist kostenlos, für

Interessierte lohnt sich der Kauf einer Tageskarte (14 Euro).

© Foto: David Hillmer

Unterstützt von: VTF

© Foto: FatCamera, iStock

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Dr. Christine Hutterer, Biologin, Medizinjournalistin, Sportlerin; ihre Keynote beim Kongress: „Sport – Immunbooster oder Immunkiller?“

Dance Fun, Functional Hips u. v. m. gibt's als Aktion auf der therapie HAMBURG Messe.


Und um die Bewegungsangebote in Hamburg noch vielfältiger

zu machen, haben jetzt sogar Landessportamt, Amt

für Gesundheit, Hamburger Sportbund, ParkSportInsel

e. V. und Vertreter:innen der Bezirksämter gemeinsam

den Aktionsplan „Gesundheit durch Bewegung“

entwickelt.

Das Ziel: Gesundheitsprävention durch mehr Bewegung zu fördern.

Stronger together: Sportvereine, Bürgerhäuser, Stadtteileinrichtungen

wie Seniorentreffs und andere Initiativen vor Ort werden

bei der Entwicklung und Umsetzung von Bewegungsangeboten

unterstützt; dazu können anteilig sogar Fördergelder beim

Landessportamt beantragt werden.

kurz notiert …

top

Gemeinsam bringt Bewegung nämlich noch mehr Spaß als allein,

und mal ehrlich: Ein regelmäßiger Termin in der Nachbarschaft,

der von motivierten und qualifizierten Anleiter:innen betreut

wird, und das auch noch kostenlos – da braucht man schon eine

extrem gute Ausrede, nicht mal mitzumachen! Und genau darum

geht’s: Angebote schaffen, die ohne großen Aufwand von allen

genutzt werden können.

Bewegung ist

Ein richtig tolles Beispiel für ein solches gefördertes Projekt

haben wir uns im Osdorfer Born angeschaut, im Bürgerhaus

Bornheide. Anleiterin Elif Solhan bietet hier 90 Minuten Mobilitäts-,

Kräftigungs-, Gleichgewichts- und Entspannungsübungen,

alles mit ruhigen, aber deutlichen Worten und viel Routine in

ein Sport- und Bewegungsprogramm für alle verpackt. Und wer

vorbeikommt, wird ganz einfach angesprochen: „Wollt Ihr mitmachen?“

Tatsächlich kommen immer wieder Menschen dazu,

bewegen sich mit, haben Spaß – egal ob im Sitzen, Stehen oder

mit Rollator-Unterstützung. Danach sind die Kleinen mit ihren

Eltern dran, auch sie haben alle sichtlich Spaß.

Selber ausprobieren?

Immer montags um 13:30–15:00 Uhr für jedes

Alter, 15:00–16:30 Uhr für Kinder von 1–5 Jahren

mit Müttern und Vätern, 16:45–17:15 Uhr für Kids

ab 12. Treffpunkt: Café Osborn53, Bornheide 76,

22549 Hamburg

© Fotos: Bürgerhaus Bornheide

Active City

Festival

Tennis-Alarm am Rothenbaum:

Sind Jugger Urban Jogger? Ist Bujinkan lecker?

Kennt Ihr Roundnet? Schon mal gespielt?

Es handelt sich ausschließlich um sehr wendige,

trendige Sportarten, die Ihr ALLE-ALLE ausprobieren,

testen könnt.

Denn bunteste Vielfalt ist angesagt, weswegen diese und ganz viele

andere Sportarten beim Active City Festival am 03. September

von 10–18 Uhr im Wilhelmsburger Inselpark präsentiert

werden. Sport in allen Variationen, einen ganzen Tag lang! Und sie

werden nicht nur präsentiert, sondern ihr könnt sie ausprobieren.

Spannende Contests werden im Außenbereich der Nordwandhalle, auf

dem Kleinspielfeld und auf der Skateanlage ausgetragen: Die Hamburg

Towers veranstalten für und mit Euch diverse 3×3 Turniere, auch für

Kids. Und wer ganz nach oben will, macht beim offenen Wettkampf

im Speedklettern mit. Oder Ihr macht auf ziemlich cool, denn unsere

Freunde von der TSG Bergedorf, Spezis in Sachen Skateboarding, sind

auch dabei: Vormittags könnt Ihr an Schnuppertrainings teilnehmen,

danach batteln sich die hippen Skater:innen zu entsprechender Musik

bis 15 bzw. ab 16 Jahre in der Disziplin Street. Und achtet drauf: Die

letzten drei aufgezeigten Sportarten sind sogar olympisch, nur um das

mal eben klar zu machen. Die Sahnehaube ist die große Showbühne.

Da wird es Talks, Sport-Demos, aber vor allen Dingen Show geben, ist

ja klar: Siegerehrungen für die Contests und herrliche Live-Musik mit

Kristina Quarter und der Band Knete. Und das alles für kost-nix-wie-hin.

www.activecityfestival.de

Davis Cup

Heimvorteil: Zum Glück ist er nach seiner Verletzung wieder

fit und kann mit dabei sein (die Daumen sind gedrückt!),

beim Davis Cup am Rothenbaum: der gebürtige Hamburger,

Olympiasieger Alexander Zverev.

Für ihn und seine Teamkollegen geht es vom 13. bis 18. September

bei den Davis Cup Group Finals um den Einzug ins Finale der besten

acht Teams (Ende November in Malaga). Der Davis Cup ist der weltweit

größte jährliche internationale Mannschaftswettbewerb im Sport,

sozusagen die Team-WM im Tennis. 2019 haben 133 Nationen daran

teilgenommen. Alexander Zverev, Oscar Otte, Jan-Lennard Struff, Tim

Pütz und Kevin Krawietz bilden das deutsche Team; Kapitän Michael

Kohlmann setzt damit auf das Fünfer-Team, das schon in der Qualifi-

Runde gegen Brasilien erfolgreich war. Mit Alexander Zverev und Oscar

Otte gehören die aktuell besten deutschen Spieler trotz längerer

Verletzungspause zur DTB-Auswahl. „Ich finde die Gruppe sportlich

sehr ausgeglichen. Das bedeutet, dass Spannung für das Publikum in

Hamburg garantiert ist“, verspricht Michael Kohlmann.

Die Spieltermine des deutschen Teams:

Mittwoch, 14.09.2022 gegen Frankreich

Freitag, 16.09.2022 gegen Belgien

Sonntag, 18.09.2022 gegen Australien

© Fotos: SPORTPLATZ GmbH

Gespielt wird nicht wie am Rothenbaum üblich

auf Sand-, sondern auf Hartplatz, außerdem

wird das Dach des Stadions geschlossen,

weil Davis Cup eine Indoor-Veranstaltung ist.

„Das wird eine tolle Stimmung werden“, freut

sich DTB-Präsident Dietloff von Arnim. „Und

ich glaube, wir werden erfolgreich sein. Natürlich

werden die Zuschauer entscheidend

sein." Das seid Ihr, Kinnings! Tickets sind bei

Eventim erhältlich.

Tickets

gibt’s hier!

© Foto: Paul Zimmer

Unterstützt von: Hamburg Active City

46 47


Beachhandball

IMPRESSUM

sporting hamburg

Stadtsportmagazin

c/o steuermann sport GmbH

Am Sandtorkai 1

20457 Hamburg

Telefon 040-432 08 45 20

info@sporting-magazin.de

www.sporting-magazin.de

Herausgeber

Martin Blüthmann (V.i.S.d.P.)

martin@sporting-magazin.de

© Fotos: Julia Nikoleit

Kombiniert Beach-Vibes mit Leistungssport: Abwehrspielerin Liv Süchting.

Redaktion

Martin Blüthmann, Björn

Carstens, Julia Nikoleit,

Marco Santoro, Lisa Staisch,

Manuela Tanzen, Lars Wichert

Lektorat, Schlussredaktion

Es gehört zur Attraktivität der Sportart, dass solche spektakulären

Aktionen quasi im Sekundentakt geschehen;

ein leistungsorientierter Sport. „Als ich früher mit meiner

Jugendmannschaft im Sand gespielt habe, war das davon

Manuela Tanzen

manuela@sporting-magazin.de

Let’s go to the

Beach

Europameisterin, Weltmeisterin, World-Games-Siegerin: Liv

Spektakuläre Tore, die Sonne im Gesicht, den Sand unter den Füßen:

Beachhandball wird in Deutschland immer populärer. Auch

für viele Handballspielerinnen macht der Zusatz „Beach“ aus

ihrem Sport ein Lebensgefühl. Warum das so ist – und welcher

Song auf ihrer Beachhandball-Playlist nicht fehlen darf – hat uns

Nationalspielerin Liv Süchting vom Buxtehuder SV verraten.

Süchting hat in den vergangenen 365 Tagen mit der deutschen

Frauen-Beachhandball-Nationalmannschaft jeden großen Titel

gewonnen, den es zu gewinnen gab. Für Liv, die erst vor drei

Jahren den Weg zum Beachhandball fand, war der Schritt in den

Sand eine „Win-Win-Situation“, sagt sie. „Ich konnte unglaubliche

Erfahrungen sammeln und habe mich dadurch persönlich extrem

entwickelt.“ Das bescheinigte jüngst auch Dirk Leun, der Liv beim

Handball-Bundesligisten Buxtehuder SV trainiert, der deutschen

Abwehrchefin – und machte sie zu seiner neuen Kapitänin. „Ich bin

selbstbewusster und bringe daher auch in der Halle bessere Leistungen“,

sagt sie und dokumentiert damit auch, dass sie aktuell sowohl am Strand

als auch in der Halle handballerisch unterwegs ist. Dabei könnten die

beiden Disziplinen des Handballs auf den ersten Blick unterschiedlicher

nicht sein: Statt verbissen in der Halle zu schwitzen, wird Beachhandball

bei Sonne und Sand, vielleicht sogar am Meer, unter freiem Himmel mit

Freund:innen gezockt. Das Spielfeld ist kleiner, statt sieben sind pro

Mannschaft vier Spieler:innen im Einsatz. Zudem ist der Angriff stets

in Überzahl, da der Torwart zugunsten des sogenannten Spezialisten

„normale“ Tore, die nur einen Punkt zählen, gibt es kaum.

„Einer ist keiner“, wird unter Beachhandballer:innen gerne

gewitzelt. Auch Liv schwärmt von der Trendsportart, die

von einer Aufnahme ins Olympische Programm für Los

Angeles 2028 träumt. „Es läuft rund um die Uhr Musik,

alle sind gut drauf und man ist draußen in der Sonne“,

fasst sie zusammen. „Es entsteht einfach ein gewisser

Beach-Vibe. Diese Atmosphäre mit Leistungssport zu

vereinbaren, ist genial.“

Dass die Nationalmannschaft beim Gewinn der diesjährigen

Weltmeisterschaft ausgerechnet den Malle-Hit „Der Zug

hat keine Bremse“ zu ihrem Turniersong erkor, passt ins

Bild. Doch auch „Starships“ von Nicky Minaj darf für Liv

nicht fehlen: „Das war für Kathi“, Katharina Filter, „und

mich letztes Jahr unser EM-Song“, grinst sie, „denn in

einer Passage singt sie schließlich: Let’s go to the beach.“

Dennoch, bei aller Lockerheit und Party-Atmosphäre:

Hochklassiger Beachhandball, wie ihn die Nationalmannschaften

und die deutschen Top-Teams auf der deutschen

Turnierserie, den German Beach Open (GBO), spielen, ist

weit entfernt“, sagt auch Liv. „Erst bei der Nationalmannschaft

habe ich gelernt, was Beachhandball ist. Das ist ein

ganz anderer Schnack.“

Dank der seit Jahren wachsenden Popularität hat jedoch

inzwischen ein Umdenken stattgefunden, und bereits der

Nachwuchs springt daher routiniert seine Spinshots und

Kempa. Der BHC Hamburg e. V. (der erste und einzige

Beachhandball-Verein in Hamburg hat rund 40 Mitglieder)

vertrat den Hamburger Handball-Verband mit einer Mädchen-

und einer Jungenmannschaft Mitte August bei den

Deutschen Jugend-Meisterschaften in Verden. „Wir sind

sehr zufrieden und stolz“, betonte Trainerin Jenny Hartmann

nach dem 6. Platz ihrer Mädchen. Die C-Jugendlichen

verkauften sich in der B-Jugend-Konkurrenz tapfer – und

bekamen ein Sonderlob von Jugend-Nationaltrainer Frowin

Fasold. „Wir hoffen“, sagt Hartmann, „dass wir nächstes

Jahr vielleicht sogar um den Titel mitkämpfen können.“

Es ist ein großes Ziel. Aber die aufstrebende Sportart

bietet Platz für Träume. Das weiß niemand besser als

Liv Süchting, die Europameisterin, Weltmeisterin und

World-Games-Siegerin aus Buxtehude.

Art Direction und Layout

Arndt Grutke

arndt@sporting-magazin.de

Druck

Dierichs Druck+Media

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Frankfurter Straße 168

34121 Kassel

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und Gerichtsstand ist Hamburg.

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(dessen Treffer zwei Punkte zählen) ausgewechselt wird. So entwickelt

sich ein extrem schnelles Spiel, das – auch hier ein Gegensatz zum

Hallenhandball – nahezu körperlos ausgelegt ist.

Neben dem Spezialisten können auch die Feldspieler zweifach punkten:

Tore per Spinshot (einer 360°-Drehung in der Luft vor dem Wurf) oder

Kempa (der Ball wird in der Luft gefangen und geworfen) zählen doppelt.

Weltmeister! Liv Süchting (re.) und Katharina Filter nach dem spannenden Finale der Beach-WM in Griechenland.

© Fotos: BHC Hamburg e. V.

Der BHC Hamburg ist der erste Beachhandball-Verein in Hamburg.

Für die Jugendteams gab's Extra-Lob vom Jugend-Nationaltrainer.

sporting hamburg erscheint

monatlich. Anzeigen- und

Redaktionsschluss jeweils am

15. des Vormonats.

Wir drucken auf Recyclingpapier,

das mit dem Blauen

Engel zertifiziert ist.


Orientierungslauf

© Foto: Kell Sønnichsen

© Fotos: privat

Nur für

Füchse

Er kam wie Kai aus der Kiste im Rahmen unserer letzten

Online-Redaktionskonferenz, hatte uns gefunden, denn

seine Sportart war noch nie, sein Verein auch nicht: Carsten

Bockelmann (54) vom OSC Hamburg e.V.

Und die Pfiffigen unter Euch schlussfolgern korrekt: Der Mann

muss Orientierungsläufer sein. Und siehe da, OSC steht für

Orienteering Sport Club. Flugs luden wir ihn zu uns ins Office ein,

er kennt sich bestens aus, denn auch die HafenCity ist für ihn

und seine Mitstreiter:innen durchaus eine interessante Location.

Carsten ist Kassenwart des Vereins, hat sich nun auch das

Thema Öffentlichkeitsarbeit geschnappt und will seinen Sport

in Hamburg vorantreiben. Und nicht zuletzt veranstaltet sein

Hamburger Verein, in Gemeinschaft mit dem SC Klecken e. V. aus

dem Landkreis Harburg, aktuell die Deutschen Meisterschaften

im Orientierungslauf, jetzt gleich, Anfang September.

Wenn sie starten, sind sie bestens vorbereitet, Funktionskleidung,

Proviant, Schuhe je nach Gelände und, das Wichtigste: Kompass

und Karte. Gestartet wird in den Wettkämpfen in gebührendem

Abstand zu den Mitstreiter:innen, die Wahl der Route ist frei, die

Karten lesen und interpretieren zu können eine Wissenschaft

für sich, aber dennoch leicht zu erlernen. Und dann geht es

auch nach Geschwindigkeit, first come, first serve. Zwischen

den Alternativen entweder Hügel rauf und runter (Dickicht und

so inklusive) oder den Weg außen rum (weniger Steigung, mehr

Strecke) entscheiden die Sportler:innen selbst. Walddichte und

-form haben unterschiedliche Farbcodes, Hindernisse sind

eingezeichnet, Kontrollpunkte sind zu passieren, Verpflegungspunkte

besser auch, ansonsten Freiheit pur und Natur satt.

Auf Meisterschaften im bergigen Gelände ist man für ca. 9 km

Luftlinie so bis zu zwei Stunden eher im Laufschritt unterwegs.

Und dafür wird trainiert, während der Wettkampfsaison wird

viel gejoggt, denn fit muss man schon sein. Das ist zumindest

der Weltranglisten-Erste Yannick Michiels aus Belgien, der auch

hier in Hamburg am Start sein wird, denn es gibt begehrte

Weltranglistenpunkte.

Achtung: Das Ganze findet von Freitag, 02.09.

bis Sonntag, 04.09. im und rund um den Stadtpark

sowie im Inselpark Wilhelmsburg statt.

Wer neugierig ist, mal gucken will, informiert

sich gern auf www.hamburg-ol.de/de.

Und wer an dem Freitag bei einem offenen Orientierungslauf (für

5 Euro) dabei sein will, wendet sich über obige Website direkt

an den Veranstalter.

Was Du

leistest

ist beeindruckend – und muss sich

für Dich lohnen //

Wir freuen uns, wenn Du

Kontakt aufnimmst //

Wir suchen Steuerfachangestellte/

Steuerberater (m/w/d)

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Die Karte immer parat, werden die Kontrollpunkte („Posten“) abgelaufen.

Oben: Favorit Yannick Michiels aus Belgien.

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