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Rat & Tat - Klienten-Info / Ausgabe 3/2022

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KLIENTENJOURNAL

AUSGABE 3 | Oktober 2022

Top-Themen dieser Ausgabe:

> Mitarbeiter gewinnen und halten/Tipps zum Jahresende

eine Neuauflage geben. Bis dahin halten wir Sie mit unseren Newslettern

auf dem Laufenden.

ZUM GELEIT

Alles hat seine Zeit. Und diese verändert sich (immer schneller). Seit

rund 25 Jahren gibt es unser Klientenjournal in dieser Form – natürlich

mit der einen oder anderen Änderung. Wir haben bereits im Sommer

begonnen über diesbezügliche größere Veränderungen zu diskutieren.

Leider sind diese Überlegungen durch den plötzlichen, tragischen Tod

unseres Redakteurs Helmut Münch ungeplant extrem beschleunigt worden:

Dies ist die letzte Ausgabe des Klientenjournals in der gewohnten

Form; es wird aber jedenfalls ab nächstem Jahr in einer veränderten Art

Mitarbeiter

gewinnen und halten:

FRINGE BENEFITS IN DIE AUSLAGE!

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit einer der derzeit größten

Herausforderungen für Unternehmer: Wie kann ich Mitarbeiter gewinnen

und halten? Der Jahreszeit entsprechend finden Sie die Tipps zum

Jahresende, verbunden mit solchen zur Steuerplanung. Dem Thema

Nachhaltigkeit widmet sich ein Gastartikel.

Jedenfalls leben wir momentan in einer sehr herausfordernden Zeit, und

das Jahr wird (wie immer) schneller zu Ende sein, als wir jetzt glauben.

Wir stehen mit Rat & Tat an Ihrer Seite!

Mag. Bernhard Metzger,

Mag. Martin Palt

Gerade heute ist es besonders schwierig, Mitarbeiter

zu bekommen und zu halten. Gute

Bezahlung wird heutzutage, vor allem in diesen

Zeiten mit Inflation und Energiekrise, sowieso

vorausgesetzt.

Wir haben uns damit auseinandergesetzt, welche

Benefits man Mitarbeitern noch anbieten

kann, um ein attraktiver Dienstgeber zu sein.

Fortsetzung Seite 4

..

Jupiter Wirtschaftstreuhand GmbH, Buchprufungs- und Steuerberatungsgesellschaft

A-1210 Wien, Pius Parsch-Platz 2, Tel. 1/278 12 95-0, Fax DW 28, e-mail: office@jupiter.co.at, www.jupiter.co.at


| 3 | Oktober 2022

2

Abgabenfreie Teuerungsprämie

für Dienstnehmer

FÜR 2022 UND 2023

Angesichts der hohen Inflationsraten und

damit einhergehenden rasant steigenden Lebenshaltungskosten

hat der Gesetzgeber die

Möglichkeit geschaffen, dass Arbeitgeber

ihren Dienstnehmern in den Jahren 2022

und 2023 bis zu EUR 3.000,- pro Jahr begünstigt

auszahlen können. Die Abgabenfreiheit

der Teuerungsprämie bezieht sich auf

alle Lohnabgaben (Lohnsteuer, Sozialversicherung,

betriebliche Vorsorge, DB, DZ und

Kommunalsteuer), die Dienstnehmer erhalten

diese Teuerungsprämien also Brutto für

Netto!

Die Arbeitnehmer haben keinen gesetzlichen

Anspruch auf Gewährung einer Teuerungsprämie.

Die Entscheidung, ob und in welcher

Höhe eine Teuerungsprämie ausbezahlt wird,

liegt daher alleine beim Arbeitgeber. Aus

rechtlicher Sicht ist es nicht notwendig, die

Gewährung einer Teuerungsprämie in eine

schriftliche Vereinbarung mit Unterschrift

beider Seiten zu kleiden.

Abgabenfreier Höchstbetrag

Die maximale Teuerungsprämie von EUR

3.000,- pro Jahr gliedert sich in zwei Teile.

Finanzamtszinsen nochmals

erhöht

Die ersten EUR 2.000,- sind sowohl im Jahr

2022 als auch im Jahr 2023 pro Arbeitnehmer

abgabenfrei ohne allzu hohe Voraussetzungen

beachten zu müssen. Der Arbeitgeber

kann weitgehend frei entscheiden, ob

er die Teuerungsprämie nur einzelnen

Dienstnehmern und/oder in unterschiedlicher

Höhe gewährt. Die Unterscheidungen

dürfen aber nicht unsachlich sein und arbeitsrechtliche

Diskriminierungsverbote

sind zu beachten. So dürfen beispielsweise

Teilzeitbeschäftigte (einschließlich geringfügig

Beschäftigte) nicht generell ausgeklammert

werden. Es ist aber möglich, dass

Teilzeitbeschäftigte eine Teuerungsprämie

nur aliquot erhalten.

Die Abgabenfreiheit für die restlichen EUR

1.000,- setzt voraus, dass die Zahlung aufgrund

einer lohngestaltenden Vorschrift erfolgt.

Als lohngestaltende Vorschrift zählt

insbesondere, wenn die Teuerungsprämie

durch Kollektivvertrag vorgeschrieben wird

oder an alle Arbeitnehmer gewährt wird

oder an eine objektiv abgrenzbare Arbeitnehmergruppe

(zB alle Angestellte, alle Arbeiter,

alle Außendienstmitarbeiter, alle

Büromitarbeiter, alle Beschäftigte, die bereits

Durch den zweiten Zinsschritt der EZB in diesem Jahr erhöhen sich die vom Finanzamt

zu verrechnenden Zinsen ebenfalls um 0,75%. Bei der ersten Erhöhung Ende Juli stiegen

die Zinsen um 0,50%.

Ab 14.09.2022 betragen daher beim Finanzamt die Stundungs-, Anspruchs-, Aussetzungs-,

Beschwerde- und Umsatzsteuerzinsen jeweils 2,63% pa.

Normalerweise würden die Stundungszinsen 5,13% betragen, aber aufgrund der Corona-Pandemie

sind diese mit einer bis 30.06.2024 gültigen Sonderregelung verringert.

Die Finanzamtszinsen befinden sich nach der aktuellen Erhöhung in etwa auf dem Niveau

von Juli 2011.

eine bestimmte Zeit im Betrieb tätig sind,

etc.) gewährt wird. Möchte man Teuerungsprämien

nur an ausgewählte einzelne Arbeitnehmer

auszahlen, gilt nur der

niedrigere abgabenfreie Höchstbetrag von

EUR 2.000,- pro Jahr.

Die ÖGK weist in ihrem Newsletter darauf

hin, dass bei Teilzeitbeschäftigten (einschließlich

der geringfügig Beschäftigten)

sogar die volle Teuerungsprämie sozialversicherungsfrei

ausbezahlt werden kann, es

müsste hier für die Sozialversicherungsfreiheit

also keine Aliquotierung erfolgen.

Der abgabenfreie Maximalbetrag von EUR

3.000,- pro Jahr gilt als gemeinsamer

Höchstdeckel für Teuerungsprämien und

Gewinnbeteiligungen.

Zusätzlichkeitserfordernis (Bezugsumwandlungsverbot)

Die Teuerungsprämie muss eine zusätzliche

Zahlung sein, die üblicherweise bisher nicht

gewährt wurde. Eine Bezugsumwandlung,

wenn zB die Gewährung einer Teuerungsprämie

statt eines Gehaltsteiles oder einer

bisher üblichen Prämie erfolgt, wäre für die

Abgabenfreiheit schädlich.

Die Umwandlung einer in 2022 bereits gewährten

Gewinnbeteiligung (die lohnsteuerfrei,

aber sozialversicherungs- und

lohnnebenkostenpflichtig ist) in eine abgabenfreie

Teuerungsprämie ist hingegen

möglich. Hierfür ist aber eine Vereinbarung

mit dem Dienstnehmer erforderlich.

Auszahlungsmodus

Die Auszahlung der Teuerungsprämie kann

in einem einmaligen Betrag oder beispielsweise

quartalsweise oder sogar monatlich erfolgen.

Wichtig ist, dass der Zahlungszweck

(Teuerungsprämie) nachvollziehbar dokumentiert

wird. Eine schriftliche Dokumentation,

zB durch eine Arbeitgeberzusage

oder schriftliche Vereinbarung (die Unterschrift

des Dienstnehmers ist wie erwähnt

nicht unbedingt nötig), ist empfehlenswert.

Es wäre möglich, dass die Sozialpartner in

manchen Branchen eine im Kollektivvertrag

festgelegte Teuerungsprämie ausverhandeln,

die dann verpflichtend zu zahlen ist. Um

nicht „doppelt“ zahlen zu müssen, sollte bei

Gewährung einer freiwilligen Teuerungsprämie

ein Anrechnungsvorbehalt gegenüber

den Dienstnehmern erklärt werden.


3

Nicht zuletzt aufgrund mehrerer EuGH-Urteile

hat der Gesetzgeber gänzlich neue Bestimmungen

zur Verzinsung von

Umsatzsteuerguthaben bzw. -nachforderungen

eingeführt.

Im Rahmen des Abgabenänderungsgesetzes

2022 wurde u.a. durch eine entsprechende

Novellierung der Bundesabgabenordnung

auch die Verzinsung vom Umsatzsteuerguthaben

und -nachforderungen - vergleichbar

mit den Anspruchszinsen im Bereich der Einkommen-

bzw. Körperschaftsteuer - eingeführt.

Vorgesehen ist, dass Gutschriften nach

Einlangen einer Voranmeldung bzw. Einreichung

einer Jahreserklärung ab dem 91. Tag

bis zur Verbuchung bzw. Bekanntgabe des Bescheides

zu verzinsen sind. Im Falle von

Nachforderungen sind Vorauszahlungen

(Zahllast), die sich aus einer verspätet eingereichten

Voranmeldung ergeben, ab dem

91.Tag nach Fälligkeit bis zum Einlangen der

Voranmeldung (beim Finanzamt) zu verzinsen.

Ergibt sich hingegen die Nachforderung

aus einer Umsatzsteuerjahreserklärung ist

diese ab dem 1. Oktober des Folgejahres bis

zur Bescheiderlassung zu verzinsen.

Ähnliches gilt im Falle von Abgabenfestsetzungen,

für Differenzbeträge aufgrund nachträglicher

Bescheide sind spezielle Regelungen

vorgesehen. Für die Nachforderung aus der

Veranlagung ist die Neuregelung ab dem Veranlagungsjahr

2022 anzuwenden, in allen anderen

Fällen gilt sie für Fälligkeitstage nach

dem 20.Juli 2022, im Falle von Gutschriften

auf alle am 21.Juli 2022 offenen Fälle. Die Umsatzsteuerzinsen

müssen mindestens € 50

Neuland bei der

Umsatzsteuer

(Freigrenze) betragen und werden mittels Bescheides

festgesetzt. Die übrigen diesbezüglichen

Bestimmungen (z.B. Aussetzung)

gleichen jenen zu den Anspruchszinsen.

Der „neue“ Investitionsfreibetrag

Für ab dem 1.Jänner 2023 angeschaffte bzw. hergestellte Wirtschaftsgüter kann künftig

der neue Investitionsfreibetrag (mit Ausnahmen und unter gewissen Voraussetzungen)

in Höhe von 10 bzw. 15% der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

geltend gemacht werden. Wir haben darüber bereits im Zuge der ökosozialen Steuerreform

(Ausgabe 4/21) informiert.

Den Investitionsfreibetrag hat es in der Vergangenheit (erstmals in den 1980er Jahren)

bereits mehrfach in verschiedenen Ausprägungen gegeben, daher stellt er grundsätzlich

kein Neuland dar. Die diesbezüglichen Feinheiten und Vorteilhaftigkeitsüberlegungen

werden wir demnächst behandeln.

Tiefe Trauer um Helmut Münch

Herr Helmut Münch wurde am 11. November

1955 geboren und wuchs in einer gutbürgerlichen

Familie in Wien auf.

Schon früh entwickelte er seine musikalische

Leidenschaft, komponierte und spielte in

verschiedenen Bands. Weitere Hobbies

waren damals Basketball, Schifahren und

Motorsport, aber auch Fotografie. Er war

auch leidenschaftlicher Koch und Gastgeber.

Er war auch stets ein treusorgender Familienvater,

der auch große Herausforderungen

zu bestehen hatte. Sohn Alfred erkrankte in

Kindesjahren schwer, die Genesung dauerte

Jahre. Seine Frau Brigitte, mit der er über 50

Jahre zusammen sein durfte, musste er nach

einem Herzinfarkt pflegen. Auch seine Mutter

bedurfte in ihren letzten Lebensjahren

seiner Pflege.

Im Jahr 2009 erfolgte - auch beruflich - die

Übersiedelung nach Neufeld/Leitha. Beruflich

war er immer in den Bereichen Werbung,

Marketing und Vertrieb tätig. Vorerst

in großen Konzernen als Angestellter tätig,

machte er sich 1996 selbständig. Auch dabei

spielte die Musik immer eine wichtige Rolle,

z.B. bei der Umrahmung von Veranstaltungen,

Gestaltung von Telefonauftritten oder

der Produktion von Podcasts.

In weiterer Folge spezialisierte er sich auf die

freien Berufe und wurde insbesondere zum

Wegbegleiter der „Rat & Tat-Gruppe“. Klientenjournal,

Ticker, Steuerstammtische, Kolumnen

in Branchenzeitungen – all dies hätte

es ohne ihn nicht – zumindest nicht in der

Form – gegeben. Darüber hinaus sind durch

seine offene und herzliche Art aus vielen Geschäftskontakten

echte Freundschaften geworden.

In den letzten Jahren konnte er auch wieder

einem alten Hobby – nämlich Bridge – frönen.

So spielte er nicht nur fleißig beim

Bridgeclub Burgenland, sondern wurde auch

dessen Präsident. Auch wurde er Herausgeber

des österreichischen Bridgemagazins

und stellte dies mit einem grundlegenden

Relaunch auf völlig neue Beine.

Viel zu früh verließ er nun die irdische Welt.

Obwohl ihn schon ein paar Monate gesundheitlich

Probleme plagten, kam sein Tod

doch plötzlich und völlig überraschend.

Wir haben einen treuen Wegbegleiter und

guten Freund verloren und werden ihn als

solchen immer in Erinnerung behalten. Unsere

ganze Anteilnahme gilt natürlich seiner

Familie.


| 3 | Oktober 2022

4

Mitarbeiter

FF VON SEITE 1

Nicht monetäre Benefits

Weit oben auf der Beliebtheitsskala liegen nach

Corona flexible Arbeitszeitmodelle wie

Homeoffice, flexible Arbeitszeiten, 4-Tage -

Woche und eine flexible Urlaubsgestaltung mit

Rücksichtnahme auf Kinderbetreuungspflichten

oder auch die Möglichkeit, Haustiere an

den Arbeitsplatz mitzubringen.

Beim Homeoffice sind die schon bekannten

steuerlichen Vorschriften zu beachten – die

Homeoffice Tage müssen aufgezeichnet werden,

der Dienstgeber kann € 3 pro Homeoffice

Tag steuerfrei auszahlen (maximal € 300p.a.),

findet keine oder eine geringere Vergütung

statt, gibt es Absetzmöglichkeiten für Dienstnehmer

im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung.

Nicht in jedem Unternehmen wird Homeoffice

& Co möglich und gewünscht sein, deshalb

gibt es eine ganze Reihe von monetären

Benefits.

Diensthandy, Laptop/Computer: Arbeitsmittel,

die den Dienstnehmern unentgeltlich zur

Verfügung gestellt werden – kein Sachbezug

notwendig.

Teuerungsprämie: Bis zu € 2.000, wenn in

lohngestaltender Vorschrift (KV, Betriebsvereinbarung

etc) vorgesehen, bis zu € 3.000 pro

Mitarbeiter vollkommen abgabenfrei auszahlbar

(2022 und 2023), allerdings müssen die

zusätzlichen € 1.000 allen Mitarbeitern/Mitarbeitergruppen

ausbezahlt werden (Mehr Infos

auf S.2).

Freie Verpflegung in der Firma/Essensgutscheine:

Eine Betriebskantine bzw. Essen im

Betrieb ist Betriebsausgabe, wenn für alle Mitarbeiter

zugänglich. Essensgutscheine bis zu €

8 pro Werktag können steuer- und sozialversicherungsfrei

ausgegeben werden. Diese Gutscheine

dürfen in Restaurants und beim

Lieferservice eingelöst werden. Lebensmittelgutscheine

können für bis zu € 2 /Arbeitstag

ausgegeben werden.

Jobticket: Übernimmt der Dienstgeber die

Kosten für Jahres/Monats/Wochenkarte, so ist

diese Zahlung steuer- und sozialversicherungsfrei,

wenn die Karte zumindest am

Wohnort oder Arbeitsort gültig ist. Auch das

Klimaticket kann so gesponsert werden. Der

Dienstnehmer verliert allerdings das Pendlerpauschale

und es stehen ihm keine zusätzlichen

Fahrtkostenersätze (KM-Geld) für die

vom Klimaticket umfassten Strecken zu. Außerdem

„verliert“ der Dienstgeber den Vorsteuerabzug,

d.h. es muss eine Eigenverbrauchsbesteuerung

vorgenommen werden.

Bezahlte Kinderbetreuung: Betriebskindergärten,

die vom Dienstgeber errichtet oder angemietet

werden, sind ebenfalls frei von Steuer

und Lohnnebenkosten. Außerdem ist es möglich,

Dienstnehmern mit Kindern bis zum

Alter von 10 Jahren einen Zuschuss von bis zu

€ 1.000 p.a. für die Kinderbetreuung zu geben,

der steuer- und sozialversicherungsfrei ist. Die

Zahlung muss aber direkt an die Betreuungseinrichtung

erfolgen bzw. Gutscheine ausgegeben

werden.

Dienstwagen/-fahrrad/Garagenplatz bei der

Firma: Bekannt ist die Möglichkeit, ein Auto

oder Fahrrad zur Verfügung zu stellen, das

auch für private Zwecke genutzt werden darf.

Dabei sind die Regelungen über die Sachbezugswerte

zu beachten (genauso bei Garagenplätzen),

es sei denn, es handelt sich um ein

E-Fahrzeug (Auto, Fahrrad, Scooter) – für

diese fällt kein Sachbezug an. Auch das Aufladen

der Fahrzeuge an firmeneigenen Ladestationen

ist steuerfrei. Bei ursprünglichem Vorsteuerabzug

im Unternehmen muss der

Sachbezug allerdings der Eigenverbrauchsbesteuerung

unterzogen werden.

Dienstwohnungen: Unter bestimmten Bedingungen

(Sachbezug) ist es möglich, Dienstnehmern

eine Wohnung zur Verfügung zu

stellen; Details bitte mit uns absprechen.

Bezahlte Weiterbildungsmöglichkeiten, Möglichkeit

zur Bildungskarenz: Weiterbildungsmöglichkeiten

bringen sowohl Dienstgebern

als auch Dienstnehmern Vorteile.

Betriebsausflüge, Firmenevents, Geschenke:

Hier gelten die alten Grenzen für Steuerfreiheit:

€ 365 p.a. für Firmenfeier aller Art, € 186

p.a. für Geschenke; bei einem Dienst- oder

Firmenjubiläum dürfen nochmals € 186 extra

in ein Geschenk investiert werden.

Zukunftsvorsorge: Schon sehr lange gibt es die

Möglichkeit, bis zu € 300 p.a. lohnsteuer- und

lohnabgabenfrei in die Zukunftssicherung von

Mitarbeitern zu investieren, um diese vor

Krankheit, Invalidität o.ä. zu sichern – üblicherweise

über entsprechende Versicherungsprodukte.

Hier muss wieder darauf geachtet

werden, dass diese Produkte für alle Mitarbeiter/Mitarbeitergruppen

abgeschlossen werden.

Darlehen: Dienstnehmerdarlehen bis € 7.300

können zinsfrei oder mit günstigen Zinsen gewährt

werden, ohne dass dadurch ein steueroder

versicherungspflichtiger Sachbezug in

Höhe der Zinsersparnis entsteht.

Pensionskasse: Unter bestimmten Voraussetzungen

kann ein Dienstgeber für Dienstnehmer

vollkommen abgabenfrei Beiträge in eine

Pensionskasse einzahlen – nähere Info bei uns.

Mitarbeitergewinnbeteiligung bis maximal €

3.000 pro Mitarbeiter steuerfrei auszahlbar,

ebenfalls an alle MA/Mitarbeitergruppen bei

entsprechendem Gewinn im Vorjahr. Achtung:

nicht sozialversicherungs- und lohnabgabenfrei.

Mitarbeitergewinnbeteiligung, die

schon bezahlt wurde, kann in Teuerungsprämie

umgewandelt werden.

Netzkarten für Unternehmer

Steuerreform vergünstigt Netzkarte: Ab 2022 gelten 50 Prozent der Kosten als Betriebsausgabe.

Bei nicht übertragbaren Wochen-, Monats- und Jahresnetzkarten für den öffentlichen

Verkehr, die sowohl für betrieblich als auch privat veranlasste Fahrten

genutzt werden, können ab 2022 pauschal 50 Prozent der Ausgaben für eine nicht

übertragbare Netzkarte für Einzelpersonen ohne weiteren Nachweis als Betriebsausgaben

abgesetzt werden. Damit erspart man sich die genauen Aufzeichnungen von Firmen-/Privatfahrten,

es ist damit aber kein Vorsteuerabzug möglich.


5

Gastkommentar

Nachhaltigkeit,

EU-Taxonomie und der

Beweis

Peter Engert

Geschäftsführer ÖGNI GmbH

www.ogni.at

Mittlerweile ist es wirklich überall

angekommen: Nachhaltigkeit

ist nicht mehr nur etwas für

Spinner oder „Gutmenschen“, sie

ist eine risikorelevante Komponente

des Wirtschaftens heute

und in Zukunft. Für die, die sich

schon lange damit beschäftigen,

ist das keine Neuigkeit. Vielfach

bewiesen, halten sich nachhaltige

Unternehmen länger am Markt,

nachhaltige Produkte können

Generationen von Käufern

glücklich machen, nachhaltige

Immobilien stehen mehrere

Jahrhunderte und werden regelmäßig

gewartet, saniert, mit

neuer Technik ausgestattet und

von den unterschiedlichsten

Nutzern gerne verwendet.

Mit dem Green-Deal hat die EU

hier einen Meilenstein geschaffen,

der die Risikorelevanz der

Nachhaltigkeit amtlich macht.

Als europaweit gültige Verordnung

(ja auch in Ungarn und

Polen) bedeutet das, dass die nationalen

Parlamente keinen Senf

mehr dazu geben brauchen, dass

es keine Einzelbeschlussfassung

pro Staat gibt. Es gilt. Seit dem

1.1.2021.

Was uns an der Verordnung besonders

gefällt ist, dass „greenwashing“

ausdrücklich verboten

wird. Damit wird es strafrechtlich

relevant, wenn Unternehmen

Nachhaltigkeit für sich und

ihre Produkte und Projekte behaupten,

aber nicht erfüllen. Irgendwelche

Hochglanz-Marketingbroschüren

über die besonderen

Leistungen eines

Unternehmens für Gesellschaft

und Umwelt werden damit zu

dem, was sie wirklich sind: Werbematerial.

Um Kunden, Investoren,

Banken, Wirtschaftsprüfer

wirklich zu beeindrucken,

braucht es Beweise. Keine Selbstauskünfte

oder schöne Fotos.

Der EU-Green-Deal hat ein klares

Ziel: Investitionen und Finanzströme

innerhalb der EU

auf nachhaltige Unternehmen,

Produkte und Projekte zu lenken.

Das bedeutet, dass der europäische

Finanzsektor (Banken,

Versicherungen, Fonds und viele

mehr) jährlich Berichte an die jeweilige

nationale Aufsicht liefern

müssen, in denen nachgewiesen

wird, in welche Unternehmen

und Projekte investiert und welche

Kredite vergeben wurden. In

naher Zukunft werden Kredite

und Investitionen ohne bewiesene

Nachhaltigkeit für die Finanzwirtschaft

teurer werden, da

das höhere Risiko mit höheren

Eigenkapitalquoten zu unterlegen

sein wird. Wann? Ist noch

offen, aber man sollte nicht darauf

spekulieren, dass es noch

lange dauern wird. Dass die Finanzinstitute

diese Kosten allein

schlucken werden, darf ausgeschlossen

werden. Sie werden

ihre Kunden zur Kassa bitten.

Nur für neue Verträge? Sicher

nicht – auch bereits bestehende

Verträge werden sich verteuern,

da sich die gesetzlichen Vorschriften

verändert haben.

Womit ist Nachhaltigkeit beweisbar?

Für Projekte und Produkte

gilt die EU-Taxonomie, derzeit in

sechs Umweltkriterien definiert:

Energieverbrauch, Klimaresilienz,

Wasser, Abfall, Recyclingfähigkeit

und Biodiversität. Zu

jedem Punkt gibt es mehr oder

weniger klare Aussagen und Veröffentlichungen,

manches ist

noch sehr schwammig – obwohl

bereits gültig. Die Auslegungen

werden gerade europaweit heiß

diskutiert, dass die einzelnen

Überschriften gemessen werden

müssen und die Daten nachvollziehbar

zu liefern sind, ist unbestritten.

Und es ist noch nicht aller Tage

Abend. Die EU hat angekündigt,

die Taxonomie Kriterien auch

über den Umweltschutz hinaus

erweitern zu wollen. Derzeit

wird soziale Nachhaltigkeit diskutiert.

Auch das finden wir gut,

denn als NGO in der Immobilienwirtschaft

wollen wir erreichen,

dass Gebäude nicht für den

Umweltschutz, sondern für die

Menschen, die darin wohnen, arbeiten,

ihre Freizeit verbringen,

gebaut werden.

Unternehmen beweisen ihre

Nachhaltigkeit mit dem ESG

(Environmental Social Governance)

– Bericht. Auch hier müssen

Beweise geliefert werden,

zentraler Punkt ist die CO2-

Emission. Wenn es einem Unternehmen

nicht gelingt, den Weg

zu skizzieren, wie es geschafft

werden soll, bis 2040 (EU 2050)

in Österreich CO2-frei zu wirtschaften,

bergen alle Investments,

alle vergebenen Kredite

ein hohes Risiko in sich. Denn

ohne Plan zur Erreichung der

CO2-Freiheit wird das Unternehmen

ab 2040 in Österreich

keinen Bestand mehr haben.

2040 ist in 18 Jahren. Das geht

schneller als wir glauben. In den

nächsten Jahren werden sich Finanzierungen

ohne Nachhaltigkeitsbeweis

massiv verteuern.

Wer die Daten hat, um Nachhaltigkeit

zu beweisen, hat schon

bald einen Vorteil. Der im Internet

vor Jahren billigst erworbene

Energieausweis ist übrigens kein

Beweis.

Wie immer auch alle Artikel auf

www.jupiter.co.at

Sie können das Klienten-Journal

auch online lesen oder

komplett als Pdf downloaden!


| 3 | Oktober 2022

6

Steuertipps zum

Jahresende

1. Für alle Unternehmer:

Pauschalierungsmöglichkeiten (und deren

„Nutzen“) überprüfen.

An eine mögliche Forschungsprämie denken.

Der Grundfreibetrag beträgt für nach dem 31.

Dezember 2021 beginnende Wirtschaftsjahre

15% (somit max. € 4.500), Anschaffungen

(insbesondere auch Wertpapiere), für die der

investitionsbegünstigte Gewinnfreibetrag in

Anspruch genommen werden soll, müssen

rechtzeitig getätigt (beauftragt) werden!

Für Zugänge ab dem 1. Juli 2020 kann die degressive

AfA (auch außerbetrieblich) in Anspruch

genommen werden. Die

„Halbjahresregel“ ist aber zu beachten.

Ebenfalls auch außerbetrieblich und ohne

„Halbjahresregel“ kann für nach dem 30. Juni

2020 angeschaffte bzw. hergestellte Gebäude

die beschleunigte AfA in Anspruch genommen

werden. Die GWG-Grenze beträgt € 800.

An dieser Stelle sei auch nochmals an die

Möglichkeiten erinnert den Arbeitnehmern

Gutes zu tun: Öffi – Ticket, steuerfreie Gewinnbeteiligung

bzw. Teuerungsprämie.

Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.Dezember

2020 beginnen, sind wieder sowohl

der Ansatz von pauschalen Wertberichtigungen

zu Forderungen als auch der Ansatz von

Pauschalrückstellungen möglich. Die Ansätze

müssen auf einer umsichtigen Beurteilung beruhen

und orientieren sich an den diesbezüglichen

Vorschriften des UGB.

Nicht vergessen werden sollte auch auf die verpflichtende

Wertpapierdeckung von Pensionsrückstellungen.

b) Speziell für Einnahmen-Ausgaben-Rechner/Überschussermittler:

Für diese gilt grundsätzlich das Zufluss-Abfluss-Prinzip,

ausgenommen hievon sind regelmäßig

wiederkehrende Einnahmen bzw.

Ausgaben (z.B. Mieten, Löhne, Versicherungen):

Für diese gilt eine 15tägige “Zurechnungsfrist“.

2. Für alle Steuerpflichtigen:

Unter Umständen können auch Verluste aus

Spekulation/Kapitalvermögen oder Vermietung/Verpachtung

ausgeglichen bzw. in besonderen

Fällen trotz besonderen Steuersätzen

eine Veranlagung beantragt werden. Diese

Fälle benötigen aber Zeit und Beratung –

daher bitte rechtzeitig überprüfen!

Denken Sie an Ihre Werbungskosten! Insbesondere

im Bereich/durch Homeoffice gibt es

mittlerweile auch zu diesem Thema einen

ziemlichen Wildwuchs an Bestimmungen.

Sichten Sie daher rechtzeitig Ihre Unterlagen,

vielleicht tätigen Sie auch noch die eine oder

andere Ausgabe.

Die fünfjährige Antragsfrist für die freiwillige

Arbeitnehmerveranlagung 2017 endet mit

Jahresende.

3. “Privates“

Die anzugebenden Sonderausgabentatbestände

beschränken sich nur mehr auf bestimmte

Rentenzahlungen und Steuerberaterhonorare

(soweit nicht Betriebsausgaben

oder Werbungskosten). Erinnert sei noch

an die neuen Sonderausgabentatbestände

“Thermische Sanierungen/Heizkesseltausch’

(siehe u.a. Ausgabe 1/22). Aber auch diese

Sonderausgaben werden dem Finanzamt gemeldet

und von diesem automatisch berücksichtigt.

Kaum Neuerungen gibt es bei den außergewöhnlichen

Belastungen. Zur Erinnerung:

Wegen des einkommens- und familienstandsabhängigen

Selbstbehalts empfiehlt es sich

möglichst viel in einem Jahr zusammenkommen

zu lassen und nicht auf mehre Jahre zu

verteilen.

Sowohl bei den Sonderausgaben wie auch bei

den außergewöhnlichen Belastungen (nach

Abzug allfälliger Kostensätze) gilt das Abflussprinzip!

Spenden an begünstigte Institutionen aus dem

Betriebsvermögen stellen bis max. 10% des

laufenden Gewinnes Betriebsausgaben dar

und werden dem Finanzamt nicht gemeldet.

a) Speziell für Bilanzierer:

Nicht auf die (körperliche) Inventur vergessen!

Vorräte, Halb- und Fertigerzeugnisse sowie

Teilleistungen (noch nicht abrechenbar) sind

höchstens mit den Herstellkosten zu bewerten.

Der Gewinn wird erst verwirklicht (und damit

verbucht), wenn die Ware verkauft bzw. die

Leistung vollständig erbracht ist – unabhängig

vom Zeitpunkt der Rechnungsstellung.


7

Haben Sie einen eigenen FinanzOnline-

Zugang, dann achten Sie bitte darauf, dass

Sie dort bei der elektronischen Zustellung

sicherheitshalber eine Mailadresse eingetragen

haben, damit Sie gegebenenfalls automatisch

per Mail benachrichtigt werden,

wenn Ihnen in FinanzOnline eine neue

Nachricht zugestellt wurde.

Das ist nämlich wichtig, wenn Sie uns die

Zustellvollmacht nicht eingeräumt und

wenn Sie auch in FinanzOnline der elektronischen

Zustellung nicht widersprochen

haben, weil Sie dann vom Finanzamt Bescheide,

Benachrichtigungen etc. direkt zugestellt

erhalten.

Versäumen Sie durch einen verspäteten

Abruf der Nachricht eine Frist, dann ist es

schier unmöglich, wieder in diese Frist eingesetzt

zu werden. Für das Finanzamt gilt

ein Schriftstück zugestellt, wenn es in FinanzOnline

abgerufen werden kann.

Grundsätzlich ohne Wenn und Aber. Auf

den Zeitpunkt des Abrufes der Nachricht

durch den Steuerpflichtigen kommt es

nicht an.

Im Unternehmensserviceportal (USP)

kann, wenn Sie zB wegen eines Urlaubes

nicht im Büro bzw. nicht zu Hause sind,

eine Abwesenheit eingetragen werden. Sie

erhalten dann von Behörden keine elektronische

Zustellung, die zustellende Behörde

wird in diesem Zeitraum unter Umständen

das Schriftstück per Post zustellen. Nach

Ablauf der im USP eingetragenen Abwesenheit

wird die elektronische Zustellung

wieder automatisch aktiviert. Unternehmen

können sich für einen Zeitraum von

maximal 28 Tagen (Privatpersonen für die

Dauer von maximal einem Jahr) von der

elektronischen Zustellung abwesend melden.

Diese im USP eingetragene Abwesenheitsmeldung

schlägt aber auf FinanzOnline

nicht durch und in FinanzOnline gibt es

keine entsprechende Funktion!

Das Finanzamt schlägt generell vor, dass

man in FinanzOnline die automatische

Mail-Benachrichtigung einrichten soll. Es

argumentiert auch, dass der Steuerpflichtige

die Nachricht in FinanzOnline auch

während der Abwesenheit, und somit auch

im Urlaub, abrufen kann, denn das ist ja,

wenn ein Internetzugang vorhanden ist,

überall auf der Welt möglich. Möchte man

das nicht, dann schlägt das Finanzamt

allen Ernstes vor, dass sich der Steuerpflichtige

für die Zeit der Abwesenheit von

der elektronischen Zustellung in FinanzOnline

abmelden (sic!) und nach seiner

Rückkehr wieder anmelden soll - denn

eine Abwesenheitsmeldung gibt es hier ja

nicht.

Diese Vorgangsweise in FinanzOnline ist

nicht State of the Art und warum gilt die

Elektronische Zustellung

FINANZONLINE UND ABWESENHEIT

Abwesenheitsmeldung im USP nicht auch

gleich für FinanzOnline? Eine einfache,

userfreundliche Möglichkeit der Bekanntgabe

der Abwesenheit sieht anders aus.

Wir können Ihnen als unser Klient bzw.

unsere Klientin aber anbieten, dass Sie uns

für die Zeit Ihrer Abwesenheit die Zustellvollmacht

im FinanzOnline gewähren, sodass

die Schriftstücke vom Finanzamt uns

zugestellt werden und somit keine Frist

versäumt werden kann.

USt: Neuerungen beim Dreiecksgeschäft

Wie viele Beteiligte müssen beim Dreiecksgeschäft involviert sein? Richtig, drei,

daher hat diese Regelung auch ihren Namen. Aber ab 2023 wird sich das ändern,

denn dann kann die Vereinfachung des Dreiecksgeschäfts auch dann noch

angewendet werden, wenn mehr als drei Unternehmen involviert sind. Es ist

dann bei einem Reihengeschäft mit mehr als drei Beteiligten möglich, ein Dreiecksgeschäft

„herauszuschälen“.

Es kann weiterhin nur einer der Beteiligten die Vereinfachung des Dreiecksgeschäfts

in Anspruch nehmen. Das ist jener Unternehmer, der den innergemeinschaftlichen

Erwerb im Bestimmungsland tätigt, also der Empfänger der

bewegten Lieferung.

Voraussichtliche Versicherungswerte 2023

Die voraussichtlichen Werte für 2023 betragen

Geringfügigkeitsgrenze monatlich 500,91

Höchstbeitragsgrundlage für Dienstnehmer monatlich 5.850,00

Höchstbeitragsgrundlage für freie DN/Gewerbetreibende monatlich 6.825,00


| 3 | Oktober 2022 8

Steuerplanung

2022

In den letzten Jahren ist es zu so vielen Gesetzesänderungen

und neuen Bestimmungen

(Corona, ökosoziale Steuerform,

Energiekrise) mit unterschiedlichen Inkrafttretensbestimmungen

gekommen,

dass man kaum mehr den Überblick behalten

kann. Wir haben über alles berichtet,

werden aber bei den ´´Steuertipps zum

Jahresende´´ nochmals darauf hinweisen.

Erfreulicherweise wird sich die Steuerlast -

hoffentlich wirklich - und wider Erwarten

doch reduzieren und zwar:

• Die ökosoziale Steuerreform bringt die

zweite Etappe der Absenkung der Grenzsteuersätze

für Einkommen zwischen €

18.000 und € 60.000. Gleiches gilt für den

Körperschaftsteuersatz.

• Ab 1.Jänner 2023 kann für Anschaffungen/Herstellungen

der “neue” Investitionsfreibetrag

geltend gemacht werden.

• Schließlich soll es ab 2023 auch zur (teilweisen)

Abschaffung der kalten Progression

durch Verbreiterung der Progressionsstufen

kommen (Genauere Infos im nächsten

Newsletter).

• Die GWG-Grenze erhöht sich ab 2023

auf € 1.000.

Zusätzlich wäre noch zu berücksichtigen,

dass sich aufgrund der allgemeinen Teuerung

die Gewinne/Einkünfte und damit

die Steuerbelastung vermutlich reduzieren

werden.

Daraus kann der allgemeine Schluss (unter

der Annahme gleichmäßiger Gewinne) gezogen

werden, dass es sich wahrscheinlich

empfiehlt Gewinne bzw. Einkünfte (natürlich

im gesetzlichen Rahmen) zumindest

in das Jahr 2023 zu verschieben.

Da natürlich viele Aspekte zu berücksichtigen

sind, kann dies nur eine allgemeine

Empfehlung darstellen und keinesfalls eine

individuelle Beratung ersetzen.

Todesfall

Erfolgreicher Abschluss:

Tax Compliance am TGM!

Betroffen müssen wir bekanntgeben,

dass unsere langjährige Mitarbeiterin,

Frau Klaudia Nikowitz, am 4.

August 2022 kurz nach ihrem 59. Geburtstag

verstorben ist.

Auch heuer war Herr Mag. Wildgatsch wieder als Vertreter der Kammer bei der Zertifizierung

des Tax & Advanced Tax Compliance Jahrgangs dabei.

Frau Nikowitz war bei uns seit Juni

1982 beschäftigt und stets eine gewissenhafte

und loyale Mitarbeiterin.

Obwohl sie sich bereits seit fast

einem Jahr im Krankenstand befunden

hat, kam ihr Ableben letztlich

doch überraschend und plötzlich.

Unsere Anteilnahme gilt natürlich

ihrer Familie.

Unser Büro ist nicht besetzt

Mo., 31.10. und Fr., 09.12. (Fenstertage)

Nützen Sie bitte unser Fax

01/278 12 95 28

und unsere E-Mail

office@jupiter.co.at

Impressum:

Medieninhaber und Herausgeber: Jupiter Wirtschaftstreuhand GmbH Buchprüfungs- und

Steuerberatungsgesellschaft, 1210 Wien, Pius Parsch-Platz 2, Tel.:+43/1/278 12 95/0, Fax: DW

28 – E-Mail: office@jupiter.co.at – www.jupiter.co.at

Redaktion: Mag. Manfred Wildgatsch, Mag. Rudolf Waidhofer, Brigitte Münch – Illustration:

Michael Benyuska – Herstellung: copydruck.at.

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