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BB_10_2024_d

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5. MÄRZ <strong>2024</strong> WOCHE <strong>10</strong> 47. JAHRGANG / NUMMER <strong>10</strong> • 5 MARS <strong>2024</strong> SEMAINE <strong>10</strong> 47 e ANNÉE / NUMÉRO <strong>10</strong><br />

KIOSKPREIS FR. 2.–<br />

Die andere Zeitung<br />

L’autre journal<br />

DIESE WOCHE:<br />

CETTE SEMAINE:<br />

Alain Pichard über<br />

nMassnahmen und<br />

Absurdität beim Nachteilsausgleich<br />

in der Sekundarschulbildung.<br />

Die Gastkolumne<br />

auf Seite 4.<br />

Alain Pichard cite<br />

ndans sa chronique<br />

les mesures en matière de<br />

compensation des désavantages<br />

liés à un handicap<br />

dans la formation et les absurdités<br />

qu'elles entraînent.<br />

Page 4.<br />

Bei einem Blitzeinschlag<br />

2022 ging n<br />

rund ein Drittel des Lagers<br />

verloren. Jetzt feiert<br />

Michael Hartmann mit<br />

einer Lesung in der Voirie<br />

das 30-jährige Bestehen<br />

seines Verlages «Edition<br />

Hartmann». Seite 9.<br />

Biel Bienne begleitete die Magglinger<br />

Nationalrätin Andrea Zryd ins<br />

Bundeshaus, wo sie intensive Tage<br />

erlebt. Trotz ihrem Amt will sie aber<br />

mit beiden Beinen auf dem Boden<br />

bleiben. Seite 2.<br />

Biel Bienne a accompagné<br />

la conseillère nationale de Macolin<br />

Andrea Zryd au Palais fédéral.<br />

Elle y vit des journées intenses,<br />

mais veut garder les pieds sur terre.<br />

Page 2.<br />

PRODUKTION / PRODUCTION: RJ / JST / SF<br />

Michael Hartmann<br />

nfête les 30 ans de sa<br />

petite maison d'édition par<br />

une lecture musicale à la<br />

Voirie et dévoile les péripéripéties<br />

de son entreprise.<br />

Page 9.<br />

Marie-Laure Krafft Golay, Präsidentin<br />

des Vereins Villa Ritter, sorgt sich um<br />

die Schwächsten, falls der Grosse Rat<br />

die Kirchensteuer für Unternehmen<br />

abschaffen sollte. Seite 5.<br />

Présidente de l'Association Villa<br />

Ritter, Marie-Laure Krafft Golay<br />

s'inquiète: si le Grand Conseil rend<br />

les impôts d'Église facultatifs pour<br />

les entreprises, les plus démunis en<br />

feront les frais. Page 5.<br />

Karim Saïd macht sich<br />

im Grossen Rat für<br />

die Region Biel und<br />

den Berner Jura<br />

stark und will die<br />

Frankophonen<br />

im Kanton Bern<br />

sichtbarer machen.<br />

Seite 13.<br />

Moussia von Wattenwyl lädt Gross<br />

und Klein in das «Expo Electro»<br />

Museum in Saint-Imier ein, um die<br />

Welt der Energie zu entdecken.<br />

Sei es in der Sammlung historischer<br />

Gegenstände oder durch interaktive<br />

Energieexperimente. Seite 3.<br />

Moussia De Wattenwyl nous invite<br />

à découvrir l'«Espace découverte<br />

énergie» à Saint-Imier à la découverte<br />

des moyens de production à la fois<br />

didactique et ludique qui plaît<br />

particulièrement aux jeunes.<br />

Page 3.<br />

Deux ans après son<br />

entrée au Grand<br />

Conseil, le député<br />

socialiste biennois<br />

Karim Saïd<br />

se prépare à prendre<br />

la présidence de la<br />

députation francophone<br />

cet été.<br />

Portrait. Page 13.<br />

DIE GRÖSSTE ZEITUNG DER REGION • AUFLAGE: 62 500 Ex. ERSCHEINT JEDEN DIENSTAG IN DEN HAUSHALTEN BIELS UND DER REGION. HERAUSGEBER / INSERATE: GASSMANN MEDIA AG, ROBERT-WALSER-PLATZ 7, BIEL, 032 344 83 83 /<br />

service@gassmann.ch REDAKTION: Neuenburgstrasse 140 / 032 327 09 11 CEO und Verleger: Mario Cortesi WEB: www.bielbienne.com<br />

LE PLUS GRAND JOURNAL DE LA RÉGION • TIRAGE: 62 500 ex. PARAÎT CHAQUE MARDI DANS LES MÉNAGES DE BIENNE ET DE LA RÉGION. ÉDITION / ANNONCES: GASSMANN MEDIA SA, PLACE ROBERT-WALSER 7, BIENNE, 032 344 83 83 /<br />

service@gassmann.ch RÉDACTION: Route de Neuchâtel 140 / 032 327 09 11 CEO et éditeur: Mario Cortesi WEB: www.bielbienne.com


2 BIEL BIENNE 5. MÄRZ <strong>2024</strong> AKTUELL ACTUEL<br />

BIEL BIENNE 5 MARS <strong>2024</strong><br />

POLITIK<br />

«Nein sagen können!»<br />

Die Magglinger SP-Nationalrätin Andrea Zryd<br />

erlebt seit Dezember intensive Tage, will aber<br />

auf dem Boden bleiben.<br />

POLITIQUE<br />

«Savoir dire non!»<br />

Depuis décembre, la conseillère nationale<br />

socialiste de Macolin vit des journées intenses,<br />

mais veut garder les pieds sur terre.<br />

PHOTOS: JOEL SCHWEIZER<br />

De Macolin<br />

au Palais fédéral,<br />

le quotidien<br />

de la conseillère<br />

nationale<br />

Andrea Zryd<br />

est bien huilé.<br />

VON MOHAMED HAMDAOUI<br />

Bahnhof Biel. Gleis 7,<br />

6.45 Uhr. Unter den Pendlern,<br />

die sich auf den Weg<br />

nach Bern machen, ist auch<br />

Andrea Zryd. Die Nationalrätin<br />

aus Magglingen macht<br />

keine Ausnahme: « Auch<br />

ich verbringe die meiste Zeit<br />

meiner Fahrt mit meinem<br />

Handy!» Während der Sessionen<br />

der beiden Kammern<br />

im Bundeshaus, die 12 Wochen<br />

im Jahr dauern, geht<br />

die Sozialdemokratin spät ins<br />

Bett und steht früh auf. «Ich<br />

habe einen guten Schlaf und<br />

wache leicht auf», betont die<br />

Sportlehrerin. «Und in der<br />

Mittagspause jogge ich noch<br />

immer lange an der Aare.»<br />

Milizpolitik. Da sie rund<br />

15 Jahre im Grossen Rat gesessen<br />

hat, sind ihr die Unwägbarkeiten<br />

einer Milizpolitikerin<br />

nicht unbekannt. «Seit meiner<br />

Vereidigung im Dezember im<br />

Nationalrat musste ich mich<br />

anpassen.» Erste grosse Veränderung?<br />

«Ich habe gelernt,<br />

nein zu sagen!» Es sei unmöglich,<br />

alle Anfragen von<br />

Privatpersonen oder Vereinen<br />

anzunehmen. Auch aus diesem<br />

Grund hat die 48-jährige<br />

Politikerin beschlossen, eine<br />

parlamentarische Assistentin<br />

einzustellen. «Sie hilft mir,<br />

meinen Terminkalender zu<br />

verwalten und die politischen<br />

Dossiers zu festigen.»<br />

Sie und ihr Partner würden<br />

auch gerne so schnell<br />

wie möglich eine Person<br />

einstellen, die bereit ist, sich<br />

während der Sitzungen um<br />

ihre beiden kleinen Kinder zu<br />

kümmern. «Wir ergänzen uns<br />

gut, aber es ist nicht immer<br />

einfach, das zu regeln.»<br />

Neutralität. Zryd sitzt in<br />

der Sicherheitspolitischen<br />

Kommission. Das war nicht<br />

ihre «erste Wahl». «Aber<br />

man diskutiert dort über<br />

so wichtige Themen, insbesondere<br />

die Schweizer Neutralität,<br />

die durch Kriege in<br />

der Ukraine, in Gaza und<br />

anderswo in Frage gestellt<br />

wird.» Die Linke ist dort<br />

in der Minderheit. «Ich<br />

verliere oft!» Einen Aspekt<br />

des politischen Lebens auf<br />

Bundesebene bewundert<br />

sie: «Die Parlamentsdienste<br />

sind unglaublich kompetent<br />

und hilfsbereit. Sie helfen<br />

uns immer.»<br />

Bern. Bundeshaus, 7.30<br />

Uhr. Die Kuppelhalle ist<br />

noch nicht sehr gut besucht.<br />

Die Nationalrätin fühlt sich<br />

bereits wohl. Das Duzen ist<br />

üblich. «Aber es hat manchmal<br />

etwas von einem Turmbau<br />

zu Babel. Einige der<br />

Räte spielen eindeutig ihre<br />

Karriere aus. Sie sind nicht<br />

leicht zugänglich.» Kein<br />

Vergleich zum Grossen Rat.<br />

«Ich kannte so gut wie alle,<br />

unabhängig von der politischen<br />

Couleur oder der<br />

Region.» Ein weiterer Unterschied:<br />

«Es ist unglaublich,<br />

wie laut es im Nationalratssaal<br />

ist. Kaum jemand<br />

hört den Rednern zu.» Da<br />

die Redezeit im Nationalrat<br />

streng geregelt ist, hatte sie<br />

noch keine Gelegenheit,<br />

dort zu sprechen.<br />

Allianzen. Zryds erstes<br />

Highlight war die Wahl des<br />

Bundesrates im Dezember<br />

letzten Jahres. «Da habe ich<br />

gemerkt, wie privilegiert ich<br />

bin.» Die Sozialdemokratin<br />

sitzt an der Seite ihrer Berner<br />

Kollegin und Juso-Aushängeschild<br />

Tamara Funicello.<br />

«Sie hilft mir sehr, aber ich<br />

bin etwas weniger links als<br />

sie.» Bei gewissen Themen<br />

wie Spitzensport oder Raumplanung<br />

wird die gebürtige<br />

Adelbodnerin nicht zögern,<br />

Allianzen mit anderen Parteien<br />

zu suchen.<br />

Von Sitzung zu Sitzung ist<br />

der Tag einer Persönlichkeit<br />

im Parlament zwangsläufig<br />

dicht gedrängt. «Wenn ich<br />

abends nach Magglingen<br />

zurückkehre, versuche ich,<br />

so viel Zeit wie möglich mit<br />

Alex und unseren beiden<br />

Kindern zu verbringen.» Die<br />

Tätigkeit als Nationalrätin<br />

macht laut Zryd «satte 50<br />

Prozent» aus. Sie kann sich<br />

daher nicht vorstellen, alle<br />

ihre Mandate in der Welt des<br />

Sports, insbesondere als Lehrerin,<br />

aufzugeben. «Ich muss<br />

mit den Füssen am Boden<br />

bleiben.» Sie kann sich auf<br />

ihre Sprösslinge verlassen,<br />

die sie daran erinnern. Es sei<br />

nicht ungewöhnlich, dass<br />

sie am Ende des Tages sagen:<br />

«Mama, hast du wieder<br />

nur gequatscht?» n<br />

Von<br />

Magglingen<br />

nach Bern.<br />

Die Tage der<br />

Nationalrätin<br />

Andrea Zryd<br />

im Bundeshaus<br />

sind lang und<br />

vielfältig.<br />

PAR MOHAMED HAMDAOUI<br />

Gare de Bienne. Voie 7,<br />

6 heures 45. Parmi les pendulaires<br />

en partance pour<br />

Berne, Andrea Zryd. La<br />

conseillère nationale de Macolin<br />

ne déroge pas à la règle:<br />

«Je passe aussi la plupart du<br />

trajet sur mon téléphone<br />

portable!» En période de session<br />

des Chambres fédérales,<br />

12 semaines par an, la socialiste<br />

se couche tard et se lève<br />

tôt. «J’ai un bon sommeil et<br />

le réveil facile», insiste cette<br />

maîtresse de sport. «Et je<br />

continue de faire un long<br />

footing pendant la pause de<br />

midi au bord de l’Aar.»<br />

Politique de milice.<br />

Pour avoir siégé durant une<br />

quinzaine d’années au Grand<br />

Conseil, elle n’ignore rien<br />

des contingences d’une politicienne<br />

de milice. «Depuis<br />

décembre et ma prestation de<br />

serment au Conseil national,<br />

j’ai dû m’adapter.» Premier<br />

gros changement? «J’ai appris<br />

à dire non!» Impossible d’accepter<br />

toutes les sollicitations<br />

privées ou associatives. C’est<br />

aussi pour cette raison que la<br />

politicienne de 48 ans a décidé<br />

d’engager une assistante<br />

parlementaire. «Elle m’aide à<br />

gérer mon agenda et bétonner<br />

le dossiers politiques.»<br />

Elle et son compagnon<br />

aimeraient aussi pouvoir<br />

au plus vite engager une<br />

personne prête à s’occuper<br />

durant les sessions de leurs<br />

deux jeunes enfants. «Nous<br />

sommes complémentaires,<br />

mais ce n’est pas toujours<br />

simple à gérer.»<br />

Neutralité suisse. Andrea<br />

Zryd siège au sein de la<br />

commission de la Politique<br />

de Sécurité. Ce n’était pas<br />

son «premier choix». «Mais<br />

on y discute de sujets ô combien<br />

importants, notamment<br />

la neutralité suisse, mise en<br />

question par les guerres en<br />

Ukraine, à Gaza et ailleurs.»<br />

La gauche y est minoritaire.<br />

«Je perds souvent!» Un aspect<br />

de la vie politique fédérale la<br />

rend admirative: «Les Services<br />

du Parlement sont incroyablement<br />

compétents et<br />

disponibles. Ils nous aident<br />

en permanence.»<br />

Berne, Palais fédéral,<br />

7 heures 30. La Salle des Pas<br />

perdus est encore peu fréquentée.<br />

L’élue s’y sent déjà<br />

l’aise. Le tutoiement est de<br />

mise. «Mais il y a parfois un<br />

côté Tour de Babel. Certains<br />

députés jouent clairement<br />

leur carrière. Ils ne sont pas<br />

facilement abordables.» Rien<br />

à voir avec le Grand Conseil.<br />

«Je connaissais à peu près<br />

tout le monde, peu importe<br />

les couleurs politiques et les<br />

régions». Autre différence:<br />

«C’est incroyable à quel point<br />

il y a du bruit dans la salle du<br />

Conseil national. Presque<br />

personne n’écoute l’orateur.»<br />

Et comme les prises de parole<br />

y sont très réglementées, elle<br />

n’a pas encore eu la possibilité<br />

de s’y exprimer.<br />

Alliances. Son premier<br />

temps fort fut l’élection du<br />

Conseil fédéral, en décembre<br />

dernier. «J’ai compris à quel<br />

point je suis privilégiée.»<br />

La socialiste siège aux côtés<br />

de sa camarade bernoise et<br />

égérie des Jeunes socialistes<br />

suisse Tamara Funiciello.<br />

«Elle m’aide beaucoup, mais<br />

je suis un peu moins à gauche<br />

qu’elle!» D’ailleurs, sur certaines<br />

questions comme le<br />

sport d’élite ou l’aménagement<br />

du territoire, la native<br />

d’Adelboden n’hésitera pas à<br />

chercher des alliances dans<br />

d’autres partis.<br />

De séances en séances, la<br />

journée d’une personnalité<br />

fédérale est forcément dense.<br />

«Quand je rentre le soir à Macolin,<br />

j’essaie de passer le plus<br />

de temps avec Alex et nos<br />

deux jeunes enfants.» L’activité<br />

de conseillère nationale<br />

représente selon Andrea Zryd<br />

«un gros 50%». Elle n’imagine<br />

donc pas abandonner<br />

l’intégralité de ses mandats<br />

dans le monde du sport, en<br />

particulier d’enseignante.<br />

«J’ai besoin de garder les<br />

pieds sur terre.» Elle peut<br />

compter sur ses rejetons pour<br />

le lui rappeler. «Il n’est pas<br />

rare qu’ils me disent en fin de<br />

journée: alors maman, tu as<br />

à nouveau passé ton temps à<br />

faire du blabla?» n


BIEL BIENNE 5. MÄRZ <strong>2024</strong> AKTUELL ACTUEL<br />

BIEL BIENNE 5 MARS <strong>2024</strong><br />

3<br />

In Sankt-Immer gibt es die Gelegenheit, unterschiedliche Arten<br />

der Stromerzeugung hautnah zu erleben. Die spielerische<br />

Herangehensweise spricht besonders junge Menschen an.<br />

VON MOHAMED HAMDAOUI<br />

«Wer steckt hinter der Steckdose?»<br />

Um diese Frage (und<br />

viele andere) zu beantworten,<br />

öffnet uns die Geschäftsführerin<br />

des «Espace découverte<br />

Energie», Moussia von Wattenwyl,<br />

die Türen der ehemaligen<br />

Räumlichkeiten der «Société des<br />

forces électriques de la Goule».<br />

Dieses Gebäude, das unweit<br />

des Bahnhofs gelegen ist, umfasst<br />

zwei verschiedene Bereiche.<br />

Im Erdgeschoss befindet sich ein<br />

Museum mit rund 500 Ausstellungsgegenständen,<br />

welche von<br />

Georges Cattin, einem Rentner<br />

und leidenschaftlichen Anhänger<br />

der Region, gesammelt wurden.<br />

«Er hatte Angst, dass seine<br />

Sammlung nach seinem Tod<br />

verschwinden würde, und zog<br />

es daher vor, sie der Öffentlichkeit<br />

zur Verfügung zu stellen,<br />

um die Welt der Elektrizität zu<br />

entdecken», so von Wattenwyl,<br />

welche die Grünen für Tramelan<br />

im Grossen Rat vertritt.<br />

Die seltenen Objekte, welche<br />

von alten Dynamos bis zu<br />

historischen Generatoren reichen,<br />

veranschaulichen die unglaubliche<br />

Palette an Utensilien<br />

und Gegenständen, die ab dem<br />

19. Jahrhundert die Welt auf<br />

den Kopf stellten und auch zur<br />

industriellen Entwicklung dieser<br />

Region beitrugen. «Dieser Teil<br />

ist vor allem für Erwachsene<br />

interessant. Aber während der<br />

Führung kann man hier auch<br />

kleine, lustige Experimente machen»,<br />

weiss von Wattenwyl.<br />

Spielerisch. Der erste<br />

Stock, von dem aus man einen<br />

wunderbaren Blick auf den Na-<br />

turpark Chasseral hat, ist eher<br />

spielerisch und didaktisch angelegt.<br />

«Die Kinder lieben es.<br />

Sie haben nicht nur Spass,<br />

sondern sie lernen auch eine<br />

Menge.» Insbesondere, dass<br />

Menschen auch Energieträger<br />

sind. «Steckt eure Finger in<br />

diese beiden kleinen Aufsätze<br />

und legt dann die Hand auf<br />

das Konfetti», fordert sie sie<br />

auf. Ein Knopfdruck und die<br />

kleinen Papierschnipsel fliegen<br />

wie von Geisterhand weg.<br />

«Sie sehen, dass ihr Körper<br />

auch Elektrizität transportieren<br />

kann.»<br />

Aber wenn die Erzeugung<br />

von Elektrizität keine Zauberei<br />

ist, muss man auch erklären,<br />

dass sie etwas kostet. «Viele<br />

Kinder glauben, dass es nichts<br />

kostet. Und manche Eltern<br />

auch!» In einem weiteren spannenden<br />

Experiment wird den<br />

Zuschauenden gezeigt, wie eine<br />

Gemeinde mit Strom umgeht.<br />

«Man muss zunächst die Windkraftanlage<br />

in Betrieb nehmen,<br />

um Strom zu erzeugen und die<br />

Strassenlaternen oder Gebäude<br />

zu erhellen», erklärt die ehemalige<br />

Lehrerin begeistert. «Dann<br />

weist man jedem Teilnehmer<br />

eine Rolle zu, die es ihm ermöglicht,<br />

auf praktische Weise<br />

zu verstehen, wann der Strom<br />

knapp ist und daher mehr oder<br />

weniger kostet. Und ihn dafür<br />

sensibilisieren, dass man mit<br />

Energie so sparsam wie möglich<br />

umgehen muss, egal ob<br />

man eine Privatperson oder<br />

eine Gemeinschaft ist.»<br />

Rund eine Stunde sollte<br />

eingeplant werden, um diesen<br />

spannenden, teilweise von<br />

der BKW finanzierten Raum<br />

zu besichtigen. Führungen<br />

gibt es auf Anfrage, sowohl<br />

auf Deutsch als auch Französisch.<br />

Bei schönem Wetter<br />

kann das Angebot mit den<br />

Lernpfaden des «Espace découverte<br />

Energie» verbunden<br />

werden. Diese machen insbesondere<br />

die Funktionsweise<br />

der zahlreichen Windräder in<br />

der Region oder der Photovoltaikanlagen<br />

auf dem Mont<br />

Soleil verständlich. n<br />

Moussia<br />

von Wattenwyl<br />

erklärt am Model,<br />

woher wieviel<br />

Energie kommt<br />

und wie diese<br />

genutzt wird.<br />

ENERGIE / ÉNERGIE<br />

Fiat Lux<br />

Moussia<br />

de Wattenwyl:<br />

«Beaucoup d’enfants<br />

croient que<br />

l’électricité, c’est<br />

gratuit. Certains<br />

parents aussi,<br />

d’ailleurs!»<br />

Auch die Gefahr<br />

des Stroms wird<br />

im Experiment<br />

eindrucksvoll<br />

demonstriert.<br />

À Saint-Imier, un magnifique espace est dédié à la découverte<br />

des moyens de production énergétiques. Sa dimension ludique<br />

plaît particulièrement aux jeunes.<br />

PAR MOHAMED HAMDAOUI<br />

«Qui y a-t-il derrière la<br />

prise électrique?» C’est pour<br />

tenter de répondre à cette<br />

question (et à beaucoup<br />

d’autres!) que la directrice<br />

d’Espace découverte Energie<br />

Moussia De Wattenwyl<br />

nous ouvre les portes d’anciens<br />

locaux de la Société<br />

des forces électriques de la<br />

Goule, à Saint-Imier.<br />

La visite est<br />

agrémentée<br />

d’expériences<br />

parfois spectaculaires<br />

sur le<br />

thème de<br />

l’énergie.<br />

PHOTO: JOEL SCHWEIZER<br />

Ce bâtiment situé non<br />

loin de la gare comporte deux<br />

espaces distincts. Au rez-dechaussée,<br />

un musée présente<br />

quelque 500 pièces collectées<br />

par un retraité passionné de<br />

la région, Georges Cattin.<br />

«Il avait peur que sa collection<br />

disparaisse à sa mort et<br />

il a donc préféré la mettre<br />

à disposition du public<br />

pour découvrir le monde de<br />

l’électricité», poursuit celle<br />

qui est aussi députée écologiste<br />

de Tramelan.<br />

Ces objets rares, allant de<br />

l’ancienne TSF à de vieux générateurs,<br />

illustrent l’incroyable<br />

palette d’ustensiles et d’objets<br />

qui ont bouleversé le monde<br />

dès le XIX e siècle et aussi<br />

contribué à l’essor du développement<br />

industriel de cette<br />

région. «Cette partie intéresse<br />

surtout les personnes adultes.<br />

Mais lors de la visite guidée, on<br />

peut aussi y faire des petites expériences<br />

amusantes», poursuit<br />

Moussia De Wattenwyl.<br />

Ludique et didactique.<br />

Le premier étage, qui offre<br />

une vue magnifique sur le<br />

parc Chasseral, se veut davantage<br />

ludique et didactique.<br />

«Les gamins adorent. Non<br />

seulement, ils s’amusent,<br />

mais ils apprennent aussi<br />

beaucoup de choses.» En<br />

particulier que les humains<br />

sont aussi vecteurs d’énergie.<br />

«Mettez les doigts dans<br />

ces deux petits embouts et<br />

placez ensuite la main sur<br />

ces confettis», ordonne-telle.<br />

Le temps d’actionner<br />

un bouton, les petits bouts<br />

de papiers s’envolent comme<br />

par magie! «Vous voyez, votre<br />

corps permet de transporter<br />

aussi de l’électricité!»<br />

Mais si la production<br />

de l’électricité n’a rien de<br />

magique, encore faut-il expliquer<br />

qu’elle a un coût.<br />

«Beaucoup d’enfants croient<br />

que c’est gratuit. Certains<br />

parents aussi, d’ailleurs!»<br />

Place donc à une autre expérience<br />

passionnante qui permet<br />

au public de s’initier à<br />

la gestion de l’électricité par<br />

une commune. «Il faut commencer<br />

par actionner une<br />

éolienne permettant de produire<br />

le courant et d’allumer<br />

les lampadaires ou les bâtiments»,<br />

s’enthousiasme l’exenseignante.<br />

«On attribue<br />

ensuite à chaque participant<br />

un rôle qui lui permet de<br />

comprendre de manière pratique<br />

à quel moment l’électricité<br />

se fait rare et coûte<br />

donc plus ou moins cher. Et<br />

les sensibiliser à la nécessité<br />

de gérer au mieux l’énergie,<br />

que l’on soit un particulier<br />

ou une collectivité.»<br />

Idéalement, il faut compter<br />

une bonne heure pour<br />

visiter cet espace passionnant<br />

en partie financé par<br />

les BKW. Visites guidées sur<br />

demande, aussi bien en français<br />

qu’en allemand. En cas<br />

de beau temps (et de bonnes<br />

jambes…), à compléter par la<br />

découverte du parcours Espace<br />

Energie et Découvertes<br />

qui permet notamment de<br />

mieux comprendre le fonctionnement<br />

des nombreuses<br />

éoliennes de la région ou des<br />

installations photovoltaïques<br />

de Mont-Soleil.<br />

n<br />

Frische-Aktion<br />

Ab Mittwoch<br />

-25%<br />

<strong>10</strong>.80<br />

statt 14.50<br />

-19%<br />

<strong>10</strong>.30<br />

statt 12.80<br />

Fendant AOC<br />

Valais<br />

Blanc d’Amour,<br />

Schweiz, 75 cl,<br />

2022<br />

(Jahrgangsänderung<br />

vorbehalten)<br />

-20% -20%<br />

9.50<br />

-20%<br />

7.90<br />

-38%<br />

12.90<br />

8.45<br />

statt 11.90 statt <strong>10</strong>.60<br />

Kellogg’s Cerealien<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Tresor Choco Nut,<br />

2 x 4<strong>10</strong> g<br />

statt 9.90<br />

Elmex<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Zahnpasta Kariesschutz,<br />

2 x 75 ml<br />

Montag, 4.3. bis<br />

Samstag, 9.3.24<br />

Feldschlösschen<br />

Original<br />

<strong>10</strong> x 33 cl<br />

statt 21.–<br />

Assortierte<br />

gefüllte<br />

Schokoladeneier<br />

-33%<br />

9.95<br />

statt 14.90<br />

-20%<br />

4.75<br />

statt 5.95<br />

-33%<br />

<strong>10</strong>.50<br />

statt 15.90<br />

-30%<br />

-25%<br />

2.95<br />

-30% -31%<br />

9.95<br />

statt 14.40<br />

1.95<br />

statt 2.80<br />

Zitronen Cake, 485 g<br />

1 kg Blondorangen<br />

Herkunft siehe Verpackung,<br />

per kg<br />

Knorr Bouillon<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Gemüse-Extrakt fettarm,<br />

250 g<br />

Persil<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Discs Color, 16 WG<br />

Dr. Oetker<br />

Backmischung<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Fanta<br />

Orange<br />

6 x 1,5 l<br />

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div. Sorten, z.B.<br />

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Schweinsplätzli<br />

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Gurken<br />

Spanien, Stück<br />

Agri Natura<br />

Cervelas<br />

2 x <strong>10</strong>0 g<br />

Suttero<br />

Pouletgeschnetzeltes<br />

per <strong>10</strong>0 g<br />

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Folgende Wochenhits sind in kleineren Volg-Läden evtl. nicht erhältlich:<br />

Ovomaltine<br />

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Schokolade, 5 x <strong>10</strong>0 g<br />

Chirat Essiggemüse<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Gurken, 430 g<br />

11.50<br />

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15.50<br />

4.20<br />

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4.95<br />

Schokoladenriegel<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Snickers Minis, 275 g<br />

Thomy<br />

Tomatenpüree<br />

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3.80<br />

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4.50<br />

5.90<br />

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7.<strong>10</strong><br />

Jacobs<br />

Kaffeekapseln<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Lungo classico, 20 Kapseln<br />

Pedigree<br />

div. Sorten, z.B.<br />

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7.95<br />

1.95<br />

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Tomato, 2 x 56 g<br />

Vanish<br />

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4 BIEL BIENNE 5. MÄRZ <strong>2024</strong><br />

GASTKOLUMNE L’INVITÉ<br />

BIEL BIENNE 5 MARS <strong>2024</strong><br />

*Alain<br />

Pichard über<br />

Massnahmen<br />

zum<br />

Nachteilsausgleich<br />

in<br />

der Sekundarschulbildung<br />

und die<br />

Absurdität<br />

der damit<br />

einhergehenden<br />

totalen<br />

Individualisierung.<br />

Im Namen der<br />

Chancengerechtigkeit<br />

Es<br />

geschah bei<br />

einem Übergabegespräch<br />

zwischen den<br />

Lehrkräften der 6. Klässler und<br />

den Kolleginnen der Oberstufe.<br />

Eine jüngere Kollegin monierte<br />

bei einem ihrer Abgänger eine<br />

eklatante Leseschwäche. Man<br />

müsse, so die besorgte Lehrerin,<br />

dem Jungen auch im Fach<br />

Mathematik die Testaufgaben<br />

vorlesen. Denn nur so könne er<br />

im Sekundarniveau verbleiben,<br />

für das sie ihn empfohlen hat.<br />

Die designierte Klassenlehrerin<br />

entgegnete, das werde sie<br />

sicher nicht machen. «Dann»,<br />

so die sichtlich verärgerte Junglehrerin,<br />

«müsse er an eine<br />

andere Schule gehen.» Der Klassenlehrerin<br />

fiel in Anbetracht<br />

der bevorstehenden Klassengrösse<br />

nichts weiter ein, als mit<br />

«viel Glück» zu antworten.<br />

Natürlich kam der Junge<br />

trotzdem zu ihr, und natürlich<br />

gab es kein Vorlesen während<br />

des Matheunterrichts und, wie<br />

von der Junglehrerin vorausgesagt,<br />

wechselte der Jüngling<br />

nach einer Probezeit ins<br />

Realniveau. «Dort», so meinte<br />

die Klassenlehrerin, «gedeiht<br />

er recht gut und erreicht die<br />

Grundkompetenzen.» Auch<br />

seine Lesefertigkeit verbessere<br />

sich. Er müsse halt daran arbeiten,<br />

und das tue er auch.<br />

Seit einiger Zeit muss auch<br />

bei unserer Empfehlung<br />

fürs Gymnasium der dortigen<br />

Aufnahmebehörde mitgeteilt<br />

werden, wenn ein Nachteilsausgleich<br />

vorliegt. Das tat eine sehr<br />

beflissene Kollegin im Falle von<br />

Marco*, dessen Rechtschreibung<br />

nie bewertet wurde. Diagnose:<br />

Legasthenie. Marco erhielt die<br />

Gymnasialempfehlung und<br />

trat in die Quarta ein. Als der<br />

erste schriftliche Test anstand,<br />

nahm Marco seinen ganzen Mut<br />

zusammen und wies auf seine<br />

Diagnose hin. Der verdutzte<br />

Gymnasiallehrer sah ihn an<br />

und fragte: «Und jetzt?» Marco<br />

meinte, er dürfe nicht wie die<br />

anderen bewertet werden, weil<br />

er ja eine ausgewiesene Rechtschreibeschwäche<br />

hätte. «Aha»,<br />

antwortete sein Lehrer, «okay,<br />

dann nimm mal den Duden,<br />

du darfst ihn benutzen.» Marco<br />

trat nach einem Jahr aus dem<br />

Gymnasium aus und absolvierte<br />

eine Elektronikerlehre. Notabene<br />

nicht wegen der Rechtschreibeschwäche,<br />

die ihn wohl<br />

immer noch begleitet, sondern<br />

weil ihm der gymnasiale Weg<br />

einfach nicht lag. Die Abschlussprüfung,<br />

die nicht viele seiner<br />

ehemaligen Klassenkameraden<br />

vom Gymnasium bestanden hätten,<br />

war für ihn kein Problem.<br />

Er ist heute glücklich mit seinem<br />

Lebensentscheid. Dieser Nachteilsausgleich,<br />

sagte er mir vor<br />

Kurzem, sei nur wegen der Intervention<br />

seines Vaters erfolgt.<br />

Aber der sei jetzt auch zufrieden.<br />

Wurde Marco um seine Lebenschancen<br />

gebracht? Wenn<br />

man den Tenor der gegenwärtigen<br />

Bildungsdiskussion verfolgt,<br />

ist dem sicher so: Dort<br />

wird die Matur als der allein<br />

seligmachende Olymp des<br />

Lebensglücks gesehen.<br />

Im Namen der Chancengerechtigkeit<br />

wird den Lehrkräften<br />

mittlerweile ein ganzer Katalog<br />

von Massnahmen aufgebürdet:<br />

Zeitverlängerung bei Prüfungen<br />

– maximal ein Drittel der offiziellen<br />

Prüfungszeit, Prüfungen nur<br />

mündlich statt schriftlich, keine<br />

Bewertung der Rechtschreibung,<br />

Diktate ab Diktiergerät, Prüfung<br />

in Begleitung einer Assistenzperson,<br />

Prüfung mit technischem<br />

Hilfsmittel (iPad, Taschenrechner),<br />

Prüfungsdurchführung im<br />

separaten Zimmer usw.<br />

Die Behörden wissen<br />

nicht, wie viele Nachteilsausgleiche<br />

zurzeit bewilligt<br />

werden. Und nicht zu vergessen:<br />

Es gibt ja auch noch die reduzierten<br />

individuellen Lernziele<br />

(riLZ). Im Gegensatz zu ihnen<br />

werden die Nachteilsausgleiche<br />

in den Zeugnissen nicht vermerkt.<br />

Es wird aber gemahnt,<br />

diese in einem Zusatzbericht<br />

zu dokumentieren, ein behördliches<br />

Anliegen, dem die<br />

chronisch unterbeschäftigten<br />

Lehrkräfte natürlich mit Begeisterung<br />

nachkommen. Und<br />

mit wie viel Transparenz die<br />

so Beurteilten diese Zusatzberichte,<br />

sofern sie denn überhaupt<br />

vorhanden sind, in ihren<br />

jeweiligen Bewerbungsverfahren<br />

vorlegen werden, kann nur<br />

vermutet werden.<br />

Viele erfahrene Lehrkräfte,<br />

die ihre Lernenden kennen,<br />

können abschätzen, wo<br />

diese gefordert, gefördert, belastet<br />

und eventuell auch geschont<br />

werden. Es ist mir als Lehrkraft nie<br />

in den Sinn gekommen, einen<br />

Schüler, der beim Bruchrechnen<br />

das «Gleichnamigmachen» nicht<br />

begreift, mit Doppelbrüchen zu<br />

quälen. Ich passe die Lernziele<br />

an, gewähre mehr Zeit, lasse Prüfungen<br />

wiederholen und helfe<br />

den Schwächeren, wenn sie Probleme<br />

haben. Die weltfremde<br />

Totalindividualisierung, wie sie<br />

in den Sandkastenspielen unserer<br />

Bildungsforscher ausgedacht<br />

wird, hilft niemandem. Wenn ein<br />

Schüler die Grundkompetenzen<br />

nicht erreicht, dann hat er sie<br />

nicht erfüllt und muss mit einer<br />

ungenügenden Note rechnen.<br />

Der Autor dieser Zeilen hat als<br />

Schüler des Mathematisch-Naturwissenschaftlichen<br />

Gymnasiums<br />

im Fach Mathematik etwas mehr<br />

ungenügende als genügende<br />

Noten erzielt. Er litt allerdings<br />

nicht unter Dyskalkulie, sondern<br />

unter Faulheit.<br />

Wenn man mit diesen Nachteilsausgleichen<br />

erreichen will,<br />

dass kein Schüler mehr ungenügend<br />

ist, dann soll man lieber die<br />

Noten abschaffen. Das ist billiger,<br />

unkomplizierter und wird die<br />

Asiaten freuen.<br />

n<br />

*Name geändert<br />

*Alain<br />

Pichard à<br />

propos des<br />

mesures de<br />

compensation<br />

des<br />

désavantages<br />

liés à<br />

un handicap<br />

dans la formation<br />

et de<br />

l’absurdité<br />

de l’individualisation<br />

totale<br />

qu’elles<br />

entraînent.<br />

PHOTO: Z.V.G. (M. LANGER, MAINZ)<br />

Au nom de l’égalité<br />

des chances<br />

Cela s’est passé lors<br />

d’un entretien de<br />

transmission entre<br />

les enseignants de<br />

8 e année (Harmos) et les collègues<br />

du niveau supérieur. Une jeune<br />

collègue a constaté des lacunes<br />

flagrantes en lecture chez l’un de<br />

ses élèves. Selon l’enseignante<br />

inquiète, il faudrait aussi lire les<br />

exercices de test au garçon en<br />

mathématiques. C’est la seule<br />

façon pour lui de rester au niveau<br />

secondaire pour lequel elle l’a<br />

recommandé.<br />

La maîtresse de classe désignée<br />

a rétorqué qu’elle ne le ferait<br />

certainement pas. «Dans ce cas»,<br />

a déclaré la jeune enseignante<br />

visiblement irritée, «il devra aller<br />

dans une autre école». Compte<br />

tenu de l’effectif à venir, la maîtresse<br />

de classe n’a rien trouvé de<br />

mieux à faire que de répondre:<br />

«Bonne chance!»<br />

Bien sûr, le garçon vint quand<br />

même dans sa classe et bien sûr, il<br />

n’y eut pas de lecture pendant le<br />

cours de maths et, comme l’avait<br />

prédit la jeune enseignante, le<br />

jeune homme passa en «section<br />

générale» (G) après une période<br />

d’essai. «Là-bas», dit la maîtresse<br />

de classe, «il s’épanouit assez<br />

bien et atteint les compétences<br />

de base». Sa maîtrise de la lecture<br />

s’améliore également. Il faut juste<br />

qu’il y travaille et c’est ce qu’il fait.<br />

*Alain Pichard war bis 2016<br />

Bieler Stadtrat der Grünliberalen<br />

Partei (GLP), 2022 ist er in den<br />

Grossen Rat gewählt worden.<br />

Er ist abwechslungsweise mit<br />

Roland Itten monatlich als<br />

Biel Bienne-Gastautor tätig.<br />

Pichard ist schweizweit bekannt<br />

für seine kritischen Meinungen zu<br />

Schul- und Gesellschaftsfragen.<br />

Seine Meinung muss sich nicht mit<br />

der Meinung der Redaktion decken.<br />

*Alain Pichard a été conseiller de<br />

Ville des Vert'libéraux (PVL) jusqu'en<br />

2016 et a été élu député au Grand<br />

Conseil en 2022. Il est, en alternance<br />

avec Roland Itten, chroniqueur mensuel<br />

de Biel Bienne. Il est connu en<br />

Suisse pour ses opinions critiques sur<br />

les questions scolaires et de société.<br />

Ses propos ne représentent pas<br />

forcément l’avis de la rédaction.<br />

Depuis quelque temps,<br />

l’autorité d’admission<br />

doit également être informée<br />

de l’existence d’une compensation<br />

des désavantages lors<br />

d’une recommandation pour<br />

le Gymnase. C’est ce qu’a fait<br />

une collègue très zélée dans le<br />

cas de Marco*, dont l’orthographe<br />

n’a jamais été évaluée.<br />

Diagnostic: dyslexie. Marco a<br />

reçu une recommandation pour<br />

le gymnase et est entré en quatrième.<br />

Lorsque le premier test<br />

écrit est arrivé, Marco a pris son<br />

courage à deux mains et a signalé<br />

son diagnostic. Le professeur de<br />

Gymnase, stupéfait, le regarda et<br />

lui demanda: «Et maintenant?»<br />

Marco a répondu qu’il ne devait<br />

pas être évalué comme les autres<br />

parce qu’il avait un trouble avéré<br />

de l’orthographe. «Aha», répondit<br />

son professeur, «OK, alors<br />

prends le Duden, tu peux l’utiliser.»<br />

(ndlr. Duden, dictionnaire<br />

de la langue allemande) Marco a<br />

quitté le Gymnase au bout d’un<br />

an et a suivi un apprentissage<br />

d’électronicien. Pas à cause de<br />

ses problèmes d’orthographe, qui<br />

l’accompagnent toujours, mais<br />

parce que la voie gymnasiale ne<br />

lui convenait pas. Son examen<br />

final, que peu de ses camarades<br />

de classe auraient réussi au<br />

Gymnase, ne lui a posé aucun<br />

problème. Il est aujourd’hui<br />

heureux de son choix de vie.<br />

Il m’a dit récemment que cette<br />

compensation des désavantages<br />

n’avait été obtenue que grâce à<br />

l’intervention de son père. Mais<br />

ce dernier est maintenant satisfait<br />

lui aussi.<br />

Marco a-t-il été privé de ses<br />

chances dans son existence? Si<br />

l’on suit la teneur du débat actuel<br />

sur la formation, c’est certainement<br />

le cas: la Maturité y est<br />

considérée comme l’Olympe<br />

du bonheur.<br />

Au nom de l’égalité des<br />

chances, on impose<br />

désormais aux enseignants<br />

tout un catalogue de mesures:<br />

prolongation du temps d’examen<br />

d’au maximum un tiers<br />

du temps d’examen officiel,<br />

examens uniquement oraux<br />

au lieu d’écrits, pas d’évaluation<br />

de l’orthographe, dictée à<br />

partir d’un dictaphone, examen<br />

en compagnie d’un assistant,<br />

examen avec une aide technique<br />

(IPad, calculatrice), déroulement<br />

de l’examen dans une salle<br />

séparée, etc.<br />

Les autorités ne savent pas<br />

combien de compensations des<br />

désavantages sont actuellement<br />

accordées. Et il ne faut pas oublier:<br />

il y a aussi les objectifs d’apprentissage<br />

individuels (OAI) revus à la<br />

baisse. Contrairement à eux, les<br />

compensations des désavantages<br />

ne sont pas mentionnées dans les<br />

bulletins scolaires. Il est toutefois<br />

exigé de les documenter dans<br />

un rapport complémentaire, une<br />

demande des autorités à laquelle<br />

les enseignants chroniquement<br />

sous-employés répondent bien<br />

entendu avec enthousiasme.<br />

Et on ne peut que supposer<br />

avec quelle transparence les<br />

personnes ainsi évaluées présenteront<br />

ces rapports supplémentaires,<br />

s’ils existent, dans<br />

leurs futures candidatures.<br />

De nombreux enseignants<br />

expérimentés,<br />

qui connaissent leurs élèves,<br />

peuvent estimer où ceux-ci sont<br />

sollicités, doivent être encouragés,<br />

soutenus et éventuellement<br />

ménagés. En tant qu’enseignant,<br />

il ne m’est jamais venu à l’esprit<br />

de tourmenter un élève qui ne<br />

comprend pas le principe de<br />

l’«homonymie» en calculant<br />

des fractions avec des fractions<br />

doubles. J’adapte les objectifs<br />

d’apprentissage, j’accorde plus<br />

de temps, je fais repasser les examens<br />

et j’aide les plus faibles<br />

lorsqu’ils ont des problèmes,<br />

j’accorde plus de temps. L’individualisation<br />

totale, hors du<br />

monde, telle qu’elle est imaginée<br />

dans les bacs à sable de nos<br />

chercheurs en éducation, n’aide<br />

personne. Si un élève n’atteint<br />

pas les compétences de base,<br />

c’est qu’il ne les a pas remplies<br />

et qu’il doit s’attendre à une<br />

note insuffisante. L’auteur de ces<br />

lignes a obtenu un peu plus de<br />

notes insuffisantes que de notes<br />

suffisantes en mathématiques<br />

lorsqu’il était élève au Gymnase<br />

scientifique. Il ne souffrait<br />

toutefois pas de dyscalculie,<br />

mais de paresse.<br />

Si l’on veut, grâce à ces compensations<br />

des désavantages,<br />

qu’aucun élève ne soit plus<br />

insuffisant, alors il vaut mieux<br />

supprimer les notes. C’est moins<br />

cher, moins compliqué et cela<br />

fera plaisir aux Asiatiques. n<br />

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BIEL BIENNE 5. MÄRZ <strong>2024</strong> AKTUELL ACTUEL<br />

BIEL BIENNE 5 MARS <strong>2024</strong><br />

5<br />

SOZIALES<br />

Zum Nutzen Bedürftiger<br />

Die Kirchensteuer soll Institutionen<br />

unterstützen, die den Schwächsten und<br />

«Kleinsten» unserer Gesellschaft dienen.<br />

VON THIERRY LUTERBACHER<br />

«Auf die Kleinsten einprügeln!»<br />

Mit dieser bissigen Überschrift<br />

wettert Michel Oeuvray,<br />

ehemaliger Jugendarbeiter im<br />

Bieler Jugendtreff Villa Ritter,<br />

der in Cormoret lebt, in einem<br />

Leserbrief. Sein Unmut betrifft<br />

eine von Grossrat Carlos Reinhard<br />

(FDP) im Berner Grossen<br />

Rat eingereichte Motion, die in<br />

der kommenden Märzsession<br />

behandelt wird.<br />

Ein Vorstoss, der es Unternehmen<br />

ermöglichen soll, die<br />

obligatorische Kirchensteuer<br />

zu umgehen und sie als freiwillige<br />

Abgabe leisten zu können.<br />

Der Grossrat begründet<br />

seine Motion damit, dass es<br />

sich um eine Steuer handelt,<br />

die von Privatpersonen ebenfalls<br />

freiwillig bezahlt wird.<br />

Kerngeschäft. Marie-<br />

Laure Krafft Golay aus Prêles<br />

ist Präsidentin des Vereins<br />

Villa Ritter, der von der Stadt<br />

Biel, der reformierten Kirchgemeinde<br />

Biel sowie der katholischen<br />

Kirchgemeinde Biel und<br />

Umgebung subventioniert<br />

wird. Sie erinnert daran, dass<br />

bei den beiden letzteren die gewährte<br />

Hilfe Teil eines grossen<br />

Budgets ist, das für soziale Einrichtungen<br />

bestimmt ist. «Ich<br />

denke, es gibt eine Unkenntnis<br />

dessen, was die Kirchen<br />

tun, und der Sozialarbeit, der<br />

sie sich verpflichtet fühlen und<br />

die ihr Kerngeschäft ist. Die<br />

Kirchensteuer ist für die Unterstützung<br />

der ,Kleinsten’ in<br />

unserer Gesellschaft bestimmt,<br />

wie Michel Oeuvray in seinem<br />

Brief ausdrückt.»<br />

Der ehemalige Jugendarbeiter<br />

in der Villa Ritter hält in<br />

seinem Brief laut und deutlich<br />

fest, dass diese Steuer es den<br />

Landeskirchen ermöglicht, zu<br />

funktionieren und die Freiwilligen<br />

sowie die sozialen Dienste,<br />

die für alle bestimmt sind, zu<br />

unterstützen: «Die Hilfe für<br />

Menschen in prekären Situationen,<br />

Sozialdienste, Ehe- und<br />

Familienberatungsstellen oder<br />

die ,Dargebotene Hand’, ,Regenove’<br />

für Menschen, die kurz<br />

vor der Aussteuerung stehen,<br />

,Caritas’ und ihre Geschäfte<br />

für die Ärmsten, ,Tischlein<br />

deck dich’ für die Hungernden,<br />

Unterstützung für ältere<br />

Menschen, Flüchtlinge,<br />

Seelsorge in Spitälern, Gefängnissen<br />

oder Schulen, Gassenarbeit,<br />

Jugendarbeit wie in<br />

der Villa Ritter in Biel, wo ich<br />

20 Jahre lang gearbeitet habe.<br />

Diese Steuer abzuschaffen<br />

hiesse, sich selbst ins Knie zu<br />

schiessen und den Kleinsten<br />

auf die Füsse zu treten.»<br />

Vergeltung. Handelt es<br />

sich um Vergeltungsmassnahmen<br />

gegenüber den Landeskirchen,<br />

die mehr oder weniger<br />

deutlich die Konzernverantwortungsinitiative<br />

oder die<br />

Harmonisierung der Sozialhilfe<br />

unterstützt haben; die gleichen<br />

Kirchen, die den Regierungsrat<br />

Pierre Alain Schnegg gegeisselt<br />

haben, weil er die Sozialhilfe<br />

unter das von der Schweizerischen<br />

Konferenz für Sozialhilfe<br />

SKOS empfohlene Minimum<br />

senken wollte? «Das wird klar<br />

zum Ausdruck gebracht. Man<br />

kann drüber diskutieren, ob<br />

sich die Kirchen in die politische<br />

Debatte einmischen<br />

sollten, wenn sie wahrnehmen,<br />

dass ihre Werte auf dem<br />

Spiel stehen. Aber, dass die<br />

Menschen, die am meisten<br />

in Schwierigkeiten sind, aus<br />

kleiner Rache die Rechnung<br />

bezahlen sollen, ist einfach abscheulich»,<br />

wettert Oeuvray.<br />

Überleben. Krafft Golay<br />

stellt fest, dass der Trend zum<br />

Sparen und zur Kürzung der<br />

Sozialmittel auch die Kirchen<br />

einholt. «Den Kirchen in den<br />

Hintern zu treten, während<br />

die Finanzen immer wackeliger<br />

werden, wird das Schicksal<br />

der Schwächsten nur noch<br />

verschlimmern, was natürlich<br />

die Sozialkosten erhöhen wird.<br />

Nach vierzehn Jahren im Vorstand<br />

habe ich 2016 den Vorsitz<br />

des Vereins Villa Ritter übernommen<br />

und bin verblüfft, wie<br />

sehr wir immer noch dabei sind,<br />

das Einmaleins unserer Arbeit<br />

erklären zu müssen.»<br />

Sollte die Motion durchkommen,<br />

sagt Krafft Golay<br />

alarmiert, würde dies einer<br />

echten Katastrophe gleichkommen.<br />

«In Biel geht es um das<br />

Überleben von Einrichtungen<br />

wie der Villa Ritter und dem<br />

Verein Robinson-Spielplatz.» n<br />

Marie-Laure<br />

Krafft<br />

Golay:<br />

«Die<br />

Kirchensteuer<br />

ist für<br />

die Unterstützung<br />

der «Kleinsten»<br />

in<br />

unserer Gesellschaft<br />

bestimmt.»<br />

Marie-Laure<br />

Krafft<br />

Golay:<br />

«Botter<br />

les Églises<br />

en touche,<br />

alors que<br />

les finances<br />

sont de<br />

plus en<br />

plus chancelantes<br />

ne fera<br />

qu’aggraver<br />

le sort<br />

des plus<br />

faibles.»<br />

PHOTO: JOEL SCHWEIZER<br />

SOCIAL<br />

Au profit des démunis<br />

L’impôt ecclésiastique est destiné<br />

au soutien des institutions au service<br />

des plus faibles et des plus «petits»<br />

de notre société.<br />

PAR THIERRY LUTERBACHER<br />

«Taper sur les plus petits!»<br />

C’est avec ce titre cinglant<br />

que, dans une lettre de lecteur,<br />

Michel Oeuvray (ancien<br />

animateur au centre biennois<br />

d’animation jeunesse Villa<br />

Ritter, qui vit à Cormoret)<br />

s’insurge contre la motion<br />

déposée au Grand Conseil<br />

bernois par le député Carlos<br />

Reinhard (PLR) qui sera<br />

débattue lors de la prochaine<br />

session du mois de mars.<br />

Une intervention qui veut<br />

permettre aux entreprises<br />

d’échapper aux impôts ecclésiastiques<br />

obligatoires et les<br />

rendre facultatifs. Le député<br />

justifie sa demande en spécifiant<br />

qu’il s’agit d’un impôt<br />

qui pour les particuliers se<br />

fait sur une base volontaire,<br />

sans aucune raison de ne pas<br />

accorder ce droit également<br />

aux entreprises.<br />

Servir les plus faibles.<br />

Marie-Laure Krafft Golay, de<br />

Prêles, présidente de l’association<br />

Villa Ritter, subventionnée<br />

par la Ville de Bienne, la<br />

Paroisse réformée de Bienne<br />

et la Paroisse catholique<br />

Bienne et environs, rappelle<br />

que pour ces deux dernières,<br />

l’aide allouée fait partie d’un<br />

important budget destiné<br />

aux institutions sociales.<br />

«Je pense qu’il y a une méconnaissance<br />

de ce que font les<br />

Églises et du travail social auquel<br />

elles sont attachées et qui<br />

est leur cœur de métier. L’impôt<br />

ecclésiastique est destiné<br />

au soutien des plus ‘petits’ dans<br />

notre société, comme l’exprime<br />

Michel Oeuvray dans sa lettre.»<br />

L’ancien animateur de la<br />

Villa Ritter stipule haut et fort<br />

dans sa lettre que cet impôt<br />

permet aux Églises nationales<br />

de fonctionner et d’assister<br />

les bénévoles et les services<br />

sociaux destinés à tous: «L’aide<br />

aux personnes en situation précaire,<br />

services sociaux, centres<br />

de consultations pour couples<br />

et familles ou encore la Main<br />

Tendue, Regenove pour les<br />

personnes en fin de droit de<br />

chômage, Caritas et ses magasins<br />

pour les plus démunis,<br />

Table couvre-toi pour les affamés,<br />

le soutien aux personnes<br />

âgées, aux réfugiés, les aumôneries<br />

dans les hôpitaux, les<br />

prisons ou les écoles, le travail<br />

de rue, le travail de jeunesse<br />

comme la Villa Ritter à Bienne,<br />

où j’ai travaillé pendant<br />

20 ans. Supprimer cet impôt,<br />

c’est se tirer une balle dans le<br />

pied et taper sur les plus petits.»<br />

Représailles. S’agit-il de<br />

représailles envers les Églises<br />

nationales qui ont, plus ou<br />

moins ostensiblement, sou-<br />

tenu l’initiative des multinationales<br />

responsables ou celle<br />

contre les services sociaux;<br />

ces mêmes Églises qui ont<br />

fustigé le conseiller d’État<br />

Pierre Alain Schnegg qui<br />

cherchait à diminuer l’aide<br />

sociale en dessous du minimum<br />

recommandé par la<br />

conférence suisse?<br />

«C’est clairement exprimé.<br />

Il peut être discuté de savoir<br />

si les Églises doivent s’engager<br />

dans le débat politique<br />

quand elles perçoivent que<br />

leurs valeurs sont en jeu.<br />

Mais faire payer la note aux<br />

personnes les plus en difficulté<br />

par petite vengeance est<br />

simplement odieux», fulmine<br />

Michel Oeuvray.<br />

Question de survie.<br />

Marie-Laure Krafft Golay relève<br />

que la tendance à l’économie<br />

et à la diminution des<br />

moyens sociaux rattrape les<br />

Églises. «Botter les Églises en<br />

touche, alors que les finances<br />

sont de plus en plus chancelantes,<br />

ne fera qu’aggraver le<br />

sort des plus faibles, ce qui<br />

augmentera évidemment les<br />

coûts sociaux. Après quatorze<br />

ans au comité, j’ai pris la présidence<br />

de l’association Villa<br />

Ritter en 2016 et je suis sidérée<br />

de constater à quel point<br />

nous en sommes encore à<br />

devoir expliquer le b.a.-ba de<br />

notre travail.»<br />

Si la motion passait, s’alarme<br />

Marie-Laure Krafft Golay, cela<br />

s’apparenterait à une véritable<br />

catastrophe. «À Bienne, il en<br />

va de la survie d’institutions<br />

comme la Villa Ritter et l’association<br />

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6 BIEL BIENNE 5. MÄRZ <strong>2024</strong> LYSSER & AARBERGER WOCHE<br />

BIEL BIENNE 5 MARS <strong>2024</strong><br />

VON<br />

MICHÈLE<br />

MUTTI<br />

WILDTIERE<br />

Böses Erwachen<br />

Die milden Temperaturen sorgen dafür,<br />

dass Igel später in den Winterschlaf<br />

fallen und auch früher aufwachen.<br />

Die Durchschnittstemperatur<br />

lag in diesem Februar<br />

schweizweit bei gemittelt<br />

rund 4,5 Grad Celsius über<br />

der langjährigen Klimanorm<br />

(1991 bis 2020). Der bisherige<br />

Rekord aus dem Jahr<br />

1990 wurde klar überboten.<br />

Bei diesen ausserordentlich<br />

hohen Temperaturen sind<br />

einige Igel im Seeland aus<br />

dem Winterschlaf erwacht.<br />

Winterspeck. «Bei mildem<br />

Winterwetter sind natürliche<br />

Unterbrechungen<br />

des Winterschlafs nicht<br />

ungewöhnlich. Igel bleiben<br />

während dieser Wachphasen<br />

oft im Nest und schlafen<br />

nach einigen Stunden<br />

wieder weiter. Selten sind sie<br />

aber auch etliche Tage aktiv<br />

oder wechseln sogar das<br />

Winterschlafnest. Meistens<br />

finden sie in dieser Zeit kein<br />

oder nur wenig Futter und<br />

zehren deshalb von ihrem<br />

,Winterspeck’», weiss «Igelmami»<br />

Tamara Jung vom<br />

Tierheim Rosel in Orpund.<br />

Es kann also sein, einem<br />

mageren Igel zu begegnen<br />

und sich zu fragen, ob er<br />

gefüttert werden soll. «Bei<br />

einer länger anhaltenden<br />

Warmwetterperiode kann<br />

einem wachen Igel Katzenfutter<br />

angeboten werden.<br />

Fällt die Durchschnittstemperatur<br />

unter vier Grad<br />

und der Igel erscheint wei-<br />

terhin am Futternapf, sollte<br />

die Zufütterung gestoppt<br />

werden, damit der Igel wieder<br />

in den Winterschlaf<br />

fällt», so Jung. Die Insektenfresser<br />

sollten niemals<br />

mit Milch gefüttert werden<br />

und nicht ein dauerndes<br />

Futterangebot haben.<br />

«Eine Zufütterung von den<br />

Igeln durch den Menschen<br />

sollte immer nur punktuell<br />

und zeitlich so begrenzt<br />

wie möglich erfolgen», rät<br />

der Profi. Igel litten an Laktoseintoleranz,<br />

könnten<br />

Milchzucker nicht abbauen<br />

und verdauen.<br />

Auswildern. Im «Rosel»<br />

hausen derzeit sieben Igel,<br />

welche bereits den Winter<br />

dort verbracht haben. Laut<br />

Jung seien mehr Igel in ihre<br />

Obhut gebracht worden als<br />

in den Vorjahren. Nur einer<br />

der Schützlinge hat den Winter<br />

nicht überlebt. Planmässig<br />

werden die stacheligen<br />

Nachtschwärmer schon bald<br />

dort ausgewildert, woher sie<br />

gekommen sind. Idealerweise<br />

gibt es einen Laubhaufen mit<br />

einem kleinen «Häuschen»,<br />

in dem die Igel Schutz finden.<br />

«Igel sind immer dankbar für<br />

einen ungestörten, trockenen<br />

Platz möglichst in der Nähe<br />

eines Laubhaufens», sagt<br />

Jung. Sehr beliebt bei den<br />

Igeln sei ein Unterstand aus<br />

Backsteinen und einem darübergelegten<br />

Brett. Für den<br />

Nestbau benötigen die Igel<br />

langstieliges Heu und Laub,<br />

das am besten einfach dazugelegt<br />

wird. «Igel bestehen<br />

darauf, das Nest selbst einzurichten»,<br />

weiss Jung.<br />

Fadenmäher. Jedes Jahr<br />

im Frühling geht es in den<br />

Gärten richtig los. Dank<br />

Motorsensen und Fadenmähern<br />

kann heute mit wenig<br />

Aufwand an Orten gerodet<br />

werden, die früher mangels<br />

Zeit und Interesse sich selbst<br />

überlassen wurden. Unterholz<br />

und Dickicht haben für<br />

die Igel aber eine zentrale<br />

Bedeutung. Es dient ihnen<br />

als Rückzugsort für den Tagesschlaf,<br />

als geschützter Ort<br />

für die Aufzucht der Jungen<br />

und für ein windgeschütztes<br />

Winternest. Ausserdem finden<br />

sie dort Nahrung. Weil<br />

die Igel bei Gefahr nicht fliehen,<br />

sondern sich einkugeln,<br />

werden jedes Jahr unzählige<br />

Igel das Opfer von Fadenmähern<br />

und Tellersensen.<br />

Fragwürdig, ob es überhaupt<br />

notwendig ist, diese elektrischen<br />

Geräte einzusetzen.<br />

Die Profis raten stattdessen<br />

zu mehr Mut zur Natur. n<br />

Den nachtaktiven<br />

Winterschläfern dienen<br />

natürliche Gärten<br />

mit Laubhaufen.<br />

PHOTO: JOEL SCHWEIZER<br />

BILD DER WOCHE<br />

von Joel Schweizer<br />

Kommt der<br />

Frühling oder<br />

kommt er nicht?<br />

Dem Morgenfrost<br />

trotzend bereichern<br />

uns viele Frühblüher<br />

schon jetzt mit ihrer<br />

Farbenpracht, so<br />

wie dieses Veilchen<br />

an der Alten Aare<br />

bei Aarberg.


BIEL BIENNE 5. MÄRZ <strong>2024</strong> CHRONIK CHRONIQUE<br />

BIEL BIENNE 5 MARS <strong>2024</strong><br />

7<br />

Dienstag, 27. Februar<br />

n Verlängert: Der 25-jährige<br />

Finne Aleksi Heponiemi bleibt<br />

dem EHC Biel als Stürmer drei<br />

weitere Saisons erhalten.<br />

Mittwoch, 28. Februar<br />

n Beschlossen: Der Bieler<br />

Gemeinderat beschliesst einen<br />

Nachkredit von 60 350 Franken<br />

zulasten des Budgets <strong>2024</strong>.<br />

Damit sollen die Kosten für externe<br />

Studien gedeckt werden,<br />

welche strategische Überlegungen<br />

zur Finanzierung der Kulturinstitutionen<br />

von regionaler<br />

Bedeutung betreffen. Dies im<br />

Zusammenhang mit der Erneuerung<br />

der Leistungsverträge für<br />

die Periode 2028 bis 2031.<br />

n Gespendet: Der Bieler Gemeinderat<br />

spendet 2000 Franken<br />

für den Druck der Dissertation der<br />

Bieler Historikerin Antonia Jordi.<br />

Donnerstag, 29. Februar<br />

n Vertreten: Der Bieler Sänger<br />

Nemo Mettler vertritt die<br />

Schweiz kommenden Mai am<br />

Eurovision Song Contest im<br />

schwedischen Malmö.<br />

n Verloren: Der EHC Biel verliert<br />

im Penaltyschiessen gegen<br />

den HC Davos 4:5.<br />

n Auserkoren: Die Kita Mett<br />

muss umfassend saniert und den<br />

heutigen Anforderungen angepasst<br />

werden. Die Stadt Biel hat<br />

dafür einen Wettbewerb in Form<br />

eines Studienauftrags durchgeführt.<br />

Aus diesem geht das Projekt<br />

ARC EN CIEL des Berner<br />

Architekturbüros Werkgruppe<br />

agw als Sieger hervor. Das Siegerprojekt<br />

wird bis zum 20. März im<br />

Quartierinfo Mett vorgestellt.<br />

Freitag, 1. März<br />

n Beleuchtet: Die Leuchten in<br />

der Bieler Nidaugasse sind veraltet,<br />

viele davon beschädigt. Nun<br />

müssen sie ersetzt werden. Entsprechend<br />

des Beleuchtungskonzeptes<br />

für die Innenstadt<br />

soll die öffentliche Beleuchtung<br />

im Quartier auch technisch und<br />

energetisch optimiert werden.<br />

Im gleichen Zug wird auch die<br />

Lichtverschmutzung reduziert.<br />

Samstag, 2. März<br />

n Abgeschleppt: Auf der Hardernstrasse<br />

in Lyss donnern ein<br />

Personenwagen und ein Kleinbus<br />

aufeinander. Der Kleinbus landet<br />

auf dem Dach. Zwei Ambulanzen<br />

und die Lysser Feuerwehr<br />

sind vor Ort. Die fünf beteiligten<br />

Personen begeben sich selbstständig<br />

in ärztliche Behandlung.<br />

Beide Fahrzeuge werden mit Totalschaden<br />

abgeschleppt.<br />

Sonntag, 3. März<br />

n Abgestimmt I: Die Bieler<br />

Stimmbevölkerung nimmt die<br />

neue Stadtordnung mit 80 Prozent<br />

an. Die Stimmbeteiligung<br />

liegt bei 43 Prozent.<br />

n Abgestimmt II: In Biel beteiligen<br />

sich 47,5 Prozent an<br />

den nationalen Wahlen. Mit<br />

75,4 Prozent nehmen die Bieler<br />

die «Initiative für eine 13. AHV-<br />

Rente» an. Die «Renteninitiative»<br />

wird vom Bieler Stimmvolk<br />

mit 77,2 Prozent abgeschmettert.<br />

n Gesiegt: Der EHC Biel besiegt<br />

den HC Lugano 6:1 und<br />

bewahrt sich die Chance auf<br />

die Playoffs.<br />

Montag, 4. März<br />

n Beobachtet: Das Labor der<br />

Schweizerischen Chronometerkontrolle<br />

in Biel wird nicht<br />

wie vorgesehen erweitert, wie<br />

der Kanton mitteilt. Die akkreditierte<br />

Kontrollstelle in Biel,<br />

das kantonale Uhrenbeobachtungsbüro<br />

(U<strong>BB</strong>), ist Teil der<br />

Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion<br />

(WEU).<br />

A propos …<br />

Das Schweizer Volk und<br />

die Mehrheit der Kantone<br />

haben die 13. Rente der<br />

Alters- und Hinterbliebenenversicherung<br />

(AHV)<br />

mit 58,2 Prozent deutlich<br />

angenommen. Ein historischer<br />

Paukenschlag gegen<br />

die ultraliberale Heuschreckenbande<br />

(darunter fünf<br />

ehemalige Bundesräte mit<br />

üppigen Pensionen).<br />

Eine Ja-Lawine von 70 Prozent<br />

gab es im Amtsbezirk<br />

Biel (auch die neue Stadtordnung<br />

passierte mit<br />

80 Prozent), eine noch höhere<br />

Zustimmung gab es<br />

im Berner Jura (80 Prozent)<br />

und ein weniger deutliches<br />

Paukenschlag<br />

Ergebnis im Seeland (55,8<br />

Prozent). Die «heile Welt»,<br />

in der angeblich kein Mangel<br />

herrscht und in der es<br />

keine 13. Rente braucht,<br />

wird nun in Ordnung gebracht.<br />

Die Schweiz zählt zu<br />

den zehn reichsten Ländern<br />

der Welt. Deren Volk müsste<br />

erneut schon sehr masochistisch<br />

sein, sich keine<br />

3. Altersrente zu leisten.<br />

Wie hatte die Welt doch gestaunt,<br />

als sich die Schweizer<br />

2016 eine Erhöhung der<br />

monatlichen Rente um 200<br />

Franken verkniffen. Dieses<br />

Mal wehrt sich das Volk<br />

und gönnt sich das «bessere<br />

Leben im Ruhestand». Was<br />

ist daraus zu schliessen?<br />

Diejenigen Senioren, die<br />

nach einem Arbeitsleben<br />

nicht mehr über die Runden<br />

kommen, sollen nicht um<br />

Almosen bitten, sondern<br />

um Gerechtigkeit!<br />

VON/PAR<br />

THIERRY<br />

LUTERBACHER<br />

Coup de torchon historique<br />

dans la fourmilière ultralibérale<br />

(dont cinq anciens<br />

conseillers fédéraux aux<br />

retraites mirobolantes)<br />

asséné par le peuple suisse<br />

et la majorité des cantons<br />

qui ont largement plébiscité<br />

(58,2%) la 13 e rente<br />

de l’Assurance-Vieillesse et<br />

Survivants (AVS); plus spécifiquement<br />

des avalanches de<br />

oui dans l’arrondissement de<br />

Bienne (70%; ainsi que 80%<br />

de oui au Règlement de la<br />

Ville), un score encore plus<br />

Coup de torchon<br />

élevé dans le Jura bernois<br />

(80%), moins net dans le<br />

Seeland (55,8%). Une remise<br />

à l’ordre du «beau monde»<br />

qui crie tout sauf famine<br />

et n’a aucun besoin d’une<br />

13 e rente. Quel peuple d’un<br />

pays au demeurant parmi<br />

les dix plus riches du monde<br />

aurait pu être suffisamment<br />

masochiste pour refuser<br />

de s’offrir une 13 e rente<br />

annuelle: la Suisse, pardi,<br />

qui avait stupéfié la planète<br />

en refusant en 2016 de relever<br />

de 200 francs sa rente<br />

mensuelle! Cette fois, le<br />

peuple se rebiffe et s’octroie<br />

le «mieux vivre à la retraite»<br />

de l’initiative populaire pour<br />

une 13 e rente. Que faut-il<br />

en déduire? Que celles et<br />

ceux parmi nos aînés qui<br />

n’arrivent plus à joindre les<br />

deux bouts après une vie de<br />

travail ne demandent pas<br />

l’aumône, mais l’équité!<br />

Mardi 27 février<br />

n Présenté. Le conseiller<br />

d’État Pierre Alain Schnegg présente<br />

à la population un projet<br />

pilote pour la réaffectation des<br />

locaux de l’Abbaye de Bellelay.<br />

Il s’agit d’un Centre de formation<br />

pour personnes notamment<br />

issues de la migration.<br />

Parmi les objectifs, intégration<br />

et pallier la pénurie de mains<br />

d’œuvre dans les soins.<br />

Mercredi 28 février<br />

n Approuvé. Le Conseil municipal<br />

biennois entend mener à<br />

bien une réflexion stratégique<br />

sur le financement des institutions<br />

culturelles biennoises, dans<br />

la perspective du renouvellement<br />

des contrats de prestations<br />

pour la période 2028-2031. Afin<br />

de disposer de bases solides pour<br />

traiter ces thèmes, le Conseil<br />

municipal a décidé de confier à<br />

des mandataires externes la réalisation<br />

de plusieurs études, et,<br />

pour ce faire, a approuvé l’attribution<br />

d’un crédit supplémentaire<br />

à charge du budget <strong>2024</strong> de<br />

60 350 francs.<br />

Jeudi 29 février<br />

n Présenté. La Ville de Bienne<br />

a présenté le projet lauréat pour<br />

la rénovation de la crèche de<br />

Mâche. Le projet «Arc en Ciel»<br />

du bureau d’architecture bernois<br />

Werkgruppe est sorti vainqueur<br />

du concours d’architecture.<br />

n Perdu. Le HC Bienne s’incline<br />

5 à 4 aux tirs au but face<br />

à Davos à la Tissot Arena à guichets<br />

fermés. Menés pour la première<br />

fois par Martin Steinegger,<br />

les Seelandais ont pourtant<br />

mené trois fois au score, mais le<br />

secteur défensif était trop friable<br />

et de trop nombreuses pénalités<br />

ont été fatales.<br />

n Mobilisés. Les paysans du<br />

Jura bernois se réunissent à<br />

Reconvilier pour exprimer leur<br />

ras-le-bol. Ils forment notamment<br />

un grand SOS avec une<br />

quarantaine de tracteurs et<br />

revendiquent des prix indexés<br />

aux coûts de production.<br />

n Remplacés. Energie Service<br />

Bienne annonce un nouvel<br />

éclairage public au centre-ville de<br />

Bienne cet été. Les actuels candélabres<br />

de la rue de Nidau seront<br />

remplacés par des lampadaires<br />

suspendus à des câbles fixés aux<br />

immeubles. Ceux-ci, équipés de<br />

12 LED rappelleront l’apparence<br />

d’un cadran, référence à la vocation<br />

horlogère de la ville.<br />

Vendredi 1 er mars<br />

n Annoncé. Le président biennois<br />

de la Banque nationale<br />

suisse (BNS) Thomas Jordan<br />

annonce sa démission pour fin<br />

septembre, à la plus grande surprise<br />

des milieux économiques.<br />

Samedi 2 mars<br />

n Reprise. En dominant<br />

nettement Lugano 6 à 1 dans<br />

une Tissot Arena à guichets<br />

fermés, le HC Bienne a repris<br />

la <strong>10</strong> e place synonyme de<br />

qualification pour les play<br />

in à Langnau. À Genève, les<br />

Seelandais se doivent l’emporter<br />

lundi en s’imposant<br />

dans le temps réglementaire<br />

pour la conserver.<br />

Dimanche 3 mars<br />

n Manquée. Le FC Bienne<br />

a manqué contre Rapperswil-<br />

Jona l’occasion de grimper au<br />

2 e rang de Promotion League<br />

en s’inclinant 0 à 1. Une simple<br />

inattention des Biennois a permis<br />

aux Saint-Gallois de se<br />

relancer dans la course à la promotion<br />

en Challenge League.<br />

n Plébiscité. Avec 43% de<br />

participation, la population<br />

biennoise accepte par près de<br />

80% des voix la révision totale<br />

du Règlement de la Ville. Elle<br />

a également accepté la 13 e<br />

rente AVS par 75% des voix,<br />

refusé la retraite à 66 ans par<br />

77% et accepté la procédure<br />

cantonale législative urgente<br />

par 79% des suffrages.<br />

Lundi 4 mars<br />

n Abandonné. Le Bureau<br />

cantonal de contrôle des<br />

chronomètres (COSC) ne sera<br />

finalement pas agrandi, annonce<br />

la direction cantonale<br />

de l’économie, de l’énergie et<br />

de l’environnement. Le projet<br />

est abandonné.<br />

= ADIEU<br />

ABSCHIED UND DANK<br />

Traurig nehmen wir Abschied von unserem lieben Vater und Gräbu<br />

Arnold Bigler<br />

Traueradresse<br />

8.2.1929 – 29.2.<strong>2024</strong><br />

Wir danken allen, die Arnold im Leben mit Liebe und Freundschaft begegnet sind.<br />

Markus Bigler<br />

Kappelenstrasse 28<br />

3250 Lyss<br />

Es Trauern<br />

Markus und Ruth<br />

Michel, Karin und Luca<br />

David, Ramona, Elin, Leanne und Jana<br />

Auf Wunsch des Verstorbenen wird die Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis abgehalten.<br />

Bischof Bührer Lucy, 76, Biel/Bienne, Bodenmann René, 88, Nidau/Port;<br />

Boinay Jean-Pierre, 77, Bévilard; Brüsch Hans, 88, Sutz; Cormaci Vincenzo, 69, Safnern;<br />

Flückiger Christine, 51, Orpund; Fuchser Walter Alexander, 63, Lyss; Gasser Evelyne, 75,<br />

Biel/Bienne; Habegger Harold, 90, Court; Haller-Schwaller Erna, 89, Biel/Bienne;<br />

Hügi Patric, 56, Biel/Bienne; Liaudet Ruth, 84, Ipsach; Pizzin Bruno, 76, Pieterlen;<br />

Schaad Eric, 72, Péry; Siegenthaler Sylvia Lena, 79, Péry; Steinmann-Muster Heidy,<br />

86, Lyss; Stettler Hans, 97, Meinisberg; Tschanz Francis, 70, Tavannes; Vuilleumier<br />

Monique, 90, Tavannes; Wiedmer Edith, 75, Lengnau; Zdrazil Karin, 48, Schüpfen.<br />

Abschied und Dank<br />

Eine Stimme, die vertraut war, schweigt.<br />

Ein Mensch, der immer da war, ist nicht mehr.<br />

Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen,<br />

die niemand nehmen kann.<br />

Im engsten Familienkreis haben wir Abschied genommen von unserer lieben<br />

Christine Flückiger<br />

22. Februar 1973 - 24. Februar <strong>2024</strong><br />

Sie wurde in ihrem 51. Lebensjahr aus dem Leben gerissen.<br />

Deine Güte und Hilfsbereitschaft werden wir immer in Erinnerung behalten.<br />

Traueradresse:<br />

Thomas Flückiger<br />

Stöckenmattstrasse 52<br />

2552 Orpund<br />

In stiller Trauer:<br />

Thomas Flückiger<br />

mit Reto und Sarah<br />

Silvia Fuchs<br />

Hugo Wichtermann und Käthy Scheidegger<br />

Markus und Brigitte Wichtermann<br />

mit Jenny und Noemi<br />

Bekannte und Freunde<br />

Auf Wunsch der lieben Verstorbenen fand die Abdankung mit Urnenbeisetzung im engsten Kreis<br />

am Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof Orpund statt.<br />

PHOTO: STEF FISCHER


8<br />

BIEL BIENNE 5. MÄRZ <strong>2024</strong><br />

UMFRAGE SONDAGE<br />

Hilft der Trainerwechsel dem EHC Biel?<br />

Le changement d’entraîneur va-t-il aider le HC Bienne?<br />

Maler- und<br />

Gipsergenossenschaft Biel<br />

Solothurnstrasse 126a 2504 Biel/Bienne<br />

032 342 30 72 www.mgg.ch<br />

www.mgg.ch<br />

PHOTOS: MICHÈLE MUTTI<br />

Dominique Perrez, 28,<br />

Elektriker/électricien,<br />

Biel/Bienne<br />

«Matikainen hat von Anfang<br />

an zu wenig Motivation gezeigt,<br />

was wohl auch an seinem<br />

fehlenden Bezug zur<br />

Region liegt. Der Rauswurf<br />

kam leider zu spät!»<br />

«Matikainen a montré trop peu<br />

de motivation dès le début,<br />

ce qui est probablement dû<br />

à son manque de lien avec la<br />

région. Son éviction survient<br />

malheureusement trop tard!»<br />

Murielle Pouchon, 61,<br />

Wirtschaftsinformatikerin/informaticienne<br />

de gestion, Biel/Bienne<br />

«Seit ich geschieden bin und<br />

meine zwei Söhne ausgeflogen<br />

sind, bin ich nicht mehr<br />

auf dem Laufenden, was den<br />

EHCB betrifft. Mein ehemaliges<br />

Saisonabonnement habe<br />

ich verschenkt, ich sah den<br />

Puck nie auf dem Spielfeld.»<br />

«Depuis que je suis divorcée<br />

et que mes deux fils ont pris<br />

leur envol, je ne suis plus au<br />

courant de ce qui se passe au<br />

HCB. J’ai donné mon ancien<br />

abonnement de saison, je n’ai<br />

plus vu le puck sur la glace.»<br />

Noah Grun, 24,<br />

Student/étudiant,<br />

Biel/Bienne<br />

«Beim FC Basel haben die Trainerwechsel<br />

jedenfalls etwas gebracht.<br />

Der richtige, vor allem<br />

würde- und respektvoller Umgang<br />

mit dem Team und das<br />

Disziplinieren der Mannschaft<br />

ist unabdingbar. Der Trainer<br />

hat einen grossen Einfluss auf<br />

eine Mannschaft.»<br />

«Au FC Bâle, les changements<br />

d’entraîneur ont en tout cas<br />

apporté quelque chose. Il est<br />

indispensable d’avoir une<br />

approche correcte, surtout<br />

digne et respectueuse, et de<br />

discipliner l’équipe. L‘entraîneur<br />

a une grande influence<br />

sur une équipe.»<br />

Pascal Rebetez, 66,<br />

Taxi-Unternehmer/<br />

chauffeur de taxi, Biel/Bienne<br />

«Ich war Fan der legendären<br />

L-Linie, verfolge die Spiele des<br />

EHC Biel aber heute nur noch<br />

mit halber Aufmerksamkeit.<br />

Es wäre wünschenswert, dass<br />

Martin Steinegger die laufende<br />

Saison mit dem EHC Biel noch<br />

würdevoll zu Ende bringt.»<br />

«J’étais fan de la légendaire ligne<br />

des 3L, mais aujourd’hui, je suis<br />

les matches du HC Bienne avec<br />

beaucoup moins d’attention. Il<br />

serait néanmoins souhaitable<br />

que Martin Steinegger termine<br />

dignement la saison en cours<br />

avec le HC Bienne.»<br />

René Voiblet, 77,<br />

Rentner/retraité,<br />

Plagne<br />

«Ich hoffe, dass ,Stoney’ für<br />

diesen Traditionsclub, dessen<br />

Betrieb und Spieler er gut<br />

kennt, mit der Mannschaft<br />

noch etwas ausrichten kann.»<br />

«J’espère que ‹Stoney› pourra<br />

encore faire quelque chose avec<br />

cette équipe pour ce club de<br />

tradition dont il connaît bien le<br />

fonctionnement et les joueurs.»<br />

Sascha Gerber, 47,<br />

Koch/cuisinier,<br />

Grenchen/Granges<br />

«Wenn du als Trainer nicht<br />

mehr an die Spieler ,rankommst’,<br />

hast du verloren.<br />

Ich bin SC Bern-Fan, kenne<br />

aber viele EHCB-Fans, die der<br />

Meinung sind, der Rauswurf<br />

von Petri Matikainen sei zu<br />

spät gekommen.»<br />

«Si, en tant qu’entraîneur, tu<br />

n’arrives plus à atteindre les<br />

joueurs, tu as perdu. Je suis<br />

un fan du CP Berne, mais je<br />

connais beaucoup de fans du<br />

HCB qui pensent que l’éviction<br />

de Petri Matikainen est<br />

arrivée trop tard.»<br />

Jeden Tag ein Osterangebot<br />

Di., 5.3. Mi., 6.3.<br />

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Verkauf nur in haushaltsüblichen Mengen, solange Vorrat.


BIEL BIENNE 5. MÄRZ <strong>2024</strong> MARKT / MAGAZIN MARCHÉ / MAGAZINE<br />

BIEL BIENNE 5 MARS <strong>2024</strong><br />

9<br />

SPOTS<br />

JUBILÄUM<br />

«Ich muss kein<br />

Buch herausgeben,<br />

ich kann.»<br />

Der Bieler Verlag Edition Hartmann feiert<br />

sein 30-jähriges Bestehen mit musikalisch<br />

untermalten Autorenlesungen in der «Voirie».<br />

LITTÉRATURE<br />

«Je ne dois pas<br />

éditer un livre,<br />

je le peux.»<br />

La maison biennoise Edition Hartmann fête<br />

ses 30 ans d’existence avec des lectures<br />

d’auteurs sur fond musical à la «Voirie».<br />

PHOTO: JOEL SCHWEIZER<br />

Michael<br />

Hartmann:<br />

«In den<br />

Buchhandlungen<br />

ist<br />

es durch<br />

den Konzentrationsprozess<br />

in<br />

der Branche<br />

schwieriger<br />

geworden.»<br />

Michael<br />

Hartmann:<br />

«Il est devenu<br />

plus<br />

difficile<br />

de placer<br />

les œuvres<br />

dans les<br />

librairies<br />

en raison<br />

du processus<br />

de<br />

concentration<br />

dans la<br />

branche.»<br />

n Coop wuchs 2023 erneut<br />

und erzielte einen Umsatz<br />

von CHF 34,7 Milliarden.<br />

Dies entspricht währungsbereinigt<br />

einer Zunahme<br />

von 2,2 %. Treiber waren<br />

das Supermarktgeschäft<br />

sowie der Geschäftsbereich<br />

Grosshandel/Produktion.<br />

Die Bio-Eigenmarke Naturaplan<br />

wuchs im Jubiläumsjahr<br />

kräftig um 9,2 %.<br />

Mit CHF 575 Millionen lag<br />

der Gewinn, trotz hohen<br />

Investitionen in attraktive<br />

Preise, über dem Vorjahr.<br />

Er wird vollumfänglich in<br />

das Unternehmen reinvestiert.<br />

Der Personalbestand<br />

wuchs auf fast 96 000 Beschäftigte.<br />

In der Schweiz<br />

begrüsste Coop 948 zusätzliche<br />

Mitarbeitende.<br />

Der Nettoerlös der Coop-<br />

Supermärkte inklusive<br />

Coop.ch wuchs um<br />

CHF 278 Millionen oder<br />

2,4 % auf 11,8 Milliarden<br />

Franken. Der Bereich<br />

Grosshandel/Produktion<br />

stieg im Gesamtumsatz<br />

währungsbereinigt um<br />

5,5 % auf CHF 16,6 Milliarden.<br />

Einen starken Anstieg<br />

verzeichnete der Nettoerlös<br />

im Bereich Nachhaltigkeit.<br />

Dieser erhöhte sich um<br />

320 Millionen Franken auf<br />

CHF 6,3 Milliarden. Damit<br />

ist Coop in der Schweiz<br />

weiterhin die klare Nummer<br />

eins in diesem Bereich.<br />

Coop verfügt über das breiteste<br />

nachhaltige Sortiment<br />

im Schweizer Detailhandel<br />

und weltweit über das grösste<br />

Fairtrade-Angebot. (PM)<br />

n Coop a de nouveau<br />

enregistré une croissance<br />

en 2023 avec un chiffre<br />

d’affaires de 34,7 milliards<br />

de francs, ce qui correspond<br />

à une augmentation<br />

de 2,2% à taux de change<br />

constants. Cette évolution<br />

positive est due principalement<br />

à l’activité des supermarchés<br />

et du domaine<br />

d’activité Commerce de<br />

gros/Production. Pour ses<br />

30 ans, la marque propre<br />

bio Naturaplan a enregistré<br />

une croissance notable de<br />

9,2%. Avec 575 millions de<br />

francs et malgré d’importants<br />

investissements visant<br />

à garantir l’attractivité des<br />

prix, le bénéfice est en hausse<br />

par rapport à l’année précédente.<br />

Il sera entièrement<br />

réinvesti dans l’entreprise.<br />

Les effectifs ont eux aussi<br />

augmenté pour atteindre<br />

près de 96 000 personnes.<br />

En Suisse, Coop a accueilli<br />

dans ses rangs 948 nouveaux<br />

collaborateurs et collaboratrices.<br />

Le produit net des<br />

supermarchés Coop, Coop.ch<br />

compris, a progressé de 2,4%,<br />

c’est-à-dire de<br />

278 millions, pour atteindre<br />

11,8 milliards. Le chiffre<br />

d’affaires total du domaine<br />

d’activité Commerce de<br />

gros/Production a augmenté<br />

de 5,5% à taux de change<br />

constants, pour s’établir à<br />

16,6 milliards.Les produits<br />

durables ont enregistré un<br />

accroissement marqué de<br />

leur produit net, qui a progressé<br />

de 320 millions pour<br />

atteindre 6,3 milliards. (c)<br />

TOP-ANGEBOTE DER WOCHE<br />

VON MICHÈLE MUTTI<br />

«Ich bin Verleger, gleichzeitig<br />

aber auch Sekretär, Logistiker<br />

und Eventorganisator»,<br />

sagt der 63-jährige Michael<br />

Hartmann. Der Realschullehrer<br />

führt die «Edition Hartmann»<br />

sowie den AutorInnenverlag<br />

Bern im Bieler Quartier Mett,<br />

wo er in einer Genossenschaftssiedlung<br />

lebt. Zuoberst, im<br />

Dachgeschoss, lagern jene Romane<br />

und Erzählungen, die in<br />

den vergangenen 30 Jahren in<br />

seinem Verlag erschienen sind.<br />

Bei einem Blitzeinschlag 2022<br />

ging rund ein Drittel des Lagers<br />

verloren. «Meine Bücher bringen<br />

zu wenig Umsatz für die<br />

Schweizer Auslieferungen, und<br />

auch in den Buchhandlungen<br />

ist es durch den Konzentrationsprozess<br />

in der Branche<br />

schwieriger geworden, die<br />

Werke zu platzieren, sei es im<br />

Büchergestell, an einer Lesung<br />

oder Vernissage. Und ich bitte<br />

nicht gerne zweimal.»<br />

Auszeichnung. Das<br />

«schwarze Schaf» aus einer<br />

bekannten Bieler Architektenfamilie<br />

– sein Grossvater<br />

Fritz Meier hat unter anderem<br />

das Calvinhaus in Mett erbaut<br />

– verlegt mit Herzblut. «Nach<br />

dem Lehrerseminar trat ich<br />

dem genossenschaftlichen<br />

‚AutorInnenverlag Bern’ bei.<br />

Viele Verleger waren auch Autoren<br />

und wollten ihre Texte<br />

partout publiziert haben. Das<br />

Programm war für mich literarisch<br />

nicht mehr vertretbar,<br />

ich habe hohe Ansprüche an<br />

Inhalt und Stil. So gründete<br />

ich kurzum mit einem Startkapital<br />

von <strong>10</strong> 000 Franken<br />

die ‚Edition Hartmann’», so<br />

der Bücherwurm.<br />

erschienene historische Roman<br />

«Hüerepeiss und Schlangenfrass»<br />

der Zürcher Autorin Ria<br />

Frick wurde in kurzer Zeit zum<br />

Bestseller und fünf Mal nachgedruckt.<br />

Die Autorin erhielt<br />

einen Werkbeitrag des Kantons<br />

Zürich, das Buch wurde<br />

unter anderen in der NZZ und<br />

im Tages-Anzeiger besprochen.<br />

Beide Autoren sind am<br />

16. März in der Voirie zugegen,<br />

um aus ihren Werken zu<br />

lesen. Dazu kommen Adelheid<br />

Blättler-Schmid und Khabat<br />

Piran-shari, zwei Bieler Autorinnen.<br />

Musikalisch begleitet<br />

wird die Jubiläums-Lesung<br />

zum 30-jährigen Bestehen<br />

der «Edition Hartmann» von<br />

Joanne Baratta am Akkordeon.<br />

Unentgeltlich. «In den<br />

30 Jahren hat sich die Arbeit<br />

mit Autoren mal als einfacher<br />

und mal als schwieriger erwiesen.»<br />

Hartmann erinnert sich<br />

an einen Autor, der sein Werk<br />

anlässlich der Solothurner Literaturtage<br />

in Stücke riss, die<br />

Zettel in die Aare warf, um sie<br />

dann weiter unten im Fluss<br />

wieder rauszufischen. Von seinem<br />

ersten Grafiker trennte<br />

sich Hartmann. Treu geblieben<br />

ist ihm sein Lektor, der wie er<br />

unentgeltlich, aber mit umso<br />

mehr Herzblut an den kleinen<br />

Auflagen von maximal 400<br />

Stück arbeitet. Ausgesucht wird<br />

nur, was passt. «Ich muss kein<br />

Buch herausgeben, ich kann»,<br />

sagt Hartmann. Für ihn steht<br />

fest, dass er trotz des rauen<br />

Windes in der Buchhandelsbranche<br />

weiterhin Bücher<br />

verlegt. Selbst wenn «seine»<br />

Druckerei in Bamberg (D)<br />

Konkurs ging. Er sucht eine<br />

neue. Das nächste Buch soll<br />

im November erscheinen. n<br />

PAR<br />

MICHÈLE<br />

MUTTI<br />

«Je suis éditeur, mais en<br />

même temps secrétaire, logisticien<br />

et organisateur d’événements»,<br />

explique Michael<br />

Hartmann, 63 ans. Ce professeur<br />

d’école secondaire dirige<br />

l’«Edition Hartmann» ainsi<br />

que la maison d’édition «AutorInnenverlag<br />

Bern» dans le<br />

quartier de Mâche, où il vit dans<br />

une coopérative d’habitation.<br />

Tout en haut, dans les combles,<br />

sont stockés les romans et les<br />

récits parus dans sa maison<br />

d’édition au cours des 30 dernières<br />

années. En 2022, la foudre<br />

a causé la perte d’environ un<br />

tiers de l’entrepôt.<br />

«Mes livres ne génèrent pas<br />

assez de chiffre d’affaires pour<br />

les livraisons suisses, et il est<br />

également devenu plus difficile<br />

de placer les œuvres dans les<br />

librairies en raison du processus<br />

de concentration dans la<br />

branche, que ce soit dans les<br />

étagères, lors d’une lecture ou<br />

d’un vernissage. Et je n’aime pas<br />

demander deux fois.»<br />

Distinction. Ce «mouton<br />

noir» issu d’une célèbre<br />

famille d’architectes biennois<br />

– son grand-père Fritz Meier a<br />

notamment construit la maison<br />

de Calvin à Mâche – publie<br />

avec passion. «Après l’école normale,<br />

j’ai rejoint la coopérative<br />

‘AutorInnenverlag Bern’. De<br />

nombreux éditeurs étaient aussi<br />

des auteurs et voulaient absolument<br />

que leurs textes soient<br />

publiés. Le programme n’était<br />

plus défendable pour moi d’un<br />

point de vue littéraire, j’ai des<br />

exigences élevées en matière de<br />

contenu et de style. C’est ainsi<br />

que j’ai fondé ‘Edition Hartmann’<br />

avec un capital de départ<br />

de <strong>10</strong> 000 francs», explique ce<br />

rat de bibliothèque.<br />

Le roman historique «Hüerepeiss<br />

und Schlangenfrass» de<br />

l’auteure zurichoise Ria Frick,<br />

paru en 2008, est rapidement<br />

devenu un best-seller et a été<br />

réimprimé cinq fois. L’auteure<br />

a reçu un soutien financier du<br />

canton de Zurich et le livre a été<br />

commenté entre autres dans la<br />

NZZ et le Tages-Anzeiger. Les<br />

deux auteurs seront présents<br />

le 16 mars à la Voirie pour lire<br />

des extraits de leurs œuvres.<br />

Ils seront accompagnés d’Adelheid<br />

Blättler-Schmid et de Khabat<br />

Piranshari, deux auteures<br />

biennoises. La lecture anniversaire<br />

des 30 ans d’«Edition<br />

Hartmann» sera accompagnée<br />

en musique par Joanne Baratta<br />

à l’accordéon.<br />

Gratuitement. «En 30 ans,<br />

le travail avec les auteurs s’est<br />

avéré tantôt plus facile, tantôt<br />

plus difficile.» Michael Hartmann<br />

se souvient d’un auteur<br />

qui, lors des Journées littéraires<br />

de Soleure, avait déchiré son<br />

œuvre, jeté les morceaux de<br />

papier dans l’Aar pour les repêcher<br />

plus loin dans la rivière.<br />

Michael Hartmann s’est séparé<br />

de son premier graphiste. Son<br />

correcteur lui est resté fidèle.<br />

Comme lui, il travaille bénévolement<br />

mais avec d’autant<br />

plus de passion sur les petits<br />

tirages de 400 exemplaires<br />

maximum. On ne choisit que<br />

ce qui convient: «Je ne dois pas<br />

éditer un livre, je le peux.» Pour<br />

lui, il ne fait aucun doute qu’il<br />

continuera à éditer des livres<br />

malgré les vents contraires<br />

qui balaient le secteur de<br />

la librairie. Même si «son»<br />

imprimerie à Bamberg (D) a<br />

fait faillite. Il en cherche une<br />

autre. Le prochain livre devrait<br />

paraître en novembre. n<br />

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Persil, discs color, 16 lessives. 9.95 au lieu de 14.90<br />

Akkordeon. Das erste<br />

Buch des Verlags, «Besuch<br />

auf dem Schloss» von Ueli<br />

Zingg, erhielt 1995 eine literarische<br />

Auszeichnung durch<br />

den Kanton Bern und wurde<br />

in den Medien rezensiert. Die<br />

Geschichte wurde in Bern und<br />

Zürich in einer Bühnenfassung<br />

inszeniert. Der im Jahr 2008<br />

Lesung zum 30-jährigen<br />

Bestehen der<br />

Edition Hartmann<br />

am Samstag, 16. März um<br />

20 Uhr in der Voirie an der<br />

Brunngasse 1 in Biel.<br />

Der Eintritt ist frei.<br />

L’accordéon. Le premier<br />

livre de la maison d’édition,<br />

«Besuch auf dem Schloss» d’Ueli<br />

Zingg, a reçu en 1995 une distinction<br />

littéraire décernée par<br />

le canton de Berne et a fait<br />

l’objet d’une critique dans les<br />

médias. L’histoire a été mise<br />

en scène à Berne et à Zurich<br />

dans une version scénique.<br />

Lecture pour les 30 ans<br />

de l’Edition Hartmann,<br />

samedi 16 mars à 20h00<br />

à la Voirie,<br />

rue des Fontaines 1,<br />

à Bienne.<br />

Entrée libre.<br />

Biel Bienne-Leserinnen bevorzugen<br />

für ihre Einkäufe unsere treuen Inserenten<br />

und ihre wöchentlichen Aktionen.<br />

Les lectrices de Biel Bienne privilégient pour<br />

leurs achats nos fidèles annonceurs et<br />

leurs actions hebdomadaires.


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<strong>10</strong> BIEL BIENNE 5. MÄRZ <strong>2024</strong><br />

ECHO<br />

In Biel wurde vergangenes<br />

Wochenende über<br />

die Stadtordnung abgestimmt.<br />

Der SVP-Stadtrat<br />

Lukas Müller kritisiert<br />

deren Inhalt und zieht<br />

Quervergleiche mit der<br />

Bundesverfassung<br />

Die Bundesverfassung 1848<br />

war eine Sternstunde der<br />

Demokratie und ihre Verfasser<br />

haben darin den Grund<br />

gelegt zum Erfolg der Schweiz.<br />

Die Verfassung richtete sich<br />

nach dem Vorbild des Bundesbriefes<br />

von 1291 und der<br />

US-Verfassung von 1787 mit<br />

ihren «inalienable rights» und<br />

nach den Menschenrechten.<br />

Das Recht auf Leben Art. <strong>10</strong>,<br />

Freiheit A<strong>10</strong>, Glaubensfreiheit<br />

A15, Meinungsfreiheit A16, das<br />

Recht innovativ und anders<br />

zu denken A15, Pressefreiheit<br />

A17, Versammlungsfreiheit<br />

A22, Wirtschaftsfreiheit A27,<br />

Rechtsgleichheit A8, Schutz<br />

vor Willkür A9 bildeten die<br />

Basis, die die Schweiz zum<br />

innovativsten und wettbewerbsstärksten<br />

Land der Welt<br />

machte. Ständemehr, Subsidiarität,<br />

Gewaltentrennung, eine<br />

wettbewerbsfördernde föderale<br />

Struktur und Freiheitsrechte<br />

verhinderten eine Diktatur<br />

der Mehrheit; Referenden und<br />

Initiativrechte begründeten das<br />

direktdemokratischste Staatsmodell<br />

der Welt. Leider ist die<br />

Bieler Stadtordnung hingegen<br />

nicht von einem Benjamin<br />

Franklin, John Locke, Melchior<br />

Diethelm oder Pictet de Rochemont<br />

geschrieben worden.<br />

Die neue Stadtordnung macht<br />

einen wirren, nicht durchdachten<br />

und stark ideologisch<br />

gefärbten Eindruck, bei der<br />

wenig bis gar nichts an die<br />

Grösse jener demokratischen<br />

Vordenker erinnert.<br />

echo ??????<br />

Im Gegensatz zur Schweizer<br />

Bundesverfassung, die einen<br />

ganzen Katalog von Freiheiten<br />

auflistet, verhöhnt die Neufassung<br />

der Bieler Stadtordnung<br />

(die wir alle dringend ablehnen<br />

sollten) die Freiheit als «Narrenfreiheit»<br />

in ihrer Präambel.<br />

Die Präambel der Stadtordnung<br />

ist voller Ideologie und<br />

schreckt sogar nicht einmal<br />

davor zurück, gleich hier die<br />

Partei des Vorsitzenden des<br />

Stadtordnungsprojekts für<br />

die nächsten Generationen<br />

einzuprägen («Wir teilen uns<br />

ein Leben […] in einer grünen<br />

Stadt»). Munter ideologisch<br />

geht es dann weiter in den<br />

Zeilen, bis man irgendwann<br />

zum Einbeziehen der Bevölkerung<br />

kommt.<br />

Wenn der geneigte Leser nun<br />

denkt, dass man an eine Art<br />

Ständemehr für die Quartiere<br />

gedacht hätte oder auf eine<br />

Unterschriftenanzahl, die in<br />

etwa dem schweizerischen<br />

Vorbild entspräche (also, dass<br />

etwa 1,8% der Stimmberechtigten<br />

unterschreiben müssten für<br />

eine Volksinitiative), wird enttäuscht.<br />

Der Wert in Biel bleibt<br />

fast 4 Mal höher und die Zeit<br />

3 Mal kleiner (nur sechs Monate<br />

anstatt 18), was es rund<br />

12 Mal schwieriger macht, in<br />

Biel eine Volksinitiative zu<br />

lancieren, als auf nationaler<br />

Ebene. Gleichzeitig wurden die<br />

Beträge, die nicht unter das obligatorische<br />

Referendum fallen,<br />

massiv nach oben angepasst,<br />

mit dem Ziel, noch mehr Geld<br />

auszugeben, an den Augen der<br />

bedauernswerten Bürgerinnen<br />

und Bürger der Stadt vorbei.<br />

Dazu passt auch, dass man das<br />

Gebot der finanziellen Nachhaltigkeit<br />

bewusst ausgeschlossen<br />

hat und keine Schuldenbremse<br />

nach dem Vorbild der schweizerischen<br />

oder kantonalen Gesetzgebung<br />

in die Stadtordnung<br />

aufgenommen hat.<br />

Lukas Müller, Biel<br />

«Der Ortsverein Magglingen hat zum<br />

Ziel, die Anliegen der Bevölkerung<br />

wahrzunehmen und diese in die Politik<br />

einzubringen. Um die Interessen<br />

vertreten zu können, müssen<br />

diese erfragt werden. Aus diesem<br />

Grund beschloss der Vorstand, eine<br />

Bevölkerungsumfrage durchzuführen. Es<br />

ist erfreulich, dass rund die Hälfte aller<br />

Haushalte teilgenommen hat und so ein<br />

gutes Meinungsbild entstanden ist. Zwei<br />

Drittel der Antwortenden sind mit dem<br />

Verkehrsaufkommen unzufrieden, und<br />

in der Wahrnehmung von vier Fünfteln<br />

generiert das Bundesamt für Sport<br />

(BASPO) viel Motorfahrzeugverkehr.<br />

56 Prozent finden nicht, dass sich das<br />

BASPO baulich noch weiter entwickeln<br />

sollte. Es freut mich, dass sich die<br />

Bevölkerung für die Entwicklung des<br />

Ortes interessiert und mehr einbezogen<br />

werden möchte bei Entscheidungen des<br />

BASPO, die die Gemeinde und vor allem<br />

den Ortsteil Magglingen betreffen.»<br />

Mein Aufsteller der Woche<br />

Ma satisfaction de la semaine<br />

Roland Seiler, Mitglied des Ortsvereins Magglingen/<br />

membre de la société locale de Macolin<br />

«La société locale de Macolin a pour<br />

objectif de percevoir les préoccupations<br />

de la population et de les intégrer dans<br />

la politique. Pour pouvoir défendre les<br />

intérêts, il faut les sonder. C’est pourquoi<br />

le comité a décidé de réaliser un<br />

sondage auprès de la population. Il est<br />

réjouissant de constater que près de la<br />

moitié des ménages ont participé, ce qui<br />

donne une bonne image de l’opinion.<br />

Deux tiers des personnes ayant répondu<br />

ne sont pas satisfaites du volume de<br />

trafic et, pour quatre cinquièmes d’entre<br />

elles, l’Office fédéral du sport (OFSPO)<br />

génère beaucoup de trafic motorisé.<br />

56 % ne pensent pas que l’OFSPO<br />

devrait encore se développer sur le<br />

plan architectural. Je suis heureux de<br />

constater que la population s’intéresse<br />

au développement de la localité<br />

et souhaite être davantage impliquée<br />

dans les décisions de l’OFSPO<br />

qui concernent la commune et surtout<br />

une bonne partie de Macolin.»<br />

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BIEL BIENNE 5. MÄRZ <strong>2024</strong> GESUNDHEIT SANTÉ<br />

BIEL BIENNE 5 MARS <strong>2024</strong><br />

11<br />

KLIMAKTERIUM<br />

Ein natürlicher Vorgang<br />

VON<br />

MICHÈLE<br />

MUTTI<br />

Die Wechseljahre bei der Frau können zu<br />

unterschiedlichen Beschwerden führen.<br />

Abhilfe gibt es auf vielfältige Weise.<br />

Hitzewallungen, Schlafstörungen,<br />

ein trockener Intimbereich,<br />

Reizbarkeit oder<br />

depressive Verstimmungen. Die<br />

Symptome des Klimakteriums,<br />

im Volksmund auch Wechseljahre<br />

bei der Frau genannt,<br />

sind vielfältig und von Frau<br />

zu Frau unterschiedlich. Die<br />

gute Nachricht:<br />

«Es handelt sich um<br />

einen natürlichen Prozess<br />

und nicht um eine Krankheit.<br />

Ausserdem haben nur<br />

wenige Frauen über einen<br />

längeren Zeitraum hinweg<br />

starke Beschwerden», erklärt<br />

Apothekerin Ana Chiorean<br />

von der Schloss-Apotheke<br />

in Nidau.<br />

Hormone. Ab etwa Mitte<br />

vierzig verringert der Körper<br />

allmählich die Produktion<br />

des weiblichen Geschlechtshormons<br />

Östrogen. Die monatlichen<br />

Blutungen werden<br />

unregelmässig und bleiben<br />

schliesslich ganz aus. Die<br />

letzte Regelblutung wird<br />

Menopause genannt. Etwas<br />

irreführend ist diese Bezeichnung,<br />

weil es sich nicht um<br />

eine Pause, sondern um einen<br />

Schlusspunkt handelt. Nach<br />

der Menopause kann eine<br />

Frau nicht mehr schwanger<br />

werden. «Im Durchschnitt<br />

haben Frauen ihre Menopause<br />

mit 51 Jahren; einige<br />

schon deutlich früher, andere<br />

erst später. Viele Frauen<br />

sind froh, Verhütungssorgen<br />

und Menstruationsbeschwerden<br />

nun vergessen zu<br />

können.» Dennoch könne<br />

der Gedanke, nicht mehr<br />

«fruchtbar» zu sein, einen<br />

Einschnitt bedeuten. Zudem<br />

fielen die Wechseljahre oft<br />

mit anderen einschneidenden<br />

Veränderungen im<br />

Leben zusammen – und nicht<br />

wenige verbinden sie vor<br />

allem mit dem Älterwerden.<br />

Pflanzliche Helfer. «Bei<br />

Beschwerden raten wir in erster<br />

Linie zu pflanzlichen Präparaten<br />

in Tablettenform, als Spray<br />

oder Tropfen und zu einer gesunden<br />

Lebensweise», erklärt<br />

Chiorean. Es gibt verschiedene<br />

pflanzliche Produkte wie Salbei,<br />

Mönchspfeffer oder Traubensilberkerze.<br />

«Die Wirksamkeit<br />

ist von Fall zu Fall unterschiedlich,<br />

die Dauer der Symptomlinderung<br />

ist länger als bei der<br />

Hormontherapie, jedoch mit<br />

einem geringeren Risiko unerwünschter<br />

Nebenwirkungen.»<br />

Schlaf- und Stimmungsstörungen<br />

können zunächst<br />

natürlich behandelt werden.<br />

Als Therapie kommen zum<br />

Beispiel Tinktur, Tee oder<br />

Tabletten aus Lavendel, Johanniskraut,<br />

Baldrian, Hopfen<br />

und Melisse in Frage.<br />

Nur wenn diese Methoden<br />

keinen Anklang finden, könne<br />

nach Rücksprache mit dem<br />

behandelnden Arzt auch auf<br />

rezeptpflichtige Medikamente<br />

zurückgegriffen werden.<br />

«Da der Kalziumverlust das<br />

Risiko von Knochenbrüchen<br />

erhöht, sollte zudem während<br />

der Wechseljahre die Einnahme<br />

von Vitamin D und Kalzium<br />

in Betracht gezogen werden.<br />

Das Risiko von Arthrose und<br />

Osteoporose kann auch durch<br />

gesunde Ernährung und Aktivitäten<br />

in der Natur gehemmt<br />

werden», weiss die Apothekerin.<br />

Sojaprodukte. Ein Vergleich<br />

mit anderen Kulturen<br />

zeigt, dass es Volksstämme<br />

gibt, bei denen Frauen im Klimakterium<br />

nicht an den für<br />

uns typischen Wechseljahrbeschwerden<br />

leiden. So sind<br />

bei den Maya-Frauen, den<br />

Inderinnen der Rajput-Kaste<br />

und bei Bantu-Frauen Südafrikas<br />

Wechseljahrbeschwerden<br />

nahezu unbekannt.<br />

Asiatinnen haben im Vergleich<br />

zu Westeuropäerinnen<br />

und Nordamerikanerinnen<br />

auch mit geringeren Wechseljahrbeschwerden<br />

zu kämpfen:<br />

So leiden beispielsweise nur<br />

fünf bis zehn Prozent der Asiatinnen<br />

unter Hitzewallungen,<br />

Holländerinnen dagegen zu<br />

70 bis 85 Prozent. Selbst die<br />

Brustkrebsrate und auch das<br />

Risiko für Herz-/Kreislauferkrankungen<br />

ist deutlich niedriger<br />

als bei der westlichen und<br />

nordamerikanischen Bevölkerung.<br />

Für dieses Phänomen<br />

wird die phytoöstrogenreiche<br />

Ernährung (vor allem Sojaprodukte)<br />

verantwortlich<br />

gemacht, wie sie bei dieser<br />

Bevölkerungsgruppe traditionell<br />

üblich ist. n<br />

PAR<br />

MICHÈLE<br />

MUTTI<br />

MÉNOPAUSE<br />

Un processus naturel<br />

Chez la femme, la ménopause peut<br />

entraîner différents troubles. Il existe<br />

de nombreux moyens d’y remédier.<br />

Bouffées de chaleur,<br />

troubles du sommeil, sécheresse<br />

de la zone intime,<br />

irritabilité ou humeur dépressive.<br />

Les symptômes de la<br />

ménopause sont multiples<br />

et varient d’une femme à<br />

l’autre. La bonne nouvelle:<br />

«Il s’agit d’un processus<br />

naturel et non d’une maladie.<br />

De plus, peu de femmes<br />

souffrent durablement<br />

de troubles importants»,<br />

explique la pharmacienne<br />

Ana Chiorean de la Schloss-<br />

Apotheke à Nidau.<br />

Hormones. Dès la quarantaine<br />

environ, le corps<br />

réduit progressivement sa<br />

production d’œstrogènes,<br />

l’hormone sexuelle féminine.<br />

Les saignements mensuels<br />

deviennent irréguliers et<br />

finissent par s’arrêter complètement.<br />

Les dernières règles<br />

s’appellent la ménopause.<br />

Appellation quelque peu<br />

trompeuse, il ne s’agit pas<br />

d’une pause mais d’un point<br />

final. Après, une femme ne<br />

peut plus tomber enceinte.<br />

«Les femmes sont ménopausées<br />

en moyenne à 51 ans;<br />

certaines le sont bien plus<br />

tôt, d’autres plus tard. De<br />

nombreuses femmes sont<br />

heureuses de pouvoir alors<br />

oublier les soucis de contraception<br />

et les douleurs menstruelles.»<br />

Néanmoins, l’idée<br />

de ne plus être «fertile» peut<br />

être une rupture. De plus, la<br />

ménopause coïncide souvent<br />

avec d’autres changements<br />

radicaux dans la vie et pas<br />

mal de gens l’associent surtout<br />

au vieillissement.<br />

Aides à base de plantes.<br />

«En cas de troubles, nous<br />

conseillons en priorité<br />

des préparations à base<br />

de plantes, sous forme de<br />

comprimés, de sprays ou de<br />

gouttes, ainsi qu’un mode<br />

de vie sain», explique Ana<br />

Chiorean. Différents produits<br />

à base de plantes comme la<br />

sauge, le gattilier ou l’actée<br />

à grappes sont disponibles.<br />

«Leur efficacité varie d’un cas<br />

à l’autre, le temps nécessaire<br />

à l’atténuation des symptômes<br />

est plus long qu’avec<br />

l’hormonothérapie, mais<br />

avec un plus faible risque<br />

d’effets indésirables.»<br />

Les troubles du sommeil<br />

et de l’humeur peuvent tout<br />

d’abord être traités avec<br />

des produits naturels. Par<br />

exemple de la teinture mère,<br />

de la tisane ou des comprimés<br />

de lavande, de millepertuis,<br />

de valériane, de houblon et<br />

de mélisse.<br />

Si ces méthodes ne fonctionnent<br />

pas, il est alors<br />

possible de recourir à des<br />

médicaments sur ordonnance,<br />

après avoir consulté<br />

son médecin traitant.<br />

«Et comme la perte de<br />

calcium augmente le risque<br />

de fractures, il faut de plus<br />

envisager de prendre à la<br />

ménopause de la vitamine D<br />

et du calcium. Le risque d’arthrose<br />

et d’ostéoporose peut<br />

également être combattu par<br />

une alimentation saine et des<br />

activités en pleine nature»,<br />

selon la pharmacienne.<br />

Soja. Une comparaison avec<br />

d’autres cultures montre qu’il<br />

existe des populations dans lesquelles<br />

les femmes ne souffrent<br />

pas des troubles typiques de chez<br />

nous de la ménopause. Chez les<br />

femmes mayas, les Indiennes<br />

de la caste Rajput comme les<br />

femmes bantoues d’Afrique du<br />

Sud, les troubles de la ménopause<br />

sont quasiment inconnus.<br />

Les Asiatiques subissent<br />

également moins de troubles<br />

de la ménopause que les Européennes<br />

de l’Ouest et les Nord-<br />

Américaines: seules 5 à <strong>10</strong>% des<br />

femmes asiatiques souffrent<br />

de bouffées de chaleur, contre<br />

70 à 85% des Hollandaises. Le<br />

taux de cancer du sein ainsi<br />

que le risque de maladies<br />

cardio-vasculaires sont eux<br />

aussi nettement inférieurs à<br />

ceux de la population occidentale<br />

et nord-américaine. On<br />

attribue ce phénomène à une<br />

alimentation riche en phytoestrogènes<br />

(surtout des produits<br />

à base de soja), comme c’est<br />

traditionnellement le cas dans<br />

ces groupes de population. n<br />

DER RAT LE CONSEIL<br />

NEWS<br />

Ana Chiorean,<br />

Apothekerin/pharmacienne<br />

Schloss-Apotheke Nidau<br />

«Schon Jahre vor der Menopause<br />

sind sogenannte Hitzewallungen<br />

ein häufiges Symptom.<br />

Sie entstehen ganz plötzlich und<br />

scheinbar grundlos, mit Schweissausbrüchen<br />

und plötzlicher Röte<br />

im Gesicht, am Kopf und am Hals,<br />

manchmal bis zum Oberkörper<br />

reichend. Starkes Herzklopfen oder<br />

Herzrasen kann dazukommen.<br />

Die Dauer einer Hitzewallung beträgt<br />

in der Regel nicht mehr als<br />

drei bis sechs Minuten. Sie treten<br />

manchmal mehrere Male im Laufe<br />

einer Stunde auf, dann aber wieder<br />

nur einige Male pro Woche oder<br />

Monat. Frequenz und Intensität<br />

sind direkt um die Menopause<br />

am höchsten. Auslöser können<br />

heisse Getränke, vor allem Kaffee,<br />

aber auch Alkohol sein. Auch das<br />

Rauchen fördert Hitzewallungen.»<br />

Die Revision des Medizinalberufegesetzes<br />

und des Heilmittelgesetzes<br />

haben die Rolle der<br />

Apothekerschaft in der medizinischen<br />

Grundversorgung gestärkt.<br />

Mit Unterstützung der Kantonalverbände<br />

sowie der Apothekenketten<br />

und -gruppierungen,<br />

erklärt der Schweizerische Apothekerverband<br />

pharmaSuisse<br />

die Förderung und Bekanntmachung<br />

der Konsultation in<br />

der Apotheke für die nächsten<br />

Jahre zu einem strategischen<br />

Schlüsselprojekt. Die Kampagne<br />

«Wir machens möglich – deine<br />

Apotheke» soll vermitteln, dass<br />

Apothekenteams auch eine zentrale<br />

Rolle in der medizinischen<br />

Grundversorgung spielen. Die<br />

Kampagne will zudem aufzeigen,<br />

dass durch vermehrtes<br />

Aufsuchen der Apotheke als<br />

erste Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen<br />

die Hausarztpraxen<br />

und überfüllten Notaufnahmen<br />

entlastet werden.<br />

«Des années avant la ménopause,<br />

les bouffées de chaleur<br />

sont déjà un symptôme fréquent.<br />

Elles apparaissent soudainement<br />

et apparemment sans<br />

raison, avec des sueurs et des<br />

rougeurs soudaines sur le visage,<br />

la tête et le cou, s’étendant parfois<br />

jusqu’au torse. De fortes<br />

palpitations ou une tachycardie<br />

peuvent s’y ajouter. Leur durée<br />

ne dépasse généralement pas<br />

trois à six minutes. Elles peuvent<br />

se produire plusieurs fois sur<br />

une heure, puis uniquement<br />

quelques fois par semaine ou<br />

par mois ensuite. Leur fréquence<br />

et leur intensité sont maximales<br />

au moment des dernières règles.<br />

Elles peuvent être déclenchées<br />

par des boissons chaudes, surtout<br />

le café, mais aussi l’alcool.»<br />

La révision des lois sur<br />

les professions médicales et<br />

les produits thérapeutiques a<br />

renforcé le rôle des pharmaciens<br />

dans les soins médicaux<br />

de base. En collaboration avec<br />

les associations cantonales et<br />

les chaînes et groupements de<br />

pharmacies, la Société Suisse<br />

des Pharmaciens pharmaSuisse<br />

fait de la promotion et de la<br />

visibilité de la consultation en<br />

pharmacie un projet stratégique<br />

pour les prochaines années. La<br />

campagne «Avec nous c’est possible<br />

– votre pharmacie» entend<br />

mettre en lumière le rôle central<br />

que jouent aussi les équipes<br />

officinales dans les soins médicaux<br />

de premier recours. Elle<br />

vise également à montrer que le<br />

recours à la pharmacie en tant<br />

que première référence pour<br />

les questions de santé permet<br />

de décharger les cabinets de<br />

généralistes et les services<br />

d’urgence surchargés.<br />

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BIEL BIENNE 5. MÄRZ <strong>2024</strong><br />

PERSONEN GENS D’ICI<br />

PORTRÄT / PORTRAIT<br />

Karim Saïd<br />

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Zwei Jahre nach seinem Amtsantritt bereitet sich der<br />

Bieler Grossrat des Parti Socialiste darauf vor, ab<br />

diesem Sommer die Deputation zu präsidieren.<br />

VON MOHAMED HAMDAOUI<br />

Karim Saïd hatte vor knapp<br />

zwei Jahren bei der Eröffnungssitzung<br />

der neuen Legislatur<br />

des Grossen Rates seinen Eid<br />

abgelegt. Der Bieler Sozialdemokrat<br />

verhehlt einen gewissen<br />

Stolz nicht. «Obwohl ich kein<br />

Vertreter der rechten Mehrheit<br />

bin und die Siege leider selten<br />

sind, ziehe ich auf mehreren<br />

Ebenen eine positive Bilanz<br />

meiner ersten beiden Jahre.»<br />

Siege. Auf politischer<br />

Ebene freut sich Saïd über einige<br />

«hart erkämpfte» Siege, wie<br />

beispielsweise den Fortschritt<br />

der Arbeiten am zukünftigen<br />

Campus der Fachhochschule<br />

in Biel. «Mit meinen Motionen<br />

habe ich einen weiteren<br />

Sieg errungen, da der Kanton<br />

die Recyclingmöglichkeiten<br />

für Getränkekartons verstärken<br />

wird», freut sich der 36-jährige<br />

Lehrer. Aber er hat auch einige<br />

Niederlagen zu verzeichnen.<br />

«Nur sieben Stimmen hatten<br />

ausgereicht, um meinen Vorstoss<br />

zu vesenken, und deshalb<br />

werden Berufsmaturanden, die<br />

ein Studium an der Universität<br />

oder Pädagogischen Hochschule<br />

anstreben, weiterhin im interkantonalen<br />

Vergleich zu hohe<br />

Schulgebühren zahlen müssen.»<br />

Auf menschlicher Ebene<br />

zieht Saïd eine positivere Bilanz.<br />

«Ich hatte die Gelegenheit, mehrere<br />

tolle Menschen aus allen<br />

Parteien kennenzulernen, und<br />

war erstaunt über den Respekt,<br />

der zwischen den meisten Grossräten<br />

herrscht. Von aussen betrachtet<br />

könnte man meinen,<br />

es herrsche eine schlechte Stimmung<br />

zwischen den Parlamentariern<br />

unterschiedlicher Couleur,<br />

aber das ist nur selten der Fall.»<br />

Der französischsprachige Sozialdemokrat<br />

hatte bis dahin<br />

kein Mandat ausgeübt, das eine<br />

Wahl erfordert. Da er politisch<br />

in der Minderheit war, erachtete<br />

er es schnell als notwendig,<br />

Allianzen in anderen Parteien<br />

zu finden. «Bei Themen, die<br />

spezifisch Biel betreffen, arbeite<br />

ich gerne mit dem Bieler<br />

Grünen Christoph Grupp zusammen.<br />

Wenn es insbesondere<br />

um Themen geht, welche die<br />

Französischsprachigen in Biel<br />

betreffen, kann ich gut mit der<br />

Freisinnigen aus Nidau, Pauline<br />

Pauli, zusammenarbeiten.» Aber<br />

auch mit anderen. «Ich wurde<br />

beispielsweise von der SVP-Frau<br />

Nadja Günthör aus Erlach zu<br />

Themen angefragt, die die Region<br />

oder die Bildung betreffen.»<br />

Sichtbarkeit. In der soeben<br />

begonnen Session soll<br />

der Weggang von Moutier<br />

in den Jura besiegelt werden.<br />

Zufälligerweise ist es Saïd, der<br />

ab Juni die Deputation präsidieren<br />

wird. Das Organ fasst<br />

alle Personen zusammen, die<br />

den Berner Jura und das französischsprachige<br />

Biel vertreten.<br />

«Es ist besonders wichtig,<br />

dass die französischsprachigen<br />

Kantonsparlamentarier aus<br />

Biel sichtbar sind, da viele<br />

deutschsprachige Politiker<br />

dazu neigen, die französischsprachige<br />

Komponente nur auf<br />

den Berner Jura zu reduzieren<br />

und so die Französischsprachigen<br />

in Biel zu vergessen.<br />

Dies umso mehr, als es äusserst<br />

kompliziert ist, in den<br />

eidgenössischen Räten vertreten<br />

zu sein, und in der Praxis<br />

unmöglich, im Regierungsrat<br />

vertreten zu sein.»<br />

Seine Aufgabe als Deputationspräsident<br />

wird umso heikler<br />

sein, als der Berner Jura mit<br />

dem Weggang von Moutier der<br />

legitimen Versuchung unterliegen<br />

könnte, «seine» Interessen<br />

gegenüber «den» Interessen der<br />

französischsprachigen Bieler zu<br />

bevorzugen. «Das Gegenteil ist<br />

der Fall. Es wird eine Verstärkung<br />

der Synergien zwischen Biel und<br />

dem Berner Jura auslösen, die<br />

für beide Regionen von Vorteil<br />

sind und die es zu stärken gilt»,<br />

ist Saïd überzeugt. «Dies hat bereits<br />

begonnen, beispielsweise<br />

mit dem vorläufigen Standort<br />

der Gerichtsinstanzen des Berner<br />

Juras in Biel, dem künftigen<br />

Umzug des ,Ceff Artisanat’<br />

nach Biel – vorbehaltlich der<br />

Zustimmung des Grossen Rates<br />

– und der Namensänderung des<br />

,Gymnase français de Bienne’ in<br />

,Gymnase de Bienne et du Jura<br />

Bernois’.» Obwohl symbolisch,<br />

zeugt diese neue Bezeichnung<br />

seiner Meinung nach von einem<br />

echten Willen, die Annäherung<br />

zwischen den beiden Regionen<br />

zu verstärken. n<br />

Respekt herrscht<br />

Karim Saïd: «Es ist wichtig, dass<br />

die welschen Abgeordneten in<br />

Biel sichtbar sind, denn viele<br />

deutschsprachige Politiker neigen<br />

dazu, den französischsprachigen<br />

Teil unseres Kantons auf<br />

den Berner Jura zu reduzieren.»<br />

Deux après son entrée en fonction, le député<br />

socialiste romand biennois au Grand Conseil<br />

se prépare à présider dès cet été la Députation.<br />

PAR MOHAMED HAMDAOUI<br />

Il y a à peine deux ans,<br />

Karim Saïd avait prêté serment<br />

lors de la séance inaugurale<br />

de la nouvelle législature du<br />

Grand Conseil. Le socialiste<br />

romand biennois ne cache pas<br />

une certaine fierté. «Bien que<br />

je ne sois pas un représentant<br />

de la majorité de droite et que<br />

les victoires se font malheureusement<br />

rares, je tire un bilan<br />

positif de mes deux premières<br />

années, à plusieurs niveaux.»<br />

Respect<br />

Karim Saïd: «Il est important que<br />

les députés romands de Bienne<br />

soient visibles, car de nombreux<br />

politiciens germanophones ont<br />

tendance à réduire la composante<br />

francophone de notre<br />

canton au seul Jura bernois.»<br />

PHOTO: JOEL SCHWEIZER<br />

Victoires. Sur le plan politique,<br />

il se réjouit de quelques<br />

victoires «acquises de haute<br />

lutte», par exemple l’avancement<br />

des travaux du futur<br />

Campus de la HES de Bienne.<br />

«Au niveau de mes motions,<br />

j’ai obtenu une autre victoire,<br />

puisque le Canton renforcera<br />

les possibilités de recyclage des<br />

briques à boisson», se réjouit<br />

l’enseignant de 36 ans. Mais<br />

aussi quelques défaites. «À<br />

sept voix près qui avaient<br />

suffi à couler ma proposition,<br />

les détenteurs d’une maturité<br />

professionnelle se destinant<br />

à poursuivre leurs études au<br />

sein d’une université ou d’une<br />

HEP continueront de payer des<br />

frais d’écolages trop élevés en<br />

comparaison intercantonale.»<br />

Sur le plan humain, Karim<br />

Saïd tire un bilan plus positif.<br />

«J’ai eu l’occasion de faire la<br />

connaissance de plusieurs personnes<br />

formidables, tous partis<br />

confondus, et ai été frappé<br />

par le respect qui règne entre<br />

la plupart des députés. Si de<br />

l’extérieur, on pourrait croire<br />

qu’une mauvaise ambiance<br />

règne entre les parlementaires<br />

de bords différents, il n’en est<br />

rien dans la majorité des cas!»<br />

Le socialiste romand n’avait<br />

jusque-là exercé aucun mandat<br />

électif. Minoritaire sur le<br />

plan politique, il s’est donc vite<br />

rendu compte de la nécessité<br />

de trouver des alliances dans<br />

d’autres partis. «Sur des sujets<br />

qui concernent spécifiquement<br />

Bienne, je collabore volontiers<br />

avec l’écologiste biennois<br />

Christoph Grupp. S’agissant<br />

notamment des thématiques<br />

qui touchent les francophones<br />

de Bienne, j’arrive à bien travailler<br />

avec la radicale romande<br />

de Nidau Pauline Pauli.» Ou<br />

avec d’autres. «J’ai par exemple<br />

été sollicité par l’UDC de<br />

Cerlier Nadja Günthör sur<br />

des sujets qui touchent la<br />

région ou la formation.»<br />

Visibilité accrue. La<br />

session qui vient de débuter<br />

doit acter le départ de Moutier<br />

dans le Jura. Hasard du<br />

calendrier, c’est le Biennois<br />

Karim Saïd qui présidera dès<br />

le mois de juin la Députation,<br />

organe regroupant l’ensemble<br />

des personnes représentant<br />

le Jura bernois et la Bienne<br />

romande. «Il est particulièrement<br />

important que les députés<br />

romands de Bienne soient<br />

visibles, car de nombreux politiciens<br />

germanophones ont<br />

tendance à réduire la composante<br />

romande de notre<br />

canton au seul Jura bernois<br />

et à ainsi oublier les francophones<br />

de Bienne. D’autant<br />

plus qu’il est extrêmement<br />

compliqué d’être représentés<br />

aux Chambres fédérales et<br />

impossible dans la pratique<br />

de l’être au Conseil-exécutif.»<br />

Sa tâche de président de la<br />

Députation sera d’autant plus<br />

sensible qu’avec le départ de<br />

Moutier, le Jura bernois pourrait<br />

avoir la tentation légitime<br />

de privilégier «ses» intérêts à<br />

«ceux» des francophones de<br />

Bienne. «Au contraire. Cela<br />

induira un renforcement<br />

des synergies entre Bienne<br />

et le Jura Bernois, qui seront<br />

bénéfiques aux deux régions<br />

et qu’il s’agira de renforcer»,<br />

se persuade-t-il. «Cela a déjà<br />

commencé avec par exemple<br />

la localisation provisoire des<br />

instances judiciaires du Jura<br />

Bernois à Bienne, du futur<br />

déménagement du ceff Artisanat<br />

à Bienne, sous réserve<br />

d’approbation du Grand<br />

Conseil, et du changement<br />

de nom du «Gymnase français<br />

de Bienne» en «Gymnase<br />

de Bienne et du Jura Bernois».<br />

Bien que symbolique,<br />

cette nouvelle dénomination<br />

dénote selon lui<br />

une réelle volonté de renforcer<br />

le rapprochement entre<br />

les deux régions. n<br />

HAPPY<br />

BIRTH<br />

DAY<br />

TO<br />

YOU<br />

n Bernhard<br />

Leuenberger,<br />

Stadtrat FDP, Biel,<br />

wird diesen<br />

Donnerstag<br />

68-jährig;<br />

conseiller de Ville<br />

PLR, Bienne, aura<br />

68 ans jeudi.<br />

PEOPLE<br />

...SMS...<br />

Hervé Roquet, 33,<br />

nfreut sich «mega» auf<br />

seine erste Stadtratssitzung<br />

am 21. März. Er vertritt als<br />

Nachfolger von Christiane<br />

Vlaiculescu-Graf den Parti<br />

Socialiste Romand (PSR) im<br />

Bieler Stadtparlament. Dort<br />

wird er sich insbesondere<br />

den Themen Finanzen,<br />

Stadtplanung und Sozialpolitik<br />

widmen. «Ich habe<br />

Glück, denn es stellt sich<br />

heraus, dass es in allen drei<br />

Bereichen offenbar viel zu<br />

tun gibt», lacht er. Bei den<br />

Finanzen will der ausgebildete<br />

Wirtschaftswissenschaftler<br />

herausfinden, ob<br />

die Situation wirklich<br />

so schlimm ist, wie der<br />

Finanzdirektor behauptet.<br />

PHOTO: JOEL SCHWEIZER<br />

«Ich habe da meine Zweifel.»<br />

Was die Sozialpolitik betrifft,<br />

ist Roquet «immer noch<br />

schockiert» über die strafrechtlichen<br />

Ermittlungen,<br />

die nach den Enthüllungen<br />

über die beiden Fälle mutmasslicher<br />

passiver Korruption<br />

im Einwohnerdienst<br />

eingeleitet wurden. Für die<br />

Stadtplanung eröffne der<br />

Weggang Fehrs und der Leiterin<br />

der Stadtplanung neue<br />

Perspektiven. Roquet promoviert<br />

an der Universität Genf<br />

in Geografie und gibt mehrere<br />

Seminare. Der Präsident der<br />

Bieler PSR macht sich unter<br />

anderem stark bei «Westast<br />

- so nicht» und ist Redaktionsmitglied<br />

der Zeitschrift<br />

«Pages de Gauche». MM<br />

Hervé Roquet, 33 ans,<br />

nse réjouit «méga» de sa<br />

première séance au Conseil de<br />

Ville biennois le 21 mars.<br />

Succédant à Christiane<br />

Vlaiculescu-Graf, il y représentera<br />

le Parti socialiste romand<br />

(PSR). Il s’y consacrera en<br />

particulier aux thèmes des<br />

finances, de l’urbanisme et de<br />

la politique sociale. «J’ai de la<br />

chance, car il s’avère qu’il y<br />

a apparemment du pain sur<br />

la planche dans ces trois domaines»,<br />

dit-il en riant. Pour<br />

les finances, cet économiste<br />

de formation veut découvrir si<br />

la situation est vraiment aussi<br />

mauvaise que le directeur des<br />

Finances le prétend. «J’ai des<br />

doutes à ce sujet». Dans la politique<br />

sociale, Hervé Roquet<br />

est «toujours choqué» par<br />

l’enquête pénale ouverte après<br />

les révélations de deux cas de<br />

corruption passive présumée<br />

au service des habitants. Selon<br />

lui, le départ d’Erich Fehr et<br />

de la directrice de l’urbanisme<br />

ouvre de nouvelles perspectives<br />

au service de l’urbanisme.<br />

Hervé Roquet prépare<br />

un doctorat en géographie à<br />

l’université de Genève et y<br />

donne plusieurs séminaires.<br />

Le président du PSR biennois<br />

s’engage aussi fortement dans<br />

«Axe Ouest: Pas comme ça»<br />

et la rédaction du trimestriel<br />

«Pages de Gauche». MM<br />

Die Künstlerin<br />

nLeonie Eicher, 64,<br />

stellt noch bis zum 30. Juni<br />

in der Hirslanden Klinik<br />

Linde auf drei Etagen rund<br />

40 grossformatige Werke<br />

zum Thema «Zart und wild»<br />

aus. «Meine Bilder haben<br />

nicht den Anspruch, Kunst<br />

zu sein, sondern Räume<br />

zu verschönern und deren<br />

Besitzer glücklich zu machen»,<br />

so die ehemalige<br />

Pflegefachfrau auf einer<br />

Notfallstation. Eicher ist seit<br />

2006 selbständige Innenarchitektin,<br />

Fengshui-Fachfrau<br />

und Farbdesignerin. Sie malt<br />

PHOTO: ZVG<br />

Acryl- und Ölbilder. «Ich<br />

verwende oft Champagnerkreide,<br />

Marmormehl, Asche,<br />

Sand, Bitumen, Rost und<br />

Packpapier.» Die Mutter<br />

von vier erwachsenen Kindern<br />

ist Autorin des Buches<br />

«Magie des Bauens» und<br />

hat seit 2018 ein Atelier in<br />

einer Künstlergemeinschaft<br />

im Glashaus in Lyss. Ihre<br />

Kunstausbildung absolvierte<br />

sie an der Schule für Gestaltung<br />

in Bern und bei Karin<br />

Frank in Bern. Sie lebt in<br />

Ipsach in ihrem nach Feng<br />

Shui gebauten und eingerichteten<br />

Haus. MM<br />

L’artiste Leonie<br />

nEicher,64 ans, expose<br />

jusqu’au 30 juin à la Clinique<br />

Hirslanden des Tilleuls,<br />

sur trois étages, une<br />

quarantaine d’œuvres de<br />

grand format sur le thème<br />

«délicat et sauvage» «Mes<br />

tableaux n’ont pas la prétention<br />

d’être de l’art, mais<br />

d’embellir des pièces et de<br />

faire le bonheur de leurs<br />

propriétaires», explique<br />

cette ancienne infirmière<br />

urgentiste. Leonie Eicher<br />

est architecte d’intérieur<br />

indépendante, spécialiste<br />

du Feng Shui et coloriste<br />

depuis 2006. Elle peint<br />

à l’acrylique et à l’huile.<br />

«J’utilise souvent de la<br />

craie de champagne, de<br />

la poudre de marbre, de<br />

la cendre, du sable, du<br />

bitume, de la rouille et du<br />

papier d’emballage.» Cette<br />

mère de quatre enfants<br />

adultes est l’auteure du<br />

livre «Magie des Bauens»<br />

et a depuis 2018 un atelier<br />

dans une communauté<br />

d’artistes à la Glashaus à<br />

Lyss. Elle a suivi ses formations<br />

artistiques à l’École<br />

d’Arts visuels et chez Karin<br />

Frank à Berne. Elle vit<br />

à Ipsach dans sa maison<br />

construite et aménagée<br />

selon les principes<br />

du Feng Shui.<br />

MM<br />

n Der finnische Stürmer Aleksi<br />

Heponiemi hat seinen auslaufenden<br />

Vertrag um drei Jahre bis<br />

April 2027 verlängert. Trotz einer<br />

längeren verletzungsbedingten<br />

Auszeit hat Heponiemi 19 Spiele<br />

für den EHC Biel gespielt, wobei<br />

er fünf Tore schoss und sieben<br />

Mal eine Vorlage gab.<br />

n Joël Pauli übernimmt das<br />

Vizepräsidium des Gewerbeverbandes<br />

Bieler KMU und löst dabei<br />

Ilario Ierardo (Sanitas Troesch<br />

AG) ab, der nach 16 Jahren aus<br />

dem Vorstand zurückgetreten ist.<br />

Mit grossem Applaus ernannten<br />

die Mitglieder Ierardo anschliessend<br />

zu ihrem Ehrenmitglied.<br />

n L’attaquant finlandais Aleksi<br />

Heponiemi a prolongé de<br />

trois ans son contrat qui arrivait<br />

à échéance, soit jusqu’en avril<br />

2027. Malgré un arrêt prolongé<br />

pour cause de blessure, Heponiemi<br />

a joué 19 matches pour le<br />

HC Bienne, marquant cinq buts<br />

et délivrant sept passes décisives.<br />

n Joël Pauli assume désormais<br />

la vice-présidence de l’Association<br />

des Arts et Métier PME<br />

Biennoises et remplace Ilardo<br />

Ierardo (Sanitas Troesch AG),<br />

qui s’est retiré du comité après<br />

16 ans. L’assemblie générale a ensuite<br />

nommé ce dernier membre<br />

d’honneur.


14<br />

BIEL BIENNE 5. MÄRZ <strong>2024</strong> AGENDA<br />

BIEL BIENNE 5 MARS <strong>2024</strong><br />

www.cinevital.ch KINOS/CINÉMAS PROGRAMM VOM/PROGRAMME DU 07.03.–13.03.<strong>2024</strong><br />

KINO/CINÉ FILM FSK/LÄNGE DO/JE FR/VE SA/SA SO/DI MO/LU DI/MA MI/ME<br />

Apollo BOB MARLEY: ONE LOVE 12 (12) / <strong>10</strong>7 20:30 E/df 20:30 E/df 20:30 E/df 20:30 E/df 20:30 E/df 20:30 E/df 20:30 E/df<br />

Rex 2 BOB MARLEY: ONE LOVE 12 (12) / <strong>10</strong>7 15:15 E/df<br />

Rex 1 BON SCHUUR TICINO 6 (<strong>10</strong>) / 88 17:45 Ov/df 17:45 Ov/df 17:45 Ov/df 17:45 Ov/df 17:45 Ov/df 17:45 Ov/df 17:45 Ov/df<br />

Lido 2 BON SCHUUR TICINO 6 (<strong>10</strong>) / 88 15:15 Ov/df<br />

16:00 Ov/df 16:00 Ov/df 16:00 Ov/df 16:00 Ov/df 16:00 Ov/df<br />

Rex 2 C'E ANCORA DOMANI 12 (12) / 118 20:00 It/df<br />

Rex 2<br />

DIE WUNDERSAME VERWANDLUNG<br />

DER ARBEITERKLASSE IN AUSLÄNDER - / 90 16:00 D/d/f<br />

Lido 2 DRIVE-AWAY DOLLS 16 / 84 20:30 E/df 20:30 E/df 20:30 E/df 20:30 E/df 20:30 E/df 20:30 E/df 20:30 E/df<br />

Apollo DUNE: PART TWO 12 (12) / 166 14:00 F 14:00 F<br />

17:15 E/df 17:15 E/df 17:15 E/df 17:15 E/df 17:15 E/df 17:15 E/df 17:15 E/df<br />

Beluga DUNE: PART TWO 12 (12) / 166 13:15 D<br />

13:30 D<br />

19:45 D<br />

19:45 F 19:45 F 19:45 F 19:45 F<br />

20:00 D<br />

Lido 1 DUNE: PART TWO 12 (12) / 166 14:30 F<br />

Rex 1 DUNE: PART TWO 12 (12) / 166 19:45 E/df 19:45 E/df 19:45 E/df 19:45 E/df 19:45 E/df 19:45 E/df 19:45 E/df<br />

Lido 2 DUNE: PART TWO 12 (12) / 166 14:45 D<br />

schweizer premiere!<br />

en 1re suisse !<br />

„le bon film !<br />

Lido 1 LE DERNIER JAGUAR 8 (8) / <strong>10</strong>0 13:30 F 13:30 F<br />

Lido 2 FEUERWEHRMANN SAM –<br />

TIERISCHE HELDEN 0 / 50 14:30 D 14:30 D<br />

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Rex 1 KUNG FU PANDA 4 6 (8) / <strong>10</strong>0 15:00 D 15:00 D 15:00 D<br />

Rex 2 KUNG FU PANDA 4 6 (8) / <strong>10</strong>0 15:15 F<br />

Beluga LA FORCE DU DESTIN - MET 23/24 - / 262 17:55 OV/f<br />

Rex 2 LA NOUVELLE FEMME<br />

(MARIA MONTESSORI) - / <strong>10</strong>0 17:30 F/d<br />

18:00 F/d 18:00 F/d 18:00 F/d 18:00 F/d 18:00 F/d 18:00 F/d<br />

Lido 1 LA PASSION DE DODIN BOUFFANT <strong>10</strong> (14) / 135 <strong>10</strong>:30 F/d<br />

15:00 F/d 15:00 F/d 15:00 F/d 15:00 F/d<br />

Lido 1 LA TRESSE 12 (12) / 121 20:15 Ov/df<br />

Rex 2 LA TRESSE lunch'kino 12 (12) / 121 12:30 Ov/df 12:30 Ov/df 12:30 Ov/df 12:30 Ov/df 12:30 Ov/df schweizer 12:30 premiere! Ov/df 12:30 Ov/df<br />

20:15 Ov/df 20:15 Ov/df 20:15 Ov/df 20:15 Ov/df en 20:15 1re suisse Ov/df ! 20:15 Ov/df<br />

Lido 2 OPERATION SILENCE -<br />

DIE AFFAERE FLÜKIGER 12 (14) / <strong>10</strong>4 18:15 Ov/df 18:15 Ov/df 18:15 Ov/df<br />

„le bon film !<br />

18:15 Ov/df<br />

Lido 2 PERFECT DAYS 8 (14) / 123 <strong>10</strong>:45 Jap/d/f<br />

Beluga POOR THINGS 16 (16) / 141 16:45 E/df 16:45 E/df 16:45 E/df 16:45 E/df 16:45 E/df<br />

Rex 1 RADICAL lunch'kino 12 / 127 12:15 Ov/df 12:15 Ov/df 12:15 Ov/df 12:15 Ov/df 12:15 Ov/df 12:15 Ov/df 12:15 Ov/df<br />

Lido 2 RETOUR EN ALEXANDRIE 8 (12) / 90 18:15 Ov/df 18:15 Ov/df 18:15 Ov/df<br />

Lido 1 THE ZONE OF INTEREST 12 (14) / <strong>10</strong>5 18:00 D/f 18:00 D/f 18:00 D/f 18:00 D/f 18:00 D/f 18:00 D/f 18:00 D/f<br />

20:15 D/f 20:15 D/f 20:15 D/f 20:15 D/f 20:15 D/f 20:15 D/f<br />

vorpremiere!<br />

en avant-première !<br />

„lunch‘kino“<br />

0900 900 921<br />

(CHF 0.80/Anruf + CHF 0.80/Min.)<br />

CentrePasquArt Seevorstadt 73, Faubourg du Lac<br />

032 322 71 01 • www.filmpodiumbiel.ch<br />

WEG HIER /<br />

PARTEZ!<br />

Gehen aus Zwang. Ankommen gegen Widerstände.<br />

Flucht im Kino.<br />

Être forcé de s’en aller. Affronter les résistances.<br />

La fuite au cinéma.<br />

29/02/24 - 09/04/24<br />

DIE SIRENE / LA SIRÈNE<br />

Sepideh Farsi, IR 2023, <strong>10</strong>0’, Ov/d,f<br />

Do/Je 07/03 19h00<br />

Mo/Lu 11/03 18h00<br />

ZUM INTERNATIONALER TAG DER FRAU /<br />

JOURNÉE INTERNATIONALE DE LA FEMME<br />

l CINEDOME<br />

www.kitag.ch<br />

l GRENCHEN, PALACE<br />

«Bob Marley: One Love», MI: 20.15.<br />

«Raus aus dem Teich», MI: 16.00.<br />

«Butterfly Tale», MI: 14.00.<br />

KINOS CINÉMAS<br />

l BÉVILARD, PALACE<br />

«Maison de retraite 2», JE/DI: 20.00.<br />

«I Giacometti», ME: 20.00, VE: 18.00, SA: 17.00<br />

«Les Chèvres!», VE/SA: 20.30, DI: 17.00<br />

l LA NEUVEVILLE, CINÉ<br />

«The Iron Claw», ME/VE: 20.30.<br />

«Bob Marley: One Love», SA/DI: 20.30.<br />

«Rivière», DI: 17.00, MA: 20.30.<br />

l MOUTIER, CINOCHE<br />

VERANSTALTUNGEN MANIFESTATIONS<br />

l GRENCHEN, REX<br />

«Dune Part 2», MI: 20.00.<br />

«Bob Marley: One Love», MI: 16.00.<br />

«I Giacometti», ME/LU: 20.00, SA: 17.30.<br />

«Dune: deuxième partie», JE: 19.00, VE/SA: 20.30.<br />

«Bob Marley: One Love», VE: 17.30.<br />

«Maison de Retraite 2», DI: 16.00.<br />

«The Zone of Interest», DI: 20.00.<br />

o<br />

LES FILLES D’OLFA<br />

Kaouther Ben Hania, TN 2023, <strong>10</strong>7’, Ov/d,f<br />

*Mit Diskussion zum Thema Prävention von Gewalt an Frauen:<br />

Mit einer Mitarbeiterin des Frauenhaus Biel und Region, der<br />

Gemeinderätin Natasha Pittet sowie der Stadträtin Anna Tanner.<br />

Moderation: Nicole Ding (zweisprachig)<br />

*Avec discussion sur le thème de la prévention de la violence<br />

envers les femmes : Avec Natasha Pittet, directrice de l’Action<br />

sociale et de la sécurité, une intervenante LAVI de Solidarité<br />

femmes Bienne & Région et Anna Tanner, conseillère de Ville.<br />

Modération bilingue, Nicole Ding<br />

Fr/Ve 08/03 20h00*<br />

PROLONGATION<br />

SMOKE SAUNA SISTERHOOD<br />

Anna Hints, EE 2023, 89’, Ov/d,f<br />

Sa/Sa 09/03 18h00<br />

So/Di <strong>10</strong>/03 20h30<br />

PREMIERENFILME / PREMIERES<br />

MARGINI<br />

Niccolò Falsetti & Francesco Turbanti, IT 2022,<br />

91’, Ov/d<br />

Sa/Sa 09/03 20h30<br />

«Wonka», MI: 14.00.<br />

l INS, INSKINO<br />

«Poor Things», MI: 20.00.<br />

«Anatomie d'une chute», DO: 19.30.<br />

«The Holdovers», FR/SA/SO: 20.00.<br />

l LYSS, APOLLO<br />

www.cinergie.ch<br />

l SAINT-IMIER, ESPACE NOIR<br />

«Rivière», ME, JE: 20.00, SA/DI: 20.30, DI: 17.00.<br />

«Smoke Sauna Sisterhood», MA: 20.00.<br />

«Rose, petite fée des fleurs», ME: 15.00.<br />

l TAVANNES, ROYAL<br />

«Bob Marley: One Love», MA: 20.00.<br />

«Maison de Retraite 2», JE/DI: 20.00.<br />

«Demon Slayer: Kimetsu No Yaiba - en route vers<br />

l'entraînement des piliers», SA/DI: 14.00.<br />

«Dune: Part one», ME: 20.00.<br />

«Opération Portugal 2: La vie de Château»,<br />

VE: 20.00, SA: 21.00, DI: 17.00.<br />

«Perfect Days», SA: 17.00, LU: 20.00.<br />

l TRAMELAN, CINÉMATOGRAPHE<br />

Eine weiterführende Schule oder eine Berufslehre?<br />

Welcher Job ist der richtige für mich?<br />

Woher bekomme ich die nützlichen Informationen?<br />

Antworten auf all diese Fragen findest du<br />

am Samstag, 9. März <strong>2024</strong>, bei<br />

«Rendez-vous Job» in vielen gewerblichen<br />

Bildungszentren im ganzen Kanton Bern.<br />

Am Tag der offenen Türe kannst du nach Lust<br />

und Laune über 50 verschiedene Berufe live<br />

erleben und selbst ausprobieren:<br />

PREMIERENFILME / PREMIERES<br />

DO NOT EXPECT TOO MUCH FROM THE<br />

END OF THE WORLD<br />

Radu Jude, RO, LU, FR, HR, CH 2023, 163’ Ov/d<br />

So/Di <strong>10</strong>/03 <strong>10</strong>h30<br />

FREMONT<br />

Babak Jalali, US 2023, 91’, Ov/d,f,e<br />

So/Di <strong>10</strong>/03 18h00<br />

PROLONGATION<br />

DIE ANHÖRUNG (L’AUDITION)<br />

Lisa Gerig; CH 2023, 81‘, Ov/d,f<br />

Mo/Lu 11/03 20h30<br />

«La Bête», ME: 17.45, VE: 17.45, DI/MA: 20.00.<br />

«Les Chèvres», ME: 20.15, VE: 20.30, MA: 18.00.<br />

«Opération silence – l'affaire Flükiger», JE: 18.00.<br />

«Dune: Part 2»,<br />

JE: 20.15, SA: 17.45, DI: 16.30, LU: 20.00.<br />

«Bob Marley: One Love», SA: 21.00, LU: 17.45.<br />

«Rose, petite fée des fleurs», DI: <strong>10</strong>.00.<br />

«Ciao-Ciao Bourbine», DI: 14.00.<br />

Deine Fragen kannst du – zusammen mit deinen<br />

Eltern – direkt an Fachleute und Lernende stellen.<br />

Wo, wie und wann genau? Die Liste findest du auf<br />

www.rendez-vous-job.ch<br />

Grösse: 3-spaltig / 198 mm


BIEL BIENNE 5. MÄRZ <strong>2024</strong> AGENDA<br />

BIEL BIENNE 5 MARS <strong>2024</strong> 15<br />

«Cab Drivers» ist eine Rockband, die locker von einem<br />

alten Chuck-Berry-Hit zu einem Offspring-Cover wechselt.<br />

Ein Grossteil ihres Repertoires beruht auf mehr oder<br />

weniger bekannten Rock’n’Roll- und Rockabilly-Covers<br />

und ist mit neueren Blues- und Rocksongs gespickt. Let’s<br />

go and rock’n’roll ... diesen Freitag in der Cyber Blues Bar.<br />

l Biel/Bienne<br />

l Region/Région<br />

Deutsch in Schwarz<br />

français en gris<br />

06.03.<br />

MITTWOCH<br />

MERCREDI<br />

KONZERTE<br />

CONCERTS<br />

l ATOMIC CAFÉ,<br />

«Meta Marie Louise».<br />

21.00.<br />

l BÖZINGEN, Familiengärten,<br />

Hausi Straub Fan-<br />

Club. «Ländler.ch». 20.00.<br />

THEATER<br />

THÉÂTRE<br />

l NEBIA BAR,<br />

Midi théâtre,<br />

«Jamais en public». 12.15.<br />

UND<br />

AUSSERDEM ...<br />

DE PLUS...<br />

l ECOLE PRÉ-RITTER,<br />

aula, proposé par la<br />

guilde du quartier est,<br />

récit de voyage «Le Tour<br />

du monde de la famille<br />

Brun», suivi d’un apéro<br />

discussion. 19.30.<br />

l FAREL SAAL, «Der<br />

Biber - Architekt der Flussauen».<br />

Vortrag von Nicolas<br />

Stettler, Naturfotograf.<br />

19.30.<br />

l INFO-ENTRAIDE , rue<br />

de la Gare 30, «Groupe de<br />

parole Polyneuropathie».<br />

Infos: 032 323 05 55.<br />

INSERAT / ANNONCE<br />

l NMB, Sattsehen, ein<br />

letzter Blick vor dem<br />

Abbau. 30-minütige,<br />

zweisprachige Führung<br />

mit Florian Eitel durch die<br />

Dauerausstellung «Biel/<br />

Bienne: Uhren- und Industriestadt».<br />

12.15.<br />

l STADTBIBLIOTHEK,<br />

Vortrag/Conférence.<br />

Die Kreislaufwirtschaft/<br />

L’économie circulaire.<br />

Nils Moussu und<br />

Dunia Brunner. 18.30.<br />

l TRAMELAN, CIP, Né<br />

pour lire. Donner le goût<br />

de la lecture aux 0-4 ans.<br />

09.30.<br />

07.03.<br />

DONNERSTAG<br />

JEUDI<br />

KONZERTE<br />

CONCERTS<br />

l ATOMIC CAFÉ,<br />

«Vinylomat Sessions».<br />

21.00.<br />

l CAFÉ<br />

DU COMMERCE,<br />

«The Nearlies». 20.30.<br />

l LE SINGE, «Yagwud<br />

Sessions». 21.00.<br />

l SAINT-IMIER, CCL,<br />

jeudre Live, «Minor Sing»,<br />

concert de Jazz. 20.00.<br />

UND<br />

AUSSERDEM ...<br />

DE PLUS...<br />

l CYBER BLUES BAR,<br />

«Soirée de Jeux & Pasta<br />

Night». Dès 18.00.<br />

l GRENCHEN, öffentliche<br />

Führung im Tissot<br />

Velodrome. 18.00-19.30.<br />

08.03.<br />

FREITAG<br />

VENDREDI<br />

KONZERTE<br />

CONCERTS<br />

l ATOMIC CAFÉ,<br />

«Hund & Schwein». 21.00.<br />

l CYBER BLUES BAR,<br />

«Cab Drivers». 21.00.<br />

l LE SINGE, «Patti Basler<br />

& Philippe Kuhn». 21.00.<br />

l LITERATURCAFÉ,<br />

«Anklin/Oron». 21.00.<br />

l LA NEUVEVILLE,<br />

Café-théâtre de la Tour de<br />

Rive, «Phanee de Pool».<br />

20.30.<br />

l MOUTIER, Chantemerle,<br />

«La maison<br />

d’en haut». 20.00.<br />

l NIDAU, Kreuz, «Enfin<br />

Wochenende!» 17.00.<br />

Musikschule Biel<br />

Ecole de Musique Bienne<br />

l SAINT-IMIER, Espace<br />

Noir, «AOTB – Henriette<br />

B – Pollen». 21.00.<br />

l VINELZ, Alte Landi,<br />

«The Music Monkeys».<br />

20.00.<br />

THEATER<br />

THÉÂTRE<br />

l COURT, Halle de<br />

gymnastique, «Silence<br />

on tourne». 20.15.<br />

UND<br />

AUSSERDEM ...<br />

DE PLUS...<br />

l METT, Calvinhaus,<br />

Nähcafé. 13.30-16.00.<br />

l LYSS, Weisses Kreuz,<br />

Live-Multivision-Reportage<br />

«Die Azoren» von Corrado<br />

Filipoponi. 19.30.<br />

l LYSS, KUFA, Club,<br />

«Party4teens». 18.30.<br />

lGRENCHEN,<br />

Tissot Velodrome,<br />

Bahnkurs.<br />

15.45-17.45. Anmeldung:<br />

www.tissotvelodrome.ch/<br />

home/kurse-training.<br />

09.03.<br />

SAMSTAG<br />

SAMEDI<br />

KONZERTE<br />

CONCERTS<br />

Musikschulfest<br />

Fête de<br />

l’Ecole de<br />

Musique<br />

14.–23.3.<br />

<strong>2024</strong><br />

Konzerte,<br />

Schnuppertage,<br />

offene Türen<br />

und vieles mehr!<br />

Infos und Anmeldung<br />

/ Infos<br />

& inscription :<br />

www.musikschule-biel.ch<br />

www.ecoledemusique-bienne.ch<br />

l CARRÉ NOIR,<br />

«Trois Cercles de Verre»,<br />

avantgarde Jazz. 20.00.<br />

l ELDORADO BAR,<br />

«Chicken Reloaded»<br />

DJ Village Idiot». 21.00.<br />

l JAM-IN CLUB,<br />

Mattenstrasse 151,<br />

«Brun the ast». Rock.<br />

20.00.<br />

l LA VOIRIE, «Töniro<br />

Quintett» Konzerte <strong>2024</strong><br />

mit Kompositionen aus<br />

Japan und den USA. 17.00.<br />

l LE SINGE, «Lucidvox».<br />

21.00.<br />

l LA NEUVEVILLE, Caféthéâtre<br />

de la Tour de Rive,<br />

«Phanee de Pool». 20.30.<br />

l LIGERZ, Kirche Ligerz,<br />

Kultur im Kreuz Ligerz.<br />

«La Lupa – Sogni d’Acqua».<br />

17.30.<br />

THEATER<br />

THÉÂTRE<br />

l BIOTOP, La Grenouille,<br />

«Mensch ärgere dich nicht».<br />

17.00.<br />

l COURT, Halle de<br />

gymnastique, «Silence on<br />

tourne». 20.15.<br />

l MOUTIER, Chantemerle,<br />

«La maison d’en<br />

haut». 20.00.<br />

l TAVANNES, Le Royal,<br />

Fausto Borghini. «Mes premiers<br />

50 ans». 20.30.<br />

UND<br />

AUSSERDEM ...<br />

DE PLUS...<br />

l COSMOS, Let’s Dance<br />

Event. gratis Rumba Workshop.<br />

20.00.<br />

l SEDE, saletta cinfo,<br />

Società Dante Alighieri,<br />

conferenza Prof.ssa Cetty<br />

Muscolino di Ravenna.<br />

17.00.<br />

l SAINT-IMIER, Espace<br />

Noir, Lecture performance<br />

par Julie Humbert. 18.00.<br />

<strong>10</strong>.03.<br />

SONNTAG<br />

DIMANCHE<br />

KONZERTE<br />

CONCERTS<br />

l ATOMIC CAFÉ,<br />

«Ferme-Asile». 21.00.<br />

l LE SINGE, «Milonga».<br />

Tango Argentino. 17.00.<br />

l FAREL SAAL,<br />

Streichquartett «Elmire».<br />

aus Paris. 17.00.<br />

l KONGRESSHAUS,<br />

Chœur Symponique de<br />

Bienne, «Alexander’s<br />

Feast». Iwan Wassilievski.<br />

17.00.<br />

l LITERATURCAFÉ,<br />

«Lecture sonore. Laure<br />

Jolissaint. 17.00.<br />

l PASQUARTKIRCHE,<br />

Bourg Konzerte, «Casal-<br />

Streichquartett». 17.00.<br />

l LA NEUVEVILLE, Caféthéâtre<br />

de la Tour de Rive,<br />

«Phanee de Pool». 17.00.<br />

l LIGERZ, Kreuz, «La<br />

Lupa – Grazie alla Vita»,<br />

Dokumentarfilm von<br />

Lucienne Lannaz über die<br />

Tessiner Künstlerin. <strong>10</strong>.15.<br />

Nur auf Anmeldung:<br />

info@zuhauseambielersee.ch<br />

THEATER<br />

THÉÂTRE<br />

l BIOTOP, La Grenouille,<br />

«Mensch ärgere dich<br />

nicht». 11.00.<br />

l COURT, Halle de<br />

gymnastique, «Silence on<br />

tourne». 17.00.<br />

UND<br />

AUSSERDEM ...<br />

DE PLUS...<br />

l MAGGLINGEN,<br />

Natur Schule See Land,<br />

Zweisprachiger Workshop,<br />

Atelier bilingue. «Balsam<br />

aus Waldharz - das Gold<br />

des Waldes»/«Baume de<br />

résine - l’or de la forêt».<br />

Erwachsene und Kinder<br />

ab 5 Jahren in Begleitung.<br />

Adultes et enfants accompagnés<br />

à partir de 5 ans.<br />

Anmeldung/Inscription:<br />

078 233 30 35. 13.00-18.00.<br />

MEIN AUSGEHTIPP<br />

MA SORTIE<br />

Renaud<br />

Jeannerat<br />

«Phanee de Pool<br />

gibt diesen Freitag,<br />

Samstag und<br />

Sonntag jeweils ein<br />

Heimspiel im Caféthéâtre<br />

de la Tour<br />

de Rive in Neuenstadt.<br />

Sie stellt dabei<br />

ihr neustes Album und ihre neue Show<br />

,AlgorYthm’ vor. Phanee hat den knallenden<br />

Slap erfunden, den Konformismus<br />

geohrfeigt und die Genres aufgelockert.<br />

Ihre Texte sind spritzig, ätzend und<br />

angstlösend und ein Plädoyer für die<br />

Freiheit im Gebrauch der französischen<br />

Sprache. ,AlgorYthme’ konfrontiert diese<br />

freie und verrückte Künstlerin mit der<br />

Perversität der künstlichen Intelligenz,<br />

die sie während der gesamten Aufführung<br />

herausfordert. Eine Reservierung ist empfohlen<br />

– sollten die Tickets nicht bereits<br />

ausverkauft sein.» www.latourderive.ch<br />

«Phanee de Pool chante ‘à la maison’<br />

vendredi, samedi et dimanche au Caféthéâtre<br />

de la Tour de Rive à La Neuveville.<br />

Elle vient présenter son dernier album<br />

et son nouveau spectacle ‘AlgorYthme’.<br />

Phanee a inventé le slap qui claque, giflé<br />

le conformisme, décloisonné les genres.<br />

Pétulants, caustiques, anxiolytiques, ses<br />

textes sont autant de plaidoyers pour la<br />

liberté dans l’usage de la langue française.<br />

AlgorYthme confronte cette artiste<br />

libre et déjantée à la perversité de<br />

l’intelligence artificielle qui la défie tout<br />

au long du spectacle. Dépêchez-vous de<br />

réserver si ce n’est pas déjà complet.»<br />

www.latourderive.ch<br />

11.03.<br />

MONTAG<br />

LUNDI<br />

UND<br />

AUSSERDEM ...<br />

DE PLUS....<br />

l LITERATURCAFÉ,<br />

Montagsbücher. Wir unterhalten<br />

uns über Berlin<br />

Alexanderplatz. 19.30.<br />

Cab Drivers est un groupe de rock formé de cinq<br />

potes qui sautent allégrement d’un vieux tube de<br />

Chuck Berry à une reprise de Offspring ou, après une<br />

interprétation dégoulinante du «Tram 12 Blues» du<br />

Beau Lac de Bâle, envoient à fond «Should I Stay Or<br />

Should I Go» des Clash. Vendredi au Cyber Blues Bar.<br />

12.03.<br />

DIENSTAG<br />

MARDI<br />

KONZERTE<br />

CONCERTS<br />

agenda.bielbienne@bcbiel.ch<br />

<strong>2024</strong> Informationen über Veranstaltungen vom<br />

Concerts, journées<br />

13. bis 19. März <strong>2024</strong><br />

d’essai, portes ouvertes<br />

müssen bis spätestens<br />

et bien plus encore !<br />

am Donnerstag, 7. März, <strong>10</strong>.00 Uhr<br />

auf der Redaktion sein.<br />

l LITERATURCAFÉ,<br />

«Mardi Jazz» mit Daniel<br />

Cerny. Treffpunkt, Musik<br />

und Lesegenuss, Diskussionen.<br />

19.30.<br />

THEATER<br />

THÉÂTRE<br />

l NEBIA, «Pagliacci».<br />

19.30.<br />

UND<br />

AUSSERDEM ...<br />

DE PLUS...<br />

l STADTBIBLIOTHEK,<br />

Treffpunkt Buch «Erinnerungen».<br />

14.00.<br />

l SAINT-IMIER,<br />

Espace Noir, Parler et<br />

échanger à Saint-Imier.<br />

Café Rencontres. 18.00.<br />

AUSSTELLUNGEN<br />

EXPOSITIONS<br />

NEUE AUSSTELLUNGEN:<br />

NOUVELLES EXPOSITIONS:<br />

l ELDORADO BAR, Tanja Kern. Bis 29. März.<br />

l LOKAL-INT, Joëlle Bischof & Robin Lütolf, Zürich/Wien.<br />

DO: 19.30.<br />

l NEUMARKTPOST, «REBL Art Show».<br />

Vielfältige Palette von Kunstwerken aus den Bereichen<br />

Malerei, Illustration & Grafik sowie Literatur.<br />

Vernissage: 8.3., 18.00.<br />

SA: 14.00-18.00, MI-FR: 16.00-19.00. Bis 16. März.<br />

l ERLACH, Galerie Mayhaus, «Mischa Dickerhof»<br />

Vernissage: <strong>10</strong>.3., ab 15.00. SA & SO: 14.00-18.00.<br />

Bis 7. April.<br />

l NIDAU, uniQart, Frühlingsausstellung. Eva Aebi,<br />

Regine Pfister, Sibylle Schneider, Riane Lüthy, Pia Schibler.<br />

Vernissage: 8.3., 17.00. DI/DO/FR: 14.00-18.00,<br />

MI: 09.00-18.00, SA: 09.00-13.00. Bis 3. April.<br />

l SAINT-IMIER, La Roseraie,<br />

«Les gamins de Montmartre par Poulbot».<br />

Lithographies. De 09.00-18.00, 7 jours sur 7.<br />

Jusqu’au 9 mai.<br />

WEITERHIN GEÖFFNET:<br />

TOUJOURS À L’AFFICHE:<br />

l BENEVOL KANTON BERN, Bahnhofstrasse 30,<br />

Werke von Vasilis Georgas. Anmeldung erwünscht.<br />

Dauerausstellung.<br />

l BIELER KUNSTHAUS, René Zäch: «Das Atelier».<br />

Die Ausstellung transportiert eine Momentaufnahme ins<br />

Bieler Kunsthaus. Sie zeigt letzte Arbeiten, unveröffentlichte<br />

Werke, Zeichnungen, Modelle und Hauptwerke aus<br />

dem Nachlass des Künstlers. Bis 17. März.<br />

l GEWÖLBE GALERIE, 21.2.-9.3.: Esther Wildbolz.<br />

«Coups de Cœur». Winterausstellung - finde<br />

dein Lieblingsstück. Quer durch vergangene<br />

Themenausstellungen. 14.00-17.00.<br />

Integrierte Wechselausstellungen.<br />

l HIRSLANDEN KLINIK LINDE, «Zart und Wild».<br />

Leonie Eicher. Vernissage, 29.3., 18.00-20.00.<br />

MO-FR: 08.00-18.30. SA/SO: 08.30-17.30. Bis 30. Juni.<br />

l KUNSTHAUS BIEL, Manor Kunstpreis Kanton Bern.<br />

Stephen Felton, Sveta Mordovskaya, Debie Alagen.<br />

Bis 19. Mai.<br />

l LAGO LODGE, Bilderausstellung Fränzi Zinniker.<br />

Bis April.<br />

l LA COIFFERIE, Ecke Collègegasse/Untergasse,<br />

Schaufensterausstellung von Rita Bigler (Bigler art).<br />

Bis 31. März.<br />

l NMB, «Röstigraben». Biel und der Röstigraben.<br />

Dauerausstellung.<br />

l LYSS, Kultur Mühle, Nadine Ohl «Frühlingserwachen».<br />

Vernissage: 1.3., 19.00. FR: 19.00-21.00,<br />

SA/SO: 14.00-17.00. Bis 17. März.<br />

l MOUTIER, Galerie du Passage, Gérard Lüthi».<br />

Sri Lanka, dialogue avec le passé. Jusqu’au 28 avril.<br />

l CIP TRAMELAN, Joëlle Ruellan et Jean-Marc<br />

Von Siebenthal, aquarelles. LU-VE: 08.00-20.00,<br />

SA: 15.00-20.00. Jusqu’au 28 mars <strong>2024</strong>.<br />

Les informations concernant les<br />

événements du 13 au 19 mars <strong>2024</strong><br />

doivent parvenir à la rédaction<br />

au plus tard jeudi 7 mars à <strong>10</strong>h00.


16<br />

BIEL BIENNE 5. MÄRZ <strong>2024</strong><br />

CINÉMA<br />

BIEL BIENNE 5 MARS <strong>2024</strong><br />

Ein überwältigendes<br />

Spektakel!<br />

VON MARIO CORTESI<br />

David Lynch hat es bereits<br />

1984 versucht, ist aber an der<br />

Verfilmung von Frank Herberts<br />

(1920-1986) berühmtem 600-<br />

seitigem Science-Fiction-Roman<br />

ebenso grandios gescheitert<br />

wie andere Regisseure vor und<br />

nach ihm. Erst der kanadische,<br />

mehrfach preisgekrönte<br />

56-jährige Filmemacher Denis<br />

Villeneuve hat den Tritt (und<br />

wahrscheinlich auch die dafür<br />

notwendigen, heute möglichen<br />

filmischen Mittel) gefunden und<br />

die umfangreiche Wüstensaga<br />

erfolgreich verfilmt.<br />

2021 mit einem ersten und<br />

jetzt mit dem noch besseren über<br />

zweieinhalbstündigen zweiten<br />

Teil. «Dune» ist auch einer der<br />

Namen des Wüstenplaneten Arrakis,<br />

auf dem unter harschen<br />

Bedingungen das visionäre<br />

Gewürz Spice gewonnen wird.<br />

Die Eigenschaften der Droge<br />

Spice erlauben es, die Zukunft<br />

vorauszusehen, verlängern das<br />

Leben und ermöglichen übermenschliche<br />

Gedankengänge.<br />

Erlöser Paul. Am Ende<br />

des ersten Teiles (spielt im Jahr<br />

<strong>10</strong> 190) konnten Paul Atreides<br />

(der wuschelköpfige Timothée<br />

Chalamet) und seine Mutter<br />

Jessica (Rebecca Ferguson) vor<br />

den Angriffen des Imperators<br />

(Christopher Walken) fliehen<br />

und fanden Unterschlupf bei<br />

den Fremen, den eigentlichen<br />

Einheimischen des Planeten<br />

Arrakis. Paul, in seinen Eigenschaften<br />

alles andere als<br />

ein Machtmensch, vereint<br />

sich mit der jungen Kriegerin<br />

Chani (Zendaya), die sich in<br />

ihn verliebt. In den Visionen<br />

Pauls, der als eine Art Erlöser<br />

betrachtet und angebetet wird,<br />

zeichnet sich ein bevorstehender<br />

Krieg mit dem Imperator<br />

und seinem gigantischen Heer<br />

ab. Damit verbunden ist auch<br />

das Schicksal der Fremen, ihres<br />

Anführers Stilgar (Javier Bardem)<br />

und des rachesüchtigen Kriegers<br />

Hallek (Josh Brolin) – wie auch<br />

das Weiterbestehen des Universums.<br />

Die machthungrigen und<br />

den Planeten beherrschenden<br />

Gegner wollen das wundersame<br />

Gewürz Spice in ihren Händen<br />

sehen. In ihrem «Glatzenimperium»<br />

befehlen so bösartige<br />

Gestalten wie der Fascho-Psycho<br />

Feyd (ein kahlköpfiger Austin<br />

Butler) oder der haarlose Baron<br />

Vladimir (Stellan Skarsgård).<br />

Bildgewaltig. Denis Villeneuve<br />

erzählt diese komplexe,<br />

tiefgründige, ausufernde Geschichte<br />

mit filmischem<br />

Schwung. Baut auch Kolonialismus,<br />

Umwelt, religiöse<br />

Momente für den erwarteten<br />

Messias, Imperialismus, Vertreibung<br />

von Ureinwohnern,<br />

kapitalistische Gier und Atomkraft<br />

in den bildgewaltigen<br />

und mitreissenden Ablauf.<br />

Und es gibt kirchturmhohe<br />

Sandwürmer, die alles unter<br />

sich begraben, aber unterirdisch<br />

und angegurtet den<br />

Mutigen im Höllentempo gefährliche<br />

Ritte ermöglichen.<br />

Es gibt Gladiatorenkämpfe<br />

(in Schwarzweiss gefilmt) und<br />

bombastische Schlachten, die<br />

Kämpfen für<br />

den Planeten:<br />

Paul<br />

(Timothée Chalamet),<br />

Hallek<br />

(Josh Brolin).<br />

aus dem Nichts auftauchen und<br />

plötzlich ohne Vorankündigung<br />

den Zuschauer verblüffen.<br />

Sechs Jahre hat Villeneuve<br />

an den beiden Dune-Filmen<br />

gearbeitet, vornehmlich in<br />

der jordanischen Einsamkeit<br />

gedreht und diese wunderbaren<br />

Wüsten-Aufnahmen im<br />

Braunton gehalten. Das Resultat<br />

ist ein audiovisuelles Erlebnis,<br />

absolut sehenswürdig. «Dune»<br />

schreibt Filmgeschichte wie<br />

vorher «Lord of the Rings»<br />

oder «Star Wars». n<br />

Dune 2 HHH(H)<br />

Ils se battent pour la<br />

planète Arrakis:<br />

Paul Atréides<br />

(Timothée Chalamet),<br />

Gurney Hallek<br />

(Josh Brolin).<br />

Darsteller/Distribution:<br />

Timothée Chalamet,<br />

Rebecca Ferguson,<br />

Zendaya, Austin Butler,<br />

Javier Bardem, Stellan<br />

Skarsgård, Josh Brolin,<br />

Charlotte Rampling,<br />

Léa Seydoux.<br />

Regie/Mise en scène:<br />

Denis Villeneuve (2023)<br />

Länge/Durée:<br />

166 Minuten/166 minutes<br />

In den Kinos/Aux cinémas:<br />

Apollo, Beluga & Rex 1<br />

Un spectacle<br />

époustouflant!<br />

PAR MARIO CORTESI<br />

David Lynch avait déjà<br />

essayé en 1984, mais avait<br />

échoué de manière aussi grandiose<br />

que d’autres réalisateurs<br />

avant et après lui dans l’adaptation<br />

du célèbre roman de<br />

science-fiction de 600 pages<br />

de Frank Herbert (1920-1986).<br />

Seul le cinéaste canadien<br />

Denis Villeneuve, 56 ans et<br />

plusieurs fois primé, a trouvé<br />

le point d’appui (et probablement<br />

aussi les moyens cinématographiques<br />

nécessaires<br />

et possibles aujourd’hui) et<br />

a adapté avec succès la vaste<br />

saga du désert.<br />

En 2021 avec une première<br />

partie et maintenant avec<br />

une deuxième partie encore<br />

meilleure de plus de deux<br />

heures et demie. «Dune» est<br />

également l’un des noms de<br />

la planète désertique Arrakis,<br />

sur laquelle est extraite,<br />

dans des conditions difficiles,<br />

«l’épice». Les propriétés de<br />

cette drogue permettent de<br />

prédire l’avenir, de prolonger<br />

la vie et d’avoir des capacités<br />

de pensée surhumaines.<br />

Paul le sauveur. À la fin<br />

de la première partie (en l’an<br />

<strong>10</strong> 190), Paul Atréides (Timothée<br />

Chalamet, aux cheveux frisés)<br />

et sa mère Jessica (Rebecca<br />

Ferguson) ont réussi à échapper<br />

aux attaques de l’Empereur<br />

(Christopher Walken) et ont<br />

trouvé refuge chez les Fremens,<br />

les véritables autochtones de la<br />

planète Arrakis. Paul, qui est<br />

tout sauf un homme de pouvoir<br />

dans ses caractéristiques,<br />

s’unit à la jeune guerrière Chani<br />

(Zendaya), qui tombe amoureuse<br />

de lui. Dans les visions<br />

de Paul, qui est considéré et<br />

adoré comme un sauveur, se<br />

dessine une guerre imminente<br />

avec l’empereur et son armée<br />

gigantesque. Le sort des Fremens,<br />

de leur chef Stilgar (Javier<br />

Bardem) et du guerrier vengeur<br />

Gurney Hallek (Josh Brolin) y<br />

est également lié, tout comme<br />

la pérennité de l’univers.<br />

Les adversaires, assoiffés<br />

de pouvoir et dominant la<br />

planète, veulent voir l’épice<br />

miraculeuse entre leurs mains.<br />

Leur «empire chauve» est dirigé<br />

par des personnages aussi malveillants<br />

que le psychopathe<br />

fasciste Feyd-Rautha (un Austin<br />

Butler à la tête froide) ou le<br />

baron imberbe Vladimir Harkonnen<br />

(Stellan Skarsgård).<br />

Puissance visuelle.<br />

Denis Villeneuve raconte<br />

cette histoire complexe, profonde<br />

et tentaculaire avec un<br />

élan cinématographique. Il<br />

y intègre aussi le colonialisme,<br />

l’environnement, les<br />

moments religieux pour le<br />

Messie attendu, l’impérialisme,<br />

l’expulsion des autochtones,<br />

la cupidité capitaliste<br />

et l’énergie nucléaire dans<br />

un déroulement puissant et<br />

captivant des images. Et il<br />

y a des vers des sables de la<br />

taille d’un clocher, qui ensevelissent<br />

tout sous eux, mais<br />

qui, souterrains et harnachés,<br />

permettent aux intrépides de<br />

faire des chevauchées dangereuses<br />

à une vitesse infernale.<br />

Il y a des combats de gladiateurs<br />

(filmés en noir et blanc),<br />

et des batailles fracassantes<br />

qui surgissent de nulle part<br />

et stupéfient soudain le spectateur<br />

sans prévenir.<br />

Villeneuve a travaillé six ans<br />

sur les deux films Dune, tournant<br />

principalement dans la<br />

solitude jordanienne et gardant<br />

ces magnifiques plans du désert<br />

dans les tons bruns. Le résultat<br />

est une expérience audiovisuelle,<br />

absolument à ne pas<br />

manquer. «Dune» écrit l’histoire<br />

du cinéma comme l’ont<br />

fait avant lui «Le Seigneur des<br />

Anneaux» ou «Star Wars». n<br />

Die Gaunerkomödie,<br />

die<br />

Ethan Coen nicht<br />

mit Bruder Joel,<br />

sondern mit seiner<br />

Ehefrau schrieb.<br />

VON LUDWIG HERMANN<br />

Fast vier Jahrzehnte hielten<br />

die Brüder Ethan und Joel Coen<br />

dicht, schufen zusammen so Unvergessliches<br />

wie «Barton Fink»,<br />

«Fargo» und «The Big Lebowski».<br />

Sie schrieben gemeinsam die<br />

Drehbücher, Joel sass meist auf<br />

dem Regiestuhl, Ethan wirkte<br />

als Produzent. 2017 kam es zur<br />

Meinungsverschiedenheit: Die<br />

Shakespeare-Adaption «The<br />

Tragedy of Macbeth» stand in<br />

Arbeit. Joels Vorlagentreue gefiel<br />

Ethan nicht – die Coen-Brothers<br />

trennten sich. Nur für dieses eine<br />

Mal? Hoffentlich.<br />

«Drive-Away Dolls» ist<br />

– höflich ausgedrückt – ein<br />

Ausrutscher. Offen gesagt: ein<br />

Hohn, eine Verirrung, eine Geschmacklosigkeit<br />

– unter der<br />

Würde des gefeierten Künstlerpaars<br />

aus Minnesota. Dürftig<br />

die Idee, die Ethan Coen und<br />

seine Ehefrau Tricia Cooke<br />

ausheckten: Zwei junge Frauen<br />

hauen ab. Jamie und Marian<br />

(Margaret Qualley, Geraldine<br />

Viswanathan), praktizierende<br />

Lesbierinnen aus Philadelphia<br />

(die eine ein Freigeist, die andere<br />

ein verklemmter Bücherwurm),<br />

zieht es nach Tallahassee, in die<br />

Wärme von Florida.<br />

Verwechslung. Was in<br />

einer Schmalspur-Gaunerkomödie<br />

halt so passieren kann:<br />

Die Girls verwechseln den Mietwagen<br />

und geraten in Gefahr.<br />

Das Auto war für Gangster reserviert.<br />

Als Jamie und Marian<br />

unterwegs, nach kurzen deftigen<br />

Liebesabenteuern, endlich den<br />

Kofferraumdeckel öffnen und das<br />

fremde Gepäck entdecken, trifft<br />

sie fast der Schlag. In der Hutschachtel<br />

steckt ein abgetrennter<br />

Kopf (Mann mit Glotzaugen), im<br />

Stahlkoffer liegen fünf Penisse aus<br />

Gips, alle in erregtem Zustand.<br />

Schon bald werden Jamie und<br />

Marian von den Bösewichten<br />

verfolgt, sind den Tölpeln aber<br />

immer um eine Nasenlänge<br />

voraus. Auf was müssen wir<br />

uns in «Drive-Away Dolls» so<br />

alles gefasst machen? Erstens:<br />

Gangster sind heute auch nicht<br />

mehr was einst Al Capone und<br />

John Dillinger; zweitens: Queere<br />

Frauen allein, zu zweit und im<br />

Gruppenverband (hier mit einem<br />

weiblichen Footballteam) zeigen<br />

offenherzig, was unter ihren<br />

Bettdecken so alles geschieht;<br />

drittens: Fremdes Gut im Auto<br />

– und Stunk ist nicht mehr fern.<br />

Matt Damon. Weil sich die<br />

Gangster alle umbringen, meldet<br />

sich bei Jamie und Marian<br />

Drive-Away Dolls H(H)<br />

der rechtmässige Besitzer, der<br />

Ober-Boss höchst persönlich:<br />

Er nennt sich Senator Gary<br />

Channel und wird – in einem<br />

60-Sekunden-Auftritt – von<br />

Matt Damon gespielt. Der bietet<br />

eine Million Dollar für die<br />

wieder gefundene Ware, verrät,<br />

wem die Gipsglieder gehören<br />

(Politikern und Geistlichen)<br />

und verhilft dem missratenen<br />

Coen-Spass für einen mässigen,<br />

auflockernden Schluss. n<br />

Unter<br />

Schock:<br />

Jamie und<br />

Marian<br />

entdecken<br />

das<br />

falsche<br />

Gepäck.<br />

Sous<br />

le choc:<br />

Jamie<br />

et Marian<br />

découvrent<br />

les<br />

bagages<br />

inconnus.<br />

La comédie<br />

fripouille<br />

qu’Ethan Coen<br />

a écrite non pas<br />

avec son frère<br />

Joel, mais avec<br />

son épouse.<br />

PAR LUDWIG HERMANN<br />

Pendant près de quatre<br />

décennies, les frères Ethan<br />

et Joel Coen ont tenu bon,<br />

créant ensemble des films inoubliables<br />

comme «Barton Fink»,<br />

«Fargo» et «The Big Lebowski».<br />

Ils écrivaient ensemble les scénarios,<br />

Joel s’asseyait le plus<br />

souvent dans le fauteuil du<br />

réalisateur, Ethan dans celui<br />

du producteur. En 2017, survient<br />

une dissension: lors de la<br />

réalisation de l’adaptation de<br />

Shakespeare «The Tragedy of<br />

Macbeth». La fidélité de Joel à<br />

la pièce originale n’a pas plu à<br />

Ethan – les frères Coen se sont<br />

séparés. Juste pour cette fois?<br />

Espérons-le.<br />

Darsteller/Distribution: Margaret Qualley,<br />

Geraldine Viswanathan, Matt Damon<br />

Regie/Réalisation: Ethan Coen (<strong>2024</strong>)<br />

Dauer/Durée: 84 Minuten/84 minutes<br />

Im Kino/Au cinéma: LIDO 2<br />

«Drive-Away Dolls» est<br />

– pour le dire poliment –<br />

un faux pas. Franchement:<br />

un objet de moquerie, une<br />

aberration, une faute de<br />

goût – pas digne du couple<br />

d’artistes acclamés du Minnesota.<br />

L’idée qu’Ethan Coen et<br />

son épouse Tricia Cooke ont<br />

concoctée est pauvre: deux<br />

jeunes femmes s’enfuient.<br />

Jamie et Marian (Margaret<br />

Qualley, Geraldine Viswanathan),<br />

lesbiennes de Philadelphie<br />

(l’une est un esprit<br />

libre, l’autre un rat de bibliothèque<br />

refoulé), partent pour<br />

Tallahassee, dans la chaleur<br />

de la Floride.<br />

Confusion. Ce qui peut<br />

arriver dans une comédie de<br />

voyous à l’eau de rose: les<br />

filles se trompent de voiture<br />

de location et se mettent en<br />

danger. La voiture était réservée<br />

à des gangsters. Après de<br />

courtes mais copieuses péripéties<br />

amoureuses, quand<br />

Jamie et Marian ouvrent<br />

enfin le coffre et découvrent<br />

les bagages d’un autre, elles<br />

en prennent un sacré coup.<br />

Dans la boîte à chapeau elles<br />

trouvent la tête coupée d’un<br />

homme aux yeux de biche,<br />

dans la valise en acier se<br />

trouvent cinq pénis en plâtre,<br />

tous en érection.<br />

Jamie et Marian ne tardent<br />

pas à être poursuivis par les<br />

méchants, mais elles ont toujours<br />

une longueur d’avance<br />

sur les malfrats. À quoi devons-nous<br />

nous attendre<br />

dans «Drive-Away Dolls»?<br />

Premièrement, les gangsters<br />

d’aujourd’hui ne sont plus ce<br />

qu’étaient Al Capone et John<br />

Dillinger; deuxièmement, les<br />

femmes queer, seules, à deux<br />

ou en groupe (ici avec une<br />

équipe féminine de football),<br />

montrent ouvertement tout<br />

ce qui se passe sous leurs<br />

draps; troisièmement, avec<br />

des biens étrangers dans la<br />

voiture, les ennuis ne sont<br />

plus très loin.<br />

Matt Damon. Comme les<br />

gangsters se tuent tous, le propriétaire<br />

légitime, le patron en<br />

personne se pointe chez Jamie<br />

et Marian: il se présente comme<br />

le sénateur Gary Channel et est<br />

joué – dans une apparition de<br />

60 secondes – par Matt Damon.<br />

Ce dernier offre un million<br />

de dollars pour la marchandise<br />

retrouvée, révèle à qui<br />

appartiennent les membres<br />

en plâtre (des politiciens et<br />

des ecclésiastiques) et permet<br />

à ce divertissement raté des<br />

Coen de se terminer sur une<br />

note modérée, qui a le mérite<br />

de détendre l’atmosphère. n<br />

Spezialvorstellung<br />

Laissez-moi<br />

Projection spéciale<br />

Laissez-moi<br />

Immer dienstags begibt sich Claudine<br />

(Jeanne Balibar) in ein Walliser<br />

Berghotel, um dort mit einem der<br />

durchreisenden Männer zu schlafen.<br />

Als ein Gast beschliesst, seinen Aufenthalt<br />

für sie zu verlängern, wird<br />

Claudines Alltag auf den Kopf gestellt.<br />

Die Mutter eines behinderten Sohnes<br />

ertappt sich, wie sie von einem<br />

neuen Leben träumt. – Der Genfer<br />

Regisseur Maxime Rappaz nutzt die<br />

Gegensätzlichkeit Talboden/Bergwelt<br />

symbolisch, um von einem aussergewöhnlichen<br />

Doppelleben zu erzählen.<br />

Der Film «Laissez-moi» wird<br />

am Donnerstag, 14. März <strong>2024</strong>,<br />

um 18.00 Uhr im Kino Rex 2 in einer<br />

Vorpremiere gezeigt. Mit dabei:<br />

Gabriela Bussmann, Produzentin, und<br />

Thomas Sarbacher, Schauspieler.<br />

In Zusammenarbeit mit der<br />

Cinevital AG verlost Biel Bienne je<br />

5x2 Tickets. Senden Sie zur Teilnahme<br />

an der Auslosung bis<br />

Freitag, 8. März, eine Mail mit<br />

dem Betreff «Laissez-moi»<br />

sowie der Absenderadresse an:<br />

tickets@bielbienne.com<br />

Tous les mardis, Claudine<br />

(Jeanne Balibar) se rend dans un<br />

hôtel de montagne valaisan pour<br />

y coucher avec l’un des hommes<br />

de passage. Lorsqu’un client décide<br />

de prolonger son séjour pour elle,<br />

le quotidien de Claudine est bouleversé.<br />

Mère d’un fils handicapé,<br />

elle se surprend à rêver d’une nouvelle<br />

vie. – Le réalisateur genevois<br />

Maxime Rappaz utilise symboliquement<br />

l’opposition plaine/montagne<br />

pour raconter une double vie hors<br />

du commun.<br />

Le film «Laissez-moi» sera projeté<br />

en avant-première jeudi 14 mars<br />

à 18h00 au cinéma Rex 2. Seront<br />

présents: Gabriela Bussmann, productrice,<br />

et Thomas Sarbacher, acteur.<br />

En collaboration avec<br />

Cinevital SA, Biel Bienne tire<br />

au sort 5x2 billets chacun.<br />

Pour participer au tirage<br />

au sort, envoyez jusqu’au<br />

vendredi 8 mars un courriel<br />

avec l’objet «Laissez-moi»<br />

ainsi que vos coordonnées à:<br />

tickets@bielbienne.com<br />

Biel Bienne-Bewertung / Cote de Biel Bienne: HHHH ausgezeichnet / excellent HHH sehr gut / très bon HH gut / bon H Durchschnitt / médiocre – verfehlt / nul

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