ZUKUNFTSCHANCE LEHRE - Polytechnische Schule Mayrhofen

pts.mayrhofen.at

ZUKUNFTSCHANCE LEHRE - Polytechnische Schule Mayrhofen

ZUKUNFTSCHANCE LEHRE

Dein erfolgreicher Start ins Berufsleben


Informationsbroschüre über Lehrberufe

Der Arbeitsmarkt und somit auch die Lehrberufe befinden

sich in einem ständigen Veränderungsprozess.

Momentan gibt es in Tirol 180 verschiedene Lehrberufe,

wobei aber alte Berufe, die in der modernen Wirtschafts-

und Arbeitswelt nicht mehr benötigt werden,

aussterben und neue, innovative entstehen, die den

Anforderungen der Wirtschaft entsprechen. Die rasante

technische Entwicklung macht moderne, hochtechnisierte

Berufsbilder unbedingt notwendig.

So viele Möglichkeiten wie heute hat es in der Berufswahl

wohl noch nie gegeben. Deshalb ist die Entscheidung

für den „richtigen“ Lehrberuf eine große Herausforderung.

Die vorliegende Broschüre bietet umfassende Informationen

über alles Wissenswerte zum Thema Lehrberufe.

So wollen wir Schülerinnen und Schülern ein Grundwissen

über die Lehre vermitteln und eine Hilfestellung

geben, damit sich junge Menschen in diesem „Dschungel

der Lehrberufe“ besser zurechtfinden.

Impressum

2 Vorwort

Inhalte:

− Grundinformationen über das duale Ausbildungssystem

− Berufswahlentscheidung

− alle Berufsgruppen mit den jeweiligen Lehrberufen

− Lehrstellensuche

− Bewerbung

− Vorstellungsgespräch

− Lehre und Matura

− Integrative Berufsausbildung

− Ansprechpartner

Wir hoffen, dass die Broschüre den jungen Leserinnen

und Lesern die Berufsentscheidung erleichtert!

Viel Spaß beim Lesen!

Das Redaktionsteam

Alle in dieser Broschüre angeführten Bezeichnungen

meinen Frauen wie Männer in gleicher Weise.

Medieninhaber und für den Inhalt verantwortlich: Wirtschaftskammer Tirol, Berufs-Informations-Zentrum, Egger-Lienz-Straße 116, 6020 Innsbruck.

Gestaltung: schloss-marketing, 6020 Innsbruck, www.schloss-marketing.at. Druck: Alpina Druck, 6020 Innsbruck. Stand September 2009.

Redaktion: Dipl.-Päd. Barbara Reinalter, Dipl.-Päd. Armin Tentschert, Dipl.-Päd. Karin Wimmer

Foto- und Bildnachweis: Wirtschaftskammer Tirol, Shutterstock.


Inhaltsverzeichnis

Lehre − die Top-Ausbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4

Polytechnische Schule (PTS) − die optimale Berufsvorbereitung . . . . . . . . . . . . . . . . . .5

Berufe durch die Schnupperlehre erst richtig kennen lernen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6

Allgemeine Infos zur Lehrausbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8

Ausbildung in der Fachberufsschule . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10

Welcher Lehrberuf ist nun der richtige für dich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

Die Berufswahlentscheidung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12

Der Berufsinformationscomputer bic . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

Berufsgruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Bauwesen / Architektur / Raumgestaltung / Gebäudetechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Büro / Kaufmännischer Bereich / Handel / Finanzwesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

Chemietechnik / Kunststofftechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Elektrotechnik / Elektronik ..........................................17

Freizeitwirtschaft / Sport ...........................................18

Gesundheit / Medizin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Holzbearbeitungstechnik / Papiertechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

Informations- und Kommunikationstechnik / EDV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

Körperpflege / Schönheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Kultur / Sprachen / Gesellschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Kunsthandwerk / Kunst (Film, Theater, Malerei, Tanz, Musik) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

Land- und Forstwirtschaft / Tiere / Pflanzen / Hauswirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Lebens- und Genussmittel / Ernährung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

Maschinen- und Fahrzeugbau / Metallbearbeitung ...........................26

Medienwirtschaft / Medien- und Drucktechnik / Mediendesign . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Mode / Textiltechnik / Leder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29

Recht / Sicherheit ................................................30

Tourismus / Gastgewerbe / Hotellerie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Transport / Verkehr / Lagerwesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31

Umwelttechnik / Rohstoffgewinnung / Energiegewinnung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

Mädchen und Berufswahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

Burschen und Berufswahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .34

Lehre und Matura . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

Lehrausbildung für Maturanten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .36

Integrative Berufsausbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .37

Wie findest du eine Lehrstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Bewerbung um eine Lehrstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39

Das Vorstellungsgespräch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

Was sind eigentlich Schlüsselqualifikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .47

Beratungsgespräch im Berufs-Informations-Zentrum (BIZ) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49

Informationen aus dem Internet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50

Inhaltsverzeichnis

3


Lehre − die Top-Ausbildung

Die Lehrausbildung hat in Österreich schon lange Tradition

und stellt heute die wichtigste Form der Berufsausbildung

in der Wirtschaft und einen wesentlichen

Bestandteil des österreichischen Bildungssystems dar.

In Tirol entscheidet sich die Hälfte aller Schulabgänger

eines Jahrganges für einen Lehrberuf.

Die Lehrausbildung hat den großen Vorteil des unmittelbaren

Praxisbezuges. Während in weiterführenden

Schulen sehr viel Theoretisches vermittelt wird, aber

wenig Praktisches ausgeübt wird, kann ein Lehrling

das Gelernte sofort in die Praxis umsetzen. Du siehst

als Lehrling also sofort, welchen Nutzen deine Arbeit

bringt.

Eine breite Palette von rund 180 verschiedenen Lehrberufen

steht dir in Tirol zur Auswahl. Die Ausbildungsdauer

ist im Verhältnis zu schulischen Ausbildungen relativ

kurz und die Berufschancen nach der Ausbildung

sind sehr gut.

Voraussetzung für den Beginn einer Lehrausbildung sind

neun abgeschlossene Schuljahre. Lehrberufe haben

eine Dauer von zwei bis vier Jahren und werden mit

der Lehrabschlussprüfung abgeschlossen.

Mit der Absolvierung einer Lehre hast du zwar den

Grundstein für dein berufliches Leben gelegt, aber in

der heutigen Arbeitswelt gehört es auch dazu sich weiterzubilden,

um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Du

kannst zum Beispiel die Meister- oder Befähigungsprüfung

in deinem erlernten Beruf ablegen. Damit kannst

du dich selbständig machen oder eine Führungsposition

in einem Betrieb übernehmen.

4 Lehre − die Top Ausbildung


Die Polytechnische Schule ist der Verknüpfungspunkt

zwischen der Hauptschule und weiterführenden Ausbildungen.

Der Unterricht in der PTS bietet neben der Allgemeinbildung

auch eine berufliche Grundbildung. Das

bedeutet, dass du im Ausmaß von 14 Wochenstunden

in einem Fachbereich unterrichtet wirst, den du selbst

wählen kannst. Im Fachbereichsunterricht erhältst du

eine theoretische und praktische Berufsgrundbildung

und wirst somit optimal auf die Lehrausbildung in deinem

Wunschberuf vorbereitet.

Folgende Fachbereiche werden angeboten:

− Technischer Fachbereich:

Metall, Elektro, Holz, Bau, Elektronik und EDV-Technik

− Kaufmännischer Fachbereich:

Handel, Büro

− Fachbereich Dienstleistungen und Tourismus:

Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufe, Tourismusgewerbe,

Nahrungsmittelgewerbe, Schönheitspflege,

kreativ-produzierende Berufe

Zum Unterricht in den Fachbereichen gehört auch das

Hineinschnuppern in Lehrberufe. In der PTS kannst du

insgesamt 3 Schnupperlehren absolvieren. Diese intensiven

Kontakte zu den Betrieben eröffnen oft sehr gute

Chancen auf eine Lehrstelle.

Polytechnische Schule (PTS) −

die optimale Berufsvorbereitung

TIPP:

Hol dir die Infos

über deine Polytechnische

Schule am Tag der

offenen Türe!

Diese Inhalte werden in der PTS vermittelt:

− Einführung in die moderne Arbeitswelt und Erleichterung

der Berufsentscheidung durch intensive Berufsorientierung

− Festigung und Erweiterung der allgemeinen Grundbildung

im Hinblick auf das praktische Leben und

die künftige Berufswelt

− Qualifizierte Vorbereitung auf den Beruf

− Qualifizierte Vorbereitung auf die Berufsschule und

auch auf weiterführende Schulen


Förderung der Persönlichkeitsentwicklung

Die PTS

ist die ideale

Vorbereitung auf

deinen Lehrberuf!

Polytechnische Schule (PTS)

5


Berufe durch die Schnupperlehre

erst richtig kennen lernen!

Die moderne Wirtschaft befindet sich in einem permanenten

Wandel und somit entstehen auch ständig neue

Berufe. Wer sich also für eine Ausbildung entscheidet,

hat heutzutage viel mehr Wahlmöglichkeiten als noch

vor einigen Jahren. Die große Fülle an Lehrberufen

macht die Berufswahl nicht einfacher und eine intensive

Berufsinformation wird immer wichtiger.

Du solltest dich nicht nur auf Grund eines tollen Berufsnamens

für einen Beruf entscheiden. Berufsnamen sind

oft nur leere Worthülsen und sagen sehr wenig über

die tatsächlichen Aufgaben und Tätigkeiten aus. Richtig

Kennenlernen kann man Berufe durch die Schnupperlehre,

denn die eigene Erfahrung kann durch nichts

ersetzt werden!

Nütze die Chance der Schnupperlehre!

− Schau dir bei der Schnupperlehre nur Berufe an, die

dich wirklich interessieren.

− Versuche bei jeder Schnupperlehre in einem anderen

Beruf zu schnuppern, um vergleichen zu können.

− Probiere so viele Tätigkeiten wie möglich aus. Nur

durch das eigene Tun kannst du wirklich sagen, ob dir

die Arbeit Spaß macht und ob du auch dafür geeignet

bist.

Die Schnupperlehre bietet einen großen

Vorteil!

Eine Umfrage hat ergeben, dass etwa 80 % der Unternehmer

ihre zukünftigen Lehrlinge mit Hilfe der Schnupperlehre

auswählen. Das heißt also, dass sich durch das

Schnuppern deine Chance auf einen Lehrplatz stark erhöhen

kann.

6 Schnupperlehre

Wo gibt es überhaupt Betriebe, die Schnupperlehrlinge

aufnehmen?

Eine Liste aller Betriebe die Lehrlinge ausbilden, findest

du im Internet. Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden,

sind natürlich auch gerne bereit Schnupperlehrlinge

aufzunehmen.

Die Liste findest du unter www .biz-tirol .at bei „Ausbildungsbetriebe“.


Es gibt verschiedene Arten von Schnupperlehren:

1 . Schnupperlehre als Schulveranstaltung

− für Schüler/-innen im 8., 9. und 10. Schulbesuchsjahr

− alle Schüler/-innen einer Klasse dürfen gleichzeitig

schnuppern

− Schüler/-innen müssen ihre „Schnupperbetriebe“

selbst finden

2 . Schnupperlehre als individuelle Berufsorientierung

(während des Schuljahres)

− für Schüler/-innen der 4. Klasse HS, der 4. Klasse

AHS, der PTS sowie der 8. und 9. Klasse der Sonderschule

− individuell für einzelne Schüler/-innen möglich

− bis zu 5 Tage unterrichtsfrei

− Erlaubnis dazu erteilt der Klassenvorstand

− Initiative geht von den Eltern aus

3 . Schnupperlehre als individuelle Berufsorientierung

(in den Ferien)

− für Schüler/-innen der 4. Klasse HS, der 4. Klasse

AHS, der PTS sowie der 8. und 9. Klasse der Sonderschule

− an bis zu 15 Tagen in den Ferien möglich

− Schüler/-innen sind über die Schule unfallversichert

− Eltern müssen zustimmen


im Betrieb muss eine geeignete Aufsichtsperson sein

TIPP:

Antragsformulare für die

individuelle Berufsorientierung

in den Ferien

gibt’s im BIZ der

Wirtschaftskammer!

Schnupperlehre

7


Allgemeine Infos zur Lehrausbildung

Die Lehrausbildung wird als duale Ausbildung bezeichnet,

weil die Ausbildung an zwei Lernorten − einerseits

im Lehrbetrieb und andererseits in der Berufsschule

− erfolgt. Nachdem du die allgemeine Schulpflicht

(neun Schuljahre) erfüllt hast, kannst du einen Lehrberuf

beginnen.

Die Ausbildung in der Lehre unterscheidet sich von der

beruflichen Ausbildung in Vollzeitschulen durch drei

wichtige Merkmale:

− Lernen findet zum Großteil nicht in der Schule, sondern

in den Produktionsstätten oder Dienstleistungsbetrieben

der Wirtschaft statt. Du bist als Lehrling

Angehörige/-r eines Betriebes und du wirst für den

Besuch der Berufsschule freigestellt.

− Die Ausbildungsaufgaben sind auf Betrieb und Berufsschule

verteilt.

− Die Abschlussprüfung am Ende der Lehrzeit wird von

Berufspraktikern abgenommen, die selbst im Berufsleben

stehen und daher die beruflichen Anforderungen

genau kennen. Der Schwerpunkt der Abschlussprüfung

liegt auf den praktischen Fertigkeiten und

Kenntnissen, die für den Lehrberuf erforderlich sind.

Lehrausbildung = Duale Ausbildung

Ausbildung im Betrieb

− Berufsspezifische Fertigkeiten

− Berufsspezifische Kenntnisse

Unterricht in der Berufsschule

− Vermittlung des fachlichen Grundwissens

− Ergänzung der betrieblichen Ausbildung

− Erweiterung der Allgemeinbildung

8 Infos zur Lehrausbildung

Lernen im Betrieb

Als Lehrling lernst du die praktischen Fähigkeiten

und Kenntnisse hauptsächlich in deinem Ausbildungs-

betrieb.

Die Berufsausbildung im Betrieb findet unter den Bedingungen

des Arbeitslebens an Maschinen, Geräten

und Einrichtungen statt, die dem modernsten Stand

der eingesetzten Technik entsprechen. Der ausgebildete

Lehrling kann anschließend als Fachkraft sofort eine

qualifizierte berufliche Tätigkeit übernehmen.

Betrieb

− Lernen der neuesten Techniken durch eigenes Tun

− Ausübung einer qualifizierten Tätigkeit sofort

nach der Lehre

− Lernen bei produktiver Arbeit

− Lernen mit anderen gemeinsam

Lernen in der Berufsschule

In der Lehrausbildung begleitet die Berufsschule die

betriebliche Ausbildung. Als Lehrling bist du zum Besuch

der Berufsschule verpflichtet.

Berufsschule

− Fachtheoretische Förderung und Ergänzung

der betrieblichen Ausbildung durch berufsorientierten

Fachunterricht

− Vertiefung und Vervollständigung der Allgemeinbildung

− Fachorientierte Fremdsprachenausbildung −

aufbauend auf die Inhalte der Pflichtschule


Doppellehre

Eine besondere Chance für das Berufsleben bietet die

Doppellehre. Mit der Doppellehre hast du die Möglichkeit,

gleichzeitig zwei Lehrberufe zu erlernen. Dazu

ist erforderlich, dass der Betrieb so eingerichtet und

so geführt wird, dass die Ausbildung in beiden Berufen

möglich ist. Die Dauer einer Doppellehre beträgt höchstens

4 Jahre. Der Berufsschulbesuch ist bei Doppellehrverhältnissen

unterschiedlich geregelt. Häufig vorkommende

Kombinationen von Doppellehren sind zum

Beispiel Bäcker/-in und Konditor/-in, Dachdecker/-in

und Spengler/-in oder Tischler/-in und Zimmerer/-in.

Lehrlingsentschädigung

In der Lehrausbildung bekommst du von Anfang an eine

Lehrlingsentschädigung, die für die unterschiedlichen

Berufe im Kollektivvertrag festgelegt ist.

Unter www .biz-tirol .at findest du eine Liste mit allen

Lehrlingsentschädigungen.

Modularisierung der Lehrberufe −

die Zukunft der Lehre

Um die Attraktivität der Lehre zu erhalten und weiter

auszubauen, werden die Ausbildungsinhalte regelmäßig

den aktuellen wirtschaftlichen Strukturen angepasst.

Damit diese Anpassung noch besser funktioniert, werden

Lehrberufsinhalte in Zukunft in modularisierter

Form vermittelt.

Ein Modullehrberuf setzt sich aus drei Bausteinen

zusammen:

Grundmodul: dauert meist zwei Jahre und beinhaltet

Kenntnisse und Fertigkeiten, die den grundlegenden

Tätigkeiten eines oder mehrerer Lehrberufe eines bestimmten

Berufsbereiches entsprechen

Hauptmodul: dauert meist ein Jahr, beinhaltet die typischen

Qualifikationen eines Lehrberufes oder mehrerer

Lehrberufe eines bestimmten Berufsbereiches

Spezialmodul: dauert ein halbes Jahr oder ein Jahr,

vermittelt werden Kenntnisse und Fertigkeiten, die

speziellen Produktionsweisen und Dienstleistungen entsprechen

Ein Lehrling eines Modullehrberufes wird im Grundmodul

ausgebildet und muss ein Hauptmodul wählen.

Darüber hinaus kann der Lehrling in einem weiteren

Haupt- oder Spezialmodul ausgebildet werden. Die Entscheidung

für die Haupt- und Spezialmodule wird immer

in Absprache zwischen dem Lehrbetrieb und dem

Lehrling getroffen.

Bisher wurden die Lehrberufe Installations- und Ge-

bäudetechnik, Werkstofftechnik, Kraftfahrzeugtechnik

und Holztechnik verordnet.

In vielen anderen Bereichen werden derzeit Möglichkeiten

zur Modularisierung diskutiert.

Infos zur Lehrausbildung

9


Ausbildung in der Fachberufsschule

Berufsschulen sind für bestimmte Lehrberufe eingerichtete

fachliche Schulen. Da du als Lehrling zum

Berufsschulbesuch verpflichtet bist, gibt dir dein Ausbildungsbetrieb

für den Schulbesuch frei. Zugleich mit

dem Abschließen des Lehrvertrages wirst du von deinem

Ausbildungsbetrieb bei der Berufsschule angemeldet.

Die Klassen werden nach einzelnen Lehrberufen oder

in einigen Fällen auch nach Gruppen verwandter Lehrberufe

zusammengestellt. Der Schwerpunkt der Ausbildung

in der Berufsschule liegt mit zirka 75 % beim

berufsorientierten Fachunterricht, ein Viertel der

Schulzeit nimmt der allgemeinbildende Unterricht ein.

Im Rahmen des Fachunterrichts wird auch praktisch in

Werkstätten oder Laboratorien ausgebildet.

Je nach Lehrberuf ist der Unterricht in der

Berufsschule auf zwei Arten organisiert:

1 . Blockunterricht (Lehrgangsschule):

die betriebliche Ausbildung wird durch die Berufs-

schule für einige Wochen (8 bis 12) unterbrochen

2 . Einmal wöchentlich (Jahresschule):

an einem oder an zwei Tagen in der Woche findet der

Berufsschulunterricht statt

Als Lehrling besuchst du die Berufsschule jenes Schulsprengels,

in dem sich der Lehrbetrieb befindet. Bei

selteneren Lehrberufen befindet sich die Berufsschule

möglicherweise in einem anderen Bundesland.

10 Ausbildung in der Fachberufsschule

TIPP:

Die Adresse deiner Berufsschule

findest du im

Internet unter:

www .biz-tirol .at

beim Menüpunkt

„Berufsschulen“ .


Deine Schulzeit neigt sich langsam ihrem Ende zu und

du fängst an darüber nachzudenken, welcher Beruf einmal

der richtige für dich sein könnte. Da hast du wirklich

keine einfache Entscheidung zu treffen. Schließlich

haben wir in Tirol im Moment etwa 180 verschiedene

Lehrberufe.

Diese große Anzahl von Berufen bietet dir allerdings die

Chance, den besten Beruf für dich zu finden. Natürlich

stellt das auch eine Herausforderung dar. Um aus so einer

Vielzahl an Möglichkeiten richtig auswählen zu können,

musst du sowohl über dich selbst als auch über die

Berufswelt sehr genau Bescheid wissen.

Über folgendes solltest du dir unbedingt

Gedanken machen:

Meine Interessen und Neigungen:

− Was mache ich in meiner Freizeit besonders gerne?

− Habe ich ein ganz bestimmtes Hobby, das ich gerne

auch einmal in meinem späteren Beruf umsetzen

würde?

− Was sind meine Lieblingsfächer in der Schule?

− Bastle ich gerne?

− Lese ich gerne?

− Arbeite ich gerne mit dem Computer?

Meine wichtigsten Erwartungen:

− Welche Tätigkeiten würde ich gerne ausüben?

− Mit welchen Materialien würde ich gerne arbeiten?

− Wie möchte ich gerne mit Menschen zusammenarbeiten

(mit vielen Kollegen, mit Kunden, mit Patienten,

alleine …)?

− Auf welchen Arbeitsplätzen würde ich mich wohlfühlen?

Meine Stärken, Begabungen, Fähigkeiten:

− Wo liegen meine ganz persönlichen Stärken und

Fähigkeiten?

− Was kann ich gut?

− Was habe ich bisher bereits erfolgreich erledigt?

Welcher Lehrberuf ist nun

der richtige für dich?

Nachdem du über deine Interessen, Erwartungen und

Stärken nachgedacht hast, geht es darum, über die verschiedenen

Berufe nachzudenken.

Berufserkundung:

Du kannst dich nur für einen Beruf entscheiden, wenn

du möglichst viele Informationen über die verschiedensten

Berufe hast. Es geht also darum, dich bestens

über die Berufswelt zu informieren, damit du dich mit

gutem Gewissen entscheiden kannst.

Also ist für dich ganz wichtig, dass du:

− Informationen über Berufe sammelst (im BIZ, aus

Zeitschriften, aus dem Internet)

− berufskundliche Filme anschaust, um dir Berufe besser

vorstellen zu können

− verschiedene Berufe in Betrieben vor Ort erkundest,

also eine oder mehrere Schnupperlehren machst

Alternativen finden:

Es kann auch vorkommen, dass du keine Lehrstelle in

deinem Traumberuf findest. Daher ist es für dich ganz

wichtig, dass du dir weitere Berufe überlegst, die auch

interessant sein könnten. Damit du nicht plötzlich am

Schuljahresende ohne Lehrstelle dastehst.

Vor- und Nachteile erkennen:

Welche Vorteile, welche Nachteile bietet eine bestimmte

Ausbildung? Natürlich sollten für dich die Vorteile

überwiegen, aber in jedem Beruf wird es auch Nachteile

geben, mit denen du dich auch anfreunden solltest.

Entscheidung treffen:

Erst nachdem du dich selbst und die Berufswelt genau

kennen gelernt hast,

solltest du die

endgültige

Entscheidung

treffen.TIPP:

Bei der Berufswahl gilt vor

allem – gut informiert ist

halb gewonnen!

Der richtige Lehrberuf

11


12

Headline Die Berufswahlentscheidung

Interessen

Wo liegen meine Interessen,

Neigungen,

Wünsche und Träume

in der Freizeit und in

der Schule?

Berufswahlentscheidung

Umsetzung

Ich suche eine

Lehrstelle oder

melde mich für

eine weiterführende

Schule an.

Berufserwartungen

Was motiviert mich?

Welche Tätigkeiten,

Materialien, Kontakte,

Arbeitsstätten interessieren

mich?

Entscheiden

Ich treffe eine

Entscheidung.

Konsequenzen

Ich bin mir der

Vor- und Nachteile

bewusst.

Stärken

Wo liegen meine

Stärken, Fähigkeiten,

Begabungen und

Fertigkeiten?

Alternativen

finden

Ich überlege mir

weitere Wunschberufe.

Berufserkundung

Ich lerne die

Berufswelt

kennen.

Vorläufiges

Ziel

Ich habe ein

Berufsziel.


Es ist sinnvoll, wenn du dir für deine Berufswahl viel

Zeit nimmst und dich gut informierst. Eine umfassende

und jederzeit zugängliche Informationsmöglichkeit dafür

ist das Internet. Unter www .tirol .bic .at kannst du

zum Beispiel ein Interessenprofil erstellen, um deine

Interessen und Neigungen zu entdecken.

In ca. 10 Minuten beantwortest du 63 Fragen durch Anklicken.

Nach Beantwortung der Fragen erscheint auf

deinem Bildschirm eine Grafik, die zu jeder Berufsgruppe

einen Balken anzeigt. Je größer dein Interesse an

dieser Berufsgruppe ist, desto länger ist der Balken.

TIPP:

Der Berufsinformationscomputer bic

Auf den folgenden Seiten erfährst

du viel über die unterschiedlichsten

Berufe . Vielleicht brauchst du

aber dennoch ein bisschen Hilfe, um

dich im Berufsdschungel zurecht zu

finden? Die Berater im Berufs-Informations-Zentrums

unterstützen dich

gerne dabei .

Möchtest du mehr über die einzelnen Berufe erfahren?

Unter www .tirol .bic .at findest du ausführliche Berufsbeschreibungen

zu den verschieden Lehrberufen. Für

die bestmögliche Orientierung findest du folgende Einteilung:

Berufe von A bis Z:

Berufe nach dem Alphabet geordnet

Berufsgruppenliste:

Sortierung der Berufe nach Berufsgruppen

Arbeitsfelder:

Thematische Auswahl von Berufen

Bildungswege:

Alle Berufe sortiert nach der Art des Bildungszugangs

Aus- und Weiterbildung:

Aus- und Weiterbildungsabfrage für ganz Österreich

Berufsinformationscomputer bic

13


Berufsgruppen

Hier findest du alle Berufsgruppen im Überblick und

du siehst, welche Lehrberufe zu deiner bevorzugten

Berufsgruppe gehören.

Das Spektrum an Berufsmöglichkeiten reicht von zahlreichen

handwerklichen Berufen (Maurer/-in, Zimmerei,

Dachdecker/-in) über raumgestaltende und planerische

Berufe (Technische/-r Zeichner/-in), Berufen

im Bereich der Gebäudetechnik (Installations- und

Gebäudetechniker/-in) bis hin zu Berufen im kaufmännischen

Bereich (Immobilienkaufmann/-frau).

− Baumaschinentechnik

− Bautechnische/-r Zeichner/-in

− Betonfertigungstechnik

− Bodenleger/-in

− Brunnen- und Grundbau

− Dachdecker/-in

− Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger/-in

− Einzelhandel − Baustoffhandel

− Einzelhandel − Einrichtungsberatung

− Fertigteilhausbau

− Glaser/-in

− Hafner/-in

− Immobilienkaufmann/-frau

− Installations- und Gebäudetechnik

− Isoliermonteur/-in

− Konstrukteur/-in − Elektroinstallationstechnik

− Konstrukteur/-in − Installations- und Gebäudetechnik

− Maler/-in und Anstreicher/-in

− Maurer/-in

14 Berufsgruppen

Die braun geschriebenen Berufe werden in Tirol nicht

ausgebildet.

Bauwesen / Architektur / Raumgestaltung / Gebäudetechnik

An den Wolken kratzen

− Pflasterer / Pflasterin

− Platten- und Fliesenleger/-in

− Rauchfangkehrer/-in

− Rohrleitungsmonteur/-in

− Schalungsbau

− Sonnenschutztechnik

− Spengler/-in

− Straßenerhaltungsfachmann/-frau

− Stukkateur/-in und Trockenausbauer/-in

− Tapezierer/-in und Dekorateur/-in

− Technische/-r Zeichner/-in

− Tiefbauer/-in

− Tischlerei

− Tischlereitechnik − Planung

− Tischlereitechnik − Produktion

− Transportbetontechnik

− Veranstaltungstechnik

− Vermessungstechniker/-in

− Zimmerei


Büro / Kaufmännischer Bereich / Handel / Finanzwesen

Drehscheibe Organisation

Dieser Bereich umfasst das gesamte kaufmännische

Spektrum − angefangen von Bürotätigkeiten bis

hin zum Handel mit Gütern (Bürokaufmann/-frau, Groß-

handelskaufmann/-frau) als auch mit Geld (Bankkaufmann/-frau,

Versicherungskaufmann/-frau). Der Tätigkeitsumfang

umfasst außerdem die Marktbeobachtung,

− Bankkaufmann/-frau

− Betriebsdienstleistung

− Buch- und Medienwirtschaft − Buch- und

Musikalienhandel

− Buch- und Medienwirtschaft − Buch- und

Pressegroßhandel

− Buch- und Medienwirtschaft − Verlag

− Buchhaltung

− Bürokaufmann/-frau

− Drogist/-in

− EDV-Kaufmann/-frau

− Einkäufer/-in

− Einzelhandel − Allgemeiner Einzelhandel

− Einzelhandel − Baustoffhandel

− Einzelhandel − Einrichtungsberatung

− Einzelhandel − Eisen- und Hartwaren

− Einzelhandel − Elektro-Elektronikberatung

− Einzelhandel − Fleischfachhandel

− Einzelhandel − Kraftfahrzeuge und Ersatzteile

Werbung, Produktions- und Absatzplanung. Zu den wichtigsten

Tätigkeitsbereichen gehören die Planung, die

Organisation, das Rechnungswesen und Management.

Außerdem erhöhen gute Fremdsprachenkenntnisse die

Berufschancen, denn internationale Beziehungen stellen

einen wesentlichen Faktor im Wirtschaftsleben dar.

− Einzelhandel − Lebensmittelhandel

− Einzelhandel − Parfümerie

− Einzelhandel − Schuhe

− Einzelhandel − Sportartikel

− Einzelhandel − Telekommunikation

− Einzelhandel − Textilhandel

− Einzelhandel − Uhren- und Juwelenberatung

− Finanzdienstleistungskaufmann/-frau

− Foto- und Multimediakaufmann/-frau

− Großhandelskaufmann/-frau

− Immobilienkaufmann/-frau

− Industriekaufmann/-frau

− Personaldienstleistung

− Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz

− Sportadministration

− Versicherungskaufmann/-frau

− Verwaltungsassistent/-in


Waffen- und Munitionshändler/-in

Berufsgruppen

15


Chemietechnik / Kunststofftechnik

Hand in Hand − Technik, Umwelt, Gesundheit

Zu diesem Berufsfeld gehören die pharmazeutische

Industrie, die Erzeugung von Kunststoffen, Kunstfasern

und die Kunststoffverarbeitung sowie Beschäftigungsbereiche

in der Lebensmittelerzeugung oder Bereiche

in der Erzeugung von Kosmetika, Farben, Lacken etc.

Ebenso vielfältig sind auch die Tätigkeitsbereiche: Diese

reichen vom Labor, der Produktion bis hin zu kauf-

16 Berufsgruppen

männischen Bereichen. Die berufliche Zukunft des Bereiches

Chemie ist auch nicht mehr von Umweltschutz

und Ökologie sowie von neuen technischen Entwicklungen

zu trennen. Gerade die Verbindung dieser Bereiche

hat in den letzten Jahren viele neue Tätigkeitsfelder

hervorgebracht.

− Chemielabortechnik

− Chemieverfahrenstechnik

− Entsorgungs- und Recyclingfachmann/-frau −

Abfall

− Entsorgungs- und Recyclingfachmann/-frau −

Abwasser

− Kunststoffformgebung

− Kunststofftechnik

− Lackierer/-in

− Pharmatechnologie

− Physiklaborant/-in

− Präparator/-in

− Schädlingsbekämpfer/-in

− Textilchemie


Vulkanisierung


Elektrotechnik / Elektronik

Ohne Strom geht nichts

Die Arbeitsbereiche dieser Berufsgruppe sind breit gestreut

und durch die laufende technische Entwicklung in

vielen unterschiedlichen Anwendungsfeldern zu finden.

Elektroinstallationstechnik, Elektrobetriebstechnik,

Elektromaschinentechnik, Kommunikationstechnik, Mechatronik

gehören ebenso dazu wie Kälteanlagentech-

− Anlagenelektrik

− Einzelhandel − Elektro-Elektronikberatung

− Elektroanlagentechnik

− Elektrobetriebstechnik

− Elektrobetriebstechnik mit Schwerpunkt Prozessleittechnik

− Elektroenergietechnik

− Elektroinstallationstechnik

− Elektroinstallationstechnik mit Schwerpunkt

Prozessleit- und Bustechnik

− Elektromaschinentechnik

− Elektronik − Angewandte Elektronik

− Elektronik − Mikrotechnik

− IT-Elektronik

− Kälteanlagentechniker/-in

− Kommunikationstechniker/-in − Audio- und

Videoelektronik

nik oder die Entwicklung und Produktion elektronischer

Bauelemente. Weiters stellt der Verkauf, die Beratung

und Schulung für Anwender technischer Erzeugnisse einen

wichtigen Arbeitsbereich dar.

− Kommunikationstechniker/-in − Elektronische

Datenverarbeitung und Telekommunikation

− Kommunikationstechniker/-in − Nachrichtenelektronik

− Konstrukteur/-in − Elektroinstallationstechnik

− Luftfahrzeugtechnik − Flugzeuge mit Kolbentriebwerken

− Luftfahrzeugtechnik − Flugzeuge mit Turbinentriebwerken

− Luftfahrzeugtechnik − Hubschrauber

− Mechatronik

− Physiklaborant/-in

− Produktionstechniker/-in

− Prozessleittechniker/-in

− Seilbahnfachmann/-frau

− Veranstaltungstechnik

Berufsgruppen

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18

Freizeitwirtschaft / Sport

Gesund und fit

Die Freizeitgestaltung ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor

in unserer Gesellschaft. Die Berufsmöglichkeiten reichen

vom Sportartikelverkauf bis hin zu Berufen, die im

Bereich Fitness und Wellness angesiedelt sind (Fitnessbetreuung).

Berufe im Sport- und Freizeitbereich sind

− Einzelhandel − Sportartikel

− Fitnessbetreuung

− Reisebüroassistent/-in

− Seilbahnfachmann/-frau

− Sportadministration

Berufsgruppen

sowohl im Dienstleistungssektor (Reisebüroassistent/in)

als auch im Bereich Wirtschaft und Marketing (Sportadministration)

oder im Bereich der Technik (z.B. in der

Herstellung von Sportgeräten) zu finden.


Gesundheit / Medizin

Das wertvollste Gut erhalten

Steigende Lebenserwartungen, das wachsende Gesundheitsbewusstsein

und die damit einhergehende

Gesundheitsvorsorge steigern den Bedarf an gesundheitlicher

Versorgung. Im Berufsfeld Gesundheit,

Medizin und Pflege findet sich ein großes Spektrum

an Berufsmöglichkeiten: Masseur/-in, Fußpfleger/-in

sowie Berufe im technischen Bereich, wie z.B. Orthopädietechnik,

Chirurgieinstrumentenerzeugung oder

Zahntechnik.

− Augenoptik

− Chirurgieinstrumentenerzeuger/-in

− Fußpfleger/-in

− Hörgeräteakustiker/-in

− Masseur/-in

− Orthopädieschuhmacher/-in

− Orthopädietechnik − Orthesentechnik

− Orthopädietechnik − Prothesentechnik

− Orthopädietechnik − Rehabilitationstechnik

− Pharmatechnologie

− Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz

− Zahnärztliche Fachassistenz

− Zahntechniker/-in

Berufsgruppen

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20

Holzbearbeitungstechnik / Papiertechnik

Hand in Hand − Handwerk und Kreativität

Dieser Berufsbereich umfasst vorwiegend Berufe der

Holzverarbeitung und -bearbeitung. Deshalb ist bei

diesen Berufen grundsätzlich ein handwerkliches und

kreatives Interesse wichtig. In der Holzverarbeitung

gibt es eine große Auswahl in handwerklichen Arbeits-

− Bildhauerei

− Bootbauer/-in

− Buchbinder/-in

− Drechsler/-in

− Fassbinder/-in

− Holzblasinstrumentenerzeugung

− Holztechnik

− Kartonagewarenerzeuger/-in

− Modellbauer/-in

− Papiertechniker/-in

Berufsgruppen

bereichen (Möbeltischlerei, Bautischlerei, Kunsttischlerei,

Zimmerei, Musikinstrumentenbau etc.) sowie im

planerischen Bereich (z.B. Raumgestaltung, Innenausbau).

Einen wichtigen Aufgabenbereich stellt auch die

Holzbearbeitung und -verarbeitung dar.

− Schalungsbau

− Schierzeuger/-in

− Streich- und Saiteninstrumentenbau −

Streichinstrumente

− Tischlerei

− Tischlereitechnik − Planung

− Tischlereitechnik − Produktion

− Verpackungstechnik

− Wagner/-in

− Zimmerei


Informations- und Kommunikationstechnik / EDV

Auf den Spuren des Datenhighway

Die rasante Entwicklung in der Informations- und Kommunikationstechnologie

spiegelt sich in einer fast schon

unüberschaubaren Vielfalt an Berufsfeldern. Sowohl die

Hard- und Softwareentwicklung, die Datenverwaltung

und –vernetzung, Netzwerktechnik, Kommunikation

− EDV-Kaufmann/-frau

− EDV-Systemtechnik

− Einzelhandel − Telekommunikation

− Elektronik − Mikrotechnik

− Informationstechnologie − Informatik

− Informationstechnologie − Technik

− IT-Elektronik

− Kommunikationstechniker/-in − Audio- und

Videoelektronik

und Telekommunikation, als auch die dienstleistungsorientierten

Sektoren wie Verkauf, Service, Beratung

und Schulung bieten interessante Berufsbilder, die in

nahezu allen Wirtschaftszweigen gefragt sind.

− Kommunikationstechniker/-in − Elektronische

Datenverarbeitung und Telekommunikation

− Kommunikationstechniker/-in − Nachrichtenelektronik

− Medienfachmann/-frau − Medientechnik

− Veranstaltungstechnik

Berufsgruppen

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22

Körperpflege / Schönheit

Neuer Look gefällig

Das Berufsfeld Körperpflege und Schönheit umfasst

Berufe wie Kosmetiker/-in, Friseur/-in und

Perückenmacher/-in, Fußpfleger/-in, Drogist/-in bis hin

zu Berufen wie Masseur/-in und Visagist/-in. Fitness,

Wellness und ein ständig wachsendes Gesundheitsbewusstsein

liegen voll im Trend und gestalten diesen Berufsbereich

in diesem Sinne noch attraktiver.

Kultur / Sprachen / Gesellschaft

Literatur pur

Der Begriff „Kultur“ beinhaltet eigentlich alles, was

in Zusammenhang mit unserer Gesellschaft steht. Der

Berufsbereich Kultur, Sprachen und Gesellschaft umfasst

Berufsfelder, die sich mit kultur- und humanwissenschaflichen

Aufgabenfeldern befassen. Aber auch

Berufe im Bibliotheks- und Informationswesen oder der

Buch- und Medienwirtschaft gehören zu dieser Berufsgruppe.

Berufsgruppen

− Drogist/-in

− Fitnessbetreuung

− Friseur/-in und Perückenmacher/-in (Stylist/-in)

− Fußpfleger/-in

− Kosmetiker/-in

− Masseur/-in

− Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent/-in

− Buch- und Medienwirtschaft − Buch- und

Musikalienhandel

− Buch- und Medienwirtschaft − Buch- und

Pressegroßhandel

− Buch- und Medienwirtschaft − Verlag


Kunsthandwerk / Kunst (Film, Theater, Malerei, Tanz, Musik)

Kreatives Gestalten

Die Berufe, die hier zur Auswahl stehen, sind breit

gestreut: von künstlerisch kreativen Berufen wie z.B.

Bildhauer/-in, Edelsteinschleifer/-in und Steinmetz/-in

− Bildhauerei

− Blechblasinstrumentenerzeugung

− Edelsteinschleifer/-in

− Fotograf/-in

− Glasbläser/-in und Glasinstrumentenerzeuger/-in

− Glaser/-in

− Glasmacherei

− Gold- und Silberschmied/-in und Juwelier/-in

− Gold-, Silber- und Perlensticker/-in

− Harmonikamacher/-in

− Hohlglasveredler/-in − Glasmalerei

− Hohlglasveredler/-in − Gravur

− Hohlglasveredler/-in − Kugeln

− Holzblasinstrumentenerzeugung

− Keramiker/-in

− Kerammaler/-in

über technische Berufe wie z.B. Lichttechnik, Tontechnik.

Diese Berufe haben eines gemeinsam: Kreativität

ist gefragt.

− Kerammodelleur/-in

− Klavierbau

− Kupferschmied/-in

− Metalldesign − Gravur

− Metalldesign − Gürtlerei

− Orgelbau

− Porzellanformer/-in

− Porzellanmaler/-in

− Steinmetz/-in

− Stempelerzeuger/-in und Flexograf/-in

− Streich- und Saiteninstrumentenbau − Bogen

− Streich- und Saiteninstrumentenbau −

Streichinstrumente

− Streich- und Saiteninstrumentenbau −

Zupfinstrumente

− Vergolder/-in und Staffierer/-in

− Zinngießer/-in

Berufsgruppen

23


24

Land- und Forstwirtschaft / Tiere / Pflanzen / Hauswirtschaft

Im Freien unterwegs sein

Dieser Berufsbereich umfasst eine Vielzahl an Tätigkeitsfeldern.

Hierzu zählen Berufe wie Forstgarten- und

Forstpflegefacharbeiter/-in, Gärtnereifacharbeiter/-in,

Weinbau- und Kellereifacharbeiter/-in, außerdem Berufe

wie Tierpfleger/-in bis hin zu hauswirtschaftlichen

Berufen. Dieser Berufsbereich wird durch zunehmende

− Bienenwirtschaftsfacharbeiter/-in

− Blumenbinder/-in und -händler/-in (Florist/-in)

− Facharbeiter/-in der ländlichen Hauswirtschaft

− Facharbeiter/-in der landwirtschaftlichen

Lagerhaltung

− Feldgemüsebaufacharbeiter/-in

− Fischereifacharbeiter/-in

− Forstfacharbeiter/-in

− Forstgarten- und Forstpflegefacharbeiter/-in

− Friedhofs- und Ziergärtner/-in

− Garten- und Grünflächengestaltung − Greenkeeping

− Garten- und Grünflächengestaltung − Landschaftsgärtnerei

Berufsgruppen

Ökologisierungsbewegungen (Umwelt- und Landschaftsschutz)

immer umfangreicher. So werden beispielsweise

Kenntnisse und Fachwissen in den Bereichen Biotechnologie

und Landschaftsökologie immer wichtiger.

Zudem ist die biologische Landwirtschaft mittlerweile

zu einem wichtigen Erwerbszweig gewachsen.

− Gartencenterkaufmann/-frau

− Gärtnereifacharbeiter/-in

− Geflügelwirtschaftsfacharbeiter/-in

− Landwirtschaftliche/-r Facharbeiter/-in

− Molkerei- und Käsereifacharbeiter/-in

− Molkereifachmann/-frau

− Obstbaufacharbeiter/-in

− Pferdewirtschaftsfacharbeiter/-in

− Präparator/-in

− Schädlingsbekämpfer/-in

− Tierpfleger/-in

− Verfahrenstechnik für die Getreidewirtschaft

− Getreidemüller/-in

− Weinbau- und Kellereifacharbeiter/-in


Lebens- und Genussmittel / Ernährung

Fürs leibliche Wohl sorgen

Das Berufsspektrum im Bereich Lebens- und Genussmittel

sowie Ernährung ist sehr vielfältig. Zahlreiche

Berufe können in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie,

im Nahrungsmittelgewerbe, in der Getränkeerzeugung,

in der Ernährungswirtschaft und im Hotel- und

Gastgewerbe ausgeübt werden.

− Bäcker/-in

− Bienenwirtschaftsfacharbeiter/-in

− Bonbon- und Konfektmacher/-in

− Brau- und Getränketechnik

− Destillateur/-in

− Einzelhandel − Fleischfachhandel

− Einzelhandel − Lebensmittelhandel

− Feldgemüsebaufacharbeiter/-in

− Fischereifacharbeiter/-in

− Fleischverarbeitung

− Fleischverkauf

− Geflügelwirtschaftsfacharbeiter/-in

− Koch / Köchin

− Konditor/-in (Zuckerbäcker/-in)

Durch das steigende Gesundheitsbewusstsein in unserer

Gesellschaft kommt auch der Ernährungsberatung und

Ernährungswissenschaft immer größere Bedeutung zu.

− Lebensmitteltechnik

− Lebzelter/-in und Wachszieher/-in

− Molkerei- und Käsereifacharbeiter/-in

− Molkereifachmann/-frau

− Obst- und Gemüsekonservierer/-in

− Obstbaufacharbeiter/-in

− Verfahrenstechnik für die Getreidewirtschaft

− Backmittelhersteller/-in

− Verfahrenstechnik für die Getreidewirtschaft

− Futtermittelhersteller/-in

− Verfahrenstechnik für die Getreidewirtschaft

− Getreidemüller/-in

− Weinbau- und Kellereifacharbeiter/-in

Berufsgruppen

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26

Maschinen- und Fahrzeugbau / Metallbearbeitung

Metall in Form bringen

Der Berufsbereich Maschinen- und Fahrzeugbau sowie

die Metallbearbeitung kann mit einem Produktionsablauf

verglichen werden. Metalle müssen, bevor sie

bearbeitet werden können, erst einmal gewonnen und

veredelt werden (Metallindustrie). Die Verarbeitung zu

Berufsgruppen

Endprodukten (Geräte-, Maschinen- und Fahrzeugbau)

allein beinhaltet eine Vielzahl an Berufen. Die rasche

technologische Entwicklung lässt diesen Berufsbereich

eng mit der Elektrotechnik und Elektronik zusammenwachsen.


− Anlagenelektrik

− Baumaschinentechnik

− Blechblasinstrumentenerzeugung

− Bootbauer/-in

− Büchsenmacher/-in

− Chirurgieinstrumentenerzeuger/-in

− Dreher/-in

− Feinoptik

− Former/-in und Gießer/-in (Metall und Eisen)

− Gießereimechaniker/-in

− Hörgeräteakustiker/-in

− Hüttenwerkschlosser/-in

− Kälteanlagentechniker/-in

− Karosseriebautechnik

− Konstrukteur/-in − Maschinenbautechnik

− Konstrukteur/-in − Metallbautechnik

− Konstrukteur/-in − Stahlbautechnik

− Konstrukteur/-in − Werkzeugbautechnik

− Kraftfahrzeugtechnik

− Kristallschleiftechnik

− Kupferschmied/-in

− Lackierer/-in

− Landmaschinentechniker/-in

− Leichtflugzeugbauer/-in

− Luftfahrzeugtechnik − Flugzeuge mit Kolbentriebwerken

− Luftfahrzeugtechnik − Flugzeuge mit Turbinentriebwerken

− Luftfahrzeugtechnik − Hubschrauber

− Maschinenbautechnik

− Maschinenfertigungstechnik

− Maschinenmechanik

− Mechatronik

− Messerschmied/-in

− Metallbearbeitung

− Metalldesign − Gravur

− Metalldesign − Gürtlerei

− Metalldesign − Metalldrückerei

− Metalltechnik − Blechtechnik

− Metalltechnik − Fahrzeugbautechnik

− Metalltechnik − Metallbautechnik

− Metalltechnik − Metallbearbeitungstechnik

− Metalltechnik − Schmiedetechnik

− Metalltechnik − Stahlbautechnik

− Modellbauer/-in

− Oberflächentechnik − Emailtechnik

− Oberflächentechnik − Feuerverzinkung

− Oberflächentechnik − Galvanik

− Oberflächentechnik − Mechanische Oberflächentechnik

− Oberflächentechnik − Pulverbeschichtung

− Präzisionswerkzeugschleiftechnik

− Produktionstechniker/-in

− Prozessleittechniker/-in

− Rohrleitungsmonteur/-in

− Schiffbauer/-in

− Seilbahnfachmann/-frau

− Spengler/-in

− Technische/-r Zeichner/-in

− Uhrmacher/-in

− Universalschweißer/-in

− Waagenhersteller/-in

− Waffenmechaniker/-in

− Wärmebehandlungstechnik

− Werkstofftechnik

− Werkzeugbautechnik

− Werkzeugmaschineur/-in

− Werkzeugmechanik

− Zerspanungstechnik


Zinngießer/-in

Berufsgruppen

27


28

Medienwirtschaft / Medien- und Drucktechnik / Mediendesign

Eine bunte Welt

Bei den unterschiedlichen Berufen der Medienbranche

sind kreative Ideen ebenso wichtig wie handwerkliche

und technische Fertigkeiten oder auch journalistische

Fähigkeiten, um Informationen und Medienangebote zu

− Buch- und Medienwirtschaft − Buch- und

Musikalienhandel

− Buch- und Medienwirtschaft − Buch- und

Pressegroßhandel

− Buch- und Medienwirtschaft − Verlag

− Buchbinder/-in

− Drucktechnik − Bogenflachdruck

− Drucktechnik − Digitaldruck

− Drucktechnik − Rollenrotationsdruck

− Drucktechnik − Siebdruck

− Druckvorstufentechnik

Berufsgruppen

entwickeln, herzustellen oder zu bearbeiten. Als „Multimedia“

bezeichnet man die zielgruppenorientierte

Kombination von Schrift, Text, Grafik, Ton und Video

mit Hilfe von Computerprogrammen.

− Foto- und Multimediakaufmann/-frau

− Fotograf/-in

− Kartograf/-in

− Medienfachmann/-frau − Marktkommunikation

und Werbung

− Medienfachmann/-frau − Mediendesign

− Medienfachmann/-frau − Medientechnik

− Reprografie

− Schilderhersteller/-in

− Stempelerzeuger/-in und Flexograf/-in


Mode / Textiltechnik / Leder

Kleider machen Leute

Die Textilindustrie, das Textilgewerbe, die Bekleidungsindustrie,

das Bekleidungsgewerbe, Leder- und

Pelzerzeugung sowie Strick- und Wirkwaren umfassen

die wichtigsten Arbeitsbereiche dieser Berufsgruppe.

− Bekleidungsfertiger/-in

− Damenkleidermacher/-in

− Dessinateur/-in für Stoffdruck

− Einzelhandel − Schuhe

− Einzelhandel − Textilhandel

− Fahrzeugtapezierer/-in (Fahrzeugsattler/-in)

− Gerberei

− Gold-, Silber- und Perlensticker/-in

− Großmaschinsticker/-in

− Handschuhmacher/-in

− Herrenkleidermacher/-in

− Hutmacher/-in

− Kappenmacher/-in

− Kürschner/-in

− Ledergalanteriewarenerzeuger/-in und Taschner/-in

− Maschinsticker/-in

− Miedererzeuger/-in

− Modist/-in

− Oberteilherrichter/-in

Design und Handwerk greifen in diesem Bereich ineinander

und bieten Berufsmöglichkeiten in vielen Berufsbereichen.

− Orthopädieschuhmacher/-in

− Polsterer / Polsterin

− Posamentierer/-in

− Rauwarenzurichter/-in

− Säckler/-in (Lederbekleidungserzeuger/-in)

− Sattler/-in und Riemer/-in

− Schuhfertigung

− Schuhmacher/-in

− Stickereizeichner/-in

− Stoffdrucker/-in

− Strickwarenerzeuger/-in

− Tapezierer/-in und Dekorateur/-in

− Textilchemie

− Textilmechanik

− Textilmusterzeichner/-in

− Textilreiniger/-in

− Textiltechnik − Maschentechnik

− Textiltechnik − Webtechnik

− Wäschewarenerzeuger/-in

− Weber/-in

Berufsgruppen

29


30

Recht / Sicherheit

All right

Viele Berufe dieser Berufsgruppe sind dem öffentlichen

Dienst zugeordnet, aber auch der zivil- und

wirtschaftsrechtliche Bereich bietet eine Anzahl von

interessanten Beschäftigungsmöglichkeiten. In diesen

Bereich fallen vor allem viele Verwaltungsberufe.

Tourismus / Gastgewerbe / Hotellerie

Gerne mit Menschen zu tun haben

Die typischen Arbeitsfelder dieses Berufsfeldes

sind der Fremdenverkehr, das Gastgewerbe und

die Hotellerie. Tätigkeitsbereiche finden sich in

der Organisation oder Leitung von Gästeaufenthalten

und Reisen (Reisebüroassistent/-in, Hotel- und

Gastgewerbeassistent/-in), im Bereich der Gästebewirtung

(Koch/Köchin, Restaurantfachmann/-frau) bis hin

zu Tätigkeiten im Bereich Fitness- und Wellness (Fitnessbetreuung).

Berufsgruppen

− Rechtskanzleiassistent/-in

− Verwaltungsassistent/-in

− Fitnessbetreuung

− Gastronomiefachmann/-frau

− Hotel- und Gastgewerbeassistent/-in

− Koch / Köchin

− Mobilitätsservice

− Reisebüroassistent/-in

− Restaurantfachmann/-frau

− Systemgastronomiefachmann/-frau


Transport / Verkehr / Lagerwesen

Keep on moving

Dieser Berufsbereich umfasst einerseits alle Straßen-,

Bahn-, Flug- und Schiffverkehrsbetriebe, andererseits

Transportunternehmen, Speditionen und Reisebüros.

− Berufskraftfahrer/-in − Güterbeförderung

− Berufskraftfahrer/-in − Personenbeförderung

− Binnenschifffahrt

− Lagerlogistik

− Mobilitätsservice

− Reisebüroassistent/-in

Ob Schiene, Straße, Luftfahrt oder Schifffahrt − in dieser

Berufsgruppe ist Bewegung angesagt.

− Seilbahnfachmann/-frau

− Speditionskaufmann/-frau

− Speditionslogistik

− Straßenerhaltungsfachmann/-frau

− Vermessungstechniker/-in

Berufsgruppen

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32

Umwelttechnik / Rohstoffgewinnung / Energiegewinnung

Schau auf die Umwelt

Das Umweltbewusstsein schafft nicht nur neue Berufe,

sondern verändert auch das Tätigkeitsprofil in vielen

anderen Berufen. Von der Planung bis zur Beratung −

Umwelt ist „in“. Umdenken ist angesagt und im Bereich

− Entsorgungs- und Recyclingfachmann/-frau −

Abfall

− Entsorgungs- und Recyclingfachmann/-frau −

Abwasser

− Rauchfangkehrer/-in

Berufsgruppen

Umweltschutz und Ökologie längst passiert. Ob Energie-,

Müll- oder Wasserwirtschaft − die Anforderungen

werden immer höher.


TIPP:

Unter

www .talentcheck .org

kannst du testen,

ob du dich für technische

Berufe interessierst!

Für Mädchen ist die Berufsentscheidung noch vielschichtiger

als für Burschen. Oft beziehen Mädchen ihr

späteres Leben als Hausfrau und Mutter schon in den

Entscheidungsprozess mit ein. Um als Hausfrau auch

gut in Teilzeit arbeiten zu können, wählen Mädchen oft

traditionelle Frauenberufe. Dies zeigt uns die Tiroler

Lehrlingsstatistik sehr deutlich. Immer noch entscheiden

sich 49 % der Mädchen für nur drei Lehrberufe. Es

ist relativ leicht zu erraten, welche das sind:

1 . Einzelhandelskauffrau

2 . Friseurin und Perückenmacherin (Stylistin)

3 . Bürokauffrau

Auch unter den gesamten TOP TEN Berufen der Mädchen

finden sich fast ausschließlich typische Frauenberufe:

4 . Restaurantfachfrau

5 . Hotel- und Gastgewerbeassistentin

6 . Köchin

7 . Blumenbinderin- und händlerin (Floristin)

8 . Gastronomiefachfrau

9 . Pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin

10 . Chemielabortechnikerin

Bis jetzt zeigt sich, dass nach wie vor wenige Frauen

den Schritt in die so genannte männerdominierte

Arbeitswelt wagen. Jene Mädchen, die aber eine Ausbildung

in einem technischen Beruf absolvieren, sind

begeistert.

Mädchen und Berufswahl Headline

Die moderne Arbeitswelt hat auch für Mädchen sehr

viel zu bieten! Handwerkliche und technische Berufe

stellen heute keine so außergewöhnliche körperliche

Belastung mehr dar wie früher. Häufig wird mit dem

Computer oder mit hochmodernen Maschinen und Geräten

gearbeitet, die körperlich sehr anspruchsvollen

Tätigkeiten sind also auf ein Minimum reduziert. Außerdem

sind technische Berufe gut bezahlt und bieten viele

Aufstiegschancen.

Handwerklich-technisch interessierte Mädchen sollten

auf jeden Fall den Mut aufbringen sich für einen technischen

Beruf zu entscheiden!

Beruf Lehrlinge Burschen Mädchen

Informationstechnologie − Technik (IT-Technik) 106 95 11

Kraftfahrzeugtechnik 589 571 18

Elektrobetriebstechnik 191 184 7

Maschinenmechanik 122 118 4

Maschinenbautechnik 574 544 27

Quelle: WKT, Lehrlingsstatistik 2008

Im 21 .

Jahrhundert gibt

es nicht nur 10

Berufe, sondern

viel, viel mehr

Möglichkeiten!

Mädchen und Berufswahl

33


34

Burschen und Berufswahl

Auch der Großteil der Tiroler Burschen entscheidet

sich bei der Berufswahl für die traditionellen Männerberufe.

Das zeigt uns die Lehrlingsstatistik vom Jahr

2008. 20 % der Burschen entscheiden sich in Tirol für

drei Lehrberufe:

1 . Koch

2 . Kraftfahrzeugtechniker

3 . Maschinenbautechniker

Auch unter den TOP TEN Lehrberufen bei den Burschen

sind fast ausschließlich traditionelle Männerberufe:

4 . Sanitär- und Klimatechniker − Gas- und

Wasserinstallation

Sanitär- und Klimatechniker − Heizungsinstallation

5 . Einzelhandelskaufmann

6 . Elektroinstallationstechnik mit Prozessleit- und

Bustechnik

7 . Maurer

8 . Tischler

9 . Metalltechnik − Metallbearbeitungstechnik

(Schlosser)

10 . Zimmerer

Leider erlernen sehr wenige Burschen untypische Männerberufe.

Obwohl Männer in diesen Berufen sehr gefragt

sind und somit auch sehr gute Möglichkeiten in

untypischen Berufen haben.

TIPP:

Lass dich im BIZ der

Wirtschaftskammer

umfassend über alle

Berufsmöglichkeiten,

die dir offen stehen,

beraten!

Die moderne Arbeitswelt bietet sehr vielfältige Möglichkeiten.

Informiere dich über alle Berufe, vielleicht

sind gerade bei den „untypischen“ Berufe dabei, die dir

besonders entsprechen.

Beruf Lehrlinge Mädchen Burschen

Drogist/-in 134 133 1

Blumenbinder/-in und -händler/-in 53 50 3

Friseur/-in und Perückenmacher/-in 589 569 20

Pharmazeutisch-kaufmännische/-r Assistent/-in 127 124 3

Quelle: WKT, Lehrlingsstatistik 2008

Burschen und Berufswahl

Trau

dich, gegen den

Strom zu schwimmen

. Es wird sich

lohnen!


In einer Zeit, in der das ständig anwachsende Wissen

immer schneller veraltet, werden Flexibilität

und Überblicksdenken immer mehr zu unabdingbaren

Schlüsselqualifikationen. Die Gewinner in der modernen

Arbeitswelt sind diejenigen, die technisch-praktische

Fähigkeiten mit einer breiten Allgemeinbildung

verknüpfen können.

Aus diesem Grund gibt es seit dem Jahr 2008 in Tirol die

Möglichkeit, mit einer Lehrausbildung auch gleichzeitig

eine Matura abzuschließen.

Im Rahmen von Lehre und Matura kannst du einen Lehrberuf

erlernen und gleichzeitig Vorbereitungskurse für

die Matura kostenlos besuchen. Du hast so die einzigartige

Chance, eine praxisorientierte Berufsausbildung

gleichzeitig mit einer Matura zu absolvieren.

Alle wichtigen Infos dazu auf einen Blick:

− Lehre und Matura ist für jeden Lehrling kostenlos

− Der Einstieg ist in jedem Lehrberuf ab dem ersten

Lehrjahr möglich.

− Diese Matura ist eine vollwertige Reifeprüfung und

berechtigt für jedes Studum.

TIPP:

Informiere dich umfassend

zu dieser tollen

Ausbildungsmöglichkeit

unter

www .lehreundmatura .at!

Lehre und Matura

− Lehre und Matura wird in Tirol auf zwei verschiedene

Arten angeboten:

Integriertes Modell:

Die Vorbereitungskurse für den Maturastoff in den Fächern

Mathematik, Deutsch, Englisch und dem Fachbereich

(Inhalte aus dem erlernten Beruf) finden an

einem Tag pro Woche innerhalb der Arbeitszeit statt.

Meistens verlängert sich dadurch die Lehrzeit um ca.

ein halbes Jahr.

Begleitendes Modell:

Die Vorbereitungskurse für den Maturastoff in den Fächern

Mathematik, Deutsch, Englisch und dem Fachbereich

(Inhalte aus dem erlernten Beruf) finden am

Abend und am Wochenende statt. In diesem Modell

wird die Lehrzeit nicht

verlängert.

Lehre und Matura

35


Lehrausbildung für Maturanten

Du hast die Matura an einem Gymnasium oder an einer

berufsbildenden höheren Schule erfolgreich abgeschlossen?

Dein Wunsch wäre eine kurze und praxisorientierte

Ausbildung?

Ein Lehrabschluss in kürzester Zeit!

Die Kann-Bestimmung „Verkürzte Lehrzeit für Maturanten“

ermöglicht dir, einen Lehrberuf um ein Jahr

verkürzt zu absolvieren. „Kann-Bestimmung“ bedeutet

allerdings, dass auch dein Ausbildungsbetrieb damit

einverstanden sein muss, dass du die Lehre mit einem

Jahr verkürzt abschließen kannst.

Und so steigst du ein in die Karriere

mit Lehre:

− Du entscheidest dich für einen Beruf.

− Du suchst einen geeigneten Lehrbetrieb.

− Du schließt einen Lehrvertrag ab.

Starthilfe dabei bietet dir:

− das Berufs-Informations-Zentrum der Wirtschaftskammer

Tirol

− die Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Tirol

Verdienstmöglichkeiten:

Üblicherweise bekommst du ab dem ersten Tag deines

Lehrverhältnisses die für den betreffenden Beruf vorgesehene

Lehrlingsentschädigung des 2. Lehrjahres und

bist sozialversichert. Nach einem Jahr bekommst du die

Lehrlingsentschädigung des 3. Lehrjahres.

36 Lehrausbildung für Maturanten

Voraussetzungen:

− abgeschlossene allgemeinbildende höhere Schule

(AHS) mit Reifeprüfung

− abgeschlossene berufsbildende höhere Schule (BHS)

mit Reifeprüfung

− abgeschlossene mindestens dreijährige berufsbildende

mittlere Schule (BMS) mit Abschlussprüfung

TIPP:

Information und Unterstützung

gibt’s im Berufs-

Informations-Zentrum der

Wirtschaftskammer

Tirol!

Matura

und Lehre − eine

tolle Chance

für dich!


Die integrative Berufsausbildung ist − wie die Lehre −

im Berufsausbildungsgesetz geregelt. Nach den Bestimmungen

der integrativen Berufsausbildung können

verlängerbare Lehrverträge oder eine Ausbildung in

Teilqualifikationen vereinbart werden.

Wer kommt für die integrative Berufsausbildung

in Frage?

Jugendliche, die vom Arbeitsmarktservice (AMS) nicht

in eine Lehrstelle vermittelt werden können und entweder:

− am Ende der Pflichtschule sonderpädagogischen Förderbedarf

hatten

− keinen positiven Hauptschulabschluss aufweisen

− Behinderungen im Sinne des Behinderteneinstellungsgesetzes

aufweisen

− aus sonstigen, in der Qualifikation des Jugendlichen

liegenden Gründen bei der Lehrplatzsuche erfolglos

bleiben

Was bedeutet „verlängerbare Lehr-

ausbildung“?

Für Jugendliche,

− die vom AMS für eine integrative Berufsausbildung

vorgesehen werden, und

− bei denen angenommen werden kann, dass sie

grundsätzlich in der Lage sind einen Lehrabschluss

zu schaffen

können Lehrverträge abgeschlossen werden, bei welchen

entweder im Laufe der Lehrzeit oder auch gleich

am Beginn eine längere Lehrzeit vereinbart wird. Voraussetzung:

Die Verlängerung muss für die Erreichung

der Lehrabschlussprüfung notwendig sein. Eine Verlängerung

kann um höchstens ein Jahr, in Ausnahmefällen

um bis zu zwei Jahre, erfolgen.

Integrative Berufsausbildung

Was bedeutet Teilqualifizierung?

Für Jugendliche,

− die vom AMS für eine integrative Berufsausbildung

vorgesehen werden, und

− bei denen nicht angenommen werden kann, dass

sie in der Lage sind, einen Lehrabschluss zu schaffen

können Ausbildungsverträge abgeschlossen werden, bei

welchen Teilqualifizierungen durch Einschränkung auf

bestimmte Teile des Berufsbildes eines Lehrberufes vereinbart

werden. Die Dauer der Aubildung kann − je nach

Ausbildungsinhalten − ein bis drei Jahre betragen.

Wer sind die Ansprechpartner?

Das AMS (www.ams.at) versucht, alle Jugendlichen in

Lehrstellen zu vermitteln. Wenn dies nicht möglich ist,

sucht das AMS für jene Jugendlichen, auf welche die

Voraussetzungen zutreffen, Ausbildungsplätze im Rahmen

der integrativen Berufsausbildung. Die Berufsausbildungs-Assistenz

( www.arbas.at) berät und unterstützt

die Jugendlichen und die Ausbildungsbetriebe

vor und während der Ausbildung. Die Lehrlingsstelle

der Wirtschaftskammer (www.tirol-lehrling.at) trägt

die Ausbildungsverträge bzw. Lehrverträge ein, wenn

alle Voraussetzungen vorliegen (AMS-Zuweisung, Berufsausbildungs-Assistenz)

und organisiert

die Abschlussprüfungen.

37


Wie findest du eine Lehrstelle?

Wichtig bei der Lehrstellensuche ist vor allem, früh

genug damit zu beginnen. Mit dem Halbjahreszeugnis

der 4. Klasse Hauptschule (wenn du schon im 9. Schuljahr

bist) oder der Polytechnischen Schule kannst du

dich bereits bei Firmen bewerben.

Das Internet als Informationsquelle nützen

Alle Betriebe, die zur Zeit Lehrlinge ausbilden, findest

du unter www .biz-tirol .at beim Menüpunkt „Ausbildungsbetriebe“.

Du kannst dich bei diesen Firmen um

eine Lehrstelle bewerben und bekommst einen sehr

guten Überblick, wieviele Ausbildungsplätze prinzipiell

vorhanden sind.

Das Berufs-Informations-Zentrum der Wirtschaftskammer

Tirol besuchen

Im BIZ bekommst du Auskunft, welche Betriebe prinzipiell

Lehrlinge ausbilden − was aber nicht unbedingt

heißen muss, dass auch dieses Jahr Lehrlinge eingestellt

werden.

Direkt bei den Betrieben nachfragen

Selbst wenn bei einem Betrieb keine freien Lehrstellen

ausgeschrieben sind, kannst du trotzdem anrufen

und nachfragen, ob du dich bewerben darfst. Dadurch

zeigst du, dass du selbstständig bist und für eine berufliche

Ausbildung geeignet bist.

Zeitungsannoncen studieren

In Tageszeitungen, Bezirksblättern, Regionalzeitungen

oder Stadtmagazinen finden sich oft Anzeigen für freie

Lehrstellen.

38 Wie findest du eine Lehrstelle?

Das Arbeitsmarktservice (AMS) kontaktieren

Hier gibt es ein Verzeichnis der offenen Lehrstellen.

Denke aber daran, dass viele Unternehmer ihren Bedarf

nicht über das AMS decken. Nur 30-40 % der freien

Lehrstellen werden über das AMS vermittelt. Alle freien

Lehrstellen, die dem Arbeitsmarktservice gemeldet

werden, findest du unter www .ams .at/lehrstellen

Mit Verwandten, Bekannten und

Freunden reden

TIPP:

Je früher du mit der

Suche startest, desto

einfacher ist es, eine

passende Lehrstelle

zu finden.

Oft ist es auch möglich, durch Mundpropaganda eine

freie Lehrstelle zu bekommen.

Die Berufspraktischen Tage/Wochen nutzen

Das ist bestimmt die beste Möglichkeit, sich eine freie

Lehrstelle zu sichern. Eine Umfrage hat gezeigt, dass

über 70 Prozent der Unternehmer die künftigen Lehrlinge

mit Hilfe der Schnupperlehre auswählen.


Die Nachfrage nach Lehrstellen ist momentan sehr

groß. Deshalb sollten deine schriftlichen Bewerbungsunterlagen

so toll gestaltet sein, dass der Leser/die Leserin

der Unterlagen sofort auf dich aufmerksam wird.

Eine Bewerbung ist zugleich auch eine Werbung für dich

selbst. Dein zukünftiger Chef kennt dich noch nicht.

Das erste, was er von dir zu sehen bekommt, sind deine

Bewerbungsunterlagen. Sie vermitteln einen Eindruck

von deiner Arbeitsweise und deiner Persönlichkeit.

Deine Unterlagen sollen dazu motivieren, dich zu einem

Vorstellungsgespräch einzuladen. Du bist sicher nicht

der/die einzige, der/die sich für die Stelle bewirbt. Du

musst also Überzeugungsarbeit leisten.

Bewerbung um eine Lehrstelle

So solltest du deine Bewerbungsunterlagen

gestalten:

− weißes, nicht gemustertes Papier verwenden

− keine Eselsohren oder Schmutzflecken

− gestalte deine Unterlagen am Computer (außer es

werden handgeschriebene Unterlagen verlangt)

− einfach, klar, übersichtlich und aussagekräftig

schreiben

− sowohl Bewerbungsschreiben als auch Lebenslauf

sollten nicht länger als eine Seite sein

− vermeide unbedingt Rechtschreibfehler

TIPP:

Unbedingt das Anschreiben

für jede Bewerbung

anpassen . Keinesfalls

ein allgemein gehaltenes

Anschreiben an mehrere

Firmen schicken .

Bewerbung um eine Lehrstelle

39


Hier findest du ein Beispiel für ein Bewerbungsschreiben:

jeweils

2-4 Zeilenabstände,

je nach

Länge des

Schreibens

mind . 3

Zeilenabstände

Unterschrift

nicht

vergessen!

Halte unbedingt

einen

Abstand von

3-4 cm

vom Rand!

Maximilian Muster

Musterstraße 2

5030 Musterstadt

Tel: 0512/12345

maximilian.muster@yahoo.at

Sparkasse XY

Personalabteilung

z.H. Frau Angelika Beispiel

Beispielstraße 5

5030 Musterstadt

Bewerbung um eine Lehrstelle als Bankkaufmann

Sehr geehrte Frau Beispiel,

Musterstadt, 26.01.2009

ich bewerbe mich um die freie Lehrstelle als Bankkaufmann, die Sie in der Tageszeitung vom 24.01.2009

ausgeschrieben haben.

Die Arbeit in einer Bank hat mich schon immer interessiert und die Schnupperwoche, die ich vor kurzem

absolviert habe, hat mein Interesse nur bestätigt.

Sicher stellen Sie sich nun die Frage, warum ich der Geeignete für die freie Lehrstelle bin. In der Polytechnischen

Schule habe ich den kaufmännischen Fachbereich belegt. Ich verfüge also schon über Vorbildung

in Buchhaltung, Rechnungswesen und Textverarbeitung. Das sind auch jene Fächer, die mich am meisten

interessiert haben.

Im Fachpraktikum habe ich bei der Übungsfirma „Bank“ mitgearbeitet, wo wir verschiedenste Aufgaben zu

erledigen hatten, die auch in einer Bank gemacht werden müssen.

Ich würde mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Maximilian Muster

1 Lebenslauf

1 Zeugniskopie

Schriftgröße:

10-13

am besten

Name des

Personalverantwortlichen

Beilagen immer

ganz unten links

anführen

Den Betreff

fett schreiben,

nicht unterstreichen!

Keine

veralteten Grußformeln

wie

„Hochachtungsvoll“!

Warum bewerbe ich mich

für diese Stelle? Bezugnehmen

auf Inserat, Telefonat usw . Interesse

zeigen! Warum bin gerade ich für die

Stelle besonders geeignet? Welche

Anforderungen an diese Stelle

erfülle ich und warum?


Dein Lebenslauf

Für deinen zukünftigen Chef oder deine zukünftige

Chefin ist dein Werdegang ein entscheidendes Auswahlkriterium.

Viel Platz sollten eventuelle Berufserfahrungen

(Schnuppertage oder Praktika) und

Qualifikationen einnehmen, die besonders gut zur

ausgeschriebenen Stelle passen. Deine schulische

und berufliche Laufbahn sollte möglichst lückenlos

beschrieben sein. Verzichte jedoch unbedingt auf

Überflüssiges!

Der Aufbau sollte in jedem Fall tabellarisch sein, kaum

ein Vorgesetzter nimmt sich die Zeit Romane zu lesen.

Am meisten verbreitet ist die chronologische Variante −

von der heutigen Situation rückwärts bis zum Beginn

der Schulzeit. Eine andere Möglichkeit ist es, den Lebenslauf

nach Themenschwerpunkten zu gliedern: persönliche

Daten, Schulausbildung, Studium, Berufstätigkeit,

besondere Kenntnisse.

Foto

Nach dem ersten Aussieben ist der Berg auf dem Schreibtisch

eines Personalchefs sehr stark geschrumpft. Aber

auch der Rest an Bewerbungsunterlagen kann unmöglich

im Detail gelesen werden. Also wird sich der Personalverantwortliche

neben der allgemeinen äußeren Form

auch das Foto des jeweiligen Bewerbers ansehen.

Das Foto sollte möglichst Sympathie auslösen. Menschen

werden oft nach ihrem Aussehen, der Mimik und

der Kleidung beurteilt. Auch die Qualität und das Format

des Bildes sind ein wichtiger Faktor. Es sollte professionell

aufgenommen − also nicht selbst fotografiert

sein oder von einem Automaten stammen.

Dein Foto kannst du rechts oben auf den Lebenslauf

heften. Außerdem solltest du es auf der Rückseite mit

Namen und Adresse versehen, damit es wieder zuge-

ordnet werden kann, falls es aus dem Lebenslauf herausrutscht.

Du kannst das Foto übrigens auch rechts oben am Lebenslauf

einscannen.

TIPP:

Das Bewerbungsschreiben ist

deine persönliche Visitenkarte

− je besser er sich von

denen anderer Bewerber abhebt,

desto größer ist deine

Chance auf eine Einladung

zum Bewerbungsgespräch .

Bewerbung um eine Lehrstelle

41


Hier findest du ein Beispiel für einen Lebenslauf:

Lebenslauf

Zur Person Maximilian Muster

geboren am 15.05.1994 in Innsbruck

Adresse Musterstraße 2

5030 Musterstadt

Tel: 0512/12345

maximilian.muster@yahoo.at

Eltern Hans Huber, Versicherungsangestellter

Marta Huber, Bankkauffrau

Geschwister Eva Huber, Schülerin

Schulbildung 2000-2004 Volksschule Musterstadt

2004-2008 Hauptschule Musterstadt

2008-2009 Polytechnische Schule Musterstadt

Praktika November 2008

Schnupperwoche bei der Bank XY

Besondere Kenntnisse ECDL (Computerführerschein)

Italienisch

Hobbys Tennisspielen, Fußballspielen, Lesen,

mit dem Computer arbeiten

Ort und Datum −

Vergiss nicht, auf

das aktuelle Datum

zu achten!

Foto

Musterstadt, am 26.01.2009 Maximilian Muster

Unterschrift


Online Bewerbung

Auch außerhalb der Computerbranche wird diese Art

der Bewerbung vor allem von größeren Firmen immer

häufiger gewünscht oder sogar ausdrücklich verlangt.

Aber keine Angst: Dabei handelt es sich meist um ein

kurzes Anschreiben und eine angehängten Lebenslauf.

Der Rest wird nach positiver Rückmeldung dann oft

nachgefordert oder beim Bewerbungsgespräch selbst

mitgenommen.

Auf der

Homepage des

Berufs-Informations-

Zentrums unter www .

biz-tirol.at findest du

weitere Informationen

und Tipps über die

Online-Bewerbung .

Du solltest einer solchen elektronischen Bewerbung

aber ebenso große Aufmerksamkeit schenken wie einer

herkömmlichen, da diese genauso gründlich gelesen

und meist auch ausgedruckt wird. Außerdem neigt man

gerade im Internet etwas zum „Hudeln“, sodass sich oft

Schlampigkeitsfehler einschleichen.

Bewerbung um eine Lehrstelle

43


44

Checkliste − Bewerbungsüberblick

Wer sich in einer Bewerbungsphase befindet, schreibt

meistens mehrere Bewerbungen an die unterschied-

Firma

Ansprechpartner

Telefonnummer

Bewerbung um eine Lehrstelle

Datum

der Bewerbung

lichsten Firmen. Folgende Tabelle soll dir dabei helfen,

nicht den Überblick zu verlieren.

Datum

1 . Nachfrage

Datum

2 . Nachfrage

Datum

Zusage / Absage


Du hast es geschafft! Die erste Hürde unter den oftmals

sehr vielen Einsendungen hat deine Bewerbung

hinter sich gelassen. Toll! Eine Einladung zu einem

Vorstellungsgespräch bietet dir die Gelegenheit, den

positiven Eindruck deiner schriftlichen Bewerbung zu

untermauern. Wenn du ebenso methodisch vorgehst

wie bisher, sollte das gelingen.

Was du für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch

unbedingt beachten solltest:

− Über den Lehrbetrieb und den Ausbildungsplatz solltest

du dich schon gründlich informiert haben.

− Plane den Weg zum Betrieb. Mach dich zehn Minuten

früher als notwendig auf den Weg.

− Kleide dich gepflegt. Achte auch auf deine Schuhe.

− Schalte dein Handy aus.

− Lass den Kaugummi und den i-Pod zu Hause.

− Sei natürlich, spiele keine „Rolle“.

− Achte darauf, dass deine Hände nicht in den Hosentaschen

sind.

− Setz dich erst, wenn du dazu aufgefordert wirst.

− Sei aufmerksam und antworte auf Fragen konzentriert

und sachlich.

− Behalte Augenkontakt mit deinem Gesprächspartner.

− Freundlichkeit ist der beste Weg zu einem guten

Gesprächsklima.

− Wenn du Interesse an der Lehrstelle hast, bring dies

deutlich zum Ausdruck.

Typischer Ablauf eines Vorstellungsge-

spräches:

− Begrüßung

− Deine Bewerbungsmotive

− Deine Eignung für den Lehrberuf

− Information zum Unternehmen und Arbeitsplatz

− Deine Fragen


Verabschiedung

Das Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräch

45


Checkliste möglicher Fragen beim Vorstellungsgespräch:

− Warum möchtest du gerade bei uns anfangen?

− Was weißt du über unser Unternehmen?

− Was machst du in deiner Freizeit?

− Was sind deine Stärken? Was sind deine Schwächen?

− Nenne drei Gründe, warum wir gerade dich einstellen

sollten.

− Arbeitest du lieber alleine oder im Team?

− Wie bist du gerade auf diesen Lehrberuf gekommen?

− Wie stellst du dir die Arbeit (Aufgaben, Tätigkeiten

und Materialien) in diesem Beruf vor?

− Was waren deine Lieblingsfächer in der Schule?

Auch auf solche Fragen solltest du vorbereitet

sein:

− Warum hast du einen Vierer in diesem Fach?

− Ich sehe, du bist etwas älter. Was ist da passiert? Hast

du eine Klasse wiederholt? Warum?

− Bist du in der Schule oft zu spät gekommen?

− Hast du viele Freunde?

− Interessierst du dich für Politik?

− Welche Aufgabe bereitet dir am meisten Schwierigkeiten?

− Warum sollen wir gerade dich in unseren Betrieb einstellen?

46 Vorstellungsgespräch

Fragen, die du stellen könntest:

− Zu welcher Abteilung gehöre ich?

− Wer wird mein nächster Ansprechpartner sein?

− Wie sind meine Arbeitszeiten?

− Gibt es Arbeitsbekleidung?

− Habe ich einen eigenen Spind, wo ich meine Sachen

verstauen kann?


Wann könnte ich anfangen?


Schlüsselqualifikationen werden in unserer modernen

Berufswelt immer wichtiger und jeder spricht davon,

aber kaum jemand weiß, welche besonderen Fähigkeiten

zu den Schlüsselqualifikationen zählen.

Darunter verstehen wir all jene Verhaltensweisen und

Eigenschaften, die zwar nötig für die Berufsausübung

sind, aber nicht nur für einen Beruf, sondern für viele

verschiedene Berufe und Lebensbereiche Bedeutung

haben. Schlüsselqualifikationen zeichnen gemeinsam

mit den Fachqualifikationen einen guten Mitarbeiter,

eine gute Mitarbeiterin und somit auch einen guten

Lehrling aus. Sie sind die Grundvoraussetzung für Erfolg

im Beruf.

Besonders wichtige Schlüsselqualifikationen

sind zum Beispiel:

− Höflichkeit

Sei immer freundlich und zuvorkommend zu deinen

Vorgesetzen und Arbeitskollegen.

− Fleiß

Deine Arbeitsaufgaben solltest du sehr gewissenhaft

erledigen. Dein Ausbilder sollte merken, dass du Interesse

und Freude an der Arbeit hast.

− Pünktlichkeit

Sei am Morgen immer pünktlich an deinem Arbeitsplatz.

Unpünktlichkeit erweckt einen sehr schlechten

Eindruck.

− Ordnungssinn

Halte deinen eigenen Arbeitsplatz sauber und ordentlich.

Wenn dir auffällt, dass Gegenstände herumliegen,

wo sie nicht hingehören, verräume diese

auch ohne Aufforderung deines Ausbilders.

Was sind eigentlich

Schlüsselqualifikationen?

− Konzentrationsfähigkeit

Auch wenn du schon längere Zeit an einer bestimmten

Aufgabe arbeitest, solltest du nicht nachlässig

werden, sondern die Tätigkeit so gut wie möglich erledigen.

− Merkfähigkeit

Versuche, dir wichtige Dinge von Anfang an zu merken,

sodass du bei deinem Ausbilder nicht ständig

nachfragen musst.

− Genauigkeit

Versuche deine Arbeitsaufträge so genau durchzuführen,

dass dein Ausbilder weiß, dass er sich auf

dich verlassen kann.

− Teamfähigkeit

Einzelkämpfer sind heute nicht mehr gefragt, eine

gut funktionierende Zusammenarbeit mit deinen Arbeitskollegen

ist wichtig!

− Hilfsbereitschaft

Gleich mit anpacken, wenn im Betrieb Hilfe benötigt

wird.

− Geduld

Nicht alles kann immer sofort geschehen, auf bestimmte

Dinge muss man hin und wieder auch ein

bisschen warten.

− Zielstrebigkeit

Du solltest für dich selbst ein Ziel vor Augen haben,

auf das du gerne hinarbeiten möchtest (z.B. Teilnahme

an den Lehrlingswettbewerben, das Bestehen der

Lehrabschlussprüfung).

Schlüsselqualifikationen

47


Schlüsselqualifikationen erscheinen wie Eigenschaften,

die selbstverständlich sind. Bei genauerem Hinsehen

merkst du aber sicher, wenn du ganz ehrlich zu dir

selbst bist, dass es bei der einen oder anderen Qualifikation

vielleicht noch Mängel gibt. Das Ziel sollte also

sein, die Kompetenzen, die bei dir nicht so stark ausgeprägt

sind, zu trainieren, um die Mängel auszugleichen.

Jemand der zum Beispiel dazu neigt, zu Verabredungen

zu spät zu kommen, sollte im Berufsleben unbedingt

darauf achten, pünktlich zu sein.

Jene Fähigkeiten, die besonders im zwischenmenschlichen

Bereich sehr wichtig sind, gewinnen immer mehr

an Bedeutung. Das heißt natürlich nicht, dass Fachwissen

nicht mehr benötigt wird − ganz im Gegenteil.

Die fachliche Ausbildung bleibt die Basis. Jeder Mensch

braucht für seinen Beruf ganz bestimmte Fähigkeiten

und Fertigkeiten. Sehr gute Mitarbeiter sind allerdings

diejenigen, die berufsbezogenes Können mit Schlüsselqualifikationen

verbinden.

48 Schlüsselqualifikationen

Grundvoraussetzung für all das ist das Interesse und die

Freude am Beruf, weil nur dadurch entsprechende Qualität

auf Dauer erhalten werden kann. Nur so können

berufliche Fertigkeiten und Kenntnisse in Verbindung

mit den oben angeführten Schlüsselqualifikationen effektiv

und erfolgreich eingesetzt werden.


Mit der Entscheidung für eine bestimmte Ausbildungsrichtung

legst du wichtige Grundlagen für deinen weiteren

Lebensweg und deine berufliche Zukunft. Darum

solltest du die Berufsentscheidung nicht dem Zufall

überlassen und gut darüber nachdenken. Durch die

Vielfalt an Lehrberufen (ca. 180 in Tirol) ist die Berufswahl

natürlich eine große Herausforderung für dich.

Die Qual der Wahl − Wer hilft dir?

Das BIZ bietet dir und deinen Eltern die Möglichkeit auf

ein individuelles und kostenloses Beratungsgespräch.

Im Zuge der Berufs- und Bildungsberatung wird dein

persönliches Interessenprofil erstellt und die verschiedenen

beruflichen Möglichkeiten, die in deinem Interessenbereich

liegen, erarbeitet.

Anschließend werden alle bedeutenden Faktoren der

Berufswahl analysiert und die Berufsberater unterstützen

dich dabei, deine Neigungen und Eignungen besser

und schneller zu erkennen.

Sie helfen dir gerne bei der Beantwortung vieler ungelöster

Fragen:

− Welche Tätigkeiten würdest du gerne ausüben?

− Mit welchen Materialien würdest du gerne arbeiten?

− Wie würdest du gerne mit Menschen zusammenarbeiten?

− Welche Arbeitsplätze könnten für dich die richtigen

sein?

− Wo liegen deine Stärken?

Berufs-Informations-Zentrum der

Wirtschaftskammer Tirol

Egger-Lienz-Straße 116 | 6020 Innsbruck

T 05 90 90 5-7253 | E biz@wktirol.at | W www.biz-tirol.at

Beratungsgespräch im Berufs-

Informations-Zentrum Headline (BIZ)

Ruf uns an,

komm zu uns,

wir beraten dich

gerne!

Weiters bietet das BIZ umfassendes Informationsmaterial

zum Thema Lehre und verfügt über eine Liste aller

Tiroler Ausbildungsbetriebe.

Die BIZ-Videothek beinhaltet 200 DVDs zu Berufen. Mit

Hilfe dieser Filme erhälst du sehr gute Einblicke in die

unterschiedlichsten Berufe.

Beratungsgespräch im BIZ

49


Informationen aus dem Internet

www .biz-tirol .at

Berufs-Informations-Zentrum (BIZ) der Wirtschaftskammer Tirol

www .tirol .bic .at

Österreichischer Berufsinformationscomputer bic

wko .at/lehrbetriebsuebersicht

Übersicht über alle Ausbildungsbetriebe

wko .at/lehrstellen

Freie Lehrstellen

www .tirol-lehrling .at

Lehrlingsstelle der Wirtschaftkammer

www .lehrberufe .tsn .at

Tiroler Fachberufsschulen

www .lehrlingswettbewerb .at

Tiroler Lehrlingswettbewerb der Wirtschaftskammer

www .berufsbildendeschulen .at

Berufsbildende Schulen in Österreich

www .lehreundmatura .at

Alle Informationen zur Lehre mit Matura

www .lehrlingsvz .net

Communitiy-Portal für Lehrlinge

www .xchange-info .net

Auslandsaufenthalt für Lehrlinge

www .lehrlingsstelle .at

Lehrlingsstelle für land- und forstwirtschaftliche Lehrberufe

www .ams .at/tirol

Arbeitsmarktservice Tirol

50 Informationen aus dem Internet


Berufs-Informations-Zentrum der

Wirtschaftskammer Tirol

Egger-Lienz-Straße 116 | 6020 Innsbruck

T 05 90 90 5-7253 | E biz@wktirol.at | W www.biz-tirol.at

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