Unternehmerin-1-10.pdf - Käte Ahlmann Stiftung

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Unternehmerin-1-10.pdf - Käte Ahlmann Stiftung

AuS DEM VErBAND

»Frauen sind nicht genug in der Wirtschaft vertreten...« Ein außergewöhnlicher Verband!

ein besuch beim Gründungsmitglied Juliane Lösch – aufgezeichnet von Pia Wetzorke Von dorothee schröder

Am 30. November 1954 gründeten 31

unternehmerinnen in Köln den ersten und

bisher einzigen »weiblichen« wirtschaftsverband

in Deutschland, damals unter der

Bezeichnung »Vereinigung von unternehmerinnen«

(Vvu).

Im Februar 2010 besuchten Kristina tröge r,

damals noch stellvertretende LV-Vorsitzen-

de für Hamburg/Schleswig-Holstein, und

Hanni reese, langjähriges Vdu-Mitglied

und ehemalige LV-Vorsitzende Schleswig-

Holstein, Juliane Lösch (vormals Ahlmann)

und gratulierten ihr zu ihrer 55-jährigen Mitgliedschaft

im Vdu. Die Schwiegertochter

von Käte Ahlmann ist das letzte noch lebende

Gründungsmitglied des unternehmerinnenverbandes

und ein Lexikon in

Bezug auf die Gründung des Verbandes.

Juliane Lösch berichtete vom Gründungstag

im Kölner Domhotel: Das so genannte

»Hochzeitszimmer« brachte zwar den Vvu

hervor, doch war es wohl alles andere als

herrschaftlich hergerichtet. Frau Lösch erinnert

sich an einen »sehr dunklen, düsteren

raum«. Die 31 Gründungmitglieder

waren unternehmerinnen, die Käte Ahlmann

persönlich angefragt und eingeladen

hatte. Alle anwesenden unternehmerinnen

teilten Käte Ahlmanns Überzeugung, dass

es eines eigenen Verbandes bedurfte, um

der bisherigen Nichtachtung von Frauen

in der wirtschaft etwas entgegen zu setzen.

Frau Lösch war zum Gründungszeitpunkt

Besitzerin einer Kachel-Fabrik für

Ölofen (Ahlmann-Keramik K.G., uetersen/

Holstein), und junge witwe, denn ihr Ehemann,

ein Sohn der Gründerin und ersten

Präsidentin Käte Ahlmann, war kurz zuvor

bei einem tragischen unfall ums Leben gekommen.

Juliane Lösch selbst wurde nach

der Gründung Schriftführerin der Vereinigung,

verbrachte die späten 1950er Jahre

sowie weitere Jahre mit ihrem zweiten Ehemann

jedoch berufsbedingt im Ausland.

Juliane Lösch gemeinsam mit

den beiden VdU-Gratulantinnen

Kristina Tröger und Hanni Reese

in ihrem Haus in Ratzeburg.

»Doch der Vvu und späterem Vdu bin ich

auch aus der Ferne steht’s treu geblieben«,

sagt Juliane Lösch rückblickend. Im weiteren

Verlauf des Vormittags erzählte sie den

Aus dem gekürzten Stenogrammbericht über

die »Gründungssitzung der »Vereinigung

von Unternehmerinnen« am 30.11.1954 in

Köln, Domhotel, 10 Uhr«:

Abstimmung:

Wer wünscht Mitglied

der Vereinigung zu werden?

31 Damen stimmen zu.

Hiermit hat die »Vereinigung von Unternehmerinnen«

das Licht der Welt erblickt.

Heftig diskutiert wurde über die Orte

Köln oder Hamburg [als gemeinsamen Sitz

der Vereinigung]. Gleichfalls wurden

Frankfurt/Main und Bonn vorgeschlagen.

Mme. Foinant gab auch hierzu ihre

Erfahrungen kund, sie fand Köln

zentraler gelegen.

Da anscheinend die vorläufig arbeitenden

Damen mehr aus Hamburg und Umgebung herkommen,

so wurde auf Vorschlag von Frau

Ahlmann Hamburg als Sitz der Vereinigung

angenommen. Viele Sitzungen hingegen

sollen in Köln stattfinden.

Besucher innen ebenso noch von ihrem

bisher überaus interessanten und ereignis-

reichen Leben.

Große Namen wie Coca-Cola oder aktuell Apple mit dem iPod zei-

gen, wie weit eine starke Marke tragen kann. Marken bewirken Ver-

trauen und dienen in der wirtschaft der wertschöpfung. In unterneh-

men gilt ein konsequentes Markenmanagement – für Produkte und

Firmen – als zentraler Faktor für langfristigen Erfolg.

unternehmen, aber auch Verbände, leben von dem Image und dem

Bild, das sie in den Köpfen der Menschen erzeugen. Auch der Vdu

hat sich entschlossen, seine Ziele durch eine professionelle Marken-

führung zu untermauern – um ein Maximum an wirkung zu erzielen.

In einer Sondersitzung traf sich am 25. November 2009 die KoMt-

Gruppe – namentlich Dr. Gabriela Berndt, Ingrid Kleinert-Bartels,

Katja Korehnke, Anne Neh, Dorothee Schröder und Gruppenleiterin

Martina teichelmann – mit Vdu-Geschäftsführerin Carlotta Köster-

Brons, um die Markenidentität des Vdu zu formulieren. Das vorliegende

Ergebnis (siehe Grafik) ist mit den Landesvorständen und

dem Bundesvorstand abgestimmt und die verbindliche Leitlinie für

unseren professionellen Auftritt.

Verband mit vielfältigen Profilen

was für eine Marke ist der Vdu? Der Verband entstand 1954 aus

dem beispielhaften Engagement von 31 unternehmerinnen. Die

Gründerinnen verbanden Pioniergeist, eine starke werteorientierung

und der wille, sich wirtschaftlich durchzusetzen. In den konservativen

50er Jahren war dieser Schritt eine richtungweisende Zäsur.

Heute vertritt der Vdu bundesweit 1.600 unternehmerinnen, Freibe-

ruflerinnen, Selbstständige und Managerinnen. Die Bandbreite der

wirtschaftlichen Profile ist groß. Die Vdu-Frauen haben ganz unterschiedliche

persönliche wurzeln, Vorhaben und Kompetenzen. Sie

führen erfolgreich große, mittlere und Einzelunternehmungen aus

allen Branchen.

Selbstbewusst und bunt

Die Vielfalt der unternehmerinnen ist unser Potenzial, weil wir uns

gegenseitig bereichern. Zugleich ist sie eine Aufgabe, denn der Verband

will alle Mitglieder gleichermaßen vertreten und in der Öffentlichkeit

repräsentieren. Die KoMt-Gruppe hat die komplexe Identität

des Vdu zu einer tragfähigen Marke entwickelt – um eine professionelle

Basis für die Verbandsarbeit zu schaffen.

Ein Wirtschaftsverband – nur für Frauen

Der einzige ‚weibliche’ wirtschaftsverband in Deutschland ist ein

besonderer Verband. wir verbinden Professionalität und Kompetenz

mit Herzlichkeit. Vor allem aber ist uns unternehmerischer Geist

Dorothee Schröder (txt-coach)

ist Mitglied des Landesvorstands des VdU

Niedersachsen und der KOMT-Gruppe.

gemeinsam und der wille, uns zu vernetzen und gegenseitig voranzubringen

– und das Bild der unternehmerisch tätigen Frauen in

Deutschland maßgeblich zu gestalten. Auf der Basis unserer Markendefinition

werden wir unsere Aktivitäten weiter professionalisieren

und in Zukunft noch geschlossener und erkennbarer in der Öffentlichkeit

agieren – im Sinne unserer definierten Ziele und Visionen.

Markensteuerrad von icon added value – übertragen auf den VdU

Das Markensteuerrad von icon added value ist ein effektives Modell, mit

dem sich eine Marke sehr gut steuern lässt. Es bündelt die zentrale Markenkompetenz,

den Nutzen und zentrale Eigenschaften und Werte sowie den

sinnlich wahrnehmbaren Auftritt und erfasst damit rationale und emotionale

Aspekte einer Marke.

Wer sind wir?

Als einziger branchenüber -

greifender Unternehmerinnen-

Verband nehmen wir wirtschaftlich

und gesellschafts-politisch Einfluß.

Der Verband zeichnet sich dadurch aus,

dass er sowohl Jung und Alt als auch

kleine mit großen von Unternehmerinnen

geführte Unternehmen verbindet.

Was bieten wir?

Wirtschaftskontakte

Austausch / Informationen

Poltische Interessenvertretung

Außenwirkung

Vorbilder

Emotionales Zuhause als

Unternehmerin

Internationale Kanäle

öffnen

Welche Werte

haben wir?

Leidenschaftlich

Selbstbewusst

Professionell

Glaubwürdig

Verantwortlich

Durchsetzungsstark

Nachhaltig

Vielfalt achtend

Wie treten wir nach außen auf?

Hochkarätig

Seriös

Professionelle Strukturen

Transparent

Kompetent

Bunt

mit einem einheitlichen

Erscheinungsbild

international

Fragen zum Markensteuerrad beantworten Ihnen gerne Pia Wetzorke aus der

Geschäftsstelle (Tel.: 030-2 03 08 45 42, E-Mail: pia.wetzorke@vdu.de) und

Dorothee Schröder, die in der KOMT-Gruppe die Ansprechpartnerin für das Markenrad

ist (Tel.: 0511-6 40 70 24, E-Mail: dsch@txt-coach.com).

52 DIE uNtErNEHMErIN Ausgabe 1/2010

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