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Bock E-Paper 2023 KW48

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8 Gesellschaft

8 Gesellschaft Bock | Dienstag, 28. November 2023 wieso sich ein probesterben lohnt RATGEBERKOLUMNE MEIN WILLE GESCHEHE Svetlana Göllner, Heresta GmbH, SH Viele Menschen empfinden ein merkwürdiges Unbehagen, wenn sie an ihr eigenes Ableben denken und an das ganze Getue um den Nachlass - kein Lieblingsthema beim Kaffeekränzchen. Manche wenden sich ab und beruhigen sich mit dem Satz: «Meine Verhältnisse sind nichts Besonderes, ich brauche kein Testament.» Dies führt oft dazu, dass wichtige Vorsorgemassnahmen vernachlässigt werden. Es ist daher wichtig, zu prüfen, ob wirklich keine Erbschaftsregelung notwendig ist. Wir nennen diese Überprüfung «Probesterben». Man kann es mit einem Brandschutztraining vergleichen. Es geht darum, mögliche Risiken zu erkennen und dann proaktiv die nötigen Massnahmen zu ergreifen. Eine Unzahl an Fragen Ehepartner können sich fragen, was passiert, wenn zu einem Kind kein Kontakt besteht. Wie sollen dann Entscheidungen über die Erbschaft getroffen werden, zum Beispiel, wie mit der elterlichen Liegenschaft umgegangen werden soll? Das Kind auf den Pflichtteil zu setzen, wäre in diesem Fall keine vollständige Lösung. Und was ist, wenn der Erblasser minderjährige Kinder aus verschiedenen Partnerschaften hinterlässt? In die Erbschaftsregelung involviert wäre hier die Ex-Partnerin als gesetzliche Vertreterin des ersten Kindes, die jetzige Ehefrau als Erbin und ein Beistand, der das zweite Kind vertritt, weil die Mutter als Miterbin dieses nicht selbst vertreten kann. Entspricht diese knifflige Konstellation tatsächlich dem Willen des Erblassers? Oder wie ist die Situation bei einer Person im Konkubinat? Ist sie sich bewusst, dass der Konkubinatspartner kein gesetzliches Erbrecht hat? Und bedenkt sie die steuerlichen Folgen einer Begünstigung? Ist überhaupt genügend flüssiges Vermögen vorhanden, um die Erbschaftssteuern zu bezahlen? Es geht beim Probesterben nicht nur darum, zu überlegen, wie der Nachlass aufgeteilt wird, sondern auch, wie die Erbschaft organisiert werden soll und wer das Ganze geordnet, ohne Drama und ohne rechtliche Überraschungen umsetzen kann. Allem Unbehagen zum Trotz, ein gelegentliches Probesterben lohnt sich. 052 632 10 00, www.heresta.ch BOCK-HEIMAT: Adrian Klobucar PORTRÄT DER WOCHE SCHAFFHAUSEN Adrian Klobucar ist 2007 in Zürich geboren und lebt in Schaffhausen. Seit 2020 ist er ein sehr begeisterter Aviatikfan, weil damals im Spätsommer ein Hubschrauber vor seiner Haustür landete. Das faszinierte ihn. «Mein Papa hat mich auf die Idee gebracht, später einmal als Journalist zu arbeiten», erzählt der 16-Jährige. Seit vergangenem August ist er in der Werkklasse der Schaffhauser Sonderschulen (Berufsvorbereitungsklasse) und hat dort nur Positives erlebt. Regelmässig geht er am Mittwoch in verschiedenen Betrieben schnuppern, unter anderem im Atelier A als Kaufmann und beim «Bock». «Bock»: Wieso lebst du in der Region Schaffhausen? Adrian Klobucar: Ich bin hier aufgewachsen und habe keinen Grund wegzugehen. Der grösste Teil meiner Familie lebt hier und ich fühle mich wohl hier. Für mich hat Schaffhausen die ideale Grösse als Stadt und Kanton. Welcher Ort ist dein Lieblingsort? Klobucar: Mein Lieblingsort ist der Rheinfall! Einfach, weil er gigantisch ist. Ich bin gerne dort. Am 31. Juli 2023 war ich am Rheinfallfeuerwerk und habe die Militärflugshow sehr cool gefunden. Adrian Klobucar träumt davon, später einmal Journalist zu werden. In seiner Freizeit geht der 16-Jährige gerne reiten, schwimmen und ist ein begeisterter Aviatikfan. Bild: zVg. Was ist deine Lieblingsbeschäftigung in der Freizeit? Klobucar: Ich gehe fast jeden Freitagnachmittag auf einen Islandpferdehof, um zu reiten. Das mache ich seit etwa neun Jahren und nach wie vor gerne. Mein anderes Hobby ist Schwimmen. Am Wochenende gehe ich ab und zu auf Flughäfen, um Luftfahrzeuge jeglicher Art zu beobachten und zu fotografieren. Ich lese jeden Tag online Schaffhauser Zeitungen. Was tust du dafür, um später einmal Journalist zu werden? Klobucar: Mein Papa hat mich auf die Idee gebracht, weil ich sehr schlecht in Mathematik, aber dafür sehr gut in Deutsch bin. Ich bin seit diesem August in der Werkklasse der Schaffhauser Sonderschulen und das hat auch mein Lehrer beob- achtet. Eines Tages konfrontierte er mich sehr überraschend damit und hatte eine hervorragende Idee: Ich darf, wenn ich einverstanden bin, eine Zeitung für die ganze Schule machen. Ich gebe zu, das war für mich im ersten Moment eine grosse Überforderung – aber ich habe nicht lange gezögert und habe Ja gesagt. Seitdem bin ich wie eine Schreibmaschine und voll motiviert am Schreiben. Am Montag, den 20. November 2023, habe ich meinen Rekord geknackt: Ich habe vier Seiten über Geografie in ein bisschen mehr als drei Stunden geschrieben. Auf meine Leistung bin ich immer noch stolz. (lg.) Publireportage BACH UM ACHT IM DEZEMBER Vorweihnachtliche Klänge bei Schaffhausen Klassik: Der Abend «Bach um Acht – Kantaten zum Advent» ist ganz seinem Namensgeber Johann Sebastian Bach gewidmet. Am Freitag, 8. Dezember, tritt das international bekannte Capricornus Consort Basel zusammen mit dem Vokalconsort inFlumine auf. PUBLIREPORTAGE SCHAFFHAUSEN Musik-Collegium Schaffhausen Das vierte Konzert von Schaffhausen Klassik stimmt auf die Weihnachtszeit ein: Zwei Kantaten und ein Konzert stehen auf dem Programm und bringen sowohl Licht als auch wohltönende Klänge in die Kirche St. Johann. Neben zwei Kantaten wird auch das bekannte Doppelkonzert in d-Moll für zwei Violinen zu hören sein. Musik wie warmer Kerzenschein Klänge, die in der kalten Jahreszeit wärmend umhüllen: Nicht nur zu Bachs Zeiten sollten die Kantaten die Kälte in der Nikolaikirche in Leipzig vertreiben – auch am Konzert wird es darum gehen, ein musikalisches Gegengewicht zu den Tickets «Bach um Acht»: CHF 60 | 50 | 35 | 25 8. Dezember, 20 Uhr, St. Johann, Schaffhausen Freier Eintritt für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende bis 25 Jahre (ausgenommen Plätze in der 1. Kategorie: Vorverkauf CHF 10) kalten Tagen zu bieten. Dafür bieten sich die beiden Kantaten BWV 36 und 61 gut an: «Schwingt freudig euch empor» als Titel der Ersteren deutet bereits den heiteren, lebhaften Gestus der Komposition an. Auch die Zweite gehört zu Bachs bekanntesten Kantaten: «Nun komm, der Heiden Heiland». Inmitten der beiden Adventskantaten erklingt das beliebte Doppelkonzert für zwei Violinen in d-Moll, welches im Repertoire so mancher Violinistinnen und Violinisten verankert ist. Die Mitwirkenden: Capricornus Consort Basel und Vokalconsort inFlumine Das Capricornus Consort Basel ist den Umgang mit Alter Musik gewohnt: Mit grossem Einsatz widmet es sich Meisterwerken der barocken Musik und erarbeitet diese auf barocken Instrumenten. Der künstlerische Leiter des Ensembles, Péter Barczi, gründete das Ensemble 2006 mit weiteren Musikerinnen und Musikern, welche das gemeinsame Ziel verfolgen, dem Publikum hochstehende, der historischen Aufführungspraxis verpflichtete Interpretationen des anspruchsvollen Repertoires zu bieten. Zusammen mit Éva Borhi, Mitbegründerin des Ensembles, wird er die solistischen Passagen des Doppelkonzerts für zwei Violinen spielen. Das preisgekrönte Ensemble hat bereits zahlreiche Einladungen zu renommierten Festivals wie dem Bachfest Leipzig oder dem Musikfest Stuttgart erhalten. Darüber hinaus zeichnet es sich durch seine von der internationalen Fachpresse gelobte Diskographie aus, unter anderem mit mehreren Einspielungen mit der Sopranistin Miriam Feuersinger und dem Countertenor Franz Vitzthum. Mit dabei am 8. Dezember ist auch das Ensemble «Vokalconsort inFlumine»: Jenes wurde 2021 für das Sommer-Projekt «5× Bach um 5» unter der Leitung von Dirigentin Annedore Neufeld gegründet und begeisterte schon damals mit seinem Gespür für bereichernde Interpretationen. Auch für «Bach um Acht» kommen wieder renommierte Bach-Sängerinnen und Sänger wie Mirjam Wernli, Raphael Höhn oder Tobias Wicky zusammen. «Bach um Acht»: Das Konzert am 8. Dezember beginnt um 20 Uhr, bereits ab 19 Uhr gibt es vor dem St. Johann die Möglichkeit zum Austausch bei warmem Glühwein. Weitere Informationen zum Konzert unter: schaffhausen-klassik.ch Das preisgekrönte Ensemble Capricornus Consort Basel tritt am 8. Dezember im St. Johann in Schaffhausen auf. Bilder: zVg. Vorschau auf die nächsten Konzerte Samstag, 20. Januar, 19.30 Uhr, St. Johann Schaffhausen Schaffhausen Klassik V: Klangzauber Werke von Paul Hindemith, Frank Martin und Johannes Brahms Mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, Tosca Opdam, Violine und Annedore Neufeld, Leitung Freitag, 16. Februar, 19.30 Uhr, St. Johann Schaffhausen Schaffhausen Klassik VI: Mysteries – Patricia Kopachinskaja Werke von György Ligeti und Gustav Mahler Mit dem Kammerorchester Basel, Patricia Kopachinskaja, Violine, Hélène Walter, Sopran und Pierre Bleuse, Leitung Freitag, 1. März, 19.30 Uhr, St. Johann Schaffhausen Schaffhausen Klassik VII: Posaune, Pärt und mehr Werke von Joseph Haydn, Ferdinand David, Arvo Pärt und Robert Schumann Mit dem Musikkollegium Winterthur, Jörgen van Rijen, Posaune und Jan Willem de Vriend, Leitung Mit dabei ist auch das «Vokalconsort inFlumine», das im Sommer 2021 unter der Leitung von Dirigentin Annedore Neufeld gegründet wurde.

9 Bock Kultur Sport Der Chor «chorisma» lädt zur stimmlichen Liebesromanze in der Bachturnhalle ein. Seite 11 Handball-Spektakel vor grosser Kulisse Mit Vorfreude ins Topspiel: Heute empfangen die Kadetten Schaffhausen den Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt zum European League Rückspiel. Beflügelt von der nahezu ausverkauften Heimkulisse, will die Equipe Bestleistungen abrufen. HANDBALL SCHAFFHAUSEN Lara Gansser Einen ganz besonderen Handball-Leckerbissen dürfen die Schaffhauser Sportbegeisterten heute Abend erwarten, wenn die Kadetten das deutsche Topteam SG Flensburg-Handewitt zum European League Rückspiel in der BBC Arena empfangen (Anpfiff 20.45 Uhr). Die Sitzplätze sind beinahe ausverkauft – die Vorfreude auf eine einzigartige Heimkulisse dementsprechend gross. «Das sind die Spiele, für die wir trainieren», so Headcoach Hrvoje «Cveba» Horvat. «Morgen wird die Halle im Rücken unser achter Spieler sein.» Ein Team mit Klasse Flensburg ist in der European League (Gruppe E) ungeschlagen und konnte sich so als erstes von zwei Teams bereits für die Hauptrunde qualifizieren. Auch in der Bundesliga hat die Mannschaft aus dem Norden einen sehr guten Lauf, sicherte sich am Samstag einen deutlichen 42:32-Auswärtssieg gegen den VfL Gummersbach und verteidigte so den aktuell vierten Tabellenrang. Im European League Hinspiel Mitte Oktober unterlagen die Munotstädter den Norddeutschen deutlich mit 32:46. «Wir wissen, über welche Qualitäten Flensburg verfügt. Und auch, dass wir klar in der Aussenseiterrolle in die Partie gehen», so Cveba Horvat. Das Positive daran: «Wir haben nicht so viel Druck.» Bereits ein Unentschieden gegen den ambitionierten Bundesligisten würde für die Kadetten die Qualifikation für die nächste Phase der European League sichern. Doch verstecken müssen sich die Schaffhauser keinesfalls: Ein zu gutes Beispiel dafür ist das European League Viertelfinalspiel gegen die Füchse Berlin. Mit 37:33 konnten die Kadetten den späteren Titelgewinner des Wettbewerbs bezwingen. Bocksport-Regional Handball-Highlight: Heute Abend empfangen die Kadetten (hier Luka Maros) den Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt zum Rückspiel in der European League. Bild: Ingrid Anderson-Jensen Jede Minute geniessen Was Horvat im heutigen Spiel von seiner Mannschaft erwartet? «Unsere Stärke muss in der Defensive liegen, da soll eine Festung stehen. Eine aggressive Deckung zeigt Entschlossenheit.» Die SG Flensburg-Handewitt arbeitet viel aus der Deckung heraus und brilliert mit einem starken Tempospiel nach vorne. «Das müssen wir kontrollieren und schauen, dass sie viel Energie für ihre Tore brauchen.» Das aktuelle Kader der SG ist äusserst international besetzt: Neben dem einzigen Deutschen (Kapitän Johannes Golla) finden sich elf Skandinavier und drei weitere Ausländer auf der aktuellen Kaderliste. Aufgrund einer Verletzung muss die Equipe von Trainer Nicolej Krickau weiterhin auf den dänischen Rückraum-Linken Simon Pytlick verzichten. Seitens Schaffhausen war gestern einzig noch unsicher, ob Sandro Obranovic spielen kann, der sich gegen Thun bei einem Schlag in den Kopfbereich verletzte. Allem voran wünscht sich Horvat, dass alle Spieler mit Freude ins Spiel gehen, an ihre Aufgaben denken, jede Minute auf dem Feld geniessen und so ihre bestmögliche Leistung abrufen. Denn: Nicht nur Flensburg hat einen guten Lauf. Auf den 36:26-Heimsieg der Kadetten gegen Lovcen-Cetinje folgte am Samstag der 29:23-Auswärtserfolg über Wacker Thun. Zwei Resultate, die Mut geben. «Durch diese Siege wachsen wir als Mannschaft zusammen», bestätigt Horvat. «Die Einstellung stimmt. Wir sind bereit dazu, Grosses zu leisten.» Berformance stellt sich vor, Onlinepost wühlt auf Am vergangenen Freitag stellten die FCS-Verantwortlichen den im Sommer angekündigten neuen Hauptsponsor «berformance» vor. FUSSBALL SCHAFFHAUSEN Ronny Bien CEO Christian Lux zeigte sich persönlich und bemühte sich, sein Unternehmen nach den scharfen Medienkritiken in ein positives Licht zu rücken. Christian Lux’ Affinität zum Sport ist seit seiner Kindheit gegeben, daher die Verbindung zum Fussball. Als moderner Dienstleister in Bereichen wie Blockchain oder künstliche Intelligenz will die Berformance auch den FCS digital besser vermarkten. Dazu werden auch Grossveranstaltungen in Aussicht gestellt. Der interimistische FCS-Geschäftsführer Süha Demokan versicherte zudem, dass vor der Einigung der Zusammenarbeit eine Prüfung stattgefunden habe. Die Partnerschaft beinhaltet die Namensgebung des Stadions seit diesem Sommer bis mindestens 2026, mit Option auf Verlängerung. Unter dem Motto «Gekommen, um zu bleiben», eröffnete FCS- Geschäftsleitungsmitglied Massimo Balloi die Pressekonferenz gleich mit der Verkündigung, das Trikotsponsoring mit Berformance bis Sommer 2025 zu verlängern. Summen von bis zu jährlich 400000 Franken werden genannt, die in den FCS fliessen sollen, was jedoch nicht bestätigt wurde. Wie im Vorfeld zu hören war, sicherte der neue Sponsor mit einer Zahlung die FCS- Lizenz der kommenden Saison. Modell «Union Berlin» Christian Lux sieht es als Chance, beim FCS einzusteigen, obschon intern davon abgeraten wurde. Er wolle langfristig denken und den Fussballclub aus der Versenkung heraus in die Super League führen. Das beste Paradebeispiel habe er direkt vor seiner Haustüre bei Union Berlin erlebt, der es binnen fünf Jahren von der 2. Bundesliga in die Champions League geschafft hat. «Ein ähnliches Modell könnte ich mir auch hier in Schaffhausen vorstellen», gab der CEO zu Protokoll. Immerhin, der Unioner Erfolgstrainer Urs Fischer wäre gerade zu haben, doch Christian Lux wiegelte ab, dass sie sich als Hauptsponsor sportlich nicht einmischen wollen. Vielmehr stellen sie ihr Netzwerk zur Verfü- «Wir sind gekommen, um zu bleiben.» Christian Lux CEO Berformance Group gung, um Synergien zwischen FCS und Fachexperten zu gewähren. Zu romantisch, um wahr zu sein? Die Ausführungen der Protagonisten klangen in der Tat wie Balsam auf die geschundene FCS-Seele. Doch ist alles so romantisch, wie es scheint? Für Stirnrunzeln sorgte die Ansetzung der Pressekonferenz, 45 Minuten bevor das Stadion für den Ligabetrieb freigegeben werden muss. Eingehendere Fragen, wie etwa zum Geschäftsmodell der Berformance, wurden teils unterbunden, Einzelinterviews auf zwei bis drei Minuten beschränkt. Auch wurde immer wieder das Netzwerk um Murat Yakin erwähnt, ohne konkret zu werden, wer schliesslich die beiden Parteien zusammenführte. Der aufgrund der beiden Knie-OPs in den Ausstand getretene Roland Klein, der sich an Krücken gehend ebenfalls in den Medienraum begab, verfolgte mit ernster Miene die Konferenz, wollte jedoch keine Stellung zu den kursierenden Gerüchten beziehen. Onlinepost sorgte für Aufruhr Am vergangenen Sonntag wurden Bilder in den Social Media publiziert mit dem neuen mutmasslichen FCS-CEO Jimmy Berisha, der sich an der «Saif Expo» im saudischen Jeddah mit dem ägyptischen Vorsitzenden Ahmed Al-Dajwi von «Assist Sports Service» und einem FCS-Goalietrikot zeigte, nachdem gemäss dem Portal «assistacademy.eg» offenbar eine Kooperation mit dem FCS unterzeichnet wurde. Bei dieser Zusammenarbeit sollen ägyptische Talente nach dem Vorbild von Mohammed Salah den Sprung via FCS in den europäischen Fussball schaffen; demnächst würde eine FCS-Delegation verschiedene Vereine in Ägypten besuchen. Noch am selben Tag dementierte Roland Klein, der wohl selbst verwundert über die Meldung war, in einem ausführlichen Interview mit Radio Munot einen Zusammenhang dieser neusten Entwicklungen. Auch Jimmy Berisha meinte gegenüber den SN, dass er gar nicht in der Lage wäre, Verträge im Namen des FCS zu unterzeichnen, weil der einzige Unterschriftsberechtigte Roland Klein sei. Erste Bronzemedaille nach 16 Jahren: Der Schaffhauser Eiskunstläufer Lukas Britschgi sorgte beim Grand Prix im japanischen Osaka einmal mehr für Furore. Der 25-Jährige sicherte sich den dritten Platz hinter dem Olympia-Zweiten Yuma Kagiyama und dem Olympia-Dritten Shoma Uno aus Japan. Damit ist Britschgi der erste Schweizer seit 16 Jahren, der es auf das Podium bei einem Grand Prix geschafft hat. Die letzte Person, die dies erreichte, war Stéphane Lambiel, der 2007 das Grand-Prix-Finale in Turin gewann. Cup-Aus in Chur: Die Spielvi scheidet nach der 1:4-Niederlage in Chur aus der Cup-Qualifikation aus. Bereits früh mit einem 0:2-Rückstand konfrontiert, wehrte sich die SVS in der zweiten Halbzeit gegen das drohende Ausscheiden. Mehr als der Anschlusstreffer gelang der Mannschaft aber nicht und so verlor die Spielvi die letzte Partie des erfolgreichen Halbjahres mit 1:4. 100x100-Meter-Kraul-Staffelmarathon: Die Schwimmerinnen und Schwimmer des Tristar Schaffhausen lancierten am Sonntag ein neues Challengeformat. In vier Mannschaften à drei Personen galt es, die 100x100- Meter schnellstmöglich zurückzulegen. «Ich versuchte die Mannschaften so einzuteilen, dass sie etwa gleich schnell sind», so Rita Bohnet vom Tristar. Jeweils nach 100 Metern wurde gewechselt – insgesamt wurde also 33 beziehungsweise 34-mal geschwommen. Start war um 9 Uhr, die letzte Mannschaft kam um 12 Uhr mit circa 50 Sekunden Rückstand auf die anderen Teams, die knallhart um die Spitzenposition gekämpft hatten, ins Ziel. «Das Fazit lautete, dass die herkömmlichen 100x100-Meter angenehmer sind.» Im Februar findet das 100x100- Schwimmen statt, bei dem alle Athlet:innen die gesamte Distanz zurücklegen. Heimsieg gegen die Leader: Mit einer starken Teamleistung gewinnt der VC Kanti zuhause mit 3:0 (27:25, 25:12, 25:22) gegen den Tabellenleader Viteos NUC. Damit halten sich die Kanti-Girls mit 18 Punkten souverän hinter NUC und Sm̍Aesch Pfeffingen mit jeweils 19 Punkten. (shb.) Erster öffentlicher Auftritt als neuer FCS-Partner: Christian Lux von der «Berformance Group» während der Pressekonferenz im Schaffhauser Stadion. Bild: Ronny Bien

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