Unsere Genossenschaft in der Zeit eines sich wandelnden ...

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Unsere Genossenschaft in der Zeit eines sich wandelnden ...

Ausgabe Juni 2006 Informationen für die Mitglieder der Wohnungs-Genossenschaft Köln 1896 eG

Unsere Genossenschaft in der Zeit eines sich wandelnden Wohnungsmarktes

Mit den demographischen, sozialen

und ökonomischen Veränderungen

und dem damit verbundenen gesellschaftlichen

Wandel stehen die Wohnungsgenossenschaften

vor neuen

Anforderungen. Denn ihre Situation

stellt sich anders dar als Mitte der 90er

Jahre. Damals war der Wohnungsmarkt

bundesweit noch durch Nachfrageüberhänge

und damit einhergehend

von steigenden Mietpreisen

gekennzeichnet. Wartelisten und längere

Wartezeiten waren an der Tagesordnung.

Die Genossenschaftswohnung

- preiswert und sicher - war eine

attraktive Alternative.

In den vergangenen Jahren haben

sich die Mietwohnungsmärkte aber in

vielen Regionen merklich entspannt.

In vielen Gegenden hat ein weitgehender

Nachfragerückgang zu einem

Überangebot an Wohnungen geführt.

Innerhalb weniger Jahre entstanden

in vielen deutschen Städten große

Wohnungsleerstände. Diese Leerstände

konzentrierten sich weitgehend auf

strukturschwache Regionen.

Köln ist davon bisher nicht betroffen.

Nach wie vor ist es schwer, in der

Stadt preiswerte Wohnungen zu mieten.

Das ist allerdings kein Freifahrtschein

für die nächsten Jahre. Die

Marktverhältnisse können sich durch

Zubauten oder strukturelle Veränderungen

schnell drehen.

Das Wohl unserer Genossenschaft

hängt von einer langfristigen stabilen

Vermietungssituation ab. Um diese

zu erhalten, ist es in der Zukunft unausweichlich,

die Wohnungen und

Häuser in einen neuzeitlichen Standard

zu versetzen. Das heißt, es müssen

erhebliche Investitionen für die

Modernisierung des Bestandes aufgewendet

werden.

Es ist heute praktisch nicht mehr möglich,

eine Wohnung ohne Heizung zu

vermieten. Schwer ist es auch, Wohnungen

ohne Balkon anzubieten.

Auch das Thema Energie nimmt eine

immer größere Bedeutung ein. Durch

die bevorstehende Einführung des

Energiepasses wird es möglich werden,

den Energieverbrauch von Gebäuden

miteinander zu vergleichen.

In einem besonders schlecht gedämmten

Gebäude wird es schwerer

werden, eine Wohnung zu vermieten,

als in gut isolierten Häusern.

Verpasst man in guten Zeiten Vorsorge

für die schlechteren Jahre zu treffen,

wird einen das folgende Zitat einholen:

…Zukunft ist die Zeit, in der du bereust,

dass du das, was du heute tun kannst,

nicht getan hast…

Aus diesem Grunde haben wir mit der

Liegenschaft in Gremberg begonnen,

einen neuen Weg einzuschlagen. Die

Siedlung wurde insgesamt aufgewertet

und erscheint heute in einem völlig

neuen Bild. Ein freundliches Erscheinungsbild,

großzügige Balkone und

niedrige Energiekosten sind die wesentlichen

Merkmale der Modernisierung.

Die Mitglieder, die die Siedlung

nicht kennen, laden wir herzlich ein,

sich selbst ein Bild vor Ort zu machen.

Besuchen Sie unsere modernisierten

Häuser in der Odenwaldstr., Hoffnungsstr.

oder Am Rodderberg.

Vergleichbare Maßnahmen werden

wir in Zukunft auch in anderen Siedlungen

durchführen und hoffen, dass

Sie uns dabei unterstützen. Nur dann

kann gewährleistet werden, dass unsere

Wohnungen weiterhin gut vermietet

werden können.

Wir jedenfalls freuen uns auf die neuen

Aufgaben.

Ihr Vorstand

Norbert Kutscher Hans Gerd Rick

Inhalt dieser Ausgabe: Seite

Mitgliederversammlung 2006 2

Was bedeutet eigentlich genau „Genossenschaft“ 2

Unser ältestes Mitglied berichtet über „Seine Genossenschaft“ 2

Die Genossenschaft stellt kostenlos Rauchmelder zur Verfügung 3

Wechsel bei den Mitarbeitern 4

Unsere Notruf-Telefonnummern 4

Tue Gutes und rede darüber 4


Wieder 4 % Dividende !

Mitgliederversammlung 2006

Unsere diesjährige Mitgliederversammlung fand im

Kolpinghaus International statt. Dass wieder über

140 Mitglieder anwesend waren, zeigt das große

Interesse der Mitglieder an der gemeinsamen Arbeit.

Nachdem der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Klaus

P. Baldus, die Mitglieder begrüßt hatte, trug der

Vorstandsvorsitzende, Herr Norbert Kutscher, den

Lagebericht des Vorstandes vor. Die Genossenschaft

hat im Jahre 2005 einen Jahresüberschuss von

546.712,42 Euro gemacht und wird zum wiederholten

Male 4 % Dividende auf alle eingezahlten Geschäftanteile

zahlen. Die Mitgliederversammlung stimmte

dem Gewinnverwendungsvorschlag zu und erteilte

Aufsichtsrat und Vorstand Entlastung. Die Aufsichtsratsmitglieder:

Klaus P.Baldus, Günther Schmitt,

Michael Schmitz und Peter Schuster wurden für

weitere 3 Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

Im Anschluss an den formellen Teil wurden die

Mitglieder, anlässlich des 110-jährigen Bestehens

unserer Genossenschaft, zu einem kleinen Umtrunk

im Kolpinghaus eingeladen.

Am 18.März 1936 ist Herr Franz

Rücker in die Genossenschaft eingetreten.

Bereits als Kind hat Herr

Rücker in den Häusern der Genossenschaft

in der Alarichstraße 3-7

gewohnt. Mit 24 Jahren ist er dann

selbst zum Mitglied geworden und

2 Jahre später (1938) mit seiner

jungen Frau und seinem ersten

Kind in das Haus Suevenstr. 20

gezogen. Da er als Soldat eingezogen

wurde, musste er die Wohnung

schneller als ihm lieb war wieder

verlassen. Seine Familie evakuierte

während seiner Abwesenheit nach

Bergisch Gladbach.

Während des Krieges zerstörte eine

Brandbombe die erste gemeinsame

Wohnung. Als Herr Rücker 5 Jahre

später aus dem Krieg und der Gefangenschaft

zurückkehrte, fand er

sowohl das Elternhaus als auch

seine eigene Wohnung zerstört vor.

Er musste seine Familie erst einmal

wieder finden. Aber in dieser Zeit

half jeder jedem. So kam es, dass

Herr Rücker relativ schnell von Bekannten

den Aufenthaltsort seiner

Familie erfuhr. Vorübergehend zog

man in eine unbewohnte, aber möblierte

Wohnung in Deutz. Ein paar

Jahre später teilte die Genossen-

Was bedeutet eigentlich genau …?

Mit dieser neuen Kolumne möchten wir Ihnen

Begriffe näher bringen, die wir oft im Umfeld der

Genossenschaft benutzen, aber vielleicht gar nicht

genau erklären können. Beginnen wollen wir mit

dem Oberbegriff der Genossenschaft.

Was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff?

Die Genossenschaft ist eine juristische Person

und gilt als Kaufmann im Sinne des Handelsrechts

(Handelsgesetzbuch, HGB). Ihre Rechtsgrundlage

ist das Genossenschaftsgesetz (GenG). Es stammt

aus dem Jahr 1889 und wurde 1973 novelliert.

Die Rechtsform der Genossenschaft ist die eingetragene

Genossenschaft. Die Eintragung erfolgt

in das Genossenschaftsregister, das beim Amtsgericht

geführt wird. Im Sinne des Bürgerlichen

Gesetzbuches (BGB) gilt sie als Verein zur gegenseitigen

Selbsthilfe. Es wird eine Satzung festgelegt,

die u.a. die Höhe der Geschäftsanteile und

die darauf zu leistende Mindesteinzahlungssumme

festlegt.

Die eingetragene Genossenschaft muss Mitglied

eines Prüfungsverbandes sein. Gegenstand der

jährlichen Pflichtprüfung sind das Rechnungswesen,

die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung

und die wirtschaftlichen Verhältnisse.

Alle Genossenschaften weisen die gleichen charakteristischen

Merkmale auf, wie z.B. die gemeinschaftliche

Selbsthilfe, die Selbstverwaltung

des Unternehmens und die Gleichberechtigung

aller Mitglieder. Diese Regeln gelten bereits seit

über 100 Jahren und sie dienen bis heute der

Definition der Genossenschaft.

70 Jahre Mitglied bei der Genossenschaft

Unser ältestes Mitglied berichtet vom Eintritt bis heute seine Erlebnisse mit der Genossenschaft.

2


schaft der mittlerweile auf 5 Personen

angewachsenen Familie eine

neue Wohnung in den Häusern

Alter Mühlenweg 61-63 zu. Dies

war aber nur möglich, weil der damalige

Stadtverordnete Albers eine

für ihn vorgesehene Wohnung zu

Gunsten der jungen Familie aufgab.

Im Jahre 1958 zog die Familie in

das Haus Bebelplatz 15. Dort wohnt

Herr Rücker heute noch. Unsere

Genossenschaft hat er immer als

In den letzten Monaten ist in Nordrhein

Westfalen eine Diskussion

um die Gestaltung eines Gesetzes

zur Verpflichtung der Einführung

von Rauchmeldern geführt worden.

Unsere Genossenschaft will dieses

Gesetz nicht abwarten und hat

freiwillig beschlossen, in den nächsten

2 Jahren alle Häuser mit

Rauchmeldern auszustatten.

Innerhalb der Wohnungen ist es

die freiwillige Entscheidung unserer

Mieter, ob Rauchmelder gewünscht

werden oder nicht.

Ab sofort können aber alle Mitglieder

kostenlos Rauchmelder in der

Geschäftsstelle der Genossenschaft

abholen. Bedingung für die

Übernahme ist, dass die Rauch-

verlässlichen und seriösen Partner

angesehen und hat bis heute nicht

bereut, Mitglied geworden zu sein.

(Das Bild zeigt die junge Familie

Rücker bei der Übergabe eines

Geschenkes durch den damaligen

Vorstand der Genossenschaft

Herrn Spelthahn (ganz rechts) anlässlich

der Geburt der Tochter)

Rauchmelder können Leben retten !

Die Genossenschaft stellt kostenlos Rauchmelder zur Verfügung

melder von den Mitgliedern selbst

montiert und gewartet werden.

Dies muss aus Haftungsgründen

auch schriftlich bestätigt werden.

Da die Montage denkbar einfach

ist, kann jeder der mit einer Bohrmaschine

umgehen kann, die Melder

ohne Probleme selbst an der

Decke befestigen.

Im Bedarfsfalle kann ein günstiges

Montageangebot unserer Elekrofirma

vermittelt werden.

Die Rauchmelder sollten nur in

Fluren und in Schlafräumen montiert

werden. Dementsprechend

erfolgt die Ausgabe je nach Größe

der Wohnung (max 2-3 Stück/je

Wohnung). Da entsprechende

Empfangsbestätigungen unterschrieben

werden müssen, kann

die Ausgabe nur an jedes Mitglied

persönlich erfolgen.

Für unsere Mitglieder in Seeberg, Humboldt-Gremberg und Ehrenfeld können die Rauchmelder

an folgenden Tagen direkt in den Siedlungen abgeholt werden:

Humboldt-Gremberg Ladenlokal Montag, 31.07.06

Roddergasse 33 in der Zeit von 13:00 - 16:00 Uhr

Ehrenfeld Fröbelstr. 40 Dienstag, 01.08.06

Neben der Fa. Lorent in der Zeit von 13:00 - 16:00 Uhr

In der Heizzentrale

Seeberg Im Keller des Hauses Mittwoch, 02.08.06

Akeleiweg 2 in der Zeit von 13:00 - 16:00 Uhr

Alle übrigen Geschäftsstelle Montag bis Donnerstag,

Markomannenstr. 5, Deutz vom 26.06.06 bis 31.08.06

in der Zeit von 8:00 - 12:30 Uhr

und 13:15 - 17:00 Uhr

3


Personalien

Unser Mitarbeiter, Herr Werner Bea, ist am 31.05.06

in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Herr

Bea ist am 01.07.98 in die Dienste der Genossenschaft

eingetreten und betreute seither über 1000

Wohnungen bei allen technischen Fragen und Problemen.

Seine Nachfolge wird Frau Klemmer-Becker

antreten. Frau Klemmer-Becker hat in den letzten

Jahren die technische Hausbetreuung bei einer

großen Versicherung und später bei einer anderen

Wohnungsgenossenschaft durchgeführt.

Tue Gutes und rede darüber

Die Kölner Wohnungsgenossenschaften haben in

den letzten Jahren ihr soziales Engagement verstärkt.

Neben zahlreichen Spenden an soziale Einrichtungen,

werden seit letzter Saison auch viele Jugendfußballmannschaften

im Stadtgebiet unterstützt.

Zunächst erfolgte neben einer Bandenwerbung die

Überlassung kostenloser Trikotsätze. Im Herbst soll

ein großes Jugendturnier –dessen Erlös wiederum

der Jugend zukommt- die Aktivitäten abrunden.

4

Unsere Notfallnummern:

Grundsätzlich gelten die hier aufgeführten Notfallnummern

nur für dringend notwendige Reparaturen

in Ihrer Wohnung oder an dem von Ihnen bewohnten

Haus.

Dringend notwendige Reparaturen sind z.B. ein

Wasserrohrbruch, Rückstau im Kanalsystem, Sturmoder

Brandschäden oder der Ausfall der Elektro-

Versorgung.

Die Notfalldienste gelten nicht für aufschiebbare

Reparaturen, die ohne weiteres an Wochentagen

erledigt werden können.

Notfallnummer der Wohnungs-Genossenschaft

0172 - 9827176

Diese Nummer wird Samstags, Sonntags und Feiertags

jeweils einmal abgehört.

Weitere Notfall-Nummern:

• Heizung und Sanitär

Stadtteile Ehrenfeld, Deutz, Gremberg, Vingst,

Klettenberg, Dellbrück, Poll, Innenstadt und

Bergisch-Gladbach

Firma Kluth

0700 - 111 55 88 4

Stadtteile Seeberg und Ehrenfeld

Firma Lorent

0172 - 2901501

Stadtteile Mülheim und Humboldt

Firma Pohl

0221 - 96 25 45 17

• Elektro

Notfallnummer der Elektroinnung Köln

0221 - 12 30 71 / 72

Bei Gasgeruch in Ihrem Haus bitten wir in jedem

Fall die RheinEnergie unter der Notfallnummer:

0180 - 22 22 600

zu informieren.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Sie bei

Missbrauch der Notfall-Nummern mit den uns entstandenen

Kosten belasten müssen.

Herausgeber:

Wohnungs-Genossenschaft Köln 1896 eG

Markomannenstraße 5 • 50679 Köln

Tel.: 0221-12 60 80-0 • Fax: 12 60 80-10

Gestaltung:

wittwerdesign • Bergisch Gladbach

www.wittwerdesign.de

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