ASSTEL Lebensversicherung AG

asstel

ASSTEL Lebensversicherung AG

ASSTEL

Lebensversicherung AG

Geschäftsbericht 2005

Ein Unternehmen im Gothaer Konzern


GESCHÄFTSERGEBNISSE

Fünfjahresvergleich

2005 2004 2003 2002 2001

Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €

Versicherungsbestand

in Versicherungssumme 7.909.111 7.290.575 5.828.284 4.835.399 3.869.227

Neuzugang nach Beiträgen 34.180 122.525 90.374 43.097 18.225

gebuchte Bruttobeiträge

gesamte Leistungen

223.901 235.759 194.469 147.956 125.392

an die Versicherungsnehmer

Kapitalanlagen

277.611 279.404 268.657 264.151 258.776

Bestand 2.535.684 2.489.698 2.361.627 2.312.065 2.279.890

Nettoverzinsung (%)

Gewinnbeteiligung

der Versicherungsnehmer

Zuführung zur Rückstellung

5,3 5,6 5,9 6,3 7,2

für Beitragsrückerstattung

Rückstellung

52.494 38.472 18.213 46.947 61.360

für Beitragsrückerstattung 218.118 236.404 266.362 301.801 312.811

Eigenkapital 19.305 19.139 18.920 18.641 23.209

Genussrechtskapital 15.000 15.000 15.000 15.000 0


ASSTEL Lebensversicherung AG

Bericht über das Geschäftsjahr 2005

110. Geschäftsjahr

Sitz der Gesellschaft

Wiener Platz 4

51065 Köln


Inhaltsverzeichnis

Organe des Unternehmens

5 Aufsichtsrat

Vorstand

6 Beirat

Bericht des Vorstandes

7 Lagebericht

20 Bewegung des Bestandes

Jahresabschluss

24 Jahresbilanz

28 Gewinn- und Verlustrechnung

30 Anhang

47 Überschussbeteiligung der

Versicherungsnehmer

72 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

73 Bericht des Aufsichtsrates

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

3


Aufsichtsrat Vorstand

Dr. Manfred Scholz, Vorsitzender

Geschäftsführer Augsburg Airways GmbH & Co. KG,

München

Dr. Roland Schulz, stellv. Vorsitzender,

ehem. geschäftsführender Gesellschafter,

Düsseldorf

Dieter Bick,

Diplom-Betriebswirt,

Köln

Dr. Hans Ulrich Dorau

Ingenieur,

Uelzen

Horst W. Fossen

Diplom-Volkswirt,

Bergisch Gladbach

Franz Kremeyer

Einzelhandelskaufmann i. R.,

Bad Driburg

Die Aufführung der Mitglieder von Aufsichtsrat und

Vorstand stellt gleichzeitig eine Anhangangabe

gemäß § 285 Nr. 10 HGB dar.

Gerd Schulte, Vorsitzender,

Overath

ab 01. März 2005

Dr. Werner Görg

Köln

ORGANE DES UNTERNEHMENS

Ronald van het Hof

Kürten-Bechen

bis 28. Februar 2005 Vorsitzender,

ab 01. März 2005 ordentliches Mitglied

Dr. Helmut Hofmeier

Bergisch-Gladbach

Jürgen Meisch

Köln

Dr. Herbert Schmitz

Köln

Helmut Söhler

Köln

bis 28. Februar 2005

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

5


6 BEIRAT

Beirat

Helmut Berg

Bezirksgeschäftsführer,

Albig

Dr. Walter A. Blum

Mitglied der Geschäftsleitung Deutsche Bank AG Düsseldorf, i. R.,

Wuppertal

Prof. Dr. Helmut Cox

Professor an der Universität Duisburg,

Ratingen

Bernhard Hennecke

Bundesgeschäftsführer des

Kolpingwerkes Deutschland,

Wenden

Peter Ködderitzsch

Textilkaufmann,

Werther

Hans Mauel

Geschäftsführer,

Erftstadt

Gesine Rades

Diplom-Kauffrau,

Wirtschaftsprüferin/Steuerberaterin,

Noer

Dr. Roland Reistenbach

Zahnarzt,

Siegburg

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


Lagebericht

Unsere Gruppe

BERICHT DES VORSTANDES

Die ASSTEL Versicherungsgruppe ist innerhalb des Gothaer Konzerns der direkte Vertriebsweg

für Versicherungs- und Finanzdienstleistungsprodukte. Damit verfügt der Konzern über alle

sinnvollen Vertriebswege, von der Ausschließlichkeits-, Makler- und Mehrfachagentenorganisation

und Vertrieb über Bankschalter bis zum Direktvertrieb.

Vertriebs- und Steuerungsgesellschaft der Gruppe ist die ASSTEL ProKunde Versicherungskonzepte

GmbH. Die Versicherungsprodukte werden von den Versicherungsunternehmen ASSTEL

Krankenversicherung AG, ASSTEL Lebensversicherung AG und ASSTEL Sachversicherung AG

sowie Gothaer Pensionskasse AG zur Verfügung gestellt; Rechtsschutzversicherungen werden

an die Jurpartner Rechtsschutz-Versicherung AG akquiriert. Ebenfalls im Angebot sind Leistungen

aus der betrieblichen Altersvorsorge über die ASSTEL Unterstützungskasse e.V., die

die übernommenen Altersvorsorgeverpflichtungen über eine Rückdeckung bei der ASSTEL

Lebensversicherung AG sicherstellt.

Unter der einheitlichen Marke ASSTEL, aber auch unter eingeführten Marken von Intermediären

(weiße Marke, Co-Branding) werden spartenübergreifend Schaden- und Unfall-,

Rechtsschutz-, Private Kranken-, Lebens- und Rentenversicherungen angeboten.

Geschäftsfelder der Gruppe

Die ASSTEL Versicherungsgruppe wird konzeptionell und strategisch durch den ganzheitlichen

Vertriebs- und Betreuungsansatz der ASSTEL ProKunde Versicherungskonzepte GmbH

geprägt.

Im Rahmen des Vertriebsauftrages sind wir ein Konzeptanbieter, der über Kundenzielgruppenanalysen

mit Hilfe von Direktmarketingmaßnahmen, z. B. durch Mailings, oder durch

Fernseh-, Radio-, und Printwerbung Kunden und Interessenten anspricht, den Versicherungsbedarf

aufzeigt und auf die Produkte von ASSTEL aufmerksam macht. Ein eigenes Kommunikationscenter

mit ausgeweiteten Servicezeiten, seiner Beratungs-, Vertragsabschluss- und

Betreuungskompetenz beim Kundenkontakt runden dieses Konzept auf der Akquisitionsseite

ab. Für die schnell wachsende Kundenzielgruppe, die sich über das Internet Beratung einholt

und ihren Versicherungsbedarf deckt, steht unser im Geschäftsjahr erneut mit dem 1. Platz im

Branchenvergleich prämierter Webauftritt zur Verfügung, welcher sukzessiv weiter zu einem

E-Kundencenter ausgebaut wird.

Die ASSTEL hat sich auf die Deckung des Versicherungsbedarfs privater Kunden spezialisiert.

Hauptgeschäftsfeld im Vertrieb ist die Deckung des Versicherungsbedarfs der Mitglieder von

so genannten Affinity Groups. In Zeiten des verschärften Kostendruckes auf Unternehmen,

Vereine und Verbände und eines enger werdenden Arbeitsmarktes für Fachkräfte bieten wir

unser Konzept als ganzheitliche Lösung an, welches für Mitarbeiter bzw. Mitglieder auf ihre

Risikogruppe bezogene günstige Versicherungsprodukte bereitstellt, um so ohne eigene

Aufwendungen die Bindung und Motivation ihrer Belegschaften bzw. Mitglieder zu steigern.

Auch Einspartenversicherern außerhalb des Gothaer Konzerns und Wirtschaftsunternehmen,

die ihre eigene Produktpalette durch komplementäre Versicherungsprodukte ergänzen

möchten, bieten wir dieses Konzept an und stehen auch diesen Kunden über ein Kommunikationscenter

unmittelbar mit unserer Beratungs- und Vertragsabschlusskompetenz zur

Verfügung.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

7


8 BERICHT DES VORSTANDES

In einem weiteren Geschäftsfeld neben den Affinity Groups erreichen wir eine weiter steigende

Anzahl von Personen eines Käufermarktes, die aufgrund der durch Verbraucherpublikationen

hervorragend bewerteten ASSTEL-Versicherungsprodukte den direkten Vertragsabschluss

suchen. Diese gut informierte Interessentengruppe erreicht uns unmittelbar

über das Kommunikationscenter oder das Internet. Deshalb haben wir das Angebot an Tarifrechnern

einschließlich Antragsdruck auf alle Produkte ausgebaut und unseren Kunden

sinnvolle Onlinedienste rund um seine Verträge bei ASSTEL zur Verfügung gestellt. Der Anteil

der über das Internet gestellten Anträge nimmt kontinuierlich zu.

Wesentlicher Bestandteil unseres ganzheitlichen Konzeptes ist die nach Vertragsschluss über

die gleichen Kommunikationswege beginnende Betreuung des Kunden und die Leistungsbearbeitung.

Diese Leistung hat die ASSTEL ProKunde Versicherungskonzepte GmbH aufgrund

geschlossener Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge mit den die

Produkte zur Verfügung stellenden Versicherern übernommen, so dass auch dies mit dem

gleichen hohen kommunikativen Level als ein in sich geschlossenes Dienstleistungspaket

gegenüber dem Kunden erbracht werden kann.

Der direkte Vertriebsweg zum Kunden stellt besondere Ansprüche an die in den Vertrieb zu

übernehmenden Produkte. Sie müssen leistungsfähig und bedarfsgerecht und dabei einfach

zu kommunizieren sein. Diese Produktphilosophie verbunden mit einem aktiven Schadenbzw.

Leistungsmanagement runden wir mit zusätzlichen sinnvollen Assistance-Leistungen ab.

Diese Kombination gilt es zu einem günstigen Preis zur Verfügung zu stellen. Hier stellt ein

erfolgreicher Vertrieb auch über das Internet besondere Anforderungen. Diesem Anspruch

wird die heutige Produktpalette gerecht und dies soll auch für die Zukunft sichergestellt

werden.

Wir sind offen für Qualitätsprüfungen durch Verbraucherschutzorganisationen und -publikationen.

Ziel ist es, bei den angebotenen Produkten, der finanziellen Sicherheit der dahinter

stehenden Versicherungsunternehmen und dem eigenen Service führend im Markt zu sein,

wobei es uns auf den Gleichklang in den Leistungen ankommt. Hier haben wir zu den schon

seit mehreren Jahren immer wieder erreichten hervorragenden Bewertungen der angebotenen

Versicherungsprodukte und den für Versicherungsunternehmen wichtigen Sicherheitskennziffern

nun auch in 2005 die Zertifizierung unserer Servicequalität mit einem „gut“ durch die

ServiceRating GmbH, ein Unternehmen von psychonomics und ASSEKURATA, erreicht.

Neben der erfolgreichen Produkt-, Sicherheits- und Dienstleistungspositionierung ist es unser

Ziel, die Bekanntheit der Marke in definierten Kundenzielgruppen durch weitere Marketingkampagnen

zu erhöhen.

Unser Unternehmen im Geschäftsjahr 2005

Integrierter Bestandteil dieser Versicherungsgruppe und alleiniger Lieferant für Lebens- und

Rentenversicherungsprodukte ist die ASSTEL Lebensversicherung AG.

Nach dem aus akquisitorischer Sicht überaus erfolgreichen Jahr 2004, welches das höchste

Neuvertragsvolumen in der Geschichte der ASSTEL Lebensversicherung gebracht hat, ist im

Jahr 2005 der Zuwachs an Verträgen stark zurückgegangen. Der Absatzeinbruch bei der

Kapitallebensversicherung war durch den Wegfall des Steuerprivilegs hier vorausgesehen

worden. Jedoch war die Nachfrage nach Rentenversicherungen bedingt durch die öffentliche

Diskussion über die im Alter unzureichende Leistungshöhe der gesetzlichen Rentenversicherung

stärker eingeschätzt worden. So konnte die von vielen Kunden vorgezogene Deckung

des Bedarfs an kapitalbildenden Versicherungen aufgrund des ab dem 01.01.2005 in Kraft

tretenden Alterseinkünftegesetzes im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht kompensiert werden.

Unsere mit Beginn des Jahres 2005 verkaufsoffenen Rentenversicherungsprodukte berücksichtigen

den Trend zur Verbesserung der Sterblichkeit im Alter in Deutschland durch die

Anwendung der von der Deutschen Aktuar Vereinigung neu erarbeiteten Sterbetafel DAV

2004. Für den Bestand an Rentenversicherungen bedeutet dies eine Erhöhung der vorhandenen

Deckungsrückstellung zu Lasten der Überschussbeteiligung.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


BERICHT DES VORSTANDES

2005 war das letzte Jahr einer risikospezifischen Produktdifferenzierung von Frauen- und

Männertarifen bei entsprechend dem Alterszertifizierungsgesetz geförderten Rentenversicherungen

(Riesterrente). Ab dem 01.01.2006 ist hier ein einheitlicher Tarif für Männer und

Frauen gesetzlich vorgeschrieben.

Ein weiterhin hoher Steueraufwand belastet das Ergebnis mit über 11 Mio. Euro nach

18,6 Mio. Euro im Vorjahr.

Die im Rahmen der VVG-Reform in diesem Jahr angedachte Umsetzung der Vermittlerrichtlinie

wurde erneut verschoben und soll nun zum Sommer 2006, mit den Schwerpunkten der

Erweiterungen der Verbraucherinformation sowie der Anpassung der Widerrufsbelehrung,

umgesetzt werden.

Im Geschäftsjahr hat es höchstrichterliche Rechtssprechungen über die Gültigkeit von Klauseln

der Allgemeinen Versicherungsbedingungen in der Lebensversicherung gegeben, die im

Rahmen der Rückkaufswerthöhe auch zu rückwirkenden Änderungen geführt haben, für die

im vorliegenden Jahresabschluss in Höhe der zu erwartenden Aufwendungen Rückstellungen

gebildet wurden.

Mit der ASSTEL ProKunde Versicherungskonzepte GmbH besteht weiterhin die einzige Vermittlervereinbarung.

Ebenfalls mit dieser Gesellschaft wie auch mit der Gothaer Lebensver–

sicherung AG sind Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge abgeschlossen, die

die Abwicklung des gesamten operativen Geschäfts sicherstellen.

Neuzugang und Versicherungsbestand

Das Neugeschäft, zu dem wir die eingelösten Versicherungsscheine und die Erhöhungen der

Versicherungssumme durch dynamische Anpassungen zählen, hat sich in 2005 im Vergleich

zum Vorjahr vermindert. Bei der Neubeitragssumme ergab sich eine Minderung um 82,9 %

auf 204,7 Mio. Euro.

Neubeitragssumme

in Mio. Euro

2003 485

2004 1.197

2005 205

Die insgesamt abgegangenen Versicherungen der ASSTEL Lebensversicherung AG verringerten

sich, gemessen in laufendem Beitrag, um 3,6 % auf 8,9 Mio. Euro. Die in den abgegangenen

Versicherungen enthaltenen Rückkäufe, Umwandlungen in beitragsfreie Versicherungen

und sonstigen vorzeitigen Abgänge haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1,6 % verringert.

Die Stornoquote, die die vorzeitigen Abgänge auf den mittleren Jahresbeitrag bezieht, beträgt

2,0 % gegenüber 2,3 % im Vorjahr und liegt damit weiterhin deutlich unter dem Branchendurchschnitt.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

9


10 BERICHT DES VORSTANDES

Versicherungsbestand in Versicherungssumme

in Mio. Euro

2003 5.828

2004 7.291

2005 7.909

Der gesamte Versicherungsbestand zum Jahresende erreichte eine Versicherungssumme von

7,9 Mrd. Euro und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 8,5 % gestiegen. Die Anzahl der Verträge

hat sich um 1,8 % auf rund 383 Tsd. vermindert.

Die Aufteilung des Bestandes auf die verschiedenen Versicherungsarten sowie Angaben über

die Entwicklung der Zusatzversicherungen enthält die am Ende des Lageberichtes dargestellte

Tabelle zur Bewegung und zur Struktur des Versicherungsbestandes.

Beiträge

Die gebuchten Bruttobeiträge verminderten sich um 5,0 % auf 223,9 Mio. Euro.

Gebuchte Bruttobeiträge in Mio. Euro

2003 194,5

2004 235,8

2005 223,9

Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung wurden 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro)

entnommen und im Rahmen der Gewinnbeteiligung als „Beiträge aus der Rückstellung für

Beitragsrückerstattung“ für zusätzliche Versicherungsleistungen verwendet.

Die Gesamtbeiträge erreichten damit einen Betrag von 226,4 Mio. Euro, was einer Minderung

von 4,6 % zum Vorjahr entspricht.

Leistungen an die Versicherungsnehmer

Zu den Leistungen eines Lebensversicherers zählen nicht nur die unmittelbaren Auszahlungen

der vertraglich garantierten Versicherungssummen und Renten, die Aufwendungen für

Rückkäufe und die bis zum Versicherungsfall bzw. bis zur vorzeitigen Vertragsbeendigung von

den Versicherungsnehmern erworbenen Überschussleistungen, sondern auch der Zuwachs

der bestehenden Leistungsverpflichtungen in Form von Erhöhungen der Deckungsrückstellungen,

von Zuführungen zu den Überschussguthaben und der Rückstellung für erfolgsabhängige

und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung (RfB).

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


BERICHT DES VORSTANDES

Die Leistungen, die die ASSTEL Lebensversicherung AG zugunsten ihrer Versicherungsnehmer

erbracht hat, beliefen sich auf insgesamt 277,6 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahreswert von

279,4 Mio. Euro bedeutet dies eine Minderung um 0,6 %, die in erster Linie auf den Rückgang

der Versicherungsleistungen zurückzuführen ist.

Leistungen an die Versicherungsnehmer

in Mio. Euro

2003 269

2004 279

2005 278

In diesem Betrag sind mit 208,9 Mio. Euro (Vorjahr: 214,2 Mio. Euro) die Auszahlungen enthalten,

die zum einen als vertraglich festgelegte Leistung bei Ablauf, bei vorzeitigem Eintritt

des Versicherungsfalles oder bei vorzeitiger Vertragsauflösung und zum anderen als Überschussleistung

an unsere Kunden geflossen sind. In welchem Umfang die Versicherungsnehmer

an den erzielten Überschüssen teilhaben, wird daraus deutlich, dass über ein Drittel der

Leistungen auf Überschussleistungen entfällt.

Hinzu kommen mit 68,7 Mio. Euro (Vorjahr: 65,2 Mio. Euro) die Erhöhungen der Guthaben der

Versicherungsnehmer, insbesondere also die Erhöhung der Deckungsrückstellung.

Insgesamt erhöhten sich die Versichertenguthaben um 3,0 % auf 2.458,1 Mio. Euro; hierin ist

als Hauptposten die Deckungsrückstellung (Pass. C.II.1. und D.I.1.) mit 1.553,7 Mio. Euro enthalten.

Kosten

Die Abschlusskosten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 69,2 % auf 9,5 Mio. Euro verringert.

Der Abschlusskostensatz, der die Abschlusskosten in Relation zur Neubeitragssumme

zeigt, stieg auf 4,6 % (Vorjahr: 2,6 %).

Der Verwaltungskostensatz, der die Verwaltungsaufwendungen in Relation zu den gebuchten

Bruttobeiträgen zeigt, beträgt trotz rückläufiger Beitragseinnahmen wie im Vorjahr 2,6 %.

Wir verfolgen unverändert das Ziel, durch Produktivitätssteigerung die Kostensätze zurückzuführen.

Gleichzeitig sind wir aber auch bestrebt, unsere Versicherungsprodukte weiterhin

bedarfsgerecht zu gestalten und die Servicequalität über unsere Betriebsgesellschaft den

steigenden Ansprüchen unserer Kunden entsprechend weiterzuentwickeln.

Kapitalanlagen

Das Kapitalanlagevolumen der ASSTEL Lebensversicherung AG stieg im Jahr 2005 auf

2,52 Mrd. Euro nach 2,48 Mrd. Euro im Vorjahr an.

Der Gothaer Konzern hat auch im Jahr 2005 seine Kapitalanlagepolitik nach den sich verändernden

Rahmenbedingungen ausgerichtet. Vor dem Hintergrund der zukünftig zu erwartenden,

höheren Eigenkapitalanforderungen nach Solvency II und dem Wunsch des Konzerns, im

Jahr 2006 ein marktgerechtes Finanzstärke-Rating zu erlangen, haben wir die Strategie fortgesetzt,

die mit hohem Eigenkapitalbedarf zu unterlegenden Volatilitätsrisiken niedrig zu halten,

und gleichzeitig unseren Anlageschwerpunkt auf Instrumente mit laufendem Ertrag zu

konzentrieren. Wir berücksichtigen dabei die im Rahmen eines konsequenten Asset/Liability-

Management-Ansatzes ermittelte, individuelle Risikotragfähigkeit der jeweiligen Konzernunternehmen.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

11


12 BERICHT DES VORSTANDES

Die Zusammensetzung der Kapitalanlagen bei der ASSTEL Lebensversicherung AG sah entsprechend

dieser strategischen Positionierung wie folgt aus:

13 %

Buchwerte 31.12.2004 Buchwerte 31.12.2005

5 %

Festzinstitel

Immobilien

Aktien und aktienähnliche

Investments

Alternative Investments

Strategische

Beteiligungen

Trotz der deutlich zurückfallenden Renditen für festverzinsliche Wertpapiere ist es uns gelungen,

im Jahr 2005 mit 132,8 Mio. Euro ein deutlich über dem Markt liegendes Ergebnis aus

Kapitalanlagen zu erzielen (Vorjahr 135,9 Mio. Euro). Die erfreuliche Entwicklung an den internationalen

Aktienmärkten beeinflusste das Ergebnis positiv. Die Nettoverzinsung aus Kapitalanlagen

konnte im Jahr 2005 auf einem hohen Niveau von 5,3 % stabilisiert werden nach

5,6 % im Vorjahr.

Überschuss

5 %

8% 9%

69 %

12 %

5 %

Der Rohüberschuss vor Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer, vor Ertragssteuern und

vor Gewinnverwendung, stieg um 9,9 % von 89,5 Mio. Euro im Vorjahr auf jetzt 98,3 Mio. Euro.

Die Höhe des Rohüberschusses ist maßgeblich durch das Ergebnis aus Kapitalanlagen bestimmt.

Die Gegenüberstellung aller zu diesem Bereich gehörenden Erträge und Aufwendungen

– letztere soweit zutreffend ergänzt um die Aufwendungen aus der garantierten Verzinsung

der Guthaben der Versicherungsnehmer in Höhe des Rechnungszinses – ergab einen

geringeren Überschuss als im Vorjahr. Im Rohüberschuss sind zusätzlich Erträge aus der Finanzierung

der Direktgutschrift des Altbestandes aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung

enthalten.

Als zweitwichtigste Überschussquelle ist der Risikogewinn zu nennen, der sich aus der Gegenüberstellung

von tatsächlichem Bedarf und den aus Sicherheitsgründen höher angesetzten

Wahrscheinlichkeiten für Sterblichkeit, Invalidität und sonstige Risiken ergibt. Das Risikoergebnis,

ergänzt um das Ergebnis aus Kosten und den sonstigen Erträgen und Aufwendungen,

hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Vom Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 2,2 Mio. Euro wurden 0,2 Mio. Euro

in die gesetzliche Rücklage eingestellt. 2,0 Mio. Euro wurden im Rahmen des mit Wirkung ab

dem Geschäftsjahr 2002 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages an die Gothaer

Finanzholding AG abgeführt.

Den Hauptteil des Rohüberschusses in Höhe von 85,1 Mio. Euro führten wir den Versicherungsnehmern

zu, und zwar als Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung

(52,5 Mio. Euro) sowie als Direktgutschrift (32,6 Mio. Euro). Auf die Ertragssteuern entfielen

11,0 Mio. Euro (Vorjahr 18,6 Mio. Euro).

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

4 %

70 %

Musterdiagramm

Rechtsklick und

Daten ändern,

Achtung keine

genaue Größe!!!

Gruppierung aufheb

Breite=Höhe=32,353

Kontur 1pt,

Position: x=5 und x=5

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Und Zahlen änern!


Rückstellung für Beitragsrückerstattung

BERICHT DES VORSTANDES

In die Rückstellung für Beitragsrückerstattung fließen die in den Geschäftsjahren erzielten

Überschüsse, bevor sie zu den vertraglich vereinbarten Zeitpunkten während der Laufzeit

beziehungsweise bei Ablauf der Versicherungen an die einzelnen Versicherungsnehmer

ausgeschüttet werden.

Für die Überschussbeteiligung unserer Kunden bzw. zur Finanzierung der Direktgutschrift im

Altbestand entnahmen wir der Rückstellung für Beitragsrückerstattung 70,8 Mio. Euro (Vorjahr:

68,4 Mio. Euro). Zusammen mit den als Direktgutschrift im Neubestand zugeteilten

Überschüssen in Höhe von 4,5 Mio. Euro stellten wir den Versicherungsnehmern damit wieder

erhebliche Mittel zur Verfügung, entweder als Auszahlung oder als Gutschrift auf die Versichertenkonten.

Nach einer Zuweisung von 52,5 Mio. Euro (Vorjahr: 38,5 Mio. Euro) beläuft sich die Rückstellung

für Beitragsrückerstattung auf 218,1 Mio. Euro (Vorjahr: 236,4 Mio. Euro).

Einzelheiten zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer für das Jahr 2006 enthält

der Anhang. Hier sind die für die einzelnen Tarifgruppen maßgebenden Überschussanteilsätze

genannt.

Versicherungsarten

Wir betreiben die Personenversicherung im selbst abgeschlossenen Einzel- und Gruppenversicherungsgeschäft

in folgenden Formen: Todes- und Erlebensfallversicherung, Vermögensbildungsversicherung,

fondsgebundene Lebensversicherung (nach AltZertG), Rentenund

Pensionsversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Unfalltod-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-

und sonstige Zusatzversicherungen.

Zugehörigkeit zu Verbänden und ähnlichen Einrichtungen

Unser Unternehmen ist Mitglied des

• Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., Berlin,

• Versicherungsombudsmann e.V., Berlin.

Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Das Kerngeschäft unserer Gesellschaft besteht in der Übernahme der Risiken unserer Versicherungsnehmer.

Mit der Erfüllung dieser Aufgabe ist jedoch auch die Gesellschaft selbst

den unterschiedlichsten Gefährdungen ausgesetzt. Neben möglichen Veränderungen der

allgemeinen Rahmenbedingungen, die unter anderem durch die demographische Entwicklung,

das Verhalten der Wettbewerber und durch den Gesetzgeber bestimmt werden können,

stehen insbesondere versicherungstechnische Risiken, Risiken im Kapitalanlagebereich,

Vertriebsrisiken, Risiken aufgrund Forderungsausfall sowie operative Risiken im Fokus.

Unsere künftige strategische Positionierung und geschäftspolitische Ausrichtung spiegelt

sich in der mittelfristigen operativen Planung wider. Auf Grund der Analyse der externen

Rahmenbedingungen und unserer Stärken und Schwächen werden Chancen und Risiken

eingeschätzt und entsprechende Maßnahmen zur Erreichung unserer geschäftspolitischen

Ziele festgelegt.

Instrumente des Risikomanagements unter Berücksichtigung der Chancen

Risikomanagement und Risikocontrolling finden im Gothaer Konzern auf allen Ebenen zentral

wie auch dezentral statt. Die Zuständigkeit für das Gesamtrisikomanagement im Konzern obliegt

dem Vorstandsvorsitzenden. Er wird bei der Wahrnehmung dieser Aufgabe durch den

Chief Risk Officer (CRO) unterstützt. Gemeinsam mit dem zentralen Risikocontrolling und dem

Risikokomitee stellen wir sicher, dass Aufbau und laufende Weiterentwicklung konzerneinheitlicher

Methoden und Prozesse zur internen Risikobewertung und -steuerung unterneh-

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

13


14 BERICHT DES VORSTANDES

mensübergreifend erfolgen. Die von uns eingesetzten Instrumente sind nicht nur auf das Erkennen

und Reduzieren von Risiken, sondern auch auf die Nutzung von Chancen ausgerichtet.

Neben vorhandenen und kontinuierlich weiterentwickelten Controllinginstrumenten haben

wir im Gothaer Konzern dem „Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich

(KonTraG)“ folgend eine Systematik entwickelt, durch die die einzelnen Gesellschaften

in die Lage versetzt werden, gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und ihnen

entgegenzuwirken. Diese Risikoinventur sowie die zugehörige Softwareanwendung werden

vom zentralen Risikocontrolling gepflegt und weiterentwickelt. Sie unterliegt der Kontrolle der

Konzernrevision. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung eines zentralen indikatorgestützten

Frühwarnsystems, das neben den vorhandenen dezentralen Frühwarnfunktionen

zusätzliche Betrachtungsebenen ermöglicht. Über die Risikoinventur hinaus werden

verschiedene Instrumente des quantitativen Risikocontrollings eingesetzt. So wird z. B. mittels

regelmäßiger Stress-Tests die Sensitivität der Kapitalanlagen gegenüber Krisen an den

Kapitalmärkten analysiert. Die ASSTEL Lebensversicherung AG prüft mittels institutionalisierter

Profit-Tests die Rentabilität ihrer Produkte. Ebenso werden regelmäßig Szenariorechnungen

durchgeführt.

Analysen der Risikotragfähigkeit führen wir unter anderem mit Hilfe von Risk-Based-Capital-

Modellen durch, die integraler Bestandteil der wertorientierten Unternehmenssteuerung sind

und sich somit auch auf unseren Planungsprozess auswirken. Neben diesen standardisierten

Berechnungsmethoden setzt die ASSTEL Lebensversicherung AG auch interne Risikomodelle

(Asset Liability Management) ein, um die individuelle Risikoposition bestimmen und steuern

zu können. Mit diesen Aktivitäten bereiten wir uns insbesondere auch auf die künftigen Anforderungen

nach Solvency II vor.

Die Orientierung am Deutschen Rechnungslegungsstandard für die Risikoberichterstattung

von Versicherungsunternehmen (DRS 5-20) hat sich bewährt und wird auch zukünftig beibehalten

werden.

In diesem Sinne stellt sich unsere Risikosituation wie folgt dar:

Allgemeine Risikosituation

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Lebensversicherer werden auch in Zukunft einem

erheblichen Wandel unterzogen sein. Auf nationaler Ebene handelt es sich hierbei u. a. um

die Auswirkungen der Urteile des Bundesverfassungsgerichts zur Lebensversicherung vom

26.07.2005 sowie des Urteils des Bundesgerichtshofs vom 12.10.2005, Auswirkungen der

VVG-Reform sowie die Diskussion um die Einführung eines Obligatoriums im Bereich der zusätzlichen

Altersvorsorge. Diese unsicheren Rahmenbedingungen und die damit möglicherweise

verbundenen negativen Auswirkungen auf das Geschäft der Lebensversicherer stellen

ein bedeutendes Risiko dar. Um diese Risiken zu minimieren, werden rechtliche Änderungen

bereits vor dem Inkrafttreten intensiv verfolgt und Auswirkungen sowie mögliche Handlungsalternativen

aufgezeigt.

Auf internationaler Ebene werden die Entwicklungen vor allem durch die Neuordnung des

Aufsichtssystems (Solvency II) bestimmt. Die ASSTEL Lebensversicherung AG analysiert frühzeitig

mögliche Auswirkungen der neuen Aufsichtspraxis zum Beispiel durch die Teilnahme an

den von CEIOPS initiierten quantitativen Auswirkungsstudien (QIS).

Aufgrund der Veränderungen durch das Alterseinkünftegesetz musste auch die ASSTEL Lebensversicherung

in 2005 deutliche Neugeschäftsrückgänge verzeichnen. Dabei konnten die

erwarteten Rückgänge im Bereich der bisher steuerfreien Kapitallebensversicherungen noch

nicht durch eine verstärkte Ausrichtung auf die staatlich geförderte sowie private Rentenversicherung

kompensiert werden. Die Ursachen sehen wir hierfür in der allgemeinen Zurückhaltung

in der Bevölkerung beim Eingehen langfristiger Zahlungsverpflichtungen sowie in der hohen

Beratungskomplexität bei den Produkten der privaten und betrieblichen Altersvorsorge.

Weiterhin wurde in dem aus vertrieblicher Sicht sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2004 eine

Reihe von Investitionsentscheidungen unserer Kunden vorweggenommen.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


BERICHT DES VORSTANDES

Versicherungstechnische Risiken

Generell begegnen wir den versicherungstechnischen Risiken durch strenge Zeichnungsrichtlinien.

Deren Einhaltung wird systematisch überwacht, durch Controllinginstrumente und

Frühwarnsysteme, die Trends und negative Entwicklungen rechtzeitig anzeigen. Darüber

hinaus existieren sachgerechte Rückversicherungsverträge, die das Risiko von Groß- und

Kumulschäden begrenzen. Für die Risiken in der Lebensversicherung bedeutet dies:

Angemessenheit der verwendeten Sterbetafeln (biometrische Risiken)

Die Deckungsrückstellungen werden mit Ausscheideordnungen berechnet, die von der Aufsichtsbehörde

und der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) als ausreichend angesehen

werden. Nach Einschätzung des Verantwortlichen Aktuars enthalten diese derzeit für die

Gesellschaft angemessene Sicherheitsspannen.

Die Beurteilung des Langlebigkeitsrisikos ist für die Deckungsrückstellung in der Rentenversicherung

von besonderer Bedeutung. Aufgrund der schneller als erwartet gestiegenen Lebenserwartung

hat die Deutsche Aktuarvereinigung in 2004 neue Sterbetafeln veröffentlicht.

Wir haben den Neubewertungsbedarf für unsere Bestände auf Grundlage der Empfehlungen

der DAV ermittelt und im Jahresabschluss sowie in unserer Unternehmensplanung berücksichtigt

und sehen deshalb hier derzeit keine Risiken. Allerdings werden wir die Bestände

kontinuierlich beobachten. Sollte sich dabei weiterer Bedarf ergeben, werden wir eine entsprechende

Verstärkung der Deckungsrückstellung vornehmen. Rentenversicherungsverträge,

die nach dem 01.01.2005 abgeschlossen wurden, sind mit den neuen Sterbetafeln kalkuliert.

Für den Bestand der Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen umfassen die Überprüfungen

insbesondere den Nachweis, dass die Deckungsrückstellung über der von der Bundesanstalt

für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geforderten Vergleichsrückstellung liegt. Wegen des

erhöhten subjektiven Risikos wird der Bestand der Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen

ständig analysiert. Dabei hat sich ein geringer Auffüllungsbedarf ergeben, um den die Deckungsrückstellung

zusätzlich erhöht wurde.

Angemessenheit der Annahmen zur Stornowahrscheinlichkeit (Stornorisiko)

In die Berechnung der Prämien und versicherungstechnischen Rückstellungen fließen keine

Stornowahrscheinlichkeiten ein. In den letzten Jahren war das Stornoverhalten eher unauffällig.

Infolge des Urteils des Bundesgerichtshofs vom 12.10.2005 könnte es in den betroffenen

Beständen kurzfristig zu einem erhöhten Stornoverhalten kommen. Aufgrund des mit

einer vorzeitigen Vertragsbeendigung einhergehenden Verlusts des Versicherungsschutzes

erwarten wir jedoch auch für die Zukunft keine erhöhten Risiken, zumal wir ausreichende

Reserven gebildet haben.

Zinsgarantierisiko

Aufgrund der geringen Inflationsraten und der dadurch bedingt anhaltend niedrigen Marktzinsen

in Verbindung mit den volatilen und risikobehafteten Aktienmärkten können sich in

der deutschen Lebensversicherungsbranche und somit auch für die ASSTEL Lebensversicherung

AG Risiken bezüglich der hohen und in den Lebensversicherungsprodukten in der Regel

über mehrere Jahrzehnte gegebenen Zinsgarantieversprechen ergeben.

Trotz der Absenkung des Höchstrechnungszinses für das Neugeschäft auf 2,75 % führt die

Nichtveränderbarkeit der Garantiewerte im Bestand zu einer Trägheit in der Reduktion dieses

Risikos. Daher liegt nur noch eine knappe Marge zwischen dem durchschnittlichen Bestandsrechnungszins

und den am Kapitalmarkt erzielbaren laufenden Kapitalerträgen. Die Marge ist

im abgelaufenen Geschäftsjahr infolge weiter rückläufiger Renditen langfristiger Zinsanlagen

verbunden mit niedrigen Risikoprämien weiter gesunken. Unsere Kapitalanlagen sind an der

Risikotragfähigkeit des Unternehmens ausgerichtet. Dabei steht die langfristig stabile Ertragsgenerierung

im Vordergrund.

Unsere Produkte enthalten marktgerechte Garantiezusagen. Darüber hinaus gehende Garantieelemente

haben wir mit der Tarifgeneration 2005 dergestalt adjustiert, dass sich die Zinsgarantierisiken

zukünftig nachhaltig reduzieren.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

15


16 BERICHT DES VORSTANDES

Risiken im Bereich Vertrieb

Die ASSTEL ProKunde Versicherungskonzepte GmbH stellt unseren einzigen Vertriebsweg dar.

Die Entwicklung der Gesellschaft ist in einem Businessplan niedergelegt. Die Realisierung des

darin vorgesehenen Neuvertragsvolumens und damit die Verwirklichung der vorgesehenen

Bestandsentwicklung an aktiven Versicherungen mit einmaliger oder laufender Beitragszahlung

ist abhängig vom Eintritt der hierbei gemachten Annahmen bezüglich der allgemeinen

Marktnachfrage, unserer Produktpositionierung im Wettbewerb, des Marketingkonzeptes und

der Budgethöhe sowie der Effektivität der Intermediärsverbindungen. Durch die sich sehr

stark auf das Jahresende fokussierende Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten ist der Erfolg

der Maßnahmen unterjährig sehr schwer einschätzbar. Wir werden darauf achten, dass

die ASSTEL ProKunde Versicherungskonzepte GmbH zukünftig zumindest ein ausgeglichenes

Ergebnis erreicht. Unsere Vertriebsgesellschaft begegnet diesem Risiko mit einer stärkeren

zeitlichen Verteilung der Produktmarketingmaßnahmen unter Berücksichtigung der Marktgegebenheiten,

die eine bessere Gleichverteilung der Antragsstellungen über das Jahr möglich

macht. Darüber hinaus werden Investitionen in die Marke „ASSTEL“ zur Erhöhung der Markenbekanntheit

vorgenommen, die zur Verstetigung der Produktnachfrage auch außerhalb

von Marketingaktionen beitragen werden. Hierfür hat die ASSTEL ProKunde Versicherungskonzepte

GmbH ein gesondertes Budget reserviert. Mit Inkrafttreten der Vermittlerrichtlinie

voraussichtlich im Jahr 2006 fordert der Gesetzgeber eine Dokumentation der erbrachten Beratungsdienstleistung,

woraus sich zusätzliche Risiken im Bereich der Vermittlerhaftung ergeben

können. Durch die Schaffung eines speziell auf unsere Angebotssysteme ausgerichteten

Beratungstool sehen wir zurzeit keine daraus resultierenden Risiken.

Risiken aus Forderungsausfall

Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern

und Versicherungsvertretern betragen zum Bilanzstichtag 6,4 Mio. Euro.

Hierin enthalten sind Wertberichtigungen, die dem möglichen Risiko des Forderungsausfalls

in ausreichendem Maße Rechnung tragen. Von den Forderungen sind 0,9 Mio. Euro länger als

90 Tage offen. Der durchschnittliche Forderungsausfall der letzten drei Jahre war äußerst gering.

Forderungsausfälle gegenüber Rückversicherern sind aufgrund der bisherigen Erfahrungen

mit unseren erstklassigen Rückversicherungspartnern nicht zu erwarten.

Risiken aus Kapitalanlagen

Das Management von Kapitalanlagerisiken ist eine der wesentlichen Aufgaben eines Versicherungsunternehmens.

Oberstes Ziel ist dabei die Sicherstellung aller gegenwärtigen und

zukünftigen Zahlungsverpflichtungen. Zur Verbesserung der Risiko/Ertrags-Relation wird im

Sinne der Mischung und Streuung ein immer größeres Gewicht auf die Entkorrelierung der Aktiva

gelegt. Im Hinblick auf den Risikogehalt von Kapitalanlagen unterteilt man dabei üblicherweise

in die folgenden drei Risikokategorien:

Marktrisiken

Die Preise von Kapitalanlagen unterliegen ständigen Schwankungen der Finanzmärkte. Das

Risikopotenzial wird ermittelt, indem in regelmäßigen Abständen die Auswirkungen eines

Preisverfalles von Aktien, Zinsen und Währungen simuliert werden. Diese Betrachtung stellt

dabei lediglich auf die Risiken ab; die vorhandenen Chancen werden hier nicht berücksichtigt.

Die Berechnungen auf Basis finanzmathematischer Methoden (Stress-Tests) geben uns

Hinweise auf Veränderungen der Werthaltigkeit unserer Bestände. Die Ergebnisse dieser Berechnungen

bedürfen dabei stets der Interpretation im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit den

strategischen Zielen. Fremdwährungsanlagen werden nahezu ausschließlich in US-Dollar getätigt.

Das damit verbundene Währungsrisiko ist nahezu vollständig global gesichert.

Bonitätsrisiken

Unter dem Bonitätsrisiko versteht man die Gefahr der Insolvenz und des Zahlungsverzuges,

aber auch die der Bonitätsverschlechterung eines Schuldners bzw. Emittenten. Der Erwerb

von Zinsanlagen ist, falls kein Rating einer externen Agentur existiert, nur möglich, wenn

entweder ein akzeptables öffentliches Rating oder ein vergleichbares dokumentiertes internes

Rating vorhanden ist. Die Kreditrisiken werden breit gestreut, um Konzentrationsrisiken

zu vermeiden. Jedes Einzelengagement unterliegt der regelmäßigen Überwachung.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


BERICHT DES VORSTANDES

Die Emittenten unserer festverzinslichen Wertpapiere sind zum überwiegenden Teil europäische

Staaten oder Kreditinstitute mit hervorragendem Rating oder erstklassiger Besicherung.

Der Bestand an festverzinslichen Wertpapieren und Schuldscheindarlehen ist daher weitgehend

in „Investmentgrade“-Ratingklassen angelegt, wie die folgende Tabelle zeigt.

Aufteilung des Rentenbestandes nach Ratingklassen gemäß Kapitalanlagen-Stress-Test der

BaFin:

Investment-Grade (Ratingkategorien AAA–BBB) 92,2 %

Non-Investment-Grade (Ratingkategorien BB–B) 2,4 %

Speculative-Grade (Ratingkategorien CCC–D) 0,0 %

Ohne Rating (non rated) 5,4 %

Liquiditätsrisiken

Durch die regelmäßige Projektion der relevanten Zahlungsströme wird dem Risiko unzureichender

Liquidität begegnet. Durch die jederzeit gegebene ausreichende Möglichkeit zum

Verkauf von marktgängigen Wertpapieren sind auftretende Liquiditätsspitzen darstellbar. Bei

einigen Alternativen Investments sehen wir im Falle einer – wenig wahrscheinlichen – vorzeitig

notwendig werdenden Veräußerung aufgrund der geringen Fungibilität dieser Papiere das

Risiko einer Verlustrealisierung in möglicherweise nennenswerterem Umfang.

Zur aktuellen Lage

Die Phase niedriger Zinssätze setzte sich auch 2005 fort. Die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen

handelten in den USA in relativ engen Bandbreiten seitwärts (30.12.2005: 4,39 %) und

fielen in Europa sogar auf historische Tiefstände. In diesem für viele Investorengruppen unbefriedigenden

Ertragsumfeld rückten risikoreichere Anlageformen zurück in den Blickpunkt der

Anleger. Dabei profitierten u. a. Aktien von den weiter steigenden Unternehmensgewinnen

und den teilweise sehr attraktiven Dividendenrenditen, so dass insbesondere die europäischen

Aktienmärkte zweistellige Kurszuwächse verbuchen konnten.

Im Jahr 2006 wird es voraussichtlich zu Änderungen der Rahmenparameter an den Kapitalmärkten

kommen. Während zu erwarten ist, dass die US-Wirtschaft ab Mitte des Jahres an

Fahrt verlieren wird, kann in der Eurozone mit einer Zunahme des Wirtschaftswachstums gerechnet

werden. Vor diesem Hintergrund wird es 2006 diesseits und jenseits des Atlantiks zu

weiteren Leitzinserhöhungen durch die Notenbanken kommen. Das Zinsniveau dürfte sich infolgedessen

sowohl im Euroraum (erwartete Schwankungsbreite: 3,3 % bis 3,8 %) als auch in

den USA (erwartete Schwankungsbreite: 4,3 % bis 5,0 %) erhöhen, wobei sich die Zinsstrukturkurve

in Europa weiter verflachen wird.

Mit einer Verschlechterung des Kreditumfelds ist in diesem Jahr nicht zu rechnen. Die Kreditrisikoaufschläge

sind zwar eng, allerdings befindet sich der Großteil der Unternehmen in einer

soliden Finanzsituation, die Ertragserwartungen sind weitestgehend positiv und die Nachfrage

seitens der Investoren nach höherverzinslichen Rentenanlagen hält an, so dass die Kreditspreads

weiterhin auf niedrigem Niveau handeln sollten.

Stress-Test

Im Rahmen des Asset-Liability-Managements haben Versicherungsgesellschaften verschiedene

Stress-Tests durchzuführen. Diese Stress-Tests simulieren – basierend auf Bilanzdaten –

sehr negative Kapitalmarktveränderungen z. T. parallel für Aktien und festverzinsliche Wertpapiere

bzw. Immobilien und betrachten die bilanziellen Auswirkungen für das Versicherungsunternehmen.

Zielhorizont ist dabei der nächste Bilanzstichtag.

Die ASSTEL Lebensversicherung AG hat alle vier Szenarien des Stress-Tests der BaFin bezogen

auf den 31.12.2005 mit einer deutlichen Überdeckung bestanden. Dies ist Ausdruck der erheblichen

Substanzstärke und Risikotragfähigkeit des Unternehmens.

Die im Rechnungslegungsstandard DRS 5-20 geforderten Simulationen ergeben für die

ASSTEL Lebensversicherung folgende Werte: Ein Kursrückgang von 20 % bei den Aktien führt

angesichts der niedrigen Aktienquote zu einem Martkwertrückgang von 38,4 Mio. Euro. Ein

Anstieg der Zinskurve von 1 % über alle Laufzeiten führt bezogen auf den Jahresendbestand

zu einer Verminderung der Marktwerte der zinstragenden Titel von 85,7 Mio. Euro.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

17


18 BERICHT DES VORSTANDES

Operative und sonstige Risiken

Alle operativen Funktionen sind über Funktionsausgliederungsverträge auf Konzerngesellschaften

übertragen worden, die den für den Gothaer Konzern definierten hohen Sicherheitsanforderungen

gerecht werden.

Datenschutz und Sicherheit unserer IT-Organisation messen wir seit jeher eine sehr große

Bedeutung zu. Unsere Konzern-Abteilung Corporate Security hat auf der Grundlage einer

konzerneinheitlichen Security Policy unter Wahrung einer ganzheitlichen Security-Strategie

die existierenden Notfallpläne, Virenschutzprogramme, Datenauslagerungskonzepte und

automatischen Backup-Verfahren stetig fortentwickelt und somit den jeweils aktuellen Anforderungen

angepasst, um Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Verbindlichkeit im

Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes zu gewährleisten.

Zur Sicherung der unternehmenskritischen Anwendungen wurde in 2004 zusätzlich ein

Business-Continuity-Management-Prozess etabliert, der neben der technischen Integrität

auch die der entscheidenden Unternehmensprozesse gewährleistet.

Die permanente Beobachtung der gesetzgeberischen Aktivitäten und der aktuellen Rechtsprechung

ermöglichen uns eine zeitnahe Reaktion auf Veränderungen und die unmittelbare

Anwendung entsprechend der gesellschaftsspezifischen Gegebenheiten.

Das gesetzgeberische Vorhaben der Reformierung des gesamten Versicherungsvertragsgesetzes

(VVG) wird jetzt mit Intensität wieder aufgegriffen. Am 16.03.2006 hat das Bundesministerium

der Justiz einen Referentenentwurf zur Reform des VVG vorgelegt. Neben den Reformvorschlägen,

die bereits im Abschlussbericht der Expertenkommission vom 19.04.2004

enthalten waren, greift der Gesetzgeber die Hinweise des Bundesverfassungsgerichts in seinen

grundlegenden Entscheidungen zu Fragen der Lebensversicherung (Beteiligung an stillen

Reserven) sowie des Bundesgerichtshofes in seiner Entscheidung zu Fragen der Höhe des

Rückkaufswertes von Lebensversicherungen vom 12.10.2005 auf. Diese Vorschläge haben

einschneidende Wirkungen auf Lebensversicherungsunternehmen, deren Vertrieb sowie die

gesamte Produktlandschaft. Hier findet ein massiver Eingriff in das Geschäftsmodell der Lebensversicherung

statt. In diesem Zusammenhang werden die Versicherer zur Steigerung der

Transparenz auch verpflichtet, die jeweiligen Abschluss- und Vertriebskosten zu beziffern und

offen zu legen.

Es ist davon auszugehen, dass der Gesetzgeber in Abstimmung mit den Interessenverbänden

eine Lösung findet, die das bewährte Geschäftsmodell der deutschen Lebensversicherung

nicht grundsätzlich gefährdet.

In zeitlicher Hinsicht soll es dabei bleiben, dass das reformierte VVG am 01.01.2008 auch mit

Wirkung für alle dann laufenden Verträge in Kraft treten soll.

Es besteht Einigkeit darüber, dass ein Antidiskriminierungsgesetz (ADG) zur Vermeidung eines

EU-Vertragsverletzungsverfahrens zügig umgesetzt werden muss. In der Regierungskoalition

herrscht nach wie vor Uneinigkeit über Inhalt und Ausgestaltung der künftigen Antidiskriminierungsregelungen.

Neben Auswirkungen auf die Versicherungsverträge wird das ADG

weitreichende Konsequenzen im Bereich des Arbeitsrechts haben.

Zur Verhinderung der Nutzung des Instruments „Lebensversicherung“ zum Zweck der Geldwäsche

und der Finanzierung des Terrorismus sind interne Richtlinien geschaffen und Sicherungsmaßnahmen

getroffen. Es erfolgt eine regelmäßige Unterrichtung der Beschäftigten der

Dienstleister über die Methoden der Geldwäsche und über die nach dem Geldwäschegesetz

bestehenden Pflichten. Der Geldwäschebeauftragte und die Konzernrevision prüfen die Einhaltung

der Richtlinien und der Sicherungsmaßnahmen. Wir sehen daher für die Gesellschaft

keine Risiken.

Voraussichtliche Entwicklung der wesentlichen Chancen

Die wesentlichen Chancen auf ertragreiches Wachstum der ASSTEL Lebensversicherung AG

liegen in dem Geschäftsmodell der Gruppe, welches über die ASSTEL ProKunde Versicherungskonzepte

GmbH ermöglicht spartenübergreifend den Kunden mit zertifizierten guten

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


BERICHT DES VORSTANDES

Produkten und einem einheitlichen, dem Markenverständnis entsprechenden hohen Servicelevel

zu bedienen. Dabei sind wir in der Kommunikation mit dem Kunden direkt und damit

durch die Kommunikationswege über Telefon und Internet modern, zukunftsfähig und vor

allem im Betrieb kostengünstig aufgestellt. Durch die im Rahmen der VVG-Reform voraussichtlich

anstehende größere Transparenz der durch den Versicherungsvertrag abzudeckenden

Kosten wird sich der informierte Kunde eher den Anbietern zuwenden, die sehr günstige

Kostensätze darstellen können. Neben den guten Kennziffern unserer Gesellschaft bei dem

Ertrag, der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer sowie der Sicherheit ist dies die

Basis für ein zukünftiges Wachstum der Gesellschaft.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die zuvor beschriebenen Kontrollmechanismen, Instrumente und Analyseverfahren gewährleisten

ein wirksames Risikomanagement.

Wir gehen davon aus, dass wir alle Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen auch

dauerhaft erfüllen werden.

Die vorhandenen Eigenmittel übersteigen die zur Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen

notwendigen Eigenmittel um mehr als das Anderthalbfache. Darüber hinaus

stehen die Bewertungsreserven der Kapitalanlagen zur Abdeckung potentieller Risiken

zur Verfügung.

Ausblick

Das Jahr 2006 wird geprägt werden durch die Umsetzung von Reformvorhaben der Bundesregierung

aufgrund der stabilen Mehrheitsverhältnisse im Bundestag und Bundesrat. Hierzu

werden große Reformwerke wie die Gesundheitsreform gehören, aber auch die für die Lebensversicherung

wichtige VVG-Reform, die Umsetzung der Vermittlerrichtlinie oder das Antidiskriminierungsgesetz.

Seit dem 01.01.2006 haben wir für entsprechend dem Altersvermögensgesetz geförderte Rentenversicherungen

die Produkte auf so genannte Unisex-, also geschlechtsunabhängige Tarife

umgestellt und damit einer gesetzlichen Vorgabe entsprochen. Das Neugeschäft hat in den

ersten 2 Monaten hierunter nicht gelitten. Darüber hinaus sind wir mit der gleichen Produktund

Tarifgeneration am Markt wie in 2005. Insgesamt liegt das vermittelte Neugeschäft über

dem Vorjahr. Die seit dem Jahr 2000 erreichte kontinuierlich über dem Branchendurchschnitt

liegende Steigerung des Bestandes sollte uns nach der Konsolidierung 2005 in 2006 wieder

gelingen.

Im Kapitalanlagebereich sind die Zinsen für festverzinsliche Wertpapiere seit Anfang des Jahres

kontinuierlich gestiegen. Damit verbunden ist der Rückgang der in dieser Anlageklasse

vorhandenen stillen Reserven. Die Aktienindizes haben inzwischen einen Höchststand erreicht,

der letztmalig in 2001 festgestellt wurde. Die stillen Reserven hieraus können den Verlust

an stillen Reserven bei den festverzinslichen Anlagen jedoch vom Volumen her nicht

kompensieren.

Für die in diesem Jahr umzusetzende Vermittlerrichtlinie sind alle Vorkehrungen bereits getroffen

worden. Der vom Gesetzgeber geforderten Beratungs- und Dokumentationspflicht

begegnen wir mit einem speziell für unser Angebotssystem entwickelten Beratungstool.

Die Diskussion und Entwicklung um den inzwischen vorliegenden Referentenentwurf zur VVG-

Reform verfolgen wir sehr aufmerksam. Die Auswirkungen auf die Produkte und Systeme werden

laufend analysiert.

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2005

nicht eingetreten.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

19


20 BERICHT DES VORSTANDES

Versicherungsbestand

A. Bewegung des Bestandes an selbst abgeschlossenen Versicherungen im Geschäftsjahr

Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft Einzelversicherungen

Hauptver- Haupt- und Zusatz- Hauptver- Kapitalversicherungen

sicherungen versicherungen sicherungen (einschl. Vermögensbildungsversicherungen)

ohne Risikoversicherungen

Anzahl der Lfd. Beitrag Einmal- Versiche- Anzahl der Lfd. Beitrag

Versiche- für ein Jahr beitrag rungssumme Versiche- für ein Jahr

rungen in Tsd. € in Tsd. € bzw. 12fache rungen in Tsd. €

Jahresrente

in Tsd. €

I. Bestand am Anfang des

Geschäftsjahres 389.712 199.517 7.290.575 230.380 87.238

II. Zugang während des

Geschäftsjahres

1. Neuzugang

a) eingelöste

Versicherungsscheine 15.406 8.241 14.861 862.229 –75 –124

b) Erhöhungen der

Versicherungssummen

(ohne Position 2) 0 1.431 9.647 46.479 0 946

2. Erhöhung der Versicherungssummen

durch

Überschussanteile 0 0 0 18.736 0 0

3. Übriger Zugang 26.414 11.913 809 383.303 28 20

4. Gesamter Zugang 41.820 21.585 25.317 1.310.747 – 47 842

III. Abgang während des

Geschäftsjahres

1. Tod, Heirat 5.892 325 14.648 4.599 225

2. Ablauf der Versicherung

oder der Beitragszahlung 10.706 4.631 138.677 8.844 3.669

3. Rückkauf oder

Umwandlung in

beitragsfreie

Versicherungen 5.240 3.745 114.935 3.531 2.274

4. Sonstiger vorzeitiger

Abgang 327 177 24.052 15 56

5. Übriger Abgang 26.577 12.135 399.899 3 93

6. Gesamter Abgang 48.742 21.013 692.211 16.992 6.317

IV. Bestand am Ende des

Geschäftsjahres 382.790 200.089 7.909.111 213.341 81.763

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


Risikoversicherungen Rentenversicherungen Sonstige

(einschl. Berufsunfähig- Lebensversicherungen

keits- und Pflegerentenversicherungen)

BERICHT DES VORSTANDES

Einzelversicherungen Kollektivversicherungen

Anzahl der Lfd. Beitrag Anzahl der Lfd. Beitrag Anzahl der Lfd. Beitrag Anzahl der Lfd. Beitrag

Versiche- für ein Jahr Versiche- für ein Jahr Versiche- für ein Jahr Versiche- für ein Jahr

rungen in Tsd. € rungen in Tsd. € rungen in Tsd. € rungen in Tsd. €

21.846 11.279 87.981 86.132 0 0 49.505 14.868

6.236 3.608 4.738 2.899 3.065 1.128 1.442 730

0 13 0 400 0 – 42 0 114

0 0 0 0 0 0 0 0

0 0 56 532 26.287 11.202 43 159

6.236 3.621 4.794 3.831 29.352 12.288 1.485 1.003

15 12 75 68 0 0 1.203 20

873 226 306 435 1 1 682 300

60 81 785 962 322 114 542 314

281 101 23 14 0 0 8 6

0 1 26.269 11.294 74 562 231 185

1.229 421 27.458 12.773 397 677 2.666 825

26.853 14.479 65.317 77.190 28.955 11.611 48.324 15.046

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

21


22 BERICHT DES VORSTANDES

B. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen Lebensversicherungen (ohne Zusatzversicherungen)

Gesamtes selbst Einzelversicherungen

abgeschlossenes

Versicherungsgeschäft

Kapitalversicherungen

(einschl. Vermögensbildungsversicherungen)

ohne Risikoversicherungen

Anzahl der Versiche- Anzahl der Versicherungs-

Versiche- rungssumme Versiche- summe

rungen bzw. 12fache rungen in Tsd. €

Jahresrente

in Tsd. €

I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 389.712 7.290.575 230.380 2.363.160

davon beitragsfrei 126.395 297.923 100.877 148.228

II. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 382.790 7.909.111 213.341 2.220.169

davon beitragsfrei 121.535 308.488 95.855 146.782

C. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen Zusatzversicherungen

Zusatzversicherungen insgesamt Unfall-Zusatzversicherungen

Anzahl der Versiche- Anzahl der Versicherungs-

Versiche- rungssumme Versiche- summe

rungen bzw. 12fache rungen in Tsd. €

Jahresrente

in Tsd. €

I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 130.335 966.194 113.810 382.929

II. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 121.730 978.236 104.348 351.927

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


Risikoversicherungen Rentenversicherungen Sonstige

(einschl. Berufsunfähig- Lebensversicherungen

keits- und Pflegerentenversicherungen)

BERICHT DES VORSTANDES

Einzelversicherungen Kollektivversicherungen

Anzahl der Versiche- Anzahl der 12fache Anzahl der Versiche- Anzahl der Versiche-

Versiche- rungssumme Versiche- Jahresrente Versiche- rungssumme Versiche- rungssumme

rungen in Tsd. € rungen in Tsd. € rungen in Tsd. € rungen bzw. 12fache

Jahresrente

in Tsd. €

21.846 2.512.031 87.981 1.787.891 0 0 49.505 627.493

66 1.688 1.635 38.269 0 0 23.817 109.738

26.853 3.183.117 65.317 1.491.434 28.955 374.898 48.324 639.493

110 2.115 1.889 40.748 0 0 23.681 118.843

Berufsunfähigkeits- oder Risiko- und Zeitrenten- Sonstige

Invaliditätszusatzversicherungen Zusatzversicherungen Zusatzversicherungen

Anzahl der 12fache Anzahl der Versiche- Anzahl der Versiche-

Versiche- Jahresrente Versiche- rungssumme Versiche- rungssumme

rungen in Tsd. € rungen bzw. 12fache rungen bzw. 12fache

Jahresrente Jahresrente

in Tsd. € in Tsd. €

15.730 568.276 795 14.989 0 0

16.536 609.590 846 16.719 0 0

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

23


24 JAHRESABSCHLUSS

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2005

Aktivseite

2005 2004

Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €

A. Immaterielle Vermögensgegenstände 166 259

B. Kapitalanlagen

I. Kapitalanlagen in verbundenen

Unternehmen und Beteiligungen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 78.391 76.360

2. Ausleihungen an verbundene

Unternehmen 0 135.160

3. Beteiligungen 125.720 132.256

4. Ausleihungen an Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht 455 455

204.566 344.231

II. Sonstige Kapitalanlagen

1. Aktien, Investmentanteile und

andere nicht festverzinsliche

Wertpapiere 971.293 1.104.565

2. Inhaberschuldverschreibungen

und andere festverzinsliche

Wertpapiere 489.470 146.799

3. Hypotheken-, Grundschuldund

Rentenschuldforderungen 122.491 132.784

4. Sonstige Ausleihungen

a) Namensschuldverschreibungen

237.607 275.616

b) Schuldscheinforderungen

und Darlehen 421.883 379.830

c) Darlehen und Vorauszahlungen

auf Versicherungsscheine

13.271 14.276

d) übrige Ausleihungen 30.067 29.958

702.828 699.680

5. Einlagen bei Kreditinstituten 28.000 52.650

2.314.082 2.136.478

2.518.648 2.480.709

C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko

von Inhabern von Lebensversicherungspolicen

17.037 8.989

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


Aktivseite

JAHRESABSCHLUSS

2005 2004

Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €

D. Forderungen

I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen

Versicherungsgeschäft an:

1. Versicherungsnehmer

a) fällige Ansprüche 4.765 7.043

b) noch nicht fällige Ansprüche 995 11.631

5.760 18.674

2. Versicherungsvermittler 1.607 2.972

7.367 21.646

II. Abrechnungsforderungen aus dem

Rückversicherungsgeschäft 0 94

davon Forderungen

an verbundene Unternehmen:

0 Tsd. € (Vj.: 0 Tsd. €)

III. Sonstige Forderungen 4.700 4.720

davon Forderungen

an verbundene Unternehmen:

3.061 Tsd. € (Vj.: 2.843 Tsd. €) 12.067 26.460

E. Sonstige Vermögensgegenstände

I. Sachanlagen und Vorräte 180 198

II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten,

Schecks und Kassenbestand 2.150 3.630

III. Andere Vermögensgegenstände 17.121 15.959

19.451 19.787

F. Rechnungsabgrenzungsposten

I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 18.085 9.237

II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 99 6

18.184 9.243

Summe der Aktiva 2.585.553 2.545.447

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

25


26 JAHRESABSCHLUSS

Passivseite

2005 2004

Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 17.550 17.550

II. Kapitalrücklage 395 395

III. Gewinnrücklagen

gesetzliche Rücklage 1.360 1.194

IV. Bilanzgewinn 0 0

19.305 19.139

B. Genussrechtskapital 15.000 15.000

C. Versicherungstechnische Rückstellungen

I. Beitragsüberträge

1. Bruttobetrag 40.733 40.238

2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung

gegebene Versicherungsgeschäft 481 429

40.252 39.809

II. Deckungsrückstellung

1. Bruttobetrag 1.537.819 1.440.057

2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung

gegebene Versicherungsgeschäft 724 715

1.537.095 1.439.342

III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte

Versicherungsfälle

1. Bruttobetrag 8.014 7.134

2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung

gegebene Versicherungsgeschäft 0 392

8.014 6.742

IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und

erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung

1. Bruttobetrag 218.118 236.404

2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung

gegebene Versicherungsgeschäft 0 0

218.118 236.404

V. Sonstige versicherungstechnische

Rückstellungen

1. Bruttobetrag 19 29

2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung

gegebene Versicherungsgeschäft 0 0

19 29

1.803.498 1.722.326

D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich

der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von

den Versicherungsnehmern getragen wird

I. Deckungsrückstellung

1. Bruttobetrag 15.839 8.416

2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung

gegebene Versicherungsgeschäft 0 0

15.839 8.416

II. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen

1. Bruttobetrag 1.198 573

2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung

gegebene Versicherungsgeschäft 0 0

1.198 573

17.037 8.989

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


Passivseite

JAHRESABSCHLUSS

2005 2004

Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €

E. Andere Rückstellungen

I. Steuerrückstellungen 24.904 28.821

II. Sonstige Rückstellungen 667 2.968

25.571 31.789

F. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung

gegebenen Versicherungsgeschäft 1.205 1.144

G. Andere Verbindlichkeiten

I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen

Versicherungsgeschäft gegenüber

1. Versicherungsnehmern 691.593 721.174

2. Versicherungsvermittlern 42 26

691.635 721.200

II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem

Rückversicherungsgeschäft 194 177

davon gegenüber verbundenen Unternehmen:

14 Tsd. € (Vj.: 177 Tsd. €)

III. Sonstige Verbindlichkeiten 11.984 25.508

davon gegenüber verbundenen Unternehmen:

8.149 Tsd. € (Vj.: 23.457 Tsd. €)

davon gegenüber Unternehmen, mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht:

0 Tsd. € (Vj.: 0 Tsd. €)

davon aus Steuern:

200 Tsd. € (Vj.: 69 Tsd. €)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:

0 Tsd. € (Vj.: 0 Tsd. €) 703.813 746.885

H. Rechnungsabgrenzungsposten 125 174

Summe der Passiva 2.585.553 2.545.447

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten C. II. und D. I. der Passiva eingestellten Deckungsrückstellungen

unter Beachtung des § 341f HGB sowie der aufgrund des § 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden

sind; für den Altbestand im Sinne von § 11 c VAG und Artikel 16 § 2 Satz 2 des Dritten Durchführungsgesetzes/EWG zum VAG

ist die Deckungsrückstellung nach den geltenden genehmigten Geschäftsplänen berechnet worden.

Köln, den 04. April 2006

Dr. Hofmeier

Verantwortlicher Aktuar

Ich bescheinige hiermit entsprechend § 73 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den

gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.

Köln, den 04. April 2006

Beier

Treuhänder

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

27


28 JAHRESABSCHLUSS

Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005

2005 2004

Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €

I. Versicherungstechnische Rechnung

1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung

a) Gebuchte Bruttobeiträge 223.901 235.759

b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 1.064 861

222.837 234.898

c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge –495 –17.229

d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer

an den Bruttobeitragsüberträgen –52 3

–443 –17.232

222.394 217.666

2. Beiträge aus der Brutto-Rückstellung für

Beitragsrückerstattung 2.531 1.515

3. Erträge aus Kapitalanlagen

a) Erträge aus Beteiligungen 10.623 7.632

davon aus verbundenen Unternehmen:

0 Tsd. € (Vj.: 0 Tsd. €)

b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen

davon aus verbundenen Unternehmen:

687 Tsd. € (Vj.: 2.375 Tsd. €)

aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen

Rechten und Bauten einschließlich der Bauten

auf fremden Grundstücken 0 14

bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 104.287 86.417

104.287 86.431

c) Erträge aus Zuschreibungen 10.280 7.025

d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 49.996 81.555

175.186 182.643

4. Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 2.654 432

5. Sonstige versicherungstechnische Erträge

für eigene Rechnung 30.758 38.434

6. Aufwendungen für Versicherungsfälle

für eigene Rechnung

a) Zahlungen für Versicherungsfälle

aa) Bruttobetrag 136.650 144.710

bb) Anteil der Rückversicherer 395 650

136.255 144.060

b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht

abgewickelte Versicherungsfälle

aa) Bruttobetrag 880 222

bb) Anteil der Rückversicherer –392 254

1.272 – 32

137.527 144.028

7. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen

Netto-Rückstellungen

a) Deckungsrückstellung

aa) Bruttobetrag 105.184 97.808

bb) Anteil der Rückversicherer 9 88

105.175 97.720

b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen –9 29

105.166 97.749

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


JAHRESABSCHLUSS

2005 2004

Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €

8. Aufwendungen für erfolgsabhängige und

erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen

für eigene Rechnung 52.494 38.472

9. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

für eigene Rechnung

a) Abschlussaufwendungen 9.462 30.748

b) Verwaltungsaufwendungen 5.819 6.047

15.281 36.795

c) davon ab: Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen

aus dem in Rückdeckung

gegebenen Versicherungsgeschäft 456 76

14.825 36.719

10. Aufwendungen für Kapitalanlagen

a) Aufwendungen für die Verwaltung von

Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und

sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 3.738 4.886

b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 21.756 18.012

c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 16.864 23.867

42.358 46.765

11. Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen 39 27

12. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen

für eigene Rechnung 60.076 50.384

13. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 21.039 26.546

II. Nichtversicherungstechnische Rechnung

1. Sonstige Erträge 310 285

2. Sonstige Aufwendungen 8.156 8.012

–7.846 –7.727

3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 13.193 18.819

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11.027 18.600

5. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages

abgeführte Gewinne 2.000 0

6. Jahresüberschuss 166 219

7. Einstellungen in Gewinnrücklagen

in die gesetzliche Rücklage 166 219

8. Bilanzgewinn 0 0

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

29


30 JAHRESABSCHLUSS

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Bewertung erfolgt zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Kapitalanlagen

Anteile an den verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten

bilanziert, soweit nicht im Einzelfall ein niedrigerer beizulegender Wert geboten war.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht, wurden zum Nominalwert, unter Berücksichtigung von Abschreibungen

auf den beizulegenden Wert, bewertet.

Aktien, Investmentanteile und sonstige festverzinsliche Wertpapiere im Umlaufvermögen

wurden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Abschreibungen

auf den Börsenkurs bzw. Rücknahmepreis bewertet (strenges Niederstwertprinzip).

Zuschreibungen i.S. § 280 Abs. 1 HGB wurden vorgenommen.

In 2005 sind verschiedene Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche

Wertpapiere (Bestand Vorjahr) vom Umlaufvermögen in das Anlagevermögen umgewidmet

worden. Gleichzeitig wurden im großen Umfang verschiedene Inhaberschuldverschreibungen

und andere festverzinsliche Wertpapiere gekauft und dem Anlagevermögen zugeordnet. Bei

den Papieren besteht eine dauerhafte Halteabsicht. Um in dem Segment kurzfristige Ergebnisschwankungen

zu vermeiden, haben wir uns entschieden eine Anwendung des § 341 b

HGB bei im Anlagevermögen gehaltenen Rentenbestand (Inhaberschuldverschreibungen und

andere festverzinsliche Wertpapiere) grundsätzlich in Kauf zu nehmen. Dies gilt jedoch nicht

bei dauerhaften Wertminderungen, wie z.B. bei Verschlechterung der Kreditqualität.

Hingegen ist es unser erklärtes Ziel, bei allen anderen Kapitalanlagen auf die Anwendung des

§ 341 b HGB künftig zu verzichten.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände, die dem Anlagevermögen zugeordnet sind, erfolgt

zu Anschaffungskosten. Wir haben gemäß § 341b Abs. 2 S. 1 HGB Abschreibungen bei

dauernden Wertminderungen vorgenommen (gemildertes Niederstwertprinzip). Zuschreibungen

i. S. § 280 Abs. 1 HGB wurden vorgenommen. Bei Papieren Kaufkurs > 100 % wird der

Buchwert über die Laufzeit ratierlich gemindert und gegen den lfd. Ertrag gebucht.

Festverzinsliche Wertpapiere im Umlaufvermögen wurden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls

unter Berücksichtigung von Abschreibungen auf den Börsenkurs bewertet

(strenges Niederstwertprinzip). Zuschreibungen i.S. § 280 Abs. 1 HGB wurden vorgenommen.

Die Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen wurden mit dem Nennwert

abzüglich geleisteter Tilgungen bilanziert. Die bei Neuausleihungen einbehaltenen Disagiobeträge

wurden anteilig vereinnahmt bzw. zur Verteilung auf die Laufzeit der Darlehen als

passiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


JAHRESABSCHLUSS

Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden grundsätzlich

mit dem Nennwert abzüglich geleisteter Tilgungen und evtl. Abschreibungen auf den

beizulegenden Wert bilanziert. Die bei Neuausleihungen einbehaltenen Disagiobeträge

wurden anteilig vereinnahmt bzw. zur Verteilung auf die Laufzeit der Darlehen als passiver

Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Strukturierte Produkte werden bei der Gesellschaft unzerlegt und entsprechend der Bilanzierungsweise

des jeweiligen Basisinstruments bilanziert. Strukturierte Produkte, die gemäß

IDW RH BFA 1.003 zerlegungspflichtig sind, wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Gegebenenfalls

erfolgte eine Abschreibung auf den Zeitwert, sofern dieser zum Stichtag niedriger

war als der Buchwert (strenges Niederstwertprinzip), bzw. eine Zuschreibung auf die in den

vergangenen Jahren abgeschriebenen Papiere (§ 280 Abs. 1 HGB). Zu den derivativen Finanzinstrumenten

verweisen wir auch auf die Angaben gemäß § 285 Nr. 18 HGB.

Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine sind mit dem Nennwert bilanziert

worden.

Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert bilanziert.

Übrige Ausleihungen und andere Kapitalanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten

unter Berücksichtigung von Abschreibungen/Zuschreibungen auf den Zeitwert bilanziert.

Depotforderungen sind mit dem Nennwert bilanziert worden.

Die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen

sind mit dem Rücknahmepreis ausgewiesen worden.

Forderungen an Versicherungsnehmer

Unter den Forderungen an Versicherungsnehmer sind fällige und noch nicht fällige Ansprüche

ausgewiesen. Bei den fälligen Ansprüchen handelt es sich ausschließlich um Forderungen,

die fällig, aber bis zum 31. Dezember 2005 noch nicht gezahlt waren. Unter den noch nicht

fälligen Ansprüchen sind unsere Forderungen an die Versicherungsnehmer auf Erstattung der

noch nicht getilgten rechnungsmäßigen Abschlussaufwendungen für sämtliche Versicherungen

mit Garantiewerten ausgewiesen. Für voraussichtlich nicht einbringliche Beträge wurde

eine Wertberichtigung durchgeführt.

Sachanlagen und Vorräte

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit den Anschaffungskosten vermindert um

die planmäßigen, steuerlich zulässigen Abschreibungen entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen

Nutzungsdauer bewertet. Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

31


32 JAHRESABSCHLUSS

Versicherungstechnische Rückstellungen

Die Bruttobeitragsüberträge sind unter Berücksichtigung des Beginntermins und der vereinbarten

Zahlungsweise für jede Versicherung einzeln errechnet. Die steuerlichen Bestimmungen

für den Abzug der nicht übertragbaren rechnungsmäßigen Inkassokosten wurden

beachtet.

Die Deckungsrückstellung für das selbst abgeschlossene Geschäft wird für jede Versicherung

gesondert unter Berücksichtigung des individuellen Beginnmonats ermittelt. Die Ermittlung

erfolgt grundsätzlich prospektiv gemäß § 341f HGB, § 25 RechVersV und der aufgrund § 65

VAG erlassenen Rechtsverordnungen. Bei Fondsprodukten ist als fondsgebundene Deckungsrückstellung

das wertabhängige Deckungskapital für jede Versicherung eingestellt. Für den

Altbestand wurde der gültige Geschäftsplan beachtet. Künftige Kosten sind implizit berücksichtigt.

Insbesondere wird die Deckungsrückstellung auch für die Verwaltungskosten in den

tariflich beitragsfreien Zeiten gebildet.

Wegen der sich abzeichnenden Sterblichkeitsverbesserung haben wir die Deckungsrückstellungen

der Rentenversicherungen, die bis zum 31.12.2004 abgeschlossen wurden, auf Basis

der Sterbetafeln DAV 2004 R-Bestand und DAV 2004 R – B20 sowie unter zusätzlicher Verwendung

unternehmenseigener Storno- und Kapitalabfindungswahrscheinlichkeiten angepasst.

Die Ermittlung des Anpassungsbedarfs berücksichtigt bei allen betroffenen Versicherungen

die Anforderungen für die Neubewertung der Deckungsrückstellung gemäß der Veröffentlichung

der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (VerBaFin 01/2005).

Für Berufsunfähigkeitsversicherungen und Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen mit

älteren Tafeln als der aktuell verwendeten Tafel DAV 1997 I wurde die Deckungsrückstellung

ebenfalls erhöht. Die Ermittlung des Auffüllbedarfs erfolgte gemäß der Veröffentlichung der

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (VerBAV 12/98).

Die verwendeten Rechnungsgrundlagen sind nachfolgend für den ganz überwiegenden Teil

der Deckungsrückstellung aufgeführt.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


Todesfallversicherungen

JAHRESABSCHLUSS

Sterbetafel Rech- Zillmersatz Anteil an der

nungs- Gesamtdeckungszins

rückstellung ( %)

( %) (inkl. Bonus)

a) Altbestand im Sinne

von § 11c VAG ADSt24/26 M mod. 3,00 Einzel: 5,8

3,50 max. 35 ‰ der Summe 0,1

Ast 1960/62 M mod. 3,00 Gruppe: 26,9

St 1986 M/F 3,50 max. 20 ‰ der Summe 23,7

b) Neubestand im Sinne

von § 11c VAG St 1986 M/F 3,50 Einzel: max. 35 ‰ der Summe 2,9

Gruppe: max. 20 ‰ der Summe

DAV St 1994 T M/F 4,00 max. 40 ‰ der Beitragssumme 1,8

3,25 20 ‰ der Beitragssumme 1,6

2,75 20 ‰ der Beitragssumme 1,0

Erlebensfallversicherungen

Summe: 63,9

a) Altbestand im Sinne

von § 11c VAG DAV 2004 R-Bestand M/F

/ DAV 2004 R-B20 M/F 4,00 max. 35 % einer Jahresrente 3,2

b) Neubestand im Sinne

von § 11c VAG DAV 2004 R-Bestand M/F

/ DAV 2004 R-B20 M/F 4,00 max. 40 ‰ der Beitragssumme 4,9

3,25 20 ‰ der Beitragssumme 11,9

2,75 20 ‰ der Beitragssumme 3,4

DAV 2004 R M/F 2,75 25 ‰ der Beitragssumme 0,4

Sonstige Versicherungen

Summe: 23,7

Neubestand im Sinne

von § 11c VAG DAV 2004 R-Bestand M/F

/ DAV 2004 R-B20 M/F 3,25 max. 20 ‰ der Beitragssumme 1,5

2,75 20 ‰ der Beitragssumme 0,1

DAV 2004 R M/F 2,75 25 ‰ der Beitragssumme 0,02

Summe: 1,6

Für die den Versicherten zugewiesenen Überschussanteile im Rahmen des Bonussystems

wurden Deckungsrückstellungen mit den vorstehenden Grundlagen, jedoch ohne Zillmerung,

ermittelt.

Aufgrund des Urteils des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 12.10.2005 zu Mindestrückkaufswerten

und Stornoabschlägen für zwischen dem Zeitpunkt der Deregulierung (29.07.1994)

und dem Zeitpunkt der Klauselersetzung der vom BGH bemängelten Klauseln (Mitte 2001)

abgeschlossene Verträge haben wir – obwohl wir nicht zu den beklagten Unternehmen

gehören – die Deckungsrückstellung für die noch im Bestand befindlichen Verträge dem

Urteilsspruch entsprechend verstärkt.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

33


34 JAHRESABSCHLUSS

Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle bzw. Rückkäufe werden für

jeden bis zum Abschlussstichtag eingetretenen und bis zum Zeitpunkt der Bestandsfeststellung

bekannt gewordenen, aber im Geschäftsjahr noch nicht abgewickelten, Versicherungsfall

bzw. Rückkauf einzeln ermittelt. Für die bis zum Abschlussstichtag eingetretenen, jedoch erst

nach der Bestandsaufstellung bekannt gewordenen, Versicherungsfälle ist für jeden einzelnen

Fall eine Spätschadenrückstellung in Höhe des riskierten Kapitals gebildet worden. Für

noch nicht abschließend entschiedene Ansprüche aus Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen

sowie für noch nicht gemeldete Sterbefälle werden pauschale Rückstellungen gebildet.

In den angegebenen Bruttobeträgen ist eine Rückstellung für die voraussichtlich anfallenden

Schadenregulierungskosten in steuerlich zulässiger Höhe enthalten. Für bereits

stornierte Verträge, die vom Urteil des Bundesgerichtshofs zu Mindestrückkaufswerten und

Stornoabschlägen vom 12.10.2005 betroffen waren, wurde ebenfalls eine Rückstellung

gebildet.

Für die BUZ-Spätschadenrückstellung gilt folgendes Verfahren:

a) für bis zum Ende des Erfassungszeitraumes anerkannte BU-Leistungen wird der Leistungsbarwert

in voller Höhe der Rückstellung zugeführt,

b) für am Ende des Erfassungszeitraumes noch nicht abschließend bearbeitete Vorgänge wird

der jeweilige Leistungsbarwert – multipliziert mit einem für das Jahr 2003 aus der Historie

abgeleiteten Faktor – der Rückstellung zugeführt,

c) für unbekannte Spätschäden wird nach dem für b) angewandten Verfahren eine pauschale

Rückstellung pro Gewinnverband auf der Basis der BUZ-Durchschnittswerte des Gewinnverbandes

der Rückstellung zugeführt.

Die in der Rückstellung für Beitragsrückerstattung gebundenen Mittel für den Schlussüberschussanteilfonds

wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Methoden berechnet.

Die Berechnungsvorschriften sind in dem Geschäftsplan für die Überschussbeteiligung

niedergelegt (Altbestand im Sinne von § 11c VAG) bzw. genügen den Anforderungen des

§ 28 Abs. 7 RechVersV (Neubestand im Sinne von § 11c VAG).

Für die Kapitalversicherungen des Abrechnungsverbandes E sowie der Gewinnverbände

Kp E2, Kp S2 und Kp E3 wird von den zu ihrem regulären Fälligkeitstermin (Ablauf der Beitragszahlungsdauer)

vorgesehenen Schlussüberschussanteilen derjenige Teil reserviert, der

dem Verhältnis der abgelaufenen Versicherungsdauer zur gesamten Versicherungsdauer –

abgezinst über die Restlaufzeit mit einem je Abrechnungsverband bzw. Bestandsgruppe

festgelegten Zinssatz – entspricht. Ein Sockelbetrag in Höhe von maximal 6 % der Tarifreserve

zum regulären Fälligkeitszeitpunkt wird bei Reserveberechnung abgesetzt.

Für die übrigen Versicherungen des Altbestandes wird der Schlussüberschussanteilfonds

einzelvertraglich durch Erhöhung des Vorjahreswertes um den festgelegten Ansammlungszins

und Schlussüberschussanteil gebildet.

Für die kapitalbildenden Versicherungen des Neubestandes ab 01.07.2000 wird von den zu

ihrem regulären Fälligkeitstermin (Ablauf der Versicherung bzw. bei Rentenversicherungen

Ablauf der Aufschubdauer) vorgesehenen Schlussüberschussanteilen derjenige Teil reserviert,

der dem Verhältnis der abgelaufenen Versicherungsdauer zur gesamten Versicherungsdauer

– abgezinst mit 6 % über die Restlaufzeit – entspricht. Ein Sockelbetrag in Höhe von

maximal 6 % der Versicherungssumme bzw. bei Rentenversicherungen der 12fachen Jahresrente

wird bei der Reserveberechnung abgesetzt.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


JAHRESABSCHLUSS

Der Zinssatz beträgt zurzeit 6,0 %. Hierin ist bereits berücksichtigt, dass bei vorzeitigem

Abgang Schlussüberschussanteile ganz oder teilweise entfallen.

Für Konsortialverträge, für die die federführende Gesellschaft die versicherungstechnischen

Rückstellungen ermittelt, werden die der Beteiligungsquote entsprechenden Anteile an

diesen Rückstellungen übernommen.

Für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft wurden die Anteile der Rückversicherer

an den versicherungstechnischen Rückstellungen gemäß den Rückversicherungsverträgen

ermittelt. In 2005 wurde kein Geschäft in Rückdeckung genommen.

Sonstige Rückstellungen

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind in Höhe ihrer voraussichtlichen

Inanspruchnahme gebildet.

Sonstige Bilanzposten

Der Bilanzansatz der nicht genannten aktiven Bilanzposten erfolgte im Wesentlichen mit dem

Nennwert, der der passiven Bilanzposten mit dem Rückzahlungsbetrag.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Fremdwährungspositionen werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Käufe, Verkäufe, Erträge und Aufwendungen von Kapitalanlagen werden mit dem zu diesem

Zeitpunkt gültigen Devisenkurs umgerechnet.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

35


36 JAHRESABSCHLUSS

Anhang

Erläuterungen zur Jahresbilanz

Aktivposten

Entwicklung der Aktivposten A bis B

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

Bilanzwerte

Vorjahr

Tsd. €

A. Immaterielle Vermögensgegenstände

Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 259

B I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 76.360

2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 135.160

3. Beteiligungen 132.256

4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 455

5. Summe B I. 344.231

B II. Sonstige Kapitalanlagen

1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.104.565

2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 146.799

3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 132.784

4. Sonstige Ausleihungen

a) Namensschuldverschreibungen 275.616

b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 379.830

c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 14.276

d) übrige Ausleihungen 29.958

5. Einlagen bei Kreditinstituten 52.650

6. Summe B II. 2.136.478

Insgesamt 2.480.968


JAHRESABSCHLUSS

Zugänge Umbuchungen Abgänge Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte

Geschäftsjahr

Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €

22 0 0 0 116 165

11.296 0 10.355 1.375 285 78.391

0 0 135.160 0 0 0

10.882 –5.889 8.374 970 4.125 125.720

0 0 0 0 0 455

22.178 – 5.889 153.889 2.345 4.410 204.566

225.677 5.889 357.145 942 8.635 971.293

353.207 0 12.357 6.884 5.062 489.471

317 0 10.419 0 191 122.491

170.000 0 208.009 0 0 237.607

295.000 0 249.494 0 3.453 421.883

4.047 0 5.050 0 2 13.271

0 0 0 109 0 30.067

0 0 24.650 0 0 28.000

1.048.248 5.889 867.124 7.935 17.343 2.314.083

1.070.448 0 1.021.013 10.280 21.869 2.518.814

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

37


38 JAHRESABSCHLUSS

B. Kapitalanlagen

Gegenüberstellung der Zeitwerte und Buchwerte der Kapitalanlagen

Kapitalanlageart Zeitwerte Buchwerte Bewertungs-

reserven

2005 2005 2005

Tsd. € Tsd. € Tsd. €

I. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen,

Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche

Wertpapiere 1.361.946 1.175.404 186.542

II. Inhaberschuldverschreibungen und

andere festverzinsliche Wertpapiere 496.389 489.471 6.918

III. Sonstige Ausleihungen 34.995 30.067 4.928

Insgesamt 1.893.330 1.694.942 198.388

1. In den unter II. angegebenem Posten sind Inhaberschuldverschreibungen und andere

festverzinsliche Wertpapiere im Buchwert von 286.846 Tsd. Euro enthalten, die nach

§ 341b Abs. 2 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet sind. Der Zeitwert dieser Anlagen

beträgt nach Abzug von 1.331 Tsd. Euro, für die keine Abschreibungen vorgenommen

wurden, insgesamt 291.350 Tsd. Euro.

2. Die Zeitwertermittlung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt

grundsätzlich nach dem Ertragswertverfahren. Sofern ein zeitnaher Transaktionswert vorlag,

wird dieser zugrunde gelegt. Für bestimmte Beteiligungen werden branchenübliche

Bewertungsverfahren angewendet, sofern dies zu sachgerechteren Ergebnissen führt.

Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden mit den

Börsenkursen zum 31.12.2005 bewertet.

3. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden mit den

Börsenkursen zum 31.12.2005 bewertet.

4. In den unter I. angegebenen Bewertungsreserven sind in Höhe von 41.385 Tsd. Euro die

vertraglich festgelegten Partizipationsansprüche von Versicherungsnehmern gegenüber

der Gothaer Versicherungsbank VVaG aus einem möglichen Verkauf von Aktien an der

Gothaer Finanzholding AG enthalten, die der alten ASSTEL Lebensversicherung a.G. gehört

haben. Zum 31.12.2005 ist der Wert mit den ursprünglichen gutachterlichen Bewertungsmethoden

neu festgelegt worden.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


Angaben zu derivaten Finanzinstrumenten gemäß § 285 Nr. 18 HGB

JAHRESABSCHLUSS

Bilanzposition Art Handels-/ Zeitwert Buchwert Bewertungsmethode

Nominal-

Volumen

in Tsd. Tsd. € Tsd. €

B. I. Termingeschäft 27.900 USD 24.821 26.224 Zinsdifferenz-Methode

B. I. 1. Zinsswap 132.000 € 131.867 131.446 Barwert gem. Bewertungsmitteilung

der LBBW

B. II. 1. Termingeschäft 96.900 USD 119.427 105.595 Zinsdifferenz-Methode

B. II. 2. Termingeschäft 137.519 USD 113.396 111.231 Zinsdifferenz-Methode

B. II. 2. Termingeschäft 2.700 GBP 4.307 4.130 Zinsdifferenz-Methode

B. II. 2. Zinsswap 32.450 USD 74.618 72.719 Barwert gem. Bewertungsmitteilung

der LBBW

B. II. 4. b) Zinsswap 10.000 € 9.991 10.000 Moosmüller/Bloomberg

Die Geschäfte stehen in Bewertungseinheit mit dem entsprechenden Underlying.

Angaben für zu den Finanzanlagen gehörenden Finanzinstrumenten gemäß § 285 Nr. 19 HGB

Bilanzposition Zeitwert Buchwert

Tsd. € Tsd. €

B. I. 1) 12.992 15.099

1) Auf eine Abschreibung wurde verzichtet, da die Wertminderung voraussichtlich nicht dauerhaft ist.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

39


40 JAHRESABSCHLUSS

C. Kapitalanlagen für Rechnung und für Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen

Wertpapiere Tsd. € Anteile

ACMGI-Global Growth Trends Portfolio – Class A 1 23

Activest GlobalSelect C 4 69

AXA Rosenberg Global Small Cap Alpha F + B 2 100

DWS Deutsche Aktien Typ 0 3.477 20.151

DWS Europäische Renten Typ 0 1.050 11.751

DWS Internationale Renten Typ 0 3.559 36.737

Fidelity Funds – European Growth Fund 7.462 700.000

JPMF Pacific Equity Fund A 3 58

Merrill Lynch IIF Global Opportunities F + A2 2 73

Merrill Lynch IIF World Mining Fund A2 2 55

MS – Global Value Equity Fund (USD) – Class A 3 82

Nordea-1 North America Value Fund B 2 5

Pictet F – Emerging Markets P 2 5

Pioneer Funds – America A 1 276

Pioneer Funds – America Class C EUR (ND) 785 178.000

Pioneer Funds – Pioneer Mix 3 C 329 66.549

Templeton Growth (Euro) Fund 4 337

Threadneedle European Select Growth F 1 3 1.963

VERI-GLOBAL 346 16.673

Insgesamt 17.037 1.032.907

E. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Andere Vermögensgegenstände

Hier sind mit 17.121 Tsd. Euro (Vorjahr: 15.959 Tsd. Euro) vorausgezahlte Leistungen aus dem

Versicherungsgeschäft erfasst.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


Passivposten

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital

JAHRESABSCHLUSS

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 17.550 Tsd. Euro ist in 35.100 auf den Namen lautende

Aktien in Höhe von je 500,00 Euro eingeteilt. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Gemäß § 20 Abs. 4 AktG hat die Gothaer Finanzholding AG unserer Gesellschaft mitgeteilt,

dass ihr die Mehrheit der Stimmrechte zusteht.

2005 2004

Tsd. € Tsd. €

III. Gewinnrücklagen

Gesetzliche Rücklage

Stand am Anfang des Geschäftsjahres 1.194 975

Zuführung aus dem Jahresüberschuss 166 219

Stand am Ende des Geschäftsjahres 1.360 1.194

B. Genussrechtskapital

Die ASSTEL Lebensversicherung AG hat im Jahr 2002 15.000 Stück auf den Namen lautende

Genussscheine in Höhe von insgesamt 15.000 Tsd. Euro ausgegeben. Die Laufzeit endet am

31.12.2011.

C. Versicherungstechnische Rückstellungen

2005 2004

Tsd. € Tsd. €

IV. Rückstellung für Beitragsrückerstattung

Stand am Anfang des Geschäftsjahres 236.404 266.362

Entnahme für gutzuschreibende und ausgezahlte

Überschussanteile sowie Bildung von Gewinnsummen 70.780 68.430

Zuweisung des Überschusses aus dem Geschäftsjahr 52.494 38.472

Stand am Ende des Geschäftsjahres 218.118 236.404

Von der Rückstellung für Beitragsrückerstattung am Ende des

Geschäftsjahres sind folgende Beträge bereits erklärt, aber noch

nicht zugeteilt:

Laufende Überschussanteile 23.528 28.657

Schlussanteile 11.114 10.390

Die Entnahme im Geschäftsjahr enthält 28.050 Tsd. Euro für die Finanzierung der Direktgutschrift

des Altbestandes.

Für künftig fällig werdende Schlussgewinnanteile enthält die Rückstellung für Beitragsrückerstattung

einen Betrag von 92.717 Tsd. Euro (Vorjahr: 94.889 Tsd. Euro), der zur Deckung

derjenigen in der Zukunft fällig werdenden Schlussgewinnanteile bestimmt ist, die nach den

zurzeit geltenden Sätzen auf die abgelaufenen Versicherungsjahre entfallen; dieser Betrag ist

unter den gegenwärtigen Ertragsverhältnissen ausreichend hoch bemessen.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

41


42 JAHRESABSCHLUSS

E. Andere Rückstellungen

2005 2004

Tsd. € Tsd. €

II. Sonstige Rückstellungen

Provisionen 510 562

Jahresabschlussaufwendungen 149 176

Übrige 8 2.230

Insgesamt 667 2.968

G. Andere Verbindlichkeiten

2005 2004

Tsd. € Tsd. €

I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen

Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern

verzinslich angesammelte Überschussanteile 628.836 636.438

sonstige Verbindlichkeiten 62.757 84.736

Insgesamt 691.593 721.174

H. Rechnungsabgrenzungsposten

Im Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge in Höhe von 116 Tsd. Euro enthalten.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


Anhang

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gebuchte Beiträge für eigene Rechnung

JAHRESABSCHLUSS

Die gebuchten Bruttobeiträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft setzen

sich wie folgt zusammen:

2005 2004

Tsd. € Tsd. €

laufende Beiträge 198.584 181.711

Einmalbeiträge 25.317 54.048

Insgesamt 223.901 235.759

Einzelversicherungen 198.547 214.455

Kollektivversicherungen 25.354 21.304

Insgesamt 223.901 235.759

Aufwendungen für Kapitalanlagen

2005 2004

Tsd. € Tsd. €

In den Abschreibungen auf Kapitalanlagen sind

außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 277

Abs. 3 Satz 1 HGB in Höhe von 7.664 7.638

enthalten.

Rückversicherungssaldo

Der Saldo aus den verdienten Beiträgen der Rückversicherer und den Anteilen der Rückversicherer

an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle, an den Bruttoaufwendungen für

den Versicherungsbetrieb sowie an der Veränderung der Bruttodeckungsrückstellung beträgt

–544 Tsd. Euro.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

43


44 JAHRESABSCHLUSS

Anhang

Sonstige Angaben

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personal-Aufwendungen

2005 2004

Tsd. € Tsd. €

1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter

im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene

Versicherungsgeschäft 5.463 27.480

2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne

des § 92 HGB –5 45

3. Löhne und Gehälter 0 0

4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 0 0

5. Aufwendungen für die Altersversorgung 0 0

6. Aufwendungen insgesamt 5.458 27.525

Aufsichtsrat, Vorstand

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen 0 Tsd. Euro.

Die Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen 126 Tsd. Euro.

Zu den Krediten an Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat werden folgende Angaben gemacht:

Kredite Stand Neu- Rück- Stand Zins Laufzeit

31.12.2004 gewährung zahlung 31.12.2005

bzw. Zugang bzw. Abgang

Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € %

Vorstand 430 0 58 372 4,33 9 Jahre

Aufsichtsrat 67 0 0 67 3,77 9 Jahre

Beirat 0 0 0 0 0 0 Jahre

Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr keine Mitarbeiter. Wir nutzen zur Sicherstellung

der betrieblichen Funktionen die Mitarbeiterkapazitäten der als Dienstleistungsgesellschaft

konzipierten ASSTEL ProKunde Versicherungskonzepte GmbH und die Gothaer

Lebensversicherung AG sowie zur Know-how- und Kostenoptimierung zentrale Ressourcen

aus dem Konzern. Dies erfolgt auf der Grundlage bestehender Funktionsausgliederungs- und

sonstiger Dienstleistungsverträge.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

JAHRESABSCHLUSS

Aus der Jahresbilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse bestehen in Form von Nachzahlungsverpflichtungen

auf die in unserem Besitz befindlichen Aktien und GmbH-Anteile.

Bei verbundenen Unternehmen besteht neben der Einlage ein Haftungsverhältnis in Höhe

von 39.256 Tsd. Euro. Bei den Beteiligungen besteht neben der Einlage ein Haftungsverhältnis

in Höhe von 21.755 Tsd. Euro und bei den sonstigen Anteilen in Höhe von 46.799 Tsd. Euro.

Aus Leasing-Verträgen besteht eine jährliche finanzielle Verpflichtung in Höhe von 4.064 Tsd.

Euro.

Aufgrund der gesetzlichen Änderungen in den §§ 124 ff VAG sind die Lebensversicherer zur

Mitgliedschaft an einem Sicherungsfonds verpflichtet. Der Sicherungsfonds kann zusätzlich

zur laufenden Beitragsverpflichtung Sonderbeiträge bis zur Höhe von 1 ‰ der Summe der

versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss unseres Unternehmens wird in den Konzernabschluss der Gothaer

Versicherungsbank VVaG, Köln einbezogen. Die Gothaer Versicherungsbank VVaG stellt den

Konzernabschluss für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der

Konzernabschluss der Gothaer Versicherungsbank VVaG wird unter HRB 660 beim Handelsregister

Köln hinterlegt.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

45


46 JAHRESABSCHLUSS

Aufstellung des Anteilbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB

Name, Sitz Anteil Eigen- Letztes

kapital * Jahresergebnis

*

% Tsd. € Tsd. €

a) verbundene, inländische Unternehmen

ASSTEL ProKunde Versicherungskonzepte GmbH,

Köln 100,00 7.797 –13.315

capiton Zweite Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH,

Berlin 20,00 40.628 –1.977

Gothaer Beteiligungsgesellschaft MSREF mbH,

Göttingen 20,00 25 –6

Gothaer Beteiligungsgesellschaft USA/Carlyle mbH,

Göttingen 20,00 3.746 328

Gothaer Erste Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH,

Berlin 20,00 17.468 –1.610

Gothaer Erste META-Kapitalbeteiligungsgesellschaft

mbH, Berlin 20,00 20.354 855

Gothaer Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH

Niederlande, Göttingen 28,60 4.596 –3.294

Hamburg-Kölner-Vermögensverwaltungsgesellschaft

mbH, Köln 25,00 9.756 733

Medico GmbH & Co. KG Objekt ICG Mezzanine Fund,

Frankfurt 24,97 13.278 725

Munich Carlyle Beteiligungs GmbH, Grünwald 98,00 67 4

Unterstützungskasse der BERLIN-KÖLNISCHE

Lebens- und Sachversicherung GmbH, Köln 50,00 3.742 1.302

b) nicht verbundene, inländische Unternehmen

TRIFORUM Verwaltung GmbH & Co. Objekt

Neu-Isenburg II KG, Pöcking 31,00 7.030 –14.279

TRIFORUM Verwaltung GmbH & Co. Objekt

Neu-Isenburg III KG, Pöcking 31,00 1.356 –25

* Die Angaben beziehen sich auf das jeweils letzte Geschäftsjahr, für das ein Jahresabschluss vorlag.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


Anhang

Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer

Allgemeines zur Überschussbeteiligung

JAHRESABSCHLUSS

Der Versicherungsnehmer zahlt an das Lebensversicherungsunternehmen Beiträge. Das Lebensversicherungsunternehmen

garantiert dem Versicherungsnehmer dafür die vertraglich

zugesicherte Leistung. Darüber hinaus erhält jeder Versicherungsnehmer seinen Anteil an

den Überschüssen, die von dem Lebensversicherungsunternehmen erwirtschaftet werden.

Die Verteilung der von der ASSTEL Lebensversicherung AG erzielten Überschüsse erfolgt nach

einem eigens entwickelten System, das der Überschusskraft der einzelnen Versicherung

Rechnung trägt. Sie werden je nach Tarif, Geschlecht der versicherten Person und Vereinbarung

dem Versicherungsnehmer gutgebracht oder ausgezahlt.

Überschussentstehung

Die Beiträge in der Lebensversicherung haben in der Regel über einen längeren Zeitraum Bestand

und müssen unter gesicherten Annahmen sehr vorsichtig kalkuliert werden, damit die

zugesagten Leistungen sicher erbracht werden können und auch die Kosten abgedeckt sind,

die durch Abschluss und Verwaltung entstehen. Das Lebensversicherungsunternehmen stellt

zur Absicherung der Leistungen Mittel zurück (=Deckungsrückstellungen). Zusätzlich sorgt

das Lebensversicherungsunternehmen dafür, dass diese Mittel gewinnbringend (rentabel)

angelegt werden.

Aufgrund der vorsichtigen Kalkulation entstehen Überschüsse, die sich weiter erhöhen, wenn

das Lebensversicherungsunternehmen besonders rentabel arbeitet, also z. B. die Kosten

möglichst niedrig hält und das zur Verfügung gestellte Kapital gut anlegt.

Die erwirtschafteten Überschüsse finden bedingungsgemäß Niederschlag in der Festlegung

der für den neuen Deklarationszeitraum zu bestimmenden Überschussanteilsätze, die letztlich

das Maß der Beteiligung an den Überschüssen für jede einzelne Versicherung sind. Diese

Anteilsätze werden vom Vorstand der ASSTEL Lebensversicherung AG unter Beachtung der

maßgebenden aufsichtsrechtlichen Bestimmungen festgelegt.

Überschusszuteilung, Überschussverwendung, Direktgutschrift

Die laufenden Überschussanteile werden als monatliche oder jährliche Anteile zugeteilt und

entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen verwendet. Daneben können bei Beendigung

des Vertrages Schlussüberschusszahlungen fällig werden, falls solche für das Geschäftsjahr

deklariert wurden.

Um die Überschüsse möglichst zeitnah an die Versicherungsnehmer weiterzugeben, erhalten

überschussberechtigte Versicherungen einen Teil der laufenden Überschussbeteiligung als

Direktgutschrift zu Lasten des Ergebnisses des laufenden Geschäftsjahres. Diese mindert

insoweit die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Die Direktgutschrift wird

wie die laufende Überschussbeteiligung fällig und in gleicher Weise verwendet. Sie wird auf

die laufende Überschussbeteiligung angerechnet und ist durch diese begrenzt. Hat sich die

wirtschaftliche Situation seit der Festsetzung der Überschussbeteiligung für den Deklarationszeitraum

wesentlich verschlechtert, können – unter Beachtung aller aufsichtsrechtlichen

Auflagen – Mittel zur Finanzierung der Direktgutschrift aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung

entnommen werden. Auf die Höhe der Überschussbeteiligung für den einzelnen

Versicherungsvertrag hat dies keinen Einfluss.

Die genaue Beschreibung der für eine Direktgutschrift in Betracht kommenden Versicherung

sowie deren Berechnungsmodalitäten sind im Abschnitt „Weitere Erläuterungen zur Direktgutschrift“

unten dargestellt.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

47


48 JAHRESABSCHLUSS

Deklarationszeitraum, Überschussanteilsätze im Deklarationszeitraum

Soweit bedingungsgemäß Überschussanteile im Kalenderjahr 2006 fällig werden, gelten für

diese die in der nachfolgenden Deklaration aufgelisteten Überschussanteilsätze. Weichen

diese von den im Geschäftsbericht 2004 veröffentlichten Sätzen ab, so sind die letzteren in

Klammern angegeben. Die Direktgutschrift ist in diesen Überschussanteilsätzen enthalten.

Eine genauere Beschreibung der Direktgutschrift ist im Abschnitt „Weitere Erläuterungen zur

Direktgutschrift“ weiter unten dargestellt.

Wird ein Versicherungsvertrag technisch geändert, können sich entsprechend der durchgeführten

Vertragsänderung abweichende Überschussanteile ergeben.

Weitere Erläuterungen zur Direktgutschrift

Die für eine Direktgutschrift in Betracht kommenden überschussberechtigten Versicherungen

sind: Kapitalbildende Versicherungen (Einzelkapital- wie Gruppenkapitalversicherungen),

Vermögensbildungsversicherungen, Rentenversicherungen, Rentenversicherungen gemäß

dem Gesetz zur steuerlichen Förderung einer kapitalgedeckten Altersvorsorge und Invaliditätsversicherungen

sowie zugehörige Ansammlungsguthaben, soweit keine geschäftsplanmäßigen

Regelungen dagegen stehen. Eine Direktgutschrift wird nur dann für eine Versicherung

gewährt, falls für diese eine laufende Überschussbeteiligung im Deklarationszeitraum

– siehe Absatz „Deklarationszeitraum, Überschussanteilsätze im Deklarationszeitraum“ –

vorgesehen ist.

Die Direktgutschrift errechnet sich als ein Zinssatz des maßgebenden Guthabens. Basis für

diesen Zinssatz ist der für den Versicherungsvertrag für die aktuelle Überschusszuteilung

zutreffende Ertrags- bzw. Zinsanteil, Basis-Überschussanteil, Zinsdividende, Bonus- bzw. Gewinnrente

oder der Ansammlungszins. Für die Ansammlung ist dieser Zinssatz der Ansammlungszinssatz,

soweit dieser 4 % (5 %) nicht überschreitet, abzgl. eines eventuell vorhandenen

garantierten Zinses (Rechnungszins). Sonst ergibt sich der Zinssatz aus diesem Überschussanteilsatz,

soweit die Summe aus diesem Satz und dem garantierten Zins (Rechnungszins)

4 % (5 %) nicht überschreitet. Die maßgeblichen Guthaben für die Direktgutschrift sind

für Versicherungsverträge, denen ein genehmigter Geschäftsplan zugrunde liegt, die geschäftsplanmäßig

geregelten Guthaben bzw. für die anderen Verträge die mit dem garantierten

Zins (Rechnungszins) um ein Jahr abgezinsten Deckungsrückstellungen bzw. das zu

Beginn des Versicherungsjahres vorhandene Ansammlungsguthaben.

Verstärkung der Deckungsrückstellung für das Langlebigkeitsrisiko

Ab dem Geschäftsjahr 2004 bildet die ASSTEL Lebensversicherung AG bei Rentenversicherungsverträgen

nach Tarifgenerationen, die vor dem 1. Januar 2005 verkaufsoffen waren, wegen

der stärker als kalkulierten Verbesserung der Lebenserwartung eine zusätzliche Deckungsrückstellung

zur Sicherung der garantierten Renten im Altersrentenbezug. Die hierfür

benötigten Mittel belasten das jeweilige Jahresergebnis und stehen somit nicht mehr für die

Überschussbeteiligung zur Verfügung. Die Überschussanteilsätze in den betroffenen Rentenversicherungsbeständen

werden deshalb ab dem Geschäftsjahr 2006 solange reduziert, bis

die Finanzierung aus diesen Beständen heraus abgeschlossen ist.

Diese zusätzliche Deckungsrückstellung ist nicht den einzelnen Versicherungsverträgen, sondern

dem Bestand pauschal zugeordnet. Die Absenkung der Überschussanteilsätze beträgt

für das Geschäftsjahr 2006 0,5 % und ist in den angegebenen Sätzen berücksichtigt.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


Zur Darstellung der Überschussanteilsätze

JAHRESABSCHLUSS

Die Überschussanteilsätze werden für die Tarife mit den alten Produktbezeichnungen bis

01.07.2000 nach Gewinnverbänden dargestellt, für die Verträge mit den neuen Produktbezeichnungen

ab 01.07.2000 erfolgt die Darstellung für jeden einzelnen Tarif.

A. Überschussanteile für Produkte und zugehörige Zusatzversicherungen vor der

Einführung der neuen Produktpalette zum 01.07.2000

Abrechnungsverbände Kap, VL, Ren und Gr sowie Neuzugang ab 01.01.1995

Die Abrechnungsverbände Kap, VL, Ren und Gr umfassen folgende für den Neuzugang

geschlossene Gewinnverbände:

Kap 1 Kleinlebensversicherungen (Sterbetafel 24 M)

Kap 2, Kap 3 Großlebensversicherungen (Sterbetafel 24 M)

Zwei interne Unterteilungen im Gewinnverband Kap 2:

Kap 2 Bonus Überschussbeteiligung Bonus

Kap 2 Tarif L Tarif L

Kap 4 Großlebensversicherungen (Sterbetafel 67 M)

Kap 5 Großlebensversicherungen (Sterbetafel 86 MuF)

Kap Ris 5 Risikoversicherungen (Sterbetafel 86 MuF)

Kap 5 M Versicherungen für die ehemaligen Mitarbeiter der

BERLIN-KÖLNISCHE Versicherungen (Sterbetafel 86 MuF)

VL 4 Vermögensbildungsversicherungen (Sterbetafel 67 M)

VL 5 Vermögensbildungsversicherungen (Sterbetafel 86 MuF)

Ren 3 Rententarife (Sterbetafel 49 MuF)

Ren 5 Rententarife (Sterbetafel 1987 MuF)

GrF 2 Firmen-Gruppenversicherungen (Sterbetafel 24 M)

GrV 2 Vereins-Gruppenversicherungen (Sterbetafel 24 M)

GrF 4 Firmen-Gruppenversicherungen (Sterbetafel 67 M)

GrV 4 Vereins-Gruppenversicherungen (Sterbetafel 67 M)

GrF 6 Firmen-Gruppenversicherungen (Sterbetafel 86 MuF)

Bezeichnungen bei Sterbetafeln:

M = Sterbetafel für Männer; MuF = gesonderte Sterbetafeln für Männer und Frauen.

Der Neuzugang ab 01.01.1995 unterteilt sich in folgende Gewinnverbände: Kp E1, Kp E2,

Kp E3, Kp S1, Kp S2, Kp S3, Kp M1, RisB E1, RisB S1, RisL E1, RisL E2, KpV E1, Rt E1, Rt E2, Rt E3,

Rt S1, Rt S2, Rt S3, Kp G1, BUZS E1, BUZS S1, BUZL E1, BUZL S1, BUZL E2, BUZL E3, BUZA E3.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

49


50 JAHRESABSCHLUSS

Überschussverteilung und -verwendung bei den Abrechnungsverbänden Kap, VL, Ren und

Gr sowie beim Neuzugang ab 01.01.1995

Bei Kapital- und Rentenversicherungen besteht die Überschussbeteiligung aus laufenden

Überschussanteilen und einem Schlussüberschussanteil. Die laufenden Überschussanteile

werden jeweils am Ende des Versicherungsjahres gutgeschrieben.

Sie werden im Allgemeinen verzinslich angesammelt und bei Beendigung der Versicherung

ausgezahlt, außer bei:

Kap 2 (ohne Tarif L) Die laufenden Überschussanteile werden als Einmalbeitrag für eine

zusätzliche Versicherungssumme (Bonussumme) verwendet, die

gleichzeitig mit der vertraglich vereinbarten Versicherungsleistung

fällig wird. Diese Bonussumme ist ebenfalls überschussberechtigt.

Kap 2 Tarif L Die jährlichen Überschussanteile werden gemäß den geschäftsplanmäßigen

Regelungen bis zur nächsten Beitragszahlung verzinslich

angesammelt und dann zusammen mit dieser als Einmalbeitrag zur

Leistungserhöhung verwendet.

Ren 3 Während der Rentenbezugszeit werden die laufenden Überschussanteile

als Einmalbeitrag für eine beitragsfreie Zusatzrente verwendet,

die zusammen mit der versicherten Leistung fällig wird. Diese Zusatzrente

ist wieder überschussberechtigt.

Ren 5, Während der Rentenbezugszeit werden die laufenden Überschuss-

Rt E1, Rt E2, anteile wahlweise zur überschussberechtigten Rentenerhöhung oder

Rt E3, Rt S1, zur Finanzierung einer Zusatzrente von Beginn der Rentenbezugszeit an

Rt S2, Rt S3 verwendet.

Der Schlussüberschussanteil wird für den Neuzugang vor dem 01.01.1995 gemäß den hierfür

getroffenen geschäftsplanmäßigen Festlegungen fällig.

Für den Neuzugang ab dem 01.01.1995 wird bei Beendigung der Beitragszahlungsdauer im

Deklarationszeitraum ein Schlussüberschussanteil fällig. Im Todesfall oder bei Rückkauf wird

ein anteiliger Schlussüberschussanteil gezahlt. Für jedes volle abgelaufene Versicherungsjahr

wird ein Promillesatz auf das maßgebliche Deckungskapital gewährt und mit Ausnahme der

Gewinnverbänden Kp E2, Kp S2, Kp E3 und Kp S3 mit dem Ansammlungszins verzinst. Als

Promillesatz für ein abgelaufenes volles Versicherungsjahr wird der für dieses abgelaufene

volle Versicherungsjahr in der entsprechenden Überschussdeklaration festgesetzte Satz

genommen. Das maßgebliche Deckungskapital ist für die Gewinnverbände Kp E2, Kp S2,

Kp E3 und Kp S3 das Deckungskapital bei Ablauf der Beitragszahlungsdauer, sonst das

überschussberechtigte Deckungskapital des entsprechenden Versicherungsjahres. Bei einer

nicht planmäßigen technischen Änderung können sich hiervon abweichende Werte ergeben.

Weibliche Personen, die nach einem Tarif mit alten Rechnungsgrundlagen („Männer-Sterbetafel“)

versichert sind, erhalten im Hinblick auf ihre längere durchschnittliche Lebenserwartung

einen Ausgleich über den Zusatz-Überschussanteil.

Bei den Risikoversicherungen besteht die Überschussbeteiligung aus einer Sofort-Überschussbeteiligung

in Form einer erhöhten Versicherungssumme (Todesfallbonus) oder einer

Schlusszahlung. Hiervon ausgenommen sind die Risikoversicherungen des Gewinnverbandes

RisL E1. Bei diesem erfolgt die Überschussbeteiligung wie bei Versicherungen nach Tarif KT 86

des Abrechungsverbandes E.

Die Regelungen bei Zusatzversicherungen sind nachfolgend bei der Deklaration unter Ziffer 1

in den Abschnitten für Zusatzversicherungen dargestellt.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


JAHRESABSCHLUSS

Überschusssätze der Abrechnungsverbände Kap, VL, Ren und Gr sowie des Neuzugangs ab

01.01.1995

Die Überschussanteilsätze sind in der Deklaration unter Ziffer 1 angegeben.

Gewinnverbände des Abrechnungsverbandes E

Der Abrechnungsverband E umfasst folgende für den Neuzugang geschlossene Gewinnverbände:

EK 24 Tarife 11 und 12

EK 67 Tarife 14 bis 19 und 80

EK 67G Tarif 23

EV 67 Tarif 35

EK 86 Tarife F 86, G 86 und LT 86

ER 67 Tarife 9 und 10

ER 86 Tarif KT 86

AST Tarif St

AKL Tarife 1a und 1b

ASO Tarife 71, 73 und 75

ASO1 Tarife 77 bis 79

Überschussverteilung und -verwendung beim Abrechungsverband E

Die Überschussbeteiligung besteht aus laufenden Überschussanteilen. Bei kapitalbildenden

Lebensversicherungen wird zusätzlich eine Schlussdividende gewährt.

Die Ausschüttung der laufenden Überschussanteile für die beitragspflichtigen Versicherungen

der Tarife 9, 10 und KT 86 erfolgt bei jeder Beitragsfälligkeit. Sie werden mit den

Beiträgen verrechnet.

Bei allen anderen Versicherungen werden die laufenden Überschussanteile jeweils am Ende

des Versicherungsjahres gutgeschrieben. Sie werden verzinslich angesammelt und bei Beendigung

des Vertrages ausgezahlt.

Die Grunddividende enthält einen Ausgleich für weibliche Versicherte, die nach einem Tarif

aufgrund alter Rechnungsgrundlagen („Männer-Sterbetafel“) versichert sind. Dieser Ausgleich

berücksichtigt die durchschnittlich höhere Lebenserwartung von Frauen. Bis 1999

wurde dieser Ausgleich in Form einer zusätzlichen Schlussdividende gewährt.

Die Schlussdividende wird gemäß den geschäftsplanmäßigen Festlegungen ermittelt. Sie

wird bei Beendigung der Beitragszahlungsdauer ausgeschüttet. Im Todesfall oder bei Rückkauf

wird eine anteilige Schlussdividende fällig.

Maßgebend für die Höhe der Schlussdividende sind die nachfolgend bei der Deklaration

unter Ziffer 2 angegebenen Sätze, die für jedes anrechnungsfähige Versicherungsjahr gelten.

Die Regelungen bei Zusatzversicherungen sind nachfolgend bei der Deklaration unter Ziffer 2

im Abschnitt für Zusatzversicherungen dargestellt.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

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52 JAHRESABSCHLUSS

Überschusssätze des Abrechnungsverbandes E

Die Überschussanteilsätze sind in der Deklaration unter Ziffer 2 angegeben.

Deklaration

Sofern sich die Überschusssätze geändert haben, sind die Sätze des vorangehenden Deklarationszeitraumes

in Klammern angegeben.

1. Abrechnungsverbände Kap, VL, Ren und GR sowie Neubestand ab 01.01.1995

1.1. Hauptversicherungen mit Kapitalbildung

Gewinnverband Basis-Über- Zusatz-Überschussanteil Schluss-Überschussanteil

in ‰ schussanteil

in % des der Versicherungssumme in ‰ des

maß- maßgebenden

gebenden

Deckungs- Deckungskapitals

Männer Frauen kapitals

Beitragspflichtige Versicherungen

Kap 1 1,20 (2,60) 0 0,7 4,0

Kap 2 (ohne Tarif L), Kap 3, GrF 2 1,60 (3,00) 2,3 3,0 9,0

Kap 2 Tarif L 1,40 (2,80) 0 0 0

Kap 4, GrF 4 1,60 (3,00) 2,0 2,7 9,0

Kap 5, Kp E1, Kp S1 1,10 (2,50) 1,5 1,5 9,0

Kp E2, Kp S2, Kp E3, Kp S3 0,60 (2,00) 1,2 1,0 8,5

Kap 5 M, Kp M1, GrF 6, Kp G1 1,88 (3,20) 1,5 1,5 0

VL 4 1,60 (3,00) 4,3 5,0 3,6

VL 5, KpV E1 1,10 (2,50) 5,6 5,6 9,0

Ren 3 0,60 (1,70) 0 0 0

Ren 5, Rt E1, Rt S1 0,10 (2,10) 0 0 0

Rt E2, Rt S2 0,20 (2,30) 0 0 0

Rt E3, Rt S3 0,60 (2,30) 0 0 0

GrV 2, GrV 4 1,00 (2,00) 0 0,7 0

Beitragsfreie Versicherungen und

Versicherungen gegen Einmalbeitrag

vor Rentenbezug

Kap 1 1,00 (2,40) 0 0 0

Kap 2, Kap 3, Kap 4, VL 4, GrF2, GrF4 1,40 (2,80) 0 0 0

Kap 5, Kap 5 M, Kp E1, Kp S1, Kp M1,

KpV E1, GrF 6, Kp G1, VL 5 0,90 (2,30) 0 0 0

Ren 3 0,30 (1,40) 0 0 0

Ren 5, Rt E1, Rt S1 0,00 (1,40) 0 0 0

Rt E2, Rt S2, Rt E3, Rt S3 0,30 (1,60) 0 0 0

Kp E2, Kp E3, Kp S2, Kp S3 0,40 (1,80) 0 0 0

GrV 2, GrV 4 1,00 (2,00) 0 0 0

Versicherungen im Rentenbezug

Ren 3 0,80 (0,00) 0 0 0

Ren 5, Rt E1, Rt S1 0,00 0 0 0

Rt E2, Rt S2, Rt E3, Rt S3 0,30 (1,40) 0 0 0

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JAHRESABSCHLUSS

Sonderregelungen für Kap 2, Kap 3 und Kap 4

Bei gleichartigen Tarifen, deren Beitragsniveau infolge geänderter Summenrabatte/

-zuschläge unterschiedlich ist, werden die laufenden Überschussanteile entsprechend

korrigiert, um eine Gleichbehandlung zu erreichen.

1.2. Risikoversicherungen

Überschussverwendungsart (alternativ)

Gewinnverband Todesfallbonus in % Schlusszahlung in % des

der Versicherungssumme überschussberechtigten

Beitrages

Männer Frauen Männer Frauen

Kap Ris 5, RisB E1, RisB S1 85 85 35 35

Die Risikoversicherungen des Gewinnverbands RisL E1 sind überschussberechtigt gemäß den

Regelungen für Risikoversicherungen des Gewinnverbands ER 86 im Abrechnungsverband E.

Gewinnverband Basis-Überschussanteil Grunddividende

in % des Deckungskapitals in % des Beitrages

Beitragspflichtige Versicherungen

RisL E2 0 45,0

Beitragsfreie Versicherungen

RisL E2 0,40 (1,80) 0

1.3. Zusatzversicherungen (IZV, BUZ)

Zusatzversicherungen nach den genannten Tarifen erhalten bei Tod des Versicherten, bei

Kündigung der Zusatzversicherung oder bei Erleben des Ablaufs der Beitragszahlungsdauer

eine Schlusszahlung. Für jedes volle abgelaufene Versicherungsjahr wird ein Prozentsatz der

für dieses Versicherungsjahr gezahlten überschussberechtigten Zusatzbeiträge gewährt.

Im Deklarationszeitraum beträgt dieser Prozentsatz 30 %.

Zusatzversicherungen nach den Tarifen IZV und BUZ, für die eine Barrente geleistet wird, erhalten

einen laufenden Überschussanteil in Höhe von 1,0 % (2,4 %) des überschussberechtigten

Deckungskapitals. Wird die Rente erst für weniger als 12 Monate gezahlt, so wird der

laufende Überschuss anteilig gewährt.

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54 JAHRESABSCHLUSS

Der laufende Überschussanteil wird zur Bildung einer Gewinnrente verwendet, die zusammen

mit der versicherten Rente fällig wird. Die Gewinnrenten sind wiederum wie die Grundrente

überschussberechtigt.

Zusatzversicherungen zu den Tarifen der Gewinnverbände Kap 5 M, GrF 6, Kp M1 und Kp G1

sowie Zusatzversicherungen der Gewinnverbände BUZL E1 und BUZL S1 sind überschussberechtigt

gemäß den Regelungen für Zusatzversicherungen des Abrechnungsverbandes E.

1.4. Zusatzversicherungen (BUZ BF 98, BUZ BR 98, BF 98, BR 98)

Die Überschussbeteiligung für die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen der genannten

Tarife besteht aus laufenden Überschussanteilen.

Während der leistungsfreien Zeit beträgt der laufende Überschussanteil 25 % des Beitrages

für die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (ohne Zuschläge) für beitragspflichtige Versicherungen

sowie 0,00 % (1,40 %) des überschussberechtigten Deckungskapitals für beitragsfreie

Versicherungen. Die laufenden Überschussanteile werden entweder verzinslich

angesammelt oder zur Beitragsreduktion verwendet.

Während der leistungspflichtigen Zeit wird als Überschussanteil eine Gewinnrente in Höhe

von 0,00 % (1,40 %) der Berufsunfähigkeitsrente zuzüglich der Gewinnrente des Vorjahres

gewährt. Die Gewinnrente wird erstmals fällig, nachdem die Berufsunfähigkeit mindestens

ein volles Versicherungsjahr bestanden hat.

Die Gewinnrente wird bei den Tarifen BUZ BF 98 und BF 98 verzinslich angesammelt und bei

den Tarifen BUZ BR 98 und BR 98 zusammen mit der Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt.

Verzinslich angesammelte Überschussguthaben werden bei Beendigung der Versicherung

ausgezahlt.

1.5. Zusatzversicherungen (UZV)

Beitragsfreie Unfall-Zusatzversicherungen erhalten eine Zinsdividende von 1,0 % (2,4 %) auf

das überschussberechtigte Deckungskapital.

1.6. Ansammlungszins

Der gesamte Ansammlungszins beträgt für die Gewinnverbände GrV 2 und GrV 4 4 % (5 %)

jährlich und 4,4 % (5,4 %) jährlich für die anderen Gewinnverbände. Der Ansammlungszins

setzt sich zusammen aus dem Rechnungszins (für Versicherungsverträge, die vor dem

01.01.1995 zugegangen sind – regulierter Bestand), der Direktgutschrift sowie dem Ansammlungsüberschussanteil.

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2. Abrechnungsverband E

2.1. Hauptversicherung mit Kapitalbildung

JAHRESABSCHLUSS

Gewinnverband Zinsdividende Grunddividende allgemeine

in % des in ‰ der Schlussmaß-

Versicherungssumme dividende

gebenden in ‰ des

Deckungs- maßkapitals

gebenden

Deckungs-

Männer Frauen kapitals

Beitragspflichtige Versicherungen

EK 24 1,50 (2,90) 3,2 4,7 5,0

EK 67, EK 67G 1,50 (2,90) 2,5 4,0 5,0

EV 67 1,00 (2,40) 0,5 2,0 5,0

EK 86 1,00 (2,40) 1,5 1,0 5,0

AST 1,00 (2,40) 1,0 1,6 0,0

AKL 1,50 (2,90) 1,0 2,5 0,0

Beitragsfreie Versicherungen und

Versicherungen gegen Einmalbeitrag

EK 24 1,50 (2,90) 1,60 1,60 0

EK 67, EK 67G 1,50 (2,90) 1,25 1,25 0

EV67 1,00 (2,40) 0,25 0,25 0

EK 86 1,00 (2,40) 0,75 0,50 0

AST 1,00 (2,40) 0,50 0,50 0

AKL 1,50 (2,90) 0,50 0,50 0

ASO 0 15,00 15,00 0

ASO1 0 21,00 21,00 0

2.2. Risikoversicherungen

Gewinnverband Zinsdividende Grunddividende

in % des

maß- in % des in ‰ der

gebenden Beitrages Versicherungssumme

Deckungskapitals

Männer Frauen Männer Frauen

Beitragspflichtige

Versicherungen

ER 67 0 45,0 53,0 0 0

ER 86 0 35,0 35,0 0 0

Beitragsfreie

Versicherungen

ER 67 1,50 (2,90) 0 0 1,25 1,25

ER 86 1,00 (2,40) 0 0 0,75 0,50

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56 JAHRESABSCHLUSS

2.3. Zusatzversicherungen (BUZ)

Die Überschussbeteiligung für die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen besteht aus

laufenden Überschussanteilen.

Während der leistungsfreien Zeit beträgt der laufende Überschussanteil 15 % des überschussberechtigten

Zusatzbeitrages. Bei Zusatzversicherungen zu den Risikotarifen 9, 10 und KT 86

werden die Überschussanteile mit den laufenden Beiträgen verrechnet. Die Ausschüttung erfolgt

bei jeder Beitragsfälligkeit. Bei allen übrigen Zusatzversicherungen werden die laufenden

Überschussanteile am Ende des Versicherungsjahres gutgeschrieben und verzinslich angesammelt.

Während der leistungspflichtigen Zeit wird ein Überschussanteil in Höhe von 1,0 % (2,4 %)

des überschussberechtigten Deckungskapitals gewährt. Dieser wird verzinslich angesammelt

oder zur Bildung einer überschussberechtigten Gewinnrente verwendet.

Verzinslich angesammelte Überschussguthaben werden spätestens bei Beendigung der Versicherung

ausgezahlt.

2.4. Ansammlungszins

Der gesamte Ansammlungszins beträgt 4,4 % (5,4 %) jährlich. Der Ansammlungszins setzt

sich zusammen aus dem Rechnungszins (für Versicherungsverträge, die vor dem 01.01.1995

zugegangen sind – regulierter Bestand), der Direktgutschrift sowie dem Ansammlungsüberschussanteil.

B. Überschussanteile für Produkte und zugehörige Zusatzversicherungen mit Einführungstermin

ab dem 01.07.2000 (Produktbezeichnungen: AE., AF., AH., AR.)

1. Kapitalbildende Versicherungen

Laufende Überschussanteile

Die laufenden Überschussanteile bestehen aus einem Risikoanteil und einem Ertragsanteil.

Der Risikoanteil wird in Promille der Todesfallsumme oder in Prozent des Risikobeitrags bemessen.

Der Ertragsanteil bemisst sich in Prozent des maßgeblichen Deckungskapitals.

Überschussberechtigt sind die Todesfallsumme oder der Risikobeitrag des gerade beendeten

Versicherungsjahres. Das für die Überschussbeteiligung maßgebliche Deckungskapital ergibt

sich aus dem mit dem Rechnungszins um ein halbes Jahr diskontierten arithmetischen Mittel

der Deckungskapitale am Ende des abgelaufenen und des davor beendeten Versicherungsjahres;

bei Mehrfachauszahlungstarifen abzüglich einer zu Beginn des abgelaufenen Versicherungsjahres

fällig gewordenen Erlebensfallleistung.

Ein letzter Jahresanteil wird bei Ablauf, Auflösung oder Beendigung im Rahmen der flexiblen

Altersgrenze gewährt. Er berechnet sich analog zu den laufenden Überschussanteilen.

Risikoanteile werden zurzeit in Promille der Todesfallsumme gewährt. Tarife mit Auflösungsoption

(Kennzeichen „A“ in der Tarifbezeichnung) erhalten in der Auflösungsphase keinen

Risikoanteil.

Es sind die nachfolgend aufgeführten Gewinnverwendungsarten vorgesehen.

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Barauszahlung, verzinsliche Ansammlung

JAHRESABSCHLUSS

Die jährlichen Überschussanteile werden bar ausgezahlt oder verzinslich angesammelt.

Im Deklarationszeitraum gelten die nachfolgend deklarierten Risiko- und Ertragsanteile.

Tarife Risikoanteil Ertragsanteil

beitrags- beitragspflichtig

beitragsfrei pflichtig beitragsfrei

AE1PN, AE1APN, AE1EPN,

AE2PN, AE3PN, AE5PN,

AE11PN, AE12PN, AE41PN,

AE41APN, AE42PN, AE42APN 1,20 ‰ 0,60 ‰ 1,35 % (3,00 %) 1,35 % (3,00 %)

AE1PE, AE1APE, AE1EPE,

AE2PE, AE3PE, AE5PE,

AE11PE, AE12PE, AE41PE,

AE41APE, AE42PE, AE42APE 1,20 ‰ 0,60 ‰ 1,35 % (3,00 %) 1,35 %(3,00 %)

AE1PZ, AE1APZ, AE1EPZ,

AE2PZ, AE3PZ, AE5PZ,

AE11PZ, AE12PZ, AE41PZ,

AE41APZ, AE42PZ, AE42APZ 1,20 ‰ 0,60 ‰ 1,35 % (3,00 %) 1,35 % (3,00 %)

AE1PD, AE1APD, AE1EPD,

AE2PD, AE3PD, AE5PD,

AE11PD, AE12PD, AE41PD,

AE41APD, AE42PD, AE42APD 1,20 ‰ 0,60 ‰ 1,35 % (3,00 %) 1,35 % (3,00 %)

AE1PV, AE1APV, AE1EPV,

AE2PV, AE3PV, AE5PV,

AE11PV, AE12PV, AE41PV,

AE41APV, AE42PV, AE42APV 1,20 ‰ 0,60 ‰ 1,35 % (3,00 %) 1,35 % (3,00 %)

AE1VPE 1,20 ‰ 0,60 ‰ 1,35 % (3,00 %) 1,35 % (3,00 %)

AE1ATKPE, AE1ATKPZ,

AE1ATKPD, AE1ATKPV 1,20 ‰ 0,60 ‰ 1,35 % (3,00 %) 1,35 % (3,00 %)

AF3PN, AF5PN,

AF11PN, AF12PN, AF41PN,

AF41APN, AF42PN, AF42APN 1,20 ‰ 0,60 ‰ 1,85 % (3,25 %) 1,85 % (3,25 %)

AF3PS, AF5PS, AF11PS,

AF12PS, AF41PS, AF41APS,

AF42PS, AF42APS 1,20 ‰ 0,60 ‰ 1,85 % (3,25 %) 1,85 % (3,25 %)

AF3PE, AF5PE, AF11PE,

AF12PE, AF41PE, AF41APE,

AF42PE, AF42APE 1,20 ‰ 0,60 ‰ 1,85 % (3,25 %) 1,85 % (3,25 %)

AF3PZ, AF5PZ,

AF11PZ, AF12PZ, AF41PZ,

AF41APZ, AF42PZ, AF42APZ 1,20 ‰ 0,60 ‰ 1,85 % (3,25 %) 1,85 % (3,25 %)

AF1ATKPS, AF1ATKPE,

AF1ATKPZ 1,20 ‰ 0,60 ‰ 1,85 % (3,25 %) 1,85 % (3,25 %)

AH3PN, AH5PN,

AH11PN, AH12PN, AH41PN,

AH41APN, AH42PN, AH42APN 1,20 ‰ 0,60 ‰ 2,35 % 2,35 %

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58 JAHRESABSCHLUSS

Tarife Risikoanteil Ertragsanteil

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

beitrags- beitragspflichtig

beitragsfrei pflichtig beitragsfrei

AH3PS, AH5PS, AH11PS,

AH12PS, AH41PS, AH41APS,

AH42PS, AH42APS 1,20 ‰ 0,60 ‰ 2,35 % 2,35 %

AH3PE, AH5PE, AH11PE,

AH12PE, AH41PE, AH41APE,

AH42PE, AH42APE 1,20 ‰ 0,60 ‰ 2,35 % 2,35 %

AH3PZ, AH5PZ,

AH11PZ, AH12PZ, AH41PZ,

AH41APZ, AH42PZ, AH42APZ 1,20 ‰ 0,60 ‰ 2,35 % 2,35 %

AH1ATKPS, AH1ATKPE,

AH1ATKPZ 1,20 ‰ 0,60 ‰ 2,35 % 2,35 %

Gewinnsystem BE

Die jährlichen Überschussanteile werden für eine zusätzliche Versicherung (Bonus BE)

verwendet, die vor allem die Versicherungsleistung im Erlebensfall erhöht. Es gelten die

entsprechenden Überschussanteilsätze der Gewinnsysteme „Barauszahlung, verzinsliche

Ansammlung“.

Gewinnsystem BS

Von Beginn der Versicherung an wird ein zusätzlicher Mindesttodesfallschutz in Höhe von

maximal 35 % der für das betreffende Versicherungsjahr maßgeblichen Versicherungssumme

vereinbart.

Es gelten die Überschussanteilsätze der Gewinnsysteme „Barauszahlung, verzinsliche

Ansammlung“, die entsprechend des individuell vereinbarten Mindesttodesfallschutzes

reduziert werden (s. u.). Die jährlichen Überschussanteile, die nach Finanzierung dieser

verstärkten Absicherung im Todesfall verbleiben, werden wie im Gewinnsystem BE verwendet.

Gewinnsystem BR

Es wird eine Beitragsreduktion in Höhe von maximal 10 % des für das jeweilige Versicherungsjahr

geltenden Jahresbeitrags gewährt. Das Gewinnsystem BR ist bei den Tarifen

AH. nicht zugelassen.

Es gelten die Überschussanteilsätze der Gewinnsysteme „Barauszahlung, verzinsliche

Ansammlung“, die entsprechend der individuell vereinbarten Beitragsreduktion reduziert

werden (s. u.). Die jährlichen Überschussanteile, die nach Finanzierung dieser Beitragsreduktion

verbleiben, werden wie im Gewinnsystem BE verwendet.


JAHRESABSCHLUSS

Anpassung der Risikoanteil- und Ertragsanteilsätze in den Gewinnsystemen BS und BR

Risikoanteilsatz:

Im Gewinnsystem BR wird der in den Gewinnsystemen „Barauszahlung, verzinsliche Ansammlung“

deklarierte Überschusssatz für jedes vereinbarte Prozent der Beitragsreduktion

um 1/10 von 1,2 ‰ reduziert.

Im Gewinnsystem BS wird für beitragspflichtige Versicherungen der in den Gewinnsystemen

„Barauszahlung, verzinsliche Ansammlung“ deklarierte Risikoanteilsatz für jedes Prozent des

vereinbarten Mindesttodesfallschutzes um 1/35 von 1,2 ‰ reduziert. Für beitragsfreie Versicherungen

wird ein gegenüber beitragspflichtigen Versicherungen halbierter Risikoanteilsatz

gewährt.

In allen Gewinnsystemen darf die Reduktion den Risikoanteilsatz des Gewinnsystems BE

nicht überschreiten.

Ertragsanteilsatz:

Für jedes Prozent der vereinbarten Beitragsreduktion wird der in den Gewinnsystemen „Barauszahlung,

verzinsliche Ansammlung“ deklarierte Ertragsanteilsatz um 1/10 von 1,1 %

reduziert.

Schlussgewinnanteile

Soweit Schlussgewinnanteile im Deklarationszeitraum fällig werden, berechnen sie sich wie

folgt abhängig vom Tarif:

Versicherungen erhalten bei Ablauf einen aus zwei Komponenten bestehenden Schlussgewinnanteil.

Er setzt sich bei den Tarifen AE. zusammen aus einem Schlussüberschussanteil in

Höhe von 22 (20) % der Leistungen aus der laufenden Überschussbeteiligung sowie einem

auf die Versicherungssumme bezogenen laufzeitabhängigen Sockelbetrag. Dieser beträgt

2 (0,5) % der Versicherungssumme und erhöht sich dann nach Ablauf einer Wartezeit von

15 (10) Jahren für jedes weitere vollendete Versicherungsjahr um 0,8 (0,25) % bis auf maximal

13 (3) %.

Der Tarif AE1VPE erhält keine Schlussgewinnanteile.

Bei den Tarifen AF. setzt sich der Schlussgewinnanteil zusammen aus einem Schlussüberschussanteil

in Höhe von 25 (22) % der Leistungen aus der laufenden Überschussbeteiligung

sowie einem auf die Versicherungssumme bezogenen laufzeitabhängigen Sockelbetrag.

Dieser beträgt 2,5 (3,5) % der Versicherungssumme und erhöht sich dann nach Ablauf einer

Wartezeit von 15 Jahren für jedes weitere vollendete Versicherungsjahr um 0,8 (1,0) % bis auf

maximal 16 (12) %.

Bei den Tarifen AH. setzt sich der Schlussgewinnanteil zusammen aus einem Schlussüberschussanteil

in Höhe von 28 % der Leistungen aus der laufenden Überschussbeteiligung sowie

einem auf die Versicherungssumme bezogenen laufzeitabhängigen Sockelbetrag. Dieser

beträgt 3 % der Versicherungssumme und erhöht sich dann nach Ablauf einer Wartezeit von

15 Jahren für jedes weitere vollendete Versicherungsjahr um 0,8 % bis auf maximal 19 %.

Bei vorgezogenem Ablauf, Tod oder Rückkauf wird ein Schlussgewinnanteil in verminderter

Höhe fällig.

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60 JAHRESABSCHLUSS

Bonus BE

Der Bonus BE ist selbst wieder überschussberechtigt. Er erhält laufende Überschussanteile,

die aus einem Risiko- und einem Ertragsanteil bestehen. Der Risikoanteil wird in Promille der

Bonusversicherungssumme, der Ertragsanteil in Prozent des Bonusdeckungskapitals bemessen.

Überschussberechtigt ist die Bonusversicherungssumme des abgelaufenen sowie

das Bonusdeckungskapital zu Beginn des gerade beendeten Versicherungsjahres.

Analog zur zugehörigen Grundversicherung wird ein letzter Jahresanteil gewährt.

Risikoanteil Ertragsanteil

Bonus BE zu Tarifen AE. 1,20 ‰ 1,35 (3,00) %

Bonus BE zu Tarifen AF. 1,20 ‰ 1,85 (3,25) %

Bonus BE zu Tarifen AH. 1,20 ‰ 2,35 %

2. Risikoversicherungen

Tarife AE8PN, AE8PE, AE8PZ, AE8PD, AE8PV

AE8EPN, AE8EPE, AE8EPZ, AE8EPD, AE8EPV,

AE8nPN, AE8nPE, AE8nPZ, AE8nPD, AE8nPV,

AE9PN, AE9PE, AE9PZ, AE9PD, AE9PV

Es wird ein Todesfallbonus in Höhe von 150 % der aktuellen garantierten Todesfallleistung

gewährt. Alternativ kann bei Risikoversicherungen mit konstanter Todesfallleistung und

durchgehender Beitragszahlung als Überschussbezugsart Beitragsreduktion in Höhe von

60 % des Tarifbeitrags gewählt werden.

Tarife AF8PN, AF8PS, AF8PE, AF8PZ,

AF8EPN, AF8EPS, AF8EPE, AF8EPZ,

AF8nPN, AF8nPS, AF8nPE, AF8nPZ,

AF9PN, AF9PS, AF9PE, AF9PZ,

AH8PN, AH8PS, AH8PE, AH8PZ,

AH8EPN, AH8EPS, AH8EPE, AH8EPZ,

AH8nPN, AH8nPS, AH8nPE, AH8nPZ,

AH9PN, AH9PS, AH9PE, AH9PZ

Es wird ein Todesfallbonus in Höhe von 163 % der aktuellen garantierten Todesfallleistung

gewährt. Alternativ kann bei Risikoversicherungen mit konstanter Todesfallleistung und

durchgehender Beitragszahlung als Überschussbezugsart Beitragsreduktion in Höhe von

62 % des Tarifbeitrags gewählt werden.

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3. Rentenversicherungen (ohne Versicherungen gemäß 4.)

JAHRESABSCHLUSS

Die Versicherungen erhalten laufende Überschussanteile. Zusätzlich werden Schlussgewinnanteile

abhängig vom Tarif gewährt.

Laufende Überschussanteile

Die Versicherung gilt für die Überschussanteilberechnung als Versicherung im Rentenbezug,

wenn die Rentenversicherung oder die Hinterbliebenen-Zusatzversicherung im Rentenbezug

ist.

Während der Aufschubzeit

Die laufenden Überschussanteile bestehen aus einem Rentenanteil in Promille der Jahresrente

und einem Zinsanteil in Prozent des maßgeblichen Deckungskapitals. Überschussberechtigt

ist die Jahresrente des gerade beendeten Versicherungsjahres. Das für die Überschussbeteiligung

maßgebliche Deckungskapital ergibt sich aus dem mit dem Rechnungszins

um ein Jahr diskontierten Deckungskapital am Ende des abgelaufenen Versicherungsjahres.

Ein letzter Jahresanteil wird bei Kapitalabfindung (anteilig auch im Rahmen der flexiblen

Altersgrenze) oder bei Übergang in den Rentenbezug gewährt. Er berechnet sich analog zu

den laufenden Überschussanteilen. Die jährlichen Überschussanteile werden zur Finanzierung

einer zusätzlichen Rentenleistung (Bonus, Rentenbonus Plus) verwendet. Alternativ

können sie auch verzinslich angesammelt oder bar ausgezahlt werden.

Nach Rentenbeginn

Die laufenden Überschussanteile bestehen aus einem Rentenanteil, einem Zinsanteil und

einem zusätzlichen Zinsanteil. Der Rentenanteil wird in Promille der Jahresrente bemessen.

Der Zinsanteil bzw. der zusätzliche Zinsanteil (bei Konstanter Gewinnrente bzw. Gewinnrente)

werden in Prozent des maßgeblichen Deckungskapitals bemessen.

Überschussberechtigt ist die Jahresrente des gerade beendeten Versicherungsjahres. Das für

die Überschussbeteiligung maßgebliche Deckungskapital ergibt sich aus dem mit dem

Rechnungszins um ein Jahr und mit einem Zins zweiter Ordnung um ein weiteres Jahr diskontierten

Deckungskapital am Ende des laufenden Versicherungsjahres.

Die jährlichen Überschussanteile können wahlweise zur Finanzierung einer zusätzlichen

Rentenleistung (Bonusrente, Rentenbonus Plus) verwendet oder bar ausgezahlt werden.

Als Überschussverwendungsart kann ferner die Konstante Gewinnrente bzw. Gewinnrente

vereinbart werden. In diesem Fall werden die jährlichen Überschussanteile für eine zusätzliche

individuell berechnete Rentenleistung nach dem Leistungsbild der Grundversicherung

verwendet. Diese Rentenleistung bleibt bei unveränderter Überschusssituation in ihrer Höhe

bestehen.

Nicht zur Finanzierung der Konstanten Gewinnrente bzw. Gewinnrente benötigte Überschussanteile,

werden zur Bildung von Bonusrenten verwendet.

Überschussbeteiligung für Boni

Die in der Aufschubzeit und im Rentenbezug gebildeten Boni sind selbst wieder überschussberechtigt.

Die Boni erhalten laufende Überschussanteile analog zur Grundversicherung. Die

Bezugsgrößen berechnen sich in gleicher Weise.

Überschussanteilsätze

Zurzeit wird kein Rentenanteil gewährt.

Der Zins zweiter Ordnung zur Ermittlung des maßgeblichen Deckungskapitals beträgt 8,0 %.

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62 JAHRESABSCHLUSS

Rentenhauptversicherung

Tarife Zinsanteil Zins-/zusätzlicher Zinsanteil

(in der Aufschubzeit) (nach Rentenbeginn)

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

beitrags- beitrags- Zinsanteil Zinsanteil 3) zusätzlicher

pflichtig frei (nicht Über- (für die Überschussver- Zinsanteil

schussverwen- wendungsart

dungsart Kon- Konstante Gewinnrente

stante Gewinn- bzw. Gewinnrente)

rente bzw.

Gewinnrente)

in % in % in % in % in %

ARE100PN, ARE110PN, ARE111PN,

ARE112PN, ARE200PN, ARE210PN,

ARE211PN, ARE212PN 0,85 (3,10) 0,85 (3,10) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARE100MR, ARE112MR 0,85 (3,10) 0,85 (3,10) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARE100BN, ARE100BE 0,85 (3,10) 0,85 (3,10) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARES10PN, ARES11PN, ARES12PN 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARE100EPN, ARE110EPN,

ARE111EPN, ARE112EPN 0,40 (2,50) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARE100EBN, ARE100EBE 0,40 (2,50) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARE100PE, ARE110PE, ARE111PE,

ARE112PE, ARE200PE, ARE210PE,

ARE211PE, ARE212PE 0,85 (3,10) 0,85 (3,10) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARES10PE, ARES11PE, ARES12PE 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARE100EPE, ARE110EPE,

ARE111EPE, ARE112EPE 0,40 (2,50) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARE100PZ, ARE110PZ, ARE111PZ, ARE112PZ,

ARE200PZ, ARE210PZ, ARE211PZ, ARE212PZ 0,85 (3,10) 0,85 (3,10) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARES10PZ, ARES11PZ, ARES12PZ 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARE100EPZ, ARE110EPZ,

ARE111EPZ, ARE112EPZ 0,40 (2,50) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARE100PD, ARE110PD, ARE111PD,

ARE112PD, ARE200PD, ARE210PD,

ARE211PD, ARE212PD 0,85 (3,10) 0,85 (3,10) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARES10PD, ARES11PD, ARES12PD 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARE100EPD, ARE110EPD, ARE111EPD,

ARE112EPD 0,40 (2,50) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARE100PV, ARE110PV, ARE111PV, ARE112PV,

ARE200PV, ARE210PV, ARE211PV, ARE212PV 0,85 (3,10) 0,85 (3,10) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARES10PV, ARES11PV, ARES12PV 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

ARE100EPV, ARE110EPV,

ARE111EPV, ARE112EPV 0,40 (2,50) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)


JAHRESABSCHLUSS

Tarife Zinsanteil Zins-/zusätzlicher Zinsanteil

(in der Aufschubzeit) (nach Rentenbeginn)

beitrags- beitrags- Zinsanteil Zinsanteil 3) zusätzlicher

pflichtig frei (nicht Über- (für die Überschussver- Zinsanteil

schussverwen- wendungsart

dungsart Kon- Konstante Gewinnrente

stante Gewinn- bzw. Gewinnrente)

rente bzw.

Gewinnrente)

in % in % in % in % in %

ARF100PN, ARF110PN, ARF111PN,

ARF112PN, ARF200PN, ARF210PN,

ARF211PN, ARF212PN 1,35 (3,45) 1,35 (3,45) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

ARF100BN, ARF100BE 1,35 (3,45) 1,35 (3,45) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

ARFS10PN, ARFS11PN, ARFS12PN 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

ARF100EPN, ARF110EPN,

ARF111EPN, ARF112EPN 0,90 (3,00) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

ARF100EBN, ARF100EBE 0,90 (3,00) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

ARF100PE, ARF110PE, ARF111PE, ARF112PE,

ARF200PE, ARF210PE, ARF211PE, ARF212PE 1,35 (3,45) 1,35 (3,45) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

ARFS10PE, ARFS11PE, ARFS12PE 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

ARF100EPE, ARF110EPE,

ARF111EPE, ARF112EPE 0,90 (3,00) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

ARF100PZ, ARF110PZ, ARF111PZ, ARF112PZ,

ARF200PZ, ARF210PZ, ARF211PZ, ARF212PZ 1,35 (3,45) 1,35 (3,45) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

ARFS10PZ, ARFS11PZ, ARFS12PZ 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

ARF100EPZ, ARF110EPZ,

ARF111EPZ, ARF112EPZ 0,90 (3,00) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

ARH100PN, ARH110PN, ARH111PN,

ARH111APN, ARH112PN, ARH112APN,

ARH200PN, ARH210PN, ARH211PN,

ARH211APN, ARH212PN, ARH212APN,

ARH300PN, ARH400PN, ARH412PN,

ARH412APN, ARH500PN, ARH512PN,

ARH512APN 2,35 2,35 2,55 1,55 1,00 4)

ARH100BN, ARH100BE 2,35 2,35 2,55

ARHS10PN, ARHS11PN, ARHS12PN 2,55 1,55 1,00 4)

ARH100EPN, ARH110EPN, ARH111EPN,

ARH111EAPN, ARH112EPN, ARH112EAPN,

ARH400EPN, ARH412EPN, ARH412EAPN 1,90 2,55 1,55 1,00 4)

ARH100EBN, ARH100EBE 1,90 2,55

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

63


64 JAHRESABSCHLUSS

Tarife Zinsanteil Zins-/zusätzlicher Zinsanteil

(in der Aufschubzeit) (nach Rentenbeginn)

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

beitrags- beitrags- Zinsanteil Zinsanteil 3) zusätzlicher

pflichtig frei (nicht Über- (für die Überschussver- Zinsanteil

schussverwen- wendungsart

dungsart Kon- Konstante Gewinnrente

stante Gewinn- bzw. Gewinnrente)

rente bzw.

Gewinnrente)

in % in % in % in % in %

ARH100PE, ARH110PE, ARH111PE,

ARH111APE, ARH112PE, ARH112APE,

ARH200PE, ARH210PE, ARH211PE,

ARH211APE, ARH212PE, ARH212APE,

ARH300PE, ARH400PE, ARH412PE,

ARH412APE, ARH500PE, ARH512PE,

ARH512APE 2,35 2,35 2,55 1,55 1,00 4)

ARHS10PE, ARHS11PE, ARHS12PE 2,55 1,55 1,00 4)

ARH100EPE, ARH110EPE, ARH111EPE,

ARH111EAPE, ARH112EPE, ARH112EAPE,

ARH400EPE, ARH412EPE, ARH412EAPE 1,90 2,55 1,55 1,00 4)

ARH100PS, ARH110PS, ARH111PS,

ARH111APS, ARH112PS, ARH112APS,

ARH200PS, ARH210PS, ARH211PS,

ARH211APS, ARH212PS, ARH212APS,

ARH300PS, ARH400PS, ARH412PS,

ARH412APS, ARH500PS, ARH512PS,

ARH512APS 2,35 2,35 2,55 1,55 1,00 4)

ARHS10PS, ARHS11PS, ARHS12PS 2,55 1,55 1,00 4)

ARH100EPS, ARH110EPS, ARH111EPS,

ARH111EAPS, ARH112EPS, ARH112EAPS,

ARH400EPS, ARH412EPS, ARH412EAPS 1,90 2,55 1,55 1,00 4)

ARH100PZ, ARH110PZ, ARH111PZ,

ARH111APZ, ARH112PZ, ARH112APZ,

ARH200PZ, ARH210PZ, ARH211PZ,

ARH211APZ, ARH212PZ, ARH212APZ,

ARH300PZ, ARH400PZ, ARH412PZ,

ARH412APZ, ARH500PZ, ARH512PZ,

ARH512APZ 2,35 2,35 2,55 1,55 1,00 4)

ARHS10PZ, ARHS11PZ, ARHS12PZ 2,55 1,55 1,00 4)

ARH100EPZ, ARH110EPZ, ARH111EPZ,

ARH111EAPZ, ARH112EPZ, ARH112EAPZ,

ARH400EPZ, ARH412EPZ, ARH412EAPZ 1,90 2,55 1,55 1,00 4)

1) In den ersten 8 Versicherungsjahren nach Rentenbeginn

2) Ab dem 9. Versicherungsjahr nach Rentenbeginn

3) In den Überschussarten „Konstante Gewinnrente“ bzw. „Gewinnrente“ werden die jährlichen Zinsanteile zur Finanzierung dieser „Konstanten Gewinnrente“

bzw. „Gewinnrente“ benötigt. Eine weitere Erhöhung der Rentenleistung ergibt sich daraus nicht.

4) Ab dem 1. Versicherungsjahr nach Rentenbeginn


Hinterbliebenen-Zusatzversicherung

JAHRESABSCHLUSS

Tarife Zinsanteil Zins-/zusätzlicher Zinsanteil

(in der Aufschubzeit) (nach Rentenbeginn)

beitrags- beitrags- Zinsanteil Zinsanteil 3) zusätzlicher

pflichtig frei (nicht Über- (für die Überschussver- Zinsanteil

schussverwen- wendungsart

dungsart Kon- Konstante Gewinnrente

stante Gewinn- bzw. Gewinnrente)

rente bzw.

Gewinnrente)

in % in % in % in % in %

AHE1PN, AHE12PN 0,85 (3,10) 0,85 (3,10) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE1MR 0,85 (3,10) 0,85 (3,10) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE1BN, AHE1BE 0,85 (3,10) 0,85 (3,10) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE1EPN 0,40 (2,50) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE1EBN, AHE1EBE 0,40 (2,50) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE2PN 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE1PE, AHE12PE 0,85 (3,10) 0,85 (3,10) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE1EPE 0,40 (2,50) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE2PE 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE1PZ, AHE12PZ 0,85 (3,10) 0,85 (3,10) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE1EPZ 0,40 (2,50) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE2PZ 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE1PD, AHE12PD 0,85 (3,10) 0,85 (3,10) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE1EPD 0,40 (2,50) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE2PD 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE1PV, AHE12PV 0,85 (3,10) 0,85 (3,10) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE1EPV 0,40 (2,50) 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHE2PV 1,05 (3,20) 1,05 (3,20) 1) / 0,05 (2,20) 1,00 2)

AHF1PN, AHF12PN 1,35 (3,45) 1,35 (3,45) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

AHF1BN, AHF1BE 1,35 (3,45) 1,35 (3,45) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

AHF1EPN 0,90 (3,00) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

AHF1EBN, AHF1EBE 0,90 (3,00) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

AHF2PN 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

AHF1PE, AHF12PE 1,35 (3,45) 1,35 (3,45) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

AHF1EPE 0,90 (3,00) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

AHF2PE 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

AHF1PS, AHF12PS 1,35 (3,45) 1,35 (3,45) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

AHF1EPS 0,90 (3,00) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

65


66 JAHRESABSCHLUSS

Tarife Zinsanteil Zins-/zusätzlicher Zinsanteil

(in der Aufschubzeit) (nach Rentenbeginn)

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

beitrags- beitrags- Zinsanteil Zinsanteil 3) zusätzlicher

pflichtig frei (nicht Über- (für die Überschussver- Zinsanteil

schussverwen- wendungsart

dungsart Kon- Konstante Gewinnrente

stante Gewinn- bzw. Gewinnrente)

rente bzw.

Gewinnrente)

in % in % in % in % in %

AHF2PS 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

AHF1PZ, AHF12PZ 1,35 (3,45) 1,35 (3,45) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

AHF1EPZ 0,90 (3,00) 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

AHF2PZ 1,55 (3,70) 1,55 (3,70)

AHH1PN, AHH12PN 2,35 2,35 2,55 1,55 1,00 4)

AHH1BN, AHH1BE 2,35 2,35 2,55

AHH1EPN 1,90 2,55 1,55 1,00 4)

AHH1EBN, AHH1EBE 1,90 2,55

AHH2PN, AHH3PN 2,55 1,55 1,00 4)

AHH1PE, AHH12PE 2,35 2,35 2,55 1,55 1,00 4)

AHH1EPE 1,90 2,55 1,55 1,00 4)

AHH2PE, AHH3PE 2,55 1,55 1,00 4)

AHH1PS, AHH12PS 2,35 2,35 2,55 1,55 1,00 4)

AHH1EPS 1,90 2,55 1,55 1,00 4)

AHH2PS, AHH3PS 2,55 1,55 1,00 4)

AHH1PZ, AHH12PZ 2,35 2,35 2,55 1,55 1,00 4)

AHH1EPZ 1,90 2,55 1,55 1,00 4)

AHH2PZ, AHH3PZ 2,55 1,55 1,00 4)


Boni

JAHRESABSCHLUSS

Tarife Zinsanteil Zins-/zusätzlicher Zinsanteil

(in der Aufschubzeit) (nach Rentenbeginn)

beitragsfrei Zinsanteil zusätzlicher

Zinsanteil

in % in % in %

Bonus, Bonusrente, Bonus zur Hinterbliebenen-Zusatzversicherung

zu Tarifen ARE. 0,85 (3,10) 1,05 (3,20)

Bonus, Bonusrente, Bonus zur Hinterbliebenen-Zusatzversicherung

zu Tarifen ARF. 1,35 (3,45) 1,55 (3,70)

Bonus, Bonusrente, Bonus zur Hinterbliebenen-Zusatzversicherung

zu Tarifen ARH. 2,35 (2,35) 2,55

1) In den ersten 8 Versicherungsjahren nach Rentenbeginn

2) Ab dem 9. Versicherungsjahr nach Rentenbeginn

3) In den Überschussarten „Konstante Gewinnrente“ bzw. „Gewinnrente“ werden die jährlichen Zinsanteile zur Finanzierung

dieser „Konstanten Gewinnrente“ bzw. „Gewinnrente“ benötigt. Eine weitere Erhöhung der Rentenleistung

ergibt sich daraus nicht.

4) Ab dem 1. Versicherungsjahr nach Rentenbeginn

Schlussgewinnanteile

Aufgeschobene Rentenhauptversicherungen mit laufender Beitragszahlung erhalten bei Kapitalabfindung

oder bei Ablauf der Aufschubzeit einen Schlussüberschussanteil abhängig vom

Tarif. Dieser besteht aus zwei Komponenten:

• einem Schlussüberschussanteil in Höhe von 6 % (Tarife ARE.) bzw. von 8 % (Tarife ARF.)

bzw. von 12 % (Tarife ARH.) der Leistungen aus der mit 5,0 % (5,4 %) (Tarife ARE., Tarife

ARF.) bzw. 5,1 % (Tarife ARH.) verzinsten laufenden Überschussbeteiligung der Rentenhauptversicherung,

• einem auf die 12-fache Rente bezogenen laufzeitabhängigen Sockelbetrag. Dieser beträgt

2 (1,5) % der 12-fachen Rente und erhöht sich dann nach Ablauf einer Wartezeit von 12 Jahren

für jedes weitere vollendete Versicherungsjahr der Aufschubzeit um 0,9 (0,5) % bis auf

maximal 20,0 (4,0) % bei den Tarifen ARE. Bei den Tarifen ARF. beträgt der laufzeitabhängige

Sockelbetrag 3 (5) % der 12-fachen Rente und erhöht sich dann nach Ablauf einer Wartezeit

von 12 Jahren für jedes weitere vollendete Versicherungsjahr der Aufschubzeit um

1,2 (0,4) % bis auf maximal 30,0 (12,0) %. Bei den Tarifen ARH. beträgt der laufzeitabhängige

Sockelbetrag 4 % der 12-fachen Rente und erhöht sich dann nach Ablauf einer Wartezeit

von 12 Jahren für jedes weitere vollendete Versicherungsjahr der Aufschubzeit um 1,5 % bis

auf maximal 40,0 %.

Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag erhalten keinen Schlussüberschussanteil!

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

67


68 JAHRESABSCHLUSS

4. Rentenversicherungen gemäß Gesetz zur steuerlichen Förderung einer

kapitalgedeckten Altersvorsorge

Die Versicherungen nach den Tarifen AERRC1PN, AERRC1PE, AERRC1PZ, AFRRC1PE, AHRRC1PE,

AHRRC2PE (Klassikprodukt) und AERRF1PN, AERRF1PE, AERRF1PZ, AFRRF1PE, AHRRF1PE,

AHRRF2PE (Fondsprodukt) erhalten laufende Überschussanteile.

Während der Aufschubzeit

Die laufenden Überschussanteile werden am Ende jeden Monats gewährt und bestehen aus

einem Kostenanteil in Promille der Versicherungssumme und einem Zinsanteil in Prozent des

maßgeblichen Deckungskapitals. Überschussberechtigt ist die Versicherungssumme des gerade

beendeten Versicherungsmonats. Das für die Überschussbeteiligung maßgebliche Deckungskapital

ist das Deckungskapital am Beginn des abgelaufenen Versicherungsmonats,

beim Fondsprodukt das entsprechende Deckungskapital zur Finanzierung der Beitragsgarantie.

Ein letzter Monatsanteil wird bei Übergang in den Rentenbezug gewährt. Er berechnet sich

analog zu den laufenden Überschussanteilen.

Die monatlichen Überschussanteile werden bis zum Rentenbeginn verzinslich angesammelt

(Klassikprodukt) oder in den (die) Fonds investiert (Fondsprodukt).

Nach Rentenbeginn

Die laufenden Überschussanteile werden jährlich gewährt, erstmals bei Rentenbeginn und

dann zu Beginn eines jeden Rentenbezugsjahres. Sie bestehen aus einem Rentenanteil und

einem Zinsanteil. Der Rentenanteil wird in Prozent der Jahresrente bemessen. Der Zinsanteil

wird in Prozent des maßgeblichen Deckungskapitals bemessen.

Fällt der Rentenbeginn nicht auf einen Versicherungsjahrestag, so erhält die Versicherung

einen anteiligen laufenden Überschussanteil für die Zeit vom Rentenbeginn bis zum ersten

Versicherungsjahrestag nach Rentenbeginn.

Überschussberechtigt ist die Jahresrente des gerade beendeten Versicherungsjahres. Das für

die Überschussbeteiligung maßgebliche Deckungskapital ergibt sich aus dem mit dem Rechnungszins

um ein Jahr und mit einem Zins zweiter Ordnung um ein weiteres Jahr diskontierten

Deckungskapital am Ende des laufenden Versicherungsjahres.

Die Überschussanteile werden zur Finanzierung einer zusätzlichen Rentenleistung (Bonusrente)

verwendet.

Überschussbeteiligung für Boni

Die im Rentenbezug gebildeten Bonusrentenversicherungen (Boni) sind garantiert und nach

einem Jahr selbst wieder überschussberechtigt. Die Boni erhalten laufende Überschussanteile

analog zur Grundversicherung. Die Bezugsgrößen berechnen sich in gleicher Weise.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


Überschussanteilsätze

Zurzeit wird kein Kosten- bzw. Rentenanteil gewährt.

JAHRESABSCHLUSS

Der Zins zweiter Ordnung zur Ermittlung des maßgeblichen Deckungskapitals beträgt 8,0 %.

Tarife Laufende Überschussanteile Laufende Überschussanteile

(Monatsanteile) (Jahresanteile)

in der Aufschubzeit Nach Rentenbeginn

Jährlicher Zinsanteil * Zinsanteil

Tarife der E-Generation

beitragspflichtig beitragsfrei

in % in % in %

AERRC1PE, AERRC1PN, AERRC1PZ 1,80 (2,85) 1,80 (2,85) 1,05 (3,20)

AERRF1PE, AERRF1PN, AERRF1PZ 0,95 (3,10) 0,95 (3,10) 1,05 (3,20)

Bonusrente 1,05 (3,20)

Tarife der F-Generation

AFRRC1PE 1,45 (3,60) 1,45 (3,60) 1,55 (3,70)

AFRRF1PE 1,45 (3,60) 1,45 (3,60) 1,55 (3,70)

Bonusrente 1,55 (3,70)

Tarife der H-Generation

AHRRC1PE 2,45 2,45 2,55

AHRRF1PE 2,45 2,45 2,55

AHRRC2PE 2,80 2,80 2,55

AHRRF2PE 2,80 2,80 2,55

AHHS50PE 2,55

Bonusrente 2,55

* Für die monatlichen Zuteilungen in der Aufschubzeit müssen die angegebenen jährlichen Zinsanteile in monatliche

Zinsanteile umgerechnet werden.

5. Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-Zusatzversicherungen

Für Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeits-Zusatzversicherungen nach den Tarifen BU 2000 BF,

BU 2000 BR, EU 2000 BF und EU 2000 BR bestimmen sich die Überschussanteile wie folgt:

Während der leistungsfreien Zeit

Es kann wahlweise eine Beitragsreduktion in Prozent des Tarifjahresbeitrags, verzinsliche

Ansammlung des Gewinnanteils in Prozent des Tarifjahresbeitrags oder ein Sofortbonus in

Prozent der versicherten Rente vereinbart werden.

Die entsprechenden Überschussanteilsätze werden altersabhängig und getrennt für Männer

und Frauen deklariert. Die für den Deklarationszeitraum gültigen Sätze können der folgenden

Tabelle entnommen werden.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

69


70 JAHRESABSCHLUSS

Eintrittsalter Männer Frauen

Beitrags- Sofort- Gewinn- Beitrags- Sofort- Gewinn-

reduktion bonus anteil reduktion bonus anteil

bis 30 50 % 100 % 52 % 48 % 92 % 50 %

31 bis 40 47 % 89 % 49 % 43 % 75 % 45 %

41 bis 50 38 % 61 % 39 % 33 % 49 % 34 %

ab 51 29 % 41 % 30 % 24 % 32 % 25 %

Während der Dauer der Invalidität bzw. Erwerbsunfähigkeit

Es wird eine Bonusrente in Prozent der Vorjahresrente gewährt. Der Bonusrenten-Satz beträgt

0,85 % (2,25 %).

Für Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeits-Zusatzversicherungen nach den Tarifen BU 2004 BF,

BU 2004 BR, EU 2004 BF, EU 2004 BR, BU 2005 BF, BU 2005 BR, EU 2005 BF und EU 2005

BR bestimmen sich die Überschussanteile wie folgt:

Während der leistungsfreien Zeit

Es kann wahlweise eine Beitragsreduktion in Prozent des Tarifjahresbeitrags, verzinsliche

Ansammlung des Gewinnanteils in Prozent des Tarifjahresbeitrags oder ein Sofortbonus in

Prozent der versicherten Rente vereinbart werden.

Die entsprechenden Überschussanteilsätze werden abhängig von der Hauptversicherung und

vom Alter und getrennt für Männer und Frauen deklariert. Sofern die Hauptversicherung eine

Risikoversicherung ist, können die für den Deklarationszeitraum gültigen Sätze der folgenden

Tabelle entnommen werden.

Eintrittsalter Männer Frauen

Beitrags- Sofort- Gewinn- Beitrags- Sofort- Gewinn-

reduktion bonus anteil reduktion bonus anteil

bis 45 57 % 133 % 58 % 53 % 113 % 54 %

ab 46 43 % 75 % 44 % 40 % 67 % 41 %

Sofern die Hauptversicherung keine Risikoversicherung ist, können die für den Deklarationszeitraum

gültigen Sätze der folgenden Tabelle entnommen werden.

Eintrittsalter Männer Frauen

Beitrags- Sofort- Gewinn- Beitrags- Sofort- Gewinn-

reduktion bonus anteil reduktion bonus anteil

bis 45 52 % 108 % 53 % 49 % 96 % 50 %

ab 46 39 % 64 % 40 % 36 % 56 % 37 %

Während der Dauer der Invalidität bzw. Erwerbsunfähigkeit

Es wird eine Bonusrente in Prozent der Vorjahresrente gewährt. Der Bonusrenten-Satz beträgt

für die Tarife BU 2004 BF, BU 2004 BR, EU 2004 BF und EU 2004 BR 1,35 % (2,75 %) bzw. für

die Tarife BU 2005 BF, BU 2005 BR, EU 2005 BF und EU 2005 BR 1,85 %.

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


6. Ansammlung

JAHRESABSCHLUSS

Die Ansammlungsguthaben bei der Überschussbezugsart „verzinsliche Ansammlung“ für die

in den Abschnitten 1, 3, 4 und 5 genannten Tarife sind selbst wieder gewinnberechtigt und

verzinsen sich mit dem Ansammlungszins.

Der Ansammlungszins wird am Ende eines Versicherungsjahres fällig und wird auf das zu

Beginn des Versicherungsjahres vorhandene Ansammlungsguthaben gewährt. Der jährliche

Ansammlungszins beträgt bei den Tarifen gemäß 4. AERRC1PN, AERRC1PE, AERRC1PZ bzw.

AFRRC1PE 4,40 % (5,45 %), bei den Tarifen gemäß 1. AH., gemäß 3. ARH. bzw. AHH., gemäß

4. AHRRC1PE bzw. AHRRC2PE, gemäß 5. BU 2005 BF, BU 2005 BR, EU 2005 BF und EU 2005 BR

5,00 % und bei den übrigen Tarifen 4,40 % (5,40 %). Bei Tarifen gemäß 4. erfolgt die Verzinsung

monatlich, wobei der deklarierte jährliche Ansammlungszins in einen monatlichen

umgerechnet wird.

7. Zeitrenten-Zusatzversicherungen

Die Überschussbeteiligung für Zeitrentenzusatzversicherungen nach den Tarifen AEZRPV,

AEZRSPV, AFZRPV, AFZRSPV, AHZRPV und AHZRSPV besteht aus einem Schlussanteil und – für

leistungspflichtige Versicherungen – aus laufenden Überschüssen.

Der Schlussanteil wird nach Ablauf einer Wartezeit von 3 Jahren bei Tod, Ablauf oder Rückkauf

fällig.

Soweit ein Schlussanteil im Deklarationszeitraum fällig wird, beträgt dieser 25 % der gewinnberechtigten

Zusatzbeitragssumme.

Leistungspflichtige Versicherungen erhalten eine laufende Überschussbeteiligung, die aus

einem Zinsanteil in Prozent des gewinnberechtigten Deckungskapitals besteht. Im Deklarationszeitraum

beträgt dieser Zinsanteil für die Tarife AEZRPV und AEZRSPV 0,10 % (1,50 %),

für die Tarife AFZRPV und AFZRSPV 0,60 % (2,00 %) bzw. für die Tarife AHZRPV und AHZRSPV

1,10 %.

8. Unfalltod-Zusatzversicherungen

Unfalltod-Zusatzversicherungen nach den Tarifen AEUT, AFUT, AHUT, AEUTE, AFUTE und AHUTE

sind nicht überschussberechtigt.

Köln, den 6. April 2006

Der Vorstand

Schulte Dr. Görg van het Hof

Dr. Hofmeier Meisch Dr. Schmitz

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

71


72

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie

Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ASSTEL Lebensversicherung

AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005 geprüft. Die

Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen

handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in

der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage

der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung

der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut

der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung

vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass

Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter

Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten

Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender

Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die

Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld

der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der

Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems

sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend

auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten

Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie

die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir

sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung

bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht

der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der

Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein

den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt

insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und

Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, den 19. April 2006

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Husch Glößner

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005


Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die Geschäftsführung des Vorstandes fortlaufend

entsprechend der ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht.

Er wurde vom Vorstand über die Entwicklung und Lage des Unternehmens regelmäßig schriftlich

und in drei Sitzungen mündlich informiert. Der Information und Überwachung dienten

auch die Ausschüsse des Aufsichtsrates. Der Kapitalanlage- und der Prüfungsausschuss tagten

jeweils dreimal.

Die regelmäßige Berichterstattung beinhaltete neben der Beitrags-, Kosten- und Kapitalanlageentwicklung

und den damit verbundenen Konsequenzen für den Jahresabschluss, die Unternehmensplanung,

die Risikosituation sowie die Entwicklung der Vertriebsgesellschaft

ASSTEL ProKunde Versicherungskonzepte GmbH. Besonderes Augenmerk richtete der Aufsichtsrat

auf die veränderten sozialpolitischen Rahmenbedingungen sowie deren Auswirkungen

auf die Geschäfts- und Produktentwicklung. Darüber hinaus standen die Verwaltungskostensituation,

der Erfolg der Markenkampagne und die Produktpositionierung im Fokus.

Regelmäßig wurde der Aufsichtsrat nach Abschnitt B des Rundschreibens 1/2004 der Bundesanstalt

für Finanzdienstleistungsaufsicht über die Vermögensanlagen und die Ergebnisse der

Stresstests in Kenntnis gesetzt.

Die von der Prüfungsgesellschaft vorgenommenen Prüfungen haben ergeben, dass das Rechnungswesen,

der Jahresabschluss und der Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.

Die Prüfungsgesellschaft hat dem Jahresabschluss 2005 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

gemäß § 322 HGB erteilt.

Die Prüfung des Lageberichts, des Jahresabschlusses und des Vorschlags über die Gewinnverwendung

durch den Aufsichtsrat haben keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben.

Die Abschlussprüfer haben an der Bilanz-Aufsichtsratssitzung teilgenommen und haben über

die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Zu dem Bericht der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft

Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, vom 19. April

2006 hat der Aufsichtsrat keine besonderen Bemerkungen zu machen.

Er billigt den Jahresabschluss 2005, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.

Für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand.

Köln, den 9. Mai 2006

Der Aufsichtsrat

Dr. Manfred Scholz

Vorsitzender

ASSTEL Lebensversicherung AG 2005

73






ASSTEL

Lebensversicherung AG

Wiener Platz 4

51175 Köln

0221 - 9 677 121

0221 - 9 677 131

www.asstel.de

10 78 43/200

43/2005

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