Gemeindebrief - Evangelische Kirchengemeinde Wolfhagen

kirche.wolfhagen.de

Gemeindebrief - Evangelische Kirchengemeinde Wolfhagen

Unsere Gemeinden

Evangelische und katholische Nachrichten

aus Bründersen, Leckringhausen

und Wolfhagen

Sommer 2013

Choraum der Evangelischen Stadtkirche Wolfhagen bei der Liturgischen Nacht 2012


Außergewöhnliche

Entdeckungen

bei Grabungsarbeiten

an der Stadtkirche

Konto der evangelischen

Kirchengemeinde Wolfhagen:

Kontonummer 9334 bei der

Raiffeisenbank Wolfhagen

(BLZ 520 635 50).

Eine Spendenbescheinigung

kommt Ihnen dann per Post

zu.

Sensations-Fund“ titelte die Wolfhager

Allgemeine über ihre Titelgeschichte

zum 1./2. Mai. Ursache für diese reißerische

Überschrift waren die Grabungsfunde,

die bei Erdarbeiten vor dem Eingang zum

südlichen Seitenschiff der Stadtkirche Ende

April zum Vorschein kamen. Mauerfundamente,

Reste menschlicher Besiedlung und

sogar ein gut erkennbares Skelett waren in den Tagen zuvor ans Tageslicht

gekommen. Dank der akribischen Arbeit des Archäologen-Teams um Dr.

Jürgen Kneipp und Norbert Gebauer konnten auch unkundige Betrachter

gut erkennen, dass in alter Zeit - entweder an derselben Stelle oder zumindest

in unmittelbarer Nähe zur heutigen Stadtkirche - schon einmal

ein größeres Bauwerk gestanden haben muss. Bereitwillig erklärten die

Fachleute ihren Besuchern, wie die außergewöhnlichen Funde mitten in

Wolfhagen zu deuten sind.

Sollten sich ihre Thesen tatsächlich bestätigen, würden die bisherigen

Erklärungen zur frühesten Besiedlung und Einführung des christlichen

Glaubens in Wolfhagen ziemlich auf den Kopf gestellt. Außerdem

hätte man endlich eine Erklärung für die Taufanlage, auf die man vor zwei

Jahren bei der Innensanierung gestoßen war. Demnach muss es bereits

vor der urkundlichen Erwähnung 1231 in Wolfhagen eine größere Siedlung

gegeben haben, zu der auch eine mehrschiffige Kirche gehörte. Von Beerdigungen

rund um die Kirche hatte man ja bereits ältere Zeugnisse.

Wie soll es nun weitergehen? Der Kirchenvorstand hat sich dazu entschlossen,

die Funde zwar gründlich dokumentieren zu lassen, sie

danach aber vor weiterer Verwitterung und Zugriffen zu schützen. Das

heißt, der vorgesehene Versorgungsanbau zur Lagerung von

Stühlen, einer Besuchertoilette u. a. wird - wie geplant - errichtet.

Die Fertigstellung ist für den Herbst vorgesehen. Danach

sind die Konturen der historischen Mauerumrisse allenfalls

auf dem neu verlegten Pflaster zu erkennen. Schautafeln sollen

eines Tages den Besuchern die aktuellen Funde erklären.

Zunächst widmet sich jedoch eine Fachtagung den neuen Entdeckungen.

Am 28. und 29. Juni werden Geschichtsforscher

und andere Spezialisten versuchen, der Geschichte unserer

Stadt weiter auf die (Wolfs-?) Spur zu kommen. Tagungsanmeldungen

für den 28./29. Juni nimmt das Gemeindebüro entgegen.

Wer unsere Kirchengemeinde bei der Sicherung und Darstellung

der Grabungsfunde unterstützen will, spende unter Angabe seiner

Adresse bitte unter dem Stichwort „Bauforschung Stadtkirche Wolfhagen

seinen Beitrag auf das nebenstehend angegebene Konto.

Hans Jürgen Basteck


Ich habe mich überzeugen lassen, dass die Kirche

eine Organisation ist, die Unterstützung verdient“,

sagte kürzlich ein Politiker in der Talkrunde bei

Günther Jauch, und auch Henning Wehland, Sänger

der Popgruppe „Söhne Mannheims“, äußerte bei

Talkmaster Markus Lanz, dass es ihm wichtig sei,

auch als Mitglied dabei zu bleiben. Ich bin sicher, liebe

Leserinnen und Leser, viele von Ihnen können hier

beipflichten.

Jetzt haben Sie die Gelegenheit, aktiv zu werden! Für die

Kirchenvorstandswahl im Herbst suchen wir nämlich weiterhin

engagierte Kandidatinnen und Kandidaten. Für jeden zu vergebenden

Platz benötigen wir zwei Bewerber auf der Wahlliste, d. h. insgesamt

30 Personen. Der nächste Kirchenvorstand sollte nach Möglichkeit

seine bisherige Größe behalten, damit sich die Arbeit auf viele

Schultern gleichmäßig verteilen kann. Außerdem wäre es gut, wenn

sich in der Zusammensetzung auch die Vielfalt der Meinungen und

Talente wiederspiegelt, die in unserer Kirchengemeinde vorhanden

sind.

Wir sind ein netter Trupp: Machen Sie mit! Wenn Sie sich scheuen

sollten, trotz des eigenen Interesses sich selber vorzuschlagen:

Sicherlich kann dies jemand aus Ihrem Bekanntenkreis für Sie

übernehmen. Jedes Gemeindeglied zwischen 18 und 70 Jahren kann

sich zur Wahl aufstellen lassen. Und wenn Sie sich selber nicht zur

Verfügung stellen können: Bitte teilen Sie uns Namen von Menschen

mit, die Sie für geeignet halten. Gerne suchen wir dann das Gespräch.

(Für den Kirchenvorstand: u-muth@gmx.de, Telefon 4371)

Sie wissen nicht genau, was ein Kirchenvorstand zu tun hat?

Der Kirchenvorstand leitet gemeinsam mit den Pfarrern

die Ortsgemeinde und ist für sie laut Gesetz das wichtigste

Entscheidungsgremium. So kümmert sich der Kirchenvorstand um

die Ausgestaltung des Gemeindelebens, zum Beispiel im Bereich der

Jugend- und Erwachsenenarbeit, der Kirchenmusik und bei vielen

anderen Aktivitäten. Außerdem hat er die Aufsicht über die Finanzen

und die Gebäude einer Kirchengemeinde. In der vergangenen

Wahlperiode stand vor allem die

Renovierung der Stadtkirche im

Mittelpunkt. In den nächsten

Jahren soll es wieder verstärkt

um einen inhaltlichen Anstoß für

die Gemeindearbeit in Wolfhagen

gehen. Neue Ideen sind da sehr

willkommen! UrsUla MUtH

Gelegenheit

aktiv zu werden

Kandidatinnen

und Kandidaten

werden gesucht

Übrigens: Der

nebenstehende

Beitrag steht

beispielhaft für die

Kirchengemeinde

Wolfhagen.

Denn auch in

Bründersen und

in Leckringhausen

werden Kandidaten

gebraucht und

gesucht. Heinrich

Flecke, ( 1035,

oder Agnes Fülling,

( 1090, die

Vorsitzenden der

Kirchenvorstände,

geben gern

Auskunft.

... Seite 1 ...


Marek

Prus

25 Jahre

Priester

Ein

ökumenischer

Freund

Pfarrer Marek Prus

- hier assistiert von

Rajmond Eckenberger

- zelebriert eine Station

der Fronleichnamsprozession

des Jahres

2012 in der renovierten

Stadtkirche.

Foto: R. Dreisbach

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Die evangelischen Gemeinden des Kirchenkreises Wolfhagen und

ganz besonders die im Kirchspiel Wolfhagen gratulieren Pfarrer

Marek Prus ganz herzlich zu seinem Priesterjubiläum.

In der katholischen Kirche ist die Priesterweihe eins von sieben Sakramenten.

Auch wenn wir evangelischen Christen bei unserem

Sakramentsverständnis es anders sehen, anerkennen wir gleichwohl

mit unseren Geschwistern die besondere Bedeutung dieser Berufung

in das geistliche Amt. Und darum freuen wir uns von Herzen mit unseren

katholischen Mitchristen über das schöne Jubiläum, das Pfarrer

Marek Prus in diesem Jahr feiert. Seit 25 Jahren ist er Priester. Mit

53 anderen Diakonen empfing er am 12. Juni 1978 die Priesterweihe.

Nach Diensten in einer dörflichen Pfarrei und in der Dompfarrei Tarnow

/ Polen, war er zunächst 1996 Pfarrer in St. Elisabeth in Hanau,

ehe er 1998 Pfarrer von Zierenberg und seit 2004 zusätzlich auch

Seelsorger in St. Maria in Wolfhagen geworden ist.

In der Mitfreude danken wir herzlich. Ökumene hat Namen und der

Name Marek Prus gehört dazu. Sein frohes Herz, sein auf die evangelischen

Mitchristen freundliches Zugehen tun der ökumenischen

Bewegung im Wolfhager Land gut. In manchen Gottesdiensten in der

Wolfhager Stadtkirche hat Marek Prus mitgewirkt, gepredigt oder

auch bei der Fronleichnamsprozession zelebriert. Sein

fröhliches Glaubenszeugnis wirkt ansteckend. Klar:

Marek Prus ist katholischer Priester. Und er ist das

gern. Und Pfarrer Marek Prus ist ein ökumenischer

Freund, auf den man sich verlassen kann. Er liebt

seine katholische Kirche und pflegt vielleicht gerade

deshalb gute Kontakte, Freundschaften zu den protestantischen

Geschwistern. Und er arbeitet bei neuen

Herausforderungen gerne mit. Dass die katholische

Gemeinde ihr Gotteshaus der evangelischen Gemeinde

während der Renovierungsphase der Stadtkirche

bereitwillig zur Verfügung gestellt hat, war ein großes

Geschenk der Gastfreundschaft, an dem der Pfarrer

der Gemeinde großen Anteil hatte. Wir wünschen

Pfarrer Marek Prus auf seinem weiteren Weg Gottes

reichen Segen. Das wird sich befruchtend auf das ökumenische

Miteinander in Wolfhagen auswirken.

Die evangelischen Gemeinden sind Gott dankbar

für den glaubwürdigen Dienst ihres katholischen

Mitbruders. Herzlichen Glückwunsch in der ökumenischen

Verbundenheit, sehr geehrter Herr Pfarrer,

lieber Bruder Prus. »Gelobt sei Jesus Christus!« »In

Ewigkeit. Amen!« gernot gerlacH


Jean-Marie Wenigenrath ist seit einem Jahr als

Gemeindeassistent im berufspraktischen Jahr

in der katholischen Gemeinde St. Maria Wolfhagen

tätig. In dieser Zeit lernte er viele Menschen

in unserer Gemeinde kennen. Diese Begegnungen

sind ihm in seiner Arbeit besonders wichtig. Sein

Dienst in der Gemeinde St. Maria endet diesen Sommer

und seine neue Stelle wird er im Pastoralverbund

St. Georg Lahn/Eder (Frankenberg) antreten.

Zeit zurückzublicken: Jean-Marie Wenigenrath arbeitete

in diesem Jahr viel mit Kindern und Jugendlichen aus

der Gemeinde. So war er einer der Betreuer bei der Ferienfreizeit

des Pastoralverbundes in Italien, er leitete eine Kommuniongruppe

und eine Pfadfindergruppe, war beim Krippenspiel

und in der Firmvorbereitung aktiv und unterrichtete

an der Wilhelm-Filchner-Schule in den Jahrgängen 8 und

9 katholische Religion. Besondere Freude machte ihm, dass

es gelang zwei neue ehrenamtliche Mitarbeiter für die Jugendarbeit

zu gewinnen und man die Begeisterung spürt mit

der sie ihre Aufgaben angehen. Auch über die vielen anderen

Ehrenamtlichen, die man sonntags in der Kirche trifft und

die fragen, ob sie irgendetwas helfen können, freut er sich.

D e r K ö n i g i m S t a l l

Eine neue und intensive Erfahrungen für ihn waren auch

die Werktaggottesdienste, in denen er vor allem mit älteren

Gemeindemitgliedern eine schöne gottesdienstliche Gemeinschaft

erfuhr. Generell sind die vielen zwischenmenschlichen Kontakte

und Begegnungen während dieses Jahres so intensiv gewesen, dass

es Jean-Marie nach schon kurzer Zeit gelang, sich in Wolfhagen zu

Hause zu fühlen. Auch die gelebte Ökumene und Offenheit in Wolfhagen

beeindruckte ihn. Er erfuhr diese immer wieder, zum Beispiel

beim Kinderbibeltag, bei ökumenischen Gottesdiensten und anderen

gemeinsamen Veranstaltungen.

Die katholische Gemeinde bedankt

sich sehr herzlich für das große

Engagement, das Jean-Marie in die

Arbeit in der Gemeinde eingebracht

hat und wünscht ihm alles erdenklich

Gute und Gottes Segen für seine Zukunft

und seine neue Stelle im Pastoralverbund

St. Georg.

Martina BoHl [text Und Fotos]

Ein Jahr

voller

Begegnungen

Abschied und Rückblick

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Sonntag, 22. September 2013 | 19:30 Uhr

Stadtkirche Wolfhagen

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Das Glaubensbekenntnis:

Der zweite Artikel

Ich GLAUBE AN JESUS chRIStUS ...

Der zweite Artikel des Glaubensbekenntnisses liest sich in seinen

wenigen Zeilen beinahe wie eine Kurzbiographie. Geburt, Leben,

Leiden und Tod Jesu – alle Stationen eines menschlichen Lebens

sind darin enthalten. Und doch ist die Geschichte Jesu ganz anders.

Deutlich wird das vor allem, wenn wir einen Blick auf die Orte werfen,

die den Weg Jesu in unserem Glaubensbekenntnis markieren. Ihren

Anfang nimmt die Lebensgeschichte Jesu im Himmel. Jesus ist

Gottes „eingeborener Sohn, unser Herr“. Im Unterschied zu allen

anderen Menschen ist er nicht Teil der Schöpfung. Er wurde nicht

erschaffen wie wir, sondern er ist der „eingeborene“, d.h. der einziggeborene

Sohn Gottes. Jesus kommt aus Gott, ist aus demselben Holz

geschnitzt. Ja, er ist Gott gleich.

Die Lebensgeschichte setzt sich fort auf der Erde: „empfangen durch

den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten

unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben“. Himmel

und Erde, Gottheit und Menschheit gehen in Jesus eine Verbindung

ein. Der ein-geborene Sohn wird von einer jungen Frau in unsere Welt

hinein geboren. Er lebt als Mensch und erlebt dabei alle menschlichen

Tiefen. Doch ich vermisse etwas: Unser Glaubensbekenntnis verliert

kein einziges Wort über Jesu Wirken. Was ist mit der Zeit zwischen

Geburt und Tod? Was ist mit der Botschaft Jesu und mit seinen

Taten? Durch sein Reden und Handeln hat er den Menschen doch

erst gezeigt, wie Gott ist. Sollte nicht auch das in einem Bekenntnis

vorkommen? Ich begebe mich auf Spurensuche und werde fündig

in Martin Luthers Kleinem Katechismus. Seine Ausführungen zum

zweiten Artikel des Glaubensbekenntnisses überschreibt Luther

mit dem Titel „Von der Erlösung“. Das Glaubensbekenntnis will vor

allem die Göttlichkeit Jesu herausstellen. Aus seinem Leben erfahren

wir darin nur das, was er für die Menschen zu ihrer Erlösung auf sich

genommen hat: sein Leiden und sein Tod am Kreuz.

Die dritte Station der Lebensgeschichte Jesu führt uns in das

„Reich des Todes“. Nur kurz wird Jesu „Höllenfahrt“ im

Glaubensbekenntnis erwähnt. Nur eine Durchgangsstation ist

dieser Ort der Gottesferne. Und doch ist er der Angelpunkt in der

Lebensgeschichte Jesu. Denn hier fällt die Entscheidung zwischen

Tod und Leben.

Fortsetzung Seite 15

Katharina Ufholz,

die Autorin dieses

Beitrages, ist seit

2012 Pfarrerin in

Leckringhausen und

in Wolfhagen

[Foto: G. Dreisbach]

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Geistliches Wort


Abendmahl

mit Kindern

Ursula Muth

im Gespräch

mit der Redaktion

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Am Pfingstsonntag gab es den ersten Gottesdienst in der

Evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen, in dem Kinder

das Abendmahl erhalten haben. Diese historische Entscheidung

nahm die Redaktion von UNSERE GEMEINDEN zum

Anlass, ein Gespräch mit der Vorsitzenden des Kirchenvorstandes,

Ursula Muth, zu führen.

? Wie kam der Kirchenvorstand zu der Entscheidung?

! Die Synode unserer Landeskirche hat schon 1981 empfohlen,

Kinder zum Abendmahl einzuladen. Mittlerweile

öffnen mehr als die Hälfte aller Kirchengemeinden ihre Abendmahlsfeiern

für die Teilnahme von Kindern. Wir mussten erleben, dass

auswärtige und auch katholische Kinder in unseren Gottesdiensten

sehr verunsichert waren, weil sie nicht mit nach vorn gehen durften.

Im vergangenen Sommer haben wir uns auf den Weg gemacht. An

einem Seminartag hat der Kirchenvorstand mit Hilfe eines Referenten

über die theologischen Hintergründe und die Erfahrungen

in der Wolfhager Kirchengemeinde gearbeitet

und die Schritte zum ersten Abendmahl mit Kindern bei

uns geplant.

? Unsere Landessynode hat in einem Beschluss festgelegt,

dass Kinder ihrem Alter entsprechend auf das

Abendmahl vorbereitet werden sollen. Wie läuft diese

Vorbereitung in unserer Gemeinde?

! Unser Kinder- und Jugendausschuss, insbesondere

Jugendmitarbeiterin Roswitha Pergande-Reßler,

Pfarrerin Katharina Ufholz und Kirchenvorsteherin Ellen

Göbel haben die thematische Einführung der Kinder

in Kindergottesdienst, Spielgruppen und Kinderchören

betreut. Langfristig wird das Thema in der Kinderarbeit

der Gemeinde und auch im Religionsunterricht immer wieder

aktuell sein. Aber wir vertrauen auch auf Eltern und Paten, die sich

bei der Taufe für die christliche Erziehung ihrer Kinder verantwortlich

erklärt haben. In Taufgesprächen werden deshalb Hilfestellungen

gegeben.

? Wie können Kinder überhaupt verstehen, was beim Abendmahl

vor sich geht?

! Der Apostel Paulus fordert uns auf, das Abendmahl „würdig“ zu

Ursula Muth (links), die

Vorsitzende des Kirchenvorstandes

der Evangelischen

Kirchengemeinde

Wolfhagen, hier im

Gespräch mit Roswitha

Pergande - Reßler, Mitarbeiterin

in der Jugendarbeit.

feiern. Denn hier haben wir es mit dem „sichtbar gemachten“ Wort

Gottes zu tun. Wir sollen sehen, greifen und schmecken, wie gut es

Gott mit uns meint. Der neue Bund, den Gott durch Jesus mit uns

schließt, geht uns im Abendmahl in Fleisch und Blut über. Seine Liebe


geht uns buchstäblich durch den Magen. Ich bin überzeugt, dass die

Kinder ein gutes Gespür für das Besondere haben, das da geschieht.

Als Lehrerin weiß ich, dass Kinder mehr durch eigenes Tun verstehen

als durch Erklärungen. Die Kinder erleben in den neben ihnen

stehenden Erwachsenen ein Vorbild und sammeln Erfahrungen, die

ihnen auf dem Weg zur Konfirmation wichtig sein werden. Und wer

will denn entscheiden, ob jeder erwachsene Abendmahlsgast versteht,

was beim Abendmahl geschieht?

? Es gibt auch Bedenken bezüglich des Abendmahls mit Kindern.

Welche sind Ihnen begegnet und wie würden Sie darauf antworten?

! Es werden theologische Bedenken geäußert mit Hinweis auf einen

Vers aus dem Korintherbrief, in dem Paulus schreibt: „Wer nun

unwürdig von dem Brot isst oder dem Kelch des Herrn trinkt, der

wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn.“ Hier aber muss

man den Zusammenhang sehen: Paulus

hat zuvor von dem Missstand gesprochen,

der im Gemeinschaftsmahl der Urgemeinde

sichtbar wurde, als offenbar

die wohlhabenderen Gemeindeglieder

schon früh am Abend das Mahl begonnen

haben, während die ärmeren erst

später Feierabend machen konnten und

nur die Reste zu essen bekamen. „Kommt

und seht, wie freundlich der Herr ist“

– wir feiern die liebende Hingabe Jesu,

in der sich die Gemeinschaft des Leibes

Christi gründet. Das gilt zu jeder Zeit und

jedem der sie hört. Unwürdig heißt nicht,

dass wir als Sünder zum Mahl kommen,

Die alten „vasa sacra“ der

sondern die Gemeinschaft durch Lieblosigkeit beeinträchtigen. Stadtkirche Wolfhagen,

in der Mitte der Abend-

Ein weiterer Einwand wurde auf der Gemeindeversammlung geäumahlskelch, der seit 1405

in Gebrauch ist.

ßert: Die Konfirmation wäre nicht mehr so wichtig, wenn sie nicht Foto: Renate Dreisbach

mehr mit der Erstfeier des Abendmahl verbunden ist. Ich meine,

die Konfirmation verliert nicht, sondern gewinnt an Bedeutung. Die

für sie wichtigen Elemente Tauferinnerung, Glaubensbekenntnis

und Segnung können nun gefeiert werden, indem sie Vergangenheit,

Gegenwart und Zukunft im Glauben als Einheit verstehbar

macht. Zu dieser Einheit gehört auch die Feier des Abendmahles.

Aus der Gemeindeversammlung kamen auch die Bedenken, dass

das Thema noch nicht ausreichend erörtert wurde. Ja, man kann

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... Seite 8 ...

von einer historischen Bedeutung dieses Schrittes sprechen. Ich bin

auch deshalb gern evangelische Christin, weil wir die Zeitbedingtheit

unserer Glaubensaussagen anerkennen. Nach der Reformation

gab es im 18./19. Jahrhundert zwei wichtige Reformbewegungen,

den Pietismus und die Aufklärung (Erweckungsbewegung), die verkündeten:

Ein Christ ist ein Christ nur als denkender Christ. Dem

widerspricht unsere heutige Glaubensauffassung, dass durch die

Taufe jeder zum Leib Christi gehört. Der Kirchenvorstand hat sich

für seine Entscheidung fast ein Jahr Zeit genommen: August 2012

Beschluss für die Aufnahme des Themas, Oktober Seminartag, Dezember

Vorbereitung der Kinderunterweisungen, März 2013 Bericht

im Gemeindebrief, April Gemeindeversammlung, Mai Beschluss und

erstes Abendmahl mit Kindern.

? Und zum Schluss: Wie sieht es in der Praxis aus? Wie soll das

Abendmahl mit Kindern in Zukunft ablaufen?

! Spezielle Abendmahlsfeiern mit Kindern sollen nicht gefeiert werden.

Die Kinder sind immer in die Gemeinschaft der Feiernden

eingeladen und werden statt Wein Traubensaft gereicht bekommen.

Wenn besonders viele Kinder erwartet werden, werden wir ein Saftmahl

anbieten, wie das jetzt schon bei den Konfirmationsabendmahlsfeiern

geschieht.

das gespräcH Für Unsere geMeinden

FüHrte katHarina UFHolz Mit UrsUla MUtH.


Die Planungsarbeiten haben

sich über fast zwei Jahre

hingezogen, aber nun stehen

die Renovierungsarbeiten des

Gemeindesaals in Kürze bevor.

Bis zum 1. September soll die

erste Sanierungsphase am Gemeindesaal,

der für unsere Kirche und Gemeindeleben so wichtig ist,

abgeschlossen sein.

St. Marias

Gemeindesaalrenovierung

steht in den Startlöchern

Der Gemeindesaal wird von Grund auf saniert. Die gesamte Vorderfront

des Gemeindesaals und Jugendraum bekommen neueenergieeffiziente

Fenster und Eingangstüren. Aus Sicherheitsgründen

muss im Gemeindesaal eine Fluchttür eingebaut werden. Neue

energieeffiziente Heizkörper werden installiert. Eine Außenwand

wird isoliert. Die komplette Elektrik und Saalbeleuchtung wird neu

konzipiert.

Nach neuesten Berechnungen sieht die Finanzierung der ersten

Sanierungsphase in etwa so aus: Die gesamten Baukosten belaufen

sich auf ca. 80.000 Euro. Ungefähr 50% der Kosten werden

durch das Bistum Fulda abgedeckt. Zirka 35% der Kosten kommen

aus eigenen Rücklagen. Als Rücklagen, zu denen auch die Kollekten

für Kirchenrenovierung aus den letzten 1 ½ Jahren zählen, haben

wir ca. 28.000 Euro. Somit bleibt eine Finanzierungslücke von ca.

12.000 Euro, die wir jetzt noch schließen müssen.

Spenden können Sie auf das Konto der Kirchengemeinde St. Maria:

Sparkasse Kassel BLZ: 520 503 53 Konto Nr. 130 000 640

Spendenzweck: Renovierung Kirche. Bei Spenden bis 200 € genügt

der Kontoauszug als Nachweis gegenüber dem Finanzamt.

Die Sanierung unserer Pfarrkirche erfordert die Unterstützung

vieler Helferinnen und Helfer. Wenn Sie auch dazu beitragen

wollen, dürfen Sie sich gerne an uns wenden, wir freuen uns über

jede Unterstützung. Jede Spende zählt – auch die kleinste. Und jede

Spende verdient ein ganz herzliches “Vergelt’s Gott“.

kircHenverwaltUngsrat st. Maria wolFHagen

E ines Tages vertraut der Klassenlehrer dem Pfarrer an, dass die Kinder heute

wenig gelernt haben. »Stellen Sie sich vor, ich habe gefragt, wer die vier

Evangelisten sind. Und ein Junge hat geantwortet: Josef und Nepomuk.« - Darauf erwidert

der Pfarrer: »Seien Sie doch froh, dass er wenigstens zwei gewusst hat.«

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Evangelische Gottesdienste

Gottesdienst

mit Abendmahl

Gottesdienst

mit Taufen

Tag Altersheim Stadtkirche Bründersen Leckringhausen

Philippinenthal

1./2. Juni

1. So. n. Trinitatis

8./9. Juni

2. So. n. Trinitatis

15./16. Juni

3. So. n. Trinitatis

17. Juni

Hugenottenfest

22./23. Juni

4. So. n. Trinitatis

30. Juni

5. So. n. Trinitatis

6./7. Juli

6. So. n. Trinitatis

Sa 17 Uhr

Lektorin Pühra

Sa 17 Uhr

Pfrin. Basteck

Sa 17 Uhr

Dekan Dr. Gerlach

Sa 17 Uhr

Prädikant Dreisbach

11 Uhr

Sommerfest

Pfrin. Basteck

Dekan Dr. Gerlach

Sa 17 Uhr

Pfrin. Ufholz

10. Juli Phönix-Residenz

10 30 Uhr

Pfrin. Ufholz

13./14. Juli

7. So. n. Trinitatis

20./21. Juli

8. So. n. Trinitatis

Sa 17 Uhr

Pfrin. von der Fechte

Sa 17 Uhr

Lektorin

Kulturzelt

So 12 Uhr

Familiengottesdienst

Pfrin. Ufholz

So 10 Uhr

Kantategottesdienst

Pfr. Basteck

Sa 9 30 Uhr

Abi-Gottesdienst

Pfr. Basteck & Team

So 10 Uhr

Pfr. Basteck

So 16 Uhr

Gottesdienst für Minis

So 10 Uhr

Dekan Dr. Gerlach

10 Uhr

Diamantene

Konfirmation

Pfr. Basteck

So 10 Uhr

Prädikant Dreisbach

So 10 Uhr

Pfrin. Ufholz

So 10 Uhr

Kirchspielgottesdienst

Pfrin. Ufholz

So 19 Uhr

Pfrin. von der Fechte

So 10 Uhr

Pfrin. Basteck

So 10 Uhr

Dekan Dr. Gerlach

So 10 Uhr

Pfrin. Basteck

10 Uhr

Lektorin Pühra

So 19 Uhr

Prädikant Dreisbach

So 10 Uhr

Pfrin. von der Fechte

So 10 Uhr [L]

Pfrin. von der Fechte

18 Uhr (L)

Pfrin. Ufholz

So 10 Uhr [L]

Pfrin. Ufholz


Evangelische Gottesdienste

Gottesdienst

mit Abendmahl

Gottesdienst

mit Taufen

Tag Altersheim Stadtkirche Bründersen Leckringhausen

Philippinenthal

27./28. Juli

9. So. n. Trinitatis

3./4. August

10. So. n. Trinitatis

10./11. August

11. So. n. Trinitatis

17./18. August

12. So. n. Trinitatis

Sa 17 Uhr

Dekan Dr. Gerlach

Sa 17 Uhr

Pfrin. Basteck

Sa 17 Uhr

Prädikant Dreisbach

Sa 17 Uhr

Pfrin. von der Fechte

So 10 Uhr

Dekan Dr. Gerlach

So 10 Uhr

Pfr. Basteck

So 10 Uhr

Prädikant Dreisbach

So 10 Uhr

Dekan Dr. Gerlach

So 17 Uhr

Ökumenischer

Schulanfänger-

Gottesdienst

Pfr. Basteck

Gem.Referent Günst

19. August St. Maria

8 Uhr

Ökumenischer

Gottesdienst zum

Schulanfang

Pfrin. Ufholz

Gem.Referent Günst

24./25. August

13. So. n. Trinitatis

31. August /

1. September

14. So. n. Trinitatis

Diakoniesonntag

Sa 17 Uhr

Prädikant Dreisbach

Sa 17 Uhr

Lektorin Bittner

So 10 Uhr

Pfrin. Ufholz

Sa 14 30 Uhr

Kinderkirche

Pfrin. Ufholz

So 10 Uhr

Pfr. Wirth

Pfr. Basteck & Team

So 16 Uhr

Gottesdienst für Minis

Pfrin. Ufholz

So 10 Uhr

Prädikant Dreisbach

So 19 Uhr

Pfrin. Basteck

So 10 Uhr

Dekan Dr. Gerlach

So 10 Uhr

Pfrin. Basteck

So 10 Uhr

Prädikant Dreisbach

So 19 Uhr

Lektorin Bittner

So 10 Uhr [L]

Pfrin. von der Fechte

So 19 Uhr [L]

Pfrin. von der Fechte

So 10 Uhr [L]

Pfrin. Ufholz

... Seite 11 ...


Tag Fest Zeit Gottesdienst

Do 30.05. Fronleichnam 16 00 Uhr Eucharistiefeier | anschließend Prozession

Fr 31.05. 17 30 Uhr Maiandacht

So 02.06. 9. So. im Jahreskreis 11 00 Uhr Eucharistiefeier mit Taufe

Di 04.06. 09 00 Uhr Heilige Messe

Do 06.06. 09 00 Uhr Heilige Messe

Fr 07.06. Heiligstes Herz Jesu 09 00 Uhr Heilige Messe

So 09.06. 10. So. im Jahreskreis 11 00 Uhr

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Katholische Gottesdienste

St. Maria

Di 11.06. 09 00 Uhr Wortgottesdienst

Do 13.06. 09 00 Uhr Wortgottesdienst

So 16.06. 11. So. im Jahreskreis 11 00 Uhr

Di 18.06. 09 00 Uhr Heilige Messe

Mi 19.06. 10 30 Uhr

Eucharistiefeier

Kindergottesdienst im Gemeindesaal

Eucharistiefeier

Kindergottesdienst im Gemeindesaal

Ökumenischer Gottesdienst

in der Seniorenresidenz Phönix

Do 20.06. 10 00 Uhr Heilige Messe im Altersheim, Karlstraße 18

So 23.06. 12. So. im Jahreskreis 11 00 Uhr

Di 25.06. 09 00 Uhr Heilige Messe

Do 27.06. 09 00 Uhr Heilige Messe

So 30.06. 13. So. im Jahreskreis 11 00 Uhr

Di 02.07. Mariä Heimsuchung 09 00 Uhr Heilige Messe

Eucharistiefeier

Kindergottesdienst im Gemeindesaal

Eucharistiefeier

Kindergottesdienst im Gemeindesaal

Mi 03.07. 10 30 Uhr Krankenkommunion in der Seniorenresidenz Phönix

Do 04.07. 09 00 Uhr Heilige Messe

So 07.07. 14. So. im Jahreskreis 11 00 Uhr Eucharistiefeier

Di 09.07. 09 00 Uhr Heilige Messe

Mi 10.07. 10 30 Uhr

Do 11.07. 09 00 Uhr Heilige Messe

Ökumenischer Gottesdienst

in der Seniorenresidenz Phönix


Katholische Gottesdienste

St. Maria

Tag Fest Zeit Gottesdienst

So 14.07. 15. So. im Jahreskreis 11 00 Uhr Eucharistiefeier

Di 16.07. 09 00 Uhr Heilige Messe

Do 18.07. 10 00 Uhr Heilige Messe im Altersheim, Karlstraße 18

So 21.07. 16. So. im Jahreskreis 11 00 Uhr Eucharistiefeier

Di 23.07. 09 00 Uhr Heilige Messe

Do 25.07. Heiliger Jakobus 09 00 Uhr Heilige Messe

So 28.07. 17. So. im Jahreskreis 11 00 Uhr Eucharistiefeier

Di 30.07. 09 00 Uhr Heilige Messe

Do 01.08. 09 00 Uhr Heilige Messe

So 04.08. 18. So. im Jahreskreis 11 00 Uhr Eucharistiefeier

Di 06.08. Verklärung des Herrn 09 00 Uhr Heilige Messe

Do 08.08. 09 00 Uhr Heilige Messe

So 11.08. 19. So. im Jahreskreis 11 00 Uhr Eucharistiefeier

Di 13.08. 09 00 Uhr Heilige Messe

Do 15.08.

Mariä Aufnahme

in den Himmel

09 00 Uhr Heilige Messe

So 18.08. 20. So. im Jahreskreis 11 00 Uhr Eucharistiefeier

Di 20.08. 09 00 Uhr Heilige Messe

Mi 21.08. 10 30 Uhr

Ökumenischer Gottesdienst

in der Seniorenresidenz Phönix

Do 22.08. 10 00 Uhr Heilige Messe im Altersheim, Karlstraße 18

So 25.08. 21. So. im Jahreskreis 11 00 Uhr Eucharistiefeier

Di 27.08. 09 00 Uhr Heilige Messe

Do 29.08. 09 00 Uhr Heilige Messe

So 01.09. 22. So. im Jahreskreis 11 00 Uhr Eucharistiefeier | anschließend Pfarrfest

Bitte beachten Sie auch die aktuelle Gottesdienstordnung, die in der Kirche ausliegt!

... Seite 13 ...


Bild. Wohin der Geist

uns treibt: Firmbewerber

aus dem Pastoralverbund

Wolfhager

Land auf ihren Segelschiffen

in Holland

... Seite 14 ...

Wohin der Geist uns treibt ...

... So war die diesjährige Firmwoche des katholischen Pastoralverbundes

St. Heimerad in Holland überschrieben.

Von den 70 jugendlichen Firmbewerbern sind 17 auf dem Wolfhager

Schiff mitgefahren. Schon im Vorfeld der Segelreise hatten

sich die Jugendlichen mit den Themen Schiff und Bonifatius befasst

und die Ausstattung eines alten Segelschiffes als Symbole für den

Glauben gedeutet.

Auf den den alten Schiffen mussten die jungen Leute richtig mit

anfassen: Segel hissen, gemeinsam dicke Taue ziehen und Knoten

lernen. Auch das gemeinsame Kochen und die Reinigung der Schiffe

übernahmen die Jugendlichen selbst. In Amsterdam stimmte der Besuch

im Anne-Frank-Haus viele Jugendliche nachdenklich. Der anschließende

Besuch einer heiligen Messe in holländischer Sprache bot

Gelegenheit das erlebte auch vor Gott zu tragen.

Die Fahrt war auch eine ideale Gelegenheit zum Kennenlernen der

Firmbewerber aus den vier Gemeinden untereinander; dies soll

auch weiter gefördert werden“, so Gemeindereferent Jürgen Günst,

der die Fahrt gemeinsam mit Sina Giehler und Jean-Marie Wenigenrath

organisiert hat.

D er Pfarrer erklärt im Religionsunterricht: »Manche Gebote gelten nur für

ganz bestimmte Leute. Wer kann mir ein Beispiel nennen?« Gert weiß eines:

»Das achte Gebot gilt hauptsächlich für Lehrer, denn da heißt es: Du sollst kein falsches

Zeugnis geben.«


Fortsetzung von Seite 5

Der Kreis schließt sich. Am Ende unseres Glaubensbekenntnisses

sind wir wieder im Himmel angelangt: „am dritten Tage

auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, er sitzt

zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dort wird er

kommen zu richten die Lebenden und die Toten“. Vom Himmel auf

die Erde in das Reich des Todes und wieder in den Himmel – diesen

Weg ist Jesus gegangen. Und weil er ihn einzig und allein für uns

gegangen ist, werden wir in unserem Glauben an Jesus Christus mit

hineingenommen auf seinen Weg. Auch für uns ist das Reich des

Todes nur eine Durchgangsstation. Unser Ziel aber ist der Himmel.

S i l - b e n - r ä t - s e l

katHarina UFHolz

Aus den Silben: a - Al - An - auf - bit - bla - de - dek - di - en - Für

- gel - gel - gis - Glok - In - ke - ken - ker - kris - Ma - net - Nord

- Or - Os - pen - por - Re - ri - Ro - Sa - sen - set - stein - struhl - tal

- tar - Tauf - te - te - tei - ten - ter - ter - ter - tritt - Turm - um - ze

sind folgende Begriffe aus der Stadtkirche und dem Gemeindeleben

zu bilden, deren Anfangsbuchstaben von oben nach unten gelesen,

einen kirchlichen Feiertag ergeben.

1. Teil der Orgel | 2. Häufig vorkommende Gestalt auf den

Schlusssteinen | 3. Maria und Johannes werden auf einem

Schlussstein dargestellt als ... | 4. Davon gibt es zwei in der Stadtkirche

| 5. Bezeichnung des Fensters über dem Nordportal | 6. Frauengestalt

auf einem Schlussstein | 7. Kunstvoll von Frauen aus der Gemeinde

gestaltetes Stück für den Altar | 8. In den 1990er Jahren angeschaffter

Taufschalenersatz | 9. Nicht nur im Gemeindebrief, sondern

auch beim ... gibt es neue Nachrichten aus der Kirchengemeinde

zu lesen | 10. Sie soll ein ganzes Jahr halten | 11. Hintergrund für

Konfirmationsgedächtnisfotos | 12. Aufenthaltsort der Pfarrer vor

dem Gottesdienst | 13. Programmpunkt an Neujahr | 14. Altartuch |

15. Konstruktion für die Glocken.

Auflösung im nächsten Heft.

Geistliches Wort

... Seite 15 ...


Freud und Leid in den Familien unserer Gemeinden

... Seite 16 ...

taufen In der Evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen

wurden getauft: Ben und Felix hölke, Drosselweg

1, am 17. März 2013 | Maurice hannekum,

Mühlengasse 2, am 1. April 2013 | Philipp Deiker,

Kellerwaldstraße 1b, am 1. April 2013 | Laura Mueller, Philippinenburg

15, am 1. April 2013 | Alina Gaan, Ludwig-Uhland-Straße 1,

am 1. April 2013 | Tim Becker, Ulmenstraße 20 d, am 1. April 2013

In der Katholischen Kirche St. Maria Wolfhagen wurden

getauft: Noah Castiel Schönfelder, Korbach, Katthagen 6, am 14.

April 2013 | Rico tangel, Schöne Aussicht 7, am 5. Mai 2013 | Vivienne

herman, Wien, Schottenfeldgasse 60/20, am 12. Mai 2013

trauungen

In der Evangelischen Kirchengemeinde Bründersen

wurden getraut: Henrik und Julia Werner, Sperberweg

3, am 11. Mai 2013

In der Evangelischen Kirchengemeinde Leckringhausen

wurden getraut: Michael und Melanie Rother, Fliederweg

2, Ippinghausen, am 4. Mai 2013

Bestattungen

In der Evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen

wurden kirchlich bestattet: Hildegard Schulz,

geb. Gauler, 93 Jahre, Karlstraße 18, am 21. Februar 2013

| Adolf Rügamer, 72 Jahre, Maufiusstraße 7, am 01. März

2013 | Erwin Vollenschier, 85 Jahre, Ippinghäuser Straße 6, am 26.

Februar 2013 | Ilse Rasch, geb. Dammel, 82 Jahre, Ahornstraße 39,

am 05. März 2013 | Else Spengler, geb. Ernst, 78 Jahre, Karlstraße

23, am 07. März 2013 | Katharine Schelp, geb. Hahn, 86 Jahre, Karlstraße

18, am 13. März 2013 | Luise Stietz, geb. Dietzel, 87 Jahre,

am 14. März 2013 | Elisabeth tum, geb. Engelhardt, 80 Jahre, am

15. März 2013 | Peter Wilhelm, 65 Jahre, am 16. März 2013 | Klaus

Peter Voigt, 71 Jahre, am 19. März 2013 | Friedrich Seegel, 69 Jahre,

am 22. März 2013 | Heinrich Eichler, 85 Jahre, am 26. März 2013 |

Karl Finke, 77 Jahre, am 26. März 2013 | Karl Schwedes, 88 Jahre,

am 28. März 2013 | Heinrich Flörke, 79 Jahre, am 6. April 2013 |

Elisabeth Jacob geb. Henric-Petri, 91 Jahre, Kurfürstenstraße 9, am

26. April 2013 |Marie Arbter geb. Löwe, 77 Jahre, Karlstraße 18, am

27. April 2013 | Adolf Simshäuser, 78 Jahre, Hans-Staden-Straße


29, am 3. Mai 2013 | Harald Lachmann, 68 Jahre, Hans-Staden-

Straße 59, am 17. Mai 2013 | Waldemar Maier, 62 Jahre, Berliner

Straße 3, am 11. Mai 2013

In der Evangelischen Kirchengemeinde Bründersen wurden

kirchlich bestattet: Hermann Karl Schwedes, 82 Jahre,

Königseichenstraße 2, am 23. April 2013 | Sophie hirdes-cramme

geb. Cramme, 86 Jahre, Molkereistraße 10, am 4. Mai 2013

In der Evangelischen Kirchengemeinde Leckringhausen

wurde kirchlich bestattet: Elise Brand, geb. Pfeifferling, 88

Jahre, Hugenottenstraße 6, am 27. März 2013

In der Katholischen Kirchengemeinde St. Maria wurde

kirchlich bestattet: Emma Götte, 91 Jahre; Vorstadt 8, am 27.

März 2013

hERzLIchE EINLADUNG

zUM hUGENottENFESt

AM 17. JUNI IN LEcKRINGhAUSEN

Jedes Jahr am 17. Juni findet in Leckringhausen eine Gedenkfeier

statt, die an die Ankunft und den Neubeginn der Hugenotten in

dem kleinen Dörfchen erinnert.

Nachdem es im Dreißigjährigen Krieg wüst gefallen war, wurde

das Dorf 1699 durch Landgraf Karl neu gegründet. 14 Familien,

die als protestantische Glaubensflüchtlinge Frankreich verlassen

hatten, ließen sich dort nieder. Viele der neuen Bürger waren gebildet

und handwerklich erfahren und brachten Ihre Sprache, Fertigkeiten

und Bräuche mit in unsere Region.

Die Gedenkfeier beginnt um 18.00 Uhr mit einer Andacht

in der Hugenottenkirche. Im Anschluss lädt der

Hugenottenverein im Bereich um die Kirche und die Alte Schule

zu einem gemütlichen Beisammensein mit Essen und Trinken

ein. Ein Kurzvideo wird einen Einblick in das Handwerk des

Strumpfwirkens geben, das die Hugenotten aus ihrer alten

Heimat mitbrachten. Und im Hugenottenstübchen haben die

Besucher die Möglichkeit, sich auf die Spuren der Neuansiedler

zu begeben und viel Interessantes zu ihrer Geschichte zu

erfahren. katHarina UFHolz

Beim Hugenottenfest

2012 war Pröpstin Wienold-Hocke

zu Gast in

Leckringhausen. Hier im

Gespräch mit Waltraud

und Richard Mangold.

... Seite 17 ...


Die Sakramente:

Die Ehe

3

Eine kleine Serie

über die

S A K R A

MENTE

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Kirchlich heiraten - Segen für das gemeinsame Leben: Viele

Menschen wünschen sich eine kirchliche Trauung als Zeichen

ihrer verbindlichen Liebe zueinander. In der katholischen Kirche

wird die Ehe als Sakrament gesehen, weil sie diese unwiderrufliche

Liebe Gottes sichtbar macht.

In der Liturgie der Trauung heißt es: „Gott hat die Ehe zu einem

Abbild seiner Liebe zu uns Menschen gemacht. Er segnet und

heiligt die Liebe von Mann und Frau und macht ihre Verbindung

unauflöslich, wie auch seine Liebe zu uns unwiderruflich ist.“

In der Feier der Trauung spenden sich die

Brautleute gegenseitig das Sakrament der

Ehe. Das Wort Ehe heißt im Westgermanischen

ursprünglich „Recht, Gesetz”. Sie ist nicht nur etwas

Emotionales, sondern hat auch eine bestimmte Struktur, die den

Ehepartnern helfen soll, richtig zu leben. Ehe hängt auch mit „echt“

zusammen. Es geht darum „echt“ und authentisch zu leben. Die Ehe

wird nur gelingen, wenn die Partner echt zueinander sind, wenn sie

sich gegenseitig nichts vormachen.

Eine wichtige Bibelstelle, die sich auf die Ehe bezieht, steht im

Matthäusevangelium. Die Pharisäer wollen Jesus eine Falle

stellen und fragen ihn, ob ein Mann seine Frau aus jedem beliebigen

Grund aus der Ehe entlassen darf. Jesus antwortet ihnen: „Habt ihr

nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann

und Frau geschaffen hat und dass er gesagt hat: Darum wird der

Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden,

und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht mehr zwei,

sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch

nicht trennen.“ (Matthäus 19,4-6)

I n diesem Text stecken drei wichtige Aussagen zum katholischen

Verständnis von Ehe. So meint Pater Anselm Grün: „Gott hat

die Menschen als Mann und Frau geschaffen. Die Ehe entspricht

also dem Willen des Schöpfers. Die zweite Aussage bezieht sich auf

das Gelingen der Ehe. Damit diese gelingt, muss der Mann Vater

und Mutter verlassen. Denn Heirat setzt eine Loslösung aus der

Abhängigkeit von den Eltern voraus. Die dritte Aussage gibt das Ziel

der Ehe vor: Mann und Frau werden ein Fleisch sein. Und so sind

sie Zeugen der Einheit zwischen Gott und dem Menschen. Von dieser

Aussage Jesu leitet die katholische Theologie ihr Verständnis der Ehe

als Sakrament ab.“ Jürgen günst


I m p r e s s i o n e n v o m S c h ü t z e b e r g f e s t 2 0 1 3

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U nsere Gemeinden wird von der kath. Kirchengemeinde St. Maria Wolfhagen und den evang.

Kirchengemeinden Bründersen, Leckringhausen und Wolfhagen herausgegeben und von einem

Redaktionskreis gestaltet. Die Beiträge sind redaktioneller Art, Arbeitshilfen für Gemeindebriefe

entnommen oder mit dem Namen des Autors gezeichnet. Druck: Schneidmüller Druck+Medien,

Wolfhagen. Schriftleiter und Fotos (falls nicht anders angegeben): Günther Dreisbach, Postfach

1125, 34458 Wolfhagen, ( 2297, erreichbar auch über E-mail: dreiswolf@gmx.de. Die Evangelische

Kirchengemeinde Wolfhagen können Sie auch im Internet besuchen: www.kirche-wolfhagen.de.


Die Bedeutung

der archäologischen

Befunde in der

Wolf hager Stadtkirche

für die Territorial-

und Kirchengeschichte

Nordhessens

Fachtagung am 28. und 29. Juni 2013

in der Evangelischen Stadtkirche Wolf hagen

Nähere Informationen zu der Tagung erhalten Sie im Evang. Gemeindebüro,

Burgstraße 41, 34466 Wolf hagen.

Veranstalter: Evangelischer Kirchenkreis Wolf hagen | Evangelische

Kirchengemeinde Wolf hagen | Regionalmuseum Wolf hager L and e.

V., Stadt Wolf hagen | Heimat- und Geschichtsverein Wolf hagen 1956

e. V., Pastoralverbund St. Heimerad Wolf hager L and

Schirmherren: Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Kassel | Bischof Heinz-

Josef Algermissen, Fulda | Ministerpräsident Volker Bouff ier, Wiesbaden

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