Juni / Juli 2013 - St. Peter-Paul-Kirchengemeinde Hermannsburg

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Juni / Juli 2013 - St. Peter-Paul-Kirchengemeinde Hermannsburg

Gemeindebrief der ev.-luth. Kirchengemeinde

St. Peter-Paul

Hermannsburg Juni / Juli 2013

Toleranz zwischen

Konfessionen, Religionen

und Kulturen

Studieren an der FIT Hermannsburg

Als Freiwillige in Brasilien

10 Jahre Wasserschlösschen


Willkommen

Liebe Leserin, lieber Leser,

Schwerpunkt dieser Ausgabe ist das

Thema Toleranz: interkonfessionell,

interreligiös, interkulturell.

Wir haben versucht, einmal über den

örtlichen Horizont Hermannsburgs

hinaus zu blicken und Impressionen

von außen zu sammeln.

So berichtet ein Student der Fachhochschule

für Interkulturelle Theologie

Hermannsburg, wo ja das

interkonfessionelle, interreligiöse

und interkulturelle Zusammenleben

hautnah praktiziert wird, von seinen

Erfahrungen in Deutschland.

Anna Bösemann, Freiwillige aus unserer

Gemeinde in Brasilien, gibt ihre

Eindrücke von dort wieder.

Daneben gibt es natürlich auch wieder

Aktuelles aus der Gemeinde zu

berichten. Z.B. feiert das „Wasserschlösschen“

sein 10-jähriges Bestehen

und am 1. Juli beginnt eine neue

Bonifizierungsrunde für Stiftungen in

unserer Landeskirche, die hoffentlich

auch für die St. Peter-Paul-Stiftung

wieder zu einem erfolgreichen Ergebnis

kommt.

Im Namen des Redaktionsteams

wünsche ich allen Leserinnen und

Lesern eine gesegnete Sommerzeit

und einen erholsamen Urlaub.

Erich Fiebig

Titelbild: Anna Bösemann

Inhalt

Interreligiös und interkulturell -

Studieren in Hermannsburg .............................4

Ausbildung gibt Perspektiven ..........................6

Nicht evangelisch, sondern lutherisch .............7

Gottesdienste & Veranstaltungen ....................8

Aus dem Kirchenvorstand .............................. 11

Unser Ziel: 120.000 Euro ................................12

für die St. Peter-Paul-Stiftung

10 Jahre Wasserschlösschen ..........................14

Bläserfreizeit Dümmer 2013 ..........................15

Impressum

Herausgeber: St. Peter-Paul-Kirchengemeinde Hermannsburg,

Billingstraße 17, 29320 Hermannsburg, Tel.: 05052-431

Redaktionsteam: Kathrin Bösemann, Erich Fiebig, Michael Köhler,

Katrin Maly, Sigrid Pfeil und Waldemar Rausch

E-Mail: klinke.peterpaul@online.de

Verantwortlicher i. S. des Nds. Pressegesetzes: Stephan Haase

Auflage: 1.600 Stück

Grafisches Konzept: tjulipp

Druck: MHD Druck und Service GmbH, Hermannsburg

Nächster Redaktionsschluss: 04. Juli 2013

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St. Peter-Paul

Auf ein Wort

Jesus Christus, Zentrum unseres Glaubens

Es war eine kleine Moschee in Hamburg-Altona,

in die mich Yussef eingeladen

hat. Wir kannten uns über

unsere Frauen, die beide noch studierten.

Nun aber wollten wir Männer

uns näher kennenlernen und Yussef

wollte mir bei dieser Gelegenheit seinen

Glauben vorstellen. Als begeisterter

Muslim wollte er mir als noch

jungen Pastor zeigen, wie er seinen

Glauben praktiziert. Also gingen wir

zusammen in die Waschräume im Keller

der Moschee und ich durfte bei

seiner rituellen Waschung zusehen,

während er mir die einzelnen Schritte

zum Gebet erläuterte. Anschließend

ging es nach oben in den großen

Gebetsraum, wo er sich in die Reihe

der anderen muslimischen Männer

kniete und ich im hinteren Bereich

als freundlich geduldeter Zuschauer

blieb. Das Gebet kam mir recht kurz

vor und natürlich verstand ich kein

Wort, das da gesprochen wurde.

Schließlich wurde aus dem Koran

ausschließlich auf arabisch vorgelesen.

Und auch die Gebete waren auf

Arabisch gehalten worden.

Im Anschluß daran sollte es zu einem

Treffen mit dem Imam kommen - so

hatte es mir Yussef in Aussicht gestellt.

Nach einiger Zeit war es dann

soweit und der Imam trat freundlich

auf mich zu, blätterte im Koran und

begann daraus vorzulesen:

Euer Herr ist Allah, der Himmel und

Erde in sechs Tagen geschaffen und

sich daraufhin auf dem Thron zurechtgesetzt

hat. Er läßt die Nacht über den

Tag kommen, wobei sie ihn eilends

einzuholen sucht. Und er hat die Sonne,

den Mond und die Sterne geschaffen

und sie dabei durch seinen Befehl

in den Dienst der Menschen gestellt.

Steht nicht ihm allein die Erschaffung

der Welt und der Befehl über sie zu?

Allah, der Herr der Menschen in aller

Welt ist voller Segen. Sure 7,54

So in etwa wurde mir der Text von

Yussef übersetzt, denn der türkische

Imam konnte noch wenig Deutsch.

Seine erste Frage an mich war sehr

direkt: „Glaubst du das? Hat für dich

Allah allein die Welt erschaffen und

hat er allein die Macht über sie und

segnet sie?"

Ich brauchte nicht lange zu überlegen,

waren doch die Parallelen zur Bibel

recht deutlich. Und ja, natürlich glaube

auch ich an einen Schöpfergott,

aus dessen Hand wir alles empfangen,

selbst das Licht des Tages und den

Schein der

Nacht.

So fanden

wir leicht

eine Basis

für unser

Gespräch,

das sich

nur lang-

sam entwickelte

w e g e n

besagter

S p r achbarrie-

re. Aber

Yussef

machte

seine Sa-

che gut

und so

h atte n

beide

Seiten

das Ge-

fühl, dass

wir uns

respektvoll

und w e r t -

schätzend miteinander unterhalten.

Als die Sprache auf Jesus kam, waren

wir uns wie erwartet nicht mehr einig.

Auch bei der Haltung des Menschen

gegenüber Gott schieden sich unsere

Geister. Was für mich Jesus bedeutet,

konnte er nur sehr eingeschränkt teilen,

denn für den Imam ist er ein sehr

geschätzter Prophet und mehr nicht.

Das genügt mir natürlich gar nicht,

aber er bleibt immerhin eine wichtige

Verbindung zwischen uns. Wie

vielen anderen Menschen bedeutet

Jesus weit weniger und doch möchte

ich gerne mit ihnen um seine in meinen

Augen zentrale Bedeutung für

alle Menschen ringen. Wie für mich

die Liebe Gottes in Jesus als meinen

Christus im Zentrum meines Glaubens

steht, so bleibt für den Imam

und Yussef ihr Gehorsam gegenüber

Gott und die ihm entsprechende, unterwerfende

Haltung aller Geschöpfe

- wie sie im Koran gefordert wird - ihr

zentraler Punkt im Glauben.

Wir bedankten uns beieinander für

das Gespräch und schieden in Frieden:

„Salam aleikum!"(Friede sei mit

Dir!) - "Alaikum salam!" (Und Friede

mit Dir!)

Eine kleine Begegnung mit großer

Wirkung für mich. Nun habe ich

Muslime etwas näher kennengelernt.

Habe Gesichter vor Augen, die

ich nun mit dem Islam verbinde und

das positiv. Die Begegnung lässt mich

nicht mehr so leichtfertig in Vorurteilen

und Klischees denken, denn hier

sind Menschen ebenso wie ich mit

dem Leben und sicher auch mit Gott

am Ringen. Ob nun mein Gott oder ihr

Gott aufs Gleiche herauskommt - ich

kann es nicht bestimmen.

Aber schon der Versuch, einander

besser zu verstehen, ist gesegnet.

Da bin ich sicher!

Ich freue mich, dass wir nun in Hermannsburg

mit der Fachhochschule

für Interkulturelle Theologie (FIT)

solche Begegnungen begünstigen

und ihnen den Raum bieten, den sie

brauchen. Umso mehr freut es mich,

zu hören, dass die Studierenden uns

Hermannsburger und die Deutschen

allgemein „ü berwiegend als tolerant,

aufgeschlossen und freundlich" erleben,

wie es im ersten Artikel unseres

Gemeindebriefes Yosef Shibeshi Fentaw

berichtet.

Möge das ein weiterer Anfang für

eine gute Entwicklung im toleranten

Miteinander unter uns sein!

Waldemar Rausch

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Thema

Interreligiös und interkulturell -

Studieren in Hermannsburg

Harald Faber, Lehrbeauftragter an der Fachhochschule für

Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT) im Gespräch

mit Yosef Fentaw Shibeshi, Student aus Äthiopien

Herr Faber im Gespräch mit Herrn Yosef Fentaw Shibeshi.

Wie wird interkulturelles Leben an

der FIT praktiziert? Wie sieht der

Alltag aus?

Der Alltag bringt viele kleine und große

Herausforderungen mit sich – und

dies nicht nur in den Lehrveranstaltungen,

auch nicht allein bei theologischen

Gesprächen und Diskussionen,

bei denen ja unterschiedliche Prägungen

hervortreten. Das trifft auch für

das ganz „gewöhnliche Zusammenleben“

im Studentenwohnheim zu; für

Essgewohnheiten etwa. Beispiel: ein

Student aus einem anderen afrikanischen

Land war erstaunt, dass Herr

Shibeshi seine Nudeln, die von der

letzten Mahlzeit übriggeblieben waren,

mit heißem Wasser zubereitete,

also nochmal kurz aufkochte. Das mache

man doch anders. Und da kam

es dann zu einer Diskussion über die

Zubereitung von Nahrungsmitteln.

Foto Fiebig

Man ist tolerant, respektiert den

anderen. Christliche Studenten laden

muslimische Studenten ein und

respektieren die islamischen Speisegesetze

– Muslime sind beeindruckt

von „christlicher“ Offenheit und Gastfreundschaft.

Auch da kommt es zu

theologischen und interreligiösen

Gesprächen.

Thema Sprache: Verkehrssprache ist

das Englische, was aber auch nicht

immer einfach ist – mit den unterschiedlichen

Akzenten und Aussprachgewohnheiten

usw.

Schwierig wird es dann aber auch,

wenn unterschiedliche konfessionelle,

kirchliche oder religiöse Auffassungen

aufeinandertreffen – ob das

jetzt im Unterrichtsraum oder dann

beim „privaten“ Zusammensein außerhalb

der Lehrveranstaltungen ist.

Die Konfrontation mit ungewohnten

theologischen Auffassungen müsse

bewältigt werden. In dieser Herausforderung

liege auch eine Chance: andere

Meinungen können ja auch als

Angebot verstanden werden – theologisch

müsse man dann aber auch

Kompromisse eingehen können. Für

Studenten aus anderen Kulturkreisen

ist es nicht ganz einfach, sich der

deutschen Theologie auszusetzen

(kritische Grundhaltung). Das europäische

Christentum sei eben merkbar

durch die Aufklärung geprägt; das sei

für manche nicht einfach zu verstehen.

Demgegenüber stehe dann die

Haltung, die man als „conservative

approach“ bezeichnen könne – so

ungefähr wiederzugeben mit „konservative

Annäherung“ an theologische

Fragen.

Nicht einfach sei es für nicht-europäische

Christen, diese Spannung zu

bewältigen. Die Professoren werden

als in theologischer Hinsicht „kritisch“

erlebt – kritische Grundhaltung etwa

gegenüber der Bibel. Das führe dann

bei manchen Studierenden zur inneren

Nötigung, die Bibel „verteidigen“

zu müssen („defending the Bible“).

Manche erleben es so, dass die

deutsche (Universitäts-) Theologie

die Bibel oder den Glauben angreife

oder gar zerstöre („demolish“). Das ist

also ein sehr spannungsreiches und

bei vielen nicht bewältigtes Thema

in der interkulturellen theologischen

Arbeit, insbesondere beim Studium

hierzulande…

Erleben Sie uns Deutsche/Hermannsburger

als gastfreundlich und

tolerant? Wo erleben Sie Intoleranz?

Die Hermannsburger Bevölkerung

und die Deutschen in anderen Städten/Orten

werden überwiegend als

tolerant, aufgeschlossen und freundlich

erlebt. Auf dem Campus wurden

die Studenten herzlich willkommen

geheißen. Im Supermarkt helfen andere

Kunden oft spontan, ohne dass

man sie fragen oder bitten müsste.

Wenn sie sehen, dass ausländische

Kunden Probleme habe, gehen sie auf

diese zu und fragen, wo das Problem

liegt. Vermutung: vielleicht sind die

4


St. Peter-Paul

Thema

MA-Studierende in Göttingen. Foto: Schlarb

Leute hier in Hermannsburg den Umgang

mit Ausländern gewohnt. Leute,

die man schon mal kurz gesehen

hat, grüßen einen – im Großen und

Ganzen wirkt die hiesige Bevölkerung

hilfsbereit.

Kontakte ergeben sich zu jungen Leuten

aus dem Ort beim Fußball.

Auch an der Universität Göttingen ist

es nicht viel anders. Das wird aber

als Sonderfall in der deutschen Gesellschaft

gesehen: man ist Student

unter Studenten.

Negative Erfahrungen: bislang noch

nicht im eigentlichen Sinne. In den

Semesterferien hatte Herr Shibeshi

in Heidelberg Schwierigkeiten, gleich

jemanden zu finden, der ihm an dem

Fahrkartenautomat der Öffentlichen

Verkehrsbetriebe half; da waren einige

Leute nicht so hilfsbereit, hatten

keine Zeit oder keine Ahnung, was

man da machen muss. Es hat etwas

gedauert, bis jemand gefunden war,

der behilflich sein wollte. Es ist aber

gelungen.

Grad der Toleranz gerade auch von

der Regierung eines Landes und den

Politikern ab. Das Rechtssystem eines

Landes steckt den Rahmen ab, in dem

man sich bewegt. Es hat schon einen

grundsätzlichen Einfluss auf das

Verhalten der Bürger. Herr Shibeshi

wiederholt, dass seinem Eindruck

nach Deutschland „im allgemeinen

tolerant“ sei („generally tolerant“).

Er fügt hinzu, dass die ausländischen

Studierenden darauf hingewiesen

worden sind, dass man tunlichst bestimmte

Stadtviertel und bestimmte

Orte in Städten (Parks, Straßen, Lokale…)

meiden solle – gerade als Ausländer,

weil dort Menschen, die als

„Fremde“ wahrgenommen werden,

nicht willkommen sind und gegebenenfalls

unangenehme Erfahrungen

machen könnten. Freilich komme

so etwas in vielen Ländern vor; man

müsse eben vorsichtig sein und gewisse

„Sicherheitsregeln“ beachten.

Das sei ja nicht spezifisch „deutsch“!

Beleidigt und aggressiv angeredet

(„angemacht“) worden seien einige

unserer internationalen Studierenden.

Das war in Göttingen – die Leute,

die dies taten, waren aber eindeutig

türkische (türkischstämmige) junge

Männer! Die haben wohl einige ausländerfeindliche

(!) Dinge gesagt und

beleidigende Äußerungen gemacht.

Kann man Intoleranz eigentlich im

menschlichen Miteinander völlig

abstellen?

Komplexe Frage! – „Abstellen“ – das

sei wohl kaum möglich. Man könne

aber versuchen, den Grad („degree“)

von Intoleranz zu minimieren. Man

könne sich bemühen, die Häufigkeit

ihres Auftretens („frequency“) zu

reduzieren. Letztlich sei es eine Erziehungsfrage.

Toleranz und die Erziehung

zu ihr beginnen in der Familie.

Da spielt allein schon die Art und Weise

eine Rolle, wie man über andere

Menschen (und deren Eigenheiten

und Gewohnheiten) spricht. Toleranz

beginne bei der Sprache . Herr

Shibeshi kommt dann am Ende des

Interviews noch einmal auf das zurück,

was er zu Beginn seiner Antwort

auf diese Frage gesagt hat und was

ihm wichtig ist: Wenn man Intoleranz

wohl auch nicht einfach beseitigen

könne, dann könne man ihren Grad

oder ihr Ausmaß verringern; er gebraucht

die Formulierung „minimize

the degree.“

Harald Faber

Gibt es Ihrer Meinung nach unterschiedliche

Formen / Stufen von

Toleranz?

Herr Shibeshi hat den Eindruck, dass

generelle Maßstäbe und Rahmenbedingungen

von der Politik und

der politischen Kultur eines Landes

vorgegeben werden. Somit hängt der

Studierende des M.A. Intercultural Theology, der von der FIT Hermannsburg

gemeinsam mit der Universität Göttingen durchgeführt wird. Foto: ELM

5


Nachgefragt

Studierende in Äthiopien, Foto: ELM

Seit 1998 unterstützt unsere Gemeinde

regelmäßig die Projekte

des Missionswerkes, die unter dem

Begriff „Pastorenausbildung in Äthiopien“

am Ausgang eingesammelt

wurden und werden. Bereits mehr

als 25.000 Euro wurden von unserer

Gemeinde aus gespendet. Im letzten

Jahr konnten damit z. B. einige Einzelstipendien

für Personen ermöglicht

werden, die sich aufgrund ihrer

sozialen oder familiären Situation

ansonsten keine Ausbildung leisten

könnten.

Ebenso werden den Bedürfnissen

entsprechend einige Studentinnen

bezuschusst. Anhand der Beispiele

sieht man welche Vielfalte die Förderung

der Ausbildung haben kann:

- In Bule Hora erhielten vier Studentinnen

eine Studienbibel,

- in Doyogena drei Studentinnen einen

Essenszuschuss,

- In Geresse konnten die sieben Studentinnen

das Gewand für die Abschlussfeier

davon finanzieren.

- In Gidada und Tunto konnten je

einer Studentin ohne Unterstützung

einer Gemeinde die Hälfte der Studiengebühr

erlassen werden.

Das war außerdem Anregung für die

Bibelschule in Gidada, die Gebühren

Ausbildung gibt Perspektiven

Diakoniesammlung am Ausgang unserer Kirche für „Pastorenausbildung

in Äthiopien“. Was wird mit der Kollekte

gefördert?

für Frauen generell zu senken; auch

um der Selbstverpflichtung zur Erhöhung

des Anteils von studierenden

Frauen nachzukommen.

- In Hossana und Homacho erhielten

jeweils die drei ärmsten Studentinnen

einen Zuschuss.

Zurzeit werden vom ELM aus den

Projektmitteln „Pastorenausbildung

in Äthiopien“ u. a. am Bibelseminar

in Gimbi vier Frauen mit einem

Teilstipendium unterstützt. Gerade

Frauen wäre eine Seminarteilnahme

ohne eine individuelle Unterstützung

zum Lebensunterhalt oft

nicht möglich.

Z.B. ist Aster 22 Jahre alt und hat

vier Brüder und drei Schwestern.

Ihr Vater, ein Evangelist der Kirche,

starb, als sie zehn war. Seither hat

sie ihre Mutter im Haushalt oder bei

der Gartenarbeit unterstützt und

dennoch die Schule besucht. Bereits

mit 14 Jahren hatte sie einen

Traum: Gott rief sie, Evangelistin zu

werden. So fing sie an, sich in der

Kirchengemeinde – besonders der

Frauen- und Mädchenarbeit – zu

engagieren. Aster ist eine von vier

jungen Frauen, die ein Stipendium

bekommen haben.

Ebenso bekommen derzeit drei

Äthiopier/innen Mithilfe bei ihrem

Stipendium für den Masterstudiengang

an der Fachhochschule für

Interkulturelle Theologie

Wir wollen weiterhin die Projekte

der Mission regelmäßig unterstützen,

um jungen Menschen wie Aster mit

Ihrer Spende eine Perspektive auf

einen guten Arbeitsplatz zu geben.

red

Thomas Haase mit Studenten in Gimbi, Foto: ELM

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St. Peter-Paul

Informelles

Nicht evangelisch, sondern lutherisch

Anna Bösemann, Freiwillige aus

Hermannsburg im weltwärts-Programm,

berichtet aus Brasilien.

Wenn ich am Samstag

vom Sport nach Hause

gehe, komme ich an

fünf Kirchen vorbei. Meistens wohnt

im ersten Stock der Pastor und im

Erdgeschoss ist der Kirchenraum.

Alle diese Gemeinden sind nicht

sehr groß. Die katholische Kirche im

Stadtzentrum ist die größte Kirche

hier in Gravatá, im Nordosten von

Brasilien. Ich verbringe hier über das

ELM mein freiwilliges soziales Jahr in

einem Projekt, das mit Kindern von

3 bis 13 Jahren arbeitet. Dieses ist

an eine kleine Gemeinde der IECLB

(Kirche evangelisch-lutherischen

Bekenntnisses in Brasilien) angeschlossen.

Anders als im Süden Brasiliens gehören

hier fast alle der katholischen

Kirche an. Ich musste lernen, auf die

Frage meiner Konfession mit „lutherisch“

zu antworten und nicht mit

„evangelisch“, denn unter evangelisch

sind hier die Kirchen bekannt,

die ihren Mitgliedern häufig Kleidervorschriften

und Verhaltensregeln

auferlegen. Als ich einmal antwortete,

dass ich evangelisch sei, wurde

ich gefragt, ob denn meine Kirche es

erlauben würde, dass ich Sport mache

und dabei eine Hose trüge. Die

IECLB ist hier als Kirche von Südbrasilien

oder als Kirche der Deutschen

bekannt, denn in der Regel haben

viele Mitglieder der IECLB deutsche

Wurzeln. Ausnahmen bestätigen die

Regel und deshalb gilt das ganz und

gar nicht für meine Gemeinde! Neben

mir, kommen nur die pommerschen

Wurzeln meines Chefs, dem

Pastor, deutscher Herkunft nahe.

Jeden Samstagabend ist Gottesdienst

in der Gemeinde. Es ist

meistens ein typischer Gottesdienst,

nur dass die Gemeindegröße auch

interaktivere Predigten und Gebete

möglich macht. Anstatt einer

teuren Orgel gibt es Gitarren aber

ansonsten ist der Gottesdienst so,

wie man sich einen Gottesdienst

vorstellt, nur eben auf portugiesisch.

Wenn der Gottesdienst auch

normal ist, so würde der Anteil der

aktiven Gemeindeglieder die Augen

vieler Pastoren in Deutschland

zum Leuchten bringen. Ein Großteil

der Gemeindeglieder ist fast jeden

Samstag im Gottesdienst und zusätzlich

kommen auch immer Gäste, die

nicht zur Gemeinde gehören gerne

in den Gottesdienst. Außerdem ist

ein Durchschnittsalter von weit unter

30 Jahren für einen normalen Gemeindegottesdienst

wohl für keine

Gemeinde in Deutschland selbst-

verständlich. Das liegt daran, dass

die Gemeinde vor einigen Jahren

aus einer Jugendarbeit in unserem

Stadtteil entstanden ist.

Weihnachten habe ich außerdem erlebt,

was für einen großen Einfluss

das Umfeld und die Kultur auf den

Glauben haben kann. Während ich

Weihnachten wie jedes Jahr vergessen

habe, welcher Wochentag denn

gerade war, mussten hier viele am

25. Dezember arbeiten und haben

den Weihnachtsgottesdienst vergessen,

weil er nicht wie üblich am

Samstag stattfand.

Weltgebetstagsfeier in Gravatá

Im Gegenzug dreht sich im Juni alles

um „São João“ (St.Johannes), einen

katholischen Feiertag der vermischt

mit dem afrikanischen Götterglauben

ein Teil der Kultur im Nordosten

Brasiliens geworden ist und auch in

meiner Gemeinde groß gefeiert wird.

Die Vorbereitungen für die Festlichkeiten

beginnen bereits und ich bin

sehr gespannt auf die verbleibende

Zeit!

Anna Bösemann

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Gottesdienste

Juni 2013

Sonntag, 2. Juni

1. So n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst mit

Hl. Abendmahl

Predigttext: Matthäus 9, 35-38;

10, 1 (2-4) 5-7

Prediger: Köhler

Kollekte: St. Peter-Paul-Stiftung

10.00 Uhr Kindergottesdienst

11.30 Uhr Taufgottesdienst

17.00 Uhr Lautenkonzert

mit Sigurd Schmidt

„My lute delight“ (siehe S.11)

& Veranstaltungen

Sonntag, 16. Juni

3. So n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst mit Taufen

Predigttext: Lukas 19, 1-10

Prediger: Rausch

Kollekte: Eigene Gemeinde-Arbeit

mit Familien

kein Kindergottesdienst, dafür

14.00 Uhr Kinderfest des

Missionwerkes

Sonntag, 23. Juni

4. So n. Trinitatis

10.00 Uhr Missionsfest-

Gottesdienst

Predigttext: Johannes 8, 3-11

Prediger: Dimitri Schweitz

Kollekte: EKD – Ökumene und

Auslandsarbeit

Ausgang: Pastorenausbildung

in Äthiopien

Anschließend Kirchenkaffee

im Plathnerhaus

10.00 Uhr Kindergottesdienst

Samstag, 29. Juni

Sonntag, 9. Juni

2. So n. Trinitatis

10.00 Uhr Zelt-Gottesdienst im

Örtzepark (Heideland Games)

10.00 Uhr Kindergottesdienst

Samstag, 22. Juni

Missionsfest

10.00 Uhr Festversammlung im Park

der FIT Hermannsburg

18.00 Uhr Ökumenischer Staffelgottesdienst

gegen Rechts

(Marinesiedlung Eschede)

13.30 Uhr Beichte und

Hl. Abendmahl

Sonntag, 30. Juni

5. So n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst

Predigttext: Lukas 14, 25-33

Prediger: NN

Kollekte: Theologischen Nachwuchs

gewinnen und fördern

11.30 Uhr Taufgottesdienst

Herzliche Einladung zu

unseren Abendandachten:

Jeden Montag bis Freitag

um 19.30 Uhr in der Kirche.

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St. Peter-Paul

Sonntag, 7. Juli

6. So n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst mit

Hl. Abendmahl

Predigttext: Jesaja 43, 1-7

Prediger: Rausch

Kollekte: Diakonisches Werk

der Landeskirche

Sonntag, 14. Juli

7. So n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst mit Taufen

Predigttext: Lukas 9, 10-17

Prediger: Köhler

Kollekte: Förderung des Verständnisses

zw. Christen und Juden

Sonntag, 21. Juli

8. So n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst

Predigttext: Johannes 9, 1-7

Prediger: Köhler

Kollekte: Telefonseelsorge

Samstag, 27. Juli

13.30 Uhr Beichte und

Hl. Abendmahl

Sonntag, 28. Juli

9. So n. Trinitatis

10.00 Uhr Gospel - Gottesdienst

Kollekte: Projekte zur Bekämpfung

von Armut bei Kindern

(Zukunftsgestalten)

11.30 Uhr Taufgottesdienst

Juli 2013

Sonntag, 4. August

10. So n. Trinitatis

10.00 Uhr Zelt-Gottesdienst

im Örtzepark (Schützenfest)

Prediger: Hans Mehnert

Kollekte: Krankenpflegeverein

Hermannsburg

19.00 Uhr Vortrag

im Ludwig-Harms-Haus

zum Israel-Sonntag (siehe S.11)

Freitag, 9. August

18.00 Uhr Einschulungs-

Gottesdienst

Sonntag, 11. August

11. So n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst mit Taufen

Predigttext: Lukas 7, 36-50

Prediger: Rausch

Kollekte: EKD – Diakonisches Werk

10.00 Uhr Kindergottesdienst

Taufen im Gottesdienst

16.06., 14.07. 11.08.2013

Taufen um 11.30 Uhr

02.06., 30.06., 28.07. 25.08.2013

Angaben der Predikttexte mit Vorbehalt

9


Nachrichten & Termine

Kontakte

Kirchenbüro:

Sekretärin Waltraud Kaiser, Billingstr. 17 Tel.: 431

E-Mail: KG.Hermannsburg@evlka.de Fax: 943 74

Internetseite: www.peter-paul-hermannsburg.de

Öffnungszeiten:

Dienstag und Freitag von 9.00 - 12.00 Uhr

Donnerstag

von 16.00 - 18.00 Uhr

Pastor Michael Köhler, Billingstr. 18 Tel.: 22 84

E-Mail: Michael.Koehler@evlka.de

Pastor Waldemar Rausch, Harmsstr.2, Tel.: 0152-537 846 65

E-Mail: w.rausch@ludwig-harms-haus.de

Küsterin Irina Albach, Georgstraße 12 Tel.: 97 88 27

Vorsitzender des Kirchenvorstandes

Stephan Haase, Feldweg 3 Tel.: 3719

E-Mail: haase.stephan@t-online.de

Friedhofsverwaltung: Hustedtstr. 1 Tel.: 91 15 91

E-Mail: Friedhof.hermannsburg@evlka.de Fax: 913 93 28

geöffnet am Dienstag und Donnerstag 10.00 - 11.00 Uhr

Orgel Ulrike Scheller, Immenhoop 20 Tel.: 912 26 03

Jugendkantorei und Kantorei

Hans Jürgen Doormann, Trift 11 Tel.: 9750130 oder 91 23 14

Kindergottesdienst Elisabeth Domianus Tel.: 912449

Posaunenchor Martin Göbel, Celle Tel.: 05141/208 57 89

Gospelchor Dagmar Fitz-vom Bruch Tel.: 975225

Kindergarten Pusteblume, Tel.: 36 61

Britta von der Ohe, Georg-Haccius-Str. 6a

Kindergarten Kieselsteine, Tel.: 29 03

Kerstin Schwerdtfeger, Im Baarwinkel 4

Ehe- und Lebensberatung Tel.: 34 47

Lutterweg 11, anerkannte Beratungsstelle gemäß § 219 StGB

St. Peter-Paul-Stiftung:

1. Vorsitzender Artur Behr Tel.: 18 13

Volksbank Celler Land e.G.,

Konto-Nr. 711 926 00, BLZ 257 916 35

Bitte haben Sie Verständnis dafür,

dass wir die hier stehenden

persönlichen Daten nicht im Internet

veröffentlichen.

Bankverbindung St. Peter-Paul Hermannsburg:

Kirchenamt Celle, Stichwort: Kirchengemeinde St. Peter-Paul,

Hermannsburg, Kreissparkasse Soltau

Konto Nr. 103 663, BLZ 258 516 60

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St. Peter-Paul

Nachrichten

www.kirchehermannsburg.de

Schauen Sie mal vorbei!

Israel-Sonntag 2013

4. August 2013 um 19.00 Uhr

im Ludwig-Harms-Haus

Israels bleibende Erwählung

- wie gehen wir als Christen damit um? -

Zu diesem Thema spricht Pastor i.R. Wolfgang Raupach-Rudnick

aus Hannover (Vorsitzender der Lutherischen

Europäischen Kommission für Kirche und

Judentum).

Der „Freundeskreis Christen und Juden“ in Hermannsburg

und das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen

(ELM) laden dazu herzlich ein.

My Lute Delight

Konzert am 2. Juni 2013 um 17.00 Uhr mit

dem Lautenisten Sigurd Schmidt (Handeloh)

in unserer Kirche

Herr Schmidt wird höfische Lautenmusik des 16ten und

17ten Jahrhunderts zu Gehör bringen. in der Renaissance

galt die Laute als Königin der Instrumente, davon zeugen

eine Vielzahl teilweise hochvirtuoser Kompositionen.

Für Liebhaber alter Musik wird dies Konzert sicher ein

besonderer Leckerbissen sein.

Der Eintritt ist frei, um eine Spende am Ausgang wird

gebeten.

Singen Sie mit

die Matthäuspassion von J. S. Bach

Eingeladen sind Sängerinnen und Sänger, die stimmlich

und musikalisch in der Lage sind, dieses anspruchsvolle

Chorwerk zu erarbeiten.

Die Proben finden jeweils montags von 19.45 bis 21.30

Uhr statt, Stimmeinzelproben einmal im Monat jeweils

um 19 Uhr (außer in den Ferien). Es sind 2 Probenwochenenden

geplant. Die Aufführung wird am Sonntag,

den 16. März 2014 sein.

Weitere Informationen unter Tel.: 05052-9750130

bei Kantor Doormann

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Aktuelles

Unser Ziel: 120.000 Euro

für die St. Peter-Paul-Stiftung

Am 1. Juli 2013 beginnt die 4. Bonifizierungsrunde

kirchlicher Stiftungen

durch unsere Landeskirche

Hannovers.

Ab dann erhält unsere St. Peter-Paul

Stiftung zu je drei Euro Zustiftung

einen zusätzlichen Euro von der Landeskirche.

Diese Bonifizierung fördert maximal

120.000 € Zustiftungen im Zeitraum

vom 1. Juli 2013 bis zum 30. Juni

2015.

Wenn es uns also gelingt, in den

kommenden zwei Jahren insgesamt

120.000 € zu stiften, dann erhalten

wir weitere 40.000 € von der Landeskirche.

Wir können so unseren Kapitalstock

in zwei Jahren um 160.000 €

erhöhen!

Können wir das schaffen?

Die St. Peter-Paul Stiftung hat in

den vergangenen Jahren aus den

Stiftungserträgen die Beschallungsanlage

in unserer Kirche bezuschusst,

den Posaunen- und Gospelchor bei

den Leitungshonoraren unterstützt,

dem CVJM bei der Finanzierung einer

Freizeit geholfen und den Etat

unserer Kirchengemeinde bei der

Aufführung der h-Moll Messe entlastet.

Wenn unsere Stiftung wie in den

vergangenen Jahren weiter wächst,

können wir – trotz niedriger Zinsen

– diese Aufgaben weiterhin wahrnehmen

und uns auch noch neuen

widmen.

Es wäre für die Gemeinde z.B. sehr

nötig und hilfreich, wenn aus Stiftungsmitteln

einige Hausmeisterstunden

vergütet werden könnten.

Stiftungen sind auf Dauer angelegt.

Daher fließen Ihre Zustiftungen immer

in den Kapitalstock der Stiftung,

der laut Satzung stets zu erhalten

und möglichst zu mehren ist. Dazu ist

das Kapital der Stiftung bei den örtlichen

Banken und im Kapitalfonds

des Kirchenkreises sicher angelegt.

Alle Ausschüttungen der Stiftung

kommen ausschließlich aus den

Kapitalerträgen, die bei einer kirchlichen

gemeinnützigen Stiftung nicht

versteuert werden müssen.

Sie dagegen können Zustiftungen

steuermindernd beim Finanzamt

geltend machen.

Es gibt viele Anlässe für Zustiftungen:

Geburtstage, Jubiläen und Familienfeiern

oder einfach der Gedanke,

dass man als Zustifterin und Zustifter

der eigenen Kirchengemeinde

auf Dauer bei der Bewältigung von

finanziellen Problemen helfen kann.

Wir können es also schaffen, wenn

wir es wollen!

Übrigens, seit Mai gibt es die beliebten

Ingelheimer Weine (Ingelheimer

Rotes Kreuz, Dornfelder Trocken und

Rivaner Classic) im Handarbeits- und

Schulbedarfsgeschäft „Kurzweil“ in

der Billingstraße 5.

Die Weine werden zu Gunsten der

St. Peter Paul Stiftung verkauft. Seit

Bestehen der Stiftung wurden durch

Weinverkäufe bereits über 1.000 €

zugestiftet.

Ferner sind aus den Stiftungsspardosen

bei bisher fünf Leerungen

5.032,90 € Zustiftung zusammen

gekommen. Gerne können weitere

freiwillige Unterstützer Spardosen

erhalten und sich an dieser nachhaltigen

Aktion beteiligen!

Artur Behr

Stiftungsfest

rund um die Kirche

Zum Auftakt der 4. Bonifizierungsrunde

wollen wir am 17./18. August

mit der gesamten Gemeinde unser

Stiftungsfest feiern: am Samstag

vor und in der Kirche ein fröhliches

Fest unter Mitwirkung von Posaunen-

und Gospelchor und mit einen

interessanten Kinderprogramm, am

Sonntag einen Festgottesdienst

mit der Kantorei und der Predigt

von Landessuperintendent Dieter

Rathing halten.

Dazu lädt das Kuratorium alle ganz

herzlich ein!

Elisabeth Bahlke-Dittmer, Susanne

Biedermann, Gisela Eschment, Artur Behr,

Dr. Reinhard von Broock, Axel Flader,

Helmut Rosenbrock

Gemütliches Beisammensein beim Stiftungsfest

am 17. Juni 2011, Foto Bösemann

12


St. Peter-Paul

Aktuelles

Aus dem Kirchenvorstand

Kirchturmuhr, Eltern-Kind-Raum, Gemeindehäuser, Anmeldung

Zschachwitz, Sternenkindergrabfeld und „Kirche fragt

nach“

est

nn

Die St. Peter-Paul Turmuhr steht auf drei

Minuten vor neun Uhr an. Foto Bösemann

„Wie schnell doch die Zeit vergeht“

– dies trifft auf unsere Kirchturmuhr

im Moment eindeutig nicht zu.

Eher nagt wohl „der Zahn der Zeit“

an ihr. Seit einigen Wochen stehen

die Zeiger still und es wurde festgestellt,

dass es einer gründlichen

Überarbeitung und Instandsetzung

der Mechanik und des Gestänges

bedarf, bevor hier wieder eine zuverlässige

Zeitanzeige erfolgen kann.

Sehr gefreut hat uns, dass sich ein

Team von fachkundigen Ehrenamtlichen

gefunden hat, das diese Arbeit

gemeinsam mit Uhrmacher Völker

angehen wird.

Mitarbeitende auf Honorarbasis suchen

wir für die Urlaubsvertretung

unsere Küsterin. Wenn Sie Interesse

haben, für einzelne oder mehrere

Wochen diesen Dienst zu übernehmen,

melden Sie sich bitte bei uns

Gute Nachrichten gibt es in Sachen

Eltern-Kind-Raum in unserer Kirche.

Dank zahlreicher Spenden im Rahmen

des freiwilligen Kirchgeldes können

die Arbeiten in Angriff genommen

werden. Den noch offenen Teil

der Finanzierung hoffen wir in den

nächsten Monaten noch schließen

zu können, damit das neue Angebot

für Eltern mit kleinen Kindern zum 1.

Advent eingeweiht werden kann. Ein

Entwurfsplan für den neuen Raum

hängt bereits in der Kirche aus. Soweit

zu unserer „kleinen Baustelle“.

Etwas länger dauert es bei der

„Großen“ – der Neugestaltung von

Gemeindehäusern und Pfarrhaus.

Raumbedarf, Rahmenvorgaben,

Funktionalität, Bauvorschriften,

Sanierungssatzung, Denkmalschutz

und Finanzierbarkeit fließen ein in

die Überlegungen und müssen miteinander

abgeglichen und mit Behörden,

kirchlichen Gremien und

Baufachleuten abgestimmt werden.

Wir arbeiten weiter intensiv an der

Realisierung von zentralen Gemeinderäumen

direkt neben der Kirche.

Die Nachnutzung von Plathnerhaus

und Altem Pfarrhaus bleibt dabei mit

im Blick.

Vom 13. - 15. September 2013 geht

die Kirchengemeinde auf Reisen.

Anlässlich des 40jährigen Partnerschaftsjubiläums

hat die Zschachwitzer

Partnergemeinde (http://

www.stephanuskirche.org) zu einem

Wochenende in Dresden eingeladen.

Wer Interesse hat, melde sich bitte

im Kirchenbüro oder bei Susanne

Biedermann (Tel.: 942 26).

Auf unserem Friedhof konnte im

Mai das neue Sternenkindergrabfeld

geweiht werden. Es erweitert

die unterschiedlichen Bestattungsmöglichkeiten

auf unserem Friedhof

und bietet Eltern und Familien von

viel zu früh verstorbenen Kindern

(unter 500g) jetzt einen besonderen

Ort in ihrer Trauer.

„Kirche fragt nach“ - Unter diesem

Motto werden Mitglieder des Kirchenvorstands

in den kommenden

Wochen Menschen in unserer Gemeinde

besuchen, um mit Ihnen

über Ihre Erfahrungen mit Kirche und

ihre Erwartungen und Wünsche an

die Gemeinde ins Gespräch zu kommen.

Rund 50 Gemeindeglieder zwischen

14 und fast 100 Jahren wurden

dazu zufällig ausgewählt. Wir freuen

uns auf neue oder auch bekannte

Menschen, auf interessante Begegnungen

und Gespräche sowie auf

vielfältige Impulse für die Gestaltung

der Arbeit in unserer Gemeinde. Ergebnisse

der Aktion werden wir zusammengefasst

im Herbst vorstellen.

Ihnen eine gesegnete Sommerzeit!

Mit herzlichen Grüßen aus dem Kirchenvorstand

Michael Köhler und Stephan Haase

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Termine/Aktuelles

10 Jahre „Wasserschlösschen” Hermannsburg

Herzliche Einladung zum Tag der offenen Tür am 8. Juni!

Wir laden Sie am Samstag, den 8.

Juni ab 10:30 Uhr herzlich ein, im

Wasserschlösschen unsere Gäste

zu sein! Ein vielfältiges Programm

bietet jedem die Möglichkeit, unser

Haus auf seine ganz eigene Weise zu

entdecken.

Das „Wasserschlösschen“ ist ein

Alten- und Pflegeheim der ev.-luth.

Diakonie. Es wird getragen von den

Diakonischen Diensten in der Heide

(DDH). Die St. Peter-Paul-Kirchengemeinde

Hermannsburg, die ev. Kirchengemeinde

in Hittfeld, der Kirchenkreis

Soltau, der Kirchenkreis

Hittfeld und Winsen (Luhe) und die

Stiftung Haus Zuflucht gründeten die

DDH gGmbH. Diese ist Mitglied des

diakonischen Werkes.

Ursprünglich gab es in Hermannsburg

keine kirchlichen Pflegeeinrichtungen.

Deshalb wurde das „Wasserschlösschen“

geplant, gebaut und

am 01.01.2003 eröffnet. Es bekam

seinen Namen durch die Architektur

und die Lage an der Örtze. Durch die

offene und gleichzeitig geschützte

Architektur, bietet es auch Menschen

mit einer Demenzerkrankung

Sicherheit und Geborgenheit. Das

Haus verfügt über 44 Einzel- und

6 Doppelzimmer, die von den Bewohnern

gern mit eigenen Möbeln

eingerichtet werden können. Jedes

Zimmer ist mit einem eigenen großzügigen

Sanitärbereich ausgestattet.

In unseren Angeboten der Freizeitgestaltung

finden Ihre Interessen

und Hobbies Platz. Wer nicht allein

an Veranstaltungen teilnehmen

kann, erhält Begleitung durch unsere

Mitarbeiterinnen. Durch qualifizierte

Pflegekräfte und Betreuerinnen

werden die Menschen im „Wasserschlösschen“

ganzheitlich begleitet.

Hier finden Menschen ein neues Zuhause,

Pflege und Geborgenheit. Sie

erfahren menschliche Zuwendung

und können in Würde alt werden.

Bei uns ist niemand allein.

Programm am 8. Juni 2013:

10:30 Uhr Sektempfang

11:00 Uhr Gemeinsame Andacht

11:15 Uhr Offizielle Eröffnung

11:45 Uhr 1. Hausbesichtigung

ab 12:30 Uhr Leckeres vom Grill

13:15 Uhr Fachvortrag „Der Weg

aus der Fixierung“

ab 14:30 Uhr Kuchenbuffett

15:00 Uhr 2. Hausbesichtigung

Krönender Abschluss des

100 jährigen Jubiläums

Danksagung des Krankenpflegevereins

Der Krankenpflegeverein Hermannsburg

e. V. feierte in einer abwechslungsreichen

Festwoche seinen

100. Geburtstag. Den krönenden

Abschluss bildete der gemeinsame

ökumenische Festgottesdienst aller

Hermannsburger Kirchengemeinden

am 28. April in der Großen Kreuzkirche.

15:30 Uhr Musikalische Unterhaltung

mit dem

„Damenchor Faßberg“

16:15 Uhr Gemeinsames Erleben

beim Tanzen im Sitzen

mit unseren Bewohnern

17:00 Uhr Ausklang

Im Außenbereich erwartet Sie ein

reichhaltiges Angebot an Speisen

und Getränken und auch die kleinsten

Besucher können sich an unserem

Glücksrad und einer Wurfwand

vergnügen. Sie haben zusätzlich die

Möglichkeit ihre Sinne zu testen und

unser Haus zu entdecken und zu erleben.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr Team vom „Wasserschlösschen“

Der Vorstand des Krankenpflegevereins

bedankt sich herzlich bei den

beteiligten Kirchengemeinden und

allen Spendern.

Allein durch die Kollekte nach dem

Festgottesdienst sind für die Arbeit

des Krankenpflegevereins 2.258,04

EUR zusammengekommen - herzlichen

Dank!

Lisa Eichendorf, 1. Vorsitzende

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St. Peter-Paul

Bläserfreizeit

Dümmer 2013

Viele Jungbläser gingen mit auf große Fahrt

Vom 23. bis 26.März hieß es für

zehn Bläser/innen „auf nach Dümmer“

zum Musizieren, bis die Lippen

schmerzen.

Bei eisigen Temperaturen draußen

war das Blechblasen drinnen umso

erwärmender und so wurde mit

fast 100 Posaunenchorbläsern im

Alter von 10 bis 72 aus ganz Niedersachsen

musiziert. In fünf verschiedenen

Leistungsgruppen wurden

getrennt und gemeinsam tolle

Musik gemacht und ein einmaliges

Wochenende in der gemütlichen

Jugendherberge verlebt.

Wir danken der Gemeinde, vor

allem für die finanzielle Unterstüt-

zung. Vor allem mit dem jungen

Nachwuchs im Rücken – drei wurden

dieses Jahr konfirmiert – hoffen wir

weiter bei Gottesdiensten, Geburtstagen

und anderen Veranstaltung

Gottes Lob mit schönen Klängen

weiter tragen zu können.

Olaf Gericke

Mit Freude dabei, zwei unserer Jungbläserinnen.

Fotos: Olaf Gericke

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... zu guter Letzt

„Blühendes Gemeindeleben“

Erinnern Sie sich noch an diese Packung?

Anlässlich der Kirchenvorstandswahl 2012 wurden ein paar Saatguttüten

verteilt. Frau Marlies Gnadt aus Hetendorf erhielt solch eine Sommerblumen-Saatmischung

und hat diese in ihrem Garten ausgesät. Das Ergebnis

ist ein farbenfroher und vielfältiger Sommerblumenstrauß, der aus der

vielversprechenden Samentüte hervorgekommen ist.

Foto: Marlies Gnadt

vom 30.07.2012

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