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Sammler Journal Skulpturen (Vorschau)

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Oktober 2011 · B 1309 | € 5,90<br />

Schweiz CHF 11,50 | Österreich € 6,50 | Be/Ne/Lux € 6,90<br />

Über<br />

2.000<br />

<strong>Sammler</strong>termine<br />

<strong>Skulpturen</strong><br />

Gerhard Schliepstein<br />

Jugendstil<br />

Kayserzinn<br />

Gemälde<br />

Eugen Gustav Dücker<br />

Design<br />

Charles & Ray Eames<br />

4 195488 705908 10


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121. AUKTION • 22. OKTOBER 2011 • 12 UHR<br />

Alte Waffen • Militaria • Orden • Literatur<br />

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a u c t i o n . d e<br />

673 | Kunst & Antiquitäten<br />

05./06. Oktober 2011<br />

674 | Nagel Collect<br />

10./11. Oktober 2011<br />

Besichtigung: 30. September – 03. Oktober 2011, 11.00 – 18.00 Uhr<br />

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Aus der <strong>Skulpturen</strong>sammlung Prof. Dr. A. Amann, München<br />

Hl. Oswald<br />

Meister Christoph Scheller<br />

Memmingen, um 1510<br />

Exp. Dr. Miller, H. 170 cm<br />

Maria wird von<br />

Engeln gekrönt<br />

Mittelrhein / Franken<br />

Ende 15. Jh., 77 x 50 cm<br />

Hl. Katharina<br />

Meister Joerg Stein<br />

Ulm, um 1470 / 80<br />

Exp. Dr. Miller, H. 125 cm<br />

Hl. Nikolaus<br />

Mitteldeutsch / Franken,<br />

um 1500<br />

H. 168 cm<br />

Seit 1922 Alte und Neue Kunst<br />

Nagel Auktionen GmbH & Co. KG | Neckarstrasse 189 – 191 | D-70190 Stuttgart | Postfach 103554 | D-70030 Stuttgart<br />

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Oktober 2011 · B 1309 | € 5,90<br />

Schweiz CHF 11,50 | Österreich € 6,50 | Be/Ne/Lux € 6,90<br />

INHALT 5<br />

Über<br />

2.000<br />

<strong>Sammler</strong>termine<br />

<strong>Skulpturen</strong><br />

Gerhard Schliepstein<br />

SKULPTUREN<br />

Gerhard Schliepstein<br />

Sabine Spindler<br />

28<br />

Jugendstil<br />

Kayserzinn<br />

Gemälde<br />

Eugen Gustav Dücker<br />

Design<br />

Charles & Ray Eames<br />

Titelfoto: Dorotheum<br />

4 195488 705908 10<br />

JUGENDSTIL<br />

Kayserzinn<br />

Ina Knekties<br />

60<br />

DIALOG 6<br />

MAGAZIN 14<br />

MESSETERMINE 22<br />

KUNSTMARKT 26<br />

DESIGN<br />

Charles & Ray Eames<br />

Wolfgang Hornik<br />

68<br />

AUKTIONSNOTIZEN 36<br />

AUKTIONSTERMINE 48<br />

INSERENTENVERZEICHNIS 54<br />

LITERATURTIPP 58<br />

AUSSTELLUNGEN 83<br />

GEMÄLDE<br />

Eugen Gustav Dücker / 1<br />

Silke Köhn<br />

78<br />

AUSSTELLUNGSTERMINE 90<br />

AUKTIONSPREISE 100<br />

IMPRESSUM 106<br />

VORSCHAU 106<br />

TERMINE & KLEINANZEIGEN<br />

IN DER BEILAGE


6<br />

DIALOG<br />

Florierendes<br />

Sammelgebiet<br />

Papiertheater aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts<br />

?<br />

Wir haben auf dem Flohmarkt ein Papiertheater gekauft.<br />

Folgende Beschreibung: Maße mit Vorhang: B circa 41 cm,<br />

T circa 28,5 cm, H circa 44 cm, 56 lithografierte Schauspieler,<br />

vier Requisiten: Bett, Höhle, Sarg, Waldhecken, alles lithografiert,<br />

fünf Rückseiten Kulissen litho. B 37 cm, H 29 cm, drei<br />

kleinere Kulissen B 33,5 cm, H 27 cm, eine beschädigt, 47 Seidenkulissen,<br />

2. Teil doppelt bedruckt, 2. Vorhang beschädigt,<br />

vier Märchenhefte/Theaterstücke, 16 lithografierte Spielfiguren<br />

mit Drahtbügel. Können Sie das Alter und den Wert<br />

ermitteln? Die Theaterstück-Hefte tragen den Vermerk Druckerei<br />

Gustav Kühn-Neu-Ruppin.<br />

Egon Ott, Hochstätten<br />

!<br />

Dieses reizende, vielteilige Papiertheater aus der zweiten<br />

Hälfte des 19. Jahrhunderts war ein sehr guter Kauf, denn<br />

der Hersteller, die Fa. Gustav Kühn in Neuruppin, Brandenburg,<br />

etwa 70 Kilometer nordwestlich von Berlin gelegen,<br />

war vom 19. bis ins 20. Jahrhundert der wichtigste Produzent<br />

von Bilderbogen, die man zerschneiden konnte, und<br />

auch Papiertheater der vorliegenden Art, die zunächst entweder<br />

einfarbig oder mit der Hand koloriert wurden. Vom<br />

Leser mitgeschickt wurde neben Bildern der Theaterkulissen<br />

und der Darsteller auch ein Bild von vier kleinen Heften<br />

mit den Texten zu Schillers „Die Jungfrau von Orléans“,<br />

„Dornröschen“, „Aschenbrödel“ und „Rothkäppchen“. Drei<br />

der Hefte sind vom Verlag von Gustav Kühn herausgegeben<br />

worden, das vierte jedoch, „Dornröschen“, von der Lithographie-Anstalt<br />

Oehmigke & Riemschneider in Neuruppin, die<br />

ebenfalls Bilderbogen in großem Stil produzierte und bis in<br />

die 1930er-Jahre tätig war. Das heißt vermutlich auch, dass<br />

nicht alles hier vorliegende Theaterzubehör aus dem Verlag<br />

von Gustav Kühn stammt, sondern auch aus der Produktion<br />

der Neuruppiner Konkurrenz.<br />

Gustav Kühn (1794 Neuruppin - 1868), ein in Berlin ausgebildeter<br />

Holzschneider, Stahl- und Kupferstecher, war der Sohn<br />

des Buchbinders und späteren Buchdruckers und Firmengründers<br />

Bernhard Kühn (1750 - Neuruppin - 1826). Er übernahm<br />

die Leitung der Firma im Jahre 1822 und behielt sie<br />

fast 40 Jahre lang. Schon 1825 erwarb er eine lithografische<br />

Presse und konnte so den Umfang seiner Produktion erheblich<br />

steigern. Die Themen waren populär und allgemeinverständlich<br />

und bezogen sich auf Hochzeiten bekannter<br />

Persönlichkeiten, Naturkatastrophen, ferne Landschaften,<br />

Spiel- und Ausschneidebögen für Kinder usw. Das Papiertheater<br />

ist eine natürliche Entwicklung des Bilderbogens,<br />

der heute ein florierendes Sammelgebiet ist. Bilderbogen<br />

wurden auch in München, Nürnberg, Augsburg und sogar<br />

Moskau hergestellt, aber die Neuruppiner Produkte sind die<br />

am meisten Gesuchten. Die vorliegenden Teile aus den verschiedenen<br />

Theaterstücken haben einen Wert von etwa<br />

600 Euro. Das Museum der Stadt Neuruppin besitzt mit


mehr als 12.000 Blättern die größte deutsche Sammlung<br />

dieser beliebten Druckgrafik des 19. und 20. Jahrhunderts<br />

und widmet diesem wirtschaftlich bedeutenden Aspekt der<br />

Stadtgeschichte einen eigenen Raum. Im ehemaligen Gebäude<br />

der Druckerei Kühn befindet sich heute die „Bilderbogenpassage“.<br />

Die Bedeutung der Druckerei als wichtiger<br />

Teil des Stadtkerns wurde am 28. April 2011 durch die Auszeichnung<br />

zum „Denkmal des Monats“ im Land Brandenburg<br />

gewürdigt. Hilfreiche Publikationen zur Geschichte der<br />

Neuruppiner Bilderbogen sind u. a.: Neuruppiner Bilderbogen.<br />

Schriften des Museums für Deutsche Volkskunde Berlin,<br />

Berlin 1981; Lisa Riedel. Zur Geschichte der Neuruppiner<br />

Bilderbogen. Mit einem Aufsatz „Gustav Kühn“ von Theodor<br />

Fontane, herausgegeben vom Heimatmuseum Neuruppin<br />

1985; Irina Rockel. „zu haben bei Gustav Kühn“. Zur Geschichte<br />

der Neuruppiner Bilderbogen, Verlag Kunst und<br />

Bild, Berlin 1992.<br />

Dr. Graham Dry, München


8<br />

DIALOG<br />

Beherzte Rettung<br />

Meißner Gruppe nach Entwurf von Michel Victor Acier<br />

?<br />

Ich habe diese sehr schöne Porzellanfigur der Manufaktur<br />

Meißen quasi kurz vor ihrer endgültigen Vernichtung<br />

gerettet. Eine gute Bekannte unserer Familie wollte sie aufgrund<br />

der Bruchstellen in den Müll werfen. Die Höhe beträgt<br />

circa 27 cm, der Durchmesser des Fußes 15 x 13 cm und<br />

die Breite der figürlichen Darstellung circa 17 cm. Wie schon<br />

erwähnt und auf den Bildern ersichtlich, weist sie leider<br />

doch ziemlich viele, wenn auch zumeist nur kleine, Bruchstellen<br />

auf (etliche der Blätter des Baumes sind ab). Einige<br />

der Blätter sind noch vorhanden. Auch der Hals des Instruments,<br />

welches die Frau in Händen hält, ist abgebrochen<br />

und leider verschwunden. Mich interessiert, aus welcher<br />

Zeit das Ensemble stammt, ob sich eine Restaurierung lohnen<br />

würde, welchen Wert das Objekt hat (sowohl in restauriertem<br />

als auch in unrestauriertem Zustand), ob man den<br />

Künstler bestimmen kann, welcher daran beteiligt war usw.<br />

Ich hoffe, dass Sie mir bei meinem Anliegen behilflich sein<br />

können. H. Neumann, o. O.<br />

!<br />

Wir gratulieren zu dieser beherzten Rettungstat, die diese<br />

wunderschöne, wenn auch beschädigte Meißner Gruppe<br />

vor dem grausamen Schicksal eines endgültigen Verlustes<br />

in der Mülltonne bewahrt hat, denn der Einsatz hat sich<br />

wirklich gelohnt. Es handelt sich nämlich um eine Gruppe<br />

nach Entwurf eines der bedeutendsten Meißner Modelleure<br />

des 18. Jahrhunderts, Michel Victor Acier (Versailles 1736 -<br />

1799 Dresden). Sie entstand um 1772 und stellt eine sitzende,<br />

an einem Saiteninstrument spielende Hofdame im<br />

Schäferkostüm dar, der ein eleganter Höfling soeben gepflückte<br />

Blumen in seinem Hut als Huldigung darbringt. Im<br />

Hintergrund huldigt ebenfalls der Sitzenden ein eleganter<br />

Knabe, indem er ihr einen Kranz<br />

auf die hoch frisierten Haare<br />

legt. Das vorliegende Exemplar<br />

des Modells stammt<br />

allerdings nicht aus dem<br />

18. Jahrhundert, sondern<br />

aus dem späten 19. Jahrhundert<br />

und gehört zu einer<br />

ganzen Reihe von<br />

Modellen nach den<br />

Entwürfen von Acier<br />

und Johann Joachim<br />

Kaendler<br />

(Fischbach bei<br />

Dresden 1706<br />

- 1775 Meißen,<br />

tätig in der Meißner<br />

Manufaktur von<br />

1731 bis 1775), die die<br />

Porzellankunst des<br />

Rokokos in hervorragender<br />

Weise<br />

verkörpern und<br />

deshalb gegen Ende<br />

des 19. Jahrhunderts,<br />

als das neu entdeckte<br />

Rokoko zu einem bevorzugten Stil der Inneneinrichtung<br />

wurde, wieder ins Meißner Programm aufgenommen wurden.<br />

Am Boden der Gruppe erkennt man neben der Meißner<br />

Schwertermarke gerade noch die eingeritzte, erst im späten<br />

19. Jahrhundert eingeführte Modellbezeichnung „D 95“.<br />

Angeboten wurde die Gruppe unter dieser Bezeichnung<br />

etwa im „Preis-Verzeichnis der Königl. Sächs. Porzellan-<br />

Manufactur in Meissen und deren Niederlagen zu Dresden<br />

und Leipzig“, 1904, auf Blatt 6, als „Gärtnergruppe“ und als<br />

„Pendant“ zu der Gruppe „D 94 – je 3 Figuren an Baum“,<br />

ohne Erwähnung des Modelleurs Acier und zu einem Preis<br />

von M. 80.<br />

Die beliebte Gruppe blieb sehr lange im Programm und ist<br />

noch in Farbe im Exportkatalog „Figuren I“, um 1970 erschienen,<br />

der „VEB Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meißen“<br />

auf Blatt 15, Abteilung „Gärtnerkinder“, als „Gruppe 3 Figuren<br />

unterm Baum“ mit<br />

neuer Seriennummer 61238<br />

zu finden.<br />

Der Bildhauer und Modelleur<br />

Acier war Kaendlers<br />

Nachfolger in Meißen und<br />

führte noch 1772-74 mit diesem<br />

die so genannte „Große<br />

russische Bestellung“ der Kaiserin Katharina II. von Russland<br />

aus, die aus etwa 40 großen Gruppen mit vorwiegend<br />

mythologischem Inhalt bestand. Typisch für Aciers Werk,<br />

das den Übergang vom Rokoko zum Klassizismus markiert,<br />

ist hier die Verwendung eines von der Antike geliehenen<br />

Kranzes. Die Kunstgeschichte sieht in Acier, etwas zu Unrecht,<br />

einen eher schwachen Nachfolger des großen Kaendlers,<br />

aber sein Werk ist erstaunlich fantasievoll und mehr<br />

als bloß kompetent und es gibt keinen Grund, die Augen<br />

vor Aciers Meriten zu verschließen oder den Wert<br />

seiner Gesamtleistung in Frage zu stellen.<br />

Als Richtlinie für die Einschätzung von Aciers Werk, zumindest<br />

hinsichtlich der Neuausformungen am Ende des 19.<br />

Jahrhunderts, mag ein aktuelles Auktionsergebnis dienen:<br />

Eine ältere Ausformung des Modells D 95 wurde am<br />

26. März dieses Jahres beim Auktionshaus Bergmann in<br />

Erlangen (Schätzpreis 1.300 Euro) für 1.600 Euro zugeschlagen.<br />

Es würde sich daher auf jeden Fall lohnen, die Gruppe<br />

professionell restaurieren zu lassen. Im unrestaurierten Zustand<br />

hat die vorliegende Gruppe einen Wert von etwa 300<br />

Euro.<br />

Dr. Graham Dry, München<br />

Pionier des deutschen<br />

Industriedesigns<br />

Dreiteiliges Service von Karl Dittert entworfen<br />

?<br />

Diese Kanne mit der Zuckerdose und Henkeltöpfchen ist<br />

ein Flohmarktfundstück aus Nordbayern. Die 17 cm breite<br />

und 14 cm hohe Kanne ist mit einem Metallsieb ausgestattet<br />

und wie alle Teile mit einer Marke versehen und zusätzlich<br />

mit „30 F“ gestempelt. Der Holzgriff wurde wohl einmal<br />

unfachmännisch mit Kunstharz fixiert, außerdem scheint


mir die Handhabe des Milchtöpfchens aufgrund des Farbund<br />

Formunterschiedes erneuert worden zu sein. Ist es<br />

möglich, Näheres über Hersteller, Entwerfer und Marktpreis<br />

zu erfahren?<br />

Sandrine Ditz, Großwallstadt<br />

!<br />

Das dreiteilige Service aus versilbertem Nickelsilber und<br />

Teakholz – Teekanne, Milchtöpfchen und Zuckerdose –<br />

stammt aus dem Jahre 1960. Entworfen wurde es vom Produktdesigner<br />

Karl Dittert (* 16. August 1915 in Mährisch Trübau)<br />

und ausgeführt von der Metall- und Silberwarenfabrik<br />

Gebr. Kühn in Schwäbisch Gmünd. Als vorbildliches Beispiel<br />

aus dem Bereich des modernen Designs in der neuzeitlichen<br />

Wohnung wurde das Service bei der Deutschen<br />

Architekturausstellung in Leningrad 1966/67 ausgestellt.<br />

Entstanden ist der Entwurf im Rahmen eines Forschungsauftrags<br />

des Landesgewerbeamtes Baden-Württemberg,<br />

Stuttgart. Er wurde 1960 auf der XII. Triennale in Mailand<br />

1960 mit der Silbermedaille ausgezeichnet. In Deutschland<br />

veröffentlicht wurde das Service erstmals 1962 von Hans<br />

Wichmann in der ersten Auflage der Publikation des Deutschen<br />

Werkbunds Bayern<br />

„Gerät in der Wohnung“ (3.<br />

Auflage 1967, Abb. S. 42).<br />

1983 stellte Kathryn B. Hiesinger<br />

die Teekanne bei der<br />

wichtigen, von ihr betreuten<br />

Schau „Design since<br />

1945“ im Philadelphia Museum<br />

of Art aus. Neuartig<br />

am Design des Services war<br />

die Einsparung von teuren<br />

Tiefziehwerkzeugen durch<br />

die Verwendung von Halbfabrikaten in Form von Röhren,<br />

woraus ein System entstand. Es ergab sich so durch eine<br />

relativ geringe Anzahl von Elementen eine Vielfalt von Geräten<br />

für verschiedene Verwendung, eine Idee, die auf Gestaltungsideen<br />

des Bauhauses aus den 20er-Jahren zurückgeht.<br />

Die Handhabe des Milchtöpfchens ist tatsächlich original,<br />

kann aber irgendwann unfachmännisch wieder befestigt<br />

worden sein. Die helle Farbe des Teakholzes stammt<br />

von der häufigen Verwendung und vom Abwaschen in heißem<br />

Wasser.<br />

Der Designer Karl Dittert, der zu den Pionieren des deutschen<br />

Industriedesigns gehört, wurde als Sohn eines Bauund<br />

Möbelschreiners und einer Goldschmiedin geboren


10<br />

DIALOG<br />

!<br />

Das kleine Ölgemälde entstand in neuester Zeit als Kopie<br />

nach einem Gemälde des überaus produktiven Malers<br />

Désiré Thomassin (Wien 1858-1933 München). Ein Blick auf<br />

die proportional viel zu groß gemalte Signatur in ungewöhnlichen<br />

weißen Großbuchstaben zeigt ganz deutlich,<br />

dass sie nicht aus dem 19. Jahrhundert stammen kann. Auch<br />

die steife, routinemäßige Qualität des Bildes lässt viel zu<br />

wünschen übrig. Wäre es ein echter Thomassin, so könnte<br />

man mit einem Wert um die 1.000 Euro rechnen, aber leider<br />

besitzt das Bild lediglich den Wert, den der Käufer beim<br />

Erwerb bewilligt hat.<br />

Dr. Graham Dry, München<br />

Vorbilder bei den<br />

Holländern<br />

und wurde zum Stahlgraveur und Silberschmied bei der<br />

Metallwarenfabrik Franz Bibus & Sohn in Mährisch Trübau<br />

(heute (Moravská Trebová, Tschechien) ausgebildet. Ab 1946<br />

studierte er an der „Staatlich Höheren Fachschule für die<br />

Edelmetallindustrie“ in Schwäbisch Gmünd. Nach der Meisterprüfung<br />

1949 wurde er dort Lehrer an der Fachschule<br />

für „Zeichnen und darstellen für Schmuck und Gerät“ und<br />

leitete dort ab 1958, als Nachfolger von Wilhelm Braun-Feldweg,<br />

die „Klasse für Industrielle Formgebung“. 1961 wurde<br />

er zum Professor ernannt, 1970 bis 1972 war er Direktor der<br />

„Staatlichen Werkkunstschule Schwäbisch Gmünd“ und<br />

1972 bis 1979 Rektor der „Fachhochschule für Gestaltung<br />

Schwäbisch Gmünd“. Dittert war gleichzeitig selbständiger<br />

Designer und lieferte Entwürfe u. a. an die WMF Geislingen<br />

und Peter Bruckmann & Söhne, Heilbronn. Ab 1971 war er für<br />

die Neuentwicklungen des Möbelherstellers VOKO Franz<br />

Vogt & Co, Gießen zuständig. Im Jahre 2009 widmete ihm<br />

die Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd die Ausstellung<br />

„aufgedeckt!“. Alles in allem stellt das vorliegende<br />

Service einen wichtigen, weltweit beachteten Baustein in<br />

der Entwicklung des deutschen Industriedesigns der Nachkriegszeit<br />

dar und hat wegen des nicht ganz zufrieden stellenden<br />

Zustandes den relativ niedrigen Wert von etwa 350<br />

Euro.<br />

Dr. Graham Dry, München<br />

Aus neuester Zeit<br />

Kopie nach Désiré Thomassin<br />

?<br />

Ich habe von einem Händler ein Ölbild im Holzrahmen<br />

für 60 Euro erworben. Das Bild hat eine Größe von 20 x 10<br />

cm. Der Rahmen hat eine Größe von 36 x 26 cm. Das Ölbild<br />

ist auf eine Holzplatte gemalt. Es ist sehr fein gemalt. Unten<br />

links ist es signiert mit „Thomassin“ – leider ohne Jahreszahl.<br />

Aus welcher Zeit könnte das Bild sein? Ist der Maler<br />

„Thomassin“ bekannt? Und zum Schluss: Welchen Wert hat<br />

das Bild?<br />

Herbert Scheftner, Oberdachstetten<br />

Zwei Gemälde eines Malers namens Luca<br />

?<br />

In der Januar-Ausgabe des <strong>Sammler</strong> <strong>Journal</strong>s fand ich<br />

den bemerkenswerten Artikel über das Ihnen von einem<br />

Leser vorgestellte Bild eines Geigers von Hein König. Bei der<br />

Betrachtung zweier Bilder aus dem Nachlass meiner<br />

Schwiegereltern stellte ich signifikante Übereinstimmungen<br />

mit dem besprochenen Bild fest. Die in unserem Besitz<br />

befindlichen Bilder sind jedoch mit „Luca“ signiert, woraus<br />

ich ableite, dass es sich eventuell um Werke aus der Schule<br />

von Hein König handeln könnte. Die Werke sind in Öl auf<br />

Holz gemalt, die Maße sind 16 x 21 cm, mit einem lackschwarzen<br />

Holzrahmen in der Größe 33 x 38 cm. Ich hoffe,<br />

dass beiliegende Fotos es Ihnen ermöglichen, die Bilder zuzuordnen<br />

und uns vielleicht etwas über diese Erinnerungsstücke<br />

auszusagen.<br />

W. Steffens, Gevelsberg<br />

!<br />

Der Maler „Luca“ stammt vermutlich, wie der Name schon<br />

andeutet, aus dem italienischen Raum und wird wohl deswegen<br />

allein kein Schüler von Hein König in München<br />

gewesen sein. Die Motive, die er hier beim jovialen „Gitarrenspieler“<br />

und beim konzentrierten „Geiger“ ausgesucht<br />

hat, sind traditionelle Themen der Malerei. Vorlagen bzw.<br />

Ideengeber für die beiden vorliegenden Bilder auf dunklem<br />

Grund und mit<br />

dunklen Rahmen<br />

war die holländische<br />

Malerei<br />

des 17. Jahrhunderts.<br />

Zu großer<br />

Beliebtheit gelangten<br />

solche<br />

Darstellungen in<br />

der europäischen<br />

Malerei des späteren<br />

19. Jahrhunderts,<br />

da sie gut<br />

zu den eher dunklen<br />

und repräsentativen<br />

Interieurs<br />

der Gründerzeit<br />

passten. Norma-


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12<br />

DIALOG<br />

!<br />

Der Stuhl, der vermutlich aus Buchenholz besteht, wurde<br />

in den 1890er-Jahren hergestellt, die gotische Dreipassform<br />

der Rücklehne deutet allerdings darauf, dass der Stuhl<br />

in einer Möbelwerkstatt entstand, die diese Rücklehnenform<br />

vielleicht schon in den 1860er-Jahren eingeführt hat.<br />

Diese einfach zusammen zu bauenden und zu steckenden<br />

Brettstühle mit der typischen Schrägstellung der Beine<br />

dienten während des 19. Jahrhunderts als Küchen-, Wirtschafts-<br />

oder Gelegenheitsstühle und wurden in vielen,<br />

aber meist einfachen Formen gebaut. Verschönert für eine<br />

Verwendung im Wohnzimmer ist das vorliegende Exemplar<br />

mit dem kunstvoll verzierten Rücken in Form eines wuchernden<br />

Blumenstraußes. Die Dekoration wurde in der<br />

Technik der „Brandmalerei“ ausgeführt, d.h. unter Zuhilfenahme<br />

von spitzen, erhitzten Metallstäben, die Furchen in<br />

die Oberfläche eingebrannt haben, die anschließend gesäubert<br />

und ausgebeizt wurden. Diese Verzierungstechnik war<br />

vor allem in der Zeit um 1900 als eine so genannte „Liebhaberkunst“<br />

sehr beliebt, da sie Frauen erlaubte, sich künstlerisch<br />

zu Hause zu betätigen und gleichzeitig einen Haushalt<br />

zu führen. 120 Euro müsste dieses gelungene Exemplar wert<br />

sein.<br />

Dr. Graham Dry, München<br />

lerweise müsste man die Bilder von Luca auch „um 1880“<br />

datieren, aber die Physiognomie besonders des Geigers<br />

lässt auch an eine Entstehung in einer neueren Zeit, also um<br />

1938, denken.<br />

Wählt man als Maler solche Motive aus, in welchem Jahrhundert<br />

auch immer, nimmt man es bewusst mit der historischen<br />

Leistung der Alten Meister auf, und so lange es<br />

Interessenten für die Alten Meister gibt, die aber die Preise<br />

für Originale nicht zahlen können, wird es immer Ersatz für<br />

die Bilder der Alten in der vorliegenden Form geben. Verlangt<br />

und auch zu jeder Zeit bewundert wird bei dieser<br />

Malerei nicht die Genialität des modernen Künstlers mit<br />

besonderer Eigenart und Aussage, sondern die Gabe des<br />

Malers, sich in die Motivwelt der Alten Meister und deren<br />

Nachfolger und Imitatoren im 19. Jahrhundert zu versetzen<br />

und den Bildinhalt professionell zu wiederholen. Der Maler<br />

„Luca“ gehört anscheinend zu dieser großer Gruppe von<br />

Malern, die gern bereit sind, eine Nischenexistenz als treuer<br />

Bewunderer der Alten Meister zu frönen, nicht als Kopist,<br />

sondern als zeitgemäßer Interpret, hier und da sogar mit<br />

originalen Einfällen. Über den Maler Luca konnte keine<br />

Information erlangt werden. Der Wert der Gemälde beträgt<br />

je nach Größe 400 bzw. 300 Euro.<br />

Dr. Graham Dry, München<br />

Liebhaberkunst<br />

Brettstuhl aus den 1890er-Jahren mit Brandmalerei<br />

?<br />

Anbei ein Foto eines Stuhls von uns, den wir sehr hüten.<br />

Die Malerei an der Rückenlehne hat mich begeistert. Auf<br />

der Sitzfläche ist sie kaum noch sichtbar. Er ist nicht genagelt.<br />

Man sieht auf der Rückseite die Hölzer, die gesteckt<br />

sind. Wie alt mag der Stuhl sein? Hildegard Rickefeil, Belgershain


14<br />

MAGAZIN<br />

Von Brueghel<br />

bis Stuck<br />

„85. Kunst & Antiquitäten München“<br />

Die Kunst & Antiquitäten<br />

München, Süddeutschlands<br />

größte Regionalmesse<br />

ihrer Art, bleibt auch im<br />

Herbst 2011 ihrem Ruf als<br />

Ort der Entdeckungen und<br />

als Messe im Spannungsfeld<br />

von Hochkarätigem<br />

und Liebhaberstück treu.<br />

Mit etwa 65 Ausstellern<br />

und einem Spektrum von<br />

Barock bis Bauhaus bezieht<br />

die Messe ihre überregionale<br />

Attraktivität von jeher<br />

Hans Thoma, Ella, die Adoptivtochter<br />

des Künstlers, 65 x 50 schung international ge-<br />

aus ihrer besonderen Mi-<br />

cm; Galerie Fichter, bei der 85. fragter <strong>Sammler</strong>stücke und<br />

Kunst & Antiquitäten München Antiquitäten mit Bezug zur<br />

auf dem Nockherberg<br />

bayerischen Geschichte.<br />

Foto: Galerie Fichter<br />

Eindeutig als ein höfisches<br />

Münchner Möbel von 1750<br />

konnte Christina Haubs<br />

eine weiß gefasste, zweischübige<br />

Kommode bestimmen. Sie ist identisch mit zwei<br />

Kommoden im Schloss Nymphenburg, die einst der Sohn<br />

des legendären bayerischen Kurfürsten Max Emanuel für<br />

seine Sommeraufenthalte in dem prachtvollen Schloss<br />

nahe Münchens fertigen ließ. Dass man gut 250 Jahre später<br />

an der Isar nicht nur den Werkbundgedanken und den<br />

Jugendstil pflegte, zeigt Kunsthandel Nüdling mit einem<br />

mondänen Paar roter chinoiser Stühle der Münchner Möbelfirma<br />

Kohlbecker & Sohn aus dem Jahr 1905. Klassischer<br />

hingegen ist das Angebot von Biedermeierspezialist Axel<br />

Schlapka, der eine große Bibliothek von 1830 aus Schloss<br />

Büding bei Frankfurt präsentiert, sowie von der Galerie Keul<br />

& Sohn, aus dessen Angebot an hochwertigen deutschen<br />

Barockmöbeln eine vorn und seitlich geschweifte Nussbaum-Kommode<br />

von 1755/60 aus der damaligen Kunstschreinerhochbug<br />

Mainz hervorsticht.<br />

Auf dem Nockherberg ist die Zahl der Gemäldehändler<br />

gewachsen. Während die Galerie Weiss mit Malerei der<br />

sogenannten Münchner Schule vertreten ist, offeriert die<br />

Kunsthandlung Nieder eine fein gemalte Kupfertafel mit<br />

einer Blumenkranzdarstellung von Jan Brueghel d. J., Mitte<br />

Franz von Stuck, Porträt Luise Klinsmann (eine deutsche Politikerin),<br />

1918/19, 60 x 50 cm; Galerie Brigantine 1900 bei der 85. Kunst<br />

& Antiquitäten München auf dem Nockherberg<br />

Foto: Galerie Brigantine 1900<br />

Maria Sibylla Merian, Echse mit Korallenschlange, Kupferstich<br />

von 1705, entstanden auf der Reise nach Surinam 1699-1701; beim<br />

Kunstkabinett Strehler auf der 85. Kunst & Antiquitäten München<br />

auf dem Nockherberg<br />

Foto: Kunstkabinett Strehler<br />

17. Jahrhundert, sowie Gemälde von Oswald und Andreas<br />

Achenbach und von Franz von Lenbach. Die Galerie Decker<br />

trumpft mit einem rasanten „Tscherkessenreiter“ des hochdotierten<br />

Franz Roubaud und einem duftig impressionistischen<br />

Gemälde „Bei der Brauttoilette“ (1895) von Alexander<br />

Koester auf. Von außerordentlicher Ausdruckskraft ist ein<br />

dramatisch, stark plastisch gemalter Zyklus mit mythologischen<br />

Szenen bei Brigitte Martini. Die sechs Gemälde sind<br />

1791 in Rom entstanden. Eines der reizvollsten Gemälde<br />

bringt zweifellos die Galerie Fichter auf den Nockherberg –<br />

das Kinderporträt „Ella“ von Hans Thoma von 1887, der Stieftochter<br />

des Künstlers. Eine grafische Rarität aus der Zeit<br />

um 1830 präsentiert das Kunstkabinett Strehler mit einer<br />

Sammlung von Blumenaquarellen Anna Louisa Lavaters,<br />

der Tochter des Schweizer Philosophen und Physiognomie-<br />

Theoretikers Johann Caspar Lavater.<br />

Dennoch, das Spektrum der Sammelgebiete ist breit gefächert.<br />

Die Silbersuite Baaten bietet ein Paar Moskauer Salie-


NEUSSER AUKTIONSHAUS<br />

Große Versteigerung<br />

Kunst/Antiquitäten/Schmuck<br />

Samstag • 24. September 2011 • ab 9 Uhr<br />

umfangreiche Kollektion Schmuck (Gold/Weißgold/<br />

Platin), mehrere hundert Teile Varia, interessante<br />

afrikanische Stammesobjekte, Teppiche verschiedener<br />

Provenienzen, exklusive Handtaschen in<br />

unterschiedlichem Material und Design, Spielzeug<br />

(Steifftiere/Hummelfiguren u. a.) und eine vielfältige<br />

Sammlung Möbel unterschiedlicher Epochen, Gemälde/Grafiken,<br />

Sammlung historischer Taschenuhren<br />

Vorbesichtigung:<br />

Sonntag, 18. Sept. 2011 bis Donnerstag 22. Sept. 2011,<br />

jeweils von 10–18 Uhr<br />

Mittwoch, 21. Sept. 2011, 10–21 Uhr (Abendbesichtigung)<br />

NEUSSER AUKTIONSHAUS<br />

Weingartstraße 37 • 41464 Neuss<br />

Tel.: 0 21 31 / 4 53 29 • Fax 0 21 31 / 4 91 11<br />

Versteigerer: Lothar P. Giesen, öffentlich bestellt und vereidigt<br />

von der IHK Mittlerer Niederrhein: Krefeld – Mönchengladbach – Neuss<br />

Gesamter Farbkatalog im Internet unter:<br />

www.neusser-auktionshaus.de


16<br />

MAGAZIN<br />

alisiert,die insgesamt einen profunden Überblick über die<br />

Kulturgeschichte vieler tausend Jahre geben. Kunst und Kulturobjekte<br />

der Mittelmeer-Antike und Kunst des ägyptischen<br />

Altertums gehören ebenso dazu,ergänzt wird das<br />

Spektrum durch außereuropäische Positionen,etwa der<br />

Kunst des Himalaya. Eine Vielzahl gotischer <strong>Skulpturen</strong> ist<br />

im Angebot,Renaissance und Barock,19. Jahrhundert und<br />

gehobene Volkskunst aus der Alpenregion sowie Textilkunst.<br />

Gewachsen ist auch das Angebot der Klassischen<br />

Moderne,in diesem Jahr reicht die Offerte darüber hinaus<br />

sogar bis in das deutsche Informel.<br />

Antike Kunst aus dem Mittelmeerraum gibt es bei der Galerie<br />

Puhze aus Freiburg und Roswitha Eberwein aus Göttingen.<br />

Eine breite Suite an <strong>Skulpturen</strong> der Gotik und der beginnenden<br />

Neuzeit bringt Walter Senger aus Bamberg mit<br />

nach München. Neuzeitliche Skulptur hat auch Albrecht<br />

Neuhaus aus Würzburg im Gepäck,nämlich die Zweifigurengruppe<br />

„Herkules und der nemäische Löwe“,die zu Beginn<br />

des 17. Jahrhundert in Augsburg oder München gearbeitet<br />

wurde.<br />

Wie im vergangenen Jahr so ist auch heuer das Angebot<br />

von Porzellanen auf der Kunst-Messe München besonders<br />

hochkarätig aufgestellt. Dafür stehen die Aussteller Elfriede<br />

Langeloh aus Weinheim,Frank Oberacker aus Frankfurt,<br />

Steinbeck aus Aachen und Boettcher & Ofner aus Hamburg.<br />

Das früheste Objekt ist ein Zeugnis der deutschen Porzellangeschichte,ein<br />

seltener Humpen aus poliertem schwarzren<br />

von 1900 in Form von Elefanten an und Peter Wall,dessen<br />

Interesse dem Kunsthandwerk von 1900 bis 1950 gilt,<br />

eine unikate Keramikskulptur „Poseidon und Amphritite“,<br />

1929,von Max Laeuger. Als Raritäten dürften eine Silberdose<br />

des Schweizer Medailleurs Johann Melchior Mörikofer,<br />

deren Deckel Friedrich den Großen zeigt und die die Chronik<br />

des Schlesischen Krieges als 38-seitigen Miniaturdruck enthält<br />

(bei Dr. Birbaumer &Eberhard),sowie eine von G. Nardi<br />

signierte,venezianische Morettibrosche von 1930 bei<br />

Schmuckexpertin Sabine Füchter gelten. Qualitätvolles<br />

Jugendstilhandwerk offerieren die Galerie Zeisner mit der<br />

Lötzvase „Cytisus“ von 1902 sowie Galerie Brigantine mit<br />

einer Glas-Messing-Tischlampe der US-amerikanischen<br />

Handel Compagny. Modeschmuck der 1930er- und 40er-<br />

Jahre sowie Fächer gehören zum Programm von Ursula<br />

Dukek,die zum ersten Mal auf dem Nockherberg ausstellt.<br />

Doch der „Nockherberg“ wäre nicht der „Nockherberg“<br />

ohne Tölzer Bauernschränke,Grödner Schnitzfiguren und<br />

Buckelteller aus dem Voralpenland – zu finden bei Hans-<br />

Jörg Sievert,Roderich Pachmann oder Karl-Heinz Hiermeier.<br />

Die Asiatische Kunst ist vertreten bei Tibetikahändler Karl-<br />

Heinz Schlotter,bei Galerie „Margot Lörcher“ und Shigeko<br />

Yoneda sowie bei Galerie Sandvoss. (22. bis 30.Oktober)<br />

ÖFFNUNGSZEITEN I täglich 11 bis 19 Uhr,Mittwoch bis 21<br />

Uhr,Sonntag 11 bis 18 Uhr<br />

TELEFON I 0172/7533184<br />

INTERNET I www.kunst-antiquitaeten.de<br />

Ein Limonadenbecher, bemalt von Johann Gregorius Höroldt,<br />

Meißen, Böttger-Porzellan 1722/23, H 11,8 cm; bei Elfriede Langeloh,<br />

Weinheim auf der 56. Kunst-Messe München im Postpalast<br />

Durch die<br />

Epochen<br />

„56. Kunst-Messe München“<br />

im Postpalast<br />

Hl. Georg, stehend, Griechenland,<br />

17. Jahrhundert, 32,5 x 12,5<br />

cm; bei Brenske Gallery auf der<br />

56. Kunst-Messe München im<br />

Postpalast<br />

Die Kunst-Messe München<br />

ist noch einmal gewachsen.<br />

In diesem Jahr werden<br />

nicht nur die Rotunde und<br />

der anschließende Querriegel<br />

mit Messekojen von den<br />

treuen,traditionellen Ausstellern<br />

der Kunst-Messe<br />

München und wichtigen<br />

Neuzugängen bespielt. Der<br />

angrenzende Hof vor der<br />

Säulenhalle mit der zeitlich<br />

koinzidierenden Messe<br />

„Munich Contempo – International<br />

Contemporary Art<br />

Fair“ nimmt auf rund 400<br />

Quadratmetern eine Handvoll<br />

weiterer Aussteller auf,<br />

die sich um eine begrünte<br />

Piazza gruppieren.<br />

Die Kunst-Messe München<br />

zählt zu den „Generalisten“<br />

unter der deutschen Kunstmessen.<br />

Die rund 50 Aussteller<br />

sind auf Kunstgattungen<br />

und Epochen spezi-


18<br />

MAGAZIN<br />

braunem Böttger-Steinzeug, Meißen, 1710-13 in einer<br />

barocken Silbermontierung. Historische Silberobjekte bieten<br />

wie gewohnt Dr. K & R Schepers aus Münster, Dr. Eva<br />

Toepfer aus Bech-Kleinmacher in Luxemburg und Boettcher<br />

& Ofner aus Hamburg. Bei Schepers gibt es wie gewohnt<br />

britisches Silber. Vor allem die Bamberger Aussteller setzen<br />

einen Schwerpunkt auf Möbel, Christian Eduard Franke<br />

gehört dazu und Ulf D. Härtl. Bei Härtl brilliert ein Secrétaire<br />

à abattant, ein gestempelter Aufsatzsekretär des in Paris<br />

ansässigen, deutschstämmigen Franz Rübestück, im dezenten<br />

Formkanon des Louis-Quinze gehalten. Bei Eric Meletta<br />

aus München stehen Eisenmöbel im Fokus: Aus der Blüte<br />

des Preußischen Klassizismus, der Zeit um 1830, stammt das<br />

Paar seltene Berliner Museumsvitrinen.<br />

Die Malerei des 19. Jahrhunderts und vor allem die Klassische<br />

Moderne und die Nachkriegsära treten verstärkt im<br />

Programm der 56. Kunst-Messe München auf. 19. Jahrhundert,<br />

sei es Münchner Malerschule, die Schule von Barbizon<br />

oder die „Wiener Schule“, zeigen Thomas Schneider aus<br />

München, die Inselgalerie Gailer aus Frauenchiemsee, die<br />

Galerie Maier & Co. Fine Art aus Stuttgart und Kovacek aus<br />

Wien. Die hochpreisige Klassische Moderne stellen Galerie<br />

Française aus München, Galerie Hagemeier aus Frankfurt,<br />

Galerie Koch aus Hannover, Koch-Westenhoff aus Lübeck,<br />

Galerie Rudolf aus Sylt, Michael Schwarze aus Kelkheim und<br />

die Galerie Schwarzer aus Düsseldorf aus. Kunst der Nachkriegsära<br />

wird Neuzugang Galerie Maulberger aus München<br />

präsentieren. (19. bis 30. Oktober).<br />

ÖFFNUNGSZEITEN I täglich 11 bis 19 Uhr, Mittwoch 11 bis<br />

22 Uhr<br />

TELEFON I 0431/680380<br />

INTERNET I www.kunstmesse-muenchen.de<br />

Beltrame und Colombine, genannt „Das Spanische Liebespaar“,<br />

Modell von Johann Joachim Kaendler, um 1741, Ausformung und<br />

Bemalung, Meißen, um 1741/42, keine Marke, 18,7 cm; Röbbig<br />

München bei den Munich Highlights im Haus der Kunst<br />

Nikolaus Christopher Matthes (1729-1796), Stillleben mit Muscheln,<br />

37 x 46,5 cm; Kunsthandel Peter Mühlbauer bei den<br />

Munich Highlights im Haus der Kunst<br />

Mit Leidenschaft<br />

„Highlights Internationale Kunstmesse“ in München<br />

Nach dem Erfolg der „Highlights Internationalen Kunstmesse<br />

München“ im Herbst vergangenen Jahres geht diese<br />

Veranstaltung nun in die nächste Runde. Mit herausragenden<br />

nationalen und internationalen Teilnehmern hat die<br />

Messe letztes Jahr für große Begeisterung bei Presse, Kunstliebhabern<br />

und Fachleuten gesorgt. Neben den 19 Initiatoren<br />

werden in diesem Jahr vom 21. bis 30. Oktober weitere<br />

36 Spitzenhändler aus dem In- und Ausland teilnehmen.<br />

Elf neue internationale Kollegen sind der Einladung zur Teilnahme<br />

an der Highlights 2011 im Münchner Haus der Kunst<br />

gefolgt: Zum ersten Mal dabei ist die Galerie Neuse, die<br />

gemeinsam mit Aveline aus Paris einen Stand gestaltet. Die<br />

belgische Expertin für Antique Jewellery Véronique Bamps<br />

präsentiert ausgewählte Objekte. Wienerroither & Kohlbacher<br />

teilen sich ihren Stand mit dem bekannten Wiener<br />

Händler Wolfgang Bauer von Bel Etage, der auf Möbel und<br />

Objets d’Art des Wiener Jugendstils und der Jahrhundertwende<br />

spezialisiert ist. Thole Rotermund stellt seine Arbeiten<br />

auf Papier der Klassischen Moderne gemeinsam mit<br />

dem Kollegen Adrian Schlag aus, der Spezialist für Kunst aus<br />

Afrika ist. Aus Rom reisen Cesare Lampronti und seine Kollegen<br />

von der Galleria Apolloni an, beide sind Experten für<br />

Alte Meister, erlesene <strong>Skulpturen</strong>, Möbel und Objets d’Art.<br />

Aus Mailand wird Giuseppe Piva teilnehmen, ein Experte für<br />

japanische Kunst, einschließlich Rüstungen der Samurai.<br />

Den Bereich orientalische Kunst wird die Galerie Bienenstein<br />

aus Wien erweitern. Für die Malerei des 19. Jahrhunderts<br />

ließ sich Konrad Bayer aus München gewinnen, ein<br />

ausgewiesener Spezialist Münchner Kunst der Jahrhundertwende.<br />

Aus Paris wird den Altmeisterbereich der geschätzte<br />

TEFAF-Händler und Experte Eric Coatalem abrunden.<br />

TELEFON I 089/2324135-0<br />

INTERNET I www.munichhighlights.com


20<br />

MAGAZIN<br />

Duft im Glas<br />

„13. Parfumflakon-<strong>Sammler</strong>börse“ in Straßburg (F)<br />

Verführerisch, berauschend, unwiderstehlich: Düfte faszinieren.<br />

Aber auch das edelste Wässerchen braucht seine<br />

angemessene Verpackung: einen Flakon. Denn es ist nicht<br />

immer das Parfum allein, das den Verkaufserfolg bestimmt.<br />

Kein Wunder also, dass berühmte Designer dem flüchtigen<br />

Duft eine unverwechselbare Gestalt geben. Flakons sind in<br />

allen Formen, Farben und Stilen verbreitet. Beinahe jeder<br />

namhafte Designer hat einen oder mehrere eigene Düfte<br />

und Flakons kreiert. Vor allem Miniaturflakons sind gefragte<br />

<strong>Sammler</strong>stücke. Bettina Bayer-Tetzel aus dem mittelbadischen<br />

Hohberg ist seit Ende der achtziger Jahre passionierte<br />

<strong>Sammler</strong>in und veranstaltet seit 1992 regelmäßig Parfumbörsen.<br />

Liebhaber und Bewunderer duftender und<br />

dekorativer Fläschchen haben die Möglichkeit, im „Pavillon<br />

Joséphine“, Parc l’Orangerie im französischen Straßburg in<br />

der Avenue de l’europe die Parfumflakon-<strong>Sammler</strong>börse zu<br />

besuchen, die nun am 23. Oktober zum 13. Mal stattfindet.<br />

Aus organisatorischen Gründen musste im letzten Jahr der<br />

Veranstaltungsort in den „Pavillon Joséphine“ in der Orangerie<br />

verlegt werden. Das Feedback war sensationell, und<br />

deshalb wird der neue Austragungsort so bestehen bleiben.<br />

Unter dem Motto „Ein Quentchen Duft“ wird alles angeboten,<br />

was mit Düften und den dazugehörigen Flakons zu tun<br />

hat. Der Besucher kann also Parfumflaschen von Armani bis<br />

Valentino erstehen. Die mit gefärbtem Wasser gefüllten<br />

Magnum-Flaschen, sogenannte Großfactisen, lassen so<br />

manches <strong>Sammler</strong>herz höher schlagen. Ergänzt wird das<br />

Angebot durch Parfum-Flakons in allen Größen, Farben und<br />

Formen, durch Neuheiten, limitierte Düfte, Duftkarten,<br />

Schmuck, Creme-Parfums, Puderdosen, Accessoires aus dem<br />

Duftbereich bis hin zu Dekorationsartikeln und Fachliteratur.<br />

Flakons, die in großer Auflage produziert werden,<br />

kann man bereits für kleines Geld erwerben. Tiefer in die<br />

Tasche greifen muss man z.B. für handgeschliffene Glasflakons<br />

des französischen Designers Lalique oder für Großfactisen.<br />

Für <strong>Sammler</strong> interessant: Die ausländischen Aussteller<br />

bieten bei der Parfümbörse oftmals Flakons an, die hierzulande<br />

nicht oder nur sehr schwer erhältlich sind.<br />

Zum Herbsttermin des „Internationalen Böblinger Spielzeug-<br />

Salons“ können sich Eisenbahnfreunde am Samstag, dem<br />

22.Oktober, auf ein großes Angebot an antiken Modelleisenbahnen<br />

freuen<br />

Der zweite Duft „L“ von Lolita Lempicka ist ein Flakon, der die<br />

Assoziation an eine Meerjungfrau hervorrufen soll.Design: Sylvie<br />

de France; Parfumflakon-<strong>Sammler</strong>börse in Straßburg (F)<br />

ÖFFNUNGSZEIT I 10 bis 16.30 Uhr<br />

TELEFON I 0171/6349999<br />

ÖFFNUNGSZEITEN I www.parfumboerse.de<br />

Blech und Bahnen<br />

„180. Internationaler Böblinger Spielzeug-Salon“<br />

Nach fünf Monaten Pause lädt der „Internationale Böblinger<br />

Spielzeug-Salon“ Ende Oktober zum ersten Termin der<br />

neuen Messesaison ein. Veranstalter Dr. Rolf Theurer kann<br />

nach der langen Unterbrechung eine starke Nachfrage der<br />

Händler nach Ausstellungsfläche verzeichnen. Die Böblinger<br />

Kongresshalle ist mit mehr als 200 Ausstellern bereits seit<br />

Ende August ausgebucht.<br />

Zur 180. Auflage der beliebten Traditionsveranstaltung, die<br />

am Samstag, dem 22. Oktober, südlich der baden-württembergischen<br />

Landeshauptstadt Stuttgart ihre Tore öffnen<br />

wird, haben sich Händler aus ganz Deutschland, aus Italien,<br />

Spanien, der Schweiz, Holland und Belgien sowie Dänemark<br />

und Portugal angemeldet. Auf mehr als 3.000 Quadratmetern<br />

Ausstellungsfläche wird sich den Besuchern beim<br />

Herbsttermin des „Böblinger Spielzeug-Salons“ ein Eldorado<br />

an antikem Spielzeug bieten, das sich von Modelleisenbahnen<br />

samt Zubehör über Blechspielzeug bis hin zu Puppen,<br />

Puppenstuben, Miniaturen sowie Stoff- und Steifftieren<br />

erstrecken wird. Besonders gespannt sein dürfen die Besucher<br />

auf ein ausgefallen großes Angebot an Modelleisenbahnen<br />

der Spur H0, das von den Anfängen dieser gängigsten<br />

Gleisbreite in den 30er-Jahren bis hin zu aktueller Ware<br />

reicht.<br />

Von 13 bis 14 Uhr bietet die Böblinger Spezialmesse eine<br />

kostenlose Schätzstunde für Modelleisenbahnen an. Neben<br />

vielen, zum Teil ausgefallenen <strong>Sammler</strong>stücken werden auf<br />

dem „Spielzeug-Salon“ auch Ersatzteile, Literatur, Anfängersets<br />

und als Ergänzung der antiken Ware sogar neueste,<br />

digitale Steuerungstechnologie zu finden sein.<br />

ÖFFNUNGSZEIT | 11 bis 15.30 Uhr<br />

TELEFON | 0711/5590044


22<br />

MESSETERMINE<br />

|SEPTEMBER|<br />

BOLOGNA (I)<br />

22.09.-25.09.2011<br />

Artelibro<br />

Palazzo Re Enzo del Podesta<br />

Tel. 0039/051/230385<br />

www.artelibro.it<br />

HAMBURG<br />

25.09.2011<br />

1. Hanseatischer Antiquariatstag<br />

Maritim Hotel Reichshof<br />

Tel. 04194/8101<br />

www.luckwaldtmessen.de<br />

LONDON (GB)<br />

21.09.-25.09.2011<br />

Chelsea Antiques Fair<br />

Chelsea Old Town Hall<br />

Tel. 0044/1825/744074<br />

www.chelseaantiquesfair.com<br />

21.09.-25.09.2011<br />

The Lapada Art & Antique Fair<br />

Berkley Square<br />

Tel. 0044/20 78233511<br />

www.lapada.org<br />

LYON (F)<br />

-31.12.2011<br />

La Biennale de Lyon<br />

La Sucriére, les Docks 47-49<br />

www.labiennaledelyon.com<br />

MOSKAU (RU)<br />

21.09.-25.09.2011<br />

Zeitgenössische Kunst<br />

Central House of the Artist<br />

Tel. +7/495/6579922<br />

www.art-moscow.ru<br />

ZÜRICH (CH)<br />

28.09.-02.10.2011<br />

Fine Art Zürich<br />

Kongresshaus<br />

Tel. 0041/79/4029428<br />

www.fineartzurich.ch<br />

|OKTOBER|<br />

BERLIN<br />

28.10.-30.10.2011<br />

Liber Berlin<br />

am Kulturforum,<br />

Mathäikirchplatz<br />

Tel. 030/3240907<br />

www.liberberlin.de<br />

BIRMINGHAM (GB)<br />

27.10.-30.10.2011<br />

Antiques for Everyone<br />

NEC, Tel. 0044/121/7673535<br />

www.antiquesforeveryone.co.uk<br />

BÖBLINGEN<br />

22.10.2011<br />

Spielzeug-Salon Böblingen<br />

Tel. 0711/5590044<br />

www.theurers.de<br />

DORTMUND<br />

22.10.-23.10.2011<br />

Antik & <strong>Sammler</strong>markt<br />

Westfalenhallen<br />

Tel. 0231/1203555<br />

www.mlg-gmbh.de<br />

ESSEN<br />

28.10.-30.10.2011<br />

Zeitgenössische Kunst<br />

Zeche Zollverein<br />

Tel. 0201/5646500<br />

www.contemporary-art-ruhr.de<br />

FRANKFURT/M.<br />

12.10.-16.10.2011<br />

Antiquariatsmesse in der<br />

Frankfurter Buchmesse<br />

www.abooks.de<br />

FREIBURG<br />

28.10.-30.10.2011<br />

Antique & Art<br />

Messehalle 1<br />

Tel. 07032/71009<br />

www.piesch.de<br />

Bitte melden Sie Ihre Veranstaltungstermine<br />

immer bis zum 1. des Vormonats per Fax<br />

an 08441/71846 oder per E-mail an<br />

termine@gemiverlag.de<br />

Datenannahme für Anzeigen<br />

Senden Sie die Daten bitte am besten als pdf oder jpg<br />

(mit mindestens 300 dpi Auflösung) per E-mail an:<br />

anzeigen@gemiverlag.de<br />

FULDA<br />

27.10.-31.10.2011<br />

1. Kunstmesse Fulda<br />

Vonderau Museum<br />

Tel. 0171-6393793<br />

www.kunstmesse-fulda.de<br />

HERNE<br />

22.10.-23.10.2011<br />

Kuboshow. 105 zeitgenössische<br />

Künstler<br />

Flottmannhallen<br />

Tel. 02325/797972<br />

www.kuboshow.de<br />

KÖLN<br />

29.10.-01.11.2011<br />

art.fair<br />

Staatenhaus am Rheinpark<br />

Tel. 0221-4203930<br />

www.artfair.de<br />

LANNACH (A)<br />

21.10.-23.10.2011<br />

Kunst & Antiquitätenmesse<br />

Steinhalle<br />

Tel. 0043/664/9173631<br />

www.antik-events.at<br />

LEIPZIG<br />

28.10.-30.10.2011<br />

Grassimesse<br />

Grassi Museum für<br />

Angewandte Kunst<br />

Tel. 0341/2229100<br />

www.grassimuseum.de<br />

LONDON<br />

13.10.-16.10.2011<br />

Frieze Art Fair<br />

Regent’s Park<br />

Tel. 0044/20/33726111<br />

www.friezeartfair.com<br />

MADRID (E)<br />

20.10.-23.10.2011<br />

Estampa<br />

Parque Ferial Juan Carlos I.<br />

Tel. 0034/915447727<br />

www.estampa.org<br />

MOSKAU (RU)<br />

22.10.-30.10.2011<br />

Antiquitäten<br />

Central House of Artists<br />

Tel. 007/4956579922<br />

www.antiquesalon.ru<br />

MÜNCHEN<br />

20.10.-30.10.2011<br />

56. Kunstmesse München<br />

Postpalast, Wredestr. 10<br />

Tel. 0431/680380<br />

www.kunstmessemuenchen.com<br />

21.10.-30.10.2011<br />

Munich Highlights<br />

Haus der Kunst<br />

Tel. 089/226672<br />

www.munichhighlights.com<br />

Augsburg 1861 Budapest um 1890 München um 1900<br />

www.silbersuite.de<br />

Das Domizil für feines Silber aus drei Jahrhunderten<br />

Besuchen Sie uns – neu im Internet und wie gewohnt auf der<br />

Kunst & Antiquitäten München vom 22.– 30. Oktober, Stand 31


24<br />

MESSETERMINE<br />

22.10.-30.10.2011<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

Paulaner am Nockherberg<br />

Tel. 0172/7533184<br />

www.kunst-antiquitaeten.de<br />

NÜRNBERG<br />

08.10.-10.10.2011<br />

art fair europe. Bild sucht<br />

Rahmen<br />

Messe<br />

Tel. 0911/86064924<br />

www.artfair-europe.de<br />

OLDENBURG<br />

14.10.-16.10.2011<br />

Nostalga<br />

Weser-Ems-Halle<br />

Tel. 044180030<br />

www.weser-ems-halle.de<br />

PARIS (F)<br />

20.10.-23.10.2011<br />

FIAC, zeitgenössische Kuns<br />

Grand Palais et Cour Carré<br />

du Louvre<br />

Tel. 0033/1/47566421<br />

www.fiac.com<br />

20.10.-23.10.2011<br />

Zeitgenössische Kunst Börse<br />

www.cutlog.org<br />

20.10.-24.10.2011<br />

Art ElysÈes<br />

Champs-Elysées<br />

Tel. 0033/149285130<br />

www.artelysees.fr<br />

PARMA (I)<br />

01.10.-09.10.2011<br />

Mercanteinfiera Messe<br />

Tel. 0039/0521/996328<br />

www.fiereparma.it<br />

ROEDEKRO (DK)<br />

06.10.-09.10.2011<br />

Antik Aabenraa<br />

Compass Congress Center<br />

Tel. 0045/48209120<br />

www.danfair.dk<br />

VERONA (I)<br />

06.10.-10.10.2011<br />

Art Verona<br />

Messe<br />

Tel. 0039/0458039204<br />

www.artverona.it<br />

WIEN (A)<br />

14.10.-16.10.2011<br />

Designmesse<br />

MAK<br />

Tel. 0711/9909390<br />

www.blickfang.com<br />

ZÜRICH (CH)<br />

14.10.-16.10.2011<br />

Art International Zürich 2011<br />

Kongresshaus<br />

Tel. 041/76/3322436<br />

www.artzurich.com<br />

|NOVEMBER|<br />

BONN-BAD GODESBERG<br />

10.11.-13.11.2011<br />

ANTIKA Bonn<br />

Stadthalle<br />

Tel. 0431/680380<br />

www.expomanagement.de<br />

DORTMUND<br />

26.11.-27.11.2011<br />

Antik & <strong>Sammler</strong>markt<br />

Westfalenhallen<br />

Tel. 0231/1203555<br />

www.mlg-gmbh.de<br />

HAMBURG-SCHNELSEN<br />

11.11.-13.11.2011<br />

Nord Antique<br />

Messehallen<br />

Tel. 04542/8569070<br />

www.mendelssohn-messen.de<br />

KLOSTERNEUBURG (A)<br />

25.11.-27.11.2011<br />

22. Internationale Klosterneu<br />

burger Antiquitäten-, Kunstund<br />

Raritätenmesse<br />

Babenbergerhalle<br />

Tel. 0043/664/9173631<br />

www.antik-events.at<br />

SEITENSTETTEN (A)<br />

11.11.-13.11.2011<br />

12. Mostviertler Kunst- und<br />

Antiquitätenmesse<br />

Stift Seitenstetten<br />

Tel. 0043/664/9173631<br />

www.antik-events.at<br />

TURIN (I)<br />

05.11.-07.11.2010<br />

ARTissima<br />

Lingotto Fiere<br />

Tel. 0039/01119744106<br />

www.artissima.it<br />

UTRECHT (NL)<br />

19.11.-20.11.2011<br />

Verzameljaarbeurs (Messe)<br />

Tel. 0031-229-213891<br />

www.verzameljaarbeurs.nl<br />

WIEN (A)<br />

04.11.-13.11.2011<br />

WIKAM - Internationale<br />

Antiquitätenmesse<br />

Palais Ferstel und Palais<br />

Niederösterreich<br />

Tel. 0043/6641353050<br />

www.wikam.at<br />

|DEZEMBER|<br />

ANIF (A)<br />

28.12.-30.12.2011<br />

11. Salzburger Antiquitäten-,<br />

Kunst- und Raritätenmesse<br />

Gemeindesaal<br />

Tel. 0043/664/9173631<br />

www.antik-events.at<br />

DORTMUND<br />

17.12.-18.12.2011<br />

Antik & <strong>Sammler</strong>markt<br />

Westfalenhallen<br />

Tel. 0231/1203555<br />

www.mlg-gmbh.de<br />

Bitte melden Sie Ihre<br />

Veranstaltungstermine<br />

immer bis zum 1. des Vormonats<br />

per Fax an 08441/71846<br />

oder per E-mail an<br />

termine@gemiverlag.de<br />

Anzeigenschluss für das Novemberheft ist der 1. Oktober!<br />

DR. ROLF THEURER<br />

Samstag, den 22. Oktober 2011<br />

Kongresshalle Böblingen<br />

Spielzeugsalon<br />

Böblingen<br />

Eisenbahn-, Puppen- und<br />

Spielzeugmarkt, 11–15.30 Uhr<br />

Sonntag!!, den 13. November 2011<br />

Musikhalle Ludwigsburg<br />

Samstag, den 10. Dezember 2011<br />

Kongresshalle Böblingen<br />

Spielzeugsalon<br />

Böblingen<br />

Puppen, Miniaturen, Bären,<br />

Kunsthandwerk, 11–16.30 Uhr<br />

Eisenbahn-, Puppen- und<br />

Spielzeugmarkt, 11–15.30 Uhr<br />

Dr. R. Theurer, Wiesbadener Str. 74, D-70372 Stuttgart, Tel. (0711) 5 59 00 44, Fax (0711) 5 59 00 54<br />

Mail: info@theurers.de • www.theurers.de


26<br />

KUNSTMARKT<br />

<strong>Skulpturen</strong><br />

Der aktuelle <strong>Skulpturen</strong>markt<br />

Mit einem in den letzten zwölf Monaten um 14 Prozent gestiegenen<br />

Preisindex und Rekordgeboten machen <strong>Skulpturen</strong><br />

bei nur 5 Prozent der verkauften Lose heute mehr als 10<br />

Prozent der Verkaufserlöse von Kunstobjekten aus. <strong>Skulpturen</strong><br />

von Giacometti, Matisse und Modigliani wechseln für<br />

Millionen-Dollar-Beträge den Besitzer, aber wie sieht es mit<br />

Urs Fischer: Untitled (Lamp/Bear) (Christie’s, New York, 5/2011)<br />

Abdulnasser Gharem: Message/Messenger, (Christie’s, Dubai,<br />

4/2011)<br />

den Preisen für die neue Generation der dreidimensionalen<br />

Werke aus? Sechs Künstler, die alle in den 70er-Jahren geboren<br />

wurden, stechen mit Geboten von 430.000 bis 6 Millionen<br />

Dollar stark heraus. Diese sechs sind sowohl von der Persönlichkeit<br />

als auch von der Nationalität sehr unterschiedlich:<br />

der Schweizer Urs Fischer, der Saudi-Araber Abdulnasser<br />

Gharem, die Portugiesin Joana Vasconcelos, der englische<br />

Street-Art-Künstler Banksy, der Inder Chintan Upadhyay und<br />

der Amerikaner Matthew Day Jackson. Unter den Top 10 der<br />

höchsten Gebote für den jungen <strong>Skulpturen</strong>markt hebt sich<br />

Urs Fischer mehr als jeder andere ab. Dies ist nicht nur auf<br />

einen Millionenrekord zurückzuführen, sondern auch darauf,<br />

dass er nicht weniger als vier der zehn höchsten Gebote<br />

verzeichnen kann und in diesem Jahr (Juli 2010-Juli 2011)<br />

für seine verkauften <strong>Skulpturen</strong> einen Verkaufserlös von 7,72<br />

Millionen Dollar erzielte.<br />

Urs Fischer<br />

2007 gibt es für Urs Fischer und die damals zu 10.000 Dollar<br />

verkaufte Skulptur „Sigh, Sigh, Sherlock!" die erste Auktion.<br />

Einige Monate später vertritt er die Schweiz an der Seite von<br />

Ugo Rondinone bei der 52. Biennale in Venedig. Dies ist eine<br />

Anerkennung, deren Früchte er zwei Jahre später in seinen<br />

Preisen und einem ersten Auktionsergebnis von mehr als<br />

100.000 Dollar erntet. Gleichzeitig wird Fischer in die renommierte<br />

Sammlung von François Pinault aufgenommen<br />

– ein gewichtiges Argument, um <strong>Sammler</strong> und Anleger aus<br />

der ganzen Welt zu ermuntern. Seitdem ist die Nachfrage<br />

unersättlich und seine Preise heben ab. Am 9. November<br />

2010 wird die äußerst begehrte lebensgroße Wachsskulptur<br />

„Untitled (Candle)" einer Frau, deren bereits sehr hohe<br />

Schätzspanne bei 400.000-600.000 Dollar lag, schließlich<br />

zu einem Rekordgebot von 900.000 Dollar verkauft (Sotheby’s<br />

New York). Damit endet der fabelhafte Aufstieg von Urs<br />

Fischer jedoch nicht: Am 11. Mai 2011 schnellt der Preis für<br />

eine riesige, sieben Meter hohe Skulptur eines kanariengelben<br />

Bären mit einer schwarzen Schreibtischlampe bei Christie's<br />

New York auf 6 Millionen Dollar („Untitled (Lamp/<br />

Bear)", limitierte Edition mit 2 Exemplaren). Zudem verzeichnete<br />

er am gleichen Tag ein siegreiches Gebot von 500.000<br />

Dollar für seine Roboter-Skulptur „Airports Are Like Nightclubs".<br />

Dank seines Riesenbären bleibt Urs Fischer der teuerste<br />

zeitgenössische Schweizer Künstler des Marktes (dies ist<br />

er seit 2010) und behauptet sich als der gegenwärtig bestbezahlte<br />

Künstler unter 40 Jahren. Da großformatige Werke<br />

bei Auktionen dünn gesät sind, blieb keines unverkauft. Vor<br />

kurzem erzielte die Skulptur „Thank You Fuck You" 550.000<br />

Pfund, umgerechnet 878.020 Dollar, und gelangte damit auf<br />

den dritten Platz seiner Erlöse (29. Juni 2011 bei Phillips de<br />

Pury, London).<br />

Abdulnasser Gharem<br />

Der junge Saudi-Araber Abdulnasser Gharem ist ein gutes<br />

Beispiel für den um die jungen Künstler des Mittleren Ostens<br />

entbrannten Wettstreit. In den Jahren 2010 und 2011<br />

wurde das Interesse an der zeitgenössischen arabischen<br />

Kunst vor allem von der starken Präsenz bei großen kulturellen<br />

Ereignissen beflügelt. Dazu zählte unter anderem die<br />

große, von Edge of Arabia parallel zur 54. Biennale in Venedig<br />

organisierte Ausstellung „The Future of a promise", an der<br />

Gharem teilnahm. Die Entwicklung von speziellen Kaufgremien<br />

in bedeutenden Museen wie der Tate Modern, dem British<br />

Museum, dem Guggenheim-Museum und Mäzene, die<br />

Joana Vasconcelos: Marilyn (Christie’s, London, 2/2010) (© VG-<br />

Bild-Kunst Bonn)


KUNSTMARKT<br />

27<br />

den zeitgenössischen arabischen Kunstmarkt unterstützen,<br />

sprechen stark dafür, dass sich diese Kunst in den kommenden<br />

Jahren stärker verbreiten wird. Abdulnasser Gharem<br />

war nur bei drei Auktionen vertreten und kann schon ein<br />

spektakuläres Gebot in Höhe von 700.000 Dollar für seine<br />

Installation „Message/Messenger" vorweisen, deren ursprüngliche<br />

Taxe bei 70.000 bis 100.000 Dollar lag (19. April<br />

2011 bei Christie's Dubai). Die im Vergleich zur ursprünglichen<br />

Schätzung des Werks erfolgte Preisexplosion hängt<br />

teilweise damit zusammen, dass „Message/Messenger" ein<br />

Geschenk des Künstlers ist, dessen Verkaufserlös für das Bildungsprogramm<br />

von Edge of Arabia bestimmt war. Diese<br />

Künstlerorganisation investiert in die Förderung der zeitgenössischen<br />

arabischen Kunst auf internationaler Ebene und<br />

kann bereits Ausstellungen in London, Venedig, Berlin und<br />

Istanbul vorweisen.<br />

Joana Vasconcelos<br />

Die portugiesische Künstlerin Joana Vasconcelos kommt<br />

durch die riesige, für 420.000 Pfund verkaufte Skulptur<br />

„Marilyn” (657.762 Dollar, 410 x 297 x 150 cm, Christie's London)<br />

auf den fünften Platz der Spitzenkünstler. Ein Rekordpreis<br />

für die Künstlerin und für einen Pumps ... Hergestellt<br />

wurde dieser mit rostfreien Edelstahl-Deckeln und -Töpfen.<br />

Die junge Künstlerin, die mit Maßstäben und Materialien<br />

spielt, kann nun vier Gebote von über 150.000 Dollar verbuchen.<br />

In den nächsten Monaten können die prestigeträchtigen<br />

Nachrichten von der Künstlerin ihren Preisen nur noch<br />

mehr Schwung verleihen, denn für das Frühjahr 2012 ist Joana<br />

Vasconcelos nach Jeff Koons, Xavier Veilhan, Takashi<br />

Murakami und Bernard Venet zu einer Ausstellung im<br />

Schloss Versailles eingeladen.<br />

Matthew Day Jackson<br />

Jackson wurde 1974 in Panorama City, Kalifornien, geboren<br />

und wohnt zurzeit in Brooklyn. Der 37-jährige Künstler ist<br />

der einzige Amerikaner der Rangliste und verfügt über einen<br />

bemerkenswerten Lebenslauf: 2009 war er im Rahmen der<br />

Ausstellung der Künstler aus der Sammlung François Pinault<br />

im Palazzo Grassi, im gleichen Jahr in der Galerie Emmanuel<br />

Perrotin sowie im folgenden Jahr in der Rubell Family Collec-<br />

Matthiew Day Jackson: Bucky (Christie’s, London, 2/2010). – Tennanaut<br />

II (Christie’s, London, 6/2011)<br />

Zeitgenössische <strong>Skulpturen</strong>: Auktionsumsatz (2000- Juni 2011)<br />

tion (Miami) und dem Ullens Center for Contemporary Art in<br />

Peking vertreten. Auf dem Höhepunkt seines jungen Ruhms<br />

erhielt er am 11. Februar 2010 für das Werk „Bucky" ein Gebot<br />

von umgerechnet 783.050 Dollar (500.000 Pfund, Christies<br />

London). Obwohl seitdem kein Werk dieses Preisniveau erreicht<br />

hat, wurden im ersten Halbjahr 2011 dennoch vier Gebote<br />

von über 100.000 Dollar verzeichnet, unter anderem<br />

das für 270.000 Pfund verkaufte „Tennanaut II" (430.920<br />

Dollar, Christie's London am 28.06.2011).<br />

Banksy<br />

Der berühmteste Unbekannte arbeitet sich mit einem Gebot<br />

von 550.000 Dollar für die Skulptur „Vandalised Phone<br />

Box", eine Allegorie auf die Gewalt in Form einer Londoner<br />

Telefonzelle, auf den sechsten Platz des Klassements vor (14.<br />

02.2008, Sotheby's New York). Dies ist das viertbeste Gebot<br />

des Künstlers. Durch die Krise wurde die Begeisterung für<br />

die Werke des Künstlers gestoppt, so dass er das Kunststück<br />

der beiden im Jahr 2008 erzielten Millionengebote, dank derer<br />

er sensationell auf den 13. Platz der Top 15 gelangte (12,5<br />

Millionen Dollar Verkaufserlöse), nicht wiederholen konnte.<br />

Chintan Upadhyay<br />

Chintan Upadhyay jongliert frech mit den Symbolen seiner<br />

indischen Kultur. Das Spiel geht auf, denn nach einem ersten<br />

Auktionsergebnis von 7.000 Dollar 2005 („New Breed Hybrid",<br />

Sotheby's) verzeichnete er im folgenden Jahr 42.500<br />

Dollar („Mutans") und anschließend für die Installation der<br />

roboterhaften Wonneproppen „New Indians" ein Rekordgebot<br />

von 440.000 Dollar. (21. September 2007, Sotheby's).<br />

Bei den zeitgenössischen <strong>Skulpturen</strong> muss man sich nicht<br />

vor monumentalen Ausmaßen fürchten. Die Qualität der<br />

verwendeten Materialien ist für den Preis des Werks letzten<br />

Endes zwar nicht von großer Bedeutung (wie bei Urs Fischer<br />

zu sehen ist, kann sich eine Wachsskulptur einer Million Dollar<br />

nähern), aber die Herkunft des Künstlers, die entscheidende<br />

Rolle gewisser Galeristen und <strong>Sammler</strong> sowie die<br />

Spekulationsmöglichkeiten des Stücks sind wichtige Preiskriterien.<br />

QUELLE | artprice.com


chl<br />

eptein<br />

Gerhard<br />

Schliepstein<br />

Sabine Spindler<br />

AUSHÄNGESCHILD<br />

Wer Schliepstein sagt, meint in den<br />

meisten Fällen Rosenthal-Porzellan.<br />

Keine Brunnenfigur, keine Porträtbüste<br />

hat diesem Bildhauer so sehr zu<br />

Ruhm verholfen wie seine Figurinen<br />

und Kleinplastiken für die 1897 in<br />

Selb gegründete Manufaktur. Es<br />

heißt, dass Rosenthal Anfang der<br />

1920er-Jahre den noch relativ jungen<br />

Künstler – Schliepstein wurde 1886<br />

in Hannover geboren – der Staatlichen<br />

Porzellanmanufaktur Berlin regelrecht<br />

ausgespannt hat. Ob die<br />

Rechnung unter rein finanziellem<br />

Gesichtspunkt aufging, weiß man<br />

nicht. Über Verkaufsquoten existieren<br />

keine Zahlen. Doch allein die Tatsache,<br />

dass Rosenthal mitsamt seinen<br />

Kunstabteilungen über 40 Modelle<br />

des in Berlin ansässigen Bildhauers<br />

im Programm hatte, spricht<br />

unmissverständlich für gewisse Verkaufserfolge<br />

seiner Arbeiten. Als<br />

Aushängeschild für die Modernität<br />

der Oberpfälzer Firma im Nordosten<br />

Bayerns war er auf jeden Fall eine<br />

gute Investition. Kritiker des damals<br />

streng beäugten Kunstgewerbes sahen<br />

in Gerhard Schliepstein einen Erneuerer<br />

der Porzellanskulptur und<br />

einen bahnbrechenden Porzellanplastiker,<br />

der einen Funken Avantgarde<br />

in das zu sentimentaler Banalität<br />

neigende Keramikgewerbe brachte.<br />

Als seine Arbeiten 1925 auf der Leipziger<br />

Frühjahrsmesse präsentiert<br />

wurden, schrieb die Presse mit vollem<br />

Pathos:„Dieser Künstler versteht<br />

es, mit rhythmisch bewegten, edlen<br />

Umrissen und großgenommenen,<br />

lichtsammelnden Flächen eine solche<br />

reine Wirkung zu erzielen, dass<br />

seine mittelgroßen, weißen Figuren<br />

wie in Glanz gebadet dastehen…"<br />

Prinz und Prinzessin, bezeichnet, Entwurf<br />

1925, Bronze, Gießereistempel Noack<br />

Berlin, aus dem Nachlass der Familie,<br />

H 53,5 cm. Bruttoerlös: 18.000 Euro<br />

(Foto: Dorotheum)


KUNSTHANDWERK 29<br />

Kleiner Bär, Entwurf 1922/23, bez., Porzellan,<br />

Unterglasurbemalung, Rosenthal,<br />

H 11 cm (Foto: Auktionshaus Dr.<br />

Fischer)<br />

Sitzender weiblicher Akt, vor 1920, Alabaster,<br />

Marmorsockel mit Plakette der<br />

Hessischen Kunstwerkstätten Altmorschen,<br />

H 29 cm (Foto: Auktionshaus<br />

Dannenberg)<br />

DER WILLE ZUR KUNST<br />

IM ZENIT DES SCHAFFENS<br />

Gerhard Schliepstein war zu dieser<br />

Zeit auf dem Höhepunkt seines<br />

Schaffens. Mit der auf einem sich<br />

bäumenden Pferd reitenden „Phantasie",<br />

die noch in der Berliner Porzellanmanufaktur<br />

hergestellt wurde<br />

und von der Rosenthal kurz darauf<br />

nur das eher unelegante Pferd ohne<br />

Figurenstaffage auflegte, aber auch<br />

mit der im Schneidersitz hockenden<br />

Figur des Kerzenleuchters und des<br />

Schreibzeugs von 1924/25 hatte sich<br />

Schliepstein ganz auf die Moderne<br />

der Bildhauerei eingelassen. Reduzierte,<br />

weich abstrahierte Körperformen,<br />

langgestreckte Gliedmaßen<br />

und Silhouetten siedeln diese Entwürfe<br />

Schliepsteins zwischen Expressionismus<br />

und neuer Sachlichkeit<br />

an. Auch wenn der kunstgewerbliche<br />

Habitus der Figuren nicht<br />

zu übersehen ist, der Körper dient<br />

Schliepstein als Sinnbild für Existenz<br />

und Seelenbefindlichkeit. Glanzstücke<br />

der 20er-Jahre aber bleiben<br />

„Prinz und Prinzessin". 1925 entworfen,<br />

wurden sie im selben Jahr noch<br />

bei Rosenthal in Porzellan umgesetzt,<br />

aber auch – wohl von Schliep-<br />

stein selbst initiiert – bei Noack in<br />

Berlin in Bronze gegossen. Das Paar<br />

ist eine Mischung aus expressionistischer<br />

Ausdrucksplastik und der<br />

Anmut gotischer Figuren. Hier prallen<br />

Eleganz und Sachlichkeit, eine<br />

gespreizte und verschraubte, aber<br />

schreitende Körperhaltung und der<br />

weiche Schwung der angedeuteten,<br />

stilisierten Gewänder aufeinander.<br />

Dass es Schliepsteins Meisterwerk<br />

sein wird, ahnten schon Zeitgenossen.<br />

Erwin Müller etwa, ein Kenner<br />

der Szene, hebt in seiner 1930 erschienenen<br />

Publikation „Die Wiedergeburt<br />

des Porzellans" das Geistig-<br />

Seelische, die idealisierte, aristokratische<br />

Schlankheit der hochaufragenden<br />

Figuren und die archaischen<br />

Gewänder hervor. Für Müller waren<br />

die „Melodie der Linien, die<br />

Rhythmen und Musikalität<br />

der Körper, ihre weiche<br />

und sanfte Bewegung<br />

... und die ovale<br />

Gesichtsform" Ausdruck<br />

einer neuen Formensprache,<br />

die für<br />

Schliepsteins beste<br />

Phase bestimmend<br />

werden sollte.<br />

Was Paul Scheurich und Max Esser<br />

für die Porzellanmanufaktur in Meißen<br />

waren, wurde Schliepstein für<br />

Rosenthal – der talentierte, auf dem<br />

schmalen Grad zwischen künstlerischer<br />

Ambitioniertheit und Massentauglichkeit<br />

der Porzellanindustrie<br />

balancierende Skulpteur. Dass gerade<br />

die Zeit nach dem Ersten<br />

Weltkrieg und die 1920er-Jahre zu<br />

einer progressiven<br />

Periode in<br />

diesem Bereich


30<br />

KUNSTHANDWERK<br />

Figurengruppe „Phantasie", Entwurf<br />

1924, Porzellan, Staatliche Porzellanmanufaktur<br />

Berlin, H 36,5 cm. Zugeschlagen<br />

für 3.000 Euro (Foto: Quittenbaum)<br />

Figurengruppe „Musik", bezeichnet, Entwurf<br />

1927, Porzellan, Rosenthal, H 40<br />

cm. Auktionszuschlag: 2.100 Euro (Foto:<br />

Von Zezschwitz)<br />

wurden, war kein Zufall. Der Deutsche<br />

Werkbund mit seiner Forderung<br />

nach einer zeitgemäßen, sachlichen,<br />

dem Üppig-Blumigen entsagenden<br />

Dekorationskunst, die verschiedensten<br />

Strömungen in der Kunst – vom<br />

Expressionismus eines Wilhelm<br />

Lehmbruck bis hin zum Futurismus<br />

Alexander Archipenkos – hatten ihre<br />

Spuren hinterlassen. Die Visionen<br />

von einer zeitgemäßen Porzellanskulptur<br />

sahen anders aus als Willy<br />

Zügels „Foxterrier" oder Liebermanns<br />

Capricio „Der Straußenritt".<br />

Man wollte dichter an die zeitgenössische<br />

Kunst heran, das Porzellan aus<br />

der Ecke des Nippes und der bunten<br />

Figürchen herausholen.<br />

Max Adolf Pfeiffer, später der wohl<br />

im ganzen 20. Jahrhundert fortschrittlichste<br />

künstlerische Direktor<br />

von Meißen, hatte schon um 1910, als<br />

er Direktor der Schwarzburger Werkstätten<br />

war, <strong>Skulpturen</strong> von Künstlern<br />

wie Ernst Barlach, Gerhard<br />

Marcks und Hubert Scheibe als<br />

Kleinplastiken in das Programm der<br />

Unterweißbacher Firma aufgenommen.<br />

Als er 1913 an die Elbe berufen<br />

wurde, hat er sein Konzept dort fortgeführt,<br />

das im gewissen Sinne auch<br />

für Rosenthal in Selb maßgeblich<br />

Mädchen mit Taube, bez. SCHLIEPSTEIN,<br />

Entwurf 1929, ausgeführt 1930, Porzellan,<br />

Rosenthal, H 18,5 cm. Hammerpreis:<br />

900 Euro (Foto: Von Zezschwitz)<br />

wurde. Hier im Norden Bayerns war<br />

es vor allem Max Schneider, der als<br />

Direktor während der Jahre 1924 bis<br />

1927 die Kunstabteilungen auf die<br />

Höhe der Zeit brachte. Dem von der<br />

Berliner Manufaktur kommenden<br />

Schneider war die sogenannte „Kommodensentimentalität"<br />

der Porzellanplastik<br />

ein Graus, seine Idee war<br />

es, ihr den Status eines selbstständigen<br />

Kunstwerkes zu geben. Man<br />

durchkämmte die großen Kunstausstellungen<br />

und man hatte Agenten<br />

in anderen Ländern, um nach geeigneten,<br />

reizvollen Modellen Ausschau<br />

zu halten. Ein neuer Stil zog ein: fließend<br />

und flächig gestaltete Figuren<br />

in bevorzugter Weißglasur; farbige<br />

Staffage höchstens, um Sockel und<br />

markante Details zu akzentuieren.<br />

Einer der künstlerischen Hauptakteure<br />

der neuen Linie war zweifelsohne<br />

Gerhard Schliepstein, der unter<br />

Max Schneider ein facetten- und<br />

nuancenreiches Werk entwickelte.


KUNSTHANDWERK 31<br />

Die Badende, Entwurf um 1925, Porzellan,<br />

weiß glasiert, Meißner Ofen- und<br />

Porzellanfabrik, vorm. C. Teichert, H 16<br />

cm. Auktionszuschlag: 650 Euro (Auktionshaus<br />

Schmidt)<br />

Frau mit Reh, auch als „Märchen” betitelt,<br />

Entwurf 1928, Porzellan, Rosenthal,<br />

H 34 cm (Foto: Auktionshaus Dr. Fischer)<br />

SCHLIEPSTEINS STILWANDEL<br />

Die ersten Schliepstein-Modelle für<br />

Rosenthal waren noch ganz dem Naturalistisch-Figürlichen<br />

verpflichtet.<br />

Der bunte Silberreiher, das Känguruh<br />

und der kleine, braun glasierte Bär –<br />

alle 1922/23 ins Modellbuch der Manufaktur<br />

übernommen – unterschieden<br />

sich kaum von anderen Tierplastiken,<br />

die in den ersten Jahrzehnten<br />

des Jahrhunderts nicht nur bei Rosenthal<br />

Konjunktur hatten, sondern<br />

auch in der zeitgenössischen Plastik<br />

breiten Raum einnahmen. Man denke<br />

an den Tierbildhauer August Gaul<br />

oder an Schliepsteins Zeitgenossin<br />

Reneé Sintenis. So konservativ diese<br />

Schliepstein-Figuren auch waren, der<br />

kleine Bär sollte dennoch eine seiner<br />

populärsten Arbeiten werden. Als<br />

wären diese Modelle ein Abgesang<br />

auf seine prämodernistische Phase<br />

oder lediglich eine Konzession an<br />

den Auftraggeber, hatte sich Schliepstein<br />

unmittelbar danach mit seinen<br />

langgestreckten Figuren, die sich<br />

schon an den von Rosenthal produzierten<br />

Stehlampen oder den von der<br />

Staatlichen Porzellanmanufaktur<br />

Berlin 1924 hergestellten neusachlichen<br />

Figurinen „Jägerin" und „Hegerin"<br />

zeigen, einem neuen Formverständnis<br />

zugewandt. Unübersehbar<br />

wurde dieser Sprung in die Moderne<br />

an Schliepsteins Tierplastik „Flüchtende<br />

Rehe", die Rosenthal 1924 erstmals<br />

auflegte: der Sockel eine bizarre,<br />

konstruktivistische Andeutung<br />

eines Felsens; die Rehe mit einem<br />

Hauch Kubismus zwischen Naturalismus<br />

und angedeuteter Abstraktion<br />

angesiedelt. Die zeitgenössische<br />

Kritik war begeistert: „Die Porzellanschöpfungen<br />

Gerhard Schliepsteins<br />

lassen erkennen, wie weit Porzellan<br />

einer starken Stilisierung der Form<br />

im neuzeitlichen Sinne zugänglich<br />

ist … Das stilistische Beiwerk, anfangs<br />

eine selbständige Zutat zu<br />

dem Figürlichen, schließt nun Sockel<br />

und Figur zu einer ornamentalen<br />

Einheit zusammen." In ähnlicher<br />

Weise gestaltete der Wahlberliner<br />

Schliepstein auch die Skulptur<br />

„Windhunde" von 1930, die aber<br />

schon von der Weichheit der Formen<br />

nach 1926/27 gekennzeichnet ist.<br />

Schliepstein war Mitte der 1920er-<br />

Jahre nicht nur auf dem Höhepunkt<br />

seines Schaffens, er muss auch ein<br />

Suchender, ein um Form und Ausdruck,<br />

um Modernität und Identität<br />

mit seiner Arbeit ringender Künstler<br />

gewesen sein. Ab 1926, seit seiner<br />

Kleinplastik „Abkehr", mit der er seelische<br />

Zustände durch plastische<br />

Mittel zu verdeutlichen versuchte, ist<br />

in seinen Arbeiten ein starker Hang<br />

zur Verinnerlichung und Introvertiertheit<br />

zu bemerken. Das Expressive<br />

von „Prinz und Prinzessin" ist zurückgenommen,<br />

stärker hervor tritt<br />

jetzt eine weltferne, fast melancholisch<br />

wirkende Sanftheit und Besinnlichkeit,<br />

die zudem von einer gefühlsbetonten<br />

Stimmung beseelt ist.<br />

„Frau mit Reh" von 1928, „Mädchen<br />

mit Taube" von 1929 oder „Die Schäferin",<br />

allesamt figürliche Variationen<br />

aus Mythologie und Märchenwelt,<br />

verdeutlichen diesen Trend zur<br />

innerlichen Zurückgezogenheit im<br />

Werk des Bildhauers. Aus Schliepsteins<br />

Porzellanfiguren sprach jetzt<br />

ein lyrischer Zweifler. Die ergebene,<br />

sich scheinbar im Lichte Mariens<br />

sonnende Nonne der Büste „Verklärung"<br />

von 1929 setzt den Schlusspunkt<br />

dieser Werksphase für Rosenthal.<br />

STREIT MIT MEISSEN<br />

Schliepsteins Platz als Porzellankünstler<br />

der Moderne ist heute un-


Braunschweig, Hochschule für Bildende<br />

Künste in Berlin Charlottenburg,<br />

seit 1909/10 freischaffender<br />

Künstler in Berlin. Er schuf Brunnenanlagen,<br />

Grabdenkmäler, Kunst am<br />

Bau in Berlin, Braunschweig und<br />

Stralsund sowie einige Bildnisbüsten<br />

– darunter die des legendären<br />

Schauspielers Eduard von Winterstein.<br />

1941 wurde sein Atelier ausgebombt,<br />

erst 1946 kehrte er nach Berlin<br />

zurück, wo er 1963 im Alter von 77<br />

Jahren starb. Sein Wirken jenseits<br />

von Rosenthal und Staatlicher Porzellanmanufaktur<br />

Berlin gleicht einem<br />

Puzzle, in dem noch sehr viele<br />

Teile fehlen.<br />

Ganz offensichtlich hat Schliepstein<br />

von Anbeginn keine Scheu gehabt,<br />

auch für die kunstgewerbliche Industrie<br />

zu arbeiten. Noch im Jugendstil<br />

verhaftet, entstanden Kleinplastiken<br />

aus Bronze und Elfenbeindetails wie<br />

„Leda mit dem Schwan", die als Auflagenkunst<br />

für ein breiteres Publikum<br />

gedacht waren. In dieses Vermarktungskonzept<br />

gehören auch die<br />

Arbeiten für die hessische Kunstanumstößlich.<br />

Wie sehr er allerdings<br />

seinem persönlichen künstlerischen<br />

Impetus bei diesen Arbeiten folgte<br />

oder ob der Bildhauer starkem Einfluss<br />

Rosenthals auf Themen und<br />

kunstgewerbliche Ausrichtung seiner<br />

Porzellanplastiken ausgesetzt<br />

war, ist bis heute nicht recherchiert.<br />

War Schliepstein der grandiose, autarke<br />

Künstler oder ein begnadeter<br />

Kunsthandwerker, der die Strömungen<br />

der Zeit fürs Kunstgewerbe kongenial<br />

umsetzen konnte? Einen kleinen<br />

dunklen Fleck hinterlässt der<br />

Plagiatsvorwurf aus Meißen im porzellanweißen<br />

Image Schliepsteins.<br />

Max Adolf Pfeiffer forderte 1929 die<br />

Zurücknahme der „Verklärung". Seiner<br />

Ansicht nach stellt sie eine spiegelverkehrte<br />

Kopie der zwei Jahre zuvor<br />

von Meißen aufgelegten „Madonna"<br />

von Richard Langer dar. Den<br />

Vorwurf wies Rosenthal jedoch zurück.<br />

Der Künstler selbst verwies darauf,<br />

dass sein gesamtes plastisches<br />

Werk, auch schon früher entstandene<br />

Arbeiten, einer bestimmten<br />

Grundstimmung gehorchten.<br />

DIE ZEIT VOR ROSENTHAL<br />

Künstlerlexika geben nur wenig über<br />

Gerhard Schliepstein preis: 1886 in<br />

Braunschweig geboren, Lehre bei<br />

Hofbildhauer Wilhelm Bayern in<br />

Mähnenschaf-Uhr, Entwurf 1928, Porzellan,<br />

Rosenthal, H 38 cm. Zuschlag bei<br />

6.000 Euro (Foto: Auktionshaus Dr.<br />

Fischer)<br />

Schreibzeug in Form einer hockenden Figur,<br />

Entwurf 1925, ausgeführt 1929, Porzellan,<br />

partiell grüne, lachsfarbene und<br />

schwarze Aufglasur und vergoldet, Rosenthal<br />

Selb, H 22,5 cm. Auktionszuschlag:<br />

1.100 Euro (Foto: Quittenbaum)<br />

Leuchter in Form einer hockenden Figur,<br />

Entwurf 1924, Porzellan, Staatliche Porzellanmanufaktur<br />

Berlin, H 36 cm (Foto:<br />

Galerie Brigantine 1900, München)<br />

Windhunde, bez. SCHLIEPSTEIN, Entwurf<br />

1930, Porzellan, Rosenthal, H 14,5<br />

cm. Auktionspreis: 400 Euro (Foto: Von<br />

Zezschwitz)


stalt in Altmorschen von Carl George,<br />

die aus einheimischem Marmor<br />

und nach Künstlerentwürfen Ziergegenstände<br />

wie Aschenbecher und<br />

dekorative Kleinplastiken wie etwa<br />

den „Liegenden Löwen" mit den blitzenden<br />

Glasaugen herstellte. Immer<br />

wieder tauchen auf dem Kunstmarkt<br />

Kleinbronzen auf, die – wie auch die<br />

stattlichen „Prinz und Prinzessin" –<br />

bei der renommierten Gießerei<br />

Noack in Berlin gegossen wurden.<br />

Ob sie in Galerien vertrieben wurden<br />

oder von sogenannten Kunsthandlungen,<br />

in denen auch Silberwaren<br />

und Porzellanplastiken offeriert wurden,<br />

ist nicht nachvollziehbar. Nie in<br />

Porzellan ausgeführt: eine wie aus<br />

Fritz Langs Film „Metropolis" entstiegene,<br />

exzentrische „Salome mit dem<br />

Haupt des Johannes", wohl auch bei<br />

Noack gegossen.<br />

Belegt ist hingegen eine frühe Beziehung<br />

zur Porzellanindustrie. Bereits<br />

um 1909/10 lieferte der junge<br />

Künstler Entwürfe für die Staatliche<br />

Porzellanmanufaktur Berlin und<br />

Wandmaske „Nacht", bezeichnet, Entwurf<br />

1928, ausgeführt 1929, Porzellan,<br />

Rosenthal, Zweigwerk Bahnhof-Selb, H<br />

25 cm. Hammerpreis: 300 Euro (Foto:<br />

Von Zezschwitz)<br />

wohl auch für die Manufaktur Gebrüder<br />

Heubach in Thüringen, wie<br />

die um 1910 datierte, romantisierte<br />

Szene „Der Zeichenunterricht" beweist.<br />

Auch für die Schwarzburger<br />

Werkstätte sind Modelle nachweisbar.<br />

Wann die Zusammenarbeit mit<br />

der Meißner Ofen- und Porzellanfabrik,<br />

ehemals C. Teichert begann, ist<br />

fraglich. Aber es ist sicher, dass<br />

Schliepstein für sie nicht nur Modelle<br />

für Kleinplastiken wie die „Badende"<br />

lieferte. 1925 gestaltete er den<br />

von ehemals Teichert realisierten Keramik-Zierrat<br />

des Eingangsportals<br />

des Giesensdorfer Gemeindehauses<br />

in Berlin-Lichterfelde – ornamentale<br />

Architekturdekoration in bester Artdéco-Manier.<br />

Die bedeutsamsten Arbeiten vor der<br />

Rosenthal-Zeit aber entstanden für<br />

die Staatliche Porzellanmanufaktur<br />

Berlin. Das Schreibzeug mit den zwei<br />

tütenförmigen Tinten- bzw. Sandgefäßen,<br />

der Kerzenhalter mit den welligen<br />

Tüllen weisen den Bildhauer als<br />

geschickten Dekorationskünstler im<br />

Stil des Art déco aus, den er auch bei<br />

den Lampenentwürfen für die Manufaktur<br />

in Selb unter Beweis stellte<br />

und auch bei der 1928 entstandenen<br />

„Uhr mit Mähnenschafen", einer seiner<br />

besten Arbeiten für Rosenthal.<br />

ABSCHIED VON DER MODERNE<br />

Auffällig innerhalb der Porzellanarbeiten<br />

Gerhard Schliepsteins ist der<br />

Verlust des progressiven künstlerischen<br />

Anspruchs nach 1930. Hatte<br />

Schliepstein mit seiner „Verklärung"<br />

den eisernen Grundsatz des Porzellanbildhauers,<br />

dass man sich thematisch<br />

eher der Sonnenseite des Lebens<br />

zuzuwenden hatte, verletzt<br />

und wurde in die Schranken gewiesen?<br />

Oder hatte man sich nach dem<br />

Weggang Max Schneiders im Jahr<br />

1927 wieder der gängigeren, konventionelleren<br />

und damit umsatzstärkeren<br />

Figuren zugewandt? Mit der<br />

„Schwimmerin" von 1933 versuchte<br />

Schliepstein vielleicht zum letzen<br />

Mal, mit einem leicht heroisch-pa-<br />

Verklärung, bez., Entwurf 1928, Ausführung<br />

von 1935, Porzellan, Rosenthal,<br />

H 33 cm. In Heilbronn zugeschlagen für<br />

1.900 Euro (Foto: Auktionshaus Dr.<br />

Fischer)<br />

Stehlampe, Entwurf 1924, ausgeführt<br />

zwischen 1924 und 1945, Porzellan, Rosenthal,<br />

Selb, H 189 cm. Bei Christie’s in<br />

London für 4.000 Pfund zugeschlagen<br />

(Foto: Christie’s)


Der Zeichenunterricht, um 1910, Porzellan,<br />

Aufglasurmalerei, Gebr. Heubach,<br />

Lichte/Thüringen, H 11 cm (Foto: Auktionshaus<br />

Dr. Fischer)<br />

Liegender Löwe, verschiedenfarbiger<br />

Marmor, Glasaugen, vor 1920, H 16,5 cm.<br />

Auktionszuschlag: 550 Euro (Foto:<br />

Kunstauktionshaus Leipzig)<br />

Leda mit dem Schwan, signiert, vor<br />

1920, Bronze, goldbraun patiniert, Elfenbein,<br />

geschnitzt, olivfarbener Marmorsockel,<br />

H 12 cm (Foto: Auktionshaus<br />

Schloss Ahlden)<br />

thetischen Neoklassizismus seinen<br />

Ruf als moderner Porzellanplastiker<br />

aufrecht zu erhalten. Aber schon die<br />

bunt staffierte, zuckerpüppchenähnliche<br />

„Sitzende" mit dem blauen<br />

Tuch und der um 1930 entstandene,<br />

zwar leicht stilisierte, aber in seiner<br />

Körperhaltung biedere „Deutsche<br />

Schäferhund" zeigten einen Bruch<br />

mit Schliepsteins glorreicher Periode.<br />

Es scheint Geschäftspolitik Rosenthals<br />

gewesen zu sein, die Spuren<br />

der Moderne wieder zu tilgen.<br />

Schließlich war die Ausstellung „Entartete<br />

Kunst" 1937 nicht der Anfang,<br />

sondern der Kulminationspunkt der<br />

Verunglimpfung der Moderne. Aus<br />

Schliepsteins expressionistisch überdehntem<br />

„Mädchen mit Reh" wurde<br />

1937 jedenfalls ein mehr klassisches,<br />

bodenständigeres und der Kunstdoktrin<br />

der Zeit nahe stehendes Bildniswerk,<br />

das mit dem braun staffierten<br />

Reh einen Zug von Verniedlichung<br />

annahm. Diese Version wurde<br />

bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg<br />

produziert. 1957 kostete<br />

diese Figur 114 DM. Klassisch,<br />

aber harmlos – das waren auch<br />

die Züge des elfenbeinfarben glasierten<br />

„Kinderköpfchens". Die Büste<br />

seiner Tochter Ruth war schon im<br />

Jahr 1928 entstanden, jetzt im Jahr<br />

1938 passte sie ins Programm. Es soll<br />

– laut den Erinnerungen von Ruth<br />

Schliepstein – einer der großen Verkaufserfolge<br />

gewesen sein. Auch das<br />

„Köpfchen” wurde bis in die späten<br />

1950er-Jahre hinein aufgelegt.<br />

Leopard mit Kugel, Entwurf 1933, Ausführung<br />

von 1946, Porzellan mit Unterglasurmalerei,<br />

Rosenthal, L 22 cm. Auktionspreis:<br />

250 Euro (Foto: Auktionshaus<br />

Dr. Fischer)<br />

Hockende auf Halbrundsockel, bez., Entwurf<br />

um 1931, Porzellan, sparsame Aufglasurmalerei,<br />

Rosenthal, H 13,5 cm. Zugeschlagen<br />

für 360 Euro (Foto: Auktionshaus<br />

Dr. Fischer)


KUNSTHANDWERK 35<br />

DIE MARKTSITUATION<br />

Der Kunstmarkt ist im Falle von Gerhard<br />

Schliepstein ein objektiver Richter.<br />

Banaleres, Trivialeres, Unausgereiftes<br />

aus der Frühzeit und aus den<br />

späten 30er-Jahren überschreitet auf<br />

Auktionen kaum die 1.000-Euro-<br />

Grenze. Weitaus höher werden da<br />

schon die Arbeiten aus seiner kühnsten<br />

Periode, aus den 1920er-Jahren,<br />

bewertet. 25.000 Dollar – Höchstzuschlag<br />

für ein Werk von Schliepstein<br />

– brachte vor vier Jahren die oben<br />

erwähnte, über einen Meter hohe<br />

„Salome"-Bronze bei Christie’s in<br />

London, bei knapp 24.000 Dollar lag<br />

der Netto-Erlös für einen Bronzeguss<br />

von „Prinz und Prinzessin" in einem<br />

amerikanischen Auktionshaus, in<br />

Porzellan kam das Paar in Deutschland<br />

zuletzt bei Quittenbaum für<br />

8.000 Euro unter den Hammer. Ähnlich<br />

hoch wurde auch die Uhr „Mähnenschaf"<br />

bewertet, die vor einigen<br />

Jahren bei Dr. Fischer in Heilbronn<br />

für 6.000 Euro zugeschlagen wurde.<br />

Margen wie diese erreichen jedoch<br />

auch ambitionierte Arbeiten in Porzellan<br />

nur selten, das Preisniveau für<br />

seine Hauptwerke hat sich im unteren<br />

vierstelligen Bereich eingepegelt.<br />

Bei Von Zezschwitz etwa brachte<br />

die Figurengruppe „Musik" von<br />

1927 einen Hammerpreis von 2.100<br />

Euro, die komplette Serie der „Vier<br />

Jahreszeiten" 4.200 Euro. Das Auktionshaus<br />

Dr. Fischer vermeldete im<br />

Frühjahr dieses Jahres einen Zuschlag<br />

von 1.900 Euro für die „Verklärung",<br />

während die „Phantasie" 2009<br />

bei Quittenbaum einen Zuschlag<br />

von 3.000 Euro erzielte.<br />

Sitzende, bez., Entwurf 1932, ausgeführt<br />

1936, Porzellan mit blauer Aufglasurmalerei,<br />

Rosenthal, H 23 cm (Foto: Auktionshaus<br />

Dr. Fischer)<br />

Mädchen, bez., Entwurf 1932, Porzellan,<br />

Rosenthal, H 17,5 cm. Zugeschlagen bei<br />

750 Euro (Foto: Auktionshaus Dr. Fischer)<br />

Schwimmerin, bez., Entwurf 1933, ausgeführt<br />

1936, Porzellan, Rosenthal, H<br />

33,6 cm. Auktionszuschlag: 1.600 Euro<br />

(Foto: Auktionshaus Dr. Fischer)


36<br />

AUKTIONSNOTIZEN – VORBERICHTE<br />

Tipp für Kurzentschlossene<br />

Kaiserwalzer<br />

Kastern, Hannover<br />

Vielfältig ist das Angebot an<br />

Gemälden und Grafik, Kunsthandwerk,<br />

Möbeln und Schmuck am<br />

24. September bei Kastern. Eine wunderbare<br />

„Arkadische Landschaft“ des<br />

Franzosen Jean Victor Bertin sticht unter<br />

den Gemälden des 19. Jahrhunderts hervor. Der<br />

Salonmaler war bereits zu Lebzeiten für seine klassischen<br />

Motive hoch geschätzt (Taxe 3.200 Euro). Mit vorzüglichen<br />

Rinderdarstellungen fing sich Albert Berckersaus den<br />

Spitznamen „Kuh-Becker“ ein („Kuhtreiben“, 3.500 Euro). Aus<br />

norddeutschem Besitz stammt Otto Pippels großformatige<br />

„Rennbahn“ (13.000 Euro). Kokoschka-Meisterschüler Hans<br />

Meyboden zeigt den „Hamburger Hafen“ (23.000 Euro). Mit<br />

der Bronze „Kaiserwalzer“ stellte Lore Friedrich-Gronau die<br />

Schauspiel-Geschwister Höpfner tanzend dar (2.800 Euro).<br />

Von A. Lange & Söhne-Herrenarmbanduhren sind zwei Platin-<br />

Modelle dabei, die Große Lange 1 (11.000 Euro) und der begehrte<br />

„Double Split Chronograph“ (35.000 Euro).<br />

TELEFON | 0511/851085<br />

INTERNET | www.kastern.de<br />

A. Lange & Söhne, Double Split Chronograph, Platin, Ref.-Nr.:<br />

404.035 (Taxe 35.000 Euro). Kastern, Hannover, 24.09.2011<br />

Patek Philippe, Ewiger Kalender mit Chronograph, Ref. 3970 E,<br />

1990 (49.000 Euro). Henry’s, Mutterstadt, 01.10.2011<br />

Ewiger Kalender<br />

Henry’s, Mutterstadt<br />

Uhren sind das Thema der Auktion am 1. Oktober bei Henry’s.<br />

Unter den Armbanduhren gibt es einen Chronographen von<br />

Omega von 1944 sowie einen Chronometer Constellation in<br />

Weißgold desselben Herstellers. Auch Freunde der Chronographen<br />

Alain Silbersteins werden fündig. Von Rolex kommt eine<br />

Bubble Back Ref. 6075. Für <strong>Sammler</strong> von Patek Philippe dürfte<br />

das Titelstück, ein ewiger Kalender mit Chronograph, Ref. 3970<br />

E von 1990 mit einem Limit von 49.000 Euro interessant sein.<br />

Ebenfalls von Patek Philippe gibt es Taschenuhren: eine Savonette<br />

in Roségold von 1912, eine feine Goldfrackuhr aus der Zeit<br />

um 1966 und eine Goldfrackuhr von 1977. Das Highlight ist<br />

eine offene Herrentaschenuhr mit rückseitiger Emailmalerei<br />

aus dem Hause Gübelin (6.900 Euro). Ein Porträt von Napoleon<br />

findet sich auf der Rückseite einer Spindeltaschenuhr, welche<br />

auch mit Repetition zu haben sind.Wer bei einem Spaziergang<br />

die Zeit nicht aus den Augen verlieren will, dem seien<br />

Spazierstockknäufe mit eingelassenen Uhren ans Herz gelegt.<br />

TELEFON | 06234/8011101<br />

INTERNET | www.henrys.de<br />

Gübelin Herrentaschenuhr mit rückseitiger Emailmalerei (Limit 6.900 Euro). Henry’s, Mutterstadt, 01.10.2011


AUKTIONSNOTIZEN – VORBERICHTE 37<br />

Vom Schloss<br />

ins Schloss<br />

Schloss Ahlden<br />

Zum 150. Jubiläum präsentiert<br />

Schloss Ahlden<br />

vom 1. bis 3. Oktober über<br />

2.500 Objekte fast aller<br />

Sammelgebiete und Epochen.<br />

Von hochadeliger<br />

Provenienz ist eine einmalige<br />

Kollektion von Porzellan,<br />

Schmuck, Silber<br />

und Tafelzier aus dem<br />

Besitz der Fürsten zu Wied und Könige zu Württemberg, der<br />

Königin Elisabeth v. Rumänien und Don Jaime de Mora y Aragón,<br />

Bruder der belgischen Königin Fabiola. Im Silberangebot<br />

(400 Positionen) warten Stücke des Barock bis zum Biedermeier<br />

auf Connaisseurs. Prunkvolles Highlight ist eine<br />

bedeutende schlesische Münzschatulle, die nahezu flächendeckend<br />

mit insgesamt 55 unterschiedlichen Münzen aus<br />

den Jahren 1581-1662 bedeckt ist und ein fein graviertes stilisiertes<br />

Blattwerk zeigt (Taxe 58.000 Euro). Diese entstand<br />

um 1685, geschaffen von Meister Matthes Franke in der seinerzeit<br />

blühenden Handelsstadt Glogau. Schwerpunkte in<br />

der umfangreichen Porzellan-Offerte bilden Meißener Porzellane<br />

des 18. Jahrhunderts und malerisch meisterhaft<br />

dekorierte Objekte der KPM-Berlin aus dem 19. Jahrhundert.<br />

Eine Meißener Teekanne aus Böttger-Porzellan mit aufgelegtem<br />

Akanthusblattdekor, die kurz nach 1710 entstand, ist<br />

auf 16.000 geschätzt. In der gleichen Epoche wurde eine<br />

außerordentlich seltene Böttger-Porzellanstatuette August<br />

des Starken als Kurfürst von Sachsen und König von Polen<br />

hergestellt, die ihn als römischen Feldherrn mit Marschallstab<br />

zeigt (38.000 Euro). Im Angebot an <strong>Skulpturen</strong> und Plastiken<br />

ist die Moderne am stärksten vertreten. In einer Kollektion<br />

Bronzen der besonders als Tierbildhauerin bekannten<br />

Künstlerin Reneé Sintenis ragt die frühe, wohl um 1915-<br />

18 zu datierende „Strumpf Anziehende“ heraus (12.000<br />

Euro). Eine hochadelige Provenienz weist Jacob van Loos „Zu<br />

Bett gehende junge Frau“ (auch betitelt als „Le coucher à<br />

l'italienne“) aus der Zeit um 1650 auf die aus dem Besitz von<br />

Don Jaime de Mora y Aragón stammt (38.000 Euro). Deutsche<br />

und französische Möbelkunst des Barock und Empire<br />

sind Schwerpunkte der Interieur-Offerte. Königlicher Provenienz<br />

ist ein friederizianischer Rokoko-Wandspiegel aus<br />

dem Neuen Palais in Potsdam-Sanssouci, den Johann<br />

Michael Hoppenhaupt d. Ä. um 1755 fertigte (9.500 Euro).<br />

Trinkkultur<br />

Nagel, Stuttgart<br />

Der süddeutschen Trinkkultur des 18. bis frühen 19. Jahrhunderts<br />

widmete sich das Ehepaar Metzger in den letzten 55 Jahren.<br />

Die Fayence-Sammlung Metzger ist eine Kollektion von<br />

Krügen und Schenkgefäßen, Birn- und Enghalskannen, vor<br />

allem süddeutscher, aber auch thüringischer Manufakturen,<br />

die in der Nagel-Auktion am 5. und 6. Oktober zur Versteigerung<br />

kommt. Einzelstücke der nur kurzfristig tätigen Manufakturen<br />

in Augsburg, Friedberg, Göggingen oder Sulzbach verleihen<br />

der Sammlung eine überdurchschnittliche Bedeutung.<br />

Vier Walzenkrüge stammen aus Schrattenhofen, signierte Fayencen<br />

der Bayreuther Manufaktur geben Aufschluss über<br />

deren Geschichte. Crailsheim ist mit fünf meisterlichen Walzenkrügen<br />

in typischer Farbpalette und einem Exemplar der<br />

„Gelben Familie“ vertreten. Die wohl bedeutendste deutsche<br />

Manufaktur Nürnberg wird nicht nur durch einen frühen<br />

Zunftkrug der Kupferschmiede, sondern auch durch drei der<br />

gesuchten Malereien mit alttestamentarischen Szenen und<br />

dem Lamm Gottes aus der Werkstatt von Georg F. Kordenbusch<br />

repräsentiert. Die benachbarte, hundert Jahre besonders produktive<br />

Schrezheimer Manufaktur ist reich vertreten. Die<br />

Schätzpreise gehen von 350 Euro bis 6.500 Euro. Eine weitere<br />

bedeutende Sammlung stammt von Prof. Dr. Josef Albert<br />

Amann (1866-1919), einst ein renommierter Gynäkologe und<br />

Universitätsprofessor. Sein Steckenpferd waren gotische <strong>Skulpturen</strong>,<br />

darunter ein Hl. Nikolaus, Franken um 1500 (Taxe 15.000<br />

Euro). Das übrige Kunsthandwerk enthält eine schöne Auswahl<br />

an feinen Tabatièren und Objects d’Art des 18. Jahrhunderts. Sie<br />

sind aus Schildpatt, Lack, Goldpiqué und Gold-Emaille. Unter<br />

den prunkvollen englischen Silberobjekten des 18. und 19. Jahrhunderts<br />

findet sich ein George-II-Deckelpokal von Meister<br />

John Hugh Le Sage (6.000 Euro). Die Einrichtungsgegenstände<br />

umfassen zwei bedeutende Terrakotta-Modelli für Deckenampeln,<br />

auch lampada da santuario genannt, möglicherweise aus<br />

der Werkstatt von Giuseppe Valadier (18.000 Euro).<br />

TELEFON | 0711/649690<br />

INTERNET | www.auction.de<br />

TELEFON | 05164/80100<br />

INTERNET | www.schloss-ahlden.de<br />

Renée Sintenis, Strumpf Anziehende, Bronze, in dunkelbraunschwarzen<br />

Tönen patiniert, H 10,3 cm (Taxe 12.000 Euro). Schloss<br />

Ahlden, 01.-03.10.2011<br />

Fayence-Sammlung Metzger (Taxen von 350 Euro bis 6.500 Euro).<br />

Nagel, Stuttgart, 05./06.10.2011


38<br />

AUKTIONSNOTIZEN – VORBERICHTE<br />

Jubiläum<br />

Bloss, Merzhausen<br />

Das älteste Auktionshaus<br />

Badens feiert vom 4. bis 6.<br />

Oktober sein 75-jähriges<br />

Firmenjubiläum. Dafür<br />

trug Bloss ausgewählte<br />

Raritäten zusammen. Eine<br />

Besonderheit ist die chinesische,<br />

sechs Meter lange<br />

Bildrolle „Das Spiel der<br />

Arhats“, deren Stempelsignatur<br />

dem Maler Zhang<br />

Chong aus Zhejiang zuzuordnen<br />

ist. Es handelt sich<br />

um eine feine Seidenmalerei,<br />

zu der eine ausführliche<br />

Dokumentation vorliegt.<br />

Interessant ist die<br />

Provenienz des Stückes: die<br />

Bildrolle ist ein Geschenk<br />

des Großherzogs Friedrich<br />

II. von Baden an seine<br />

Patentochter im Jahr 1910.<br />

Aufgrund mangelnder Vergleichswerte<br />

ist der Ausrufpreis<br />

auf lediglich 1.000<br />

Euro angesetzt. Meißener<br />

Prunkvasen führen die Porzellanofferte<br />

an, die des<br />

Weiteren ein prächtiges<br />

Service der KPM Berlin<br />

beinhaltet sowie perfekt<br />

erhaltene Hentschel-Kinder<br />

(1.200 Euro). Wie in den<br />

vergangenen Auktionen<br />

gibt es auch diesmal eine<br />

qualitätvolle Auswahl an<br />

Uhren. Glassammler dürfen<br />

sich über Pokale aus<br />

dem 18. Jahrhundert sowie<br />

einen farbenfroh bemalten<br />

Hochzeitskrug von 1731<br />

freuen. Aus der gleichen<br />

Zeit stammen nicht nur die<br />

meisten Möbelstücke wie<br />

ein Danziger Barockschrank,<br />

ein Dresdner<br />

Sekretär und drei<br />

besonders schön intarsierte Barockkommoden, sondern auch<br />

zahlreiche Stücke aus der großen Silberabteilung, die mit<br />

Leuchterpaaren, Girandolen (4.900 Euro), Bechern und Dosen<br />

viele <strong>Sammler</strong> beglücken dürften. Das Prachtstück stellt hier<br />

ein fürstlicher Prunkhumpen mit Doppelwandung mit Meistermarke<br />

von Stephan Klein, Rosenau, dar (22.000 Euro).<br />

TELEFON | 0761/408048<br />

INTERNET | www.bloss-auktionen.de<br />

Meißen, Hentschelkind, unterglasurblaue<br />

Schwertermarke, Pressmarken<br />

1233 bzw. 73370, H 13,8 cm<br />

(Limit 1.200 Euro). Bloss, Merzhausen,<br />

04.-06.10.2011<br />

Reinheit<br />

und Harmonie<br />

Ruef, München<br />

In der großen Kunstauktion von Ruef am 6. und 7. Oktober<br />

wird das breite Spektrum von Alter und Moderner Kunst,<br />

klassischen Antiquitäten sowie eine große Abteilung Asiatika<br />

mit eigenem Katalog angeboten. Das Highlight darunter<br />

ist ein chinesischer Nashornbecher aus dem 18. Jahrhundert.<br />

Mit einem Startpreis von 25.000 Euro sind die Erwartungen<br />

hoch, denn bereits in der Frühjahrsauktion hatte das<br />

Münchner Haus einen ähnlichen Becher im Angebot, der<br />

letztendlich 45.000 Euro erzielte. Nicht umsonst sind die<br />

chinesischen Nashornbecher sehr geschätzt, wird ihnen<br />

doch aufgrund ihres Materials die Bedeutung von Reinheit<br />

und Harmonie zugesprochen und wurden diese Becher deshalb<br />

nicht selten als Hochzeits- und Glückwunschbecher<br />

weitergereicht. Eine weitere Besonderheit ist der geschnitzte<br />

Buddhakopf mit meditativem, lächelndem Gesichtsausdruck<br />

aus dem China des 15.<br />

Jahrhunderts, für den mindestens<br />

22.000 Euro geboten werden<br />

müssen. Die qualitätvollen<br />

Fayencen stammen aus einer<br />

süddeutschen Sammlung, darunter<br />

ein Walzenkrug, dessen<br />

Bemalung von dem im Nürnberg<br />

des 18. Jahrhunderts tätigen G. F.<br />

Kordenbusch stammt (1.200<br />

Euro). Glanzvolle Arbeiten des<br />

17. bis 20. Jahrhunderts hält die<br />

Abteilung Silber bereit: Kannen,<br />

Leuchter und diverses Tafelgerät<br />

gibt es von Augsburger Meistern<br />

wie Esaias Busch, Georg Christian<br />

Friedrich Temmler und Caspar<br />

Kornmann bei Limitpreisen von<br />

800 Euro bis 4.500 Euro. Romantische<br />

Hirtenszenen und Schäferidyllen<br />

waren beliebte Sujets<br />

der Maler des 19. Jahrhunderts<br />

(2.500 Euro/5.500 Euro). Eine reizende<br />

Genreszene von Ludwig<br />

Knaus soll mindestens 15.000<br />

Euro kosten. Ein humoristisches<br />

Figurendekor in Grisaillemalerei<br />

schmückt eine typisch italienische,<br />

farbig gefasste Barockkommode.<br />

Hochkarätig ist auch die Schmuckabteilung.<br />

TELEFON | 089/524084<br />

INTERNET | www.ruef-auktion.de<br />

Nashornbecher, China, 18. Jahrhundert (Startpreis 25.000 Euro).<br />

Ruef, München, 06./07.10.2011


AUKTIONSNOTIZEN – VORBERICHTE 39<br />

Prunkpendule<br />

Peege, Freiburg<br />

Auf einem bewegten, von Blüten und Blättern umrankten<br />

Bronzestandfuß hat Emile Gallé eine tief gemuldete,<br />

milchiggoldene Glasglocke gesetzt und diese zartgrün überfangen.<br />

Knapp 1,60 Meter misst die Stehlampe, die der Glaskünstler<br />

um 1910 gestaltet hat. Mit einem Limitpreis von<br />

6.800 Euro ist sie eines der Highlights im Auktionsangebot<br />

von Peege. Ein Salontisch aus Nussbaum von Gallé mit floraler<br />

Marketerie soll mindestens 1.800 Euro kosten. Aber nicht<br />

nur die Bereiche Jugendstil und Art Déco werden abgedeckt,<br />

vom 6. bis 8. Oktober kommen weitere 1.300 Lots aus Spielzeug,<br />

Volkskunst, Porzellan, Tafelsilber, Uhren und Mobiliar,<br />

Gemälden und Grafiken zum Aufruf. Eine vollständige Spielzeugsammlung<br />

enthält viele Puppen des 19. und 20. Jahrhunderts<br />

sowie wunderschöne Puppenstuben und Kaufläden.<br />

Deren Zubehör ist reichhaltig, so auch bei einer Puppenstubendrogerie<br />

aus der Zeit um 1900. Mindestens 400<br />

Euro werden gewünscht. Zu den Kostbarkeiten des breiten<br />

Uhrenangebots zählt eine Louis-XVI-Prunk-Pendule des Pariser<br />

Uhrmachers Julien LeRoy. Zwei Aufsatzsekretäre aus dem<br />

18. Jahrhundert stammen aus Dresden und Mainfranken (je<br />

3.800 Euro). Beendet wird der letzte Auktionstag mit Grafik<br />

und antiquarischen Büchern.<br />

TELEFON | 0761/75556<br />

INTERNET | www.peege.de<br />

Louis XVI-Prunk-Pendule, Bronze, feuervergoldet, auf dem Zifferblatt<br />

signiert Julien Le Roy à Paris, H 57 cm, B 35 cm, T 20 cm (Limit<br />

1.000 Euro). Peege, Freiburg, 06.-08.10.2011<br />

Mit Dampf<br />

Ladenburger Spielzeugauktionen, Ladenburg<br />

Ein Großteil dessen, was die Spielzeugindustrie zu bieten<br />

hat, findet der geneigte <strong>Sammler</strong> viermal im Jahr in den<br />

Ladenburger Spielzeugauktionen. Heuer dauert die Herbstversteigerung<br />

vom 6. bis zum 8. Oktober, in dieser großen<br />

Spielzeugauktion werden rund dreitausend Artikel aufgerufen.<br />

In drei Katalogen präsentieren sich Blechspielzeug und<br />

Eisenbahnen (6. Oktober), Puppenstuben und Zubehör (7.<br />

Oktober) sowie Steiff-Tiere, Puppen und Accessoires (8. Oktober).<br />

Aus mehreren hochwertigen Sammlungen setzt sich<br />

die Offerte zusammen, darunter Puppenstuben aus Wien<br />

und Hamburg. Rund zehn verschiedene Kaffeeröster, dazu<br />

Rock & Graner-Möbel und circa zweihundert Puppenstuben-<br />

Puppen können Puppenliebhaber erfreuen. Für Technikbegeisterte<br />

wird es bei der großen Dampfmaschinensammlung<br />

interessant. Dreihundert<br />

Dampfmaschinen, Lokomobile, Dampfwalzen,<br />

Dampfschiffe, stationäre Lokomobile und<br />

Schiffsdampfmaschinen stehen bereit. Wer<br />

seine Lieblinge bis dahin noch nicht entdeckt<br />

hat, dürfte bei den hochwertigen Steiff-Tieren,<br />

den Teddy-Bären, beim Blechspielzeug und den<br />

Eisenbahnen garantiert fündig werden.<br />

TELEFON | 06203/13014<br />

INTERNET | www.spielzeugauktion.de<br />

Bügeleisenofen, Schweinebräter, 3-Bein gehämmert,<br />

Deckeltopf mit Ablasshahn, Puppenstuben-<br />

Puppen im Orig.-Kart., Biedermeier, 2 Teile Erhard<br />

& Söhne Messingblech vergoldet. Ladenburger<br />

Spielzeugauktion, Ladenburg, 06.-08.10.2011


40<br />

AUKTIONSNOTIZEN – VORBERICHTE<br />

Egoiste<br />

Demessieur, Düsseldorf<br />

Am 8. Oktober findet die Herbstauktion<br />

des Düsseldorfer Auktionshauses Demessieur<br />

statt. Rund 700 Artikel aus den Sparten<br />

Kunsthandwerk, Asiatika, Schmuck, Silber,<br />

Gemälde, Grafiken, Porzellan,Teppiche,<br />

Möbel und <strong>Skulpturen</strong> machen das Angebot<br />

aus. Die Grafik- und Gemäldeofferte<br />

hat Namen wie Trouillebert, Mannskirch,<br />

Achenbach, Jungblut, Koekkoek, Kniep und<br />

Hofer zu verzeichnen. Bronzen stammen<br />

von Fremiet und Gottschalk, <strong>Skulpturen</strong><br />

unter anderem von Yoshimichi Fujimoto.<br />

Beim Porzellan, das Stücke der Manufakturen<br />

KPM und Meißen aufweist, sticht ein<br />

Service und eine Tasse der Königlichen<br />

Porzellanmanufaktur ins Auge, die als<br />

Geschenk des Königs Friedrich Wilhelm IV.<br />

an die Familie von Goertzke überreicht wurde. Die Empiretasse<br />

zeigt das Antlitz Friedrich Wilhelms IV. und soll mindestens<br />

200 Euro kosten, das Service Egoiste mit goldenen Blumenverzierungen<br />

und den Ansichten der Schlösser von Potsdam<br />

hat einen Limitpreis von 1.600 Euro. Asiatika-<strong>Sammler</strong> können<br />

mit Objekten aus der Kang Xi-Zeit, wie den zwei Porzellanbechern<br />

mit Untertassen rechnen (Limit 200 Euro). Besonders<br />

schick und schmuck ist auch der italienische Barockschrank<br />

mit Elfenbeinintarsien (33.000 Euro).<br />

TELEFON | 0211/93655885<br />

INTERNET | www.demessieur.de<br />

Biblischer Bildteppich<br />

Mars, Würzburg<br />

Service Egoiste, KPM, blaue Marke der Königlichen Porzellanmanufaktur sowie orangene<br />

Marke KPM unter Glasur, 6tlg. (Limit 1.600 Euro). Demessieur, Düsseldorf, 08.10.2011<br />

Ein flämischer Wirkteppich aus dem 17. Jahrhundert, wie ihn<br />

wohlhabende Herrscher für ihre Burgen und Schlösser in<br />

Brüssel arbeiten ließen, gehört zu den Filetstücken der Auktion<br />

von Mars am 15. Oktober. Er zeigt eine alttestamentarische<br />

Szene: Der ägyptische König verlangt von den Israeliten<br />

schwere Frondienste und darüber hinaus, dass alle neugeborenen<br />

Söhne der Israeliten ertränkt werden sollen. Entsprechend<br />

sieht man auf dem Teppich den König mit Krone<br />

und Zepter dargestellt, umgeben von bewaffneten Soldaten.<br />

Im Bildhintergrund verrichten die israelitischen Sklaven<br />

schwere Bauarbeiten, behauen Steinblöcke oder schleppen<br />

Material herbei. Dem König gegenüber gestellt ist die Szene<br />

der Kindstötungen; Soldaten werfen Knaben in den Nil,<br />

während sich zwei große Frauenfiguren im Vordergrund klagend<br />

abwenden. Und auch im Detail lässt der Wirkteppich<br />

keine Wünsche offen. Aufwachsende Blattranken, Blumen<br />

und Beeren, weite Flusslandschaften mit Bäumen und Bergen<br />

halten die Szenerie zusammen. Der fast zweieinhalb auf<br />

viereinhalb Meter große Wandteppich stammt aus Privatbesitz<br />

und wird mit 16.000 Euro aufgerufen. Zwei Pastelle von<br />

Ludwig von Hofmann, ein Stillleben von Jean Vernet sowie<br />

die Landschaften der österreichischen Künstler Tina Blau-<br />

Lang und Oskar Mulley gehören zum Gemälderepertoire. Ein<br />

Poseidonpokal begeistert mit aufwändiger Emailletechnik,<br />

ein Straußeneipokal ist ausgewiesen als „Geschenk Sr.<br />

Mayestät des Königs Ludwig II“. Reizvolle Objekte sind auch<br />

in der Möbelfraktion am Start, so wie<br />

die herrschaftliche Barockgarnitur,<br />

die sich Jahrzehnte lang in Privatbesitz<br />

befand und ursprünglich aus<br />

einem Schloss bei Dijon stammt<br />

(5.800 Euro).<br />

TELEFON | 0931/55658<br />

INTERNET |<br />

www.auktionshaus-mars.de<br />

Flämischer Wirkteppich, 17. Jahrhundert,<br />

2,31 m x 4,45 m (Startpreis 16.000 Euro).<br />

Mars, Würzburg, 15.10.2011


AUKTIONSNOTIZEN – VORBERICHTE 41<br />

200 x Varia<br />

Neumeister München<br />

Seit dreißig Jahren bietet Neumeister eine Varia-Auktion, am<br />

19. und 20. Oktober findet sie zum zweihundertsten Mal statt.<br />

Viel hat sich seit der ersten Varia-Versteigerung am 20. Januar<br />

1981 bei den Drucksachen getan, geblieben ist die große Vielseitigkeit<br />

und die Auswahl an Objekten in den unterschiedlichsten<br />

Preissegmenten: Damals wurde eine mit auf Schreibmaschine<br />

getippte Liste mit 400 Losnummern ohne Fotos und<br />

Texte bei Bedarf kopiert, jetzt präsentiert der gut bebilderte<br />

Katalog 1.260 Objekte. Einer der Schwerpunkte der Jubiläumsauktion<br />

liegt auf historischem Spielzeug. Besonders imposant<br />

ist das um 1900 gebaute Schlachtschiff „Fürst Bismark“ der<br />

Marke Bing mit Dampfmaschinen-Antrieb (Taxe 5.000 Euro).<br />

Auch eine alte Märklin-Lokomotive, Puppen mit fein bemalten<br />

Porzellanköpfen, eine Marionette, eine Laterna Magica und drei<br />

Anker Steinbaukästen dürfen die Herzen der Freunde von<br />

Spielzeug mit Patina höher schlagen lassen. Rund dreißig Lose<br />

umfassen diverse Krippenfiguren, zum Beispiel eine Maria als<br />

gute Hirtin aus dem Neapel des 18. Jahrhunderts (450 Euro).<br />

Traditionell ist auch religiöses Kunsthandwerk gut vertreten<br />

wie zum Beispiel ein Hausaltar mit Stuckauflagen aus Süddeutschland<br />

(900 Euro). Anlässlich des Jubiläums spendet<br />

Neumeister-Chefin Katrin Stoll dem Münchener Stadtmuseum<br />

einen Anteil aus dem Versteigerungserlös.<br />

Bing „Fürst Bismark“, um 1900, Dampfmaschinen-Antrieb, L 80<br />

cm (Taxe 5.000 Euro).<br />

Löffler (12.000 Euro) oder die mächtige Leinwandarbeit „Heuler“<br />

von Jörg Immendorff (11.000 Euro).<br />

TELEFON | 089/38989322<br />

INTERNET | www.von-zezschwitz.de<br />

TELEFON | 089/2317100<br />

INTERNET | www.neumeister.com<br />

Jugendstil & Art déco<br />

Von Zezschwitz, München<br />

Der Herbst steht bei von Zezschwitz im Zeichen von Jugendstil<br />

und Art déco. Möbel, Silber, Schmuck, Porzellan und Bronzen<br />

aus dieser fruchtbaren Epoche werden am 20. Oktober in München<br />

versteigert. Im Mittelpunkt steht der Notenschrank von<br />

Louis Majorelle, dessen eingelegtes Bildfeld eine Flusslandschaft<br />

mit Bäumen zeigt (Schätzpreis 4.000 Euro). Die seltene<br />

Porzellanfigur „Vier Kinder beim Betrachten einer Puppe“<br />

(1906) von Konrad Hentschel in der Ausführung der Königlichen<br />

Porzellan Manufaktur Meißen wird für einen Schätzpreis<br />

von 8.000 Euro angeboten. Aus der Manufaktur Nymphenburg<br />

kommt ein Porzellanbild mit der Darstellung einer<br />

jungen Schlafenden und eines Jünglings mit 5.000 Euro zum<br />

Aufruf. Max Laeuger ist mit verschiedenen Keramikfiguren vertreten.<br />

Besonders erwähnenswert ist hierbei das Unikat einer<br />

Nereide auf einem Seeungeheuer (4.000 Euro). Eine gelb glasierte<br />

Katzenfayence von Emil Gallé soll mindestens 3.500 Euro<br />

kosten, die kleine Bronze-Ballerina mit Elfenbein von Ferdinand<br />

Preiss hat einen Schätzpreis von 2.800 Euro. Mit dem Herbsttermin<br />

ist das Auktionsjahr für Von Zezschwitz allerdings noch<br />

nicht zu Ende. Im Dezember feiert das Haus sein zehnjähriges<br />

Bestehen und präsentiert in einer Sonderauktion hochkarätige<br />

Objekte aus allen Auktionsbereichen, wie einen Aufsatzschrank<br />

von Patriz Huber (9.000 Euro), den Putto von Berthold<br />

Louis Majorelle, Notenschrank, 1900, Nancy, mit eingelegtem<br />

Bildfeld (Schätzpreis 4.000 Euro). Von Zezschwitz, München,<br />

20.10.2011


42<br />

AUKTIONSNOTIZEN – VORBERICHTE<br />

Schleichender Panther<br />

Wendl, Rudolstadt<br />

Dass nicht nur ein Quäntchen Glück, sondern vor allem gute<br />

Recherche oftmals zu großen Funden verhilft, beweist das<br />

Kunst- und Auktionshaus Wendl zur Herbstauktion vom 20. bis<br />

22. Oktober mit einem Gemälde des holländischen Bildnis- und<br />

Stilllebenmalers Pieter Nason (1612-1688/90). Das ursprünglich<br />

als unsigniert eingelieferte Porträt eines jungen Mannes in<br />

Harnisch mit Steinschlosspistole, welches mit gerade einmal<br />

6.500 Euro limitiert ist, zeigt den jungen Grafen Paul I. Esterházy<br />

de Galántha. Pieter Nason, dessen Porträts des europäischen<br />

Adels in vielen Museen wie der National Portrait Gallery in London<br />

oder der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu finden sind,<br />

fertigte dieses Gemälde, das aus altem Adelsbesitz stammt,<br />

1667 in Öl auf Leinwand.Weitaus bekannter ist dagegen der als<br />

„Enten-Koester“ bezeichnete Maler Alexander Koester. Viele<br />

seiner Bilder gehören heute zur Bayerischen Staatsgemäldesammlung<br />

in München. Seiner Leidenschaft für Uferlandschaften<br />

ging er besonders im Gebiet des Ammersees, wo er schließlich<br />

auch sein Atelier einrichtete, verstärkt ab 1909 nach. Aus<br />

dieser Phase stammt das Gemälde „Boot am Ammersee“, das<br />

mit 15.000 Euro zum Aufruf kommt. Mit etwa 3.800 Positionen<br />

bietet Wendl aber auch wie gewohnt Kunstschätze und Kostbarkeiten,<br />

die nicht nur antiquarischen, sondern auch zukünftigen<br />

Wert besitzen, in großer Vielfalt an. Selten und rar ist die<br />

Meißener Plastik eines schleichenden Panthers von Erich<br />

Oehme, den seine farbige Bemalung einzigartig macht – vor<br />

allem, weil dieses Modell sonst nur in Weiß hergestellt wurde<br />

(1.500 Euro). Aus Meißen stammen außerdem ein kaum im<br />

Umlauf befindliches „Nashorn“ (1.200 Euro) sowie zwei sehr<br />

günstig limitierte, große Figuren von „Amor“ und „Psyche“ (je<br />

1.300 Euro). Neben einer seltenen Kestner-Puppe von 1885, die<br />

für den französischen Markt produziert wurde (2.600<br />

Euro), finden sich für Liebhaber anzüglicher Uhrenkunst<br />

zwei goldene Taschenuhren mit erotischen<br />

Szenen und Repetierwerk (9.000 Euro und 18.000<br />

Euro). Freunde alter Automaten dürfen sich<br />

zudem über verschiedene hochwertige Singvogeldosen<br />

(3.600-9.000 Euro) freuen. Höchste<br />

Goldschmiedekunst der Marke Fabergé wird<br />

mit einem edlen Siegelwachshalter (8.000<br />

Euro) sowie einem silbernen Sturzbecher<br />

(11.000 Euro) geboten. Des Weiteren<br />

besticht in der mehr als dreihundert<br />

Positionen umfassenden<br />

Kategorie Silber ein Paar<br />

große Historismus-Figuren<br />

mit Elfenbeinmontierungen<br />

durch meisterhafte<br />

Anfertigung<br />

und einem<br />

Gewicht von 6.870 g<br />

(18.500 Euro).<br />

TELEFON |<br />

03672/424350<br />

INTERNET |<br />

www.auktionshaus-wendl.de<br />

Chinesischer<br />

Superstar<br />

Quentin, Berlin<br />

Qi Baishi, Lotus (Taxe 15.000<br />

Euro). Quentin, Berlin. 22.10.2011<br />

Für Werke von Qi Baishi<br />

wurden zuletzt auf dem<br />

Auktionsmarkt ungeheure<br />

Summen bezahlt. Der<br />

1957 verstorbene chinesische<br />

Künstler zählt zu<br />

den teuersten modernen<br />

Künstlern seines Heimatlandes.<br />

Quentin bietet<br />

nun in seiner Auktion am<br />

22. Oktober zwei Zeichnungen<br />

von Qi Baishi an.<br />

Die Versteigerung seiner<br />

Darstellungen von Pfirsichen<br />

und Lotus dürfte bei<br />

den Taxen von 15.000<br />

Euro mehr als spannend<br />

werden – hält man sich<br />

die Zuschläge vor Augen,<br />

die seine Werke bei Auktionen<br />

in China erreichten<br />

(zuletzt 47 Millionen<br />

Euro). Von dem 2010 in<br />

Peking verstorbenen Wu<br />

Quangzhong befinden<br />

sich ebenfalls zwei Originale<br />

im Angebot (40.000<br />

und 45.000 Euro). Eine<br />

nahezu unberührte<br />

Strandszene von Karl Hofer<br />

soll mindestens 9.000<br />

Euro kosten, die Darstellung<br />

einer Reiterschlacht<br />

aus dem 17. Jahrhundert<br />

von Abraham van der Hoefen ebenso. Gleich vier Gemälde<br />

des bekannten Münchener Impressionisten Otto Pippel warten<br />

bei Schätzpreisen von 1.500 Euro bis 5.000 Euro auf neue<br />

Eigentümer.<br />

Eine Ansicht des Wilhelm-Palais Berlin zeigt die Bildplatte<br />

der KPM Berlin. Der Tondo wurde in der zweiten Hälfte des<br />

19. Jahrhunderts angefertigt und ist auf 1.500 Euro geschätzt.<br />

Mindestens 6.000 Euro sollte bereit halten, wer für<br />

Geheimfächer schwärmt. Ein Kabinettschrank aus der Zeit<br />

um 1700 hat diese zu bieten.<br />

TELEFON | 030/21018372<br />

INTERNET | www.quentinauktionen.de<br />

Abb. li.: Schleichender Panther, Meißen, Porzellan Entwurf Erich<br />

Oehme, 1939, H 26,5 cm (Limit 1.500 Euro).Wendl, Rudolstadt, 20.-<br />

22.10.2011


AUKTIONSNOTIZEN – VORBERICHTE 43<br />

Gebirge & Gewässer<br />

Rieber, Stuttgart<br />

Regimentsgeschichten<br />

Kube, Sugenheim<br />

Zur großen Herbstauktion lädt Kube am 22. Oktober nach<br />

Sugenheim. Reichlich gedeckt ist der Tisch für den <strong>Sammler</strong><br />

historischer Waffen, Militaria und Orden. Unter den rund 1.700<br />

Losen aufregend und einmalig, weil komplett, ist eine Regimentsbibliothek<br />

mit nahezu dreitausend Regimentsgeschichten<br />

des ehemaligen kaiserlich-deutschen Reichsheeres 1871-<br />

1918. Mindestens 1.700 Euro werden für einen Münchener Radschloss-Stutzen<br />

des 17. Jahrhunderts erwartet, zahlreiche zivile<br />

und militärische Pistolen in Stein- und Perkussionsschloss liegen<br />

ebenso für neue Besitzer bereit. Wie immer sind die offerierten<br />

Orden und Ehrenzeichen in ganz hervorragender Qualität,<br />

viele goldene Stücke gehören dazu, der Schwerpunkt liegt<br />

dabei auf Bayern. Ein Offizierskreuz des Militär-Verdienst-<br />

Ordens mit Schwertern ist auf 2.500 Euro limitiert, ein prächtiger<br />

Kommandeurset des Verdienstordens der Bayerischen<br />

Krone im Originaletui soll mindestens 5.000 Euro kosten, 1.800<br />

Euro ein früher Stern des preußischen Schwarzen-Adler-<br />

Ordens (um 1840). 5.500 Euro Limitpreis hat der Offizierstschako<br />

des preußischen Kronprinzen Wilhelm, getragen ab 1913 zur<br />

Uniform à la suite des I. See-Bataillons in Kiel, der unter den<br />

über hundert deutschen Militärkopfbedeckungen von 1842 bis<br />

1918 zu finden ist. Ausgesprochen attraktiv ist die Parade-Uniform<br />

des Generalleutnants Herzog Wilhelm von Urach à la<br />

suite des kgl. Württembergischen Dragoner-Regiments Königin<br />

Olga von 1913, für die auch mindestens 22.000 Euro verlangt<br />

wird. Ein Leckerbissen für Liebhaber von Forstuniformen<br />

ist das Ensemble eines kgl. Preußischen Oberlandforstmeisters<br />

von 1847 (4.000 Euro). Prächtige Luxus- und Damastsäbel und<br />

ein preußisches Sponton Modell 1755 (1.200 Euro) gehören zum<br />

Blankwaffenangebot. Von 60 Euro bis 1.200 Euro gehen die<br />

Limite für eine große Sammlung von Feuerwehrhelmen der<br />

Zeit von 1870 bis 1935. Besonders umfangreich ist auch das<br />

Angebot an preußischen Porträtgemälden, erwähnenswert<br />

darunter ist eine hervorragende Kopie des Gemäldes von Franz<br />

Krüger „Standarten-Unteroffizier des 6. Kürassier-Regiments“<br />

(Limit 1.800 Euro).<br />

TELEFON | 09165/1386<br />

INTERNET | www.kube-auktionen.de<br />

Ansprechende Landschaftsdarstellungen der bayerischen und<br />

oberitalienischen Gebirge waren das Spezialgebiet von<br />

Edward Harrison Compton, der 1881 als Sohn des englischen<br />

Bergsteigers und Topografiezeichners Edward Theodor Compton<br />

in Feldafing, wohin sein Vater achtzehnjährig ausgewandert<br />

war, zur Welt kam. Harrison Compton studierte in England,<br />

kehrte anschließend nach Bayern zurück und widmete<br />

sich den Alpenmotiven. Sein Ölgemälde „Die drei Falken“, eine<br />

Alpenlandschaft mit Blick ins Rissbachtal, steht nun in der<br />

Herbstauktion von Bernd Rieber, die von 20. bis 27. Oktober<br />

dauert, zur Versteigerung. Der Limitpreis beträgt 1.850 Euro.<br />

Überhaupt gibt es in Stuttgart zahlreiche behagliche Landschaftsbilder<br />

zu ersteigern. Auch Karl Millner widmete sich<br />

den Bergen. Seine Gebirgslandschaft mit See, die mit einem<br />

rastenden Hirten mit Schafen staffiert ist, soll 1.200 Euro<br />

kosten. Passend zur Jahreszeit ist August Lüdecke-Cleves<br />

(1868-1957) Ölgemälde „Im frühen Nebel des Herbstes“ (1.980<br />

Euro). Ebenfalls in herbstliche Stimmung getaucht hat<br />

Edmund Dittmann, der zwischen 1856 und 1876 in Berlin tätig<br />

war, die Darstellung einer Treibjagd (2.450 Euro).Wer dagegen<br />

maritimere Motive bevorzugt, dem seien das Bild eines Segelbootes<br />

mit gelbem Reiter von Gustaf Schopf von 1964 oder<br />

Helmut Liesegangs Ölgemälde zweier Fischer am Ufer beim<br />

Feuer vor einer holländischen Buchtenlandschaft mit Segelschiffen<br />

ans Herz gelegt. Ersteres ist mit 1.350 Euro limitiert,<br />

zweiteres soll mindestens 2.100 Euro kosten.<br />

TELEFON | 0711/6155663<br />

INTERNET | www.auktionshaus-rieber.de<br />

Helmut Liesegang (Duisburg 1858-1945 Leipzig), Zwei Fischer am<br />

Ufer beim Feuer vor holländischer Landschaft, Öl/Lw., 87 x 120 cm<br />

(Limit 2.100 Euro). Rieber, Stuttgart, 20.-27.10.2011<br />

Abb. li. o.: Vier Ordenssterne (v. li. n. re.): Bayern, Verdienstorden der<br />

Bayer. Krone Komtürstern; Bayern, Verdienstorden v. Hl. Michael<br />

Großkreuzstern; Preußen, Schwarzer Adler-Orden Bruststern; Österreich,<br />

Elisabeth-Orden Bruststern. Kube, Sugenheim, 22.10.2011


44<br />

AUKTIONSNOTIZEN – VORBERICHTE<br />

Antike Ringe und<br />

Wikingerschwerter<br />

Hermann Historica, München<br />

Ein prachtvolles Wikingerschwert,<br />

eine bestens<br />

erhaltene mittelalterliche<br />

Sturmhaube, eine flämische<br />

Metallkonstruktion<br />

aus dem 18. Jahrhundert,<br />

die die Bewegung von Himmelskörpern<br />

darstellt, ein<br />

Luxuskabinettschrank der<br />

Renaissance, ein fein dekorierter<br />

Prunksäbel des<br />

osmanischen Reiches, ein<br />

römischer Goldring, ein seltener<br />

Thors-Hammer oder<br />

ein diamantbesetzter Geschenkring von Ludwig II. – dies alles<br />

sind nur wenige Beispiele, welche die große Bandbreite und<br />

herausragende Qualität der Offerten des traditionsreichen<br />

Spezialauktionshauses erkennen lassen. Zur Herbstauktion der<br />

Hermann Historica oHG, die vom 24. Oktober bis 10. November<br />

abgehalten wird, werden rund 3.500 Objekte aus allen Themengebieten<br />

des Hauses – Antiken, Alte Waffen, Kunsthandwerk,<br />

Jagdliches, Orden und Militaria – aufgerufen. Unvergleichliche<br />

Objekte finden sich im Katalog der Alten Waffen, wie das<br />

frühe nordeuropäische, sehr prachtvolle Wikingerschwert mit<br />

feiner, ornamentaler Silbertausia im Knauf aus dem 9./10. Jahrhundert,<br />

im Aufruf für 20.000 Euro. Vielfältig ist das Angebot<br />

an raren Schutzwaffen. So überzeugt eine Sturmhaube aus<br />

Innsbruck um 1525 mit fein geätztem floralem Dekor und Original-Innenfutter<br />

aus Leinen durch besten Erhaltungszustand,<br />

was dann auch in einem entsprechenden Rufpreis von 10.000<br />

Euro Niederschlag findet. Nicht minder selten ist ein geätzter<br />

Rundschild mit originalem Innenfutter aus Frankreich oder Italien<br />

um 1600 in unbeschadetem Erhaltungszustand (6.000<br />

Euro). Am 26. Oktober kommt eine eindrucksvolle Sammlung<br />

von Blankwaffen mit Schwertern, Rapieren und Dolchen in<br />

einer Fülle und Qualität zum Aufruf, wie sie sehr lange nicht<br />

am Markt präsent waren. Die exklusive Kollektion wurde über<br />

Jahrhunderte in einer spanischen Herzogsfamilie zusammengetragen,<br />

die während des Bürgerkrieges außer Landes<br />

gebracht, somit gerettet und vollständig bewahrt werden<br />

konnte. Sehr schöne Stücke gibt es auch beim antiken<br />

Schmuck. Eine Kostbarkeit kommt mit dem römischen<br />

Goldring eines hochrangigen Offiziers der Legio XI aus dem<br />

2./3. Jahrhundert nach Christus für 10.000 Euro zum Aufruf. Ab<br />

7.500 Euro kann ein sehr seltener und ausgesprochen schöner<br />

Thors-Hammer (Nordeuropa) aus dem zehnten Jahrhundert<br />

ersteigert werden. Auch das Kapitel der Militaria ist wieder<br />

bestens aufgestellt. Im Jubiläumsjahr von König Ludwig II. von<br />

Bayern (1845-1886) fehlt es natürlich auch nicht an Memorabilien<br />

aus der bayerischen Königsfamilie. Herausragend ist ein<br />

Ensemble aus Offizierspelzmütze mit charakteristischem<br />

Bärenfell und Parade-Attila eines Leutnants des Braunschweiger<br />

Husarenregiments mit einem Startpreis von 7.500 Euro.<br />

TELEFON | 089/54726490<br />

INTERNET | www.hermann-historica.de<br />

Silberne<br />

Orchideenblüte<br />

Quittenbaum, München<br />

Angewandte und bildende<br />

Kunst aus der Epoche<br />

Jugendstil und Art déco<br />

kommen am 25. Oktober<br />

bei Quittenbaum unter<br />

den Hammer. Als besonderes<br />

Highlight gibt es<br />

die zwischen 1898 und<br />

1900 datierte Henkelvase<br />

Catleya von René Lalique.<br />

Die Mündung der<br />

zauberhaften Arbeit aus<br />

Silber ist als mächtige<br />

Orchideenblüte gestaltet,<br />

der Henkelansatz<br />

besteht aus zwei Fischen<br />

mit offenen Mäulern<br />

(Taxe 20.000-24.000 Euro). Die Hauptattraktion bildet eine<br />

Stuttgarter Privatsammlung. Im Mittelpunkt des französischen<br />

Glases steht Emile Gallés Vase Coprins araignée (15.000-<br />

20.000). Als Motiv wählte der passionierte Botaniker Schopftintlinge<br />

vor dem Hintergrund einer nächtlichen Stimmung.Der<br />

Dekor ist vollständig mit dem Rad im Hochschnitt gearbeitet.<br />

Für die farblich wie technisch facettenreiche Vase Primevères<br />

von Daum Frères werden 8.000 Euro bis 10.000 Euro erwartet.<br />

Neben Argy-Rousseaus Vasen aus pâte de verre steht böhmisches<br />

Glas der Glashütte Johann Lötz Witwe auf dem Programm.<br />

Besondere Aufmerksamkeit verdienen zudem die<br />

Werke von Louis Comfort Tiffany, so der Kelch Jack in the Pulpit,<br />

die Vase Paperweight und vor allen Dingen die wundervolle<br />

Vase mit Pfauenaugen Peacock, die auf 14.000 Euro bis 18.000<br />

Euro taxiert wird. Stilbildendes aus dem Art déco erwartet die<br />

<strong>Sammler</strong> mit dem großem Deckelgefäß aus Kupfer mit geometrischen<br />

Motiven aus Email aus der Werkstatt von Camiles Fauré<br />

(8.000-10.000 Euro).<br />

TELEFON | 089/273702125<br />

INTERNET | www.quittenbaum.de<br />

Sammlung Blankwaffen einer spanischen Herzogsfamilie. Hermann<br />

Historica, München, 24.10.-10.11.2011<br />

René Lalique, Henkelvase Catley, Silber (Taxe 20.000-24.000<br />

Euro). Quittenbaum, München, 25.10.2011


AUKTIONSNOTIZEN – VORBERICHTE 45<br />

Zauber<br />

des Pariser<br />

Nachtlebens<br />

Ketterer Kunst, München<br />

Im Rahmen der Auktion Moderne Kunst, die<br />

Ketterer Kunst am 28. Oktober veranstaltet,<br />

werden zwanzig Plakate aus der Zeit der Jahrhundertwende<br />

aufgerufen. Im 19. Jahrhundert<br />

wurde das künstlerische Plakat in Frankreich<br />

als Medium der Werbung entdeckt. Um<br />

1830/40 entwarfen Illustratoren von Büchern<br />

auch Plakate, mit denen Verlagshäuser wie<br />

Fournier, Hetzel oder Dubochet für ihre Neuerscheinungen<br />

warben. Bereits in den 1890er-<br />

Jahren galt es als eigenständige Kunstform.<br />

Von dieser Entwicklung zeugen Ausstellungen,Versteigerungen<br />

und Publikationen. Ende<br />

des 19. Jahrhunderts ist die betörende Welt<br />

des Amüsements ein wichtiges Thema der<br />

Darstellung. Theater, Oper, Cabarets werben<br />

mit schönen, häufig lasziv anmutenden Frauen.<br />

Ein Beispiel ist das Folies Bergère, wo die<br />

bekannte amerikanische Tänzerin Loie Fuller<br />

auf der Bühne stand. Fullers tänzerische<br />

Improvisationen waren so gewagt, dass der<br />

damalige Direktor der Pariser Opéra es nicht<br />

wagte, sie zu engagieren. Die erlebte Freiheit<br />

mancher Orts und die von ihr ausgehende<br />

Faszination spiegelt sich in den Plakaten dieser<br />

Zeit.<br />

Ebenfalls findet die Sonderauktion Seitenwege<br />

der deutschen Avantgarde im Rahmen<br />

Moderne Kunst-Auktion mit Werken bis<br />

20.000 Euro statt. Glanzlichter kommen hier<br />

u. a. von Künstlern wie Max Beckmann, Lyonel<br />

Feininger, Conrad Felixmüller, George<br />

Grosz, Gabriele Münter, Emil Nolde, Christian<br />

Rohlfs, Pablo Picasso und Henri de Toulouse-<br />

Lautrec. Abseits der gängigen Pfade sind oft<br />

die größten Schätze zu entdecken. So auch in<br />

der Sonderauktion Seitenwege der deutschen<br />

Avantgarde. „Das Werk der hier vorgestellten<br />

Künstler ging oft im Krieg verloren oder<br />

fiel der Zerstörung und später der Vergessenheit<br />

zum Opfer. Deshalb ist es um so<br />

wichtiger, die wenigen Arbeiten, die den Vergleich<br />

mit so bekannten Namen wie Otto<br />

Dix, Ernst Ludwig Kirchner oder August<br />

Macke nicht zu scheuen brauchen, wieder<br />

ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken“, so<br />

Robert Ketterer.<br />

TELEFON | 089/552440<br />

INTERNET | www.kettererkunst.de<br />

Bordellstudien<br />

Eichelkraut, Potsdam<br />

„Der Garde schönstes Regiment das Majestät<br />

das seine nennt!“ – wohl unter diesem Eindruck<br />

genehmigte Kaiser Wilhelm II. mit<br />

A.K.O. vom 31. März 1908 dem Trompeterkorps<br />

des Leib-Garde-Husaren-Regiments 25 Fanfarentrompeten,<br />

woraufhin Kaiserin Auguste<br />

Viktoria und zwanzig Frauen je einen Parade-<br />

Fanfarenbehang stifteten. Eines dieser seltenen<br />

Exemplare, wahrscheinlich der von Kaiserin<br />

Auguste Viktoria gestiftete Behang, wird<br />

zusammen mit der originalen Fanfare am 29.<br />

Oktober beim Auktionshaus Eichelkraut aus<br />

deutschem Adelsbesitz versteigert (3.200<br />

Euro). Ein anderes zeitgeschichtliches Objekt<br />

ist der Fackelhalter für Teilnehmer am Staffellauf<br />

von Olympia nach Berlin zur XI. Olympiade<br />

1936 – mit dem Hintergrund, dass es<br />

sich um den ersten Fackellauf der Olympischen<br />

Spiele handelte (1.500 Euro). Eine Fahnenspitze<br />

der Freien Reichsstadt Hamburg<br />

(um 1800) wird mit Sicherheit nicht nur von<br />

Heimatenthusiasten beachtet bleiben. Zum<br />

dritten Mal in Folge kann Eichelkraut eine<br />

Arbeit des kolumbianischen Künstlers Fernando<br />

Botero aus Hannoveraner Adelsbesitz<br />

anbieten. Die Zeichnung Raquel entstand 1973<br />

und stellt ein gelungenes Beispiel Boteros<br />

Bordellstudien dar (12.000 Euro). Eine Auswahl<br />

teils seltener Welt- und Europa-Landkarten<br />

des 18. Jahrhunderts wird bestimmt auf<br />

internationales Interesse stoßen.<br />

TELEFON | 0331/8709390<br />

INTERNET |<br />

www.auktionshaus-eichelkraut.de<br />

Fanfare mit Paradebehang (Limit 3.200 Euro).<br />

Eichelkraut, Potsdam, 29.10.2011<br />

Abb. mi.: Plakate aus der Zeit der Jahrhundertwende.<br />

Ketterer Kunst, 28.10.2011


46<br />

AUKTIONSNOTIZEN – VORBERICHTE<br />

Nachtseite des Lebens<br />

Dorotheum, Wien<br />

Bevor im Dorotheum die dritte Auktionswoche dieses Jahres<br />

startet, in der vom 11. bis 13. Oktober Kunstwerke mit bedeutenden<br />

Provenienzen angeboten werden – darunter ein 1846<br />

entstandenes Gemälde von Franz Ludwig Catel, das sich im<br />

Besitz der Zarenfamilie befand, Altmeister-Gemälde aus<br />

bedeutenden italienischen und englischen Sammlungen<br />

sowie ein Porzellanvasen-Paar, das Königin Luise von Preußen<br />

der Kaiserin Joséphine Bonaparte zum Geschenk machte – versteigert<br />

das Wiener Traditionshaus am 27. September Plakate,<br />

Reklame, Comics, Film- und Fotohistorika. Im Mittelpunkt steht<br />

eine umfangreiche Sammlung mit Dokumenten zum charismatischen<br />

Ausnahme-Schauspieler Oskar Werner. 3.000 Euro<br />

mindestens soll diese umfangreiche Sammlung bringen. Des<br />

Weiteren wird eine Vielzahl an Plakaten ab 1900 aufgerufen,<br />

welche die Themen Tourismus, Produktwerbung, Film und Politik<br />

beinhalten. Unter den Reklameobjekten findet sich eine<br />

Werbepuppe mit beweglichen Gliedern von Meinl Tee aus der<br />

Zeit um 1930 (Rufpreis 160 Euro).<br />

Nachtseiten bietet die Auktionswoche mit Alten Meistern,<br />

Gemälden des 19. Jahrhunderts, Antiquitäten und Juwelen<br />

vom 11. bis 13. Oktober: Italien galt schlechthin als Inspirationsquelle<br />

und Sehnsuchtsort für europäische Künstler des 19. Jahrhunderts.<br />

Ein wahrhaftes Musterbeispiel der romantischen<br />

Malerei liefert dazu das Bild „Italienische Fischer im Hafen von<br />

Neapel“ (130.000-180.000 Euro). Inspiriert von seinem Künstlerfreund<br />

Caspar David Friedrich, bildet Carl Gustav Carus eine<br />

Menschengruppe im Vollmond-Licht ab. Carus, zu dessen<br />

Freunden Goethe,Tieck und von Humboldt zählten, war neben<br />

seinem Malerberuf auch Anatom, Gynäkologe und Psychologe,<br />

den die Nachtseite des Lebens interessierte.<br />

Foto aus der Oskar Werner-Sammlung (Rufpreis für die gesamte<br />

Slg. 3.000 Euro). Dorotheum, Wien, 27.09.2011<br />

TELEFON | +43(0)1/515600<br />

INTERNET | www.dorotheum.com<br />

Bauhaus<br />

Weissenböck, Salzburg<br />

Bauhaus und Wiener Werkstätte heißen die Koordinaten in der<br />

nächsten Postkarten-Auktion von Markus Weissenböck, die am<br />

15. Oktober im Hotel Mercure City in Salzburg stattfindet. Die<br />

komplette Serie mit zwanzig Karten der Bauhaus-Ausstellung<br />

1923 und mehr als 150 Karten der Wiener Werkstätte gehören<br />

zum Angebot. Die Rufpreise für die Bauhaus-Karten bewegen<br />

sich zwischen 500 und 6.000 Euro, hochpreisig sind vor allem<br />

die Werke von Klee, Kandinsky, Feininger und Schlemmer. Die<br />

Rufpreisspanne für die schönen Wiener Werkstätte Litho-Karten<br />

beträgt 30 Euro bis 2.000 Euro (für eine Arbeit von Egon<br />

Schiele), der Großteil pendelt jedoch zwischen 150 Euro und<br />

600 Euro.<br />

TELEFON | +43(0)662/882531<br />

INTERNET | www.wiener-werkstaette-postkarten.com<br />

Lyonel Feininger, Bauhaus-Ausstellung 1923 Karte # 1 (Rufpreis<br />

2.800 Euro). Weissenböck, Salzburg, 15.10.2011


48<br />

AUKTIONSTERMINE<br />

AUKTIONSHAUS<br />

WEIDLER KG<br />

90403 Nürnberg • Albrecht-Dürer-Platz 8<br />

– Öffentlich bestellter und vereidigter Auktionator –<br />

Tel. 0911 / 22 25 25 o. 22 25 45 • Fax 0911 / 24 38 51<br />

www.auktionshausweidler.de • auktionshausweidler@t-online.de<br />

Jährlich 9 Kunstauktionen<br />

Umfangreiche Kundenkartei für alle Sammlungsgebiete<br />

Gemälde/Grafiken • Möbel • Porzellan • Fayencen<br />

Ikonen • Altes Spielzeug • Silber-/Zinn-/Kupferwaren<br />

Design • Münzen • Orden • Taschenuhren • Pelze<br />

Schmuck • Glas • Musikinstrumente • Jugendstil- und<br />

Art Deco-Waren • Teppiche • seltene Bücher<br />

Briefmarken • Postkarten • Afrikana/Asiatika • Varia<br />

Fränkische Kunst • Oldtimer/KFZ/Motorräder • u.v.m.<br />

Einlieferungen jederzeit möglich!<br />

Günstige Konditionen!<br />

Ausführliche Beratung!<br />

Annahme von Nachlässen, Sammlungen, Einzelstücken<br />

und Insolvenzgut. Haushaltsversteigerungen und<br />

Schlossauktionen. Rufen Sie uns an!<br />

06.10.–08.10.11<br />

| DEUTSCHLAND |<br />

AHLDEN<br />

01.10.-02.10.<br />

Schloss Ahlden Tel. 05164/80100<br />

www.schloss-ahlden.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

AUGSBURG<br />

22.09.-23.09.<br />

Rehm Tel. 0821/551001<br />

www.auktionshaus-rehm.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

27.10.-28.10.<br />

Rehm Tel. 0821/551001<br />

www.auktionshaus-rehm.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

BAD VILBEL<br />

28.10.<br />

Blank Tel. 06101/8211<br />

www.auktionshaus-blank.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

BAMBERG<br />

08.10.<br />

Sebök Tel. 0951/202593<br />

www.seboek-auktionen.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

BERLIN<br />

22.09.-24.09.<br />

Spik Tel. 030/8836170<br />

www.leo-spik.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

23.09.-24.09.<br />

Historia Berlin Tel. 030/2181818<br />

www.historia.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

24.09.<br />

Bassenge Tel. 030/89380290<br />

www.bassenge.com<br />

Architektur-Fotografie,<br />

Fotobücher u. Fotoliteratur<br />

24.09.<br />

Bassenge Tel. 030/89380290<br />

www.bassenge.com<br />

Künstlernachlass Christian Theunert.<br />

Zeichnungen u. <strong>Skulpturen</strong><br />

28.09.-30.09.<br />

Hadersbeck Tel. 030/29491390<br />

www.hadersbeck-auktionen.de<br />

Briefmarken und Ansichtskarten<br />

12.10.<br />

Prinz-Dunst Tel. 030/3135965<br />

www.auktionshaus-prinz-dunst.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

19.10.-22.10.<br />

Bassenge Tel. 030/89380290<br />

www.bassenge.com<br />

Bücher, Graphik und Autographen<br />

22.10.<br />

Quentin Tel. 030/21018372<br />

www.quentinauktionen.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

22.10.<br />

Berliner Münzauktion<br />

Tel. 030/2829920<br />

www.berlinermuenzauktion.de<br />

Münzen<br />

29.10.<br />

Dr. Lehr Tel. 030/8818979<br />

www.lehr-kunstauktionen.de<br />

Kunst des 20. Jahrhunderts<br />

BIELEFELD<br />

08.10.<br />

OWL Tel. 0521/9864198<br />

www.auktionshaus-owl.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

BONN-BAD GODESBERG<br />

29.10.<br />

Teddy-Dorado Tel. 0228-2076758<br />

www.teddydorado.de<br />

StoffTiere & TeddyBären<br />

CHEMNITZ<br />

24.09.<br />

Heickmann Tel. 0371/517204<br />

www.heickmann-kg.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

DRESDEN<br />

01.10.<br />

Günther Tel. 0351/2640995<br />

www.dresden-kunstauktion.de<br />

Kunst und Graphik<br />

DÜSSELDORF<br />

24.09.<br />

Karbstein Tel. 0211/9061610<br />

www.auktionshaus-karbstein.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

29.10.<br />

Dr. Sturies Tel. 0211/5141354<br />

www.sturies.de<br />

Moderne und<br />

Zeitgenössische Kunst<br />

ERLANGEN<br />

08.10.<br />

Bergmann Tel. 09131/450666<br />

www.auction-bergmann.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

ESSEN<br />

28.10.-29.10.<br />

L & B Auktionen Tel. 0201/798439<br />

www.kunstauktionen-lb.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

und Teppiche<br />

FRANKFURT<br />

24.09.<br />

Weiser Tel. 069/675148<br />

www.stampmaster.de<br />

Briefmarken, Münzen und Antikes<br />

FREIBURG<br />

06.10.-08.10.<br />

Peege<br />

Tel. 0761/75556<br />

www.peege.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

GARMISCH-PARTENKIRCHEN<br />

05.10.<br />

Merry Old England<br />

Tel. 08821/59909<br />

www.caselton.de<br />

Kunst, Antik und Krempl<br />

13.10.<br />

Merry Old England<br />

Tel. 08821/59909<br />

www.caselton.de<br />

Kunst, Antik und Varia<br />

VERSTEIGERUNG<br />

GELDANLAGE IN<br />

WERTSACHEN<br />

1000 <strong>Sammler</strong>objekte<br />

(Antiquitäten u. Schmuck)<br />

aus Nachlässen und<br />

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Vorbesichtigung:<br />

17.–20.10.11<br />

VERSTEIGERUNG<br />

am 22.10.11<br />

Beginn 9.00 Uhr.<br />

AUKTIONSHAUS SCHORER in 86633 Neuburg, Gustav-Philipp-Str. 26<br />

Tel. 0 84 31 / 72 86, Fax 0 84 31 / 426 62. Katalog mit Farbabbildungen 10,- €<br />

Jeder ist herzlichst eingeladen. EINLIEFERUNGEN jederzeit.


Oldtimer-Freunde werden am 1. Oktober auf der Classic Expo in Salzburg auf ihre Kosten kommen. Das Dorotheum<br />

lädt zur zweiten Oldtimer-Auktion des Jahres. Der Schwerpunkt liegt bei englischen Sportwagen: So<br />

sind die Highlights der Auktion vier Aston Martins. Der wertvollste aus dem Jahr 1956 (siehe Abb.) ist ein perfekt<br />

restaurierter DB 2/4 Mk II und ist mit 160.000 Euro bis 200.000 Euro geschätzt.<br />

TELEFON | +43(0)1/515600 INTERNET | www.dorotheum.com<br />

HAGENBURG<br />

08.10.<br />

Schloss Hagenburg<br />

Tel. 05033/7251<br />

www.schlosshagenburg.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

HAMBURG<br />

24.09.<br />

Zeige<br />

Tel. 040/35713636<br />

www.zeige.com<br />

Historika, Orden, Militaria<br />

29.09.-01.10.<br />

Mohrmann<br />

Tel. 040/6894700<br />

www.edgar-mohrmann.de<br />

Briefmarken<br />

22.10.<br />

Buchholz & Polster<br />

Tel. 040-330110<br />

www.polster-rutsch.de<br />

Ansichtskarten & alles aus Papier<br />

HANNOVER<br />

24.09.<br />

Kastern Tel. 0511/851085<br />

www.kastern.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

HEIDELBERG<br />

08.10.<br />

Metz Tel. 06221/23571<br />

www.metz-auktion.de<br />

Varia<br />

HEILBRONN<br />

24.09.<br />

Dr. Fischer Tel. 07131/155570<br />

www.auctions-fischer.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

08.10.<br />

Dr. Fischer Tel. 07131/155570<br />

Moderne und Zeitgenössische<br />

Kunst & Fotografie<br />

22.10.<br />

Dr. Fischer Tel. 07131/155570<br />

Europäisches Glas & Studioglas<br />

KOBLENZ<br />

08.10.<br />

Engel Tel. 0261/9143751<br />

www.engel-kunst.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

KONSTANZ<br />

13.-14.10.<br />

Bayer Tel. 07531/24451<br />

www.auktionshaus-bayer.de<br />

Schmuck und Uhren<br />

KÖLN<br />

23.09.-24.09.<br />

Saure Tel. 0221/6366337<br />

www.auktionshaus-saure.de<br />

Wiking-Modelle<br />

28.09.<br />

Lempertz<br />

Tel. 0221/9257290<br />

www.lempertz.com<br />

Gemälde 15.-19 Jh.<br />

30.09.-01.10.<br />

Venator & Hanstein<br />

Tel. 0221/2575419<br />

www.venator-hanstein.de<br />

Bücher, Alte und Moderne Graphik<br />

01.10.<br />

Auction Team Breker<br />

Tel. 02236/384340<br />

www.breker.com<br />

Photographica & Film<br />

08.10.<br />

Dr. Hüll Tel. 0221/444026<br />

www.auktion-huell.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

08.10.<br />

Klefisch<br />

Tel. 0221/9312130<br />

www.klefisch.com<br />

Asiatische Kunst<br />

15.10.<br />

Antico Mondo<br />

Tel. 02236/961894<br />

www.anticomondo.de<br />

historische Werbung<br />

und Schreibgeräte<br />

19.10.<br />

Van Ham<br />

Tel. 0221/9258620<br />

www.van-ham.com<br />

Dekorative Kunst<br />

29.10.<br />

Van Ham<br />

Tel. 0221/9258620<br />

www.van-ham.com<br />

Teppiche


50<br />

AUKTIONSTERMINE<br />

KÖLN/KASSEL<br />

15.10.<br />

Agon Sportsworld<br />

Tel. 0561/9279827<br />

www.agon-auktion.de<br />

Sportmemorabilia<br />

KONSTANZ<br />

14.10.-15.10.<br />

Karrenbauer Tel. 07531/27202<br />

www.karrenbauer.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

KREFELD<br />

23.09.-24.09.<br />

Lankes Tel. 09286/95050<br />

www.lankes-auktionen.com<br />

Spielzeug<br />

01.10.<br />

Schmolt<br />

Tel. 02151/931090<br />

www.schmolt.de<br />

Autographen<br />

LADENBURG<br />

06.10.-08.10.<br />

Ladenburger Spielzeugauktion<br />

Tel. 06203/13014<br />

www.spielzeugauktion.de<br />

Spielzeug<br />

Ladenburger<br />

Spielzeugauktion<br />

Einlieferungen gesucht!<br />

Puppen – Puppenstuben – Teddybären –<br />

Blechspielzeug – Eisenbahnen.<br />

LEIPZIG<br />

24.09.<br />

Kunstauktionshaus Leipzig<br />

Tel. 0341/590880<br />

www.kunstauktionshaus-leipzig.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

LINDAU<br />

23.09.-24.09.<br />

Zeller Tel. 08382/93020<br />

www.zeller.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

MAGDEBURG<br />

22.10.<br />

Bieberle Tel. 0391/1861847<br />

www.auktionshausbieberle.de<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia<br />

MEERBUSCH<br />

24.09.<br />

Meerbuscher Kunstauktionshaus<br />

Tel. 02132/5711<br />

www.meerbuscher-kunstauktionshaus.com<br />

Varia<br />

MÜNCHEN<br />

20.09.-24.09.<br />

Hirsch Tel. 089/292150<br />

www.coinhirsch.de<br />

Antiken, präkolumbische Kunst<br />

und Münzen<br />

Götz Ch. Seidel<br />

Lustgartenstr. 6<br />

68526 Ladenburg<br />

Tel. (0 62 03) 1 30 14<br />

www.auktionshaus-karbstein.com<br />

tel. 0211-90.61.61 • fax 0211-361.32.32<br />

Kurfürstenstr. 16 • 40211 Düsseldorf • … immer erreichbar<br />

Einlieferungen gesucht!<br />

Nach dem großen Erfolg der ersten<br />

Tribal Art-Auktion, bei der 665.000<br />

Euro für rund 150 Objekte erzielt<br />

wurden, setzt das Wiener Dorotheum<br />

nun mit einer zweiten Auktion<br />

auf diesem international gesuchten<br />

Sammlungsgebiet fort. Am 26.<br />

September kommen 355 Objekte<br />

der Stammeskunst zur Versteigerung.<br />

Das Highlight ist eine museale<br />

Kongo-Maske aus der Sammlung<br />

des Hollywood-Star-Regisseurs Billy<br />

Wilder. Bei der Maske handelt es<br />

sich um einen sehr seltenen, frühen<br />

Typus (140.000- 160.000 Euro).<br />

TELEFON | +43(0)1/515600<br />

INTERNET | www.dorotheum.com<br />

23.09.<br />

Scheublein Tel. 089/23886890<br />

www.artauktionen.com<br />

Kunst<br />

06.10.-07.10.<br />

Ruef Tel. 089/524084<br />

www.ruef-auktion.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

10.10.-13.10.<br />

Gorny & Mosch Tel. 089/24226430<br />

www.gmcoinart.de<br />

Münzen<br />

18.10.<br />

Nusser Tel. 089/2782510<br />

www.nusser-auktionen.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

19.10.-20.10.<br />

Neumeister Tel. 089/2317100<br />

www.neumeister.com<br />

Varia<br />

20.10.<br />

Von Zezschwitz Tel. 089/3898930<br />

www.von-zezschwitz.de<br />

Jugendstil und Art Deco<br />

21.10.<br />

Von Zezschwitz<br />

Tel. 089/3898930<br />

www.von-zezschwitz.de<br />

Design - Murano Glas<br />

24.10.-09.11.<br />

Hermann Historica<br />

Tel. 089/5237296<br />

www.hermann-historica.de<br />

Alte Waffen, Historica, Orden,<br />

militärhist. & geschichtl. Objekte<br />

25.10.<br />

Quittenbaum Tel. 089/273702125<br />

www.quittenbaum.de<br />

Jugendstil - Art deco - Kunst<br />

27.10.<br />

Ketterer Tel. 089/552440<br />

www.kettererkunst.de<br />

Alte und Neuere Meister<br />

28.10.<br />

Karl & Faber<br />

Tel. 089/221865<br />

www.karlundfaber.de<br />

Alte Meister & Kunst des 19. Jh.


28.10.<br />

Scheublein<br />

Tel. 089/23886890<br />

www.artauktionen.com<br />

Fundgrube<br />

28.10.<br />

Ketterer<br />

Tel. 089/552440<br />

www.kettererkunst.de<br />

Moderne Kunst und Seitenwege<br />

der dt. Avantgarde<br />

29.10.<br />

Ketterer<br />

Tel. 089/552440<br />

www.kettererkunst.de<br />

Nach 1945 u. Zeitgen. Kunst<br />

29.10.<br />

Rütten<br />

Tel. 089/12715100<br />

www.auktionshaus-ruetten.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

MÜNSINGEN<br />

08.10.<br />

Stauffer Auktionen<br />

Tel. 07381/501007<br />

www.stauffer-auktionen.de<br />

Historische Objekte, Alte Waffen,<br />

Orden, Ehrenzeichen<br />

NEUSS<br />

24.09.<br />

Neusser Auktionshaus<br />

Tel. 02131/45329<br />

www.neusser-auktionshaus.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

NÜRNBERG<br />

22.10.<br />

Wrede Tel. 09195/998991<br />

www.auktionshaus-wrede.de<br />

Wiking<br />

OBERURSEL<br />

24.09.<br />

Homm Tel. 06171-2790467<br />

www.auktionshaus-homm.de<br />

Kunst, Antiquitäten und Teppiche<br />

OSNABRÜCK<br />

26.09.-30.09.<br />

Künker Tel. 0541/962020<br />

www.kuenker.de<br />

Münzen und Medaillen<br />

PFAFFENHOFEN<br />

15.10.<br />

Theilmann Tel. 08441/788663<br />

www.auktionshaus-theilmann.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Schmuck<br />

und Varia<br />

MÜNSTER<br />

24.09.<br />

Wilbois<br />

Tel. 0251/51356<br />

www.wilbois-auktionshaus.de<br />

Varia<br />

MUTTERSTADT<br />

24.09.<br />

Henry’s<br />

Tel. 06234/80110<br />

www.henrys.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

30.09.<br />

Henry’s<br />

Tel. 06234/80110<br />

www.henrys.de<br />

Antiker & Moderner Schmuck<br />

01.10.<br />

Henry’s<br />

Tel. 06234/80110<br />

www.henrys.de<br />

<strong>Sammler</strong>uhren<br />

01.10.<br />

Henry’s Tel. 06234/80110<br />

www.henrys.de<br />

Orientteppiche<br />

NEUBURG<br />

22.10.<br />

Schorer<br />

Tel. 08431/7286<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

PFORZHEIM<br />

30.09.-01.10.<br />

Kiefer Tel. 07231/92320<br />

www.kiefer.de<br />

Bücher, Grafik, Kunst<br />

PLANEGG<br />

24.09.<br />

Brockmann Tel. 08233/4091<br />

www.brockmann-auktionen.de<br />

Spielzeug<br />

POTSDAM<br />

29.10.<br />

Eichelkraut<br />

Tel. 0331/8709390<br />

www.auktionshaus-eichelkraut.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

QUEDLINBURG<br />

22.10.<br />

Breitschuh Tel. 03946/3751<br />

www.versteigerungshaus.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

REGENSBURG<br />

01.10.<br />

Keup Tel. 0941/51422<br />

www.auktionshaus-keup.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

RÜDESHEIM/GEISENHEIM<br />

27.10.-29.10.<br />

Selzer Tel. 06722/4024777<br />

www.selzer-toy-auction.com<br />

Spielzeug<br />

RUDOLSTADT<br />

20.10.-22.10.<br />

Wendl Tel. 03672/424350<br />

www.auktionshaus-wendl.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

SCHLOSS HERRENBREITUNGEN<br />

24.09.<br />

Franke<br />

Tel. 0911-5273720<br />

www.auktionshaus-franke.de<br />

Schlossauktion<br />

SCHWERIN<br />

24.09.<br />

Auktionshaus Schwerin<br />

Tel. 0385/7778930<br />

www.auktionshaus-schwerin.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

STUTTGART<br />

05.10.-06.10.<br />

Nagel<br />

Tel. 0711/649690<br />

www.auction.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

10.10.-11.10.<br />

Nagel<br />

Tel. 0711/649690<br />

www.auction.de<br />

Nagel Collect<br />

24.10.-28.10.<br />

Rieber<br />

Tel. 0711/6155663<br />

www.auktionshaus-rieber.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

SUGENHEIM<br />

24.09.<br />

Kube<br />

Tel. 09165/1386<br />

www.kube-auktionen.de<br />

Helmsammlung und Militaria<br />

22.10.<br />

Kube Tel. 09165/1386<br />

www.kube-auktionen.de<br />

Alte Waffen, Orden, Militaria<br />

TEGERNSEE<br />

24.09.<br />

Ginhart<br />

Tel. 08035/963767<br />

www.auktionshaus-ginhart.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

ÜBERLINGEN<br />

24.09.<br />

Zadick<br />

Tel. 07551/7447<br />

www.auktionshaus-zadick.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

WALLDORF<br />

01.10.<br />

Auktionshaus Walldorf<br />

Tel. 06227/4043<br />

www.auktionshaus-walldorf.de<br />

Varia ohne Limit


52<br />

AUKTIONSTERMINE<br />

WIESBADEN<br />

22.10.<br />

Jäger Tel. 0611/304102<br />

www.auktionshaus-jaeger.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

WIESLOCH<br />

23.09.-24.09.<br />

Badisches Auktionshaus<br />

Tel. 06222/386522<br />

www.badischesauktionshaus.de<br />

Briefmarken, Kunst und<br />

Antiquitäten<br />

21.10.-22.10.<br />

Badisches Auktionshaus<br />

Tel. 06222/386522<br />

www.badisches-auktionshaus.de<br />

Briefmarken, Kunst und<br />

Antiquitäten<br />

WÜRZBURG<br />

14.10.<br />

Kempf Tel. 0931-20793193<br />

www.auktionshaus-kempf.de<br />

Moderne Kunst<br />

15.10.<br />

Kempf Tel. 0931-20793193<br />

www.auktionshaus-kempf.de<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia<br />

15.10.<br />

Mars<br />

Tel. 0931/55658<br />

www.auktionshaus-mars.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

| BELGIEN |<br />

ANTWERPEN<br />

27.09.-29.09.<br />

DVC<br />

Tel. 0032/3/2323664<br />

www.dvc.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

17.10.-19.10.<br />

Bernaerts<br />

Tel. 0032/3/2481921<br />

www.bernaerts.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

25.10.-26.10.<br />

Campo<br />

Tel. 0032/3/2384202<br />

www.campo.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

BRÜSSEL<br />

27.09.-28.09.<br />

Galerie Moderne<br />

Tel. 0032/2/5115415<br />

www.galeriemoderne.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

10.10.-11.10.<br />

Horta<br />

Tel. 0032/2/7416060<br />

www.horta.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

11.10.<br />

Godts<br />

Tel. 0032/2/6478548<br />

www.godts.com<br />

Bücher<br />

25.10.-26.10.<br />

Galerie Moderne<br />

Tel. 0032/2/5115415<br />

www.galeriemoderne.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

GENT<br />

25.10.-27.10.<br />

DVC Tel. 0032/3/2323664<br />

www.dvc.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

HASSELT<br />

26.09.-27.09.<br />

AEKO<br />

Tel. 0032/11/220408<br />

www.aeko.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

LOKEREN<br />

22.10.<br />

De Vuyst<br />

Tel. 0032/9/3485440<br />

www.de-vuyst.com<br />

Alte, Moderne u. Zeitgen. Kunst<br />

LÜTTICH<br />

08.10.-11.10.<br />

Hotel de Ventes Mosan<br />

Tel. 0032/4/3449170<br />

www.hvm.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

MONS<br />

23.10.-24.10.<br />

Mons Antic<br />

Tel. 0032/65/352742<br />

www.monsantic.com<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

NAMUR<br />

02.10.-03.10.<br />

Rops<br />

Tel. 0032/81/744400<br />

www.rops.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

Aus einer österreichischen Privatsammlung stammt das Aquarell<br />

von Rudolf Alt mit der Darstellung des Canale Grande-Ufers in Venedig,<br />

auf dem der Künstler 1871 den Dogenpalast zeigt und den Blick<br />

auf Santa Maria Salute frei gibt. Beim Wiener Alt-Spezialisten Hassfurther<br />

wird es am 24. Oktober mit einer Schätzung von 70.000<br />

Euro bis 120.000 Euro aufgerufen.<br />

TELEFON | +43(0)1/5332909 INTERNET | www.hassfurther.at<br />

| ENGLAND |<br />

BONHAMS<br />

KNIGHTSBRIDGE<br />

Tel. 0044/207/3933900<br />

www.bonhams.com<br />

BONHAMS<br />

NEW BOND ST.<br />

Tel. 0044/207/4477447<br />

www.bonhams.com<br />

CHRISTIE’S SOUTH<br />

KENSINGTON<br />

Tel. 0044/20/77523121<br />

www.christies.com<br />

CHRISTIE’S KING STREET<br />

Tel. 0044/20/72936667<br />

www.christies.com<br />

PHILLIPS DE PURY<br />

Tel. 0044/207/73184010<br />

www.phillipsdepury.com<br />

SOTHEBY’S<br />

NEW BOND STREET<br />

Tel. 0044/20/72936667<br />

www.sothebys.com<br />

LONDON<br />

27.09.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Picasso Editions<br />

27.09.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Style & Spirit<br />

27.09.<br />

Phillips de Pury<br />

Design<br />

28.09.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Coll. Lord Glenconner<br />

29.09.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Travel, Science & Natural History<br />

04.10.<br />

Christie’s King Street<br />

Teppiche<br />

04.10.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Islamische und Indische Kunst<br />

04.10.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Fotographie<br />

04.10.<br />

Sotheby’s New Bond Street<br />

Zeitgenössische Arabische Kunst<br />

04.10.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Teppiche<br />

04.10.<br />

Sotheby’s New Bond Street Tel.<br />

Musikinstrumente


Hessenhalle Alsfeld<br />

direkt an der Autobahnausfahrt A5<br />

ANTIKMARKT<br />

Accessoires / Edeltrödel<br />

Kunst / Antiquitäten<br />

Jedes 3. Wochenende im Monat:<br />

15./16. Oktober<br />

Samstag + Sonntag 9 bis 16 Uhr für Besucher<br />

Fr. 18.11. Nacht-Antik- & Flohmarkt, Sa. 19.11. Antikmarkt<br />

(So. 20.11. wegen Totensonntag kein Markt in Hessen)<br />

16. bis 18.12. Antikmarkt im Rahmen der Antiquitätenmessen<br />

Freitag (Eröffnung) 14 bis 19 Uhr, Sa.+So. 9 bis 17 Uhr<br />

Standgebühr: Halle ab 10,–/Freigelände 6,– € lfm/Tag<br />

Messebüro Rode 0160 / 96 23 76 22<br />

Petrus van Schendel, 1806 – 1870 www.antikmarkt-alsfeld.de Verwandlungstisch, Sheraton-Periode 1795,<br />

1. Hessische Kunst- & Antiquitätenmesse, 16. bis 18. Dezember 2011, Alsfeld, Hessenhallen 1-3<br />

Teppichboden, Stellwände, Standbeleuchtung. Anmeldung erforderlich. Ideeller Träger: Verband deutscher Kunst- und Antiquitätenhändler e.V., Münster<br />

Mahagoni mit verschiedenen Hölzern eingelegt.<br />

Abermair-Antique Strassburg, Stand 67<br />

05.10.<br />

Sotheby’s New Bond Street<br />

Islamische Kunst<br />

05.10.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Musikinstrumente<br />

05.10.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

05.10.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Schmuck<br />

05.10.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Silber<br />

06.10.<br />

Christie’s King Street<br />

Islamische und Indische Kunst<br />

06.10.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

11.10.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Schmuck<br />

11.10.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

11.10.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Moderne und Zeitgenössische<br />

Australische Kunst<br />

12.10.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Münzen und Banknoten<br />

12.10.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Brittische Kunst<br />

13.10.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Zeitgenössische Kunst<br />

13.10.-14.10.<br />

Sotheby’s New Bond Street<br />

Zeitgenössische Kunst<br />

14.10.<br />

Christie’s King Street<br />

Italienische Kunst<br />

14.10.-15.10.<br />

Christie’s King Street<br />

Tel. 0044/20/73892664<br />

www.christies.com<br />

Nachkriegs-u. Zeitgenössische<br />

Kunst<br />

15.10.<br />

Sotheby’s New Bond Street<br />

Italienische Kunst 20 Jh.<br />

19.10.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Vision 21 und Design<br />

19.10.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

24.10.<br />

Phillips de Pury<br />

Music Invitation<br />

25.10.<br />

Christie’s King Street<br />

Kunst 20 Jh.<br />

25.10.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Südafrikanische Kunst<br />

25.10.-26.10.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Gemälde<br />

26.10.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Südafrikanische Kunst<br />

26.10.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

27.10.<br />

Sotheby’s New Bond Street<br />

Alte Meister und Brittische Kunst<br />

| FRANKREICH |<br />

ARTCURIAL<br />

Tel. 0033/1/42992020<br />

www.artcurial.com<br />

CHRISTIE’S PARIS<br />

Tel. 0033/1/40768408<br />

www.christies.com<br />

PARIS<br />

26.09.<br />

Artcurial<br />

Maritime Kunst<br />

27.09.<br />

Christie’s Paris<br />

Eisenbahn Memorabilia<br />

03.10.<br />

Artcurial<br />

Mode bis 1980<br />

10.10.<br />

Artcurial<br />

Alte Meister und Gemälde 19 Jh.<br />

11.10.<br />

Artcurial<br />

Zeitgenössische Kunst<br />

12.10.<br />

Artcurial<br />

Moderne Kunst<br />

17.10.<br />

Artcurial<br />

Mode Chanel-Vuitton<br />

18.10.<br />

Artcurial<br />

Kunst u. Design 20 Jh.<br />

24.10.<br />

Christie’s Paris<br />

Collection de Mandiargues<br />

29.10.<br />

Artcurial Comics<br />

30.10.<br />

Artcurial Automobilia<br />

| ITALIEN |<br />

ROM<br />

18.10.-20.10.<br />

Babuino<br />

Tel. 0039/632283800<br />

www.astebabuino.it<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

| NIEDERLANDE |<br />

AMSTERDAM<br />

04.10.<br />

Sotheby’s Amsterdam<br />

Tel. 0031/20/5502200<br />

www.sothebys.com<br />

BAT Artventure Collection<br />

04.10.-05.10.<br />

Christie’s Amsterdam<br />

Tel. 0031/2/05755262<br />

www.christies.com<br />

Decorative Kunst<br />

12.10.<br />

Christie’s Amsterdam<br />

Tel. 0031/2/05755262<br />

www.christies.com<br />

Schmuck und Uhren<br />

HAARLEM<br />

27.09.-30.09.<br />

Oprechte Veiling<br />

Tel. 0031/23/5319408<br />

www.oprechteveiling.nl<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

HILVERSUM<br />

17.10.-25.10.<br />

Van Spengen<br />

Tel. 0031/35/6400989<br />

www.vanspengen.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

HOOGEZAND<br />

11.10.<br />

Veilinghuis Omnia<br />

Tel. 0031/598/392592<br />

www.veilinghuis-omnia.nl<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

LEIDEN<br />

27.09.-30.09.<br />

Onder de Boompjes<br />

Tel. 0031/71/5145832<br />

www.onderdeboompjes.nl<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia


54<br />

AUKTIONSTERMINE<br />

MAASTRICHT<br />

22.09.-26.09.<br />

Dickhaut<br />

Tel. 0032/43/3213095<br />

www.veilingmaastricht.nl<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

UTRECHT<br />

25.09.<br />

Venduhuis Utrecht<br />

Tel. 0031/30/2310190<br />

www.veiling-utrecht.nl<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia<br />

16.10.<br />

Peerdeman<br />

Tel. 0031/30/2610485<br />

www.veilinghuispeerdeman.nl<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia<br />

23.10.<br />

Venduhuis Utrecht<br />

Tel. 0031/30/2310190<br />

www.veiling-utrecht.nl<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia<br />

| ÖSTERREICH |<br />

DOROTHEUM SALZBURG<br />

Tel. 0043/1/51560200<br />

www.dorotheum.com<br />

DOROTHEUM WIEN<br />

Tel. 0043/1/51560200<br />

www.dorotheum.com<br />

SALZBURG<br />

01.10.<br />

Dorotheum Salzburg<br />

Klass. Fahrzeuge u. Automobilia<br />

14.10.<br />

Dorotheum Salzburg<br />

Schmuck, Uhren, Kleinkunst<br />

15.10.<br />

Weissenböck<br />

Tel. 0043/662/882531<br />

www.wiener-werkstaette-postkarten.com<br />

Postkarten<br />

SCHLOSS TANNENMÜHLE (NÖ)<br />

24.09.<br />

Dorotheum Wien<br />

150 Jahre Malerei: Künstlerfamilie<br />

Blaas<br />

WIEN<br />

26.09.<br />

Dorotheum Wien<br />

Tribal Art/Stammeskunst<br />

27.09.<br />

Im Kinsky<br />

Tel. 0043/1/5324200<br />

www.imkinsky.com<br />

Zeitgenössische Kunst<br />

27.09.<br />

Dorotheum Wien<br />

Plakate/Reklame/Comics/Film/<br />

Fotohistorika<br />

11.10.<br />

Dorotheum Wien<br />

Gemälde 19. Jh.<br />

12.10.-13.10.<br />

Dorotheum Wien<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

13.10.<br />

Dorotheum Wien<br />

Schmuck<br />

18.10.-19.10.<br />

Dorotheum Wien<br />

Briefmarken<br />

21.10.<br />

Dorotheum Wien<br />

Moderne und<br />

Zeitgenössische Kunst<br />

24.10.<br />

Dorotheum Wien<br />

Bücher<br />

24.10.<br />

Hassfurther<br />

Tel. 0043/1/5334174<br />

www.hassfurther.at<br />

Alte meister,<br />

Klassische Moderne und Kunst<br />

nach 1945<br />

24.10.-25.10.<br />

Dorotheum Wien<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

27.10.<br />

Dorotheum Wien<br />

Möbel und Teppiche<br />

| SCHWEDEN |<br />

STOCKHOLM<br />

25.10.-27.10.<br />

Bukowskis<br />

Tel. 0046/8/6140800<br />

www.bukowskis.se<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

UPPSALA<br />

03.10.-04.10.<br />

Auktionskammare<br />

Tel. 0046/18/121222<br />

www.uppsalaauktion.se<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia<br />

| SCHWEIZ |<br />

ZÜRICH<br />

19.09.-24.09.<br />

Koller Tel. 0041/1/4456363<br />

www.galeriekoller.ch<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

07.10.-08.10.<br />

Schwarzenbach Auktionen<br />

Tel. 0041/43/2448900<br />

www.schwarzenbach-auktion.ch<br />

Internat. Briefmarkenauktion<br />

15.10.<br />

Tön Tel. 0041/1/4815508<br />

www.poster-gallery.com<br />

Plakate<br />

INSERENTENVERZEICHNIS<br />

Auktionshäuser, Veranstalter, Museen und weitere Inserenten<br />

A<br />

Antico Mondo 19<br />

artprice 47<br />

AVA 23<br />

B<br />

Bloss 49, 52<br />

D<br />

Dorotheum 54<br />

G<br />

Günther 51<br />

H<br />

Henry’s<br />

Hermann Historica<br />

U4<br />

U3<br />

J<br />

Jaarbeurs Utrecht 25<br />

K<br />

Karbstein 50<br />

Kempf 50<br />

Kube<br />

U2<br />

Kunstmesse München 23<br />

Kunstverein<br />

Pfaffenhofen 93<br />

L<br />

Lösch 50<br />

M<br />

Mars 19<br />

Merry Old England 48<br />

Metz 19<br />

N<br />

Nagel, Stuttgart 3<br />

Neumeister 17<br />

Neusser Auktionshaus<br />

15<br />

P<br />

Peege 21, 48<br />

Poestgens 52<br />

R<br />

Ramer 17<br />

Rieber 21<br />

Rode 53<br />

S<br />

Schorer 48<br />

Seidel 13, 50<br />

Sigalas 48<br />

Silbersuite 22<br />

Stauffer Auktionen 11<br />

V<br />

Van Ham 11<br />

W<br />

Weidler 48<br />

Wendl 7, 9<br />

Weser-Ems-Halle 22<br />

wikam 4<br />

wunderkammershop 23


LITERATUR FÜR SAMMLER<br />

LITERATUR FÜR SAMMLER<br />

Jörg Nimmergut<br />

Orden Europas<br />

Übersichtskatalog<br />

mit aktuellen Marktpreisen<br />

völlig überarbeitete und neu bewertete<br />

Auflage 2007, Format 21x28 cm, durchgehend<br />

farbig, ca. 250 Seiten, Hardcover<br />

€ 29,80 jetzt € 19,90<br />

ISBN 978-3-86646-020-1<br />

| Battenberg • Gietl Verlag<br />

Im Buchhandel & beim Gemi Verlag<br />

Martin Fischer<br />

Faszination Schellack<br />

Grammophone • Schellackplatten<br />

Nadeldosen<br />

Komplett in Farbe, 1. Auflage 2006, Format<br />

21 x 28 cm, 136 Seiten, Hardcover<br />

€ 29,80<br />

ISBN 3-86646-008-2<br />

| Battenberg • Gietl Verlag<br />

Im Buchhandel & beim Gemi Verlag<br />

Carolus Hartmann<br />

Glasmarken-Lexikon<br />

1600–1945<br />

Signaturen, Fabrik- u. Handelsmarken<br />

Europa u. Nordamerika<br />

1008 Seiten, über 11000 Signaturen und Markenabbildungen.<br />

Leineneinband mit Schutzumschlag,<br />

im Schmuck-Schuber.<br />

€ 199,80<br />

ISBN 3-925369-37-6<br />

| ARNOLDSCHE<br />

Im Buchhandel & beim Gemi Verlag<br />

Götz Czymmek | Helga Kessler Aurisch (Hg.)<br />

Liebermann – Corinth –<br />

Slevogt<br />

Die Landschaften<br />

256 Seiten, 195 Farb-Abbildungen, Hardcover<br />

mit Schutzumschlag<br />

€ 39,80<br />

ISBN 978-3-89790-322-7<br />

| ARNOLDSCHE<br />

Im Buchhandel & beim Gemi Verlag<br />

Nimmergut | Scharfenberg<br />

Deutsche Orden u. Ehrenzeichen<br />

1800 – 1945<br />

Deutschland-Gesamt-Katalog<br />

Seit 30 Jahren bewährt, gilt er eropaweit als<br />

Standardwerk; 18. Auflage 2011, Format 12,5 x 19<br />

cm, ca. 800 Seiten, viele farbige Abb., Broschur<br />

€ 39,90<br />

ISBN 978-3-86646-059-1<br />

| Battenberg • Gietl Verlag<br />

Im Buchhandel & beim Gemi Verlag<br />

Uta M. Matschiner<br />

Keramos - Wiener Kunstkeramik<br />

und Porzellanmanufaktur<br />

Firmengeschichte, Biografien der 61 Bildhauer,<br />

umfangr. Werkverzeichnis, 708 Seiten,<br />

22,5 x 29,7 cm, ca. 3.000 Abb., Hardcover,<br />

Text teils Deutsch und Englisch<br />

€ 122,00<br />

ISBN 978-3-200-01817-4<br />

| Eigenverlag<br />

Uta M. Matschiner<br />

Im Buchhandel & beim Gemi Verlag<br />

Uta M. Matschiner<br />

NACKT - Die Ästhetik der<br />

Nacktheit und der Exoten in der<br />

Keramik der 50er Jahre und die<br />

Kunstkeramik Prischl Wien<br />

Firmengeschichte, Künstlerbiografien und<br />

Modellnummernheft, 400 Seiten, 3 Bände,<br />

23 x 30 cm, ca. 700 farbige Abbildungen,<br />

Softcover, Text in Deutsch<br />

€ 66,00<br />

ISBN 3-902488-67-0<br />

| Verlag Denkmayr<br />

Im Buchhandel & beim Gemi Verlag<br />

Wolfgang L. Eller<br />

Biedermeier-Möbel<br />

Antiquitätenkatalog<br />

mit aktuellen Marktpreisen<br />

völlig überarbeitete und neu bewertete 6.<br />

Auflage 2007, Format 21x28 cm, durchgehend<br />

farbig, ca. 450 Seiten, Hardcover<br />

€ 49,00<br />

ISBN 978-3-86646-018-8<br />

| Battenberg • Gietl Verlag<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Jörg Nimmergut<br />

Bänderkatalog<br />

Orden und Ehrenzeichen<br />

Deutschland 1800 – 1945<br />

3. Auflage 2008, Broschur klebegebunden,<br />

Format 12,5 x 19 cm, 272 Seiten, farbige Abbildungen,<br />

komplett neu überarbeitet<br />

€ 29,90<br />

ISBN 3-86646-031-7<br />

| Battenberg • Gietl Verlag<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Nimmergut | Feder | von der Heyde<br />

Deutsche Orden und<br />

Ehrenzeichen<br />

Drittes Reich, DDR und<br />

Bundesrepublik<br />

völlig überarbeitete u.neu bewertete 8. Auflage<br />

2011, ca. 500 S., Format 12,5 x 19 cm, Broschur,<br />

über 1.600 Abbilungen, kompl. in Farbe<br />

€ 19,90<br />

ISBN 3-86646-062-1<br />

| Battenberg • Gietl Verlag<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Rainer Haaff<br />

Louis-Philippe-Möbel<br />

Bürgerliche Möbel<br />

des Historismus<br />

240 Seiten, über 600 Abb. in Farbe und s/w.<br />

Leinen mit Schutzumschlag. Text in Deutsch<br />

und Englisch. Mit Marktpreisen.<br />

€ 64,80 jetzt € 29,80<br />

ISBN 3-89790-207-9<br />

| ARNOLDSCHE<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Rainer Haaff<br />

Weichholz-Möbel<br />

Standardwerk von Barock bis<br />

Jugendstil<br />

völlig überarbeitete und neu bewertete 2.<br />

Auflage 2007, Format 21 x 28 cm, ca. 270 Seiten,<br />

mit Farbtafeln, Hardcover<br />

€ 39,80<br />

ISBN 978-3-86646-026-3<br />

| Battenberg • Gietl Verlag<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Rainer Haaff<br />

BiedermeierWelten<br />

Menschen • Möbel • Metropolen<br />

mit aktuellen Marktpreisen einer internationalen<br />

Jury, 540 Seiten, 1.500 neue Farbabbildungen,<br />

Din A4, mit Schutzschuber<br />

€ 98,80<br />

ISBN 978-3-938701-04-1<br />

| Kunst-Verlag-Haaff<br />

Tel. 07247/9543553 • Fax 07247/8887533<br />

und beim Gemi Verlag<br />

Rainer Haaff<br />

Biedermeier-Möbel<br />

Deutschland & Donaumonarchie<br />

Mit aktuellen Marktpreisen<br />

480 Seiten, 1.870 Abbildungen, 260 in Farbe,<br />

DinA4, Leinen, Goldprägung, Schutzumschlag<br />

€ 98,80 jetzt € 68,80<br />

ISBN 3-938701-03-X<br />

| Kunst-Verlag-Haaff<br />

Tel. 07247/9543553 • Fax 07247/8887533<br />

und beim Gemi Verlag<br />

Rainer Haaff<br />

Gründerzeit-Möbel<br />

Hartholzmöbel, Weichholzmöbel<br />

4. Auflage, neu, erweitert, exkl., mit aktuellen<br />

Marktpr., 300 Seiten, 200 Farb- u. 650 s/w-Abb.,<br />

Din A4, Leineneinband mit Schutzumschlag<br />

€ 68,80 jetzt € 39,80<br />

ISBN 3-938701-01-3<br />

| Kunst-Verlag-Haaff<br />

Tel. 07247/9543553 • Fax 07247/8887533<br />

und beim Gemi Verlag<br />

Martin Marquardt<br />

Original oder Fälschung?<br />

Restaurierte Möbel bewerten,<br />

Plagiate erkennen<br />

2. Auflage 2008, Format 21 x 28 cm, 144 Seiten,<br />

weitgehend farbig, Hardcover<br />

€ 29,00<br />

ISBN 978-3-86646-023-2<br />

| Battenberg • Gietl Verlag<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Vienne Becker (et al.)<br />

Grossé u. B. Chirstian Dior<br />

Henkel & Grosse<br />

Schmuck/Jewellery<br />

Erste umfassende Firmen-Monographie über<br />

Henkel & Grosse, 176 Seiten, 22,5 x 29 cm, ca.<br />

400 Farbabbildungen, Hardcover mit Schutzumschlag,<br />

Text in Deutsch und englisch<br />

€ 49,80<br />

ISBN 978-3-89790-335-7<br />

| Arnoldsche Art Publishers<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Wilhelm Lindemann (Hg.)<br />

Anne-Barbara Knerr<br />

ZEITGEIST<br />

100 Jahre Modeschmuck<br />

aus Idar-Oberstein<br />

192 Seiten, 23,5 x 29,5 cm, ca. 270 Farbabbildungen.<br />

Hardcover mit Schutzumschlag.<br />

Text in Deutsch und Englisch.<br />

€ 49.80 [D] | SFr 89<br />

ISBN 978-3-89790-314-2<br />

| ARNOLDSCHE<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Wolf-Dieter Seiwert<br />

Schmuck aus dem Orient<br />

Kostbarkeiten aus der Slg. Bir<br />

320 Seiten, 342 Farb-Abbildungen,<br />

Harcover mit Schutzumschlag<br />

€ 49,80<br />

ISBN 978-3-89790-318-0<br />

| ARNOLDSCHE<br />

Im Buchhandel & beim Gemi Verlag<br />

Cornelie Holzach (Hg.)<br />

Art Déco – Schmuck und<br />

Accessoires<br />

Ein neuer Stil für eine neue Welt<br />

mit Beiträgen von Christianne Weber-Stöber<br />

u. Adelheid Rasche; 160 Seiten; 23,5 x 28,5 cm;<br />

183 Objekt-Abb. in Farbe, Hardcover mit<br />

Schutzumschlag, Text in Deutsch u. Englisch<br />

€ 39,80<br />

ISBN 978-3-89790-290-9<br />

| ARNOLDSCHE<br />

Im Buchhandel & beim Gemi Verlag


LITERATUR FÜR SAMMLER<br />

LITERATUR FÜR SAMMLER<br />

Melinda and Paul Sullivan u. a.<br />

FIRED BY PASSION<br />

Wiener Barock-Porzellan des<br />

Claudius Innocentius du Paquier<br />

1.432 Seiten in drei Bänden, 24,5 x 33 cm, über<br />

2.000 Farb-Abbildungen. 3 Leineneinbände<br />

im Schmuck-Schuber.<br />

€ 199,80<br />

ISBN 978-3-89790-308-1 (dt. Ausg.)<br />

ISBN 978-3-89790-304-3 (engl. Ausg.)<br />

| ARNOLDSCHE<br />

Im Buchhandel & beim Gemi Verlag<br />

Jan Divis<br />

Goldstempel<br />

aus aller Welt<br />

256 Seiten, Broschur, Format 12,5 x 19 cm, nach<br />

Motiven geordnet, 6. Auflage 2010<br />

€ 12,90<br />

ISBN 978-3-86646-066-9<br />

| Battenberg • Gietl Verlag<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Jan Divis<br />

Silberstempel<br />

aus aller Welt<br />

248Seiten, Broschur, Format 12,5 x 19 cm, nach<br />

Motiven geordnet, 7. Auflage 2010<br />

€ 12,90<br />

ISBN 978-3-86646-065-2<br />

| Battenberg • Gietl Verlag<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Malermonogramme<br />

von 1700 bis 1870<br />

3. Auflage 2010, Broschur, Format 12,5 x 19 cm,<br />

304 Seiten, weltweite Übersicht zu d. „Markenzeichen“<br />

d. Künstler, Bildhauer u. Architekten,<br />

mit Zusatzinformationen wie z. B. Lebensdaten,<br />

Schaffenszeiten u. Hauptwirkungsbereiche<br />

€ 12,90<br />

ISBN 978-3-86646-064-5<br />

| Battenberg • Gietl Verlag<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Christian M. Baur<br />

Meister & Marken<br />

auf Old Sheffield Plate<br />

und Elektro Plate<br />

432 Seiten, Innenteil in Schwarz/Weiß, Lexikon<br />

zur fundierten und sicheren Beurteilung<br />

von Marken, Markenverzeichnis alphabetisch,<br />

oftmals mit Registrierungsnummer<br />

€ 29,95<br />

ISBN 978-3-9814009-3-9<br />

| ARS-Verlag München<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Beata Waliczek | Marek Rasala<br />

Deutsche Firmenstempel<br />

auf Silber-Erzeugnissen<br />

und Gegenständen<br />

aus versilberten Metallen und<br />

Zinn • Band 1<br />

715 Firmenstempel, von 1888 bis heute, im<br />

Nachtrag Signaturen bekannter Jugendstil-<br />

Entwerfer, 128 Seiten, Hardcover<br />

€ 19,90<br />

| SELBSTVERLAG BEATA WALICZEK<br />

erhältlich beim Gemi Verlag<br />

Beata Waliczek | Marek Rasala<br />

Deutsche Firmenstempel<br />

auf Schmuck und Luxuswaren<br />

aus Gold, Silber und verschiedenen<br />

Metallen • Band 2<br />

852 Firmenstempel, nicht nur von gr. dt. Juwelierfirmen,<br />

sondern auch von kleineren kunstgewerb.<br />

Werkstätten, 152 Seiten, Hardcover<br />

€ 19,90<br />

| SELBSTVERLAG BEATA WALICZEK<br />

erhältlich beim Gemi Verlag<br />

Beata Waliczek | Marek Rasala<br />

Firmenstempel auf<br />

Besteck<br />

Band 3<br />

809 Firmenstempel – überwiegend aus<br />

Deutschland sowie aus Belgien, Dänemark,<br />

Frankreich, Italien, Niederlamde, Norwegen,<br />

Österreich, Portugal, Russland, Schweden,<br />

Spanien, Ungarn – 128 Seiten, Hardcover<br />

€ 19,90<br />

| SELBSTVERLAG BEATA WALICZEK<br />

erhältlich beim Gemi Verlag<br />

Beata Waliczek | Marek Rasala<br />

„Firmenstempel“<br />

alle 3 Bände zusammen<br />

zum Sonderpreis von nur<br />

€ 49,00<br />

| SELBSTVERLAG BEATA WALICZEK<br />

erhältlich beim Gemi Verlag<br />

Evamaria Ciolina / Erhard Ciolina<br />

Das Reklammesammelbild<br />

Ein Bewertungskatalog:<br />

Von Schokolade bis Schuhcreme -<br />

kleine Kunstwerke in der Werbung<br />

völlig überarbeitete und neu bewertete 2.<br />

Auflage 2007, Format 21 x 28 cm, durchgehend<br />

farbig, ca. 300 Seiten, Hardcover<br />

€ 39,80<br />

ISBN 978-3-86646-022-5<br />

| Battenberg • Gietl Verlag<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Robert E. Röntgen<br />

Deutsche Porzellanmarken<br />

von 1710 bis heute<br />

völlig überarbeitete und erweiterte 4. Auflage<br />

2007, Format 17x24 cm, ca. 500 Seiten, Hardcover<br />

€ 29,90<br />

ISBN 978-3-86646-013-3<br />

| Battenberg • Gietl Verlag<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Patricia Brattig (Hg.)<br />

Meissen<br />

Barockes Porzellan<br />

392 Seiten, 22,5 x 28,5 cm, über 100 Abbildungen<br />

in Farbe. Hardcover mit Schutzumschlag.<br />

Text in Deutsch. Lieferbar: seit Februar 2010<br />

€ 49,80<br />

ISBN 978-3-89790-329-6<br />

| ARNOLDSCHE<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Ulrich Pietsch<br />

Passion for Meissen<br />

Sammlung Said und<br />

Roswitha Marouf<br />

368 Seiten, 24,5 x 33 cm, ca. 600 Farbabbildungen,<br />

Hardcover mit Schutzumschlag, Text<br />

in Deutsch und Englisch<br />

€ 64,80<br />

ISBN 978-3-89790-334-0<br />

| ARNOLDSCHE<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Franz Christoph Heel (Hrsg.)<br />

Antiquitäten Preis-Guide<br />

Mit Expertentipps u. Bewertung<br />

ca. 336 Seiten, komplett vierfarbig,<br />

210 x 297 mm, Paperback<br />

€ 14,95<br />

ISBN 978-3-86852-326-3<br />

| Heel Verlag<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Robert E. Dechant | Filipp Goldscheider<br />

Goldscheider<br />

Firmengeschichte u. Werkverzeichnis<br />

640 Seiten, 22,5 x 31 cm, mit 548 zumeist farbigen<br />

Abb., über 4.000 Modell-Nr. u. mehr als 1.600<br />

Modellabb. in Farbe u. s/w, Hardcover m. Schutzumschlag,<br />

Text in Deutsch und Englisch<br />

€ 149,80<br />

ISBN 978-3-89790-216-9<br />

| ARNOLDSCHE<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

J. Knüppel | W. Knüppel | H. Rohde<br />

Allgemeiner<br />

Roman Preiskatalog<br />

ca. 600 Seiten, Softover, ca. 1.000 Abb., kompl.<br />

farbig, Romanhefte von ca. 1870 bis heute,<br />

Leihbücher von ca. 1920 bis heute, Karl-May-<br />

Bücher von 1876 bis 1980 ,Jugend- & Musikzeitschriften<br />

ab 1945<br />

€ 39,95<br />

ISBN 978-3-00-034171-7<br />

| Comicladen Kollektiv<br />

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

Rudger Huber<br />

Schuco<br />

– legendäres Spielzeug<br />

<strong>Sammler</strong>katalog sämtlicher<br />

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Stefan Muser | Michael Ph. Horlbeck<br />

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Uhrensammler<br />

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Ich bestelle ___ Ausgaben “Faszination Schellack” zum Preis von je 29,80 Euro _____________<br />

Ich bestelle ___ Ausgaben “Glasmarken-Lexikon 1600-1945” zum Preis von je 199,80 Euro _____________<br />

Ich bestelle ___ Ausgaben “Liebermann-Corinth-Slevogt” zum Preis von je 39,80 Euro _____________<br />

Ich bestelle ___ Ausgaben “Deutsche Orden und Ehrenzeichen” zum Preis von je 39,90 Euro _____________<br />

Ich bestelle ___ Ausgaben “Keramos” zum Preis von je 122,00 Euro _____________<br />

Ich bestelle ___ Ausgaben “Nackt - Keramik 50er Jahre” zum Preis von je 66,00 Euro _____________<br />

Ich bestelle ___ Ausgaben “<strong>Sammler</strong>träume: Biedermeier-Möbel” zum Preis von je 49,00 Euro _____________<br />

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Ich bestelle ___ Ausgaben “Deutsche Orden und Ehrenzeichen” zum Preis von je 19,90 Euro _____________<br />

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Ich bestelle ___ Ausgaben “Biedermeier-Möbel” zum Preis von je 68,80 Euro _____________<br />

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Ich bestelle ___ Ausgaben “<strong>Sammler</strong>praxis: Original oder Fälschung?” zum Preis von je 29,00 Euro _____________<br />

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Ich bestelle ___ Ausgaben “Zeitgeist - 100 Jahre Modeschmuck” zum Preis von je 49,80 Euro _____________<br />

Ich bestelle ___ Ausgaben “Schmuck aus dem Orient” zum Preis von je 49,80 Euro _____________<br />

Ich bestelle ___ Ausgaben “Art Déco – Schmuck und Accessoires” zum Preis von je 39,80 Euro _____________<br />

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Ich bestelle ___ Ausgaben “Meister & Marken” zum Preis von je 29,95 Euro _____________<br />

Ich bestelle ___ Ausgaben “Deutsche Firmenstempel auf Silber …” zum Preis von je 19,90 Euro _____________<br />

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Ich bestelle ___ Ausgaben “Firmenstempel – alle 3 Bände zusammen” zum Preis von je 49,00 Euro _____________<br />

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Ich bestelle ___ Ausgaben “Deutsche Porzellanmarken” (R. E. Röntgen) zum Preis von je 29,90 Euro _____________<br />

Ich bestelle ___ Ausgaben “Meissen - Barockes Porzellan“ zum Preis von je 49,80 Euro _____________<br />

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Walter Spiegl<br />

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241 Seiten, Hardcover<br />

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ISBN 978-3-86646-039-3<br />

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Im Buchhandel und beim Gemi Verlag<br />

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Telefon, Telefax<br />

Ich zahle (zutreffendes bitte ankreuzen):<br />

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58<br />

LITERATURTIPP<br />

Marktbericht<br />

Kunstmarkt<br />

Boll, Dirk: Kunst ist käuflich – Freie Sicht auf den Kunstmarkt,<br />

215 Seiten, Broschur, 2. überarbeitete Auflage, Hatje<br />

Cantz Verlag, Ostfildern, 2011, Preis: € 14,80.<br />

merziell orientierten Händlern, Galeristen und Auktionshäuser<br />

auch Museen als sog. inhaltliche Vermittler. und die<br />

Käuferschicht werden analysiert. Dem wissenschaftlichen<br />

Charakter zum Trotz: eine gut lesbare Studie.<br />

ISBN 978-3-7757-2814-0<br />

Irdisch<br />

Steinzeug<br />

Schimanski, Jürgen: Braun geflammt und grau gesalzen –<br />

Westerwälder Steinzeug des Jugendstils, 312 Seiten, Abbildungen<br />

überwiegend in Farbe, Verlag der Fachbuchhandlung<br />

Helmut Ecker, Höhr-Grenzhausen, 2011, Preis: € 60,-.<br />

„Ab heute ist Jugendstil...“, spätestens dann, genauer<br />

gesagt ab 1899, als der damalige Direktor der Fachschule<br />

Höhr, Heinrich Meister, diese Worte sprach, begann eine<br />

neue Ära im Westerwald, in der Schule wie in der ortsansässigen<br />

Steinzeugindustrie. Was die Produzenten anging, so<br />

wurden von diesen künftig vermehrt namhafte Künstler,<br />

Vertreter jener neuen Stilrichtung, als Entwerfer herangezogen.<br />

Eine der ersten war die Firma Reinhold Merkelbach; sie<br />

brachte schon ab 1900 Bierseidel, Kannen, Dosen, Vasen<br />

oder Bowlen, die nach den Vorstellungen Richard Riemerschmids<br />

geformt waren, auf den Markt. Der Belgier Henry<br />

van de Velde wurde für Reinhold Hanke tätig, Peter Behrens<br />

lieferte den verschiedensten Unternehmen zahlreiche Ent-<br />

„Kunst ist käuflich“, hat aber ihren Preis, möchte man<br />

ergänzen, angesichts der Rekorderlöse, die nun schon seit<br />

geraumer Zeit im internationalen Auktionshandel erzielt<br />

werden.Wie u.a. diese Preise zustande kommen, dazu liefert<br />

dieses Buch Informationen, aus erster Hand sozusagen. Der<br />

Autor, Dirk Boll, ist als Geschäftsführer von Christie’s in<br />

Zürich schließlich für das älteste, „echte“ Kunstauktionshaus,<br />

tätig. Sotheby’s sei zwar etwas früher im Kunsthandel<br />

aktiv geworden, beim Konkurrenten beschränkte man sich<br />

aber bis ins 20. Jahrhundert auf reine Bücherauktionen,<br />

während Christie’s eben schon von Beginn an, also ab 1766,<br />

Gemälde und Möbel neuen Besitzern zuführte, wie in der<br />

Einführung zu lesen ist. Weder in diesem einleitenden Kapitel,<br />

einem kurzen Abriss zur Entstehung des Kunstmarktes,<br />

noch im weiteren Textverlauf, ist der Fokus jedoch verengt<br />

und allein auf den Auktionshandel gerichtet, sondern dem<br />

Leser wird wirklich ein Panoramablick, die im Untertitel<br />

angekündigte freie Sicht auf den Kunstmarkt, geboten. Die<br />

Mechanismen und Strukturen des Kunstmarkts in ihrer<br />

Gesamtheit werden hier unter die Lupe genommen. Die<br />

Ware Kunst, ihre Vermittler, dazu gehören neben den kom-


LITERATURTIPP 59<br />

würfe ebenso wie Ludwig Hohlwein und, und, und..., die<br />

Liste ist lang. Der Autor hat sie in seinem Buch jedoch nicht<br />

einfach nur alle aufgezählt, sondern sie jeweils im Rahmen<br />

einer Kurzbiografie vorgestellt und natürlich – er ist schließlich<br />

stolzer Besitzer von mindestens 600 solcher Objekte –<br />

diese auch bebildert. Wer<br />

hier nicht fündig wird – der<br />

zweite Teil des Buches ist<br />

den Herstellern, den Großen<br />

und weniger bekannten,<br />

solche die vielleicht nur<br />

für kurze Zeit existierten,<br />

vorbehalten. Die weiteren<br />

Modellabbildungen und die<br />

Firmenmarken in diesem<br />

Teil helfen bei der Zuordnung<br />

eigener, eventuell<br />

noch anonymer Schätze<br />

sicherlich weiter. Zusätzlich<br />

wird dem interessierten Leser<br />

neues Quellenmaterial durch den hier veröffentlichten<br />

Nachdruck des Katalogs der „Steinzeugwerke Höhr-Grenzenhausen<br />

GmbH“ und von relevanten Auszügen aus den<br />

handgeschriebenen Modellbüchern der Firma Reinhard<br />

Merkel zur Verfügung gestellt.<br />

ISBN 978-3-926075-15-4<br />

Glanz und Gloria<br />

Kunsthandwerk<br />

Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg<br />

(Hrsg.): Kronschatz und Silberkammer, Klappenbroschur,<br />

128 Seiten, 100 farbige Abbildungen, Deutscher<br />

Kunstverlag, Berlin, München, 201o, Preis: € 19,90.<br />

Das Tafelsilber der europäischen Fürstenhäuser diente nicht<br />

selten als deren eiserne Reserve, ließ es sich doch bei Bedarf<br />

relativ unkompliziert in bare Münzen umwandeln. Entsprechendes<br />

geschah dann auch während des Dreißigjährigen<br />

Krieges. Silberne Teller, Humpen, Pokale, Leuchter etc., nahezu<br />

alles wurde eingeschmolzen und floss allerorten dahin,<br />

der Hof von Brandenburg bildete da keine Ausnahme. Dennoch<br />

begann anschließend der unaufhaltsame Aufstieg<br />

Brandenburg-Preußens unter der Regierung von Friedrich<br />

Wilhelm, dem Großen Kurfürst (1640-1688). Mit der Krönung<br />

seines Sohnes Friedrich zum ersten König in Preußen<br />

erreichte dieser Prozess einen vorläufigen Höhepunkt. Die<br />

für diesen Anlass komplett neu gefertigten Insignien Krone,<br />

resp. Kronkarkasse, Reichsapfel, Reichssiegel, das für diesen<br />

Zweck umgearbeitete ehemalige kurfürstliche Zepter, das<br />

Kurschwert, der Funeralhelm sowie die teilweise diamantbesetzten<br />

Tabatièren Friedrichs II., all diese unschätzbaren<br />

Kostbarkeiten aus dem ehemaligen Kronschatz des Hauses<br />

Hohenzollern werden dem Besucher seit kurzem in Schloss<br />

Charlottenburg in neuer Form präsentiert. Eine zweifellos<br />

beindruckende Demonstration von Macht und Reichtum.<br />

Kulturhistorisch interessanter sind aber vielleicht die anderen<br />

dort zur Schau gestellten kunsthandwerklichen Meisterwerke,<br />

die sich ehedem in den Silberkammern der<br />

Schlösser befanden. Anders als der Name vermuten lässt,<br />

handelt es sich dabei weder ausschließlich um Silberwaren<br />

noch um Repräsentationsobjekte, sondern um Tafelgerät.<br />

Das Geschirr aus dem weißem Gold verdrängte im Laufe des<br />

18. Jahrhunderts das Tafelgeschirr aus Edelmetall und<br />

anstatt die Tafel weiterhin à la française zu decken, bevorzugte<br />

man ab dem 19. Jahrhundert einen service à la russe.<br />

Der überwiegende Teil dieser Publikation befasst sich mit<br />

den Beständen der ehemaligen preußischen Silberkammer<br />

und den Feinheiten der höfischen Tafelkultur.<br />

ISBN 978-3-422-07050-9


Kayserzinn<br />

Ina Knekties<br />

Armleuchter / Elektrische Lampe mit Glockenblüten und Goldregen, Kayserzinn-Nr.<br />

4486, Hugo Leven, Köln, um 1901/02, H 48 cm; H 66 cm als Lampe mit Kerzen (Foto:<br />

Marion Mennicken, Rheinisches Bildarchiv, Köln)<br />

JUGENDSTILZINN<br />

Kayserzinn gilt als Inbegriff des<br />

deutschen Jugendstilzinns. Mit einer<br />

schier unerschöpflichen Anzahl von<br />

Modellen ganz im Sinne des neuen<br />

Stils übertraf Kayserzinn,entworfen<br />

in Köln und hergestellt in der Kunstgussabteilung<br />

von J. P. Kayser Sohn in<br />

Krefeld,alle anderen Zinnfabriken jener<br />

Zeit. Das Zinn aus dem Rheinland<br />

steht bis heute für höchste Qualität<br />

und ästhetische Gestaltung,trotz<br />

serieller Fertigung. Bereits die Zeitgenossen<br />

rühmten den besonderen<br />

Glanz und die elegante Anmutung<br />

der Objekte: „Sie bestehen aus einer<br />

dem Erfinder patentierten Zinnlegierung<br />

und stehen stilistisch zwischen<br />

den alten Silber- und Zinngeschirren<br />

in der Mitte,nähern sich aber in<br />

Form und Farbe mehr dem Silber,<br />

ohne dasselbe jedoch direkt nachahmen<br />

zu wollen. Die weiße,glänzende<br />

Farbe dieser Gefäße hat nicht den<br />

kalten stechenden Ton der Silbergefäße<br />

und nicht den matten Ton der<br />

Zinnsachen; sie hat etwas ungemein<br />

Reinliches,Ansprechendes und Schönes",so<br />

Otto von Falke,der damalige<br />

Direktor des Kölner Kunstgewerbemuseums<br />

im Jahre 1896. Zwei Jahre<br />

zuvor,1894,hatte der Kölner Kunsthändler<br />

und Unternehmer Engelbert<br />

Kayser (1840-1911) den Grundstein<br />

für die gleichnamige Handelsmarke<br />

gelegt. In dem eigens dafür eingerichteten<br />

Entwurfsatelier in Köln<br />

entwickelten junge Bildhauer und<br />

Künstler,darunter Hugo Leven,Hermann<br />

Fauser und Karl Berghof,mit<br />

Hilfe des gelernten Zinngießers Kayser<br />

zwischen 1895 und etwa 1905<br />

den unverkennbaren Stil des Kayserzinns.<br />

Sie führten das noch ganz<br />

dem Historismus verhaftete Edelzinn<br />

der von seinem Bruder Jean geleiteten<br />

elterlichen Krefelder Gießerei<br />

in eine neue,sehr erfolgreiche<br />

Richtung. Zudem trug das rheinländische<br />

Zinn nicht unwesentlich dazu<br />

bei,das Interesse an Zinnwaren neu<br />

zu beleben,waren diese doch durch<br />

teilweise enthaltenes Blei ein wenig


Kaffee- und Teeservice mit Mohn und<br />

Iris, Kayserzinn-Nr.4117, Hugo Leven,<br />

Köln, um 1896, Kaffeekanne: H 20 cm,<br />

Teekanne: H 15 cm, Milchkanne: H 9 cm,<br />

Zuckerdose: H 10 cm (Foto: Marion Mennicken,<br />

Rheinisches Bildarchiv, Köln)<br />

in Verruf geraten sowie durch Porzellan<br />

und Steingut sukzessive von der<br />

kultivierten Tafel verdrängt worden.<br />

WÜRDIGUNG<br />

Nun würdigt anlässlich seines 100.<br />

Todestages das Museum für Angewandte<br />

Kunst in Köln das Leben und<br />

Wirken des „Vaters des Kayserzinns".<br />

Erstmals widmet sich damit eine<br />

Einzelausstellung dem Leben und<br />

Werk Engelbert Kaysers. Seine Persönlichkeit<br />

und sein Wirken in der<br />

Zeit – anfänglich in der Gründerzeit<br />

und später im Fin de Siècle – wird<br />

anhand zahlreicher Zeitdokumente,<br />

Einrichtungsgegenstände und Erinnerungsstücke<br />

dem Besucher eindrucksvoll<br />

vor Augen geführt. Im Fokus<br />

der Ausstellung stehen rund 150<br />

der seltensten und schönsten Objekte<br />

aus dem silbrig schimmernden<br />

Material der nur rund zehn Jahre andauernden<br />

Produktionszeit des Kayserzinns.<br />

Viele der in Köln zu bewundernden<br />

Stücke wurden noch niemals<br />

öffentlich ausgestellt und<br />

stammen aus Privatbesitz sowie aus<br />

Museumssammlungen. Zudem widerlegt<br />

die Schau sehr anschaulich<br />

ein doch zuweilen noch grassieren-<br />

des Missverständnis,dass es sich<br />

beim Kayserzinn – seit 1895 eingetragenes<br />

Warenzeichen – um einen<br />

übergeordneten Sammelbegriff für<br />

Zinn unter der Regierungszeit Kaiser<br />

Wilhelm II. handelt. Bleibenden Eindruck<br />

hinterlässt neben den ausgestellten<br />

Objekten im Kölner Museum<br />

sicherlich auch der akribisch recherchierte<br />

und fundierte Ausstellungskatalog,herausgeben<br />

von Gerhard<br />

Dietrich,stellvertretendem Direktor<br />

des Museums und Kurator der<br />

Schau,sowie Eckard Wagner,profundem<br />

Kenner und Autor vieler Schriften<br />

über Zinnkunst im 19. Jahrhundert,speziell<br />

über Kayserzinn: So enthält<br />

die aktuelle Publikation,neben<br />

einem monografischen Teil zu Leben<br />

und Werk Engelbert Kaysers und der<br />

Geschichte der Metallwarenfabrik J.<br />

P. Kayser in Krefeld,ein erstes vollständig<br />

fotografisch illustriertes und<br />

kommentiertes Werkverzeichnis fast<br />

aller tausend bekannter und belegter<br />

Modellnummern der 4.000er-<br />

Serie von Kayserzinn. Die authentischen<br />

Modellbezeichnungen informieren<br />

zudem über die breite Produktpalette<br />

der um die Jahrhundertwende<br />

gebräuchlichen Geschirrformen.<br />

Den Grundstock für den<br />

umfangreichen Katalogteil bildet<br />

eine weit über sechshundert Stücke<br />

umfassende Privatsammlung sowie<br />

die aus langjähriger Forschung von<br />

Eckard Wagner zusammengetragenen<br />

Ergebnisse. Erstmals liegt damit<br />

ein wertvolles Nachschlagewerk<br />

über die Jugendstil-Produktion von<br />

Kayserzinn vor,auf das sicherlich<br />

Armleuchter mit vegetabilem Dekor<br />

und Fledermäusen, Kayserzinn-Nr.4506,<br />

Hugo Leven, Köln, um 1901/02, H 32 cm<br />

(Foto: Marion Mennicken, Rheinisches<br />

Bildarchiv, Köln)<br />

Tafelleuchter als Pflanzenstengel mit<br />

Fruchtdolden, Kayserzinn-Nr.4427, Hugo<br />

Leven, Köln, um 1901/02, H 43 cm<br />

(Foto: Marion Mennicken, Rheinisches<br />

Bildarchiv, Köln)


62<br />

JUGENDSTIL<br />

Kanne mit Blütenknospenrispen, Kayserzinn-Nr.4498,<br />

Hugo Leven, Köln, um<br />

1900/01, H 20 cm (Foto: Marion Mennicken,<br />

Rheinisches Bildarchiv, Köln)<br />

Becher mit drei Streben und Rosenblüten,<br />

Kayserzinn-Nr.4489, Hugo Leven,<br />

Köln, um 1904/05, H 12 cm (Foto: Marion<br />

Mennicken, Rheinisches Bildarchiv, Köln)<br />

nicht nur die vielen <strong>Sammler</strong> und<br />

Experten der weltweit beliebten Preziosen<br />

– sogar das Museum of<br />

Modern Art in New York besitzt einige<br />

Kayserzinn-Stücke – gewartet<br />

haben.<br />

FIRMENGESCHICHTE<br />

Ein Blick zurück in die Firmengeschichte:<br />

Das Fundament einer der<br />

erfolgreichsten Zinnfabriken der<br />

Gründerzeit wurde mit einer kleinen,<br />

1844 gegründeten Zinngießerei in<br />

Kaiserswerth,unweit von Düsseldorf,gelegt.<br />

Dort stellte der gebürtige<br />

Kölner und ursprünglich als<br />

Drechsler ausgebildete Johann Peter<br />

Kayser (1831-1901) vermutlich einfaches<br />

Zinngerät des täglichen Gebrauchs<br />

her,wobei seine fünf Kinder<br />

– darunter der Erstgeborene Engelbert<br />

– schon früh im väterlichen Betrieb<br />

mitarbeiteten. Nach dem Umzug<br />

nach Krefeld im Jahr 1851 expandierte<br />

das Familienunternehmen zunehmend,die<br />

Produkte der Kayser’-<br />

schen Zinngießerei wurden im gesamten<br />

Niederrheingebiet und in<br />

den benachbarten Niederlanden vertrieben.<br />

Seit 1873 stellte die Metallwarenfabrik<br />

Gebrauchsgeschirr aus<br />

Britanniametall und Neusilber her.<br />

Ein Jahr später übertrug Johann Peter<br />

Kayser seinem vierten Sohn,genannt<br />

Jean Kayser (1851-1921),die Leitung<br />

der nun unter Leuconide- und<br />

Metallwaaren-Fabrik und -handlung<br />

J.P.Kayser Sohn, Krefeld firmierenden<br />

Zinnfabrik. Unter der neuen Direktion<br />

zog alsbald die Zinnproduktion<br />

in größere Räumlichkeiten nach Krefeld-Bockum.<br />

Die Anzahl der Mitarbeiter<br />

wuchs stetig auf 400 bis zur<br />

Jahrhundertwende,zur Blütezeit des<br />

Jugendstil-Zinns zwischen 1900 und<br />

1904 sogar auf zeitweise 800,an –<br />

ein Erfolg,zu dem Engelbert Kayser<br />

maßgeblich beigetragen hat: Bereits<br />

1864 machte sich der älteste Sohn<br />

des Firmengründers in der Hohen<br />

Straße in Köln mit einem „Kunstgewerblichen<br />

Magazin für Gebrauchsgeschirr<br />

und Luxuswaaren" selbstständig,weitere<br />

Filialen u. a. in Berlin<br />

1872 folgten. Engelbert Kayser besaß<br />

nicht nur kaufmännisches Geschick,<br />

sondern hatte gleichermaßen das<br />

richtige Gespür für künstlerische<br />

Neuerungen des sich im Wandel befindlichen<br />

Kunstgewerbes. So setzte<br />

er zu einem recht frühen Zeitpunkt,<br />

ab 1890 und damit früher als beispielsweise<br />

die für den Jugendstil<br />

wegweisenden deutschen Galeristen<br />

Siegfried Bing und Julius Meier-<br />

Graefe in Paris,auf modernes Kunsthandwerk.<br />

In seinen vornehmen Geschäften<br />

präsentierte er Exponate<br />

aus den tonangebenden Glas- und<br />

Porzellanmanufakturen jener Zeit,so<br />

Glasarbeiten von Gallé,Daum,Tiffany<br />

und Loetz. Gerade die fragilen<br />

Schöpfungen des Lothringer Emile<br />

Gallé – der wohl berühmteste Glaskünstler<br />

des Art Nouveau – dienten<br />

zweifelsohne als Inspirationsquelle<br />

für eine beachtliche Anzahl von Kayserzinn-Modellen<br />

im floralen Jugendstil.<br />

Obwohl Engelbert Kayser selbst als<br />

ambitionierter Autodidakt künstlerisch<br />

tätig war und eine Zinngießerausbildung<br />

genossen hatte,lassen<br />

sich von ihm keine eigenen Entwürfe<br />

nachweisen. Hierfür griff er auf renommierte<br />

Bildhauer und Künstler<br />

zurück,mit denen er ab 1894 in dem<br />

eigens dafür errichteten Entwurfsatelier<br />

in Köln unter seiner Leitung<br />

Tausende Modelle für Kayserzinn<br />

entwickelte,die dann in der Kunstgussabteilung<br />

der Krefelder Zinnfabrik<br />

gefertigt wurden. Zunächst entstanden<br />

gemeinsam mit Carl Geyer,<br />

Architekt und Professor an der Düsseldorfer<br />

Kunstgewerbeschule,die<br />

ersten Typen für die geplante eigene<br />

Handelsmarke,die noch gänzlich in<br />

bewährter Manier der Krefelder<br />

Zinnfabrik seines Bruders ausgeführt<br />

waren. Von Beginn an galt im<br />

Atelier Kayser die Maxime,qualitätvolle<br />

Zinnobjekte einem breiten<br />

Publikum zu moderaten Preisen anzubieten.<br />

Das neue,bleifreie „Silberzinn"<br />

sollte zudem nicht nur künstlerischen<br />

Ansprüchen genügen,son-


JUGENDSTIL 63<br />

Jardinière mit Blüten und Fruchtdolden,<br />

Kayserzinn-Nr.4529, Köln, um 1902/04,<br />

L 43 cm (Foto: Marion Mennicken, Rheinisches<br />

Bildarchiv, Köln)<br />

Kaffee- und Teeservice mit Rosendekor,<br />

Kayserzinn-Nr.4515, Hugo Leven, Hermann<br />

Fauser, Köln, um 1902, Kaffeekanne:<br />

H 22 cm, Teekanne: H 14,5 cm, Milchkanne:<br />

H 8 cm, Zuckerdose: H 11,5 cm<br />

(Foto: Marion Mennicken, Rheinisches<br />

Bildarchiv, Köln)<br />

Zierschale mit Nixe in einer Muschel,<br />

Kayserzinn-Nr.4136, Franz Dorrenbach,<br />

Köln, um 1896, L 19,5 cm (Foto: Marion<br />

Mennicken, Rheinisches Bildarchiv, Köln)<br />

dern auch der geschmackvollen Ausgestaltung<br />

der Wohnung und der<br />

Tafel dienen. Das breit gefächerte<br />

Angebot des Kayserzinns erstreckte<br />

sich über dekorative Lampen,Leuchter,Bilderrahmen,Pokale,Jardinièren,Vasen,Dosen,Präsentierschalen,<br />

Rauchservice und Schreibtischgarnituren<br />

über prächtige Tafelaufsätze<br />

bis hin zu Kaffee-,Tee- und Likörservice<br />

sowie Geschirrsätzen.<br />

HUGO LEVEN<br />

Als wichtigster Mitarbeiter,der maßgeblich<br />

die neue Gestaltung,d. h.<br />

heißt die Abkehr von den historistischen<br />

Stilelementen vorantrieb,ist<br />

Hugo Leven (1874-1956) zu nennen.<br />

Der vielseitige Künstler studierte<br />

nach einer Ausbildung zum Lithografen<br />

an der Kunstgewerbeschule Bildhauerei<br />

an der Kunstakademie in<br />

Düsseldorf. Der Auftakt der erfolgreichen<br />

Zusammenarbeit ging vermutlich<br />

von Leven selbst aus,da er Engelbert<br />

Kayser 1895 eine Reihe von Entwürfen<br />

aus Zinn schickte. Sein spezielles<br />

Interesse an dem metallenen<br />

Werkstoff rührte vermutlich von seiner<br />

vorangegangenen Mitarbeit anlässlich<br />

einer Denkmalinventarisation<br />

in Westfalen her,bei der Leven<br />

mit der „Graphischen und deskripti-


64<br />

JUGENDSTIL<br />

ausstellung 1900 in Paris. Weitere<br />

Auszeichnungen in Turin 1902 und<br />

St. Louis 1904 sollten folgen.<br />

DAUMENDRUCKRELIEF<br />

ven Registrierung profanen und<br />

kirchlichen Zinngeräts" betraut war.<br />

Zeitgleich unterhielt der umtriebige<br />

Künstler ein eigenes Atelier mit acht<br />

Arbeitern und ab 1900 das väterliche<br />

„Kunstgewerbeatelier". Daneben<br />

war er von 1896 bis 1904 im Atelier<br />

Engelbert Kayser in Köln beschäftigt,<br />

dort prägte er nicht nur federführend<br />

die stilistische Entwicklung des<br />

Kayserzinns,sondern die des deutschen<br />

Jugendstil-Zinns überhaupt.<br />

Später machte sich Leven u. a. als Direktor<br />

der Staatlichen Zeichenakademie<br />

in Hanau – einer seiner bekanntesten<br />

Schüler war der Bauhäusler<br />

Wilhelm Wagenfeld – einen Namen.<br />

Knapp ein Jahrzehnt setzte Leven der<br />

Formgebung der Kayserzinn-Objekte<br />

seinen künstlerischen und dabei so<br />

unverkennbaren stilistischen Stempel<br />

auf. Zunächst orientierte sich<br />

Hugo Leven mit seinen Objekten mit<br />

ihren plastisch anmutenden floralen<br />

Dekoren an Emile Gallé. Teilweise<br />

erinnern die Zinnobjekte in ihrer<br />

pflanzlichen Ornamentik auch an die<br />

Dekore barocken Porzellans,findet<br />

sich doch von der Knospe bis zur welken<br />

Blüte die gesamte Wachstumsphase<br />

einer Pflanze auf dem silbrig<br />

schimmernden Untergrund. Ganz<br />

blumig kommt sein Kaffee- und Teeservice<br />

von 1896 daher,verziert mit<br />

den populärsten Pflanzen des Jugendstils,Iris<br />

und Mohn. Das außerordentlich<br />

beliebte Service,hier in<br />

der kleinen Ausführung für 56 Goldmark<br />

laut Preiscourant von 1897,<br />

wurde auch in einer mittleren und<br />

großen Variante angeboten. Auf die<br />

Fledermaus griff der Motivkanon des<br />

Jugendstils ebenfalls gerne zurück,<br />

so auch Leven mit dem in der Kölner<br />

Schau gezeigten,sogenannten Fledermausleuchter<br />

von 1901/1902. Die<br />

naturalistisch ausgeformte Fledermaus<br />

bildet mit ihren geöffneten<br />

Flügeln die gebogenen Kerzenarme<br />

und sogleich eine raffinierte Variante<br />

der unzähligen Leuchterdesigns.<br />

Zwei weitere Armleuchter sind zu<br />

bewundern: Bei beiden steht das<br />

Pflanzenornament im Vordergrund.<br />

Bildet sich der Tafelleuchter aus<br />

einem streng stilisierten Pflanzenstängel<br />

heraus,ist der Armleuchter<br />

detaillierter aufgebaut: Der vierkantige<br />

Schaft geht in eine knospenförmige<br />

Tülle über,aus der vier breit<br />

angesetzte Lichtarme mit durchbrochenen<br />

Stützen herauswachsen,die<br />

mit Goldregenrispen versehen sind.<br />

Um 1900 verfestigte sich Levens Gestaltungsweise<br />

zu mehr linear angeordneten<br />

Ornamenten – mit seinen<br />

Entwürfen holte er für Kayserzinn<br />

die erste Goldmedaille auf der Welt-<br />

Der Bildhauer Hermann Fauser (1874<br />

-1947) verstärkte von 1900 bis 1905,<br />

direkt nach dem erfolgreichen Auftritt<br />

des Kayserzinns in Paris,als Modelleur<br />

die kreativen Köpfe um Engelbert<br />

Kayser im Kölner Atelier. Wie<br />

Leven genoss der junge Künstler eine<br />

klassische Ausbildung an den Akademien<br />

der Bildenden Künste in Stuttgart<br />

und Karlsruhe. Unter Leven und<br />

Fauser bildet sich das unverwechselbare<br />

Erkennungszeichen für<br />

Kayserzinn bis zum Jahr 1904 heraus:<br />

das „Daumendruckrelief". Eine Technik,die<br />

vormals mit der Oberflächengestaltung<br />

von Töpferwaren in Verbindung<br />

gebracht wurde,überraschte<br />

nun auf Zinngegenständen. Der<br />

metallene Werkstoff wird hierbei<br />

wie eine plastische und weiche Masse<br />

behandelt,in der sanft Mulden<br />

hinein gedrückt werden. Zu Grunde<br />

liegt eine in Ton modellierte Form,<br />

auf der mit dem Daumen das Relief<br />

eingebracht wird. So muten die in<br />

Zinn gegossenen Stücke wie Keramikarbeiten<br />

an,auf denen Aushöhlungen<br />

und Grate mittels Fingerdruck<br />

ihre charakteristischen Spuren<br />

hinterlassen haben. Bei der Hugo<br />

Leven zugeschriebenen Wasserkanne<br />

von 1900/1901 ist die weiche<br />

Modellierung schön zu erkennen,<br />

ebenso bei der in Köln ausgestellten<br />

Jardinière in organischer Form mit<br />

Ausbuchtungen und feinen Graten.<br />

Regelrecht eingebeult wirkt die<br />

Oberfläche des zu bewundernden<br />

Kaffee- und Teeservices mit Rosendekor<br />

von 1902,die die Experimente<br />

mit Ton oder Plastilin der beiden<br />

Aschenbecher für Wasserfüllung mit<br />

Blütendekor, Kayserzinn-Nr.4425, Köln,<br />

um 1900/01, Ø 12 cm (Foto: Marion Mennicken,<br />

Rheinisches Bildarchiv, Köln)


JUGENDSTIL 65<br />

Krug mit Tulpendekor, Kayserzinn-Nr.<br />

4220, Hans Stoltenberg-Lerche, Köln, um<br />

1899/1900, H 20 cm (Foto: Marion Mennicken,<br />

Rheinisches Bildarchiv, Köln)<br />

Gestalter nachvollziehbar macht.<br />

Besondere i-Tüpfelchen sind die<br />

Knäufe der Kannen,fein modellierte<br />

Dornen aus Zinn,sowie das vertikale<br />

Druckrelief,das in die reliefierten<br />

Rosenblüten und -blätter übergeht.<br />

Auch der Becher von Hugo Leven mit<br />

drei Streben scheint quasi aus Ton<br />

modelliert zu sein,die lang gezogenen<br />

Henkel erstrecken sich zu dem<br />

mit Daumendruck versehenen Fuß.<br />

Reizend ist auch die quaderförmige<br />

Biskuitdose auf quadratischem Untersatz.<br />

Mit ihren nur auf die Reserven<br />

sich beschränkenden Ornamenten<br />

und einem Deckel,der von<br />

einer Maus als Griff bekrönt wird,<br />

besticht die Gemeinschaftsarbeit<br />

der beiden Künstler bis heute durch<br />

ihr elegantes wie auch amüsantes<br />

Design.<br />

MOTIVE<br />

Das Gros der Modelle griff auf den<br />

immensen Fundus der Jugendstilmotive<br />

zurück: Ein Aschenbecher<br />

besticht durch stilisierten Blütendekor<br />

und eine zurückgenommene Formensprache.<br />

Eine Visitenkartenschale<br />

in Form einer Muschel,in der sich<br />

die obligatorische Nixe des Jugendstils<br />

rekelt,stammt von Franz Dorrenbach,einem<br />

in Berlin tätigen Bildhauer.<br />

Besonders elegant ist eine<br />

Wasserkanne mit plastisch aufgelegtem<br />

Tulpendekor des deutschnorwegischen<br />

Künstlers Hans Stoltenberg-Lerche,der<br />

ein beachtliches,<br />

breit gefächertes und viel prämiertes<br />

Werk in Glas,Metall und Keramik<br />

schuf.<br />

Engelbert Kaysers Leidenschaft für<br />

die Jagd spiegelt sich bei einer ganzen<br />

Reihe von Modellen mit entsprechenden<br />

Motiven wider – seien es<br />

Fleischplatten mit springendem<br />

Wild,Humpen und Pokale mit aufgelegtem<br />

Geweih sowie Becher,Bowlen<br />

oder Aschenbecher mit Pirschszenen.<br />

Die zeichnerischen Vorlagen<br />

lieferte der Maler Johann Christian<br />

Kröner,einer der bekanntesten Landschafts-<br />

und Jagdmaler der Düsseldorfer<br />

Schule. Für das Atelier Kayser<br />

schuf er regelmäßig Zeichnungen,<br />

die dann akkurat in den Zinn übertragen<br />

wurden – etwa bei dem ausgestellten<br />

Weinkühler mit röhrendem<br />

Hirsch,hier zeigt sich das malerische<br />

Element dieser Zinngeschirre<br />

recht augenfällig. Aus den unzähligen<br />

Modellen der Kayserzinn-Objekte<br />

ragt eine Arbeit in der Kölner<br />

Schau besonders heraus: die Kompottschale<br />

mit einem Glaseinsatz<br />

des wegweisenden Gestalters Jean<br />

Beck (1862-1938),der mit den klaren<br />

Entwurfsformen für Glas- und Keramikobjekte<br />

bereits zu Beginn des<br />

20. Jahrhunderts ungewöhnlich früh<br />

Tendenzen der Neuen Sachlichkeit<br />

und des Art déco<br />

in seinem Werk<br />

vorwegnahm. Als<br />

äußerst attraktiver<br />

Kontrast erweist sich<br />

das Zusammenspiel von<br />

dem in floraler Sprache des<br />

Jugendstils ausgeführten<br />

Zinnkelch und der eingefügten<br />

Glasschale mit Wellenschliff.<br />

Das Kristallglas<br />

wirkt durch die vier in Glas<br />

eingearbeiteten grünen Punkte<br />

ungemein modern und verweist<br />

zudem auf Becks Glasarbeiten<br />

aus der Serie München<br />

1908. Die Kooperation mit<br />

dem Glaskünstler blieb jedoch<br />

auf wenige Objekte<br />

beschränkt.<br />

Um 1903 oder 1904<br />

schloss Karl Berghof<br />

(1881-1967) die gestalterische<br />

Lücke,die Hugo<br />

Leven nach seinem<br />

Weggang hinterließ.<br />

Nach dem Studium der<br />

Bildhauerei an der Akademie<br />

der Künste in Berlin<br />

sowie an der Hanauer Zeichenakademie<br />

und Silberschmiedeschule – dort<br />

mit Fokus auf Treiben und Ziselieren<br />

von Metallen – war der junge Künstler<br />

zwei Jahre im Entwurfsatelier der<br />

Bremer Silberwarenfabrik Wilkens &<br />

Söhne tätig. In Kaysers Atelier legte<br />

Berghof hingegen nur eine kurze<br />

Stippvisite ein,schon nach einem<br />

Jahr wechselte er in die neu eingerichtete<br />

Entwurfsabteilung des Krefelder<br />

Kayser-Werks. In der Kölner<br />

Zeit kreierte der Künstler erstaunlich<br />

kantige und kubisch anmutende Objekte,die<br />

nicht geformt und gegossen,sondern<br />

wie aus mehreren Einzelheiten<br />

zusammengesetzt erscheinen.<br />

Exemplarisch steht die viereckige<br />

Vase mit Einsteckscheibe,die<br />

allerdings durch ihr Daumendruckrelief<br />

ihre gestalterische Herkunft<br />

unmittelbar preisgibt.<br />

Im Krefelder Werk verantwortete<br />

Berghof bis 1927 maßgeblich die<br />

Gestaltung der Zinnobjekte,so kam<br />

es unter seinem künstlerischen Einfluss<br />

ab circa 1906 quasi zu einem<br />

Rückschritt: Die so charakteristische<br />

Gestaltung<br />

des Kayserzinns


66<br />

JUGENDSTIL<br />

wurde das jeweilige Relief bzw. die<br />

Oberflächengestaltung in Ton ausgebildet.<br />

Von diesem Tonmodell<br />

nahm der Gestalter Gipsabgüsse,<br />

von denen wiederum die Gussformen<br />

aus Stahl oder Messing gefertigt<br />

wurden. Nach dem Ausgießen<br />

mit dem Legierungsmaterial wurden<br />

die Gegenstände von Hand poliert,<br />

von der Gusshaut befreit,unpräzise<br />

Ornamente nachgestochen und die<br />

Gussnähte abgeschliffen. Ein langwieriges<br />

Verfahren – so konnte die<br />

Produktionsdauer vom ersten Entwurde<br />

vom altbewährten Stilpluralismus<br />

des Historismus abgelöst. Es<br />

fanden sich nun auf den Geschirren<br />

Elemente des Barocks,Biedermeiers,<br />

aber auch klassizistische Tendenzen.<br />

Die Entwürfe für Kayserzinn kamen<br />

nun überwiegend aus Krefeld,damit<br />

einher ging die künstlerische Eigenständigkeit<br />

und Eigenart des Kölner<br />

Ateliers ab etwa 1905 verloren.<br />

TECHNISCHE DETAILS<br />

Viereckige Bisquitdose auf Teller mit stilisiertem<br />

Astwerk, Blattdekor und Maus<br />

als Knauf, Kayserzinn-Nr.4653, Hermann<br />

Fauser / Hugo Leven (?), 1904/06,<br />

Dose: H 17 cm, Teller: Ø 16 cm (Foto:<br />

Katrin Wisskirchen, Köln)<br />

Viereckige Vase auf Füßen mit Einsteckscheibe<br />

und Silberblattdekor, Kayserzinn-Nr.4541,<br />

Karl Berghof, 1903/04, H 18<br />

cm (Foto: Marion Mennicken, Rheinisches<br />

Bildarchiv, Köln)<br />

Da das Ausgangsmaterial Zinn bei<br />

reiner Verwendung zu weich wäre,<br />

arbeiteten nicht nur die Krefelder<br />

Gießer immer mit einer Zinnlegierung,die<br />

je nach Hersteller unterschiedlich<br />

ausfiel. Diese bestand bei<br />

Kayserzinn aus 93 % Zinn,5,4 % Antimon<br />

und 1,6 % Kupfer. Alle Kayserzinnmodelle<br />

waren seit 1894 mit<br />

dem Warenzeichen Kayserzinn in<br />

Versalien sowie einer Modellnummer<br />

versehen und durchlaufend von<br />

4001 bis 4999 nummeriert (ausgehend<br />

von der Fantasiezahl 4000).<br />

Anfänglich wurde das Markenzeichen<br />

Kayserzinn und die Nummern<br />

mittels Punzen und Schlagstempel<br />

in den Zinn eingebracht,ab etwa der<br />

Nummer 4100 findet sich auf den<br />

Zinnexponaten überwiegend eine<br />

ovale bzw. runde Gussmarke mit<br />

integrierter Werknummer. Kleinere<br />

Stücke wie Brieföffner,Messerbänke<br />

etc. weisen aus Platzgründen nur<br />

den Schriftzug der Marke ohne Modellnummer<br />

auf. Ab 1898 kam zu<br />

dem silbrig-glänzenden Aussehen<br />

noch eine mechanisch erzeugte<br />

Mattierung der Oberfläche hinzu.<br />

Diese konnte zudem auf Kundenwunsch<br />

noch versilbert,gehämmert<br />

und dunkel patiniert werden.<br />

Insgesamt war die Herstellung der<br />

Zinnobjekte recht aufwändig: Auf<br />

gedrechselten Holzkernen<br />

Kompottschale mit fein geschliffenem<br />

Glas mit grünen Tupfen, eingerichtet für<br />

Eiskühlung, Kayserzinn-Nr.4600, Köln,<br />

um 1903/04, Glas von Jean Beck, München,<br />

Ø 20 cm (Foto: Marion Mennicken<br />

Rheinisches Bildarchiv, Köln)<br />

Weinkühler mit röhrendem Hirsch und<br />

lauschender Hündin, Kayserzinn-Nr.<br />

4625, Karl Berghof nach Johann Christian<br />

Kröner, Köln, um 1904/06, H 25 cm<br />

(Foto: Marion Mennicken, Rheinisches<br />

Bildarchiv, Köln)<br />

Jardinière mit Elchkopfgriffen und Eichenlaub,<br />

Kayserzinn-Nr.4612, Köln, um<br />

1904/06, L 47 cm (Foto: Marion Mennicken,<br />

Rheinisches Bildarchiv, Köln)


JUGENDSTIL 67<br />

wurf bis zum fertigen ersten Abguss<br />

gut sechs bis sieben Monate in<br />

Anspruch nehmen. Um sich möglichst<br />

lange am herrlichen Glanz der<br />

Zinn-Exponate zu erfreuen,gab<br />

Engelbert Kayser seinen Geschirren<br />

und Einzelobjekten ein eigens entwickeltes<br />

Pflegemittel mit. In einem<br />

Säckchen befand sich feinster Spezialsand<br />

zum Reinigen und Polieren<br />

des Kayserzinns,aufgedruckt war<br />

folgende Gebrauchsanweisung: „Der<br />

Sand wird mit sehr scharfem Sodawasser<br />

gemischt,und mit diesem<br />

Brei reibt man den Gegenstand mit<br />

der flachen Hand stets in einer Richtung<br />

ab. Darauf spült man denselben<br />

mit klarem Wasser nach,trocknet<br />

ihn mit einem Ledertuch ab und<br />

reibt ihn mit einem wollenen Tuch<br />

nach."<br />

Ein kurzer Seitenblick sei an dieser<br />

Stelle noch gestattet: Die Erfolge<br />

und der Bekanntheitsgrad der Kayserzinn-Exponate<br />

sind unbestritten,<br />

dennoch gab es in der Blütezeit des<br />

Jugendstils in Deutschland eine<br />

nicht unbeachtliche Anzahl von<br />

Zinnherstellern. Einer von ihnen war<br />

Weinkühler mit Weinrebe und Fuchs<br />

nach Fabel von La Fontaine, Kayserzinn-<br />

Nr.4497, Hugo Leven, Köln, um 1901/02,<br />

H 30 cm (Foto: Marion Mennicken, Rheinisches<br />

Bildarchiv, Köln)<br />

die in Köln-Ehrenfeld ansässige Orivit<br />

AG,der wohl stärkste Konkurrent<br />

für die von Engelbert Kayser ins Leben<br />

gerufene Handelsmarke. Jedoch<br />

hob sich die Kölner Metallwarenfabrik<br />

in ihrer gesamten Produktion<br />

deutlich von Kayserzinn ab,da sie<br />

überwiegend versilberte,vergoldete<br />

oder verkupferte Zinnerzeugnisse<br />

und bemaltes Zinn anbot. Da beide<br />

Firmen eine eigenständige und unverkennbare<br />

Auffassung in der Gestaltung<br />

etablierten,hatten beiden<br />

Marken,Kayserzinn und Orivit,ihren<br />

eigenen Liebhaber- und Käuferkreis<br />

– bis heute.<br />

„Engelbert Kayser nimmt in der Reihe<br />

der deutschen Zinngießer – wir<br />

haben deren nicht allzu viele – wohl<br />

den ersten Platz ein,und seine Erzeugnisse<br />

zeichnen sich durch ihren<br />

Silberglanz vor allen anderen aus."<br />

Den Worten einer Rezensentin der<br />

Gartenlaube von 1904 kann sich ohne<br />

Umschweife nach dem Besuch<br />

der Kölner Ausstellung angeschlossen<br />

werden,denn die Kayserzinn-<br />

Objekte bezaubern nach wie vor<br />

durch ihr unverwechselbares Erscheinungsbild.<br />

Und sie untermauern<br />

den Mut des Unternehmers Engelbert<br />

Kayser,sehr früh mit industriell<br />

gefertigten Serienprodukten<br />

den Anschluss an eine moderne<br />

Kunstströmung – den Jugendstil – zu<br />

wagen. Eine kurze,aber bis heute<br />

bemerkenswerte Erfolgsgeschichte.<br />

INFO<br />

Die Ausstellung „Kayserzinn – Engelbert<br />

Kayser. Jugendstilzinn aus Köln”<br />

läuft noch bis 20. November 2011 im<br />

Museum für Angewandte Kunst in<br />

Köln. Zur Ausstellung erscheint eine<br />

Publikation: Gerhard Dietrich und<br />

Eckhard Wagner (Hg.): „Kayserzinn –<br />

Engelbert Kayser. Jugendstilzinn aus<br />

Köln”. Arnoldsche Art Publishers,<br />

Stuttgart 2011.<br />

Fotos: © 2011 Museum für Angewandte<br />

Kunst,Köln / Arnoldsche Art<br />

Publishers,Stuttgart<br />

Villa Kayser, Köln.Kayser & von Großheim,<br />

Berlin, 1903/04 (Foto: Privatbesitz)<br />

Geschäftshaus Engelbert Kayser, Köln,<br />

Hohe Str.85/87.Kayser & von Großheim,<br />

Berlin, 1884<br />

Porträtmedaillon Engelbert Kayser.<br />

Bronze.Unbekannter Künstler, 1903


2010 erschien im Gestalten-Verlag<br />

das Buch „The Story of Eames Furniture",in<br />

dem Marilyn Neuhart die<br />

Geschichte der Eames Möbel erzählt<br />

– oder,wie Charles Eames sich selber<br />

ausdrückte,wie Eames-Möbel zu<br />

dem wurden,was sie sind: Höhepunkte<br />

in der Designgeschichte der<br />

letzten beiden Jahrhunderte,die in<br />

einem Atemzug mit Thonet,Marcel<br />

Breuer oder Mies van der Rohe genannt<br />

werden. Das Buch,das aus<br />

zwei Bänden in einem Schuber besteht,erweist<br />

sich als Biografie der<br />

einflussreichsten und wichtigsten<br />

Möbelstücke der letzten Jahrzehnte.<br />

Es beschreibt den Gestaltungsprozess<br />

im Eames-Büro und welche<br />

Designer und Auftraggeber jeweils<br />

involviert waren.„The Story of Eames<br />

Furniture” ist bereits die vierte Veröffentlichung<br />

des Autorenpaars Neuhart<br />

zum Thema Eames. 1976/77<br />

wurde zu ihrer Ausstellung „Connections:<br />

The Work of Charles and Ray<br />

Eames" der Katalog an der University<br />

of California at Los Angeles vorgestellt.<br />

Das zweite Werk „Eames design"<br />

reiht chronologisch zwischen<br />

1941 und 1978,dem Todesjahr von<br />

Charles Eames und damit dem kreativen<br />

Ende des Eames-Büros,alle Produktionen<br />

auf. Die dritte Publikation<br />

namens „Eames House" beschäftigt<br />

sich mit dem Design und der Konstruktion<br />

des 1949 erbauten privaten<br />

Domizils des Ehepaars Eames in<br />

Pacific Palisades. Mit diesem Hintergrund<br />

und der Tatsache,dass die<br />

Neuharts seit den 1950er-Jahren in<br />

verschiedenen Funktionen mit dem<br />

Ehepaar Eames,das sie 1952 als<br />

junge College-Studenten kennengeam<br />

s<br />

Eames<br />

Wolfgang Hornik<br />

THE STORY OF EAMES FURNITURE<br />

Geformter Fiberglas-Sessel (Aus: The<br />

Story of Eames Furniture, © Gestalten<br />

2010)<br />

Eames Lounge Chair (Aus: The Story of<br />

Eames Furniture, © Gestalten 2010


DESIGN 69<br />

Charles und Ray in den Bergen Santa<br />

Monicas kurz nach ihrer Ankunft 1941 in<br />

Los Angeles (© 2010 Eames Office LLC,<br />

from the Collections of the Library of<br />

Congress)<br />

lernt hatten,und dem Eames-Büro<br />

zusammengearbeitet haben,gewährt<br />

das vorliegende Buch einen<br />

detaillierten Blick hinter die Kulissen<br />

des Mythos Eames,wie man es nur<br />

von beteiligten Zeitzeugen erwarten<br />

darf. Marilyn Neuhart hat in den<br />

letzten 15 Jahren ihre Erinnerungen<br />

sowie die gesammelten Geschichten<br />

und Bilder von Mitgliedern des Eames-Designteams<br />

zu diesem Werk<br />

verdichtet. Dabei diente ihr ihr Mann<br />

John Neuhart,der von 1957 bis 1961<br />

im Eames-Büro gearbeitet hat und<br />

später als freier Mitarbeiter diesem<br />

weiterhin verbunden blieb,als unschätzbare<br />

Quelle.<br />

CHARLES UND RAY EAMES<br />

Betrachtet man die Designgeschichte<br />

der letzten beiden Jahrhunderte,<br />

ist diese im Wesentlichen von Männern,selten<br />

von Frauen (Eileen Grey)<br />

und praktisch nie von (Ehe)-Paaren<br />

(mit wenigen Ausnahmen wie Lilly<br />

Reich und Mies van der Rohe) geprägt.<br />

Wenn man,wie Marilyn Neuhart,unter<br />

Design die Verschmelzung<br />

von Ästhetik und Technologie<br />

versteht,konnte aus der Verbindung<br />

von Charles und Ray Eames nur Design<br />

auf höchstem Niveau hervorgehen.<br />

Charles Ormand Eames wird am<br />

17. Juni 1907 in St. Louis/Missouri<br />

geboren. Da er sich früh für Architektur<br />

und die Ingenieurskunst interessiert,beginnt<br />

er ein Architekturstudium<br />

an der Washington University<br />

in St. Louis. Bereits 1930 im Alter<br />

von 23 Jahren eröffnet er sein eigenes<br />

Architekturbüro,allerdings ohne<br />

abgeschlossenes Studium. Sein Talent<br />

als Designer beweist er 1940<br />

zum ersten Mal,als er und Eero<br />

Saarinen mit komplex verformten<br />

Schichtholz-Entwürfen die beiden<br />

ersten Preise des „Organic Design in<br />

Home Furnishings"-Wettbewerbs<br />

des Museum of Modern Art in New<br />

York gewinnen. Noch im selben Jahr<br />

avanciert er zum Leiter der Abteilung<br />

für Industriedesign der Cranbrook<br />

Academy of Art. 1941 heiratet er zum<br />

wiederholten,aber letzten Mal. Ray<br />

Kaiser,die 1912 in Sacramento geboren<br />

wurde und in den 1930er-Jahren<br />

Malerei in New York studiert hatte,<br />

lernte er als Assistentin beim „Organic<br />

Design in Home Furnishings"-<br />

Wettbewerb kennen. Mit ihr entwirft<br />

er während des Zweiten Weltkriegs<br />

im Auftrag der Regierung der<br />

USA und diversen Flugzeugherstellern<br />

kriegswichtige Produkte wie<br />

Flugzeugteile,Beinschienen und Tragen<br />

für Verletzte aus Schichtholzplatten,die<br />

mittels eines speziell<br />

entwickelten Verfahrens dreidimensional<br />

verformt wurden. Wie schon<br />

ein Jahrhundert vorher Michael Thonet<br />

mit Hilfe von Dampf massives<br />

Buchenholz zu Bauteilen von<br />

Möbeln verformt hatte,nutzen die<br />

Eames den Dampf zur Verformung<br />

von Schichtholz. Darunter versteht<br />

man Holzplatten aus mindestens<br />

drei verleimten Holzlagen,deren<br />

Experimenteller Schichtholzstuhl (Aus:<br />

The Story of Eames Furniture, © Gestalten<br />

2010)<br />

Lounge Chair Wood LCW (Evans) (Foto:<br />

Wolfgang Hornik)<br />

Die Formpresse mit Sechs-Schichten-<br />

Furnier (© 2010 Eames Office LLC, from<br />

the Collections of the Library of Congress)


Vorder- und Rückseite der Plyformed<br />

Products / Molded Plywood Divisions's-<br />

Beinschienen für die U.S. Marine (Aus:<br />

The Story of Eames Furniture, © Gestalten<br />

2010)<br />

Aus dem September-Heft der „Arts &<br />

Architecture” 1946 (Aus: The Story of Eames<br />

Furniture, © Gestalten 2010)<br />

Dining Chair Wood DCW (Miller) (Foto:<br />

Wolfgang Hornik)<br />

Faserverlauf unter einem Winkel von<br />

90° gedreht wird. Mit den gewonnenen<br />

Erfahrungen und der sicheren<br />

Beherrschung der Verformungstechnik<br />

des Schichtholzes waren die später<br />

folgenden Möbelentwürfe der so<br />

genannten Plywoodgroup wie DCW<br />

(Dining Chair Wood) und LCW (Lounge<br />

Chair Wood) aus diesem Material<br />

logische Konsequenz. Diesen folgten<br />

die organischen Formen aus Fiberglas.<br />

Während der Zusammenarbeit<br />

mit der Firma Herman Miller entwirft<br />

das Ehepaar Eames nicht mehr<br />

nur die Möbel,sondern konzipiert<br />

auch alles,was zum Marketing<br />

gehört,wie Verpackungen oder<br />

Hänge-Etiketten.<br />

Kontrovers wird der Beitrag beider<br />

zum gemeinsamen Werk diskutiert.<br />

Häufig nimmt man an,dass der<br />

Anteil am Erfolg des durch seine<br />

öffentlichen Auftritte mehr im Rampenlicht<br />

stehenden Charles Eames<br />

gegenüber dem von Ray Eames<br />

gerne überschätzt wird. So liegt die<br />

Vermutung nahe,dass der technische<br />

Teil mehr dem Architekten<br />

Charles und der künstlerische Part<br />

mehr der bildenden Künstlerin Ray<br />

zukam. Auch hierüber klärt das Buch<br />

auf und bewertet kritisch beider Arbeit.<br />

Schließlich waren da aber auch<br />

noch die weiteren Mitglieder des Eames-Büros,mit<br />

denen es das Ehepaar<br />

durch die intensive und sich<br />

ständig hinterfragende Teamarbeit<br />

schaffte,die theoretischen Vorgaben<br />

des deutschen Bauhauses in wirtschaftlich<br />

rentablen Großserien zu<br />

verwirklichen. Der Erfolg ihrer Entwürfe<br />

basiert in vielen Fällen neben<br />

ihrem modernen Gestaltungskonzept<br />

auch auf der akribischen Entwicklung<br />

und Perfektionierung von<br />

Fertigungsverfahren. Charles Eames<br />

und seine Frau Ray hinterließen der<br />

Nachwelt nicht nur Design-Ikonen<br />

der Möbelgestaltung,sondern auch<br />

hervorragende Beispiele moderner<br />

Architektur. Darüber hinaus beschäftigten<br />

sie sich mit der Konzeption<br />

von Ausstellungen sowie der Fotografie,dem<br />

Film und Multimedia-<br />

Präsentationen. Charles und Ray Eames<br />

waren maßgebliche Wegbereiter<br />

des „Modern Style" im Nachkriegsamerika,ihre<br />

funktionalen und<br />

ästhetischen Entwürfe inspirieren<br />

noch heute junge Designer.<br />

BOOK 1: THE EARLY YEARS<br />

War die ursprüngliche Intention der<br />

Autorin die fundamentalen Grundlagen<br />

der Möbel einschließlich der Materialien,Dimensionen<br />

und Fertigungsprozesse<br />

zu beschreiben,stellte<br />

sie bald fest,dass der spannendere<br />

Teil die Menschen dahinter sind,<br />

neben Charles und Ray Eames die<br />

Schlüsselfiguren des Designteams<br />

wie Eero Saarinen,Harry Bertoia<br />

oder Herbert Matter. So verlagerte<br />

sie ihre Aufmerksamkeit mehr zu<br />

diesen und ihrer täglichen Design-<br />

Arbeit. Trotzdem finden sich auch<br />

alle wichtigen Informationen über<br />

Produktionsdetails,wie sie besonders<br />

von <strong>Sammler</strong>n und Händlern<br />

geschätzt werden. So werden die<br />

wichtigsten Änderungen in der Evolution<br />

der einzelnen Möbel beschrieben,die<br />

vom Eames-Büro dokumentiert<br />

wurden. Es gab aber auch minimale<br />

Änderungen in den Fertigungslinien<br />

von Herman Miller zur Lösung<br />

kleinerer Herstellungsprobleme,die<br />

oft nicht dem Eames-Büro zur Kenntnis<br />

gebracht wurden und somit im<br />

Buch fehlen.<br />

Der erste Band erzählt aus den Anfangsjahren<br />

des Eames-Büros und<br />

beginnt mit der Beschreibung seines<br />

Gebäudes am 901 West Washington<br />

Boulevard,heute 901 Abbott Kinney<br />

Boulevard,in Venice im westlichen<br />

Teil des Los Angeles County. Das Bild<br />

eines Modells zeigt im Buch die innere<br />

Aufteilung und Funktionen des<br />

Gebäudes im Todesjahr von Charles.<br />

Viele weitere Bilder geben Einblick in<br />

die aufgeräumte Geschäftigkeit des<br />

Design-Büros und in den Arbeitsalltag<br />

der Kreativen. Dann folgt der Versuch,die<br />

Persönlichkeiten Charles<br />

und Ray Eames zu beschreiben,die<br />

sich im richtigen Moment trafen,um


DESIGN 71<br />

Armchair Eiffel Tower base (Foto: Wolfgang<br />

Hornik)<br />

Rocker chair (Foto: Wolfgang Hornik)<br />

gemeinsam Design-Geschichte zu<br />

schreiben. In ihrem Leben wurde<br />

nichts dem Zufall überlassen,sie<br />

„designten" alles bewusst,neben<br />

den Objekten selbst auch ihr öffentliches<br />

Erscheinungsbild. So ist die offizielle<br />

Biografie von Charles laut<br />

Marilyn Neuhart angeblich ein geschöntes<br />

Dokument mit ungenauen<br />

Daten und „vergessenen" Ereignissen,wie<br />

die Gründe für den Abbruch<br />

seines Architekturstudiums,sein<br />

unstetes Leben in den von der wirtschaftlichen<br />

Depression gelähmten<br />

1930er-Jahren und seine diversen<br />

Hochzeiten. Der berufliche und persönliche<br />

Wendepunkt war sein Eintritt<br />

in die Cranbrook Academy im<br />

Jahr 1938,der damit verbundene Beginn<br />

seiner Freundschaft mit Eero<br />

Saarinen und dessen Familie,und<br />

schließlich Ray Kaiser. Mit ihr als seiner<br />

Ehefrau „floh" er – angeblich –<br />

1941 von Cranbrook zu einem Neubeginn<br />

nach Los Angeles und ließ seine<br />

„wilden" 1930er-Jahre und viele gebrochene<br />

Frauenherzen zurück.<br />

In der Einleitung zu den wichtigsten<br />

Ereignissen in Ray Eames‘ Biografie<br />

findet Neuhart offene Worte,die den<br />

charismatischen und zielbewussten<br />

Charles als alleinigen Ursprung des<br />

Erfolgs der Marke „Eames" preisen.<br />

Die ehemaligen Mitarbeiter und vertrauten<br />

Kunden hätten nach Rays<br />

Tod feststellen müssen,dass sie mit<br />

Charles mehr und mehr auf eine<br />

Stufe gestellt wurde und dies zu korrigieren<br />

sei. Schließlich sei letztendlich<br />

Charles allein das Eames-Büro<br />

gewesen. Zwar lieferte auch Ray mit<br />

ihrem dekorativen Feinsinn und<br />

Farbgefühl einen begrenzten Beitrag<br />

zu den Projekten,in erster Linie unterstützte<br />

sie aber Charles und seine<br />

Arbeit. Die Fähigkeit,hinter ihm zurückstehen<br />

zu können,zusammen


72<br />

DESIGN<br />

mit dem nicht unerheblichen Erbe<br />

der Alexandra Bernice Kaiser,wie Ray<br />

ursprünglich hieß,mag Grund für<br />

die schnelle Scheidung des unter<br />

chronischem Geldmangel leidenden<br />

Charles,wie Ex-Kollegen von Cranbrook<br />

bestätigen,und die kurzfristige<br />

Heirat mit Ray am 20. Juni 1941<br />

gewesen sein. Der Verzicht auf Kinder<br />

war ein Beschluss von Charles,<br />

der in diesen nur Störungen seines<br />

Arbeitslebens sah. So wurde Ray<br />

nicht Mutter,aber eifrigste Beschützerin<br />

und Unterstützerin von Charles,sensibel<br />

für Gefährdungen von<br />

dessen Interessen. Charles sei ihr Lebenssinn<br />

gewesen,und selbst als er<br />

seine amourösen Abenteuer nach einigen<br />

Ehejahren wieder aufnahm,<br />

änderte sich daran nichts bei ihr. Als<br />

Charles starb,war eine ihrer ersten<br />

Reaktionen: „It’s all over."<br />

TEAM UND DESIGN-PROZESS<br />

anstatt es zu zeichnen,um ihnen<br />

nicht von vornherein eine Richtung<br />

zu weisen. Das Eames-Büro war geprägt<br />

von Charles‘ puritanisch calvinistischer<br />

Philosophie und Arbeitseinstellung.<br />

Sein Design Credo „If it<br />

isn’t functional,it isn’t beautiful”<br />

lebt in seinen Entwürfen fort.<br />

Die letzten drei Kapitel des ersten<br />

Bandes sind der Entwicklung der<br />

Schichtholz-Möbel gewidmet. Erste<br />

Experimente nach der Ankunft in Los<br />

Angeles 1941,dann Beschreibung der<br />

geformten Schichtholz-Verbandsschienen<br />

und der Flugzeugteile in<br />

den Kriegsjahren bei Edward S.<br />

Evans. Und schließlich Entwicklung<br />

bzw. Produktion der experimentellen<br />

Schichtholz-Stühle,der Kindermöbel<br />

und -spielzeugtiere,der Schichtholz-<br />

Tische,-Paravents und -Radiogehäuse<br />

in der Zeit von 1944 bis 1949.<br />

BOOK 2: HERMAN MILLER AGE<br />

Side chair – wire cage base (Foto: Wolfgang<br />

Hornik)<br />

Drahtstuhl (Aus: The Story of Eames<br />

Furniture, © Gestalten 2010)<br />

Für ihre Mitarbeiter waren die Eames<br />

bewunderte,aber auch fordernde,<br />

schwierige und bestimmende Vorbilder.<br />

Auf eigenen Wunsch ausscheidende<br />

Mitglieder erhielten den Status<br />

eines Exkommunizierten. Im Laufe<br />

der 36 Jahre (1942-1978) durchliefen<br />

Hunderte Ambitionierte das Eames-Büro,manche<br />

blieben nur für<br />

Stunden,andere für Jahre. Auf fast<br />

200 Seiten zeichnet Marilyn Neuhart<br />

das Bild von 22 Personen,die mit ihren<br />

ästhetischen oder technischen<br />

Fähigkeiten das Werk von Eames<br />

entscheidend unterstützten. Darunter<br />

finden sich so prominente Namen<br />

wie Eero Saarinen oder Harry<br />

Bertoia.<br />

Wenn Charles Eames die Design-Prozesse<br />

mit „Wir haben…" beschrieb,so<br />

benutzte er das „Wir" nicht in der<br />

Funktion des pluralis majestatis,sondern<br />

in der demokratischen Bedeutung,die<br />

die kumulativen Anstrengungen<br />

vieler Beteiligter widerspiegeln<br />

sollte. Am Anfang eines<br />

neuen Produkts verbalisierte Charles<br />

gegenüber seinen Mitarbeitern das<br />

Ziel. Er beschrieb es in Worten,<br />

Der zweite Band deckt die Zeit nach<br />

dem Zweiten Weltkrieg bis zu Charles<br />

Eames‘ Tod im Jahr 1978 und dem<br />

damit verbundenen Ende der Blütezeit<br />

des kreativen Schaffens im Eames-Büro<br />

ab. Die ausführliche Beschreibung<br />

damals neuer,zukunftsweisender<br />

Fertigungsprozesse,die<br />

für die Verarbeitung so innovativer<br />

Materialien im Möbelbau wie Fiberglas,Draht<br />

und Aluminium erst entwickelt<br />

werden mussten,weitet den<br />

Blick vom rein ästhetischen Gefallen<br />

auf die schwierige Lösung der technischen<br />

Probleme. Gleichzeitig wird<br />

aufgezeigt,wie sich im Gegenzug<br />

aus den Möglichkeiten der neuen<br />

Technologien einzigartige Möbelentwürfe<br />

herauskristallisierten.<br />

Zunächst beschreibt der zweite<br />

Band die Anfänge der Zusammenarbeit<br />

von Evans Products und der Herman<br />

Miller Furniture Company. Letztere<br />

sollte für die weitere Entwicklung<br />

der Möbelentwürfe aus dem<br />

Eames-Büro eine maßgebliche,positive<br />

Rolle spielen. Intensiv wird deshalb<br />

das Verhältnis des Eames Büros<br />

zur Herman Miller Furniture Compa-


73<br />

Herman Millers Fabrik an der Westküste<br />

(© 2010 Eames Office LLC, from the Collections<br />

of the Library of Congress)<br />

Geformter Schichtholz Lounge Chair mit<br />

einem niedrigen Stahlrohrfuß (© 2010<br />

Eames Office LLC, from the Collections of<br />

the Library of Congress)<br />

ny mit ihrem Chef D.J. De Pree ausgeleuchtet,die<br />

sich durch die Finanzierung<br />

sämtlicher Entwicklungen und<br />

Prototypen als bedeutendster Förderer<br />

von Charles und Ray Eames hervor<br />

tat. Darüber hinaus fertigte und<br />

vermarktete das Unternehmen alle<br />

Möbelentwürfe des Eames-Büros ab<br />

1949.<br />

Das Ende des Zweiten Weltkriegs bedeutete<br />

einen Rückgang der Produktion<br />

kriegsrelevanter Produkte bei<br />

Evans. Aus der Schnittmenge der Eames’schen<br />

Erfahrungen im Schichtholz-Möbeldesign<br />

anlässlich des<br />

MoMA-Wettbewerbs 1940 und des<br />

bei Evans erworbenen Know-hows<br />

zur Verformbarkeit von Schichtholz<br />

entstehen nach dem Krieg legendäre<br />

Entwürfe wie der Lounge Chair<br />

Wood (LCW). Nachdem der beim<br />

MoMA vorgestellte Organic Chair<br />

sich wegen seiner einteiligen Sitzschale<br />

als zu kompliziert für die Serienproduktion<br />

erwiesen hatte,teilte<br />

Eames beim LCW die Sitzfläche und<br />

die Rückenlehne; beide Teile wurden<br />

mit Gummischeiben,den shock<br />

mounts,an die Holzgestelle montiert.<br />

Als diese organischen Schichtholzmöbel<br />

in großen Stückzahlen<br />

auf den Markt gebracht werden sollten,sah<br />

sich Evans Products nach einem<br />

erfahrenen Partner um. Herman<br />

Miller konnte sich gegen weitere<br />

Mitwerber durchsetzen und auch<br />

firmeneigene Bedenken ausräumen,<br />

wie z.B. die potenziell entstehenden<br />

Probleme,neben dem bereits engagierten<br />

und etablierten Designer<br />

George Nelson einen zweiten in die<br />

Produktions- und Marketingbereiche<br />

zu integrieren. Bei Herman Miller<br />

erkannte man jedoch schnell die<br />

Chance,durch die Zusammenarbeit<br />

mit Evans und Eames der wichtigste<br />

Hersteller moderner Möbel zu werden.<br />

Wie gut sich die Möbel von Eames<br />

und Nelson ergänzten,zeigt die<br />

Aufnahme einer Zusammenstellung<br />

verschiedener Exemplare der beiden,<br />

zusammen mit Entwürfen von Saarinen<br />

in einem Bericht des Magazins<br />

„Playboy" im Juli 1969.<br />

Am 26. Juni 1946 wurde Charles vom<br />

Evans Management informiert,dass<br />

Herman Miller ausgewählt wurde,<br />

zunächst die Montage der bei Evans<br />

vorgefertigten Einzelteile sowie den<br />

Vertrieb der fertigen Möbel zu übernehmen.<br />

Es sollte jedoch noch bis<br />

zum 21. Oktober 1946 dauern,bis die<br />

letzten Details geklärt und ein unterschriftsreifer<br />

„temporärer" Vertrag<br />

von beiden Firmen akzeptiert wurde.<br />

Herman Miller wurde der exklusive<br />

Vertrieb der von Charles Eames entworfenen<br />

Möbel garantiert. Der Vertrag<br />

beinhaltete die Möbel mit den<br />

Produktnamen LCW-1,DCW-1 (Diningchairwood),screen<br />

(Paravent),<br />

CTM-1 (Coffee-table,metallegs) und<br />

CTW-3 (Coffee-table; woodlegs) der<br />

Evans Products Company. Eine Preisliste<br />

wurde beigefügt,die festlegte,<br />

welchen Betrag Herman Miller an<br />

Evans zahlen musste und wie teuer<br />

sie verkauft werden sollten; beide<br />

Werte lagen über den früheren<br />

Schätzwerten. Da die Produktion<br />

noch immer im kalifornischen Venice<br />

statt in der neuen Evans-Fabrik in<br />

Grand Haven,nur 30 km vom Herman<br />

Miller-Standort Zeeland entfernt,angesiedelt<br />

war,konnten die<br />

angestrebten Stückzahlen bei weitem<br />

nicht erreicht werden. Dies erforderte<br />

wiederum einen Wechsel in<br />

der Marketing-Strategie. Statt eines<br />

flächendeckenden Verkaufs empfahl<br />

George Nelson über die drei Showrooms<br />

(Los Angeles,New York City<br />

und Chicago) fürs Erste nur ausgewählten<br />

Architekten die Möbel anzubieten,und<br />

zwar solange,bis ab


74<br />

CASE STUDY HOUSE PROGRAM<br />

John Entenza (1903-1984),Herausgeber<br />

von Arts & Architecture und langjähriger<br />

Förderer von Charles Eames,<br />

erkannte den bevorstehenden notwendigen<br />

Wandel im Haus- und<br />

Städtebau,der durch die veränderten<br />

Lebensbedingungen während<br />

der Kriegsjahre erforderlich und mit<br />

den neu entwickelten Technologien<br />

möglich war. In der Januar-Ausgabe<br />

1945 präsentierte Arts & Architecture<br />

das Case Study House Program,an<br />

dem zunächst acht Architekten,darunter<br />

Charles und Eero Saarinen als<br />

Team,teilnahmen und dem sich in<br />

den folgenden Jahren viele weitere<br />

Architekten anschlossen. Charles<br />

hatte es allein der großen Wertschätzung<br />

Entenzas zu verdanken,<br />

dass er als einziger ohne anerkannten<br />

Architekturabschluss und mit<br />

geringer Erfahrung im Häuserbau<br />

teilnehmen durfte. Ziel des Programms<br />

war es zunächst,acht Häuser<br />

zu entwerfen und zu bauen,„die<br />

jeweils einer speziellen Wohnsituation<br />

in Südkalifornien entsprechen<br />

sollten". Bis Ende 1945 waren etliche<br />

Pläne publiziert worden,im Dezember<br />

1945 präsentierte das Eames-<br />

Saarinen-Team die Pläne für Haus 8<br />

und Haus 9. Beide waren auf die individuellen<br />

Bedürfnisse der Bewohner<br />

zugeschnitten,das Fallstudien-<br />

Haus 8 aus Glas und Stahl für den<br />

kinderlosen und arbeitsorientierten<br />

Lebensstil des Ehepaars Eames,Haus<br />

9 für das Junggesellenleben John Entenzas.<br />

Beide lagen nebeneinander<br />

auf einem großen Grundstück in Pacific<br />

Palisades,das Entenza erworben<br />

hatte. Das Eames-Haus namens<br />

„Bridge House" besteht aus zwei verdem<br />

Sommer 1947 Grand Haven die<br />

volle Produktion aufnehmen konnte.<br />

Diesen selektiven Verkauf begleitende<br />

Anzeigenkampagnen sollten dafür<br />

sorgen,dass bis zum Start der<br />

Grand Haven-Fabrik die Aufmerksamkeit<br />

der Käufer auf die Eames-<br />

Möbel gelenkt wurde,was wiederum<br />

auch allen anderen Herman<br />

Miller-Produkten zu Gute kam. Die<br />

Modelle wurden begeistert aufgenommen,zahlreiche<br />

Bestellungen<br />

u.a. von Raymond Loewy oder Regisseur<br />

Billy Wilder konnten verzeichnet<br />

werden. Jedoch konnte die im Januar<br />

1947 optimistisch geschätzte Tagesproduktion<br />

von 50 kompletten Einheiten<br />

nicht erreicht werden; Schichten<br />

trennten sich,Holz zerbrach und<br />

die shock-mounts-Verbindungen fielen<br />

ab. Die Probleme wurden nach<br />

und nach gelöst. In den beiden nächsten<br />

Jahren zogen Fertigung und<br />

Montage nach Grand Haven um,die<br />

Auftragsbücher füllten sich. 1949 besann<br />

sich Evans Products auf die<br />

Konzentration auf sein Kerngeschäft<br />

und verkaufte Rechte,Patente,Werkzeuge<br />

und Maschinen an Herman<br />

Miller.<br />

Eames Aluminium-Sessel (Aus:The Story<br />

of Eames Furniture, © Gestalten 2010)<br />

Stevens Trusonic Lautsprecher (Aus: The<br />

Story of Eames Furniture, © Gestalten<br />

2010)


DESIGN 75<br />

glasten Quadern,die Stahlrahmen<br />

waren vorgefertigt und wurden erst<br />

auf der Baustelle zusammenmontiert.<br />

Das Haus mit seiner von Mondrian<br />

inspirierten Fassade steht als<br />

beispielhaftes Modell für die kostengünstige<br />

Fertigung aus standardisierten<br />

Bauteilen. Die Massenproduktions-Tauglichkeit<br />

dieser Vorgehensweise<br />

korrespondiert mit der<br />

Massenproduktion der Möbel,beide<br />

ermöglichten niedrige Kosten bei<br />

hoher Designqualität. Als Entenza<br />

1952 finanzielle Probleme widerfuhren<br />

und er seine finanziellen Verknüpfungen<br />

mit Eames überprüft<br />

hatte,kam es zum Bruch zwischen<br />

beiden und zum Ende einer in Charles‘<br />

Karriere bedeutenden Beziehung.<br />

Insgesamt lief das Programm<br />

bis 1966 und brachte 23 Häuser hervor,die<br />

sowohl die nationale als auch<br />

die internationale Architektur beeinflussten.<br />

DIE FIBERGLAS GRUPPE<br />

Erneut war es ein MoMA-Wettbewerb<br />

(„International Competition for<br />

Low Cost Furniture",1947/48),der<br />

Design und Produktion von günstigen<br />

modernen Möbeln stimulierte.<br />

Der nach dem Zweiten Weltkrieg<br />

herrschende Wohnraummangel erforderte<br />

effiziente und den kleineren<br />

Maßstäben der verfügbaren Appartements<br />

und Häuser angepasste<br />

Möbel. Das MoMA bat um die Einreichung<br />

von Entwürfen,die dieser Anforderung<br />

entsprachen und zugleich<br />

bequem,aber nicht ausladend,gut<br />

entworfen,aber moderat im Preis,<br />

sowie leicht zu bewegen und zu<br />

lagern waren. Ein Lösungsansatz von<br />

Charles Eames waren organisch geformte<br />

Sitzschalen aus gedrücktem<br />

Metall,wobei er auf die Technologie<br />

der Detroiter Autohersteller zurückgreifen<br />

wollte. Da aber eine einteilige<br />

Sitzschale nicht herstellbar war,<br />

das Metall durch seine ausstrahlende<br />

Kälte als unbequem empfunden<br />

wurde und deshalb eine zusätzliche<br />

Beschichtung erforderte und die Firma<br />

Herman Miller vor den gewaltigen<br />

Investitionen in Maschinen für<br />

die Fertigung zurückschreckte,musste<br />

ein anderes Material gefunden<br />

werden. Laut George Nelson war er<br />

es,der das „Wundermaterial" Fiberglas<br />

dem Eames-Büro empfahl.<br />

Unter Fiberglas versteht man glasfaserverstärkten<br />

Kunststoff,der,vor<br />

und während des Zweiten Weltkriegs<br />

entwickelt,noch kaum für zivile<br />

Produkte verwendet wurde. Vorteile<br />

dieses Werkstoffs waren seine<br />

Leichtigkeit,Robustheit und angenehme<br />

Oberfläche. Die Firma Zenith<br />

Plastics aus Gardena (Kalifornien)<br />

startete ab 1950 für Herman Miller<br />

die Serienproduktion von Sitzschalen,der<br />

bis dahin größten Objekte<br />

aus in Formen gegossenem Fiberglas<br />

an der Westküste.<br />

In diesem Zusammenhang unterstreicht<br />

Marilyn Neuhart die Bedeutung<br />

eines Mitarbeiters,Don Albinson.<br />

Von 1947 bis 1959,dem wohl<br />

produktivsten Abschnitt des Eames-<br />

Büros in Bezug auf Möbeldesign,<br />

trieb er die Prototypen-Entwicklung<br />

voran und kompensierte Charles‘<br />

schwindendes Interesse an den Möbeln<br />

(die Einnahmen aus dem Möbelgeschäft<br />

unterstützten aber<br />

Charles‘ Film- und Ausstellungsprojekte).<br />

Als besondere Stärke des Designers<br />

Don Albinson wird seine<br />

Kenntnis von Konstruktionstechniken<br />

und Produktionsprozessen genannt.<br />

Beim „Low cost furniture"-Wettbewerb<br />

des MoMA erreichten die Fiberglas-Sessel,die<br />

in Zusammenarbeit<br />

des Eames-Büros und seinem<br />

Partner aus der Ingenieurwissenschaften-Abteilung<br />

der UCLA (University<br />

of California,Los Angeles)<br />

entstanden,den zweiten Platz. Darunter<br />

befand sich auch der La Chaise-Sessel,ein<br />

asymmetrisches ausladendes<br />

Sitzmonstrum aus Fiberglas,<br />

das einer wesentlichen Intention –<br />

Kompaktheit – des Wettbewerbs eigentlich<br />

widersprach. In Serie produziert<br />

wurde dieses Modell erst in den<br />

1990er-Jahren. Für die erste Vorse-<br />

Anpassung der geformten Beinschiene<br />

(© 2010 Eames Office LLC, from the Collections<br />

of the Library of Congress)<br />

Seite im „Playboy”-Magazin, Juli 1969,<br />

mit Möbeln von Eames, Nelson und Saarinen<br />

(Aus: The Story of Eames Furniture,<br />

© Gestalten 2010)<br />

Modell des Eames Büros 1978 (Aus: The<br />

Story of Eames Furniture, Copyright ©<br />

Gestalten 2010)


ien-Produktion eines Fiberglas-Sitzmöbels<br />

wurde stattdessen der Sessel<br />

mit hochgezogenen Armlehnen von<br />

der Firma Herman Miller ausgewählt.<br />

Die Produktion startete im<br />

Frühjahr 1950,gerade rechtzeitig zur<br />

Ausstellung der Exponate des „Low<br />

cost furniture"-Wettbewerbs ab dem<br />

17. Mai 1950,und damit endlich auch<br />

zur Präsentation in den Herman Miller<br />

showrooms. In diesem Kapitel erfährt<br />

man von Marilyn Neuhart,welches<br />

die Hintergründe für die Entwicklung<br />

der Eames’schen Fiberglas-<br />

Sessel waren und wie die beteiligten<br />

Akteure und Firmen interagierten.<br />

Ab 1951 gehen diverse Fiberglas-<br />

Stühle (sidechair) in Produktion,<br />

montiert auf verschiedenen Untergestellen<br />

wie der H-base,der X-base,<br />

dem Drahtkäfiggestell (wirecage<br />

base),der rocker base (Schaukelstuhl),der<br />

Eiffel tower base mit den<br />

vielen Verstrebungen oder den Holzbeinen<br />

mit Drahtverstrebungen (wirestrut).<br />

Diese fanden auch beim<br />

Sessel mit den hochgezogenen Armlehnen<br />

von 1950 Verwendung. Teilweise<br />

wurden die Fiberglasschalen<br />

zusätzlich mit gepolsterten Überzügen<br />

ausgestattet. Das Buch geizt<br />

auch hier nicht mit Bildmaterial;<br />

Konstruktionszeichnungen erschließen<br />

technische Details,Farbaufnahmen<br />

zeigen die Schönheit der Strukturen<br />

im Fiberglas.<br />

DIE DRAHT-GRUPPE<br />

Im Bestreben,einen funktionalen,<br />

stabilen und leichten Stuhl zu bauen,war<br />

eine Strategie,so viel Material<br />

wie möglich einzusparen. Dies<br />

konnte mit gebogenen und verschweißten<br />

Drahtschalen erreicht<br />

werden,die im Ergebnis wie die<br />

Fiberglasschalen einteilig Sitz- und<br />

Rückenteil vereinten. Mit Hilfe eines<br />

Kontaktschweißverfahrens wurden<br />

die Drähte dauerhaft miteinander<br />

verbunden. Ab 1951 verließ das Modell<br />

mit verschiedenen Untergestell-<br />

Varianten,wie schon bei den Fiberglas-Stühlen<br />

eingeführt,und mit<br />

Regal mit vier Etagen (Aus: The Story of<br />

Eames Furniture, © Gestalten 2010)<br />

Gepolsterter Sessel mit „H”-Fuß (Aus:<br />

The Story of Eames Furniture, © Gestalten<br />

2010)<br />

Fiberglas-Stuhl (Aus: The Story of Eames<br />

Furniture, © Gestalten 2010)<br />

bzw. ohne Polsterung die Serienproduktion<br />

bei Herman Miller.<br />

Neben den Klassikern stößt man in<br />

dem Buch auch auf wenig bekannte,<br />

weil nicht in Serie produzierte,Objekte<br />

wie das Wire Sofa von 1951.<br />

Trotz seines do-it-yourself-Designs,<br />

das die Endmontage durch den Kunden<br />

vorsah,erschienen die Produktionskosten<br />

wegen des hohen Arbeitsstundenanteils<br />

zu hoch und<br />

damit zu riskant,um sich auf den<br />

Markt zu wagen. Seine leicht plump<br />

wirkende Erscheinung wurde durch<br />

die filigrane Bauart kompensiert;<br />

man erwartete fast,dass sich im<br />

nächsten Moment einer der vier<br />

Holzschienenfüße einem Roboter<br />

ähnlich in Bewegung setzte. Die<br />

Form des Wire Sofa findet sich bei<br />

dem Sofa Compact von 1954 wieder,<br />

das sich als technisch vereinfachte<br />

Version des Wire Sofa zum Eames-<br />

Klassiker entwickelte.<br />

Spricht jemand vom „Eames-Stuhl",<br />

meint er eigentlich einen Sessel oder<br />

genauer: eine geniale Holz-Leder-<br />

Kombination von 1956,die Charles<br />

jahrelang als der wirklich bequeme<br />

Sessel vorgeschwebt war. Das<br />

Grundkonzept geht auf die Eames-<br />

Saarinen Teilnahme am „Organic<br />

Design in Home Furnishings"-Wettbewerb<br />

im Jahr 1940 zurück,erste<br />

Verformungsversuche für die erforderlichen<br />

Schichtholzschalen unternahm<br />

bereits Harry Bertoia um 1943/<br />

44. Er reiht sich nicht bei den anderen<br />

low-cost-Möbeln der Eames’-<br />

schen Design-Schmiede ein,erfordert<br />

seine Herstellung doch eine<br />

Vielzahl nicht zu automatisierender


DESIGN 77<br />

Handgriffe sowie fast 20 unterschiedliche<br />

Haupt-Baugruppen. Im<br />

Lounge Chair lebt der traditionelle<br />

Clubsessel durch die klassische<br />

Knopfelement-Lederpolsterung weiter,der<br />

besonders in Frankreich und<br />

England beliebt war. Das Grundgerüst<br />

des Lounge Chair bilden die drei<br />

Schichtholzschalen,die über die üblichen<br />

shockmounts (Hartgummischeiben)<br />

mit den metallischen Bauteilen<br />

verbunden werden. Die elastisch<br />

gelagerten Armlehnen verbinden<br />

den Sitz und die untere Rückenschale.<br />

Das stabile Untergestell mit<br />

fünf Beinen aus Aluminiumdruckguss<br />

erlaubt den Stuhl zu drehen.<br />

Der Sitzkomfort wird durch den<br />

zugehörigen Ottoman perfektioniert.<br />

Er besteht aus einer an zwei<br />

Rändern seitlich hochgezogenen<br />

Schichtholzschale und ruht auf einem<br />

fast identischen,aber nur vierbeinigen<br />

Aluminiumdruckgussgestell.<br />

ALUMINIUM GROUP 1958<br />

Die Stühle aus Aluminium stellen<br />

neben Schichtholz,Fiberglas und<br />

Draht die vierte Hauptkategorie der<br />

Eames‘schen Entwürfe dar. Aluminium<br />

ist neben Kunststoff das Material<br />

des 20. Jahrhunderts und beeindruckt<br />

durch eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten.<br />

Zwischen<br />

1937 und 1957 hatte sich der Rohstoffpreis<br />

von Aluminium um 90<br />

Prozent reduziert. Die Idee zur Entwicklung<br />

eines Stuhls,der sowohl<br />

für den Innen- als auch den Außenbereich<br />

geeignet sein sollte,wurde<br />

bei einem Fotoshooting Anfang 1957<br />

für eine ALCOA (Aluminium Company<br />

of America) Werbung geboren.<br />

Der Designer Alexander Girard klagte<br />

gegenüber Charles,dass er für ein<br />

Doppelseite im „Playboy”-Magazin, Juli<br />

1969, zum Beitrag über zeitgenössische<br />

Designer (Aus:The Story of Eames Furniture,<br />

© Gestalten 2010)<br />

aktuelles Einrichtungsprojekt keine<br />

gut designten und funktionalen<br />

Outdoor-Möbel findet. Da weder die<br />

Schichtholz- noch die Glasfaserstühle<br />

über längere Zeit Wind und Wetter<br />

standhielten,skizzierte Charles seine<br />

Ideen zu einem für Innen wie Außen<br />

verwendbaren Stuhl seinem Team<br />

im Eames-Office. Als Grundmaterial<br />

des Gestells einigte man sich schnell<br />

auf Aluminium,das Witterungsbeständig,durch<br />

geringen Materialeinsatz<br />

leicht zu tragen und erschwinglich<br />

war. In rekordverdächtiger Zeit<br />

von weniger als einem Jahr brachte<br />

das Team um Don Albinson den<br />

Stuhl vom Entwurf zur Produktionsreife.<br />

Das Grundprinzip der Konstruktion<br />

beruht auf der tragenden<br />

textilen Sitzschale,ähnlich den mit<br />

Eisengarn bespannten Stahlrohrfreischwingern<br />

der Firma Thonet aus<br />

den 1930er-Jahren. Bei den Aluminium-Stühlen<br />

der auch „Leisure<br />

Group" genannten Produktgruppe<br />

wird die gegen Durchsitzen durch<br />

horizontale Nähte versteifte textile<br />

Schale zwischen zwei gegossenen<br />

Aluminiumrahmen eingespannt. Die<br />

sichtbaren,elegant geformten Spangen<br />

im Rücken- und Sitzbereich gehören<br />

zu der Spannkonstruktion und<br />

unterstreichen das filigrane Erscheinungsbild.<br />

Über die Jahre entstand,<br />

basierend auf den gleichen Einzelteilen<br />

und mit dem gleichen Konstruktionsprinzip,eine<br />

breite Produktpalette<br />

aus Büro-,Konferenz- und Lounge-Stühlen<br />

sowie Hockern.<br />

Charles Eames stand Zeit seines Lebens<br />

mitten im gesellschaftlichen<br />

Leben. So findet sich der „Playboy"<br />

Charles Eames auch in der Juli-Ausgabe<br />

1969 des gleichnamigen Herrenmagazins<br />

als Teil eines doppelseitigen<br />

Fotoporträts mit George Nelson,Edward<br />

Wormley,Eero Saarinen,<br />

Harry Bertoia und Jens Risom. Der<br />

Bericht über das Gipfeltreffen der<br />

wichtigsten zeitgenössischen Designer<br />

lobte die gelungene Kombination<br />

von Funktion und ästhetischer<br />

Freude in ihren Entwürfen.<br />

INFO<br />

Das Buch von Marilyn Neuhart würdigt<br />

die Leistung von Charles und<br />

Ray Eames,die Welt ein kleines bisschen<br />

schöner gemacht zu haben. Im<br />

Weiteren wird es spannend sein,die<br />

durch das Buch angestoßene Diskussion<br />

um die Gewichtung der Bedeutung<br />

von Charles und Ray Eames am<br />

gemeinsamen Werk zu verfolgen.<br />

Marilyn Neuhart mit John Neuhart:<br />

„The Story of Eames Furniture”,25,5 x<br />

29,2 cm, 800 Seiten, vierfarbig, Hardcover,2<br />

Bände im Schuber,150,- Euro.<br />

ISBN: 978-3-89955-230-0


ü<br />

ker<br />

Eugen<br />

Gustav<br />

Dücker /1<br />

Silke Köhn<br />

Abendstimmung an der Küste bei Arcona/Rügen, 1885, Ö/Leinwand, 65 x 100 cm<br />

(Lempertz, Köln, 2004)<br />

Treiben auf einer Ostseemole (Nordseemole), 1913, Aquarell/Papier, 52,5 x 72 cm,<br />

(Lempertz, Köln, 2009)<br />

1841-1916<br />

In diesem Jahr ist Tallinn Europäische<br />

Kulturhauptstadt. Wegen der<br />

Nähe zur Ostsee lautet das Motto<br />

„Geschichten am Meer". Kaum ein<br />

Künstler repräsentiert dieses Motto<br />

so gut wie der aus Estland stammende<br />

Landschaftsmaler Eugen Dücker,<br />

der über fünfzig Jahre lang Ost- und<br />

Nordseemotive von Tallinn bis Vlissingen<br />

malte. Zu Dückers Zeiten hieß<br />

die alte Hansestadt noch Reval, erst<br />

nach der Ausrufung einer selbstständigen<br />

Republik 1918 wurde die<br />

estnische Hauptstadt in Tallinn umbenannt.<br />

Die Unabhängigkeit währte<br />

bis 1940, dann verleibte Stalin das<br />

Land der Sowjetunion ein. Nach der<br />

1991 zurückgewonnenen Unabhängigkeit<br />

schlossen sich die 1,3 Millionen<br />

Bürger Estlands 2004 der Europäischen<br />

Union an und seit 2011 gehören<br />

sie als erstes Land der früheren<br />

Sowjetunion zum Euroland.<br />

Geboren wurde Eugène Gustav Dücker<br />

am 10. Februar 1841 in Arensburg<br />

(heute: Kuressaare) auf der estnischen<br />

Ostseeinsel Ösel (Saaremaa)<br />

an der Rigaer Bucht. Schon als Schüler<br />

erhielt er Zeichenunterricht bei<br />

dem Maler und Lithografen Friedrich<br />

Sigismund Stern (1812-1889), der an<br />

der Petersburger Kunstakademie<br />

studiert hatte und am Gymnasium<br />

in Arensburg unterrichtete. Stern<br />

erkannte das künstlerische Talent<br />

und brachte ihm die handwerklichen<br />

Grundlagen bei, wozu das Zeichnen<br />

und Kopieren zählte. Mit 17 Jahren<br />

ging Eugen 1858 nach St. Petersburg<br />

und wohnte bei einem Onkel. Dort<br />

nahm er zunächst Privatunterricht<br />

bei dem dänischen Bildhauer David<br />

Jensen (1816-1902), wechselte jedoch<br />

bald zur Malerei und trat in die Landschaftsklasse<br />

von Sokrat Maksimovic<br />

Vorobiev (1817-1888) an die Petersburger<br />

Kunstakademie ein. Da in Estland<br />

erst 1918 eine Kunstakademie<br />

eingerichtet wurde, wandten sich bis<br />

dahin angehende Künstler traditionell<br />

an die rund 350 km entfernte<br />

Kunstakademie von St. Petersburg.


GEMÄLDE 79<br />

Seit ihrer Gründung 1757 bis in die<br />

Mitte des 19. Jahrhunderts förderte<br />

die Akademie die Kunst des Klassizismus<br />

und unterschied sich kaum<br />

von westeuropäischen Akademien.<br />

Ein erst kürzlich in Prag versteigertes<br />

frühes Landschaftsbild aus dem Studienjahr<br />

1860 (55 x 74 cm, Aukční síň<br />

Vltavín, Prag) dokumentiert die spätromantische,<br />

konventionelle Malauffassung,<br />

von der sich der erst 19-<br />

jährige Eleve jedoch bald entfernte.<br />

Die idealisierte Landschaftskomposition<br />

folgt dem romantischklassischen<br />

Bildaufbau: große Paradebaumgruppe<br />

im Vordergrund<br />

rechts, tiefenräumliche Erstreckung<br />

durch die Anlage eines Sees im<br />

Mittelgrund, hinterlegt von einem<br />

Wald, große Findlinge am unteren<br />

Bildrand und ein idyllisches Tiermotiv<br />

als klassisches Repoussoir. Vermutlich<br />

wurde das Gemälde 1860 als<br />

Debüt in St. Petersburg mit anderen<br />

Arbeiten ausgestellt. Mehrfach<br />

wurde der talentierte Akademiestudent<br />

ausgezeichnet, so 1861 und 1862<br />

für den gleichfalls spätromantischen<br />

„Eichwald bei Reval", der sich heute<br />

in der Tretjakow Galerie in Moskau<br />

befindet. Rückblickend schrieb Dücker<br />

anlässlich seines 60. Geburtstags<br />

1901: „Ich besuchte seit 1858 die<br />

Akademie der Künste zu St. Petersburg<br />

und erhielt 1862 mit der großen<br />

goldenen Medaille das 6-jährige Reisestipendium<br />

in Deutschland, Frankreich,<br />

Belgien und Holland; schon in<br />

dieser Zeit hatte ich Düsseldorf als<br />

feste Station für den Winter ausersehen<br />

und bin ihr auch treu geblieben.<br />

Meine Arbeiten aus der früheren<br />

Periode sind größtenteils in Russland<br />

in Privatgalerien und im Besitz der<br />

kaiserlichen Familie" (zit. n. Die<br />

Rheinlande, 1902, S. 39). Sowohl Zar<br />

Alexander II. als auch sein Sohn,<br />

Großfürst Wladimir Alexandrowitsch<br />

Romanow, der mit einer<br />

Landschaft, 1860, Öl/Leinwand, 55 x 74<br />

cm (Aukční síň Vltavín, Prag, 2011)<br />

Schwerinerin vermählt war, besaßen<br />

Gemälde von Dücker. Die Petersburger<br />

Akademie befand sich in den<br />

1860er-Jahren im Umbruch und eine<br />

Erhebung von vierzehn Studenten<br />

setzte sich für eine größere Autonomie<br />

der Studierenden ein. Die im<br />

Westen selbstverständlich gewordene<br />

freie Themenwahl und die<br />

Organisation von Wanderausstellungen<br />

waren Forderungen der „rebellierenden"<br />

Künstler. Zu Dückers Kommilitonen<br />

zählte Iwan Iwanowitsch<br />

Schischkin (1832-1898), der seinen<br />

Bruch mit der akademischen Ästhetik<br />

in einer legendär gewordenen<br />

Äußerung kundtat: „Allein eine bedingungslose<br />

Nachahmung der Natur<br />

kann vollkommen den Forderungen<br />

des Landschaftsmalers entsprechen,<br />

und die wichtigste Aufgabe<br />

des Landschafters ist ein fleißiges<br />

Naturstudium. Die Natur muß man<br />

in ihrer ganzen Einfachheit suchen,<br />

die Zeichnung muß all ihren launischen<br />

Formen folgen." Dieser Maxime<br />

folgte Dücker und gab sie gleichermaßen<br />

über vier Jahrzehnte an<br />

seine zahlreichen Meisterschüler an<br />

der Düsseldorfer Akademie weiter.<br />

Schischkin hatte, mit einem Auslandstipendium<br />

versehen, unter anderem<br />

in Düsseldorf studiert und<br />

1864 für das Gemälde „Landschaft in<br />

der Umgebung Düsseldorfs" eine<br />

Auszeichnung und bald darauf ein<br />

Lehramt an der Petersburger Akademie<br />

errungen. 1867 beteiligte sich<br />

Eugen Dücker noch als Vertreter der<br />

russischen Schule an der Weltausstellung<br />

in Paris. In einer Rezension<br />

der Ausstellung der Superlative monierte<br />

der Maler und Kunstschriftsteller<br />

Friedrich Pecht, dass nicht nur<br />

die Namen der russischen Künstler<br />

deutsch oder französisch klängen,<br />

„ebenso wenig wird es möglich sein,<br />

in all diesen Productionen irgendeinen<br />

nationalen Zusammenhang<br />

wahrzunehmen, mir wenigstens ist<br />

nichts aufgefallen, was die Bilder der<br />

russischen Schule, wenn man dies<br />

kühne Wort gebrauchen will, von<br />

denen anderer Sterblichen in München<br />

oder Paris unterschiede, als der<br />

viele Schnee und das häufige Vorkommen<br />

der Betrunkenheit und der<br />

Schafpelze, mit oder ohne Wölfe<br />

darin" (Pariser Briefe, 1867, S. 156f).<br />

Lobend äußerte sich Pecht über die<br />

Landschaften: „Am besten ist die national=russische<br />

nicht blos annectirte<br />

Kunst in der Landschaft vertreten,<br />

wo die Marinen von Bogoliuboff, die<br />

Landschaften von Dücker, Aiwasowsky<br />

und Schischkine sehr wirksam


80<br />

sind." Sein Fazit lautete, „dass wohl<br />

von russischen Künstlern die Rede<br />

sein kann, die Phrase von einer russischen<br />

Kunst aber vorläufig noch<br />

eine inhaltsleere ist." Im Gegensatz<br />

zu Schischkin kehrte Dücker nur<br />

noch wenige Male nach St. Petersburg<br />

zurück, etwa nach Ablauf seines<br />

Reisestipendiums (1868) und<br />

der Verleihung des Professorentitels<br />

der Petersburger Akademie (1873).<br />

Trotz hoher Anerkennung in Russland<br />

und einer lukrativen Auftragslage<br />

zog es Dücker nicht mehr ins<br />

Zarenreich zurück.<br />

LANDSCHAFTSMALEREI<br />

In den Studien- und Wanderjahren<br />

zwischen 1863 und 1874 war Dücker<br />

fasziniert von den Bergen Mittelund<br />

Süddeutschlands, da er Gebirge<br />

aus seiner baltischen Heimat nicht<br />

kannte. Später zog ihn die See magisch<br />

an, malte er an den Küsten Estlands,<br />

Jütlands, auf Rügen und Sylt<br />

und entdeckte Ostfriesland mit seinen<br />

Inseln, Sielen und bescheidenen<br />

Häfen. Gemeinsames Zeichnen unter<br />

freiem Himmel war seit Johann<br />

Wilhelm Schirmers (1807-1863) Zeiten<br />

Grundlage des Naturstudiums<br />

und galt als wesentliches Postulat<br />

des Düsseldorfer Ausbildungsbetriebs.<br />

Die Ausbildung in Landschafts-<br />

und Genremalerei hatte einen<br />

guten Ruf und lockte besonders<br />

in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts<br />

Künstler aus Osteuropa,<br />

Skandinavien und den Vereinigten<br />

Staaten an den Rhein. Diese Internationalisierung<br />

spiegelte sich auch in<br />

der Berufung des Lehrkörpers: Die<br />

Landschaftsmalerei hatte nach dem<br />

Fortgang Schirmers 1854 mit der Berufung<br />

des Norwegers Friedrich Gude<br />

über 150 junge Skandinavier und<br />

Russen an die Akademie gelockt und<br />

brachte am Rhein panoramaartige<br />

Fjord- und Meerlandschaften in Mode.<br />

Mit Oswald Achenbach, der ab<br />

1863 acht Jahre unterrichtete, rückte<br />

Italien als unerschöpflicher Motivfundus<br />

ins Zentrum. Als Eugen Dücker<br />

1874 wiederum dessen Nachfolge<br />

antrat, setzte er die Stilwende von<br />

der Spätromantik zum Naturalismus<br />

durch. Die Entscheidung für Dücker<br />

als neuen Leiter der Landschaftsklasse<br />

hatte sich zwei Jahre hingezogen,<br />

da das Kollegium zunächst einen<br />

Vertreter der romantischen Landschaftsauffassung<br />

berufen wollte<br />

und man auf eine Rückkehr Lessings<br />

aus Karlsruhe hoffte. Dücker, der bereits<br />

seit 1872 als Hilfslehrer an der<br />

Akademie angestellt war, hatte auch<br />

nur zögerlich eingewilligt. Dank der<br />

nunmehr gesicherten Existenz stand<br />

der Hochzeit mit Regina Schneeloch<br />

am 14. April 1874 nichts mehr im Wege.<br />

Mit den Malutensilien im Gepäck<br />

führten die Flitterwochen nach Italien<br />

bis hinunter zum Golf von Neapel.<br />

Ein Aquarell mit Tagesdatierung<br />

23. Mai 1874 belegt den Aufenthalt in<br />

dem von vielen Malern aufgesuchten<br />

Fischerdorf Piccola Marina auf<br />

Capri. Das Aquarell, das in der Gedächtnisausstellung<br />

von 1941 unter<br />

der Nr. 81 aufgeführt ist (Düsseldorfer<br />

Auktionshaus, 2009), zeigt ein<br />

halbes Dutzend Ruderboote in gleißender<br />

Mittagssonne auf hellem<br />

Felsplateau vor einem weiß verputzten<br />

Bootshaus und eine in den Fels<br />

gehauene Treppe. Für Dücker verhältnismäßig<br />

klein geraten ist der<br />

Meerblick. Interessant ist das mit<br />

Bleistift vorgezeichnete Raster, auf<br />

dem Dücker seine Komposition verankerte.<br />

Vermutlich ist Dücker kein<br />

zweites Mal nach Italien gereist und<br />

mediterrane Motive bilden in seinem<br />

Oeuvre die Ausnahme. Es gab<br />

schon zu viele Künstler, die sich mit<br />

den immer gleichen Ansichten vom<br />

Golf von Neapel über Wasser hielten,<br />

allen voran Oswald Achenbach, der<br />

noch Jahre nach seiner letzten Italienreise<br />

aus den immergleichen Versatzstücken<br />

Bilder vom ach so fröhlichen<br />

Treiben auf Italiens Straßen<br />

schuf und wie warme Semmeln<br />

noch nicht durchgetrocknet an ein<br />

begeistertes Publikum verkaufte.<br />

DER MALER VOM MEER<br />

Der Balte Dücker wandte sich zweifellos<br />

lieber den kühleren Küstenzonen<br />

an Nord- und Ostsee zu, allerdings<br />

interessierten ihn weder die<br />

wildromantischen Fjorde und Wasserfälle<br />

Norwegens noch der sturmgepeitschte<br />

Ozean mit Schiffbruch,<br />

mit dem Iwan Aiwasowski und Andreas<br />

Achenbach international Furore<br />

gemacht hatten. Dückers Spezialität<br />

waren intime Gemälde, Ölstudien<br />

und Aquarelle mit einfachen,<br />

unsensationellen Landschaftsausschnitten.<br />

Den manchmal naturalistisch<br />

mit ins Bild gesetzten Fischern,<br />

Hirten und Kindern haftet<br />

nichts Anekdotisches an, sie sind<br />

kein romantisch-verklärendes Beiwerk.<br />

Das Kolorit basiert nur auf wenigen<br />

Farbwerten, die in einem großen<br />

Nuancenreichtum entfaltet und<br />

auf die naturalistischen Erscheinungen<br />

der Natur reduziert sind. Vorherrschend<br />

ist in allen Bildern die<br />

kontemplative Ruhe in der Natur, ob<br />

Capri, 1874, Aquarell 30 x 47 cm (Düsseldorfer<br />

Auktionshaus, 2009; Foto: M.<br />

Saint-Mont)


GEMÄLDE 81<br />

Spielende Kinder am Ostseestrand, Öl/<br />

Holz 35,5 x 48 cm (Eva Aldag, Buxtehude,<br />

2007)<br />

am Strand, in den Dünen, in einer<br />

weiten Heidelandschaft oder in einem<br />

einsamen Gebirgstal. Gewisse<br />

„Witterungsrealitäten" ließ Dücker<br />

zu, aber weder norddeutsches<br />

„Schietwedder" noch sibirische Kälte<br />

oder Schnee bedecken seine Landschaften.<br />

Friedrich Schaarschmidt<br />

hat als wichtiger Zeitzeuge und<br />

Chronist der Düsseldorfer Schule<br />

den Wandel in der Kunstauffassung<br />

treffend beschrieben (1902, 215 f.):„In<br />

Dückers Kunst ist etwas von dem Rationalismus,<br />

der sich in den (18)70er<br />

Jahren über alle Gebiete auszubreiten<br />

begann. Neben einer eminenten<br />

künstlerischen Feinfühligkeit besitzt<br />

Dücker eine fast wissenschaftlich sezierende<br />

Art, die Natur zu sehen und<br />

wiederzugeben. Er beobachtet die<br />

Lichteffekte der Luft und auf dem<br />

Wasser nicht nur mit der Intensität<br />

des Koloristen, sondern auch mit<br />

dem berechnenden Verständnis des<br />

Meteorologen, und seine Bilder vereinigen<br />

höchsten Stimmungsgehalt<br />

mit absoluter Wahrheit der Phänomene<br />

und Effekte. (…) Die See, die ja<br />

durch die Achenbachs und die Norweger<br />

der Düsseldorfer Kunst vertraut<br />

war, wurde in einer ganz neuen<br />

Weise, nicht in ihrer dramatischen<br />

Bewegung, sondern in der Ruhe, im<br />

Sonnenglanz, in melancholischen<br />

Sonnenuntergängen und schimmernden<br />

Morgenstimmungen aufs<br />

eingehendste studiert und mit einer<br />

virtuosen wie sorgfältigen Technik<br />

gemalt." Dem Publikumsgeschmack<br />

kam Dücker insofern nahe, als er<br />

gelegentlich niedliche Kinder und in<br />

einiger Entfernung Fischersleute in<br />

regionaler Tracht bei ihren Verrichtungen<br />

abbildete. Viele Bilder konzentrieren<br />

sich indessen rein auf die<br />

Landschaftsschilderung, denn Dücker<br />

wusste, dass, sobald eine Person<br />

auf einem Bild erscheint, sich sofort<br />

alles auf diesen Menschen bezieht,<br />

Orte erzählen uns aber mehr, wenn<br />

sie ohne uns auskommen. Seit den<br />

1880er-Jahren sind zunächst am<br />

Horizont, später im näheren Küstenbereich<br />

und an den häufig gemalten<br />

Schiffsanlegestellen moderne<br />

Dampfschiffe und Raddampfer zu<br />

sehen, wobei sich sein Augenmerk<br />

nicht auf technische Details richtete.<br />

Seine sorgfältigste Beobachtung<br />

galt dem von Wellenbewegungen<br />

gezeichneten Strand, von Ebbe und<br />

Flut ausgewaschenem Sand, den<br />

Rippelmarken im Watt, Felsbrocken<br />

und am Strand aufgebrachten leeren<br />

Holzbooten. In Serien von Aquarellen<br />

und Ölstudien auf kleinen Holztafeln<br />

studierte Dücker die Lichtwirkung im<br />

Zusammentreffen von Wolkenhimmel<br />

und Meer. Durch nichts sollte die<br />

scharf ausgeprägte Horizontlinie unterbrochen<br />

werden, die von seinen<br />

Schülern liebevoll „Dücker-Linie"<br />

genannt wurde und in vielen Gemälden<br />

als Strukturelement klar<br />

erkennbar ist. Walter Ophey, einer<br />

seiner letzten Meisterschüler, beschrieb<br />

es in einem Nachruf auf seinen<br />

Professor 1916: „Durch alle seine<br />

Tafeln geht eine breite Horizontale,<br />

sehr stumpfwinkelige Liniensysteme<br />

formen jedes Bild. Malerisches Steigern<br />

oder Zartmachen gibt’s bei ihm<br />

nicht." Alles konzentriert sich auf die<br />

Lichtstimmung, die häufig durch ein<br />

silbrig-schimmerndes Licht gekennzeichnet<br />

ist. Der Kunsthistoriker Walter<br />

Cohen resümierte in der Zeitschrift<br />

Kunst für Alle (Jg. 32, 1917, S.<br />

200):„In der Tat war Dückers schlichte,<br />

gelegentlich etwas nüchterne<br />

Naturbetrachtung das heilsamste<br />

Medikament gegen die spätromantische<br />

Krankheit, wie sie die Schirmer-<br />

Epigonen erfasst hatte. Man muß<br />

(…) sich eine Vorstellung von dem<br />

unwahren, sentimentalen Gehabe<br />

machen, das sich damals in der bildenden<br />

Kunst nicht minder wie in<br />

der Literatur breitmachte. Dücker<br />

brachte von seiner Heimatinsel etwas<br />

von rauer und zugleich frischer<br />

Seebrise in die stickig gewordene<br />

Düsseldorfer Gutestubeluft mit."<br />

Dücker war ein großer Verehrer der<br />

realistisch-intimen Freilichtmalerei<br />

von Corot und Daubigny, deren Werke<br />

er in Paris 1867 auf der Weltausstellung<br />

sah. Auch später verfolgte<br />

er mit Interesse die französischen<br />

Stilentwicklungen der Fauves, Seurats<br />

Pointillismus bis zu Cezannes<br />

abstrakten Tendenzen, wenngleich<br />

sie auf sein künstlerisches Schaffen<br />

keine Auswirkungen mehr ausübten,<br />

dafür aber auf einige seiner Schüler.<br />

Dücker trat jedoch gemeinsam mit<br />

seinem estnischen Landsmann Gregor<br />

von Bochmann in den 1880er-<br />

Jahren in regen Austausch mit den<br />

Malern der Haager Schule, die sich<br />

gleichermaßen mit der Schule von<br />

Barbizon auseinandersetzten. Von<br />

Bochmann kommt hier die wichtige<br />

Mittlerrolle zu, denn früh schloss er<br />

enge Freundschaft mit Anton Mauve<br />

und verbrachte als freischaffender<br />

Maler viel mehr Zeit in Scheveningen<br />

und Katwijk als Dücker, der spätestens<br />

1900 nach Katwijk zum Zeichnen<br />

reiste, wie ein kleines Skizzenheft<br />

belegt, das bei Eva Aldag in Buxtehude<br />

versteigert wurde. Die immer<br />

wieder im Zusammenhang mit Dü-


82<br />

GEMÄLDE<br />

cker erwähnten vielen Studienreisen<br />

nach Frankreich, Belgien und Holland<br />

lassen sich durch die Jahres-Kronik<br />

(s. Teil 2) nur bedingt bestätigen.<br />

Dücker bevorzugte andere Gegenden<br />

zum Malen und dürfte sich auch<br />

in diesem Punkt vom Gros der Maler<br />

unterschieden haben, die zu Hunderten<br />

an die holländischen und belgischen<br />

Strände zogen und in den Dörfern<br />

der Marken und in Deventer<br />

malten, übrigens waren viele von<br />

ihnen Dücker-Schüler wie German<br />

Grobe, Hans Herrmann, Helmut Liesegang<br />

und Eugen Kampf. Hatte<br />

Schirmer seine Eleven noch in die<br />

nähere Umgebung Düsseldorfs zum<br />

Zeichnen geschickt, so sollten Dückers<br />

Schüler auch in ihren jeweiligen<br />

(Wahl)Heimatorten Freilichtstudien<br />

betreiben. „Dückers Verdienst<br />

ist es, dass er niemandem einen Stil<br />

aufzwang, sondern sich darauf beschränkte,<br />

lediglich eine bestimmte<br />

Seh- und Malweise zu vermitteln"<br />

(Heinrich Appel, 200 Jahre Kunstakademie<br />

Düsseldorf, 1973, S. 100).<br />

Neben Schirmer gehörte Dücker zu<br />

den wirkungsmächtigsten Akademielehrern,<br />

dessen Einfluss auf die<br />

Düsseldorfer Landschaftsschule,<br />

aber auch darüber hinaus wie etwa<br />

die Worpsweder Schule, immens<br />

war. Von der kunsthistorischen Forschung<br />

ist das bisher kaum ansatzweise<br />

erkannt worden. Zu seinen<br />

über 65 Meisterschülern gehörten<br />

Carl Wuttke, Friedrich Kallmorgen,<br />

Philipp Franck, Heinrich Petersen-<br />

Angeln, Ole Juul, Josef Kohlschein,<br />

Max Clarenbach, Walter Ophey und<br />

die Worpsweder Künstler Mackensen,<br />

Fritz Overbeck, Otto Modersohn<br />

und Carl Vinnen. Dücker ermunterte<br />

seine Schüler, sich Künstlerkolonien<br />

bzw. -gruppen anzuschließen, was<br />

einige von ihnen in Worpswede, Ahrenshoop,<br />

Ekensund und nach 1908<br />

im Sonderbund befolgten. Im Gegensatz<br />

zu den meisten Absolventen<br />

der Düsseldorfer Akademie setzte<br />

Dücker nie die Buchstaben DF oder<br />

D’dorf neben seinen Namen, die von<br />

vielen Absolventen als Markenzeichnen<br />

für gute Malqualität vermarktet<br />

wurden. Zu seiner Wahlheimat Düsseldorf<br />

hatte er vermutlich nicht so<br />

ein inniges Verhältnis wie zu den<br />

deutschen Inseln an Nord- und Ostsee.<br />

Daher sind heute selten Motive<br />

aus dem Rheinland bekannt und beschränken<br />

sich wohl hauptsächlich<br />

auf die Zeit vor seinem Lehramt.<br />

Nach Dückers plötzlichem Tod infolge<br />

einer Grippe im Dezember 1916<br />

übernahm 1917 sein Meisterschüler<br />

Max Clarenbach das Lehramt und<br />

hielt es ungebrochen bis zum Ende<br />

der NS-Zeit 1945 inne. Mit den ruhigen,<br />

kaum variierten Winter- und<br />

Sommerlandschaften am Niederrhein,<br />

die Clarenbach zeitweise im<br />

Akkord schuf, indem er fünf Leinwände<br />

gleichzeitig bemalte, ist er<br />

heute bekannter und höher bewertet<br />

als sein Lehrmeister Dücker. Im<br />

Künstlerlexikon AKL wird ihm doppelt<br />

soviel Aufmerksamkeit geschenkt<br />

wie dem Balten, obwohl Dückers<br />

Stellung in der Kunstgeschichte<br />

weitaus bedeutender ist, denn<br />

seine begabtesten Schüler führte er<br />

auf direktem Wege zum Impressionismus.<br />

Dücker, der zur Generation<br />

von Monet und Sisley, aber auch Theodor<br />

Hagens gehört, war quasi zeitgleich<br />

zu der Erkenntnis vorgedrungen,<br />

dass die Objekte nicht auf ihren<br />

Bedeutungsgehalt zu untersuchen<br />

sind, sondern auf ihre differenzierte<br />

Wirkung. Damit zählt Dücker zur<br />

Bewegung des Pleinairismus, der in<br />

den Impressionismus mündete. „Um<br />

so erstaunlicher ist das geringe Interesse,<br />

das heutige Forschung und<br />

Museumspraxis den Nachwirkungen<br />

einer Schule entgegenbringen, der<br />

man weder künstlerische Rückständigkeit<br />

noch provinzielle Befangenheit<br />

nachsagen kann." An dieser<br />

Feststellung von Heinrich Appel im<br />

Buch zum 200-jährigen Akademiejubiläum<br />

1973 (!) hat sich auch nach 38<br />

Jahren nichts geändert. In der im<br />

Mai 2011 feierlich eröffneten Neupräsentation<br />

im Museum Kunstpalast<br />

Düsseldorf ist nun keines der in<br />

der Sammlung zahlreichen Bilder<br />

von Eugen Dücker mehr zu sehen.<br />

Fortsetzung folgt!<br />

Küstenlandschaft, Öl/Leinwand 36 x 47<br />

cm (Düsseldorfer Auktionshaus, 2011,<br />

Foto: M. Saint-Mont)<br />

Meereswogen, 1904, Öl/Leinwand, 33 x<br />

44 cm (Düsseldorfer Auktionshaus,<br />

2006; Foto: M. Saint-Mont)


TIPPS UND TERMINE 10/11<br />

Auflage 60.000 Exemplare<br />

Glanz einer Epoche<br />

Jugendstilschmuck aus Europa auf der Mathildenhöhe<br />

Zum ersten Mal wird der erstaunliche Reichtum des<br />

Schmuckschaffens der Darmstädter Künstlerkolonie gewürdigt.<br />

Die Erkenntnis, dass auf der Mathildenhöhe Darmstadt<br />

in Architektur und Lebensgestaltung um 1900 Bahnbrechendes<br />

geleistet wurde, hat sich in der Öffentlichkeit<br />

weitgehend durchgesetzt. Diese Leistung reichte bis in derart<br />

feine Verästelungen, dass sie noch immer Entdeckungen<br />

ermöglicht – so auch im Fall des Künstlerschmucks. Ob<br />

Joseph Maria Olbrich, Peter Behrens, Hans Christiansen,<br />

Ludwig Habich, Rudolf Bosselt, Paul Bürck oder Patriz Huber:<br />

Alle sieben Pioniere der Künstlerkolonie, bis auf den Ziseleur<br />

Bosselt allesamt Autodidakten, haben zahlreich Schmuck<br />

entworfen.<br />

Ende des 19. Jahrhunderts setzte René Lalique eine Revolution<br />

auf dem Gebiet des Schmuckdesigns in Gang. Er entwarf<br />

kostbaren Schmuck für die Welt des Fin de siècle und<br />

zählte bedeutende Persönlichkeiten der Jahrhundertwende<br />

zu seinen Kunden. Unerschöpflich erscheint der Reichtum<br />

an Farben und Formen, realisiert mit höchst wertvollen<br />

Materialien. Lalique inspirierte auch die Wiener Schmuckproduktion<br />

der Jahrhundertwende, die sich jedoch in eine<br />

ganz andere Richtung entwickeln sollte. So sind die weitaus<br />

strengeren Arbeiten von Josef Hoffmann Ausdruck der<br />

Überzeugung, dass weniger der Materialwert als besondere<br />

künstlerische Gestaltung und handwerkliche Qualität<br />

die Bedeutung eines Schmuckstückes ausmachen. Ganz<br />

ähnlich verhält es sich bei<br />

den Pionieren der Darmstädter<br />

Künstlerkolonie<br />

sowie<br />

den Entwerfern<br />

in den<br />

deutschen<br />

Schmuckzentren<br />

Hanau<br />

und Pforzheim.<br />

Schmuck<br />

aus Deutschland<br />

und Frankreich bildet<br />

den Schwerpunkt<br />

der Präsentation, doch<br />

sind in der Ausstellung<br />

ebenfalls Arbeiten des Dänen<br />

Georg Arthur Jensen, niederländischer<br />

Schmuck von Bert<br />

Nienhuis und Jan Eisenlöffel sowie<br />

Stücke des legendären russischen<br />

Goldschmieds Carl Peter Fabergé<br />

zu entdecken. Der belgische<br />

Jugendstil ist mit Stücken des<br />

Schmuckherstellers Philippe Wolfers<br />

präsent. Schmuckarbeiten aus Großbritannien von William<br />

Hair Haseler und Juwelen des britischen Architekten und<br />

Designers Henry Wilson sowie von Liberty & Co. produzierte<br />

Objekte runden das opulente Panorama ab und zeugen<br />

vom besonderen Glanz einer großen Epoche der Schmuckkunst.<br />

(Bis 11. Dezember).<br />

Zur Ausstellung gibt es einen Katalog aus dem Verlag<br />

Schnell & Steiner (49,90 Euro) sowie eine Broschüre.<br />

TELEFON | 06151/133738<br />

Künstlerkolonie Darmstadt, Brosche, um 1902, Silber, blauer Stein<br />

3,1 cm x 4,5 cm; Institut Mathildenhöhe Darmstadt, Städtische<br />

Kunstsammlung Darmstadt<br />

Unbekannter Entwerfer, Brosche „Sarah Bernhardt“, nach 1897,<br />

Gelbgold, Grüngold, Silber, Opakemail, Transluzidemail, Diamanten,<br />

Brillant, Rubin, Saphir, Perle, 5,8 cm x 4,0 cm, Hessisches Landesmuseum<br />

Darmstadt; beide Museum Künstlerkolonie, Mathildenhöhe<br />

Darmstadt


84<br />

AUSSTELLUNGEN<br />

Zum Kennenlernen<br />

Polen – Deutschland im Martin Gropius Bau Berlin<br />

Unbekannter Künstler, Herzogin Hedwig, um 1530, Mischtechnik<br />

auf Pergament auf Leinwand übertragen, 69,5 x 54,5 cm. Die polnische<br />

Königstochter Hedwig wird im Jahr 1475 mit dem Herzog<br />

Georg dem Reichen von Bayern-Landshut verheiratet. Die „Landshuter<br />

Hochzeit“ gilt als eines der größten derartigen Feste im<br />

Mittelalter; Martin Gropius Bau Berlin<br />

© Bayerische Schlösserverwaltung, Landshut, Burg Trausnitz,<br />

www.schloesser.bayern.de<br />

Gemeinsam mit dem Martin-Gropius-Bau Berlin erarbeitete<br />

das Warschauer Königsschloss die Ausstellung „Tür an<br />

Tür. Polen – Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte“,<br />

die vom 23. September bis 9. Januar in Berlin gezeigt wird.<br />

Anlass ist die polnische EU-Ratspräsidentschaft, die im Juli<br />

dieses Jahres begann.<br />

Polen und Deutschland blicken auf eine gemeinsame, mehr<br />

als 1000-jährige Geschichte zurück. Die komplexe Historie<br />

dieser Nachbarschaft ist vor allem von politischen Ereignissen<br />

geprägt, welche kulturelle Gemeinsamkeiten der beiden<br />

Länder oft zu unrecht in den Hintergrund treten ließen.<br />

Gegenseitige Einflüsse zeigen sich in Kultur, Religion, Sprache<br />

und Wirtschaft. Das deutsche und das polnische kulturelle<br />

Gedächtnis sind bisweilen von Emotionen und Vorurteilen<br />

bestimmt. Dennoch herrscht auf beiden Seiten der<br />

Oder Einigkeit darüber, dass vor 20 Jahren ein neuer Prozess<br />

des gegenseitigen Kennenlernens begonnen hat, der die<br />

Grundlage für eine beständige Freundschaft sein wird.<br />

Zum ersten Mal wird die 1000-jährige Geschichte der wechselseitigen<br />

Beziehungen zwischen Polen und Deutschland<br />

umfassend dargestellt. In 19 Sälen werden etwa 700 historische<br />

und zeitgenössische Exponate ausgestellt – darunter<br />

etwa 250 Gemälde, 30 <strong>Skulpturen</strong>, 60 Inkunabeln, 80 Handschriften<br />

und 60 Grafiken. Zusätzlich werden mehr als 60<br />

Dokumente, 100 kunsthandwerkliche Objekte, 150 Fotografien,<br />

Filmmaterial und Bücher gezeigt. Auch Klangbeispiele,<br />

unter anderem von Arnold Schönberg, J.F. Telemann und J.S.<br />

Bach werden zu hören sein.<br />

Ein besonderer Höhepunkt ist die Präsentation von Jan Matejkos<br />

Monumentalwerk „Preußische Huldigung“ aus dem<br />

Nationalmuseum in Krakau. Blicke in die Zukunft wagen<br />

auch zeitgenössische Künstler mit Auftragsarbeiten, die<br />

eigens für den Martin-Gropius-Bau kreiert werden.<br />

Zur Ausstellung „Tür an Tür. Polen – Deutschland. 1000 Jahre<br />

Kunst und Geschichte“ erscheint ein Katalog im DuMont-<br />

Verlag in einer deutschen und polnischen Ausgabe.<br />

TELEFON | 030/254860<br />

Ohne Meißel<br />

Karl Friedrich Schinkel in der Alten Nationalgalerie<br />

Schinkels Leistungen als Architekt sind unumstritten. Doch<br />

war Schinkel weit mehr. Er war Universalkünstler, der als<br />

Zeichner, Maler, Bühnenbildner, Raumgestalter und Designer<br />

ebenso Überragendes leistete. Weithin unbekannt ist<br />

dagegen der Bildhauer Schinkel, der nachweislich nie selbst<br />

modellierte oder den Meißel führte, in gezeichneten Entwürfen<br />

seinen Vorstellungen von Skulptur jedoch dezidiert<br />

Ausdruck verlieh. Ihn gilt es nun in einer Ausstellung in der<br />

Alten Nationalgalerie in Berlin vom 28. September bis<br />

8. Januar zu entdecken.<br />

Kurz nach der Rückkehr von seiner Italienreise 1803-05<br />

machte Schinkel nicht, wie zu erwarten wäre, als Architekt<br />

auf sich aufmerksam, sondern – mit dem Entwurf zu einem<br />

Luther-Denkmal – als Bildhauer. Alle Hoffnungen auf eine<br />

Ausführung des Denkmals zerschlugen sich mit der preußischen<br />

Niederlage in der Schlacht von Jena und Auerstedt.<br />

Auch das Baugeschehen kam zum Erliegen, bis Schinkel 1816<br />

den Auftrag zur Neuen Wache erhielt, die am Anfang von<br />

seiner eigentlichen Karriere als Architekt steht. Schinkel<br />

entwarf dabei nicht nur die Architektur, sondern auch das<br />

Relief im Giebel und die kleinen Viktorien über den Säulen.<br />

Beides sollte Johann Gottfried Schadow, Hofbildhauer und<br />

Direktor der Akademie der Künste, nach Schinkels Angaben<br />

ausführen, was zwangsläufig zu Zerwürfnissen führen<br />

musste. In der Nachfolge der Neuen Wache legte Schinkel<br />

Bildhauern, besonders Christian Friedrich Tieck, in späteren<br />

Jahren auch August Kiß, immer wieder Skizzen und Zeichnungen<br />

zu Statuen und Giebelreliefs zur Ausführung vor:<br />

angefangen bei den Statuengruppen für die Berliner<br />

Schlossbrücke, über Entwürfe zu den Giebeln des Schauspielhauses<br />

und dem Dachschmuck des Alten Museums bis<br />

hin zu Meisterwerken des Berliner Bronzegusses wie den<br />

Nymphen auf Meerwesen für den Brunnen des Gewerbe-<br />

Instituts.<br />

Anhand von etwa drei Dutzend Zeichnungen, vom großfor-


AUSSTELLUNGEN 85<br />

„Galerie der Gegenwart“ mit Werken der Brücke-Expressionisten<br />

Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff sowie Landschaften<br />

von Max Beckmann und Franz Radziwill.<br />

Nach dem Frankfurter Vorbild regte Müller-Wulckow in<br />

Oldenburg auch die Gründung der „Vereinigung für junge<br />

Kunst“ an, die zwischen 1922 und 1933 wegweisende Ausstellungen,<br />

Konzerte und Feste veranstaltete und das Landesmuseum<br />

durch den Ankauf zahlreicher Werke moderner<br />

Kunst unterstützte.<br />

Als einer der ersten Museumsleiter der Zwanziger Jahre<br />

ging Müller-Wulckow ab 1928 in seinen Erwerbungen deutlich<br />

über den Expressionismus hinaus und erweiterte die<br />

Sammlung um Fotografien der Neuen Sachlichkeit von<br />

Albert Renger-Patzsch und Aenne Biermann sowie um<br />

Werke der Bauhaus-Werkstätten in Weimar und Dessau.<br />

1937 wurden aus der Sammlung des Landesmuseums 103<br />

Werke als „entartet“ beschlagnahmt, von denen in den letzten<br />

Jahren rund ein Drittel zurückerworben werden konnte.<br />

Die Ausstellung „Der zweite Aufbruch in die Moderne“ erinnert<br />

an den kompromisslosen Einsatz Walter Müller-<br />

Wulckows für die Avantgarden seiner Zeit; zahlreiche<br />

Werke, die den Bildersturm der Nationalsozialisten in den<br />

Depots des Museums überdauert haben, werden anlässlich<br />

der Ausstellung erstmals seit Jahrzehnten wieder gezeigt.<br />

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit farbigen Abbildungen<br />

aller ausgestellten Werke im Kerber Verlag, Bielefeld.<br />

(25.09.-29.01.2012).<br />

TELEFON | 0441 220 7300<br />

Karl Friedrich Schinkel, Studie zu einer Figurengruppe der Berliner<br />

Schlossbrücke, Viktoria führt den Krieger in den Kampf, 1819, Kupferstichkabinett;<br />

Alte Nationalgalerie Berlin<br />

matigen Aquarell bis zur kleinen intimen Skizze, gibt die<br />

Ausstellung einen überraschenden Einblick in einen bisher<br />

weitgehend unbeachteten Aspekt von Schinkels Werk. Zur<br />

Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation.<br />

TELEFON | 030/266424222<br />

Mit Impuls<br />

Der zweite Aufbruch in die Moderne in Oldenburg<br />

1921 kam der Kunsthistoriker und Publizist Walter Müller-<br />

Wulckow nach Oldenburg, um das Landesmuseum für<br />

Kunst und Kulturgeschichte aufzubauen. Zuvor war er als<br />

<strong>Sammler</strong> und Propagandist der Moderne in Frankfurt am<br />

Main in Erscheinung getreten, wo er unter anderem die<br />

„Vereinigung für Neue Kunst“ gegründet hatte. Den Impuls<br />

der Moderne versuchte er beharrlich in die nordwestdeutsche<br />

Provinz zu übertragen: So präsentierte er schon zur<br />

Eröffnung des Museums im Oldenburger Schloss 1923 eine<br />

Ernst Ludwig Kirchner, Bube mit Bonbons, 1918; Landesmuseum<br />

für Kunst und Kulturgeschichte, Oldenburg


86<br />

AUSSTELLUNGEN<br />

Nach der Gattin<br />

Die Josephinenhütte im Glasmuseum Immenhausen<br />

Die Josephinenhütte ist in den Jahrzehnten vor und nach<br />

dem Wechsel vom 19. zum 20. Jahrhundert eine der bekanntesten<br />

und bedeutendsten Glashütten Europas gewesen.<br />

1842 wurde sie von Graf Leopold von Schaffgotsch gegründet<br />

und nach seiner Ehefrau benannt. Bereits der erste<br />

künstlerische und kaufmännische Direktor, Franz Pohl (1813-<br />

1884), führte die junge Hütte auf Erfolgskurs. Es wurden<br />

geschliffene Überfanggläser mit reichem Dekor in Schälschliff<br />

hergestellt, venezianische Faden- und Netzglastechnik<br />

wiederbelebt und Renaissancegläser nachempfunden.<br />

Um die Jahrhundertwende entstanden in der Josephinenhütte<br />

für die damalige Zeit moderne Gläser mit klarer Formensprache<br />

und einfachen eleganten Dekoren. Im eigenen<br />

Entwurfsatelier war ab 1919 Alexander Pfohl (1894-1953) für<br />

das Design der Kunst- und hochwertigen Gebrauchsgläser<br />

der Hütte zuständig und trug zum Ruhm der Produkte bei.<br />

Nach dem Ersten Weltkrieg schloss sich die Josephinenhütte<br />

mit mehreren anderen Unternehmen zu einer Aktiengesellschaft<br />

zusammen, die so zum größten Bleikristallerzeuger<br />

und Kunstglasproduzenten Deutschlands avancierte.<br />

Zunächst entstanden Gläser in historisierenden Formen,<br />

dann Jugendstilgläser mit Transparentmalerei und Reliefgold,<br />

Schliffgläser mit farbigem Überfang und in den<br />

1930er-Jahren rein sachliche Formgläser ohne Dekor.<br />

Nach dem Zweiten Weltkrieg unternahm die Josephinenhütte<br />

in Schwäbisch Gmünd einen Neuanfang. Das Unternehmen<br />

wurde 1979 durch die Firma Villeroy & Boch in<br />

Trinkgefäß in Form eines gotischen Schnabelschuhs, wohl Süddeutschland,<br />

um 1600; Residenzschloss, Neues Grünes Gewölbe,<br />

Dresden<br />

© Bielefeld, Sammlung Rudolf-August Oetker<br />

Mettlach übernommen, musste jedoch 1983 endgültig<br />

schließen. (Bis 8. Januar im Glasmuseum Immenhausen).<br />

TELEFON | 05673/2060<br />

Prachtvolle Pokale<br />

Goldschmiedekunst, Sammlung Oetker in Dresden<br />

Gläser aus der Josephinenhütte; Glasmuseum Immenhausen<br />

Foto: Fotostudio Ruhlig, Paderborn<br />

Siebzig bedeutende Silberschätze werden vom 21. September<br />

bis 22. Januar im Sponsel-Raum und in der sogenannten<br />

„Bildergalerie“ im Dresdener Residenzschloss präsentiert. Es<br />

handelt sich um Meisterwerke der Goldschmiedekunst aus<br />

Renaissance und Barock, die der Bielefelder Unternehmer<br />

Rudolf-August Oetker (1916-2007) über mehrere Jahrzehnte<br />

zusammengetragen hat. Seine hochrangige, nur selten<br />

öffentlich zugängliche Sammlung zählt zu den bedeutendsten<br />

Beständen dieser Art in privater Hand. Sie umfasst<br />

prachtvolle Pokale wohlhabender Nürnberger Patrizier,<br />

repräsentative Zunftpokale, wundersame Trinkspiele in<br />

Gestalt von Schiffen, Windmühlen und Laternen sowie exotische<br />

Naturalien und Edelsteine in kostbaren Silberfassungen,<br />

wie sie auch Eingang in fürstliche Schatzkammern gefunden<br />

haben. Auf eindrucksvolle Weise führen diese Meisterwerke<br />

das hohe technische und künstlerische Niveau<br />

und das breite Spektrum der Goldschmiedekunst der<br />

Renaissance und des Barock vor Augen.<br />

Die Ausstellung, die im Anschluss im Bayerischen Nationalmuseum<br />

München gezeigt wird, will den Blick auf die oft<br />

verborgenen Details der zumeist vergoldeten Silberobjekte<br />

lenken und deren feine Gravuren, erlesene Emailles und<br />

kunstvolle Treib- und Ziselierarbeiten unter ganz neuen und<br />

ungewohnten Blickwinkeln zeigen.<br />

TELEFON | 0351/49142643


AUSSTELLUNGEN 87<br />

Natur pur<br />

Franz Marc und<br />

Joseph Beuys in Kochel<br />

Beide Künstler setzen ihre<br />

Naturverbundenheit und<br />

ihre christlich bestimmte<br />

Weltanschauung in Werke<br />

Joseph Beuys, Elch, 1975, Farblithografie<br />

auf Papier, Sammlung<br />

um, die alles kreatürliche<br />

und pflanzliche Leben in<br />

Deutsche Bank;<br />

Museum Kochel<br />

Franz Marc<br />

den großen Zusammenhang<br />

der Natur stellen.<br />

© VG Bild-Kunst, Bonn/Estate<br />

Joseph Beuys, 2011<br />

Die Gegenüberstellung von<br />

etwa 100 Zeichungen und<br />

<strong>Skulpturen</strong> in der Ausstellung<br />

im Franz Marc Museum in Kochel veranschaulichen die<br />

gemeinsamen Wurzeln. Katalog. (18.09.-27.11.).<br />

Mit Namen und Todesjahr versehener<br />

Schädel aus einem<br />

Beinhaus in Prien am Chiemsee,<br />

Sammlung Gabriel von Max, ©<br />

Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim<br />

Schädel<br />

Schädel-Kult in den Reiss-<br />

Engelhorn-Museen<br />

Mannheim<br />

Weltweit erstmalig widmet<br />

sich eine Ausstellung dem<br />

Thema „Schädelkult“, einem<br />

kultur- und zeitübergreifenden<br />

Menschheitsthema.<br />

Einzigartige Schädelfunde<br />

und Kopfpräparate<br />

geben spannende Einblicke.<br />

(2.10.-29.04.2012).<br />

TELEFON | 0621/2932127<br />

TELEFON | 08851/924880<br />

Komplex<br />

Taschenuhr, Cartier Paris 1927;<br />

Museum Bellerive, Zürich. (Bis<br />

6. November). Foto: Nick Welsh.<br />

Collection Cartier © Cartier<br />

Cartier Time Art im Museum Bellerive<br />

Die Ausstellung „Cartier Time Art“ im<br />

Museum Bellerive beleuchtet das<br />

Streben des Traditionsunternehmens<br />

nach Perfektion in der Herstellung<br />

außergewöhnlicher und komplexer<br />

Uhren. Zu sehen sind über hundert<br />

verschiedene historische Uhren aus<br />

der Cartier-Sammlung und<br />

zwanzig exklusive aktuelle<br />

Modelle. Katalog.<br />

TELEFON | 0041/43/4464469<br />

Halali<br />

Jagdbilder im Schloss Friedenstein Gotha<br />

Bis zur Abdankung der regierenden Häuser im Jahre 1918<br />

war die Jagd ein fester Bestandteil des höfischen Lebens. Zu<br />

den Hofjagden wurden zahlreiche Gäste in die Residenzen<br />

oder Jagdschlösser geladen, wo aufwändig inszenierte Festlichkeiten<br />

stattfanden. Das Gothaer Kupferstichkabinett<br />

verfügt über eine beträchtliche Sammlung von Jagdansichten,<br />

die vom 18. September bis 8. Januar zu sehen sind.<br />

Ergänzt wird die Kabinettausstellung durch Jagdutensilien<br />

und -trophäen des 18. und 19. Jahrhunderts aus den Beständen<br />

des Museums der Natur und des Museums für Regionalgeschichte.<br />

TELEFON | 03621/8234582<br />

Private Sammlung<br />

Horst Janssen – Die Kunst der Zeichnung, Amberg<br />

Horst Janssen, Papageientulpen,<br />

Bleistift, Pastellkreide, 1982;<br />

Stadtmuseum Amberg<br />

Zu sehen sind circa 100 Blätter<br />

aus der Samlung von<br />

Prof. Stefan Blessin, Hamburg.<br />

Trotz seiner künstlerisch-technischen<br />

Experimentierfreudigkeit<br />

pflegte<br />

Janssen in seinen Arbeiten<br />

deutlich traditionell-grafische<br />

Elemente. Vom 18.09.<br />

bis 27.11. im Stadtmuseum.<br />

TELEFON | 09621/10284<br />

Conrad Jahn (1815-1870), Zwei ruhende Hirsche, Aquarell und<br />

Feder, 1843; Stiftung Schloss Friedenstein Gotha


88<br />

AUSSTELLUNGEN<br />

Lichtempfindlich<br />

Zeitgenössische Fotografie im Schauwerk Sindelfingen<br />

E-Design<br />

Elektrodesign in Hamburg<br />

Thomas Demand, Embassy I,<br />

2007; Schauwerk Sindelfingen<br />

(ab 1. Oktober)<br />

© VG Bild-Kunst, Bonn 2011<br />

Innerhalb der Sammlung<br />

Schaufler nimmt die Fotografie<br />

einen wichtigen Platz<br />

ein. Hier geht es um die Faszination,<br />

die von bestimmten<br />

Motiven, Bilderfindungen<br />

und deren formaler<br />

Umsetzung ausgeht. Akt,<br />

Porträt, Landschaft, Architektur<br />

oder Industrie spiegeln<br />

sich in den Arbeiten.<br />

TELEFON | 07031/9324910<br />

Subtil<br />

Rörstrand-Porzellan im Int.<br />

Keramikmuseum Weiden<br />

Braun 1956 SK4; Hamburg;<br />

Museum für Kunst und Gewerbe<br />

Hamburg<br />

Foto: Raacke<br />

Die Schau „Stylectrical –<br />

Von Elektrodesign, das<br />

Geschichte schreibt“ wirft<br />

einen Blick auf die komplexen<br />

Entwicklungsprozesse<br />

des industriellen Designs in<br />

einem kulturwissenschaftlichen<br />

Kontext. Im Fokus<br />

steht Jonathan Ive (* 1967),<br />

der seit 1997 verantwortlich<br />

für die Gestaltung aller Geräte<br />

von Apple ist. (Bis 15.<br />

Januar). Katalog im Hatje<br />

Cantz Verlag.<br />

TELEFON | 040/428134800<br />

E-Bike<br />

Vase, circa 1900/1905, Bemalung<br />

Karl Lindström, Hersteller<br />

Rörstrand; Internationales Keramikmuseum<br />

Weiden (Zweigmuseum<br />

der Neuen Sammlung<br />

München, verantwortlich für<br />

die Ausstellung)<br />

Foto: von Uslar fotodesign, Irene<br />

von Uslar, Bielefeld<br />

Rebell<br />

Alessandro Mendini<br />

Das Neue Museum Nürnberg<br />

widmet sich bis 23.<br />

Oktober einer der herausragenden<br />

Persönlichkeiten<br />

des internationalen Designs<br />

(ausführlicher Beitrag<br />

im SJ September 2011).<br />

TELEFON | 0911/240200<br />

Die drittälteste Porzellan-<br />

Manufaktur in Europa –<br />

nach Meißen und Wien-<br />

Augarten – lag in Schweden:<br />

1726 gegründet in<br />

Schloss Rörstrand bei Stockholm.<br />

Um 1900 erlangte<br />

das Weiße Gold des Nordens<br />

Weltruhm mit subtiler<br />

Unterglasurmalerei und frei<br />

geformten, naturalistischen<br />

Relief- und Durchbruchdekoren.<br />

Katalog. (16. Oktober<br />

bis März 2012, s.a. SJ<br />

vom September 2011).<br />

TELEFON | 089/2727250<br />

Alessandro Mendini „Parrot“,<br />

Korkenzieher; Neues Museum<br />

Nürnberg, Foto: Alessi<br />

Steuerkopfschild der Fa. Stricker,<br />

um 1950; Historisches Museum<br />

Bielefeld<br />

Gedruckt<br />

Früher Buchdruck im<br />

Kunstmuseum Ittingen (CH)<br />

Die Kantonsbibliothek Thurgau<br />

hütet einen der wichtigsten<br />

Bestände an Inkunabeln<br />

in der Schweiz. Nun<br />

wurden diese Bestände wissenschaftlich<br />

erschlossen,<br />

auch in einem Katalog. (Bis<br />

29. Januar).<br />

TELEFON | 0041/52/7484120<br />

Vom Hochrad zum E-Bike,<br />

Hist. Museum Bielefeld<br />

In Bielefeld begann vor 125<br />

Jahren Dürkopp mit der<br />

Herstellung von Fahrrädern.<br />

In dieser Zeit hat sich nicht<br />

nur sein Äußeres verändert,<br />

auch sein Stellenwert erlebte<br />

Höhen und Tiefen<br />

als Fortbewegungs-, Sportoder<br />

Emanzipationsmittel.<br />

Katalog. (2.10.-26.02.2012).<br />

TELEFON | 0521/513630<br />

Detail aus Hortus sanitatis,<br />

Mainz, 1491; Ittinger Museum,<br />

Kartause Ittingen (CH)


AUSSTELLUNGEN 89<br />

Yaritji Young, Seven Sisters<br />

(Sternbild der Plejaden u. d. Orion);<br />

Kunstverein Schopfheim<br />

Perioden<br />

Picasso 1905 in Paris,<br />

Kunsthalle Bielefeld<br />

40 Jahre<br />

Kunst der Aborigines<br />

Anlass für diese Ausstellung<br />

in Schopfheim ist das<br />

40-jährige Bestehen der<br />

Gegenwartskunst der<br />

australischen Ureinwohner.<br />

1971 gewann ein Bild von<br />

Kaapa Mbitjana Tjampitjinpa<br />

den 1. Preis bei einem<br />

Kunst-Award in Alice<br />

Springs. (23.10.-20.11.).<br />

TELEFON | 07622/7250<br />

Letzter Alter Meister<br />

Max Beckmann – Die Landschaften im Kunstmuseum Basel<br />

Max Beckmann (1884-1950),<br />

Seelandschaft mit Pappeln,<br />

1924, Kunsthalle Bielefeld;<br />

Kunstmuseum Basel<br />

Max Beckmann ist einer der<br />

Titanen der Moderne, dabei<br />

verstand er sich selbst als<br />

der letzte Alte Meister. Zwar<br />

schloss er sich keiner der<br />

avantgardistischen Strömungen<br />

des 20. Jahrhunderts<br />

an, doch haben die<br />

Erfahrungen des Impressionismus,<br />

des Expressionismus,<br />

der Neuen Sachlichkeit<br />

und der abstrakten<br />

Kunst in seinem Werk Spuren<br />

hinterlassen. Berühmt<br />

als Maler der „condition<br />

humaine“, hat er zugleich<br />

wie kaum ein anderer<br />

Künstler des 20. Jahrhunderts<br />

das Landschaftsbild auf herausragende und eindringliche<br />

Weise erneuert. Es gibt einen Katalog. (-22.01.).<br />

1905 ist ein Schlüsseljahr<br />

für Picasso. In seinem Atelier<br />

auf dem Montmartre<br />

entstehen nach der melancholischen<br />

„Blauen Periode“<br />

die helleren, von Gauklern<br />

und Artisten belebten Bilder<br />

der „Rosa Periode“. (25.<br />

September bis 15. Januar<br />

2012).<br />

TELEFON | 0521/329995017<br />

Pablo Picasso, Sich kämmender<br />

Akt, 1906, Kimbell Art Museum,<br />

Fort Worth, Texas; Kunsthalle<br />

Bielefeld<br />

Zum 70. Geburtstag<br />

TELEFON | 0041/61/2066262<br />

Zum 100. Geburtstag<br />

Weltsichten – Blick über den Tellerrand im Linden-Museum<br />

Das Linden-Museum in Stuttgart ist eines der bedeutenden<br />

ethnologischen Museen Europas und verfügt über einen<br />

einzigartigen Sammlungsbestand. Anhand von über 400<br />

Objekten aus fünf Kontinenten wird die Vielfalt menschlichen<br />

Zusammenlebens vorgestellt. (Bis 8. Januar).<br />

TELEFON | 0711/22280<br />

Kurtfritz Handel – Bronzeplastiken<br />

in Kornwestheim<br />

Kurtfritz Handel, Oskar Pastior,<br />

2009, Bronze; Museum im Kleihues-Bau,<br />

Kornwestheim (-6.11.)<br />

Das Museum im Kleihues-<br />

Bau würdigt den bei Nürtigen<br />

lebenden Bildhauer<br />

anlässlich seines 70. Geburtstages<br />

mit einer Werkschau,<br />

die sein künstlerisches<br />

Schaffen der letzten<br />

drei Jahrzehnte umfasst.<br />

Seine Arbeiten kennzeichnen<br />

eine Leichtigkeit, die<br />

dem verwendeten Material,<br />

der Bronze, entgegensteht.<br />

TELEFON | 07154/2027401<br />

Susanne Faller, Ganesha-Schattenspielfiguren; Linden-Museum<br />

Stuttgart<br />

© by 2011 Linden-Museum Stuttgart, Fotograf Frank Dahlmann


90<br />

AUSSTELLUNGSTERMINE<br />

Der Ausstellungskalender besteht<br />

aus zwei Teilen: 1. neu aufgenommene<br />

Termine mit Telefonnummer<br />

und Internetadresse<br />

(4-spaltig) – 2. in vorhergehenden<br />

Ausgaben bereits veröffentlichte<br />

Termine mit Internetadresse<br />

(Zeilenbreite über die ganze<br />

Seite).<br />

AHLEN<br />

Kunstmuseum Ahlen<br />

Max Pechstein. Retrospektive<br />

(-01.11.)<br />

Tel. 02382/91830<br />

ALTOMÜNSTER<br />

Museum Altomünster<br />

Glas des Alltags<br />

(-29.01.)<br />

Tel. 08254/9543<br />

www.museum-altomuenster.de<br />

ASCHAU<br />

Kunst und Kultur zu Hohenaschau<br />

e.V. Festhalle<br />

Klaus Fußmann<br />

(-30.10.)<br />

www.kuku-hohenaschau.de<br />

AUGSBURG<br />

Neue Galerie im Höhmannhaus<br />

Ansichten der Barfüßerkirche<br />

(14.10.-15.01.)<br />

Tel. 0821/3244120<br />

www.augsburg.de<br />

BAD HOMBURG V.D. HÖHE<br />

ALTANA Kulturstiftung<br />

Joan Fernandez Pijuan<br />

(-20.11.)<br />

Tel. 06172/1712120<br />

www.altana-kulturstiftung.de<br />

BADEN-BADEN<br />

Museum Frieder Burda<br />

Anselm Kiefer. Slg. Grothe<br />

(07.10.-15.01.)<br />

Tel. 07221/398980<br />

www.museum-frieder-burda.de<br />

Museum für Kunst und Technik<br />

des 19. Jahrhunderts<br />

Kopf oder Zahl. Die Quantifizierung<br />

von allem im 19. Jh.<br />

(-26.02.)<br />

Tel. 07221/5007960<br />

www.museum.la8.de<br />

BASEL (CH)<br />

Fondation Beyeler<br />

Dali, Magritte, Miro – Surrealismus<br />

in Paris ●<br />

(02.10.-29.01.)<br />

Tel. 0041/61/6459700<br />

www.beyeler.com<br />

Puppenhausmuseum Basel ★<br />

Brillen – Sehhilfen und Modeaccessoires<br />

(15.10.-09.04.)<br />

Tel. 0041/61/2259595<br />

www.puppenhausmuseum.ch<br />

Museum für asiatische Kunst<br />

Hokusai in Dahlem ●<br />

(-27.11.)<br />

Der doppelte Fuji – Udo Kaller /<br />

Katsushika Hokusai<br />

(-08.01.)<br />

Tel. 030/8301382<br />

www.smb.museum.de<br />

Museum für Kommunikation<br />

Die Blaue Mauritius<br />

(-25.11.)<br />

Tel. 030/202940<br />

www.mfk-berlin.de<br />

Nolde Stiftung Seebüll, Berlin<br />

Emil Nolde – Meister d. Aquarells<br />

(-30.10.)<br />

Tel. 030/40004690<br />

www.nolde-stiftung.de<br />

BERNRIED<br />

Buchheim Museum ★<br />

Georges Rouault „Misère et<br />

Guerre“ – Otto Dix „Der Krieg“<br />

(16.10.-31.03.)<br />

Tel. 08158/99700<br />

www.buchheimmuseum.de<br />

BIELEFELD<br />

Historisches Museum Bielefeld ★<br />

Vom Hochrad zum E-Bike<br />

(02.10.-26.02.)<br />

Tel. 0521/516842<br />

www.historische-museum-bielefeld.de<br />

BOCHUM<br />

Museum Bochum<br />

Hommage – Norbert Tadeusz<br />

(-23.10.)<br />

Tel. 0234/9104230<br />

BREMEN<br />

Kunsthalle Bremen<br />

Edvard Munch – Rätsel hinter der<br />

Leinwand<br />

(15.10.-26.02.)<br />

Tel. 0421/329080<br />

www.kunsthalle-bremen.de<br />

Paula Modersohn-Becker Museum<br />

★<br />

Oda Krogh. Im Kreis um Eduard<br />

Munch<br />

(16.10.-26.02.)<br />

Tel. 0421/3388236<br />

www.pmbm.de<br />

CAMBRIDGE (GB)<br />

The Fitzwilliam Museum<br />

Vermeer’s Women: Secrets and<br />

Silence<br />

(05.10.-15.01.)<br />

Tel. 0044/1223332900<br />

www.fitzmuseum.cam.ac.uk<br />

CELLE<br />

Bomann-Museum Celle ★<br />

Eberhard Schlotter-Porträts<br />

(17.10.-01.01.)<br />

Tel. 05141/2634<br />

www.bomann-museum.de<br />

BAD HERRENALB<br />

Museum Bad Herrenalb ★<br />

Feine Keramik – Kunst am Bau<br />

(-23.10.)<br />

Tel. 07083/526811<br />

www.museum-bad-herrenalb.de<br />

BERLIN<br />

Akademie der Künste<br />

Ein Raum für John Cage<br />

(-27.11.)<br />

Tel. 030/200571514<br />

www.adk.de<br />

BIETIGHEIM-BISSINGEN<br />

Städtische Galerie<br />

B. van Haaren, P. Linz, B. Waldach<br />

(29.10.-08.01.)<br />

Tel. 07142/74483<br />

www.bietigheim-bissingen.de<br />

CHEMNITZ<br />

Heck-Art-Galerie<br />

Klaus Süß. Malerei, Grafik, Plastik<br />

(-28.10.)<br />

Tel. 0371/6446766<br />

www.kunstfuerchemnitz.de<br />

Max Beckmann, MeerlandschaftmitAgaven und altem Schloss, 1939,<br />

Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie; Kunstmuseum Basel<br />

© 2011 Pro Litteris, 8033 Zürich<br />

Hokusai, Die Insel Tsukadajima in der Provinz Musashi, aus der Folge<br />

der „36 Ansichten des Berges Fuji“, Malperiode: Iitsu; Martin-Gropius-<br />

Bau, Berlin<br />

© sumida city


Kunstsammlungen Chemnitz ★<br />

Französische Luxus-Stoffe aus<br />

der Epoche v. P.-A. Renoir ●<br />

(-08.01.)<br />

Tel. 0371/4884401<br />

www.kunstsammlungen-chemnitz.de<br />

ECKERNFÖRDE<br />

Museum Eckernförde ★<br />

Die wiedergefundene Zeit. Malerei<br />

und Zeichnung von Kurt Haug<br />

(-30.10.)<br />

Tel. 04351/712547<br />

www.eckernfoerde.net/museum<br />

DARMSTADT<br />

Mathildenhöhe<br />

Europ. Jugendstilschmuck ●<br />

(-11.12.)<br />

E. L. Kirchner als Architekt<br />

(02.10.-08.01.)<br />

Tel. 06161/133733<br />

www.mathildenhoehe.de<br />

EUTIN<br />

Ostholstein-Museum<br />

Landschaft am Horizont – Bilder<br />

aus Schleswig-Holstein von<br />

Klaus Fußmann<br />

(-13.11.)<br />

Tel. 04521/788-520<br />

www.oh-museum.de<br />

DEGGENDORF<br />

Handwerksmuseum ★ und<br />

Stadtmuseum Deggendorf ★<br />

Kunsthandwerk in Dosen<br />

(11.10.-26.02.)<br />

Tel. 0991/2960555<br />

www.museen-deggendorf.de<br />

DRESDEN<br />

Neues Grünes Gewölbe im Residenzschloss<br />

Goldschmiedekunst. Slg. Oetker<br />

(-22.01.)<br />

Tel. 0351/49142643<br />

www.skd.museum<br />

DUISBURG<br />

Wilhelm Lehmbruck Museum ★<br />

100 J. Lehmbrucks Knieende ●<br />

(-22.01.)<br />

Tel. 0203/2833294<br />

www.lehmbruckmuseum.de<br />

FALKENSEE<br />

Museum und Galerie ★<br />

Keramik von Jean von Rügen<br />

(14.10.-02.01.)<br />

Tel. 03322/22288<br />

www.falkensee.de<br />

FRANKFURT/MAIN<br />

Liebieghaus<br />

Niclaus Gerhaert. Der Bildhauer<br />

des Mittelalters ●<br />

(27.10.-04.03.)<br />

Tel. 069/6500490<br />

www.liebieghaus.de<br />

Struwwelpeter Museum<br />

Tierhelden im Kinderbuch. Eine<br />

tierische Zeitreise<br />

(-15.01.)<br />

Tel. 069/747969<br />

www.struwwelpetermuseum.de<br />

FRANKFURT/ODER<br />

Museum Viadrina<br />

Die Steingutfabrik Theodor<br />

Paetsch (1840-1955) ●<br />

(-05.02.)<br />

Tel. 0335/401560<br />

www.museum-viadrina.de<br />

FRECHEN<br />

Keramion<br />

Ute Großmann – von Arkadien<br />

bis Zappenduster ●<br />

(-15.01.)<br />

Tel. 02234/697690<br />

www.keramion.de<br />

Trinkgefäß in Form eines Schiffes,<br />

Deutschland um 1600; Residenzschloss,<br />

Neues Grünes Gewölbe,<br />

Dresden<br />

© Kunstsammlung Rudolf-<br />

AugustOetker GmbH<br />

Foto: Humm, Zürich<br />

Marie Alexandre Lucien Coudray, Brosche in Gestalt einer Frau mit<br />

Libellenflügeln, um 1901, Gold, Platin, Fensteremail, Farb- und Lasurreste,<br />

Brillianten, Diamanten, Rubine, Smaragde, 8,2 cm x 7,8 cm,<br />

Hessisches Landesmuseum Darmstadt; Museum Künstlerkolonie,<br />

Mathildenhöhe Darmstadt<br />

Antoine Pesne, Anna Gräfin Orzelska,<br />

circa 1728; Martin Gropius<br />

Bau Berlin<br />

© Muzeum w Nieborowie i Arkadii,<br />

Foto: Archiwum Muzeum w<br />

Nieborowie i Arkadii


92<br />

AUSSTELLUNGSTERMINE<br />

FREIBURG<br />

Augustinermuseum Freiburg<br />

Unser Schwarzwald. Romantik<br />

und Wirklichkeit<br />

(-30.10.)<br />

Tel. 0761/2012521<br />

FRIEDRICHSHAFEN<br />

Zeppelin Museum<br />

Michael Sailstorfer: CRASH<br />

(07.10.-08.01.)<br />

Tel. 07541/380110<br />

www.zeppelin-museum.de<br />

GESSERTSHAUSEN<br />

Schwäbische Galerie im Volkskundemuseum<br />

Oberschönenfeld<br />

Nina Pettinato<br />

(26.10.-08.01.)<br />

Tel. 08238/30010<br />

www.schwaebisches-volkskundemuseum.de<br />

GOSLAR<br />

Mönchehaus Museum ★<br />

Rosemarie Trockel. Kaiserringträgerin<br />

der Stadt Goslar<br />

(02.10.-15.01.)<br />

Tel. 05321/4948<br />

www.moenchehaus.de<br />

GRAFING<br />

Museum der Stadt Grafing<br />

Von der Krone zum Bürger.<br />

Schach in der höfischen und bürgerlichen<br />

Kultur von 1750-1850<br />

(01.10.-26.02.)<br />

Tel. 08092/32105<br />

www.museum-grafing.de<br />

HALLBERGMOOS<br />

Museum Synthese e.V. ★<br />

Hannes Hein. Retrospektive eines<br />

dadaistischen Surrealisten<br />

(22.10.-01.01.)<br />

Tel. 0811/9982496<br />

www.pinakothek-hallbergmoos.de<br />

HALLE<br />

Stiftung Moritzburg ★<br />

Geld für Magdeburg. Die Münzstätte<br />

in der Moritzburg<br />

(-31.10.)<br />

Die „Brücke“-Maler. Sammlung<br />

Hermann Gerlinger, Gemälde<br />

aus sechs Jahrzehnten<br />

(-22.01.)<br />

„Umfeld“ – Zweite Schmuckkantine<br />

2011<br />

(-20.11.)<br />

Tel. 0345/212590<br />

www.kunstmuseum-moritzburg.de<br />

HAMBURG<br />

Bucerius Kunstforum<br />

Frühe italienische Meister bis<br />

Botticelli ●<br />

(01.10.-08.01.)<br />

Tel. 040/360099678<br />

www.buceriuskunstforum.de<br />

Hamburger Kunsthalle<br />

Die Sammlung des Hausmeisters<br />

Wilhelm Werner<br />

(-15.01.)<br />

Tel. 040/428131200<br />

www.hamburger-kunsthalle.de<br />

HANAU<br />

Deutsches Goldschmiedehaus ★<br />

Karfunkelschein. Prade – Gablonzer<br />

Modeschmuck 1922-1995 ●<br />

(-20.11.)<br />

Tel. 06181/2565-56<br />

www.gfg-hanau.de<br />

HANAU-WILHELMSBAD<br />

Hessisches Puppenmuseum<br />

Lebendige Puppen<br />

(-11.11.)<br />

Tel. 06181/86212<br />

www.hessisches-puppenmuseum.de<br />

HANNOVER<br />

Historisches Museum<br />

Stadtbilder. Hannovers Moderne<br />

1900/1930<br />

(-22.02.)<br />

Tel. 0511/16842352<br />

Museum August Kestner ★<br />

Begreifbare Baukunst – Die<br />

Bedeutung von Türgriffen in der<br />

Architektur<br />

(13.10.-08.01.)<br />

Tel. 0511/16842120<br />

www.kestner-museum.de<br />

Sprengel Museum Hannover<br />

Nachleben und Eigenleben antiker<br />

Mythen in der Grafik (Beckmann,<br />

Ernst, Kokoschka, Braque,<br />

Moore, Dine, Antes u.a.) ●<br />

(-19.02.)<br />

Tel. 0511/16843875<br />

www.sprengel-museum.de<br />

HOHENBERG<br />

Porzellanikon Hohenberg<br />

Asiatisches Porzellan<br />

(01.10.-31.12.)<br />

Tel. 09233/772201<br />

www.porzellanikon.org<br />

HOHENSCHWANGAU<br />

Museum der Bayerischen Könige<br />

Eröffnung<br />

(Dauerausstellung)<br />

Tel. 08362/887441<br />

www.hohenschwangau.de<br />

ISMANING<br />

Kallmann-Museum<br />

Wüste. Bernhard Edmaier Fotografie.<br />

Hartmut Pfeuffer Malerei<br />

und Zeichnung<br />

(09.10.-04.12.)<br />

Tel. 089/9612948<br />

www.kallmann-museum.de<br />

KARLSRUHE<br />

Zentrum für Kunst und Medientechnologie<br />

Hiroshi Kawano. Der Philosoph<br />

am Computer<br />

(-08.01.)<br />

Tel. 0179 5261101<br />

www.zkm.de<br />

KIEL<br />

Kunsthalle zu Kiel<br />

Luis Gurlitt. Landschaftszeichnungen<br />

a. d. Grafischen Slg.<br />

(-16.10.)<br />

Tel. 0431/8805756<br />

www.kunsthalle-kiel.de<br />

Kunst<br />

Antiquitäten<br />

Sammeln<br />

z.B.<br />

über 100<br />

Gemäldebücher<br />

bei


AUSSTELLUNGSTERMINE 93<br />

KLOSTERNEUBURG (A)<br />

Essl Museum<br />

Schönheit und Vergänglichkeit.<br />

Immendorff. Kounellis. Music.<br />

Quinn. Spoerri. Tapies ●<br />

(05.10.-22.01.)<br />

Tel. 0043/2243/3705060<br />

www.essl.museum<br />

KOCHEL AM SEE<br />

Franz Marc Museum ★<br />

Franz Marc und Joseph Beuys. Im<br />

Einklang mit der Natur ●<br />

(-27.11.)<br />

Tel. 08851/924880<br />

www.franz-marc-museum.de<br />

KÖLN<br />

Käthe Kollwitz Museum<br />

Alfred Kubin – Nebenwelten (v.a.<br />

Zeichnungen aus Frühwerk)<br />

(07.10.-04.12.)<br />

Tel. 0221/227-2899/-2602<br />

www.kollwitz.de<br />

KÖNIGSWINTER<br />

Siebengebirgsmuseum<br />

Rheinromantik<br />

(-31.12.)<br />

Tel. 02223/3703<br />

www.siebengebirgsmuseum.de<br />

KONSTANZ<br />

Wessenberg-Galerie<br />

Fasziniert von Licht und Farbe.<br />

Gunter Böhmer als Maler ●<br />

(-20.11.)<br />

Tel. 07531/900921<br />

www.konstanz.de<br />

KORNWESTHEIM<br />

Museum im Kleihues-Bau ★<br />

Kurtfritz Handel. Bronzeplastiken<br />

(-06.11.)<br />

Tel. 07154/2027401<br />

KREFELD<br />

Kunstmuseen Krefeld<br />

Karin Mamma Anderson<br />

(23.10.-05.02.)<br />

Franz Erhard Walther. Sternenstaub.<br />

Ein gezeichneter Roman<br />

(23.10.-05.02.)<br />

Tel. 02151/975580<br />

www.kunstmuseenkrefeld.de<br />

LONDON (GB)<br />

The Courtauld Gallery<br />

The Spanish Line: Drawings from<br />

Ribera to Picasso ●<br />

(13.10.-15.01.)<br />

Tel. 0044/20/78482526<br />

www.courtauld.ac.uk<br />

MAINZ<br />

Gutenberg Museum<br />

Moving Types – Lettern in Bewegung<br />

(20.10.-22.04.)<br />

Tel. 06131/22644<br />

www.gutenberg-museum.de<br />

MANNHEIM<br />

Reiss-Engelhorn-Museen<br />

Schädel-Kult<br />

(02.10.-29.04.)<br />

Tel. 0621/2933150<br />

www.rem-mannheim.de<br />

MÜNCHEN<br />

Alte Pinakothek<br />

Perugino – Raffaels Meister<br />

(13.10.-15.01.)<br />

Tel. 089/23805-118<br />

www.pinakothek.de<br />

Bayerisches Nationalmuseum ★<br />

11. RischArt_Projekt 2011. Kunstrausch<br />

(11.10.-30.10.)<br />

Tel. 089/2124366<br />

www.bayerisches-nationalmuseum.de<br />

Kasu Gallery<br />

Petra Beeking. „Glückliche Jahre“<br />

(-31.10.)<br />

Tel. 089/28787615<br />

www.kasugallery.com<br />

Münchner Stadtmuseum ★<br />

Karl Hubbuch und das Neue<br />

Sehen<br />

(28.10.-04.03.)<br />

Tel. 089/233-22370<br />

www.stadtmuseum-online.de<br />

Museum Mensch und Natur<br />

Paradiesvögel<br />

(-15.01.)<br />

Tel. 089/1795890<br />

www.musmn.de<br />

Pinakothek der Moderne<br />

E. Kelly – Plant Drawings ●<br />

(07.10.-08.01.)<br />

Tel. 089/23805-118<br />

www.pinakothek.de<br />

OLDENBURG<br />

Horst-Janssen-Museum ★<br />

Michael Wutz<br />

(-13.11.)<br />

Tel. 0441/2352891<br />

www.horst-janssen-museum.de<br />

PFAFFENHOFEN (ILM)<br />

Neuer Pfaffenhofener Kunstverein<br />

Die Klasse Tal R „Der Esel und Ich“<br />

(-09.10.)<br />

Tel. 08441/7836342<br />

www.kunstverein-pfaffenhofen.de<br />

ROTTERDAM (NL)<br />

Kunsthal Rotterdam<br />

Sir Stanley Spencer<br />

(-15.01.)<br />

Tel. 0031/104400301<br />

www.kunsthal.nl<br />

RUDOLSTADT<br />

Thüringer Landesmuseum<br />

„Wie herrlich ist diese Natur, die<br />

mich umgibt.“ Handzeichnungen<br />

der Fürstin von Schwarzenburg-Rudolstadt<br />

(-31.12.)<br />

Tel. 03672/429010<br />

www.heidecksburg.de<br />

RÜSSELSHEIM<br />

Stiftung Opelvillen<br />

Road Atlas – Straßenfotografie<br />

(-16.10.)<br />

Tel. 06142/832777<br />

www.opelvillen.de


94<br />

AUSSTELLUNGSTERMINE<br />

SALZBURG (A)<br />

Salzburg Museum<br />

Johann Weyringer. Die frühen<br />

Zeichnungen<br />

(22.10.-22.01.)<br />

Tel. 0043/662/6208080700<br />

www.salzburgmuseum.at<br />

SCHOPFHEIM<br />

Kunstverein Schopfheim<br />

Australia. 40. Anniversary of<br />

Contemporary Aboriginal Art<br />

(23.10.-20.11.)<br />

Tel. 07622/7350<br />

www.schopfheim.de<br />

SCHWÄBISCH HALL<br />

Hällisch-Fränkisches Museum ★<br />

Ich suche dich. Zeichnungen<br />

und Bilder von Annegret Vollmann<br />

(-16.10.)<br />

Tel. 0791/751360<br />

www.schwaebischhall.de<br />

STUTTGART<br />

Staatsgalerie Stuttgart ★<br />

James Frazer Stirling. Notes from<br />

the Archive<br />

(01.10.-15.01.)<br />

Tel. 0711/470400<br />

www.staatsgalerie.de<br />

TRIER<br />

Stadtmuseum Simeonstift<br />

Malerei und Grafik von C.W.E.<br />

Dietrich (1712-1774)<br />

(09.10.-26.02.)<br />

Tel. 0651/7181459<br />

www.museum-trier.de<br />

WARTH (CH)<br />

Ittinger Museum<br />

Meisterwerke des frühen Buchdrucks.<br />

Inkunabeln aus der Kantonsbibliothek<br />

Thurgau ●<br />

(-29.01.)<br />

Tel. 0041/52/7484120<br />

www.ittingermuseum.tg.ch<br />

WIEN (A)<br />

Albertina<br />

Zwischentöne. Die Sammlung<br />

Forberg<br />

(21.10.-22.01.)<br />

Tel. 0043/1/53483-0<br />

www.albertina.at<br />

Bank Austria Kunstforum ★<br />

Botero<br />

(12.10.-15.01.)<br />

Tel. 0043/1/5373322<br />

www.bankaustriakunstforum.at<br />

Kunsthistorisches Museum<br />

Wald/Baum/Mensch<br />

(-28.05.)<br />

Winter-Darstellungen in der europäischen<br />

Kunst von Brueghel<br />

bis Beuys<br />

(18.10.-08.01.)<br />

Tel. 0043/1/52524403<br />

www.khm.at<br />

WÜRZBURG<br />

Mainfränkisches Museum ★<br />

Gefärbt, gekämmt, getunkt, gedruckt.<br />

Die wunderbare Welt des<br />

Buntpapiers<br />

(22.10.-29.01.)<br />

Tel. 0931/205940<br />

www.Mainfraenkisches-Museum.de<br />

Museum im Kulturspeicher ★<br />

Die Städtische Sammlung (19.-<br />

21. Jahrhundert) ●<br />

(Dauerausstellung)<br />

Tel. 0931/322250<br />

www.kulturspeicher.de<br />

ZÜRICH (CH)<br />

Kunsthaus Zürich<br />

Miró, Monet, Matisse – The<br />

Nahmad Collection ●<br />

(21.10.-15.01.)<br />

Tel. 0041/44/538413<br />

www.kunsthaus.ch<br />

SINDELFINGEN<br />

Schauwerk Sindelfingen<br />

Zeitgenössische Fotografie aus<br />

der Sammlung Schaufler<br />

(01.10.-31.12.)<br />

Tel. 07031/9324900<br />

www.schauwerk-sindelfingen.de<br />

SOLINGEN<br />

Deutsches Klingenmuseum ★<br />

Total Stahl – „Stahlpreis 2011“,<br />

Schmuck bis <strong>Skulpturen</strong><br />

(-18.12.)<br />

Tel. 0212/258360<br />

www.klingenmuseum.de<br />

WEIDEN<br />

Internationales Keramik-Museum<br />

Weiden ★<br />

Rörstrand Jugendstil-Porzellan ●<br />

(16.10.-31.03.)<br />

Tel. 0961/32030<br />

www.die-neue-sammlung.de<br />

WEIL AM RHEIN<br />

Vitra Design Museum<br />

Rudolf Steiner – Die Alchemie<br />

des Alltags<br />

(15.10.-01.05.)<br />

Tel. 07621/7023200<br />

www.design-museum.de<br />

Wien Museum<br />

Alles gute Rudi Klein. Eine kleine<br />

Reise um den Zeichentisch ●<br />

(-13.11.)<br />

Tel. 0043/1/5058747<br />

www.wienmuseum.at<br />

WIESBADEN<br />

Museum Wiesbaden<br />

Alexej von Jawlensky und Josef<br />

Albers. Farbe – Abstraktion –<br />

Serie<br />

(28.10.-05.02.)<br />

Tel. 0611/335-2250<br />

www.museum-wiesbaden.de<br />

Landesmuseum Zürich<br />

A.-L. Breguet. Die Uhrmacherkunst<br />

erobert die Welt<br />

(06.10.-08.01.)<br />

Tel. 0041/44/2186511<br />

www.landesmuseum.ch<br />

ZWICKAU<br />

Kunstsammlungen Zwickau<br />

Die Göttlichkeit des Lichts – Fritz<br />

von Uhde (1848-1911) ●<br />

(-06.11.)<br />

Tel. 0375/834510<br />

www.kunstsammlungen-zwickau.de<br />

Vase, circa 1902/1909, Bemalung<br />

Nils Emil Lindström, Hersteller<br />

Rörstrand; Internationales Keramikmuseum<br />

Weiden (Zweigmuseum<br />

der Neuen Sammlung<br />

München) Foto: von Uslar fotodesign,<br />

Irene von Uslar, Bielefeld<br />

Max Beckmann: Leute nach der Arbeit am Meer, 1909; Landesmuseum<br />

für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg<br />

Große geheimnisvolle Portique-<br />

Uhr, Cartier Paris 1923; Museum<br />

Bellerive, Zürich<br />

Foto: Nick Welsh. Collection Cartier<br />

© Cartier


AUSSTELLUNGSTERMINE 95<br />

AALEN<br />

Kunstverein Aalen ★ Klaus Bushoff, Gundel Holzinger. Malerei, Grafik, Installation (-23.10.) www.kunstverein-aalen.de<br />

AMBERG<br />

Stadtmuseum Amberg ★ Horst Janssen – Die Kunst der Zeichnung. Slg. Blessin (-27.11.) www.stadtmuseum.amberg.de<br />

AUGSBURG Schaezlerpalais ★ Max Kaminski trifft Guglielmi (-06.11.) www.kunstsammlungen-museen.de<br />

BAD WINDSHEIM Reichsstadtmuseum im Ochsenhof ZEITzeugen – Uhrensammlung Matthäus. Uhren aus 300 Jahren (-06.01.)<br />

BAMBERG<br />

Historisches Museum Bamberg ★ Küchengeschirr und Tischkultur (-06.11.) www.bamberg.de/museum<br />

Historisches Museum Bamberg ★ Jacobs Brüder. Vom Pilgern (-06.11.) www.bamberg.de/museum<br />

Historisches Museum Bamberg ★ Bürgerkultur im 19 Jh. in Bamberg (-06.11.) www.bamberg.de/museum<br />

Historisches Museum Bamberg ★ Bambergs Lebensader Regnitz (-06.11.) www.bamberg.de/museum<br />

Historisches Museum Bamberg ★ 100 Meisterwerke (-06.11.) www.bamberg.de/museum<br />

Historisches Museum Bamberg ★ Caminobscura. Günther Derleth, Sven Niederder (-06.11.) www.bamberg.de/museum<br />

Sammlung Ludwig Bamberg ★ Von A(nsbach) bis Z(ürich) (-06.11.) www.museum.bamberg.de<br />

BASEL (CH) Puppenhausmuseum Basel ★ Silvesterklausen (-02.10.) www.puppenhausmuseum.ch<br />

BEDBURG-HAU Museum Schloss-Moyland ★ Im Fokus – Joseph Beuys und die Fotografie (-03.10.) www.moyland.de<br />

BERLIN<br />

Alte Nationalgalerie ★ Die Slg. des Bankiers Wagener. 150 Jahre Nationalgalerie (-08.01.) www.museumsportal-berlin.de<br />

Alte Nationalgalerie „Diese Zeichnung gilt“ Schinkel und die Skulptur (-08.01.) www.museumsportal-berlin.de<br />

Bode-Museum Gesichter der Renaissance. Meisterwerke der italienischen Porträt-Kunst (-20.11.) www.smb.museum<br />

Bröhan Museum ★ Fragile. Glaskunst 1889-1939 ● (-31.12.) www.broehan-museum.de<br />

Bröhan Museum ★ FrauenSilber. Silberschmiedinnen der Bauhauszeit ● (-09.10.) www.broehan-museum.de<br />

Ephraim-Palais Kleist: Krise und Experiment ● (-29.01.) www.stadtmuseum.de<br />

Kunstforum der Berliner Volksbank ★ Königstadt NAGA-Ausgrabungen in der Wüste des Sudan ● (-18.12.)<br />

Martin-Gropius-Bau Hokusai – Retrospektive ● (-24.10.) www.gropiusbau.de<br />

Martin-Gropius-Bau Polen-Deutschland 1000 Jahre Kunst und Geschichte ● (-09.01.) www.gropiusbau.de<br />

Museen Dahlem Ai Weiwei. Teehaus, 2009 (-02.01.) www.smb.museum<br />

Neue Nationalgalerie ★ Die Sammlung. 1900-1945. Neue Nationalgalerie (-03.10.) www.smb.museum/nng<br />

Neue Nationalgalerie ★ Moderne Zeiten. Die Sammlung. 1900-1945 (-03.10.) www.smb.museum/nng<br />

Neue Nationalgalerie ★ El Lissitzky: Sieg über die Sonne (-31.12.) www.smb.museum/nng<br />

Neue Nationalgalerie ★ Taryn Simon (-01.01.) www.smb.museum/nng<br />

BERNRIED<br />

Buchheim Museum ★ Die „Blaue Brücke“ (-30.12.) www.buchheimmuseum.de<br />

BIELEFELD Deutsches Fächer Museum ★ Gerahmte Kostbarkeiten – Fächer (-31.12.)<br />

Deutsches Fächer Museum ★ Frauenträume – Das Beiwerk der Mode (-31.12.)<br />

Kunsthalle Bielefeld Picasso 1905 in Paris (-15.01.) www.kunsthalle-bielefeld.de<br />

BIETIGHEIM-B. Städtische Galerie ★ Liebesgeschichten aus der eigenen Sammlung (-09.10.) www.bietigheim-bissingen.de<br />

Städtische Galerie ★ Power UP! Female Pop Art (-09.10.) www.bietigheim-bissingen.de<br />

BINGEN<br />

Historisches Museum am Strom – H. v. Bingen ★ Rheinburgen im 19. Jahrhundert (-13.11.) www.bingen.de<br />

CELLE<br />

Bomann-Museum Celle ★ 300 Jahre Oberlandesgericht Celle (-13.11.) www.bomann-museum.de<br />

CHEMNITZ Kunstsammlungen Chemnitz ★ Gotische Skulptur in Sachsen ● (-01.01.) www.kunstsammlungen-chemnitz.de<br />

Kunstsammlungen Chemnitz ★ Selbstporträts von Otto Dix (Museum Gunzenhauser) ● (-31.10.)<br />

COBURG<br />

Kunstsammlungen der Veste Coburg ★ Studioglas aus Großbritannien (-06.11.) www.kunstsammlungen-coburg.de<br />

Kunstsammlungen der Veste Coburg ★ Prinz Albert ● (-06.11.) www.kunstsammlungen-coburg.de<br />

CRAILSHEIM Stadtmuseum im Spital ★ Crailsheimer Fayencen (-31.12.) www.crailsheim.de<br />

DACHAU<br />

Bezirksmuseum Dachau ★ EssKultur (-08.01.) www.dachauer-galerien-museen.de<br />

DESSAU<br />

Bauhaus Dessau Wilhelm Wagenfeld: Weiterwirken in die Zeit hinein (-30.10.) www.bauhaus-dessau.de<br />

DORMAGEN Kreismuseum Zons ★ Silbertriennale International. 16 weltweiter Wettbewerb (-13.11.) www.kreismuseumzons.de<br />

DORTMUND Dortmunder Kunstverein ★ Hiroko Inoue: Schwarzwald/Mori (-23.10.) www.dortmunder-kunstverein.de<br />

DRESDEN<br />

Staatliche Kunstsammlungen Dresden Raffael, Dürer u. Grünewald malen die Madonna ● (-08.01.) www.skd-dresden.de<br />

DÜSSELDORF Museum Kunst Palast ★ Kunst befreit. Die Slg. Museum Kunstpalast (Dauerausstellung) www.museum-kunst-palast.de<br />

Museum Kunst Palast ★ Metallarbeiten 1920er- bis 1930er-J. Slg. Giorgio Silzer ● (-18.10.) www.museum-kunst-palast.de<br />

Museum Kunst Palast ★ Farbholzschnittmeister Kunisada u. Kuniyoshi (-15.01.) www.museum-kunst-palast.de<br />

Museum Kunst Palast ★ Buddhas, Tirhankaras und hinduistische Götter (-22.01.) www.museum-kunst-palast.de<br />

Museum Kunst Palast ★ Weltklasse. Die Düsseldorfer Malerschule 1819-1918 (-22.01.) www.museum-kunst-palast.de<br />

ERFURT<br />

Angermuseum Erfurt Ein Jahrtausend Elfenbein vom 5. Bis 15. Jahrhundert ● (-31.10.) www.erfurt.de<br />

ESSEN-VILLA HÜGEL Krupp Stiftung Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten ● (-11.12.) www.krupp-stiftung.de<br />

FALKENSEE Museum und Galerie ★ Aufgehobene Dinge. Ein Frauenleben in Ost-Berlin (-02.10.) www.falkensee.de<br />

FLORENZ (I) Palazzo Strozzi Bankers, Botticelli and the Bonfire of the Vanities (-22.01.) www.fondazionepalazzostrozzi.it<br />

FRANKFURT/MAIN Museum Giersch ★ Carl Morgenstern und die Landschaftsmalerei seiner Zeit (-29.01.) www.museum-giersch.de<br />

Museum für Moderne Kunst ★ MMK 1991-2011 20 Jahre Gegenwart (-09.10.) www.mmk-frankfurt.de<br />

FRANKFURT/ODER Kleist-Museum Kleist: Krise und Experiment ● (-29.01.) www.kleist-museum.de<br />

FRIEDBERG Museum im Wittelsbacher Schloss Friedberg ★ St. Jakob (-30.10.) www.museum-friedberg.de<br />

FÜRSTENBERG Porzellanmanufaktur Fürstenberg Silberarbeiten für die Tafel von Maike Dahl (-01.11.) www.fuerstenber-porzellan.com<br />

FÜRSTENFELDBRUCK Stadtmuseum Fürstenfeldbruck Konditorenkunst von Brameshuber & Co. (-16.10.) www.stadtmuseumffb.de<br />

GARMISCH-P. Werdenfels Museum ★ Hanna Herrmann (-06.11.) www.werdenfels-museum.de<br />

GESSERTSHAUSEN Schwäb. Volkskundemuseum ★ 800 J. Kloster Oberschönenfeld (-16.10.) www.schwaebisches-volkskundemuseum.de<br />

Schwäb. Volkskundemuseum ★ Sr. M. Emmanuela Köhler (-16.10.) www.schwaebisches-volkskundemuseum.de<br />

GÖRLITZ<br />

Kaisertrutz 3. Sächsische Landesausstellung (-31.10.) www.landesausstellung-viaregia.museum<br />

GOSLAR<br />

Mönchehaus Museum ★ Helene Appel, Kaiserringstipendiatin 2011 (Malerei) (-15.01.) www.moenchehaus.de


96<br />

AUSSTELLUNGSTERMINE<br />

GOTHA<br />

Schloss Friedenstein ★ Elefantastisch – Gotha ganz groß (-23.10.) www.stiftungfriedenstein.de<br />

Schloss Friedenstein ★ Jagdbilder des 18. Und 19. Jahrhunderts (-08.01.) www.stiftungfriedenstein.de<br />

GRANADA (E) Alhambra M.C. Escher. Infinite Universe (ca. 135 Arbeiten) ● (-08.01.) www.alhambra-patronato.es<br />

HAGEN<br />

Emil Schumacher Museum Emil Schumacher – Bäume (-30.10.) www.osthausmuseum.de<br />

HALLE<br />

Stiftung Moritzburg ★ Walter Gropius im Wettbewerb (-03.10.) www.kunstmuseum-moritzburg.de<br />

HAMBURG Altonaer Museum ★ Die Vögel Mitteleuropas – Aquarelle v. J. Friedrich Naumann (-30.10.) www.altonaermuseum.de<br />

Altonaer Museum ★ Hamburger Illustratoren. Junge! Junge! (-31.12.) www.altonaermuseum.de<br />

Altonaer Museum ★ Lichtblicke. Geschichten aus der Laterne Magica (-02.09.) www.altonaermuseum.de<br />

Altonaer Museum ★ Zahlen-Reise. Mathe macht Spaß! (-02.09.) www.altonaermuseum.de<br />

Museum für Kunst und Gewerbe Grafikdesign im Jugendstil ● (-30.10.) www.mkg-hamburg.de<br />

Museum für Kunst und Gewerbe Stylectrical – Elektrodesign, das Geschichte schreibt ● (-15.01.) www.mkg-hamburg.de<br />

HANAU<br />

Deutsches Goldschmiedehaus ★ Gerd Rothmann. Schmuck (-09.11.) www.gfg-hanau.de<br />

HANNOVER Museum August Kestner ★ Die Ägypten-Sammlung und ihre (Kriegs-)Verluste ● (-06.11.) www.kestner-museum.de<br />

W. Busch Dt. Museum f. Karikatur u. Zeichenkunst ★ Test the West ● (-27.11.) www.karikatur-museum.de<br />

HERRENCHIEMSEE Schloss Herrenchiemsee ★ Götterdämmerung. Ludwig II. und seine Zeit ● (-16.10.) www.herrenchiemsee.de<br />

HUSUM<br />

Weihnachtshaus ★ Erzgebirgisches Spielzeug im Wandel der Zeiten. (-16.10.) www.weihnachtshaus.info<br />

IMMENHAUSEN Glasmuseum Immenhausen ★ Die Josephinenhütte (-08.01.) www.immenhausen.de/glasmuseum<br />

IPHOFEN<br />

Knauf-Museum ★ Spanisches Glas von Renaissance bis Barock (-16.10.) www.knauf-museum.de<br />

ITZEHOE Kreismuseum Prinzeßhof Esskultur – eine Zeitreise (-30.10.)<br />

KASSEL<br />

Museum Schloss Wilhelmsh. Meisterwerke aus d. Sammlungen Darmstadt und Kassel (-23.10.) www.museum-kassel.de<br />

KAUFBEUREN Kunsthaus Kaufbeuren ★ Amish Quilts und die Kunst der 60er-Jahre (-06.11.) www.kunsthaus-kaufbeuren.de<br />

KAUFBEUREN-N. Isergebirgs-Museum ★ Künstler aus Gablonz (-09.10.) www.isergebirgs-museum.de<br />

KOBLENZ<br />

Ludwig Museum Von den Pionieren der Land-Art 1960er bis zur Natur im Cyber-Space (-16.10.) www.ludwigmuseum.org<br />

KOCHEL AM SEE Franz Marc Museum ★ Franz Marc und Joseph Beuys. Im Einklang mit der Natur ● (-27.11.) www.franz-marc-museum.de<br />

KÖLN<br />

Museum für angewandte Kunst Köln ★ Jugendstilzinn – Engelbert Kayser (-20.11.) www.makk.de<br />

Museum Ludwig Köln Ichundichundich. Picasso im fotografischen Porträt (-15.01.) www.museenkoeln.de<br />

Wallraf Museum Vasari 500. Ital. Meisterzeichnungen von Leonardo, Raffael & Co (-13.11.) www.wallraf.museum/<br />

KONSTANZ Rosgartenmuseum Chapeau. Berühmte Kopfbedeckungen 1700-2000 ● (-27.11.) www.konstanz.de<br />

KORNWESTHEIM Museum im Kleihues-Bau ★ Wolfgang Neumann. Viva Navi Naiv (-30.10.)<br />

KREFELD<br />

Deutsches Textilmuseum ★ Accessoires u. Damenkleidung der letzten 200 Jahre (-30.12.) www.krefeld.de/textilmuseum<br />

KREMS (A) Kunsthalle Krems ★ Lucas Bosch Gelatin (-06.11.) www.kunsthalle.at<br />

LANGENFELD Kulturelles Forum ★ Niederl. Momente. Gemälde des 17. Jahrhunderts (-23.10.) www.kulturelles-forum-langenfeld.de<br />

LEINFELDEN-E. Dt. Spielkartenmuseum ★ Spielkarten als Werbe-Medium (Dauerausstellung) www.spielkartenmuseum.de<br />

LEIPZIG<br />

MdbK Leipzig ★ Max Beckmann. Von Angesicht zu Angesicht (-22.01.) www.mdbk.de<br />

LEOGANG (A) Bergbau- & Gotikmuseum Rudolf Leopold – Gotiksammlung ● (-30.10.) www.museum-leogang.at<br />

LINZ (A)<br />

Nordico Museum der Stadt Linz Im Garten. Lebensräume zw. Sehnsucht und Experiment ● (-16.10.) www.nordico.at<br />

LORSCH<br />

Museumszentrum Lorsch Vom Reichskloster Karls des Großen zum Weltkulturerbe ● (-29.01.) www.kloster-lorsch.de<br />

MAIHINGEN Rieser Bauernmuseum ★ Bäuerliche Arbeit im Ries heute. Fotoausstellung (-06.11.) www.Bezirk-Schwaben.de<br />

Rieser Bauernmuseum ★ Vom Scheitel bis zur Sohle. Die Arbeit am guten Aussehen (-06.11.) www.Bezirk-Schwaben.de<br />

MANNHEIM Reiss-Engelhorn-Museen meisterhaft von Cranach d. Ä. bis Kobell (-08.01.) www.rem-mannheim.de<br />

MARBACH/N. Literaturmuseum der Moderne Ich liebe Dich! (-29.01.) www.dla-marbach.de<br />

MASSING<br />

Berta-Hummel-Museum ★ Wilhelm Busch trifft Berta Hummel (-01.04.) www.hummelmuseum.de<br />

MECHERNICH-K. LVR-Freilichtmuseum Kommern Schöne kleine Welt (-31.12.) www.lvr.de<br />

MEMMINGEN Kunsthalle Memmingen Das Alphabet von A bis Z ● (-30.10.) www.memmingen.de<br />

MERSEBURG Kulturhistorisches Museum ★ VI. Triennale – Kunstausstellung Sachsen-Anhalt Süd (-06.11.) www.saalekreis.de<br />

MÜNCHEN Alpines Museum des DAV Münchner Bergsteigermaler und Münchner Hausberge (-23.10.) www.alpenverein.de<br />

Deutsches Museum Geliebte Technik der 1950er-Jahre (-31.10.) www.deutsches-museum.de<br />

Kunsthalle d. Hypo-Kulturstiftg. Dürer – Cranach – Holbein. Das dt. Porträt um 1500 ● (-15.01.) www.hypo-kunsthalle.de<br />

Münchner Stadtmuseum Fächerflirt – Die Sache mit den Codes (-08.01.) www.stadtmuseum-online.de<br />

Osram Art Galerie Je suis belle. Inszinierte Fotografie aus der OSRAM COLLECTION (-05.11.) www.osram.de/art<br />

Pinakothek der Moderne Architektur und Geschichte von Bibliotheken ● (-16.10.) www.pinakothek.de<br />

Pinakothek der Moderne American Design und Donald Judd. A good chair is a good chair (-09.10.) www.pinakothek.de<br />

MÜNSTER<br />

Westpreußisches Landesmuseum ★ Kinski. Fotografiert v. B. Presser (-03.10.) www.westpreußisches-landesmuseum.de<br />

MURNAU<br />

Schloßmuseum Murnau Die Maler des „Blauen Reiter“ und Japan ● (-06.11.) www.schlossmuseum-murnau.de<br />

NAUMBURG Mehrere Ausstellungsstandorte Der Naumburger Meister ● (-02.11.) www.naumburgermeister.eu<br />

NEUBURG/KAMMELHammerschmiede u. Stockerhof N. ★ Glücksbringer und Unheilbanner (-06.11.) www.hammerschmiede-naichen.de<br />

NEUSS<br />

Clemens Sels Museum ★ Aristide Maillol und Maurice Denis (-08.01.) www.clemens-sels-museum.de<br />

NÜRNBERG Neues Museum Alessandro Mendini – Wunderkammer Design (-23.10.) www.nmn.de<br />

Spielzeugmuseum Nürnberg ★ Haushaltstechnik im Spielzeug (-16.10.) www.spielzeugmuseum-nuernberg.de<br />

OBERHAUSEN Ludwiggalerie Schloss Oberhausen ★ Die 7 1/2 Leben des Walter Moers (-15.01.) www.ludwiggalerie.de<br />

OLDENBURG Landesmus. f. Kunst u. a. ★ Der 2. Aufbruch in die Moderne (-29.01.) www.landesmuseum-oldenburg.niedersachsen.de<br />

PFORZHEIM Schmuckmuseum ★ Hammer, Skizze und CAD (-30.10.) www.schmuckmuseum.de<br />

POTSDAM<br />

Kunstverein KunstHaus Potsdam ★ Zur Linie in der Kunst der Gegenwart (-16.10.) www.kunsthaus-potsdam.de<br />

PÜTTLINGEN Saarländisches Uhrenmuseum ★ Die Goldenen 20er-Jahre (-16.10.) www.uhrenmuseum-saar.de<br />

RATINGEN<br />

Oberschlesisches Landesmuseum ★ Schlossgeschichten – Adel in Schlesien (-08.01.) www.oslm.de


AUSSTELLUNGSTERMINE 97<br />

Oberschlesisches Landesmuseum ★ Bobrek. Bilder eines Stadtteils in Oberschlesien (-01.11.) www.oslm.de<br />

REGENSBURG Kunstforum Ostdeutsche Galerie donumenta 2011 (-30.10.) www.kunstforum.net<br />

RIGGISBERG (CH) Abegg-Stiftung Textilsammlung von Weltruf (-13.11.) www.abegg-stiftung.ch<br />

ROSENHEIM Lokschuppen Rosenheim ★ Indianer. Ureinwohner Nordamerikas ● (-06.11.) www.rosenheim.de<br />

SALZBURG (A) Dommuseum zu Salzburg ★ Georg Pezold (1810-1878) und Salzburg (-26.10.) www.kirchen.net/dommuseum<br />

Residenzgalerie Salzburg Alpen – Sehnsuchtsraum & Bühne ● (-06.11.) www.residenzgalerie.at<br />

Salzburger Barockmuseum Rembrandt Radierungen (-04.12.) www.barockmuseum.at<br />

SCHEIBBS (A) Keramikmuseum Scheibbs Wachau-Keramik (-26.10.) www.keramikmuseumscheibbs.at<br />

SCHWÄBISCH HALL Kunsthalle Würth Niki de Saint Phalle (-16.10.) www.kunst.wuerth.com<br />

SCHWARZENBG. (A) Angelika Kauffmann Museum Angelika Kauffmann. Liebende (-26.10.) www.angelika-kauffmann.com<br />

SCHWEINFURT Museum Georg Schäfer ★ Das Tier und der Mensch. Gemälde und Grafik (-06.11.) www.museumgeorgschaefer.de<br />

Museum Otto Schäfer ★ Künstlerbücher von Gertrud Boernieck (-27.11.) www.museumottoschaefer.de<br />

SCHWERIN Staatliches Museum Schwerin ★ Sommergäste. Von Arp bis Werefkin (-23.10.) www.museum-schwerin.de<br />

SEEHAUSEN Heimatmuseum Seehausen Hanna Herrmann (-06.11.) www.seehausen-am-staffelsee.de<br />

SOLINGEN<br />

Deutsches Klingenmuseum ★ Von Göttern und Dämonen – Asiatische Blankwaffen ● (-27.11.) www.klingenmuseum.de<br />

SPEYER<br />

Technik Museum Speyer Mausetod! Menschen, Mäuse, Mausefallen ● (-30.11.) www.technik-museum.de<br />

ST. VALENTIN (A) Geschichtliches Museum der Stadt St. Valentin Werkschau Keramos ● (-31.01.) www.valentinmuseum.at<br />

STADE<br />

Museum Schwedenspeicher ★ 1000-jährige Geschichte der Hansestadt Stade (-31.12.) www.museen-stade.de<br />

STRALSUND Kunsthistorisches Museum Stralsund ★ Slawische Keramik. Ein besonderer Museumsschatz (-01.01.) www.stralsund.de<br />

STUTTGART Kunstmuseum Stuttgart Hölzel, Baumeister und die Stuttgarter Akademie (-23.10.) www.kunstmuseum-stuttgart.de<br />

Linden-Museum ★ Weltsichten: Blick über den Tellerrand (-08.01.) www.lindenmuseum.de<br />

Staatsgalerie Stuttgart ★ The Empty Plan. Anja Kirschner und David Panos (-09.10.) www.staatsgalerie.de<br />

Staatsgalerie Stuttgart ★ Ruß, Kohle, Bleistift. Hermann Pleuers Eisenbahnzeichnungen (-12.02.) www.staatsgalerie.de<br />

ÜBERLINGEN Städtische Galerie Überlingen Europäische Mosaikkunst vom Mittelalter bis 1900 ● (-09.10.) www.ueberlingen.de<br />

Städtisches Museum Überlingen ★ Hubert Siegmund. Meister d. Kartonmodells (-30.10.) www.museum-ueberlingen.de<br />

VADUZ (FL) Landesmuseum Liechtenstein Fischwelten. Griechische Fischteller Slg. Florence Gottet (-30.10.) www.landesmuseum.li<br />

Landesmuseum Liechtenstein Brieföffner. Slg. Jutta und Kurt Büchel (-31.01.) www.landesmuseum.li<br />

VILLINGEN-SCHW. Städtische Galerie „Lovis-Kabinett“ ★ Babak Saed (-27.11.) www.galerie.villingen-Schwenningen.de<br />

WERTHEIM Glasmuseum Wertheim ★ Welt des Glases (-01.11.) www.glasmuseum-wertheim.de<br />

Glasmuseum Wertheim ★ Paperweights (-01.11.) www.glasmuseum-wertheim.de<br />

Grafschaftsmuseum ★ Otto und Louise Modersohn Breling in Franken (Dauerausstellung) www.grafschaftsmuseum.de<br />

Schlösschen im Hofgarten ★ Liebermann und Mitglieder der Berliner Secession (-01.11.) www.schloesschen-wertheim.de<br />

Schlösschen im Hofgarten ★ Otto Modersohn und Max Liebermann (-01.11.) www.schloesschen-wertheim.de<br />

WESSELING Kunstverein Wesseling e.V ★ Karsten K. Panzer-PerZan. Lebens-Landschaften (-08.10.) www.kunstverein-wesseling.de<br />

WIEN (A)<br />

Wien Museum Makart. Ein Künstler regiert die Stadt ● (-16.10.) www.wienmuseum.at<br />

WÜRZBURG Mainfränkisches Museum Würzburg ★ Kunst geht fremd (-06.11.) www.Mainfraenkisches-Museum.de<br />

Museum im Kulturspeicher ★ Konkrete Kunst in Europa nach 1945 (-31.12.) www.kulturspeicher.de<br />

Museum im Kulturspeicher ★ Heinz Mack. Die Sprache meiner Hand. Zeichnungen ● (-09.10.) www.kulturspeicher.de<br />

ZIRNDORF Städtisches Museum Zirndorf ★ Battery Toys – Kuriose Spielfiguren aus Japan (-03.10.) www.zirndorf.de/museum<br />

ZUG (CH)<br />

Burg Zug ★ Easy! Easy? Schweizer Industriedesign – das Büro M&E ● (-15.01.) www.burgzug.ch<br />

ZÜRICH (CH) Museum Bellerive Cartier Time Art ● (-06.11.) www.museum-bellerive.ch<br />

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100<br />

AUKTIONSPREISE<br />

GOLDSCHEIDER-KERAMIK<br />

€ 330,-<br />

„Sterbender Schwan“, Entwurf Stephan Dakon, Goldscheider, um<br />

1925, cremefarbener Scherben, farbig bemalt und glasiert, auf<br />

schwarzem Ovalsockel, Mod.-Nr. „7426 2982“, Länge 44 cm MEH<br />

€ 260,-<br />

Mädchen mit Gänsepaar, Entwurf Claire Weiss, Goldscheider, Wien,<br />

um 1930, Steingut, vollplastisch, Mod.-Nr. „7847 130 16“, L 25 cm KAR<br />

€ 300,-<br />

„Ruth“, Entwurf Rosé, um<br />

1911/12, Goldscheider, Wien,<br />

Austria, um 1922, Keramik, farbig<br />

staffiert, Modell-Nr. „5171,<br />

299,4“, Höhe 26 cm NEU<br />

€ 310,-<br />

Tänzerin, Goldscheider, Wien,<br />

1953-59, Terrakotta, Rock grün<br />

glasiert mit Laufsand-Effekt,<br />

originales Papieretikett, Ritz-Nr.<br />

„7857 1“, Höhe 39 cm WEN<br />

€ 450,-<br />

Tänzerin, Goldscheider, made in Germany, 1930er-Jahre, Modell-Nr.<br />

„8713 28 31“, Steingut farbig bemalt, auf rundem Natursockel, Hände<br />

und ein Arm fachgerecht restauriert, Figurenhöhe 41 cm MEH<br />

€ 400,-<br />

„Ruth“, Entwurf Rosé (Pseudonym),<br />

1911/1912, Friedrich Goldscheider,<br />

Wien, Steingut, cremefarben<br />

glasiert, farbige Unterglasurmalerei,<br />

Nr. „5171 222<br />

4“, Figurenhöhe 26 cm ZEZ<br />

€ 450,-<br />

Tanzendes Mädchen in langem<br />

Kleid, Entwurf Max Valentin<br />

(geb. 1875), um 1913/14, Ausführung<br />

Goldscheider, Wien, Keramik,<br />

farbig staffiert, restaur.<br />

Stelle am Sockel, Modell-Nr.<br />

„4794/127/2“, Höhe 34 cm DOR<br />

€ 550,-<br />

Tänzerin, Entwurf Stephan Dakon,<br />

Goldscheider, 1930er-Jahre,<br />

Made in Germany, Modell-<br />

Nr. „8083 802 11“, orig. Klebeetikett,<br />

Steingut mit farbigem<br />

Pinseldekor, Höhe 34 cm MEH<br />

€ 600,-<br />

„Demaskierung“, Entwurf Claire<br />

Weiss, 1936/37, Goldscheider,<br />

Wien, 1938-1941, Keramik, bunt<br />

staffiert, made in Germany, Nr.<br />

„7691, 220, 2“, Höhe 38 cm NEU


AUKTIONSPREISE<br />

101<br />

€ 600,-<br />

„Rosit(t)a“, Entwurf von Claire<br />

Herczeg (attr.), um 1939, Goldscheider,<br />

bis 1953, polychrome<br />

Unterglasurbemalung, Zusatz<br />

„Made in Germany“, Modell-Nr.<br />

„8482“, Ritznummern „27“, „19“<br />

und „50“, linke Hand restauriert,<br />

Figurenhöhe 32,8 cm SIE<br />

€ 720,-<br />

Tänzerin, Entwurf Helmut Lindner,<br />

Ausführung Goldscheider,<br />

Wien, um 1913/1914, Steingutscherben,<br />

glasiert in Rosa und<br />

Violett auf Weiß, Nr. „4609, 140,<br />

65, M“, Höhe 49,5 cm QUI<br />

€ 750,-<br />

Flötespielender Pan, Haniroff,<br />

Entwurf um 1916/17, Ausführung<br />

Goldscheider, Wien, Keramik,<br />

farbig staffiert, Modell-Nr.<br />

„4699/27/2“, innen Firmenstempel,<br />

Höhe 52,8 cm DOR<br />

€ 800,-<br />

Figurenuhr, Entwurf E. Tell,<br />

Goldscheider, Wien, Austria,<br />

entstanden um 1903, Inschrift<br />

„Fugiat Aetas Maneat Amor“,<br />

weißer Steingutscherben mit<br />

goldbrauner, „bronze”-imitierender<br />

Kaltbemalung, Zifferblatt<br />

aus Messing gefertigt,<br />

zylindrisches Werk mit Schlüssel,<br />

Maße 65 x 35 x 15 cm ZEZ<br />

€ 650,-<br />

Skifahrerin, Goldscheider,Wien,<br />

um 1930/40, Feinsteinzeug, polychrom<br />

bemalt, auf gebaucht<br />

ovaler Plinthe, Press-Nr. „76222,<br />

7“und ‘„44“, Höhe 22 cm HAG<br />

€ 1.000,-<br />

Tänzerin „Champagner“, Stephan<br />

Dakon, Entwurf um 1937,<br />

Ausführung Goldscheider,<br />

Wien, Keramik, farbig staffiert,<br />

Unterseite schwarzer Firmenstempel<br />

und Modell-Nr.<br />

„7826/3/35“, Höhe 22,5 cm DOR<br />

€ 700,-<br />

„Mephisto“, Entwurf Josef Laurenzl<br />

für Goldscheider, Wien,<br />

um 1920/30, farbig gefasst,<br />

Bruch von Hals über die Brust<br />

verlaufend, zu restaurieren,<br />

Modell-Nr. „5537“, H 38 cm KUK<br />

€ 1.000,-<br />

Rokokodame, Entwurf Meier,<br />

um 1909, Goldscheider, Wien,<br />

Keramik, farbig staffiert, minimal<br />

geschartet, linker Arm mit<br />

geklebter Bruchstelle, Mod.-Nr.<br />

„3891/39/10“, H 29,5 cm DOR<br />

€ 820,-/775,-<br />

Junge Dame in Strandkleidung, Entwurf Stephan Dakon, Goldscheider,<br />

Wien, um 1931/32, Steingut, Mod.-Nr. 6520,106,10, H 29 cm.<br />

Skiläuferin, Entwurf Stephan Dakon, Goldscheider, Wien, um 1935,<br />

Steingut, Mod.-Nr. „7149, 350, 16“, Höhe 28 cm<br />

SHU


102<br />

AUKTIONSPREISE<br />

€ 1.125,-<br />

Stehender Ritter, Entwurf um<br />

1893/1895, Ausführung Goldscheider,<br />

Wien, Keramik, farbig<br />

staffiert, minimal bestoßen,<br />

Mod.-Nr. „505“, H 36,5 cm DOR<br />

€ 1.340,-<br />

Tänzerin, Entwurf von Josef<br />

Lorenzl, Goldscheider, um 1940,<br />

handgemalter Dekor, im Stand<br />

gemalte Modell-Nr. „8461”,<br />

Figurenhöhe 40 cm ZOF<br />

€ 1.200,-<br />

„Salome“, Entwurf Haniroff,<br />

Ausführung Goldscheider,<br />

Wien, um 1911, Steingutscherben,<br />

dunkelbraun-golden glasiert,<br />

patinierte Bronze nachahmend,<br />

Höhe 84 cm QUI<br />

€ 1.500,-<br />

Büste einer Frau mit Helm, Ezio<br />

Ceccarelli (1865 Montecatini-<br />

1927 Volterra), um 1905, vermutlich<br />

Goldscheider, Wien,<br />

sandfarbener Steingutscherben,<br />

in der Art von Bronze<br />

braun patiniert und ockerfarben<br />

bemalt, Rückseite signiert<br />

und bezeichnet, Modell-Nr.<br />

„2947, 59, 33“, Figurenhöhe 61<br />

cm<br />

ZEZ<br />

€ 1.200,-<br />

„Tanzstudie“, Entwurf Stephan<br />

Dakon, um 1937, Goldscheider,<br />

Wien, Steingut, polychrome<br />

Unterglasurbemalung, Modell-<br />

Nr. „8126“, Höhe 39 cm SHA<br />

€ 1.400,-<br />

Brautpaar, Entwurf Mercier,<br />

Goldscheider, Wien, 1912/1913,<br />

Steingutscherben, glasiert in<br />

Weiß, Zart-Gelb, Grün, Violett<br />

und Braun, Modell-Nr. „4215 13<br />

65“, Figurenhöhe 32 cm QUI<br />

€ 1.300,-<br />

Dame beim Pudern, Goldscheider,<br />

Wien, 1. H. 20. Jh., Modell-<br />

Nr. „4834 553 8“, sign. „Podany“,<br />

farbstaffiert, Höhe 36 cm WEN<br />

€ 1.500,-<br />

Tänzerin „Melodie“, Entwurf<br />

Claire Herczeg (1906-1997<br />

Budapest), um 1938, Goldscheider,<br />

Wien, Keramik, farbig staffiert,<br />

am Sockel restauriert,<br />

Modell-Nr. „8399/6/4“, mit<br />

Klebeetikett, Höhe 41,5 cm DOR<br />

€ 1.300,-<br />

Pfau, Entwurf Karin Jarl-Sakellarios, 1920-1926, Ausführung<br />

Goldscheider, Wien, heller Scherben, polychrome Unterglasurbemalung,<br />

Modell-Nr. „303“, Höhe 24,5 cm<br />

HER


AUKTIONSPREISE 103<br />

€ 1.700,-<br />

Tischlampe, Goldscheider,<br />

Wien, Anfang 20. Jh., kostümiertes<br />

Kinderpaar entzündet<br />

Zigaretten, polychrom staffierte<br />

Keramik, Höhe 75 cm ZEL<br />

€ 2.200,-<br />

„Abendkleid“, Josef Lorenzl,<br />

Goldscheider, Wien, 1935, bunt<br />

mit Spitzendekor bemalt, Nr.<br />

„7224/112/10“, Malermonogramm<br />

„AL“, Höhe 28,8 cmMET<br />

€ 2.500,-<br />

Tänzerin „Aida“, Entwurf Josef Lorenzl, um 1922/23, Goldscheider,<br />

Wien, Keramik, farbig staffiert, Unterseite mit schwarzem Firmenstempel<br />

und eingepr. Modell-Nr. „5281/851/4“, Höhe 49 cm DOR<br />

€ 1.800,-<br />

Fächerdame, Entwurf Stephan<br />

Dakon, Goldscheider, Wien,<br />

Austria, 1929, Majolika, bunt<br />

bemalt, Modell-Nummer<br />

„6214/82/4“, mit Malermonogramm<br />

„“J.R.“, Höhe 32 cm MET<br />

€ 2.200,-<br />

„Blonder Traum“, Entwurf Stephan<br />

Dakon, Goldscheider,<br />

Wien, 1932, bunt bemalt, ohne<br />

Marke, Nr. „6551/271/19“, Malermonogramm<br />

„NF“, auf ovalem<br />

Sockel, Höhe 40 cm MET<br />

€ 1.841,-<br />

Lampenfuß mit sitzender Geisha<br />

mit Reh, Entwurf um 1928,<br />

Ausführung Marcell Goldscheider,<br />

Wien, Keramik, farbig staffiert,<br />

restauriert, Unterseite gemarkt,<br />

Höhe 36 cm DOR<br />

€ 2.250,-<br />

„Rebecca“, Friedrich Goldscheider,<br />

Wien, um 1900/01, Terracotta,<br />

farbig staffiert, Nummer<br />

„2171/568/67“, Höhe 64 cm IKY<br />

€ 2.800,-<br />

Tischlampe, Marcell Goldscheider,Wien, um 1928, Steingutscherben,<br />

glasiert vorwiegend in dunkelblau, gelb, violett und braun, champagnerfarbener<br />

Stoffschirm, Nr. „332“, Höhe 64 cm<br />

QUI


104<br />

AUKTIONSPREISE<br />

€ 2.750,-<br />

„Liane“ (Tanzende), Entwurf Josef Lorenzl, um 1936, Goldscheider,<br />

Wien, Keramik, naturweißer Scherben, farbig staffiert, Firmenstempel<br />

und eingepr. Modell-Nr. „7581/220/19“, Höhe 36,2 cm DOR<br />

€ 3.000,-<br />

„Aida“, Entwurf Josef Lorenzl,<br />

Goldscheider, Wien, entstanden<br />

um 1922, Majolika, bunt<br />

bemalt, auf Sockel, Nummer<br />

„5281/627/7“, Malerbuchstabe<br />

„F“, Höhe 45,3 cm MET<br />

€ 3.300,-<br />

„Tänzerin im Schmetterlingskostüm“,<br />

Entwurf Josef Lorenzl,<br />

Goldscheider, Wien, entstanden<br />

um 1923, bunt bemalt,<br />

Nummer „5434/230/12“, Malerbuchstabe<br />

„F“, auf ovalem Sockel,<br />

Höhe 44,7 cm MET<br />

€ 3.000,-<br />

Sitzender Damenakt mit Leoparden scherzend, Entwurf Karl Perl,<br />

Goldscheider, Wien, 1922, staffiert in polychromer Unterglasurmalerei,<br />

auf Rundsockel, Modell-Nr. „5025, 58, 2“<br />

FIS<br />

€ 3.300,-<br />

„Spanischer Shawl“, Entwurf<br />

Josef Lorenzl, Goldscheider,<br />

Wien, 1926, Majolika, bunt<br />

bemalt, Nr. „5822/543/12“, ovaler<br />

Sockel, Malermonogramm<br />

„AD“, Höhe 43 cm MET<br />

€ 3.500,-<br />

„Faszination’’, Entwurf Wilhelm<br />

Thomasch, Goldscheider, Wien,<br />

entstanden um 1922, Steingut,<br />

staffiert in bunter Unterglasurmalerei,<br />

auf facettiertem Rundsockel,<br />

Modell-Nummer „5060,<br />

46, 35“, Höhe 48 cm FIS


AUKTIONSPREISE 105<br />

€ 3.750,-<br />

Tänzerin (Adoré-Via Villany),<br />

Rudolf Podany, um 1917, Ausführung<br />

Goldscheider, Wien,<br />

Keramik, farbig staffiert, kleine<br />

Randscharten, rücks. am Sockel<br />

bezeichnet, Modell-Nr. „4818/<br />

68/20“, Höhe 56,5 cm DOR<br />

€ 5.000,-<br />

„Aida“, Josef Lorenzl (Wien<br />

1892-1950), Goldscheider, Wien,<br />

Entwurf ca. 1923/24, Fayence,<br />

Nr. „5281/ 759/4“, H 47,5 cm IKY<br />

€ 3.900,-<br />

Kaminuhr, Stanislau Capèque (geb. 1874), Terracotta, heller Scherben,<br />

gräuliche Bemalung, Darstellung küssendes Liebespaar, bez.<br />

„Capèque“, verso „Friedrich Goldscheider Wien Réproduction réservée,<br />

Mod.-Nr. 2826 26 17“, Uhrwerk „Lenzkirch“, Höhe 60 cm HAG<br />

€ 5.000,-<br />

Spanierin, Entwurf von Josef<br />

Lorenzl, um 1929, Goldscheider,<br />

Wien, Austria, Keramik, farbig<br />

staffiert, fachgerecht restauriert,<br />

Sprungbildung an der<br />

rechten Fessel, Modell-Nr.<br />

„5913/5/15“, Höhe 46 cm DOR<br />

€ 8.750,-<br />

Kammersängerin Maria Jeritza,<br />

Entwurf Josef Lorenzl, um 1928,<br />

Goldscheider, Wien, Keramik,<br />

farbig staffiert, restaur., Mod.-<br />

Nr. „5774/49/6“, H 51 cm DOR<br />

€ 5.900,-<br />

Figurenuhr, Goldscheider, Wien, um 1903, Schauspielerin Sarah<br />

Bernhardt als Théodora, Scherben, bronze Bemalung Braun u. Beige,<br />

Gewand und Sternenhimmel Gold und Blau, Kopfschmuck Messingblech,<br />

Rosé Nr. „2780 55 17“, Uhrwerk Lenzkirch, 58 x 54 x 40 cm ZEZ<br />

DOR DOROTHEUM | Wien, 16.09. + 25.11.2010 + 10.03. + 19.05.2011<br />

FIS FISCHER DR. | Heilbronn, 14. Mai 2011<br />

HAG HARGESHEIMER & GÜNTHER | Düsseldorf, 11.09.10 + 12.02.11<br />

HER HERR | Köln, 02. April 2011<br />

IKY IM KINSKY | Wien, 29. September + 01. Dezember 2010<br />

KAR KARRENBAUER | Konstanz, 08./09. Juli 2011<br />

KUK KUNST & KURIOSA | Heidelberg, 03./04. Dezember 2010<br />

MEH MEHLIS | Plauen, 27./28. Aug. + 27. Nov. 2010 + 25./26. Febr. 2011<br />

MET METZ | Heidelberg, 07. Mai 2011<br />

NEU NEUMEISTER | München, 11. November 2010<br />

QUI QUITTENBAUM | München, 26. Oktober 2010 + 03. Mai 2011<br />

SHA SCHLOSS AHLDEN | Ahlden, 18./19. September 2010<br />

SHU SCHULER | Zürich, 14.-17. Juni 2011<br />

SIE SIEBERS AUKTIONEN | Stuttgart, 02./03. Juni 2011<br />

WEN WENDL | Rudolstadt, 03.-05. März 2011<br />

ZEL ZELLER | Lindau, 03. Dezember 2010<br />

ZEZ VON ZEZSCHWITZ | München, 14. Oktober 10. + 14. April 11<br />

ZOF ZOFINGEN | Zofingen, 16.-18. Juni 2011


106<br />

VORSCHAU / IMPRESSUM<br />

SAMMLER JOURNAL 11 / 2011<br />

KERAMIK<br />

Haël<br />

SILBER<br />

Emil Lettré<br />

PORZELLAN<br />

Affenkapelle<br />

METALL<br />

Beckenschlägerschüsseln<br />

GEMÄLDE<br />

Eugen Gustav Dücker / Teil 2<br />

Erscheinungstermin:<br />

Abonnenten-Versand: 18.10.11<br />

Erstverkaufstag Handel: 25.10.11<br />

SAMMLER JOURNAL ISSN 1863-0332<br />

VERLAG<br />

GEMI Verlags GmbH<br />

Pfaffenhofener Straße 3<br />

85293 Reichertshausen<br />

Tel. 08441 /4022-0<br />

Fax 08441 / 71846<br />

Internet: http://www.gemiverlag.de<br />

eMail: info@gemiverlag.de<br />

GESCHÄFTSFÜHRER<br />

Gerd Reddersen<br />

Rudolf Neumeier<br />

ASSISTENZ DER<br />

GESCHÄFTSFÜHRUNG Karin Teichmann<br />

CHEFREDAKTEUR<br />

Karl Ruisinger<br />

eMail: karl.ruisinger@gemiverlag.de<br />

REDAKTEURE<br />

Nicola Fritzsch<br />

Karin Probst<br />

Helene Stümpfle-Wolf<br />

Joscha Eberhardt<br />

STÄNDIGE MITARBEIT Dr. Graham Dry<br />

Dr. Dieter Weidmann<br />

Heidrun Th. Grigoleit<br />

Anja Iwa<br />

AUTOREN DIESER AUSGABE Dr. Wolfgang Hornik<br />

Ina Knekties<br />

Dr. Silke Köhn<br />

Sabine Spindler<br />

REDAKTIONSASSISTENZ Heike Genz<br />

TERMINE Anette Wagner, Tel. 08441/4022-35<br />

Hans Neumeier, Tel. 08441/4022-34<br />

eMail: termine@gemiverlag.de<br />

LITHOS, SATZ, HERSTELLUNG Westner Medien GmbH<br />

(Anschrift siehe Verlag)<br />

ANZEIGEN Markus Westner, Tel. 08441/4022-13<br />

Axel Rosenthal<br />

Hohenwarter Straße 86a<br />

85276 Pfaffenhofen<br />

Tel. 08441/805616 / Fax 08441/805617<br />

KLEINANZEIGEN Heike Genz, Tel. 08441/4022-18<br />

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VERTRIEB<br />

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ZEITSCHRIFTENHANDEL VU Verlagsunion KG<br />

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DRUCK<br />

Kössinger AG Schierling<br />

ERSCHEINUNGSWEISE monatlich<br />

NACHDRUCK<br />

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser<br />

Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung<br />

des Verlages vervielfältigt oder verbreitet<br />

werden. Unter dieses Verbot fallen die<br />

gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die<br />

Aufnahme in elektronische Datenbanken<br />

und die Vervielfältigung auf CD-ROM.<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste 1/08 vom 01.11.2008<br />

Einer Teilauflage dieser Ausgabe liegt ein Prospekt der Edition Atlas bei.<br />

Wir bitten um Beachtung


HERMANN HISTORICA<br />

Orden Pour le Mérite<br />

um 1800 und Eichen laub zum Ritterkreuz<br />

des Eiser nen Kreuzes 1939<br />

Olympiade 1936 – Nach lass der Bronze medail len-<br />

Gewin nerin Käthe Kraus<br />

Internationale Auktionen<br />

Alte Waffen ✦ Orden ✦ Militärische und Geschichtliche Objekte<br />

Deutsche Uniformen aus dem 1. und 2. Weltkrieg<br />

Rüstungen und Waffen des Mittelalters<br />

Modell-Dampf ma schinen der<br />

Samm lung G.Hirsch, Dienst -<br />

gläser der Wehr macht, Funkge