Geschäftsbericht 2012 - Evangelische Darlehnsgenossenschaft eG

edg.kiel.de

Geschäftsbericht 2012 - Evangelische Darlehnsgenossenschaft eG

Der Wert der Zeit

2012


„Ein Augenblick

beginnt zu leben,

sobald wir ihm

Aufmerksamkeit

schenken.“

Hans-Nissen Andersen


„Die Zeit

ermöglicht es uns,

Begegnungen

nicht dem Zufall

zu überlassen.“

Christian Ferchland


2012 Geschäftsbericht

Der Wert der Zeit


Kurzbilanz

2011 2012

Mio. Euro

Mio. Euro

Barreserve 24,3 3,6

Forderungen an Kreditinstitute 79,4 177,6

Forderungen an Kunden 2.329,8 2.406,7

Wertpapiere 1.200,9 765,1

Beteiligungen 35,4 33,7

Grundstücke und Gebäude 12,4 12,1

Übrige Aktiva 10,1 8,8

Bilanzsumme 3.692,3 3.407,6

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 870,5 601,0

Kundeneinlagen 1.815,0 1.816,3

Spareinlagen 353,1 459,7

Schuldverschreibungen 426,8 291,5

Genussrechtskapital 54,7 53,9

Gezeichnetes Kapital 95,6 97,8

Rücklagen 45,3 45,9

Rückstellungen 17,4 21,4

Übrige Passiva 13,9 20,1

3.692,3 3.407,6

Kernkapital 136,2 138,6

Ergänzungskapital 107,1 107,8

Haftendes Eigenkapital 243,3 246,4


Der Wert der Zeit

Die EDG steht seit 45 Jahren für Kompetenz in allen Finanzfragen

und menschliche Nähe. Als Finanzinstitut messen wir der Zeit eine

besondere Bedeutung zu. Für das Wachsen des Know-hows ist

Zeit ein wichtiger Faktor. Gleiches gilt für den Aufbau eines sicheren

finanziellen Fundaments. Und auch menschliche Nähe braucht

Zeit, dann wird sie zum Maß der Wertschätzung. Zeit ist in unserem

Geschäft ebenso wichtig, wie für die Arbeit unserer Kunden in Kirchen

und sozialen Einrichtungen.

Die EDG ist verlässlicher und engagierter Finanzpartner für Kirchen,

Diakonie, Caritas, sonstige Freie Wohlfahrtspflege und private Träger

sozialer Einrichtungen sowie die diesen Institutionen nahestehenden

Privatpersonen. Wir kennen die spezifischen Anforderungen unserer

Kunden und sind entsprechend fest in diesem Umfeld verankert. Für

unsere Kunden vereinen wir die Stärken einer modernen Universalbank

mit dem umfassenden Know-how des in ihrer Tradition verwurzelten

Spezialdienstleisters.

1


Inhalt

2


4 Der Wert der Zeit

12 Management

12 Grußwort des Vorstandes

16 Gremien

30 Bericht des Vorstandes

30 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

31 Geschäftsverlauf der EDG

43 Voraussichtliche Entwicklung

47 Vorschlag für Ergebnisverwendung

18 Geschäftsfelder

48 Bericht des Aufsichtsrates

18 Institutionelle Kunden: Kirchen

21 Institutionelle Kunden:

Diakonie/Sozialwirtschaft

24 Privatkunden

27 Tochtergesellschaften

52 Bilanz

54 Gewinn- und Verlustrechnung

55 Organigramm

56 Kontakt und Impressum

3


Der Wert der Zeit

Zeit ist eine ordnende Kraft

Zeit ist ein Instrument der Planung. Zeit bewusst zu planen heißt,

Erwartungen an die Zukunft zu berücksichtigen, denn sie

beeinflussen das Verhalten in der Gegenwart. Es geht darum,

vorbereitet zu sein. Genau darauf zielen wir auch mit unserer

individuellen Beratung. Mit größter Sorgfalt erarbeiten wir für

unsere Kunden maßgeschneiderte Konzepte für Finanzierungen

oder Geldanlagen. Dabei berücksichtigen wir die jeweilige Situation und

die individuellen Anforderungen unserer Kunden sowie mögliche

Entwicklungen des Umfeldes.

5


Der Wert der Zeit

Zeit ist ein Maß für Wertschätzung

Was uns viel bedeutet, dem schenken wir Zeit.

Als Teil des kirchlich-diakonischen Netzwerks wollen wir unsere

Kunden bestmöglich bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützen.

Das ist uns wichtig. Deshalb nehmen wir uns Zeit für ausführliche

Analysen und individuelle Beratung. Schließlich stehen wir unseren

Kunden bei Veränderungen und neuen Herausforderungen als starker

Finanzpartner mit passgenauen Lösungskonzepten zur Seite.

7


Der Wert der Zeit

Zeit ist die Verdichtung von Augenblicken

Es geht darum, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein,

und es geht um schöpferische Momente. In unserem Netzwerk

bewegen wir die Dinge gemeinsam. Als Kirchenbank sind wir in

unserem Umfeld fest verwurzelt und teilen Ziele, Aufgaben und

Einstellungen mit unseren Mitgliedern und Kunden.

So entsteht in Gemeinschaft Neues. Mit unseren Finanzlösungen

bieten wir unseren Kunden Raum für ihre Aufgabe, den Dienst

am Menschen.

9


Der Wert der Zeit

Zeit ist Voraussetzung für das Gedeihen

Nichts wächst von jetzt auf gleich. Werte entstehen über einen Zeitraum.

Mit unserer langfristigen Ausrichtung ist uns eine nachhaltige

Substanzsicherung besonders wichtig. Damit werden wir auch der

Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern und Kunden gerecht.

Sie dürfen von uns ein ausgeprägtes Maß an Sicherheit erwarten.

Deshalb wägen wir Chancen und Risiken sorgfältig ab, bevor wir

eine Entscheidung treffen.

11


Der Wert der Zeit

12


Grußwort des Vorstandes

Sehr geehrte Mitglieder, sehr geehrte Geschäftsfreunde,

ein bekanntes Sprichwort sagt: „Gut Ding will Weile haben“. rieren angeschlagene Staaten wieder Erfolge und blicken

In einer Zeit, in der wir uns in vielen alltäglichen Dingen dem positiv in die Zukunft. Und Unternehmen, die ihre „Hausaufgaben“

systematisch und

Diktat der Kurzfristigkeit unterwerfen,

mag das überholt

mit Weitblick erledigen, agieren

erfolgreich auf dem Markt

klingen. Aber es lohnt sich,

genauer hinzuschauen. Für die

und trotzen der Krise.

Ökonomie ist die Zeit ein Wertfaktor.

Der „Preis für die Zeit“

Wir – Ihre EDG – haben die

wird oft in Zinsen ausgedrückt.

Zeit des vergangenen Jahres

Und wer die Weichen für die

in unternehmerischem Sinne

Zukunft richtig stellen will, der

und im Sinne unserer Mitglieder,

Kunden und Mitarbeiter

nimmt sich Zeit für sein Tun.

Denn ein zielbewusstes Abarbeiten

von Aufgaben und die

tige Schritte gegangen auf

genutzt. Erneut sind wir wich­

Hans-Nissen Andersen (Vorsitzender)

konsequente Nutzung der daraus

resultierenden Chancen

Wachstum und erhöhter Stabi­

unserem Weg hin zu weiterem

haben sich stets bewährt. Nur so konnten Forscher, Erfinder lität. Mit Kraft, Fleiß, Kreativität und wachem Blick auf die sich

und Ingenieure ganze Disziplinen schaffen, nur so gene­

ergebenden Chancen haben wir 2012 einen erheblichen

13


Beitrag zum langfristigen Erfolg Ihrer Kirchen bank geleistet.

Über das erfolgreiche vergangene Geschäftsjahr freuen wir

uns. Damit meinen wir aber

nicht nur das gute Geschäftsergebnis;

wir denken auch an

andere Ziele, die wir erreicht

haben und Veränderungen

sowie Vorhaben, die uns weiter

voranbringen. Denn Leistungsfähigkeit

und Zukunftsorientierung

bilden die wichtigen

Prämissen der Strategie

Ihrer EDG und diese Richtung

setzten wir weiter – in Ihrem

Christian Ferchland

Sinne – fort.

Die positive Entwicklung unserer Kundengeschäftsvolumina

sowie unserer Geschäftsergebnisse verdanken wir nicht nur

unserer Arbeit und unserem Engagement, sondern vor allem

Ihnen, unseren Kunden und Mitgliedern. Sie schenkten uns

sowohl Ihre Zeit als auch Ihr Vertrauen. Sie vertrauten uns

Ihre finanziellen Werte an, damit wir für Sie ein Konzept für

ein sicheres finanzielles Fundament

erarbeiten konnten.

Dafür sind wir dankbar, darauf

sind wir stolz!

Dabei ist unsere Verantwortung

eine besondere, denn

mit der wirtschaftlichen Komponente

widmen wir uns einer

der wichtigen Grundlagen Ihrer

Aktivitäten: Wir festigen die finanzielle

Grundlage, damit Sie

sich Ihrer eigentlichen Aufgabe

widmen können – der sozialen

und karitativen Arbeit. Unser wichtigstes Anliegen bleibt es

nach wie vor, Sie zu unterstützen und zu stärken, damit Sie

mit Ihrer Arbeit im Dienst des Menschen nachhaltige Erfolge

generieren können.

14


Grußwort des Vorstandes

Mit unseren Erwartungen für die Zukunft und mit Blick auf die

möglichen Einflussfaktoren und Unsicherheiten sind wir fest

davon überzeugt, dass eine weitere kontinuierliche Stärkung

der Substanz Ihrer Bank notwendig ist. Dennoch wollen wir

Sie – unsere Mitglieder – an der positiven Entwicklung der

EDG teilhaben lassen. Vorstand und Aufsichtsrat werden

der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2012 eine

Erhöhung der Dividende auf vier Prozent vorschlagen.

Für Ihre Treue, Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung im vergangenen

Jahr bedanken wir uns auch im Namen der Mitarbeitenden

ganz herzlich. Auch in dem Geschäftsjahr 2013

möchten wir Sie mit unseren Leistungen überzeugen und

freuen uns auf den Dialog und die vertrauensvolle Zusammenarbeit

mit Ihnen. Und seien Sie sich sicher, dass wir uns

auch in diesem Jahr gern Zeit nehmen für Ihre Anliegen –

denn wir sind Ihre Kirchen bank!

Hans-Nissen Andersen (Vorsitzender)

Christian Ferchland

15


Gremien

Aufsichtsrat

Ulrich Seelemann

Vorsitzender

Präsident des Konsistoriums

Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische

Oberlausitz, Berlin

Hans-Peter Strenge

Stellvertretender Vorsitzender

Staatsrat a.D.

Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland,

Hamburg

Petra Thobaben

Stellvertretende Vorsitzende

Landespastorin

Diakonisches Werk

Schleswig-Holstein

Landesverband der Inneren

Mission e. V., Rendsburg

Dr. Hans Ulrich Anke

Präsident

Kirchenamt der Ev. Kirche in Deutschland,

Hannover

Wolfram Friedrichs

Oberkirchenrat

Oberkirchenrat der Ev.-Luth. Kirche

in Oldenburg, Oldenburg

Tilman Henke

Vorstand

Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst

Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e. V.,

Berlin (seit Juni 2012)

Werner Koch

Vorsitzender der Geschäftsführung

Kath. Marienkrankenhaus gGmbH,

Hamburg

Dr. Heidrun Schnell

(bis Juni 2012)

Oberkonsistorialrätin

Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische

Oberlausitz, Berlin

Dr. Torsten Schweda

Rektor, Vorstandsvorsitzender

Ev.-Luth. Diakonissenanstalt

Alten Eichen Gemeinnützige Stiftung, Hamburg

Dr. Wolfgang Teske

Kaufmännischer Vorstand

Diakonisches Werk Evangelischer Kirchen in

Mitteldeutschland e.V.,

Halle (Saale)

Wichard von Heyden

Oberkirchenrat

Juristischer Vizepräsident

Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland, Kiel

Wolf Martin Waldow

Oberkirchenrat

Landeskirchenamt der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers,

Hannover

Jochen Wenck

Kirchenverwaltungsdirektor i.R.

Ev.-Luth. Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf,

Itzehoe

Vorstand

Hans-Nissen Andersen

Vorsitzender

Christian Ferchland

16


Beirat

Erwin Köpke

Ehrenvorsitzender

Direktor i.R., Kiel

Stefan Rehm

Vorsitzender

Vorstand

Diakonisches Werk Hamburg

Landesverband der Inneren Mission e. V.,

Hamburg

Erhard Fuhrmann

Stellvertretender Vorsitzender

Kirchenverwaltungsoberrat i.R.

Ev.-Luth. Oberkirchenrat,

Oldenburg (bis Mai 2013)

Dr. Jörg Antoine

Stellvertretender Direktor

Diakonisches Werk der Ev.-luth.

Landeskirche Hannovers e. V.,

Hannover

Michael Bartels

Vorsteher, Pfarrer

Pommerscher Diakonieverein e. V.,

Züssow

Ralf Benninghoff

Vorstandsmitglied

Ev.-luth. Diakonissenanstalt Marienstift,

Braunschweig

Bernd Buzalla

Amtsleiter des Verwaltungsamtes

Ev. Kirchenkreisverband Berlin

Nord-West, Berlin

Rüdiger Gilde

Direktor, Pastor

Landesverein für Innere Mission

in Schleswig-Holstein, Rickling

Claus-Peter Haupt

Geschäftsführer

Diakoniestation Schöneberg gGmbH,

Berlin

Katharina Heinisch

Amtsleiterin

Kirchenkreisverband Frankfurt (Oder),

Frankfurt (Oder)

Hans Hopkes

Geschäftsführer

Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH,

Dobbertin

Thomas Jacobsen

Verwaltungsleiter

Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/

Südholstein, Hamburg

Susanne Kahl-Passoth

Kirchenrätin, Direktorin

Diakonisches Werk

Berlin-Brandenburg-schlesische

Oberlausitz e. V., Berlin

Georg P. Kallsen

Vorsitzender der Geschäftsführung

Gruppe Norddeutsche Gesellschaft für

Diakonie,

Rendsburg

Uwe K. Kollmann

Kaufmännischer Vorstand

Diakonisches Werk der Ev.-Luth. Kirche in

Oldenburg e. V.,

Oldenburg

Sabine Korb-Chrosch

Kaufmännischer Vorstand

Das Rauhe Haus, Hamburg

Dr. Jörg Mayer

Oberlandeskirchenrat

Leiter der Finanzabteilung

Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig

Landeskirchenamt, Wolfenbüttel

(seit November 2012)

Ralf Nordhauß

Amtsleiter

Ev. Kirchenkreisverband Berlin Mitte-Nord,

Berlin

Thomas Pfeiffer

Geschäftsführer

Norddeutsche Kirchliche

Versorgungskasse für Pfarrer und

Kirchenbeamte, Hannover

Dr. Rüdiger Pomrehn

Oberkirchenrat

Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland, Kiel

Jürgen Preine,

Abteilungsleiter

Kirchliches Verwaltungszentrum, Hamburg

Holger Rohde

Geschäftsführer

Kommunaler Pflegeverband

Schleswig-Holstein e. V., Kiel

Kay-Gunnar Rohwer

Diakonisches Werk Schleswig-Holstein

Landesverband der Inneren Mission e. V.,

Rendsburg (seit Mai 2013)

Hartmut Sauer

Unternehmensberatung in der

Sozialwirtschaft, Hamburg

(bis November 2012)

Heinz-Jürgen Scharwei

Kirchenoberamtsrat

Kasse der Ev. Kirche in Deutschland,

Hannover

Roland Schlerff

Vorstandsmitglied

Diakonisches Werk Schleswig-Holstein

Landesverband der Inneren Mission e. V.,

Rendsburg (bis Mai 2013)

Martin Scriba

Vorsitzender des Vorstandes

Diakonisches Werk Mecklenburg-

Vorpommern e. V.,

Schwerin

Andreas Stülcken

Vorstand i. R.

Vorwerker Diakonie e. V., Lübeck

(bis Mai 2013)

Armin Tänzer

Oberkirchenrat

Ev.-luth. Landeskirche

Hannovers, Hannover

Dr. Hanns-Diethard Voigt

Verwaltungsleiter

Johanna-Odebrecht-Stiftung Greifswald,

Greifswald

Christiane Werner

Ev. Kirche Berlin-

Brandenburg-schlesische

Oberlausitz, Berlin

Jörn Wessel

Geschäftsführer

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

gGmbH, Hamburg

Klaus Wicht

Vorstand

Martha Stiftung, Hamburg

Frank Wiener

Kirchenverwaltungsrat

Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland, Kiel

17


Kirchen

Zeit nutzen

Die Kirchenkreise und -verwaltungen sowie die Landeskirchen wachsen

zusammen. Mit diesen neuen Strukturen entstehen neue Herausdarfsgerecht

beraten konnten

für die Zukunft zu stärken. Beforderungen

und damit ändern sich auch die Anforderungen an den wir vor allem deshalb, weil wir

Finanzpartner. Die EDG ist im kirchlich-diakonischen Umfeld fest verankert

und berät ebenso bei der Vermögensbildung unter Berücksichrungen

kennen, mit denen un­

als Spezialbank die Anfordetigung

der Anlagerichtlinien wie bei der Liquiditätsplanung mit dem sere Kunden tagtäglich konfrontiert

sind. Entsprechend

Fokus auf eine gestärkte finanzielle Substanz.

können wir diese in unseren

Der Zusammenschluss der drei norddeutschen evangelischen

Kirchen zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in bei der Erreichung ihrer Ziele bestmöglich unterstützen.

Lösungsvorschlägen berücksichtigen und unsere Kunden

Norddeutschland (Nordkirche), vollzogen am Pfingstsonntag

2012 in Anwesenheit des Bundespräsidenten, prägte das Unseren kirchlichen Kunden bieten wir neben den genauen

Kenntnissen ihrer Anlagerichtlinien und des kirchlichen

vergangene Jahr. Dem feierlichen Festakt gingen fünf lange

Planungsjahre mit umfangreichen Vorbereitungen voraus: In Umfelds vielfältige Diversifikationsmöglichkeiten bei der

zahlreichen Verhandlungen wurden sowohl Entscheidungswege

als auch Verwaltungsabläufe neu definiert und veran­

Agieren auf den nach wie vor fragilen Finanzmärkten. Außer

Risiko steuerung und Ertragsoptimierung sowie ein versiertes

kert. In dieser Zeit des Wandels haben wir unsere Kunden dem für uns selbstverständlichen Finanz-Know-how ist uns

bei allen Themen rund um die Finanzen unterstützt. In unserer

Funktion als Kirchenbank haben wir ihre Finanzmittel ge­

sehr wichtig. Diese Nähe erlaubt uns, die Belange unserer

die enge Einbindung in das kirchlich-diakonische Netzwerk

sichert, bewahrt, verwaltet und vermehrt, um die Handlungsspielräume

unserer Kunden zu erhalten und ihre Finanzen sichtigen. So sind wir in der Lage, den – mit der Zeit

Zielgruppe in unseren Leistungen bestmöglich zu berück­

immer

18


vielfältiger werdenden – Anforderungen unserer Kunden

mit passenden Finanzlösungen zu begegnen und auf das

Kommende vorbereitet zu sein. Die enge Einbindung in

das kirchlich-diakonische Netzwerk verdanken wir vor allem

mäße Konzepte. Darüber hinaus legen wir als Finanzdienstleister

im kirchlichen Umfeld bei der Gestaltung unseres

Dienstleistungsportfolios besonderen Wert auf transparente

und eindeutige Vorgehensweisen sowie eine möglichst umfangreiche

unseren langjährigen partnerschaftlichen

Berücksichtigung der

Kon takten. Über die

Jahre ist gegen seitiges Vertrauen

gewachsen, das die Zusammenarbeit

mit unseren Kunden prägt.

Darauf sind wir stolz und das

macht uns zu der Kirchenbank

unserer Kunden.

Unsere Leistungen:

Spezialisierte Anlageberatung

angepasst an die Anforderungen der

Anlagerichtlinien

Professionelle Vermögensverwaltung mit

Nachhaltigkeitsfilter

Zielgruppenspezifisches Know-how

Umfangreiche innovative

Nachhaltigkeits aspekte.

Dies können wir sein, weil jeder

unserer Mitarbeitenden ver trauens

Finanzierungsdienstleistungen

Bei Investments in Verbindung mit

Nachhaltigkeit sind wir besonders

volle und partnerschaftliche

erfahren und kundig. Unser im ver­

Beziehungen zu unseren Kunden

pflegt. Diese Kundennähe versetzt uns in die Lage, die Kundenanforderungen

und -wünsche frühzeitig zu erkennen und

gezielt darauf zu reagieren. Dabei setzen wir nicht auf standardisierte

Bankprodukte, sondern auf indi viduelle, zeitgegangenen

Geschäftsjahr erreichter

Prime-Status beim oekom-Nachhaltigkeitsrating bestätigt

die Qualität unserer Leistung. Die oekom research AG

ist eine der weltweit führenden Ratingagenturen im nachhaltigen

Anlage segment. Mit diesem erfreulichen Ergebnis

19


Kirchen | Zeit nutzen

gehören wir zu den führenden Unter nehmen der Finanzbranche

im Bereich Nachhaltigkeit. Die Beurteilung der

sozialen und ökologischen Performance im Rahmen des

Ratings von oekom research erfolgte anhand von über

100 branchenspezifisch ausgewählten

zierungsangebote unseres Hauses eine wichtige Rolle.

Sowohl im Bereich des Immobilienmanagements als auch

im Bereich der energetischen Sanierung und Modernisierung

konnten wir mit unseren kirchlichen Kunden zahlreiche

Projekte realisieren.

sozialen und ökologischen Ihre Vorteile:

Kriterien. Insbesondere das breite

Angebot nachhaltiger Geldanlagemöglichkeiten

und die nachhaltigkeitsspezialisierte

Qualifizierung der

Finanzpartner aus dem kirchlichen

Netzwerk, der Ihre Strukturen und

Entscheidungsprozesse kennt

Individuell auf spezielle Belange

Bei allen unseren Projekten und

Dienstleistungen achten wir im

Sinne unserer Kunden auf überschaubare

Abläufe und schnelle

EDG-Anlage berater wurden von zugeschnittene Anlagekonzepte

Entscheidungs- und Bearbeitungswege.

oekom research positiv beurteilt.

Partnerschaftliches Miteinander zu fairen

und transparenten Bedingungen

Denn wir sehen uns

nicht als eine Bank für ein Projekt,

Im vergangenen Geschäftsjahr

sondern als Partner und Begleiter

spielten neben den bewährten Leistungen

der Anlageberatung auch

der überdurchschnittliche Erfolg

für alle Finanzbelange unserer

Kunden. Ihre Zeit ist wertvoll und

dies achten wir.

und die verstärkt genutzte Vermögensverwaltung – insbesondere

angesichts der kirchlichen Haushaltsüberschüsse

und des niedrigen Zinsniveaus 2012 – sowie die Finan­

20


Diakonie/Sozialwirtschaft

Zeit gestalten

Der Bedarf an sozialen Leistungen steigt stetig. Dazu nimmt der Wettbewerb

ellen Spielraum, um ihre Wett­

in der Branche weiter zu. Beides stellt die Diakonie und die bewerbsfähigkeit nachhaltig

Sozial wirtschaft insgesamt laufend vor neue Aufgaben. Um im Wettbewerb

bestehen zu können, benötigen die Einrichtungen und Institutionen

vor allem auch wirtschaftliche Stabilität. Die EDG bietet ein auf die

spezifische Aufgabenstellung zu geschnittenes Leistungsportfolio.

zu stärken. Die Wirtschaftlichkeit

behalten wir dabei genauso

im Blick wie Entwicklungen

im Marktumfeld sowie künftige

Trends und Einflussfaktoren.

Unsere Kunden aus der Diakonie und der Sozialwirtschaft

insgesamt werden nach wie vor mit vielen komplexen Herausforderungen

konfrontiert. Zwar gilt die Branche der

Gesundheits- und Sozialwirtschaft als einer der Wachstumstreiber

der deutschen Wirtschaft, dennoch erfordern die Veränderungen

Bei der Beratung und unseren maßgeschneiderten Finanzlösungen

berücksichtigen wir auch den wichtigen Aspekt

der Trägerschaften, interne Entscheidungswege und Prozesse

sowie die Vermögens- und Kapitalstruktur oder die

Liquiditätssituation.

der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und

der Angebotsstruktur sowie der demografische Wandel eine

verstärkte Flexibilität. Gleichzeitig eröffnen sich neue Gestaltungsspielräume.

Um sie nutzen zu können, sind strategische

Anpassungen insbesondere im Personalmanagement

und eine aktive Entwicklung des Leistungskonzeptes nötig.

Nur so können unsere Kunden langfristig ihre wirtschaftliche

Stabilität und ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Dank der engen, respektvollen Zusammenarbeit seit über

vier Jahrzehnten kennen wir sowohl die Bedürfnisse unserer

Kunden als auch die vielfältigen Herausforderungen im

dia konischen bzw. sozialwirtschaftlichen Umfeld und wissen

damit umzugehen. Auch die internen Entscheidungswege,

Ziel- und Planungsvorgaben sowie die ökonomischen

Deter minanten unserer Kunden sind uns vertraut. Als Spezialdienstleister

beobachten wir das Umfeld unserer Kunden

In dieser fordernden Situation begleiten wir unsere Kunden.

Als respektvoller Finanzpartner sorgen wir für ihren finanzi­

aufmerksam. So können wir Neuerungen rechtzeitig

erkennen und unser Dienstleistungsangebot konkret auf die

21


Diakonie/Sozialwirtschaft | Zeit gestalten

immer komplexer werdenden Bedürfnisse und Anforderungen

abstimmen. Für uns heißt das auch, Risiken rechtzeider,

um unsere Kunden bei der Entwicklung ihrer Konzepte

Wir setzen uns intensiv mit neuen Wohnformen auseinantig

zu identifizieren, um diesen vorzubeugen, und mögliche zielführend zu unterstützen. Neben den traditionellen Wohnformen

für ältere Menschen wie Seniorenheime, betreute

Chancen und Potenziale zu erkennen. Unser umfangreiches

Branchen-Know-how und die da­

Wohnanlagen oder Pflege heime

raus erwachsende Kompetenz Unsere Leistungen:

sehen wir als unsere besondere

Stärke, gerade auch im Vergleich

zu anderen Finanzdienstleistern.

Individuell abgestimmte Finanzlösungen

für alle Sektoren des diakonischen und

des gesamten sozialen Umfelds

Eine umfassende und maßgeschneiderte

Für uns als Spezialdienstleister

heißt das beispielweise, unsere im

Pflegesektor engagierten Kunden

mit maßgeschneiderten Finanz­

Beratung auf hohem Niveau

Partnerschaftliches Miteinander

gepaart mit Spezialwissen und

zielgruppenspezifischem Know-how

lösungen bei der Entwicklung

von neuen Angebotsformen und

neuen Versorgungsarrangements

effizient zu unterstützen. Aktuell heißt das vor allem, die bestehenden

ambulanten und stationären Strukturen sinnvoll

zu ergänzen.

Ein Thema, das uns bereits seit längerem beschäftigt, ist

die differenzierte Bedarfslage der alternden Bevölkerung.

22

werden verschiedene neue Wohnformen

immer wichtiger. Hierbei

geht es vor allem um Raum für

mehr Selbstbestimmtheit, Selbstorganisation

und Individualität. Die

Wohn- und Lebensformen sind

dabei vielfältig: vom gemeinschaftlichen

Wohnen über Mehrgenerationenhäuser

bis hin zu Quartierskonzepten.

Die Entwicklung dieser

Wohnformen birgt für unsere

Kunden ein Wachstumspotenzial

und wir können sie beim Ausschöpfen dieser Möglichkeiten

fachmännisch unterstützen.

Diese und andere Wachstumspotenziale identifizieren wir im

Dialog mit unseren Kunden. Den regelmäßigen Austausch

mit unseren Kunden intensivieren wir darüber hinaus in


Diakonie/Sozialwirtschaft

unserer Veranstaltung „Jahresgespräch mit Diakonie und

Sozial wirtschaft“ und in Strategieworkshops. Dort beschäftigen

wir uns mit aktuellen Themen und ermöglichen den

Kunden profitieren dabei von maßgeschneiderten Lösungen

und von exakten und schnellen Entscheidungswegen sowie

von kurzen Abstimmungsprozessen.

Teilnehmern einen regen Austausch mit uns und untereinander

sowie mit renommierten Referenten

und Experten.

Im vergangenen Geschäftsjahr haben

wir unsere Position als Spezialist

auf dem Gebiet der Krankenhausfinanzierung

Ihre Vorteile:

Ganzheitliche und kompetente Beratung

sowie attraktive und transparente

Angebote

Individuelle Lösungen und bedarfsgerechte

Unsere Kunden engagieren sich

mit Menschen für Menschen. Sie

leisten damit einen wichtigen Beitrag

zur Gestaltung unserer Gesellschaft

und unserer Zukunft. Bei

ihren Aufgaben wollen wir un sere

gestärkt und Finanzlösungen

Kunden unterstützen und für das

planen dies 2013 fortzusetzen.

Als Erbringer von hochkomplexen,

Langjährige Erfahrung aus über 1.000

Projekten im sozialen Bereich

notwendige finanzielle Fundament

sorgen. Als Spezialdienstleister

kapital intensiven Dienstleistungen Faire und transparente Konditionen und bieten wir maßgeschneiderte Finanzlösungen

sind unsere Kunden gezwungen,

vielfältige Investitionen zu tätigen

und dabei – insbesondere aufgrund

schnelle Finanzierungsentscheidungen

zu attraktiven Kon­

ditionen, eine ganzheitliche Beratung

sowie fundiertes Wissen. In

des Rückgangs der öffentlichen Fördermittel und

der zahlreichen Kürzungen im Gesundheitswesen – neue

Wege zu beschreiten. Als Spezialbank kennen wir auch das

Krankenhausgeschäft und seine Rahmenbedingungen. So

der Zusammenarbeit pflegen wir den ständigen Dialog mit

unseren Kunden – ganz im Sinne unseres Versprechens

„Mensch, Deine Bank!“. Dies macht uns zu ihrer Spezialbank

im kirchlich-diakonischen bzw. sozialen Umfeld.

können wir mit unseren Produkten und Lösungsansätzen

alle spezifischen Branchenanforderungen abbilden. Unsere

23


Privatkunden

Zeit teilen

Eine passende Lösung ist auf Ihre persönlichen finanziellen Ziele und Fairness und Solidarität spiegeln

sich auch in unserem

Bedürfnisse abgestimmt und berücksichtigt Ihre individuelle Lebens -

situation. Nach dieser Überzeugung handeln wir. Entsprechend erfordert Leis tungsangebot wider. Unser

Ziel ist es, unseren Kunden

eine umfassende Beratung Zeit und Engagement. Diese Zeit nehmen

wir uns gern für Sie. Schließlich geht es darum, Ihre Situation ganzheitlich

zu betrachten. Nur so können wir verantwortungsvoll beraten. zu fairen und transparenten

die bestmöglichen Leistungen

Preisen und vor allem dauerhaft

anzubieten. Um dies weiterhin sicherstellen zu können,

Unsere Kunden schätzen die persönliche Beziehung und

Betreuung, den besonderen Charakter sowie die Ausrichtung

der EDG als Kirchenbank. Als genossenschaftliche modelle überarbeitet. Dies war auch durch den in den letz­

haben wir im vergangenen Geschäftsjahr unsere Konto­

Bank folgt die EDG seit ihrer Gründung zudem konsequent ten Jahren deutlich gestiegenen EDV-Aufwand für unsere

dem Zweck der wirtschaftlichen Förderung ihrer Mitglieder. Girokonten notwendig geworden. Die gestiegenen Kosten

Dafür ist das Leistungsportfolio auf die spezifischen Anforderungen

und Aufgabenstellungen der EDG-Kunden zuge­

anderer Stelle kompensieren, wie etwa durch höhere Zin­

wollten wir am Ort ihrer Entstehung belasten und nicht an

schnitten. Mit transparenten Konditionen und verantwortungsvoller

Beratung begleiten wir Privatpersonen aus dem Kosten klarheit haben wir uns deshalb entschieden, die

sen für Dispositionskredite. Im Sinne der Transparenz und

kirchlich-diakonischen und sozialen Umfeld. Als Spezialdienstleister

für Kirchen, Dia konie und Sozialwirtschaft füh­

Gebührenstruktur der Kontomodelle umzustellen.

len wir uns in diesem Umfeld zu Hause. Unsere Geschäftsbeziehungen

basieren auf dem Partnerschaftsgedanken, Online-Kontos haben wir uns an den Prämissen sowohl

Bei der Umgestaltung des seit 2003 angebotenen Giroeiner

ganzheitlichen Beratung, der christlichen Wertvorstellung,

Fairness, Solidarität und Nachhaltigkeit.

im Bankgeschäft orientiert: Wir ermöglichen jedem Kun­

der ethischen als auch der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit

den weiterhin – unabhängig von seinem Einkommen oder

24


Guthaben – eine kostenlose Teilnahme am Zahlungsverkehr

und bieten nach wie vor kostenlose Basisdienstleistungen

an – allerdings im Umfang eingeschränkt. So können mit

unserem Basis-Kontomodell EDGgiro Online pro Monat

zehn beleglose (z.B.: Online-Überweisungen,

Auch eine Kirchenbank muss selbstverständlich wirtschaftlich

arbeiten. Für unsere Kunden und uns spielen aber ethische

Gesichtspunkte und der verantwortliche Umgang mit

Menschen eine ebenso große Rolle. Daran orientieren wir

unser Handeln. Unseren Kunden

Lastschrifteinzüge, Unsere Leistungen:

begegnen wir stets auf Augen­

sonstige elektronische Verfügungen)

bzw. beleghafte Buchungen

(z.B.: Überweisungen mit Überweisungsträger,

Lastschrift-Einreichungen

per Beleg, Scheck-Einreichungen)

kostenfrei veranlasst

Finanzdienstleistungsspektrum

einer modernen Bank: modernes

OnlineBanking, VR-BankCard,

flächendeckende Bargeldversorgung

Bedarfsgerechte Wertpapierlösungen

Flexible Altersvorsorgekonzepte

höhe und nehmen ihre Wünsche,

Ziele und Bedürfnisse sehr ernst.

Als Finanzpartner beraten wir unsere

Kunden tagtäglich bei wichtigen

Themen wie der Absicherung

der Familie, der Finanzierung des

werden. Für die darüber hinausgehenden

Finanzierungen

Eigenheimes, der Geldanlage

Leistungen erheben wir

moderate Gebühren, die im Marktvergleich

immer noch attraktiv

sind.

Attraktive Leasingangebote

oder der Altersvorsorge. Dabei

geht es für unsere Kunden um

Entscheidungen, die sie nicht alltäglich

treffen und die langfristige

Auswirkungen nach sich ziehen. Entsprechend dürfen sie

Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden attraktive Leistungspakete

mit festen Kontoführungsgebühren wie EDGgiro

Classic, EDGgiro Comfort oder EDGgiro Praxis an. Die

neben Know-how und Erfahrung von uns auch verantwortungsbewusst

durchdachte Empfehlungen und eine respektvolle

Beratung erwarten.

kostenlosen Modelle für Jugendliche und Studenten – EDGgiro

Junior und EDGgiro Student – runden das Angebot ab.

25


Privatkunden | Zeit teilen

Für uns heißt das: zuhören und verstehen. Zuhören und verstehen,

um das individuelle Anforderungsprofil jedes einzelnen

Kunden bestimmen zu können, um seine Erwartungen

und Zukunftspläne, seine Risikoneigung sowie beispielsweise

weitere finanzielle Verpflichtungen

Insbesondere bei den Baufinanzierungen verzeichneten wir

im vergangenen Geschäftsjahr angesichts des stabil gebliebenen,

niedrigen Zinsniveaus weiterhin eine steigende

Nachfrage. Mit fairen und angemessenen Konditionen sowie

Geschwindigkeit in Entscheidungs-

bei unseren Finanzlösun­

gen bestmöglich zu berücksichtigen.

Unser Dienstleistungs- und

Produktspektrum ist entsprechend

breit angelegt. So bieten wir unseren

Kunden neben den vielfältigen

Kontoführungsmodellen samt den

Vorteilen eines modernen Online­

Bankings, bedarfsgerechte Wertpapierlösungen,

eine ganzheitliche

Vermögensberatung, flexible

Altersvorsorgekonzepte, vielfältige

Ganzheitliche Finanzlösungskonzepte,

abgestimmt auf Ihre individuellen Ziele und

Bedürfnisse

Faire und transparente Konditionen

Persönliche Beratung, partnerschaftliches

Miteinander

Finanzpartner aus dem kirchlich-diakonischen

Umfeld, für den die christliche und

gesellschaftliche Verantwortung im

Vordergrund steht

und Bearbeitungsprozesgen

sen haben wir unsere Kunden

überzeugt.

Die Kundenansprache erfolgt dabei

stets im Einklang mit der Geschäftspolitik

und der Kultur des

Hauses sowie im Interesse des

Kunden, nicht „um des Verkaufens

willen“. Unsere Mitarbeitenden

nehmen sich Zeit für eine umfassende

Beratung und sie teilen

Leasinglösungen, kurz- bis mittelfristige Finanzierungen und

komplexe, maßgeschneiderte Baufinanzierungen inklusive

staatlicher Fördermittel.

mit Ihnen nicht nur ihre Zeit, sondern vor allem ihre Erfahrung

und ihr Know-how. Denn der Erfolg unserer Mitarbeitenden

wird nicht einseitig an der Anzahl der Abschlüsse, sondern

vielmehr an der Kundenzufriedenheit und der Qualität der

Leistung gemessen.

26


Tochtergesellschaften

EDG Immobilien GmbH: Versierter Partner für

Kirchen- und Sozialimmobilien

Als hundertprozentige Tochter der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft

eG ist die EDG Immobilien GmbH auf

Immo bilien für die Sozialwirtschaft spezialisiert. Das Angebotsspektrum

der EDG Immobilien GmbH umfasst neben

der Gestaltung von passgenauen Immobilien-Leasingkonzeptionen

die Begleitung bei Neubauvorhaben oder

Sanierungen.

Mit jahrelanger Erfahrung und dem Know-how eines Spezialdienstleisters

begleitet sie ihre Kunden in allen Phasen

des Investitionsvorhabens. Dazu zählen das exakte Steuern

der Immobilieninvestitionen nach präzisen, gemeinsam mit

den Kunden festgelegten Zielvorstellungen, die Begleitung

der Bauprojekte von der Planung über die Errichtung bis hin

zur Schlüsselübergabe sowie die marktgerechte, maßgeschneiderte

Finanzierung.

Das Leistungsangebot der EDG Immobilien GmbH gilt sowohl

für die Sanierung als auch für den Neubau von stationären

Altenpflegeeinrichtungen, Schulen, Einrichtungen

des betreuten Wohnens, Verwaltungsgebäuden und sonstigen

Immobilien. Ergänzend unterstützt die EDG Immobilien

GmbH auch bei der Wertermittlung von Kirchen und Sozialimmobilien,

bei der Konzeption von Umwidmungen und bei

der Entwicklung rentabler Nutzungsmöglichkeiten für bestehende

Einrichtungen.

Im Rahmen langfristiger Leasingkonzeptionen begleitet die

EDG Immobilien GmbH ihre Kunden über die gesamte Projektdauer.

Einen besonderen Fokus legen die versierten

Immobilen-Spezialisten der EDG Immobilien GmbH von

vornherein auf eine marktgerechte Finanzierung. Sie untersuchen

die individuelle Situation sowie das jeweilige Marktumfeld

und berücksichtigen beides in den Lösungskonzepten.

Dabei sorgt die EDG Immobilien GmbH nicht nur für

Raum im Sinne der benötigten Immobilie, sondern achtet

auch auf einen ausreichenden wirtschaftlichen Handlungsspielraum

beim Betreiber, damit er seinem langfristigen Auftrag

im Dienste des Menschen gerecht werden kann.

27


Tochtergesellschaften

EDG Leasing GmbH: Leasingspezialist für die

Sozialwirtschaft und das Gesundheitswesen

Die EDG Leasing GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft

der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft

eG und auf das Mobilienleasing und den Mietkauf spezialisiert.

Mit ihrem Leistungsangebot erweitert die EDG Leasing

GmbH das umfangreiche Produkt- und Dienstleistungsportfolio

der EDG-Institutsgruppe. Die EDG Leasing GmbH betreut

seit über 20 Jahren bundesweit zahlreiche Kunden aus

dem kirchlich-sozialen Umfeld.

In der Sozialwirtschaft genießt das Leasing zunehmend einen

besonderen Stellenwert. Denn trotz Wachstums ist die

Branche einem starken Wettbewerb ausgesetzt. Innovative

Lösungen und Investitionen, die ein erfolgreiches Bestehen

und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern, sind daher

ein Muss im umkämpften und anspruchsvollen Markt.

Die EDG Leasing GmbH bietet den Institutionen und Einrichtungen

der Sozialwirtschaft neben maßgeschneiderten

Leasinglösungen auch eine individuelle Beratung und kompetente,

persönliche Betreuung. Mit den Leasinglösungen

der EDG-Tochter gewinnen die Kunden die nötige Flexibilität

und auch Gestaltungsspielräume, um Investitionen zu tätigen

und somit neue Wachstumspotenziale zu generieren.

Die Bedeutung des Leasings wächst in der Sozialwirtschaft

von Jahr zu Jahr. Mobiliar in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern,

Schulen oder Kindergärten wird zunehmend

über Leasing finanziert. Auch bei Investitionen in neue, kapitalintensive

Technologien zeigt das Leasing seine Stärken:

Neue Maschinen und Geräte können bilanzneutral erworben

werden und die unternehmerische Handlungsfähigkeit

bleibt dabei erhalten. So können zum Beispiel Investitionen

in Maschinen in Behindertenwerkstätten oder in kostenintensive

Medizintechnik in Krankenhäusern bzw. Arztpraxen

oder die Beschaffung von Hausnotrufanlagen getätigt werden.

Auf diese Weise bleiben die Betriebsausstattungen auf

dem neuesten Stand und die Liquidität wird geschont. Leasing

bietet eine attraktive Alternative zu den herkömmlichen

Finan zierungsarten und ist deshalb ein wesentlicher Baustein

in den innovativen, maßgeschneiderten Finanzierungskonzepten,

die die Evangelische Darlehnsgenossenschaft

eG in Kooperation mit der EDG Leasing GmbH anbietet.

28


Handelsgesellschaft für Kirche und Diakonie mbH (HKD):

Vorteile durch gebündelten Einkauf

Als hundertprozentiges Tochterunternehmen der Evangelischen

Darlehnsgenossenschaft eG übernimmt die HKD in

der EDG-Gruppe alle Dienstleistungen rund um den Einkauf

und die Beschaffung für Kirchen und soziale Einrichtungen.

Mit ihrem über 25-jährigen Know-how trägt die HKD als erfahrener

Spezialist entscheidend zur Optimierung der Lieferkonditionen

und Beschaffungsprozesse bei. So verhandelt

sie als Interessenvertreter kirchlicher und sozialer Einrichtungen

die wirtschaftlichen Vorteile und setzt diese auf Basis

von konkreten Handlungsempfehlungen um.

In enger Zusammenarbeit mit einem ausgedehnten

Rahmenvertragspartner-Netzwerk unterstützt die HKD Entscheidungsträger

in Einrichtungen der Kirchen und der

Sozial wirtschaft in ihrem unternehmerischen Handeln. Das

Leistungsspektrum umfasst dabei die Bereiche Energie,

Tele kommunikation, Automobil, Technik und Büro.

Insbesondere bei der Beratung in komplexen Bereichen wie

dem Energieverbrauch oder der Telefonie ist ein persönliches

Gespräch mit dem Kunden vor Ort die Voraussetzung

für Optimierungen.

Seit 2009 agiert die HKD erfolgreich als ein eigenständiger

Energieversorger für kirchliche, gemeinnützige und soziale

Einrichtungen. So profitieren ihre Kunden von einer individuellen,

maßgeschneiderten Energieversorgung bei Strom,

Erdgas, Ökostrom oder CO 2

-freiem Erdgas. Insbesondere

forciert die HKD ihr Angebot der klimafreundlichen Energie

mit den Produkten HKD-GrünStrom und HKD-GrünGas.

Mit ihrem Angebot der Bündelung des Bedarfs an umweltfreundlicher

Energie bietet die HKD ihren Kunden nicht nur

signifikante Kostenersparnisse, sondern auch die Möglichkeit

der Umstellung auf den stark nachgefragten Ökostrom.

Zahlreiche Kirchengemeinden und Kirchenkreise profitieren

inzwischen vom gebündelten Einkauf der HKD.

Im Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres hat die HKD

erneut ihre Marktposition erfolgreich ausgebaut. Über

20000 Kunden profitieren inzwischen deutschlandweit von

den spezialisierten Dienstleistungen der HKD.

29


Bericht des Vorstandes zum Geschäftsjahr 2012

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Staatsschuldenkrisen einiger Euroländer und die verhaltene

Weltkonjunktur dämpften in 2012 das Wirtschaftswachstum

Deutschlands merklich. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt

ist gemäß den ersten Schätzungen preisbereinigt

um 0,7 % gestiegen und damit erheblich schwächer

als im Vorjahr (3,0 %). Während die Wirtschaftsleistung zu

Beginn des Jahres – begünstigt durch einen zeitweilig recht

lebhaften Außenhandel – noch deutlich zulegte, ließen die

Antriebskräfte zum Jahresende spürbar nach. Die schwächere

Gangart der Weltwirtschaft und die Unsicherheit über

den weiteren Verlauf der Schuldenkrise schlugen verstärkt

auf das Außenhandelsgeschäft und die Investitionsausgaben

der inländischen Unternehmen durch. Der Privatkonsum

legte 2012 in preisbereinigter Rechnung nur um 0,6 % zu.

In 2012 verloren die Außenhandelsaktivitäten der deutschen

Wirtschaft sichtlich an Schwung. Der Anstieg des Exportvolumens

hat sich mit 3,7 % gegenüber dem Vorjahr (7,8 %)

in etwa halbiert. Hierfür war vor allem der Rückgang im

Handel mit den von Staatsschuldenkrisen betroffenen Ländern

verantwortlich. Die Importe sind mit 1,8 % ebenfalls

deutlich schwächer gestiegen als im Vorjahr (7,4 %).

Die finanzielle Situation der öffentlichen Hand hat sich

entspannt. Hierzu trugen zum einen die Maßnahmen zur

Haushaltskonsolidierung bei, die den Zuwachs der Staatsausgaben

dämpften. Zum anderen nahmen die staatlichen

Einnahmen, auch aufgrund der kräftig gestiegenen Lohnund

Gehaltssumme, zu. Vor diesem Hintergrund erzielte der

deutsche Staatssektor 2012 erstmals seit 2007 wieder einen

ausgeglichenen Gesamthaushalt.

Der allgemeine Auftrieb bei den Verbraucherpreisen hat sich

in 2012 etwas vermindert. Diese sind im Jahresdurchschnitt

gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % gestiegen. In 2011 hatte

die Teuerungsrate noch bei 2,1 % gelegen. Zu den wichtigsten

Preistreibern gehörten abermals die Energieprodukte,

die sich im Mittel um 5,7 % verteuerten.

30


Wie schon im Jahr zuvor war die europäische Staatsschuldenkrise

in 2012 das bestimmende Moment für die

Finanzmärkte im Euroraum. Zu Jahresbeginn war es zunächst

zu einer Beruhigung gekommen. Hierzu trugen ein

zweites Hilfspaket für Griechenland in Höhe von 130 Milliarden

Euro sowie der Beschluss zur Umschuldung privat

gehaltener griechischer Staatschulden im März 2012 bei.

Im zweiten Quartal kam es allerdings zu einer massiven Verschärfung

der Lage im europäischen Währungsraum, weil

sich die Konjunkturaussichten spürbar eintrübten. Mehrere

Euro-Staaten mussten (weitere) Bonitätsherabstufungen

hinnehmen und die Schieflage von Geschäftsbanken in der

Euro-Peripherie nährte die Furcht vor einer ungebremsten

Eskalation der Euro-Staatsschuldenkrise.

Die europäische Notenbank unterstrich damit das klare Bekenntnis

der EZB zum Euro von Ende Juli 2012, im Rahmen

des gegebenen Mandats alles zu tun, was nötig sei, um

den Euro zu erhalten. Die weithin aufkommenden Zweifel am

Fortbestand des Währungsraums gingen daraufhin an den

Finanzmärkten spürbar zurück.

Geschäftsverlauf der Evangelischen

Darlehnsgenossenschaft eG

Als genossenschaftliche Kirchenbank sind wir der Finanzpartner

für Kirchen, Diakonie, Caritas und freie Wohlfahrtspflege

sowie diesen Institutionen nahestehende Privatpersonen.

Als Teil des kirchlich-diakonischen Netzwerkes richten wir

unser Handeln an den Bedürfnissen und Anforderungen

unserer Kunden und Mitglieder aus dem kirchlich-diakonischen

Umfeld aus. Durch enge Zusammenarbeit mit unseren

Tochtergesellschaften und den Unternehmen der

genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken

bieten wir eine hochwertige Angebots palette

für alle finanziellen Belange unserer Kunden an. Dabei

berücksichtigen wir in unserer Geschäftspolitik christliche

Wertvorstellungen und übernehmen soziale Verantwortung.

Besonderes Engagement, partnerschaftliches Miteinander,

Fairness, Sorgfalt und Verbundenheit bilden daher die Stützpfeiler

unserer Geschäftspolitik und -kultur.

31


Bericht des Vorstandes

Die Bilanzsumme der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft

reduzierte sich 2012 im Vergleich zum Vorjahr um

7,7 % auf 3.407,6 Mio. Euro. Bei den Forderungen gegenüber

Kunden erzielten wir ein spürbares Wachstum um

3,3 %. Das freundliche Kapitalmarktumfeld haben wir genutzt,

um unsere Wertpapieranlagen um 443,9 Mio. Euro

zu reduzieren. Während das hohe Kundeneinlagenvolumen

erfreulicherweise nahezu gehalten werden konnte, reduzierten

sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

signifikant um 269,5 Mio. Euro. Wir konnten damit unsere

Kapitalmarktabhängigkeit deutlich verringern.

Bilanzsumme

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung

TEUR TEUR TEUR %

Bilanzsumme 3.407.623 3.692.272 -284.649 -7,7

Aktivgeschäft

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung

TEUR TEUR TEUR %

Forderungen an Kunden 2.406.657 2.329.796 76.861 3,3

Wertpapieranlagen 734.721 1.178.577 -443.856 -37,7

Forderungen an Banken 177.617 79.353 98.264 123,8

32


Kreditgeschäft

Die Forderungen an Kunden stiegen in 2012 um 3,3 % auf

insgesamt 2.406,7 Mio. Euro. Dies resultierte insbesondere

aus der Ausweitung des Darlehensgeschäftes mit unseren

Zielkunden. So konnten wir neue Kredite im Volumen von

über 220 Mio. Euro valutieren. Der Kommunaldarlehensbestand

erhöhte sich um 20,0 Mio. Euro. Es ist uns damit

gelungen, nach Tilgungen und Ablösungen durch Neuvalutierungen

einen Nettozuwachs von ca. 77 Mio. Euro zu

erzielen.

Die durch die Generalversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen

für die einzelnen Kreditnehmer wurden während

des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.

Für die erkennbaren akuten Risiken wurden in voller Höhe

Einzelwertberichtigungen gebildet. Den bestehenden latenten

Risiken stehen Pauschalwertberichtigungen und Vorsorgereserven

gegenüber. Der Ausbau dieser Reserven bleibt

ein wesentliches Ziel unserer Bank. Die für die Kreditrisiken

gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen und

Vorsorgereserven wurden von dem entsprechenden Aktivposten

abgesetzt.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt

zusammen:

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung

TEUR TEUR TEUR %

Anlagevermögen 674.804 1.178.577 -503.773 -42,7

Liquiditätsreserve 59.917 0 59.917 –

33


Bericht des Vorstandes

Mit Blick auf die freundlichen Marktbedingungen im zweiten

Halbjahr 2012 haben wir unsere Wertpapieranlagen deutlich

zurückgeführt. Damit haben wir die Kapitalmarktabhängigkeit

der Bank deutlich reduziert. Dabei erfolgte innerhalb

des Bestandes zur Optimierung der Disposition sowie zur

Aussteuerung des Bewertungsergebnisses auch eine Umschichtung

zu Marktpreisen aus den festverzinslichen Wertpapieren

des Anlagevermögens in einen Spezialfonds.

Bei der Position „Aktien und andere nicht festverzinsliche

Wertpapiere“ handelt es sich um unsere Spezialfonds, die

zum Jahresende 2012 weitgehend in Rentenwerten investiert

waren. Dieser Bestand erhöhte sich um 31,7 Mio. Euro.

Zum Jahresende 2012 weisen wir auch bei den wie Anlagevermögen

bewerteten Wertpapieren keine stillen Lasten

aus.

Der Gesamtbestand setzt sich aus Anleihen und Schuldverschreibungen

in Höhe von 304,9 Mio. Euro sowie aus Aktien

und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren (Fonds) in

Höhe von 429,8 Mio. Euro zusammen. Dabei investieren wir

in der Direktanlage schwerpunktmäßig in grundpfandrechtlich

besicherte und staatlich garantierte Bankanleihen.

34


Passivgeschäft

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung

TEUR TEUR TEUR %

Bankenrefinanzierungen 601.037 870.516 -269.479 -31,0

Kundengelder 2.276.062 2.168.108 107.954 5,0

Spareinlagen 459.716 353.112 106.604 30,2

Täglich fällige Einlagen 597.596 612.998 -15.402 -2,5

Einlagen mit vereinbarter Laufzeit

oder Kündigungsfrist 1.218.749 1.201.998 16.751 1,4

Verbriefte Verbindlichkeiten 291.517 426.809 -135.292 -31,7

Kundeneinlagen

Die Kundengelder stiegen 2012 um 108 Mio. Euro (+5 %)

auf 2.276,1 Mio. Euro, während sich die verbrieften Verbindlichkeiten

um 135,3 Mio. Euro verringerten. Insgesamt

zeigt sich hier ein Trend zu höher liquiden Einlagen aufgrund

des aktuell herrschenden extremen Niedrigzinsniveaus.

Die verbrieften Verbindlichkeiten reduzierten sich durch Fälligkeiten

um 135,3 Mio. Euro auf 291,5 Mio. Euro.

Unser Kundendepotvolumen inklusive der durch uns betreuten

Spezialfonds unserer Kunden erhöhte sich in 2012

um 11,9 % auf 1.797,2 Mio. Euro.

Zum Bilanzstichtag betrugen die Spareinlagen 459,7 Mio.

Euro und lagen um 30,2 % höher als im Vorjahr. Gleichzeitig

reduzierte sich der Sichteinlagenbestand um 15,4 Mio. Euro

auf 597,6 Mio. Euro (-2,5 %). Der Bestand der Festgelder

und Sparbriefe sowie der aufgenommenen Darlehen erhöhte

sich geringfügig um 1,4 % auf 1.218,7 Mio. Euro.

Das betreute Kundenanlagevolumen insgesamt betrug

4.069 Mio. Euro.

35


Bericht des Vorstandes

Dienstleistungsgeschäft

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung

TEUR TEUR TEUR %

Erträge aus Wertpapierdienstleistungsund

Depotgeschäften 4.713 3.293 1.420 43,1

Vermittlungserträge 639 563 76 13,5

Erträge aus Zahlungsverkehr 665 572 93 16,3

Summe 6.017 4.428 1.589 35,9

Gegenüber dem Vorjahr konnten wir unsere Erträge aus

Wertpapierdienstleistungen und dem Depotgeschäft durch

Platzierungsprovisionen und aufgrund des freundlichen

Kapitalmarktumfeldes im zweiten Halbjahr 2012 erfreulich

steigern.

In 2012 verringerte sich die Anzahl der Kunden-Wertpapieraufträge

auf 3.599 (Vorjahr 4.079). Die Wertpapierumsätze

(Käufe und Verkäufe) im Kundengeschäft betrugen

800,3 Mio. Euro und damit erfreuliche 22,6 % mehr als

in 2011.

Einen leichten Zuwachs konnten wir bei den Vermittlungserträgen

und den Erträgen aus dem Zahlungsverkehr erzielen.

Personal- und Sozialbereich

Zum Jahresende 2012 beschäftigten wir insgesamt 184

Mitarbeitende (Vorjahr: 187).

In 2012 haben wir insgesamt zehn neue Mitarbeitende sowie

zwei Auszubildende eingestellt. Die Bank verlassen haben

15 Personen, davon vier nach Ende der Befristung und

vier Personen altersbedingt.

Im Hinblick auf die Mitarbeiterstruktur war das Verhältnis

zwischen Frauen und Männern mit 92 weiblichen und 92

männlichen Beschäftigten ausgeglichen. Der Anteil an Teil­

36


zeitbeschäftigten lag mit 35 Mitarbeitenden bei 19,0 % (Vorjahr:

16,0 %). Das Durchschnittsalter lag bei 41,96 (Vorjahr:

41,89) Jahren.

Es wurden in 2012 insgesamt 523 Seminartage (Vorjahr:

560) durch unsere Mitarbeitenden zur weiteren Qualifikation

genutzt.

Es besteht für unsere Mitarbeitenden eine betriebliche

Alters vorsorge. Hierfür werden jährlich entsprechende Rückstellungen

gebildet. Außerdem zahlt die EDG Zuschüsse zur

Pensionskasse oder zu Direktversicherungen. Die Gesamtsumme

aller Leistungen für die Altersvorsorge betrug 3,8 %

(Vorjahr 11,4 %) der Personalkosten im Jahr 2012.

Die Altersstruktur unserer 184 Mitarbeitenden zum

31.12.2012 ist aus nachstehender Tabelle ersichtlich.

Alter in Jahren

weiblich

männlich

> 60

3 6

50 – 59

18

14

40 – 49

31

52

30 – 39

26

12

20 – 29

Anzahl der Personen

14

8

10 20 30 40 50 60

70

80

90

37


Bericht des Vorstandes

Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung

und Solvabilität gemäß § 10 KWG stellen sich gegenüber

dem Vorjahr wie folgt dar:

Eigenmittel, Solvabilität Berichtsjahr Vorjahr Veränderung

TEUR TEUR TEUR %

Eigenkapital laut Bilanz *) 207.568 198.196 9.372 4,7

Haftendes Eigenkapital 246.446 243.349 3.097 1,3

Eigenmittel 246.446 243.349 3.097 1,3

Solvabilitätskennziffer **) 15,8 % 16,1 %

*) Hierzu zählen die Passivposten 10 (Genussrechtskapital), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital)

**) Gesamtkennziffer gemäß Solvabilitätsverordnung

In 2012 konnten wir unsere Eigenmittel weiter erhöhen. Die

Ergebnisse der laufenden Verhandlungen über zu erwartende

Neuregelungen zur Eigenmittelausstattung (Basel III)

analysieren wir zeitnah, um notwendige Maßnahmen jederzeit

umsetzen zu können. Im Rahmen der regelmäßigen

Überarbeitung der Mittelfristplanung haben wir auch eine

Kapitalbedarfsplanung durchgeführt, bei der wir die derzeit

bekannten neuen Regelungen berücksichtigt haben.

Ein ang emessenes haftendes Eigenkapital, auch als Bezugsgröße

für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bildet neben

einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare

Grundlage einer soliden Geschäftspolitik.

38


Der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

aufgestellte Grundsatz über die Eigenmittelausstattung

wurde im Geschäftsjahr stets eingehalten. Die Solvabilitätskennziffer

beträgt zum Bilanzstichtag 15,8 % bei einem Mindestwert

von 8 %. Diese Eigenkapitalausstattung entspricht

damit weiterhin den gesetzlichen Anforderungen mehr als

deutlich und bietet ausreichende Möglichkeiten, um den

Finanzierungswünschen unserer Kunden jederzeit nachkommen

zu können.

Die Entwicklung der Anzahl unserer Mitglieder und der

Geschäftsanteile unserer Genossenschaft stellt sich wie

folgt dar:

Mitgliederentwicklung

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile TEUR

01.01.2012 2.114 318.757 63.751

Zugänge 49 95.440 19.088

Abgänge 38 86.077 17.215

31.12.2012 2.125 328.120 65.624

39


Bericht des Vorstandes

Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Bank entwickelten

sich wie folgt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr Vorjahr Veränderung

TEUR TEUR TEUR %

Zinsüberschuss 29.578 29.233 345 1,2

Provisionsüberschuss 4.398 3.262 1.136 34,8

Handelsergebnis 2.645 -819 3.464 -423,0

Verwaltungsaufwendungen 21.355 21.634 -279 -1,3

a) Personalaufwendungen 12.508 13.153 -645 -4,9

b) Andere Verwaltungsaufwendungen

8.847 8.481 366 4,3

Bewertungsergebnis -134 -8.962 8.828 -98,5

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 14.325 980 13.345 1.361,7

Steueraufwand 4.566 -1.728 6.294 -364,2

Jahresüberschuss 3.262 2.462 800 32,5

Der Zinsüberschuss liegt leicht über Vorjahresniveau. Dies

resultiert aus über dem Vorjahr liegenden Konditionenbeiträgen

im Kundengeschäft bei einem verringerten Fristentransformationsergebnis.

Die Verwaltungsaufwendungen verminderten sich um

0,3 Mio. Euro. Dabei reduzierten sich die Personalkosten

gegenüber 2011 um 0,6 Mio. Euro, während die anderen

Verwaltungsaufwendungen um 0,4 Mio. Euro stiegen.

Der Provisionsüberschuss lag mit 4,4 Mio. Euro um 34,8 %

über Vorjahresniveau (3,3 Mio. Euro), da wir unsere Erträge

aus Wertpapierdienstleistungen und dem Depotgeschäft erfreulich

steigern konnten.

Das Handelsergebnis konnte deutlich auf 2,6 Mio. Euro

(Vorjahr -0,8 Mio. Euro) gesteigert werden.

40


Das Bewertungsergebnis resultiert aus der vorsichtigen Bewertung

unserer Kundenforderungen und der Wertpapiere.

Im Rahmen der Disposition unseres Anlagebuches erzielten

wir Kursgewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren

und Schuldscheindarlehen und nutzten diese zur Verbesserung

der Struktur unseres Zinsbuches und zum Ausgleich

für Abschreibungen auf unser Fondsbuch sowie zum Abbau

von Altlasten in unserem Direktanlagebestand. Insgesamt

konnten wir erreichen, dass die Wertpapieranlagen (inklusive

aller Fondsanlagen) zum strengen Niederstwertprinzip

bewertet sind und keine stillen Lasten mehr ausweisen. Für

erkennbare Risiken im Kreditbereich wurde entsprechende

Vorsorge getroffen. Den bestehenden latenten Risiken stehen

Pauschalwertberichtigungen, Vorsorgereserven nach

§ 340f HGB und ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach

§ 340g HGB gegenüber. Der weitere Ausbau dieser Reserven

bleibt ein wesentliches Ziel unserer Bank.

Der Steueraufwand resultiert ausschließlich aus dem Ergebnis

der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Im zweiten Halbjahr 2012 hat sich die Lage an den Finanzmärkten

des Euroraumes durch das entschiedene Eingreifen

der EZB und anderer politischer Kräfte und Institutionen

im Euroraum deutlich aufgehellt. Das Zinsniveau verringerte

sich nochmals gegenüber dem Vorjahresultimo und

der deutsche Aktienindex erreichte zum Jahresende ein

Niveau von 7.612 Punkten und damit ein Plus von 29,1 %

gegenüber dem Vorjahresultimo. Dennoch bleibt die Lage

aufgrund der Abhängigkeit des Euroraumes von der wirtschaftlichen

und politischen Stabilität einzelner Staaten labil.

Im Zuge dieser positiven Entwicklung ist es uns gelungen,

das Wertpapierportfolio deutlich zu reduzieren. Im Rahmen

dieser Dispositionen erzielten wir Kursgewinne aus der Veräußerung

von Wertpapieren und Schuldscheindarlehen und

nutzten diese zum Abbau sämtlicher stiller Lasten in unserem

Wertpapierbestand und zur Verbesserung der Struktur

unseres Zinsbuches.

Im Kundengeschäft machte sich das Übergreifen der

vorausg egangenen Krisen an den Finanzmärkten und in der

Realwirtschaft bisher nicht durch erhöhte Ausfälle bemerkbar,

eine signifikante Verschlechterung der Bonitäten ist

41


Bericht des Vorstandes

bisher bei unseren Kunden nicht eingetreten. Dennoch beobachten

wir den Markt und die Entwicklung unserer Kernkunden

genau und analysieren laufend die Struktur unseres

Kreditportfolios. Wir sind zuversichtlich, dass auch das

Bewertungsergebnis des Jahres 2013 im Rahmen unserer

Planungsrechnungen bleiben wird.

Wir konnten den Zinsüberschuss trotz des dauerhaft niedrigen

Zinsniveaus aufgrund der deutlich gestiegenen Konditionenbeiträge

im Kundengeschäft auf dem Vorjahresniveau

halten. Das Kreditgeschäft mit unseren Kernkunden konnten

wir weiter ausbauen. Bei einem leichten Rückgang des Einlagengeschäftes

erzielten wir einen erfreulichen Anstieg des

Provisionsergebnisses im Zuge der Beruhigung der Märkte.

Hier erwarten wir eine Stabilisierung der Ergebnisse auf dem

höheren Niveau.

2012 hat die EDG beim Nachhaltigkeitsrating der unabhängigen

Rating-Agentur oekom research den Prime-Status

erreicht. Wir wollen zukünftig auch über ein verstärktes

Angebot von Geldanlagen in nachhaltigen Produkten und

die Finanzierung nachhaltig orientierter Projekte (z.B. auch

regenerativer Energien) die Geschäftsvolumina mit unseren

Kunden weiter ausbauen.

Das Eigenkapital – zu Buch- und zu Marktwerten – bildet

die Basis für die Risikotragfähigkeit unserer Institutsgruppe.

Diese begrenzt die einzugehenden Risiken. Auch vor dem

Hintergrund des laufend weiter entwickelten Risikomanagements

halten wir die eingegangenen Risiken für vertretbar.

Ein wesentliches Ziel der Bank bleibt der weitere Ausbau

der Risikotragfähigkeit. Die aufsichtsrechtliche Eigenmittelausstattung

entspricht den gesetzlichen Anforderungen

mehr als deutlich. Im Rahmen der regelmäßigen Überarbeitung

der Mittelfristplanung haben wir auch eine Kapitalbedarfsplanung

durchgeführt, bei der wir die bisher bekannten

neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Stichwort

Basel III) berücksichtigt haben. Auch hieraus leiten wir die

Notwendigkeit eines regelmäßigen Ausbaus unserer Eigenkapitalbasis

zur Sicherung unseres Geschäftsmodells ab.

Die Liquiditätslage der Bank beurteilen wir in Anbetracht der

Liquiditätsausstattung als gut.

42


Mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 sind wir sehr

zufrieden. Wir haben auch 2012 die Ziele und die Vertriebsstrategie

im Rahmen unserer Geschäfts- und Risikostrategie

weiterentwickelt und streben mit der vorsichtigen Weiterentwicklung

unseres Geschäftsmodells eine Stabilisierung des

Ergebnisses bei begrenztem Risikopotential an.

Voraussichtliche Entwicklung

(Prognosebericht)

Voraussichtlicher Geschäftsverlauf

Die Erwartungen an den Geschäftsverlauf der EDG als

Spezial bank werden einerseits durch die allgemeine Marktlage

geprägt, andererseits durch die individuellen Einflussfaktoren,

die die wirtschaftliche Situation der Zielkunden der

EDG betreffen.

Als Spezialbank für Kirchen, Diakonie, Caritas und sonstige

Freie Wohlfahrtspflege sowie die diesen Institutionen zuzuordnenden

Privatkunden konzentrieren wir uns konsequent

auf unsere Zielkunden und beobachten ihre wirtschaftliche

Entwicklung sowie Einflüsse, die in den kommenden Jahren

ihre wirtschaftliche Lage kennzeichnen werden.

Im Bereich der Kirchen geht die EDG derzeit aufgrund der

stabilen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik

Deutschland weiter nicht von einem gravierenden

Rückgang des Kirchensteueraufkommens aus. Der Anlagebedarf

im kirchlichen Bereich wird entsprechend stabil erwartet.

Bei anhaltender Niedrigzinsphase ist tendenziell mit

einer Anlagepräferenz im kürzeren Laufzeitbereich im Bereich

des bilanzwirksamen Einlagengeschäfts zu rechnen.

Im Provisionsergebnis rechnen wir allenfalls mit einem leichten

Zuwachs.

Bei den Zielgruppen aus den Bereichen Diakonie und Sozialwirtschaft

zeichnen sich bereits seit mehreren Jahren spezifische

Entwicklungen ab: Einerseits profitieren Institutionen

des Pflege- und Gesundheitsmarktes von der demografischen

Entwicklung in Deutschland, andererseits engt die

angespannte Haushaltslage von Bund, Ländern und Kommunen

die finanziellen Handlungsspielräume zahlreicher

Insti tutionen ein. Insgesamt gehen wir bei einer anhaltenden

Niedrigzinsphase von einer weiterhin hohen Nachfrage nach

Finanzierungsdienstleistungen aus. Erwartet wird insgesamt

eine Ausweitung des Finanzierungsvolumens bei simultaner

Rückführung des Geschäfts außerhalb der Zielgruppen. Bei

43


Bericht des Vorstandes

der bestehenden intensiven Wettbewerbssituation ist das

Marktumfeld der EDG als „anspruchsvoll“ zu bezeichnen. Im

Bereich der Finanzierung regenerativer Energiequellen erwarten

wir nach der Pilotierung im vergangenen Jahr einen

Einstieg über ausgewählte Beteiligungen an Finanzierungskonsortien

mit erfahrenen Finanzierungspartnern.

Bedingt durch die nach wie vor große Verunsicherung wegen

der Umfeldbedingungen und niedriger Zinsen wird bei

den Privatkunden weiterhin von einer hohen Liquiditätspräferenz

ausgegangen. Gleichzeitig werden Kunden vermehrt zu

Investitionen in Sachwerte tendieren, was der EDG Chancen

für den Vertrieb ausgewählter Fonds und im Bereich

der Immobilienfinanzierung eröffnet. Dem hohen erwarteten

Darlehensneugeschäft stehen erwartete Abflüsse von in

der Vergangenheit vermittelten Finanzierungen gegenüber,

so dass insgesamt nicht mit einer Bestandsausweitung zu

rechnen ist.

stehen dabei im Fokus unserer Aufmerksamkeit. Diese Maßnahmen

werden sich erwartungsgemäß in den Ergebnissen

der kommenden Jahre widerspiegeln.

Für 2013 gehen wir erneut von einem moderaten Wachstum

in unserem Kundengeschäft aus. Im Bereich der Forderungen

an Kunden erwarten wir einen weiteren Bestandszuwachs,

auch das Neugeschäftsvolumen sollte planmäßig

das Ergebnis des Jahres 2012 übersteigen. Diese positive

Prognose wird durch einen guten Vertragsvorlauf gestützt.

Im Bereich der betreuten Kundengelder gehen wir 2013 von

einer Steigerung aus. Insgesamt erwarten wir im Bereich der

Kundeneinlagen (einschließlich der verbrieften Verbindlichkeiten)

einen Bestandserhalt bei weiterer Tendenz zu liquideren

Anlageformen aufgrund der extremen Niedrig zinsphase.

Durch die entspanntere Finanzmarktsituation gehen wir von

einem leichten Wachstum bei den betreuten Kundengeldern

aus.

Die intensive Pflege der Kundenkontakte, eine hohe Kundenbindung

sowie die Optimierung der Vertriebssteuerung

verfolgen wir konsequent. Die zielgerichtete Ausgestaltung

und die präzise Umsetzung unseres Beratungsangebots

Ertragslage

Die Ertragslage der Bank kann auch 2013 durch die Entwicklung

an den Kapitalmärkten beeinflusst werden, wir halten

die Risiken in Summe aber für überschaubar. Wir haben

44


die Risikolimite für die Eigengeschäftspositionen reduziert

und die Volumina, insbesondere auch die Anlagen in Wertpapiere

von Emittenten aus Peripheriestaaten, deutlich zurückgeführt.

Durch den Abbau der stillen Lasten ist darüber

hinaus die Risikotragfähigkeit weiter gestiegen. Aufgrund der

europäischen Staatsschuldenkrise erwarten wir 2013 nur

vorsichtige Kurs korrekturen der Geldpolitik, um die expansive

Liquidität zurückzuführen. Insgesamt gehen wir davon

aus, dass die Liquiditätsversorgung des Finanzsystems weiterhin

die höchste Priorität für die Notenbanken darstellen

wird. Wir erwarten, dass das ordentliche Zinsergebnis 2013

über dem Niveau von 2012 liegen wird. Zusätzliche Ertragschancen

sehen wir bei einer weiterhin steilen, normalen

Zinsstrukturkurve und unverändertem Zinsniveau. Bei weiter

extrem niedrigen Geldmarktzinssätzen können sich Risiken

für das Zinsergebnis ergeben, wegen der nachlassenden

Möglichkeit, Konditionenbeiträge aus zinsvariablen Einlagen

zu erzielen.

Die Folgen der europäischen Staatsschuldenkrise können

sich möglicherweise mit Zeitverzögerung auch auf unsere

Kunden auswirken. Insbesondere die eventuellen Ausgabenkürzungen

in Folge der Haushaltskonsolidierung von

Bund, Ländern und Kommunen sowie die mittelfristige Entwicklung

des Kirchensteueraufkommens können die wirtschaftliche

Lage unserer Kunden aus Kirchen und Sozialwirtschaft

beeinträchtigen. Risiken bestehen für uns durch

einen dann eventuell erhöhten Nettoaufwand für Wertberichtigungen

auf unseren Forderungsbestand gegenüber

Kunden. Vor diesem Hintergrund werden wir die weiteren

Entwicklungen aufmerksam beobachten und begleiten.

Zusätzliche erhebliche Ertragschancen sehen wir in unserer

risikobewussten Kreditvergabepolitik und in einer Fokussierung

auf unsere Zielgruppen sowie die Begrenzung

von Konzentrationsrisiken. Die effiziente Ausschöpfung der

vorhanden Potenziale wollen wir durch die verbesserte Koordination

unserer Vertriebsaktivitäten weiter vorantreiben.

Dieser Prozess wird begleitet durch die ständige Pflege und

den Ausbau der Steuerungssysteme der Bank.

Beim Provisionsergebnis sehen wir zusätzliche Ertragschancen

bei einer weiteren Normalisierung des Kapitalmarktumfeldes

durch die ansteigende Bereitschaft unserer Kunden,

sich auch klassischen Wertpapieranlagen wie Aktien

und Fonds zuzuwenden. Ertragsrisiken liegen auf der Provisionsseite

entsprechend in einem weiterhin volatilen und

45


Bericht des Vorstandes

intransparenten Kapitalmarktumfeld und der sich daraus

ergebenden Zurückhaltung und Risikoaversion unserer

Kunden.

Wir erwarten in den kommenden zwei Jahren insgesamt ein

leicht höheres Betriebsergebnis vor Bewertung als 2012.

Mit dem erreichten Grad der Abkoppelung von den Kapitalmärkten,

unserem zeitnahen Kontrollsystem und dank

unserer risikobewussten Kreditvergabe gehen wir von einem

aus diesem Betriebsergebnis tragbaren Bewertungsergebnis

aus.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir in den kommenden

Jahren eine positive Verstetigung unserer Gesamtertragslage.

Vermögens- und Finanzlage

Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden gesetzlichen

Neuregelungen auf nationaler Ebene auf Grundlage der in

den vergangenen Jahren getroffenen internationalen Vereinbarungen

erwarten wir in den nächsten Jahren sich erhöhende

Eigenkapitalanforderungen. Im Rahmen der Überarbeitung

unserer Mittelfristplanung haben wir auch eine

Kapitalbedarfsplanung durchgeführt, bei der wir die bisher

bekannten neuen Anforderungen berücksichtigt haben. Wir

setzen uns zeitnah mit der laufenden Entwicklung zum Gesetzgebungsverfahren

der neuen Regelungen auseinander.

Diesen aufsichtsrechtlichen Anforderungen haben wir auch

2012 durch das Angebot zur Zeichnung neuer Genossenschaftsanteile

Rechnung getragen. Zum weiteren Ausbau

der Risikotragfähigkeit und der Ertragskraft halten wir jedoch

nach wie vor eine kontinuierliche Zuführung von Kapital aus

erwirtschafteten Erträgen und eine moderate Umstrukturierung

unseres Eigenkapitals für erforderlich. Vor diesem Hintergrund

ist die Eigenkapitalsituation der EDG insgesamt zufriedenstellend.

Gemäß unserer Mittelfristplanung erwarten

wir in Zukunft eine weitere Stärkung der Eigenmittel durch

die Erhöhung der Rücklagen sowie des Fonds für allgemeine

Bankrisiken nach § 340g HGB.

Zur Beachtung der bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen

an die Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung (Solvabilitätsverordnung

und Liquiditätsverordnung) werden wir auch

in den folgenden Jahren alle erforderlichen Vorkehrungen

treffen.

46


Die dargestellten Risiken der künftigen Entwicklung werden

nach unserer Einschätzung keine wesentliche Auswirkung

auf die Vermögenslage der Bank der nächsten zwei Jahre

haben.

Vorschlag für die

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat

vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 3.262.129,31 Euro

wie folgt zu verwenden:

in Euro

Zuführung in die gesetzliche Rücklage 336.398,94

Zuführung zu anderen Ergebnisrücklagen 336.398,93

Ausschüttung einer Dividende von 4,0 % 2.589.331,44

Insgesamt 3.262.129,31

Evangelische Darlehnsgenossenschaft eG, der Vorstand:

Hans-Nissen Andersen, Vorsitzender

Christian Ferchland

Der vollständige Jahresabschluss sowie der Lagebericht wurden dem Geschäftsbericht in elek tronischer Form (CD-ROM) beigefügt.

Nach Beschluss der Generalversammlung am 21. Juni 2013 erfolgt unverzüglich eine Veröffentlichung im elektronischen

Bundesanzeiger.

Der Jahresabschluss wurde vom Genossenschaftsverband e.V. mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk in der gesetzlich

vorgeschriebenen Fassung versehen.

47


Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2012

Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum entsprechend seiner Aufgabenstellung

in regelmäßigen Sitzungen, in zahlreichen zusätzlichen

Gesprächen zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsratsvorsitzenden

sowie durch zusätzliche schriftliche und elektronische

Informationen die Geschäftstätigkeit

der Bank laufend begleitet

und die Tätigkeit des Vorstands

überwacht.

In seinen regelmäßigen Sitzungen

ist er jeweils vom Vorstand

über die Lage der Bank, den Geschäftsverlauf,

die Entwicklungen

von Risiken und Ertragslage oder

die Veränderung der Rahmenbedingungen,

insbesondere auf

den Geld- und Kapitalmärkten und

der aufsichtsrechtlichen Anfor­

Ulrich Seelemann

(Vorsitzender des Aufsichtsrates)

beantwortet, die Zusammenhänge mit aussagekräftigen Vorlagen

erläutert. Das Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist weiterhin

vertrauensvoll.

Der Aufsichtsrat hat unter anderem

den Bericht der Innenrevision

er örtert und zur Kenntnis genommen.

Der Prüfungsplan für das

folgende Jahr wurde ebenfalls

erörtert und beschlussmäßig zur

Kenntnis genommen. Der Vorstand

hat zu den Prüfungsfeststellungen

der Innenrevision dem Aufsichtsrat

gegenüber Stellung genommen.

Der Aufsichtsrat hat sich

weiter im Verlaufe des Jahres über

die Abarbeitung der Prüfungsfeststellungen

informieren lassen. Die

derungen und deren Einhaltung, unterrichtet worden. Die hierbei Innenrevision hat weiter im Auf trage des Aufsichtsrates für diesen

vom Vorstand dem Aufsichtsrat gegebenen Informationen waren bei der Aufnahme der Bestände mitgewirkt und dem Aufsichtsrat

umfassend und vollständig, sämtliche Fragen wurden ausgiebig darüber schriftlich berichtet. Der Bericht ist zur Kenntnis genommen

und erörtert worden.

48


Weiter hat sich der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen regelmäßig

über Gespräche des Vorstandes bei der Bankenaufsicht (Jahresgespräch

mit BaFin und Bundesbank) und mit dem Genossenschaftsverband

sowie des BVR (Bundesverband Deutscher Volksbanken

und Raiffeisenbanken –) informieren lassen.

Ein umfassender Kreditrisikobericht ist quartalsweise – nach jeweiliger

Vorberatung im Ständigen Ausschuss – vom Aufsichtsrat erörtert

und zur Kenntnis genommen worden. Ebenso ein Bericht über

andere Risiken, insbesondere Risiken im Depot A.

Weiterhin hat der Vorstand dem Aufsichtsrat auf dessen Bitte umfassende

Vertriebsberichte über die Vertriebs aktivitäten und die daraus

resultierenden Ergebnisse für das Neugeschäft erstattet. Im

Rahmen der Begleitung der Tätigkeit der Bank hat der Aufsichtsrat

festgestellt, dass sich die Geschäftstätigkeit im Rahmen der gemeinsam

vereinbarten und weiterentwickelten Geschäftsstrategie

bewegte. In Übereinstimmung mit dem Vorstand wurde dabei festgestellt,

dass das in den Vorjahren vereinbarte und stets weiterentwickelte

Geschäftsmodell sich weiterhin als zukunftsträchtig

gezeigt hat.

Ferner hat der Aufsichtsrat im Hinblick auf die im Geschäftsjahr diskutierte

Änderung der aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen

(„Basel III“) mit dem Vorstand eingehend erörtert, welche Konsequenzen

dies für die Zukunft der Bank haben würde. Darüber ist

auch ein längeres Gespräch mit dem Prüfungsverband geführt worden.

Zwischen Aufsichtsrat und Vorstand herrscht Einvernehmen,

dass kein sofortiger Handlungsdruck bestehe, die Entwicklung der

aufsichtsrechtlichen Anforderungen aber weiter beachtet werden

müsse.

Der Aufsichtsrat hat an einer Fortbildung des Genossenschaftsverbandes

über neue aufsichtsrechtliche Anforderungen an das

Bankgeschäft teilgenommen, um seiner Verantwortung gerecht

werden zu können.

Während der beiden Teile der gesetzlichen Prüfung hat sich der

Aufsichtsrat über den jeweiligen Stand und Verlauf der Prüfung

infor mieren lassen. Die Ergebnisse der beiden Teilprüfungen wurden

in gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand mit den Prüfern

eingehend gemeinsam erörtert und jeweils getrennt beschlussmäßig

zur Kenntnis genommen.

49


Bericht des Aufsichtsrates

Zu Beginn der gesetzlichen Prüfung hatte wiederum zwischen dem

Prüfungsleiter und dem Aufsichtsratsvorsitzenden über Angelegenheiten

der Bank, Ablauf und Gegenstände der Prüfung ein ausgiebiges

Gespräch stattgefunden. Dem Aufsichtsrat sind im Verlauf der

Prüfung keine Besonderheiten oder Auffälligkeiten von den Prüfern

mitgeteilt worden.

Schließlich wurde der endgültige Bericht über beide Teilprüfungen

in gemeinsamer Sitzung mit dem Vorstand erörtert und beschlussmäßig

zur Kenntnis genommen.

Auch die gesetzlich geforderte zusammenfassende Einschätzung

des Vorstandes über Chancen und Risiken der geschäftlichen Entwicklung

der EDG hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand erörtert

und zur Kenntnis genommen. Als schriftlich niedergelegter Risikobericht

ist diese Einschätzung gemäß § 289 HGB Bestandteil des

Lageberichts. Die dort vom Vorstand getroffene Bewertung trägt der

Aufsichtsrat ohne Einschränkung mit.

Über die Informationen und Erörterungen in den Aufsichtsratssitzungen

hinaus hat der Vorstand zwischen den Sitzungen den

Aufsichtsratvorsitzenden über aktuelle Themen informiert und mit

ihm weitere Themen abgestimmt. Gemäß den verabredeten und

vom Aufsichtsrat beschlossenen Regeln über Informationspflichten

zwischen den Sitzungen sind dem Aufsichtsratsvorsitzenden alle

berichtspflichtigen Umstände mitgeteilt worden. Über wesentliche

Punkte wurde entsprechend den verabredeten Regeln der gesamte

Aufsichtsrat informiert, zum Teil auch zwischen den Sitzungen in

elektronischer Form.

Die bestehenden Regelungen zur Information des Aufsichtsrates

und seines Vorsitzenden durch den Vorstand entsprechen nach den

Feststellungen der Prüfer den aufsichtsrechtlichen Anfor derungen.

In einer gemeinsamen Sitzung mit dem Vorstand und den Abschlussprüfern

hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss zum

31. Dezember 2012, den Lagebericht – einschließlich des Risikoberichtes

– sowie den Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung

des Bilanzgewinns geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich den

Prüfungsergebnissen angeschlossen und keinen Anlass zu Abweichungen

oder Einwendungen gesehen. Nach Erörterung ist auch

der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns einvernehmlich

mit dem Vorstand beschlossen worden.

50


Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vorliegenden

Jahresabschluss festzustellen, den Mitgliedern des Vorstandes

Entlastung zu erteilen und die gemeinsam mit dem Vorstand vorgeschlagene

Gewinnverwendung zu beschließen.

Der vom Aufsichtsrat aus seiner Mitte eingesetzte Ständige Ausschuss

hat sich gemäß seiner Aufgabenstellung über die Entwicklung

des Kreditgeschäfts und die Entwicklung der Risiken in diesem

Bereich informieren lassen. Dabei wurden die Entwicklungen

im Kreditgeschäft insgesamt diskutiert und bemerkenswerte Störungen

bei laufenden Krediten, die Entwicklung des Kreditneugeschäfts,

bemerkenswerte Überziehungen vereinbarter Kreditlimite

und wesentliche Einzelkreditentscheidungen erörtert und – wo nach

den Regularien erforderlich – Einzelkreditentscheidungen auch genehmigt.

Der quartalsmäßig erstellte aktuelle Kreditrisikobericht

wurde ausgiebig erörtert und zur Kenntnis genommen und für die

Behandlung im gesamten Aufsichtsrat vorbesprochen.

Auch der vom Aufsichtsrat aus seiner Mitte eingesetzte Präsidialausschuss

hat im Rahmen der Beschlüsse des Aufsichtsrates seine

Aufgaben erfüllt. Diese liegen insbesondere in der Erörterung

und Vorbereitung umfassender Sachverhalte für die Behandlung

und Beschlussfassung im besetzten Aufsichtsrat sowie Fragen des

Verhältnisses der Vorstandsmitglieder zur Bank.

Im Namen des Aufsichtsrates danke ich dem Vorstand und den

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Genossenschaft für ihre erfolgreiche

Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012, in dem sich die Bank

dank des Ergebnisses gut weiterentwickeln konnte.

Den Mitgliedern und Kunden der Genossenschaft danke ich für ihr

Vertrauen und die Treue zu ihrer Kirchenbank.

Der Aufsichtsrat

Ulrich Seelemann, Vorsitzender

Kiel, im Mai 2013

51


Jahresbilanz

zum 31.12.2012

Aktivseite Geschäftsjahr Vorjahr

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Barreserve

a) Kassenbestand 781.825,24 720

b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 2.855.923,62 23.597

darunter: bei der Deutschen Bundesbank 2.855.923,62 (23.597)

c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 3.637.748,86 0

2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur

Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind

a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen

sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0

darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)

b) Wechsel 0,00 0,00 0

3. Forderungen an Kreditinstitute

a) täglich fällig 146.987.038,60 38.066

b) andere Forderungen 30.630.149,93 177.617.188,53 41.287

4. Forderungen an Kunden 2.406.657.207,55 2.329.795

darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 786.561.605,60 (805.582)

Kommunalkredite 874.307.555,71 (834.716)

5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

a) Geldmarktpapiere

aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0

darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)

ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0

darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)

b) Anleihen und Schuldverschreibungen

ba) von öffentlichen Emittenten 87.308.487,77 261.079

darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 87.308.487,77 (261.079)

bb) von anderen Emittenten 217.640.407,65 304.948.895,42 519.470

darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 196.970.545,88 (507.816)

c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 304.948.895,42 0

Nennbetrag 0,00 (0)

6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 429.772.103,27 398.027

6a. Handelsbestand 30.336.853,27 22.350

7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

a) Beteiligungen 26.368.454,68 28.002

darunter: an Kreditinstituten 18.815,12 (19)

an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)

b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 585.089,81 26.953.544,49 568

darunter: bei Kreditgenossenschaften 198.504,81 (198)

bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)

8. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.782.671,20 6.783

darunter: an Kreditinstituten 0,00 (0)

an Finanzdienstleistungsinstituten 4.687.239,29 (4.687)

9. Treuhandvermögen 0,00 111

darunter: Treuhandkredite 0,00 (0)

10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand

einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0

11. Immaterielle Anlagewerte

a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0

b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und

Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 185.902,54 241

c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0

d) geleistete Anzahlungen 0,00 185.902,54 0

12. Sachanlagen 12.129.087,95 12.399

13. Sonstige Vermögensgegenstände 3.868.443,33 4.004

14. Rechnungsabgrenzungsposten 4.733.150,80 5.773

Summe der Aktiva 3.407.622.797,21 3.692.272

52


Passivseite Geschäftsjahr Vorjahr

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

a) täglich fällig 223.325,31 202

b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 600.814.110,63 601.037.435,94 870.314

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

a) Spareinlagen

aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 334.678.838,98 315.392

ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 125.037.123,28 459.715.962,26 37.721

b) andere Verbindlichkeiten

ba) täglich fällig 597.596.147,11 612.998

bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.218.749.483,97 1.816.345.631,08 2.276.061.593,34 1.201.997

3. Verbriefte Verbindlichkeiten

a) begebene Schuldverschreibungen 291.517.165,57 426.809

b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 291.517.165,57 0

darunter: Geldmarktpapiere 0,00 (0)

eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)

3a. Handelsbestand 0,00 0

4. Treuhandverbindlichkeiten 0,00 111

darunter: Treuhandkredite 0,00 (0)

5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.335.886,33 4.109

6. Rechnungsabgrenzungsposten 5.750.271,65 6.978

6a. Passive latente Steuern 0,00 0

7. Rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.224.088,00 11.756

b) Steuerrückstellungen 1.916.403,00 0

c) andere Rückstellungen 7.211.518,62 21.352.009,62 5.689

8. [gestrichen] 0,00 0

9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0

10. Genussrechtskapital 53.914.140,34 54.681

darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 51.129,19 (818)

11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 6.674.000,00 130

darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 424.000,00 (130)

12. Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital 97.838.400,00 95.590

b) Kapitalrücklage 0,00 0

c) Ergebnisrücklagen

ca) gesetzliche Rücklage 22.887.533,88 22.614

cb) andere Ergebnisrücklagen 22.992.231,23 45.879.765,11 22.719

d) Bilanzgewinn 3.262.129,31 146.980.294,42 2.462

Summe der Passiva 3.407.622.797,21 3.692.272

1. Eventualverbindlichkeiten

a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten

0,00 0

Wechseln

b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 11.811.170,79 10.901

c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde

Verbindlichkeiten 0,00 11.811.170,79 0

2. Andere Verpflichtungen

a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0

b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0

c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 174.557.622,81 174.557.622,81 179.924

darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

53


Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 01.01.2012 bis 31.12.2012

Geschäftsjahr

Vorjahr

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Zinserträge aus

a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 114.706.379,35 113.692

b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 21.290.437,06 135.996.816,41 34.684

2. Zinsaufwendungen 140.737.190,34 -4.740.373,93 127.469

3. Laufende Erträge aus

a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 33.707.087,34 6.971

b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 90.928,50 456

c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 520.000,00 34.318.015,84 900

4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungsoder

Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0

5. Provisionserträge 6.254.167,08 4.701

6. Provisionsaufwendungen 1.856.059,99 4.398.107,09 1.439

7. Nettoertrag des Handelsbestands 2.644.877,74 -819

8. Sonstige betriebliche Erträge 1.565.203,84 1.317

9. [gestrichen] 0,00 0

10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

a) Personalaufwand

aa) Löhne und Gehälter 10.489.511,87 10.682

ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

und für Unterstützung 2.018.221,33 12.507.733,20 2.471

darunter: für Altersversorgung 443.785,62 (891)

b) andere Verwaltungsaufwendungen 8.847.140,00 21.354.873,20 8.481

11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf

immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 626.299,51 586

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.396.773,60 833

13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen

und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu

Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 8.526

14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten

Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen

im Kreditgeschäft 2.123.627,39 2.123.627,39 0

15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,

Anteile an verbundenen Unternehmen und wie

Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 2.257.135,85 436

16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an

verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen

behandelten Wertpapieren 0,00 -2.257.135,85 0

17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 349.588,78 0

19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 14.324.787,03 979

20. Außerordentliche Erträge 0,00 0

21. Außerordentliche Aufwendungen 246.484,00 246

22. Außerordentliches Ergebnis -246.484,00 (-246)

23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.292.531,88 -1.742

darunter: latente Steuern 0,00 (0)

24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 273.641,84 4.566.173,72 13

24a. Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken 6.250.000,00 0

25. Jahresüberschuss 3.262.129,31 2.462

26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0

3.262.129,31 2.462

27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen

a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0

b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0

3.262.129,31 2.462

28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen

a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0

b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0

29 Bilanzgewinn 3.262.129,31 2.462

54


Organigramm

Vorstand (Vorsitzender)

Hans-Nissen Andersen

Vorstand

Christian Ferchland

Recht

Marketing

Team Personal

Team Controlling

Team

Rechnungswesen

Team Kredit Consult

Team Marktfolge Wertpapiere/

Dienstleistungen

Team Marktfolge

Kredit

Team

Organisationsentwicklung

Team Facility

Team Technik

Team Kirchen

Team Vermögensverwaltung

Team Anlageberatung

Electronic Banking

Team Kundenberatung

Nordost

Team Kundenberatung

Nordwest

Team

Service-Center

Team

Baufinanzierung

Team

Vermögensberatung

Team Privatkunden

Team Privatkunden

Team Diakonie/

Caritas

Team Kirchen

Bereich

Vorstandsstab

Bereich

Finanzen

Bereich

Marktfolge

Bereich

Bankservice

Bereich

Revision

Immobilienbewertung

Datenschutzbeauftragter

Beauftragtenwesen

Geldwäsche-

Beauftragter

Compliance-

Beauftragter

Geschäftsfeld Kirchen/

Vermögens management/Stiftungen

Geschäftsfeld

Diakonie/

Sozialwirtschaft

Geschäftsfeld

Privatkunden

Geschäftsfeld

Treasury

Geschäftsfeld

Vertriebsmanagement

Filiale

Berlin

55


Impressum

Herausgeber

Evangelische Darlehnsgenossenschaft eG

Herzog-Friedrich-Str. 45 · 24103 Kiel

Tel. 0431 6632-0 · Fax 0431 6632-444

www.edg-kiel.de · info@edg-kiel.de

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