caliber: Schießen – Waffen – Ausrüstung – Technik Schwarzes Gold - Steyr SSG Carbon im Premiere-Test (Vorschau)

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Match-Reportagen

● Deutsche IPSC-Meisterschaften

● Norwegische Gewehr-Meisterschaften

● Silhouetten-Schießen-Weltmeisterschaften

Schwarzes Gold

Steyr SSG Carbon im Premiere-Test


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Aus der Redaktion

EDITORIAL

NEU

Chefredakteur Stefan Perey

WIEDERLADEN

Liebe Leserin, lieber Leser,

eine Schießsportsaison mit zahlreichen Höhepunkten auf den Schießständen dieser

Republik neigt sich gen Ende. Beim Bund Deutscher Sportschützen 1975 e.V. beispielsweise

kamen bei den Deutschen Meisterschaften in den nationalen Standard-Disziplinen

mit der Kurz- und Langwaffe alleine am ersten Wettkampf-Wochenende über

1.000 Schützen zusammen, die 4.000 Starts hinlegten. Respekt!

Erste Schützenpflicht

Dabei scheint der zweitgrößte Schießsportverband in deutschen Landen, der sich der

(viel zu niedrigen) Marke von 50.000 Mitgliedern nähert, derzeit ohnehin ungemein

aktiv, seit der geschäftsführende Vorstand mit Präsident Friedrich Gepperth und den

Vizepräsidenten Sigrid Schuh, Rigo Woll und Steffen Ezell Verstärkung durch den agilen

Rechtsanwalt Ulrich Falk erhalten hat. Er betreibt als Geschäftsführer die Hauptgeschäftsstelle

in Ahrensfelde nahe Berlin und durch seine hauptsächliche Arbeit entstand

der hoch informative, monatlich elektronisch versandte Infobrief des Verbandes.

Immerhin wird er nach nur zwei Ausgaben schon von über 4.500 Empfängern gelesen.

Wer stetig über politische, waffenrechtliche, mediale und sportliche Geschehnisse fakten-

und detailreich informiert sein will, kommt an dem BDS-Infobrief nur schwerlich

vorbei. Von daher erachte ich es als erste Schützenpflicht, ihn unter info@bdsnet.de

kostenlos zu bestellen, denn nur ein aufgeklärter Schütze ist ein guter Schütze. Dabei

kann man sich auch „interaktiv“ einbringen und mitwirken, indem man beispielsweise

Leserbriefe zu aktuellen Themen, die einem auf den Nägeln brennen, für den Verbands-

Infobrief verfasst.

In diesem Sinne,

Stefan Perey

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TITELTHEMA

Entgegen dem Trend: Steyr Scharfschützengewehr

SSG Carbon .308 Win. im Test.

Seite 6

Pburg-Pistoleros: Wettkampf-Action bei den

Deutschen IPSC-Meisterschaften 2014.

Seite 54

Italienischer Erstschlag: Arsenal Firearms Strike

One Polymerdienstpistole im Test.

Seite 18

Im Adlernest: IMI/Magnum Research Desert

Eagle Pistolen „alt gegen neu“ im Test.

Seite 34

4 caliber 10/2014

Kurze Trips mit Clips: S&W M986 Pro Series

Revolver im „meisterlichen“ Praxistest.

Seite 46

Rücken-Chamäleon: Modularer Arcteryx

LEAF Khard 45 Rucksack im Test.

Seite 84


INHALT

TITELTHEMA

Steyr SSG Carbon

in .308 Winchester Seite 6

Betrachtet man internationale Markttendenzen,

dann erkennt man, dass ein

Scharfschützengewehr heutzutage ein

verstellbares Leichtmetallchassis mit

klappbarer Schulterstütze besitzt. Der

österreichische Traditionshersteller Steyr

schwimmt mit dem brandneuen SSG Carbon

gegen den Strom.

KURZWAFFEN

Arsenal Firearms Strike

One in 9x19 Seite 18

Vor zwei Jahren stellte Arsenal Firearms

eine neue Polymerrahmenpistole in 9 mm

Luger vor, die mit innovativer Verriegelungstechnik

sowie extrem niedriger Laufseelenachse

ein besonders angenehmes

Schussverhalten bei gesteigerter Präzision

an den Tag legen soll. Nun stand endlich

der Praxistest eines Serienmodells an.

IMI & Magnum Research Desert

Eagle in .357 & .44 Magnum Seite 34

Im Reich der leistungsstarken Magnum-

Pistolen ist der amerikanisch-israelische

Wüstenadler der einzig wahre Überlebende.

Während die Konkurrenz größtenteils

nicht mehr produziert wird, ist die mächtige

Gasdruckladepistole lebendiger denn

je. Wir befassen uns mit Geschichte, Technik

und vergleichen alte gegen neue Wüstenadler

in der Schießpraxis.

Smith & Wesson Modell

986 Pro Series in 9x19 Seite 46

Beim neuen Revolver für die dominierende

Pistolenpatrone 9 mm Luger handelt es

sich um einen 7-Schüsser für Action geladene

Schießsport-Disziplinen, bei dessen

Erprobung wir standesgemäße Schützenhilfe

vom 9-fachen Deutschen IPSC-Revolvermeister

Sascha Back erhielten.

LANGWAFFEN

KRG Whiskey 3 Aluchassis

für Remington 700 Seite 26

Im ausgewachsenen Pelican Products-

Rollkoffer erhielten wir von Rothe-Waffen

aus Arnsberg eine Remington 700 LTR im

Standardkaliber .308 Winchester in einem

völlig neuen Gewand.

WETTKAMPFBERICHTE

Deutsche IPSC-Meisterschaften

2014 Seite 54

Alljährlich versammelt sich in den Sommermonaten

Juli und August das „Who

is Who“ der deutsche IPSC-Szene im beschaulichen

Philippsburg, um ihren Deutschen

Meister zu küren.

Norwegische Landesmeisterschaft

2014 Seite 62

Schießsport ist ein Breitensport zumindest

in Norwegen. Bei der diesjährigen

Landesmeisterschaft „Landsskytterstevnet“

im norwegischen Sandnes trafen sich

4.800 Schützen zum Wettkampf um die

Medaillen.

Weltmeisterschaft 2014

im Silhouetten-Schießen Seite 68

Unter der Schirmherrschaft der „International

Metallic Silhouette Shooting Union“

(IMSSU) fand vom 14. bis 27. Juli 2014

die 11. Weltmeisterschaft in Ludvikovice,

Tschechien, statt. caliber mischte im Wettkampfgeschehen

mit.

DSB Deutsche

Meisterschaft 2014 Seite 70

Die Olympiaschießanlage in Garching bei

München war Ende August wieder einmal

Austragungsort der DSB-DM in den Großkaliber-Kurzwaffen-Disziplinen.

Teilweise

wurden weniger Ringe als im Vorjahr geschossen,

was den Wettkampf aber umso

spannender gestaltete.

AUSRÜSTUNG

Arcteryx LEAF Khard 45 Seite 84

Der wandlungsfähige Rucksack ist in seiner

Konstruktion einzigartig. Die innovative

Modulbauweise erlaubt es, den Lastenträger

für unterschiedlichste Missionen

im Handumdrehen umzurüsten und völlig

individuell zu bestücken.

DIES & DAS

Disziplin des Monats Seite 72

Forum/Leserbriefe Seite 74

Termine Seite 76

Service Seite 78

Magazin Seite 90

Impressum Seite 98

Auf dem Titelbild sehen Sie den IPSC-Schützen Wolfgang

Kobler mit seiner feuerspeienden „Open Class

Full House Race Gun“ in Action. Außerdem abgebildet:

Brandneues Scharfschützengewehr Steyr SSG Carbon

(unten) sowie Smith & Wesson-Revolver M986 Pro

Series, Magnum Research-Pistole Desert Eagle und

Arsenal Firearms-Pistole Strike One (von oben links).

(Titelfoto: Britta Kobler, Uli Grohs, Michael Fischer)

Klappbarer Komfort: KRG W3C

Leichtmetallchassis für Remington 700 im Test.

Seite 26

5 caliber 10/2014


TITELTHEMA

Steyr Scharfschützengewehr SSG Carbon in .308 Winchester

6 caliber 10/2014


gegen den strom

Betrachtet man das Angebot der renommierten Hersteller und die internationalen Markttendenzen, dann

ist unschwer zu erkennen, dass ein modernes Scharfschützengewehr heutzutage ein vielseitig verstellbares

Leichtmetallchassis mit klappbarer Schulterstütze und oftmals einen den Lauf umkleidenden Handschutz

besitzt. Doch der österreichische Traditionshersteller Steyr Mannlicher, der in diesem Jahr

das 150-jährige Firmenjubiläum feiert, schwimmt mit dem brandneuen SSG Carbon

gegen den Strom.

Entgegen dem Trend: Das brandneue

Steyr-Scharfschützengewehr SSG

Carbon mit prägnantem, Karbon

verstärktem Daumenloch-Kunststoffschaft

und 60-cm-Lauf mit Drei-Kammer-Mündungsbremse

im Standardkaliber

.308 Winchester. Angeboten

werden auch .243 Winchester, .300

Winchester Magnum und .338 Lapua

Magnum.

7 caliber 10/2014


TITELTHEMA

Steyr Scharfschützengewehr SSG Carbon in .308 Winchester

Dabei hat gerade dieses Unternehmen

wie wohl kaum ein anderes

den Markt der Scharfschützen- und

Präzisionsschützengewehre (SSG/PSG)

revolutioniert und wahre Pionierarbeit

geleistet. Denn schon 1969 präsentierte

man mit dem heute noch legendären

Steyr SSG-69 das weltweit erste serienmäßige

SSG mit Kunststoffschaft und

Spitzenpräzision für den professionellen

Militär-/Polizei-Einsatz. Alle anderen SSG

davor basierten auf Jagd- oder Infanteriegewehren,

die lediglich für die besondere

Verwendung im Detail modifiziert

und aufgerüstet wurden. Doch natürlich

ruhte man sich nicht auf den Lorbeeren

aus und präsentierte im neuen Jahrtausend

weiterentwickelte Scharfschützengewehre

wie das Steyr Tactical Elite (siehe

caliber 10/2001), Steyr SSG 04 (siehe

caliber 7-8/2004) oder Steyr SSG 08 (siehe

caliber 10/2008).

Zurück zu den Wurzeln

Während die SSG-69, Tactical Elite und

SSG 04 allesamt einen Kunststoffschaft

vorweisen, basiert das SSG 08 bereits

auf einem Aluminiumträger mit klappbarer

Schulterstütze und wird damit dem

einleitend beschriebenen, internationalen

Trend gerecht. Umso erstaunlicher

ist es, dass Steyr auf der IWA 2014 das

SSG Carbon mit markantem Daumenloch-Kunststoffschaft

dem interessierten

Fachpublikum präsentierte und damit

deutlich gegen den „Mainstream“

anschwimmt. Angeboten wird gleich

eine Modellfamilie in den vier gängigen

Kalibern .243 Winchester, .308 Winchester,

.300 Winchester Magnum und .338

Lapua Magnum. Das Steyr SSG Carbon

wird im Standardkaliber .308 Winchester

(7,62x51 mm NATO) in zwei Lauflängen

gelistet: 50 cm-Lauf bis Einsatzentfernungen

von 300 Metern, 60 cm-Lauf für

den Weitdistanzeinsatz jenseits dieser

Marke.

Eingelocht

Der markante Daumenloch-Kunststoffschaft

mit hohem Karbonfaser-Anteil

wird im so genannten „Sheet Moulding

Compound“ (SMC)-Verfahren hergestellt.

Hierbei wird eine fertige Matrix (Verbundwerkstoff

aus Polyesterharzen, Kohlestofffasern,

Additiven und mineralischen

Füllstoffen) mit drei Millimeter Dicke, die

bis zu 50 mm große Karbon-Flocken enthält,

in eine vorgefräste Form eingelegt

und anschließend werden die Formhälften

zusammengefahren. Das zähflüssige

Material wird dabei in alle Vertiefungen

gepresst und mit Temperatur ausgehärtet.

Weil sich die rund 50 mm langen Kohlestofffasern

während des Pressvorgangs

dreidimensional in der Matrix verteilen,

ergibt sich im fertigen Bauteil eine homogene

Stabilität in jeder Belastungsrichtung.

Die Materialauswahl wurde auch

unter dem Aspekt der Temperaturstabilität

getroffen, denn Kohlestofffasern

haben nahezu keine Neigung zur Längenausdehnung

unter Einfluss von Temperatur.

Das Material verändert sich im

ausgehärteten Zustand kaum, weist also

nur eine sehr geringe Wärmeausdehnung

und minimales Schrumpfmaß auf, wenn

es kalt wird. Diese Eigenschaften sollen

sich positiv auf die Präzision auswirken,

8 caliber 10/2014

Der voll ausgestattete, vielseitig verstellbare Schaft

bringt gerade einmal zwei Kilogramm auf die Waage.

Das gelungene Schaftdesign und das erstklassige

Steyr-Zweibein erleichterten die Präzisionsarbeit.


In den Daumenloch-Kunststoffschaft des Steyr SSG

Carbon wurden Aluminiumblöcke integriert, um

eine optimale Systembettung zu erschaffen.

weil keine Spannungen auf das System

übertragen werden. Laut Herstellerangaben

entstand der neue Kunststoffschaft

mit dem großen Daumenloch auch deshalb,

weil sich Mitglieder verschiedener

Militär- und Polizeieinheiten darüber

beklagten, dass sich die dominierenden

Aluchassis mit ihren oftmals vorhandenen,

gefrästen Fensterausschnitten

und Taschen im harten Einsatz nur sehr

schwer und mit viel Aufwand ordentlich

reinigen lassen. Der für aufgelegte Anschläge

ideale Schaft mit breiter, an der

Unterseite planer Vorderschaftpartie ermöglicht

einen wiederholgenauen Rücklaufweg

im Schuss und ist auf beidseitige

Bedienung ausgelegt. An der Stirnfläche

des Vorderschafts befindet sich der Aufnahmedorn

für ein VersaPod-, Harrisoder

das hauseigene Steyr-Zweibein. Auf

beiden Seitenflächen des Vorderschafts

sind fünf M6-Anschlussgewinde für die

Anbringung von Brückenmontagen für

Der Steyr „Safety Bolt System“ (SBS)-Verschluss

funktioniert höchst zuverlässig und bietet Maximalsicherheit.

Das Magazin für 10 Patronen besitzt

zwei Bedientasten.

Der sauber justierte Druckpunktabzug mit der

speziellen Drei-Stellungs-Sicherungsscheibe in der

Hinterpartie.

9 caliber 10/2014


TITELTHEMA

Steyr Scharfschützengewehr SSG Carbon in .308 Winchester

Das üppig dimensionierte

Daumenloch hinter dem

Pistolengriff mit weicher

Einlage ermöglicht ebenfalls

eine beidseitige Bedienung.

Das Bedienelement für die Höhenverstellung der

Wangenauflage kann wahlweise rechts oder links

angebracht werden.

Nachtsichtoptiken oder Montageschienen

für weitere Zusatzausrüstung vorhanden.

Das sehr üppig dimensionierte

Daumenloch hinter dem ergonomisch

geformten Pistolengriff mit Fingermulden

und weicher Elastomer-Einlage erlaubt

eine Waffenbedienung selbst beim

Tragen von dicken Winterhandschuhen.

Hierbei kann auch die Sicherung bestens

erreicht und betätigt werden, wobei man

den Daumen während der Abzugsbetätigung

auch auf dem Sicherungselement

ruhen lassen kann. Der Hinterschaft bietet

alle Verstellmöglichkeiten, die man

sich auch als verwöhnter Sportschütze

von einem Präzisionsgewehr wünscht.

Die Wangenauflage kann nicht nur in der

Höhe individuell eingestellt werden, sondern

ermöglicht sogar eine seitliche Feinanpassung.

Der Bedienhebel für den vom

Steyr SSG 08 übernommenen Hecksporn

Neben der hier gezeigten Version mit 600

mm Lauflänge gibt es auch eine Variante mit

100 mm kürzerem Lauf.

10 caliber 10/2014

Blick auf die schnittige Mittelpartie des SSG

Carbon. Abzugsbügel- und Magazinschacht-

Unterseite befinden sich auf einer Linie.


Die Sicherung ist durch das Daumenloch bestens

erreichbar. Man kann den Daumen während des

Schießens auf der Sicherung ruhen lassen.

befindet sich auf der linken Schaftseite.

Durch Betätigung des Bedienelements

sorgt die Schwerkraft dafür, dass der

Hecksporn nach unten schnellt, eine Höhenfeinkorrektur

ist durch Drehen des

Erdsporns möglich. In der Unterseite des

Hinterschaftes mit Längen-Änderung

durch Zwischenstücke und höhenverstellbarer

Kappe befindet sich übrigens

ein groß dimensionierter Stauraum mit

Deckel, in dem Reinigungszeug, Batterien

oder andere Utensilien untergebracht

werden können. Der Abzugsbügel ist

an seiner Unterseite mit einer Bohrung

versehen, was Justierarbeiten an der

Abzugseinheit deutlich vereinfacht. Die

hakenförmige Stufe an der Unterseite der

Schulterstütze verleiht der unterstützenden

Hand einen sehr guten Halt in der

Liegend-Position oder im sitzend aufgelegten

Anschlag.

Keine geheime Verschlusssache

Das SSG Carbon basiert wie die aktuelleren

Vorgänger aus gleichem Hause auf dem

zusammen mit dem Sportgewehr SBS 96

Match im Jahre 1996 eingeführten „Safe-

Geschoss Gewicht-

Hersteller-Art-Dia.

Schussleistung des Steyr Mannlicher SSG Carbon

in .308 Winchester

Fabrikpatrone:

Hersteller-Serie

OAL

in mm

v 2

in m/s

v 2 -Diff.

in m/s

Präzision

100 m in mm

102 grs. Sako HPBT .308 Sako Fabrikpatrone 66,1 949,3 9,6 19

154 grs. MEN SFC .308 MEN Fabrikpatrone 71,2 835,5 9,4 13

168 grs. RWS HPBT .308 RWS Fabrikpatrone 71,0 805,1 7,3 23

168 grs. Sierra HPBT .308 40,0 grs. Hodgdon Benchmark 71,5 772,1 8,5 13

168 grs. Sierra HPBT .308 42,0 grs. Hodgdon Benchmark 71,5 813,5 10,1 19

168 grs. Hornady A-Max 308 Hornady Superformance 71,0 835,9 12,8 11

168 grs. Hornady Z-Max 308 Hornady Zombie 71,1 808,4 11,7 12

168 grs. Sierra HPBT .308 S&B Fabrikpatrone 70,9 757,3 2,0 11

(Alle Handlaborierungen in Remington-Hülsen, Trimmlänge: 50,9 mm, mit einem Remington Large Rifl e 9,5

Zünder. Testaufbau: Sitzend aufgelegt unter Verwendung einer hinteren Sandsack-Aufl age und eines vorderen

Steyr-Zweibeins. 5 Schuss auf 100 Meter. Visierung: Schmidt & Bender PM II-Zielfernrohr 5-25x56.)

Technische Daten des Steyr Mannlicher SSG Carbon

in .308 Winchester

System: modifizierter Steyr SBS 96 Zylinderverschluss mit vier Verriegelungswarzen in zwei Reihen und einem

Öffnungswinkel von 70 Grad

Lauf: 60 cm langer, gehämmerter Lauf mit einem Drall von 1-12“ (305 mm) und Mündungsbremse

Schaft: Lochschaft aus Karbon, Alubettung, höhenverstellbarer Schaftbacke und kappe, Vorderschaft-Partie mit

fünf beidseitigen M6-Gewindebuchsen und Frontaufnahme für Zweibein

Magazin: glasfaserverstärktes Kunststoff-Kastenmagazin für 10 Patronen

Abzug: Druckpunktabzug, eingestellt auf 1.140 Gramm

Sicherung: 3-Stufen-Sicherung auf dem Kolbenhals

Visierung: ohne, wird mit MIL-STD-1913 Picatinny-Montageschiene mit 20 MOA Vorneigung für Zielfernrohr-Montage

ausgeliefert

Länge: 1.182 mm

Gewicht: 5,7 Kilogramm (mit Montage und Zielfernrohr)

Preis: 3.792 Euro

caliber-Kontakt

Steyr Mannlicher GmbH, Ramingtal 46, 4442 Kleinraming Austria

Telefon: +43-(0)7252-8960, Fax: +43-(0)7252-78618, www.steyr-mannlicher.com

office@steyr-mannlicher.com. Unsere Testwaffe wurde uns vom Deutschland-

Importeur Albrecht Kind GmbH (AKAH), Postfach 31 02 83, 51617 Gummersbach

Telefon: +49-(0)2261-7050, Fax: +49-(0)2261-73540, www.akah.de, info@

akah.de zur Verfügung gestellt, wofür wir uns ganz herzlich bedanken möchten.

11 caliber 10/2014


TITELTHEMA

Steyr Scharfschützengewehr SSG Carbon in .308 Winchester

ty Bolt System“ (SBS)-Zylinderverschluss

mit vier Verriegelungswarzen in zwei Reihen

und 70-Grad-Öffnungswinkel, wurde

aber im Detail modifiziert. Die spezielle

Vereisungs- und Versandungsrille sorgt

für höchste Funktionszuverlässigkeit unter

klimatischen Extrembedingungen von

plus 70 Grad bis minus 40 Grad Celsius in

der Wüste oder arktischen Eislandschaft.

In das Systemgehäuse mit nun neuerdings

abgeflachten Seitenflächen wird

der 600 mm lange, kalt gehämmerte Lauf

mit Mündungsbremse mit drei Expansionskammern

eingeschraubt. Bei dem

Lauf des neuen Scharfschützengewehrs

wurde der birnenförmige Anfangsbereich

nochmals verändert, um noch mehr Steifigkeit

und ein optimiertes Laufschwingungsverhalten

zu realisieren. Der Lauf

soll im Schuss weit weniger ausschlagen

und sich schneller beruhigen. Zu den besonderen

Konstruktionsmerkmalen des

Steyr SBS 96-Verschlusssystems gehört

neben dem korrespondierenden Gegenlager

für den Verschlusskopf mit seinen

vier Verriegelungswarzen eine spezielle

Sicherheitsbuchse im Bereich der vorderen

Systembrücke. Sollte in einem „worst

case“-Szenario einmal ein extrem hoher

Gasdruck auftreten und die Patronenhülse

beginnt zu fließen, dann stützt die

Sicherheitsbuchse den Verschlusskopf

und zwingt die Patronenhülse in ihrer ursprünglichen

Form zu bleiben. Somit kann

kein überschüssiges Gas nach hinten in

Richtung des Gesichtes des Schützen entweichen,

so dass hier für maximale Sicherheit

gesorgt ist. Das SBS 96-System ist von

Grund auf darauf ausgelegt, Gasdrücke von

bis zu 8.000 bar zu verdauen. Dem Vernehmen

nach konnte es in der Vergangenheit

wohl vorkommen, dass sich diese Sicherheitsbuchse

nach Montage/Demontageund

Reinigungsarbeiten unbeabsichtigt

verdreht hatte, mit der ärgerlichen Folge,

dass sich die Verschlusskammer dann nicht

mehr in ein SSG 08 einsetzen ließ. Die Sicherheitsbuchse

wird bei dem SSG Carbon

nun von einer Kugel arretiert, wenn der

Verschlusskopf zurückgezogen wird. Beim

Schließen der Verschlusskammer wird die

Kugel wieder weggedrückt und die Sicherheitsbuchse

kann sich drehen. Ein ungewolltes

Verdrehen dieses Sicherheitselements,

wie bei den Vorgängern, ist jetzt

zuverlässig ausgeschlossen. Diese Neuerung

floss auch bei allen anderen Modellen

aus dem Hause Steyr ein.

Am Rad drehen

Unter der Systemhülse angeschraubt

ist die ab Werk sauber einjustierte, ver-

12 caliber 10/2014

Prominente Vorgänger: Steyr SSG 04 in .300 Win. Mag. (oben) und Steyr SSG-69-Klassiker in .308 Win. (unten).


Der Vorderschaft mit den unauffälligen

M6-Gewindebuchsen lässt sich optional mit

Brückenmontagen oder kurzen Montageschienen

für Zusatzequipment aufrüsten.

stellbare Druckpunktabzugseinheit in

Kombination mit der Drei-Positionen-

Drehschieber-Sicherung. In Falle unserer

Testwaffe löste der Abzug nach

Überwindung eines Gewichts von 1.140

Gramm trocken aus. In der ersten Position

des Sicherungsrads auf dem Kolbenhals

wird ein roter Punkt sichtbar,

der deutlich signalisiert, dass das Steyr

SSG Carbon feuerbereit ist. In der Mittelstellung

der Scheibe tritt ein weißer

Punkt zum Vorschein: der Abzug ist blockiert,

die Verschlusskammer kann aber

geöffnet werden. In der letzten Position

schnappt neben dem weißen Punkt

ein graues Sicherheitselement aus der

Sicherungsscheibe hervor. Drückt man

nun den Kammerstängel über seine

Standardposition hinaus ein, rastet er in

seiner extrem eng am Schaft anliegenden

Transportsicherung ein, wobei im

alljagd_munition_anz.qxd 07.08.2014 12:45 Uhr Seite 1

Inneren der Schlagbolzen blockiert wird.

In diesem Zustand (weißer Punkt und

grauer Keil auf dem Sicherungsschieber)

ist das Steyr SSG Carbon durch die Abzugs-

und Schlagbolzenblockierung und

den gesperrten Kammerstängel gleich

mehrfach gesichert und eine ungewollte

Schussauslösung in der Praxis auch

unter widrigsten Umständen nicht möglich.

Schiebt man die Sicherungsscheibe

wieder auf die Feuerposition, was

sich blitzschnell bewerkstelligen lässt,

springen Schlagbolzen und Kammerstängel

automatisch aus ihrer Sicher-

MUNITION

FMC Full Metal Case (Vollmantel)

LRN Lead Round Nose (Blei-Rundkopf)

SJSP Semi Jacketed Soft Point (Teilmantel-Flachkopf)

JHP Jacketed Hollow Point (Hohlspitz)

FMC-SUB Full Metal Case Subsonic (Vollmantel)

LWC Lead Wadcutter (Blei-Scharfrand)

JSP-Flat Jacketed Soft Point Flat (Teilmantel-Flachkopf)

FMC/SWC Full Metall Case (Vollmantel-Scharfrand)

Magtech Pistolen- und Revolvermunition

Geschoss- 50 500 1.000 2.000

Art.-Nr. Kaliber Geschossart gewicht Stück Stück Stück Stück

4160107 .32 S&W long LWC 98 20, 185, 336, 652,

4160110 .38 Spec. LRN 158 16,50 142, 258, 500,

4160112 .38 Spec. SJSP 158 19, 168, 304, 590,

4160115 .357 Mag. SJSP 158 20, 185, 336, 652,

4160121 9 mm Para FMC 124 15, 126, 230, 446,

4160123 9 mm Para JSP-Flat 95 18, 146, 264, 512,

4160119 9 mm Para FMC-Subsonic 147 18, 146, 266, 516,

4160135 9 mm Para JHP 115 17, 142, 257, 499,-

4160128 .44 Mag. SJSP 240 31, 270, 488, 946,

4160131 .45 ACP FMC 230 23, 192, 348, 675,

4160132 .45 ACP FMC/SWC 230 25, 204, 370, 716,

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Art.-Nr. Kaliber Bezeichnung

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13 caliber 10/2014


TITELTHEMA

Steyr Scharfschützengewehr SSG Carbon in .308 Winchester

14 caliber 10/2014

heitsposition und die Waffe ist ruckzuck

vom deaktivierten „Schlafzustand“ mit

multiplen Sicherungen in den aktiven,

feuerbereiten Zustand zurückversetzt.

Auf dem Schießstand

Wir packten auf die Montageschiene auf

der Systemkasten-Oberseite des Steyr

SSG Carbon eine leistungsfähige Kombination,

bestehend aus Recknagel ERA

TAC Montage und mächtigem Schmidt &

Bender PM II-Zielfernrohr 5-25x56, um

das neue Scharfschützengewehr aus Österreich

in der Praxis erproben zu können.

Leider stand uns im Testzeitraum

nur eine 100-Meter-Bahn zur Verfügung.

Zur Anwendung kamen acht verschiedene

.308 Winchester-Munitionssorten,

sechs Fabrik- und zwei Handladungen,

mit einem rum von 102 bis 168 Grains. Soviel

Geschossgewichtsspekttypischer

Behördenmunition (MEN mit

154 Grains Schrägflächen-Scharfrand-

Geschoss) tadellos. Auch die Mündungsbremse

leistete ganze Arbeit, denn im

Gegensatz zu vielen anderen Mündungsaufsätzen

ist die erste Expansionskammer

so gestaltet, dass die Pulvergase

im Winkel vom Schützen weg geleitet

werden, woraus ein sehr hoher Schießkomfort

resultiert. Unsere Präzisionsarbeit

wurde wesentlich durch das gelungene

Schaftdesign im Zusammenspiel

mit dem hauseigenen Steyr-Zweibein

unterstützt. Klemmt man es mittels

des großzügig dimensionierten Hebels,

brachte es im Anschlag und Feuer auch

nichts mehr aus der Ruhe. Die Klemmung

des äußerst stabilen Zweibeins,

das in identischer Ausführung auch

bei der monumentalen Steyr HS50 M1

im Hammerkaliber .50 BMG eingesetzt

wird, funktioniert wesentlich besser als

bei amerikanischen Fabrikaten. Die großen

Auflageflächen der Schulterstütze

des Lochschaftes und des Zweibeins

ermöglichten einen äußerst stabilen,

wiederholgenauen Anschlag, was sich

in entsprechend kleinen vorweg: Das Steyr SSG Carbon

überzeugte durch eine hohe Munitionsverträglichkeit,

funktionierte

es doch auch hinsichtlich

der Schussleistung sowohl mit

ausgewiesener Match- als auch mit

Streukreisen

Die österreichische Polizeispezialeinheit

COBRA war

schon maßgeblich an der

Entwicklung des Steyr-

Scharfschützengewehrs

SSG 08 beteiligt.


alljagd_waffen_anz.qxd Das schnittige 07.08.2014 Steyr SSG 12:44 08 mit Leichtmetallchassis Uhr Seite 1und

klappbarer Schulterstütze im Standardkaliber .308 Winchester.

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15 caliber 10/2014


TITELTHEMA

Steyr Scharfschützengewehr SSG Carbon in .308 Winchester

manifestierte. Denn der „schlechteste“

Streukreis maß 23 Millimeter (RWS

Match 168 Grains Hohlspitz-Torpedoheck)

und die beiden Bestschussgruppen

landeten auf einer Zielscheiben-

Papierfläche von nur 11 Millimeter

(Hornady Superformance 168 Grains

A-Max sowie Sellier & Bellot Match 168

Grains Sierra MatchKing HPBT). Auch

weitere Präzisionsresultate, wie 12 Millimeter

(Hornady Zombie 168 Grains Z-

Max) oder 13 Millimeter (MEN 154 Grains

SFC), stimmten durchaus zufrieden.

Summa summarum bleibt festzuhalten,

dass das neue Steyr SSG Carbon mit fünf

von acht Munitionssorten Streukreise

produzierte, die sich allesamt mit einem

2-Cent-Stück abdecken ließen. Schussgruppen

um 10 Millimeter waren also

nicht die Ausnahme sondern eher die

Regel, wobei man bedenken muss, dass

die Geschossdurchlaufzeit bei einem 60

cm-Lauf recht lang ist und sich somit der

Die standardmäßige Montageschiene mit 20 MOA

Vorneigung auf dem Systemkasten statteten wir

mit ERA TAC Montage und dem riesigen

Schmidt & Bender PM II-Glas 5-25x56 aus.

kleinste Schützenfehler auf der Scheibe

bemerkbar macht. Zumindest auf der

100-Meter-Bahn hätten die Ergebnisse

mit der SSG Carbon-Version mit kürzerem

50-cm-Lauf unter Umständen sogar

besser aussehen können. Dennoch kann

man wohl mit Fug und Recht behaupten,

dass das Steyr SSG Carbon im Behördenbereich

aber auch im sportlichen Metier

in jeder Disziplin (abgesehen vom Benchrest-Schießen),

in der es vom Regelwerk

her zugelassen wäre, ganz vorne an

der Spitze mitmischen könnte. Die hier

erstmals vorgestellte Testwaffe im Standardkaliber

.308 Winchester mit 60-cm-

Lauflänge liegt im Preis bei 3.792 Euro.

Das neue Steyr-Scharfschützengewehr

SSG Carbon in den leistungsstärkeren

Weitdistanzkalibern .300 Winchester

Magnum und .338 Lapua Magnum kostet

4.059 Euro beziehungsweise 4.659 Euro.

Text: Stefan Perey/Michael Fischer

Fotos: Michael Fischer/Uli Grohs

16 caliber 10/2014


Highlights Polizei & Militär

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Sieger der „extreme long range“ Ausschreibung des

US Special Operations Command. Seit 2012 im Einsatz des US SOCOM.

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In der Erprobung auf dem G28 bei der Bundeswehr.

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beliefert seit 2011 die Spezialeinheiten von Army, Navy, Air Force & Marines.

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KURZWAFFEN

Arsenal Firearms Polymerdienstpistole Strike One in 9 mm Luger

Erstschlag aus Italien

18 caliber 10/2014

Erstschlag aus Italien: Nach rund zwei Jahren Wartezeit konnten wir die

Polymerpistole Strike One in 9 mm Luger von Arsenal Firearms aus Italien

mit neuem Verriegelungssystem und nach Herstellerangaben niedrigster

Laufseelenachse auf dem Markt auf Herz und Nieren prüfen.


Bereits auf der IWA 2012 stellte das junge Unternehmen Arsenal Firearms mit der Strike One eine neue

Polymerrahmenpistole in 9 mm Luger vor, die mit innovativer Verriegelungstechnik sowie extrem niedriger

Laufseelenachse ein besonders angenehmes Schussverhalten bei gesteigerter Präzision an den Tag legen

soll. Nach zwei Jahren geduldigen Wartens stand nun endlich der Praxistest eines Serienmodells an.

Bei den ersten, großen Messe-Auftritten

stahl die Konkurrenz aus

eigenem Hause der durchaus interessanten,

vielversprechenden Strike

One etwas die Show, denn Arsenal Firearms

präsentierte zeitgleich mit der

modernen 9x19-Dienstpistole auch die

doppelläufige 1911er-Pistole AF-2011

in .45 ACP und .38 Super, die aufgrund

ihrer Kuriosität ein echter Publikumsmagnet

war (siehe hierzu auch caliber

5/2012). Schade, denn schon damals

war für uns die „Doppel-1911“ mehr

als waffentechnischer Gag für betuchte

Sammler, während wir die Strike One als

moderne Konstruktion für das 21. Jahrhundert

und eventuell ernstzunehmende

Gegenspielerin für bereits auf dem

Markt etablierte Polymerdienstpistolen

einstuften.

Patentierte Präzision?

Zustand befindet sich der Verschlussblock

in seiner oberen Position. Im Moment

der Schussabgabe marschieren

Lauf und Schlitten gemeinsam nach

hinten, hierbei bewegt sich der durch

die Steuerkurve zwangsgeführte Riegelblock

nach unten und nach etwa 2,5

Millimeter gemeinsamen Rücklaufweg

setzt der nun freigegebene Verschluss

seine Reise alleine fort. Dieser minimalistische

„Blockverschluss“ soll gleich

mehrere Vorteile miteinander vereinen:

Im Gegensatz zu Systemen, bei denen

der Lauf ebenfalls keine Abkippbewe-

„Schon wieder eine Polymerpistole im

Allerweltkaliber 9 mm Luger“ wird sich

sicherlich so manch ein skeptischer

Marktkenner denken, doch in der Tat ist

die italienische Arsenal Firearms Strike

One im Detail anders als das Gros der

modernen Dienstpistolen mit dem dominierenden,

modifizierten Browning-

Petter-Verschlusssystem. Schon auf

den ersten Blick fällt rein äußerlich der

zwischen Korn und Auswurffenster rund

zwei Millimeter abgestufte Verschluss

auf, der zudem etwa drei Millimeter

breiter ist als der Verschluss einer Glock

G17/G19. Damit kommen wir auch gleich

zum Herzstück und zum wichtigsten der

drei Patente der Strike One: dem Verschlusssystem,

das eine Verriegelung

ohne abkippendem Lauf ermöglicht. Ein

oben offener, vertikal beweglicher Verriegelungsblock

umklammert den Lauf

hinter dem Patronenlager (in Schussrichtung)

und die an der Blockunterseite

positionierte, geschlossene Steuerkurve

ist über eine Querachse fest mit dem

Griffstück verbunden. Im verriegelten

Die Strike One in beiden Ansichten. Der schwarz beschichtet Verschluss weist, wie weitere stark

beanspruchte Teile, eine Härte von 75 HRC Rockwell auf.

19 caliber 10/2014


KURZWAFFEN

Arsenal Firearms Polymerdienstpistole Strike One in 9 mm Luger

Im gespannten Zustand ragt der Schlagbolzen

aus der Verschlussplatte, in der auch die Kimme

eingearbeitet ist.

20 caliber 10/2014

Handgabel die niedrigste Laufseelenachse

aller auf dem Markt befindlichen

Dienstpistolen mit Polymerrahmen und

Schlagbolzenschloss vorweisen kann.

Auch wenn wir das mit unseren bescheidenen

Messmethoden nicht verifizieren

können, sorgt die tief über der Hand liegende

Laufseelenachse auf jeden Fall für

einen sehr flachen Zuführwinkel der Patronen

aus dem Magazin in das Patronenlager.

Dies dürfte mehr Funktionssicherheit

bei kurzen Patronenlängen und/

oder ungünstigen Geschossformen bedeuten.

Der kalt gehämmerte, 127 Millimeter

lange Lauf mit konventionellem

Innenprofil mit sechs Feldern/Zügen,

Dralllänge von 1-10“/250 mm und Diameter

von .356“ wurde gegenüber frücaliber-Kontakt

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gung vollführt, wie beispielsweise Kniegelenk-,

Rollen- oder konventioneller

Schwenkriegelverschluss, ist der Strike

One Verschluss genial simpel, kommt

mit wenigen Bauteilen aus und ist somit

nicht so kostspielig in der Herstellung.

Durch den gradlinigen Rohrrücklauf soll

sich auch eine bessere Präzision ergeben,

da der Lauf nicht abkippt und somit

Der vertikal bewegliche Verriegelungsblock mit

geschlossener Steuerkurve.

Vogelperspektive:

Die Stahleinlage im

Polymergriffstück

führt den Verschluss

über eine große

Länge. Daneben

im Vergleich ein

Glock G17 Rahmen

mit unterbrochener

Schlittenführung.

das Geschoss im Abgangswinkel nicht

beeinflusst wird. Weil das Gewicht des

Laufes nicht am Vorgang der Entriegelung

beteiligt ist, verspricht man sich

zudem einen sanfteren Rückstoß. Last

but not least, gibt der Hersteller an, dass

man mit nur zwölf Millimetern über der


hen Prototypen und Vorserienmodellen

etwas gekürzt, so dass einer Zulassung

für die populäre IPSC Production Division

nichts mehr im Wege stehen dürfte.

Alles im Griff

Doch die aus 46 Einzelteilen bestehende

Arsenal Firearms Strike One kann auch

in anderen Bereichen mit patentierten

Konstruktionsmerkmalen aufwarten.

Das Griffstück aus Polymerkunststoff besitzt

einen langen, ausladenden Griffsporn,

der einen möglichen, schmerzhaften

Kontakt zwischen Handgabel und

marschierendem Verschluss zuverlässig

verhindert. Um die Griffigkeit bei

Zündstift-Bremse im deaktivierten und aktvierten Zustand.

Der Weg zum Entriegeln beträgt nur etwa 2,5 Millimeter.

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21 caliber 10/2014

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KURZWAFFEN

Arsenal Firearms Polymerdienstpistole Strike One in 9 mm Luger

feuchten Händen zu erhöhen, wurden

unterschiedliche Oberflächenstrukturen

in den Griffrahmen eingebracht. An

der Unterseite der Schließfederrinne

befindet sich die obligatorische Montageschiene

zur Aufnahme einer Waffenleuchte

oder eines Licht-Laser-Moduls.

Im Rahmen sitzt ein einteiliger Block

aus Vergütungsstahl (42 CrMo4), dessen

Schienen den Schlitten ununterbrochen

auf ihrer ganzen Länge führen. Somit

wies unsere Testwaffe im Vergleich zu

anderen Polymerdienstpistolen Minimalspiel

zwischen Griffstück und Verschluss

auf. Das Stahlblechmagazin

fasst 17 Patronen, bei voller Beladung

sitzt die Magazinfeder noch nicht auf

Block, so dass ein sicheres Einrasten

des vollen Magazins auch unter Stress

leicht zu bewerkstelligen ist. Patentiert

ist übrigens auch ein beidseitiger Magazinauslöser,

allerdings war unsere Testwaffe

nur mit einem linksseitigen, großen

Magazinauslöseknopf ausgestattet.

Im mitgelieferten Kunststoffkoffer lag

das Bedienelement für die andere Waffenseite,

das wir aber nicht montierten.

Der Verschlussfanghebel ist ebenso nur

einseitig auf der linken Griffstückseite

vorhanden. Patentiert ist auch noch

die spezielle Abzugssicherung der Strike

One, die durch eine automatische Zündstiftsicherung

(Fallsicherung) komplettiert

wird. Im Gegensatz zu anderen

Abzugssicherungs-Systemen mit zweigeteiltem

Abzug oder Sicherungszunge

im Abzug, kann der Abzug der neuen

Italienerin nur dann betätigt werden,

wenn der Abzugsfinger auf seiner unteren

Hälfte aufliegt. Durch den Druck auf

den unteren Part der Abzugszunge wird

der Abzug in seine Achse bewegt und

gibt über eine Transferstange sowie einen

Schieber den Schlagbolzen frei.

Auf dem Schießstand

Vor der Kür in Form von dynamischen

Schieß-Drills stand erst einmal die

Pflicht und somit die Präzisionsüberprüfung

auf dem Programm. Die Arsenal

Strike One wurde mit acht Fabrikmunitionssorten

im Geschossgewichtsbereich

von 95 bis 147 Grains getestet. Eigentlich

sollte noch unsere Handladung,

bestehend aus 5,2 Grains Hodgdon

Longshot und dem hervorragenden 125

Blick in den Verschluss.

Schlagelement und Feder in der Detailansicht.

Grains Hornady Action Pistol (HAP) Projektil

mit in die Erprobung einfließen.

Doch es zeigte sich, dass bei einer Patronenlänge

von 28,5 Millimetern der

zylindrische Teil des Geschosses schon

am Übergangskonus anliegt und sich

somit der Verschluss nicht mehr schließen

lässt. Das kennt man auch von der

guten, alten SIG 210 und zeugt von einem

kurzen Übergangskegel, was aber

der Präzision hilfreich sein kann. Traditionell

werden Dienstpistolen von

der Sandsackauflage auf 15 Meter mit

5-Schuss-Streukreisen geschossen, was

auch diesmal der Fall war. Das beste

Einzelergebnis erreichte die neue GECO

Der Verriegelungsblock umklammert

den Lauf hinter dem Patronenlager.

22 caliber 10/2014


Geschoss-Gewicht-Hersteller-

Typ-Form-Dia

Laborierung-Menge

(grs.)-Hersteller-Sorte

Schussleistung Strike One in 9mm Luger

OAL

in mm

v 2

in m/s

v 2 -Diff.

in m/s

Faktor MIP Präzision

in mm

Bemerkungen zu den Laborierungen

95 Magtech JSP TC .355“ Magtech Fabrikpatrone 26,8 402,5 12,4 125,5 247,8 51 nur aus langen Dralllängen Top

115 Magtech JHP TC .355“ Magtech Fabrikpatrone 28,2 357,5 11,9 134,9 266,4 26 caliber Referenzpatrone

124 Geco FMJ OG .355“ Geco Fabrikpatrone 29,5 339 11,4 137,9 272,4 54 günstige Standardpatrone

124 Geco Hexagon .355“ Geco Fabrikpatrone 28,7 330,1 9,6 134,3 265,2 21 neue Matchpatrone

124 S&B FMJ OG .355“ S&B Fabrikpatrone 29,3 327,7 10,7 133,3 263,3 35 günstige Standardpatrone

139 Geco FMJ OG .355“ Geco Fabrikpatrone 29,5 297,2 4,0 135,5 267,7 37 schadstofffreie Standardpatrone

140 S&B FMJ TC .355“ S&B Fabrikpatrone 26,8 288,9 12,9 132,7 262,1 27 47 mm auf 25 Meter

147 Magtech JHP TC .355“ Magtech Fabrikpatrone 29,1 311,2 12,9 150,1 296,4 36 (18) 30 mm auf 25 Meter

Durchschnitt aller Laborierungen 36 (34)

Alle Geschoss- und Pulvergewichte in Grains (zum Umrechnen in Gramm bitte mit 0,0648 multiplizieren). v 2 = Geschossgeschwindigkeit in Meter pro Sekunde,

2 Meter vor der Mündung gemessen. OAL = Overall Length = Patronengesamtlänge. Abkürzungen in caliber: FMJ = Full Metal Jacket = Vollmantel. Hexagon=

Mantelgeschoss mit innenliegender Hohlspitze ohne kontrolliertes Deformationsverhalten. JHP = Jacketed Hollow Point = Teilmantel-Hohlspitzgeschoss. OG = Ogive.

TC = Truncated Cone = Kegelstumpf. Testaufbau: Die Geschossgeschwindigkeit (v 2 in Meter pro Sekunde) wurde mit einer Mehl BMC 18 Anlage gemessen. Die

Präzisionsüberprüfung erfolgte mit je einer 5-Schuss-Gruppe von der Sandsackaufl age auf der 15-Meter-Distanz. Die Schussbilder beziehen sich auf die am weitesten

auseinander liegenden Schusslochmitten. Die Klammerwerte geben die Präzision ohne einen Ausreißer an.

124 Grains Hexagon Matchmunition mit

21 Millimetern. Auf Platz Zwei landete

dann die Magtech 115 Grains JHP Matchpatrone

mit 26 Millimetern. Mit 27 Millimetern

lediglich theoretisch schlechter

war die Sellier &Bellot Unterschallpatrone

mit 140 Grains Geschossgewicht, die

zudem auch durch ein sehr angenehmes

Schussgefühl glänzte. Schlussendlich

blieb es bei einem Schussleistungs-

Durchschnitt aller Laborierungen von

36 Millimeter respektive 34 Millimeter

ohne Ausreißer. Mit zwei Munitionssorten

zogen wir dann auch noch einmal

auf die 25-Meter-Distanz. Hier erreichte

die Strike One mit der schweren S&B

Die Auszieherkralle

sitzt auf der

2-Uhr-Position.

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23 caliber 10/2014


KURZWAFFEN

Arsenal Firearms Polymerdienstpistole Strike One in 9 mm Luger

24 caliber 10/2014

Patrone 47 Millimeter und mit der Magtech

147 Grains Subsonic sogar nur 30

Millimeter. Gar nicht so schlecht, wenn

man bedenkt, dass das Abzugsgewicht

rund 2.400 Gramm beträgt, auch wenn

es einem aufgrund der guten Charakteristik

weitaus weniger vorkommt. Alle

weiteren Ergebnisse können wie immer

der umfangreichen Tabelle entnommen

werden. Danach folgte der dynamische

Teil, den wir hauptsächlich mit konventioneller

124 Grains Munition schossen.

Kurzum, im Vergleich zu einer Glock G17

war etwas weniger Prellschlag zu spüren,

wenn der Verschluss im Repetiervorgang

seine hinterste Position erreichte.

Eine geringere Mündungsauslenkung

war aber nur beim Schießen mit der

„schussschwachen Hand“ (Unterstützungshand)

auszumachen. Allerdings

muss man hier auch gleich erwähnen,

dass die Strike One durch den längeren

Verschluss etwas mehr Vorderlastigkeit

positiv in die Waagschale werfen kann.

Die Vorteile sind aber so gering, dass

sie im sportlichen Bereich wohl kaum

entscheidend sein dürften. Interessant

dürfte dagegen sein, wie sich der Unterschied

bei impulsstärkeren Kalibern wie

.40 S&W auswirken würde, da wären die

Karten vielleicht neu gemischt. Während

des gesamten Tests gab es übrigens nur

eine Zuführstörung mit einer Magtech

147 JHP.

caliber Fazit

Die Arsenal Strike One ist eine markante

Neuerscheinung auf dem dichtbesetzten

Markt der Polymerdienstpistolen. Wer

das eigenwillige Design mit dem breiten

Verschluss und seiner abgestuften Kontur

mag, findet in ihr eine innovative,

zuverlässige Pistole, die aufgrund ihrer

guten Präzision auch auf dem sportlichen

Parkett eine gute Figur macht. Die

auch im Handling überzeugende Waffe

steht mit einem offiziellen Verkaufspreis

von 700 Euro auf jeden Fall in einem

guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Strike One gibt es neben 9x19 auch

in 9x21, .357 SIG und .40 S&W.

Text: Tino Schmidt/Stefan Perey

Fotos: Uli Grohs

Die technischen Daten

Hersteller:

Arsenal Firearms

Modell:

Strike One

Kaliber:

9 mm Luger (auch in 9x21, .357 SIG und

.40 S&W)

Magazinkapazität:

17 Patronen

Griffstück:

Polymergriffstück mit 42 CrMo4 Stahleinlage

Verschluss:

Stahl, schwarz beschichtet

Lauf, Laufprofil:

127 mm, 6 Felder-Züge

Laufdiameter, Dralllänge: .356“/9,04mm- Rechtsdrall 1-250 mm

Kimme:

nicht verstellbar, mit zwei weißen Punkten

Korn: Rampenkorn mit weißer Punkteinlage

Visierlänge:

195 mm

Sicherung:

Abzugs- und Schlagbolzensicherung

Abzugssystem, Widerstand*: DAO 2.281 bis 2.450 Gramm , Mittelwert

2.354 Gramm

Gesamtgewicht:(incl. Magazin) 912 Gramm

Extras:

Kunststoffkoffer, Reservemagazin, Putz-Set

Preis: 700 Euro

* Mittel aus 5 Messungen mit der Lyman Digital Trigger Gauge

Der langgezogene Griffsporn schützt vor unerfreulichem Kontakt zwischen Hand und Verschluss


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25 caliber 10/2014


LANGWAFFEN Kinetic Research Group (KRG) Whiskey 3 Aluchassis für Remington 700

Ass aus Arnsberg

Tim Rothe aus Arnsberg stellte uns ein ansehnliches Komplettpaket zur Verfügung. Im ausgewachsenen

Pelican Products-Rollkoffer erhielten wir eine Remington 700 LTR im Standardkaliber .308 Winchester in

einem völlig neuen Gewand in Gestalt des KRG Whiskey 3 Aluchassis mit klappbarer Schulterstütze.

Da dürfte in Expertenkreisen wohl

Einigkeit herrschen: Mittlerweile

gibt es eine ganze Reihe an schnittigen

Leichtmetallchassis unterschiedlicher

Machart für das millionenfach

produzierte Remington 700 Gewehr/

System. Einer der Pioniere in diesem Metier

war und ist sicherlich das britische

Unternehmen Accuracy International

(AI), das seinen AICS (Accuracy International

Chassis System)-Umrüstsatz

für das Remington 700 schon im Jahr

1999 präsentierte. Erst in diesem Jahr

zeigte AI seine komplett überarbeiteten

Scharfschützengewehr-Baureihen AT

und AX/AXMC. Ein brandneues „Accuracy

Tactical“ (AT)-Gewehr, das die bisherigen

„Artic Warfare“ (AW)- und „Accu-

26 caliber 10/2014

Klappbarer Komfort: Das Kinetic Research

Group Whiskey 3 Aluchassis verwandelt eine

stinknormale Remington 700 in eine metallene

Schießmaschine.


acy Enforcement“ (AE)-Modelle ersetzt,

konnten wir bereits testen und in caliber

7-8/2014 vorstellen. Hierbei zeigten wir

auch die neuen Remington 700-Umrüstsätze

ATAICS und AXAICS. Abgesehen

von dem Leichtmetall-Schaftsystem des

hauseigenen Remington Multikaliber-

Scharfschützengewehrs MSR („Modular

Sniper Rifle“) siehe ausführlichen Test

in caliber 1/2013 offeriert beispielsweise

auch der kanadische Hersteller

Modular Driven Technologies (MDT) die

Leichtmetallchassis TAC 21 und „Light

Sniper System“ (vorgestellt in caliber

7-8/2012 und 6/2014). Hierzu gesellt

sich mit Cadex Defence ein weiterer

Das klassische Remington 700-Verschlussgehäuse

mit üppigem Rückstoßschild wird sauber im

Aluchassis gebettet.

kanadischer Produzent, dessen „Field

Strike“-Umrüstsatz wir ebenfalls in caliber

6/2014 abhandelten.

Kinetische Forschungsgruppe

In diesem Feld mischt auch das erst 2005

gegründete US-Unternehmen „Kinetic

Research Group, LLC“ (KRG) mit. Bei den

Gründern und Mitarbeitern handelt es

sich in erster Linie um Elitesoldaten, die

auch im sportlichen Gewehrschießen zu

Hause sind und in anderen interessanten

Waffenentwicklungsprojekten in den

USA involviert waren. Neben dem hier

erstmals vorgestellten Chassis „Whiskey

3“ (W3C), das es übrigens nicht nur für

Remington 700, sondern auch für Tikka

T3 oder Sako M995 gibt, offeriert KRG

das einfachere „X-Ray“-Chassis sowie

Nachrüstteile wie eine klappbare Schulterstütze

und ein spezielles Laufwechsel-Werkzeug

für Sako TRG-22/TRG-42

Scharfschützengewehre oder in der

Ergonomie verbesserte Kammerstängelkugeln

und Magazinauslöser für verschiedene

Gewehrfabrikate (siehe auch:

www.kineticresearchgroup.com).

KRG Whiskey 3 Chassis im Detail

Berücksichtigt man den Background der

KRG-Macher, dann wird schnell klar, warum

der erstklassig verarbeitete Leichtmetallschaft

mit blitzsauberen Oberflächen

so praxisnah gestaltet ist. Bei der

Komponenten des Umrüstsatzes sind das (extra

zu erwerbende) AI/AICS-Kastenmagazin sowie

ein großer Magazinauslösehebel mit beidseitiger

Taste.

Konstruktion wurde Wert auf ein leichtes

Waffengesamtgewicht bei gleichzeitig

hoher Stabilität und maximalen Verstellungsmöglichkeiten

gelegt. Schon

das Produktprogramm des Unternehmens

macht deutlich, dass man die Sako

Scharfschützengewehre aus Finnland

besonders schätzt und so verwundert

es auch nicht, dass der WC3-Remington

700-Umrüstsatz an ein skandinavisches

TRG erinnert. Angeboten wird neben

der hier vorgestellten W3C-Version mit

klappbarer Schulterstütze für 1.499

Euro übrigens auch eine Variante mit

27 caliber 10/2014


LANGWAFFEN Kinetic Research Group (KRG) Whiskey 3 Aluchassis für Remington 700

Die zerlegte Schulterstütze mit dem toleranzarm gefertigten Scharniergelenk.

Massivbauweise: Das Rahmenskelett unter den Schalen des Pistolengriffs.

fixem Hinterschaft für 1.149 Euro. Das

KRG W3C Aluchassis ähnelt auch im konstruktiven,

modularen Gesamtaufbau

an das Sako TRG Schaftsystem. Üblicherweise

müsste man eine Remington

700-W3C-Komplettwaffe nie vollkommen

demontieren; wir taten es, um die

Konstruktion bis ins kleinste Detail begutachten

zu können. Was man braucht,

ist ein zölliger Inbusschlüsselsatz für die

verschiedenen Schraubenkopfgrößen

mit US-Maß sowie Geduld, denn es liegt

jede Menge Schraubarbeit bei der Komplettzerlegung

an. Die Basis bildet hier

eine Leichtmetall-Profilschiene, an der

jede weitere Waffenkomponente angeschraubt

wird. Im ersten Schritt wird das

Verschlussgehäuse samt Lauf aus dem

Chassis entfernt, was noch die einfachste

Übung darstellt und mit dem Lösen

von zwei Schrauben erledigt ist. Beide

Schrauben fallen aus dem Schaft, was

bei der hinteren Schraube kein Problem

darstellt, aber die vordere Schraube besitzt

noch eine Unterlegscheibe, die sich

dann meist in den Vorderschaft verabschiedet.

Hier muss man dann ein wenig

schütteln, damit diese Scheibe entweder

nach vorne oder nach hinten durch den

Magazinschacht ihren Weg nach draußen

findet. Hier ist es für uns nicht zu

erklären, warum die vordere Schraube

aus dem Schaft fallen muss. Es hätte

28 caliber 10/2014

caliber-Kontakt

Weitere Informationen erhält man bei:

Waffen-Rothe, Am Alten Kloster 38, 59823 Arnsberg

Telefon: +49-(0)2931-7880042

www.rothe-waffen.de, info@rothe-waffen.de sowie

www.kineticresearchgroup.com


Der Abzugsbügel wird mit nur einer Schraube mit

der Hauptschiene verbunden.

Schussleistung Remington 700 LTR mit KRG Chassis

in .308 Winchester

Geschoß Gewicht-

Hersteller-Art-Dia.

Fabrikpatrone:

Hersteller-Serie

OAL

in mm

v 2

in m/s

v 2 -Diff.

in m/s

Präzision 100 m

in mm

102 grs Sako HPBT .308 Sako Fabrikpatrone 66,1 895,9 6,3 11

154 grs MEN SFC .308 MEN Fabrikpatrone 71,2 798,5 10,1 26

168 grs RWS HPBT .308 RWS Fabrikpatrone 71,0 771,1 8,8 11

168 grs Sierra HPBT .308 40,0 grs Hodgdon Benchmark 71,5 733,4 14,7 19

168 grs Sierra HPBT .308 42,0 grs Hodgdon Benchmark 71,5 776,5 9,8 22

168 grs Hornady A-Max .308 Hornady Super Performance 71,0 810,8 6,4 22

168 grs Hornady Z-Max .308 Hornady Zombie 71,1 777,9 18,2 25

168 grs Sierra HPBT .308 S&B Fabrikpatrone 70,9 725,0 8,3 10

(Alle Handlaborierungen in Remington-Hülsen, Trimmlänge: 50,9 mm, mit einem Remington Large Rifl e 9,5

Zünder. Testaufbau: Sitzend aufgelegt unter Verwendung einer hinteren Sandsack-Aufl age und eines vorderen

Atlas-Zweibeins. 5 Schuss auf 100 Meter. Visierung: Schmidt & Bender PM II-Zielfernrohr 5-25x56.)

gereicht, wenn die Durchgangsbohrung

auf der Unterseite groß genug gewesen

wäre, damit der Inbusschlüssel durchgepasst

hätte, um die Schraube zu lösen.

So hätte man die Schraube lösen können,

aber die Schraube wäre nicht nach

unten durchgefallen und die Unterlegscheibe

hätte sich noch in Ihrer Position

befunden. Dies ist bei Konkurrenzmodellen

normalerweise Standard, vor allem

bei Waffen die an Einheiten rausgegeben

werden, damit wichtige Schrauben

im Einsatz nicht verloren gehen. Auch

beim späteren Zusammenschrauben ist

die richtige Positionierung der Unterlegscheibe

kein wirkliches Vergnügen,

vor allem dann nicht, wenn man sich die

Arbeit ersparen möchte, den kompletten

Vorderschaft abzuschrauben. Denn die

Schwierigkeit besteht darin, die Scheibe

mit dem Finger in die richtige Position

zu bringen, damit man von oben

die Schraube durchschieben kann. Wir

umgingen diese Problematik, weil wir

den mit sechs Schrauben mit der Profilschiene

verbundenen Vorderschaft

entfernten. Der Abzugsbügel samt Magazinentriegelung

kann nach Lösen von

nur einer Schraube abgenommen wer-

Die bestens bekannte 700er-Verschlusskammer

mit ihren zwei soliden Verriegelungswarzen

sowie vergrößerter KRG-Kammerstängelkugel.

Im modularen Aufbau erinnert das amerikanische Leichtmetallchassis

an das finnische Sako TRG System. Gut zu

erkennen, der Kunststoffblock, der vor der Schaftkappe an

die Schulterstütze montiert werden kann und für noch mehr

Wiederholgenauigkeit im Anschlag sorgt.

29 caliber 10/2014


LANGWAFFEN Kinetic Research Group (KRG) Whiskey 3 Aluchassis für Remington 700

Gleich mit sechs Schrauben ist der Vorderschaft

mit der Hauptschiene bombenfest verbunden.

den. Auch die klappbare Schulterstütze

ist mit lediglich einer Schraube mit dem

Chassis verbunden.

KRG Whiskey 3 Chassis in der

Praxis

Die Mechanik und das Scharniergelenk

für die klappbare Schulterstütze sind extrem

stabil und absolut spielfrei ausgelegt.

An der Oberseite befinden sich zwei

Bedienelemente: Der vordere Hebel muss

Tim Rothe verpasste System und Lauf der

Remington 700 LTR gekonnt ein ansprechendes

Cerakote Camouflage-Finish. Siehe auch Pulver

Beschichtung Nord (PBN Coatings) unter www.

cerakote.de.

betätigt werden, um den Schaft ausund

einklappen zu können. Die zweite,

seitliche Taste ist für die Rastmechanik

gedacht, die ihre Arbeit verrichtet, sobald

die Schulterstütze ihre maximale

Auslenkung erreicht hat. Sie muss dann

ebenfalls aktiviert werden, wenn man

den Schaft wieder einklappen möchte.

Die Justierung der individuell passenden

Schaftlänge und Backenhöhe geht sehr

einfach vonstatten. Für die Längeneinstellung

der Schulterstütze braucht nur

Die Transportmaße der Remington 700 LTR mit

KRG W3C-Schaft können durch die klappbare

Schulterstütze erheblich reduziert werden.

30 caliber 10/2014


Technische Daten Remington 700 LTR mit KRG Chassis

System:

Lauf:

Schaft:

Magazin:

Abzug:

Sicherung:

Visierung:

Länge:

Gewicht:

Preis:

Zylinderverschluss mit 2 Verriegelungswarzen, die vorne im Systemkasten verriegeln

50,8 cm langer, gefluteter Lauf mit einem Drall von 1-12“ (305 mm)

Kinetic Research Group Whiskey 3 Leichtmetallchassis mit klappbarer Schulterstütze und zahlreichen

Justiermechanismen

Accuracy International AICS Kastenmagazin aus Stahlblech für 10 Patronen

serienmäßiger Direktabzug, eingestellt auf 1.830 Gramm

standardmäßige Zwei-Stufen-Sicherung auf der rechten Systemseite, die auf den Abzug wirkt

ohne, vorbereitet für Zielfernrohr-Montage

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1.499 Euro

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PRÄZISE.

ein Hebel um 180 Grad gedreht werden, wobei

die Verstellung nicht stufenlos erfolgt, weil die

Mechanik alle paar Millimeter in Einschnitten

in der Führungssäule einrastet. Bei ermittelter,

korrekter Schaftkappen-Stellung wird der

Hebel festgelegt, fertig. Nach dem gleichem

Prinzip funktioniert die Wangenauflagen-

Justierung. Die Schaftbacke ist, wie man auf

den Bildern unschwer erkennen kann, recht

kurz geraten. Um hier dennoch eine richtige

Wangenauflagen-Position im Anschlag realisieren

zu können, kann die Schaftbacke, die

auf ihrer Innenseite mehrere Bohrungen besitzt,

in unterschiedlichen Positionen auf den

Führungssäulen festgesetzt werden. Hierfür

müssen nur zwei Schrauben gelöst und nach

der Neuausrichtung der Wangenauflage wieder

festgezogen werden. Das Ergebnis ist

eine ideale und vor allem auch rückstoßfeste

Schaftbackenposition. Nicht so ganz komfortabel

ist die Höhenverstellung der Schaftkappe,

denn es gibt hier kein üblicherweise

vorhandenes Schienensystem, auf dem sie

einfach stufenlos herauf oder herunter geschoben

werden kann. Im Wettkampf wird

UVP € 1.399,-

meistens nur im liegenden Anschlag geschossen,

aber im Training häufig auch sitzendaufgelegt,

was dem Umstand geschuldet ist,

dass auf vielen für Trainingszwecke genutzten

Jagdschießständen keine Pritschen vorhanden

sind. Im Liegend-Anschlag befindet

sich der Oberkörper in einer horizontalen

und im sitzend-aufgelegten Anschlag beinahe

in einer aufrechten Position. Dadurch

befindet sich die Schulter in den Anschlägen

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die bekannte SIG Sauer Qualität.

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31 caliber 10/2014


LANGWAFFEN Kinetic Research Group (KRG) Whiskey 3 Aluchassis für Remington 700

Die nicht-stufenlose Justierung der individuell passenden Schaftlänge und Backenhöhe geht sehr einfach

vonstatten. Die Höhenverstellung der Schaftkappe ist jedoch etwas umständlich.

32 caliber 10/2014

in unterschiedlichen Höhenstellungen,

die durch die Schaftkappe ausgeglichen

werden müssen. Beim KRG W3C-Chassis

ist die Schaftkappe fest mit dem Halter

an der Schulterstütze verschraubt und

man muss die Schraubverbindung komplett

herausschrauben, wenn man Justierarbeiten

mit den genügend vorhandenen

Gewindebohrungen vornehmen

möchte. Nachteilig ist das in erster Linie

für die Schützen, die in verschiedenen

Anschlägen schießen, weil eine schnelle

Höhenverstellung so nicht möglich ist.

Man braucht schon eine bis zwei Minuten,

um eine Schaftkappenjustierung

durchzuführen. Am Vorderschaft des KRG

W3C-Chassis befinden sich Trageriemen-

Ösen und Gewindebohrungen für Montageschienen

und Zusatzausrüstung, so

dass das von Waffen-Rothe mitgelieferte

Atlas-Zweibein praxisgerecht sehr weit

vorne montiert werden konnte.

Auf dem Schießstand

Waffen-Rothe lieferte uns die Remington

700 Light Tactical Rifle (LTR) mit Kinetic

Research Group Whiskey 3 Aluchassis im

Standardkaliber .308 Winchester gleich

mit ERA TAC-Montage und Schmidt &

Bender PM II-Zielfernrohr 5-25x56. Ohne

Montage und Glas brachte das Gewehr im

Leerzustand 4,7 Kilogramm auf die Waage.

Weil die identischen acht Munitionssorten

zum Einsatz kamen, die wir auch

aus dem neuen Steyr Scharfschützengewehr

SSG Carbon verfeuerten, ist so ein

interessanter Geschwindigkeits-Leistungsvergleich

zwischen einem 50- und

60-cm-Lauf möglich (siehe Titelthema).

Das Topschussbild realisierten wir in diesem

Fall mit der Sellier & Bellot Matchmunition

mit 168 Grains Sierra MatchKing

Hollow Point Boattail Geschoss, denn die

von Tim Rothe fachkundig umgebaute

Remington 700 mit dem kurzen 50-cm-

Lauf zauberte eine 10 mm große Gruppe

in die Pappe. Erstklassig harmonierte die

Waffe auch mit der RWS 168 Grains HPBTund

der superleichten Sako 102 Grains

Das Atlas Zweibein leistete in der Erprobung

gute Dienste.


HPBT-Matchpatrone, was zwei 11-mm-

Streukreise deutlich dokumentierten.

Alle weiteren Resultate können unserer

übersichtlichen Ballistik-Tabelle entnommen

werden. Alle erzielten Ergebnisse

waren problemlos reproduzierbar. Wenn

die Justierarbeiten an dem flexiblen US-

Aluschaft korrekt ausgeführt werden,

dann bringt die Waffe im Anschlag nichts

aus der Ruhe und man verfügt über einen

sehr hohen Schießkomfort.

caliber Fazit

Nach unseren bisher gesammelten Erfahrungen

ist das KRG W3C-Leichtmetallchassis

grundsolide konstruiert, tipptopp

verarbeitet sowie absolut praxistauglich.

Allerdings sollte man gleich ein Kastenmagazin

von AI oder im AI-Stil mitbestellen,

weil es nicht zum Lieferumfang

gehört. Somit fallen nochmals Kosten von

etwa 80 Euro an. Der Preis von 1.499 Euro

für das KRG W3C-Chassis mit klappbarer

Schulterstütze ist nicht zu hoch gegriffen,

denn man verpasst seinem altgedienten

Remington 700 ein völlig neues, modernschnittiges

Erscheinungsbild in Verbindung

mit einem Schießkomfort, den man

bisher so nicht kannte.

Text: Stefan Perey/Michael Fischer

Fotos: Michael Fischer

Die kurz bauende Wangenauflage kann in ihrer Position auf den Führungssäulen versetzt werden.

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33 caliber 10/2014


KURZWAFFEN

IMI & Magnum Research Desert Eagle Pistolen in .357 und .44 Magnum

34 caliber 10/2014


Im Adlernest

Im Reich der leistungsstarken Magnum-Pistolen mit einst legendären Konstruktionen wie Auto Mag, Coonan,

Grizzly und Wildey ist die amerikanisch-israelische Desert Eagle (Wüstenadler) die einzig wahre Überlebende.

Denn während die Konkurrenz nahezu ausgestorben ist und größtenteils nicht mehr produziert

wird, ist die mächtige Gasdruckladepistole lebendiger denn je. Wir befassen uns mit Geschichte, Technik

und vergleichen alte gegen neue Wüstenadler in der Schießpraxis.

Soviel vorab: Die .50 Action Express

und andere eher exotische Kaliber

wie .41 Magnum, .357/.44 Bain &

Davis, .440 CorBon oder .44 Thor, die

Platz im Wüstenadler finden, werden

hier nicht weiter berücksichtigt, weil

sie im Schießsport kaum eingesetzt

werden. Wir konzentrieren uns auf das

Wesentliche in Form der dominierenden

Standardkaliber .357 und .44 Magnum.

Wer sich aber auch für die anderen Kaliber

interessiert: caliber stellte als erste

deutschsprachige Waffenfachzeitschrift

die Desert Eagle .50 AE bereits

in der Ausgabe Februar 1992 vor und in

der „Wüstenadler-Story“ in caliber 6/97

haben wir beispielsweise auch Ladedaten

in .44 Thor und .50 AE veröffentlicht.

Frisch geschlüpft

Unserem Kenntnisstand nach erschienen

schon 1982 erste US-Berichte

über eine von Magnum Research/

Bernard White aus Minneapolis, Minnesota,

entwickelte, neue Magnum-

Pistole mit Gasdruckladesystem und

Drehkopfverschluss im Basiskaliber

.44 Magnum. Ein Jahr später existierte

eine Nullserie, die im Vergleich zu

den 1985 auf den Markt eingeführten,

endgültigen Serienausführungen des

Herstellers Israel Military Industries

(IMI) übrigens in .357 und nicht

.44 Magnum eingerichtet noch Modifikationen

erfuhr. So besaßen die

ersten .357er Serienwaffen als markantesten

Unterschied zu den frühen

Prototypen ein Polygon- anstatt eines

konventionellen Feld-Zug-Profiles im

Laufinneren, was bis heute bei allen

Generations- und Kalibervarianten

beibehalten wurde. Zudem bestanden

die Läufe der Nullserien-Exemplare

noch aus drei miteinander verschweißten

Teilen: Patronenlager mit korrespondierendem

Gegenlager für den

Drehkopfverschluss, Rohr mit Laufprofil

und Mündungsansatzstück. Bei den

Polygonläufen der Serienausführungen

Großkaliber-Greifvögel (von oben): Zwei

altgediente IMI Desert Eagle Pistolen aus eigenen

Beständen im Kaliber .357 Magnum und .44

Magnum. Darunter eine brandneue Magnum

Research Desert Eagle mit geöffnetem Verschluss

im Basiskaliber .44 Magnum mit Wechselsystem in

.357 Magnum.

Alte Generation: Eine IMI Desert Eagle

.357 Magnum der „MK VII“-Generation

in beiden Seitenansichten.

35 caliber 10/2014


KURZWAFFEN

IMI & Magnum Research Desert Eagle Pistolen in .357 und .44 Magnum

hingegen wurde der Mündungsblock für

die Gasumleitung zusammen mit dem

gezogenen Lauf-Teil aus einem Stück

Stahl gefräst und nur noch die Patronenlager

mit Verriegelungsstück angeschweißt.

Aus fertigungstechnischen

Gründen und um Ausbrennungen zu

vermeiden, hatte man den unter dem

Lauf angeordneten Gaskanal für die

Umleitung des Gasstromes im Durchmesser

reduziert. Dadurch wurde der

für die Repetierfunktion entscheidende

Gasstrom ebenfalls verringert, was der

Desert Eagle in .357 Magnum den Ruf

einbrachte, nur mit stramm geladener

Munition zuverlässig zu funktionieren.

Der Polygonlauf wiederum harmonierte

aber nicht gut mit hart geladenen, superschnellen

Munitionslaborierungen

mit Bleigeschossen, was sich negativ

auf die Präzision auswirkte. Vermutlich

lag dies aber auch unter anderem

an einer Mulde, die im Bereich der

Gasbohrung vor dem Übergangskegel

des Laufes eingebracht war und für Geschossdeformationen

und taumelnde

Projektile sorgte, die schräg auf der

Scheibe ankamen (so genanntes „tipping“).

Bei der IMI Desert Eagle im Kaliber

.44 Magnum, die 1986 das Licht

der Welt erblickte, waren diese Mängel

bereits erkannt und behoben, denn die

Mulde im Gasloch-Bereich fehlte, so

dass Materialabscherungen an den Projektilen

der Vergangenheit angehörten

und die Schussleistung mit Blei- oder

Mantelgeschossen wiederhergestellt

war. Prinzipiell harmoniert der Wüstenadler

aber wohl besser mit Mantel- als

mit Bleiprojektilen. Im Jahre 1991 betrat

dann die im Leerzustand über zwei

Kilogramm schwere IMI Desert Eagle im

Hammerkaliber .50 Action Express die

Bühne, die bis heute die Superlative

„stärkste Selbstladepistole der Welt“

zu Recht für sich beanspruchen kann.

Wechselnde Hersteller

Nach zehn Jahren Produktionszeit

wechselte der originäre Erfinder und

Lizenzinhaber Magnum Research im

Jahre 1995 den Hersteller, so dass die

Desert Eagle anstatt von IMI in Israel

nun von Saco Defense in den USA produziert

wurde. Allerdings wurde diese

Zusammenarbeit schon drei Jahre

später wieder beendet und die Fertigung

wanderte wieder zurück zu Israel

Military Industries (IMI), wobei das

Unternehmen später in Israel Weapon

Industries (IWI) umgetauft wurde. Seit

2010 gehört Magnum Research zur Kahr

Firearms Group und seither stammen

die Desert Eagle Pistolen wieder aus

amerikanischer Produktion.

Generationsunterschiede

36 caliber 10/2014

Die früheste Desert Eagle Serienausführung

wird heute als „Mark I“ (MK I) bezeichnet

und die bereits in den 1980er

Jahren eingeführte Nachfolge-Generation

„Mark VII“ (MK VII) unterscheidet

sich vom Ursprungsmodell vor allem

durch einen verstellbaren Abzug, der

im Vorzugs- sowie Durchfallweg nach

Auslösung („Trigger Stop“) justiert

werden kann. Zudem wurden Schlittenfang-

und Sicherungshebel vergrößert,

um die Bedienung komfortabler zu gestalten.

Mit der .50 AE-Version wurde zu

Beginn der 1990er Jahre auch die letzte,

aktuellste Desert Eagle-Generation

„Mark XIX“ (MK XIX) auf dem Markt eingeführt.

Der wesentliche Unterschied

zu den Vorgängern besteht darin, dass

Neue Generation: Eine Magnum Research Desert

Eagle .44 Magnum der „MK XIX-2“-Generation in

beiden Seitenansichten zum Vergleich. Man achte

auf die durchgehende Montageschiene für Optiken

auf der Laufoberseite der aktuellsten Modelle,

bei frühen MK XIX-1 Versionen gab es nur zwei

Quernuten.


Aktuelle Magnum Research Desert Eagle der „MK XIX“-Generation in .44 Magnum mit .357 Magnum-

Wechselsystem im für Reinigungszwecke teilzerlegtem Zustand.

ein Kaliberwechsel kostengünstiger

durchgeführt werden kann, denn anstatt

des kompletten Oberteils muss je

nach Kaliber nur Verschlusskopf, Lauf

und Magazin ausgetauscht werden.

Alle Generationen basieren auf dem

identischen Griffstück, das hinsichtlich

der Magazinschacht-Dimensionen von

vornherein auf eine Superpatrone wie

die .50 AE ausgelegt war, doch mit der

MK XIX-Generation wurde ein breiterer

Verschluss eingeführt, um den mächtigen

.50 AE-Lauf aufnehmen zu können.

Daraus resultiert, dass auch die MK

XIX-Wüstenadler in den anderen Kalibern

.357 und .44 Magnum „fettere“

Läufe mit massiveren Wandstärken als

die Vorgänger aufweisen. Damit nicht

genug, erfuhr auch die jüngste Generation

nochmals Detailveränderungen in

Gestalt einer geänderten Sicherungshebelform

und Laufoberseite. Anstatt

zwei Quer-Einfräsungen wies die

Laufoberseite nun eine durchgehende

Weaver-Schiene auf, was dem Schützen

mehr Freiraum bei der Optikmontage

(Leuchtpunktvisier oder Zielfernrohr)

gewährte und der Desert Eagle

bei Kennern die Bezeichnungen „Mark

XIX-1“ und „Mark XIX-2“ einbrachte. In

der Praxis fällt auf, dass sich ein neuer

MK XIX-Verschluss zu etwa Zweidrittel

leicht auf das Griffstück aufschieben

lässt, dann aber wie über ein Hindernis

mit Druck weiter bis zu seiner Endposition

auf den Rahmen geschoben werden

muss. Alte MK I und MK VII-Schlitten

„rutschen“ nur so auf das Griffstück,

wobei man berücksichtigen muss, dass

es sich um bestens eingelaufene Kom-

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Der Drehkopfverschluss mit drei Verriegelungswarzen im massiven

Feinguss-Verschluss und das korrespondierende Gegenlager am Lauf.

Die markante Doppelschließfeder-Einheit mit gedrillten Federn. Bei der .357er-Version

(links) fehlt die Nase am Quer-Steg. Bei der Montage muss man hier besonders aufpassen.

38 caliber 10/2014

Die Hinterpartien der Verschlüsse im Vergleich.

Oberes Bild: Alte Generation (oben), neue Generation

(unten). Unteres Bild: Neue Generation

(links), alte Generation (rechts). Auch hier sind

Detailunterschiede, wie die tiefere Auskehlung

beim alten Schlitten und die unterschiedlich gestalteten

Sicherungshebel, erkennbar.

plettwaffen handelt. Dennoch scheint

dass ein Grund dafür zu sein, warum die

neue Desert Eagle mit den meisten moderaten

Laborierungen nicht störungsfrei

funktioniert. Auf der anderen Seite

muss man aber auch feststellen, dass

die Single-Action-Abzugseinheiten der

alten Generationen für das sportliche

Schießen kaum zu gebrauchen sind und

von einem versierten Büchsenmacher

überarbeitet werden müssen. Hier ist

der Single-Action-Abzug der aktuellen

XIX-Generation bei weitem besser, er

löst nach einem leichten Kratzen sauber

aus, so dass lediglich aufeinander reibende

Flächen poliert werden müssten.

Tipps für die Schießpraxis

Eine Desert Eagle ist wie gemacht für

die BDMP-Disziplinen DP 1 und Super

Magnum sowie für die BDS-Disziplinen

Präzision, Kombi, Speed und Mehrdistanz.

Beim Mehrdistanzschießen wird

sogar noch unterteilt. Für die „Harten“

unter uns Pistole bis .357 Magnum und

für die „Härtesten“ Pistole über .357

Magnum. Hier kann Mann oder Frau

zeigen, ob man die Waffe im Kaliber

.44 Magnum oder gar in .50 AE unter

anderem auch einhändig mit der linken

und rechten Hand unter Zeitbegrenzung

schießen kann. Doch für manch

einen stellt das Wüstenadler-Schießen

eine echte Herausforderung dar, denn

schon beim Öffnen des Verschlusses

benötigt man Kraft. Dennoch funktioniert

die mächtige Pistole keineswegs

ausschließlich mit brachialen Hammerladungen,

sie arbeitet auch mit sanfteren

Ladungen und gängigem Faktor

störungsfrei und präzise. Wichtig ist

nur, dass die Daumen beim Schießen

nicht den Verschluss bremsen. Dass der

feurige Koloss nicht nur von 2-Meter-

Hünen mit 150 kg Lebendgewicht zu

meistern ist, beweist seit einigen Jahren

beispielsweise Birgit Liesenberg.

Die zierliche Dame hat mit der Desert

Eagle in .357 Magnum und mechanischer

Visierung schon Ergebnisse auf

die Scheibe gezaubert, die so mancher

Kerl mit einer Kleinkaliberpistole mit

Optik nicht schafft. So schoss sie bei

der BDS-DM 2012 in der Disziplin Präzision

195 von 200 Ringen. Mit diesem

Ergebnis lag sie deutlich vorne und das

in der Altersklasse und bei den männlichen

Schützen, da nicht genug Frauen

für eine eigene Wertung gemeldet

wurden. Um eine bessere Handlage zu

erreichen, kann man die vergleichs-


weise rutschigen Werksgriffschalen

gegen Nachrüst-Griffschalen, beispielsweise

von Hogue, austauschen.

Wer kein zusätzliches Geld ausgeben

möchte kann auch einfach einen alten

Fahrradschlauch zerschneiden und ihn

in einer oder in mehreren Lagen über

die originale Griffschale ziehen. Man

glaubt kaum, wie schön griffig und gedämpft

sich ein Wüstenadler schießen

lässt. Nimmt man zwei bis drei Lagen

Fahrradschlauch, fühlt sich der Griff

an, als wenn man ein „Gelkissen“ in

der Hand halten würde. Unabdingbar

ist die regelmäßige Reinigung und ausreichende

Ölung des Gasdruckladers,

damit er störungsfrei laufen kann. So

sollte der Bereich um den Gaspiston

einschließlich des Gegenlagers, der

Verschlusskopf mit Lauf-Gegenlager

und die Verschlussfeder-Bahn im Rahmen

penibel gesäubert und auch während

des Wettkampfs nach etwa 20 bis

30 Schuss geölt werden. Ölt man diese

Bauteile/Sektoren nicht, dann hängt

das Piston im Gegenlager fest, die Waffe

öffnet nicht mehr und Störungen

sind die Folge. Optimal ist es, wenn

direkt während und nach dem Schießen

die genannten Punkte mit einem

Sprüh-Öl (zum Beispiel Brunox/WD 40)

ausreichend geölt werden. Nach der

Rückkehr vom Schießstand sollten die

Bereiche von allen Rückständen und

Verkrustungen befreit werden. Dazu

haben sich Wattestäbchen als ideal erwiesen.

Bei den hartnäckigen Verkrustungen

im Bereich des Gaspistons und

vor allem im Bereich des Querstegs der

doppelten Verschlussfeder müssen die

festgebrannten Verkrustungen beseitigt

werden. Hier muss man nicht zimperlich

sein und die festgebackenen

Verunreinigungen am besten mit einem

Flachschraubendreher herausschaben.

Nach der aufwendigen, mechanischen

Reinigungsprozedur alle Bauteile mit

ausreichend und nicht zu dünnflüssigem

Öl benetzen. Das Mittel sollte ausreichend

zum Beispiel mit einem Pinsel

auf alle Flächen verteilt werden, die

aufeinander/ineinander laufen. Beim

Zusammenbau einer Desert Eagle im

Kaliber .357 Magnum muss besonders

auf die Verschlussfeder geachtet werden,

weil bei ihr die Nase auf dem Quersteg

fehlt und sie somit versehentlich

auch anders herum montiert werden

kann. Wird die Doppelfeder-Einheit

caliber-Kontakt

Die aktuelle Magnum Research Desert Eagle MK XIX-2 Pistole in .44 Magnum mit .357 Magnum-Wechselsatz, die den

Test mit unseren eigenen, altgedienten IMI Desert Eagle MK VII-Pistolen in .357 und .44 Magnum abrundete und so

den Vergleich „alt“ gegen „neu“ ermöglichte, wurde uns dankenswerter Weise von The Duke Original American Gun

Shop GmbH Edelhoffstraße 57, 42857 Remscheid, Telefon: +49-(0)2191-8852-0, Fax: +49-(0)2191-8852-30

www.theduke.de, info@theduke.de zur Verfügung gestellt. Auch die Waffen Ferkinghoff GmbH & Co. KG

Semmelstraße 27, 97273 Kürnach, Telefon: +49-(0)9367-3702, Fax: +49-(0)9367-7554, www.waffen-ferkinghoff.com

info@waffen-ferkinghoff.com, offeriert die gesamte Desert Eagle-Palette. Zudem betreibt man auch die Ferkinghoff-

Verkaufsfiliale, Schwanfelder Straße 8, 97241 Bergtheim OT Opferbaum, Telefon: +49-(0)9384-88212-00

Fax: +49-(0)9384-88212-19. Weitere Informationen auch unter: www.magnumresearch.com

Schussleistung Magnum Research Desert Eagle MK XIX-2 in .357 Magnum (neues Model)

Geschoss-Gewicht (grs.)- LaborierungMenge OAL v 2 v 2 Diff. Faktor Präzision Bemerkung zu den Laborierungen

Hersteller Typ-Form-

Diameter

(grs.) Hersteller-Sorte in mm in mm in m/s

in mm

158 GECO JSP TC .357“ Geco Fabrikp. 40,2 352,7 7,7 182,8 91 keine Funktion/Einzellader

158 Magtech JHP TC .357“ Magtech-Fabrikp 40,1 402,3 20,6 208,5 79(67) 1 Ausreißer

158 Remington JSP TC .357“ Remington Fabrikp 40,1 398,8 15,5 206,7 54 Top, Empfehlung als Fabrikpatrone

158 S & B JSP TC .357“ Sellier &Bellot Fabrikp. 40,2 357,3 13,5 185,2 112 keine Gruppenbildung

158 Speer JSP TC. 357“ 6,6 Vihtavuori N320 ** 40,0 303,0 20,4 157,1 56 keine Funktion/Einzellader

158 Speer JSP TC. 357“ 8,6 Vihtavuori 3N 37 ** 40,0 322,3 39,1 167,1 75 1 Zufuhrstörung

158 Speer JSP TC. 357“ 13,5 Vihtavuori N110** 40,0 323,2 41,6 167,5 42 leider unterhalb Faktor

158 Speer JSP TC. 357“ 8,4 Hodgdon Longshot ** 40,0 338,7 24,4 175,6 70(53) letzter Schuss = Ausreißer

158 Speer JSP TC. 357“ 7,8 Vihtavuori N340 ** 40,0 340,9 23,9 176,7 52 keine Funktion/Einzellader

158 Speer JSP TC. 357“ 6,9 Hodgdon HP 38 ** 40,0 296,2 38,2 153,5 42 keine Funktion, aber gute Schussleistung

158 GECO FMJ TC. 357“ 7,8 Vihtavuori N340 *** 40,5 351,8 13,3 182,4 150 keine Funktion/Einzellader

158 GECO FMJ TC .357“ 7,8 Vihtavuori N340 *** 40,3 350,6 17,0 181,8 71 keine Funktion/Einzellader

158 Speer JSP TC .357“ 14,3 Vihtavuori N110 *** 40,0 350,0 51,8 181,4 63 top, weich zu schießen

158 GECO JHP TC .357“ 14,3 Vihtavuori N110 *** 40,2 360,8 57,9 187,0 71 Geschossvergleich zu FMJ

158 GECO FMJ TC .357“ 14,3 Vihtavuori N110 *** 40,7 355,8 31,5 184,4 110 Geschossvergleich zu JHP

180 Remington SJHP TC .357“ Remington Fabrikp. 40,2 354,7 13,0 209,5 51 Top, Empfehlung als Fabrikpatrone

180 H & N HSKS TC .357“ 7,2 Hodgdon Longshot *** 40,0 304,4 23,4 179,8 56 super weich, leider knapp unter Faktor, mit 7,6 grs. besser

Durchschnitt aller Laborierungen 63(62)

39 caliber 10/2014


KURZWAFFEN

IMI & Magnum Research Desert Eagle Pistolen in .357 und .44 Magnum

Deutlich unterschiedliche Wandstärken der Läufe von alter Generation (links)

und neuer Generation (rechts).

Ansichtssache: Mündung einer .357er (links) und .44er (rechts) Desert Eagle.

nicht mit der abgerundeten Seite des

Querstegs nach unten in die Griffstück-

Schließfeder-Bahn eingebaut, kann sie

an dort entstandenen Verkrustungen

blockieren und am Quersteg brechen.

Um das Leistungspotential einer Desert

Eagle im Schießsport voll abrufen zu

können, empfiehlt sich ein Abzugstuning.

Als gute Anlaufstelle hat sich hier

beispielsweise der Importeur Achim

Ferkinghoff erwiesen. Zudem sollte

die Standkimme und das Rampenkorn

gegen eine verstellbare Scheibenvisierung

ausgetauscht werden.

Auf dem Schießstand

Bei diesem Großprojekt wurden zwei

altgediente Desert Eagle Pistolen in

.357 und .44 Magnum mit einer von

The Duke aus Remscheid dankenswerter

Weise zur Verfügung gestellten neuen

Desert Eagle Mark XIX-2 in .44 Magnum

mit .357 Magnum-Wechselsatz mit vielen

Hand- und einigen Fabrikladungen

auf Funktion und Präzision im direkten

Vergleich überprüft. An Tag 1 wurde zunächst

der jungfräuliche Wüstenadler

der jüngsten Generation in .44 Magnum

in die Ransom Rest Schießmaschine eingespannt.

Nach einigen Setzschüssen

mit starken Fabrikpatronen wurden die

vorbereiteten zehn Handlaborierungen

und drei Fabrikmunitionssorten nacheinander

geschossen. Dabei wurde die

gigantische Pistole ihrem schlechten

Ruf leider mehr als gerecht. Mit keiner

Ladung funktionierte sie störungsfrei.

Entweder wurden die Patronen nicht zugeführt,

weil sie sich bei der Zuführung

verklemmt haben, oder es wurde erst

gar keine Nachladetätigkeit durchgeführt.

Bester Streukreis bisher: 5 mm.

40 caliber 10/2014

Schussleistung Magnum Research Desert Eagle MK VII in .357 Magnum (altes Modell)

Geschoss-Gewicht

Laborierung Menge (grs.) OAL v 2 v 2 Diff. Faktor Präzision Bemerkung zu den Laborierungen

(grs.)-Hersteller Typ-

Form-Diameter

Hersteller-Sorte

in mm in m/s in m/s

in mmr

158 GECO JSP TC .357“ Geco Fabrikp. 40,2 345,6 17,1 179,2 82 kein Faktor

158 Magtech JHP TC .357“ Magtech Fabrikp. 39,6 386,8 15,6 200,6 38 Top, Empfehlung als Fabrikpatrone

158 Speer JSP TC .357“ 6,6 Vihtavuori N320** 40,0 295,6 27,6 153,2 39 Top Schussleistung, aber kein Faktor

158 Speer JSP TC .357“ 8,6 Vihtavuori 3N37** 40,0 315,6 41,2 163,6 95 hohe v 2 Sprünge

158 Speer JSP TC .357“ 13,5 Vihtavuori N110** 40,0 301,7 43,2 156,4 48 Top Schussleistung aber unterhalb des Faktors

158 Speer JSP TC .357“ 8,4 Hodgdon Longshot** 40,0 335,7 26,3 174,0 49 Top Schussleistung aber kein Faktors

158 Speer JSP TC .357“ 7,8 Vihtavuori N340** 40,0 344,0 8,0 178,3 45 Top Schussleistung aber kein Faktor

158 Speer JSP TC .357“ 6,9 Hodgdon HP 38** 40,0 299,0 33,3 155,0 68 (33) enge Kerngruppe , kein Faktor

158 GECO JHP TC .357“ 7,8 Vihtavuori N340*** 40,5 339,3 10,1 176,0 66 Geschossvergleich zu FMJ, enge Kerngruppe

158 GECO FMJ TC .357“ 7,8 Vihtavuori N340*** 40,3 345,5 9,4 179,1 70 Geschossvergleich zu JHP

180 Remington SJHP TC .357“ Remington Fabrikp. 40,2 347,6 12,4 205,3 54 (25) enge Kerngruppe mit zwei abgesetzten Schüssen

180 H & N HSHP KS .357“ 7,2 Hodgdon Longshot*** 40,0 296,5 22,8 175,1 129 (46) enge Kerngruppe mit zwei Ausreißern

Durchschnitt aller Laborierungen 65(53)


Technische Daten der Desert Eagle

Mark XIX Pistolen

Kaliber: .357 Magnum .44 Magnum

Magazinkapazität: 9 Patronen 8 Patronen

Abzugsgewicht: 3.200 Gramm 3.200 Gramm

Abstand Griffrücken-Abzug: 69,7 mm 69,7 mm

Griffstück: 688 Gramm 688 Gramm

Magazin: 115 Gramm 125 Gramm

Verschluss: 580 Gramm 580 Gramm

Lauf (nominal 6“/152 mm): 162 mm, 627 Gramm 162 mm, 481 Gramm

gezogener Teil in 6“-Lauf: 4,75“/121 mm 4,75“/121 mm

Diameter, Rechtsdrall: .357“/9,07 mm .429“/10,9 mm

Dralllänge: 14“/355 mm 18“/476 mm

Rampenkorn: 6,76 mm H x 3,36 mm B 6,76 mm H x 3,36 mm B

Kimmenausschnitt: 2,51 mm H x 2,86 mm B 2,51 mm H x 2,86 mm B

Visierlinie: 215 mm 215 mm

Abmessungen (LxBxH): 270x32x142 mm 270x32x145 mm

Gewicht (leer, mit Magazin): 2.053 Gramm 1.915 Gramm

Preis (Standard, brüniert, 6“): 1.990 Euro 1.990 Euro

Dieses Phänomen mussten wir leider auch nach dem Wechsel

auf .357 Magnum feststellen. Im ersten Anlauf wurden acht

Hand- und vier Fabrikladungen getestet. Hier waren die Funktionsstörungen

nicht bei allen Ladungen vorhanden. Drei

Fabrikmunitionssorten und zwei Handladungen funktionierten

ohne Störungen. Alle funktionierenden Fabrikpatronen

lagen bei einer Geschwindigkeit (v 2 ) oberhalb von 355 m/s,

die funktionierenden Handlaborierungen verrichteten ihren

störungsfreien Dienst allerdings schon bei einer etwas niedrigeren

Geschwindigkeit von 323 m/s. Bester Streukreis hier:

42 mm. Diese Ergebnisse stimmten uns nicht zufrieden, sodass

die Waffe genau in Augenschein genommen wurde. Dabei

wurde festgestellt, dass bei Aufschieben des Verschlusses

auf das Griffstück der Schlitten nach etwa 2/3 des Wegs leicht

blockierte. Somit war klar, warum die leichten Ladungen Zuführprobleme

bereiteten und die starken Ladungen funktionierten.

Weiterhin wurde festgestellt, dass der Verschluss der

frischen Desert Eagle im hinteren Bereich deutlich massiver

ist. Nach dem Vergleich auf der Waage stand dann fest, dass

hier keine Ursache zu finden war. Das, was der Verschluss im

hinteren Teil mehr an Gewicht auf die Waage brachte, wurde im

vorderen Teil bei der Laufauflage wieder wettgemacht, denn

in diesem Bereich ist der Schlitten weiter ausgelassen als bei

der alten Generation. Letztendlich brachten die gewonnenen

Erkenntnisse nach der peniblen Vergleichs-Examinierung von

alten und neuen Desert Eagle-Pistolen aber keinen Aufschluss

hinsichtlich der Funktionsstörungen der Mark XIX. Also blieb

nur eine Lösung: Zurück an die Ladebank, um stärkere Handlaborierungen

mit mehr Dampf zu produzieren (siehe Tag 2).

Zunächst einmal wurde nun aber die alte Desert Eagle in .44

Magnum in die Schießmaschine eingespannt. Nach den obli-

41 caliber 10/2014


KURZWAFFEN

IMI & Magnum Research Desert Eagle Pistolen in .357 und .44 Magnum

Solcherart hartnäckiger Verkrustungen sollte man

auch mechanisch zu Leibe rücken, denn das bloße

Auftragen von Reinigungsfluiden dürfte nicht

ausreichen.

Vergleich der standardmäßigen Visierung (oben) und einer verstellbaren Mikrometer-Kimme (unten).

gatorischen Setzschüssen folgten die

drei Fabrik- und zehn Handladungen.

Die Desert Eagle zeigte sich von ihrer

guten Seite und trotzte ihrem schlechten

Ruf. Allen Erwartungen entgegen

funktionierte sie ohne Störungen, die

auf die Munition zurückzuführen sein

könnten. Einmal öffnete sich der Verschluss

nicht, was bei der neuen MK XIX

ebenfalls einmal vorkam. Hier war die

Ursache schnell gefunden. Die Waffe

hatte zu diesem Zeitpunkt bereits rund

100 Schuss hinter sich und der Gaspiston

war ebenso wie sein Gegenlager

komplett „trocken“. Also wurde eine

Dose Sprüh-Öl zur Hand genommen, der

Gaspiston nebst Gegenlager gut eingesprüht

und die Desert Eagle versah

ihren Dienst störungsfrei bis zum Ende

des Tests. Diese Art Störung wäre vermeidbar

gewesen, wenn, wie bereits erwähnt,

nach etwa 20 bis 30 Schuss diese

beiden Bauteile eingesprüht worden

wären. Mit der alten Desert Eagle in .44

Magnum sowie allen Fabrikmunitionssorten

und vier von fünf Handladungen

mit Teilmantelgeschoss wurden sehr

gute Ergebnisse ohne Störungen erreicht.

Leider setzten sich bei den Handladungen

mit den H & N Geschossen immer

ein oder zwei Schuss deutlich von

der Kerngruppe ab. Tag Zwei: Die neue

Desert Eagle MK XIX in .44 Magnum wurde

erneut in die Maschine eingespannt

und nach den Setzschüssen folgten zwei

Handlaborierungen mit mehr Dampf.

Siehe da: Lediglich eine Zuführungsstörung,

die mit etwas Öl am Gaspiston vermeidbar

gewesen wäre, und eine wettkampftaugliche

Präzision. Schade war,

dass sich bei der Ladung mit 300 Grains

Frontier Geschoss ein Schuss von der

42 caliber 10/2014

Schussleistung Magnum Research Desert Eagle MK XIX-2 in .44 Magnum (neues Modell)

Geschoss-Gewicht (grs.)-

Laborierung-Menge OAL v 2 v 2 Diff. Faktor Präzision Bemerkung zu den Laborierungen

HerstellerTyp-Form-Diameter (grs.)Hersteller-Sorte in mm in mm in m/s

in mm

240 Federal American Eagle JHP TC .430” Federal Fabrikp. 40,2 409,2 10,1 322,2 79 (59) Zufuhrstörungen (ein Ausreißer = Setzschuss)

240 GECO JSP TC .430“ Geco Fabrikp. 40,3 392,1 16,0 308,7 79 Verschluss schließt nicht komplett

240 Magtech SJSP TC .430“ Magtech Fabrikp. 39,9 371,6 17,2 292,6 49 1 Zufuhrstörung/ enge Kerngruppe

240 H&N HS KSHP.430“ 10,8 Hodgdon Longshot * 39,6 319,0 13,2 251,1 115 keine Funktion/Einzellader, Tipping

240 H&N HS KSHP.430“ 9,2 Vihtavuori N320* 39,6 313,7 12,5 247,0 - keine Funktion/Einzellader,Tipping

240 H&N HS KSHP.430“ 18,0 Vihtavuori N110* 39,6 315,8 26,2 248,6 79 (23) 3 Schüsse abgesetzt von der Gruppe

240 H&N HS KSHP .430“ 11,0 Vihtavuori N340* 39,6 344,8 18,2 271,5 102 (56) 3 Schüsse abgesetzt von der Gruppe

240 Speer JSP TC .429“ 11,4 Vihtavuori 3N37* 40,0 319,5 29,9 251,5 55 (37) 1 Schuss abgesetzt von der Kerngruppe

240 Speer JSP TC .429“ 11,2 Hodgdon Longshot* 40,0 334,3 19,8 263,2 45 keine Funktion/Einzellader

240 Speer JSP TC .429“ 9,2 Vihtavuori N320* 40,0 311,5 8,7 245,2 92 (55) keine Funktion/Einzellader

240 Speer JSP TC .429“ 18,5 Vihtavuori N110* 40,0 340,8 36,1 268,3 51 1 Zufuhrstörung

240 Speer JSP TC .429“ 11,0Vihtavuori N340* 40,0 343,8 10,7 270,7 67 keine Funktion/Einzellader

240 Hornady JSP TC .430“ 21,5 Vihtavuori N110** 40,8 410,2 13,0 322,9 68 Max Länge für sichere Funktion 40,5mm

300 Frontier CMJ FP TC .430“ 18,00 Vihtavuori N110** 40,5 347,2 12,4 341,7 81 (51) eine Zufuhrstörung ,enge Kerngruppe

Durchschnitt aller Laborierungen 63 (50)


Hauptgruppe absetzte, der das Schussbild von 51 mm auf 81

mm öffnete. Bei der weiteren Handgestrickten mit einer realisierten

Präzision von 68 mm sollte die Patronengesamtlänge

etwas kürzer gewählt und das 240 Grains Hornady Projektil

auf maximal 40,5 mm gesetzt werden, damit die Patronen

besser ins Magazin passen. Nach dem Kaliberwechsel auf .357

Magnum sollte die Neue mit vier neuen Handladungen und

einer anderen Fabrikpatrone zeigen, was sie kann. Alle Munitionssorten

liefen nun störungsfrei und anstandslos bei einer

brauchbaren Präzision. Lediglich die Ladung mit dem GECO VM

FK Geschoss erzeugte keine brauchbare Schussgruppe. Selbst

die Handladung mit dem 180 Grains schweren Haendler & Natermann

High Speed Hohlspitz Geschoss, die den geforderten

BDS Faktor von 180 nicht ganz erreichte (179,76), produzierte

einen Streukreis von 56 mm. Nachdem die neue Desert

Eagle in beiden Kalibern brauchbare Ergebnisse in Funktion

und Schussleistung geliefert hatte, wanderte der altgediente

.357er-Wüstenadler, der schon zig tausend Schuss auf dem

Buckel hat, in die Adapterbacken der Maschine und wurde mit

einigen Setzschüssen startklar gemacht. Die Waffe versah mit

allen Ladungen störungsfrei ihren Dienst. Selbst mit der Ladung

mit 6,6 Grains Vihtavuori N320 und 158 Grains Speer

Teilmantel-Geschoss (Faktor 153,2) konnte ein Schussbild

von 39 mm in die Pappe gestanzt werden. Als Spitzenreiter

und Fabrikpatronen-Empfehlung lieferten sich die Remington

180 Grains JHP und die Magtech 158 Grains JHP ein Duell, aus

dem die brasilianische Munition mit einem Schussbild von 38

mm aufgrund konstanterem Bild als Sieger hervor ging. Die

Remington leistete sich leider zwei von der Kerngruppe abgesetzte

Schüsse, so dass die Gruppe von hervorragenden 25

mm auf 54 mm aufging.

caliber-Fazit

Die wandlungsfähige „Multikaliber-Faustfeuerwaffe“ Desert

Eagle ist die einzige Magnum-Pistole, die sich seit Jahrzehnten

auf dem Markt und im Wettkampf etabliert hat. Kennt und

berücksichtigt man ihre Eigenheiten, lassen sich mit alten

und neuen Generationen störungsfrei sehr gute Ergebnisse

erzielen. Umso länger ein Wüstenadler in Gebrauch ist, desto

zuverlässiger scheint er zu funktionieren, weil er nicht mehr

so „munitionsfühlig“ ist und weniger Energie benötigt, um

sicher zu laufen. Festgestellt wurde, dass längere Geschosse

und/oder ein „Mehr“ an Pulverraumdichte (zum Beispiel mit

Kemira N110) offensichtlich eine sichere Funktion gewährleistet.

Dadurch, dass das Geschoss langsamer und länger

ist, hält es augenscheinlich die Gas-Säule länger im Lauf, wodurch

die Waffe genug Zeit hat, um es „abzuzapfen“ und für

den Repetiervorgang zu nutzen. Die Magnum Research-Produktpalette

rund um die Desert Eagle in den drei Standardkalibern

.357 und .44 Mag. sowie .50 AE ist beeindruckend.

Es werden Kaliberwechselsätze, Wechselläufe in den Längen

6“, 10“ und 14“ (letztgenannte Lauflänge nicht für MK XIX)

sowie neuerdings auch Läufe mit Kompensatoren offeriert.

Dazu kommen viele Oberflächen-Finishs wie Hartchrom, 24k-

Gold oder ganz neu „burnt Bronze“ sowie verstellbare

43 caliber 10/2014


KURZWAFFEN

IMI & Magnum Research Desert Eagle Pistolen in .357 und .44 Magnum

Die nachträgliche Montage von verstellbaren Target-Visierungen mit hochbauendem Korn ist empfehlenswert, wenn man eine Desert Eagle sportlich erfolgreich

einsetzen möchte.

Visierungen, Montagen oder Griffschalen.

Je nach Finish und Ausstattung

kostet dann so ein edler Wüstenadler

aber auch rund 3.000 Euro. Übrigens:

Dass man mit einer Desert Eagle in

.50 AE mit 6“-Standardlauflänge und

Kompensator auch schnell schießen

und treffen kann, hat der populäre US-

Profischütze Jerry Miculek schon unter

Beweis gestellt. Mit solch einem Wüstenadler

mit Vortex-Leuchtpunktvisier

und Hornady 300 Grains XTP Fabrikmunition

platzierte er fünf Schuss auf eine

IPSC-Scheibe in der Fabelzeit von 0,8

Sekunden!

Text: Stefan Perey/Peter Salaf/Tino Schmidt

Fotos: Uli Grohs

44 caliber 10/2014

Geschoss-Gewicht (grs.)-Hersteller-

Typ-Form-Diameter

Schussleistung Magnum Research Desert Eagle MK VII in .44 Magnum

(altes Modell)

Laborierung-Menge

(grs.) Hersteller-Sorte

OAL

in mm

v 2

in mm

v 2 Diff.

in m/s

Faktor

Präzision

in mm

Bemerkung zu den Laborierungen

240 GECO JSP TC .430“ Geco Fabrikp. 40,3 381,7 12,0 300,5 54 sicher mit Faktor

240 MagtechSJSP TC .430“ Magtech Fabrikp 39,9 362,1 17,9 285,1 51 (36) ein Ausreißer, enge Kerngruppe

240 Federal American Eagle JHP TC .430” Federal Fabrikp. 40,2 399,2 12,7 314,3 37 Top, Empfehlung als Fabrikpatrone

240 H&N HS KSHP .430“ 11,0 Vihtavuori 3N37* 39,6 309,4 29,5 243,6 178(67) ein Ausreißer, knapp unterhalb des Faktors

240 H&N HS KSHP .430“ 10,8 Hodgdon Longshot* 39,6 321,8 16,5 253,3 93(73) ein Ausreißer

240 H&N HS KSHP .430“ 9,2 Vihtavuori N320* 39,6 311,2 18,9 245,0 139(54) zwei Ausreißer, knapp unterhalb des Faktors

240 H&N HS KSHP .430“ 18,0 Vihtavuori N110* 39,6 301,1 19,4 237,0 69 kein Faktor, mit ca. 19,5 grs. besser

240 H&N HS KSHP .430“ 11,0 Vihtavuori N340* 39,6 349,5 58,1 275,2 200 (50) zwei Ausreißer

240 Speer JSP TC .429“ 11,4 Vihtavuori3N37* 40,0 321,9 28,2 253,4 72(43) der letzte Schuss öffnet die Gruppe

240 Speer JSP TC .429“ 11,2 Hodgdon Longshot* 40,0 325,6 20,4 256,3 53 knapp über Faktor

240 Speer JSP TC .429“ 9,0 Vihtavuori N320* 40,0 304,1 13,6 239,4 96(47) Kerngruppe 47 mm

240 Speer JSP TC .429“ 18,50 Vihtavuori N110* 40,0 318,5 43,1 250,7 76 (49) Setzschuss öffnet die Gruppe

240 Speer JSP TC .429“ 11,0 Vihtavuori N340* 40,0 338,9 11,6 266,8 69 (53) Setzschuss öffnet die Gruppe

Durchschnitt aller Laborierungen 91(56)

Alle Geschoss- und Pulvergewichte in Grains (zum Umrechnen in Gramm bitte mit 0,0648 multiplizieren). Abkürzungen in caliber: v 2 = Geschoßgeschwindigkeit in

Meter pro Sekunde, 2 Meter vor der Mündung gemessen. OAL = Overall Length = Patronengesamtlänge. FMJ = Full Metal Jacket = Vollmantel. H&N = Haendler

& Natermann. (HS) High Speed = vollverkupfertes Pressbleigeschoß mit zusätzlicher Kunststoffbeschichtung. JHP = Jacketed Hollow Point = Teilmantel-Hohlspitzgeschoss.

JSP = Soft Point = Teilmantelgeschoss. KS = Kegelstumpf TC = Truncated Cone = Kegelstumpf. Testaufbau: Die Geschoßgeschwindigkeit (v 2 in Meter pro

Sekunde)wurde mit einer Mehl BMC 18 Anlage gemessen. Die Präzisionsüberprüfung erfolgte mit je einer 10- Schuss- Gruppe aus der Ransom Rest Schießmaschine

auf der 25-Meter-Distanz. Die Schussbilder beziehen sich auf die am weitesten auseinander liegenden Schusslochmitten. Die Klammerwerte geben die Präzision

ohne einen Ausreißer an. Alle Handlaborierungen in * Leader, **IMI, *** Geco Hülsen. Zünder .357 Magnum: mit N340/ N110 Federal Small Pistol Magnum

ansonsten Federal 100. .44 Magnum: Winchester Large Pistol Alle Ladeangaben ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt nach dem Gesetz eigenverantwortlich!


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45 caliber 10/2014


KURZWAFFEN

Smith & Wesson-Revolver Modell 986 Pro Series in 9 mm Luger

Der Trick mit dem Clip: Smith & Wessons neuer 986 Pro Series Revolver

ist für die erfolgreichste Kurzwaffenpatrone der Welt eingerichtet und

verfeuert 7 Patronen in 9 mm Luger.

46 caliber 10/2014


Der Trick mit dem Clip

Beim neuen Smith & Wesson-Revolver M986 Pro Series für die dominierende Pistolenpatrone 9 mm Luger

handelt es sich um einen 7-Schüsser für Action-geladene Schießsport-Disziplinen, bei dessen Erprobung wir

standesgemäße Schützenhilfe vom 9-fachen Deutschen IPSC-Revolvermeister Sascha Back erhielten.

Revolver oder Wechseltrommeln in

9x19 sind beileibe keine neue Erfindung,

machen aber trotzdem

oder gerade im Jahr 2014 angesichts

der stetig steigenden Munitionspreise

Sinn. Denn selbst .38 Special-Revolvermunition

kostet etwa 40% bis 60% mehr

als die in schieren Massen produzierte

9 mm Luger, die zudem in einer größeren

Laborierungs-Bandbreite angeboten

wird als jede andere großkalibrige

Zentralfeuer-Kurzwaffenpatrone. Durch

die nahezu identischen Lauf-Innenmaße

von .38 Special/.357 Magnum und 9 mm

Luger gab es schon vor Jahrzehnten Revolvermodelle,

wie den deutschen Korth

Combat Magnum oder den französischen

Manurhin MR 73 in .357 Magnum, für die

auch 9x19-Austauschzylinder angeboten

wurden. Andere Hersteller, wie Charter

Arms mit dem Modell 79920 „Pitbull“, Ruger

mit dem Modell 101 oder Taurus mit

dem Modell 905, fertigten gleich reinrassige

Stupsnasen in 9 mm Luger. Hierbei

haben übrigens Versuche gezeigt, dass

Georg Lugers Pistolenpatrone der .38

Special in der ballistischen Leistung nicht

nachsteht und selbst die .357 Magnum

vermag aus den kurzen Lauflängen bis

2,5“/63 mm kaum mehr Performance als

die 9x19 zu bringen, sorgt sie doch lediglich

für einen größeren Mündungs-/Trommelspaltblitz

und herberen Rückstoß.

Zuviel Freiheit

nach dem Schießen auch wieder aus dem

Zylinder befördern zu können. Führt

man die Waffe auf der Jagd oder zum

Selbstschutz, muss man aufpassen, dass

sich die Clips nicht in der Hosentasche

oder einem anderen Aufbewahrungsort

verbiegen, weil sonst Störungen beim

Trommeltransport die unangenehme

Folge sein könnten. Vor allem für Sportschützen

gibt es aber ein noch größeres

Problem: 9 mm Luger-Revolver haben

aufgrund des langen, rotationslosen Geschossweges

noch nie durch Topschussleistung

geglänzt.

Was lange währt,

wird endlich gut?

Der M986 Pro Series ist nicht der erste

9 mm Luger-Revolver aus Springfield,

Dennoch sind 9 mm Luger-Revolver

auch mit gewissen Nachteilen behaftet,

die eine größere Marktverbreitung verhindert

haben dürften. So müssen sie

üblicher Weise mit „Clips“ also Federstahl-Blechscheiben

mit Aussparungen,

in denen die einzelnen Patronen eingeklemmt

sind geladen werden, um der

randlosen 9x19 einen Halt in der Trommel

zu gewähren und um die Hülsen

Der Smith & Wesson 986 Pro

Series in beiden Seitenansichten.

47 caliber 10/2014


KURZWAFFEN

Smith & Wesson-Revolver Modell 986 Pro Series in 9 mm Luger

Der namensgebende Schriftzug wird mittels Lasergravur auf der Schlossplatte

angebracht.

Der Fensterausschnitt auf der rechten Laufmantelseite ist eher

kosmetischer Natur.

Die Titantrommel fällt aufgrund der 9 mm Luger kürzer aus und der Lauf wurde

etwas dichter herangesetzt, um den rotationslosen Geschossweg zu minimieren.

48 caliber 10/2014

Massachusetts, aber zumindest der erste

mit sieben Patronenlagern in der Trommel.

Frühe Erfahrungen in diesem Kaliber sammelte

das traditionsreiche Unternehmen

bereits 1980 mit dem Revolver-Modell

547. Der ohne Ejektor-Gehäuse und ohne

verstellbare Visierung ausgestattete,

brünierte Dienstrevolver mit K-Rahmen

und Lauflängen von 3“ und 4“ erinnert

an den klassischen S&W M13 in .38 Special/.357

Magnum. Dem Vernehmen nach

gaben die Israelis Ende der 1970er Jahre

den Anstoß zu diesem „Six Shooter“

in 9x19, die nach einem Dienstrevolver

suchten, der mit der identischen Munition

wie die UZI Maschinenpistole gefüttert

werden konnte, was in der Logistik

vorteilhaft war. Der S&W M547 konnte

dank einer komplexen Mechanik ohne

die typischen Clips geladen werden. Der

feste Sitz der kurzen 9 mm Luger-Patrone

in den Trommellagern wurde dadurch erreicht,

dass die Kammern im Inneren mit

einer Schulter versehen sind, auf dem

sich die Patronen mit dem Hülsenmund

abstützen. Die Ausstoßerstange besaß

keinen konventionellen Auszieherstern

sondern einen konischen Kopf mit sechs

Blattfedern mit hakenförmigen Mitnehmern.

Wurde die Ejektor-Stange nicht

betätigt, lagen die Mitnehmer versteckt

in den Trommelkammern und die Patronen

konnten mühelos eingeführt werden.

Bediente man den Ejektor, griffen

die Haken in die Hülsenbodenrillen ein

und wurden aus dem Zylinder befördert.

Um ein Zurücksetzen von 9x19-Patronen

mit dünnerem Hülsenboden zu vermeiden,

war der M547 im Stoßbodenschild

mit einem gefederten Stift über dem

Schlagbolzen bestückt. Dieser Stift wurde

im gleichen Moment wie der Schlagbolzen

vom Hammer getroffen und

drückte so Hülsen mit dünnerem Boden

fest auf die Schultern in den Patronenlagern.

Die Patronenhülsen erhielten so

neben der Zündstiftmarkierung auf dem

Zündhütchen eine weitere leichte Einschlagmarkierung

auf dem Hülsenboden.

Das System funktionierte übrigens sehr

zuverlässig, was wir vor 26 Jahren (!)

selbst erfahren konnten (siehe caliber

5/1988 mit Test eines von Peters Stahl

getunten S&W 547 mit 6“-Polygonlauf).

Dennoch: Bis zum Produktionsende 1985

wurden gerade einmal 10.270 Exemplare

gefertigt. 1991 erschien der J-Rahmen-

Taschenrevolver 940 Centennial in 9 mm

Luger mit verdecktem Hammer in den

Lauflängen 1,5“/38 mm, 2“/51 mm und

3“/76 mm. Die Stupsnase aus rostträgem

Stahl mit fünf Patronen fassender

Trommel wurde aber wieder simpler Weise

mit Clips geladen. 1994 gab es 300

Exemplare, die für die im gleichen Jahr

erschienene Pistolenpatrone .356 TSW

(Team Smith & Wesson) eingerichtet waren.

Der Centennial in diesen Pistolenkalibern

verschwand aber 1998 schnell

wieder vom Markt, während das gleiche

Modell in .38 Spec./.357 Mag. weiterhin

existierte. Der Hersteller richtete seine

Revolver auch für andere Pistolenkaliber

ein, wie zum Beispiel das N-Rahmen-


Geladen werden die 7 Patronen mittels eines Vollmond-Clips, der aus rund 0,9 Millimeter dickem Federstahlblech besteht.

Die zurückgesetzte

Mündung im

schnittigen

Laufmantel.

Zwei Trommelbohrungen

waren am Ausgang

etwas weit für die

9 mm Luger, so dass

selbst .357“/9,07 mm

Geschosse durchfielen.

Modell 610 in 10 mm Auto./.40 S&W. Den

ebenfalls auf dem N-Rahmen basierenden,

besonders populären M 625 in .45

Auto entdeckt man noch heute im Programm.

Neue Besen kehren gut?

Der brandneue Smith & Wesson Stainless

Steel Revolver M986 Pro Series mit

L-Rahmen, grauer Titantrommel und

schnittigem Laufdesign besitzt ein gefälliges

Gesamterscheinungsbild. Die

glasperlengestrahlte Oberfläche verleiht

dem 7-Schüsser ein elegantes Äußeres,

minimiert aber gleichzeitig auch

Lichtreflexe. Beim Innenprofil des Laufes

setzt man auf die Dimensionen, die

man auch für .38 Special/.357 Magnum

verwendet. Warum auch nicht? Schließlich

legen sowohl SAAMI (Sporting Arms

and Ammunition Manufacturers) als

auch CIP (Commission Internationale

Permanente pour l’Épreuve des Armes

à Feu Portatives) für die .357 Magnum

und für die 9 mm Luger ein Zugmaß von

mindestens 9,02 mm/.355“ fest. Lediglich

der Drall ist mit 1-18,75“ (476 mm)

selbst für amerikanische Verhältnisse

recht lang, da man im Land der schier

unbegrenzten Möglichkeiten meist auf

eine Dralllänge von 1-16“ (408 mm) für

viele Kurzwaffenkaliber setzt. Die Visierung

besteht aus der typischen Smith &

Wesson Röllchen-Kimme, während man

im Mündungsbereich ein auswechselbares,

schwarzes Scheibenkorn montiert.

Hier hätte man vielleicht für den angedachten

Verwendungszweck des dynamischen

Schießens auch ein Lichtfänger-

Korn verbauen können. Das wiederum

ist aber mehr eine Frage des persönlichen

Geschmacks und das vordere, gestiftete

Visierelement lässt sich einfach

gegen ein Nachrüstteil austauschen. Die

dunkelgraue Trommel mit sieben Patronenlagern

besteht aus einer zähen,

leichten Titanlegierung, die weniger

bewegte Masse als ein stählerner Zylinder

aufweist. So wiegt die 36 Millimeter

lange Titan-Trommel nur 124 Gramm,

aus konventionellem rostträgem Stahl

gefertigt, würde sie etwa 70% mehr auf

die Waage bringen. So lässt sich zumindest

theoretisch die Walze schneller

und mit weniger Kraftaufwand mit dem

Abzugsfinger im gekonnten Double-Action-Schießbetrieb

bewegen. Dem entgegen

kommen dann auch die kürzeren

Trommelstopp-Abstände des 7-Schuss-

Zylinders von 51,5 anstatt 60 Grad.Die

Wurzel des 5,2“/132 Millimeter langes

Laufes, der seine Innenkontur mittels

Funkenerodieren erhält, ragt weit nach

hinten in den Rahmen hinein, um mit

der gekürzten Trommel besser zu korrespondieren

und somit den rotationslocaliber-Kontakt

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49 caliber 10/2014


KURZWAFFEN

Smith & Wesson-Revolver Modell 986 Pro Series in 9 mm Luger

Wesentlich populärer als Revolver in 9 mm Luger

ist der Smith & Wesson 625 im traditionsreichen

US-Kaliber.45 Auto.

für uns im Match zu erproben. Dafür

nochmals herzlichen Dank! Dem äußerst

routinierten Revolverhelden fiel direkt

das geringere Gewicht im Vergleich zu

seinem bevorzugten Handwerkszeug in

Gestalt eines von Karl Hamann überarbeiteten

Smith & Wesson L-Frame-Revolvers

M586 in .357 Magnum mit 6“-Lauf auf.

Allerdings hegte er auch gleich gewisse

Bedenken hinsichtlich des zu erwartenden,

eventuell ruppigen Hochschlagverhaltens.

Das der US-Produkthaftung

geschuldete, hohe Abzugsgewicht reduzierte

der Meisterschütze sofort durch

Die komplexe Hülsenauswurfmechanik des S&W

M547-Revolvers in 9 mm Luger wäre aufgrund der

vielen Einzelteile heute wohl noch kaum zu bezahlen.

50 caliber 10/2014

sen Geschossweg weiter zu minimieren.

Sicherlich wird sich manch einer fragen,

wofür ein 7-schüssiger Revolver im IPSC-

Bereich Sinn macht, wenn das Regelwerk

maximal sechs Schuss vor jedem

erneuten Nachladen vorschreibt und

die Nichtbeachtung mit einem derben

Punktabzug bestraft? Ganz einfach. Im

Falle eines Zündversagers, der bei weich

eingestellter Schlagfeder schon mal vorkommen

kann, lässt sich die zusätzliche

Patrone schnell verschießen, weil diese

dann den sechsten Schuss darstellt

und somit kein Regelverstoß vorliegt.

Sicherlich ein Ausnahmefall, dem man

nicht zu viel Priorität beimessen sollte,

aber im Fall der Fälle eine interessante

Option.

Wettkampferprobt

Unser Test des Smith & Wesson 986 Pro

Series gestaltete sich diesmal etwas aufwendiger,

da wir neben der üblichen Präzisionsüberprüfung

den dynamischen Teil

dem IPSC-Europameister und 9-fachen

Deutschen Meister Sascha Back überließen.

Er nahm sich trotz der Vorbereitungszeit

zur Deutschen Meisterschaft

beziehungsweise der im Oktober stattfindenden

Weltmeisterschaft in Frostproof,

Florida, die Zeit, um den 9x19-Neuling

die entsprechende Justierung der Schlagfederschraube

im Griffrahmen sowie

durch eine ordentliche Schmierung der

Schlossteile. Anzumerken ist hier noch,

dass sich dann nur noch extrem weiche

Zünder wie die auch von uns verwendeten

Federal 100 sicher zum Zünden bewegen

lassen. Was Sascha Back zudem positiv

auffiel, war die leichte 7-schüssige Titan-

Trommel, die sehr früh in der Sperrklinke

steht. Dadurch kann im Double-Action-

Modus sehr präzise der restliche, kurze

Abzugsweg überwunden werden, was sich

vor allen Dingen bei kleinen Zielmedien

und weiten Schussdistanzen positiv bemerkbar

macht. Der M986 wurde von Sa-


scha Back auch auf der Deutschen IPSC-

Meisterschaft Standard/Production 2014

geschossen, wobei ihm das geringere

Waffengesamtgewicht nicht negativ auffiel.

Im Gegenteil, schnelle Schwenks und

Stopps bei Zielwechseln werden durch das

geringe Gewicht begünstigt und auch die

Befürchtung, dass der Hochschlag stark

ausfallen könnte, erwies sich zumindest

bei der Verwendung von Minor-Laborierungen

mit 133er-Faktor als unbegründet.

Nach Meinung des Meisters ist das

Handling des L-Frame-Revolvers gegenüber

einem N-Rahmen-Exemplar viel besser.

In Sachen Ergonomie würde Sascha

Back den werksseitigen Trommelschieber

gegen eine verlängerte Version mit mehr

Daumenauflagefläche wechseln, so dass

das zwangsläufig häufige Nachladen bei

Übungen bis 32 Schuss angenehmer und

vor allen Dingen schneller von statten

geht. Damit die „Reloads“ zügiger und

reibungsloser ablaufen, sollte Munition

mit Rundkopfgeschossen auf Grund einer

selbstzentrierenden Wirkung an den

Trommellager-Eingängen bevorzugt werden.

Der mehrfache deutsche Meister Sascha Back konnte den Smith & Wesson 986 Pro Series während der

Deutschen Meisterschaft Standard/Production im harten Wettkampf-Einsatz erfolgreich erproben.

Auf dem Schießstand

Bei der „statischen“ Präzisionsüberprüfung

aus der Ransom Rest-Schießmaschine

mit zwei vollen Trommelladungen

also 14 Schuss auf 25 Metern hatte es

der S&W M986 nicht gerade leicht. Wie bereits

erwähnt, ist es ein offenes Geheimnis,

dass 9 mm Luger-Revolver aufgrund

des langen rotationslosen Geschossweges

vom Patronenlager in der Trommel

über den Übergangskegel bis in den gezo-

Ein Anwendungsgebiet für den 986 Pro Series könnte die Offene Revolver-Klasse der Steel Challenge sein,

bei der sich die volle Trommelkapazität nutzen lässt.

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51 caliber 10/2014


KURZWAFFEN

Smith & Wesson-Revolver Modell 986 Pro Series in 9 mm Luger

Geschoß-Gewicht-Hersteller-

Typ-Form-Dia

Schussleistung Smith & Wesson Pro Series 986 in 9mm Luger

Laborierung-Menge OAL v 2 v 2 -Diff. Faktor Energier Präzision Bemerkungen zu den

(grs.)-Hersteller-Sorte in mm in m/s in m/s

(Joule) in mm Laborierungen

95 Magtech JSP TC .355“ Magtech Fabrikpatrone. 26,9 396,6 25,4 123,6 484 91 Diagonalstreuung

115 Magtech JHP TC .355“ Magtech Fabrikpatrone. 28,1 346,0 17,0 130,5 446 117 Caliber Referenz, sonst besser

115 Remington JHP TC .355“ Remington Fabrikpatrone 27,2 333,5 23,8 125,8 414 120 Seitenstreuung

124 Geco FMJ OG .355“ Geco Fabrikpatrone 29,5 328,2 23,8 133,5 433 118 günstige Standardpatrone

124 Geco Hexagon TC .355“ Geco Fabrikpatrone. 28,7 313,0 13,2 127,3 394 102 neue Geco Matchpatrone

124 S&B FMJ OG .355“ S&B Fabrikpatrone 29,5 310,8 15,4 126,4 388 120 günstige Standardpatrone

124 Geco FMJ OG .355“ 8,5 Vihtavuori N105 30,5 363,9 24,9 148,0 532 108 eigentlich Major-Patrone

125 Hornady HAP TC .356“ 5,2 Hodgdon Longshot 28,5 302,4 16,7 124,0 370 111 Referenzladung

125 Hornady HAP TC .355“ 5,2 Hodgdon Longshot 29,5 294,5 22,3 120,8 351 112 1 mehr Setzlänge, keine Besserung

125 Hornady HAP TC .355“ 5,2 Hodgdon Longshot 30,5 280,3 36,1 115,0 318 93 gute Setzlänge, v 2 fällt stark ab

125 Hornady HAP TC .356“ 5,8 Hodgdon Longshot 30,0 318,5 12,4 130,6 411 124 höhere v 2 bringt keine Besserung

145 H&N High Speed KSHP .356“ 4,0 Hodgdon Titegroup 30,6 275,8 17,3 131,2 357 137 softe Minor-Patrone

147 Magtech JHP TC .355“ Magtech Fabrikpatrone 29,1 296,0 19,7 142,8 417 71 beste Fabrikpatrone

147 H&N High Speed KSHP .357“ 4,0 Hodgdon Titegroup 30,6 279,3 16,0 134,7 372 112 357“ Diameter diesmal besser

154 Geco FMJ TC .355“ Geco Fabrikpatrone 28,5 265,1 13,2 134,0 351 128 softe Subsonic-Patrone

Durchschnitt aller Laborierungen 111

Alle Geschoss- und Pulvergewichte in Grains (zum Umrechnen in Gramm bitte mit 0,0648 multiplizieren). v 2 = Geschoßgeschwindigkeit in Meter pro Sekunde,

2 Meter vor der Mündung gemessen. OAL = Overall Length = Patronengesamtlänge. Abkürzungen in caliber: FMJ = Full Metal Jacket = Vollmantel. H&N = Haendler

& Natermann. HAP = Hornady Action Pistol = Hohlspitz-Matchgeschoß. Hexagon= Mantelgeschoss mit inneliegender Hohlspitze ohne kontroliertes DeformationsverhaltenHigh

Speed = vollverkupfertes Preßbleigeschoß mit zusätzlicher Kunststoffbeschichtung. HP = Hollow Point = Hohlspitz. KS = KegelstumpfOG = Ogive. TC =

Truncated Cone = Kegelstumpf. Testaufbau: Die Geschoßgeschwindigkeit (v 2 in Meter pro Sekunde)wurde mit einer Mehl BMC 18 Anlage gemessen. Die Präzisionsüberprüfung

erfolgte mit je einer 14- Schuss- Gruppe aus der Ransom Rest Schießmaschine auf der 25-Meter-Distanz. Die Schussbilder beziehen sich auf die am

weitesten auseinander liegenden Schusslochmitten. Die Klammerwerte geben die Präzision ohne einen Ausreißer an. Alle Handlaborierungen in neuen Remington

Hülsen mit Federal 100 Standard Pistol Zünder und Taper Crimp .Alle Ladeangaben ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt nach dem Gesetz eigenverantwortlich!

Die technischen Daten

Modell:

Kaliber:

Lauflänge- /profil:

Drall-Länge/

Laufdiameter:

Trommellänge:

Trommelspalt:

Trommelausgang:

Kimme:

Korn:

Visierlänge:

Abzugssystem,

Widerstand:*

Gesamtgewicht:

Maße: (HxBxLin mm)

Preis:

Smith & Wesson 986 Pro Series

9 mm Luger

5,2“/132 mm- 5-Felder-Züge

1-18,75“/1- 476 mm-

Rechtsdrall

36,2 mm

0,15 mm

.3555“/9,03 mm

3,25 mm S&W Röllchenkimme

3,1 mm, Partridge Korn

181 mm

DA/SA , DA:4.985 5.167,

Mittelwert 5.048 Gramm,

SA:1.790 2.281 Gramm,

Mittelwert: 1.994 Gramm

988 Gramm

268 x40x149

1.561 Euro

* Mittel aus 5 Messungen mit der Lyman Digital

Trigger Gauge


genen Lauf-Teil noch nie so präzise geschossen

haben. Zudem hatte unser Testexemplar mit

weiteren Problemen zu kämpfen, denn der Lauf

war an der Wurzel mit seinem Gewindeteil so

stramm in den Rahmen eingeschraubt, dass er

in diesem Bereich einen engeren Durchmesser

als weiter vorne aufwies und zwei Trommelbohrungen

waren wiederum so weit, dass selbst

.357“/9,07 mm Geschosse durchfielen. Nicht

gerade die besten Voraussetzungen für Top-

Präzision. Verwendet wurden 15 verschiedene

9 mm Luger-Munitionssorten, acht Fabrik- und

sieben Handlaborierungen, im Geschossgewichtsbereich

von 95 bis 154 Grains. Weil die

Präzisionsergebnisse beim ersten Versuch

nicht gerade zufriedenstellend verliefen, wurden

einige Handladungen noch einmal angepasst

und nachgebessert. Das beste Ergebnis

mit gerade einmal 71 Millimetern erreichte der

schnittige 9 mm Luger-Revolver mit der Magtech

147 Grains JHP. Auf Platz Zwei lag dann

die schnelle Magtech 95 Grains, die einen

Streukreis von 91 Millimeter bildete. Danach

folgte unsere Handlaborierung mit 5,2 Grains

Hodgdon Longshot und dem 125 Grains Hornady-HAP

Geschoss mit 93 Millimetern. Weil

diese Laborierung aufgrund des Luftspaltes

zwischen Trommelfront und Laufeingang von

durchaus üblichen 0,15 mm in der Geschwindigkeit

doch recht stark abfiel, haben wir das

exzellente Matchgeschoss aus Nebraska noch

einmal mit 5,8 Grains Longshot verladen. Das

sollte aber nur in Verbindung mit einer Patronenlänge

(OAL) von 30,0 Millimeter oder

mehr geschehen, weil ansonsten der Gasdruck

über dem zulässigen Limit liegen könnte. Angemerkt

sei, dass bei den meisten 124 Grains

Zum Auslösen der Hülsen aus den Clips bietet sich ein in

Eigenregie gefeiltes Edelstahlrohr an, was im Dauergebrauch

einfacher ist und die Finger schont.

Geschossen bei einer OAL von 30 bis 30,5 Millimeter

Schluss ist, da sonst zu wenig Halt im

Hülsenmund und somit zu wenig Auszugswiderstand

vorliegt. Der Präzisionsdurchschnitt

aller 15 Munitionssorten lag dann bei mageren

111 Millimetern. Mit einem für eine 9 mm Luger

eher untypischen Drall von 1-18,75“/476 Millimeter,

den die Techniker von der .357 Magnum

übernahmen, sollten sich zumindest theoretisch

die besten Ergebnisse mit Geschossgewicht

bis etwa 115 Grains Geschossgewicht

bei hoher Geschossgeschwindigkeit erreichen

lassen. Allerdings haben diese dann auch die

längste führungslose Strecke in der Trommel

zu überwinden. Schwer tat sich der 986 auch

mit dem Erreichen eines Major-Faktors, wie er

beim IPSC-Schießen gefordert wird, um eine

höhere Punkteausbeute zu erlangen. Mit unserer

Handladung, bestehend aus 8,5 Grains Vihtavuori

N105 und einem 124 Grains GECO FMJ

Geschoss, die aus Pistolen mit 5“-Lauflänge

gerade so an der Faktorgrenze von 170 liegt,

konnte der 7-Schüsser weit weniger umsetzen.

Durch den Trommelspalt blieb es gerade einmal

bei 148 Faktorpunkten, wobei sich die Pulvercharge

aufgrund der kleinen Hülse nicht weiter

steigern lässt. Ob sich mit anderen Treibladungsmitteln

ein Faktor von 170 plus etwas

Reserve innerhalb des zulässigen Gasdrucks

erreichen lässt, bleibt offen, dürfte aber eher

zu bezweifeln sein. Der Revolver dürfte in erster

Linie im IPSC/Action-Metier zu Hause sein

und hier mit ausgesuchten Laborierungen

auch ausreichend Präzision liefern. Sascha

Backs Ladeempfehlung lautet übrigens: 3,3

Grains Hodgdon Titegroup und ARES 147 Grans

FP BB CEPRX im .356“er-Diameter in Sellier &

Bellot-Hülsen mit Federal 100-Zündhütchen

bei einer 9x19-Patronenlänge von 29,5 mm.

Schade, dass zumindest unsere Testwaffe mit

einfacher, günstiger und überall erhältlicher

Fabrikmunition so überhaupt nicht harmonieren

wollte. Der Smith & Wesson M986 Pro Series

kostet 1.561 Euro. Der Hersteller kündigt

mit dem 8-schüssigen N-Frame-Revolver 929

mit 6,5“-Lauf übrigens schon den nächsten 9

mm Luger-Revolver an. Man darf also gespannt

sein.

Text: Tino Schmidt/Sascha Back

Fotos: Uli Grohs/Stefan Föll/Sascha Back

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53 caliber 10/2014


WETTKAMPFBERICHT

Deutsche IPSC-Meisterschaften 2014 in Kurzwaffen-Disziplinen

Spannendes Spektakel

Alljährlich versammelt sich in den Sommermonaten Juli und August das „Who is Who“ der deutsche IPSC-

Szene im beschaulichen Philippsburg, um ihren Deutschen Meister zu küren. Heiß her ging es diesmal

jedoch nur in den Parcours zu, denn an beiden Wettkampfterminen war den Teilnehmern leider kein sommerliches

Wetter vergönnt.

Spannendes Spektakel: Der IPSC-Schießsport

verlangt den Akteuren das gesamte

Spektrum einer traumwandlerisch-sicheren

Waffenhandhabung in allen nur vorstellbaren

Situationen unter Zeitdruck ab.

IPSC-DM 2014 Termine

● Standard & Production: 11.07.-13.07.2014

● Open, Revolver, Classic & Modified: 23.08.-24.08.2014

die Teilnehmer entweder an der jeweiligen

Deutschen Meisterschaftswertung teilnehmen

oder auch das Match als „normales“ Level

III in jeder anderen Division bestreiten.

Gerade die Möglichkeit, den Wettkampf außerhalb

der Meisterschaftswertung in der

favorisierten Division zu schießen, wurde

von vielen Schützen angesichts der unmittelbar

bevorstehenden Weltmeisterschaft

rege genutzt. Zudem nahmen auch wieder

zahlreiche Schützen aus dem europäischen

Ausland den weiten Weg nach Philippsburg

auf sich, um die seltene Gelegenheit von

zwei Wettkämpfen an einem Wochenende

zu nutzen und sich kurz vor der Weltmeisterschaft

noch einmal mit der Konkurrenz

messen zu können. Die 17. IPSC-Weltmeisterschaft

findet übrigens vom 13.10. bis

19.10.2014 in Frostproof (Florida, USA)

statt und auch hier wird caliber wieder live

vor Ort sein.

54 caliber 10/2014

Über die Freiluft-Schießanlage in der

baden-württembergischen Kleinstadt

Philippsburg müssen wohl

nicht mehr viele Worte verloren werden. Die

Schießanlage ist als Austragungsort zahlreicher

IPSC-Veranstaltungen weit über die

Landesgrenzen geschätzt und bietet nahezu

ideale Bedingungen für diese Sportart.

In Abkehr der Praxis des letzten Jahres, in

dem der Deutschen Meisterschaft in den

Waffenkategorien Open, Revolver, Classic &

Modified nur ein Start möglich war und der

Wettkampf an beiden Tagen ausgetragen

wurde, bot der BDS e.V. dieses Jahr wieder

die Möglichkeit, an jedem Wochenende

an jeweils zwei unabhängigen Deutschen

Meisterschaften beziehungsweise Level III

Matches mit je 12 Stages teilzunehmen.

Ein Schritt, der von vielen Akteuren sehr

begrüßt wurde. Auf diese Weise konnten

Production ist die No.1!

In gewohnter Manier markieren die Waffenkategorien

Standard und Production den

Anfang der deutschen Meisterschaften im

dynamischen Schießen mit großkalibrigen

Faustfeuerwaffen und sagenhafte 482

Starts wurden am Wochenende vom 11.07.

bis 13.07.2014 absolviert. Der Andrang in

diesen beiden Waffenkategorien ist hierbei

so groß, dass der Freitag als Schießtag mit

hinzu genommen wird und man muss sich

ähnlich anderer gefragter Groß-Events in

Philippsburg frühzeitig anmelden. So war

dann die diesjährige Deutsche Meisterschaft

auch bereits nach wenigen Tagen

ausgebucht, wohingegen bei der später

stattfindenden Meisterschaft in den Divi-


sionen Open, Revolver, Classic & Modified

noch bis zum Schluss Startkapazitäten

übrig waren. Wie mittlerweile bei nahezu

jedem Match fanden sich mit 256 Schützen

die meisten Teilnehmer in der Production

Division ein und wenn man dann noch berücksichtigt,

dass viele Starter auch bei der

Standard DM quasi als „Warm-up“ mit ihrer

Production-Pistole an den Start gegangen

sind, kann man mit Fug und Recht behaupten,

dass die Production Division mittlerweile

klar die Nummer Eins ist; schon eine

starke Entwicklung für eine Klasse, die

mal eingeführt worden ist, um typischen

„Dienstpistolen“ in 9 mm Luger wieder ein

zu Hause zu geben. Dank der eingespielten,

erfahrenen Range-Crews und des zügig arbeitenden

Stats-Teams ging das Match an

sich unspektakulär vonstatten. Lediglich

das Wetter sorgte für einige Aufregung. Neben

ungemütlichen Temperaturen im niedrigen

zweistelligen Bereich sorgte ein über

Philippsburg herüberziehendes Unwetter

mit Blitz, Donner und Starkregen für Unbehagen.

Zeitweise musste das Schießen

sogar unterbrochen worden.

In der dominierenden IPSC-Waffenklasse „Production“ musste sich der starke CZ-Teamschütze Miroslav

Zapletal aus Tschechien hier in Aktion - dem noch stärkeren Spanier Eduardo de Cobos geschlagen geben,

denn der nach internationaler Wertung Erstplatzierte gewann mit deutlichem Abstand von fast zehn Prozent.

Dominanz an der Spitze

Ging es im vergangenen Jahr in der Meisterschaftswertung

größtenteils eng an der

Spitze zu, waren die Abstände der Gewinner

in diesem Jahr doch recht deutlich. In der

teilnehmerstärksten Production Division

gewann der spanische Topschütze Eduardo

de Cobos die internationale Wertung souverän

mit fast 10% Abstand vor den tschechischen

Production-Spezialisten Miroslav

Zapletal (90,28%) und Vaclav Vindusca

(88,64%). De Cobos scheint derzeit in einer

bestechenden Form zu sein, was wiederum

Spannung im Titelkampf bei der diesjährigen

WM verspricht. In der nationalen

Wertung setzte sich am Ende ein alter Bekannter

durch: Oliver Damm siegt mit mehr

als 5% Vorsprung vor dem Heckler & Koch

Teamschützen Michael Schütz (93,86%),

gefolgt von Gregory Midgley vom STI European

Team mit 93,86%. Den Sieg in der

Senioren Kategorie konnte sich abermals

der alte Haudegen Heribert Bettermann

vom SIG Sauer IPSC-Team sichern. Auch

der Sieg in der Super Senioren Kategorie

ging an den SIG Sauer Mann Max Wiegand.

In der Damenwertung konnte sich Petra

Tutschke mehr als deutlich durchsetzen

Solches kommt von Solchem: caliber-Action-Fotograf Stefan Föll hat über Jahre für uns IPSC-Matches

besucht und erstklassiges Bildmaterial geliefert. Mittlerweile hat ihn selbst das IPSC-Virus gepackt, so dass

er als „Frischling“ im Wettkampfgeschehen mitmischt.

Kaum zu glauben, aber wahr: Auf den Deutschen Meisterschaften wurden aktuell sogar wieder einhändige

Schießfertigkeiten gefordert. Hier Claudia Fricker in Aktion.

55 caliber 10/2014


WETTKAMPFBERICHT

Deutsche IPSC-Meisterschaften 2014 in Kurzwaffen-Disziplinen

Gute Miene zum bösen Spiel: Trotz schlechten Wetters im Sommer ließen sich die hartgesottenen

IPSC-Schützen den Wettkampf-Spaß nicht verderben.

Volle Kraft voraus: Timm Eggert hier

mit der Production-Pistole im Einsatz

heißt der amtierende Deutsche Meister

2014 in der Offenen Klasse.

landete schließlich das SIG Sauer Team mit

den Schützen Marijan Loch, Heribert Bettermann

und Jens Tigges. In der Standard

Division setzte sich Topschütze Gregory

Midgley sowohl in der internationalen als

auch nationalen Wertung durch. Er konnte

sich somit nicht nur über den Titel des Deutschen

Meisters freuen, sondern auch die

heiß begehrte „Presidents Medal“ für den

Gewinn der Level III Wertung mit nach Hause

nehmen. Der 2. Platz in der internationalen

Wertung ging an den tschechischen

CZ-Teamschützen Miroslav Zapletal, der die

Standard DM mit seiner CZ 75 SP01 Shadow

„Production“-Pistole in 9x19 mitschoss.

Trotz des vermeintlichen Handicaps durch

die Minor-Wertung konnte er noch 98,34%

von Midgley, der das Match mit seiner .40er

STI Edge in der Major-Wertung schoss, erringen.

Platz 3 in der internationalen Wertung

ging an Oliver Damm, der mit 94,35%

Vizemeister in der nationalen Wertung wurde.

Den 3. Rang mit 89,45% konnte sich der

Autor dieses Berichtes, Marijan Loch vom

Sig Sauer Team, sichern. In der Senioren

Wertung konnte sich der für die Büchsenmacherei

Prommersberger an den Start gehende

Frank Weuster über den Sieg freuen.

Sein Ergebnis war darüber hinaus noch für

den 4. Platz in der nationalen Gesamtwertung

gut. Max Wiegand scheint schon ein

Abo auf den Titel in der Super Senioren

Kategorie zu haben. Denn erneut ging der

Titel des Deutschen Meisters Standard Division

Super Senioren an den Werksschützen

von SIG Sauer. Gleiches kann man wohl

auch von Petra Tutschke behaupten. Denn

auch sie war wieder in der Damenwertung

in der Standard Divison erfolgreich. Bei den

Mannschaften konnte sich das STI-Ghost-

Team bestehend aus Gregory Midgley, Frank

Weuster und Maximilian Wiegand gegen das

Top Shot Team mit Nils Nothnagel, Steven

Kummer und Arne Lentz sowie das SIG Sauer

Team mit Marijan Loch, Heribert Bettermann

und Jens Tigges durchsetzen.

56 caliber 10/2014

Revolverheld: Sascha Back erschoss sich einmal mehr den Titel des Deutschen Meisters.

und einen weiteren Deutsche Meistertitel

in ihre Trophäensammlung einreihen. In

der Teamwertung war das Topshot Team mit

Arne Lentz, Jörg Haben und Steven Kummer

siegreich. Platz 2 ging an das Heckler

& Koch Werksteam mit Michael Schütz,

Markus Stobbe und Marc Kleser. Auf Platz 3

Deutsche Meisterschaft

reloaded

Nach der Deutschen Meisterschaft in den

Waffenkategorien Standard und Production

im Juli fand im August der zweite

DM-Teil in den übrigen vier Waffenklassen

Open, Revolver, Modified und Classic statt.

Weil sich der Andrang in diesen Divisionen

in Grenzen hielt, reichten der Samstag und

Sonntag als Veranstaltungstage aus. Auch

bei dieser Fortsetzung wurde den Teilnehmern

die Möglichkeit eingeräumt, zwei

voneinander unabhängige Wettkämpfe mit

jeweils 12 Stages zu schießen, wobei Revolver

und Classic sowie Open und Modified


jeweils zu einer Deutschen Meisterschaft

zusammengezogen wurden. So konnte in

der Parcours-Gestaltung auf die Besonderheiten

der Waffenkategorien (Revolver/Classic:

offene Visierung und geringe

Kapazität; Open/Modified: optische Visierung

und höhere Magazinkapazität) etwas

Rücksicht genommen werden. Im Open

Match wurden beispielsweise verstärkt

Mini Targets oder Plates statt Popper eingesetzt

und bei Revolver und Classic waren

geringere Schusszahlen pro Schießposition

nötig. Bedingt durch das übersichtlichere

Starterfeld waren die beiden Schießtage

nicht sonderlich von Hektik geprägt.

Einzig die „Chrono-Stage“, auf der die Munition

jedes einzelnen Teilnehmers auf ihre

Leistung überprüft wird, sorgte bei vielen

für Unmut, denn dort herrschten bisweilen

chaotische Zustände. Zeitweise war dort

nur ein Range Officer (RO) anwesend, so

dass in einigen Squads die Schützen unterstützend

eingriffen und teilweise selbst

durch die Lichtschranke schossen. So etwas

darf aber eigentlich bei einer Deutschen

Meisterschaft nicht passieren. Klimatisch

wurden die Schützen zwar wieder nicht verwöhnt,

aber zum Glück blieben diesmal Unwetter

mit sintflutartigen Regenergüssen

aus. Nach zwei kurzen Schießtagen fanden

die Deutschen Meisterschaften 2014 mit

der Siegerehrung am Sonntagnachmittag

ihr Ende. In der Open Division konnte

sich das Open-Ass Timm Eggert sowohl in

der internationalen als auch nationalen

Wertung gegen so erfahrene Schützen wie

den Schweizer Topschützen Dominic Meier

oder den mehrfachen Deutschen Meister

Christian Wilda erfolgreich durchsetzen

und am Ende den Sieg mit nach Hause

nehmen. In der internationalen Wertung

folgten ihm Dominic Meier mit 97,96% auf

Platz 2 und Nils Nothnagel auf Platz 3 mit

Die Top 5 nach nationaler

Wertung der IPSC DM

Modified Division 2014

(nur Level II)

Overall

1. 100% Maximillian Wiegand

2. 71,15% Johannes Stenmanns

3. 69,18% Norbert Reuter

4. 68,00% Raphael Wittmers

5. 43,30% Gerd Nüßlein

Die Top 5 nach nationaler Wertung der IPSC DM

Standard Division 2014

Overall Seniors Category Super Seniors Category Ladies Category

1. 100% Gregory Midgley 1. Frank Weuster 1. Max Wiegand Sen. 1. Petra Tutschke

2. 94,35% Oliver Damm 2. Heribert Bettermann 2. Kurt Eggert 2. Rita Burkhart

3. 89,45% Marijan Loch 3. Jörg Haben 3. Helmut Burkhart 3. Jenny Moyen

4. 88,15% Frank Weuster 4. Joachim von der Tann 4. Florian Schwarz 4. Frauke Mansion

5. 86,44% Nils Nothnagel 5. Rolf-Dieter Reich 5. Michael Schreiner 5. Sabine Wurster

Die Top 5 nach nationaler Wertung der IPSC DM

Production Division 2014

Overall Seniors Category Super Seniors Category Ladies Category

1. 100% Oliver Damm 1. Heribert Bettermann 1. Max Wiegand Sen. 1. Petra Tutschke

2. 94,07% Michael Schütz 2. Jörg Haben 2. Helmut Burkhart 2. Jenny Moyen

3. 93,86% Gregory Midgley 3. Frank Weuster 3. Florian Schwarz 3. Marion Wallroth

4. 91,70% Arne Lentz 4. Rolf-Dieter Reich 4. Michael Schreiner 4. Remek Claudia

5. 91,43% Marijan Loch 5. Joachim von der Tann 5. Howard Fryer 5. Sibille Justus

Die Top 5 nach nationaler Wertung der IPSC DM

Open Division 2014

Overall Seniors Category Super Seniors Category Ladies Category

1. 100% Timm Eggert 1. Klaus Angerer 1. Harry Graf 1. Claudia Remek

2. 95,80% Nils Nothnagel 2. Frank Weuster 2. Rainer Hoppegarten 2. Petra Tutschke

3. 94,59% Christian Wilda 3. Heribert Bettermann 3. Wolfgang Kobler 3. Julia Ebenhöh

4. 87,76% Klaus Angerer 4. Timo Reibl 4. Kurt Eggert 4. Agnes Baumgärtner

5. 85,35% Frank Weuster 5. Oliver Winkler 5. Dr. Heinz Gallenbach 5. Lisa Mariack-Kraft

Die Top 5 nach nationaler Wertung der IPSC DM

Revolver Division 2014

Overall Seniors Category Super Seniors Category

1. 100% Sascha Back 1. Markus Schneider 1. Helmut Götzel

2. 98,29% Markus Scheider 2. Volkard Kliner 2. Johannes Stenmanns

3. 97,22% Oliver Lau 3. Dietmar Rauer 3. Peter Klottka

4. 86,44% Volkhard Kliner 4. Thomas Exner

5. 85,16% Günther Knaus 5. Thomas Hellwig-Bürgel

Die Top 5 nach nationaler Wertung der IPSC DM

Classic Division 2014

Overall Seniors Category Super Seniors Category Ladies Category

1. 100% Patrick Kummer 1. Heribert Bettermann 1. Manfred Kuhn 1. Petra Tutschke

2. 93,54% Marijan Loch 2. Jörg Haben 2. Michael Schreiner 2. Marion Wallroth

3. 93,35% Nils Nothnagel 3. Alfred Reinecke 3. Marc Grundmann

4. 91,81% Steven Kummer 4. Markus Wohlmuth

5. 91,36% Max Best 5. Harald Gräff

57 caliber 10/2014


WETTKAMPFBERICHT

Deutsche IPSC-Meisterschaften 2014 in Kurzwaffen-Disziplinen

Die Schweizer Sphinx-Team-Schützin Christine Burkhalter in Aktion.

58 caliber 10/2014

95,80%. In der deutschen Wertung komplettiert

Christian Wilda mit 94,59% das

Podium. Der Sieg in der Seniorenwertung

ging an Klaus Angerer und bei den Super

Senioren gewann mit Harry Graf quasi ein

„Frischling“ in dieser Altersklasse. Über

den Gewinn der Damenwertung konnte

sich am Schluss Claudia Remek freuen. Bei

den Teams siegte das Top Shot Team mit

Nils Nothnagel, Arne Lentz und Jörg Haben.

Der Vizemeister in der Teamwertung

ging an das SIG Sauer Team mit Heribert

Betterman, Andreas Schulte und Claudia

Remek. Auf Platz 3 folgten die Rabauken

mit Klaus Angerer, Steffen Obregon Gonzalez

und Rudolf Barucha. Da es die Modified

Division international seit Einführung der

Classic Division offiziell nicht mehr gibt,

wird diese Waffenkategorie bei den Deutschen

Meisterschaften lediglich noch als

Level II Wertung angeboten. Dem Vernehmen

nach wird aber auch diese Praxis

wohl bald angesichts der stetig sinkenden

Anmeldungen in 2014 gab es lediglich 6

Teilnehmer nicht mehr angeboten. Wie

dem auch sei, in diesem Jahr konnte sich

Maximilian Wiegand über den Sieg in der

Modified Division freuen. Ironischerweise

schoss er hierbei keine Modified, sondern

seine Standardpistole. Nachdem aller Pulverdampf

verzogen war, hat auch die mit

39 Startern besetzte Classic Division einen

neuen Deutschen Meister gefunden. Nachdem

2012 und 2013 der Sieg an den Autor

ging, war diesmal der bekannte Topschütze

und die treibende Kraft hinter der INFINI-

TY Open, Patrick Kummer, erfolgreich und

konnte den Titel des Deutschen Meisters

mit nach Hause nehmen. Mit Rand Zwei

musste sich der Verfasser begnügen, auf

Platz Drei fand sich ein Newcomer zumindest

in dieser Division ein. Gleich bei

seinem ersten Start in der Classic Division

konnte Nils Nothnagel den 3. Platz in der

deutschen Wertung erreichen. Und das

auch noch mit der geliehenen Pistole seines

Teamkollegen Steven Kummer. In der

Internationalen Level III Wertung musste

sich die deutsche Classic Riege indes dem

Franzosen Michel Nestolat geschlagen geben,

der zudem noch die Seniorenwertung

gewinnen konnte. National ging der Seniorentitel

indes an Heribert Bettermann. Die

Super Senioren Category konnte Manfred

Kuhn für sich entscheiden und in der Ladies

Category siegte erneut Petra Tuschke.

Bei den Teams setzte sich national das SIG

Sauer Team mit Marijan Loch, Max Best und

Heribert Bettermann gegen das Top Shot

Team mit Nils Nothnagel, Steven Kummer

und Jörg Haben sowie das Team vom Hanseatic

Gun Club mit Thomas Ballüer, Alfred

Reinecke und Heinz Schürmann durch. In

der mit 40 Startern besetzten Revolver-

Division blieb schließlich alles beim Alten.

Der Vorjahressieger Sascha Back konnte

seinen Meistertitel gegen Markus Schneider

(98,29%) und Oliver Lau (97,22%) erfolgreich

verteidigen. Obendrein gewann

er auch noch die internationale Level III

Wertung und konnte sich über eine Präsidenten-Medaille

freuen. Der 2. Platz in der

Overall-Wertung bescherte Markus Schneider

zugleich den Titel in der Senior Kategorie.

Die „Super Seniors Category“ wurde

von Helmut Götzel gewonnen.

Licht und Schatten

Der eine oder andere, der bei der Abschlussveranstaltung

im August morgens

auf den Stand kam, mag sich vorgekommen

sein, wie Bill Murray in der Komödie

„Täglich grüßt das Murmeltier“. Denn

die Stage-Aufbauten glichen denen der

vorhergehenden Standard & Production

Meisterschaften. Um eins gleich vorweg

zu schicken: Die nachfolgenden Kritikpunkte

sollen keinesfalls die Leistungen

der Aufbau-Crew schmälern, insbesondere

nicht, wenn man weiß, wie überschaubar

diese Gruppe ist und wie wenig Zeit im

Vergleich zu anderen Großveranstaltungen

für den Aufbau bei den Deutschen Meisterschaften

immer zur Verfügung steht.

Aber einige Dinge sollten dennoch einmal

angesprochen werden. So ist zum Beispiel

die Positionierung von weißen Stahlzielen

vor weißen Strafscheiben als nicht sonderlich

glücklich zu bezeichnen. Auch der

Umstand, dass 15 x 15 cm kleine Stahlziele

ohne jegliche Erhöhung direkt im Sandkugelfang

aufgestellt werden, bereitet immer

wieder Probleme. Trifft der Schütze das Ziel

nicht mit dem ersten Schuss, wird durch

den so aufgewirbelten Sandstaub die Sicht

auf das Ziel erheblich erschwert. Hauptkritikpunkt

dürfte allerdings nach einhelliger

Meinung vieler Schützen sein, dass

das Potential dieses wahren IPSC-Mekkas

bei der Stage-Gestaltung häufig nicht ausgeschöpft

wird. Vielfach könnten die Parcours

mit mehr räumlicher Tiefe aufgebaut

werden, denn häufig wurde den Schützen

selbst auf Ständen mit Seitenkugelfängen


Der vielfache Deutsche Meister in

der Offenen Klasse, Christian Wilda,

musste sich diesmal mit dem dritten

„Bronzeplatz“ begnügen.

Starker Senior: Routinier Heribert „Betze“ Bettermann

erkämpfte in der Senior-Kategorie zwei Deutsche Meister-

Titel in der Production und Classic-Waffenklasse und wurde

Vizemeister in Standard sowie Dritter in Open.

nur ein seitliches Verschieben abverlangt.

Zudem könnte gerade den Short Courses

durch Hinzufügen weiterer Schießpositionen

mehr Pfiff verliehen werden. Exemplarisch

sei hierfür nur einmal ein Kurzparcours

herausgegriffen: Der Start erfolgte

auf einem Stuhl sitzend, die fertiggeladene

Waffe lag vor dem Schützen auf einem

Tisch. Nach dem Startsignal mussten sodann

drei Papierscheiben sowie fünf Stahlziele

beschossen werden. Durch den Aufbau

der Übung waren die Ziele jedoch allein

durch ein Verschieben des Oberkörpers zu

erreichen. Die 11 Wertungsschüsse waren

also mehr oder minder aus einer Position

abzugeben. Hier hätte allein das Hinzufügen

einer weiteren Sichtblende, durch die

der Schütze zu einer Rückwärtsbewegung

gezwungen worden wäre, viel für die Abwechslung

getan. Dass man es auch besser

kann, wurde ja durchaus bei einigen Stages

unter Beweis gestellt. Positiv hervorzuheben

sind hier die Long Courses der Classic

& Revolver und Standard Meisterschaften

auf dem rechten 50-m-Stand. Hier wurde

nämlich in punkto Laufwege und Positionierung

der Ziele der gesamte Schießstand

ausgenutzt. Von nahen über mittlere bis

weite Scheibenentfernungen wurde alles

aufgefahren. Und auch eine Pendelscheibe

sowie mehrere Stahlziele warteten auf die

Schützen. Zudem taten sich noch mehrere

Lösungswege auf. Kurzum: „IPSC vom

Feinsten!“ Auch sonst bot der eine oder

andere Medium oder Long Course Vielfalt

bei den Lösungswegen, den abgeforderten

Schießfertigkeiten und der zu beschießenden

Ziele. Ebenfalls positiv hervorzuheben

ist der Umstand, dass nach vielen Jahren

der Abstinenz das einhändige Schießen

wieder Einzug bei den Deutschen Meisterschaften

gefunden hat. Und zwar nicht nur

im Rahmen eines Short Courses, sondern

sogar in Gestalt zweier Medium Courses,

die lediglich mit der schussschwachen oder

schussstarken Hand zu absolvieren waren.

Neben den reinen Schießfertigkeiten entschieden

hier auch die Fähigkeiten bei der

Waffenmanipulation über Erfolg oder Misserfolg.

So waren all jene klar im Vorteil,

die schon einmal ihre Pistole mit der „falschen“

Hand nachgeladen haben. Was die

Ähnlichkeit der DMs im Parcours-Design

anbelangt, kann man sicherlich geteilter

Meinung sein. Der Umstand, dass annähernd

derselbe Aufbau gewählt worden ist,

wurde mit der durchweg positiven Resonanz

auf die erste Veranstaltung begründet.

Das mag auch für einen Teil der Übungen,

die als durchaus gelungen bezeichnet

werden können, stimmen. Doch leider

wurden auch die weniger gelungenen Elemente

mit übernommen, was sicherlich

den Gesamteindruck etwas verfälscht.

Grundsätzlich ist gegen solch ein „Stage-

Recycling“ nach Ansicht des Autors nichts

59 caliber 10/2014


WETTKAMPFBERICHT

Deutsche IPSC-Meisterschaften 2014 in Kurzwaffen-Disziplinen

Kugelblitz: Torsten Clausen fliegt förmlich

über den langen Laufparcours.

60 caliber 10/2014

Der Autor dieser

Matchreportage,

Marijan Loch, in Aktion

mit seiner 1911 in der

„Classic“ Waffenklasse.

einzuwenden. Zumal auch bei anderen,

größeren Wettkämpfen so verfahren wird.

So werden etwa bei den amerikanischen

USPSA Nationals-Meisterschaften, die

im so genannten „Back-to-Back“-Format

abgehalten werden, die Stage-Aufbauten

überhaupt nicht verändert, sondern lediglich

einzelne Scheiben ausgetauscht und

die Startpositionen variiert. Wird jedoch

derart verfahren, droht immer die Gefahr,

dass sich dieselben „Fehler“ wiederholen

und so doppelt Wasser auf die Mühlen der

Kritiker gespült wird. Soweit im Internet

vereinzelt kritisiert worden ist, dass bei

der DM Open & Modified der Long Course

auf dem 50-m-Stand eher einem Suchspiel

glich oder gar die Ergebnisse verzerren

würde, so kann diese Kritik nicht so

recht nachvollzogen werden. Sicherlich

ist es eine Herausforderung, einen derart

komplexen 32-schüssigen Long Course innerhalb

des nur dreiminütigen, trockenen

Probedurchlaufs („Walkthrough“) zu erfassen

und einen passenden Lösungsweg

zu erarbeiten. Doch gehören derartige

„Memory“-Stages international zum Standard-Repertoire.

Zudem steht bei anderen

Veranstaltungen auch nicht mehr Zeit für

den Walkthrough zur Verfügung und das

Zeitproblem tritt regelmäßig bei komplexen

Long Courses und entsprechend

großen Squads auf insoweit kann dies

nicht den Veranstaltern der DM angelastet

werden. Wer etwa die diesjährige INFINITY

Open geschossen hat und sich noch an den

Long Course auf dem rechten 50-m-Stand

(Scheiben aus mehreren Positionen sichtbar,

bewegte Ziele) erinnern kann wird

dem beipflichten müssen; auch hier waren

3 Minuten Vorbereitungszeit nicht lang.

Aber auch das sind Herausforderungen,

denen es sich zu stellen gilt.

Zukunftsaussichten

Anlässlich der abschließenden DM

2014-Siegerehrung ließ es sich BDS-Präsident

Friedrich Gepperth nicht nehmen,

einige kurze Worte an die noch Anwesenden

zu richten. Ein Thema war unter

anderem der Rechtsstreit des Verbandes

gegen das Bundesverwaltungsamt über

den Prüfungsumfang bei Änderungen der

Sportordnung. Nachdem der Verband sich

schlussendlich gegen das Bundesverwaltungsamt

gerichtlich durchsetzen konnte,

kann nun die angestrebte Überarbeitung

der Sportordnung endlich in Angriff genommen

werden. Für den Bereich IPSC

bedeutet das, dass in absehbarer Zeit auch

das IPSC-Schießen mit Airsoft und Kleinkaliber

in die Sportordnung Einzug finden

wird. Er betonte die Wichtigkeit dieses

Schrittes für die Nachwuchsförderung und

rief die „alten Hasen“ zur Unterstützung

auf. Denn jedwede Befürchtungen, dass

Aktivitäten in dieser Richtung der Daseinsberechtigung

für IPSC mit großkalibrigen

Waffen abträglich seien, wären vollkommen

unbegründet. Zudem gab er bekannt,

dass der BDS e.V. knapp unter der Marke

von 50.000 Mitgliedern sei und damit derzeit

auf Platz 2 bei den Schießsportverbänden

avanciere. Fritz zeigte sich ferner

zuversichtlich, dass diese Marke in absehbarer

Zeit erreicht würde, was auch für die

Außenwahrnehmung als ernstzunehmenden

Sportverband immens wichtig sei. Dies

gelte umso mehr, da in einem aktuellen

Anwendungserlasses zur Abgabenordnung,

dem IPSC-Schießen die Eigenschaft

als Sport im Sinne des Gemeinnützigkeitsrechts

abgesprochen wird. Hier gilt es also

weiter aktiv zu bleiben und auch im eigenen

Umfeld animierend tätig zu werden. Im

Hinblick auf die öffentliche Wahrnehmung

wies er schließlich noch auf den neuen,

sehr informativen Infobrief des BDS hin.

Hierbei handelt es sich um ein elektronisches

Rundschreiben mit aktuellen, detailreichen

Hinweisen und Informationen zu

Schießsport, Sportpolitik und Veranstaltungen.

Die Anmeldung für den Infobrief

erfolgt über die Internetpräsenz des BDS

unter: www.bdsnet.de. Die kompletten Ergebnisse

der deutschen Meisterschaften in

allen Waffenklassen und Schützenkategorien

sind im Internet unter: www.ipsc-dm.

de abrufbar. Dort sind auch im Frühjahr des

kommenden Jahres wieder die Ausschreibungen

für die Deutschen IPSC Meisterschaften

2015 zu finden.

Text: Marijan Loch

Fotos: Stefan Föll /Britta Kobler


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61 caliber 10/2014


WETTKAMPFBERICHT Norwegische Landesmeisterschaft 2014

Masse mit Klasse

Schießsport ist ein Breitensport zumindest in Norwegen. Bei der

Schießsport ist ein Breitensport zumindest in Norwegen. Bei der

diesjährigen Landesmeisterschaft „Landsskytterstevnet“ im norwegischen

Sandnes trafen sich 4.800 Schützen zum Wettkampf um die Medaillen.

Masse mit Klasse: Die großen norwegischen

Landesmeisterschaften im sportlichen

Gewehrschießen gleichen einem

Volksfest mit Fußballstadion-Stimmung.

TV-Berichterstattung zur besten Sendezeit

ist selbstverständlich.

62 caliber 10/2014

Seit nunmehr 121 Jahren reguliert

der staatliche norwegische Schützenverband

„Det Frivillige Skyttervesen“

(DFS), den Target Rifle Schießsport

in Norwegen. Während man in den meisten

Ländern dieser Welt bestrebt ist, den

Schießsport strikt vom Militär zu trennen,

ist der staatliche Schießsportverband

Norwegens historisch bedingt eng in das

Verteidigungswesen des Landes der Fjorde

und Troll-Märchen eingebunden. Seit

jeher wird eine gründliche Schießausbildung

der Bevölkerung als Förderung der

Reserve betrachtet, die im Bedarfsfall eine

schnelle Aufstockung der Truppenstärke

ermöglicht. Aus diesem Grund erfährt der

DFS stets tatkräftige Unterstützung durch

aktive Soldaten, die bei Großveranstaltungen

beispielsweise das Funktionspersonal

stellen und die logistischen Abläufe

gewährleisten. Es gibt sogar finanzielle

Unterstützung aus dem Verteidigungsetat,

damit DFS seinem offiziellen Auftrag, neue

Schützen zu rekrutieren und gründlich auszubilden,

besser Folge leisten kann. Dieses

System hat sich über Jahrzehnte bewährt

und dazu geführt, dass sich der Schießsport

in Norwegen mehr zu einem Breitensport

denn zu einem Hobby für einen

Mama geht schießen, Papa passt auf die Kinder

auf. Schießsport ist in Norwegen eine

Familienangelegenheit.


„Nächstes Rennen vor“ immer 50 Schützen auf einmal anders ist die Menge der Teilnehmer

nicht zu bewältigen.

kleinen, eingeschworenen Kreis entwickelt

hat. Und die Zahlen sprechen für sich: Beim

jährlichen „Landsskytterstevnet“, das dieses

Jahr vom 1. August bis 8. August in

Sandnes ausgetragen wurde, traten nicht

weniger als 4.800 Schützen und Schützinnen

an. Wenn man von Breitensport

spricht, dann zeigt sich dies schon in der

Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes:

Männer und Frauen waren zahlenmäßig

etwa gleich stark vertreten, Altersgruppen

von 8 bis 80 Jahren mischten mit und teilweise

traten ganze Familien in verschiedenen

Kategorien des Wettkampfes an. Die

Gegend rund um Sandnes war, soweit das

Auge reicht, mit Campingwagen und Zelten

belegt. Der naturliebende Norweger plant

die Riesenveranstaltung häufig gleich in

den jährlichen Campingurlaub mit der ganzen

Familie ein. Der Stellenwert der norwegischen

Landesmeisterschaft wird nicht

nur durch die enorm hohe Teilnehmerzahl

offenbar. Bestens ausgerüstete Schießanlagen

mit millionenschwerer Trefferaufnahmetechnik,

digitale Anzeigentafel für

die Zuschauer, gigantische Videoleinwand,

eine Gewerbeschau am Rande der Veranstaltung

und eine Stimmung, die man

hierzulande nur aus Fußballstadien kennt,

machen deutlich, wie hoch angesehen der

Schießsport in Norwegen ist. Etwa 18.000

Besucher kamen, um dem Spektakel beizuwohnen

und selbstverständlich berichtete

das Fernsehen live und in den Nachrichten

zur besten Sendezeit von den packenden

Wettkämpfen.

Chancengleichheit & Nachwuchsförderung

Im Sport gewinnt häufig derjenige, der

die teuerste Ausrüstung oder den zahlungskräftigsten

Sponsor hat nicht

so beim DFS in Norwegen. Um Chancengleichheit

zu gewährleisten, hat der norwegische

Schützenverband 1987 mittels

öffentlicher Ausschreibung ein Gewehr

ausgewählt, das nach den Wettkampfregularien

des DFS zugelassen ist. Die Wahl

fiel dabei auf das von SIG Sauer hergestellte

„Scandinavian Target Rifle“ (STR)

200 im Kaliber 6,5x55 mm Schwedisch-

Mauser, wahlweise auch in 7,62x51 mm

oder als Kleinkaliber-Version in .22 Long

Schützen für Schützen (von links): Jarle Tvinnereim, Generalsekretär des DFS, Kurt Arne Berglund,

Generalsekretär des DFS i. R. sowie Initiator des STR 200 und Champion von 1979, Olav K. Vaaje,

Präsident des DFS.

Das norwegische Volksgewehr SIG Sauer STR 200.

63 caliber 10/2014


WETTKAMPFBERICHT Norwegische Landesmeisterschaft 2014

Ausstattung vom Feinsten: Digitale Ergebnisanzeigen in Echtzeit und eine große Videowand ermöglichten den Zuschauern, das Geschehen live zu verfolgen.

Rifle für den Nachwuchs zu haben. Mit

einigen wenigen Ausnahmen schießen

demnach alle Schützen mit derselben

Waffe auf Ziele bis zu 300 Meter. Zielfernrohre

sind nicht erlaubt. Alle Schützen

müssen den zur Serienausstattung

des STR gehörenden Diopter verwenden

umso mehr erstaunen den Zuschauer

die beachtlichen Ergebnisse der Wettkämpfer.

Mit 49 von 50 Ringen hat man

praktisch keine Chance mehr, in die Finalrunden

einzuziehen. Seit 1989 liefert

die Eckernförder Waffenschmiede das

„norwegische Volksgewehr“ STR 200 an

den DFS. Grund genug für SIG Sauer, die

Reise nach Sandnes anzutreten und durch

einen Messe- und Informationsstand, die

Vergabe von Sachpreisen sowie technischen

Support die Kollegen vom DFS bei

der Ausrichtung der Landesmeisterschaft

zu unterstützen. „So eine Veranstaltung

habe ich noch nie erlebt“ äußerte sich

SIG Sauers Kundendienstleiter Fredy Gießel

in Anbetracht der Zuschauermassen,

die das Wettkampfgeschehen auf einer

riesigen Videowand live verfolgten.

Schützen für Schützen

Der norwegische Schützenverband passt

so gar nicht in das Bild eines auf Gewinnsteigerung

ausgelegten Unternehmens.

Die Führungsetage wird in regelmäßigen

Legislaturperioden neu gewählt und man

hat sich selbst verpflichtet, die Gewinnmargen

so gering zu halten, dass lediglich die

eigenen Verwaltungskosten abgedeckt werden.

Ziel ist, den Schießsport so preiswert

wie möglich zu machen, eine flächendeckende

Servicestruktur aufrechtzuerhalten

64 caliber 10/2014

Gewinner des Königspokals: Ola Tore Dokken.

Eileen Torp, erfolgreichste Dame in Sandnes.


„Stangschießen“: Vier Schützen, 25 Sekunden, Spannung pur.

Schnelle Hilfe: SIG Sauer Kundendienstleiter Fredy

Gießel (rechts) reparierte in der Wettkampfpause

das Gewehr dieses Schützen und sicherte ihm die

weitere Wettkampfteilahme.

und den Nachwuchs aktiv zu fördern. Die

meisten Mitglieder der DFS Führungsetage

sind selbst Schützen, die bei Wettkämpfen

antreten und daher am besten wissen, was

der Verband zu leisten hat. „Man merkt

den Kollegen vom DFS an, dass man in allem,

was man macht, stets das Wohl der

Schützen im Sinn hat“ meinte SIG Sauer

Produktmanager Harald Wagner über die

Zusammenarbeit mit seinen norwegischen

Kollegen. „Wir telefonieren mehrfach die

Woche mit Norwegen und es finden wenigstens

zwei Mal im Jahr gegenseitige Besuche

statt, um zukünftige Projekte und Strategien

in die Wege zu leiten. Die sehr gute Kommunikation

ist die Basis für mittlerweile 27

Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit.“ Das

STR 200 ist daher auch nicht einfach ein

Produkt aus dem Katalog, sondern wurde

in Zusammenarbeit mit dem norwegischen

Schützenverband konfiguriert und seitdem

immer weiter modifiziert. Von Beginn an

arbeiten SIG Sauer und DFS gemeinsam am

norwegischen Volksgewehr. Besonders hervorgetan

hat sich hierbei Kurt Arne Berglund,

ehemaliger Generalsekretär des DFS,

der von der ersten Stunde an mit SIG Sauer

an „seinem Gewehr“ arbeitet. „Das STR

ist mein Lebenswerk“, hört man Berglund

nicht ohne Stolz sagen. Die Schießstände

mit insgesamt 100 Bahnen waren allesamt

mit modernsten Trefferaufnahmen ausgestattet.

Für jede einzelne Schießbahn gab

es digitale Anzeigen, die es den zahlreichen

Zuschauern ermöglichten, den spannenden

Wettkämpfen ihrer Freunde und Verwandten

live zu folgen. Ein großes Pressezentrum,

Live-Übertragung und TV-Berichterstattung

unterstreichen den Stellenwert

des Schießsports in diesem schönen Land.

Richtig voll wurde es im Zuschauerbereich

am vorletzten Wettkampftag, als gegen

Abend der renommierte Königspokal ausgeschossen

wurde. Traditionsgemäß stiftet

der norwegische König jedes Jahr einen

eigenen Pokal, um den die Besten der zahl-

65 caliber 10/2014


WETTKAMPFBERICHT Norwegische Landesmeisterschaft 2014

Nils Bernt Rinde im Moment seines Triumphs beim Stangschießen.

Harald Tandberg, Sieger des Feldschießens.

reichen Wettbewerbe schießen. Hierbei

treten Männer und Frauen gleichermaßen

gegeneinander an. Geschlechtertrennung

das gehört im liberalen Norwegen schon

lange der Vergangenheit an. Der diesjährige

Gewinner des „Kongepokals“ heißt

Ola Tore Dokken und kann sich nun auf lukrative

Werbeverträge und wertvolle Preise

freuen. Die erfolgreichste Dame heißt

Eileen Torp, gerade mal 22 Jahre alt. Wer

jedoch geglaubt hat, mit dem „Kongepokal

sei das Highlight des Mammutwettkampfs

vorbei, der wurde eines Besseren belehrt.

Am letzten Wettkampftag fanden die Finals

des Feldschießens und des Stangschießens

statt. Die eigens aufgebaute Arena

mit Zuschauertribüne war schon am frühen

Morgen voll besetzt und die Veranstalter

verstanden es sehr gut, eine tolle Show zu

inszenieren.

Stangschießen noch nie

gehört?

Benannt nach dem Erfinder Colonel Stang

treten vier Schützen in einem Durchgang

gegeneinander an. Liegender Anschlag

ohne Auflage, ausreichend Magazine mit

Kapazität für fünf Patronen liegen bereit,

und der Schütze muss so viele Treffer wie

möglich in zwei Ziele bringen. Der Beste

kommt eine Runde weiter. So weit so gut,

wären da nicht folgende Haken: Die Ziele

sind 240 Meter entfernt und 39 x 49 cm

klein, geschossen wird ausschließlich mit

Diopter und man hat nur 25 Sekunden Zeit.

Bei dieser Disziplin zeigt sich, wer es wirklich

kann. Die Spannung bei diesem Wettkampf

ist greifbar, das Publikum steht in

punkto Lautstärke der Menge in einem Fußballstadion

in nichts nach und die Fähigkeiten

der Schützen versetzen einen einfach

nur ins Staunen. So legte der Sieger von

2012, Hans Kristian Waer, im ersten Durchgang

gleich mal 16 Treffer in 25 Sekunden

66 caliber 10/2014

„Feldhurtig“: Wenn eine Disziplin dem Beiname

„Duell“ gerecht wird, dann ist es hier der Fall.


auf die Scheibe. Der Schütze darf die erste

Patrone in die Kammer legen, bevor er das

erste Magazin in die Waffe führt. Dennoch

sind für 16 Treffer zwei weitere Magazinwechsel

nötig. Noch einmal, wir reden von

25 Sekunden und 240 Meter….mit einem

Repetiergewehr! Der Schnellste unter den

Schnellsten hieß am Ende Nils Bernt Rinde.

Nicht weniger spannend war das anschließende

Finale im „Feldhurtig“, dem

Feldschießen. Der Name des Wettkampfes

verrät, dass es auch hier um Geschwindigkeit

geht. Zwei Schützen treten im K.O.-

System gegeneinander an. Ausgangsposition

ist stehend mit dem fertiggeladenen

Gewehr „bei Fuß“. Nach dem Startsignal

werfen sich beide Schützen so schnell wie

möglich in die liegende Position und müssen

je drei Fallscheiben in Entfernungen

zwischen 140 Meter und 240 Meter zu Fall

bringen. Wer seine drei Scheiben zuerst

trifft, kommt weiter. Einfach zu verstehen

für den Zuschauer, höchst anspruchsvoll für

die Schützen. Die Bezeichnung „Duellschießen“

dürfte für diesen Wettkampf eher zutreffen

als für alle anderen Disziplinen. Am

Ende gewann Harald Tandberg das Finale

für sich. Im Halbfinale des Wettbewerbs

schoss er die Bestzeit im laufenden Turnier.

Vom Startsignal bis zum Umfallen seiner

dritten Scheibe vergingen gerade mal 6,8

Sekunden!

Stimmung: Bei den spannenden Finals des Feld- und Stangschießens hielt es niemanden auf den Plätzen.

Text: Stefan Perey

Fotos: Harald Wagner/DFS

Kleiner Mann ganz groß: Christian Hjartholm Solheim gewann eine der Nachwuchskategorien.

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WETTKAMPFBERICHT

Weltmeisterschaft 2014 im Silhouetten-Schießen

Stahljäger

Unter der Schirmherrschaft der „International Metallic Silhouette

Shooting Union“ (IMSSU) fand vom 14. bis 27. Juli 2014 die 11.

Weltmeisterschaft in Ludvikovice, Tschechien, statt. caliber mischte im

Wettkampfgeschehen mit.

Extremsport Silhouettenschießen: Es stellt eine ganz

besondere Herausforderung dar, die Stahlzielmedien

auf Maximalentfernungen zu fällen.

Bore Pistol Standing“ 33 Ziele abräumte und

damit Weltmeister wurde.

Gar nicht so speziell

Wünschenswert wäre es, wenn jedes IMSSU-

Mitglied, mit Sri Lanka sind es nun 22 Länder,

Matches organisieren und anbieten könnte,

doch leider fehlt es oftmals an geeigneten

Schießständen. Jammerschade, denn die

exotische Randsportart ist auch für Publikum

attraktiv, weil Treffer sofort erkennbar sind.

Hinzu kommt, dass man als Schütze nicht

zwingend hochspezialisierte Waffen und

Ausrüstung benötigt. In den Kleinkaliber-Gewehrdisziplinen

sieht man oft das Anschütz

Modell 1712, aber auch mit anderen Fabrikaten

kann man weit kommen. Dies bewies

der junge Bursche De Silva aus Sri Lanka, der

mit einem alten CZ und billigem Zielfernrohr

65 Stahlziele treffsicher fällte. Wer also ein

KK-Gewehr besitzt, das nicht mehr wiegt als

3.855 Gramm und wenigstens 900 Gramm

Abzugsgewicht vorweist, kann direkt mitmischen.

In den Großkalibergewehr-Disziplinen

„Hunting“ und „Silhouette“ verhält es

sich ähnlich, auch hier kann mit „Waffen von

der Stange“ mitgehalten werden, wobei die

Gewehre maximal 4.200 beziehungsweise

4.600 Gramm auf die Waage bringen dürfen.

Im stehenden Anschlag mit dem Jagdgewehr im

Zentralfeuerkaliber ab 6 mm aufwärts auf der

Jagd nach den stählernen Zielen.

68 caliber 10/2014

In den knapp 14 Matchtagen der von der

tschechischen IMSSA gut organisierten

Weltmeisterschaft absolvierten rund

160 Schützen um die 950 Starts in den verschiedenen

Disziplinen/Waffenklassen. Wie

anspruchsvoll das Silhouettenschießen ist,

soll ein kurzes Beispiel verdeutlichen: Der

finnische Topschütze Marco Nikko traf in der

Kategorie „Small Bore Light“ mit dem Kleinkalibergewehr

72 von 80 Stahlzielen, wobei

der auf 100 Meter positionierte Widder gerade

mal so groß wie eine Postkarte ist! Die

Leistung ist noch beachtenswerter, wenn

man berücksichtigt, dass keine unterstützenden

Hilfsmittel wie Schießjacken/Gewehrriemen

erlaubt sind und das Abzugsgewicht

nicht weniger als 900 Gramm betragen

darf. Gegen die Übermacht der dominierenden

Finnen und Franzosen anzukämpfen, ist

eine schwere Aufgabe für Schützen anderer

Nationen, umso mehr gilt unsere Gratulation

dem deutschen Thomas Niessner, der in „Big

Zugelassen sind Zentralfeuerkaliber ab 6 mm

aufwärts, man braucht allerdings auch etwas

„Punch“, um die schweren Widder auf 500

Meter flach zu legen. Oft genutzt wird beispielsweise

die 6,5x55 SE und sehr geeignet

wäre die 7 mm-08 Remington. Doch auch mit

einem weniger rasanten Standardkaliber wie

.308 Winchester ist man wettbewerbsfähig,

allerdings muss man dann schon stramme

Laborierungen verwenden und beispielsweise

ein leichtes 155 Grains Projektil auf rund


800 m/s beschleunigen, um die

stählernen Widder zuverlässig

umlegen zu können. Die meisten

Aktiven verwenden in beiden

Disziplinen eine Waffe. Bei den

klein- und großkalibrigen Pistolen

und Revolvern wird es unter

Umständen schon etwas spezieller

und die Waffenwahl richtet

sich auch nach der Anschlagart

„stehend“ oder „Freestyle.“ Doch

auch hier kann man mit einem

stinknormalen Revolver in .357

Magnum erst einmal in der Disziplin

„Field Pistol“ mit Zielmedien-

Entfernungen von 25, 50, 75 und

100 Meter anfangen. Hierbei

dürfte sich aber auf Dauer herauskristallisieren,

dass man es

schwer hat gegen die Schützen,

die mit einer Pistole in .22 Hornet

an den Start gehen. Dieses

rückstoßarme Kaliber bringt ausreichend

Energie, ist rasant und schießt sehr präzise.

Lust auf Luft?

Um die Schießrandsportart populärer und

in der Praxis einfacher zu machen sowie um

Neueinsteiger zu gewinnen, wird neuerdings

Ergebnisse IMSSU World Championships 2014

Disziplin Platz 1 Treffer Land Platz 2 Treffer Land Platz 3 Treffer Land

Big Bore Handgun Revolver Lempola E. 40 FIN Van Hoof J. 40 NED De Lange P. 40 RSA

Production Saari JM. 40 FIN De Lange P. 40 RSA Dawson S. 40 AUS

Standing Niessner T. 33 GER Picek .I 32 CZE Kobelt HP 31 SUI

Unlimited De Lange P. 40 RSA Kobelt HP. 39 SUI Dawson S. 38 AUS

Small Bore Handgun Revolver Emery K. 40 AUS Labatut J. 40 FRA Lintula P 40 FIN

Production Boulot L. 40 FRA Juntunen J. 40 FIN De Lange P. 40 RSA

Standing Kaleta S. 31 FRA Valintin J. 31 RSA Savinainen P. 30 FIN

Unlimited Airas J. 40 FIN Bernhard S 39 AUT Ärväs R. 38 FIN

Field Pistol Production Eerny P 34 CZE Audien 33 FRA Kobelt HP 33 SUI

Field Pistol Any sight Rudzinski 38 FRA Willemse J. 36 RSA Eerny P 34 CZE

Small Bore Rifle Light Nikko M. 72 FIN Lamprecht P. 66 AUT Lamprecht D 64 AUT

Small Bore Rifle Silhouette Nikko M. 68 FIN De Silva Y.D. 65 SRI Astier R. 64 FRA

Big Bore Rifle Hunting Lamprecht D. 34 AUT Nikko M. 31 FIN Godekankanamge

M.

30 SRI

Big Bore Rifle Silhouette Nikko M. 33 FIN Kaleta S 30 FRA Lamprecht P. 28 AUT

formell bis jetzt nur als „Side-Event“ das

Silhouettenschießen mit Druckluftwaffen

nach ISSF-Reglement propagiert. Unserer

Meinung nach wäre es aber noch besser gewesen,

auch Luftpistolen und -gewehre zuzulassen,

die nicht dem ISSF-Reglement entsprechen.

Wie dem auch sei, für Wettkämpfe

bis 18 Meter (Luftpistole) und 41 Meter

(Luftgewehr) sind bestimmt Schießstände

zu finden und die verwendeten Silhouettenziele

sind nicht groß und schwer. Weitere Informationen

zu Regeln und WM-Ergebnisse

findet man auf der Homepage des Weltdachverbandes:

www.imssu.org

Text und Fotos: John Gerards

In den Kurzwaffen-Disziplinen geht es oftmals noch spezialisierter zu

als in den unterschiedlichen Kategorien für Gewehre.

Das Aufstellen der Stahlziele nach jedem Durchgang erfordert eine Menge fleißiger Helfer.

Derzeit wird das Silhouettenschießen mit Druckluftwaffen propagiert. Hier zu sehen die Steyr Sport Luftpistole, die den ISSF-Regeln gerecht wird.

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WETTKAMPFBERICHT DSB Deutsche Meisterschaft Großkaliber-Kurzwaffe 2014

Bayerischer Ringkampf

Die Olympiaschießanlage in Garching bei München war vom 28. bis 29. August dieses Jahres wieder

einmal Austragungsort der DSB-DM in den Großkaliber-Kurzwaffen-Disziplinen. Teilweise wurden weniger

Ringe als im Vorjahr geschossen, was den Wettkampf aber umso spannender gestaltete.

Die Besten der Besten trafen sich in Garching-Hochbrück auf der Olympia-Schießanlage, um den Deutschen

Meister in den Großkaliber-Disziplinen auszuschießen.

Für einige Schützen, die den Großkaliber-Schießsport

in Deutschlands

größtem Schießsportverband mit

etwa 1,4 Millionen Mitgliedern betreiben,

ist das Sommerende traditionell

der Saison-Höhepunkt. Wer in anderen

Schießsportverbänden aktiv ist, wird

sicherlich das etwas distanzierte Verhältnis

des Verbandes zum Großkaliberschießen

bemerken. Dies kann man unter

anderem daran erkennen, dass in den

Hallen bei der Lautsprecherdurchsage

von „Sportgeräten“ und nicht von Waffen

gesprochen wird und das man im Match

keine Armbanduhr als mögliche Unterstützung

des Armes tragen darf, aber

spezielle Schießschuhe erlaubt sind. Was

allerdings bei der DSB-DM vorhanden ist:

ein hohes Leistungsniveau. Wer sich zur

Deutschen Meisterschaft des DSB qualifiziert,

hat schon bei der vorher absolvierten

Landesmeisterschaft ein hohes

Ergebnis zustande gebracht. Nicht selten

liegen die Mindestringzahlen im Bereich

von 372 bis 380 von 400 Möglichen, was

einem Schnitt von mindestens 9,3 entspricht.

Dabei liegen die Limit-Zahlen in

der Altersklasse fast ringgleich auf demselben

Level wie in der Herrenklasse,

in der die Schützen bis 45 Jahre an den

Start gehen. In München trügt das Bild

etwas, weil eine gleichgroße Herren- und

Altersklasse das Feld schmückt. Bis zu

den Landesmeisterschaften ist aber die

Auswirkung der demographischen Entwicklung

deutlich zu spüren. Rund 2/3

der Schützen stammen aus den Reihen

der Altersklasse, die 45 Jahre und älter

sind. Junger Nachwuchs ist hier kaum

vorhanden, was in den nächsten Jahren

immer mehr zum Problem werden dürfte.

Tag der Wahrheit

Am Donnerstag standen auf der Olympia-

Schießanlage in Garching-Hochbrück die

Revolverschützen in den Kaliberklassen

.357/.44 Magnum am Start und mussten

sich mit dem typischen Sommerwetter

2014 auseinandersetzen Regen und

Wind. Vielleicht sind deshalb die Ergeb-

70 caliber 10/2014

Der Pistolenclub Sinzig gewann in allen vier Waffen-Kategorien die Mannschaftswertung.

Das nennt man wohl Überlegenheit.

Strahlende Sieger in der .45 ACP Klasse. 1 Platz (Mitte) Jens Hillerich,

2 Platz Thomas Merx (links) und Markus Bartram (rechts), der alle anderen

Klassen für sich entscheiden konnte.


nisse ein paar Ringe unter denen des Vorjahres

zurückgeblieben, trotzdem gab es

viele Ergebnisse mit Ringgleichheit, die

anhand der letzten Serie in der Rangliste

sortiert wurden. Die Olympiaschießanlage

bietet in der Halle die Möglichkeit,

gleich 40 Schützen nebeneinander

starten zu lassen, was zum einen den

reibungslosen Ablauf ermöglicht, zum

anderen einigen Schützenkameraden/

Zuschauern die Möglichkeit bot, ihren

Teamkollegen beim Wetteifern nach jedem

Ring zuzuschauen. Spätestens aber

im Endkampf, in dem die besten Sechs die

Top-Platzierungen unter sich ausmachten,

füllten sich die Hallen mit Zuschauern.

Am Folgetag fanden sich dann die

Pistoleros in den Klassen 9 mm Luger/.45

ACP ein. Während es im letzten Jahr noch

Ergebnisse von fabelhaften 394 oder 393

Ringen in der Klasse 9 mm Luger gab,

hingen die Trauben dieses Jahr etwas

tiefer. Mit „nur“ 389 Ringen hat man in

diesem Jahr die Liste vor dem Endwettkampf

schon angeführt. Vielleicht war es

in den letzten Jahren auch schon so, aber

diesmal fiel die relativ hohe Rate an Waffenstörungen

auf. Kaum ein kompletter

Durchgang, bei dem nicht zwei oder mehr

Schützen eine Waffenstörung hatten, die

meist anerkannt wurde. Davon blieb auch

Markus Bartram im Endkampf nicht verschont,

in dem die Nerven bei dem einen

oder anderen Starter schon etwas blank

liegen. Trotzdem konnte er die Ruhe bewahren

und sich auch in dieser Klasse

den Sieg sichern. Die Ergebnisse der Top

3 in jeder Klasse haben wir in einer übersichtlichen

Tabelle zusammengefasst.

Alle weiteren Ergebnisse können auf

der Homepage des DSB unter www.dsb.

de eingesehen werden. Markus Bartram

konnte wieder einmal mehr seiner Favoritenrolle

gerecht werden und drei von

vier Goldmedaillen für sich in Anspruch

In der Klasse 9 mm Luger waren viele Favoriten

auszumachen. Neben dem immergrünen Klassiker

1911 waren auch SIG 210 in verschiedenen

Ausführungen, CZ 75 Sport oder Smith & Wesson

Target Champions zu sichten.

nehmen. Seinen persönlichen Traum,

alle vier Klassen auf einer Deutschen

Meisterschaft zu gewinnen, hat er also

(wieder) nur knapp verfehlt, aber somit

vielleicht wieder einen Trainingsanreiz

mehr gesetzt. Die Frage, wer die besten

Präzisionsschützen stellt, ist relativ einfach

zu beantworten: der Pistolenclub

Sinzig gewann in allen vier Klassen in der

Mannschaftwertung. Wenn das keine Dominanz

ist!

Text: Tino Schmidt

Fotos: Tino Schmidt/Markus Bartram

Die Klasse .45 ACP wurde von 1911er-Sportpistolen

dominiert, vereinzelt gab es aber auch einige SIG

Sauer P220 X-Six, wie hier mit Mehrpositionen-

Visier, zu sehen.

Ergebnisse Deutsche

Meisterschaft DSB

Sportrevolver-Sportpistole

.357 Magnum Herrenklasse

Platz Name Vorkampf Endkampf Gesamt

1. Markus Bartram 389 99 488

2. Andreas Weise 389 98 487

3. Thoma Lippok 389 98 487

.357 Magnum Herren-Altersklasse

Platz Name Vorkampf Endkampf Gesamt

1. Lorenz Eichinger 389 97 486

2. Thomas Glas 388 97 485

3. Karl Hammann 390 94 484

.44 Magnum Herrenklasse

Platz Name Vorkampf Endkampf Gesamt

1. Markus Bartram 391 99 490

2. Jens Hillerich 391 95 486

3. Jens Ceglowski 386 98 484

.44 Magnum Herren-Altersklasse

Platz Name Vorkampf Endkampf Gesamt

1. Hans-Rainer Wagner 390 98 488

2. Gerd Korn 387 100 487

3. Jürgen Dosch 385 99 484

9 mm Luger Herrenklasse

Platz Name Vorkampf Endkampf Gesamt

1. Markus Bartram 389 98 487

2. Thomas Lippok 389 98 487

3. Jens Hillerrich 387 98 485

9 mm Luger Herren-Altersklasse

Platz Name Vorkampf Endkampf Gesamt

1. Kai Schlünz 394 98 492

2. Hans-Rainer Wagner 391 100 491

3. Kai Bomans 390 99 489

.45 ACP Herrenklasse

Platz Name Vorkampf Endkampf Gesamt

1. Jens Hillerich 392 100 492

2. Thomas Merx 389 99 488

3. Markus Bartram 387 99 486

.45 ACP Herren-Altersklasse

Platz Name Vorkampf Endkampf Gesamt

1. Hans Rainer Wagner 388 100 488

2. Stefan Groll 390 98 488

3. Thomas Glas 388 98 486

71 caliber 10/2014


SCHIESSPRAXIS Disziplin des Monats Teil 29

Sportgewehr Selbstlader

für Kurzwaffenpatronen

Kurzbauende Selbstladekarabiner zumeist im erschwinglichen Allerwelt-Pistolenkaliber 9 mm Luger

sind das bevorzugte Handwerkszeug in den BDS-Disziplinen, die auf 50 Meter im Liegend-Anschlag

Präzision fordern oder auf 25 Meter im stehenden Freihand-Anschlag auf Fallscheiben „Action“ bieten.

Präzision & Dynamik

72 caliber 10/2014

Selbstladekarabiner in Pistolenkalibern hier drei „Advanced Police Carbine“ (APC) 9 Zivilversionen des

Schweizer Qualitätsherstellers B&T AG sind Sportgeräte, die jede Menge Vergnügen bieten

In der Disziplin „Sportgewehre Selbstlader

für Kurzwaffenpatronen“ (SG

SL KW) kommen kompakte Selbstladegewehre

zum Einsatz, die auf dem Gebraucht-

und Neuwaffenmarkt zu erstehen

sind. Nicht mehr in Produktion und

somit meistens als „Second Hand“-Ware

zu bekommen, sind beispielsweise die

amerikanischen Fabrikate Marlin Camp

Carbine und Ruger PC9 Carbine in 9x19.

Der bei Westernfans bestens bekannte,

italienische Hersteller Chiappa offeriert

einen Nachbau der berühmten ehemaligen

US-Army-Dienstwaffe M1 Carbine, die im

Originalkaliber .30 Carbine in der WWII-

Ära eingeführt und bis in die 1970er Jahre

genutzt wurde. Das neue südländische

Replikat ist ebenfalls für die 9 mm Luger

Pistolenpatrone eingerichtet. Aus gleicher

Heimat stammt der weitaus moderner

gestaltete Beretta Cx4 Storm-Karabiner

mit schnittigem Kunststoff-Lochschaft in

9x19, der aber auch in .40 S&W und .45

ACP angeboten wird (siehe Erstvorstellung

in caliber 2/2005). Der deutsche Hersteller

Heckler & Koch braucht sich hinsichtlich

des futuristischen Designs mit seinem USC-

Karabiner, der leider immer noch nur in .45

ACP und nicht in 9x19 zu haben ist, keineswegs

zu verstecken (siehe Erstvorstellung

in caliber 5/2003). Dies gilt sicherlich gleichermaßen

auch für die Schweizer Karabiner-Familie

APC9 in 9x19 der B&T AG (siehe

Erstvorstellung in caliber 11-12/2013).

Dazu gesellen sich in der deutschsprachigen

Schießsportwelt, dort, wo es erlaubt

ist, seltene HK MP5-Zivilversionen, Steyr

AUG-Z-Varianten oder Wechselsysteme sowie

AR-15-Derivate in 9 mm Luger (siehe

hierzu auch Vergleichstest Pro Arms PAR

MK 3 und Schmeisser AR-15 Carbine in letzter

caliber-Ausgabe 9/2014).

Die Einteilung der maximal 6 kg schweren

Karabiner mit Mindestabzugsgewicht

von 1.000 Gramm in Kalibern von 7,65

mm Browning bis .45 Winchester Magnum

mit einer Magazinkapazität für mindestens

fünf Patronen erfolgt beim BDS

grundsätzlich in die Kategorien „offene,

mechanische Visierung“ sowie „optische

Visierung“ (Leuchtpunktvisier oder Zielfernrohr).

Beim 50-Meter-Präzisionsschießen

(Kennziffer 2101 und 2110)

sind auch Originalwaffen im Kaliber .30

Carbine zugelassen. Im liegenden Anschlag

werden 30 Schuss (zu je 3 Serien

à 10 Schuss in jeweils 10 Minuten) auf

die BDS 100-m-Scheibe mit einer 34 mm

großen „10“ und einem 200 mm großen

Schwarzspiegel abgegeben. Hier muss

die perfekte Karabiner-Munition-Kombination

erst gefunden werden, wenn man

sich im oberen Bereich der Wettkampf-

Ergebnislisten wiederfinden möchte.

In der Disziplin 2101 Sportgewehr

Selbstlader für Kurzwaffenpatronen, offene

Visierung war der Erstplatzierte

der letzten Deutschen Meisterschaft mit

achtbaren 281 Ringen gut dabei. Viele

Selbstladekarabiner für die Pistolenpatrone

9x19 sind oftmals nicht leicht auf

Topschussleistung zu trimmen (hier kann

Wiederladen mit individuell abgestimmten

Patronen wahre Wunder wirken), so

dass eine montierte Optik nicht viel an

den realisierten Match-Resultaten zu ändern

scheint. In der Klasse 2110 Sportgewehr

Selbstlader für Kurzwaffenpatronen,

optische Visierung erreichten nur

die Erstplatzierten in den Klassen Senioren,

Schützen und Damen mehr als 280

Ringe. Das Gros der Schützen lag „nur“

bei einem guten 9er Durchschnitt. Flotter

geht’s beim Zeitserienschießen (30


Waffenbeschränkung:

Munitionsbeschränkung:

caliber-Tip für vorgeschriebenes und sinnvolles Zubehör

Vorgeschriebenes:

Sinnvolles:

Waffen-und Munitions-Beschränkungen

Gewicht höchstens 6.000 Gramm. Abzug mindestens 1.000 Gramm. Die Verwendung von

Gewehrriemen ist unzulässig Schäfte müssen handelsüblich sein

Handelsübliche und wiedergeladene Munition, bei 2501 und 2510 darf die Munition

maximal 1.500 Joule erzeugen

Wie immer natürlich der übliche Gehörschutz und die Schutzbrille, wenn nicht eh eine Schießbrille

getragen wird

Spektiv mit Stativ zumindest für das Präzischießen und für die Probeserien zur Visierkontrolle

BDS Sportgewehr Selbstlader Kurzwaffenkaliber

im Kurzüberblick

Bezeichnung der Disziplin: SG SL KW Sportgewehr Selbstlader Kurzwaffenkaliber

Sportbund:

BDS - Bund Deutscher Schützen

Waffenart:

Zugelassen sind Selbstladegewehre, die für Kurzwaffenpatronen eingerichtet sind

und eine Magazinkapazität von mindestens 5 Patronen aufweisen

Kaliber: alle Zentralfeuerpatronen für Kurzwaffen, bei den Kennziffern 2101 und 2301

auch die Patrone . 30 Carbine

Entfernung zur Scheibe: 2101 und 2301 100 m BDS Scheibe auf 50 Meter Anschlag liegen 2501 und 2601

20 cm Fallscheibe auf 25 Meter stehend Freihand

Disziplinen und Kennziffern: 50 METERPRÄZISION

2101 - Sportgewehr Selbstlader für Kurzwaffenpatronen offene Visierung

2110 - Sportgewehr Selbstlader für Kurzwaffenpatronen mit opt. Visierung

50 METER ZEITSERIE

2301 - Sportgewehr Selbstlader für Kurzwaffenpatronen offene Visierung

2310 - Sportgewehr Selbstlader für Kurzwaffenpatronen optische Visierung

FALLSCHEIBE 25 METER

2501 - Sportgewehr Selbstlader für Kurzwaffenpatronen offene Visierung

2510 - Sportgewehr Selbstlader für Kurzwaffenpatronen optische Visierung

SPEED-SCHIEßEN / BÜCHSE 25-METER

4601 - Sportgewehr Selbstlader für Kurzwaffenpatronen offene Visierung

4610 - Sportgewehr Selbstlader für Kurzwaffenpatronen mit opt. Visierung

Schuss in 2 Serien à 5 Schuss in 40, 30

und 20 Sekunden) mit den Kennziffern

2301 und 2310 zu. Erstaunlicherweise

sind die DM-Ergebnisse vergleichbar mit

denen der gemütlichen Präzisionsdisziplin.

Noch mehr Schnelligkeit und Schießspaß

verspricht das 25-Meter-Fallscheiben-Schießen

(Kennziffern 2510 und

2501), bei dem fünf runde 20 cm Stahlscheiben

der Reihe nach gefällt werden.

Die Zeit wird auf die hundertstel Sekunde

exakt mit dem „Timer“ ermittelt, nach

sechs Durchgängen die Gesamtzeit addiert.

Bei der BDS-DM 2013 wurden mit

der offenen, mechanischen Visierung

Zeiten um die 30 Sekunden und mit Optik

Topzeiten von knapp unter 23 Sekunden

geschossen. Neben den 30 abzugebenden

Schüssen sind hierbei auch die

sechs Reaktionszeiten sowie die sechs

Gewehranschläge (Kolbenkappe an der

Hüfte, Schaft muss unterhalb des Ellbogens

sichtbar sein) bis zur Abgabe des

jeweils ersten Schusses eines Durchgangs

enthalten! Das schnelle Stahlplattenschießen

mit Karabinern kann

nicht auf jedem Schießstand praktiziert

werden, eine Alternative wäre das ebenso

flotte Speed-Schießen (Kennziffern

4601 und 4610), bei dem auf Papierscheiben

agiert wird.

Text: Hermann Jansen

Foto: VS Medien

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Einsatzzweck, egal welche Disziplin,

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73 caliber 10/2014


74 caliber 10/2014

FORUM

Im caliber-Forum kommen

unsere Leser zu Wort.

Sagen Sie Ihre Meinung, stellen

Sie Fragen, nehmen Sie Kontakt

zu anderen Schützen und

Wiederladern auf!

Die Redaktion behält sich vor,

Zuschriften zu kürzen.

Die Anschrift für Leserbriefe:

Stefan Perey

Redaktion caliber

Luxemburger Straße 305

D-50939 Köln

Fax +49 221 94198899

e-mail: stefan.perey@

vsmedien.de

.30 Carbine vs. .357

Magnum

Sehr geehrtes caliber-Team,

als Besitzer eines Unterhebelrepetiergewehrs

Marlin 1894 CS

habe ich mal eine Frage an Sie.

Mein Schützenkollege hat ein

Selbstladegewehr M1 Carbine

und er behauptet, die Patrone

.30 Carbine sei stärker und

durchschlagskräftiger als die

.357 Magnum. Ich glaube, beide

Waffen unterscheiden sich von

der Lauflänge nicht sehr und

daher wäre ein Vergleich realistisch.

Wie unterscheiden sich

die Geschossgeschwindigkeiten

und Energiewerte an der Mündung

beziehungsweise auf 50

Meter und 100 Meter?

Herr M.P. per Brief

Die Redaktion:

Hinsichtlich der Lauflänge

gibt es tatsächlich fast eine

Patt-Situation. Die Lauflänge

eines M1 Carbine beträgt

18“/457 mm während das

Marlin 1894 CS über einen

18,5“/470 mm Lauf verfügt.

Eine Standardlaborierung im

Kaliber .30 Carbine erreicht

aus erwähnter Lauflänge mit

einem 110 Grains Geschoss

etwa ein Mündungsgeschwindigkeit

von 600 m/s, was einer

Energie von etwa 1.300 Joule

entspricht. Ein 158 Grains Geschoss

der .357 Magnum aus

einer Lauflänge von 18,5“ erreicht

hingegen etwa 520 m/s

und damit rechnerisch etwa

1.400 Joule. Weil es in beiden

Kalibern starke Leistungsunterschiede

bei auf dem Markt

erhältlichen, handelsüblichen

Fabrikmunitionssorten geben

kann, dürfte es durchaus

vorkommen, dass die beiden

Kaliber je nach Laborierung

bei der machbaren Energieausbeute

wechselseitig die

Nase vorne haben. Auf der

50-Meter-Distanz erreicht die

.30 Carbine noch etwa 560 m/s

und damit rund 1.200 Joule

Energie. Auf identischer Entfernung

schafft die .357 Magnum

noch schätzungsweise

460 m/s, woraus sich ein gleicher

Energiewert von 1.200

Joule ergibt. Wechselt man

nun auf die „Langdistanz“ von

100 Meter, bleiben bei der .30

Carbine noch etwa 510 m/s übrig,

was immerhin noch 1.100

Joule Energie bedeutet. Bei

der .357 Magnum verstärkt

sich hier der Geschwindigkeits-

und damit auch der

Energieverlust immer mehr,

so dass hier nur noch 415 m/s

bei 1.050 Joule Energie übrig

bleiben. Je weiter die Schussdistanz,

desto mehr gerät die

Das M1 Carbine für die Patrone .30

Carbine war eine leichte Unterstützungswaffe

der Amerikaner. Heute

bietet der BDMP eine interessante

Sportdisziplin rund um den handlichen

Selbstlader an.


ES

Waffenteile aus dem 3-D-Drucker sind nicht mehr nur noch großen Firmen vorbehalten, auch der Tüftler zu

Hause kann verschiedenste Firmen in Lohnarbeit beauftragen. Die gesetzlichen Bestimmungen sind aber

in jedem Fall zu beachten.

.357 Magnum in der Geschwindigkeits-

und Energieleistung

durch ihre schlechtere Querschnittsbelastung

(BC-Wert)

ins Hintertreffen. In Sachen

Durchschlagsleistung liegt

die kleine Gewehrpatrone .30

Carbine von 1940 aber klar im

Vorteil, denn sie liefert die nahezu

gleiche Energie auf weniger

Fläche und kann mit der für

die Durchschlagskraft ebenfalls

wichtigen, hohen Mündungsgeschwindigkeit

besser punkten.

Zudem sind die meisten .30

Carbine Patronen mit (durchschlagskräftigeren)

Vollmantelgeschossen ausgestattet,

was bei der .357 Magnum eher

einen Ausnahmefall darstellt.

Waffenteile aus dem 3-D-Drucker

Liebes caliber-Team,

gibt es in Deutschland schon Betriebe, die

in Lohnarbeit nicht-wesentliche Waffenkleinteile

wie Zubringer, Magazinböden,

und so weiter aus Stahl oder Alu in 3-D

drucken?

H.L. per Mail

Die Redaktion:

Das Erstellen von nicht dem Waffengesetz

unterliegenden, freien Waffenteilen wird

immer beliebter. Viele Firmen setzen bei

Patronensteckbrief

Kaliber: .30 Carbine (30 Carbine M1,

30 M1 Carbine, 7,62 x 33)

Geschossdiameter:

.308“/7,82 mm

Einführungsjahr: 1941

Hülsebodendurchmesser: 9,14 mm

Hülsenlänge (max.):

32,77 mm

Patronenlänge (max. It. CIP): 42,93 mm

Gasdruck, max. (It. CIP/ Europa): 3.200 bar

Gasdruck, max. (It. SAAMI/USA) : 2.758 bar

Zündhütchengröße:

Small/4,45 mm

den ersten Prototypen auf dieses schnelle

und vergleichsweise kostengünstige

Verfahren, das nicht nur mehr auf Kunststoff

als Werkstoff beschränkt bleibt. Wir

selbst haben Erfahrungen mit der Firma

Alphacam GmbH, Erlenwiese 16 in 73601

Schorndorf, Telefon: +49-(0)718192220,

www.fabberhouse.de, info@alphacam.de

gemacht. Ein Waffenhersteller

in Süddeutschland lässt seine Sachen

zum Beispiel bei 3D Activation, Albert-

Schweitzer-Allee 33, 65203 Wiesbaden,

Telefon: +49-(0)611-510491-40, www.3dactivation.de,

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herstellen. Was die Firmen im Einzelnen

herstellen können und welche Materialien

zur Anwendung kommen, muss aber

individuell für jeden Einzelfall abgesprochen

werden.

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75 caliber 10/2014


TERMINBÖRSE SCHIESSVERANSTALTUNGEN

76 caliber 10/2014

BDMP

www.bdmp.de

03.-04.10.14, Deutsche Meisterschaft

DG 1 in Leitmar. Meldungen

bitte an Dietmar Hönersch,

Tel.: 02932-900865,

d.hoenersch@yahoo.de

03.-05.10.14, Austrian International

Open in Hopfgarten, Tirol,

Österreich. Es werden die Disziplinen

PPC 1500, NPA, PP1 und SM

geschossen. Zuständig ist Josef

Laiminger, laiminger@laiminger.at

04.10.14, Deutsche Meisterschaft

Schwarzpulver E1, E2, E4, E5, E6, E8,

E9, E10 in Bottendorf, Thüringen.

Ansprechpartner ist Ulrich Kwade,

Tel.: 0171-6822098

04.10.14, Deutschland Cup Teil 3

in den Disziplinen ZG2 und ZG3 in

Alsfeld. Zuständig ist

Harald Poetker,

harald-poetker@teleos-web.de

04.10.14, Mauser Wanderpokal 300

m in Trügleben. Ausrichter ist

Hinrich Nygaard,

www.bdmp-lvth.de

05.10.14, Deutsche Meisterschaft

ZG 4 und ZG 4 mod. in Marsberg.

Ansprechpartner ist Rudolf

Eckbauer, Tel.: 851-89649,

eckbauer.bdmp@googlemail.com

11.10.14, Mandalaypokal, es

werden folgende Disziplinen

geschossen: DG 2, DG SL, ZG 3,

F-Class TR-300 m auf Mandalay.

Ausrichter ist die SLG PSSV

Paderborn, Weitere Info unter:

Tel.: 5254-940993,

p-eggemann@t-online.de

11.10.14, 27. RLT PPC 1500 in

Alsfeld. Zuständig ist Wilfried

Wiesener, Tel.: 06171-500911,

ppc1500@itctravel.de

17.10.14, Stoaberg Cup PPC 1500 in

Neukirchen vorm Wald. Ausrichter

ist Johann Wizofsky,

ppc1500@hotmail.de

18.10.14, Kombi-Pokal in

Lüneburg. Ausrichter ist die SLG

BDMP Sektion Lüneburg e.V.

Weitere Info unter Tel.: 4131-51153,

volkertretschk@t-online.de

24.-26.10.14, Beeskower Shooters

Cup 1500 in Beeskow. Ausrichter ist

der Beeskower Shooters Club,

Mario Triebke. Meldungen bitte an:

mt1500@web.de oder

Fax: 03366-21320

25.10.14, 10. Herbstpokal der SLG

Stade in Stade Hagen. Ansprechpartner

ist Jens Müller,

Tel.: 4762-923555,

jens-mueller@onlinehome.de

25.10.14, Deutsche Meisterschaft.30

m1 Cb, 25 m, 50 m, 100 m,

je 30 S. lgd. in Leitmar. Meldungen

bitte an Dietmar Hönersch,

Tel.: 2932-900865,

d.hoenersch@yahoo.de

01.11.14, Baden-Württemberg

Landesmeisterschaft SM, SM mod.

in Großbettlingen. Meldungen bitte

an Marc Engel, Tel.: 0178-9323738,

ref.dyn-kw@bdmp-bw.de

08.11.14, 3. PPC Ranglistenturnier

PPC 1500 in Weddendorf. Zuständig

ist die Landesreferentin Monika

Perwoll-Gerdes,

Tel.: 0170-5413899,

ppc1500@email.de

caliber - Terminbörse

Als Veranstalter von Wettkämpfen sollten Sie Ihre Termine

schriftlich mit Kontaktadresse und Telefonnummer

so früh wie möglich an unsere Terminverwaltung:

Elke Manthei, Albrecht-Nützel-Weg 29, 86916 Kaufering,

E-Mail: aman250158@aol.com senden.

Veröffentlichung ohne Gewähr.

08.11.14, RLT ZG 2, ZG 3 und Siegerehrung

in Trügleben. Ausrichter ist

die SLG Gera-Leumnitz,

www.bdmp-lvth.de

08.-09.11.14, Autumn Trophy PPC

1500 in Backnang. Ausrichter ist der

Landesreferent PPC 1500 Hansi

Glaser, Tel.: 0151 61348706,

ref.ppc1500@bdmp-bw.de

14.11.14, Eichwald Cup der SLG

Mettertal e.V. und der SLG Merkle

Tuning in Großsachsenheim. Es

werden die Disziplinen PP1, NPA-B,

SM NPA-B Optical Sight, PP1 mit

Kleinkaliber und PP1 Optical Sight

geschossen. Anmeldung bitte an

Klaus Gruner, Tel.: 07141-41525,

Fax: 07142-9008970,

slgmettertal@gmx.de oder

b.k.gruner@gmx.de

14.11.14, 2. Emsborn Cup in

Schloss Holte-Stukenbrock. Es

werden die Disziplinen PP1, NPA-B,

PP1 Optical Sight und NPA-B Optical

Sight geschossen. Ausrichter ist die

SLG Emsborn. Meldungen bitte

unter www.slg-emsborn.de

14.11.14, German Open W.30M1

Carbine, LAR, DKS 2, PP 1, NPA, PPC

1500 in Leitmar. Ausrichter ist

Dietmar Hönersch, Tel.: 02932-

900865, d.hoenersch@yahoo.de

28.11.14, Santa Claus Cup 2014 der

SLG Ostmark in Weiden. Es werden

die Disziplinen PP1, NPA-B und SM

geschossen, jeweils auch OS.

Meldungen bitte an Stefan Fuchs,

Tel.: 0961-4161916,

anmeldung@slg-ostmark.de

29.11.14, 3. Hagener Flinten Cup in

Stade-Hagen. Zuständig ist Jens

Müller, Tel.:04762-923555,

jens-mueller@onlinehome.de

29.-30.11.14, Deutsche Meisterschaft

DG 3 + DG 4 in Leitmar.

Ansprechpartner ist Dietmar

Hönersch, Tel.: 02932-900865,

d.hoenersch@yahoo.de

IPSC

Liebe IPSC-Schützen, Ihr könnt

Euch Ergänzungen aus dem Internet

holen unter:

www.IPSC.ORG / www.BDSNET.de

www.IPSC.de / www.BBS-Bayern.de

03.-05.10.14, MOS Autumn, Lauf,

guenter@ipsc-dvc.org

04.-05.10.14, Berlin 3 Gun

Masters, Berlin, jeschke@ipsc.de

15.-18.10.14, Russian Rifle Cup,

Final Round, Izhevsk, Russland,

ipsc@ipsc.ru

18.10.14, Berlin Shotgun Masters

des BDS LV 1 e.V.,

www.ipsc-berlin.de

25.-26.10.14, Tallinna SÜgis 2014,

Tallinn, Estland, dmitri@tpsc.ee

26.10.14, Danube Cup 2014,

Komarno, Slowakische Repulik,

dusan.veselsky@kssk.sk

01.-02.11.14, Tallinn Sugis 2014,

Tallinn, Estland, dmitri@tpsc.ee

02.11.14, Ukpsa Mini-Rifle English

Championships, Barnet, Herts,

Großbritannien, malcolm@

madders752.wanadoo.co.uk

15.-16.11.14, 19th Schleswig- Holstein

Match, Quickborn, Schleswig-

Holstein, tegge@ipsc.de

15.-16.11.14, Novikombank

Handgun Cup, Moskau, Russland,

ipsc@ipsc.ru

15.-16.11.14, Moss Indoor Open,

Moss, Norwegen,

mossindoor@gmail.com

22.-24.11.14, Richard Widmann

Cup, Dachau, Bayern,

sportleiter-ipsc@pc-bavaria.de

29.-30.11.14, Budo Cup 2014,

Ioannina, Epirus, Griechenland,

Infofax: +302651060487,

jralexsti@gmail.com

Großkaliber

Lang- und Kurzwaffen

11.-12.10.14, 8. Selbstladegewehrschießen

mit Howa-Trophy in

Stebbach

Selbstladegewehre mit offener

Visierung und Zielfernrohr auf 50

Meter ab Kaliber.223 Rem.,


Howa-Trophy auf 100 Meter,

Beiprogramm ist Fallplattenschießen.

Zuständig ist OSM Isolde

Gruner, Tel.: 07260-920275 oder SM

Marko Höpp, Tel.: 07267-961176,

www.schuetzen-stebbach.de

25.10.14, Internationales

Großkaliber Pistolenschießen in

Dernbach. Ansprechpartner ist

Michael Schmidt,

Tel.: 02623-9214635,

info@sg-dernbach.de

01.-02.11.14, SIG Sauer Trophy PPC

1500 in Quickborn.

Tel.: 04351-471282,

arnd.abraham@sigsauer.de

29.11.2014, Rifle Challenge

Backnang im Schießsportzentrum

der SGi Backnang e.V. Folgendes

Programm wird geschossen:

Ordonnanzgewehr Auflage,

Kleinkaliber Freigewehr Auflage,

Kleinkaliber-Zielfernrohr Auflage

und Großkaliber-Zielfernrohrgewehr

Auflage. Meldungen und

Anfragen bitte an die Schützengilde

Backnang, Friedrich Storrer,

Regerweg 3, 71397 Leutenbach,

Tel.: 0170-5440493,

f.storrer@me.com

Western und Vorderlader

03.-05.10.14, Offene Vereinsmeisterschaft

CAS Germany in Edderitz.

Meldungen bitte an Heiko Kaaden,

shootist@gmx.de

03.-05.10.14, Saarbrücker

Cowboy-Action-Schießen mit

Unterhebel und -Westernwaffenschießen

in Saarbrücken. Weitere

Informationen unter

www.schuetzengesellschaftsaarbruecken.de

04.10.14, Landesmeisterschaft LV4

7th „Deep in the West“ in Bocholt.

www.bds-western-schiessen.de

10.10.14, 5. Landesmeisterschaft

97/11 des LV 7 in Philippsburg.

www.bds-western-schiessen.de

11.10.14, „Cowboys and Windmills“

3rd Open Netherlands Championship

in Stein, Niederlande.

www.dwsa.nl

11.-12.10.14, 10. Landesmeisterschaft

Western des LV7.

www.bds-western-schiessen.de

18.10.14, „6th Gunfight“ in Klein

Umstadt.

www.open-range-shooters.de

18.10.14, Innocents, Monthly

Match in Celle Scheuen.

www.bds-westernschiessen.de

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mail@lhs-germany.de • www.lhs-germany.de • www.lapua.com

18.10.14, 22. Offene Vereinsmeisterschaft

Wunsiedel 1890, „20.

Showdown of Western Action

Shooting Friends“ in Wunsiedel. 4

Stages ca. 120 Schuss.

Meldungen bitte an Peter Pinzer:

peter.pinzer@t-online.de

31.10.-01.11.14, 97/11 Match

„Black-Jack Campaign“ in Edderitz,

www.tombstoen-village.de

08.11.14, 23. Offene Vereinsmeisterschaft

Wunsiedel 1890, „21.

Showdown of Western Action

Shooting Friends“ in Wunsiedel.

Meldungen bitte an Peter Pinzer:

peter.pinzer@t-online.de

22.11.14, 17th Southern Bavarian




Trail in Leibersdorf. Veranstalter

sind die South Bavarian Shooters

e.V. Moosburg. Ansprechpartner ist

Josef Stadler, Tel.: 08762-9172,

josef_stadler@t-online.de

29.11.14, 18.10.14, Innocents,

Monthly Match, in Celle Scheuen,

www.bds-westernschiessen.de

29.11.14, X-mas Games 2.0

Santa’s Revenge, offenes CAS-

Match der SAS Potsdam in

Berlin-Wannsee,

www.bds-western-schiessen.de

29.11.14, Ten-Ten-Four in

Bocholt-Spork, Anmeldeformular

unter:

www.bds-western-schiessen.de

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Der wandlungsfähige Arc’ teryx LEAF Khard 45 Rucksack ist in seiner Konstruktion einzigartig. Die innovative

Modulbauweise erlaubt es, den Lastenträger für unterschiedlichste Missionen im Handumdrehen umzurüsten

und völlig individuell zu bestücken.

84 caliber 10/2014

Schon beim Öffnen offenbart der

Arc’ teryx LEAF Khard 45, dass er anders

ist als andere Rucksäcke, denn

er ist nicht nur von oben oder seitlich zugänglich,

sondern lässt sich dank zweier

umlaufender Reißverschlüsse komplett

aufklappen und flach auf dem Boden

ausbreiten. Im Hauptfach-Inneren ist

er auf dem Rücken- und Frontteil sowie

den beiden Seiten mit breiten Klettverschluss-Flächen

ausgestattet. An ihnen

können mit korrespondierendem Klett in

Größe und Ausführung unterschiedliche

Zubehörtaschen befestigt werden, die

wahlweise von den Zulieferern London

Bridge Trading (LBT) beziehungsweise

LBX Tactical aus den USA (www.lbxtactical.com)

oder der NFM Group aus Norwegen

(www.nfm.no) stammen. Selbstverständlich

kann man den Khard 45 mit 45

Liter Fassungsvermögen es gibt auch

den kleineren Khard 30 mit 30 Liter Volumen

- ohne diese zusätzlichen Innentaschen

nutzen. Doch mit dieser optional

erhältlichen Extra-Ausstattung bekommt

man ein übersichtliches Ordnungssystem

in den Rucksack, das seinesgleichen

sucht und zudem kann man ihn für unterschiedliche

Einsatzzwecke entsprechend

umrüsten und „auf Maß schneidern“.

Alles bleibt immer bombenfest und

schnellstens zugriffsbereit an seinem

Platz. Genial! Das Angebot an passenden

Innentaschen ist riesig und LBX Tactical

offeriert beispielsweise Modelle für Laptops

und iPads aber auch für die kompakte

Heckler & Koch-Maschinenpistole

MP7 in 4,6x30 samt Reservemagazinen.

Je nach Dimension und Ausführung kosten

die LBX Tactical Innentaschen für den

Arc’ teryx LEAF Khard-Rucksack zwischen

15,90 Euro (für die „Slim Wallet Pouch“)

bis 81,90 Euro (für das „Grab & Go Pack“).

Chamäleon auf dem Rücken: Der Arcteryx ´ LEAF

Khard 45 Rucksack, vollbepackt am Mann.


Organisierte Wandlungsfähigkeit: Das Besondere

des Rucksacks ist, dass er sich dank umlaufendem

Reißverschluss komplett aufklappen und mit

Innentaschen von LBX Tactical oder NFM Group

schnell, übersichtlich und flexibel völlig unterschiedlich

bestücken lässt.

Bestens organisiert

Doch auch ansonsten weiß der im Leerzustand

rund zwei Kilogramm schwere,

komplett gepolsterte Khard 45 in leichtgewichtiger

Stabil-Bauweise zu überzeugen.

Für hohen Tragekomfort auch

bei maximaler Beladung sorgt die steife

Rahmenplatte mit zwei herausnehmbaren

Leichtmetallstützen in der Rückenpartie

sowie anatomisch geformte Schultergurte

mit „Quick Release“-Schnallen und

Brustgurt sowie der breite Bauchgurt.

Natürlich können alle Komponenten des

Tragesystems individuell justiert werden.

Neben dem aufklappbaren Hauptfach

besitzt der Arc’ teryx LEAF Khard 45 zwei

großzügig bemessene Seitenfächer sowie

im Deckel ein äußeres und inneres Fach,

allesamt mit Reißverschlüssen bestückt.

Das justierbare, gepolsterte Tragesystem sowie

beidseitige Kompressionsriemen sind weitere

Ausstattungsmerkmale des Khard 45.

85 caliber 10/2014


AUSRÜSTUNG Arcteryx ’ Law Enforcement and Armed Forces (LEAF) Khard 45

Stimmige Details: Zusätzliche Griffschlaufen, eine

steife Rückenpartie mit Alustützen, große Seitenfächer

für Wasserblasen sowie zwei kleinere

Fächer im Deckel.

86 caliber 10/2014

In den beiden Seitenfächern können beispielsweise

Drei-Liter-Hydrationssysteme

à la CamelBak oder Ein-Liter-Kunststoffflaschen

untergebracht werden. Verstaut

man Wasserblasen in dem Rucksack, dann

können durch verdeckte Öffnungen die

Trinkschläuche auf den Schultergurten mit

Schlaufen befestigt werden. Solcherart

Öffnungen entdeckt man auch in Nackenhöhe,

wenn man den Rucksack auf dem

Buckel hat, die für die Verlegung von Kabeln

von Kommunikationsgeräten gedacht

sind. Das außen- und innenliegende Fach

Der Arc ´ teryx LEAF Khard 45 war uns bei vielen

Reisen ein treuer Begleiter, wie hier in Österreich

beim Steyr AUG Z-Schießkurs von TAPC

(www.tapc.co.at).


caliber-Kontakt

Lindnerhof Taktik, Isarring 7, 83661 Lenggries, Telefon: +49-(0)8042-501982

Fax: +49-(0)8042-972296, www.lindnerhof-taktik.de und High Quality Gear-Onlineshop

www.hqg.de sowie www.leaf.arcteryx.com. Arcteryx ´ und die zahlreichen LBX

Tactical-Innentaschen gibt es auch bei TACWRK GmbH, Wilhelminenhofstraße 83-85

12459 Berlin, Telefon: +49-(0)30-53604246, Fax: +49-(0)30-53604247

www.tacwrk.com, info@tacwrk.com

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im Deckel ist ideal für Dokumente und andere kleinere Utensilien.

Im äußeren Deckel- sowie im Hauptfach entdeckt man auch kleine

Karabinerhaken, an denen man Schlüssel befestigen kann. Gelungen

sind auch die drei Griffschlaufen auf dem Rucksackrücken, mit

denen man den Khard 45 auch mal horizontal in einer Hand tragen

kann, wenn beispielsweise auf dem Schießstand nur eine kurze

Wegstrecke zurückzulegen ist. Hilfreich sind die beiden seitlichen

Griffe vor allem auch dann, wenn man den voll bepackten Rucksack

kopfüber auf eine hohe Ablagefläche wuchten möchte. Vier

Kompressionsriemen, je zwei auf beiden Seiten, helfen dabei, den

Khard 45 im Ausmaß klein und die innen und außen mitgeführten

Gegenstände an ihrem zugedachten Platz zu halten. Ein Netz aus

flexibler Gummikordel auf der Frontseite sowie unzählige „Daisy

Chain“-Schlaufen auf den Seiten und dem Deckel ermöglichen es,

bei Bedarf Zusatzausrüstung außen am Rucksack zu befestigen.

Den im Erscheinungsbild diskret-zivilen Arc’ teryx LEAF Khard 45

gibt es neben dem hier gezeigten, grauen „Wolf“- auch im erdigen

„Crocodile“-Farbton für 360 Euro. Die Version in „Multicam“-

Camouflage kostet 410 Euro. Wem es auch eine Nummer kleiner

reicht: Der Khard 30 in den gleichen Farbtönen/Tarnmuster liegt

im Preis bei 290 beziehungsweise 340 Euro.

Text: Stefan Perey

Fotos: Uli Grohs

Ihre Vorteile:

■ Zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar

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■ Artikel und Kleinanzeigenmarkt

sind nach Stichworten durchsuchbar

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und Abonnenten der Printausgabe sparen noch mehr

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87 caliber 10/2014


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Widerrufs oder der Ware an die

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56130 Bad Ems.

Im Falle eines wirksamen Widerrufs

sind die beiderseits empfangenen

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Verschlechterung der Ware ist nicht zu leisten.

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Zum Zwecke der Kreditprüfung wird uns die Bürgel

Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG, Postfach

500 166, 22701 Hamburg, die in ihrer Datenbank zu

Ihrer Person gespeicherten Adress- und Bonitätsdaten

einschließlich solcher, die auf der Basis mathematisch-statistischer

Verfahren ermittelt werden, zur

Verfügung stellen, sofern wir unser berechtigtes

Interesse glaubhaft dargelegt haben.

Ein Angebot der VS Medien GmbH,

vertreten durch Dirk Schönfeld,

Amtgericht Koblenz HRB 7007. Produktänderung

vorbehalten. *Lieferung ohne Inhalt und

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Datum Unterschrift Preisstand: September 2014/caliber 10/2014


MAGAZIN

Ausgebauter B&T Shop

Eidgenossen oder Schweiz-

Reisende sollten demnächst

mal einen Besuch des mächtig

erweiterten B&T Shops einplanen,

wenn sie sich in der Nähe

von Thun befinden. Denn während

der Sommerferien wurde

der Shop, um ein noch breiteres

Angebot zu offerieren, umgebaut

und deutlich erweitert.

Auf rund 500 m2 bietet der B&T

Shop jetzt nicht nur das größte

Schweizer Angebot an 5.11

Kleidung und Zubehör, sondern

auch einen stark erweiterten

Waffenbereich. Dank des zusätzlichen

25-m-Schießstandes

können alle B&T Waffen direkt

vor Ort probegeschossen werden.

Hinzu kommt die Büchsenmacherwerkstatt,

die sowohl

Tuning- wie Reparaturarbeiten

ausführt. Abgerundet wird das

Angebot durch einen eigenen

Bereich für Damenbekleidung

von 5.11. und den Liq-Shop mit

vielen Schnäppchen. Der B&T

Shop befindet sich in der Zelglistrasse

10 in 3608 Thun-Allmendingen.

Er ist von Dienstag

bis Freitag von 13.30 bis 18.30

Uhr geöffnet und Samstag von

09.00 bis 16.00 Uhr. (sp)

caliber-Kontakt

B&T AG, P.O. Box 174, 3608 Thun - Schweiz

Telefon: +41-33-334-6700

Fax: +41-33-334-6701, www.bt-ag.ch

Der B&T Shop in Thun ist eine feste Größe für Schützen, Outdoor-Freunde, Polizei, Militär und Sicherheitsdienste.

Ob Waffen, Zubehör, Ausrüstung oder Dienst- und Freizeitbekleidung, das Angebot lässt keine Wünsche offen.

90 caliber 10/2014

Neue Safariland

7TS-Holstermodelle

Seit der Markteinführung

im Vorjahr hat das junge

Kunststoffholster 7TS des renommierten

Herstellers Safariland

schnell an Popularität

gewonnen (siehe Erstvorstellung

in caliber 7-8/2013). Neu

sind nun Safariland 7TS-Modelle

(in Ausführungen für die

verdeckte Trageweise sowie als

offen zu tragendes Gürtel- und

Oberschenkelholster für den

Militär-/Polizeidienst mit ALS-

, SLS- oder kombiniertem ALS/

SLS-Sicherungssystem) für populäre

Dienstpistolen mit taktischen

Waffenleuchten.

Sechs neue 7TS gibt es

für die Glock G17/22

und G19/23-Pistolen

mit montierter Insight

Technologies

M3-, Streamlight

TLR-1- sowie SureFire

X200-, X300- oder X300U-

Weißlichtquelle. Dazu gesellen

sich nicht weniger als 19

neue Safariland 7TS-Modelle

für SIG Sauer-Pistolen P220,

P226, P227 und P229 ohne

und mit Montageschiene. In

Kürze sollen auch Modelle für

die Heckler & Koch-Dienstpistolen

P2000 und P30 erhältlich

sein.

(sp)

caliber-Kontakt

COP Vertriebs GmbH

Klenauer Straße 1a

85661 Oberweilenbach

Telefon: +49-(0)8445-92960

Fax: +49-(0)8445-929650

www.cop-gmbh.de

service@cop-gmbh.de sowie

www.safariland.com

Der 1964 gegründete Holsterhersteller

Safariland feiert in diesem

Jahr das 50-jährige Jubiläum

und baut die brandneue 7TS-Linie

konsequent aus.


Alias Training & Security

Services, LLC

Das innovative US-Sicherheitsund

Schießausbildungsunternehmen

Alias Training &

Security Services, LLC kann mit

einer Riege an äußerst erfahrenen

Instruktoren aufwarten, die

allesamt einen professionellen

Background als Mitglieder von

US-Spezialeinheiten vorweisen

können. Unseren Kontakt zum

Unternehmen stellte übrigens

ein alter Freund des Hauses

her: Ken Hackathorn genießt in

Kennerkreisen einen nahezu legendären

Ruf und wir hatten die

Ehre, schon vor Jahren mit ihm

zusammen bei einem süddeutschen,

polizeilichen SEK zu trainieren.

Der Pionier und Routinier

ist ebenfalls als Schießausbilder

für Alias Training tätig und wird

neben weiteren Alias-Instruktoren

in naher Zukunft auch Kurse

in Europa abhalten, die in erster

Linie für Militär und Polizei konzipiert

sind, aber teilweise auch

von Zivilisten besucht werden

können. Im Rahmen der europäischen

Aktivitäten arbeiten

Alias Training und Elite Defense

aus den USA mit der Primus Pilus

Shooting School von Jordy

caliber-Kontakt

Alias Training, LLC

2100 Mediterranean Ave 173

Virginia Beach, Virginia 23451 USA

Telefon: 001-757-215-195

www.aliastraining.com

info@aliastraining.com

McKay aus England zusammen

(siehe auch: www.primuspilus.

co.uk). Die Kurse werden nach

unserem jetzigen Kenntnisstand

in Walenstadt im Kanton St. Gallen

in der Schweiz stattfinden.

Angeboten werden derzeit

fünf 3-Tages-Kurse:

Mike Pannone, 14. bis 16.

November 2014, 3-Day-Handgun

Pat McNamara, 17. bis 19.

Dezember 2014, 3-Day-T.A.P.S.

Pistol

Frank Proctor, 13. bis 15. Januar

2015, 3-Day-Performance

Pistol Process

Ken Hackathorn, 05. bis 07. Mai

2015, 3-Day-Handgun

Larry Vickers, 16. bis 18. Juni

2015, 3-Day-Level 1 Pistol &

Carbine

Weitere Informationen findet

man auf der Homepage von

Alias Training unter:

http://aliastraining.com/

internationalclasses.aspx (sp)

MAGAZIN

Ex-Delta-Force Larry Vickers, bekannt aus Funk und Fernsehen, trainierte beispielsweise

die Männer, die Saddam Hussein stellten. Er wird im Frühsommer

kommenden Jahres einen Kurs in Europa zelebrieren.

Die Drei-Tages-Kurse von Alias Training sind intensiv und fordern mindestens

1.500 Patronen.

TopShot IPSC Team

auf Erfolgskurs

Die von Frankonia unterstützte

TopShot IPSC-Wettkampf-Mannschaft

mit den bekannten

Schützen Arne Lentz,

Steven Kummer, Jörg Haben

und Nils Notnagel konnte bei

der Deutschen IPSC-Meisterschaft

2014 in Philippsburg seinen

Titel in der Production Division

erfolgreich verteidigen.

Auch in der heiß umkämpften

Open Class deklassierte das

Team die hochkarätige Konkurrenz

und belohnte sich mit

dem Titel „Deutscher Meister

2014“. Trotz des Minor-Nachteils

durch die eingesetzten

Production-Pistolen CZ 75 SP

01 Shadow in 9x19 konnten

die TopShot-Schützen in der

Standard Division den Vizemeister-Titel

erringen. Auch in

Erfolgreiche Titelverteidigung (von

links): Steven Kummer, Arne Lentz,

Jörg Haben und Nils Nothnagel.

der (noch) kleinen aber feinen

Classic Division erreichte das

Team den zweiten Platz. Mit

diesen herausragenden Leistungen

präsentiert sich das

TopShot Competition Team bei

vier Deutschen IPSC-Meisterschaften

mit zwei ersten und

zwei zweiten Platzierungen

als das erfolgreichste deutsche

IPSC-Team. Im Oktober

stellen sich vier Teamschützen

dann der internationalen

Konkurrenz: Arne Lentz, Nils

Nothnagel, Jörg Haben und

Fritz Schmickler werden die

deutschen Farben bei der IPSC-

Weltmeisterschaft in Florida

vertreten.

(sp)

91 caliber 10/2014


MAGAZIN

Feines aus Finnland: Marttiini-Taschenmesser

MFK-3W, Klingenlänge: 9 cm,

Grifflänge: 12 cm, Gesamtlänge: 21 cm,

Gewicht: 152 g,

Preis: 78,50 Euro.

Wanderungen in der herbstlichen

Natur sind eine Wohltat für Körper

und Geist. Gute Ausrüstung gehört

bei solchen Freiluft-Aktivitäten dazu.

92 caliber 10/2014

Wanderlust mit Herbertz

Der anstehende Herbst ist die

ideale Zeit für ausgedehnte

Wanderungen und um bestens

gerüstet zu sein, hat das Solinger

Traditionsunternehmen

Herbertz Einiges zu bieten. Innerhalb

der „Classic“-Linie bietet

die US-Marke Stanley-PMI

zwei Isolierflaschen-Modelle

an, die den Inhalt lange Zeit

zuverlässig warmhalten und

dem Wanderer in punkto Gewicht

trotzdem nicht die Tour

vermasseln im Gegenteil! Für

die kleinsten „Classic“-Flaschen

die Stanley Classic Vacuum

Bottle mit knapp 0,5 oder 0,75

Liter Volumen verzichtet die

US-Traditionsmarke zugunsten

von Gewicht und Pack-Maß auf

jegliche Klappgriffe oder -henkel.

Die Konstruktion des doppelwandigen,

vakuumisolierten

Edelstahl-Korpus bleibt gegenüber

den „großen Geschwistern“

jedoch unverändert: Im

Hohlraum zwischen dem inneren

und äußeren Blech bringt

Stanley eine wärmereflektierende

Kupferbeschichtung auf.

Dadurch wirkt man Radiation,

dem Wärmeverlust durch Abstrahlung,

entgegen. Rein

äußerlich sprechen die charakteristische

Hammerschlag-

Lackierung, wahlweise in grün

oder blau, und die glänzend

polierten Verschlusskappen

oben und unten eindeutig die

Designsprache von Stanley. Das

„Classic“ im Namen verweist indes

auf das Markenerbe derartige

Flaschen stellt Stanley seit

über 100 Jahren her. Für die

herzhafte Brotzeit auf Wanderschaft

empfiehlt sich die Mitnahme

eines Taschenmessers.

Ein sehr schönes, handgearbeitetes

Klappmesser in klassischer

Optik ist das Marttiini MFK-3W.

Klinge und Heft fertigt die finnische

Messerschmiede Marttiini

aus poliertem, rostfreiem

Edelstahl AISI 420. Verschraubte

Griffschalen aus gewachstem

Holz der Krüppelbirke sorgen in

Verbindung mit der Fingermulde

für einen rutschfesten Griff

und verleihen diesem Messer

die typische Anmutung edler

skandinavischer Messer. Dank

des Schleifwinkel der Klinge von

22 Grad weist das Messer eine

präzise Schärfe auf, ist jedoch

trotzdem nicht überempfindlich

im kernigen Outdoor-Einsatz.

Die Bedienung erfolgt über einen

Daumen-Pin an der Klinge

und einem einhändig zu bedienenden

Liner-Lock-Mechanis-

Stanley Classic “Vacuum

Bottle“ Isolierflaschen:

Fassungsvermögen:

0,47/0,75 Liter,

Höhe: 25,5/30 cm,

Durchmesser: 8/9 cm,

Leergewicht: 460/600 g,

Preis: 37,90/43,90 Euro.

caliber-Kontakt

C. Jul. Herbertz GmbH, Mangenberger

Straße 334-336, 42655 Solingen

Telefon: +49-(0)212-206300

www.herbertz-messerclub.de

info@herbertz-messerclub.de

mus, der die Klinge in Arbeitsstellung

arretiert. Das MFK-3W

lässt sich mittels Trageclip am

Gürtel befestigen oder verschwindet

im optional erhältlichen

Etui, wahlweise aus Nylon

oder Leder.

(sp)


MAGAZIN

Neues von Daniel Defense

Zu den in den USA besonders

angesagten AR-15-Produzenten

zählt auch Daniel Defense

aus Black Creek, Georgia. Das

Unternehmen kann mit neuen

Modellvarianten aufwarten, die

zwar bei uns aufgrund von Waffengesetzen

und Exportregelungen

kaum eine Rolle spielen,

aber die wir dennoch kurz vorstellen

wollen. Die neue Daniel

Defense M4 Karabiner V11-Serie

(DDM4v11) zeichnet sich vor allem

durch den 15“ langen, leichtgewichtigen

Handschutz mit

durchgehender Montageschiene

auf der Oberseite sowie erstmals

angebotenem „KeyMod“-

Montagesystem auf 03:00,

06:00 und 09:00 Uhr aus. Diese

„Schlüsselloch“-Montagelösung

liegt derzeit in der internationalen

Waffenindustrie bei der Fertigung

von Scharfschützen- und

Selbstladegewehren schwer im

Trend. Im Gegensatz zum bisher

dominierenden MIL-STD-1913

Picatinny System mit durchgehenden

Schienen werden beim

Schlüsselloch-System nur dort

kurze Montageschienen montiert,

wo sie wirklich gebraucht

werden. Resultat: Handfreundlichere,

schmalere und leichtere

Handschutzsysteme. Neu sind

auch zwei ultrakurze Pistolenvarianten

ohne Schulterstützen

mit 10,3“-Läufen in den Kalibern

.223 Remington/5,56x45

mm sowie .300 Blackout.

Weitere Infos unter:

www.DanielDefense.com (sp)

DDM4v11 im Standardkaliber mit 16“-Lauf

im „Government“-Profil.

DDM4v11 im Standardkaliber mit 18“-Lauf mit

„Strength-to-Weight“ (S2W)-Laufkontur.

Daniel Defense MK18 Pistole

in .223 Remington.

Daniel Defense Pistole im

Kaliber .300 Blackout.

Aus Begeisterung

Am sport

Das MR223 ist die zivile Version des militärisch genutzten HK416 im Kaliber .223 Rem.

Mit dem MR223 profitieren Sportschützen von demselben hohen technischen Niveau und den

kompromisslosen Ansprüchen an Qualität, Zuverlässigkeit und Präzision wie sie seitens Polizei

und Militär gefordert sind. Mehr unter www.heckler-koch.com

Im Fachhandel erhältlich. Abgabe von Waffen nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis.

93 caliber 10/2014


MAGAZIN

Ende einer Ära: Nach einem

Vierteljahrhundert Präsenz auf dem

deutschen Markt, wird Taurus unter

Umständen wohl von der Bildfläche

verschwinden. Schade, denn die

Brasilianer hatten immer auch für

exotische Faustfeuerwaffen etwas

übrig, was beispielsweise Revolver in

seltenen Kalibern wie .218 Bee, .22

Hornet, .30 Carbine oder .454 Casull

beweisen.

caliber-Kontakt

Helmut Hofmann GmbH,

Scheinbergweg 6-8, 97638 Mellrichstadt

Telefon: +49-(0)9776-6060

Fax: +49-(0)9776-606-21

www.helmuthofmann.de

info@helmuthofmann.de

Taurus Ende in Deutschland

Die Helmut Hofmann GmbH

aus Mellrichstadt hat Ende

Juli 2014 nach 25 erfolgreichen

Jahren den Vertrieb für

den brasilianischen Waffenhersteller

Taurus für Deutschland

und alle bisher betreuten europäischen

Länder gekündigt.

Ausschlaggebend für diesen

Schritt waren nach Angaben des

Großhandelsunternehmens die

restriktiven Waffengesetze für

Kurzwaffen in den von der Helmut

Hofmann GmbH betreuten

Ländern, wodurch die einzelnen

Aufträge nicht mehr wirtschaftlich

abgewickelt werden konnten.

Die Ersatzteilversorgung

sowie Garantiearbeiten werden

bis zur Benennung eines neuen

Vertriebspartners weiterhin

durchgeführt. Taurus-Faustfeuerwaffen

dürften ab sofort

zu wahren Schnäppchenkursen

im Fachhandel erhältlich sein,

weil der Großhändler die noch

vorhandene Lagerware zu „Aktionspreisen“

offeriert. (sp)

94 caliber 10/2014

Zoff zwischen GSG und HK

Kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns die Meldung, dass einer

der führenden deutschen Hersteller von Freizeit- und Kleinkaliberwaffen,

German Sport Guns (GSG) zusammen mit seinem

US-Partner American Tactical Imports Inc. (ATI) das deutsche Unternehmen

Heckler & Koch auf Schadensersatz in Höhe von 16,5

Millionen Dollar verklagt hat. Seit Jahren existiert zwischen den

beteiligten Firmen ein Streit um die Rechte am geistigen Eigentum

des Designs der legendären, gerade auf dem US-

Markt besonders beliebten HK-Maschinenpistole

MP5, die in diesem Jahr übrigens ihr 50-jähriges

Jubiläum feiert. GSG hat vor bereits sieben Jahren

eine halbautomatische Kleinkaliber-Zivilversion

im HK MP5-Stil auf den Markt gebracht und

bestreitet, dass der Bundeswehr-Lieferant aus

dem Schwarzwald die Rechte am Design innehält.

Nichtsdestotrotz kam es 2009 zu einer Einigung

mit der US-Tochter von Heckler & Koch. Gegen

Zahlung von 300.000 Dollar darf GSG Designelemente

des „Full Auto“-Klassikers in modifizierter

Form verwenden. Im Nachhinein offenbarte sich

jedoch, dass die Heckler & Koch, Inc. den deutschen

Freizeitwaffenproduzenten zu Unrecht zu

der Vergleichszahlung gedrängt hatte, weil man

die Markenrechte überhaupt nicht besaß. Ein

Aufklärungsverfahren zur Beweismittelsicherung

wurde zwischenzeitlich abgeschlossen. Hierzu GSG-Geschäftsführer

Michael Swoboda: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir diesen

langjährigen Rechtsstreit trotz der erheblichen Verfahrenskosten

in den USA für uns entscheiden werden. Wir haben uns an alle Absprachen

gehalten und werden uns eine Einschränkung unseres Geschäftes

in dieser Form nicht bieten lassen.“ Laut Auskunft von GSG

Stein des Anstoßes: Seit Jahren

schwillt ein Streit zwischen

GSG und HK wegen Verletzungen

von Designrechten und

Betrug rund um die HK MP5

Maschinenpistole Hier die

halbautomatischen German

Sport Guns Kleinkaliber-Zivilversionen,

die wir in caliber

2/2008 erstmals vorstellten.

ist ein Gerichtstermin für einen möglichen Geschworenenprozess

für Anfang 2015 angesetzt.

(sp)


MAGAZIN

Der Under Armour Einsatzstiefel „Speed Freek GTX Allseasongear“ mit viel

Leder und verstärkter Zehenkappe für mehr Schutz im Gelände

topshot_cti1500_210x96_210x96 19.08.14 09:26 Seite 1

Under Armour

Einsatzstiefel

Es ist schon erstaunlich, wie

sich die US-Sportmarke Under

Armour, die wir übrigens

das erste Mal vor elf Jahren

in caliber 9/2003 vorstellten,

mittlerweile auch in Europa/

Deutschland etabliert hat und

das alltägliche Großstadtbild

prägt. Die Marke, die einst als

Geheimtipp der Profisportler

der National Football League

galt, ist heutzutage auch bei

uns neben Adidas, Nike, Puma,

Reebok und Co. längst Mainstream

und nahezu jedes Kind

kennt sie. Weniger bekannt

bei Durchschnittsbürgern ist

die Tatsache, dass die Funktionsbekleidung

auch gerne von

Elitesoldaten unter Ballistik-

Schutz getragen wird und Under

Armour schon seit langer

Zeit eine taktische Linie für

Test-Trio: Wir erprobten diese neuen, sportiven Under Armour Einsatzstiefel

und -schuhe über einen längeren Zeitraum.

Erhältlich im ausgewählten

Fachhandel und bei

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95 caliber 10/2014


MAGAZIN

Der extrem leichte „Valsetz RTS“ in Schwarz und Beige ist zwar nicht wasserdicht,

offeriert aber höchsten Tragekomfort.

96 caliber 10/2014

Der sportliche Schuh „Tactical GTX Allseasongear“ bietet dem Knöchel viel

Schutz und Halt. Das Schnürsystem mit flexiblen Ösen aus Nylongewebe im

unteren Teil und stabilen Metall-Ösen am Schaft vermeidet unangenehme

Druckstellen bei dynamischen Aktionen

die Profis aus dem Militär- und

Polizeibereich betreibt. Mit betont

sportlicher Note kommt

ein Trio an Under Armour

Tactical Einsatzstiefeln daher,

das wir über einen längeren

Zeitraum erproben konnten.

Das schwerste Modell in diesem

Reigen nennt sich „Speed

Freek GTX Allseasongear“, das

mit viel Leder und abriebfestem

Cordura-Nylon sowie einer

wasserdichten, atmungsaktiven

Gore-Tex-Membrane am

ehesten an einen klassischen

Einsatzstiefel konventioneller

Machart erinnert. Weitere Features:

Feuchtigkeit transportierendes,

leicht trocknendes

Innenfutter, „Ortholite“-Innensohle,

dämmende Mittelsohle

mit ergonomischer Passform

sowie eine Außensohle aus einer

speziellen Gummimischung

mit ausgeprägtem Stollenprofil

für Flexibilität und Traktion in

unterschiedlichstem Terrain.

Preis: 209,99 Euro (179,99

Euro bei Behörden-Nachweis).

Viel leichter und mehr ein

Sportschuh mit knöchelhohem

Schaft denn ein Einsatzstiefel

ist das Under Armour Modell

Tactical GTX Allseasongear, das

auch im dynamischen IPSC/

Action-Schießsport eine gute

Figur macht. Auch dieses Modell

mit komplett aus Nylon bestehendem

Obermaterial und

angeschweißten Kunststoff-

Kappen-Verstärkungen an den

relevanten Bereichen (Zehen,

Ferse) besitzt eine Gore-Tex-

Membrane und hinsichtlich

des dreifachen Sohlenaufbaus

nahezu die identischen Ausstattungsmerkmale

wie der

zuvor beschriebene Stiefel.

Hinzu kommen aber die so genannte

„Under Armour Spine

Technology“ mit einem sehr

leichtgewichtigen Leisten und

maximalen Dämpfungseigenschaften

sowie ein aggressives

Stollenprofil, das sich vor allem

in lockeren Untergründen nahezu

einfrisst. Dieses im Design

wohl schnittigste Modell wechselt

für 199,99 (169,99 Euro)

den Besitzer. Im Gegensatz

caliber-Kontakt

COP Vertriebs-GmbH, Klenauer Straße 1a

86561 Oberweilenbach

Telefon: +49-(0)8445-9296-0

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zu den beiden erstgenannten

Schuhwerken ist der leichteste,

luftige Valsetz RTS Stiefel, den

es in Schwarz und Beige gibt,

nicht wasserdicht. Dafür bietet

er einen sehr hohen Tragekomfort,

so dass man beinahe dazu

geneigt ist, von einem „taktischen

Pantoffel“ mit Wohlfühlklima

zu sprechen. Das netzartige

Obermaterial sorgt für

Ventilation und Kunststoff-Verstärkungen

schaffen Stabilität.

Auch hier kommt ein dreifacher,

im Detail anderer Sohlenaufbau

zur Anwendung, wobei

unter anderem ein Gel-Einsatz

für sehr gute Dämpfungseigenschaften

verantwortlich ist. Die

Außensohle weist im Vergleich

zu den beiden anderen vorgestellten

Modellen ein moderates

Profil auf. Preis: 189,99

(169,99 Euro). (sp)


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98 caliber 10/2014

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Die November/Dezember Ausgabe

erscheint am 29.10.2014

caliber Anzeigenschluss

für die Ausgabe 11-12/2014 ist der 06.10.2014

Impressum

caliber

SCHIESSEN•WAFFEN•AUSRÜSTUNG•TECHNIK

caliber erscheint zehnmal im Jahr.

23. Jahrgang

Verleger:

Peter Grieder

Redaktion:

Stefan Perey (verantwortlich),

Telefon: 0221-94198890

stefan.perey@vsmedien.de

Tino Schmidt,

tino.schmidt@vsmedien.de

Telefon: 0221-94198891

Wolfgang Karbach (Lektorat)

Ständige Mitarbeiter:

Fred Keßler, Michael Fischer, Stefan Föll,

John Gerards, Hermann Jansen,

Axel Manthei, Dr. Bernhard Metzner,

Jens Tigges, Ken Kempa, Jens Bork,

Oliver Falk, OStFw Hermann Rosenberg,

Marijan Loch, Peter Dlask

Grafik, Layout & Produktion:

Marianne Lawen, Thomas Jason Wieger,

Marc Bauer

Titelfoto:

Uli Grohs, Köln

Anzeigenverkaufsleitung:

Peter Hoffmann

Telefon: 0221-94198892

Fax: 0221-94198899

peter.hoffmann@vsmedien.de

Vertrieb:

VU Verlagsunion KG,

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Porto). Ausland: 53,10 €.

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um ein Jahr. ISSN 0933-3738

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 27

Technische Herstellung , Lithographie:

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ADV-Augsburger Druck- und Verlagshaus

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Tel.: +49-(0)821/7904-251

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