Edition Isele

edition.isele.de

Edition Isele

Vo r d e m L e b e n s t e h e n d

Johanna Walser

Johanna Walser

Vor dem Leben

stehend

Prosastücke

Neuauflage, 148 Seiten

13 x 21 cm, Broschur,

ISBN 978-3-86142-481-9

14.00 Euro, 24.90 SFr.

Johanna Walser

Vo r d e m L e b e n

s t e h e n d

P r o s a s t ü c k e

I S E L E

Konzise Prosastücke, tagebuchähnliche Aufzeichnungen und eindringliche Notate aus ihrer

Innen- und Außenwelt: Eine junge Frau, eher ein Mädchen, sucht sich selbst, ihr eigenes Ich,

ihren ganz eigenen Ort in der Familie und in der Welt.

In genauen, geradezu seismographisch feinen Beobachtungen tastet sich Johanna Walser in

ihrem ersten Buch an ihr eigenes Ich heran. Mit großer Kunstfertigkeit und Suggestion.

»Es ist nicht allein ihr Name, der an Robert Walser erinnert; es ist auch die nahtlose Verbindung

von Alltag und Poesie, von Selbstbekenntnis und höflicher Selbstverleugnung.«

(Neue Züricher Zeitung)

»Poetische Protokolle der Selbstvergewisserung, der Anverwandlung von Welt, der Suche

nach einer neuen Sprache für Gefühle.« (Die Zeit)

Johanna Walser, geboren 1957 in Ulm, ist als Schriftstellerin und literarische Übersetzerin

tätig. Sie verfaßt vor allem psychologische Skizzen und Prosaminiaturen und lebt in Nußdorf

bei Überlingen.

P r o g r a m m

Frühjahr 2010

Ina Coutaz 35 Tafeln Schokolade

Ina Coutaz

35 Tafeln

Schokolade

336 Seiten, Roman

14 x 21 cm, Broschur,

ISBN 978-3-86142-473-4

16.00 Euro, 27.90 SFr.

Ina Coutaz

35 Tafeln

Schokolade

Roman


Alena wächst in einer schwäbischen Kleinstadt auf, macht dort Abitur, studiert auf Lehramt

und findet ihre erste große Liebe: Lars, Sohn einer traditionsreichen Unternehmerfamilie.

Ihre zweite große Liebe gehört Frankreich: dem Land der Freiheiten, der klangvollen Sprache

und des »Savoir vivre«.

Hin- und hergerissen zwischen dem schwäbischen Tüftler Lars und einem wagemutigen

französischen Windsurfer namens Pascal, setzt sich Alena mit ihrer Vergangenheit, Gegenwart

und der von ihr gelebten kulturellen Zwitterstellung auseinander – mal kritisch, mal

selbstironisch, mal mit Galgenhumor.

Authentischer französischer Lebensalltag mit all seinen Höhen und Tiefen steht im Mittelpunkt

dieses Romans. Was bedeutet es, als Frau, Mutter, Individuum – und dabei typisch

deutsch – in Frankreich zu leben? Inwiefern beeinflussen deutsch-französische Vorurteile das

Leben? Was erlebt eine umweltbewußte, aber besserwisserische Deutsche in Frankreich?

Ina Coutaz, 1965 in Ludwigsburg geboren, studierte Deutsch und Französisch für das

Lehramt. Sie lebt seit 1994 mit ihrem französischen Ehemann und ihren zwei Kindern in

Frankreich.

Ursa Koch Die Heiligenscheinhändler

Ursa Koch

Die Heiligenscheinhändler

248 Seiten, Roman

13 x 21 cm, Broschur,

ISBN 978-3-86142-393-5

14.80 Euro, 26.00 SFr.

Ursa Koch

Die

Heiligenscheinhändler

R o m a n

I S E L E

Der Hinweis eines Fremden auf skandalöse Vorgänge in einer großen Sozialeinrichtung

Süddeutschlands weckt die Neugier der Journalistin Franka Maas. Wenig später wird dieser

Informant tot aufgefunden.

Franka Maas lässt sich auf das Abenteuer ein, als Angestellte des »sozialen« Vereins hinter die

Kulissen des deutschen Sozialdschungels zu blicken. Dabei stößt sie auf zahlreiche Ungereimtheiten

und Machenschaften unter dem Deckmantel der Menschlichkeit, die vom skrupellosen

Umgang mit schwerbehinderten Menschen, Korruption, der Verschwendung von öffentlichen

Finanzmitteln und Spendengeldern bis hin zu sexuellem Mißbrauch reichen.

Ursa Koch war jahrelang als Redakteurin für Presse, Funk und Fernsehen im In-und Ausland

tätig. Heute lebt sie als Schriftstellerin mit Mann, Sohn und vielen Tieren im Herzen der

Schwäbischen Alb.

Edition Isele, Heidelstraße 9, D-79805 Eggingen, Tel. 07746/91116, Fax -91117. www.edition-isele.de

Auslieferung BRD: LKG. Schweiz: AVA. Vertreter Schweiz: Beat Eberle

Edition Isele


Christoph Neidhart

Museum des Lichts

Eine Petersburger

Episode

ca. 140 Seiten

13 x 21 cm, Broschur,

ISBN 978-3-86142-486-4

13.60 Euro, 24.00 SFr.

Jürgen Glocker

Madame Bovary

und ihre Wiener

Affäre

ca. 160 Seiten, Roman

13 x 21 cm, Broschur,

ISBN 978-3-86142-484-0

14.00 Euro, 24.90 SFr.

J ü r g e n G l o c ke r

Madame Bovary

und ihre

Wiener Affäre

R o m a n

I S E L E

Thomas Meier

Der Riß in der

Leinwand

ca. 140 Seiten, Roman

13 x 21 cm, Hardcover,

ISBN 978-3-86142-485-7

14.20 Euro, 25.00 SFr.

T H O M A S

M E I E R

D E R R I S S

I N D E R

L E I N W A N D

R O M A N

I S E L E

»Liebe ist Projektion, also eine Frage des Lichts«, so lautet der erste Satz dieses beeindruckenden

Prosatextes. St. Petersburger Lichter zu sammeln in Bild und Text heißt das gemeinsame

Projekt eines deutschen Fotografen und eines schweizerisch-skandinavischen Publizisten; ihre

blitzlichthaften Momentaufnahmen der Stadt und ihrer Bewohner sollen in ein imaginäres

Museum des Lichts münden.

St. Petersburg: Märchenburg, Theaterstadt, links und rechts Schlösser wie Faller-Modelle,

St. Postkartenburg. Aber auch eine Stadt als Friedhof des Scheins. (»Städte sind Versprechen,

die sich nicht halten.«) Nichts ist so, wie es scheint. Auch die Beziehungen der beiden Protagonisten

zu ihren Freundinnen Mila und Lena sind nur an der Oberfläche eindeutig, darunter

läuft ein Verwirrspiel ab, das seine ganze eigene Dramaturgie und Intensität besitzt.

Biographie und Bibliographie

Barbara Groher Preisig geboren in Leipzig.

Sprachenschule in Englisch und Spanisch.

Galerie-Sekretärin bei Alfred Schmela in

Düsseldorf (in Ausstellungen von Christo bis

Die große literarische Vergangenheit von St. Petersburg fließt immer wieder

Beuys). Berufswechsel.

dieses

Texterin bei Doyle

faszinierende

Stadtporträt ein. Es ist lange her, daß ein Nicht-Russe so kenntnisreich

Dane Bernbach in Düsseldorf. 1970 Geburt

von Anna Preisig, 1973 Geburt von Mira

Preisig. 1973 Umzug nach Basel und

Eröffnung der Galerie Rolf Preisig. Seit

1972 selbstständige Texterin. 1979 entstehen

erste Gedichte. 1982 Scheidung und

poetisch

Umzug aufs Land. Seit 1982 lebt und arbeitet

Barbara Groher als Texterin und freie

Schriftstellerin in Arlesheim bei Basel.

über die Stadt mit den berühmten weißen Nächten geschrieben hat. Christoph Die Publikationen Neidhart (Auswahl) steht

Ein Baum ist eine Wurzel ist ein Baum, Lyrik,

Verlag Nachtmaschine, Basel, 1982

Feierblau, Roman,

Verlag Nachtmaschine, Basel, 1984

Das Gegenteil von kaputt, Roman,

würdig in der Tradition von Joseph Brodsky und Vladimir Nabokov.

Edition Hans Erpf, Bern, 1990

Bleu couleur fête, Übersetzung des Romans

»Feierblau« von Anne Maurer,

Edition Bernard Campiche, Yverdon, 1991

Ach, Heraklit, Gedichte,

Edition Franz Mäder, Basel, 1992

Romana Du, Romana Ich, Erzählung,

Edition Hans Erpf, Bern, 1993

Ah und Oh, Lyrik,

Sonne Mond und Sterne Verlag,

Wiesbaden, 1997

Christoph Neidhart, geboren 1954 in Basel, Universitätsstudien in mehreren Fächern, Fels und Flügel, poetische Texte zur Ermitage, danach

Edition Text und Media, Arlesheim, 2006

umfangreiche journalistische Tätigkeiten für Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunk; dafür

mehrfach ausgezeichnet. Essays über politische und soziologische Themen, Reiseberichte,

Reportagen, mehrere Buchveröffentlichungen. Lebt derzeit in Tokio.

Ein Mann und eine Frau. Der brave Sohn aus guter Wiener Familie, der es gelernt hat, seine

Gefühle unter Kontrolle zu halten, und sich mit Kunst und Wissenschaft beschäftigt. Und

die schöne Gattin eines unfähigen normannischen Landarztes, die sich nach einem Leben

voller Leidenschaft sehnt. Zwei Welten prallen aufeinander.

Jürgen Glocker haucht der Hauptfigur von Adalbert Stifters »Nachsommer« neues Leben

ein. Anders aber als bei Stifter absolviert Heinrich Drendorf die Europareise, die er kurz vor

seiner Hochzeit unternimmt, nicht in der erwarteten Form. Er verläßt die ihm vorgezeichnete

Lebensbahn, kommt, mitten in Frankreich, buchstäblich vom Wege ab und gerät unversehens

in den Kosmos Gustave Flauberts. Drendorf macht Station in Yonville und verfällt den Reizen

Biographie und Bibliographie

der attraktiven Emma Bovary – mit erheblichen Folgen, wie man sich denken Barbara kann.

Groher Preisig geboren in Leipzig.

Sprachenschule in Englisch und Spanisch.

Galerie-Sekretärin bei Alfred Schmela in

Düsseldorf (in Ausstellungen von Christo bis

Beuys). Berufswechsel. Texterin bei Doyle

Dane Bernbach in Düsseldorf. 1970 Geburt

In Glockers funkelndem Kammerspiel breitet sich nicht nur ein unterhaltsames von Spiel Anna Preisig, 1973 Geburt von mit Mira zwei

Preisig. 1973 Umzug nach Basel und

Eröffnung der Galerie Rolf Preisig. Seit

1972 selbstständige Texterin. 1979 entstehen

erste Gedichte. 1982 Scheidung und

Umzug aufs Land. Seit 1982 lebt und arbeitet

Barbara Groher als Texterin leibhaftig

und freie

Romanen der Weltliteratur vor dem Leser aus, er läßt auch Stifter und Flaubert

Schriftstellerin in Arlesheim bei Basel.

Die Publikationen (Auswahl)

Ein Baum ist eine Wurzel ist ein Baum, Lyrik,

Verlag Nachtmaschine, Basel, 1982

auftreten und widmet sich mit leichter Hand zugleich den großen Themen: Liebe Feierblau, Roman, und Tod,

Verlag Nachtmaschine, Basel, 1984

Das Gegenteil von kaputt, Roman,

Edition Hans Erpf, Bern, 1990

Bleu couleur fête, Übersetzung des Romans

»Feierblau« von Anne Maurer,

Lüge und Wahrheit. Ist es eine Tragödie? Ist es eine Komödie?

Edition Bernard Campiche, Yverdon, 1991

Ach, Heraklit, Gedichte,

Edition Franz Mäder, Basel, 1992

Romana Du, Romana Ich, Erzählung,

Edition Hans Erpf, Bern, 1993

Ah und Oh, Lyrik,

Sonne Mond und Sterne Verlag,

Wiesbaden, 1997

Fels und Flügel, poetische Texte zur Ermitage,

Edition Text und Media, Arlesheim, 2006

Jürgen Glocker, geboren 1954, Studium der Germanistik und Geschichte, arbeitet heute als

Pressesprecher und Kulturmanager. In der Edition Isele erschien zuletzt der Roman »Carlo

oder über den Umgang mit Katzen, Menschen und Büchern« (2005).

Der 26jährige Vincent ist ein leidenschaftlicher Kinogänger. Ständig begleiten ihn Kinozitate.

Zuweilen übersteigert seine Phantasie die Realität – und die Wirklichkeit wird zu schön, um

wahr zu sein. Genau das passiert auch, als er auf die geheimnivolle Chloe trifft, die ihn völlig

in ihren Bann zieht.

Chloe fordert Vincent auf, ihr die Geschichte zu erzählen, die sie gemeinsam erlebt haben.

Vincent aber weicht aus. Als Chloe plötzlich verschwindet, entschließt sich Vincent, die Geschichte

ihrer Beziehung für sie aufzuschreiben. Nach und nach erfahren wir Einzelheiten

von der zauberhaften Chloe und von Vincent, dessen Arroganz sich allmählich in grüblerisches

Zweifeln verwandelt. Weil sich Vincents Wirklichkeitswahrnehmung zunehmend mit

Vergangenheit.

Kinobildern vermischt, macht er sich auf die Suche nach Zeugen, die ihm bestätigen können,

daß es Chloe gibt. Die Suche nach ihr erweist sich als Ursache für ihr Verschwinden. Die

Geschichte, die daran scheitert, eine sein zu wollen, spitzt sich in einen Dialog mit Chloe zu,

worin es einmal heißt: »Wir sind mächtig auf der Leinwand und machtlos als Zuschauer.«

Thomas Meier, geboren 1973. Nach einem abgebrochenen Germanistikstudium Reisen in

Nord- und Südamerika sowie in der arabischen Welt. Thomas Meier lebt heute in Baden, arbeitet

als Teilzeitlehrer und ist nebenher Schriftsteller, Filmkolumnist und Kunstfotograf.

Ohne Marketing geht heute nichts.

Es ist ein Must. Auch für den Olymp.

Spätestens jetzt müssen wir uns dieser

Macht stellen, sagt Zeus.

The most important thing is marketing

NZZ, 28.6.1985, Beatrice Eichmann-Leutenegger

»Lebensentwürfe aus der Schwerelosigkeit heraus«

ZERO ist der Anfang. ZERO ist die Stille.

Diese Lyriksammlung von Thea Uhr enthält, unterteilt in

fünf Kapitel, 100 ausgewählte Gedichte der Autorin, die

repräsentativ für ihr Schaffen der letzten 25 Jahre sind.

Daneben finden sich noch fünf Prosatexte aus bewegter

»Erzählen und Verstummen. Das ist der Übergang von der

Prosa zur Lyrik bis an die Grenzen einer Kunst, bei welcher

der Autor zum Leser seiner selbst wird, zum Chronisten

der Innenseite seiner Sensibilität. Die Gedichte von Thea

Uhr sind eine Einübung ins Verstummen und insofern ein

Zeichen gegen den Lärm.« (Pirmin Meier)

BARBARA GROHER

Die (wieder)vergötterten Götter

Edition Isele

Feierblau BARBARA GROHER

Edition Isele

Edition Isele Thea Uhr . Hinüberland

Barbara Groher

Die (wieder)vergötterten

Götter

160 Seiten, Roman

12,3 x 21 cm, fr. Broschur,

ISBN 978-3-86142-482-6

13.60 Euro, 24.00 SFr.

BARBARA GROHER

Die (wieder)

vergötterten

Götter

Roman

Barbara Groher

Feierblau

128 Seiten, Roman

12,3 x 21 cm, fr. Broschur,

ISBN 978-3-86142-483-3

12.20 Euro, 22.00 SFr.

BARBARA GROHER

Thea Uhr

Hinüberland

Ausgewählte Lyrik

und Prosa

168 Seiten

13 x 21 cm, Hardcover,

ISBN 978-3-86142-475-8

14.20 Euro, 25.00 SFr.

Thea Uhr

Hinüberland

Ausgewählte Lyrik und Prosa

Edition Isele

Feierblau

Roman

Edition Isele

Edition Isele

Die (wieder)vergötterten Götter

Roman

Marketing und Werbung haben es geschafft:

Die olympischen Götter sind total

heruntergekommen, sind weltweit zu

Produkten, Unternehmungen und Dienstleistungen

geworden, deren Namen sie tragen.

Diese Situation veranlasst die Olympischen,

nach tausenden von Jahren ein

ausserordentliches Treffen einzuberufen:

das Erste Olympische Marketing-Meeting,

kurz EOMM. Zwanzig Olympische folgen

diesem Aufruf. Das Meeting findet in einer

Lagerhalle des Athener Antikenmuseums

statt. Als erstes geht es um die Theorie des

Marketings. Die anschliessende Praxis findet

auf der grössten Müllhalde Athens statt.

Hier wie da durchmischt sich Mythologisches

mit Neuzeitlichem. Die Hauptrollen

sind von Göttervater Zeus, Hades in der

Gestalt des schattenlosen Schattens und

Persephone besetzt. Zeus als Big Boss und

ewiger Winner hat alles im Griff. Scheint

es. Querdenker Schattenhades ist sein listiger

Gegenspieler. Scheint es. Über den

Diskos von Orais, eine uralte, ungeknackte

Orakelscheibe, kommen Eros und der

Beatles Song LOVE IS ALL YOU NEED ins

Spiel. Eros, die gewaltige Gottheit, gegen

die Götter und Menschen machtlos sind,

greift ein. Damit beginnt eine neue Ära in

der Geschichte der Göttinnen und Götter.

Feierblau

Roman

Count down im Leben von Stella Laark.

Zero ist der Anfang. Welcher? Der von

Kindheit und Jugend? Ahnen und Sehnen?

Krieg und Mauer? Oder der vom Erwachsenwerden?

Wie das geht? Mit Lust, mit Liebe

und dem Wunsch, die Welt zu umarmen.

Will die Welt Stella Laark nicht? Neue Bilder

stellen sich in ihren Blickwinkel. Mondrian

füllt ihren Kopf mit Formen, Farben und

Linien aus. Sie führen in eine Galerie. Stella

Laark wird Galeriesekretärin. Erlebt Ausstellungen

von Christo bis Beuys, der dem

toten Hasen die Bilder erklärt. Dazwischen

Sprünge ins Blau der monochromen Bilder

von Yves Klein. Begegnungen mit den

Neuen Realisten, mit Fluxus, Happenings

und Zero. Zero ist der Anfang, Zero ist die

Stille. Einschnitt. Ein Schnitt: Lucio Fontana

nimmt für Stella Laark Sonderstellung ein.

– Der Cheftexter einer Werbeagentur besucht

die Galerie. Stella fragt ihn, wie man

Texterin wird. Die Antwort: Das kann man

nicht lernen, das kann man. Kann sie das?

Sie schafft den zweiten Einstieg. Kauft

Kunst. Trifft einen Werber, der sich für Kunst

interessiert. Heiratet. Bekommt Kinder.

Arbeitet als freie Texterin. Lässt sich scheiden.

Erste Gedichte entstehen. Zero ist die

Stille. Zero ist der Anfang: Stella verkauft

Kunst, um ein Haus auf dem Land zu kaufen.

Zieht mit den Töchtern um. Beginnt

noch einmal. Auf ein Mal nicht mehr allein.

Marketing und Werbung haben es geschafft: Die olympischen Götter sind total heruntergekommen,

sind weltweit zu Produkten, Unternehmungen und Dienstleistungen geworden, deren

Namen sie tragen. Diese Situation veranlaßt die Olympischen, nach tausenden von Jahren

ein außerordentliches Treffen einzuberufen: das Erste Olympische Marketing-Meeting, kurz

EOMM. Zwanzig Olympische folgen diesem Aufruf. Das Meeting findet in einer Lagerhalle

des Athener Antikenmuseums statt. Als erstes geht es um die Theorie des Marketings. Die

anschließende Praxis findet auf der größten Müllhalde Athens statt.

Hier wie da durchmischt sich Mythologisches mit Neuzeitlichem. Die Hauptrollen sind von

Göttervater Zeus, Hades in der Gestalt des schattenlosen Schattens und Persephone besetzt.

Zeus als Big Boß und ewiger Winner hat alles im Griff. Scheint es. Querdenker Schattenhades

ist sein listiger Gegenspieler. Scheint es. Über den Diskos von Orais, eine uralte, ungeknackte

Orakelscheibe, kommen Eros und der Beatles-Song LOVE IS ALL YOU NEED ins Spiel. Eros,

die gewaltige Gottheit, gegen die Götter und Menschen machtlos sind, greift ein. Damit

beginnt eine neue Ära in der Geschichte der Göttinnen und Götter.

Barbara Groher Preisig, geboren in Leipzig. Sprachenschule in Englisch und Spanisch.

Galerie-Sekretärin bei A. Schmela in Düsseldorf (in Ausstellungen von Christo bis Beuys),

danach Texterin. 1973 Umzug nach Basel und Eröffnung der Galerie Rolf Preisig. Seit 1982

lebt und arbeitet Barbara Groher als Texterin und freie Schriftstellerin in Arlesheim bei Basel.

Sie veröffentlichte Gedichtbände, Romane und Erzählungen.

Count down im Leben von Stella Laark. Zero ist der Anfang. Welcher? Der von Kindheit

und Jugend? Ahnen und Sehnen? Krieg und Mauer? Oder der vom Erwachsenwerden?

Wie das geht? Mit Lust, mit Liebe und dem Wunsch, die Welt zu umarmen. Will die Welt

Stella Laark nicht? Neue Bilder stellen sich in ihren Blickwinkel. Mondrian füllt ihren Kopf

mit Formen, Farben und Linien aus. Sie führen in eine Galerie. Stella Laark wird Galeriesekretärin.

Erlebt Ausstellungen von Christo bis Beuys. Dazwischen Sprünge ins Blau der

monochromen Bilder von Yves Klein. Begegnungen mit den Neuen Realisten, mit Fluxus,

Happenings und Zero. Zero ist der Anfang, Zero ist die Stille.

Der Cheftexter einer Werbeagentur besucht die Galerie. Stella fragt ihn, wie man Texterin

wird. Die Antwort: Das kann man nicht lernen, das kann man.

Kann sie das? Sie schafft den zweiten Einstieg. Kauft Kunst. Trifft einen Werber, der sich für

Kunst interessiert. Heiratet. Bekommt Kinder. Arbeitet als freie Texterin. Läßt sich scheiden.

Erste Gedichte entstehen. Zero ist die Stille. Zero ist der Anfang: Stella verkauft Kunst, um

ein Haus auf dem Land zu kaufen. Zieht mit den Töchtern um. Beginnt noch einmal. Auf

ein Mal nicht mehr allein.

Thea Uhr hat sich in den letzten 20 Jahren einen Namen als wichtige Innerschweizer Lyrikerin

gemacht. In der Zeit von 1987 bis 2006 legte sie sechs Gedichtbände vor, deren Aufnahme

beim literarisch interessierten Lesepublikum so groß war, daß die meisten Bände inzwischen

vergriffen sind. Diesem Manko will der Band »Hinüberland« abhelfen, indem er 100 ausgewählte,

repräsentative Gedichte von Thea Uhr versammelt. Diese lyrische Auslese gliedert

sich in fünf Kapitel (Einwärtssein/Hoffnung/Du/Worte/Hinüberland); darunter befinden

sich auch zahlreiche bisher unveröffentlichte Gedichte.

Weil Thea Uhr – die erst spät mit dem Schreiben beginnen konnte, da sie als Mutter fünf

Kinder großzuziehen hatte und außerdem fast 30 Jahre lang als Lehrerin tätig war – nicht nur

eine begnadete Lyrikerin ist, sondern auch als Autorin von bewegender und eindringlicher

Prosa hervorgetreten ist, findet sich in »Hinüberland« auch ein Kapitel mit fünf Kurzgeschichten

der Autorin. Abgerundet wird dieser Band – sozusagen eine Gesamtschau von Thea

Uhrs literarischem Wirken – durch ein kundiges Nachwort von Pirmin Meier.

Thea Uhr wurde 1927 in Zürich geboren. 28 Jahre lang Lehrtätigkeit in Stans und Buochs. Der

erste Gedichtband erschien 1987 (Windvogel); es folgten Jahrschnüre (1990), Mäander (1994),

Filigran (1997), Innenhof (2002) und Mosaik (2006). Kurzgeschichten von Thea Uhr wurden in

mehreren Anthologien veröffentlicht. Sie ist Mitglied im Innerschweizer Schriftstellerverein,

dessen Vizepräsidentin sie von 1989 bis 1998 war, sowie im AdS (Autoren der Schweiz).

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine