Verkaufsprospekt

kuhnletours

Verkaufsprospekt

Verkaufsprospekt

über die Beteiligung als

Kommanditist oder Stiller Gesellschafter an der

KUHNLE-TOURS Bootscharter GmbH & Co. Investitions KG

Initiiert und vorgelegt von der

Kuhnle-Tours Bootscharter Beteiligungs Gmbh


Wie hört sich eigentlich ein Kranich an? Und wie hören sich tausend Kraniche an? Wie schreien Wildgänse?

Wie einen die Natur zum Staunen bringen kann, können Sie vom Hausboot aus bestens erleben.


Inhaltsverzeichnis

1 Vorausgeschickt 7

2 Beteiligungsangebot im Überblick 8

2.1 Beteiligungsangebot 9

2.2 Anlegerzielgruppe

2.3 Beteiligung als Kommanditist

2.4 Beteiligung als stiller Gesellschafter

2.5 Anlageobjekte

2.6 Anlageziel und Rendite 10

2.6.1 KUHNLE-TOURS Investors-Club

2.6.2 Bonusprogramm

2.7 Wassersport als Anlagemarkt 11

2.8 Initiatorin/Prospektverantwortung

2.9 Geschäftsleitung

2.10 Verwaltungsrat 12

2.11 Steuerliche Situation

2.12 Rechtliche Situation

2.13 Zeichnungskapital und Mindestzeichnungssumme

2.14 Zeichnungsfrist und Fondsvolumen

2.15 Einzahlungen

2.16 Mittelverwendungsplanung

2.17 Ausschüttungen 13

2.18 Vergütung der geschäftsführenden Komplementärin

2.19 Laufzeit und Bindung des Anlegers

2.20 Haftung des Anlegers

2.21 Berichterstattung

3 Risiken 14

3.1 Anlagegefährdende Risiken

3.1.1 Wirtschaftliche Risiken

3.1.2 Blindpool-, Investitions- und Management-Risiken

3.1.3 Eingeschränkte Einflussnahme durch

Minderheitsbeteiligung 15

3.1.4 Potentielle Interessenkonflikte

3.1.5 Risiko des Totalverlustes

3.1.6 Liquiditätsrisiken

3.1.7 Kostenrisiken

3.1.8 Risiken durch die unbegrenzte Laufzeit

3.1.9 Fremdfinanzierung innerhalb der Fondsgesellschaft 16

3.1.10 Risiken durch rechtliche Änderungen

3.2 Anlegergefährdende Risiken

3.2.1 Einzahlungsverpflichtung, Nachschusspflicht,

Haftung des Anlegers

3.2.2 Einzahlungsverzug und Ausschluss aus der Gesellschaft

3.2.3 Eingeschränkte Verfügbarkeit über die Beteiligungen 17

3.2.4 Langfristige Bindung, Zahlungsströme

und Anteilsbewertung

3.2.5 Fremdfinanzierung des Beteiligungserwerbs

3.3 Informationsrisiken 18

3.4 Steuerliche Risiken

3.5 Maximales Risiko und Zusammenfassung


4 Kuhnle-Unternehmensgruppe 20

4.1 Entwicklung der Kuhnle-Unternehmensgruppe

4.2 Organigramm 26

4.3 KUHNLE-TOURS Bootscharter Beteiligungs GmbH 27

4.4 KUHNLE-TOURS Bootscharter GmbH & Co. KG

4.5 KUHNLE-TOURS GmbH

4.6 Kuhnle Wassersportanlagen GmbH 28

4.7 Kuhnle Werft GmbH

5 Wassersport als Markt 31

5.1 Begriffliche Definition

5.2 Anlagemöglichkeiten im Wassersport 32

5.3 Marktteilnehmer

5.4 Marktanalyse Deutschand 34

5.4.1 Reviere in Deutschland

5.4.2 Segmente Deutschlands 36

5.5 Marktanalyse Frankreich 38

5.5.1 Reviere in Frankreich

5.5.2 Segmente Frankreichs

6 Fondsgesellschaft 40

6.1 Anlagekonzept und Status

6.2 Exemplarische Anlageobjekte 42

6.2.1 Stralsund, Citymarina Stralsund 43

6.2.2 Elsass-Lothringen, Marina Niderviller 46

6.2.3 Mecklenburg-Vorpommern, Marina Müritz 48

6.2.4 Brandenburg an der Havel, Anleger am Plauer Schloss 54

6.2.5 Stralsund, Wassersportzentrum Schwedenschanze 56

6.2.6 Investitionen in Charterboote 60

6.2.7 Innovationen der Kuhnle Werft GmbH 62

6.2.8 Erweiterungen der Kuhnle Werft GmbH 68

6.2.9 Gründung einer weiteren Charterbasis in Frankreich 70

6.3 Handelnde Personen und Gesellschaften 72

6.3.1 KUHNLE-TOURS Bootscharter GmbH & Co. Investitions KG

6.3.2 KUHNLE-TOURS Bootscharter Beteiligungs GmbH

6.3.3 Gründungskommanditist und Gründungskomplementär 73

6.3.4 Weitere Mandate und Beteiligungen von Harald Kuhnle

6.3.5 Verwaltungsrat

6.4 Jahresabschluss und Lagebericht

der KT Investitions KG 74

6.4.1 Bilanz per 31. Oktober 2006

6.4.2 Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. November 2005 bis 31. Oktober 2006 75

6.4.3 Anhang und Lagebericht 76

6.4.4 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 77

6.4.5 Voraussichtliche Entwicklung

7 Rechtliche Aspekte 78

7.1 Gesellschaft, Unternehmensgegenstand

und Gesellschafter

7.2 Zeichnung und Zeichnungsunterlagen

7.3 Kosten 79

7.4 Haftung des Anlegers

7.5 Laufzeit und Ausscheiden

7.6 Anteilsverfügungen

7.7 Berichterstattung 80

7.8 Rechte der Stillen Gestellschafter

7.9 Rechte der Kommanditisten

8 Wesentliche steuerliche Grundlagen 81

8.1 Gesellschaftsform

8.2 Einkunftsart

8.3 Werbungskosten und Sonderwerbungskosten 82

8.4 Umsatzsteuer

8.5 Erbschaft- und Schenkungsteuer

9 Verträge und Erklärungen 83

9.1 Vertragstexte

9.1.1 Gesellschaftsvertrag

9.1.2 Beteiligungsvertrag 88

9.2 Besondere Angaben nach VermVerkProspV 91

9.3 Verbraucherinformationen bei Fernabsatzgeschäften 92

9.4 Angabenvorbehalt 95

9.5 Abwicklungs- und rechtliche Hinweise

9.6 Vollständigkeitserklärung

Anlage Beitrittserklärungen 96

Anlage Widerrufsbelehrung 98

Bildnachweis 99

Hinweis:

Dieser Prospekt muss nach der Vermögensanlagenverkaufsprospektverordnung

und dem Verkaufsprospektgesetz

der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

(BaFin) zur Genehmigung eingereicht

werden.

Die inhaltliche Richtigkeit der in diesem Verkaufsprospekt

gemachten Angaben ist nicht Gegenstand

der Prüfung des Verkaufsprospektes durch die Ba-

Fin.


1 Vorausgeschickt

Was habe ich mehr in die Waagschale zu werfen als

einen Haufen Zahlen? Natürlich sind bei einer so

wichtigen Entscheidung, wie es eine Geldanlage ist,

die Fakten das, worauf es ankommt. Was Ihnen und

mir am Ende bleibt, wenn alle Mitarbeiter, die

neuen Hausboote, neue Maschinen und der Blumenstrauß

für die Taufpatin bezahlt sind, können Sie

auf den nächsten Seiten bis ins letzte Detail lesen.

Und doch ist es mehr, was ein Unternehmen ausmacht.

Wo steht etwas über den Esprit, mit dem

bei uns neue Technologien ausprobiert werden? Und

wie kommt es eigentlich, dass ein damals 25 Jahre

alter Maschinenbaustudent aus Stuttgart hingeht

und sagt „ich mache jetzt in Bootsurlaub“? Und

bitteschön, wie kann es angehen, dass in Zeiten von

Internet-Hype und Globalisierung ausgerechnet

einer Erfolg hat, der sich mit zehn Stundenkilometern

in Deutschland und Frankreich fortbewegt?

Einen großen Teil meines und des Werdegangs meiner

Firma finden Sie hier beschrieben, denn es sind

nicht nur die Zahlen, die für den Wert eines Unternehmens

sprechen. Ich hoffe sehr, dass Sie sich die

Zeit nehmen und die in diesem Emissionsprospekt

enthaltenen Informationen gewissenhaft prüfen.

Noch mehr wünsche ich mir jedoch, dass Sie zu

einem unserer Häfen fahren, sich unsere Boote ansehen

und mit unseren Mitarbeitern vor Ort sprechen.

Lassen Sie sich von der praktischen Schönheit

eines hydraulischen Bugstrahlruders begeistern.

Freuen Sie sich mit uns an unserer selbstentwickelten,

supersauberen mobilen Abwasserabsauganlage.

Und erleben Sie den Zauber von Entspannung in der

Natur der schönsten Gewässer Europas. Entscheiden

Sie, ob wir konkurrenzfähig sind.

Wir sehen uns auf dem Wasser

Ihr Harald Kuhnle


2 Beteiligungsangebot im Überblick

Fondsart Geschlossener Evergreen-Fonds als Kommanditgesellschaft, an der die Beteiligung

als Kommanditist oder stiller Gesellschafter möglich ist

Fondsvolumen Keine definierte Unter- und Obergrenze, Mindestanzahl eine Beteiligung,

angestrebt circa 14 Mio. Euro

Fondskonzept Unternehmensbeteiligungsfonds, der sich als stiller Gesellschafter an den Unternehmen

der Kuhnle-Unternehmensgruppe beteiligt

Mindestbeteiligung 20.000 Euro Pflichteinlage als Kommanditist*

Mindestlaufzeit der Beteiligung 5 Jahre

5.000 Euro als stiller Gesellschafter

Investment Fokus Der maritime Markt in Deutschland und Europa mit einem regionalen Schwerpunkt

auf Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Ost-Frankreich

Einmalaufwand Die Konzeptionskosten werden nicht der Fondsgesellschaft belastet, und da der Fonds

ausschließlich direkt vertrieben wird, entstehen auch keine Vertriebskosten.

Somit werden der Fondsgesellschaft keine Einmalaufwendungen berechnet.

Laufende Vergütung 0,3 % p.a.

Basisverzinsung 6 % p.a. auf die geleistete Einlage, eventuell zuzüglich Boni durch Teilnahme am

KUHNLE-TOURS Investors-Club

Wertsteigerung Die Gesellschafter partizipieren am Gewinn und Verlust der Gesellschaft und

können somit bei positiver Geschäftsentwicklung eine entsprechende Wertsteigerung

ihrer Anteile realisieren.

* die Hafteinlage beträgt das Doppelte der Pflichteinlage


2.1 Beteiligungsangebot

Mit dem Beteiligungsangebot kann sich der Investor als Komman-

ditist oder stiller Gesellschafter an der KUHNLE-TOURS Bootscharter

GmbH & Co. Investitions KG (im Folgenden KT Investitions KG)

beteiligen. Damit beteiligt er sich indirekt an den Aktivitäten der

Kuhnle-Unternehmensgruppe, die im Wassersportmarkt aktiv ist,

da der Geschäftszweck der KT Investitions KG die stille Beteiligung

an Unternehmen der Kuhnle-Unternehmensgruppe ist. Die Kuhnle-

Unternehmensgruppe investiert mit den zur Verfügung gestellten

Mitteln unter anderem in die Erweiterung der Bootsflotte und den

Ausbau der firmeneigenen Marinas und Stützpunkte für den

Charterbetrieb. Die Mindestplatzierungssumme beträgt 5.000

Euro.

2.2 Anlegerzielgruppe

Das Angebot richtet sich vorrangig an die wassersportverbundenen

Anleger, die die Reize und Entwicklungspotenziale dieses Marktes

einschätzen können. Die Anleger sollten ein langfristiges Engage-

ment in diesem Markt anstreben und die investierten Mittel nicht

kurzfristig anderweitig benötigen. Durch die Langfristigkeit der

Anlage (Mindestanlagedauer 5 Jahre) bedingt, eignet sich die In-

vestition nur für Anleger, die während dieses Zeitraums über aus-

reichend andere Geldmittel verfügen. Die Anlage eignet sich somit

für Investoren mit langfristigem Horizont, die jährliche Ausschüt-

tungen anstreben. Die Anlage richtet sich primär an Investoren, die

in Deutschland steuerpflichtig sind. Im Falle der Unsicherheit

bezüglich der rechtlichen und steuerlichen Implikationen dieses

Investments auf ihre individuelle Situation bezogen wird den

Investoren empfohlen, sich von einem Vertreter der rechts- oder

steuerberatenden Berufe beraten zu lassen.

2.3 Beteiligung als Kommanditist

Der Anleger kann sich als Kommanditist mit einer Pflichteinlage in

der Höhe von mindestens 20.000 Euro beteiligen. Die Hafteinlage

des Kommanditisten beträgt das Doppelte der Pflichteinlage und

somit mindestens 40.000 Euro. Bei höheren Beteiligungen der

Kommanditisten muss die Hafteinlage durch 10.000 Euro teilbar

sein. In der Gesellschafterversammlung haben die Kommanditisten

zusammen 650 Stimmen, die persönlich haftende Gesellschafterin,

die KUHNLE-TOURS Bootscharter Beteiligungs GmbH hat 350 Stim-

men. Die 650 Stimmen der stimmberechtigten Kommanditisten

verteilen sich unter Ihnen nach dem Verhältnis der Hafteinlagen.

2.4 Beteiligung als stiller

Gesellschafter

Alternativ kann sich der Anleger als stiller Gesellschafter beteiligen.

In diesem Fall beträgt die Mindestbeteiligung 5.000 Euro. Höhere

Beteiligungen als stiller Gesellschafter müssen durch 5.000 Euro

teilbar sein. Die Gesellschafterrechte der stillen Gesellschafter

werden ausschließlich durch den Verwaltungsrat ausgeübt.

Über die Vorgänge der Gesellschaft werden sie direkt von der

Gesellschaft beziehungsweise der geschäftsführenden Komple-

mentärin unterrichtet.

2.5 Anlageobjekte

Die KT Investitions KG investiert als stiller Gesellschafter in Unter-

nehmen der Kuhnle-Unternehmensgruppe. Diese wiederum inves-

tieren in den Wassersportmarkt in Form von Bootsflotten für den

Charterbetrieb und dafür notwendige Infrastruktur wie Marinas,

Bootsstege etc. Die KUHNLE-TOURS GmbH betreibt das Charter-

geschäft der Gruppe, mit ihr besteht bereits ein Beteiligungsvertrag

als erste getätigte Investition der KT Investitions KG. Weitere Be-

teiligungen als stiller Gesellschafter an Unternehmen der Kuhnle-

Unternehmensgruppe werden folgen.


2 Beteiligungsangebot im Überblick

2.6 Anlageziel und Rendite

Das verfolgte Anlageziel der KT Investitions KG ist die Beteiligung

an Unternehmen der Kuhnle-Unternehmensgruppe, wodurch der

Anleger an den Potentialen des Wassersportmarktes partizipiert.

Der Anleger erhält eine feste Verzinsung auf das eingezahlte Ka-

pital in Höhe von 6 % p.a. Darüber hinaus kann der Anleger an dem

speziellen Bonusprogramm der Kuhnle-Unternehmensgruppe für

Investoren teilnehmen. Dadurch kann der Anleger seine Rendite

steigern, in dem er bei Dienstleistungen der Kuhnle-Unternehmens-

gruppe wie zum Beispiel einer Bootscharter Rabatte erhält. Im

Folgenden stellen wir Ihnen die möglichen Boni vor:

2.6.1 KUHNLE-TOURS Investors-Club

Als Investor – Kommanditist oder stiller Gesellschafter – werden

Sie automatisch und kostenlos Mitglied im KUHNLE-TOURS Inves-

tors-Club. Damit genießen Sie beim Bootscharter oder wenn Sie

mit Ihrem eigenen Boot in einer Rundtörn Marina anlegen, viele

Vorteile:

• zwei Freikarten zu allen Bootsausstellungen mit KUHNLE-

TOURS-Beteiligung

• keine Anzahlungen bei Buchungen (Boote und Ferienwohnungen)

• kostenloses Beiboot bei Buchungen für Bootsferien mit

KUHNLE-TOURS in Deutschland

• keine Kaution (die Selbstbeteiligung im Schadensfall bleibt)

• kein Mitgliedsbeitrag

10

2.6.2 Bonusprogramm

Darüber hinaus erhalten Sie folgende Rabatte beim Chartern von

Booten der KUHNLE-TOURS Flotte sowie bei weiteren KUHNLE-

TOURS Produkten:

A. Ein Grundrabatt in Höhe von 2 % auf die einbezahlte

Einlage pro Jahr. (So beträgt der jährliche Rabatt

pro 5.000 Euro Einlage 100 Euro. Für beispielsweise

10.000 Euro Einlage beträgt der Rabatt 200 Euro.)

B. Zusätzlich kann die vorgesehene Ausschüttung in Höhe

von 6 % auf die einbezahlte Einlage mit einem Extra-

Bonus (Aufschlag) als Rabatt auf Bootsmieten (Konditionen

vergleiche B1.) und weitere KUHNLE-TOURS

Produkte (Konditionen vergleiche B2.) verbessert werden.

Die 6 % Ausschüttung wird in diesem Fall NICHT ausbezahlt,

sondern als Rabatt verrechnet.

B1. Für Bootsmieten bei KUHNLE-TOURS eigenen Booten

(nicht bei Booten von Partnerfirmen) gilt:

Der Extra-Bonus beträgt 20 % bezogen auf die 6 %

vorgesehene Ausschüttung (somit 7,2 %) für Bootsmieten

im Zeitraum Mai bis September und 40 % (somit

8,4 %) für Bootsmieten im März, April und Oktober.

Das Anfangs- und das Enddatum der Bootsmiete müssen

jeweils in diesem Zeitraum liegen.

Werden die 2 % Grundrabatt (vergleiche A.) noch dazu

addiert, ergibt sich bei 20 % Extra-Bonus auf die

vorgesehene Ausschüttung eine Rendite von 9,2 % pro

Jahr und beim Extra-Bonus von 40 % auf die vorgesehene

Ausschüttung eine Rendite von 10,4 % pro Jahr.

Somit sind, unter Ausnutzung der maximalen Extra-Boni,

in der Spitze bis zu 10,4 % (2 % + 8,4 %) jährliche

Rendite bezogen auf die eingezahlten Einlagen möglich.

Eine Grundkostenpauschale (für zum Beispiel Gas,

Bettwäsche und Reinigung) wird bei der Bootsmiete

nicht erhoben. Sie müssen nur den Treibstoff (Abrechnung

nach Betriebsstunden) bezahlen.

B2. Die vorgenannten Rabatte können alternativ auch bei

folgenden KUHNLE-TOURS Produkten angewandt

werden:

• Kurse der KUHNLE-TOURS Bootsschule (nicht jedoch auf

Prüfungsgebühren)

• Ferienwohnungen im Obergeschoss des Captain´s Inn im

Hafendorf Müritz, in der Ferienwohnung Biber am

Erlebnissteg Seenplatte sowie bei den Ferienwohnungen

in der Marina Niderviller

• Miete von kleinen Sportbooten und Segelbooten an

unseren Stationen (soweit diese dort angeboten werden)


• Liegeplatz-Miete in den Rundtörn Marinas der Kuhnle-

Unternehmensgruppe (Sommer und Winter, Dauer- und

Gastlieger).

Bei diesen KUHNLE-TOURS Produkten beträgt der Bonus

immer 20 % auf die 6 % vorgesehene Ausschüttung (somit

7,2 %) zuzüglich der 2 % Grundrabatt (vgl. A.) auf die

einbezahlte Einlage pro Jahr (insgesamt 9,2 %).

Alle anderen Produkte der Rundtörn Marinas und der Kuhnle

Werft GmbH sind NICHT rabattfähig. Hierzu gehören zum Bei-

spiel Strom, Wasser, Kran, Dienstleistungen, Bootszubehör etc.

Mehrere Jahre sind kumulierbar sowie aufteilbar auf mehrere

Bootsmieten, Liegeplatz-Mieten usw. Die Rabatte können auf

Folgejahre übertragen werden und bleiben gültig bis zur Einlösung.

Eine Erhöhung der angesparten Rabatte durch Verzinsung erfolgt

nicht. Noch nicht ausbezahlte Ausschüttungen können jederzeit

in Rabatte umgewandelt werden.

Die Rabatte können nur vom Anleger (Gesellschafter) sowie seinen

direkten Familienangehörigen ersten Grades (Ehefrau/Lebens-

gefährtin und Kinder sowie Eltern) eingelöst werden. Sie sind NICHT

übertragbar. Kündigt der Anleger seine Einlage, so sind sämtliche

noch als Rabatt nutzbare Boni in dem Jahr zu verbrauchen in

dem die Rückzahlung der Einlage erfolgt, ansonsten verfällt ihre

Gültigkeit.

Die Rabatte werden in der Regel als geldwerter Vorteil gewertet,

der gegebenenfalls einer Steuerbelastung unterliegt. Freistellungs-

aufträge für Kapitalerträge finden keine Anwendung.

2.7 Wassersport als

Anlagemarkt

Die KT Investitions KG investiert über stille Beteiligungen an Un-

ternehmen der Kuhnle-Unternehmensgruppe in den Wassersport-

markt. Wie andere Teile des Freizeitmarktes ist auch dieser stark

wachsend. Immer größere Kundengruppen wollen in den Genuss

eines entspannenden Bootsurlaubes kommen. Insbesondere auch

bei den Hausbooten für Binnengewässer ist dies inzwischen auch

in Deutschland weitestgehend barrierefrei für alle Kundengruppen

zugänglich, da diese Wasserfahrzeuge führerscheinfrei bewegt

werden dürfen. Die Kuhnle-Unternehmensgruppe hat in diesem

Markt eine führende Stellung und ist in Deutschland Marktführer

im Bereich Hausboot-Charter.

2.8 Initiatorin/

Prospektverantwortung

Die Initiatorin des vorliegenden Investitionsvorhabens und damit

der KT Investitions KG ist die KUHNLE-TOURS Bootscharter Betei-

ligungs GmbH, sie ist die Prospektverantwortliche im Sinne des

§ 3 der Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung.

2.9 Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung der KT Investitions KG wird ebenfalls durch

die KUHNLE-TOURS Beteiligungs GmbH übernommen, die die Rol-

le der geschäftsführenden Komplementärin einnimmt. Geschäfts-

führer und alleiniger Inhaber der KUHNLE-TOURS Bootscharter

Beteiligungs GmbH ist der Gründer der Kuhnle-Unternehmens-

gruppe Herr Dipl.-Ing. Harald Kuhnle.

Harald Kuhnle

Harald Kuhnle, geboren 1956 in Stuttgart, lernte auf dem Boden-

see segeln. Noch als Maschinenbau-Student machte er sich 1981

selbstständig, indem er Bekannten, die eine Segelyacht besaßen,

zahlende Mitsegler vermittelte. Schon ein Jahr nach der Firmen-

gründung vermittelte er auch Hausboote auf den französischen

Gewässern. 1990 kaufte er die ersten vier Boote, die er von Waren

(Müritz) aus vermietete. Es folgte die Entwicklung des eigenen

Hausboots Kormoran und 1997 die Gründung der eigenen Werft.

Harald Kuhnle ist verheiratet und hat zwei Kinder, mit denen er

gerne Boot fährt. Außerdem ist er begeisterter Hobbykoch.

11


2 Beteiligungsangebot im Überblick

2.10 Verwaltungsrat

Die KT Investitions KG hat einen Verwaltungsrat, der aus drei Mit-

gliedern besteht. Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden von

der Gesellschafterversammlung gewählt. Die Amtszeit der Mit-

glieder des Verwaltungsrates beträgt drei Jahre. Der Verwaltungs-

rat wählt einen Vorsitzenden und gibt sich eine Geschäftsordnung.

Er tagt circa zwei bis vier Mal pro Jahr und berät die Geschäfts-

führung und gibt Empfehlungen ab. Der Verwaltungsrat vertritt

auch die Interessen der stillen Gesellschafter in der Gesellschaf-

terversammlung.

2.11 Steuerliche Situation

Mit der Beteiligung erzielt der Anleger Einkünfte aus dem Gewer-

bebetrieb. Es können anfänglich geringe negative steuerliche Er-

gebnisse entstehen, die im Rahmen der Ermittlung des Gesamtbe-

trages der Einkünfte bei den Investoren grundsätzlich mit anderen

Einkünften ausgeglichen werden können, soweit ein Verlustaus-

gleich nicht nach § 10 d EStG, § 15 a EStG oder § 15 b EStG be-

schränkt ist. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass die Inves-

toren als Steuerinländer behandelt werden, die ihre Beteiligung im

Privatvermögen halten.

2.12 Rechtliche Situation

Die KT Investitions KG ist als Kommanditgesellschaft gestaltet. Die

Anleger haben entweder die Möglichkeit sich als Kommanditist

oder als stiller Gesellschafter zu beteiligen. Die Komplementärfunk-

tion als voll haftender Gesellschafter übernimmt die KUHNLE-

TOURS Bootscharter Beteiligungs GmbH. Die Komplementärin

übernimmt auch die Geschäftsführung. Geschäftsführer der Kom-

plementärin ist Herr Harald Kuhnle, der auch Gründungskomman-

ditist mit einer Hafteinlage in Höhe von 40.000 Euro ist.

12

2.13 Zeichnungskapital und

Mindestzeichnungssumme

Das Zeichnungskapital als Kommanditist muss mindestens 40.000

Euro Hafteinlage betragen, es wird jeweils nur die Hälfte als Pflicht-

einlage eingezahlt. Bei höheren Zeichnungssummen als Komman-

ditist muss die Hafteinlage durch 10.000 Euro teilbar sein. Als

Stiller Gesellschafter beträgt die Mindestzeichnungssumme 5.000

Euro und kann um jeweils 5.000 Euro aufgestockt werden. Die

Stillen Gesellschafter zahlen ihr gezeichnetes Kapital voll ein. Der

Gesamtbetrag der angebotenen Vermögensanlagen unterliegt

weder einer oberen noch einer unteren Grenze. Die Mindest-

anzahl der Zeichner ist eins (Kommanditist oder Stiller Gesell-

schafter).

2.14 Zeichnungsfrist und

Fondsvolumen

Die Zeichnungsfrist beginnt einen Werktag nach Veröffentlichung

des vorliegenden Verkaufsprospektes und hat kein definiertes Ende.

Es gibt keine Regelungen im Gesellschaftsvertrag, die ein Beenden

der Zeichnungsfrist oder Ändern der Zeichnungsbedingungen be-

treffen. Der Fonds hat kein festgelegtes Maximalvolumen, viel-

mehr wird ein Volumen von circa 15 Millionen Euro an-

gestrebt.

2.15 Einzahlungen

Binnen einer Frist von 14 Tagen nach Zeichnung ist die Einlage zu

leisten. Der Beitritt wird wirksam, nachdem die Geschäftsführung

der KT Investitions KG die Zeichnungserklärung unterschrieben an

den Anleger zurück gesendet hat. Bei dem vorliegenden Fonds wird

kein Agio fällig. Der Anleger hat seine Einlage ausschließlich netto

zu leisten.

2.16 Mittelverwendungsplanung

Bei dem vorliegenden Fonds fallen keine Auflegungs- und Konzep-

tionskosten an. Dies ist sehr ungewöhnlich und kann nur derart

dargestellt werden, weil dieser Aufwand von der Kuhnle-Unter-

nehmensgruppe als Finanzierungsaufwand getragen wird. Die ge-

leisteten Einlagen der Anleger stehen somit zu hundert Prozent für

Investitionen und Liquidität zur Verfügung. Der Fonds hat damit

theoretisch eine 100%ige Investitionsquote.


2.17 Ausschüttungen

Die vorgesehenen Ausschüttungen der KT Investitions KG in Höhe

von 6 % auf die geleistete Einlage erfolgen jährlich nach der Frei-

gabe des Jahresabschlusses durch die Gesellschafterversammlung.

Die Gesellschafterversammlung wird circa im Mai/Juni jedes Folge-

jahres stattfinden. Der Anleger erhält somit einen jährlichen fest-

gesetzten Zinsbetrag. Darüber hinaus kann der Anleger am Bonus-

programm der Kuhnle-Unternehmensgruppe teilnehmen, um seine

Rendite weiter zu steigern. Durch Anrechnen des Extra-Bonus kann

damit die Rendite auf bis zu 8,4 % pro Jahr gesteigert werden.

Hinzu kommt noch der Grundrabatt in Höhe von 2 % auf die ein-

bezahlte Einlage pro Jahr. Damit beträgt die maximal mögliche

Rendite 10,4 % pro Jahr. Gewinnausschüttungen oder Entnahmen

aus der Gesellschaft außer den festgesetzten Ausschüttungen sind

ausgeschlossen. Vergleiche dazu auch Kapitel 2.6.2.

2.18 Vergütung der geschäfts-

führenden Komplementärin

Die persönlich haftende Gesellschafterin, die KUHNLE-TOURS Boots-

charter Beteiligungs GmbH, erhält eine pauschale Haftungs- und

Geschäftsführungsvergütung in Höhe von 0,3 % p.a. der einge-

zahlten Pflichteinlagen. Darüber hinaus gehende gesellschaftsbe-

dingte Aufwendungen, die der Komplementärin entstehen, werden

ihr zuzüglich gesetzlich geltender Umsatzsteuer ersetzt, es sei denn

es handelt sich hierbei um umsatzsteuerbefreite Leistungen.

2.19 Laufzeit und Bindung

des Anlegers

Die Laufzeit des Fonds ist unbegrenzt, insofern stellt der Fonds

einen Evergreen-Fonds dar. Der Anleger kann seine Beteiligung mit

einer Frist von zwei Jahren kündigen, erstmals jedoch zum Ende

des Geschäftsjahres fünf Jahre nach seinem Beitritt. Der Anlage-

zeitraum beträgt somit für den Anleger mindestens fünf Jahre.

2.20 Haftung des Anlegers

Bei Kommanditisten ist eine Haftung des Anlegers über die Haft-

einlage hinaus ausgeschlossen. Da die zu leistende Pflichteinlage

nur die Hälfte der Hafteinlage beträgt, kann der Anleger verpflich-

tet sein, die ausstehende Hälfte der Hafteinlage nachzuschießen.

Darüber hinaus ist eine Haftung für den Kommanditisten ausge-

schlossen. Die Haftung bei stillen Gesellschaftern ist gänzlich auf

die geleistete Einlage begrenzt. Haftungen über die geleistete Ein-

lage hinaus kann es für den stillen Gesellschafter nicht geben.

2.21 Berichterstattung

Die Anleger erhalten den Jahresabschluss der Gesellschaft nach

Fertigstellung und Genehmigung durch die Gesellschafterver-

sammlung. Neben dem Jahresabschluss gehen den Anlegern die

Protokollierung der Gesellschafterversammlung und sonstige ge-

gebenenfalls im schriftlichen Umlaufverfahren zu fassende Gesell-

schafterbeschlüsse zu.

13


3 Risiken

Die in diesem Beteiligungsangebot in Aussicht gestellte Rendite

basiert auf einer unternehmerischen Beteiligung an der KT Inves-

titions KG, die mit den entsprechenden Risiken einer unternehme-

rischen Betätigung verbunden ist. Der Erfolg der Unternehmen der

Kuhnle-Unternehmensgruppe, an denen sich die Fondsgesellschaft

beteiligt, kann nicht garantiert werden. Insofern kann der Fall

eintreten, dass die Zinszahlungen an die Anleger nicht geleistet

werden können, und dass die Beteiligungen an Wert verlieren. Im

schlimmsten Fall könnten die Beteiligungen ihren kompletten Wert

verlieren. Dieses Beteilungsangebot ist dementsprechend nur für

Anleger geeignet, bei denen durch negative Entwicklungen keine

finanziellen Probleme durch zum Beispiel ausbleibende Ausschüt-

tungen oder Wertverluste der Beteiligungen auftreten. Somit ist

lediglich die Beimischung zu anderen Depotwerten eines Anlegers

unter gleichzeitiger Wahrung einer entsprechenden Liquiditäts-

reserve sinnvoll. Bei einer Finanzierung der Beteiligung können

zusätzliche Risiken auftreten, wenn die Ausschüttungen ausbleiben

oder die Beteiligung an Wert verliert, so dass dann andere Finanz-

mittel für Zins- und Rückzahlung des Darlehens verwendet werden

müssen. Die nachfolgenden Erläuterungen enthalten nach Ansicht

des Anbieters die sämtlichen zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

vorstellbaren Risiken. Es wird dazu geraten, dass der Investor vor

Zeichnung einer Beteiligung alle Risiken einer eingehenden Prüfung

unterzieht und sich bei Bedarf geeigneter fachkundiger Berater

bedient. Generell werden die Risiken in anlagegefährdende und

anlegergefährdende Risiken unterteilt. Anlagegefährdende Risiken

können zu einem teilweisen oder im Extremfall sogar zu einem

vollständigen Verlust der geleisteten Einlage in die KT Investitions

KG führen. Anlegergefährdende Risiken können über den Verlust

der gesamten geleisteten Einlage hinaus auch das weitere Vermö-

gen des Anlegers gefährden.

1

3.1 Anlagegefährdende Risiken

3.1.1 Wirtschaftliche Risiken

Die einzugehenden stillen Beteiligungen an Unternehmen der Kuhnle-

Unternehmensgruppe durch die KT Investitions KG unterliegen

wirtschaftlichen Risiken, da nicht der dauerhafte wirtschaftliche

Erfolg der einzelnen Unternehmen der Kuhnle-Unternehmensgrup-

pe garantiert werden kann. Insofern unterliegt die Beteiligung eines

Anlegers an der KT Investitions KG wirtschaftlichen Risiken. Zum

Beispiel die Auslastung der Charterflotte unterliegt Schwankungen

und im Extremfall würden die Boote gar nicht ausgelastet werden.

Bei den Entwicklungen von Marinas und Hafenanlagen durch die

KUHNLE-TOURS Wassersportanlagen GmbH oder zum Beispiel dem

Bootsbau durch die Kuhnle Werft GmbH sind ebenfalls wirtschaft-

liche Risiken bezüglich der Erreichung der gesteckten Ziele vorhan-

den. Es kann auch zu dem Fall kommen, dass Anlageobjekte wie

Boote oder bauliche Anlagen wie Hafenanlagen, Stege etc. veräu-

ßert werden sollen, sich zu diesem Zeitpunkt aber kein Käufer zu

einem adäquaten Preis finden lässt, und deshalb die Objekte

deutlich unter Wert veräußert werden müssen oder schlimmsten

Falles gar nicht veräußert werden können. Diesen wirtschaftlichen

Risiken muss sich der Anleger vor Zeichnung seiner Beteiligung

bewusst sein. In Zusammenfassung können die wirtschaftlichen

Risiken zu einem Totalverlust der Anlage führen.

3.1.2 Blindpool-, Investitions- und

Management-Risiken

Bis auf den bestehenden Beteiligungsvertrag mit der KUHNLE-

TOURS GmbH stehen die Verwendung der Mittel und damit die

genauen Investitionsobjekte noch nicht fest. Insofern besteht ein

gewisses Blindpoolrisiko bezüglich der Investitionsobjekte, da zwar

nur innerhalb der Kuhnle-Unternehmensgruppe investiert wird, aber

noch nicht genau feststeht, in welchen jeweiligen Unternehmens-

teil investiert wird. Es besteht ebenfalls ein Investitionsrisiko, da

nicht garantiert werden kann, dass zum jeweiligen Zeitpunkt aus-

reichend Investitionsobjekte zur Verfügung stehen. In diesem Fall

würden die Mittel in der KT Investitions KG verbleiben und die

Erbringung der Ausschüttungen könnte gefährdet sein. In Bezug

auf das Management-Risiko ist wie bei jedem inhabergeführten

Unternehmen die Ausrichtung auf den Gründer und Geschäfts-

führer Herrn Harald Kuhnle anzuführen. Insofern besteht ein

Schlüsselpersonen-Risiko.


3.1.3 Eingeschränkte Einflussnahme

durch Minderheitsbeteiligung

Die KT Investitions KG beteiligt sich als stiller Gesellschafter an den

Unternehmen der Kuhnle-Unternehmensgruppe. Ihr unternehme-

risches Mitspracherecht in den Unternehmen, an denen sie sich

beteiligt, ist deshalb eingeschränkt. Bei den Gesellschafterver-

sammlungen der Beteiligungsunternehmen hat die KT Investitions

KG keine Stimmrechte, sondern nur Informationsrechte. Insofern

hat sie keinen Einfluss auf in den Gesellschaften zu treffende Ge-

sellschafterbeschlüsse, die theoretisch entgegen der Interessen der

KT Investitions KG getroffen werden könnten.

3.1.4 Potentielle Interessenkonflikte

Da die geschäftsführende Komplementärin und ihr Geschäftsfüh-

rer Herr Harald Kuhnle auch an anderen Unternehmen der Gruppe

beteiligt sind, kann es zu Interessenkonflikten zwischen der KT

Investitions KG, ihrer geschäftsführenden Komplementärin und

Herrn Harald Kuhnle kommen. Diese Interessenkonflikte könnten

zu für die KT Investitions KG nachteiligen Entscheidungen führen.

3.1.5 Risiko des Totalverlustes

Im Falle eines gleichzeitigen Wertverlustes wie zum Beispiel im

Insolvenzfalle der Unternehmen der Kuhnle-Unternehmensgruppe,

an denen die KT Investitions KG beteiligt ist, könnte es zu einem

Totalverlust der Anlage führen, da die Gesellschafter an den

Verlusten beteiligt sind und erst alle Gläubiger befriedigt werden

müssten.

3.1.6 Liquiditätsrisiken

Sollten sich einzelne Beteiligungen an einem Unternehmen nicht

so entwickeln wie ursprünglich geplant und gerät dieses Beteili-

gungsunternehmen in Zahlungsverzug gegenüber der KT Investi-

tions KG, könnte diese wiederum in Zahlungsschwierigkeiten ge-

genüber den Anlegern und in einen Liquiditätsengpass geraten.

Weiterhin könnte ein Liquiditätsengpass entstehen, wenn die ge-

schäftsführende Komplementärin eine nicht ausreichende Liquidi-

tätsreserve gebildet hat und eine nicht geplante Investitionsaus-

weitung durch zum Beispiel Übersteigen der geplanten Anschaf-

fungskosten im Sinne eines gesamthaften Investitionsschutzes

einen höheren Investitionsbedarf erfordert.

3.1.7 Kostenrisiken

Es besteht das Risiko, dass die geschätzten Kosten gemäß der

Finanzplanung nicht eingehalten werden können. Damit könnten

höhere Kosten für die KT Investitions KG entstehen, die ihre be-

triebswirtschaftliche Planung und Rentabilität beeinflussen könnten.

Höhere Kosten könnten zum Beispiel für die steuerliche Beratung

oder Abschluss- und Buchhaltungsarbeiten entstehen.

3.1.8 Risiken durch die

unbegrenzte Laufzeit

Die KT Investitions KG ist als Beteiligungsgesellschaft mit unbe-

grenzter Laufzeit konzipiert, dadurch hat der Anleger keinen fest

einplanbaren Termin für den Rückfluss seiner Einlage. Der Anleger

sollte vielmehr von einer ebenfalls auf unbegrenzte Zeit geschlos-

senen Beteiligung ausgehen und kann nur gemäß der im Gesell-

schaftsvertrag vorgenommenen Kündigungsregelungen mit einer

Frist von zwei Jahren frühestens nach fünf Jahren seine Beteiligung

kündigen. Durch die unbegrenzte Laufzeit können sehr langfristige

Engagements eingegangen werden. Sollte zu einem bestimmten

Zeitpunkt ein größerer Teil der Anleger die Beteiligung kündigen

wollen, könnte das für die KT Investitions KG schwer darstell-

bar sein. Für den Anleger ergeben sich somit im Wesentlichen zwei

Risiken aus der unbegrenzten Laufzeit. Erstens kann er in Liquidi-

tätsengpässe geraten, wenn er kurzfristig über die gebundenen

Mittel verfügen muss, diese aber nur mit einer Frist von zwei Jah-

ren frühestens nach fünf Jahren gekündigt werden können. Zwei-

tens könnte die KT Investitions KG durch eine Kündigungsflut der

Anleger in die Insolvenz gedrängt werden und dadurch die Anlage

einen Totalverlust erleiden.

1


3 Risiken

3.1.9 Fremdfinanzierung innerhalb

der Fondsgesellschaft

Durch eine mögliche Fremdfinanzierung innerhalb der Fondsgesell-

schaft können die Risiken der KT Investitions KG steigen, da dadurch

zusätzlich zur Bedienung der Anleger der Darlehensgeber bedient

werden muss. Dieser würde im Rang vor den Anlegern stehen und

hätte insofern bei der Bedienung der Verbindlichkeiten Vorrang. In

diesem Fall könnte eintreten, dass die Liquidität nicht ausreicht,

um die Verzinsung der Anlegereinlagen zu gewährleisten. Im Falle

einer Insolvenz der KT Investitions KG würde eine Fremdfinanzie-

rung innerhalb der Fondsgesellschaft die Chancen der Anleger auf

Rückführung ihrer Mittel weiter verschlechtern.

3.1.10 Risiken durch rechtliche Änderungen

Änderungen in der Gesetzgebung, insbesondere der Steuergesetz-

gebung, können die Rentabilität der Anlage beeinflussen. Vor allem

durch die unbegrenzte Laufzeit der Beteiligung muss von Ände-

rungen in der Gesetzgebung ausgegangen werden. Welchen Einfluss

das auf die Anlage haben kann, ist aus heutiger Sicht nicht fest-

zustellen. Der Anleger sollte sich in einem solchen Fall durch ent-

sprechenden fachlichen Rat absichern und die Auswirkung auf

seine Anlage abschätzen.

1

3.2 Anlegergefährdende Risiken

3.2.1 Einzahlungsverpflichtung, Nach-

schusspflicht, Haftung des Anlegers

Mit Zeichnung der Beteiligung an der KT Investitions KG verpflich-

tet sich der Anleger zur Leistung der Kapitaleinlage, die im Falle

der Beteiligung als Kommanditist mindestens 20.000 Euro Pflicht-

einlage und im Falle der Beteiligung als stiller Gesellschafter min-

destens 5.000 Euro beträgt. Gerät der Anleger mit seiner Einzah-

lungsverpflichtung in Verzug, kann die KT Investitions KG Scha-

denersatz gegen ihn geltend machen und ihn gegebenenfalls aus

der Gesellschaft ausschließen. In diesem Fall können auf den

Zeichner Kosten zukommen, ohne dass er wirksam Gesellschafter

der KT Investitions KG wird.

Darüber hinaus können die Kommanditisten zur Einzahlung der

vollen Höhe der Hafteinlage verpflichtet werden, das heißt sie

könnten zu einem Nachschuss maximal bis zur Höhe der bereits

geleisteten Pflichteinlage aufgefordert werden. Insofern kann für

Kommanditisten eine Nachschusspflicht und ein damit verbundenes

Risiko entstehen.

Den Gläubigern der Gesellschaft haftet der Kommanditist nach

§ 171 I HGB nur bis zur Höhe der in das Handelsregister eingetra-

genen Haftsumme, der stille Gesellschafter haftet nur mit seinem

voll eingezahlten Kapital.

3.2.2 Einzahlungsverzug und

Ausschluss aus der Gesellschaft

Kommt der Anleger gegenüber der KT Investitions KG seiner Ein-

zahlungspflicht der Einlage nicht nach, kann die Gesellschaft die

Einlage beitreiben oder der Anleger ausgeschlossen werden. Im

Falle einer schuldhaften Nichtleistung der Einlage kann möglicher-

weise ein Schadenersatzanspruch der Gesellschaft gegenüber dem

Zeichner bestehen. Eventuellen Schadenersatz kann die Fondsge-

sellschaft gegenüber dem Anleger in diesem Fall geltend machen.

Dies kann zur Folge haben, dass der Anleger auf Grund seiner nicht

geleisteten Zahlung nicht Gesellschafter der KT Investitions KG

wird, der Gesellschaft aber Schadenersatz leisten muss.


3.2.3 Eingeschränkte Verfügungsmöglich-

keit über die Beteiligung

Die Beteiligung der Anleger an der KT Investitions KG ist als lang-

fristiges Engagement zu betrachten. Die Verfügungsmöglichkeiten

über eine Beteiligung an der KT Investitions KG, insbesondere die

Möglichkeit einer Veräußerung, sind in wirtschaftlicher und recht-

licher Hinsicht stark eingeschränkt. Da kein geregelter Markt für

den Handel an Beteiligungen an der KT Investitions KG besteht,

sind diese wahrscheinlich nur schwer und wenn dann nur mit er-

heblichen Preisabschlägen veräußerbar. Zusätzlich ist die Zustim-

mung der geschäftsführenden Komplementärin notwendig. Die

geschäftsführende Komplementärin wird eine Zustimmung zu Ver-

äußerung, Verpfändung oder Belastung der Beteiligung an der KT

Investitions KG nur nach eingehender Prüfung und in freiem Er-

messen erteilen, wenn davon auszugehen ist, dass aus der Verfü-

gung keinerlei Nachteile für die KT Investitions KG erwachsen

können. Insofern muss sich der Anleger über die Langfristigkeit

seines Engagements und die eingeschränkte Veräußerbarkeit seiner

Anteile im Klaren sein.

3.2.4 Langfristige Bindung, Zahlungsströme

und Anteilsbewertung

Der Anleger geht mit seiner Beteiligung an der KT Investitions KG

ein langfristiges Engagement ein und kann nicht kurzfristig ohne

Zustimmung der geschäftsführenden Komplementärin über seine

Einlage verfügen. Der Anleger kann seine Beteiligung nur mit einer

Frist von zwei Jahren kündigen. Die Kündigungsmöglichkeit besteht

auch erst nach einer Mindestbeteiligungsdauer von fünf Jahren.

Insofern muss sich der Anleger des Risikos bewusst sein, dass er

über seinen Anteil nur mit einer Frist von zwei Jahren frei verfügen

kann. Im Falle der Kündigung besteht die Möglichkeit, dass der

Wert des Anteils unter dem Einstandswert liegt, da der Anleger am

Gewinn und Verlust der Gesellschaft teilnimmt. Insofern trägt der

Anleger das Risiko eines Wertverlustes seines Anteils bis hin zu

einem Totalverlust im schlechtesten Falle. Kommanditisten können

wie oben bereits ausgeführt zusätzlich einer Nachschusspflicht

unterliegen. Plant der Anleger die Ausschüttungen aus der KT In-

vestitions KG für andere Zwecke fest ein und sollten diese auf Grund

wirtschaftlicher Risiken etc. ausbleiben, trägt der Anleger das

Risiko, diese Mittel aus anderen Quellen bereitstellen zu müssen.

3.2.5 Fremdfinanzierung des

Beteiligungserwerbs

Der oben ausgeführte Punkt trifft insbesondere bei der Fremdfi-

nanzierung des Beteiligungserwerbs zu. In diesem Fall muss der

Anleger Zins- und Tilgungszahlungen aus anderen Quellen bedienen

können, wenn die Ausschüttungen aus der KT Investitions KG aus-

bleiben. Der Anleger muss sich auch darüber im Klaren sein, dass

im Falle der Kündigung seiner Beteiligung der Anteilswert unter

dem Restwert des Darlehens liegen kann, und er deshalb zusätzliche

Finanzmittel für die Rückführung des Darlehens benötigen kann.

Insofern erhöht sich durch die Fremdfinanzierung des Beteiligungs-

erwerbs das Risiko für den Anleger, und generell wird davon abge-

raten. Der Anleger muss die Folgen für ihn genau abwägen, falls

er eine Fremdfinanzierung in Erwägung zieht.

1


3 Risiken

3.3 Informationsrisiken

Da die Investitionsobjekte noch nicht vollständig feststehen, be-

steht für den Anleger ein gewisses Informationsrisiko bezüglich der

zu tätigenden Investitionen. Der Anleger weiß nur, dass in Unter-

nehmen der Kuhnle-Unternehmensgruppe investiert wird, die im

Wassersportmarkt aktiv sind. Er hat keine Informationen über die

konkreten Investitionsobjekte außer den im Folgenden vorgestell-

ten Investitionsbeispielen und dem bereits abgeschlossenen Betei-

ligungsvertrag mit der KUHNLE TOURS GmbH. Insofern hat seine

Beteiligung an der KT Investitions KG einen gewissen Blindpool-

Charakter mit den entsprechenden Informationsrisiken. Der Anle-

ger wird auch nicht im Vorfeld zukünftig zu tätigender Investiti-

onsentscheidungen umfassend informiert werden können, da die-

se mitunter zeitnah durch die geschäftsführende Komplementärin

getroffen werden müssen. Darüber hinaus kann es auch vorkommen,

dass bestimmte Informationen zu einer Investition auf Grund der

Regelungen mit Vertragspartnern nicht an die Gesellschafter wei-

tergegeben werden dürfen. Der Anleger muss sich darüber im Kla-

ren sein, dass er eine Beteiligung eingeht, bei der er nicht umfassend

über Details der Investitionsanbahnungen und -entscheidungen

informiert werden kann.

3.4 Steuerliche Risiken

Bezüglich der steuerlichen Risiken lässt sich festhalten, dass es,

bedingt durch die Langfristigkeit der Anlage während der Investi-

tionsperiode des Anlegers, zu Änderungen in der Steuergesetzge-

bung oder Rechtsprechung kommen kann, die die Renditesituation

der Anlage nachhaltig beeinflussen. Darüber hinaus bestehen für

den Anleger steuerliche Risiken hinsichtlich der Anrechnung und

damit der steuerlichen Geltendmachung eventueller Werbungs-

oder Sonderwerbungskosten. Hinsichtlich der als Sonderbetriebs-

ausgaben geltend gemachten Aufwendungen trägt der Anleger

persönlich die Nachweispflicht, dass die Ausgaben im Zusammen-

hang mit den erzielten Einkünften aus der Beteiligung stehen.

1

3.5 Maximales Risiko und

Zusammenfassung

Die vorstehend aufgeführten Risiken können gemeinsam auftreten.

Die Darstellung der Risiken beinhaltet nach Ansicht des Anbieters

sämtliche vorstellbaren Risiken zum Tage der Prospektaufstellung.

Die detaillierte Ausführung soll es dem Anleger ermöglichen, die

in seinen Augen relevanten Risiken zur Beurteilung des Investiti-

onsangebotes zu betrachten. Das aus den Risiken resultierende

maximale Risiko kann folgendermaßen zusammengefasst wer-

den:

Die Beteiligung an der KT Investitions KG unterliegt dem Risiko des

Totalverlustes der Einlage für die Gesellschafter, für Kommanditis-

ten kann zusätzlich die Nachschusspflicht bis zur vollen Höhe der

Hafteinlage hinzukommen. Im Falle der Fremdfinanzierung der

Beteiligung könnte zusätzlich der Fremdkapitalbetrag nicht zurück-

geführt werden und die Zinsen für die Finanzierung der Beteiligung

aus anderen Mitteln zu decken sein.

Aufbauend auf diesen Erläuterungen zu der Risikostruktur der an-

gebotenen Beteiligung an der KT Investitions KG wird hier nochmals

darauf hingewiesen, dass

1. die Beteiligung mit Eigenkapital finanziert werden sollte.

2. die Beteiligung lediglich eine Beimischung zu dem Gesamt-

portfolio des Anlegers darstellen sollte.

3. der Anleger über genügend weitere liquide Mittel verfügen

sollte, da die Beteiligung einer langen Kapitalbindung unter-

liegt und nur mit einer Frist von zwei Jahren gekündigt werden

kann.

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