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Die Wildnis - Christian Weidmann

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Die Wildnis

Mitgliederzeitschrift des Internationalen Wildnisführer Verbandes e.V.

Ausgabe 29 – 2/2012


Ausgabe 1/2012

Alle Ausgaben der WILDNIS auf einer DVD!

1987 bis 2012 – 29 Ausgaben

Von der ersten bis zur aktuellen

«Die Wildnis» – alle auf einer DVD

und dazu noch viele Bilder!

Und so bekommst du deine eigene

IWV-DVD:

C5 Briefumschlag mit deiner

Adresse versehen und zusammen

mit einem 10 Euroschein

einschicken an:

Christian Weidmann

Redaktion «Die Wildnis»

Hohmattring 5

CH-8488 Turbenthal

Schweiz

Die Wildnis

Mitgliederzeitschrift des Internationalen Wildnisführer Verbandes e.V.

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Ausgabe Nr. 1/ 2011

Ausgabe Nr. 2/ 2011

Ausgabe 29 – 2/2012

Ausgabe Nr. 1 / 2010


Editorial

Liebe Mitglieder

Was haben Goethes «Faust», die «Buddenbrooks»

von Thomas Mann und die WILDNIS

gemeinsam? Die Antwort liegt – ich gebe

es zu – nicht direkt auf der Hand. Unsere

Mitgliederzeitschrift ist (noch?) nicht in

Reime gefasst, sie hat auch nicht mehrere

Hundert Seiten, sie beschreibt weder Teufelswerk

noch Familiensaga.

Am Anfang trat unsere WILDNIS noch ganz

bescheiden auf: ein paar fotokopierte Blätter

in farbigen Pappdeckeln; dann nahmen

im Laufe der Jahre sowohl Anspruch als

auch Qualität zu. Fotos, Texte, Tipps wurden

besser und umfangreicher. Schon bald erreichte

das Layout professionelles Niveau.

Und wer all das nachverfolgen möchte, für

den gibt es jetzt die WILDNIS als Gesamtausgabe

auch auf CD.

Was also vereint unsere Zeitschrift nun

auch noch mit den renommiertesten

Werken der deutschsprachigen Literatur?

Sie wird in den Bestand der Deutschen

Nationalbibliothek in Frankfurt und Leipzig

aufgenommen! Von jeder Publikation, die

in deutscher Sprache in einer Auflage von

mehr als 25 Stück erscheint, werden dort

zwei Exemplare gesammelt – und unsere

WILDNIS gehört ab sofort dazu. So kann es

durchaus passieren, dass in mehr als hundert

Jahren ein Wissenschaftler eines dieser

Heftchen in die Hand nimmt und feststellt:

Aha, so hat also der große und weltbekannte

IWV einst angefangen...

Inhalt

Die Natur

Überm deutschen Wald 4

Open Air Festivals x 6 7

Die Ausbildung

Der Wifü als Arbeitgeber 13

Zwischen Bären und Beeren 16

Wenn Dir die Luft weg bleibt 20

Die IWV-Infos

Regionalgruppen 24

Anschlagbrett 27

Impressum / Mitwirkende 27

Mit wilden Grüßen

Uwe


Die Natur

Überm deutschen Wald!

Hajo Späthe – Man kann ja neidisch werden,

wenn man die Berichte in der «Wildnis»

liest. Berichte über Skandinavien, Kanada

oder die Antarktis. In Deutschland

ist schon der Besuch eines Kletterparks

oder das Zelten im Wald ein Abenteuer,

oder halt die Ausbildung bzw. Treffen

beim IWV. Da ich in letzter Zeit weder in

Skandinavien noch bei einer IWV Ausbildung

dabei war, ist mir ein Lagerfeuer

im deutschen Wald einen Bericht wert.

Ja, tatsächlich, ich durfte letzten Sommer

legal im Niedersächsischen Forst zelten,

Auto fahren und morgens und abends am

Feuer grillen. Anders als in der «richtigen

Wildnis» waren wir keine zwei Kilometer

vom nächsten Dorf entfernt. Die nächste

Landstraße führte sogar nur 500 Meter an

unserem Lager vorbei. Ist halt doch nicht

die einsame Wildnis Kanadas, sondern

das dichtbesiedelte Deutschland. Allerdings

kann ich stolz verkünden, dass ich

trotzdem eine Woche weder geduscht

habe, noch von anderen Menschen als

dem Förster und meinen Campgenossen

gesehen wurde.

Bevor ich jetzt als Verrückter und Gesetzwidriger

aus dem IWV rausgeworfen

werde, alles von vorne: Als Hamburger,

der in der Stadt aufgewachsen ist, muss

man sich die Gelegenheiten, Abenteuer

zu erleben, suchen. Angefangen mit

einem Job im Kletterpark, über einige

Module beim IWV, entdeckte ich über

einen Baumkletterkurs von Globetrotter

einen wunderbaren Job. Viele Baumpfleger

schwärmen von ihrer Arbeit als den

«geilsten» Job der Welt (Ich denke Roland

wird diese Meinung bestätigen). Ein Wochenende

mit Seilen in den Bäumen sowie

das Buch «Die Roten Riesen» und es

war auch um mich geschehen. Keine zwei

Wochen nach dem Baumklettercamp

wunderte sich der Ausbildungsleiter der

fsb Oerrel Seilkletterschule nicht schlecht,

als ein frischgebackener dahergelaufener

Abiturient einfach mal so eine sehr

kostenspielige SKT A Ausbildung mitmachen

wollte. Eine harte Woche später und

um ein paar tausend Euro ärmer war ich

Baumpfleger. Auf jeden Fall auf dem Papier.

Denn in die Bäume kam ich diesen

Winter nur ein Mal - eine vierstündige

Totholzentastung in einer Eiche. Danach

war ich trotzdem total fertig, aber es ist

wirklich der schönste Job der Welt!

In den meisten Fällen leider ein Winterjob,

mit Ausnahme der Zapfenernte. Die

Bekletterung eines Redwood´s ist wahrscheinlich

der Traum eines jeden Baumpflegers.

Für mich war es ein zweiwöchiger

Traum.

Mein zweiter Baum, nach der Eiche im

Winter, sollte also gleich einer der höchsten

Bäume Hamburgs bzw. Deutschlands

sein! (Der höchste Baum Deutschlands ist

eine 63,33 m hohe Douglasie nahe Freiburg.)

Der Revierförster vom Harburger

Rosengarten präsentierte uns voller Stolz

seinen über 50 Meter hohen Bestand.

«Und hoch da!» Beim Hochstiefeln eines

30 Meter hohen Stammes, kommen einen

die Schweißperlen, aber wenn man

dann nach einem fast einstündigen Kraftakt

oben in der Spitze der Douglasie sitzt

und über den ganzen Wald gucken kann,

ist das schon ein großartiges Gefühl!

Pause! ... Von wegen: Jetzt beginnt die

Arbeit erst. Man schneidet ein paar Zapfen

auf, um zu gucken, ob auch gute Samen

darin sind. Wenn das nicht der Fall

ist, gibt es dreißig Euro für den Fehlaufstieg.

Bei meinem ersten Baum hatte ich

Glück. Sonst wäre es wahrscheinlich auch

4

Die Wildnis 2 / 2012


Die Natur

eginnt die Arbeit der erst. letzte Man schneidet Baum ein des paar Tages Zapfen gewesen. auf, um zu So An meinem ersten Tag meinte es

nnen sind. Wenn das jedoch nicht saß der Fall ich ist, fröhlich gibt es auf dreißig meinem Euro für Baum den «mein Baum» zum Glück gut mit mir. Der

Baum hatte ich Glück. Sonst wäre es wahrscheinlich auch der letzte

und pflückte fleißig meine ersten Douglasienzapfen.

des Tages mit Zapfen gefüllt ist, das heißt, mehr als heil und meine ersten Zapfen konnten am

Sack blieb trotz beängstigenden Pfeifen

doch saß ich fröhlich auf meinem Baum und pflückte fleißig meine

der Sack am Ende

Inhalt nennen

er Litermenge

nend. Der

aßen:

zu.

Zapfensack“

mit aller Kraft

der

m Zischen

ihn schlecht

auf seinem

h ein paar laut

Sack am

Waldboden

Abend «gelitert» werden. Eine Litermessung

sind immer 40 Liter. Meine ersten

beiden Tage zusammen ergaben 62 Liter.

Die erste Woche lebten wir noch nicht

im Wald, sondern auf dem Hof des «Forstamtes

Rosengarten» mit all dem Luxus,

den man hier genießen konnte. Die Zapfensäcke

lagen in der Scheune und verströmten

einen angenehmen Orangenduft.

In der Kühlkammer lagerte unser

Essen. Wir hatten sogar eine Dixi-Toilette

und eine Solar-Warmwasser-Dusche. Am

Abend erzählte uns der Forstamtsleiter

bei Feuer und Bier Geschichten über den

Harburger Forst und Riesenkeiler (das Gewicht

habe ich nicht mehr im Kopf, aber

es sei kein Jägerlatein, so versicherte er).

Am Mittwoch machte ich eine Pause.

Nach zwei Tagen in den Bäumen tat mir

alles weh und ich merkte jeden Muskel.

Da kam es mir sehr gelegen, dass ich meine

Schwester am Flughafen verabschieden

konnte für einen Au-pair Aufenthalt

in Irland. Aber am Donnerstag ging es

dann wieder motiviert in die Bäume!

Doch schon am Donnerstagabend wäre

es beinahe schon wieder nach Hause gegangen.

Schuld war Megastigmus sper-

ßt er an einem Ast und man kann seine Zapfen auf dem Waldboden

Wenn der Sack am Ende des Tages mit

öchstens die Hälfte wieder findet. An meinem ersten Tag meinte es

mir. Der Sack blieb Zapfen trotz beängstigenden gefüllt ist, das Pfeifen heißt, heil mehr und meine als 50

d „Gelitert“ werden. Liter harziger Zapfen seinen Inhalt nennen

darf auf dem und Hof mindesten des „Forstamtes die Rosengarten“ Hälfte der

0 Liter. Meine ersten beiden Tage zusammen ergaben 62 Liter.

nicht im Wald, sondern

genießen konnte. Litermenge Die Zapfensäcke wiegt, lagen wird in der es Scheune noch und einmal

Orangenduft. In der spannend. Kühlkammer Der lagerte Spannungsablauf unser Essen. Wir hatten ist folgendermaßen:

den Harburger Forst und Riesenkeiler ( das

e Solar- Warmwasser-Dusche. Am Abend erzählte uns der

er Geschichten über

Kopf, aber es sei 1. kein Man Jägerlatein, knote den so versicherte Sack gut er). zu.

s meine erste Pause. 2. Man Nach zwei rufe Tagen laut: «Achtung im Baum tat Zapfensack»

mir alles weh und

ut man sich, wenn man seine kleine Schwester am Flughafen auf

d verabschieden 3. darf. Man Am wartet! Donnerstag ging es dann wieder motiviert

4. Man wuchtet den Sack mit aller Kraft

d wäre es beinahe schon wieder nach Hause gegangen. Schuld war

so weit wie möglich aus der Douglasie

e Douglasiensamenwespe, die dieses Jahr als Schädling viele

tte, was dazu führte, raus. dass ein Großteil der Zapfen keine Samen

5. Der Sack fliegt mit einem Zischen nach motrophus, die Douglasiensamenwespe,

m die Nachricht rumgegangen war, dass die Ernte vielleicht schon am

unten.

die dieses Jahr als Schädling viele Douglasienbestände

befallen hatte, was dazu

amp um ein paar Zapfenpflücker geschrumpft.

e Dusche! Wenn man ihn schlecht geworfen hat,

ritt im Camp. Damit nimmt die Ernte er auf abgeschlossen seinem Weg werden Richtung konnte und Erde die führte, dass ein Großteil der Zapfen keine

, fehlten noch zwei Bäume.

ss immer eine bestimmte

noch ein

Anzahl

paar

von

laut

Bäumen

krachende

im Erntegebiet

Äste mit. Samen enthielten. Innerhalb kürzester

25 Bäume. Wir hatten Wenn 23. alles So durfte gut geht, wir am schlägt Freitag noch der mal Sack ein am Zeit, nachdem die Nachricht rumgegangen

war, dass die Ernte vielleicht schon

ei Douglasien einnehmen. Ende wie eine Bombe auf dem Waldboden

auf. Wenn nicht alles gut geht, zer-

am Freitag zu Ende wäre, war das Camp

hatten ein unverhofftes, verlängertes Wochenende.

reißt er an einem Ast und man kann seine um ein paar Zapfenpflücker geschrumpft.

Zapfen auf dem Waldboden zusammen Am Freitag waren wir noch zu dritt im

suchen, wobei man höchstens die Hälfte Camp. Damit die Ernte abgeschlossen

wieder findet.

und die Parzelle gewertet werden konn-

Die Wildnis 2 / 2012

5


Baumüberstiege verzichtete.

Die Natur

ine Woche, in der man morgens auf seine Bäume stieg, nur um jeden Abend etwas müder

fallen. So vergingen die Tage. Aufgrund des sonnigen Wetters, reiften die Zapfen jedoch se

, wurden braun te, fehlten und platzten noch zwei auf, Bäume. sodass Um wir die nach sehr einer schnell, Woche wurden am braun Samstag und platzten zum letzten ma

me stiegen. Ernte Inzwischen zu zertifizieren hatte sich muss die immer Pflückeranzahl eine auf, so dass wieder wir nach auf drei einer reduziert. Woche, am

ten Samstag bestimmte war ich Anzahl von 8-20 von Uhr Bäumen auf im zwei Ern-Bäumentegebiet Samstag zum Der letzten erste Baum Mal auf hatte die Bäume zwar sehr viele

h sehr kleine harzige

beerntet

Zapfen,

werden.

sodass

So durften

ich immer

wir stiegen.

wieder

Ich

zum

war von

Babyöl

8–20

greifen

Uhr auf zwei

musste.

am Freitag noch mal in die Wipfeln von Bäumen. Der erste hatte zwar sehr viele,

h, dass es noch keine Babyölwerbung mit Zapfenpflückern gibt: „Egal wie alt, egal wie har

zwei Douglasien klettern. Um 14 Uhr war aber auch sehr kleine, harzige Zapfen, so

ist, die Haut bleibt weich, wie am ersten Tag.“ Ich werde mir fürs nächste Mal wohl einen

Schluss und wir hatten ein unverhofftes, dass ich immer wieder zum Babyöl greifen

musste. Liter Komisch, Babyöl dass pro es Woche noch keine finde ich

ponsor suchen, verlängertes denn ein Wochenende. Verbrauch von über einem

beeindruckend. Unser Ernteteam war als einziges und Babyölwerbung mit Zapfenpflückern gibt:

ite Baum, mein größtes letzter Ernteteam Baum Niedersachsen`s für das Jahr übrig 2011, «Egal war wie perfekt. alt, egal wie Ich hart saß der von Job 13-20 ist, die Uhr im Bau

ckte durchgehend, geblieben bis und es am dunkel Montag wurde. konnten wir Haut bleibt weich, wie am ersten Tag». Ich

kte ich an meinem Waldgebiet letzten bei Tag Rothenburg die 200 Litermarke. ob der werde Ich mir hatte für‘s nächste tatsächlich Mal wohl genau einen 200 Liter

Wümme, zwischen Hamburg und Bremen.

Und jetzt erst begann die richtige brauch von über einem Liter Babyöl pro

Babyölsponsor suchen, denn ein Ver-

t.

gs war es inzwischen dunkel und ich war sehr müde, sodass ich nicht, wie ursprünglich

Ernte: Wir schlugen unsere Zelte in einer Woche finde ich ziemlich beeindruckend.

nach Hause

Douglasienmonokultur

gefahren bin, sondern

auf und

am

konnten

Feuer schlief.

Der zweite

Das Zelt

und letzte

hatte

Baum

ich schon

an diesem

in Norddeutschland Tag war auch mein zu letzter Ende. für das

am Morgen

t. So ging ein somit wunderschönes vom Frühstück direkt Erlebnis in die mitten Bäume.

Diese so selten sind hier Masternten etwas kleiner, tragen, zwi-

Jahr sodass 2011. ich Er war vielleicht perfekt und erst ich wieder saß von in sieben Jah

dass Douglasien

Douglasie schen klettern 30 kann. und 40 Meter hoch. Das war

mich drauf! eine Auf wunderschöne eines Woche im deutschen

benteuer in

Wald!

Deutschland!

Morgens ein gemeinsames Rührei-

Frühstück, danach waren wir teilweise bis

zu 10 Stunden auf den Bäumen. Trotzdem

schaffte ich pro Tag nicht mehr als 3 Bäume,

wobei ich allerdings im Gegensatz

13 – 20 Uhr im Baum und pflückte durchgehend,

bis es dunkel wurde. So knackte

ich an meinem letzten Tag die 200 Litermarke.

Ich hatte tatsächlich genau 200

Montag ging es in ein Waldgebiet bei Rothenburg ob de Wümme, zwischen Hamburg un

zu den erfahreneren Baumpflegern auf

Baumüberstiege verzichtete.

Bremen. Unser Ernteteam war als einziges u

größtes Ernteteam Niedersachsen`s übrig ge

Und jetzt erst begann die richtige Ernte: Wir

schlugen unsere Zelte in einer Douglasienmo

auf, d.h. vom Frühstück direkt in die Bäume

Bäume waren auch etwas kleiner, zwischen

40 Meter hoch. Es folgte eine wunderschöne

im deutschen Wald. Morgens ein gemeinsam

Letzter Tag: Nach Liter gepflückt 12 Stunden – erschöpft, auf dem Baum; aber glücklich! 200 Liter Douglasienz

Rührei-Frühstück, danach waren wir teilwei

Erschöpft aber Am glücklich! Feuer schlafend ging ein wunderschönes

10 Stunden Erlebnis auf mitten den in Bäumen. Norddeutschland

pro zu Tag Ende! nicht mehr als 3 Bäume, wobei ich a

Trotzdem scha

im Schade, Gegensatz dass Douglasien zu den erfahreneren so selten Baumpfle

Es war eine Woche, in der man morgens

auf seine Bäume stieg, nur um jeden erst wieder in sieben Jahren auf eine Dou-

Masternten

Baumüberstiege

tragen, so

verzichtete.

dass vielleicht

war eine Woche, in der man morgens auf seine Bäume stieg, nur um jeden Abend etwas m

Abend etwas müder ins Zelt zu kriechen. glasie klettern kann. Ich freue mich jetzt

tt zu fallen. So vergingen die Tage. Aufgrund des sonnigen Wetters, reiften die Zapfen jedo

So vergingen die Tage. Aufgrund des sonnigen

schon drauf – auf eines der letzten Abenteuer

nach in Deutschland! einer Woche am Samstag zum letzte

nell., wurden braun

Wetters,

und

reiften

platzten

die Zapfen

auf, sodass

jedoch

wir

Bäume stiegen. Inzwischen hatte sich die Pflückeranzahl wieder auf drei reduziert.

letzten Samstag war ich von 8-20 Uhr auf zwei Bäumen. Der erste Baum hatte zwar sehr

6

Die Wildnis 2 / 2012

r auch sehr kleine harzige Zapfen, sodass ich immer wieder zum Babyöl greifen musste.


Die Natur

Open Air Festivals x 6

Evelin Goldmann – Sicherlich ist dies kein

typischer Outdoorbericht, aber irgendwie

hat das Ganze doch was Abenteuerliches

an sich.

Einige, die mich kennen, wissen, dass

ich der Musik der härteren Gangart zugetragen

bin, so dass ich mich seit einigen

Jahren hauptsächlich auf dem Wacken

Open Air einfinde. Doch dieses Jahr nahm

die ganze Sommersaison andere Dimensionen

an. Von Ende Mai bis Mitte August

standen 6 Open Air Festivals an.

Wie eigentlich auch bei einer Tour ist

die Vorplanung wichtig. Was muss mit,

wer ist mit dabei, was könnte uns vor Ort

erwarten? Gerade die Frage was könnte

uns vor Ort erwarten kann nur beantwortet

werden, wenn die Internetseite des

Veranstalters mit Angaben zum Festivalgelände

gespeist wurde – Sanitäre Anlagen,

Verpflegungsmöglichkeiten, Infrastruktur.

Bei etablierten Veranstaltungen

ist dies schon möglich, aber nicht Voraussetzung.

Das W:O:A ist da schon High

Level, aber die anderen haben immer

wieder Überraschungen parat. Sanitäre

Anlagen beschränken sich auf Dixis oder

ähnliches. Hier sollte man keine Skrupel

haben auch mal hinter einen Baum zu

gehen, sofern einer da ist. Wir haben bei

Globetrotter Ausrüstungen für diesen Fall

ein Pappklo ausfindig gemacht. Super Lösung

für kleines Geld. Hat sich aber auch

nach dem ersten Open Air in Österreich

wegen zuviel Nässe von außen nicht behaupten

können. 2 Stapelklappkisten in

kleinem Format machen da einen besseren

Dienst. Einmal als Transportkisten und

dann umfunktioniert als Klo.

Verpflegung beschränkt sich bei solchen

Veranstaltungen i.d.R. auf Bier, härtere

Alkoholika, Met (Honigwein) und für den

Die Wildnis 2 / 2012

letzten Tag auf nichtalkoholische Getränke

– die Kontrollen bei der Abreise werden

immer schärfer. Grillgut für 2 Tage und das

schon in Schweden bewährte Tütengericht.

Frühstück als Tagesgrundlage mit Kaffee ist

schon wichtig (Brot, Belag, Konfitüre und

Nutella – alles in Plastikbehältnissen wegen

Glasverbot auf den Festivalgeländen und

natürlich Gewicht!).

So, und nun mal rein ins Vergnügen. Vergesst

die Ohrenstöpsel nicht. Es wird laut!

1 Metalfest Schloss Mamling bei

Braunau (AT) 30.5.–3.6.12

Wetter wie erwartet REGEN! Parken des

Autos außerhalb des Geländes, da der Platz

nicht mehr befahrbar ist. Zeltplatz im Matsch

suchen und Zelt im Dunklen aufbauen.

Donnerstag: Frühstücken, erste Bands ab

12 Uhr ansehen und genießen. Campground

na ja, der Boden wird immer tiefer. Gegen

19.15 h stellen wir uns zum M&G für die

Band Eluveite an. Es zieht ein Hagelsturm

ohne Ankündigung auf. Wir sind ca. 20 Leute

die ausharren und wissen im Anschluss wie

Hagel schmerzt. Auf massive Intervention

meiner Tochter dürfen wir uns dann doch in

der Bude unterstellen.

Zur Belohnung bekommen wir dann auch

noch unsere Autogramme der Band. Auf

dem Rückweg zu unserem Zelt schwant uns

Böses. Hoffentlich steht unser Zelt noch??

7


Die Natur

8

Ja es steht, aber es sind zwei Stangen

im Dachbereich geborsten – werden notdürftig

mit Panzertape geflickt. Hält. Die

Überschwemmung in der Apsis wird beseitigt

und der Grill angeschmissen.

Die Konzerte für Beginn ab 19:50 h

mussten abgesagt werden, da auch die

Bühne in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Ich kann hier nur sagen, wie kann man

eine Bühne so ausrichten, dass diese nach

Westen offen ist! Von hier kommt das

Wetter zu 90 % in Mitteleuropa. Gegen

23.00 Uhr kommt von der Polizei / Feuerwehr

eine weitere Unwetterwarnung

für die Nacht. In diesem Moment steht

für uns fest: Sofort Abbauen und alles

ins Auto laden, da das Zelt nicht noch einem

Sturm standhalten wird. Hier bin ich

Mike Semisch für die Bärennachtübung

dankbar. Wir hatten nach ca. 1,5 h alles

eingepackt, abgebaut und ins Auto verladen

– dies stand ja auf dem entfernten

Parkplatz abgestellt. So war es überhaupt

noch möglich das Gelände zu verlassen,

denn da stand mittlerweile der Schlamm

knöcheltief. Nass, müde und voller Adrenalin

sind wir dann nach München zurück

gefahren. Am Morgen alle nassen Sachen

zum Trocknen aufgehängt, Hotel in Braunau

gebucht und wieder los. 2,5 h Fahrt,

dann sollten wir wieder da sein – so die

Annahme… Bis Braunau sind wir ohne

Vorkommnisse gekommen, dort brach

uns dann aber an unserem Fahrzeug

der linke vordere Achsschenkel und das

Auto war bewegungsuntüchtig. Scheiße.

ÖAMTC, Werkstatt, Mietwagen und weiter.

Unser Ziel war zum M&G von der Band

In Extremo, um 17.00 Uhr, wieder auf dem

Gelände zu sein. Geschafft. Viele Bands

u.a. Blind Guardian, W.A.S.P., Moonspell,

Fear Factory gesehen und gehört. Matsch

getreten, Freunde getroffen, Bier und Met

verköstigt…

Fazit: Ob wir nächstes Jahr zum 4. Mal

dieses Festival besuchen? Sicher nicht,

denn das Gelände ist definitiv zum Zelten

und Befahren ungeeignet. Die Vorkehrungen

und Rahmenbedingungen des

Veranstalters wurden von Jahr zu Jahr

schlechter.

2 Graspop Metal Meeting (BE) vom

20.–25.6.12

Nach unserer «Niederlage» in Österreich

geht es auf nach Belgien zum GMM.

Durch Informationen von Leidensgenossen

in Mining hatten wir erfahren, dass

wir uns in Dessel auf jeden Fall mit einer

Sackkarre bewaffnen sollten, da das Gepäck

und alle weiteren Utensilien mindestens

2 km vom Parkplatz aus geschleppt

werden müssen. Also gut, wir haben alles

kompakt in unseren Rucksäcken verstaut

und uns auch sonst auf das Minimalste –

aber doch mit Komfort – beschränkt und

eine relativ leichte Sackkarre beschafft.

Unser Highlight bei der Ausrüstung war

diesmal unser eigenes Klo – zwei Einkaufsklappboxen

übereinander mit Beuteln

ausgestattet und Heimtierstreu gefüllt.

Brille drauf – fertig. Gegen jeden

Regen gewappnet.

Am Donnerstag startete das Open Air

mit Musik. Wir hatten uns unseren Plan

Die Wildnis 2 / 2012


Die Natur

gelegt und sahen Acts wie Ozzy Osbourne,

Slash, Amon Amarth, Eluveitie, Limp Bizkit,

Europe, Gotthard, Hatebreed und am

Sonntagabend Guns´n Roses. Verpflegung

wie Essen und Trinken waren recht teuer,

aber – bereits gewusst – hatten wir uns

dagegen super eingedeckt. Irgendwie

zwischendurch wurde gegrillt, gekocht,

Miniaturraclette gemacht. Außerdem haben

wir die Vorräte an Flüssigkeiten vernichtet.

Vom Wetter her hatten wir Sonne,

starken Wind, Sand überall und Regen,

aber keinen Matsch. Gott sei dank. Alles

in Allem ist das Fazit dieses Festival bei

entsprechendem Billing: Das machen wir

wieder.

Jetzt hieß es zu Hause die Sachen ausräumen,

trocknen, lüften und neu sortieren

für das nächste Festival in 2 Wochen.

3 Extremfest in St. Pölten (AT)

5.–8.7.12

Als wir am Donnerstag zur Campöffnung

um 8.00 Uhr ankamen, suchten wir erst

einmal die angekündigte Ausschilderung.

Fehlanzeige bis zur Einfahrt auf das Messegelände.

Campground mehr Schotter

als Wiese. Super. Aber Bäume und Büsche

zur Abtrennung der einzelnen Areale der

Parkharfe. Wir sicherten uns einen Platz

im Schatten. Jetzt Zelt aufbauen und Heringe

im brettharten Boden versuchen zu

befestigen. Eine Hilti-Bohrmaschine wäre

jetzt nicht schlecht. Es hörte sich überall

an wie nach dem Mauerfall in Berlin

– Mauerspechte – Tack Tack. Letztendlich

stand das Zelt. Die Tage versprachen heiß

zu werden – immer um und über 30 Grad.

Eigentlich zu heiß für ein Festival, aber

bei Extrem muss es auch extrem sein.

Die Musik war es allemal. Vom Metal war

es die härtere und heftigere Gangart. Im

Vorwege hatte der Bischof von St. Pölten

zum Verbot der Veranstaltung aufgerufen,

da man Angst hatte, hier werden «satanische

Dinge» ablaufen. Es laufen ja alle

in schwarz rum, da kann nichts Gutes bei

raus kommen. Aber die Stadt wurde wie

schon so oft bei solchen Veranstaltungen

eines Besseren belehrt. Nette Menschen,

die keinem was tun, Geld im nahegelegenen

Einkaufszentrum und Baumarkt für

den täglichen Bedarf ausgeben. Die Wirtschaft

wird sogar angekurbelt.

Es wurde heiß und der Veranstalter hat

es sogar ermöglicht, dass das Gelände

zu einem nahegelegenen kanalisierten

Gebirgsbach geöffnet wurde. Welch eine

Abkühlung und das mit Bier.

Am Freitag baute sich zum späten Nachmittag

ein Gewitter auf. Jetzt der Test für

die Zeltbefestigungen. Leider hielten mal

wieder die Pavilions dem Sturm nicht

stand. Bei einigen nützten 4 Mann und

vier Ecken was, aber da wo die Inhaber

bei der Musik waren, leider Pech. Auch

einige Überzelte machten sich selbstständig,

aber konnten dann doch noch gerettet

werden. Panzertape hilft auch hier um

wieder einiges in Stand zu setzen.

Das Beste an diesem «Campground»

waren die Wasseranschlüsse in den einzelnen

Harfen. Dadurch kamen wieder

die irrwitzigsten Ideen: Planschbecken im

Baumarkt kaufen, befüllen, Füße und Bier

Die Wildnis 2 / 2012

9


Die Natur

kühlen. Müllsäcke mit Wasser befüllen

und Freiluftduschen!

Alles in Allem ein gutes Festival, nur

halt der Untergrund.

4 Wacken Open Air (WOA) in

Schleswig Holstein 31.7.–05.8.12

Es steht bei uns der Jahresurlaub an.

Dieser wird verbunden mit dem WOA und

der Summerbreeze. Wir hatten auf dem

Extremfest noch einen Flyer eines Festivals

im Osten von Tschechien gesehen.

Machen? Zeitlich passt das. Nach dem

Tagen des Familienrates fiel die Entscheidung

auf Machen. Jetzt galt es die Tage

darum sinnvoll zu planen, damit auch der

Urlaub mit Erholung nicht zu kurz kommt.

Wir haben somit Hamburg, Breslau und

Prag als Servicepoints gewählt. Es musste

also alles für 3 Wochen dabei sein.

Lebensmittel konnten wir unterwegs

auffüllen, aber andere Ausrüstungsdinge

mussten schon von zu Hause aus mit.

Letzter Servicecheck für den Oldie – unser

Metalmobil – in der Werkstatt. Alles i.O.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch

haben wir uns vereinbarungsgemäß mit

unseren Freunden auf einem Parkplatz

der A23 um 0.00 Uhr getroffen. So sind

wir mit 4 Fahrzeugen und einem 40 Jahre

alten Wohnanhänger auf das Campgelände

gefahren. Es hatte Tage vorher

nur geregnet, die Aussichten sollten aber

besser werden. So war das gesamte Areal

von Wacken sehr labil. Bei der Einweisung

sollten wir unsere Autos abstellen und

die Zelte woanders aufbauen. Dies widerstrebte

uns allen. Vor allem weil der

Wohnwagen dann woanders stehen würde,

als wir zelten. Irgendwie waren aber

auch die vielen anderen Ankömmlinge

nicht bereit zu wandern – es gab von den

Securities auch keine richtige Ansage wohin:

«Ja da hinten irgendwo». Wir haben

vorsichtig unseren Pavillon aufgebaut,

kein Einspruch, also alle Zelte dazu.

Bis Freitagvormittag hatte der Boden

richtig gut abgetrocknet, aber dann kam

ein mächtiges Gewitter und alles war zu

Nichte. Der Boden war komplett aufgeweicht.

Nachbarn von uns wurden durch

den Regen total überrascht. Die haben

dann einen Müllsack mit ihren kompletten

Sachen gepackt und sind an ihren

Zelten nackend angekommen, aber die

Klamotten trocken! War schon eine Show.

In der Nacht hatten wir Nebel für tolle

Fotomotive. In dieser Nacht haben wir

dann noch die schönen heißen Duschen

aufgesucht, um uns richtig aufzuwärmen.

Welch eine Wohltat. Sanitäre Anlagen

sind in Wacken absolut klasse.

Wir haben alle auf diesem Festival

durch den immer fester und tiefer wer-

10

Die Wildnis 2 / 2012


Die Natur

denden Schlamm das Sportstudio gespart.

Es gab kostenloses Training für

Oberschenkel und Po. Als Bands waren für

uns Highlights: Volbeat, Maschine Head,

In Flames, Sepultura, Leningrad Cowboys

und viele viele mehr.

Am Montag, 06.08. sind wir dann über

Berlin Richtung Polen gestartet. Bei Forst

passierten wir die Grenze, welch ein

Schock mit der Autobahn. Ein absolut desolater

Zustand der Fahrbahn – mehr als

30 – 50 km/h waren nicht möglich. Wir

waren so damit beschäftigt unser vollgepacktes

Auto über die gefühlt 70 Jahre

alte Betonpiste zu lenken, dass wir vergaßen

ein paar Fotos zu machen. Breslau

– eine schöne Stadt, gut restauriert,

gut erschlossen. Die Gehwege und einige

Häuser abseits der Touristenströme

lassen noch den Sozialismus leben. Lohnenswert.

Von Breslau aus haben wir uns südwärts

nach Jaromer in CZ aufgemacht. Die

Landschaft hier gleicht der im deutschen

Mittelgebirge.

5 Brutal Assault, Jaromer an der

Labe (Elbe), Tschechien 8.–12.8.12

Die Zahl der schwarz Gekleideten erhöht

sich schlagartig bei der Ankunft in

Jaromer.

Erst einmal nur Zelt mitnehmen und

aufbauen, Lage checken und dann alles

weitere. Wir hatten hier das Angebot des

VIP-Campings vorab gebucht. Dies erwies

sich mit unserem großen Zelt auch als

sinnvoll, denn es stand auf dem Gelände

– eine alte Festungsanlage – nur der Festungswall

und sonstige Kleinflächen im

Gebüsch zur Verfügung.

Nachdem das Zelt aufgebaut war, kümmerten

wir uns um unsere Bändchen. Ewige

Schlange, 2 Stunden anstehen. Nervig.

Zumal sich dann kurz vor dem Ziel rausstellte,

dass für in Deutschland gekaufte

Karten eine extra Abfertigung da ist!

Dies ist eine beschauliche und nette

Location. Musik ist dort nichts für Mainstreamer.

Die Organisation und die Preise

für Verpflegung und Getränke vor Ort

waren für uns echt günstig. Ein Bier 0,5 l

Budweiser, Kronen umgerechnet 1,20

Euro, auf den anderen Festivals bis 3,50

Euro für nur 0,4 l. Von daher hätten wir

uns auch gern dort auf dem Gelände mit

Essen verpflegen können. Beim nächsten

Mal wissen wir es und kaufen dann nur

die Hälfte ein.

Das Wetter war als angenehmes Festivalwetter

zu sehen, Regen einmal am

Morgen, sonst Sonne, Wind und Wolken.

So lässt es sich leben bei ca. 20 Grad Tagestemperatur.

Am Sonntag sind wir

dann mit allen anderen

aufgestanden und haben

gepackt. Frühstücken wollten

wir irgendwo unterwegs.

Unser Ziel war Prag.

Zuvor wollten wir noch in

Kutná Hora die Knochenkirche

ansehen. Ein Auszug

aus der Beschreibung

«40.000 Skelette arrangiert

zu einem weltweit einzigartigen

Kunstwerk: die sogenannte

Knochenkirche

in der Nähe von Prag ist an

Die Wildnis 2 / 2012

11


Die Natur

12

Skurrilität kaum zu überbieten». Ja das ist

wahr. Es ist ein Mahnmal an die Sinnlosigkeit

des Krieges. Für Interessierte hier

ein Link: http://der-schwarze-planet.de/

knochenkirche-bei-prag-beinhaus-kutnahora.

Für uns stand jetzt ein paar Tage Prag

an. Wir haben uns die Füße platt gelaufen,

nett tschechisch gegessen und Bier

getrunken. Prag steht dann zukünftig

wieder auf dem Programm.

6 Summer-Breeze, Dinkelsbühl,

Deutschland 15.–19.8.12

Wir hatten uns mit unseren Freunden in

Wacken für die Summerbreeze verabredet.

Da wir es nicht schaffen würden von

Prag aus, gleich um 8 Uhr schon am vereinbarten

Treffpunkt zu sein, wurde uns

ein Zeltareal und ein Parkplatz freigehalten

– bzw. freigekämpft.

Nachdem wir gegen 13.00 Uhr uns in

der Schlange angestellt hatten und im

Tempo von 250 m Fahren, 15 min. Warten

vorkämpften, musste unser Oldie auch

noch Abschlepphilfe leisten. Opa zieht

Youngtimer. Der andere Karren wollte

nicht mehr anspringen. Aber das macht

man dann doch gern.

Nachdem wir dann die Kontrollstation

passiert hatten – hier wurde das Auto auf

mitgebrachtes Glas (Flaschen, Gläser etc.)

untersucht – konnten wir unseren Platz

mit ein bisschen Überlistung einnehmen.

Rangieren auf engstem Raum.

Schon bei Aufbau des Zeltes stellte sich

heraus, dass bei einer Seite des Einganges

der Reisverschluss aufgegeben hat. Jetzt

mussten wir hier mit Panzertape provisorisch

verschließen und ausschließlich die

andere Seite nutzen. Auch hier versagte

nach und nach der Reißverschluss. Mit

Überlistung und Tricks ließ er sich schließen.

Hier müssen wir mal sehen, ob sich

was reparieren lässt, denn das Zelt von

Coleman ist ansonsten sehr tauglich.

Die Wetteraussichten waren mit heiß

angesagt. Donnerstagvormittag sollte es

noch regnen. War auch so. Dann aber gab

es nur uneingeschränkte Sonne von oben.

Auf dem Festivalgelände wurde bei den

Konzerten vor den Bühnen von der Feuerwehr

zur Abkühlung mit Wasserfontänen

gespritzt. Super. Bei der Wärme trocknete

man auch sehr schnell wieder.

Bis auf das, dass es hier Leute gab, die

es vorzogen, im Müll zu leben, war es ein

super Abschluss des Urlaubes.

Nach der Rückkehr in München haben

wir 2 712 km zurückgelegt, keinen Schaden

am Auto und Material – bis auf Zelt

– gehabt und zudem sehr viel erlebt und

Neues kennengelernt. Musiktechnisch haben

wir in diesem Sommer ca. 180 Bands

gesehen und gehört.

Ich hoffe ich konnte euch einen Einblick

in dieses Abenteuer geben. Für 2013

steht auf jeden Fall eine Schiffsreise an:

Full:Metal:Cruise. Hier brauchen wir keine

Outdoor-Ausrüstung mitzunehmen, nur

einen Koffer. Aber es werden sicherlich

noch das eine oder andere Festival wieder

hinzukommen. Auf jeden Fall wird es wieder

Wacken werden, da dort Rammstein

ihr Kommen angekündigt haben und nach

Bekanntgabe waren die Karten innerhalb

von knapp 24 Stunden ausverkauft.

Die Wildnis 2 / 2012


Die Ausbildung

Der Wifü als Arbeitgeber

Uwe Szymborski – Dieser Artikel schließt

an das Thema «Als Wifü in die Selbständigkeit»

in WILDNIS 1/2011, S. 15, an.

Diesmal geht es um den Wildnisführer,

der nicht nur durch eigene Arbeit, sondern

auch durch das Engagement von

Arbeitnehmern mit seinem Betrieb Geld

verdienen will.

Natürlich ist das Thema auch aus der

umgekehrten Perspektive – nämlich derjenigen

des angestellten Wildnisführers –

durchaus interessant. Im Vordergrund

steht diesmal aber die Situation des

Wildnisführers, der selbst Arbeitgeber

sein möchte. Allerdings ist dieses Thema

derart weitläufig und komplex, dass hier

nur ein grober Überblick gegeben werden

kann.

1. Stellenausschreibung

Fallstricke sind bereits vor dem Abschluss

des ersten Arbeitsvertrages gespannt,

nämlich bereits dann, wenn es

noch darum geht, geeignete Kandidaten

für die zu besetzende Stelle zu finden. Natürlich

wird jeder angehende Arbeitgeber

in der Lage sein, die Arbeitsaufgaben des

ausgeschriebenen Postens zu beschreiben

und die Anforderungen dafür zu definieren.

Doch Vorsicht! Stellenanzeigen müssen

absolut geschlechtsneutral formuliert

sein, also weder dürfen ausschließlich

männliche noch ausschließlich weibliche

Bewerber gesucht werden, wenn sich für

die zu besetzende Stelle Personen beiderlei

Geschlechts eignen. Also: «Wildnisführer/in

gesucht»!

2. Arbeitsvertrag

Auch mündlich geschlossene Arbeitsverträge

sind uneingeschränkt wirksam.

Wer aber als Arbeitgeber einen Arbeitsvertrag

mündlich schließt, hat spätestens

einen Monat nach dem vereinbarten Beginn

des Arbeitsverhältnisses die wesentlichen

Vertragsbedingungen schriftlich

niederzulegen, die Niederschrift zu

unterzeichnen und dem Arbeitnehmer

auszuhändigen. Zu den wesentlichen Vertragsbedingungen

gehören:

• Name und Anschrift der Vertragsparteien

• Zeitpunkt des Beginns und ggf. Dauer

des Arbeitsverhältnisses

• Arbeitsort, Arbeitsaufgabe, Arbeitszeit,

Entlohnung und Urlaubsanspruch

• Kündigungsfristen.

Wenn dies alles aber ohnehin aufgeschrieben

werden muss, ist es ratsam,

den Arbeitsvertrag gleich schriftlich zu

schließen.

Jeder Textentwurf, den der Wildnisführer

bereithält und für künftige Arbeitsverträge

verwenden will, gilt nach dem

Gesetz als «Allgemeine Geschäftsbedingungen»

(AGB). Für AGB gilt vor allem,

dass sie die andere Vertragspartei nicht

unangemessen benachteiligen dürfen.

Insbesondere dürfen sie natürlich keine

gesetzes- oder sittenwidrigen Klauseln

enthalten. Enthält also ein Arbeitsvertrag,

der nicht zwischen Arbeitgeber und

Arbeitnehmer individuell ausgehandelt

wird, derartig nachteilige Klauseln, so

sind solche im Zweifelsfall von vornherein

unwirksam.

Die Wildnis 2 / 2012

13


Die Ausbildung

3. Tarifvertrag: Fehlanzeige

In nahezu allen gewerblichen Branchen

in Deutschland sind die arbeitsrechtlichen

Bedingungen inzwischen durch Tarifverträge

geregelt. Nur nicht für Wildnisführer

– weder als Arbeitgeber noch als Arbeitnehmer.

Infolgedessen gibt es auch

keine gesetzlichen oder tarifrechtlichen

Vorgaben für Arbeitszeiten, Entlohnung,

Urlaubsansprüche und ähnliches. All das

muss zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer

individuell ausgehandelt werden.

Grenzen sind hier allenfalls durch Sittenwidrigkeit

und Wucher gesetzt. Grobe

Faustregel dabei: Was nicht offensichtlich

unanständig und unfair ist, kann auch

wirksam vereinbart werden, wenn beide

Seiten damit einverstanden sind.

Das Bundesurlaubsgesetz schreibt

einen Mindesturlaubsanspruch von 24

Werktagen pro Jahr vor. Das gilt auch für

nur stundenweise, aber täglich beschäftigte

Arbeitnehmer in sog. „Mini-Jobs“.

Ein geringerer Urlaubsanspruch darf nur

vereinbart werden, wenn das Arbeitsverhältnis

von vornherein auf weniger als ein

Jahr begrenzt ist oder es sich um eine sog.

«kurzfristige Beschäftigung» handelt.

4. Sozialversicherungsfreie

Arbeitsverhältnisse

Es gibt zwei Arten von Arbeitsverhältnissen,

die sozialversicherungsfrei sind:

• geringfügig entlohnte Beschäftigungen

oder

• kurzfristige Beschäftigungen.

Geringfügig entlohnte Arbeitsverhältnisse

sind solche, bei denen der Arbeitnehmer

zwar ganzjährig beschäftigt ist, das Arbeitsentgelt

jedoch regelmäßig 400 Euro

pro Monat nicht übersteigt. Entsprechend

gering ist die vom Arbeitnehmer zu leistende

Arbeitszeit. Für den Betrieb eines

Wildnisführers dürften solche Arbeitsverhältnisse

kaum eine Rolle spielen, denn

wer – z.B. einen Arbeitnehmer in Vollzeit

beschäftigt, der müsste diesem einen

Hungerlohn zahlen, um im Monat nicht

über 400 Euro zu kommen.

Wesentlich häufiger dürften in der Wildnisführerbranche

wohl die sog. «kurzfristigen

Beschäftigungsverhältnisse» sein.

Ein solches Arbeitsverhältnis liegt vor,

wenn es von vornherein 50 Arbeitstage

nicht überschreitet. Wenn ein Wildnisführer

z.B. nur für eine bestimmte Tour Guides

als Arbeitnehmer engagiert und diese

Tour nicht länger als 50 Tage dauert,

dann handelt es sich um ein kurzfristiges

Arbeitsverhältnis und dieses ist sozialversicherungsfrei.

Für solche Arbeitsverhältnisse

gilt die Entgeltgrenze von 400 Euro

nur dann, wenn der Arbeitnehmer diese

Tätigkeit berufsmäßig ausübt – also (u.U.

ausschließlich) davon leben muss. In allen

anderen Fällen kann auch ein höheres

Entgelt als 400 Euro vereinbart sein; ausschlaggebend

ist dann nur die Einhaltung

der 50-Tage-Grenze.

Der Vorteil der Sozialversicherungsfreiheit

für den Arbeitnehmer: Er kriegt seinen

Lohn praktisch brutto für netto, denn

was sozialversicherungsfrei ist, ist auch

lohnsteuerfrei. Der Nachteil für ihn: Er ist

zwar krankenversichert, erwirbt jedoch

mit einer solchen Tätigkeit keinerlei Rentenansprüche.

Für den Arbeitgeber fallen glatte 30 %

an pauschalen Abgaben für Kranken- und

Rentenversicherung sowie pauschale

Lohnsteuer auf den Arbeitslohn an, also

maximal 120 Euro zusätzlich zum Arbeitslohn.

Achtung! Der Arbeitgeber muss sich auf

jeden Fall durch den Arbeitnehmer, der

14

Die Wildnis 2 / 2012


Die Ausbildung

kurzfristig oder geringfügig entlohnt von

ihm beschäftigt werden möchte, schriftlich

versichern lassen, dass es sich bei

diesem Arbeitsverhältnis um das einzige

dieser Art handelt. Hat der Arbeitnehmer

nämlich in Wahrheit mehrere unter 400

Euro entlohnte Jobs, und überschreiten

die Entgelte aus diesen Jobs zusammen

die 400-Euro-Grenze, dann ist keiner davon

mehr sozialversicherungsfrei, sondern

alle sozialversicherungspflichtig.

5. Sozialversicherungspflichtige

Arbeitsverhältnisse

Liegt der vereinbarte monatliche Arbeitslohn

über 400 Euro, dann besteht

für das Arbeitsverhältnis Sozialversicherungspflicht.

Das bedeutet, dass der Arbeitgeber

zusätzlich zum Arbeitslohn des Arbeitnehmers

auch noch eigene Beiträge zu

dessen Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung

entrichten muss.

Dafür kommen im Durchschnitt 20 bis 25

% des Bruttolohnes zusammen. Natürlich

muss der Arbeitnehmer auch bei der Berufsgenossenschaft

als zuständiger gesetzlicher

Unfallversicherung angemeldet

werden; die Beiträge hierfür trägt jedoch

der Arbeitgeber allein.

6. Anmeldung des Arbeitnehmers

Drei Dinge braucht der Arbeitgeber

mindestens, um seinen Arbeitnehmer

ordnungsgemäß anmelden zu können:

• die Sozialversicherungsnummer des

Arbeitnehmers

• die Krankenkasse, in der der Arbeitnehmer

Mitglied ist

• die Steuer-Identifikationsnummer des

Arbeitnehmers.

Mit der Steuer-Identifikationsnummer

muss der Arbeitgeber sich beim zuständigen

Finanzamt diejenigen Daten besorgen,

die für die Lohnabrechnung wichtig

sind: Lohnsteuerklasse, Kinderfreibeträge,

Kirchenmitgliedschaft. Das Besorgen

erfolgt übrigens auf elektronischem Wege

durch Datenabfrage.

An die Krankenkasse hat er den Beginn

des Arbeitsverhältnisses zu melden und

muss er fortan Monat für Monat die Sozialversicherungsbeiträge

abführen.

7. Das Ende des Arbeitsverhältnisses

In Kleinbetrieben mit höchstens 10 Arbeitnehmern

gibt es keinen Kündigungsschutz.

In einem solchen Betrieb kann das

Arbeitsverhältnis mittels Kündigung durch

den Arbeitgeber oder den Arbeitnehmer

jederzeit – natürlich unter Einhaltung der

vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist

– einseitig beendet werden.

Auch wenn zwischen beiden Parteien

eine Probezeit vereinbart ist, ist die Kündigung

in der Probezeit jederzeit – in der

Regel sogar bei wesentlich kürzeren Kündigungsfristen

– möglich.

Es geht sogar ganz ohne Kündigungsfrist

– praktisch von heute auf morgen:

per Aufhebungsvertrag. Das ist ganz einfach

ein Vertrag, in dem Arbeitgeber und

Arbeitnehmer sich darüber einig sind,

dass das Arbeitsverhältnis sofort endet.

Und selbstverständlich gibt es auch

noch die Möglichkeit der fristlosen Kündigung,

wenn der Arbeitnehmer sich

schwere Verfehlungen hat zuschulden

kommen lassen.

Die Wildnis 2 / 2012

15


Die Ausbildung

Zwischen Bären und Beeren

Prüfungslehrgang IWV Schweden

Maren Krings – Unlängst diesen Sommer

blätterte ich durch eine Ausgabe des

NORR-Magazins und wusste sofort, dass

ich nach Skandinavien wollte, um selber

diese mystische Landschaft zu fotografieren.

Ein Brainstorming und der Kontakt zu

Jörg Rädel, Prüfungsleiter beim IWV e.V.,

ergaben dann die perfekte Lösung. Eine

Fotoreportage für verschiedene Medien

über die diesjährige Prüfungstour nach

Schweden.

Meine Vorraussetzungen für die Tour

waren «optimal», keinen Kompass (wobei

mit dem Spiegel das perfekte Utensil für

eine Frauenhandtasche!),

einen geliehenen Regenschirm

mit (oh wie passend)

Elchmuster und zur

Freude der Prüflinge (für

mich nach wie vor unverständlich!)

knallrote Gamaschen.

In Summe, auch

wenn die drei Prüflinge

Sascha, Marcel und Konstantin

mich anfangs etwas

skeptisch beäugten, wuchsen

wir schnell zu einer

harmonischen Truppe zusammen! (Um

meinen überbordenden Sarkasmus etwas

zu relativieren, ich mache oft und gerne

Outdoor-Reportagen!).

Nach einer unendlich langen Anreise

kamen wir bei stockdunkler Nacht in

Ekshärad auf dem Gelände von PJ Erlebnis-Profis

an. Anja Tolle und Peter Jäkel

verpflegten uns sofort mit Kaffee und

Zimtschnecken, die wir nötig hatten, um

uns mental auf den langen, bevorstehenden

Marsch vorzubereiten. Kurze Grundregeln

im Umgang mit (wie Peter es nannte)

pöbelnden Elchen, Bären und Schlangen,

sowie offenes Feuer und Müll. Alles Dinge

die unter einem allumfassenden Wort zusammen

laufen; Allemansrätten oder zu

deutsch das Jedermannsrecht!

Trotz des einzigen Wetterjokers der

Woche war der erste Tag hart. Die Moore,

Sümpfe, moosbewachsenen Felsen, die

«Storaenso-Kahlschläge» mit mannshohen

Gräsern, verborgenen Löchern und

Baumstümpfen sowie Treibsand stellten

die Prüflinge vor eine echte Herausforderung!

Es traf uns alle hart, als bei der

Feedbackrunde am abendlichen Lagerfeuer

der erste Teilnehmer verkündete, die

Tour abzubrechen. Mit mulmigem Gefühl

sah ich den kommenden Tagen entgegen,

was würden uns noch für Überraschungen

erwarten? Schnell stellte sich heraus,

dass der Rest des Trupps einen eisernen

Willen, guten Humor und die nötige Kondition

hatte, um die restlichen Tourtage

erfolgreich zu meistern.

Nach einer Kanutour auf dem Knon-

See folgten am zweiten Tag auch gleich

zwei San-Einlagen. Während Peter Jäkel

sich aus dem Kanu todesmutig in die

kalten Wogen des Sees fallen ließ, wurde

zeitgleich eine verletzte Person nahe

16

Die Wildnis 2 / 2012


Die Ausbildung

des Ufers gemeldet. Souverän wurden

die Protagonisten gerettet und verpflegt,

wobei die Situationen verwechselbar echt

dargestellt waren!

Tag drei begrüsste uns sogleich mit

einer Flussdurchquerung, bei der ich hoheitlich

mit meinem Schirm auf dem Floss

thronte, welches auf den, in Seesäcken

verpackten Rücksäcken schwamm. Ich

erfreute mich einer trockenen Querung,

musste aber feststellen, das mein Fotoequipment

nicht ganz so trocken das andere

Ufer erreichte. Auch der restliche Tag

war auf der feuchteren Seite, tat aber den

märchenhaften Wäldern Värmlands keinen

Abbruch. Als sich dann plötzlich ein

Sonnenstrahl zu uns verirrte, konnte man

buchstäblich die Elfen und Trolle im Wald

hören.

Der sicheren Führung des zu prüfenden

Guides war es zu verdanken, das jeder

seinen meditativen Gedanken in dieser

geheimnisvollen Landschaft ungestört

einige Stunden nachgehen konnte. Als

wir dann den Biwakplatz für die Nacht

erreichten empfingen Peter und die Sonne

uns zugleich. Die Gammelsätern (Alte

Alm) wurde ohne umschweife zu einem

meiner Lieblingsplätze der Tour! Die skurril

platzierte Badewanne in der Mitte der

Lichtung mit dem Holzofen für Warmwasser

machte diesen Platz zu einem gemütlichen

Open-Air Hotel, wo man gerne noch

länger verweilt hätte. Regen und eine

weitere Flussdurchquerung am nächsten

Tag relativierten den kurzen Marschtag,

da uns Zeit blieb, unsere Tropfsteinhöhlen

(Zelte) und die nassen Rucksackinhalte in

Die Wildnis 2 / 2012

17


Die Ausbildung

der Flösserhütte am Feuer zu trocknen.

Die für die Nacht geplante Evakuierung

wegen eines Waldbrandes wurde durch

das anhaltende Tiefdruckgebiet sehr unrealistisch.

Kurzerhand wurde auf einen

gebrochenen Damm umdisponiert, nur

gut, dass die Karten der Prüflinge nur

begrenzt den Flussverlauf nach Norden

zeigten, denn sonst hätten sie sich mit

einem Lächeln im Gesicht noch einmal im

Schlafsack umgedreht, als die Alarmierung

kam.

Das Highlight war zweifelsohne die

Seilbahn über den Bratfallet Wasserfall

mit einer wunderschönen letzten Wanderung

durch die Wälder. Schon hier war

die Melancholie über das nahende Ende

der Woche zu spüren. Einen schönen

Abschluss bildete die Kanutour auf dem

Klarälven retour nach Ekshärd. Bilanz der

Woche für die Prüflinge: zwei bestandene

Prüfungen und wertvollste Erfahrungen,

die das Leben von dem Einen oder Anderen

wohl nachhaltig auf den Kopf stellen

wird!

18

Die Wildnis 2 / 2012


Die Ausbildung

Meine Bilanz der Woche sind eine riesige

Menge an Bildmaterial, akutes Skandinavienfieber

und ein hohes Maß an Respekt

für die Arbeit des IWV e.V.

© Maren Krings, 360ºPhotography

www.360-photography-mk.de

Die Wildnis 2 / 2012

19


Die Ausbildung

Wenn Dir die Luft weg bleibt…

Akklimatisierung, Taktik und Tipps zum Wandern in großen Höhen

Alexander Dreßen – Mount Everest Basislager,

Anapurna Runde, Kilimandscharo,

6000er wandern in der Atacama…, alles

Touren welche auf dem Wunschzettel

des einen oder anderen ambitioniertem

Wanderer stehen. Technisch einfach, gute

Erreichbarkeit, gute Infrastruktur dadurch

relativ geringer logistischer Aufwand und

obendrein landschaftlich einmalig, erfreuen

sich diese Touren zu Recht einer

großen Beliebtheit. Aber beim Wandern

in großen Höhen ist Vorsicht geboten!

Kurzatmigkeit und schneller Puls, oder

sogar Kopfweh und Schwindel… Manche

kennen dieses Phänomen vielleicht

schon, wenn sie innerhalb kurzer Zeit einen

großen Höhenunterschied hinter sich

gebracht haben, z.B. wenn sie mit der

Seilbahn auf die Aiguille du Midi (3842 m)

gefahren sind, oder in La Paz (4061 m) auf

dem Flughafen El Alto den Flieger verlassen

haben.

Was ist in großen Höhen so anders

als bei uns im Tal?

Prinzipiell geht es um das Sauerstoffangebot.

Die Luftzusammensetzung ist

identisch, unabhängig von der Höhe.

Aber mit steigender Höhe, sinkt der Luftdruck,

dadurch «dehnt» sich die Luft aus,

es steht also im gleichen Raum weniger

Sauerstoff zur Verfügung. Faustregel: Je

größer die Höhe, desto weniger Luft! Auf

5500 m stehen etwa nur noch 50%, auf

dem Mount Everest gar nur noch 30% zur

Verfügung. Dadurch sinkt die Leistungsfähigkeit

des Körpers, aber auch die Regenerationsfähigkeit

rapide, wenn nicht mit

einer guten Akklimatisierung dagegen

gearbeitet wird.

20

Die Wildnis 2 / 2012


Die Ausbildung

Wie reagiert der Körper?

Wie schon erwähnt, versucht der Körper

das geringere Sauerstoffangebot durch

eine schnellere Atemfrequenz und einem

höheren Puls auszugleichen. Diesen Vorgang

nennt man Adaption. Setzt man sich

nur für wenige Stunden größeren Höhen

aus und kehrt dann ins Tal zurück sind keine

weiteren Symptome / Beschwerden zu

erwarten. Bleibt man jedoch in der Höhe

und / oder steigt sogar weiter auf kann es

zu ersten Anzeichen von Höhenkrankheit

kommen. Ab diesem Zeitpunkt kommt

dann die Akklimatisation ins Spiel.

Was ist Akklimatisation (Akkli)

und wie funktioniert sie?

Kurz gesagt geht es bei der Akkli darum,

dass die Anzahl der roten Blutkörperchen

erhöht wird. Diese sind für den

Sauerstofftransport im Körperkreislauf

zuständig. Die Bildung von roten Blutkörperchen

wird durch sog. Höhenreize begünstigt.

Leider ist die Bildung von roten

Blutkörperchen ein relativ langwieriger

Prozess, welcher je nach Veranlagung des

Einzelnen zwischen ein bis drei Wochen

dauern kann.

➜ klassisches Vorgehen bei der Akkli

- vor der Abreise möglichst hohe Touren

mit hohen Übernachtungen in den Alpen

unternehmen

- der tägliche Höhengewinn bei einem

Aufstieg über 3000 m Meereshöhe sollte

sich bei 400-700 m einpendeln. Dabei

ist nicht die absolut höchste erreichte

Höhe des Tages von Relevanz, sondern

die Schlafhöhe ist ausschlaggebend!

➜ «Go high, sleep down!»

- sollte eine größere Höhendistanz zwischen

den beiden Schlafhöhen zurückgelegt

werden müssen, sollte ein

sogenannter Akklimatisierungsstop

eingelegt werden. D.h. 1 – 3 aktive Ruhetage

einlegen.

- langsam gehen

- viel trinken, 3 – 5 Liter täglich (durch

die erhöhte Atmung und die trockene

Höhenluft ist die Dehydrierung des Körpers

eine sehr ernste Angelegenheit)

- ab einer Höhe von 5500 m ist keine Akkli

mehr möglich, hier gibt es nur noch

eine mehr oder weniger erfolgreiche

Adaption. Bereits ab dieser Höhe kann

sich der Körper nicht mehr regenerieren,

d.h. sogar im Schlaf baut der Körper

an Substanz und Energie ab. Je höher

man darüber hinaus gelangt, desto

schneller und eindeutiger zeigen sich

körperliche «Zerfallserscheinungen».

Ab ca. 7500 m spricht man von der sog.

«Todeszone» in der der menschliche

Organismus, ohne der Zuführung von

zusätzlichem (künstlichem) Sauerstoff,

lediglich für wenige Tage in der Lage ist

zu überleben.

Leider gibt es kein Patentrezept zur

Akkli, welches für jeden Menschen gleich

zutreffend ist. Fakt ist, dass die Akkli

unabhängig vom Fitnesszustand, dem

Alter, oder von der Erfahrung in großen

Höhen durch bereits vergangene Touren,

der jeweiligen Person ist. So gibt es z.B.

Profibergsteiger, welche generell nicht in

der Lage sind, sich auf Höhen von über

5000 m zu akklimatisieren, oder auch ein

Reinhold Messner war mehr als nur einmal

Höhenkrank.

Als kleines Beispiel und zur Veranschaulichung

einer möglichen Akklitaktik,

möchte ich den Akkliverlauf meiner

Expedition zum Aconcagua aufführen.

Die Wildnis 2 / 2012

21


Die Ausbildung

Akkli Aconcagua

Höhe in m

7500

7000

6500

6000

5500

5000

4500

4000

3500

3000

2500

2000

1500

1000

500

0

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17

Tage

Höchste Tageshöhe

Schlafhöhe

Gefahren

- Erhöhung der Pulsfrequenz

Gefahren Schlägt die Akkli fehl, lauten die - Kurzatmigkeit

Schlägt Schlagwörter die Akkli fehl, akute lauten Höhenkrankheit die Schlagwörter (acute

= mountain AMS), Höhen-Lungenödem sickness = AMS), Höhen- (high altitude - Schlaflosigkeit pulmonary edema = HAPE) und

akute - Appetitlosigkeit Höhenkrankheit (acute mountain

sickness

Höhen-Hirnödem Lungenödem (high altitude cerebral pulmonary edema - = HACE) Übelkeit, mit Erbrechen denen man sich im Vorfeld

einer solchen edema Tour = HAPE) beschäftigen und Höhen-Hirnödem

sollte. - Schwindel

(high altitude cerebral edema = HACE) mit - Konzentrations- bzw. Koordinationsschwierigkeiten

Was ist denen AMS? man sich im Vorfeld einer solchen

AMS tritt Tour dann beschäftigen auf, wenn sollte. die Akkli nicht vollständig ➜ man oder leidet zu schnell selten an durchgeführt nur einem dieser wurde,

oder sich der Körper schlicht nicht an die Höhe gewöhnen Symptome, kann. meistens ist es eine «nette»

Die akute Höhenkrankheit (AMS) wurde vereinzelt bereits auf Höhen von ca. 2500m

Was ist AMS?

Kombination aus mehreren…

nachgewiesen. Das ist aber die Ausnahme. Zu erwarten ist sie bei einer Fehlanpassung an

AMS tritt dann auf, wenn die Akkli nicht

die Höhe, ab einer Höhenlage von 3000-3500m und äußerst sich wie folgt:

vollständig oder zu schnell durchgeführt Was ist zu tun, wenn sich Symptome

von AMS einstellen?

- Kopfschmerzen

wurde, oder sich der Körper schlicht nicht

- Erhöhung der Pulsfrequenz

-

an

Kurzatmigkeit

die Höhe gewöhnen kann.

Eigentlich gibt es nur ein probates Mittel

gegen AMS. Dieses lautet Abstieg um

- Appetitlosigkeit

Die akute Höhenkrankheit (AMS) wurde

Schlaflosigkeit

vereinzelt bereits auf Höhen von ca. min. 500 – 1000 m, im Zweifel auch noch

-

- 2500m Übelkeit, nachgewiesen. Erbrechen Das ist aber die tiefer…

- Ausnahme. Schwindel Zu erwarten ist sie bei einer Medikamente lindern nur die Symptome,

aber bekämpfen nicht die Ursachen!

- Fehlanpassung Konzentrations- an die bzw. Höhe, Koordinationsschwierigkeiten

ab einer Höhenlage

leidet selten von 3000 an nur – 3500m einem und dieser äußerst Symptome, Ignoriert meißt man ist es die eine Symptome von AMS

man

„nette“ sich Kombination wie folgt: aus mehreren… und / oder steigt weiter zu schnell auf

- Kopfschmerzen

wird es richtig Ernst!

22

Die Wildnis 2 / 2012


Die Ausbildung

Höhen-Lungenödem, HAPE

Der Sauerstoffmangel verursacht eine

Erhöhung des Blutdrucks im Lungenkreislauf.

Das Maß dieser Blutdruckerhöhung

ist individuell sehr unterschiedlich. Wasser

wird aus den Kapillaren in die Lungenbläschen

gedrückt und wirkt als Diffusionshindernis

für den Sauerstoff. In den

betroffenen Lungenbereichen wird damit

eine Sauerstoffaufnahme unmöglich. Lapidar

könnte man sagen, der Erkrankte

ertrinkt im Hochgebirge…

Typische Anzeichen von HAPE sind rasselndes

Atmen und allgemeine Atemschwierigkeiten,

später Husten mit blutigem

Auswurf. Hauptsymptom für HAPE

ist aber ein plötzlicher, dramatischer Leistungsabfall.

Wird HAPE nicht durch umgehenden

Abstieg entgegengewirkt, endet es i.d.R.

tödlich!

Höhen-Hirnödem, HACE

Der gestörte Flüssigkeitshaushalt und

Sauerstoffmangel im Gehirn verursachen

eine Schwellung im Gehirn. Durch den

erhöhten Druck entstehen Koordinationsprobleme,

Halluzinationen, Bewusstlosigkeit.

Neben der direkten Gefahr

erhöht sich durch die schlechte geistige

und körperliche Verfassung das Risiko von

Unfällen z.B. durch Sturz oder Fehleinschätzung

des Terrains. Teilnahmslosigkeit

des Betroffenen, Bewusstseinsstörungen,

Desorientiertheit sind ein relativ sichere

Anzeichen. HACE entwickelt sich im allgemeinen

über mehrere Tage.

Wird HACE nicht durch umgehenden

Abstieg entgegengewirkt, endet es i.d.R.

tödlich!

Maßnahmen im Ernstfall

Auch hier gilt, absteigen und zwar so

schnell und tief wie möglich!

Ist bei einem auftretenden Fall HAPE

oder HACE ein unmittelbarer Abstieg

nicht möglich, kann mit einem sog. Certeg-Bag,

vorübergehend, die Symptome

soweit eingedämmt werden, bis der Erkrankte

in der Lage ist abzusteigen. Ein

Certeg-Bag ist ein luftdichter Sack, in den

der Patient gelegt wird und welcher dann

aufgepumpt wird. Durch den Überdruck

im Sack wird eine niedrigere Meereshöhe

simuliert…

Zu einer möglichen Medikation, möchte

ich mich nicht näher äußern, schließlich

bin ich kein Mediziner. Nur soviel, leichte

Schmerzmittel und Diamox gehören

in die Reiseapotheke für den akuten Fall,

sollten aber nicht als generelle Prophylaxe

für eine vermeintlich bessere Akkli

konsumiert werden!

Fazit

Keine Sorge, die Sache mit der Akkli

klingt komplizierter als sie in Wirklichkeit

ist. Nehmt Euch ausreichend Zeit,

fotografieren, die Landschaft bewundern,

sich mit Einheimischen unterhalten,

sind dafür probate Mittel und sollten

sowieso im Mittelpunkt einer jeden

Tour stehen. Trinkt viel, ganz wichtig!

Hört auf Euren Körper und reagiert

nicht über. In den ersten Tagen auf einer

Höhe zwischen 4000-5000m haben

viele Menschen leichtes Kopfweh, leichten

Husten, können nicht richtig schlafen

oder haben einen hohen Puls. Kein

Grund zur Panik, macht einen oder zwei

Pausentage…

Ein Fingerpulsoxymeter (damit wird

die Sauerstoffsättigung im Blut gemessen,

gibt es für rund 50 Euro) kann Euch

eine große Hilfe sein, außerdem entwickelt

sich damit in der Wandergruppe

ein erstaunlich positive Eigendynamik,

weil jeder will die besten Werte haben.

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Regionalgruppen

Regionalgruppe Süd

Roland Kranz – Vom 13. – 15.7.2012 hat

bei uns auf dem Flatzhof endlich wieder

einmal ein Regiogruppen-Treffen stattgefunden.

Die teilnehmenden Personen und

Mitglieder waren Markus Schnizl, Martin

Ellemunter mit seinen zwei Kindern, die

Familie Flatz Kranz mit fünf Personen und

Martin Frasch. Von meiner Person wurden

noch Gäste eingeladen: Familie Garcia und

die Familie Limberger mit je 5 Personen.

Eigentlich war es so geplant, dass

wir an die Rottach gehen wollten. Das

schlechte Wetter hat uns aber dazu gezwungen,

alles zu uns auf den Hof und

die Umgebung zu verlegen.

Am Samstagmorgen, so gegen 9.00

Uhr, sind die meisten aus dem Zelt gekrochen.

Nachts hatte es richtig geschüttet,

was nur so runter kommen konnte, was

uns aber nach dem Frühstück nicht davon

abhalten konnte, in den nahegelegenen

Hausbach einzusteigen.

Der Spaßfaktor war von der ersten

Wasserberührung an sehr hoch und die

Kids (auch die Alten) waren nicht mehr zu

bremsen. Mit voller Ausrüstung und Kleidung

durch das Nass – einfach nur geil.

Die Anreise war am Freitag, wo dann

auch der Letzte so gegen 19.30 Uhr da

war. Aber bei einer Anfahrt von 300 km

ist das ja nicht zu verachten. Danke an

Martin Ellemunter und seine Kids.

Als das Lager eingerichtet war und die

Kinder die erste Kleidungsgarnitur bereits

durch hatten, wurde gemeinsam das

Abendbrot hergerichtet. Wie immer ging

es bis spät in die Nacht hinein bis der

Letzte aufgab.

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Die Wildnis 2 / 2012


Die IWV-Infos

Der Hochgenuss ist dann immer der

Hausbach-Durchbruch – was allerdings

auch etwas Mut erfordert, aber fast alle

haben es dann gepackt. Immerhin lag die

Wassertemperatur nicht bei 27 Grad sondern

bei ca. 12 Grad!

Nach so viel Wasserabenteuer ging es

dann zu einem Platz, wo wir mit den Feuer-Sticks

Feuer machten und das alles in

nassen Klamotten – mein Respekt an alle.

Nach mehreren Versuchen hat‘s dann

auch geklappt, schließlich war trockener

Zunder Mangelware.

Kurz aufgewärmt und eine Brotzeit zu

sich genommen, ging es zur nächsten Aktion:

das Abseilen! Das bewältigten alle

Die Wildnis 2 / 2012

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Die IWV-Infos

und hatten ihren Spaß, sogar die kleine

3-jährige.

Mit großer Begeisterung und viel Abenteuergesprächen

wanderten wir zurück

zum Flatzhof. Der angestaute Hunger

wurde mit einem sehr feinen Rehgulasch

gestillt. Der Abend war es mit Spielen,

plaudern und Beisammensein sehr gemütlich

und lies den erlebnisreichen Tag

schön ausklingen. Das sind dann die Momente,

wo es sich lohnt hier dabei gewesen

zu sein und man sich freut, im IWV

Mitglied zu sein.

Am Sonntag ging es nach dem Frühstück

und angeregtem Plaudern bereits

ans Aufräumen und Lager abbrechen.

Kontakt Regionalgruppe Süd:

Thomas Fischer

info@expedition-allgaeu.com

Ich für meinen Teil habe wieder viel mitnehmen

können von dem super schönen,

aber verregneten Regiogruppen-Treffen

hier im Allgäu, und will allen Beteiligten

nochmals meinen Dank aussprechen für

die Teilnahme und den tollen unkomplizierten

Ablauf.

Ich freue mich bereits auf das nächste

Treffen, das Martin Ellemunter bei Garmisch

organisiert.

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Anschlagbrett

Impressum

Zu Verkaufen

Zelt Helsport für zwei Personen

neuwertig 2 x gebraucht Euro 160,00

1x Exner Daunenweste

etwas älter jedoch kaum gebraucht.

Gr. L, top Zustand Euro 50,00

1x Fjällräven Daunenjacke

gekämmtes G1000.

Gr. L, ca 1 Jahr alt Euro 120,00

1x Fjällräven Yupik Parka

Farbe schwarz.

Gr. XS, neu unbenützt Euro 260,00

1x Helsport Daunenjacke

Summit Light, Farbe schwarz.

Gr. L, neu unbenützt Euro 250,00

1x Lundhags Winterstiefel

mit herausnehmbarem Innen Filz.

Gr. 44, neuwertig Euro 200,00

1x Exped Schneesäge

neu Euro 60,00

Kontakt und Infos:

Roland Kranz, Tel.: +49 (0)8387- 924742

Mail: roland.kranz@wildnisfuehrer.de

Outdoor-Ausrüstung

Spezial Angebot für IWV‘ler

Fjällräven Bekleidung / Zelte / Schlafsäcke

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Lundhag Bekleidung / Rucksäcke / Schuhe

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Helsport Zelte / Schlafsäcke / Bekleidung

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Ferngläser / Kompasse

Spreuboote Boote / Bootsbedarf

Edelrid Bergsport- / Kletterausrüstung

Primus Kocher / LED Lampen / Stirnlampen

/ Kochsetts / Zubehör

Inook Schneeschuhe / Wanderstöcke

Herausgeber:

IWV – Intern. Wildnisführer Verband e.V.

winfried.barger@wildnisfuehrer.de

www.wildnisfuehrer.de

Redaktion und Layout:

Christian Weidmann

christian@avw.ch

www.avw.ch

Lektorat:

Evelin Goldmann, München

Auflage:

500 Stück

Titelbild:

«Open-Air Hotel» in Värmland, Schweden,

Prüfungslehrgang, Foto: Maren Krings

Bild Umschlag Rückseite:

Regen im Store Mosse Nationalpark,

Schweden, April 2012

Mitwirkende

Texte:

Uwe Szymborski

Hajo Späthe

Evelin Goldmann

Maren Krings

Alexander Dreßen

Roland Kranz

Christian Weidmann

Bilder:

Hajo Späthe

Evelin Goldmann

Maren Krings

Jörg Rädel

Alexander Dreßen

Roland Kranz

Christian Weidmann

Kontakt:

Roland Kranz

roland.kranz@wildnisfuehrer.de

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