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Arbeit ist mehr,

als Geld verdienen

Selbstverwirklichung

Selbstwert

Arbeitszeit

Soziale Sicherheit

Arbeitsrecht

Lernen

Gehalt


DIE VERGANGENHEIT

von Arbeitnehmer/innen

Erste Manufakturen

entstehen

»Siegeszug der

Dampfmaschine«

• Arbeitszeiten bis 16 Stunden/Tag

• Löhne – am Tiefststand, Kinderarbeit

• Frauen erhalten ½ des Lohnes,

Kinder ¼ des Lohnes

• KEINE Sozialgesetze

(nichts für Krankheit, Alter, Unfall,…)

17. bis 19. Jahrhundert

• Hohe Preise

• Sonn- und Feiertagsarbeit

• Ausbeutung und Wohnungselend

• Menschen sterben an Hunger und Krankheit

2


DIE VERGANGENHEIT

von Arbeitnehmer/innen

• Arbeiterwohnung um 1900

»So sah eine typische arme Arbeitnehmerfamilie

in ihrer kargen und beengten Wohnung aus.«

• Almosen, statt Sozialgesetzgebung -

Gnade statt Rechte!

17. bis 19. Jahrhundert

»Reiche gnädige Frau gibt armen

Arbeiterkind gebrauchte Stiefel

als Almosen«

3


DIE VERGANGENHEIT

von Arbeitnehmer/innen

• Keine Pension für

Arbeiter/innen

Den Alten verweigern

sie die Versorgung!

• Keine Kranken- und

Unfallversicherung

Krank zu werden konnte für Arbeitnehmer/innen

den Ruin bedeuten!

17. bis 19. Jahrhundert

• Durchschnittslohn für Angestellte 1925:

Schilling 233,–

Bsp.: 1kg Mehl kostete 1 Schilling,

1kg Brot 70 Groschen,

1 Liter Milch 50 Groschen

4


Arbeitsordnung

(Auszug)

für Londoner Angestellte

1870

1. Täglich vor Arbeitsbeginn ist das Büro gründlich auszufegen,

der Ofen auszuräumen und der Staub zu beseitigen.

2. Alle Angestellten sind dafür verantwortlich, dass der Arbeitsraum gut geheizt wird.

Jeder Angestellte hat einen gleichen Anteil Kohlen mitzubringen.

3. Privatunterhaltungen während der Dienstzeit sind grundsätzlich unerwünscht.

4. Die Normalarbeitszeit beträgt 12 Stunden. Wenn es die Arbeit erfordert,

muss jeder Commis ohne Aufforderung Überstunden machen.

5. Angestellte, die sich politisch betätigen, werden fristlos entlassen.

6. Es wird erwartet, dass sich jeder übermäßigem Tabak- und Alkoholgenuss enthält.

7. Ladies und hochgestellten Persönlichkeiten ist anständig zu begegnen.

8. Als Lektüre wird vor allem die Bibel empfohlen, jedoch sind auch andere

Bücher erlaubt, sofern sie sittlich einwandfrei sind.

9. Ein Angestellter darf sich nicht irren. Wer es mehrmals tut, wird entlassen.

10. Kranke Angestellte erhalten keinen Lohn. Jeder Verantwortungsbewusste

sollte von seinem Lohn eine gewisse Summe zurücklegen.

11. Wer dem Chef widerspricht, zeigt damit, dass er vor dem

Prinzipal keinen Respekt empfindet. Daraus ergeben sich Konsequenzen.

12. Urlaub nur in dringenden, familiären Fällen.

Lohn wird während dieser Zeit nicht gezahlt.

13. Weibliche Angestellte haben sich eines frommen Lebenswandels zu befleißigen.

14. Denken Sie immer daran: Tausende wären sofort bereit,

Ihren Arbeitsplatz einzunehmen.

15. Vergessen Sie nicht, dass Sie Ihrem Prinzipal Dank schulden.

Er ernährt Sie schließlich!


DIE VERGANGENHEIT

von Arbeitnehmer/innen

WIRTSCHAFTSKRISE 1929:

• Die Niedriglohnstrategie

der 30er Jahre schadet!

»Starker ökonomischer Geiz« bei hohem

Produktivitätszuwachs wie um 1930

schadet den ArbeitnehmerInnen und

der Wirtschaft.

(z.B. Amerika 1932: Massenarbeitslosigkeit verursacht,

Durchschnittslöhne fielen um 60%)

• Deshalb setzt sich die Gewerkschaft

u. v. a. verstärkt für eine

produktivitätsorientierte Lohnpolitik ein.

Wirtschaftskrise 1929

6


EIN SOZIALSTAAT

für mehr soziale Gerechtigkeit

SOZIALPARTNERSCHAFT

Die Gewerkschaft kann sich erfolgreich für

die Hebung des Lebensniveaus einsetzen!

• Einführung von Kinderbeihilfen

• Fortschritte bei der Sozialversicherung,

1955 konnte das allgemeine Sozialversicherungsgesetz

durchgesetzt werden!

(Pension-, Unfall-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung).

• Bei der Entgeltfortzahlung konnte sich die

Gewerkschaft durchsetzen.

Ebenso für das Prinzip:

„Krankheit unterbricht den Urlaub“.

Sozialpolitik nach 1945

• Arbeitszeitverkürzung um mehr Menschen am

Wachstum zu beteiligen und die Lebensqualität

der Menschen zuverbessern.

Positive Wirkung:

Soziale Ungleichheit wird reduziert!

7


HEUTE

Ein Land mit Sozialsystem

• Kommt uns zugute

• Genießt hohe Zustimmung

in der Bevölkerung

• Sozialsystem schafft ein Stück Freiheit.

• Soziales System gibt mehr Sicherheit und verleiht »auch

dem kleinen Mann« wirtschaftliche und soziale Stärke, die

sonst nur Vermögensbesitzer haben.

• Sozialsystem trägt

zu mehr Chancengleichheit

bei.

• Sozialsystem hat

positive gesamtwirtschaftliche

Effekte.

Heute

8


ERRUNGENSCHAFTEN

der Gewerkschaft

Das wurde in den letzten Jahrzehnten für Sie erreicht

bzw. wesentlich verbessert:

• Urlaubsgesetz

• Weiterbezahlung des Gehalts

während Urlaub/Krankenstand

• Angestelltengesetz

Grundlage für die Abfertigung Alt

• Mutterschutzgesetz

• 13 bezahlte Feiertage (sofern Arbeitstag)

• Absicherung der Ansprüche bei Insolvenz

• Arbeitszeit- und Arbeitsruhegesetz

• Schutzgesetz für Präsenz- u. Zivildiener

(Rückkehr zum Arbeitsplatz)

• Pflegefreistellung, Lehrlingsfreifahrt

• Verkürzung der Normalarbeitszeit

• Abfertigung alt und neu

• Zulagen und Zuschläge zum Gehalt

• Lohnsteuersenkung 2009 (Beschäftigten erhalten durchschnittlich

EUR 540,- mehr Geld/Jahr)

• Gehaltsrunden, Entgeltansprüche, Weihnachtsund

Urlaubsgeld per Kollektivvertrag u. v. m.

Diese Liste könnte Mann bzw. Frau

noch beliebig fortsetzen

Heute

9


URLAUB

5 Wochen Mindesturlaub

Kein Geschenk des Himmels, sondern ein

Verhandlungserfolg Ihrer Gewerkschaft!

In zähen und opferreichen Auseinandersetzungen wurde den

Unternehmern bzw. politischen Vertretungen vieles abgerungen.

Früher

ab 1920

ab 1946

Bis 1910 kein Urlaubsanspruch

(trotz härtester Arbeit!)

1 Woche Urlaubsanspruch erreicht

2 Wochen Urlaubsanspruch erreicht

ab 1965

ab 1977

3 Wochen Urlaubsanspruch erreicht

4 Wochen Urlaubsanspruch erreicht

Heute

5 Wochen Mindesturlaub

6 Wochen für 25 Dienstjahre

Sie profitieren von der Gewerkschaft!

Es ist in den letzten Jahrzehnten gelungen, Ihren

Urlaubsanspruch um das 2,5-fache zu erhöhen.

Heute

10


NORMALARBEITSZEIT

Verkürzung

OHNE den Einsatz der Gewerkschaft gäbe es

KEINE Arbeitszeitverkürzung!

Weil die Produktivität laufend stieg, forderte die Gewerkschaft

Arbeitszeitverkürzung um mehr Menschen am Wachstum zu

beteiligen.

ab 1947

ab 1960

ab 1970

ab 1975

ab 1985

48 Stunden-Normalarbeitszeit

45 Stunden-Normalarbeitszeit

43 Stunden-Normalarbeitszeit

40 Stunden-Normalarbeitszeit

weitere Herabsetzungsmöglichkeiten

der Wochenarbeitszeit

durch Kollektivverträge

Sie profitieren von Regelungen

zur Normalarbeitszeit.

Heute

11


WIRTSCHAFT

und Gehalt

Wer legt den Wert des Gehalts fest?

Kann ich den Wert meiner

Arbeit einseitig bestimmen?

»Geht’s der Wirtschaft gut, dann geht

es auch den Arbeitnehmern gut«

Stimmt das so?

Die Praxis sieht leider

oft anders aus!

Auch bei bester Wirtschafts -

lage werden Unternehmer

versuchen Gehaltsforderungen

abzuwehren!

Heute

12


WIRTSCHAFT

und Gehalt

Wir meinen:

Reichtum ist

wie Mist...

... gut verteilt, bringt er das

Land zum Blühen, auf einem

Haufen beginnt er zu stinken!

Keiner hat was davon, wenn

die Kaufkraft sinkt.

Liebe Wirtschaft,

ihr profitiert auch

davon, wenn ihr

Geld abgebt!

In Ländern ohne

ausreichender

Sozialpartnerschaft

gibt es starken

sozialen Unfrieden.

Heute

13


GEHALTSVERHANDLUNGEN

Gemeinsam stärker!

Es kann über nichts

verhandelt werden,

wenn man nicht zuvor

die Macht besitzt,

Verhandlungen

zu ermöglichen.

Saul Alinsky

(amerikanischer Menschenrechtler)

Die Gewerkschaft erreicht

nur durch viele Mitglieder

Heute

eine starke Verhandlungsposition.

14


GEHALTSVERHANDLUNGEN

Der Kollektivvertrag

Die Gewerkschaft und

die Unternehmervertretung führen

regelmäßig Gehaltsverhandlungen

...um die Geldverteilung nachhaltig

zu verbessern!

Für Sie!

Heute

15


GEHALTSVERHANDLUNGEN

Der Kollektivvertrag

Kollektivverträge sichern viele Ansprüche,

für die es KEIN Gesetz gibt:

Ein Vergleich:

Jährliche

KV-Gehaltserhöhungen

Mindestgehälter und

Einstufungen

Gehaltsvorrückungen

geregelte

Freizeitansprüche

höhere Zuschläge

bei Überstunden

Aufwandsentschädigung

bei Dienstreisen

Urlaubs- und Weihnachtsgeld

(13. und 14. Gehalt)


Das Gesetz sagt:

Dazu schweige ich

mich aus!

Dazu schweige ich

mich aus!

Dazu schweige ich

mich aus!

Dazu schweige ich

mich aus!

Dazu schweige ich

mich aus!

Dazu schweige ich

mich aus!

Dazu schweige ich

mich aus!


unser KV sagt:

JA

JA

JA

JA

JA

JA

JA

Je mehr Gewerkschaftsmitglieder es gibt,

umso besser

ist die Verhandlungsposition

und

die Durchsetzungskraft!

Heute

FÜR SIE.

16


GEHALTSVERHANDLUNGEN

Der Kollektivvertrag

… von der Gewerkschaft werden jährlich mit den

Arbeitgeberverbänden rund 500 Kollektivverträge

(KV) verhandelt.

Aufgaben Aufgaben des

des

Kollektivvertrages?

• Soziale Soziale Schutzfunktion

Schutzfunktion

• Ausschalten Ausschalten von

von

gegenseitigem

gegenseitigem

Unterbieten Betrieb

Unterbieten

• Rechtsanspruch

Rechtsanspruch

• Durchsetzung

Durchsetzung

im im Kollektiv Kollektiv

Der Der KV KV regelt: regelt:

• geschützte

geschützte

Gehaltsbasis

Gehaltsbasis

• Gehaltserhöhungen

• Vorrückungen

Vorrückungen

• Normal-Arbeitszeit

Normal-Arbeitszeit

• Kilometer-Geld

Kilometer-Geld

• Zulagen

Zulagen

• Freizeitansprüche

Freizeitansprüche

• Urlaubs- Urlaubs-und

und

Weihnachtsgeld, Weihnachtsgeld, . . ..

.

Geltungsdauer:

Geltungsdauer:

• Gilt Gilt nur nur für für gewissen

gewissen

Zeitraum Zeitraum

• Muss Muss laufend laufend neu

neu

verhandelt verhandelt werden!

werden!

Heute

17


NULL-LOHNRUNDE

Das kostet!

HABEN SIE GEWUSST, ...

... was eine einmalige Nulllohnrunde bei

EUR 1.500,– Monatsbrutto kostet?

JAHR Lohnerhöhung Einkommen Lohner höhung Einkommen

Differenz/

Jahr

laufend

Null-Lohnrunde

z.B. 2011

Verlust in €

2010 1.500,– (sind jährlich:) 1.500,– (sind jährlich:)

2011 2,0% 21.420,– 0,0% 21.000,– - 420,–

2012 2,0% 21.848,– 2,0% 21.420,– - 428,–

2013 2,0% 22.285,– 2,0% 21.848,– - 437,–

2014 2,0% 22.731,– 2,0% 22.285,– - 446,–

2015 2,0% 23.186,– 2,0% 22.731,– - 455,–

2016 2,0% 23.649,– 2,0% 23.186,– - 464,–

2017 2,0% 24.122,– 2,0% 23.649,– - 473,–

2018 2,0% 24.605,– 2,0% 24.122,– - 482,–

2019 2,0% 25.097,– 2,0% 24.605,– - 492,–

2020 2,0% 25.599,– 2,0% 25.097,– - 502,–

Verlust nach 10 Jahren (ohne Zinsen): in EUR - 4.599,–

Ihre Mitgliedschaft stärkt die Durchsetzungskraft

der Gewerkschaft bei den Kollektivvertragsverhandlungen!

Heute

18


ARMUT - REICHTUM

Ein Vergleich

• Wieviele Menschen besitzen wieviel Kapital?

Fakt: Österreich ist eines der reichsten Länder der

Welt. Reichtum und Vermögen sind jedoch ungleich verteilt.

So verfügen die reichsten 10% der ÖsterreicherInnen

über 2/3 des Gesamtvermögens – Tendenz steigend!

Der Rest besitzt nur 1/3.

Immer mehr Menschen sind auch in Österreich

armutsgefährdet!

10 % der

ÖsterreicherInnen

besitzen

2/3 des

Kapitals

90 % der

ÖsterreicherInnen

besitzen

1/3 des

Kapitals

Heute

19


ARMUTSQUOTE

• Armutsquote: Ein europäischer Vergleich

Im Durchschnitt sind in den Staaten der EU 15 rund 16% der

Bevölkerung aufgrund ihrer Einkommensverhältnisse vom Risiko

der Armut bedroht. Zwischen den Staaten bestehen jedoch

große Unterschiede.

• Wohlstandsverteilung, bessere Voraussetzungen

für sozialen Frieden!

Heute

Vergleich :

Gefängnishäufigkeit

im Jahr 2004.

Wie viele Personen

von 100.000 sind

im Gefängnis?

20


RÜCKBLICK

Wirtschaftskrise 1929

»Ihr sollt die verfluchten Tarifverträge und Regeln

abbauen …«

(Kurt Tucholsky 1930)

Ihr sagt: Die »freie« Wirtschaft müsse bestehen.

Eine schöne Wirtschaft! Für wen? Für wen?

Das laufende Band, das sich weiterschiebt,

liefert Waren für Kunden, die es nicht mehr gibt.

Ihr habt durch Entlassung und Lohnabzug sacht

eure eigene Kundschaft kaputtgemacht.

Denn unser Land besteht –

Millionäre sind selten –

aus Arbeitern und

Angestellten!

Und eure Bilanz zeigt mit

einem Male –

einen Saldo mortale!

Während Massen

stempeln gehen.

Die wissen, für wen!

Heute

21


WIRTSCHAFTSTHEORIEN

Zeitgeist Neoliberalismus

• »Der Markt regelt alles von selbst,

möglichst weg mit Regeln, Gesetzen,

Rahmenbedingungen, usw.«

• Umsetzung bei Reagan und Thatcher.

Auswirkungen: »Umverteilung von unten nach oben«, soziale

Unruhen, den Einnahmen aufgrund der Privatisierungen folgten

Handelsdefizite, verringerte Wettbewerbsfähigkeit der englischen

Wirtschaft, steigende Inflation, Wasserpreise stiegen

nach der Liberalisierung um bis zu 50%, usw.

• Die Ideologie des »reinen« Marktes hat zur Folge,

dass sie sich letztlich selbst schadet.

Weil der Markt immer kleiner wird und Menschen (KonsumentInnen)

deren Kaufkraft schwindet sich weniger von den

Produkten leisten können, die die Wirtschaft für sie produziert.

• Neoliberalismus und Deregulierung

sind KEINE Naturgesetze!

Nachhaltig funktionierende Märkte

brauchen Regeln!

Heute

22


AKTUELL

US-Finanzmarktkrise

Eine Bestätigung:

Auch Finanzmärkte brauchen klare Regeln!

• Entfesselte Finanzmärkte zeigen nur

allzu deutlich die Grenzen und Risiken

für unser gesamtes Wirtschaftssystem auf!

• Die angeblich so segensreiche Wirkung

von liberalisierten Finanzmärkten

(Freiheit von Regeln) ist in vielen Finanzkrisen

widerlegt worden!

Es benötigt eine

internationale

Regulierung der

Finanzmärkte!

Heute

23


DER WERT DES

österreichischen Sozialsystems

• Soziale Ungleichheit reduzieren,

Lebensrisiken absichern!

Das wurde durch Gewerkschaft erreicht:

Krankenversicherung

Unfallversicherung

• Spitalspflege

Pensionsversicherung

Arbeitslosenversicherung

• Arztleistung

• Medikamente

• Zahnbehandlung

• Wochengeld

• Spitalspflege

• Kur, Krankengeld

• Heilbehelfe

• Rehabilitation

• Versehrten- und

Hinterbliebenenrenten

• Arbeitsmarktförderung

• Arbeitslosengeld

• Notstandshilfe

• Alterspension

• Invaliditätspension

• Witwen - und

Waisenpension

• Grundsätzliche

Mitversicherung

(Ehepartner/

Kinder)

• Ohne Sozialsysteme wären

42% statt 12% der Bevölkerung

armutsgefährdet!

• Rund 98% der Bevölkerung haben

einen Krankenversicherungsschutz.

• Soziale Rechte sind die Basis einer

starken Gesellschaft!

Heute

24


ÜBER DIE GRENZEN

geschaut

Vergleich der

Krankenversicherungsbeiträge

(Quelle: Stmk. GKK – Zahlen, Fakten, Daten)

Arbeitnehmerin, verheiratet, 2 Kinder, Brutto EUR 1.817,00

• Krankenversicherungsbeitrag Österreich: EUR 69,41

• Krankenversicherungsbeitrag Schweiz: EUR 304,21

• Krankenversicherungsbeitrag Deutschland: EUR 124,42

Mit der Selbstverwaltung (Vertreter aus ArbeitnehmerInnen- und

ArbeitgeberInnenorganisationen) werden 98 % der ÖsterreicherInnen

durch die Krankenversicherung kostengünstig geschützt.

Szenario USA – England

(“schwache Gewerkschaft”)

Beispiel: USA

(Quelle: Staatliches Büro für Arbeitsstatistik, Washington)

• in Tarifverträgen ist KEIN Urlaubsanspruch enthalten.

• Gewährung des Urlaubs liegt im Ermessen des Arbeitgebers

• 60 % der Beschäftigten hatten 2003 KEINEN Urlaubstag

• ab 3 Jahre im Betrieb – Urlaub 10 Tage pro Jahr

• Entgeltfortzahlung – 5 bis 7 Tage pro Jahr

Beispiel: England – Gesundheitswesen

(Quelle: Stmk. GKK – Zeitschrift Xund)

• Finanzierung erfolgt überwiegend aus Steuern

• Patienten werden zu Operationen ins Ausland geschickt

• Wartezeiten bei Operationen bis zu 1,5 Jahren (Hüfte)

Heute

• Staatl. Versorgung der Dialysepatienten nur bis 65 Jahre.

• eigene Bettwäsche muss mitgebracht werden

25


MITEINANDER

erreicht man mehr!

In Ländern mit vielen Gewerkschaftsmitgliedern

erreichen Beschäftigte mehr und haben bessere

soziale Rechte!

Beispiel: USA Österreich Dänemark

Wieviel % der

Arbeitnehmer sind

Mitglied der

Gewerkschaft?


12,5%


32%


75%

Wieviel % der

Bevölkerung sind

NICHT krankenversichert?

16% 2% 0%

Wieviel Geld

bekommt ein

Arbeitnehmer staatl.

Pension, wenn das

Lebenseinkommen

im Durchschnitt mtl.

rd. 1.200,-

Euro beträgt?

rd 600,-

Euro

rd 960,-

Euro

rd 1280,-

Euro

Wieviel Anspruch

besteht auf

jährlichen

Mindesturlaub?

10 Tage 25 Tage

25 bzw.

28 Tage

bei Familie

Gewerkschaften nützen positiv

unserer Volkswirtschaft.

(Daten: Weltbankstudie 2005)

Heute

26


GEWERKSCHAFT

Arbeiterkammer

PARTNER, ABER UNTERSCHIEDLICHE AUFGABEN!

Gewerkschaft

Fordert, verhandelt und

sichert jährlich

Kollektivverträge!

AK

Kann NUR das einfordern,

was die Gewerkschaft

erreicht!

Einsatz für Rechte und

bessere Gesetze (z. B.:

Urlaubsrecht, Abfertigung neu)

Freiwillige Interessen-

Gemeinschaft als Verein

organisiert, daher unabhängig

Kampf- u. Organisierungsarbeit

ist möglich! (Aufgaben sind

mitgliederbestimmt)

Kann zu Protest- und

Mobilisierungsmaßnahmen

aufrufen! (Druck ausüben)

Branchenkenntnis

(quasi „Facharzt“)

Fachberatung und Betreuung

von Mitgliedern, Solidaritäts-,

Freizeit- und

Berufshaftpflichtversichert

und voller Rechtsschutz auch

bei ungewisser Rechtslage!

Begutachtung, Erhebungen,

Stellungnahmen zu

Gesetzesentwürfen

Gesetzliche Körperschaft –

daher abhängig vom

jeweiligen Gesetzgeber

(Aufgaben sind im Gesetz

genau geregelt)

KEIN Druckmittel

(wegen gesetzlicher

Rahmenbedingungen)

Allgemeine Kenntnis

(quasi „Prakt. Arzt“)

Allgemeine Beratung,

Konsumenteninformation, …

Rechtsschutz nur bei klarer

Rechtslage

Die Abschaffung einer der beiden

Organisationen vernichtet 50 Prozent

unserer Interessenvertretungen!

Heute

27


WAS GEMEINSAMES

Handeln bewirkt

Gemeinschaft bilden,

aktiv werden.

Erfolg haben!

Heute

28


+ PLUS

- Minus

EU: Arbeitszeit-

Verlängerung gestoppt!

Jugend –

Ausbildungsgarantie!

Ursprünglich wollte der EU-Ministerrat

die maximale Arbeitszeit

für Arbeitnehmer-/innen

massiv anheben.

Nach wiederholten heftigen

Protesten von Gewerkschaften

in ganz Europa konnte der

Vorschlag einiger EU-Mitgliedsländer

die maximale Wochenarbeitszeit

auf 65 Stunden zu

verlängern gestoppt werden.

PLUS +

Unter dem Titel „Arbeitsmarkt –

Zukunft 2010“ haben sich die Sozialpartner

auf konkrete Maßnahmen

zur Umsetzung der

Ausbildungsgarantie für Lehrlinge

geeinigt.

Qualität ist das Hauptkriterium für

Lehrstellenförderungen.

Wer trotz Förderung keine Lehrstelle

in einem Betrieb findet, kann in

überbetrieblichen Ausbildungszentren

einen Beruf bis zur Abschlussprüfung

lernen.

„Arme sollen

Gemüse anbauen!“

„Sollen auf 25 Prozent

vom Lohn verzichten!“

Heute

Fiona Swarovski wurde laut

Pressemitteilungen von TV Puls4-

Journalisten zum Thema

„Teuerung“ befragt und diese

erhielten u. a. die Antwort:

„Arme sollen auf der

Terrasse Gemüse wachsen

lassen….“

Paradelösung Gemüse anbauen,

sofern man überhaupt eine

Terrasse hat?

Erinnert das an Marie-

Antoinette? Die Habsburger-

Prinzessin empfahl, Kuchen zu

essen, wenn das Volk kein Brot

mehr besitzt.

MINUS –

Der Präsident der Industriellenvereinigung

hat ja tolle Ideen:

Veit Sorger will Arbeitsplätze

bei Produktionsrückgängen

sichern, indem die Beschäftigten

einen Teilausfall ihres

Lohns in Kauf nehmen.

Wieso? Werden deren Lebenserhaltungskosten

auch weniger?

Während ArbeitnehmerInnen über

Steuergelder Banken mit 100 Mrd.

Euro unterstützen und alles immer

teurer wird, sollten sie auch noch

auf ein Viertel des Lohns

verzichten.

29


DIE VERGANGENHEIT

von Arbeitnehmer/innen

Arbeitsordnung

(Auszug)

für Londoner Angestellte

1870

1. Täglich vor Arbeitsbeginn ist das Büro gründlich auszufegen,

der Ofen auszuräumen und der Staub zu beseitigen.

2. Alle Angestellten sind dafür verantwortlich, dass der Arbeitsraum gut geheizt wird.

Jeder Angestellte hat einen gleichen Anteil Kohlen mitzubringen.

Das war einmal –

die Arbeitsordnung

3. Privatunterhaltungen während der Dienstzeit sind grundsätzlich unerwünscht.

aus 1870!

4. Die Normalarbeitszeit beträgt 12 Stunden. Wenn es die Arbeit erfordert,

muss jeder Commis ohne Aufforderung Überstunden machen.

Soll so wieder

5. Angestellte, die sich politisch betätigen, werden fristlos entlassen.

die Zukunft aussehen?

6. Es wird erwartet, dass sich jeder übermäßigem Tabak- und Alkoholgenuss enthält.

7. Ladies und hochgestellten Persönlichkeiten ist anständig zu begegnen.

8. Als Lektüre wird vor allem die Bibel empfohlen, jedoch sind auch andere

Bücher erlaubt, sofern sie sittlich einwandfrei sind.

9. Ein Angestellter darf sich nicht irren. Wer es mehrmals tut, wird entlassen.

10. Kranke Angestellte erhalten keinen Lohn. Jeder Verantwortungsbewusste

sollte von seinem Lohn eine gewisse Summe zurücklegen.

11. Wer dem Chef widerspricht, zeigt damit, dass er vor dem

Prinzipal keinen Respekt empfindet. Daraus ergeben sich Konsequenzen.

12. Urlaub nur in dringenden, familiären Fällen.

Lohn wird während dieser Zeit nicht gezahlt.

13. Weibliche Angestellte haben sich eines frommen Lebenswandels zu befleißigen.

14. Denken Sie immer daran: Tausende wären sofort bereit,

Ihren Arbeitsplatz einzunehmen.

Zukunft

15. Vergessen Sie nicht, dass Sie Ihrem Prinzipal Dank schulden.

Er ernährt Sie schließlich!

30


ES GEHT UM DIE ZUKUNFT

Treten Sie ein dafür!

Viele Errungenschaften und Ansprüche

werden heute massiv in Frage gestellt!

Kein Tag vergeht, an dem man nicht das Wort

Krise, Nulllohnrunde, Abbau bzw. Ausverkauf

von ArbeitnehmerInnenrechten und Ringen

um bessere Gesetze hört.

Wir als Gewerkschaft sind dagegen,

dass das Rad der Geschichte

zurückgedreht wird und treten für

gerechtere Verhältnisse ein!

NUR WENN SIE EINTRETEN,

KÖNNEN WIR FÜR SIE STÄRKER AUFTRETEN!

Zukunft

31


WIE SOLL

die Zukunft aussehen?

• Welche Zukunft

wollen wir erleben?

• Welche Zukunft sollen

unsere Kinder erben?

• Wollen auch Sie erkämpfte

Rechte erhalten und

ausbauen?

Gestalten wir doch unsere

Zukunft gemeinsam!

Zukunft

32


ZUKUNFT BRAUCHT

Gerechtigkeit!

Wir stehen für:

• Soziale Gerechtigkeit

• Faire Wohlstandverteilung

• Gerechte Gehaltsentwicklung

• Starke Kollektivverträge und

Rahmenbedingungen

Gewerkschaft ist

wie Teamsport.

Gemeinsam können

wir mehr erreichen!

Für Sie.

Zukunft

34


ZUKUNFT BRAUCHT

auch dich!

Unser Leitbild:

Der erarbeitete Wohlstand

eines Landes muss den Menschen

zu gute kommen und ist nicht nur

in Aktienkursen zu messen!

»Nur wenn es den Menschen gut

geht, geht es langfristig auch der

Wirtschaft gut.«

Gemeinsam stärker.

GPA-djp.

Zukunft

35


IHRE WÜNSCHE

an die Zukunft

Sie haben Vorschläge zu Kollektivvertrag

oder Rahmenbedingungen?

Hier ist Platz für Ihre Wünsche und

Anregungen:

Zukunft braucht auch

ihr Engagement!

Zukunft

36


RECHTSSCHUTZ

Recht haben, Recht bekommen

Gewerkschaftsmitglieder sind

umfassend versichert:

Die GPA-djp verhilft jährlich tausenden

ihrer Mitglieder zu ihrem Recht!

• Rechtsberatung

• Intervention bei ArbeitgeberInnen

• Führung von Gerichtsverfahren

Im Jahr 2009 wurden durch den

GPA-djp Rechtsschutz 168 Millionen

Euro für die Mitglieder erstritten!

Der Rechtsschutz bietet:

• kostenlose Rechtsvertretung

Rechtsschutz

• Kostenübernahme von Sachverständigen

Gerichtsgebühren, Barauslagen und Prozesskosten werden

zur Gänze übernommen!

Mitglieder können ihre Rechte jederzeit

OHNE Kostenrisiko geltend machen!

38


VORSORGE & SICHERHEIT

Zusatznutzen

Eine spezielle Serviceleistung

der GPA-djp für Mitglieder:

• Berufshaftpflichtversicherung

Durch Versicherungsschutz bis zu EUR 75.000,-,

wenn Sie im Zusammenhang mit Ihrer beruflichen Tätigkeit

wegen verursachter Personen- oder Sachschäden von einer

dritten Person (ausgen. DienstgeberIn) auf,

Schadenersatz in Anspruch genommen werden.

• Berufsrechtsschutzversicherung

Versicherungsschutz bis zu EUR 15.000,-, wenn Sie

Schadenersatzansprüche wegen Schäden, die Sie in Ausübung

ihrer beruflichen Tätigkeit erlitten haben, geltend

machen.

• Solidaritätsversicherung

Bei Unfällen, Invalidität, Todesfall, Spitalsaufenthalt

Vorsorge und Sicherheit

• Unterstützungen

Bei Arbeitslosigkeit, Streik, Notfällen

39


GPA-djp CARD

Diese Card sichert Ihnen als GPA-djp

Mitglied Serviceleistungen und exklusive

Vorteilsangebote:

Die Card bietet:

• Ermäßigungen

bei Theater-, Museums- und Konzertbesuchen

• Preisnachlässe in diversen Geschäften

• Günstiger Zugang

zu Freizeit- und Sporteinrichtungen

• Preiswerte Angebote für den Urlaub

Sie finden alle Angebote in der Card-Broschüre.

Unter www.gpa-djp.at/card gibt es zusätzliche Angebote und

die Möglichkeit, einen Card-Newsletter zu abonnieren.

Vorteilsangebote

40


17 GUTE GRÜNDE

GEWERKSCHAFTSMITGLIED ZU SEIN!

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Urlaubs- und Weihnachtsgeld

(durch Kollektivvertrag geregelt, KEIN Gesetz)

Jährliche KV-Gehaltserhöhungen

(nur durch Kollektivvertrag geregelt, KEIN Gesetz)

Gehaltsvorrückungen, Reisevergütungen, ...

(durch Kollektivvertrag geregelt, KEIN Gesetz)

Höhere Überstundenzuschläge

(durch Kollektivvertrag geregelt, KEIN Gesetz)

Freie Tage bei Geburt, Übersiedelung, Eheschließung

(durch Kollektivvertrag geregelt)

Berufsspezifische Rechtsberatung

für alle Probleme am Arbeitsplatz (spart Zeit, Geld und Nerven)

mit

Gewerkschaft

JA

JA

JA

JA

JA

JA

ohne

Gewerkschaft

NEIN

NEIN

NEIN

NEIN

NEIN

NEIN

Kostenloser Rechtsschutz in arbeitsrechtlichen Streitfällen JA NEIN

Gewerkschaften gestalten auch Gesetze mit

(Lobbying für ArbeitnehmerInnenrechte, national/international)

JA

NEIN

Berufshaftpflichtversicherung bis 75.000 Euro JA NEIN

Berufsrechtsschutzversicherung bis 15.000 Euro JA NEIN

Gewerkschaftliche Zusatz-Arbeitslosenunterstützung JA NEIN

Arbeitgeber sind organisiert – warum sollten nicht auch

ArbeitnehmerInnen für Ihre Interessen organisiert sein?

Mit der Mitgliedschaft treffen Sie Vorsorge für Unterstützung

und Weiterentwicklung Ihres Dienstrechtes.

JA

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NEIN

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Card-Ermäßigungen bei Shopping, Kultur und Urlaub JA NEIN

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Hilfe und finanzielle Unterstützung für Mobbingopfer JA NEIN

Gratis Freizeit-Unfallversicherung (Spitaltagegeld, Invalidität) JA NEIN

Diese Vorteile können Sie verlieren! NEIN JA


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