FIRMENAUTO 2-3/2015

ETM.Verlag

Schwerpunkt Autonomes Fahren, Neuvorstellungen Skoda Fabia Combi, Land Rover Discovery Sport, Audi A1, Peugeot 308 GT, Kia Sorento; Fahrbericht Opel Corsa; Vergleichtstest Mittelklasse Kombis, Kostencheck beliebteste Kleinwagen, u.v.m.

FIRMEN AUTO

GESCHÄFTSWAGEN | FLOTTEN-MANAGEMENT | FINANZEN

HEFT 2-3/2015 | 80318 | € 4,00

www.firmenauto.de

GEWINNEN SIE EINEN TOYOTA AYGO

Große Leserwahl: Die besten Marken 2015

PRAXISBERICHT

Weltweites Flotten-Bestellsystem bei Thyssen Krupp

SCHON GEFAHREN

Land Rover Discovery Sport • Skoda Fabia Combi •

Kia Sorento • Peugeot 308 GT

VERGLEICHSTEST

Drei Kombis gegen den neuen VW Passat

Autonomes Fahren

Auswirkungen aufs Fuhrparkmanagement


www.volkswagen.de/grosskunden

So zeigen Sie Geschäftssinn.

Der neue Passat und Passat Variant.

So souverän wie Sie.

Wir müssen Ihnen nicht erklären, was einen guten Unternehmer ausmacht. Denn als erfolgreicher

Geschäftsmann zeigen Sie es jeden Tag. Nun können Sie Ihre Kompetenz einmal mehr unter Beweis

stellen: mit der Wahl des neuen Passat und Passat Variant als Zuwachs für Ihre Flotte. Denn dank

innovativer Technologien, flexiblem Raumangebot und niedriger Verbrauchswerte schreiben sie

die Erfolgsgeschichte ihrer Vorgänger weiter. Und Sie schreiben Ihre eigene.

Kraftstoffverbrauch des Passat in l/100 km: kombiniert 5,3–4,0, CO 2 -Emissionen in g/km: kombiniert 139–106. Kraftstoffverbrauch des

Passat Variant in l/100 km: kombiniert 5,4–4,1, CO 2 -Emissionen in g/km: kombiniert 140–107. Abb. zeigt optionale Sonderausstattung.


AUS DEM HEFT FIRMENAUTO 2-3-2015

Die Mär vom billigen Gas

Flottenmanager freuen sich über sinkende Spritpreise.

Diesel für knapp über einen Euro gab‘s schon seit

ewigen Zeiten nicht. Umso größer die Verwunderung,

als wir den VW Golf mit Erdgasantrieb an die

Zapfsäule steuerten: CNG kostet teils mehr als Diesel

Moment mal, hieß es nicht immer, die Schere zwischen

Erdgas und Diesel geht immer weiter auf Von

wegen. Was vor drei Jahren bei Dieselpreisen knapp

unter 1,50 Euro noch galt, ist jetzt passé. Umgerechnet

auf den Energiegehalt ist der Preisvorteil von CNG

gegenüber Diesel von 90 Prozent vor drei Jahren auf

nunmehr weniger als 30 Prozent geschrumpft.

Kurze Rückkehr aus dem Ruhestand

Martin Hahne (links) hatte sich schon in die Altersteilzeit verabschiedet, doch für Redakteurin Nicole Holzer

nahm sich der ehemalige Fuhrparkmanager von Thyssen Krupp nochmals einen halben Tag Zeit. Zusammen mit

seinem Nachfolger Marcel Müller erklärte er Nicole Holzer in der Konzernzentrale in Essen das weltweite Flotten-

Bestellsystem. Seit rund zehn Jahren arbeitet Hahne an diesem System, analysierte, wertete aus und verhandelte mit

unterschiedlichen Geschäftspartnern. Nun ist es geschafft: Mit dem Fleet-Ordering-System bündelt Thyssen Krupp

künftig weltweit die Auto-Bestellungen, verbessert dadurch die Konditionen und erhält volle Kostentransparenz.

Wie das Ganze funktioniert, lesen Sie auf Seite 28.

Der heimliche Held des Chefredakteurs

Hanno Boblenz gibt es zu: Er ist ein echtes Weichei. Ein Warmduscher. Einer, der

im Auto als Erstes die Sitzheizung einschaltet. Noch vor dem Radio. Als nun der

Winter tatsächlich auch in Stuttgart vorbeischaute, gab Boblenz den zum Modellcheck

(Seite 48) angetretenen Opel Corsa nicht mehr ab. Denn der hat nicht

nur eine Sitz-, sondern auch eine Lenkradheizung. Ein Extra, das außer Opel nur

wenige andere bieten. Und eines, das Boblenz immer als Erstes bestellen würde.

Fotos: Dino Eisele (1), Thomas Küppers (2)

Packt‘s der Passat

Er ist das meistverkaufte Flottenfahrzeug. Er gewinnt

Vergleichstests am laufenden Band. Und er ist nun

in der achten Generation neu auf dem Markt. Grund

genug für unser Testteam, den Qualitäten des VW

Passat Variant auf den Grund zu gehen. Ab Seite

54 lesen Sie, ob sich der VW gegen Hyundai i40, Opel

Insignia und Peugeot 508 durchsetzen kann.

IMPRESSUM

FIRMENAUTO – Geschäftswagen ·

Flottenmanagement · Finanzen

ISSN 1618-4998

Redaktioneller Gesamtleiter

und Herausgeber: Werner Bicker

Redaktion FIRMENAUTO/

www.firmenauto.de

Hanno Boblenz (Chefredakteur), Nicole

Holzer, Martin Schou

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Guido Borck, Urs Heck (Kollegium Völker),

Thilo Jörke (Dekra), Joachim Geiger,

Michael Harnischfeger, Alex Mannschatz,

Matthias Rathmann, Axel Schäfer (BVFM),

Guido Spötzl (Ecovis)

Grafik/Produktion:

Katja Reibold (Ltg.); Florence Frieser,

Frank Haug, Monika Haug,

Götz Mannchen, Oswin Zebrowski

Text:

Birte Labs, Isabel Link, Monika Roller

Internet: Thorsten Gutmann (Leitung);

Jan Grobosch (Grafik/Produktion)

Sekretariat, Leserservice:

Uta Sickel Tel.: 07 11/7 84 98-31

Verlag: EuroTransportMedia

Verlags- und Veranstaltungs-GmbH

Das Gemeinschaftsunternehmen von

Dekra, Motor Presse Stuttgart und VF

Verlagsgesellschaft

Geschäftsführer: Oliver Trost

Anschrift von Verlag und Redaktion:

Postfach 81 02 07, 70519 Stuttgart

Handwerkstraße 15, 70565 Stuttgart

Tel.: 07 11/7 84 98-31

Fax: 07 11/7 84 98-88

Internet: www.firmenauto.de

E-Mail: firmenauto@etm-verlag.de

Anzeigen: Thomas Beck

Tel.: 07 11/7 84 98-98

Fax: 07 11/7 84 98-29

Anzeigenverwaltung:

Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG

Anzeigenabteilung FIRMENAUTO

Gabi Volkert und Nicole Polta

Postfach, 70162 Stuttgart

Leuschnerstraße 1, 70174 Stuttgart

Tel.: 07 11/1 82-14 03

Vertrieb: Bernd Steinfeldt (Ltg.)

Gerlinde Braun, Tel.: 07 11/7 84 98-14

Sylvia Fischer, Tel.: 07 11/7 84 98-18

E-Mail: vertrieb@etm-verlag.de

Herstellung: Thomas Eisele

Druck: Dierichs Druck + Media

GmbH & Co. KG

Frankfurter Straße 168

34121 Kassel

Printed in Germany

Erscheinungsweise: jährlich 11 Hefte,

Einzelheft 4,00 Euro, Bezugspreis für

Deutschland jährlich 44,00 Euro. Studenten

bezahlen gegen Vorlage einer

Immatrikulationsbescheinigung 26,40

Euro im Inland. Bezugspreis für die

Schweiz jährlich 85,80 sfr, Bezugspreis

für Österreich jährlich 49,50 Euro, übrige

Auslandspreise auf Anfrage.

Die Mitglieder von Dekra erhalten

FIRMENAUTO im Rahmen ihrer Mitgliedschaft

als Beilage in trans aktuell. Höhere

Gewalt entbindet den Verlag von der

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nicht geltend gemacht werden. Alle

Rechte vorbehalten, © by ETM Verlagsund

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Fotos oder Zeichnungen übernimmt der

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2015

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Mehr Infos im Netz

FIRMENAUTO.de

Aktuelle Neuvorstellungen und

Tests mit allen technischen Daten

und Betriebskosten.

28 Fahrzeug-Bestellsystem

THYSSEN KRUPP

Der Konzern hat gemeinsam mit dem

Volkswagen Konzern ein weltweites

entwickelt.

Zusätzlich:

» Aktuelles vom Flottenmarkt

» Branchen-Trends

» Management-News

» Finanzierung

» Steuertipps

» Rechtsthemen

» Marktübersichten

42

LAND ROVER DISCOVERY SPORT

Der Nachfolger des Freelander orientiert

sich am erfolgreichen Range Rover Evoque.

Darstellung optimiert

für Smartphones aller

Hersteller!

/firmenauto

@firmenauto

Fotos: Dino Eisele (1), Thomas Küppers (1)

48

OPEL CORSA

Die fünfte Generation des Kleinwagens

kommt mit vier Ausstattungslinien und

vielen Assistenzsystemen. Der Modellcheck

hilft, den passenden Firmenwagen zu finden.


2-3/2015

SCHWERPUNKT AUTONOMES FAHREN

16 Recht Damit Autos autonom fahren dürfen, muss der Gesetzgeber handeln

18 Systeme Was ändert sich für Fahrer und Flottenmanager

20 Pilotprojekt Ab 2017 fahren 100 Volvo selbstständig durch

Göteborg. Testfahrt mit einem Prototyp

22 Einparken Wenn der Firmenwagen selbstständig seinen Parkplatz sucht

34

TOYOTA AYGO GEWINNEN

Jetzt bei den besten Marken

2015 abstimmen und einen

Kleinwagen gewinnen.

54

VERGLEICHSTEST

Vier Mittelklassekombis mit sparsamen Dieselmotoren:

Hyundai i40 Kombi, Opel Insignia Sports Tourer und Peugeot

308 SW treten gegen den neuen VW Passat Variant an.

MANAGEMENT

02 Impressum

08 Blickpunkt Nachrichten

10 Aus der Branche Personalien und Aktuelles

12 Aktionsplan Klimaschutz 2020 Bundesregierung will Klimaziele mit

Hilfe alternativer Antriebe und verbrauchsorientierter Maut erreichen

24 Zertifizierter Flottenmanager Teil II: Führungstechniken

28 Thyssen Krupp Weltweit einheitliches Fahrzeug-Bestellsystem

32 Fuhrparkmanagement Arval übernimmt Fahrerdirektkommunikation

34 Die besten Marken 2015 Mitmachen und einen Toyota Aygo gewinnen

36 Recht und Steuer Firmenwagen für privaten Nebenjob benutzen

AUTO

NEUVORSTELLUNGEN

40 Skoda Fabia Combi Kleinwagen-Kombi setzt wieder Maßstäbe

42 Land Rover Discovery Sport Neues Kompakt-SUV ersetzt Freelander

44 Audi A1 Neuer Schwung mit drei Zylindern

45 Peugeot 308 GT Die wilde Variante des kompakten Franzosen

46 Kia Sorento Vorstoß ins Premium-Segment

FAHRBERICHTE

48 Opel Corsa Der Kleinwagen im ausführlichen Modellcheck

54 Vergleichstest Mittelklasse-Kombis Hyundai i40, Opel Insignia und

Peugeot 308 fordern den neuen VW Passat heraus

60 Jeep Grand Cherokee 3.0 V6 Multijet Firmenwagen XXL

61 VW Golf TGI Bluemotion Kompaktwagen mit Erdgasantrieb

SERVICE + TECHNIK

62 Kostencheck Die beliebtesten Kleinwagen und ihre Kosten

66 Rückblick Renault Alpine A110

AUTOS IN DIESEM HEFT

Alfa Romeo Mito 0.9

Twinair 62

Audi A1 44, A1 Sportback

1.2 TFSI 64

Citroën DS3 62, C3 62

Fiat Punto 0.9 Twinair 62

Ford Fiesta 62/64

Hyundai i40 Kombi 1.7 CRDi

54, i20 1.2 64

Jeep Grand Cherokee 3.0 V6

Multijet 60

Kia Sorento 46, Rio 1.1

CRDi 62

Land Rover Discovery Sport 42

Mini Zweitürer 1.2 One 64

Mitsubishi Space Star 62

Opel Corsa 48/62/64, Insignia

Sports Tourer 2.0 CDTI 54

Peugeot 308 GT 45, 508 SW

Blue HDi 150 54, 208 62

Renault Clio 62/64

Seat Ibiza 1.4 16V 64

Skoda Fabia Combi 40, Fabia

53/62/64

Smart Forfour 1.0 62

Toyota Yaris Hybrid 53/62/64

VW Polo 53/62, Passat

Variant 2.0 TDI 54, Golf TGI

Bluemotion 61

Diese Artikel finden Sie im Internet

Mercedes GLE Neues SUV-Coupé: Angriff auf BMW X6

www.firmenauto.de/dgle

BMW 1er Neue Motoren, mehr Ausstattung: BMW überarbeitet die Kompaktklasse

www.firmenauto.de/bmw1

VW Cross Coupé GTE Seriennahe SUV-Studie

www.firmenauto.de/vcc

Versicherung Was tun, wenn‘s im Ausland kracht

www.firmenauto.de/uia

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 5


Alles drin: Tanken und Werkstattleistungen!

Die Multifunktionskarte

Unbegrenzte Möglichkeiten mit der

Tank & Service Karte für Ihre

eingeschlossenen Dienstleistungen:

Tanken und Werkstattleistungen in einer Karte

Tanken an über 19.000 Tankstellen in Europa

Umfassende Werkstattleistungen europaweit in

über 9.000 Werkstätten des Volkswagen Konzerns:

– Wartung & Verschleiß

– Reifenmanagement

– Schadenmanagement

Mit der Tank & Service Karte haben Sie und Ihre Dienstwagenfahrer die Möglichkeit, an über 19.000

Tankstellen zu tanken und die über die Volkswagen Leasing GmbH abgeschlossenen Dienstleistungen

direkt bei Ihrer Markenwerkstatt vor Ort in Anspruch zu nehmen – bargeldlos und ohne Mindestumsatz.

Auf Wunsch werden alle Daten in unserem Control and Reporting System FleetCARS konsolidiert, sodass

Sie jederzeit den vollen Überblick über Ihre Flotte haben.

Mehr Informationen unter www.vwfs.de/tankkarten

Dieses Angebot ist nur für Großkunden gültig und gilt nur in Kombination mit einem Leasingvertrag mit der Volkswagen Leasing GmbH.

* Die Tochtergesellschaften der Volkswagen Financial Services AG erbringen unter der gemeinsamen Geschäftsbezeichnung „Volkswagen Financial Services“ Bankleistungen

(durch Volkswagen Bank GmbH), Leasingleistungen (durch Volkswagen Leasing GmbH), Versicherungsleistungen (durch Volkswagen Versicherung AG, Volkswagen Autoversicherung

AG) und Mobilitätsleistungen (u. a. durch Volkswagen Leasing GmbH). Zusätzlich werden Versicherungsprodukte anderer Anbieter vermittelt.


19.000

Tankstellen

9.000

Werkstätten


BLICKPUNKT

STÄRKERE FÖRDERUNG FÜR E-AUTOS

Die Umsetzung der CO 2

-Ziele von 95 g/km ab 2021 ist nur mit

E-Mobilität möglich. Doch es fehlt an staatlicher Unterstützung.

Vom Ziel, Deutschland bis zum Jahr

2020 als Leitmarkt für Elektromobilität zu

etablieren, sind wir noch weit entfernt.

Hier ist die Politik gefordert. Für den

geplanten Markthochlauf müssen von ihr

noch Impulse gesetzt werden“, sagt VDA-

Chef Matthias Wissmann. Eigentlich sollte

2014 der Elektromobilität der Durchbruch

gelingen. Die Autoindustrie scheint das

Thema E-Mobilität auch ordentlich anzugehen.

„Die deutschen Hersteller bieten

bislang 17 Serienmodelle mit Elektroantrieb

an, in diesem Jahr folgen weitere

zwölf Modelle“, sagt Wissmann. Allerdings

fehlt noch die kaufende Kundschaft.

Der Fortschrittsbericht der Nationalen

Plattform Elektromobilität (NPE) umfasst

daher ein Bündel an Maßnahmen: Öffentliche

Unternehmen sowie Bund, Länder,

Städte und Gemeinden sollten vorangehen.

Weiterhin fordert die NPE, dass alle

Forschungs- und Entwicklungsprojekte

fortgeführt werden sollten. „Neben der

Sonderabschreibung könnte eine Beschaffungsinitiative

wichtige Impulse bringen“,

so Wissmann. Er geht davon aus,

dass sich E-Fahrzeuge

zuerst im

gewerblichen Bereich

durchsetzen.

Deshalb fordern

Experten auch

eine Sonderabschreibung

für

E-Autos. Damit könnten gerade diese

Fahrzeuge für Flottenbetreiber attraktiver

sein. Den Nachteilsausgleich auf der Nutzerseite

gibt es bereits. Doch der Erfolg

der Elektromobilität hängt laut Wissmann

Fahrerassistenzsysteme

Notbremse zeigt Wirkung

Neue, vor allem höherpreisige Autos sind mit einer Fülle von

Assistenzsystemen ausgestattet. Vom Notbrems-Assistenten

verspricht sich der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR)

am meisten. Nach einer vom DVR zitierten Studie der

Mercedes-Unfallforschung ist die Anzahl der schweren

Auffahrunfälle bei der aktuellen B-Klasse um 14 Prozent

zurückgegangen. Die heutigen, weiter entwickelten Notbremsassistenten

greifen automatisch ein, wenn der Fahrer

auf Warnsignale nicht reagiert. Mit diesem System könnte

sich der Rückgang der Auffahrunfälle verdoppeln, glauben

die Ingenieure. Dem entsprechen auch die Ergebnisse

der ADAC Unfallforschung, dass eine automatische Notbremse,

die nach der ersten Kollision auslöst, weitere Zusammenstöße

verhindern kann. Immerhin kam es bei einem Viertel

aller Auffahrunfälle nach dem ersten Zusammenstoß zu

mindestens einer weiteren Kollision des oder der Unfallautos.

Für die meisten Modelle sind bereits heute Notbremsassistenten

verfügbar. Eine herstellerübergreifende Übersicht,

welcher Wagen welches Assistenzsystem eingebaut

hat, liefert der DVR unter www.bester-beifahrer.de.

63,5

Millionen Fahrzeuge mussten 2014 weltweit aufgrund von Rückrufen

in die Werkstätten. Insgesamt gab es 800 Rückrufe. Mit über

30 Millionen zurückbeorderten Autos hatte General Motors ein

besonders schlechtes Jahr

Restwertindex

Gebrauchtwagen bleiben billig

Die Preise bei Gebrauchtfahrzeugen blieben im Jahr 2014 erstmals unter 35 Prozent der unverbindlichen

Preisempfehlung der Hersteller, ohne dass es zu erhöhten Finanzleasingraten gekommen ist. Das zeigt der

VMF-Restwert-Indikator des Verbandes markenunabhängiger Fuhrparkmanagementgesellschaften (VMF).

»In den letzten zwölf Monaten ist es zu einer leichten Verschlechterung der Marktpreise für Gebrauchtfahrzeuge

gekommen. Wenn diese Veränderung

der durchschnittlichen Wiederverkaufs werte

zu Leasingbeginn in die Kalkulation eingeflossen

ist, hat der Fuhrparkleiter kein Problem«,

sagt Michael Velte, VMF-Vorstand und

Geschäftsführer der Deutschen Leasing Fleet.

Seit 2012 fällt der Index und erreichte nun

mit 34,6 Prozent einen Tiefststand. Alles spreche

für eine Stabilisierung auf diesem Niveau.

Fotos: Fotolia (1)

8 FIRMENAUTO Februar/März 2015


EUROPÄISCHER FLOTTENMARKT

Die Unternehmen kaufen wieder mehr Firmenwagen

entscheidend davon ab, dass künftig eine

standardisierte, leicht zugängliche und

anbieterunabhängige Ladeinfrastruktur

etab liert wird. Der Bestand an Ladepunkten

reiche dafür nicht aus.

Der europäische Flottenmarkt zeigte sich 2014 in

guter Form. Mittlerweile stellen die gewerblichen

Zulassungen fast ein Viertel aller Pkw-Neuzulassungen

in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien

und Großbritannien. Mit 715.000 Neuzulassungen

und einem Plus von 9,3 Prozent ist Deutschland vorne

mit dabei. Der Zuwachs in Frankreich fiel mit 6,1 Prozent

vergleichsweise mager aus. Dagegen wuchs der

italienische Flottenmarkt um 17,2 Prozent. Spanien

übertraf die übrigen vier Märkte hinsichtlich des

prozentualen Wachstums, die Neuzulassungen

schnellten um 24,3 Prozent nach oben. Auch Europas

größter Flottenmarkt Großbritannien konnte 2014

erneut zulegen und verzeichnete mit 850.000 Neuzulassungen

den höchsten Wert.

Alle Angaben in Prozent.






+9,3

+6,1

Frankreich

+17,2

Italien

+24,3

Spanien

+14,2

Deutschland

Großbritan

nien

Quelle: Dataforce

Ältere Fahrer

Gefährliche Senioren

Plug-in Hybride

Mission Flottenverbrauch

Immer mehr Menschen machen sich Sorgen, dass

Senioren am Steuer ein Unfallrisiko darstellen. Laut

Umfrage des »Apothekenmagazins« befürchten

61,3 Prozent der 2.000 Befragten, dass Verkehrsteilnehmer

ab 60 Jahren zu einer Gefahr für sich und andere

werden. Interessant hierbei: Fast die Hälfte der

älteren Befragten (ab 60 Jahre) sieht das genauso.

Gleichzeitig wäre jeder vierte Autofahrer ab 60 Jahren

bereit, sich zur eigenen Sicherheit regelmäßig

einem Fahrtauglichkeitstest zu stellen. Derzeit haben

Senioren im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil

statistisch gesehen eine unterproportionale Unfallbeteiligung.

Allerdings spiegelt das auch ihre geringere

Verkehrsteilnahme als Autofahrer wider. Vor

allem in den Bereichen Vorfahrt, Abbiegen, Wenden

und Rückwärtsfahren haben ältere Autofahrer laut

Statistischem Bundesamt mehr Probleme als

der Durchschnitt.

Neuwagen

Immer mehr PS, immer weniger Verbrauch

Der Trend zu immer mehr Leistung setzt sich fort: 2014

erreichte die Motorleistung von Neuwagen im Schnitt den

Rekordstand von 140 PS. Im Vorjahr lag der Wert laut Center

of Automotive Research (CAR) bei 138 PS.

Zum Vergleich: 1995 lag der mittlere PS-Wert noch bei 95.

Als einen der wichtigsten Gründe für das Wachstum hat

CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer den SUV-Boom ausgemacht.

Darüber hinaus hat zumindest im vergangenen

Jahr der günstige Kraftstoffpreis diesen Trend

unterstützt. Parallel zum Leistungszuwachs

nimmt allerdings der Verbrauch ab – zumindest

auf dem Papier. Von 2003 bis 2014 sank

der CO 2

-Ausstoß von Neuwagen von 176 auf

133 g/km. Das entspricht 5,6 Liter Benzin

beziehungsweise fünf Liter Diesel.

Die deutsche Autoindustrie braucht Plug-in-Hybrid-

Modelle. Ohne die Halb-Elektroautos dürfte es unmöglich

werden, die künftigen CO 2

-Grenzwerte der EU einzuhalten.

Allerdings gibt es die Spritspartechnik vor allem in

der teuren Luxusklasse. Doch künftig sollen auch günstigere

Volumenmodelle vor allem Flottenkunden überzeugen

und diese zum Umstieg vom Diesel locken. So positioniert

etwa Volkswagen den Golf GTE als elektrische

Alternative zum GTD. Audi ist mit dem A3 e-Tron am Start,

ein A4 mit Plug-in-Technik folgt. Ebenfalls für 2015 wird

die Steckdosenversion der Mercedes C-Klasse erwartet.

Und das ist nur der Anfang. Ob die Rechnung der

Her steller aufgeht, muss sich noch zeigen. Schließlich sind

auch die relativ günstigen Plug-in-Hybrid-Varianten von

Toyota Prius oder Mitsubishi Outlander in Deutschland

keine Bestseller.

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 9


AUS DER BRANCHE

HIGHLIGHT FÜR TESTFAHRER

Firmenauto des Jahres 2015: Vom 27. bis 29. April findet

Europas größter Praxistest statt. Melden Sie sich jetzt an.

Sie lesen unsere Fahrberichte und

Vergleichstests Das gefällt uns. Aber

wieso nicht einmal selbst eine Testfahrt

mit den Auto-Neuheiten drehen und eigene

Erfahrungen sammeln und bewerten

Bei Firmenauto des Jahres (27. bis

29. April) haben Sie dieses Jahr wieder

die Möglichkeit, im Europa-Park Rust

mehr als 60 Modelle ausgiebig zu testen.

Darunter mehrere Elektroautos und Hybride.

Anhand Ihrer Meinung wird für

jede Fahrzeugklasse das Firmenauto des

Jahres 2015 gekürt. Firmenauto des Jahres

ist aber nicht nur Europas größter

Praxistest, sondern auch eine ideale Plattform

für Flottenmanager, um sich mit

Kollegen, Dienstleistern und Herstellern

über die neuesten Trends im Fuhrparkmanagement

auszutauschen. Beim Branchentreff

von Firmenauto sind für den

28. April Fachvorträge im Bereich Fuhrparkmanagement

geplant. Zusätzlich

steht Ihnen an beiden Tagen der Rechtsanwalt

Urs Heck von der Kanzlei Kollegium

Völker Rede und Antwort. Die Veranstaltung

ist in zwei Teilnehmergruppen

aufgeteilt: 27. bis 28. April und 28.

bis 29. April. Die Preisverleihung bildet

den Höhepunkt und findet wie gewohnt

in einem feierlichen Rahmen am Mittwoch,

den 29. April, statt. Gerne können

Sie auch hier teilnehmen. Seien Sie also

dabei und melden sich an unter:

www.firmenauto.de/fadj

Fahrzeugübergabe

Sprinter als Rettungswagen

Novofleet/Wollnikom

Führerscheinkontrolle

Der Tank- und Servicekartenanbieter Novofleet erweitert

sein Portfolio um den Bereich elektronische Führerscheinkontrolle.

Um den Service zu nutzen, müssen Novofleet-

Kunden einmal die Daten ihrer Fahrer online erfassen.

Die Führerscheine werden halbjährlich durch den Kooperationspartner

Wollnikom geprüft. Das System ist webbasiert,

die Kontrolle erfolgt per App. Davon profitiert auch

der Fahrer. Er muss nicht zu einer Prüfstation fahren und

ist nicht an Öffnungszeiten gebunden.

Pilotprojekt

Hamburger Behörden

stehen auf Carsharing

Carsharing erreicht nun Städte und Kommunen: Seit

Januar können die Mitarbeiter der Hamburger Behörden

im Rahmen eines Pilotprojekts für Dienstfahrten auf

Fahrzeuge des Carsharing-Anbieters Cambio zurückgreifen.

Die Autos (Ford Fiesta und VW Caddy) stehen auf

dem Gelände der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und

Innovation. Im Gegenzug verzichten die Beamten auf

drei Poolfahrzeuge. Außerhalb der Dienstzeiten stehen

die Autos allen Cambio-Kunden zur Verfügung. Für

Dienstfahrten gilt der Grundsatz, dass nur mit dem Pkw

gefahren werden darf, wenn dies mit öffentlichen Verkehrsmitteln

nicht möglich ist.

Drive Now

Auf Expansionskurs

Die Carsharing-Tochter von BMW und Sixt zieht eine

positive Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr. Der

Free-Floating-Anbieter Drive Now verdoppelte im Vergleich

zum Vorjahr die Zahl seiner Kunden auf 390.000.

Davon sind derzeit allein in Deutschland 365.000 angemeldet.

In diesem Jahr will Drive Now vor allem in Europa

und Nordamerika expandieren. Nach eigenen Angaben

hat sich Drive Now in den letzten Jahren als erfolgreichstes

deutsches Carsharing-Unternehmen etabliert.

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) hat 14 Rettungswagen auf Basis des Mercedes

Sprinter übernommen. Bei den 14 Fahrzeugen handelt es sich um

den 516 CDI Blue Efficiency mit Aluminium-Sandwichkofferaufbau von

Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeugbau. Die Sprinter verfügen

über einen 163 PS starken Dieselmotor, Hinterachsantrieb sowie 7-Gang-

Automatikgetriebe. Die Raumtemperatur im Fahrzeug regelt eine Klimaanlage

vorne und hinten sowie eine Luftzusatzheizung im Patientenraum.

Zusätzlich ist der Transporter mit einem Zuheizer mit Standheizungsfunktion

im Fahrerraum ausgestattet.

10 FIRMENAUTO Februar/März 2015


KOLUMNE

E-Mobility: Das Ziel fest im Blick

Sein Ziel zu kennen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Schon

Konfuzius sagte: »Wer das Ziel kennt, kann entscheiden; wer entscheidet,

findet Ruhe; wer Ruhe findet, ist sicher; wer sicher ist,

kann überlegen; wer überlegt, kann verbessern«. Wenn das Ziel

aber nicht 100-prozentig stimmt, können Entscheidungen gründlich

danebenliegen. Und wenn das Ziel utopisch oder zumindest

unrealistisch scheint, kann man schon mal die Ruhe verlieren.

Bei etwas mehr als 8.000 Neuzulassungen im letzten Jahr innerhalb

von fünf Jahren auf eine Million E-Fahrzeuge zu kommen,

ist so ein utopisches Ziel. So kam vielleicht auch eine skurrile

Ausnahmeregel zustande, die für Verwunderung und Aufsehen

gesorgt hat. Aufwand- und vor allem Risikoaspekte für deutsche

Fuhrparkbetreiber wurden dabei ausgeblendet. Denn die Fahrzeugkategorie

mit extremem Gefahrenpotenzial – die sogenannte

Sprinterklasse – dürfen seit dem 1.1.2015 auch Führerscheininhaber

der Klasse B (Beschränkung im Normalfall bis 3,5 Tonnen)

mit Elektroantrieb auch als Viertonner lenken. Hilft das

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Der Fuhrparkverband hat

nichts gegen die Elektromobilität. Auch nichts gegen Fördermaßnahmen.

Allerdings sollte das erste Ziel sein, Emissionen zu reduzieren.

Und dabei gilt es zu überlegen, mit welchen Antrieben man

dieses Ziel am schnellsten und wirtschaftlichsten erreichen kann.

Nichts spricht dafür sich wider besserer Erkenntnisse auf die Elektromobilität

als einzig förderungswürdige Antriebsart zu kaprizieren.

Fakt ist: Derzeit gibt es keine günstigere Art, Auto zu fahren als

mit Gasantrieb. Zum Glück verpflichtet die Clean-Power-for-

Transport-Richtlinie der EU-Kommission alle europäischen Staaten,

alternative Antriebe stärker zu fördern. So stimmt die beschlossene

steuerliche Förderung von Erdgasfahrzeugen über das

Jahr 2018 hinaus und die Verankerung im Klimaschutzprogramm

der Bundesregierung vorsichtig optimistisch.

Axel Schäfer

Geschäftsführer

Bundesverband Fuhrpark management

PERSONALIEN

Sebastian Mackensen (43) übernimmt ab 1. März 2015 die Leitung von Mini.

Mackensen kam 2013 zur BMW Group und verantwortet seit dem den Vertrieb

der Marke Mini. Der Diplom-Betriebswirt und Vertriebsprofi bringt darüber

hinaus Erfahrungen im In- und Ausland im Premiumsegment der Automobilbranche

mit.

Lars Bialkowski (43) wird zum Februar 2015 neuer Vertriebsdirektor bei

Nissan Europe. Er leitet den Bereich Sales in Deutschland, Österreich und der

Schweiz sowie den Bereich Distribution und Operations. Bialkowski, bisher

Direktion Dealer Network und Customer Quality, löst Steffen Cost ab, der in die

Geschäftsführung von Kia Motors Deutschland eingestiegen ist.

Carsten Schäfer leitet bei PS-Team das Flotteneinzelgeschäft. Schäfer ist seit

sieben Jahren beim PS-Team tätig. Schäfer soll als Business Unit Manager die

bestehenden Prozesse modifizieren und neue Prozesse implementieren. Sezay

Aktürk, zuvor Leiterin der Abteilung Großflotten, übernimmt als Business Unit

Managerin diesen Bereich von Carsten Schäfer.

Jens König (44) übernimmt von Jörg Ahlgrimm (l.) den

Fachbereich Dekra Unfallanalyse. Ahlgrimm, der den Fachbereich

27 Jahren leitete, verabschiedet sich in den Ruhestand. Sein

Nachfolger Jens König ist seit Dezember 2014 im Amt und leitet in

Personalunion auch die Dekra Unfallforschung.

Ola Källenius (45) ist seit 1. Januar 2015 Vorstandsmitglied der Daimler AG. In

dieser Funktion ist der gebürtige Schwede verantwortlich für Mercedes-Benz

Cars Vertrieb. Zuletzt war er Bereichsvorstand Mercedes-Benz Cars Vertrieb und

Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH. Källenius ist seit

1993 im Konzern tätig.

Harald Krüger (49) soll am 13. Mai 2015 die Aufgaben des BMW-Vorstandsvorsitzenden

Norbert Reithofer übernehmen. Krüger ist seit 1992 für BMW tätig

und seit 2008 im Vorstand. Zuletzt leitete Krüger das Ressort Produk tion.

Reithofer wechselt in den Aufsichtsrat. Dort will er sich zum Vorsitzenden

wählen lassen

Peter van Binsbergen (47) wird ab 1. März 2015 die Leitung der Vertriebsregion

Deutschland der BMW Group übernehmen. Der Ingenieur leitet derzeit

das Marketing und den Vertrieb des BMW Brilliance Joint Ventures in China.

Zuvor verantwortete er für das Marketing von BMW Japan sowie in der Konzernzentrale

die Entwicklung zukünftiger Vertriebsstrukturen der BMW Group.

Fotos: Fotolia (1), Thomas Küppers (3)

Flotten-Termine 2015

Veranstaltungen

■ Rechtsfragenseminar Bundesverband Fuhrparkmanagement

Wann 4. Februar

Wo Frankfurt (www.fuhrparkverband.de/veranstaltungen/

eventleser/rechtsfragenseminar)

■ Zertifizierter Fuhrparkmanager – neuer Kurs

Wann 12. März

Wo Berlin (www.dekra-akademie.de)

■ A.T.U-Fuhrparktreff

Wann 19. März

Wo Grevenbroich (www.atu-fuhrpark-treff.de)

■ Firmenauto des Jahres

Wann 27. bis 29. April

Wo Rust (www.etmevents.de)

Schadenmanagement

Schadenaufnahme per App

Kratzer im Lack, Beulen im Blech oder

Schäden im Kofferraum Die Schadenaufnahme

bei Leasing-Unternehmen,

Werkstätten und Kfz-Sachverständigen

ist oft langwierig und fehleranfällig.

Um diese Prozesse zu beschleunigen

und Übertragungsfehler

zu verhindern, entwickelt Softwarespezialist

c4c Engineering intelligente

Alternativen: Per App können

alle für die Schadenbewertung relevanten Bilder und Daten aufgenommen sowie die

entsprechenden Berichte verfasst werden. Die Daten lassen sich im Folgenden schnell an

Versicherungen, Gutachter, Anwälte, Werkstätten oder ins eigene EDV-System übertragen.

Auch digitale Unterschriften sind möglich.

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 11


MANAGEMENT | Politik

JEDE TONNE ZÄHLT

Die Bundesregierung hat das Aktionsprogramm Klimaschutz verabschiedet. Mehr E- und Gasautos

sowie eine verbrauchsabhängige Maut für Lkw sollen helfen, die Klimaziele der Regierung

zu erreichen.

Text: Matthias Rathmann, Hanno Boblenz

Die Probleme sind bekannt,

doch der Anspruch bleibt: Bis

2020 will die Bundesregierung den Ausstoß

des Treibhausgases CO 2 in Deutschland

um 40 Prozent im Vergleich zu 1990

verringern. Um das zu erreichen, sind

weitere Anstrengungen erforderlich. Im

vergangenen Jahr etwa reduzierte sich

der Schadstoffausstoß lediglich um

23,8 Prozent. Das Etappenziel hätte auf

dem Weg zur 40-Prozent-Marke schon

deutlich höher ausfallen müssen.

Erschwerend hinzu kommt, dass die

Emissionen im Jahr 2013 gegenüber dem

Vorjahr sogar leicht stiegen – von 940 auf

rund 951 Millionen Tonnen. Daher geht

die Große Koalition nun mit mehr Elan

ans Werk. Das soll der Aktionsplan

Klimaschutz 2020 beweisen. Dieser wurde

Anfang Dezember vom Bundeskabinett

verabschiedet.

Der Aktionsplan nimmt alle Bereiche

in die Pflicht und benennt Reduktionsziele

sowie Maßnahmen. »Gefordert sind

wir alle, alle Sektoren, alle Bürgerinnen

und Bürger, und je entschlossener wir

diese Aufgabe anpacken, desto leichter

und eher wird sie uns gelingen«, erklärt

Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks

(SPD) im Vorwort des Berichts.

Über alle Bereiche hinweg strebt die

Bundesregierung eine zusätzliche CO 2 -

Minderung in einem Korridor von 62

bis 78 Millionen Tonnen an. So sollen

vorrangig Gebäude besser isoliert, der

Stromsektor optimiert und die alternativen

Energien weiter ausgebaut werden.

Der Verkehrsbereich folgt an dritter Stelle.

Er soll die CO 2

-Emissionen um bis zu

zehn Tonnen drücken und liegt damit fast

gleichauf mit dem Punkt »klimafreundliches

Bauen und Wohnen«, der zu einer

Fotos: Fotolia (1)

12 FIRMENAUTO Februar/März 2015


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MANAGEMENT | Politik

CO 2

-Minderung von 5,7 bis 10 Millionen

Tonnen führen soll.

Verlängerte Förderung von Gasautos

Einen gehörigen Beitrag fürs bessere Klima

sollen Elektroautos übernehmen. Ihr

Anteil soll auf eine Million im Jahr 2020

beziehungsweise sechs Millionen bis

2030 steigen. Außerdem sollen Erd- und

Flüssiggas-betriebene Autos über 2018

hinaus steuerlich gefördert werden. CDU,

CSU, SPD und FDP hatten das schon in

ihrem Koalitionsvertrag vereinbart.

Explizit ist auch der Güterverkehr im

Fokus. Die Schiene solle ausgebaut und

die Wasserstraße gestärkt werden, heißt

Zwei- bis dreimal so hoch ist das Potenzial

eines weiteren Schritts, den der Bericht

anregt: der Staffelung der Lkw-

Maut nach dem Energieverbrauch der

Fahrzeuge.

Was auf EU-Ebene noch Gegenstand

heißer Diskussionen ist, ist hierzulande

offenbar schon beschlossene Sache. »Die

Bundesregierung wird sich für die dazu

notwendigen Rahmenbedingungen einsetzen«,

heißt es. Die Novellierung der

EU-Wegekosten-Richtlinie und ein Mautmodell,

das die Emissionen als Basis

nimmt, soll bis 2017 umgesetzt sein. Die

Treibhausgas-Reduktion liege bei 1,5 bis

2,3 Millionen Tonnen.

Obwohl eine Million Elektro-Autos bis 2020 kaum zu

schaffen sind, sollen bis 2030 sogar sechs Millionen

Stromer auf deutschen Straßen fahren

Die Lkw-Maut soll künftig nicht nur nach Gewicht,

sondern nach Verbrauch berechnet werden.

es. Neben Investitionen in einzelne Verkehrsträger

trage auch ihre bessere Vernetzung

zur umweltfreundlichen Gestaltung

des Güterverkehrs bei, schreiben die

Autoren.

Außerdem sollte die Lkw-Maut als

Mittel zur Verkehrslenkung und -verlagerung

genutzt werden. Allein die bereits

beschlossenen Maßnahmen – Bildung

neuer Mautklassen, Ausweitung

auf weitere Bundesstraßen und auf

leichtere Fahrzeuge – mindere den CO 2

-

Ausstoß um bis zu 0,7 Millionen Tonnen.

Ebenso wenig bekannt sein dürfte vielen

ein weiterer Plan, um im Straßengüterverkehr,

den Emissionen zu Leibe zu

rücken. So will die große Koalition ein befristetes

Förderprogramm auf den Weg

bringen, das 2016 beginnen und die Einführung

von energieeffizienten Nutzfahrzeugen

unterstützen soll. Als Beispiele

werden Fahrzeuge mit Hybridantrieb genannt.

Das Einsparpotenzial liegt bei einer

bis anderthalb Millionen Tonnen CO 2

.

Selbst dem betrieblichen Mobilitätsmanagement

nimmt sich der Report an. Wer

auf der Dienstreise oder dem Weg zur Arbeit

öfters auf Bus und Bahn umsteige,

spare ebenso CO 2

ein wie diejenigen, die

spritsparend Auto fahren. Die Versicherer

sollten darüber nachdenken, Absolventen

von Spritspartrainings oder Fahrern von

Autos mit Schaltempfehlungen günsti gere

Prämien einzuräumen.

Unterm Strich ließen sich damit zwar

nur 0,4 bis 0,8 Millionen Tonnen CO 2

einsparen.

Aber um ihre ehrgeizigen Ziele zu

erreichen, kommt es der Regierung also

auf jede Tonne an.

AKTIONSPLAN KLIMASCHUTZ 2020

Die Maßnahmen und was sie bringen sollen

Die Bundesregierung will durch den Aktionsplan Klimaschutz 2020 weitere

62 bis 78 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente einsparen. Hier eine Übersicht

über die Bereiche und über die jeweils erhofften Minderungspotenziale:

Bereich Einsparpotenzial 1)

Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz 25 bis 30

Ausbau erneuerbarer Energien und Reform

des Emissionshandels 22

Verkehrssektor 7 bis 10

Strategie klimafreundliches Bauen und Wohnen 5,7 bis 10

Industrie, Gewerbe, Handel,

Dienstleistungen und Abfallwirtschaft 3 bis 7,7

Landwirtschaft 3,6

Gesamt 62 bis 78

1)

CO 2 in Millionen Tonnen

»Wenn wir den Klimawandel

bekämpfen wollen, müssen

alle ihren Beitrag leisten«

Dr. Barbara Hendricks

Umweltministerin (SPD)

14 FIRMENAUTO Februar/März 2015


SCHWERPUNKT | Autonomes Fahren

UNKLARE

RECHTSLAGE

Schon bald sollen Autos autonom fahren. Doch ganz so einfach geht das nicht – der Gesetzgeber

muss zunächst das geltende Recht anpassen.

Text: Joachim Geiger

16 FIRMENAUTO Februar/März 2015


Ein Dienstwagen, der selbstständig

über die Autobahn düst,

während der Fahrer am Laptop eine Präsentation

vorbereitet oder E-Mails

schreibt Wenn die Hersteller dürften,

wie sie könnten, würden solche Autos

schon morgen im Showroom stehen. Allerdings

hätte ein Fahrzeug mit diesen

hochautomatisierten Fahrfunktionen derzeit

keine Chance bei den Genehmigungsbehörden.

Trotzdem besteht Hoffnung, dass die

Realität der elektronischen Systeme bald

auch in den Vorschriften zur Zulassung

und Nutzung dieser Fahrzeuge ankommt.

Der Gesetzgeber jedenfalls sieht sich in

der Pflicht, in rechtlicher Hinsicht mit der

Technologie gleichzuziehen. Für die Juristen

stellt sich damit eine Mammutaufgabe.

Es reicht nicht, nur den einen oder anderen

Paragrafen auf Vordermann zu bringen.

Zur Disposition steht ein komplexes

Rechtssystem, das internationale und nationale

Normen miteinander verbindet.

Die Marschrichtung der Rechtsexperten

bestimmt vor allem ein Vertragswerk aus

dem Jahr 1968. Das Wiener Übereinkommen

über den Straßenverkehr besagt unter

anderem, dass ein Fahrzeugführer sein

Gefährt dauernd beherrschen muss, damit

er ständig in der Lage ist, die ihm obliegenden

Fahrbewegungen auszuführen.

»Das Assistenzsystem darf den Fahrer

nicht an der Erfüllung seiner Pflichten hindern.

Ein System, das der Fahrer überwachen

muss und das sich übersteuern lässt,

Juristen die für Lenkanlagen zuständige

ECE-Regel 79. Auch dort heißt es, dass

Assistenzsysteme, die in die Lenkung eingreifen,

nur dann zulässig sind, wenn der

Fahrer stets die Hauptverantwortung für

das Führen des Fahrzeugs behält.

Mehrere Baustellen im Rechtssystem

Zudem muss sich das System jederzeit

durch einen bewussten Eingriff übersteuern

lassen. »Das ist ein klarer Platzverweis

für die automatisierten Systeme, bei denen

der Fahrer das Fahrzeug nicht ständig

überwachen muss«, weiß Lennart Lutz.

Die Juristen setzen daher auch an dieser

ECE-Regel den Hebel an. Eine Fassung

mit den nötigen Änderungen soll spätestens

in drei Jahren zur Verfügung stehen.

Egal, welche Assistenzsysteme an Bord sind, der Fahrer

muss diese überwachen und notfalls eingreifen

ist nach aktueller Rechtslage zulässig«, erklärt

der Jurist Lennart Lutz, wissenschaftlicher

Mitarbeiter der 2010 an der Universität

Würzburg eingerichteten Forschungsstelle

»Robotrecht«. Ein teilautomatisiertes

System hätte demnach freie Fahrt. Hingegen

hätte ein System, das in Eigenregie

das Auto fährt, keine Rechtsgrundlage.

Die Wiener Konvention muss

geändert werden

Die automobile Zukunft steht und fällt

mit der Wiener Konvention. Eine Arbeitsgruppe

der Vereinten Nationen hat daher

im März 2014 Vorschläge zur Änderung

der Konvention ins Spiel gebracht,

die den Weg für hochautomatisierte Fahrzeuge

frei machen sollen. Die neue Fassung

sieht vor, dass die Anforderungen

erfüllt sind, wenn ein Fahrzeug den technischen

Vorschriften des europäischen

Zulassungsrechts (ECE-Regeln) entspricht.

Das Gleiche gilt, wenn der Fahrer

das Assistenzsystem übersteuern oder

abschalten kann. Stimmen die Vertragsstaaten

den Änderungen zu, könnte die

überarbeitete Konvention Ende 2016 in

Kraft treten.

Der Automobilbranche bietet diese Aussicht

vorerst jedoch wenig Grund zur

Euphorie. Denn das deutsche Zulassungsrecht

bremst die Einführung von Autos

mit automatisierten Fahrfunktionen noch

kräftig aus. Kopfzerbrechen bereitet den

Bis dahin gibt es allerdings noch weitere

Baustellen im Rechtssystem. Wie hält

es etwa die Straßenverkehrsordnung

(StVO) künftig mit hoch- und vollautomatisierten

Fahrzeugen Auch das Strafund

Ordnungswidrigkeitenrecht gehört

auf den Prüfstand. Schließlich lässt sich

ein automatisiertes Fahrzeug, das unbemerkt

vom Fahrer gegen eine Verkehrsregel

verstößt, vor Gericht nicht belangen.

Bei einem Unfall mit einem teilautomatisierten

Fahrzeug sollte zudem

klar sein, ob ein Fehlverhalten des Fahrers

oder eine Funktionsstörung der

automatisierten Steuerung im Spiel war.

Dafür könnte der Einsatz von Unfalldatenspeichern

Pflicht werden.

AUTOMATISIERTES FAHREN

Die Evolution der Systeme

Am Anfang gab es Assistenzsysteme für Abstandskontrolle,

Spurhaltung und Einparken.

Stand der Technik sind heute bereits teilautomatisierte

Systeme, die den Fahrer im Stau und

beim Einparken unterstützen. Stufe drei wartet

mit hochautomatisierten Systemen auf, die in

der ersten Generation nur im Stau, in der zweiten

auch im fließenden Verkehr selbsttätige Fahraufgaben

übernehmen. Stufe vier steht für ein vollautomatisiertes

System. Das Auto ohne Fahrer

(Robotertaxi) ist bei den meisten Herstellern kein

aktuelles Entwicklungsziel.

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 17


SCHWERPUNKT | Autonomes Fahren

Bis zum Jahr 2030, so der Plan

der Autohersteller, sind die ersten

völlig autonomen Fahrzeuge auf den

Straßen unterwegs. Der Verkehr fließt

besser, Dienstwagenfahrer sind entspannter.

Die schöne neue Welt des Individualverkehrs

findet jedoch nicht nur

Gegenliebe. Der Psychologe Tobias Ruttke

vom Lehrstuhl für Arbeits-, Betriebsund

Organisationspsychologie an der

Friedrich-Schiller-Universität Jena geht

davon aus, dass in naher Zukunft die größere

Herausforderung für die Hersteller

nicht darin bestehe, das Fahren, sondern

den Fahrer neu zu erfinden. Denn auch

dessen Part wird sich mit der Integration

automatisierter Fahrfunktionen verändern,

was gerade bei den teilautomatisierten

Ausbaustufen wie einem Stauassistenten

für ein Dilemma sorgt.

»Assistenzsysteme mit Funktionen für

Abstandswarnung und Spurhaltung sollen

den Fahrer von monotonen Fahraufgaben

entlasten. Damit wird die Aufmerksamkeit

des Fahrers vom Fahrprozess

abgezogen. Ein Fahrer kann aber

nicht entspannt und gleichzeitig aufmerksam

sein«, erklärt Ruttke. »Die Systeme

sind noch so ausgelegt, dass sie im

Ernstfall auf den Fahrer umschalten. Der

ist im entscheidenden Moment nicht auf

die Gefahr fokussiert, soll aber trotzdem

eine schwerwiegende Entscheidung treffen«,

sagt der Psychologe.

Assistenzsysteme werden für das

Flottenmanagement immer wichtiger

Auch im Fuhrparkmanagement dürfte

die zunehmende Integration technischer

Hilfsmittel in das Fahrzeug für neue Akzente

sorgen. »Der Fuhrparkleiter benötigt

künftig einen genauen Überblick,

welche Systeme in welchen Fahrzeugen

verfügbar sind. Zudem erhält die von der

Berufsgenossenschaft vorgeschriebene

Einweisung einen noch höheren Stellenwert

für die tägliche Fuhrparkpraxis«, berichtet

Marc-Oliver Prinzing, Vorstandsvorsitzender

des Bundesverbands Fuhrparkmanagement.

Prinzing sieht auch die Gefahr, dass

mit der Zahl der elektronischen Helfer

FAHREN WIRD N I

Die Hersteller haben die technologischen Weichen dafür

gestellt, dass Autos in Zukunft autonom fahren. Was aber

bedeutet dies für den Fahrer Und worauf Flottenmanager

künftig achten müssen.

Text: Joachim Geiger

an Bord bei manchen Mitarbeitern die

Versuchung steigen könnte, den Fähigkeiten

des Fahrzeugs mehr zu vertrauen,

als es die Verantwortung erlauben würde.

Ein Außendienstmitarbeiter könnte

zum Beispiel trotz seiner Müdigkeit nach

einem langen Arbeitstag auf die Autobahn

auffahren, weil er auf die Funktion

des Spurhalte- und Abstandswarnsystems

vertraut. Ein anderer könnte aus

Zeitdruck stärker als sonst auf das Gaspedal

drücken, weil er davon ausgeht,

dass im Notfall das Assistenzsystem regelnd

eingreift.

Ein handfester Risikofaktor fürs Unternehmen

wäre der Mitarbeiter, der mit

deaktiviertem Assistenzsystem unterwegs

ist, und das System erst dann einschaltet,

wenn er kurz davor steht, einen

Auffahrunfall zu verursachen. »Schwachpunkt

ist und bleibt der Mensch. Solange

Systeme abgeschaltet werden können,

wird der eine oder andere mehr auf die

eigenen Fahrkünste vertrauen«, bilanziert

Marc-Oliver Prinzing.

Sollte also die Strategie der Hersteller

darin bestehen, den Fahrer im Fahrzeug

durch Technologie zu ersetzen Wenn die

Maschine denkt und lenkt, wäre der

Mensch als Fehlerquelle wirksam ausgeschaltet.

Diese Rechnung wird jedoch

nicht aufgehen. »Der motorisierte Fahrer

18 FIRMENAUTO Februar/März 2015


Interview

Was bedeutet die Automatisierung für das Fuhrparkmanagement

Marc-Oliver Prinzing: Der Fuhrparkleiter braucht

einen genauen Überblick, welche Systeme in welchen

Fahrzeugen verfügbar sind. Er muss wissen,

wie sie funktionieren, und ob ihr Einsatz wirtschaftlich

sinnvoll ist. Die Car Policy könnte dann solche

Systeme als Muss-Ausstattung vorschreiben, wenn

sie beim jeweiligen Modell verfügbar sind.

Wie steht es mit der Verantwortung der Fahrer

Assistenzsysteme entbinden den Fahrer nicht von

seiner Eigenverantwortung. »Das System hat versagt«

wird künftig eine häufige Ausrede sein, die in

juristischer Hinsicht aber in die Sackgasse führt.

ICHT EINFACHER,

NUR ANDERS

Machen die Assistenzsysteme in Zukunft Schadenmanagement

überflüssig

Davon dürfen wir noch lange träumen. Prima, wenn

das eigene Fahrzeug mit Notbremsassistent ausgestattet

ist. Schlecht, wenn das System beim Hintermann

fehlt. Die besten Mittel, um Unfälle zu vermeiden

bleiben eine passive Fahrweise und genügend

Abstand. Dafür braucht es keine Assistenzsysteme.

Wird die Aufgabe für den Fuhrparkleiter künftig

einfacher

Die Anforderungen werden eher steigen. Neben den

Assistenzsystemen gibt es auch eine Entwicklung

zu mehr Telematik im Fahrzeug. Das bedeutet mehr

Daten und mehr Informationen, die analysiert und

überwacht werden müssen.

ist nur ein Teil des Gesamtverkehrssystems.

Wer am Teilsystem Auto den Hebel

ansetzt, verändert damit zwangsläufig

die anderen Teilsysteme«, erklärt der

Psychologe Tobias Ruttke.

Der Augenkontakt geht verloren

Typisches Beispiel: Fahrer und Fußgänger

stellen in einer unklaren Verkehrssituation

häufig einen Augenkontakt her,

um sich zu verständigen. Ein Fahrer in

einem automatisierten Fahrzeug wird genau

diesen Kontakt nicht mehr halten.

Für die anderen Verkehrsteilnehmer bedeutet

das einen Verlust an Sicherheit.

Andererseits könnte ein Fußgänger ver-

sucht sein, dem System gerade in kritischen

Situationen ein hohes Maß an

Kompetenz und Sicherheit zu unterstellen.

Der Fußgänger würde in diesem Fall

einfach über die Straße gehen, weil er

glaubt, dass das System auf dieses Verhalten

angemessen reagiert.

»Autofahren ist stets auch ein soziales

Verhalten. Automatisierte Systeme sind

dafür ausgelegt, sich an Verkehrsregeln

zu halten. Menschen dagegen neigen dazu,

Regeln bisweilen zu brechen«, berichtet

Tobias Ruttke. Für den Psychologen

lautet daher die Gretchenfrage: Wer hat

bei einem Konflikt das Sagen Mensch

oder Maschine

Marc-Oliver Prinzing, Vorstandsvorsitzender

des Bundesverbands Fuhrparkmanagement.

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 19


SCHWERPUNKT | Autonomes Fahren

AUF KURS

Mit dem Pilotprojekt Volvo Drive Me wird autonomes Fahren real. Ab 2017 steuern 100

Autos selbstständig durch Göteborg. Erste Testfahrt mit einem Prototypen. Text: Martin Schou

Es dauert ein, zwei Kurven, bis

wir dem Volvo vertrauen. Hinterm

Steuer sitzt Mathias Wistland. Er

hat soeben den Abstandstempomaten

eingeschaltet. Kein normales Assistenzsystem,

die Volvo-Techniker haben es etwas

feingetunt. Die Knöpfe am Lenkrad

sind gleich geblieben. Im Hintergrund

wertet allerdings das Hirn des V60 – ein

mit Computern vollgepackter Kofferraum

– mit Hochdruck die gesammelten

Daten aus Frontradar und Kamera aus.

Alles, damit der Wagen nicht nur Geschwindigkeit

und Abstand zum Vordermann

einhält, sondern auch die Fahrbahnlinien

im Blick hat und ganz von

selbst in der Spur bleibt.

Bei jeder Kurve verkrampfen wir

leicht im Beifahrersitz. Rotiert das Steuer

auch wirklich von selbst Der Entwicklungs-Ingenieur

von Volvo sitzt

derweil völlig entspannt auf dem Fahrersitz.

Er gestikuliert mit den Händen,

spricht über die viele Arbeit, die in diesem

Prototypen steckt und blickt nur

selten auf die Straße.

360-Grad-Kamera und Sensoren

»Die größte Herausforderung ist es, ein

System aufzubauen, das zu 100 Prozent

zuverlässig arbeitet und nicht abstürzen

kann«, erklärt Wistland. »Die Daten von

Kamera und Radar muss der Rechner im

In Göteborg bald Zukunft: 100 Volvo-Fahrer

können ab 2017 im Internet surfen, chatten oder

Arbeiten, während das Auto selbstständig fährt.

20 FIRMENAUTO Februar/März 2015


Die autonom fahrenden Volvo orientieren sich mit Hilfe von Sensoren und Kameras an den anderen Verkehrsteilnehmern.

Kofferraum blitzschnell verarbeiten. Da

darf nichts schiefgehen«.

Der Volvo-Ingenieur ist den 50 Kilometer

langen Autobahnring rund um Göteborg,

der ab 2017 für die autonome Fahrt

von der Stadt freigegeben wurde, schon

zigmal abgefahren. Er kennt die Stellen,

an denen der Volvo noch seine Probleme

hat. Beispielsweise, wenn sich die Spur

in zwei Richtungen gabelt. Oder bei

Überholmanövern: »Die packt er noch

nicht, weil unserem Testwagen die Kameras

und Sensoren an den Seiten fehlen.

Fahrzeuge im toten Winkel registriert

er deshalb noch nicht«, erklärt Wistland.

Eine 360-Grad-Kamera und wei tere

Sensoren sind aber schon an einem anderen

Prototypen in der Testphase.

Teststrecke ohne Fußgängerverkehr

Ab 2017 wird dann aus dem Hightech-

Testwagen ein ganz normaler Volvo, der

100 auserwählte Göteborger zur Arbeit

oder zum Shoppen fahren soll. Bis in die

Innenstadt geht das aber nicht. Im dichten

Stadtverkehr traut sich Volvo noch

nicht, autonom zu fahren. Bis die Fahrzeuge

mit Fußgängern und Radfahrern

klarkommen, sei noch ein weiter Weg.

Deshalb hat sich Volvo mit der Stadtverwaltung

zunächst auf den Autobahnring

rund um den Stadtkern geeinigt. Auf der

VISION 2020

Bundesstraße können die autonomen

Volvo durchgehend 70 km/h schnell fahren.

Auch der Stadtverwaltung kommt

das Testprojekt entgegen. Im Berufsverkehr

sind gerade hier oft lange Staus angesagt.

Die gleichmäßige Fahrweise soll

für Entlastung sorgen.

Damit die Testfahrzeuge so oft wie

möglich den Cityring befahren, sucht der

Hersteller gezielt Fahrer aus, die in diesem

Teil Göteborgs arbeiten oder wohnen.

»Wir werden keine Probleme haben,

geeignete Kunden für das Drive Me-Projekt

zu finden«, sagt Entwicklungschef

Jonas Ekmark. Schon jetzt, zwei Jahre vor

Projektstart, seien die Nachfrage und das

Interesse groß.

Das Ziel von Volvo: keine Unfalltoten und Schwerverletzten mehr

Bevor die ersten autonom fahrenden Volvo vom Band laufen, verfolgt der schwedische Hersteller ein näher

liegendes Ziel: Bis 2020 sollen bei Unfällen keine Insassen mehr in einem Volvo schwer verletzt oder gar getötet

werden. Dafür tüftelt Volvo an neuen Assistenzsystemen. Ein wichtiges Instrument ist ein Infrarotsensor am

Armaturenbrett, der den Blick des Fahrers kontrolliert und dafür sorgen soll, dass andere Assistenten wie Spurhalte-

oder Notbremsassistent noch früher ins Geschehen eingreifen können. Der Müdigkeitssensor ist zudem

ein zentraler Punkt fürs autonome Fahren. Das Auto kann die Verantwortung schließlich nur dann an den Fahrer

wieder zurückgeben, wenn dieser das Straßengeschehen auch aufmerksam verfolgt.

Die Zeit im Stau produktiv nutzen

Kein Wunder: Statt im morgendlichen

Stau frustriert zur Arbeit zu kommen,

können die Testfahrer ihre Zeit im Auto

anderweitig nutzen und beispielsweise

am Laptop arbeiten oder mit dem Smartphone

chatten. In der Praxis soll der Fahrer

künftig entscheiden, ob er die gewünschte

Route über den Cityring autonom

fahren möchte und währenddessen

arbeitet oder eventuell einen schnelleren

Weg wählt, bei dem er dann allerdings

selbst das Steuer übernehmen muss.

Der Wagen erkennt, dass er den Autobahnring

erreicht hat, und der Fahrer

Die Teststrecke führt über einen 50 Kilometer langer

Cityring ohne Personen- und Fahrradverkehr

kann die Verantwortung an den Autopiloten

übergeben. »Wenn das Pilotprojekt

in zwei Jahren startet, kann der Volvo auf

der Strecke komplett autonom fahren«,

erklärt Wistland. Das Fahrzeug wechselt

eigenständig die Spur und fädelt korrekt

in den fließenden Verkehr ein.

»Dafür erweitern wir die Modelle neben

der 360-Grad-Kamera um ein eigenes

Kartenmaterial, das weit über die Daten

herkömmlicher Navi-Karten hinausgeht«,

sagt Ekmark. Mit Lasertechnik und

genauesten GPS-Daten wurde jede Häuserwand

entlang der Straße, jede Leitplanke

und alle anderen Orientierungspunkte

festgehalten. Bleibt zu hoffen,

dass sich bis 2017 nicht allzu viel am

Streckenrand ändert. Denn sobald die

ersten autonom fahrenden Autos an die

Kunden gehen, muss alles klappen. Denn

Volvo haftet als Hersteller für etwaige

Schäden.

Mehr Infos und Bilder

www.firmenauto.de/vaf

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 21


SCHWERPUNKT | Autonomes Fahren

MAL LOSLASSEN

Das Auto von morgen parkt ganz alleine ein. Wir schauten den Ingenieuren des Autozulieferers

Valeo über die Schultern und gewannen einen Einblick in die Zukunftstechnologie.

Text: Guido Borck

Ob schlüsselloses Zugangssystem,

moderne LED-Scheinwerfer oder Assistenzsysteme:

Unsere Dienstwagen werden

immer komfortabler und sicherer,

aber technisch auch wesentlich komplexer.

Da ist es umso verständlicher, dass

sich jeder Automobilhersteller kompetente

Unterstützung mit ins Boot holt.

Der französische Konzern Valeo ist so

ein Zulieferer und gehört zu einem der

weltweit größten Anbieter in der Automotive-Branche.

Valeo entwickelt unter

anderem für BMW, Ford, Mercedes sowie

den Volkswagen-Konzern und ist

auch für viele andere renommierte Autobauer

rund um den Globus tätig. Bei den

Franzosen steht in aller Regel die bezahlbare

Technik im Vordergrund. Dadurch

können teure Features, die es vorher nur

in der luxuriösen Oberklasse gab, kostengünstig

in die Mittel- und Kompakt klasse

transferiert werden.

Halbautomatische Einparksysteme

zum Beispiel. Die gibt es ja schon seit geraumer

Zeit. Nahezu jeder Hersteller bietet

die Rangierhilfen inzwischen an. Einfach

Gas geben und bremsen, den Rest

erledigt der Automat. Valeo war 2007 der

erste Zulieferer, der diese Technik in

einem Serienfahrzeug auf den Markt

brachte, und ist auf diesem Gebiet mittlerweile

weltweiter Marktführer.

Der künftige Fokus aber gilt dem vollautomatischen

Ein- und Ausparken.

Denn unsere Firmenwagen werden sich

schon bald völlig selbsttätig in die Parklücke

einfädeln, notfalls auch in mehreren

Zügen, bis zur endgültigen Position.

Dabei muss der Fahrer nicht mehr zwingend

im Auto sitzen, sondern kann den

Vorgang bequem von außerhalb dirigieren,

ziemlich lässig per Knopfdruck.

Parkmanöver werden so zum Kinderspiel.

Aber wie funktioniert’s

Die Basis der Technik bildet ein

Apple- oder Android-basiertes Smartphone

samt einer speziellen App. Eine sichere

WLAN-Verbindung zum Fahrzeug

ist ebenso Voraussetzung wie eine intelligente

Steuerungs-Software nebst Ultraschallsensoren

in den Stoßfängern. Für

den Einparkvorgang reicht es, eine

Handy-Taste gedrückt zu halten. Schon

rückt der Wagen trotz verwaistem Fahrersitz

ganz alleine in die Lücke hinein.

Zentimetergenau. Hierbei hat immer die

Sicherheit Priorität: Lässt der Fahrer die

Taste vorzeitig los, bricht das System den

Das vollautomatische Einparken per Smartphone-App

wird in gut zwei Jahren serienreif sein

Vorgang sofort ab. Gleiches gilt für plötzlich

auftauchende Hindernisse. Die erkennt

der Automat und stoppt im Notfall.

Der Einparkvorgang kann jederzeit

gestartet oder bei Bedarf abgebrochen

werden.

Noch ist die Technik im Prototypstatus,

sie funktioniert aber schon jetzt reibungslos

und soll in gut zwei Jahren in

den ersten Serienmodellen zum Einsatz

kommen. Was der Einparkassistent 2.0

kosten wird, bleibt aber noch offen.

DER NÄCHSTE SCHRITT

Selbstständig ins Parkhaus

Die vollautomatische Einparkhilfe kommt. In ferner

Zukunft sollen unsere Fahrzeuge aber noch

weitaus mehr können. Geht es nach den Autobauern,

werden sich unsere Pkw kollisionsfrei

und vollautomatisch in Parkhäusern bewegen

und selbsttätig ihre Parklücke suchen. Dazu benötigt

die Technik einen detaillierten Lageplan

der Parkhausumgebung. Das vollautomatisierte

Valet Parking erkennt Hindernisse via Laserscanner

und soll sie sicher umfahren. Hat das

Fahrzeug seinen endgültigen Stellplatz erreicht,

verriegelt es selbsttätig die Türen und wartet dort

bis zum Rückholbefehl per Smartphone-App.

22 FIRMENAUTO Februar 2015


NISSAN PULSAR ACENTA

1.5 l dCi, 81 kW (110 PS)

Laufzeit: 36 Monate | Leasingsonderzahlung: € 0,–

Gesamtlaufleistung: 60.000 km | monatliche Leasingrate: € 235,– 1

DER NEUE NISSAN PULSAR.

MOBILES GROSSRAUMBÜRO.

Mit Abstand am besten: der neue NISSAN PULSAR mit der größten Beinfreiheit seiner Klasse. 2

Mit seinem geräumigen Innenraum, sportlichen Design und einer hochwertigen Verarbeitung bringt der NISSAN PULSAR

neue Klasse in die Kompaktklasse. Ob AROUND VIEW MONITOR für 360° Rundumsicht 3 oder NissanConnect, der

PULSAR überzeugt auch in puncto Ausstattung mit Großzügigkeit. Sparsam ist einzig der 1,5-l-Dieselmotor, mit dem Sie

auch entferntere Ziele ins Auge fassen können. Steigen Sie ein und machen Sie Ihr Unternehmen noch ein wenig effizienter.

Mehr Informationen auf www.nissan.de

Gesamtverbrauch l/100 km: innerorts 4,1, außerorts 3,3, kombiniert 3,6; CO 2 -Emissionen: kombiniert

94,0 g/km (Messverfahren gem. EU-Norm); Effizienzklasse A+.

Abb. zeigt Sonderausstattung. 1 Berechnungsbeispiel für das gewerbliche Leasing bei einer Laufzeit von 36 Monaten bis 60.000 km zzgl.

MwSt., Überführung und Zulassung. Für alle bis zum 31.03.2015 abgeschlossenen Verträge bei Zulassung bis zum 14.04.2015 für das oben

ausgewiesene Modell. 2 Aussage gültig in Bezug auf die zweite Sitzreihe. 3 Erst ab Ausstattungsvariante TEKNA. Ein Angebot für Gewerbekunden

von NISSAN FLEET SERVICES, einem Produkt der ALD AutoLeasing D GmbH, Nedderfeld 95, 22529 Hamburg, in Kooperation mit der RCI

Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Jagenbergstraße 1, 41468 Neuss. Bei allen teilnehmenden NISSAN Händlern. Das Angebot gilt nur

für Mitglieder eines Verbands mit Rahmenabkommen mit der NISSAN CENTER EUROPE GMBH, Postfach, 50319 Brühl, über Abrufschein.


MANAGEMENT | Ausbildung

AUSBILDUNG

AUF HOHEM NIVEAU

Lehrgang zum zertifizierten Fuhrparkmanager. Wir begleiten die

Teilnehmer bei allen sieben Modulen. Teil 2: Führungstechniken

im Fuhrparkmanagement

Text: Nicole Holzer

Nach dem erfolgreichen Startschuss

zum neuen Kurs »Zertifizierter

Fuhrparkmanager (Dekra)« in

München ging es für die insgesamt

17 Teilnehmer mit Vollgas weiter. Im

Mittelpunkt des zweiten Moduls »Führungstechniken

im Fuhrparkmanagement«

standen unter anderem Führungsund

Managementprinzipien, unterschiedliche

Methoden des Zeitmanagements,

um den eigenen Arbeitsablauf erfolgreich

zu organisieren, sowie

zielgerichtete Kommunikation und

Präsen tation im Unternehmen.

Schließlich geht es für die meisten Fuhrparkmanager

um mehr, als nur möglichst

effizient Autos zu verwalten. Sie wollen

wie Asmir Salispahic nicht an einem Punkt

stehen bleiben, sondern haben das Ziel,

ihren Fuhrpark weiter voranzubringen.

Dazu benötigen die Verantwortlichen entsprechend

umfassendes Spezialwissen.

»Da gibt es zwar das theoretische Wissen

um Verbesserungspotenzial«, sagt Astrid

Tietgens, Kommunikationsexpertin und

Serminarleiterin. Doch wer seine Ideen

umsetzen möchte, braucht in der Regel

die Unterstützung der Geschäftsleitung.

Und die muss in vielen Fällen erst überzeugt

werden. »Hier helfen ein selbstbewusstes

Auftreten und natürlich auch die

entsprechenden Präsentationstechniken«,

erklärt Tietgens.

Fuhrparkleiter sollten Reportings

präsentieren können

Das gilt es in der Praxis zu üben. Dazu

entwickelten die Teilnehmer in kleinen

Arbeitskreisen für ein fiktives Unternehmen

eine neue Car Policy, erstellten die

Vorgehensweise am Managementkreislauf

und ein Beziehungsnetzwerk mit allen beteiligten

Personen. Jede Gruppe stellte ihren

Lösungsansatz in großer Runde vor.

»Das trainiert das Auftreten in der

Öffentlichkeit. Nur bei wenigen gehören

solche Präsentationstermine zum Arbeitsalltag«,

sagt die Expertin. Dem

schließt sich Teilnehmer Frank Silbereisen

an: »Das war eine sehr gute Übung,

auch für unsere Abschlussprüfung«. Dafür

wurde natürlich auch geübt. Im achten

Modul müssen die Teilnehmer einen

komplizierten Fall lösen und in der

»Ich möchte unseren Fuhrpark weiter

voranbringen. Mit der Ausbildung hoffe

ich, meine Ziele besser zu erreichen«

Asmir Salispahic

DBL-Staufer

24 FIRMENAUTO Februar/März 2015


Schlechte Bedingungen

Die gibt es nicht.

Alle Bedingungen sind perfekte Bedingungen. Der neue Audi A6 Avant

mit wegweisender quattro Technologie für mehr Präzision und Dynamik.

Ihr passender Begleiter für jede Dienstreise. audi.de/grosskunden

Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 7,8–4,4;

CO 2

-Emissionen in g/km: kombiniert 182–114.


MANAGEMENT | Ausbildung

mündlichen Prüfung die Ergebnisse präsentieren

und sich den Fragen der Jury

stellen.

Wer in einem Team arbeitet, wer einen

Teil seiner umfangreichen Aufgaben delegiert,

braucht viel Fingerspitzengefühl.

»Um das zu optimieren und andere Mitarbeiter

zu motivieren, ist ein Blick hinter

die Kulissen von Vorteil«, sagt Tietgens.

Mitarbeiter, die wissen, welche Führungsstile

es gibt und welche Eigenschaften

diese mit sich bringen, erreichen ihre Ziele

leichter.

Dazu kommt die Kommunikation mit

Vorgesetzten und Dienstwagenfahrern.

Häufig sitzen die Fuhrparkverantwortlichen

zwischen den Stühlen. Einerseits

ist das Budget begrenzt, andererseits gelten

Dienstwagen als Incentive.

Die Vorbereitungen für die Präsentationen laufen auf Hochtouren: die Teilnehmer Petra-Yvonne Frierss (l.)

mit Andreas Baur sowie Seminarleiterin Astrid Tietgens.

Zielgerichtete Kommunikation hilft,

Stress zu vermeiden

Solche Situationen erzeugen Stress. Um

dies zu vermeiden, bekommen die Teilnehmer

Strategien an die Hand, die sie

gezielt einsetzen können, damit sie ihre

beruflichen und privaten Aufgaben künftig

erfolgreich bewältigen. Manchmal

sind es nur Kleinigkeiten. Etwa die

Grundlagen der zielgerichteten Kommunikation:

ein fester Händedruck, ein Lächeln

oder Augenkontakt sowie eine

offene gerade Körperhaltung.

Schwieriger sind dann schon Konfliktgespräche.

»Doch auch die gehören – leider

viel zu häufig – zu unserem Alltag«,

klagt einer der Teilnehmer. Hier gibt die

Trainerin praktische Tipps zur Gesprächsführung

und den nötigen Rahmenbedingungen.

Praktische Übungen

»Als zertifizierte Fuhrparkleiterin kann ich

künftig einschätzen, wo in unserem Unternehmen

noch Handlungsbedarf besteht«

Barbara Spiekermann

Marc O’Polo International

mit Tietgens ausführlichem Feedback

runden das Thema ab.

Schließlich lautet das Motto der Seminare:

»Aus der Praxis für die Praxis«. Jeder

Trainer ist Spezialist in seinem Fachgebiet

und besitzt langjährige Erfahrung.

Die Veranstalter legen viel Wert darauf,

für jeden Themenbereich nachgewie sene

Experten einzusetzen – wie auch im zweiten

Modul: Astrid Tietgens, Geschäftsführerin

von perspektive3.

Laut Bundesverband Fuhrparkmanagement

(BVF) ist diese Qualifizierung die

zurzeit umfassendste und hochwertigste

Ausbildung in diesem Segment. Die

Inhalte der in sieben Modulen aufgebauten

Seminarreihe werden vom Praktikerbeirat

des Fuhrparkverbands abgesichert

und weiterentwickelt.

Tipp: Für das Seminar gibt es Fördermöglichkeiten,

etwa vom Bundesamt für

Güterverkehr (BAG).

HINTERGRUND

Das bringt die Ausbildung

• Kostenersparnis, optimierte Finanzierung und

Laufzeiten

• Optimale, werterhaltende Lösungen bei

Wartung, Pflege und Unterhalt

• Einblick ins Mobilitätsmanagement

• Klarheit über rechtliche Pflichten und

Haftungsfragen

• Optimaler Einsatz von technischen Innovationen

• Transparenz bei Outsourcing, durch genauen

Kosten-Nutzen-Vergleich

• Wissen zur Firmenwagen-Regelung

REFERENTIN: ASTRID TIETGENS

Kommunikation im Mittelpunkt

Astrid Tietgens ist Expertin für Personalentwicklung und Training. Seit

1996 in Unternehmensberatungen in führender Position, zuletzt als angestellte

Geschäftsführerin eines Multimedia-Unternehmens, gründete

sie 2005 die perspektive3 GmbH. Mit dem Schwerpunkt Vertrieb und

Aftersales konzentriert sich perspektive3 auf innovative Rekrutierungsund

Qualifizierungskonzepte für Führungs- und Fachkräfte, von der Automobilbranche

bis zum Maschinenbau. Die aktuelle Bandbreite reicht vom

weltweiten Vertrieb von Elektromobilität bis zum europäischen Kompetenzprofil

von Fuhrparkmanagern. Neben ihrer Beratungs- und Konzeptionstätigkeit

ist sie gefragt als Impulsgeberin und Sparringspartnerin für

neues Lernen in Unternehmen. Tietgens lebt in der Nähe von München.

Fotos: Holzer (4), Fotolia (2), Küppers (1), Mannchen (1)

26 FIRMENAUTO Februar/März 2015


In 8 Schritten zum zertifi zierten Fuhrparkmanager.

Das Weiterbildungsangebot der DEKRA Akademie.

In Zusammenarbeit mit:

Fuhrparkmanagement – Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte

Unsere Fuhrparkmanagement-Seminare vermitteln Ihnen das betriebswirtschaftliche, technische und rechtliche

Wissen zur Schaff ung effi zienter, rechtssicherer und kostengünstiger Fuhrparkprozesse. Die Module können

in beliebiger Reihenfolge an unterschiedlichen Orten absolviert werden und sind auch einzeln buchbar.

Infotelefon 0711.7861-3939

Internet www.dekra-akademie.de

E-Mail vertrieb.akademie@dekra.com

Module Zertifizierter Fuhrparkmanager (DEKRA) Hamburg Berlin Frankfurt/M. München

Modul 1 Operative Aufgaben und Prozesse 10.–12.12.2015 12.–14.03.2015 07.–09.05.2015 11.–13.06.2015

Modul 2 Führungstechniken im Fuhrparkmanagement 26.–27.06.2015 17.–18.04.2015 29.–30.05.2015 03.–04.07.2015

Modul 3 Kostenrechnung und Controlling 10.–12.09.2015 11.–13.05.2015 18.–20.06.2015 23.–25.07.2015

Modul 4 Finanzierung, Beschaffung und Verwertung 27.–28.02.2015 04.–05.06.2015 17.–18.07.2015 18.–19.09.2015

Modul 5 Rechtliche Rahmenbedingungen 19.–21.03.2015 18.–20.06.2015 10.–12.09.2015 08.–10.10.2015

Modul 6 Versicherungs- und Schadenmanagement 16.–18.04.2015 09.–11.07.2015 08.–10.10.2015 29.–31.10.2015

Modul 7

Dienstwagenmanagement und Nachhaltigkeit

im Fuhrpark

28.–30.05.2015 03.–05.09.2015 05.–07.11.2015 12.–14.11.2015

Abschluss Zertifizierung 09.–10.10.2015 25.–26.09.2015 27.–28.11.2015 15.–16.01.2016

Neu!

Seminar Fuhrparkmanagement - kompakt und aktuell 17.–18.09.2015 10.–11.02.2015 09.–10.07.2015 15.–16.04.2015


MANAGEMENT | Praxis

OPTIMAL

ABGESTIMMT

Thyssen Krupp hat gemeinsam mit dem Volkswagen Konzern

ein einzigartiges Fleet-Ordering-System konzipiert und etabliert.

Weltweit wird die Fahrzeugbestellung gebündelt und koor diniert.

Dafür gab’s auch den Fleet Europe Innovationspreis.

Text: Nicole Holzer

Transparenz, integrierte Prozesse

und die damit verbundene

Kostensenkung stehen auf der Agenda

vieler Unternehmen ganz oben. Doch

konkret umgesetzte Maßnahmen scheitern

häufig an der Realität. Nicht so bei

Thyssen Krupp. Der international aufgestellte

Konzern mit weltweit mehr als

500 Gesellschaften, rund 160.000 Mitarbeitern

und einer Flotte von 20.000 Fahrzeugen

hat gemeinsam mit der Volkswagen

Gruppe ein sogenanntes Fleet-Ordering-System

entwickelt und etabliert. Bereits

vor zehn Jahren hat der damalige

Flottenchef Martin Hahne mit allen

größe ren Herstellern Gespräche geführt,

allein der Volkswagen Konzern ließ sich

auf diese Herausforderung ein.

Nun wickelt Thyssen Krupp rund 70

Prozent aller Fahrzeugneubestellungen

in Europa – auch die weiteren Marken −

28 FIRMENAUTO Februar/März 2015


über das Fleet-Ordering-System von

Volkswagen ab. »Der Bestellvorgang

gehört zu den aufwendigsten Prozessen

im Fuhrparkmanagement«, sagt Marcel

Müller, verantwortlicher Cluster-

Manager für den Einkauf der weltweiten

Flotte von Thyssen Krupp. Der Fahrer

konfiguriert online selbstständig seinen

neuen Dienstwagen unter Vorgabe der

entsprechenden Leasingrate. Die Bestellung

läuft über den Server des Volkswagen

Konzerns.

Die Vorteile für beide Seiten liegen auf

der Hand: Thyssen Krupp bündelt sein

Bestellvolumen, verbessert dadurch

seine Einkaufskonditionen und erhält

volle Kostentransparenz. Gleichzeitig

bekommt Volkswagen die Möglichkeit,

seine aktuellen Angebote im Vergleich

Mit Fleet-Ordering behält

das Unternehmen die

Datenhoheit über die Flotte

zu den Wettbewerbern direkt beim

Dienstwagenfahrer optimal zu platzieren

und dadurch seinen Absatz zu erhöhen.

»Bei unserem Volumen ergibt das

eine erhebliche Hebelwirkung«, erklärt

Müller. Dabei behält Thyssen Krupp die

Datenhoheit. »Zu jedem Fahrzeug wird

ab Bestellung eine elektronische Fahrzeugakte

mit allen Daten erzeugt«,

ergänzt Hahne. Gleichzeitig muss sich

der Flottenbetreiber nicht mehr um die

Eingabe der Fahrzeugdaten kümmern.

Für den Volkswagen Konzern bietet

das digitale Fahrzeugbestellsystem

natürlich ebenfalls große Vorteile. Insbe-

sondere der stabile Bestellprozess trägt

zur Zufriedenheit der Dienstwagenfahrer

bei. Schließlich ist neben dem Fahrzeug

die Betreuung der Nutzer der wichtigste

Schlüssel zur Steigerung der Zufriedenheit.

Der Bestellprozess über Volkswagen ist

im Verwaltungstool integriert

Damit ist Fleet Ordering ein wichtiger

Teil des Verwaltungssystems Carpool von

Thyssen Krupp. Das umfasst die Steuerung

und Administration weiterer

Komponenten, etwa die Reifen, Tankkarten,

CO 2

-Grenzen oder auch das Benchmarking

verschiedener Lieferanten. So

liefern sich im Hintergrund drei bis fünf

zuvor ausgewählte Gesellschaften einen

Benchmark um die günstigsten Leasingkonditionen

und Thyssen Krupp erhält

dann das beste Angebot.

Die Rechnungen der Lieferanten kommen

elektronisch und werden über

Schnittstellen ins Carpool-System eingespeist.

Das Ergebnis: ein lückenloses

Reporting über alle Kosten. »So ein Verwaltungstool

funktioniert aber nur,

wenn man die Daten des Autos genau

kennt. Wenn man zum Beispiel weiß,

welche Reifengröße infrage kommt«,

sagt Hahne.

Das überzeugte im Herbst vergangenen

Jahres auch die Jury des Fleet Europe

Awards. Die Mitglieder überreichten Alex

Han, strategischer Einkäufer Flotte, für

das international ausgerichtete Flottenmanagement

von Thyssen Krupp den begehrten

Preis in der Kategorie Innovation.

Besonders im Fokus stand die integrierte

Flottenstrategie mit nahezu

100-prozentiger Kostentransparenz bezogen

auf die Gesamtbetriebskosten.

Fuhrparkchef Marcel Müller (l.) mit Vorgänger Martin

Hahne, der Anfang des Jahres in Altersteilzeit ging.

HINTERGRUND

Thyssen Krupp in Zahlen

Bei Thyssen Krupp erwirtschafteten weltweit

rund 160.000 Mitarbeiter einen Umsatz von rund

41 Milliarden Euro (im Geschäftsjahr 2013/2014).

Die Aktiengesellschaft entstand 1999 aus einem

Zusammenschluss von Thyssen und Krupp. Der

Konzern in sechs Geschäftsfelder geteilt: Components

Technology, Elevator Technology, Industrial

Solutions, Materials Services, Steel Europe

und Steel Americas. Diese untergliedern sich in

Operating Units und Konzernunternehmen, die

selbstständig am Markt agieren. Insgesamt bilden

rund 630 Unternehmen und Beteiligungen in

77 Ländern den Thyssen Krupp Konzern.

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Februar/März 2015 FIRMENAUTO 29


MANAGEMENT | Praxis

»Das war nur mit der Unterstützung von

Volkswagen umsetzbar«, merkt Müller

an. »Und weil unsere Lieferanten diesen

Weg mit uns gehen.«

Selbst die Fahrzeugrückgabe wird über

Carpool abgedeckt. Alle Schritte von der

Auslieferung, der Beklebung, Fahrerhandbuch,

Reifenwechsel, Inspektionen

oder nötige Reparaturen sind optimal

aufeinander abgestimmt und greifen wie

Zahnräder ineinander. »Schließlich kostet

jeder Tag, an dem ein Fahrzeug nicht

bewegt werden kann, viel Geld«, sagt

Hahne.

Globale Car Policy legt Obergrenzen für

CO 2

-Ausstoß fest

»Wir sind ein Unternehmen, wir nutzen

ein System und haben eine Strategie«,

erklärt Müller. So dürfen ohne die offizielle

Zustimmung von Marcel Müller in

anderen Ländern keine Verträge oder

Geschäfte mehr abgewickelt werden.

Seit Oktober 2014 besitzt der Thyssen

Krupp eine globale Car Policy. Diese legt

unter anderem die regionalen Obergrenzen

für den CO 2

-Ausstoß fest. Darauf legt

Müller großen Wert. Umweltschutz gehört

neben Kostenkontrolle zu den vordringlichsten

Herausforderungen.

In Deutschland wurden die CO 2

-Grenzen

bereits zum dritten Mal nach unten

angepasst. Im Schnitt stoßen Servicefahrzeuge

und Dienstwagen in Deutschland

134 g CO 2

/km aus, eine weitere Absenkung

um zehn Prozent ist nun erfolgt.

»Die Vorgaben zur Car Policy setzen wir

ausschließlich mit den CO 2

-Angaben des

Fleet Ordering-Systems um«, freut sich

Müller.

Noch in der Entwicklungsphase befindet

sich dagegen die Umsetzung von Carsharing

und Elektromobilität. Hier arbeitet

Thyssen Krupp eng mit dem Anbieter

Ruhrauto E zusammen. Derzeit stehen

den Mitarbeitern am Standort Essen

Fahrzeuge im Carsharing sowohl für

Dienstreisen als auch für private Fahrten

zur Verfügung. Aktuell verrichten

zehn E-Autos, von der Mercedes A-Klasse

im Servicebereich über den BMW i3

bis hin zum E-Smart im Werkverkehr ihren

Dienst. Zusätzlich ist der Einsatz des

neuen Audi A3 e-tron in Planung.

Müller ist von der Zukunft der Elektromobilität

und Carsharing im urbanen

Umfeld überzeugt: »Unsere Erfahrungen

mit E-Autos sind sehr gut. Darüber hinaus

wird das eigene Auto in Zukunft an

Bedeutung verlieren. Irgendwann zählt

»Wir sind ein

Unternehmen, wir nutzen

ein System und wir

verfolgen eine Strategie«

nur noch die eigentliche Mobilität.« Doch

bis dahin liegt wohl noch ein längerer

Weg vor Marcel Müller. Sein neuer Job

wartet mit großen internationalen Herausforderungen.

So soll im kommenden Jahr das Fuhrparkgeschehen

in Brasilien bewertet und

analysiert werden. »Jedes Land besitzt

seine Eigenheiten. In Brasilien etwa müssen

viele Dienstwagen schusssicher ausgestattet

sein«, sagt Müller. Nach den lokalen

Gegebenheiten richtet sich auch die

jeweilige Fuhrparkstrategie und deren

Umsetzung aus, die jedoch eng mit der

globalen Strategie von Thyssen Krupp

Marcel Müller

Fuhrparkmanager Thyssen Krupp

einhergeht. Einen Schritt weiter ist

Thyssen Krupp in den USA und in

Spanien. Dort starten die ersten größeren

Thyssen Krupp-Gesellschaften mit

dem Fleet-Ordering-System. Auch hier

verspricht sich der Konzern eine enorme

Prozessvereinfachung, größere Volumenbündelungen

und damit einhergehende

Kosteneinsparungen.

Der Aufwand lohnt sich freilich nicht

für kleinere Flotten. Mehrere hundert

Fahrzeuge müssten es laut Hahne schon

sein. Fleet Ordering steht damit auch

anderen Unternehmen mit großen Flotten

zur Verfügung.

Die Macher (von links): Martin Hahne (Thyssen Krupp), Sven Bettin (VW), Marcel Müller

(Thyssen Krupp), Hans-Friedrich Andree (VW), Alex Han (Thyssen Krupp) und Christoph Schinkel (VW).

30 FIRMENAUTO Februar/März 2015


www.aral-cardplus.de

André Hoffmann

Fuhrparkmanager

„Unsere Firma braucht viel, in

der Aral CardPlus steckt alles.“

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Flexibilität, elektronische Führerscheinkontrolle sowie

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MANAGEMENT | Fuhrparkmanagement

AUF ALLEN KANÄLEN

Neue Produkte vom Full-Service-Leasing-Anbieter: Arval nimmt dem Fuhrparkleiter die

Kommunikation mit Dienstwagenfahrern ab und kümmert sich um organisatorische Aufgaben.

Soziale Netzwerke sollen den Informationsaustausch erleichtern.

Text: Martin Schou

Smartphones, Apps und Social

Media: Die moderne Technikwelt

gehört auch längst zum Alltag des

Fuhrparkmanagers. Arval reagiert auf

diesen Trend und bietet mit Smart Experience

fünf kostenlose Apps und

Tools an. Zwei für die organisatorischen

und strategischen Belange der Fuhrparkmanager

(Connect, Fleet View), zwei richten

sich an die Dienstwagennutzer (Mobile+,

Drive Challenge). Das fünfte Tool

bezieht sich auf Arvals neue Social-Media-Auftritte

für einen einfacheren Kommunikations-

und Informationsfluss.

Arval Smart Experience

Über Arval Connect erhalten Fuhrparkmanager

operative Informationen zu ihrem

Fuhrpark und werden über Neuigkeiten

aus der Automobilbranche informiert,

wie Modellneuheiten und Fahrzeugtests.

Von einer Übersicht zu

aktuellen Fahrzeugauslieferungen in

Kalenderform über eine Suchmaschine

für Netzwerkpartner bis hin zu spezifischen

Vertrags- und Fahrzeuginformationen

liefert das Tool alles, was Fuhrparkmanager

für ihre tägliche Arbeit benötigen.

Das Programm Arval Fleet View bietet

eine Übersicht aller wichtigen Fuhr-

32 FIRMENAUTO Februar/März 2015


Interview

Jeff Bolders und Marcus Schulz leiten seit einem Jahr die Geschäfte von

Arval. Im Interview spricht das Duo über Ziele, Trends und Strategien.

parkkennzahlen wie beispielsweise

Flottenzusammensetzung, Fuhrparkkosten,

Fahrzeugnutzung oder CO 2 -Ausstoß.

Arval Mobile+ ist ab dem zweiten

Quartal 2015 erhältlich. Die App informiert

Dienstwagenfahrer über Details

aus dem Leasingvertrag. Drive Challenge

ist eine App, die den Fahrstil analysiert.

Im Rahmen von Arval Smart Experience

weitet Arval seine Social-Media-

Aktivitäten aus. Neben Twitter ist Arval

nun auch auf Facebook, Youtube, Google+

und Xing aktiv.

Arval Driver Solutions

Ebenfalls neu im Arval-Portfolio ist Driver

Solutions, ein Dienstleistungspaket

rund um die Fahrerbetreuung. Arval

übernimmt den direkten, täglichen Kontakt

zu Dienstwagennutzern und steht

als Ansprechpartner für jegliche Fragen

parat. Fahrern und Flottenbetreibern

steht ein festes Betreuungsteam zur Seite.

Ein Online-Tool bietet jederzeit Einblick

in die Fuhrparkprozesse. Zufriedenheitsmessungen

unter den Fahrern

sowie die Vereinbarung und regelmäßige

Überprüfung von Service-Level-

Agreements sollen sicherstellen, dass

die Unternehmen stets die volle Kontrolle

über ihren Fuhrpark behalten.

Wen wollen Sie mit den neuen Produkten Driver Solutions

und Smart Experience erreichen

Jeff Bolders: Mit Arval Driver Solutions wollen wir Unternehmen

stärker beim Management der Dienstwagennutzer

entlasten: Hier haben wir vor allem Unternehmen

im Blick, die keinen eigenen Fuhrparkleiter haben, oder

die Flottenverantwortung bei Mitarbeitern liegt, die sich

dem Fuhrpark nicht vollumfänglich widmen können. Mit

Arval Smart Experience richten wir uns an Fuhrparkmanager

und Dienstwagennutzer: Unsere neuen Produkte

erleichtern Fuhrparkleitern

das Leben,

nehmen ihnen tägliche

Arbeit ab und liefern

einen schnellen

Überblick über die

Flotte. Gleichzeitig

machen wir die Serviceleistungen

für

Dienstwagenfahrer

noch greifbarer und

steigern so ihre Zufriedenheit.

Jeff Bolders,

Geschäftsführer Arval

Deutschland

Sind Fuhrparkleiter

und Fahrer reif für

Apps und soziale

Netzwerke

Marcus Schulz: Wir

sehen einen klaren

Trend in diese

Richtung. Die neue

Generation Dienstwagenfahrer will nicht mehr nur auf

E-Mails und Telefon-Hotlines angewiesen sein, sondern

ihr Smartphone in die Hand nehmen und mit uns über

soziale Netzwerke wie Facebook kommunizieren.

Bolders: Soziale Netzwerke sind auch für Flottenmanager

ein neuer Weg, an Informationen zu gelangen.

Deshalb stellen wir uns mit Twitter,

Facebook, Google+ und Xing breit auf. Auch

das Kommunikationsverhalten innerhalb der

Unternehmen, beispielsweise zwischen Fahrer

und Fuhrparkleiter, verlagert sich zunehmend

in Chats sozialer Netzwerke.

Geht der Trend in Richtung Outsourcing

weiter

Schulz: Ja, definitiv. Das Fuhrparkgeschäft

wird immer komplexer und umfangreicher.

Das ist für den Fuhrparkleiter alleine gar nicht

mehr zu bewältigen. Wir setzen mit Driver

Solutions genau an diesem Punkt an und

bündeln unsere Dienstleistungen. Es macht

Sinn, alle Module an einen Dienstleister zu

übertragen. Dann hat der Fahrer immer einen

Ansprechpartner für alle Themen, egal ob

es um den Reifenwechsel oder die verloren gegangene

Tankkarte geht.

Corporate Carsharing ist ebenfalls ein Trend. Wann

steigt Arval ein

Bolders: Wir haben bereits Unternehmenslotten in den

Niederlanden, in denen wir Corporate Carsharing testen.

Wir wollen herausfinden, für wen sich Carsharing-

Modelle rechnen und welche Funktionen das Corporate

Carsharing-Angebot beinhalten muss. Unsere Fahrzeuge

lassen sich beispielsweise per Smartphone-App öffnen.

Das Pilotprojekt läuft noch, wir werden Corporate Carsharing

aber in naher Zukunft auch in Deutschland anbieten.

Welche Rolle nimmt der deutsche Full-Service-

Leasingmarkt für die Arval Gruppe ein

Bolders: Das Leasinggeschäft ist in Deutschland nicht so

ausgeprägt wie in anderen Ländern. Das klingt zunächst

negativ, doch für uns stellt es auch Potenzial dar. Denn

der deutsche Leasingmarkt wächst, in den nächsten

Jahren werden sich deutsche Unternehmen vermehrt

für Leasing entscheiden. Mit unseren beiden neuen Produkten

wollen wir Kunden von Konkurrenzunternehmen

abwerben und Wettbewerber verdrängen.

Arval wechselt seinen Standort innerhalb Münchens,

auch um die Mitarbeiterzahl aufzustocken. In welchem

Geschäftsbereich wird Arval wachsen

Schulz: Wir wollen in Zukunft mit unserem Mutterunternehmen,

der Geschäftsbank BNP Paribas, stärker

zusammenarbeiten. So können wir gegenseitig den Kundenstamm

erweitern und unsere Kunden in Bezug auf

Fahrzeugbeschaffung und Finanzierung des Fuhrparks

besser beraten. Wir haben bereits in anderen Ländern

die Erfahrung gemacht, dass daraus ein enormer Wachstumsschub

generiert wird.

Marcus Schulz,

Director Arval Deutschland

Profitieren davon auch Ihre bestehenden

Kunden

Schulz: Mit unseren neuen Ideen

wollen wir nicht nur Kunden hinzugewinnen,

sondern auch mit

unseren Bestandskunden wachsen.

Deshalb bauen wir unsere Dienstleistung

stetig aus. Eine erfolgreiche

Einführung aus der Vergangenheit

ist beispielsweise unsere

Account-Team-Struktur. Jeder Kunde

wird von einem Spezialistenteam

aus allen am Fuhrparkprozess

beteiligten Fachbereichen betreut.

Diese Teams operieren quasi als

kleine Leasingunternehmen innerhalb

von Arval und können so

schneller und zielgerichtet auf Kundenwünsche

eingehen.

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 33


LESERWAHL | Die besten Marken

FIRMENAUTO sucht die »Besten Marken 2015«. Welche Automarke bietet den

besten Service für Firmenkunden, bei welcher Leasinggesellschaft fühlt sich Ihr

Unternehmen am besten aufgehoben, welcher Autovermieter betreut Businesskunden

am besten Stimmen Sie ab und gewinnen Sie einen Toyota Aygo.

Und so geht’s: Tragen Sie für jede Kategorie die Nummer Ihres Favoriten in

die beigeheftete Antwortkarte ein. Die Karte können Sie uns portofrei bis zum

20. März 2015 zuschicken. Noch einfacher geht es online unter

www.leserumfragen.de/firmenauto (Code Z916).

Automarken: guter Service für

A Flottenkunden

1 Alfa Romeo

2 Audi

3 BMW

4 Chevrolet

5 Citroën

6 Dacia

7 Fiat

8 Ford

9 Honda

10 Hyundai

11 Infiniti

12 Jaguar

13 Jeep

14 Karabag

15 Kia

16 Lancia

17 Land Rover

18 Lexus

19 Mazda

20 Mercedes

21 Mini

22 Mitsubishi

23 Nissan

24 Opel

25 Peugeot

26 Porsche

27 Renault

28 Seat

29 Skoda

30 Smart

31 Subaru

32 Suzuki

33 Tesla

34 Toyota

35 Volvo

36 Volkswagen

B

Umweltfreundlichste

Automarke

37 Alfa Romeo

38 Audi

39 BMW

40 Chevrolet

41 Citroën

42 Dacia

43 Fiat

44 Ford

45 Honda

46 Hyundai

47 Infiniti

48 Jaguar

49 Jeep

50 Karabag

51 Kia

52 Lancia

53 Land Rover

54 Lexus

55 Mazda

56 Mercedes

57 Mini

58 Mitsubishi

59 Nissan

60 Opel

61 Peugeot

62 Porsche

63 Renault

64 Seat

65 Skoda

66 Smart

67 Subaru

68 Suzuki

69 Tesla

70 Toyota

71 Volvo

72 Volkswagen

C

Reifen

73 Barum

74 BF Goodrich

75 Bridgestone

76 Continental

77 Dunlop

78 Falken

79 Firestone

80 Fulda

81 Goodyear

82 GT Radial

83 Hankook

84 Kléber

85 Kumho

86 Maxxis

87 Michelin

88 Nexen

89 Nokian

90 Pirelli

91 Semperit

92 Toyo

93 Uniroyal

94 Vredestein

95 Yokohama

D

Reifenservice

96 4Fleet Group

97 4Wheels

98 ATU

99 Driver Fleet Solution

100 EFR

101 Euromaster

102 First Stop

103 Fleet Partner

104 IFS International Fleet-Service

105 Michelin Solutions

106 Pitstop

107 Pneuhage

108 Point S

109 Premio

110 Reifen Direkt

111 Reiff

112 Service Quadrat

113 Top Service Team

114 Vergölst

115 Vianor

E

Freie Werkstätten

116 1a Autoservice

117 ATU

118 AC Auto Check

119 AD-Auto Dienst

120 Autoexcellent

121 Autofit

122 Automeister

123 Auto Plus

124 Auto Service Partner ASP

125 Bosch Car Service

126 Carglass

127 Color Motion

128 Easy Auto Service

129 Euromaster

130 First Stop

131 Global Automotive Service

132 Identica

133 Junited Autoglas

134 Meisterhaft

135 Motoo

136 Need4fleet

137 Nobleglass

138 Pitstop

139 Pneuhage

140 Point S

141 Premio

142 Repanet

143 Scheiben-Doktor

144 Service Quadrat

145 Top Service Team

146 Vergölst

147 Vianor

Fotos: J. Bilski (4), F. Herzog (1)

34 FIRMENAUTO Februar/März 2015


Stimmen Sie ab

und gewinnen Sie einen

Toyota Aygo

F

Tankkarten

148 Aral

149 Avia

150 Eni

151 Esso

152 Euro Shell

153 Jet

154 Log Pay

155 Novofleet

156 Oil (f+f)

157 OMV

158 Orlen

159 Tamoil

160 Total

161 UTA

162 Westfalen

G

Leasing und Finanzierung

163 AKF Servicelease

164 Albis Leasing

165 ALD Automotive

166 Alphabet Business Mobiliy

167 Arval Deutschland

168 Athlon Car Lease Germany

169 Atlas Auto-Leasing

170 Auto-Bank

171 Belmoto

172 BMW Financial Services

173 BW Fuhrpark Service

174 Citroën Bank

175 Comco Autoleasing

176 Conlink Leasing

177 Daimler Fleet Management

178 DB Fuhrparkservice

179 DeTeFleetservices

180 Deutsche Leasing Fleet

181 FGA Bank

182 Ford Lease

183 GE Auto Service Leasing

184 GMAC Bank

185 Hannover Leasing Automotive

186 HHL Hamburg Leasing

187 Honda Bank

188 Hyundai Leasing

189 IKB Autoleasing

190 Kia Fleet Services

191 Lease Plan

192 Lease Trend

193 Mobility Concept

194 Nissan Leasing

195 Peugeot Bank

196 Raiffeisen-Impuls Leasing

197 Renault Leasing

198 Santander Leasing

199 Sixt Leasing

200 Toyota Leasing

201 VW Leasing

202 Volvo Auto Bank

203 X-Leasing

H

Versicherungen

204 Advo Card

205 Allianz

206 Alte Leipziger

207 Arag

208 Axa

209 Barmenia

210 Concordia

211 DAS

212 Deurag

213 Ergo

214 Generali

215 Gothaer Allgemeine

216 HDI

217 HDI-Gerling Industrie

218 Provinzial Rheinland

219 R+V Allgemeine-/Kravag-Logistik

220 Rechtschutz Union

221 Signal-Iduna

222 Versicherungskammer Bayern

223 VHV Allgemeine

224 Wüstenrot & Württembergische

225 Zurich

I

Flottenmanagement

226 ALD Automotive

227 Alphabet

228 Ari Fleet Germany

229 Arval

230 BCD Travel

231 Car Professional Fuhrparkmanagement

232 Carat Fuhrparkmakler

233 Carmobility

234 Chemion Logistik

235 Coralix Fleet Solution

236 CSB-System

237 DB Rent

238 DeteFleetservices

239 Deutsche Leasing

240 Expert Automotive

241 FAC Concept Fleet and Car

242 Fleet Art Fuhrparmanagement

243 Fleet Company

244 Fleetcar + Service Community FSC

245 Groom Fuhrparkmanagement

246 HHL Hamburg Leasing

247 HLA Fleet Services

248 Inter Carat Fleetmanagement

249 Lease Plan

250 Panopa Fleet Management

251 Sixt Mobility Consulting

252 Technology Content Services TCS

J

Fuhrpark-Software

253 Admin Solution Service

254 Areal Control

255 Carano

256 Community4you

257 Delta Proveris

258 Fleet Expert

259 Hiepler + Partner

260 In Nuce Solutions

261 Next Generation Mobility

262 SiteOS

263 Technology Content Services TCS

264 Tom Tom

K

Führerscheinkontrolle

265 Admin Solution Service

266 Aral

267 DAD Deutscher Auto Dienst

268 Dekra

269 EH-Systemhaus

270 Fleet Innovation

271 Hiepler + Partner

272 Kemas

273 LapID

274 Technology Content Services TCS

275 VDQ Business Solutions

276 Vispirion

277 Wollnikom

L

Remarketing

278 Ari Fleet Germany

279 autobid.de

280 Auto online

281 Autorola

282 Autoscout24

283 BCA

284 Cars On The Web

285 Carsale24

286 Dekra Automotive Solutions

287 Mobile.de

288 Webauto.de

M

Autovermieter

289 Avis

290 Buchbinder

291 Budget

292 Caro

293 CC Rent a car

294 DB Rent

295 DeTe Fleetservices

296 Enterprise

297 Euromobil

298 Europcar

299 Free to Go

300 Maske

301 National Car Rental

302 Sixt

N

Corporate Carsharing

303 Alpha City (BMW)

304 Bettercar (Ubeequo)

305 Book-n-drive

306 Cambio

307 Car2go/Car2go Black (Daimler)

308 Car2share Working (Daimler)

309 Citee Biz

310 Corporate Carsharing (Daimler)

311 Corporate Carsharing (GE Capital)

312 Drive Now

313 Flinkster

314 Ford Carsharing

315 Green Wheels

316 Invers Carsharing

317 Mu (Peugeot)

318 Multicity (Citroen)

319 Quicar (VW)

320 Share your Fleet (PSA)

321 Sixt Corporate Carsharing

322 Spotcar

323 Stadtmobil Berlin

324 Stadtmobil Carsharing Karlsruhe

325 Stadtmobil Hannover

326 Stadtmobil Rhein-Main

327 Stadtmobil Stuttgart

328 Stadtmobil Rhein-Neckar

329 Stadtmobil-Rhein-Ruhr

330 Stattauto München

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 35


MANAGEMENT | Recht und Steuer

DIENSTWAGEN FÜR PRIVATEN NEBENJOB NUTZEN

Die Ein-Prozent-Regelung gilt

nicht als Grundlage für einen

Betriebsausgaben-Abzug im

Rahmen einer selbstständigen

Tätigkeit.

Wer einen Firmenwagen auch privat

nutzt, versteuert das normalerweise über

die Ein-Prozent-Regelung. Doch gilt diese

Pauschalversteuerung auch für den

Betriebsausgabenabzug, wenn der gleiche

Arbeitnehmer den Wagen für einen

selbstständigen Nebenjob verwendet

Mit einem solchen Fall beschäftigte sich

nun das Finanzgericht Münster.

Die Anschaffungs- und auch die laufenden

Kfz-Kosten (Reparatur-, Wartungsund

Versicherungskosten) des Autos trug

der Arbeitgeber. Trotzdem ermittelte der

Steuerpflichtige die

Höhe der Betriebsausgaben

für die eigenbetrieblichen

Fahrten auf

Basis des mit einem

Prozent ermittelten

Werts, indem er diesen

Guido Spötzl

Steuerberater

noch mal im Verhältnis

private Fahrten zu eigenbetrieblichen

Fahrten

aufteilte.

Doch damit waren die Richter nicht

einverstanden: Die Ein-Prozent-Regelung

schaffe einen Sondertatbestand bezüglich

der privaten Mitbenutzung eines

betrieblichen Fahrzeugs und nicht

bezüglich des Einsatzes in einem anderen

Betrieb desselben Steuerpflichtigen.

Daher können bei der Gewinnermittlung

fiktive Betriebsausgaben weder im Rahmen

der Einkünfte aus selbstständiger

Arbeit noch aus Gewerbebetrieb berücksichtigt

werden. Vielmehr hätte der

Steuerpflichtige bei den Einkünften aus

nichtselbstständiger Arbeit einen weiteren

Sachbezug für die betriebliche

Nutzung des Fahrzeugs versteuern müssen.

Nur dann hätte dieser Sachbezug

auch im Rahmen der selbstständigen

Tätigkeit verbraucht werden können

(Az.: 11 K 246/13 E).

Es bleibt abzuwarten, ob für die Zukunft

an dieser Auffassung festgehalten

wird oder eine höchstrichterliche Rechtsprechung

doch noch zu einem anderen

Entschluss kommt. Über die Berufung

entscheidet nun der Bundesfinanzhof.

Fotos: ÖAMTC (1), DAV (1)

AUTOBRAND

Am Haken endet die Betriebsgefahr

Auf der Ladefläche eines Abschleppwagens war ein Pkw in Brand geraten und hatte

diesen dabei beschädigt. Der Abschleppunternehmer wollte darauf den Schaden vom

Besitzer des abgeschleppten Wagens ersetzt haben. Er verwies auf die sogenannte

allgemeine Betriebsgefahr eines

Autos. Die Richter des OLG Karlsruhe

aber verneinten dies: Von einem

abgeschleppten und vollständig

aufgeladenen Fahrzeug gehe keine

Betriebsgefahr mehr aus. Das

Abschleppfahrzeug und das darauf

befindliche Auto bildeten eine Einheit,

auf die der Autofahrer keinen

Einfluss mehr habe. Daher müsse er

auch nicht haften (Az.: 13 U 15/14).

ABBIEGEN

Nicht blind dem Blinker vertrauen

Ein wartepflichtiger Autofahrer

darf nicht blindlings

darauf vertrauen,

dass der rechts blinkende

Vorfahrtsberechtigte

auch tatsächlich nach

rechts abbiegt. Vielmehr

bedarf es zumindest

eines weiteren Anzeichens,

das aus Sicht des

Wartepflichtigen diesen Schluss zulässt. Dies könnte beispielsweise sein, dass sich der

Vorfahrtsberechtigte bereits deutlich nach rechts eingeordnet hat oder dass er seine

Geschwindigkeit (ohne sonstigen erkennbaren Anlass) deutlich reduziert (OLG Dresden,

Az.: 7 U 1876/13).

36 FIRMENAUTO Februar/März 2015


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MANAGEMENT | Recht und Steuer

AUSNAHMEREGEL FÜR E-TRANSPORTER

Als Kaufanreiz für für E-Autos darf man ab sofort mit der Pkw-Führerscheinklasse B Elektrotransporter bis zu einem

Gesamtgewicht von 4,25 Tonnen fahren. Bisher waren 3,5 Tonnen die Obergrenze. Hintergrund sei, dass das Gewicht

der Batterie bei der Bestimmung der Fahrzeugklassen außen vor bleibe. »Künftig führt nicht mehr alleine

das Gewicht der Batterie dazu, dass eine Lkw-Fahrerlaubnis erworben werden muss«, sagt Bundesverkehrsminister

Alexander Dobrindt. »Für Handwerksbetriebe, Paket- und Zustelldienste wird es attraktiver, sich Elektro-Kleintransporter

anzuschaffen.«

Laut Gesetzestext sind weitere Voraussetzungen

neben dem Elektroantrieb

des Fahrzeugs der Einsatz im Bereich

Güterverkehr und eine zusätzliche

Fahrzeugeinweisung. Habe der Fahrer

diese absolviert, könne er dies im Führerschein

eintragen lassen. Die Verordnung

gelte überdies nur für Fahrten im

Inland. Nach aktuellem Stand gilt die

neue Regelung zumindest bis Ende

2019.

SICHERHEIT

Sorgen Sie für freie Sicht im Firmenwagen

KURZ-URTEILE

Rutscht ein Fußgänger im überdachten

Teil eines Parkhauses auf Eis oder

Schneematsch aus, haftet der Betreiber

nicht unbedingt

für die Verletzung.

Für private

Betreiber von

Parkhäusern

besteht keine

Streupflicht

(LG Dortmund,

Az.: 3 O 566/13).

Wird ein Neuwagen in einer anderen

Grauschattierung ausgeliefert, als der

Käufer es bestellt hat, darf dieser eine

Umlackierung verlangen. Auch eine geringe

Farbabweichung stellt einen Sachmangel

dar (LG Ansbach, Az.: 1 S 66/14).

Ein verletzter Unfallverursacher muss

nicht unbedingt am Unfallort auf die Polizei

warten. Eine Verletzung zu behandeln,

kann zumindest ein berechtigter Grund

sein, sich vom Unfallort zu entfernen

(BGH, Az.: 4 StR 259/14).

Auch wenn es lästig ist: Die Fahrer sollten abgelaufene

Mautvignetten von den Scheiben ihrer Firmenwagen

kratzen. Denn wer sicher unterwegs sein möchte, braucht

neben einem technisch einwandfreien Fahrzeug vor allem

eins: gute Sicht. Allzu viele Autofahrer verbauen sich allerdings

selbst das Sichtfeld mit Navi-Halterungen, Deko

am Innenspiegel und ständig wachsenden Sammlungen

von Maut-Vignetten. Die Dekra-Sachverständigen warnen

davor: Nur was unbedingt notwendig ist, sollte an der

Windschutzscheibe kleben. Auch Halterungen für Mobiltelefone

oder Navigationssysteme werden oft im Sichtfeld

angebracht. »Bei der Montage sollte man unbedingt darauf

achten, dass die Geräte nur den Blick auf die eigene Motorhaube,

nicht aber auf die Straße und das Verkehrsumfeld

verdecken«, rät Unfallforscher Jörg Ahlgrimm von Dekra.

Besonders eindringlich warnt der Unfallexperte vor Dekorationsmaterial

am Innenspiegel – vom Plüschwürfel über

den Wunderbaum bis zum Rosenkranz. »Die sorgen nicht

nur für Sichtbehinderung, sondern auch für Ablenkung.«

Denn alles, was sich bewegt, führt im peripheren Bereich

unseres Sichtfeldes unwillkürlich zu einer Blickzuwendung.

»Dieser Mechanismus ist extrem wichtig bei tatsächlichen

Gefahren von außen – etwa, wenn plötzlich ein Kind auf

die Straße läuft. Wird er aber permanent durch die Bewegung

der Spiegel-Deko ausgelöst, ist das Ganze kontraproduktiv.«

Wird ein Pkw mit Tageszulassung angeboten,

muss es sich um ein fabrikneues

Fahrzeug handeln. Der Kunde kann die

gleichen Maßstäbe ansetzen wie bei

einem normalen Neuwagen (LG Berlin,

Az.: 5 O 90/13).

Ohne Freisprecheinrichtung zu telefonieren

ist verboten. Das klingelnde Telefon

dem Beifahrer zu reichen hingegen ist erlaubt.

Schließlich nutze man dann keine

Funktion des Telefons (OLG Köln, Az.: III-1

RBs 284/14).

ASTBRUCH

Stadt muss kranke Bäume häufig kontrollieren

Eine halbjährliche Sichtprüfung der Bäume am Straßenrand

ist nicht genug. Die stellte das OLG Hamm

fest, nachdem ein Ast einer Linde ein Auto beschädigte.

Denn laut einem Gutachter zeigte die Linde konkrete

Anzeichen für eine besondere Gefährdung. Sie stand ungünstig

ohne Schutz vor dem Wind an einer Hausecke,

hatte eine kopflastige Krone entwickelt und verfügte

bei generell dünnem Wuchs über einen großen Totholzanteil.

Die Stadt hätte ihre Stabilität daher häufiger

als erfolgt kontrollieren müssen und muss deshalb den

entstandenen Schaden übernehmen (Az.: 11 U 57/13).

KLEINTIERE

Vollbremsung wegen

Eichhörnchen

Für ein Eichhörnchen bremsen Klingt hart, aber

besser nicht. Denn wenn jemand hinten auffährt,

muss der Tierfreund einen Teil des Schadens

tragen. Genauer: 25 Prozent, wie jetzt das

Amtsgericht München entschieden hat. In dem

verhandelten Fall ist eine Autofahrerin in die

Eisen gegangen, um den kleinen Nager zu schonen.

Das aber war nach Ansicht der Richter nicht

unbedingt notwendig (Az.: 331 C 16026/13).

38 FIRMENAUTO Februar/März 2015


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AUTO | Neuvorstellung Skoda Fabia Combi

GANZ SCHÖN GROSS DER KLEINE

Größter Kofferraum, ordentliche Zuladung und sparsame Motoren. Auch die dritte

Generation des Skoda Fabia Combi setzt Maßstäbe unter den Kleinwagen. Text: Hanno Boblenz

An der nä… krrrrk… re… krrrk....

.. krrrrk... und dann krrrrrk!« Wie

jetzt, wohin soll‘s gehen Die NaviAnsagen

des Mirror-Link genannten Systems

sind nicht zu verstehen und der

Blick aufs Display hilft auch nicht: Die

Navi-App Sygic ist wieder abgestürzt.

So hatten wir uns die Testfahrt in dem

kleinen Kombi nicht vorgestellt. Aber was

heißt hier »klein« Der Fabia ist auf 4,25

Meter gewachsen und setzt mit 530 bis

1.395 Liter Kofferraumvolumen wieder

Bestmarken. Allerdings in einer Fahrzeugklasse

ohne Konkurrenz. Seat Ibiza ST und

Renault Clio Grandtour, mehr gibt’s nicht.

Wie schon der vor zwei Monaten eingeführte

und 500 Euro billigere Fünftürer

wurde auch der Kombi im Innenraum

zwei Zentimeter breiter. Das klingt nicht

nach viel, bringt aber spürbar mehr Ellenbogenfreiheit

für alle Passagiere. Hinten

sitzt man ebenfalls sehr ordentlich für

ein kleines Auto, bei dem schon der Kofferraum

einen gehörigen Teil der Karosserie

einnimmt.

Variabler Kofferraum mit Zwischenboden

Der wurde im Vergleich zum Vorgänger

größer und vielseitiger. So gibt es beispielsweise

auf Wunsch einen variablen

Zwischenboden. Der wird einfach in seitlich

angebrachte Halterungen eingeschoben

und lässt sich zum einfacheren Beund

Entladen zudem in Schräglage fixieren.

Will man den Kofferraum ohne Unterteilung

nutzen, legt man den Zwischenboden

unten ins Gepäckabteil. Mit

Hilfe des Ladebodens lässt sich außerdem

die Stufe überbrücken, die beim Umlegen

der Lehnen entsteht. Dazu kommen

weitere praktische Detaillösungen

im gesamten Auto, vom Eiskratzer in der

Tankklappe bis zu den vielen Flaschenund

Becherhaltern an allen Plätzen.

Optisch reiht sich der Fabia Combi nahtlos

ins neue Design der Marke ein. Er ist

schärfer und knackiger gezeichnet, sodass

die Modelle der ersten und zweiten Generation

nun richtig altbacken pummelig

wirken. Und er fährt eindeutig besser.

Dank breiterer Spur, längerem Radstand

und überarbeitetem Fahrwerk federt er

komfortabler und wird von einer erweiterten

elektronischen Differenzialsperre

in Kurven sicherer auf Kurs gehalten.

Da der Fabia auf der aktuellen Konzernplattform

des modularen Querbaukastens

aufbaut, kann Skoda in Sachen

Motoren und Fahrzeugkonstruktion die

gleiche Technik wie Audi, VW oder Seat

nutzen. Das beschert der Baureihe neue

Assistenzsysteme wie Auffahrwarner

samt Notbremsfunktion, Multikollisionsbremse

oder Berganfahrhilfe. Trotz umfangreicherer

Ausstattung wurde der

Kombi bis zu 61 Kilo leichter.

40 FIRMENAUTO Februar/März 2015

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Weniger Gewicht ist gut für den Verbrauch.

Und auch die Euro-6-fähigen Dreiund

Vierzylindermotoren tragen dazu bei,

dass der Fabia bis zu 17 Prozent weniger

schluckt als der Vorgänger. Die größten

Einsparungen gibt es beim Diesel. Der

Dreizylinder überzeugt mit ruhigem Lauf,

geringen Vibrationen und kräftigem

Schub. Bei den Benzinern sollte es mindestens

der 90 PS starke 1.2 TSI sein. Der

sorgt mit hohem Drehmoment bei niedrigen

Touren für entspanntes Fahren.

Der Fabia Combi wurde je nach Motor

250 bis 600 Euro teurer. Im Laufe des Jahres

folgen weitere Motorisierungen, beispielsweise

die fürs Spritsparen optimierte

Greenline-Version, die nur noch 3,1 Liter

verbraucht (82 g CO 2

) sowie die Dreizylinder-Benziner.

Und auch fürs Appbasierte

Navisystem sind Updates angekündigt.

Ob die Technik mit Apple Car

Play oder Android Auto im Sommer dann

besser funktioniert Weil da auch Skoda

noch skeptisch ist, wird es demnächst wieder

ein klassisches, fest eingebautes Navisystem

geben. Sicher ist sicher.

Das Cockpit ist angenehm aufgeräumt. Demnächst

gibt es wieder ein fest eingebautes Navi.

Skoda Fabia Combi

Hubraum

(cm 3 )

Zylinder

Leistung

kW (PS)

Drehmom.

(Nm/min)

0–100 (s)

Vmax (km/h)

Der Zwischenboden überbrückt die Stufe, die beim

Umklappen der Lehne entsteht.

Verbrauch

(l/100 km)

CO 2 (g/km)

Kofferraum (l)

Zuladung (kg)

Preis (Euro)

Betriebskosten 1)

(ct/km)

1.4 TDI 1.422 3 66 (90) 230/1.750 11,3 184 3,4 D 89 530–1.395 455 13.899 51,1/32,2 A+

1.4 TDI 1.422 3 77 (105) 250/1.750 10,2 196 3,5 D 92 530–1.395 455 16.151 52,9/33,6 A

1.0 MPI 999 3 55 (75) 95/3.000 14,9 175 4,8 S 109 530–1.395 455 11.000 50,0/32,8 C

1.2 TSI 1.197 4 66 (90) 160/1.400 11,0 185 4,7 S 107 530–1.395 455 12.050 50,1/33,1 B

1.2 TSI 1.197 4 81 (110) 175/1.400 9,6 199 4,8 S 110 530–1.395 455 14.596 54,2/35,7 B

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Februar/März 2015 FIRMENAUTO 41


AUTO | Neuvorstellung Land Rover Discovery Sport

DER KOMFORTABLERE EVOQUE

Tschüss Freelander: Der Nachfolger des kompakten SUV heißt Land Rover Discovery Sport.

Nicht nur optisch soll er aber in die Fußstapfen des erfolgreichen Evoque treten. Text: Hanno Boblenz

Weltweit boomen die Geländewagen

und bei Land Rover knallen

die Korken. 2014 haben die Briten

in Deutschland mindestens 18 Prozent

mehr Autos verkauft. 2015 wird’s wohl

ähnlich weitergehen, denn im Februar

kommt der Discovery Sport als Nachfolger

des Volumenmodells Freelander in

den Handel.

Von dessen kantigem Design ist allerdings

nicht viel übrig geblieben. Ebenso

wenig von den kompakten Außenmaßen.

Der Disco Sport orientiert sich vielmehr

optisch am Range Rover Evoque, dessen

Basis er bis zur B-Säule übernimmt.

Außerdem hat der Discovery einen längeren

Radstand und streckt sich auf 4,59

Meter Länge. Damit spielt er in der gleichen

Liga wie Audi Q5, BMW X3 und

Volvo XC60. Allerdings ist er schon ab

rund 29.000 Euro zu bekommen, kostet

also gut 4.000 Euro weniger als die Konkurrenten.

Ist er womöglich die bessere Wahl als

der 2.000 Euro teurere Range Rover

Evoque Eindeutig ja. Der Disco Sport ist

größer, geräumiger und komfortabler. Er

bietet nicht nur auf der Rückbank viel

mehr Platz, sondern kommt auch mit

dem größeren Laderaum. Bis zu 1.698 Liter

Kofferraumvolumen sind bestes Kombi-Niveau,

sodass sich der Disco Sport

sogar als belastbares Transportgefährt

(665 Kilo Zuladung) für den viel beladenen

Außendienst anbietet. Für 1.092 Euro

gibt es sogar zwei versenkbare Notsitze.

Die Kletterpartie ins Heck mag man

aber höchstens den Nachbarskindern zumuten,

zumal sie dort mit angezogenen

Knien mehr kauern als sitzen.

Ansonsten gibt sich der SUV noch vielseitiger

als sein Vorgänger: Seine Rückbank

lässt sich um 16 Zentimeter verschieben,

die Lehnen in der Neigung verstellen

oder komplett flach legen. Und

damit’s auch mit der Rundumsicht der

hinteren Passagiere klappt, sitzen sie fünf

Zentimeter höher.

Neues Bediensystem mit Apps, die auf

dem Smartphone laufen

Der Discovery übernimmt das Cockpit

des Evoque, mitsamt dem großen Touchscreen,

auf dem nun ein neues Infotainmentsystem

läuft. Apps für Navigation,

Musik und andere Dienste werden vom

Smartphone auf den Bildschirm gespiegelt,

sobald der Fahrer das Telefon anschließt.

Und bei bis zu neun USB-Buchsen

dürfte in diesem Auto keinem Handy

oder Tablet der Strom ausgehen. Zudem

können sich die Passagiere per WLAN ins

Bordnetz einklinken. Auf Wunsch ist der

Touchscreen sogar als Split-View-Bildschirm

ausgelegt, sodass der Beifahrer

Videos schauen kann, während das Navi

dem Fahrer den Weg weist.

Keine Frage, das Thema Connectivity

hat nun auch Land Rover erreicht. Mitein-

42 FIRMENAUTO Februar/März 2015


Die Rückbank lässt sich verschieben. Mit umgeklappten

Lehnen gibt‘s eine ebene Ladefläche.

Übersichtliches Cockpit mit großem Bildschirm. Für die wichtigsten Funktionen gibt es Tasten.

Land Rover Discovery Sport

Hubraum

(cm 3 )

Zylinder

Leistung

kW (PS)

Drehmom.

(Nm/min)

0–100 (s)

Vmax (km/h)

Verbrauch

(l/100 km)

CO 2 (g/km)

Kofferraum (l)

Zuladung (kg)

Preis (Euro)

Betriebskosten 1)

(ct/km)

TD4 2.179 4 110 (150) 400/1.750 11,7 180 5,7 D 149 541–1.698 665 28.907 82,1/52,9 A

SD4 2.179 4 140 (190) 420/1.750 10,4 188 6,1 D 159 541–1.698 665 34.453 88,8/57,4 A

Si4 Automatik 1.999 4 177 (240) 340/1.750 8,2 199 8,0 S 191 541–1.698 686 36.428 99,8/66,7 C

Herstellerangaben.

1) Bei 20.000/40.000 km pro Jahr, 60/36 Monate Laufzeit. Berechnet von

Effizienzklasse

ander vernetzte Systeme sorgen für hohe

Sicherheit, von der Verkehrsschilderkennung

per Kamera über das Head-up-Display

bis zum Notbremsassistenten. Dass

der Fahrer trotzdem nicht überfordert

wird, liegt am aufgeräumten Armaturenbrett

und den klar gezeichneten Instrumenten.

Da sich die Bedienung über wenige

Tasten und den Touchscreen von

selbst erklärt, kommt jeder Fahrer mit diesem

Auto sofort zurecht.

Verbrauch) angeboten. So schafft er den

Spagat zwischen echtem Geländewagen

und Car-Policy-konformem Lastenesel.

Einfacher dürfte die Wahl des Motors

werden. Der 240 PS starke Benziner wirkt

vergleichsweise müde und spielt im Firmenwagen

sowieso keine Rolle. Bleibt der

2,2 Liter große Diesel mit 150 oder 190 PS.

Mit gut 400 Nm Drehmoment geht’s zügig

und leise voran, bei Normverbräuchen

von 5,7 und 6,1 Litern. Besonders empfehlenswert

ist die Kombination mit der sanft

schaltenden Neungangautomatik von ZF

(1.975 Euro), mit der sich der Verbrauch

in der Praxis um die neun Liter einpendelt.

In den Genuss der neuen und um

etliches sparsameren Diesel der Konzernschwester

Jaguar kommt der Disco Sport

aber nicht. Die bleiben dem Jaguar XE

vorbehalten, der ab Juni auch bei den

Kollegen der Limousinen-Fraktion die

Korken knallen lassen soll.

Komfortableres Fahrwerk als im Evoque

Unter dem Blech steckt astreine Geländewagentechnik

sowie eine neue Mehrlenker-Hinterachse.

Zusammen mit dem längeren

Radstand sorgt sie für hohen Fahrkomfort,

denn der Disco Sport federt feinfühliger

als der Evoque. Selbst tiefe Schlaglöcher

bringen die Karosserie nicht aus

der Ruhe. Viel Bodenfreiheit und 600 Millimeter

Wattiefe sollten für alle Unwägbarkeiten

mitteleuropäischer Gefilde genügen.

Wenn’s ganz heftig wird, wählt

der Pilot per Knopfdruck eines der fünf

Fahrprogramme und überlässt den Rest

der Elektronik. Zumindest in den allradgetriebenen

Versionen, bei denen sich der

Käufer zwischen permanentem 4x4 oder

einem bedarfsgerecht zugeschaltetem Allradantriebssystem

(840 Euro) entscheidet.

Zusätzlich wird der Disco Sport ab Spätsommer

2015 als Fronttriebler (4,5 Liter

Den Unterfahrschutz haben alle Modelle. Vorerst kommt der Disco

Sport nur als 4x4. Für Mitte 2015 ist ein Fronttriebler angekündigt.

Mehr Bilder vom neuen Discovery Sport unter:

www.firmenauto.de/discosport

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 43


AUTO | Neuvorstellungen Audi A1 • Peugeot 308 GT

ZWEI MAL DREI

Auch Audi fährt jetzt mit drei Töpfen: Der modellgepflegte A1 bekommt zwei Dreizylinder – einen

Diesel und einen Benziner. An der Optik wurde nur wenig verändert.

Text: Martin Schou

Wie heißt es so schön: Auf die inneren

Werte kommt es an. Das trifft auch

beim neuen Audi A1 zu. Wer nicht zur

Audi-Fangemeinde gehört, wird das

Facelift nur an den rechteckig geformten

Nebelscheinwerfern ausmachen können.

Revolutionär dafür, was nun unter der

Haube steckt: Im Kleinwagen schuftet

erstmals ein Dreizylinder (1.0 TFSI für

rund 14.000 Euro netto).

Der Einliter-Motor werkelt schon im

neuen VW Polo, Audi puscht ihn per

Turbolader zwangsbeatmet auf 95 PS.

Flink und laufruhig huscht der A1 durch

den Cityverkehr, das typische Dreizylinder-Knattern

verkneift er sich. Auf den

Sparbenziner (4,3 Liter Normverbrauch)

müssen sich Flottenmanager allerdings

noch bis zum Frühjahr gedulden.

Bis dahin markiert der ebenfalls neue

Dreizylinder-Diesel (16.134 Euro) den

Einstieg. Ist das kleine Turboloch überwunden,

zeigt sich der 90 PS starke 1.4

TDI Ultra von seiner lebendigen Seite.

Dennoch muss der Kleine auf Drehzahlen

gehalten werden. Beim Mini-Normverbrauch

von 3,4 Litern (89 g CO 2

/km)

sollte man daher besser mit einem Liter

mehr kalkulieren.

Wie der stärkere, kultiviert zu Werke

gehende Vierzylinder 1.6 TDI (116 PS) ist

auch der Selbstzünder mit drei Töpfen

an eine präzise Fünfgang-Schaltung gekoppelt.

Für knapp 1.500 Euro Aufpreis

übernimmt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe

die Schaltarbeit, die ab

sofort für alle Motorisierungen zu haben

ist (Serie beim 1.8 TFSI). Der bisherige

Zweiliter-Topdiesel mit 143 PS ist aus der

Preisliste verschwunden. Alle Motoren

sind standardmäßig an eine Start-Stopp

gekoppelt und erfüllen Euro 6.

Audi A1 Dreitürer

Hubraum

(cm 3 )

Zylinder

Leistung

kW (PS)

Drehmom.

(Nm/min)

0–100 (s)

Vmax (km/h)

Verbrauch

(l/100 km)

CO 2 (g/km)

Kofferraum (l)

Zuladung (kg)

Preis (Euro)

Betriebskosten 1)

(ct/km)

1.4 TDI Ultra 1.422 3 66 (90) 230/1.500 11,4 182 3,4 D 89 270–920 375 17.394 52,6/33,4 A

1.6 TDI 1.598 4 85 (116) 250/1.500 9,4 200 3,5 D 92 270–920 375 17.058 52,6/33,4 A+

1.0 TFSI 999 3 70 (95) 160/k. A. 10,9 186 4,3 S 99 270–920 375 k. A. k. A. k. A.

1.4 TFSI 1.395 4 92 (125) 200/1.400 8,8 204 4,9 S 115 270–920 375 16.218 54,3/35,8 C

1.4 TFSI COD 1.395 4 110 (150) 250/1.500 7,8 215 4,7 S 109 270–920 375 17.899 57,1/38,1 B

1.8 TFSI 1.798 4 141 (192) 250/1.250 6,8 234 5,6 S 129 270–920 375 21.764 63,6/42,5 C

Herstellerangaben.

Die Preise sind minimal gestiegen. Dafür

lässt sich der Kleine dank neuer elektromechanischer

Lenkung leichter und

zielgenauer ums Eck scheuchen. Das

Fahrwerk ist komfortabler ausgelegt. Damit

dem A1 die Audi-typische Sportlichkeit

nicht verloren geht, kann der Fahrer

nun per Drive-Select-Schalter Lenkung,

Dämpfer und Motorcharakteristik dynamisch

oder spritsparend ausrichten. Außerdem

rüstet Audi jeden A1 ab Werk mit

einem Folgekollisionsassistenten aus:

Nach einem Unfall rollt der Audi nicht

mehr unkontrolliert weiter. Innere Werte,

die wir sehr zu schätzen wissen.

1) Bei 20.000/40.000 km pro Jahr, 60/36 Monate Laufzeit. Berechnet von

Effizienzklasse

44 FIRMENAUTO Februar/März 2015

Mehr Infos und Bilder

www.firmenauto.de/aa1


VON DER WILDEN SORTE

Der Peugeot 308 gilt als vernünftige Alternative in der Kompaktklasse. Jetzt kommt mit

dem GT ein eher wilder Vertreter auf den Markt.

Text: Alex Mannschatz

Das Warten auf den GT hat sich gelohnt.

Vor allem der Blue HDi 180 ist

eine echte Ansage. 180 PS sorgen zusammen

mit dem neuen EAT6-Automatikgetriebe

für kernige Fahrleistungen.

So beträgt die Zwischenspurtdauer

von 80 auf 120 km/h im vorletzten

Gang noch nicht mal sechs Sekunden.

Bis zu 400 Nm erreichen die vom Sechsgangautomaten

freigegebenen Kräfte.

Die Quickshift-Technologie bietet manuell

die Möglichkeit zu schnelleren

Schaltvorgängen, als die Automatik sie

vorsieht. Die Franzosen haben das Fahrwerk

im GT noch einen Tick sportlicher

getrimmt. Nach mancher Bodenwelle

drängt sich allerdings der Eindruck auf,

dass sie es damit übertrieben haben. Vorne

arbeitet eine MacPherson-Achse, hinten

führen elastisch verformbare Querträger

die Räder. Die Stoßdämpfer aber

passen sich in Sekundenbruchteilen an

den aktuellen Fahrstil an. Wer nicht hören

will, muss fühlen: Die Härte variiert

um bis 20 Prozent.

Im Preis inbegriffen sind neben einer

exzellent arbeitenden Bosch-Bremsanlage

und einer sehr guten Ausstattung

alle wichtigen Assistenzsysteme: Tempobegrenzer

und -regler, Frontkollisionswarner,

automatische Gefahrenabremsung,

Totwinkel-Assistent.

Der HDi ist – wie auch der 1,6-Liter-

Benziner mit 205 PS – Euro-6-konform,

auf dem Papier steht beim Kombi ein

Normverbrauch von 4,2 Litern. Vermutlich

wird kein Fahrer im Alltag diesen

Wert erreichen. Bemerkenswert ist dennoch

der hochgerechnete Schadstoffausstoß

von nur 111 g CO 2 . Insofern wird der

Wilde aus Sochaux auch ein Kandidat

fürs Dienstwagengeschäft.

Edel und serienmäßig: Die 18 Zoll großen Felgen

sind aus glanzgedrehtem Leichtmetall.

Kennt man aus dem Rennsport: Der Drehzahlzeiger

steigt gegen statt im Uhrzeigersinn.

Peugeot 308 / 308 SW GT

Hubraum

(cm 3 )

Zylinder

Leistung

kW (PS)

Drehmom.

(Nm/min)

0–100 (s)

Vmax (km/h)

Bitte Füße abtreten: Die gesamte Pedalerie ist

aus Aluminium. Gummis sorgen für Halt.

Verbrauch

(l/100 km)

CO 2 (g/km)

Kofferraum (l)

Zuladung (kg)

Preis (Euro)

Betriebskoste 2)

(ct/km)

Blue HDi 180 1) 1.997 4 133 (180) 400/2.000 8,4 220 4,1 D 107 470–855 380 26.890 73,0/47,1 A+

SW: Blue HDi 180 1) 1.997 4 133 (180) 400/2.000 8,6 218 4,2 D 111 600–1.775 425 27.857 73,0/47,3 A+

THP 205 1.598 4 151 (205) 285/1.750 7,5 235 5,6 S 130 470–855 375 25.168 74,8/51,6 B

SW: THP 205 1.598 4 151 (205) 285/1.750 7,6 235 5,8 S 134 600–1775 415 26.134 76,7/52,3 B

Herstellerangaben. 1) automatisiertes Sechsganggetriebe

2) Bei 20.000/40.000 km pro Jahr, 60/36 Monate Laufzeit. Berechnet von

Effizienzklasse

Der ausführliche Fahrbericht

und mehr Fotos unter

www.firmenauto.de/p308gt

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 45


AUTO | Neuvorstellung Kia Sorento

KANN KIA PREMIUM

Schluss mit billig: Der neue Kia Sorento soll ein Premium-SUV sein. So sehen es die Koreaner

und schrauben die Preise kräftig an. Passen Qualität und Anspruch zusammen Text: Martin Schou

Den Sorento haben sie bei Kia

besonders lieb. Mit ihm gelang

2002 der Durchbruch in Europa. Wartezeiten

von über einem Jahr waren damals

für Hersteller wie Kunden gleichermaßen

eine ungewohnte Situation. Nun

soll das Flaggschiff wieder zur Schlüsselfigur

werden. Kia will mit ihm nicht nur

alte Rivalen wie Mitsubishi Outlander und

Honda CR-V endlich abschütteln. Man

sieht ihn zu Höherem berufen und nimmt

die deutschen Premium-SUV Audi Q5

und BMW X3 ins Visier. Vorsorglich hat

Kia die Preise angezogen. Los geht’s jetzt

ab knapp 30.000 Euro netto. Zum Vergleich:

Den günstigsten Audi Q5 Diesel

gibt’s für gerade mal 1.260 Euro mehr.

Damit die Kunden nicht kopfschüttelnd

die Showrooms verlassen, hat der koreanische

Hersteller den Innenraum seines

größten SUV kräftig aufgemöbelt. Und

das zeigt Kia gerne. Für unsere Testfahrt

reisten die Koreaner mit ihrer Topver sion

Platinum Edition an. Billiges Hartplastik

war gestern, der Kunststoff an Armaturenbrett

und den Seitenverkleidungen ist

so weich, dass wir ständig unsere Finger

hineinbohren. Der Rest ist mit feinem Leder

überzogen. Klavierlack-Zierleisten

und dezente Chromdetails bringen Glanz

in die riesige Hütte.

Gut verarbeitetes und aufgeräumtes

Cockpit mit Acht-Zoll-Touchscreen

Und die Verarbeitung Passt. Die Drehregler

sind griffig und rasten sauber ein,

die Tasten klicken sanft. Auf unnötigen

Firlefanz hat Kia verzichtet. Der schicke

Acht-Zoll-Touchscreen wird nur von den

wichtigsten Knöpfen umzingelt. Das Instrumentenfeld

ist klassisch gehalten:

weiße Ziffern und rote Zeiger auf schwarzem

Hintergrund. Kurz gesagt: Das neue

Cockpit ist gelungen.

An Sonderausstattung mangelt es der

Topversion ebenfalls nicht. Das Panoramaglasdach

reicht bis hinter den Scheitel

der Rückbänkler. Bis zur Hälfte lässt sich

die Dachluke öffnen. Die bequemen Ledersessel

bieten reichlich Seitenhalt und

passen die Schenkelauflage an die Fahrerstatur

an. Memory-Speicher für den Fahrersitz

sowie Sitzheizung und -ventila tion

für vorne und hinten sind Standard.

Selbst bei der Sicherheitsausstattung hat

Kia ordentlich nachgelegt: Abstandstempomat,

Xenon-Scheinwerfer, Spurhalteassistent,

Totwinkel-Warner inklusive

Querverkehrwarner beim Rückwärtsausparken,

Einparkassistent samt Around-

View-Kamera und Verkehrszeichenerkennung

sind in der Platinum Edition Serie.

Platz bietet der Sorento jetzt ebenfalls

jede Menge. Mit 4,78 Metern fällt er zehn

Zentimeter länger aus als sein Vorgänger.

Acht Zentimeter gehen für den Radstand

46 FIRMENAUTO Februar/März 2015


Bequeme Ledersitze mit ausreichend Sitzfläche

und gutem Seitenhalt.

Klar strukturiert und aufgeräumt: Das Cockpit ist gelungen.

Zumal auch Materialien und Verarbeitung stimmen.

Kameras erleichtern das Einparken. Wenn erwünscht,

parkt der Kia auch komplett selbstständig.

Kia Sorento 2.2 CDRi 2WD

Hubraum/Zylinder cm 3 2.199/4

Leistung kW (PS) 147 (200)

Drehmoment Nm/min 441/1.500

0 –100/Vmax s / km/h 8,7/200

NEFZ-Verbrauch/CO 2

l/g 5,7 D/149

Kofferraum/Zuladung l/kg 660–1.732/672

Preis Euro 29.403

Betriebskosten 1) ct/km 74,7/48,5

Effizienzklasse

A

Herstellerangaben.

1)

20.000/40.000 km p.a., 60/36 Monate

drauf, weshalb wir hinten bequem die

Beine ausstrecken können. Selbst wenn

man die in Längsrichtung um 27 Zentimeter

verschiebbare Rückbank ganz nach

vorne rückt, bleibt genügend Beinfreiheit.

Auf den beiden optionalen Einzelsitzen

in Reihe drei (756 Euro) kann sich der

Nachwuchs breitmachen.

Eher rund als eckig: Dem Kia Sorento

fehlt etwas Markantes. Die dicke

D-Säule schmälert zudem die Sicht.

Geräumiger SUV mit praktischen Details

Mit wenigen Handgriffen verwandelt sich

der Sorento zum geräumigen Packesel.

Ein Zug an den Schlaufen am Rücken der

dritten Reihe und die Einzelsitze plumpsen

vor. Die zweite Bank (40 : 20 : 40) fällt

flach, sobald die Hebel an den Kofferraumseiten

gezogen werden. Voilà: ein

topfebener, zwei Meter langer Ladeboden

und bis zu 1.732 Liter Stauvolumen.

Einziger Wermutstropfen: Die Ladekante

liegt SUV-typisch hoch. Dafür überrascht

der Sorento mit einem Highlight:

Wartet der Fahrer schwer bepackt drei Sekunden

mit dem Schlüssel in der Tasche

hinterm Wagen, schwingt die elektrische

Heckklappe wie von Geisterhand auf.

Weniger innovativ zeigt sich Kia bei den

Motoren. Es gibt weiterhin nur den 2,2-Liter-Diesel.

Das leicht modifizierte Aggregat

leistet mit 200 PS minimal mehr, verbraucht

dafür mit 5,7 Litern (Sechsgang-

Schaltung und Frontantrieb) 0,4 Liter weniger

als bisher. Die meisten Kunden werden

zum Allrad mit Automatik greifen

(ab 34.445 Euro). Der Wandler muss weiterhin

mit nur sechs Stufen auskommen,

schaltet dafür flüssig durch und pendelt

die Drehzahlen bei normalem Fahrstil

zwischen 1.500 und 2.000 Touren ein.

Ganz tatenlos waren die Ingenieure

nicht. Mit seiner deutlich steiferen Karosserie

walzt der Zweitonner nicht nur leiser

und gelassener über die Autobahn, er

stürmt jetzt auch dank der feinfühligeren

Lenkung und dem neuen Allradsystem

samt Torque Vectoring zielgenauer und

überraschend wendig durch enge Kehren.

Eine Mischung, mit der sich der Sorento

bei Dienstwagefahrern beliebt macht. Ob

er aber auch Q5- und X3-Fahrer überzeugen

kann Am Tor zum Premium-Segment

klopft er zumindest einmal zaghaft an.

Mehr Bilder und ein Video vom

neuen Kia Sorento unter:

www.firmenauto.de/ks

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 47


AUTO | Modellcheck Opel Corsa

VOLLES

PROGRAMM

Mit zwei Karosserievarianten, vier Ausstattungen

sowie vielen Assistenzsystemen

buhlt der neue Opel Corsa um die Gunst

der Kunden. Unser Modellcheck hilft, den

passenden Firmenwagen zu finden.

Text: Guido Borck, Hanno Boblenz

Eine schmucke Frontpartie ganz

im Stile des kleinen Adam, moderne

Motoren und jede Menge Feinschliff

kennzeichnen jetzt den Opel

Corsa. Betrachtet man die eben erst gestartete

fünfte Generation des Corsa ausschließlich

aus der Seitenperspektive,

könnte man meinen, der Kleine ist der

Alte geblieben.

Dies stimmt aber nur bedingt, denn bei

der umfassenden Modernisierung ließ

Opel fast kein Bauteil unberührt. Besonders

viel hat sich unterm Blech getan. So

wurde unter anderem der Schwerpunkt

des Fahrzeugs abgesenkt, das Fahrwerk

steifer ausgelegt und die Lenkung überarbeitet.

Das bringt spürbar mehr Agilität

und Fahrspaß. Dazu kommt ein neuer

Einliter-Turbobenziner mit drei Zylindern

und 90 beziehungsweise 115 PS.

Dank Ausgleichswelle läuft er ausgesprochen

vibrationsarm. Da er auch noch einigermaßen

sparsam ist (Testverbrauch

Verbrauchsrunde: 5,6 l), bietet er sich als

sparsame Alternative zu den drei Vierzylinder-Dieseln

an.

Drei- und Fünftürer sind optisch

eigenständige Varianten

Doch welches Modell soll man für den

Fuhrpark nehmen Den Corsa gibt es weiterhin

als Drei- oder Fünftürer, was keineswegs

mehr selbstverständlich ist.

Renault beispielsweise hat den dreitürigen

Clio aus Kostengründen gestrichen.

Die beiden Versionen unterscheiden

sich optisch stark voneinander. Während

der Fünftürer mit seinen Zusatzpforten

(630 Euro Aufpreis) die Pflichten des

Pragmatikers erfüllt, mimt der schicke

Dreitürer mit seiner flachen Dachlinie

ganz ungeniert den kleinen Sportler. Sein

coupéhaftes Design bringt aber auch

Nachteile. Dass die Kopffreiheit im Fond

etwas geringer als beim Fünftürer ist,

lässt sich vor allem bei einem Poolfahrzeug

noch leicht verschmerzen. Die Übersichtlichkeit

aber leidet enorm unter den

stämmigen C-Säulen, weil sie die Sicht

nach hinten einschränken. Deshalb sollten

Fuhrparkmanager sofort ein Häkchen

bei den Parkpiepsern für 298 Euro setzen.

Unabhängig von der gewählten Karosserievariante

finden der Fahrer- und

Beifahrer im Corsa ein überdurchschnittlich

großzügiges Platzangebot vor. Selbst

im Fond gibt es für Erwachsene noch ge-

48 FIRMENAUTO Februar/März 2015


Der neue Corsa fährt sich handlich

und ist komfortabel.

nügend Bewegungsfreiheit. Die hinteren

Pforten öffnen weit und beim Dreitürer

erleichtert die Easy-Entry-Funktion

den Einstieg auf Reihe zwei. Sie lässt die

Vordersitze nach vorne gleiten und führt

sie nach dem Umklappen wieder in ihre

Ausgangsposition zurück.

Das Corsa-Mobiliar ist im Grunde genommen

bequem. Einzig langbeinige

Personen würden sich vorne mehr Oberschenkelauflage

wünschen, insgesamt

sind aber die straff gepolsterten Sitze gut

konturiert. Auch das Kofferraumvolumen

kann sich sehen lassen. Es ist sogar

etwas üppiger dimensioniert als beim

VW Polo. Der Corsa-Dreitürer schluckt

zwischen 280 und 1.090 Liter, beim Fünftürer

sind es 285 bis maximal 1.120 Liter.

Ein Staufach unter dem Ladeboden

nimmt es mit allerhand Kleinkram auf

und sorgt für Ordnung. Der zweifach verstellbare

Gepäckboden gehört aber nur

beim Topmodell zum Inventar, ansonsten

sind netto 63 Euro fällig. Beim Grundmodell

kostet der doppelte Boden sogar

71 Euro. Allerdings gibt es dann gleich

Der Corsa bietet guten Fahrkomfort und genügend

Platz. Große Personen wünschen sich allerdings auf den

Vordersitzen mehr Beinauflage

eine Höhenverstellung für den Beifahrersitz

mit dazu. In dieser Hinsicht ist der

Aufpreis angemessen und es gibt nicht

wirklich etwas zu bekritteln.

Apropos Ausstattung, Opel bietet den

Corsa in vier Versionen an: Selection, Edition,

Color Edition sowie Innovation. Der

Basis-Dreitürer Selection beginnt mit

dem 1,2-Liter-Benziner und 70 PS bei

10.067 Euro. Mit elektrischen Helfern für

Fenster und Außenspiegel gibt es zwar

ein paar nützliche Komfortfeatures, ansonsten

ist die Einstiegsversion aber recht

karg ausgestattet.

Das Basismodell ist mager ausgestattet.

Vernünftiger ist der Corsa Edition

Deshalb sollte man gleich zum nächsthöheren

Edition greifen. Der ist unter anderem

mit Klimaanlage, geteilter Rückbank,

CD-Radio samt Bluetooth, USB-

Schnittstelle sowie Lenkradfernbedienung

weitaus besser ausstaffiert. Die

Mehrinvestition von mindestens 1.270

Euro lohnt sich. Werden diese Extras

beim Basismodell einzeln hinzugeordert,

wird’s unterm Strich teurer.

Die Variante Color Edition treibt es, wie

der Name vermuten lässt, schön bunt

und hübscht den Corsa auf. Dazu zählen

spezielle Applikationen wie der Zweifarbendekor

am Cockpit, die Alu-Pedalerie

oder die in Hochglanzschwarz lackierte

Kühlergrillspange. Im gleichen Look erstrahlen

das Dach, die Außenspiegel und

die 16 Zoll großen Alu-Räder. Wer mag,

kann den Corsa noch mit breiten Zierstreifen

oder anderen Dekoren weiter individualisieren.

Aber es gibt auch nützliche

Dinge, die nicht nur eingefleischte

Corsa-Fans begeistern dürften, wie die

Nebelscheinwerfer (mit Chromverzierungen),

ein Geschwindigkeitsregler oder

ein griffiges Lederlenkrad. Die Color Edition

startet dreitürig bei 12.252 Euro.

Verglichen mit der Color Edition, ist

der Mehrpreis für die höchste Ausstattungsstufe

Innovation nur noch gering.

Den Corsa Innovation gibt es gegen Zuzahlung

von gerade einmal 260 Euro,

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 49


AUTO | Modellcheck Opel Corsa

1 Für den neuen Corsa sind jede

Menge Assistenzsysteme erhältlich.

Im reichhltigen Programm befindet

sich auch ein Totwinkel-Warner.

2 Tempomat und Geschwindigkeitsbegrenzer

gehören bei den Versionen

Color Edition und Innovation

zum Lieferumfang und lassen sich

einfach vom Multifunktions-Lenkrad

aus bedienen.

der Gegenwert ist hingegen reichhaltig.

Bi-Xenon mit Abbiegelicht Hat er. Wie

sieht es mit Regensensor, Lichtsensor

oder gar mit automatisch abblendbarem

Innenspiegel aus Alles drin, genauso

wie ein großes Farbdisplay, Bordcomputer

oder spezielle Alu-Räder im Achtspeichen-Rotordesign.

Und noch vieles mehr.

Sollte also noch etwas Spielraum im Budget

für den nächsten Corsa-Dienstwagen

sein, heißt es ohne Wenn und Aber: sofort

die Version Innovation nehmen. Alternativ

steht das sonst optionale Portfolio

auch einzeln bereit.

Wo wir schon beim Thema Extras sind:

Äußerst angenehm in frostigen Wintertagen

ist die Lenkradheizung in Verbindung

mit den beheizbaren Vordersitzen.

Der Preis liegt bei 311 Euro, sie sind aber

ebenso Bestandteil innerhalb der beiden

Komfort-Pakete. Als besonders lobenswert

erweist sich ebenso die beheizbare

Windschutzscheibe. Sie schlägt mit 176

Euro zu Buche, erspart lästiges und zeitaufwendiges

Kratzen und befreit die

Scheibe wirkungsvoll in Sekundenschnelle

von Schnee und Eis.

1

2

3

4

5

Beim Multimedia-Touchscreen wird per

Smartphone-App navigiert

Der Tendenz zum vernetzten Auto begegnet

Opel mit dem Intellilink genannten

Bediensystem. Der Aufpreis beträgt

252 Euro. Bei der Version Edition muss

noch das Multifunktions-Lederlenkrad

als Tastensteuerungseinheit mit knapp

110 Euro hinzugerechnet werden. Für das

Einstiegsmodell Selection ist Intellilink

wesentlich teurer und kostet fast 933 Euro,

da das Einstiegsmodell kein Serien-

Radio oder Leder-Volant hat.

Dreh- und Angelpunkt des Bediensystems

ist ein sieben Zoll großer Touchscreen,

der ausgewählte Smartphone-

Inhalte wie etwa das Musikstreamen auf

den Farbmonitor spiegelt. Werden noch

zusätzliche 42 Euro in die Bringo-App investiert,

erfolgt die Navigation über das

Telefon und die Routenführung wird auf

dem Mittelkonsolen-Display dargestellt.

Weitere Gebühren entfallen, da die App

sämtliches Kartenmaterial auf dem Handy

abspeichert.

Ansonsten steht noch eine günstigere

Möglichkeit zur Verfügung: mit einer

werkseitig angebotenen Smartphone-

Halterung für 76 Euro und einer Gratis-

Navigation mittels Google Maps. Keine

schlechte Lösung, denn über die Halterung

ist das Telefon fest mit dem

6 Eine Klimaanlage gehört bereits

in der zweiten Ausstattungsstufe

Edition zum Standard. Beim

Einstiegsmodell Selection ruft

Opel zusammen mit dem Radio CD

3.0 BT im Cool & Sound-Paket 714

Euro auf. Die Bedienung über die

Dreh-Drückregler ist intuitiv aufgebaut.

Gutmütiges und sicheres Fahrverhalten, ausgewogener Fahrkomfort selbst mit optionaler 17-Zoll-

Bereifung, drehfreudige und kulitvierte Dreizylinder-Benziner, gutes Platzangebot, großer Kofferraum,

viele Assistenzsysteme, kostengünstige Smartphone-Halterung, gute Verarbeitung, günstige Unterhaltskosten

Beim Dreitürer schlechte Übersicht nach hinten, dritte Kopfstütze im Fond wird extra berechnet, mager

ausgestattetes Basismodell, zu kurze Sitzflächen, Sitzheizung zu stark und nicht regelbar, Klimaautomatik

pfeift, relativ wenige Apps für Intellilink, nur zwei Jahre Garantie

7

6

50 FIRMENAUTO Februar/März 2015


3 Einparkhilfe im Kleinwagen Aber sicher! Vor

allem der coupéartige Dreitürer ist nach hinten

unübersichtlich.

4 Empfehlenswert: Lenkrad- und Sitzheizung.

Letztere ist aber nur einstufig und etwas zu stark.

Der City-Modus verringert die Lenkkräfte der Servolenkung

und erleichtert das Einparken.

5 Das Intellilink-Bediensystem spiegelt ausgewählte

Smartphone-Funktionen im Touchscreen

wieder und kann per App navigieren.

7 Über die USB-Schnittstelle lässt sich ein

Smartphone ankoppeln und aufladen. Sie gibt

es zusammen mit dem Radio CD 3.0 BT, das mit

einer Bluetooth-Freisprechfunktion ausgerüstet

ist und auch ein Audiostreaming über das Telefon

erlaubt. Bis auf die Basisversion ist es serienmäßig

an Bord. Beim Corsa Selection kostet es 546

Euro Aufpreis.

AUSSTATTUNG & PREISE

Opel Corsa 1.0 Turbo Edition (14.403 Euro)

ABS, ESP mit Bremsassistent, Antriebsschlupfregelung, Berganfahrhilfe;

Fahrer- und Beifahrerairbag, Sidebags vorne, Kopfairbags

vorne und hinten, vier Kopfstützen, zwei Isofix-Kuindersitzbefestigungen.

Außenspiegel elektrisch verstell- und beheizbar, elektrische

Fensterheber vorne, Bordcomputer, Fahrerinfodisplay, CD-Radio,

Bluetooth, manuelle Klimaanlage, Zentralverriegelung.

Lenkrad in Höhe und Reichweite einstellbar, Fahrersitz höhenverstellbar,

Rücklehne einfach geteilt, Stahlräder 185/65 R 15, Reifen-

Reparaturset.

Ausstattung Color Edition (14.689 Euro)

Wie Edition, zusätzlich schwarzes Dach, Alupedale, Tempomat,

Lederlenkrad, Aluräder 195/55 R 16.

Ausstattung Innovation (14.949 Euro)

Wie Edition, zusätzlich höhenverstellbarer Beifahrersitz, Innenspiegel

automatisch abblendend, großes Fahrerinfodisplay, Licht-/

Regensensor, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Abbiegelicht, höhenverstellbarer

Kofferraumboden, Aluräder 185/65 R 15.

Ausstattungspakete

Komfortpaket 1 (479 Euro): Parksensoren hinten, beheizbares Leder-Multifunktionslenkrad,

Tempomat, Sitzheizung, Spiegel elektr.

einstell- und beheizbar.

Komfort-Paket 2 (613 Euro): zusätzlich beheizbare Frontscheibe.

Style-Paket (264 Euro): Leder-Multifunktionslenkrad, Tempomat,

Klavierlack-Dekor, Aluräder.

Zusatzausstattung in Euro

Karosserie, Antrieb & Fahrwerk:

Abnehmbare Anhängekupplung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 579

Alarmanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 243

Aluräder 15-/16-/17-Zoll . . . . . . . . . . . . . . . . . 420/672/924

Reserverad/Notlaufrad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .58/33

Fahrradträger (im Stoßfänger integriert) . . . . . . . . . . . . . 563

Metalliclackierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 390

Schiebedach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 714

Komfort:

Sitzheizung/Lenkradheizung . . . . . . . . . . . . . zusammen 386

beheizbare Windschutzscheibe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 176

großes Fahrerinfodisplay . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .25

Lederlenkrad mit Tempomat. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109

Klimaautomatik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 260

Schlüsselloser Zugang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . –

Sicherheit, Licht und Sicht:

Totwinkelwarner/Spurhalteassistent . . . . . . . . . . . .487 1) /588 2)

Kollisionswarner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 588 2)

Tempomat/mit adaptiver Tempoanpassung . . . . . . . . . . 386/–

Verkehrszeichenerkennung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 588 2)

Einparkhilfe hinten/vorne und hinten . . . . . . . . . . . . . 298/–

Einparkautomatik/Rückfahrkamera . . . . . . . . . . . . . 487/247

Isofix-Kindersitzbefestigung Beifahrersitz . . . . . . . . . . . . . .71

Kopfstütze hinten Mitte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .50

Höhenverstellbarer Kofferraumboden/Laderaumwanne . . .71/46

Licht-/Regensensor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . zusammen 100

Bi-Xenon-/LED-Scheinwerfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . 630/–

LED-Tagfahrlicht/Nebelscheinwerfer . . . . . . . . . . . . . 126/147

Multimedia:

Radio Intellilink mit App-Anbindung (Navi etc) . . . . . . . . . . 252

DAB-Radio . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 168

Bluetooth/Sprachsteuerung/Fahrzeug-Hotspot . . . . . . •/–/–

Rot markiert: FIRMENAUTO-Empfehlung. •= Serie, – = nicht erhältlich.

1)

Totwinkelwarner plus Einparkautomatik, 2) Paket: Verkehrsschildanzeige, Spurhalteassistent,

Kollisionswarner;


AUTO | Modellcheck Opel Corsa

Cockpit verbunden, wird per Kabel mit

Ladestrom versorgt. Die Routenansagen

erfolgen, genauso wie bei Intellilink, über

die Lautsprecher im Fahrzeug. Das eingesparte

Geld ließe sich anschließend

gleich in die vielen Assistenzsysteme investieren,

die der Corsa zu bieten hat.

Das kamerabasierte Opel-Eye hinter

dem Innenspiegel liest zuverlässig Verkehrsschilder,

überwacht die Fahrspur

und misst den Abstand zum Vordermann.

Ist der zu gering, meldet sich der Kollisionswarner

mit einem mahnenden Ton.

Abgerundet wird das Angebot noch mit

einem halbautomatischen Parkassistenten,

der den Rüsselsheimer freihändig in

Längs- und Quer-Richtung einparkt, einem

Toten-Winkel-Warner sowie einer

Rückfahrkamera. Für die Sicherheit mehr

als genug gesorgt. Aber an der Basis leisten

sich die Rüsselsheimer trotzdem einen

kleinen Schnitzer, denn die dritte

Kopfstütze im Fond lassen sie sich mit 50

Euro extra entlohnen. Hallo Opel, bitte

hier noch einmal nachbessern. Dann wäre

der Corsa perfekt.

1 2

3

1 Der Corsa bietet ein großzügiges Platzangebot.

Selbst im Fond kommen keine Beklemmungen auf, es

gibt in alle Richtungen genügend Bewegungsfreiheit.

Das gilt auch für den Dreitürer, der seinen Passagieren

etwas weniger Luft über dem Scheitel lässt.

2 Geteilte Rücksitzlehnen sind ab dem Corsa Edition

Serie. Der doppelte Ladeboden ist erst bei der Top-Ausstattungsstufe

Innovation aufpreisfrei, aber gegen ein

geringes Entgelt für alle Corsa erhältlich ist.

3 Die beiden höherwertigen Modelle Color Edition

sowie Innovation rollen werksseitig auf schmucken

Alu-Rädern vor. Der 115 PS starke Dreizylinder-Benziner

verzögert mit Bremsscheiben an der Hinterachse .

DIE VARIANTEN DES OPEL CORSA

Mit Drei- und Fünftürer ist der kleine

Rüsselsheimer in zwei Karosserievarianten

lieferbar, vier Ausstattungen

und sieben Motoren runden

das Angebot ab. Nagelneu sind die

Topbenziner mit zwei aufgeladenen

Dreizylindern und 90 sowie 115 PS

sowie der 100 PS starke 1,4-Liter

Turbo. Wirtschaftlich interessant sind

natürlich die beiden Selbstzünder

mit 75 und 95 PS. Es muss aber nicht

immer ein Diesel sein, denn der 115

PS-Dreizylinder-Benziner ist mit einem

Testverbrauch von 6,8 Litern relativ.

genügsam. Auch bringt er den

Corsa drehfreudig und vibrationsarm

in Schwung. Aber ganz gleich auf

welche Motorisierung die Wahl fällt,

ein gutmütiges Fahrverhalten sowie

einen ausgewogenen Fahrkomfort

gibt es bei jedem Opel mit dazu.

Opel Corsa Dreitürer

Hubraum

(cm 3 )

Zylinder

Leistung

kW (PS)

Drehmom.

(Nm/min)

0–100 (s)

Vmax (km/h)

Verbrauch

(l/100 km)

CO 2 (g/km)

Kofferraum (l)

Zuladung (kg)

Preis (Euro)

Betriebskosten 2)

(ct/km)

1.3 CDTi 1) 1.248 4 55 (75) 190/1.500 14,8 164 3,7 D 99 285–1.090 466 12.546 49,1/31,4 A

1.3 CDTi 1) 1.248 4 70 (95) 190/15.00 11,9 182 3,2 D 85 285–1.090 466 13.218 49,8/31,9 A+

1.2 1.229 4 51 (70) 115/4.000 16,0 162 5,3 S 124 285–1.090 455 10.067 48,0/32,0 D

1.4 1) 1.398 4 66 (90) 130/4.000 13,2 175 4,9 S 114 285–1.090 454 11.092 49,4/33,2 C

1.0 Turbo 1) 999 3 66 (90) 170/1.800 11,9 180 4,3 S 100 285–1.090 472 12.168 50,7/33,9 A

1.4 Turbo 1) 1.364 4 74 (100) 200/1.850 11,0 185 5,1 S 119 285–1.090 466 11.579 50,8/34,1 C

1.0 Turbo 1) 999 3 85 (115) 170/1.800 10,3 195 4,9 S 114 285–1.090 472 13.773 53,1/35,6 B

Effizienzklasse

Der dreitürige Opel Corsa präsentiert sich mit seiner flach verlaufenden

Dachlinie optisch eigenständig.

Opel Corsa Fünftürer

Hubraum

(cm 3 )

Zylinder

Leistung

kW (PS)

Drehmom.

(Nm/min)

0–100 (s)

Vmax (km/h)

Verbrauch

(l/100 km)

CO 2 (g/km)

Kofferraum (l)

Zuladung (kg)

Preis (Euro)

Betriebskosten 2)

(ct/km)

1.3 CDTi 1) 1.248 4 55 (75) 190/1.500 14,8 164 3,7 D 99 285–1.120 458 13.176 49,9/32,0 A

1.3 CDTi 1) 1.248 4 70 (95) 190/15.00 11,9 182 3,3 D 87 285–1.120 458 13.848 50,8/32,6 A+

1.2 1.229 4 51 (70) 115/4.000 16,0 162 5,3 S 124 285–1.120 442 10.697 49,0/32,7 C

1.4 1) 1.398 4 66 (90) 130/4.000 13,2 175 4,9 S 115 285–1.120 452 11.722 50,5/33,9 C

1.0 Turbo 1) 999 3 66 (90) 170/1.800 11,9 180 4,4 S 104 285–1.120 466 12.798 51,6/34,6 B

1.4 Turbo 1) 1.364 4 74 (100) 200/1.850 11,0 185 5,1 S 120 285–1.120 458 12.210 51,6/34,7 C

1.0 Turbo 1) 999 3 85 (115) 170/1.800 10,3 195 4,9 S 115 285–1.120 466 14.403 54,0/36,4 B

Herstellerangaben. 1) mit Start-Stopp

2) Bei 20.000/40.000 km pro Jahr, 60/36 Monate Laufzeit. Berechnet von

Effizienzklasse

52 FIRMENAUTO Februar/März 2015


DIE KONKURRENTEN

Skoda Fabia

1.2 TSI Ambition 14.092 Euro

Toyota Yaris

Hybrid

14.537 Euro

VW Polo

1.0 TSI Highline 15.861 Euro

1.197 cm 3 , 81 kW (110 PS), 175 Nm, 0–100 km/h 9,4 s

4,8 l S/100 km, 107 g CO 2

, Effizienzklasse B (Euro 6)

Betriebskosten: 54,1/35,7 ct/km

+ Neues Modell, geringer Wertverlust, geräumig, kräftiger

Motor, komfortable Federung, agiles Fahrverhalten

– Höherer Verbrauch, Basismodell etwas trist eingerichtet,

nur zwei Jahre Garantie

1.497 cm 3 , 74 kW (100 PS), 111 Nm, 0–100 km/h, 11,8 s

3,3 l S/100 km, 82 g CO 2

, Effizienzklasse A+ (Euro 6)

Betriebskosten: 54,2/34,9 ct/km

+ Sehr sparsam, geringe Unterhaltskosten, wertstabil,

gutes Raumangebot, drei Jahre Garantie

– Gewöhnungsbedürftige stufenlose Automatik, umständliche

Bedienung, mäßiger Qualitätseindruck

999 cm 3 , 81 kW (110 PS), 200 Nm, 0–100 km/h 9,3 s

4,3 l S/100 km, 99 g CO 2

, Effizienzklasse B (Euro 6)

Betriebskosten: 53,4/35,8 ct/km

+ Hochwertige Verarbeitung, klares Bedienkonzept,

sparsamer Motor, hohe Fahrsicherheit

– Teuer, nur zwei Jahre Garantie

Vorstellung des neuen Skoda Fabia

www.firmenauto.de/sf

Fahrbericht des Toyota Yaris Hybrid

www.firmenauto.de/yarishybrid

Der überarbeitete VW Polo

www.firmenauto.de/polo

DATEN DES OPEL CORSA 1.0 TURBO (FÜNFTÜRER)

Motor

Bauart . . . . . . . . . . . .Dreizylinder-Benziner mit Turboaufladung ,

. . . . . . . . . . . . . . Direkteinspritzung und Start-Stopp (Euro 6)

Hubraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 999 cm³

Leistung . . . . . . . . . . . . . . . . .85 kW (115 PS) bei 5.000/min

Drehmoment . . . . . . . . . . . . . . . . . . 170 Nm bei 1.800/min

Getriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sechsgang manuell

Kraftübertragung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Frontantrieb

NEFZ-Verbrauch innerorts/außerorts/gesamt 6,0/4,3/4,9 l S/100 km

CO 2

-Ausstoß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115 g/km

Effizienzklasse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B

Karosserie und Fahrwerk

Länge/Breite/Höhe . . . . . . . . . . . . . . .4.021/1.736/1.481 mm

Radstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.510 mm

Kofferraumvolumen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 285–1.120 l

Tankinhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 l

Sitzplätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

Leergewicht (inkl. Fahrer) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.199kg

Zuladung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .466 kg

Anhängelast gebremst/ungebremst . . . . . . . . . . .1.200/560 kg

Dachlast . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 kg

Reifengröße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185/65 R 15

Werte

0–80/–100/–140 km/h . . . . . . . . . . . . . . . .7,3/10,4/20,7 s 1)

60–100 km/h (4./5. Gang) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8,2/12,4 s 1)

80–120 km/h (5./6. Gang) . . . . . . . . . . . . . . . . . 14,6/19,0 s 1)

Höchstgeschwindigkeit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195 km/h

Bremsweg leer/beladen aus 100 km/h . . . . . . . . . . 36,9/36,4 1)

Verbrauch

FIRMENAUTO-Normrunde . . . . . . . . . . . . . . . 5,6 l S/100 km 1)

Testverbrauch . . . . . . . . . . . . . . . . 5,6–8,0; Ø 6,8 l S/100 km

Reichweite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 661 km

Wendekreis rechts/links . . . . . . . . . . . . . . . . . 11,5/11,4 m 1)

1)

Messwerte von »auto motor und sport«, ermittelt mit Ausstattung Edition

Fotos: Thomas Küppers (13)

BETRIEBSKOSTEN

Opel Corsa 1.0 Turbo . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14.403 Euro

Teuerung während der Nutzungsdauer . . . . . . . . . 2.294/1.335

Gebundenes Kapital . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10.065/10.160

Festkosten in Euro/Jahr

Kapitalverzinsung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 845/853

Abschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.387/3.764

Steuer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60

Haftpflicht (HP 15, R7) 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.757

Vollkasko (VK 17/TK 17, R4) 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.321

Unterstellung/Garage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 548

Festkosten pro Jahr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.918/8.304

Festkosten in ct/km . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34,6/20,8

Variable Kosten in ct/km

Kraftstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9,2

Reifen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1,3

Wartung und Reparatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8,9/5,1

Summe variable Kosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19,4/15,6

Gesamtkosten: . . . . . . . 54,0/36,4 ct/km

1)

Versicherung (70 Prozent) mit 500 Euro SB einschl. Teilkasko mit 150 Euro SB.

20.000/40.000 km p. a., 60/36 Monate

RESTWERT PROGNOSEN

Modell

Preis inkl.

Ausstattung

WARTUNGS- UND VERSCHLEISSKOSTEN

Bei 20.000 km/Jahr

und 60 Monaten Nutzung

Wertverlust bei 20.000 km/Jahr

und 60 Monaten Nutzung

Wertverlust bei 40.000 km/Jahr

und 36 Monaten Nutzung

Opel Corsa 1.0 Turbo 15.843 71 % 11.300 70 % 11.100

Skoda Fabia 1.2 TSI 15.501 69 % 10.750 70 % 10.800

Toyota Yaris Hybrid 15.991 64 % 10.250 65 % 10.450

VW Polo 1.0 17.447 69 % 12.100 71 % 12.400

Händlereinkaufswerte in Euro.

Bei 40.000 km/Jahr und

36 Monaten Nutzung

Modell Wartung Verschleiß Summe Wartung Verschleiß Summe

Opel Corsa 1.0 Turbo – 1) – 1) – 1) – 1) – 1) – 1)

Skoda Fabia 1.2 TSI – 1) – 1) – 1) – 1) – 1) – 1)

Toyota Yaris Hybrid 993 1.212 2.205 1.280 1.586 2.866

VW Polo 1.0 TSI 963 1.750 2.713 1.158 1.927 3.085

Angaben in Euro. 1) Daten liegen noch nicht vor

Tec Alliance

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 53


AUTO | Vergleichstest Mittelklassekombis

IM TEST

Hyundai i40 Kombi Blue 1.7 CRDi Style 25.126 Euro

Opel Insignia ST 2.0 CDTi Business Ed. 26.037 Euro

Peugeot 508 SW Blue HDi 150 Allure 30.420 Euro

VW Passat Variant 2.0 TDI Comfortline 28.214 Euro

VIER KÖNNEN DAS

»Business Ja. Privatnutzung Aber sicher, können wir auch.« Für den Firmenalltag empfehlen

sich Mittelklassekombis als solide Allrounder. Hyundai i40 Kombi, Opel Insignia Sports Tourer

und Peugeot 508 SW treten gegen den neuen VW Passat Variant an. Text: M. Harnischfeger, H. Boblenz

Geht es um geräumige Kombis,

die für lange Strecken taugen, jede

Menge Vertreter-Gepäck im Heck

bunkern und auch noch als Reisemobil

für die Belegschaft dienen sollen, so

kommt man an den Mittelklassekombis

nicht vorbei. Vor allem aber kann

man den VW Passat nicht links liegen

lassen, der seit Jahren die Statistik als

beliebtester Firmenwagen anführt.

Im vergangenen November kam dessen

Neuauflage auf den Markt. Dabei hat

VW den Passat quasi neu erfunden. Die

achte Generation will mit schärferen

Linien im Blech, mehr Radstand und

vielen Innovationen in Sachen Sicherheit

und Multimedia wieder ganz vorne mitspielen

im Geschäft mit den Firmenkunden.

In diesem Vergleichstest tritt er

gegen die als Geschäftswagen ebenso

etablierten Kombis Hyundai i40, Opel

Insignia und Peugeot 508 an.

Hyundai i40: der Pflichtbewusste zum

günstigen Preis

Der Korea-Kombi kostet in der getesteten

Ausstattung Style schlanke 25.126 Euro

und hat sich einen Namen als sehr geräumiger

Kumpeltyp gemacht. Vorn wie hinten

bietet er luftige Platzverhältnisse, wobei

die Rücksitzbank reichlich tief montiert

ist, was größeren Mitfahrern wenig

Oberschenkelauflage beschert und etwas

zu stark gebeugte Hüft- und Kniegelenke.

Das Gepäck wird über eine angenehm

tief liegende Ladekante verräumt. Dafür

stehen geräumige 553 bis 1.719 Liter zur

Verfügung, die Zuladung ist aber mit

534 Litern eher knapp bemessen. Vielleicht

wurde sie ja mit Rücksicht auf den

etwas kleinen Motor so früh begrenzt

Als Einziger braucht der Hyundai aus

dem Stand auf 100 km/h mehr als zehn

Sekunden, bei 200 km/h wird abgeregelt.

Doch erheblicher als das ist die Durchzugsschwäche

des 1,7-Liters, der tatsächlich

noch ein spürbares Turboloch pflegt.

Ein Wunder an Laufkultur ist er auch

Fotos: Dino Eisele

54 FIRMENAUTO Februar/März 2015


HYUNDAI i40 KOMBI

1

2

nicht und der Testverbrauch von 7,6 Litern

beweist, was viele Flottenmanager

längst aus der Praxis wissen. Wenig Hubraum

und wenig Leistung bringen nicht

zwingend Sparrekorde, denn der Fahrer

gibt eben mehr Gas und dreht die knorpelig

zu wechselnden Gänge höher aus.

In Sachen Fahrerassistenz (lediglich

Einpark- und Spurhalte-Assistent sind

lieferbar) und Konnektivität ist der

Hyundai ebenfalls nicht mehr up to date.

Allerdings dürfte sich da bei der für

den Frühsommer 2015 angekündigten

Modellpflege etwas tun.

Bleibt zu hoffen, dass die Ingenieure

auch etwas am Fahrwerk feilen. Derbere

Wellen verdaut er nur unwillig, ohne als

Ausgleich besonders dynamisch ans

Werk zu gehen. Dazu ist die in ihrem

Charakter justierbare Lenkung zu gefühllos

und indirekt und das Handling mit

frühem Untersteuern zu betulich.

Im Alltag kann man mit dem i40 dennoch

gut leben. Die Vordersitze stützen

den Körper an den richtigen Stellen und

geben ihm guten Halt, die Bedienung verzichtet

auf Spielereien und ist schnell gelernt.

Beim Rangieren wünschte man sich

eine bessere Rundumsicht, speziell

6

3

4

5

1 Fahrdynamik Mangelware, der 1,7-

Liter-Motor ist durchzugsschwach und leidet

unter einem Turboloch.

2 Xenonlicht kann man nicht extra bestellen.

Die hellen Leuchten gibt es nur für die teuerste

Ausstattungsversion Premium.

3 739 Euro kostet eine elektrisch

angetriebene Heckklappe samt Schienensystem

für den geräumigen Kofferraum.

4 Hinten sitzt man tief, hat aber viel Beinfreiheit.

5 So richtig fühlt der Fahrer nicht, was an den

Vorderrädern abgeht.

6 Viele Knöpfe, wenig Assistenzsysteme.

Instrumente und Bildschirm dürften größer sein.

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 55


OPEL INSIGNIA SPORTS TOURER

nach schräg hinten. Doch serienmäßige

Parksensoren vorn und hinten können ja

helfen, das Schlimmste zu vermeiden.

Eine entschlossenere Geräuschdämmung

wäre nett für mehr Ruhe bei hohem Tempo.

Das kann die Konkurrenz besser als

dieser Hyundai, der sich als solider

Pflichterfüller präsentiert. Die Fünfjahresgarantie

passt da ins Bild.

3

2

4

5

1 Flott ums Eck oder gemütlich cruisen

Der Insignia kann beides prima.

2 Übersichtliche Rundinstrumente mit

kleinem Zusatzdisplay.

3 Erstaunlich, wie ein so großes Auto

einen so kleinen Kofferraum haben kann.

4 Der relativ kurze Radstand kostet

Beinfreiheit. Aber wenigstens ist die

Rückbank bequem.

5 Den Insignia bietet Opel mit sechs

Dieselmotorisierungen an.

6 Weniger Knöpfe und Touchscreen:

Beim Facelift hat Opel aufgeräumt.

1

6

Opel Insignia: der Ausgewogene mit

der Business-Ausstattung

Zufällig bringt uns die alphabetische

Ordnung der Testwagen beim Opel zum

zweitbilligsten Auto dieser Runde: Nur

26.037 Euro kostet der 170 PS starke 2.0

CDTi in der Business Edition. Allerdings

versteckt Opel diese nicht nur für Käufer

eines Geschäftswagens interessante

Variante verschämt irgendwo weit hinten

in der Preisliste und verwirrt damit

den Kunden. Kann es tatsächlich sein,

dass die Business Edition trotz besserer

Ausstattung fast 800 Euro weniger kostet

als das weiter vorne aufgeführte Einstiegsmodell

Edition

Es kann! Serienmäßig an Bord sind etliche

gerade für Vielfahrer interessante

Extras wie körpergerecht geformte und

umfangreich einstellbare Vordersitze.

Zusätzlich bekommt der Käufer Navigation,

Parksensoren, Freisprech-Telefonie

und Sitzheizung vorn.

Auch ohne adaptive Dämpfer federt der

Test-Insignia ausgesprochen gut, obwohl

er mit 17-Zöllern (352 Euro) ausgerüstet

war. Die Lenkung berichtet zwar nicht so

penibel wie gewünscht vom Dialog zwischen

Reifen und Asphalt, ist aber auch

keinesfalls eine Spaßbremse. Flotte Kurven

Geht, nur tanzt gelegentlich das Heck

des Opel ein wenig aus der Reihe.

Immer wieder erstaunlich, wie eng der

Innenraum trotz stattlicher Abmessungen

wirkt. Gerade im Fond ist der Raumeindruck

bedrückend, da die abfallende

Dachlinie flache Seitenscheiben bedingt

und die massiven hinteren Dachsäulen

Licht schlucken.

1.530 Liter Kofferraumvolumen sind

für jeden voll bepackten Außendienstler

eine Enttäuschung, während der Blick

aufs beim Facelift knopfreduzierte Armaturenbrett

erst einmal Freude macht.

Ganz durchdacht ist die Regelung von

Temperatur und Sitzheizung mittels berührungsempfindlicher

Felder aber nicht,

denn mangels Rückmeldung muss der

Fahrer trotzdem hinschauen, um zu kontrollieren,

ob er richtig getroffen hat.

56 FIRMENAUTO Februar/März 2015


PEUGEOT 508 SW

Zum Test stand uns leider noch nicht

der neue, grundlegend überarbeitete und

Euro-6-taugliche 170-PS-Diesel zur Verfügung.

Die 163-PS-Variante des 2.0 CDTI

ist kein Leise treter, hängt aber gut am Gas,

kompensiert das hohe Gewicht des

Insignia mit viel Dreh moment und macht

diesen Opel zu einem flotten Auto mit angemessenem

Verbrauch. Man darf davon

ausgehen, dass der sieben PS stärkere Diesel

noch druckvoller an die Arbeit geht.

Peugeot 508: der Unaufgeregte mit

dem sparsamen Motor

Flott und sparsam, diese Eigenschaften

gelten auch für den eben erst modellgepflegten

Peugeot 508 SW. Auf unserer

zurückhaltend gefahrenen Verbrauchsrunde

genehmigt er sich im Schnitt nur

4,7 Liter. Den niedrigen Verbrauch kom-

1

2

Langsam ist keiner, aber

mit nur 1,7 Liter Hubraum

hat der Hyundai Nachteile

biniert der Franzose mit noch mehr Laufkultur

des Motors als der Opel, was mit

der guten Geräuschdämmung und den

dick gepolsterten, angenehm geformten

Sitzen einen schönen Fahrkomfort ergibt.

Nur in der zweiten Reihe, wo lang geratene

Mitfahrer mit den Beinen leicht an

die Vordersitzlehnen stoßen, fehlt es ein

wenig an nutzbarer Sitztiefe.

Üppig ausgestattet inklusive Teillederpolstern,

Panoramadach und Navigationssystem

mit Notruf-Funktion, entschädigt

der 508 SW Allure für den ziemlich

strammen Grundpreis von gut 30.000 Euro.

Dafür gibt es allerdings keine sonderlich

penible Verarbeitung. So führt die

Motorhaube bei schneller Fahrt ein flatterndes

Eigenleben und auf wirklich

schlechtem Pflaster, wo die ansonsten

recht schmusige Federung bei hoher Zuladung

gern mal durchschlägt, knarzt

und klappert es aus diversen Ecken.

Dennoch bringt der 150 PS starke

Peugeot Spaß beim Fahren, denn er liegt

in Kurven neutral, folgt seiner durchschnittlich

ambitionierten Lenkung verlässlich,

hat genügend motorischen

Punch und fordert nur wenig Kraftaufwand

für Lenkung, Pedale und Schalthebel.

Wer meckern will, findet allerdings

Gründe dazu. So öffnen die vorderen

7

5

3

4

1 Der 508 fährt neutral bis untersteuernd

stets auf sicherem Kurs.

2 Die hell leuchtenden LED-

Scheinwerfer kosten 1.084 Euro.

3 Unter der Heckklappe verbirgt sich

ein sehr geräumiger Kofferraum.

4 Die Rücksitzlehnen klappen

mittels Fernentriegelung vor.

5 Teillederpolster und viel Platz gibt

es beim Allure serienmäßig.

6 Auch die Navigation ist schon im

Preis inbegriffen.

7 Wo bitte ist der Startknopf Ganz

links, wo ihn keiner vermutet.

6

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 57


VW PASSAT VARIANT

Türen nicht sehr weit und die Bedienung

ist nicht wirklich funktional mit verstreuten

Tasten bis zu einem weit links versteckten

Startknopf.

Den 508 erstmals zu besteigen, am besten

noch in einer dunklen Tiefgarage, ist

kein Vergnügen. Ziemlich ambitionierter

Technik bis hin zu Voll-LED-Scheinwerfern

stehen Ungereimtheiten im Bediendetail

gegenüber, die auch nach längerem

Umgang mit dem großen Peugeot

nicht plötzlich als logisch erscheinen.

3

2

4

5

1 Beim Fahrwerk macht dem Passat

keiner etwas vor.

2 Flexibler Bildschirm, auf dem der

Fahrer die Größe der Instrumente

individuell einstellen kann.

3 Bei so viel Platz werden die

Kollegen bei der nächsten

Dienstreise Schlange stehen.

4 Kofferraum im Ballsaal-Format.

5 777 Euro kosten Sensoren für

die Heckklappe. Einmal mit dem

Fuß unter der Stoßstange wischen,

schon öffnet die Klappe.

6 Alles wie gewohnt. Im Lenkrad

drängeln sich 18 Tasten.

1

6

VW Passat: der Perfektionist für die

lange Strecke

Diese Probleme hat man mit dem Passat

Variant nicht. Okay, sich mit den passenden

der insgesamt 18 Lenkradtasten

durch die Menüs zu hangeln, die auf dem

Display zwischen Tacho und Drehzahlmesser

angezeigt werden, ist ein wenig

mühsam. Doch es gibt ja immens viel einzustellen,

wenn bei der Bestellung des

28.214 Euro teuren 2.0 TDI Comfortline

viele Kreuzchen in der Preis liste gemacht

wurden. In Sachen Fahrerassistenz ist der

Passat nämlich ebenso spitze wie bei

Multimedia und Konnektivität. Selbst ein

WLAN-Hotspot ist im Programm.

Über aller Elektronik-Versessenheit haben

die Entwickler zum Glück nicht die

Primärtugenden eines Autos aus den Augen

verloren. Es soll gut fahren und das

kann der Passat wirklich. Ausgerüstet mit

den Adaptivdämpfern (991 Euro) und etwas

breiteren Reifen (1.000 Euro) gefällt

er im Comfort-Modus mit beachtlichem

Schluckvermögen sowohl auf fiesen Fugen

wie auf längeren Wellen. Hier übertrumpft

er sogar den Opel Insignia, was

angesichts von dessen Standard-Fahrwerk

aber auch erwartet werden darf.

Andererseits lässt sich mit dem Passat,

der gegenüber dem Vorgänger im Radstand

um gut acht Zentimeter zulegte,

herrlich beschwingt über Landstraßen

räubern. Die Lenkung lässt präzise spüren,

wohin die Reise geht, und das lange

Auto folgt dem vorgegebenen Kurs stets

neutral und leichtfüßig. Hinterlist, böse

Reaktionen bei erschrecktem Gaswegnehmen

in Kurven Nichts davon. »GTI-

Feeling im Kombi«, brachte es ein Kollege

auf den Punkt.

Dass der Passat, dessen Armaturenbrett

mit einer durchgängigen Gitterleiste den

Kühlergrill zitiert, bis auf die knappe Zuladung

nichts anbrennen lässt, sei der Vollständigkeit

halber erwähnt. Kofferraum

Ein Ballsaal mit bis zu 1.780 Liter Volu-

58 FIRMENAUTO Februar/März 2015


Kosten und Technik

TESTSIEGER

men, unter dessen (bei herausgezogenen

Fondkopfstützen) ebenem

Boden sich das Laderaum-Rollo perfekt

verstauen lässt. Variabilität

Bestens mit klappbarem Beifahrersitz

(79 Euro) und dreiteiliger Rücksitzlehne.

Platzangebot Vorne sehr

gut, hinten so generös, dass jede

Alleinfahrt wie Verschwendung

wirkt. Klima-, Geräusch- und Sitzkomfort

Gut, bis auf die straff

gepolsterte Sitzfläche der Comfort-

Sitze (991 Euro). Bremsen Die Besten

in dieser Runde.

Der laufruhige Motor, der unangestrengt

die besten Fahrleistungen

beim niedrigsten Testverbrauch

bietet, macht die gute Vorstellung

komplett. Ergebnis nach diesem

Spieltag: Die anderen drei können

es, klar. Der Passat ist zwar ausstattungsbereinigt

am teuersten,

doch er kann es mit großem Abstand

am besten.

FAZIT:

Der VW Passat fährt einen ungefährdeten

Sieg ein. Die Kostenwertung

verliert er zwar wegen

des hohen Preisniveaus bei

wenig spendabler Ausstattung.

Doch in der Summe der Eigenschaften

überzeugt er am meisten.

Platz zwei geht an den Opel

Insignia. Er punktet vor allem

mit seiner umfangreichen und

günstigen Business-Ausstattung.

Raumangebot und Fahrsicherheit

sind dagegen verbesserungswürdig,

während der Komfort in

Ordnung geht.

Der Peugeot 508 ist zwar der

Teuerste, bietet aber sehr viel

Ausstattung. Selbst das Navi ist

inklusive. Sein kräftiger Motor

macht Spaß und erfreut speziell

bei zurückhaltender Fahrweise,

bei der er wenig verbraucht. In

Sachen Bedienbarkeit und Funktionalität

bleibt Luft nach oben.

Die rote Laterne geht an den

Hyundai i40. Viel Platz, eine weitgehend

rätselfreie Bedienung

und der günstige Preis genügen

nicht mehr gegen die starke Konkurrenz.

Bleibt abzuwarten, wie

umfangreich die jetzt anstehende

Modellpflege ausfällt.

Daten und Ausstattung

Hyundai i40 Kombi

Blue 1.7 CRDi Style

Opel Insignia ST 2.0

CDTi Business Ed. 1)

Peugeot 508 SW

Blue HDi 150 Allure

VW Passat Variant

2.0 TDI Comfortline

Betriebskosten *

Euro

Grundpreis 25.126 26.037 30.420 28.214

Teuerung Kaufpreis 4.001/2.329 4.147/2.414 4.845/2.820 4.494/2.616

Gebundenes Kapital 18.660/18.918 18.429/18.608 22.363/22.606 20.661/20.968

Feste Kosten pro Jahr

Euro

Kapitalverzinsung 1.567/1.589 1.548/1.563 1.878/1.899 1.736/1.761

Abschreibung 3.584/5.406 3.992/6.132 4.383/6.630 4.021/6.041

Kfz-Steuer 210 238 220 214

Haftpflichtversicherung (Typklasse) 2.267 ( HP 20) 2.152 (HP 19) 2.030 (HP 18) 1.840 (HP 16)

Kaskoversicherung (Typklasse) 2.179 (VK 24) 1.777 (VK 21) 2.033 (VK 23) 1.777 (VK 21)

Unterstellung/Garage 548 548 548 548

Summe Fixkosten pro Jahr 10.355/12.199 10.255/12.410 11.093/13.360 10.135/12.181

Summe Fixkosten ct/km 51,8/30,5 51,3/31,0 55,5/33,4 50,7/30,5

Variable Kosten

ct/km

Kraftstoffkosten 6,2 5,5 5,1 5,3

Reifenkosten 2,1 3,1 2,1 3,1

Reparatur und Wartung 10,9/6,1 11,2/6,3 11,3/6,4 11,1/6,3

Summe 19,2/14,4 19,8/14,9 18,5/13,6 19,5/14,7

Gesamtkosten ct/km 71,0/55,9 71,1/45,9 74,0//47,0 70,2/45,2

Motordaten

Hubraum/Zylinder cm 3 1.685/4 1.956/4 1.997/4 1.968/4

Leistung kW (PS)/min 100 (136)/4.000 125 (170)/4.000 110 (150)/4.000 110 (150)/3.500

Drehmoment Nm/min 330/2.000 400/1.750 370/2.000 340/1.750

Getriebe/Antrieb Sechsgang manuell/Front Sechsgang manuell/Front Sechsgang manuell/Front Sechsgang manuell/Front

Abmessungen/Gewichte

Länge/Breite/Höhe mm 4.770/1.815/1.470 4.913/1.856/1.520 4.829/1.828/1.476 4.767/1.833/1.477

Kofferraumvolumen l 553–1.719 540–1.530 560–1.598 650–1.780

Leergewicht/Zuladung kg 1.661/459 1.792/483 1.698/502 1.626/444

Anhängelast gebremst/ungebremst kg 1.800/700 1.600/750 1.775/750 2.000/750

Fahrleistungen/Verbrauch (Messwerte)

0–80/–100/–130 km/h/ s / km/h 7,2/10,3/17,5 6,7//9,6/16,1 1) 6,7/9,8/16,4 6,4/9,0/15,2

60–100/80–120 km/h s 5,8/7,7 5,4/7,0 1) 5,5/7,0 4,9/6,6

Höchstgeschwindigkeit km/h 200 215 210 218

Bremsweg kalt aus 100/130 km/h m 36,7/59,8 36,7/60,9 1) 36,1/61,5 34,4/58,7

FIRMENAUTO-Normrunde (200 km) l/100 km 5,7 D 5,1 D 1) 4,7 D 4,9 D

Testverbrauch l/100 km 5,7–9,9; Ø 7,6 D 5,1–8,8; Ø 7,1 D 1) 4,7–9,0; Ø 7,0 D 4,9–9,3; Ø 6,8 D

Tankinhalt/Reichweite l/km 70/921 70/985 1) 72/1.028 66/970

ECE-Verbrauch/CO 2

l/100 km / g 4,5 D/119 4,5 D/119 4,2 D/110 4,1 D/107

Effizienzklasse A A+ A+ A+

Preise u. Ausstattung

Euro

Automatikgetriebe 1.260 1.219 (163 PS) 672 (160 PS) 1.911

Parksensoren/Parkass./Rückfahrkamera •/–/1.260 2) •/633 2) /411 2) •(hinten)/–/655 2) s/268/336

Bi-Xenon-/LED-Scheinwerfer –/– 1.050/– –/1.084 –/899

Kollisionswarner/Notbremssystem –/– 588 2) /1.092 2) –/– •/•

Tempomat/mit Abstandsautomatik •/– •/1.092 •/– •/310

Totwinkel-/Spurhalteassistent –/– zus. 411 2) 655 2) /– 474/466

Klimaanlage/-automatik –/• –/• –/• •/466

Elektrische Sitzverstellung/Sitzheizung •/• –/• •/210 1.252/269

Schlüsselloser Zugang/el. bet. Heckklappe 1.201 2) /739 2) 411/378 •/504 394/424

Lederausstattung – 1.466 714 1.970

Schiebedach/Glas-Panoramadach 1.201/– 768/1.008 630/• 991/1.117

Metalliclackierung 470 487 462 495

Digitalradio DAB/Soundsystem –/– 176/487 546 2) /798 197/1.092

Fest inst. Navigation/über Smartphone 1.260/– •/• •/– 739/416

Aluräder 16-/17-/18-Zoll •/–/– –/352/764 –/•/403 •/605/1.000

• = Serie, – = nicht erhältlich. 1) Messwerte für Vorgängermodell mit 163 PS; 2) Paket mit anderen Extras

* 20.000/40.000 km/p. a., 60/36 Monate, berechnet von

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 59


AUTO | Fahrberichte Jeep Grand Cherokee 3.0 V6 Multijet • VW Golf TGI Bluemotion

FIRMENWAGEN

XXL

Dem Jeep Grand Cherokee ist kein Weg zu weit

und keine Straße zu schlecht. Der Geländewagen

verbindet Offroad- mit hoher Alltagstauglichkeit.

Text: Hanno Boblenz

SUV oder Geländewagen Beim

Jeep Grand Cherokee gibt es keine Diskussion.

Diese 4,83 Meter lange Trutzburg

ist kein weichgespülter Boulevard-

Cruiser, der mit etwas mehr Bodenfreiheit

das große Offroad-Abenteuer vorgaukelt.

Er ist ein Geländewagen im XXL-

Format, in den man nicht einsteigt,

sondern den man erklimmt. Eckig, kantig,

mit allen 4x4-Fahrhilfen ausgestattet

und vor allem big: Alles ist groß, Sitze,

Lenkrad, Platzangebot, Kofferraum. Sogar

die Türen. Frauen stehen auf SUV

Parken Sie dieses Auto mal bergauf.

Wenn Ihnen Ihr Seelenheil etwas wert ist,

werden sie ganz zum Kavalier und öffnen

der Dame die gefühlt zwei Tonnen

schwere Tür. Nein, der Cherokee ist der

Häuptling unter den großen Offroadern

und gemacht für Männer.

Doch bevor die Ökologen ihre CO 2

-getriebene

Dienstwagenregelung hervorholen:

Jawohl, 250 PS sind selbst für einen

großen Geländewagen ziemlich viel. Aber

nein: Das Auto ist kein Schluckspecht. Seit

Fiat mitredet und die Sechszylindermotoren

über den Großen Teich schickt, passt

das. Mehr als neun Liter braucht er selten,

was auch an der sehr lang übersetzten

Achtgang-Automatik liegt.

200 km/h Geht schon, wenn‘s sein muss

Und wir sprechen hier von einem locker

2,3 Tonnen schweren und über 200 km/h

schnellen Koloss. Aber dieses Tempo mag

der Ami nicht, da fühlt er sich getrieben.

Luftgefedert komfortabel cruisen ist seine

Leidenschaft, gerne geradeaus, damit

die indirekte Lenkung in schnellen Kurven

nicht in die Bredouille kommt.

Wer aber braucht solch ein Auto Sicher

niemand, der nur in der Stadt unterwegs

ist. Obwohl der kantige Jeep einigermaßen

übersichtlich ist, einen kleinen

Wendekreis hat und sich mithilfe von

Parkpiepsern und Rückfahrkamera selbst

durch enge Parkhäuser bugsieren lässt.

Glücklich mit dem Jeep wird, wer weder

Matsch noch Schotter scheut oder bis zu

drei Tonnen an den Haken nehmen will.

Zumal der Wagen viel Ausstattung zum

fairen Preis mitbringt. Klimasitze, Glasdach,

Luftfederung, Radartempomat, Navi,

Soundsystem, Xenonlicht: Die knapp

57.000 Euro teure Version Summit ist quasi

das All-inclusive-Modell. Was wir uns

wünschen würden Eine kräftigere Heizung,

eine logischere Sprachsteuerung,

besser konturierte Sitze – und ein Blockhaus

fern aller asphaltierten Straßen.

Der Laderaum ist eben und fast zwei Meter lang.

Ein Griff genügt und die Lehne macht sich platt.

Von Klima-Ledersitzen bis zum großen Navi samt Soundsystem

von Harman Kardon ist beim Summit alles serienmäßig an Bord.

Jeep Grand Cherokee 3.0 V6 Multijet Summit

Hubraum/Zylinder cm 3 2.987/6

Leistung kW (PS) 184 (250)/4.000

Drehmoment Nm/min 570/2.000

0 –100 km/h/Vmax s / km/h 8,2/202

Testverbrauch l 8,6–9,9; Ø 8,7 D

FIRMENAUTO-Normrunde 1) l 8,6 D

NEFZ-Verbrauch/CO 2

l/g 7,5 D/198

Kofferraum/Zuladung l/kg 508–1.554/427

Preis Euro 56.806

Betriebskosten 2) ct/km 119,6/75,9

Effizienzklasse

B

Herstellerangaben. 1) 200 km lang.

2)

20.000/40.000 p.a., 60/36 Monate

Fotos: Thomas Küppers (2)

60 FIRMENAUTO Februar/März 2015

Der ausführliche Fahrbericht und

mehr Fotos unter

www.firmenauto.de/jgc


DIESER GOLF GIBT GAS

1.400 km Reichweite und sparsam im Verbrauch: Der VW Golf TGI ist ein reizvoller Flottenkandidat.

Nur die aktuellen Kraftstoffpreise machen ihm einen Strich durch die Rechnung. Text: Martin Schou

Der Kaffee zu kalt, die Brötchen von

gestern und die Toiletten schmutzig:

Schlechte Tankstellen erkennt man

meist im Detail. Denn wer weiß schon,

ob der Sprit nur billiger Fusel ist Golf

TGI-Fahrer wissen es. Ihr VW zeigt die

Qualität des Erdgas’ – gemessen am

Methangehalt – im Instrumentendisplay

an. Weniger Methan im CNG beutet weniger

Reichweite.

Im Optimalfall reichen die beiden

15-Kilo-Tanks unterm Kofferraum für 440

Kilometer. Danach, und nur dann, schaltet

der Golf automatisch auf Benzin um.

Weil er der erste Erdgas-VW ist, der auf

dem modularen Querbaukasten aufbaut,

darf er seinen 50-Liter-Super- Kanister behalten.

Zählt man beide Reichweiten zusammen,

kommt der Golf 1.360 Kilometer

weit – oder anders ausgedrückt: von

Hamburg nach Genf ohne Tankstopp.

Den Umschwung von Erdgas auf Benzin

spürt der Autofahrer kaum. Lediglich

die LED-Lämpchen der beiden Tankuhren

verraten, wo der 1,4-Liter-Motor

seinen Kraftstoff abzweigt. Beim Fahrgefühl

gibt‘s keine nennenswerten Unterschiede.

Der Erdgas-Golf fährt so spritzig

und komfortabel wie der gleich starke

1.2 TSI. Denn auch wenn der TGI ein

Übergewicht von 150 Kilo zu tragen hat,

wirkt er nur unwesentlich träger. Was

auch an der härter abgestimmten Federung

liegen mag.

Die LED-Lämpchen der beiden Tankuhren zeigen an, welchen Antrieb

der TGI nutzt. Die Gesamtreichweite beträgt 1.360 Kilometer.

300 Euro teurer als der TDI Bluemotion

Bleibt die Frage nach dem Aufpreis: Der

viertürige TGI (19.663 Euro) kostet fast

3.000 Euro mehr als der 1.2 TSI, aber

keine 300 Euro mehr als der vergleichbare

TDI Bluemotion. Zumindest im Vergleich

zum Selbstzünder sollte sich der

TGI aufgrund der günstigeren Spritkosten

also schnell bezahlt machen. Denkste.

CNG-Fahrer fühlen sich derzeit an der

Tankstelle wie im falschen Film. Je nach

Qualität des Erdgases schwanken die

Preise zwischen 75 Cent und einem Euro

netto. Bei unserem letzten Tankstopp

wurde auch der Liter Diesel für einen

Euro verschleudert. Kalter Kaffee wäre

da das weitaus kleinere Übel gewesen.

VW Golf TGI Bluemotion

Hubraum/Zylinder cm 3 1.395/4

Leistung kW (PS) 81 (110)

Drehmoment Nm/min 200/1.500

0 –100 km/h s 10,6

Vmax km/h 194

Testverbrauch kg 4,1–5,1; Ø 4,7 CNG

FIRMENAUTO-Normrunde 1) kg 4,3 CNG

NEFZ-Verbrauch/CO 2

kg/g 3,5 CNG/94

Kofferraum/Zuladung l/kg 291–1.181/468

Preis Euro 19.663

Betriebskosten 2) ct/km 55,4/34,8

Effizienzklasse A+

Herstellerangaben. 1) 200 km lang.

2)

20.000/40.000 km p. a., 60/36 Monate

In die CNG-Tanks passen 15 Kilogramm Erdgas.

Das reicht für maximal 440 Kilometer.

Die beiden Erdgastanks unterm Kofferraum

schmälern das Ladevolumen um 89 Liter.

Fotos: xxxxxxxx (x)

Februar/März 2015 FIRMENAUTO 61


SERVICE | Kostencheck

KOSTENCHECK

KLEINWAGEN

Betriebskosten, Restwerte, Wartungsaufwand: Der Kostencheck nimmt in jedem Heft ein

anderes Segment unter die Lupe und nennt die Kosten für die meistverkauften Firmenwagen.

Dazu ein Ausblick auf die neuen Autos dieser Fahrzeugklasse.

Text: Hanno Boblenz

Auf das große Kleinwagen-Modellfeuerwerk

warten Flotteneinkäufer

2015 vergeblich. Die Zahl der

wirklich neuen Modelle ist schnell aufgezählt.

Los geht’s mit dem Mazda 2. Mit

Leichtbau und effizienten Motoren soll der

kleine Japaner auch bei Fuhrparkbetreibern

punkten. Der ab Februar ausschließlich

als Fünftürer erhältliche Mazda 2 wird

14 Zentimeter länger als der Vorgänger

und kratzt mit 4,06 Metern fast schon an

der Kompaktklasse. Mit Head-up-Display,

moderner Smartphone-Anbindung und

vielen Fahrerassistenzsystemen soll der

Mazda 2 in seiner Klasse technologisch

ganz vorne mitfahren. Los geht’s mit drei

Versionen des 1,5-Liter-Benziners (75, 90

und 115 PS) und Normverbräuchen zwischen

4,5 und 4,9 Litern. Im April folgt

dann der neue Diesel. Der 105 PS starke

Diesel 1.5 Skyactiv-D soll mit 3,4 Litern

auskommen. Die Benziner starten bei

10.747 Euro, der Diesel kostet 14.529 Euro. Der Mazda 2 wiegt unter 1.000 Kilo. Das hilft, den Normverbrauch des Diesels auf 3,4 Liter zu drücken.

Die sparsamsten Diesel und Benziner unter den Kleinwagen

Die Tabelle nennt die sparsamsten Fahrzeuge des Segments. Bei Modellen mit gleicher Motorisierung, aber unterschiedlicher Ausstattung wird nur die sparsamste Variante berücksichtigt.

Diesel kW (PS) Nm l/100 km C0 2 Preis Eff.-Kl.

1 VW Polo 1.4 TDI Bluemotion 55 (75) 210 3,1 D 82 14.349 A+

2 Hyundai i20 1.1 CRDi Blue 55 (75) 180 3,2 D 84 12.395 A+

3 Opel Corsa 1.3 CDTi Ecoflex 70 (95) 190 3,2 D 85 13.218 A+

3 Kia Rio 1.1 CRDi 55 (75) 170 3,2 D 85 11.336 A+

5 Ford Fiesta 1.6 TDCi Econetic 70 (95) 200 3,3 D 85 13.945 A+

6 Citroën DS3 1.6 Blue HDi 100 75 (102) 254 3,4 D 87 17.639 A+

6 Citroën DS3 e-HDi 70 50 (68) 160 3,4 D 87 15.537 A+

6 Peugeot 208 1.4 e-HDi 68 50 (68) 160 3,4 D 87 14.328 A+

9 Skoda Fabia 1.4 TDI 66 (90) 230 3,4 D 88 13.395 A+

10 VW Polo 1.4 TDI BMT 55 (75) 210 3,4 D 88 13.277 A+

Herstellerangaben.

Benziner kW (PS) Nm l/100 km C0 2 Preis Eff.-Kl.

1 Toyota Yaris 1.5 Hybrid 74 (100) 111 3,3 S 75 14.538 A+

2 Mitsubishi Space Star 1.0 Cleartec 52 (71) 88 4,0 S 92 9.235 B

3 Citroën C3 Puretech 82 ETG 60 (82) 118 4,1 S 95 13.689 A

3 Peugeot 208 1.2 Puretech 82 60 (82) 118 4,1 S 95 13.361 A

5 Mitsubishi Space Star 1.2 Cleartec 59 (80) 106 4,1 S 96 10.496 B

6 Mitsubishi Space Star 1.0 52 (71) 88 4,2 S 96 7.555 B

7 Smart Forfour 1.0 52 (71) 91 4,2 S 97 9.710 B

8 Alfa Romeo Mito 0.9 Twinair 77 (105) 120 4,2 S 99 13.445 A

8 Fiat Punto 0.9 Twinair 77 (105) 145 4,2 S 99 13.689 A

10 Ford Fiesta 1.0 Ecoboost 92 (125) 170 4,3 S 99 14.958 B

Herstellerangaben. Auch Platz 3: Citroën DS3 1.2 Puretech 82 (13.773 Euro)

62 FIRMENAUTO Februar/März 2015


Mabanol_Dekra_Titel 001_TITEL_DBL2015.indd 1 1

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Vertrieb durch: DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Düsternstraße 1, 20355 Hamburg, Geschäftsführung: Nils Oberschelp (Sprecher), Heino Dührkop, Dr. Michael Rathje. AG Hamburg HRB 95752


SERVICE | Kostencheck Kleinwagen

1

Der Polo ist und

bleibt unangefochtener

Spitzenreiter

bei den Gewerbekunden

...

Die meistverkauften

Firmenwagen

Die Tabelle nennt die im Flottenmarkt meistverkauften Modelle

sowie davon die beliebteste Motorisierung.

1 VW Polo 1.4 TDI

2 Opel Corsa 1.2

3 Ford Fiesta 1.6 TDCi

4 Skoda Fabia 1.2 TSI

5 Mini Zweitürer 1.2 One

6 Renault Clio 1.2 75

7 Audi A1 Sportback 1.2 TFSI 1)

8 Seat Ibiza 1.4 16V

9 Toyota Yaris 1.0

10 Hyundai i20 1.2

1)

Motorisierung nicht mehr erhältlich

Betriebskosten

2

... doch der Opel Corsa

klebt ihm am Heck. Und

mit dem neuen Modell

dürften Opels Chancen

bei Flotten steigen.

Bei 20.000/40.000 km/Jahr und 60/36 Monaten Nutzung

3

Obwohl der aktuelle Ford

Fiesta schon seit 2008

gebaut wird, verkauft

er sich noch gut.

Modell

Hubraum/

Zylinder cm 3

Leistung

kW (PS)/min

Verbrauch/CO 2

l/100 km / g

Preis

Euro

Betriebskosten

ct/km

1 Toyota Yaris 1.0 998/3 51 (69)/6.000 4,3 S/99 10.075 45,9/29,9

2 Hyundai i20 1.2 1.248/4 62 (86)/6.000 4,9 S/114 9.789 45,9/30,6

3 VW Polo 1.4 TDI 1.422/3 55 (75)/3.000 3,6 D/94 13.067 47,4/30,3

4 Opel Corsa 1.2 1.229/4 51 (70)/5.600 5,3 S/124 10.067 47,9/31,9

5 Skoda Fabia 1.2 TSI 1.197/4 66 (90)/4.400 4,7 S/106 11.546 49,9/32,9

6 Ford Fiesta 1.6 TDCi 1.560/4 70 (95)/4.000 3,6 D/95 13.273 50,5/32,2

7 Audi A1 Sportback 1.2 TFSI 1) 1.197/4 63 (86)/4.800 5,0 S/116 14.075 51,6/34,0

8 Seat Ibiza 1.4 16V 1.390/4 63 (85)/5.000 5,9 S/139 13.092 51,7/34,3

9 Mini Zweitürer 1.2 One 1.198/3 75 (102)/4.250 4,6 S/108 14.663 52,3/34,4

10 Renault Clio 1.2 75 1.149/4 54 (74)/5.500 5,5 S/127 10.579 52,4/33,4

1)

Motorisierung nicht mehr erhältlich

Schon bestellen kann man den neuen

Skoda Fabia Combi (siehe Seite 40), der

mit hoher Praktikabilität und großem Kofferraum

mit Sicherheit bald auf vielen

Firmenparkplätzen zu finden sein wird.

Im Herbst schiebt Skoda noch den verbrauchsoptimierten

Fabia Greenline nach.

Als Dienstwagen wird das Hyundai

i20 Coupé eher die Exotenrolle übernehmen,

obwohl der Dreitürer den größeren

Kofferraum hat als der Fünftürer und

auch sonst mit großzügigem Raumangebot

antritt. Zudem erweitert Hyundai im

Laufe des Jahres das Motorenangebot der

20er-Baureihe um einen Dreizylinder-

Turbobenziner mit 100/120 PS.

Motoren mit drei Zylindern bekommt

auch der BMW 1er im Rahmen des im

Frühjahr anstehenden Facelifts. Die Drillinge

werden bereits im 2er Active Tourer

und im Mini eingesetzt. Optisch tut sich

Der Skoda Fabia Combi ist 22 Zentimeter länger als die

Limousine und setzt mit 530 bis 1.395 Liter Kofferraumvolumen

neue Maßstäbe unter den Kleinwagen.

Optisch hat sich beim Audi A1 nicht so viel getan.

Unterm Blech umso mehr. Als Basismotoren arbeiten

dort jetzt zwei Dreizylinder: ein 90 PS starker

Diesel sowie ein Ein-Liter-Benziner mit 95 PS.

64 FIRMENAUTO Februar/März 2015


Wartungs- und

Verschleißkosten

Tec Alliance liefert seinen Kunden Daten über

sämtliche fahrzeugbezogenen Aufwendungen

während der gesamten Haltedauer des

Autos und somit maßgeschneiderte Kostenbe

rech nungen. Mithilfe dieser Daten kann

der Kunde auch bei Full- Service-Verträgen

prüfen, ob die Leasing gesell schaften realistische

Kosten für das Modul Wartungs- und

Verschleißkosten angesetzt haben.

Restwert prognosen

Restwertprognosen von Schwa cke sind die Basis für

die Kalkulation von fast allen Leasingverträgen. Die

Daten sind aber auch für Fuhrparkleiter wichtig. Sie

helfen ihnen zu sehen, ob ein Restwert im Leasingangebot

vernünftig kalkuliert ist. Unternehmen

mit Kauffuhrparks können anhand der Übersicht

abschätzen, welche Fahrzeuge sich später besser und

welche sich schlechter verkaufen. Die Liste vergleicht

Fahrzeuge inklusive Sonderausstattung und nennt

den zu erwartenden Wertverlust auf Basis der Händlereinkaufswerte.

Bei 20.000 km/Jahr und 60 Monaten Nutzung

Bei 40.000 km/Jahr und 36 Monaten Nutzung

Modell Wartung Verschleiß Summe Modell Wartung Verschleiß Summe

1 Toyota Yaris 1.0 861 1.234 2.094 1 Renault Clio 1.2 75 984 1.368 2.352

2 Renault Clio 1.2 75 935 1.190 2.124 2 Opel Corsa 1.2 828 1.809 2.637

3 Ford Fiesta 1.6 TDCi 1.062 1.200 2.262 3 Skoda Fabia 1.2 TSI 1.147 1.542 2.689

4 Skoda Fabia 1.2 TSI 1.055 1.217 2.272 4 Toyota Yaris 1.0 1.115 1.669 2.784

5 Seat Ibiza 1.4 16V 883 1.550 2.432 5 Ford Fiesta 1.6 TDCi 1.307 1.496 2.803

6 Opel Corsa 1.2 964 1.585 2.549 6 Hyundai i20 1.2 1.433 1.506 2.939

7 Hyundai i20 1.2 1.149 1.432 2.581 7 Seat Ibiza 1.4 16V 1.051 1.910 2.961

8 Mini Zweitürer 1.2 One 957 1.728 2.685 8 VW Polo 1.4 TDI 1.292 1.676 2.969

9 VW Polo 1.4 TDI 1.108 1.777 2.885 9 Audi A1 Sportback 1.2 TFSI 1) 1.439 1.767 3.206

10 Audi A1 Sportback 1.2 TFSI 1) 1.135 1.885 3.021 10 Mini Zweitürer 1.2 One 1.291 1.984 3.275

Angaben in Euro. 1) Motorisierung nicht mehr erhältlich

Tec Alliance

Wertverlust

Modell

Preis inkl.

Ausstattung

Bei 20.000 km/Jahr und

60 Monaten Nutzung

Bei 40.000 km/Jahr und

36 Monaten Nutzung

1 Mini Zweitürer 1.2 One 16.126 62 % 10.050 61 % 9.900

2 Audi A1 Sportback 1.2 TFSI 1) 16.286 68 % 11.100 69 % 11.150

3 VW Polo 1.4 TDI 14.433 70 % 10.100 69 % 9.900

4 Skoda Fabia 1.2 TSI 12.727 71 % 9.050 71 % 9.050

5 Renault Clio 1.2 75 11.664 73 % 8.550 73 % 8.450

6 Opel Corsa 1.2 11.126 74 % 8.200 72 % 8.050

7 Toyota Yaris 1.0 11.134 74 % 8.300 75 % 8.350

8 Ford Fiesta 1.6 TDCi 14.706 74 % 10.900 73 % 10.750

9 Seat Ibiza 1.4 16V 12.374 77 % 9.500 78 % 9.600

10 Hyundai i20 1.2 9.765 80 % 7.850 82 % 7.950

Angaben in Euro. 1) Motorisierung nicht mehr erhältlich

beim 1er aber abgesehen von der neuen

Front samt Voll-LED-Leuchten wenig.

Weitere mehr oder weniger umfangreiche

Modellüberarbeitungen sind ab

Februar auch für den Audi A1 (siehe

Seite 44) sowie im Laufe des Jahres für

Peugeot 208 und Seat Ibiza geplant.

Ab März steht der dezent überarbeitete

Kia Rio bei den Händlern. Zur Modellpflege

gehören eine neue Front sowie ein

aufgewerteter Innenraum. Beim Antrieb

bleibt alles wie gehabt: Zwei Benziner mit

85/109 PS sowie zwei Diesel mit 75/90 PS

sorgen für gemäßigte Dynamik.

Der Kia Rio

kommt ab

Februar mit einer

neuen Front.

Am Design des Seat

Ibiza wird sich bei dem

für den Sommer angekündigten

Facelift

wenig ändern. Sicher

ist, dass er die bereits

im VW Polo eingesetzten

Dreizylindermotoren

bekommt.

Mit dem i20 Coupé will Hyundai vor allem jüngere Käufer ansprechen.

Nach drei Jahren Bauzeit

wird der Peugeot 208 im

Sommer dezent überarbeitet,

wobei es hauptsächlich

darum gehen wird, den

Verbrauch weiter zu senken.


RÜCKBLICK | Renault Alpine A110

Drangvolle Enge und infernalischer Lärm: Innen ging

es rustikal und spartanisch zu.

Verfügbare Massenbauteile wie die Rücklichter des

R8 machten die Produktion profitabler.

RÄUBER UND GENDARM

Autos, die jeder kennt. Fahrzeuge der Kindheit, erstes eigenes Auto,

unvergessener Dienstwagen: Renault Alpine A110.

Text: Alex Mannschatz

Die deutsche Polizei leistete sich

früher ja einige Skurrilitäten. Schicke

Porsche oder coole Capri waren sicher

extravagant, boten aber die Alltagstauglichkeit

einer Badehose am Nordpol.

Alles nichts gegen das, was die französische

Gendarmerie vor gut 40 Jahren ihren

Beamten zumutete. Die mussten mit

dem Renault Alpine A110 Verkehrssünder

auf der Autobahn zwischen Paris und

Lyon jagen. Fuhrparkkosten und Bußgelder

standen endlich im Einklang.

Den Ruf als französischer Sportwagen

schlechthin verdiente sich der A110 allerdings

ohne Staatshilfe. Vater der Marke

war Jean Rédélé. Der Sohn eines Renault-

Händlers hatte zunächst in bester Daniel-

Düsentrieb-Manier biedere Cremeschnittchen

zu Rennwagen umgemodelt, ehe er

die Automanufaktur Alpine gründete.

Die Erstlingswerke A106 und A108 waren

selbst in Frankreich Exoten. Der große

Wurf folgte im Herbst 1962. Die Fachwelt

huldigte auf dem Pariser Salon dem

Alpine A110, einer blauen, extrem flachen

Natter, die mit ihrer Kunststoffkarosserie

über einem Mittelrohrrahmen Rennsport-

Feeling auf solider Basis bot. Denn unter

der Plastikhülle dröhnten bewährte Vierzylinder

von Renault, die auch 4CV, Dauphine

sowie Renault 8 oder 16 antrieben.

Vier Zylinder, 170 PS und infernalisch laut

Das Fahrwerk stammte ebenfalls vom

Staatsbetrieb. Vorne Einzelradaufhängung,

hinten Pendelachse, rundum Scheibenbremsen:

So wurde die Donnerbüchse

15 Jahre lang gebaut. Die Motorenleistung

schraubte Alpine von 42 PS aus anfangs

950 Kubik bis auf stramme 170 PS

aus 1,8 Liter Hubraum zum Schluss. »Die

Fahrleistungen des Alpine lassen gängige

Sportwagen wie zweisitzige Attrappen

erscheinen«, adelte »auto motor und

sport« das Konzept 1969. Ein Auto für

Menschen mit belastbarer Physis, so

schien es. Drangvolle Enge, dünn bespannte

Schalensitze mit dem Komfort

von Holzbrettern und infernalischer

Lärm waren dennoch die richtigen Verkaufsargumente.

Der (Vor-) Name Renault

bescherte dem Alpine in Deutschland

ein vertrauenserweckendes Image

und dank entsprechendem Händlernetz

auch nennenswerte Absatzzahlen.

Ab 1973 war Renault endgültig Mehrheitsbesitzer

bei Alpine. Dort sah man den

Wagen als Konkurrenten zu Porsche, was

offenbar zu einer abenteuerlichen Preispolitik

ermunterte. Die Zielgruppe gewerblicher

Nutzer ließ sich somit klar definieren:

bar zahlende Freiberufler mit

Vorlieben für unvernünftige Autos. Nachtclubbesitzer,

Karateschulbetreiber und

Börsenmakler bollerten gerne in dem

Alpine über Kö und Ku’damm. Alles nur

Klischees, klar. Trotzdem kursierte dieser

Witz: »Was ist aus Plastik, flach und animiert

zum Geldvernichten« Das Gegenüber

tippte meist auf die Kreditkarte seiner

Frau. »Falsch«, so der Fragesteller:

»Ein Renault Alpine.«

66 FIRMENAUTO Februar/März 2015


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