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Nebenan - St. Remberti Gemeinde Bremen

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Ausgabe 3/2010

Nachrichten

september · oktober · November

Gerechtigkeit gestalten


AZ Liebig 2/06 27.03.2006 12:25 Uhr Seite 1

Liebig

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Gerechtigkeit gestalten

Geleitwort


Liebe Gemeinjekte auf den Weg bringen. Die Überledemitglieder,

das gungen gehen weiter.

Liebe Thema Mitglieder „Armut der Mit dem St. Remberti-Gemeinde,

Thema Gerechtigkeit setzt sich

und Reichtum in diese Ausgabe der Gemeindenachrichten

Bremen - Ge-

Fahnen

meinsam

flattern

für ei-

im

Wind,

ne soziale

Riesenpla­

Stadt“

katwände sind be­

beschäftigt die

druckt, und auch die Straßenbahn fährt

Bremische Evangelische Kirche seit län-

mit der Botschaft durch die Stadt: Vom

gerer

20.–24.

Zeit.

Mai

In den

2009

Berichten

findet der

des

Deutsche

Schriftführers

Evangelische

zu diesem

Kirchentag

Thema wird

in

die

Bremen

Frage

nach statt. Gerechtigkeit Sicher sind Ihnen und schon Verantwortung die Plaka­

für te den „Mensch, Nächsten wo gestellt. bist du?“ Es wurde und „Platz eine

Bestandsaufnahme für Gäste“ mit den gemacht: erweiterten Wie Bremer viel

Reichtum Stadtmusikanten und wie viel aufgefallen. Armut gibt Der es Kir­ in

auseinander. Was meinen wir, wenn wir

etwas

Straßenbahn,

als „gerecht“

„Erweckungsbläser“

oder „ungerecht“

an

bezeichnen?

jeder Ecke – ist

Wie

das

verhält

nicht

sich

so Ihre

die

Sache?

weltliche

Dann versuchen Sie es doch mal mit ei­

Gerechtigkeit zu Gottes Gerechtigkeit?

ner Bibelarbeit bei Friedrich Schorlem­

Gibt es eine eindeutige Gerechtigkeit?

mer oder besuchen Sie das Zentrum Ju­

Ein

den

siebenjähriger

und Christen.

Junge

Aber

schreibt:

vielleicht

„Ein

ganz

möchten

ungerechter

Sie sich auch

Mensch

ins Getümmel

ist jemand

wie stürzen, der um Schinderhannes, auf Großveranstaltungen

der mit seiner

Räuberbande Gottesdienste, Leute Politiker überfällt. oder Ich Friedens­ finde es

gerecht, nobelpreisträger dass er am zu Ende erleben. gefangen Der Kir­ wird,

aber chen tag ungerecht, ist bunt, dass da ihm findet der Kopf sich abge- für

unserer chentagswerbung Stadt? Dazu kann schreibt man Pastor sich kaum Mischlagen jede/n etwas. wird. Ein paar Jahre im Kerker bei

chael noch Schmidt entziehen. vom Und Diakonischen um das Maß Werk: voll Wasser Es sind bereits und Brot viele und Organisatoren ein bisschen in Wurst der

„Die zu Begriffe machen, Armut ist das wie zentrale auch Thema Reichtum die­ und Stadt, Käse die hätten als Auswärtige gereicht.“ Bremen Meine Tochter mit

haben ses Gemeindeblattes immer etwas mit auch sehr der konkreten Kirchen­ Franziska ganz anderen meinte Augen nach sehen dem als Erzählen wir. Wir vom

Menschen tag. zu tun. Armut und Reichtum Gleichnis können gespannt der Arbeiter sein, im wie Weinberg sie z. B. (Matt- die

sind Über keine 100.000 Abstraktionen, Teilnehmer/innen die uns erlauwerben,den darüber zu diesem distanziert großen wie evangelischen

über etwas

uns Laientreffen Fremdes zu in reden. Bremen In unserer erwartet. Verant- Der

wortung Kirchentag für den steht Nächsten diesmal geht unter es der immer Lo­

um

sung

den

„Mensch,

Einzelnen.“

wo bist Du?“, der Frage

Die

Gottes

bremischen

an Adam

Gemeinden

im Paradies.

haben

Der

sich auf

Kirchentag

versteht sich als ein Fest des

den Weg gemacht. Einige Gemeinden ha-

Glaubens und der Weltverantwortung.

ben schon soziale Projekte angeschoben:

Und so möchte er an uns alle die Frage

Kleiderkammer,

stellen: Mensch,

Essensprojekt,

wo bist Du,

Unterstüt-

wo stehst

zung

Du?

bei

Wie

Schulaufgaben,

stellst Du dich

Hortbetreuung

zu den Proble­

- etliches men von ist bereits Glaube umgesetzt. und Gesellschaft? Die

Auch einzelnen in unserem Themenbereiche Kirchenvorstand hier darzu­ wird

darüber stellen, nachgedacht, würde den Rahmen wie wir uns eines als Ge­ St.

Remberti-Gemeinde leitwortes sprengen. in unserem Nehmen Stadtteil Sie sich

häus Überseestadt 20,1-16), für die Veranstaltungen Entlohnung sei so nutungerechtzen.

Bremen – sie wäre hat alles, dann was immer eine als Hafen­ Letzte

gekommen. stadt braucht, Man nur merkt, keine so Schiffe, einfach und ist das

nicht das wollen mit der wir Gerechtigkeit.

ändern“, sagte Hartwig

Der

Bodmann,

Rechtsprofessor

der Geschäftsführer

Bernd

des

Rüthers

Kir­

schreibt

chentages,

in seinem

in einem

Buch

Interview

„Das Ungerechte

mit dem

Weser­Kurier.

an der Gerechtigkeit“, dass „die Gerech-

In dieser Ausgabe der Remberti­Nachtigkeit

ein historisch-politisch wandelbares

richten finden Sie nun einiges, was in St.

Wunschbild

Remberti und

darstellt.

von St.

Der

Remberti

reale

aus

Inhalt

an­

der

Gerechtigkeit

lässlich des Kirchentages

wird für jede

geplant

Epoche

ist. In

und

jede unserer Kultur Kirche neu bestimmt. und im Gemeindehaus

Die individuellen

Leitbilder wird es etliche derer, Musical­ die nach und Gerechtigkeit Theateraufsuchen,führungen

werden geben, von weltanschaulichen ein Feierabendmahl Vorverständnissen

und Gute­Nacht­Cafés. und schichtspezifischen

Viele Remberti­

diesem gerne Thema die Infoflyer, stellen. die Der in Kirche von einer und GeAr- Prägungen aner sind schon der einzelnen an den Vorbereitungen

Bürger maßgebbeitsgruppemeindehaus

eingebrachte reichlich vorhanden Vorschlag, sind. eine lich beteiligt beeinflusst.“ und wollen Soweit dazu ein Professor beitragen, der

Vortragsreihe Sie finden das zu Gesamtprogramm den gesellschaftlichen auch Rechte. dass die vielen Gäste den Bremer Kir­

Ursachen im Internet von (www.kirchentag.de).

Armut anzubieten, fand im Vor chentag diesem in guter Hintergrund Erinnerung wünsche behalten. ich

Kirchenvorstand Ein guter Freund keine meinte absolute zu Mehrheit. mir: „Kir­ uns Ich wünsche allen eine uns friedliche allen einen und lebendigen hoffentlich

Während chentag? manche Massenauflauf! dafür plädierten, Ein Grund, sich die

dem Stadt Thema zu verlassen!“ Gerechtigkeit Massengeschiebe

auch theoretisch

auf in dem Form Messegelände, von Vorträgen Singen zu nähern, in der

möchten andere lieber konkrete Hilfspro-

„fruchtbringende“ Kirchentag! Diskussion.

Ute Blaum

Ihre Ute Blaum, Bauherrin Bauherrin


3


Termine

Gottesdienste September bis November 2010

wenn nicht anders angegeben um 10 Uhr

September

05.09. Haydn-Gottesdienst mit der Kantorei Pastor Langel

12.09. Goldene Konfirmation mit Streichensemble Pastor Blanke

16.09. 20.00 Meditationsandacht Frau Frickenschmidt

19.09. Pastor von Jutrczenka

25.09. 19.00 Am Anfang war das Wort. Gottesdienst zur Nacht der Kirchen

Pastor v. Jutrczenka / Team

26.09. Pastor Blanke

Oktober

03.10. Erntedankgottesdienst für Groß und Klein Pastor Blanke

mit Abendmahl

10.10. Pastor Blanke

17.10. Pastorin Kirschke-Gotzen

24.10. Pastor von Jutrczenka

31.10. 19.00 Reformationstag Pastor von Jutrczenka

November

07.11. Pastor Blanke

14.11. Volkstrauertag Pastor Blanke

17.11. 19.00 Buß- und Bettag

Pastor von Jutrczenka / AK Anderer Gottesdienst

18.11. 20.00 Meditationsandacht Frau Frickenschmidt

21.11. Ewigkeitssonntag mit Abendmahl Pastor von Jutrczenka

28.11. 17.00 Erster Advent Pastor Langel

I m p r e s s u m

Remberti-Nachrichten 3/2010

Herausgeber und Anzeigenverwaltung:

Ev. St. Remberti-Gemeinde,

Friedhofstr. 10, 28213 Bremen,

Tel. 0421/20157-0

nachrichten@remberti.de

Redaktion:

Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit

Pastor Dirk v. Jutrczenka (v.i.S.d.P.)

dvjut@remberti.de

Gestaltung und Druck:

Druckerei Asendorf

Hastedter Heerstraße 196, 28207 Bremen,

Tel. 0421/440244

druckerei-asendorf@nord-com.net

Titelfoto:

Der Schaukasten vor der St. Remberti-Kirche

Erscheinungsweise 4 Ausgaben/Jahr

Auflage 7.500

Redaktionsschluss Ausgabe 4/2010:

Freitag 8. Oktober 2010

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Inhalt + Impressum

I n h a l t

Geleitwort ..........................................3

Gottesdienste ....................................4

Nur um die Liebe geht es nicht .........6

Ausstellung Gesichter der Armut ......7

Armut in der Bibel .............................8

Drei Bemerkungen ..............................9

Steuer gegen Armut .......................... 10

Lieb und nicht unfair sein .................. 12

Kirche im Kommen ........................... 12

Ökofair / Semestergesellschaft ....... 13

Save me - eine Stadt sagt ja ............ 14

Friedensdekade ................................ 15

Kalender ........................................... 16

Fahrradtour/Meditationsandachten 18

Nacht der Kirchen ............................ 19

Diakonie ...........................................20

Kurz & Gut ........................................ 21

...auf dem Weg .................................23

Nebenan ...........................................23

Kirchenmusik ...................................24

...und zu besonderen Anlässen ........26

RembertiKino ................................... 27

Weihnachtsbasar .............................28

Diese Zeit hat es nie gegeben .........29

Freud und Leid .................................30

Kontakte .......................................... 32

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4 5


ArmutsZeugnis Gerechtigkeit Gestalten

„Nur um die Liebe geht es nicht“

- so lautete die Überschrift eines Artikels,

den der bekannte (katholische) Theologe

Johann Baptist Metz im Feuilleton der

„Zeit“ vom 15. April 2010 veröffentlichte.

Er fordert in diesem Text eine theologische

Neubesinnung auf einen Gott, der nicht

allein ein Gott der Liebe, sondern auch ein

Gott der Gerechtigkeit sei: „Dies wird sein

Name sein...: Der Herr unsere Gerechtigkeit“

(Jeremia 23,6).

In ihrem „Wort zur wirtschaftlichen und

sozialen Lage in Deutschland“ vom 22.

Februar 1997 haben der Rat der Evangelischen

Kirche in Deutschland und die Deutsche

Bischofskonferenz in ähnlich eindeutiger

Weise Gerechtigkeit und Solidarität

im sozialen und wirtschaftlichen Handeln

eingefordert, denn es sei das Anliegen

beider Kirchen, „zu einer Verständigung

über die Grundlagen und Perspektiven einer

menschenwürdigen, freien, gerechten

und solidarischen Ordnung von Staat und

Gesellschaft beizutragen und dadurch eine

gemeinsame Anstrengung für eine Zukunft

in Solidarität und Gerechtigkeit möglich zu

machen.“

10 Jahre später, im Frühjahr 2007, beschloss

dann der Kirchentag der Bremischen

Evangelischen Kirche, das Thema

„Armut und Reichtum - gemeinsam für

eine soziale Stadt“ zum Schwerpunktthe-

AZ Werth 2/06 29.03.2006 11:40 Uhr

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Grabmale und Natursteinarbeiten aller Art

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ma für diese Session zu machen, und benannte

fünf konkrete Maßnahmen, von

denen die wichtigste wohl der Beschluss

des Kirchentages war, „einen Fonds für

Projekte zum Thema Armut und Reichtum

in lokaler und globaler Verantwortung zu

schaffen.“

Auf dem Kirchentag im Jahre 2008 wurde

dann über die finanzielle Ausstattung

dieses Fonds entschieden: für die Jahre

2009 bis 2011 soll der Fonds jeweils pro

Jahr mindestens 150000 Euro betragen.

Seit diesem Zeitpunkt haben 20 Bremische

Gemeinden sich zu diesem Fonds beraten

lassen bzw. Anträge für den Fonds dem

BEK-Ausschuss für Diakonie und gesellschaftliche

Verantwortung vorgelegt. Im

Jahr 2009 konnten bereits 16 Projektideen

entwickelt und 9 Projekte mit Hilfe des

Fonds finanziell unterstützt werden.

In unserer Gemeinde wird das Schwerpunktthema

Armut und Reichtum seit

Beginn dieses Jahres im Kirchenvorstand

diskutiert. Die Beratungen, ob und in welcher

Weise sich die St. Remberti Gemeinde

auch in Form eines Projektes engagieren

wird, sind zur Zeit noch nicht abgeschlossen.

Der Kirchenvorstand hofft jedoch, in

der nächsten Ausgabe der Remberti-Nachrichten

die Gemeinde über die Ergebnisse

der Beratungen informieren zu können.

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„Gerechtigkeit erhöht ein Volk“ - so leitet

Dr. Bernhard Gleim seine Bemerkungen

zur Gerechtigkeit aus christlicher Perspektive

in diesem Heft ein. Ich möchte - einen

Schritt weiter gehend - formulieren: Gerechtigkeit

ist die Grundvoraussetzung einer

sozialen Gemeinschaft, eine bereits in

der antiken Staatsphilosophie ausgesprochene

Erkenntnis. In seinem Werk „De re

publica“ („Über den Staat“) beschreibt der

römische Politiker und Schriftsteller Cicero

in enger Anlehnung an die Gedanken Platons

und Aristoteles‘ zwei Gründe, warum

sich einzelne Individuen oder kleinere

Familienverbände zu einem Staatsvolk

zusammenschließen: erstes Motiv sei die

Erkenntnis, in einem solchen Gemeinwesen

besser vor der Willkür Mächtigerer

geschützt zu sein, das zweite Motiv sei ein

sozusagen von der Natur gegebener Wesenszug

des Menschen, die Nähe seiner

Artgenossen zu suchen.

Gesichter der Armut

Ausstellung in der St. Remberti-Kirche

Ein so entstandenes Gemeinwesen könne

jedoch nur dann von Dauer sein, wenn in

ihm eine von allen akzeptierte Rechtsordnung

(consensus iuris) herrscht und jeder

Einzelne am gesellschaftlichen Nutzen

und Fortschritt (utilitatis communio) angemessen

beteiligt ist. Vornehmliche Aufgabe

einer Regierung (Cicero nennt hier

die Monarchie, die Aristokratie und die

Demokratie) sei es dafür zu sorgen, dass

diese Grundvoraussetzung der Gerechtigkeit

und des sozialen Ausgleichs immer

gewährleistet ist, soll das Gemeinwesen

nicht in Willkürherrschaft oder Anarchie

zerbrechen.

Cicero hat in seinen Ausführungen ein

Ideal beschrieben; dass es keine Utopie

wird, dazu können auch wir als Christen

beitragen: der Prophet Jeremia hat uns

dies schon im Alten Testament gepredigt.

Fritz Klüting

Seit 2007 ist die Ausstellung „Gesichter der Armut“ an unterschiedlichen Orten

in der Bremer städtischen und kirchlichen Öffentlichkeit gezeigt worden. Die Ausstellung

dokumentiert mit acht großformatigen Portraits und Kurzbiographien, wie

unterschiedlich Armut heute aussehen kann und wie sehr sie in der Mitte der Gesellschaft

angekommen ist.

Vom 25. Oktober bis zum 19. November ist die Ausstellung in der St. Remberti-

Kirche zu sehen.

6 7


ArmutsZeugnis Gerechtigkeit Gestalten

Es ströme aber das Recht wie Wasser...

Armut und Reichtum in der Bibel

Man wird nicht umhin kommen, die im Alten

Testament geübte wie bei Jesus scharf

formulierte Reichtums-Kritik („Wehe euch

Reichen!“ Lukas 6,24) auf die aktuelle Armutsdebatte

in Deutschland zu beziehen.

Nicht so, dass in der Bibel Besitztum und

Güter an sich desavouiert würden, aber so,

dass die Gemeinwohlorientierung von Einkommen

und Besitz zur Rechtsforderung

wird.

Wenn die Bibel „die Armen“ und ihr Ergehen

in der Perspektive des Rechts betrachtet,

tut sie es anschaulich und differenziert.

Die Armen kommen als Witwen

und Waisen, als Sklaven und Entrechtete,

als Hungernde, Dürstende, Verfolgte und

Flüchtende in den Blick, ebenso als (oft aus

wirtschaftlichen Gründen) Prostituierte und

als (oft unter Steuergesetzen) Ausgebeutete;

sie begegnen uns, teils als Völker, teils

als Einzelne - in Erzählungen, in Rechtssatzungen

oder in prophetischer Kritik.

Die Anwaltschaft für die Armen ist durch

Tu deinen Mund auf für die

Stummen und für die Sache

aller, die verlassen sind.

Sprüche 31,8

Fällt euch Reichtum zu, so

hängt euer Herz nicht

daran.

Psalm 62,11

Wer sich auf seinen Reichtum

verlässt, der wird

untergehen.

Sprüche 11,28

Reichtum, wohl verwahrt,

wird zum Schaden dem, der

ihn hat.

Prediger 5,12

Selig sind, die da hungert

und dürstet nach der Gerechtigkeit,

denn sie sollen satt

werden.

Matthäus 5,6

Wer sich des Armen erbarmt,

der ehrt Gott.

Sprüche 14,31

Du sollst das Recht deines

Armen nicht beugen in

seiner Sache.

2. Mose 23,6

Kirche und Diakonie auf vielerlei Weise

durch öffentliche Stellungnahmen, durch

Armutsuntersuchungen und Positionspapiere

ausgedrückt worden. Diese Papiere

zielen nicht zuletzt darauf ab, den Staat an

seine verfassungsmäßige Verantwortung

zu erinnern. Er soll wirklich Sozialstaat

sein, die Würde des einzelnen achten und

darum politische Instrumente bereitstellen,

die die Armutsrisiken verringern und

Armut auffangen helfen.

Es geht hier also um verlässliches Recht,

nicht um punktuelle Barmherzigkeit. Der

Staat kann und soll kein barmherziger

Wohltäter sein, sondern Urheber eines nach

menschlichem Ermessen weitestgehend

gerechten und verlässlichen sozialen Regelwerks

und Wächter über die Effizienz.

(aus: Diakonie konkret, Armut in der Gesellschaft.

Menschlichkeit braucht Unterstützung,

Diakonisches Werk der Ev. Kirche

in Deutschland, Stuttgart 2010)

Brich dem Hungrigen dein

Brot, und die im Elend ohne

Obdach sind, führe ins Haus.

Gerechtigkeit erhöht ein

Volk; aber die Sünde ist der

Leute Verderben.

Sprüche 14,34

Jesaja 58,7

Was ihr getan habt einem

von diesen meinen geringsten

Brüdern das habt ihr

mir getan. Matthäus 25,40

Es ströme aber das Recht

wie Wasser und die Gerechtigkeit

wie ein nie versiegender

Bach.

Amos 5,24

Einseitigkeit, Selbstbegrenzung

und produktive Skepsis.

Drei Bemerkungen zur Gerechtigkeit aus christlicher Perspektive

1. Gerechtigkeit erhöht ein Volk. Die

christliche Kirche soll im Lob der Gerechtigkeit

ruhig einseitig sein. Nicht das Bruttosozialprodukt,

nicht gute Ergebnisse bei

PISA, auch nicht die Weltmeisterschaft im

Florettfechten... - Gerechtigkeit erhöht ein

Volk. Im Lobpreis der Gerechtigkeit sollten

Christen Romantiker sein: Gerechtigkeit

kommt aus der Fülle, aus der Dankbarkeit,

erfahrene Gerechtigkeit steigert das

Glücksgefühl, dient dem sinnvollen Leben.

2. Kürzlich auf einer Pfingsttagung des

evangelischen Studienwerks in Villigst:

Zusammen kommen protestantisch geprägte

Menschen mittleren Alters, in ihren

Berufen meist erfolgreich, auf jeden

Fall selbstbewusst, keine zwiebackharten

Blaustrümpfe, verklemmte Religionslehrer

oder verhuschte Kirchenchristen. Der

eine ist der Datenschutzbeauftragte eines

großen Flächenlandes: „Früher habe ich in

einer Wirtschaftskanzlei das Dreifache verdient.

Es hat mir Spaß gemacht, aber keine

Freude.“ Der andere Vermögensberater,

gerade mal 30 Jahre alt: „ Ich habe meinen

gut bezahlten Job bei einer Bank verlassen,

weil ich andere, gerechtere Kriterien

der Anlageberatung für richtig hielt.“

Und ein Internist: „Ich biete grundsätzliche

keine medizinischen Zusatzleistungen, die

die Patienten extra bezahlen müssten, an.

Ich will meine Patienten nicht als Objekte

ansehen, die meiner Gewinnvermehrung

dienen. Ich bin damit nicht besser als andere,

aber für mich habe ich das Gefühl,

dass sowas meinen direkten Kontakt zu

meinen Patienten stören würde.“ Selbstbegrenzung:

ein altes Thema des Protestantismus

– eine ethische Haltung, die zur

Gerechtigkeit beiträgt?

3. Der Graf Tolstoi hat in seinen Volkserzählungen

biblische Weisheitslehren in

die Form populärer Legenden gekleidet.

In „Wovon die Menschen leben“ kommt

ein Engel auf die Erde und muss dort bleiben,

weil er den Auftrag Gottes, eine junge

Mutter von der Erde zu nehmen, nicht

erfüllt: Ist das denn gerecht? Er macht

eine Bildungsreise der besonderen Art, in

der er erfährt, wovon die Menschen leben:

Sie leben von der Liebe, die die Liebe

Gottes imitiert. Aber er erfährt auch, was

die Menschen nicht erkennen können: Ihr

eigenes Ende, die Begrenzung ihres Tuns

durch die größere Macht Gottes. Kurz

gefasst: Die Menschen sollen Liebe üben

und Gerechtigkeit walten lassen, aber sie

sollen diese Gerechtigkeit nicht mit der

Gerechtigkeit Gottes selbst identifizieren.

Noch einmal aus anderer Perspektive:

Gerade der Protestantismus hat sich

gelegentlich bis zur Selbstaufgabe mit

menschlichen Ideen und utopischen Konzepten

zur Herstellung der Gerechtigkeit

gemein gemacht. Begrenzung und Skepsis

gegenüber der Erreichbarkeit einer ‚vollkommenen

menschlichen Gerechtigkeit‘

macht das Engagement aber nicht schwächer,

nein, produktive Skepsis könnte geradezu

ein belebendes Element sein, wenn

die Fronten festgefahren sind.

Christen wissen nicht besser als andere,

wie eine gerechte Gesellschaft aussieht.

Aber aus ihrer Tradition können sie in die

Debatte drei wichtige Haltungen einbringen:

den Lobpreis der Gerechtigkeit, eine

Ethik der Selbstbegrenzung, das Wissen

um die Vorläufigkeit aller menschlichen

Versuche, Gerechtigkeit herzustellen.

Bernhard Gleim

8 9


ArmutsZeugnis Gerechtigkeit Gestalten

Steuer gegen Armut

Seit Herbst 2009 macht ein breites gesellschaftliches

Bündnis für Verteilungsgerechtigkeit

von sich Reden: Mit einem

„Offenen Brief“ ruft die Kampagne „Steuer

gegen Armut“ die Bundesregierung zur

Einführung einer Finanztransaktionssteuer

auf. Zu den Mitgliedern der Kampagne

zählen neben zahlreichen Einzelpersonen

und gesellschaftlichen Organisationen un-

ter anderem Brot für die Welt, die Deutsche

Welthungerhilfe, der Evangelische

Entwicklungsdienst, Oikokredit Deutschland

sowie die Evangelisch-Lutherische

Landeskirche Bayern. Nach Ansicht der

Kampagne ist die Finanztransaktionssteuer

nicht nur ein Beitrag zu mehr Stabilität

auf den Finanzmärkten, sondern generiert

auch finanzielle Mittel, die für die globale

Armutsbekämpfung verwendet werden

können. Im „Offenen Brief“ wird dies wie

folgt begründet:

„Mehrfach seit Anfang der 1970er Jahre

war Spekulation bereits Mit-Ursache von

Finanz- und Bankenkrisen. Spekulation war

auch mitverantwortlich für die globale Nahrungsmittel-

und Rohstoffkrise 2008 sowie

die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise.

Weitere Ursachen für die genannten Krisen

sind u.a. die zunehmende Komplexität der

Finanzprodukte und die Geschwindigkeit,

mit der Finanztransaktionen heutzutage

abgewickelt werden. Die Folgen der Krisen

sind weltweit sehr ungleich verteilt. Zwar

leiden auch reiche Staaten darunter. Doch

sie können Milliarden US$ aufwenden, um

die Krisenfolgen aufzufangen. Die meisten

Entwicklungsländer

hingegen leiden

unter Einbrüchen

bei ausländischen

Direktinvestitionen,

im Export, Rohstoffverkauf

und Tourismus,

bei Rücküberweisungen

von

Migranten und der

Entwicklungshilfe.

All dies gefährdet

den Zeitplan

zur Erreichung der

Millenniums-Entwicklungsziele.

Für

diese beiden Problemfelder

gibt es

aber ein geeignetes Mittel: Eine Finanztransaktionssteuer,

die über die von James

Tobin 1972 vorgeschlagene Devisentransaktionssteuer

hinausgeht und alle spekulationsrelevanten

Finanztransaktionen einbezieht.

Eine solche Steuer kann EU- und

weltweit umgesetzt werden. Bis dies der

Fall ist, sollen auf nationaler Ebene vorbereitende

Schritte unternommen werden,

z.B. unterstützende parlamentarische Entschließungen

oder die Einführung einer

Börsenumsatzsteuer. Eine Finanztransaktionssteuer

hätte aus unserer Sicht etwa

folgende Vorteile:

• Finanztransaktionen werden entschleunigt

und so die (Selbst-)Kontrolle über das

Geschehen an den Finanzmärkten verbessert.

• Die Finanztransaktionssteuer ist einfach

umzusetzen, da sie keine Ausnahmen zulässt.

Sie betrifft alle Marktteilnehmer in

ähnlicher Weise, da alle spekulationsrelevanten

Finanztransaktionen der Steuer

unterliegen.

• Die Steuer macht kurzfristige Spekulationen

unrentabler. Mittel- und langfristige

Investitionen werden, aufgrund eines

niedrigen Steuersatzes zwischen 0,1 und

0,01%, nicht behindert.

• Die Finanztransaktionssteuer ist kein

Allheilmittel. Sie kann aber mit dazu beitragen,

dass globale Krisen zukünftig weniger

häufig auftreten und weniger heftig

verlaufen.

Die Einführung einer solchen Steuer wäre

an sich schon ein Erfolg, weil alle Länder

von einer stabileren Weltfinanz- und

Wirtschaftsordnung profitieren. Darüber

hinaus würde die Steuer gleichzeitig national

ein- bis zweistellige, global aber

dreistellige Milliardenbeträge generieren,

die zur Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele

sowie anderer Maßnahmen

zur Entwicklung und Armutsbekämpfung

verwendet werden können. (...)“

Quelle und weitere Informationen:

www.steuer-gegen-armut.org

Lektüretipp:

Wolfgang Kessler, Antje Schneeweiß (Hg.). Geld und Gewissen. Was wir gegen den

Crash tun können, Publik-Forum Edition, 192 Seiten, 16,90 Euro

Es gibt eine Fülle von Vorschlägen, um aus dem globalen Casino ein nachhaltiges

Finanzsystem zu machen. Investoren und Sparer können längst bestimmen, wofür

sie ihr Geld arbeiten lassen wollen und wofür nicht. Und je mehr Sparer ihr Geld

nach ethischen Regeln arbeiten lassen, desto stärker werden die Spielregeln auf den

Finanzmärkten durch ethische Faktoren beeinflusst.

10 11


ArmutsZeugnis Gerechtigkeit Gestalten

„Lieb und nicht unfair sein“

Gerechtigkeit bei Konfirmand/inn/en

Was verstehen Jugendliche unter Gerechtigkeit?

Was finden Konfirmandinnen und

Konfirmanden in der Welt im Moment

besonders ungerecht? Wie kann man ihrer

Ansicht nach handeln, damit die Welt

gerechter wird? Die Ex-Konfirmandinnen

Gesa Feldhusen und Amelie Gätjen haben

während der Sommerfreizeit in Hohenfelde

einige Konfirmandinnen und Konfirmanden

nach ihrer Meinung gefragt.

Bei der Frage nach Gerechtigkeit wird

häufig das Wort Gleichberechtigung genannt.

Alle sollen genug Nahrung haben

und lebensnotwendige Dinge. Einer versteht

unter Gerechtigkeit „Unterstützung

in allen Dingen“. Und ein anderer findet

die schöne Formulierung: „Lieb und nicht

unfair sein“.

Besonders ungerecht finden die befragten

Konfirmanden Kinderarbeit, Hunger und

Armut. Auch Unterdrückung und Benachteiligung

werden genannt. Einige finden

es besonders schlimm, dass es Kriege aus

religiösen Gründen gibt.

Was kann man tun? Viele Konfirmanden

antworten darauf spontan: „Spenden“. Einer

versteht darunter „helfen, bis man das

Land allein klarkommen lassen muss“. Ein

anderer plädiert dafür, „sich für bessere

Politik einzusetzen“. Ganz viele sind sich

bewusst, dass es auch darum geht, sich

selbst aktiv einzusetzen. „Lieb und nicht

unfair sein“ fängt bei jedem selbst an.

Kann man mit der Bergpredigt Politik machen?

„Kirche im Kommen“ über Heiner Geißlers Buch:

„Was würde Jesus heute sagen?“

Es gab eine lebhafte

Diskussion mit pro und

contra bei der Veranstaltung

über Heiner

Geißlers Buch „Ou Topos“,

seine Suche nach

einem friedlichen, gerechten,

geordneten

und freiheitlichen

Gemeinwesen. Dabei

wurde der Wunsch geäußert,

mehr über die Möglichkeiten christlichen

Denkens und Tuns in der Gesellschaft zu

hören: Bietet das Evangelium die Grundlage

für eine Weltethik? Finden wir in

Bibel und Theologie Hilfe für Handeln im

christlichen Glauben angesichts der Pro-

bleme unserer Zeit? Deshalb möchten wir

ein weiteres Gespräch mit Heiner Geißlers

Gedanken anbieten und zwar über sein

Buch: „Was würde Jesus heute sagen?

Die politische Botschaft des Evangeliums“.

Geißler fragt: „Kann die Bergpredigt für

uns heute Weisung sein? Kann man mit

ihr Politik machen?“ Damit möchten wir

den im Juni etwas zu kurz gekommenen

biblisch-theologischen Aspekt seiner Bücher

miteinander näher betrachten.

Gerd Bronsema, Eva Früh, Rainer Koy.

Kirche im Kommen:

Montag, 27. September, 19.30

Ökofair

Gerechtigkeit fängt beim Einkaufen an

Das billige T-Shirt oder der von

Kinderhänden geknüpfte Teppich:

Oft wollen wir lieber gar nicht wissen,

woher die Produkte stammen,

die wir kaufen und benutzen. Um

dem systematischen Wegsehen

entgegenzutreten, hat der Kirchentag

der Bremischen Evangelischen

Kirche sich für ausschließliche

Beschaffung ökologisch und

fair gehandelter Produkte in den

Gemeinden und kirchlichen Ein-

richtungen ausgesprochen. Eine

Beschaffungsordnung soll sicherstellen,

dass beim Einkauf von Waren

aller Art nur solche Produkte

berücksichtigt werden, deren

Herstellung nachweislich unter

Beachtung grundlegender Menschen-

und Arbeitsrechte sowie

von Umweltstandards erfolgt. Übrigens:

In St. Remberti wird schon

seit einigen Jahren ausschließlich

„fairer“ Kaffee ausgeschenkt.

Stürmisches Wetter am Reformationstag

Die Diakonie lädt die Gemeinde ein

Wie in jedem Jahr möchten wir Sie, liebe Gemeindemitglieder, am 31. Oktober im

Rahmen der Semestergesellschaft zu einem Vortrag mit anschließender Aussprache

in den Albert-Schweitzer-Saal einladen.

Unser Referent wird Herr Detlev Busche sein, Leiter der Stiftung Alten Eichen. Diese

Stiftung kümmert sich seit 414 Jahren um das Wohl und um den Schutz verlassener,

vernachlässigter oder geschädigter Kinder. Wie wichtig diese Arbeit ist, wurde uns

durch das grauenvolle Ereignis des kleinen Kevin, der tot im Kühlschrank seines Ziehvaters

aufgefunden wurde, sehr bewusst gemacht. Unter dem Titel:

Stürmisches Wetter – Wie die Stiftung Alten Eichen in

Zeiten von finanzieller Not und sozialem Zerfall Kindern,

Jugendlichen und Familien zu helfen versucht“

werden wir realistische Einblicke in dieses immer noch randständige und doch sehr

notwendige Arbeitsfeld vermittelt bekommen, ein sicherlich sehr spannendes Thema.

Wie üblich werden wir vor dem Vortrag gegen eine Spende einen kleinen Imbiss

reichen. Beginnen wollen wir den Abend im Anschluss an den Reformationstagsgottesdienst,

der ab 19 Uhr in der Kirche gefeiert wird.

Um uns die Planung zu erleichtern, melden Sie sich bitte bis zum 18. Oktober im

Gemeindebüro an. Die Diakonie würde sich freuen, viele interessierte Zuhörer/innen

begrüßen zu dürfen.

Cornelia Eitmann, Seniorin der Diakonie

Semestergesellschaft 2010, Sonntag, 31. Oktober

19 Uhr Gottesdienst in der Kirche

20 Uhr Vortrag im Albert-Schweitzer-Saal

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ArmutsZeugnis Gerechtigkeit Gestalten

Save me - Eine Stadt sagt Ja

Die Kampagne

„save me“ setzt

sich bundesweit

dafür ein, schutzbedürftigeFlüchtlinge

regelmäßig

in Deutschland

a u f z u n e h m e n

und zu integrieren.

Der Kirchentag

der Bremischen

Evangelischen Kirche hat sich im

Mai für die Unterstützung von „save me“

ausgesprochen. Britta Ratsch-Menke vom

Verein „Zuflucht - Ökumenische Ausländerarbeit“,

unter dessen Federführung

die Bremer Arbeitsgruppe von „save me“

gegründet wurde, beschreibt im Interview

für die Remberti-Nachrichten, warum die

Kampagne wichtig ist.

Was wollen Sie erreichen?

Wir zielen in zwei Richtungen. Zum einen

wollen wir, dass in der Bevölkerung eine

positive Stimmung entsteht, Flüchtlinge

aufzunehmen, weil das als notwendig und

gewollt angesehen wird. Wir wollen die

Bereitschaft wecken, Flüchtlinge willkommen

zu heißen und sie zu unterstützen.

Zum anderen wollen wir in Richtung auf

die Politik dafür sorgen, dass die Bundesrepublik

regelmäßig Flüchtlinge aufnimmt,

vor allem die, die in Flüchtlingslagern festhängen,

etwa im Iran oder in der Türkei, in

Afghanistan und an vielen anderen Orten.

Das UNHCR (Flüchtlingskommissariat der

Vereinten Nationen) sucht immer wieder

Länder, die solche Flüchtlinge aufnehmen,

aber nur wenige sind bereit. Im letzten

Jahr hat Deutschland einmalig die Aufnahme

von 2500 irakischen Flüchtlingen zugesagt,

aber wir wollen uns dafür einsetzen,

dass das regelmäßig im Rahmen eines festen

Aufnahmekontingents geschieht.

Etliche Städte haben sich mittlerweile

mit Ratsbeschlüssen der Kampagne

angeschlossen. Wie ist es in Bremen?

Wir hoffen, dass auch Bremen sich zur

Beteiligung am Neuansiedlungsprogramm

für Flüchtlinge verpflichtet. Wir haben mit

dem Innensenator gesprochen. Er hat zugesagt,

das Anliegen in die Innenministerkonferenz

im Herbst einzubringen.

Was kann man tun, wenn man Ihre Arbeit

unterstützen will?

Jeder kann sich auf unserer Internetseite

www.save-me-bremen.de als Unterstützer

eintragen, um damit seinen politischen

Willen zu bezeugen. Darüber hinausgehend

kann man sich bereiterklären, je nach

den eigenen Möglichkeiten Flüchtlinge zu

begleiten und ihnen im Alltag zu helfen.

Wie können Kirchengemeinden die

Kampagne fördern?

Gemeinden könnten mit einem entsprechenden

Beschluss verdeutlichen, dass sie

das Ziel der Kampagne richtig finden. Vor

allem aber können Gemeinden überlegen,

wie sie konkret im Stadtteil die Möglichkeit

haben, Flüchtlinge zu unterstützen,

etwa über die Kindergärten. An unseren

Verein gibt es manchmal auch konkrete

Bitten um materielle Hilfen, da ist es gut,

wenn Gemeinden dazu bereit sind.

Weitere Informationen:

www.save-me-bremen.de,

www.save-me-kampagne.de

Es ist Krieg. Entrüstet euch!

Ökumenische Friedensdekade 7.-17. November

Der Protest gegen den Krieg in Afghanistan

sowie die deutsche Beteiligung

an diesem Krieg durch die Bundeswehr

ist Schwerpunkt der Ökumenischen FriedensDekade

in diesem Jahr. Die 1980 in

Ost- und Westdeutschland gegründete

Bewegung mit dem Logo „Schwerter zu

Pflugscharen“ blickt in diesem Jahr auf

drei Jahrzehnte Friedensarbeit zurück.

Mit dem neuen Motto knüpft die Ökumenische

FriedensDekade an ihre Ursprünge

vor 30 Jahren an, die geprägt waren von

der Überzeugung, dass Frieden nicht mit

Waffengewalt, sondern nur mit gewaltfreien

Mitteln erreicht werden kann. Im

Zentrum der Veranstaltungen wird daher

die Kritik an der militärischen Beteiligung

Deutschlands am

Krieg in Afghanistan

stehen. „Es herrscht

Krieg in Afghanistan!

Noch mehr Truppen

und noch stärkere

Panzer nach Afghanistan

ist ein völlig

falscher Weg, um in Afghanistan Frieden

zu erreichen“, so das Gesprächsforum der

Ökumenischen FriedensDekade.

Die Andreasgemeinde in Horn, die Kirchengemeinde

Borgfeld sowie die St.

Remberti-Gemeinde laden gemeinsam zu

drei Vortragsveranstaltungen ein, die sich

mit der Situation in Afghanistan auseinandersetzen.

Was ist ein Menschenleben wert?

Vortrag und Gespräch mit dem Bremer Anwalt Karim Popal über die Wahrnehmung

von Opferinteressen im Afghanistankrieg

Montag, 8. November, 20 Uhr, Andreas-Gemeinde Horn, Werner-von-Siemens-Str. 55

Zivil statt militärisch

Vortrag und Gespräch über zivilen Aufbau in Afghanistan (Referent N.N.)

Termin steht noch nicht fest, Kirchengemeinde Borgfeld, Katrepeler Landstr. 9

Um Gottes Willen. Friedensethische Aspekte zum Krieg in Afghanistan

Vortrag und Gespräch mit Pastor Renke Brahms, Schriftführer des Kirchenausschusses

und Friedensbeauftragter der EKD

Montag, 22. November, 20 Uhr

St. Remberti-Gemeinde, Friedhofstraße 10, Albert-Schweitzer-Saal

„Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird“, sagt ein

Sprichwort. Für das „Wie“ haben die Johanniter viel anzubieten. Sei es im hohen

Alter, bei Krankheit oder nach einem Unfall; die Johanniter passen sich Ihren Bedürfnissen

an: Mit unserem Pflegedienst, der mit Sachverstand, Erfahrung und Liebe

auf Ihre Wünsche eingeht. Die Johanniter unterstützen Pflegebedürftige und Angehörige

brauchen. und geben ihnen die Hilfe, die sie brauchen.

Johanniter-Haus-Pflege gGmbH gGmbH

Leher Heerstraße 139, 28359 Bremen

Telefon: (0421) 51 70 78 0 www.diejohanniter.de

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Kalender

Montag

Geburtstagsbesuchsdienstkreis

Bettina Schürg

jeden 1. Montag im Monat, 9.30 Uhr

Frauenbastelgruppe

Erika Kohl (Ruf 04298/4892)

montags 15.00 - 17.30 Uhr

RembertiKino

Dirk von Jutrczenka

monatlich montags 19.30 Uhr

im Albert-Schweitzer-Saal

13. September: Rhythm Is It

(Deutschland 2004)

4. Oktober: Vitus

(Schweiz 2005)

8. November: Drei Farben: Blau

(Frankreich/Polen 1993)

Kirche im Kommen

Gerd Bronsema, Eva Früh, Rainer Koy

vierteljährlich

27. September, 19.30 Uhr:

Heiner Geißler, „Was würde Jesus

heute sagen? Die politische Botschaft

des Evangeliums“

Vorbereitungsteam KinderKirche

Rolf Blanke

montags 20.15 Uhr nach Absprache

Interessenten Ruf 0151/22928010

Dienstag

Kinderchöre

Vorgruppe ab 4 Jahre

Monique Espitalier

dienstags 16.15 - 16.45 Uhr

Gruppe 1: Christiane Quandt

letztes Kindergartenjahr + 1. Klasse

dienstags 16.15 Uhr - 17.00 Uhr

Gruppe 2: Rolf Quandt

ab 2. Klasse

dienstags 16.15 Uhr - 17.00 Uhr

…auf dem Weg

glauben • zweifeln • hoffen • leben:

Sieben Abende in St. Remberti

Dirk von Jutrczenka

dienstags 19:30 Uhr

16. und 30. November

Kantorei Andreas-St. Remberti

Rolf Quandt

Stimmbildung: Meike Heegardt

dienstags 20.00 - 22.00 Uhr

St. Remberti-Gemeinde/Andreas-Gemeinde

im Wechsel

Bitte nachfragen Ruf 0421/2511772

Mittwoch

Gemeindefrühstück

Bettina Schürg und Team

jeden 2. Mittwoch im Monat 9.00 Uhr

8. September, 13. Oktober, 10. November

Patchwork

Beate Treber (Ruf 0421/236606)

mittwochs von 10.00 -12.00 Uhr

Freundeskreis Remberti

Helmut Langel mit Vorbereitungsgruppe

jeden 3. Mittwoch im Monat 15.30 Uhr

22. September Kirchenfahrt (s. Seite 21,

bitte Anmeldung im Gemeindebüro)

20. Oktober

17. November

Geburtstagskaffee

Helmut Langel, Bettina Schürg und

Vorbereitungsgruppe

vierteljährlich mittwochs 15.30 Uhr

27. Oktober

Jubilare werden persönlich eingeladen

Gesprächskreis Literatur

Hans Heinrich Rogge

zweimonatlich mittwochs 15.45 Uhr

13. Oktober:

Hans Joachim Schädlich „Anders“

1. Dezember:

Birgit Vanderbeke „Das Muschelessen“

Gemeindechor

Rainer Köhler

mittwochs 17.30 - 19.00 Uhr

Teestube der Jugend

Helmut Holtmann

mittwochs 19.00 - 21.00 Uhr

Vocalensemble

Rolf Quandt

14-täglich mittwochs 20.00 Uhr

Jugendleitertreffen

Helmut Holtmann, Dirk von Jutrczenka

jeden letzten Mittwoch im Monat

21.00 Uhr

Donnerstag

Seniorengymnastik

Helga Schumann

(Ruf 0421/252764, Mo-Do 8-9 Uhr)

donnerstags 15.00 - 16.00 Uhr

Bremer Jugendchor Zentrale

Rolf Quandt

donnerstags

17.30 - 18.30 Uhr Vorgruppe

18.00 - 19.00 Uhr Jugendchor

Kalender

Arbeitskreis „Anderer Gottesdienst“

Dirk von Jutrczenka

nach Absprache

Interessenten 0421/2290455

AK Anderer Gottesdienst

23. September, 19.30 Uhr

Meditationsandachten

Inge Frickenschmidt, Walter Spaleck,

Rolf Blanke

jeden 3. Donnerstag im Monat

20.00 Uhr in der Kirche

außer in den Schulferien

Reihe: Vom Licht in uns

16. September: Im Tal der Stille

18. November: Hier bin ich allein

(Im Oktober keine Meditationsandacht

wegen Ferien)

Freitag

Vormittagsrunde

Rolf Blanke

1. und 3. Freitag im Monat

außer in den Schulferien

9.00 bis 10.30 Uhr

3. und 17. September, 1. Oktober,

5. und 19. November

KinderKirche

Rolf Blanke und Team

freitags 16.00 Uhr

außer in den Schulferien

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Aus der Gemeinde Nacht der Kirchen

Remberti-Fahrradtour 2010

Die diesjährige Fahrradtour am 29. Mai

hatte ihren Schwerpunkt weniger beim

Fahrradfahren als in der Kultur. Wieder hatte

sich bei schönstem Wetter eine Gruppe

von 19 Rembertianern am Gemeindehaus

eingefunden. Es ging diesmal nach Trupe

zum Kunst-Café im Küsterhaus, wo uns

Herr Cordes durch seine respektable Privatsammlung

von Worpsweder Malern

der zweiten Generation wie Christian

Ludwig Bokelmann, Udo Peters, Heinrich

Breling, Hans Meyboden u.a. führte. Er tat

das mit so viel echter Begeisterung, dass

der Funke auch auf uns übersprang. Beim

anschließenden Kaffeetrinken konnten wir

uns von der Qualität des selbst gebackenen

Rhabarber-Kuchens überzeugen. Den

Abschluss unseres Ausflugs bildete eine

sehr informative Führung durch die Truper

Vom Licht in uns

Meditationsandachten 2010-2011

„Vom Licht in uns“, das ist der Titel eines

kleinen Büchleins mit Worten und Gedanken

Albert Schweitzers. Noch vor ein

paar Wochen lag es auf dem Büchertisch

im Foyer des Gemeindehauses. Für das

Christentum wie auch für viele andere Religionen

ist Licht das Bild der Gegenwart

Gottes, die uns Hoffnung gibt und unser

Leben verändert: „Das Volk, das im Finstern

wandelt, sieht ein großes Licht“.

Wir können dieses Licht erkennen, wenn

wir uns nach außen wenden, in der Begegnung

mit der Natur wie in unserer

Hingabe an andere Menschen. Dieses

Licht können wir aber auch in uns selbst

finden.

Wie wir dieses Licht in uns entdecken

können, wie es uns erleuchten und erwärmen

kann und wie wir es nach außen

zum Strahlen bringen, davon soll in den

Kapelle gleich gegenüber durch Frau Pastorin

Pusch-Heydrich von der Lilienthaler

Gemeinde. Sie vermittelte sehr einfühlsam

die Beziehung zwischen der Schlichtheit

dieser fast tausendjährigen ältesten Kirche

Lilienthals und dem Kampf der nicht

sehr mit materiellen Gütern gesegneten

Truper Gemeinde gegen Kriegszerstörungen

in der Zeit der napoleonischen Kriege

und gegen Naturgewalten wie Feuer und

Überschwemmungen. Frau Pusch-Heydrich

sprach von der „heimeligen Atmosphäre“,

die immer wieder die Besucher

dieser Kirche in ihren Bann schlage, und

die auch auf die abschließende Andacht

wirkte, mit der auch diesmal wieder unser

Ausflug beendet wurde.

Rainer Koy

Andachten des Zeitraums 2010/2011 die

Rede sein. In dem Moment, wo wir das

alles erreichen, können wir werden, was

Jesus von Nazareth uns in der Bergpredigt

zuspricht: „Ihr seid das Licht der Welt. Eine

Stadt, die auf dem Berg liegt, kann nicht

verborgen bleiben“.

Die nächsten Termine:

Do., 16. September, 20.00 Uhr:

Im Tal der Stille

Do., 18. November, 20.00 Uhr:

Hier bin ich allein

St. Remberti-Kirche, Altarraum

Leitung: Inge Frickenschmidt,

Walter Spaleck, Rolf Blanke

Am Samstag, 25. September, findet von 18 bis 24 Uhr die zweite

Nacht der Kirchen in Bremen statt. Viele Kirchen nicht nur in der

Innenstadt öffnen ihre Türen für ganz unterschiedliche Dinge:

Kunst und Meditation, Kabarett und Kulinarisches, Theater und

Gebet. In der Regel wechseln die Angebote im Stundentakt, damit

für die Besucher die Gelegenheit besteht, zwischen verschiedenen

Kirchen zu pendeln. Weitere Informationen unter www.

kirche-bremen.de sowie in der entsprechenden Zeitungsbeilage.

Die St. Remberti-Gemeinde präsentiert:

Die Drei von der Kanzel

Ein Abend mit David Safier, Osman Engin und Winfried Hammelmann

in der Nacht der Kirchen, 25. September

Gott und die Welt beim Wort genommen: Mit Wortwitz und Esprit lauern die drei bekannten

Bremer Satiriker allem auf, was ihnen vor den Mund läuft. Ein interreligiöses

Programm über Menschliches und Göttliches, Lustiges und Deutsches.

18 Uhr: Eröffnung mit Musik

19 Uhr: Am Anfang war das Wort

Ein etwas anderer Gottesdienst mit den Dreien von der Kanzel

20 Uhr: Ich bin Papst!

Eine Lesung mit den Dreien von der Kanzel

21 Uhr: Mieses Karma

Noch eine Lesung mit den Dreien von der Kanzel

22 Uhr: Wer ist Gott?

Schon wieder eine Lesung mit den Dreien von der Kanzel

23 Uhr: Was noch zu sagen ist

Gespräche und letzte Dinge mit den Dreien von der Kanzel

Musikalische Gestaltung: BrushHead

David Safier 1966 geboren, wurde bekannt durch seine Drehbücher zu TV-

Hits wie „Berlin, Berlin“, „Nikola“ und „Mein Leben und Ich“. Er wurde unter

anderem mit dem Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis und dem

Emmy, dem amerikanischen Fernseh-Oscar, ausgezeichnet. Seine Romane

„Mieses Karma“, „Jesus liebt mich“ und „Plötzlich Shakespeare“ standen

wochenlang auf der Bestsellerliste.

Osman Engin 1960 in der Türkei geboren, lebt seit 1973 in Deutschland.

Nach seinem Studium der Sozialpädagogik in Bremen wurde er freier Schriftsteller.

Monatlich schrieb er Satiren für die Bremer Stadtillustrierte »Bremer«,

außerdem arbeitete er u.a. für »Titanic« und »taz«. Zu seinen zahlreichen

Buchtiteln gehören u.a. „West-östliches Sofa“, „Getürkte Weihnacht“ und

„Kanaken-Gandhi“.

Winfried Hammelmann 1959 in Bremen geboren, arbeitet als Filmschauspieler

(„Tatort“), Hörfunkredakteur, Fernsehmoderator („buten un binnen“,

„ARD-Morgenmagazin“) und Schriftsteller. Seine satirischen Bücher heißen

„Brian Brain bricht sich einen ab“ und „Der mit dem Fön diskutiert“.

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Diakonie Kurz & Gut

Die Diakonie sagt Danke

Liebe Gemeindemitglieder,

nach meinem letzten Spendenaufruf im

Gemeindeblatt sind bei uns sehr viele

Spenden eingegangen. Die Mitglieder

unserer Gemeinde beherrschen die Kunst

des Spendens also sehr gut. Das freut

nicht nur unseren Rechnungsführer, Herrn

Stegemann, der mir eben begeistert den

aktuellen Spendenstand mitgeteilt hat.

Das freut in erster Linie die Jugendlichen

und deren Familien, an die wir Ihre Spenden

weiterleiten können. Auch in diesem

Stiftung St. Remberti-Gemeindepflege zu Bremen

Gemeinsam eine solide Basis schaffen für unsere diakonische Arbeit

Ihre Zuwendung erhöht das Stiftungskapital und damit unsere Hilfeleistung.

Bankhaus Carl F. Plump & Co. BLZ 290 304 00 Konto: 73717

Der Stiftungszweck ist die diakonische Unterstützung von hilfsbedürftigen älteren

Menschen in unserer Gemeinde.

Liebe Gemeinde, am

17. Mai 2010 wurde

ich durch den Konvent

als neues Mitglied

der Diakonie

der St. Remberti-

Gemeinde bestätigt.

Darüber habe ich

mich sehr gefreut,

denn ich konnte

in den letzten Monaten die Diakonie als

offene und freundliche Gemeinschaft

in unserer Gemeinde kennenlernen. Im

Nachgang zum Konvent möchte ich mich

Ihnen an dieser Stelle gern noch einmal

vorstellen. Ich bin 49 Jahre alt, verheiratet

und als Rechtsanwältin in einem Bremer

Unternehmen tätig. Über meine beiden

Söhne (10 und 14 Jahre alt) ist meine Bindung

an die Gemeinde stetig gewachsen.

Taufe, Kindergarten, Kinderkirche und

Jahr sind etliche Anträge auf Zuschuss für

die Sommerfreizeit unserer Konfirmanden

eingegangen. Ich bin immer wieder überrascht,

wie viele Familien auch in unserer

Gemeinde finanzielle Unterstützung benötigen,

damit ihre Kinder und Jugendlichen

an einer Freizeit in Hohenfelde teilnehmen

können. Nicht nur dazu haben Sie mit Ihren

Spenden für die Diakonie beigetragen.

Ich bedanke mich sehr, sehr herzlich bei

Ihnen allen.

Dr. Manfred Kölsch für die Diakonie

die Konfirmationszeit führten zu immer

neuen Begegnungen. Selbstverständlich

gehörten auch regelmäßige Hohenfelde-

Fahrten dazu. Bereits von 2001 bis 2008

hatte ich die Möglichkeit, im Kirchenvorstand

der Gemeinde mitzuarbeiten. In

dieser Zeit habe ich auch in den Pastorenwahlausschüssen

und im Verfassungsausschuss

der Gemeinde mitgewirkt. Zudem

gehöre ich seit 2004 dem Vorstand der

Stiftung St. Remberti-Gemeindepflege an.

Durch die vielfältigen Aufgaben bringen

sich die einzelnen Mitglieder der Diakonie

an unterschiedlichen Stellen sowohl in der

Gemeinde als auch in mit ihr verbundenen

Einrichtungen, wie z. B. dem Bremer Treff

oder der Stiftung Alten Eichen, ein. Auf

diese Aufgaben freue ich mich.

Es grüßt Sie herzlich

Dr. Ulrike Klingner-Schmidt

Sommer-Sing-Grill-Abend

Mit einem offenen Sing- und Grillabend den Sommer ausklingen lassen: Am Freitag, 3.

September, wollen wir im Grünen rund um das „Landhaus des lieben Gottes“, wie die

St. Remberti-Kirche genannt wird, miteinander feiern. Um 19 Uhr gibt es einen besinnlichen

Einstieg, danach wird der große Schwenkgrill angefeuert. Wenn jeder, der mag,

einen Salat oder ähnliches für das Büffet mitbringt, ist genug für alle da. Im Verlauf des

Abends wird Kantor Rolf Quandt auch das ein oder andere Lied anstimmen. Jede/r ist

ganz herzlich eingeladen!

Rundgang zu Bremer Kirchenbauten der Nachkriegszeit

Man glaubt es kaum: In der Zeit zwischen 1950 und

1990 entstanden in Bremen mehr als 70 Kirchenbauten.

Sie alle wurden mit hohem liturgischen und

architektonischen Aufwand konzipiert und zeugen

bis heute vom Aufbauwillen und sozialen Engagement

ihrer Gemeinden. Auch unsere St. Remberti-

Kirche aus dem Jahre 1951 gehört dazu. Sie gilt als

St. Ursula sehr frühes, architektonisch herausragendes Beispiel

des Nachkriegskirchenbaus.

Unser Gemeindemitglied Dr. Sunke Herlyn, der vor einem Jahr an der Sakralbauausstellung

in der Kulturkirche mitgewirkt hat, wird uns am Beispiel einiger Schwachhauser

Kirchen (St. Remberti, Erlöserkirche, und St. Ursula) in die baukulturellen Hintergründe

dieser Zeit einführen. Der zweistündige Rundgang findet am Dienstag, 7. September,

um 16.00 Uhr statt. Treffpunkt: St. Remberti Kirche.

Begrüßungsabend für neue Gemeindemitglieder

Alle, die innerhalb der letzten ein oder zwei Jahre Mitglied dieser Gemeinde wurden,

sind herzlich eingeladen zu einem geselligen, informativen Abend in den Räumen der

St. Remberti-Gemeinde. Pastoren, Bauherren und Kirchenvorstandsmitglieder berichten

über Inhalte und Schwerpunkte unserer Arbeit. Ein kleiner Rundgang wird mit der schönen

Atmosphäre des Gemeindehauses vertraut machen.

Das Treffen findet am Mittwoch, 22. September, 19.30 Uhr im Gemeindehaus statt.

Bitte melden Sie sich dazu im Gemeindebüro an (Tel. 201570, E-Mail buero@remberti.de).

Kirchenfahrt ins Hadelner Land

Am 22. September fahren wir mit Herrn Pastor Langel zur St.Jacobi-Kirche in

Lüdingworth und zur St. Nicolai-Kirche in Altenbruch. In beiden Kirchen werden

wir eine Führung haben. Anschließend erholen wir uns bei Kaffee und

Kuchen in Bederkesa. Abfahrt ab Remberti-Parkplatz 12.00 Uhr, Rückkehr ca.

19.00 Uhr. Melden Sie sich bitte im Gemeindebüro an und entrichten Sie dort

Ihren Obolus von 20 Euro.

Barbara Leisse

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Kurz & Gut Aus der Gemeinde

Seniorenfrühstück startet wieder neu

Ein leckeres Frühstück, nette Gesellschaft und interessante Gespräche, das

bedeutet für viele einen guten Start in den neuen Tag. Nach einer kleinen

Pause in den vergangenen Monaten laden wir ab 8. September wieder

zum gemeinsamen Frühstück ins Gemeindehaus ein. Jeden zweiten Mittwoch

im Monat, von 9.00 – 11.00 Uhr findet unser Seniorenfrühstück statt. Wir bitten

Sie bei der ersten Teilnahme um Anmeldung im Gemeindebüro, Tel.: 20 15 70.

Bettina Schürg und Team

Goldene Konfirmation am 12. September

Wie bereits angekündigt, findet die Feier der Goldenen Konfirmation in diesem Jahr am

Sonntag, 12. September, statt. Alle, die 1960 in St. Remberti konfirmiert wurden und

deren Adressen wir ausfindig machen konnten, wurden von uns schriftlich eingeladen.

Aber auch all diejenigen, die an anderen Orten konfirmiert wurden sowie diejenigen,

die schon Diamantene (60 Jahre), Eiserne (65 Jahre) oder Gnadenkonfirmation (70 Jahre)

feiern, sind ganz herzlich zum Gottesdienst und dem anschließenden Mittagessen willkommen.

Bitte melden Sie sich im Gemeindebüro an (Telefon 201570).

Das Streichensemble „Quintensprung“ spielt während des Gottesdienstes Teile aus den

Goldbergvariationen von Johann Sebastian Bach.

Konfirmandenunterricht in St. Remberti

Jetzt anmelden zum „Abenteuer Religion“

Die Anmeldung zum Konfirmandenunterricht für diejenigen, die jetzt 12 Jahre alt und in

der siebten Schulklasse sind, ist jetzt im Gemeindebüro möglich (Friedhofstraße 10, Telefon

20 15 70). Der Unterricht beginnt im Januar 2011, Konfirmationen sind im Mai 2012.

Ein erster Informationsabend für Eltern und Konfirmanden findet am Donnerstag, 4.

November, um 19.30 Uhr in der St. Remberti-Kirche statt. Am Sonntag, 16. Januar,

werden die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden im Gottesdienst begrüßt.

Zum Unterricht gehören neben Unterrichtsblöcken vor Ort eine vierzehntägige Sommerfreizeit

im gemeindeeigenen Freizeitheim Hohenfelde (Ostsee) und viele spannende

Projekte zum Mitmachen.

Weitere Informationen auch unter www.remberti.de/Gemeindeleben.

Jugendfreizeit in Hohenfelde mit Filmprojekt

In der ersten Woche der Herbstferien 9. bis 16. Oktober gibt es wieder eine Jugendfreizeit

in Hohenfelde. Konfirmanden und Ex-Konfirmanden sind ebenso dabei wie die

Teilnehmer/innen der Jugendleiterausbildung und auch ältere Jugendleiter. Im Verlauf

der Freizeit gibt es nach dem großen Erfolg mit „Julia Stone“ auch in diesem Jahr wieder

ein Filmprojekt, weitere Informationen dazu unter www.teestuki.de.

Anmeldungen zur Herbstfreizeit im Gemeindebüro.

Hörschleife in der Kirche

Hörschwierigkeiten im Gottesdienst? Damit ist jetzt Schluss. Nach der neuen Verstärkeranlage

ist nun auch wieder eine Hörschleife für Benutzer von Hörgeräten in der Kirche

installiert. Probieren Sie es einmal aus!

… auf dem Weg

glauben • zweifeln • hoffen • leben: Sieben Abende in St. Remberti

Im November beginnt ein neuer Durchgang

des Seminars „... auf dem Weg“:

Eine Veranstaltungsreihe für Menschen,

die über ihren Glauben und ihre Zweifel

ins Gespräch kommen wollen. An sieben

Abenden wollen wir uns in Auseinandersetzung

mit ausgewählten biblischen

Weggeschichten, vor allem aber mit den

Interessen und Fragen der Teilnehmenden

selber auf den Weg machen. Ein „Glaubenskurs“

auf Remberti-Art: Es geht nicht

um vorgefertigte Antworten, sondern um

das gemeinsame Suchen nach den Grundlagen

und Grunderfahrungen des Glaubens.

Dabei wird nichts vorausgesetzt,

weder Vorkenntnisse oder Erfahrungen

noch die Kirchenmitgliedschaft.

Jeder Abend beginnt um 19.30 Uhr mit

einem Abendbrot-Imbiss – so können

auch die teilnehmen, die direkt von der

Arbeit kommen. Es gibt einen kurzen Impuls,

danach Zeit für das Gespräch. Wohin

bin ich auf dem Weg? Woran hängt mein

Herz? Wie stelle ich mir Gott vor? Mit solchen

und anderen Fragen können wir uns

beschäftigen. Damit eine sinnvolle Gruppengröße

gewährleistet ist, ist die Anzahl

der Teilnehmenden begrenzt.

Das Seminar wird in Kooperation mit dem

Evangelischen Bildungswerk durchgeführt.

Die Teilnahme ist kostenlos und verpflichtet

zu nichts. Allerdings ist die Veranstaltung

so konzipiert, dass jede/r Teilnehmer/

in an allen Abenden dabei sein sollte.

Anmeldung bitte möglichst bis zum

9. November im Gemeindebüro (Telefon

201570, buero@remberti.de) oder bei Pastor

Dirk von Jutrczenka (Telefon 2290455,

dvjut@remberti.de).

Dirk von Jutrczenka

Nebenan – oder: Gute Nachbarschaft tut gut

Unter diesem Motto vermittelt seit einiger

Zeit das Schwachhauser Nachbarschaftsnetzwerk

ehrenamtlich und kostenlos

kleine praktische Hilfen.

Wer punktuell oder auch kurzfristig Unterstützung

braucht, kann sich gerne an das

Büro am Schwachhauser Ring wenden.

Von dort wird dann ein ehrenamtlicher

Helfer oder eine Helferin vermittelt.

Ob es darum geht, einen älteren Menschen

zum Arztbesuch zu begleiten, ein Rezept

aus der Apotheke abzuholen oder Kinder

zur Schule zu begleiten: Das Angebot der

Dienstags ab 19.30 Uhr im Kaminsaal

16. und 30. November,

14. Dezember, 11. und 25. Januar,

8. und 22. Februar

nachbarschaftlichen Unterstützung richtet

sich an alle Altersgruppen und möchte in

den verschiedensten Lebenssituationen

unkompliziert helfen.

Anrufen können Sie unter der Telefonnummer:

201 39 24,

Büro: Schwachhauser Ring 61

nebenan

Gute Nachbarschaft tut gut!

Schwachhausen

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Kirchenmusikalische Kooperation

Sonntag, 5. September 10.00 Uhr

Haydn-Gottesdienst

Die Kantorei Andreas-St.Remberti singt

mit Orchesterbegleitung aus der „Schöpfung“

und aus der „Kleinen Orgelmesse“

von Joseph Haydn.

Musikalische Leitung: Rolf Quandt

Pastor: Helmut Langel

Sonntag, 12. September 10.00 Uhr

Goldene Konfirmation / Jubiläumskonfirmation

Das Streichensemble „Quintensprung“

spielt Teile aus den Goldbergvariationen

von Johann Sebastian Bach.

Orgel: Rolf Quandt Pastor: Rolf Blanke

Sonntag, 26. September 17.00 Uhr

Kirche der Andreas-Gemeinde

Geistliche Abendmusik

Blochflötentrio „Flute en bloc“ mit Werken

von Monteverdi und Bach und der

Afrikanischen Suite von Sören Sieg

VOX Vocalensemble an St. Remberti mit

Werken von Schein, Bach und Mendelssohn

Das Blockflötenensemble „Flûtes en

bloc“ mit Anette Bahe, Corinna Fröhlich

und Ebba-Maria Künning wurde 1988 ge-

gründet. Sein Repertoire umfasst Werke

des Mittelalters, der Renaissance, des

Barock sowie der Moderne und reprä-

sentiert somit mehr als 600 Jahre Musikgeschichte.

Präsentiert werden sämtliche

Instrumente der Blockflötenfamilie vom

Sopranino bis zur Subbassblockflöte.

Zur authentischen Aufführung alter Musik

dienen Renaissance-Consorts sowie

hochbarocke Instrumente in verschiedenen

Stimmungen.

Das Ensemble widmet sich besonders der

Interpretation neuerer Kompositionen

aus den Bereichen Jazz, Blues und Pop.

1997 widmete der Hamburger Komponist

Sören Sieg dem Trio eine afrikanische

Suite nach dem Vorbild afrikanischer

Popmusik.

Eintritt 12 Euro / ermäßigt 8 Euro

Vorverkauf ab Dienstag, 31. August

im Büro der Andreas-Gemeinde, im Büro

der St. RembertiGemeinde und im

Kapitel 8.

Freitag, 8. Oktober

Gesänge des Lebens

Wandelkonzerte in vier Innenstadtkirchen

Psalmvertonungen aus 6 Jahrhunderten

Das VOX Vocalensemble tritt um 18.30

Uhr und um 20.00 Uhr, die Kantorei Andreas-St.

Remberti um 21.30 Uhr in der

St. Martini Kirche auf.

Beide Chöre singen unter der Leitung von

Rolf Quandt.

Um 22.00 Uhr findet im Dom ein großes

Abschlusskonzert statt.

Samstag, 30. Oktober 13.00 Uhr

St. Remberti-Kirche

Vier Hände – Vier Füße

Musik für Orgel vierhändig von

Gustav Adolf Merkel, Naji Hakim u.a.

Sun Mee Han, Orgel

Rolf Quandt, Orgel

Dieses Konzert findet im Rahmen des

„Bremer Orgelsamtags“ statt.

Der Eintritt ist frei.

Samstag, 6. November 15.30 Uhr

Neue Albert-Schweitzer-Saal Gruppe im Jugendchor

Kindermusical

Es singt und spielt der Kinderchor der

St. Remberti-Gemeinde

Der Kinderchor verändert sich erfahrungsgemäß

in jedem Jahr nach den Sommerferien

stark. Neue Kinder kommen dazu,

alte „zu große“ Kinder bleiben weg. Um

wirklich ein passendes neues Musical aussuchen

zu können, müssen wir unseren

„neuen Chor“ erst ein wenig kennenlernen.

Auf unseren Plakaten erfahren Sie

dann rechtzeitig den Titel des neuen Musicals.

Christiane und Rolf Quandt

Samstag, 13. November 19.30 Uhr

Kirche St. Ursula

Die Schwachhauser Bremer Jugendchor Heerstr. / Zentrale Ecke Emmastr. probt

seit 5 Jahren unter der Leitung von Rolf

Quandt. Wolfgang Die St. Amadeus Remberti­Gemeinde Mozart

kennt (1756-1791) den Chor von zahlreichen Konzerten

und Auftritten bei Konfirmationen.

Jetzt Requiem

endlich wird es auch für Mädchen

und Jungen ab 12 Jahren eine Vorgruppe

geben. John Rutter (geb. 1945)

Die Jugendchorproben werden ab sofort

folgendermaßen Wiltrud de Vries, ablaufen: Sopran

Donnerstag, Kerstin Stöcker, Alt

17.30 Bernhard ­ 18.30 Scheffel, Uhr Vorgruppe Tenor

18.00 N.N., ­ Bass 19.00 Uhr Jugendchor

Die Eintrittspreise standen bei Redaktionsschluss

noch nicht fest.

Es wird nummerierte Sitzplätze geben.

Vorverkauf

Liebig

ab Dienstag, 31. August im

Büro der Andreas-Gemeinde, im Büro

der St. RembertiGemeinde und im Ka-

Werke. Mozart starb während der Komposition.

Da es sich um ein Auftragswerk

handelte, vervollständigten Joseph Eybler

und Franz Xaver Süßmayr, Schüler von

Mozart, das

Requiem im

Auftrag von

Constanze Mozart,

der Witwe

des Komponisten.

Die

Ent stehungsgeschichte

und

Qualität der

nachträglichen

Ergänzungen

werden seit

langem heftig diskutiert. Die ungewöhn-

Von lichen 18.00 Umstände ­18.30 des Uhr Kompositionsauf-

proben beide

Chorgruppen trags und der gemeinsam. zeitliche Zusammenhang

dieser Seelenmesse mit Mozarts frühem

In Tod der haben Vorgruppe zudem werden eine üppige verstärkt Mythen- die

Stücke bildung geprobt, angeregt. die der Jugendchor seit

längerer Zeit im Programm hat. Bei Auftritten

Pastor werden Helmut dann Langel beide wird Chorgruppen

am Dienstag,

gemeinsam 9. November singen. 2010 Der um 19.30 Chor probt Uhr im im Al-

Albert­Schweitzer­Saal bert-Schweitzer-Saal einen der St. Einführungs-

Remberti­

Gemeinde, vortrag zu Friedhofstraße Mozarts Requiem 10. halten.

Die Kantorei Andreas-St.Remberti wird

Bei dazu Fragen Musikbeispiele bitte im Kirchenmusikbüro singen. anrufen:

0421/ 2511772.

Das Requiem von John Rutter ist eine

Komposition für Sopran-Solo, gemischten

Chor und kleines Orchester. Das Requiem

wurde 1985 uraufgeführt.

Rutter hält sich bei seinem Werk nicht

an den üblichen Ablauf der Totenmesse,

pitel 8.

wie sie in der katholischen Liturgie festgelegt

ist, sondern modifiziert sie, indem

Das Requiem in d-Moll (KV 626) aus er wesentliche Teile der Totenmesse um

Grabgestaltung · Grabpflege · Dauergrabpflege

dem Jahr 1791 ist Wolfgang Amadeus Texte aus dem Book of Common Prayer

Mozarts letzte Familienbetrieb Komposition. Obwohl seit 1900 es am (liturgisches Riensberger und Friedhof katechetisches Buch der

nur zu etwa zwei Dritteln tatsächlich von anglikanischen Kirche) von 1662 ergänzt.

Mozart stammt, Ortfeldstraße ist es eines seiner 11/ Friedhofstraße belieb- Andere · Teile 28213 der Bremen Totenmesse werden

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Aus der Gemeinde RembertiKino

… und zu besonderen Anlässen gab es Eierlikör

Ehrenamtlich in Remberti dabei sein, sich

einbringen, wo jemand gebraucht wurde:

Dies war für Carmen

und Karl-Ludwig Fuchs

über Jahrzehnte ihr Lebensmotto.

Ob als Beleuchter beim

Remberti-Theater, Mitarbeit

im Bastelkreis und

beim Basar, Mitglied im

Kirchenvorstand, Organisatoren

des Gemein-

defrühstücks oder als

Freizeitleiter in Hohenfelde:

Ehepaar Fuchs

hat sich immer dort engagiert, wo gute

Gemeinschaft auf den Weg gebracht

wurde. Die Seniorenarbeit rückte für sie

Telefon: 0421 - 64 39 50

dabei zunehmend mehr in ihren Blick. So

bekamen die Besucherinnen und Besucher

des Gemeindefrühstücks

nicht nur

liebevoll vorbereitete

Brötchen und leckere

Marmelade, sondern

zu besonderen Anlässen

einen Eierlikör.

Vor ein paar Monaten

haben sie ihre

Ehrenämter aus ge-

sundheitlichenGründen aufgegeben. Wir

möchten beiden an

dieser Stelle noch einmal ganz herzlich

für ihr langjähriges Engagement und ihren

beherzten Einsatz danken!

Ehepaar Fuchs war lange in

Remberti aktiv

Bettina Schürg

Über 20 Handwerker & Dienstleister im Buckmann Bauzentrum Bremen

www.bau-rund.de

RembertiKino:

Die Musik der Freiheit

Im RembertiKino werden unter der Überschrift

„Die Musik der Freiheit“ monatlich

Filme gezeigt, in denen der Musik eine besondere

Rolle im Leben der Protagonisten

zukommt.

Im September läuft der wunderbare Dokumentarfilm

RHYTHM IS IT. Im Rahmen

eines von der Berliner Philharmonie und

ihrem Dirigenten Simon Rattle initiierten

Projekts planen Musiker und Choreografen

die Aufführung des Balletts „Le

Sacre du printemps“ mit einer Gruppe

von 239 Kindern aus fünf Berliner Grund-

und Oberschulen. Das Projekt zum Abbau

von Schwellenängsten vor dem Kulturbetrieb

gelingt und wandelt die Gruppe

von skeptischen Einzelgängern zum begeistert

arbeitenden Team. In fesselnden

Bildern veranschaulicht der mitreißende

Film den mitunter beschwerlichen kreativen

Schaffensweg. Die eingängige Dramaturgie

zeigt den Lernprozess an einigen

besonders exzentrischen Schülern auf und

beschreibt eine nachahmungswürdige Erfolgsstory.

Der Oktoberfilm VITUS handelt von einem

hochbegabten Jungen, dessen Karriere

als Pianist von seiner ehrgeizigen Mutter

forciert wird. Er findet eine kindgerechte

Rückzugsmöglichkeit bei seinem erdverbundenen

Großvater (gespielt von Bruno

Ganz), der auch noch zu ihm hält, als er

durch einen Sturz vom Balkon zum „normalen“

Kind wird. Die mit märchenhaften

Untertönen wirkungsvoll und anrührend

erzählte Geschichte einer Menschwerdung

glänzt mit geschliffenen Dialogen

und eindrucksvollen schauspielerischen

Leistungen. Eine Liebeserklärung an die

Kindheit und die Musik.

Im November folgt DREI FARBEN: BLAU,

ein Film des polnischen Regisseurs Krzysztof

Kieslowski. Julie (Juliette Binoche)

verliert bei einem Autounfall ihren Mann

- einen berühmten Komponisten - und

ihre kleine Tochter Anna. Gebrochen und

voller Trauer zieht sie sich in ihr Landhaus

zurück. Selbstmordgedanken quälen sie.

Dann entschließt sie sich, das Haus und

alles, was sie so sehr liebte, zu verkaufen

und alle Brücken ihres bisherigen Lebens

abzubrechen. Nach langer, totaler Isolation

in dem anonymen Paris - und angeregt

durch eine neugierige Journalistin - vollendet

sie die letzte Komposition ihres Mannes,

das „Konzert für Europa“. Langsam

und zögernd nimmt sie wieder Kontakt zu

den Menschen auf und findet durch die

Musik ihre Freiheit und eine Zukunft.

Vor Beginn der Filme gibt es eine kurze

Einführung, anschließend ein Gespräch.

Der Eintritt ist frei.

Dirk von Jutrczenka

RembertiKino

Jeweils montags um 19.30 Uhr

im Gemeindehaus,

Albert-Schweitzer-Saal

13. September: Rhythm Is It

(Deutschland 2004,

Regie: Thomas Grube, Enrique

Sánchez Lansch)

4. Oktober: Vitus

(Schweiz 2005,

Regie: Fredi M. Murer)

8. November: Drei Farben: Blau

(Frankreich/Polen 1993,

Regie: Krzysztof Kieslowski)

26 27


Basar Frauen

Weihnachtsbasar am Ersten Advent

Samstag, 27. November 2010, 13 - 18 Uhr

Sonntag, 28. November 2010, 15 - 17 Uhr

Mitten im Juni beginnen die Überlegungen für den Basar: Welchen Projekten soll der

Erlös zufließen? Das Basarteam hat sich für folgende Aufgaben entschieden:

1. Zikomo „Hilfe für Malawi“

Vor einem halben Jahrhundert nahmen sich die Luxemburger Tertiar-Karmelitinnen der

drei Kernprobleme an, die für die Unterentwicklung des Landes in Südostafrika ursächlich

sind: Unterernährung, Krankheit und fehlende Bildung. Sie übernahmen damals eine

kleine Missionsstation. Diese entwickelten sie im Laufe der Zeit zu einem vorbildlichen

Krankenhaus, dem St. Gabriels Hospital. Durch das Ehepaar Wiebicke besteht ein direkter

Kontakt.

2. Unser Freizeitheim in Hohenfelde/Ostsee

Der Zustand der Kühlräume, der Küche und des Sanitärbereichs der Angestellten entspricht

nicht mehr den heutigen Auflagen der Behörden. Dort werden umfangreiche

Änderungen nötig. Wir wollen deshalb in diesem Jahr nur diese beiden Projekte unterstützen.

Um diese Vorhaben zu unterstützen, brauchen wir, liebe Rembertianer, Ihre Mithilfe.

Gegenstände aus dem alltäglichen Bereich, die bei Ihnen doppelt oder überflüssig geworden

sind, finden an unserem Kunst- und Kuriositätenstand oder beim Flohmarkt einen

neuen Besitzer. Unsere Arbeit und die knappen Entsorgungsmöglichkeiten würde es

uns sehr erleichtern, wenn Sie nur saubere, interessante und funktionsfähige Spenden

bringen (keine Möbel, keine Schallplatten).

Vielleicht stöbern Sie schon einmal in Ihren erprobten Backrezepten und wählen ein

interessantes Rezept aus, damit am Basartag ein vielfältiges Kuchenbuffet zum Kaffeesieren

einlädt.

Vieles wurde schon im Laufe des Jahres von geschickten Händen der Mitarbeiterinnen

gestaltet und gearbeitet: Socken, Karten, Weihnachtsschmuck und Puppen; in der Patchworktechnik

Topflappen, Taschen, Kissen, Decken und ein Bettüberwurf.

Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Kommen zum Schauen, Kaufen und den gemütlichen

Kaffee- oder Teetreff. Auch am Sonntag vor dem Adventsgottesdienst wird eine Stärkung

für Sie bereitstehen.

Ihre Sachspenden nehmen wir ab Montag, 15. November im Gemeindehaus in Empfang.

Mit herzlichen Grüßen verbleibe ich für das Basarteam

Heide Hampe

Für den Basar suchen wir noch geschickte Hände, die uns bei der Fertigstellung unserer

selbst gestalteten Weihnachtsgestecke helfen. Wer Lust hat und am Mittwoch,

den 24. November, in der Bastelrunde bei uns helfen möchte, sollte sich melden bei

Erika Kohl, Telefon 04298-4892, oder im Gemeindebüro.

„Diese Zeit hat es nie gegeben“

Film- und Gesprächsabende für Frauen

aus allen Generationen

In dem Dokumentarfilm „Diese Zeit hat es

nie gegeben“ wird eine ehemalige BDM-

Führerin (Erika Pelke aus Thüringen, *1922)

von Jugendlichen interviewt und durch

die verschiedenen Stationen ihres Lebens

begleitet. Der Film wurde zwischen 2005

und 2007 vom Ev. Jugendreferat Altenkirchen

gedreht und beim Deutschen Evangelischen

Kirchentag in Köln zum ersten

Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

Erika Pelke stand nach dem Zweiten Weltkrieg

zu Unrecht unter dem Verdacht,

Mitglied der NS-Untergrundbewegung

„Werwolf“ gewesen zu sein. Sie wurde

im Gefängnis Saalfeld inhaftiert, gefoltert

und anschließend ins sowjetische „Speziallager

Nr. 2“ nach Buchenwald gebracht.

Nach ihrer Entlassung litt sie ihr Leben

lang an den Spätfolgen der Haft, über die

sie in der DDR nicht sprechen durfte.

Anhand dieses Einzelschicksals lässt der

Film ein Stück Zeitgeschichte lebendig

werden. Im Gespräch mit den Jugendlichen

reflektiert Erika Pelke selbst die Frage

nach ihrer Schuld als Mittäterin während

der NS-Zeit sowie ihre Situation als

Opfer in der Zeit danach.

Der Dokumentarfilm besteht aus vier Teilen.

An zwei Abenden sollen davon jeweils

zwei gezeigt werden und als Gesprächsanlass

dienen. Mit den Einblicken in die

Lebenswirklichkeit im Nationalsozialismus

und in der DDR animiert der Film zugleich

auch zum Nachdenken über die eigene

Prägung durch politisch-historische Ereignisse:

Welche Auswirkung hatten bzw.

haben zeitgeschichtliche Ereignisse auf

unser Bewusstsein und Handeln? Was hat

unsere politischen Auffassungen geprägt,

beeinflusst und verändert?

Alle Frauen, die Interesse haben - gerade

auch über Generationsgrenzen hinweg

- über diese Fragestellungen miteinander

ins Gespräch zu kommen, sind herzlich

dazu eingeladen am:

Freitag, 5. November

und 12. November,

jeweils um 19.30 Uhr im Kaminsaal

Leitung: Christiane Habermann

Um Anmeldung wird gebeten unter Tel.

2290455 oder chr.habermann@gmx.net

bis zum 2. November

W W W . R E M B E R T I . D E

28 29


Küster

Leo Pellert Tel.: 2 01 57-14 oder -19

Bauherrenkollegium

Ulrich Emde (Verwaltender Bauherr)

Inge Gurlit

Ute Blaum

Kontakt durch Gemeindebüro

Pastoren

Rolf Blanke Depkenstraße 30

Tel. mobil: 0151/22 92 80 10

(Büro: 2 01 57-18) Fax: 2 23 98 15

E-Mail: blanke@kirche-bremen.de

Dirk v. Jutrczenka Freiligrathstraße 70

Tel. 2 29 04 55 (Büro: 2 01 57-27)

E-Mail: dvjut@remberti.de

Helmut Langel Heymelstraße 35

Tel. 23 19 91 (Büro: 201 57-16)

E-Mail: h.langel@remberti.de

Sprechzeiten der Pastoren:

jederzeit nach telefonischer Vereinbarung

St. Remberti-Gemeinde • Friedhofstraße 10 • 28213 Bremen

Pressesendung, Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt 7856

www.remberti.de

KONTAKTE

Gemeindebüro

Diakonie

Helmut Holtmann, Ursel Büßenschütt, Seniorin: Cornelia Eitmann

Christina Rogge

Tel.: 212392

Tel.: 2 01 57-0 Fax: 2 23 82 87

E-Mail: c.eitmann@gmx.net

E-Mail: buero@remberti.de

Gemeindepfleger: Dr. Manfred Kölsch

Öffnungszeiten:

Tel.: 21 54 53

mo. - fr. 09:00 - 12:00 Uhr

E-Mail: geerskoelsch@web.de

mi. 10:00 - 12:00 Uhr

mo. auch

di. auch

14:00 - 17:00 Uhr

15:00 - 18:30 Uhr

Kindergarten

Leiterin: Birgit Kothe Tel.: 21 96 98

E-Mail: St.-Remberti@kiki-Bremen.de

Bankverbindungen

Gemeinde: Kt.Nr. 281 038 400

Bremer Bank (290 800 10)

Diakonie: Kt.Nr. 1 036 771

Sparkasse Bremen (290 501 01)

Freizeitheim Hohenfelde

Leiterin: Denise Pigeon

Strandstraße 22, 24257 Hohenfelde/Ostsee

Tel.: 04385/367

E-Mail: hohenfelde@remberti.de

Jugendbüro

Helmut Holtmann

Tel.: 0171/6 39 44 76

E-Mail: h.holtmann@remberti.de

Arbeit mit älteren Menschen

Bettina Schürg Tel.: 2 01 57-21

E-Mail: b.schuerg@remberti.de

Vermittlung von Besuchsdiensten,

soziale Beratung

Kirchenmusik

Kantor: Rolf Quandt

Kirchenmusikbüro Tel.: 2 51 17 72

E-Mail: christianequandt@web.de

Stiftung St. Remberti-Gemeindepflege

Kontakt durch Gemeindebüro

Förderkreis Kirchenmusik: Kt.Nr. 600 14 57

Sparkasse Bremen (290 501 01)

Stiftung: Kt.Nr. 73 717

Bankhaus Plump (290 304 00)

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