Berliner Geschichten - Lehmstedt Verlag Leipzig

lehmstedt.de

Berliner Geschichten - Lehmstedt Verlag Leipzig

Lehmstedt Verlag

Herbst 2011


© Gundula Schulze Eldowy

Das Frühwerk einer Ausnahmefotografin

Gundula Schulze eldowy

Gundula Schulze Eldowy

(geb. 1954), lebt seit 1972

in Berlin. Studium der

Fotografie an der Hochschule

für Grafik und

Buchkunst in Leipzig, seit

1984 als freie Fotografin

tätig, seit 1990 zahlreiche

Ausstellungen in der ganzen

Welt, lebt zur Zeit in

Berlin und Peru

Der Band zeigt erst mals

im Zusammenhang die

Zyklen: »Berlin in einer

Hundenacht«, »Der Wind

füllt sich mit Wasser«,

»Aktporträt«, »Arbeit«,

»Straßenbild« und »Tamerlan«.

Berlin in einer hundenacht

Berlin on a dog’s night

lehmstedt

Vierzehn Jahre lang, von 1977 bis 1990, durchstreifte

Gundula Schulze Eldowy das alte

Ostberlin, fixierte mit ihrer Kamera die Narben,

die der Krieg in der Stadt und ihren Bewohnern

hinterlassen hatte, und hielt in ihren Bildern die

letzten Spuren des im Untergang begriffenen

alten Berliner Milieus fest. Ihre Bild-Zyklen lassen

niemanden gleichgültig. Sie begeistern oder

sie verstören. Die Künstlerin bewegte sich in einem

Milieu, dessen Existenz gern verleugnet

wurde, und wandte den Blick nicht ab, wenn sie

Armut, Elend, Verzweiflung und Einsamkeit begegnete.

Doch ihre Tabubrüche waren nie

Selbstzweck, sondern dienten der Annäherung

an menschliche Tragödien. Ihre erregenden Bilder

gingen in den letzten 20 Jahren um die ganze

Welt, nun erscheinen sie erstmals gesammelt

in einem opulenten Bildband.

Gundula Schulze Eldowy:

Berlin in einer Hundenacht

Berlin on a Dog’s Night

Fotografien / Photographs

1977–1990

Ausgabe in deutscher

und englischer Sprache

248 Seiten mit 160 ganz- und doppelseitigen

Duotone-Abbildungen

24 x 27 cm, Festeinband, Schutzumschlag,

Fadenheftung

ISBN 978-3-942473-15-6

29,90 Euro (D), 30,90 Euro (A), 52,90 sFr

Erscheint September 2011

»Das ist das große Geheimnis

dieser Fotografin, daß sie es

immer wieder schafft, diese

Vertraulichkeit zu schaffen.

Niemals werden die Menschen

von ihr belauscht, heimlich

beobachtet oder zum Objekt

einer interessanten Bildkomposition

degradiert. So fotografiert

nur jemand, der unter

denen lebt, die er fotografiert,

der wirklich einer von ihnen

ist. Nun kehrt diese staunenswert

lebendige Fotokunst an

den Tatort zurück.« (Frankfurter

Allgemeine Zeitung)


© Gundula Schulze Eldowy

Berliner Milieu – Erlebnisse einer Fotografin

»Ich sehe und ich lese und ich

höre Dein Poem. Du schaust

Dir Dein Deutschland an.

Deine Schwestern, Deine

Zwer ge, ein Gedicht. Ich sehe

Dich in der Mitte of this all

encompassing brutality and

murderous conditions. Du

bist ein talentiertes Tier,

fähig die Türen zu öffnen,

und dann auf der Heimreise

findest Du diese Souvenirs

in der Tasche. The Beast in

you is Germany.« (Aus einem

Brief des amerikanischen

Fotografen Robert Frank an

Gundula Schulze Eldowy,

6. August 1994)

Gundula Schulze eldowy

Am fortgewehten Ort

Berliner Geschichten

lehmstedt

Die inzwischen weltbekannten Fotografien

von Gundula Schulze Eldowy konnten nur

entstehen, weil die Fotografin mehrere Jahre

Tür an Tür mit den Porträtierten lebte, ihnen

nächtelang zuhörte und sich in ihre Welt hineinversetzte.

In ihren Geschichten erzählt sie

davon, wie sie in den siebziger Jahren als junge

Frau nach Berlin kam und Bekanntschaft mit

einem Milieu schloß, das immer noch an die

Stadt von Döblins »Berlin Alexanderplatz« erinnerte.

Man lernt durch ihre Texte Figuren ihrer

später viel bewunderten Bilder – »Ulla und

Horst« etwa oder »Lothar« – näher kennen, erfährt

manches über ihr eigenes Herkommen

und bekommt Eindrücke von der eigentümlichen

Synthese, die das Leben der Ostberliner

Bohème in den verfallenden Hinterhäusern mit

dem der Urbewohner einging.

Gundula Schulze Eldowy:

Am fortgewehten Ort

Berliner Geschichten

248 Seiten mit 50 Fotografien

12,5 x 20,3 cm, Festeinband,

Schutzumschlag, Fadenheftung

ISBN 978-3-942473-11-8

24,90 Euro (D), 25,90 Euro (A),

43,90 sFr

Erscheint September 2011

»Gundula Schulze Eldowy

hat eine Doppelbegabung:

Sie kann auch schreiben –

dichte, treffsichere, emotionale

Texte.« (Süddeutsche

Zeitung)

»Gundula Schulze hat nicht

nur Menschen fotografiert,

sie hat sich Zeit genommen

und ihren Geschichten zugehört.

Sie ist Teil ihres Lebens

geworden und umgekehrt.

Wer so arbeitet, zeigt keine

heimlichen Blicke, macht

keine unbemerkten Schnappschüsse.

Die Menschen

fühlen sich wohl vor der Kamera,

und das ist die Kunst

der Fotografin.« (Berliner

Zeitung)


© Efraim Habermann

Fotografische Poesie eines Grandseigneurs

EFraim HabE rmann

bErlinE r StillE b E n

Efraim Habermann (geb.

1933 in Berlin), floh als

Sechsjähriger mit seinen

Eltern nach Palästina. 1957

kehrte er nach Berlin zurück,

arbeitete als technischer

Zeichner und ab

Mitte der 1960er Jahre

auch als freiberuflicher

Fotograf.

Ausstellung

9. Oktober bis 30. November 2011

Kommunale Galerie Berlin

www.kommunalegalerie-berlin.de

Lehmstedt

Efraim Habermann, der mit seiner Familie

dem nationalsozialistischen Terror nur

knapp entkam, hat sich Berlin in den Jahren

nach seiner Rückkehr mit der Kamera »zurückerobert«.

Dabei war sein Blick auf die Stadt und

ihre Menschen weder von Ressentiments noch

von Sentimentalität geprägt. Ihn interessierte

nicht das dokumentarische Abbild, sondern die

ästhetische Komposition im Zusammenspiel

von Stadt und Mensch. So entstanden Fotografien

von großer formaler Strenge, Zurückhaltung

und Stille. In seiner Arbeit gibt es keinen

Zufall, alles ist arrangiert, zusammengehalten

von einer durchdringenden Poesie. Kurz vor

seinem 80. Geburtstag zieht ein Grandseigneur

der Berliner Fotografie mit diesem Buch die Bilanz

seines Schaffens.

Efraim Habermann:

Berliner Stilleben

Fotografien 1975–2000

Herausgegeben von Manfred

Carpentier und Mathias Bertram

136 Seiten mit 66 ganzseitigen

Duotone-Abbildungen

24 x 21 cm, Festeinband,

Schutzumschlag, Fadenheftung

ISBN 978-3-942473-13-2

24,90 Euro (D), 25,90 Euro (A),

43,90 sFr

Erscheint September 2011


Menschen und Straßen im alten Ostberlin

Gerd Danigel:

Schöner unsere Paläste!

Berlin-Fotografien 1978–1998

Mit einem Vorwort

von Marika Bent

(Bilder und Zeiten. Hrsg. von

Mathias Bertram. Band 13)

160 Seiten, 143 ganzseitige

Duotone-Abbildungen

24 x 27 cm, Festeinband,

Fadenheftung

ISBN 978-3-942473-08-8

24,90 Euro (D), 25,90 Euro (A),

43,90 sFr

Lieferbar

»Dieses Buch darf man nicht

aufhören zu loben. Stets

ist es der präzise Blick, der

sich so wohltuend von vielen

zeitgenössischen Fotografien

abhebt. Ein Blick, der nach

Wahrheit sucht, der voller

Zuneigung ist, für die Menschen

im Fokus.«

(Hessischer Rundfunk)

»Seine Fotos sind keine

Schnappschüsse, sondern

Kunstwerke, die den

Vergleich mit namhaften

Kollegen des Ostdeutschen

Fotorealismus nicht scheuen

müssen. Danigel reiht sich

unter die besten Straßenfotografen

der Welt ein.« (taz)

Die erste umfangreiche Auswahl aus dem

Werk von Gerd Danigel lädt ein zur Entdeckung

eines Fotografen, der seit dem Ende

der siebziger Jahre nahezu im Verborgenen Bilder

geschaffen hat, die den Vergleich mit den

namhaften Vertretern des Ostdeutschen Fotorealismus

nicht zu scheuen brauchen. Auf den

Straßen und Plätzen, in Kneipen und Geschäften,

an Bahnhöfen und vor Fabriken beobachtete

Danigel die Menschen seiner Heimatstadt

Berlin und des untergehenden Landes DDR.

Seine Bilder sind von tiefer Zuneigung und viel

Humor geprägt, zeigen nach 1989 aber auch

Spuren von Resigna tion. Bernd Heyden, der zu

der Zeit zu fotografieren aufhörte, als Gerd

Danigel die Kamera in die Hand nahm, hat in

ihm einen würdigen Nachfolger gefunden.

Gerd Danigel (geb. 1959),

ab 1978 als Fotograf in

Berlin unterwegs, 1985–

1990 Fotograf im »Institut

für Kulturbauten der

DDR«, seitdem freischaffend

tätig als Dokumentarist,

Werbe- und Architekturfotograf

Eine Bildchronik des Alltags in der DDR

Gerhard Weber (geb. 1940),

1967–1971 Fernstudium der

Fotografie an der Hochschule

für Grafik und

Buchkunst Leipzig, 1970

bis 1986 Bildreporter der

»Leipziger Volkszeitung«,

seit 1986 freiberuflicher

Fotograf, Mitglied des

Deutschen Verbands für

Fotografie, lebt und arbeitet

als Fotografiker

(AFIAP), Bildjournalist

und Publizist in Grimma

Sonderausgabe

Nur 18 Euro!

Zwischen Leipzig und Dresden, wo sich die

Zuflüsse der Mulde vereinigen, liegt der

Muldentalkreis. Gerhard Weber, der hier seit

langem zu Hause ist, hat das ländliche und

kleinstädtische Leben dieser Region vier Jahrzehnte

lang mit der Kamera begleitet. Immer

wieder aufs Neue ging er zu den Bauern und

Feldarbeiterinnen, beobachtete die Arbeiter in

den kleinen Industrie- und Handwerksbetrieben,

fotografierte die Menschen in ihren Wohnungen

und auf der Straße und hielt alle Facetten

des Alltags in dem 100-Seelen-Dorf Erlln

fest. Er dokumentierte die Friedliche Revolution,

die sich zum Teil dramatisch verändernden

Lebensverhältnisse und schließlich 2002

das Jahrhunderthochwasser. Webers sorgsam

komponierte Bilder dringen tief in das Wesen

der Verhältnisse und zeichnen sich durch Wärme

und Nähe zu den Porträtierten aus.

Gerhard Weber:

Im Land der Mulde

Fotografien 1968–2008

(Bilder und Zeiten.

Hrsg. von Mathias Bertram.

Band 7)

184 Seiten, 162 ganzseitige

Abbildungen

24 x 27 cm, Festeinband,

Fadenheftung

ISBN 978-3-937146-74-4

18,00 Euro (D), 19,00 Euro (A),

32,00 sFr

Lieferbar

Open-Air-Ausstellung

»Gerhard Weber:

LebensZeiten. Fotografien

1991–2011«, Denkmalschmiede

Hoefgen,

Kloster Nimbschen,

Stadt Grimma, 18. Juni

bis 28. August 2011

»Gerhard Weber glaubt

auch im Zeitalter von Gentechnologie

und Identitätsverlust

mit der Zähigkeit

eines Idealisten an den

authentischen Kern des

Men schen. Den aufzuspüren

hinter Kleiderordnung,

Maske und Inszenierung

hat er sich zur Aufgabe

gemacht. Das macht ihn

sympathisch und verleiht

seinen Bildern eine kraftvolle

Aura, die aus dem

Wechselspiel von Nähe und

Distanz belebt wird.« (Leipziger

Volkszeitung)


Zu Gast in den ältesten Kneipen von Berlin

Clemens Füsers,

Gudrun Olthoff:

Berliner

Jahrhundertkneipen

Lokale mit Geschichte

und Geschichten

144 Seiten mit 85 ganzseitigen

Farbabbildungen

26 x 18 cm, Festeinband,

Schutz umschlag, Fadenheftung

ISBN 978-3-942473-16-3

24,90 Euro (D), 25,90 Euro (A),

43,90 sFr

Erscheint Oktober 2011

Berlin war einst die Stadt mit der weltweit

höchsten Kneipendichte. Nur am Tresen, im

Dunst aus Bier und Tabak, konnte sich das unverwechselbare

Berliner Wesen mit »Herz und

Schnauze« entwickeln. Viele Lokale mit nachgedunkelten

Holzvertäfelungen und deckenhohen

Rückbüffets aus der Kaiserzeit sind verschwunden,

doch ein paar von ihnen gibt es noch. Clemens

Füsers und Gudrun Olthoff haben sich

auf Spurensuche begeben und sechzehn Kneipen

gefunden, die eine imposante Geschichte

voller Kuriositäten aufweisen. Zu ihnen gehören

u.a.: Diener Tattersall, Wirtshaus Hoeck

(Charlottenburg); Gambrinus, Zur Letzten

Instanz (Mitte); Bornholmer Hütte, Metzer Eck

(Prenzlauer Berg), Max & Moritz (Kreuzberg),

Henne, Yorckschlösschen, Zur Kleinen Markthalle

(Kreuzberg), Leydicke (Schöneberg), Xantener

Eck (Wilmersdorf).

Clemens Füsers (geb. 1955),

Schriftsteller, Journalist,

Dramatiker und Regisseur

in Berlin

Gudrun Olthoff (geb. 1954),

Diplom-Designerin und

Fotografin, lebt und arbeitet

freischaffend in Berlin

und New York

Eine historische Einkaufsreise durch Berlin

Claire Laude (geb. 1975 in

Frankreich), Architektin

und Fotografin, 2008/09

Meisterschülerin bei Arno

Fischer

Sabine Zimmer, selbständige

Autorin und Filmemacherin

in Berlin

Auch in Zeiten globaler Ladenketten gibt es

sie noch, Geschäfte, die von einer Generation

zur anderen weiter vererbt werden. »Jahrhundertläden«

dokumentiert in eindrucksvollen

Fotografien und knappen essayistischen

Texten die alten Ladeneinrichtungen und die

oft in dritter oder vierter Generation wirkenden

Inhaberfamilien. Das Buch erzählt von

wechselvollen Familiengeschichten und alter,

oftmals vom Aussterben bedrohter Handwerkskunst.

Porträtiert werden u.a. Parfum Lehmann,

Korsett Engelke, Maßatelier Trojahn &

Sohn, C. Adolph Eisenwaren, Reitstiefel & Schuhe

Ebert, Konditorei & Café Buchwald, Fischräucherei

Altekrüger, Bäckerei Siebert, Lichtund

Sonnenschutz Castorf, Hüte Kleemann,

Hundesalon Exquisit, Der Zauberkönig, Kleiderklinik

Jokic, Weingroßhandlung Leydicke.

Sabine Zimmer,

Claire Laude:

Berliner

Jahrhundertläden

144 Seiten, 160 farbige

Abbildungen, Stadtplan

30 x 24 cm, Festeinband,

Schutzumschlag, Fadenheftung

ISBN 978-3-937146-97-3

19,90 Euro (D), 20,90 (A), 34,90 sFr

Lieferbar


Mit der Straßenbahn um die Innenstadt

Andreas Martin:

Der Leipziger

Promenadenring

Eine Rundfahrt

160 Seiten

mit 276 farbigen Abbildungen

24 x 27 cm, Festeinband,

Fadenheftung

ISBN 978-3-937146-85-0

19,90 Euro (D), 20,90 (A), 34,90 sFr

Erscheint Juni 2011

»Sorgfältige Typografie,

gutes Papier, Fadenheftung,

Lesebändchen sind

Standard. Der Lehmstedt-

Verlag ist klein, aber seine

Produkte sehen aus, als

kämen sie aus einer ebenso

großen wie altehrwürdigen

Herstellung.« (Neue Zürcher

Zeitung)

Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurden die

mittelalterliche Stadtmauer und der ihr vorgelagerte

Wassergraben, die Leipzig vor feindlichen

Überfällen schützen sollten, niedergelegt

bzw. aufgefüllt und durch einen Grüngürtel ersetzt,

den die Einwohner und ihre Gäste schon

bald als Ort des Spazierengehens entdeckten –

der Promenadenring entstand. Im Laufe des

19. Jahrhunderts entstand hier eine repräsentative

großbürgerliche Bebauung mit Wohn- und

Geschäftshäusern, Verwaltungsgebäuden (wie

dem Neuen Rathaus), Kirchen und Theatern,

Hotels und Restaurants. Das Buch von Andreas

Martin nimmt den Leser mit auf eine Entdekkungsreise

durch die Verkehrs- und die Baugeschichte

der interessantesten aller Leipziger

Straßen, üppig illustriert mit historischen Ansichtskarten.

Andreas Martin (geb.

1949), Fachlehrer für Mathematik

und Physik in

Leipzig, Verkehrshistoriker

und Ansichtskartensammler

Ein Rundflug über den Prenzlauer Berg

Maik Smolarczyk (geb.

1971), Musiker (Schlagzeuger

der Band »Freygang«)

und freiberuflicher Fotograf

in Berlin (www.aviapictures.com)

Wie kaum ein anderer Stadtbezirk Berlins

hat sich der Prenzlauer Berg im Laufe der

letzten Jahrzehnte verändert – vom größten

Mietskasernenviertel des Kaiserreichs über den

allmählichen Verfall zu DDR-Zeiten hin zu einem

der hippsten Wohn- und Lebensorte der Berliner

Republik. Die Luftbildfotografien – dank spezieller

Technik aus ungewöhnlich niedriger Höhe

aufgenommen – machen seine Struk turen sichtbar,

zeigen aber auch viele faszinierende Details,

die selbst intime Kenner des Bezirks verwundern

dürften. Der Band beschreibt einen imaginären

Rundflug, der am Prenzlauer Tor beginnt, über

den Kollwitzplatz und die Schönhauser Allee bis

zur Bornholmer Brücke reicht, dann in einem

weiten Bogen bis zum Velodrom und dem ehemaligen

Zentralvieh- und Schlachthof führt, um

schließlich über die Greifswalder Straße wieder

zum Prenzlauer Tor zurückzukehren.

Maik Smolarczyk:

Über den Dächern des

Prenzlauer Berg

Luftbildfotografien

ca. 96 Seiten, ca. 85 ganzseitige

Farbabbildungen

24 x 27 cm, Festeinband,

Fadenheftung

ISBN 978-3-942473-10-1

24,90 Euro (D), 25,90 Euro (A),

43,90 sFr

Erscheint August 2011


© Roger und Renate Rössing / Deutsche Fotothek Dresden

Auf dem Weg in einen neuen Staat

»Als wir gestern abend um

unsere Hausecke bogen,

wären wir ob der Helligkeit,

die uns entgegenstrahlte,

beinahe erschrocken: Unsere

gute alte Gaslaterne vor

der Haustür brannte wieder.

Neun Jahre sind es nun her,

seitdem eines Vormittags

zwei Männer der Stadtwerke

unserer Laterne Haube,

Glasscheiben und den Gasstrumpf

nahmen, weil es

der Luftschutz erforderte.

Vorbei ist diese furchtbare

Zeit, in der uns kein Lichtschein

den Weg zeigte, wenn

wir spät abends von der

Arbeit kamen.« (22. Januar

1949)

Mit der Gründung der beiden deutschen Staaten

wurde die Spaltung Deutschland 1949

vollendet. Wie wirkte sich diese Entwicklung auf

eine Stadt aus, die wie keine zweite durch ihre

Messen vom freien Verkehr der Waren und Menschen

lebte? Wie wurden die Weichen gestellt,

damit aus der »Reichsmessestadt« eine »sozialistische

Großstadt« werden konnte? Die Auswahl

von knapp 200 Artikeln aus der »Leipziger Volkszeitung«

des Jahres 1949 zeichnet den komplizierten

Prozeß in all seinen Facetten nach – vom

Alltag unter den Bedingungen der extremen

Mangelwirtschaft bis zur Stalinisierung des politischen

Lebens, von der Enttrümmerung und

dem Beginn des Wiederaufbaus bis hin zum

reichhaltigen Kulturleben zwischen Gewandhaus

und Zirkus Aeros. In einem Vorwort berichtet

Erich Loest über seine Erfahrungen als junger

Redakteur der »Leipziger Volkszeitung«.

Leipzig wird rot

Das Jahr 1949 in Zeitungs-

berichten und Fotografien

Herausgegeben

von Mark Lehmstedt

Mit einem Vorwort von Erich

Loest und 85 Fotografien von

Renate und Roger Rössing

298 Seiten mit 85 Fotografien

22 x 24 cm, Festeinband,

Fadenheftung

ISBN 978-3-942473-19-4

19,90 Euro (D), 20,90 Euro (A),

34,90 sFr

Erscheint Oktober 2011

»Deutsche Sportschule

öffnet ihre Pforten«, »Zukker

wird frei verkauft«,

»Millionenwerte nach dem

Westen verschoben«,

»Oberbürgermeister Dr.

Zeigner gestorben«, »Professoren

Herzfelde und

Bloch in Leipzig«, »Volksausschüsse

– Kampforgane

der Nationalen Front«,

»Neue Stromkontingente

für die Haushalte«, »Bertolt

Brecht in Leipzig«,

»Politischer Wirrkopf oder

Agent des Klassenfeindes?«,

»Franz Konwitschny

neuer Gewandhauskapellmeister«,

»Leipziger Bilder

für Generalissimus Stalin«,

»Ein neues Messehaus

entsteht«.


Ein Wörterbuch für alle Sachsen

Sächsisches

Volkswörterbuch

Herausgegeben

von Gunter Bergmann

Bearbeitet von Gunter Bergmann,

Ingrid Eichler, Dagmar Helm,

Isolde Neumann, Horst Weber,

Lothar Wezel, Hartmut Wittkowski,

Ingrid Wittkowski bei der

Sächsischen Akademie der

Wissenschaften zu Leipzig

440 Seiten,

16 Abbildungen und 20 Karten

16 x 24 cm, Festeinband,

Fadenheftung

ISBN 978-3-937146-81-2

24,90 Euro (D), 25,90 Euro (A),

43,90 sFr

Erscheint September 2011

swv. ‹kleben, haftenbleiben›,

auch ‹klumpen,

sich zusammenballen›

(von feuchtem Schnee,

nasser Erde), volksspr.; –

zusammenpappen: dar Sand

is su dreuge (trocken), ar

pappt ne zusamm’. – ‹etwas

kleben, mit Leim befestigen›,

auch an-, auf-, darauf-,

zu-, zusammenpappen,

volksspr.; dir warrn mer a

Pajchfloster (Pechpflaster)

uff’s Maul poppen.

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang haben

Wissenschaftler der Sächsischen Akademie

der Wissenschaften, unterstützt von mehr

als 1000 Sammlern im ganzen Land, den Wortschatz

der Sachsen zusammengetragen. Gunter

Bergmann hat auf der Grundlage dieses gewaltigen

Materials nun zum ersten Mal ein handliches,

für jeden Interessenten leicht verständliches

und bequem zu benutzendes Volkswörterbuch

der sächsischen Sprache erarbeitet.

Mehr als 5000 Stichwörter lassen die Vielfalt

und Farbigkeit der obersächsischen Mundarten

lebendig werden. Bedeutung und Herkunft aller

Wörter werden eingehend erklärt. Zahlreiche

Sprichwörter, Redensarten, Bauernregeln und

Verse aus dem Sprachgebrauch des einfachen

Volkes machen die Arbeit mit dem Wörterbuch

zu einem Lesevergnügen besonderer Art.

Gunter Bergmann (geb.

1935), Sprachwissenschaftler,

Dialektologe, 1961–1991

Leiter des »Wörterbuchs

der obersächsischen

Mundarten«, 1991–2000

Generalsekretär der Sächsischen

Akademie der Wissenschaften

Freuden und Leiden eines Hauslehrers

Johann Christian Müller

(1720–1772), geboren in

Stralsund, Theologiestudium

in Jena, Leipzig und

Greifswald, ab 1755 Pfarrer

an der Heilig-Geist-Kirche

in Stralsund

Im zweiten Teil seiner Autobiografie erinnert

sich Müller an die fast ein Jahrzehnt währende

Zeit als Hofmeister bei verschiedenen adligen

Familien in Schwedisch-Vorpommern. Erstmals

gewinnt der Leser einen Einblick in den

Alltag eines Hauslehrers, in die Schwierigkeiten

und Freuden im Umgang mit den Zöglingen,

den anderen Bediensteten und den Herrschaften.

Zugleich entwirft Müller ein faszinierendes

Bild von den Zuständen im ländlichen und

kleinstädtischen Leben Norddeutschlands im

18. Jahrhundert. Seine minutiösen Schilderungen

sind eine einzigartige Quelle zur Bildungsgeschichte

wie zur Geschichte der Religiosität

und der Volksfrömmigkeit, zur Geschichte der

Eß- und Trinkgewohnheiten wie zur Medizingeschichte,

kurzum: ein Kompendium des Alltagslebens

im Zeitalter der Aufklärung.

Johann Christian

Müller:

Meines Lebens

Vorfälle und Neben-

Umstände

2. Teil: Hofmeister in Pommern

(1746-1755)

Herausgegeben und kommentiert

von Katrin Löffler und

Nadine Sobirai

464 Seiten mit 35 Abbildungen

16 x 24 cm, Festeinband,

Fadenheftung, zwei Lesebändchen

ISBN 978-3-942473-04-0

29,90 Euro (D), 30,90 Euro (A),

52,90 sFr

Erscheint Oktober 2011

1. Teil: Kindheit und Studienjahre

(1720–1746)

siehe »Lieferbare Titel«

»Ein Leseglück, eine Kostbarkeit,

ein rares Dokument mit

herrlichen Blicken ins 18.

Jahrhundert.«

(Neues Deutschland)

»Kostbarste historische Konterbande

aus Deutschlands

großer Zeit und herrlichster

Lesestoff obendrein.«

(Die ZEIT)

»Eine mustergültige

Edition.«

(Süddeutsche Zeitung)


Triumph in der Oper, Tumult im Theater

Heinrich Wiegand:

Am schmalen Rande

eines wüsten Abgrunds

Gesammelte Publizistik

1924–1933

Herausgegeben von Klaus Pezold

400 Seiten

12,5 x 20,3 cm, Festeinband,

Schutzumschlag, Fadenheftung

ISBN 978-3-942473-12-5

24,90 Euro (D), 25,90 Euro (A),

43,90 sFr

Erscheint Januar 2012

In der Weimarer Republik war das Feuilleton

der sozialdemokratischen »Leipziger Volkszeitung«

eine weit über die Grenzen der Stadt

hinaus angesehene Institution. Ab 1924 bereicherte

Heinrich Wiegand das Blatt mit seinen

Berichten über das reiche Musikleben Leipzigs,

mit Kritiken zur modernen Literatur, Reportagen

aus dem Alltagsleben der »kleinen Leute«

und kritischen Analysen der Zeitgeschichte.

Sein besonderer Einsatz galt der Moderne in

Musik und Literatur. Eindringlich warb er für

Gustav Mahler und Richard Strauss, Igor Strawinsky

und Arnold Schönberg, für Franz Kafka,

Bertolt Brecht und Hermann Hesse. Der Band

bietet mit einer Auswahl von 140 Texten erstmals

einen Überblick über das publizistische

Werk eines großen, zu Unrecht vergessenen

Kritikers.

Heinrich Wiegand (1895

bis 1934), Journalist, ab

1925 Mitarbeiter und von

1928 bis 1933 Musikreferent

der »Leipziger Volkszeitung«,

1932–1933 Redakteur

der Monatsschrift

»Kulturwille« des LeipzigerArbeiterbildungs-Instituts,

März 1933 Exil in der

Schweiz, wo er Anfang

1934 nach kurzer schwerer

Krankheit verstirbt.

Das erste Buch über den Kultfilm

Oliver Ohmann (geb.

1969), Journalist, Studium

der Deutschen Literatur

und der Alten Geschichte,

arbeitet als Redakteur und

Chefreporter der Berliner

Tageszeitung »B.Z.«,

Autor mehrerer Bücher

zur Sport- und Berlin-

Geschichte

Die »Feuerzangenbowle« ist Kult. Seit Jahrzehnten

begeistert Heinz Rühmann als

»Pfeiffer mit drei f« sein Publikum. Um so erstaunlicher:

Die Entstehung der berühmtesten

deutschen Kino-Komödie aller Zeiten ist noch

nie erzählt worden. Der Film wurde 1943 in

Potsdam-Babelsberg gedreht, mitten im Zweiten

Weltkrieg, oft unterbrochen von Fliegeralarm.

Nazibehörden versuchten, ihn erst zu

verhindern, dann zu unterdrücken. Oliver

Ohmann hat Schauspieler, Komparsen und andere

Zeitzeugen gefunden, die sich an die Dreharbeiten

erinnern, dazu viele Dokumente, die

hier zum ersten Mal veröffentlicht werden. Die

Geschichte des Films beginnt mehr als zehn

Jahre vor der ersten Klappe im Potsdamer Tonfilm-Studio.

Auf einer Bahnfahrt von zwei jungen

Autoren, die eine Schnapsidee hatten …

Oliver Ohmann:

Heinz Rühmann und

»Die Feuerzangen-

bowle«

Die Geschichte

eines Filmklassikers

407 Seiten

mit 77 Abbildungen

12,5 x 21,5 cm, Festeinband,

Schutzumschlag, Fadenheftung

ISBN 978-3-937146-98-0

24,90 Euro (D), 25,90 (A), 43,90 sFr

Lieferbar

»Der Autor schrieb die Story

eines Film-Klassikers,

den jedes Kind kennt. Nach

der Lektüre weiß man, wie

wenig man tatsächlich über

die ‹Feuerzangenbowle›

wußte.« (BZ am Sonnntag)

»Oliver Ohmanns Spurensuche

zu einer der beliebtesten

deutschen Filmkomödien

besticht vor allem

durch die schier unglaubliche

Fülle des hier zusammengestellten

Materials.

Eine wahre Fundgrube für

alle Feuerzangenbowlen-

Fans. Ein Standardwerk.«

(WDR-Hörfunk, Scala)

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