Kurzumtrieb - Energieholz vom Acker - Biomassehöfe Stmk

nuke.biomasstradecentres.eu

Kurzumtrieb - Energieholz vom Acker - Biomassehöfe Stmk

Wahl der

Umtriebszeit

Die Umtriebszeit beschreibt die Anzahl

der Jahre, die zwischen den einzelnen

Erntevorgängen liegen.

Dieser Zeitraum kann vom Bewirtschafter

selbst bestimmt werden.

Die Wahl der Umtriebszeit richtet

sich nach der Nutzungsintensität,

dem Verwendungszweck des Rohstoffs

und den gegebenen Standortbedingungen.

Die Zeitspanne zwischen den einzelnen

Erntevorgängen liegt derzeit bei

2 bis 5 Jahren, wobei auch größere

Abstände denkbar und möglich sind.

Rechtliche

Grundlagen

Werden Kurzumtriebshölzer mit

einer maximalen Nutzungsdauer von

30 Jahren auf Acker­ oder Grünlandflächen

angebaut, behalten diese

den rechtlichen Status einer landwirtschaftlichen

Nutzfläche und werden

nicht zu Wald.

Innerhalb von 10 Jahren muss die

Anlage aber als solche bei der zuständigen

Bezirksbehörde gemeldet

werden. Die Anlage einer Kurzumtriebsfläche

führt jedoch nicht zum

Verlust von Förderansprüchen (z.B.

Einheitliche Betriebsprämie).

Spätestens nach 30 Jahren muss die

Kurzumtriebsfläche rekultiviert werden,

um auch weiterhin als solche zu

gelten – andernfalls wird die Fläche

zu Wald. Eine neuer liche Bepflanzung

mit Kurzumtriebshölzern nach einer

Bestandsauflösung ist möglich.

Kurzumtriebshölzer können benachbarte

landwirtschaftliche Flächen

durch Beschattung und Durchwurzelung

negativ beeinflussen, sodass

Mindestabstände einzuhalten sind.

Die gesetzlichen Mindestabstände

variieren von Bundesland zu Bundesland,

betragen aber in den meis ten

Fällen 5 Meter.

In der Steiermark schreibt das Gesetz

über den Schutz landwirtschaftlicher

Betriebsflächen einen Mindestabstand

von 4 Metern vor, sofern die

Kultur eine Höhe von 8 Metern nicht

überschreitet. Bei Überschreitung der

Grenze von 8 Metern ist eine behördliche

Genehmigung erforderlich und

der Mindestabstand auf 30 Meter zu

erhöhen.

Kurzumtriebsproduzent

Kurzumtrieb Mehrjähriger Umtrieb

Eigene

Vermarktung

Eigenbedarf

Heiz(kraft)werke,Hackschnitzelkleinanlagen

Hackschnitzel

Vermarktung durch:

Biomassehöfe, Energie Stmk.

Pelletsproduktion

Eigene

Contractinganlagen

Stammholz

Biokraftstoffe

der

zweiten

Generation

Kurzumtrieb: Was ist das?

Energieholz:

Was kann man damit machen?

Das langfristig zu erwartende Wachstum

bei Biomasseheizanlagen und

der steigende Energiebedarf garantieren

für künftige Absatzmöglichkeiten

bei Holz. Heimische Wälder

werden die steigende Holznachfrage

künftig nicht mehr alleine decken

können, weswegen das Energieholz

vom Acker und Grünland eine notwendige

Ergänzung darstellt.

Derzeit wird das Hackgut fast zur

Gänze für die Wärme­ und Stromproduktion

in Heiz(kraft)werken und Bio ­

massekleinfeuerungsanlagen verwen

det. In naher Zukunft könnten

auch große Mengen für die Biotreibstoffproduktion

nachgefragt werden.

Für die energetische Verwertung steht

die Biomasseleistung im Vordergrund,

weshalb kurze Umtriebszeiten

zwischen 2 und 5 Jahren mit höheren

Pflanzendichten gewählt werden. Die

stoffliche Verwertungsschiene (z.B.

Möbel­ und Papierproduktion) ist vor

allem in Italien weit verbreitet.

Die Umtriebszeit wird auf mindes ­

t ens 7 Jahre erhöht, da zur Verarbeitung

des Rohstoffs größere Stammdurch

messer erforderlich sind.

Papier­, Platten­,

Zellstoff­, Bau­

und Dämmstoffindustrie

Möbelbau

Stecklinge

Kurzumtriebsproduzent

www.biomasstradecentres.eu

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine