VAGmobil 1/2011

vag.de

VAGmobil 1/2011

Kundeninformation der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg

Fahrschule im neuen DT3-F der VAG macht Spaß

Ziel: Rundum informierte Fahrgäste

Ausbau des Angebots

Fahrgäste bedarfsgerecht oder

gar individuell zu informieren ist

eine ständige Herausforderung

für jedes Nahverkehrsunternehmen.

Neue Technologien bieten

künftig mehr Möglichkeiten. Die

VAG hat ein Gesamtkonzept erarbeitet,

von dem einzelne Bausteine

schon umgesetzt werden.

Die Qualität der Lautsprecherdurchsagen

in vielen U-Bahnhöfen wurde

dank moderner Übertragungstechnik

und neuer Außenanlagen in den

vergangenen Monaten wesentlich

verbessert. Teils werden bis 2012

noch U-Bahnhöfe mit schalldämmenden

Materialien nachgerüstet.

Eine Audioanlage erlaubt es der

zentralen Serviceleitstelle, neben direkt

eingesprochenen Informationen

– auch für einzelne Bahnhöfe –

bei Bedarf eine der über 250 gespeicherten

Durchsagen abzurufen.

Mitte des Jahres werden die Fallblatt

anzeiger entlang der U2 und

U3 durch TFT-Anzeiger ersetzt, über

die auch aktuelle Informationen ge-

U3: Neuer Fahrplan

Ab 11. Dezember fährt die U3 bis

zum neuen Bahnhof Friedrich-

Ebert-Platz. Vorher muss der bislang

als Abstell- und Wendeanlage

genutzte Tunnel zwischen den

Bahnhöfen Maxfeld und Kaulbachplatz

in die Strecke eingebunden

werden. Deshalb ändert

sich ab dem 28. März der Fahrplan

der U3 geringfügig: Die Züge

können dann nicht mehr hinter

dem bisherigen Endbahnhof

Maxfeld wenden, sondern fahren

von dem Gleis, an dem sie auch

ankommen, wieder zur Gustav-

Adolf-Straße zurück. Die VAG bittet

deshalb ihre Fahrgäste, auf die

Anzeigen am Bahnsteig und an

den Zügen zu achten.

Der dichte Vier-Minuten-Takt an

den Samstagen wird bis zur Eröffnung

auf die unter der Woche

üblichen fünf Minuten verlängert,

da der Zug den Bahnhof

verlassen haben muss, ehe der

nächste einfahren kann. Die neuen

Abfahrtszeiten sind bereits

im Jahresfahrplan 2011 berücksichtigt.


Kundeninformation der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg

Die neuen Zugzielanzeiger auf den Linien U2 und U3 sollen in Zukunft auch aktuelle Informationen anzeigen.

schickt werden können. Für das

nächste Jahr ist geplant, die Monitore

in Bussen und Bahnen für die Anzeige

von Anschlüssen und Sonderinformationen

fit zu machen. Zudem

sollen aktuelle Störungsinformationen

bald auch auf der VAG-

Immer mehr Fahrgäste entdecken,

wie einfach es ist, schon zu

Hause das Ticket für Busse und

Bahnen zu kaufen: Seitdem der

VAG-OnlineShop im Jahr 2003

eröffnet wurde, ist sein Umsatz

kontinuierlich gestiegen und hat

sich mittlerweile verfünffacht.

25.000 aktive Kunden sind derzeit

registriert.

Ob Abonnements, MobiCards, Monatsmarken

für Schüler, Auszubildende

und Studenten, TagesTickets

oder Streifenkarten: Der OnlineShop

Homepage zu lesen sein und auf das

Handy geschickt werden können.

Derzeit wird geprüft, wie aktuelle

Fahrgastinformationen möglichst

bereichs- und liniengenau angeboten

werden können. Mit Blick auf

die Vielzahl der Beziehungen und

im Internet ist 24 Stunden geöffnet

und bietet auch detaillierte Fahrplaninformationen.

Warum also noch

für eine Fahrkarte Schlange stehen?

Wer Tickets online kauft, spart Zeit

und Wege – und hat seine Fahrkarten

in der Regel innerhalb von zwei

Werktagen im Briefkasten. Bezahlt

wird per Lastschrift oder Kreditkarte.

Eine zusätzliche attraktive Option:

Eine Erinnerung per Mail sorgt

später dafür, dass der Fahrgast das

Ablaufdatum seiner Zeitkarte nicht

vergisst.

Möglichkeiten eine Mammutaufgabe,

an deren Lösung die VAG aber

arbeitet. Bisher gibt es Grenzen bei

der Technik und den Kapazitäten,

wenn es etwa um die Durchsage der

alternativen Fahrmöglichkeiten bei

Störungen geht. ■

Immer mehr Kunden kaufen Tickets online

24 Stunden geöffnet

Immer mehr Kunden kaufen im VAG-OnlineShop, und das rund um die Uhr.

Dieter Kachelrieß

Ab einem Bestellwert von 15 Euro ist

der Versand kostenlos. Die Versandpauschale

von einem Euro spart sich

auch, wer beim TagesTicket Solo

oder Plus die Option PrintTicket

nutzt und sich seine Fahrkarte gleich

selbst ausdruckt. In einem Pilotprojekt

mit der Georg-Simon-Ohm-

Hochschule Nürnberg bietet die

VAG deren Studenten auch Semester-,

Monats- und Wochenmarken

für die Tarifzonen 100/200 als Print-

Ticket an. Kauf und weitere Infos

unter www.vag.de/onlineshop. ■

Selbst drucken

Im VAG-OnlineShop gibt es die

TagesTickets Solo und Plus als

PrintTickets: Mit Gültigkeitsdatum

und den Daten des Ticketnutzers

können sie nach der Bestellung

ausgedruckt werden.

Gültig sind PrintTickets nur mit

Reisepass, Personalausweis oder

Führerschein. Inzwischen ist jedes

zweite im VAG-OnlineShop

gekaufte Ticket ein PrintTicket. ■

Claus Felix

1

Topthema

Sicherheit und

Zu verlässigkeit im Fokus

2011

S. 4

Ein dichtes Netz von Bussen und

Bahnen verbessert die Lebensqualität

in einer Großstadt. Es

muss ständig in Schuss gehalten

werden. Alleine für den Unterhalt

der Gleisanlagen und der

Fahrzeuge gibt die VAG jedes

Jahr zweistellige Millionenbeträge

aus. Dies ist notwendig, um

einen sicheren und zuverlässigen

Betrieb zu gewährleisten.

Inhalt

Bericht

Der Winter

hinterlässt Spuren

Lob von Fahrgästen

Sparsam und

umweltschonend

Neue Linienbusse

Begeisterung pur für

die neuen U-Bahn-Züge

Fahrschule unterwegs

Der Pegnitzpfeil, der

alles kann

Neuerungen

Ausflug in die

Geschichte der Patrizier

Museum Tucherschloss

Nürnberg im Frühling:

Hier ist was los

Unsere Tipps

Stadtspaziergänge

durch Fürth

Entdeckerlust

Neue

Themenfahrten

Straßenbahndepot

Im Bus bitte beim

Fahrer einsteigen

Bewährte Regelung

Die VAG vor Ort

im Stadtteil

ÖPNV-Infos

Reportage

Unterhaltung

Freizeit

Service

1

2011

S. 2

S. 2

S. 3

S. 3

S. 6

S. 6

S. 7

S. 7

S. 8

S. 8


1

2011

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

Busse und Bahnen haben bei vielen

Bürgern einen festen Platz im

Alltag: Im vergangenen Jahr zeigten

sich 79 Prozent der Nürnberger

mit dem Nahverkehrsangebot

in ihrer Stadt zufrieden. Anfang

der 1990er-Jahre waren es nur um

die 50 Prozent. Diese Steigerung

zeigt uns, dass wir mit unserem

Angebot richtig liegen.

Viele Kunden schätzen die Vorteile

eines dichten Nahverkehrsnetzes

– nicht zuletzt mit Blick auf

den Geldbeutel. Wer täglich mit

uns fährt, kann in der Regel auch

den Zeitaufwand gut abschätzen.

Verzögerungen sind manchmal

unvermeidlich, aber an Anzahl

und Dauer überschaubar.

Kein Alkohol mehr

Das „Vorglühen“ soll in Zukunft

ausschließlich den Dieselmotoren

überlassen bleiben. Seit Januar

gilt in den Bussen und Bahnen

der VAG ein Alkoholverbot.

„Wir orientieren uns damit an

städtischen Satzungen, die den

Konsum von Alkohol in bestimmten

öffentlichen Anlagen

untersagen“, erklärt VAG-Betriebsleiter

Konrad Schmidt.

Denn: Viele Fahrgäste fühlten

sich in der Vergangenheit belästigt,

wenn in Bussen und Bahnen

ganze Gruppen lautstark die Flaschen

kreisen ließen.

Die VAG informiert seit einigen

Wochen intensiv über das Verbot.

„Die meisten der angesprochenen

Fahrgäste zeigen sich

einsichtig“, berichtet Helmut

Münzberg, Leiter der VAG-Servicedienste,

über erste Erfahrungen

seiner Kollegen. Bis sich das

Alkoholverbot herumgesprochen

hat, drückt die VAG bei

Kontrollen beide Augen zu.

Fahrgäste, die auf einer Feier, im

Restaurant oder auf dem Volksfest

Alkohol getrunken haben,

kommen selbstverständlich auch

weiterhin mit der VAG sicher

nach Hause – Voraussetzung ist

aber wie bisher, dass sie andere

Fahrgäste nicht belästigen. ■

Kundeninformation der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg

Nachrichten/Berichte/Meinungen Seite 2

Um den hohen Standard zu halten

und weiter zu verbessern, investieren

wir in den Unterhalt der Fahrzeuge,

Anlagen und Verkehrswege.

Eine gewaltige Aufgabe, die

nicht unterschätzt werden darf!

Darüber hinaus gilt es, mit der

technischen Entwicklung Schritt

zu halten und den Komfort für die

Fahrgäste zu steigern. So nehmen

wir Ende 2011 zwei Hybridbusse

in Betrieb. Unser Ziel ist es, noch

mehr Menschen für die umweltschonende

Mobilität mit Bussen

und Bahnen zu gewinnen. Wer

mit der VAG fährt, leistet einen

aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

Dafür bedanken wir uns.

Ihr VAG-Vorstand

Das Angebot stetig verbessern wollen die Vorstände der VAG Dr. Rainer

Müller, Josef Hasler, Herbert Dom browsky und Karl-Heinz Pöverlein.

Neun neue MAN-Busse mit besonders

sparsamen Motoren

sind seit Kurzem bei der VAG im

Linieneinsatz. Mit nur 6,9 Litern

Hubraum verbrauchen sie deutlich

weniger Dieselkraftstoff als

vergleichbare Busse mit stärkeren

Motoren.

„Für das flache Nürnberger Stadtgebiet

ist die Leistungsfähigkeit der

Motoren trotz kleinerem Hubraum

ausreichend“, ist Werkstattleiter Michael

Sievers überzeugt. Fahrgäste

Der Winter hinterlässt Spuren

Lob von Fahrgästen

Glatteis auf den Straßen und ungewöhnlich

viel Schnee in kurzer

Zeit – zu Beginn sorgte der

Winter mehrfach für schwierige

Verkehrsverhältnisse. Die VAG

konnte den Betrieb bis auf zwei

Ausnahmen – am 10. Dezember

2010 und am 6. Januar 2011

stets aufrechterhalten.

„Sicher und zuverlässig“, so oder

ähnlich äußerte sich die Mehrzahl

der Fahrgäste, die mit der VAG unterwegs

waren. Darüber freut sich

Wolfram Warzlberger, Abteilungsleiter

der Busgesellschaft der VAG,

und weist gleichzeitig auf die hohe

Belastung für die Mitarbeiter hin:

„Glatte Straßen fordern fahrerisches

Können und volle Konzentration.

Teilweise kam es zu verspäteten

Ablösungen, der Dispositionsaufwand

und auch der Reinigungsaufwand

waren erheblich höher.“

Bei Dauerschneefall fuhr eine Straßenbahn

die ganze Nacht, um Gleise

und Oberleitungen frei zu halten.

Auch die Mitarbeiter der Werkstätten

hatten alle Hände voll zu tun.

Die Schienenwerkstatt arbeitete

drei Wochen lang im Zwei-Schicht-

Sparsam und umweltschonend

Neue Linienbusse

Jürgen Hinterleithner

erkennen die neuen Busse sofort an

der hochgezogenen Verkleidung

hinten im Bus. Dahinter verbergen

sich der stehend angeordnete Motor

und die Kühlung. Rings um die

Verkleidung sind die Sitzplätze im

Halbrund angeordnet. Dass die

Kühlung weiter oben sitzt, hat praktische

Vorteile. Dadurch saugt sie

nicht mehr so viel Schmutz und

Staub an. „In heißen Sommern werden

wir sicher weniger Probleme

mit überhitzten Motoren haben“,

Betrieb und sogar samstags, um

Schäden an 20 Straßenbahnen zu

reparieren. Teils sammelte sich so

viel Schnee und Eis unter den Verkleidungen

der niederflurigen Fahrzeuge,

dass diese sich verzogen

oder sogar brachen. Außerplanmäßige

Reparaturen gab es auch an

sagt Michael Sievers. „Und beim

Einsteigen hören die Fahrgäste die

Laufgeräusche des Kühlers nicht.“

Die Motoren der neuen Busse erreichen

eine noch bessere Abgasqualität,

als die seit 2009 gültige Norm

Euro 5 vorschreibt. Ein weiterer Meilenstein

in Sachen Klimaschutz wird

Ende 2011 erreicht: Dann kommen

zwei Hybridbusse zum Einsatz. Diese

schonen die Umwelt mithilfe einer

Kombination aus Diesel- und

Elektroantrieb. ■

Die neue Anordnung der Sitze bietet den Fahrgästen viel Platz, Beinfreiheit und lädt zur Unterhaltung ein.

Dreck und Salz auf den Drehgestellen müssen abgeschliffen werden.

Peter Roggenthin

den Rädern. Thomas Luber, Leiter

der Werkstatt Schienenfahrzeuge,

erklärt: „Wenn es glatt ist, können

die Räder beim Bremsen blockieren.

Dann schleift sich das Rad an

einer Stelle einseitig ab. Das verursacht

unnötigen Lärm, den wir niemandem

zumuten wollen.“ ■

Fakten überzeugen

Seit 1989 untersucht Socialdata

im Auftrag der VAG die Mobilität

der Nürnberger. Die Ergebnisse

sind in der Reihe „Fakten und Daten“

nachzulesen. Band sieben

gibt es ab Anfang März als Broschüre

und als Download unter

www.vag.de/mobilitaet. ■

Tarifzone geändert

Gute Nachrichten für die ÖPNV-

Kunden im Landkreis Fürth: Seit

Dezember stehen ihnen neue

Verbindungen wie die neue Linie

154 von Zirndorf über Unterasbach,

Oberweihersbuch nach

Stein zur Verfügung. Neu ist

auch die Linie 114, die von Großhabersdorf

über Ammerndorf

nach Roßtal führt und dort Anschluss

an die S4 nach Ansbach

oder Nürnberg bietet. Teils parallel

verläuft die „alte“ Buslinie

113 von Nürnberg über Fürth,

Zirndorf, Großhabersdorf nach

Rügland-Unternbibert. Die neuen

Linien erfordern eine Anpassung

der Tarifzonen. Die Fahrgäste

werden gebeten, die Zonen

in ihrem Verbundpass oder

auf ihrer MobiCard ändern zu

lassen. Das geht in jedem Kundenbüro

der Verkehrsunternehmen

im VGN. ■

Claus Felix


Kundeninformation der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg

Seite 3 Reportage/Hintergrund

Begeisterung pur für die neuen U-Bahn-Züge

Fahrschule unterwegs

„Bitte nicht einsteigen, Fahrschule“:

Seit Januar mischen

sich neue U-Bahn-Züge in den

Betrieb auf der U1. Vor den

Fahrgästen machen sich die Fahrer

mit der neuesten Wagengeneration

der VAG vertraut. Und

sind begeistert.

U-Bahnhof Bauernfeindstraße.

Hans-Jürgen Siegel sitzt am Fahrerpult

eines neuen U-Bahn-Zuges. Mit

Blick auf das grüne Ampelsignal

verriegelt er die Türen per Knopfdruck

und kann anhand einer Zuggrafik

auf dem Bildschirm zu seiner

Linken noch einmal kontrollieren,

ob tatsächlich alle Türen geschlossen

sind. Er drückt den Fahrschaltergriff

langsam und ohne Kraftanstrengung

nach vorne: Der Wagen

beschleunigt ohne Rucken auf fast

80 Stundenkilometer. „Schon ein

gutes Feeling! Der DT3-F fährt sich

super“, schwärmt der Mitarbeiter

des Kunden- und Systemservice

(KUSS) der VAG. „Wir haben im

Fahrerstand auch mehr Platz und

eine bessere Übersicht als in den

konventionellen Zügen älterer Bauart.“

Wie sieben weitere Kolleginnen

und Kollegen sitzt Hans-Jürgen

Siegel heute zum ersten Mal am

Steuer eines DT3-F, eines Doppel-

Der Pegnitzpfeil, der alles kann

Neuerungen

Unverkennbar anders als die

bisherigen Automatikzüge sind

die DT3-F erst für den, der einsteigt:

Der freie Blick aufs Gleis

ist im neuesten Fahrzeug der

VAG in beide Richtungen von einem

Fahrerstand verstellt. Schade,

wird mancher Kunde denken.

Dafür werden die neuen

Monitore für die Fahrgastinformation

gleich positiv auffallen.

Der Fahrerstand, ähnlich dem in

Straßenbahnen, ist für das F im Typnamen

DT3-F verantwortlich und

kann später sogar ausgebaut werden.

Hintergrund: Die 14 Fahrzeu-

triebwagens der dritten Generation

mit Fahrerstand.

Fahrlehrerin Stefanie Kamenar fordert

einen anderen Schulungsteilnehmer

auf, eine Notbremse im

Fahrgastraum zu ziehen. Hans-Jürgen

Siegel sieht auf dem Bildschirm

sofort, um welche es sich handelt,

und kann über die Notsprechstelle

mit dem vermeintlichen Fahrgast

klären, warum er die Notbremse

gezogen hat. Währenddessen fährt

er den Zug zum nächsten U-Bahnhof

– wie es die Vorschriften vorsehen.

Denn dort ist es viel einfacher,

die Situation zu klären und falls nötig

zu helfen.

Seit 6.00 Uhr morgens ist die Gruppe

mit Fahrlehrerin Stefanie Kamenar

unterwegs. Sie erläutert die

Neuerungen am Fahrzeug und

schult die Fahrer im Störungsmanagement.

Dabei erfahren die

KUSS-Mitarbeiter, was sie beispielsweise

im Fall eines Tür- oder Steuerungsdefektes

zu tun haben oder

trainieren das Kuppeln und Entkuppeln

eines Langzuges aus zwei Doppeltriebwagen.

Da die KUSS-Mitarbeiter

bereits automatische Züge

kennen und fahren können, genügt

für sie ein Schulungstag. U-Bahn-

Fahrer, die bisher nur konventionel-

ge, Weiterentwicklungen des automatischen

DT3 (Doppeltriebwagen

der dritten Generation), sollen flexibel

je nach Bedarf sowohl auf den

automatisierten Linien U2 und U3

als auch mit Fahrer auf der U1 eingesetzt

werden. Bei der neuen Generation

muss der Fahrer in den

Bahnhöfen nicht mehr auf den

Bahnsteig hinaustreten, weil die

Technik überwacht, dass kein Fahrgast

eingeklemmt ist und dass alle

Türen ordnungsgemäß verriegelt

sind. Auf die ergonomische Gestaltung

des Fahrerarbeitsplatzes wurde

besonderer Wert gelegt. Mitar-

Gut sichtbare Monitore informieren in den neuen Zügen die Fahrgäste.

Peter Roggenthin

Fahrlehrerin Stefanie Kamenar mit KUSS-Mitarbeiter Hans-Jürgen Siegel im Fahrerstand des neuen DT3-F.

le Züge gefahren haben, lernen die

Fahrzeuge eine ganze Woche von

Grund auf kennen.

Optimierung im Betrieb

Wie üblich werden die neuen Fahrzeuge,

bevor sie erstmals mit Fahrgästen

unterwegs sind, auf Herz

und Nieren überprüft. Das passiert

nicht nur in der U-Bahn-Wagenwerkstatt

durch VAG- und Siemens-

beiter der Fahrschule, des Fahrdienstes

und der Arbeitssicherheit

waren frühzeitig in die Planungen

eingebunden.

Je zwei im Fahrgastraum eines Wagens

verteilte Doppelbildschirme

bieten den Fahrgästen Informationen

wie den Linienverlauf. Die Haltestellenanzeigen

innen und Zugzielanzeigen

außen sind bernsteinfarben

statt gelb-grün gehalten, um

für Personen, die in ihrer Sehfähigkeit

eingeschränkt sind, noch besser

lesbar zu sein.

Andere Besonderheiten fallen weniger

ins Auge: etwa die vier Zählsensoren

über jeder Tür, die der VAG

exakt Aufschluss über die Fahrgastzahlen

und -ströme über Tag, Monat

und Jahr sowie nach Bahnhof

und Streckenabschnitt geben. Dank

des Fahrgastzählsystems, das bei

vielen Straßenbahnen längst im Einsatz

ist, kann die VAG ein noch wirtschaftlicheres

und der Nachfrage

noch besser entsprechendes Taktangebot

entwickeln. Zudem hilft es,

die Einnahmen im Verkehrsverbund

Großraum Nürnberg (VGN) gerechter

aufzuteilen. ■

Mitarbeiter, sondern auch durch die

Gutachter vom TÜV Süd sowie gemischte

Teams bei Testfahrten auf

der Strecke. Erst wenn die Fahrzeuge

alle Abnahmen durchlaufen haben,

werden sie im Fahrgastbetrieb

eingesetzt. Und zwar sowohl auf

der U1 mit Fahrer als auch auf der

U2 und U3. Dort sind anfangs wieder

KUSS-Mitarbeiter mit an Bord,

um im Störungsfall schnell aktiv

werden zu können. Denn in der An-

Voraussichtlich Ende Juni dieses

Jahres werden alle neuen

U-Bahn-Züge in der U-Bahn-Wagenwerkstatt

der VAG eingetroffen

sein. Die Fahrzeuge

durchlaufen zahlreiche Tests

und Abnahmen, ehe sie mit

Fahrgästen unterwegs sind.

Nach ersten Tests beim Hersteller

Siemens in Wien folgen in Nürnberg

weitere Inbetriebnahme- und Sicherheitsprüfungen:

zunächst noch

im Stillstand, dann bei Fahrten im

U-Bahn-Betriebshof in Langwasser

und im dritten Schritt abends und

nachts im gesamten U-Bahn-Netz.

1

2011

fangsphase gibt es immer noch einige,

nicht sicherheitsrelevante Kinderkrankheiten,

die erst im Betrieb

auffällig werden.

Fünf der insgesamt 14 neuen Fahrzeuge

sind für die Streckenerweiterungen

der Linie U3 gedacht. Die

restlichen ersetzen Züge der ersten

Generation DT1, die dann nach und

nach ausgemustert werden. ■

@ Filmbeitrag zum Thema unter

www.vag.de/filme

Langer Weg zur Einsatzreife

Tests und Abnahmen

Bei den Prüfungen und Testfahrten

sind Gutachter des TÜV Süd eingebunden,

die im Auftrag der Technischen

Aufsichtsbehörde vor allem

auf die Betriebssicherheit der Fahrzeuge

achten. Die VAG blickt bei

ihrer Abnahme zudem auf die Fertigungsqualität

der Bahnen. Es vergehen

mehrere Wochen, bis jedes

Fahrzeug alle Prüfungen und Abnahmen

sowie die Inbetriebsetzung

durchlaufen hat. Bei den ersten

Fahrzeugen, die noch umfangreicheren

sogenannten Typprüfungen

unterzogen werden, dauert dieser

Prozess selbstverständlich länger. ■

Der Fahrerstand des DT3-F: ergonomisch vom Sitz bis zum Bedienpult.

Peter Roggenthin

Peter Roggenthin


1

2011

Ein dichtes Netz von Bussen und

Bahnen verbessert die Lebensqualität

in Nürnberg erheblich.

Es muss ständig in Schuss gehalten

werden. Alleine für den Unterhalt

der Gleisanlagen und der

Fahrzeuge gibt die VAG jedes

Jahr zweistellige Millionenbeträge

aus. Die Tatsache, dass die

Zuschüsse von Bund und Land

seit Jahren rückläufig sind, erschwert

diese wichtige Aufgabe

erheblich.

Dabei ist jeder Euro, der in den öffentlichen

Personennahverkehr

(ÖPNV) fließt, gut angelegt. „Immer

mehr Menschen fahren mit Bussen

und Bahnen“, sagt Josef Hasler,

stellvertretender Vorsitzender des

VAG-Vorstandes. Alleine in den vergangenen

zehn Jahren konnten laut

dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen

(VDV) die Nahverkehrsunternehmen

in Deutschland

rund zehn Prozent Fahrgäste dazugewinnen.

Auch der Kostendeckungsgrad

entwickelte sich positiv.

„Ein Beitrag der öffentlichen

Hand bleibt dennoch erforderlich“,

appelliert Hasler an die Politik. „Die

fehlenden Mittel können nicht

durch Fahrpreiserhöhungen oder

immer weitere Einsparmaßnahmen

bei den Verkehrsunternehmen auf-

Kundeninformation der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg

Topthema Seite 4

Sicherheit und Zuverlässigkeit im Fokus

Investitionen 2011

Schliff für Gleise

Der Spenozug ist auch dieses Jahr

wieder im Einsatz: Das 219 Tonnen

schwere Spezialfahrzeug aus

der Schweiz verleiht den U-Bahn-

Gleisen neuen Schliff und sorgt

damit für mehr Fahrkomfort und

eine längere Lebensdauer der

Schienen und Räder.

Pro Nacht kann der mit 24 Motoren

ausgestattete Spenozug rund

1.800 Meter Schiene schleifen und

so das ursprüngliche Profil wieder

herstellen. Zwischen dem 28. März

und dem 16. April 2011 ist er jede

Nacht – außer samstags – im

U-Bahn-Netz unterwegs. Da die

Wartungsarbeiten nicht in der Betriebsruhe

zwischen 1.00 und

4.00 Uhr zu schaffen sind, beginnen

sie bereits um 21.00 Uhr. Wo

ein Gleisabschnitt bearbeitet wird,

verkehrt die U-Bahn nur eingleisig.

Fahrgäste müssen deshalb

besonders darauf achten, auf welchem

Gleis ihre U-Bahn abfährt

und ob sie unterwegs umsteigen

müssen. Auch mit etwas längeren

Fahrzeiten müssen sie rechnen.

Lautsprecherdurchsagen und

VAG-Mitarbeiter vor Ort helfen

bei der Orientierung. ■

Auf den Millimeter genau muss die Krümmung der Schiene stimmen, die Werner Klein hier biegt.

gefangen werden. Das geht zu

Lasten der Bürger, gefährdet die

Sicherheit und macht den ÖPNV unattraktiv.

Der Ausbau des ÖPNV ist

dabei so wichtig wie der Unterhalt

der Fahrzeuge, Anlagen und Verkehrswege.“

Lange Lebensdauer

Alleine für den Unterhalt der Gleisanlagen

und Fahrwege gibt die

VAG in diesem Jahr rund vier Millionen

Euro aus. „Das ist absolut not-

Damit U-Bahnen und Straßenbahnen

pünktlich und sicher

ans Ziel kommen, arbeitet die

VAG ständig daran, ihr Gleisnetz

in einwandfreiem Zustand

zu halten. Größere Baumaßnahmen

finden meist in den Ferien

statt, um die Beeinträchtigung

von Fahrgästen, Autofahrern

und Anwohnern möglichst gering

zu halten. Folgende Baustellen

sind für das Jahr 2011

geplant:

● In der ersten Hälfte des Jahres

2011 erneuert die VAG voraussichtlich

zwei Mal jeweils rund 340 Meter

Schiene zwischen Plärrer und

Rothenburger Straße. Die U2 fährt

dann jeweils eine knappe Woche

zwischen St. Leonhard und Opernhaus

eingleisig auf dem der Baustelle

gegenüberliegenden Gleis, und

zwar ganztägig in einem Zehn-Minuten-Takt.

Die U3 wird in einen

Süd- und einen Nordast geteilt und

fährt ebenfalls alle zehn Minuten.

● Während der Sommerferien

(30. Juli bis 12. September) können

weder Straßenbahnen noch Busse

wendig, um einen sicheren und

zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten“,

erklärt Thomas Junker, Bereichsleiter

Fahrweg bei der VAG.

Neben den laufenden Instandhaltungs-

und Wartungsarbeiten baut

die VAG in diesem Jahr auch das

Straßenbahnnetz weiter aus.

Rund 350 Busse, 100 U-Bahnen

und 50 Straßenbahnen instand zu

halten bedeutet ebenfalls einen

immensen finanziellen Aufwand.

Damit die Fahrzeuge über ihre gesamte

Lebensdauer eingesetzt wer-

den Hauptbahnhof anfahren. Die

Straßenbahnlinien 8 und 9 enden

deshalb im Norden am Rathenauplatz.

Die Fahrgäste können auf die

U2 und U3 umsteigen. Die Südäste

der Linien 8 und 9 sowie die Linien

5 und 7 enden am Nordausgang

des Allersberger Tunnels und wechseln

dort die Linie. Die Buslinien 43

und 44 enden vor der Hauptpost,

die NightLiner N6, N7, N9 und N10

starten am Königstorgraben und in

der Gleißbühlstraße. Die Änderungen

im Busbereich gelten bereits ab

Montag, 4. Juli und dann bis Mitte

Oktober.

den können, müssen sie sorgfältig

gewartet werden. Schienenfahrzeuge

sind bis zu 40 Jahre lang im

Einsatz, Busse bis zu 15 Jahre. Rund

30 Millionen Euro pro Jahr investiert

die VAG in die Instandhaltung ihrer

Fahrzeuge. Steht die Anschaffung

neuer Bahnen an, muss die VAG

noch tiefer in die Tasche greifen.

Rund 90 Millionen Euro kosten zum

Beispiel die 14 neuen U-Bahnen, die

dieses Jahr in Betrieb gehen. Zuschüsse

gibt es dafür in Höhe von

25 Prozent. ■

Hier baut die VAG in diesem Jahr

Fahrplanänderungen

● Ebenfalls während der Sommerferien

ersetzt die Stadt den Aufzug

am Plärrer durch zwei neue Anlagen.

Für ein paar Wochen gibt es

deshalb am Plärrer keinen Aufzug.

Derzeit arbeitet die VAG ein Konzept

zur Fahrgastlenkung aus, da

insbesondere Fahrgäste mit Kinderwagen,

Rollator oder im Rollstuhl

dadurch stark eingeschränkt werden.

Nähere Informationen dazu in

der nächsten VAGmobil.

● Voraussichtlich Ende September

erneuert die VAG 168 Meter Gleis

und eine Weichenverbindung an

der Christuskirche. Während der

Bayernwanne

Sie warten auf ihren nächsten Einsatz – damit die Fahrgäste die Ersatzhaltestellen finden.

Claus Felix

„Endstation Tristanstraße“

heißt es seit Dezember vergangenen

Jahres bei der Straßenbahnlinie

7. Grund dafür ist

der Sanierungsbedarf der Unterführung

in Richtung Bayernstraße

aus dem Jahr 1938.

Da die Fluchtwege und einige

elektrische Anlagen der im

Volksmund „Bayernwanne“ genannten

Unterführung nicht

mehr den Vorschriften für den

Fahrgastverkehr entsprechen,

kann die VAG das Bauwerk

derzeit nur für Wendefahrten

nutzen. Fahrgäste in Richtung

Bayernstraße können vom

Hauptbahnhof kommend am

U-Bahnhof Frankenstraße in die

Buslinie 65 umsteigen.

Sollte im Nahverkehrsentwicklungsplan

empfohlen werden, die

Linie 7 in das künftige Siedlungsgebiet

Brunecker Straße zu verlängern,

wird die „Bayernwanne“

vielleicht gar nicht mehr genutzt.

Deshalb führt die VAG jetzt nur

absolut erforderliche Sanierungsmaßnahmen

– in erster Linie an

elektrischen Anlagen – durch.

Diese kosten rund 600.000 Euro,

aber nur so kann der Betrieb der

Linie 7 bis zur Tristanstraße die

nächsten Jahre aufrechterhalten

werden. ■

Claus Felix

dreiwöchigen Bauzeit fahren die Linien

6 und 8 bis Haltestelle Schweiggerstraße

und Heynestraße und

werden dort verknüpft. Zwischen

Schweiggerstraße und Landgrabenstraße

fahren Busse.

● Während der Herbstferien

(30. Oktober bis 5. November) erneuert

die VAG zwei U-Bahn-Weichen

zwischen Hauptbahnhof und

Opernhaus. Nähere Informationen

dazu in der September-Ausgabe der

VAGmobil.

Aktuelle Informationen zu Baustellen

sind jederzeit im Internet abrufbar:

www.vag.de. ■


Kundeninformation der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg

Seite 5 Topthema

Endspurt beim Bau der neuen U-Bahnhöfe

Eröffnung im Dezember

Nach viereinhalb Jahren Bauzeit

ist es zum Fahrplanwechsel im

Dezember 2011 so weit: Die U3

fährt zum Friedrich-Ebert-Platz.

Bis die Züge vollautomatisch die

beiden neuen Bahnhöfe Kaulbachplatz

und Friedrich-Ebert-

Platz ansteuern können, ist noch

einiges zu tun.

Im Rohbau sind die zwei Bahnhöfe

bereits seit Mitte 2010 fertig.

130.000 Kubikmeter Aushub wurden

entsorgt, so Projektleiter Rudolf

Friedrich vom städtischen U-Bahn-

Bauamt. Bis zu 80 Arbeiter waren

zeitweise damit beschäftigt, 35.000

U-Bahn-Aufgang Kaulbachplatz.

Claus Felix

Neue Straßenbahntrasse in den Süden

Pillenreuther Straße Vitrinenanzeiger

Die Straßenbahnverbindung

durch die nördliche Pillenreuther

Straße zum Hauptbahnhof

ist 2011 zweifellos das

größte Projekt der VAG. Seit

Ende Februar laufen dafür die

Arbeiten. Im Dezember 2011

wird die neue Strecke mit der

Haltestelle Celtisplatz zeitgleich

mit den U-Bahnhöfen Kaulbachplatz

und Friedrich-Ebert-Platz

eröffnet.

Die 950 Meter lange Straßenbahnverbindung

ermöglicht es der VAG,

ihr Straßenbahnnetz neu zu strukturieren.

Davon profitieren die

Fahrgäste, denen ab Dezember

zwei attraktive Linien zur Verfügung

stehen. Die Linie 5 fährt dann

Kubikmeter Beton und 5.000 Tonnen

Baustahl zu verarbeiten. Tausende

Meter Kabel wurden schon

verlegt, Fahrtreppen und Aufzüge

sind installiert, die Maler werden im

April das Farbkonzept umsetzen. Die

Zugzielanzeiger sollen im Mai angeschlossen

werden. Je nach Witterung

wird bis Mitte des Jahres die

Oberfläche im Umfeld der Bahnhöfe

wiederhergestellt.

Probefahrten ab April

Parallel dazu beginnt die VAG mit

Probefahrten und Schulungen.

Wenn die Stromschiene Ende März

unter Spannung gesetzt wird, kann

laut Michael Sharp, verantwortlich

für den U-Bahn-Betrieb der VAG, die

erste Fahrt stattfinden: eine sogenannte

Profilprüffahrt. Darauf folgen

zwei bis drei „Staubfahrten“,

um den Tunnel vom letzten Baustaub

zu befreien. Ab Mitte April finden

die ersten Testfahrten statt. Bereits

ab Mitte März werden die Fahrer vor

Ort mit den Besonderheiten des

neuen Streckenabschnitts vertraut

vom Tiergarten zur Worzeldorfer

Straße, die Linie 8 von Erlenstegen

bis Tristanstraße. Die VAG kann

durch die Bildung der sogenannten

Durchmesserlinien zwei Straßenbahnzüge

einsparen.

Während der gesamten Bauzeit bemüht

sich die VAG, die Beeinträchtigungen

für Anwohner und Individualverkehr

so gering wie möglich

zu halten. „Wir werden so rücksichtsvoll

wie möglich vorgehen“,

versichert Projektleiter Florian Gräf.

Doch ganz ohne Auswirkungen

bleibt die Baumaßnahme nicht. Bis

etwa Mitte August wird die Pillenreuther

Straße für den Individualverkehr

nur stadtauswärts befahrbar

sein. Stadteinwärts wird der

gemacht. Nach und nach folgt die

Einweisung der KUSS-Mitarbeiter,

Rangierer, Verkehrsmeister und der

Leitstellenmitarbeiter. Denn vor

dem ersten Fahrgastverkehr muss

die VAG einen erfolgreichen dreimonatigen

Probebetrieb absolvieren.

Die Anwohner können sich ab Mitte

Dezember über zwei moderne

Verkehr ab der Wölckernstraße

umgeleitet.

Keine Behinderungen gibt es vorerst

am Bahnhofsplatz. Erst in den

Sommerferien wird er komplett für

alle Linien gesperrt. Die Busse halten

dann an Ersatzhaltestellen in

der Nähe, die Straßenbahnen am

Nordportal des Allersberger Tunnels.

Richtung Rathenauplatz steht

die U-Bahn zur Verfügung.

Der neue Streckenabschnitt samt

der behindertenfreundlichen Haltestelle

Celtisplatz sowie neu gestaltetem

Straßenraum kostet 9,3 Millionen

Euro, von denen die Stadt

Nürnberg rund 1,1 Millionen Euro

übernimmt. Weitere Informationen

unter www.vag.de/pillenreuther. ■

Projektleiter Florian Gräf zeigt den Bauplan für die Straßenbahntrasse durch die Pillenreuther Straße.

Mitarbeiter der VAG montierten bereits im vergangenen Jahr die Stromschiene. Insgesamt 2.000 Meter.

Claus Felix

Bahnhöfe und ein schnelles und zuverlässiges

Verkehrsmittel freuen.

Selbstverständlich sind beide Bahnhöfe

über Fahrtreppen und Aufzüge

auch für mobilitätseingeschränkte

Personen gut zugänglich. Sehbehinderte

können auf den Treppengeländern

erstmals in Blindenschrift

lesen, wohin der Aufgang führt.

Die neuen Vitrinenanzeiger kommen

gut an. Fahrgäste loben vor

allem die Lesbarkeit und die Anbringung

auf Augenhöhe. Die

VAG testet die Anzeiger derzeit

gemeinsam mit der infra fürth

verkehr gmbh an den Haltestellen

Heilig-Geist-Spital in Nürnberg

und Kulturforum in Fürth.

Wer am Heilig-Geist-Spital nach den

Abfahrtszeiten der Buslinien 46 und

47 schaut, findet in der Vitrine zusätzlich

zum gedruckten Fahrplan

eine elektronische Anzeige. Genau

wie die großen Anzeiger der dynamischen

Fahrgastinformation an

stark frequentierten Haltestellen geben

die Vitrinenanzeiger einen Überblick,

wann die nächsten Busse ab-

1

2011

Viel Zeit, um durchzuatmen, wird

Rudolf Friedrich und seiner Bautruppe

nicht bleiben. Bereits im Herbst

2011 sollen die Rohbauarbeiten für

den nächsten Bauabschnitt in Richtung

Klinikum Nord und Nordwestring

beginnen. Voraussichtlich im

Jahr 2015 geht diese Strecke dann

in Betrieb. ■

Information auf Augenhöhe

fahren. Auch allgemeine Störungsmeldungen

können von der Leitstelle

auf die Displays übertragen werden.

Für sehbehinderte Fahrgäste

gibt es eine Vorlesefunktion.

„Die kleinen Vitrinenanzeiger eignen

sich vor allem für Haltestellen, an

denen kein Platz für einen großen

Haltemast ist“, sagt Projektleiter Georg

Schwandner von der VAG. Davon

abgesehen kosten sie nur ein

Drittel bzw. ein Viertel eines großen

Anzeigers, von denen derzeit in

Nürnberg 85, in Fürth 19 und in Erlangen

sechs Stück im Einsatz sind.

Sobald belegt ist, dass die Vitrinenanzeiger

auch bei Temperaturunterschieden

stabil arbeiten, werden

weitere installiert. ■

Immer aktuell: der neue Vitrinenanzeiger am Heilig-Geist-Spital.

Claus Felix

Claus Felix


1

2011

Wie lebten die Patrizierfamilien

in der Renaissance? Wie kam die

Familie Tucher zu ihrem Reichtum?

Mit Erlebnisführungen und

Theaterstücken lässt das Museum

Tucherschloss die Epoche der

großen Patrizierfamilien noch

einmal aufleben.

Über Jahrhunderte hinweg prägte

die Familie Tucher die Geschichte

der Stadt, und das lange bevor 1855

die Tucher-Brauerei entstand. Ihre

wirtschaftliche Blütezeit hatten die

Tucher im 16. Jahrhundert, als sie

geschäftliche Verbindungen in ganz

Europa unterhielten und vor allem

mit Gewürzen, aber auch mit Südfrüchten

und Pelzen handelten.

Wie sie gelebt, gearbeitet und gefeiert

haben, vermittelt die neue Erlebnisführung

„Zu Gast bei den Pfeffersäcken“.

Pfeffersäcke wurden im

Mittelalter die Kaufleute genannt,

die mit Gewürzen handelten. Nach

der Führung dürfen die Besucher als

Erinnerung ein Gewürzsäckchen

ganz im Stil des 16. Jahrhunderts gestalten.

Lebendig werden die Patrizier

für Besucher in dem Stück „Feine

Der Männerchor der Städtischen

Werke feiert dieses Jahr 90. Geburtstag

und gibt deshalb ein

großes Jubiläumskonzert.

Gegründet wurde der Chor 1921

von 14 Sängern unter dem Namen

„Gesangsverein der Straßenbahn-

Fahrbeamten“. Heute sind es 35

Sänger sowie 600 passive Mitglieder.

Neben zahlreichen Auftritten

bei Werkkonzerten, Geburtstagen

und Jubiläen nimmt der Chor regelmäßig

an Bundessängerfesten teil.

Höhepunkte waren Konzertreisen

nach Prag, Moskau, Leningrad und

Texas sowie ein Konzert auf dem

Gipfel der Zugspitze.

Das große Jubiläumskonzert findet

am Samstag, 26. März ab 15.00

Uhr im Uhrenhaus der N-ERGIE,

Sandreuthstraße 21 statt (Buslinie

68). Neben Chor und Quartett werden

auch befreundete Männerchöre

aus Frankfurt, Würzburg, München

und Oestheim mitwirken.

Karten zum Preis von zehn Euro

sind bei dem Chorleiter Winfried

Saam (09 11/2 83-46 69) oder unter

www.schriftfuehrer@maennerchornuernberg.de

erhältlich.

Verstärkung gesucht

Neue Sänger sind dem Chor herzlich

willkommen, auch wenn sie

keine Mitarbeiter der Städtischen

Werke sind. Die Proben finden jeden

Dienstag von 18.00 bis 19.30

Uhr statt. Weitere Infos unter www.

maennerchor-nuernberg.de oder

direkt beim Chorleiter Winfried

Saam. ■

Heimspiel für die Weltmeisterinnen:

2011 findet die FIFA Frauen-

Fußball-Weltmeisterschaft in

Deutschland statt.

Vom 26. Juni bis 17. Juli können sich

die deutschen Fans auf tolle Erlebnisse

ohne lange Anfahrtswege freuen.

Apropos Anfahrt: Die FIFA zeigt Umweltbewusstsein

– sie hat mit dem

Verband Deutscher Verkehrsunternehmen

(VDV) eine KombiTicket-

Vereinbarung getroffen. Das heißt,

WM-Besucher können am Spieltag

mit ihren Eintrittskarten den ganzen

Tag lang den öffentlichen Nahverkehr

nutzen und das Auto stehen

lassen. Ein Fahrschein muss nicht

extra gekauft werden. Dies gilt in

Kundeninformation der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg

Unterhaltung/Dialog/Freizeit Seite 6

Ausflug in die Geschichte der Patrizier

Museum Tucherschloss

Gesellschaft – Skandalgeschichten

aus Nürnbergs Goldener Zeit“. In

dem Wander theater durch das

Tucherschloss sorgen Katharina

Tucher, ihre Nachbarin Sabine Hirsvogel

und die Magd Walburga mit

ihrem Klatsch und Tratsch für so

manchen Lacher. Und hinter dem

90 Jahre Männerchor

Jubiläumskonzert

Der Männerchor der Städtischen Werke feiert sein 90-jähriges Bestehen.

Ist die feine Gesellschaft der Nürnberger Patrizier wirklich so fein? Ab März erfährt man es im Tucherschloss.

Claus Felix

Rücken der Hausherrin versorgt die

Magd das Publikum mit kulinarischen

Leckereien.

„Zu Gast bei den Pfeffersäcken“ wird

am 13. März, 10. April, 15. Mai und

5. Juni um 11.00 Uhr angeboten. Zur

„Feinen Gesellschaft“ lädt das Museum

von März bis Mai 2011 donners-

In einer Metropolregion wie

Nürnberg zu wohnen hat viele

Vorteile. Ob Bücherwurm, Musikkenner

oder Cineast – bei der

Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen

in der Region ist für jeden

etwas dabei.

● Filmfestival Türkei/Deutschland

vom 17. bis 27. März in der

Tafelhalle. Seit 16 Jahren zeigt

das Festival aktuelle deutsche

und türkische Filmproduktionen

und fördert so den interkulturellen

Dialog. Linie 8 bis Tafelwerk.

● Ewig jung. Ein Gastspiel des

Berliner Renaissance-Theaters

vom 24. bis 27. März im Stadttheater

Fürth. Das Songdrama

von Erik Gedeon zeigt mit viel

Witz und Charme, dass Älter-

tags und sonntags um 17.00 Uhr.

Jeden Sonntag um 14.00 Uhr gibt es

eine Führung mit Katharina Tucher.

Von der Haltestelle Rathenauplatz

sind es zu Fuß fünf Minuten zum

Tucherschloss in der Hirschelgasse.

ÖPNV-Nutzer bekommen verbilligte

Eintrittskarten. ■

Nürnberg im Frühling: Hier ist was los

werden auch richtig Spaß machen

kann. U1 bis Rathaus.

● Rother Bluestage vom 2. bis

10. April in der Kulturfabrik Roth

und an weiteren Veranstaltungsorten

in und um Roth.

Hochkarätige Sänger wie Chi

Coltrane oder Savoy Brown lassen

die Herzen von Blues-Fans

höherschlagen. S2 und R6 bis

Roth Bahnhof, Stadtbusse bis

zur Kulturfabrik.

● Ostermarkt vom 8. bis 24. April

(Karfreitag geschlossen) auf

dem Nürnberger Hauptmarkt.

Von Osterdeko bis Gebrauchsgegenstand

– auf dem Ostermarkt

gibt es Schönes und

Praktisches. U1 bis Lorenzkirche,

Linie 36 bis Hauptmarkt.

Wenn’s blau wird …

… dann kommen ganz viele

Menschen. Am Samstag,

28. Mai ab 19.00 Uhr wird die

Nürnberger Altstadt wieder

in blaues Licht getaucht.

Unter dem Motto „Fremde Welten“

locken Kunst- und Kulturveranstaltungen.

Die Kaiserburg,

an sich schon eine Attraktion,

wird zur Leinwand für eine

faszinierende Projektion und auf

den Hauptmarkt hat das Kulturreferat

wieder eine außergewöhnliche

Inszenierung geholt.

Mehr wird aber noch nicht verraten:

Offiziell gibt es das Programm

erst ab dem 28. April. Da

die Blaue Nacht aber bislang immer

die Massen begeisterte, ist

der Kartenvorverkauf schon angelaufen.

Im Vorverkauf kostet

die Eintrittskarte zehn Euro (plus

Vorverkaufsgebühr). Und wer

die hat, der darf nicht nur die in

dieser Nacht geöffneten Museen

besuchen, sondern auch die

Oldtimerbusse der VAG nutzen.

Er fährt rund um die Altstadt

und verkürzt so manchen Weg.

Weitere Infos:

www.blaue nacht.nuernberg.de ■

„Klimafair“ zur Frauen-Fußball-WM 2011

KombiTicket

Unsere Tipps

Stephan B. Minx

allen WM-Städten, also Augsburg,

Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt/

Main, Leverkusen, Mönchengladbach,

Sinsheim und Wolfsburg und

den zugehörigen Verkehrsverbünden.

Wer noch keine Eintrittskarten

hat, sollte sich den 1. April rot anstreichen:

Dann beginnt der Verkauf

der Restkarten. ■

● Frühlings-Volksfest vom

23. April bis 8. Mai am Dutzendteich.

Das Nürnberger Volksfest

bietet Spaß und Unterhaltung

für Groß und Klein. Linien 6, 9

und 65 bis Doku-Zentrum.

● Trempelmarkt: Der größte InnenstadtflohmarktDeutschlands

bringt am 13. und 14. Mai

an die 200.000 Sammler, Liebhaber

und Schnäppchenjäger

mit professionellen und Hobby-

Verkäufern zusammen. U1 bis

Lorenzkirche.

● Blaulicht, Bus und Bahn. Am

7. und 8. Mai stehen die Türen

unter anderem bei der Feuerwehr

und im His torischen Straßenbahndepot

offen. Infos:

www.blaulichtbusbahn.de. ■


Kundeninformation der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg

Seite 7 Unterhaltung/Dialog/Freizeit

Stadtspaziergänge durch Fürth

Entdeckerlust

Warum in die Ferne schweifen,

wenn das Gute liegt so nah? Ein

Satz, der auf Nürnbergs Nachbarstadt

Fürth besonders zutrifft.

Die Tourist-Information

Fürth bietet reizvolle Rundgänge

durch die Kleeblattstadt an, bei

denen es viele verborgene Schönheiten

zu entdecken gibt.

Auf der Tour „Die Altstadt und ihre

Höfe“ am Samstag, 26. März spürt

man auf Schritt und Tritt die vielschichtige

1000-jährige Geschichte

Fürths. Die vielen versteckten, oft

liebevoll renovierten Höfe beherbergten

meist kleine Handwerksbetriebe.

Hier lagen Leben und Arbeiten

ganz nah beieinander. Heute

sind sie Räume der Entspannung

und Kreativität.

Ganz neu ist die Route „Leben, Liebe

und Leidenschaft in geheimen Winkeln“,

die am Samstag, 16. April

stattfindet. Sie führt in einen eher

unentdeckten Teil der Fürther Altstadt.

Persönlichkeiten wie etwa der

Bildhauer Johannes Götz, der Chronist

Georg Fronmüller, der Theologe

Wilhelm Löhe oder Emilie Lehmus,

die erste deutsche Frau, die Medizin

studierte, wuchsen dort auf.

Mit spannenden Geschichten unterhält

die Tour „Fürth für Einsteiger“

Viele schöne Ausflugsziele in

der Region lassen sich schnell

und umweltschonend mit öffentlichen

Verkehrsmitteln erreichen.

Zum Saisonstart gibt

der Verkehrsverbund Großraum

Nürnberg 28 neue Freizeittipps

für Wanderer und Radler heraus.

Ein Tourenvorschlag führt zu den

Buttenheimer Kellern. Die Tour

geht von Eggolsheim nach Buttenheim.

Start und Zielpunkt liegen an

der S-Bahn-Linie S1. Die zweieinhalbstündige

Wanderung führt neben

Bierkellern und Brauereigaststätten

auch an der Umweltstation

am Samstag, 2. April. Und für Laufbegeisterte

bietet sich die Aktivtour

„Joggend Geschichte erleben“ an,

die am Samstag, 12. März sowie

Freitag, 15. April und Freitag,

13. Mai geboten wird.

„Der Stadtpark – die heimliche Liebe

der Fürther“ ist das vorherrschende

Thema des Rundgangs am Samstag,

30. April. Vor 60 Jahren entstand der

Park in seiner heutigen Form anlässlich

der Gartenschau 1951.

Neue VGN-Freizeittipps

Reizvolle Touren

Liasgrube in Unterstürmig sowie

am Levi-Strauss-Museum in Buttenheim

vorbei. Im Museum erhalten

VGN-Fahrgäste ermäßigten Eintritt.

In der Broschüre „Erlebnistipps für

Groß und Klein“ stellt der VGN rund

70 Freizeiteinrichtungen im Verbundgebiet

vor, die Preisermäßigungen

für VGN-Fahrgäste geben.

Dazu gehören übrigens auch Übernachtungsbetriebe,

die in einer eigenen

VGN-Broschüre vorgestellt

werden.

Alle Broschüren des VGN gibt es im

VAG-KundenCenter. Sie können

auch unter www.vgn.de/freizeit heruntergeladen

werden. ■

Schöne Aussichten für alle, die den VGN-Freizeittipps folgen.

Die wunderschön restaurierten Hinterhöfe der Fürther Altstadt laden Besucher auch zum Verweilen ein.

Gerhard Zuber

Der Stadtspaziergang „Eisenbahn

Fürth – entlang der alten Trasse“ am

Sonntag, 8. Mai bewegt sich entlang

der ehemaligen Schienentrasse

durch Fürth. Am 7. Dezember 1835

fuhr hier erstmals die Ludwigs-Eisenbahn

mit dem legendären „Adler“

von Nürnberg nach Fürth. Etliche

Prachtbauten säumten im 19. Jahrhundert

die Strecke.

Der Rundgang „Jüdisches Leben –

damals und heute“ am Samstag,

Touren ab Fürth

Zu besonderen Anlässen dürfen

die Busse der infra fürth verkehr

gmbh alljährlich ihre festgelegten

Routen verlassen: Auch dieses

Jahr bietet die infra wieder

Ausflugsfahrten an. Vom Hauptbahnhof

Fürth aus gehen die

Busse auf große Tour.

Los geht es am 26. März 2011

mit einem Ausflug zur „Faszination

Modellbau“ in Karlsruhe.

Am 8. September folgt eine

Fahrt zum Europapark Rust nahe

der Französischen Grenze.

Sportliche Ausflügler dürften die

Radtouren der infra ansprechen.

Für den 16. Juli ist eine Fahrt

entlang der fränkischen Saale

geplant. Und die „Tour de Main“

von Bayreuth nach Frankfurt

steuert ihre letzten beiden Etappen

an. Sie führen am 21. Mai

von Urphar nach Niedernberg

und am 17. September von Niedernberg

nach Frankfurt. Dabei

ist, wer sich rechtzeitig anmeldet:

telefonisch unter der

09 11/97 04-48 00, online über

www.stadtverkehr-fuerth.de/

shop oder per Post an die infra

fürth verkehr gmbh, Leyher

Straße 69, 90763 Fürth. ■

15. Mai begibt sich auf Spurensuche

in der Kleeblattstadt. Fürth galt einst

als religiöses und kulturelles Zentrum

jüdischen Lebens in Süddeutschland

sowie als eines der europäischen

Zentren hebräischen Buchdrucks.

Die Broschüre „Stadtspaziergänge

2011“ gibt es bei der Tourist-Information

Fürth am Bahnhofsplatz 2 oder

unter www.fuerth.de/tourismus. Mit

der U1 kommt man schnell von

Nürnberg nach Fürth. ■

Neue Themenfahrten

Straßenbahndepot

Andreas Hub

Im Frühjahr lädt das Historische

Straßenbahndepot St. Peter wieder

zu den beliebten Themenfahrten

mit Oldtimerbussen ein.

Am Sonntag, 3. April führt die Themenfahrt

zum ehemaligen Reichsparteitagsgelände.

Der Oldtimerbus

fährt die wichtigsten Punkte des

Geländes an. Am Sonntag, 8. Mai

steht die alljährliche Muttertagsfahrt

auf dem Programm. Dieses

Jahr geht es nach Gostenhof; in diesem

alten Stadtteil leben heute

Menschen aus über 40 Nationen.

Den 5. Juni sollte sich vormerken,

wer Überraschungen liebt. Unter

dem Motto „Fahrt ins Blaue“ öffnet

1

2011

Gewinnen Sie …

… mit der VAGmobil! Wir wünschen

Ihnen viel Glück und schöne

Stunden mit unseren Gewinnen,

die uns freundlicherweise

von den Museen und dem Kulturreferat

der Stadt Nürnberg, der

Tourist-Information Fürth und

den Freunden der Nürnberg-

Fürther Straßenbahn e. V. zur

Verfügung gestellt wurden:

4 x 2 Karten für eine Führung

„Mit Katharina durchs Museum

Tucherschloss“ inklusive Eintritt,

5 x 2 Karten für die Blaue Nacht,

5 x 2 Karten für die Stadtrundgänge

Fürth und

3 Familienkarten für das Straßenbahndepot

St. Peter.

Bitte beantworten Sie uns folgende

Frage:

Wofür steht das F bei DT3-F?

Schicken Sie die Lösung auf einer

ausreichend frankierten Postkarte

an:

VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft

Nürnberg,

Unternehmenskommunikation,

Stichwort Gewinnspiel,

90338 Nürnberg.

Nicht teilnehmen können Mitarbeiter

der VAG oder deren Angehörige.

Einsendeschluss: 25. März 2011.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


die VAG Tür und Tor für einen Blick

hinter die Kulissen des Nahverkehrs,

verrät aber noch nicht, welche Türen

das sein werden.

Die Themenfahrten beginnen jeweils

um 13.30 Uhr am Straßenbahndepot.

Der Fahrpreis inklusive

Getränk beträgt acht Euro. Anmeldung

unter www.vag.de/veranstaltung

oder über das Servicetelefon

09 11/283-46 46.

Das Straßenbahndepot hat an jedem

ersten Wochenende im Monat

von 10.00 bis 17.30 Uhr geöffnet

und bietet auch Rundfahrten um

die Altstadt sowie eine sehenswerte

und informative Ausstellung. ■

Die Modellbahn im Historischen Straßenbahndepot begeistert Besucher.

Andreas Neuer


1

2011

Seit beinahe fünf Jahren gilt in

den Bussen der VAG: „Bitte vorne

einsteigen und hinten aussteigen“.

Diese Regel hat sich

bewährt, sorgt aber dennoch

gelegentlich für Unverständnis

bei Fahrgästen.

Als die VAG die Regelung einführte,

dass Fahrgäste beim Busfahrer einsteigen

und ihre Fahrkarte vorzeigen

müssen, haben sich die Fahrgeldeinnahmen

wesentlich erhöht. „Diese

Maßnahme dient damals wie heute

im Interesse der zahlenden Kunden

dazu, die Anzahl der Fahrgäste ohne

gültigen Fahrschein zu senken“,

fasst Wolfram Warzlberger – zuständig

für den Busbetrieb – den

Sinn zusammen.

„Außerdem vollzieht sich der Fahrgastwechsel

zügig und geordnet,

wenn die Fahrgäste vorne ein- und

hinten aussteigen“, ergänzt er. Doch

keine Regel ohne Ausnahme: Bei

Stürze vermeiden

Immer wieder werden die Fahrer

von Bussen und Straßenbahnen

von anderen Verkehrsteilnehmern

gezwungen, abrupt abzubremsen.

Wer dann keinen festen

Stand hat und sich nicht festhält,

kann leicht stürzen.

Das Bremsverhalten von Bussen

ist nicht vergleichbar mit dem

von Personenkraftwagen und

ändert sich je nach Anzahl und

Verteilung der Fahrgäste. Das

Gewicht von Straßenbahnen erfordert

zudem eine besonders

starke Bremswirkung. Wer sich

aber unmittelbar nach dem Einsteigen

einen Sitzplatz – idealerweise

mit dem Rücken in Fahrtrichtung

– sucht oder sich festhält

und dabei versucht anzulehnen,

kann das Sturzrisiko in

Bussen und Bahnen auf nahezu

null verringern. Wichtig ist, sich

auch im Sitzen mit beiden Füßen

auf dem Boden eine stabile Position

zu verschaffen, um sofort

reagieren zu können. ■

Wir sind für Sie da!

Kundeninformation der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg

Service Seite 8

Im Bus bitte beim Fahrer einsteigen

Bewährte Regelung

Die VAG bittet die Kunden, beim Fahrer einzusteigen, den Fahrausweis zu zeigen und zügig nach hinten zu gehen.

großem Andrang, bei Verspätungen

oder strömendem Regen können

die Fahrgäste alle Türen zum Einsteigen

nutzen. Dann kann es vorkommen,

dass der Busfahrer auf die

Sichtkontrolle der Fahrausweise verzichtet.

„Oberste Priorität hat das

Einhalten des Fahrplans, um die Anschlüsse

für Umsteiger zu sichern“,

Wie komme ich von Mögeldorf

nach Stein? Welches Ticket ist

günstig, wenn ich nur zweimal

pro Woche Bus fahre?

Alle Fragen beantwortet die VAG

gerne in ihrem KundenCenter am

Hauptbahnhof – aber nicht für jeden

ist das der nächste Weg. Deshalb

tourt das Info-Mobil der VAG

von April bis September durch

Nürnbergs Stadtteile. Jeden Dienstag

und Freitag informieren Service-

erklärt Wolfram Warzlberger. „Wir

bitten unsere Fahrgäste, den Fahrausweis

beim Einsteigen bereits in

der Hand zu halten, dem Fahrer zu

zeigen und dann zügig nach hinten

durchzugehen“, erläutert er. Selbstverständlich

dürfen mobilitätseingeschränkte

Fahrgäste oder Kunden

mit Kinderwagen hinten einsteigen

Die VAG vor Ort im Stadtteil

ÖPNV-Infos

mitarbeiter von 12.30 bis 17.30 Uhr

über Verbindungen und Tarife.

Am Freitag, 15. April macht das Info-Mobil

am Weißen Turm und am

Dienstag, 19. April in der Wodanstraße

Station. Danach hält es am

Dienstag, 26. April an der Haltestelle

Röthenbach und am Freitag,

29. April an der Lorenzkirche/

Karolinenstraße. Weitere Termine

unter www.vag.de oder unter 09 11/

283-46 46. ■

Nah an den Fragen der Kunden sind die Mitarbeiter des Info-Mobils.

VAG-KundenCenter

Nürnberg, U-Bahnhof Hauptbahnhof,

Verteilergeschoss Königstorpassage

Montag bis Freitag 7.00–20.00 Uhr

Samstag 9.00–14.00 Uhr

Kundenbüro

Fürth, U-Bahnhof Hauptbahnhof,

Fußgängergeschoss

Montag bis Freitag 7.30–17.30 Uhr

Claus Felix

oder Gehbehinderte an der vorderen

Türe aussteigen, wenn sie vorne

Platz genommen haben.

Übrigens: Auch die zusätzlichen

Fahrscheinkontrollen der VAG machen

Sinn. Die Serviceteams können,

weil sie mehr Zeit für die Kontrollen

haben, auch genauer hinsehen.


Für Menschen ab 50

Für fast alle Menschen ist es

wichtig, sich selbstständig und

frei in der Stadt bewegen zu können.

Deshalb wird die VAG ihr

Angebot mit allen seinen Vorteilen

wieder auf der inviva vorstellen,

der Messe für Menschen ab

50 im Nürnberger Messezentrum.

Am Stand der VAG in Ausstellungshalle

10 erhalten Interessierte

am 18. und 19. März

nicht nur umfassende Auskunft

über Fahrten und Tarife, sondern

auch über die vielen Einrichtungen,

die ihnen die Mobilität erleichtern:

von Niederflurfahrzeugen

und angehobenen Bordsteinen

oder Einstiegshilfen in Bussen

und Bahnen über das Halten

zwischen den Bushaltestellen ab

20.00 Uhr bis hin zum kostenlosen

Taxiruf. Besucher bekommen

auch zahlreiche Tipps für

Ausflüge im VGN-Gebiet und –

wenn sie wollen – ihren ganz

persönlichen Fahrplan. Mehr unter

www.inviva.de. ■

Ihr Weg zu uns:

■ VAG-Kundentelefon – rund

um die Uhr: 0911/283-4646

■ Elektronische Fahrplanauskunft

des VGN: 0800/4636846

■ VAG-Kundenkorrespondenz

90338 Nürnberg

■ E-Mail: service@vag.de

■ Internetadressen:

www.vag.de

www.vag-nightliner.de

www.nuernbergmobil.de

www.vgn.de

www.rubin-nuernberg.de

Peter Roggenthin

Leserpost

Das Wörtchen Tram

„Tram oder Straßenbahn“ – das

beschäftigte jüngst nicht nur die

Nürnberger Nachrichten, sondern

in der Folge auch unsere Kunden.

Offenbar stören sich manche Nürnberger

an dem Wörtchen Tram,

das beispielsweise in Oberbayern

und Österreich gebräuchlich ist.

Die VAG pflegt einen zweckmäßigen

Umgang mit den beiden Begriffen.

Auf Schildern macht sich

das kurze Wort aus nur vier Buchstaben

besser. Es braucht wenig

Platz, ist schon nach einem Blick

komplett gelesen und auch international

verständlich. Die Bahn entschied

sich jedenfalls, nach dem

Umbau des Nürnberger Hauptbahnhofs

2002 nur noch das Wort

Tram im Wegeleitsystem zu verwenden.

Die VAG schloss sich dem

bei der Beschilderung an.

Das heißt aber nicht, dass sie das

Wort Straßenbahn nun aus ihrem

Wortschatz verbannte. Schließlich

ist die Straßenbahn in der Umgangssprache

der Nürnberger gebräuchlicher.

Und so gibt es nach

wie vor den Straßenbahnbetriebshof,

die Straßenbahnlinien, die

Straßenbahnhaltestellen, die Straßenbahnfahrer

und das Historische

Straßenbahndepot bei der VAG.

Und in der VAGmobil hat die Straßenbahn

in aller Regel immer noch

Vorfahrt vor der Tram. ■

Leserpost

Fragen, Anmerkungen? Schreiben

Sie uns, wir freuen uns!

VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft

Nürnberg,

Unternehmenskommunikation,

Stichwort: Leserpost,

90338 Nürnberg. ■

Impressum

Herausgeber:

VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft

Nürnberg

Verantwortlich/Redaktion:

VAG Unternehmenskommunikation:

Elisabeth Seitzinger (CvD)

Redaktionsbeirat:

VAG Marketing: Hermann Klodner

Koordination: Karin Müller, Nürnberg

Redaktionelle Mitarbeit:

Gerd Fürstenberger, Stefanie Heumann,

Michaela Höber, Barbara Lohss, Sabine

Loskarn

Fotos: Claus Felix, Andreas Hub, Dieter

Kachelrieß, Stephan B. Minx, Andres Neuer,

Peter Roggenthin, Jürgen Hinterleithner,

Gerhard Zuber

Kontakt:

VAG Unternehmenskommunikation

90338 Nürnberg

Telefon: 0911/271-3613

E-Mail: presse@vag.de

Layout/Produktion:

Schultze, Walther und Zahel

Werbeagentur GmbH, Nürnberg

Internet: www.swz.de

Auflage: 45.000 Exemplare –

gedruckt auf fast holzfreiem Papier

Redaktionsschluss: 28. Februar 2011

Erscheinungstermin: 8. März 2011

© 2011 VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft,

Nürnberg

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