BuV - Business und Vermarktung 2 u. 3-2016-online

tkiessling

Spannend und unverwechselbar, das neue BuV - Business und Vermarktung 2 u. 3-2016-online

Gesamtausgabe Ulm/Neu-Ulm, Biberach, Memmingen,

Günzburg, Heidenheim, Reutlingen,

Göppingen, Schwarzwald-Baar-Kreis – 2,80 €

Business und Vermarktung

Mitarbeiter

finden und binden

Deutschlands erster

Personalkongress

für den Mittelstand

TITELGESCHICHTE

#2+3

JULI 2016

Tendenz weiter positiv

Konjunktur in unserer Region

nach dem Brexit

01

4 148860 702804

WasserBüffel auf der Alb

Profitable Landwirtschaft

und Standortmarketing

Kultur entdecken:

Der Bibelschmugglerweg


XXXXXXXXXXXXXXX - 2 -

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Quelle: FOCUS Money 12/2015

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- 3 -

Editorial

Viel Vergnügen mit der

Doppel-Ausgabe BuV 2+3-2016

Das ist aber nun mal wieder eine nicht

zu unterschätzende Nachricht: Alle wollen

in den Urlaub, es sollen ja Sommerferien

sein, sagt man. Komisch, manche

bleiben lieber zu Hause, oder kommen

sogar extra zu uns. Die Besucher- und

Übernachtungszahlen steigen jedenfalls

allenthalben, ob in Biberach, Ulm, Reutlingen,

Göppingen oder dem Schwarzwald-Baar-Kreis.

Das liegt einerseits daran,

dass man in den Landratsämtern und

Tourismusverbänden erkannt hat, dass

Touristen gerne von ihrer üblichen Route

abschweifen, sie müssen nur wissen,

wo und welche Attraktionen und schöne

Landschaften sie erwartet. Dies wiederum

soll etwas mit Marketing und PR zu

tun haben. Die Kritiker sagen aber: „Das

Geld kann man sich sparen, denn überall

ist es schön, nur bei uns nicht.“ Das

Gegenargument lautet: „Bei uns ist es am

schönsten, sonst würden ja auch nicht

alle wieder zurückkommen.“ Oder, ist

doch so? Und wer macht auf unsere Region

aufmerksam? Natürlich wir, nicht nur,

aber eben besonders.

BuVBusiness und Vermarktung wird

mit der Doppelausgabe 2+3-2016 noch

größer und stärker – mit einer höheren

Auflage von 30.050 und größerem Verbreitungsgebiet,

zunächst einmal als

Online-Ausgabe. Zu den Gebieten Ulm/

Neu-Ulm, Biberach, Memmingen, Günzburg,

Heidenheim und Geislingen gesellen

sich nun Göppingen, Reutlingen und

der Schwarz-Wald-Baar-Kreis dazu. Viel

Vergnügen mit der Doppel-Ausgabe BuV

2+3 -2016.

Herzlichst

Ihr Thomas Kießling

BuVBusiness und Vermarktung

kommt in der großen Region Ulm/Neu-

Ulm, Biberach, Heidenheim und Augsburg

im August als Doppelausgabe heraus

und dann nochmals eine Ausgabe im

Oktober, außerdem zweimal in diesem

Jahr in Göppingen, Reutlingen und dem

Schwarzwald-Baar-Kreis.

Anregungen, Mails und

Anzeigen-Wünsche immer gerne:

Bitte an den K-media & PR-Verlag

Tel: 0731 / 98 0 99 420

Mails: info@kmediaundpr.de

Auch auf Facebook, etc.:

BuVBusiness und Vermarktung

IMPRESSUM BuVBusiness und Vermarktung © Idee, Herausgeber und Verlag: Thomas Kießling, K-media & PR-Verlag, Am

Illerkanal 12, 89231 Neu-Ulm, Tel: 0731 / 98 0 99 420, Fax: 0731 / 98 0 99 422, thk@kmediaundpr.de Gestaltung: 'pyrus Werbeagentur

Ulm, www.pyruswerbeagentur.de Anzeigen und Media-Service: K-media & PR-Verlag (siehe oben) und Michael Kreutle, Tel:

07393 / 59 87 296, Mobil: 0172 / 69 68 829, kreutle@kmediaundpr.de und Karl Michael Dittrich, Mobil: 0152 / 540 56 127, dittrich@

kmediaundpr.de Fotonachweis: Rainer Lang, Michael Dittrich, Rüdiger Gramsch, Thomas Kießling, press‘n‘relations, Tempus

GmbH, XING, L-Bank / KD Busch, ADAC Württemberg, Daimler Media, FH Riedlingen, Hochschule Furtwangen, SchwabenPress/

Günter Hofer, Fieselmann, K-media, Stadt Reutlingen, Achim Mende, Die Spatzenwiese Autoren: Rainer Lang, Karl Michael Dittrich,

Rüdiger Gramsch, Thomas Kießling (verantw.) Auflage: 30.050 Exemplare Nächste Print-Ausgabe: Freitag, 14. Oktober 2016

Anzeigenschluss: Freitag, 30. September 2016


Impressionen AUS

deN RegionEN

Von Thomas Kießling

Wir schauen diesmal in mehrere Regionen, als erstes auf Fahnen,

nichts als Fahnen, und zwar auf die 650 zum 10. Donaufest in

Ulm und Neu-Ulm. Die Fahnen, diesmal gestaltet worden vom

Serben Dragan Matic, leuchteten weithin, schon vor der Eröffnung

beim Fackel-, pardon Fahnenlauf von der Messe hinauf

ins Ulmer Fischerviertel. Einige sagen, die Fahnen hatten mehr

Strahlkraft als das gesamte Fest, weil schon am Oberlauf der

Donau niemand mehr vom Fest der Donaustaaten Notiz nahm

(geschweige denn an der Iller). Diese Kritik ist aber wie üblich

kolossal übertrieben.

Wir schauen auf einen leeren Tisch und Stühle,

in eine Oase der Ruhe sozusagen, um es endlich

auch einmal pathetisch zu formulieren. Ort des

Geschehens, das ja gar nicht stattfindet, weil ja

Ruhe ist: die Aymühle in Stafflangen hinter Biberach

und Mittelbiberach (ja, das gibt es alles)

und auf dem Weg zum Federsee (die dortigen

Pfahlbauten gehören zum Unesco-Weltkulturerbe).

Die Aymühle, ein Ausflugsziel – da

könnte man glatt noch eine Stunde länger sitzen

bleiben als geplant.


- 5 -

Wir schauen etwas gezwängt – machen die Reutlinger offenbar

gern – in die schmalste Straße weltweit. Wer hier durchpasst,

muss nicht zwingend abnehmen, doch die Spreuerhofstraße, an

der engsten Stelle gerade einmal 31 Zentimeter breit, und deren

spektakulärer Hausdurchgang, der nur 3,80 Meter lang ist, diente

früher einmal wohl als Fluchtweg, wobei: Wieso flüchten? Die

weitere Stauferstadt ist einen Besuch wert und die Gasse sowieso.

Wir schauen hinunter vom Hohenstaufen

bei Göppingen, der Stammburg der Staufer,

auf das Land des Kaisers Barbarossa.

Eigentlich müsste jeder Deutsche – mit

Sachverstand für Geschichte – einmal hier

gewesen sein. Aber 50 Kilometer weiter weiß

schon fast niemand mehr um die Bedeutung.

Dabei haben die Macher von „Himmel &

Erde“ dort oben sogar ein Ausflugsziel mit

toller Einkehrmöglichkeit geschaffen. Wissen

jetzt wieder ein paar mehr.

Anregungen und Kritik an info@kmediaundpr.de und unter BuV auf Facebook.


Inhalt

- 6 -

Was bisher geschah

und noch kommt?

Was bisher geschah: Dieses Jahr ist eigentlich noch

nicht viel los. Gut, die Partei „Alternative für Irgendwas“

setzt sich selber schachmatt. In der Redaktion

hätten wir erst in zwei bis drei Jahren damit gerechnet.

Aber wenn neue Parteien entstehen, erkennen Politologen

gleich: hey, da gibt es mindestens 55 Häutungsvorgänge,

bis die Piraten – pardon: die Partei wieder

implodiert oder sich wie die Grünen etabliert. Verschwinden

die Newcomer, kommen die Vergessenen

wieder zum Vorschein. Beispiel FDP: Sie müsste eigentlich

nicht viel machen, außer nichts falsch und auf

sich aufmerksam.

Von der Europameisterschaft, also der im Fußball,

sprach schon zwei Tage danach niemand mehr, von

den Olympischen Spielen – nicht Olympiade, das ist

Stories der ONLINE-Ausgabe

die Zeitrechnung zwischen den Spielen – spricht man

nur, wenn es unverwechselbare Momente geben wird:

Wer erinnert sich noch an das Finish von Dieter Baumann

1992 bei Olympia in Barcelona zum Olympiasieg

über 5000 Meter? Phänomenal, wir haben selten

so geschrien, dabei hat er es rund 1200 Kilometer

südlich doch gar nicht hören können, wie wir im heimischen

Wohnzimmer gebrüllt haben. Citius, fortius,

altius, schneller, höher, weiter, das olympische Credo

gilt auch für die Wirtschaft. Jetzt vor der Sommerpause

war es wieder ganz extrem zu spüren, dass noch

alles schnell und hoch gehen musste. Und dann ist Urlaub.

Und dann heißt unser Motto wie üblich: „weiderschaffa“,

aber bis dahin sind erst einmal Ferien.

Und was kommt noch? Na klar, der Inhalt von BuV:

Rubriken

Impressionen aus den Regionen Seite 4

Titelthema: Mitarbeiter finden und binden:

Der erste Personalkongress für den

Mittelstand in Deutschland Seite 7

Editorial und Impressum Seite 3

Was bisher geschah – und noch kommt? Seite 6

News aus den Regionen Seite 12

Tendenz weiterhin positiv? Die Konjunktur

in unseren Regionen nach dem Brexit Seite 10

Die Stauferkorne – der Schlager kommt

zurück mit Eleganz und Dynamik Seite 16

Büffel auf der Alb – Ein Züchter macht

vor, für was Vermarktung in der

Landwirtschaft stehen kann Seite 18

Randbemerkung/Glosse: Der Klimawandel Seite 21

Der Bibelschmugglerweg: Von Ulm geht es entlang

der Donau zum Weg des Buches quer durch

Österreich – bestes Tourismusmarketing Seite 22

Hoteltipps: Wohin nur? Zum Beispiel

nur für Kurztrips mit der Familie Seite 25

Veranstaltungen: Die Spatzenwiese Seite 26


- 7 -

Titelgeschichte

Mitarbeiter

finden und

binden

Erster Zukunfts-Kongress-Personal

für den Mittelstand in Deutschland

Von Thomas Kießling

„Der beste Chef macht sich überflüssig“, sagt Prof. Dr. Jörg Knoblauch und ist doch selbst der Boss von 49 Mitarbeitern

der Tempus GmbH in Giengen/Brenz, einer Akademie und Unternehmensberatungsgesellschaft, vor allem

für mittelständische Unternehmen. Unterhalten wir uns jetzt mit einem Überflüssigen? Ja und nein, denn hinter

Knoblauchs Aussage steckt eine Strategie, die darauf abzielt, die besten Mitarbeiter zu finden und an das eigene Unternehmen

langfristig zu binden. Wie das geht, erzählt der Professor zusammen mit Benjamin Kuttler in einem Buch

und in einem Hörbuch, in seinen Beratungen, und zusammen mit vielen Speakers-Kollegen auf einer spannenden

Veranstaltung, dem Zukunfts-Kongress-Personal am 14. November 2016 in der Philharmonie Stuttgart. Dazu hat er

einen überaus prominenten Veranstaltungspartner gefunden: XING. Wir haben Prof. Knoblauch gefragt, was sich

konkret hinter dem Kongress verbirgt und wie es einem Unternehmen gelingt, die besten Mitarbeiter zu finden und

zu binden?


Titelgeschichte - 8 -

Scherzharft gefragt, Herr Prof. Knoblauch, wurden Sie heute

von Ihren Mitarbeitern schon etwas gefragt, oder sind Sie sich

komplett überflüssig vorgekommen?

Prof. Knoblauch: Das ist wirklich ein Scherz [lacht].

Wenn ich im Haus bin, arbeitet ich natürlich ganz normal

mit, wie jeder andere auch. Aber 50 Prozent meiner

Zeit bin ich eben nicht im Haus und dann ist es toll, dass

ich voll auf meine Mitarbeiter zählen kann.

Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen das offenbar gut,

wie können Sie denn sicher sein, dass Sie sich auf sie verlassen

können?

Prof. Knoblauch: Wir unterscheiden zwischen A-, B-

und C-Mitarbeitern. A- Mitarbeiter sind Mitarbeiter, auf

die Sie sich nicht nur verlassen können, sondern, weil sie

Experten sind, klügere Entscheidungen treffen, als ich

sie selber treffen könnte, eben die Top-Leistungsträger.

Dann haben Sie B-Mitarbeiter, das sind die soliden Arbeiter

und dann haben Sie noch die C-Mitarbeiter, das

sind die notorischen Nörgler und Bremser.

Steigen wir konkret ein: Was ist für Sie und Ihre zu beratenden

Unternehmen eminent wichtig: Wie finde ich gute Mitarbeiter?

Prof. Knoblauch: Zuerst einmal ist es wichtig, dass man

an der Marke des Unternehmens arbeitet. Auf schwäbisch

gesagt: „employer branding“.

Und jetzt natürlich die Frage: Wie binde ich die Mitarbeiter

langfristig an mein Unternehmen?

Prof. Knoblauch: Wir haben ein Konzept, das nennt

sich 33 Rosen. 33 Schritte hin zur Wertschätzung des

Mitarbeiters und dem selbständigen Arbeiten, bis dahin,

dass jeder Mitarbeiter sein Gehalt selbst festlegen kann.

Motto: jeder darf verdienen was er will, er darf uns nur

nichts kosten.


- 9 -

Titelgeschichte

Wie können die Unternehmen, die zum Kongress kommen, Ihren

Erfolg messen? Können sie ihre Verhaltensmuster gleich am

nächsten Tag ändern und erfolgreicher sein?

Prof. Knoblauch: Eine Mitarbeiterbeurteilung durchzuführen

ist relativ einfach. Danach weiß man, wieviel A-,

B- und C- Mitarbeiter im Unternehmen sind. Auch eine

Führungskräftebeurteilung ist nicht so schwierig. Es gilt

der Grundsatz: Nur was messbar ist, ist veränderbar.

Zu dem angesprochenen Themenkomplex werden Sie im November

einen Zukunfts-Kongress-Personal ausrichten. Wie ist

es Ihnen gelungen, XING als Partner dafür zu gewinnen?

Prof. Knoblauch: XING ist ein Unternehmen, das in

Deutschland 700 Mitarbeiter beschäftigt, 10 Millionen

Adressen verwaltet und einen Börsenwert von knapp

1 Mrd. Euro hat. Ein Unternehmen in dieser Größenordnung

mit dem Schwerpunkt Personal, braucht dringend

einen Personal-Kongress. Und genau das haben wir angeboten.

Was dürfen die Besucher des Kongress erwarten?

Prof. Dr. Jörg Knoblauch

Prof. Knoblauch: Es ist ein Kongress, der die typischen

mittelständischen Themen aufgreift. Wie finde ich bessere

Mitarbeiter? Wie sieht ein optimaler Einstellungsprozess

aus? Wie kann ich Mitarbeiter motivieren und

langfristig ans Unternehmen binden? Wir haben, das

darf man ruhig ohne Übertreibung sagen, ein tolles

Programm zusammengestellt und dazu die absoluten

Spitzen-Referenten an Land ziehen können. Es ist eine

Mischung aus sehr guten Fachvorträgen und Top-Entscheidern,

die aus der Praxis berichten können. Darüber

hinaus ist unser Programm sehr unterhaltsam mit vielen

Möglichkeiten, sich mit anderen Entscheidern auszutauschen.

Einen Top-Referenten möchte ich an dieser Stelle

vielleicht kurz hervorheben: Bodo Janssen, der derzeit in

allen Medien rauf und runter erscheint. Seine Entwicklung

zum Top-Manager ist enorm und seine Erfolge mit

seinen Mitarbeitern sind grandios: Er hat seine Firmenkultur

verändert, ohne Macht, Druck und Kontrolle. Die

Zufriedenheit ist seit damals um mehr als 80 Prozent gestiegen,

die Mitarbeiter sind deutlich seltener krank, er

bekommt fünfmal so viele Bewerbungen und hat den

Umsatz mehr als verdoppelt. Schauen Sie einfach auf

unserer Homepage nach oder googeln Sie, das wird Sie

begeistern.

Herr Prof. Knoblauch, Sie haben – wie wir finden – ein spannendes

Buch sowie dazu ein Hörbuch auf den Markt gebracht:

„Das Geheimnis der Champions – wie exzellente Unternehmen

die besten Mitarbeiter finden und binden.“ Können Sie uns zwei,

drei Quintessenzen herauspicken, die auch unsere Leser, Entscheider

in Unternehmen, gleich in die Tat umsetzen könnten?

Prof. Knoblauch: Wer die Spreizung von A-, B- und

C- Mitarbeitern einmal verstanden hat, der wird sich an

einer konsequenten A-Orientierung ausrichten wollen.

Die Googles und Apples dieser Welt sind nicht zufällig

so erfolgreich.

Ein anderer Grundsatz heißt: „Hire for attitude, train

for skills.“ Schauen Sie nicht so genau nach den fachlichen

Qualitäten, achten Sie vielmehr auf Persönlichkeit,

Werte und Einstellung des Bewerbers. Und zum Schluss

nutzen Sie unseren 9-stufigen Einstellungsprozess. Verlassen

Sie sich nicht auf ein einzelnes Gespräch oder gar

einen geschickt ausgefüllten Fragebogen.

Herr Prof. Knoblauch, herzlichen Dank für das Interview und

viel Erfolg für Buch, Hörbuch und den Kongress.

www.zukunfts-kongress-personal.de

www.recruiting.xing.com

www.abc-strategie.de

www.tempus.de


Konjunktur nach dem Brexit

- 10 -

Tendenz weiterhin positiv?

Die Konjunktur in unseren Regionen nach dem Brexit

Von Thomas Kießling

Kein Exit vom Brexit, sagt die englische Regierung

klipp und klar und entspricht damit dem Votum des

Volkes beim Volksbegehren, stürzt anderseits die auf

Export ausgerichtete Wirtschaft ins Ungewisse und

stößt EU-Bürokraten vor den Kopf. Letzteres, sagte

jüngst Bayerns Finanzminister Markus Söder, wäre

noch das geringste Übel, auch die Konjunktur laufe ja

noch gut, aber der Brexit sorge eben für einen weiteren

Unsicherheitsherd – oder wie es Obelix formuliert hätte:

die spinnen, die Briten.

So ganz war es auf den ersten Anschein nicht ersichtlich,

was dieser rote Ford Taunus am Rande dieser Landstraße

zu bedeuten hatte. Wurde hier die Geschwindigkeit

gemessen, oder war der Fahrer nur mal eben austreten,

oder hatte das Auto eine Panne? So ganz abwegig waren

Mitte der 1990er Jahre alle drei Vermutungen nicht, hier

auf der kleinen Regionalstraße 237 von Killea, im Norden

Irlands, nach Londonderry, in Nordirland. Erst als

wir fast auf Höhe des Wagens sind, sehen wir den Polizisten

in Uniform an seinem Auto (in zivil) gelehnt. Er

macht keinerlei Anstalten, unser Auto aufzuhalten, aber

er steht dennoch hier in der Wildnis und würde wohl,

wenn nötig, eingreifen. Hey, das ist also die Grenze zwischen

Großbritannien und der Republik Irland, fährt es

uns durch den Kopf. Echt, noch nie so eine komische

Grenze gesehen.

Später, mit dem Schengen-Abkommen, stand dort niemand

mehr, warum auch. Und jetzt? Kommt jetzt mit

dem Brexit der gute Polizeibeamte wieder an die frische

Luft, oder bekommt er gar vor sich noch einen Schlagbaum,

so dass die Durchfahrt verwehrt wird? Das ist ja

nur eine von tausend Fragen, die sich um den Brexit drehen,

für den Beamten eine ganz entscheidende. Für unsere

Wirtschaft wird eher entscheidend sein, wie künftig

die Export-Modalitäten zu handeln sind, wie das Bleiberecht

für EU-Ausländer geregelt wird und wie sich

der Bankensektor zwischen London und Frankfurt und

auch mit der EZB regeln lassen wird. „Irgendwo knirscht

es immer, ist aus den Firmenzentralen der heimischen

Exportwirtschaft zu hören, „da fällt Großbritannien

mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht anders ins Gewicht,

als Russland oder Indien, oder China, oder Brasilien.

Dafür funktionieren eben wieder andere Märkte.“

Die deutsche Wirtschaft, besonders unsere regionale, ist

eben breit aufgestellt, Industrie und Handwerk melden

weiterhin volle Auftragsbücher, die Arbeitslosenquote ist

auf Rekordtief. Das Münchner Ifo-Institut befürchtet für

die deutsche Konjunktur, wenn denn, dann höchstens

eine Delle, gerade noch in dem Ausmaß, dass bei uns

nicht die Erwartungen noch ins Kraut schießen. Aber:

Wenn die Unsicherheit aus dem Ausland auch zu uns hereinschwappe,

könnte die Summe aller Unwägbarkeiten

auch bei uns einmal die Vorzeichen ins Minus kehren.


- 11 -

Konjunktur nach dem Brexit

Die arme Unternehmensberatung,

baut auch noch in London

Ulkig war zur Brexit-Entscheidung der Radio-Korrespondent,

der als abschreckendes Beispiel für den drohenden

Brexit eine große Wirtschaft- und Unternehmensberatung

nannte, die ihren Hauptsitz gerade für 500

Millionen Euro nach London verlege. Das Geld wäre ja

dann futsch. Ach so? Die arme Unternehmensberatung –

baut auch noch in London. Ja, wo denn sonst?

Als ob sich das Gebäude nicht als Teil eines Immobilien-

Investmentfonds umwandeln ließe und mit teurer Miete

tolle Renditen erzielen ließen. Hallo, wir sprechen von

London, nicht von Berlin, wo alles zum Pillepalle-Preis

zu bekommen ist. Da kostet die Halbe Bier noch nicht

überall drei Euro. Dafür ist in London der Blick in einen

Pub hinein schon kostspieliger.

Rund 700.000! Menschen sollen in London im Finanzdistrikt

arbeiten, so viele wie Frankfurt nicht einmal Einwohner

hat. Der Brexit, so sagen Insider, habe bewirkt,

dass die Börsen nur knapp zwei Wochen nach unten gezockelt

sind, und sie haben längst wieder ihren Höchststand

erreicht.

Die Stabilität steht auf der Kippe?

Als nicht so gravierend sieht Bayerns Wirtschaftsminister

Markus Söder jüngst auf einer Veranstaltung des

Clubs der Industrie Ulm/Neu-Ulm den Brexit für die

bayerische Wirtschaft an. Wenn sich der erste Groll in

Brüssel über den EU-Ausstieg der Briten etwas gelegt

habe, werde man mit Sicherheit zu einem praktikablen

Umgang im Sinne der Wirtschaft übergehen. Mit Norwegen

und der Schweiz habe man Beispiele, wie es gut,

aber natürlich etwas bürokratischer, funktioniere.

Söder betonte, dass der EU-Ausstieg Großbritanniens

allerdings im Sinne einer stabilen Geldpolitik wenig

zuträglich sei. Jetzt müsse man aufpassen, Staaten, die

Schulden machten, dürften nicht vor denen Vorrang

erhalten, die aufrichtig sparen. „Wir haben jetzt leider

mehr Mittelmeer und weniger Nordsee in der EU, da

müssen wir – vor allem als Deutsche – bei der Stabilitätspolitik

sehr auf der Hut sein“, betonte er.

600.000 Fachkräfte raus aus England

Für den Arbeitsmarkt Großbritanniens kann der geplante

Brexit gravierende Folgen haben. Einer internationalen

Arbeitsmarktumfrage der Online-Jobbörse StepStone

zu Folge planen schon jetzt 600.000 Fachkräfte auf

der Insel, ihre berufliche Karriere in einem anderen EU-

Land fortzuführen. StepStone hat für die Studie 40.000

Arbeitnehmer aus Großbritannien, Irland und Deutschland

zum Brexit befragt. Besonders deutlich zeigt sich

die Wechselabsicht unter den so genannten Expatriates,

also deutschen Fachkräften, die in den letzten Jahren

für ihren Arbeitgeber in UK im Einsatz waren: Mehr

als die Hälfte von ihnen kann sich vorstellen, die Insel

zu verlassen und fast 40 Prozent organisierten bereits

ihren Jobwechsel. Ein Drittel der hochqualifizierten

Briten könne sich vorstellen, ihre berufliche Laufbahn

in einem anderen EU-Land fortzusetzen. 600.000 Briten

planten bereits konkret, den Job zu wechseln. Deutschland

sei mit Abstand das attraktivste Zielland. Damit

hätte der Brexit gar das Potenzial, den Fachkräftemangel

in Deutschland zu lindern, kommentierten Experten.

Wirtschaftlich gewinnt Deutschland eben derzeit immer,

immer noch.

Bayerns Wirtschaftsminister Markus Söder


News aus den Regionen

- 12 -

Nachhaltige Ökonomie

von Obamas

älterer Schwester

Sie ist die ältere Halb-Schwester des aktuellen US-

Präsidenten, und scharfe Rhetorik scheint in der Familie

zu liegen, denn Vehemenz und Verve zeigte Dr. Auma

Obama in ihrem Gastvortrag auf dem Wirtschaftsforum

Ostwürttemberg-Ulm. In ihrem Impulsreferat entwarf

die in Kenia lebende Journalistin und Autorin, die einige

Jahre in Deutschland studiert hat und deshalb exzellent

deutsch spricht, ein globales Bild über unternehmerisches

Nachhaltigkeitsmanagement und die Verbindung

von sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit. „Wir

müssen immer in den Dialog treten, nur dann wissen die

Leute um die Probleme und können schwerer wegschauen“,

sagte Obama, „das schafft Verantwortung mit Mitarbeit,

und wie heißt es doch: geteiltes Leid ist halbes Leid.“

Nachhaltige Ökonomie und die Frage, wie innovative

Projekte und Wachstumskonzepte gezielt gefördert werden

können, waren auch zwei der Schwerpunkte des

Wirtschaftsforums, das die L-Bank in Kooperation mit

der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg, der Handwerkskammer

Ulm sowie den Industrie- und Handelskammern

Ulm und Ostwürttemberg organisierte. Rund

400 Unternehmer und Berater aus der gesamten Region

kamen ins Ulmer Congress Centrum zu Vorträgen, Diskussionen,

Workshops und einer Fachmesse in komprimierter

Form. Tenor: Den Mittelstand gilt es weiter zu

fördern. Er ist das Rückgrat der regionalen wie bundesdeutschen

Wirtschaft.

www.l-bank.de

Dr. Auma Obama

Tolle Oldies vor dem Ulmer Münster

Oldtimer unter sich –

Publikum von Jung

bis Alt

Zieleinfahrt vor einer ganz besonderen Kulisse: Das

Ulmer Münster war das Ziel für die ADAC Württemberg

Historic, der traditionsreichen Oldtimer-Rallye

mit Autos von über 20 Herstellern und Fahrer aus neun

Ländern. Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch ließ

es sich trotz unangenehmem Wetters – soll ja in diesem

Sommer öfters vorkommen – nicht nehmen, die 105

Teams bei ihrer Rückkehr auf dem Münsterplatz persönlich

zu begrüßen. Den Wettbewerb für Gleichmäßigkeitsfahrten

– die Teams müssen hierbei vorgegebene

Strecken in einem Schnitt von rund 40 km/h bewältigen

– gewann das Team Gerhard König/Erika König

(Salach) in einem BMW 323i aus dem Baujahr 1981. In

der touristischen Klasse siegten Andreas Haasis/Alessa

Wahrenberger (Balingen) in einem MG B (Baujahr 1963).

In dieser Wertung absolvieren die Starter unter anderem

Geschicklichkeitsübungen, mussten zudem Fragen zu

Land und Leuten beantworten. Der Radiosender Donau3FM

lieferte den passenden Rahmen für die zum Teil

sehr kostbaren Raritäten. Moderiert wurde die Zielankunft

von ratiopharm Ulm Basketball-Star Peer Günther,

seines Zeichens ausgewiesener Oldtimer-Fachmann.

www.adac.de/wuerttemberg


- 13 -

News aus den Regionen

Wasserstoff

tanken in

Ulm

Das Netz von Wasserstoff (H 2 ) -Tankstellen in

Deutschland wächst: Daimler, Linde, Total und das

Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung

Baden-Württemberg (ZSW) haben nun jüngst in Ulm

gemeinsam eine weitere Wasserstoff-Zapfsäule offiziell

in Betrieb genommen. Nach den bereits erfolgten Eröffnungen

am Autohof Geiselwind, an zwei Berliner Standorten

und einer Station im baden-württembergischen

Fellbach gehen die Partner nun einen weiteren Schritt in

Richtung flächendeckendes H 2 -Versorgungsnetz. Derzeit

sind 21 Wasserstofftankstellen in Deutschland fertig

gestellt, vor allem in den Ballungsräumen. Diese sind als

Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch den Bund

über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoffund

Brennstoffzellentechnologie (NIP) gefördert. Weitere

sind in Vorbereitung. Kosten pro Einheit, rund 1 Mio.

Euro. Im Rahmen der Clean Energy Partnership hat der

Bund seit 2008 über 115 Millionen Euro an Fördermitteln

in die Alltagserprobung der Technologie investiert.


www.daimler.com

Integriert: Social

Media und klassische

Pressearbeit

Uwe Pagel, Gründer und

Geschäftsführer von

press’n’ relations

In vielen Unternehmen

werden die Themen Social

Media und Pressearbeit von

unterschiedlichen Stellen und

Mitarbeitern betreut. Dabei kommt

es nicht selten zu doppelten Aufwänden und Reibungsverlusten.

Die Ulmer PR-Agentur Press’n’Relations

hat deswegen jetzt einen integrierten Ansatz entwickelt

und bei ersten Kunden umgesetzt. „Viele Unternehmen

schauen nur auf das Endresultat: Die Veröffentlichung

im Printmedium oder den Online-Post und vergessen

dabei, dass der Prozess bei der Entwicklung des Inhalts

beginnt. Der muss spannend und informativ sein. Über

welches Medium er wie verteilt wird, ist dann erst ein

zweiter Schritt“, erläutert Uwe Pagel, Geschäftsführer

der Press’n’Relations GmbH. Press’n’Relations bietet

darum von der Konzeption über die Mitarbeiterschulung

bis hin zur laufenden Unterstützung bei Pressearbeit

und Social Media Management mit „Press’n’Social“

ein modulares Gesamtpaket, mit dem eine integrierte

und vor allem kontinuierliche Kommunikation über alle

Medien sichergestellt wird.

www.press-n-relations.com

Die neue Wasserstoff-Tankstelle in Ulm


News aus den Regionen - 14 -

Das schönste Fest der Welt

mit Strafzettel

Laut Bewohner ist es das schönste Fest

der Welt, das Schützenfest in Biberach.

Grund: Über mittlerweile zehn Tage hinweg

herrscht in der Stadt eine Mischung

aus ausgelassener Stimmung und trunkseliger

Sentimentalität, weil jeder Biber

an die gute alte Zeit zurückdenkt, wenn

er mit den Schulfreunden(innen) in ruhigen

Minuten in einem der Bierkeller

zusammensitzt. Dazu die Festumzüge

und die unzähligen „Ständle“, die die

Fanfarenzüge von morgens 5.00 Uhr!

bis in die Nacht zum Besten geben. Die

ganze Stadt schwingt in den Klängen

von Pfeifer, Trommler und Blechmusikanten.

„Wenn Biberach nur das ganze

Jahr so wär‘ “, raunen vor allem die Reingeschmeckten,

aber bei der bundesweit

niedrigsten Arbeitslosenquote von 2,3 %

kann man sich lebhaft vorstellen, was vor

und nach der „Schütza“ angestellt wird.

Jetzt greift der Übereifer aber auch während

des Festes über, konkret auf das Ordnungsamt.

Obwohl Zigtausende jeden

Tag aufs Fest gehen und damit geparkt

wird, wie eben geparkt wird, werden neuerdings

Autos – auch noch oben auf dem

Gigelberg, dem Festberg zwischen Grüner

Weg und Jahnstraße und auch noch

am heiligen Sonntag, dem „Baura-Schütza“

– mit Knöllchen versehen. „Auch am

Schützenfest gelten die Verkehrsregelungen“,

sagte der Uniformierte. Ja, die gelten

zwar immer, heißen aber Regeln und

nicht Regelungen und um 5.00 Uhr wäre

laute Musik auch Lärmbelästigung, wie

gesagt: wäre.

www.biberach-riss.de

Regierungspräsident

wird Hochschulrat

Der zukünftige Regierungspräsident

des Regierungsbezirks Tübingen, Klaus

Tappeser, ist neues Mitglied des Hochschulrats

der SRH Fernhochschule Mobile

University Riedlingen. „Wir freuen

uns sehr auf die Mitwirkung von Klaus

Tappeser in unserem Hochschulrat. Vor

allem seine Kenntnis und sein Netzwerk

im Bereich der Politik und des Sports

werden uns wertvolle Impulse für die

weiteren Entwicklungen in den unterschiedlichen

Studiengängen geben“, begrüßt

Rektor Prof. Dr. Ottmar Schneck

den Neuzugang im Hochschulrat. Gerade

aufgrund seiner langjährigen Funktion

als Präsident des Württembergischen

Landessportbundes kenne er die wirtschaftlichen

Herausforderungen von hunderten

von Vereinen, ergänzte Schneck.

www.fh-riedlingen.de

(v. li. n. re.): Verwaltungsleiter Thomas Herz, Klaus Tappeser,

Rektor Prof. Dr. Ottmar Schneck von der SRH Fernhochschule.


- 15 -

News aus den Regionen

Prototypen: der Blick in die Zukunft

Bei Autos oder Werkzeugen sind Prototypen ein üblicher

Entwicklungsschritt auf dem Weg zum marktreifen

Produkt. Im Bereich der Dienstleistungen hingegen

gibt es noch kein verbindliches und wissenschaftlich

erprobtes System zum Entwickeln von Prototypen. Das

soll sich nun ändern. Unter der Leitung der Hochschule

Furtwangen (HFU) hat das Verbundprojekt „dimenSion“

mit einem Projektkonsortium aus Partnern aus Forschung

und Industrie jüngst die Arbeit begonnen. Unter

dem Titel „Multidimensionales Service Prototyping“

soll der Entstehungsprozess von Prototypen im Dienstleistungsbereich

verbessert werden. Es geht hierbei um

Dienstleistungen von Online-Produktkonfiguratoren

Dieter Häberle und Miriam Sämann besprechen ein geplantes

Dienstleistungskonzept unter Verwendung interaktiver Medien.

zur Bestelloptimierung bis zu Simulatoren für die Ausbildung

von Maschinenbedienern. Projektleiter Professor

Dr. Christian van Husen (Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen

der Hochschule Furtwangen) sieht einen

konkreten Mehrwert für Unternehmen: „Durch den

Einsatz von Prototypen sollen die Qualität und Chancen

entwickelter Dienstleistungen verbessert werden.“


www.hs-furtwangen.de

az druckwerk 58x103,5_Layout 1 22.08.14

Miriam Sämann testet die Erlebbarkeit von Dienstleistungen

in einem virtuellen Raum mittels einer Virtual Reality-Brille.

Geglückter Auftakt in Göppingen

Die Auftaktveranstaltung des Innovationszirkels Landkreis Göppingen der

IHK Bezirkskammer Göppingen und der WIF – Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft

für den Landkreis Göppingen ist geglückt, jetzt können weitere

Taten folgen. Gastgeber Dr. Peter Saile begrüßte die rund 40 Teilnehmer und führte

durchs Programm. Prof. Dr. Günther Würtz referierte in einem sehr lebendigen Vortrag

über die Mehrwertschöpfung durch Individualisierung und Vernetzung. Wie

das Technologiemanagement in mittelständischen Unternehmen umgesetzt werden

kann, zeigte Dr. Utz-Volker Jackisch, Geschäftsführer & Leiter Innovations- und

Technologiemanagement der RAMPF-Gruppe auf. Dekan des Campus Göppingens

Prof. Dr. Rainer Würslin rückte die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der

Hochschule in Göppingen insbesondere zum Thema Industrie 4.0 ins Bewusstsein.

Reiner Lohse, Geschäftsführer der WIF erläuterte das Konzept des Zirkels, der sich

noch in diesem Jahr kostituieren soll.

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Standortmarketing – Schlager mit Dynamik und Eleganz - 16 -

Die Stauferkrone

der Schlager kommt zurück mit Eleganz und Dynamik

Von Michael Dittrich und Thomas Kießling

„Mach‘ die Augen zu“, sangen die „Fenders“ aus

Dänemark in erfrischendem Schlager-Pop, doch die

Schlager-Branche machte die Augen ganz weit auf.

Das lag nicht nur an dem eingängigen Lied der Skandinavier,

dessen Text aus der Feder des österreichischen

Erfolgskomponisten Walter Wessely stammt, sondern

vor allem an dem Forum, auf dem dieser, sowie weitere

17 deutschsprachige Titel aus fünf europäischen

Ländern präsentiert wurden: bei der „Stauferkrone“

im baden-württembergischen Göppingen. Der neue

bundesweite Schlagerwettbewerb ließ wegen seines

hohen Niveaus, sowie seiner perfekten Organisation

aufhorchen. Im März 2017 gibt es eine Fortsetzung.

Dem deutschsprachigen Schlager ein Forum bieten und

zugleich ein touristisches Angebot für den Landkreis

Göppingen stricken, das war das Ziel der Maitis-Media

Verlagsgesellschaft in Göppingen. Dem jungen Medienunternehmen,

das erst im Januar 2015 gegründet worden

Aus Oldenburg kam das Duo Twinrose zur Stauferkrone

Moderator Michael Branik mit Jurysprecher Edi Graf

war, ist beides auf Anhieb gelungen. Die Ausschreibung

des an Komponisten und Textdichter gerichteten Wettbewerbs

fand großen Widerhall und Teilnehmer mit Anhang

und Fans belegten am Veranstaltungswochenende

einige Hotels im Landkreis. Rund 900 Gästeübernachtungen

gab es nach Veranstalterangaben. Ein hoffnungsvoller

Anfang, findet auch der Hotel- und Gaststättenverband

im Landkreis.

Den Wettbewerb, bei dem die GEMA und der Deutsche

Komponistenverband als Kooperationspartner mit von

der Partie waren, gewann der in München lebende Erfolgskomponist

Christian Bruhn (u. a. „Marmor, Stein

und Eisen bricht“). Für die künstlerische Leitung der

Veranstaltung zeichnete Hans-Uli Pohl vom Musikverlag

Musekater in Heiningen (bei Göppingen) verantwortlich,

der zudem der organisierenden Medienagentur

mit fachlichem Rat zur Seite stand. „Das war ein gutes

Zusammenspiel“, so Projektleiter Rüdiger Gramsch von

Maitis-Media und freut sich, dass diese Kooperation

auch bei der Neuauflage im März 2017 Bestand hat.

Rund um den Wettbewerbsabend, durch den der Stuttgarter

Radiomoderator Michael Branik führte, hatte

Maitis-Media noch weitere Angebote für die Musikschaffenden

gemacht. So gab es am Vorabend ein Branchentreffen,

bei dem es zum einen um das Ansehen

des Schlagers in den Medien ging, aber auch Kontakte

geknüpft und Pläne geschmiedet werden konnten. Gut

140 Komponisten, Textdichter, Produzenten, Veranstalter

und Medienleute nutzten das Treffen, darunter auch

der populäre Fernsehmodertor, Musiker und Comedian

Hansy Vogt. Am Abend des Wettbewerbs öffnete zudem

ein Schlagermarkt, auf dem sich die teilnehmenden Interpreten

aber auch Musikverlage, Studios und Medien

präsentieren konnten.

Die „Stauferkrone“ schließt sich von Niveau und Organisation

an die legendären Schlagerfestspiele von Baden-Baden

an, so Branchenkenner. Der Wettbewerb in

der Kurstadt an der Oos war in den 1960er und 1970er

Jahren der Dreh- und Angelpunkt der deutschen Schlagerwelt.

Maitis-Media will dieser Einschätzung gerecht

werden und die zweite Ausgabe der „Stauferkrone“ vom

Angebot noch toppen. Das Showprogramm des Wettbewerbs

2017 wird der Schlagersänger Andy Borg bestreiten,

der über viele Jahre hinweg den „Musikantenstadl“

in der ARD moderierte. Zudem hat sich „Deutschlands

bekannteste Landfrau“, Frau Wäber angesagt.

Schlagermarkt und Branchentreffen gehören ebenfalls

wieder zum Angebot der „Stauferkrone“. Zudem lädt

Maitis-Media die Musikbranche noch zur „Schlager-


- 17 -

Standortmarketing – Schlager mit Dynamik und Eleganz

Akademie“ ein, die am Vortag an der renommierten

evangelischen Akademie Bad Boll stattfindet. Das Themenangebot

ist breit gefächert und für jeden Musikschaffenden

ein Muss. Es geht um Musikverwertung in den

digitalen Medien, um Trends im Veranstaltungsgeschäft,

um den Nutzen der GEMA und um Musik als Marketinginstrument

für Unternehmen. Zu den Referenten gehört

mit Professor Sami Sokkar einer der Top-Redner in

Deutschland, der zugleich auch an der Popakademie in

Mannheim doziert.

Dass die „Stauferkrone“ schon bei ihrer Premiere zu

einem gesellschaftlichen Ereignis wurde, unterstreicht

auch der Besuch von Bundes- und Landtagsabgeordneten,

Landrat und Oberbürgermeister, von Unternehmern,

Sportlern und Kulturschaffenden aus der Region. Für

die Neuauflage 2017 hat sich auch der Kreis der Kooperationspartner

erweitert. Neben GEMA und Deutschem

Komponistenverband sind jetzt auch der Deutsche Textdichterverband

und der Deutsche Musikverlegerverband

mit im Boot.

Maitis-Media finanziert die Gesamtveranstaltung

hauptsächlich durch Werbeeinnahmen. Bei der Erstauflage

waren vornehmlich lokale Unternehmen mit dabei,

nach dem Erfolg der Premiere hoffen die Verantwortlichen

nun auch auf Werbegelder überregionaler Firmen.

Begleitet wird die „Stauferkrone“ durch eine engagierte

Medienarbeit, die schon bei der Erstausgabe Früchte

trug. Mehr als 100 Printveröffentlichungen im deutschsprachigen

Raum, Radio- und Fernsehbeiträge, sowie

die Präsenz in diversen Online-Portalen zeugen von der

professionellen Öffentlichkeitsarbeit.

Die „Stauferkrone“ findet am Samstag, 25. März 2017,

19.30 Uhr, in der Stadthalle Göppingen statt. Tickets

unter www.easyticket.de. Die Schlager-Akademie beginnt

am Donnerstag, 23. März 207, 18 Uhr, mit einer

Podiumsdiskussion zum Thema „Musik – alles kostenlos?“

und endet am Freitag, 24. März um 17.30 Uhr. Anmeldungen

und Infos unter info@maitis-media.de Das

Branchentreffen ist am Freitag, 24. März 2017, 19 Uhr,

im Gemeindehaus Gammelshausen. Anmeldungen unter

info@maitis-media.de.

Saß in der Jury: Die Sängerin Brigitte Götz,

die zusammen mit ihrer Schwester Erika mit

„Hedi“ einen Welthit hatte.

www.stauferkrone.de

Im Showprogramm der Stauferkrone

war Schlagerstar

Laura Wilde dabei

Der Landesvorsitzende des Komponistenverbandes,

Peter Seiler (Mannheim) mit der Gewinnerin der Stauferkrone,

Bianca Spiegel (Stuttgart) und ihren Tänzern.

Die Fenders aus Dänemark.


Standortmarketing – Landwirtschaft einmal rentabel

- 18 -

Willi Wolf – the lonesome Cowboy

mit seinen Wasserbüffeln

1 Wolf, 300 Büffel,

10 Cowboys und

über 20 Aussteller

300 Albbüffel werden am Sonntag,

16. Oktober auf Wildwest-Art mit zehn

Cowboys, unter der Führung von Willi

Wolf, von ihrer Sommerweide in ihren

Stall in Meidelstetten (Kreis Reutlingen)

getrieben. Ein einzigartiges Schauspiel

in Deutschland, wenn nicht gar in

Europa. Im vergangenen Jahr hatte sich

der schwäbische Cowboy überreden

lassen, dieses Ereignis erstmals für die

Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Bis dahin fand der Weideabtrieb der

Albbüffel nur privat für ihn und seine

Cowboys statt.

„Das ist mein Erntedankfest“, nennt Wolf

das Spektakel. Und ein Spektakel ist es,

wenn fast 300 Büffel in einem langen

Treck, begleitet von erfahrenen Cowboys

auf ihren gut trainierten Pferden die Tiere

in ihr Winterquartier bringen. Die Vorbereitungen

dafür beginnen freilich schon

viel früher. Zuerst werden die Tiere und

ihr Nachwuchs, die auf verschiedenen

Weiden der Alb den Sommer verbracht

haben, zusammengeführt. Minutiös wird

dann der Weg besprochen und festgelegt,

den der Büffeltreck bis zum Stall zurücklegen

muss. Und der kann schon mal bis

zu fünf Kilometer und mehr lang sein. Es

ist ein unvergesslicher Anblick, wenn von

einer Minute auf die nächste diese Tiere,

einer schwarz-braunen Welle gleich, auf

den sanften Hügeln der Schwäbischen

Alb erscheinen und ins Tal streben. Sie

wissen, dass sie in ihren Stall dürfen und

drängen heimwärts, immer begleitet von

den Cowboys, die auch dafür Sorge tragen

müssen, dass die Jungtiere ihre Mütter

bei diesem großen Treck nicht verlieren.

Im vergangenen Oktober hatte sich Willi

Wolf zum ersten Mal entschlossen, dieses

Schauspiel erstens: öffentlich zugänglich

zu machen, und zweitens: wie es sich für

ein Erntedankfest gehört, zu einem Fest

für die Besucher werden zu lassen. Dass

dieser Entschluss gut und richtig war,

zeigte allein schon die Tatsache, dass über

3000 Besucher aus ganz Deutschland

sich das Schauspiel nicht entgehen lassen

wollten, selbst das Fernsehen war dabei

und hat ausführlich berichtet. In diesem

Jahr nun soll und wird es noch besser,

kurzweiliger, unterhaltsamer und lebendiger.

Dafür sorgt die Göppinger Medienagentur

Maitis-Media, die Willi Wolf

bei Organisation und Durchführung zur

Seite steht. Neben der Verpflegung sor-


- 19 -

Standortmarketing – Landwirtschaft einmal rentabel

gen auch Countryband und Linedancer

für gute Unterhaltung. Platzsorgen muss

allerdings niemand haben. Auf der weitläufigen

Ranch ist genug Raum für weit

mehr Besucher und hungrig oder durstig

muss auch niemand nach Hause gehen.

Doch bis es soweit war, dass tausende

Besucher solch ein Schauspiel genießen

können, war es für den Älbler ein weiter

und oftmals nicht einfacher Weg. Seit

den 1980er Jahren züchtet Willi Wolf die

imposanten Tiere erfolgreich mitten auf

der Schwäbischen Alb. Doch nicht nur

das Fleisch dieser imposanten Tiere, die

es – archäologisch bewiesen – vor 30 000

Jahren schon auf der Albhochfläche gab,

erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Auch Produkte aus Büffelleder oder aus

der Milch der Muttertiere finden immer

mehr Abnehmer.

Wie groß diese Vielfalt ist, wie gut diese

Produkte sind, darüber kann man sich

beim Weideabtrieb zudem ein Bild machen.

Ebenfalls an diesem Sonntag präsentieren

über 20 Aussteller in der geräumigen

Reithalle einen Ausschnitt dessen,

was die Region alles zu bieten hat. Vom

handgeschnitzten Besteck aus Albholz,

über Natur- und Pflanzenprodukte bis

hin zu Süßigkeiten.

Flankiert wird die Veranstaltung von

einem reichhaltigen Rahmenprogramm,

wobei neben Countrymusik und Linedancern

eine spektakuläre Stuntmen-

Show, mit der auch eine Geschichte erzählt

wird, einen weiteren Höhepunkt

darstellt. Schon seit Monaten laufen auch

dafür die Vorbereitungen. Es wird an der

Geschichte gefeilt, Mensch und Tier trainieren

gleichermaßen als eingeschworenes

Team, damit die Besucher am 16.

Oktober ab 10 Uhr eine kurzweilige,

amüsante und unvergessliche Zeit erleben.

Sheriff Tom wird alle Hände voll tun

zu haben, so viel sei schon mal verraten.

Die Besucher, vor allem Kinder, können

einen ganzen Tag in die faszinierende

Welt des schwäbischen Wilden Westens

eintauchen.

(PR)

Das Fest um den Weideabtrieb

der Albbüffel findet am

Sonntag, 16. Oktober von 10

bis 18 Uhr in Hohenstein-

Meidelstetten (Kreis Reutlingen)

beim Stall Willi

Wolf statt. Parkmöglichkeiten

bestehen in unmittelbarer

Nähe zum Festgelände.

Eintritt: Erwachsene acht

Euro, Kinder vier Euro.

Weitere Infos unter

www.willi-wolf.de

und unter

www.youtube.com/

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- 21 -

Randbemerkung

Der Klimawandel

Eine Betrachtung von Rainer Lang

Gelassen kann man da nicht mehr bleiben. Es war

erschreckend, was mir Freunde aus Göppingen erzählt

haben. Bei den schweren Unwettern haben sie mit Mühe

und Not verhindern können, dass ihr Keller überflutet

wird. Begonnen hatte es mit Hagel, der aber bei weitem

nicht so schwer war wie im Kreis Tuttlingen, wo die Hagelkörner

mit Schaufelladern beseitigt wurden.

Ein Freund aus Schwäbisch Gmünd wäre fast ertrunken.

Auch er steuerte sein Auto in eine Unterführung, wo er

mit knapper Not den Wassermassen entkam. In einer

anderen Unterführung in Schwäbisch Gmünd starben

dagegen zwei Menschen.

Es ist ein Schreckensszenario, was sich da entfaltet. Inzwischen

kennt man in ganz Deutschland die Bilder aus

dem verwüsteten Ort Braunsbach in Hohenlohe. Aber

auch andere Gebiete in der Region sind betroffen. Eine

Familie im unteren Kochertal zum Beispiel hat alles verloren,

weil Schlamm und Wasser ihr Haus völlig zerstörten.

Sie stehen vor einem Neubeginn.

Was ist da passiert in den vergangenen Monaten. Ich

sehe Bilder und höre Berichte von Menschen, die in

meiner Umgebung leben. Das kannte ich bislang nur

aus den ärmeren Regionen der Welt, aus denen ich von

Katastrophen berichtet hatte. Fluten in Pakistan, Überschwemmungen

in Myanmar, Dürren in Afrika. Solche

Naturereignisse lassen verzweifelte Menschen zurück.

Eines habe ich dabei aber auch gelernt. Es wird immer

unterschieden zwischen den von Menschen gemachten

Katastrophen, wie Kriegen und Bürgerkriegen, und den

von der Natur verursachten Katastrophen. Aber diese

Unterscheidung trifft so nicht zu. Überall dort, wo Menschen

aufgrund von Naturereignissen sterben, wurde

zuvor von Menschen extrem in die Umwelt eingegriffen.

Zum Beispiel wurden Wälder abgeholzt, die Schutz

gegen Überschwemmungen boten. Andernorts siedeln

Bevölkerungsgruppen aufgrund von Armut an Stellen,

wie an Flussufern, an denen eigentlich niemals gebaut

werden dürfte. Und eindeutig lässt sich feststellen, dass

sich die Klimamuster ändern. Regen fällt unregelmäßig,

aber dann in solchen Mengen, dass auf die Dürre sofort

eine Flut folgt.

Zugegeben, wir sind jetzt konfrontiert mit Krieg und

Bürgerkrieg und einem enormen Zustrom von Flüchtlingen,

Europa zeigt mit dem Brexit erschreckende Zerfallserscheinungen

– können wir uns da noch ums Klima

kümmern? Es war im vergangenen Jahr, als die Staatengemeinschaft

sich in Paris feierlich dazu verpflichtete

die Erderwärmung nicht über zwei Grad steigen zu

lassen. Aber Papier ist geduldig. Etwas mehr Ungeduld

wäre hier durchaus angebracht.

Es ist gut zu sehen, dass positive Signale aus der Wirtschaft

kommen. An die Verpflichtung der Unternehmen,

ethisch verantwortlich zu wirtschaften, hat erst jüngst

Daimler-Chef Dieter Zetsche in einem Vortrag erinnert.

Das bedeutet, Umweltzerstörung beim Abbau von Rohstoffen

und unmenschliche Arbeitsbedingungen auch in

der gesamten Lieferkette zu verhindern.

Baden-Württemberg ist in dieser Hinsicht gut aufgestellt.

Hier ist der Mittelstand zu Hause, besonders auch in den

Regionen Ulm und Göppingen. Die Betriebe sind meist

in Familienbesitz.

Von manchem Modernisten wurden solche Modelle als

hausbacken und konservativ verlacht. Aber in dieser

Hinsicht haben sich schon viele getäuscht. Denn die

Chefs denken nicht nur eindimensional an maximale

Gewinnmaximierung, sondern stehen in einer langen

Tradition guter Betriebsführung. Auf diese sozusagen

„hauseigene“ Wertebasis sollten wir viel stärker zurückgreifen.

Mit diesem Pfund können wir in Baden-Württemberg

wuchern und Beispiel geben für andere Regionen.

Das sollten wir aber viel offensiver tun und unseren

Ruf als Vorreiter auch auf dem Gebiet der Moral bestätigen.

Denn Bescheidenheit und Understatement sind

längst wieder Tugenden, die im Trend liegen und unsere

Gesellschaft zukunftsfähig machen. Dazu trägt auch

die Erkenntnis bei, dass die Folgen ungezügelten Wachstums

auf uns alle zurückschlagen, ob wir nun im reichen

Norden oder im armen Süden zu Hause sind. Nun trifft

es uns eben auch in der Komfortzone.

Und was können wir bei uns vor der eigenen Haustüre

beobachten? Nun scheint der Klimawandel auch hierzulande

angekommen zu sein. Die Betroffenen sind hellhörig

geworden. Die Wetterkapriolen lassen sich nicht

mehr bequem vom Fernsehsessel aus verfolgen, der

Schrecken wird plötzlich real. Und auch die Erkenntnis

drängt sich auf, dass ein Weiterwursteln wie bisher nicht

mehr möglich ist.


Auf den Spuren der

Bibelschmuggler

Von Rainer Lang


- 23 -

Tourismusmarketing – Von Ulm die Donau entlang

Auf die Tradition legt Hotelchef Jakob Forstnig Wert.

An die Ursprünge des Trattlerhofs wird in der Zopfstube erinnert.

Jahrhundert in Zeiten der Gegenreformation in Österreich

als revolutionär.

Auf abenteuerlichen Wegen wurden Lutherbibeln, Gesang-

und Gebetsbücher vom Süden Deutschlands nach

Österreich auch in entlegene Bergtäler geschmuggelt.

2008 eröffnete die evangelische Kirche in Österreich

den „Weg des Buches“. Er führt auf den Spuren der Bibelschmuggler

und Geheimprotestanten von Schärding

an der bayerischen Grenze über die Kärntner Nockberge

bis an die slowenische Grenze.

Ein Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Weg des

Buches ist der Trattlerhof. Forstnigs Hotel wurde selbst

zur Pilgerherberge beim ökumenischen österreichischen

Pilgersymposion. Die Gäste kamen aus Österreich und

Deutschland, darunter auch etwa ein Dutzend Pfarrerinnen

und Pfarrer. Unter dem Motto „Pilgern – Gesundheit

für Körper und Seele“ wurde auch der „Weg

des Buches“ erkundet.

Jakob Forstnigs Freund Robert Graimann ist passionierter

Wanderer und hat ein Wanderbuch für Körper

und Seele mit dem Titel „Wandern fürs Gemüt“ verfasst.

Ulm darf sich „Reformationsstadt Europas“ nennen.

Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa

hat ihr den Titel anlässlich des 500. Reformationsjubiläums

im Jahr 2017 verliehen. Diesen Status teilt

die Stadt mit rund 60 weiteren Kommunen in Europa.

Dazu gehört auch Klagenfurt, die Landeshauptstadt

des österreichischen Bundesstaats Kärnten. Dort gibt

es den Weg des Buches, der während der Zeit des Geheimprotestantismus

zur Zeit der Gegenreformation

entstand.

Im Gegensatz zu Ulm mussten in Kärnten evangelische

Christen während der Gegenreformation abtauchen.

Sie praktizierten in abgelegenen Tälern ihren

Glauben im Geheimen. Versorgt wurden sie mit der Heiligen

Schrift aus Deutschland durch Bibelschmuggler.

Sie waren auf dem „Weg des Buches“ unterwegs, der in

Österreich ausgeschildert ist.

Von Ulm aus machen wir uns auf den Weg entlang der

Donau und stoßen bei Passau auf den Weg des Buches.

Für ihn Ansprechpartner in Österreich ist Robert Graimann,

der neue Routen ausfindig macht und mit dem

Hotelier Jakob Forstnig Wanderungen zum Weg des

Buches vom Trattlerhof in Bad Kleinkirchheim als Ausgangspunkt

anbietet.

Neun Mal im Sommer nimmt der Hotelier seine Gäste

auf die Sonnenaufgangswanderung mit. Als ein „super

Erlebnis“ beschreibt Jakob Forstnig, der Chef des Trattlerhofs,

die Tour, denn neben der Erholung in der Natur

sollte nämlich auch die spirituelle Erfahrung nicht zu

kurz kommen. Zum Beispiel auf dem Weg des Buches.

Für den interessieren sich vor dem Reformationsjubiläum

2017 immer mehr Menschen. Dabei geht es um die

Bibel, die Martin Luther erstmals ins Deutsche übersetzt

hatte. Und dieses Buch selber zu lesen, das galt im 16.

Über der Katharinenquelle wurde eine Kirche erbaut in

Bad Kleinkirchheim, die Station am Hemmapilgerweg ist.

Eindrücke von der bäuerlichen Kultur in Kärnten.


Tourismusmarketing – Von Ulm die Donau entlang

- 24 -

Vom Reformationsjubiläum 2017 erwarten die beteiligten Städte und Regionen einen Besucherschub. Ein länderübergreifendes

EU-Projekt sind die Wege der Reformation. Lutherwege in Deutschland sollen mit anderen Routen, wie

dem Weg des Buches, zu einem Netz werden.

Bad Kleinkirchheim in Kärnten ist einer der bekanntesten Touristenorte in Österreich. Im Vergleich zum Sommer

2012 sind jedoch die Übernachtungen im Sommer 2014 um rund fünf Prozent von über 300.000 auf rund 286.000

zurückgegangen. Rund 75 Prozent der Gäste kommen aus dem Ausland.

Wandern und Pilgern ist ein Schwerpunkt im Tourismusangebot. Darauf setzt auch das Vier-Sterne-Hotel Trattlerhof

www.trattlerhof.at

Tourismus Marketing Bad Kleinkirchheim

www.badkleinkirchheim.at

Jakob Forstnig (links) und Robert Graimann

Eine Station auf den traditionellen Handelswegen

ist der Trattlerhof seit jeher.

Er hat eine fast 500-jährige Geschichte

als Unterkunft sowie als Pilgerherberge.

Vor mehr als 130 Jahren hat die Familie

Forstnig das einfache Wirtshaus „Trattlerkeusche“

übernommen und zu einem

Vier-Sterne-Hotel entwickelt. Das nächste

Pilgersymposium ist vom 27. bis 30.

Oktober 2016 im Trattlerhof.

In Bad Kleinkirchheim treffen sich einige

Wanderwege, wie der Alpe-Adria-Trail.

Direkt neben dem Trattlerhof führt zum

Beispiel der „Hemmapilgerweg“ vorbei.

An dessen Ende liegt das Grab der Heiligen

Hemma im 800 Kilometer entfernten

Wallfahrtszentrum Gurk. Eine Station

auf dem Weg ist die römisch-katholische

Filialkirche westlich von Bad Kleinkirchheim.

Sie wurde im 15. Jahrhundert über

einer Heilquelle errichtet – Bad Kleinkirchheim

verfügt über zwei Thermalbäder.

Die gotische Kirche gehört ebenso

zur Station auf dem Kulturwanderweg

und ist wie die evangelische Kirche Teil

von „nockart“, einem vom Tourismusverband

Bad Kleinkirchheim entwickelten

„wanderbaren Kunstprojekt“.

www.trattlerhof.at

www.wegdesbuches.at

www.spirituell-wandern.at

Durch diese Gegend führten die Wege der Bibelschmuggler in die abseits gelegenen Täler der Protestanten.


- 25 -

Wohin nur? Zum Beispiel nur für Kurztripps mit der Familie.

Wie man sich bettet, so liegt man.

auch im Urlaub: „janz“ bequem

Von Thomas Kießling

Das Smartloft in Berlin, sieht von

außen „janz“ normal aus.

„Janz Berlin is ene … genau Wolke“. Darin lässt sich bestimmt auch gut leben, zumindest

schon mal sehr schön Urlaub machen, unter anderem auch mit der Familie.

Das geht ganz einfach, zum Beispiel im „Smartloft apartments & art“ in der Choriner

Straße in Berlin Mitte mit seinen sechsstöckigen Jugendstilhäusern in endlos langen

Straßen. Gleich daneben liegt der Teutoburger Platz, wo einst Bärbel Bolay das „Neue

Zentrum“ ausrief und dadurch mit zur Wende blies. Hier in Berlin muss – ganz wie unser

Smartloft – „allet janz“ besonders sein. Gegenüber heißt die Kneipe „Zur Schwarzen

Pumpe“ in Anlehnung an die Braunkohleabbaugebiete in der Niederlausitz. An

der nächsten Ecke heißt die Einkehr „Lasst uns Freunde bleiben“, obwohl wir nur gut

frühstücken wollten und uns gar nicht gestritten haben, auch nicht, wenn gegenüber

gerade ein polnisches Restaurant aufmacht (heißt wahrscheinlich „Freundschaft durch

Borscht“). Am übernächsten Eck wartet ein kleiner Stadtpark mit einem Kiosk auf, der

sich „Kauf Dich glücklich“ nennt. Eben hier also, mit dem Blick die Straßenschlucht

hinunter auf den Berliner Fernsehturm am „Alex“ und den Berliner Dom auf der Museumsinsel,

stehen am Eck die fünf Stöcke des Smartloft. Neben einer Media-Agentur

(unter anderem für Spiegel-online) gibt es einige Appartements im Gebäude, die samt

und sonders mit Kunstwerken ausstaffiert sind. Und ganz besonders: Unsere riesige

Wohnung mit einem Extra-Wohnzimmer zu unseren drei Schlafzimmern hatte ein

kombiniertes Ess- und Badezimmer. Wie geht das? Ganz einfach: Vorhang auf und

Blick frei auf die Badewanne. Im Treppenhaus endet der Aufzug jeweils zum halben

Stockwerk, weil da früher zu Ostzeiten die Etagen-Klos für oben und unten waren –

und jetzt eben der Lift. Kolossal.

www.smartloft.de

Weimarer Klassik,

ganz unklassisch

Der zweite Tipp kommt aus Weimar, ja genau dort,

wo einst Goethe und Schiller die Weimarer Klassik zum

Blühen brachten, der Biberacher Wieland diesen vorbereitete

(bekanntester Literat zu dieser Zeit) und der Philosoph

Herder das kongeniale Quartett komplettierte.

Weimar also und ganz besonders Goethe, der in seinem

weltberühmten Haus am Frauenplan 11 wohnte.

Nur fünf Häuser weiter in die kleine Seifengasse hinein,

gelangt der Gast zum Familienhotel Weimar, mit

Gretchens Restaurant & Café im Erdgeschoss – toll. Auf

vier Stockwerken schlängeln sich die Appartements in

die Höhe, und ganz oben gibt es einen mega-schönen

Dachgarten, wo sich lecker frühstücken oder nach

weitgelaufenem Weimar-Rundgang die ein oder andere

mitgebrachte Lektüre lesen lässt. Wie ist das Haus eingerichtet?

Wir sagen nur: Es ist das erste ökologische

Ferienwohnungs-Hotel aus Holz, Lehm und Hanfstroh

in Deutschland mit einem super-angenehmen Raumklima.

Viel Spaß.

www.familienhotel-weimar.de

„Musike“ vor dem Goethehaus in Weimar,

fast neben dem Familienhotel


Wohin in den Regionen

- 26 -

Die Veranstaltung

Die Ulmer Spatzenwiese

Hier an dieser Stelle stellen wir immer mindestens

eine bemerkenswerte Veranstaltung vor, diesmal die

Spatzenwiese in Ulm, die vom akademietheater ulm

e. V. und Kooperationspartner mit großem Einsatz auf

die Beine gestellt wird. Auf Höhe des Donaustadions

direkt an der Donau können sich Kinder und natürlich

auch die Eltern auf ein buntes Aktions- und etwas anderes

Kirmes-Programm freuen, denn hier darf man noch

selbst in die Go-Kart-Pedale treten, der Bierkastenrutsche

den entsprechenden Kasten auflegen und malen,

basteln und werkeln und mit einem schönen Karussell

fahren. Noch bis zum 14. August, immer Donnerstag bis

Samstag von 14 – 19 Uhr und sonntags von 11 – 19 Uhr

findet diese Spatzenwiese im Rahmen des KinderKulturSommers

statt.

Auch dieses Jahr dürfen sich die Besucher wieder auf ein

buntes Theaterprogramm für die ganze Familie freuen.

Zudem gibt es wieder theaterpädagogische Workshops

rund um das Motto „Gemeinsam sind wir stark“, Band-,

Harfe und Trommelworkshops mit der Musikschule

Masters & Arts Neu-Ulm, Mal- und Bastelworkshops

mit der Kunstschule kontiki, sowie für die Kinder ab 10

Jahren Workshops mit unserem Abenteuerpädagogen

Gernot Ladwein. Immer wieder warten kleine Überraschungen

auf die Besucher und alle Preise sind familienfreundlich.

Vieles ist kostenfrei, keiner bleibt allein. Und

die Erwachsenen? Die dürfen sich auf ein gemütliches

Ambiente, nette Gespräche und Begegnungen freuen.

Und bei schlechtem Wetter? Da hat die Spatzenwiese

trotzdem geöffnet und bietet von 14 – 17 Uhr ein unterhaltsames

und abwechslungsreiches Schlechtwetterprogramm

im großen und kleinen Theaterzelt.

www.adk-ulm.de/spatzenwiese

15 Jahre

Werbekompetenz.

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