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Blaue Post Nr. 8 April 2017

Titelthema "Deutsche Sprache als Kulturgut schützen", dem Antrag der AfD-Fraktion. Weitere Themen der Fraktion: Der Verfassungsschutz und die AfD-Fraktion Extremismus in Sachsen - Ein Land im Fadenkreuz Haushaltssolidarität wurde falsch verstandener Willkommenskultur geopfert! Zwangsgebühren für Staatsfunk abschaffen u.v.m.

Blaue Post Nr. 8 April

Fraktion vor Ort · Braunkohle in der Lausitz · Petitionen im Landtag · Umfangreichste Große Anfrage Blaue Post NR. 8 ZEITUNG DER AFD SACHSEN KOSTENLOS Aus dem Inhalt Seite 3 Verfassungsschutz Seite 5 Bildungsempfehlung in Sachsen ab Seite 10 Vorgestellt: Die Direktkandidaten der AfD aus Sachsen Deutsche Sprache als Kulturgut schützen Antrag der Afd-Fraktion Drs. 6/7209 Die Landtagsfraktion der AfD hat einen Antrag auf Ergänzung der Sächsischen Verfassung gestellt. (Drs. 6/7209). Wir wollen, dass die deutsche Sprache als Kulturgut vom Freistaat besonders geschützt und gefördert wird. Eine Sprache ist ein lebendiger Organismus, sie befindet sich in einem ständigen Prozess der Veränderung. Politiker sollten sich hüten, in diesen Prozess einzugreifen; wohin das führt, hat man am Fiasko der Rechtschreibreform gesehen. Wir wollen keineswegs die Sprache reglementieren. In Frankreich versuchte man mit der „Loi Toubon“, im öffentlichen Raum alle Anglizismen zu unterdrücken, für die es einen adäquaten französischen Begriff gibt. Wir, die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, wollen keine Verbote einführen. Sprachen können wachsen und sich entwickeln – aber auch verkümmern oder verdrängt werden – und sogar aussterben. In einem solchen Fall ist es die natürliche Aufgabe der politisch Verantwortlichen, darauf zu reagieren. Wir besitzen mit dem Deutschen ein einzigartiges und hochkomplexes Instrument der Weltaneignung und des Ausdrucks. Ein gewichtiger Teil des literarischen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Weltkulturerbes ist auf deutsch geschrieben worden. Aber unsere Sprache verliert täglich an Bedeutung. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war Deutsch eine wichtige wissenschaftliche Publikationssprache. Bis in die MdL Dr. Kirsten Muster MdL Andrea Kersten 1930er Jahre mussten US-Chemiker nachweisen, dass sie Deutsch konnten. In Portugal waren Deutschkenntnisse für Juristen obligatorisch, in Japan für Mediziner. Das ist vorbei. Die Sprache von 84 Chemie-, Physik- und Medizin-Nobelpreisträgern (plus neun Österreichern) ist inzwischen zum Wissenschaftsdialekt geschrumpft. Wichtige Symposien hierzulande finden längst zweisprachig, wenn nicht ausschließlich anglophon statt. Die Geisteswissenschaften wurden in „Humanities“ umbenannt; immer mehr Hochschulinstitute zwischen Rostock und Freiburg taufen ihren Lehrkörper in „staff“ um. Allein die TU München bietet 41 rein englischsprachige Studiengänge an. Ob Mathematik, Medizin, Ökonomie, Psychologie oder Kulturgeschichte, die internationale Forschung nähert sich der kompletten Anglifizierung. Englischsprachige Fachpublikationen kommen weltweit auf einen Anteil von über 90 Prozent, gerade ein Hundertstel erscheint noch auf Deutsch. Wer sich nicht englisch artikuliert, wird Fortsetzung auf Seite 2