Programmheft

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BASTIEN UND BASTIENNE
Ein Singspiel über Liebe und andere Missverständnisse
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Projekt im Rahmen des Bachelorstudiums an der Hochschule Luzern – Musik.
Gabriela Glaus – Sopran
Timothy Löw – Tenor
Tobias Wurmehl – Bassbariton

Bastien und Bastienne

Ein Singspiel über Liebe und

andere Missverständnisse

Projekt im Rahmen des Bachelor-Studiums an der Hochschule Luzern – Musik

Gabriela Glaus – Sopran | Timothy Löw – Tenor | Tobias Wurmehl – Bassbariton

Samstag, 29. April 2017, 19:00 Uhr – Premiere

Kantonsschule am Burggraben, Burggraben 21, 9000 St. Gallen

Freitag, 05. und Samstag 06. Mai 2017, 20:00 Uhr

Zwischenbühne Horw, Papiermühleweg 1, 6048 Horw

Samstag, 13. Mai 2017, 19:00 Uhr – Derniere

Rudolf Steiner-Schule, Jakobsbergerholzweg 54, 4059 Basel


Bastien und Bastienne

Programm

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)

Kantate «Schweigt stille, plaudert nicht» BWV 211 (‹Kaffeekantate›)

1. Rezitativ: «Schweigt stille, plaudert nicht» (Tenor)

2. Arie: «Hat man nicht mit seinen Kindern» (Schlendrian)

3. Rezitativ: «Du böses Kind, du loses Mädchen» (Schlendrian, Liesgen)

4. Arie: «Ei! Wie schmeckt der Coffee süsse» (Liesgen)

5. Rezitativ: «Wenn du mir nicht den Coffee lässt» (Schlendrian, Liesgen)

6. Arie: «Mädchen, die von harten Sinnen» (Schlendrian)

7. Rezitativ: «Nun folge, was dein Vater spricht» (Schlendrian, Liesgen)

8. Arie: «Heute noch, heute noch!» (Liesgen)

9. Rezitativ: «Nun geht und sucht der alte Schlendrian» (Tenor)

10. Terzett: «Die Katze lässt das Mausen nicht!» (Tutti)

Pause

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)

Singspiel «Bastien und Bastienne» KV 50

1. Ouverture

2. Erster Auftritt

3. Zweiter Auftritt

4. Dritter Auftritt

5. Vierter Auftritt

6. Fünfter Auftritt

7. Sechster Auftritt

8. Siebter Auftritt


Sehr geehrtes Publikum

Wir freuen uns, dass sie den Weg in eine

unserer Aufführungen gefunden haben.

Sie werden im Folgenden zwei Werke

sehen, die unabhängig voneinander sind,

und damit ganz andere Geschichten erzählen.

Die «Kaffeekantate» von J.S.Bach

erzählt die Geschichte von Schlendrian,

der seiner Tochter den Kaffeekonsum verbieten

will und «Bastien und Bastienne»

von W.A.Mozart erzählt die tragische Liebesgeschichte

eines Aristokratenpaars.

Wir hatten während unserer Studienzeit

schon immer den Wunsch einmal «Bastien

und Bastienne» aufzuführen. So bot sich

das Bachelorprojekt als optimale Gelegenheit.

Da dieses kleine Singspiel jedoch

nicht abendfüllend ist, haben wir es durch

die «Kaffeekantate» erweitert. Dieses

Werk hatten wir bereits im 2.Studienjahr

erarbeitet und in Luzern zwei Mal erfolgreich

aufgeführt. Es ist ein Werk, dass uns

grosse Freude bereitet hat und zeigt, dass

Bach durchaus humorvoll sein konnte.

Mit der Planung unseres Projektes haben

wir etwa vor einem Jahr begonnen. Ganz

am Anfang wollten wir schon eine kleine

«Tournee» machen und dabei in unseren

Heimatstädten (St. Gallen und Basel), sowie

an unserem Studienort eine Aufführung

gestalten. So haben wir schrittweise

zuerst Aufführungsorte, Musiker für das

Orchester, den Regisseur und den Lichttechniker

organisiert, dann mit einem

Dossier zu unserem Projekt Stiftungen angefragt,

unsere Partien eingeübt, geprobt

und schliesslich noch die Kostüme und

das Bühnenbild erstellt.

Uns hat die Planung dieses Projektes

grossen Spass gemacht und wir freuen

uns, Ihnen nun das Ergebnis präsentieren

zu dürfen.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme,

amüsante und spannende Aufführung und

weisen sie noch darauf hin, dass es zwischen

den beiden Stücken eine Pause gibt,

in der wir Ihnen draussen gerne Getränke

anbieten.

1


Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)

Kaffeekantate BWV 211

Einführung

Bach komponierte die «Kaffeekantate»

1732. Während dieser Zeit war er als Thomaskantor

in der Stadt Leipzig angestellt

und war Leiter des Collegia Musica. Dieses

spielte wöchentlich bei dem Cafétier

Gottfried Zimmermann und führte dabei

diverse Kammermusikwerke, Kantaten,

Ouvertüren und Konzerte auf. Zu ihrem

Repertoire gehörte natürlich auch die

«Kaffeekantate». Diese beschreibt auf

humorvolle Art, wie ein Vater seiner Tochter

den Kaffeekonsum verwehren will. Zu

jener Zeit zog es viele Frauen in die Kaffeehäuser,

um beim Kaffeekränzchen zu

„klönen“, wie es Zeitzeugen beschrieben.

Natürlich war das der dominierenden

Männergesellschaft ein Dorn im Auge,

den man zu unterdrücken versuchte.

Das Libretto zur Kantate stammt aus den

„Ernst-Scherzhaften- und Satyrischen

Gedichten“. Diese wurden von Christian

Friedrich Henrici (Picander) verfasst.

Das Stück ist wohl mehr ein «Dramma per

Musica», eine kleine Oper, als eine Kantate

und wird deshalb halbszenisch aufgeführt.

2


Handlung

Schlendrian ärgert sich über seine Tochter

Liesgen, die nichts weiter als den Kaffee

im Kopf hat. Er versucht sie mit allen Mitteln

zu verlocken, dem Kaffee abzuschwören,

sei es ein neues Kleid oder ein rauschendes

Fest. Liesgen interessiert sich

jedoch nur für den Kaffee und lässt sich

von den Drohungen ihres Vaters nicht beeindrucken.

Zuletzt verspricht Schlendrian

ihr einen Mann, aber nur, wenn sie keinen

Kaffee mehr trinkt. Liesgen, verzaubert

vom Gedanken einen Mann zu bekommen,

schwört nun dem Kaffee ab und

bittet ihren Vater ihr gleich heute einen

Mann zu suchen.

Kann Schlendrian einen Mann für Liesgen

finden und hält sie ihr Versprechen, nie

wieder Kaffee zu trinken?

Text

1. Rezitativ

TENOR

Schweigt stille, plaudert nicht

Und höret, was itzund geschicht:

Da kömmt Herr Schlendrian

Mit seiner Tochter Liesgen her,

Er brummt ja wie ein Zeidelbär;

Hört selber, was sie ihm getan!

2. Arie

SCHLENDRIAN

Hat man nicht mit seinen Kindern

Hunderttausend Hudelei!

Was ich immer alle Tage

Meiner Tochter Liesgen sage

Gehet ohne Frucht vorbei.

3. Rezitativ

SCHLENDRIAN

Du böses Kind, du loses Mädchen,

Ach! wenn erlang ich meinen Zweck:

Tu mir den Coffee weg!

LIESGEN

Herr Vater, seid doch nicht so scharf!

Wenn ich des Tages nicht dreimal

Mein Schälchen Coffee trinken darf,

So werd ich ja zu meiner Qual

Wie ein verdorrtes Ziegenbrätchen.

4. Arie

LIESGEN

Ei! wie schmeckt der Coffee süsse,

Lieblicher als tausend Küsse,

Milder als Muskatenwein.

Coffee, Coffee muss ich haben,

Und wenn jemand mich will laben,

Ach, so schenkt mir Coffee ein!

5. Rezitativ

SCHLENDRIAN

Wenn du mir nicht den Coffee lässt,

So sollst du auf kein Hochzeitfest,

Auch nicht spazierengehn.

LIESGEN

Ach ja! Nur lasset mir den Coffee da!

SCHLENDRIAN

Da hab ich nun den kleinen Affen!

Ich will dir keinen Fischbeinrock

nach itzger Weite schaffen.

LIESGEN

Ich kann mich leicht darzu verstehn.

SCHLENDRIAN

Du sollst nicht an das Fenster treten

Und keinen sehn vorübergehn!

3


LIESGEN

Auch dieses; doch seid nur gebeten

Und lasset mir den Coffee stehn!

SCHLENDRIAN

Du sollst auch nicht von meiner Hand

Ein silbern oder goldnes Band

Auf deine Haube kriegen!

LIESGEN

Ja, ja! nur lasst mir mein Vergnügen!

SCHLENDRIAN

Du loses Liesgen du,

So gibst du mir denn alles zu?

6. Arie

SCHLENDRIAN

Mädchen, die von harten Sinnen,

Sind nicht leichte zu gewinnen.

Doch trifft man den rechten Ort,

O! so kömmt man glücklich fort.

7. Rezitativ

SCHLENDRIAN

Nun folge, was dein Vater spricht!

LIESGEN

In allem, nur den Coffee nicht.

SCHLENDRIAN

Wohlan! so musst du dich bequemen,

Auch niemals einen Mann zu nehmen.

LIESGEN

Ach ja! Herr Vater, einen Mann!

SCHLENDRIAN

Ich schwöre, dass es nicht geschicht.

LIESGEN

Bis ich den Coffee lassen kann?

Nun! Coffee, bleib nur immer liegen!

Herr Vater, hört, ich trinke keinen nicht.

SCHLENDRIAN

So sollst du endlich einen kriegen!

8. Arie

LIESGEN

Heute noch,

Lieber Vater, tut es doch!

Ach, ein Mann!

Wahrlich, dieser steht mir an!

Wenn es sich doch balde fügte,

Dass ich endlich vor Coffee,

Eh ich noch zu Bette geh,

Einen wackern Liebsten kriegte!

9. Rezitativ

TENOR

Nun geht und sucht der alte Schlendrian,

Wie er vor seine Tochter Liesgen

Bald einen Mann verschaffen kann;

Doch, Liesgen streuet heimlich aus:

Kein Freier komm mir in das Haus,

Er hab es mir denn selbst versprochen

Und rück es auch der Ehestiftung ein,

Dass mir erlaubet möge sein,

Den Coffee, wenn ich will, zu kochen.

10. Terzett

LIESGEN, TENOR, SCHLENDRIAN

Die Katze lässt das Mausen nicht,

Die Jungfern bleiben Coffeeschwestern

Die Mutter liebt den Coffeebrauch,

Die Grossmama trank solchen auch,

Wer will nun auf die Töchter lästern!

4


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Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Bastien und Bastienne KV50

Einführung

Wolfgang Amadeus Mozart schrieb «Bastien

und Bastienne» mit gerade mal zwölf

Jahren. Die erste nachweisbare Uraufführung

fand 1890 im Architektenhaus Berlin

statt, allerdings vermutet man eine frühere

Aufführung bereits 1768 in Wien.

Das Singspiel besteht aus einem Akt und

wurde in deutscher Sprache verfasst. Obwohl

man das Werk nie einem speziellen

Genre zugeordnet hatte, war die französische

Variante der «Opéra-Comique» zu

dieser Zeit sehr in Mode und wird wohl die

Bezeichnung sein, welche Mozart seinem

Werk gegeben hätte. Die Rezitative sind

nur im ersten Teil mit Musik unterlegt,

deshalb sind in dieser Aufführung alle Rezitative

gesprochen.

Das Libretto stammt von Johann Heinrich

Müller und Johann Andreas Schachtner. Es

basiert auf einer Parodie von Jean-Jaques

Rousseaus Oper: „Le devin du village“ (Der

Dorfwahrsager), die während der zweiten

Hälfte des 18. Jahrhunderts sehr bekannt

war. Da Mozart zu dieser Zeit in Paris war,

ist es gut möglich, dass er eine Aufführung

gesehen hat. Die Parodie unter dem Titel

«Les amours de Bastien et Bastienne»

wurde von Marie Justine Benoite Favart,

Charles Simon Favart und Harny de Guerville

verfasst. Sie bestand darin, dass die

Sänger/in dabei wie Bauern aussahen und

sprachen. Mit der „Bauernsprache“ und

der „ländlichen Naivität“ entsprach das

Libretto der Oper dem Zeitalter des Rokokos

und damit dem Bedürfnis nach Natürlich-

und Einfachheit. Mit den Themen

Eifersucht und Liebe im Zentrum war dies

eine Geschichte, wie es das Publikum der

damaligen (und natürlich auch heutigen)

Zeit am liebsten hatte.

6


Handlung

Bastien und Bastienne, ein Paar in der

Aristokratengesellschaft des 18.Jahrhunderts.

Die anfängliche Liebe ist verflogen

und die beiden sind nur noch rein zweckgebunden

zusammen.

Bastienne sind die rauschende Feste,

sowie auch die unzähligen Liebschaften

ihres Bastien leid. Sie bewahrt in Gesellschaft

ihre Maske der eleganten Frau, aber

kaum alleine, versinkt sie in tiefer Trauer

und versucht immer mehr ihren Kummer

mit Alkohol zu ertränken. Sie sehnt sich

nach den alten Zeiten und vor allem danach,

geliebt und geachtet zu werden.

Allmählich immer mehr vom Alkohol betäubt,

entfernt sie sich auch dieses Mal

vom Fest alleine in den Wintergarten und

schläft dort schliesslich ein.

Colas hat bemerkt, dass sie sich vom Fest

entfernt hat und beobachtet sie, wie sie

dort schlafend liegt. In Gedanken hat er

sie bereits verführt.

Bastienne erwacht und ist gleich im Bann

seiner unglaublichen magischen Ausstrahlung.

Sie fühlt sich zu ihm hingezogen,

weicht seinen Annäherungen doch immer

wieder aus. Sie möchte sich eigentlich

wieder mit Bastien versöhnen, doch dieser

Mann hat einen Zauber an sich, dem

kein menschliches Wesen ausweichen

kann. Schliesslich kann sie nicht mehr anders

und gibt sich ihm hin.

Colas, erfreut über seine neuste Eroberung,

macht nun gleich danach Bekanntschaft

mit Bastien. Auch zwischen ihnen

besteht sofort diese magische Anziehungskraft.

Colas ist über die Annäherungen

von Bastien amüsiert, ist diesen

jedoch auch nicht ganz abgeneigt. Als

schliesslich Colas auch noch einen Zauberspruch

spricht, ist es auch um Bastien

geschehen.

Bastien bleibt, in seinen Träumereien um

Colas versunken, im Wintergarten zurück

als Bastienne zurückkommt. Bastien,

voller Hass, lacht seine Geliebte aus, er

macht sie lächerlich und ist genervt von

ihrem ewigen Getue um ihre Beziehung.

Er möchte sie verlassen, für andere Frauen,

für Colas, doch ist Bastienne eine angesehene

Frau und ohne sie würden seine

ganzen Geschäfte ins Wanken geraten.

Bastienne leidet unterdessen immer mehr,

gedemütigt, geschlagen und verzweifelt,

kann sie nicht mehr anders und bricht in

Tränen aus.

Um die ganze Situation wieder in den

Griff zu bekommen, gibt Bastien nach und

schwört ihr seine Liebe. Bastienne ist sofort

wieder voller Hoffnung und merkt dabei

nicht, dass es Bastien gar nicht ernst

ist und er sich lediglich für ihre körperliche

Beziehung interessiert.

Colas entdeckt die beiden nun, wie sie

Arm in Arm verschlungen sind. Kann er die

beide wieder zu einem glücklichen Paar

machen oder hat sein Zauber eine ganz

andere Wirkung?

7


Text

Ouvertüre

Nr. 1 - Arie

BASTIENNE

Mein liebster Freund hat mich verlassen,

mit ihm ist Schlaf und Ruh' dahin.

Ich weiss vor Leid mich nicht zu fassen,

der Kummer schwächt mir Aug und Sinn.

Vor Gram und Schmerz erstarrt das Herz,

und diese Not bringt mir den Tod.

Monolog

BASTIENNE

Nr. 2 - Arie

BASTIENNE

Ich geh jetzt auf die Weide,

Betäubt und ganz gedankenleer.

Ich seh zu meiner Freude

Nichts als mein Lämmerheer.

Ach! ganz allein

Voller Pein

Stets zu sein,

Bringt dem Herz

Nur Qual und Schmerz.

ZWEITER AUFTRITT

Nr. 3 - Auftritt des Colas (Orchester)

Nr. 4 - Arie

COLAS

Befraget mich ein zartes Kind

Um sein zukünft'ges Glücke,

Les' ich das Schiksal ihm geschwind

Aus dem verliebten Blicke.

Ich sehe, bloss des Liebsten Gunst

Kann zum Vergnügen taugen.

Wie leicht wird mir die Zauberkunst

Bei zwei verliebten Augen.

Dialog

COLAS

Nr. 5 - Arie

BASTIENNE

Wenn mein Bastien einst im Scherze

Mir ein Blümchen sonst entwand,

Drang mir selbst die Lust durchs Herze,

Die er bei dem Raub empfand.

Warum wird er von Geschenken

Einer andern jetzt geblendt?

Alles, was nur zu erdenken,

Ward ihm ja von mir gegönnt.

Meiereien, Feld und Herden

Bot ich ihm mit Freuden an.

Jetzt soll ich verachtet werden,

Da ich ihm so viel getan.

Dialog

BASTIENNE & COLAS

Nr. 6 - Arie

BASTIENNE

Würd ich auch wie manche Buhlerinnen

Fremder Schmeicheleien niemals satt,

Wollt ich mir ganz leicht das Herz gewinnen

Von den schönsten Herren aus der Stadt.

Doch nur Bastien reizt meine Triebe,

Und mit Liebe wird ein andrer nie belohnt.

Geht, geht, geht! sag ich,

Geht und lernt von meiner Jugend,

Dass die Tugend

Auch in Schäferhütten wohnt.

Dialog

BASTIENNE & COLAS

Nr. 7 - Duett

COLAS

Auf den Rat, den ich gegeben,

Sei, mein Kind, mit Fleiss bedacht.

BASTIENNE

Ja, ich werde mich bestreben,

Ja, mein Herr, bei Tag und Nacht.

COLAS

Wirst du mir auch dankbar leben?

BASTIENNE

Ja, mein Herr, bei Tag und Nacht.

COLAS

O die Unschuld! dir zum Glücke

Meide jetzt die finstern Blicke,

Nimm ein muntres Wesen an.

BASTIENNE

Ja, mein Herr, so gut ich kann!

8


DRITTER AUFTRITT

Monolog

COLAS

VIERTER AUFTRITT

Nr. 8 - Arie

BASTIEN

Grossen Dank dir abzustatten,

Herr Colas, ist meine Pflicht;

Du zerteilist des Zweifels Schatten

Durch den weisen Unterrricht.

Ja, ich wähle die zum Gatten,

Die des Lebens Glück verspricht

In den angebot›nen Schätzen,

Ist für mich kein wahr' Ergötzen.

Bastiennes Lieblichkeit

Macht mich mehr als Gold erfreut.

Dialog

COLAS & BASTIEN

Nr. 9 - Arie

BASTIEN

Geh! Du sagst mir eine Fabel.

Bastienne trüget nicht.

Nein, sie ist kein falscher Schnabel,

Welcher anders denkt als spricht.

Wenn mein Mund sie herzig nennet,

Hält sie mich gewiss für schön,

Und wenn sie vor Liebe brennet,

Muss die Glut von mir entstehn.

Dialog

COLAS & BASTIEN

Nr. 10 - Arie

COLAS

Diggi, daggi, schurry, murry,

horum, harum, lirum, larum,

raudi, maudi,

giri, gari, posito,

besti, basti, saron froh,

fatto, matto, quid pro quo.

Dialog

COLAS & BASTIEN

FÜNFTER AUFTRITT

Nr. 11 - Arie

BASTIEN

Meiner Liebsten schöne Wangen

Will ich froh aufs neue sehn;

Bloss ihr Reiz stillt mein Verlangen,

Gold kann ich um sie verschmähn.

Weg mit Hoheit, weg mit Schätzen!

Eure Pracht wirkt nicht bei mir.

Nur ein Mädchen kann ergötzen

Hundertmal noch mehr als ihr.

Wuch'rer, die bei stolzen Trieben

Bloss das Selt›ne sonst entzückt,

Würden ihre Unschul lieben,

Schätzen sich durch sie beglückt.

Doch umsonst, hier sind die Grenzen,

Sie ist nur für mich gemacht,

Und mit kalten Reverenzen

Wird der Reichtum hier verlacht.

SECHSTER AUFTRITT

Dialog

BASTIEN & BASTIENNE

Nr. 12 - Arie

BASTIENNE

Er war mir sonst treu und ergeben,

Mich liebte Bastien allein,

Mein Herze nur war sein Bestreben,

Nur ich, sonst niemand nahm ihn ein.

Das schönste Bild gefiel ihm nicht,

Auf mich nur war sein Blick gericht,

Ich konnt vor andern allen

Ihn reizen, ihm gefallen.

Auch Damen wurden nicht geschätzt,

Die oft sein Blick in Glut gesetzt.

Wenn sie Geschenke gaben,

Musst ich dieselben haben.

Mich liebte er, nur mich allein.

Doch nun will er sich andern weihn,

Vergebens ist jetzt meine Liebe.

Mein Liebster, der sich mir entreisst,

Verbittert die sonst süssen Triebe

Und wird ein Flattergeist.

Dialog

BASTIEN & BASTIENNE

9


Nr. 13 - Duett

BASTIEN

Geh hin!

Dein Trotz soll mich nicht schrecken.

Ich lauf auf's Schloss,

Das schwör ich dir,

Und will der Edelfrau entdecken,

Mein Herz gehöre gänzlich ihr.

Lässt sie wie sonst sich zärtlich finden,

Will ich mich gleich mit ihr verbinden.

BASTIENNE

Ich will mich in die Stadt begeben,

Anbeter treff ich da leicht an:

Wie eine Dam' will ich dort leben,

Die hundert Herren fesseln kann.

Und kann ich einen Schönen finden,

Will ich mich gleich mit ihm verbinden.

Dialog

BASTIEN & BASTIENNE

Nr. 14 - Rezitativ und Arioso

BASTIEN

Dein Trotz vermehrt sich durch mein Leiden?

Wohlan! den Augenblick

Hol ich zu deinen Freuden

Mir Messer, Dolch und Strick.

BASTIENNE

Viel Glück!

BASTIEN

Ich geh mich zu erhängen.

Ich lauf, ohn' alle Gnad,

Im Bach mich zu ertränken.

BASTIENNE

Viel Glück zum kalten Bad!

Dialog

BASTIEN & BASTIENNE

Nr. 15 - Duett

BASTIENNE

Geh! Herz von Flandern!

Such nur bei andern

Zärtlich verliebt Gehör,

Denn dich lieb ich nicht mehr.

BASTIEN

Wohl, ich will sterben,

Denn zum Verderben

Zeigt mir dein Hass die Spur;

Drum lass ich Dorf und Flur.

BASTIENNE

Falscher! Du fliehest?

BASTIEN

Ja, wie du siehest.

Weil dich ein andrer nimmt,

Ist schon mein Tod bestimmt.

Ich bin mir selbst zur Qual,

Kein Knecht von dem Rival.

BASTIENNE

Bastien! Bastien!

BASTIEN

Wie? du rufst mich?

BASTIENNE

Du irrest dich.

In deinem Blick

Wird nun mein Glück

Nicht mehr gefunden.

BASTIEN

Wo ist die süsse Zeit,

da dich mein Scherz erfreut?

BASTIEN & BASTIENNE

Sie ist anjetzt verschwunden,

Geh! falsche Seele!

Fort! ich erwähle

Für meine zarte Hand

Ein andres Eheband.

Wechsel im Lieben

Tilgt das Betrüben

Und reizet, wie man sieht,

Zur Lust den Appetit.

BASTIEN

Doch wenn du wolltest…

BASTIENNE

Doch wenn du solltest…

BASTIEN

Schatz mich noch nennen…

10


BASTIENNE

Dies Herz erkennen…

BASTIEN & BASTIENNE

Wär meine Zärtlichleit

Auf's neue dir geweiht.

BASTIEN

Ich bliebe dein allein.

BASTIENNE

Ich würde dein auf ewig sein.

BASTIEN

Gib mir zu meinem Glück

Dein Herz zurück,

Umarme mich,

Nur dich lieb ich.

BASTIENNE

O Lust, o Lust

Für die entflammte Brust!

BASTIEN & BASTIENNE

Komm, nimm aufs neue

Neigung und Treue!

Ich schwör dem Wechsel ab

Und lieb dich bis ins Grab.

Wir sind versöhnet,

Die Liebe krönet

Uns nach dem bangen Streit

Durch treue Zärtlichkeit.

SIEBENTER AUFTRITT

Nr. 16 - Terzett

COLAS

Kinder! Kinder!

Seht, nach Sturm und Regen

Wird ein schöner Tag gebracht,

Euer Glück soll nichts bewegen;

Dankt dies meiner Zaubermacht.

Auf! Auf! gebt euch die Hand!

Knüpft die Seelen und die Herzen!

Nichts von Schmerzen

Werd euch je bekannt.

BASTIEN, BASTIENNE

Lustig! lustig!

Preist die Zaubereien

Von Colas, dem weisen Mann!

Uns vom Kummer zu befreien,

Hat er Wunder heut› getan.

Auf! auf! stimmt sein Lob an!

Er stift’ unsre Hochzeitsfeier.

O, zum Geier, welch trefflicher Mann!

COLAS, BASTIEN, BASTIENNE

Auf! auf! stimmt sein Lob an!

Er stift› unsre Hochzeitsfeier.

O, zum Geier, welch trefflicher Mann!

11


Gabriela Glaus

Sopran

Bastienne/Liesgen

Gabriela Glaus wurde 1996 in St. Gallen

geboren. Sie begann ihre Gesangsausbildung

in der ersten Primarklasse in der St.

Galler Singschule bei Meie Lutz und Helen

Löw. In der dritten Primarklasse begann

sie zudem eine Klavierausbildung und entschied

sich nach der Sekundarschule für

das Gymnasium mit Schwerpunkt Musik,

Hauptfach Klavier.

Im letzten Kantonsschuljahr wurde sie mit

dem Hauptfach Gesang bei Caecilia van

de Laak in das Begabtenförderungsprogramm

der Schule aufgenommen. Während

der Zeit am Gymnasium war sie im

St. Galler Stadttheater in der Oper "Let’s

Make an Opera – The Little Sweep" von

Benjamin Britten als Juliette Brook (2011),

in der Oper "Eloise" von Karl Jenkins als

Amme (2013), im Schulmusical "Mensch

Gallus“ von Fortunat Ferrari als Herzogin

Gunzo (2013) und am Kammermusikkonzert

der Kantonsschule in der Tonhalle

St. Gallen zu sehen. Während der ganzen

Schulzeit blieb Gabriela Glaus Mitglied in

der St. Galler Singschule und sammelte

dort weitere Chorerfahrung. Zudem sang

sie im Kirchenchor Straubenzell als Chorsängerin

und übernahm kleinere Solopartien.

Nach erfolgreich bestandener Matura im

Sommer 2014 begann sie im September

2014 den Bachelor of Arts in Music,

Schwerpunkt Klassik, Hauptfach Gesang

an der Hochschule Luzern Musik bei Liliane

Zürcher. Im Sommer 2015 reiste sie

12

zusammen mit Juventus Musica Basel

nach Lissabon und übernahm die Sopransolopartie

im Miserere von E.T.A.Hoffmann.

Im Mai sang sie, auch zusammen

mit Juventus Musica Basel, im Rahmen

des Europäischen Jugendchorfestivals das

Sopran-Solo im Requiem von W.A.Mozart

und im Herbst 2016 war sie in der Oper

„L’isola disabitata“ von J.Haydn als Silvia

zu sehen. Weiter wird Gabriela Glaus

im Frühling 2017 in zwei Kantaten von

D.Buxtehude zu hören sein. Auch feiert

ihr eigenes Bachelorprojekt im April/Mai

2017 Premiere. Dort wird sie als Liesgen

(Kaffeekantate, J.S.Bach) und als Bastienne

(Bastien und Bastienne, W.A.Mozart)

zu sehen sein. Im Frühling 2018 wird Gabriela

Glaus das Sopran-Solo in „The Armed

Man: A Mass for Peace“ von K.Jenkins

übernehmen. Weiter ist sie regelmässig in

Konzerten und Gottesdiensten zu hören.

Da Gabriela Glaus auch das Chorleiten

immer grosse Freude gemacht hat, leitet

sie seit Februar 2016 den Chor von Juventus

Musica Basel und seit Oktober 2016

den Chor cantando Gersau. Regelmässig

dirigiert sie Gottesdienste und Konzerte.

Im Mai 2017 wird sie mit dem Chor von

Juventus Musica Basel zudem ihre selbst

komponierte Messe zur Aufführung bringen.


13


Timothy Löw

Tenor

Bastien/Erzähler

Timothy Löw wurde 1990 in Brislach BL

geboren. Seine erste gesangliche Erfahrung

erhielt er in der Knabenkantorei Basel.

Nach dem Schulabschluss absolvierte

er eine Lehre als Bäcker-Konditor. Zusammen

mit Kollegen gründete er 2011 das

Ensemble “The Harmonist’s Basel”, ausserdem

entstand unter seiner Mitwirkung

der Verein “Juventus Musica Basel“, wo

er erste solistische Erfahrungen sammeln

konnte. Von August 2013 bis Juni 2014

absolvierte er die “Klasse für Studienvorbereitung”

an der Musikakademie Basel

mit Hauptfach Gesang bei Prof. Hans-Jürg

Rickenbacher.

Im September 2014 begann er sein Bachelor-Musikstudium

mit Hauptfach Gesang

an der Hochschule Luzern - Musik,

ebenfalls bei Prof. Hans-Jürg Rickenbacher.

In der Region Basel und der Zentralschweiz

verzeichnet er eine rege Konzerttätigkeit

mit Literatur aus allen Epochen.

Am Gründonnerstag und Karfreitag 2015

übernahm er in Offenburg (D) die Partie

des Evangelisten bei Johann Sebastian

Bach's Matthäuspassion, im Dezember

2015 folgte das "Weihnachtsoratorium"

ebenfalls in Offenburg.

Bisherige Erfahrungen im szenischen

Musiktheater sammelte er an der Hochschule

Luzern - Musik im szenischen Unterricht

"StageLab" und Aufführungen im

selbigen Rahmen, sowie bei Projekten

14

von Studierenden (Alice in Wonderland

(Robert Chauls), Lo speziale (J. Haydn). In

der Spielzeit 2017 war er ausserdem als

Gast im Chor des Luzerner Theaters bei

der Produktion "L'italiana in Algeri" von G.

Rossini zu hören.

www.timothyloew.ch


15


Tobias WurmehL

Bassbariton

Colas/Schlendrian

Tobias Wurmehl wächst in der Ostschweiz

und später in Basel auf und macht bereits

im Alter von 7 Jahren erste Erfahrungen

mit dem Singen in der Singschule St. Gallen.

Von 2004 bis 2014 singt er unter Beat

Raaflaub und Markus Teutschbein in der

Knabenkantorei Basel, was ihm zu einigen

Auftritten als Knabensolist am Theater

Basel („Le jongleur de notre dame“) und

am Goetheanum Dornach („Zauberflöte“)

verhilft.

Als Bassbariton singt Tobias immer wieder

mit Juventus Musica Basel unter

der Leitung von Raphael Ilg. Mit dem jugendlichen

Chor- und Orchesterverein

war er 2015 am Lisbon Music Fest. Ende

2015 singt er im Theater Burgdorf in der

Schweizer Erstaufführung von Friedrich

Weigmanns „Klarinettenmacher“ unter

der Leitung von Armin Bachmann (Regie:

Ulrich Simon Eggimann). Unter Alois Koch

singt er 2015 Monteverdis „Marienvesper“

und 2016 Ausschnitte Reinhard Keisers

„Markuspassion“.

Seit 2014 studiert Tobias Wurmehl Gesang

an der Hochschule Luzern – Musik

bei Hans-Jürg Rickenbacher. An der HSLU

singt er 2015 in der Produktion „Arrivals

& Departures“ und sammelt zahlreiche

weitere Auftrittserfahrungen wie zum

Beispiel mit dem Akademiechor und dem

Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern

unter Ulrike Grosch am „Lucerne Festival

zu Ostern“.

Tobias Wurmehl ist Mitbegründer und Teil

des Ensembles „The Harmonists Basel“,

das sich auf die Musik der legendären „Comedian

Harmonists“ spezialisiert hat.

www.tobiaswurmehl.ch

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Andrew Dunscombe - Regie

Der Britische Pianist und Dirigent Andrew

Dunscombe studierte Klavier (Lehrdiplom

und Performance) an der Guildhall School

of Music (London) bei Prof. James Gibb

und Dirigieren am Trinity College of Music

(London) bei Prof. Bernard Keeffe. An der

Guildhall erhielt er verschiedene Preise

und aufgrund des Erfolges, den er mit seinem

Abschlusskonzert erzielte (Solistendiplom

mit Auszeichnung). Zudem erhielt

er das Edith-Vogel-Stipendium für den

besten Pianisten des Jahrganges. Danach

studierte er drei Jahre beim ungarischen

Pianisten Louis Kentner.

An der Royal Scottish Academy of Music

(Glasgow) wurde er assistierender Dirigent,

wo er den „Hugh-Robertson-Prize“

gewann. 1992 war er auch Preisträger

des Internationalen Donatella-Flick-Dirigierwettbewerbes

(London). Nach zwei

Jahren als Korrepetitor an der Glyndebourne

Festival Opera wurde er 1992

Studienleiter mit Dirigierverpflichtung am

Anhaltischen Theater Dessau. Vier Jahre

später wurde er als Studienleiter mit Di-

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rigierverpflichtung an die Scottish Opera

engagiert. Von 1997 bis 2003 war Andrew

Dunscombe Studienleiter und Dirigent am

Luzerner Theater. Er hat auch Musicals für

das „Thunerseefestspiel“ und das „English

Theater Group of Zug” dirigiert.

Als Chorleiter hat Andrew Dunscombe

zehn Jahre lang den Konzertchor „Crystal

Palace Chorale“ dirigiert sowie verschiedene

Kirchenchöre und Gospelchöre.

Andrew Dunscombe ist zur Zeit musikalischer

Leiter des professionellen Vokalensembles

„I Solisti Vocale Helvetici” und

musikalischer Leiter des Konzertchors

„Pro Musica Vocale“.

Seit dem Abschluss seines Studiums ist

Andrew Dunscombe ein begehrter Liedbegleiter

und Kammermusiker. Er hat

zahlreiche Konzerte in Europa gegeben,

unter anderen im Edinburgh Festival, im

Luzern Festival, im Dublin Arts Festival,

im BBC Rundfunk, im Deutschenrundfunk

und im DRS. Er hat mit namenhaften

Sängern und Musikern wie Lisa Milne, Simon

Estes, Tanja Baumgartner und Dimitri

Ashkenazy musiziert und ist Mitglied des

Klaviertrios „Lichnowsky Trio“. Weil er sich

für Neue Musik sehr interessiert, spielt

Andrew Dunscombe regelmässig mit entsprechend

spezialisierten Ensembles wie

z.B. dem „Ensemble für Neue Musik Dessau”

oder dem Ensemble „Opus Novum“.

Andrew Dunscombe ist Klavierlehrer am

Gymnasium Plus Schüpfheim und war von

2001 bis 2016 Dozent an der Musikhochschule

Luzern.


Raphael Ilg - Dirigent

Raphael Ilg (*1991 in Basel) begann seine

musikalische Ausbildung im Alter von

sechs Jahren bei der Knabenkantorei Basel

unter Beat Raaflaub, später Markus

Teutschbein (1997-2012) und ab 1999

(bis 2011) im Oboenunterricht bei Judith

Wenziker (Musikschule Münchenstein).

In der Knabenkantorei wurde er auch als

Solist gefördert (z.B. Knabensolo in Bernsteins

"Chichester Psalms"). Orchestererfahrung

erhielt er u.a. als erste Oboe im

Sinfonieorchester "Junge Sinfoniker Basel"

unter Ulrich Dietsche (2007-2012) und

dem Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester

unter Kai Bumann (2012).

Tourneen führten ihn in viele Länder Europas

sowie nach Brasilien. So konnte er

bereits früh in renommierten Konzertsälen

und unter berühmten Dirigenten

auftreten. Seine Laufbahn als Dirigent begann

2010, als er im Rahmen seiner Maturarbeit

mit 60 Gleichaltrigen den ersten

Teil von Mendelssohns Oratorium "Elias"

einstudierte und erfolgreich aufführte. Er

ist Gründer und musikalischer Leiter von

"Juventus Musica Basel", einem Verein mit

Chor und Orchester (seit 2011), musikalische

Assistenz bei "Arundino", einem Verein

zur Förderung des Oboenspiels (seit

2011), sowie Mitglied der Gesangsgruppe

"The Harmonists Basel" (seit 2011) und

des Bläserquintetts "Pentakkord" (seit

2012). Seit 2016 dirigiert er das Orchester

Laufental-Thierstein und wirkt mit im Leitungsteam

des Vereins "Markthall", welcher

in der akustisch hoch spannenden

Markthalle Basel monatlich ein Offenes

Singen veranstaltet. Er ist heute tätig als

Oboist (Pädagoge, Orchester, Kammermusik,

Solo), Dirigent und Chorsänger.

Als Dirigent arbeitete er u.a. mit dem

regioChor Binningen/Basel (Assistenz),

dem Jubilate-Chor Münchenstein, dem

Konzertchor Oberbaselbiet und dem Akademischen

Orchester Basel (Gastdirigat)

zusammen und leitet regelmässig Singprojekte

der reformierten Kirchgemeinde

Münchenstein. Raphael Ilg machte die

Musik-Matura am Gymnasium Münchenstein

und studierte von 2011 bis 2016 an

der Hochschule für Musik Basel Oboe bei

Omar Zoboli (Bachelor-Diplom, Juni 2014

/ Master-Diplom, Juni 2016) und Dirigieren

bei Raphael Immoos (Minor-Diplom,

Juni 2016) sowie in Meisterkursen bei

Rodolfo Fischer, Hans Michael Beuerle,

Catherine Fender, Kari Turunen, Beat

Schäfer und Markus Utz.

www.raphael-ilg.ch

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Das Orchester

1. Violine

Janina Fink (Konzertmeisterin)

Anna Stäuble

2. Violine

Rebecca Würth

Lilia Zumsteg

Viola

Ursula Sauter

Sandra Waldmann

Violoncello

Christina Schmidt

Flöte

Mourad Khediri

Maxime Paschoud

Horn

Annina Raffaela

Wen Guo

Cembalo

Michelle Kissóczy

Herzlichen Dank an

Licht und Technik

Kevin Schneeberger

Korrepetition

Michelle Kissóczy

(Janina Schülin)

Gesangsdozenten

Prof. Liliane Zürcher

Prof. Hans-Jürg Rickenbacher

Kantonsschule am Burggraben

Titus Rüegg

Zwischenbühne Horw

Tobias Stücheli

Rudolf Steiner-Schule Basel

Thomas Schmitt

Fotos

Christian Mattis

Ingo Hoehn

Kostüme

Kostümfundus Schauspielhaus Zürich

Kostümfundus Opernhaus Zürich

Kostümkaiser Aesch/Basel

Apero St. Gallen

Heidi und Rolf Glaus

...und weitere Helfer

Alice Glaus

Maja Bader

Berit Griebenow

Désirée Mori

Robin Furger

Tamara Ackermann

Michaela Wurmehl

Susanne Zünd

Elfi und Remi Löw

20


Dank

Wir danken den folgenden Sponsoren und Stiftungen für ihre grosszügige Unterstützung,

ohne die dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre.

ARNOLD BILLWILER STIFTUNG | Geert und Loore Blanken-Schlemper-Stiftung

und weitere...

Impressum

Layout und Gestaltung

Tobias Wurmehl

Fotos und Titelbild

Christian Mattis, www.mattis.ch

Unsere Webseite

www.diggidaggi.ch

Druck

www.onlineprinters.ch


Mein erster Event-Manager.

Meine erste Bank.

Grosse Emotionen. Unvergessliche Erlebnisse. Starke Partner. Zahlreiche Anlässe

werden erst durch das Engagement der St.Galler Kantonalbank möglich. Sie tut es,

weil ihr die kulturelle, sportliche und wirtschaftliche Vielfalt der Region am Herzen

liegt. Das hat sie für viele zur ersten Bank gemacht. sgkb.ch

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