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RSV Planungsgrundlagen Notbeleuchtung deutsch 10_2013 _03

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5| Sicherheitsbeleuchtung Planungsgrundlagen · Notbeleuchtung Mindestbeleuchtungsstärke 1 Erreichen der Beleuchtungsstärke 1 lx Gleichmäßigkeit E max : E min 1 : 40 Messhöhe über dem Boden 3 Farbwiedergabeindex Ra Nennbetriebsdauer / Bemessungsbetriebsdauer 2 50 % in 5 s, 100 % in 60 s 2 cm > 40 1 h/3 h/8 h Tabelle 2: Einzuhaltende Werte nach DIN EN 1838 für Sicherheitsbeleuchtung für Rettungswege 1 ) nach DIN EN 1838 ist die Beleuchtungsstärke ein Mindestwert, der für die gesamte Zeit der Betriebsdauer bis zum Ende -der Nutzungsdauer der Anlage festgelegt ist – es handelt sich damit um einen Wartungswert der Beleuchtungsstärke, der nie, weder zeitlich noch örtlich unterschritten werden darf – der Planer hat daher einen Wartungsfaktor zu berücksichtigen, d.h., bei der Neuinstallation muss die Beleuchtungsstärke höher als 1 lx liegen – der Beitrag reflektierten Lichtes darf nicht berücksichtigt werden, d.h., bei der Planung muss von schwarzen Raumbegrenzungsflächen ausgegangen werden – weiteres hierzu siehe DIN 5035-6 2 ) siehe Anlage A von DIN V VDE V 0108-100 – hier wiedergegeben in Abschnitt 6 3 ) nach DIN 5035-6 kann die Messhöhe bis zu 10 cm betragen, wenn die Bauform des Messkopfes nichts anderes zulässt – diese Abweichung ist anzugeben • 5.3 Antipanikbeleuchtung Abweichend zur Sicherheitsbeleuchtung für Rettungswege wird bei der Antipanikbeleuchtung nach DIN EN 1838 eine Beleuchtungsstärke von 0,5 lx auf der freien Bodenfläche gefordert, wobei Randbereiche mit einer Breite von 0,5 m eines Raumes nicht berücksichtigt werden müssen. Maximale Lichtstärke zur Begrenzung der physiologischen Blendung Lichtpunkthöhe über dem Boden Maximale Lichtstärke I max für Sicherheitsbeleuchtung für Rettungswege und für Antipanikbeleuchtung Bild 9: Bereich in dem nach DIN EN 1838 die Lichtstärke zu begrenzen ist • 5.4 Sicherheitsbeleuchtung für Arbeitsplätze mit besonderer Gefährdung Die Beleuchtungsstärke muss bei Ausfall der allgemeinen Beleuchtung mindestens 10 % der für die Sehaufgabe geforderten Beleuchtungsstärke betragen, mindestens aber 15 lx. Die geforderte Beleuchtungsstärke muss in 0,5 s erreicht sein und mindestens für die Dauer, in der eine Gefährdung für Menschen bestehen kann zur Verfügung stehen. Die Gleichmäßigkeit muss bei ≥ 0,1 liegen. • 5.5 Blendungsbegrenzung Mögliche Blendeffekte durch den Kontrast zwischen Leuchten der Sicherheitsbeleuchtung und dem Hintergrund sind zu vermeiden, da sonst das Erkennen von Hindernissen oder anderen Unwägbarkeiten auf Flucht- und Rettungswege beeinträchtigt werden kann. Um die physiologische Blendung zu begrenzen, werden daher in DIN EN 1838 für bestimmte Winkelbereiche für horizontal und vertikal verlaufende Wege maximale Lichtstärken in Abhängigkeit von der Montagehöhe Maximale Lichtstärke I max für Sicherheitsbeleuchtung für Arbeitsplätze mit besonderer Gefährdung h < 2,5 500 cd 1.000 cd 2,5 ≤ h < 3,0 900 cd 1.800 cd 3,0 ≤ h < 3,5 1.600 cd 3.200 cd 3,5 ≤ h < 4,0 2.500 cd 5.000 cd 4,0 ≤ h < 4,5 3.500 cd 7.000 cd h ≥4,5 5.000 cd 10.000 cd Tabelle 3: Einzuhaltende Lichtstärke der Sicherheitsleuchten nach DIN EN 1838 vorgegeben (siehe Tabelle 3 und Bild 9). Sicherheitsleuchten müssen entsprechend von den Herstellern ausgelegt werden, um diese Grenzwerte einzuhalten. 10 RSV Ruhstrat Stromversorgungen GmbH · Heinestraße 12 · D-37120 Bovenden · Tel.: +49-55 93-9 37 22-0 · Fax: +49-55 93-9 37 22-222 · E-Mail: info@ruhstrat.eu · Web: www.ruhstrat.eu

6| DIN VDE 0108-100 Sicherheitsbeleuchtung Die allseits bekannte DIN VDE 0108-1 mit ihren umfassenden Aussagen zur Ausführung von Sicherheitsbeleuchtungsanlagen ist seit März 2007 zurückgezogen. Ersetzt wurde sie durch eine europäische Norm, veröffentlicht als DlN EN 50172 (VDE 0108-100):2005-01. Das Zurückziehen von DIN VDE 0108-1 war notwendig, da nationale Normen zurückgezogen werden müssen, sobald eine europäische Norm zur selben Thematik erscheint. DIN EN 50172 ist als europäisches „Konsenspapier“ zu betrachten, da nur grundlegende Fragen der Sicherheitsbeleuchtung behandelt werden, die nicht den in Deutschland lange bewährten Stand zur Sicherheitsbeleuchtung wiedergeben — besonders im Hinblick auf zentralbatterieversorgte Sicherheitsbeleuchtungssysteme. Diesen Überlegungen Rechnung tragend hat der für DIN EN 50172 und VDE 0108-1 zuständige Ausschuss UK 221.3 „Bauliche Anlagen für Menschenansammlungen“ der DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Informationstechnik im DIN und VDE) an einer Ergänzung gearbeitet. Diese liegt inzwischen in dritter Fassung vom August 2010 als „Vornorm“ DIN V VDE V 0108-100 vor. DIN V VDE V 0108-100 wird vom UK 221.3 zur Anwendung empfohlen. Anmerkung: Durch den Status der Vornorm ist zu beachten, dass mit einem Auftraggeber/Betreiber einer Sicherheitsbeleuchtungsanlage explizit vereinbart sein sollte, dass die Ausführung der Sicherheitsbeleuchtung entsprechend dieser Vornorm erfolgt und nicht ,nur‘ entsprechend DIN EN 50172. Es ist vom UK 221.3 vorgesehen, die Belange aus DIN V VDE V 0108-100 bei einer anstehenden Überarbeitung von DIN EN 50172 in das zuständige Europäische Normengremium hereinzutragen. Ähnliches ist bereits auf internationaler Ebene erfolgt im Zusammenhang mit der Überarbeitung von IEC 60364-5-56:2009 — Errichten von Niederspannungsanlagen — Teil 5-56: Auswahl und Errichten elektrischer Betriebsmittel — Einrichtungen für Sicherheitszwecke. Diese lEC Norm liegt in Deutschland als DIN VDE 0100-560:2011-03 vor. Sie berührt Belange von DIN VDE108-100 aber im Besonderen auch Belange aus DIN VDE 0100-718. DIN V VDE V 0108-100 berücksichtigt Aspekte, die in der europäischen Norm DIN EN 50172 aus besagten „Konsensgründen“ nicht untergebracht werden konnten. Zusätzlich beschreibt die Vornorm Lösungen, die in der alten DIN VDE 0108-1 noch nicht bekannt, nicht umgesetzt bzw. technisch nicht möglich waren — so z. B. der „Stromkreismischbetrieb“. Die Festlegungen aus DIN VDE 0108-1, ab welcher Größe einer „baulichen Anlage“ eine Sicherheitsbeleuchtung zu erstellen ist, ist nicht wieder mit aufgenommen worden. Dies spiegelt den Ansatz, Normen und Baurecht in Deutschland klar zu systematisieren. DIN V VDE V 0108-100:2010-08 Sicherheitsbeleuchtung beschreibt zusammen mit VDE 0100-718 (10/2005) Errichten von Niederspannungsanlagen — Anforderungen für Betriebsstätten, Räume und Anlagen besonderer Art — Teil 718: Bauliche Anlagen für Menschenansammlungen, DIN EN 50171 (11/2001) Zentrale Stromversorgungssysteme und DIN EN 50272-2 (12/2001) Sicherheitsanforderungen an Batterien und Batterieanlagen die technischen Vorgaben, die bei der Planung, Dimensionierung und Ausführung einer Sicherheitsbeleuchtung berücksichtigt werden müssen. Anforderungen aus dem Baurecht, besonders zur verpflichtenden Erstellung und Ausführung einer Sicherheitsbeleuchtung zur Aufstellung der Anlage und der Batterie und zum Funktionserhalt sind weitere Grundlage der regelkonformen Erstellung und des Betriebs einer Sicherheitsbeleuchtungsanlage. RSV Ruhstrat Stromversorgungen GmbH · Heinestraße 12 · D-37120 Bovenden · Tel.: +49-55 93-9 37 22-0 · Fax: +49-55 93-9 37 22-222 · E-Mail: info@ruhstrat.eu · Web: www.ruhstrat.eu Planungsgrundlagen · Notbeleuchtung 11

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