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Dipl.Arb._FINAL-09.02.18

Lehrgang

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie Hunde nehmen mit Menschen Blickkontakt auf, um so in Erfahrung zu bringen, ob sie vom Menschen angesprochen werden (entweder durch nonverbale Signale oder aber auch verbal). Blickkontakt ist ein fundamentales Kriterium für Aufmerksamkeit und Kommunikation. Häufigkeit, Intensität und Dauer des Blickkontakts entscheiden darüber, welches Erwartungsspektrum auf Seite des Hundes aufgebaut wird. (vgl. Lind, 2015, S235) Die kognitive Kompetenz der Canidea beruht auf zwei Quellen: Auf der herausragenden Anpassungsfähigkeit der Wolfs-Vorfahren einerseits, und der engen, sozialen Gemeinschaft mit dem Menschen andererseits. In Experimenten wurde nachgewiesen, dass Hunde Menschen in vielen Situationen mehr vertrauen als ihren eigenen Sinnen bzw. ihrer eigenen Bewertung des Problems – sie orientieren sich stark am Menschen. Diese Erkenntnis macht man sich im Training zunutze. Eine funktionierende, vertrauensvolle und starke Mensch-Hund-Bindung ist die Voraussetzung für erfolgreiche Arbeit. (vgl. Lind, 2015, S238f) 4.1 Beispiel einer Trainingseinheit Am Beispiel des Kommandos „Voraus“ wird verdeutlicht, wie komplex sich der Aufbau und als wie langwierig sich die Manifestation eines Kommandos erweist. „Voraus“ ist ein Kommando, bei dem der Hund in die vom Trainer / Trainerin angezeigte Richtung laufen soll; und zwar so lange, bis ein anderes Kommando – z. B. „Platz“ – folgt. Die korrekte Ausführung und die Beherrschung des Kommandos erfordert sowohl vom Hund wie auch vom Besitzer / der Besitzerin bereits einiges an Übungserfahrung und Vorkenntnissen. (vgl. Röthig, 2016, S44) Wir wird nun eine Trainingseinheit rund um das Kommando „Voraus“ aufgebaut. Der erste Schritt ist– wie in Kapitel 3.6. dieser Arbeit beschrieben -, einen Trainingsplan zu erstellen in dem das Ziel genau definiert und alle einzelnen Arbeits- bzw. Lernschritte aufgezeigt werden. Beim Kommando „Voraus“ handelt es sich um eine Übung, die gewisse Grundkenntnisse und die Beherrschung der Grundkommandos („Platz“, „Sitz“, „Fuß“ und „Steh“) voraussetzt – es ist dies somit eine Übung, die nicht für Anfänger geeignet ist. Wenn diese exakt ausgeführt und richtig gelernt werden soll, bedarf es jedoch nicht nur an Grundgehorsam von Seiten des Hundes. Bei der Seite 38

Lehrgang Diplom TiertrainerIn – MAURITIUSHOF Zentrum für Tiergestützte und Naturgestützte Therapie Übung „Voran“ kommt nicht nur das Hörsignal zu Einsatz sondern zusätzlich und gleichzeitig noch ein Sichtzeichen. Dies birgt einige Fehlerquellen und erfordert exaktes Arbeiten und eine konsequente Umsetzung seitens des Hundeführers / der Hundeführerin. Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass bereits vor und natürlich auch während des gesamten Trainings, stets darauf zu achten ist, dass die volle Aufmerksamkeit des Hundes bei der Hundeführerin / dem Hundeführer liegen muss (Blickkontakt halten). Auch Motivation ist ein entscheidender Faktor um letztendlich Erfolg im Training zu haben. Nachdem das Ziel formuliert wurde, sind als nächste Schritte folgende Fragen zu beantworten: - Womit ist der Hund motivierbar (Futter oder Spielzeug)? - Welcher Gegenstand / welches Futter wird im Training verwendet? Sind alle Voraussetzung für den Übungsaufbau erfüllt, und alle Fragen beantwortet, kann nun ein Mustertrainingsplan erstellte werden. Ein Mustertrainingsplan könnte wie folgt aussehen: ZIELDEFINITION Beim Kommando „Voraus“ soll der Hund von der Grundposition „Sitz-Grundstellung“ (d.h. links vom Hundeführer sitzend mit Blickkontakt zum Hundeführer / zur Hundeführerin) in die angezeigte Richtung laufen, und zwar in dem für ihn rassetypischen Bewegungsmuster – und –tempo und bei voller Motivationslage. Der Hund soll dem Kommando „Voraus“ solange Folge leisten, bis der Hundeführer / die Hundeführerin dieses durch ein anderes Kommando – „Platz“ oder „Steh“ aufhebt. Schritt 1 Schritt 2 TRAININGSAUFBAU – Phase 1 Hundeführerin / Hundeführer und Hund nehmen die Grundstellung ein (Hund sitzt an der linken Seite) Ein Helfer legt einen Ball in einer Entfernung von etwa 5 Metern vor dem Hund auf den Weg, so dass dieser den Ball sehen kann Seite 39

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