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Riesen-Wohnmobil für einen Scheich - Salzburg-Magazin

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Aus Saalfelden

http://salzburg.orf.at/magazin/leben/stories/57717/

Riesen-Wohnmobil für einen Scheich

In Saalfelden (Pinzgau) wird für einen arabischen

Scheich zurzeit das wohl größte Wohnmobil der Welt

gebaut. Das Gefährt ist 13 Meter lang, drei Meter

breit und vier Meter hoch. Es hat ein Wohnzimmer,

einen Kühlraum und eine eigene Gastronomieküche.

Beeindruckende Daten

Von außen sieht es aus wie ein gigantisches

Expeditionsfahrzeug: Der Motor mit 13 Litern

Hubraum hat 600 PS. Auf 100 Kilometern braucht

das Luxuswohnmobil 60 Liter Sprit, allein einer der

zehn Reifen kostet 1.500 Euro.

Geordert wurde das Riesen-Mobil mit dem Namen

"Desert Challenger" von einem Ölscheich. Stefan

Wirth und seine Firma Action Mobil bekamen den

Auftrag.

Für Reisen in der Wüste

"Das dient dazu, dass der Kunde mit seinen

Freunden, seiner Familie die Wüste bereisen kann",

sagt Wirth, "Das über mehrere Wochen und ohne

jegliche Unterstützung von außen. Wir haben über

4.000 Liter Wasser, 2.500 Liter Diesel an Bord."

Lebensmittel werden in einem begehbaren

Kühlraum gelagert. Und der große Bordsalon kann

"beidseitig hydraulisch ausgefahren werden. Das

sind ausfahrbare Erker, die den Wohnraum auf

ungefähr 20 Quadratmeter ausdehnen", betont

Wirth.

Spitzenmaterial verwendet

1,5 Millionen Euro hat das Monster-Wohnmobil

gekostet, acht Handwerker, Tischler, Schlosser,

Elektroniker haben eineinhalb Jahre dran gearbeitet.

Alles ist Handarbeit, das verwendete Material ist nur

vom Allerfeinsten: "Da kann man nichts aus dem

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Riesen-Wohnmobil für einen Scheich - Salzburg-Magazin

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Campingbereich verwenden. Das kommt alles aus

dem Yachtbau, aus dem Flugzeugbau. Da haben wir

Edelhölzer, die acht- bis zehnfach lackiert werden -

natürlich mit Leder kombiniert. Wir haben drei

Flachbildschirme an Bord mit DVD-Rekorder, mit

sechs Überwachungskameras, damit er aus dem

Stand sein Fahrzeug außen überwachen kann."

Diskretion über den Käufer

Nur eines will Wirth nicht sagen: Den Namen des

Käufers. Denn auch in diesem Geschäft ist

Diskretion alles.

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Action Mobil lautet das Zauberwort. Wer die totale Freiheit auf großen Rädern

sucht, landet bei Otto Reitz und Stephan Wirths in Saalfelden. Ihre

Wüstenfahrzeuge sind legendär.

01.02.2006 | Andrea Hinterseer

Vergessen Sie alles, was Sie von Wohnmobilen wissen. Sie muten an wie Matchbox-Ausgaben für

Kurzzeiturlauber. Wenn Otto Reitz vom Reisen mit mobilen Eigenheimen spricht, dann geht das beim

12-Tonner los und der Komfort darf dem in den fest verankerten eigenen vier Wänden um nichts

nachstehen. Otto Reitz, sein Schwiegersohn Stephan Wirths, deren Frauen und sechs hochqualifizierte

Mitarbeiter bauen das, was die kühnsten Abenteurer-Träume bereichert: Action Mobile, wüstentauglich,

staub- und wasserdicht mit Motoren bis 600 PS.

Die Kulisse der Pinzgauer Bergwelt reckt sich dem Herbsthimmel entgegen. Das Bergfieber packt den

Betrachter. „Aufi muaß i!“ Outdoor-Urlaub wird assoziiert. Höhen, Felsen, Kletterseil oder Mountainbike.

Die Welt der Outdoor-Träume verändert sich jäh. Bullige Fahrzeuge, vier Meter hoch, tausende Kilo

schwer, Räder so groß wie Volksschulkinder. Exoten vor der rustikalen Kulisse. Hämmern, Schleifen,

Sägegeräusche dringen aus den Hallen. Beine in festen Schuhen ragen aus dem Führerhaus eines alten,

wüstengelben Pinzgauer-Chassis. Nach einigen Minuten taucht der dazugehörige Mann auf. Otto-

Friedrich Reitz. Klein, drahtig, sein weißgraues Haar zu einem kleinen Schwanz gebunden. Listige,

aufmerksame Augen. Wüstenfuchs ist der erste Gedanke. Und das trifft es wohl ziemlich genau. Denn

dieser Hesse, der durch die Liebe zum Pinzgauer wurde und mittlerweile seit 30 Jahren in Saalfelden

erfolgreich arbeitet, strahlt Abenteuerlust aus. Seine Leidenschaft gilt Afrika. Und den dazugehörigen

Wüstenfahrzeugen.

Anfang der Sechzigerjahre hat ihn das Afrika-Fieber gepackt. Mit Landrover, Chevrolet Blazer und Toyota

sind er und seine Freunde nach Namibia aufgebrochen. „Diese Zeiten sind lange vorbei“, sagt er lachend.

„Heute lebe ich das halbe Jahr in Afrika. Mit der modernen Technik bin ich mit meinem Schwiegersohn

in Saalfelden verbunden und so bin ich – trotz Ruhestand – immer noch mitten im Geschehen.“ Er

hantiert an seinem 30 Jahre alten Pinzgauer. Nackt steht dieser da. Nur die Chassis. Der Aufbau blieb in

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hantiert an seinem 30 Jahre alten Pinzgauer. Nackt steht dieser da. Nur die Chassis. Der Aufbau blieb in

Afrika. „Wir überholen ihn hier und dann bringe ich ihn wieder hinunter.“

STARK UND KOMFORTABEL. Fast liebevoll betrachtet er den Veteranen. Für ein gutes Wüstenfahrzeug

sind 30 Jahre nicht die ganze Lebenszeit. „Das Lebensalter eines unserer Fahrzeuge ist mit einem Haus

vergleichbar. Und nicht nur die Lebenserwartung“, erklärt Stephan Wirth. Denn mittlerweile spielen die

Wüstentrucks aus Saalfelden alle Komfort-Stückerl. „Jedes unserer Fahrzeuge ist individuell angefertigt.

Chassis und Motor stammen von MAN und die Aufbauten kommen aus unserer Werkstatt. Alles ist dabei

möglich. Fußbodenheizung haben sie aber alle. Das geschieht mit der Abwärme des Motors“, erklärt der

Gründer der Firma. Das mit der Wärme funktioniere aber auch umgekehrt. Wer in arktischen Gebieten in

der Nacht sein Mobilhome heizt, hat damit für einen warmen Motor in der Früh gesorgt.

Welche Bequemlichkeit ein Wüstentruck bieten kann, zeigt die jüngste Auftragsarbeit: 12 Meter lang, 26

Tonnen schwer, 600 PS stark und gut 1,5 Millionen Euro teuer. In der Breite hydraulisch von drei auf fünf

Meter ausfahrbar, damit es im Wohnzimmer auch gemütlich ist, ausgestattet mit einer Gastro-Küche mit

eigenem Kühlraum und immerhin als Sondertransporter auf der Autobahn mit 120 Stundenkilometern

unterwegs. Das Vorleben des Trucks: Er war Pershing Raketenträger des deutschen Heeres. „Dessert

Chalenger“ heißt das Prunkstück, das in Kürze in ein saudiarabisches Königshaus geliefert wird. „Der

Mann ist Bienenzüchter und wenn es Zeit zum Honigschleudern ist, dann fährt er mit seiner ganzen

Familie im Wüstenmobil zur Arbeit“, erzählt Otto Reitz.

Auch das britische Königshaus ließ bei Action Mobil bereits fertigen. Immerhin will man auch

komfortabel die ehemaligen Kolonien bereisen. Filmteams, die Wüstenralleys begleiten, verlassen sich

auf die Wohnmobil-Schmiede in Saalfelden ebenso wie Menschen, die aussteigen und ihr Leben in

Zukunft auf Achse verbringen wollen.

Im Büro sitzt ein Ehepaar. Mitte, Ende Fünfzig vielleicht. Nicht wirklich zu unterscheiden von jedem

durchschnittlichen sportlichen Paar, dass man bei einem Spaziergang im Pinzgauer Saalachtal trifft. Die

Köpfe sind über Pläne gebeugt. Enthusiasmus ist spürbar. Vor der Tür steht eines dieser imposanten

Fahrzeuge. Viereinhalb Jahre waren sie mit dem Dreiachser durch Süd- und Nordamerika gefahren. Jetzt

soll es einmal um die ganze Welt gehen. Dazu bekommt der Aufbau ein neues Herzstück. Der 12-

Tonner weicht einem 14-Tonner. Sieht so das Durchschnittsklientel aus? Ja, doch, meint der

Wüstenfuchs. „Unsere Kunden sind erfahrene Reisende. Meist Afrika-Liebhaber. Sie sind keine jungen

Abenteurer mehr, sondern Menschen, die mit Bedacht genießen wollen. Und mit Komfort.“ Und es sind

Menschen, die irgendwann darüber nachdenken, dass sie mit ihrem Leben etwas anderes anfangen

wollen. Aber auch Wissenschaftler oder Reiseberichterstatter, beispielsweise für Sendungen wie

Universum, sind mit den Wüstenmobilen unterwegs. Was sich äußerlich so imposant darstellt, lebt vom

großen Know-How von Reitz, Wirths und ihren Mitarbeitern. Jedes Auto ist so ausgestattet, dass man ein

oder zwei Wochen völlig autark in der Wüste leben kann. Hunderte Liter an Wasservorräten, große

Benzintanks, erprobte Heiz- und vor allem Kühlsysteme, eine spezielle Rahmenkonstruktion und beste

Materialien liegen dem Erfolg zugrunde. „Unsere Aufbauten sind Glasfieber-Sandwich-Konstruktionen.

Der von uns entwickelte spezielle Top-Torsion-Free Rahmen zwischen Chassis und Kabine hält den

Verwindungen im Gelände stand. Ausserdem können Sie das Auto praktisch versenken und es kommt

kein Wasser rein“, sagt Otto Reitz stolz.

Nachdem Action Mobil früher auf den Pinzgauer setzte, ist es heute MAN, der die Chassis liefert. „Sie

haben das beste Preis-Leistungsverhältnis für Allradfahrzeuge auf LKW-Basis“, sagt der Konstrukteur,

„es ist eine hohe Zuladung ohne Überladung möglich. Das muss sein, schließlich bauen wir ein ganz

schönes Gewicht auf den Rahmen.“ Zwar ist es möglich, „Wüstenzwerge“ mit 7,5 Tonnen zu erwerben,

aber die meisten der rund 280 Fahrzeuge, die mittlerweile in der Welt von Pinzgauer Maßarbeit zeugen,

sind zwischen 12 und 16 Tonnen schwer und verfügen über 180 bis 480 PS. Zehn davon sind in

österreichischen Besitz.

WÜSTENFREAK. Den Prototyp, den der Wüstenfreak vor rund 30 Jahren auf eine Pinzgauer-Chassis

aufbaute, mit dem legendären ersten hydraulischen Hubdach, fährt er selbst. Quer durch Afrika. Und

gelegentlich nach Österreich, um ihn hier ab und zu wieder zu verjüngen. So wie ihn selbst dieses

Fahrzeug und die dazugehörigen Reisen jung und action mobil halten. Es erinnert Otto Reitz auch an die

Anfänge. „Ich hatte damals ein Werbebüro und musste mit den Models oft zu Aufnahmen nach

Nordafrika“, erzählt er. Die Models hätten gestreikt, weil es an Komfort fehlte. So hat er begonnen, ein

eigenes Wüstenfahrzeug für seine Zwecke zu bauen. „Der erste Kunde redete mich in Afrika an, wo ich

denn dieses Fahrzeug herbekommen hätte“, sagt Reitz. Und so begann die Erfolgsgeschichte der

Wüstentrucks im Gebirge.

© ECHO Gruppe, ECHO Zeitschriften und Verlags GmbH. Eduard-Bodem-Gasse 6. A-6020 Innsbruck.

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