Sessionsheft 2020 der KG Urgemütlich

schlotschmet18


Wir danken unseren

Werbepartnern und hoffen,

dass sie von unseren

Gästen berücksichtigt

werden !

Verantwortlich:

Geschäftsführender Vorstand,

1. Vorsitzender: Matthias Weise

E-Mail: matthias.weise@kg-urgemuetlich.de

2. Vorsitzende: Stefan Hans Hempelmann

E-Mail: stefan.hempelmann@kg-urgemuetlich.de

Schatzmeister: Henning Voss

E-Mail: henning.voss@kg-urgemuetlich.de

Eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Wuppertal VR 16163

Bankverbindung: Sparkasse H-R-V IBAN DE40 33450000 0026 2243 94

BIC: WELADED1VEL

Postadresse:

KG Urgemütlich 1902 e.V.

Kolpingstr. 11

42551 Velbert

Titelblatt: Florian Böcker Heftgestaltung: Stefan Hempelmann


Liebe Freunde des Urgemütlichen Karnevals,

wir freuen uns, euch in diesem Sessionsheft und auf unseren Sitzungen als Präsidenten

der Gesellschaft begrüßen zu dürfen.

Die Tradition des Karnevals und die Verbundenheit zur Vergangenheit bilden das

wichtigste Standbein unseres Brauchtums und sind so auch die Basis unseres

urgemütlichen Heimatvereins.

Mutig, den Blick auf die Zukunft gerichtet, haben wir Urgemütlichen in diesem Jahr mit

der Traditionssitzung das Sitzungsformat der ehemaligen Kaffeeklatschsitzung völlig neu

konzipiert und mit der Damensitzung sogar ein für unseren Verein ganz neues Feld des

Brauchtums erschlossen.

Wir sind gespannt, wie euch dieses Programm gefallen wird und bedanken uns schon an

dieser Stelle für das Engagement der zahllosen Ehrenamtlichen vor und hinter den

Bühnen, ohne die wir unser Brauchtum weder genießen, noch am Leben erhalten

könnten.

Lasst uns auch in dieser Session gemeinsam feiern, lachen und Frohsinn leben, ganz so

wie es die vielen Generationen an „Urgemütlichen“ und deren Gäste schon vor uns getan

haben.




Anika Thanscheidt


"Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."

-Franz Kafka-

Liebe Urgemütlichen, liebe Karnevalisten und Jecken,

es ist mir ein großes Vergnügen, das Amt der Präsidentin in der Karnevalsgesellschaft

Urgemütlich zu bekleiden und ihnen somit ein Grußwort im Sessionsheft 2020 übermitteln

darf.

Neue Zeiten brechen an und es bereitet mir unbeschreiblich viel Freude die Entwicklung

und Bewegung unseres Vereins erleben und mitgestalten zu dürfen. Ein neues

Sitzungskonzept, drei Präsidenten, eine Präsidentin, zum ersten Mal eine urgemütliche

Damensitzung sowie ein Elferrat voller Frauenpower sind seit diesem Jahr ein Teil von

uns.

Was schon lange überfällig ist, setzen wir in dieser Session um und wagen uns mutig,

zeitgemäß und zukunftsorientiert zu neuen Ufern.

Ich denke, im 21. Jahrhundert ist das Thema Gleichberechtigung nur eines von vielen, das

längstens auch im Karneval Einzug gefunden haben sollte. Vorbei sind die Zeiten, in

denen die einzige Funktion der Mädchen und Frauen ein ansprechendes

Erscheinungsbild und die Darbietung tänzerischer Qualität sein durfte.

Ich schätze es sehr, mich im Kreise von Menschen zu verorten, die dieser Tatsache

gegenüber nicht die Augen verschließen und mit Weitsicht und Toleranz offen für

Veränderungen sind und sich trauen nach vorne zu blicken.

Wir müssen uns verändern, entwickeln und Schritt für Schritt auf neuen Wegen wagen.

Dies bedeutet natürlich nicht, dass alte Schätze, Brauchtum und Tradition verloren gehen

oder gar vergessen werden sollten. Vielmehr ist eine Verknüpfung von Entwicklung und

Tradition, die uns am Herzen liegt, gemeint.

Ich wünsche uns allen eine spannende und gleichermaßen erfolgreiche Session, in der

wir wieder ein Stück mehr zusammenrücken, neues lernen, Frohsinn verbreiten und die

jecke Karnevalszeit mit all ihren wundervollen Momenten genießen.

Von Herzen

Natalie Nikolaus


Florian Böcker


Die gute alte Zeit, die kommt nicht wieder. Und wie war sie so schön.

Mein Eintritt in die Kolpingsfamilie Velbert im Jahre 1972 war zugleich

mein erstes Erlebnis. Denn meine Frau hatte mich zu einer Urgemütlichen-

Karneval-Sitzung im Rheinischen Hof eingeladen. Die Mädchen und Frauen in

vornehmer Kleidung, immer hochgeschlossen und niemals Schulterfrei.

Kostümierung war nicht erlaubt, also, es war auch kein Maskenball. Karten

für eine Sitzung musste man sonntags, nach der Hl.Messe Schlange stehen

im Kolpinghaus. Der Wunsch nach Karten war so groß, das es öfters hieß,

500 Karten ausverkauft. Urgemütlich wurde geleitet von Winfried Brus

(Winnes), Theo Schulten (Dr.Dach), sowie von Hans-Willi Thanscheidt

( Tommy). Sitzungspräsident war Heinz Schemken.

Kein Büttenredner ging in die Bütt, wenn nicht vorher seine Rede von Karl

Happel, Fritz Hennenberg und Hans Linnenbrink überprüft wurde. Das war

Vorschrift. Ich erinnere mich an das Gesangsduo „Knopf und Knöpfchen“

( Schäfer und Schlier). An Hans Schmitz (Pitter) der vor einer Sitzung

nicht ansprechbar war, so nervös war er. An Heini Half ( Heiheini) der

stotterte. An Serinissimuss und Kindermann ( Hans Hacke und Bernd

Thondorf). Bei Hans Hacke musste man aufpassen, was man im Scherz, am

Stammtisch sagte.

Er notierte das ganz heimlich in einem kleinen Büchlein und man musste

damit rechnen, dass das im Vortrag, bei den Beiden vorkam. An ein

Zwiegespräch erinnere ich mich noch, als Hans fragte, kennen Sie

eigentlich Herrn Steinhauer, er soll doch der Stadtdirektor von Velbert

sein? Die Antwort von Bernd, über den kann man ein Ei schlagen. Hans nahm

ein rohes Ei aus der Hosentasche und zerschlug es auf einem Telller. Der

Saal tobte. Ein Erlebnis war auch immer der Auftritt von den vier Flotten

( Hans Hacke, Horst Bormann, Hermann Buhr, Fritz Thanscheidt). Die

Blaskapelle damals wurde geleitet von dem Organisten und Dirigenten

Johannes Müller ( genannt Pinguin), warum, weil sein Gang so watschelte.

Oh wie gerne möchte ich noch einige Zeilen weitergeben, aber dafür ist

leider kein Platz.

Euer Hans-Peter Oberwinster


Gedanken zum „Fasselowend“*

Es stecken gleich mehrere Sachen in dieser Karnevals-Weisheit:

1. Etwas bekloppt sind wir alle .

2. Wir spinnen auf unterschiedliche Weisen.

3. Damit müssen wir leben, denn wer ist schon gerne normal?!

*Velberter Platt

„Jeder Jeck es angersch“

Ob „Jeder Jeck es angersch“ wirklich so bedingungslos gilt, wage ich anzuzweifeln.

Kostüme machen Menschen nicht automatisch zu besseren – aber auch nicht zu

schlechteren Menschen. Alkohol, laute Musik, Umzüge, Kostüme… Die fünfte Jahreszeit

tickt schon etwas anders, sie ist quasi ein Ausnahmezustand. Auf den einige Leute auch

verzichten könnten, viele davon verbringen diese Tage, zum Beispiel ruhig an der

Nordsee. Spaß auf Knopfdruck, Chaos in den Städten? Man muss kein Fan von Karneval

sein. Trotzdem gibt es auch dabei interessante Traditionen, die man genauer unter die

Lupe nehmen kann. Denn in dieser Zeit geht so einiges, was normalerweise nur schwer

möglich ist.Dazu gehört allen voran die sogenannte Narrenfreiheit. Denn seit langem wird

während des Karnevals Kritik geäußert, die sonst nicht laut wird. Oder die man sich nicht

traut, auszusprechen.Die Tradition reicht zurück bis ins Mittelalter und in die frühe

Neuzeit. Zunächst bezeichnete man jene Menschen als Narren, die geistige oder

körperliche Beeinträchtigungen hatten. Manche Fürsten hielten sich Narren zur

Belustigung an ihren Höfen. Die Bezeichnung Narr hatte eine negative Bedeutung, das

spiegelt sich noch heute in Wörtern wie „vernarrt“ oder „närrisch“ wieder. Später

übernahmen auch Menschen ohne Beeinträchtigungen die Rolle von Narren. Damit ging

zuweilen auch eine politische Funktion einher. Denn gerade zu Zeiten absolutistischer

Herrschaft waren Narren die einzigen, die die Fürsten noch kritisierten. Sie mussten keine

Bestrafung fürchten, weil die Herrscher ihr Gesagtes im Zweifelsfall als „Narretei“ abtaten.

Viele der Narren waren daher bestens über Zeitgeschehen informiert und im ständigen

Austausch mit Hofleuten.

Auch heute gehört zum Karneval, dass man den „Oberen“ seine Meinung sagt.

Regelmäßig werden Politiker*innen Zielscheibe von Spott: Sei es in Form von Parodien,

Motiven von Karnevalswagen oder als Inhalt von Büttenreden. Jede und jeder kriegt sein

Fett weg. Das konnte selbst in der DDR nicht völlig verhindert werden. Eine weitere

Tradition ist der sogenannte Rathaussturm. Bei diesem handelt es sich um eine

symbolische Besetzung des Rathauses durch die Narren. Oft rücken diese mit Musik an,

belagern und „erstürmen“ dann das Gebäude. Unter „Zwang“ händigen

Bürgermeister*innen die Schlüssel zum Rathaus an den Karnevalsprinzen aus. Somit

werden im Karneval die Machtverhältnisse umgekehrt. Die „Herrschenden“ sind abgesetzt,

die Narren (und das Volk) übernehmen die Macht. Wann diese Revolution auf Zeit

begann, ist im einzelnen nicht bekannt. Auch über historische Vorbilder lässt sich

vielerorts leider nichts mehr sagen.Klar ist aber, dass das Um- und Überwerfen von

Hierarchien seit langem zum Karneval gehört. Für viele hat es etwas befreiendes, mal aus

der üblichen Rolle zu fallen. Und vielleicht auch, zu wissen, dass es nach ein paar Tagen

in gewohnter Weise weitergeht.

Egal, ob verkleidet oder nicht, im Trubel oder aus dem Staub gemacht: Närrisch sind wir

alle ein bisschen. Und deshalb wünsche ich allen Jecken eine fröhliche Zeit

Ein Narr der so denkt





Unser Orden der Session 2020

Ursprnglich sybolisieren die Orden

im Kareval eine Geringschätzung

militärischen Benehmens und Pomps

und stellten damals eine Persiflage auf

die staatlichen und militärischen Orden,

Schär%en und Br&stbänder der Preußen

dar. Man wollte mit den riesigen, bunten

und völlig werlosen Karevalsorden

diese Si,e durch den Kakao ziehen.

Heute ist der Orden ein fester Bestandteil des Karevals geworden und Karevalisten an den

verschiedensten Karevalshochburgen sehen ihn als Belohnung fr ihr Engagement in der

när0ischen Zeit an. So hat der Orden, der anfangs als Persiflage gedacht war, seine ursprngliche

Bedeut&ng ins Gegenteil verkehr. Und das ist auch jeck!


Ein Inter;iew mit unserem Standarentäger Thorsten !

Wie findest du es in dieser Session auf dem Orden abgebildet zu sein ?

Ich fhle mich geehr und es macht mich stolz !

Wie lange trägst du schon die Urgemütliche Standarte und was bedeutet dir das?

Die Standare ( incl. Vorgängerodell) tage ich seit ca. zehn Jahren. Ich finde es toll den Verein zu

repräsentieren. Außerdem komm ich in der Session überall als Erster rein.

Wer hat dich damals gefragt ?

Der Vorstand )age mich. Ich habe ohne zu zöger+ „Ja“ gesag.

Wie schwer ist die Standarte?

Ich würde sie auf ca. 15 kg schätzen. *

Welchen Bezug hast Du zum Karneval, insbesondere den Urgemütlichen?

Das habe ich meiner Tochter zu verdanken. Sie tanzte damals in der Kindergarde und da bin ich so

„hineinger5tscht“. Kurz zuvor ha6e ich schon bei unseren Sitzungen das Amt des Zeremonienmeisters

bekleidet, was ich heute auch noch verichte.

Wie viele Auftritte hast Du so in der Session und wen begleitest Du ?

Das kann ich gar nicht so genau sagen, fast immer wenn die Prinzengarde einen Auſti6 hat, bin ich dabei.

Wie lange wirst du den Job noch machen?

Solange ich die Standare tagen kann !

Danke für das Gespräch.

* Anmerkung der Redaktion: Unser Standartenträger ernährt sich hauptsächlich von Mett!. Er baut ca.1kg auf Hundert

Meter wieder ab. Das Gewicht der Standarte wurde dem extra angeglichen, damit das Gesamtbild erhalten bleibt.

Mettigel - Minutal Erinacaeus




St.H.ausV.


Helau zusammen,

auch wir als Prinzenpaar möchten es uns nicht nehmen lassen und ein paar Zeilen als

Grußwort schreiben.

Wir freuen uns darauf, mit euch viele schöne Momente in dieser Session und ganz

besonders bei den drei „Urgemütlichen Sitzungen“ im EMKA-Sportzentrum zu erleben.

Dass Karneval aber nicht nur Feiern und Spaß haben bedeutet, kann man erahnen, wenn

man nur einmal kurz darüber nachdenkt, mit wie viel Arbeit, Engagement und Herzblut der

Vorstand, die Garden und die vielen kleinen und großen Helferinnen und Helfer das ganze

Jahr hinweg gearbeitet haben, um den „Urgemütlichen“ Karneval auch in dieser Session

wieder so zu präsentieren, wie wir alle ihn seit vielen Jahren gewohnt sind und lieben.

Wir freuen uns und sind stolz darauf, dass wir in dieser Session euer Stadtprinzenpaar

sein dürfen und so hoffentlich unseren Teil zum Gelingen dieses „Urgemütlichen“

Karnevals beitragen können.

Lasst uns alle zusammen getreu unserem diesjährigen Sessionsmotto „Karneval für

Jecken, in Velbert an allen Ecken“ lachen, singen tanzen und jede Menge Spaß haben

und unser Brauchtum pflegen.

In diesem Sinne – ein dreifaches Velbert tüpp tüpp, helau und 3 x Urgemütlich


Unabhängige Velberter Bürger

Wir sehen die Stadt mit IHREN Augen!


Friedrichstraße 308

42551 Velbert

0 20 51 / 25 27 05 oder

info@fliesen-moos.de





Guten Appetit...

Bergischer Heringsstipp

Frher galt der Heringsstipp als „Are‐Leute‐Essen“. Insbesondere in

katholisch gepräg en Gebieten wie dem Rheinland gilt das Gericht als

t%&isches Fastenessen, das meistens an st(engen Fast‐ und Abstinenztagen wie

Ascheri*+och oder Kar-eitag ser.ier wird. Auch wir Urgemütlichen setzen

diese Tradition for . Es ist eines der Gerichte die bei unserer

Hoppeditzbeerdig3ng ser.ier werden.

ZUBEREITUNG:

Zutaten:

150 g

125 g

250 g

1

1 Bund

150 g

150 g

1 Teelöffel

1 Teelöffel

rote Zwiebeln in feinen Ringen

Gewürzg3rken in feinen Scheiben

Bismarckherings‐Filets ‐Glas

Apfel ‐et+a 150g

Dill ‐gehackt

Crème -aîche

Saure Sahne

Meer(e*ich ‐ Glas

Senf

Salz, Pfeffer, Zucker

1

Die Heringsfilets abt(opfen lassen und in 2 cm breite Stcke schneiden. Den Apfel

vier eln, entkerGen und in 1/2 cm breite Scheiben schneiden. Créme -âiche, saure

Sahne, Meer(e*ich und Senf ver(hren, mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Diese

Soße mit allen anderen Zutaten mischen.

2

Den Heringsstipp vor dem Ser.ieren 1 ‐ 2 St3nden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Dazu passen Pellkar offeln oder kräſtiges BauerGbrot.




Ähnliche Magazine