Mac Life 06/2018

falkemedia.GmbH

MacLife_06-2018

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06/2018

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ISSN 1860-9988

Nie wieder ohne Strom!

Akkulaufzeit

optimieren

Die besten Tipps und Akku-Packs:

So hält die Batterie Ihres iPhone, iPad

und MacBook endlich länger!

Unterstützt

jetzt auch den

Apple Pencil

Test: Apples

neues iPad

Weshalb das 350-Euro-

Tablet sogar besser ist

als das iPad Pro!

iMovie: So gelingt

der Einstieg in den

Videoschnitt

Sonne tanken!

Ladegeräte und

Powerbanks mit

Solar-Modul

Apple Fotos

Praxis: So verwalten Sie Ihre

Urlaubsfotos auf dem Mac

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iPhone und iPad in

der Medizin


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Ausgabe 02/2018

Deutschland: 9,99 €, Österreich: 10,50 €

Schweiz: 19,80 CHF, Luxemburg: 10,90 €

ISSN 1860-9988

AUS DER REDAKTION

Editorial

003

Geballte Kompetenz

Unsere Autoren und

ihre Geschichten

Dank Facebook ist Datenschutz

endlich als Thema in der breiten

Masse angekommen. Aber wie

sieht's da eigentlich bei Apple aus?

D

Steve Jobs hatte sich schon 2010 eindrucksvoll

in einem Interview mit dem

„Wall Street Journal“-Journalisten Walt

Mossberg dazu geäußert: „Manche Leute

wollen mehr Daten teilen als andere. Fragt

sie. Fragt sie jedes Mal! So lange, bis sie

euch sagen, dass ihr aufhören sollt, sie zu

fragen. Lasst sie genau wissen, was ihr mit ihren Daten

macht.“

ie kurze Antwort lautet: bedeutend besser.

Die ausführliche wäre an dieser Stelle zu technisch.

Unbestritten ist jedoch, dass Apple

eine ganze Menge Hebel in Bewegung setzt,

um Nutzerdaten zu schützen – auch, wenn

das bedeutet, dass man selbst etwas länger

braucht, um Dienste wie iCloud zu einer

echten Konkurrenz zu den Platzhirschen

auszubauen.

Letztlich ist dies die einzig wahre Formel, die für alle gilt:

Man muss die Leute fragen, bevor man ihre Daten nutzt,

und ihnen genau erklären, was man damit vorhat. Alles

andere grenzt zumindest an Datenmissbrauch.

Herzlichst, Ihr

Redaktionshund Sammy

hat noch nie ein Facebook-Konto

angezapft.

Trotzdem entgeht seiner

feinen Nase keine Information

innerhalb seines

Reviers. Die dabei

Sammy

gewonnenen Daten über

Freund und Feind behandelt er diskret.

Kann man von Facebook nicht behaupten

– siehe Seite 090.

Sven T.

Möller

Aus dem Verlag

Watch | Mac | iPhone | iPad | Apple TV | HomePod | iCloud

Unser Chef-Layouter

Sven T. Möller schwitzte

bereits im April. Das lag

nicht etwa an den ersten

zaghaften Sonnenstrahlen

des Frühlings, sondern

eher daran, dass

die aktuelle Mac Life

glatte 16 Seiten dicker

ist als noch ihr Vorgänger. Und die wollen

gestaltet werden! Ist Sven unserer Ansicht

nach bestens gelungen.

Stefanie

Seidler

Wer viele Stunden am

Schreibtisch und vor

dem Bildschirm verbringt,

der sollte einiges

für das gesunde Arbeiten

beachten. In dieser

Ausgabe hat Redakteurin

Stefanie Seidler

gelernt, wie sie Ihren

Bürostuhl und ihren Schreibtisch richtig

ergonomisch einstellt.

# 12 5

Sebastian Schack

Einen ausführlichen Test zu Apples

neuem Einsteiger-iPad lesen Sie ab Seite 025.

50

unverzichtbare

Watch-Apps

Der komplette Ratgeber zur Apple Watch

Diese genialen

Apps müssen

Sie haben!

Apple

Watch

Kaufberatung: Das richtige Modell für Sie

Geld sparen beim Gebrauchtkauf

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Mac Life

Wissen!

MAI 2018 | MAC LIFE


004

Randvoll!

16 Seiten

mehr!

Mai

Inhalt

069

Vollversion:

MacX Video

Converter Pro

Wissenswertes

aus der Apple-Welt ...........006

iPhone 8 und iPhone 8 Plus in

der (Product)Red-Edition

Mac Pro kommt 2019!

Smartwatch-Markt wächst!

Ikea stellt eigenen Bluetooth-

Lautsprecher vor

Plant Apple den Intel-Abschied?

Kabelloser Audiogenuss von

Shure – auch für ältere Geräte

… und vieles mehr!

TITELTHEMEN

Aktuelle Analyse: Apple

Education Event .....................022

Apple will im Bereich Bildung

wieder Anschluss finden – doch

wie ist der lukrative Markt in

Deutschland aufgestellt?

Schon getestet:

Apples neues iPad ...............025

Weshalb das 350-Euro-Tablet

sogar besser ist als das iPad Pro

10 Seiten Tricks: Akkulaufzeit

optimieren! .........030

So hält die Batterie Ihres iPhone,

iPad und MacBook endlich

länger!

Plus: Sonne tanken – Ladegeräte

und Powerbanks mit Solarmodul

025

Test: Apples

neues iPad

Günstiger Preis, mehr

Leistung, Pencil-Unterstützung:

Kann die

iPad-Generation 2018

seinem großen Profi-

Bruder wirklich das

Wasser reichen?

PRODUKTE & TESTS

Kaufberatung:

Apple Hardware ....................040

Alle Mac-, iPhone-, iPad und

Apple-Watch-Modelle in der

aktuellen Testübersicht

Plus: Die beste Zusatzhardware

und die tollsten Gadgets

Ergonomisch arbeiten

in jeder Situation ..................044

Egal, ob Sie im Büro arbeiten

oder als digitaler Nomade

unterwegs sind: Mit dieser

Hardware arbeiten Sie gesünder

und besser.

030

Mac, iPhone

und iPad als

Akkuwunder

Nie wieder ohne

Strom: Mit diesen

Tricks optimieren Sie

die Batterielaufzeit

Ihrer Apple-Geräte

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


005

052

Die besten Drohnen

Wir haben uns die besten Modelle

für den Freizeitgebrauch angesehen

und die wichtigsten Infos für deren

Betrieb zusammengestellt.

090

#deletefacebook

Goodbye, Zuck! Wir erklären Ihnen,

wie Sie sich des lästigen Trackings

durch die Datenkrake entziehen und

notfalls endgültig den Facebook-

„Stecker“ ziehen.

048

Gesund mit iPhone & iPad

Das iPhone mutiert zum seriösen

Gesundheitsberater. Mit unserer

Zubehörübersicht tun Sie noch mehr

für Ihr Wohlbefinden und Ihre Fitness.

Gesundheits-Gadgets:

iPhone und iPad in der

Medizin .............................................048

Die besten Tools & Apps für

Fitness und Wohlbefinden

Drohnen: die Eroberung

der Lüfte ...........................................052

Die besten Drohnen für den

Freizeitgebrauch

Schwarmfinanziert ...........056

Aktuelle Accessoires und Tech-

Gadgets bei Kickstarter & Co.

M-Audio Uber Mic .............. 060

Professionelles Podcast-Mikro

zum fairen Preis

Mackie MR824 ...........................061

Boxen-Aufstieg für Homerecorder

iPhone oder Kamera? .....066

Wir lassen das iPhone X gegen

Sonys aktuelles Kompaktkamera-

Spitzenmodell antreten

Tagebuch-Apps: digitale

Erinnerungshelfer ..............070

Day One und vier Alternativen

Vimeo: das bessere

Youtube? ..........................................074

Das soziale Netzwerk

für Videos mit Anspruch

Erweiterungen für

Ihren Webbrowser ..............077

TIPPS & PRAXIS

Praxis Apple Fotos ............ 080

So verwalten Sie Ihre

Urlaubsfotos auf dem Mac

Plus: die besten Erweiterungen

Datenschutz-Spezial

#deletefacebook ..................................090

Schritt für Schritt: So löschen Sie

Ihr Facebook-Konto

Anonym & sicher im Web ..........096

Schützen Sie Mac, iPhone & iPad

gegen Gefahren aus dem Netz

Mac absichern ...........................................100

Die richtigen Einstellungen für

mehr Sicherheit und Datenschutz

Neue Serie:

macOS erweitern ...................106

Mit diesen Erweiterungen individualisieren

Sie Ihren Mac

Arbeiten mit

Finder-Tags .....................................110

Mehr Ordnung dank Etiketten

Lesezeichen im Griff ............114

Bessere Bookmarks mit Pinboard

Das iPad als

E-Book-Reader ............................118

Online-Bookstores im Vergleich

Praxis iMovie ................................122

So gelingt der Einstieg in den

Videoschnitt

4k-Videos mit

dem iPhone ....................................128

Wertvolle Workshops & Tricks für

iMovie und Apples Fotos-App

Do Not Disturb! ..........................132

Gönnen Sie sich eine wohlverdiente

Smartphone-Pause!

App Store im Griff ...................134

So finden Sie sich im völlig neu

gestalteten App Store zurecht

Apple-Tricks für

iPhone, iPad und Mac ........136

LIFE & STYLE

Kommt der

HomePod zu spät? ............... 144

Apple Prime ..................................148

Was darf ein Abo für Filme und

Musik kosten?

Whatsapp in

Unternehmen .............................150

Ist der Einsatz wirklich sinnvoll?

Feuilleton ..........................................152

RUBRIKEN

Editorial .........................................006

Von Rechts wegen .............020

Vollversion ..................................069

Leserbriefe .....................................159

Kolumne ...........................................160

Impressum ....................................160

Vorschau ...........................................162

MAI 2018 | MAC LIFE


006

NEWS & TRENDS

Lightbox

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


NEWS & TRENDS

Mac Pro

007

Foto: Apple

Sieht so der neue Mac Pro aus? Eine Konzeptgestaltung

von Pascal Eggert: pascaleggert.de

Apple stellt neuen

modularen Mac Pro

2019 vor

Die iPhone-Modelle 8 und

8 Plus sind ab sofort auch in

Rot erhältlich, Die aktuelle

„Product Red“- Edition markiert

die elfjährige Zusammenarbeit

von Apple mit

der gleichnamigen Kampagne

gegen die Ausbreitung

von HIV und AIDS.

Apple will ein neues

Mac-Pro-Modell

erst im Jahr 2019

auf den Markt bringen.

Dies gab der Konzern

in einem Interview

mit dem US-amerikanischen

Nachrichtenportal

Techcrunch bekannt.

Man wolle gegenüber

seinen professionellen

Anwendern transparent

sein und offen kommunizieren,

dass der Mac

Pro ein Produkt für 2019

sei.

Schon lange warten

die Nutzer auf einen

neuen und modularen

High-End-Mac.

Den aktuellen Mac Pro

stellte Apple bereits

2013 vor und stattete

ihn im vergangenen

Jahr mit leicht verbesserter

Hardware aus. Im

kommenden Jahr soll

dann endlich ein großes

Update mit neuem

Gehäuse erscheinen.

Erst Ende 2017 erschien

erstmals der iMac Pro,

die deutlich verbesserte

Version des beliebten

All-in-one. Wie der neue

Mac Pro ausgestattet

sein wird, verriet Apple

indes noch nicht.

Um professionelle

Hardware wie den Mac

Pro und das MacBook

Pro zukünftig besser auf

die Kunden zuschneiden

zu können, gründete

Apple vor einem

Jahre sogar ein eigenes

Team an Mitarbeitern.

Unter dem Namen „Pro

Workflow Team“ will

man herausfinden, welche

Ansprüche die verschiedenen

Nutzer an

Hard- und Software für

Pro-Geräte stellen. cva

MAI 2018 | MAC LIFE


008

NEWS & TRENDS

Smartwatch

Smartwatch-Markt wächst – auch in Zukunft!

Totgesagte

leben länger:

Der Markt für

Wearables und

besonders

Smartwatches

wächst weiter.

Smartwatches kommen langsam

– aber gewaltig! Das

legt zumindest eine Analyse

des US-Marktforschungsunternehmens

IDC nahe. So erwartet

man für das laufende Jahr

einen Absatz von nicht weniger

als 43,6 Millionen Einheiten.

Bis zum Jahr 2022 soll der Markt

nochmals um jährlich fast 18 Prozent

auf 84 Millionen verkaufte

Geräte wachsen.

Marktführer Apple sieht also

rosigen Zeiten entgegen: Obwohl

der iPhone-Hersteller keine offiziellen

Zahlen für seine Smartwatch-Serie

bekanntgibt, geht

IDC davon aus, dass über die

Hälfte der Verkäufe auf das Konto

der Apple Watch gehen. Die Analysten

erwarten, dass Apple auch

weiterhin seine Führungsposition

innehalten kann, allerdings

sei auch mit einem Wachstum bei

den Alternativen Google Wear OS

(Ex-Android-Wear) und dessen

Anbietern sowie den proprietären

Lösungen von Anbietern wie Fitbit

und Garmin zu rechnen. Dabei

sind nicht nur die reinen Absatzzahlen

interessant: Smartwatches

verfügen über eine hohe Gewinnspanne,

mit einem Preisverfall sei

nicht zu rechnen.

Sowieso scheinen die sogenannten

Wearables einen wichtigen

Markt der Zukunft zu definieren.

2018 erwartet IDC einen

Verkauf von insgesamt knapp 133

Millionen Einheiten, im Jahr 2022

sollen es bereits 220 Millionen

Geräte sein.

Der größte Anteil entfällt dabei

auf Fitnessarmbänder mit derzeit

36 Prozent. In den kommenden

fünf Jahren soll sich die Gewichtung

allerdings hin zur Smartwatch

verlagern, die dann etwa

38 Prozent des Wearables-Marktes

ausmachen soll.

Die stärkste Wachstumsrate

weisen allerdings die Earwear-

Modelle auf – intelligente Kopfhörer

zumeist, die mit digitalen

Sprachassistent wie Siri, Alexa

und Google Assistent ausgestattet

sind. Hier rechnen die Analysten

mit einem jährlichen Plus von

48 Prozent. tr

Foto: Garmin

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» Qualität ist wichtiger als Quantität und auch finanziell die

bessere Entscheidung. Ein Homerun ist viel besser als

zwei Doppel.«

STEVE JOBS

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Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe

zu kürzen, ausschnittsweise darzustellen

und auch im Internet zu veröffentlichen.

Bitte geben Sie Ihren

Namen, Anschrift und eine E-Mail-

Adresse an. Namentlich gekennzeichnete

Beiträge geben nicht unbedingt

die Meinung der Redaktion wieder.

MAC LIFE | MAI 2018

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010

NEWS & TRENDS

VR auf dem Mac

Mit der Vive Pro bietet HTC ein Premium-Modell seines VR-Headsets an,

das wie das Standardmodell zum Mac kompatibel ist.

VR auf dem Mac:

der Stand der Dinge

Virtuelle Realitäten sollen

bald auch auf dem Mac entstehen

und zu erfahren

sein – so zumindest verkündete

es Apple im Rahmen der

hauseigenen Entwicklerkonferenz

WWDC im Sommer des vergangenen

Jahres. Doch wer das

Thema verfolgt, weiß: Viel ist seitdem

nicht passiert. Zwar steht

hardwareseitig mit der HTC Vive

bereits eine qualitativ hochwertige

und erschwingliche VR-Brille

mit Mac-Kompatibilität zum Kauf

bereit, doch softwareseitig findet

VR am Mac jenseits eines Final-

Cut-Pro-X-Updates zur Bearbeitung

von 360-Grad-Videos und

ein paar wenigen WebVR-Erfahrungen

noch nicht statt. Doch

warum?

Zunächst gilt es zwischen

VR für Endverbraucher, etwa in

Form von Spielen, und VR für

professionelle Anwendungen,

etwa in der Filmproduktion, zu

unterscheiden. Computerspiele

sind auf dem Mac generell ein

Nischenthema. Und so auch VR-

Spiele – selbst auf Windows-Systemen

und der Playstation 4 ist

der Markt für VR-Titel klein und

so gesehen sind VR-Spiele am

Mac eine Nische in der Nische.

Betrachtet man zudem, dass nur

eine überschaubare Anzahl an

Macs aktuell genügend Grafikleistung

bietet, um VR-Welten

überhaupt darstellen zu können,

ist die abwartende Haltung der

Entwickler klar: Genau 0 Spiele

sind derzeit verfügbar. Auch im

Lager der Profi-Software sieht

es nicht viel besser aus – heißt:

VR auf dem Mac steckt in einer

Warteschleife.

Dass sich das Thema VR losgelöst

von der Frage nach der

Unterstützung von macOS weiterentwickelt,

konnte die Mac

Life zwischenzeitlich bei einem

Pressetermin beim Vive-Hersteller

HTC in der Praxis erfahren:

Mit der Vive Pro bietet man eine

rundum verbesserte Variante seines

VR-Headsets Vive an, die mit

höherer Auflösung und bequemen

Sitz auch bei längeren Abstechern

in die virtuelle Realität vor

allem Kreative anspricht. Die Pro-

Version der Vive ist Mac-kompatibel

und kostet 879 Euro. sm

Software

gesucht!

Virtuelle

Welten am

Mac erleben?

Die

benötigte

Hardware

ist bereits

erhältlich,

es fehlt

aber an

Software.

Eneby: Ikea stellt

eigenes Blue tooth-

Lautsprecher-

System vor

Nachdem das skandinavische

Einrichtungshaus Ikea

Ende des vergangenen Jahres

bereits eine Kooperation

mit dem Hi-Fi-Hersteller Sonos

ankündigte verkürzte man die

Wartezeit nun mit eigenen kabellosen

Lautsprechern. Die Eneby-

Serie umfasst bisher zwei Modelle

für 50 beziehungsweise 90 Euro.

Äußerlich sehen die Bluetooth-

Lautsprecher wie Schubladeneinsätze

für die Ikea-Regalsysteme

Kallax und Eket aus, in die sie sich

auch perfekt einpassen lassen.

Die Gestaltung ist dabei bewusst

minimalistisch gehalten. Die

wahlweise graue oder schwarze

Textilfront unterbricht lediglich

der Einschaltknopf in der rechten

oberen Ecke.

Das kleinere, 20 Zentimeter

im Quadrat messende Modell

lässt sich durch einen Akku mit

bis zu zehn Stunden Laufzeit für

den kabellosen Betrieb erweitern.

Der „große Bruder“ misst 30 mal

30 Zentimeter und lässt sich nur

lokal betreiben. tr

Die Textilfront des Eneby lässt sich abnehmen und

offenbart ein Lautsprechersystem mit drei Treibern.

MAC LIFE | MAI 2018

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012

NEWS & TRENDS

Apple Chips

Plant Apple

den Abschied

von Intel-

Prozessoren?

Mac-CPU, die Vierte: Nach

dem Start auf dem Motorola

68k-Prozessor und

dem Umstieg auf die PowerPC-Plattform

sowie dem Wechsel

auf Intel-Chips in den vergangenen

Jahrzehnten scheint Apple

nun einen weiteren Haken schlagen

zu wollen. Nach bisher unbestätigten

Informationen des

US-Nachrichtendienstes „Bloomberg“

plant Apple die Abkehr

von Intel-Prozessoren zugunsten

der ARM-Plattform bis zum Jahr

2020. Das Unternehmen produziert

als Lizenznehmer der Architektur

bereits seit einigen Jahren

ARM-Chips für den Einsatz

im iPhone, iPad und in Zubehör

wie den AirPod-Kopfhörern, aber

auch im iMac Pro.

Ziel des wahrscheinlich unter

dem Codenamen „Kalamata“

Form annehmenden Projekts sei

offenbar die weitere Zusammenführung

der bisher technisch

getrennt operierenden Desktop-

und Mobilsysteme macOS

und iOS. Insidern zufolge arbeitet

Apple bereits unter dem Projektnamen

„Marzipan“ an einer

plattformübergreifenden Soft-

Kalamata:

Eine Verwaltungsreform

führte 2010

drei ehemals

selbstständige

griechische

Gemeinden

zu einer

gemeinsamen

zusammen.

warelösung, die es Entwicklern

ermöglichen soll, universelle

Applikationen zu schreiben, die

auf beiden Betriebssystemen einsetzbar

sind. Diese Umgebung

könnte Apple bereits mit den im

Sommer zu erwartenden Versionen

12 des iOS beziehungsweise

10.14 des macOS vorstellen oder

zumindest ankündigen.

Dass bis 2020 allerdings ARM-

Architekturen bereitstehen, die

genug Leistung für Apples Mac-

Book-Pro- und iMac-Modelle liefern

und so Intels High-End-Chips

Foto: Apple

wie den Xeon oder den Core i7

ersetzen können, steht allerdings

zu bezweifeln. Wahrscheinlicher

ist ein schrittweiser Übergang,

der zunächst bei den Einsteigermodellen

beginnt und mit dem

Fortschreiten der Technik immer

mehr Elemente auch der professionellen

Varianten ersetzt.

Die Berichterstattung um

einen möglichen Technologiewechsel

blieb indes nicht ohne

Folgen: Die Intel-Aktie brach zwischenzeitlich

um über sechs Prozent

ein. tr

Standpunkt

Dass Apple eigene Prozessoren

technisch

bewältigen kann,

beweist das Unternehmen

bereits. Eine

andere Herausforderung

könnte sich

jedoch als weitaus größer

herausstellen.

Der Wechsel hin zu selbst

produzierten Prozessoren

scheint nur logisch und

passt zum traditionellen

Bestreben Apples, möglichst viele

– wenn nicht alle – Elemente seines

eigenen Ökosystems selbst

zu kontrollieren.

Doch abgesehen von den bisher

immer noch deutlich unterlegenen

„Pferdestärken“ der ARMim

Vergleich zur Intel-Plattform

besonders im High-End-Bereich

muss Apple mit der letztlich als

Ziel über allen Bemühungen stehenden

Zusammenführung der

Desktop- und Mobilwelten eine

Thomas

Raukamp

weit größere Herausforderung

bewältigen: die emotionale Symbiose

von Touch-Interface und

grafischer Benutzeroberfläche.

Microsoft ist an dieser Aufgabe

krachend gescheitert. Es liegt an

Apple, den Übergang erfolgreicher

zu gestalten. Denn an dessen

Ende steht nichts anderes als

das Ende der Mac-Bedienung, wie

wir sie heute kennen – niemand

sollte sich anderslautenden Illusionen

hingeben.

t.raukamp@maclife.de

www.maclife.de/forum

MAC LIFE | MAI 2018

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NEWS & TRENDS

Bluetooth-Kopfhörer

013

79 %

Kabelloser Audiogenuss von Shure –

auch für ältere Geräte

Shure erweitert seine In-Ear-Kopfhörerserie

um kabellose Modelle – und holt

dabei auch bereits erworbene Geräte mit

ins Boot. Denn anders als bei anderen Bluetooth-Kopfhörern

steckt das Übertragungsmodul

im Kabel statt in den Ohreinsätzen

selbst. Der Clou: Bisherige Modelle der Shure-

SE-Serie verfügen über abnehmbare Kabel,

sodass sie mithilfe des für 99 Euro angebotenen

RMCE-BT-Kabels ganz einfach nachträglich

ins Bluetooth-Zeitalter eintreten können.

Ein abnehmbares Bluetooth-Kabel liefert

der neue Shure SE215 Wireless bereits mit. Das

139 Euro teure Gerät glänzt mit einem besonders

festen Sitz, was ihn für den Einsatz im

Die Drei-Tasten-Fernbedienung

des

SE215 Wireless

ruft auch Apples

Sprachassistenten

Siri auf.

rauen Alltag unterwegs oder bei bewegungsintensiven

Sportarten prädestiniert. Im Vergleich

zu seinem kabelgebundenen Äquivalent liefert

er einen verbesserten Bassbereich. Gleich

ist hingegen die konsequente Abschirmung

gegen Außengeräusche geblieben: Bis zu 37

Dezibel (90 Prozent) filtert der SE215 Wireless

aus. Die Bluetooth-4.1-Kopfhörer bieten eine

Reichweite von bis zu zehn Metern und verbinden

sich mit bis zu zwei Geräten gleichzeitig

– optimal für den Einsatz etwa am iPhone und

iPad. Der Akku reicht laut Hersteller bis zu acht

Stunden.

Der Preis des Shure SE215 Wireless liegt bei

knapp 140 Euro. tr

Zahlenspiele

… aller Webseiten

setzen Tracker zur

Datensammlung

ein.

Acht von zehn Webseiten

spähen ihre Nutzer

aus. Am verbreitetsten

sind die Tracking-

Skripte von Google

(60,3 Prozent der Seitenaufrufe)

und Facebook

(27,1 Prozent). Auf

knapp zehn Prozent

der Seiten erheben

zehn oder mehr Unternehmen

Daten.

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014

NEWS & TRENDS

Google

Google und das Geschäft mit dem Krieg

Don’t be evil“. Als sich der

damalige Suchmaschinenanbieter

Google im Jahr

2000 selbst einen Verhaltenskodex

auferlegte, wählte

man ein Motto, das die moralische

Ausrichtung des Unternehmens

bei der Entwicklung

hin zur allgegenwärtigen Supermacht

des Internets begleiten

sollte. Ob dieser Slogan immer

noch gilt, bezweifeln längst nicht

nur Außenstehende, die Google

seit langem als hemmungslose

Datenkrake bezeichnen. Mittlerweile

regt sich Widerstand unter

den Mitarbeitern des Internetkonzerns

selbst: 3.100 Angestellte

forderten ihren CEO Sundar

Pichai in einem Offenen Brief auf,

jegliche Zusammenarbeit mit

dem US-amerikanischen Verteidigungsministerium

einzustellen.

Der Kanon des Briefes, den

zeitgleich die Tageszeitung „New

York Times“ im April veröffentlichte,

war unmissverständlich:

„Google should not be in the business

of war!“

Was ist passiert?

Zugegeben: Die 3.100 unterzeichnenden

Angestellten stellen letztlich

einen Bruchteil der insgesamt

70.000 Mitarbeiter des

Mutterkonzerns Alphabet. Bereits

in der Vergangenheit begehrten

Google-Mitarbeiter gegen ihren

Vorstand auf, um sich etwa gegen

die in ihren Augen stiefmütterliche

Behandlung des als Facebook-Konkurrenten

gestarteten

sozialen Netzwerks Google+ oder

die Unterstützung der erzkonservativen

„Conservative Political

Action Conference“ in den USA

zu wehren. In den vergangenen

Monaten bestimmte besonders

die Diversitäts-Diskussion die

von Google selbst bereitgestellten

internen Nachrichtenkanäle,

in denen Mitarbeiter das eigene

Management befragen und herausfordern

dürfen.

Die aktuelle Diskussion könnte

dem Internetriesen jedoch einen

erheblichen Imageschaden zufügen.

Kernpunkt der Anklage:

Im März bestätigte Google die

KI für das Militär:

Googles

Technik könnte

Drohnen zur

Zielerkennung

dienen.

PR-Desaster

Der Offene Brief seiner Mitarbeiter könnte

Google einen erheblichen Imageschaden

zufügen.

Foto: iStock/DigtialStorm

Zusammenarbeit mit dem Pentagon

an dem Projekt „Maven“,

einem Pilotprogramm des USamerikanischen

Militärs zum Einsatz

Künstlicher Intelligenz bei

Kampfeinsätzen. Konkret gewährt

Google dem Verteidigungsministerium

Zugriff auf die Softwarelösung

Tensorflow, die mithilfe

Artifizieller Intelligenz das Auslesen

von Bildinhalten ermöglichen

soll. Beobachter befürchten,

dass diese Technologie etwa der

Bestimmung konkreter Ziele für

Drohneneinsätze dienen könnte.

Laut Googles eigenen Angaben

besteht die Zusammenarbeit

seit dem April 2017. Das Unternehmen

weist aber gleichzeitig

darauf hin, dass die eigene Beteiligung

nicht-offensiven Zwecken

dienen solle. Sowohl Google als

auch das Pentagon selbst erklär-

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


NEWS & TRENDS

iOpener

015

ten, dass man nicht an einem

autonomen Waffensystem arbeiten

würde.

Die Kooperation Googles mit

dem Pentagon offenbart jedoch

nur eine noch weiter in die Vergangenheit

reichende Verstrickung

des Internetkonzerns

mit dem Militär. Der ehemalige

CEO Eric Schmidt etwa, der

noch immer Teil des Vorstands

von Alphabet ist und von 2006

bis 2009 für Apple tätig war,

gehört zu einem Beraterstab des

Pentagon.

Das Valley und der Pentagon

Google ist nicht das einzige Technikunternehmen,

das beste Verbindungen

zum Pentagon unterhält.

So steht der ehemalige

Versandhändler Amazon offensichtlich

kurz vor dem Abschluss

eines 10 Milliarden US-Dollar

umfassenden Auftrags des US-

Verteidigungsministeriums, der

Cloud-Dienstleistungen für die

kommenden zehn Jahre beinhaltet.

Zusammen mit Microsoft

gehört Amazon auch zu den

Mitbewerbern um das Projekt

Maven, das Insidern zufolge 70

Millionen US-Dollar bereits im ersten

Jahr kosten soll.

Auch Apple arbeitete bereits

mit dem Pentagon zusammen:

2015 gründete das US-Verteidigungsministerium

die sogenannte

Flextech Alliance, die

dehnbare Elektronikteile entwickeln

will, die Soldaten direkt in

ihrer Kleidung tragen sollen und

die etwa an der Außenseite von

Kampfjets und Militärfahrzeugen

angebracht werden kann. Zu dem

Konsortium gehörten ursprünglich

162 Unternehmen, darunter

neben Apple so angesehene

Namen wie Boeing und die Harvard-Universität.

Das Pentagon

will Berichten zufolge bis zum

Jahr 2020 75 Millionen US-Dollar

in das Projekt investieren, von privaten

Investoren kommen 90 Millionen

US-Dollar hinzu.

Google änderte übrigens 2015

infolge der Restrukturierung

unter dem Mutterschiff Alphabet

sein Motto. Es lautet heute: „Do

the right thing!“ Tausende Mitarbeiter

sehen dies als Aufforderung.

THOMAS RAUKAMP

iOpener

Technische Neuheiten, die die

Welt bewegen (möchten).

von Thomas Raukamp

t.raukamp@maclife.de

Breeze – Luftqualität selbst messen

Die Breeze Environmental

Analytics

Cloud sammelt die

Echtzeitdaten der

Breeze-Luftqualitätssensoren.

Das Team um Breeze-

Gründer Robert Heinecke

will die Luft

wortwörtlich transparenter

machen.

Als der Informatiker Robert Heinecke

während eines Istanbul-Aufenthalts

vor lauter Luftverschmutzung

die gegenüberliegende Straßenseite

nicht mehr erkennen konnte, kam

ihm die Idee zu einem Messgerät, das

ebenso leicht zu installieren wie zu

nutzen ist. Zurück in Hamburg gründete

er zusammen mit zwei Kommilitonen

und mithilfe europäischer Förderungsgelder

das Start-up Breeze.

Statt weniger großer Messstationen

will Breeze Hunderte kleine Sensoren

verteilen, die ihre Daten an ein Luftqualitäts-Bürgerinformationsportal

senden. Auf der Breeze-Webseite können

Sie sich für das Hosten und Sponsern

eines Breeze-Sensors bewerben.

Einsatz: in Geschäftsräumen oder im urbanen Kontext. Zielgruppe: Gebäudemanager,

Umweltwissenschaftler und städtische Verwaltungen

Webseite: www.breeze-technologies.de

MAI 2018 | MAC LIFE


016

NEWS & TRENDS

Tech-Tipp

Veraltete Adressen in Apple

Mail ausmisten

Tech-Tipp

Wir beantworten Fragen zu Ihren

Geräten, Gadgets und Apps

von Thomas Raukamp

Frage: Ich nutze seit Jahren die Mail-App auf

meinem Mac und bekomme häufig veraltete

Adressen vorgeschlagen. Wie kann ich diese

löschen?

Der fünftgrößte Börsengang eines Technologieunternehmens machte

Spotify zu einem der wertvollsten Unternehmens der Welt.

Spotify: Musikstreamer

startet an der Börse durch

Lange hat sich der Musikstreaminganbieter

Spotify

für seinen Börsengang Zeit

gelassen – und im April endlich

einen hervorragenden Start

hingelegt. Der Eröffnungskurs lag

bei knapp 166 US-Dollar, was Spotify

quasi über Nacht zu einem

der wertvollsten Unternehmen

der Welt machte: Die Marktkapitalisierung

beträgt knapp 30 Milliarden

US-Dollar.

Für die Einführung der Aktie,

die unter dem Kürzel SPOT firmiert,

wählten die Schweden

einen ungewöhnlichen Weg: Statt

eines klassischen Börsengangs

entschied man sich für man eine

Direktplatzierung, bei der die

Wertpapiere ohne Zwischenschaltung

von Banken direkt an

der New Yorker Börse registriert

Abgang des Monats: Instagram für die

Apple Watch

werden. Tatsächlich gelang Spotify

damit an der New York Stock

Exchange die wertvollste jemals

erreichte Direktplatzierung und

der fünftgrößte Börsengang eines

Technologieunternehmens überhaupt

– lediglich Alibaba, Facebook,

Snapchat und Google starteten

besser.

Hauptkonkurrent Apple wechselte

währenddessen das Personal

an der Spitze. Neuer Chef des

Streamingdienstes Apple Music

ist der gebürtige Münchner Oliver

Schusser, der zuletzt das internationale

Geschäft von iTunes leitete

und die Download-Plattform

2004 erfolgreich in Europa einführte.

Gleichzeitig gab Apple

bekannt, dass derzeit 40 Millionen

Kunden das Streamingangebot

nutzen. tr

Zwar ist die Apple Watch die mit Abstand meistverkaufte

Smartuhr am Markt, an der Gunst der Entwickler ändert

dies aber offenbar nichts: Nach Amazon, Ebay, Google und

Twitter stellte nun auch Instagram seine offizielle Apple-

Watch-App ein und beschränkt sich auf das Versenden von

Push-Nachrichten mit Fotos an die Uhr.

Antwort: Das Mail-Programm

von Apple merkt

sich alle Adressen, mit

denen Sie kommunizieren.

Falls diese nicht

mehr aktuell sind, müssen

Sie sie von Hand

löschen. Dafür einfach

in der Menüleiste auf

„Fenster > Vorherige

Empfänger“ klicken. Nun

wird Ihnen eine Liste

aller Adressen angezeigt,

mit denen Sie in

der Vergangenheit kommuniziert

haben. Um

einen Eintrag zu löschen,

wählen Sie ihn aus und

klicken Sie auf „Aus der

Liste entfernen“.

Mit „Vorherige Empfänger“

können Sie

sich eine Liste der

bisher gesammelten

Adressen anzeigen

lassen und diese

anpassen.

Sollten Sie die Adresse

nicht sofort finden, können

Sie auch die Suchfunktion

in der oberen

rechten Ecke verwenden.

Alternativ können

Sie die Reihenfolge der

Liste nach Name, E-Mail-

Adresse und dem Zeitpunkt

der letzten Konversation

sortieren. Ist eine E-Mail-Adresse

auch in Ihren Kontakten enthalten, erscheint

neben dem Namen ein Adressbuch-Icon. Wollen

Sie den umgekehrten Weg gehen, klicken

Sie auf „Zu Kontakten hinzufügen“ und Apple

Mail erstellt einen Eintrag in Ihren Kontakten.

Technischen Probleme und Fragen können Sie gern

unter techtipp@maclife.de thematisieren. Häufig

gestellte Fragen können wir hier beantworten. Bitte

haben Sie aber Verständnis dafür, dass wir an dieser

Stelle keine individuellen Probleme lösen können.

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


NEWS & TRENDS

Apple in Zahlen

017

Apple Service

in Zahlen

8,5 $

Millarden

1

Bei Apple geht es nicht nur um Computer

und andere Geräte – die angebotenen Dienstleistungen

machen einen großen Teil des

Umsatzes des Unternehmens aus.

2

240 Millionen

Apples Dienstleistungen häufen

Abonnenten an. Im ersten Quartal

(Q1) 2018 haben 240 Millionen Menschen

für Apples Dienste gezahlt.

50 %

5

Apple Pay wuchs im 1. Quartal

2018 um 50 Prozent im

Vergleich zum Vorjahr, dem

bisher besten Quartal für

den Bezahldienst.

6

3

Alle Rechenzentren

von

Apple arbeiten

zu 100 Prozent

mit erneuerbarer

Energie.

Im ersten Quartal 2018

machte Apple mit

Dienstleistungen 8,5

Milliarden US-Dollar

Umsatz – 2017 waren

es noch 7,2 Milliarden

US-Dollar.

100 %

890 $

4

Millionen

Der App Store hat in den

Tagen zwischen Heiligabend

und Silvester 2017 gigantische

890 Millionen US-Dollar

umgesetzt.

36.000.000

Apple Music hat 36 Millionen zahlende Abonnenten

weltweit und ist auf dem besten Weg, Spotify

in den USA bis zum Sommer zu überholen. Global

gesehen hat Spotify aber mit 70 Millionen Abonnenten

noch immer die Nase vorn.

MAI 2018 | MAC LIFE


018

NEWS & TRENDS

Redaktionskonferenz

#deletefacebook?

Nach dem aktuellen Datenskandal überlegen

viele Nutzer, Facebook zu verlassen.

Wie ist das Stimmungsbild in

unserer Redaktion?

Foto: Apple

Stefan

Molz

Wir brauchen eine

Daten-Umverteilung.

Social Media kann der Demokratie

ebenso schaden wie ihr auch dienlich

sein. Es obliegt daher einem

jeden Einzelnen, sich nicht von Filterblasen

und Fake News manipulieren

zu lassen. STEFAN MOLZ

Stefanie

Seidler

Facebook verdient mit

personalisierter Werbung

Geld. Das geht nur, wenn

viele Daten gesammelt

werden. STEFANIE SEIDLER

Ich bin immer überrascht,

wie überrascht

die Leute immer alle

sind. Facebook verdient

doch hauptsächlich mit

unseren Daten Geld.

CASPAR VON ALLWÖRDEN

Das Problem ist, dass der Zugriff auf Daten

ungleich verteilt ist. Sprich: Einige Unternehmen

und zunehmend Staaten haben viel Einblick

in Daten, normale Bürger in der Regel

gar keinen oder nur auf Antrag. Diese Schere

wächst weiter. THOMAS RAUKAMP

Sven T.

Möller

Man muss halt wissen, worauf man sich einlässt,

wenn man seine Daten, Fotos und mehr im Internet –

und ganz besonders bei Datenkraken wie Facebook –

preisgibt. SVEN T. MÖLLER

Was fehlt sind verständliche

AGB in

einer angemessenen

Länge, so dass

überhaupt jemand

in der Lage ist, sie

zu kapieren!

Das ist keine wirkliche Neuigkeit. Kein

Dienst im Internet ist wirklich kostenlos.

Wenn nicht mit Geld bezahlt wird, dann

mit den eigenen Nutzerdaten und deren

Auswertung für Werbung etc.

Gesammelt und aufgezeichnet

von Sebastian Schack

Apple-Geräte brauchen weniger

Reparaturen als die der Konkurrenz.

Weniger Werkstattbesuche:

Apple baut

die zuverlässigsten

Computer

Apple produziert die verlässlichste

Computer und Mobilgeräte am

Markt. Was Apple-Fans schon lange

ahnen, bestätigt nun einmal mehr

eine Statistik des Reparaturdienstleisters

Rescuecom. Das in seinem

Bereich führende US-Unternehmen

veröffentlicht einmal im Jahr einen

Verlässlichkeits-Score, der sich aus

der Häufigkeit der Werkstattbesuche

von Computermodellen, Smartphones

und Tablets ergibt.

Klarer Gewinner des zurückliegenden

Jahres ist Apple mit einem

Verlässlichkeits-Score von 665

Punkten. Resuecom vergibt dafür

die US-amerikanische Schulnote A+,

die im deutschen Benotungssystem

einer 1+ entspricht. Die Beurteilung

betrifft den Mac, das iPhone

und das iPad.

Mit einem deutlichen Abstand

folgt Samsung auf dem zweiten

Platz mit einem Wert von 270 Punkten.

Lenovo kommt mit 118 Punkten

auf Platz drei, Microsoft kommt mit

84 Punkten auf den vierten Rang.

Unklar ist, ob Resuecom Apple-

Hardware im Rahmen des offiziellen

Apple-Garantieprogramms

ausführt. Sollte dies nicht der Fall

sein, würden im Rahmen von Apple

Care durch den Hersteller erfolgte

Reparaturen den Score eventuell

verändern.

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


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020

NEWS & TRENDS

Von Rechts wegen

Facebook-Skandal: Lärm um Nichts

Diese Kolumne muss sich der „Zeichenbegrenzung“

beugen. 4000 Zeichen sind nicht genug, um den

Facebook-Cambridge-Analytica-Skandal von vorn

zu erklären. Dafür habe ich nämlich schlicht keinen

Platz. Sie wissen ohnehin, worum es dabei geht:

Von Stephan Dirks

www.dirks.legal

ämlich allein darum,

dass Sie, liebe Facebook-

Userin, lieber Facebook-

User sich von Leuten, die

Ihnen ständig überteuerte

Produkte aus dem

Mac-Universum verkaufen

möchten, besser

nicht kirre machen lassen,

was diesen „Skandal“

angeht.

So oder – jedenfalls so

ähnlich – sieht das Mark

Zuckerberg, Erfinder und

derzeit noch CEO eines

sympathischen kleinen

Start-ups, das für seine

Nutzer seit Jahren ein

Werkzeug zur sozialen

Interaktion betreibt – ein

Produkt, das sich inzwischen

ähnlicher Beliebtheit erfreut,

wie in den 1950er-Jahren die Marlboro-Zigarette,

nur ist es im Gegensatz

zu dieser (und zu Apple-Produkten)

kostenlos. Und wird dies

auch bleiben, versprochen!

Daneben sieht Zuckerberg sich

natürlich aber auch in der Verantwortung:

Auf die Daten der Nutzer

möchte man in Zukunft besser aufpassen,

nicht, dass noch jemand zu

Schaden kommt. Auch wenn Facebook

selbst keinerlei Schuld trifft.

Man macht zukünftig alles anders

und manches besser oder andersherum.

Und man nimmt sich die

Datenschutzgrundverordnung zum

Vorbild. Sogar dort, wo sie gar nicht

gilt! Irgendwie.

Nach dieser Lesart hat man sich

bloß irgendwie mit dem Datenschutz

vertan, ohne dies so richtig

zu merken. Alles ein großes Versehen.

Diese Sichtweise übersieht

allerdings geflissentlich, dass sich

Facebook seit Jahren gerichtlich

um diverse Aspekte seiner Plattform

mit deutschen und europäischen

Behörden und Einzelpersonen

streitet. Und dabei geht es

bei weitem nicht nur um ein paar

Datenschutzeinstellungen. Erbittert

und beharrlich wehrt sich Facebook

dagegen, überhaupt europäisches

oder gar deutsches Recht

gegen sich gelten lassen zu müssen.

Nur an einer Stelle muss man

„Zuck“ doch noch recht geben: Der

Satz „Facebook ist und bleibt kostenlos“

ist immerhin zulässig (LG

Berlin, aaO).

Zusammenfassend: Facebook

schert sich also regelmäßig nicht

nur nicht um deutsches Datenschutzrecht.

Es schert sich allgemein

herzlich wenig darum, was

es außerhalb des Silicon Valley

so an Vorschriften gibt. Wenn das

Management von Facebook sich

nun treuherzig dazu bekennt, als

Konsequenz aus dem Datenskandal

in Zukunft noch ein paar mehr

Rechtsanwaltskanzlei

Stephan Dirks

Stephan Dirks

ist Rechtsanwalt

und Fachanwalt

für

Urheber- und

Medienrecht

in der Kanzlei

Dirks mit Sitz in

Hamburg und

Kiel. Daneben

vertritt er Mandanten

in den

Bereichen des

Markenrecht,

Datenschutzrecht,

Wettbewerbsrecht

und

den angrenzenden

Rechtsgebieten.

In diesen

Bereichen ist er

auch als Autor

und Dozent für

Zeitungen und

Zeitschriften

tätig.

Datenschutzregler noch etwas

sichtbarer zu positionieren, dann

kommt dies ungefähr dem Versuch

gleich, die Marlboro mit der Einführung

eines Zigarettenfilters zu

entschärfen.

Dies ist die eine Dimension des

Skandals, der damit weder ein

„Cambridge Analytica“- noch ein

„Daten“-, sondern viel mehr der

„Facebook“-Skandal ist. Eine andere

Dimension des Facebook-Skandals

ist die Tatsache, dass so gut

wie kein staatlicher Akteur bereit

ist, irgendwelche Konsequenzen

aus dem Verhalten der Plattform

zu ziehen, und seien es nur die

allernaheliegendsten. Hätte man

denn je davon gehört, dass die EU-

Kommission (www.facebook.com/

eu.kommission), die Bundesregierung

(www.facebook.com/Bundes

regierung) oder wenigstens die

Polizei (www.facebook.com/polizei

hamburg) erwogen hätten, aus

den eigenen Erkenntnissen auch

nur die einfachsten Schlüsse zu

ziehen und zumindest symbolisch

ihre – nebenbei bemerkt: für

die Aufgabenerfüllung vollkommen

irrelevanten – Facebook Auftritte

zu löschen? Dieselben Behörden,

die sich im Moment darin

gefallen, „Härte“ gegenüber Facebook

demonstrieren, locken unverdrossen

Nutzer auf die Plattform

und erklären sie damit für quasi

unentbehrlich.

Man kann es ahnen: Die dritte

Dimension des Facebook-Skandals

besteht darin, dass für das Unternehmen

keine derzeit Konsequenzen

hat und erst recht in Zukunft

keine haben wird. Wenn die Aufregung

verflogen ist, wird sich zeigen:

Nur Lärm um nichts. Wir schalten

zurück zu den Katzenbildern.

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


Leidenschaft

auf allen Kanälen!

Pure Apple-Liebe

und -Kompetenz 24/7:

Ob auf Facebook, im

Web, auf Instagram

oder mit der Mac-

Life-News-App für

das iPhone – mit uns

bleiben Sie stets am

Puls der Apple-

Leidenschaft.

www.maclife.de


022

Apples Bildungsoffensive

Google ist die Nummer eins im US-amerikanischen Bildungsmarkt. Apple schickt sich mit

einem erneuten „Education Event“ dagegenzuhalten und stellt neben jeder Menge neuer und

akualisierter Software auch ein neues iPad – nicht nur für den Bildungsmarkt – vor.

Was haben wir alle gelacht

über Bilder, auf denen in

Unversitäts-Seminaren

hunderte Apple-Logos

von MacBook-Rückseiten aufleuchteten

und man irgendwo

versteckt die eine arme Seele

mit einem Dell-Laptop erspähen

konnte. Weitestegehend unbemerkt

von der deutschen Öffentlichkeit

hat der Wind sich in den

USA gedreht. Ausgerechnet

Google ist gelinde gesagt im Aufwind

und hat den Bildungsmarkt

in weiten Teilen mit Chromebooks

im Griff. Laptops, die voll

und ganz auf die Cloud ausgelegt

sind und nichtmal die lokale Installatation

echter Apps vorsehen.

Wobei dieser Aspekt inzwischen

aufgeweicht ist: man kann mehr

oder minder schlecht skalierte

Android-Apps auch auf manchen

Chromebooks laufen lassen.

Grund genug für Apple zur

Attacke zu blasen. Lehrenden

und Lernenden wird dabei nicht

etwa das MacBook (Air) ans Herz

gelegt, sondern das bei einer speziell

dazu abgehaltenen Veranstaltung

neu vorgestellte iPad.

(Einen ausführlichen Test des

neuen iPad lesen Sie ab Seite 25

in dieser Ausgabe.)

Schulen, an

denen jeder

Schüler mit

einem iPad

ausgstattet

wird, sind

Zukunftsmusik

– und Apples

Vision.

Es geht um Software!

Apple hat aber auch erkannt,

dass es nicht ausreicht,

erschwingliche Hardware anzubieten,

um den „Education“-

Markt zurückzugewinnen. Apple

will sich um die echten Probleme

von Schulen kümmert und bietet

so auch eine neue App namens

„Schoolwork“ an, mit der Lehrer

Aufgaben verteilen, Hilfestellungen

geben und Ergebnisse einsehen

und bewerten können. Mit

der neuen Schnittstelle ClassKit

können außerdem App-Entwickler

Ihre Software an Schoolwork

andocken. Die App „Classroom“

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


TITELTHEMA

Apple + Bildung

023

Kommentar

rundet das Angebot ab und will

der perfekte Assistent für Lehrer

zur Verwaltung von Schulklassen

und den iPads der Schüler sein.

Obendrein hat Apple dann

auch noch das iCloud-Speicher-

Inklusivvolumen für Accounts

von Bildungseinrichtungen von

5 auf 200 Gigabyte erhöht. Das

war auch bitter nötig, denn bislang

konnte für „Managed Apple

IDs“ kein zusätzliches Volumen

gekauft werden. Schüler hatten 5

Gigabyte. Punkt.

Updates über Updates

Die größte Neuerung des Events

war sicherlich das iPad mit Unterstützung

für den Apple Pencil.

Aber auch an anderer Stelle hat

Apple sich nicht lumpen lassen.

Apple hat die iWork Office-Suite,

bestehend aus Numbers, Keynote

und Pages um Apple-Pencil-

Funktionen erweitert, von denen

Sebastian Schack

„Auch wenn Apple vor

allem mit Schulen für das

neue iPad wirbt: Es ist das

ideale Gerät für praktisch

jeden, der Interesse an

einem Tablet hat.“

s.schack@maclife.de

@Mac_Life

natürlich nicht nur, aber vor allem

auch Schüler und Studenten pofitieren

sollen. Erstmals können

Anwender mit Apple Pencil direkt

in den Anwendungen Pages,

Numbers und Keynote Zeichnen,

Skizzieren oder Schreiben.

Ebenfalls neu: smarte Annotationen.

Diese Funktion ermöglicht

es iPad-Nutzern mit Apple Pencil

Feedback einfach zu geben,

zu empfangen und in ein Dokument

zu einzubinden. Mit Smart

Annotation werden Kommentare

und Korrekturzeichen dynamisch

im Text verankert. Und wenn ein

Benutzer Feedback hinzufügt und

das Dokument ändert, bleiben die

bestehenden Anmerkungen bei

dem Text, an den sie angehängt

wurden, erhalten.

„iWork ist ein leistungsstarkes

Programmpaket für iPhone, iPad

und Mac, das weltweit in Klassenzimmern

eingesetzt wird",

sagt Susan Prescott, Vice President

of Apps Product Marketing

bei Apple. "Mit der Unterstützung

von Apple Pencil auf dem

iPad ermöglichen die neuen Versionen

von Pages, Numbers und

Keynote den Schülern eine völlig

neue Ebene der Kreativität in

ihren Dokumenten, Tabellen und

Präsentationen.“

Das Erstellen eigener Bücher

ist jetzt auch direkt aus Pages

möglich, so dass man nicht mehr

auf „iBooks Author“ angewiesen

ist. Letztgenannte Anwen-

Google, Apple, Microsoft, das

deutsche Schulsystem und

der Datenschutz

Es könnte alles so einfach sein, denkt man.

Was Apple jetzt zur Verwaltung von Schulklassen

anbietet (und auch schon einmal im

Programm hatte: PowerSchool hieß die Software

vor über 10 Jahren – und Apple hat

sie 2006 an Pearson verkauft.), hat Google

schon länger im Angebot. „Google Classroom“

gehört zum für edukative Einrichtungen

angepassten Satz von „Google Apps for

Business“, das inzwischen als „G Suite“ firmiert.

Google möchte damit ein Rundumsorglos-Paket

anbieten und findet damit vor

allem – aber nicht nur – in den USA großen

Anklang. Denn: das Paket ist kostenfrei, was

immer ein starkes Argument ist. Und spätestens

mit dem Office-Dreisatz aus Docs,

Tabellen und Präsentationen hat Google

bewiesen, taugliche Software mit echtem

Mehrwehrt für Schulen anbieten zu können.

Das Problem ist natürlich der Datenschutz.

So schreibt etwa der Landesbeauftragte für

den Datenschutz und die Informationsfreiheit

Rheinland-Pfalz: „Wenn US-Anbieter von

Cloud-Lösungen beauftragt werden, kann

damit vor dem Hintergrund US-amerikanischer

Rechtsvorschriften ein Zugriff durch

US-Stellen verbunden sein, der mit europäischen

Datenschutzgrundsätzen nicht im Einklang

steht (nähere Informationen hierzu

siehe 23. Tätigkeitsbericht des LfDI Kapitel

I.1.3 und 25. Tätigkeitsbericht, Kapitel III.14.2).

Damit kommt aus Sicht des Landesbeauftragten

ein Einsatz von Lösungen, wie

Google Classroom nur insoweit in Betracht,

als keine personenbezogenen bzw. personenbeziehbaren

Daten der Nutzerinnen und

Nutzer anfallen. Dies bedeutet, dass eine

Verfahrensweise zu wählen ist, bei der die

Schule (und nicht etwa einzelne Schülerinnen

und Schüler) einen eigenen Account

anlegt. Hierbei müssen die Schulen mittels

pseudonymisierten Daten arbeiten.“

Genau das wäre ein Punkt, an dem Apple

aber beispielsweise auch Microsoft auf sich

aufmerksam machen könnten und auch

an deutschen Schulen auf Gegenliebe stoßen

könnte. Schließlich wirbt Apple immer

stärker mit dem Thema Datenschutz für

sich und seine Angebote. Microsoft betreibt

sogar deutsche Rechenzentren, so dass die

Daten im Land bleiben.

MAI 2018 | MAC LIFE


024

TITELTHEMA

Apple + Bildung

dung existiert zwar weiterhin,

ihr Ende scheint aber absehbar.

Zumindest hieß es in einem unserer

Gespräche mit Apple-Mitarbeitern,

das man derzeit nicht an

einer neuen Version von iBooks

Author arbeite.

An der Realität vorbei?

Der kanadische Tech-Journalist

Rene Ritchie beschrieb das „Education

Event“ als „Love letter to

education”, einen Liebesbrief an

die Bildung – und die entsprechenden

Institutionen. Das mag

stimmen, offenbart aber auch die

Problematik. Bildungseinrichtungen

brauchen keine Liebesbriefe,

keine romantischen Nächte auf

der Rückbank eines Autos und

Tim Cook und

sein Team versuchen

das

Ruder herumzureißen

und

Google im Bildungsmarkt

die Stirn zu

bieten.

keine sommerlichen Flirts. Sondern

viel mehr eine ernstgemeinte,

langfristige Beziehung

mit totaler gegenseitiger Offenheit

und Verlässlichkeit.

Eine Beziehung mit Apple ist

hingegen oft sehr einseitig. Schulen

bringen finanzielle Mittel auf

und kaufen sich in das Apple-Ökosystem

ein und müssen dann hoffen,

das Apple dran bleibt und

gerade in Sachen Software weiter

nachlegt. Zumal viele Schulen

in den USA bereits auf Googles

Plattform G-Suite mit Google

Drive und Co. setzen – nicht

zuletzt, weil man diese völlig

unabhängig vom verwendeten

Gerät nutzen kann.

Was Apple liefern muss

Für unsere Kollegen von

9To5Mac.com schreibt Bradley

Chambers in einer wöchentlichen

Serie über das Thema „Apple in

Education“ und gilt als Experte

in diesem Bereich mit Blick auf

die USA. In seinem Bericht zum

Apple-Event zitiert Chambers Tim

Cook:

„Wir glauben daran, dass wir die

wichtigsten Technologien hinter

den Produkten, die wir anbieten,

besitzen und kontrollieren müssen

und nehmen nur an Märkten

Teil, denen wir etwas signifikantes

hinzufügen können."

Chambers fragt, ob dies denn

in Sachen Bildung wirklich so

sei. „Falls Apple glaubt etwas signifikantes

für Schulen beitragen

zu können, dann sollten sie

'all in' gehen und Schul-Technology

grundlegend verändern. Sie

sollten einen Schulbuchverlag

kaufen und das Preismodell für

Schulbücher ändern, wenn man

eine Schule mit iPads ausstattet.

Sie sollten ein Schul-Informationssystem

kaufen und mit all

ihren Apps verknüpfen. Sie sollten

eine echte Alternative zur

[Google] G-Suite anbieten, die es

einfach für Schulen macht, Kommunikation

abzuwickeln.

Sie sollten dies zu einem Preis

tun, zu dem auch die wirtschaftlich

schwachen Distrikte genau

so leicht partizipieren können wie

die wirtschaftlch stärksten."

Bekenntnisse eines

Abtrünnigen

Browser statt Finder. Play Store statt

App Store. Chrome OS statt macOS.

Ich bekenne: Wenn ich meinen iMac

im Büro abschalte, öffne ich zu Hause

seit knapp zwei Jahren ein Chromebook.

Was zunächst aus reiner Neugier

auf Neues geschah, ist mittlerweile weitestgehend

der Überzeugung geschuldet.

Denn Google ist zusammen mit

seinen kooperierenden Hardware-Partnern

gelungen, was Apple in der Berauschung

der Smartphone-Absatzzahlen

schlicht entgangen ist: eine zeitgemäße

Vision der Idee Laptop, die ihre Daten

federleicht in der Cloud allgegenwärtig

verfügbar hält und die wie Blei lastenden

Ballast aus der „Urzeit“ der Computertechnik

selbstbewusst über Bord

wirft.

Dass Apple immer noch nicht Mac,

iPhone und iPad enger zusammengeführt

hat, könnte sich indes als einer der

größten Fehler der letzten Jahre erweisen.

Denn an die Colleges und Universitäten

drängt die erste Generation von

Schülern und Studenten, die mit dem

Smartphone groß geworden ist. Und die

will beim Schritt auf den Laptop eben

mit genau den Apps weiterarbeiten, die

sie schon kennt. Google schlägt hier mit

der Möglichkeit, Android-Programme

auf aktuellen Chromebooks zu nutzen,

sehr clever die Brücke. Apple sollte

sich beeilen, die Idee universeller Apps

für iOS und macOS voranzutreiben, um

diese Generation nicht für immer zu

verlieren. THOMAS RAUKAMP

MAC LIFE | MAI 2018

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025

Der Lamy der

jungen Generation

Mit dem Pencil hat

Apple eine Wunderwaffe

nicht nur für den

Schulalltag geschaffen.

Digitales Schreiben,

Zeichnen, Annotieren

und selbst das

sezieren virtueller Tiere

sind mit Apples Variante

des einst noch

belächelten Stylus kein

Problem mehr. Mit 100

Euro ist er aber auch

alles andere als leicht

erschwinglich.

Getestet: Das Schul-iPad

Während der Präsentation hat Apple das neue iPad vor allem als Traum-Gerät für Schulen beworben. Dabei ist

es auch ganz allgemein nicht weniger als das beste iPad, das Apple bislang abgeliefert hat.

Eine ganz Zeit lang galt das iPad

als Apples großer Schwachpunkt.

Die einen störten sich

an einer angeblich fehlenden

Vision, die anderen an den Rückläufigen

Wachstumszahlen der Sparte.

Dabei haben viele aus den Augen

verloren, dass das iPad nach wie

vor das beste Tablet ist.

So ist es dann auch kein Wunder,

dass Apple diese Pole Position

auch 2018 quasi kampflos und

unangefochten verteidigen kann.

Das neue iPad ist das beste Tablet,

das man für eine gemischte Nutzung

aus Medienkonsum, Videospielen,

E-Mails, Social Media und

der allgemeinen Web-Nutzung kaufen

kann. Dieses Jahr vermag Apple

aber gleich zwei sprichwörtliche

Schippen draufzulegen. Die erste:

der Preis. Mit 349 Euro ist es günstiger

denn je und für die gebotene

Leistung ein echtes Schnäppchen.

Die zweite Schippe: Apple versucht

das iPad neu zu positionieren und

ermöglicht nun auch erstmals auf

einem nicht-Pro-Gerät die Nutzung

des Apple Pencil und will so weiter

Kreative aber vor allem auch Schüler,

Lehrer und Studenten anlocken.

Was steckt drin?

Technisch hat sich wenig geändert

beim Sprung vom 2017er- auf

das 2018er-Modell. Das Design, die

Kamera, der Akku und überhaupt

die meisten Komponenten sind

identisch. Der einzige wirklich größere

Schritt ist der Tausch des Prozessors.

Im neuen Modell steckt der

A10-Prozessor, den wir schon vom

iPhone 7, respektive dem iPhone 7

Plus kennen. Das mag zwar alt klingen,

mit einem zu schnellen Urteil

wird man dem A10 allerdings nicht

gerecht.

Am krassesten ist der Unterschied

zum iPad Pro in Sachen Grafik-Power:

hier bietet das iPad Pro

fast doppelt so viel Leistung. Wir

geben aber zu bedenken, dass die

meisten App- und Spiele-Entwickler

ihre Software weiterhin (auch) für

den A10-Prozessor optimieren und

oftmals sogar noch den A9-Prozes-

Klassenarbeit?

Ein Schul-Feature, das wir uns

für den Alltag wünschen: mehrere

Benutzer parallel auf dem iPad.

Zum Beispiel für Familien.

MAI 2018 | MAC LIFE


026

TITELTHEMA

Apple + Bildung

sor bedenken. In einem iPad, das

nicht für den professionellen Einsatz

Grafik- oder CPU-lastiger Apps

genutzt wird, wird der A10-Prozessor

noch für Jahre ausreichend

sein.

Das absolute Einsteigermodell

kommt mit 32 Gigabyte Speicherplatz,

für 90 Euro mehr vervierfacht

Apple den Speicher auf 128

Gigabyte. Mit jeweils weiteren 130

Euro erkauft man sich zusätzlich

ein LTE-Modul im iPad, so dass der

Maximalpreis bei 569 Euro liegt.

Das Display

Kommen wir zum Kernstück eines

jeden iPad, dem Bildschirm. Der des

neuen iPad-Modells misst weiterhin

9,7 Zoll in der Diagonalen und bietet

2048 x 1536 Pixel. Beides ist seit

der Einführung des iPad Air unverändert.

Gemessen am Verkaufspreis

des iPad ist das Display noch

immer grandios. Technisch betrachtet

ist es jedoch schon etwas in die

Jahre gekommen. Vor allem wenn

man es mit dem iPad Pro vergleicht.

Dann fehlen nämlich der erweiterte

P3-Farbraum, die 120-Hertz-Bildwiederholfrequenz

(Pro Motion),

die Unterstützung von HDR und die

automatische Anpassung der Farbtemperatur

an die Umgebung (True

Tone).

Der auffälligste Unterschied ist

jedoch der Aufbau des Bildschirms.

Der Abstand zwischen schützender

Glasschicht und dem eigentlichen

Display ist signifikant größer

als beim iPad Pro. Hat man einmal

länger mit einem iPad Pro gearbeitet,

so fällt einem das sofort negativ

auf.

Wirklich sprachlos zurück lässt

Apple uns aber in Sachen Touch

ID. Im neuesten iPad steckt ein

Touch-ID-Button der ersten Generation,

der merklich ungenauer und

langsamer als Touch ID der zweiten

Serie ist. Touch ID 2 ist praktisch

perfekt und inzwischen auch

gut abgehangene Technik, wurde

es doch bereits mit dem iPhone 6s,

also 2015 eingeführt.

Apple Pencil

Die echte Überraschung beim diesjährigen

iPad-Update war, dass man

nun auch das „Otto-Normal-iPad“

in Verbindung mit dem Apple Pencil

nutzen kann. Apple Pencil ist

Apples Version des Stylus, der sich

per Lightning direkt an der Buchse

des iPad laden lässt, sich mit diesem

per Bluetooth verbindet und

so verschiedene Zusatzinformationen

wie etwa Druckstärke und Nei-

Nie war lernen

spannender!

Apple setzt im schulischen

Kontext auch auf

die neuen AR-Möglichkeiten

(Agument Reality,

Erweiterte Realität).

So können via

iPad spielend Tiere,

Gebäude, Flusslandschaften,

Gemälde oder

eben auch mal ein ganzes

Universum ins Klassenzimmer

geholt und

untersucht werden.

Wertung

Hersteller: Apple

Preis: 349 Euro

Web: www.apple.de

Pencil-Support,

gutes Upgrade,

Kampfpreis

Alte

Touch-ID-Version

Bedienung (40 %): 1,1

Leistung (30 %): 1,3

Ausstattung (30 %): 1,2

NOTE

1,2

Fazit: Dieses Gerät ist

das mit Abstand attraktivste

Alltags-iPad, das

Apple bislang vorgestellt

hat.

Nicht alles glänzt

Apple hat an ein paar Stellen gehörig

gespart. Eingespart wurde beispielsweise

der Smart Connector.

„Eingespart“ ist dabei nicht ganz

das richtige Wort, denn im klassischen

iPad gab es diese Schnittstelle

bislang noch nicht. Wohl aber

im iPad Pro und dort hat sie sich

sofort bezahlt gemacht, da wesentlich

flexibler nutzbare Tastatur-Hüllen

möglich wurden. Wer dieses

iPad kauft muss seine Tastatur-

Hülle weiterhin per Bluetooth koppeln

und vor allem separat aufladen,

was nicht nur aber besonders

für den Einsatz in Schulen nervig

sein dürfte.

Display

iPad iPad Pro iPad mini

9,7 Zoll

2048 x 1536 Pixel

bei 264 ppi

10,5 Zoll

2224 x 1668 Pixel bei

264 ppi

Prozessor A10 Fusion A10X Fusion A8

Speicher 32 GB oder 128 GB 64 GB, 256 GB oder 512

GB

Farben

7,9 Zoll

2048 x 1536 Pixel

bei 326 ppi

128 GB

Maße 240 x 169,5 x 7,5 mm 250,6 x 174,1 x 6,1 mm 203,2 x 134,8 x 6,1 mm

Gewicht 469 g 469 g 298,8 g

Foto 12 MP/7 MP 8 MP/1,2 MP 8 MP/1,2 MP

Video 1080p/720p 4K/1080p 1080p/720p

Preis ab 349 Euro ab 729 Euro ab 429 Euro

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


027

gungswinkel an das iPad übertragen

kann.

Inzwischen unterstützen zahlreiche

Apps Apples neuestes Eingabegerät,

angefangen bei Bildbearbeitungs-Apps

bishin zu

Notiz-Apps. Nachdem man den

Pencil schon immer in Apples

eigener Notizen-App verwenden

konnte, hat man in diesem

Jahr auch Pages, Numbers und

Keynote entsprechend aktualisiert,

so dass man mit dem Pencil

direkt in Dokumente zeichnen

oder Anmerkungen hinterlassen

kann.

Während es nur einen Apple

Pencil gibt, unterscheidet sich

seine Nutzung je nach iPad teilweise

deutlich. Beim normalen

iPad wird das Glas nicht auf das

Display laminiert, was zum weiter

oben bereits erwähnten größeren

Abstand beider Schichten zueinander

führt. Darauf mit dem Pencil

zu zeichnen fühlt sich irgendwie

falsch an wenn man den

Vergleich zum iPad Pro hat. Ein

Die große

Überraschung

war, dass sich

nun auch das

iPad (ohne

„Pro“) in Verbindung

mit

dem Apple

Pencil nutzen

lässt, was es

tatsächlich zu

einem anderen

Gerät werden

lässt.

US-Schulen

können besonderes

Zubehör

von Logitech

erwerben.

Ob es auch in

Deutschland

angeboten

werden soll ist

unklar.

weiterer Unterschied mit dem wir

nicht gerechnet hatten: der Pencil

ist auf dem neuen iPad merklich

lauter. Auch das hängt mit

der Konstruktion des Bildschirms

zusammen und lässt das Gesamtkunstwerk

plastikartiger, ja sogar

„billiger“ wirken.

Auch das Zeichnen selbst

gelingt auf dem iPad nicht ganz

so gut wie auf dem iPad Pro. Das

dürfte vor allem an der fehlenden

Pro-Motion-Technologie liegen.

Der Bildschirminhalt des iPad Pro

wird bis zu doppelt so schnell

erneuert wie auf dem iPad.

Beides sind jedoch Effekte, die

einem nur bewusst werden, wenn

man die Arbeit mit dem iPad Pro

gewohnt ist. Testpersonen aus

unserem privaten Umfeld, die dieses

Vergnügen bislang nicht hatten,

waren von den Möglichkeiten

des Apple Pencil in Verbindung

mit dem neuen iPad begeistert.

Wir jammern also auf sehr hohem

Niveau.

Dennoch ist der Pencil nicht

für jeden sinnvoll. Besonders

wenn man bedenkt, dass Apple

100 Euro dafür verlangt. Für den

selben Preis bekommt man beispielsweise

auch das Logitech

Slim Folio Case mit integrierter

Bluetooth-Tastatur für das iPad.

Ein Zubehör, das für die meisten

Nutzer die sinnvollere Wahl sein

dürfte, wenn einen das Budget zu

einer Wahl zwingt. Überhaupt ist

das das vermutlich größte Pro-

blem des neuen iPad. Apple hat

den Einstieg zwar günstiger denn

je gemacht, um aber wirklich

damit arbeiten und kreativ werden

zu können, kommen noch

Kosten für Zubehör hinzu.

Fazit

Trotz der oben aufgelisteten Mängel

ist uns ein Fazit zu einem

iPad selten leichter gefallen als

zu diesem Gerät. Denn beinahe

alles was wir zu kritisieren haben,

fällt nur im direkten Vergleich

mit dem iPad Pro auf. Und selbst

wenn einem die Unterschiede

bewusst sind, muss man sich fragen,

ob sie einem tatsächlich mindestens

380 Euro wert sind. Das

nämlich ist die minimale preisliche

Differenz zum iPad Pro.

Das 2018er iPad-Modell ist mit

weitem Abstand das beste Tablet,

das man für unter 500 Euro

kaufen kann und für die meisten

Menschen die bessere Wahl.

Selbst wer die erwähnten 380

Euro übrig hat, ist vermutlich

glücklicher wenn er sie in mehr

Speicherplatz, eine Tastaturhülle

und den Apple Pencil denn

in ein Upgrade auf das iPad Pro

investiert.

Nicht außer Acht gelassen werden

soll an dieser Stelle, dass auf

vollkommen unerklärliche Weise

das iPad mini 4 weiterhin existiert.

Zu einem Preis von 429 Euro

bietet es zwar 128 Gigabyte Speicherplatz,

dafür aber ein deutlich

kleineres Display mit 7,9 Zoll

in der Diagonalen und den völlig

veralteten A8-Prozessor. Um die

Kaufempfehlung an dieser Stelle

abzuschließen: sollten Sie nicht

auf der Suche nach einem überteuerten

E-Book-Reader sein, lassen

Sie bloß die Finger davon!

MAI 2018 | MAC LIFE


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Der umfassende

Ratgeber

So hält Ihr

Akku

länger

Mit diesen verlässlichen Tipps und

Tricks kommen Sie mit iPhone und iPad

sicher und problemlos durch den Tag.

TEXT: MATT BOLTON, CASPAR VON ALLWÖRDEN

Wer von uns wünscht sich nicht manchmal

etwas mehr Akkulaufzeit für iPhone, iPad

und den Mac? Vielleicht planen Sie eine

lange Reise ohne Steckdose in der Nähe

oder der Akku Ihres Geräts ist einfach nicht mehr der

Jüngste? So oder so kann dann jede Minute mehr

extrem wichtig sein und Ihnen das Leben erleichtern.

Mit den Tipps und Tricks auf den folgenden Seiten

erfahren Sie, wie Sie wirklich alles aus Ihrem Gerät

herausquetschen. Und wir zeigen Ihnen, wie Sie den

Gesundheitszustand Ihres Akkus überprüfen und mit

welchen mobilen Ladegeräten Sie auch unterwegs

Strom nachtanken können.

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


TITELTHEMA

Akku-Guide

031

So funktionieren moderne Akkus

Die Technologie hinter der mobilen Stromversorgung

Auch wenn sich die Batterietechnologie

im Laufe der Zeit immer wieder

verändert

hat, werden die

bereits in den 1990er-

Jahren aufkommenden

Lithium-Ionen-

Akkus noch heute

verwendet.

Ein solcher Akku

besteht jeweils an den

Enden aus zwei Elektroden

(einer Anode und einer Kathode),

die in einer Lösung schwimmen, welche

Lithium-Ionen enthält (daher der

Name). Die Ionen sind positiv geladen

und werden von der Kathode angezogen,

so dass sie zu ihr hinüber wandern,

wodurch sie wiederum positiv

geladen werden. Dies zieht dann negativ

geladene Elektronen von der Anode

zur Kathode und liefert so den Strom.

Der elektrische Fluss ist grundsätzlich

die Bewegung von Elektronen durch

ein leitfähiges System – wie Wasser, das

durch ein Rohr fließt. Wenn Sie einen

Akku aufladen, kehrt sich dieser Prozess

Immer im Fluss

Der elektrische Fluss

ist die Bewegung von

Elektronen durch ein

leitfähiges System

In einem MacBook ist sogar eine ganze

Batterie an Akkus verbaut.

ganz einfach um, und die Lithium-Ionen

werden von der Anode angezogen.

Wie Sie vielleicht wissen, baut ein

Lithium-Ionen-Akku im Laufe der Zeit

langsam ab. Schuld daran sind einige

Ionen, die bei jedem Ladezyklus an den

Elektroden haften bleiben, was wiederum

die Wirksamkeit reduziert. Nach

und nach summiert sich dies und die

Laufzeit des Akkus nimmt Stück für

Stück ab.

Zellteilung

Lithium-Ionen-Akkus bestehen meist

aus mehreren Zellen, wie wir sie eben

beschrieben haben. Diese Aufteilung

in viele kleinere Abschnitte hat zwei

Vorteile. Gemeinsam können sie eine

höhere Leistung liefern und auch das

gleichzeitige Aufladung der Zellen geht

insgesamt schneller, als dies mit einer

einzelnen großen Zelle möglich wäre.

Aufwändige Spiele können Ihr Gerät ziemlich fordern und viel Strom verbrauchen.

Die größten

Akkufresser

1 Displays

LC-Displays benötigen nicht nur

selbst Strom, sondern auch eine Hintergrundbeleuchtung.

Bei OLED-Displays

(verbaut im iPhone X und in

der Apple Watch) fällt diese weg. Sie

sind also stromsparender.

2Mobiles Internet

Daten zwischen einem Sendemasten

und Ihrem Telefon zu

verschicken verbraucht viel Energie.

Die Übertragunstechniken werden

zwar immer effizienter, benötigen

aber weiterhin mehr Strom als

kabelgebundene Varianten.

3

Leistungshungrige

Apps

Prozessoren sind ein wenig wie

Motoren in Autos. Je mehr man aufs

Gas drückt, umso höher ist der Verbrauch.

Schneidet man zum Beispiel

hochauflösende Videos oder hat

viele Apps geöffnet, wird der Prozessor

stark beansprucht und benötigt

viel Energie.

4 WLAN

WLAN ist oft deutlich komfortabler

als das klassische LAN-

Kabel, verbraucht aber mehr Strom.

Wenn Sie Ihre Daten vom Router

zum Mac also kabellos übertragen,

belasten Sie den Akku stärker.

5 Festplatten

Klassische Festplatten mit

ihren beweglichen Teilen sind energiehungriger

als eine SSD.

6 GPS

Mit einem Satelliten im niedrigen

Erdorbit zu kommunizieren,

kann Ihren Akku schnell in die Knie

zwingen.

MAI 2018 | MAC LIFE


032

TITELTHEMA

Akku-Guide

So läuft Ihr Mac länger

Pressen Sie alles aus dem Akku des Mac heraus

Apple hat viel Arbeit in

die Akkulaufzeit seiner

Laptops investiert,

damit diese mindestens

einen durchschnittlichen

Arbeitstag durchhalten.

Allerdings werden die Geräte

immer dünner und leichter

und damit nimmt auch der

verfügbare Platz für den

Akku ab. Es ist ein ewiger

Kampf zwischen

Leistung, Komfort

und Langlebigkeit. Wenn Sie

Ihren Laptop einfach so lange

wie möglich laufen lassen

wollen oder ein älteres Mac-

Book mit verringerter Akkuleistung

besitzen, dann gibt

es einige wichtige Punkte,

die Sie beachten können, um

Strom zu sparen.

Jeder Punkt für sich hat

selbst nur einen kleinen

Effekt, in Kombination können

Sie aber eine oder sogar zwei

Stunden Extra-Laufzeit herausholen.

Das kann Sie zum

Beispiel schon über eine Zugfahrt

ohne Ladekabel retten.

Im Grunde geht es bei allen

Abschnitten um das Ausschalten

kleinerer Funktionen, die

Sie im Alltag nicht benötigen.

Am besten setzen Sie unsere

Tipps und Tricks direkt um,

dann sind Sie schon jetzt für

den Fall der Fälle gewappnet.

Man kann ja nie wissen.

Workshop: So nutzen Sie die Systemeinstellung

„Energie sparen“ richtig

1

Die

Hintergrundbeleuchtung verbraucht

besonders viel Strom. Öffnen

Sie „Systemeinstellungen“ >

„Monitore“ und schieben Sie den

Regler bei Helligkeit nach links.

Deaktivieren Sie zudem „Helligkeit

automatisch anpassen“.

2

Unter

„Energie sparen“ können Sie

festlegen, wie schnell der Monitor

in den Ruhezustand wechselt, wenn

kein Netzteil angeschlossen ist und

der Mac nicht genutzt wird. Je kürzer

die Zeitspanne, desto mehr Strom

sparen Sie.

3

Schalten

Sie Funknetzwerke aus,

wenn Sie sie nicht benötigen. WLAN

verbraucht selbst dann Strom, wenn

es nicht verbunden ist. WLAN und

Bluetooth können Sie einfach über

die Menüleiste oder die Systemeinstellungen

ausschalten.

4

Klicken

Sie auf das Akku-Symbol in

der Menüleiste, um zu sehen, welche

Apps erheblichen Stromverbrauch

verursachen. Nicht mehr benötigte

Apps sollten Sie schließen, um

den CPU-Verbrauch und damit den

Stromverbrauch gering zu halten.

5

Browser

sind häufig echte Stromfresser,

meist ist extrem schlecht programmierte

Werbung daran schuld.

Ein Werbeblocker kann Ihnen ein

bisschen mehr Akkulaufzeit verschaffen.

Testen Sie zum Beispiel die

Erweiterung Ghostery.

6

Auf

einem MacBook Pro mit zwei

Grafikkarten sollten Sie sicherstellen,

dass der Punkt „Automatischer

Wechsel der Grafikmodi“ im Energiesparen-Menü

nicht deaktiviert ist.

Sonst nutzt Ihr Mac immer die volle

stromhungrige Grafikleistung.

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


033

Batterienutzung am

iPhone und iPad

Finden Sie heraus, wo Ihre ganze Energie hingeht

Sie haben sicher schon festgestellt,

dass iOS und macOS sich in den

Energieeinstellungen in einigen

wichtigen Punkten unterscheiden.

Auf dem iPhone oder iPad können Apps

nicht im Hintergrund vollständig weiterlaufen

und Strom verbrauchen, sondern

lediglich einige stark eingeschränkte

Hintergrundaktualisierungen durchführen.

Sie müssen sich auf dem Smartphone

und dem Tablet darüber also

keine Gedanken machen und die nicht

mehr verwendeten Anwendungen nicht

permanent schließen. Dennoch gibt es

Apps, die mehr Strom verbrauchen als

andere.

Unter „Einstellungen“ > „Batterie“

können Sie genau sehen, welche Apps

Ihren Akku leer saugen, Apple listet

diese dort mit Prozentangaben auf. Je

weiter oben eine App steht, umso mehr

Strom hat sie in den letzten 24 Stunden,

beziehungsweise sieben Tagen, verbraucht.

Viele der angegeben Apps sollten

Sie eigentlich nicht überraschen,

sind es doch meist die von Ihnen am

häufigsten verwendeten Programme.

Für noch mehr Informationen können

Sie auf die kleine Uhr oberhalb der

Liste tippen. So sehen Sie wie lange

die Apps im Vorder- und Hintergrund

aktiv waren. Manche Apps benötigen

eine Aktualisierung im Hintergrund. Ein

E-Mail-Client soll ja regelmäßig neue

Nachrichten abrufen können. Vergleichen

Sie die Liste mit Ihrem tatsächlichen

Nutzungsverhalten. Wenn Sie eine

App ausmachen können, die Sie nicht

verwenden, die aber dennoch einen

hohen Stromverbrauch aufweist, dann

sollten Sie sie vielleicht direkt deinstallieren.

Nur fünf Prozent weniger

Verbrauch kann am Ende schon eine

Stunde mehr Laufzeit bedeuten.

Der Stromsparmodus

Den Stromsparmodus finden Sie unter

„Einstellungen“ > „Batterie“. Er bietet

eine sehr einfache Methode, um den

Akkuverbrauch zu verringern. Einmal

aktiviert, regelt er sofort die Bildschirmhelligkeit

nach unten, schaltet die Hintergrundaktualisierungen

für Apps aus,

lässt Ihr Telefon nicht mehr auf „Hey

Siri“ lauschen und reduziert Animationen

auf ein Minimum. Zusammengenommen

sorgen diese Maßnahmen für

einigen Stunden mehr Akkulaufzeit. Der

Stromsparmodus schaltet sich automatisch

aus, sobald der Akkustand wieder

über 80 Prozent klettert, während Sie

Ihr iPhone laden.

Sie können schnell auf den Stromsparmodus

zugreifen, indem Sie ihn

dem Kontrollzentrum hinzufügen. Wählen

Sie „Einstellungen“ > „Kontrollzentrum“

> „Steuerelemente anpassen“ und

suchen Sie den Stromsparmodus. Durch

das Drücken auf das grüne Plus-Symbol

fügen Sie ihn der Liste hinzu. Tippen

Sie auf die drei Striche neben dem

Menüeintrag, um die Reihenfolge der

Elemente zu verändern.

Dauerhaft einstellen

Vieles, was der Stromsparmodus kurzzeitig

deaktiviert, können Sie auch dauerhaft

ausschalten, indem Sie die richtigen

Einstellungen aufrufen. Wechseln

Sie zu „Siri & Suchen“ und deaktivieren

Sie „Auf ‚Hey Siri‘ achten“. Als nächstes

wechseln Sie zu „Anzeige & Helligkeit“

und verringern die Helligkeit (und True

Tone). Dann geht es zu „iTunes & App

Store“. Hier deaktivieren Sie den Punkt

„Updates“ unter „Automatische Downloads“.

Nun noch den Bereich „Allgemein“

> „Bedienungshilfen“ öffnen und

„Bewegung reduzieren“ einschalten. Zu

guter Letzt deaktivieren Sie die „Hintergrundaktualisierungen“

wie im Kasten

rechts beschrieben.

Hintergrundaktualisierungen

Öffnen Sie „Einstellungen“ > „Allgemein“

> „Hintergrundaktualisierung“.

Hier wird entschieden, welche Apps

Daten aus dem Internet beziehen dürfen,

auch wenn sie nicht im Vordergrund

laufen. Um Strom zu sparen,

können Sie diese Aktualisierungen im

Hintergrund entweder allen, oder einzelnen

Apps verbieten. Wenn Sie eine

App in der Liste überhaupt nicht mehr

benötigen, können Sie diese auch

deinstallieren.


034

TITELTHEMA

Akku-Guide

Workshop: So sparen Sie noch mehr

Strom bei iPhone und iPad

1

Wenn

eine App Ihren Standort im

Hintergrund abfragt, verbraucht das

viel Energie. Öffnen Sie „Einstellungen“

> „Datenschutz“ > „Ortungsdienste“.

Apps mit lila Pfeil haben vor

Kurzem Ihren Standort verwendet.

Betrachten wir das genauer …

2

Tippen

Sie auf eine App, erhalten

Sie drei verschiedene Optionen. Entweder

darf eine Anwendung Ihren

Standort nie verwenden, nur wenn

die App im Vordergrund aktiv ist

oder immer, selbst wenn Sie im Hintergrund

ist.

3

Auch

wenn wir uns wiederholen,

deaktivieren Sie WLAN, wenn Sie es

nicht benutzen. Dies sollten Sie übrigens

nicht aus dem Kontrollzentrum

heraus tun. Seit iOS 11 wird über

die dortige Taste das WLAN nur

getrennt, nicht ausgeschaltet.

4

Werbeanzeigen

im Browser können

sehr viel Strom fressen, doch auch

unter iOS können Sie einen Adblocker

nutzen. Installieren Sie einen

und wechseln Sie dann zu „Einstellungen“

> „Safari“ > „Inhaltsblocker“,

um ihn zu aktivieren.

5

Die

automatische Wiedergabe von

Videos ist auch nicht besonders gut

für die Akkulaufzeit – leider gibt es

solche Videos auch im App Store.

Deaktivieren Sie diese unter „Einstellungen“

> „iTunes & App Store“ >

„Automatische Videowiedergabe“.

6

Und

noch ein einfacher Tipp: Drehen

Sie Ihr iPhone (5s oder neuer) einfach

um! Das Telefon erkennt, dass

es auf dem Display liegt. Dadurch

aktiviert es den Bildschirm nicht

mehr, sobald eine Benachrichtigung

eintrifft.

Der Gesundheitszustand

Wie bereits anfangs beschrieben, verlieren

Lithium-Ionen-Akkus mit der

Zeit ihre Leistungsfähigkeit. Wenn Sie

eine extrem kurze Laufzeit feststellen,

könnte es sinnvoll sein, den Gesundheitszustand

Ihres Akkus zu überprüfen.

Bei iOS-Geräten erscheint in Einstellungen“

> „Batterie“ eine Nachricht, dass Ihr

Akku ausgetauscht werden muss, falls

die Leistung zu gering geworden ist. Um

genauere Informationen zu erhalten,

können Sie auf Ihrem Mac die kostenlose

App CoconutBattery (coconut-flavour.com)

installieren.

Sie zeigt Ihnen direkt den aktuellen

Ladezustand an und vergleicht diesen

mit der maximalen Kapazität

eines neuen Akkus. Sie können also

sehr schnell die Abweichungen erkennen.

Wenn Sie ein iOS-Gerät über USB

anschließen, bekommen Sie die Informationen

auch zu diesem Gerät anzeigt.

Über den Abschnitt „History“ können

Sie darüber hinaus auch noch verschiedene

Messergebnisse mit Datum anlegen

und so die Veränderungen Ihres

Akkus auch über einen längeren Zeitraum

analysieren.

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


035

Frischer Saft

für Ihren Akku

Mit diesem Zubehör versorgen

Sie auch unterwegs Ihre Geräte

mit neuer Energie.

Mophie Powerstation

USB-C XXL

Nicht gerade günstig, aber der

Akku mit 19.500 mAh bietet bis

zu 30 Watt Leistung. Damit lässt

sich nicht nur ein iPhone, sondern

sogar ein MacBook Pro mit 13 Zoll

einmal komplett aufladen.

Preis: 140 Euro

Web: eu.mophie.com

Apple Smart

Battery Case

Apples eigenes Battery Case ist

kompatibel zum iPhone 6/6s/7

und (inoffiziell) zum iPhone 8.

Der Buckel hinten ist etwas hässlich,

stellt aber gleichzeitig auch

einen guten Schutz dar. Für das

iPhone X gibt es bisher kein Battery

Case von Apple.

Preis: 120 Euro

Web: www.apple.de

Torro Cases

Qi Wireless Charging

Portable Power Bank

Dieser 10.400-mAh-Akku kann Ihr iPhone 8

oder iPhone X sogar kabellos mit Strom versorgen.

Natürlich gibt es auch einen USB-

Anschluss, um andere Sachen aufzuladen.

Der perfekte Reisebegleiter.

Native Union

Jump Cable

Ein kompaktes Ladekabel

mit Zusatzakku in

einem. Integriert ist neben

einem USB-A auch ein

Lightning-Stecker für das

iPhone. Aufgeladen wird

der Zusatzakku über den

USB-Anschluss.

Preis: 47 Euro

Web: torrocases.co.uk

Preis: 50 Euro

Web: www.nativeunion.com

MAI 2018 | MAC LIFE


036

TITELTHEMA

Akku-Guide

Sonne tanken

Der Winter ist vorbei und die Sonne traut sich zurück in unsere

Gefilde. Das bedeutet, wir bekommen nicht nur wärmere Tage,

sondern auch eine zusätzliche Energiequelle, mit der Sie Ihre

wichtigsten Geräte aufladen können.

TEXT: TOBIAS FRIEDRICH

Der Sommer kommt! Schal

und Handschuhe landen

im Schrank, der Urlaub ist

geplant, Ausflüge ins Grüne

und Wochenendtrips in freier

Natur sind im Kalender vermerkt.

Endlich weg von den omnipräsenten

Bildschirmen, vor denen wir

einen guten Teil des Tages verbringen.

Doch viele Menschen

sind beruflich und privat derart

auf ihr Smartphone angewiesen,

dass sie es auch in Wald und Wiesen,

am Strand und in den Bergen

benötigen – und sei es nur,

um damit die schöne Landschaft

fotografisch festzuhalten.

Wollen Sie bewusst die Zivilisation

eine Weile hinter sich lassen,

aber auf Ihr iPhone und iPad

oder sonstiges elektronisches

Equipment nicht verzichten,

müssen Sie zwangsläufig einen

Akku im Gepäck haben, der Ihre

Geräte „am Leben erhält“. Spätestens

aber, wenn dieser irgendwann

seinen Geist aufgibt, wird

es Zeit für ein Solar-Ladegerät.

Wir haben uns die verschiedenen

Typen angesehen.

Xtorms Evoke

ist zusammengeklappt

kaum

größer als ein

Smartphone

Die Powerbank Plus Solar von Xlayer gibt es in drei Ausführungen.

Die kleine Kompaktklasse

Beginnen wir mit den sogenannten

Solar-Powerbanks. Diese Sonnenspeicher

sind meist nur etwas

größer und voluminöser als ein

Smartphone. Sie wandeln die Sonnenenergie

nicht nur in Strom um,

sondern speichern diesen auch.

Xlayers Powerbank Plus Solar

gibt es gleich in drei kompakten

Ausführungen: mit Lithium-Polymer-Batterien

mit 4.000 mAh

(Milli ampere stunden), mit 8.000

mAh und mit 15.000 mAh. Die extrem

robusten, staub- und spritzwassergeschützten

Geräte laden

ein iPhone 7 in der kleinsten Variante

zweimal vollständig auf, in

der mittleren viermal und in der

großen Version bis zu siebenmal.

Alle drei werden mit einem

Karabinerhaken ausgeliefert. Der

8.000-mAh-Akku bietet zudem

einen Clip, mit dem Sie ihn etwa

an Ihrer Hosen- oder Jackentasche

feststecken können. Ebenso ist

in jede Powerbank eine Taschenlampe

integriert, die bei dem

kleinsten Modell eher minimalistisch,

bei den größeren brauchbar

hell ausfällt. Um die Akkus selbst

wieder auf einhundert Prozent

Leistungsfähigkeit zu bringen,

benötigen Sie knapp anderthalb

Tage Sonnenlicht für den kleinen

Akku, circa vier Tage für den mittleren

und eine ganze Woche Sonnenschein

für den großen Xlayer.

Es lohnt sich also, ihn ständig mit

dem „Gesicht zur Sonne“ am Rucksack

baumeln zu haben.

Ohne Taschenlampe, dafür

zum Zusammenklappen und mit

zwei Solar-Paneelen ausgestattet

ist Xtorms AM121-Ladeakku

Evoke. Das mit einem Lithium-

Polymer-Akku mit einer Speicherkapazität

von 10.000 mAh

ausgestattete Solar-Ladegerät

kommt in einer Gummi-Ummantelung

und einer Aussparung

für einen Karabinerhaken (der

jedoch nicht mitgeliefert wird).

Das Besondere an diesem ebenfalls

mit zwei USB-A-Ausgängen

versehenen Ladegerät ist, dass

in ihm ein APM-Chip (Auto Power

Management) verbaut ist, der

dafür sorgt, dass die Ladestation

automatisch die richtige Ladegeschwindigkeit

wählt und die Energie

bestmöglich verteilt wird.

Zudem schützt eine Temperaturkontrolle

den Evoke vor Überhit-

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


037

Solarakkus vs.

Solarpanels

zung und die verwendeten Batteriezellen

laden den Xtorm-Akku

in der Sonne etwas schneller.

Der Klappverschluss schützt die

Solarzellen darüber hinaus vor

Beschädigung.

Solarpanels: auf Biegen

und Falten

Zwar können Sie mit Solarpanels

den gewonnenen sauberen Strom

nicht wie die Solar-Powerbanks

speichern, dafür sind die Panels

deutlich größer: Bei guter Sonnen

ein strahlung laden Sie damit

Ihre Geräte problemlos auf.

Solarpanels wie Xtorms AP150

Solarbooster oder Ankers Powerport

sind dünne, zusammenfaltbare

Solarpaneele, die mit ihren

Das Solar panel

des Explorer+

von Sunnybag

lässt sich

ganz einfach

abnehmen.

Leicht, flexibel

und nahezu

unkaputtbar:

Das Solarpanel

Leaf+ von

Sunnybag

zwei USB-Ausgängen diverse

Geräte direkt mit Strom versorgen

können. Ausgeklappt lassen sich

die Panels mit ihren Ringschlaufen

gut an Rucksäcken, Fahrrädern

oder Zelten anbringen. In

den integrierten Netzfächern mit

Reißverschluss können Sie Ihr

Gerät direkt anschließen, laden

und sicher verstauen. Sowohl das

AP150 als auch Ankers Powerport

werden mit einem Mini-USB-

Kabel ausgeliefert, bei Xtorms

Panel liegt noch ein Karabinerhaken

dabei. Zum Einklappen ist

der Magnetverschluss bei Xtorm

eine Idee angenehmer und praktischer

als der Klettverschluss der

Anker-Paneele.

Während Xtorms Solarbooster

mit 12 Watt und Ankers Powerport

sogar mit 21 Watt Leistung

aufwartet, reichen Sunnybags

Leaf+ 7 Watt. Das hat seine

Gründe: Das extrem flache Solarsystem

wiegt nur 198 Gramm und

ist hauchdünn. Leichter, flexibler

und gleichzeitig widerstandsfähiger

ist kein anderes Solarpanel.

Wichtiger aber ist, wie schnell

das Leaf+ Geräte lädt. Selbst bei

bewölktem Himmel und niedrigen

Temperaturen versorgt es

mit dem fest installierten Kabel

Wenn Sie Ihre Geräte mit der

Kraft der Sonne aufladen wollen,

gilt es zwischen zwei

Gerätetypen zu unterscheiden.

Die sogenannten Solarakkus

sind mit einer internen

Batterie ausgestattet, die

mittels der Solarzellen von

der Sonne aufgeladen wird.

Eine zweite Möglichkeit, den

Akku zu laden, ist der Weg

über Strom aus der Steckdose

oder von einem Laptop,

der mit einem Kabel an

einem Mini-USB-Port angeschlossen

wird. Ein solcher

Eingang ist an jedem der hier

vorgestellten Geräte vorhanden.

Die Solarakkus speichern

die Energie und geben

Ihnen die Möglichkeit, Ihre

Geräte auch aufzuladen,

wenn kein Sonnenlicht oder

kein Strom vorhanden ist.

Die reinen Solarpanels

wandeln Sonnenlicht direkt

in Energie um, speichern den

Strom jedoch nicht. Mit eingebauten

USB-Anschlüssen

können Sie verschiedene

Geräte laden, unter anderem

auch Akkus, die dann wiederum

nachts oder bei schlechten

Wetterverhältnissen als

Stromversorger fungieren.

Eine Art Zwitter ist Kogallas

Solar Storage Bank 2210.

Sie bietet vier ausklappbare

Solarpanels zur direkten

Wandlung von Sonnenlicht

und auf ihrem Rücken

ist zusätzlich ein leistungsfähiger

Akku angebracht. Mit

22 Watt lädt die Storage Bank

angenehm schnell in der

Sonne.

MAI 2018 | MAC LIFE


038

TITELTHEMA

Akku-Guide

ein iPhone oder ähnliche Produkte

mit Strom. Eine hocheffiziente

Solar- und die sogenannte

Triple-Junction-Technologie sind

die Garanten dieser Leistung.

Obwohl das Leaf+ spektakulär

schlank ist, kann die Oberfläche

für sich reklamieren, nahezu

unzerstörbar zu sein, kratz- und

stoßfest und auch bei Wind und

Wetter und schlechten Lichtverhältnissen

leistungsstark. Auch

hier gibt es vier Ringe, die Sie zur

Befestigung nutzen können.

Robuste Kabel

Der Solarbooster

von Xtorm

und Ankers

Power port

können Geräte

direkt mit Sonnenenergie

betanken.

Was nützt Ihnen das beste Solar-Ladegerät,

wenn auf einmal das Kabel nicht mehr seinen

Dienst verrichtet? Eines der wenigen hauseigenen

Produkte, das Apple noch verbessern

kann, ist das Lightning-Kabel. Hier lohnt ein

Blick auf Fremdanbieter. Der Berliner Hersteller

Artwizz stellt nicht nur Lightning-Kabel

mit einer besonders langen Lebensdauer her,

hier finden Sie auch Verbindungen mit den

unterschiedlichsten Längen: Bei 25 und 50

Zentimetern geht es los, aber auch ein bis

zwei Meter lange Lightning-Kabel finden Sie

im Artwizz-Sortiment. Die Stecker stammen

dabei direkt von Apple, der Kunststoff des

Kabels ist jedoch fester und die Gehäuse an

beiden Enden sind extrem robust verarbeitet.

Das Komplettset

Nicht jeder möchte an der Außenseite

seines Rucksacks oder an

seiner Tasche ein Solar modul

hängen haben. Auch auf derartige

Wünsche hat der Markt

längst reagiert und nicht nur

praktische, sondern auch schicke

Lösungen parat. Für den Einsatz

in der Stadt empfehlen sich

Solgaards Shoulder Bag oder der

Backpack desselben Herstellers.

Beide Modelle sind kompakt, können

aber bis zu 15 Zoll große Laptops

in sich aufnehmen und beide

verfügen über einen Solarakku,

der Ihr iPhone mit einer Ladung

bis zu fünfmal komplett auflädt.

In der Shoulder Bag können

Sie den Akku sogar in einer der

Wichtige Regeln

zum Laden von

Solarakkus und

Panels

Je weiter Sie vom Äquator

entfernt sind, desto

geringer die Ladeleistung.

Hinter Glasscheiben

erhalten Sie von Solarpaneelen

keine Leistung.

Um die bestmögliche

Leistung zu erhalten,

befestigen oder halten Sie

Ihre Solarpaneele in einem

90-Grad-Winkel zum einfallenden

Sonnenlicht.

Ein jeweils besseres

Ergebnis erhalten Sie

generell, wenn Sie zwischen

Paneele und zu ladendem

Gerät einen Akku schalten.

Solarladegeräte verfügen

über unterschiedliche

Spannungen. Für Smartphones

und Tablets reicht

eine Spannung von 5 Volt, bei

Laptops sind 12 Volt nötig.

Außenseiten in einer Aussparung

unterbringen, sodass er sich komfortabel

unterwegs auflädt.

Die Firma Sunnybag hat mit

dem Explorer+ eine elegante

Rucksack-Solarpanel-Kombination

entworfen, die Ihnen die

Option lässt, die Tasche mit oder

ohne Paneele zu nutzen. An der

Frontseite des 15 Liter fassenden,

wetterfesten Begleiters finden

Sie drei Plastikstecker, an die

Preis: ab 20 Euro

Web: artwizz.de

Alles in einem: Die Moovy Bag beherbergt ein Solarpaneel, eine Powerbank

mit 22.000 mAh sowie einen SD-Karten-Slot

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


039

MacBook mit der

Sonne laden?

Je größer das Gerät, das Sie unterwegs

mit Sonnenkraft aufladen wollen,

desto aufwändiger wird es –

und auch teurer. Planen Sie, ein

MacBook in freiem Feld per Sonnenkraft

mit Strom zu versorgen, müssen

Sie neben dem Solarpanel noch

eine Powerbank mitnehmen. Diese

können Sie per Solar-Quelle mit

Strom versorgen – und mit ihr wiederum

das MacBook.

Die Powerbank muss – um ein

neueres MacBook mit USB-C laden

zu können – den „USB Power Delivery

Standard“ unter stützen. Xlayers

Powerbank Plus MacBook bietet

diesen Standard. Sie ist stark

genug, um das MacBook Pro einmal

komplett aufzuladen. Neben dem

USB-C-Ausgang bietet sie auch zwei

USB-A-Ausgänge.

Sie eine passend zur Taschen-

Ästhetik entworfene Paneele

befestigen können. Benötigen

Sie die äußerst schlanke Solarpaneele

nicht, schnallen Sie diese

einfach ab und verstauen sie

im Rucksack. Auf der Rückseite

der Paneele ist eine per Reißverschluss

verschließbare Netztasche

angebracht, in der sich

auch der USB-A-Anschluss befindet

und in der Sie Ihr Smartphone

sicher verstauen können.

Mehrere Schritte weiter geht

die Firma Moovy mit der Tasche

gleichen Namens. Diese ist nicht

nur ein Rucksack, sondern gleich

eine ganze Workstation. Die großen

Solarpaneele sind in diesem

Fall in der Innenseite der

Taschenklappe integriert. Darüber

hinaus befindet sich ein leistungsstarker

Akku im Boden der

Tasche. Hervorstechendes Merkmal

der Moovy Bag ist allerdings

die Flexibilität: Ein ausziehbares

Kabel mit Magsafe-Stecker

ermöglicht Ihnen die bequeme

Stromversorgung Ihres Mac-

Book und ein externer Speicher

ist der Tasche ebenso beigefügt

wie ein magnetischer Adapter

mit Mini-USB-, Lightning- und

USB-C-Stecker.

Die Produkte

der Hustle

Collection von

Solgaard kommen

mit einem

integrierten

Solarakku.

Für MacBooks mit MagSafe-

Anschluss gestaltet sich die Situation

etwas kniffliger. Hier passt die

Powerbank MP-50000 DC von XT

Power und das vom selben Hersteller

angebotene Ladekabel mit DC-

Anschluss und MagSafe-Stecker.

Letztere Kombination passt für die

MacBook-Modelle Pro, Retina und

Air ab 2012.

Powerbank

Plus Solar

Evoke

Solarbooster

Powerport

Solar

Leaf+

Shoulder

Bag

Shoulder

Backpack Explorer+ Moovy Bag

Hersteller Xlayer Xtorm Xtorm Anker Sunnybag Solgaard Solgaard Sunnybag Moovy

Art

Preis

Kapazität/

Leistung

Powerbank

mit Solar

15 Euro,

28 Euro,

40 Euro

4.000 mAh,

8.000 mAh,

15.000 mAh

Powerbank

mit Solar

Solarmodul Solarmodul Solarmodul

+ Powerbank

Powerbank

mit Solar

Powerbank

mit Solar

Solarmodul

+ Powerbank

Solarmodul

+ Powerbank

100 Euro 60 Euro 55 Euro 150 Euro 170 Euro 150 Euro 70 Euro 230 Euro

10.000 mAh 12 Watt 21 Watt 7 Watt inkl.

6.000 mAh

Powerbank

Anschlüsse 2 x USB-A 2 x USB-A 2 x USB-A 2 x USB-A Mini-USB

oder

Lightning

Maße

7,7 x 4,6 x

1,5 cm

10 x 16,5 x

2,1 cm

16 x 26 x

3 cm

16 x 26 x

2,8 cm

24,5 x 29 x

0,1 cm

10.000 mAh 10.000 mAh 6.200 mWp*

5 Volt

2 x USB-A,

1 x USB-C,

1 x Micro-USB

43 x 31 x

11 cm

2 x USB-A,

1 x USB-C,

1 x Micro-USB

29,5 x 45 x

15 cm

22.000 mAh

7 Watt

1 x USB-A 1 x Mini-USB

1 x USB-C

2 x USB-A

1 x Lightning

29 x 37 x

14 cm

Gewicht 143 g 366 g 600 g 483 g 198 g 250 g (Akku) 250 g (Akku) – 366 g

28 x 44 x

10 cm

* Mega Watt Peak = Spitzenleistung

MAI 2018 | MAC LIFE


040

PRODUKTE & TESTS

Apple-Hardware-Check

Einkaufs-

Ratgeber

Aktualisiert:

Juni 2017

Erwartet:

Q2/2018

Welche Apple-Hardware Sie jetzt kaufen sollten

und wo sich das Warten noch lohnt.

Willkommen zur großen Einkaufsberatung

von Mac Life!

Wir haben unsere beliebte

Apple-Hardware-Übersicht

deutlich verschlankt

und komfortabler gemacht.

Hier erfahren Sie alles Wissenswerte

zu den aktuellen

Geräten von Apple und

lesen, welches das richtige

Modell für Sie ist – egal, ob

sie Einsteiger, Upgrader oder

Apple-Profi sind. Außerdem

präsentieren wir Ihnen unser

derzeit favorisiertes Zubehör

für alle Apple-Geräte.

In jeder Produkt-Kategorie

wählen wir ein Gerät,

respektive eine Geräte-

Konfiguration für Einsteiger,

Fortgeschrittene und

für Profis aus. So erfahren

Sie schnell und kompakt,

welcher Mac und welches

iPhone oder iPad das richtige

für Sie ist.

Welcher Anwender-Typ sind Sie?

Einsteiger

Sie sind neu

in der Welt

von Apple und

suchen nach

dem passenden

Gerät.

Upgrader

Sie sind bereits

fortgeschrittener

Apple-Nutzer

und bereit

für den nächsten

Schritt.

Profi

Apple ist Ihr

Leben und Sie

wollen immer

das Beste, das

man für Geld

kaufen kann.

iMac (Pro)

Seit der weltberühmte iMac in Bondi Blue das Licht

der Welt erblickte (1998), hat Apples All-in-one-

Computer Standards in Sachen modernes Design

und Performance gesetzt. Am iMac kann man seit

jeher Apples Innovationsstreben erkennen. Es

war der erste Mac, der auf das Floppy-Laufwerk

zugunsten von vier USB-Ports verzichtete und die

strahlend bunten Gehäuse stachen deutlich aus

der Masse an Geräten in „Computer-Beige“ hervor.

Bis heute versucht Apple, mit dem iMac Grenzen

zu verrücken. So auch mit dem neuesten

Modell, einem 27"-iMac mit 5K-Bildschirm, also

einer Auflösung von 5120 x 2880 Pixel. Angetrieben

wird er von einem Intel Core-i5-Prozessor mit

vier Rechenkernen mit Taktfrequenzen von 3,2

bis 4,0 Gigahertz. Zusammen mit schnellem RAM,

Flash-Speicher (oder zumindest einem Fusion

Drive) und einem leistungsstarken AMD Radeon-

R9-Grafikchip ist der aktuelle iMac zweifelsohne

das Desktop-System schlechthin, wobei allein das

überragende Display den Kauf rechtfertigt.

Wer ein richtiges Arbeitstier braucht und nicht

auf die lang ersehnte neue Generation des Mac

Pro warten möchte, kann sich seit Ende 2017 auch

für den iMac Pro in schicken schwarzem Exterieur

entscheiden.

Einsteiger

Upgrader

Profi

Modell Spezifikationen Preis

21,5 Zoll

2,3 GHz

Dual Core

Intel Core i5

21,5 Zoll

3,4 GHz

Quad Core

Intel Core i5

27 Zoll

3,0 GHz

10-Core

Intel

Xeon W

8 GB RAM (2.133 MHz

LPDDR3), Intel Iris Plus Graphics

640, 1 TB Festplatte

(5.400 rpm), Full-HD-Display

(IPS, sRGB Gamut).

Plus: Magic Mouse 2,

Magic Keyboard

8 GB RAM (2.400 MHz

LPDDR3), Radeon Pro 560,

1 TB Fusion-Drive, Retina-

4K-Display (IPS, P3 Gamut).

Plus: Magic Mouse 2,

Magic Keyboard

128 GB RAM (2.666 MHz

DDR4), Radeon Pro Vega 64

mit 16 GB Speicher, 2 TB

SSD, Retina-5K-Display (IPS,

P3 Gamut). Plus: Magic

Mouse 2, Magic Keyboard

1.299 €

1.699 €

11.019 €

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


041

Aktualisiert:

Juni 2017

Erwartet:

Q2/2018

Aktualisiert:

Juni 2017

Erwartet:

Q2/2018

Aktualisiert:

Juni 2017

Erwartet:

Q2/2018

MacBook MacBook Pro MacBook Air

Das kleinste Mitglied in der Mac-Familie

ist das MacBook. Zwar hat Apple dabei

einen längst eingeführten Namen recyclet,

es handelt sich dabei aber trotzdem

um ein völlig neues Gerät. Bei einem

Kampfgewicht von 0,92 Kilo trotz eines

12 Zoll großes Displays ist dieses Mac-

Book wirklich ultra-portabel. Natürlich

kommt auch in diesem MacBook

ein Retina-Display zum Einsatz, dessen

Pixeldichte bei 226 ppi fast mit dem des

MacBook Pro mithalten kann.

Für mobile Leistung sorgt ein Intel

Core M Prozessor mit wahlweise 1,2 GHz,

1,3 GHz oder 1,4 GHz. Großes Plus: Beim

Einsatz dieses Prozessor-Typs bedarf es

keines Lüfters im Gehäuse, so dass das

MacBook vollkommen lautlos operiert.

Das MacBook war das erste Gerät

mit dem Force-Touch-Trackpad und mit

Apples ultra-flacher Tastatur, die für

viele gewöhnungsbedürftig ist.

Verfügbar ist das Gerät mit 8 GB

RAM, Intel HD Graphics 615 und 256

oder 512 GB Flash-Speicher in Silber,

Spacegrau, Gold und Roségold.

Apple hat die MacBook-Pro-Reihe

pünktlich zur WWDC 2017 überarbeitet.

Außerdem hat Apple mittlerweile

fast alle MacBook-Pro-Modelle der prä-

2016-Generation aus dem Angebot

gestrichen. Nur ein 15-Zoll-Modell hat

noch überlebt.

Das neue MacBook Pro gibt es grundsätzlich

in drei unterschiedlichen Konfigurationen:

Mit 13-Zoll-Display ohne

Touch Bar, mit 13-Zoll-Display mit Touch

Bar und in einer 15-Zoll-Variante mit

Touch Bar. Die Touch Bar ist ein schmales

Display oberhalb der Tastatur,

das kontextbezogene Steuerelemente

anzeigen kann und die Funktionstasten-

Leiste der Tastatur ersetzt.

Neu ist neben den leicht verbesserten

Grafik-Chips vor allem die neue

CPU. Endlich ist Intel mit den mobilen

Quad-Core-Kaby-Lake-Prozessoren fertig

geworden und Apples MacBook Pro

profitieren davon gehörig. Nicht nur

in Sachen Effizienz, sondern auch bei

der Leistung. Preislich startet Apple bei

1.499 Euro mit dem 13-Zoll-MacBook Pro.

Das MacBook Air ist mächtig unter

Druck geraten. Leistungsmäßig hinkt

es meilenweit hinter dem MacBook Pro

her. Und von der anderen Seite drückt

das MacBook, das eigentlichen den

Zusatz „Air“ verdient, ist es doch schlanker

und leichter als das Gerät, welches

jetzt MacBook Air heißt. Außerdem hat

das MacBook ein Retina-Display zu bieten,

worauf Käufer eines Air weiterhin

verzichten müssen. Weshalb also sollte

man überhaupt noch zum MacBook

Air greifen? Da hat auch Apple erkannt.

Anstatt dem MacBook Air deshalb aber

ein Upgrade zu verpassen, hat man

sich dazu entschlossen, es langsam auf

das sprichwörtliche Abstellgleis zu fahren.

So ist das MacBook Air zwar immer

noch Bestandteil von Apples Produktportfolio,

es gibt allerdings nur noch

zwei 13-Zoll-Konfigurationen. Die 11-Zoll-

Variante ist komplett verschwunden.

Das MacBook Air bietet einen günstigen

Einstieg in die Mac-Welt. Wer es sich

irgendwie leisten kann, sollte aber zum

MacBook oder MacBook Pro greifen.

Einsteiger

Modell Spezifikationen Preis

12 Zoll

1,2 GHz

Dual Core

Intel Core

m3

8 GB RAM (1.866

MHz LPDDR3)

Intel HD Graphics

615, 256 GB Flash-

Speicher,

1.449 €

Einsteiger

Modell Spezifikationen Preis

13 Zoll

2,3 GHz

Dual Core

Intel Core

i5

8 GB RAM (2.133

MHz LPDDR3)

Intel Iris Plus Graphics

640, 256 GB

Flash-Speicher

1.749 €

Einsteiger

Modell Spezifikationen Preis

13 Zoll

1,8 GHz

Dual Core

Intel Core

i5

8 GB RAM (1.600

MHz LPDDR3)

Intel HD Graphics

6000, 128 GB

Flash-Speicher

1.099 €

Upgrader

12 Zoll

1,3 GHz

Dual Core

Intel Core

m5

8 GB RAM (1.866

MHz LPDDR3),

Intel HD Graphics

615, 512 GB

Flash-Speicher

1.799 €

Upgrader

13 Zoll

3,1 GHz

Dual Core

Intel Core

i5

16 GB RAM (2.133

MHz LPDDR3)

Intel Iris Plus Graphics

650, 512 GB

Flash-Speicher,

Touch Bar

2.489 €

Upgrader

13 Zoll

1,8 GHz

Dual Core

Intel Core

i5

8 GB RAM (1.600

MHz DDR3L)

Intel HD Graphics

6000, 256 GB

Flash-Speicher

1.349 €

Profi

Profi

15 Zoll

2,9 GHz

Quad

Core

Intel Core

i7

16 GB RAM (2.133

MHz LPDDR3,

AMD Radeon Pro

560 Grafik, 512 GB

Flash-Speicher,

Touch Bar

3.299 €

Profi

= Retina-Display

MAI 2018 | MAC LIFE


042

PRODUKTE & TESTS

Apple-Hardware-Check

Aktualisiert:

Dez. 2013

Erwartet:

2019

Aktualisiert:

März 2017

Erwartet:

Q3/2018

Aktualisiert:

Sept. 2017

Erwartet:

Q3/2018

Mac Pro

Preis: ab 3.399 €

iPhone

iPad

Wenn Sie pure Power brauchen, ist

grundsätzlich der Mac Pro das richtige

Gerät für Sie. Schon das Einstiegsmodell

kommt mit 16 GB RAM und einem

3,6-GHz-6-Core-Prozessor, 256 GB PCIe-

Flash-Speicher und zwei AMD Fire Pro

D500 Grafikkarten.

Allerdings hat der Mac Pro seit der

vollständigen Überarbeitung im Dezember

2013 kein Update erfahren. In einigen

Aspekten ist mittlerweile sogar der

iMac an ihm vorbeigezogen, so dass Sie

vor dem Kauf genau prüfen sollten, worauf

es Ihnen wirklich einkommt. Ein echtes

Update hat Apple mittlerweile für

dieses Jahr angekündigt.

Mac mini

Aktualisiert:

Okt. 2014

Erwartet:

2018

Preis: ab 569 €

Auch der Mac mini erfährt nicht gerade

regelmäßig Hardware-Updates. Das

letzte von 2014 brachte immerhin eine

Preissenkung mit sich, dafür wurden

alle Quad-Core-Varianten gestrichen

und man muss seitdem mit Dual-Core-

Prozessoren Vorlieb nehmen. Das Einstiegsmodell

kommt mit einem 1,4 GHz

Core i5, 4 GB RAM und einer Festplatte

mit 500 GB Speicherplatz. Die teureren

Modelle bringen 1 TB Speicherplatz

(wahlweise sogar als Fusion Drive) mit

sich. Ebenfalls an Bord sind ein doppelt

so großer Arbeitsspeicher, eine bessere

GPU und Prozessoren mit 2,6 GHz oder

2,8 GHz. Und das sogar auch in einer

Intel Core-i7-Variante.

Apple hat mit dem brandneuen iPhone

X erstmals seit dem iPhone 6 von 2014

spürbar etwas am Design geändert. Das

Display ist deutlich größer und (fast)

randlos, die Home-Taste fehlt ganz. Zur

Authentifizierung kommt statt Touch

ID nun Face ID zum Einsatz. Der Rücken

von iPhone X und iPhone 8 ist nun aus

Glas gefertigt. Dem bruchsichersten

Glas, das jemals bei einem Smartphone

verwendet wurde, wie Apple betont.

Nötig wurde diese Veränderung, damit

eine weitere Neuerung besser funktioniert:

das „kabelfreie Laden“ für das

sich Apple sogar den Gegebenheiten

des Marktes gebeugt hat und auf den

etablierten Qi-Standard (gesprochen:

„Tschie“) setzt. Ansonsten bieten iPhone

X, iPhone 8 und iPhone 8 Plus das

bekannte „Höher! Schneller! Weiter!“,

um der Konkurrenz weiter zu enteilen.

Besonders eindrücklich gelingt das mit

dem Kamerasystem, das den Porträt-

Modus nochmals voranbringt. Ebenfalls

im Portfolio bleiben die iPhone-Generationen

7 und 6s, sowie das iPhone SE.

Einsteiger

Upgrader

Profi

Modell Spezifikationen Preis

iPhone

SE (4-Zoll-

Display)

iPhone 8

(4,7-Zoll

Display)

iPhone X

(5,8-Zoll

Display)

32 GB Speicher,

Apple A9-Prozessor,

12-MP-

Kamera, Live

Photos, 4K Video-

Aufnahmen

64 GB Speicher,

Apple A11-Prozessor,

3D Touch,

12-MP-Kamera,

Live Photos, 4K

Video-Aufnahmen

256 GB Speicher,

Apple A11 ,

3D Touch, 12-MP-

Kamera, 4K Video-

Aufnahmen, Teleobjektiv,

OLED

409 €

799 €

1.319 €

Neben dem gigantisch großen iPad Pro

mit 12,9-Zoll-Display (siehe rechts), gab

es zuletzt im September 2015 einen

willkommenen Wandel in Apples iPad-

Lineup: Das iPad mini 4, das im Prinzip

ein iPad Air in einem kleineren Gehäuse

ist. Seither hat sich wenig getan im iPad-

Land. Im Frühjahr 2017 gab es ein moderates

Update. Das iPad mini 4 gibt es

nun standardmäßig mit mehr Speicher

– 128 GB nämlich. Neu seit diesem Frühjahr

ist das aktuelle iPad ohne Namenszusatz.

Mit einem A10-Prozessor und

Support für den Apple Pencil ausgestattet

liegt es leistungsmäßig deutlich vor

dem iPad mini, aber eben auch deutlich

hinter iPad Pro und komplettiert damit

den Produkte-Dreisatz von „gut“, „besser“,

„am besten“. Mit 349 Euro liegt

der Einstiegspreis sogar noch unter

dem des iPad mini (429 Euro). Dafür

bekommt man mit 32 Gigabyte aber

auch nur ein Viertel des Speicherplatzes.

Für ein iPad mit 128 GB zahlt man

mit 439 Euro jedoch nicht wesentlich

mehr als für das iPad mini.

Einsteiger

Upgrader

Profi

Modell Spezifikationen Preis

iPad

9,7 Zoll

iPad Pro

10,5 Zoll

iPad Pro

12,9 Zoll

32 GB Speicher,

Apple A10-Prozessor,

WLAN,

8-Megapixel-

Kamera,

Touch ID

256 GB Speicher,

Apple A10X-Chip,

WLAN, 12-MP-

Kamera, Touch ID,

True-Tone-Display,

Apple Pencil

512 GB Speicher,

Apple A10X-Chip,

WLAN, Apple Pencil,

12-Megapixel-

Kamera, Touch

ID, LTE

349 €

899 €

1.449 €

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


043

Aktualisiert:

Sept. 2017

Erwartet:

Q3/2018

Aktualisiert:

Juni 2017

Erwartet:

Q2/2018

Aktualisiert:

Sept. 2017

Erwartet:

Q3/2018

iPad Pro Preis: ab 729 € Apple Watch Apple TV

Das iPad Pro gibt es inzwischen in zwei

Displaygrößen: 10,5 und 12,9 Zoll, mit

wahlweise 64, 256 oder 512 Gigabyte

Speicherplatz. Bei allen Modellen mit

Ausnahme des 32-GB-iPad-Pro gibt es

optional ein integriertes LTE-Modem

für mobilen Internetzugang. Der A10X-

Fusion-Prozessor, der im iPad Pro steckt,

ist der leistungsstärkste Prozessor, den

Apple bislang im Portfolio hat. Ähnlich

beeindruckend ist das Sound-System

mit seinen vier Lautsprechern, die für

satten Klang sorgen, egal, wie herum Sie

das iPad halten. Alle iPad-Pro-Modelle

unterstützen darüber hinaus den Apple

Pencil als Eingabegerät.

HomePod

Preis: 359 €

Mit dem HomePod möchte Apple in erster

Linie mit einem guten Klang punkten.

Das gelingt auch, leider zeigt die

smarte Assistentin Siri auch an Bord

eines Lautsprechers ihre bekannten

Schwächen. Sehr positiv fällt allerdings

die von Apple gewohnt unkomplizierte

Einrichtung und das tolle Design auf.

Kunden in den USA, Großbritannien und

Australien dürfen den smarten Sound-

Zylinder bereits kaufen, Kunden in

Deutschland sollen noch vor dem Sommer

zuschlagen dürfen. Wer dann auf

der Suche nach einem guten Lautsprecher

ist und nicht zu hohe Erwartungen

an Siri hat, kann zugreifen.

Noch nicht

erhältlich

Erwartet:

Q2/2018

Apples erster Vorstoß in die Schnittstelle

von Mode und Technik hat für

viel Aufsehen gesorgt. Softwareseitig

steht man inzwischen bei watchOS

4, das Apps mehr Möglichkeiten einräumt.

Die Apple Watch Series 3 kommt

mit deutlich schnellerem Prozessor und

erstmals mit eigenem LTE-Modul, das

eine Telefonie- und Internetverbindung

auch ohne iPhone ermöglicht. Während

die Series 2 nicht weiter verkauft

wird, bleibt die Series 1, die ja bereits

ein Update der ersten Generation

(„Series 0“) mit schnellerem Prozessor

darstellt, als nur sehr bedingt empfehlenswertes

Einsteigermodell im Produktportfolio

erhalten, dafür aber mit

fast 200 Euro Preisunterschied.

Wer etwas besonderes sucht und

kein Freund des Aluminiumgehäuses ist,

für den bietet Apple als Luxus-Variante

der Series 3 inzwischen keine Version

mehr aus Gold, sondern die „Edition“

aus Keramik an. Zur Wahl stehen die

Farben Weiß und Grau, leider jeweils nur

mit einem einfachen Silikon-Armband.

Einsteiger

Upgrader

Liebhaber

Modell Spezifikationen Preis

Series 1

Series 3

GPS +

Cellular

Edition

S1P Dual-Core Prozessor,

Bluetooth

4.2, Schutz vor

Spritzwasser,

S3 Dual-Core Prozessor,

W2 Chip,

Barometrischer

Höhenmesser,

16 GB Speicher,

wasserdicht bis

50 Meter

Keramik-Gehäuse,

S3 Dual-Core Prozessor,

W2 Chip,

Barometrischer

Höhenmesser,

16 GB Speicher,

wasserdicht bis

50 Meter

269 €

449 €

1.399 €

Der Apple TV ist Apples hauseigene Set-

Top-Box und lässt sich per HDMI an fast

allen modernen TV-Geräten anschließen.

Über die Siri-Remote-Fernbedienung

können dann Apples eigene

Dienste, wie zum Beispiel iTunes oder

die erst seit kurzem in Deutschland verfügbare

TV-App aufgerufen werden.

Aber auch Apps von Drittherstellern lassen

sich über einen eigenen App Store

installieren. Von Streaming-Anbietern

wie Netflix und Amazon Video, bis hin

zu Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen

Sender ist fast alles dabei. Doch

Apple sieht im Apple TV mehr als ein

einfaches Abspielgerät für Serien und

Kinofilme. Mit bis zu 64 GB Speicher und

(in den 4K-Modellen) dem A10X Fusion

Chip des iPad Pro, ist der Apple TV

durchaus auch als Spielekonsole geeignet.

So bieten viele Entwickler und Studios

ihre Spiele inzwischen auch im App

Store für tvOS an. Wer nicht nur mit der

Fernbedienung steuern möchte, findet

bereits einige optionale Gamepads und

Controller von Drittanbietern.

Einsteiger

Upgrader

Cineast

Modell Spezifikationen Preis

Apple TV

Apple TV

4K

Apple TV

4K

32 GB Speicher, A8

Chip, 10/100BASE-

T Ethernet, 802.11ac

WLAN, Bluetooth

4.0, HDMI 1.4

32 GB Speicher,

A10X Fusion Chip,

Gigabit Ethernet,

802.11ac WLAN,

simultanes Dualband,

Bluetooth

5.0, HDMI 2.0a

64 GB Speicher,

A10X Fusion Chip,

Gigabit Ethernet,

802.11ac WLAN,

simultanes Dualband,

Bluetooth

5.0, HDMI 2.0a

159 €

199 €

219 €

MAI 2018 | MAC LIFE


044

Ergonomisch arbeiten

Millionen von Menschen sitzen tagtäglich am Computer, ob im Büro oder unterwegs vor dem

Laptop. Wir haben untersucht, was Sie für ein gesundes Arbeiten beachten sollten und welche

Hilfsmittel es gibt.

TEXT: TOBIAS FRIEDRICH

Dank der modernen Technologie

arbeiten wir inzwischen

im Büro, zu Hause, in

Bussen, Zügen und Flugzeugen,

auf Parkbänken, im Café, im

Liegen auf dem Sofa oder im Stehen

mit dem Smartphone. Und

auch die Freizeit verbringen wir

oft genug vor dem Rechner. Zeit

also, sich anzusehen, worauf wir

dabei achten, welche Hilfsmittel

wir verwenden und welche

Regeln wir befolgen sollten – in

jeder Lage, in jeder Position, an

jedem Ort.

Im Büro

Sollten Sie jeden Tag an ein- und

demselben Bildschirmarbeitsplatz

zu Werke gehen, lohnt es

sich, ein paar Parameter die-

ses Arbeitsortes zu überprüfen,

um sicherzustellen, dass Sie

die wichtigsten ergonomischen

Grundregeln befolgen. Dies dient

Ihrem allgemeinen Wohlbefinden

und Sie verhindern potentielle

Gefahren wie chronische

Rückenbeschwerden.

Beginnen wir mit dem richtigen

Bürostuhl. Natürlich hat jeder

seine Vorlieben, wie ein solcher

auszusehen und sich anzufühlen

hat. Über ein paar wichtige Eigenschaften

sollte er jedoch verfügen,

damit Ihr Rücken bei der

Arbeit geschont wird. Grundvoraussetzung

für rückenschonendes

Sitzen im Büro ist ein ergonomisch

gestalteter Bürodrehstuhl,

der den Menschen bei allen Sitzhaltungen

effektiv unterstützt.

Jenseits aller Moden in der Büromöbelwelt,

die über Jahre mit

aufwändigem Marketing an Frau

und Mann gebracht wurden, die

gleichzeitig aber ergonomisch

fragwürdig waren, ist laut Facharzt

Stefan Linnig (siehe Interview

auf Seite 85) ein normal

ergonomischer Bürostuhl vollkommen

ausreichend. Die wichtigsten

Parameter eines solchen

haben wir in einer Checkliste für

Sie angelegt. Wenigstens ebenso

entscheidend wie der richtige

Sitzplatz ist im Arbeitsalltag

jedoch der Wechsel zwischen sitzen,

stehen und laufen.

Ein weiterer Faktor für gesundes

Arbeiten ist der richtige Monitor.

Mit einem iMac beispielsweise

sind Sie zwar an einen nicht ent-

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


PRODUKTE & TESTS

Ergonomie

045

Checkliste

Bürodrehstuhl

Folgende Eigenschaften sind

laut Empfehlungen der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft

für einen ergonomischen

Bürostuhl wichtig:

Höhenverstellbare

Sitzfläche

Die Rückenlehne sollte

über eine Dynamik mit

einstellbarem Anpressdruck

verfügen

Abgerundete Sitzfläche,

hinten hochgezogen

Die Rückenlehne sollte

höhenverstellbar sein

Der Bürodrehstuhl sollte

einen Lendenbausch in

der Rückenlehne haben

Zusätzlich empfehlenswert

ist ein wasser dampf -

durchlässiger Bezug von

Sitzfläche und Rückenlehne,

um Schwitzen zu

vermeiden

spiegelten, relativ fest stehenden

Bildschirm gebunden, dieser

lässt sich aber immerhin neigen,

sodass Sie im richtigen Winkel

darauf schauen können. Wichtig

ist, dass Sie nicht zu dem Monitor

aufschauen müssen, sondern

die oberste zu lesende Textzeile

unterhalb der Augenhöhe liegt.

Ein Bildschirm, der verschiedene

gesundheitsfördernde Kriterien

erfüllt, ist Philips’ LCD-Monitor

258B6QUEB (390 Euro). Der

25 Zoll große Bildschirm verfügt

neben zahlreichen Anschlussmöglichkeiten

und einem extrem

schmalen Rahmen über einen

Monitor-Standfuß, mit dem Sie

den Bildschirm kippen, neigen,

schwenken, in der Höhe verstellen

und sogar um 90 Grad hochkant

drehen können. IPS-Technologie

sorgt für einen Blickwinkel

von 178 Grad und eine „Flicker-

Free“ genannte Innovation für

ein flimmerfreies Bild, damit die

Augen nicht ermüden und unnötig

belastet werden. Darüber hinaus

preist Philips seine implementierte

Smartimage-Technologie,

welche angezeigte Bildinhalte

analysieren und eine optimale

Anzeigenleistung garantieren

soll. Für verschiedene wählbare

Modi wie Büro, Fotos, Filme

oder Spiele werden Einstellungen

wie Kontrast, Farbsättigung und

Schärfe entsprechend angepasst.

Obwohl gemeinhin empfohlen

wird, dass Sie den Kopf beim Blick

auf den Monitor leicht geneigt

halten sollten, stehen Laptops

wiederum oft zu tief, um angenehm

an ihnen arbeiten zu können.

Der womöglich schönste

Laptop-Ständer, der Ihr MacBook

(13 bis 15,4 Zoll) um 16 Zentimeter

und gleichzeitig Ihren Sichtkomfort

erhöht, ist der Curve von

Twelve south (60 Euro). Etwas

kostspieliger, dafür aber mit einigen

Fähigkeiten versehen, ist

Kensingtons Smartfit Ständer

(132 Euro), den Sie in der Höhe

verstellen können. Zusätzlich verfügt

der Smartfit über eine große

Qi-Ladefläche, ein ordentliches

Kabelführungssystem sowie die

Möglichkeit, ein Dock unter der

Laptop-Ablage zu montieren.

Kensington bietet übrigens zahlreiche

ergonomische Lösungen

und Accessoires für den Arbeitsbereich

an, die Sie alle in drei

einfachen Schritten individuell

anpassen können.

Philips

258B6QUEB

können Sie

sehr flexibel

Ihrer Arbeitsposition

anpassen.

Twelve souths

Curve ist der

schickere,

Kensingtons

Smartfit der

vielseitigere

Laptop-Ständer.

Das Arbeiten im Stehen wird

nicht nur als Alternative empfohlen,

es erfreut sich auch immer

größerer Beliebtheit. Der englische

Hersteller Humbleworks bietet

allen Steharbeitern einen sehr

einfachen Holzbausatz, den Sie

zu einem variablen Laptop-Pult

namens Stan (215 Euro) zusammenbauen

können. Auch hier lassen

sich verschiedene Höhen

einstellen.

Unterwegs

Über die Hälfte aller Beschäftigten

in Deutschland arbeitet zeitweise

oder dauerhaft mobil – ein

Wert, der in den kommenden Jahren

eher noch zunehmen wird.

Doch nützliche, die Gesundheit

fördernde Arbeitsutensilien sind

zumeist immer noch wenig trans-

MAI 2018 | MAC LIFE


046

PRODUKTE & TESTS

Ergonomie

portabel. Nur langsam passen

sich die Hersteller dem Trend an

und entwickeln ergonomisches

Arbeitszubehör für unterwegs.

Zwei erstaunliche Innovationen

kommen jüngst aus Australien.

Rovingwork, eine kleine

Firma aus Perth, hat sich auf

die Fahnen geschrieben, das

mobile Arbeiten zu vereinfachen

und professioneller zu gestalten.

Das aus dieser Idee geborene

Mobicase (180 Euro) ist eine

Art Aktentasche mit integriertem,

höhenverstellbarem Laptopständer

und zahlreichen Innentaschen

unter anderem für eine

kabellose Tastatur. Bewundernswert

am Mobicase ist die ausgeklügelte

Ordnungsstruktur und

Geräte-Organisation, die ein extrem

schnelles, übersichtliches

und gleichzeitig ergonomisches

Das Mobicase

(rechts)

ist Tasche

und Ständer

in einem, der

Tiny Tower

(oben) extrem

kompakt.

Apps für das Arbeiten unterwegs

Slack (gratis, monatliche Kosten je nach

Umfang): Slack schickt sich an, die App für

Co-Working zu werden. Eine übersichtliche

Oberfläche und viele nützliche Funktionen machen

Slack zu einem nahezu perfekten Werkzeug für die

dezentrale Zusammenarbeit und Kommunikation.

Tyme 2 (6,99 Euro): Ob zu Hause oder unterwegs,

die Anzahl der Arbeitsstunden und das

dabei verdiente Geld sollten Sie immer im

Blick behalten. Mit der Tyme-2-App gelingt dies mühelos,

Auswertungen und Statistiken gibt es zusätzlich.

Auch die Synchronisierung mit dem Mac funktioniert

tadellos.

Spond (gratis): Gerade Freiberufler mit einem

bunten Kundenstamm und weit verteilten

Mitarbeitern sind darauf angewiesen, verschiedenen

Gruppen unterschiedliche Einladungen

oder Mitteilungen zu schicken. Mit Spond können Sie

diese Aufgabe übersichtlich organisieren.

Arbeiten ermöglicht. Ganz nebenbei

ist die Tasche äußerst handlich

und robust und in nahezu jedweder

Arbeitsposition brauchbar.

Auch der Tiny Tower der aus

Sydney stammenden Big Tiny

Coorperation (159 Euro) wird

Ihnen sowohl auf Reisen als auch

im Büro oder im Café um die Ecke

helfen, angenehmer und rückenschonender

im Zusammenspiel

mit Ihrem Laptop zu arbeiten.

Den in zehn Höhenabstufungen

verstellbaren Laptopständer können

Sie mit drei Handgriffen auf

die Größe einer externen Festplatte

zusammenfalten. Er eignet

sich für 11 bis 15 Zoll große Laptops

unterschiedlichster Hersteller

und entlastet, genau wie das

Mobicase, den Rücken spürbar.

Der Tiny Tower ist in den Apple-

Farben Space-Grau, Roségold und

Gold erhältlich.

Für die nur selten vorhandene

Privatsphäre an öffentlich

zugänglichen Orten sorgt Alcove

(168 Euro). Die faltbare Laptoptasche

können Sie zu einer kleinen

Kabine ausklappen und sich

selbst an hoch frequentierten

Orten besser auf Ihre Arbeit konzentrieren

und so den Stressfaktor

reduzieren. Auch den Klang

aus den MacBook-Lautsprechern

werden Sie unter Verwendung

von Alcove deutlicher vernehmen.

Die ausgeklappten

Seitenflügel verhindern zudem

unerwünschte Blicke auf Ihren

Bildschirm. Eine im Faltrahmen

angebrachte Lichtschiene

sorgt zudem für angenehmes

Arbeitslicht.

MAC LIFE | MAI 2018


047

Interview mit Stefan Linnig,

Facharzt für Arbeitsmedizin und

Experte für Präventivmedizin

Was ist Ihrer Meinung nach die perfekte

Haltung und Position vor

einem stationären Computer und

einem Laptop?

Bei einem Büroarbeitsplatz fangen

Sie mit dem Einstellen des Bürostuhls

und des Tisches an. Die Höhe ist richtig

eingestellt, wenn Ober- und Unterschenkel

und Ober- und Unterarme

einen rechten Winkel bilden. Die Füße

stehen dabei auf dem Boden.

Nutzen Sie die gesamte Sitzfläche

des Stuhls aus. Bei ergonomischen

Stühlen ist die Rückenlehne höhenverstellbar

und hat eine Vorwölbung

im Lendenbereich. Diese Wölbung

sollte so eingestellt werden, dass sie

genau in den Bereich der Lendenwirbelsäule

passt. Dies stützt so die

gesamte Wirbelsäule. Die Lehne stellen

Sie „dynamisch“ ein, die Rückenlehne

und die Sitzfläche folgen also

den Bewegungen des Körpers.

Stellen Sie die Armlehnen so ein,

dass sie als Verlängerung der Tischplatte

dienen und sie bequem die

Arme auflegen können.

Wie sollte man den Monitor

aufstellen?

Der Monitor sollte ungefähr eine

Armlänge von ihnen entfernt sein.

Bei größeren Monitoren, also 27 Zoll

und mehr, sollte der Abstand mehr

als einen Meter betragen, damit Sie

den Bildschirm mit einem Blick erfassen

können. Zur Höhe des Monitors:

Die oberste Zeile auf dem Bildschirm

sollte unterhalb der Augenhöhe liegen,

damit keine Über- oder Unterstreckung

der Halswirbelsäule auftritt.

Der Monitor sollte entspiegelt

sein, da die auftretende Blendung die

Augen ermüdet.

Bei Macs ist das ein Problem, …

… das eine hohe Auflösung und

der hohe Kontrastumfang der Bildschirme

nur teilweise abmildert.

Wie sieht es beim MacBook aus?

Beim mobilen Arbeiten ist es viel

schwieriger, eine ergonomische Position

einzunehmen. Ein Laptop ist für

längeres Arbeiten nicht geeignet, da

der Bildschirm zu tief angeordnet ist,

was zu einer Überstreckung der Halswirbelsäule

und damit zu Nackenbeschwerden

führt. Bei der Arbeit zu

Hause oder im Büro sollte das Laptop

an einen Monitor mit externer Tastatur

und Maus angeschlossen werden.

Welche Rolle spielen Licht, Akustik

und Luftzufuhr?

Die Beleuchtung am Arbeitsplatz

sollte ausreichend hell sein. Laut

Arbeitsstättenverordnung sind für

Bildschirmarbeit 500 Lux erforderlich.

Der Arbeitsbereich am Schreibtisch

sollte möglichst indirekt

beleuchtet sein, zum Beispiel mit

einem Deckenfluter, der die Farbe des

Tageslichts nachahmt.

Der Schreibtisch sollte im Büro so

angeordnet sein, dass das Tageslicht

seitlich auf den Schreibtisch fällt. Bei

starker Sonneneinstrahlung sollte

auch eine Verschattung durch eine

Jalousie möglich sein.

Die Diskussion um Elektrosmog

wird sehr emotional

geführt – wissenschaftliche

Beweise stehen noch aus.

Bei der Lüftung im Büro oder zu

Hause empfiehlt es sich, mehrmals

am Tag die Fenster zu öffnen und

kurz quer zu lüften. Klimaanlagen

oder Raumlüftungsanlagen sind idealerweise

so ausgelegt, dass mehrmals

pro Stunde das Raumvolumen ausgetauscht

wird.

Mittlerweile sind wir derart an den

Computer und viele weitere technische

Geräte gewöhnt, dass wir kaum

mehr hinterfragen, ob und wenn

welche Gefahren durch sie entstehen?

Wie groß ist zum Beispiel die

Gefahr von Elektrosmog wirklich?

Hier geht es um akute oder chronische

Wirkungen durch elektromagnetische

Felder wie Mobilfunk,

WLAN oder Bluetooth auf den Menschen.

Die Diskussion um mögliche

Gefahren durch elektronische Geräte

durch Elektrosmog wird sehr emotional

geführt. Der wissenschaftliche

Beweis, dass diese Felder einen positiven

oder negativen Einfluss auf uns

haben, steht noch aus.

Was sind die größte gesundheitliche

Risiken, die auf uns bei der ganz

„normalen“ Arbeit zu Hause und

unterwegs lauert?

Die Belastung des Muskel-Skelettsystems

durch einseitige Belastungen

und Zwangshaltungen während der

Arbeit am Rechner oder mit mobilen

Geräten wäre ein solches Risiko.

Ein anderes Thema sind die psychischen

Belastungen. Da wären Termindruck,

zu hohe Arbeitslast, schlechtes

Zeitmanagement, ständiges paralleles

Arbeiten an verschiedenen Aufgaben

oder Unterbesetzung zu nennen.

Was kann man dagegen tun?

Der Arbeitgeber muss die psychischen

Belastungen mittels Gefährdungsanalyse

beurteilen und Maßnahmen

daraus ableiten, diese

Belastungen zu verringern. Das digitale

Arbeiten, das ein Arbeiten unterwegs

und zu Hause ermöglicht, bietet

Chancen, unsere Familie und

Beruf besser miteinander zu vereinen,

aber auch das Risiko, durch Verwischen

der Grenzen zwischen Arbeit

und Freizeit unsere Gesundheit zu

beeinträchtigen.

Durch das digitale Arbeiten sind

viele neue Beschäftigungsformen

entstanden. Freelancer arbeiten in

verschiedenen Projekten in Firmen

mit oder sie schließen sich zu temporären

Gruppen zusammen. Als Selbstständige

fallen sie nicht unter die

Arbeitsschutzgesetze. Eine Beratung

zum Arbeits- und Gesundheitsschutz

durch einen Betriebsarzt wird diese

Gruppe kaum in Anspruch nehmen,

obwohl es dringend notwendig wäre.

MAI 2018 | MAC LIFE


iPhone & Co in der Medizin

Das iPhone ist digitales Schweizer Taschenmesser und Kommunikationsinstrument zugleich.

Aber lässt sich die hochmoderne Technik auch medizinisch auf hohem Niveau nutzen? Wir

haben einige Anwendungen geprüft und einen Profi befragt. TEXT: TOBIAS FRIEDRICH

Spätestens mit Apples

Health-App ist das iPhone

zu einem persönlichen

medizinischen Instrument

geworden. Tim Cook und seine

Mitarbeiter betonen immer wieder,

wie sehr sich die Firma

darum bemüht, dass ihre Geräte

sowohl für Ärzte als auch für Patienten

von medizinischem Nutzen

sind. Doch was taugt im täglichen

Gebrauch wirklich? Und welche

mit dem iPhone funktionierenden

Produkte gibt es, die unserer

Gesundheit förderlich sind oder

uns zumindest helfen? Wir haben

uns umgesehen und stellen Ihnen

einige Erfindungen für den Hausgebrauch

vor, sagen Ihnen, welche

Apps bemerkenswert sind,

und klären mit einem Experten

und anhand von Beispielen, wie

der Stand der Entwicklung ist.

Der neue Medizinschrank

Jeder halbwegs gut sortierte

Haushalt verfügt heutzutage

über einen Medizinschrank, meist

mit allerlei Tabletten, Säften und

Verbandszeug ausgestattet. Künftig

könnte neben diesem Kasten

ein weiterer seinen Platz finden,

in dem diverse Geräte aufbewahrt

werden, die im Zusammenspiel

mit dem Smartphone das

eigene Wohlbefinden protokollieren,

in Zahlen und Werten darstellen

und im optimalen Fall helfen,

es zu verbessern.

Über einhundert Jahre haben

die Menschen mit einem Quecksilber-Fieberthermometer

und

an den entlegensten Stellen des

Körpers die Körpertemperatur

gemessen. Das ehemals von

Withings entwickelte und inzwischen

von Nokia vertriebene

Einfach,

schnell und

präzise:

Thermo

misst Fieber

kontaktlos.

Messgerät Thermo (100 Euro)

misst das Fieber auf die einfachste,

präziseste und zugleich

hygienischste Art: Mit dem türgriffgroßen

digitalen Messgerät

fahren Sie einfach über die Stirn

des Patienten. Gemessen wird

ohne jeglichen Kontakt die Schläfenarterie,

wo das zirkulierende

Blut direkt aus dem Körperkern

kommt. 16 Infrarot-Sensoren führen

mehr als 4.000 Messungen

durch, die den heißesten Messpunkt

ermitteln. Besser noch:

Die automatische Synchronisierung

mit der dazugehörigen App

erlaubt Ihnen eine Nachverfolgung

der Messungen, Erinnerungen

werden gesendet und mehrere

Nutzer können angelegt und

deren Daten gespeichert werden.

Eine ganze Reihe handlicher

Messgeräte, die mit dem iPhone

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


PRODUKTE & TESTS

Gesundheit

049

korrespondieren, führt der Hersteller

iHealth im Sortiment.

So messen Sie mit dem Track

genannten Blutdruckmessgerät

(40 Euro) zwar auf herkömmliche

Art am Oberarm Blutdruck und

Puls, erfahren die Werte jedoch

entweder auf der Digital anzeige

des Geräts oder auf dem Bildschirm

Ihres per Bluetooth verbundenen

iPhone in der dazugehörigen

Myvitals-App. Die

Anwendung zeigt einen vollständigen

Ergebnis-Verlauf und die

Anzeige Ihrer Daten in grafischer

Form.

Mühelos in ein Fach des oben

erwähnten modernen Medizin-

Geräteschranks passen auch die

weiteren Produkte des Unternehmens,

alle vernetzt und mit entsprechenden

Auswertemöglichkeiten

versehen: iHealth Gluco

(70 Euro) überwacht Ihren Blutzuckerspiegel,

während iHealth

Wave (80 Euro) ein Aktivitäts-,

Schwimm- und Schlaftracker ist,

der auch Ihren Schlaf analysiert.

Selbst einen eigenen Sehtest

können Sie zu Hause durchführen

und das entsprechende Gerät

namens Eyeque (30 Euro) ebenfalls

im Hi-Tech-Arzneischrank

unterbringen. Etwas Übung ist

allerdings notwendig, damit Sie

mit dem Eyeque Vision Tracker

(einer Art Mini-Teleskop, das im

Zusammenspiel mit einer kostenlosen

App eingesetzt wird)

brauchbare Ergebnisse erhalten.

Gemessen wird mit einem recht

einfachen Sehtest in neun Schritten

Sphäre, Zylinder und Achse.

Die Werte können Sie speichern

und immer wieder mit aktuellen

vergleichen.

Zur Prävention von Krankheiten

wie Hautkrebs können Sie mit

einem kleinen Gadget namens

Qsun (100 Euro) beitragen. Die

zweite Generation des ansteckbaren

Sensors sagt Ihnen ab dem

Frühjahr 2018 in Verbindung mit

der Qsun-App, wann im Freien

welche UV-Belastungen herrschen

und welcher Hauttyp sich

darauf wie vorbereiten sollte.

Dies ist umso wertvoller, da die

UV-Belastung sich nicht allein von

einer hohen Außentemperatur

und einem wolkenlosen Himmel

iHealth bietet

gleich eine

ganze Armada

an digitalen

Messgeräten.

ableiten lässt. Obendrein können

Sie mit dem Sensor auch Ihren

Vitamin-D-Bedarf eruieren und

steuern.

Unter dem Waschtischschrank

kann zu guter Letzt die vernetzte

Waage Lina (50 Euro) von iHealth

deponiert werden. Diese können

Sie ebenfalls mit Ihrem iPhone

verknüpfen und sich die Entwicklung

Ihres Gewichts und Ihres

Body-Mass-Index (BMI) anzeigen

lassen. Erweiterte Modelle der

Waage berechnen darüber hinaus

noch die Anteile an Körperfett,

magerer Masse, Muskel- und Knochenmasse

sowie den Bauchfettund

den Wasseranteil, sodass Sie

Ihren Körper bald nicht nur fühlen,

sondern auch in Zahlen und

Fakten porträtiert bekommen.

Der Qsun-

Clip schützt

Sie vor zu viel

UV-Strahlung.

Für den modernen Sehtest benötigen Sie nur noch Ihr Smartphone und den Eyeque-Aufsatz –

und etwas Geduld.

MAI 2018 | MAC LIFE


050

PRODUKTE & TESTS

Gesundheit

Richtig gute Luft

Ein wichtiger Faktor für unsere

Gesundheit und unser Wohlbefinden

ist die Reinheit der Luft.

Erst vor wenigen Wochen stellte

die Bundesregierung für das

„Sofortprogramm Saubere Luft

2017 – 2020“ eine Milliarde Euro

zur Verfügung. Im häuslichen

Bereich und unterwegs können

Sie eigene Maßnahmen ergreifen.

Ein erster Schritt, um herauszufinden,

wie die Luftqualität

in Ihrer Umgebung ist, ist die

Anschaffung eines Geräts, das

den Sie umgebenden Raum analysiert

und Ihnen mithilfe einer

App mitteilt, welchen Schadstoffen

oder Allergenen Sie ausgesetzt

sind. Der Foobot (200 Euro)

macht dies zuverlässig, er zeigt

mögliche Ursache an und er ist

zudem mit anderen smarten

Geräten wie dem Nest Thermostat

kompatibel, die er entsprechend

anweisen kann, Einstellungen

zu ändern.

Analyse und Maßnahme in

einem bietet Wynd (200 Euro).

Dieser Luftreiniger gewährt Ihnen

nicht nur Zugriff auf zahlreiche

Daten zur Luftqualität in Ihrer

Umgebung, er verfügt auch über

einen eingebauten Filter, der die

Luft direkt für Sie reinigt. Wynd

funktioniert nach einer gewissen

Der Foobot

sagt Ihnen, wie

gut die Luft um

Sie herum ist.

Im Büro unterwegs

immer

informiert sind

Sie mit dem

Wynd-Luftreiniger.

Ladezeit auch kabellos. Ein eingebauter

Tracker, der kaum größer

ist als eine Streichholzschachtel,

analysiert die Luftverhältnisse

auch losgelöst vom Mutterschiff.

Apropos gesunde Luft:

Abschließend sei noch die wohl

modernste Form der Aromatherapie

erwähnt, die extrem handlichen

Inhalations-Sticks namens

Monq (20 Euro). Die stiftförmigen

Diffuser werden konsumiert

wie Zigaretten, sind jedoch zu

hundert Prozent schadstofffrei.

Für bis zu 200 Züge taugen die

in sehr kuriosen Aroma-Mixturen

angebotenen Sticks. Im Inneren

befinden sich in den unterschiedlichen

Versionen ausschließlich

organische und vegane, natürliche

Öle, frei von Nikotin, Tabak

oder künstlichen Zutaten.

Die besten Gesundheits-Apps

Ada

„Ada – Deine Gesundheitshelferin“ geht

mit Ihnen individuelle Fragen und Krankheitsfälle

durch und bietet Ihnen eine

erste Analyse und relevante Informationen

an. Erkenntnisse gibt es zu zahlreichen

Krankheiten. Der Entwickler sagt

eine hundertprozentige Vertraulichkeit zu.

Hausmittel Pro

Hausmittel Pro ist eine sehr übersichtlich

aufbereitete Anwendung, mit der Sie

zumeist ohne einen Gang zur Apotheke

Hausmittel für Beschwerden von Bauchschmerzen

bis zum Sonnenbrand behandeln

können. Über 160 Rezepte, dazu

gibt’s Einkaufs- und Favoritenlisten.

M-Sense

Für Migräne-Patienten eine sehr brauchbare,

zertifizierte App, mit der Sie eine

Übersicht Ihrer Anfälle mit Details und

Medikamenteneinnahme anlegen. Es gibt

einen Schmerzkalender, Auswertungen,

Grafiken und Analysen. Auch für Ihren

Arzt ein wertvolles Werkzeug.

Preis: kostenlos

Web: ada.com

Preis: 3 Euro

Web: kigorosa.de

Preis: kostenlos

Web: m-sense.de

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


051

Was leistet

Apples

Health-App?

Zunächst können Sie mit der

Health App Ihre Daten und Werte

wie Aktivitätsmessungen, Trainings,

Herzfrequenz, Blutdruck,

Körpermesswerte sowie einiges

mehr aufzeichnen und analysieren.

Apple hat jedoch erkannt,

dass es derart viele gut funktionierende

und hilfreiche Anwendungen

anderer Entwickler im

Gesundheitsmarkt gibt, dass die

Health App zudem als eine Art

Dach und Sammelbecken dieser

Fremd-Apps fungiert. Sortiert

in die Bereiche Aktivität,

Achtsamkeit, Ernährung und

Schlaf können Sie hier gebündelt

Ihre Erkenntnisse und Zahlen

aus kompatiblen Apps kompilieren

und auswerten. Dazu

spricht Apple Empfehlungen zu

Apps aus, die gut mit der eigenen

Anwendung Hand in Hand gehen.

Apple sichert Ihnen zu, dass

nur Sie Ihre Daten einsehen können

und nur Sie entscheiden, welche

Daten Sie an kooperierende

Firmen und deren Software weiterreichen

möchten. Ebenfalls

implementiert ist ein digitaler

Notfallpass, der auch ohne Touch

ID oder Code zugänglich ist und

zum Beispiel Ärzten und Helfern

Ihre Blutgruppe anzeigt.

Vielleicht am wertvollsten

sind die zusätzlich nutzbaren

Apps ResearchKit und CareKit.

Dies sind leistungsstarke Werkzeuge,

mit denen Sie Ihre Daten

– wenn gewünscht – für Studienzwecke

freigeben und so der Forschung

helfen können. Das Care-

Kit erlaubt Ihnen, Symptome oder

Medikation festzuhalten und die

Informationen später mit Ihrem

Arzt zu teilen.

Interview mit Kai Sostmann, Facharzt

Kinder- und Jugendmedizin

Seit wann werden das

iPhone und damit verbundene

Geräte und

Gadgets sowie Apps von

Medizinern als seriöse

Werkzeuge betrachtet?

Smartphones und deren

Anwendungen werden

durch Ärzte schon länger

als Dosiskalkulatoren

und Wissensdatenbanken

eingesetzt, das

ging sehr schnell und ist

für uns aus dem klinischen

Alltag nicht mehr

wegzudenken. Dabei

geht es aber zumeist um

Wissensmanagement

und schnelle Verfügbarkeit

von medizinischen

Fachinformationen.

Eine ernstzunehmende

Akzeptanz unter

Ärzten gibt es seit circa

zwei Jahren. Als seriöses

Werkzeug im Zusammenhang

mit Patienten

gilt das Smartphone allerdings

nur, wenn die App

oder das Gadget als medizinisches

Produkt zertifiziert

sind und ein Nachweis

ihrer Nützlichkeit

erbracht wurde. Apps,

die das mit sich bringen,

sind aber verschwindend

wenige.

» Für den Amateurbereich ist das iPhone

geeignet, auf professioneller Ebene sind die

Daten jedoch zu ungenau.« FACHARZT KAI SOSTMANN

In welchen Bereichen

wird das iPhone bereits

eingesetzt?

In der Kinderheilkunde

haben wir gerade eine

App entwickelt und erproben

diese bei Kindern

mit chronischen angeborenen

Erkrankungen.

Gerade bei psychischen

Erkrankungen haben sich

Apps immer wieder als

hilfreiche Begleiter erwiesen,

etwa um die Eltern

chronisch kranker Kinder

psychologisch zu unterstützen.

Patienten mit

komplexen chronischen

Erkrankungen können

in dem Verständnis ihrer

Erkrankung unterstützt

werden.

Momentan dienen die

meistens Apps aber als

Medikamenten-Wecker

– sie erinnern die Patienten

an die Einnahme

ihrer Medikamente. Krankenkassen

nutzen Fitness-Apps

für ihre Bonusprogramme.

Patienten

mit komplexen Erkrankungen

– zum Beispiel

jene, die eine Organtransplantation

hinter

sich haben – können

in ihrer Therapie durch

Apps unterstützt werden,

um eine bessere Organfunktion

zu gewährleisten

und eine Abstoßung

zu vermeiden. Patienten

mit Cochlea-Implantaten

trainieren mit einer

App ihre Hörleistung. Und

tatsächlich gibt es schon

seit einigen Jahren mit

Caterna die erste App auf

Rezept, die junge Patienten

mit Sehstörungen

unterstützt.

In welche Aufgaben

könnten Sie sich iPhone

und Co. in naher Zukunft

im medizinischen

Bereich vorstellen?

Unter den Gadgets sind

sicherlich mobile Messgeräte

für den ärztlichen

Bereich interessant

– beispielsweise ein

bereits jetzt existenter, in

das iPhone als App integrierter

Sauerstoffmesser.

Auch die Smartwatches,

die Herzfrequenzen

und etwaige Unregelmäßigkeiten

abnehmen, werden

interessant, wenn

die Sensoren so klein und

zuverlässig werden, dass

man diesen Geräten Messungen

auf dem notwendig

zuverlässigen medizinisch

exakten Niveau

anvertrauen kann.

Das ist momentan das

Hauptproblem all dieser

Geräte: Für den Amateurbereich

messen sie

gut, aber auf professioneller

Ebene sind die

Daten zu ungenau. Das

zeigen auch Auswertungen

der Schrittmesser,

die teilweise um

Zehnerpotenzen voneinander

abweichen – wie

soll das bei der Ableitung

von Herzströmen besser

funktionieren?

Gibt es einen direkten

Draht zu Apple? Oder

sind Sie letztlich ein

Kunde wie jeder andere

auch?

In den USA hat Apple

eigene Programme mit

Gesundheitsanbietern

aufgelegt. Außerdem

werden Forschungsprogramme

unterstützt, die

die Auswertung von klinischen

Studien zum

Ziel haben. Generell gibt

es auf der Ebene darunter

aber keinen direkten

Austausch mit Ärzten.

Das HealthKit und das

ResearchKit sind als App-

Entwicklungsumgebungen

Apples Antwort auf

diese Fragen.

MAI 2018 | MAC LIFE


052

PRODUKTE & TESTS

Kamera-Drohnen

Eroberung der Lüfte

Wer billig kauft, kauft doppelt. Diese Binsenweisheit ist in Bezug

auf Drohnen nah an der Wahrheit. Wir haben uns die besten

Modelle für den Freizeitgebrauch in unterschiedlichen Preisklassen

angesehen und die wichtigsten Infos für den Betrieb

zusammengestellt.

TEXT: TOBIAS FRIEDRICH

Über eine Million Drohnen

sind in Deutschland mittlerweile

im Einsatz. Und täglich

kommen weitere hinzu.

Sie bekommen diese bereits für

kleines Geld und sind binnen

weniger Minuten startklar für den

ersten Flug. Doch sowohl beim

Kauf als auch vor der Inbetriebnahme

und selbst während der

Flüge müssen Sie einige Dinge

beachten. Beginnen wir mit den

Produkten von drei Herstellern,

deren Drohnen unterschiedliche

Vorzüge bieten.

Parrot Bebop 2 Power

Bei einer modernen Drohne sollten

Sie nicht am falschen Ende

sparen, wenn Sie ein vernünftiges

Produkt erhalten möchten.

Ein grober preislicher Richtwert,

ab dem eine Anschaffung

Sinn ergibt, sind 700 bis 900

Euro. Am unteren Ende dieser

Preisregion steht Parrots Bebop

2 Power-Pack FPV (700 Euro).

Der Ausstattung des Quadrokopter

sind zwei Batterien beigefügt,

die es Ihnen ermöglichen, bis zu

eine Stunde Flugzeit herauszu-

holen, bevor Sie die Akkus aufladen

müssen. Die Reichweite der

Bebop 2 beträgt zwei Kilometer,

mit einer Geschwindigkeit von

bis zu 65 Kilometer pro Stunde

und einem guten Stand selbst bei

Wind erfüllt die Parrot-Drohne die

wichtigsten Ansprüche.

Weitere Fähigkeiten beinhalten

automatisierte Flug- und

Aufnahme-Modi wie das Verfolgen

und Umkreisen von Objekten,

Panorama- oder 360-Grad-

Aufnahmen und spiralförmige

Auf- und Abwärtsflüge. Mit einem

individuell angepassten Weitwinkelobjektiv,

einer digitalen Drei-

Achsen-Bildstabilisierung sowie

Full-HD-Aufnahmen mit 14 Megapixeln

kann die Bebop 2 Power

auch kameratechnisch ordentlich

mithalten. Nicht unwichtig: Durch

die Materialmischung aus Glasund

Grilamidfasern ist die Drohne

leicht und gleichzeitig sehr robust.

Gopro Karma

Für all jene, die bereits eine

Gopro-Kamera ihr Eigen nennen

und nur ungern für Drohnen-Aufnahmen

eine andere

Sie besitzen

bereits eine

Action-Kamera

von Gopro?

Dann lassen

Sie sie mit dem

Quadrocopter

Karma desselben

Hersteller

abheben.

Das Einsteiger-Set

Wer sich erst einmal generell

mit der Materie etwas vertraut

machen möchte, sollte mit einer

der günstigsten Drohnen starten.

Die Power Up X ist eine interessante

Mischung aus Papierflugzeug

und Drohne, die jedoch

schon über eine Kamera verfügt

und die Sie mit der Smartphone-

Halterung Google Cardboard

auch im VR-Modus fliegen können.

Zwar benötigen Sie anfangs

ein wenig Übung, um die Power

Up X gut fliegen zu können, zum

Herumprobieren und für erste

Filmaufnahmen taugt die Selbstbastler-Drohne

aber dennoch.

Preis: 140 Euro

Web: www.poweruptoys.com

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


053

Kamera verwenden möchten,

führt Gopro den Karma-Multikopter

(700 Euro) im Sortiment. Dieser

funktioniert mit den Kameramodellen

Hero 4, 5 und 6 und

fügt sich auch sonst hervorragend

in die Produktfamilie des

Unternehmens ein. Die damit

möglichen, sehr flüssig aussehenden

Videoaufnahmen werden

durch einen hochwertigen Stabilisator

garantiert, den Sie zudem

aus der Drohne herausnehmen

und auf den sogenannten Grip

stecken können – einen Gimbal,

der einen nahtlosen Übergang

zu Aufnahmen mit der Hand

sichert. Ebenso lässt sich der Stabilisator

an einen der Gurte der

Klein, bunt,

smart: Die Spark

von DJI bietet für

500 Euro einen

guten Start ins

Fluggeschäft.

Karma-Tasche (einem gepolsterten

Rucksack) befestigen, sodass

Sie während des Filmens Ihre

Hände frei haben. Ein großer Vorteil:

Rotierende Propeller werden

in Ihren Aufnahmen aufgrund der

Position der Kameraaufhängung

so gut wie nie auftauchen.

Sehr nützlich ist ein Flugsimulator,

mit dem Sie vor Ihrem ersten

Flug einen realen späteren

ausprobieren können, um etwas

Erfahrung zu sammeln und auf

etwaige Geschehnisse vorbereitet

zu sein. Mit der implementierten

Passenger-App können Sie bei

Karma-Flügen die Aufgaben von

Pilot und Kameramann auf zwei

Geräte verteilen.

Wer darf wo was?

Eine Drohne ab 250 Gramm Gewicht dürfen

Sie nicht einfach auspacken und fliegen

lassen. Es gibt eine ganze Reihe von Regeln

und Bestimmungen, die es zu beachten gilt.

Dies fängt an bei einer notwendigen zusätzlichen

Haftpflichtversicherung, da private

Haftpflichtversicherungen Schäden durch

Drohnen in der Regel nicht abdecken.

Ebenso muss Ihre Drohne doppelt

gekenn zeichnet sein. Ihre komplette

Adresse muss ebenso angebracht werden

wie ein feuerfestes Drohnen-Kennzeichen.

Letzteres liefern die meisten Hersteller mit.

Auch dürfen Sie Ihre Drohne nicht höher

als einhundert Meter über dem Boden fliegen

lassen – es sei denn, Sie befinden sich

auf einem Modellflugplatz. Des Weiteren

darf Ihre Drohne nicht außerhalb Ihrer Sichtweite,

nicht über Wohngrundstücken (außer,

der Eigentümer des Grundstücks erlaubt es

ausdrücklich), noch über Naturschutzgebieten

oder innerhalb eines Radius von 1,5 Kilometern

von Flugplätzen fliegen.

Einhundert Meter Sicherheitsabstand

müssen Sie zu Folgendem einhalten: Menschenansammlungen,

Bundesfernstraßen,

Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen,

Krankenhäusern, Unglücksorten und Katastrophengebieten,

militärischen Anlagen,

Industrieanlagen, Gefängnissen und Anlagen

der Energieerzeugung.

Unter den offiziellen Regeln für Drohnen

im deutschen Luftraum befindet sich auch

eine, für die Sie etwas Übung benötigen werden:

Drohnen haben anderen Fluggeräten

immer auszuweichen. Ob kleinere größeren

Drohnen Platz machen müssen, ist nicht

überliefert.

Die wichtigsten Regeln, aeronautische

Daten und Services finden Sie in der kostenlosen

App Airmap.

Wo darf ich

überhaupt fliegen?

Der Karte

von Airmap

zeigt Flugverbotszonen

an:

airmap.com

MAI 2018 | MAC LIFE


054

PRODUKTE & TESTS

Kamera-Drohnen

Der Drohnen-

Führerschein

Ja, auch für Drohnen gibt es einen

Führerschein. Aber keine Panik: Sollten

Sie bereits eine Drohne zu Hause

haben, heißt das nicht zwangsläufig,

dass Sie eine Prüfung ablegen müssen.

Wir haben für Sie die wichtigsten

Regeln für Sie zusammengefasst:

Die Mavic Pro

von DJI lässt sich

für einen einfachen

Transport

zusammenfalten.

Ein Führerschein für eine Drohne

ist erst nötig, wenn Sie ein unbemanntes

Fluggerät betätigen, das mehr

als zwei Kilogramm wiegt.

Als Drohnen-Führerschein gelten

sogenannte „Kenntnisnachweise“.

Wenn Sie Drohnen fliegen, die schwerer

als zwei Kilogramm sind, sollten Sie entweder

eine gültige Pilotenlizenz oder

eine Bescheinigung über die bestandene

Prüfung einer vom Luftfahrt-Bundesamt

dafür anerkannten Stelle besitzen.

Das Mindestalter für einen Drohnen-Führerschein

liegt in Deutschland

bei 16 Jahren.

Wiegt Ihre Drohne mehr als fünf

Kilo, müssen Sie neben dem Führerschein

noch über eine entsprechende

Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde

Ihres Bundeslandes verfügen.

Für Nachtflüge gilt dies ebenso.

Lassen Sie Ihre Drohne auf einem

Modellflugplatz fliegen, benötigen

Sie keinen Führerschein und auch keine

Erlaubnis zum Fliegen.

Während ein richtiger Pilotenschein

mehrere tausend Euro kostet,

ist ein Kurs mit einer anschließenden

Prüfung für den Drohnen-Führer schein

deutlich günstiger. Allerdings können

die Kosten hierfür stark variieren, da die

anerkannten Stellen diese zurzeit noch

selbst festlegen dürfen. Mindestens

130 Euro sollten Sie jedoch einplanen.

Eine Gebühr von 25 Euro für die Einweisung

in einem beauftragten Verein oder

Verband fällt in jedem Fall an.

DJI-Drohnen

Die Firma DJI könnte man als das

Apple der Drohnenwelt bezeichnen.

An den Modellen des Unternehmens

kommen Sie kaum

vorbei, wenn Ihnen an professionellen

Aufnahmen, einem hohen

Grad an Sicherheit und vielen

Funktionen gelegen ist.

Zwar können Sie bei DJI mit

der Spark bereits für 500 Euro

eine sehr vernünftige Drohne

erhalten, die 16 Minuten in der

Luft bleibt, 50 Kilometer pro

Stunde schnell ist, einen Zwei-

Achsen-Gimbal, zwei Kilometer

Reichweite und eine 12-Megapixel-Kamera

besitzt.

Doch wirklich interessant wird

es ab dem Modell Mavic Pro Platinum

(ab 1.300 Euro). Die auf

eine bemerkenswert geringe

Größe zusammenfaltbare Drohne

steht wie ein Kolibri in der Luft

und darf für sich reklamieren,

besonders leise zu sein. Mit einer

Reichweite von sieben Kilometern

bietet sie zudem einen großen

Aktionsradius. Diverse Sensoren

lassen die Mavic Pro

Hindernissen ausweichen und

der Kontakt zu bis zu 20 Satelliten

sorgt dafür, dass das Gerät

wieder sicher an exakt jenen Ort

zurückkehrt, den es zu Beginn

seines Flugs verlassen hat. Ein

Drei-Achsen-Gimbal und die mit

eigenem Schutzgehäuse versehene

12-Megapixel-Kamera, die in

4K aufnimmt, runden den hervorragenden

Gesamteindruck ab.

Übertroffen wird die Mavic

Pro von DJIs Phantom 4 Pro (ab

1.700 Euro), die jedoch um einiges

größer und nicht so reisefreundlich

ist. Dafür bietet sie

Aufnahmen in 4K mit bis zu 60

Bildern pro Sekunde, Serienaufnahmen

mit bis zu 14 Bildern pro

Sekunde und eine Hinderniserkennung

in fünf Richtungen. Die

Reichweite beträgt auch hier sieben

Kilometer. In die verwendete

DJI-Kamera ist eine mechanische

Blende eingebaut, die Verzerrungen

in Aufnahmen, die bei hoher

Geschwindigkeit gemacht werden,

vermeidet. Der 1-Zoll-20-Megapixel-Sensor

und ein speziell

entworfenes Objektiv sorgen für

qualitativ spürbar gehobene Bilder

und Videoaufnahmen.

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


055

Interview mit

Daniel Hantschel

Daniel Hantschel ist Inhaber der Filmproduktion

Episode Eleven Production GmbH, die

sich unter anderem auf Drohnen-Aufnahmen

aller Art spezialisiert hat.

Unterwasser-Drohnen

Der Begriff Drohne wird zwar meist

mit fliegenden Objekten in Verbindung

gebracht, doch längst gibt es

auch Unterwasser-Drohnen. Powervisions

Powerray zum Beispiel ist

eine Art schwimmender Roboter,

mit dem Sie mit einem Weitwinkelobjektiv

und LED-Schein werfern

mit 450 Lumen unter Wasser

erstaunliche Fotos und Filmaufnahmen

in 4K machen können.

Selbst Livestreaming ist mit diesem

persönlichen Film-U-Boot möglich.

Für Angler interessant: Eine Powerseeker

genannte Kugel kann losgelöst

von der Drohne als Sensor eingesetzt

werden, der Ihnen sagt, wo

sich Fische in der Nähe befinden.

Die Drohne wird an einer 70 Meter

langen Leine ins Wasser gelassen,

tauchen kann die Powerray bis zu

30 Meter tief.

Preis: ab 1.700 Euro

Web: www.powervision.me

Worauf sollte man beim

Drohnen-Kauf achten?

Es ganz auf den Einsatzzweck

an: Steht die Flugzeit

im Vordergrund, die

Größe oder das Handling?

Soll die Drohne möglichst

schnell fliegen oder die

beste Bildqualität liefern?

Diese Fragen sollte man

vor dem Kauf für sich

beantworten.

Einfache „Spaß-Drohnen“

gibt es schon ab

50 Euro, doch die sind in

der Regel nur für Indoor-

Flüge geeignet. Flugeigenschaften

und Kameraqualität

lassen bei diesen

Modellen zu wünschen

übrig. Lieber sollte man

etwas sparen und dafür

eine Drohne anschaffen,

die man auch tatsächlich

verwenden kann. Erst ab

circa 500 Euro sind Drohnen

mit vernünftigen

Flugsensoren ausgestattet,

die dem Einsteiger

das Fliegen erleichtern.

Crashs sind damit fast

unmöglich, denn der

Flugbereich wird permanent

gescannt. Die Drohnen

weichen Hindernissen

aus oder leiten eine

Notbremsung ein. Auch

die Bildqualität ist bei

Modellen in diesem Preissegment

so gut, dass

man ordentliche Fotos

drucken und aus dem

Filmmaterial einen schönen

Clip schneiden kann.

Ein weiterer Vorteil

sind Flugprogramme:

Objekt umkreisen, Personen

verfolgen, selbstständig

starten und landen

– all das übernimmt die

Drohne automatisch.

Wovor würden Sie beim

Gebrauch von Drohnen

warnen?

Grundsätzlich bin ich kein

Fan davon, Drohnen als

Kinderspielzeug zu verkaufen.

Neben der Verletzungsgefahr

durch die

Rotoren müssen viele

Dinge beachtet werden,

damit man auch tatsächlich

abheben darf (siehe

Kasten).

Welche Drohnen setzen

Sie bei Ihren Produktionen

ein?

Bei unseren Filmproduktionen

setzten wir

große Drohnen mit teuren

Kameras ein, die von

zwei Personen gesteuert

werden: dem Kameramann

und dem Drohnen-

Piloten. Oft wünschen

sich unsere Kunden aber

auch Indoor-Flüge, für

die unsere High-End-Copter

einfach zu groß sind.

Dann kommen kleine

Drohnen aus dem Consumer-Bereich

zum Einsatz.

Welche Drohnen können

Sie empfehlen?

In den vergangenen Jahren

haben wir verschiedene

Hersteller getestet

und haben einen klaren

Favoriten: DJI. Dieser Hersteller

entwickelt kontinuierlich

seine Produkte

weiter und liefert regelmäßige

Software updates.

Dadurch „lernen“ die

Drohnen ständig dazu

und bleiben stets auf dem

neuesten Stand.

Ich persönlich fliege

im Urlaub am liebsten

mit der Mavic Pro von

DJI. Sie ist leicht, lässt

sich gut verstauen, liefert

ein gutes 4K-Bild

und hat trotzdem genug

Power, um auch bei Flügen

an windigen Orten,

in den Bergen oder am

Strand, stabil in der Luft

zu stehen. Wer eher ein

„Schönwetter-Flieger“ ist,

kann aber auch gut zur

DJI Mavic Air oder zur

noch kleineren DJI Spark

greifen.

Was könnte Ihrer Meinung

nach die nächste

bahnbrechende Entwicklungsstufe

auf dem Drohnen-Markt

sein?

Beim Fliegen steht die

Sicherheit immer an erster

Stelle. Eine echte Innovation

wären Drohnen,

die nicht mit Propellern,

sondern mit Luftdüsen

angetrieben werden. Das

muss man sich vorstellen

wie einen starken Föhn,

der für den nötigen Schub

sorgt. Solche Drohnen

würden nicht nur im Consumer-Bereich

die Verletzungsgefahr

erheblich

senken. Sie würden auch

bei Search-and-Rescue-

Einsätzen, zum Beispiel

bei der Suche nach Vermissten

nach Erdbeben

oder in Gletscherspalten,

deutlich sicherer sein.

Auch eine automatische

Kommunikation

mehrerer Drohnen untereinander

wäre ein tolles

Feature. So würden Drohnenstaffeln

definierte

Suchgebiete scannen,

metergenau abfliegen

und die Suche nach Vermissten

vereinfachen.

MAI 2018 | MAC LIFE


056

PRODUKTE & TESTS

Kickstarter und Co.

Schwarmfinanziert

Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter

und Indiegogo ermöglichen es klugen

Köpfen, ihre Visionen mithilfe von Privatpersonen

zu finanzieren. Nicht selten entstehen

so Produktinnovationen, die einen Blick

auf künftige Trends ermöglichen. Wir stellen

monatlich die interessantesten aktuellen

Tech-Gadgets für Sie zusammen.

Paperlike Pro

Kein Zweifel: Apple verbaut

wunderbare Displays. Doch

auch der beste Bildschirm

führt irgendwann unweigerlich

zu Ermüdungserscheinungen.

Anders der Dasung

Paperlike Pro: Ähnlich wie

ein Kindle-E-Book-Reader

setzt er zur Darstellung auf

monochromes Elektronisches

Papier – ohne Hintergrundbeleuchtung

und

schlafstörendes blaues Licht.

Das 13-Zoll-Display mit HDMI-

Anschluss bringt es auf eine

Auflösung von 1.600 x 1.200

Bildpunkten und verbindet

sich mit Mac, iPhone und

iPad.

Preis: 1.000 US-Dollar

Web: www.dasung.com

Das Prinzip

Crowdfunding

Beim Crowdfunding

(crowd = Menschenmenge,

funding =

Finanzierung) oder

der Schwarmfinanzierung

stellen Entwickler

ihre Idee auf

einer Internetplattform

vor. Interessierte können

sich dann finanziell

an dem Projekt

beteiligen – entweder

in Form von Spenden

oder indem Sie das Produkt

direkt kaufen und

bezahlen. Nach erfolgreicher

Finanzierung

beginnt dann erst die

Produktion.

Ermüdungsfreies

Arbeit

dank E-Ink-

Technologie!

Das ultimative Mikro für alle Podcaster!

Mdrill One

Professional

Podcaster aufgepasst: Mit

dem Mdrill One Professional

könnte das vielleicht

optimale USB-C-Mikrofon

im Anflug sein. Dank optimierter

Rauschunterdrückung

glänzt es laut Herstellerangaben

mit einer bis zu

10 Prozent besseren Klarheit

bei der Aufnahme als

jedes vergleichbare andere

Kondensatormikro. Fünf verschiedene

Aufnahmemodi

wollen auch Youtube-Videocaster,

Musiker, Gamer und

Nutzer von Skype-Konferenzen

zufrieden stellen.

Preis: 330 US-Dollar

Web: www.thronmax.com

Zeus Pro

Je weiter der Router entfernt

ist, umso schwächer

gerät das drahtlose Netzwerk

– klar! Damit im ganzen

Haus eine gleichbleibend

gute Verbindung besteht,

wird schnell ein WLAN-Verstärker

fällig – der oft nicht

gerade billig ist. Nicht so der

Zeus Pro: Die kleine Parabolantenne

stecken Sie einfach

auf die Antenne(n) Ihres

Routers und richten sie so

aus, dass sie auf den potenziell

unversorgten Teil der

Wohnung zeigt – fertig. Eine

zusätzliche Stromversorgung

entfällt. So simpel, so

genial.

Preis: 20 US-Dollar

Web: www.mizeusgroup.com

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


057

Das Minimal-Phone mit E-Ink-Display zum Abschalten!

Light Phone 2

Pin One

Günstige und stromsparende

WLAN-Verstärkung!

Duo 2 Cable

Apples Entscheidung, die

Kopfhörerbuchse zu streichen,

zieht immer noch

Kreise. Investiert man etwa

in einen der raren Lightning-

Kopfhörer, bleibt Ihnen dessen

Nutzung immer dann

verwehrt, wenn Sie das

iPhone 7, 8 oder X aufladen.

Nicht so, wenn Sie das

„Duo 2 Cable“ nutzen: Das

Ladekabel enthält ein Mini-

Audiointerface, das mit seiner

24-Bit-Ausgabe bei

48 kHz höchsten Ansprüchen

genügt und die Fernbedienung

der EarPods und

sogar Apples 3,5-Millimeter-

Adapter unterstützt.

Das Smartphone ist ungemein

praktisch, erweist sich

jedoch zunehmend als Zeitfresser

und sogar Suchtmittel.

Diesen Kreis will das

Light Phone 2, ein bewusst

minimal und trotzdem elegant

gehaltenes 4G-LTE-

Mobiltelefon, brechen. Es

soll SMS-Nachrichten versenden

und empfangen können,

Kontakte pflegen sowie eine

Autoantwort-Funktion und

einen Wecker enthalten.

Eine klare Absage erteilen

die US-Entwickler aber

jeglichen Social-Media- und

E-Mail-Darstellungen. Ein

Segen!

Preis: 400 US-Dollar

Web: www.thelightphone.com

Was auf Tumblr begann,

belebt heute auch Facebook,

Twitter und Chats: mehr oder

minder geschmackvolle GIF-

Animationen. Die Video-

Loops wollen nun auch

Jacken und Taschen erobern:

Pin One ist ein kreisrundes

Minidisplay mit einer Auflösung

von 300 x 300 Pixeln.

Die Übertragung von bis zu

300 kB „großen“ GIF-Bildchen

erfolgt per Bluetooth

mithilfe einer iPhone-App.

Eignet sich nicht nur als

lebendiges Modeaccessoire,

sondern auch als auffälliges

Firmenlogo für Mitarbeiter

auf Events und Messen.

Preis: 75 US-Dollar

Web: www.pinscollective.com

iPhone aufladen und Musikhören

zur selben Zeit!

Preis: 60 US-Dollar

Web: www.vinpok.com

Animierte Pin-Buttons mit GIF-Unterstützung!

MAI 2018 | MAC LIFE


058 ADVERTORIAL

Moleskine

Lesertest: Moleskine

Smart Writing Set

Mit dem Smart Writing Set digitalisieren Sie ganz einfach Ihre handschriftlichen

Notizen in Echtzeit in der Notes-App. Sie können Ihre Aufzeichnungen ganz einfach

teilen, bearbeiten und online speichern. Lesen Sie hier, welche Erfahrungen

die Mac-Life-Leser mit dem Smart Writing Set von Moleskine gemacht haben.

Nachdem wir das smarte

Schreibset in der Redaktion

in Ausgabe 02/2018

(Nr. 198) im Test hatten, riefen

wir in Zusammenarbeit mit

Moleskine zu einem Lesertest auf.

Unserem Aufruf folgten über vierhundert

Leser, die selber testen

wollten, ob das intelligente Notizbuch

mit dem smarten Pen+ auch

das hält, was es verspricht. Drei

Mac-Life-Leser wurden als Tester

ausgelost und erhielten jeweils

ein Smart Writing Set im Wert von

229 Euro. Das Set bestand wie im

Mac-Life-Test aus dem Paper Tablet,

einem Notizbuch mit Spezialpapier,

dem smarten Stift Pen+,

einem Ladekabel zum Aufladen

des Stiftes und einer Kurzanleitung.

Nach dem Test duften die

Tester das Set natürlich behalten.

Lesen Sie hier in aller Ausführlichkeit,

wie unsere Leser das

Smart Writing Set von Moleskine

in ihrem Lesertest fanden.

Analog statt digital

Die Rückkehr zum Analogen ist

seit einigen Jahren wieder angesagt.

Sei es die Wiederauflage

der Polaroid-Kamera oder das

Erscheinen von Alben auf Vinyl,

so lässt sich doch eine Rückkehr

zu einer weniger technologisierten

Welt erkennen. Zu diesem

Trend zählt auch das Schreiben

mit der Hand. Während die

meisten Aufzeichnungen und

Texte inzwischen am Computer

oder am Smartphone entstehen,

wächst das Bedürfnis nach echtem

Papier und Stift für schnelle

Notizen. Das hat auch das italienische

Unternehmen Moleskine

erfasst und zeigt mit dem Smart

Writing Set, bestehend aus dem

Paper Tablet und dem Pen+ eine

nahtlose Integration der analogen

Welt in die digitale.

Von außen mögen das

schwarze Moleskine-Notizbuch

und der schlanke Stift vielleicht

analog aussehen, doch im Inneren

versteckt sich die hochtechnologisierte

Technik. Das Paper

Tablet verfügt über Spezialpapier,

das kleine Punkte als Hintergrundmuster

aufweist. In dem

schwarzen Kugelschreiber aus

Aluminium versteckt sich eine

Infra rot kamera, die jede Stiftbewegung

aufzeichnet und

per Bluetooth an die Moleskine

Notes-App schickt. Diese Idee fanden

auch die Teilnehmer unseres

Lesertests besonders ansprechend.

Leser Boris K. sagte dazu:

„Ich schreibe gerne mit der Hand,

möchte aber auch möglichst

papierlos arbeiten“. Auch Heiko

Z. war besonders auf das Smart

Neues Notizbuch

anpassen

Für ein neues, digitales Notizbuch klicken

Sie in der App auf das Plus. Um

das Notizbuch anzupassen, klicken

Sie dann auf das Infozeichen in der

oberen rechten Ecke des Notizbuches.

Jetzt können Sie das Cover ändern.

Um den Namen des Notizbuches zu

ändern, klicken Sie auf den Namen.

Notizen bei Cloud-

Diensten speichern

Für die Synchronisation mit Cloud-

Diensten wie Adobe Creative Cloud

oder Google Drive klicken Sie in der

App auf die drei Striche links oben

und gehen Sie ganz unten im Menü

auf das Zahnrad. Jetzt können Sie aus

den verschiedenen Cloud-Diensten

auswählen.

Notizen digital

nachbereiten

Natürlich können Sie Ihre Aufzeichnung

und Zeichnungen auch digital

nachbereiten. Gehen Sie dazu in der

App auf die Seite im Notizbuch, die

Sie bereiten möchten. Klicken Sie auf

den türkisen Kreis mit den drei Punkten

und wählen Sie das gelbe Stift-

Symbol aus.


059

Writing Set gespannt: „Ich interessiere

mich für digitale Gadgets

und suche eine gute digitale

Notizlösung“. Unsere Leser gingen

unbefangen an Test heran, da

keiner von ihnen bisher das Set

von Moleskine kannte. Boris K.

und Michele S. nutzen für ihre

Notizen bisher das iPad Pro.

Das Smart Writing Set im

Einsatz

Während die Installation und

Inbetriebnahme des Stifts und

der App unseren Lesern eher

leichtfiel, waren sich unsere Teilnehmer

einig, dass die Kurzanleitung,

die dem Set beiliegt,

ihre Schwächen hat. Boris K. vermisste

eine Erklärung für die

Erstellung verschiedener Notizbücher

und auch die Synchronisierung

über Cloud-Dienste war

nicht auf den ersten Blick ersichtlich.

Auch die Bluetooth-Verbindung

zwischen dem Pen+ und

iPhone und iPad bereitete unseren

Testern Schwierigkeiten. Die

Handschrifterkennung hingegen

und die Übertragung der Notizen

in die App funktionierten völlig

problemlos. Heiko Z sagte: „Angenehm

ist, dass ich tatsächlich auf

Papier schreiben kann und das

analoge Schreibgefühl habe“. Ihm

fehlen allerdings auf den ersten

Blick die Möglichkeiten zur Nachbereitung

in der App. Er freut

sich auf den Langzeittest mit

dem smarten Stift Pen+, um das

volle Potenzial des intelligenten

Schreibsets auszuschöpfen: „Auf

den ersten Blick ermöglicht mir

das Set einfach nur die schnelle

Digitalisierung der Notizen“.

Die Navigation in der Moleskine

Notes-App bereitete unseren

Testern die größten Probleme,

so kam Michele S. zu dem Schluss:

„Die ganzen Abkürzungen sind

teilweise nicht verständlich [...]“

und auch Heiko Z. wünscht sich

eine bessere Benutzerführung. In

seinem Test fand er in der App die

Möglichkeit nicht, seine Aufzeichnungen

bei einem Cloud-Dienst zu

speichern, diese Möglichkeit fand

auch Boris K. nicht in der App.

Sauer stießen unseren drei Lesertestteilnehmer

auch die nicht

Das Smart

Writing Set von

Moleskine ist

für 229 Euro

erhältlich:

moleskine.de

immer schlüssigen Abkürzungen

und die vielen englischen Bezeichnungen

in der Notes-App auf.

Fazit

Alles in allem waren unsere Tester

von der Möglichkeit, ihre Notizen

digital festzuhalten begeistert

und gaben dem Smart Writing

Set durchweg gute Bewertungen

in der Anwendung. Heiko Z.

fand: „Wenn alles mal läuft, geht

es angenehm einfach.“ Boris K.

kam zu dem Schluss: „Das Schreiben

funktioniert gut“. Bei Michele

S. brach immer wieder die Bluetooth-Verbindung

zum Stift ab

und so konnte ihn das Smart Writing

Set leider nicht überzeugen.

Leser Boris K. hingegen lobte die

gute Erkennung der Schrift und

die flüssige Übertragung in die

App. Heiko Z. wird das Smart Writing

Set auch in Zukunft verwenden:

„Es wird mir helfen meine

analogen Notizen immer mit

dabei zu haben. Das ist wirklich

ein Plus. Weitere Produkte wie

Wochenkalender machen Lust

auf weitere Experimente“.

MAI 2018 | MAC LIFE


060

PRODUKTE & TESTS

M-Audio Uber Mic

Das Podcast-Mikro

Wem es auf die Größe ankommt, der sollte sich das Uber Mic einmal genauer

ansehen: Trotz kleiner Membranen ist das USB-Mikrofon ein echter Brocken!

TEXT: JAN WILKING

Uber ist eines der wenigen deutschen Worte,

die es auch in den anglo-amerikanischen

Sprachgebrauch geschafft haben. Die

umlautbefreite Variante hat dabei die gleiche

Bedeutung wie im Deutschen behalten. Insofern

zeugt es auch durchaus von Selbstbewusstsein

seitens M-Audio, das eigene Produkt als

Über-Mikrofon zu betiteln.

Technisch optimiert

Nach dem Auspacken wird schnell klar, dass

M-Audio zumindest in Bezug auf das äußere

Erscheinungsbild nicht übertrieben hat. Mit

fast 30 Zentimeter Höhe, einem Durchmesser

von über 11 Zentimetern und einem Gesamtgewicht

von knapp 2 Kilogramm ist das Mikrofon

ein echter Koloss im Vergleich zu anderen USB-

Kondensatormikrofonen. Es wird zusammen

mit einer sehr stabilen und robusten Standvorrichtung

geliefert. Hierfür gibt es schon einmal

einen Pluspunkt, denn bei anderen Mikrofonen

mit vergleichbar günstigem Preis und ähnlichem

Anwendungsgebiet hinterlassen die mitgelieferten

Ständer oftmals einen wenig vertrauenserweckenden

Eindruck. Das Mikrofon kann auch

auf ein konventionelles Stativ geschraubt werden,

das allerdings ebenfalls eher zur stabileren

Sorte gehören sollte.

Bei einem solch großen Mikrofon fällt es

schwer, von einem Kleinmembran-Kondensatormikrofon

sprechen, aber streng genommen ist

dies bei einem Kapseldurchmesser von 16 Millimetern

wohl korrekt. Dafür sind im Uber Mic

aber auch gleich drei dieser Kapseln verbaut.

Damit verbunden ist die Option, die Richtcharakteristik

per Regler auf der Rückseite zu ändern.

Neben klassischer Niere stehen Kugel, Acht und

sogar Stereo als Alternativen zur Verfügung.

Ebenfalls auf der Rückseite befindet sich der

Regler zur Anpassung des Pegels des Audiosignals,

das vom Mikrofon zum Computer geschickt

wird.

USB-Anschluss

Auf der Vorderseite befinden sich zwei weitere

Regler. Hiermit passen Sie die Lautstärke

des Kopfhörerausgangs an und bestimmen das

Mischverhältnis zwischen Mikrofonsignal und

vom Computer per USB eingespeisten Audiosignals,

was Direct Monitoring ermöglicht. Mit dem

beleuchteten Mute-Knopf kappen Sie die Audioübertragung

vom Mikrofon zum Computer. Dies

ist z.B. praktisch, wenn sich bei einem Podcast

ein Sprecher einmal räuspern muss. Die Stummschaltung

wird durch Blinken des

Schalters signalisiert, damit man

das anschließende Reaktivieren

nicht vergisst. Über den Reglern

befindet sich ein kleines Display

zur Anzeige der aktuell gewählten

Richtcharakteristik sowie

des Pegels von Mikrofon und

Kopfhörer.

Kopfhörerausgang und

MicroUSB-Anschluss befinden

sich auf der Unterseite des Mikrofons.

Dies erschien uns im Praxistest

wenig praktikabel, da die

entsprechenden Kabel auch bei

Schrägstellung des Mikrofons stets

eingeknickt wurden – dies kann

auf Dauer durchaus einen

Kabelbruch provozieren.

Top für Podcasts

Klanglich hinterlässt das

Uber Mic im Praxistest ein

durchwachsenes Bild. Wie eigentlich

bei allen so günstigen Multipattern-Mikrofonen

fallen Kugel und Acht qualitativ

deutlich gegenüber der Nierencharakteristik

ab. Dagegen ist die Stereo-Variante für Podcasts

durchaus interessant, da bei mehreren Sprechern

oder Interviewpartnern die örtliche Position

mit aufgenommen wird. Auch bei Aufnahmen

von Instrumenten erhalten Sie auf diese

Weise mehr Räumlichkeit, wobei Sie dabei in

Sachen Klangqualität allerdings keine Wunder

von dem Mikrofon erwarten dürfen.

In der Regel wird das Uber Mic mit der Nierencharakteristik

genutzt werden. Positiv aufgefallen

sind uns die kräftigen und rauscharmen

Vor- und Kopfhörerverstärker. Gesangs- und

Sprachaufnahmen gelingen mit dem Mikrofon

durchaus ordentlich und reichen für die Ansprüche

im Heimstudio aus. Teilweise wirkten die

Aufnahmen etwas zu spitz und in die Breite gezogen,

aber die Verfärbungen halten sich noch

im Rahmen. Gegenüber Zisch- und Popplauten

zeigte sich das Uber Mic durchaus tolerant, was

ihm einen weiteren Pluspunkt in Bezug auf Podcasts

beschert, bei denen ja meist keine ausgebildeten

Sprecherprofis vor dem Mikrofon sitzen.

Für einen sehr direkten und dicken Klang von

Sprache und Gesang ist das Uber Mic allerdings

weniger gut geeignet, da der Nahbesprechungseffekt

nicht zuletzt aufgrund der kleinen Kapseln

eher unangenehm als schön klingt.

Wertung

M-Audio Uber Mic

Hersteller: M-Audio

Preis: 120 Euro

Web: maudio.com

robuste Verarbeitung,

stabiles Tischstativ,

gutmütige

Charakteristi, Stereo-

Option, rauscharme

Verstärker

mittelmäßiger Klang

Klang (30 %): 3,0

Ausstattung (30 %): 1,5

Preis/Leistung (40 %): 2,0

NOTE

2,2

Fazit: Das Uber Mic

beeindruckt uns mit

Ausstattung, Robustheit

und vor allem der auffälligen

Größe und dem

Design.

MAC LIFE | MAI 2018

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PRODUKTE & TESTS

Mackie MR824

061

Gut und

günstig

Zum äußerst günstigen Paarpreis von unter

500 Euro bieten die Mackie MR824 überzeugenden

Klang und hochwertige Verarbeitung.

TEXT: JAN WILKING

Die MR824 sind die größte Variante aus

Mackies vierter Auflage der für den Einsteiger

gedachten MR-Serie. Es handelt sich

um preisgünstige aktive 2-Wege-Boxen mit

Bassreflex-Port. Bedingt durch den deutlich größeren

Tieftöner sind die MR824 weniger kompakt

als die MR524 ausgefallen, wobei die Front

noch relativ schmal für einen 8-Zoller ist. Dafür

benötigt die Box 32 Zentimetern in der Tiefe, mit

einem Gewicht von knapp über 10 Kilo pro Stück

bleibt sie aber noch einigermaßen transportabel.

Das schwarze Holzgehäuse überzeugt mit

schickem Design und fügt sich in jede Studioumgebung

nahtlos ein. Dank eingebauter Klangfilter

ist auch eine Aufstellung in Wandnähe möglich.

Äußerlich wirken die MR824 – wie auch die anderen

Boxen aus der neuen MR-Serie von Mackie –

deutlich teurer als sie es tatsächlich sind.

Praxisnahe Ausstattung

Als Tieftöner verbaut Mackie in den MR824 einen

8-Zoll-Woofer mit Polypropylen-Membran, der

1-Zoll-Hochtöner mit Seidenkalotte wird von

einem Neodym-Magneten angetrieben. Die Box

ist komplett analog aufgebaut, die Leistung der

beiden Endstufen beträgt 55 Watt für den Tieftöner

und 30 Watt für den Hochtöner. Dies reicht

für den Studiobetrieb völlig aus und erlaubt bei

Bedarf auch Partylautstärke. Der Frequenzbereich

reicht von 35 Hz bis 20 kHz, die Trennfrequenz

liegt bei 1,9 kHz.

Angesichts des günstigen Preises überraschen

die MR824 mit rückseitiger Anschlussvielfalt.

Sie haben die Wahl zwischen symmetrischen

XLR- oder 6,3mm-Klinkenbuchsen sowie Cinch-

Eingängen. Auch die Möglichkeiten zur Klanganpassung

an den Aufstellort sind praxisnah ausgefallen.

High Frequency erlaubt eine Verstärkung

oder Absenkung der Höhen bei 3 kHz um moderate

2 dB. Mit Acoustic Space kompensieren Sie

die verstärkte Basswiedergabe bei Aufstellung

der Boxen in Wandnähe, wobei es zwei Optionen

für eine Platzierung dicht an der Wand oder in

den Ecken des Raumes gibt. Vermisst haben wir

eine automatische Ausschaltfunktion bei Nichtnutzung

oder zumindest einen frontseitigen

Power-Schalter. Auch der hohe Stromverbrauch

im Standby-Modus ist suboptimal, die Boxen sollten

daher am Besten an eine schaltbare Mehrfachsteckdose

angeschlossen werden.

Die eingebauten Klangfilter

erlauben eine

dezente, aber effektive

Anpassung der Höhen

sowie eine Aufstellung

in Wandnähe.

Wertung

Mackie MR824

Hersteller: Mackie

Preis: 250 Euro

Web: mackie.com

volles Klangbild,

gute Räumlichkeit,

pegelfest, praxisnahe

Klangfilter,

hochwertige Verarbeitung,

schickes

Design


Klang (30 %): 1,5

Verarbeitung (30 %): 1,5

Preis/Leistung (40 %): 1,0

NOTE

1,3

Fazit: Hochwertige Verarbeitung,

professionelle

Optik und guter

Klang: Die günstigen

Monitore MR824 sind

eine echte Empfehlung.

Überzeugender Klang

Die MR824 konnten uns klanglich auf Anhieb

überzeugen. Der Hochtöner löst detailliert auf

und deckt Störgeräusche und Übersteuerungen

im Mix auf. Je nach Geschmack und Aufstellungsort

leistet hier auch das Höhenfilter gute

Arbeit, die moderate Absenkung nimmt den

durchaus präsenten Höhen bei Bedarf ein wenig

die Schärfe und erlaubt ermüdungsfreies dauerhaftes

Abhören. Der Bass tönt warm und rund

und geht weit genug hinunter, um einen zusätzlichen

Subwoofer entbehrlich zu machen. Der

Bass könnte für unseren Geschmack zwar etwas

trockener und präziser sein, allerdings muss man

hier auch den Preis im Auge behalten.

Mackie-typisch sind die unteren Mitten ein

wenig überbetont. Diese leichte Schönfärberei

sorgt für einen Grundklang, der eher warm und

rund als kalt und analytisch ist. Dies kommt insbesondere

weiblichem Gesang und Rock-Produktionen

mit verzerrten Gitarren zugute. Dank

leichtem Hifi-Touch macht mit der MR824 auch

das reine Musikhören Spaß, wobei die Mittenpräsenz

dezenter ausfällt als bei anderen Mackie-

Boxen und die Abweichung vom streng linearen

und analytischen Frequenzgang sich in einem

Bereich bewegt, der problemlos das realistische

Beurteilen von eigenen Mixen erlaubt. Der logarithmische

Waveguide sorgt für eine sehr schöne

Räumlichkeit, Hallräume lassen sich mit den

MR824 sehr gut abhören und beurteilen.

Insgesamt klingen die MR824 in unseren

Ohren mindestens eine Preisklasse höher. Wer

seidigere Höhen, mehr Detailreichtum in den

Mitten und präzisere Basswiedergabe wünscht,

muss schon mindestens das Doppelte auf den

Tisch legen.

MAI 2018 | MAC LIFE


062

ADVERTORIAL

Lesertest

Jetzt sparen!

Mac-Life-Leser sparen

25 Euro* beim Kauf

eines eBlocker:

www.eblocker.com/

maclife

* Das Angebot gilt bis zum 15.06.2018. Die Kombination mit anderen Gutscheinen

und die Barauszahlung des Gutschein-Gegenwerts ist ausgeschlossen.

eBlocker: „Tolles Design,

einfache Bedienung!“

Ist der eBlocker wirklich die benutzerfreundlichste Lösung zur Wahrung der Privatsphäre im

Internet? Die Macher hinter der smarten Datenschutz-Hardware wollten es genau wissen und

stellten den eBlocker Base im Frühjahr einem mehrwöchigen Mac-Life-Lesertest.

TEXT: THOMAS RAUKAMP

Facebook-Skandal, Datenschutzgrundverordnung,

Spionage-Attacken:

Seit unserem Aufruf zum

Lesertest des eBlocker Base in der

März-Ausgabe ist das Thema der Privatsphäre

im Netz weiter in die Diskussion

geraten – und die Öffentlichkeit für dessen

Wichtigkeit zusätzlich sensibilisiert.

Tatsächlich machen sich immer mehr

Internetnutzer Sorgen um die Verwendung

ihrer Daten, ganz gleich, ob diese

von den Anbietern selbst oder – wie im

Fall der Auswertung durch das Unternehmen

Cambridge Analytica – durch

Dritte für werbliche oder gar politische

Zwecke erfolgt. Denn klar ist inzwischen:

Wer das Internet nutzt, hinterlässt

eine Spur interpretierbarer Daten,

die sich zu einem immer kompletter

werdenden Persönlichkeitsprofil zusammensetzen

lassen.

Einen besonders einfach zu installierenden

und sicheren Schutz stellt der

eBlocker des gleichnamigen Hamburger

Start-ups dar. Die Hardwarelösung

findet mit einem handelsüblichen Ethernet-Kabel

an jedem Router Anschluss.

Einmal mit dem Stromnetz verbunden,

konfiguriert sich der smarte Würfel

selbst, um danach für alle Geräte innerhalb

eines Netzwerks bereitzustehen

– ganz egal, ob es sich dabei um Mac,

iPhone, iPad oder Windows-PCs, Android-Smartphones

oder digitale Sprachassistenten

und etwa Smart-TV-Geräte

handelt.

Kinderleichte Installation

Es ist gerade diese schnelle Inbetriebnahme,

die die Teilnehmer unseres

Lesertests besonders anspricht. Die Installation

beschreiben die „eBlocker-

Novizen“ als durchweg „leicht“ bis „sehr

leicht“. Gelobt werden etwa die klaren

Anschlusswege der bewusst schlicht

gestalteten Hardware – kein Wunder,

dass die beiliegende Kurzanleitung in

nahezu allen Fällen für einen umfassenden

Rundumschutz aller Netzwerknutzer

reichte. Wollte doch jemand seine

eBlocker-Konfiguration weiter personalisieren,

kam er mit der im Webbrowser

bereitstehenden Kontrollleiste meist

bestens zurecht – bei Fragen fanden die

eBlocker-Nutzer das Online-Handbuch

meist in unter einer Minute.

Dabei liegt das Thema des Datenschutzes

den Teilnehmern unseres

Lesertests durchaus am Herzen: Alle

geben etwa an, vor der Nutzung des

zur Verfügung gestellten eBlocker

Base den Privatmodus ihres jeweiligen

Web browsers genutzt zu haben. Die-

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


063

ser wird jedoch allgemein in seiner Wirkung

überschätzt. Denn der private Tab

schützt den Nutzer nur lokal: So verbirgt

er etwa besuchte Seiten und vergisst

auch genutzte Passwörter, verschleiert

aber keineswegs das Nutzerverhalten.

Der eBlocker Base verwischt mit seiner

IP-Anonymisierung den digitalen Fingerabdruck

hingegen gänzlich.

Und das ohne jegliche weitere Treiberinstallation

oder zusätzliche Software

auf allen per WLAN oder Kabel

mit dem Netzwerk verbundenen Geräten.

Auch bei unseren Teilnehmern sind

neben dem Mac mindestens ein Smartphone

und ein Tablet ganz selbstverständlich

im Einsatz. Auch ein Smart-

TV-Gerät findet sich in zwei Drittel der

Haushalte. Sowieso ist das Thema des

„Internet of things“ zunehmend wichtig

– auch hier geben zwei Drittel an, dass

sie besorgt sind, dass etwa smarte Kaffee-

und Waschmaschinen ihre Daten an

die Gerätehersteller und Dritte online

weitergeben.

Probleme beim Betrieb des eBlocker

melden hier und da Benutzer

einiger in die Jahre gekommener

Fritzbox-Modelle. Oft liefert ein Internetzugangsanbieter

den Router zum Vertragsabschluss

aus; die wenigsten Besitzer

ersetzen ihre Geräte danach durch

neuere. Kompatibilitätsprobleme etwa

mit der Fritzbox 7490 lassen sich aber

durch vier einfache Schritte lösen, die

im Hilfebereich der eBlocker-Webseite

erklärt werden.

Für die hohe Kompetenz der Teilnehmer

spricht, dass viele ihren VPN-Anbieter

zur Anonymisierung ihres Internet-

Nutzungsverhaltens selbst aussuchen

möchten, um diesen im eBlocker zu

integrieren. Der eBlocker nutzt standardmäßig

das bewährte Anonymisierungsnetzwerk

Tor zur Verschleierung

der IP-Adresse. An dessen Stelle arbeitet

das Gerät jedoch mit praktisch jedem

VPN-Anbieter zusammen, der das Open-

VPN-Protokoll anbietet.

Tracker adé?

Der Datensammelwut etwa von

Internetgiganten wie Facebook

und Google könnte schon bald

ein Riegel vorgeschoben werden.

Denn schon im Mai soll ein Gesetz

in Kraft treten, nach dem Nutzer

der übergreifenden Aufzeichnung

(Tracking) ihrer Daten ausdrücklich

zustimmen müssen, wenn sie

eine Webseite besuchen. „Was

hier diskutiert wird, birgt echten

Zündstoff“, ist sich auch eBlocker-

Geschäftsführer Christian Bennefeld

sicher, „deutlicher Gewinner

ist die Privatsphäre der Nutzer“.

Es bleiben jedoch Fragen

offen. Wie reagieren etwa ausländische

Webseitenanbieter auf die

neue Gesetzgebung – und ist die

angedrohte Strafe von bis zu 20

Millionen Euro beziehungsweise

vier Prozent des Jahresumsatzes

eines Unternehmens international

überhaupt durchsetzbar? Wie soll

die geplante Regelung etwa auf

Smart-TV-Geräte und Smartlautsprecher

Anwendung finden? Und

wird das Web durch die ständige

Abfrage von Datenschutzvereinbarungen

verkompliziert?

Es scheint, als würde eine

Rundum-Lösung wie der e Blocker

noch lange ihre Relevanz

behalten.

Preisdiskriminierung von

Apple-Nutzern?

Alle Teilnehmer sind sich einig: Der

Schutz vor Trackern und datensammelnder

Werbung ist das wichtigste Einsatzgebiet

für den eBlocker. Aber auch

der Schutz vor Malware und Phishing

und die Möglichkeit der Gerätetarnung

ist vielen wichtig – gerade für Nutzer

von Apple-Geräten. Denn ihre Präferenz

führt nicht selten zur Diskriminierung

bei Angeboten auf besuchten Webseiten:

Liest etwa ein Onlineshop aus, welche

Hardware der Besucher nutzt, kann

er Rückschlüsse auf dessen geschätzte

Kaufkraft ziehen – und wird im Fall des

Mac, iPhone und iPad automatisch

höher geschätzt als bei einem veralteten

Windows-Rechner. In der Folge

bieten Verkäufer ihre Waren eventuell

teurer an. Dieses sogenannte Bonitäts-Scoring

ist ein wichtiger Teil bei der

Bildung des digitalen Persönlichkeitsprofils

und ergänzt – je nach bewusster

oder unbewusster Übergabe der Daten

– Bausteine wie zum Beispiel die Erfassung

des Gesundheitsbewusstseins.

Der eBlocker macht alle im geschützten

Netzwerk verwendeten Geräte unkenntlich

– und sorgt so für mehr Fairness im

Netz. Das gefällt.

Als weiteren potenziellen Kaufgrund

nennen viele Teilnehmer das modulare

Konzept des eBlocker. Entscheidet

man sich etwa zunächst für den

Einstieg mit dem eBlocker Base, um primär

die eigene IP-Adresse im Netz zu

tarnen, kann man jederzeit zur „Pro“-

oder gar „Family“-Version inklusive

Jugendschutz funktion aufsteigen – ein

einfaches Freischalten der zusätzlichen

Funktionen ist mit der komfortablen

Benutzeroberfläche jederzeit möglich.

Dabei ist der Preis überraschenderweise

nicht einmal das vorrangige Entscheidungskriterium

für die gebotene

Leistung: Viele Nutzer würden sogar

gern einen höheren Anschaffungspreis

in Kauf nehmen, um auf zusätzliche

Abonnementgebühren etwa für die

Aktualisierung der Tracker- und Jugendschutz-Datenbanken

zu verzichten.

Der eBlocker überzeugt eben durchweg.

Kein Wunder, dass alle Teilnehmer

des Mac-Life-Lesertests angeben, die

smarte Privacy-Lösung auch nach der

Probezeit weiter nutzen zu wollen.

Drei Varianten

Der eBlocker Base ist die preiswerte

Plug-and-Play-Lösung zum

Schutz der Privatsphäre. Nach dem

simplen Anschluss per Kabel am

Router erlaubt er die anonymisierte

Internetnutzung auf allen verbundenen

Geräten und Browsern. Der

Preis für den smarten Einstieg in den

Datenschutz: 99 Euro inklusive aller

Betriebssystem-Updates auf Lebenszeit.

Der eBlocker Base lässt sich

jederzeit auf die „Pro“- und „Family“-

Angebote upgraden.

Der eBlocker Pro komplettiert die

anonymisierte Internetnutzung

um einen individuellen Werbefilter,

trickst datensammelnde Tracker

aus und schützt vor Malware – sogar

von unterwegs. Der Preis für den

smarten Datenschutz-Würfel beträgt

199 Euro.

Der eBlocker Family erweitert die

Funktionen des eBlocker Pro um

eine Mehrbenutzer-Unterstützung

mit Jugend schutz- Funktionen. Die

Jüngsten sind so vor gefährdenden

Inhalten sicher und profitieren von

individuellen, altersabhängigen Surfzeiten.

Eine Lizenz für ein Jahr und

für eine unbegrenzte Anzahl an Teilnehmern

kostet 249 Euro, das Komplettpaket

mit lebenslangen Updates

aller Jugendschutz-Datenbanken

kommt auf 349 Euro.

www.eBlocker.com

MAI 2018 | MAC LIFE


064

PRODUKTE & TESTS

Hardware-Kurztests

Empfehlung

Everki Atlas

06/2018

Caldigit AV Pro 2

Thunderbolt-Dock | Mit der AV Pro 2 will Caldigit

die Funktion von externer Festplatte, USB-Hub und

Ladegerät in nur einem Gerät vereinen.

Was auf den ersten Blick hin

lediglich wie eine externe

Festplatte aussieht, ist viel

mehr als das – genau deshalb

bezeichnet Hersteller Caldigit

die AV Pro 2 auch als „Storage

Hub“, statt nur als „Datengrab“.

Das aus solidem Aluminum gefertigte

Gerät beweist sich in der Praxis

als wahrer Triathlet: Es wartet

von Haus nicht nur mit mindestens

1 TB an auswechselbarem

Festplatten- oder SSD-Speicher

auf, sondern bietet darüber hinaus

auch die Funktionalität eines

USB-3.0-Hubs und eines Notebook-

Netzteils. Letzteres vollbringt der

zwei Kilogramm schwere Silberling

dank USB-C: Durch nur eine

Strippe fließen hier sowohl Daten

als auch Strom.

Die Leistung der in unserem

Testgerät verbauten 3-TB-Festplatte

entspricht den Herstellerangaben.

Auch die zwei USB-3.0-Typ-

A-Buchsen am Gerät funktionieren

wie versprochen. Hier lassen sich

weitere Speichergeräte oder anderes

anschließen. Die Ladefunktion

bringt mit 30 Watt genug Leistung,

um ein via USB-C angeschlossenes

12-Zoll-MacBook adäquat mit

(Lade-)Strom zu versorgen. In

einem Office-Setup kann die AV

Pro 2 so tatsächlich ein Dock ersetzen.

sm

Wertung

Hersteller: Caldigit

Preis: ab 220 Euro

Web: www.caldigit.com

vereint drei Geräte

in einem, Speicher in

Wechselrahmen

Wechsel rahmen

nicht einzeln

erhältlich

NOTE

2,0

Fazit: Ideale Speicher-,

Hub- und Ladelösung

für MacBook-Anwender.

Everki Atlas

Rucksack: 30 Jahre Garantie

gewährt Everki – das spricht für

Vertrauen in die eigenen Produkte.

Tatsächlich überzeugen auch die

Atlas-Modelle durch ihre hochwertige

Verarbeitung und die clevere

Aufteilung. MacBook und iPad verschwinden

in sich gegenüberliegenden

Fächern, wobei ein Aufklappen

im 180-Grad-Winkel beide

Geräte beim Check-in am Flughafen

präsentiert. Aber auch Magazine,

Zeitungen und Visitenkarten

finden Ihren knickfreien Platz.

Praktisch: Eine Lasche platziert

den Rucksack als „Beifahrer“ sicher

über dem Griff eines Trolleys. tr

Dobot Rigiet

Gimbal: Ein Gimbal stabilisiert

Foto- und vor allem Videoaufnahmen.

Mit dem Rigiet bereichert

Dobot die Qual der Wahl um eine

weitere Option. Mit einer Crowdfunding-Kampagne

finanziert,

muss sich der Neuling in Bezug

auf Funktion und Qualität nicht vor

den Mitbewerbern zu verstecken.

Das Tracking eines Objekts und ein

Zeitraffer-Modus etwa sind große

Hilfen beim Erstellen professioneller

anmutender iPhone-Videos.

Rigiet ist zu allen aktuellen iPhone-

Modellen, auch den schwereren

Plus-Varianten, kompatibel und

dient zugleich als Powerban. sm

Wertung

Hersteller: Everki

Preis: ab 150 Euro

Web: www.everki.com

clevere Aufteilung,

„Checkpointfriendly“,

hoher

Tragekomfort

kein dediziertes

iPhone-Fach

NOTE

Wertung

Hersteller: Dobot

Preis: 300 Euro

Web: www.dobot.cc

Stabilisierung, manuelle

Ausrichtung,

Powerbank-Funktion

kein Micro-USB-auf-

Lightning-Kabel

NOTE

1,3

Fazit: sehr stabiler und

durchdachter Begleiter

für Geschäftsreisen..

2,0

Fazit: hochwertiges

Gimbal mit tollen Funktionen

und Extras.

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


065

RHA MA750 Wireless

In-Ears: Der erste Bluetooth-Kopfhörer

aus dem schottischen Hause

RHA beeindruckt zunächst durch

seine durchgehend hohe Verarbeitungsqualität.

Die spritzwassergeschützten

Hörer und die sichere

Drei-Tasten-Bedienung sind aus

Edelstahl, der Nackenbügel vorgeformt,

die Kabel zur Stabilität

ummantelt. Die 12 Stunden Akkulaufzeit

lassen die Aufladung zur

Seltenheit werden. Andererseits

weiß der eher höhenbetonte Klang

nicht gänzlich zu gefallen: Bewusst

neutral gehalten, liefert der MA750

etwas zu wenig Druck bei basslastigen

Stücken. tr

Inline-5-fach-USB-

Steckdosenleiste

Steckdosenleiste: Geld zumindest

in wichtige Steckdosenleiste

zu investieren, zahlt sich aus. Ein

Beispiel ist die 5-fach-Leiste von

Inline: Hervorragend verarbeitet,

bietet sie einen Überspannungsschutz

und lässt sich durch einen

Funktionsstecker einschalten,

wobei eine LED den Betrieb bestätigt.

Hinzu kommen drei USB-Ausgänge

zum netzteilfreien Aufladen.

Beim Haupt-Feature gehen Apple-

Nutzer leer aus: Aufgrund fehlendem

Qualcomm-Chip lässt sich das

iPhone nicht per Quick-Charge-

3-Schnellladung „betanken“.

Wertung

Hersteller: RHA

Preis: 150 Euro

Web: rha-audio.com

AAC- Übertragung,

hervorragend

verarbeitet

neutraler Klang ohne

echte Highlights

NOTE

Wertung

Hersteller: Inline

Preis: 27 Euro

Web: inline-info.com

Überspannungsschutz,

USB-A-Ports

kein USB-Power-Delivery

für iPhone

NOTE

2,7

Fazit: Unbedingt vorab

anhören, ob die Musikwiedergabe

befriedigt.

1,5

Fazit: Dass Apple kein

QC 3 kann, ist kaum

Inline anzukreiden.

Fossil Q Control

Smartwatch | Nicht zuletzt aufgrund ihrer Sportfunktionen

ist die Apple Watch so erfolgreich. Mit

der Q Control geht ein Konkurrent ins Rennen.

Aus Android Wear wird Wear

OS – von Googles Bekenntnis

zur Weiterentwicklung seines

Smartwatch-Betriebssystems

profitiert auch der Uhrenhersteller

Fossil, der etwa in der Q Control

auf die watchOS-Alternative setzt.

Wear OS verzahnt sich mittlerweile

auch recht stabil mit dem iPhone,

kann aber aufgrund Apples Restriktionen

nicht auf dessen System-

Apps zugreifen. Für die Darstellung

etwa von Mitteilungen reicht

es aber trotzdem, dank des mitgelieferten

Play Store lassen sich

zudem Apps direkt installieren.

Mit an Bord ist ein Herzfrequenzmesser,

der zusammen mit

der bewusst schlichten Gestaltung

der Herren-Smartuhr Sportler

ansprechen will. Der Pulsmesser

schneidet bei regelmäßiger

Nutzung jedoch in die Akkulaufzeit:

Ein längerer Besuch im Fitnessstudio

lässt die eh schon nicht

berauschende Maximallaufzeit von

einem Tag zur bloßen Theorie verblassen.

Leider verzichtet Fossil

auf ein GPS-Modul. Dafür dürfen

sich Schwimmer und Triathleten

von der Q Control angesprochen

fühlen: Die Wasserdichtigkeit

beträgt 5 ATM. Erfreulich unkompliziert

zeigt sich Fossil auch beim

Armband: Jedes 20-Millimeter-

Band darf genutzt werden. tr

Wertung

Hersteller: Fossil

Preis: 300 Euro

Web: www.fossil.de

gutes Display, Herzfrequenzmessung,

wasserdicht

kein GPS, schwacher

Akku

NOTE

3,1

Fazit: Gute Smartwatch

für aktive Menschen, die

einen besseren Akku

verdient hätte.

MAI 2018 | MAC LIFE


066

PRODUKTE & TESTS

Kamera-Duell

iPhone X vs.

Sony RX100V

Lohnt es sich, als stolzer Besitzer eines iPhone X

zusätzlich Hunderte an Euro in eine hochwertige

Kompaktkamera zu investieren? Wir haben das

Luxus-Smartphone gegen Sonys aktuelles Kompaktkamera-Spitzenmodell

antreten lassen.

TEXT: STEFAN MOLZ

Die beste Kamera ist die, die

man dabei hat. Das dürfte

in jeder Auflistung abgedroschener

Fotografen-Weisheiten

ganz weit oben stehen. Doch

so ganz verkehrt sind diese Worte

nicht. Das weiß auch Apple und

stellte etwa im Hamburger Hauptbahnhof

mit dem iPhone geschossene

Aufnahmen aus – beeindruckende

Bilder, überlebensgroß

auf riesige Stoffbahnen gedruckt.

Dabei wird einmal mehr klar: Ein

gekonnt in Szene gesetztes Motiv

ist wichtiger als die verwendete

Technik. Mit einer Smartphone-

Kamera als kleinstem gemeinsamen

Nenner in Sachen Bildqualität

sollte man daher gut für die

sich bietenden Foto-Momente des

Alltags gerüstet sein.

Oder doch nicht? Wir haben

uns drei Monate lang zusätzlich

zum iPhone X eine RX100V

von Sony in die Hosentasche

gesteckt.

Die RX100V

bietet ein optisches

Zoomobjektiv

mit

einem Brennweitenbereich

von 24 bis 70

Millimetern,

das iPhone X

hingegen stellt

zwei Festbrennweiten

im Bereich um

28 und 56 Millimetern

bereit.

Mehr Glas, mehr Bild,

mehr Sensor

Die kompakte Sony punktet vor

allem dort, wo es seitens Optik

und Sensor-Technik eben doch

auf die Größe ankommt. Ein echtes

Zoomobjektiv ist beim iPhone

ebenso undenkbar wie deutlich

größere Bildsensoren, auf denen

sich – wie im Fall der RX100V –

weitere Technik befindet; etwa

zusätzlicher und besonders

schnell auszulesender Speicher

für pfeilschnelle Serienaufnahmen.

Heißt: Die mit der RX100V

aufgenommenen Fotos sind von

beeindruckender Schärfe und

bewahren mehr Bildinformation

im Detail.

Kein Wunder, löst die dedizierte

Kamera doch mit 20 Megapixeln

nochmals deutlich höher

auf als das iPhone X mit seinen

12 Megapixeln. Der Sensor in der

Kompaktkamera ist zudem größer

und fängt in Kombination mit

der lichtstarken Optik des Zeiss-

Objektivs schlicht mehr Licht ein.

So lassen sich mit dem iPhone

X in schlechten Lichtsituationen

zwar beeindruckende Fotos

schießen, die RX100V aber legt

qualitativ nochmals eine Schippe

drauf, indem sie im Ergebnis etwa

durch weniger Rauschen mehr

Details bewahrt.

Der Punkt für die Bildqualität

geht klar an die Kompaktkamera.

Bildqualität: RX100V

Zwischenstand: 0:1

Das Motiv im Blick

Fotografieren zu lernen bedeutet,

einen Blick für das Bild als

Gesamtwerk zu entwickeln. Das

unterscheidet auch das gemeine

„Knipsen“ vom Fotografieren als

Hobby oder gar Beruf. Bei der

Bildkomposition sind Sucher und

Bildschirm der Kamera unerläss-

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


067

lich – ein Blick durch sie zeigt, wie

der gewählte Bildausschnitt wirkt.

Der elektronische Sucher der

RX100V, der sich auf Knopfdruck

ausfahren lässt, ist dabei als

Alleinstellungsmerkmal gegenüber

dem iPhone besonders hervorzuheben.

Er ermöglicht es,

auch im prallen Sonnenschein die

perfekte Bildkomposition zu finden

– in solchen Situationen versagt

sowohl der Bildschirm des

iPhone X als auch das Display der

RX100V: Man sieht einfach nicht

genug. Darüber hinaus blendet

der elektronische Sucher in die

Live-Vorschau des Bildes viele

praktische Zusatzinformationen

ein, die vor allem in den halbautomatischen

Modi und bei manueller

Bedienung von Nutzen sind.

Der Bildschirm der RX100V lässt

sich zudem über einen weiten

Bereich neigen, womit auch Aufnahmen

aus ungewöhnlichen

Perspektiven bei weitreichender

Kontrolle über die Bildkomposition

möglich sind.

Einen Sucher hat das iPhone

nicht zu bieten, auch das Display

lässt sich nicht unabhängig von

der Optik neigen. Dafür aber ist

der Bildschirm als Touchscreen

ausgeführt. Mit diesem lässt sich

nicht nur der Fokus per Fingerzeig

festlegen, sondern auch

schnell und unkompliziert in Foto-

Apps navigieren, etwa um Einstellungen

zu ändern. Hier fühlt sich

die Sony-Kamera mit ihren ausufernden

Menüs, die ganz klassisch

mithilfe von Tasteneingaben

navigiert werden, reichlich

zäh an.

In diesem Punkt daher ein

Unentschieden: Beide Geräte

haben Stärken aber auch

Schwächen.

Display & Sucher: beide

Zwischenstand: 1:2

Der Autopilot fürs

Fotografieren

Beide Geräte bieten narrensichere

Automatik-Modi, mit denen

sich nahezu jedes Motiv in den

meisten aller Fälle auf Knopfdruck

und ganz ohne Überlegen

festhalten lässt: draufhalten,

abdrücken, fertig! Richtig

spannend wird es aber erst dann,

Ist die Kamera

ausgeschaltet

und das

Objektiv eingefahren,

passt

die RX100V in

die Hosentasche

– gerade

so, das iPhone

ist wesentlich

dünner

wenn man die RX100V halbautomatisch,

etwa im Blendenpriorität-Modus,

oder komplett manuell

gesteuert nutzt – ähnliches

funktioniert auf dem iPhone nur

im Ansatz und auch dann nur mithilfe

von Apps wie etwa Procamera.

So ist es – wenig verwunderlich

– die Kompaktkamera, die

konzeptionell bereits beim Fotografieren

an sich ein Mehr an kreativen

Möglichkeiten gewährt.

Allerdings muss man dann auch

wissen, was man da eigentlich tut:

Ob der Vielzahl an Möglichkeiten

kann man als Laie so nämlich

auch unwiederbringliche Fotomomente

verpassen.

Dennoch geht der Punkt an

Sony: Die RX100V bietet fotografisch

schlicht mehr Möglichkeiten

als jedes iPhone.

Flexibilität als Kamera: RX100V

Zwischenstand: 1:3

Apps für alle!

Auch Kameras verstehen sich

inzwischen auf Apps. Das Drumherum

aus Kauf, Installation und

auch Nutzung ist Sony jedoch

arg sperrig geraten. Interessant

sind die nahezu ausnahmslos

kostenpflichtigen Anwendungen

aber trotzdem, lösen einige

doch Aufgaben, für die man als

Hobbyfotograf ansonsten einiges

an Gehirnschmalz zu investieren

hätte – etwa die Aufnahme

des Sternenhimmels in Form radialer

Sternspuren. Generell unterstützen

die sogenannten Playmemories-Apps

den Fotografen

dabei eher bei aufnahmeseitigen

Aufgaben und Problemstellungen,

etwa beim Zeitraffer und bei

Mehrfachbelichtungen.

Auf dem iPhone hingegen

liegt der Fokus der vielen Apps

im Fotografie-Bereich vor allem

auf der Nachbearbeitung. So

hat jede Plattform ihre Stärken –

und sowohl die RX100V als auch

das iPhone X verdienen sich hier

jeweils einen Punkt.

Bildbearbeitung: beide

Zwischenstand: 2:4

Teilen macht Freude

Dass das iPhone ein „immer und

überall dabei“-Computer mit

Internetzugang ist, macht das

Apple-Smartphone zur populärsten

Kamera unserer Zeit: Fotos

lassen sich in Sekundenschnelle

mit Freunden oder gar der ganzen

Welt teilen. Die Sony-Kamera

hingegen kann sich zwar in ein

WLAN einklinken, Bilder dort

aber nur an ein Smartphone oder

einen Computer weiterreichen.

Ein direktes Teilen, etwa auf Facebook,

ist nicht möglich.

Hier geht der Punkt klar an das

iPhone – nicht zuletzt auch deshalb,

weil der große Touchscreen

das iPhone in ein digitales Bilderalbum

für unterwegs verwandelt.

Konnektivität: iPhone X

Zwischenstand: 3:4

Nur für große Hosentaschen

geeignet

Wie kompakt ist eine Kompaktkamera?

Mit der viel zitierten

„Hosentaschentauglichkeit“ ist

es bei der RX100V nicht sonderlich

weit her. Die Sony-Kamera ist

zwar weniger breit und hoch als

das iPhone X, dafür aber mehr

als viermal so dick und fast doppelt

so schwer. Dieser Punkt geht

klar an das iPhone X, denn die

RX100V beult selbst die größte

Hosentasche ordentlich aus.

Maße & Gewicht: iPhone X

Endstand: 4:4

MAI 2018 | MAC LIFE


068

PRODUKTE & TESTS

Kamera-Duell

Und der

Gewinner ist …

Das Fazit nach drei Monaten mit einer Edelkompakten?

Nach Punkten und auch aus unseren

Erfahrungen in der Praxis heraus lässt sich

kein klarer Sieger küren. In seiner Funktion als

Kamera ist das Apple-Smartphone unschlagbar

kompakt, leicht und eben deshalb immer und

überall dabei. Die Fotos sind dabei auf den ersten

Blick meist zu mit Kompaktkameras aufgenommenen

Bildern von vergleichbar guter Qualität.

Dennoch: Die Aufnahmen einer RX100V

beweisen im Detail dann eben doch, dass eine

gute Kompaktkamera ihre Daseinsberechtigung

hat. Dabei sind es nicht nur die in Feinheiten

bessere Bildqualität und die flexible Zoomoptik,

sondern vor allem die Möglichkeiten durch

die eigenhändige Steuerung von Aufnahmeparametern,

die direkten Einfluss auf das Endergebnis

nehmen. Heißt: Wer das Fotografieren von

Grund auf erlernen will, ist mit einer ausgewachsenen

Kamera besser bedient.

Dann aber stellt sich die Frage, ob man mit

einer Systemkamera oder gar einer digitalen

Spiegelreflex nicht doch besser fährt: Größere

Sensoren und Wechselobjektive eröffnen Möglichkeiten,

die weit über das hinausgehen, was

eine Kompaktkamera zu leisten vermag.

Für wen die Fotografie aber nicht mindestens

auch das Potenzial zum (teuren) Hobby hat, findet

im iPhone sein Glück – und beweist damit

einmal mehr: Die beste Kamera ist die, die man

dabei hat.

Stefan Molz

„Es ist nur

eine Frage

der Zeit, bis

Smartphones

bessere

Fotos als

Kompaktkameras

schießen –

noch ist es

aber nicht

so weit.“

Technische Daten

Apple iPhone X

Sony RX100V

Auflösung 12 Megapixel 20,1 Megapixel

Sensorgröße nicht bekannt 1 Zoll

Objektiv 24 – 70 mm 28 und 56 mm

Blende F1,8 bis F2,8 F1,8 und F2,4

Bildstabilisierung

(optisch)

Serienbildfunktion

Panoramafunktion

Manuelle

Einstellungen

ja

ja, circa 10 fps

ja

nur mit Apps

Motivprogramme ja, 1 („Porträt“) ja, 13

ja

ja, circa 24 fps

Blitz integriert integriert

Video bis zu 4K bei 60 fps bis zu 4K bei 25 fps

Display

5,8 Zoll,

2.740.500 Pixel

Touchscreen ja nein

Display

verstellbar

nein

Sucher nein ja

ja

ja

3 Zoll,

1.228.800 Pixel

Apps App Store Playmemories-Store

Geotagging ja nein

Wechselakku nein ja

Wechselbarer

Speicher

nein

ja

ja, diverse

Gewicht 174 g circa 299 g*

Abmessungen 143,6 x 70,9 x 7,7 mm 101,6 x 58,1 x 41,0 mm

Preis ab 1.150 Euro ab 1.200 Euro

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


VOLLVERSION

MacX Video Converter Pro

069

Gratis für Sie:

MacX Video

Converter Pro

Wert:

60

Euro

Mit diesem Programm sind Videos im falschen

Dateiformat kein Problem mehr

Der All-in-One Video Converter für den Mac bietet

die Möglichkeit zum Herunterladen, Umwandeln,

Bearbeiten und Aufnehmen von Videos. Über 320

Video- und über 50 Audiocodecs werden unterstützt,

damit Sie Videos zum Beispiel in iTunes und

QuickTime genießen, mit Final Cut Pro und iMovie

bearbeiten, auf Youtube und Facebook teilen oder

auf dem iPhone und iPad abspielen können. Und

das alles schnell und ohne Qualitätsverlust.

Laden Sie die

Software mit

Code ML759

direkt unter

maclife.de/

vollversion

Workshop: Schritte zur Installation

1

Nachdem

Sie auf unserer Vollversions-Webseite

mit dem CD-

Code Zugang erhalten haben, tragen

Sie Ihre E-Mailadresse ein, um

den Downloadlink zugeschickt zu

bekommen.

2

Laden

Sie über den Link das Programm

herunter und öffnen Sie

bitte den entsprechenden Ordner.

In ihm befindet sich sowohl

der Lizenzschlüssel, als auch das

eigentliche Programm.

3

Klicken

Sie doppelt auf „macxvideo-converter-pro.dmg“.

Ziehen

Sie anschließend das Programm-

Symbol wie angegeben in den Programme-Ordner,

um die App so zu

installieren.

4

Nun

befindet sich der MacX

Video Converter Pro in Ihrem Programme-Ordner.

Sobald Sie die

App starten, wird der Lizenzschlüssel

und Ihre E-Mail-Adresse

abgefragt.

5

Tragen

Sie beides in die entsprechenden

Felder ein und bestätigen

die Daten über die Schaltfläche

„Aktivieren“. Zu Erinnerung:

Der Lizenzschlüssel befindet sich

im heruntergeladenen Ordner.

6

Das

Programm steht Ihnen nun als

Vollversion zur Verfügung. Denken

Sie bitte daran, die Schritte bis zum

31.05.2018 durchzuführen, danach

kann die Registrierung nicht mehr

abgeschlossen werden.

MAI 2018 | MAC LIFE


Foto: Dayone

Digitale Erinnerungshelfer

Wer ein Tagebuch schreibt, möchte sich später an Ereignisse in seiner Vergangenheit erinnern

können. Wir stellen Ihnen fünf Apps vor, die diese Aufgabe übernehmen. TEXT: RAINER WOLFF

Das Herausfordernde an der

Führung eines Tagebuchs

ist es, sich jeden Tag aufs

Neue dazu zu überwinden,

überhaupt das Tagebuch zu führen.

Doch das ist nicht alles. Tagebücher

sind im End effekt große

Schubladen, in die man alle Dinge

hineinlegt, die man in irgendeiner

Form aufbewahren möchte.

Das sind nicht nur Fakten, Texte

und Bilder, sondern vielfach auch

Stimmungen, Eindrücke und

Gefühle.

Tagebücher haben aber

auch häufig eine geschichtliche

Bedeutung. Denken Sie nur

an das bekannte Tagebuch der

Anne Frank, das als historisches

Dokument aus der Zeit des Holocaust

und Symbol gegen die

Unmenschlichkeit des Völkermordes

in der Zeit des Nationalsozialismus

gilt.

Digital Diaries

Auch wenn Tagebücher aus

Papier nach wie vor eine aktive

Nutzerschar haben, lässt sich

der Trend hin zu elektronischen

Tagebüchern nicht aufhalten. Sie

haben den Vorteil, dass sie keiner

zufällig findet, um unerlaubt

darin zu lesen – vorausgesetzt,

Smartphone oder Tablet gehen

nicht verloren. Die Apps sind mit

einem Passwort versehen und die

Daten werden nicht ausschließlich

lokal abgelegt. Ein weiterer

Vorteil eines elektronischen Tagebuchs

ist das schnelle Auffinden

von Ereignissen mithilfe der Eingabe

von entsprechenden Suchkriterien,

während das Papier-

Pendant viel Geduld und Zeit

beim Suchen erfordert.

Elektronische Tagebücher

haben aber auch einige Schattenseiten,

derer Sie sich bewusst

Geheimnisträger

Für viele ist das

Tagebuch der

engste Vertraute,

der ein Geheimnis

für sich

behält. Dabei

macht es keinen

Unterschied,

ob Sie es analog

oder in digitaler

Form führen.

sein sollten. Da die Datensynchronisation

zwischen verschiedenen

Endgeräten in der Regel mithilfe

eines Cloud-Anbieters wie

zum Beispiel iCloud oder Dropbox

erfolgt, verlieren Sie die vollumfängliche

Hoheit über Ihre persönlichen

Daten. Insofern sollte

es immer möglich sein, die Daten

lediglich lokal zu sichern.

Darüber hinaus zeichnet sich

das Zeitalter der Digitalisierung

durch seine Schnelllebigkeit aus.

Kaum jemand kann heute realistisch

in die Zukunft schauen, ob

die Anbieter von Tagebuch-Apps

in einigen Jahren noch auf dem

Markt sind. Schlimmstenfalls sind

dann alle Ihre Daten verloren.

Von daher sollten die Apps solide

Export- und Import-Möglichkeiten

bieten, die so einen Import in

eine neue App ermöglichen, falls

dies nötig werden sollte.

MAC LIFE | MAI 2018

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PRODUKTE & TESTS

Tagebuch-Apps

071

Day One: König der Tagebücher

Gut, aber teuer. Das ist der erste spontane Eindruck,

wenn man sich zum ersten Mal mit Day

One auseinandersetzt. Teuer deswegen, weil

Day One die eigentlich interessanten Funktionen

nur in einem kostenpflichtigen Abonnement

bereitstellt, das per In-App-Kauf abgeschlossen

wird. Dafür erhalten Sie Funktionen wie zum Beispiel

eine unbegrenzte Anzahl an Journalen, eine

unbegrenzte Anzahl an Einträgen, die Möglichkeit

zum Hinzufügen von bis zu dreißig Fotos

pro Eintrag oder die Synchronisation zwischen

allen Apps auf den verschiedenen Plattformen.

Wenn Ihnen die kostenlose Grundversion ausreicht,

sind die Funktionalitäten unter anderem

auf die Führung von nur einem Journal sowie

einem Foto pro Eintrag und lediglich auf ein lokales

Backup beschränkt.

Gut hingegen, weil Day One eine ansehnliche

und aufgeräumte Benutzeroberfläche bietet, die

eine schnelle Eingewöhnung ermöglicht. Das Verfassen

von neuen Texten oder das Einbinden von

Fotos erfolgt wunderbar unkompliziert. Day One

gruppiert diese dann automatisch in das Tagebuch

ein. Das Hinzufügen neuer Einträge ist auch

mit der Apple Watch möglich – entweder mit voreingestellten

Kommandos wie „Frühstück“ oder

„Arbeit“ oder alternativ per Sprachaufnahme.

Was ebenso gut funktioniert, ist das Auslesen

von GPS-Daten aus Fotos, um dem Eintrag nicht

nur einen Kartenausschnitt beizufügen, sondern

auch das Wetter zum Zeitpunkt an diesem

Ort festzuhalten. Damit Einträge später schneller

auffindbar sind, können Sie Stichworte hinzufügen.

Jeder Beitrag, dem ein Ort zugeordnet

wurde, wird zudem auf der Weltkarte angezeigt.

Wenn Sie diese auf einen bestimmten Ausschnitt

beschränken, zeigt Ihnen die App alle sichtbaren

Einträge in der näheren Umgebung an.

Inzwischen ermöglicht Day One die Integration

von System- oder Webdiensten wie Spotify

oder Strava mithilfe seiner IFTTT-Unterstützung

und das direkte Einbinden von sozialen

Medien wie Instagram, Twitter, Facebook oder

Foursquare.

Die Möglichkeiten zum Export von Tagebüchern

sind gut, aber nicht unbedingt spektakulär.

So unterstützt Day One das PDF-, Text-, JSONoder

HTML-Format, aber kein DOCX-Format

als Basis zur Weiterverarbeitung in Word. Die

Importmöglichkeiten überzeugen dagegen nicht,

weil eine Datenübernahme aus anderen Tagebuch-Apps

während des Tests nicht gelang.

Day One ermöglicht es, täglich einen Schnappschuss

von der Tagebuchdatenbank in iCloud

abzulegen. Damit lässt sich im Notfall zumindest

ein Tagebuch mit dem Datenstand des Schnappschusses

wiederherstellen. Ein dickes Manko ist,

dass Day One die Synchronisation zwischen iOS-,

macOS- und Android-App ausschließlich über die

hauseigene Cloud anbietet.

Wertung

Entwickler: Bloom Built

Preis: kostenlos, In-App-

Käufe ab 3 Euro

Web: dayoneapp.com

Bedienung (30 %): 1,5

Leistung (40 %): 1,8

Dokumentation (30 %): 2,4

NOTE

1,9

Fazit: Day One ist der

Klassenprimus unter

den Tagebüchern mit

einem überzeugenden

Funktionsumfang, den

Sie allerdings nur nach

Abschluss eines kostenpflichtigen

Abonnements

erhalten.

Day One lässt

Sie sogar mit der

Apple Watch Tagebucheinträge

hinzufügen.

MAI 2018 | MAC LIFE


072

PRODUKTE & TESTS

Tagebuch-Apps

Diaro:

Tagebuch mit Sprachtalent

Journey:

Plattformvielfalt

Das digitale Tagebuch Diaro

ist eine Multiplattform-App für

iPhone, iPad und Android-Geräte.

Eine macOS-App ist nicht verfügbar,

jedoch wird der Zugang zum

Tagebuch mit einem Webbrowser

ermöglicht. Die iOS-Basisversion

ist kostenlos, nervt jedoch durch

die eingeblendete Werbung. Diese

können Sie durch einen einmaligen

In-App-Kauf unterdrücken, mit

dem Sie ferner die geräteübergreifende

Synchronisation über die

Dropbox freischalten. Die Dropbox

wird zudem als Speichermedium

für Sicherheitskopien verwendet,

die Sie alternativ auch nur lokal

ablegen können. Die App kann

unter anderem Daten aus Day One,

Evernote oder Journey einlesen.

Diaro ist intuitiv bedienbar,

fällt aber durch eine überfrachtete

Benutzeroberfläche auf, was

sich insbesondere auf dem iPhone

negativ bemerkbar macht. Alle

wesentlichen Funktionen für ein

Tagebuch wie Sortierung, Schlagwortzuordnung

oder Suche sind

jedoch vorhanden. Die Einträge

werden nach Datum sortiert, lassen

sich aber auch mithilfe von

Ordnern gruppieren. Einzelne Einträge

und Bilder können Sie per

E-Mail oder mithilfe anderer Apps

teilen.

Die Synchronisation zwischen

den verschiedenen Endgeräten

klappt nur mäßig, so bleiben zum

Beispiel auf dem iPhone anderweitig

gelöschte Einträge stehen, auf

dem iPad werden hingegen teilweise

keine Bilder bei der Synchronisation

übernommen.

Wertung

Entwickler: Pixel Crater

Preis: kostenlos, In-App-

Käufe ab 5,50 Euro

Web: diaroapp.com

Bedienung (30 %): 2,6

Leistung (40 %): 3,4

Dokumentation (30 %): 3,6

NOTE

3,2

Fazit: Diaro zeichnet

sich durch die Unterstützung

von über 30

Sprachen aus, kann aber

durch die fehlerbehaftete

Synchronisationsfunktion

nicht vollumfänglich

überzeugen.

Journey ist ein Tausendsassa, was

die Unterstützung verschiedener

Plattformen angeht. Die App

ist sowohl für Mac und iPhone

beziehungsweise iPad als auch

für Windows-PCs und Android-

Geräte erhältlich. Darüber hinaus

steht auch eine App für Googles

Chrome-Browser zur Verfügung.

Alles in allem eine überzeugende

Vielfalt, wofür der Entwickler

dem Tagebuchschreibenden

jedoch gehörig in den Geldbeutel

greift. Die Lizenzen müssen pro

Plattform einzeln erworben werden,

zudem ist eine Synchronisation

per Google-Drive-Onlinespeicher

nur mit einem Abonnement

möglich. Für iOS gibt es auch

eine kostenlose Basisversion, die

jedoch Funktionen wie das Anhängen

mehrerer Fotos an einen Eintrag,

das Entfernen von Wasserzeichen

oder den Export von

Einträgen als DOCX-Word-Datei

verhindert.

Die Benutzeroberfläche ist

schlicht, aber dennoch ansprechend

gehalten. Einige nette Features

wie die Kalenderübersicht

oder die Visualisierung von Einträgen

auf Google Maps erhöhen den

Spaßfaktor. Die Tagebücher auf

den diversen Endgeräten werden

untereinander per Google Drive

synchronisiert, was in der Praxis

sehr gut funktioniert.

Einen guten Eindruck hinterlassen

die vielfältigen Exportmöglichkeiten

wie Druck- oder

PDF-Ausgabe. Ein Import von Tagebucheinträgen

gelang mit der

Webversion von Diaro.

Wertung

Entwickler: Two App

Studio

Preis: kostenlos, In-App-

Käufe ab 4 Euro

Web: 2appstudio.com

Bedienung (30 %): 2,2

Leistung (40 %): 2,8

Dokumentation (30 %): 3,2

NOTE

2,7

Fazit: Journey ist eine

Tagebuch-App mit

ansprechender Benutzeroberfläche,

die zahlreiche

Plattformen

unterstützt und vielfältige

Exportmöglichkeiten

bietet.

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


073

Macjournal:

Tagebuch für Vielschreiber

Momento:

Sozialer Netzwerker

Macjournal ist eine Tagebuch-Software,

die in jeweils eigenständigen

Versionen für iPhone, iPad und

Mac erhältlich ist. Während die iOS-

Varianten mit jeweils 2,29 Euro

preislich noch recht moderat zu

Buche schlagen, müssen Sie für die

macOS-Version bereits 43,99 Euro

auf den Tisch blättern. Die Investition

ist jedoch erforderlich, wenn

Sie sowohl mobil als auch stationär

Ihre Gedankengänge protokollieren

möchten.

Sofern sich iPhone, iPad oder

Mac im gleichen WLAN-Netzwerk

befinden, können Sie jeweils

nur zwei Endgeräte zur gleichen

Zeit miteinander synchronisieren.

Eine Synchronisation per Dropbox

oder iCloud ließ sich im Gegensatz

zur Produktbeschreibung nicht

einrichten.

Macjournal ist keine multimediale

Tagebuch-App, sondern vielmehr

ein redaktionelles Erfassungssystem

zum einfachen

Kombinieren von Texten mit multimedialen

Inhalten wie PDFs, Filme

oder Bilder.

Sie können Tagebucheinträge in

der Mac-Version zudem mit Audioaufzeichnungen

und gesprochenen

Notizen anreichern. Gleichzeitig

ist Macjournal ein nützliches

Werkzeug zum Veröffentlichen

von Tagebüchern im Internet bei

den typischen Anbietern, was dem

klassischen Blogger entgegenkommen

mag.

Die Benutzeroberflächen der

iOS- und macOS-Versionen wirken

leider antiquiert und damit wenig

ansprechend.

Wertung

Entwickler: Mariner

Software

Preis: 2,30 Euro

Web: marinersoft

ware.com

Bedienung (30 %): 3,6

Leistung (40 %): 3,5

Dokumentation (30 %): 3,0

NOTE

3,4

Fazit: Macjournal eignet

sich für Vielschreiber,

die eher textorientiert

als multimedial

unterwegs sind und

sich von der angestaubten

Benutzeroberfläche

nicht abschrecken

lassen.

Momento ist eine Tagebuch-App,

die sich ausschließlich auf die

Bedienung mit dem iPhone fokussiert

und bisher nicht ans iPad

angepasst wurde. Die Grundfunktionen

sind kostenlos erhältlich, für

Funktionen wie einen Touch-ID-

Schutz oder die erweiterte Feed-

Unterstützung bittet die App per

In-App-Kauf zur Kasse.

Die etwas schlichte Benutzeroberfläche

täuscht darüber hinweg,

dass Momento ein Spezialist

für die Verknüpfung mit sozialen

Netzwerken wie zum Beispiel

Twitter, Facebook oder Flickr ist.

Sobald Sie eine Verknüpfung mit

einem sozialen Netzwerk angelegt

haben, wandern alle Fotos, Texte

und sonstige Daten automatisch in

die Zeitleiste des Tagebuchs. Darüber

hinaus können Sie auch RSS-

Feeds für aktuelle Nachrichten einbinden.

Ferner lassen sich Orte

und Personen mit Schlagworten

und Bewertungen versehen.

Grundsätzlich speichert

Momento alle persönlichen Daten

lokal auf dem iPhone. Backups

können Sie zwischen dem

iPhone und einem Mac mithilfe

der Dateifreigabe von iTunes übertragen

und anderweitig sichern.

Sofern Sie explizit zustimmen, können

die Daten auch in die iCloud

geladen werden. Eine Synchronisation

mit anderen Geräten ist per

iCloud aber nicht möglich, lediglich

das komplette Einspielen eines

Backups wird unterstützt. Die App

lässt sich einfach bedienen, auch

wenn die Benutzeroberfläche nur

in Englisch vorliegt.

Wertung

Entwickler: d3i Ltd.

Preis: kostenlos, In-App-

Käufe ab 1,10 Euro

Web: momentoapp.com

Bedienung (30 %): 2,2

Leistung (40 %): 2,8

Dokumentation (30 %): 3,5

NOTE

2,8

Fazit: Momento gefällt

trotz schlichter Benutzeroberfläche

auf Grund

der vielfältigen Verknüpfung

mit sozialen Netzwerken,

die das Tagebuch

inhaltlich füttern.

MAI 2018 | MAC LIFE


074

PRODUKTE & TESTS

Vimeo

Serie

Soziale Netzwerke

jenseits von Twitter,

Facebook & Co.

Das soziale Netzwerk

für Videos mit Anspruch

Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und Youtube beherrschen das Netz. Daneben gibt es

aber Platz für Alternativen. Vimeo kümmert sich nicht nur um die Videos seiner Nutzer, sondern

will auch filmische Qualität fördern. TEXT: CHRISTIAN STEINER

Die Videoplattform Vimeo stand schon

immer im Schatten von Youtube. Während

die Google-Plattform mittlerweile die zweitbeliebteste

Internetseite der Welt ist, kümmert

sich Vimeo um eine ganz eigene Nische.

Youtube setzt auf Masse, Vimeo setzt auf Klasse.

So zumindest der Anspruch. Statt Heimvideos

und Clips aus TV-Shows geht es bei Video viel

mehr um Kurzfilme, Independent-Produktionen

und Filmfans. Das zeigt sich bereits im Namen:

„Vimeo“ ist ein Anagramm aus „Movie“, also Film.

Der Fokus auf Film und filmische Qualität

zeigt sich auch in einigen Innovationen der Plattform.

Vimeo unterstützte bereits im Oktober

2007 HD-Auflösungen für die hochgeladenen

Videos. Damit war das Netzwerk die erste Videoplattform

der Welt, die diesen Schritt ging. Seit

2014 können Nutzer auch Videos in 4K-Auflösung

herunterladen, seit 2015 auch in dieser Auflösung

streamen. Im März 2017 kamen 360-Grad-

Für wen eignet

sich Vimeo?

Filmfans erfreuen

sich an der hohen filmischen

Qualität auf

Vimeo.

Kurzfilm-Interessierte

finden tausende

Shortfilms auf Vimeo.

Filmschaffende zeigen

Ihre professionellen

Werke.

Live-Streamer

übertragen Events bis

zu 1080p ganz ohne

Werbung.

Geschäftskunden

lieben das Videotool.

Videos bzw. Virtual-Reality-Inhalte hinzu. Zum

Ende des Jahres gab es auch eine Option für

Live-Streaming.

Vimeos Zielgruppe ist klar definiert: Unabhängige

Filmschaffende und Nachwuchs-Regisseure

sind die wichtigsten Nutzer der Plattform.

Mit einem eigenen Filmpreis beziehungsweise

einem eigenen Filmfestival ging Vimeo auf diese

Nutzerschaft zu. Die Vimeo Awards zeichneten

2010 und 2012 unabhängige Filmprojekte aus.

Darüber hinaus kaufte das Unternehmen die

Streaming-Plattform VHX im Jahr 2016. Auf VHX

veröffentlichten auch größere Indie-Stars ihre

eigenen Spielfilme. Zum Beispiel der Hollywood-

Star Zach Braff seinen Film „Wish I Was Here“ für

seine Kickstarter-Unterstützer oder Indie-Darling

Shane Carruth seinen heiß erwarteten Film

„Upstream Color“. Darüber hinaus ist Vimeo als

Kurzfilmplattform sehr beliebt. Viele Nachwuchs-

Filmschaffende laden ihre Presse-Screener oder

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


075

Festival-Einreichungen auf Vimeo hoch und versehen

die Filme mit einem Passwort. Darüber

hinaus gibt es aber eine Vielzahl nützlicher Funktionen

für diese Zielgruppe.

On demand

Sie können Videos on

demand entweder kostenpflichtig

ausleihen,

kaufen oder Serien

abonnieren und alle

aktuellen sowie zukünftigen

Videos während

des Abos streamen. Als

Ersteller können Sie

mit einem Upgrade auf

Vimeo Pro oder Business

eigene Inhalte mit

verkaufen.

Vimeos Funktionen

Im Kern von Vimeo geht es um das Veröffentlichen

von Videos. Mit einem kostenlose Konto

können Sie das auch mit einem Datenvolumen

von 500 MB wöchentlich und 5 GB insgesamt.

Wer mehr Speicherplatz braucht, greift zu den

kostenpflichtigen Paketen. Die Premium-Konten

reichen von 5 Euro monatlich bis hin zu 70

Euro. Dabei gibt es mit jedem Paket weitere nützliche

Funktionen wie mehr Speicherplatz, eigenes

Marken-Branding im Videoplayer oder Live-

Streams für den kommerziellen Nutzen. Wer aber

die ersten filmischen Schritte macht und gelegentliche

Kurzfilme posten möchte, ist mit dem

kostenlosen Konto erstmal gut bedient.

Sie können Ihre Videos als Datei hochladen

oder über Quellen wie Dropbox, Google Drive,

Onedrive oder Box importieren. Besonders praktisch:

Vimeo unterstützt das Creative-Commons-Lizenzwerk.

Mit diesen Rechten erlauben

Sie anderen Nutzern die Weiterverwendung

Ihrer eigenen Werke. Natürlich können Sie auch

selbst Remixe anderer Creative-Commons-Werke

anfertigen.

Wer lieber zuschaut statt selbst zu produzieren,

profitiert ebenfalls vom Vimeo-Konto. Als

Zuschauer stehen Ihnen Funktionen wie eine

Merkliste bereit. Die Navigation funktioniert über

einzelne Kanäle oder Kategorien, die jeweils

Videos nach Themen und Schlagworten sortieren.

Das können Genres wie Comedy- oder Animationsfilme

sein. Oder auch Labels wie „Frauen

im Filmgeschäft“. Wie bei anderen Netzwerken

können Sie auch bei Vimeo anderen Nutzern

folgen, Nachrichten schreiben oder Videos

kommentieren.

Für Zuschauer

Sie können Vimeo nicht nur als Anbieter, sondern

auch als Zuschauer nutzen. Im On-Demand-

Bereich finden Sie eine Vielzahl von Inhalten.

Spielfilme, Kurzfilme oder auch ganze TV-Serien.

Independent-Produktionen wie „World of Tomorrow“,

der Oscar-nominierte Kurzfilm, reihen sich

neben TV-Blockbustern wie „Mad Men“, „Orange

Is The New Black“ oder „Sherlock“. Diese Inhalte

können Sie wie bei anderen Plattformen kaufen

oder ausleihen. Anders als bei iTunes oder

Amazon schwanken die Preise aber zwischen

den Inhalten. Manche Episoden kosten weniger

als einen Euro, manche großen Produktionen

sind nur als komplette Staffel für mehr

Workshop: So posten Sie ein Video bei Vimeo

1

Nachdem

Sie ein kostenloses

Konto registriert haben, können

Sie mit dem Upload eigener Videos

beginnen. Klicken Sie dazu auf den

großen „Hochladen“-Knopf rechts

oben in der Navigation. Pro Woche

können Sie 500 MB kostenlos

hochladen.

2

Anschließend

wählen Sie Ihre

Video-Datei für den Upload aus. Sie

können neben Titel und Beschreibung

auch Ihr Publikum festlegen,

die Sprache Ihres Videos auswählen

und Ihr Video als nicht jugendfrei

markieren.

3

Nach

dem Upload können Sie weitere

Einstellungen vornehmen. Sie

können das Video einer Kategorie

zuordnen oder mit einer Creative-

Commons-Lizenz für andere Nutzer

freigeben. Hier vergeben Sie

auch ein eigenes Vorschaubild für

Ihr Video.

MAI 2018 | MAC LIFE


076

PRODUKTE & TESTS

Vimeo

als 20 Euro zu kaufen. Den Einkauf tätigen Sie

mit einem Paypal-Konto oder Ihrer Kreditkarte.

Schön: Manche Einkäufe von Indie-Studios erhalten

Sie als DRM-freien Download. Damit können

Sie die Datei verwalten und nutzen wie Sie möchten.

Leider ist aber auch hier das Angebot höchst

unterschiedlich zwischen den verschiedenen

Anbietern.

Unter dem Label „Vimeo Originals“ sammelt

die Plattform ein Dutzend exklusiver Inhalte. Das

Angebot konzentriert sich auf Comedy-Shows

und Web-Serien. Auch hier variieren die Preise

und das Angebot ist komplett in englischer

Sprache.

Vimeo setzt auf Qualität

statt Quantität

und das ganz ohne

Werbung.

Vimeo-Apps

Ein Video-Dienst wie Vimeo gehört natürlich auf

den Fernseher. Mit eigenen Apps für Apple TV

(sowohl die älteren Modelle der 3. Generation

als auch die 4. Generation und das 4K-Modell)

nutzen Sie den Dienst auf dem heimischen TV.

Apps für Amazon Fire TV und Android TV gibt

es ebenfalls. Für die mobile Nutzung ist dank

iPhone- und iPad-App ebenfalls gesorgt. In den

Apps können Sie zwar keine Käufe tätigen, aber

anschauen. Ihre ausgeliehene oder gekauften

Videos finden Sie in Ihrer Watchlist. In dieser

Liste können Sie auch private beziehungsweise

passwortgeschützte Videos über den Browser

hinzufügen und somit auf dem Fernseher

anschauen. Leider sind aber nicht alle Einkäufe

auch in jeder App verfügbar. Besonders populäre

TV-Serien sind laut Vimeo teilweise nur auf

den mobilen Apps verfügbar, nicht aber auf den

TV-Apps.

Für mobile Filmemacher hat Vimeo eine weitere

App im Angebot. Mit Cameo können Sie

Ihre unterwegs aufgezeichneten Videos bearbeiten.

Sie können die Videos schneiden, mit Musik

unterlegen, Untertitel erstellen und Farbfilter hinzufügen.

Die App und ihre Funktionen ist eher

rudimentär, andere Apps wie iMovie erlauben

deutlich umfangreichere Bearbeitungen.

Fazit

Vimeo ist ein Videonetzwerk mit einer klaren

Ausrichtung: Klasse statt Masse. Hier landen professionelle

Filmschaffenden mit ihren Kurzfilmen,

hier bieten unabhängige Produzenten ihre Filme

an. Das eine oder andere größere Produktionsstudio

ist ebenfalls dabei. Die Funktionen sind

besonders für diese Zielgruppe zugeschnitten.

Als reiner Zuschauer können Sie auf diese Inhalte

zugreifen und dank der vielen Community-Funktionen

auch mit den Anbietern ins Gespräch

kommen. Trotz ständiger Innovationen wie das

Angebot von 4K-Inhalten und VR-Videos ist es

generell eher ruhig um das Netzwerk geblieben.

Das App-Angebot und die Inhalte könnten deshalb

viel umfangreicher sein als bisher. Dennoch

ist Vimeo die ideale Anlaufstelle für Filmfreunde,

Nachwuchs-Filmemacher und Cineasten mit

einem guten Geschmack. Für alle anderen bleibt

Youtube die bessere Alternative.

Videos für

Cineasten

Die neue VimeomacOS-App

richtet

sich nicht an

Zuschauer, sondern

an Vimeo-

Ersteller, die regelmäßig

Inhalte über

Vimeo veröffentlichen.

Sie können

mit der App Ihre

Videos verwalten,

Einstellungen vornehmen

und Videos

veröffentlichen.

Dank der erweiterten

Integration von

Final Cut Pro X können

Sie direkt aus

Final Cut Pro X heraus

Videos in Pro-

Res und anderen

Codecs exportieren

und auf Vimeo hochladen

und abspielen.

Des Weiteren lassen

sich Informationen

wie der Titel, die

Beschreibung und

andere Einstellungen

im Vorfeld bearbeiten.

Sie erhalten

nach dem Upload

Zugriff auf Freigabe-

Links, Seiten-Links

und Einbettungscodes

und können

auf Wunsch auch

Benachrichtigungen

zu neuen Videoaktivitäten

erhalten. Die

4K-Auflösung sowie

HDR werden unterstützt,

sodass Sie

Videos in bestmöglicher

Qualität auf

Vimeo hochladen

können.

Web: vimeo.com

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


PRODUKTE & TESTS

Browser-Erweiterungen

077

Add-it!

Plug-ins, Extensions, Add-ons: Webbrowser erhalten

durch Erweiterungen viele neue Funktionen.

Wir stellen Ihnen regelmäßig die nützlichsten,

schönsten oder einfach nur lustigsten Zusatzwerkzeuge

für Chrome, Safari und Firefox vor.

Übrigens verhilft Darkness auch der Google-Suchmaschine

zu einem Nachtmodus.

Darkness

Facebook nutzt hauptsächlich die Farben Weiß

und Blau für die Darstellung seiner Inhalte – und

besonders abends kann der helle Hintergrund

in den Augen beißen. Zwar bietet das Netzwerk

selbst keinen „Nachtmodus“ an, die Browsererweiterung

Darkness liefert diesen aber nach. Einmal

installiert, platziert sie ein zusätzliches Piktogramm

in der Menüleiste der Webvariante von

Facebook. Klicken Sie darauf, tauchen Sie den

Dienst in ein edles Schwarz mit entsprechend

korrespondierenden Farben.

Verfügbarkeit:

Chrome Firefox Safari

Laterbox hilft beim fokussierten Arbeiten mit einer

simplen 1-3-5-Regel.

Laterbox

Aufgabenplaner gibt es eine Menge. Laterbox

hebt sich durch eine eigene Philosophie von der

Konkurrenz ab: Statt seinen Benutzer einfach mit

der Vielzahl anstehender Aufgaben zu übermannen,

erzieht es ihn quasi dazu, sich auf das Wichtigste

zu konzentrieren. Der smarte Onlinedienst

erlaubt die Anlage einer wichtigen, drei weniger

wichtigen und von fünf unerheblichen Aufgaben.

Diese simple 1-3-5-Regel mag zunächst restriktiv

erscheinen, nach der ersten Gewöhnung entwickelt

sie sich jedoch im Arbeitsalltag zum wahren

Segen.

Herzstück von Laterbox ist eine Browsererweiterung,

die jeden neuen Tab zum Notieren

neuer Aufgaben anbietet. Besonders clever: Ein

Notizfeld für Ideen sammelt diese, um sie später

per E-Mail an seinen Benutzer zu senden.

Verfügbarkeit:

Chrome Firefox Safari

Thomas Raukamp

Apple wird in

Kürze die NPAPI-

Schnittstelle in

Safari deaktivieren.

Ältere Erweiterungen

wie

Silverlight oder

QuickTime funktionieren

dann

nicht mehr. Zähneknirschend

duldet

Apple jedoch

das Flash-Plug-in

weiterhin.

Erweiterungen für Safari und Firefox befinden sich

in der Entwicklung – eine iPhone-App gibt’s schon.

Lumio

Wer im Internet recherchiert, verliert durch das

einfache Anlegen von Lesezeichen schnell die

Übersicht über seine Notizen. Hier hilft Lumio:

Heben Sie etwa ein Zitat auf einer Webseite hervor,

erscheint unter Ihrer Auswahl ein kleines Piktogramm,

mit dessen Hilfe Sie es speichern. Ein

Klick auf das Lumio-Icon in der Symbolleiste listet

Ihre Notizen fein säuberlich auf. Damit alles

seine Ordnung behält, können Sie Ihre Hervorhebungen

übersichtlich innerhalb von Sammlungen

sortieren.

Verfügbarkeit:

Chrome Firefox Safari

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080

TIPPS & PRAXIS

Apple Fotos

Die Fotos-App im Einsatz

Für Fotoamateure und Gelegenheitsknipser ist Apples Fotos-App die Anwendung der Wahl,

um Bilder zu verwalten und zu bearbeiten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dabei vorgehen.

TEXT: UWE ALBRECHT

Seit April 2015 – im Zug des

Updates auf OS X „Yosemite“

– ist die Fotos-App, auf Englisch

„Photos“ genannt, in

die Fußstapfen von iPhoto getreten.

Anfangs war die Kritik groß,

da zunächst einmal zahlreiche

aus iPhoto bekannte und bei den

Anwendern beliebte Funktionen

weggefallen waren. Mittlerweile

hat sich die Aufregung aber

gelegt und die neue Fotoanwendung

von Apple ist sogar leistungsfähiger

und besitzt mehr

Funktionen als ihr Vorgänger. Vor

allem die Funktionen zur Bildbearbeitung

hat Apple ergänzt und

die Integration in iCloud sowie die

Erweiterung durch Plug-ins und

Dritthersteller-Apps ermöglicht.

Einerlei, ob Sie mit einer digitalen

Spiegelreflex-, einer System- oder

einer Kompaktkamera fotografieren,

mit der Fotos-App ist es ein

Leichtes, Bilder zu organisieren

und zu bearbeiten. Und mit dem

iPhone oder iPad arbeiten die

Fotos-App und iCloud sogar noch

ein bisschen besser zusammen.

Die Anzahl an Fotos, die Sie mit

Kamera und iPhone tagtäglich

erstellen, nimmt wahrscheinlich

auch bei Ihnen stetig zu. Das Gleiche

gilt für die Datenmenge, da

die Auflösung der Fotos im Lauf

der Jahre immer höher geworden

ist. Daher gilt es mehr denn je, die

Übersicht zu bewahren.

Apple Fotos

Inzwischen bietet

die Fotos-App

von Apple nicht

nur die Möglichkeit

Bilder zu

verwalten, sondern

auch viele

praktische Funktionen.

So lassen

sich Fotos durch

Erweiterungen

von Dritterhersteller-Apps

bearbeiten.

Zuvörderst sollten Sie Ihre

Fotos immer sofort importieren

und nicht für alle Zeiten auf

der Speicherkarte oder auf dem

iPhone belassen. Speicherkarten

sind zur Archivierung von

Fotos denkbar ungeeignet, da sie

schnell kaputt gehen können. Des

Weiteren sollten Sie Ihre Fotos

baldmöglichst auf dem Mac sichten

und misslungene umgehend

löschen sowie besonders gelungene

entsprechend kennzeichnen.

Auf diese Weise sparen Sie nicht

nur den notorisch zu knappen

Speicherplatz auf der Festplatte

oder SSD Ihres Mac, Sie trennen

auch die Spreu vom Weizen und

finden Ihre fotografischen Meis-

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


081

terwerke später schneller wieder.

Anschließend gilt es, die Fotos in

Alben zu ordnen, sie gegebenenfalls

zu bearbeiten und diese weiterzugeben

oder auf unterschiedliche

Weise zu präsentieren.

In diesem Artikel erklären wir

Ihnen, wie Sie die Grundfunktionen

der Foto-App sinnvoll einsetzen

und zeigen damit einen

möglichen „Workflow“ mit der

Foto-App, den Sie als Beispiel nutzen

können.

Die Foto-App konfigurieren

Die Foto-App gehört zum Lieferumfang

von macOS und ist auf

jedem neuen Mac vorinstalliert,

Sie müssen diese daher nicht

gesondert erwerben. Allerdings

sollten Sie drei grundlegende Einstellungen

vornehmen.

Nutzen Sie mehrere Fotos-

Mediatheken (Photos Libraries),

dann legen Sie eine davon als

„Systemfotomediathek“ fest. Und

zwar sollte es die Foto-Mediathek

sein, auf die Ihre anderen

Apps mithilfe der entsprechenden

Funktionen Zugriff haben sollen

und die dann auch als iCloud-

Fotos-Mediathek dienen wird.

Außerdem geben Sie an, ob die

Fotos außerhalb der Fotos-Mediathek

in Ordnern abgelegt werden

sollen oder direkt in die Mediathek

kopiert werden. Auch hier

wählen Sie, gesetzt den Fall, Sie

wollen die iCloud-Fotos-Mediathek

nutzen, den Eintrag „Objekte

in die Fotomediathek kopieren“.

Es ist übrigens auch sonst empfehlenswerter,

die Fotos in der

Mediathek zu verwalten, um

Die iCloud-Fotomediathek

Falls Sie es wünschen,

können Sie Ihre

gesamte Fotomediathek

in die iCloud übertragen.

Damit steht sie

Ihnen auf allen Ihren

Macs, iPhones und

iPads zur Verfügung.

Änderungen, die Sie

auf Ihren unterschiedlichen

Geräten vornehmen,

werden automatisch

übernommen.

Allerdings gibt es auch

Einschränkungen: So

Sobald

„Objekte in

die Fotomediathek

kopieren“

aktiviert

ist, werden

Fotos zentral

an einem Ort

gespeichert.

können Sie nur eine

Fotomediathek, und

zwar Ihre System-Fotomediathek

in iCloud,

hochladen. Zudem ist

natürlich der Speicherplatz

beschränkt. Besitzen

Sie eine große Fotomediathek,

müssen Sie

Speicherplatz hinzukaufen.

Zu guter Letzt

müssen Sie auf jedem

Mac, iPod oder iPhone

mit derselben Apple-ID

angemeldet sein.

etwaigen Inkonsistenzen und Problemen

aus dem Weg zu gehen.

Zu guter Letzt geben Sie an,

ob die Symbol- sowie Seitenleiste

auch im Vollbildmodus der Foto-

App angezeigt werden soll oder

nicht. Die Einstellung dazu finden

Sie im Menü „Darstellung“.

Der Import Ihrer Fotos findet

auf unterschiedliche Weise statt

– je nachdem, in welchem Format

und wo diese vorliegen.

iPhoto-Mediatheken

übernehmen

Besitzen Sie nur eine iPhoto-

Mediathek, dann wird diese beim

erstmaligen Start der Fotos-App

automatisch geöffnet und konvertiert.

Bei mehreren iPhoto-

Mediatheken fragt die Fotos-App

nach, welche sie zuerst konvertieren

soll. Ist die Wandlung abgeschlossen

– was bei einer großen

iPhoto-Mediathek durchaus

einige Stunden in Anspruch nehmen

kann – löschen Sie die alte

iPhoto-Mediathek, falls Sie diese

nicht mehr benötigen oder erstellen

eine Sicherungskopie auf

einem externen Datenträger. Die

alte iPhoto-Mediathek erhält,

nachdem sie konvertiert wurde,

die Dateiendung „*.migratedphotolibrary“,

damit Sie sie von den

nicht konvertierten unterscheiden

können.

Fotos von der Festplatte

importieren

Fotos, die sich bereits auf der

Festplatte Ihres Mac oder auf

einer externen Festplatte befinden,

können Sie sehr schnell in

die Fotos-Mediathek übernehmen.

Wählen Sie dazu den Befehl

„Importieren“ im Menü „Ablage“,

anschließend den Ordner, in dem

sich die Fotos befinden und kli-

Der Aufbau der

Fotos-Mediathek

Auch wenn die Fotos-Mediathek

im Finder als „normale“

Datei anzeigt wird, so ist

sie es in Wirklichkeit nicht.

Stattdessen handelt es sich

um eine Art Container – bei

macOS „Bundle“ genannt –

in welchem sich selbst zahlreiche

Ordner und Dateien

befinden. Um einen Blick in

das Bundle zu werfen, wählen

Sie die Fotos-Mediathek

aus und öffnen mit der

sekundären Maustaste das

Kontextmenü. Dort wählen

Sie den Befehl „Paketinhalt

anzeigen“. Nun werden alle

Ordner und Dateien anzeigt,

die sich im Bundle befinden.

Ihre Originalfotos finden Sie

im Unterordner „Masters“ –

und zwar nach Jahren und

Aufnahmedatum sortiert.

Bitte ändern Sie an den

Namen des Ordners, der

Dateien und der gesamten

Ordnerstruktur nichts!

Löschen Sie dort keine

Dateien und fügen Sie auch

keine neuen hinzu. Ansonsten

droht Datenverlust und

die Mediathek lässt sich

unter Umständen von der

Fotos-App nicht mehr öffnen.

cken Sie dann auf „Für Import

überprüfen“. Anschließend werden

die Fotos importiert.

Die Fotos-App ist in der Lage,

Bilder in den verbreitetsten Formaten,

wie zum Beispiel JPEG,

TIFF und PNG zu importieren.

Selbstverständlich erkennt das

Programm auch Dateien in dem

vom iPhone und iPad unter iOS 11

bekannten HEIF-(High Efficiency

Image)-Format sowie Filme im

Videoformat HEIC. Allerdings ist

dazu ein Mac mit macOS 10.13

„High Sierra“ erforderlich.

Der Import von herstellerspezifischen

RAW-Dateien ist ebenfalls

möglich, sofern macOS das

entsprechende Format unterstützt.

Für neue RAW-Formate

veröffentlicht Apple in unregelmäßigen

Abständen Updates, die

Sie installieren sollten, falls Sie

MAI 2018 | MAC LIFE


082

sich im Besitz einer entsprechenden

Kamera befinden.

Fotos von der Digitalkamera,

iPhone oder iPad

Um Fotos von der Digitalkamera

oder vom iPhone beziehungsweise

iPad in die Fotos-Mediathek

zu übernehmen, schließen die

Geräte entweder mit dem dazugehörigen

Kabel an den Mac an

oder – im Falle einer Digitalkamera

– stecken Sie die SD-Karte

beziehungsweise Micro-SD-Karte

(mit Adapter) in das Kartenlesegerät

Ihres Mac. Anschließend

erscheint links in der Seitenleiste

unter „Geräte“ der entsprechenden

Eintrag. Klicken Sie auf diesen,

tauchen rechts im Hauptfenster

alle neuen Fotos auf, die

Sie dann mit einem Mausklick auf

den Schalter „Alle neuen Objekte

importieren“ in die Fotos-Mediathek

übernehmen. Wurden zuvor

schon Fotos oder Videos importiert,

werden diese oben unter

„Bereits importiert“ angezeigt.

Sollen die Fotos vom iPhone oder

iPad beziehungsweise der SD-

Karte der Digitalkamera gelöscht

werden, markieren Sie vor dem

Import die Einstellung „Objekte

nach dem Import löschen“.

Alle importierten Fotos finden

Sie anschließend im Eintrag

„Importe“ links in der Seitenleiste.

Klicken Sie darauf, werden

sie nach dem Aufnahmedatum

geordnet aufgelistet.

Überblick über die Fotos-App

Mac-Anwender, die bereits mit

iPhoto gearbeitet haben und

denen auch iTunes vertraut ist,

werden sich in der Fotos-App

schnell zurechtfinden. Allerdings

gibt es im Vergleich mit iPhoto

Über die Import-Funktion können Sie auswählen, wohin die Fotos kopiert werden und ob sie

im Anschluss vom iPhone oder der Digitalkamera gelöscht werden sollen.

Was ist wo?

1: Fotos

2: Momente

3: Sammlungen

4: Jahre

5: Seitenleiste

6: Importierte

Fotos

7: Medien typen,

wie Fotos und

Videos etc.

8: Fotoalben

9: Projekte

10: Suchfeld

11: Fotos um

90 Grad drehen

12: Gewähltes

Foto als Favorit

markieren

13: Fotos weitergeben

und

versenden

14: Informationen

zum Foto

einige Unterschiede, die anfangs

für etwas Verwirrung sorgen

könnten.

So werden in der Fotos-App die

Fotos nicht mehr in den bei vielen

Anwendern beliebten „Ereignissen“

geordnet. Die bestehenden

„Ereignisse“ Ihrer iPhoto-Mediathek

gehen allerdings nicht verloren,

sondern sie werden in

Alben umgewandelt. Diese finden

Sie in der Seitenleiste unter

„iPhoto-Ereignisse“. Stattdessen

organisiert die Fotos-App Ihre Bilder

nach „Fotos“, „Momenten“,

„Sammlungen“ und „Jahren“. Zu

den entsprechenden Ansichten

wechseln Sie mit einem Mausklick

auf den gleichnamigen Schalter.

Die eigentliche „Kommandobrücke“

der Fotos-App ist die Seitenleiste.

Dort finden Sie die vorgegebenen

Einträge, die den

Wiedergabelisten von iTunes entsprechen,

die Einträge für angeschlossene

Geräte oder Speicherkarten

sowie „Meine Alben“,

„Medientypen“ und „Projekte“.

Rechts oben sind schließlich das

Suchfeld sowie Funktionen zum

Weitergeben von Fotos, für Informationen

zu den Fotos oder zum

Bewerten zu finden.

Fotos sichten und bewerten

Wie bereits erwähnt, finden Sie

Ihre neu importierten Bilder unter

dem Eintrag „Importe“ in der Seitenleiste

der Fotos-App. Dort sichten

Sie sie Bild für Bild. Ihre Bilder

werden von der Fotos-App

nach dem Aufnahmedatum und

der Aufnahmezeit automatisch

sortiert aufgelistet. Um ein Foto

zu betrachten, genügt ein Mausklick.

Zum Vergrößern des Fotos

bewegen Sie den links oben in

der Symbolleiste befindlichen

Schieberegler mit der Maus nach

rechts. Falls Sie ein Trackpad

verwenden, ziehen Sie auf dem

Trackpad Daumen und Zeigefin-

1 2 3 4

14

12

10

13

11

6

8

7

9

5


TIPPS & PRAXIS

Apple Fotos

083

Workshop: Wichtige Bearbeitungsfunktionen

zielführend einsetzen

1

Wählen

Sie in der Fotos-App

das entsprechende Album und

anschließend das gewünschte

Bild aus. Mit nur wenigen Mausklicks

können Sie schon jetzt die

ersten schnellen Bearbeitungen

vornehmen.

2

Wenn

Sie ein Foto hochkant aufgenommen

haben und Ihre Kamera

dies nicht automatisch korrigiert

hat, dann klicken Sie rechts oben

in der Titelleiste auf das Symbol

„Drehen“ (Rechteck mit Pfeil).

3

Falls

Sie keine Zeit haben, das Foto

im Detail zu bearbeiten, überlassen

Sie die Arbeit der Fotos-App.

Klicken Sie auf das Symbol „Zauberstab“,

versucht das Programm

das Foto zu verbessern – allerdings

mit wechselndem Erfolg.

4

Um

das Foto selbst zu bearbeiten,

klicken Sie auf den Schalter „Bearbeiten“

rechts oben. Sie haben drei

Möglichkeiten: Die Belichtung und

Farbe etc. anpassen, „Filter“ wählen

oder das Foto zuzuschneiden

und gerade auszurichten.

5

Klicken

Sie auf „Beschneiden“.

Hier können Sie mit dem Schalter

„Autom.“ unten rechts das Foto

von der Foto-App gerade ausrichten

lassen. Ansonsten ziehen Sie

es über die Skala rechts nach oben

oder unten.

6

Mit

Filtern verleihen Sie Ihren

Fotos einen passenden Look. Klicken

Sie dazu auf den Schalter „Filter“

und dann auf einen der vorhandenen

Einträge – von „Bunt“

über „Dramatisch“ bis „S/W“.

7

Detaillierte

Anpassungen nehmen

Sie mit dem Schalter „Anpassen“

vor. Mit der Einstellung „Licht“

ändern Sie die Belichtung und mit

„Farbe“ und „Schwarzweiß“ die

Farbgebung.

8

Den

Weißabgleich passen Sie

unter dem entsprechenden Eintrag

mit dem Schieberegler, das

Aufklappmenü oder auch der kleinen

Pipette an. Klicken Sie auf die

Pipette und suchen Sie einen möglichst

neutralen Grauton.

9

Das

Histogramm finden Sie unter

„Tonwerte“. Verschieben Sie die

vertikalen Striche, um die Überoder

Unterbelichtung anzupassen.

Bei allen Einstellungen können Sie

mit „Auto“ auch der Fotos-App die

Arbeit überlassen.

MAI 2018 | MAC LIFE


084

ger auseinander, um in das Bild

zu zoomen.

Zum Löschen eines Fotos betätigen

Sie die Lösch-/Rückschritt-

Taste und bestätigen das Löschen

mit der Eingabe-Taste. Gefällt

Ihnen das Foto, klicken Sie rechts

oben auf das Herz-Symbol. Um die

Aufnahmedaten einzusehen, blenden

Sie mit dem kleinen Info-Symbol

(„i“) links oben das Informationen-Fenster

ein. Möchten Sie zum

nächsten Foto blättern, klicken

Sie auf die rechte Pfeiltaste oder

wischen auf dem Trackpad mit

zwei Fingern nach links.

Ihre gelöschten Fotos finden

Sie in der Seitenleiste – mithilfe

des Eintrags „Zuletzt gelöscht“.

Dort können Sie diese mit dem

Schalter „Alle löschen“ endgültig

in den Papierkorb legen oder

mit „Wiederherstellen“ gegebenenfalls

in die ursprünglichen

Alben zurücklegen. Falls Sie den

Papierkorb der Fotos-Mediathek

nicht selbst löschen, werden

die enthaltenen Fotos, dreißig

Tage nachdem Sie diese in

den „Abfall“ gelegt haben, automatisch

gelöscht. Die mit einem

Herz als gut bewerteten Fotos

werden übrigens unter „Favoriten“

aufgelistet.

Fotos organisieren

Da die Fotos-App nicht – wie

iPhoto – automatisch „Ereignisse“

Über das kleine

Info-Symbol

blenden Sie

das Info-Fenster

eines Fotos

ein. Dort wird

Ihnen z.B. der

Standort der

Aufnahme

angezeigt.

Workshop: Fotos ansprechend

präsentieren und weitergeben

1

Eine

spannende Diaschau am iMac

oder am MacBook und einem

externen Bildschirm zaubern

Sie sehr schnell. Wählen Sie das

gewünschte Album aus und klicken

Sie anschließend oben auf

„Diashow“.

2

Legen

Sie das „Thema“ (Übergangseffekt)

sowie die Musik fest,

mit der Sie die Diashow unterlegen

möchten, etwa „Themensongs“

oder Titel aus Ihrer iTunes-Mediathek.

Mit „Diashow vorführen“ starten

Sie die Präsentation.

3

Die

in der Fotos-App neu hinzugekommenen

„Rückblicke“ nehmen

Ihnen einen Teil der Arbeit ab. So

werden aus geografisch, zeitlich

oder thematisch passenden Alben

und Fotos automatisch Diashows

erstellt, die Sie abspielen können.

4

Sobald

Sie „Rückblicke“ als Favoriten

markieren und andere löschen,

„lernt“ die Foto-App daraus und

nimmt zukünftig darauf Rücksicht.

Dazu klicken Sie ganz unten auf

die Einträge „Zu Rückblickfavoriten“

und „Rückblick löschen“.

5

Wollen

Sie aus Ihren Fotos ein

Fotobuch oder Abzüge erstellen

lassen, klicken Sie in der Seitenleiste

auf „Projekte“. Folgen sie den

Anweisungen und wählen Sie das

gewünschte Format. Senden Sie

den Auftrag ab.

6

Abzüge,

Fotobücher oder Poster

können Sie auch von anderen

Dienstleistern als Apple anfertigen

lassen. Klicken Sie auf „Mehr“

und anschließend auf „App Store“,

um die App des Dienstleisters

herunterzuladen.

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


TIPPS & PRAXIS

Apple Fotos

085

Geotagging

Fotografieren Sie mit dem

iPhone oder iPad, dann werden

in der Regel mit den

Fotos auch die geografischen

Daten – also der Aufnahmeort

– gespeichert. Dasselbe

gilt, falls Sie eine Digitalkamera

mit GPS-Funktion oder

auch eine DSLR-Kamera

besitzen, an die ein GPS-

Empfänger angeschlossen

ist. Die Fotos-App ist in der

Lage, diese geografischen

Informationen auszulesen.

Wollen Sie herausfinden,

welche Fotos in Ihrer Fotomediathek

geografische

Informationen enthalten,

wählen Sie in der Seitenleiste

unter „Mediathek“ den Eintrag

„Orte“. Anschließend

erscheint eine Karte, auf der

die Miniaturen und die jeweilige

Anzahl der Fotos eines

bestimmten Ort angezeigt

werden. Die geografische

Informationen lassen sich

ändern. Außerdem können

Sie Fotos hinzufügen, welche

diese nicht besitzen. Wählen

Sie dazu das Foto oder die

Fotos in der Fotomediathek

aus und öffnen Sie das Fenster

„Informationen“ mit der

sekundären Maustaste oder

das kleine Infosymbol rechts

oben. Im Fenster „Informationen“

klicken Sie auf „Ortsangabe

hinzufügen“ und

geben den Ort – am besten

die genaue Adresse – ein. Die

Fotos-App sucht diesen und

ergänzt die Bilder mit den

geografischen Daten.

anlegt, denen Sie dann nur noch

die passenden Namen geben müssen,

sollten Sie dies selbst in die

Hand nehmen. Dazu wechseln Sie

zum Eintrag „Importe“ und wählen

die zusammengehörigen Fotos

einer importierten Fototour aus.

Dazu klicken Sie auf das erste

Foto und halten dabei die [Shift]-

Taste gedrückt. Dann klicken Sie

auf das letzte Foto des jeweiligen

Imports. Alle gewünschten Fotos

sind nun markiert. Mit dem Befehl

„Neues Album aus Auswahl“ im

Menü „Ablage“ erstellen Sie das

neue Album. Es erscheint sofort

an erster Stelle unter „Meine

Alben“. Dort geben Sie dem

Album noch einen aussagekräftigen

Namen.

Falls gewünscht, fügen Sie die

importierten Fotos beziehungsweise

eine Auswahl davon einem

bereits bestehenden Album

hinzu, um auf diese Weise Alben

mit bestimmten Fotomotiven

zusammenzustellen. Dies können

Bilder von einem bestimmten

Ort sein, etwa von einer Tierart

im Zoo. Dazu wählen Sie die

Fotos wie beschrieben oder einzeln

per Mausklick aus und öffnen

mit der sekundären Maustaste

das Kontextmenü. Hier wählen

Sie den Befehl „Hinzufügen zu“

und anschließend das passende

Album oder den Eintrag „Neues

Album“.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie

Fotos mit der Lösch-/Rückschritt-

Taste entfernen, löschen Sie diese

nicht aus der Fotomediathek, sondern

nur aus dem entsprechenden

Album. Um das Foto umgehend

und ohne Nachfrage zu

löschen, nutzen Sie die Tastenkombination

[cmd] + [Lösch-/

Rückschritt]. Das Foto finden Sie

dann nur noch unter „Zuletzt

gelöscht“ in der Seitenleiste.

Fotos suchen

Eines der Highlights der Fotos-

App von macOS ist die neue

Suchfunktion. Diese ermög-

Die Fotos-App

kann Ihnen

Ihre Bilder auf

einer Karte

anzeigen, entsprechend

der

in den Metadaten

enthaltenen

geografischen

Informationen.

Fotos verschlagworten

Wie im Artikel bereits

dargestellt verfügt die

Fotos-App über eine

Mustererkennung, welche

die Suche nach

Motiven wie „Blume“

oder „Elefant“ ermöglicht.

Ergänzend haben

Sie die Möglichkeit, Ihre

Bilder zu verschlagworten.

Die Verschlagwortung

nehmen Sie

mit dem Schlagwort-

Manager vor, den Sie

im Menü „Fenster“ aufrufen.

Hier können Sie

licht neben der Suche nach dem

Albumtitel, dem Fotonamen und

mit Schlagworten auch die Suche

über Bild- und Mustererkennungen.

Diese Funktion ist allerdings

noch lückenhaft und geht wenig

ins Detail. So findet die Fotos-App

zwar Bilder mit „Blumen“ und

sogar „Rosen“, Fotos mit Magnolien

oder Kamelien aber nicht.

Auch findet das Programm Fotos

von Elefanten, aber nicht von

Mammuts.

Geben Sie den oder die Suchbegriffe

rechts oben ins Suchfeld

ein. Ganz oben im Suchergebnis

unter „Kategorie“ werden alle

Fotos aufgelistet, in denen die

Bilderkennung das Muster oder

Motiv erkennen konnte.

Ihren Fotos per Mausklick

einzelne oder auch

mehrere Schlagworte

hinzufügen. Mithilfe des

Schalters „Schlagwörter

bearbeiten“ geben

Sie neue Schlagworte

ein oder ändern bestehende.

Je genauer Sie

Ihre Schlagworte formulieren

und je mehr

Schlagworte sie bei

der Suche kombinieren,

desto genauer

werden dann die

Suchergebnisse.

MAI 2018 | MAC LIFE


086

TIPPS & PRAXIS

Apple Fotos

Die 8 besten

Erweiterungen

für Fotos

Plug-ins und externe Apps machen Apples Fotos-

App noch wertvoller. Wir stellen Ihnen die interessantesten

Erweiterungen und Programme vor.

TEXT: UWE ALBRECHT

Im Vergleich mit dem mittlerweile

eingestellten iPhoto

besitzt die Fotos-App weit

umfangreichere Möglichkeiten

zur Bildbearbeitung. Zudem hat

Apple den Wunsch der Anwender

erhört, das Programm mit Plugins

erweiterbar zu machen und

die Zusammenarbeit mit Anwendungen

von Drittanbietern zu

verbessern. Und tatsächlich: Mittlerweile

gibt es unter anderem

im App Store eine umfangreiche

Auswahl entsprechender Erweiterungen

und Apps.

Wo sind die Plug-ins?

Auf den ersten Blick ist bei der

Fotos-App von Plug-ins nichts zu

sehen. Auch ein Blick in die Einstellungen

ändert daran nichts.

Um herauszufinden, ob auf Ihrem

Mac bereits Erweiterungen für

Apples Standardprogramm installiert

sind, klicken Sie nach

dem Start von Fotos rechts oben

auf den Schalter „Bearbeiten“.

Anschließend erscheinen – erneut

rechts oben – mehrere neue Sym-

Ob eventuell

schon Plug-ins

für die Fotos-

App auf Ihrem

Mac installiert

sind, sehen Sie

in den Systemeinstellungen

unter „Erweiterungen“

bole und Schalter. Klicken Sie auf

den zweiten Schalter von links

(Kreis mit drei Punkten). Nun wird

ein Menü geöffnet, das die bereits

auf Ihrem Mac installierten Plugins

der Fotos-App anzeigt.

Dass hier Einträge auftauchen,

obwohl Sie selbst noch

keine Erweiterungen hinzugefügt

haben, hat durchaus seine Richtigkeit.

So werden bei der Installation

bestimmter Anwendungen,

wie zum Beispiel von Affinity

Photo, Pixelmator oder dem Graphicconverter

die dazugehörigen

Erweiterungen für die Fotos-App

gleich mit installiert. Aber auch,

wenn Sie diese Programme nicht

besitzen, ist es möglich, dass sich

schon einige Plug-ins auf Ihrem

Mac befinden, dass Sie diese allerdings

erst aktivieren müssen.

Aktivieren der Plug-ins

Damit die Fotos-App Ihre Plug-ins

anzeigt und nutzen kann, müssen

Sie diese zunächst einschalten.

Dafür öffnen Sie die Systemeinstellungen

von macOS und

klicken dort auf „Erweiterungen“.

Wählen Sie in der linken Spalte

den Eintrag „Fotos-Bearbeitung“.

Rechts finden Sie alle auf Ihrem

Mac installierten Plug-ins, die Sie

per Mausklick aktivieren oder

auch später wieder abschalten.

Weitere Plug-ins für die Fotos-

App finden Sie unter anderem im

App Store. Öffnen Sie dazu, wie

oben beschrieben, in der Fotos-

App das Menü mit den Erweiterungen

und wählen Sie den

Eintrag „Mehr“. Anschließend

werden die entsprechenden Apps

und Erweiterungen aufgelistet,

die mit der Fotos-App kompatibel

sind. Leider ist auf den ersten

Blick nicht immer ersichtlich,

ob es sich „nur“ um ein Plug-in

handelt oder um ein eigenständiges

Programm. Das finden Sie nur

heraus, wenn sie auf das entsprechende

Symbol klicken. Zur Installation

genügt ein Mausklick auf

den Schalter „Laden“ beziehungsweise

auf das „Preisschild“, sofern

die App kostenpflichtig ist.

Außerdem stellen einige Drittanbieter

ihre Erweiterungen nicht

im App Store von Apple, sondern

auf Ihrer eigenen Webseite – kostenpflichtig

oder auch gratis – zur

Verfügung. Dazu müssen Sie die

Internetadresse des Anbieters

kennen – oder Sie führen einfach

eine Recherche mit einer Suchmaschine

durch.

Fotos mit Plug-ins bearbeiten

Um ein Foto mit den Funktionen

zu bearbeiten, die das gewählte

Plug-in zur Verfügung stellt, wählen

Sie es zunächst aus und öffnen

dann das Menü mit den

Erweiterungen. Dort rufen Sie

das gewünschte Add-on auf und

nehmen die Veränderungen und

Anpassungen am Foto vor.

Bitte beachten Sie: Verwenden

Sie immer zuerst das Plug-in und

nutzen Sie erst danach die Bearbeitungsfunktionen

der Fotos-

App, da sich manche Erweiterungen

schlicht weigern, mit bereits

bearbeiteten Fotos zu arbeiten.

Nachdem Sie die Arbeit mit einem

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


087

DxO Optics Pro

Mit DxO Optics Pro lassen

sich bei unterstützten

Kameramodellen und

Objektiven in erster Linie

Objektivfehler, etwa Verzeichnungen

und Farbsäume,

korrigieren. Das

Foto muss dazu allerdings

im RAW-Format vorliegen.

Zudem können Sie das

Bildrauschen etwas verbessern,

die Belichtung

anpassen sowie den Weißabgleich

ändern.

Version: 1.4.3

Hersteller: DxO Labs

Preis: 11 Euro

Web: www.dxo.com

System: ab OS X 10.11

Plug-in abgeschlossen haben,

klicken Sie rechts oben auf den

Schalter „Änderungen sichern“.

Andere Apps

Alternativ zur Verwendung von

Plug-ins mit ihrer bisweilen eingeschränkten

Funktionalität können

Sie Ihre Bilder bei Bedarf

auch – aus der Fotos-App heraus

– mit externen Programmen

bearbeiten. Dazu wählen Sie das

gewünschte Foto aus, wechseln

aber nicht in den Bearbeitungsmodus.

Stattdessen öffnen Sie

das Kontextmenü des Fotos mit

der sekundären (rechten) Maustaste

und wählen den Befehl

„Bearbeiten mit“ . Nun erscheinen

alle kompatiblen Apps, an

die Sie das Foto weitergeben und

mit denen Sie es gegebenenfalls

bearbeiten wollen.

Was mit dem extern bearbeiteten

Foto anschließend geschieht,

hängt von der jeweiligen App ab.

Entweder wird es automatisch in

der Fotos-Mediathek gesichert

oder es muss gesondert gespeichert

und erneut in die Mediathek

importiert werden. Zudem

kann es sein, dass sich durch die

externe Bearbeitung das Dateiformat

des Fotos ändert.

Intensify

Wenn Sie hingegen

Ihre Farbfotos verschönern

und Farben,

Kontraste oder Details

aufwerten möchten,

sollten Sie eine Blick

auf Intensify werfen.

Die ebenfalls von

Macphun entwickelte

App beziehungsweise

das Plug-in kann auch

zusammen mit Apples

Fotos-App genutzt

werden.

Version: 1.2.3

Entwickler: Skylum

Preis: kostenfrei

Web: skylum.com

System: ab OS X 10.9

Noiseless

Mit Noiseless können

Sie dem Bildrauschen

gezielter und

individueller zu Leibe

rücken als mit den in

der Fotos-App enthaltenen

Funktionen. Im

Gegensatz zu Plug-ins

wie zum Beispiel DxO

Optics Pro können

hier auch Fotos „entrauscht“

werden, die

nicht im RAW-Format

vorliegen.

Version: 1.3.2

Entwickler: Skylum

Preis: 11 Euro

Web: skylum.com

System: ab OS X 10.9

Tonality

Tonality von Macphun

ist die passende App

und Erweiterung für

Freunde der Schwarzweiß-Fotografie.

Hier

können Sie Ihre entsprechenden

Aufnahmen

mit vorgefertigten

Filtern aufwerten

oder sie im Detail

optimieren.

Version: 1.4.2

Entwickler: Skylum

Preis: 17 Euro

Web: skylum.com

System: ab OS X 10.9

MAI 2018 | MAC LIFE


088

TIPPS & PRAXIS

Apple Fotos

Pixelmator

Pixelmator ist eine bekannte App

zur Bildbearbeitung an Mac und

iPad oder iPhone, die auch mit

der Fotos-App zusammenarbeitet.

Einige wenige Funktionen

von Pixelmator – zum Retuschieren

und zum Verzerren – sind

als Plug-in für die Fotos-App verfügbar

und können direkt aus

der Anwendung heraus genutzt

werden. Allerdings ist dazu der

Erwerb und die Installation von

Pixelmator erforderlich.

Version: 3.7

Entwickler: Pixelmator Team

Preis: 33 Euro

Web: www.pixelmator.com

System: ab OS X 10.11

Affinity Photo

Auch das beliebte Affinity Photo,

das Adobes Lightroom und Photoshop

Konkurrenz machen will,

wertet mit einigen Plug-ins, wie

unter anderem „Develop“ zur Entwicklung

von RAW-Dateien oder

auch „Retouch“ zum Retuschieren

von Fotos, die Funktionalität

der Fotos-App auf.

Version: 1.6.6

Entwickler: Serif Ltd

Preis: 55 Euro

Web: affinity.serif.com

System: ab OS X 10.7

Filters for Photos

Mit diesem Plug-in können Sie

Ihren Fotos einen individuellen

Look, wie „Vintage“, „Analog“

oder „Comic“, verleihen. Die einzelnen

Filter lassen sich zudem

im Detail anpassen. Leider neigt

die beim Test verwendete aktuelle

Version unter macOS „High

Sierra“ zuweilen zu Abstürzen.

Version: 1.0

Entwickler: Skylum

Preis: kostenfrei

Web: www.skylum.com

System: ab OS X 10.9

LuCiD Exposure

Mit dem kostenlosen Plug-in können

Sie Ihre Fotos mit nur wenigen

Mausklicks weitgehend automatisch

aufwerten. Wählen Sie

einfach den passenden Filter, wie

zum Beispiel „Im Freien“, „Aufhellblitz“

oder auch „Dunst entfernen“.

Auf Wunsch lässt sich die

Intensität des Filter nachjustieren.

Version: 1.3

Entwickler: Athentech Imaging

Preis: kostenfrei

Web: www.athentech.com

System: ab OS X 10.11

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


090

TIPPS & PRAXIS

#deletefacebook

Goodbye, Zuck!

So tricksen Sie

Facebook aus!

Nach dem Skandal um die Datenanalyse-Firma Cambridge

Analytica überlegen immer mehr Nutzer, Facebook den

Rücken zu kehren. Wir erklären Ihnen, wie Sie sich des

lästigen Trackings durch die Datenkrake entziehen und

notfalls den Facebook-„Stecker“ ziehen.

TEXT: THOMAS RAUKAMP

Empörte Nutzer, massive

Wertverluste an

der Börse und Untersuchungen

von Aufsichtsbehörden

in den

USA, in Großbritannien

und der EU: Kein

Zweifel, es fegt ein Tornado

über Facebook,

der das soziale Online-

Netzwerk in die wohl

schwerste Krise seit seiner Gründung

gestürzt hat.

Worum geht es?

Im März 2018 wurde bekannt,

dass das britische Datenanalyse-Unternehmen

Cambridge

Analytica an persönliche Informationen

von insgesamt 87 Millionen

US-amerikanischen Facebook-Nutzern

gekommen ist.

Laut Recherchen der britischen

Tageszeitung „The Guardian“

stammen die Daten aus

einem Persönlichkeitstest, aufgesetzt

von einem Psychologen

und Datenwissenschaftler der

Universität Cambridge, an dessen

Ende die Teilnehmer dem

Zugriff auf ihre Profile und Kontakte

zustimmen mussten. Innerhalb

weniger Wochen kamen

so Daten von 320.000 Nutzern

mit durchschnittlich jeweils

rund 160 verknüpften Datensätzen

zusammen, deren Inha-

Checkliste vor dem

Facebook-Ausstieg

Foto: Anthony Quintano, flickr.com/quintanomedia (CC BY 2.0)

Facebook-Daten herunterladen

(siehe Workshop)

Meine wichtigsten Freunde und

Follower informieren

Alternativen Messenger

installieren

Eventuell anderem sozialen

Netzwerk beitreten

Benutzernamen und Passwörter

für Webseiten einrichten, in

die Sie sich bisher mit Facebook

eingeloggt habe (Spotify, …)

Ghostery oder Ublock Origin

installieren

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


091

Welche App schnüffelt? Möchten Sie die Facebook-

API nicht radikal abschalten, weil Sie etwa Ihre Daten

zum Anmelden auf anderen Webseiten benötigen,

sollten Sie zumindest prüfen, welche Apps mit Ihrem

Konto verbunden sind. Das erledigen Sie wiederum im

„App“-Bereich der Facebook-Einstellungen. Auf dem

iPhone und iPad öffnen Sie die Einstellungen der Facebook-App,

um hier in den „Kontoeinstellungen“ die

verknüpften „Apps“ zu kontrollieren. Löschen Sie die

Apps, die Sie nicht kennen oder nicht nutzen.

ber vom Auslesen ihrer Profilinformationen

wiederum keine

Kenntnis hatten. Cambridge Analytica

erwarb das Gesamtpaket

aus Umfrage- und Sekundärdaten

laut Guardian zu einem Preis von

einer Million Britischen Pfund.

2014 setzte das Unternehmen

die Erkenntnisse aus den Persönlichkeitsprofilen

nach Aussagen

seines Mitbegründers Alexander

Nix in 44 US-Wahlkampf-Kandidaturen

ein. Im Präsidentschaftswahlkampf

2016 lieferte Cambridge

Analytica dem Team des

Kandidaten Donald Trump die

Erkenntnisse zum Anfertigen

maßgeschneiderter Botschaften

für potenzielle Wähler sowie Sympathisanten

des gegnerischen

politischen Lagers – das Unternehmen

selbst spricht von einer

„entscheidenden Rolle“ beim

Zustandekommen des überraschenden

Wahlsiegs des damaligen

Außenseiters.

Doch nicht nur die USA scheinen

von dem Datenschutzskandal

betroffen. So soll die Referendums-Kampagne

„BeLeave“, die

sich für den Ausstieg Großbritanniens

aus der Europäischen Union

aussprach, laut Guardian von der

„Vote Leave“-Bewegung des heutigen

britischen Außenministers

Boris Johnson im Jahr 2016 Spenden

in Höhe von 650.000 Euro

erhalten haben. Diese seien wiederum

an eine kanadische Datenanalyse-Firma

geflossen, die eng

mit Cambridge Analytica zusammengearbeitet

habe. Das Unternehmen

könnte also direkt und

indirekt zum Gelingen des Referendums

beigetragen haben.

Was ist seitdem passiert?

Nach anfänglichem Schweigen

entschuldigte sich Facebook-

Gründer und -CEO Mark Zuckerberg

mittlerweile bei den Nutzern

des sozialen Netzwerks. Gegenüber

dem US-Fernsehsender

„CNN“ sprach er von einem „großen

Vertrauensbruch“. Gleichzeitig

ließ das Unternehmen Anzeigen

in britischen Tageszeitungen

drucken, in denen es bedauerte,

nicht mehr für den Schutz seiner

Nutzer getan zu haben. Zuckerberg

selbst übernahm zwar die

Verantwortung für die Vorgänge

auf Facebook und versprach Besserung,

sieht sein Unternehmen

allerdings gleichzeitig als Opfer

von Cambridge Analytica.

In den USA nahm bereits die

Handelsaufsichtsbehörde Untersuchungen

zu dem Fall auf, einige

US-Bundesstaaten verlangten

zudem mithilfe ihrer Staatsanwaltschaft

eine Aufklärung sei-

Workshop: So deaktivieren Sie Ihren

Facebook-Account vorübergehend

1

Loggen

Sie sich in Ihren Facebook-

Account ein und rufen Sie mit dem

Abwärtspfeil auf der rechten Seite

die „Einstellungen“ auf. Verweilen

Sie im Reiter „Allgemein“ und klicken

Sie bei „Konto verwalten“ auf

„Bearbeiten“.

2

Im

sich öffnenden Bearbeitungsbereich

scrollen Sie etwas herunter,

um den Eintrag „Deaktiviere

dein Konto“ anzuklicken. Daraufhin

bittet Sie Facebook um die

Bestätigung Ihres Passworts, um

fortzufahren.

3

Facebook

weist Sie nochmals

auf die „Folgen“ einer Deaktivierung

hin. Nach einem Klick

auf die Schaltfläche „Deaktivieren“

und die nachfolgende Bestätigung

Ihres Vorhabens ruht Ihr

Facebook-Konto.

MAI 2018 | MAC LIFE


092

TIPPS & PRAXIS

#deletefacebook

Workshop: So löschen Sie Ihr Benutzerkonto

bei Facebook endgültig

1

Sie

möchten Ihre Fotos, Videos,

Chats und Beiträge behalten? Dann

öffnen Sie zunächst Ihre Facebook-

Einstellungen und nutzen im Reiter

„Allgemein“ das Angebot „Lade

eine Kopie deiner Facebook-Daten

herunter.“

2

Nach

der erneuten Eingabe Ihres

Passworts erstellt Facebook eine

Kopie Ihrer Daten und sendet

Ihnen per E-Mail einen Download-

Link, sobald das Archiv fertig ist

– im Test dauerte dies etwa eine

halbe Stunde.

3

Klicken

Sie auf den zugesandten

E-Mail-Link, landen Sie im Download-Bereich

für Ihre persönlichen

Daten. Nach der sicherheitsbedingten

erneuten Eingabe Ihres

Passworts können Sie Ihr Archiv

herunterladen.

4

Haben

Sie Ihre Daten gesichert,

rufen Sie den Hilfebereich von

Facebook auf (www.facebook.

com/help/), um hier im Menü „Verwaltung

deines Kontos“ den Punkt

„Dein Konto löschen oder deaktivieren“

zu wählen.

5

Eine

einfache „Löschen“-Schaltfläche

suchen Sie vergeblich. Vielmehr

müssen Sie den Eintrag „Wie

lösche ich mein Konto dauerhaft?“

aufklappen, um im Text des ersten

Absatzes die Hervorhebung „teile

es uns mit“ anzuklicken.

6

In

einem neuen Webbrowser-

Tab wartet nun die Schaltfläche

„Mein Konto löschen“ auf Sie. Nach

einem Mausklick darauf verlangt

Facebook die nochmalige Eingabe

Ihres Passworts sowie eines generierten

Sicherheitscodes.

7

Facebook

bestätigt Ihnen nun in

einem Infofenster und per E-Mail

die Löschung Ihres Kontos. Sie

haben nun 14 Tage Zeit, sich wieder

mit Ihren gewohnten Daten

anzumelden, um die Löschung

rückgängig zu machen.

8

Haben

Sie es sich anders überlegt?

Dann loggen Sie sich mit Ihren

vorher genutzten Daten innerhalb

von 14 Tagen wie gewohnt bei

Facebook ein und bestätigen Sie

Ihren Sinneswandel mit „Löschen

abbrechen“.

9

Willkommen

zurück! Facebook leitet

Sie nach Ihrer rechtzeitigen

Rückkehr automatisch zu Ihrem

News-Feed weiter. Ihre Daten sind

erhalten geblieben und Sie können

das soziale Netzwerk wie gewohnt

weiter nutzen.

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


093

Apple-CEO Tim Cook fordert

„ tiefgreifenden Wandel“

Mit dem Bekanntwerden des

Skandals rund um die Datenanalyse-Firma

Cambridge

Analytica wenden sich auch

immer mehr einflussreiche

Unternehmer gegen Facebook.

So ließ der Milliardär

Elon Musk die Seiten seiner

Firmen Tesla und Spacex kurzerhand

abschalten und auch

das „Playboy“-Magazin legte

seine Seiten still. Die Commerzbank,

die Mozilla Foundation

und der Audio-Hersteller

Sonos stellten hingegen ihre

Werbung auf Facebook ein.

Doch auch Apple-CEO Tim

Cook meldete sich am Rande

einer China-Reise zu Wort. Er

forderte „handwerklich gut

gemachte Regeln“ gegen den

Missbrauch von Nutzerdaten,

obwohl er grundsätzlich kein

Freund von Verordnungen

sei. Die gegenwärtige Situation

sei jedoch fatal. Cook

wörtlich: „Dass jemand weiß,

welche Seiten man jahrelang

besucht hat, welche Kontakte

man pflegt und was man mag

und nicht mag, darf meiner

Ansicht nach nicht sein.“

Apple sei laut Cook besorgt

über die willkürliche Preisgabe

von Daten seitens der oft

unwissenden Nutzer. Gegenüber

dem US-amerikanische

Nachrichtensender MSNBC

sagte er, dass „Apple vermutlich

Tonnen von Geld damit

verdienen könnte, die Daten

seiner Nutzer zu monetarisieren

– aber Kunden sind nicht

das Produkt von Apple.“

Kann ich den Messenger

auch ohne Facebook-

Account nutzen?

Viele Nutzer vergessen in ihrem Ausstiegs-Eifer,

dass mit dem sozialen Netzwerk auch der Facebook

Messenger verbunden ist – und damit vielleicht

die tägliche Verbindung zu Freunden,

Familie und Kollegen. Immerhin vereinte der

Nachrichtendienst 2017 1,2 Milliarden aktive Nutzer

auf sich – und damit ebenso viele wie Whatsapp,

das ebenfalls zu Facebook gehört. Was viele

nicht wissen: Der Messenger lässt sich auf dem

iPhone und iPad auch ohne ein bestehendes

Facebook-Konto nutzen. Denn ähnlich wie bei

Whatsapp reicht die Angabe Ihrer Handynummer,

um weiter chatten zu können.

Zur Einrichtung starten Sie den Messenger,

um unten links den kleinen Eintrag „Nicht auf

Facebook“ auszuwählen – die App leitet Sie nun

Schritt für Schritt durch die Installation.

Einen Haken hat die Sache allerdings: Haben

Sie Ihr Facebook-Konto vorher gelöscht, erscheinen

Ihre ehemaligen Kontakte nur dann noch

in Ihrer Liste, wenn diese ihre Handynummer in

ihrem Profil hinterlegt haben. Mit allen anderen

müssen Sie sich neu verbinden.

tens Facebook. Auch die britische

Datenschutzbehörde ermittelt.

Das EU-Parlament hat laut seinem

Präsidenten Antonio Tajani

Firmenchef Mark Zuckerberg für

eine persönliche Befragung vorgeladen.

Die deutsche Justizministerin

Katarina Barley empfing

bereits hochrangige europäische

Vertreter von Facebook.

An der Börse ließ die Affäre

den Kurs der Facebook-Aktie

massiv einbrechen. Außerdem

haben Aktionäre in den USA

Klage gegen das Unternehmen

eingereicht. Ihr Vorwurf: Facebook

habe falsche und irreführende

Aussagen gegenüber den

Anlegern gemacht und sie damit

in die Irre geführt.

Was kann ich tun?

Spielen Sie nicht zuletzt aufgrund

der jüngsten Ereignisse mit dem

Gedanken an einen Facebook-

Ausstieg? Dann sollten Sie vorab

überlegen, wie radikal dieser sein

soll. Denn Facebook bietet nicht

nur die Möglichkeit der endgültigen

Löschung Ihres Accounts

und somit all Ihrer Daten, sondern

auch dessen Deaktivierung an.

Was sich zunächst semantisch

ähnlich anhört, könnte in der Konsequenz

unterschiedlicher nicht

sein. Denn bei einer Deaktivierung

legen Sie Ihr Facebook-Konto nur

auf unbestimmte Zeit „schlafen“,

um sich die Hintertür der Reaktivierung

offen zu halten. Ihre persönlichen

Daten bleiben aber –

inklusive aller persönlichen Fotos

und Beiträge – Facebook erhalten,

damit Sie eventuell später wieder

darauf zugreifen können.

Tracking nur mit Zustimmung

Geschäftsmodelle, die

auf dem Sammeln von

Daten basieren, könnten

vor einem rudimentären

Wandel stehen.

Wie Datenschutzexperten

auf einer Fachtagung

im März im Hamburg

berichteten, könnte

schon ab Mai 2018 das

Tracking auf Webseiten

ohne die explizite

Zustimmung des Besuchers

verboten sein. Die

Regelung soll für alle

Internetseiten gelten,

die sich an deutsche Nutzer

wenden. Sprich: Bietet

eine Webseite deutsche

Inhalte oder Waren

in Euro an, muss der

Betreiber den Nutzer

über das mögliche Sammeln

seiner Daten informieren,

damit dieser

dem Tracking freiwillig

widersprechen oder

zustimmen kann. Eine

heimliche Profilbildung

wäre somit unterbunden.

Das Löschen Ihres Facebook-

Accounts meint hingegen auch

das Entfernen all Ihrer hinterlegten

Daten, Fotos und Videos

innerhalb des sozialen Netzwerks.

Nachdem Facebook Ihre

Löschung ausgeführt hat, sind

diese nicht wiederherstellbar. Sie

sollten sie also vorab sichern.

Auch andere Überlegungen

dürfen in Ihre Entscheidung hineinspielen.

Tragen Sie etwa zu

bestimmten Gruppen auf Facebook

bei oder haben Sie sogar

welche gegründet? Löschen oder

deaktivieren Sie Ihren Account,

sind diese nicht mehr für Sie

zugänglich.

Und sieht Ihr Arbeitgeber es

gern, wenn Sie die Mitteilungen

seiner Firma liken, teilen und

regelmäßig kommentieren? Findet

sogar die interne Unternehmenskommunikation

innerhalb

einer Facebook-Gruppe oder

mithilfe des Facebook-Messenger

statt? Dann reicht vielleicht

schon die eingehende Beschäftigung

mit den Datenschutzeinstellungen

von Facebook aus,

um zumindest etwas ruhiger zu

schlafen.

MAI 2018 | MAC LIFE


094

TIPPS & PRAXIS

#deletefacebook

Facebook-Tracking

unterbinden

Facebook verfolgt Sie durch das gesamte Web, um

ein möglichst komplettes Persönlichkeitsprofil von

Ihnen zu erstellen. Mit diesen Werkzeugen unterbinden

Sie das verhasste Tracking.

TEXT: THOMAS RAUKAMP

Facebook führt die

Daten seiner Nutzer

zu sogenannten Persönlichkeitsprofilen

zusammen. Diese haben

das Ziel, ein möglichst

detailliertes Bild von den

Interessen und Vorlieben

der einzelnen Anwender zu

erstellen. Damit dieses Bild

vollständig ist, reicht die

Erforschung der Aktivitäten

innerhalb des eigenen Netzwerks

Facebook aber nicht

– und so nutzt das Unternehmen

verschiedenste

Dienste, um Sie innerhalb

des gesamten Webs zu „verfolgen“.

Dies geschieht auf

vielfältige Weise – etwa

durch den Einsatz von Cookies,

Tracking-Pixeln und

Social-Plug-ins wie etwa

Facebook-Like-Buttons.

Untersuchungen belegen,

dass Facebook Ihnen sogar

dann auf den digitalen Fersen

ist, wenn Sie kein Konto

bei dem Online-Netzwerk

unterhalten oder dieses

gelöscht haben.

Zum Glück gibt es kostenfreie

Werkzeuge und

Systemeinstellungen, die

den Datenabgriff auf Mac,

iPhone und iPad erschweren

oder ganz unterbinden

wollen. Wir haben

die wichtigsten für Sie

zusammengestellt.

1

Tracking in Safari unterbinden

Apple hat seinen hauseigenen Safari-Browser mit einem

Tracking-Schutz versehen. Um ihn auf dem Mac zu aktivieren,

öffnen Sie die „Einstellungen“ im „Safari“-Menü. Im

Einstellungsfenster hält Safari einen „Datenschutz“-Reiter

bereit. Setzen Sie in jedem Fall einen Haken bei dem

Punkt „Websiteübergreifendes Tracking verhindern“. Für

das Tracking etwa durch Facebook verwendbare Daten

löscht Safari nun in regelmäßigen Abständen. Wünschen Sie

zudem, dass die aktuell besuchte Webseite Ihre Daten ebenfalls

nicht speichert, können Sie Safari mit der Option „Tracking

durch Websites ablehnen“ veranlassen, bei jedem

Abruf eine entsprechende Unterlassungsaufforderung zu

senden – diese kann die Webseite allerdings ignorieren.

2

Tracking in Chrome unterbinden

Zwar ist Google selbst als äußerst fleißiger Datensammler

bekannt, trotzdem bietet auch deren Webbrowser

Chrome eine bordeigene Funktion zum Unterbinden von

Tracking – allerdings nur für aktuell besuchte Webseiten. Für

die Verhinderung von Webseiten-übergreifender Verfolgung

sollten Sie eine zusätzliche Erweiterung installieren. Sie finden

die Chrome-eigene Funktion in den Programmeinstellungen.

Scrollen Sie bis zu dem Eintrag „Erweitert“, um die

Einstellungen für „Sicherheit und Datenschutz“ zu öffnen.

Aktivieren Sie hier den Punkt „Mit Browserzugriffen eine ,Do

Not Track‘-Anforderung senden“.

3

Tracking in Firefox unterbinden

Da sich Firefox dem Schutz der Privatsphäre verschrieben

hat, wundert es nicht, dass auch der Mozilla-Browser

über einen Eintrag namens „Datenschutz und Sicherheit“

in den Programmeinstellungen verfügt. Der Bereich „Schutz

vor Aktivitätenverfolgung“ gewährt recht umfangreiche Einstellungen.

So können Sie das Webseiten-übergreifende Tracking

wahlweise nur für das private Surfen oder generell

immer unterdrücken lassen. Eine stetige Aufforderung zum

Unterbinden des Speicherns von Daten auf einzelnen Webseiten

versenden Sie mit der Einstellung „Immer“ im Bereich

„Websites eine ,Do Not Track‘-Information senden“.

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


095

20 %

aller deutschen iPhoneund

iPad- Besitzer nutzen

die von Apple mit iOS 10

eingeführte Funktion

„Kein Ad-Tracking“.*

Tracking auf iPhone

4 und iPad unterbinden

Auch den iPhone- und iPad-Versionen

des Webbrowsers Safari hat Apple eine

Anti-Tracking-Funktion gegönnt. Zur

Aktivierung öffnen Sie die „Einstellungen“

Ihres Smartphones beziehungsweise

Tablets und wechseln zum Eintrag

„Safari“. Im Bereich „Datenschutz

und Sicherheit“ schalten Sie die Funktion

„Websitetracking ablehnen“ ein.

Forstwirtschaft

statt Facebook

Wenn Sie Facebook

den Rücken kehren,

haben Sie wahrscheinlich

mehr Zeit

für sich. Die Forest-

App für iPhone und

iPad belohnt Ihre

Abwesenheit vom

Netz: Jedesmal,

wenn Sie sich fokussieren

möchten,

pflanzen Sie einen

Baum. Mit der Zeit

bilden Ihre Bäume

einen Wald. Zahlreiche

Sponsoren pflanzen

sogar wirklich

Bäume und tragen

so zum Klima bei.

Gibt’s auch als Erweiterung

für den Webbrowser

Chrome.

www.forestapp.cc

5

Noch mehr Schutz vor Trackern

mit Browser-Plug-ins

Vielen Nutzern reichen die Bordmittel der Webbrowser

(zurecht) nicht aus. Um eine erhöhte Sicherheit vor dem

Abfischen von Daten zu erreichen, bietet sich der Einsatz

von Browsererweiterungen von Drittanbietern an. Sehr effizient

arbeitet Ghostery, das in Plug-in-Versionen für alle

wichtigen Browser existiert und vor Kurzem als quell offen

deklariert wurde. Die Erweiterung listet in einer sehr schönen

Oberfläche alle blockierten Elemente auf.

Ähnlich populär ist Ublock Origin, das ebenfalls in den

Mac-Versionen für Safari, Chrome und Firefox vorliegt. Zwar

ist die Datenausgabe nicht ganz so ansehnlich und umfangreich

wie bei Ghostery, dafür wurde die Erweiterung jüngst

mit dem Prädikat „Sehr gut“ von der „Stiftung Warentest“

geadelt. Wie Ghostery ist Ublock kostenfrei erhältlich und

dient gleichzeitig als Werbeblocker.

Alternativen zu Facebook

Ich interessiere mich für Aktuelles, folge

Firmen und will andere erreichen: Twitter

Ich schaue mir viele Fotos meiner

Freunde an: Instagram

Ich bin technisch interessiert: Google+

Ich bin künstlerisch interessiert: Ello

Ich kombiniere Bilder und Texte: Tumblr

Ich chatte gern mit Freunden: Nachrichten,

Signal, Telegram, Threema

Ich möchte über Konzerte in der Nähe auf

dem Laufenden bleiben: Bandsintown

Schutz im gesamten Netzwerk

Der eBlocker schützt als externe Hardwarelösung alle

in einem WLAN angemeldeten Geräte – ganz gleich, ob

es sich etwa um Macs, iPhones, iPads, Windows-Rechner

oder Android-Geräte handelt. Einmal an den Router

angeschlossen, blockiert die deutsche Datenschutzlösung

Tracker, verwischt den digitalen Fingerabdruck im

Netz und schützt vor Malware und Phishing.

*Quelle: Berliner Analyseunternehmen Adjust (2016)

MAI 2018 | MAC LIFE


096

TIPPS & PRAXIS

Schutz im Internet

Anonym und sicher im Web

Kein Zweifel: Beim Websurfen mit iPhone und Mac sind Sie gut vor Malware gefeit. Vor manchen

Internet-Gefahren müssen Sie sich aber auch als Apple-Anwender schützen.

TEXT: STEPHAN WIESEND

Unzählige Hackerangriffe

haben in der letzten Zeit

viele Internetnutzer verunsichert

– selbst unter Mac-

Anwendern kommen Bedenken ob

ihrer Sicherheit im Netz auf. Mac-

Malware ist zwar so selten wie ein

schadstoffarmer Diesel-PKW, trotzdem

gibt es immer wieder ärgerliche

Vorfälle: Beim Surfen wird

der Browser per Javascript-Pop-up

blockiert, Anbieter wie Yahoo verlieren

Datenbanken mit Millionen

ihrer Anmeldedaten, und Online-

Werber sammeln neben Kaufgewohnheiten

intime Gesundheitsdaten.

Unter Umständen ruft dann

noch ein angeblicher Mitarbeiter

von Microsoft bei Ihnen per Telefon

an und will Sie zur Installation

einer Fernsteuerungssoftware

überreden.

In unserem Artikel haben wir

die empfehlenswerten System-

einstellungen und Safari-Voreinstellungen

für Apple-Anwender

aufgelistet. Viele für Windows-

Nutzer gedachte Tipps sind auf

dem Mac wenig sinnvoll und auch

die Bedrohungslage ist anders.

So ist ein Virenscanner auf einem

iPhone und iPad schlicht unnötig.

Brauche ich eine Firewall?

Es gibt unzählige Tipps, wie man

seinen Mac und sein iPhone absichern

kann. Meist handelt es sich

dabei aber um keine Auswahl,

sondern eine Sammlung aller

Möglichkeiten. Mit jedem weiteren

Werkzeug und zusätzlicher

Absicherung wird die Bedienung

aber unkomfortabler. Nach unserer

Meinung sollte man hier etwas

Augenmaß bewahren. So macht

die alltägliche Nutzung eines

Mac mit stark eingeschränkten

Nutzerrechten und zickigen

Die Freeware

UXProtect

zeigt, welche

Malware

von Apples

Sicherheitssystem

geblockt

wird und kann

auch manuell

verdächtige

Dateien

überprüfen.

Virenscanner auf Dauer wenig

Freude. Vor allem bei der Installation

von Sicherheits-Tools sollte

man Zurückhaltung üben – viele

Apps bringen wenig und machen

Ihren Mac schnell instabil.

Viele Sicherheitstools sind

außerdem weniger für Heimanwender

als für Netzwerkprofis

konzipiert. Ein Beispiel dafür ist

von uns sehr geschätzte Netzwerkprogramm

Little Snitch. Das

Tool ist eine tolle Sicherheitssoftware,

die jede ein- und ausgehende

Netzwerkverbindung

überprüft und meldet. Interessierte

können damit nebenbei viel

über Netzwerktechnologie lernen

– und oft sind es sogar Little-

Snitch-Nutzer, die noch unbekannte

Malware entdecken.

Für die meisten Heimanwender

ist die „kleine Petze“ aber völlig

ungeeignet. Sind doch die häu-

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


097

figen Warnmeldungen nicht nur

nervend, in den überwiegenden

Fällen handelt es sich zudem um

völlig ungefährliche Verbindungen

zu Update- oder Time-Servern

und anderen Standardverbindungen.

Für Anwender, die nur

bei Facebook aktiv sind und etwas

Nachrichten lesen wollen, ist dies

einfach ein Informations-Overkill.

Auch sogenannte Virtual Private

Networks (VPNs) werden

aktuell als Sicherheitsfunktion

stark beworben, allerdings

ist für Heimanwender der Nutzen

begrenzt. Einen ausführlichen

Artikel zu diesem Thema

finden Sie auf unserer Webseite

www.maclife.de.

Router nicht vergessen!

Für Mac und iPhone besteht

wenig Grund zur Sorge vor Angriffen

im Netzwerk. Bei einem häuslichen

DSL-Anschluss verbindet

sich der Mac ja nicht per Modem

direkt mit dem Internet, sondern

nutzt in der Regel einen zwischen

Mac und Web stehenden Router.

Dieser wirkt bereits als eine Art

Firewall gegenüber Angreifern.

Was allerdings viele nicht wissen:

Auch ein Router kann Sicherheitslücken

aufweisen und sollte

regelmäßig aktualisiert werden

– ganz wie ein Mac. Die meisten

Router bieten bereits eine automatische

Updatefunktion, die

Konfiguration sollte man aber

regelmäßig auf der Konfigurationsseite

des Browsers überprüfen.

Dazu muss man per Browser

nur die IP-Adresse des Routers

eingeben (bei der Fritzbox lautet

die Adresse http://192.168.178.1).

Ein kleiner Tipp: Bei den meisten

Routern ist die Adresse zum

Aufruf der Konfigurationsseite

auf der Unterseite des Gerätes

aufgedruckt.

Werbeblocker: Verbessern

sie die Sicherheit?

Online-Werbung ist lästig, für

die Finanzierung kostenlos nutzbarer

Webauftritte aber unerlässlich.

Allerdings sind einige

der Werbeaktivitäten nicht völlig

ungefährlich: Angreifer nutzten

nämlich immer wieder – ohne

Wissen der Betreiber – Werbeserver,

um Phishing-Attacken zu

starten. Beim Besuch einer Webseite

wie etwa „welt.de“ oder

„focus.de“ wird man dann per

Javascript auf eine Seite geleitet,

die den Gewinn eines iPhone

oder einen anderen „Hauptgewinn“

verspricht.

Ziel der sogenannten Phisher

ist vor allem das Sammeln von

Personendaten. Datenbanken mit

Adresse, E-Mail und Telefonnummer

leichtgläubiger Konsumenten

kann man im Web gegen relativ

hohe Beträge weiterverkaufen

– etwa an Telefonmarketing-Firmen.

Gefährlich sind diese Aktionen

nicht. Man wird zwar mit fiesen

Javascript-Befehlen auf eine

bestimmte Seite umgeleitet, kann

diese Seite oder den Webbrowser

aber einfach schließen. Unter iOS

kann man den Browser notfalls

mithilfe des Programmwechslers

beenden.

100 Prozent Sicherheit

dank XProtect?

Unter Windows und Android

sind Virenscanner

eine Selbstverständlichkeit,

mit XProtect

hat Apple auch auf dem

Mac eine Art „Virenscanner

Lite“ vorinstalliert.

Apples integrierter Malwareschutz

erkennt

Schadsoftware an ihrer

sogenannten Signatur,

also gewissermaßen

ihrem Fingerabdruck. Das

ist zwar ein guter Schutz

gegen bekannte Mac-Malware,

dazu muss das Tool

diese aber bereits kennen.

Schon leichte Abänderungen

einer Malware

machen die Schadsoftware

unsichtbar für XProtect.

Leider unterstützt

der Scanner nur Downloads,

manuelle Scans

sind nicht möglich. Seit

kurzem gibt es mit UXprotect

ein Werkzeug, das

auch manuell Dateien

prüfen kann und dazu

auf XProtect zugreift. Das

interessante Tool ist aber

noch im Betastadium

und richtet sich eher an

Sicherheitsforscher.

Workshop: So erstellen Sie ein Warnsystem

für verdächtige Systemzugriffe

1

Um

beim Systemstart automatisch

zu starten, kopieren Apps bei der

Installation eine Textdatei in einen

von fünf Launch-Ordner. Dass

eine App hier eine Datei ablegen

will, kann Ihnen eine Ordneraktion

anzeigen.

2

Klicken

Sie mit der rechten Maustaste

auf einen der Ordner. Sie

sehen unter „Dienste“ den Eintrag

„Ordneraktionen konfigurieren“.

Das System überwacht dann den

Ordner permanent und startet eine

von Ihnen festgelegte Aktion.

3

Sie

können dem Ordner eine

Aktion zuweisen. Wir empfehlen

das Standardskript „add - new

item alert“. Will eine Adware eine

Einstellungsdatei in einen Startordner

legen, sieht man dann ein

Warnfenster.

MAI 2018 | MAC LIFE


098

TIPPS & PRAXIS

Schutz im Internet

Werbeblocker sind also eigentlich

nicht nötig, aber einfach zu

installieren. In Safari kann man

sie unter anderem mit der Menüleistenfunktion

„Safari“ > „Safari-

Erweiterungen“ installieren. Auch

auf dem iPhone und iPad kann

man per App Store Werbeblocker

installieren, empfehlenswert ist

etwa eine App wie Crystal.

Will man hingegen vor allem

Tracking-Dienste blockieren,

hat sich die Lösung Ghostery

bewährt. Die Erweiterung liefert

zudem umfassende Informationen,

welche Seite welche Trackingdienste

benutzt. Nutzt man

Safari 11 unter High Sierra, finden

wir aber den integrierten Tracking-Schutz

praktikabler, den

man mithilfe der Systemeinstellung

„Datenschutz“ aktiviert. Ähnlich

einem Spam-Filter löscht

das System dann Cookies, die

der Nutzer offensichtlich nicht

benötigt.

Adware und Virenscanner:

Warum habe ich plötzlich

ein Tuning-Tool in meinem

Programme-Ordner?

Theoretisch kann man seinen

Rechner schon beim bloßen

Besuch einer Webseite mit

einer Schadsoftware infizieren.

Diese sogenannten Drive-

By-Downloads sind unter Windows

eine große Gefahr, aber auf

Macs so gut wie ausgeschlossen.

Die meisten Opfer von Mac-Malware

installieren die Schadsoftware

selbst. Hacker machen sich

etwa zunutze, dass man bei der

Installation eines Freeware-Tools

In den vergangenen

Monaten

sind sie

geradezu eine

Pest geworden:

Plötzliche Popups,

die einem

beim Besuch

einer Webseite

den Gewinn

eines iPhone

oder kleinerer

Geldsummen

versprechen.

schnell mal ein Info-Fenster wegklickt

oder allzu schnell ein Passwort-Fenster

bestätigt.

Ob man auf dem Mac einen

Virenscanner benötigt, ist eine

alte Streitfrage. Surft man mit

einem aktuellen Mac oder iPhone,

ist man auch ohne zusätzliche

Schutzvorrichtungen sicher.

Angriffe auf iOS-Geräte kommen

in der Praxis kaum vor, und nur

selten gibt es Malware-Attacken

auf Macs. Arbeitet man allerdings

oft mit Windows-Kollegen zusammen

oder erstellt Projekte für PC-

Nutzer, kann eine regelmäßige

Prüfung der Daten sinnvoll sein –

um die Windows-Anwender nicht

mit PC-Viren zu belästigen.

Das Hauptproblem: Antivirenscanner

mit sogenanntem Wächterprogramm

laufen im Hintergrund

und greifen tief ins System

ein. In der Praxis sorgen sie deshalb

oft für mehr Ärger als sie

verhindern: So kann ein schlecht

programmierter Scanner etwa

das System einfrieren lassen,

Back-ups verlangsamen und

auch eine Kernel-Panic verursachen.

Den meisten Heimanwendern

würden wir deshalb von

einem permanent aktiven Scanner

abraten.

Mac und iPhone

sind relativ sicher,

Ihre Online-Konten

sind es nicht!

Online-Konten sind schnell gekapert: Durch ein

schwaches Passwort gerät der vernachlässigte

Account unter fremde Kontrolle. Nach einigen

Datendiebstählen sind Name/Passwort-Kombination

von hunderten Millionen an Nutzern

im Internet veröffentlicht, die Hacker automatisiert

bei anderen Accounts durchprobieren. Das

Problem: Viele Anwender verwenden dasselbe

Passwort für mehrere Accounts. Sie sollten für

jeden Account ein anderes Passwort verwenden.

Außerdem kann man bei fast allen Webdiensten

die 2-Faktor-Authentifizierung nutzent. Beispielsweise

per SMS: Hat man diese aktiviert, kann man

sich danach nur noch von autorisierten Rechnern

anmelden. Seine eigenen Geräte schaltet man

durch eine per SMS zugeschickte PIN frei, der

Hacker mit einem fremden Computer hat dagegen

keine Chance mehr: Er hat vielleicht Ihr Passwort,

kann ohne SMS mit Pin aber nicht auf Ihren

Ebay- oder Twitter-Account zugreifen.

Überdies schützen viele Scanner

nur begrenzt vor Adware, da

es hier rechtliche Einschränkungen

für die Scanner gibt. Seiten

wie „Macupdate.com“ und „Chip.

de“ verbreiten gelegentlich spezielle

Installer, die zusätzlich zu

dem gewünschten Programm

noch weitere werbefinanzierte

Demoversionen installieren. Nach

der Installation etwa von Onyx

oder VLC findet der Anwender

dann plötzlich auch das Tool Macbooster

in seinem „Programme“-

Ordner. Einen Virus nennen dies

viele Betroffene. Genaugenommen

handelt es sich aber nicht

um Malware, sondern um Adware

oder eine PuA – eine „Potenziell

unerwünschte Anwendung“.

Viele Hersteller von Antivirensoftware

tun sich mit diesen Tools

schwer, da es sich ja nicht um

illegale Software, sondern vom

Anwender selbst installierte

Demoversionen handelt. So ist

auch das unerwünscht installierte

Tool keine Malware, sondern

meist eine völlig normale Software.

Antivirensoftware hat bei

Software dieser Art wechselnde

Erfolgsquoten.

In einem kürzlich veröffentlichten

Test von Antivirenprogrammen

für den Mac des Instituts

AV-Test erzielte etwa der

renommierte Antivirenscanner

von Kaspersky bei Malware hervorragende

Ergebnisse, bei den

umstrittenen PuAs hingegen nur

eine Erfolgsquote von 40 Prozent.

Besser schnitten dagegen

Alternativen wie Avast, Bitdefender

und Eset ab. Für die gelegentliche

Suche nach Adware genügt

aber die kostenlose Version von

Bitdefender, die man im App

Store findet.

Wir empfehlen jedoch eher,

alle paar Monate den Mac mit

dem Werkzeug Malwarebytes for

Mac zu überprüfen. Man kann die

App auch ohne Registrierung in

einem kostenlosen Modus nutzen.

Wir empfehlen allerdings,

das Programm für den Scan zu

installieren, dann aber wieder

zu deinstallieren. Die vor kurzem

neu programmierte kostenpflichtige

Version mit Hintergrundscanner

machte auf uns

bislang einen wenig ausgereiften

Eindruck.

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


099

Workshop: Mit diesen Einstellungen

bietet Safari bestmögliche Sicherheit

1

Nutzt

man Safari als Browser, hat

man gegenüber Alternativen wie

Chrome oder Firefox einen großen

Vorteil: Jede heruntergeladene

Datei wird automatisch durch

einen systemeigenen Malware-

Filter geprüft.

2

Unter

der Safari-Voreinstellung

„Allgemein“ gibt es die Einstellung

„Sichere Dateien nach dem Download

öffnen“. Die Gefahr, die davon

ausgeht, ist aktuell zwar gering,

man sollte die Funktion aber

deaktivieren.

3

Schalten

Sie „Websiteübergreifendes

Tracking verhindern“

ein. Damit sorgen Sie dafür, dass

sogenannte Tracking-Cookies

automatisch ausgefiltert werden.

Das schützt vor allem Ihre

Privatsphäre.

4

Öffnen

Sie in den Einstellungen

von Safari den Eintrag „Websites“

und scrollen Sie zu „Plug-ins“. Achten

Sie darauf, dass die Plug-ins

Flash-Player, Java und Adobe Reader

(falls vorhanden) deaktiviert

sind.

5

Apples

Firewall finden Sie in der

Systemeinstellung „Sicherheit“.

Schalten Sie sie mit „Firewall aktivieren“

ein. Das ist wichtig, wenn

Sie in fremden WLANs surfen.

Erfahrene Anwender bietet sie weitere

Feineinstellungen.

6

Prüfen

Sie unter „App Store“, ob

die Option „Systemdatendateien

und Sicherheits-Updates installieren“

aktiv ist, damit Apples Malware-Filter

auf dem aktuellen

Stand sind.

7

Werbung

finanziert viele Webauftritte,

ist aber lästig! Mit dem

Menüeintrag „Safari > Erweiterungen“

können Sie von Apple bereitgestellte

Werbeblocker wie Adamant

oder Adguard installieren.

8

Ihre

Social-Media-Konten können

Sie mit einer 2-Faktor-Autorisierung

schützen. Fast alle wichtigen

Dienste wie Twitter, Gmail, Facebook,

iCloud, Ebay unterstützen

diese Technik.

9

Trotz

aller Vorsichtsmaßnahmen:

Adware oder Malware vermag

doch auf den Mac zu gelangen

– und alle paar Monate kann ein

Scan nicht schaden. Kostenlos ist

dies etwa mit der App Bitdefender

möglich.

MAI 2018 | MAC LIFE


100

TIPPS & PRAXIS

Mac absichern

Sicherheit und

Datenschutz

Für viele Anwender gilt der Mac so sicher gegen

Angriffe wie Fort Knox. Obschon dies ins Reich der

IT-Mythen gehört, ist er mit den richtigen Einstellungen

tatsächlich relativ sicher. Wie Sie diese vornehmen,

erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

TEXT: UWE ALBRECHT

Der Ruf des Mac, im Vergleich

mit Windows oder Android

weit weniger anfällig für

Malware und Angriffe von

Außen zu sein, hat unterschiedliche

Gründe. Einen der maßgeblichsten

dafür verkennen

viele Anwender. Und zwar den,

dass Macs weit weniger verbreitet

sind als Windows-PCs und sie

daher Hackern, Programmierern

von Viren und anderen „dunklen

Gestalten“ als Angriffsziel

weniger begehrenswert erscheinen.

Entsprechende Malware für

macOS oder auch Versuche, Macs

unter fremde Kontrolle zu bringen,

sind deswegen bislang eher

Randerscheinungen.

Dies muss aber nicht so bleiben.

Je verbreiteter der Mac vor

allem in Unternehmen ist, desto

wahrscheinlicher wird es auch,

dass die Plattform ins Fadenkreuz

einschlägiger Personenkreise

geraten. Auch die Gefahr

erpresst zu werden, steigt, gelten

Mac-Anwender doch gemeinhin

als finanzstark. So ist es zumindest

theoretisch möglich, dass

ein Erpresser in den Besitz der

Apple ID gelangt, dann mithilfe

der Funktion „Meinen Mac finden“

den Mac sperrt und diesen erst

gegen Zahlung einer höheren

Geldsumme wieder freigibt.

High Sierra – löchrig wie ein

Schweizer Käse?

Dass in den vergangenen Monaten

– vor allem im Zusammenhang

mit dem Upgrade auf

macOS High Sierra – zahlreiche

Sicherheitslücken aufgedeckt

und bekannt wurden, trägt in diesem

Zusammenhang auch nicht

gerade zur Beruhigung bei. So

waren zum Beispiel Kennwörter

zur Verschlüsselung von Laufwerken

im neuen Apple-Dateisystem

unter Umständen im Klartext in

den Protokolldateien von macOS

zu finden – und das Root-Benutzerkonto

für Superadministratoren,

mit dem man auf wirklich

alle (System-)Dateien des macOS

zugreifen kann, war plötzlich

nicht mehr durch ein Kennwort

geschützt. Die Lücken wurden

zwar recht schnell durch Updates

geschlossen, diese zogen aber

zum Teil weitere Probleme nach

sich, welche dann erneut durch

Aktualisierungen beseitigt werden

mussten.

Mittlerweile hat Apple aber

erfreulicherweise – wohl aufgeschreckt

durch die anfänglichen

Probleme bei macOS High Sierra

– reagiert. So soll beim diesjährigen

Update das Hauptaugenmerk

nicht etwa auf neuen Funktionen,

sondern auf der Beseitigung

von Fehlern liegen, um den Mac

noch sicherer und schneller zu

machen.

So machen Sie Ihren Mac

sicherer

Trotz all dieser zurückliegenden

Sicherheitslücken ist macOS

durchaus als sicheres Betriebssystem

zu bezeichnen – jedenfalls

im Vergleich mit Windows

oder gar Android. Allerdings ist

dies „Out of the box“ nur eingeschränkt

der Fall. Neben den Einstellungen,

durch die Sie Apple

Schalten Sie,

falls nichts

dagegen

spricht, bei

Bedarf Bluetooth

und

WLAN ab.

während der Ersteinrichtung des

Mac oder der Neuinstallation von

macOS führt, sollten Sie anschließend

noch weitere Konfigurationen

vornehmen und die Bordmittel

des macOS entsprechend

nutzen. Bitte beachten Sie jedoch,

dass viele der folgenden Sicherheitsmaßnahmen

und Einstellungen

zu Lasten des Bedienungskomforts

von macOS gehen

können. Sie sollten also versuchen,

einen auf Ihre Bedürfnisse

zugeschnittenen Mittelweg zwischen

Komfort und Sicherheit zu

finden.

Falls Sie keine dauerhafte Bluetooth-

und WLAN-Verbindung

benötigen, zum Beispiel weil Sie

mit einer per USB angeschlossenen

Tastatur und Maus arbeiten

und Ihr Mac mit einem Ethernetkabel

mit dem Router verbunden

ist, können Sie die WLAN- und

Bluetooth-Verbindung kappen.

Klicken Sie dazu rechts in der

Menüleiste auf die entsprechen-

MAC LIFE | MAI 2018

WWW.MACLIFE.DE


101

den Symbole und wählen Sie

jeweils den Befehl „Bluetooth

deaktivieren“ beziehungsweise

„WLAN deaktivieren“.

Der iMac, das MacBook und

das MacBook Pro verfügen

über einen integrierte iSight-

Kamera. Normalerweise leuchtet,

sobald die Kamera von einer App

benutzt wird, neben der Kameralinse

eine grüne LED auf. Findige

Hacker und Spione können diese

außer Kraft setzen, indem sie

online auf die Kamera zugreifen.

Einige Anwender kleben deshalb

einen Post-it-Zettel oder Ähnliches

auf die Kamera. Eleganter

können Sie die Kamera mit der

App Oversight steuern. Nach der

Installation benachrichtigt Sie

die App, wenn ein Zugriff auf die

Kamera und das Mikrofon erfolgt.

Anschließend können Sie solche

Zugriffe per Mausklick unterbinden

oder erlauben.

Betriebssystem und Software

Apple stellt für macOS und seine

Apps regelmäßig Aktualisierungen

zur Verfügung. Diese sollten

Sie möglichst schnell installieren.

Durch die Updates werden nicht

nur Fehler beseitigt und neue

Funktionen hinzugefügt, sondern

auch sicherheitsrelevante Lücken

geschlossen, die unter Umstän-

Die kostenlos App Oversight überwacht den Zugriff auf

Kamera und Mikrofon Ihres Mac.

Workshop: Sicherheitseinstellungen

für Ihr Benutzerkonto

1

Wählen

Sie ein sicheres Kennwort

für Ihr Benutzerkonto aus

Kleinbuchstaben, einem oder

zwei Großbuchstaben sowie Ziffern,

welche Sie sich gut merken

können. Oder nutzen Sie den

Kennwortassistenten.

2

Öffnen

Sie dazu „Benutzer & Gruppen“

in den Systemeinstellungen.

Klicken Sie links auf Ihren Benutzernamen

und dann auf „Passwort

ändern“. Mithilfe des Schlüsselsymbols

rufen Sie den Kennwortassistenten

auf.

3

Nach

der Eingabe des alten Kennworts

sowie – zweimal – des neuen

Kennworts und einer Merkhilfe

legen Sie mit dem Eintrag „Passwort

ändern“ das neue Kennwort

fest.

4

Lassen

Sie niemals jemanden Ihr

Konto am Mac benutzen. Möchten

Sie eine dritte Person an Ihrem

Mac arbeiten lassen, aktivieren Sie

besser das Gastbenutzer-Konto.

Wählen Sie links den Eintrag „Gastbenutzer“

aus.

5

Aktivieren

Sie anschließend rechts

den Eintrag „Gästen erlauben, sich

an diesem Computer anzumelden“.

Ein Kennwort wird in diesem

Fall nicht benötigt. Zusätzlich können

Sie bei Bedarf die „Kindersicherung

aktivieren“.

6

Damit

während Ihrer Abwesenheit

niemand Zugriff auf Ihren Mac hat,

aktivieren Sie unter „Sicherheit“

und „Allgemein“ in den Systemeinstellungen

die Funktion „Passwort

erforderlich sofort nach Beginn

des Ruhezustands“.

MAI 2018 | MAC LIFE


102

TIPPS & PRAXIS

Mac absichern

den Malware-Programmierer

oder Hacker nutzen könnten, um

auf Ihren Mac und Ihre Daten

zuzugreifen.

Um die Updates zu installieren,

öffnen Sie den App Store und klicken

Sie in der Symbolleiste auf

„Updates“ und anschließend auf

„Alles updaten“ rechts oben. Um

die Aktualisierungen gleich automatisch

installieren zu lassen,

aktivieren Sie in den „App Store“-

Einstellungen die Option „Automatisch

nach Updates suchen“

sowie die darunter eingerückten

Optionen.

Malware gelangt oftmals im

Verbund mit Apps und Software

aus zweifelhaften Quellen auf

Ihren Mac. Wollen Sie dies verhindern,

so schränken Sie deren Installation

ein. Öffnen Sie dazu die

Systemeinstellungen und klicken

Sie dort auf „Sicherheit“ und den

Eintrag „Allgemein“. Dort aktivieren

Sie „Apps-Download erlauben

von: App Store oder App Store

und verifizierten Entwicklern“.

Nun dürfen Sie nur noch die Programme

ohne Sicherheitsabfrage

auf dem Mac installieren, die aus

dem App Store oder von anderen

von Apple zertifizierten Entwicklern

stammen.

Bitte denken Sie auch daran,

alle anderen Programme, die Sie

nicht aus dem App Store beziehen,

auf dem aktuellen Stand zu

halten!

Apple ID

Um Ihren Mac oder Ihr iPhone

und iPad sinnvoll und uneingeschränkt

zu nutzen, ist eine Apple

ID als klare Benutzerkennung

erforderlich. Diese benötigen Sie

nicht nur bei der Installation von

macOS und der Einrichtung der

iCloud, sondern auch, um im App

Store und im iTunes Store Inhalte

zu erwerben. Wer sich im Besitz

Ihrer Apple ID befindet, kann also

ziemlich viel damit anstellen.

Daher sollte diese nicht nur durch

ein sicheres und nicht leicht zu

erratendes Kennwort abgesichert

werden, Sie sollten auch die

von Apple angebotene Zwei-Faktor-Authentifizierung