Ypsilon - 04-2020 - Starke Männer

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Burnout

Wenn die Kraft

verloren geht

Laien

Schafe, nicht Hirten

starke

männer

Was uns Kraft gibt

Magazin für Männer – Katholische Männerbewegung – Ausgabe 04/2020


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Foto: BMF/Adobe Stock

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grüss gott

Geist der Stärke

Liebe Y-Leser und -Leserinnen!

Es ist jetzt etwas mehr als zwanzig Jahre her, dass ich „ganz unten“ war. Noch „funktionierte“

ich damals zwar einwandfrei – sowohl was Beruf als auch die ehrenamtlichen

Tätigkeiten betraf –, aber innerlich war ich so weit, dass ich fast ALLES hingeworfen

hätte. Aber irgendwo konnte ich doch Kraft finden – sonst würde ich heute diesen Artikel

nicht schreiben. Was war das?

Ich lade euch ein, dem Geist

Gottes auch selber nachzuspüren.

Er ist leise, manchmal

sehr eigenwillig und vor allem:

Er lässt sich nicht zwingen.

Aber ich habe „mit ihm die

besten Erfahrungen“ gemacht.

In früheren Jahren machte ich wiederholt die Erfahrung, dass mir der Geist Gottes als

Geist der Stärke geholfen hat – nicht immer so, wie ich es erhofft hatte, aber immer wieder

so, dass es gut ausging. Und durch Taufe und Firmung ist uns allen seine Hilfe zugesichert.

Beim Mitfeiern von Gottesdiensten wurde ich mir dieser Kraft wieder bewusst, und so

konnte ich – auch wenn es für alle Beteiligten schmerzhaft war – manch lähmende

Struktur (auch die Familie war davon betroffen) verlassen. Dieses Vertrauen in den Hl.

Geist möchte ich mir bewahren, denn daraus kann ich Kraft und Stärke schöpfen.

Wolfgang Förg-Rob | Vorsitzender der KMB Innsbruck

Inhalt

Coverfoto: Bruce Mars; Foto: Privat

Schwerpunkt

STARKE MÄNNER

04 Was gibt Männern Kraft?

07 X an y Wie die Paarbeziehung zur Kraftquelle wird

09 GOtt bewegt Kann mir Religion gestohlen bleiben?

10 Meine Kraftquelle Acht Männer erzählen

12 Burnout Wenn die Kraft verloren geht

Das nächste Ypsilon erscheint am 17.11.2020

Schwerpunkt: Grundfragen des Glaubens

16 Schafe, nicht Hirten!

Keine kollegiale Leitung

von Pfarren

18 80 Jahre

theologische Fernkurse

Dem Glauben auf der Spur

20 Kurz und gut

Impressum

22 Brennen, Durchhalten

und der Wille,

es zu schaffen

Interview mit Extremtaucher

Christian Redl

Ypsilon 04/2020 3


In die

männliche

Kraft

kommen


SCHWERPUNKT

Wie ein Mann seine leeren Krafttanks wieder auffüllt, ist höchst individuell. Ob beim Sport,

in der Natur oder beim Bier mit dem besten Freund: Hauptsache, er nimmt sich Zeit, seine

Kraftquellen anzuzapfen. Und trickst dafür, wenn nötig, den inneren Schweinehund aus.

Denn – Achtung Spoiler! – abendliches Lümmeln vor dem Fernseher bietet keine echte Erholung.

Sandra Lobnig

Christoph Enzinger ist tiefenentspannt. Der Oberösterreicher

liegt in der Hängematte im Garten seines Hauses, umgeben von

Mühlviertler Wiesen und Feldern. Die Vögel zwitschern. Ein

leichter Wind bringt die Blätter rundherum zum Rascheln.

Sonst ist es still.

Fotos: Kornel Mahl; Patrick Hendry

„Die Stille“, sagt der Softwareentwickler, „ist definitiv eine meiner

Kraftquellen.“ Mindestens einmal in der Woche nimmt sich

Enzinger bewusst dafür Zeit. Nicht liegend in der Hängematte,

sondern meist sitzend mitten im Wohnzimmer des Einfamilienhauses,

das der 51-Jährige mit seiner Frau und den zwei jugendlichen

Kindern bewohnt. Hin und wieder begleitet vom Gong

einer Klangschale, manchmal eingeleitet mit einem kurzen Gebet.

„Für mich ist das wirklich eine Quelle der Ruhe einerseits

und der Kraft andererseits.“

die stille ist definitv

eine meiner kraftquellen.

christoph enzinger

Darüber hinaus besucht Enzinger regelmäßig Gruppenmeditationen

für Männer in Wien. Dort schweigt und meditiert man

nebeneinander – und tauscht sich danach darüber aus. Dass

ausschließlich in der Ruhe die Kraft liegt, stimmt für Christoph

Enzinger aber nicht. Da ist außerdem die Musik, selbst gemacht

am Klavier, an der Orgel oder mit dem Saxophon. „Ich spiele fast

täglich Klavier. Am besten kann ich mich entspannen, wenn ich

vor mich hinspiele“, sagt Enzinger. „Aber ich liebe es auch, für

andere zu musizieren, zum Beispiel bei Geburtstagsfeiern. Das

mach‘ ich narrisch gern.“ Und dann sind da die Männerredekreise,

derzeit zwei, die Enzinger besucht und mitorganisiert. Die

sind für ihn Kraftquellen schlechthin. Etwas, was er sich für jeden

Mann wünschen würde. Eine persönliche Entdeckung, über

die der Oberösterreicher viel zu erzählen hat. Doch dazu später.

Ypsilon 04/2020 5


SCHWERPUNKT

Das Wissen, leistungsfähig zu sein,

eine Familie versorgen zu können,

ist für viele Männer sehr wichtig.

Frank-Gerald Pajonk

Wichtig: Das Wissen, leistungsfähig zu sein

Musik, Meditation, beim Klettern an körperliche Grenzen gehen,

an einem Fahrzeug herumschrauben, das Feierabendbier

mit dem besten Freund oder ganz etwas anderes: Wie Männer

ihre leeren Krafttanks wieder aufladen, sei ganz und gar individuell,

sagt Frank-Gerald Pajonk, Arzt, Psychiater und Leiter der

Praxis Isartal im Kloster Schäftlarn südlich von München. Auch

wenn es durchaus Tätigkeiten und Erfahrungen gebe, aus denen

viele Männer Kraft schöpfen würden. Männer, sagt Pajonk, würden

tendenziell anders mit Stress und körperlichen und emotionalen

Bedürfnissen umgehen als Frauen. „Männer neigen eher

dazu, ihre Lebensbereiche zu ‚partitionieren‘, anstatt sie zu integrieren.

Das heißt, die einzelnen Teile – der Teil Familie, der Teil

Beruf, der Teil Freizeit beispielsweise – stehen nebeneinander.

Wenn sie in einem dieser Bereiche Stress haben, können sie ihn

durch einen anderen Bereich wieder ausgleichen.“ Ein Vorteil –

einerseits. Andererseits bestehe die Herausforderung darin, die

voneinander getrennten Bereiche innerhalb der einen eigenen

Persönlichkeit zu integrieren.

Noch ein Charakteristikum vieler Männer, das sowohl Energie

geben als auch rauben kann: „Das Wissen, leistungsfähig zu

sein, eine Familie versorgen zu können, ist für viele Männer

sehr wichtig. Auch wenn es nicht immer ausgesprochen wird,

sind Dinge wie ein Haus, Urlaub oder das Auto klassische Motive,

die Männer antreiben.“ Antreiber, die auch schnell zur Erschöpfung

führen würden. Dann nämlich, wenn es Männer mit

der Anstrengung dafür übertreiben. Oder wenn sie das Gefühl

haben, zu versagen und nicht das zu schaffen, was sie möchten.

Frank-Gerald Pajonk: „Dann können Männer sogar depressiv

werden.“

Keine Erholung durch Fernsehen und Handy

Wer – aufgerieben zwischen den Anforderungen in Beruf und

Familie und körperlich und emotional erschöpft – jeden Abend

auf der Couch vor dem Fernseher liegt, dürfe sich davon keine

wirkliche Erholung erwarten, sagt Pajonk. Denn Fernsehen, genauso

wie das Surfen im Internet oder Computerspielen am

Handy, seien bestenfalls Formen der Ablenkung und Zerstreuung,

jedoch keine echten Kraftquellen. „Es gibt aktive und

passive Formen der Erholung. Sport, Meditation oder auch ein

Saunabesuch sind aktiv. Zu den passiven Formen zählt, ein Buch

zu lesen oder gute Musik zu hören. Fernsehen gehört nicht

einmal zu den passiven Erholungsformen“, erklärt Pajonk.

Krafttanken habe viel mit Pause-Machen zu tun. Das sei ein

physiologisches Prinzip, das generell im Menschen angelegt ist.

„Unser Organismus ist geprägt von Aktivität und Pause. So ist

das beim Herzschlag, bei der Atmung oder bei der Darmtätigkeit,

und so funktioniert auch unser Lebensrhythmus.“ Bloß,

6 YPsilon 04/2020


X an Y

Wie die Paarbeziehung

zur Kraftquelle wird

Fotos: Privat; Rhand McKoy; Beziehungsleben.at

das Handy aus der Hosentasche zu ziehen, geht leichter, als sich

morgens um sechs zum Joggen aufzuraffen. Was also tun gegen

den inneren Schweinehund, der es oft schwer macht,

bekannte Kraftquellen anzuzapfen? Priorisieren und wenn notwendig

Unterstützung von anderen holen, empfiehlt Pajonk.

„Man muss sich zuerst deutlich machen, dass das, was man tun

möchte, jetzt wirklich wichtig ist. Und dann kann man sich

selbst Mut zusprechen, zum Beispiel mit Sätzen wie ‚Du

schaffst das!‘,‚Es wird dir danach besser gehen‘.“ Hilft das alles

nichts, verabredet man sich am besten mit einem Freund. Denn

wenn der in aller Frühe an der Straßenecke wartet, fällt es auch

leichter, aus dem Bett und in die Turnschuhe zu hüpfen.

Ich bin nicht allein

Mit dem inneren Schweinehund hat Christoph Enzinger weniger

zu kämpfen. Er weiß, was ihm guttut und setzt sich, wenn er

das Bedürfnis hat, ans Klavier oder zum Meditieren ins Wohnzimmer.

Dafür ist er vor einigen Jahren in eine heftige Midlifecrisis

geschlittert. Und hat nahezu zeitgleich Männerredekreise

für sich entdeckt. Ein Segen für ihn. „Ich habe in meiner Krise

gedacht, ich bin der einzige, der sich verlassen fühlt, der diese

blöden Probleme hat, die sich nicht lösen lassen. Im Redekreis

hatte ich ein Aha-Erlebnis: Ich bin nicht allein. Auch den anderen

geht’s so oder sogar noch schlimmer.“ Seitdem gehören

Männerredekreise zu Enzingers Leben und haben sich für ihn

zu einer echten Kraftquelle entwickelt.

Das Prinzip ist einfach: Ein so genannter Redestock liegt in der

Mitte und wird an den Mann weitergereicht, der etwas sagen

möchte. „Die Redestockmethode ist genial. Besonders für introvertierte

Männer, die meinen, andere in der Runde hätten eh

schon alles gesagt. Sie erleben, dass alle Männer gleichwertig

und gleich wichtig sind. Denn wer den Redestock hat, bekommt

ungeteilte Aufmerksamkeit.“ Diskussionen seien in einer derartigen

Männerrunde fehl am Platz. Ebenso wie Belehrungen einzelner,

die sich im Gespräch besser als andere hervortun können.

Männer erleben sowas im normalen Alltag nicht. Da

müssen sie sich behaupten, sind aufs Siegen aus. Im Redekreis

können sie das Verborgene als Gabe für die anderen einbringen.“

Dazu gehöre natürlich eine gewisse Vertrautheit und zuallererst

die Bereitschaft, sich so eine Runde einmal anzuschauen.

Als Paar ist es wichtig, sich bewusst Zeit zu zweit

zu nehmen, gerade wenn Arbeit, Kinder oder

andere wichtige Lebensaufgaben im Mittelpunkt

stehen: Zeit zum Nichts-Tun, zum gemeinsamen

Kaffee-Trinken, zum Spazierengehen, zum

Kuscheln, für die Sexualität, Zeit für gemeinsame

Freunde. Kleine Überraschungen für die

Partnerin, den Partner zwischendurch können

immer wieder das Prickeln der Anfangszeit

zurückbringen. Nicht alltägliche Aktivitäten,

wie z. B. eine Sonnenaufgangswanderung auf den

Berg, bleiben ewig in Erinnerung.

Gerade wenn das Leben besonders „dicht“ ist,

tut es gut, bewusst und regelmäßig Zeit als Paar

zu verbringen, alles andere stehen und liegen

zu lassen und einen Babysitter für die Kinder

zu organisieren. So kann das Gefühl wachsen:

„Du nimmst mich wichtig!“, „Ich bin geliebt!“.

Eine wichtige Kraftquelle in einer Paarbeziehung

ist auch eine konstruktive Streitkultur.

Das funktioniert,

1 wenn jede/r seine/ihre Bedürfnisse kennt

und sagen kann, was er/sie braucht;

1 wenn jede/r auf seine/ihre Stimmung achtet

und sich selbst so weit beruhigt, dass gut

diskutiert werden kann;

1 wenn es beiden wichtig ist, dass eine

gemeinsame Lösung gefunden wird;

1 wenn beide nachgeben können und darauf

verzichten, sich um jeden Preis durchzusetzen.

Jeder gelöste Konflikt bringt dem Paar frische

Energie. Es entsteht das Gefühl: „Uns kann nichts

umwerfen. Wir sind ein starkes Team“.

Und schließlich ist es wichtig, dass jede/r ihr/sein

eigenes Leben wichtig nimmt und für sich selbst

sorgen kann: den eigenen beruflichen Weg sucht,

die eigenen Freundschaften pflegt, die Möglichkeit

hat, sich zu entspannen. Wenn jede/r Partner/

in Zugang zu den eigenen Kraftquellen hat,

können beide Kraft in die Beziehung einbringen.

So entsteht das Gefühl: „Du tust mir gut!“.

Mag. a Andrea Holzer-Breid

Referentin für Bildung

bei BEZIEHUNGLEBEN.AT,

Dipl. Ehe-, Familien- und

Lebensberaterin, Trainerin

für Paarkommunikation


SCHWERPUNKT

Ich habe in meiner Krise gedacht, ich

bin der einzige, der sich verlassen fühlt,

Im Redekreis hatte ich ein Aha-Erlebnis:

Ich bin nicht allein.

christoph enzinger

Die meisten Männer, so Enzingers Erfahrung, könnten sich darunter

kaum etwas vorstellen. Die beiden Runden, an denen er

regelmäßig teilnimmt, seien deshalb auch eher klein. „Wir sind

zwischen sechs und acht Leute, in der anderen Runde manchmal

nur vier.“ Für das Gelingen des Redekreises sei das kein Hindernis.

Mehr Teilnehmer fände er dennoch gut. Denn: „Ich denke,

dass jeder davon profitieren würde, auch wenn es zuerst

etwas Überwindung braucht.“

Überwindung und mitunter auch Durchsetzungskraft der eigenen

Partnerin gegenüber, findet Enzinger, der Mitautor des Buches

„Kraftstoff. Was Männer stärkt“ ist. Viele Männer würden

sich nicht trauen, einen weiteren freien Abend ihren Frauen

gegenüber einzufordern. Für Enzinger hat das auch mit Männlichkeit

und männlicher Kraft zu tun: „Es ist wichtig, Position zu

beziehen, auch mal Widerstand zu leisten. Wenn man als Mann

immer zurückweicht, ist das völlig falsch.“ Letztlich würde auch

die Frau davon profitieren, wenn ihr Mann seine Freiräume

dazu nutzt, neue Kraft zu tanken.

Die eigenen Grenzen austesten

Probleme mit seiner Frau hatte der Tiroler Toni Falch diesbezüglich

nie. Berge, Natur, körperliche Bewegung erlebt der 80-Jährige

seit über fünfzig Jahren meistens zusammen mit ihr. Fünfbis

sechsmal im Monat ist das Ehepaar Falch in den Bergen nahe

seinem Heimatort in Rum bei Innsbruck unterwegs. „Fünf Stunden

Gehzeit sind für uns normal. Wir sind immer schon gewandert,

auch mit den Kindern. Im Winter gehen wir Skitouren. Die

mache ich jetzt oft mit meiner Tochter.“ Das Erleben der Natur

gebe ihm viel und habe ihn stets mit Gott verbunden. „Für mich

war es undenkbar, dass diese Fülle an Schönheit nicht von jemandem

erschaffen worden ist. Das hat mich zu einer großen

Dankbarkeit dem Schöpfer gegenüber geführt“, sagt der ehemalige

Lehrer.

Er spüre zwar, dass die körperliche Kraft im Alter nachgelassen

habe, aber „das beunruhigt mich nicht. Ich habe so viele schöne

Sachen erlebt, einmal kommt eben der Zeitpunkt, wo es nicht

mehr so geht.“ In jüngeren Jahren war das anders, da habe ihn

schon öfter der Ehrgeiz gepackt, erzählt Falch. So wie damals an

der Hochfeiler Nordwand, deren Besteigung er mit Freunden

wegen Schlechtwetters zunächst hatte abbrechen müssen. „Zwei

Wochen drauf haben wir es wieder probiert und geschafft.“ Die

eigenen Grenzen austesten und auch mal überschreiten, das

habe ihn oft befriedigt. „Ich hab‘ mich gefordert. Es hat mich

gefreut, wenn ich mein Ziel erreicht habe und wenn ich gemerkt

habe, dass die Leistungsfähigkeit noch da ist.“

Dass Naturerlebnisse wie jene von Toni Falch sich positiv auf

Körper und Seele auswirken, scheint naheliegend und ist Gegenstand

vieler Untersuchungen. Der US-amerikanische Sozialbiologe

Edward O. Wilson beispielsweise formulierte eine Hypothese,

in der er dem Menschen aus evolutionsbiologischer Sicht

eine angeborene emotionale Verbindung mit der Natur zuschreibt.

Diese nennt er Biophilie. Wer, so Wilson, die Natur aufmerksam

beobachtet, hätte in der Menschheitsgeschichte stets

einen Vorteil gehabt. Die positiven Auswirkungen von Naturerleben

seien deswegen auch heute noch spürbar.

8 YPsilon 04/2020


GOTT BEWEGT

Kann mir Religion

gestohlen bleiben?

Fotos: Privat (2); Josh Hild; Tyrolia Verlag

Für viele Männer sind – so wie für Toni Falch – Bewegung und

Sport eine relevante Kraftquelle, bestätigt Pajonk. Abgesehen

von den positiven Effekten auf die physische Gesundheit sei

Sport eine „völlig unverdächtige Art und Weise seine persönlichen

Grenzen auszutesten und zu erweitern“. Und das sei vielen

Männern schon von klein auf ein Bedürfnis. „Man sieht das

schon bei kleinen Jungs, die diesen Wettbewerbsgedanken in

sich tragen. Sie treten in einen Wettkampf mit anderen, aber

auch mit sich selbst. Für den Selbstwert und das Selbstwirksamkeitsgefühl

ist es zentral zu wissen: ‚Ich schaffe noch mehr‘.“

Und die Familie?

Bleibt zum Schluss noch die Frage, inwieweit die eigene Familie

– sofern man eine gegründet hat – Kraftquelle oder eher Krafträuberin

ist. Die wird durchaus unterschiedlich beantwortet.

Für Toni Falch – verheiratet seit 52 Jahren – ist die Sache klar:

„Meine Frau und meine drei Kinder haben mir immer Kraft gegeben.“

Für Christoph Enzinger ist es nicht so eindeutig: „Es gehört

zum guten Ton, zu sagen, dass die Familie Kraft gibt. Ich

würde sagen, sie ist zugleich Belastung wie auch Bereicherung.“

Aus Expertensicht fällt die Antwort ebenfalls differenziert aus.

„Natürlich ist es ein wesentliches Gefühl, in ein Zuhause zurückkommen

zu können. Es ist schön, wenn sich kleine Arme und

Beine an einen schmiegen. Auch das Gefühl der Verbundenheit

mit der eigenen Partnerin gibt definitiv Kraft“, sagt Pajonk. Der

Lärm, den kleine Kinder machen, die Sorgen und der Stress, den

familiäre Beziehungen auslösen können, seien aber auch belastend.

„Davon braucht jeder mal eine Auszeit“, sagt Pajonk. Und

die dürfe man sich ohne schlechtes Gewissen immer wieder

nehmen.

buchtipp

Kraftstoff. Was Männer stärkt

Franz Kogler und Wolfgang Schönleitner

haben ein spirituelles Praxisbuch

von Männern für Männer zusammengestellt.

Die Autoren der kurzen Texte reflektieren

praxisnah über Beziehungen,

Sexualität, Aggression, Arbeitswelt,

Sinnsuche, Glaube u. v. a. Kraftstoff

für den nicht immer ganz einfachen

Männeralltag.

Tyrolia-Verlag, ISBN 978-3-7022-3790-5, 14,95 €.

Das Erleben von Höhen und Tiefen sind Bestandteile

des Menschseins. Der Mensch hat

zwar gelernt, sich vielen Situationen anzupassen

und damit leben zu können. So fand der Mensch

unter anderem auch Hilfe in der Religion.

In der Frühzeit der Menschheitsgeschichte

betrachtete man die Götter als Verursacher von

Gut und Böse. Aus Angst vor Unheil und Ähnlichem

versuchte man sie „günstig“ zu stimmen.

So wollte man Unheil und Not abwenden bzw.

einen günstigen Ausgang von Unternehmungen

erwirken. Die Methoden dazu waren vielfältig,

bis hin zu Menschenopfern.

Im Laufe der Zeit lernte der Mensch, sich „geistig

zu schützen“, um dem Gefühl des Ausgeliefertseins

und der Hilflosigkeit und damit der Angst zu

entgehen. Es entstanden Rituale, Traditionen,

Wertsysteme und religiöse Institutionen bis hin zu

bestimmten religiösen Funktionen wie z. B. die

Tätigkeit eines Priesters. Der Mensch wandte sich

immer zuerst spontan an jene „Quelle“, die zuerst

Trost, Fürsorge und Schutz bot.

Die christliche Botschaft wirkt genau in diese

Richtung als Trost- und Kraftquelle. Es gibt einen

liebenden Gott, den Jesus als „Vater“ darstellt und

der das Gute für den Menschen will. Der Versager

wird nicht verurteilt, sondern es wird ihm

vergeben. „Geh hin und sündige nicht mehr!“,

sagt Jesus z. B. zur sogenannten Sünderin.

Hilfe für ein gelingendes Leben wird durch viele

„Lebensregeln“ unterstützt, wie beispielsweise

die „Zehn Gebote“ oder die „Goldene Regel“ Jesu

(„Alles was ihr von den anderen erwartet, das

tut auch für sie“). Auch bei größten Verfehlungen

gibt es nach Einsicht Vergebung (vgl. Schächer

am Kreuz). Es wird niemand wegen seiner Art

ausgeschlossen oder abgelehnt, wie etwa Zachäus.

Eigentlich doch eine großartige Sache. Oder?

Gutes „Auftanken“!

KR Mag. Erich Hitz

Geistlicher Assistent der

KMB St. Pölten

Ypsilon 04/2020 9


Meine Kraftquelle

Eine wichtige Kraftquelle für mich ist neben der Familie der Sport und da vor allem

der Triathlon. Zwei Langdistanzen (davon einen Ironman) habe ich schon absolviert.

Die Balance und Abstimmung zwischen Schwimmen (3,8 km), Radfahren (180 km) und

Laufen (42,2 km) finde ich beim Training und vor allem beim Wettkampf herausfordernd

und unbeschreiblich schön. Durch diesen Sport finde ich einen guten und erdenden

Ausgleich zu meinem Beruf. Die intensive Körpererfahrung ist eine wichtige Quelle

meiner Spiritualität.

Helmut Eder, Obdachlosenseelsorger und Pfarrassistent

Meine Kraftquelle ist der gegebene

Augenblick. Wenn ich im Jetzt ganz gegenwärtig

und vertrauensvoll offen bin, dann fließt

mir aus dem großen Geheimnis des Lebens –

ich kann es auch Gott nennen – alle Kraft, die

ich brauche, liebend entgegen.

Bruder David Steindl-Rast OSB, Benediktiner-Mönch und Autor

Die Quelle, die mir Kraft gibt, ist meine Arbeit, meine selbst

gestellte, permanente Herausforderung: Ich möchte viele Menschen

nach dem Ende ihrer Berufstätigkeit von ihren Chancen

überzeugen. Nach dem Beruf und vor dem Ruhestand – „Freitätigkeit“

– haben wir in der Regel noch 20 Jahre, die wir

nützen könn(t)en. Mit dieser Aufgabe und meinem Unternehmen

„Seniors4success.at“ bin ich voll gefordert, wobei ich

bestimme, wie viel ich mache. Natürlich gibt es dazu für mich

noch zwei Kraftquellen: meine Familie und mein Glaube.

Leopold Stieger, Berater, Autor

Für die Musik ist leicht, was

Worte nicht zu sagen vermögen:

Sie beglückt in Stunden der

Freude, sie tröstet in Stunden des

Schmerzes… und dabei enthüllt

sie doch nie ihr letztes Geheimnis.

Als Musiker im Allgemeinen,

als Organist im Besonderen darf

ich aus dieser geheimnisvollen,

nie versiegenden Quelle schöpfen

und beim Improvisieren und

Komponieren meine innersten

Empfindungen mit Händen, Herz

und Füßen nach außen tragen.

Wolfgang Kreuzhuber, Organist

Fotos: event.fairplayfoto.net; Diego Ortiz Mugica; Reinhard Winkler; Privat(2); Sonnentor; Volker Weihbold; Manfred Weis

10 YPsilon 04/2020


Gesundheit, Genuss und ein gutes Gewissen

sind genauso die Basis meiner Philosophie

wie das Motto „Leben und leben lassen“ –

all das erdet mich. Die wichtigste

Kraftquelle ist für mich meine Familie.

Johannes Gutmann, Bio-Unternehmer

Meine Kraftquelle sind in erster Linie

meine Familie und meine Freunde.

Gespräche und Begegnungen brauche ich

als Ausgleich zu meinem Beruf.

Aber eigentlich ist die Bühne für mich

auch eine Kraftquelle. Das ist zwar meine

Arbeit, aber da bekomme ich so viel

zurück an Anerkennung und Bestätigung.

Weiters ist das Schreiben für mich wichtig.

Eigentlich eine Art Meditation. Ich reflektiere

die Gesellschaft, mein Leben und

mein Umfeld. Badminton und Jonglieren

würde ich auch noch dazunehmen.

Günther Lainer, Kabarettist

Wir sitzen den ganzen Tag.

Am Schreibtisch, im Auto, vor dem

Fernseher. Ohne Bewegung geht

uns die Kraft aus, wir verlieren

unser natürliches Körpergefühl,

die biologische Basis unserer

Identität und die Lebenslust.

Ich habe mich bei den Tieren umgeschaut

und eine faszinierende

Bewegungswelt entdeckt. Daraus

habe ich zwölf hochwirksame

Übungen kreiert. In Kürze

nachzulesen in meinem neuen Kraftquellenbüchlein

„Die 12 Tiroler“.

Toni Innauer, Skispringer, Coach, Autor

(Vorbestellungen unter https://csv.at)

Was mein Leben froh macht

und stärkt: Lobpreis und

Dankbarkeit. Jeder Tag beginnt

mit einem Lobpreis.

Ich freue mich über die Herrlichkeit

der Schöpfung. Ich

genieße den Blick auf meine

Blumenwiese, unseren Ort

und das Zwitschern der Vögel.

Tiefe Dankbarkeit für dieses

Leben erfüllt mich. Ich sehe,

dass die meisten Menschen sich bemühen, ihre

Aufgaben gut zu erledigen. Warmherzige Freundlichkeit

im Umgang miteinander schafft ein

gutes Klima. Am Abend gebe ich mein Leben in

Gottes Hand, erfüllt von Dankbarkeit für all

das Gute und Schöne des Tages.

Walter Fenninger

Träger des Goldenen Ehrenzeichens der KMB

mit Enkerl Christoph

Ypsilon 04/2020 11


Wenn die Kraft

Irgendwann fehlt die Kraft: Burnout ist ein Zustand ausgeprägter

körperlicher und emotionaler Erschöpfung, Betroffene verlieren

den Halt im Leben und ihre innere Ruhe. Burnout ist keine Schwäche,

sondern eine ernstzunehmende Krankheit.

Manuel Simbürger

Können Sie sich noch erinnern? Es war Ende September 2012,

als Gesundheitsminister Rudi Anschober, damals noch Landesrat

und Landessprecher der oberösterreichischen Grünen, der

Öffentlichkeit überraschend mitteilte, er würde sich eine dreimonatige

Auszeit von der Politik nehmen. Was war geschehen?

Einige Monate zuvor begannen bei Anschober aus heiterem

Himmel Schlafprobleme, bald darauf hatte er zusätzlich mit

quälenden Schmerzen in der Halswirbelsäule zu kämpfen. Die

unerwartete Diagnose: Burnout auf höchster Stufe! Eigentlich

kein Wunder, damals arbeitete Anschober über Jahre hinweg

zwischen 80 und 100 Stunden in der Woche – er habe seinen

„Kräftehaushalt überstrapaziert“, wie es in der damaligen Presseaussendung

hieß. Die Therapie, die ihm verordnet wurde: absoluter

Rückzug. Kein Handy, kein Internet, keine Nachrichten,

keine Zeitung, auch der Kontakt mit dem Büro war verboten.

Stattdessen: lange Spaziergänge mit dem Hund, ausreichend

Schlaf, Psychotherapie, Qigong, ausführliche Gespräche mit

der Lebenspartnerin. Die Erschöpfung empfand Anschober als

Ausnahmezustand, wie er in einem Interview mit den OÖNachrichten

offen zugibt: „Es war die schwerste Zeit meines Lebens

– geprägt von Ängsten, Zweifeln und Schmerzen.“

Aus dem Gleichgewicht

2012 war noch eine Zeit, in der Burnout zwar in aller Munde war,

von vielen jedoch abschätzig als Modewort belächelt wurde.

Heute sieht vieles anders aus. Der ICD (das wichtigste und

weltweit anerkannte Klassifikationssystem für medizinische

Diagnosen) listet seit rund einem Jahr Burnout als eigenständige

Krankheit. In Fachkreisen wird das akute Erschöpfungssyndrom

genauso ernst genommen wie andere psychische Erkrankungen,

die gesellschaftliche Akzeptanz ist gestiegen. Die Dunkelziffer

betroffener Männer mag immer noch recht hoch sein, gibt

Günter Niederhuber, Burnout-Coach aus Wien, zu: „Wahrscheinlich,

weil Männer sich schwerer tun als Frauen, sich

einzugestehen, dass sie Hilfe brauchen. Zudem sind sie oftmals

weniger reflektiert.“ Auch dass Burnout leider nach wie vor

nicht selten mit Schwäche und Versagen gleichgesetzt wird,

dürfte hier eine Rolle spielen. Trotzdem sprechen Männer „heute

bereits viel offener über Burnout als noch vor einigen Jahren“,

so Niederhuber. Nicht zuletzt die Coronakrise hat Burnout

wieder aktuell(er) gemacht: „Seit dem Lockdown suchen sehr

12 YPsilon 04/2020


verloren geht

viele Menschen bei mir Hilfe und Unterstützung. Während

dieser Monate hatte man Zeit zum Reflektieren und man erkannte,

dass man in seinem Leben etwas ändern will oder sogar

muss.“ Klar, auch eine plötzlich unsichere berufliche Zukunft

„löst massiven Stress und Angst aus, bis zur Lähmung“, betont

Niederhuber, ebenso werde die Maskenpflicht für viele als

belastend empfunden.

Burnout hat bei weitem

nicht ausschließlich Ursachen,

die im beruflichen Umfeld

zu finden sind.

Burnout kann jeden treffen

Die Krankheit selbst hat sich freilich über die Jahre hinweg nur

geringfügig verändert. Niederhuber bezeichnet Burnout als

„körperlichen, geistigen und emotionalen Erschöpfungszustand“,

der weit über das normale Gefühl des Müde- und Abgeschlagen-Seins

hinausgeht. Prinzipiell gilt: Burnout kann jeden

treffen! Männer und Frauen, Jung und Alt, Ärzte, Manager, Arbeiter,

Pensionisten oder arbeitslose Menschen. „Burnout hat

bei weitem nicht ausschließlich Ursachen, die im beruflichen

Umfeld zu finden sind“, betont Niederhuber. Zu viele (belastende)

Verpflichtungen im Familien- und Freundeskreis, finanzielle

Sorgen, Probleme in der Partnerschaft, die Angst, etwas zu verpassen

und überall dabei sein zu müssen, oder die Pflege eines

kranken Angehörigen können schnell zu den eigenen persönlichen

Grenzen führen. „Burnout bekommt man nicht geschenkt,

man muss schon etwas machen dafür“, so Niederhuber mit

einem Augenzwinkern.

Foto: Kyle Glenn

Ypsilon 04/2020 13


Was allen Betroffenen gemein ist,

ist der schleichende Beginn

mit Vorzeichen, die oftmals übersehen

oder ignoriert werden.

Langer Prozess

Natürlich: Nicht jeder, der belastenden Stresssituationen ausgesetzt

ist, rutscht in ein Burnout. „Im Grunde geht es immer um

die Balance von An- und Entspannung. Wenn diese nicht mehr

gegeben ist, wird es gefährlich.“ Besonders gefährdet sind laut

Niederhuber Personen mit mangelndem Selbstwert, leistungsorientierte

Menschen sowie Menschen mit einem „überzogenen

Harmoniebedürfnis, was sich meist durch ein Nicht-Nein-Sagen-Können

äußert“. Auch Perfektionisten, Kontrollfreaks oder

Menschen mit einer sehr ausgeprägten Fähigkeit zur Empathie

weisen eine erhöhte Gefahr auszubrennen auf. Wie sich Burnout

zeigt, ist höchst individuell. „Insgesamt werden der Krankheit

142 Symptome zugeordnet“, gibt Niederhuber zu bedenken.

Was jedoch allen Betroffenen gemein ist, ist „der schleichende

Beginn mit Vorzeichen, die oftmals übersehen oder ignoriert

werden. Burnout beginnt niemals plötzlich, sondern geht stets

mit einem monate- oder jahrelangen Prozess des Ausbrennens

einher.“ Experten sprechen von unterschiedlichen Burnout-Stufenmodellen.

Zusammengefasst stellt sich der Verlauf wie folgt

dar:

Stufe 1

Ausschlaggebend ist ein idealistisches Überengagement und besonderer

Leistungswille. Niederhuber: „Man ist begeistert von

einer Sache und stürzt sich in eben diese mit aller Kraft und Leidenschaft.“

Auch Angst, beispielsweise vor der Kündigung oder

sonstigen negativen Konsequenzen, kann dahinterstecken.

„Man will es allen, aber auch sich selbst recht machen. Das kann

zu Kontrollzwang führen.“ Allmählich beginnt man, seine eigenen

Bedürfnisse mehr und mehr zu vernachlässigen, sie gar

nicht mehr wahrzunehmen. „Das erste Warnsignal ist, wenn es

einem nicht mehr gelingt, abzuschalten“, beschreibt der Burnout-Coach.

Unruhe und Rastlosigkeit stehen im Vordergrund.

Anschober formulierte es 2012 so: „Ausbrennen kann nur, wer

davor für etwas gebrannt hat.

Stufe 2

Die hohen Erwartungen an sich und andere werden immer höher.

„Werden diese nicht erfüllt, strengt man sich noch mehr an

– und ein Teufelskreis entsteht.“ Bleibt die erhoffte Belohnung

oder Anerkennung aus, setzen Frustration und die ersten Ermüdungserscheinungen

ein: „Die Betroffenen sind die meiste Zeit

in einer aggressiven und gereizten Stimmung, das Umfeld wird

als anstrengend empfunden.“ Erste psychosomatische Beschwerden

wie Magen- und Darmprobleme, Schlafstörungen,

Potenzprobleme oder Kopfschmerzen können auftreten.

Stufe 3

Verminderte Leistungsfähigkeit und Kreativität sind festzustellen,

man beginnt, sich emotional abzugrenzen, die Betroffenen

stumpfen innerlich ab. In der ausgeübten Tätigkeit wird kein

Sinn mehr gesehen. Niederhuber: „Dies geht mit einem starken

Gefühl von permanenter diffuser Angst einher, zum Beispiel auf

dem Weg zur Arbeit oder wenn ein Familienbesuch bevorsteht.

Die Betroffenen reagieren nach und nach mit sozialem Rückzug,

auch die Flucht in Medikamente, Alkohol, Nikotin oder Drogen

ist nicht selten.“ Man fühlt sich immer mehr ausgelaugt.

14 YPsilon 04/2020


uchtipp

Die brennenden Hamster

Axel Berger und Thorsten Thews begeben

sich auf eine (Geschäfts-)Reise in

den Burnout und wieder hinaus. Das

Buch ist ein Erlebnisbericht und Ratgeber

mit Beispielen aus der Praxis und

nützlichen Tipps, wie Sie aus dem „verbrennenden

Hamsterrad“ entkommen

können, und zeigt, dass das Streben

nach persönlichem Erfolg keineswegs

im Fiasko enden muss.

Schardt Verlag, ISBN 978-3-89841-985-7.

Wege aus dem Burnout

Stufe 4

Das Burnout ist in vollem Umfang ausgebrochen, es kommt zu

einem „kompletten Stillstand“, beschreibt Niederhuber, der

selbst ein Burnout hinter sich hat. „Dieser wird als plötzlich eintretend

empfunden und zeigt sich auf verschiedenste Arten und

in unterschiedlicher Intensität, beispielsweise durch Panikattacken,

emotionale Lähmungen oder starke körperliche Schmerzen.“

Betroffene berichten zum Beispiel davon, plötzlich nicht

mehr an der roten Ampel aufs Gas steigen zu können und regungslos

im Auto zu verharren. „Bei einem Burnout wird die

kleinste Aufgabe, beispielsweise zum Supermarkt zu gehen oder

zu telefonieren, zu einem immensen Kraft- und Gewaltakt.“ Ein

bekannter Schlüsselsatz: „Ich kann nicht mehr!“ Betroffene

empfinden oft Schuld- und Hilflosigkeitsgefühle sowie depressive

Verstimmungen.

Burnout-Experte Günter Niederhuber gibt Tipps

zur Bewältigung und Prävention von Burnout:

1 Reflektieren Sie, welche Ursachen Ihrem Burnout

zugrunde liegen.

1 Beginnen Sie einen innerlichen Veränderungsprozess

und eignen Sie sich ein neues Verhaltensmuster an: Es ist okay,

nein zu sagen! Delegieren bedeutet nicht Schwäche! Perfektionismus

sind Erwartungshaltungen, die nicht erfüllt werden

können! Und: Ein gesunder Egoismus ist nicht verwerflich!

1 Gestalten Sie Ihren Alltag ausschließlich mit den Dingen,

die Ihnen guttun!

1 Entspannungsübungen wie Yoga oder Progressive

Muskelentspannung helfen, loszulassen und den eigenen

Körper (neu) wahrzunehmen.

Foto: Privat

Wachsendes Gras

Besonders in der letzten Stufe ist eine Abgrenzung zur Depression

oft schwierig. Prinzipiell kann ein Burnout in eine Depression

übergehen oder auch infolge einer Depression entstehen.

„Der entscheidende Unterschied ist, dass sich bei Burnout die

negativen Gefühle auf Leistung und Tätigkeiten, nicht auf alle

Lebensbereiche beziehen“, erklärt der Experte. „Lebensfreude

und Überlebenswille sind nach wie vor vorhanden.“ Während

eine Depression kontextfrei diagnostiziert werden kann, ist

beim Burnout immer die Ursache, nämlich chronische Überforderung,

ausschlaggebend. Der Hausarzt als erster Ansprechpartner

wird gegebenenfalls zu einem Psychologen oder Burnout-Coach

überweisen. „Zuerst müssen aber stets organische

Ursachen für die Beschwerden ausgeschlossen werden!“ Ein

Burnout kann bis zu zwölf Monate dauern, der Weg in die (Arbeits-)Normalität

sollte bestenfalls schrittweise erfolgen. So hat

es auch Rudi Anschober gemacht, der Jahre nach seinem Burnout

das Land durch die stressige Coronakrise geleitet hat. Vieles

macht er heute anders als früher. In einem Interview mit der

Kronen Zeitung formulierte er es so: „Ich habe gelernt, dass das

Gras nicht schneller wächst, wenn man daran zieht.“

1 Kommunizieren Sie klar Ihre aktuelle Lage und betonen

Sie, dass Burnout eine ernstzunehmende Krankheit ist!

Präventiv gilt:

1 Legen Sie regelmäßige Pausen während Ihrer Arbeit ein.

1 Nehmen Sie sich bewusst Auszeiten, zum Beispiel

mit Familie und Freunden. Gehen Sie Ihrem Hobby

regelmäßig nach!

1 Achten Sie auf geregelte (gesunde!) Mahlzeiten und

ausreichend Schlaf.

1 Betreiben Sie regelmäßig Sport und bewegen Sie sich

im Alltag ausreichend.

1 Ändern Sie gegebenenfalls Ihre Lebensumstände.

Gestehen Sie Stress ein, nehmen Sie Hilfe an und fragen Sie

sich: Welche Bedürfnisse sind mir wichtig im Leben?

Ypsilon 04/2020 15


Schafe, nicht Hirten!

Keine kollegiale Leitung von Pfarren

christian brandstätter

Der Vatikan hat am 20. Juli 2020 unter dem Titel „Die pastorale

Umkehr“ neue Instruktionen zur Zukunft der Pfarrgemeinden

veröffentlicht. Die Kleruskongregation erteilt darin einer

kollegialen Leitung oder der Leitung durch Laien eine Absage.

„Als ich das Dokument zu lesen begann, war ich zunächst

begeistert“, erzählt Andreas Maria Jakober, Geistlicher Assistent

der KMB Österreich. „Begriffe aus den Dekreten des 2. Vatikanischen

Konzils, Aussagen der Päpste Paul VI, Johannes Paul II

und Franziskus ergeben mit einem analytischen Blick auf die

heutige Situation in Kirche und Gesellschaft ein ermutigendes

Skriptum.“

Unter anderem ist zu lesen, dass „die Pfarrgemeinde dazu

aufgerufen ist, eine echte und eigene Kunst der Nähe zu entwickeln“

und „Vorgehensweisen und Modelle sind zu fördern,

durch die alle Getauften kraft der Gabe des Heiligen Geistes

und der empfangenen Charismen sich aktiv einbringen“.

Weiters sei es „notwendig, sowohl eine Konzeption der Pfarrei,

die auf sich selbst bezogen ist, als auch eine Klerikalisierung

der Pastoral zu überwinden“.

Zu lesen ist von einer „Einladung an die Pfarrgemeinden, sich

zu öffnen, uns Instrumente für eine auch strukturelle Reform

anzubieten, die sich […] an einem neuen Stil der Zusammenarbeit,

der Begegnung, der Nähe, der Barmherzigkeit und der

Sorge für die Verkündigung des Evangeliums orientiert“.

Weiters steht geschrieben: „Die Erneuerung der Evangelisierung

bedarf neuer Achtsamkeit und passender Initiativen

verschiedener Art, damit das Wort Gottes und die Sakramente

alle in einer Weise erreichen, die der jeweiligen Lebenssituation

der Menschen entspricht. […] Es wird die Aufgabe

der Hirten sein, diese Dynamik zu erhalten, damit alle

Getauften entdecken, dass sie aktive Protagonisten der

Evangelisierung sind.“

16 YPsilon 04/2020


Wie aus einem anderen Dokument

Foto: iStock/pastorscott; Privat (2)

Im zweiten Teil des Schreibens werden die Vorschläge der

pastoralen Umkehr der Pfarrgemeinde dann konkret. „Ich war

fassungslos und dachte zuerst, ich lese in einem anderen

Dokument weiter“, erzählt Jakober. Kern der Botschaft ist,

dass die Leitung in allen Belangen beim Pfarrer bleiben muss.

„Wegen ihres Hirtendienstes sind der Pfarrer und andere

Priester zusammen mit dem Bischof an erster Stelle der

grundlegende Bezugspunkt für die Pfarrgemeinde. […] Ein

Gläubiger muss die Priesterweihe empfangen haben, damit

er gültig zum Pfarrer ernannt werden kann. Wer sie nicht hat,

kann, auch nicht im Falle des Priestermangels, weder den

Titel noch die entsprechenden Funktionen erhalten. […] Der

Pfarrer […] vertritt von Rechts wegen die Pfarrei bei allen

Rechtsgeschäften. Er ist der verantwortliche Verwalter des

pfarrlichen Vermögens.“

Darüber hinaus soll darauf geachtet werden, den „wesentlichen

Unterschied zwischen dem allgemeinen und dem besonderen

Priestertum nicht zu verdunkeln“, indem „die Dienste der

Diakone, Gottgeweihten und der Laien, die in der Pfarrei Verantwortung

tragen, nicht mit Titeln wie ‚Pfarrer‘, ‚Ko-Pfarrer‘,

‚Pastor‘, ‚Kaplan‘, ‚Moderator‘, ‚Pfarrverantwortlicher‘ oder

mit anderen ähnlichen Begriffen bezeichnet werden, die das

Recht den Priestern vorbehält, weil sie einen direkten Bezug

zu deren Dienstprofil haben“.

Jakober wusste beim Lesen des Dokuments plötzlich nicht

mehr, was da vor sich geht: „Bin ich verwirrt oder sind es die

Autoren des Schreibens? Habe ich eine verkehrte Definition von

Beweglichkeit oder stimmt etwas nicht bei den Autoren des

Schreibens?“ Erst mit der Zeit konnte er seine Gemütsregungen

klarer erkennen: „Das erfreute Staunen zu Beginn wurde völlig

zerschlagen und das hat mich wütend zurückgelassen. Ich soll

in eine Schublade gesteckt werden, wie im Käfig eingesperrt.

Ich muss unter Kontrolle gebracht werden, ein Korsett nimmt

die Luft, eine Spirale aus Angst und Ablehnung setzt ein, der

Sog vom Strudel der Abwertung, Entwürdigung zieht mich nach

unten.“

Sakraler Serviceverein

oder Glaubensgemeinschaft?

Für Ernest Theussl, Obmann der KMBÖ, steht die Kirche vor

der Entscheidung, ob sie den Betrieb für sakramentale Serviceleistungen

aufrechterhält oder eine Glaubensgemeinschaft

ausbauen will, die ihren Glauben mit den Ausdrucksmitteln der

Zeit zu formulieren imstande ist. „Wenn wir eine gesunde Basis

der Glaubensvermittlung für die Zukunft herstellen wollen,

dann müssen wir die Leitungsfragen der Pfarrgemeinden neu

überdenken. Geld- und Priestermangel allein dürfen nicht die

Leitlinien stellen. Davon auszugehen, dass durch Gebetsstürme

die Zahl der Priester erhöht werden kann, ist Ausdruck naiver

Gutgläubigkeit. Zuerst geht es darum, dass wir den Glauben an

Jesus Christus und seine Botschaft in der Gesellschaft weiterhin

im öffentlichen Diskurs halten. Die Pfarrgemeinde, sofern man

überhaupt noch eine will, auf eine klerikale Kuppe zuzuspitzen,

entvölkert die Basis, die der Nährboden des Glaubens ist.“

Theussl fragt sich vor allem, welche Konsequenz diese Zuspitzung

in der Praxis hat: „Priester, die wie Staubsaugerverkäufer

durch Seelsorgeräume und Regionen hetzen, ohne menschliche

Nähe zur Pfarrgemeinde und ohne persönliche Ansprache von

den dort lebenden Menschen? Wollen wir das wirklich? Nein,

denn nur die Pfarrgemeinde vor Ort garantiert kontinuierliche

Begegnung und verhindert kurzlebigen Event-Katholizismus.

Wir müssen nicht nur über das Priesterbild nachdenken, nein,

wir müssen auch die Rolle der Laien in den Blick nehmen. Auch

dort wissen wir längst, wohin es gehen sollte, nur dürfen wir

nicht gehen.“

Theussls trauriges Fazit zum Schreiben der Kleruskongregation:

„Mit diesem Dokument ist vielen immer noch in ihrem Glauben

unbeirrbaren Laien ein gutes Stück Mut und Begeisterung genommen

worden.“

Brief an Papst Franziskus

Kommentar von Andreas Maria Jakober,

Geistlicher Assistent der KMBÖ (li) und

Ernest Theussl, Obmann der KMBÖ (re)

zum Schreiben „Die pastorale Umkehr“.

Die Katholische Männerbewegung der Diözese Bozen-Brixen/

Südtirol hat bereits am 23. Juli einen offenen Brief an Papst

Franziskus geschrieben (nachzulesen unter www.kmb.it). Im

Schlusswort ist ein Bekenntnis formuliert „Wir als KMB werden

uns auch von so unchristlichen Dokumenten und Forderungen

wie diesen Instruktionen nicht beirren lassen und unseren Weg

der Erneuerung und des Paradigmenwechsels weitergehen.“

„Das festigt mir wieder den Boden unter den Füssen“, sagt

Jakober. „Wir alle sind Getaufte und Schwestern und Brüder;

das Vetorecht des Pfarrers wird für mich auch künftig keine

Bedeutung haben. Nicht das kirchliche Gesetzbuch schenkt

eine lebendige, missionarische Zukunft, sondern das Wort Jesu

Christi.“

Ypsilon 04/2020 17


Dem Glauben auf der Spur

„Mich berührt, dass die Theologischen Kurse im Krieg gegründet wurden. In einer Zeit, in der es den

Menschen wirklich schlecht gegangen ist, haben viele gespürt, dass sie auch geistige Nahrung brauchen“,

sagt Kardinal Dr. Christoph Schönborn über die älteste Erwachsenenbildungseinrichtung der römischkatholischen

Kirche in Österreich, die heuer ihr 80-jähriges Bestehen feiert.

CHRISTIAN BRANDSTÄTTER

Seit das erste „Theologische Laienjahr“

1940 in Wien startete, haben zehntausende

Menschen das Bildungsangebot genutzt.

Zu Beginn waren ausschließlich

die pfarrlichen Kernschichten angesprochen,

noch bis in die 1970er Jahre brauchte

man für die Teilnahme ein priesterliches

Empfehlungsschreiben. Mit der Zeit

wurde das Angebot erweitert und man

wollte auch neue Zielgruppen erreichen.

Es sind mittlerweile keinerlei Vorkenntnisse

erforderlich, die Bildungsangebote

richten sich an alle Erwachsenen in und

außerhalb der Kirche – sei es, um sich

ganz persönlich in Glaubensfragen zu

vertiefen, sei es als Vorbereitung für

einen pastoralen Beruf.

Der Gründungsauftrag ist im ersten Petrusbrief

nachzulesen: „Seid stets bereit,

jedem Rede und Antwort zu stehen, der

nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt“,

steht im Kapitel 3,15. „Was antworten

wir, wenn wir mit kritischen Fragen

konfrontiert werden? Was sagen wir,

wenn uns Christen die Hexenverbrennungen

vorgeworden werden? Wie führen

wir einen Diskurs zum Thema Dreifaltigkeit,

wenn wir doch nur an einen Gott

glauben? Es geht darum, sprachfähig im

eigenen Glauben zu sein. Unser Angebot

ist ein Beitrag, diesen urkirchlichen Auftrag

erfüllen zu können“, betont Mag.

Erhard Lesacher, Leiter der Theologischen

Kurse.

Dialog auf dem Weg des Glaubens

Wer sich unter dem Kursangebot verstaubte

Informationsveranstaltungen

vorstellt, in denen ein Lehrmeister seinen

Schützlingen Wissen eintrichtert,

der irrt gewaltig. Die theologischen Inhalte

werden in einer dialogischen Form

geboten. „Es geht um die konstruktive

Auseinandersetzung mit der kirchlichen

Lehre – diese kann auch Skepsis und

Zweifel einschließen – und um den

fruchtbaren Austausch. Die Kurse sollen

zum Gespräch mit Angehörigen anderer

christlicher Konfessionen, nichtchristlicher

Religionen und mit Vertretern

zeitgeistiger Strömungen ermutigen“, so

Lesacher weiter.

Die Teilnehmer selbst bringen ihre Erfahrungen

in Glaubensfragen aktiv mit

ein, was mitunter für die Vortragenden

auch eine Herausforderung darstellt.

„Manches muss auch offenbleiben“, sagt

der wissenschaftliche Assistent Mag.

Oliver Achilles. „Manchmal kommen Fragen,

die ich nicht spontan beantworten

kann. Das regt mich an, mir diese Fragen

genauer anzusehen. Lehren ist immer

auch ein Lernen von den Menschen, mit

denen man es zu tun hat.“ Die Kurse als

gemeinsame Suche auf dem Weg des

Glaubens.

Studium light

Generell orientiert sich das theologische

Kursangebot am Fächerkanon der katholischen

Fakultäten in Österreich und

Fotos: Patrick Fore; Gerd Neuhold

18 YPsilon 04/2020


Es geht darum, sprachfähig im eigenen

Glauben zu sein. Unser Angebot

ist ein Beitrag, diesen urkirchlichen

Auftrag erfüllen zu können.

mag. erhard lesacher

besteht aus mündlichen Vorträgen und

schriftlichen Kursunterlagen. Ziel ist es,

universitäre Theologie verständlich zu

vermitteln.

„Der Kurs in Wien dauert vier Semester,

einmal wöchentlich gibt es zwei Kurseinheiten

zu je 90 Minuten. Im zweijährigen

Fernkurs können sich die Teilnehmer die

Studienzeiten selbst einteilen. Dazu erhalten

sie jeden Monat Skripten zugesandt,

vertiefend finden Studienwochen

oder -wochenenden in Bildungshäusern

in Österreich statt“, erklärt Lesacher.

Schriftliche und mündliche Prüfungen

dienen der persönlichen Vertiefung und

deren positiver Abschluss ist die Basis

für so manche berufliche Laufbahn im

Rahmen der Kirche, etwa als Diakon,

Pastoralassistent*in, Jugendleiter*in oder

in der Krankenhausseelsorge.

freilich noch nicht sagen. „Vielleicht ist

es ja so, dass die Menschen aufgrund der

Krise – so wie im Gründungsjahr – offener

für Lebens- und Glaubensfragen, für

die Auseinandersetzung mit dem Wesentlichen

sind. Vielleicht bleiben manche

aber auch aus Angst vor einer Ansteckung

lieber zu Hause.“

Digitale Zukunft?

Auf dem konsequenten Weg der Öffnung

bringt das Virus noch eine neue Komponente

ins Spiel. Lesacher: „Beim

Fernkurs haben wir erstmals Prüfungen

online abgehalten. Wir sondieren aktuell,

wie ergänzende Online-Angebote aussehen

könnten. Vielleicht ist es ja eine

Chance, neue Leute anzusprechen, wenn

wir in die digitale Welt hinausgehen. Die

persönliche Begegnung in der Diskussion

wird das aber nicht ersetzen können.“

So Corona es zulässt, startet der Kurs in

Wien am 1. Oktober 2020, der Fernkurs

im November. Alle Informationen und

das gesamte Kursprogramm finden Sie

unter www.theologischekurse.at.

Anfragen per Mail an office@theologischekurse.at

oder telefonisch unter 01 51552 3703

(Sabine Scherbl).

80 Jahre und kein bisschen alt

Der Festakt zum Geburtstag

der Theologischen Kurse findet

am 1. Oktober 2020 in der

Wiener Donaucity Kirche im

22. Bezirk statt.

Neben Geschichte und Zukunft des

theologischen Bildungsangebotes

erzählen Personen verschiedener

Weltanschauungen über ihre

Hoffnung. Beginn: 18:30 Uhr.

Spezialkurse und Akademie

Neben den Theologischen Kursen laden

Spezialkurse zur Vertiefung in spezielle

Thematiken. Diese werden in ganz Österreich

angeboten und dauern z. B. vier

Tage oder ein Wochenende. Diese Kurse

sind inhaltlich viel breiter aufgestellt, sei

es zu anderen Weltreligionen oder zu

Kunst und Theologie. Die Akademie am

Dom in Wien bietet Einzelveranstaltungen

zur Reflexion von Lebens- und Glaubensfragen

im Kontext von Theologie,

Kirche, Religion, Wissenschaft, Politik

und Kultur. Darüber hinaus können auf

Anfrage auch Kurspakete für Firmen,

Pfarren und Diözesen zur Verfügung gestellt

werden.

Generell freut sich Lesacher über eine

sehr gute Entwicklung. Vor allem die

Spezialkurse und Studienreisen werden

stark nachgefragt. Wie sich die Corona-

Krise auswirken wird, kann er aktuell

Erkennen,

was dahinter steckt

THEOLOGISCHE KURSE

Der Theologische Kurs – seit 80 Jahren

– in Wien oder als Fernkurs

– ab Oktober 2020

Spezialkurse – eröffnen Welten

Basisinfo Christentum – Weltreligionen –

Apokalyptik – Ketzer & Häretiker –

Der Alte Orient – Das Opfer

mehr wissen – tiefer fragen – klarer urteilen

www.theologischekurse.at

office@theologischekurse.at

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Ypsilon 04/2020 19


KURZ & GUT

TerminE

17. OKTOBER 2020

Kraftquellen für ein gelingendes Zusammenleben

Diözesantag der KMB Oberösterreich

Bildungshaus Schloss Puchberg

Gelingende Beziehungen sind wichtig und erstrebenswert.

Wie wir die Beziehungsgestaltung angehen, was

wir ersehnen und was auch nicht so gut gelingt, was wir

brauchen und was wir bereit sind zu geben, darüber spricht

Mag. Josef Lugmayr, Abteilungsleiter BEZIEHUNGLEBEN.AT.

Infos und Anmeldung

(aufgrund der Corona-Maßnahmen erforderlich):

kmb.dioezese-linz.at.

8. NOVEMBER 2020

„Gottes Wege“

Diözesanmännerwallfahrt der KMB Wien

Klosterneuburg

Die Wallfahrt mit Univ.-Prof. Dr. Rudolf Prokschi

führt traditionell zum Grab des Heiligen Leopold ins

Stift Klosterneuburg.

Treffpunkt: 13.30 Uhr, Weidlinger Straße in Klosterneuburg.

Eine Live-Übertragung ist auf Radio Maria zu hören.

Nähere Informationen, auch bzgl. coronabedingter

Änderungen der Durchführung und evt. erforderlicher

Anmeldung auf www.kmbwien.at.

3. BIS 5. DEZEMBER 2020

„Krippe für Jesus – Krippe für Menschen werden“

Besinnungs- und Begegnungstage für Männer

Bildungshaus St. Georg, Bad Traunstein

Austausch mit anderen Männern über Glaubens- und

Sinnfragen, begleitet von Msgr. Johann Zarl, Geistlicher

Assistenten der Katholischen Aktion der Diözese St. Pölten.

Infos und Anmeldung:

KMB-St. Pölten, 02742 324-3376;

kmb.stpoelten@kirche.at

Männer für

das Familienboot

gesucht

+++ Nach einer Trennung oder einem

Unfall ist das Leben des alleinerziehenden

Elternteils – meist sind es die Mütter –

besonders herausfordernd.

Kinderbetreuung und Beruf müssen

unter einen Hut gebracht werden, in

Coronazeiten kam auch noch die Schule

in die eigenen vier Wände. Das ist ohne

Unterstützung fast nicht zu schaffen.

Mit dem Projekt „Familienboot“ hilft die Kontaktstelle für

Alleinerziehende der Erzdiözese Wien diesen Familien. Freiwillige

erklären sich bereit, einmal in der Woche drei bis fünf

Stunden die Kinderbetreuung zu übernehmen. „Wir sind ständig

auf der Suche nach Mitarbeitern. Gerade die Buben freuen

sich sehr über männliche Bezugspersonen“, lädt Projektleiterin

Eva-Maria Nadler vor allem Männer ein, sich zu bewerben.

Interessierte und freiwillige Mitarbeiter*innen des Projektes erhalten

regelmäßig eine Supervision und, wenn sie das möchten,

eine Ausbildung. Nächster Ausbildungsstart ist im Oktober.

Das „Familienboot“ ist auch eine anerkannte Praktikumsstelle

für die Ausbildung zur Lebens- und Sozialberatung. Bernhard G.

ist über das Praktikum ins Boot gestiegen und als ehrenamtlicher

Mitarbeiter beim Projekt geblieben. „Die drei Burschen sind mir

echt ans Herz gewachsen. Von Kindern kann man viel lernen:

Leichtigkeit, Veränderung der Betrachtungsweise, Entschleunigung.“

Interessiert? Melden Sie sich per Mail an alleinerziehende@

edw.or.at oder telefonisch unter 01 51553-3343. Nähere Infos:

www.alleinerziehende.at

Impressum: Medieninhaber: Röm.-kath. Diözese St. Pölten, Domplatz 1, 3100 St. Pölten. Herausgeber: Kath. Männerbewegung der Diözese St. Pölten, Klostergasse 15, 3100 St. Pölten,

Tel.: 02742 324-3376, (ypsilon@kmb.or.at). Obmann: DI Dr. Leopold Wimmer. Chefredakteur: Michael Scholz. Redaktion: Lebensart Verlags GmbH (ypsilon@lebensart-verlag.at).

Gestaltung: LIGA: graphic design. Lektorat: Barbara Weyss, Anzeigen: Christian Brandstätter, Abos: KMBÖ, sekretariat@kmb.or.at, Gertraude Huemayer, Tel. 01-51611-1600

Produktion: Walstead NP Druck GmbH, Gutenbergstraße 12, 3100 St. Pölten. Alle Rechte vorbehalten. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung

des Herausgebers und der Redaktion dar. Bei Einsendungen von Texten und Bildern wird das Einverständnis zur Veröffentlichung vorausgesetzt, diese aber nicht garantiert. Das

Männermagazin y erscheint fünf Mal jährlich Einzelpreis Euro 3,-; Abo Euro 15,–/Jahr. Information zur Offenlegung lt. § 25 Mediengesetz auf http://kmb.or.at/offenlegung

20 YPsilon 04/2020


BUCHTIPPS

Hoch hinauf

Im Zuge der Sanierung des Turmhelms im Linzer Mariendom wurde im

Inneren des Turms eine Stahlstiege errichtet, über die man in geführten

Aufgängen zur höchstgelegenen Aussichtsmöglichkeit einer Kirche in

Österreich gelangt. Über 633 Stufen sind zu bewältigen, um den

Steinbalkon in 112 Metern Höhe zu erreichen. Für die Besteigung ist

gutes Schuhwerk erforderlich, eine gute Kondition ist sicher von

Vorteil. Für die Mühe wird man mit einem einzigartigen Blick über Linz

und – wenn das Wetter passt – vom Ötscher bis zum Traunstein belohnt.

Die spektakuläre 360°-Rundumsicht erleben heuer exklusiv die Turmpatinnen

und -paten des Mariendoms ab einer Patenschaft von 200,- Euro.

Ab 2021 wird die neue Höhenführung allgemein im DomCenter Linz

buchbar sein.

Tel. 0732/946-100, Mail: domcenter@dioezese-linz.at.

Turmpate werden: www.turmpate.at

Andreas Oshowski

… dass meine Söhne morgen noch

beten können.

Wie können wir den Glauben enkel- und

kindertauglich weitergeben? In seinem Buch

bietet Andreas Oshowski eine Zusammenstellung

von Texten, die in den letzten zehn

Jahren im Zusammenhang mit der Arbeit

für die Katholische Männerbewegung

in Salzburg entstanden sind.

Verlag Plenk, ISBN 978-3-944501-93-2.

Buchpräsentation und Workshop mit Andreas

Oshowski am 15. Oktober 2020, 19:00 bis

21:00 Uhr im Pastoralamt der Diözese Linz,

Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz.

Infos und Anmeldung

(aufgrund der Corona-Maßnahmen

erforderlich): kmb.dioezese-linz.at.

Fotos: Fotolia; Mariendom Linz; Oshowski/Plenk-Verlag; Herder Verlag

Anselm Grün

Was gutes Leben ist.

Viel hat sich durch Covid-19 verändert, aber

wird das bleiben? Sicher ist, dass sich

existenzielle Fragen in den Vordergrund gedrängt

haben, einschneidende Anfragen an unser

Selbstverständnis und unseren Lebensstil.

Ein Zurück zu vorher wird es nicht geben.

Anselm Grün zeigt, weshalb das gut so ist.

Mit seinem neuen spirituellen Mutmacher

bietet der Benediktinermönch konkrete und

tiefschürfende Gedanken zu dem, was kommt

und kommen kann. Seine Perspektive ist

heilsam: Endlich leben, was wirklich guttut.

Uns und der Mitwelt.

240 Seiten, Herder Verlag,

ISBN 978-3-451-03274-5, 22,40 €.

Ypsilon 04/2020 21


Brennen,

Durchhalten und

der Wille, es

zu schaffen.

INTERVIEW: KLAUS MASTALIER

Christian Redl, 44, ist Freitaucher, Autor und Tauchlehrer.

Im Laufe seiner sportlichen Karriere hat Redl bislang neun

Weltrekorde in verschiedenen Disziplinen aufgestellt.

YPSILON: Herr Redl, als Extremtaucher

sind Sie großen Risiken ausgesetzt. Wie

kann man ein Risiko kalkulieren?

Christian Redl: Die meisten Menschen

glauben, dass wir risikosuchende Personen

oder Adrenalinjunkies sind. Ich

glaube, dass jeder Extremsportler, der

wirklich gut ist, sehr genau weiß, wo

die Risiken sind, die Risiken vorher

analysiert und soweit minimiert, wie es

nur geht. Und dann gibt es immer noch

ein Restrisiko, das man absichern muss.

Ich würde nie einen Extremtauchgang

machen ohne meine Sicherungstaucher

oder ohne meinen Arzt an der Oberfläche.

Wie kann man Körper und Geist in Einklang

bringen, um eine solche Aufgabe zu bewältigen?

Einen Körper kann man relativ einfach

trainieren. Jeder Weltrekordhalter muss

das machen, der eine weniger, der andere

mehr. Ich habe dann gemerkt, dass

mich die mentale Stärke total fasziniert.

Da habe ich begonnen, Dinge zu visualisieren,

zum Beispiel im Hallenbad eine

Eisdecke, so dass ich nicht auftauchen

kann. Beim Eistauchen spielt sich alles

im Kopf ab. Du kannst nicht sagen:

„Oh, jetzt bin ich 40 Meter weit geschwommen,

jetzt tauch‘ ich auf, weil

bis ans andere Ende komme ich nicht.“

Wenn ich meinen Tauchgang starte, weiß

ich, dass ich zu hundert Prozent drüben

am anderen Loch rauskomme. Und in

der wirklichen Gefahrenzone, auf den

letzten zehn Metern, da habe ich meine

Sicherungstaucher sitzen.

Spielt bei solchen Extremsituationen der

Glaube für Sie eine Rolle?

Ich habe vor einigen Jahren gemeinsam

mit einem Freund das Mittelmeer in

einem aufblasbaren Segelboot überquert.

Wir haben da alles erlebt. Von einer

Flaute bis hin zu einem Mistral-Sturm.

Unser Boot war drei Meter lang, zwei

Kufen, ein Trampolinnetz und ein Segel.

Da war keine Kajüte, kein gar nichts. Und

dann haben wir so vier bis fünf Meter

hohe Wellen gehabt. In dieser Nacht habe

ich wieder zu meinem Glauben gefunden.

Viele Ehrenamtliche in der KMB engagieren

sich für neue Projekte, die viel Kraft

und Durchhaltevermögen abverlangen.

Wie könnte man hier ungeahnte Kräfte

freisetzen?

Man muss sich im Leben zwei Fragen

stellen. Wenn man diese zwei Fragen

ehrlich beantwortet, kann man sehr viele

Probleme lösen. Die erste Frage, die ich

mir stelle: Warum möchte ich etwas? Und

es ist völlig egal, was das ist. Ob das jetzt

ein neuer Rekord ist oder ob das eine

neue Uhr ist oder was auch immer, es ist

völlig egal. Wenn ich dann weiß, dass ich

das wirklich möchte, stelle ich mir eine

zweite Frage: Wie sehr möchte ich das?

Ist das jetzt „nice to have“ oder ist das für

mich, für mein Leben, essentiell? Bei

DA WAR KEINE KAJüTE, KEIN GAR NICHTS.

UND DANN HABEN WIR SO VIER BIS FüNF METER

HOHE WELLEN GEHABT. IN DIESER NACHT HABE ICH

WIEDER ZU MEINEM GLAUBEN GEFUNDEN.

einem ‚Ja!‘ haben Sie die Motivation, die

Ausdauer, die Leidenschaft, alles, was Sie

brauchen, um dieses Ziel zu erreichen.

Wenn ich mir die Frage nach einem Ziel

stelle und ich weiß eigentlich gar nicht,

warum ich das erreichen will, dann

werde ich auch nicht die Motivation haben,

diese Extrameile zu gehen, um dann

wirklich den großen Erfolg zu haben.

Die meisten geben einfach viel zu schnell

auf. Der Grund dafür ist, dass sie nicht

leidenschaftlich genug für die Sache

brennen.

Foto: Jörg Carstensen

22 YPsilon 04/2020


leserbriefe

KEIN HALBE-HALBE BEI CORONA

Die Lebensrealität der Männer mit

Kindern wird wenig erforscht, schon gar

nicht die Aufteilung der Belastungen im

Haushalt. Wenig aussagekräftig ist es,

wenn man Frauen zur Gestaltung ihres

Alltags eine Selbsteinschätzung geben

lässt. Da kommen sehr viele Stunden

Arbeit im Haushalt heraus und die

anderen Haushaltsangehörigen würden

demnach praktisch nichts tun.

Natürlich würde da auch keine Zeit

bleiben, um mit der Mutter und der

Freundin zu telefonieren, keine Zeit zum

Einkaufen, keine Zeit für die Lieblingsserien,

die Nachrichten oder ein Nachmittagsrasterl.

Es gibt sehr unterschiedliche

Lebensrealitäten. Da ist es mir zu

verkürzend zu lesen, das Verhältnis von

Mann und Frau sei höchst ungleich

verteilt.

Hans Sturm, Hohenberg

PAPA IST JETZT VIEL ZU HAUSE

Ich lese Ypsilon mit Interesse und finde

immer wieder Anregungen für meine

Männerrunde. Irritiert hat mich der aus

meiner Sicht sehr verkürzte Blick auf die

Corona-Pandemie. Kein Wort darüber,

dass es zusätzlich hunderttausende

arbeitslose Menschen gibt. Dass die

Arbeitsbelastung durch die Krise –

v. a. für Frauen – gewaltig gestiegen ist

usw. Ich würde mir von einer christlichen

Bewegung einen verstärkten Fokus auf

die Menschen am Rande unserer Gesellschaft

erwarten.

Heinz Mittermayr, KAB OÖ, Linz

OSCAR ROMERO. MUTIG IM EINSATZ

FÜR GERECHTIGKEIT

Mich hat der Vergleich von Romeros

Tod mit Jesu Tod zum Nachdenken

angeregt. Das „Umgebrachtwerden“ ist

aus meiner Sicht allein kein Auslöser für

die Erlösungstat. Mein Verständnis ist,

dass Christus als Gott sich bewusst für die

Menschheit geopfert hat, um sie wieder

aufwärts zu führen und von der Erbsünde

zu befreien.

Kurt Hofer, Münzkirchen

Schreiben auch Sie uns

Ihre Meinung!

Zu einem Artikel aus der aktuellen

Ausgabe oder zu einem Thema, das

Ihnen besonders am Herzen liegt.

Kürzungen sind der Redaktion

vorbehalten.

Per Post: KMB, Redaktion Ypsilon,

Klostergasse 15, 3100 St. Pölten

Per Mail: ypsilon@kmb.or.at

spknoe.at

Im heurigen Herbst sind in der Diözese St. Pölten

10 Tage der Bibel gewidmet. Ein vielfältiges

Programm wartet auf Sie!

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Bibelgarten in der Garten Tulln:

Gespräche zur Bibel mit Persönlichkeiten aus der

Kirche. Täglich von 14.00-16.00 Uhr

Die Bibel als Sprach- und Kulturgut.

Ausstellung in der NÖ Landesbibliothek

Ausstellungen, Vorträge, Gebete

und Musik in den

Pfarren Amstettens und im Pfarrverband St. Josef

im Waldviertel

Kreatives und Lesungen

in mehreren Bibliotheken

Jona-Ausstellung, Vorträge und Kabarett in

Seitenstetten

Frauentag und Bachnacht in St. Pölten u.v.m.

Das gesamte Programm fi nden Sie auf

https://bibel.dsp.at

Regional und Digital

Immer da, wo Sie uns brauchen.


Magazin für Männer – Katholische Männerbewegung – Ausgabe 02/2020

+++ Die KMB-Linz hat 12 Videobeiträge

über Männer mit Bezug zur

KMB produziert,

die sich mit Nachhaltigkeit und Enkeltauglichkeit im ganz konkreten

Umfeld beschäftigen. Es geht um die Themen Gesundheit und

Wohlergehen, hochwertige Bildung, Geschlechtergleichstellung,

saubere Wasser und Sanitätsversorgung, bezahlbare und saubere

Energie, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum,

Industrie und Innovation, nachhaltige Städte und Gemeinden, verantwortungsvolle

Konsum- und Produktionsmuster, Maßnahmen

zum Klimaschutz, Leben am Land sowie Friede und Gerechtigkeit.

Diese Videos sollen anregen, sich in den Männerrunden mit

den Zielen der Vereinten Nationen zu beschäftigen.

Erhältlich ab Oktober auf kmb.dioezese-linz.at.

Kupon ausschneiden, in ein Kuvert stecken und an KMBÖ, Spiegelgasse 3/2/6, 1010 Wien senden.


Y GREIFT AUF, WAS

MÄNNER BEWEGT:

bewahrung

der schöpfung

Gicht

Die 10 wichtigsten

Fragen

osterbräuche

Von Hasen, Eiern und

lauten Holzinstrumenten

– Identität und Mann-sein

– Partnerschaftliche Beziehungen in allen Lebensbereichen

– Glaube und Spiritualität

– Mitgestaltung von Gesellschaft und Kirche

– Soziale Gerechtigkeit und Entwicklungschancen

Y ABONNIEREN

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5 Ausgaben im Jahr € 15.

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Bestellungen per Mail bitte an sekretariat@kmb.or.at sowie telefonisch oder per Mail bei der KMB in deiner Diözese.

PS.: Wenn du Mitglied der KMB werden möchtest, melde dich bitte ebenfalls bei deiner Diözesanstelle. Das Magazin Ypsilon ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Verlags- und Aufgabepostamt: Österreichische Post AG, MZ 022032352 M,

Pastorale Dienste, Klostergasse 15, 3100 St. Pölten

Retouren bitte an: KMBÖ, Spiegelgasse 3/2/6, 1010 Wien

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