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Heinersdorff Magazin 2022/23

Die Saison 2022/23 der Heinersdorff Konzerte in der Tonhalle Düsseldorf

Die Saison 2022/23 der Heinersdorff Konzerte in der Tonhalle Düsseldorf

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heinersdorff-konzerte.de 2022/23

Im Gespräch

Der Pianist Jan Lisiecki

Zweimal zu Gast

London Philharmonic Orchestra

Im Porträt

Der Geiger Ray Chen


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2 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Jan Lisiecki © Sebastian Madej

Anne-Sophie Mutter © Sebastian Madej

Editorial ...................................................................................... 4

Im Gespräch: Jan Lisiecki .................................................. 6

.................................................................... 8

London Philharmonic Orchestra

Orchestre National de France

Orchestre des Champs-Elysées

Royal Philharmonic Orchestra

Wiener Symphoniker

Luzerner Sinfonieorchester

Im Porträt: Ray Chen ........................................................... 12

Kurz vorgestellt: Beatrice Rana .................................... 15

Sol Gabetta © Julia Wesely

Daniil Trifonov © Dario Acosta

Ray Chen © Sebastian Madej

Ray Chen

Jan Lisiecki

Joshua Bell

Daniil Trifonov

Sol Gabetta

Lang Lang

............................................................. 16

Joshua Bell © Shervin Lainez

Andreas Ottensamer © Katja Ruge

Hélène Grimaud © Mat Hennek

Grigory Sokolov © Anna Flegontova

Klassiker der Klassik ......................................................... 20

................................................................................ 22

Boris Giltburg

Beatrice Rana

Seong-Jin Cho

Hélène Grimaud

Grigory Sokolov

...................................................................... 27

Geister Duo

Su Yeon Kim

Jonathan Fournel

Anton Gerzenberg

................................................................... 28

Ólafur Arnalds

German Brass

Silvesterkonzert

Martin Grubinger

Max Mutzke

The King’s Singers

Rätsel ......................................................................................... 30

Abonnements & Preise .......................................................... 32

Kontakt & Impressum ............................................................. 33

Service ........................................................................................... 35

Konzertkalender ......................................................................... 36

Lang Lang © Olaf Heine

Karina Canellakis © Mathias Bothor

Max Mutzke © Agentur

Klassik für Düsseldorf 2022/23 3


Editorial

Sehr geehrte

Damen und Herren, liebe

Konzertfreunde,

mit großer Vorfreude haben

wir die Konzerte für die

Saison 2022/23 für Sie

zusammengestellt, in der

Hoffnung, dass wir die neue

Spiel zeit ohne pan de miebedingte

Einschränkungen

durchführen kön nen.

Eingetrübt wurde die Freude

in den letzten Wochen

durch die russische Invasion

in der Ukraine, die uns

schmerzhaft vor Augen

geführt hat, wie trügerisch

vermeint liche Sicherheiten

sind und wie fragil unser

frei heitlicher Lebensstil ist.

Umso deutlicher wird uns der Wert des

klassischen Konzerts als Zufluchtsort und die

Funktion der Kultur als ein wich tiges Bindeglied

zwischen den Menschen bewusst. So

blicken wir mit Dankbarkeit zu rück auf viele

wunderbare Konzert abende und Begeg nungen

mit Künst lerinnen und Künstlern, die uns

inmitten der Krise immer wieder Freude und

Zuversicht gespendet haben. Zu den Künstlern,

die in der vergangenen Saison in die

Tonhalle gekommen sind, um für Sie, unser

geschätztes Publikum zu spielen, gehört auch

Jan Lisiecki. Es freut uns daher besonders, den

sympathischen Pianisten in der Saison

2022/23 gleich zwei mal bei den Heinersdorff

Konzerten präsentieren zu können!

© Sebastian Madej

© Susanne Diesner

Bei den Meisterkonzerten wird Jan Lisiecki mit

dem Royal Philharmonic Orchestra das be -

rühmte Klavierkonzert von Edvard Grieg spie -

len. In unserem Zyklus „Faszination Klassik“

hat sich Lisiecki die Kammerakademie Pots -

dam unter der Leitung ihres Chefdirigenten

Antonello Manacorda ausgewählt, um gemeinsam

das Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur von Ludwig

van Beethoven zu interpretieren. Auch Jan

Lisiecki bestätigt uns im Interview, wie sehr er

in den konzertfreien Monaten des Lockdowns

das Publikum und die Erfahrung, Musik zu

teilen, vermisst hat.

Was in den Pandemiezeiten nur selten zu

hören war, ist der große, satte Orchesterklang.

Wir legen in der Saison 2022/23 daher einen

Fokus auf die epochalen sinfonischen Werke,

Ballettmusiken und Solistenkonzerte des

19. und frühen 20. Jahrhunderts und freuen

uns, hierzu die Elite der internationalen

Spitzenorchester in der Tonhalle begrüßen zu

dürfen: Wir eröffnen die neue Saison bereits

im Spätsommer, am 27. August 2022 mit

einem Galakonzert des Pitts burgh Symphony

Orchestra, das unter der Leitung seines Music

Director Manfred Honeck ge meinsam mit

Klavierlegende Hélène Grimaud Werke von

4 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Schumann und Mahler aufführen wird. Das

tradi tionsreiche London Phil har monic

Orchestra eröffnet am 19. No vember 2022 die

Meisterkonzerte-Reihe mit seinem Chefdirigenten

Edward Gardner und der großartigen

Anne-Sophie Mutter.

In unserem Abonnement „Faszination Klassik“

wird das LPO, wie das Orchester liebevoll ab -

ge kürzt wird, am 13. März 2023 mit Shootingstar

Karina Canellakis am Pult sowie Starpianist

Daniil Trifonov ein zweites Mal in der

Tonhalle zu Gast sein. Auch Weltstars wie Lang

Lang, Ray Chen und Sol Gabetta kehren in der

Saison 2022/23 in die Tonhalle zurück und

prä sen tieren mit heraus ragenden Kammerorchestern

Meilensteine des Konzert repertoires.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Saison

voller facettenreicher und inspirierender

Konzerterlebnisse in der Düsseldorfer

Tonhalle und dem Robert-Schumann-Saal.

Ihr

Galakonzert zum Saisonauftakt

Hoher Besuch aus Amerika: Zur Saisoneröffnung

feiert der Spitzenklangkörper

aus Pittsburgh mit seinem Chefdirigenten

und der Ausnahmepianistin Hélène

Grimaud ein Fest des großen Klangs.

Samstag · 27. August 2022 · 20 Uhr | Tonhalle

Pittsburgh Symphony Orchestra

Manfred Honeck Leitung

Hélène Grimaud Klavier

Robert Schumann Klavierkonzert a-Moll op. 54

Gustav Mahler Sinfonie Nr. 1 D-Dur

EUR 120,– / 105,– / 90,– / 70,– / 50,– zzgl. VVK

Tickets ab 19.05.2022 auf heinersdorff-konzerte.de

Burkhard Glashoff

© Mat Hennek

Klassik für Düsseldorf 2022/23 5


Jan Lisiecki @ Susanne Diesner

„Die meisten

meiner Träume sind

auf sehr natürliche

Art wahr geworden.“

Jan Lisiecki im Gespräch

mit Anna-Kristina Laue über Ziele,

Chancen und das richtige

Gegengewicht im Leben als Künstler

Konzerte

10.12.2022 mit der Kammerakademie Potsdam (S. 17)

27.01.2023 mit dem Royal Philharmonic Orchestra (S. 10)

6 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Jan, du hattest schon mit 15 Jahren Deinen internationalen

Durchbruch mit Deinem ersten Chopin-Album und Deinem

Vertrag bei der Deutschen Grammophon. Jetzt bist Du mit

Mitte 20 schon längst kein Nachwuchstalent mehr, sondern

gehörst zur ersten Riege – ist das ein schwerer Übergang?

Ich hatte nie wirklich das Bedürfnis, da eine Wandlung zu

vollziehen – ich mache das, was ich von Anfang an getan

habe, nämlich auf dem mir höchstmöglichen Niveau zu spielen

und die Musik, die ich liebe, mit dem Publikum zu teilen,

während ich ständig an den mir gegebenen Grundlagen

arbeite, um mein Spiel zu verbessern. Das ist eine lebenslange

Aufgabe für einen Musiker, einen Künstler – Perfektion

kann man nicht erreichen, also arbeitet man kontinuierlich

an dem, was man hat, und genau das tue ich.

Du hast schon so viel in Deiner Karriere erreicht – was sind

Deine Ziele für die Zukunft?

Ich habe immer so sehr wie möglich im Hier und Jetzt gelebt,

dem heutigen Tag verschrieben und verpflichtet. Ich bin

mir natürlich der Zukunft bewusst, auch der Vergangenheit,

aber ich versuche, im gegenwärtigen Moment alles zu geben,

was ich kann, auch wenn ich heute auf der Bühne vor Publikum

spiele. Ich denke, das ist die beste Art zu leben. Das

Gleiche gilt für Träume – die meisten meiner Träume sind

auf sehr natürliche, ungezwungene Weise wahr geworden.

Bevor ich den Traum träumen konnte, ist er schon eingetreten.

Gleichzeitig musste ich auch viele der Chancen, die sich

mir boten, mit beiden Händen ergreifen und mich ihnen

voll und ganz widmen, was eine sehr schwierige Aufgabe ist.

Manchmal muss man unglaublich hart für sein eigenes Ziel

arbeiten, weil man der Einzige ist, der es verwirklichen

kann. Ein gutes Beispiel ist meine Live-Aufnahme aller fünf

Beet hoven-Konzerte mit der Academy of St Martin in the

Fields. Das war nicht geplant, vorhergesehen oder gar

er träumt. Ich bekam die Chance sehr kurzfristig, und es

war eine unglaubliche Herausforderung, die ich in wenigen

Wochen vorbereiten musste, statt – was normal wäre – in

Jahren.

Und sind Deine Träume nach zwei Jahren Pandemie noch

die gleichen?

Die Pandemie hat wohl den meisten von uns vor Augen

geführt, was uns im Leben wichtig ist. Mir wurde erstmal

klar, dass ich sehr gerne auf der Bühne stehe. Was für eine

dämliche Antwort! Obwohl … wenn man hundert Konzerte

im Jahr spielt, ist man so in seine Arbeit vertieft und ihr

verschrieben, dass man sich kaum die Zeit nimmt, einen

Schritt zurückzutreten und zu überlegen: Moment mal, ist

das wirklich, was ich mag und was ich mit meinem Leben

anfangen möchte? Die Pandemie und die damit einhergehenden

Konzertabsagen haben mich deutlich sehen lassen,

dass ich das Publikum vermisse und die Erfahrung, Musik

zu teilen. In diesem Sinne hat mich die Pandemie verändert.

Gleichzeitig wurde mir aber auch klar, dass ich viele Dinge

im Leben genieße, die nichts mit meinem derzeitigen

Lebensstil zu tun haben, damit, um die Welt zu reisen

und ein Konzert nach dem anderen zu geben. Ich bin zum

Beispiel sehr gerne Zuhause und gehe mit meinem Vater

campen; und genau das möchte ich auch weiterhin tun.

Ohne große Veränderungen in meinem Leben ankündigen

zu wollen, bin ich mir jetzt ganz darüber im Klaren, dass ich

beide Seiten meines Lebens sehr schätze.

Du bist ziemlich groß für einen Pianisten – wie vermeidest Du

einseitige Bewegungen, schaffst ein Gegengewicht?

Ja, ich bin sehr groß, aber ich glaube, ich habe zum idealen

Zeitpunkt aufgehört zu wachsen, denn meine Knie passen

immer noch unter das Klavier! Nur ganz knapp zwar, aber

ich kann sie immer noch unterbringen. Ich glaube übrigens

nicht, dass die Körpergröße viel mit der Haltung oder der

Art des Spielens zu tun hat, da muss jeder einfach seinen

eigenen Weg finden. Mein Gegengewicht ist, dass ich ein

ziemlich aktives Leben führe: Ich bin viel zu Fuß unterwegs,

immer in Bewegung, und wenn ich spiele, achte ich darauf,

immer eine gute Haltung einzunehmen.

Wie erholst Du Dich auf Tournee zwischen den Konzerten und

kannst Du ohne Dein Instrument üben?

Ich gehe in Galerien, Museen, mache einen Spaziergang,

manchmal, wenn ich ein Auto gemietet habe, fahre ich in

die Umgebung, um mir etwas anzusehen. Ich habe keine

feste Routine, gehöre aber sicher nicht zu den Künstlern,

die zwischen Konzerten den ganzen Tag im Hotelzimmer

bleiben. Das bin einfach nicht ich, ich liebe es, die Welt zu

erkunden. Dabei sind es nicht nur die offensichtlich „touristischen“

Ziele, die mich interessieren.

Und nein, ohne mein Instrument kann ich nicht wirklich

üben. Natürlich ist die Musik allgegenwärtig, und manchmal

wenn ich einschlafe oder es versuche, schwirrt sie oft noch

in meinem Kopf herum, und ich „übe“ quasi bestimmte

Elemente. Aber ich würde mich nie im eigentlichen Sinne

mit einer Partitur hinsetzen und ohne Klavier üben. Das ist

einfach zu theoretisch für mich. Ich kann die Dinge schnell

auffassen und verarbeiten, wenn ich vor einem Klavier sitze.

Ich muss das nicht in einer Art virtuellem Denkraum tun.

Wahrscheinlich hast Du schon in jedem Konzertsaal

auf der Welt gespielt … was verbindest Du mit der Tonhalle

Düsseldorf?

In der Düsseldorfer Tonhalle habe ich immer ein bisschen

das Gefühl, dass ich im Weltall spiele. Die Decke scheint

irgendwie endlos, als ob ich spiele und über mir nur die

Sterne wären. Es ist ein sehr großer Saal, der sich trotzdem

sehr klein anfühlt, viel kleiner als die Kölner Philharmonie.

Man hat das Gefühl, dass das Publikum direkt neben einem

säße. Und er hat eine fantastische Akustik. ←

Das komplette Interview lesen Sie in unserem Blog:

blog.heinersdorff-konzerte.de/interview-lisiecki

Klassik für Düsseldorf 2022/23 7


Alle Konzerte finden um 20 Uhr im

Mendelssohn-Saal der Tonhalle Düsseldorf statt.

Wer die besten Klangkörper der Welt in der

Tonhalle Düsseldorf erleben möchte, ist in diesem

Traditionszyklus genau richtig. Auf dem Programm

der sechs Meisterkonzerte stehen die großen

Werke der sinfonischen Literatur mit regelmäßigen

Ausflügen zu spannenden Solokonzerten.

19.11.22 London Philharmonic Orchestra

Edward Gardner · Anne-Sophie Mutter

Pablo Ferrández

02.12.22 Orchestre National de France

Cristian Măcelaru · Xavier de Maistre

15.12.22 Orchestre des Champs-Elysées

Philippe Herreweghe

Collegium Vocale Gent

27.01.23 Royal Philharmonic Orchestra

Vasily Petrenko · Jan Lisiecki

28.02.23 Wiener Symphoniker

Andrés Orozco-Estrada · Beatrice Rana

16.04.23 Luzerner Sinfonieorchester

Michael Sanderling · Andreas Ottensamer

Abonnement ab EUR 210,–

Sie sparen über 30% gegenüber

dem Einzelkartenpreis.

Informationen zu allen

Abonnements und Preisen

finden Sie auf S. 32 des Magazins

oder online auf

heinersdorff-konzerte.de

8 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Anne-Sophie Mutter © Sebastian Madej

Xavier de Maistre © Jean-Baptiste Millot

London Philharmonic

Orchestra

Virtuos mal zwei

Es kommt einem musikalischen Gipfeltreffen gleich,

wenn sich das London Philharmonic Orchestra, Anne-

Sophie Mutter und Pablo Ferrández unter der Leitung von

Edward Gardner auf der Bühne der Tonhalle treffen.

Mutter und Ferrández sind seit vielen Jahren ein eingespieltes

Team, gehört er doch zu „Mutter’s Virtuosi“, dem

Kreis der von ihr geförderten hochtalentierten Nachwuchsmusiker:innen,

mit denen sie gerne auf Tour nee

geht. Inzwischen ist der spanische Cellist ein gefragter

Solist, er hat den Sprung auf die großen Bühnen geschafft,

sich über seine YouTube-Präsenz international

einen Namen gemacht und zahlreiche Preise gewonnen.

Wenn Mutter und Ferrández nun bei Heinersdorff das

Doppelkonzert von Johannes Brahms interpretieren, ist

dies die perfekte Gelegenheit, sich von ihrer Musikalität

und Virtuosität berauschen zu lassen, sich dem großen

Orchesterklang hinzugeben und für einen Moment den

Alltag zu vergessen.

Orchestre National de France

Farbfeuerwerk

Es ist kein Geheimnis, dass die französische Orchesterliteratur

besonders farbintensiv ist. Dem Orchestre

National de France ist das Farbfeuerwerk, das die Werke

eines Ravel oder Saint-Saëns entfachen, in die Gene

geschrieben. Um den Orchesterkompositionen französischer

Komponisten weithin Gehör zu verschaffen,

gründete sich der Klangkörper vor bald 90 Jahren und

ist heute auf den Konzertpodien der Welt einer der

bedeutendsten Kulturbotschafter Frankreichs. Da liegt

die enge Partnerschaft mit Xavier de Maistre auf der

Hand: Der charismatische Harfenist ist leidenschaftlicher

Advokat der französischen Musiktradition sowie der

gesamten Konzertliteratur für sein Instrument, das sich

auf den Podien oftmals viel zu rar macht. Im hoch -

romantischen Konzert des gebürtigen Kiewers Reinhold

Glière hat de Maistre Gelegenheit, alle Facetten der

Harfe zum Klingen zu bringen.

Samstag · 19. November 2022 · 20 Uhr

London Philharmonic Orchestra

Edward Gardner Leitung

Anne-Sophie Mutter Violine

Pablo Ferrández Violoncello

Felix Mendelssohn Bartholdy „Das Märchen von der schönen

Melusine“ Konzertouvertüre op. 32

Johannes Brahms Konzert für Violine, Violoncello und Orchester

a-Moll op. 102 · Antonín Dvořák Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70

EUR 175,– / 155,– / 135,– / 95,– / 65,– zzgl. VVK

Freitag · 2. Dezember 2022 · 20 Uhr

Orchestre National de France

Cristian Măcelaru Leitung

Xavier de Maistre Harfe

Maurice Ravel „Ma mère l’oye“ Suite für Orchester

Reinhold Glière Harfenkonzert Es-Dur op. 74

Camille Saint-Saëns Sinfonie Nr. 3 c-Moll op. 78 „Orgelsinfonie“

EUR 95,– / 85,– / 75,– / 60,– / 45,– zzgl. VVK

Klassik für Düsseldorf 2022/23 9


Philippe Herreweghe © Sebastian Madej

Jan Lisiecki © Susanne Diesner

Orchestre des

Champs-Elysées

Werk der Superlative

Nach zwei Pandemiejahren, in denen die Kunst der

kleinen Form das Mittel der Wahl war, wird es endlich

einmal wieder Zeit aus dem Vollen zu schöpfen: großer

Klang, großer Chor, große Kunst! Da kommt die einzigartige

Missa solemnis, mit der Ludwig van Beethoven

Musikgeschichte schrieb, gerade recht. Denn die technischen

wie physischen Anforderungen an Orchester

und Chor (die hohen Stimmen!) sowie an den Dirigenten,

der sowohl im Chor- als auch im Orchesterfach versiert

sein muss, sind immens. Philippe Herreweghe und sein

exzellentes Collegium Vocale Gent sind gemeinsam

mit dem renommierten Orchestre des Champs-Elysées

und den stets herausragenden Solist:innen einige der

wenigen, bei denen die Erfüllung dieser Ansprüche

außer Frage steht.

Royal Philharmonic Orchestra

Paradestücke

Als „Schwarzbrot mit Austern und Kaviar“ bezeichnete

Edvard Grieg einst augenzwinkernd seine Musik – höchst

kunstvoll also, aber mit eindeutig norwegisch-folkloristischer

Note. Die Mischung ist nahezu einzigartig, und

sein Klavierkonzert das Werk, welches diesen Stil in

Perfektion verkörpert. Es bescherte dem 25-jährigen

Komponisten den Durchbruch und die Anerkennung so

renommierter Kollegen wie Franz Liszt, der die komplexe

Partitur sogleich vom Blatt spielte. Ob Jan Lisiecki das

auch gelang, ist nicht bekannt, aber durchaus denkbar.

In jedem Fall zählt das schwelgerische Werk mit seinen

Klangkaskaden und fabelhaften lyrischen Momenten zu

seinen Paradestücken. Noch so ein Paradestück der

Musik ist Prokofjews 5. Sinfonie – üppig orchestriert und

klangmächtig konzipiert, besticht sie durch eine „neue

Einfachheit“, einen Stil, dem der Komponist sich mit

zunehmender Reife verschrieben hatte.

Donnerstag · 15. Dezember 2022 · 20 Uhr

Orchestre des Champs-Elysées

Collegium Vocale Gent

Philippe Herreweghe Leitung

Ludwig van Beethoven Missa solemnis D-Dur op. 123

Freitag · 27. Januar 2023 · 20 Uhr

Royal Philharmonic Orchestra

Vasily Petrenko Leitung

Jan Lisiecki Klavier

Ralph Vaughan Williams „The Wasps“ Ouvertüre

zu Aristophanes’ Komödie

Edvard Grieg Klavierkonzert a-Moll op. 16

Sergej Prokofjew Sinfonie Nr. 5 B-Dur op. 100

EUR 95,– / 85,– / 75,– / 60,– / 45,– zzgl. VVK

EUR 120,– / 105,– / 90,– / 70,– / 50,– zzgl. VVK

10 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Beatrice Rana © Simon Fowler

Andreas Ottensamer © Katja Ruge

Wiener Symphoniker

Luzerner Sinfonieorchester

Wiener Essenz

Düster und bedrohlich beginnt dieser Abend, wenn die

ersten Takte von Beethovens Egmont-Ouvertüre erklingen.

Doch was folgt, ist alle andere als ein Trauerspiel.

Denn Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 lässt alle Schwermut

sogleich verfliegen. Es ist ein lebensbejahen des

Stück, wartet mit wunderschönen Melodien auf und lädt

zum Träumen ein. Diese Eigenschaften teilt es sich mit

Brahms’ zweiter Sinfonie: „[Sie] scheint wie die Sonne

erwärmend auf Kenner und Laien, sie gehört allen, die

sich nach guter Musik sehnen.“ Welch hohes Lob aus der

Feder des beinahe gefürchteten Wiener Musikkritikers

Eduard Hanslick! Und wenn nun die Wiener Symphoniker

die Werke dieser beiden in Wien beheimateten Kom -

ponisten anstimmen, die ihnen seit vielen Generationen

in Leib und Seele übergegangen sind, dann erleben

Sie nicht nur einen musikalisch unvergesslichen Abend

– Sie erleben das authentische Wien, die Wiener Essenz.

Meister des Brückenbaus

Begegnung im Hier und Jetzt: Das Luzerner Sinfonieorchester,

Michael Sanderling und Andreas Ottensamer

betätigen sich bei den Heinersdorff Konzerten als

Brückenbauer – und zwar nicht nur über die nationalen

Grenzen ihrer Heimat länder hinweg. Nein, ausgehend

von einer Neu komposition des angesehenen zeitgenössischen

Kom ponisten Andrea Lorenzo Scartazzini

schlagen sie auch einen Bogen von der Gegenwart in die

Vergangenheit: zu Johannes Brahms’ Sinfonie Nr. 4. Den

sanften Übergang vom Heute ins Gestern ermöglicht

dabei Brahms’ Klari nettensonate Nr. 1 in der Bearbeitung

für Orchester und Klarinette von Luciano Berio.

Dieser hat den Klavierpart kurzerhand für Orchester

arrangiert und dadurch so viele neue Klangfarben

hinzugefügt, dass das Brahms’sche Meisterwerk in ganz

neuen Tönen zu schillern beginnt.

Dienstag · 28. Februar 2023 · 20 Uhr

Wiener Symphoniker

Andrés Orozco-Estrada Leitung

Beatrice Rana Klavier

Ludwig van Beethoven „Egmont“ Ouvertüre op. 84

Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58

Johannes Brahms Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Sonntag · 16. April 2023 · 20 Uhr

Luzerner Sinfonieorchester

Michael Sanderling Leitung

Andreas Ottensamer Klarinette

Andrea Lorenzo Scartazzini Neues Werk

Johannes Brahms Klarinettensonate f-Moll op. 120 Nr. 1 in der

Fassung für Orchester von Luciano Berio

Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

EUR 120,– / 105,– / 90,– / 70,– / 50,– zzgl. VVK

EUR 75,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK

Klassik für Düsseldorf 2022/23 11


Mit Anfang 30 hat Ray Chen bereits eine beachtliche

Karriere vorzuweisen. Sein erstes öffentliches

Konzert gab er mit acht Jahren in Queensland,

sein Studium in Philadelphia begann er mit gerade

einmal 15 Jahren und die ersten Preise beim Yehudi

Menuhin (2008) und Reine Elisabeth (2009) Wettbewerb

gewann der australisch-taiwanesische Geiger mit Anfang

20. Seitdem spielt er als gefragter Solist vor ausverkauften

Sälen auf der ganzen Welt – und seit seinem

Heinersdorff-Debüt 2014 regelmäßig auch bei uns.

„Ich bin ein Kommunikator.“

Aber was unterscheidet Ray Chen von den vielen anderen

jungen Geiger:innen, die über brillante Technik, bestechende

Virtuosität und feinstes Gespür für die Musik

verfügen? „Wissen Sie, ehrlicherweise bin ich eigentlich

einfach nur ich selbst“, sagte er unlängst in einem Interview.

Das trifft zu – und zwar auf allen Kanälen. Denn wie

kaum ein anderer Solist seiner Generation hat Ray Chen

schon sehr früh damit begonnen, alle ihm zur Verfügung

stehenden Kommunikationskanäle intensiv zu nutzen.

Für ihn beschränkt sich das Musikerdasein nämlich nicht

auf das, was auf der Konzertbühne passiert. „Ich glaube,

es gibt auch andere Dinge, die heute in der Verantwortung

des Künstlers liegen. Musiker sollten heute Botschafter

ihrer Sache sein, auch abseits der Bühne. Ich

definiere dieses Botschafter-Dasein über das Kommunizieren

mit den großartigen Social-Media-Plattformen wie

Facebook, Twitter, Instagram und YouTube.“

Und wenn man sieht, wie viele tausend Menschen den

Kanälen von Ray Chen folgen und über diese mit ihm –

und der klassischen Musik – in Kontakt kommen, wird

deutlich: Der Geiger nimmt seine Botschafterrolle sehr

ernst. Mit klarer Vision, aber auch einer ordentlichen

Portion Humor gelingt es Ray Chen, Menschen anzusprechen,

die mit der Klassik (noch) nicht vertraut sind, ihr

vielleicht sogar skeptisch gegenüberstehen. Ihnen zeigt

er die unbeschwerte oder gar lustig Seite dieses Genres

und führt sie spielerisch und unterhaltsam immer näher

an die Musik heran. Er macht deutlich, dass die Klassik

Ray Chen –

Botschafter

der Klassik

von Fenja Fieweger

sehr viel mehr ist, als eine aussterbende Kulturform und

dass gerade sie von den Möglichkeiten der digitalen

Vernetzung profitieren kann – schien es doch lange Zeit

so, als würde die digitale Entwicklung voranschreiten

und die klassische Musik im Analogen verharren. Doch

Ray Chen arbeitet dagegen: Kurzerhand richtete er beispielsweise

den Kanal „raychenviolin“ bei Discord ein.

Discord – ursprünglich entwickelt, um die Kommunikation

zwischen Videospielenden zu erleichtern – ermöglicht

nun die virtuelle Vernetzung von Geiger:innen aus

der ganzen Welt. Sie können sich gegenseitig beim Üben

zuhören und so Inspiration und wertvolles Feedback

sammeln. Vor allem in Zeiten von Kontaktbeschränkungen

sind es Möglichkeiten der Vernetzung und des Austauschs

wie diese, die für die Nachwuchsmusiker:innen

essenziell geworden sind.

Lesen Sie weiter auf Seite 14 →

12 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Klassik für Düsseldorf 2022/23 13

Ray Chen © Sebastian Madej


Ray Chen © Sebastian Madej

„Ich spiele Musik,

weil ich meine Emotionen

ausdrücken muss.“

Durch diesen hochkommunikativen Ansatz gelingt es Ray

Chen, das scheinbar angestaubte Image der Klassik –

„es entspricht eher dem strengen Frack mit schwarzer

Fliege“ – aufzupolieren. Und das macht er nicht nur im

Internet, sondern auch offline, live auf der Bühne. „Ich

möchte, dass die Menschen in den Konzertsaal kommen

und denken: Wow, das war richtig cool, es war aufregend,

vielleicht gehe ich noch mal dahin!“ Damit es richtig

„cool“ wird, ist Ray auch auf der Bühne ganz er selbst.

Alle seine Emotionen legt er in den Klang, von dem die

Huffington Post einmal schrieb: „Zum Sterben. Er hatte

diesen geschmeidigen Ton, der emotionale Tiefe höchster

Intimität mit sich bringt.“ In seinen Interpretationen

findet sich immer etwas Neues, etwas „Unerhörtes“.

Denn Ray interpretiert die Stücke nicht nur mit großem

Respekt für die Intention des Komponisten – vielmehr

sieht er sich als Emulgator, der die Ideen des Tonmalers

mit seinen eigenen Emotionen verbindet. Er macht das

Werk zu einem Teil seiner selbst – und das hört man.

In der Heinersdorff-Saison 2022/23 wird Ray Chen mit

dem New Yorker Kammerorchester The Knights rund

um die Brüder Colin und Eric Jacobsen bei uns zu Gast

sein. Sie bringen ein ungewöhnlich dicht gewobenes

Programm mit in die Tonhalle: In The Kreutzer Project

beweist Ray Chen einmal mehr, dass er ebenso mühelos

als Solist brillieren kann, wie er sich als ausgezeichneter

Kammermusiker in das demokratische Konzept des

Ensembles einfügt. ←

Konzert

24.10.2022 – mit The Knights (S. 16)

14 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Einer Sphinx gleich ruht sie über dem Klavier und lässt

ihre zarten Hände bereits heute mit der technischen

Brillanz eines Urgesteins über die Tasten fliegen. Nachdem

ihr geplantes Heinersdorff-Debüt im Dezember 2020

leider pandemiebedingt abgesagt werden musste, freuen wir

uns in der Saison 2022/23 darauf die italienische Ausnahmekünstlerin

gleich zweimal erleben zu dürfen: im Solorezital

sowie als Solistin mit den Wiener Symphonikern.

Der Ruf, der Beatrice Rana vorauseilt, kommt nicht von ungefähr:

Im apulischen Copertino geboren, wuchs sie als Tochter

klavierspielender Eltern auf. Die Musik wurde ihr quasi in die

Wiege gelegt. Seitdem steht sie im Bann der schwarz-weißen

Tasten: „Wenn man mit etwas geboren wird, das einem im Blut

liegt, ist es sehr schwierig, sich davon fernzuhalten, und ich

könnte mir keinen Tag ohne das Klavier vorstellen.“ Kaum

ver wunderlich also, dass sie bereits im Alter von neun Jahren

mit Bachs berühmtem f-Moll-Konzert debütierte und mit 16

ihr Klavierdiplom am Konservatorium Nino Rota in Monopoli

absolvierte, wo sie zudem auch Komposition bei Marco della

Sciucca studierte.

Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: 2011 gewann

sie den Ersten Preis des Concours musical international de

Montréal, 2013 Silber sowie den Publikumspreis des renommierten

Van-Cliburn-Wettbewerbs. Spätestens, als während

Ohne jeden Zweifel

Die Pianistin Beatrice Rana – kurz

vorgestellt von Finn Samira Präffcke-Schips

ihres leidenschaftlichen Auftritts in der finalen Runde eine

Klaviersaite riss, war klar: Diese Frau ist nicht mehr zu stoppen.

„Nach dem Erfolg beim Cliburn-Wettbewerb war alles

irgendwie verrückt, mein Leben hat sich komplett verändert.“

Seitdem reißt sich eine ganze Riege internationaler Dirigent:innen,

renommierter Orchester und namhafter Labels

darum, mit ihr zusammen zu arbeiten.

Doch was ist ihr Geheimnis? Ist es ihr Vorbild Martha Argerich,

deren Temperament und anmutige Impulsivität sich im Spiel

der italienischen Pianistin wiederfinden lässt? Oder ist es

der Einfluss Glenn Goulds, dessen Bach-Aufnahme sie im

Alter von neun Jahren als eine Offenbarung erlebte und die

ihre eigene hochgelobte Einspielung der Goldberg-Variationen

wesentlich prägte? Vielleicht liegt die Antwort in der

Selbstverständlichkeit, mit der Beatrice Rana das Klavier als

ihren Lebens inhalt, als ihre Berufung begreift.

Konzerte

07.12.2022 – Klavierabend (S. 23)

28.02.2023 – mit den Wiener Symphonikern (S. 11)

Außer Frage steht, dass die junge Pianistin schon jetzt einen

festen Platz in der Riege herausragender Klaviertalente

unserer Zeit einnimmt. Dabei hat sie gerade erst angefangen.

Wir dürfen also noch Großes erwarten. ←

Klassik für Düsseldorf 2022/23 15


Alle Konzerte finden um 20 Uhr im

Mendelssohn-Saal der Tonhalle Düsseldorf statt.

Meilensteine des klassischen Repertoires

sowie spannende Instrumentalkonzerte bilden

den Programmkern dieser Aboreihe, in der die

internationalen Solistinnen und Solisten im

Fokus stehen. Sie geben sich an sechs Abenden

gemeinsam mit hochkarätigen Ensembles ein

Stelldichein in der Düsseldorfer Tonhalle.

Ray Chen © Sebastian Madej

Ray Chen

24.10.22 Ray Chen

The Knights

10.12.22 Jan Lisiecki

Kammerakademie Potsdam

Antonello Manacorda

17.01.23 Joshua Bell

Academy of St Martin in the Fields

13.03.23 Daniil Trifonov

London Philharmonic Orchestra

Karina Canellakis

09.05.23 Sol Gabetta

Die Deutsche Kammerphilharmonie

Bremen · Paavo Järvi

03.06.23 Lang Lang

Mahler Chamber Orchestra

Andris Nelsons

The Kreutzer Project

Beethoven komponiert eine Sonate und widmet sie

einem berühmten Geiger, der sie niemals spielen wird.

Tolstoi schreibt eine Novelle über einen Mann, der

seine Frau ermordet, weil sie den Klavierpart in

Beethovens „Kreutzer-Sonate“ zu leidenschaftlich

interpretiert. Janáček komponiert ein aufwühlendes

Streichquartett, das von Tolstois Novelle inspiriert ist.

Und Colin Jacobsen schreibt eine Ouvertüre zu diesem

Programm, in dem sich alle Fäden kreuzen und in der

Person des französischen Violinvirtuosen Rodolphe

Kreutzer ihren Ankerpunkt finden. Ein ungewöhnlich

dicht gewobenes Programm, das so typisch ist für das

von den Brüdern Jacobsen gegründete New Yorker

Kammerorchester The Knights. Mit Ray Chen haben sie

einen Spitzengeiger an ihrer Seite, der ebenso mühelos

mit dem konzertanten Violinpart in Beethovens

Sonate brilliert, wie er sich als ausgezeichneter

Kammermusiker in das demokratische Konzept des

Ensembles einfügt.

Montag · 24. Oktober 2022 · 20 Uhr

Abonnement ab EUR 180,–

Sie sparen über 30% gegenüber

dem Einzelkartenpreis.

Informationen zu allen

Abonnements und Preisen

finden Sie auf S. 32 des Magazins

oder online auf

heinersdorff-konzerte.de

The Knights

Ray Chen Violine

Colin Jacobsen Kreutzings

Ludwig van Beethoven Violinsonate Nr. 9 A-Dur op. 47

„Kreutzer-Sonate“ arrangiert für Streichorchester

Leoš Janáček Streichquartett Nr. 1 „Kreutzer Sonate“

arrangiert für Streichorchester

Anna Clyne Shorthand

EUR 75,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK

16 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Jan Lisiecki © Holger Hage

Joshua Bell © Shervin Lainez

Jan Lisiecki

Joshua Bell

Verblüffend einfühlsam

„Pianistisch hat er alles drauf, doch drängt sich Technisches

ebensowenig in den Vordergrund wie übertriebenes

Senti ment. Hier hat alles Form und Format“, schreibt

concerti über Jan Lisieckis Live-Einspielung der fünf

Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven, die er bereits

2019 – mit gerade einmal 24 Jahren – bei der prestigeträchtigen

Deutschen Grammophon vorlegte. Ganz klar,

dass wir das sympathische Ausnahmetalent auch einmal

live mit einem der fünf Meister werke erleben möchten!

Die Kammerakademie Potsdam unter Leitung ihres

Chef dirigenten erweist sich dabei als gleichgesinnte

Partnerin – feinsinniges Musizieren ist für sie ebenso

oberstes Ziel wie für den kanadisch-polnischen Pianisten

mit dem verblüffend einfühlsamen und reifen Zugang zu

den Werken. Kongenial ergänzt wird das Klavierkonzert

um zwei Schubert-Sinfonien, darunter auch die berühmte

„Unvollendete“.

Teuflisch schwierig

Es gibt zurzeit noch zwei spielbare Geigen, die einst dem

großen Geigenvirtuosen Niccolò Paganini gehört haben

sollen. Auf einer von ihnen hat der amerikanische

Violinist Joshua Bell vor einigen Jahren mal ein Konzert

gespielt. Und auch, wenn er nicht an Mystisches glaube:

„Das gibt dem Publikum doch den Hauch einer Ahnung,

wie Paganini geklungen haben muss.“ Aus Paganinis

erstem Violinkonzert blitzt bis heute jene teuflisch

schwierige und geniale Virtuosengeste heraus, die ihn

zur Legende werden ließ. Es ist ein äußerst effektvolles

Stück, das Joshua Bell – an diesem Abend auf seiner

eigenen Stradivari spielend – gemeinsam mit der Aca -

demy of St Martin in the Fields, deren Music Director er

seit vielen Jahren ist, auf die Bühne bringt. Schumanns

choralartig beginnende 2. Sinfonie wirkt demgegenüber

wie ein Ruhepol – man merkt ihr die Beschäftigung des

Komponisten mit Bach’schen Fugen und Beethovens

Liederzyklus An die ferne Geliebte deutlich an.

Samstag · 10. Dezember 2022 · 20 Uhr

Kammerakademie Potsdam

Antonello Manacorda Leitung

Jan Lisiecki Klavier

Franz Schubert Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200

Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15

Franz Schubert Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 „Unvollendete“

Dienstag · 17. Januar 2023 · 20 Uhr

Academy of St Martin in the Fields

Joshua Bell Violine & Leitung

Giuseppe Tartini Violinsonate g-Moll „Teufelstriller“ in der

Fassung für Violine und Orchester

Niccolò Paganini Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 6

Robert Schumann Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

EUR 75,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK

EUR 95,– / 85,– / 75,– / 60,– / 45,– zzgl. VVK

Klassik für Düsseldorf 2022/23 17


Daniil Trifonov © Dario Acosta

Sol Gabetta © Julia Wesely

Daniil Trifonov

Sol Gabetta

Kontrastprogramm

Prokofjews drittes Klavierkonzert mit dem Ausnahmepianisten

Daniil Trifonov verbindet die musikalischen

Welten: Komponiert in Amerika, versuchte der russische

Komponist damit bewusst den Geschmack des dortigen

Publikums zu treffen, das seiner Meinung nach immer

noch Beethoven nachhing und nicht bereit war für neue

Musik. Dementsprechend sorgte er für eine möglichst

abwechslungsreiche Gestaltung und würzte sein Werk

mit perkussiven Elementen. Das schwelgerisch-romantische

Kontrastprogramm mit Tschaikowskys berühmter

5. Sinfonie liefert das London Phil har monic Orchestra in

seinem Konzert direkt mit und gibt seiner neuen Ersten

Gastdirigentin Karina Canellakis so die beste Gelegenheit,

sich vorzustellen. Seit ein paar Jahren erobert die

amerikanische Musikerin, die schon als Akademistin

der Berliner Philharmoniker in den ersten Violinen

reüs sierte, vom Dirigentenpult aus die Bühnen der Welt.

Frischer Blick

Überraschungseffekte, den Hörer in Staunen versetzen,

Ohren kitzeln und verblüffende Details auskosten:

Joseph Haydn war Meister darin. Die Deutsche Kammerphilharmonie

Bremen ist es auch und Paavo Järvi

ohnehin. Ihre unkonventionelle Herangehensweise an

die großen Sinfoniker der Musikgeschichte haben das

Orchester und sein Chefdirigent schon mehrfach in

hochgelobten Konzert- und CD-Projekten unter Beweis

gestellt. Dass sie sich mit Haydn auseinandersetzen, ist

beinahe überfällig. In zwei sinfonischen Meisterwerken

gibt es die ganze Originalität des Wiener Klassikers

sowie den erfrischenden Blick der Bremer darauf zu

erkunden. In die klassische Lebensfreude schmiegt sich

mit Schumanns Cellokonzert allerdings auch schwärmerische

Romantik und ein gehöriger Schuss Virtuosität,

die bei Sol Gabetta in den besten Händen sind.

Montag · 13. März 2023 · 20 Uhr

London Philharmonic Orchestra

Karina Canellakis Leitung

Daniil Trifonov Klavier

Sergej Prokofjew Klavierkonzert Nr. 3 C-Dur op. 26

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Dienstag · 9. Mai 2023 · 20 Uhr

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Paavo Järvi Leitung

Sol Gabetta Violoncello

Joseph Haydn Sinfonie Nr. 96 D-Dur Hob. I:96

Robert Schumann Violoncellokonzert a-Moll op. 129

Joseph Haydn Sinfonie Nr. 104 D-Dur Hob. I:104

EUR 120,– / 105,– / 90,– / 70,– / 50,– zzgl. VVK

EUR 75,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK

18 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Lang Lang

Dramatik vom Feinsten

Zeichnet sich die Tonart c-Moll durch eine außergewöhnliche

Dramatik aus? Oder bringen wir das nur mit

ihr in Verbindung, weil Beethoven so viele bedeut same

Werke in dieser Tonart geschrieben hat? Denn es ist

nicht nur die berühmte fünfte Sinfonie mit ihren ikonischen

Eröffnungsakkorden, sondern auch das 3. Klavierkonzert

und die Ouvertüre zur Tragödie um den römischen

Feldherrn Coriolanus, die in der „Schicksalstonart“

c-Moll komponiert sind – „bedeutungsschwanger, düster,

aber mit heroischen Zügen“ (SWR). Das Mahler Chamber

Orchestra lässt uns in seinem Programm tief eintauchen

in die Beethoven’sche Dramatik. Der lettische Spitzendirigent

Andris Nelsons sorgt am Pult für den großen

Spannungsbogen, und Lang Lang als Klaviersolist

gewährt mit seinem eleganten Spiel einen Hauch von

Leichtigkeit.

Samstag · 3. Juni 2023 · 20 Uhr

Lang lang © Sebastian Madej

Mahler Chamber Orchestra

Andris Nelsons Leitung

Lang Lang Klavier

Ludwig van Beethoven

„Coriolan“ Ouvertüre c-Moll op. 62

Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37

Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

EUR 175,– / 155,– / 135,– / 95,– / 65,– zzgl. VVK

Klassik für Düsseldorf 2022/23 19


Camille

Saint-Saëns:

Orgelsinfonie

Eine Sinfonie mit Orgel?

Wann hat es sowas schon

einmal gegeben? Als

Camille Saint-Saëns 1886

seine 3. Sinfonie für die

Royal Philharmonic Society in London komponierte,

sorgte er damit für Aufsehen – Erstaunen und Begeisterung

zugleich. Dabei setzte er die Kraft des kirchlich

konnotierten Instruments vor allem als Klangfarbe ein,

zu voller Wucht bäumt es sich erst im letzten, passend

mit „Maestoso“ überschriebenen Satz auf – und wird

überraschend auch noch um eine Klavierstimme ergänzt,

beides Instrumente, die der Komponist selbst virtuos

beherrschte. Eine weitere Besonderheit ist, dass in allen

vier Sätzen das berühmte „Dies irae“-Motiv in ganz unterschiedlicher

Ausprägung verarbeitet wird. Das schafft

einen großen Spannungsbogen, in dem Saint-Saëns sich

höchst intelli gent und frei bewegt: „Ich habe in diesem

Werk alles gegeben, was ich geben konnte.“

02.12.2022 (S. 9)

Antonín

Dvořák:

Sinfonie Nr. 7

Bereits bei ihrer Uraufführung

1885 in London war

Dvořáks siebte Sinfonie

ein riesiger Erfolg. „Ich

kann gar nicht sagen, wie

sehr mich die Engländer ehren! Über all wird über mich

geschrieben und man sagt, ich sei der Löwe der heurigen

Musiksaison […].“ Und völlig zu Recht, möchte man

ergänzen, denn diese Sinfonie hat alles, was man sich

wünschen kann. Sie ist genial aufgebaut, intelligent in -

strumentiert, vielschichtig, voller mitreißen der Melodien

und ergreifender Passagen – kurz: „eine reiche Sinfonie“,

wie der Dirigent Iván Fischer sie nennt. Und sie verkörpert

auf konzentrierte Weise das, wofür Dvořák steht:

die Verschmelzung der klassischen Musik tradition mit

dem böhmischen Volksmusikgut. Das Publikum, das

nicht im dritten Satz am liebsten das Tanzbein schwingen

möchte, muss erst noch gefunden werden!

19.11.2022 (S. 9)

Klassiker

der

Klassik

Kurz vorgestellt von Fenja Fieweger

und Anna-Kristina Laue:

Sechs Repertoireklassiker, die in

dieser Saison in unseren

Heinersdorff Konzerten zu Gehör

kommen und die – wie wir

finden – völlig zu Recht seit Jahren

ihren Premiumplatz in den

Konzertprogrammen internationaler

Orchester behaupten.

Edvard Grieg:

Klavierkonzert

Es beginnt mit einem Paukenwirbel

und dem unmittelbaren

Einsatz des Klaviers, das

sich waghalsig in die Tiefe

stürzt und die Zuhörer:innen

direkt in den Strudel zieht.

Edvard Griegs Klavierkonzert ist eines der beliebtesten

seiner Gattung. Inspiriert von Schumanns Klavierkonzert

emanzipiert Grieg sich von traditionellen Formen, verbindet

norwegische Volksmusik mit Kunstmusik (oder, wie er selbst

einmal sagte, „Schwarzbrot“ mit „Austern und Kaviar“) und

findet Mittel und Wege, norwegische Landschaften vor dem

inneren Auge entstehen zu lassen. Der nordisch-tänzerische

Tonfall berührt, die klangvollen Melodien reißen mit

und der hochvirtuose Klavierpart verlangt vom Solisten

absolute Präzision. 27.01.2023 (S. 10)

20 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Franz

Schubert: Die

Unvollendete

Ludwig van

Beethoven:

Klavierkonzert

Nr. 4

Beethoven der Dramatische?

Der Wütende? Der

Geniale? Es ist wohl vor allem eine Fähigkeit, die ihn zu

einem der größten Komponisten macht: Die Kunst, immer

wieder aufs Neue zu überraschen. Beethoven ist an

Originalität kaum zu überbieten – sein 4. Klavierkonzert

zum Beispiel verzaubert mit einem außergewöhnlichen

Einstieg, den das Klavier ganz allein, ganz zart in den

Raum stellen darf. Daraus entwickelt sich ein feinsinniger

Dialog, in dem Orchester und Soloinstrument abso -

lut auf Augenhöhe agieren. Eine virtuose Solistenshow

sieht anders aus. Die Dramatik des zweiten Satzes ließ

manche ein geheimes Programm vermuten: Diente hier

der Orpheus-Mythos als Inspirationsquelle? Vielleicht.

Vielleicht ist es aber auch einfach nur eines der schönsten

und originellsten Klavierkonzerte, die nur ein so kreativer

Geist wie Beethoven sich einfallen lassen konnte.

28.02.2023 (S. 11)

Vollendet unvollendet: Sie

gibt Rätsel auf, diese wohl

berühmteste Sinfonie von

Franz Schubert. Mit ihren

nur zwei Sätzen gilt sie als

„Sinfonie-Torso“, doch weder scheint es, als habe

Schubert je vorgehabt, zwei weitere Sätze zu ergänzen,

noch vermisst man als Zuhörer etwas. So dicht ist sie

komponiert, so schnell zieht sie einen in ihren Bann.

Sie ist eine Sinfonie der Extreme: Größte Finsternis trifft

auf tänzerische Leichtigkeit, dramatische Akkorde auf

liedhafte Seligkeit. Den genialen Schöpfer schönster

Melodien und munterer Ländler hört man hier ebenso

heraus wie Schuberts dramatische Lebensumstände zur

Entstehungszeit: keine Anstellung, dauerhaft pleite und

erste Anzeichen einer Syphilis-Erkrankung. „Ich habe

GAR kein Geld, und es geht mir überhaupt sehr schlecht.

Ich mache mir nichts draus und bin lustig.“, schreibt er

an einen Freund. Parallel träumt er davon, eine Oper zu

komponieren und legt die Sinfonie vorerst beiseite. Doch

als man sie 37 Jahre nach Schuberts Tod in Wien zur

Uraufführung bringt, feiert sie direkt einen grandiosen

Erfolg, der bis heute anhält. 10.12.2022 (S. 17)

Johannes

Brahms:

Die Sinfonien

Die Sinfonie nach

Beethoven – für Brahms

ein geradezu unmögliches

Unterfangen. Die Gattung

neu zu erfinden, das war

sein großes Ziel. Damit setzte er sich selbst so sehr

unter Druck, dass er seine erste Sinfonie erst im Alter

von 43 Jahren zur Uraufführung bringen konnte. Doch

dann war der Sinfonien-Knoten geplatzt: Innerhalb

eines Jahres stellt Brahms seine zweite Sinfonie fertig.

„Die zweite Symphonie scheint wie die Sonne erwärmend

auf Kenner und Laien, sie gehört allen, die sich nach

guter Musik sehnen.“ Welch hohes Lob aus der Feder

des beinahe gefürchteten Wiener Musikkritikers Eduard

Hanslick! Und auch die Sinfonie Nr. 3 findet Bewunderung:

„Welch ein Werk, welche Poesie, die harmonischste

Stimmung durch das Ganze, alle Sätze wie aus einem

Gusse, ein Herzschlag, jeder Satz ein Juwel!“ schreibt

eine verzückte Clara Schumann in einem ihrer vielen

Briefe an Brahms. Obwohl die beiden eine innige Freundschaft

verbindet, äußert sich Clara zu einigen Kompositionen

Brahms’ auch kritisch – wie beispielsweise

gegenüber seiner vierten und letzten Sinfonie. Und auch

Eduard Hanslick war beim ersten Hören alles andere

als begeistert. Bei der Wiener Erstaufführung dichteten

die Orchestermusiker auf die ersten Takte gar den Text:

„Es fiel ihm wieder mal nichts ein.“ Nur Joseph Joachim

lobte den „geradezu packenden Zug des Ganzen, die

Dichtigkeit der Erfindung, das wunderbar verschlungene

Wachstum der Motive“ sowie den „Reichtum und die

Schönheit einzelner Stellen“ und erkannte vor vielen

anderen das Potenzial und die Einzigartigkeit dieser

Sinfonie, deren Beliebtheit bis heute ungebrochen ist.

Alle Brahms’schen Sinfonien gehören zu den Werken,

die man einmal im Konzertsaal gehört haben muss! Nachdem

sie lange schon nicht mehr bei den Heinersdorff

Konzerten zu erleben waren, stehen in dieser Saison so -

wohl die Zweite als auch die Vierte auf dem Programm.

28.02.2022 (S. 11) · 16.04.2023 (S. 11)

Klassik für Düsseldorf 2022/23 21


Alle Konzerte finden um 20 Uhr im

Mendelssohn-Saal der Tonhalle Düsseldorf statt.

Eine ganze Welt auf 88 Tasten. Bald ist es wieder

soweit: Die besten Pianistinnen und Pianisten

finden sich unter dem Sternenhimmel der Tonhalle

ein, um das gesamte Spektrum der Klaviermusik

zu erkunden.

Boris Giltburg © Sasha Gusov

Boris Giltburg

14.11.22 Boris Giltburg

07.12.22 Beatrice Rana

06.02.23 Seong-Jin Cho

23.03.23 Hélène Grimaud

26.04.23 Grigory Sokolov

Kosmos Beethoven

„Es braucht kein Jubiläum, um sich an Beethoven zu

erinnern, er ist immer und jeden Tag präsent für mich“,

erklärte Boris Giltburg in einem Interview zum Beethoven-Jahr

2020. Seitdem ist viel passiert: die Pandemie

hat Giltburgs Gesamteinspielung der 32 Beethoven-

Sonaten zunächst in ein Live-Stream-Projekt verwandelt,

doch nun liegt auch das Album vor und sorgt

allerorts für begeisterte Kritiken. Bereits als Kind

konnte sich der 1984 geborene israelische Pianist dem

Zauber des B eethoven’schen Kosmos nicht entziehen.

Auf seinem eigenen Blog „Classical Music for All“ fasst

er seine Faszination in Worte: „Es scheint, als ob ich

diesen Kontakt mit Beethoven, der lebensbejahenden,

reinigenden Kraft seiner Musik brauchte.“ Boris Giltburg

nach Jahren der intensiven Auseinandersetzung in

dieser Heinersdorff-Saison mit gleich drei gewichtigen

Sonaten erleben zu dürfen, ist ein Privileg, auf das wir

uns jetzt schon freuen.

Montag · 14. November 2022 · 20 Uhr

Abonnement ab EUR 90,–

Sie sparen über 30% gegenüber

dem Einzelkartenpreis.

Informationen zu allen

Abonnements und Preisen

finden Sie auf S. 32 des Magazins

oder online auf

heinersdorff-konzerte.de

Boris Giltburg Klavier

Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 3 F-Dur op. 73

in der Fassung für Klavier

Ludwig van Beethoven Klaviersonate Nr. 23 f-Moll op. 57

„Appassionata“

Klaviersonate Nr. 30 E-Dur op. 109

Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110

EUR 50,– / 40,– / 35,– / 30,– / 20,– zzgl. VVK

22 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Beatrice Rana

Gipfelwerke

Tour de Force! Anders lässt sich das Sonatengebirge

nicht bezeichnen, das Ludwig van Beethoven in den

Jahren 1817/18 auf Notenpapier bannte. Der Ruf,

unspielbar zu sein, eilte seiner Sonate op. 106 mit dem

Beinamen „Hammerklavier“ für Jahrzehnte voraus.

Bezeichnenderweise wagte erst Franz Liszt es, das

Meisterwerk im Konzert aufzuführen. Dass Beatrice

Rana viel für jene Klavierliteratur übrighat, die bei aller

Virtuosität auch einen wachen Intellekt erfordert,

davon gibt sie in ihren Rezitalen regelmäßig beeindruckende

Kostproben. Für Düsseldorf hat sie gleich zwei

Gipfelwerke der Tastenkunst ins Programm genommen.

Frédéric Chopins zweite Klaviersonate steht der „Ham -

merklaviersonate“ auf Augenhöhe gegenüber. „Dass

Chopin es Sonate nannte“, erstaunte sich kein Geringerer

als Robert Schumann über das mächtige Stück,

„möchte man eher eine Caprice heißen, wenn nicht

einen Übermut, dass er gerade vier seiner tollsten

Kinder zusammenkoppelte.“

Mittwoch · 7. Dezember 2022 · 20 Uhr

Beatrice Rana Klavier

Frédéric Chopin Klaviersonate Nr. 2 b-Moll op. 35

Ludwig van Beethoven Klaviersonate Nr. 29 B-Dur op. 106

„Große Sonate für das Hammerklavier“

EUR 50,– / 40,– / 35,– / 30,– / 20,– zzgl. VVK

Beatrice Rana © Simon Fowler

Klassik für Düsseldorf 2022/23 23


Seong-Jin Cho © Susanne Diesner

Seong-Jin Cho

Poet am Klavier

Er ist ein Meister der feinen Töne – sein Mozart perlend

und klar, sein Chopin durchsichtig und intensiv, sein

Debussy schimmernd und farbenreich. Mit seinen sechs

seit dem Gewinn des renommierten Chopin-Wettbewerbs

2015 bei der Deutschen Grammophon erschienenen

Alben begeistert Seong-Jin Cho Millionen Klassikhörer,

längst nicht mehr nur in seiner südkoreanischen Heimat,

wo er Popstar-Status genießt, sondern weltweit. Dabei

ist der inzwischen in Berlin lebende Pianist erstaunlich

bescheiden geblieben: „Ehrlich gesagt: Mich interessiert

der Fame auch gar nicht. Was ich will, ist Konzerte

spielen!“, verrät er im Interview mit BR Klassik. Und man

glaubt es ihm! Spannend wird es in dieser Saison, den

Klavierpoeten mit Werken von Brahms und Schumann

zu erleben: Außergewöhnlich feinsinnige Interpretationen

stehen in Aussicht.

Montag · 6. Februar 2023 · 20 Uhr

Seon-Jin Cho Klavier

Georg Friedrich Händel Suite Nr. 5 E-Dur HWV 430

Suite Nr. 7 B-Dur HWV 440

Johannes Brahms Variationen über ein Thema

von Händel op. 24

Robert Schumann Drei Fantasiestücke op. 111

Sinfonische Etüden op. 13

EUR 50,– / 40,– / 35,– / 30,– / 20,– zzgl. VVK

24 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Hélène Grimaud © Mat Hennek

Grigory Sokolov © Anna Flegontova

Hélène Grimaud

Grigory Sokolov

Berühmte letzte Werke

Hélène Grimaud ist eine Ausnahmeerscheinung. Was

sie in Angriff nimmt, macht sie mit höchster Ernsthaftigkeit

und nicht selten in Opposition zum Mainstream.

Ein Rezital mit der franzö sischen Pianistin gleicht einer

musikalischen Offen barung. Wenn sie endlich wieder

mit einem Rezital in die Tonhalle Düsseldorf kommt,

setzt sie zwei der ge wichtigsten Klavierwerke an der

Schwelle von Klassik zu Romantik aufs Programm:

Beethovens und Schuberts jeweils letzte Klaviersonate,

in denen die beiden großen Tonschöpfer den ganzen

Kosmos ihrer Meisterschaft zusammengefasst und

gleichzeitig das Tor zur Zukunft weit aufgestoßen

haben. Zwei Schwanen gesänge mit überwältigender

Intensität und Ausdruckskraft.

Musik im Mittelpunkt

Sie wissen – und wir wissen auch –, dass wir nichts

wissen. Zumindest, was das Programm von Grigory

Sokolovs Klavierrezital bei Heinersdorff in der Tonhalle

angeht. Was wir – und Sie – aber mit Sicherheit schon

heute sagen können: Der Ausnahmepianist begeisterte

mit jeder Programmauswahl, die er bisher auf der

Bühne dieses besonderen Konzerthauses zum Besten

gab. Grigory Sokolovs Klavierspiel berauscht und

begeistert. Das gedimmte Licht, die ungewisse Anzahl

der Zugaben und nicht zuletzt sein zurückhaltendes

Auftreten, das die Musik vollkommen in den Mittelpunkt

stellt, sorgen für eine unvergleichliche Konzertatmosphäre.

Da stört es uns gar nicht, dass auch wir über

das Programm noch eine Weile rätseln müssen.

Donnerstag · 23. März 2023 · 20 Uhr

Hélène Grimaud Klavier

Ludwig van Beethoven Klaviersonate Nr. 32 c-Moll op. 111

Franz Schubert Klaviersonate B-Dur op. posth. D 960

Mittwoch · 26. April 2023 · 20 Uhr

Grigory Sokolov Klavier

Das Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt

bekannt gegeben.

EUR 75,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK

EUR 75,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK

Klassik für Düsseldorf 2022/23 25


SPIELZEIT

2022/23

Informationen und Tickets

ab 02. Juni 2022

auf operamrhein.de

Foto: Hans Jörg Michel

Johann Strauß (Sohn): Die Fledermaus.

Ab 23. Oktober 2022, Opernhaus Düsseldorf.

26 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Im Abonnement-Zyklus Talente entdecken präsentiert Heinersdorff Konzerte in Kooperation mit dem Kunstpalast und

dem „Steinway Prizewinner Concerts Network“ an vier Abenden eigens von Steinway ausgewählte Preisträger:innen

internationaler Klavierwettbewerbe. So bekommen Sie in dieser Serie die Möglichkeit, junge, hochbegabte Pianist:innen

in einem frühen Stadium ihrer Karriere kennenzulernen und dazu beizutragen, dass die Künstler:innen sich gerne an

Düsseldorf erinnern und an den Rhein zurückkehren, wenn sie zu Weltstars geworden sind.

Anton Gerzenberg © Andrej Grilc Jonathan Fournel © Agentur

Su Yeon Kim © Agentur

Gesister Duo © Lyodoh Kaneko

Montag · 31. Oktober 2022 · 20 Uhr

Geister Duo

David Salmon Klavier · Manuel Vieillard Klavier

1. Preis, Internationaler Musikwettbewerb der ARD 2021

Johannes Brahms Sonate für zwei Klaviere zu vier Händen

f-Moll op. 34b · Maurice Ravel „Daphnis et Chloé“ 2. Suite

Introduction et Allegro · „La Valse“ Poème choréographique

Montag · 9. Januar 2023 · 20 Uhr

Su Yeon Kim Klavier

1. Preis, Concours musical international de Montréal 2021

Wolfgang Amadeus Mozart Klaviersonate D-Dur KV 311/284c

Adagio für Klavier h-Moll KV 540

César Franck Prélude, Chorale et Fugue FWV 21

Frédéric Chopin Nocturnes op. 48 · Klaviersonate Nr. 3 h-Moll op. 58

Mittwoch · 8. März 2023 · 20 Uhr

Jonathan Fournel Klavier

1. Preis, Concours Reine Elisabeth 2021

Wolfgang Amadeus Mozart Klaviersonate c-Moll KV 457

César Franck Prélude, Fugue et Variation FWV 30

Karol Szymanowski Variationen b-Moll op. 3

Johannes Brahms Klaviersonate Nr. 1 C-Dur op. 1

Mittwoch · 31. Mai 2023 · 20 Uhr

Anton Gerzenberg Klavier

1. Preis, Concours Géza Anda 2021

György Ligeti Études

Claude Debussy Estampes

Maurice Ravel Miroirs

Alle Konzerte jeweils um 20 Uhr im Kunstpalast, Robert-Schumann-Saal

Einzelpreise je Konzert: EUR 25,– / 18,– zzgl. VVK

ermäßigte Preise für Schüler:innen und Studierende: EUR 8,– zzgl. VVK

Informationen zu allen Abonnements

und Preisen finden Sie auf Seite 32 und auf

heinersdorff-konzerte.de

In Kooperation mit

Klassik für Düsseldorf 2022/23 27


In seinen Sonderkonzerten präsentiert

Heinersdorff in jedem Jahr Klangerlebnisse der

Extraklasse: Weltstars zu Gast in der Tonhalle

Düsseldorf mit spannenden Programmen auch

jenseits des klassischen Repertoires.

Montag · 26. September 2022 · 20 Uhr

Ólafur Arnalds

some kind of peace Werke für Klavier, Synthesizer,

Streichquartett und Schlagzeug

Könnte man einem Land einen Soundtrack unterlegen,

so würde Island wahrscheinlich wie die Musik von Ólafur

Arnalds klingen. Am liebsten kreiert der vielseitige

Musiker seine melancholischen Klangwelten live und

im Kontakt mit dem Publikum – magische Momente, in

denen seine Musik die Illusion der Ewigkeit erzeugt.

EUR 75,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK

Martin Grubinger © Simon Pauly

Ólafur Arnalds © Anna Maggy

Donnerstag · 9. März 2023 · 20 Uhr

Martin Grubinger & Friends

Werke von Charles Ives, Steve Reich, Maki Ishii,

Kalevi Aho u.a.

Großes Finale: Zum angekündigten Abschluss seiner

grandiosen Karriere fährt Multiperkussionist Martin

Grubinger noch einmal alles auf, was das Schlagzeugrepertoire

zu bieten hat.

© Susanne Diesner

EUR 75,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK

28 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Montag · 19. Dezember 2022 · 20 Uhr

German Brass

Christmas around the world

Christoph Baerwind, Matthias Höfs, Werner Heckmann,

Uwe Köller Trompete · Wolfgang Gaag,

Klaus Wallendorf Horn · Alexander Erbrich-Crawford,

Fritz Winter, Uwe Füssel Posaune · Stefan Ambrosius Tuba

Es heißt, sie machten Blech zu Gold. Klar, dass diese

seltene Kunst zur Weihnachtszeit besonders gefragt ist.

Samstag · 31. Dezember 2022 · 19 Uhr

Silvesterkonzert

Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125

Das Neue Orchester · Chorus Musicus Köln

Christoph Spering Leitung

Es ist zu einer liebgewonnenen Tradition bei den

Heinersdorff Konzerten geworden: das alte Jahr voller

Zuversicht zu beschließen und das neue mit Jubelchören

zu begrüßen. So auch an Silvester 2022!

EUR 50,– / 40,– / 35,– / 30,– / 20,– zzgl. VVK

EUR 75,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK

Max Mutzke © Agentur

The King’s Singers © Rebecca Reid

German Brass © Peter Adamik

Christoph Spering © Stephanie Kunde

Freitag · 24. März 2023 · 20 Uhr

Max Mutzke

WDR Funkhausorchester · Enrico Delamboye Leitung

Soul mit sinfonischem Sound: Der charismatische

Sänger und sympathische Conferencier Max Mutzke lässt

neue Songs und altbekannte Hits in orchestralem Glanz

erstrahlen. Can’t wait until tonight!

EUR 75,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK

Donnerstag · 4. Mai 2023 · 20 Uhr

The King’s Singers

Finding Harmony

Patrick Dunachie, Edward Button Countertenor

Julian Gregory Tenor · Christopher Bruerton,

Nick Ashby Bariton · Jonathan Howard Bass

Keiner singt wie sie: The King’s Singers sind seit über

50 Jahren die ungekrönten Könige des A-cappella-

Gesangs – mit perfekter Intonation, raffinierten Programmen

und einer guten Prise britischen Humors.

EUR 50,– / 40,– / 35,– / 30,– / 20,– zzgl. VVK

Klassik für Düsseldorf 2022/23 29


Gewinnen Sie spielend

zwei Eintrittskarten

Machen Sie mit bei unserem Kreuzworträtsel und prüfen

Sie Ihr Musikwissen. Mit der richtigen Lösung

können Sie zwei Eintritts karten für das

Konzert mit Martin Grubinger & Friends am 09.03.2023

in der Tonhalle gewinnen*.

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Lösung

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* Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mit der Teilnahme akzeptieren Sie die Gewinnspiel-AGB der

Konzert Theater Kontor Heinersdorff GmbH

(heinersdorff-konzerte.de).

30 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Waagerecht

1. Komponist der Ballette „Cinderella“

und „Romeo und Julia“

9. Schlagzeuger stellen ihn mit einer Windmaschine dar,

gerne in der barocken Oper.

13. Umgibt die meisten Künstler:innen

14. Vorname des Komponisten Galuppi

17. Sollte man als internationaler Künstler gerne machen.

18. Vorname des Hamburger Musikers Delay

19. Finnland in der Muttersprache von Klaus Mäkelä

21. Lied von Hannes Wader, das auf Bachs

„O Haupt voll Blut und Wunden basiert“

24. Wenn Musiker nicht im Tempo sind, … sie oft hinterher

25. Heimatland der Oper (Abk.)

26. Ensemble von Teodor Currentzis: Music...

28. Vorname des Komponisten Bruckner

31. Vorname des Singer-Songwriters Waits

32. Konkurrenz-Opernunternehmen zu

Händels Royal Academy of Music: Opera of the …

35. weibliche Hauptrolle in Haydns „Schöpfung“

36. Ausbildungsstätte für Studierende

40. So verkaufen sich Tickets für Lang Lang.

44. Dreieinigkeit Gottes (lat.)

45. Hamburger Komponist: Detlev … (*1960)

47. ital.: Englisch

51. Stilrichtung der Rockmusik

52. Gedichtzeile

53. So hoffen wir, dass Sie unsere Konzerte finden!

Senkrecht

1. liegt auf dem Dirigentenpult

2. frz.: Straße

3. japan. Falttechnik

4. damit transportiert man sein Streichinstrument

5. klingen mit und erzeugen die Klangfarbe

6. Er kommt zu allen Konzerten seiner Lieblings musiker:innen.

7. Initialen des Pianisten Lisiecki

8. Heimatstadt der niederländischen Band „The Cats“

9. mus.: Spielvariante

10. Initialen der japan. Komponistin Abe

11. von „braccia“ hat die Bratsche ihren Namen …

was ist die dt. Bedeutung?

12. Gegenteil von „Ja“

15. Initialen des Dirigenten Nikisch

16. Jazzstandard: „On the … Side of the Street“

18. Beruf, den Robert Schumann eigentlich hätte ergreifen sollen.

20. Ensemble von 8 Musiker:innen

22. Gegenteil von tonal

23. Alte-Musik-Ensemble aus Brügge (Abk.)

24. niederländischer Dirigent: Bernard … (†2021)

27. Heimatland von Janine Jansen (Abk.)

29. Abk.: Originalversion

30. Originaltitel von Sartres „Der Ekel“: „La …“

33. dt. Rundfunkanstalt (Abk.)

34. Vorname des chin. Komponisten Dun

37. Online-Musikmagazin

38. Vorname der Komponistin ter Schiphorst (*1956 in HH)

39. Intitialen des Popsängers Iglesias

40. Stimmlage

42. span.: Sankt

43. ital.: Drei

45. Generalprobe (Abk.)

46. Blechblasinstrument (Abk.)

48. Initialen des Dirigenten Leonhardt

49. Schönberg und Korngold sind in dieser kalifornischen Stadt

gestorben (Abk.)

50. Heimatland von Pablo Ferrández (Abk.)

Senden Sie das Lösungswort mit

Ihrer Anschrift bis zum 15.11.2022 per Mail an

redaktion@heinersdorff-konzerte.de

oder per Postkarte an:

Konzert Theater Kontor Heinersdorff GmbH

Postfach 290155, 40528 Düsseldorf

Klassik für Düsseldorf 2022/23 31


Abonnements

und Preise 2022/23

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auch telefonisch unter 0211-13 53 70

(Mo–Fr 10.00–16.00 Uhr).

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Tausch eines Konzerts

Abonnementkonzerte, die nicht besucht werden können,

können nicht rückvergütet werden. Einmalig in der Saison

besteht pro Abonnement die Möglichkeit, eine Karte zu

einem Konzert der anderen Zyklen zu tauschen. Sie erhal -

ten auf die Einzelkarte des neuen Konzerts 10% Rabatt. Der

Wert Ihrer Abokarte wird hiermit verrechnet. Etwaige

Differenzbeträge werden gutgeschrieben oder in Rechnung

gestellt. Die Vorlaufzeit hierfür muss eine Woche betragen.

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Einzel kartenpreis.

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aus Ihrem Abonnement gegen einen aus allen

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32 Klassik für Düsseldorf 2022/23


Meisterkonzerte

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Konzert

Faszination Klassik

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preis inkl.

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im Abo

75,00 € 75,00 € 95,00 € 120,00 € 75,00 € 175,00 € 676,50 € 450,00 €

65,00 € 65,00 € 85,00 € 105,00 € 65,00 € 155,00 € 594,00 € 390,00 €

55,00 € 55,00 € 75,00 € 90,00 € 55,00 € 135,00 € 511,50 € 350,00 €

40,00 € 40,00 € 60,00 € 70,00 € 40,00 € 95,00 € 379,50 € 260,00 €

30,00 € 30,00 € 45,00 € 50,00 € 30,00 € 65,00 € 275,00 € 180,00 €

Piano Solo

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preis inkl.

Gebühren

Gesamtpreis

im Abo

50,00 € 50,00 € 50,00 € 75,00 € 75,00 € 330,00 € 230,00 €

40,00 € 40,00 € 40,00 € 65,00 € 65,00 € 275,00 € 190,00 €

35,00 € 35,00 € 35,00 € 55,00 € 55,00 € 236,50 € 160,00 €

30,00 € 30,00 € 30,00 € 40,00 € 40,00 € 187,00 € 130,00 €

20,00 € 20,00 € 20,00 € 30,00 € 30,00 € 132,00 € 90,00 €

Talente entdecken

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Gebühren

Gesamtpreis

im Abo

175,00 € 95,00 € 95,00 € 120,00 € 120,00 € 75,00 € 748,00 € 510,00 €

155,00 € 85,00 € 85,00 € 105,00 € 105,00 € 65,00 € 660,00 € 450,00 €

135,00 € 75,00 € 75,00 € 90,00 € 90,00 € 55,00 € 572,00 € 390,00 €

95,00 € 60,00 € 60,00 € 70,00 € 70,00 € 40,00 € 434,50 € 290,00 €

65,00 € 45,00 € 45,00 € 50,00 € 50,00 € 30,00 € 313,50 € 210,00 €

Gesamtpreis

im Abo

25,00 € 25,00 € 25,00 € 25,00 € 110,00 € 80,00 €

18,00 € 18,00 € 18,00 € 18,00 € 79,20 € 60,00 €

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Kontakt

Abonnements & Karten

Konzert Theater Kontor

Heinersdorff GmbH

Postfach 290155 · 40528 Düsseldorf

www.heinersdorff-konzerte.de

abo@heinersdorff-konzerte.de

Telefon: 0211-13 53 70

Mo–Fr 10.00–16.00 Uhr

Geschäftsführung

Pascal Funke, Burkhard Glashoff

Kaufmännische Leitung

Florian Platt (Prokurist)

Leitung Finanzen

Sebastian Madej

Leitung Konzertbüro

Nadine Kisselbach

Ticketing & Vertrieb

Fabian Heßel (Leitung) · Heiko Friccius

Hendrik Krack · Gerd Rosenkranz

Claudia Scheffler-Oelrich

Handelsregister Düsseldorf B 1833

UStID-Nr.: DE-121300489

Bankverbindung

HypoVereinsbank

IBAN: DE33 3022 0190 0023 3459 00

BIC: HYVEDEMM414

Impressum

Stand: 13. April 2022

Herausgeber: Konzert Theater Kontor

Heinersdorff GmbH

c/o Theater an der Kö

Schadowstr. 11 · 40212 Düsseldorf

Redaktion und Text, sofern nicht

anders gekennzeichnet:

Anna-Kristina Laue (Leitung)

Fenja Fieweger · Ilona Schneider

Gestaltung: gestaltanstalt.de

Druck: Madsack Medienagentur

Coverfoto: Jan Lisiecki

© Sebastian Madej

Programm-, Preis- und Besetzungsänderungen

sind nicht beabsichtigt,

aber vorbehalten.

Schüler- & Studierenden Abonnements

Wir danken unseren Partnern

Meisterkonzerte

Faszination

Klassik

PianoSolo

99,00 € 99,00 € 50,00 € Pk1

Schüler- & Studierenden-Abonnements sind persönliche und nicht

über trag bare Abonnements, die sich nicht auto matisch verlängern.

Sie werden an Schüler:innen und Studierende ausgegeben, die

das 28. Lebens jahr nicht überschritten haben und die sich durch

einen gültigen Schüler- oder Studie ren den ausweis – dies auch beim

Eintritt zum Konzert – legiti mieren. Limitierte Anzahl.

© Susanne Diesner

Klassik für Düsseldorf 2022/23 33


Bach Collegium Japan

Masaaki Suzuki, Dirigent

4.11

Gefördert durch die Freunde und

Förderer der Tonhalle Düsseldorf


Service

Einzelkarten

Der Einzelkartenvorverkauf für unsere Veranstaltungen beginnt am

21.06.2022 online auf heinersdorff-konzerte.de und an allen

bekannten Vorverkaufstellen:

Düsseldorf

Opernshop Düsseldorf Heinrich-Heine-Allee 24, Tel. 0211-89 25-211

Konzertkasse Tonhalle Ehrenhof 1, Tel. 0211-913 875 38

Presse Hollmann In den Schadow-Arkaden, Tel. 0211-32 91 91

TicketShop Kautz Adersstr. 48, Tel. 0211-373070

Neuss

Platten-Schmidt Theodor-Heuss-Platz 11, Tel. 02131-22 24 44

Westticket Hotline 0211-274000

Ermäßigungen

Ermäßigungen gelten nur für Einzelkarten und sind ausschließlich

telefonisch buchbar. Menschen mit Behinderung ab 70% Beeinträchtigung

sowie deren Begleitperson (bei eingetragenem Merk -

z eichen „B“) erhalten eine Ermäßigung in Höhe von 20% auf den

Netto-Kartenpreis. Rollstuhl fahrer erhalten 50%, ihre Begleitung

20% Ermäßigung auf den Netto-Kartenpreis. Bei Konzerten in

der Tonhalle erhalten Schüler:innen und Studierende, die das

28. Lebensjahr nicht überschritten haben, gegen Vorlage des ent -

sprechenden Nachweises 50% Ermäßi gung auf den Netto-Kartenpreis.

Ab 30 Minuten vor Vor stel lungsbeginn erhalten sie bei

Verfügbarkeit Kar ten zum Einheitspreis von 12,00 €. Karten, die zu

einem vollen Preis erworben wurden, können nachträglich nicht

ermäßigt werden.

Kartenrückerstattung

Änderungen von Programmen, Besetzungen und Terminen bleiben

grundsätzlich vorbehalten und berechtigen weder zur Rückgabe

der Eintrittskarte noch zur Herabsetzung des Kaufpreises. Eine

Rückgabe und Umtausch von bezahlten Karten ist nicht möglich.

Einlass verspäteter Gäste kann nur in den Pausen erfolgen.

Anfahrt / Parken

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Besucher unserer Konzerte in der Tonhalle und im Robert-

Schumann-Saal haben die Möglichkeit der kostenlosen Nutzung

öffentlicher Verkehrsmittel im Verkehrs verbund Rhein-Ruhr

(Deutsche Bahn 2. Klasse).

Die Eintrittskarte gilt als Fahrausweis. Sie erreichen die Tonhalle

und den Robert-Schumann-Saal mit den Linien U74, U75, U76 und

U77 bis zur Haltestelle „Tonhalle/Ehrenhof“. Mit den Linien U78 und

U79 fahren Sie bis zur Haltestelle „Nordstraße“ und erreichen nach

ca. 5- bis 10-minütigem Fußweg über die Scheiben- bzw. Inselstraße

und durch den Ehrenhof beide Konzertsäle.

Mit dem Pkw

Konzertbesuchern, die mit dem eigenen Pkw fahren, werden

vorzugs weise folgende Parkmöglichkeiten angeboten:

Parkplatz Tonhallen-Ufer („Unteres Werft“)

Die Auffahrt zum Parkplatz befindet sich auf der Rhein uferstraße in

Höhe der Rheinterrasse. Den Zugang zum Robert-Schumann-Saal

finden Sie gegenüber den Rhein terrassen. Zur Tonhalle fahren Sie

so weit wie möglich bis zur Oberkasseler Brücke vor. Dort führt Sie

ein Tunnel unter der Rheinuferstraße direkt zur Tonhalle. Das

Ticket für die Ausfahrt können Sie zu einem Pauschalpreis an zwei

Automaten innerhalb der Tonhalle codieren lassen.

Parkhaus ERGO Versicherungs-Gesellschaften

Das Parkhaus erreichen Sie von der Rheinuferstraße über die Zu -

fahrt Victoriaplatz/Brüderstraße. Es ist zweck mäßig, vor Verlassen

des Parkhauses an den in der Garage befindlichen Kassenautomaten

den Pauschal betrag zu zahlen. Für den Fußweg zur Tonhalle

(durch den Ehrenhof) kalkulieren Sie bitte ca. 7 Minuten. Der

Robert-Schumann-Saal liegt direkt neben dem ERGO-Parkhaus.

Parkhaus Uniper

Mo–Fr ab 18 Uhr, an Wochenenden ganztägig geöffnet. Bitte zu

Beginn der Parkzeit am Kassen automaten zuerst die Taste „Theater“

drücken. Direkter Zugang unterirdisch zum Robert-Schumann-Saal.

Die Zufahrt befindet sich gegenüber den Rheinterrassen.

IMMER AKTUELL

Wissenswertes und Informatives –

für Sie auf unseren digitalen Kanälen.

@heinersdorffkonzerte

@heinersdorff

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Klassik für Düsseldorf 2022/23 35


Konzertkalender

August 2022

Seite

27.08. Pittsburgh Symphony Orchestra / Manfred Honeck / Hélène Grimaud 5

September 2022

26.09. SK Ólafur Arnalds 28

Oktober 2022

24.10. FK Ray Chen / The Knights 16

31.10. TE Geister Duo 27

November 2022

14.11. PS Boris Giltburg 22

19.11. MK London Philharmonic Orchestra / Edward Gardner / Anne-Sophie Mutter / Pablo Ferrández 9

Dezember 2022

02.12. MK Orchestre National de France / Cristian Mačelaru / Xavier de Maistre 9

07.12. PS Beatrice Rana 23

10.12. FK Jan Lisiecki / Kammerakademie Potsdam / Antonello Manacorda 17

15.12. MK Orchestre des Champs-Elysées / Collegium Vocale Gent / Philippe Herreweghe 10

19.12. SK German Brass 28

31.12. SK Silvesterkonzert 29

Januar 2023

09.01. TE Su Yeon Kim 27

17.01. FK Joshua Bell / Academy of St Martin in the Fields 17

27.01. MK Royal Philharmonic Orchestra / Vasily Petrenko / Jan Lisiecki 10

Februar 2023

06.02. PS Seong-Jin Cho 24

28.02. MK Wiener Symphoniker / Andrés Orozco-Estrada / Beatrice Rana 11

März 2023

08.03. TE Jonathan Fournel 27

09.03. SK Martin Grubinger & Friends 28

13.03. FK Daniil Trifonov / London Philharmonic Orchestra / Karina Canellakis 18

23.03. PS Hélène Grimaud 25

24.03. SK Max Mutzke 28

April 2023

16.04. MK Luzerner Sinfonieorchester / Michael Sanderling / Andreas Ottensamer 11

26.04. PS Grigory Sokolov 25

Mai 2023

04.05. SK The King’s Singers 29

09.05. FK Sol Gabetta / Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen / Paavo Järvi 18

31.05. TE Anton Gerzenberg 27

Juni 2023

03.06. FK Lang Lang / Mahler Chamber Orchestra/ Andris Nelsons 19

36 Klassik für Düsseldorf 2022/23

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