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NEUE Stadt Feldbach - Bauhof und Wasserwerk der Stadtgemeinde Feldbach

Ein modernes und zeitgemäßes Gebäude für eine zukunftsfitte Stadtverwaltung. Vorwort: EIN MODERNES KOMPETENZZENTRUM FÜR DIE STADT FELDBACH Mit der Gemeindefusion 2015 wuchs die Stadt Feldbach von 3,21 km² auf 67,3 km² zu betreuende Gemeindefläche. Eine dem Wohlstand und unserer Lebensqualität und Sicherheit dienende Infrastruktur braucht ein gutes Erhaltungs- und Pflegemanagement. Dafür braucht es vor allem Mitarbeiter, die täglich dafür sorgen, dass die Stadt und deren Einrichtungen funktionieren. Um dieses enorme Aufgabengebiet auch gut zu bewältigen, brauchte es einen den heutigen Herausforderungen angepassten Bauhof und Wasserwerk. Der Kauf der Ruku-Halle und des Mauser-Areals ermöglichte einen zeitgemäßen Ausbau. Die Nachnutzug dieser Gebäude war eine nachhaltige Entscheidung. Heute verfügt die Neue Stadt Feldbach, mitten in der neuen Gemeinde und an einem sehr guten Knotenpunkt, über ein bestens ausgestattetes Kompetenzzentrum zur Erhaltung, Pflege und Erneuerung der umfangreichen kommunalen Infrastruktur. „Eine gute Arbeitsqualität kann nur gelingen, wenn unsere Mitarbeiter auch gute Arbeitsbedingungen haben.“ Mit diesem neuen Kompetenzzentrum sind die Arbeitsbedingungen geschaffen worden, die es unseren kompetenten, pflichtbewussten Mitarbeitern ermöglichen, täglich ihre vielseitigen Arbeiten zum Wohle der Bürger gut zu erfüllen. Für das Gelingen dieses Projektes brauchte es viele gute Entscheidungen, Planungen, Firmen und Handwerker, dafür sei allen herzlichst gedankt. Ing. Josef Ober, Bürgermeister NEUE Stadt Feldbach Dr. Michael Mehsner, Stadtamtsdirektor NEUE Stadt Feldbach

Ein modernes und zeitgemäßes Gebäude für eine zukunftsfitte Stadtverwaltung.

Vorwort: EIN MODERNES KOMPETENZZENTRUM FÜR DIE STADT FELDBACH

Mit der Gemeindefusion 2015 wuchs die Stadt Feldbach von 3,21 km² auf 67,3 km² zu betreuende Gemeindefläche.
Eine dem Wohlstand und unserer Lebensqualität und Sicherheit dienende Infrastruktur braucht ein gutes Erhaltungs- und Pflegemanagement. Dafür braucht es vor allem Mitarbeiter, die täglich dafür sorgen, dass die Stadt und deren Einrichtungen funktionieren. Um dieses enorme Aufgabengebiet auch gut zu bewältigen, brauchte es einen den heutigen Herausforderungen angepassten Bauhof und Wasserwerk.
Der Kauf der Ruku-Halle und des Mauser-Areals ermöglichte einen zeitgemäßen Ausbau. Die Nachnutzug dieser Gebäude war eine nachhaltige Entscheidung. Heute verfügt die Neue Stadt Feldbach, mitten in der neuen Gemeinde und an einem sehr guten Knotenpunkt, über ein bestens ausgestattetes Kompetenzzentrum zur Erhaltung, Pflege und Erneuerung der umfangreichen kommunalen Infrastruktur.
„Eine gute Arbeitsqualität kann nur gelingen, wenn unsere Mitarbeiter auch gute Arbeitsbedingungen haben.“ Mit diesem neuen Kompetenzzentrum sind die Arbeitsbedingungen geschaffen worden, die es unseren kompetenten, pflichtbewussten Mitarbeitern ermöglichen, täglich ihre vielseitigen Arbeiten zum Wohle der Bürger gut zu erfüllen.
Für das Gelingen dieses Projektes brauchte es viele gute Entscheidungen, Planungen, Firmen und Handwerker, dafür sei allen herzlichst gedankt.

Ing. Josef Ober, Bürgermeister NEUE Stadt Feldbach

Dr. Michael Mehsner, Stadtamtsdirektor NEUE Stadt Feldbach

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BAUHOF & WASSERWERK<br />

DER STADTGEMEINDE FELDBACH<br />

Ein mo<strong>der</strong>nes <strong>und</strong> zeitgemäßes Gebäude<br />

für eine zukunftsfitte <strong>Stadt</strong>verwaltung


„Eine gute<br />

ARBEITSQUALITÄT<br />

kann nur gelingen,<br />

wenn unsere Mitarbeiter<br />

GUTE ARBEITS-<br />

BEDINGUNGEN<br />

haben.“<br />

Bürgermeister Ing. Josef Ober<br />

2 BAUHOF & WASSERWERK DER STADT FELDBACH


Ing. Josef Ober<br />

BÜRGERMEISTER<br />

<strong>NEUE</strong> STADT FELDBACH<br />

Dr. Michael Mehsner<br />

STADTAMTSDIREKTOR<br />

<strong>NEUE</strong> STADT FELDBACH<br />

EIN MODERNES KOMPETENZZENTRUM<br />

FÜR DIE STADT FELDBACH<br />

Mit <strong>der</strong> Gemeindefusion 2015 wuchs<br />

die <strong>Stadt</strong> <strong>Feldbach</strong> von 3,21 km² auf<br />

67,3 km² zu betreuende Gemeindefläche.<br />

Eine dem Wohlstand <strong>und</strong> unserer Lebensqualität<br />

<strong>und</strong> Sicherheit dienende<br />

Infrastruktur braucht ein gutes Erhaltungs-<br />

<strong>und</strong> Pflegemanagement. Dafür<br />

braucht es vor allem Mitarbeiter, die<br />

täglich dafür sorgen, dass die <strong>Stadt</strong> <strong>und</strong><br />

<strong>der</strong>en Einrichtungen funktionieren.<br />

Um dieses enorme Aufgabengebiet auch<br />

gut zu bewältigen, brauchte es einen<br />

den heutigen Herausfor<strong>der</strong>ungen angepassten<br />

<strong>Bauhof</strong> <strong>und</strong> <strong>Wasserwerk</strong>.<br />

Der Kauf <strong>der</strong> Ruku-Halle <strong>und</strong> des Mauser-<br />

Areals ermöglichte einen zeitgemäßen<br />

Ausbau. Die Nachnutzug dieser Gebäude<br />

war eine nachhaltige Entscheidung.<br />

Heute verfügt die Neue <strong>Stadt</strong> <strong>Feldbach</strong>,<br />

mitten in <strong>der</strong> neuen Gemeinde <strong>und</strong> an<br />

einem sehr guten Knotenpunkt, über<br />

ein bestens ausgestattetes Kompetenzzentrum<br />

zur Erhaltung, Pflege <strong>und</strong> Erneuerung<br />

<strong>der</strong> umfangreichen kommunalen<br />

Infrastruktur.<br />

„Eine gute Arbeitsqualität kann nur gelingen,<br />

wenn unsere Mitarbeiter auch<br />

gute Arbeitsbedingungen haben.“ Mit<br />

diesem neuen Kompetenzzentrum sind<br />

die Arbeitsbedingungen geschaffen<br />

worden, die es unseren kompetenten,<br />

pflichtbewussten Mitarbeitern ermöglichen,<br />

täglich ihre vielseitigen Arbeiten<br />

zum Wohle <strong>der</strong> Bürger gut zu erfüllen.<br />

Für das Gelingen dieses Projektes<br />

brauchte es viele gute Entscheidungen,<br />

Planungen, Firmen <strong>und</strong> Handwerker, dafür<br />

sei allen herzlichst gedankt.<br />

Ing. Josef Ober<br />

Bürgermeister <strong>NEUE</strong> <strong>Stadt</strong> <strong>Feldbach</strong><br />

Dr. Michael Mehsner<br />

<strong>Stadt</strong>amtsdirektor <strong>NEUE</strong> <strong>Stadt</strong> <strong>Feldbach</strong><br />

3


Gr<strong>und</strong>stücksfläche:13.600 m²<br />

Depotfläche: 4.300 m²<br />

Hallen-, Sozial- <strong>und</strong> Bürofläche: 4.135 m²<br />

(EG: 3.000 m² / OG: 335 m²)<br />

Ing. Robert Schmidt<br />

BAUTECHNIK/HOCHBAU<br />

<strong>NEUE</strong> STADT FELDBACH<br />

DER BAU DES <strong>NEUE</strong>N GEBÄUDES<br />

BAUHOF & WASSERWERK<br />

Im Jahr 2015 hat die <strong>Stadt</strong>gemeinde<br />

<strong>Feldbach</strong> damit begonnen, ein Konzept<br />

für ein neues, <strong>der</strong> Zeit <strong>und</strong> den Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

entsprechendes Gebäude für<br />

die Unterbringung des Städtischen <strong>Bauhof</strong>s<br />

<strong>und</strong> des Städtischen <strong>Wasserwerk</strong>s<br />

zu entwickeln. Bald stellte sich heraus,<br />

dass dort kein umfassendes Altstoffsammelzentrum<br />

mehr vorzusehen war,<br />

zumal <strong>der</strong> Abfallwirtschaftsverband ein<br />

eigenes Projekt startete. Am Weidenweg<br />

15 angesiedelt, <strong>und</strong> mit Oktober 2022<br />

in Betrieb gehend, wird dort <strong>der</strong> überwiegende<br />

Teil des Aufkommens <strong>der</strong> Neuen<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Feldbach</strong> übernommen.<br />

Als sich die Möglichkeit ergab, das ehemalige<br />

Ruku-Gebäude in <strong>der</strong> Europastraße<br />

39 zu erwerben, wurde dieses eingehend<br />

auf seine Eignung geprüft <strong>und</strong><br />

schließlich angekauft.<br />

Bei <strong>der</strong> Adaptierung wurden folgende<br />

wesentliche Parameter berücksichtigt:<br />

gute Erreichbar- <strong>und</strong> Aufschließungsmöglichkeit,<br />

ausreichend Platz für den<br />

Städtischen <strong>Bauhof</strong> <strong>und</strong> das Städtische<br />

<strong>Wasserwerk</strong> inkl. <strong>der</strong> dazugehörigen<br />

Werkstätten <strong>und</strong> Fahrzeughalle,<br />

keine zusätzliche Flächenversiegelung<br />

bzw. Revitalisierung <strong>der</strong> bestehenden<br />

Versiegelungsflächen (Parkplätze), Revitalisierung<br />

eines Bestandsgebäudes<br />

(keine neue Verbauung), Versorgung<br />

mit erneuerbarer Energie (Fernwärmeanschluss<br />

wurde für den Städtischen <strong>Bauhof</strong><br />

in die Europastraße verlängert). Die<br />

Halle hatte eine sehr gute Substanz als<br />

Stahlbetonskelettbau mit vorgehängten<br />

Fertigteilbeton-Wänden <strong>und</strong> hinterlüfteter<br />

Trapezblech-Fassade. Auch die<br />

große Fläche (Halle) konnte im Zuge des<br />

Umbaus einfach für die erfor<strong>der</strong>lichen<br />

Einrichtungen (Werkstätten, Lagerräume,<br />

etc.) abgetrennt werden.<br />

Zusätzlich wurde im Zuge dieser Sanierungsarbeiten<br />

das Mauser-Areal in<br />

<strong>der</strong> Europastraße 41 mit einer Halle<br />

mit 430 m² <strong>und</strong> einer Freifläche (Lagerfläche)<br />

von 4.370 m² angekauft,<br />

welches als Außenlager (Depot) für<br />

den Städtischen <strong>Bauhof</strong> dient. Sämtlicher<br />

Beton- <strong>und</strong> Asphaltaufbruch wird<br />

in diesem Depot gelagert <strong>und</strong> einmal<br />

im Jahr geschred<strong>der</strong>t. Danach wird <strong>der</strong><br />

Beton- <strong>und</strong> Asphaltaufbruch als Rohstoff<br />

durch die Gemeindemitarbeiter<br />

wie<strong>der</strong> bei diversen Bauvorhaben eingebaut.<br />

Des Weiteren dient das Depot<br />

als Lager für Baumaterialien für Tiefbau-Projekte<br />

<strong>und</strong> als Zwischenlager<br />

für Aushub im Zuge <strong>der</strong> Behebung von<br />

Leitungsbrüchen durch das Städtische<br />

<strong>Wasserwerk</strong>.<br />

Ing. Robert Schmidt<br />

Projektleitung <strong>NEUE</strong> <strong>Stadt</strong> <strong>Feldbach</strong><br />

4 BAUHOF & WASSERWERK DER STADT FELDBACH


NOTSTROMVERSORGUNG<br />

durch ein 80 KW-Dieselaggregat<br />

182 kWp PV-ANLAGE<br />

im Endausbau<br />

ÜBERDACHTE TANKSTELLE<br />

mit zwei 30.000 Liter-Tanks für<br />

Kommunal- <strong>und</strong> Einsatzfahrzeuge<br />

WASCHPLATZ<br />

inkl. Bodenheizung<br />

ÜBERDACHTER FAHRRAD-<br />

ABSTELL- UND MÜLLPLATZ<br />

5


DER STÄDTISCHE<br />

BAUHOF<br />

HANDWERKLICHE AUFGABEN<br />

EINER GEMEINDE<br />

Schon seit dem Mittelalter waren in <strong>der</strong><br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Feldbach</strong> nicht nur Verwaltungsaufgaben<br />

son<strong>der</strong>n auch handwerkliche Dinge<br />

zu erledigen. In diesem Zusammenhang<br />

ist es sicherlich notwendig gewesen, für<br />

die Gewährleistung des Feuerschutzes<br />

o<strong>der</strong> zur Sicherstellung <strong>der</strong> Wasserversorgung<br />

durch die Marktbrunnen, über Gemeindearbeiter<br />

zu verfügen <strong>und</strong> sie für<br />

diese Zwecke einzusetzen. In <strong>der</strong> Folge<br />

entwickelten sich weitere Funktionen:<br />

Waldforstner, Kanalführer, Zimentierer<br />

o<strong>der</strong> Ziegelei-Arbeiter.<br />

Die Gemeindeordnung von 1850 definierte<br />

unter an<strong>der</strong>em folgende handwerkliche<br />

Aufgaben: Reinhaltung <strong>der</strong> Straßen,<br />

Kanäle, Brunnen <strong>und</strong> Viehtränken; Erhaltung<br />

<strong>der</strong> Wege <strong>und</strong> Straßen; 1898 werden<br />

unter an<strong>der</strong>em noch das „Städtische<br />

Bad“ <strong>und</strong> die „Gebäude-Administration“<br />

als Betätigungsfel<strong>der</strong> genannt.<br />

DER BAUHOF BEIM RATHAUS<br />

Ein erster „Städtischer <strong>Bauhof</strong>“ entstand<br />

Schritt für Schritt in den hofseitig gelegenen<br />

Nebengebäuden des Rathauses am<br />

Standort Hauptplatz 13.<br />

Ungeachtet des sich ständig erweiternden<br />

handwerklichen Aufgabenbereichs<br />

<strong>und</strong> trotz <strong>der</strong> evidenten Knappheit <strong>der</strong><br />

Flächen <strong>und</strong> des Raumes für die Unterbringung<br />

verblieb <strong>der</strong> Städtische <strong>Bauhof</strong><br />

dort bis in das Jahr 1983. Zu diesem Zeitpunkt<br />

waren an Gebäuden vorhanden:<br />

Tischlerei, Malerei, Holzlager, Garage/<br />

Lager, Schotterbox für den Winterdienst,<br />

Jausenräume für den „<strong>Bauhof</strong>“ <strong>und</strong> die<br />

„Gärtnerei“, Kellerlager <strong>und</strong> Werkzeugkammer.<br />

Der gesamte Komplex erstreckte<br />

sich verschachtelt weit in Richtung Ringstraße<br />

(heute: vermieteter Parkplatz, öffentlicher<br />

Parkplatz „Rathaushof“).<br />

Der Fuhrpark setzte sich im Wesentlichen<br />

wie folgt zusammen: LKW groß, Unimog<br />

(Streufahrzeug), Gießwagen, 380er<br />

LKW, Gärtnerei-Wagen (Pritsche), Essenfahrzeug,<br />

Opel Blitz (von <strong>der</strong> Feuerwehr<br />

übernommen). Im Bereich „<strong>Bauhof</strong>“ gab<br />

es 9 Mitarbeiter, in <strong>der</strong> Gärtnerei 6 Mitarbeiterinnen<br />

<strong>und</strong> 1 männlichen Mitarbeiter<br />

(Fritz Theißl).<br />

Die räumliche Beengtheit hatte im März<br />

1984 zumindest teilweise ein Ende. Die<br />

<strong>Stadt</strong>gemeinde <strong>Feldbach</strong> ging daran, den<br />

Städtischen <strong>Bauhof</strong> aus dem <strong>Stadt</strong>zentrum<br />

auszulagern.<br />

In <strong>der</strong> Gemeindezeitung vom März 1984<br />

heißt es: „Ein langjähriges Anliegen von<br />

<strong>Stadt</strong>amtsdirektor Dr. Schauperl wurde<br />

nun vom Gemein<strong>der</strong>at bewilligt: Die Errichtung<br />

eines eigenen <strong>Bauhof</strong>es. Zu<br />

günstigen Bedingungen wurde eine gebrauchte<br />

Stahlhalle von <strong>der</strong> Fa. Puntigam<br />

Stahlbau KG gekauft <strong>und</strong> innerhalb kürzester<br />

Zeit in <strong>der</strong> Industriezone gegenüber<br />

<strong>der</strong> Fa. Schmidt Le<strong>der</strong>fabrik aufgestellt.<br />

Somit können zum ersten Mal seit<br />

vielen Jahren alle Gemeindefahrzeuge,<br />

aber auch Baumaschinen <strong>und</strong> an<strong>der</strong>e<br />

Gegenstände, in geschützten Räumen<br />

eingestellt werden, sodass sie je<strong>der</strong>zeit<br />

im Winter einsatzbereit sind. Die Halle<br />

wurde so konzipiert, dass eine Erweiterung<br />

je<strong>der</strong>zeit möglich ist, <strong>und</strong> in Zukunft<br />

wird auch das <strong>Wasserwerk</strong> dorthin<br />

verlagert. Dann verfügt die <strong>Stadt</strong>gemeinde<br />

über einen zentralen <strong>Bauhof</strong>, <strong>und</strong> es<br />

könnte <strong>der</strong> rückwärtige Teil am Hauptplatz<br />

in einen öffentlichen Parkplatz umgewandelt<br />

werden.“<br />

Im Jahr 1985 wird in <strong>der</strong> Europastraße<br />

24 eine gebraucht gekaufte Stahlhalle<br />

6 BAUHOF & WASSERWERK DER STADT FELDBACH


MODERNE WERK-<br />

STÄTTEN, LAGERRÄUME<br />

UND ARBEITSPLÄTZE<br />

für alle Gewerke wie<br />

z.B. Hochbau/Maurer,<br />

Tiefbau/ Straßenerhaltung,<br />

Verkehrstechnik, Elektriker/<br />

Beleuchtung, Maler/Trockenbau,<br />

Tischlerei, KFZ-Technik,<br />

Schlosserei, Instandhaltung,<br />

Park- <strong>und</strong> Grünanlagen,<br />

<strong>Wasserwerk</strong> (Wasserver<strong>und</strong><br />

Abwasserentsorgung)<br />

errichtet <strong>und</strong> als Garage für den Fuhrpark<br />

<strong>und</strong> als Schotterdepot für den Winterdienst<br />

genutzt. Die Einrichtung <strong>der</strong><br />

Werkstätten, Lagerräume <strong>und</strong> <strong>der</strong> Bezug<br />

durch das <strong>Bauhof</strong>-Personal kommt nicht<br />

mehr zustande. Die <strong>Stadt</strong>gemeinde verkauft<br />

die Halle an die Fa. Müllabfuhr<br />

Schauperl, welche auch die Städtische<br />

Müllabfuhr übernimmt <strong>und</strong> von dort aus<br />

betreibt. Für einen neuen, dringend benötigten<br />

<strong>Bauhof</strong> hat sich allerdings eine<br />

an<strong>der</strong>e Lösung gef<strong>und</strong>en.<br />

Im Hofbereich des Rathauses Hauptplatz<br />

13 wird im März 1990 das letzte ehemalige<br />

<strong>Bauhof</strong>-Gebäude abgetragen, erhalten<br />

bleiben die Garage <strong>und</strong> <strong>der</strong> östliche Nebentrakt,<br />

wo Büro, Archiv <strong>und</strong> Lagerräume<br />

<strong>der</strong> Verwaltung sowie ein öffentliches<br />

WC untergebracht werden. Auf <strong>der</strong> frei<br />

gewordenen Fläche in Richtung Süden<br />

entstehen befestigte Parkplätze.<br />

STANDORT GLEICHEN-<br />

BERGER STRASSE 79<br />

Mit 01.10.1985 erwirbt die <strong>Stadt</strong>gemeinde<br />

<strong>Feldbach</strong> von <strong>der</strong> Ziegelwerk Fürstenfeld<br />

GesmbH. eine Betriebsliegenschaft<br />

in <strong>der</strong> Gleichenberger Straße 79, um<br />

dort den Städtischen <strong>Bauhof</strong> <strong>und</strong> das<br />

Städtische <strong>Wasserwerk</strong> unterzubringen.<br />

Der südliche Teil wird sofort an die Firma<br />

Straßnitzky weiterverkauft (heute<br />

Hirschmugl), <strong>der</strong> nördliche an die Firma<br />

Braunesberger, die aus dem Kropf-Gebäude<br />

bei <strong>der</strong> Gartenstadt in die Industriezone<br />

absiedelt. Es wird dort eine große<br />

Betriebshalle errichtet, welche im Jahr<br />

2018 wie<strong>der</strong> in den Besitz <strong>der</strong> <strong>Stadt</strong>gemeinde<br />

kommt (dazu siehe unten). Für<br />

den Kauf von <strong>der</strong> Firma RUKU wird ein<br />

Betrag von € 1.990.000,- aufgewendet,<br />

zuzüglich € 12.000,- für Inventar.<br />

Am Standort Gleichenberger Straße 79<br />

werden das Objekt <strong>und</strong> die Liegenschaft<br />

mit einer Reihe von Eigenleistungen für<br />

die Zwecke des <strong>Bauhof</strong>s <strong>und</strong> des <strong>Wasserwerk</strong>s<br />

brauchbar gemacht. Unter an<strong>der</strong>em<br />

wird im Bereich <strong>der</strong> südlichen Gr<strong>und</strong>grenze<br />

eine Halle für den Fuhrpark <strong>und</strong> für<br />

Lagerzwecke dazugebaut. Im Jahr 1993<br />

entsteht im nördlichen Bereich das Altstoffsammelzentrum<br />

<strong>der</strong> <strong>Stadt</strong>gemeinde<br />

<strong>Feldbach</strong>.<br />

Im Lauf <strong>der</strong> Jahre erweitern sich die Aufgaben<br />

des Städtischen <strong>Bauhof</strong>s ständig,<br />

was zu einer kontinuierlichen Vergrößerung<br />

des Fuhr- <strong>und</strong> Maschinenparks<br />

führt. Eine Vielzahl von Leistungen können<br />

durch die von <strong>der</strong> <strong>Stadt</strong>gemeinde beschäftigten<br />

Professionisten erbracht werden<br />

(Tischler, Maler, Maurer, Elektriker,<br />

u.a.), wovon die <strong>Stadt</strong>gemeinde selbst<br />

<strong>und</strong> auch die Bürgerinnen <strong>und</strong> Bürger<br />

profitieren. Der Städtische <strong>Bauhof</strong> etabliert<br />

sich als sehr produktiver Bereich des<br />

Leistungsangebotes <strong>der</strong> <strong>Stadt</strong>gemeinde<br />

<strong>Feldbach</strong>.<br />

Im Rahmen eines Portraits <strong>der</strong> Einrichtungen<br />

<strong>der</strong> <strong>Stadt</strong>gemeinde <strong>Feldbach</strong> im<br />

Jahr 2007 heißt es in <strong>der</strong> Gemeindezeitung<br />

zum Städtischen <strong>Bauhof</strong> wie folgt:<br />

„Der Städtische <strong>Bauhof</strong> ist wie keine<br />

an<strong>der</strong>e Dienststelle mit vielfältigen Aufgaben<br />

<strong>der</strong> Gemeindeverwaltung betraut.<br />

Im <strong>Bauhof</strong> sind heute 27 Dienstnehmerinnen<br />

<strong>und</strong> Dienstnehmer beschäftigt,<br />

damit ist er die größte Einrichtung <strong>der</strong><br />

<strong>Stadt</strong>gemeinde. Es gibt einige gelernte<br />

Professionisten (Maler, Tischler, Maurer,<br />

Mechaniker), dazu sind fast alle Bediensteten<br />

universell einsetzbar. Der große<br />

Vorteil besteht darin, dass diese umfassenden<br />

handwerklichen Kenntnisse <strong>und</strong><br />

Fähigkeiten sofort verfügbar sind <strong>und</strong><br />

nicht erst von dritter Stelle zugekauft<br />

7


Betreuung <strong>und</strong> Instandhaltung von<br />

267 GEMEINDEWOHNUNGEN<br />

54 WOHN- UND GESCHÄFTS-<br />

GEBÄUDEN <strong>und</strong><br />

49 GEMEINDEEIGENEN<br />

EINRICHTUNGEN<br />

8 BAUHOF & WASSERWERK DER STADT FELDBACH


Bau-, Pflege <strong>und</strong> Erhaltungsarbeiten<br />

von ca.<br />

250 km GEMEINDESTRAßEN,<br />

120 km GEH- UND RADWEGEN,<br />

6.000 KANALSCHÄCHTEN,<br />

2.700 LICHTPUNKTEN,<br />

400 PARKBÄNKEN,<br />

35 ÖFFENTLICHEN SPIELPLÄTZEN<br />

<strong>und</strong> <strong>der</strong> vielen kostenlosen<br />

PARKPLÄTZE<br />

Städtischer <strong>Bauhof</strong> & Städtisches <strong>Wasserwerk</strong> am Standort Gleichenberger Straße 79 mit Fuhrpark<br />

werden müssen. In manchen Fällen wäre<br />

das auch gar nicht o<strong>der</strong> nur in sehr aufwändiger<br />

Form möglich.<br />

Der <strong>Bauhof</strong> <strong>der</strong> <strong>Stadt</strong>gemeinde <strong>Feldbach</strong><br />

ist eine außerordentlich wichtige <strong>und</strong> aus<br />

<strong>der</strong> <strong>Stadt</strong>verwaltung nicht wegzudenkende<br />

Einrichtung. Sie dient als umfassende<br />

Servicestelle für alle <strong>Feldbach</strong>er Bürgerinnen<br />

<strong>und</strong> Bürger für Angelegenheiten<br />

des täglichen Bedarfes, <strong>und</strong> man kann<br />

auch immer dann auf sie zurückgreifen,<br />

wenn Not am Mann ist.“<br />

DER <strong>NEUE</strong> STANDORT EUROPA-<br />

STRASSE 39<br />

Die Gemeindezusammenlegung des Jahres<br />

2015 löste notwendigerweise einen<br />

Bedarf nach Verän<strong>der</strong>ung im Bereich des<br />

handwerklichen Angebotes <strong>der</strong> <strong>Stadt</strong>gemeinde<br />

<strong>Feldbach</strong> aus. Abgesehen vom<br />

<strong>Feldbach</strong>er <strong>Bauhof</strong> gab es plötzlich 6 weitere<br />

Standorte in den ehemaligen Gemeinden<br />

<strong>und</strong> nunmehrigen Ortsverwaltungsteilen<br />

Auersbach, Gniebing-Weißenbach,<br />

Gossendorf, Leitersdorf, Mühldorf <strong>und</strong><br />

Raabau, wo – entsprechend kleiner freilich<br />

– ebenso Bauhöfe <strong>und</strong> Altstoffsammelzentren<br />

betrieben wurden. Es folgte<br />

eine Zusammenlegung <strong>der</strong> Betriebe in<br />

Form <strong>der</strong> Integration in die größte Organisationseinheit,<br />

den Städtischen <strong>Bauhof</strong><br />

<strong>Feldbach</strong>. Ungeachtet dessen blieben<br />

die örtlichen Standorte noch einige Zeit<br />

erhalten, dazu gab es in Form von ortsk<strong>und</strong>igen<br />

Mitarbeitern <strong>der</strong> ehemaligen<br />

Gemeinden die sogenannten „hauptverantwortlichen<br />

Gemeindearbeiter“. Ein<br />

ganz beson<strong>der</strong>er Umstand war natürlich,<br />

dass nunmehr ein Gebiet von 66 km² zu<br />

betreuen war.<br />

Im Jahr 2018 fiel schließlich die Entscheidung,<br />

für den Städtischen <strong>Bauhof</strong><br />

ein neues, mo<strong>der</strong>nes Betriebsgebäude zu<br />

errichten. Der Bestand war mittlerweile<br />

in großen Bereichen sanierungsbedürftig,<br />

auch das ASZ entsprach nicht mehr<br />

den aktuellen Anfor<strong>der</strong>ungen. Derart<br />

fasste <strong>der</strong> Gemein<strong>der</strong>at den Beschluss,<br />

das alte Gelände zu verkaufen <strong>und</strong> gleichzeitig<br />

die Liegenschaft Europastraße 39<br />

von <strong>der</strong> Firma RUKU (Nachfolge von Firma<br />

Braunesberger) zu erwerben <strong>und</strong> dort<br />

den neuen <strong>Bauhof</strong> <strong>und</strong> das neue <strong>Wasserwerk</strong><br />

einzurichten. Für Depot- <strong>und</strong> Lagerzwecke<br />

wurde ebenfalls im Jahr 2018<br />

die östlich gelegene Mauser-Halle samt<br />

Freiflächen angeschafft. Das ASZ wird am<br />

Standort Gleichenberger Straße 79 noch<br />

so lange betrieben, bis <strong>der</strong> Ressourcenpark<br />

des Abfallwirtschaftsverbandes<br />

<strong>Feldbach</strong> am Weidenweg fertiggestellt ist<br />

<strong>und</strong> diese Aufgabe mitübernimmt.<br />

PROJEKT <strong>NEUE</strong>R STÄDTISCHER<br />

BAUHOF UND <strong>NEUE</strong>S STÄDTI-<br />

SCHES WASSERWERK<br />

Im Dezember 2021 übersiedelte <strong>der</strong><br />

Städtische <strong>Bauhof</strong> gemeinsam mit dem<br />

Städtischen <strong>Wasserwerk</strong> in das adaptierte<br />

Betriebsgebäude in <strong>der</strong> Europastraße<br />

39. Der neue Standort befindet sich auf<br />

einem 13.690 m² großen Gr<strong>und</strong>stück.<br />

Das Hauptgebäude verfügt über eine<br />

Größe von 96,9 m x 39 m. Im südöstlichen<br />

Bereich ist ein zweigeschossiger<br />

Bürotrakt situiert: Im Parterre befinden<br />

sich die Umkleiden <strong>und</strong> ein großer<br />

Sozialraum mit Küche, im 1. Obergeschoss<br />

die Büroräume. Der übrige Bereich<br />

<strong>der</strong> Halle ist den verschiedenen<br />

Funktionen zugeordnet: Lager, Fuhrpark,<br />

<strong>Wasserwerk</strong>, Gärtnerei, Elektriker-<br />

Werkstatt, Tiefbau, Maler-Werkstatt,<br />

Maurer, Tischler-Werkstatt, Verkehrstechnik-Werkstatt.<br />

Die Bruttogeschoss-<br />

9


10 BAUHOF & WASSERWERK DER STADT FELDBACH<br />

Portrait des Städtischen <strong>Bauhof</strong>s in den <strong>Feldbach</strong>er Gemeindenachrichten im Jahr 2007


PERSONALRÄUME<br />

für bis zu 77 Personen<br />

mit Duschen, Umkleiden<br />

<strong>und</strong> WC-Anlagen<br />

1 SOZIALRAUM<br />

mit Küche <strong>und</strong> 2 kleine<br />

TEEKÜCHEN<br />

für alle Mitarbeiter<br />

AUSSENANLAGE<br />

mit 56 Parkplätzen,<br />

Fassadenbegrünung &<br />

einem Retentionsteich<br />

fläche beträgt stattliche 4.906,03 m².<br />

Weiters sind noch ein Nebengebäude mit<br />

624 m², eine Tankstelle, ein Waschplatz,<br />

eine auf Fernwärme umgestellte Heizungsanlage,<br />

76 PKW-Abstellplätze <strong>und</strong><br />

30 Fahrradabstellplätze vorhanden. An<br />

Fahrzeugen <strong>und</strong> Arbeitsmaschinen sind<br />

aktuell 20 Stück über 3,5 t vorhanden,<br />

30 Stück unter 3,5 t. Der Standort ist<br />

Blackout-sicher ausgestattet.<br />

Als Ergänzung des Standortes <strong>und</strong> vorwiegend<br />

für Lagerzwecke dient die von<br />

<strong>der</strong> Fa. Mauser erworbene Halle (430 m²)<br />

samt Gr<strong>und</strong>stück, wobei dort (gemeinsam<br />

mit dem Städtischen <strong>Wasserwerk</strong>) im Endausbau<br />

eine Gesamtfläche von 5.748 m²<br />

zur Verfügung stehen wird. Die ehemaligen<br />

Bauhöfe <strong>der</strong> Altgemeinden (Auersbach,<br />

Gniebing, Gossendorf, ehem.<br />

<strong>Bauhof</strong> <strong>Feldbach</strong> in <strong>der</strong> Gleichenberger<br />

Straße) sind bis auf Weiteres als Außenstellen<br />

für den Winterdienst in Verwendung,<br />

als Altstoffsammelstellen nur noch<br />

bis zur Eröffnung des Ressourcenparks<br />

des Abfallwirtschaftsverbandes am Weidenweg.<br />

Der ehemalige <strong>Bauhof</strong> Mühldorf<br />

wird als Lager für den Kulturbereich genutzt<br />

(Bühne, Gitter, Tische etc.), außerdem<br />

für das Abstellen von Einsatzgeräten<br />

(Sommer- o<strong>der</strong> Winterdienst).<br />

DER STÄDTISCHE BAUHOF 2022<br />

Der Städtische <strong>Bauhof</strong> <strong>Feldbach</strong> ist im<br />

Jahr 2022 eine wichtige Einrichtung,<br />

<strong>der</strong>en Mitarbeiterinnen <strong>und</strong> Mitarbeiter<br />

einen wesentlichen Anteil an <strong>der</strong> Erfüllung<br />

<strong>der</strong> Aufgaben <strong>der</strong> <strong>Stadt</strong> haben. Dazu<br />

gehören die Bereiche: Straßenerhaltung/<br />

Verkehrstechnik, Erhaltung sämtlicher<br />

gemeindeeigener Gebäude (Wohn- <strong>und</strong><br />

Geschäftsgebäude, Einrichtungen) –<br />

Maurer-, Tischler-, Elektriker- <strong>und</strong> Malerarbeiten,<br />

Veranstaltungen (Auf- <strong>und</strong><br />

Abbau, Unterstützung <strong>der</strong> Kulturabteilung),<br />

Instandhaltung <strong>der</strong> eigenen Gerätschaften<br />

mit Lagerbewirtschaftung,<br />

Weihnachtsbeleuchtung, Ortsbildpflege,<br />

Essen auf Rä<strong>der</strong>n, Altstoffsammelzentrum,<br />

Kompostieranlage, Betreuung <strong>der</strong><br />

Park- <strong>und</strong> Grünanlagen <strong>und</strong> vieles mehr.<br />

Im Rahmen des Organigramms ist auch<br />

das Freizeitzentrum dem Städtischen<br />

<strong>Bauhof</strong> zugeordnet, jedoch wird dieses<br />

im Wesentlichen selbständig verwaltet.<br />

11


DIE VIELFÄLTIGEN AUFGABEN DES<br />

STÄDTISCHEN BAUHOFS<br />

TIEFBAU | STRASSENERHALTUNG<br />

Asphaltierungsarbeiten, Instandhaltung<br />

<strong>und</strong> Pflege von ca. 250 km Straßennetz,<br />

ca. 120 km Geh- <strong>und</strong> Radwege, ca.<br />

400 km Bankett <strong>und</strong> <strong>der</strong> Parkplätze |<br />

Bau, Instandhaltung, Pflege <strong>und</strong> Grabungsarbeiten/Verlegungen<br />

von Kabel-<br />

<strong>und</strong> Kanalleitungen, ca. 6.000 Kanalschächten<br />

bei Straßen, Wegen <strong>und</strong><br />

Parkplätzen, Einlaufschächten, Vorflutern<br />

<strong>und</strong> Straßengräben<br />

HOCHBAU | MAURER<br />

Allgemeine Maurerarbeiten wie Betonieren,<br />

Grob- <strong>und</strong> Feinputzen, Zaunbau<br />

<strong>und</strong> diverse Instandhaltungsaufgaben<br />

| Verlegungen von Randleisten, Pflastersteinen,<br />

(Boden)Platten <strong>und</strong> Rasengittersteinen<br />

| Sanierung <strong>und</strong> Instandhaltung<br />

von 267 Gemeindewohnungen,<br />

54 Wohn- <strong>und</strong> Geschäftsgebäuden <strong>und</strong><br />

49 gemeindeeigenen Einrichtungen<br />

(Kin<strong>der</strong>gärten, Schulen, Veranstaltungszentren,<br />

Sportstätten, etc.)<br />

KFZ-TECHNIK, SCHLOSSEREI &<br />

INSTANDHALTUNG<br />

Fuhrparkmanagement – Service-, Wartungs-,<br />

Instandhaltungs- <strong>und</strong> Pflegearbeiten<br />

von 50 Fahrzeugen <strong>und</strong> Maschinen,<br />

8 Kommunalfahrzeugen, ca. 25<br />

Kleingeräten (Mäher, Werkzeuge, etc.)<br />

<strong>und</strong> ca. 28 Schneeräum- <strong>und</strong> -streugeräten,<br />

sowie Service- <strong>und</strong> Wartungsarbeiten<br />

bei Feuerwehrfahrzeugen <strong>und</strong><br />

Hydraulik-Geräten | Schlosser- <strong>und</strong><br />

Schweißarbeiten<br />

VERKEHRSTECHNIK<br />

Instandhaltung, Pflege, Reparatur <strong>und</strong><br />

Errichtung von ca. 1.500 Verkehrszeichen<br />

<strong>und</strong> Hinweisschil<strong>der</strong>n, ca. 100 Fahrradstän<strong>der</strong><br />

<strong>und</strong> diverse Instandhaltungsaufgaben<br />

| Verkehrsüberwachung<br />

wie z.B. das Aufstellen von Geschwindigkeits-<br />

<strong>und</strong> Verkehrsmesssystemen<br />

<strong>und</strong> die Betreuung von Verkehrsleiteinrichtungen<br />

<strong>und</strong> Absperrungen bei Veranstaltungen<br />

| Müllbehälterservice <strong>und</strong><br />

-betreuung <strong>der</strong> Haushaltsmüllbehälter<br />

(Aufstellen <strong>und</strong> Abziehen), die Mistkübelentleerung<br />

von ca. 300 öffentlichen<br />

Mistkübeln <strong>und</strong> die Betreuung von ca.<br />

40 Stk. H<strong>und</strong>ekotsackerlspen<strong>der</strong>n<br />

ELEKTRIKER | BELEUCHTUNG<br />

Installation, Wartung, Sanierung <strong>und</strong><br />

Instandhaltung von 267 Gemeindewohnungen,<br />

54 Wohn- <strong>und</strong> Geschäftsgebäuden,<br />

49 gemeindeeigenen Einrichtungen<br />

(Kin<strong>der</strong>gärten, Schulen, Veranstaltungszentren,<br />

Sportstätten, etc.), 2.700<br />

Lichtpunkten (Straßenbeleuchtung) <strong>und</strong><br />

110 Einschaltstellen (Straßenbeleuchtung)<br />

| Installation, Betreuung <strong>und</strong><br />

Abbau <strong>der</strong> Stromversorgung bei Veranstaltungen<br />

| Blackout-Vorsorge<br />

TISCHLEREI<br />

Instandhaltung, Wartung, Sanierung <strong>und</strong><br />

Pflege von 267 Gemeindewohnungen,<br />

54 Wohn- <strong>und</strong> Geschäftsgebäuden, 49<br />

gemeindeeigenen Einrichtungen (Kin<strong>der</strong>gärten,<br />

Schulen, Veranstaltungszentren,<br />

Sportstätten, etc.), 35 Spielplätzen<br />

<strong>und</strong> ca. 400 Parkbänken, Ausführung<br />

von diversen Tischler- <strong>und</strong> Zimmererarbeiten<br />

| Instandhaltung <strong>und</strong> Bau von<br />

<strong>Stadt</strong>dekorationen für Ostern, Fasching,<br />

Muttertag <strong>und</strong> Weihnachten | Auf- <strong>und</strong><br />

Abbauarbeiten von Kunst- <strong>und</strong> Kulturveranstaltungen<br />

<strong>und</strong> Ausstellungen sowie<br />

div. Auf- <strong>und</strong> Abbauarbeiten<br />

MALEREI<br />

Instandhaltung, Wartung, Sanierung<br />

<strong>und</strong> Pflege von 267 Gemeindewohnungen,<br />

54 Wohn- <strong>und</strong> Geschäftsgebäuden,<br />

49 gemeindeeigenen Einrichtungen<br />

(Kin<strong>der</strong>gärten, Schulen, Veranstaltungszentren,<br />

Sportstätten, etc.), 35 Spielplätzen<br />

<strong>und</strong> ca. 400 Parkbänken |<br />

Instandhaltung <strong>und</strong> Pflege <strong>der</strong> Straßenmarkierungen<br />

von 70 Zebrastreifen,<br />

Leit- <strong>und</strong> Haltelinien, Boden-, Parkplatz-<br />

<strong>und</strong> Behin<strong>der</strong>tenparkplatzmarkierungen<br />

<strong>und</strong> Geh- <strong>und</strong> Radwegmarkierungen<br />

| Trockenbauarbeiten<br />

PARK- UND GRÜNANLAGEN<br />

Mäh- <strong>und</strong> Laubarbeiten bei 25 öffentliche<br />

Parkanlagen, 16 Gemeindewohnhäusern,<br />

10 Sportanlagen, 35 Spielplätzen<br />

<strong>und</strong> 7 Kin<strong>der</strong>gärten | Blumen-,<br />

Strauch- <strong>und</strong> Baumpflege, Hecken- <strong>und</strong><br />

Baumschnitt, Neubepflanzungen, Pflege<br />

<strong>und</strong> Betreuung von ca. 67 Blumen- <strong>und</strong><br />

Staudenbeeten (Frühjahr & Sommer),<br />

ca. 1.800 Bäume, ca. 16 ha Gemeindewald<br />

<strong>und</strong> ca. 2,2 km Hecken | <strong>Stadt</strong>reinigung<br />

– wöchentliche Reinigung <strong>der</strong><br />

<strong>Feldbach</strong>er Innenstadt | Müllentsorgung<br />

im <strong>Stadt</strong>kern <strong>und</strong> in den Ortsteilen<br />

(Abfall, H<strong>und</strong>ekot, etc.) | diverse<br />

Instandhaltungen <strong>und</strong> Dekorationen zu<br />

Ostern, Fasching, Muttertag <strong>und</strong> Weihnachten<br />

Die Mitarbeiter werden nach Bedarf<br />

<strong>und</strong> Zweckmäßigkeit auch in an<strong>der</strong>en<br />

Hauptbereichen verwendet. Dazu zählen<br />

u.a. Jahreszeiten-, witterungs- <strong>und</strong><br />

katastrophenbedingte Aufgaben wie <strong>der</strong><br />

Winterdienst (Schneeräumen, etc.), <strong>der</strong><br />

Bereitschaftsdienst (Kanal <strong>und</strong> Wasser)<br />

o<strong>der</strong> bei Katastropheneinsätzen (Überschwemmungen,<br />

Blackout, etc.).<br />

12 BAUHOF & WASSERWERK DER STADT FELDBACH


Ing. Werner Lafer<br />

LEITER STÄDTISCHER<br />

BAUHOF<br />

Josef Fink<br />

LEITER-Stv. STÄDTISCHER<br />

BAUHOF<br />

DAS TEAM DES<br />

STÄDTISCHEN BAUHOFS<br />

STÄDTISCHER BAUHOF<br />

Ing. Lafer Werner<br />

Dunst Daniel<br />

Edelsbrunner Philipp<br />

Fasching Alois<br />

Fasching Roswitha<br />

Fink Stefan<br />

Fink Johannes<br />

Gartler Franz Josef<br />

Gartner Rudolf<br />

Grill Bernhard<br />

Höber Christian<br />

Hödl Franz<br />

Hutter Daniel<br />

Kaufmann Karl<br />

Köberl David<br />

Köberl Karl<br />

Lammer Erich<br />

Lerner Manuel<br />

Lindenau Walter<br />

Lipp Manfred<br />

Neuhold Gerhard<br />

Neuhold Günter<br />

Oberegger Manfred<br />

Ochabauer Jürgen<br />

Pendl Matthias<br />

Puffer Reinhard<br />

Resch Karl<br />

Scheucher Dominik<br />

Schnepf Christoph<br />

Stickelberger Klaus Siegfried<br />

Stradner Josef<br />

Tropper Jakob<br />

Weiß Alfred<br />

PARK- UND GARTENANLAGEN<br />

Fink Josef<br />

Adam Manfred<br />

Baumkircher Monika<br />

Ettl Werner<br />

Hauer Herbert<br />

Scherr Renate<br />

Spörk Gerlinde<br />

Theißl Johann<br />

Uitz Manfred<br />

LEITER DES STÄDTISCHEN<br />

BAUHOFS FELDBACH:<br />

01.01.1983: Josef Löffler<br />

01.01.1995: Manfred Schiffer<br />

01.08.1998: Ing. Werner Lafer<br />

13


Beim Fuhrparkmanagement<br />

werden von den Mitarbeitern<br />

50 FAHRZEUGE/<br />

MASCHINEN,<br />

8 KOMMUNALFAHRZEUGE,<br />

25 KLEINGERÄTE &<br />

28 STRÄU- UND<br />

SCHNEERÄUMGERÄTE<br />

gewartet, repariert <strong>und</strong> gepflegt.<br />

14 BAUHOF & WASSERWERK DER STADT FELDBACH


Die Mitarbeiter pflegen,<br />

mähen, schneiden<br />

<strong>und</strong> bearbeiten<br />

25 PARKANLAGEN,<br />

10 SPORTANLAGEN,<br />

35 SPIELPLÄTZE,<br />

7 KINDERGÄRTEN,<br />

67 BLUMENBEETE,<br />

1.800 BÄUME,<br />

16 ha GEMEINDEWALD<br />

<strong>und</strong> 2,2 km HECKEN,<br />

um das Erscheinungsbild<br />

<strong>der</strong> <strong>Stadt</strong> <strong>Feldbach</strong><br />

zu wahren.<br />

15


DAS STÄDTISCHE<br />

WASSERWERK<br />

Für die Wasserversorgung im steirischen<br />

Becken, sohin auch in <strong>der</strong> <strong>Stadt</strong>gemeinde<br />

<strong>Feldbach</strong>, ist es charakteristisch,<br />

dass diese bis weit in das 20. Jahrh<strong>und</strong>ert<br />

hinein durch Quellen o<strong>der</strong> (artesische)<br />

Hausbrunnen erfolgte. Im Jahr<br />

1885 gab es erste Bohrungen nach artesischem<br />

Wasser in <strong>Feldbach</strong>. Bis zum 1.<br />

Weltkrieg erfolgten nur wenige weitere<br />

Versuche. Für die Versorgung des großen<br />

Kriegsgefangenenlagers 1915–1918<br />

wurden ebenfalls einige Bohrungen hergestellt<br />

(„nie<strong>der</strong>gebracht“).<br />

DAS ERSTE WASSER-<br />

LEITUNGSNETZ<br />

Die Gr<strong>und</strong>legung des späteren Wasserversorgungsnetzes<br />

<strong>der</strong> <strong>Stadt</strong>gemeinde<br />

<strong>Feldbach</strong> erfolgte durch die Errichtung<br />

von Wasserleitungen im Kriegsgefangenenlager<br />

1915-1918 in <strong>Feldbach</strong>-Ost/<br />

Mühldorf, wo zu Spitzenzeiten bis zu<br />

50.000 Personen untergebracht waren.<br />

Zunächst gab es nur einige Schlagbrunnen,<br />

diese wurden bald durch gegrabene<br />

<strong>und</strong> artesische Brunnen ersetzt.<br />

R<strong>und</strong> 15 Tiefbohrungen reichten in<br />

Tiefen bis zu 100 Meter. Es wurden vier<br />

unterirdische Reservoirs angelegt, dazu<br />

das Hochreservoir am Steinberg sowie<br />

mehrere Wassertürme. Ein Wasserturm<br />

befand sich an <strong>der</strong> Gleichenberger Straße<br />

bei <strong>der</strong> Kreuzung <strong>der</strong> Landesbahn.<br />

Für den Transport des Wassers <strong>und</strong> den<br />

Druckaufbau in den Leitungen wurden<br />

Pumpen eingesetzt. Für Löschzwecke<br />

wurden, über das gesamte Lager verteilt,<br />

Hydranten <strong>und</strong> Feuerlöschbrunnen<br />

errichtet.<br />

DAS PRIVAT GEFÜHRTE<br />

„WASSERWERK FELDBACH“<br />

Ing. Felix Schmidt (1877-1952) war<br />

Bauleiter im Kriegsgefangenenlager<br />

<strong>Feldbach</strong>. Im Jahr 1921 schied er aus<br />

dem Militärdienst aus. Er erwarb die<br />

ehemalige Pumpstation des Lagers mit<br />

unterirdischem Reservoir, das Lagergaragenobjekt<br />

(ehemalige Lokomotiv- <strong>und</strong><br />

Kraftwagen-Reparaturwerkstätte, bzw.<br />

„Wolford-Halle“, heute „Kulturwerkstatt“<br />

in <strong>der</strong> Franz-Seiner-Gasse 2) sowie<br />

das anschließende Wohnhaus. Verb<strong>und</strong>en<br />

damit war die Auflage, den Betrieb<br />

des Wasserleitungsnetzes, so lange es<br />

erfor<strong>der</strong>lich ist, aufrecht zu erhalten.<br />

Zu dieser Zeit gab es 100 Wasserabnehmer.<br />

1922–1924 erfolgte ein Ausbau<br />

des Wasserleitungssystems, dazu kamen<br />

technische Verbesserungen. Im Jahr<br />

1924 erteilte die <strong>Stadt</strong>gemeinde <strong>Feldbach</strong><br />

Ing. Felix Schmidt die Konzession<br />

für den Betrieb <strong>der</strong> Wasserleitung des<br />

Lagers <strong>und</strong> für Wasserleitungsinstallationen.<br />

Er fungierte als „Vertriebsleiter<br />

<strong>der</strong> Wasserversorgungsanlage <strong>Feldbach</strong>“.<br />

Die damalige „Wasserbezugsanleitung“<br />

gibt Rückschluss auf die Qualität des<br />

Wassers: „Da bei längerer Berührung des<br />

Wassers mit <strong>der</strong> Luft dessen Eisengehalt<br />

sich auf den Gefäßen nie<strong>der</strong>schlägt,<br />

wolle man über Nacht kein Wasser in<br />

Gefäßen stehen lassen. Bei längerem<br />

Stehenlassen in Gefäßen, aber insbeson<strong>der</strong>s<br />

vor Herannahen regnerischen<br />

Wetters schlägt sich dessen Eisengehalt<br />

rascher heraus. Das Wasser ist etwas<br />

trüber, ist jedoch vollkommen unschädlich<br />

<strong>und</strong> trinkbar.“<br />

Ing. Felix Schmidt gehörte außerdem<br />

ein Radiovertrieb. Auf einem mit<br />

„1932“ datierten Foto ist er vor einem<br />

„Elektro-Werbewagen“ zu sehen, <strong>der</strong> vor<br />

dem „<strong>Wasserwerk</strong> <strong>Feldbach</strong>“ steht. Von<br />

1935–1937 war er außerdem Bürgermeister-Stellvertreter<br />

in <strong>Feldbach</strong>.<br />

16 BAUHOF & WASSERWERK DER STADT FELDBACH


WASSERVERSORGUNG (NETZDATEN)<br />

67 km² Versorgungsgebiet<br />

790.000 m³ Gesamtjahresverbrauch<br />

185 km Versorgungsleitungen<br />

80 km Hausanschlussleitungen<br />

3.465 Hausanschlüsse<br />

110 l Ø Wasserverbrauch/Person & Tag<br />

3 Brunnen | 16 Pumpwerke<br />

347 Hydranten | 7 Hochleistungshydranten<br />

Im Jahr 1929 gibt es einen Eigentümerwechsel,<br />

die Fa. <strong>Wasserwerk</strong> <strong>Feldbach</strong>,<br />

Hotter & Co. wird neue private Betreiberin<br />

<strong>der</strong> Wasserversorgungsanlage.<br />

Der Baukostenwert für das <strong>Wasserwerk</strong>sgebäude<br />

samt Gr<strong>und</strong>stück <strong>und</strong> Bohrloch<br />

betrug S 36.000,-. Folgende Investitionen<br />

wurden für die Aufnahme des Betriebes<br />

getätigt: Ausbau des ursprünglichen<br />

Lokomotivschuppens als Maschinenhalle,<br />

Adaptierung <strong>der</strong> bestehenden Forstamtskanzlei<br />

zur Wärterwohnung, Einbau<br />

einer Zentralheizung, Ausbau des Ortsnetzes,<br />

Aufstellen <strong>der</strong> erfor<strong>der</strong>lichen<br />

Pumpengarnitur, elektrischer Anschluss<br />

an den Transformator. Diese Leistungen<br />

wurden mit S 124.000,- beziffert.<br />

Der damalige Baukostenwert wurde<br />

mit S 670.911,- festgehalten (Stand:<br />

05.02.1950). Das Rohrnetz wies damals<br />

eine Gesamtlänge von 3.970 m auf. Eine<br />

Enteisenungsanlage war vorhanden, jedoch<br />

zum damaligen Zeitpunkt außer<br />

Betrieb gestellt.<br />

In <strong>der</strong> Folge wird das „<strong>Wasserwerk</strong> <strong>Feldbach</strong>“<br />

privat betrieben <strong>und</strong> erweitert. In<br />

<strong>der</strong> Wasserleitungsordnung des <strong>Wasserwerk</strong>s<br />

<strong>Feldbach</strong> vom 01.07.1946 heißt<br />

es unter an<strong>der</strong>em: „Das <strong>Wasserwerk</strong><br />

<strong>Feldbach</strong> liefert unter <strong>der</strong> Fa. Hotter &<br />

Co. zu den Bedingungen <strong>der</strong> nachstehenden<br />

Wasserleitungsordnung <strong>und</strong> den<br />

jeweils festgesetzten Tarifen, welche<br />

Bestandteil dieser Wasserleitungsordnung<br />

sind, Trink- <strong>und</strong> Nutzwasser.“<br />

Im Jahr 1950 begannen Bestrebungen<br />

<strong>der</strong> <strong>Stadt</strong>gemeinde <strong>Feldbach</strong>, aufgr<strong>und</strong><br />

<strong>der</strong> unzulänglichen Versorgung das privat<br />

geführte <strong>Wasserwerk</strong> <strong>Feldbach</strong> Hotter<br />

& Co. zu übernehmen. Zur Diskussion<br />

standen eine Beteiligung im Umfang<br />

von 48 %, die Übernahme des gesamten<br />

Werkes o<strong>der</strong> die Gründung einer Wasserversorgungsgenossenschaft,<br />

dies alles<br />

unter <strong>der</strong> Annahme, dass noch 449 Objekte<br />

anzuschließen sind.<br />

Das Versorgungsgebiet umfasste damals<br />

die <strong>Stadt</strong> <strong>Feldbach</strong> sowie Teile<br />

<strong>der</strong> Gemeinden Oedt <strong>und</strong> Weißenbach.<br />

In <strong>Feldbach</strong> waren angeschlossen:<br />

159 Objekte mit 1.487 Einwohnern,<br />

noch zu versorgen wären 290 Objekte<br />

mit 1.960 Einwohnern (dies bei einem<br />

Gesamteinwohnerstand von 3.447 Einwohnern).<br />

Außerhalb von <strong>Feldbach</strong> waren<br />

angeschlossen: Weißenbach: 1 Haus<br />

mit 5 Einwohnern, Oedt: 5 Häuser mit<br />

88 Einwohnern. Noch zu versorgen waren:<br />

Oedt: 4 Häuser, Mühldorf: 12 Häuser,<br />

Gniebing: 1 Haus (Kornbergsiedlung).<br />

Der Gesamtwert des <strong>Wasserwerk</strong>s<br />

wurde mit S 670.911,- festgestellt.<br />

Das Werk bestand im Jahr 1950 aus:<br />

Maschinenhaus (mit 3 Pumpensätzen,<br />

2 Windkesseln, Transformator bei Stromausfällen);<br />

Tiefbehälter; Bohrloch auf<br />

eigenem Gr<strong>und</strong> („Hauptbrunnen“, Tiefe<br />

102 Meter, Leistung 6,4 Liter pro Sek<strong>und</strong>e);<br />

Bohrloch auf fremden Gr<strong>und</strong> („Suppan-Brunnen“,<br />

Tiefe 98 Meter, Leistung<br />

1,8 Liter pro Sek<strong>und</strong>e); Ortsrohrnetz:<br />

Länge 3.970 Meter, Hydranten, Absperrorgane,<br />

Wasserzähler; baureifes Gr<strong>und</strong>stück;<br />

Enteisenungsanlage.<br />

Zu dieser Zeit wird neben dem Hauptbrunnen<br />

<strong>und</strong> dem Suppan-Brunnen<br />

auch <strong>der</strong> ebenfalls bereits während des<br />

Kriegsgefangenenlagers entstandene<br />

Zehenthofer-Brunnen (Tiefe 110 Meter,<br />

Leistung 0,5 Liter pro Sek<strong>und</strong>e) verwendet.<br />

DIE STADTGEMEINDE ÜBERNIMMT<br />

Nach dem Scheitern <strong>der</strong> Übernahme im<br />

Jahr 1950 tätigte die <strong>Stadt</strong>gemeinde<br />

17


<strong>Feldbach</strong> ein Jahrzehnt später einen<br />

weiteren, diesmal erfolgreichen Versuch,<br />

die Wasserversorgung <strong>der</strong> <strong>Stadt</strong><br />

in öffentliche Hände zu bekommen. Sie<br />

erwarb mit Übergabetermin 30.04.1960<br />

das Unternehmen, um dieses ab sofort<br />

als kommunalen Betrieb zu führen <strong>und</strong><br />

umgehend den Ausbau des Wasserleitungsnetzes<br />

in Angriff zu nehmen. Der<br />

Kaufpreis betrug S 820.000,-.<br />

Im Bescheid des Amtes <strong>der</strong> Steiermärkischen<br />

Landesregierung, Abteilung 3,<br />

vom 12.08.1960 betreffend den Ausbau<br />

<strong>der</strong> Wasserversorgungsanlage heißt<br />

es unter an<strong>der</strong>em: „Die bestehende<br />

Wasserversorgungsanlage für die <strong>Stadt</strong><br />

<strong>Feldbach</strong> ... soll nach einem weitaus<br />

greifenden Programm nicht nur für die<br />

Versorgung von <strong>Feldbach</strong> selbst son<strong>der</strong>n<br />

auch für die umliegenden Gemeinden<br />

Mühldorf, Weißenbach, Oedt <strong>und</strong> Raabau<br />

ausgebaut werden. Dieses Gebiet<br />

umfasst <strong>der</strong>zeit 6.449 Einwohner <strong>und</strong> es<br />

errechnet sich aus dieser Bevölkerungszahl<br />

<strong>und</strong> den vorhandenen gewerblichen,<br />

landwirtschaftlichen <strong>und</strong> sonstigen<br />

Betrieben ein Gesamt-Tagesbedarf<br />

von 1.680 m³ im Mittel. Als beson<strong>der</strong>s<br />

wasserverbrauchende Betriebe seien die<br />

Molkerei, das Landeskrankenhaus <strong>und</strong><br />

die Kaserne hervorgehoben. Der zukünftige<br />

mittlere Bedarf ist mit 3.550 m³,<br />

<strong>der</strong> größte zukünftige Tagesbedarf mit<br />

5.170 m³ geschätzt. Der Jahresbedarf<br />

beträgt gegenwärtig 613.200 m³ <strong>und</strong><br />

zukünftig 1.295.750 m³.“<br />

Zur Zeit <strong>der</strong> Übernahme des <strong>Wasserwerk</strong>s<br />

durch die <strong>Stadt</strong>gemeinde <strong>Feldbach</strong> waren<br />

dort r<strong>und</strong> 10 Personen beschäftigt.<br />

Ein Foto aus dieser Zeit zeigt die damaligen<br />

Mitarbeiter: (hockend) Edi Höchelein,<br />

Hans Weicher, Josef Löffler, (stehend)<br />

Hans Matzhold, Josef Friedrich,<br />

Johann Rabl, Rudolf Thier, Herbert Friesinger,<br />

Michael Kleinmeier. An Ausstattung<br />

waren ein Karren, diverse Kübel<br />

<strong>und</strong> Handpumpen vorhanden. Gegraben<br />

wurde händisch, für längere Künetten<br />

griff man auf Arbeitslose zurück. Ein<br />

Bagger wurde erst in den 1970er Jahren<br />

angeschafft. In dieser Zeit wurden dann<br />

bereits 100 Anschlüsse pro Jahr hergestellt.<br />

Lager gab es zunächst keines,<br />

alles, was benötigt wurde, wurde für den<br />

jeweiligen Anlassfall bei <strong>der</strong> Firma Krobath<br />

bezogen.<br />

Im Jahr 1961 wurde <strong>der</strong> Mühldorfer<br />

Brunnen errichtet (Tiefe 103 Meter,<br />

Leistung 20 Liter pro Sek<strong>und</strong>e). In <strong>der</strong><br />

Folge wurde <strong>der</strong> Suppan-Brunnen aufgelassen.<br />

1966 erfolgte die Errichtung des<br />

Hochbehälters am Kalvarienberg.<br />

Laut einer Bestandsaufnahme aus dem<br />

Jahr 1965 war für das Jahr 1966 wie<br />

folgt geplant:<br />

Fortsetzung <strong>der</strong> Hauptversorgungsleitung<br />

(Brunnen Mühldorf – Hochbehälter<br />

Kalvarienberg, Länge r<strong>und</strong> 4 km) bis zur<br />

Kornbergsiedlung (weitere 3 km), Errichtung<br />

<strong>der</strong> Aufbereitungsanlage beim<br />

Brunnen Mühldorf mit dem Zweck, das<br />

stark eisen- <strong>und</strong> manganhältige Rohwasser<br />

zu Trinkwasser aufzubereiten<br />

<strong>und</strong> dem Wasser die Eigenschaft zu verleihen,<br />

keine Ablagerungen <strong>und</strong> außergewöhnliche<br />

Korrosionserscheinungen<br />

im Rohrnetz <strong>und</strong> den Haushaltsgeräten<br />

hervorzurufen, sowie Fertigstellung des<br />

Hochbehälters am Kalvarienberg (Speicherinhalt<br />

1.000 m³).<br />

Der alte Hauptbrunnen in <strong>der</strong> Franz-<br />

Seiner-Gasse wurde im Jahr 1970 verschlossen.<br />

Westlich des Freizeitzentrums entstand<br />

in den Jahren 1969-1972 ein weiterer<br />

Brunnen („Sportplatzbrunnen“, Tiefe 80<br />

Meter, Leistung 15 Liter pro Sek<strong>und</strong>e).<br />

Zur Absicherung <strong>der</strong> Wasserversorgung<br />

trat die <strong>Stadt</strong>gemeinde <strong>Feldbach</strong> außerdem<br />

dem Wasserregionalverband Oststeiermark<br />

bei.<br />

Dank eines konsequenten Ausbaus des<br />

Wasserleitungsnetzes wird <strong>Feldbach</strong> im<br />

Jahr 1972 eine „vorbildliche Trinkwasserversorgung“<br />

konstatiert (<strong>Stadt</strong>buch<br />

von R. Grasmug, Seite 372). Im Jahr<br />

1975 gibt es 751 Anschlüsse, die gelieferte<br />

Wassermenge beträgt 559.462 m³,<br />

<strong>der</strong> Preis S 5,-/m³.<br />

EXTERNE ABSICHERUNG<br />

Im Jahr 1979 erfolgte <strong>der</strong> Beitritt zur<br />

Wasserversorgung Grenzland Südost<br />

(heute: Wasserversorgung Vulkanland).<br />

Damit sollte <strong>der</strong> Wasserbedarf ungeachtet<br />

<strong>der</strong> eigenen Brunnen gesichert<br />

werden. Im Jahr 1983 errichtete <strong>der</strong><br />

Verband eine Transportleitung mit einer<br />

Raab-Querung in <strong>der</strong> Mühlgasse. In Verbindung<br />

damit entstand dort ein neuer<br />

Steg für Fußgänger <strong>und</strong> Radfahrer, <strong>und</strong><br />

zwar an <strong>der</strong> Stelle <strong>der</strong> früheren, nicht<br />

mehr vorhandenen ersten Raab-Brücke<br />

nahe <strong>der</strong> Trummer-Mühle in Verlängerung<br />

<strong>der</strong> Bürgergasse. Im Jahr 2005<br />

folgte durch den Verband mit <strong>der</strong> Gründung<br />

<strong>der</strong> Transportleitung Oststeiermark<br />

eine weitere wichtige Maßnahme zur<br />

Notwasserversorgung.<br />

FELDBACH GUT VERSORGT<br />

Anfang <strong>der</strong> 1980er Jahre (14.01.1980)<br />

wurde das <strong>Wasserwerk</strong>sgebäude samt<br />

dem damals bereits bestehenden Zubau<br />

zum überwiegenden Teil an die Firma<br />

Wolford vermietet, das Lager des <strong>Wasserwerk</strong>s<br />

wurde ausgesiedelt, die Verwaltung<br />

<strong>und</strong> die zentrale Messeinrichtung<br />

verblieben noch einige Jahre am<br />

Standort Franz-Seiner-Gasse 2.<br />

In <strong>der</strong> Gemeindezeitung vom Dezember<br />

1984 erscheint unter dem Titel „Trinkwasser<br />

– ein kostbares Gut, <strong>Feldbach</strong>er<br />

Wasser hat hervorragende Qualität“ ein<br />

Statusbericht zum Städtischen <strong>Wasserwerk</strong>:<br />

„In unserer <strong>Stadt</strong> nutzen wir in erster<br />

Linie wertvolles artesisches Wasser, <strong>und</strong><br />

die Erfahrung während <strong>der</strong> letzten Jahrzehnte<br />

hat gezeigt, daß noch genügend<br />

Wasser in unserem Boden vorhanden ist.<br />

Wenn wir den Wasserhahn aufdrehen<br />

<strong>und</strong> oft auch nutzlos rinnen lassen, so<br />

ist das für uns eine Selbstverständlichkeit.<br />

Es gibt seit Jahren keine Probleme,<br />

Lieferstörungen sind selten, denn das<br />

<strong>Wasserwerk</strong> ist für Sie r<strong>und</strong> um die Uhr<br />

im Einsatz.<br />

In den 50er Jahren hat die <strong>Stadt</strong>gemeinde<br />

das <strong>Wasserwerk</strong> von <strong>der</strong> Fa. Hielscher<br />

& Hanseli gekauft, nachdem es<br />

sich zeigte, dass die Wasserversorgung<br />

in einem so großen Ausmaß auf privater<br />

Basis nicht bewältigt werden kann. Alle<br />

Anlagen waren zu klein <strong>und</strong> es musste<br />

sofort mit <strong>der</strong> Erschließung zusätzlicher<br />

Brunnen begonnen werden, nachdem<br />

nur einige kleinere Brunnen, teilweise<br />

mit Oberflächenwasser, vorhanden waren.<br />

Der artesische Brunnen in Mühldorf<br />

erwies sich als Volltreffer, denn<br />

er liefert bis heute ausreichend bestes<br />

Trinkwasser aus einer Tiefe von r<strong>und</strong> 80<br />

bis 120 m. Diesen F<strong>und</strong> verdanken wir<br />

in erster Linie Herrn Prof. Winkler-Hermaden,<br />

<strong>der</strong> diese Stelle als beson<strong>der</strong>s<br />

fündig bezeichnete. Neben dem Brunnen<br />

entstand eine Aufbereitungsanlage,<br />

die in den letzten Jahren mo<strong>der</strong>nisiert<br />

wurde. Hier wird vor allem das Eisen<br />

18 BAUHOF & WASSERWERK DER STADT FELDBACH


ausgefiltert, denn das gesamte Wasser<br />

des Raabtales ist sehr eisenhältig. Zur<br />

Sicherung <strong>der</strong> Wasserversorgung baute<br />

man dann noch einen 2. Brunnen neben<br />

dem Hallenbad, <strong>der</strong> jedoch nicht so ergiebig<br />

ist.<br />

Auch das Leitungsnetz wurde Jahr für<br />

Jahr erweitert, denn die Nachfrage war<br />

sehr groß. Der Großteil <strong>der</strong> Leitungen<br />

wurde in Eigenregie vom <strong>Wasserwerk</strong><br />

verlegt, <strong>und</strong> bei den engen Verhältnissen<br />

in manchen Straßenbereichen war<br />

dies oft sehr schwierig. Das Rohrmaterial<br />

hat sich im Laufe <strong>der</strong> Jahre verän<strong>der</strong>t.<br />

Während man früher Gussrohre<br />

verwendete, kommen heute vor allem<br />

PVC- <strong>und</strong> Eternitrohre zum Einbau. Noch<br />

in den 60er Jahren wurden viele Verlegungsarbeiten<br />

händisch vorgenommen,<br />

heute stehen dem <strong>Wasserwerk</strong> mo<strong>der</strong>ne<br />

Grabgeräte zur Verfügung.<br />

Der starke Straßenverkehr <strong>und</strong> die<br />

vielen Leitungen bringen zusätzliche<br />

Schwierigkeiten <strong>und</strong> oftmals sind auch<br />

rechtliche Probleme zu lösen, wenn<br />

Privatgr<strong>und</strong> in Anspruch genommen<br />

werden muss. Viele Bewilligungen sind<br />

erfor<strong>der</strong>lich <strong>und</strong> all diese Arbeiten müssen<br />

zeitgerecht <strong>und</strong> schnell ausgeführt<br />

werden. Die reibungslose Wasserversorgung<br />

gibt bestes Zeugnis für die Bediensteten<br />

des <strong>Wasserwerk</strong>es <strong>und</strong> die<br />

zuständigen Beamten des <strong>Stadt</strong>amtes.<br />

Sie müssen bei je<strong>der</strong> Tages- <strong>und</strong> Nachtzeit<br />

einsatzbereit sein, es gibt keine<br />

Schlechtwetterschichten <strong>und</strong> wenn ein<br />

Rohrbruch im ärgsten Winter auftritt,<br />

so muss dieser behoben werden. Dabei<br />

gibt es oft große Schwierigkeiten beim<br />

Auffinden des Rohrbruches, wie ein Beispiel<br />

in diesem Jahr zeigte. Ein Wasserleitungsrohr<br />

wurde beim Verlegen <strong>der</strong><br />

Grenzlandwasserleitung beschädigt <strong>und</strong><br />

das Wasser floss über einen danebenliegenden<br />

Kanal direkt in die Raab.<br />

Dieser Rohrbruch konnte erst durch den<br />

Einsatz eines Spezialmesswagens gef<strong>und</strong>en<br />

werden. Die Suche nach weiteren<br />

Rohrbrüchen bleibt ständige Aufgabe<br />

des <strong>Wasserwerk</strong>es, denn wir wollen verhin<strong>der</strong>n,<br />

dass wertvolles Trinkwasser<br />

verlorengeht. Auch die Wasserqualität<br />

wird ständig überprüft. Alle 3 Monate<br />

werden vom Sanitätsreferat <strong>der</strong> Bezirkshauptmannschaft<br />

<strong>Feldbach</strong> Wasserproben<br />

an verschiedenen Stellen entnommen<br />

<strong>und</strong> untersucht. Das Ergebnis ist<br />

immer gleich: Erstklassiges artesisches<br />

Trinkwasser.<br />

In den letzten Jahren wurden auch die<br />

Gemeinden Gniebing -Weißenbach, Raabau<br />

<strong>und</strong> Teile von Mühldorf an das <strong>Feldbach</strong>er<br />

Leitungsnetz angeschlossen <strong>und</strong><br />

die Versorgung übernommen. Damit hat<br />

das <strong>Wasserwerk</strong> eine Leitungslänge von<br />

60 km zu betreuen <strong>und</strong> zu erhalten. Die<br />

jährliche Wasserlieferung beträgt 500<br />

Millionen Liter.<br />

Die Frage „Gibt es genug Wasser für die<br />

Zukunft?“ kann mit „Ja“ beantwortet<br />

werden, denn die Ergiebigkeit unserer<br />

artesischen Brunnen hat nicht nachgelassen.<br />

Die beiden Brunnen würden<br />

täglich 3 Millionen Liter Wasser för<strong>der</strong>n,<br />

eine Menge, die <strong>der</strong>zeit noch nicht verbraucht<br />

werden kann.<br />

Um jedoch ganz sicher zu gehen, war<br />

die <strong>Stadt</strong>gemeinde Mitbegrün<strong>der</strong> des<br />

Wasserverbandes Grenzland Südost, dem<br />

durch die Wasserversorgung <strong>der</strong> gesamten<br />

Süd- <strong>und</strong> Oststeiermark beson<strong>der</strong>e<br />

Bedeutung zukommt. Die Gemeinde<br />

Mühldorf ist bereits fast zur Gänze an<br />

dieses Netz angeschlossen. Auch unsere<br />

Wasserleitung wird in den nächsten Wochen<br />

zusammengeschlossen, sodass wir<br />

bei Bedarf sofort Wasser beziehen könnten,<br />

wir könnten aber auch bei einer<br />

Überproduktion Wasser an den Verband<br />

abgeben. Die Mischbarkeit des Wassers<br />

ist glücklicherweise gegeben, sodass<br />

auch hier keine Probleme bestehen.“<br />

ÜBERSIEDLUNG IN DIE GLEICHEN-<br />

BERGER STRASSE 79<br />

Mit 01.10.1985 erwirbt die <strong>Stadt</strong>gemeinde<br />

<strong>Feldbach</strong> von <strong>der</strong> Ziegelwerk<br />

Fürstenfeld Ges.m.b.H. eine Betriebsliegenschaft<br />

in <strong>der</strong> Gleichenberger Straße<br />

79, wo <strong>der</strong> Städtische <strong>Bauhof</strong> <strong>und</strong> das<br />

Städtische <strong>Wasserwerk</strong> untergebracht<br />

werden.<br />

19


ABWASSERENTSORGUNG<br />

(NETZDATEN)<br />

291,6 km Abwassernetz<br />

170 km Regenwassernetz<br />

6.000 Kanalschächte<br />

101 Pumpstationen/<br />

Kleinhebewerke<br />

20 BAUHOF & WASSERWERK DER STADT FELDBACH


Im Frühjahr 1993 erhält das Städtische<br />

<strong>Wasserwerk</strong> eine neue Überwachungs-,<br />

Mess- <strong>und</strong> Steueranlage <strong>der</strong> Fa. Rittmeyer.<br />

Durch diese wird es möglich, per<br />

Knopfdruck Behälterstände, Störungen<br />

<strong>und</strong> an<strong>der</strong>es zu kontrollieren, wofür<br />

man bisher noch die jeweils betroffene<br />

Örtlichkeit des weiterverzweigten Leitungsnetzes<br />

aufsuchen musste.<br />

Im Jahr 1995 bestehen 1.381 Anschlüsse,<br />

dies bei einem Leitungsnetz von<br />

19,788 km <strong>und</strong> einer gelieferten Wassermenge<br />

von 522.301 m³. Der Preis beträgt<br />

S 12,-/m³. Vor <strong>der</strong> Gemeindefusion<br />

im Jahr 2014 sind es 1.558 Anschlüsse,<br />

das Netz ist auf 65,8 km angewachsen,<br />

geliefert werden 533.205 m³ zu einem<br />

Preis von € 1,27/m³.<br />

GEMEINDEZUSAMMEN-<br />

LEGUNG 2015<br />

Mit 1.1.2015 kommt es zur Fusion <strong>der</strong><br />

7 Gemeinden Auersbach, <strong>Feldbach</strong>,<br />

Gniebing-Weißenbach, Gossendorf, Leitersdorf,<br />

Mühldorf <strong>und</strong> Raabau. Das Versorgungsgebiet<br />

umfasst nunmehr 66,67<br />

km². Begonnen wird die Erstellung des<br />

Leitungskatasters, die bis 2023 dauern<br />

soll.<br />

2018 erhält das <strong>Wasserwerk</strong> eine neue<br />

Fernüberwachungsanlage mit einer<br />

eigenständigen Serverlösung samt Portierung<br />

aller bestehenden 39 Stationen<br />

(Brunnen, Aufbereitung, Hochbehälter<br />

<strong>und</strong> Drucksteigerungsanlagen), zusätzlich<br />

wird eine eigene Funkfrequenz für<br />

die 20 versorgungswichtigsten Stationen<br />

beim Ausfall des Mobilfunknetzes<br />

im Blackout-Fall eingerichtet.<br />

2020 erfolgt ein groß angelegtes Projekt<br />

zur Sanierung <strong>der</strong> Brunnen. Der Brunnen<br />

Mühldorf 1 wird durch Sprengen verschlossen,<br />

bei den Brunnen Mühldorf<br />

2 <strong>und</strong> 3 erfolgen Neubohrungen <strong>und</strong> <strong>der</strong><br />

Ausbau auf DN 300 (Endteufen: 2/55 m,<br />

3/104 m); Die Sportplatzbrunnen 1<br />

<strong>und</strong> 2 werden verschlossen, es erfolgt<br />

die Neubohrung Sportplatzbrunnen 4<br />

mit einem Ausbau in DN 300 <strong>und</strong> einer<br />

Endteufe von 89 m. Das Verschließen<br />

des Zehenthofer-Brunnens ist noch ausständig.<br />

Weiters werden aus Anlass <strong>der</strong><br />

Blackout-Vorsorge Notstromaggregate<br />

für das <strong>Wasserwerk</strong>, die Aufbereitung,<br />

den Brunnen-Sportplatz <strong>und</strong> die Drucksteigerungsanlagen<br />

angeschafft.<br />

<strong>NEUE</strong>R, MODERNER STANDORT<br />

EUROPASTRASSE 39<br />

Im Dezember 2021 übersiedelte das<br />

Städtische <strong>Wasserwerk</strong> gemeinsam mit<br />

dem Städtischen <strong>Bauhof</strong> in das neue Betriebsgebäude<br />

in <strong>der</strong> Europastraße 39.<br />

Der neue Standort des <strong>Wasserwerk</strong>s beinhaltet<br />

mo<strong>der</strong>ne Büroräumlichkeiten,<br />

einen Archivraum <strong>und</strong> eine Lagerhalle,<br />

es gibt fünf Montagebusse für Trinkwasserversorgung<br />

<strong>und</strong> Abwasserentsorgung.<br />

Der neue Standort befindet sich auf einem<br />

13.690 m² großen Gr<strong>und</strong>stück. Das<br />

Hauptgebäude verfügt über eine Größe<br />

von 96,9 m x 39 m. Im südöstlichen Bereich<br />

ist ein zweigeschossiger Bürotrakt<br />

situiert: Im Parterre befinden sich die<br />

Umkleiden <strong>und</strong> ein großer Sozialraum<br />

mit Küche, im 1. Obergeschoss die Büroräume.<br />

Der übrige Bereich <strong>der</strong> Halle ist<br />

den verschiedenen Funktionen zugeordnet:<br />

Lager, Fuhrpark, <strong>Wasserwerk</strong>, Gärtnerei,<br />

Elektriker, Tiefbau, Maler, Maurer,<br />

Tischler, Verkehrstechnik, Werkstatt. Die<br />

Bruttogeschossfläche beträgt stattliche<br />

4.906,03 m².<br />

Weiters sind noch ein Nebengebäude<br />

mit 624 m², eine Tankstelle, ein Waschplatz,<br />

eine auf Fernwärme umgestellte<br />

Heizungsanlage, 76 PKW-Abstellplätze<br />

<strong>und</strong> 30 Fahrradabstellplätze vorhanden.<br />

Als Ergänzung des Standortes <strong>und</strong> vorwiegend<br />

für Lagerzwecke dient die von<br />

<strong>der</strong> Fa. Mauser erworbene Halle (430 m²)<br />

samt Gr<strong>und</strong>stück, wobei dort (gemeinsam<br />

mit dem Städtischen <strong>Bauhof</strong>)<br />

im Endausbau eine Gesamtfläche von<br />

5.748 m² zur Verfügung stehen wird.<br />

Die Wasserversorgung <strong>der</strong> <strong>Stadt</strong>gemeinde<br />

<strong>Feldbach</strong>, eingetragen im Wasserbuch<br />

<strong>der</strong> Landes Steiermark unter PZ<br />

4/333, wird <strong>der</strong>zeit aus drei Standorten<br />

mit insgesamt 4 Brunnen gespeist:<br />

Brunnen „Mühldorf 2“ (Tiefe 55 m, Entnahme<br />

5 l/sec)<br />

Brunnen „Mühldorf 3“ (Tiefe 104 m, Entnahme<br />

12 l/sec)<br />

Brunnen “Sportplatz 4“ (Tiefe 89 m, Entnahme<br />

8 l/sec.; bewilligt sind 15 l/sec.)<br />

21


22 BAUHOF & WASSERWERK DER STADT FELDBACH


Zehenthofer-Brunnen (Tiefe 110 m,<br />

Entnahme 1 l/sec., wird demnächst geschlossen)<br />

Das städtische Wasserversorgungsnetz<br />

in den Ortsteilen <strong>Feldbach</strong>, Gniebing-<br />

Weißenbach <strong>und</strong> Raabau, dazu einzelne<br />

Abnehmer in Mühldorf, verfügt im Jahr<br />

2021 über 1.926 Anschlüsse, die Länge<br />

<strong>der</strong> Hauptversorgungsleitungen (ohne<br />

Hauszuleitungen) beträgt 79,8 km, <strong>der</strong><br />

Wasserverbrauch 710.221 m³. Weiters<br />

gibt es 2 Hochbehälter (Kalvarienberg /<br />

1.000 m³, Gniebing / 600 m³), 9 Pumpstationen,<br />

180 Hydranten, 178 Schieberschächte,<br />

119 Wasserzählerschächte,<br />

3 Tiefbehälter <strong>und</strong> 4 Übergabestationen.<br />

Das städtische Wasserversorgungsnetz<br />

in den Ortsteilen Auersbach, Gossendorf,<br />

Leitersdorf <strong>und</strong> Mühldorf wird mit Trinkwasser<br />

<strong>der</strong> Wasserversorgung Vulkanland<br />

mittels Übergabestationen wie folgt<br />

versorgt: 1.539 Anschlüsse, 103,5 km<br />

Leitungen, 269.779 m³ gelieferte Wassermenge.<br />

Es gibt 3 weitere Hochbehälter<br />

(Mühldorf / 1.000 m³, Gossendorf /<br />

94 m³ <strong>und</strong> 100 m³).<br />

Insgesamt hat damit die Wasserversorgung<br />

<strong>der</strong> <strong>Stadt</strong> <strong>Feldbach</strong> eine Leitungslänge<br />

von 260 km (Hauptversorgungs-/<br />

Hausanschlussleitungen), es gibt 3.465<br />

Anschlüsse, die gelieferte Jahresmenge<br />

beträgt 980.000 m³. Es gibt 5 Hochbehälter,<br />

16 Pumpstationen, 347 Hydranten,<br />

183 Schieberschächte, 125 Wasserzählerschächte,<br />

7 Strangentlüftungen,<br />

3 Tiefbehälter <strong>und</strong> 20 Übergabestationen.<br />

DIE KANALISATION DER STADT<br />

FELDBACH<br />

Vor Beginn des Ausbaues <strong>der</strong> <strong>Feldbach</strong>er<br />

Kanalisation erfolgte die Ableitung von<br />

Gebrauchs- <strong>und</strong> Nie<strong>der</strong>schlagwässern<br />

durch unvollkommene <strong>und</strong> in schlechtem<br />

Zustand befindliche Kanäle <strong>und</strong> in<br />

weiterer Folge über die offenen <strong>und</strong> teils<br />

überwölbten Bachläufe wie den Oedter<br />

Bach, den <strong>Feldbach</strong>, den Feilbach <strong>und</strong><br />

den A<strong>der</strong>bach.<br />

Portrait des Städtischen <strong>Wasserwerk</strong>s<br />

in den <strong>Feldbach</strong>er Gemeindenachrichten<br />

mit Interview <strong>Wasserwerk</strong>sleiter<br />

Franz Zach im Jahr 2007<br />

Ein erstes Kanalisationsprojekt für<br />

den <strong>Stadt</strong>kern von <strong>Feldbach</strong> wurde,<br />

mit wasserrechtlicher Bewilligung vom<br />

02.12.1950, 1947 durch DI Friedrich<br />

Henker, Ingenieurkonsulent für Bauwesen,<br />

Graz, erstellt. Im Zeitraum 1953<br />

bis 1960 erfolgte die Fertigstellung des<br />

Hauptsammlers von <strong>der</strong> Bürgergasse<br />

23


in östlicher Richtung bis zum Vorflutgraben<br />

(heutiger ÖAMTC-Stützpunkt)<br />

sowie <strong>der</strong> Kanalisation als Mischkanalisation<br />

(gemeinsame Ableitung von<br />

Schmutz- <strong>und</strong> Oberflächenwässer) in<br />

den Bereichen Hauptplatz, Bürgergasse,<br />

Ungarstraße, Pfarrgasse, Klostergasse,<br />

Grazer Straße, Torplatz, Bismarckstraße,<br />

Mozartweg, Jahnweg <strong>und</strong> Feldgasse mit<br />

Kosten von 2,5 Mio. Schilling. Im ursprünglichen<br />

Projekt war <strong>der</strong> Standort<br />

<strong>der</strong> Kläranlage mit rein mechanischer<br />

Vorreinigung noch am Beginn des Vorflutgrabens<br />

vorgesehen, aufgr<strong>und</strong> <strong>der</strong><br />

Errichtung <strong>der</strong> Kaserne <strong>und</strong> <strong>der</strong> Erweiterung<br />

des Siedlungsgebietes allerdings<br />

1961 östlich <strong>der</strong> Kaserne umgesetzt. In<br />

den Jahren 1960 bis 1968 wurden auf<br />

Basis des Projektes aus dem Jahre 1947<br />

die Mischkanalisationen in <strong>der</strong> Ottokar-<br />

Kernstock-Straße, Schillerstraße, Anton-<br />

Schaar-Gasse, Schubertgasse, Gnaser<br />

Straße, Grillparzerstraße, Brückenkopfgasse,<br />

Vogelsanggasse, Gleichenberger<br />

Straße, Flurgasse, Franz-Seiner-Gasse,<br />

Färbergasse, Mühldorfer Straße <strong>und</strong> Johann-Strauß-Gasse<br />

errichtet.<br />

Im Jahre 1968 wurde eine abwassertechnische<br />

Studie beauftragt <strong>und</strong> von<br />

DI Ernst Kau<strong>der</strong>er, Zivilingenieur für<br />

Bauwesen, Graz, ausgearbeitet, wo<br />

bereits die Siedlungsgebiete <strong>der</strong> Randgemeinden<br />

Raabau, Gniebing-Weißenbach,<br />

Oedt <strong>und</strong> Mühldorf, ein Siedlungsraum<br />

mit damals über 6.000 Einwohner,<br />

mitbetrachtet wurde. Die Gr<strong>und</strong>gedanken<br />

für die Erweiterung des Kanalisationssystems<br />

waren die getrennte Ableitung<br />

von Schmutz- <strong>und</strong> Regenwässern<br />

(Trennsystem), die Anbindung weiterer<br />

Siedlungsgebiete in <strong>Feldbach</strong> bzw. angrenzen<strong>der</strong><br />

Siedlungsgebiete <strong>der</strong> Randgemeinden<br />

<strong>und</strong> <strong>der</strong> Ausbau <strong>der</strong> Kläranlage.<br />

Aufgr<strong>und</strong> <strong>der</strong> Anbindung diverser<br />

Siedlungsgebiete, aber vor allem durch<br />

Miteinbeziehung <strong>der</strong> Schmutzwässer <strong>der</strong><br />

Firma Merino <strong>und</strong> <strong>der</strong> Molkerei <strong>Feldbach</strong><br />

in die Kläranlage <strong>der</strong> <strong>Stadt</strong> <strong>Feldbach</strong>,<br />

war einerseits eine Erweiterung dieser<br />

sowie die Errichtung neuer Zuleitungen<br />

notwendig. Die Errichtung <strong>der</strong> 2. Ausbaustufe<br />

<strong>der</strong> Kläranlage <strong>Feldbach</strong> erfolgte<br />

in den Jahren 1973–1975 in zwei<br />

Verfahrensstraßen: je ein Mal für die<br />

häuslichen Abwässer aus dem <strong>Stadt</strong>gebiet<br />

<strong>und</strong> ein Mal für die gewerblichen<br />

Abwässer <strong>der</strong> Fa. Merino <strong>und</strong> <strong>der</strong> Molkerei<br />

samt den häuslichen Abwässern aus<br />

dem Siedlungsgebiet <strong>Feldbach</strong> Nord.<br />

Auf Basis <strong>der</strong> abwassertechnischen<br />

Studie 1968 gelangten in den darauffolgenden<br />

Jahren zahlreiche Kanalisationsprojekte<br />

zur Umsetzung: 1971/72<br />

Erweiterung <strong>der</strong> Kanalisation in <strong>der</strong> Oedter<br />

Straße <strong>und</strong> Oswaldigasse, 1972/73<br />

Errichtung des Hauptsammlers Nord in<br />

<strong>der</strong> Europastraße ausgehend von <strong>der</strong><br />

Europastraße bis zur Flurgasse zwecks<br />

Ableitung <strong>der</strong> gewerblichen Abwässer<br />

<strong>der</strong> Fa. Merino, 1974/75 <strong>der</strong> Bereich<br />

des Freizeitzentrum <strong>Feldbach</strong> aufgr<strong>und</strong><br />

<strong>der</strong> Errichtung des Hallen- <strong>und</strong> Freibades,<br />

1975/76 Anschluss <strong>Feldbach</strong> Nord<br />

bis zur Europastraße aufgr<strong>und</strong> <strong>der</strong> neu<br />

errichteten Nie<strong>der</strong>l-Siedlung, 1977/78<br />

Projekt <strong>Feldbach</strong> Nord II mit Kanalisationen<br />

in <strong>der</strong> Brückenkopfgasse, Lugitschstraße<br />

(Anbindung <strong>der</strong> ehem. Molkerei),<br />

Bahnhofstraße, Raabauer Straße, Karl-<br />

Schnetz-Gasse, Grenzweg <strong>und</strong> Andreas-Hofer-Weg,<br />

1979/80 Fertigstellung<br />

<strong>Feldbach</strong> Nord mit <strong>der</strong> Kanalisation im<br />

Siedlungsweg, August-Hahn-Weg <strong>und</strong><br />

Kloepfergasse.<br />

Aufgr<strong>und</strong> <strong>der</strong> regen Bautätigkeit im<br />

<strong>Stadt</strong>gebiet kam es Anfang <strong>der</strong> 80er<br />

Jahre zur Erweiterung <strong>der</strong> Kanalisationsanlagen<br />

am Alois-Gerstl-Weg, in <strong>der</strong><br />

Gnaser Straße, am Dr.-König-Weg, in <strong>der</strong><br />

Franz-Josef-Straße <strong>und</strong> in <strong>der</strong> Neusiedlung.<br />

Somit kann mit Anfang <strong>der</strong> 80er<br />

Jahre von einem Entsorgungsgrad von<br />

100 % <strong>der</strong> Schmutzwässer im <strong>Stadt</strong>gebiet<br />

von <strong>Feldbach</strong> gesprochen werden.<br />

In diese 2. Ausbaustufe ab 1970 wurden<br />

ca. 15 Mio. Schilling investiert.<br />

Im Rahmen <strong>der</strong> abwassertechnischen<br />

Studie 1968 erfolgte auch die Entsorgungsplanung<br />

für an das damalige<br />

<strong>Stadt</strong>gebiet von <strong>Feldbach</strong> angrenzende<br />

Siedlungsgebiete. Es kamen folgende<br />

Projekte zur Umsetzung: 1978/79 Mühldorf<br />

Nord mit den Siedlungsgebieten<br />

südlich <strong>der</strong> Gleichenberger Straße entlang<br />

des Kasernenweges bis einschließlich<br />

Rotkreuzberg, nördlich <strong>und</strong> südlich<br />

<strong>der</strong> Gleichenberger Straße (LB 66) bis<br />

auf Höhe <strong>der</strong> Basalt- <strong>und</strong> Hartgesteinwerke<br />

Appel. In den 80er Jahren folgte<br />

das Siedlungsgebiet Mühldorf-Färberberg,<br />

Mühldorfer Straße <strong>und</strong> Oedt mit<br />

den angrenzenden Siedlungsgebieten<br />

in Unterweißenbach, weiters Ende <strong>der</strong><br />

80er Jahre die Siedlungsgebiete von Unterweißenbach,<br />

Gniebing, Paurach <strong>und</strong><br />

Raabau.<br />

Aufgr<strong>und</strong> des ständig wachsenden Einzugsgebietes<br />

für die Kläranlage in <strong>Feldbach</strong><br />

<strong>und</strong> vor allem durch die gewerblichen<br />

Abwässer <strong>der</strong> Le<strong>der</strong>fabrik Schmidt<br />

war <strong>der</strong>en Kapazität schnell erschöpft.<br />

Der im Jahre 1982 gegründete „Abwasserverband<br />

Raum <strong>Feldbach</strong>“ mit 8 Mitgliedsgemeinden<br />

befasste sich von nun<br />

an mit <strong>der</strong> Errichtung einer neuen Kläranlage<br />

im Raum <strong>Feldbach</strong>. Die Le<strong>der</strong>fabrik<br />

Schmidt nahm im Jahr 1986 ihre<br />

betriebseigene Kläranlage mit 210.000<br />

EGW in Betrieb, welche bereits 1991 auf<br />

250.000 EGW vergrößert wurde. Aufgr<strong>und</strong><br />

<strong>der</strong> gebietsmäßigen Ausweitung<br />

<strong>der</strong> Verbandstätigkeit (20 Mitgliedsgemeinden)<br />

erfolgte 1985 die Än<strong>der</strong>ung<br />

24 BAUHOF & WASSERWERK DER STADT FELDBACH


des Verbandsnamens auf „Abwasserverband<br />

<strong>Feldbach</strong> – Mittleres Raabtal“. Am<br />

neuen Standort in Raabau wurde in den<br />

Jahren 1985–1987 eine neue Verbandskläranlage<br />

errichtet, welche im November<br />

1987 ihren Betrieb aufnahm. 2004<br />

erfolgte eine Erweiterung <strong>der</strong> Verbandskläranlage<br />

mit einer Kapazität von nunmehr<br />

40.000 EGW.<br />

Die Kanalisation in den Ortsteilen wurde<br />

wie folgt weiter ausgebaut:<br />

Auersbach: Nach <strong>der</strong> ersten Ausbaustufe<br />

Wetzelsdorf-Ort Anfang <strong>der</strong> 90er Jahre<br />

erfolgte Ende <strong>der</strong> 90er Jahre die Kanalisation<br />

von Auersbach-Ort <strong>und</strong> 2010 die<br />

<strong>der</strong> Randgebiete.<br />

Gossendorf: Das erste zentrale Ortsnetz<br />

wurde in den Jahren 1981–1987 errichtet,<br />

weitere wesentliche Bauabschnitte<br />

wurden im Zeitraum 1995–2007 umgesetzt.<br />

Gniebing-Weißenbach: Mitte <strong>der</strong> 90er<br />

Jahre wurden <strong>der</strong> Verbandssammler<br />

Richtung Paurach erweitert <strong>und</strong> Oberweißenbach-Ort<br />

aufgeschlossen. Die Erweiterung<br />

<strong>der</strong> Kanalisation im Bereich<br />

Gniebing-Berg, Oberweißenbach/Unterweißenbach-Berg<br />

erfolgte Anfang 2000<br />

<strong>und</strong> die Fertigstellung mit Aufschließung<br />

von Randgebieten 2014.<br />

Leitersdorf: Die erste Ausbaustufe des<br />

Ortsnetzes erfolgte von 1983–1993 mit<br />

<strong>der</strong> Errichtung <strong>der</strong> Ableitung in Richtung<br />

Lö<strong>der</strong>sdorf <strong>und</strong> zur VKA Raabau,<br />

diverse Ortsnetzerweiterungen erfolgten<br />

im Zeitraum 2002–2012.<br />

Mühldorf: Mitte <strong>der</strong> 90er Jahren erfolgte<br />

<strong>der</strong> Anschluss des Ortsgebietes Mühldorf<br />

samt Steinberg-Siedlung. Weitere Ausbaustufen<br />

fanden Anfang 2000 mit <strong>der</strong><br />

Kanalisation des Einkaufs- <strong>und</strong> Industriezentrums<br />

<strong>und</strong> von 2012–2014 mit <strong>der</strong><br />

Kanalisation von Untergiem <strong>und</strong> Petersdorf<br />

statt.<br />

Raabau: Nach Fertigstellung des Verbandssammlers<br />

Richtung neuer Kläranlage<br />

<strong>und</strong> <strong>der</strong> Kanalisation von Raabau-Ort<br />

in <strong>der</strong> 80er Jahren erfolgte die<br />

Netzerweiterung Richtung Schützing<br />

Mitte <strong>der</strong> 90er Jahre <strong>und</strong> die Fertigstellung<br />

<strong>der</strong> Kanalisationsanlage mit Anschluss<br />

<strong>der</strong> Randgebiete 2010.<br />

Seit 2015 kann man von einer flächendeckenden<br />

Kanalentsorgung in <strong>der</strong> Neuen<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Feldbach</strong> sprechen. Aktuell<br />

bestehen die Aufgaben in <strong>der</strong> Kanalentsorgung<br />

in <strong>der</strong> Wartung <strong>der</strong> Pumpstationen<br />

<strong>und</strong> Sanierung <strong>der</strong> teils recht<br />

alten Netze. Es wird intensiv an <strong>der</strong> Erstellung<br />

eines Leitungskatasters für das<br />

gesamte Gemeindegebiet gearbeitet,<br />

die Fertigstellung kann 2024 erwartet<br />

werden. Beson<strong>der</strong>es Augenmerk wird, in<br />

Folge häufig auftreten<strong>der</strong> Starkregenereignisse,<br />

auf die Erweiterung <strong>und</strong> Funktionsfähigkeit<br />

<strong>der</strong> Regenwasserkanäle<br />

gelegt, wobei zur Bewältigung <strong>der</strong> anfallenden<br />

Oberflächenwässer Rückhaltebecken<br />

<strong>und</strong> Retentionsanlagen etwa<br />

beim Oedterbach, A<strong>der</strong>bach, im Bereich<br />

Mühldorf/Rot-Kreuz-Berg o<strong>der</strong> <strong>Feldbach</strong>-West<br />

(Krobath, Hangwässer aus<br />

Gniebing) errichtet werden. In weiterer<br />

Zukunft folgt die Ertüchtigung des<br />

Rückhaltebeckens Auersbach. Dazu werden<br />

in den Bauverfahren Versiegelungsbegrenzungen,<br />

Retentionsanlagen o<strong>der</strong><br />

auch Gründächer vorgeschrieben.<br />

25


DIE VIELFÄLTIGEN AUFGABEN DES<br />

STÄDTISCHEN WASSERWERKS<br />

Die vielfältigen Aufgaben <strong>der</strong> Mitarbeiter<br />

des Städtischen <strong>Wasserwerk</strong>s<br />

beinhalten u.a. die Instandhaltung des<br />

gesamten Wasserversorgungsnetzes,<br />

Wartungen <strong>und</strong> Reparaturen (Rohrbrüche),<br />

Neuverlegung von Hauptwasserleitungen<br />

<strong>und</strong> Hausanschlüssen sowie<br />

Betreuung des Kanalnetzes.<br />

WASSERVERSORGUNG<br />

67 km² Versorgungsgebiet<br />

790.000 m³/a Gesamtjahresverbrauch<br />

185.000 lfm (185 km) Versorgungsleitungen<br />

80.000 lfm (80 km) Hausanschlussleitungen<br />

3.465 Hausanschlüsse<br />

347 Hydranten<br />

7 Hochleistungshydranten<br />

3 Brunnen<br />

16 Pumpwerke/Drucksteigerungsanlagen<br />

5 Hochbehälter (2.794 m³ Speicherkapazität)<br />

2 Tiefbehälter<br />

20 Schächte für Übergabe-<br />

Zählanlagen<br />

194 Schieberschächte<br />

1 Aufbereitungsanlage<br />

durchschnittlicher Wasserverbrauch/<br />

Person <strong>und</strong> Tag: 110 l<br />

INSTALLATION, WARTUNG, SANIE-<br />

RUNG UND INSTANDHALTUNG<br />

267 Gemeindewohnungen<br />

54 Wohn- <strong>und</strong> Geschäftsgebäude<br />

49 gemeindeeigene Einrichtungen<br />

(Kin<strong>der</strong>gärten, Schulen, Veranstaltungszentren,<br />

Sportstätten, etc.)<br />

Springbrunnen & öffentliche Trinkwasserspen<strong>der</strong><br />

ABWASSERENTSORGUNG<br />

291.620 lfm (291,6 km) öffentliches<br />

Abwassernetz<br />

ca. 170 km Regenwassernetz<br />

über 6.000 Kanalschächte<br />

101 Pumpstationen <strong>und</strong> Kleinhebewerke<br />

Die Mitarbeiter werden nach Bedarf<br />

<strong>und</strong> Zweckmäßigkeit auch in an<strong>der</strong>en<br />

Hauptbereichen verwendet. Dazu zählen<br />

u.a. Jahreszeiten-, witterungs- <strong>und</strong><br />

katastrophenbedingte Aufgaben wie <strong>der</strong><br />

Winterdienst (Schneeräumen, etc.), <strong>der</strong><br />

Bereitschaftsdienst (Kanal <strong>und</strong> Wasser)<br />

o<strong>der</strong> bei Katastropheneinsätzen (Überschwemmungen,<br />

Blackout, etc.).<br />

26 BAUHOF & WASSERWERK DER STADT FELDBACH


Gottfried Schanner<br />

LEITER STÄDTISCHES<br />

WASSERWERK<br />

MST Mario Pankarter<br />

LEITER-Stv. STÄDTISCHES<br />

WASSERWERK<br />

DAS TEAM DES<br />

STÄDTISCHEN WASSERWERKS<br />

STÄDTISCHES WASSERWERK<br />

Schanner Gottfried<br />

MST Pankarter Mario<br />

Fleischhacker Brigitte (Sekretariat)<br />

Edelsbrunner Rudolf<br />

Flaßer Engelbert<br />

Friesinger Heribert<br />

Hutter Mario<br />

Kreiner Walter<br />

Pendl Michael<br />

Prückler Bernhard<br />

Schmidt Peter<br />

W<strong>und</strong>erl Stefan<br />

LEITER DES STÄDTISCHEN<br />

WASSERWERKS FELDBACH:<br />

01.05.1960: Heinrich Lechner<br />

01.11.1961: Heinrich Lechner<br />

(Pumpenanlagen, Wasserversorgung) /<br />

Rudolf Thier (Außenarbeiten)<br />

01.01.1966: Rudolf Thier<br />

01.02.2002: Franz Zach<br />

01.06.2009: Günter Lipp<br />

01.01.2020: Gottfried Schanner<br />

27


Unsere<br />

KOMPETENTEN UND<br />

PFLICHTBEWUSSTEN<br />

MITARBEITER<br />

sorgen täglich zum<br />

Wohle <strong>der</strong> Bürger für eine<br />

SAUBERE UND GUT<br />

FUNKTIONIERENDE<br />

GEMEINDE.<br />

28 BAUHOF & WASSERWERK DER STADT FELDBACH

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